HMS Bergbau AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024KonzernlageberichtHMS BERGBAU AG, BERLINZUSAMMENGEFASSTER BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2024 1. ÜBERBLICK AKTIVITÄTEN UND NACHHALTIGKEIT Die HMS Bergbau-Gruppe ist ein global agierender Konzern, der als Handels- und Vertriebspartner namhafte internationale Stromproduzenten, Zementhersteller und Industrieverbraucher mit Kohle- und Energierohstoffen wie Kraftwerkskohle, Kokskohle und Koksprodukten beliefert. Im Rahmen eines strategisch eingeleiteten Transformationsprozesses rücken zunehmend auch andere Rohstoffe wie z.B. Erze, Zement, Ölprodukte und Düngemittel in den Fokus der Lieferaktivitäten. In jüngster Vergangenheit wurden Aufsuchungslizenzen für Lithium, Tantal und seltene Erden in Kasachstan erworben. Die HMS Bergbau AG entwickelt sich zunehmend zu einem diversifizierten internationalen Rohstoffhandelskonzern. Im laufenden Geschäftsjahr hat der Konzern die Strategie der Ausweitung seiner Geschäftsaktivitäten auf weitere Rohstoffe wie Lithium, Sand, Fliesenkleber, Zement, Ölprodukte, Beryllium, Manganerz, Chromerz, Klinker und Phosphate fortgesetzt. Schwerpunkt der Tätigkeit bleibt aber weiterhin das Kohlegeschäft, in dem die HMS Bergbau AG über eine anerkannte und über Jahrzehnte aufgebaute Expertise bei der Darstellung der kompletten Wertschöpfungskette verfügt. Beginnend beim Abbau von Rohstoffen über die Transportlogistik bis hin zur Lieferung an die Kunden handelt die HMS Bergbau AG Kohlen, die mehrheitlich in der Industrie eingesetzt werden. Hauptabnehmer sind überwiegend Stahl- und Zementproduzenten. Auch gehören Glashütten, Papierfabriken und Abfallverarbeitungsanlagen zu unseren Kunden. Unser Kundenkreis setzt sich aus privaten und staatlichen Unternehmen aus Asien, Europa, dem Nahen Osten und Afrika zusammen. Die HMS Bergbau AG exportiert über 90 Prozent ihres Kohlehandelsvolumens in Entwicklungsländer, denen es an Alternativen zur Basisenergieversorgung mit Kohle fehlt. Hierzu gehören unter anderem Bangladesch, Pakistan, Vietnam, China oder Indien. Diese Länder, einschließlich China, wurden im Pariser Klimaabkommen von den weltweiten Beschlüssen zur CO2 -Reduzierung im Interesse des Klimas ausgenommen. Hintergrund dieser Ausnahmen ist eben dieser Mangel an Alternativen zur Basisenergieversorgung mit Kohle. Oft fehlen in diesen Ländern die finanziellen Ressourcen sowie ausreichende Kapazitäten für den Ausbau von Wind- oder Solarenergie oder sie wachsen zu schnell, um mit nicht-regelbaren Energiequellen ihre Wirtschaft sicher und kostengünstig mit Energie zu versorgen. Aus diesem Grund unterstützen sämtliche UN-Resolutionen die Entwicklungsländer bei der Verwendung fossiler Brennstoffe bis ihnen tragfähige Alternativen zur Verfügung stehen. So hat die ASEAN im Mai 2024 ihre Unterstützung für Kohle explizit zum Ausdruck gebracht. Neue Kohle-Kraftwerksbauten werden u.a. in China, Indien, und Vietnam forciert. Durch die Belieferung dieser Länder leisten wir aus unserer Sicht einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und damit zu mehr Wohlstand und zu einer höheren Lebenserwartung. Diese wirtschaftliche Entwicklung ist Grundvoraussetzung für den Zufluss finanzieller Mittel, die für den Ausbau der Infrastruktur zur alternativen Energiegewinnung bereitgestellt werden können. Die HMS Bergbau-Gruppe kooperiert mit renommierten und zuverlässigen Produzenten überwiegend in Indonesien, Südafrika, Australien sowie Nord- und Südamerika. Zudem zeichnen wir für die Repräsentation zahlreicher ausgewählter internationaler Kohleproduzenten verantwortlich. Die HMS Bergbau-Gruppe wickelt hierbei die komplette Vermarktung der Kohle in ausgewählten Märkten ab. KONZERNSTRUKTUR Die HMS Bergbau-Gruppe hat ein internationales Netzwerk aus langjährigen Geschäftspartnern aufgebaut und verfolgt konsequent ihre Philosophie des Aufbaus langfristiger und profitabler Geschäftsbeziehungen mit internationalen Produzenten und Verbrauchern. Die Internationalität der HMS Bergbau-Gruppe ist auch durch die Tochtergesellschaften HMS Bergbau Africa (Pty) Ltd ., HMS Bergbau Singapore Pte Ltd., PT. HMS Bergbau Indonesia, HMS Bergbau Dubai FZCO sowie HMS Bergbau USA Corp. geprägt. Um die Internationalisierung weiter voranzutreiben, wurde im August 2024 mit der HMS Bergbau Switzerland SA ein weiteres Tochterunternehmen gegründet. An der Konzerntochter Silesian Coal International Group of Companies S.A., Polen, welche bereits geologische Erkundungen für das in Schlesien gelegenen Gebiet Orzesze' durchgeführt hat, besaß die HMS Bergbau AG zum 31. Dezember 2024 eine Beteiligung in Höhe von 54,89 Prozent. Kontinuierlich wird nicht nur operativ an dem Projekt, sondern auch an weiteren Maßnahmen zur Finanzierung gearbeitet. Die Konzernstruktur der HMS Bergbau-Gruppe und ihre wesentlichen Beteiligungen stellen sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar: KONZERNSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2024 ![]() ![]() Weiterhin hält die HMS Bergbau AG zwei Mehrheitsbeteiligungen an Gesellschaften mit Abbau- und Aufsuchungslizenzen für Lithium, Kobalt, Nickel, Tantal und seltene Erden in der Region Alatau in der Republik Kasachstan. Die gehaltenen Aufsuchungslizenzen haben für dokumentierte Lagerstätten für Lithium, Kobalt und Nickel Gültigkeit. Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kasachstan besteht ein Abkommen zur Rohstoffpartnerschaft, welches die Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen durch partnerschaftliche Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich vorsieht. VERANTWORTUNG DER HMS BERGBAU AG NACHHALTIGKEIT BEI DER HMS BERGBAU AG Als international agierender Rohstoffhandelskonzern mit einem umfangreichen Handels- und Vertriebspartnernetzwerk in Europa, Asien, Afrika und Amerika ist eine nachhaltige Unternehmensführung fest in der Unternehmenskultur und dem täglichen Handeln der HMS Bergbau AG verankert. Um die hohen Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung zu erfüllen, arbeitet die HMS Bergbau AG fortlaufend an der Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse und -praktiken und passt diese kontinuierlich an globale Trends und Entwicklungen an. Dabei sollen die Auswirkungen auf Umwelt und Klima so gering wie möglich gehalten werden. In einer globalisierten Welt spielen Faktoren wie Energieeffizienz und Umweltbewusstsein eine immer größere Rolle. Die Energieindustrie hat in den vergangenen Jahren enorme technologische Fortschritte erzielen können, mit denen zum einen die Effizienz bei der Energiegewinnung deutlich gesteigert werden konnte und zum anderen Emissionen massiv gesenkt werden konnten. Die HMS Bergbau AG hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen, wie zum Beispiel die freiwillige CO2 -Kompensation und die Investition in Klimaschutzprojekte, die regelmäßige Wartung von technischen Anlagen (wie z. B. Klimaanlage) aber auch das Sensibilisieren der Mitarbeiter, hinsichtlich der Verbrauches von Energie, Wasser und sonstigen Ressourcen im täglichen Büroalltagumgesetzt, um die eigene Emissionsbilanz weiter zu verbessern und ihren globalen Fußabdruck zu optimieren. Es ist der HMS Bergbau AG ein Anliegen, dass ihre Wachstumsziele mit dem Wohlergehen der Menschen, dem Schutz der Umwelt und dem wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft in Einklang stehen. Selbstverständlich ist auch, dass Mitarbeiter der HMS Bergbau AG an sämtlichen Standorten geltende Gesetze und Bestimmungen respektieren und vollumfänglich einhalten. FREIWILLIGE CO2 - KOMPENSATION DURCH KLIMASCHUTZPROJEKTE IN ALLER WELT Im Geschäftsjahr 2024 wurden die während der operativen Aktivitäten ausgestoßenen CO2 - Emissionen an allen Standorten der HMS Bergbau AG, zu denen unter anderem der Strom- und Wasserverbrauch, die Reisetätigkeit und die sonstige berufliche Mobilität der Mitarbeiter zählen, gemäß Greenhouse Gas Protocol CO2 - neutral kompensiert. In diesem Rahmen hat die HMS Bergbau AG Zertifikate an Klimaschutzprojekten erworben. So wird sichergestellt, dass die eigenen CO ,- Emissionen neutralisiert werden und somit der Anstieg der globalen Erwärmung gebremst wird. Die Projekte sind zertifiziert, und die Ausstellung und Schließung der Zertifikate wird transparent registriert. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer lebensfähigen Umwelt durch die Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen. Zu den Projekten gehört unter anderem der Austausch von umweltschädlichen und ineffizienten Kochherden durch effiziente Holzkohle-Kochherde in Nigeria. Die derzeit in weiten Teilen eingesetzten Herde in Nigeria führen zu hoher Luftverschmutzung in Innenräumen und stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar. Zu den weiteren Projekten gehören ein Biomassekraftwerk in China oder auch Solaranlagen in Indien. Für weitere Informationen zu diesem Thema verweisen wir auf unsere Website: „HMS Standpunkt Energiepolitik und Kohle“ https://hms-ag.com/wp-content/uploads/2025/05/HMS-Standpunkt-Energiepolitik-und-Kohle.pdf HOHE MITARBEITERZUFRIEDENHEIT Für die HMS Bergbau AG als modernen Arbeitgeber hat die geistige und körperliche Gesundheit der Mitarbeiter höchste Priorität. Die HMS Bergbau AG hat sich dazu verpflichtet, grundlegende ethische Prinzipien einzuhalten, um die Rechte und Persönlichkeiten der Mitarbeiter zu schützen. Die HMS Bergbau AG bietet Mitarbeiter unter anderem die Teilnahme an Weiterbildungen und an interkulturellen Veranstaltungen. Die gute Aufstellung der HMS Bergbau AG, auch im Bereich Nachhaltigkeit, verschafft dem Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil und überzeugende Argumente bei der Gewinnung von qualifiziertem Personal. Als ein Indikator für zufriedene Mitarbeiter dient die Fluktuationsrate. Sie lag bei der HMS Bergbau AG 2024 bei 0 Prozent. Bei anderen deutschen Unternehmen lag die Fluktuationsrate zuletzt bei rund 30 Prozent. Mitarbeiter der HMS Bergbau AG waren 2024 durchschnittlich 5,0 Tage krankgeschrieben. Deutschlandweit waren es laut Zahlen der Techniker Krankenkasse 19,1 Tage. Der Frauenanteil im Unternehmen lag bei 50 Prozent. 1.1 PREISENTWICKLUNG ROHSTOFFE Die internationalen Rohstoffpreise blieben im Jahr 2024 nach dem starken Preisverfall im Jahr 2023 relativ konstant. Während die Aktienmärkte Gewinne im zweistelligen Prozentbereich einfuhren, schloss der 20 Rohstoffe abbildende Bloomberg Commodity Index bei fast unverändertem Preisniveau (2024:100,29 Punkte; 2023: 100,65 Punkte). Nach den hoch volatilen Kohlepreisen in den Jahren 2022 und 2023 hat sich der Kohlepreis im Geschäftsjahr 2024 ähnlich wie der Bloomberg Commodity Index relativ stabil ohne extreme Preisschwankungen entwickelt. Der Preis fiel unter leicht volatilem Kursverlauf um rund 3 Prozent von rund 114 USD/Tonne zu Jahresbeginn auf rund 111 USD/Tonne per Ende Dezember 2024. Die Preise im Jahresverlauf des aktuellen Geschäftsjahres 2025 sind weiter rückläufig und schlossen per Ende März 2025 bei rund 98 USD/Tonne ab. Für 2024 wird nach Prognosen der IEA ein Anstieg der weltweiten Kohlenachfrage um 1,0 Prozent vorhergesagt. Mit 8,8 Mio. t wird die Nachfrage nach Kohle ein neues Allzeithoch markieren. Das Nachfragewachstum in Asien wird teilweise durch die sinkende Nachfrage in den Industrieländern ausgeglichen. Festzustellen bleibt, dass sich die globale Kohlenachfrage weiter nach Osten, hier speziell nach China, Indien und die ASEAN-Länder verschiebt. Im Jahr 2024 werden rund drei Viertel der Gesamtnachfrage nach Kohle in dieser Region abgedeckt - ein deutlicher Anstieg gegenüber rund 35 Prozent noch zu Beginn dieses Jahrhunderts. Die Experten prognostizieren auch für die Jahre 2025 bis 2027 ähnliche Höhen der globalen Kohlenachfrage wie im Jahr 2024. Wachstumsstark werden sich vor allem Indien und die ASEAN-Länder zeigen. China wird weiterhin der wichtigste Faktor für die globale Kohlenachfrage bleiben. Auch im Stromsektor wird - trotz des starken Ausbaus von Wind- und Solar-Energien - aufgrund der global stark zunehmenden Stromnachfrage erwartet, dass die Kohleverstromung auf einem ähnlichen Niveau wie 2024 bestehen bleibt. Um mögliche zukünftige Marktschwankungen effektiv kompensieren zu können, optimiert die HMS Bergbau AG ihre Wertschöpfung durch die vertikale Integration von Förderung, Umschlag und Transport unter Berücksichtigung aktueller und künftiger Preissteigerungen. Des Weiteren expandiert das Unternehmen in neue Märkte sowie in andere Produktkategorien. Volatil zeigte sich im Jahr 2024 erneut der Ölpreis. Das Barrel der Nordseesorte Brent wurde zwischen 70 und 91 US-Dollar gehandelt. Zum Jahresende 2024 schloss das Barrel bei einem Preisniveau von rund 74 US-Dollar nach rund 77 US-Dollar zum Jahresende 2023. Erheblichen Schwankungen unterlag im Jahr 2024 erneut der Erdgaspreis am niederländischen TTF-Handelspunkt (Title Transfer Facility). Anfang des Jahres sanken die Preise deutlich, wobei die Megawattstunde am 27. März 2024 bei EUR 27,69 gehandelt wurde. In den folgenden Monaten stiegen die Preise wieder an. Im September wurde für die Megawattstunde EUR 38,60 bezahlt. Ende des Jahres 2024 erreichten die Preise neue Höchststände. Der Dezember-Futures-Kontrakt schloss am 31. Dezember 2024 bei EUR 48,89 pro MWh. ![]() LITHIUM Der weltweite Bedarf an Lithium hat in den letzten Jahren hauptsächlich aufgrund der steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energiespeicher erheblich zugenommen. Im Jahr 2023 wurde der globale Lithiumverbrauch auf etwa 180.000 Tonnen geschätzt, was einem Anstieg von rund 27 Prozent gegenüber dem revidierten Verbrauch von 142.000 Tonnen im Jahr 2022 entspricht. Für die kommenden Jahre wird ein weiteres signifikantes Wachstum prognostiziert. Laut Statista wird die weltweite Nachfrage nach Lithium zwischen 2023 und 2025 voraussichtlich um mehr als 50 Prozent steigen und bis 2025 über 1 Million Tonnen erreichen. ![]() ![]() Langfristige Prognosen deuten darauf hin, dass der Lithiumbedarf bis 2030 auf über 3 Millionen Tonnen ansteigen könnte, was die Notwendigkeit einer erheblichen Ausweitung der Produktion und Exploration unterstreicht, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Diese Zahlen verdeutlichen den rasanten Anstieg des globalen Lithiumbedarfs und die Herausforderungen, die mit der Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung einhergehen. Laut Forschenden der KU Leuven in Belgien soll der Bedarf bis 2050 weiter stark zunehmen und allein in der EU ein Nachfrageniveau von 861.000 Tonnen im Jahr 2050 erreichen. Die größten Produzenten von Lithium sind aktuell Australien, Chile und China, die zusammen über 90 Prozent der weltweiten Lithiumproduktion vereinen. 1.2 INTERNATIONALISIERUNG DER MÄRKTE Die Rohstoffmärkte wachsen bedingt durch internationalen Handel und verbesserte Logistik immer weiter zusammen. Gleichzeitig erhöht sich die Markttransparenz durch Handelsplattformen und indexbasierte Handelsaktivitäten. Dies bedeutet auch einen Anstieg des Wettbewerbs. Gleichzeitig eröffnet die Internationalisierung der Märkte der HMS Bergbau AG zusätzliche Chancen, die in der Ausweitung der Geschäftsfelder liegen wie z. B. dem Handel mit weiteren Rohstoffen. Zugleich erschließt die HMS Bergbau AG neue Märkte. So wurde Ende 2018 in den Vereinigten Staaten von Amerika eine neue Tochterfirma gegründet, die unter HMS Bergbau USA Corp. firmiert und seit Beginn eine positive Entwicklung zeigt. Im Jahre 2022 wurden auch die Handelsaktivitäten im arabischen Raum mit der Gründung und Erstkonsolidierung der HMS Bergbau Dubai FZCO verstärkt. Des Weiteren wurde die HMS Bergbau Zimbabwe Private Limited in Zimbabwe gegründet, die sich vornehmlich auf den Vertrieb von Kupfer konzentriert. Im August 2024 wurde zudem die HMS Bergbau Switzerland SA in Genf geschaffen, mit der die internationalen Handelsaktivitäten weiter ausgebaut werden sollen. Die geopolitische Krise mit Russland führte bereits seit dem Jahr 2022 zu einer stetigen Diskussion im Hinblick auf die Energieversorgung Europas und somit zu einer Neubewertung der eigenständigen Energieversorgung. Zusätzlich führten zuletzt hohe Handelszölle und eine zunehmende Abwendung der USA als verlässlicher Verbündeter Europas zu Überlegungen innerhalb weiter Teile der EU zu einer Neuordnung globaler Handelsbeziehungen. Diese Überlegungen betreffen auch die Energieversorgung. So rückt zunehmend die Atomenergie, aber auch die Kohleverstromung stärker in den Mittelpunkt vieler westlicher Länder, um kurz- und mittelfristig autarker bei der Energiegewinnung zu werden. Die HMS Bergbau AG sieht daher durchaus auch Chancen für den Ausbau des Kohlehandels im europäischen Raum. Die langfristige Entwicklung ist derzeit nicht abschätzbar. 1.3 VERTIKALE INTEGRATION Um die Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Abbau über die Logistik bis hin zur Lieferung an den Abnehmer voranzutreiben und die zukünftige Versorgungssicherheit bei wachsendem Energiebedarf zu gewährleisten, sind Investitionen in eigene Ressourcen unabdingbar. Hierbei sind für die HMS Bergbau AG insbesondere Investitionen in Exklusivmarketingvereinbarungen, aber auch in die Erschließung eigener Rohstoffressourcen wirtschaftlich sinnvoll. Unsere langfristige Strategie der vertikalen Integration basiert dabei auf folgenden Säulen: STARKES HANDELSGESCHÄFT Die Grundlage für unser zukünftiges Wachstum und die Geschäftserfolge bilden der weitere Ausbau der Handelsgeschäfte mit langfristigen soliden Lieferanten- und Kundenbeziehungen sowie die stabilen Wertbeiträge. WACHSTUM Unser Ergebnis soll durch die vertikale Integration und die daraus resultierenden Wettbewerbsvorteile nachhaltig gesteigert werden. Hierzu zählen insbesondere die Expansion der internationalen Kohlevermarktungsaktivitäten auf dem südafrikanischen und asiatischen Kohlemarkt. Weiterhin strebt die HMS Bergbau AG über ihre Tochterfirmen in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie in Dubai und der Schweiz die Festigung bestehender und den Aufbau neuer Geschäftskontakte an. Kurz- und mittelfristige Chancen in Europa sollen identifiziert und genutzt werden. UNTERNEHMENSKULTUR Das „Leben“ in einer durch hohe professionelle und ethische Standards gekennzeichneten Unternehmenskultur im gesamten Konzern verschafft der HMS Bergbau-Gruppe überzeugende Argumente im Wettbewerb um qualifiziertes internationales Personal, mit welchem die eingeschlagene Strategie weiter vorangetrieben werden kann. NACHHALTIGES HANDELN Umweltschutz gehört für ein modernes Unternehmen wie die HMS Bergbau AG zu verantwortungsvollem und nachhaltigem Handeln. Das Unternehmen bemüht sich um die Umweltverträglichkeit in all ihren Geschäftstätigkeiten, mit dem Ziel die Effizienz aller Aktivitäten zu erhöhen. Außerdem ist die HMS Bergbau AG CO2 -neutral zertifiziert. Die HMS Bergbau AG sieht in ihrem Handeln einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil, der den Kunden auch als zusätzlicher Mehrwert angeboten wird. 1.4 HORIZONTALE INTEGRATION Die Ausweitung des weltweiten Handels auf weitere Rohstoffe soll mittelfristig eine weitere wichtige Säule der HMS Bergbau AG darstellen. Der stetig wachsende Bedarf an unterschiedlichsten Rohstoffen bestehender und potenziell neuer Kunden soll so über die HMS Bergbau-Strukturen angeboten und abgedeckt werden. Neue Märkte vor allem in den USA, Asien, Afrika und dem Nahen Osten stehen dabei mehr denn je im Fokus. Das bestehende Netzwerk, das über Jahre aufgebaute Know-how sowie die bewährten Transportmöglichkeiten werden nicht nur für die Kohleaktivitäten der Gesellschaft genutzt, sondern zunehmend auch für weitere Rohstoffe und Produkte wie Erze, Metalle, Zementprodukte, Petcoke, Seltene Erden und Lithium eingesetzt. Diese Strategie bietet nicht nur den Vorteil höherer Auslastung bestehender Kapazitäten, sondern mit Blick auf die Risikodiversifizierung und die Rohmargen auch attraktive Perspektiven. Die Mehrheit der Lieferungen wurden an Industrien getätigt, in denen Kohle oder deren Asche auch stofflich verwertet werden und mithin nur bedingt substituiert werden können. Dabei nimmt die Stahl- und Zementindustrie im Kundenportfolio eine starke Rolle ein. 2. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 WELTKONJUNKTUR Im Jahr 2024 berechnete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent (3,1 Prozent im Jahr 2023). Dieses Wachstum wurde durch die Erholung des privaten Konsums unterstützt. Allerdings warnte die OECD vor den Risiken des Protektionismus, da steigende Handelsbarrieren das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnten. Die politische Unsicherheit ist aus Sicht der OECD hoch, und es bestehen weiterhin erhebliche Risiken - vor allem eine weitere Fragmentierung der Weltwirtschaft gibt den Experten Anlass zur Sorge. Gleichzeitig hält der Inflationsdruck in vielen Volkswirtschaften an. Eine höher als erwartete Inflation würde eine restriktivere Geldpolitik nach sich ziehen und könnte zu einer disruptiven Neubewertung der Finanzmärkte führen. Die aufstrebenden Länder Asiens sind und bleiben gemäß IWF World Economic Outlook (WEO) mit einer BIP-Expansion in Höhe von 5,2 Prozent per 2024 der globale Wachstumstreiber, allen voran Indien (6,5 Prozent) und China (4,8 Prozent). Der asiatisch-pazifische Raum trug ebenfalls zu dieser Entwicklung bei, obwohl diese Region mit Gegenwind durch die veränderte globale Nachfrage von Waren hin zu Dienstleistungen und einer strengeren Geldpolitik zu kämpfen hat. Es wird erwartet, dass die Region im Jahr 2025 um 4,2 Prozent wächst, nach 4,2 Prozent im Jahr 2024. Das Wachstum im Euroraum wird sich den IWF- Projektionen zufolge leicht von 0,8 Prozent im Jahr 2024 auf 1,0 Prozent im Jahr 2025 verbessern. Vor allem die südeuropäischen Länder zeichnen sich dabei als Wachstumslokomotiven der Eurozone aus, da sie weniger auf Industrie, sondern mehr auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet sind. Das Bruttoinlandsprodukt in den Vereinigten Staaten wuchs im Jahr 2024 voraussichtlich mit 2,8 Prozent, nach 2,9 Prozent im Jahr 2023. Das Wachstum fiel dabei wesentlich höher aus, als noch zu Beginn des Jahres von vielen Konjunkturexperten prognostiziert. Ursächlich für die gute Entwicklung sind vor allem die privaten Konsumausgaben sowie Investitionen. Chinas Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von etwa 5 Prozent, nach 5,2 Prozent im Vorjahr 2023. Dieses Wachstum wurde maßgeblich durch starke Exporte und staatliche Konjunkturmaßnahmen angetrieben, während der Binnenkonsum hinter den Erwartungen zurückblieb. Vor allem bereitet der Immobiliensektor weiterhin Sorgen. Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2024 im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr geschrumpft. Deutschlands Bruttoinlandsprodukt ist im Gesamtjahr 2024 um 0,2 zurück gegangen (-0,3 Prozent im Jahr 2023). Ursachen hierfür sind unter anderem hohe Energiekosten, eine schwache Exportnachfrage und strukturelle Herausforderungen in Schlüsselindustrien. Im Jahr 2024 verzeichnete die globale Inflationsrate einen Rückgang im Vergleich zu 2023. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sank die weltweite Inflation von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,9 Prozent im Jahr 2024. Für das Jahr 2025 wird eine globale Inflationsrate von 4,2 Prozent prognostiziert. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf eine straffere Geldpolitik, fallende Energiepreise und eine Abkühlung der Arbeitsmärkte zurückzuführen. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Inflation in einigen Regionen hartnäckig, insbesondere im Dienstleistungssektor, was auf weiterhin angespannte Arbeitsmärkte hindeutet. KONJUNKTURPROGNOSEN Vor dem Hintergrund eines verlangsamten globalen Wachstums, anhaltender Inflation und eines unsicheren internationalen politischen Umfelds zeichnen sich laut dem jüngsten Interim Economic Outlook der OECD einige Schwächeanzeichen ab. So prognostizieren die Experten im Jahr 2025 ein globales Wachstum in Höhe von 3,1 Prozent sowie 3,0 Prozent im Jahr 2026. Dabei sind weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern und Regionen festzustellen. Das BIP-Wachstum in den Vereinigten Staaten wird für 2025 mit 2,2 Prozent prognostiziert. 2026 erwarten die Experten nur noch ein Wachstum von 1,6 Prozent. Im Euroraum wird ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent im Jahr 2025 und 1,2 Prozent im Jahr 2026 erwartet. Chinas Wirtschaftswachstum wird sich den Schätzungen folgend von 4,8 Prozent im laufenden Geschäftsjahr 2025 auf 4,4 Prozent im Jahr 2026 verlangsamen. In Indien werden 6,4 Prozent Wachstum im Jahr 2025 und 6,6 Prozent im Jahr 2026 erwartet. Rund 1,4 Milliarden Menschen zeichnen in Indien für das Wirtschaftswachstum verantwortlich. Die Prognosen des Wirtschaftswachstums der OECD für Russland liegen bei 1,3 Prozent im Jahr 2025 und bei 0,9 Prozent im Jahr 2026. In Deutschland wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 um 0,4 Prozent wieder marginal zulegen können. Im Jahr 2026 erwarten die Experten der OECD dann einen Zuwachs der Konjunkturleistung in Höhe von 1,1 Prozent. Die Inflation soll sich laut OECD aufgrund des nachlassenden Wirtschaftswachstums weiter abschwächen. Die Preisinflation im Dienstleistungssektor ist angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage weiterhin hoch, während die Inflation im Gütersektor in einigen Ländern leicht zugenommen hat. Die jährliche Gesamtinflation in den G20-Ländern wird für 2025 auf 3,8 Prozent und für 2026 auf 3,2 Prozent prognostiziert. WIRTSCHAFTSPOLITISCHE RISIKEN Trotz einer widerstandsfähigen Weltwirtschaft mit Wachstum und sinkenden Inflationsraten im Jahr 2024, zeichnen sich gestiegene politischen Risiken ab. Die zunehmenden Handelsbeschränkungen werden zu höheren Produktions- und Konsumkosten führen. Aus Sicht der OECD ist für ein stabiles Wirtschaftswachstum und offene Märkte ein regelbasiertes internationales Handelssystem weiterhin unerlässlich. Weitere Handelsfragmentierungen werden die globalen Wachstumsaussichten beeinträchtigen. Gleichzeitig sieht die OECD wesentliche makroökonomische Risiken. Ein unerwarteter Abschwung, eine politische Wende oder eine Abweichung vom prognostizierten Inflationsbekämpfungspfad könnten Marktkorrekturen, erhebliche Kapitalabflüsse sowie Wechselkursschwankungen auslösen. Hohe Staatsschulden und erhöhte Vermögensbewertungen verstärken diese Risiken zusätzlich. Angesichts dieser Herausforderungen sollten die Zentralbanken im Hinblick auf den Preisdruck wachsam bleiben. Sofern die Inflationserwartungen stabil bleiben und sich die Handelskonflikte nicht weiter verschärfen, sollten die Leitzinssenkungen fortgesetzt werden. Entschiedene fiskalische Maßnahmen werden zur Gewährleistung der Schuldentragfähigkeit, Bewahren von Spielraum für zukünftige Schocks und zur Schaffung von Ressourcen für den bevorstehenden hohen Ausgabendruck empfohlen. Das Produktionspotenzial in Industrie- und Schwellenländern ist seit der globalen Finanzkrise allgemein schwächer geworden, urteilt die OECD. Entsprechend sind zur Produktivitätssteigerung und zur Einführung neuer Technologien ehrgeizige Strukturreformen durch die Regierungen umzusetzen. Hierzu gehört die Stärkung des Marktwettbewerbs und der Abbau von übermäßigen regulatorischen Belastungen für Unternehmen. Die Verbesserung von Bildung und Kompetenzentwicklung sowie der Abbau von Hemmnissen auf den Arbeits- und Produktmärkten, die Investitionen und die Mobilität der Arbeitskräfte behindern, sollten primäre Zielsetzungen sein. Künstliche Intelligenz bietet dabei eine einmalige Chance, die Produktivität wieder zu steigern. Die OECD prognostiziert, dass KI das Wachstum der Arbeitsproduktivität in den nächsten zehn Jahren deutlich steigern wird. Synergien mit der Robotik sollten dabei gehoben werden. Die Vorteile von Kl können nur gehoben werden, wenn die Politik die Akzeptanz dieser neuen Technologien fördert sowie die Umverteilung von Arbeitskräften erleichtert. 2.2 GLOBALER PRIMÄRENERGIEVERBRAUCH Die Steigerung des weltweiten Güterhandels, die stetig zunehmende Güterproduktion sowie der anhaltende Bevölkerungszuwachs in Kombination mit einer stark zunehmenden Elektrifizierung führen weiterhin zu einem zunehmenden globalen Energieverbrauch. Dieser hat sich in den letzten vier Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Neben der absoluten Verbrauchsmenge der jeweiligen Energieträger änderte sich auch der Energiemix, nicht zuletzt durch die Zunahme erneuerbarer Energien. Bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach allen Brennstoffen und Technologien zur Energiegewinnung im Jahr 2024 zugenommen hat. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass der weltweite Energiebedarf im Jahr 2024 schneller als der Durchschnitt des letzten Jahrzehnts um 2,2 Prozent zunahm. Überdurchschnittlich war im Jahr 2024 die Nachfrage im Stromsektor, die mit 4,3 Prozent deutlich über dem Wachstum des globalen Konjunkturwachstums in Höhe von 3,2 Prozent lag. Ursächlich hierfür sind neben der zunehmenden Elektrifizierung und Digitalisierung auch Rekordtemperaturen im Jahr 2024. Relativ trugen die Erneuerbare Energien mit 38 Prozent den größten Teil zum Wachstum der globalen Energieversorgung bei, gefolgt von Erdgas (28 Prozent), Kohle (15 Prozent), Öl (11 Prozent) und Kernenergie (8 Prozent). Allerdings tragen die Erneuerbaren lediglich 14,1 Prozent zur Gesamtenergieversorgung bei. ![]() ![]() Weiterhin wächst der Energiebedarf in den Schwellen- und Entwicklungsländern, auf die über 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfswachstums fielen, rasant. In China verlangsamte sich das Wachstum des Energiebedarfs im Jahr 2024 hingegen auf unter 3 Prozent - deutlich unter dem durchschnittlichen jährlichen Wachstum Chinas von 4,3 Prozent der letzten Jahre. Dennoch verzeichnete China im Jahr 2024 in absoluten Zahlen immer noch das größte Nachfragewachstum aller Länder vor Indien. Allerdings ist Indiens Anstieg des absoluten Energiebedarfs größer als der Anstieg aller Industrieländer zusammen. Der beschleunigte Ausbau „sauberer Energie“, hier insbesondere Solar-PV und Windkraft, überlässt fossilen Brennstoffen weniger Spielraum für Wachstum. Erneut erreicht die Nachfrage nach Öl, Erdgas und Kohle im IEA World Energy Outlook 2024 jeweils vor dem Jahr 2030 ihren Nachfragehöhepunkt. Diese Prognose des erreichten Nachfrageplateaus trifft die IEA allerdings seit dem Jahr 2018, die faktisch jedes Folgejahr seitens der Experten nach oben korrigiert werden muss. Auch in diesem Jahr wird diese Einschätzung nicht von allen Energieexperten sowie dem HMS Management geteilt. Durch die zunehmende Stromversorgung durch Wind und Solar (die Zahl CO2 -armer Quellen nimmt schneller zu als die Nachfrage) entstehen negative Auswirkungen auf die Gesamtenergiekosten sowie auf die Energiesicherheit. Eine Vielzahl von Institutionen weisen inzwischen vermehrt darauf hin, so auch der deutsche Bundesrechnungshof im März 2024. Darüber hinaus ist die Entsorgung von Solaranlagen als auch der Flügel von Windkraftanlagen bis heute nicht umweltfreundlich geklärt und wird im Moment in der Gesamtbewertung für die Umweltbelastung nicht ausreichend betrachtet. Kohle ist mit rund 27 Prozent zweitgrößter Energielieferant im globalen Energiemix, bei der verstromten Energie ist Kohle mit über 35% wichtigster Energielieferant. Insgesamt tragen fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle weiterhin mit rund 80 Prozent zur globalen Energieversorgung bei. Obwohl der Anteil am Energiemix nichtfossiler Energie in dem Szenario der IEEJ wesentlich zunimmt, erscheint es nicht realistisch, dass die nichtfossile Energie den gesamten Energieverbrauch zukünftig decken kann. In der Zeitachse bis 2050 ist daher anzunehmen, dass global eine Kombination aus fossilen Brennstoffen und nichtfossiler Energie zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo der Verbrauch weiterhin erheblich zunimmt. 2.3 KOHLE KOHLEVERBRAUCH Nach dem Kohle-Rekordverbrauchsjahr 2022 mit 8,5 Milliarden Tonnen stieg 2023 und 2024 der weltweite Kohlebedarf erneut an. Insgesamt wurde ein neuer Rekordwert von 8,8 Milliarden Tonnen Kohle verbraucht, was einem Anstieg von 2,5 Prozent entspricht. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich von in der Energieversorgung stark von Kohle abhängigen Ländern wie China und Indien getragen. Zusätzlich trieb die geringe Wasserkraftproduktion die Nachfrage nach Kohle in der Stromerzeugung an, die um 2,5 Prozent auf 5,9 Milliarden Tonnen anstieg. Der Kohleverbrauch außerhalb der Stromerzeugung stieg um 2,3 Prozent und erreichte 2,8 Milliarden Tonnen. China als weltweit größter Kohleverbraucher deckte 2023 über 56 Prozent des weltweiten Kohlebedarfs. Der Kohleverbrauch des Landes stieg um 6 Prozent auf 4,9 Milliarden Tonnen. Hiervon wurden 63 Prozent im Stromsektor genutzt. Indien, der weltweit zweitgrößte Kohleverbraucher, verzeichnete einen Anstieg der Kohlenachfrage um rund 10 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Tonnen. Für das Jahr 2024 wird ein Anstieg der weltweiten Kohlenachfrage um 1,0 Prozent auf ein Allzeitverbrauchshoch prognostiziert. Das Wachstum der Kohlenachfrage in Asien wird dabei durch die teilweise sinkende Nachfrage in den Industrieländern ausgeglichen. Dabei verlagert sich die weltweite Kohlenachfrage weiter nach Osten. China, Indien und die ASEAN-Länder werden voraussichtlich im Jahr 2024 drei Viertel der Gesamtnachfrage nach Kohle decken, was einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu rund 35 Prozent zu Beginn des Jahrhunderts darstellt. ![]() ![]() In absoluten Zahlen werden die stärksten Zuwächse im Jahr 2024 in Indien (plus 70 Mio. Tonnen bzw. 6 Prozent) und China (plus 56 Mio. Tonnen bzw. 1,1 Prozent) sowie in anderen Ländern wie Indonesien und Vietnam erwartet. Die größten Rückgänge dürften hingegen in der Europäischen Union (minus 42 Mio. Tonnen bzw. 12 Prozent) und den Vereinigten Staaten (minus 18 Mio. Tonnen bzw. 5 Prozent) zu verzeichnen gewesen sein. Vor allem zeichnet der Stromerzeugungssektor hierfür verantwortlich. Die Prognosen für Russland, dem viertgrößten Kohleverbraucher, bleiben aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine unsicher. Die Experten der IEA erwarten für die kommenden Jahre eine Entwicklung der Kohlenachfrage in einem engen Rahmen. Während das Wachstum in Indien und den ASEAN-Ländern die Rückgänge in der Europäischen Union und den USA ausgleicht, bleibt China weiterhin der wichtigste Faktor für die globale Kohlenachfrage. Auch werden die Schwellen- und Entwicklungsländer in Asien, Brasilien und Länder aus dem Nahen Osten größtenteils ihre Kohlenachfrage erhöhen, um Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu generieren. Gleichwohl werden auch diese Länder zunehmend in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Die IEA geht mittelfristig von einem Rückgang der Kohlenachfrage in allen OECD-Ländern aus. In allen Nicht-OECD-Ländern sieht sie hingegen einen Anstieg der Nachfrage nach Kohle. Im Stromsektor wird trotz des starken Ausbaus erneuerbarer Energien erwartet, dass die Kohleverstromung aufgrund der starken Stromnachfrage auf einem ähnlichen Niveau wie 2024 bleibt. Kohle bleibt trotz aller Marktturbulenzen und Bemühungen im Hinblick auf die Emissionsreduzierung auch im Jahr 2024 mit einem Anteil am Primärenergiemix von rund 27 Prozent neben Öl und Gas der wichtigste und vor allem flexibel verfügbarste Energieträger im weltweiten Energiemix. Derzeit ist es in der Produktion vieler Produkte nicht möglich auf Kohle zu verzichten. Ein Beispiel hierfür ist z.B. das Solarpaneel. Das liegt nicht nur daran, dass Energie und Wärme in China primär aus Kohle stammen, sondern auch dass für die stoffliche Herstellung aber auch für die Aufbereitung von Silikon, Glas, Stahl, Aluminium, Kupfer und vieles mehr Kohle notwendig ist. In den letzten 150 Jahren ist der weltweite Energieverbrauch stark gestiegen. Bereits im 19. Jahrhundert wurde Kohle als Hauptenergieträger gehandelt und gewann neben Erdgas und Öl stark an Bedeutung. Heute entfallen weltweit rund 80 Prozent des primären Energieverbrauchs auf fossile Energieträger. Zwar wird die Energienutzung grundsätzlich immer effizienter, jedoch verursachen Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftswachstum und Konsumzunahme auch eine stetige Steigerung des Energieverbrauchs. Fossile Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle werden im Jahr 2040 nach IEA Einschätzung noch immer mehr als 60 Prozent des globalen Primärenergieverbrauchs ausmachen. KOHLE-PRODUZENTEN UND KOHLEHANDEL Die globale Kohleproduktion erreichte 2024 einen neuen Höchststand von über 8,8 Milliarden Tonnen. China bleib der weltweit größte Kohleproduzent, gefolgt von Indien, Indonesien, den USA und Australien. Gemeinsam decken diese fünf Länder etwa 80 Prozent der globalen Kohleproduktion ab. Die beiden größten Kohleverbraucher der Welt, China und Indien, sind gleichzeitig die größten Kohleproduzenten und größten Kohleimporteure. China produzierte 2024 etwa 4,7 Milliarden Tonnen Kohle, was 56 Prozent der weltweiten Produktion entspricht. Indien steigerte seine Produktion auf 969 Millionen Tonnen (12 Prozent Anteil), während Indonesien 570 Millionen Tonnen (8 Prozent) förderte. Die USA und Australien trugen mit 487 Millionen Tonnen (6 Prozent) bzw. 401 Millionen Tonnen (5 Prozent) zur Kohleproduktion bei. Nach Berechnungen des VDKi ist der globale seewärtige Steinkohlehandel im Jahr 2023 um rund 4,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Tonnen gestiegen. Dabei erhöhten sich die Ausfuhren der größten Steinkohleexportländer wie Indonesien, Australien, Südafrika und Russland. Der Anstieg des Welthandels mit Steinkohle im Jahr 2023 ist wie in den Vorjahren insbesondere auf die wachsende Nachfrage in den ASEAN- Staaten zurückzuführen, die wiederum durch die wachsende Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe bedingt ist. Der Bau moderner Steinkohlekraftwerke und eine wachsende Stahlproduktion führen zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Koks- und Kesselkohle. Das Entwicklungsmodell dieser Länder basiert ähnlich wie das von China auf Steinkohle und wird sich erst mit zeitlicher Verzögerung auch auf erneuerbare Energieträger erweitern. 2.4 HANDEL Vertrauensvolle stabile Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten sind die Grundlage der erfolgreichen internationalen Handelsaktivitäten der HMS Bergbau-Gruppe. Zu den Hauptabnehmern der HMS Bergbau- Gruppe zählen Stahl- und Zementproduzenten. Daneben gehören auch weitere Industrieunternehmen wie z. B. Glashütten, Papierfabriken und Abfallverarbeitungsanlagen sowie ausgewählte Kraftwerksunternehmen zu unseren Kunden. Unser Kundenkreis setzt sich aus privaten sowie staatlichen Unternehmen aus Asien, Europa, Lateinamerika und Afrika zusammen. Die HMS Bergbau-Gruppe kooperiert mit renommierten und zuverlässigen Produzenten überwiegend in Indonesien, Südafrika, Polen sowie in Nord- und Südamerika. Zudem zeichnen wir für die Repräsentation zahlreicher internationaler Kohleproduzenten verantwortlich. Die HMS Bergbau-Gruppe wickelt hierbei in ausgewählten Märkten die komplette Vermarktung der Kohle ab. 2.5 GESCHÄFTSFELD LOGISTIK Die HMS Bergbau-Gruppe bietet ihren Kunden und Geschäftspartnern das vollständige Leistungsspektrum von der termingerechten Rohstoffversorgung bis hin zur Organisation der gesamten Transportlogistik. Das Dienstleistungsportfolio unseres hochprofessionellen und erfahrenen Teams reicht dabei vom Schiffscharter über die Organisation von Inlandstransporten, die Hafenabwicklung, das Lagermanagement und die Kohleaufbereitung bis hin zur technischen Überwachung. Beispielsweise organisiert die HMS-Gruppe für ihre Partner in Südafrika den gesamten Logistikbedarf vom LKW-Transport über Bahntransport bis zum Hafenumschlag und erreicht damit eine hohe Liefersicherheit für ihre Lieferanten und Kunden. 2.6 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die HMS Bergbau AG betreibt keine Forschung und Entwicklung. 2.7 MITARBEITER Der internationale Wettbewerb um qualifiziertes Personal bleibt nach wie vor intensiv. Um seine Mitarbeiter langfristig an den HMS-Konzern zu binden, legt das Management auch weiterhin einen Schwerpunkt auf eine nachhaltige Mitarbeiterentwicklung. Zur Weiterverfolgung der strategischen Ziele setzt der HMS-Konzern daher besonders auf eine qualifizierte und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung. Neueinstellungen wurden insbesondere auf dem asiatischen und südafrikanischen Markt durchgeführt und sind auch weiterhin geplant. Die mit der Fluktuation von Mitarbeitern verbundenen Risiken werden durch Nachfolgeregelungen und Stellvertretungen aufgefangen. Mitarbeiterschulungen wurden insbesondere für neue Mitarbeiter durchgeführt. 3. ERTRAGSLAGE DES KONZERNS Die Ertragslage des HMS-Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Rekordjahr 2023 nochmals gestiegen. Trotz tendenziell stabiler Kohlepreise im Jahresverlauf prägten höhere Tonnagen und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen das Handelsgeschäft der HMS Bergbau AG. Der um 5,2 Prozent ausgeweitete Umsatz wurde größtenteils durch das Handelsgeschäft in Asien und Afrika geprägt. Wie in den Jahren zuvor wurden auch im Jahr 2024 in Asien und Afrika rund 95 Prozent (2023: 95 Prozent) der vom Konzern gehandelten Mengen umgesetzt. Größte Umsatztreiber waren vor allem Länder wie Vietnam, Indien, China und Bangladesch. Die Materialeinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr marginal verbessert und belief sich auf 97,1 Prozent im Berichtszeitraum 2024 nach 97,2 Prozent im Jahr 2023. Der Personalaufwand des Jahres 2024 ist im Vergleich zum Vorjahr entgegen der geschäftlichen Entwicklung von TEUR 10.065 auf TEUR 7.247 deutlich gesunken, was auf deutlich geringere Bonuszahlungen zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote belief sich entsprechend mit 0,5 Prozent deutlich unter der Personalaufwandsquote aus dem Jahr 2023 in Höhe von 0,8 Prozent. Die Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2024 auf TEUR 679 nach TEUR 516 im Geschäftsjahr 2023. Der sonstige Aufwand, abzüglich der sonstigen Erträge, resultiert insbesondere aus Rechts- und Beratungskosten, Fahrzeug- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe sowie Raumkosten. Diese Kosten beliefen sich im Jahr 2024 auf TEUR 11.721 (Vorjahreswert: TEUR 9.867). Das EBITDA bezifferte sich im Berichtszeitraum 2024 auf TEUR 20.069 - deutlich verbessert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2023: TEUR 15.661). Die Steigerung in Höhe von 28,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus gesunkenen Kosten für Personal und Material. 4. VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS Die Vermögenslage des HMS-Konzerns lässt sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammenfassen:
Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2024 belief sich auf TEUR 20.893 - rund TEUR 223 weniger als am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023. Die Veränderung resultiert aus unterschiedlichen Faktoren. So haben sich die geleisteten Anzahlungen um rund TEUR 340 erhöht. Gleichzeitig haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 353 verringert. Auch die Sonstigen Ausleihungen verringerten sich leicht um TEUR 290. Insgesamt führte die Aufsummierung der kleineren Veränderungen zu der benannten Reduktion des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2024 um TEUR 223. Innerhalb des Umlaufvermögens waren ebenfalls, teils deutliche Veränderungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 festzustellen. Die Forderungen reduzierten sich erheblich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 um TEUR 75.456 auf TEUR 122.683 nach TEUR 198.140 zum 31. Dezember 2023. Die Veränderung resultiert zum großen Teil aus dem stichtagsbezogenen Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Stichtagsbezogenen Verschiebungen sind typisch für das Geschäft der HMS Bergbau AG. Die flüssigen Mittel erhöhten sich zum 31. Dezember 2024 um rund 10 Prozent um TEUR 3.657 auf TEUR 39.642. Die langfristigen Verbindlichkeiten, die auch Pensions- und ähnliche Verpflichtungen enthalten, beliefen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf TEUR 20.058. Zum Ende des Jahres 2023 wurden die langfristigen Verbindlichkeiten mit TEUR 18.622 ausgewiesen. In der Position der langfristigen Verbindlichkeiten ist eine Anleihe in Höhe von TEUR 9.033 abgebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, die sich zum 31.12.2024 auf TEUR 148.941 (2023: TEUR 222.2660) beliefen, umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen. Diese Position der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belief sich auf TEUR 125.185 nach TEUR 207.096 zum Stichtag des 31. Dezember 2023. Der Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist wie in den Vorjahren stichtagsbedingt und typisch für das HMS Bergbau AG Handelsgeschäft. 5. FINANZLAGE DES KONZERNS Die Entwicklung des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2024 lässt sich wie folgt darstellen:
Im Geschäftsjahr 2024 weist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen deutlich positiven Betrag von TEUR 8.543 aus (2023: TEUR 9.978). So nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 80.733 (Vj. Zunahme von TEUR 144.918) auf TEUR 117.406 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 ab. Gleichzeitig nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 81.911 im Jahr 2024 auf TEUR 125.185 zum Bilanzstichtag des Jahres 2023 ab. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR -405 nach TEUR -1.316 zum 31. Dezember 2023. Der negative Saldo ist im Wesentlichen durch die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in das immaterielle Anlagevermögen begründet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit bezifferte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf TEUR -4.481 nach TEUR -3.962 im Jahr 2023. Neben Zinszahlungen auf Darlehen in Höhe von TEUR 211 und Darlehenstilgungen von TEUR 63 wurden im Jahr 2024 Dividendenzahlungen in Höhe von TEUR 4.180 geleistet. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode erhöhte sich um TEUR 11.041 von TEUR 28.601 zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 39.642 zum Bilanzstichtag des Wirtschaftsjahres 2024. 6. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER HMS BERGBAU AG Die HMS Bergbau AG ist die Muttergesellschaft des HMS-Konzerns. In ihr sind neben den zentralen Steuerungsfunktionen - Strategie, Finanzen, Rechnungswesen/Controlling - unverändert auch die wesentlichen Handelsaktivitäten gebündelt. Ein wichtiger Teil der Handelsverträge wird über diese Gesellschaft abgewickelt. Die Lage des HMS-Konzerns wird somit wesentlich durch die Aktivitäten der HMS Bergbau AG bestimmt. Der Jahresabschluss der HMS Bergbau AG wird nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt und stellt sich im Überblick wie folgt dar:
6.1 ERTRAGSLAGE Die Ertragslage der HMS Bergbau AG wird wesentlich durch die originären Handelsaktivitäten der Gesellschaft beeinflusst. Der Umsatzanstieg in Höhe von rund 7,9 Prozent beruht auf einem starken Handelsgeschäft in Asien mit gesteigerten Tonnagen. Die sich zunehmend nachfragestark entwickelnden Märkte in Asien werden neben den lokalen Gesellschaften auch von der HMS Bergbau AG bedient. Dabei sind die Umsatzerlöse zu über 95 Prozent mit Kunden- und Lieferbeziehungen aus Afrika und Asien generiert worden. Die Materialaufwandsquote der HMS Bergbau AG hat sich von 98,5 Prozent im Geschäftsjahr 2023 auf 98,2 Prozent im Berichtszeitraum 2024 erneut leicht verbessert. Dies ist vor allem durch eine gesteigerte Nachfrage nach Kohle im Geschäftsjahr 2024 zu erklären. Der sonstige Betriebsaufwand abzüglich der sonstigen Erträge resultiert insbesondere aus den Kosten der Warenabgabe, Weiterberechnung von sonstigen Leistungen von Konzernunternehmen, Fahrzeug- und Reisekosten sowie Rechts- und Beratungskosten. Das Ergebnis vor Ertragssteuern liegt im Berichtszeitraum 2024 mit TEUR 9.942 über 215 Prozent über dem des Vorjahres in Höhe von TEUR 3.150. Der Grund für das wesentlich verbesserte Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr liegt vor allem in der leicht verbesserten Materialaufwandsquote, aber auch in der gesunkenen Materialaufwandsquote. 6.2 VERMÖGENSLAGE
Im Zuge der erneut deutlichen Umsatzausweitung der HMS Bergbau AG im Jahr 2024 veränderten sich auch die Bilanzkennzahlen. Das Anlagevermögen belief sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 17.521 nach TEUR 16.624 zum Ende des Jahres 2023. Die Veränderung resultiert vor allem aus der Erhöhung von Ausleihungen an verbunden Unternehmen. Andere Bilanzpositionen des Anlagevermögens verzeichneten lediglich kleinere Verschiebungen im Rahmen des wachsenden operativen Geschäfts. Die geleisteten Anzahlungen bezifferten sich in der Bilanz per 31. Dezember 2024 auf TEUR 6.415 nach TEUR 7.874 zum vergleichbaren Vorjahresstichtag. Die Verminderung der geleisteten Anzahlungen zum Bilanzstichtag ist stichtagsbezogen. Auch im Jahr 2024 hat die HMS Bergbau AG Geschäftsaktivitäten mit eigener Liquidität finanziert. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Forderungen von TEUR 197.028 per 31. Dezember 2023 auf TEUR 136.370 deutlich, was jedoch ausschließlich stichtagsbezogen ist. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital - trotz der relativ hohen Dividendenzahlung - von TEUR 21.202 zum Geschäftsjahresende 2023 auf TEUR 23.081 zum 31. Dezember 2024. Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich per 31. Dezember 2024 auf TEUR 19.915 nach TEUR 18.479 zum vergleichbaren Vorjahresstichtag. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, die zum Großteil aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten sowie Verbindlichkeiten aus Handelsfinanzierungen bestehen, verringerten sich zum 31. Dezember 2024 von TEUR 222.354 deutlich auf TEUR 153.885. Veränderungen sind hier im Wesentlichen stichtagsbedingt. 6.3 FINANZLAGE Die Finanzlage des HMS-Konzerns wird wesentlich durch die HMS Bergbau AG beeinflusst; insoweit wird auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen. 6.4. GESAMTAUSSAGE Unsere finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der Vorstand steuert und laufend überwacht, sind Umsatz, Rohmarge und EBITDA. Die im Vorjahr getroffene EBITDA-Prognose konnten wir im HMS-Konzern aufgrund eines guten Handelsergebnisses und einer hohen Nachfrage nach Kohle erreichen. So belief sich das EBITDA im HMS-Konzern im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 20.069 nach TEUR 15.661 TEUR im Jahr 2023. In der HMS Bergbau AG ist das EBITDA im Geschäftsjahr 2024 noch deutlicher gestiegen als im Konzern und bezifferte sich auf TEUR 9.782 nach TEUR 3.216 im Jahr 2023. Die Umsatzerlöse im Konzern beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 1.363.175 rund 5,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum 2023 (2023: TEUR 1.296.200). Die Umsatzerlöse der HMS Bergbau AG haben sich von TEUR 1.161.252 im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.252.597 im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls deutlich um rund 7,9 Prozent erhöht. Die Rohmarge im Konzern hat sich von 2,8 Prozent im Jahr 2023 auf 2,9 Prozent im Jahr 2024 leicht verbessert. Die Rohmarge der HMS Bergbau AG hat sich ebenfalls leicht verbessert und belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 2,8 Prozent (Vj.: 2,5 Prozent). Trotz aller herausfordernden Marktbedingungen hat die HMS Bergbau AG auf Konzernebene ihre Zielsetzungen erreichen können. 7. RISIKEN UND CHANCEN Das Risikomanagement des Konzerns, dessen Gesamtverantwortung der Vorstand der HMS Bergbau AG trägt, ist als Prozess in die betrieblichen Abläufe der HMS integriert. Chancen und Risiken werden als Bestandteil der Geschäftstätigkeit vorausschauend identifiziert, klassifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Nach den unveränderten Grundsätzen der Gesellschaft sollen Risiken nur dann eingegangen werden, wenn mit ihnen gleichzeitig wesentliche Ertragschancen verbunden sind. Dabei sollen Risiken minimiert bzw. wenn sinnvoll, auf Dritte übertragen werden. Chancen werden auf das ihnen innewohnende Ertragspotential untersucht. Nachfolgend werden die Chancen und Risiken erläutert, die signifikante Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. 7.1 PREISSCHWANKUNGEN Im klassischen Geschäft des HMS-Konzerns, dem Handel mit Kohle unter Anwendung von „Back-to-Back“ Verträgen und index- oder festpreisbasierten Einkaufs- und Verkaufsverträgen, ergeben sich naturgemäß keine Auswirkungen auf die vertraglich vereinbarten Margen der einzelnen Geschäfte. Wird vom reinen „Back-to-Back“-Prinzip abgewichen, das z. B. auf der Einkaufs- und Verkaufsseite unterschiedliche Basiswerte für Heizwertabrechnungen vorsieht, können Preisrisiken auftreten, die unter Berücksichtigung aktueller Terminpreise und erwarteter Volatilitäten im Rahmen des Risikomanagementsystems täglich neu bewertet werden. Es bleibt ein Grundsatz des Unternehmens, keine signifikanten Risikopositionen im Ein- und Verkauf einzugehen und solche bereits bei Vertragsabschluss auszugrenzen. Das Management der HMS Bergbau AG strebt nach wie vor die Realisierung von „Back-to-Back“- Geschäften an. 7.2 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Schwankungen im Währungs- und Zinsbereich können das Ergebnis des HMS-Konzerns signifikant beeinflussen. Die Gesellschaft versucht, Währungsunterschiede bei Finanzierung, Einkauf und Verkauf zu eliminieren. Die Konzerngesellschaften sind verpflichtet, sämtliche Währungskursrisiken zu beurteilen und ggf. abzusichern. Änderungen im Zinsbereich, d. h. Risiken aus zinstragenden Verbindlichkeiten werden als Finanzierungskosten unter Berücksichtigung eines Risikoaufschlags sowie währungsspezifischer Unterschiede in die Beurteilung der jeweiligen Handelsgeschäfte einbezogen. Sofern es unter Risikomanagementgesichtspunkten langfristig sinnvoll ist, werden variable Verzinsungen in Festverzinsungen - nach Bewertung aller möglichen Szenarien - getauscht. 7.3 BONITÄT VON GESCHÄFTSPART- NERN UND KONTRAHENTENRISIKO Aus entstehenden Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergeben sich Kreditrisiken, die sich durch den gestiegenen Anteil der Geschäftspartner im asiatischen und afrikanischen Raum weiter erhöht haben. Hier zielt das implementierte Risikomanagement darauf ab, gefährdete Geschäfte mit entsprechenden Sicherheiten auszustatten bzw. sofern wirtschaftlich sinnvoll, die Forderungen zu versichern. Des Weiteren werden durch die Nutzung von Akkreditiven bereits im Vorfeld von Lieferungen Zahlungsversprechen gesichert. Zudem können sich Risiken aus der Nicht- bzw. Schlechterfüllung auf der Lieferantenseite ergeben, welche nicht vollumfänglich auf die Abnehmerseite weitergereicht werden können. Hier wird im Rahmen des Risikomanagements durch eigene Mitarbeiter vor Ort, der detaillierten Prüfung einzelner Konditionen und der spezifischen Gestaltung der Verträge versucht, diesen Risiken angemessen zu begegnen. 7.4 POLITISCHE RISIKEN Mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf dem asiatischen und dem afrikanischen Markt ist der Konzern vermehrt gesetzlichen und ordnungspolitischen Risiken, wie zum Beispiel politische Einflussnahme, Störungen der Lieferkette, Aufruhr oder nachteilig wirkenden wirtschaftspolitischen Strategien, ausgesetzt. Auch Risiken aus Umwelt- und anderen geographischen Einflüssen werden in diese Überlegungen einbezogen. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten aus den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen, die laufend Änderungen unterworfen sind und sein werden. Sowohl in Asien als auch in Afrika gehen die überdurchschnittlichen Chancen mit höheren Risiken einher. Als Antwort auf einzelne Risiken versucht das Management der Gesellschaft im Rahmen des bestehenden Risikomanagements entsprechende vertragliche Regelungen zu treffen oder die Risiken durch die Einbeziehung erfahrener lokaler Partner zu beseitigen. Realistischerweise können solche Risiken nicht vollumfänglich ausgeschlossen werden. 7.5 INVESTITIONSRISIKO Durch die stetige Überwachung der Vermarktungsstrategie sowie ihrer Umsetzungserfolge versucht das Management der Gesellschaft im Rahmen des Risikomanagements mögliche negative wirtschaftliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und durch Strategieanpassungen entsprechend gegenzusteuern. 7.6 RISIKEN UND CHANCEN AUS DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE Entscheidungen über Investitionen und Akquisitionen werden wegen der mit diesen verbundenen erheblichen Chancen und Risiken im Rahmen eines Beurteilungs- und Genehmigungsprozesses, der bei Bedarf auch die Einbeziehung entsprechender Experten vorsieht, untersucht und durch den Vorstand der HMS Bergbau AG getroffen. Hierzu wird, soweit von grundsätzlicher Bedeutung, die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt. Insbesondere beim Abschluss von langfristigen Vereinbarungen sind Chancen und Risiken gründlich zu untersuchen und abzuwägen. Dabei sind insbesondere die Größe des Vorkommens, die logistische Infrastruktur, die finanzielle Situation, die rechtlichen Gegebenheiten, das Management und das politische Umfeld zu betrachten. Hierzu erfolgt auch die Einbeziehung von Experten und die Einholung von entsprechenden Expertenmeinungen zu den Maßnahmen unseres Risikomanagementsystems. Im Geschäftsfeld Handel ermöglicht eine intensive Beobachtung und Analyse von Märkten und Wettbewerbern, Chancen und Risiken frühestmöglich zu erkennen. Insgesamt ist die HMS Bergbau AG mit Hilfe ihres Risikomanagements jederzeit in der Lage, die angeführten Risiken entsprechend zu reduzieren und sich ergebende Chancen zu nutzen. Erhebliches Chancenpotential bietet sich der HMS Bergbau AG auch in der Erweiterung seiner Absatzaktivitäten in neuen Märkten in Asien, insbesondere in Malaysia, Taiwan, Vietnam und Thailand. Des Weiteren sieht der Vorstand erhebliches Potential in den Vereinigten Staaten von Amerika. 7.7. RISIKO COVID-19 Die Gesellschaft sieht derzeit keine Risiken mehr, die sich durch die globalen Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) ergeben, sofern keine weiteren gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Beschränkungen durch die Politik angesetzt werden. 7.8. RISIKO GEOPOLITISCHE KONFLIKTE Derzeit sind die vollständigen Folgen und Entwicklungen in der Ukraine und der beschlossenen Sanktionen gegen Russland unklar. Gleiches gilt für den Konflikt im Gazastreifen zwischen Israel und der Hamas. Auch nehmen die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten von Amerika weiter zu. Protektionismus sowie eine neue Weltmachtstellung werden von den USA angestrebt. Die Folgen dieser seit Beginn 2025 geführten Politik sind ebenfalls derzeit kaum einschätzbar. Wir gehen aber davon aus, dass derartige Konflikte weiterhin starke Auswirkungen sowohl auf die Beschaffungs- als auch auf die Einkaufspreise unserer Produkte haben werden. Die Preisvolatilität wird aufgrund geopolitischer Spannungen weiter zunehmen und Einfluss auf Transport und Logistik unserer Produkte haben. Es ist kaum kalkulier- und abschätzbar welche kurz- und mittelfristigen Auswirkungen weltpolitische Entwicklungen auf die Nachfrage- und Angebotsseite haben werden. Ein Frühwarnsystem ist implementiert, um auch hier schnellstmöglich auf Veränderungen im Markt reagieren zu können. Die vollständigen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lassen sich derzeit nicht abschätzen. 8. PROGNOSEBERICHT Für Kohle werden unverändert weltweit im Vergleich der Energierohstoffe die größten Reserven und Ressourcen ausgewiesen. Nach Berechnungen des Bundesamtes für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) reichen die Reserven noch für 120 bis 200 Jahre, abhängig vom Kohlentyp sowie der globalen wirtschaftlichen Entwicklung. Unbestritten ist jedoch, dass das verbleibende Potential an Kohle ausreichend ist, um den absehbaren Bedarf für viele Jahrhunderte zu decken. Darüber hinaus ergeben wissenschaftliche Analysen und Marktstudien, dass sich der Kohleanteil an der weltweiten Stromerzeugung weiterhin konstant entwickeln wird. Größte Triebkraft dieser Entwicklung ist neben der steigenden Weltbevölkerungszahl, die sich bis 2030 auf 8,2 Mrd. erhöhen wird, sicherlich auch der wachsende Energieverbrauch. Für die nächsten 50 Jahre ist deshalb eine Primärenergiematrix ohne Kohle nicht vorstellbar. Das Management der HMS Bergbau AG geht davon aus, dass der pazifische Raum als wichtiger Absatzmarkt weiter an Bedeutung gewinnen wird. Asien rückt daher wie in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus der strategischen Ausrichtung der HMS Bergbau AG. Neben Südafrika ist Indonesien aus Sicht des Managements wegen der vorhandenen Ressourcen, den günstigen Abbaubedingungen und der zentralen Lage im pazifischen Raum einer der wichtigsten Fördermärkte der nächsten Jahre. Elementar ist ein erhebliches Wachstumspotenzial insbesondere in der Sicherung großer Kohle-Ressourcen, um weiterhin als verlässlicher Handelspartner in volatilen Märkten auftreten zu können. Mit der Sicherung eigener Ressourcen will das Management auf lange Sicht sowohl die Versorgung von Endverbrauchern im asiatischen Markt als auch im südlichen Afrika garantieren. Die Sicherung eigener Ressourcen und die damit verbundene Erweiterung der Wertschöpfungskette - von der Produktion bis zum Verkauf an den Endkunden - sind wesentliche Bestandteile der nachhaltigen Festigung der Marktposition der Gesellschaft. Insbesondere vor dem Hintergrund der bekannten Risiken bei der Atomenergie und der aktuellen Schwierigkeiten in der Umsetzung der „Energiewende“ erwartet das Management keine rückläufige Nachfrage nach fossilen Brennstoffen in Gesamteuropa. Die Kohleverstromung wird als flexibler Energielieferant ihre Bedeutung vor allem in Osteuropa behalten. Unsere Bemühungen in Europa konzentrieren sich weiter darauf, neue Kontrakte mit europäischen Nichtkraftwerkskunden und Kraftwerksbetreibern zu schließen sowie unsere Marktposition in Nischenprodukten wie Petcoke, Kokskohle und Koksprodukten zu erweitern und zu festigen, um so noch eine stärkere Produktdiversifizierung zu erreichen. In Afrika und Asien konzentriert sich die Gesellschaft auf den Aufbau von langfristigen Lieferanten- und Kundenbeziehungen, um an der steigenden Bedeutung beider Regionen im Weltkohlehandel zu partizipieren. Auch zählt der kontinuierliche Aufbau von Handelsgeschäften in den USA zu den Hauptaufgaben der HMS Bergbau AG. Gleichzeitig muss die Strategie der Erweiterung der Wertschöpfungskette, insbesondere über den Abschluss als auch die erfolgreiche Umsetzung von Exklusivmarketingvereinbarungen und Kooperationen sowie dem Aufbau eigener Produktionsressourcen, konsequent weiterverfolgt werden. Neben dem Ausbau der Geschäftsvolumina konzentrieren sich die Aktivitäten der HMS Bergbau AG auf die Verbesserung der Marktstellung in den für den Konzern strategisch wichtigen Märkten und Geschäftsfeldern. Im Vordergrund steht dabei weiterhin die weltweite Positionierung, vor allem in Südafrika, Indien und Indonesien, aber auch in den USA. Zudem steht neben dem Kohlegeschäft auch die Ausweitung des Handels mit weiteren Rohstoffen wie z. B. Erze, Kupfer, Ölprodukte, Düngemittel oder Zementprodukten im Fokus. Mittelfristig soll dieser Handelsarm eine weitere Säule der HMS Bergbau AG abbilden. Aufgrund der flexiblen Strukturen der HMS Bergbau AG hat sich die Gesellschaft in den schwierigen Marktverhältnissen der vergangenen Jahre gut behaupten und weiterentwickeln können. Neben der weiteren Flexibilisierung der Strukturen wurden auch neue Märkte im Rahmen der vertikalen und horizontalen Integration erschlossen. Diese sollen in Zukunft zu verbesserten Ergebnissen beitragen und die HMS Bergbau AG langfristig am Markt und dem sich abzeichnenden nachhaltig positiven Aufwärtstrend der Rohstoffmärkte teilhaben lassen. Im Geschäftsjahr 2025 wird das Management diese Zielsetzungen unverändert verfolgen. Die Gesellschaft plant 2025, unverändertes Preisniveau vorausgesetzt, einen Umsatz von ca. EUR 1,5 Milliarden, mit einer Rohmarge auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von ca. 3 Prozent und einem positiven EBITDA von ca. EUR 20 Millionen. Unter dieser Prämisse und ohne Berücksichtigung möglicher, heute noch nicht quantifizierbarer Folgen aus dem Russland-Ukraine Krieg sowie weiterer geopolitischer Verwerfungen durch Handelskonflikte (siehe USA-China) sind bestandsgefährdende Risiken derzeit nicht erkennbar. 9. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS Der Aufsichtsrat beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand der HMS Bergbau AG einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Die Höhe der Vorstandsvergütung im Einzelnen wird ebenfalls vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Vergütung des Vorstands besteht aus festen und variablen erfolgsorientierten Bezügen. Die festen Bezüge werden als leistungsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt; darüber hinaus erhält der Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen hauptsächlich aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der privaten Nutzung eines Dienstwagens. Die erfolgsorientierten Bezüge sind abhängig vom Ergebnis des Geschäftsjahres und von der persönlichen Leistung des Vorstands. 10. ABSICHERUNGSGESCHÄFTE Die HMS Gruppe tätigt Preis- und Absicherungsgeschäfte bei einzelnen physischen Transaktionen, wenn diese nötig sind. 11. SCHLUSSERKLÄRUNG GEMÄSS § 312 ABS. 3 AKTG Im Berichtszeitraum lagen keine Abhängigkeiten im Sinne des § 312 Abs. 3 AktG vor. 12. ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die die gegenwärtigen Ansichten des Managements der HMS Bergbau AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Jede Aussage in diesem Bericht, die Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen sowie die zu Grunde liegenden Annahmen wiedergibt oder hierauf aufbaut, ist eine solche zukunftsbezogene Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Management der HMS Bergbau AG derzeit zur Verfügung stehen. Sie beziehen sich deshalb nur auf den Zeitpunkt, an dem sie getroffen werden. Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren unterworfen, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung erheblich von den genannten zukunftsbezogenen Aussagen oder den darin implizit zum Ausdruck gebrachten Ereignissen abweicht. Die HMS Bergbau AG übernimmt keinerlei Gewähr und beabsichtigt nicht, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu aktualisieren.
Berlin, 20. März 2025 DENNIS SCHWINDT, Vorstandsvorsitzender JENS MOIR, Vorstand Finanzen Konzernbilanz ZUM 31. DEZEMBER 2024AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (1. JANUAR - 31. DEZEMBER 2024)
Konzernkapitalflussrechnung (1. JANUAR - 31. DEZEMBER 2024)
Entwicklung des Konzerneigenkapitals ZUM 31. DEZEMBER 2024
Entwicklung des Anlagevermögens ZUM 31. DEZEMBER 2024
Konzernanhang GESCHÄFTSJAHR 2024I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Der Sitz der HMS Bergbau AG ist Berlin. Im Handelsregister des zuständigen Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg wird die Gesellschaft unter HRB 59190 geführt. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Bei der HMS Bergbau AG handelt es sich um eine große Aktiengesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Konzernabschluss der HMS Bergbau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Neben Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang werden gemäß § 297 Abs. 1 HGB die Kapitalflussrechnung und darüber hinaus die Veränderung des Eigenkapitals gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. KONSOLIDIERUNGSKREIS 1. ANGABEN ZU ALLEN KONZERNUNTERNEHMEN In den Konzernabschluss wurden alle in- und ausländischen verbundenen Tochterunternehmen einbezogen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 51% der Anteile an der Maatla Energy (pty) Ltd., Botswana für einen Kaufpreis von TEUR 0,2 erworben; der Erwerb stand zum 31. Dezember 2024 noch unter aufschiebenden Bedingungen.
IV. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse der in die Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurden auf den 31. Dezember 2024, den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der HMS Bergbau AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens erstellt. 1. ANGABE DER ANGEWANDTEN KAPITALKONSOLIDIERUNGSMETHODE Die Kapitalkonsolidierung für die vollkonsolidierten Unternehmen erfolgte für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, zum Anschaffungszeitpunkt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Für Tochterunternehmen, die nach dem 1. Januar 2010 erworben wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung zum Anschaffungszeitpunkt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, welches dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der zum Zeitpunkt der Anschaffung beizulegen ist. 2. ZEITPUNKT DER ERSTKONSOLIDIERUNG Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i. S. d. § 301 Abs. 2 HGB ist ausnahmslos der Zeitpunkt der Neugründung durch das Mutterunternehmen. Demgemäß erfolgte auch für die vor dem Berichtsjahr gegründeten Tochterunternehmen die Kapitalkonsolidierung nach den Wertverhältnissen im Zeitpunkt ihrer Gründung. Alle vor dem 1. Januar 2010 von den Tochterunternehmen erwirtschafteten Gewinne und Verluste wurden in die Gewinnrücklage des Mutterunternehmens einbezogen bzw. mit dieser verrechnet. Ein Unterschiedsbetrag i. S. v. § 301 Abs. 1 HGB a. F. ist für diese Gesellschaften nicht entstanden. Gesellschaften, die nach dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt einbezogen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. 3. SCHULDENKONSOLIDIERUNG Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Etwaige Aufrechnungsdifferenzen aus der Konsolidierung konzerninterner Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. 4. AUFWANDS- UND ERTRAGSKONSOLIDIE- RUNG, ZWISCHENERGEBNISELIMINIERUNG Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr sind nicht angefallen. V. GRUNDSÄTZE DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen werden gemäß § 308a Satz 1 HGB mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen gemäß § 308a Satz 2 HGB mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldposten werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die sich bei der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Kursdifferenzen zwischen den Jahresergebnissen wurden im Konzernergebnis als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. VI. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. In den Fällen, in denen eine dauernde Wertminderung gegeben ist, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die liquiden Mittel wurden mit ihren Nominalbeträgen erfasst. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Bei der Bemessung wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen berücksichtigt. Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Die Pensionsverpflichtungen, die auf einer fest zugesagten Altersversorgung beruhen, werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, unter Verwendung der Richttafeln „2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ermittelt. Dabei wurden ein Fluktuations- und Gehaltstrend von unverändert 0%, ein Rechnungszinsfuß von 1,90% (Vorjahr 1,82%) sowie ein Rententrend von unverändert 2,0% angesetzt. Der Unterschiedsbetrag aus Siebenjahresdurchschnittszinssatz und Zehnjahresdurchschnittszinssatz, der bei einem positiven Betrag einer Ausschüttungssperre (§253 Abs.6 S.2 HGB) unterliegt, beträgt TEUR-64 (Vorjahr TEUR 83). Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMOG ergab sich im Geschäftsjahr 2010 für die Pensionsrückstellung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR3.341, der gemäß Art.67 Abs.1 S.1 EGHGB über 15 Jahre verteilt wird. Bis zum 31. Dezember 2024 wurden diese nun vollständig zugeführt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages, d. h. inklusive erwarteter Preis- und Kostensteigerungen, angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs gemäß § 256a HGB. Die Devisen-Kursdifferenzen werden, soweit sie bei der Abwicklung der Ein- und Verkäufe entstehen, den Materialaufwendungen für Waren bzw. den Umsatzerlösen zugeordnet. Als „Sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ werden nur die Kursdifferenzen ausgewiesen, die aus der Umrechnung von Vermögens- und Schuldposten in fremder Währung zum Bilanzstichtag entstanden sind sowie solche Kursdifferenzen, die bereits realisiert sind und aus nicht-operativen Geschäftsvorfällen resultieren. VII. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Kauf von Gesellschaftsanteilen an der Silesian Coal International Group of Companies S.A. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwerts beträgt 10 Jahre. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Explorations- und Erschließungskosten, die in Verbindung mit der Erlangung der Abbaulizenz des Kohlefeldes in Orzesze, Polen, stehen. Die sonstigen Ausleihungen bestehen gegenüber Schwestergesellschaften. Abgänge bzw. Zugänge resultieren jeweils aus der Tilgung bzw. Ausreichung von Darlehen. Die geleisteten Anzahlungen stehen im Zusammenhang mit Handelsgeschäften, welche in Folgeperioden abgewickelt werden; EUR 1,5 Mio. bestanden gegenüber Gesellschaftern. Die fertigen Erzeugnisse und Waren betreffen bereits kontraktierte Handelswaren am Standort Südafrika, welche in den ersten Wochen des neuen Jahres verladen und veräußert wurden. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter wurden im Februar 2025 bereits vollständig ausgeglichen. Aktive latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung (TEUR 2.298, Vj. TEUR 1.926) und aus unrealisierten Währungskurseffekten (TEUR 52, Vj. TEUR 33). Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von insgesamt 30,18 %. Die Steuerermittlung zum 31. Dezember 2024 ergab unverändert zum Vorjahresstichtag einen Überhang aktiver latenter Steuern. In Höhe der aktivierten latenten Steuern der Muttergesellschaft (TEUR 2.298, Vj. TEUR 1.926) liegt eine Ausschüttungssperre vor. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 4.590.588,00 (Vorjahr EUR 4.590.588,00) setzt sich wie im Vorjahr aus 4.590.588 auf den Inhaber lautende Stammaktien im Nennwert von je EUR 1,00 zusammen. Der Bestand eigener Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 47.709 Stück (0,01 %) von je EUR 1,00. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 10.373.551,94 resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und dem erzielten Ausgabebetrag. Das genehmigte Kapital beträgt EUR 2.295.294,00. Das bedingte Kapital beträgt EUR 2.245.294,00. Pensionsverpflichtungen bestanden in Höhe von TEUR 10.477. 2024 wurden Versorgungsbezüge in Höhe von TEUR 556 erfasst, welche eine Anpassung auf den aktuellen Rententrend berücksichtigt. Aus der Anpassung an den allgemeinen Rententrend und versicherungsmathematischen Gründen ergab sich eine im Personalaufwand erfasste Zuführung zur Rückstellung in Höhe von TEUR 1.406. Aus der Aufzinsung und des veränderten Rechnungszinssatzes resultiert ein in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Zinsaufwand von TEUR 84 (Vorjahr TEUR 117). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abschlusskosten (TEUR 230, Vorjahr TEUR 173), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 62, Vorjahr TEUR 62) sowie Personalrückstellungen (TEUR 1.127, Vorjahr TEUR 2.629). Die Anleihe ist endfällig und hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich zu TEUR 17.018 (Vorjahr TEUR 7.384) aus Handelsfinanzierungen einzelner sogenannter Back-to-Back Geschäfte und zu TEUR 343 aus einem KfW Förderdarlehen zusammen. Das KfW Förderdarlehen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 250) hat eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 156) größer fünf Jahre. Die anderen Bestandteile haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE I. S. V. § 251 HGB Die HMS Bergbau AG hat gegenüber der duisport agency GmbH eine Patronatserklärung abgegeben und verpflichtet sich, den finanziellen Verpflichtungen der HMS Bergbau Coal Division GmbH (ehemals HMS Bergbau AG Coal Division) aus einem Kohleumschlag- und -aufbereitungsvertrag mit der duisport agency GmbH nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen, da keine Verbindlichkeiten bestehen. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Das Bestellobligo aus abgeschlossenen Kontrakten per 31. Dezember 2024 betrug TEUR 100.427 und bezieht sich auf das Jahr 2025. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingvereinbarungen. Die Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
VIII. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.363.715 im Wesentlichen aus dem Handel mit Kohleprodukten wie Kraftwerkskohle, Koks, Anthrazit, Erzen und Zementprodukten generiert. Geographisch sind die Umsatzerlöse in Asien (93 %) und Europa/Sonstigen Ländern (7 %) erlöst worden. Die Materialaufwendungen resultieren aus dem weltweiten Erwerb von Kraftwerkskohle, Koks und Anthrazit. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.475 (Vorjahr TEUR 1.184). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren maßgeblich aus Rechts- und Beratungskosten (TEUR 3.050, Vorjahr TEUR 2.572), Fahrzeug- und Reisekosten (TEUR 1.117, Vorjahr TEUR 975), Kosten der Warenabgabe (TEUR 5.352, Vorjahr TEUR 4.663), Raumkosten (TEUR 341, Vorjahr TEUR 252), sowie den fünfzehnten Teil des Zuführungsbetrages zur Pensionsrückstellung (TEUR 223, Vorjahr TEUR 223), welcher aus der geänderten Bewertung gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 HGB resultiert. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 2.966 (Vorjahr TEUR 2.192). Im Finanzergebnis ist der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr TEUR 117) enthalten. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ist beeinflusst durch die Fortschreibung der aktiven latenten Steuern (TEUR 391, Vorjahr TEUR 172 jeweils ertragswirksame Zuführung). IX. ERLÄUTERUNG ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG In den Finanzmittelfonds sind Zahlungsmittel und jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, einbezogen. Handelsfinanzierungen, welche den Charakter von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen darstellen und die Lieferantenverbindlichkeit während der aktiven Umsetzung eines Handelsgeschäfts vollständig ersetzen, werden seit dem Geschäftsjahr 2024 dem Cashflow aus operativer Tätigkeit zugeordnet. X. SONSTIGE ANGABEN 1. NAMEN DER MITGLIEDER DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft vom Vorstand geführt:
Für die Angabe der Vorstandsvergütung wurde von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angaben unterlassen. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an: Herr Heinz Schernikau im Ruhestand Vorsitzender Herr Dr. h.c. Michael Bärlein Rechtsanwalt, Berlin Stellvertretender Vorsitzender Herr Patrick Brandl Kaufmann Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2024 für ihre Tätigkeiten als Aufsichtsratsmitglied bzw. darüberhinausgehende Beratertätigkeiten Vergütungen in Höhe von TEUR 62 sowie Vorauszahlungen und Aufwandserstattungen von TEUR 420 ausgezahlt. Für noch nicht gezahlte satzungsmäßige Vergütungen bestehen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 62. 2. PRÜFUNGSHONORAR Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 66 (Vorjahr TEUR 55). Daneben wurden durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 2024 andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 0) und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 9) erbracht. 3. DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRS BESCHÄFTIGTEN ARBEITNEHMER Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 38 Arbeitnehmer (19 Frauen, 19 Männer) beschäftigt. 4. ANGABE ÜBER DAS BESTEHEN EINER BETEILIGUNG AN DER GESELLSCHAFT, DIE NACH § 20 ABS. 3 AKTG DER GESELLSCHAFT MITGETEILT WORDEN IST 2024 wurden keine Mitteilungen nach § 20 AktG gemacht und veröffentlicht. Die Mitteilungen aus dem Geschäftsjahr 2011 behalten demnach ihre Gültigkeit. 5. AUSSCHÜTTUNGSSPERREN In Höhe der aktiven latenten Steuern der Muttergesellschaft von TEUR 2.298 liegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre vor. 6. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Vorgänge, die für die Beurteilung der der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. 7. ERGEBNISVERWENDUNG DES MUTTERUNTERNEHMENS Der nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts und Aktienrechts erstellte Jahresabschluss der HMS Bergbau AG weist für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 einen Bilanzgewinn von EUR 8.590.378,46 (Vorjahr EUR 6.685.342,69) aus. Davon unterliegen EUR 2.298.086,89 (Vorjahr EUR 2.008.155,90) einer Ausschüttungssperre. Vorstand und Aufsichtsrat werden auf der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von EUR 1,05 je dividendenberechtigter Stammaktie auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 4.770.022,95 aus dem Bilanzgewinn. Der danach verbleibende Betrag von EUR 3.820.355,51 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Anteile sind nicht dividendenberechtigt. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stammaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung unter Beibehaltung einer Ausschüttung von EUR 1,05 je dividendenberechtigter Stammaktie ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden.
Berlin, 20. März 2025 DENNIS SCHWINDT, Vorstandsvorsitzender JENS MOIR, Vorstand Finanzen Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAN DIE HMS BERGBAU AG, BERLIN, VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der der HMS Bergbau AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der HMS Bergbau AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERN-ABSCHLUS- SES UND DES BERICHTS ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 12. Mai 2025 PANARES GMBH WENNING, Wirtschaftsprüfer |
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