![]() Homag Group AGSchopflochGeschäftsbericht 2010 (Konzern und AG) Homag Group AGHOMAG Group - mit Partnerschaft
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Durch zwei Kapitalerhöhungen im Februar 2010 und im Juli 2010 bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der Minderheitsgesellschafter haben wir unseren Anteil an der BÜTFERING Schleiftechnik GmbH von 80 Prozent auf über 96 Prozent erhöht. |
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Am 6. Oktober 2010 haben wir die Gesellschaftsform der HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG geändert. Sie firmiert seitdem als HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH. Dabei haben wir auch die Führung teilweise neu besetzt und damit eine Entflechtung von der Führung der HOMAG Group AG vorgenommen. |
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Gemeinsam mit der imos AG, Herford haben wir im Dezember 2010 die HOMAG eSOLUTION GmbH gegründet, an der wir 51 Prozent der Anteile halten. Das neue Unternehmen befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen und Anlagen der HOMAG Group. |
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Seit Dezember 2010 firmiert die SCHULER Business Solutions AG nach vorangegangener Restrukturierung unter dem Namen SCHULER Consulting GmbH. |
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Rückwirkend zum 1. Januar 2010 hat die HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH im 4. Quartal 2010 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geschlossen. |
Organisatorisch ist die HOMAG Group AG in die Segmente "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb
und Service" und "Sonstige" unterteilt. Dabei beinhaltet das Segment "Industrie" diejenigen
Gruppenunternehmen, deren Kernkompetenz im Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen
liegt. Wir bieten unseren Kunden hier mit optimal aufeinander abgestimmten Maschinen
und Anlagen sowie der zugehörigen Informations- und Steuerungstechnik durchgängige
Lösungen und decken die Prozessketten der Holzbearbeitung im Wesentlichen mit unseren
eigenen Produkten ab.
Im Segment "Handwerk" sind die Konzernunternehmen zusammengefasst, deren Schwerpunkt
auf Produkten für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe liegt.
Gefragt sind dabei neben hoher Qualität und Produktivität insbesondere eine einfache
Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis.
Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der HOMAG Vertriebs-
und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Mit unserem globalen Vertriebs- und
Servicenetz sind wir in allen wichtigen Märkten weltweit vertreten und damit immer
nah bei unseren Kunden.
Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die HOMAG Group AG mit ihrer Holdingfunktion,
die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich "Dienstleistungen"
mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH und der HOMAG
eSOLUTION GmbH sowie den Geschäftsbereich "Holzhausbau".
Eine weitere Unterteilung der HOMAG Group ist zudem in die Produktgruppen "Maschinen",
"Zellen" und "Fabrikanlagen" möglich. Die Produktgruppe "Maschinen" umfasst dabei
unsere modular aufgebauten Standardmaschinen im Einstiegs- und Mittelsegment. Zu Linien
verkettete Einzelmaschinen für die flexible Individualproduktion und die automatisierte
Massenproduktion sind ebenso in der Produktgruppe "Zellen" enthalten wie komplette
Bearbeitungszentren. Die "Fabrikanlagen" beinhalten schließlich ganzheitliche, vollverkettete
Systemlösungen mit durchgängiger Vernetzung der Maschinensteuerungen und professioneller
Leittechnik. Abgerundet wird dies mit unserem umfassenden Dienstleistungsangebot,
das sich durch alle Produktgruppen zieht.
Geführt wird die HOMAG Group AG vom Konzernvorstand, der aus fünf Mitgliedern besteht.
Im Zuge der Veränderungen im Vorstand besteht dieser vorübergehend aus sechs Personen.
Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern
zusammen. Dem Aufsichtsrat, der sich paritätisch aus sechs Aktionärs- sowie sechs
Arbeitnehmervertretern zusammensetzt, erstattet der Vorstand regelmäßig Bericht.
Im Geschäftsjahr 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat sämtliche Empfehlungen und viele
der Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt. Die Entsprechenserklärung
nach § 161 AktG ist in diesem Bericht auf Seite 67 und auf der Homepage der HOMAG
Group AG veröffentlicht.
Die HOMAG Group AG steuern wir im Wesentlichen mit den Kennzahlen Gearing, Verschuldungsgrad,
EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per Share (EPS) und der Nettobankverschuldung. Für diese
Kennzahlen werden Jahresplanzahlen vorgegeben, die anhand des monatlichen Berichtswesens
überprüft werden. Ein weiteres wesentliches Element zur Konzernsteuerung ist die Balanced
Scorecard. Sie ist das Herzstück unseres Risikomanagements und bildet zusätzlich zu
den Kennzahlen Daten zur Marktführerschaft sowie zu den internen Prozessen ab und
liefert uns zudem Erkenntnisse über den Bereich Personal.
Nach der schweren Rezession im Jahr 2009, ausgelöst durch die globale Finanzkrise,
hat sich die Weltwirtschaft 2010 rasant erholt. Begünstigt wurde diese positive Entwicklung
durch zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte
und Stimulierung der Konjunktur. Die Folge war ein kräftiger Anstieg des globalen
Bruttoinlandsprodukts, der sich nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW)
auf 4,8 Prozent beläuft, wobei die Expansion im Verlauf des Jahres an Schwung verloren
hat. Das Welthandelsvolumen ist demnach um 11,5 Prozent gewachsen.
Die Wirtschaftsentwicklung verlief dabei auch 2010 heterogen. So hat die Wirtschaftsleistung
in den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen und liegt teilweise
wieder über Vorkrisenniveau. Insgesamt konnten die Schwellenländer 2010 ihr Bruttoinlandsprodukt
laut IfW um 8,1 Prozent steigern, wobei die konjunkturelle Dynamik in Asien und hier
insbesondere in China und Indien mit einem Plus von jeweils rund zehn Prozent sehr
kräftig war. Brasilien konnte nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW) um 7,8 Prozent und Russland um 3,9 Prozent zulegen.
Veränderung in % im Vergleich zum Vorjahr

Von der starken Entwicklung in den Schwellenländern profitierten zwar auch die Industrieländer,
ihr Wachstum fällt jedoch deutlich geringer aus und die Produktion liegt hier nach
wie vor unter Vorkrisenniveau. Dabei hat sich das Tempo der konjunkturellen Erholung
im Jahresverlauf kontinuierlich verlangsamt. Das Ergebnis ist nach Angaben des IfW
ein Plus von 2,4 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer. Dabei konnten
die USA um 2,8 Prozent und Japan um 3,3 Prozent zulegen.
Die Europäische Union entwickelte sich, auch vor dem Hintergrund der Schuldenkrise
einzelner Länder, im Vergleich der Industrieländer unterproportional, wie das Wirtschaftswachstum
von 1,8 Prozent zeigt. Der Euroraum wuchs dabei um 1,8 Prozent und die Wirtschaftsleistung
der Beitrittsländer stieg um 1,5 Prozent. Positiv entwickelten sich unter anderem
die Volkswirtschaften in Polen, Schweden, der Slowakei, Finnland oder Belgien. Ein
sehr schwaches Wachstum bzw. einen Rückgang verzeichneten beispielsweise Griechenland,
Spanien, Irland, Rumänien und Bulgarien.
Als Wachstumslokomotive in Europa zeigte sich 2010 Deutschland mit dem stärksten Wirtschaftswachstum
seit der Wiedervereinigung. Nach dem Produktionseinbruch 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt
laut Statistischem Bundesamt um 3,6 Prozent. Dabei hat sich der Außenhandel insbesondere
zu Jahresbeginn spürbar erholt und die Verluste des Vorjahres nahezu wettgemacht.
Das Exportwachstum beläuft sich dementsprechend laut DIW auf gut 15 Prozent. Angesprungen
ist im Jahresverlauf auch die Binnennachfrage, die zu einer immer stärkeren Triebfeder
des Wachstums wird. Mit einem Plus von rund zehn Prozent wurden die Ausrüstungsinvestitionen
kräftig ausgeweitet, wobei ihr Niveau noch um rund 15 Prozent unter dem Vorkrisenwert
liegt.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sich nach Angaben des Branchenverbandes
VDMA vom schweren Rückschlag 2009 erholt und 2010 seinen Umsatz um rund acht Prozent
verbessert. Damit liegt die Branche allerdings noch rund 20 Prozent unter ihrem Höchststand,
den sie 2008 vor der Krise erreicht hatte. Sehr positiv hat sich laut VDMA der Auftragseingang
entwickelt, der 2010 um 36 Prozent zugelegt hat, wobei das Ausland mit einem Plus
von 39 Prozent stärker gewachsen ist als das Inland, in dem die Bestellungen um 29
Prozent zugelegt haben. Demzufolge ist auch die Exportquote wieder gestiegen und lag
2010 bei 74,8 Prozent nach 73,6 Prozent im Jahr zuvor.
Für die HOMAG Group ist innerhalb des Maschinenbaus der Markt der Holzbearbeitungsmaschinen
die relevante Branche. Diese ist gekennzeichnet durch wenige große Anbieter, die mit
einem breiten Angebot weltweit Systemleistungen anbieten, und sehr viele kleinere
und kleine Unternehmen, die oft nur einzelne Segmente bedienen oder Spezial -maschinen
herstellen. Dabei ist zu beobachten, dass der Marktanteil der großen Anbieter wächst,
da immer mehr Kunden bei vollstufigen Lieferanten kaufen, die auch einen lokalen Komplettservice
bieten. Die größten Mitbewerber der HOMAG Group im vergleichbaren Produktbereich sind
die beiden italienischen Konzerne Biesse Group und SCM Group. Zusammen verfügen die
drei Unternehmensgruppen nach unserer Einschätzung über einen Marktanteil von rund
47 Prozent.
Nach dem historischen Nachfrageeinbruch bei den Holzbearbeitungsmaschinen Ende 2008
und 2009 erholt sich auch dieses Segment des Maschinenbaus wieder und verzeichnete
2010 ein Umsatzplus von 12 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt der Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen
erst bei 65 Prozent seines Umsatzniveaus von 2008. Mit einem Plus von 74 Prozent konnte
der Auftragseingang 2010 sehr stark zulegen. Zu beachten ist allerdings, dass hier
die Ausrüster der Säge- und Holzwerkstoffindustrie, zu denen die HOMAG Group nicht
gehört, mit einem überproportionalen Auftragsplus das Bild verzerren.
Nach der schweren Wirtschaftskrise, die unsere Branche und auch die HOMAG Group im
4. Quartal 2008 stark getroffen hat, hat sich bereits im 2. Halbjahr 2009 wieder ein
klarer Aufwärtstrend gezeigt. Dieser hat sich im Jahr 2010 fortgesetzt, teilweise
noch verstärkt und so - passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum - zu einem erfolgreichen
Geschäftsjahr in der HOMAG Group AG geführt. Aufgrund der positiven Entwicklung haben
wir unsere Umsatzprognose im Jahresverlauf mehrfach nach oben korrigiert und den noch
zu Jahresbeginn 2010 avisierten Umsatz von über 600 Mio. EUR und damit unsere eigenen
Erwartungen klar übertroffen. Mit einem Umsatz von deutlich über 700 Mio. EUR haben
wir im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits das bislang formulierte Umsatzziel für 2011
erreicht. Auch beim Auftragseingang konnten wir gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich
zulegen.
Insgesamt hat sich unsere Branche 2010 vom Krisenjahr 2009 sehr gut erholt. Wir haben
mit unserem starken Umsatzwachstum von dieser Entwicklung dabei im Vergleich zum Maschinenbau
insgesamt und auch zu unserem Segment profitiert, da sich unsere Auftragslage bereits
sehr frühzeitig wieder verbessert hat. Damit konnten wir unseren Marktanteil weiter
steigern. Dies führen wir einerseits auf unsere sehr breite Produktpalette zurück,
mit der wir Kunden jeder Größe in nahezu allen einzelnen Branchensegmenten bedienen
können und insbesondere auch in der Lage sind, Industriekunden komplett verkettete
Großanlagen und Fertigungsstraßen aus einer Hand anzubieten. Dieses Projektgeschäft
hat sich 2010 sehr gut entwickelt und insbesondere im 1. Halbjahr 2010 war die Investitionsneigung
hier weltweit sehr hoch, da sich der krisenbedingte Investitionsstau teilweise aufgelöst
hat und die Unternehmen in moderne Fertigungsphilosophien und neue Technologien investiert
haben.

Ein weiterer entscheidender Baustein für unseren Markterfolg 2010 ist unsere globale
Aufstellung mit einem weltweit aktiven Vertrieb. Dadurch konnten wir unmittelbar von
einer positiven Konjunkturentwicklung in jeder Region profitieren. So hat sich beispielsweise
die Auftragslage gerade in den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien
und China) sehr gut entwickelt. In diesen Wachstumsmärkten sind wir seit vielen Jahren
präsent, haben insbesondere in Brasilien und China eine starke Marktposition erreicht
und konnten nicht zuletzt deshalb den Anteil der BRIC-Staaten an unserem Auftragseingang
2010 auf rund 23 Prozent nach 14 Prozent in 2009 steigern.
Trotz aller Erfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr und den deutlichen Zuwächsen bei
Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis gegenüber 2009 sind wir von unseren Höchstständen,
die wir vor der Krise hatten, noch ein gutes Stück entfernt. Dessen sind wir uns wohl
bewusst und werden alles dafür tun, um diese Rekordwerte in den nächsten Jahren wieder
zu erreichen.
Auch aufgrund der nochmals zahlreichen Auslieferungen im Schlussquartal haben wir
unseren Umsatz 2010 um 37 Prozent auf 718 Mio. EUR (Vorjahr: 524 Mio. EUR) gesteigert.
Die Gesamtleistung verbesserte sich dabei auf 730 Mio. EUR (Vorjahr: 519 Mio. EUR).
Nach dem Sonderjahr 2009, in dem sich der Auftragseingang nach sehr schwachem Beginn
von Quartal zu Quartal verbessert hat, sind wir 2010 wieder zur branchenüblichen Saisonalität
mit sinkenden Werten im Jahresverlauf zurückgekehrt. Auf diesen Effekt und die hohen
Auslieferungen zum Jahresende ist es zurückzuführen, dass sich unser Auftragsbestand
zum 31. Dezember 2010 mit 149 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 171 Mio. EUR
verringert hat. Insgesamt konnten wir unseren Auftragseingang um 31 Prozent auf 541
Mio. EUR (Vorjahr: 413 Mio. EUR) steigern.
Innerhalb unserer weltweiten Absatzmärkte hat sich die Verschiebung der Anteile am
Auftragseingang zugunsten der Schwellenländer 2010 fortgesetzt. Insbesondere der asiatische
Markt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut entwickelt, liegt bereits deutlich
über Vorkrisenniveau und ist mittlerweile zu unserer drittgrößten Absatzregion aufgestiegen.
China spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, aber auch Indien und Südostasien sind
die Treiber dieses starken Wachstums.
Westeuropa hat sich 2010 wieder zu unserer stärksten Absatzregion entwickelt, was
auf die deutliche Marktbelebung sowohl bei Einzelmaschinen als auch bei Großanlagen
zurückzuführen ist. Besonders erfolgreich waren wir in Westeuropa in Frankreich, Belgien,
Großbritannien und Italien. Die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und
der Schweiz hat sich im Krisenjahr 2009 recht gut gehalten und konnte 2010 dieses
gute Niveau übertreffen. So verzeichneten wir in Deutschland als dem größten Einzelmarkt
der HOMAG Group eine erhöhte Nachfrage in allen Maschinenbereichen. Die Schweiz lag
ebenfalls recht deutlich über dem Vorjahreswert, Österreich konnte den Vorjahreswert
wieder erreichen.
Die Region Osteuropa zeigte sich im Berichtsjahr gut erholt von der Krise, was sich
insbesondere in einem starken 1. Halbjahr 2010 niedergeschlagen hat. Stark entwickelt
hat sich der polnische Markt, aber auch in Russland hat sich der positive Trend des
4. Quartals 2009 wie prognostiziert fortgesetzt. In der gesamten osteuropäischen Region
spielt allerdings die Finanzierungsthematik unverändert eine große Rolle.
In Amerika konnten wir 2010 positive Tendenzen in Kanada und den USA verzeichnen,
auch wenn insbesondere die USA noch ein deutliches Stück vom Vorkrisenniveau entfernt
ist. Getrieben wurde die Entwicklung in Amerika in erster Linie durch den starken
brasilianischen Markt. Hier sind wir sowohl mit importierten Maschinen und Anlagen
aus unseren europäischen Werken als auch mit den vor Ort von der HOMAG Machinery in
São Paulo gefertigten Einstiegsmaschinen sehr erfolgreich.
Die Umsätze in allen Segmenten haben sich 2010 aufgrund des insgesamt erheblich gestiegenen
Geschäftsvolumens wieder deutlich erhöht. Im größten Segment "Industrie" hat sich
der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr vor der Konsolidierung auf 432 Mio. EUR (Vorjahr:
304 Mio. EUR) verbessert. Im Segment "Handwerk" stieg der Umsatz auf 185 Mio. EUR
(Vorjahr: 127 Mio. EUR) und im Segment "Vertrieb und Service" auf 266 Mio. EUR (Vorjahr:
179 Mio. EUR). Im Segment "Sonstige" erlösten wir 2010 61 Mio. EUR (Vorjahr: 40 Mio.
EUR), wobei der Umsatz im Bereich Holzhausbau als größte Position auf 20 Mio. EUR
(Vorjahr: 17 Mio. EUR) gestiegen ist.

Ein wichtiges und erfreuliches Ereignis zugleich war im Geschäftsjahr 2010 das 50-jährige
Firmenjubiläum der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH - unserer größten Tochtergesellschaft
und gleichzeitig der Keimzelle unserer Unternehmensgruppe. 1960 von Gerhard Schuler
und Eugen Hornberger gegründet, ist HOMAG zum weltweit führenden Unternehmen in der
Holzbearbeitung aufgestiegen. Diese Erfolgsgeschichte haben wir 2010 mit einem offiziellen
Festakt sowie mit einem Fest für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefeiert.
Von den zahlreichen Messen, auf denen wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Produkte
präsentiert haben, ist insbesondere die Holz-Handwerk in Nürnberg im März erwähnenswert.
Hier konnten wir den bisherigen Rekord beim Auftragseingang aus dem Jahr 2006 um 50
Prozent übertreffen und haben damit früh im Jahr bereits die positive Branchenentwicklung
gespürt. Ebenfalls erfolgreich verlief die Xylexpo in Mailand im Mai und auch auf
den Hausmessen bei vier Tochtergesellschaften Ende September konnten wir eine sehr
positive Resonanz verzeichnen. So kamen allein zu HOMAG nach Schopfloch 2.400 Gäste,
was einen neuen Besucherrekord bedeutet.
Die bereits vollzogenen bzw. beschlossenen Veränderungen in unseren Führungsgremien
waren ebenfalls wichtige Ereignisse 2010. So hat die Hauptversammlung am 28. Mai 2010
bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter Hans Fahr, Gerhard Federer,
Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas Keller neu in den Aufsichtsrat gewählt.
Unverändert gehört Torsten Grede dem Aufsichtsrat an und ist auch weiterhin dessen
Vorsitzender. Beschlossen wurden 2010 auch die folgenden Veränderungen im Vorstand:
Hans-Dieter Schumacher gehört seit dem 15. Januar 2011 dem Vorstand an und tritt zum
1. April 2011 die Nachfolge von Andreas Hermann als Finanzvorstand an, der den Aufsichtsrat
bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags aus persönlichen
Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik
in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen
wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags
planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender Funktion erhalten.
Weitere zukunftsweisende Entscheidungen wurden ebenfalls noch 2010 getroffen. So hat
der Aufsichtsrat, einem Vorschlag des Vorstands folgend, ein Investitionsbudget in
Höhe von 8 Mio. EUR für die Weiterentwicklung der Zukunftsregionen China und Indien
freigegeben. Zudem haben wir gemeinsam mit der imos AG bereits 2010 die HOMAG eSOLUTION
GmbH gegründet, die Anfang 2011 ihr Geschäft aufgenommen hat. Die neue Gesellschaft
befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung, insbesondere für unsere
Maschinen und Anlagen. Beschlossen haben wir mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch
ein Konzept, mit dem der weitere Ausbau der Marktposition der Unternehmen FRIZ und
TORWEGGE wirtschaftlich abgesichert wird. Sie werden an größere Unternehmen innerhalb
der HOMAG Group angebunden, da ihre Produkte eine wichtige Rolle in unserer Gesamtstrategie
spielen, nach der wir die Prozessketten unserer Kunden möglichst komplett abbilden
wollen. Im 4. Quartal 2010 ist für diese Maßnahme ein außerordentlicher Aufwand von
rund 2 Mio. EUR angefallen.
Im 4. Quartal 2008 haben wir damit begonnen, unsere Personalkapazität an die aufgrund
der Wirtschaftskrise deutlich gesunkene Auftragslage anzupassen, und haben den Personalstand
entsprechend verringert. Diesen Prozess konnten wir im 1. Quartal 2010 nahezu abschließen
und haben gegenüber dem Personalhöchststand zum Ende des 3. Quartals 2008 einschließlich
der neuen Mitarbeiter aus der BENZ-Akquise und der Leiharbeiter knapp 20 Prozent unserer
Kapazität abgebaut. Mit 4.956 Mitarbeitern zum Ende des 1. Quartals 2010 lagen wir
etwas oberhalb unserer ursprünglichen Planung, bei der wir von einem Personalstamm
von rund 4.800 ausgegangen waren. Der Grund ist in der recht schnellen Erholung der
HOMAG Group mit einem wieder höheren Geschäftsvolumen zu sehen.


Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2010 haben wir bei einzelnen Tochtergesellschaften
aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung an strategisch wichtigen Stellen wieder
Mitarbeiter eingestellt. Gleichzeitig haben wir aber auch wie angekündigt an ausgewählten
Standorten noch Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Im 3. und 4. Quartal kamen
über 100 neue Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule hinzu. Zum 31. Dezember
2010 waren somit 5.051 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.954 Mitarbeiter) in der HOMAG Group
beschäftigt, von denen sich 33 Mitarbeiter in Kurzarbeit null befanden. Zudem beschäftigten
wir zum Jahresende 55 Leiharbeiter. Im Jahresdurchschnitt 2010 waren 4.981 Mitarbeiter
im Konzern beschäftigt, nach 5.158 Mitarbeitern 2009. Dabei ist zu beachten, dass
sich die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf 2009 stetig verringert hat, während sie
im Laufe des Jahres 2010 wieder etwas angestiegen ist.
Personal aufgebaut haben wir insbesondere bei unseren ausländischen Produktionsgesellschaften
in China, Brasilien und Polen, bei unseren Vertriebs- und Servicegesellschaften in
Brasilien und Singapur sowie in Deutschland bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme
GmbH und der WEEKE Bohrsysteme GmbH. Demzufolge hat sich die Zahl unserer Beschäftigten
im Inland zum Jahresende 2010 geringfügig auf 3.993 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.967 Mitarbeiter)
erhöht, während die Mitarbeiterzahl im Ausland auf 1.058 Mitarbeiter (Vorjahr: 987
Mitarbeiter) gestiegen ist. Aufgrund der guten Auslastung bei vielen Gesellschaften
haben wir die Urlaubs- und Freischichtkonten 2010 wieder leicht erhöht und damit die
notwendige Flexibilität beim künftigen Personaleinsatz verbessert.
Insgesamt sind wir der Auffassung, dass wir mit der Mitarbeiterzahl zum Jahresende
2010 auch die richtige Personalstärke für das laufende Geschäftsjahr haben. Zu einem
moderaten Anstieg der Mitarbeiterzahl wird es bei unseren Tochtergesellschaften in
den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.
Im Jahresdurchschnitt hat sich die Mitarbeiterzahl in den Segmenten "Industrie" auf
2.688 (Vorjahr: 2.802), "Handwerk" auf 1.025 (Vorjahr: 1.090) und "Vertrieb und Service"
auf 695 (Vorjahr: 710) verringert. Im Segment "Sonstige" hat sich dagegen die Mitarbeiterzahl
im Jahresdurchschnitt auf 573 (Vorjahr: 556) und dort insbesondere bei HOMAG Machinery
Shanghai erhöht.
Traditionell haben wir in der HOMAG Group eine hohe Ausbildungsquote. Auch im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2010 haben wir dadurch wieder zahlreichen jungen Menschen die Chance
auf eine fundierte Berufsausbildung eröffnet. Insgesamt waren zum Bilanzstichtag 424
Auszubildende im Konzern tätig, davon 343 technische und 81 kaufmännische Auszubildende.
Bei den diesjährigen Ausbildungstreffs konnten sich die Besucher wieder über die Ausbildung
bei HOMAG und HOLZMA sowie die ausbildenden Betriebe informieren. Die angebotenen
Workshops, Betriebsrundgänge sowie Informationsmöglichkeiten wurden sowohl von zahlreichen
interessierten Schülern als auch von deren Eltern wahrgenommen, um sich einen Eindruck
über unser Unternehmen und den hohen Stellenwert der Ausbildung in unserem Haus zu
verschaffen.
Durch die Teilnahme an zahlreichen unterjährigen Aktionen wie dem "Girls Day", "Mitmachen
Ehrensache", "Auszubildende lernen bei Auszubildenden", "Schüler-Ingenieur-Akademie
(SIA)" sowie der Abschlussfeier des Technischen Gymnasiums Freudenstadt in den Montagehallen
in Schopfloch präsentierte sich die HOMAG Group darüber hinaus immer wieder als attraktives
Ausbildungsunternehmen. Zudem bieten wir jährlich zahlreiche Schnupperpraktika für
Schüler an, die damit einen ersten Eindruck von einem bestimmten Berufsfeld und uns
als möglichem Ausbildungsunternehmen gewinnen können. Erstmals fand 2010 ein unternehmensweites
Ausbilderleitertreffen der süddeutschen Produktionsgesellschaften statt, um Erfahrungen
im Bereich der Ausbildung auszutauschen.
Präsent sind wir auch auf der Internetplattform "Youtube.com", wo wir unsere Ausbildungsberufe
in Videos vorstellen und somit auch die neuen Medien für die Suche nach den besten
Auszubildenden nutzen.
Mit einem aktiven Hochschulmarketing wollen wir uns auch bei Hochschulabsolventen
als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Deshalb beteiligten wir uns auch 2010 an
Hochschulmessen, beispielsweise an der Hochschule Rosenheim, der Universität Stuttgart
und der Universität Karlsruhe. Den Studierenden konnten wir hier die Einstiegsmöglichkeiten
bei uns als Weltmarktführer für Holzbearbeitungssysteme aufzeigen. Die HOMAG Group
bietet Studierenden zudem die Möglichkeit von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praxissemestern
im Unternehmen, vereinzelt auch im Ausland, so dass die im Studium erworbene Theorie
in die Praxis umgesetzt werden kann. Sie werden aktiv ins Tagesgeschäft und in die
unternehmensinternen Prozesse eingebunden.
Viele interessierte Besucher kamen auch 2010 wieder zu den Ständen der HOMAG Group
bei den zahlreichen Messen und Jobbörsen beispielsweise in Freudenstadt, Herrenberg,
Nagold und Wildberg, auf denen wir uns präsentierten. Unsere Auszubildenden, DH-Studenten
sowie die Ausbilder standen den Besuchern Rede und Antwort.
Weiterbildung sehen wir in der HOMAG Group als beidseitige Investition in das Lernen
und räumen ihr einen hohen Stellenwert ein, um die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter
langfristig sicherzustellen. Zahlreiche sogenannte "Fit-Programme" geben den Mitarbeitern
die Chance, sich weiterzubilden. Im Mittelpunkt der breiten Angebotspalette stehen
produktspezifische Themenstellungen, die hauptsächlich durch interne Trainerinnen
und Trainer vermittelt werden. Das Weiterbildungsprogramm "Fit für die Zukunft" feierte
2010 sein 10-jähriges Bestehen.
Eine hohe Leistungsfähigkeit in allen betrieblichen Handlungsfeldern setzt eine gute
Gesundheit der Mitarbeiter voraus. Daher bieten wir regelmäßig Präventionsmaßnahmen
wie Rückenschule, Lauftraining, Kochkurse für eine gesunde Ernährung sowie Vorträge
zu Themen rund um die Gesundheit an. Jährlich stattfindende Gesundheitstage mit einem
vielfältigen Angebot an Gesundheitschecks sowie ausgewogener Ernährung leisten zudem
einen Beitrag für leistungsfähige und vitale Mitarbeiter.
Bereits 1974 haben wir ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Unternehmen installiert,
in dem wir einen der Faktoren unseres Erfolgs sehen. Das Modell, das die Mitarbeiter
zu Mitunternehmern macht, kommt sehr gut an: So sind heute beispielsweise bei der
HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH rund 99 Prozent der berechtigten Belegschaft beteiligt.
Die Mitarbeiter tragen damit auch ein unternehmerisches Risiko, da sie am Gewinn,
aber auch am Verlust beteiligt sind. Nach vielen erfolgreichen Jahren mit hohen Ausschüttungssummen
wurde unseren Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2009 tatsächlich ein Verlust in Höhe von
3,0 Mio. EUR zugewiesen. Der tatsächliche Ausschüttungsbetrag für 2010 in Höhe von
5,5 Mio. EUR übersteigt diesen Verlust allerdings bereits wieder deutlich.
Nachhaltigkeit ist ein integrativer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und
ist somit in unseren Geschäftsprozessen fest verankert. Handlungsfelder sind dabei
in erster Linie ein verbesserter Umwelt- und Klimaschutz sowie die Zufriedenheit der
Mitarbeiter und ihre Weiterbildung. Ökonomischer Erfolg und die Wahrnehmung ökologischer
und sozialer Verantwortung sind nach unserer Auffassung vereinbar. Wir nutzen unsere
Chance als Marktführer, um ökonomische, soziale und ökologische Themen mit dem Ziel
der Nachhaltigkeit voranzutreiben. Im Sinne unseres Unternehmens, der Gesellschaft
und der Umwelt.
Die HOMAG Group bekennt sich zu ihrer Verantwortung für eine saubere Umwelt und den
Klimaschutz. Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist daher für uns selbstverständlich.
Dies trifft sowohl für unsere eigene Produktion zu als auch für die hier entstehenden
Produkte, damit auch unsere Kunden so umweltschonend wie möglich produzieren können.
Innerhalb der gesamten Lieferkette spielt das Thema Energie- und Ressourceneffizienz
somit eine wichtige Rolle in unserer Unternehmenspolitik.
Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen 2010 waren die weitere Verbesserung
der Emissionen bei unseren Produkten sowie die weitreichende Optimierung der Produktionsstruktur
und -methoden, um den Energie-, Material- und Rohstoffverbrauch weiter zu reduzieren.
Dabei kommt uns unsere immense Innovationskraft zugute, die generell der Motor unseres
Wachstums ist und mit der wir der globalen Herausforderung wirksam und langfristig
begegnen. Diese Innovationsfähigkeit nutzen wir kontinuierlich auch dazu, um neue
Lösungsansätze zu finden und damit den Rohstoff- und Energieeinsatz bei unseren Produkten
stetig zu reduzieren.
So senkt beispielsweise unsere neu entwickelte ecoPlus-Technologie des Tochterunternehmens HOLZMA systematisch die Betriebskosten und schont dabei gleichzeitig die Umwelt. Mit nur einem Tastendruck können die Maschinen, die mit dieser Technologie ausgestattet sind, sehr schnell aus dem Normalbetrieb in einen energiesparenden Modus versetzt werden. Ideal ist diese Funktion für alle Unternehmen mit unregelmäßigen Nutzungszeiten, bei denen die Anlage im Bedarfsfall aber unmittelbar zur Verfügung stehen sollte. Der Einsatz von stromsparenden Motoren der Energieeffizienzklasse 1 führt zu einer zusätzlichen Energie- und CO2 -Einsparung, einem wesentlich höheren Wirkungsgrad sowie geringeren thermischen Belastungen. In einer zusätzlichen Anzeige zeigt ein Energiemonitor zudem bei Bedarf jederzeit den aktuellen Energieverbrauch der Maschinen an. Die ecoPlus-Technologie wird künftig bei allen Gruppenunternehmen eingeführt und steht damit mittelfristig für immer mehr Maschinen und Anlagen der HOMAG Group zur Verfügung.
Für eine weitere Verbesserung der Energiebilanz unserer Produkte arbeiten wir bei
Neu- und Weiterentwicklungen auch eng mit Zulieferern und Forschungsinstitutionen
zusammen. Außerdem werden wir beispielsweise 2011 gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut
zur Förderung der angewandten Forschung bei der Erstellung eines genormten Verfahrens
zur Ermittlung von Energieeffizienzklassen von Maschinen teilnehmen.
Des Weiteren versuchen wir durch umweltgerechte Investitionen in moderne Technik,
den Energiebedarf unserer Produktionsstätten langfristig zu reduzieren. So haben wir
2010 unter anderem den Druckluftverbrauch mit intelligenten Steuerungen optimiert,
die nur so viele Kompressoren nutzen, wie jeweils erforderlich sind. Weitere Energieeinsparungen
konnten wir realisieren, indem wir die Abwärme der Blockheizkraftwerke in den Heizungskreislauf
eingespeist haben.
Eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind zufriedene
Mitarbeiter. Die Mitarbeitermotivation und -qualifikation steigern wir daher mit flexiblen
Arbeitszeiten sowie mit kontinuierlichen Investitionen in ein umfang- und abwechslungsreiches
Weiterbildungsangebot. Das hohe Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter trägt entscheidend
zum Erfolg der HOMAG Group bei.
Das Ziel all dieser Maßnahmen der HOMAG Group ist es, der sozialen und ökologischen
Verantwortung sowohl gegenüber Mitarbeitern, Aktionären und Kunden als auch gegenüber
der Gesellschaft und der Umwelt nachzukommen.
Der Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) der HOMAG Group entwickelt innovative,
moderne und wirtschaftliche Maschinen, Anlagen, Fertigungseinrichtungen und Dienstleistungspakete
für die holzbe- und -verarbeitende Industrie. Diese Lösungen werden dezentral in einer
der 11 inländischen Produktionsgesellschaften oder zentral von einem ausgewählten
Expertenteam entwickelt. Klare Zielsetzung sind Lösungen für den breiten Markt und
nicht für die Nische. Wir folgen einerseits den Kundenbedürfnissen und entwickeln
andererseits auch innovative Produkte und Ideen, um neue Märkte und Absatzkanäle zu
erschließen.
Um diesen Anforderungen als Technologie- und Weltmarktführer gerecht zu werden, beobachten,
analysieren und interpretieren wir permanent den Markt. Ein kundenlösungsorientiertes
Team von Produktmanagern analysiert die Marktbedürfnisse und setzt diese mit den Entwicklungsteams
in marktgerechte Lösungen um. Unsere Entwicklungs- und Produktmanager gehen nicht
nur auf globale Messen, sondern tauschen darüber hinaus auch Erfahrungen mit Kunden
aus und sorgen so für neue Impulse und Lösungsansätze.
Die Forschungs-, Entwicklungs- und Konstruktionskosten belaufen sich in der HOMAG
Group auf gut 6 Prozent des Unternehmensumsatzes. Rund 760 Entwicklungs- und Projektmitarbeiter
sichern mit ihrer engagierten Arbeit unsere hohe Innovationskraft. Diese zeigt sich
auch an der großen Zahl von über 60 Schutzrechtsanmeldungen 2010. Alleine im Bereich
der Anwendung der Lasertechnologie zur Aktivierung von Klebstoffen sind über 10 Schutzrechte
angemeldet und teilweise bereits erteilt worden. Weitere Anmeldeschwerpunkte lagen
im Bereich Oberflächentechnologie, wie z. B. das neue Verfahren reacTec für die Kaschiertechnologie
und Profilummantelung. In nahezu allen Technologiebereichen wurden Neuanmeldungen
durchgeführt, um unseren Technologievorsprung zu sichern.
Um unrechtmäßigen Produktkopien und dem Know-how-Verlust entgegenzuwirken, setzen
wir neben Schutzrechten auf Kennzeichnungstechnologien wie beispielsweise Hologramme
oder RFIDs sowie auf konstruktive Maßnahmen am Produkt, die in Form der Modul- und
Plattformbauweise verstärkt entwickelt werden. Flankierend setzen wir gegen den Verlust
von Know-how Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter ein, wie etwa gezielte
Schulungen, physikalische Zugangsbeschränkungen, IT-Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise
Verschlüsselungen oder Arbeitsvertragsregelungen. Außerdem setzen wir auf die Außenwirkung
durch Unterrichtung der Öffentlichkeit.
Um beim Schutz vor unrechtmäßigen Nachahmerprodukten von neuesten Erkenntnissen aus
Wissenschaft und Forschung zu profitieren, haben wir zusammen mit Forschungseinrichtungen,
Lösungsanbietern und anderen Anwenderunternehmen an Verbundprojekten teilgenommen,
die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurden. Auch
bei anderen Themen wie neuen internetbasierten Dienstleistungen, digitaler Fabrikplanung
oder Energie- und Ressourceneffizienz nimmt die HOMAG Group an Forschungskooperationen
auf Bundes- und EU-Ebene teil, um sowohl bei Produkten als auch bei unseren internen
Prozessen und Strukturen einen hohen Innovationsgrad beibehalten zu können.
In der Forschung und Entwicklung sind wir in hohem Maße auf die Kreativität und Motivation
unserer Mitarbeiter angewiesen. Diese erhöhen wir mit Kreativförderprogrammen, Workshops,
bereichsübergreifender Zusammenarbeit, aber auch mit permanenter Weiterentwicklung
unserer Strukturen, Prozesse und Entwicklungswerkzeuge. Im Jahr 2010 haben wir eine
umfassende Reorganisation des FuE-Bereichs vollzogen. Den Kern der Umstrukturierung
bildet die mechatronische Ausrichtung der Entwicklungsbereiche für Einzelmaschinen.
In der neuen Struktur wurde die klassische Trennung zwischen der Elektro- bzw. Steuerungsentwicklung
und der Auftragsbearbeitung aufgehoben. An diese Stelle tritt eine Organisation, die
sich an den Produktsparten orientiert. In diesen Sparten sind sowohl die verschiedenen
Entwicklungsabteilungen als auch die Auftragsbearbeitung vertreten. Wesentliche Zielsetzungen
sind dabei die Reduzierung der Zeit von der Entwicklung bis zur Markteinführung (time
to market) bei unseren innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten sowie der
direkte Bezug zum Auftragsbearbeitungsprozess. Im Rahmen dieser Neustrukturierung
wurden ebenfalls die Grundlagen für den Ausbau zentraler Grundlagenentwicklungen,
wie Software-Basisentwicklungen, sowie der mechatronischen Vorentwicklung geschaffen.
Ein Ergebnis der geänderten Strukturen ist auch die Gründung von HOMAG eSOLUTION im
Dezember 2010. Da unsere Kunden durch die Flexibilisierung ihrer Produkte immer kleinere
Stückzahlen in größerer Varianz fertigen müssen, verändert sich ihr Wertschöpfungsprozess.
Maschinendaten müssen auftragsbezogen automatisch zu generieren sein. Deshalb müssen
der Prozess und die Datendurchgängigkeit von der Maschine noch weiter nach vorne bis
zum Beginn des Wertschöpfungsprozesses verlegt werden. Dies ist die Aufgabe von HOMAG
eSOLUTION.
Konkrete Neu- und Weiterentwicklungen gab es 2010 in allen Maschinensegmenten. Bei
den Einzelmaschinen haben wir beispielsweise die Lasertechnologie für die Kantenbearbeitung
auf Durchlauf- und CNC-Maschinen weiterentwickelt, den Bereich Kaschiertechnik mit
reacTec revolutioniert und die Leistung der Bearbeitungsaggregate für die Stückzahl-1-Fertigung
um rund 20 Prozent gesteigert. Zur Verfügung stehen jetzt auch eine neue Generation
von CNC-Bearbeitungszentren für die vollautomatische Fensterfertigung sowie eine neue
Generation von Formfräsaggregaten, die zudem für die beste Leistung sorgt und höchste
Qualitätsansprüche erfüllt.
Für die Wachstumsmärkte, in denen wir teilweise vor Ort produzieren, haben wir neue
Schleifmaschinen, einseitige Kantenanleimmaschinen und CNC-Bohr- und Fräszentren entwickelt.
Im Bereich Plattenaufteilsägen haben wir mit einem Re-Design die Produktivität und
die Energieeffizienz jeweils um 20 Prozent gesteigert. Hinzu kommen innovative Projektlösungen
bei den Säge- und Sägelagerkombinationen. Abgerundet werden unsere innovativen Entwicklungen
mit richtungsweisenden Verpackungsanlagen für Mitnahmemöbel, diversen Roboterapplikationen
im Bereich Beschickung, Abstapelung und Handling sowie dem Ausbau des Produktsegmentes
Lager-, Sortier- und Puffersysteme.
Erfolgreich waren wir 2010 auch im Projektgeschäft, in dem wir unsere Marktposition
als kompetenter, technologisch führender und verlässlicher Systemanbieter weiter ausbauen
konnten. Neben dem flächendeckenden Vertrieb und Service ist ein wichtiger Erfolgsfaktor
hier unser umfangreicher und modularer Preis-Leistungs-Baukasten entlang den strategisch
definierten Prozessketten Möbelfertigung, Türen-/Zargenfertigung, Fußboden, Oberfläche,
Holzfertighausbau, Bohr-, Beschlag- und Montagetechnik, Verpackungstechnik und Materialfluss
sowie Logistik.
Weiterentwickelt haben wir im Projektgeschäft zudem die Aufbau- und Ablauforganisation
hinsichtlich Projektcontrolling, rechtzeitigem und konsequentem Einsatz von Simulationen
zur Absicherung des Konzeptes, Überprüfung der Machbarkeit kundenindividueller Lösungen
sowie durchgängiger Terminierung und detaillierter Planung und Verfolgung der Baustellenphasen.
Sowohl die Einzelmaschinen als auch das Projektgeschäft benötigen ein optimales Dienstleistungsportfolio,
um höchste Effizienz und hohe Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen. Unsere Dienstleistungen
haben wir 2010 daher weiter verbessert und mit neuen Produkten und Prozessen wie beispielsweise
diversen Softwareprodukten und dem neuen Customer-Relationship-Management-System für
unseren Service ausgebaut.
Bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat auf der
Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 kam es zu folgenden Veränderungen:
Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck,
Dr. Dieter Japs und Thomas Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an,
der in der der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats
im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt wurde. Ausgeschieden sind aus dem Aufsichtsrat
Dr. Jochen Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel
und Reinhard Löffler.
Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen. Zum
Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember
personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken und
im Nachtragsbericht näher erläutert werden.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 15.688.000,00 EUR setzt sich aus 15.688.000 auf
den Inhaber lautende Stückaktien zusammen.
Die Aktionäre Gerhard Schuler, Freudenstadt, Mareike Hengel, Freudenstadt, Silke Schuler-Gunkel,
Freiburg, Dr. Anja Schuler, Zürich, sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gütersloh, haben mitgeteilt, dass sie zum 8. März 2010 eine Stimmbindungsvereinbarung
geschlossen haben. Diese Stimmbindungsvereinbarung enthält neben Beschränkungen hinsichtlich
der Stimmrechte auch Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien.
Dem Vorstand sind keine weiteren Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die
Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus
Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können.
Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, und die von ihr verwalteten Parallelfonds
sind mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt.
Gleiches gilt für Gerhard Schuler, Freudenstadt, der mit mehr als 10 Prozent am Kapital
und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt ist, sowie für Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
denen aufgrund der oben genannten Stimmbindungsvereinbarung mehr als 10 Prozent an
den Stimmrechten der Gesellschaft zugerechnet werden.
Es bestehen keine Aktien der HOMAG Group AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse
verleihen.
Es sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der HOMAG Group AG beteiligt, die ihre
Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.
Nach § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens
fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für
höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Nach § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG bedarf die wiederholte
Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses,
der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Nach
§ 84 Abs. 1 Satz 4 AktG kann bei einer Bestellung auf weniger als fünf Jahre eine
Verlängerung der Amtszeit ohne neuen Aufsichtsratsbeschluss vorgesehen werden, sofern
dadurch die gesamte Amtszeit nicht länger als fünf Jahre beträgt.
Nach § 5 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens drei Personen. Gemäß
§ 5 Abs. 2 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der
Vorstandsmitglieder, der Abschluss, die Änderung und Kündigung der Anstellungsverträge
sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines
Mitgliedes des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie eines weiteren Vorstandsmitglieds
zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.
Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands
kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger
Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 AktG namentlich grobe
Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug
durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen
Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs.
3 Satz 4 AktG wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.
Nach § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 15 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1
Satz 2 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.
Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung
der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der
Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG
kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des
Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse
aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 20 Abs. 1 der Satzung
vor, dass Beschlüsse der Hauptversammlung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen
bedürfen, soweit das Gesetz zwingend nicht etwas anderes vorschreibt. In den Fällen,
in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals
erfordert, genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben
ist, die einfache Mehrheit des vertretenden Grundkapitals.
Der Vorstand leitet die HOMAG Group AG und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich.
Die Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der
Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand einschließlich des Geschäftsverteilungsplans
und der Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats gemäß § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu
führen.
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 31.
Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig
oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.824.536,00 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber
lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes
Kapital II). Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen
der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats
über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
| ― |
für Spitzenbeträge, |
| ― |
für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteiles oder einer Beteiligung an einem Unternehmen, |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. |
Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats
ermächtigt, bis zum 30. April 2015 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital
in Höhe von bis zu 1.568.800,00 EUR zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft
nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann
ganz oder in Teilbeträgen, ein Mal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden.
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands a) über die Börse oder b) mittels eines
an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien
mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Sie können ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als über
die Börse veräußert werden, sofern die Aktien gegen Barzahlung und zu einem Preis
veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung
und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der
zusammengenommene, auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung veräußerten Aktien
entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag
des Grundkapitals von neuen Aktien, die seit Beschlussfassung über diese Ermächtigung
unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des §
186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt
des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt
der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Der Preis,
zu dem Aktien der Gesellschaft an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der
Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der
Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten
fünf Börsenhandelstage vor der Abrede mit dem Dritten um nicht mehr als 5 Prozent
unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten).
Der Vorstand wird außerdem ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien
mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
oder bei einem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen
anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.
Die HOMAG Group AG ist Partei eines Vertrags über einen Konsortialkredit in Höhe von
198.000.000,00 EUR. In diesem Konsortialkreditvertrag ist u. a. geregelt, dass sämtliche
ausgereichten Beträge zusammen mit den anderen unter dem Konsortialkreditvertrag geschuldeten
Beträgen bei Eintritt eines "Change of Control" vorzeitig zurückzuzahlen sind. Ein
"Change of Control" liegt vor bei Erwerb von 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte
oder 50 Prozent oder mehr des Kapitals der HOMAG Group AG durch eine Person oder eine
Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen, wobei die Zurechnung von Stimmrechten
entsprechend § 30 WpÜG erfolgt.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern
des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen
sind.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das
Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der HOMAG Group AG. Der Vorstand berichtet
in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zugleich
berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance
Kodex (Kodex) über die Corporate Governance des Unternehmens.
Nach unserer Überzeugung ist eine gute Corporate Governance ein wesentlicher Bestandteil
für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Denn eine verantwortungsvolle, wertorientierte
und transparente Unternehmensführung stärkt das Vertrauen der Aktionäre und des Kapitalmarkts
ebenso wie das der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Vorstand und Aufsichtsrat
sowie alle Mitarbeiter der HOMAG Group AG fühlen sich dementsprechend dem Deutschen
Corporate Governance Kodex (Kodex) verpflichtet - seine Grundsätze bilden einen Schwerpunkt
unseres Handelns. Wir entsprechen den Empfehlungen des Kodex uneingeschränkt (siehe
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, S. 67) und folgen zudem vielen Anregungen.
Ein wesentliches Element der Corporate Governance im HOMAG Group Konzern ist die klare
Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.
Die Geschäftsführung des Vorstands wird dabei konstruktiv vom Aufsichtsrat begleitet
und überwacht. Zudem legen wir großen Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik
und Unternehmenskommunikation sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken.
Compliance ist die Einhaltung bzw. die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und
Richtlinien sowie freiwilliger Regelungen in Unternehmen. Die Beachtung der Gesetze
und Vorschriften aller Länder, in denen die HOMAG Group tätig ist, ist für uns oberstes
Gebot. Alle Handlungen, die zu einem Gesetzesverstoß führen würden, sind zu unterlassen.
Dabei gibt es keine Ausnahmen, auch nicht aufgrund branchenüblicher oder regionaler
Gebräuche. Jede für die HOMAG Group tätige Person ist verpflichtet, alle gesetzlichen
Regelungen uneingeschränkt einzuhalten und sich in ihrem Arbeitsumfeld ehrlich und
fair zu verhalten. Mit unseren Mitbewerbern wollen wir uns in einem fairen Wettbewerb
messen und mit unseren Stärken die Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugen.
Zu unseren Grundsätzen gehört auch die vollständige Beachtung des Kartellrechts, das
die Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und unverfälschten Wettbewerbs regelt.
Das Vertrauen von Kunden und Lieferanten sowie der Ruf der HOMAG Group als aufrichtiges
integres Unternehmen sind uns sehr wichtig. Unverhältnismäßige Vorteilsgewährung und
Korruption durch Beschäftigte der HOMAG Group werden keinesfalls geduldet.
"Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter und zufriedene Kapitalgeber" sind die Kernpunkte
der seit Jahren in unseren Leitbildern festgeschriebenen Philosophie. Das Führungsverhalten
in unseren Gesellschaften ist darin mit den Attributen "kooperativ" und "partnerschaftlich"
definiert. Aufbauend auf diesen Leitbildern und der damit ausgedrückten Unternehmenskultur
wurde im Jahr 2010 ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften
aufgestellt. Darin enthalten sind verbindliche Leitlinien für das Handeln des Vorstands,
der Führungskräfte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HOMAG Group.
Ethische Geschäftspraktiken, faires Verhalten und verantwortungsvolles, gesetzmäßiges
Handeln sind für uns ohnehin eine Pflicht und eine Selbstverständlichkeit. Die 13
Grundregeln des Code of Conduct sollen uns jedoch in unserem täglichen Tun und Handeln
stärken. Der Verhaltenskodex enthält somit keine neuen oder detaillierten Regeln,
sondern fasst die über Jahre gelebte Praxis in Worte. Nach abgeschlossenen Verhandlungen
mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch
in Deutschland bindend werden.
2010 wurde insbesondere die Kodex-Empfehlung Diversity erweitert und konkretisiert.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 fordert die
Unternehmen auf, bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt
(Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von
Frauen anzustreben. Der Vorstand der HOMAG Group AG begrüßt und unterstützt diese
Forderung und prüft daher unter anderem, ob entsprechend qualifizierte Frauen für
die jeweilige Position zur Verfügung stehen. Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands
achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene
Berücksichtigung von Frauen an. An erster Stelle steht für uns aber weiterhin das
Unternehmensinteresse, so dass wir vorrangig auf die fachliche und persönliche Eignung
des jeweiligen Kandidaten bzw. der jeweiligen Kandidatin achten.
Bei der Besetzung des Aufsichtsrats hat sich der Aufsichtsrat selbst konkrete Ziele
gesetzt und entsprechend des Deutschen Corporate Governance Kodex folgenden Beschluss
gefasst:
"Der Aufsichtsrat strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe, der Zusammensetzung
der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft eine
Zusammensetzung an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:
| ― |
mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium Internationalität verkörpern, etwa durch eine ausländische Staatsangehörigkeit oder relevante Auslandserfahrungen; |
| ― |
mindestens 8 Aufsichtsratssitze für Personen, die weder eine Beratungsfunktion oder Organfunktionen bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft wahrnehmen; |
| ― |
mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Frauen. |
Der Aufsichtsrat beabsichtigt, diese Elemente bei der nächsten turnusmäßigen Besetzung
des Aufsichtsrats im Jahr 2015 oder bei vorherigen Aufsichtsratsneubesetzungen bei
den Auswahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Falle
der gesetzlichen Bestellung.
Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt,
die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das
70. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft)."
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In
regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung
sowie die Strategie und deren Umsetzung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise
die Budgetplanung, größere Akquisitionen, Deinvestitionen und Finanzmaßnahmen - ist
nach der Geschäftsordnung des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich.
Der Aufsichtsrat hat zwölf Mitglieder und setzt sich nach dem Gesetz über die Mitbestimmung
der Arbeitnehmer zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen.
Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Arbeitnehmervertreter
von den Arbeitnehmern gewählt. Wie bereits genannt, kann gemäß der Satzung der Gesellschaft
Mitglied des Aufsichtsrats nicht sein, wer das 70. Lebensjahr vollendet hat. Dies
gilt allerdings nur für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder.
Um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands sicherzustellen, gehört
dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied des Vorstands an. Die Aufsichtsratsmitglieder
dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben
bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Nach der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats sind die Aufsichtsratsmitglieder zudem verpflichtet, Interessenskonflikte,
insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten,
Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Aufsichtsrat
gegenüber offen zu legen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung
über aufgetretene Interessenskonflikte und deren Behandlung. Nach der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats hat ein Aufsichtsratsmitglied bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden
Interessenskonflikten sein Amt niederzulegen. Im Berichtsjahr kam es bei Aufsichtsratsmitgliedern
der HOMAG Group AG zu keinen solchen Interessenskonflikten. Berater- und sonstige
Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft
bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Entsprechende Verträge bestanden im Berichtszeitraum
nur mit dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn Gerhard Schuler. Der Beratervertrag
wurde im Jahr 1999 zwischen der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, einer Tochtergesellschaft
der HOMAG Group AG, und Herrn Schuler abgeschlossen.
Der Aufsichtsrat hat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss,
den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. In
den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum
vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die
ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich zulässig - übertragen worden sind. In den
Plenarsitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden jeweils über die Arbeit in den
Ausschüssen.
Der Vorstand der HOMAG Group AG besteht aus fünf Mitgliedern. Im Zuge der Veränderungen
im Vorstand besteht dieser im Geschäftsjahr 2011 vorübergehend aus sechs Personen.
Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern
zusammen. In der vom Aufsichtsrat der HOMAG Group AG aufgestellten Geschäftsordnung
für den Vorstand kann ein Vorstandsvorsitzender bestellt werden, wenn vom Aufsichtsrat
kein Sprecher des Vorstands ernannt wird. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft
mit gemeinsamer Verantwortung aller seiner Mitglieder. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse
gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand
entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sich mit dem Aufsichtsrat
ab und sorgt für deren Umsetzung. Zudem sorgt der Vorstand für die Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren
Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Darüber hinaus sorgt der Vorstand für
ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand
informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten
Fragen des Unternehmens. Er legt dem Aufsichtsrat vor Beginn des jeweils nächsten
Geschäftsjahres eine Unternehmensplanung vor. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von
den Plänen und Zielen werden dem Aufsichtsrat im Einzelnen zeitnah erläutert und zur
Prüfung vorgelegt. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmt der Vorstand mit
dem Aufsichtsrat ab. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind
diesem unverzüglich vorzulegen.
Ihre Rechte nehmen die Aktionäre der HOMAG Group AG in der Hauptversammlung wahr und
üben dort ihre Stimmrechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über
die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die
Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen bzw.
die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung
beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht
in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl,
einen Aktionärsvertreter, ein Kreditinstitut oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter
der HOMAG Group AG ausüben zu lassen. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. In der
Hauptversammlung ist jeder Aktionär oder Aktionärsvertreter berechtigt, das Wort zu
ergreifen und im Rahmen der Generaldebatte zu allen Punkten der Tagesordnung sachbezogene
Fragen und Anträge zu stellen. Vor der Hauptversammlung werden alle Informationen
und zugänglich zu machenden Unterlagen wie die Tagesordnung gemäß den aktienrechtlichen
Vorschriften veröffentlicht und auf unserer Internetseite (www.homag-group.com/hauptversammlung)
zugänglich gemacht. Die Rede des Sprechers des Vorstands und die Abstimmungsergebnisse
werden dort im Anschluss an die Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.
Der Einzelabschluss der HOMAG Group AG wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB),
der Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen
Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Vor der Unterbreitung des Wahlvorschlags
für die Abschlussprüfung holt der Aufsichtsrat eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers
ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen
Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits
und der HOMAG Group AG und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel
an einer Unabhängigkeit begründen können. In einer Vereinbarung wird mit dem Abschlussprüfer
festgelegt, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende
mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit
diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat vereinbart weiter mit
dem Abschlussprüfer, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats
wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei
der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, und dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat
informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung
Tatsachen feststellt, aus denen sich eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat
nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergibt.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen
guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und
unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung,
Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich
weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von dem Abschlussprüfer
beurteilt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken
und deren Entwicklung. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst
die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group
AG auf ihre Effektivität.
Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts
dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte
Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem
enthalten.
Die HOMAG Group AG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit
unverzüglich, regelmäßig und gleichzeitig über die wirtschaftliche Lage des Konzerns
und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht
sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgesehenen
Fristen veröffentlicht. Sofern außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der
HOMAG Group AG Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs der Aktie der
HOMAG Group AG erheblich zu beeinflussen, werden diese durch Ad-hoc-Mitteilungen bekannt
gemacht, sofern nicht die Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 WpHG (Befreiung) erfüllt
sind und der Vorstand davon Gebrauch macht.
Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches sowie
die Grundsätze des Deutschen Corporate Governance Kodexes.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der HOMAG Group AG geregelt.
Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder
sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. In der Hauptversammlung am 28. Mai
2010 wurden dementsprechend neue Vergütungsregelungen für Aufsichtsratsmitglieder
unter Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen in Ziffer 5.4.6 des Deutschen
Corporate Governance Kodex sowie eine entsprechende Änderung der Satzung der HOMAG
Group AG beschlossen. Diese wurde am 7. Juni 2010 im Handelsregister eingetragen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten, wie bisher auch, für jedes volle Geschäftsjahr
ihrer Zugehörigkeit im Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Ferner
erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG
Group AG pro Aufsichtsratssitzung eine Pauschalvergütung in Höhe von 1.500 EUR.
Zusätzlich zur Festvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle
Geschäftsjahr eine variable Vergütung. Nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG
Group AG durch die Hauptversammlung gilt, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats 500
EUR pro 0,1 Prozent der positiven unternehmensbezogenen Kennziffer HOMAG Value Added,
höchstens jedoch 20.000 EUR, erhalten. Nach der Einführung der Kennziffer HOMAG Value
Added als Bemessungsgrundlage für die variable Aufsichtsratsvergütung statt der bisherigen
Bemessungsgrundlage Dividende orientieren sich die variablen Vergütungen von Vorstand
und Aufsichtsrat an der gleichen nachhaltig orientierten Kennzahl. Die Kennziffer
HOMAG Value Added für ein Geschäftsjahr berechnet sich auf der Grundlage des Konzernabschlusses
der HOMAG Group AG.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den dreifachen, der Stellvertreter den eineinhalbfachen
Betrag der festen und der variablen Vergütung sowie der Pauschalvergütung pro Aufsichtsratssitzung.
Die Mitgliedschaft in den Ausschüssen wird, wie bisher auch, gesondert vergütet. Das
Sitzungsgeld wurde nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG von 1.000
EUR pro Ausschusssitzung auf 1.500 EUR pro Ausschusssitzung angehoben. Der Vorsitzende
des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres
angehört haben, erhalten die feste und die variable Vergütung entsprechend der Dauer
ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Feste und variable Vergütungen sowie die Pauschalvergütungen
für Aufsichtsratssitzungen und für Ausschusssitzungen sind jeweils innerhalb eines
Monats nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das
betreffende Geschäftsjahr entscheidet, zahlbar.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zudem Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz
der etwa auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer.
Für die durch die Gesellschaft abgeschlossene Directors and Officers Liability Insurance
(D&O-Versicherung) für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde ein den Anforderungen
der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt
vereinbart.
Die Vergütung des Aufsichtsrats setzte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt zusammen:
| in TEUR | Erfolgsunabhängige Vergütung |
Sitzungsgelder | Vergütungen für Ausschusstätigkeiten |
Erfolgsabhängige Vergütung |
Gesamtbezüge |
| Torsten Grede, Vorsitzender | 30 | 23 | 25 | 0 | 78 |
| Reiner Neumeister, stellv. Vorsitzender1) | 15 | 11 | 19 | 0 | 45 |
| Dr. Jochen Berninghaus2) | 4 | 0 | 2 | 0 | 6 |
| Klaus M. Bukenberger2) | 4 | 0 | 0 | 0 | 4 |
| Ernst Esslinger1) | 10 | 8 | 0 | 0 | 18 |
| Hans Fahr3) | 6 | 6 | 7 | 0 | 19 |
| Gerhard Federer3) | 6 | 7 | 12 | 0 | 25 |
| Wilhelm Freiherr von Haller2) | 4 | 0 | 2 | 0 | 6 |
| Dr. Horst Heidsieck3) | 6 | 7 | 11 | 0 | 24 |
| Ralf Hengel2) | 4 | 0 | 2 | 0 | 6 |
| Carmen Hettich-Günther1) | 10 | 8 | 8 | 0 | 26 |
| Dr. Dieter Japs3) | 6 | 7 | 0 | 0 | 13 |
| Thomas Keller3) | 6 | 6 | 6 | 0 | 18 |
| Hannelore Knowles1) | 10 | 6 | 9 | 0 | 25 |
| Reinhard Löffler2) | 4 | 0 | 6 | 0 | 10 |
| Jochen Meyer1) | 10 | 6 | 9 | 0 | 25 |
| Reinhard Seiler1) | 10 | 6 | 0 | 0 | 16 |
| GESAMT | 145 | 101 | 118 | 0 | 364 |
1)
Arbeitnehmervertreter
2)
Mitglied des Aufsichtsrats bis 28. Mai 2010
3)
Mitglied des Aufsichtsrats seit 28. Mai 2010
Darüber hinaus haben die Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr mit der nachfolgenden
Ausnahme keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen,
insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten.
Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, erhält eine Vergütung
entsprechend der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von 10.000 EUR
einschließlich Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf Vergütung und Auslagen zu
entrichtenden Umsatzsteuer. Darüber hinaus hat Herr Gerhard Schuler für seine Beratungsleistungen
für die HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH Bezüge in Höhe von rund 61.000 EUR im Berichtsjahr
erhalten.
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse
gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungserklärungen abgegeben.
Die individuelle Vergütung des Vorstands der HOMAG Group AG wird von dem Personalausschuss
vorgeschlagen und von dem Aufsichtsrat beschlossen. Im Wettbewerb um hochqualifizierte
Führungspersönlichkeiten soll das Vergütungsmodell für den Vorstand attraktiv sein
und gemessen an der persönlichen Leistung und am Unternehmenserfolg zugleich anspruchsvollen
Maßstäben gerecht werden.
Die Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds stehen in einem angemessenen Verhältnis
zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft
und übersteigen die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe. Bei börsennotierten
Gesellschaften ist die Vergütungsstruktur zusätzlich auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung
auszurichten. Sämtliche Vergütungsteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und
insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der HOMAG Group AG setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen
Festvergütung sowie einem erfolgsbezogenen Vergütungsteil zusammen. Der variable Vergütungsanteil
besteht aus einem kurz- sowie einem langfristig angelegten Anreizsystem und basiert
auf kennzahlenorientierten Zielwerten sowie der Aktienkursentwicklung. Er enthält
zudem eine Begrenzung nach oben (Cap). Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet.
Für Organfunktionen bei Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine
Bezüge. Für die Mitglieder des Vorstands ist keine betriebliche Altersversorgung eingerichtet.
Im Berichtsjahr wurden an die Vorstandsmitglieder weder Kredite noch Vorschüsse gewährt,
noch Haftungserklärungen zu ihren Gunsten abgegeben. Sämtliche Vorstandsdienstverträge
entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Im Falle einer Beendigung des Vorstandsdienstvertrags erhält ein Vorstandsmitglied
zur Abgeltung seiner Bezüge einschließlich Nebenleistungen im Zeitpunkt der Beendigung
des Vertrags eine Abfindung von zwei Jahresvergütungen; maximal jedoch in Höhe der
Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrags ihm noch zustehende Bezüge (Festvergütung,
"Short-Term-Incentive" STI und "Long-Term-Incentive" LTI). Ein Anspruch auf eine Abfindung
im oben genannten Sinne besteht nicht, sofern die Gesellschaft ein Recht zur außerordentlichen
Kündigung des Vertrags aus wichtigem Grund nach § 626 BGB hat.
Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus dem jährlichen
Festgehalt und den Nebenleistungen zusammen. Das jährliche Festgehalt ist für die
Laufzeit der Vorstandsdienstverträge festgelegt und wird in zwölf gleichen Monatsraten
ausbezahlt. Die Nebenleistungen bestehen aus dem steuerlich anzusetzenden Wert der
Dienstwagennutzung sowie der Übernahme von Versicherungsprämien. Bei den Versicherungsprämien
handelt es sich um Gruppenversicherungen gegen Unfallschäden und eine Vermögensschadenversicherung
(sog. D&O-Versicherung). Seit 1. Januar 2010 wurde die D&O-Versicherung dahingehend
abgeändert, dass sowohl für die Mitglieder des Vorstands als auch für die Mitglieder
des Aufsichtsrats ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance
Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart ist. Darüber hinaus werden die Krankenversicherungsbeiträge
in Höhe der gesetzlichen Arbeitgeberanteile übernommen, in der Rentenversicherung
in Höhe dessen, was der Vorstand im Falle der Versicherungspflicht zu bezahlen hätte.
Aufwendungen, die dem Vorstand in der Ausübung seiner Aufgaben im Rahmen des Vorstandsdienstvertrags
entstehen, werden gemäß der betrieblichen Regelung erstattet.
Mehrheitlich sehen die Vorstandsdienstverträge ab dem 1. Januar 2010 eine Erhöhung
des festen Jahresgehalts unter einer aufschiebenden Bedingung (Erhöhungsbetrag) vor,
welche die Erreichung eines Gewinns auf konsolidierter Basis vor Steuern (EBT) kumuliert
für die vergangenen vier Quartale voraussetzt. Mit der Erfüllung der aufschiebenden
Bedingung ist das feste Jahresgehalt ab dem 1. Juli 2010 für diese Verträge erhöht.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die Ausgestaltung des variablen Vergütungsanteils
unter besonderer Beachtung der aktienrechtlichen Neuregelungen zur Angemessenheit
von Vorstandsvergütungen neu geregelt.
Der erfolgsbezogene Vergütungsanteil besteht aus einer kurzfristig angelegten Vergütungskomponente,
dem "Short-Term-Incentive" (STI), und einer langfristig ausgerichteten Komponente,
dem "Long-Term-Incentive" (LTI).
Das STI als jährliche Wertzuwachstantieme basiert auf der Rendite über den Kapitalkosten,
dem HOMAG Value Added (HVA), der sich auf Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG
Group AG berechnet. Der Anspruch auf das STI setzt voraus, dass ein positiver HVA
erreicht wird. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert
von 4 Prozent steigt der STI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 150 Prozent des tatsächlich
im betreffenden Geschäftsjahr ausgezahlten festen Jahresgehalts und wird bei 4 Prozent
erreicht.
Das STI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung
der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr ausbezahlt.
Das LTI stellt als Anreizsystem mit langfristiger Wirkung zum einen auf die Kursentwicklung
der HOMAG Group Aktie (Aktien LTI) und zum anderen auf die Entwicklung eines positiven
HVA (HVA LTI) ab. Die LTI-Programme werden jährlich mit jeweils dreijähriger Laufzeit
aufgelegt. Vor der jährlichen Neuauflage des jeweiligen LTI-Programms überprüft der
Aufsichtsrat die bisherigen Parameter der LTI wie HVA-Zielwert, Cap und die Parameter
zur Berechnung der Kapitalkosten. Für das neue LTI-Programm, dessen Bezugszeitraum
am 1. Januar 2011 beginnt und am 31. Dezember 2013 endet, beschloss der Aufsichtsrat,
die bisherigen Parameter zu verwenden.
Voraussetzung für die Erlangung eines HVA-Bestandteils für das LTI ist ein über drei
aufeinander folgende Geschäftsjahre (Bezugszeitraum) kumuliert positiver HVA. Ausgehend
von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 12 Prozent
steigt der LTI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 43,3 Prozent des tatsächlich während
des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.
Voraussetzung für die Erlangung eines Aktienbestandteils für das LTI ist eine positive
Wertentwicklung der HOMAG Group AG-Aktie zwischen dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter
Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums (relevanter Schlusskurs). Der relevante
Anfangskurs und der relevante Schlusskurs werden jeweils durch den Aufsichtsrat ermittelt
und festgestellt. Ausgehend von einer Wertsteigerung der Aktie über den Bezugszeitraum
von 0 Prozent bis 70 Prozent, steigt der Betrag des Aktienbestandteils für das LTI
linear an. Der Cap beträgt 23,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums
ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.
Hat sich der HVA-Bestandteil für das LTI negativ entwickelt, wird die Aktienkomponente
um den Minderungsbetrag verringert. Maximal kann die Aktienkomponente durch den Minderungsbetrag
auf 0 EUR verringert werden.
Für das erste LTI nach der Neugestaltung der variablen Vergütung, dessen Bezugszeitraum
am 1. Januar 2010 beginnt und am 31. Dezember 2012 endet, gelten abweichende Obergrenzen
(130 Prozent für den HVA-Bestandteil und 70 Prozent für den Aktienbestandteil).
Das LTI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung
der Gesellschaft des dritten Geschäftsjahres ausbezahlt.
Im Zusammenhang mit einer vertraglich vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts
hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich eine einmalige Sonderzahlung
in Höhe von 50 Prozent des Erhöhungsbetrags als Tantieme erhalten. Ferner hat der
Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus gewährt.
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder nach IAS 24 für das Geschäftsjahr 2010 verteilen
sich wie folgt:
| in TEUR |
|
Rolf Knoll | Achim Gauß | Andreas Hermann | Herbert Högemann | Jürgen Köppel |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | 2010 | 323 | 274 | 247 | 236 | 218 |
|
|
2009 | 241 | 226 | 201 | 202 | 48 |
| Erfolgsabhängige Vergütung |
|
|
|
|
|
|
| Tantieme | 2010 | 38 | 38 | 37 | 25 | 15 |
|
|
2009 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| STI | 20101) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
2009 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung LTI2) |
|
|
|
|
|
|
| Veränderung der Rückstellung | 2010 | 77 | 77 | 0 | 65 | 59 |
| Rückstellung | 2010 | 77 | 77 | 0 | 65 | 59 |
| Veränderung der Rückstellung | 2009 | -31 | -31 | -28 | -28 | 0 |
| Rückstellung | 2009 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachbezüge | 2010 | 8 | 7 | 7 | 8 | 6 |
|
|
2009 | 7 | 8 | 7 | 8 | 2 |
| Gesamtbezüge | 2010 | 446 | 396 | 291 | 334 | 298 |
|
|
2009 | 217 | 203 | 180 | 182 | 50 |
| in TEUR |
|
Dr. Joachim Brenk | GESAMT |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | 2010 |
0 | 1.298 |
|
|
2009 |
223 | 1.141 |
| Erfolgsabhängige Vergütung |
|
|
|
| Tantieme | 2010 |
0 | 153 |
|
|
2009 |
0 | 0 |
| STI | 20101) | 0 | 0 |
|
|
2009 |
0 | 0 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung LTI2) |
|
|
|
| Veränderung der Rückstellung | 2010 |
0 | 278 |
| Rückstellung | 2010 |
0 | 278 |
| Veränderung der Rückstellung | 2009 |
-35 | -153 |
| Rückstellung | 2009 |
0 | 0 |
| Sachbezüge | 2010 |
0 | 36 |
|
|
2009 |
6 | 38 |
| Gesamtbezüge | 2010 |
0 | 1.765 |
|
|
2009 |
194 | 1.026 |
1)
Nach der Hauptversammlung 2011 erfolgt für das Geschäftsjahr 2010 keine Auszahlung.
2)
Für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) wurde das erste Drittel des
beizulegenden Zeitwerts den Rückstellungen zugeführt. Hierbei handelt es sich nicht
um den tatsächlichen Wert, sondern um den finanzmathematisch ermittelten beizulegenden
Zeitwert (Fair Value). Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 im
Jahr 2013.
Zusammen besaßen die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2010 57.963 (Vorjahr:
56.963) Aktien, entsprechend 0,37 (Vorjahr: 0,36) Prozent und die Mitglieder des Aufsichtsrats
zum 31. Dezember 2010 100 (Vorjahr: 486.731) Aktien, entsprechend 0,00 (Vorjahr: 3,10)
Prozent des Grundkapitals der HOMAG Group AG. Kein Vorstands- und kein Aufsichtsratsmitglied
hat damit zum 31. Dezember 2010 über 1 Prozent des Grundkapitals gehalten, so dass
kein individualisierter Ausweis vorzunehmen ist.
Derzeit bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertorientierte Anreizsysteme,
die gemäß Ziffer 7.1.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in diesen Bericht
aufzunehmen wären.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehende Personen
sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich dazu verpflichtet, den Erwerb
und die Veräußerung von Aktien der HOMAG Group AG offenzulegen, wenn der Wert der
Geschäfte die Summe von 5.000 EUR innerhalb eines Kalenderjahres erreicht oder übersteigt.
Uns wurde im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010 folgende Transaktion
gemeldet:
| Handelstag | Börsenplatz | Meldepflichtige Person | Funktion | Art | Anzahl Aktien | Kurs/Preis in EUR |
| 27.09.2010 | XETRA | Rolf Knoll | Mitglied geschäftsführendes Organ | Kauf | 1.000 | 13,0500 |
| Handelstag | Gesamtvolumen in EUR |
| 27.09.2010 | 13.050,00 |
Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, hat seine Transaktionen
nach § 15a WpHG in der Vergangenheit freiwillig mitgeteilt, die Meldungen aber im
Laufe des Geschäftsjahres 2010 eingestellt. Seine freiwillig gemeldeten Transaktionen
in diesem Zeitraum sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Handelstag | Börsenplatz | Art | Anzahl Aktien | Kurs/Preis in EUR |
Gesamtvolumen in EUR |
| 01.02.2010 | außerbörslich | Kauf | 2.750 | 10,9329 | 30.065,48 |
| 05.02.2010 | außerbörslich | Kauf | 4.144 | 10,9021 | 45.178,30 |
| 08.02.2010 | außerbörslich | Kauf | 4.156 | 10,9374 | 45.455,83 |
| 09.02.2010 | außerbörslich | Kauf | 1.450 | 11,0000 | 15.950,00 |
Zusätzlich wurden im Berichtszeitraum 2010 die beiden folgenden Transaktionen aus
dem Jahr 2009 von Herrn Gerhard Schuler korrigiert:
| Handelstag | Korrekturmeldung | Börsenplatz | Art | Anzahl Aktien | Kurs/Preis in EUR |
Gesamtvolumen in EUR |
| 07.12.2009 | 26.05.2010 Korrektur von Stückzahl und Gesamtvolumen |
außerbörslich | Kauf | 4.196 | 9,6919 | 40.667,21 |
| 10.12.2009 | 26.05.2010 Korrektur von Stückzahl und Gesamtvolumen |
außerbörslich | Kauf | 7.754 | 9,9927 | 77.483,40 |
Aktuelle Directors-Dealings-Meldungen finden Sie auf unserer Homepage unter www.homag-group.com.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die Homag Group AG den Empfehlungen des "Deutschen
Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der letzten Entsprechenserklärung
vom Januar 2010 bis zum 1. Juli 2010 sowie in der Fassung des Kodex vom 26. Mai 2010
seit dem 2. Juli 2010 entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird.
Schopfloch, im Januar 2011
| Für den Aufsichtsrat der HOMAG Group AG |
Für den Vorstand der HOMAG Group AG |
| TORSTEN GREDE | ROLF KNOLL |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | Sprecher des Vorstands |
Mit unserem Ende 2008 eingeleiteten umfassenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm
haben wir unsere Kostenbasis deutlich reduziert. Bereits im 4. Quartal 2009 haben
wir so den Turnaround geschafft und ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Die
Nachhaltigkeit unserer Maßnahmen und des Turnarounds hat sich im Jahr 2010 gezeigt,
in dem wir in allen vier Quartalen ebenfalls ein positives Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet
und die HOMAG Group damit wieder in die Profitabilität zurückgeführt haben. Positiv
auf das Ergebnis ausgewirkt hat sich neben der reduzierten Kostenbasis natürlich auch
die positive Geschäftsentwicklung mit einer guten Auftragslage und entsprechend hohen
Umsätzen.
Damit konnten wir auch bei den Ergebniskennzahlen trotz erheblicher Sonderbelastungen
alle unsere Prognosen einhalten bzw. übertreffen, obwohl mehrere Faktoren das Ergebnis
belastet haben. So haben sich unsere Zinsen durch den neuen Konsortialkreditvertrag
deutlich erhöht. Die Steueraufwandsquote ist aufgrund der Zinsschrankenproblematik
und den Verlusten bei einigen Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten
Steuern gebildet werden konnten, sowie einer zu erwartenden Nachzahlung in Verbindung
mit der Steuerprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft gestiegen. Hinzu
kamen nochmals außerordentliche Aufwendungen (ao. Aufwand) in Höhe von 4,4 Mio. EUR
(Vorjahr: 12,4 Mio. EUR) für Restrukturierungsmaßnahmen, die sich damit im Rahmen
der von uns angekündigten Höhe von etwa 4 Mio. EUR gehalten haben. Zu beachten ist
dabei, dass wir hier einige Maßnahmen ins 4. Quartal 2010 vorgezogen haben, die einen
außerordentlichen Aufwand von rund 2 Mio. EUR verursacht haben. Entsprechend werden
sich diese Aufwendungen in 2011 und 2012 verringern. Belastet wurde das Ergebnis zudem
durch den hohen Preisdruck, der 2010 geherrscht hat. Erste Erfolge bei der Reduzierung
der Rabatte konnten wir jedoch im 2. Halbjahr 2010 erreichen.
Unser Personalaufwand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2009 wieder
auf 256,8 Mio. EUR (Vorjahr: 225,2 Mio. EUR) nach und auf 253,3 Mio. EUR (Vorjahr:
214,4 Mio. EUR) vor ao. Aufwand erhöht. Die Gründe dafür sind neben der wieder gestiegenen
Mitarbeiterzahl und einer tarifbedingten Lohnerhöhung insbesondere darin zu sehen,
dass wir 2009 durch deutlich mehr Kurzarbeit Personalkosten eingespart haben. 2010
haben wir zudem die Urlaubs- und Freischichtkonten wieder leicht erhöht. Die Personalaufwandsquote
ist wegen der deutlich höheren Gesamtleistung allerdings gesunken und belief sich
2010 auf 35,2 Prozent (Vorjahr: 43,4 Prozent) nach und auf 34,7 Prozent (Vorjahr:
41,3 Prozent) vor ao. Aufwand.
Der Materialaufwand ist in erster Linie bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen
von 221,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 314,1 Mio. EUR 2010 gestiegen. Dabei hat sich die
Materialaufwandsquote auf 43,0 Prozent (Vorjahr: 42,6 Prozent) leicht erhöht, was
insbesondere auf die wieder gestiegene Zahl der Leiharbeiter und die Zunahme der konzerninternen
Zwischengewinne zurückzuführen ist. Demgegenüber steht, dass wir im Einkauf weitere
Synergien gehoben haben, wodurch der Anstieg der Materialaufwandsquote moderat geblieben
ist.
Insgesamt hat sich unsere Ertragssituation gegenüber 2009 in allen Bereichen deutlich
verbessert, wobei wir uns bewusst sind, dass 2009 ein Krisenjahr war, das wir nicht
als Maßstab nehmen wollen. Bei den folgenden Kennzahlen ist zu beachten, dass der
ao. Aufwand für die Restrukturierungsmaßnahmen 2009 12,4 Mio. EUR und 2010 4,4 Mio.
EUR betragen hat. Des Weiteren ist aus der Mitarbeiterbeteiligung einschließlich der
Abzinsungseffekte in 2009 ein Ertrag für die Gesellschaft in Höhe von 2,0 Mio. EUR
entstanden, während für 2010 daraus ein Aufwand in Höhe von 6,9 Mio. EUR resultiert.
Für 2010 ergibt sich somit ein EBITDA vor dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus
der Mitarbeiterbeteiligung von 65,1 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) und nach dem
ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung von 60,8 Mio. EUR
(Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Das EBIT hat sich vor dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis
aus der Mitarbeiterbeteiligung auf 36,4 Mio. EUR (Vorjahr: -10,2 Mio. EUR) verbessert.
Somit haben wir im 2. Halbjahr 2010 das EBIT gegenüber den ersten sechs Monaten deutlich
gesteigert und damit unsere Prognose klar übertroffen. Nach dem ao. Aufwand und vor
dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung beläuft sich das EBIT auf 32,0 Mio. EUR
(Vorjahr: -22,6 Mio. EUR).

Durch einen gestiegenen Zinsaufwand aufgrund des neuen Konsortialkreditvertrags hat
sich das Finanzergebnis auf -10,7 Mio. EUR (Vorjahr: -9,2 Mio. EUR) verschlechtert,
woraus ein EBT vor ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung
von 25,6 Mio. EUR (Vorjahr: -19,4 Mio. EUR) und nach ao. Aufwand und nach dem Ergebnis
aus der Mitarbeiterbeteiligung von 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: -29,8 Mio. EUR) resultiert.
Aufgrund der bereits ausgeführten Gründe war die Steueraufwandsquote mit 43,9 Prozent
sehr hoch, was zu einem Steuerergebnis von -6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR) geführt
hat. Daraus ergibt sich ein Jahresergebnis vor Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
von 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: -22,1 Mio. EUR) und nach Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: -20,7 Mio. EUR), was zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe
von 0,43 EUR (Vorjahr: -1,32 EUR) führt.
Wir weisen den Return on Capital Employed (ROCE) auf Basis des angepassten EBIT aus,
das heißt vor Mitarbeiterbeteiligung und unter Herausrechung der Restrukturierungs-/
Einmalaufwendungen. Durch das wieder klar positive EBIT und ein verringertes Capital
Employed hat sich der ROCE 2010 deutlich verbessert und beläuft sich vor Steuern auf
12,3 Prozent (Vorjahr: -3,2 Prozent) und nach Steuern (zur Berechnung verwendete Steuerquote
in beiden Jahren 30 Prozent) auf 8,6 Prozent (Vorjahr: -2,3 Prozent).
Entsprechend der klar verbesserten Ertragslage 2010 ist das Ergebnis auch in allen
Segmenten gestiegen. Unter Herausrechnung der Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen
und vor der Mitarbeiterbeteiligung beläuft sich das EBITDA vor der Konsolidierung
im Segment "Industrie" auf 43,5 Mio. EUR (Vorjahr: 17,1 Mio. EUR), im Segment "Handwerk",
auf 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: -3,3 Mio. EUR), im Segment "Vertrieb und Service" auf
10,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,5 Mio. EUR) und im Segment "Sonstige" auf -0,3 Mio. EUR
(Vorjahr: -1,2 Mio. EUR).
Im Vergleich zur deutlich gestiegenen Gesamtleistung hat sich unsere Bilanzsumme im
Geschäftsjahr 2010 klar unterproportional auf 570,1 Mio. EUR (Vorjahr: 519,5 Mio.
EUR) erhöht. Dieser nur geringe Anstieg ist unter anderem auf unser sehr erfolgreiches
Forderungsmanagement zurückzuführen sowie auf die gesunkenen Investitionen, wodurch
sich auch der Wert der Sachanlagen etwas verringert hat. Auf der Aktivseite sind außerdem
die aktiven latenten Steuern und damit insgesamt der Wert der langfristigen Vermögenswerte
von 237,1 Mio. EUR auf 232,0 Mio. EUR zurückgegangen. Durch die aktivierten Entwicklungsleistungen
haben sich die immateriellen Vermögenswerte erhöht.
Das höhere Geschäftsvolumen hat zu einem Anstieg des Vorratsvermögens geführt, der
allerdings unterproportional ausfällt. Stichtagsbedingt haben sich auch die liquiden
Mittel deutlich erhöht, während wir unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
trotz des gestiegenen Volumens nahezu konstant halten konnten. Insgesamt ergab sich
somit ein Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte von 282,4 Mio. EUR auf 338,2 Mio.
EUR.

1)
Eigenkapital zuzüglich Genussrechte und Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung
Im Gegensatz zu 2009 kam es 2010 durch unseren neuen Konsortialkreditvertrag zu einer
deutlichen Umverteilung von den kurz- zu den langfristigen Verbindlichkeiten. Außerdem
sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf
67,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,7 Mio. EUR), die erhaltenen Anzahlungen von 24,8 Mio. EUR
in 2009 auf 39,7 Mio. EUR und die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 44,8
Mio. EUR auf 54,0 Mio. EUR gestiegen. Das gute Jahresergebnis sowie positive Währungseffekte
haben dazu geführt, dass sich unser Eigenkapital auf 170,0 Mio. EUR (Vorjahr: 157,2
Mio. EUR) erhöht hat. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr
bei 30 Prozent und die Eigenmittelquote einschließlich des Genussrechtskapitals und
der Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung bei nahezu unveränderten 37,2 Prozent
(Vorjahr: 38,1 Prozent).
Aufgrund des guten Ergebnisses, der gesunkenen Investitionen sowie insbesondere durch
unser erfolgreiches Net Working Capital Management konnten wir unsere Nettobankverbindlichkeiten
zum 31. Dezember 2010 signifikant auf 55,8 Mio. EUR (Vorjahr: 94,6 Mio. EUR) verringern.
Damit befindet sich unsere Nettobankverschuldung auf dem niedrigsten Wert seit über
20 Jahren - bei einem deutlich gestiegenen Geschäftsvolumen. Aus dieser Reduzierung
der Nettobankverbindlichkeiten und der damit erreichten sehr guten Liquiditätssituation
resultiert auch ein hoher Free Cashflow.
Im Februar 2010 haben wir einen neuen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von
drei Jahren abgeschlossen. Dessen Volumen liegt mit 198 Mio. EUR um zehn Prozent über
unserem vorherigen Vertrag, was die hohe Kreditwürdigkeit zeigt, die wir bei den Banken
genießen, und uns einen komfortablen Finanzierungsspielraum sichert. Das Kreditvolumen
beinhaltet eine Tranche für die Rückzahlung der Genussrechte in Höhe von 30 Mio. EUR,
wovon 25 Mio. EUR 2011 fällig werden. Die Einhaltung der im Rahmen des Konsortialkreditvertrags
vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als nicht gefährdet
an.
Aufgrund der positiven Ertragslage haben sich die vertraglich fixierten Kreditkonditionen
im 3. und 4. Quartal 2010 verbessert. Die dadurch erreichten Zinssenkungen, die sich
2010 nur noch für einige Monate ausgewirkt haben, werden 2011 voll wirksam werden.
Gegenüber dem guten Wert 2009 hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
weiter verbessert und stieg 2010 auf 62,7 Mio. EUR (Vorjahr: 32,5 Mio. EUR). Der Cashflow
aus Investitionstätigkeit, der 2009 von der Übernahme der BENZ GmbH Werkzeugsysteme
beeinflusst war, beläuft sich 2010 auf -20,5 Mio. EUR (Vorjahr: -36,2 Mio. EUR), wodurch
sich der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um den
Cashflow aus Investitionstätigkeit) auf 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: -3,7 Mio. EUR) erhöht
hat. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich ebenfalls deutlich auf -4,9
Mio. EUR (Vorjahr: -6,1 Mio. EUR) verbessert. Der Finanzmittelbestand ist binnen Jahresfrist
um rund 40 Mio. EUR auf 70,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2010 gestiegen (Vorjahr: 29,8
Mio. EUR).
Wie angekündigt, haben wir unser Investitionsvolumen 2010 deutlich verringert, da
wir insgesamt eher zurückhaltend investiert haben und zudem keine Sondermaßnahmen
wie beispielsweise 2009 den Bau des HOMAG Centers durchgeführt haben. Somit haben
sich unsere Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf
23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,5 Mio. EUR) reduziert. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungsleistungen
ist auf 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR) gestiegen und die Investitionen in
Sachanlagen sind auf 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,4 Mio. EUR) zurückgegangen. Im 4. Quartal
2010 sind unsere Investitionen in Sachanlagen dabei wieder etwas gestiegen, da wir
bereits mit ersten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der asiatischen Zukunftsmärkte
begonnen haben. Der Gesamtwert unserer Sachanlagen einschließlich der immateriellen
Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 196,7 Mio. EUR (Vorjahr: 199,6
Mio. EUR).
Unsere Abschreibungen haben sich 2010 auf 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR) erhöht,
was neben dem hohen Investitionsvolumen der Vorjahre insbesondere aus einem Anstieg
der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte resultiert. Diese sind in erster
Linie aufgrund der erhöhten aktivierten Entwicklungsleistungen gestiegen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember
personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken. So
wurde Hans-Dieter Schumacher zum 15. Januar 2011 in den Vorstand berufen und wird
ab 1. April 2011 Finanzvorstand und damit Nachfolger von Andreas Hermann, der den
Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags zum
31. März 2011 aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat
auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des
Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf
seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender
Funktion erhalten.
Ende Februar 2011 wurde die HOMAG Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage
zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem
Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom HOMAG Group Engineering-Team der Konzerntochter
HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der HOMAG Group beträgt
ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette -vom Baumstamm bis
zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.
Als weltweit agierendes Unternehmen ist die HOMAG Group AG naturgemäß einer Vielzahl
von Risiken ausgesetzt. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischem
Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Die Risikopolitik der HOMAG
Group AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig
zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand
des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil
der Unternehmenspolitik.
Das Risikomanagementsystem ist in der HOMAG Group im Wesentlichen Controllinggestützt,
beinhaltet unter anderem ein Projektcontrolling, eine Verkaufs-Ergebnisrechnung sowie
eine detaillierte Segmentberichterstattung und hat als zentralen Bestandteil die Balanced
Scorecard. Es basiert auf der Vorgabe von Zielen, die mit einem monatlichen Berichtswesen
der einzelnen Bereiche überwacht werden. Im Rahmen der Mehrjahresplanung werden neben
finanzwirtschaftlichen Daten auch nicht-finanzielle Daten - sogenannte Scorecard-Kennzahlen
- vorgegeben, deren Einhaltung durch das Controlling überwacht wird. Analysiert werden
dabei beispielsweise Daten zu den Bereichen Marktdurchdringung, Innovationskraft oder
die Zufriedenheit der Belegschaft. Die zu überwachenden und zu berichtenden Risiken
des Konzerns sowie seiner Tochtergesellschaften werden regelmäßig und bei nicht vorhergesehenen
Entwicklungen unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Alle relevanten
Gesellschaften sind in die Risikoinventur miteinbezogen.
Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unser Risikomanagementsystem wieder an vielen Stellen
weiterentwickelt und optimiert. So haben wir unter anderem den Datenschutz und die
Datensicherheit erhöht und einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften
aufgestellt und im 4. Quartal 2010 versendet, der ab Jahresende 2010 bindend für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland ist. Nach abgeschlossenen Verhandlungen
mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch
in Deutschland bindend werden.
Im Rahmen unserer internen Revision werden alle wesentlichen Konzerngesellschaften
im drei- bis fünfjährigen Rhythmus geprüft. 2010 haben wir zwei Produktionsgesellschaften
und zwei Auslandstochtergesellschaften überprüft sowie eine Nachprüfung bei einer
ausländischen Tochtergesellschaft vorgenommen. Bei allen fünf Prüfungen kam es zu
keinen wesentlichen Auffälligkeiten oder Beanstandungen.
Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die HOMAG Group AG
erkennbar.
Eines der Hauptrisiken für die HOMAG Group ist die Entwicklung der weltweiten Konjunktur,
da die Investitionsneigung unserer Kunden in wirtschaftlich schwächeren Zeiten deutlich
abnimmt, wie sich im Krisenjahr 2009 bestätigt hat. Zwar können wir aufgrund unserer
weltweiten Präsenz Krisen in einzelnen Regionen kompensieren, eine weltweite Wirtschaftskrise
wirkt sich aber natürlich auch auf unsere Auftragssituation negativ aus. Auch wenn
die schwere Wirtschaftskrise überwunden zu sein scheint, bleiben diese Konjunkturrisiken
insgesamt bestehen, insbesondere aufgrund der auch aktuell noch vorhandenen Unsicherheiten
auf den Finanzmärkten, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe
in Japan und der instabilen politischen Lage in Nordafrika.
Wir begegnen diesem gesamtwirtschaftlichen Risiko, indem wir unsere personellen Kapazitäten
so weit wie möglich flexibel halten und unseren Produktionsplan frühzeitig an die
Entwicklung des Auftragseingangs anpassen.
Im HOMAG Group Konzern besteht keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden, da
der direkte Umsatzanteil keines unserer Kunden über 5 Prozent beträgt. Ein Risiko
auf der Kundenseite kann sich aus Forderungsausfällen ergeben. Dieses Risiko minimieren
wir durch Anzahlungen entsprechend dem Produktionsfortschritt sowie in Einzelfällen
mit Kreditversicherungen. Insgesamt haben wir somit eine im Branchenvergleich niedrige
Forderungsausfallquote.
Als Marktführer in unserer Branche haben wir in der HOMAG Group den Anspruch, gleichzeitig
auch Innovations- und Technologieführer zu sein und zu bleiben. Daraus resultiert
eine innovationsorientierte Produktstrategie, die wiederum das Risiko der Fehleinschätzung
der künftigen Marktentwicklung und technologischer Fehlentwicklungen in sich birgt.
Wir begegnen diesem Risiko mit umfangreichen Marktbeobachtungen sowie intensiven Kundenbeziehungen,
durch die wir bereits frühzeitig Rückmeldungen bei Neuentwicklungen erhalten. Budgetüberschreitungen
im Bereich Forschung und Entwicklung und erhöhte Anlaufkosten bei Neuprodukten schließen
wir mit systematisierten Verfahrenszyklen, die für den Produktentwicklungsprozess
unternehmensweit vorgegeben sind und die Kosten der Neuentwicklungen konsequent erfassen,
so weit wie möglich aus.
Angefangen bei Standardmaschinen für kleinere Handwerksbetriebe bis hin zu komplexen
Fertigungsstraßen für die industrielle Massenfertigung haben wir viele unterschiedliche
Produkte im Angebot. Durch dieses sehr breite Produktportfolio ergeben sich für uns
aus einer eventuellen Absatzschwäche in einem Produktsegment keine bestandsgefährdenden
Risiken für den Konzern.
Grundsätzlich sind die Markteintrittsbarrieren in unserer Branche sehr hoch, so dass
wir das Risiko neuer Wettbewerber, die unsere Technologieführerschaft gefährden könnten,
als sehr gering einschätzen.
Um sicherzustellen, dass die hohe Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile
und Komponenten unseren Ansprüchen genügt und um Versorgungsengpässe zu vermeiden,
wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in meist
jahrelangen Partnerschaften eng und vertrauensvoll zusammen. Diese enge Zusammenarbeit
versetzt uns in die Lage, sich abzeichnende finanzielle Schwierigkeiten bei den Lieferanten
frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus führen wir weitergehende Maßnahmen, wie Lieferantenaudits
und Besuche unserer Hauptlieferanten durch.
Ein Ausblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise, die nach wie vor stark abhängig
von institutionellen Kapitalanlegern sind, ist derzeit eher schwierig. Ein weiterer
Anstieg der Rohstoffpreise kann die Ertragslage des HOMAG Group Konzerns belasten,
da solche Steigerungen nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergegeben
werden können. Den negativen Auswirkungen von Rohstoffpreissteigerungen begegnen wir,
so weit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit fixen Preisen und Bündelung
der Nachfrage innerhalb des HOMAG Group Konzerns, um von einem höheren Einkaufsvolumen
zu profitieren.
Wesentliche Risiken aus der Informationstechnologie bestehen durch Datenverlust beziehungsweise
-beschädigung oder Datenmissbrauch. Um diesen Risiken vorzubeugen, haben wir unsere
IT-Sicherheit im Jahr 2009 auf den neuesten Stand gebracht. Neben einem neuen Rechenzentrum
in unserem Neubau in Schopfloch dient das frühere Rechenzentrum als Backup-Rechenzentrum.
Hinzu kommen eine zusätzliche Datenauslagerung, eine Echtzeit-Datenspiegelung, die
wir 2010 weiter ausgebaut haben, und spezielle Sicherheitszonen mit Videoüberwachung
einschließlich Zutrittsberechtigungen und Alarmierungsfunktionen. 2010 haben wir zudem
den bestehenden Bandroboter für die Datensicherung und -archivierung durch die neueste
Technologie ersetzt und die AIX-Server auf unsere beiden Rechenzentren verteilt. Zur
Abwehr von Schadcodes und Spam haben wir unser E-Mail-Gateway weiter modernisiert
und aufgerüstet. In allen Gesellschaften gibt es zudem IT-Sicherheitsbeauftragte.
In der gesamten HOMAG Group besteht ein hoher Qualitätsanspruch. Durch die hohe Qualität
unserer Produkte unterscheiden wir uns auch von unseren Mitbewerbern. Ganz auszuschließen
ist ein Qualitätsrisiko bei unseren komplexen Maschinen allerdings nicht. Um die Risiken
aus Produkthaftung und Garantieansprüchen zu minimieren, setzen wir auf ein umfassendes
Total-Quality-Management-System und stellen auch mit einem hohen Standardisierungsgrad
die gleichbleibend hohe Qualität unserer Produkte sicher. Die Mehrzahl unserer Fertigungsstätten
ist nach DIN EN ISO 9000 zertifiziert, was den hohen Standard unseres Qualitätssicherungssystems
dokumentiert.
Aus unseren internationalen Aktivitäten können währungsbedingte Risiken entstehen,
die die Umsatz- und Ertragslage im Konzern mittelbar negativ beeinflussen. Um die
Risiken aus den teilweise hohen Kursveränderungen zu minimieren und unsere Fremdwährungspositionen
niedrig zu halten, versuchen wir so viele Geschäfte wie möglich auch außerhalb des
Euroraums in Euro zu fakturieren. Für den Umsatzanteil, den wir mit Fremdwährungen
erzielen, schließen wir umfangreiche Sicherungsgeschäfte ab. Zudem arbeiten wir vereinzelt
mit Preisgleitklauseln.
Mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010, der die Tranche
für eine Rückzahlung der Genussrechte beinhaltet, haben wir unsere Liquidität, abhängig
von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen, bis Februar 2013 abgesichert. Die Einhaltung
dieser vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als
nicht gefährdet an. Um uns gegen Zinsänderungen zu schützen, haben wir einen beträchtlichen
Anteil unserer Kredite über Zinssicherungsgeschäfte (Cap) abgesichert. Dabei wird
der Zins ab einem gewissen Betrag gedeckelt.
Es bestehen derzeit keine aktuell erkennbaren Risiken aus der Finanzierung, die den
Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
Ein Risiko unserer Geschäftstätigkeit entsteht in der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen
bzw. damit verbundener Forderungsausfälle. In unserem Risikobericht 2009 haben wir
auf zwei Großaufträge hingewiesen, bei denen es zu Zahlungsverzögerungen bzw. Zahlungsrisiken
kam. Beide Fälle konnten wir einvernehmlich mit den Kunden regeln. In einem Fall wurde
unsere komplette Forderung erfüllt, im zweiten Fall wurde ungefähr die Hälfte der
Forderung erfüllt und für den verbleibenden Betrag ein Zahlungsplan über vier Jahre
aufgestellt. Die in diesem Zusammenhang gebildeten Wertberichtigungen sehen wir als
ausreichend an.
Im Konzernabschluss der HOMAG Group AG sind in materiellem Maße steuerliche Verlustvorträge
aktiviert. Die Nutzbarkeit dieser steuerlichen Verlustvorträge hängt einerseits vom
Eintritt der geplanten zukünftigen Ertragsentwicklung ab. Andererseits könnte ein
zukünftiger Gesellschafterwechsel von mehr als 25 Prozent oder ein vergleichbarer
Vorgang dazu führen, dass diese Verlustvorträge zukünftig anteilig nicht mehr genutzt
werden können. Im 2010 gemeldeten Aktienpooling der Familie Schuler und der Erich
und Hanna Klessmann Stiftung und dem Überschreiten der Anteilsgrenze von 25 Prozent
an der HOMAG Group AG sehen wir jedoch keinen solchen Vorgang.
Das interne Kontrollsystem der HOMAG Group AG im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess
umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und
Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
sowie zur Sicherung der maßgeblichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem,
soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess
bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und
Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen,
die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Im Konzern sind folgende Strukturen
und Prozesse implementiert:
| ― |
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Der Aufsichtsrat - insbesondere der Prüfungsausschuss - überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität. Der Prüfungsausschuss befasst sich demzufolge regelmäßig mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement. |
| ― |
Bestimmte Grundsätze und organisatorische Festlegungen sowie die wesentlichen Prozesse des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien (z. B. Risikomanagementhandbuch) niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dazu gehören insbesondere Richtlinien zum prozessualen und zeitlichen Ablauf des Jahresabschlusses und der Zwischenabschlüsse, das Konzern-Bilanzierungshandbuch gemäß den konzernweit einheitlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), die standardisierte Erfassung der Anhangangaben in einer gruppenweit implementierten Konsolidierungssoftware sowie ein einheitlicher Konzernkontenplan. Die in die Abschlusserstellung eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. |
Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung
und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich
beeinflussen können. Diese können wie folgt beschrieben werden:
| ― |
Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess durch das Konzernrechnungswesen, vor allem ungewöhnliche und komplexe Geschäftsvorfälle sowie nicht routinemäßige Vorgänge; |
| ― |
Monitoringkontrollen zur Überwachung des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie |
| ― |
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren. Von Bedeutung sind auch die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und die festgelegten Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen. Die Verwendung eines Konzern-Bilanzierungshandbuchs und einer EDV-gestützten, standardisierten Konzernreporting- und Konsolidierungssoftware unterstützen dabei wie auch die zeitlich nachgelagerte Erstellung des Konzernabschlusses; |
| ― |
Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen; |
| ― |
Maßnahmen zur Überwachung des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, insbesondere die interne Revision. |
Das Risikomanagementsystem ist von dem Abschlussprüfer im Zuge der Konzernabschlussprüfung
beurteilt worden. Wesentliche Fragen der (Konzern-) Rechnungslegung, des Risikomanagements
und des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie dessen Prüfungsschwerpunkte
werden durch den Aufsichtsrat erörtert und geprüft.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess,
dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, soll gewährleisten, dass
unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt
und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.
Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die
hinreichende Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht
stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten
Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Leitlinien sorgen für einen
einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der HOMAG Group AG führt dazu, dass
die Rechnungslegung bei der Gesellschaft sowie bei den in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften einheitlich ist und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben sowie
internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem,
das den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu
erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch sollen dem Berichtsadressaten
zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt
werden.
Jedoch kann ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und
funktionsfähig implementiert ist, keine absolute Sicherheit zur Identifikation und
Steuerung der Risiken garantieren.
Trotz des starken Wachstums 2010 sind sich die Wirtschaftsexperten einig, dass die
schwere Finanzkrise noch nicht überwunden ist und die teilweise hohen Staatsschulden
sowie der weiterhin angeschlagene Immobilien- und Finanzsektor Risiken bergen. Bereits
im 2. Halbjahr 2010 hat sich das Wachstum in vielen Regionen auch aufgrund dieser
Bremsfaktoren verlangsamt, so dass die Weltwirtschaft in eine Phase der moderaten
Expansion eingetreten ist, die 2011 andauern wird. So erwartet das IfW ein globales
Wachstum von 3,6 Prozent, die Weltbank prognostiziert 3,3 Prozent. Die Schwellenländer
bleiben dabei die Motoren des Wachstums, verlieren allerdings gegenüber 2010 an Schwung
und erreichen der Prognose des IfW zufolge noch ein Plus von 5,6 Prozent. Überproportional
sollen sich dabei unter anderem China und Indien entwickeln.
Die Industrieländer müssen mit einer gezügelten Konjunktur und einem erwarteten Anstieg
des Bruttoinlandsprodukts von rund zwei Prozent klarkommen. Dabei wird für die USA
ein Wachstum von rund zwei und für Japan von rund einem Prozent vorausgesagt. Laut
IfW soll die Konjunktur in der Europäischen Union um 1,4 Prozent zulegen, wobei sich
die Beitrittsländer mit einem Plus von 2,4 Prozent besser entwickeln sollen. Ebenfalls
überproportional wachsen werden demnach unter anderem Österreich, Finnland, die Slowakei,
Slowenien und Schweden. Eine schwache Entwicklung wird für Italien, Spanien, Portugal,
Griechenland und Irland prognostiziert. In Deutschland wird sich nach Meinung der
Wirtschaftsexperten der Aufschwung 2011 zwar verlangsamen, mit einem beispielsweise
vom DIW prognostizierten Plus von 2,2 Prozent soll sich die deutsche Wirtschaft aber
spürbar stärker entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone. Dabei soll sich die
Exportdynamik deutlich abschwächen, während die Binnennachfrage robust bleiben soll
und beispielsweise für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland ein Wachstum von
rund neun Prozent erwartet wird.
Veränderung in % im Vergleich zum Vorjahr

Der Branchenverband VDMA blickt optimistisch auf 2011 und rechnet mit einer Fortsetzung
des Aufschwungs. Erwartet wird ein Wachstum der deutschen Maschinenproduktion in der
Größenordnung von 10 Prozent, wobei sich insbesondere der hohe Auftragsbestand zum
Jahresende 2010 positiv auswirkt. Für den Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen geht
der zuständige Fachverband von einer weiteren Erholung nach dem Nachfrageeinbruch
2009 aus. So soll der Umsatz 2011 um 7 Prozent zulegen.
Passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum von HOMAG war das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich.
Wir haben unsere Umsatzprognose mehrfach angehoben und uns dabei deutlich besser entwickelt
als der Maschinenbau insgesamt und unser Branchensegment. Nach einem nochmals starken
4. Quartal haben wir letztlich ein Umsatzplus gegenüber 2009 von fast 37 Prozent auf
718 Mio. EUR erzielt. Damit haben wir bereits 2010 unser Umsatzziel für 2011, das
wir im Zwischenbericht zum 3. Quartal 2010 formuliert haben, erreicht und unsere eigenen
Erwartungen übertroffen. Nach diesem starken Geschäftsjahr 2010 wollen wir auch 2011
weiter wachsen und beim Umsatz mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich
zulegen. Unser Ziel ist es, uns schrittweise wieder dem Geschäftsvolumen zu nähern,
das wir in den Rekordjahren vor der Wirtschaftskrise hatten. Voraussetzung für unser
weiteres Wachstum und auch für die Prognose für 2011 ist allerdings, dass es zu keinen
konjunkturellen Rückschlägen kommt, sich die Schuldenkrise im Euroraum nicht weiter
verstärkt, es zu keiner Verschärfung der politischen Lage in Nordafrika kommt oder
dass die Erdbebenkatastrophe in Japan ohne weltwirtschaftliche Folgen bleiben wird.
In den einzelnen Quartalen gehen wir 2011 beim Umsatz von einer unterschiedlichen
Entwicklung mit großen Schwankungen und einer ausgeprägten Saisonalität aus. So rechnen
wir nach dem Auslieferungsschub im 4. Quartal 2010 und dem niederen Auftragsbestand
zum Jahresende mit einem schwächeren 1. Quartal 2011 und lediglich einem Umsatz auf
Vorjahresniveau. Durch die Reduzierung der Freischichtkonten bis hin zu vereinzelter
Kurzarbeit werden wir demzufolge im 1. Quartal auch an manchen Standorten flexibel
Kapazitäten entziehen. Das 2. Quartal sollte dann gemäß unserer Planung beim Umsatz
wieder deutlich stärker werden.
Beim Auftragseingang wollen wir im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls ein leichtes
Wachstum gegenüber 2010 erzielen. Damit wir dieses Ziel erreichen können, benötigen
wir im Rahmen unserer üblichen Saisonalität mit sinkenden Werten im Jahresverlauf
ein starkes 1. Quartal. Der Verlauf der ersten beiden Monate 2011 deutet darauf hin,
dass wir dabei auf einem guten Weg sind. Das Projektgeschäft mit Großanlagen zeigt
nach dem starken Vorjahr weiterhin eine gute Perspektive. Bei den Standardmaschinen
verstärken sich die positiven Tendenzen weiter. Zugute kommt uns hier unser breites
Produktportfolio, so dass wir 2011 insgesamt bei Einzelmaschinen für kleine und mittelgroße
Unternehmen mit einer positiven Entwicklung rechnen. Im Anlagengeschäft sehen wir
vorwiegend in Zentraleuropa, Asien und Südamerika Wachstumschancen. Auch unsere Präsenz
in allen wichtigen Marktregionen weltweit trägt dazu bei, dass wir in der HOMAG Group
regionale Schwankungen gut ausgleichen können.
Bei den einzelnen Absatzmärkten gehen wir im weiteren Jahresverlauf davon aus, dass
sich die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und der Schweiz 2011 auf
dem guten Niveau von 2010 bewegen wird. In Westeuropa rechnen wir mit einem leichten
Wachstum in vielen Einzelmärkten, wobei die Steigerungsraten unter denen von 2010
liegen werden. Besonders für Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien sind
wir optimistisch. Generell sollte sich die Branchenmesse Ligna mit den dort gezeigten
Innovationen positiv auf die europäischen Märkte auswirken.
Für Osteuropa erwarten wir auch 2011 wieder Zuwachsraten, wobei wir in Polen aufgrund
der auslaufenden EU-Förderung sicherlich nicht die Steigerungsraten von 2010 realisieren
können. Dafür sollten die kleineren Märkte in Südosteuropa in der Summe einen größeren
Beitrag zum Auftragseingang leisten. Entscheidend für den Erfolg im osteuropäischen
Markt wird jedoch sein, dass sich die Finanzierungsthematik dort weiter verbessert.
In Amerika zeigt sich auch 2011 ein uneinheitliches Bild. So hat die USA zwar den
Tiefpunkt 2009 durchschritten und es sollte im laufenden Jahr eine weitere Belebung
auf einem allerdings nach wie vor niedrigen Niveau geben. In Kanada erwarten wir,
dass sich die bereits gezeigten positiven Tendenzen weiter verstärken. Mittelamerika
sehen wir weiterhin kritisch, während in Südamerika Brasilien seine gute Entwicklung
fortsetzen sollte.
Der asiatische Markt wird unserer Einschätzung nach seine erreichte Bedeutung in 2011
sicher behaupten und mittelfristig weiter ausbauen. Eine wichtige Rolle dabei wird
wieder China spielen, wo wir einen guten Auftragseingang sowohl bei den importierten
Maschinen und Anlagen als auch bei den vor Ort produzierten Standardmaschinen erwarten.
Im Projektgeschäft profitieren wir hier vom zunehmenden Qualitätsbewusstsein der chinesischen
Kunden sowie dem Trend zur Automation. Optimistisch sind wir für die Märkte in Indien,
Malaysia, Thailand und Vietnam, so dass der Auftragseingang in dieser Region auf eine
breitere Basis gestellt wird.
Unsere Ertragslage wollen wir 2011 insgesamt leicht überproportional zum Umsatz verbessern,
eine EBITDA-Profitabilität auch nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen,
jedoch vor dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung von über 9 Prozent erreichen und
insbesondere unser Jahresergebnis deutlich steigern. Möglich wird dies aufgrund des
zu erwartenden erheblich geringeren ao. Aufwands und eines besseren Zinsergebnisses
(unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes), da wir hier das gesamte
Jahr von verbesserten vertraglich fixierten Kreditkonditionen profitieren können.
Zudem gehen wir von einer geringeren Konzernsteuerquote aus. Bei der Nettobankverschuldung
rechnen wir durch die Tilgung von Genussrechten in Höhe von 25 Mio. EUR mit einer
entsprechenden Erhöhung zum 31. Dezember 2011. Auf vergleichbarer Basis, d. h. ohne
Berücksichtigung der Rückzahlungen dieser PREPS-Tranchen, wollen wir das zum 31. Dezember
2010 erreichte sehr niedrige Niveau zum Jahresende 2011, trotz höher geplanten Investitionen,
nur leicht erhöhen. Im Jahresverlauf kann es bei der Nettobankverschuldung allerdings
zu deutlichen Schwankungen kommen.
Bezogen auf die einzelnen Segmente im HOMAG Group Konzern ("Industrie", "Handwerk",
"Vertrieb und Service" und "Sonstige") gehen wir im Jahr 2011 sowohl im Umsatz als
auch im Ergebnis in den Segmenten "Industrie" und "Sonstige" von einer deutlichen
Steigerung im Vergleich zum Jahr 2010 aus, während wir für die Segmente "Handwerk"
und "Vertrieb und Service" von einer vergleichbaren Entwicklung in 2011 bezüglich
Umsatz und Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2010 ausgehen.
Mit der zum Jahresende 2010 erreichten Personalstärke im HOMAG Group Konzern sehen
wir uns auch für 2011 grundsätzlich gut gerüstet. Zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiter
wird es bei unseren Tochtergesellschaften in den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.
Unser Investitionsvolumen wird sich 2011 gegenüber den geringen Investitionen in 2010
wieder deutlich erhöhen und im Bereich unseres langjährigen Durchschnitts liegen.
Schwerpunkte werden dabei unsere bereits begonnenen Investitionen in China und Indien
sein, um unsere Präsenz in diesen Wachstumsmärkten weiter zu verstärken. Zudem errichten
wir ein neues Vertriebsgebäude in der Schweiz und planen, unser Produktionsplanungs-
und Steuerungssystem (PPS-System) abzulösen, was auch in den Folgejahren noch Investitionen
erfordern wird.
Positive Impulse erwarten wir uns 2011 auch von der weltweit größten und bedeutendsten
Branchenmesse Ligna in Hannover, die alle zwei Jahre stattfindet. Dort werden wir
unseren Kunden wieder zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen präsentieren. Zuversichtlich
sind wir auch für die Messen Interzum in China und FIMMA in Brasilien im Frühjahr.
Auch in 2011 wollen wir unsere weltweite Vertriebs- und Serviceorganisation weiter
ausbauen. Zu einem unverzichtbaren Servicebestandteil zählt zudem das Dienstleistungsgeschäft,
das wir ebenfalls stetig optimieren und erweitern, um uns von den Mitbewerbern zu
differenzieren und die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Gewisse Impulse versprechen
wir uns dabei ab 2011 von der neu gegründeten HOMAG eSOLUTION, die sich speziell mit
Softwarelösungen für das Handwerk und die Möbelindustrie befasst.
Auch wenn die Konjunktur nach der Wirtschaftskrise in den meisten Regionen wieder
angesprungen ist, herrscht an den Finanzmärkten, insbesondere aufgrund der Instabilitäten
einiger Euroländer, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe
in Japan und der unsicheren politischen Lage in Nordafrika, unverändert eine gewisse
Verunsicherung. Für uns als ein Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie sind
daher Prognosen für 2012 nur unter Vorbehalt möglich. Wenn sich die zyklische Aufwärtsentwicklung
der weltweiten Wirtschaft wie von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert
fortsetzt, gehen wir für die HOMAG Group auch für 2012 von einem weiteren Wachstum
aus.
Wir sind der Markt- und Technologieführer in unserer Branche, unsere Produkte sind
weltweit gefragt und die Kunden vertrauen auf unsere hohe Produkt- und Servicequalität.
Wenn der Markt weiter wächst, werden wir deshalb davon sicherlich profitieren und
wollen wie in der Vergangenheit weitere Marktanteile hinzugewinnen. Unter diesen Prämissen
halten wir es für möglich, beim Umsatz 2012 wieder die 800-Mio.-EUR-Grenze zu erreichen.
Wir gehen dabei auch davon aus, dass sich unsere umfangreichen Investitionen in China
und Indien positiv auf das in diesen Wachstumsmärkten erzielte Auftragsvolumen auswirken.
Zudem erwarten wir eine weitere Marktbelebung in Russland und in den USA.
Wenn sich der Umsatz wie geplant entwickelt, rechnen wir für 2012 mit einer weiteren
Ergebnisverbesserung, da unsere Restrukturierungsmaßnahmen dann voraussichtlich vollständig
abgeschlossen sind und sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zudem
rechnen wir mit einem weiter verringerten Zinsaufwand (unter der Annahme eines gleichbleibenden
Basiszinssatzes) und einer nochmaligen Absenkung der Konzernsteuerquote gegenüber
2011.
| in TEUR | Erläuterung | 2010 | 2009 | |
| UMSATZERLÖSE | 5.1 | 717.737 | 524.075 | |
|
|
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
2.493 | -13.782 |
|
|
Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.2 | 10.107 | 9.012 |
|
|
|
|
12.600 | -4.770 |
| GESAMTLEISTUNG |
|
730.337 | 519.305 | |
|
|
Sonstige betriebliche Erträge | 5.3 | 20.000 | 23.870 |
|
|
|
|
750.337 | 543.175 |
|
|
Materialaufwand | 5.4 | 314.145 | 221.454 |
|
|
Personalaufwand vor Mitarbeiterbeteiligung | 5.5 | 256.784 | 225.204 |
|
|
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 5.7 | 10.890 | 7.410 |
|
|
Abschreibungen auf Sachanlagen | 5.8 | 17.905 | 18.349 |
|
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.9 | 118.635 | 93.392 |
|
|
|
|
718.359 | 565.809 |
| BETRIEBSERGEBNIS VOR MITARBEITERBETEILIGUNG |
|
31.978 | -22.634 | |
|
|
Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung | 5.5 | -6.857 | 2.039 |
| BETRIEBSERGEBNIS |
|
25.121 | -20.595 | |
|
|
Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen | 5.10 | 1.225 | -6 |
|
|
Zinserträge | 5.13 | 2.293 | 1.415 |
|
|
Zinsaufwendungen | 5.13 | 14.227 | 10.595 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN |
|
14.412 | -29.781 | |
|
|
Steuern vom Einkommen und Ertrag | 5.14 | -6.321 | 7.689 |
| JAHRESERGEBNIS |
|
8.091 | -22.092 | |
|
|
Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallendes Jahresergebnis | 5.16 | 1.408 | -1.382 |
|
|
Auf Aktionäre der Homag Group AG entfallendes Jahresergebnis | 5.17 | 6.683 | -20.710 |
|
|
Ergebnis je Aktie der Aktionäre der Homag Group AG in EUR (verwässert/unverwässert) |
|
0,43 | -1,32 |
| in TEUR | 2010 | 2009 | |
| JAHRESERGEBNIS | 8.091 | -22.092 | |
|
|
Währungsveränderungen | 5.648 | 820 |
|
|
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -435 | -254 |
|
|
Auf die weiteren Erträge und Aufwendungen entfallende Steuern | 141 | 60 |
| WEITERE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN | 5.354 | 626 | |
| GESAMTERGEBNIS | 13.445 | -21.466 | |
|
|
Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallendes Gesamtergebnis | 1.843 | -1.385 |
|
|
Auf Aktionäre der Homag Group AG entfallendes Gesamtergebnis | 11.602 | -20.081 |
| in TEUR | Erläuterung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | 6.1, 6.2 | 58.071 | 54.699 |
| II. | Sachanlagen | 6.1, 6.3 | 138.647 | 144.862 |
| III. | Beteiligung an assoziierten Unternehmen | 6.4 | 7.519 | 5.842 |
| IV. | Übrige Finanzanlagen |
|
493 | 771 |
| V. | Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.6 | 4.155 | 3.919 |
|
|
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.8 | 3.155 | 4.346 |
|
|
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | 6.9 | 133 | 119 |
|
|
Ertragsteuerforderungen | 6.10 | 2.443 | 2.853 |
| VI. | Latente Steuern | 5.14 | 17.359 | 19.710 |
|
|
|
|
231.975 | 237.121 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
| I. | Vorräte | 6.5 | 128.233 | 111.826 |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.6 | 94.810 | 91.170 |
|
|
Forderungen aus Langfristfertigung | 6.7 | 15.941 | 23.354 |
|
|
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 6.6 | 8.797 | 6.065 |
|
|
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.8 | 10.309 | 8.913 |
|
|
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | 6.9 | 3.636 | 4.544 |
|
|
Ertragsteuerforderungen | 6.10 | 6.144 | 6.668 |
| III. | Flüssige Mittel | 6.11 | 70.286 | 29.823 |
|
|
|
|
338.156 | 282.363 |
| BILANZSUMME |
|
570.131 | 519.484 | |
| in TEUR | Erläuterung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| EIGENKAPITAL |
|
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital | 6.13.1 | 15.688 | 15.688 |
| II. | Kapitalrücklage | 6.13.2 | 32.976 | 32.976 |
| III. | Gewinnrücklagen | 6.13.3 | 98.814 | 114.996 |
| IV. | Konzernergebnis | 6.13.4 | 6.683 | -20.710 |
|
|
Den Aktionären zustehendes Eigenkapital |
|
154.161 | 142.950 |
| V. | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 6.13.5 | 15.853 | 14.295 |
|
|
|
|
170.014 | 157.245 |
| LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
|
| I. | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.14 | 109.827 | 60.829 |
| II. | Übrige langfristige Verbindlichkeiten |
|
11.546 | 10.840 |
| III. | Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.16 | 3.260 | 2.658 |
| IV. | Verpflichtungen aus Mitarbeiterbeteiligung | 6.17 | 12.392 | 11.035 |
| V. | Sonstige langfristige Rückstellungen | 6.18 | 5.357 | 5.037 |
| VI. | Latente Steuern | 5.14 | 10.834 | 12.292 |
|
|
|
|
153.216 | 102.691 |
| KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
|
| I. | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.14 | 57.769 | 104.431 |
| II. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
67.002 | 63.685 |
| III. | Erhaltene Anzahlungen |
|
39.690 | 24.821 |
| IV. | Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 6.7 | 865 | 1.654 |
| V. | Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen |
|
4.158 | 2.558 |
| VI. | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
|
299 | 377 |
| VII. | Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten |
|
54.043 | 44.771 |
| VIII | . Steuerverpflichtungen |
|
5.826 | 3.446 |
| IX. | Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.16 | 50 | 50 |
| X. | Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 6.18 | 17.199 | 13.755 |
|
|
|
|
246.901 | 259.548 |
| FREMDKAPITAL |
|
400.117 | 362.239 | |
| BILANZSUMME |
|
570.131 | 519.484 | |
| in TEUR | Erläuterung 4.2.20 |
2010 | 2009 | |
| 1. | CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
|
|
|
|
|
Jahresergebnis vor Steuern |
|
14.412 | -29.781 |
|
|
Bezahlte Ertragsteuern (-) |
|
-1.099 | -4.448 |
|
|
Zinsergebnis | 5.13 | 11.934 | 9.180 |
|
|
Bezahlte Zinsen (-) |
|
-12.967 | -10.374 |
|
|
Erhaltene Zinsen (+) |
|
2.235 | 1.362 |
|
|
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens (saldiert) |
5.7, 5.8 | 28.795 | 25.666 |
|
|
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen |
|
5.196 | 1.207 |
|
|
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) |
|
87 | 0 |
|
|
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen | 5.10 | -1.225 | 6 |
|
|
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen |
|
56 | 558 |
|
|
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
|
-5.170 | 71.871 |
|
|
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
|
20.481 | -32.7891) |
|
|
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
|
62.735 | 32.458 |
| 2. | CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT |
|
|
|
|
|
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
|
2.150 | 5.084 |
|
|
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 6.1 | -8.725 | -13.381 |
|
|
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens |
|
0 | 6 |
|
|
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
|
-14.257 | -15.026 |
|
|
Einzahlungen (+) aus Abgängen des Finanzanlagevermögens |
|
302 | 0 |
|
|
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen |
|
0 | -12.851 |
|
|
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT |
|
-20.530 | -36.168 |
| 3. | CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT |
|
|
|
|
|
Dividendenzahlungen | 5.18 | 0 | -4.706 |
|
|
Auszahlungen (-) an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss |
|
-570 | -1.700 |
|
|
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen |
|
274 | 250 |
|
|
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Schulden |
|
81.000 | 25.231 |
|
|
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Schulden |
|
-85.636 | -25.1371) |
|
|
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT |
|
-4.932 | -6.062 |
| 4. | FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE |
|
|
|
|
|
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) |
|
37.273 | -9.772 |
|
|
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds |
|
3.190 | 1.007 |
|
|
FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE |
|
29.823 | 38.588 |
|
|
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE2) |
|
70.286 | 29.823 |
1)
Geändert
2)
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode entspricht der Bilanzposition "Flüssige
Mittel".
|
|
|
|
Gewinnrücklagen |
|
||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Währungsrücklage | Konzernergebnis |
| 01.01.2009 | 15.688 | 32.976 | 87.746 | 244 | -326 | 31.944 |
| ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN |
|
|
-416 |
|
|
|
| Kapitalerhöhung |
|
|
|
|
|
|
| Dividendenauszahlungen |
|
|
-4.706 |
|
|
|
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben |
|
|
|
|
|
|
| Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss |
|
|
-119 |
|
|
|
| TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN |
|
|
-4.825 |
|
|
|
| TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN |
|
|
31.944 |
|
|
-31.944 |
| Jahresergebnis |
|
|
|
|
|
-20.710 |
| Weitere Erträge und Aufwendungen |
|
|
|
-187 | 816 |
|
| GESAMTERGEBNIS |
|
|
|
-187 | 816 | -20.710 |
| 31.12.2009 | 15.688 | 32.976 | 114.449 | 57 | 490 | -20.710 |
| 01.01.2010 | 15.688 | 32.976 | 114.449 | 57 | 490 | -20.710 |
| ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN |
|
|
-380 |
|
|
|
| Dividendenauszahlungen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben |
|
|
|
|
|
|
| Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss |
|
|
-11 |
|
|
|
| TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN |
|
|
-11 |
|
|
|
| TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN |
|
|
-20.710 |
|
|
20.710 |
| Jahresergebnis |
|
|
|
|
|
6.683 |
| Weitere Erträge und Aufwendungen |
|
|
|
-281 | 5.200 |
|
| GESAMTERGEBNIS |
|
|
|
-281 | 5.200 | 6.683 |
| 31.12.2010 | 15.688 | 32.976 | 93.348 | -224 | 5.690 | 6.683 |
|
|
|
|
|
| in TEUR | Eigenkapital vor Anteilen ohne beherrschenden Einfluss |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
Gesamt |
| 01.01.2009 | 168.272 | 15.674 | 183.946 |
| ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN | -416 |
|
-416 |
| Kapitalerhöhung |
|
250 | 250 |
| Dividendenauszahlungen | -4.706 | -1.700 | -6.406 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben |
|
2.052 | 2.052 |
| Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | -119 | -596 | -715 |
| TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN | -4.825 | 6 | -4.819 |
| TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN |
|
|
|
| Jahresergebnis | -20.710 | -1.382 | -22.092 |
| Weitere Erträge und Aufwendungen | 629 | -3 | 626 |
| GESAMTERGEBNIS | -20.081 | -1.385 | -21.466 |
| 31.12.2009 | 142.950 | 14.295 | 157.245 |
| 01.01.2010 | 142.950 | 14.295 | 157.245 |
| ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN | -380 |
|
-380 |
| Dividendenauszahlungen |
|
-570 | -570 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben |
|
274 | 274 |
| Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | -11 | 11 |
|
| TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN | -11 | -285 | -296 |
| TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN |
|
|
|
| Jahresergebnis | 6.683 | 1.408 | 8.091 |
| Weitere Erträge und Aufwendungen | 4.919 | 435 | 5.354 |
| GESAMTERGEBNIS | 11.602 | 1.843 | 13.445 |
| 31.12.2010 | 154.161 | 15.853 | 170.014 |
Der Konzernabschluss der Homag Group AG (Homag Group Konzern) zum 31. Dezember 2010
wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Accounting
Standards (lAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (lASB), den Auslegungen des Standing Interpretations Committee
(SIC) sowie des IFRS Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Anforderungen des § 315a Handelsgesetzbuch
beachtet.
Der Konzernabschluss wurde in EUR (Konzernwährung) aufgestellt. Neben der Gewinn-
und Verlustrechnung und der Bilanz werden die Kapitalflussrechnung, die Eigenkapitalentwicklung
sowie die Gesamtergebnisrechnung dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens
aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens ist das Kalenderjahr.
Alle für das Geschäftsjahr 2010 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards (IFRS/IAS)
und Auslegungen (IFRIC) wurden berücksichtigt.
| Firma und Rechtsform: | Homag Group AG (Mutterunternehmen, gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen des Konzerns) |
| Sitz: | Schopfloch (Deutschland) |
| Adresse: | Homagstraße 3-5, 72296 Schopfloch |
| Geschäftstätigkeit und Hauptaktivitäten: | Herstellung und Vertrieb von Maschinen für die holzbearbeitende Industrie. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Konzerns besteht in der Produktion sowie dem weltweiten Vertrieb von Holzbearbeitungs- und Holzverarbeitungsmaschinen aller Art sowie Komplettanlagen, sogenannten Holzbearbeitungsstraßen. Ein Teilbereich entwickelt und vertreibt Software und erbringt Beratungsleistungen in dem gleichen Marktsegment. Es werden Maschinen für den gesamten Produktionsprozess von Sägen über Oberflächenbearbeitung bis hin zur Verpackung von Holzwerkstoffen hergestellt. Abnehmer der Maschinen sind einerseits die Hersteller von Holzbauverbundstoffen wie z. B. Holzfußböden, Hersteller von Fertighäusern in Ständerbauweise und andererseits Unternehmen der Möbelindustrie. Weiterhin sind Maschinen des Homag Group Konzerns im Schreinerhandwerk im Einsatz. |
Der Vorstand der Homag Group AG hat den Konzernabschluss 2010 und den Konzernlagebericht
2010 am 18. März 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Homag Group AG und der einbezogenen
Tochterunternehmen.
Nach der Erwerbsmethode werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, auf
deren Finanz- und Geschäftspolitik nach dem sogenannten Control Concept ein beherrschender
Einfluss ausgeübt werden kann. Bei der Vollkonsolidierung werden die Vermögenswerte
und Schulden einer Tochtergesellschaft vollständig in den Konzernabschluss übernommen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit
dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres
Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich hierbei grundsätzlich nach den
beizulegenden Zeitwerten aller identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden
im Erwerbszeitpunkt. Nach der Neubewertung verbleibende positive Unterschiedsbeträge
werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts-
oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich
anhand eines Werthaltigkeitstests auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle
einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Zusätzlich wird immer dann ein
Werthaltigkeitstest durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Weitere Erläuterungen zu den Geschäfts- und Firmenwerten finden sich im Abschnitt
4.2.1.
Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschieds
-betrag ergibt, so wird der betreffende Erwerbsvorgang neu beurteilt ("reassessment").
Hier wird die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive
der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals
kritisch geprüft. Hiernach weiterhin verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden
sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen
den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse
aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge
werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Equity-Bewertung kommt zur Anwendung, wenn die Möglichkeit eines maßgeblichen
Einflusses auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens besteht, aber weder
die Voraussetzungen eines Tochter- noch die eines Gemeinschaftsunternehmens vorliegen.
Ein im Erwerbszeitpunkt entstehender Unterschiedsbetrag zwischen anteiligem Eigenkapital
und Anschaffungskosten der Beteiligung wird entsprechend der Kapitalkonsolidierung
nach der Erwerbsmethode behandelt.
Für alle konsolidierten Tochterunternehmen, die nach dem 1. Januar 2005 erworben wurden,
wurde der Unternehmenserwerb nach IFRS 3 bilanziert. Bei allen Unternehmenserwerben,
die vor dem 1. Januar 2005 vollzogen wurden, wurde gemäß Wahlrecht in IFRS 1 bezüglich
der Kapitalkonsolidierung die HGB-Bilanzierung beibehalten. Die Vermögenswerte und
Schulden wurden nach den allgemeinen Vorschriften der IFRS auf den Stichtag der IFRS-Eröffnungsbilanz
ermittelt. Alle Wertänderungen zwischen der HGB-Schlussbilanz und der IFRS-Eröffnungsbilanz
wurden mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet.
Der Homag Group Konzern behandelt Erwerbe von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
als Eigenkapitaltransaktion. Ein sich aus der Gegenüberstellung der für den Minderheitenerwerb
aufgewandten Anschaffungskosten mit dem Wert der anteiligen Minderheitenanteile im
Zeitpunkt des Erwerbs ergebender Unterschiedsbetrag wird unmittelbar im Eigenkapital
unter den Gewinnrücklagen erfasst.
Die funktionale Währung der Homag Group AG ist der Euro (EUR). Die Jahresabschlüsse
der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden gemäß IAS 21 aus der funktionalen Währung
in Euro umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld
ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale
Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss
werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge
zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Der Differenzbetrag, der aus den abweichenden Umrechnungskursen in der Bilanz und
Gewinn- und Verlustrechnung resultiert, wird erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Für die Währungsumrechnung wurden unter anderem folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
|
|
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
| 1 EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| US-Dollar | 1,32820 | 1,43030 | 1,32789 | 1,39463 |
| Britisches Pfund | 0,86300 | 0,89320 | 0,85891 | 0,89169 |
| Australischer Dollar | 1,31210 | 1,60100 | 1,44615 | 1,77586 |
| Kanadischer Dollar | 1,32770 | 1,50310 | 1,36843 | 1,58706 |
| Dänische Krone | 7,45550 | 7,44190 | 7,44781 | 7,44693 |
| Japanischer Yen | 108,59360 | 132,59130 | 116,57602 | 130,40371 |
| Schweizer Franken | 1,24420 | 1,48860 | 1,38330 | 1,51022 |
| Chinesischer Yuan | 8,76970 | 9,76600 | 9,00050 | 9,54026 |
In den Konzernabschluss sind neben der Homag Group AG 17 (Vorjahr: 16) Gesellschaften
mit Sitz im Inland sowie 23 (Vorjahr: 23) Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen,
bei denen die Homag Group AG direkt oder indirekt Beherrschung ausübt. Der Anteilsbesitz
der Homag Group AG wird in Abschnitt 9 dargestellt.
Als assoziierte Unternehmen wurden die Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA, und
Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China, in den Konzernabschluss einbezogen.
Weitere Angaben sind in Abschnitt 9 aufgeführt.
Im Februar und im Juli 2010 wurden bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der
Minderheitsgesellschafter in zwei Tranchen die Anteile an der Bütfering Schleiftechnik
GmbH, Beckum, von 80 Prozent auf 96,3 Prozent erhöht.
Im Dezember wurde die Homag eSolution GmbH zusammen mit der imos AG, Herford, gegründet.
Die Homag Group AG hält an der in Schopfloch ansässigen Gesellschaft 51 Prozent der
Anteile.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurden 51 Prozent der Anteile der BENZ GmbH Werkzeugsysteme
mit Sitz in Haslach erworben. Die Gesellschaft ist seit vielen Jahren Systemlieferant
des Konzerns und im Bereich der Herstellung von Werkzeugen und Aggregaten für die
metall-, holz- und kunststoffverarbeitende Industrie tätig. Die BENZ GmbH Werkzeugsysteme
hält 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft BENZ INCORPORATED mit Sitz in Charlotte/USA.
Die finale Kaufpreisallokation erfolgte im 4. Quartal 2009.
Der Erwerb wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten
des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt
verteilt. Die Gesellschaften werden seit dem Erwerbszeitpunkt voll konsolidiert, trugen
im Jahr 2009 mit -504 TEUR zum Konzernergebnis des Geschäftsjahres bei und erzielten
im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 20.395 TEUR.
Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 12.146 TEUR, die aus Barmitteln beglichen
wurden. Davon sind 146 TEUR dem Unternehmenserwerb direkt zuordenbare Kosten. Daneben
wurde ein zusätzlicher variabler Kaufpreis vereinbart, in Abhängigkeit von der Ertragslage
der BENZ GmbH Werkzeugsysteme im Jahr 2010. Die Bewertung dieses zusätzlichen variablen
Kaufpreises zum Bilanzstichtag 2010 ergab einen Wert von 0 EUR und führte somit zu
keiner weiteren Kaufpreiszahlung.
Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der
erworbenen BENZ GmbH Werkzeugsysteme und deren Tochter BENZ INCORPORATED stellten
sich zum Erwerbszeitpunkt in zusammengefasster Form wie folgt dar:
| in TEUR | Bisheriger Buchwert | Endgültiger beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt gemäß finaler Kaufpreisallokation zum 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 466 | 2.966 |
| Sachanlagen | 5.697 | 5.564 |
| Sonstige Vermögenswerte | 13.874 | 13.835 |
| Summe Aktiva | 20.037 | 22.365 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.275 | 1.275 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.913 | 1.913 |
| Sonstige Schulden | 14.485 | 15.275 |
| Summe Passiva (ohne Eigenkapital) | 17.673 | 18.463 |
| Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert aus der Akquisition) | 2.364 | 3.902 |
| Auf die Homag Group AG entfallender Anteil |
|
1.856 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
|
2.046 |
| Anschaffungskosten für 51% |
|
12.146 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Akquisition |
|
10.290 |
Der oben angesetzte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den erwarteten Synergien
und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Aktivitäten der BENZ GmbH Werkzeugsysteme
mit dem Homag Group Konzern. Insbesondere soll damit eine schnellere Realisierung
von Ideen und Entwicklungen durch verkürzte Wege erreicht werden.
Der Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR |
|
| Anschaffungskosten | 12.146 |
| davon Barzahlung | 12.146 |
| Zahlungsmittelfluss aufgrund der Akquisition |
|
| Mit der Akquisition erworbene Zahlungsmittel | 95 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | -12.146 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss | -12.051 |
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden
zum gleichen Stichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens und nach konzerneinheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen
Vorschriften erstellten Abschlüsse an die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
des Homag Group Konzerns angepasst, soweit diese nicht den Vorschriften der IFRS entsprechen.
Im Geschäftsjahr waren die nachfolgenden IFRS-Standards und -Interpretationen erstmals
anzuwenden:
| IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse |
| Änderung zu IAS 39 | Geeignete Grundgeschäfte |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS |
| Änderung von IFRS 1 | Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender |
| Änderung von IFRS 2 | Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse |
| Verbesserungen zu IFRS 2009 | Verbesserungen zu IFRS 2009 |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien |
| IFRIC 16 | Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Gesellschafter |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten von Kunden |
Die wesentlichen Auswirkungen dieser Standards und Interpretationen stellen sich wie
folgt dar:
Der überarbeitete Standard IAS 27 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals
in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die
Änderungen betreffen primär die Bilanzierung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
(Minderheitsanteile), die künftig in voller Höhe an den Verlusten des Konzerns beteiligt
werden, und von Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen
führen und deren Auswirkungen erfolgswirksam zu behandeln sind. Auswirkungen von Anteilsveräußerungen,
die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, sind demgegenüber erfolgsneutral im
Eigenkapital zu erfassen. Die Übergangsbestimmungen sehen hierfür eine prospektive
Anwendung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die aus solchen Transaktionen vor
dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich
daher keine Änderungen. Die Neuregelungen werden sich bei künftigen Erwerben sowie
mit Verlusten von Beherrschung verbundenen Veräußerungen und Transaktionen mit Minderheitsanteilen
des Konzerns entsprechend auf die künftigen Ergebnisse und die Höhe des Eigenkapitals
auswirken.
Die Änderungen zu IAS 39 wurden im Juli 2008 veröffentlicht und sind retrospektiv
erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.
Die Änderung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung
von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft
sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft anzuwenden sind.
Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als
Grundgeschäft zu designieren. Die Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten im Konzern
ist von dieser Änderung nicht betroffen.
Der überarbeitete Standard IFRS 1 wurde im November 2008 veröffentlicht und ist erstmals
in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die
Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit
der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten
Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden ist. Die Überarbeitung des Standards
umfasste allein redaktionelle Änderungen und eine Neustrukturierung des Standards.
Aus der Überarbeitung ergeben sich keine Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften
für Erstanwender von IFRS. Die Bestimmungen des IFRS 1 richten sich an die Erstanwender
von IFRS und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.
Die Änderung von IFRS 1 wurde im Juli 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt. IFRS 1 wurde geändert, um
zusätzliche Ausnahmeregelungen von vollständiger rückwirkender Anwendung der IFRS
für die Bewertung von Vermögenswerten im Bereich "Öl und Gas" sowie für Leasingverhältnisse
zu ermöglichen. Die Bestimmungen des IFRS 1 richten sich an die Erstanwender von IFRS
und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.
Die Änderung von IFRS 2 wurde im Juni 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt. Mit der Änderung des IFRS
2 wurden die Definition von anteilsbasierten Vergütungen und der Anwendungsbereich
von IFRS 2 geändert und zusätzliche Leitlinien für die Bilanzierung von konzerninternen
anteilsbasierten Vergütungen eingefügt. Die Regelung sieht hierfür vor, dass ein Unternehmen
erhaltene Güter oder Dienstleistungen dann nach den Bestimmungen für anteilsbasierte
Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert, wenn eigene Eigenkapitalinstrumente
des Unternehmens als Gegenleistung gewährt werden oder wenn das Unternehmen keine
Verpflichtung zur Begleichung der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung hat. In
allen anderen Fällen wird die Vereinbarung als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
erfasst. Diese Grundsätze gelten unabhängig von jedweden konzerninternen Rückzahlungsvereinbarungen.
Im Rahmen der Änderung wurden die Bestimmungen in IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS
2 und IFRIC 11 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen in den
IFRS 2 übernommen und beide Interpretationen aufgehoben. Diese Neuerungen sind derzeit
auf den Konzern nicht anwendbar und haben somit keine Auswirkungen.
Der überarbeitete Standard IFRS 3 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals
in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Der
Standard wurde im Rahmen des Konvergenzprojekts von IASB und FASB einer umfassenden
Überarbeitung unterzogen. Die wesentlichen Änderungen betreffen insbesondere die Einführung
eines Wahlrechts bei der Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zwischen
der Erfassung mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen (sog. Purchased-Goodwill-Method)
und der sog. Full-Goodwill-Method, wonach der gesamte, auch auf die Anteile ohne beherrschenden
Einfluss entfallende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts des erworbenen Unternehmens
zu erfassen ist. Hervorzuheben sind weiterhin die erfolgswirksame Neubewertung bereits
bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Beherrschung (sukzessiver
Unternehmenserwerb), die zwingende Berücksichtigung einer Gegenleistung, die an das
Eintreten künftiger Ereignisse geknüpft ist, zum Erwerbszeitpunkt sowie die ergebniswirksame
Behandlung von Transaktionskosten. Die Übergangsbestimmungen sehen eine prospektive
Anwendung der Neuregelung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die im Konzern aus
Unternehmenszusammenschlüssen vor der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren,
ergeben sich keine Änderungen. Die Änderungen werden sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts-
oder Firmenwerts, auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmenserwerb
erfolgt ist, und auf künftige Ergebnisse auswirken. Insbesondere kann die Anwendung
der Full-Goodwill-Method zu höheren Geschäfts- oder Firmenwerten führen.
Bei den Verbesserungen zu IFRS 2009 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im
April 2009 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand
hat. Die Anwendungszeitpunkte und Übergangsregelungen werden pro geändertem Standard
vorgegeben. Sofern nachfolgend nichts anderes angegeben ist, finden einzelne Regelungen
erstmals für das Geschäftsjahr Anwendung, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt:
Es wurde klargestellt, dass die Einbringung eines Geschäftsbereichs bei Gründung eines
Joint Ventures sowie Zusammenschlüsse von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung
nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fallen. Erstmalige Anwendung ist für Geschäftsjahre
vorgesehen, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
Es wurde klargestellt, dass für langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen,
die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, und aufgegebene Geschäftsbereiche
grundsätzlich allein die Angabepflichten des IFRS 5 einschlägig sind. Die in anderen
IFRS vorgesehenen Angabepflichten sind nur dann zu beachten, wenn die jeweiligen Standards
oder Interpretationen diese Angaben ausdrücklich für Vermögenswerte nach IFRS 5 und
aufgegebene Geschäftsbereiche fordern.
Es wurde klargestellt, dass Segmentvermögenswerte und Segmentschulden nur dann ausgewiesen
werden müssen, wenn diese Vermögenswerte und Schulden der verantwortlichen Unternehmensinstanz
regelmäßig gemeldet werden.
Die in Übereinstimmung mit IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung als zu Handelszwecken
gehalten klassifizierten Vermögenswerte und Schulden dürfen in der Bilanz nicht automatisch
als kurzfristig klassifiziert werden.
Es wurde festgestellt, dass nur solche Ausgaben, die zur Erfassung eines Vermögenswerts
führen, als Cashflows aus der Investitionstätigkeit eingestuft werden können.
Die speziellen Leitlinien zur Einstufung von Leasingverhältnissen bei Grundstücken
wurden aufgehoben. Es gelten künftig die generellen Leitlinien.
Der Board hat zur Beantwortung der Frage, ob ein Unternehmen als Auftraggeber oder
Vermittler handelt, weitere Leitlinien verfasst. Für diese Änderung im Anhang zum
IAS 18, der nicht Bestandteil des Standards ist, sind keine zeitlichen Anwendungsbestimmungen
vorgesehen, so dass sie mit der Veröffentlichung in Kraft getreten ist.
Es wird klargestellt, dass eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der ein im
Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet
wird, nicht größer sein darf als ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 vor der
Aggregation nach den dort genannten Kriterien.
Ist ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener immaterieller Vermögenswert
nur zusammen mit einem anderen immateriellen Vermögenswert identifizierbar, so kann
der Erwerber die Gruppe dieser immateriellen Vermögenswerte als einen einzelnen Vermögenswert
ansetzen, wenn einzelne Vermögenswerte dieser Gruppe gleiche Nutzungsdauern aufweisen.
Weiterhin wird festgestellt, dass die im Standard genannten Methoden zur Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts von immateriellen Vermögenswerten, die im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, lediglich Beispiele darstellen. Den
Unternehmen steht es frei, andere Methoden zu verwenden. Diese Änderungen sind erstmals
im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.
Eine Vorfälligkeitsoption gilt als eng mit dem Basisvertrag verbunden, wenn der Ausübungspreis
der Vorfälligkeitsoption so bemessen ist, dass dem Kreditgeber dadurch der ungefähre
Barwert des Zinsnachteils für die verbleibende Laufzeit des Basisvertrags erstattet
wird. Weiterhin wird festgestellt, dass die Ausnahmeregelung für Verträge zwischen
Erwerber und Verkäufer, ein Unternehmen zu einem künftigen Zeitpunkt zu erwerben oder
zu veräußern, nur für bindende Forward-Verträge gilt, jedoch nicht für derivative
Verträge, bei denen noch weitere Maßnahmen erforderlich sind. Die dritte Neuregelung
besagt, dass Gewinne oder Verluste aus dem Cashflow Hedge einer erwarteten Transaktion,
die später zum Ansatz eines Finanzinstruments führt, oder aus dem Cashflow Hedge auf
angesetzte Finanzinstrumente in der Periode umzugliedern sind, in der die abgesicherten
erwarteten Cashflows das Ergebnis beeinflussen.
IFRIC 9 findet keine Anwendung auf eine mögliche Neubeurteilung zum Zeitpunkt des
Unternehmenserwerbs von eingebetteten Derivaten in Verträgen, die im Rahmen von Zusammenschlüssen
von Unternehmen oder Geschäftseinheiten unter gemeinsamer Beherrschung oder bei der
Gründung eines Joint Venture erworben wurden. Diese Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.
Sicherungsinstrumente können von jedem Unternehmen innerhalb des Konzerns gehalten
werden, sofern die in IAS 39 festgelegten Designations-, Dokumentierungs- und Wirksamkeitsvoraussetzungen
erfüllt sind. Diese Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder
nach dem 1. Juli 2009 beginnt.
Die Neuregelungen aus diesem Improvementprojekt haben - mit Ausnahme von Regelungen,
auf deren Auswirkungen nachfolgend gesondert hingewiesen wird - keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Abschluss:
|
|
IAS 17 Leasingverhältnisse: Der Konzern wendet die Neuregelung an. IFRS 8 Geschäftssegmente: Der Ausweis kann künftig gekürzt werden. |
Die IFRIC-Interpretation 12 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist grundsätzlich
erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnt.
Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im März 2009 erfolgt, mit
der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten
Geschäftsjahres nach März 2009 anzuwenden ist. Die Interpretation regelt die bilanzielle
Behandlung von im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen übernommenen Verpflichtungen
und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers. Die in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen sind keine Konzessionsnehmer im Sinne von IFRIC 12. Diese
Interpretation hat daher keine Auswirkungen auf den Konzern.
Die IFRIC-Interpretation 15 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals in
der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. Die Übernahme
dieser Interpretation in das EU-Recht ist im Juli 2009 erfolgt, mit der Feststellung,
dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres
nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt Leitlinien zum
Zeitpunkt und Umfang der Ertragsrealisierung aus Projekten zur Errichtung von Immobilien.
IFRIC 15 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da das Geschäftsmodell des
Konzerns keine derartigen Projekte vorsieht.
Die IFRIC-Interpretation 16 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals in
der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnt. Die
Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im Juni 2009 erfolgt, mit der
Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten
Geschäftsjahres nach dem 30. Juni 2009 anzuwenden ist. IFRIC 16 vermittelt Leitlinien
für die Identifizierung der Fremdwährungsrisiken, die im Rahmen der Sicherung einer
Nettoinvestition abgesichert werden können, für die Bestimmung, welche Konzernunternehmen
die Sicherungsinstrumente zur Absicherung der Nettoinvestition halten können, und
für die Ermittlung des Fremdwährungsgewinns oder -verlusts, der bei Veräußerung des
gesicherten ausländischen Geschäftsbetriebs aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und
Verlustrechnung umzugliedern ist. Diese Interpretation ist prospektiv anzuwenden.
IFRIC 16 hat keine Auswirkungen auf den Konzern, da der Konzern keine derartigen Investitionen
hat.
Die IFRIC-Interpretation 17 wurde im November 2008 veröffentlicht und ist erstmals
in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die
Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit
der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten
Geschäftsjahres nach dem 31. Oktober 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt
Leitlinien zur Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen, die eine Ausschüttung
von Sachdividenden an die Gesellschafter vorsehen. Die Interpretation nimmt insbesondere
zum Zeitpunkt, zur Bewertung und dem Ausweis dieser Verpflichtungen Stellung. Demnach
ist eine solche Verpflichtung dann anzusetzen und zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten,
wenn sich das Unternehmen dieser Verpflichtung nicht mehr entziehen kann. Der Ansatz
der Verpflichtung und die etwaigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des betroffenen
Vermögenswerts sind im Eigenkapital zu erfassen. Eine Erfolgswirkung in Höhe der Differenz
zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert des Vermögenswerts tritt erst
im Zeitpunkt der Übertragung dieses Vermögenswerts auf die Gesellschafter ein. Diese
Interpretation ist prospektiv anzuwenden. IFRIC 17 hat keine Auswirkungen auf den
Konzernabschluss, da eine Ausschüttung von Sachdividenden im Konzern nicht vorgesehen
ist.
Die IFRIC-Interpretation 18 wurde im Januar 2009 veröffentlicht und ist erstmals in
der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Übernahme
dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit der Feststellung,
dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres
nach dem 31. Oktober 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt Leitlinien zur
Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Sachanlagen
oder Zahlungsmittel erhält, die das Unternehmen dazu verwenden muss, den Kunden zum
Beispiel mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder/und dem Kunden einen andauernden
Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Die Interpretation
nimmt insbesondere zu den Ansatzkriterien von Kundenbeiträgen und dem Zeitpunkt sowie
Umfang der Ertragsrealisierung aus solchen Geschäftstransaktionen Stellung. Diese
Interpretation ist prospektiv anzuwenden. IFRIC 18 hat keine Auswirkungen auf den
Konzernabschluss, da der Konzern derartige Geschäftstransaktionen nicht durchführt.
Für die folgenden Standards sind das EU-Endorsement und die Veröffentlichung erfolgt.
Die Anwendung war im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend. Der Konzern wendete
diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.
| IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen |
| Änderung von IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten |
| Änderung von IFRS 1 | Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 |
| Verbesserungen zu IFRS 2010 | Verbesserungen zu IFRS 2010 |
| Änderung von IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen |
| IFRIC 19 | Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten |
Der überarbeitete Standard IAS 24 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals
im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Damit werden
zum einen die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen geändert und
zum anderen staatlich kontrollierte Unternehmen von der Angabepflicht über Geschäftsvorfälle
mit dem Staat und anderen von diesem Staat kontrollierten Unternehmen befreit. Der
Standard sieht retrospektive Anwendung vor. Aus der Erweiterung der Definition werden
künftig eventuell weitere Angaben über den Kreis der nahestehenden Unternehmen des
Konzerns resultieren. Die Anwendung der überarbeiteten Definition wird derzeit überprüft.
Die Änderung wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten
und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben.
Die Änderung von IAS 32 wurde im Oktober 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnt. Diese Änderung beinhaltet
eine Anpassung der Definition einer finanziellen Verbindlichkeit dergestalt, dass
bestimmte Bezugsrechte als Eigenkapitalinstrumente eingestuft werden können. Dies
gilt dann, wenn diese Rechte gegenwärtigen Eigentümern von nichtderivativen Eigenkapitalinstrumenten
der gleichen Klasse eines Unternehmens anteilig gewährt werden, um eine festgelegte
Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem Festpreis in einer beliebigen
Währung zu erwerben. Aus dieser Regelung ergeben sich keine Auswirkungen für die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern keine solchen Bezugsrechte eingeräumt
hat.
Die Änderung von IFRS 1 wurde im Januar 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. Die Neuregelung erlaubt es
den IFRS-Erstanwendern, die für die Änderung von IFRS 7 Verbesserung der Angaben,
die im März 2009 veröffentlicht wurde, geltenden Übergangsregelungen in Anspruch zu
nehmen. Diese Änderung hat keine Auswirkung, da der Konzern kein IFRS-Erstanwender
ist.
Die Verbesserungen zu IFRS 2010 wurden im Mai 2010 veröffentlicht und stellen einen
Sammelstandard dar, der Änderungen zu verschiedenen IFRS beinhaltet. Die Anwendungszeitpunkte
und Übergangsregelungen werden pro Standard vorgegeben. Sofern im Folgenden nichts
anderes angegeben ist, werden die einzelnen Regelungen erstmals für das Geschäftsjahr,
das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt, angewendet. Der Konzern hat folgende
Änderungen noch nicht angewandt:
Die im Folgenden dargestellten Änderungen des IFRS 1 haben keine Auswirkungen auf
den Konzern, da die Homag Group AG kein Erstanwender ist.
Sollte ein Erstanwender nach Veröffentlichung eines Zwischenabschlusses gemäß IAS
24 Zwischenberichterstattung seine Rechnungslegungsmethoden oder seine Anwendung der
Ausnahmeregelungen nach IFRS 1 ändern, müssen diese Änderungen erläutert werden und
eine Überleitung von den zuvor angewandten Grundsätzen auf IFRS muss erfolgen. Die
Änderung muss prospektiv angewendet werden.
Für den Erstanwender ist es nun möglich, einen auf Grundlage eines Ereignisses bestimmten
beizulegenden Zeitwert als Grundlage für angenommene Anschaffungs- oder Herstellungskosten
auch dann zu verwenden, wenn das Ereignis nach dem Zeitpunkt des Wechsels auf die
IFRS, aber vor der Veröffentlichung des ersten IFRS Abschlusses stattfindet. Wenn
die Neubewertung nach dem Übergang auf die IFRS erfolgt, jedoch während des Berichtszeitraums
des ersten IFRS Abschlusses, muss die Anpassung in den Gewinnrücklagen oder einer
anderen angemessenen Eigenkapitalkategorie vorgenommen werden. Unternehmen, die schon
in einer Vorperiode auf die IFRS umgestellt haben, können diese Änderung im ersten
Geschäftsjahr nach Inkrafttreten dieser Anpassung rückwirkend anwenden.
Es findet eine Erweiterung des Anwendungsbereichs der angenommenen Anschaffungs- und
Herstellungskosten bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten auf solche Vermögenswerte
statt, die im Rahmen von Geschäftsaktivitäten auf Märkten eingesetzt werden, die dem
Regulierungsprozess unterliegen. Eine Befreiung wird auf der Einzelfallbasis angewendet.
Diese Vermögenswerte müssen zum Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS auf eventuelle
Wertminderungen überprüft werden. Für Unternehmen, die auf Märkten tätig sind, die
dem Regulierungsprozess unterliegen, ist es nach der Änderung nun möglich, die Buchwerte
der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die auf Grundlage zuvor angewandter
Rechnungslegungsgrundsätze ermittelt wurden, als angenommene Anschaffungs- und Herstellungskosten
zu verwenden. Diese Buchwerte können Beträge beinhalten, die gemäß IAS 16 Sachanlagen,
IAS 23 Fremdkapitalkosten und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte nicht hätten aktiviert
werden dürfen. Diese Änderung ist prospektiv anzuwenden.
Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1.
Juli 2010 beginnen. Die Änderung stellt klar, dass die Änderungen von IFRS 7 Finanzinstrumente:
Angaben, IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz
und Bewertung, welche den Ausschluss der bedingten Gegenleistung aus dem Anwendungsbereich
dieser Standards aufheben, nicht für bedingte Gegenleistungen gelten, die sich aus
Unternehmenszusammenschlüssen ergeben, deren Erwerbszeitpunkt vor der Anwendung von
IFRS 3 (überarbeitet 2008) liegt. Für die Homag Group AG ergeben sich keine Auswirkungen
auf bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen in diesem Zeitpunkt.
Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli
2010 beginnen. Der Anwendungsbereich des Bewertungswahlrechts wird dahingehend beschränkt,
dass wahlweise zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil des gegenwärtigen
Eigentumsrechts am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens nur
die Bestandteile der Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die ein gegenwärtiges Eigentumsrecht
und im Falle einer Liquidation für den Inhaber einen anteiligen Anspruch am Nettovermögen
des Unternehmens begründen, bewertet werden dürfen. Sofern nicht ein anderer IFRS,
beispielsweise IFRS 2, einen anderen Bewertungsmaßstab vorschreibt, werden andere
Anteile ohne beherrschenden Einfluss zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
bewertet. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit geprüft.
Die Neuerung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli
2010 beginnen. Der Standard schreibt prospektive Anwendung ab dem Zeitpunkt der erstmaligen
Anwendung des IFRS 3 (2008) vor. Die Änderung legt fest, dass Unternehmen im Rahmen
von Unternehmenszusammenschlüssen zur Erfassung des Ersatzes der anteilbasierten Vergütung
verpflichtet sind. Dies führt zu einer zwingenden Aufteilung zwischen der Gegenleistung
und dem aus dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand. Als nach dem Unternehmenszusammenschluss
entstandener Aufwand wird auch der Ersatz der aktienbasierten Vergütungszusagen des
erworbenen Unternehmens erfasst, wenn sie aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses
verfallen. Die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen, die das erwerbende
Unternehmen nicht durch eigene anteilsbasierte Vergütungszusagen ersetzt, hat gemäß
der Änderung wie folgt zu erfolgen: Ausübbare Vergütungstransaktionen stellen Anteile
ohne beherrschenden Einfluss dar und werden mit dem marktbasierten Wert angesetzt.
Sofern sie noch nicht ausübbar sind, sind sie mit dem marktbasierten Wert zu bewerten,
als ob sie zum Erwerbszeitpunkt gewährt wurden und zwischen den Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss und dem nach dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand aufzuteilen.
Die Änderung hat möglicherweise Auswirkungen auf künftige Unternehmenszusammenschlüsse.
Die Änderung ist rückwirkend anzuwenden und verdeutlicht die Wechselwirkung zwischen
den quantitativen und den qualitativen Angaben und auch die Art und den Umfang von
Risiken aus Finanzinstrumenten. Sie beinhaltet vor allem Änderungen, die quantitative
Angaben über das Ausfallrisiko betreffen. Diese Änderung hat Auswirkungen auf die
Anhangangaben, die entsprechend angepasst werden.
Diese Neuerung ist rückwirkend anzuwenden und verdeutlicht, dass die Analyse des sonstigen
Ergebnisses für einzelne Eigenkapitalbestandteile entweder im Anhang oder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
zu erfolgen hat. Im Konzern ist die Analyse in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
enthalten.
Die Änderung verdeutlicht, dass die Folgeänderungen, die aus IAS 27 resultieren in
IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen, IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
sowie IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden
sind, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, oder zu einem früheren Zeitpunkt,
sofern eine vorzeitige Anwendung von IAS 27 beschlossen wird. Die Änderung des Standards
ist rückwirkend anzuwenden und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am
oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Die Änderung des IAS 34 ist rückwirkend anzuwenden und enthält Leitlinien zur Anwendung
von Angabegrundsätzen in IAS 34. Die Liste von angabepflichtigen Ereignissen und Geschäftsvorfällen
wird vor allem um diese Beispiele erweitert: Umstände die voraussichtlich die beizulegenden
Zeitwerte von Finanzinstrumenten und deren Klassifizierung beeinflussen werden, Überleitung
von Finanzinstrumenten zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen der Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts, Änderungen der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten,
Änderungen bei Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. Die Zwischenberichterstattung
des Konzerns wird künftig um diese Angaben erweitert.
Mit dieser Änderung, die rückwirkend anzuwenden ist, wird verdeutlicht, dass sonstige
den Kunden, die keine Prämiengutschrift aus einem ursprünglichen Verkauf erworben
haben, gewährte Skonti und Anreize bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
seiner Prämiengutschrift anhand des beizulegenden Zeitwerts der Prämie, gegen die
sie eingelöst werden kann, mitzuberücksichtigen sind. Der Konzern hat kein Kundenbindungsprogramm
und somit hat die Änderung des IFRIC 13 keine Auswirkung auf den Konzern.
Die Änderung von IFRIC 14 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im
Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Die Anwendung
der im Juli 2007 veröffentlichten Interpretation IFRIC 14, mit der eine Begrenzung
eines sich ergebenden Vermögenswerts aus einem leistungsorientierten Plan auf seinen
erzielbaren Betrag erreicht werden sollte, hatte für Unternehmen in bestimmten Ländern
einige nicht beabsichtigte Konsequenzen. Die erfolgte Änderung soll es den Unternehmen
ermöglichen, einen Vermögenswert für Vorauszahlungen auf Mindestdotierungsverpflichtungen
zu erfassen. Da alle leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns derzeit eine
bilanzielle Unterdeckung aufweisen, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.
Die IFRIC-Interpretation 19 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals
im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. Diese Interpretation
stellt klar, dass bei einer Begebung von Eigenkapitalinstrumenten an Gläubiger zwecks
Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit das Eigenkapitalinstrument als Gegenleistung
für die Tilgung der Verbindlichkeit zu behandeln ist. Die Eigenkapitalinstrumente
werden entweder zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit dem beizulegenden Zeitwert
der getilgten Verbindlichkeit bewertet, je nachdem, was verlässlicher ermittelt werden
kann. Jegliche Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit
und dem beizulegenden Zeitwert der begebenen Eigenkapitalinstrumente wird direkt im
Periodenergebnis erfasst. Diese Änderung hat derzeit keine Auswirkung auf den Konzern,
da momentan keine Begebung von derartigen Eigenkapitalinstrumenten geplant beziehungsweise
erfolgt ist.
Der IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen
veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren.
Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und
werden vom Konzern nicht angewandt.
| Änderung von IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte |
| Änderung von IFRS 1 | Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender |
| Änderung von IFRS 7 | Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung |
| Fortentwicklung von IFRS 9 | Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten |
Die Neuerung des IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und die Anwendung muss
erstmals für das Geschäftsjahr erfolgen, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt.
Aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte werden unter der Annahme
bewertet, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung
realisiert wird. Die Auswirkung dieser Änderungen auf die Vermögens- und Ertragslage
wird derzeit vom Konzern geprüft.
Im Dezember 2010 wurde die Neuregelung von IFRS 1 veröffentlicht. Die erstmalige Anwendung
muss in dem Geschäftsjahr erfolgen, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Festgelegte
Anwendungszeitpunkte für die Ausbuchung und die Vorschrift zur Erfassung eines Gewinns
oder Verlusts im Zugangszeitpunkt gemäß IFRS 1 wird durch die Neuregelung gestrichen
und durch den Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS ersetzt. Des Weiteren wird verdeutlicht,
wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS
aufgrund einer von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht
einhalten konnte, wieder aufgegriffen wird. Da der Konzern kein IFRS-Erstanwender
ist, hat diese Änderung keine Auswirkung.
Die Veröffentlichung der Neuregelung von IFRS 7 erfolgte im Oktober 2010. Zeitpunkt
der erstmaligen Anwendung ist das Geschäftsjahr, das am oder nach dem 1. Juli 2011
beginnt. Aus der Neuerung ergeben sich umfangreiche neue qualitative und quantitative
Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden,
und über das zum Bilanzstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen
finanziellen Vermögenswerten. Diese Änderung wird den Umfang der Angaben zu Finanzinstrumenten
voraussichtlich weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz
und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse
in künftigen Geschäftsjahren haben.
Der Standard IFRS 9 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr
anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard wurde vom IASB
als erster Teil des Projekts zur umfassenden Neuregelung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten
erarbeitet und beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen
Vermögenswerten. Hiernach sind finanzielle Vermögenswerte abhängig von ihren jeweiligen
Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells oder der Geschäftsmodelle
entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert
zu bilanzieren, Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber als bei
Zugang ausübbares instrumentenspezifisches Wahlrecht im sonstigen Gesamtergebnis erfasst
werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge
erfolgswirksam erfasst. Im Oktober 2010 wurde der zweite Teil des Projekts veröffentlicht.
Der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bleibt unverändert das Geschäftsjahr, das
am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard sieht grundsätzlich retrospektive
Anwendung vor. Bestehende Bewertungs- und Klassifizierungsvorschriften für finanzielle
Verbindlichkeiten bleiben bis auf die folgenden Ausnahmen unverändert: Auswirkungen
aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die
als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral
erfasst werden und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente
dürfen nicht zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Der Abschluss dieses Projekts
wird für Mitte 2011 erwartet. Die Anwendung des ersten Teils wird eventuell Auswirkungen
auf die Klassifizierung und eventuell auf die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
des Konzerns haben. Aus dem zweiten Teil werden keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. Um ein umfassendes
Bild potentieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst
in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind, quantifizieren.
Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode
bilanziert. Dies beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich
der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich
der Eventualschulden) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem
Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten
des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden
Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des
erworbenen Unternehmens bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts-
oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen
bewertet. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten (im Folgenden: ZGEs) beziehungsweise Gruppen von ZGEs zugeordnet, die von
den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren. Dies gilt unabhängig
davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen ZGEs
oder Gruppen von ZGEs zugeordnet werden. Eine ZGE oder eine Gruppe von ZGEs, der der
Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird,
| ― |
stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmenssteuerung überwacht wird, |
| ― |
und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es sich nach lFRS 8.5 "Segmentberichterstattung" ergibt. |
In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der ZGE (Gruppe
von ZGEs) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird,
wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert
als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses
aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten
Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte
des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen ZGE ermittelt.
Beim Verkauf eines Tochterunternehmens wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis
und dem Nettovermögen zuzüglich der kumulierten Fremdwährungsdifferenzen und eines
etwaigen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam erfasst.
Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert einer ZGE (Gruppe von ZGEs) mit
dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der ZGE (Gruppe von ZGEs)
ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten
und dem Nutzungswert. Der Werthaltigkeitstest wird mindestens einmal jährlich vorgenommen,
sofern keine Anhaltspunkte für ein außerordentliches Ereignis, welches eine unterjährige
Werthaltigkeitsprüfung erfordert, vorliegen.
Im Homag Group Konzern wurde die Definition der ZGE aufgrund der Änderung des IAS
36 zum 1. Januar 2010 angepasst. Als ZGE sind bei den produzierenden Unternehmen die
rechtlichen Einheiten definiert und für die Vertriebsaktivitäten wurden die bestehenden
Geschäfts- und Firmenwerte in die Gruppen von ZGEs "Europa", "Amerika" und "Asien/Pazifik"
eingeteilt.
Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten ZGEs beziehungsweise Gruppen von
ZGEs gemäß den Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Method auf Basis
der Nutzungswerte, die dem erzielbaren Betrag entsprechen, durchgeführt. Hierfür wurden
die Daten aus der Unternehmensplanung zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwerts
der künftigen Cashflows beruht auf wesentlichen Annahmen, vor allem über künftige
Absatzpreise bzw. -mengen und Kosten. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum
bis zum Geschäftsjahr 2015 zugrunde. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum
wurde der Cashflow des Jahres 2015 verstetigt, wobei unterstellt wurde, dass das Working
Capital keinen weiteren Veränderungen unterliegt und jährlich Ersatzinvestitionen
in Höhe der Abschreibungen anfallen.
Die wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die zugrunde gelegten Annahmen
der Wertminderungstests sind unter Abschnitt 6.2 im Anhang aufgeführt.
Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich fast ausschließlich
um Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte. Diese werden aktiviert, soweit
eine eindeutige Kostenzuordnung, d. h. eine verlässliche Bestimmung der Herstellungskosten,
möglich ist und die übrigen Kriterien des IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die Herstellungskosten
umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten.
Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt. Die planmäßige
Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts - in der
Regel Produktionsstart - und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer
von in der Regel fünf Jahren.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden
zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche
Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Soweit Indikatoren für eine
Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts überprüft
(Werthaltigkeitstest).
Die Sachanlagen der fortzuführenden Bereiche werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen,
angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den
direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen
werden als Aufwand verrechnet, sofern sie einem qualifizierten Vermögenswert zuzuordnen
sind, werden diese aktiviert.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
|
|
Jahre |
| Immobilien | 15-33 |
| Andere Anlagen, technische Anlagen und Maschinen | 8-12 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4-15 |
Soweit Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten
Buchwerts überprüft (Werthaltigkeitstest). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen
werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den
Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert
und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Der Nutzungswert ist der Barwert
der geschätzten künftigen Cashflows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts
und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der Nutzungswert
wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende
Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows
jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese
beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen
Zinssätze.
Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen,
erfolgt eine entsprechende Zuschreibung bis maximal zum fortgeführten Buchwert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene
Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen
gewährt werden.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse
und -zulagen) werden bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen
Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam in der
Periode vereinnahmt, in der die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.
Im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche
Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken,
die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum
dem Homag Group Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum
Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert
und Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend
der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit, sofern
mit einem Eigentumserwerb nach Vertragsende nicht zu rechnen ist. Die abgezinsten
Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert
und unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Soweit im Homag Group Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse auftreten, werden Leasingraten
beziehungsweise Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen
Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem
Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z.
B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative
Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).
Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Erfüllungstag.
Der Erstansatz erfolgt für finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Wert zuzüglich
der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als
"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt
der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten.
Nach IAS 39 werden folgende Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:
| a. |
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zu Marktwerten
mit den Unterkategorien aa. gehalten zu Handelszwecken (held for trading) ab. vom Unternehmen designiert zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten (at fair value through profit or loss) |
| b. |
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity) |
| c. |
ausgereichte Kredite und Forderungen (loans and receivables) |
| d. |
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) |
| e. |
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
Bei den Finanzinstrumenten mit erfolgswirksamer Bewertung zu Marktwerten ist der Marktwert
der am Markt erzielbare Preis, d. h. der Preis, zu dem das Finanzinstrument zwischen
voneinander unabhängigen Parteien frei gehandelt werden kann. Unrealisierte Gewinne
und Verluste werden ergebniswirksam ausgewiesen.
Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken
gehalten werden, sind der Kategorie "loans and receivables" zugeordnet und werden
mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
abzüglich Wertberichtigungen für Wertminderungen bewertet.
Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines
Vermögenswerts (wie z. B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities)
oder eines Referenzsatzes (wie Währungen, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erforderten
keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft.
Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte.
Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste bei
Vermögenswerten der Kategorie "available for sale" werden direkt im Eigenkapital in
der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen erfasst. Ausgenommen hiervon sind
Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne
und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine
erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung statt. Wird eine Finanzanlage
veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin
in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Gewinne und Verluste
im Periodenergebnis erfasst.
Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen
Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.
Derzeit werden im Homag Group Konzern neben "ausgereichten Krediten und Forderungen"
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente in Form von Derivaten ohne Hedge-Beziehung
und Derivate in einer effektiven Sicherungsbeziehung eingesetzt. Vom Konzern waren
zum 31. Dezember 2010 wie bereits zum 31. Dezember 2009 keine finanziellen Vermögenswerte
oder Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten designiert (at
fair value through profit or loss).
Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente,
d. h. erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale
Erfassung im Eigenkapital ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in
eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte
(Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte
der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen
eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang
als solcher bilanziert.
Die Homag Group AG wendet Vorschriften zu Hedge-Accounting zur Sicherung von Bilanzposten
und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen "Fair Value Hedge" und "Cashflow
Hedge" zu unterscheiden.
Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus den in der Bilanz
angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus festen Verpflichtungen abgesichert.
Zur Absicherung des Zinsrisikos einer festen Verpflichtung nutzt die Homag Group AG
das Wahlrecht und bilanziert diese nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow
Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des
Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft
erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil
der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die
Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder
nicht finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten, so verbleiben
die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst
im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen,
in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert beziehungsweise die übernommene finanzielle
Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst.
IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden
von der Homag Group AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden
sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument
und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert.
Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden
Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten oder fest vereinbarten künftigen
Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten
Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre
Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.
Die Homag Group AG führt auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die strengen Anforderungen
des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen
des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur
Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
wendet die Homag Group AG kein Hedge-Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung
gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte
in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumenten
eingesetzten Derivaten gezeigt werden.
Im Homag Group Konzern werden diese derivativen Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
als "held for trading" der Kategorie "Vermögenswerte/Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer
Bewertung zu Marktwerten" zugeordnet und zum Bilanzstichtag zu Marktwerten angesetzt.
Die Marktwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Method)
oder quotierter Preise ermittelt. Gewinne und Verluste aus der Veränderung der Marktwerte
dieser derivativen Finanzinstrumente werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt. Im Konzern werden als derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
überwiegend Devisentermingeschäfte eingesetzt, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern.
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein
von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind
wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen
Ansatz der Vermögenswerte eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich
die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz
zwischen Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes
ermittelten Barwerts der erwarteten künftigen Cashflows. Bei zur Veräußerung bestimmten
finanziellen Vermögenswerten werden Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um eine dauerhafte
beziehungsweise wesentliche Wertminderung oder um währungsbedingte Wertminderungen
handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit Abgang des als zur Veräußerung
bestimmt klassifizierten Vermögenswerts werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten
Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in
der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen
Vermögenswerte, mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren
Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Ein identifizierter Wertminderungsbedarf
wird hierbei grundsätzlich über ein Wertminderungskonto erfasst. In den Fällen, in
denen ein Forderungsausfall, beispielsweise durch Mitteilung der Uneinbringlichkeit
einer Forderung durch Inkassounternehmen, identifiziert wird, wird der entsprechende
Betrag direkt von den Forderungen abgesetzt.
Verringert sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts, der
nicht als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert kategorisiert ist,
in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf ein
nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden,
wird die vormals erfasste Wertminderung über die Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig
gemacht. Dabei wird auf keinen höheren Wert zugeschrieben als den, der sich als fortgeführte
Anschaffungskosten ergeben hätte, wäre keine Wertminderung erfolgt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu Anschaffungs-
und Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung
niedrigerer Nettoveräußerungswerte (Nettoveräußerungswert = der geschätzte, im normalen
Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung
und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten) angesetzt. Sie enthalten alle direkt
dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen
Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten
sowie anteilige Kosten des sozialen Bereichs (produktionsbezogener Vollkostenansatz).
Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der normalen Kapazitätsauslastung
ermittelt.
Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, sofern keine qualifizierten Vermögenswerte
vorhanden sind.
Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit geführt
haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen und als Minderung
des Materialaufwands erfasst.
Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Method
(POC-Method) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag
in der Regel durch Begutachtung nach der Cost-to-Cost-Method der erbrachten Leistung
ermittelt. Der entsprechende Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten
Fertigstellungsgrads realisiert. Der Ausweis dieser Aufträge erfolgt unter den Forderungen
beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung. Soweit die angearbeiteten
Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge
aktivisch unter den Forderungen aus Langfristfertigung. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung
ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung.
Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen gebildet. Kann
das Ergebnis des Fertigstellungsauftrags nicht zuverlässig ermittelt werden, werden
Erlöse höchstens im Umfang der angefallenen Auftragskosten erfasst.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung
angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige unverzinsliche
Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 grundsätzlich auf alle temporären Differenzen
zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der
Vermögensgegenstände und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge
gebildet, sofern Sie aufgrund der aktuellen Unternehmensplanung innerhalb der nächsten
fünf Jahre nutzbar sind und keine Verlusthistorie besteht. Aktive latente Steuern
für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge
werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen
werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden
Vorteils führen. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum
Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den
einzelnen Ländern gelten beziehungsweise schon beschlossen wurden. Eine Abzinsung
aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von
aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität
der Steuergläubiger besteht.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen aus leistungsorientierten
Altersversorgungssystemen. Die Verpflichtungen werden nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Method
ermittelt. Bei diesem Verfahren werden für die Ermittlung der Verpflichtungen neben
den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig
zu erwartende Steigerungen von Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnungen beruhen
auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung
biometrischer Rechnungsgrundlagen. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten
Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert vom
Planvermögen zu kürzen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Periode
ihres Entstehens erfolgsneutral im übrigen kumulierten Eigenkapital erfasst. Dienstzeitaufwand
wird als Personalaufwand ausgewiesen, Zinsaufwand in der gleichnamigen Position der
Gewinn- und Verlustrechnung.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Homag Group Konzern über die Entrichtung
von Beitragszahlungen keine weiteren Verpflichtungen ein.
Unternehmen des Homag Group Konzerns gewähren ihren Mitarbeitern die Möglichkeit,
sich im Rahmen einer stillen Beteiligung am Unternehmen zu beteiligen. Die Finanzierung
der Beteiligung erfolgt dabei in der Regel durch Darlehensgewährung seitens des Unternehmens,
wobei die Darlehen durch Ergebnisansprüche des still beteiligten Mitarbeiters zu tilgen
sind.
Mit Vereinbarung der stillen Beteiligung erwirbt der Mitarbeiter einen Anspruch auf
Beteiligung am handelsrechtlichen Ergebnis des Unternehmens. Diese Ergebnisbeteiligung
wird dabei teilweise zur Tilgung des gewährten Darlehens verwendet, der Restbetrag
wird an die beteiligten Mitarbeiter ausbezahlt. Verlustzuweisungen mindern künftige
Gewinnzuweisungen. Die Leistungen an Mitarbeiter im Rahmen des stillen Beteiligungsverhältnisses
stellen Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne des IAS 19 dar. Soweit unmittelbar eine
Auszahlung des Ergebnisanteils an den Arbeitnehmer erfolgt, handelt es sich um kurzfristig
fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Soweit der Ergebnisanteil zur Tilgung des an den
Arbeitnehmer zur Finanzierung der Beteiligung gewährten Darlehens verwendet wird,
entsteht beim Unternehmen eine andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer,
die im Falle der Beendigung des stillen Beteiligungsverhältnisses fällig wird. Im
Regelfall ist dies bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Fall.
Die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung erfolgt nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung biometrischer Daten.
Das Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung wird in einer separaten Position in der Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellt. Es beinhaltet auch die in diesem Zusammenhang angefallenen
Zinserträge aus der Darlehensgewährung sowie Änderungen des Verpflichtungsbetrags
aufgrund von Aufzinsungseffekten.
Den Vorstandsmitgliedern werden Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen
werden können (sogenannte Transaktion mit Barausgleich im Sinne von IFRS 2.30 ff.).
Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst
unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt
ihrer Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe Anhangangabe 5.6). Der beizulegende
Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam
unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem
Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
werden erfolgswirksam erfasst.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige
rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren
Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss wahrscheinlich zu einem
Abfluss von Ressourcen führen.
Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit
ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt
wesentlich ist.
Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Unverzinsliche
langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter
Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen
sind. Gemäß IAS 23 werden Fremdkapitalkosten, die in Zusammenhang mit der Errichtung
eines qualifizierten Vermögenswerts stehen, aktiviert.
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen
dem Homag Group Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt
werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung
zu bemessen. Skonti und Rabatte werden berücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung
die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.
Erträge werden erfasst, wenn die mit Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen
verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies
tritt in der Regel mit dem Versand der Waren und Erzeugnisse ein. Ist Gegenstand des
Geschäfts neben der Lieferung auch die Montage der gelieferten Ware, erfolgt die Umsatzrealisierung
- soweit es sich nicht um langfristige Fertigungsaufträge nach IAS 11 handelt -nach
Abschluss der Montage beziehungsweise nach Abnahme beim Kunden.
Umsätze aus langfristiger Fertigung werden in Übereinstimmung mit IAS 11 entsprechend
dem Fertigstellungsfortschritt des Auftrags erfasst.
Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.
Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden,
die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden,
der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen
Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis grundsätzlich erfolgswirksam
beurteilt.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der Vorstand folgende
Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe zu den Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätzen dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert.
Für Zwecke der Feststellung, ob eine Aktivierung zulässig ist, hat die Unternehmensleitung
Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die
anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen
Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Nach bestmöglicher Schätzung
betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2010 22.221
TEUR (Vorjahr: 18.142 TEUR).
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert
wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des
Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows
der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen
Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Der Buchwert
des Geschäfts- oder Firmenwerts betrug zum 31. Dezember 2010 16.004 TEUR (Vorjahr:
16.282 TEUR). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Abschnitt 6.2 des Anhangs zu finden.
Aktive latente Steuern werden für alle noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge
in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen
verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können.
Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung
der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der
Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien
erforderlich. Weitere Einzelheiten sind im Anhang im Abschnitt 5.14 dargestellt.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische
Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze,
erwartete Erträge aus Planvermögen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen.
Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen
wesentlichen Unsicherheiten. Die Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
betrugen zum 31. Dezember 2010 3.310 TEUR (Vorjahr: 2.708 TEUR). Weitere Einzelheiten
hierzu sind im Anhang im Abschnitt 6.16 dargestellt.
Die Verpflichtungen aus der Mitarbeiterbeteiligung werden anhand von versicherungsmathematischen
Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage
von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze und das erwartete Pensionierungsalter
der Belegschaft. Die Verbindlichkeit aus der Mitarbeiterbeteiligung betrug zum 31.
Dezember 2010 12.392 TEUR (Vorjahr: 11.035 TEUR). Weitere Einzelheiten hierzu sind
im Anhang im Abschnitt 6.17 dargestellt.
Die Kosten aus der Gewährung von Wertsteigerungsrechten an die Vorstandsmitglieder
werden im Homag Group Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Wertsteigerungsrechte
zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts
muss für die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten ein geeignetes Bewertungsverfahren
bestimmt werden; dieses ist abhängig von den Bedingungen der Gewährung. Es ist weiterhin
die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Daten, darunter
insbesondere die voraussichtliche Optionslaufzeit, Volatilität und Dividendenrendite,
sowie entsprechender Annahmen erforderlich. Die Annahmen und das angewandte Verfahren
sind in der Anhangangabe 5.6 ausgewiesen.
Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme
getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions-
und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit
erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss des Homag Group Konzerns.
Dazu wird das Periodenergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen, das sind
im Wesentlichen Abschreibungen und die Veränderungen der Rückstellungen, sowie die
nicht zahlungswirksamen Erträge korrigiert und um die Veränderung der betrieblichen
Aktiva und Passiva ergänzt. Die Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit
sind nach der direkten Methode dargestellt worden.
Zur Verbesserung der Aussagekraft der Kapitalflussrechnung wurde in diesem Konzernabschluss
die Veränderung der Kontokorrentbankverbindlichkeiten erstmals im Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Bislang erfolgte die Erfassung der Ein- und Auszahlungen
aus der Veränderung der Kontokorrentbankverbindlichkeiten unter der Position "Zunahme
(+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva" im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Beträge der Vergleichsperiode
wurden entsprechend angepasst.
Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen
flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten,
soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Sie gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Kassenbestand | 123 | 160 |
| Schecks | 145 | 129 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 70.018 | 29.534 |
|
|
70.286 | 29.823 |
Die Zahlungsmittel unterliegen keinen wesentlichen Verfügungsbeschränkungen.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Regionen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Deutschland | 156.026 | 137.580 |
| Übrige Länder der EU | 255.935 | 204.300 |
| Übriges Europa | 91.819 | 53.589 |
| Nordamerika | 37.184 | 22.709 |
| Südamerika | 41.272 | 22.548 |
| Asien/Pazifik | 132.512 | 78.537 |
| Afrika | 2.989 | 4.812 |
| Drittland | 561.711 | 386.495 |
| GESAMT | 717.737 | 524.075 |
Maßgebend für die Zuordnung zu den Regionen ist der Standort des Kunden.
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und
Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.
Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung wurden im Berichtsjahr aus kundenspezifischen
Fertigungsaufträgen Umsatzerlöse in Höhe von 254.482 TEUR (Vorjahr: 153.172 TEUR)
nach der Percentage-of-Completion-Method erzielt.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Aktivierung
von Entwicklungskosten nach IAS 38.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich folgendermaßen zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte | 1.947 | 2.132 |
| Kursgewinne aus Währungsumrechnungen | 7.095 | 8.391 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 424 | 197 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen LuL | 1.792 | 2.709 |
| Erträge aus Kostenerstattungen | 894 | 1.083 |
| Erträge aus privater PKW-Nutzung | 2.103 | 2.026 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 70 | 1.470 |
| Verkaufserlöse Kantine | 630 | 534 |
| Eingänge auf ausgebuchte Forderungen | 61 | 307 |
| Provisionserträge | 201 | 245 |
| Übrige Erträge | 4.783 | 4.776 |
|
|
20.000 | 23.870 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 295.420 | 211.516 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 18.725 | 9.938 |
|
|
314.145 | 221.454 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Löhne und Gehälter | 214.521 | 186.294 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 42.263 | 38.910 |
| - davon für Altersversorgung | 17.228 | 17.205 |
|
|
256.784 | 225.204 |
In den Personalaufwendungen sind Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit in Höhe
von 3.384 TEUR (Vorjahr: 9.457 TEUR) enthalten. Die Erstattungen erfolgten für konjunkturelles
Kurzarbeitergeld und vom Arbeitgeber zu tragende Sozialversicherungsaufwendungen bei
diversen deutschen Produktionsgesellschaften.
Gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand"
werden diese Erstattungen mit den jeweiligen Aufwendungen saldiert ausgewiesen.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung | -6.857 | 2.039 |
Das Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung enthält im Wesentlichen handelsrechtliche
Gewinnzuweisungen beziehungsweise im Vorjahr Gewinn- und Verlustzuweisungen.
Im Jahresdurchschnitt waren im Homag Group Konzern beschäftigt:
|
|
Inland | Ausland | Gesamt 2010 | Gesamt 2009 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 1.767 | 257 | 2.024 | 2.107 |
| Angestellte | 1.795 | 774 | 2.569 | 2.664 |
| Auszubildende | 386 | 2 | 388 | 387 |
|
|
3.948 | 1.033 | 4.981 | 5.158 |
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt
364 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR). Eine erfolgsabhängige Vergütung ist darin nicht enthalten.
Die gesamte Vergütung ist - wie im Vorjahr - kurzfristig fällig.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Kurzfristig fällige Vergütung | 1.487 | 1.179 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) | 278 | -153 |
|
|
1.765 | 1.026 |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 1.765
TEUR. Aufgrund der Nichterfüllung der Grundvoraussetzung für den Short-Term-Incentive
(STI), einen positiven Value Ad-ded, erfolgt für das Jahr 2010 keine Auszahlung einer
erfolgsabhängigen Komponente aus diesem Programm. Im Zusammenhang mit einer vertraglich
vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr
mehrheitlich als erfolgsabhängige Vergütung eine einmalige Sonderzahlung als Tantieme
erhalten. Eintrittsvoraussetzung für diese einmalige Sonderzahlung war die Erreichung
eines positiven konsolidierten Ergebnisses vor Steuern (EBT) kumuliert für die vergangenen
vier Quartale. Ferner hat der Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus
gewährt.
Für die zum beizulegenden Zeitwert ermittelte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung
wurde für das erste Drittel des beizulegenden Zeitwerts eine Rückstellung in Höhe
von 278 TEUR gebildet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 im
Jahr 2013.
Der im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 278 TEUR erfasste Aufwand aus dieser Vergütung
mit langfristiger Anreizwirkung betrifft ausschließlich aktienbasierte Vergütungstransaktionen
mit Barausgleich im Sinne von IFRS 2.30 ff. Im Vorjahr wurde ein Ertrag in Höhe von
153 TEUR erfasst.
Grundvoraussetzung für einen Barausgleich ist ein über den Bezugszeitraum kumuliert
positiver Value Added (Return on Capital Employed minus Weighted Average Cost of Capital).
Der Bezugszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 (im Vorjahr die
Geschäftsj ahre 2007, 2008 und 2009). Dieser linear ermittelte LTI ist wiederum durch
eine festgelegte Messgröße (12 Prozent des Value Added, im Vorjahr 18 Prozent des
Value Added) nach oben hin begrenzt. Ein weiterer, den LTI-Bonus bestimmender Bestandteil
ist die Wertentwicklung der HOMAG Group Aktie während des Bezugszeitraums, die den
LTI erhöhen oder verringern kann. Hierbei wird der Wertzuwachs der Aktie zwischen
dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums
(relevanter Schlusskurs) ermittelt. Bei einer Steigerung des relevanten Schlusskurses
zum relevanten Anfangskurs um bis zu 70 Prozent entsteht ein Anspruch auf den zweiten
Teil des LTI. Im Falle eines Kursverlustes der Aktie errechnet sich analog ein Minderungsbetrag,
der wiederum bei einem Wertverfall der Aktie von 70 Prozent seine maximale Ausprägung
findet. Der aktienbasierte LTI kann jedoch durch den Minderungsbetrag maximal auf
0 EUR verringert werden.
Die Vertragslaufzeit der Wertsteigerungsrechte umfasst die Jahre 2010 bis 2012 (im
Vorjahr die Jahre 2007 bis 2009). Der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte
wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Binominalmodells und unter
Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt.
Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive die Schuld zur Abgeltung dieser
Leistungen wird über den erwarteten Erdienungszeitraum erfasst. Die Schuld wird zu
jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde
gelegten Parameter für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010:
|
|
2010 |
| Dividendenrendite (in %) | 2,40 |
| Erwartete Volatilität (in %) | 43,60 |
| Risikoloser Zinssatz (in %) | 1,56 |
| Verfall der Optionspositionen | 31.12.2012 |
| Relevanter Anfangskurs der Aktie (in EUR) | 12,13 |
Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 wurden keine entsprechenden Parameter
zugrunde gelegt, da der Buchwert der Schuld am Ende des Geschäftsjahres auf 0 EUR
reduziert wurde, weil die Eintrittsvoraussetzungen nicht vorgelegen haben.
Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert der Schuld, welcher im vorliegenden Fall
dem beizulegenden Zeitwert entspricht, 278 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Die Gesamtbezüge des Vorstands gemäß IAS 24 betrugen für das Geschäftsjahr 1.765 TEUR
(Vorjahr: 1.026 TEUR) und teilen sich wie folgt auf:
|
|
Erfolgsunabhängige Vergütung |
Erfolgsabhängige Vergütung |
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) |
|||
|
|
|
|
Tantieme | Veränderung der Rückstellung | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Rolf Knoll | 323 | 241 | 38 | 0 | 77 | -31 |
| Achim Gauß | 274 | 226 | 38 | 0 | 77 | -31 |
| Andreas Hermann | 247 | 201 | 37 | 0 | 0 | -28 |
| Herbert Högemann | 236 | 202 | 25 | 0 | 65 | -28 |
| Jürgen Köppel | 218 | 48 | 15 | 0 | 59 | 0 |
| Dr. Joachim Brenk | 0 | 223 | 0 | 0 | 0 | -35 |
| GESAMT | 1.298 | 1.141 | 153 | 0 | 278 | -153 |
|
|
Sachbezüge | Gesamtbezüge | ||
|
|
|
|
|
|
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Rolf Knoll | 8 | 7 | 446 | 217 |
| Achim Gauß | 7 | 8 | 396 | 203 |
| Andreas Hermann | 7 | 7 | 291 | 180 |
| Herbert Högemann | 8 | 8 | 334 | 182 |
| Jürgen Köppel | 6 | 2 | 298 | 50 |
| Dr. Joachim Brenk | 0 | 6 | 0 | 194 |
| GESAMT | 36 | 38 | 1.765 | 1.026 |
Für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) wurde das erste Drittel des
beizulegenden Zeitwerts den Rückstellungen zugeführt. Hierbei handelt es sich nicht
um den tatsächlichen Wert, sondern um den finanzmathematisch ermittelten beizulegenden
Zeitwert (Fair Value). Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 in
2013.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder der in 1999 auf die Homag Group AG verschmolzenen
IMA AG sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr: 621 TEUR) gebildet.
Die geleisteten Rentenzahlungen betrugen im abgelaufenen Jahr 57 TEUR (Vorjahr: 55
TEUR).
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte planmäßig | 10.410 | 7.410 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte außerplanmäßig | 480 | 0 |
|
|
10.890 | 7.410 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen planmäßig | 17.876 | 17.616 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen außerplanmäßig | 29 | 733 |
|
|
17.905 | 18.349 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Vertriebsprovisionen, Sondereinzelkosten Vertrieb | 13.288 | 10.991 |
| Werbe- und Messekosten | 7.478 | 7.480 |
| Bürobedarf, Post- und Telekommunikationskosten | 4.827 | 4.513 |
| Rechts- und Beratungskosten, Lizenzausgaben und Patentkosten | 6.675 | 6.463 |
| Reise- und Bewirtungskosten | 15.153 | 14.604 |
| Miet- und Leasingaufwendungen | 9.165 | 9.142 |
| Sonstige Steuern | 1.129 | 1.004 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.914 | 3.227 |
| Forderungsverluste | 296 | 738 |
| Transportkosten | 10.915 | 7.863 |
| Instandhaltungskosten | 7.446 | 5.295 |
| Versicherungskosten | 1.480 | 1.611 |
| Kursverluste aus Währungsumrechnungen | 5.485 | 6.234 |
| Verluste aus Anlageabgängen | 480 | 755 |
| Spenden, Gebühren, Abgaben, Beiträge | 886 | 885 |
| Nebenkosten des Geldverkehrs | 2.117 | 1.303 |
| Reinigungskosten | 976 | 856 |
| Übrige Aufwendungen | 26.925 | 10.428 |
|
|
118.635 | 93.392 |
Das Beteiligungsergebnis aus At-Equity-Beteiligungen entfällt auf Stiles Machinery
Inc., Grand Rapids/USA mit 557 TEUR (Vorjahr: 28 TEUR) sowie auf Homag China Golden
Field Ltd., Hongkong/China mit 668 TEUR (Vorjahr: -34 TEUR).
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Zinserträge aus ausgereichten Krediten und anderen Forderungen | 91 | 132 |
| Andere Zinsen und ähnliche Erträge | 2.134 | 1.262 |
| Gesamtzinserträge aller finanziellen Forderungen, die nicht vom Unternehmen zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten angesetzt wurden |
2.225 | 1.394 |
| Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten | 68 | 21 |
| ZINSERTRÄGE | 2.293 | 1.415 |
| Zinsaufwendungen aus |
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -8.583 | -6.325 |
| der Ab-/Aufzinsung des Genussrechtskapitals | -138 | 199 |
| Finanzierungsleasingverbindlichkeiten | -363 | -458 |
| Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Transaktionskosten | -970 | -259 |
| Andere Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen | -3.852 | -3.561 |
| Gesamtzinsaufwand aller finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht vom Unternehmen zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten angesetzt wurden |
-13.906 | -10.404 |
| Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen | -129 | -191 |
| Zinsaufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten | -192 | 0 |
| ZINSAUFWENDUNGEN | -14.227 | -10.595 |
| ZINSERGEBNIS | -11.934 | -9.180 |
Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Laufende Steuern | 5.428 | 3.577 |
| Latente Steuern |
|
|
| aus zeitlichen Bewertungsunterschieden | -972 | 1.463 |
| aus Verlustvorträgen | 1.865 | -12.729 |
|
|
6.321 | -7.689 |
Der Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht mit aktiven latenten Steuern
belegter steuerlicher Verlustvorträge um 441 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) gemindert.
Der Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 14.412 TEUR (Vorjahr:
-29.781 TEUR) und des für die Homag Group Gesellschaften in Deutschland geltenden
Steuersatzes von 27,375 Prozent (Vorjahr: 27,375 Prozent theoretischer Steueraufwand)
wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Theoretischer Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) | -3.945 | 8.153 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 3 | 50 |
| Steuerminderungen (+)/Steuermehrungen (-) aufgrund steuerfreier Erträge bzw. nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -3.042 | -2.571 |
| Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuern und Verlustvorträge | -164 | 3.003 |
| Sonstige Abweichungen | 827 | -946 |
| STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG (TATSÄCHLICHER STEUERAUFWAND (-)/STEUERERTRAG (+)) | -6.321 | 7.689 |
Die sonstigen Abweichungen resultieren vor allem aus Steueraufwendungen für Vorjahre
in Höhe von 466 TEUR (Vorjahr: 1.584 TEUR), welche unter anderem auf erwartete Nachzahlungen
in Verbindung mit der Steuerprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft zurückzuführen
sind, die teilweise kompensiert werden konnten durch Umkehreffekte aus Vorjahren.
Auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 63.510 TEUR wurden
keine latenten Steuern angesetzt, da vorgesehen ist, diese Gewinne zum Zwecke der
Substanzerhaltung und Ausweitung des Geschäftsvolumens in den Unternehmen einzusetzen.
Die erfolgsneutral gebildeten latenten Steuern belaufen sich am Bilanzstichtag auf
82 TEUR (Vorjahr: -59 TEUR).
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede
im Konzern ist im Wesentlichen folgenden Posten zuzuordnen:
|
|
Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 835 | 486 | 14.211 | 14.269 |
| Vorräte | 3.964 | 5.868 | 3.086 | 781 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.738 | 2.781 | 903 | 631 |
| Sonstige Aktiva | 148 | 586 | 926 | 2.496 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.241 | 1.701 | 836 | 663 |
| Langfristige Verpflichtungen und langfristige Rückstellungen | 4.743 | 3.775 | 22 | 192 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 6.968 | 4.826 | 319 | 246 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 71 | 245 | 5.596 | 6.720 |
| Sonstige Passiva | 3.787 | 4.473 | 11.104 | 11.223 |
|
|
25.495 | 24.741 | 37.003 | 37.221 |
| Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede | 25.495 | 24.741 | 37.003 | 37.221 |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 18.033 | 19.898 | 0 | 0 |
| Saldierung | -26.169 | -24.929 | -26.169 | -24.929 |
|
|
17.359 | 19.710 | 10.834 | 12.292 |
Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen,
wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend
wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen
unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können.
Aus der Veränderung der Wertberichtigungen auf Verlustvorträge ergibt sich ein Einfluss
auf den Steueraufwand von 164 TEUR (Vorjahr: -3.003 TEUR).
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge,
für die aktive latente Steuern gebildet wurden, auf 46.556 TEUR (Vorjahr: 54.898 TEUR)
für Zwecke der Körperschaftsteuer, auf 43.334 TEUR (Vorjahr: 52.019 TEUR) für Zwecke
der Gewerbesteuer und betreffend ausländischer Verlustvorträge auf 17.516 TEUR (Vorjahr:
14.774 TEUR). Verlustvorträge, für die wegen mangelnder Realisierbarkeit aktive latente
Steuern nicht gebildet wurden, bestanden für Zwecke der Körperschaftsteuer in Höhe
von 36.043 TEUR (Vorjahr: 32.644 TEUR), für Zwecke der Gewerbesteuer in Höhe von 32.839
TEUR (Vorjahr: 31.176 TEUR) und im Ausland in Höhe von 8.024 TEUR (Vorjahr: 12.240
TEUR).
Die inländischen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Vom Gesamtbetrag
der ausländischen Verlustvorträge in Höhe von 25.540 TEUR ist ein Betrag von 22.535
TEUR zeitlich unbeschränkt nutzbar. Verlustvorträge in Höhe von 190 TEUR verfallen
nach Ablauf des nächsten Jahres. Verlustvorträge in Höhe von 388 TEUR verfallen nach
Ablauf der nächsten zwei Jahre. Ein weiterer Betrag in Höhe von 1.020 TEUR verfällt
nach Ablauf der nächsten drei Jahre. Ein Betrag in Höhe von 1.407 TEUR verfällt nach
Ablauf von mehr als drei Jahren.
Das auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Jahresergebnis in 2010 beläuft
sich auf 1.408 TEUR (Vorjahr: -1.382 TEUR).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 aus der Division des auf die
Aktionäre der Homag Group AG entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete
durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Das Ergebnis nach
Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 6.683 TEUR (Vorjahr: -20.710 TEUR)
führte zu einem Ergebnis je Aktie von 0,43 EUR (Vorjahr: -1,32 EUR). Das verwässerte
und unverwässerte Ergebnis sind identisch.
Nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je
Aktie zugrunde gelegten Werte:
|
|
2010 | 2009 |
| Den Aktionären der Homag Group AG zuzurechnendes Ergebnis zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses in TEUR | 6.683 | -20.710 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,43 | -1,32 |
| UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE NACH IAS 33 IN EUR | 0,43 | -1,32 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (Basis für die Berechnung des Ergebnisses pro Aktie) | 15.688.000 | 15.688.000 |
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses
haben keine Transaktionen mit Stammaktien stattgefunden.
In 2010 wurde für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende ausbezahlt.
Der Hauptversammlung am 25. Mai 2011 wird vorgeschlagen, den im Jahresabschluss der
Homag Group AG zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 25.917.951,45
EUR wie folgt zu verwenden:
| ― |
Ausschüttung einer Dividende von 0,30 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auf die 15.688.000 dividendenberechtigten Stückaktien in Höhe von 4.706.400,00 EUR |
| ― |
Vortrag von 21.211.551,45 EUR auf neue Rechnung |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Dividendenausschüttung | 4.706 | 0 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 21.212 | 25.493 |
|
|
25.918 | 25.493 |
| in EUR | 2010 | 2009 |
| DIVIDENDE JE DIVIDENDENBERECHTIGTE STÜCKAKTIE | 0,30* | 0,00 |
Entwicklung des langfristigen Vermögens des Homag Group Konzerns 2010
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| in TEUR | Stand am 01.01.2010 |
Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2010 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 44.361 | 119 | 2.210 | -1.245 | 1.295 | 46.740 |
| - davon Leasing | 2.237 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.237 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 16.855 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16.855 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 23.276 | 0 | 9.912 | -385 | 0 | 32.803 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 6.453 | 0 | 2.053 | -27 | -1.295 | 7.184 |
|
|
90.945 | 119 | 14.175 | -1.657 | 0 | 103.582 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 159.126 | 1.417 | 1 .343 | -242 | 85 | 161.729 |
| - davon Leasing | 4.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.000 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 77.071 | 616 | 4.359 | -3.798 | 83 | 78.331 |
| - davon Leasing | 15.245 | 41 | 1.484 | -2.410 | -446 | 13.914 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.610 | 913 | 6.028 | -3.695 | 32 | 75.888 |
| - davon Leasing | 7.857 | 7 | 2.177 | -1.884 | -52 | 8.105 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 525 | 3 | 410 | 0 | -200 | 738 |
|
|
309.332 | 2.949 | 12.140 | -7.735 | 0 | 316.686 |
|
|
400.277 | 3.068 | 26.315 | -9.392 | 0 | 420.268 |
|
|
Abschreibungen | |||||
| in TEUR | Stand am 01.01.2010 |
Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2010 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 30.539 | 54 | 4.718 | -1.233 | 0 | 34.078 |
| - davon Leasing | 1.911 | 0 | 279 | 0 | 0 | 2.190 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 573 | 0 | 2781) | 0 | 0 | 851 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 5.134 | -67 | 5.8942) | -379 | 0 | 10.582 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
36.246 | -13 | 10.890 | -1.612 | 0 | 45.511 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 66.347 | 351 | 4.932 | -114 | 0 | 71.516 |
| - davon Leasing | 56 | 0 | 111 | 0 | 0 | 167 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 48.124 | 384 | 5.8503) | -2.049 | 0 | 52.309 |
| - davon Leasing | 6.154 | 8 | 2.143 | -545 | -169 | 7.591 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.999 | 590 | 7.123 | -3.498 | 0 | 54.214 |
| - davon Leasing | 6.083 | 4 | 1.339 | -1.826 | -11 | 5.589 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
164.470 | 1.325 | 17.905 | -5.661 | 0 | 178.039 |
|
|
200.716 | 1.312 | 28.795 | -7.273 | 0 | 223.550 |
|
|
Buchwerte | |
| in TEUR | Stand am 31.12.2010 |
Stand am 31.12.2009 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 12.662 | 13.822 |
| - davon Leasing | 47 | 326 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 16.004 | 16.282 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 22.221 | 18.142 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 7.184 | 6.453 |
|
|
58.071 | 54.699 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 90.213 | 92.779 |
| - davon Leasing | 3.833 | 3.944 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 26.022 | 28.947 |
| - davon Leasing | 6.323 | 9.091 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.674 | 22.611 |
| - davon Leasing | 2.516 | 1.774 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 738 | 525 |
|
|
138.647 | 144.862 |
|
|
196.718 | 199.561 |
1)
Außerplanmäßige Abschreibung
2)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 202 TEUR enthalten.
3)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 29 TEUR enthalten.
Entwicklung des langfristigen Vermögens des Homag Group Konzerns 2009
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| in TEUR | Stand am 01.01.2009 |
Währungs-differenzen | Änderungen Konsolidierungs-kreis |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 37.221 | 72 | 2.961 | 3.057 | -632 | 1.682 |
| - davon Leasing | 2.237 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 6.565 | 0 | 10.290 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
14.516 | 0 | 0 | 8.760 | 0 | 0 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 4.847 | 0 | 6 | 3.257 | -23 | -1.634 |
|
|
63.149 | 72 | 13.257 | 15.074 | -655 | 48 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
147.893 | 755 | 4 | 11.636 | -3.412 | 2.250 |
| - davon Leasing | 0 | 0 | 0 | 4.000 | 0 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 73.850 | 152 | 3.787 | 3.798 | -4.878 | 362 |
| - davon Leasing | 14.609 | 7 | 0 | 2.201 | -1.553 | -19 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
68.452 | 426 | 1.783 | 5.509 | -3.670 | 110 |
| - davon Leasing | 7.174 | 28 | 0 | 831 | -92 | -84 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
3.918 | 3 | 0 | -556 | -70 | -2.770 |
|
|
294.113 | 1.336 | 5.574 | 20.387 | -12.030 | -48 |
|
|
357.262 | 1.408 | 18.831 | 35.461 | -12.685 | 0 |
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Abschreibungen | ||||
| in TEUR | Stand am 31.12.2009 |
Stand am 01.01.2009 |
Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 44.361 | 26.375 | 40 | 4.672 | -567 | 19 |
| - davon Leasing | 2.237 | 1.631 | 0 | 280 | 0 | 0 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 16.855 | 573 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 23.276 | 2.399 | 0 | 2.738 | 0 | 0 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 6.453 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
90.945 | 29.347 | 40 | 7.410 | -567 | 19 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 159.126 | 61.165 | 216 | 5.5511) | -587 | 2 |
| - davon Leasing | 4.000 | 0 | 0 | 56 | 0 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 77.071 | 45.168 | 88 | 5.712 | -3.194 | 350 |
| - davon Leasing | 15.245 | 4.790 | 5 | 1.603 | -281 | 37 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.610 | 45.786 | 272 | 7.086 | -2.684 | -371 |
| - davon Leasing | 7.857 | 4.915 | 4 | 1.268 | -92 | -12 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 525 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
309.332 | 152.119 | 576 | 18.349 | -6.465 | -19 |
|
|
400.277 | 181.466 | 616 | 25.759 | -7.032 | 0 |
|
|
Abschreibungen | Buchwerte | ||
| in TEUR | Zuschreibungen | Stand am 31.12.2009 |
Stand am 31.12.2009 |
Stand am 31.12.2008 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 0 | 30.539 | 13.822 | 10.846 |
| - davon Leasing | 0 | 1.911 | 326 | 606 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 573 | 16.282 | 5.992 |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | -3 | 5.134 | 18.142 | 12.117 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 6.453 | 4.847 |
|
|
-3 | 36.246 | 54.699 | 33.802 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 0 | 66.347 | 92.779 | 86.728 |
| - davon Leasing | 0 | 56 | 3.944 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 48.124 | 28.947 | 28.682 |
| - davon Leasing | 0 | 6.154 | 9.091 | 9.819 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -90 | 49.999 | 22.611 | 22.666 |
| - davon Leasing | 0 | 6.083 | 1.774 | 2.259 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 525 | 3.918 |
|
|
-90 | 164.470 | 144.862 | 141.994 |
|
|
-93 | 200.716 | 199.561 | 175.796 |
1)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 733 TEUR enthalten.
Die Aufteilung der immateriellen Vermögenswerte nach Regionen gestaltet sich wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Deutschland | 53.525 | 49.988 |
| Übrige Länder der EU | 1.302 | 1.438 |
| Übriges Europa | 1.464 | 1.465 |
| Nordamerika | 297 | 300 |
| Südamerika | 330 | 343 |
| Asien/Pazifik | 1.153 | 1.165 |
| Drittland | 4.546 | 4.711 |
| GESAMT | 58.071 | 54.699 |
Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung
des langfristigen Vermögens (Anlagespiegel) dargestellt.
Im Berichtsjahr wurden bei den immateriellen Vermögenswerten 480 TEUR (Vorjahr: 0
TEUR) außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, davon entfielen 278 TEUR auf die
Abschreibung eines Firmenwerts.
Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 16.004 TEUR (Vorjahr: 16.282
TEUR) teilen sich auf die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE)
wie folgt auf:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| ZGEs beziehungsweise Gruppen von ZGEs |
|
|
| Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH | 10.290 | 10.290 |
| HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH | 23 | 23 |
| Bargstedt Handlingsysteme GmbH | 115 | 115 |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH | 1.764 | 1.764 |
| Vertrieb Europa | 2.634 | 2.634 |
| Vertrieb Amerika | 266 | 266 |
| Vertrieb Asien/Pazifik | 912 | 912 |
| SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG) | - | 278 |
| GESAMT | 16.004 | 16.282 |
Die Zuordnung der Geschäfts- und Firmenwerte auf die einzelnen Gruppen von ZGEs erfolgte
anhand einer Zuordnung der bei den erworbenen Unternehmen erwarteten Erträge zu den
einzelnen Bereichen.
Aus der im Abschnitt 4.2.1 des Anhangs erläuterten Änderung der Definition der ZGEs
ergab sich folgende Neuzuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte:
| 31.12.2009 Zuordnung wie Vorjahresbericht |
31.12.2009 Zuordnung nach Neustrukturierung |
||
| Industrie |
|
Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH | 10.290 |
|
|
|
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH | 23 |
|
|
|
Bargstedt Handlingsysteme GmbH | 115 |
|
|
|
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH | 1.764 |
|
|
12.192 |
|
12.192 |
| Vertrieb und Service |
|
Vertrieb Europa | 2.634 |
|
|
|
Vertrieb Amerika | 266 |
|
|
|
Vertrieb Asien/Pazifik | 912 |
|
|
3.812 |
|
3.812 |
| Sonstiges |
|
SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG) |
278 |
|
|
278 |
|
278 |
| GESAMT | 16.282 |
|
16.282 |
Aus den auf den Stichtag 31. Dezember 2010 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergab
sich kein Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte. Bereits zum 30.
September 2010 wurde der der ZGE SCHULER Consulting GmbH zugeordnete Firmenwert in
Höhe von 278 TEUR in voller Höhe wertberichtigt.
Die für die durchgeführten Impairmenttests zum Stichtag 31. Dezember 2010 verwendeten
WACC-Diskontierungssätze vor Steuern sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Detailplanungszeitraum in % | Jahre | 31.12.2010 2011-2015 |
31.12.2009 2010-2014 |
| ZGEs beziehungsweise Gruppen von ZGEs |
|
|
|
| Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH | 10,31 | 11,21 | |
| HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH | 10,22 | 11,21 | |
| Bargstedt Handlingsysteme GmbH | 10,32 | 11,21 | |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH | 10,51 | 11,21 | |
| Vertrieb Europa | 10,25 | 11,69 | |
| Vertrieb Amerika | 10,13 | 11,69 | |
| Vertrieb Asien/Pazifik | 10,75 | 11,69 | |
| SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG) | - | 10,77 | |
Die Eigenkapitalkosten wurden auf Basis einer für den Homag Group Konzern zusammengestellten
Peergroup einheitlich für alle ZGEs ermittelt. Die Fremdkapitalkosten wurden ausgehend
vom risikolosen laufzeitabhängigen Zinssatz erhöht um einen an das Kreditrating der
Peergroup angepassten Zinszuschlag ermittelt.
Das Management ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich
möglichen Änderungen einer der zur Bestimmung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnten, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen.
Die aktivierten Entwicklungskosten setzen sich aus neuen Maschinenprojekten und Projekten
im Bereich Steuerungstechnik in mehreren Produktionsgesellschaften des Konzerns zusammen.
Nach Implementierung der Voraussetzungen zur Bestimmung der Herstellungskosten bei
Entwicklungsleistungen im Laufe des Jahres 2006 wurden die Herstellungskosten gemäß
IAS 38 ermittelt.
Die nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr
2010 auf 19.777 TEUR (Vorjahr: 15.030 TEUR).
Die Sachanlagen entfallen folgendermaßen auf die einzelnen Regionen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Deutschland | 108.945 | 114.709 |
| Übrige Länder der EU | 16.985 | 18.195 |
| Übriges Europa | 555 | 486 |
| Nordamerika | 2.265 | 2.113 |
| Südamerika | 2.632 | 2.446 |
| Asien/Pazifik | 7.265 | 6.913 |
| Drittland | 29.702 | 30.153 |
| GESAMT | 138.647 | 144.862 |
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten der Sachanlagen sowie
ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Entwicklung des langfristigen Vermögens
enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im Lagebericht genannt.
Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Sachanlagen des abgelaufenen Geschäftsjahres
sowie des Vorjahres wurden keine Zuschüsse und Zulagen abgesetzt.
Bei den Sachanlagen wurden im Berichtsjahr 29 TEUR (Vorjahr: 733 TEUR) außerplanmäßige
Abschreibungen im Sinne von IAS 36 vorgenommen.
Aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen Unternehmen des Homag Group Konzerns
als Leasingnehmer auftreten, sind Vermögenswerte in folgender Höhe aktiviert:
| in TEUR | Buchwert 31.12.2010 |
Buchwert 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 47 | 326 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 3.833 | 3.944 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.323 | 9.091 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.516 | 1.774 |
|
|
12.719 | 15.135 |
Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze variieren je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
zwischen 2,65 Prozent und 10,5 Prozent p. a. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus
Finanzierungs-Leasingverhältnissen, die darin enthaltenen Zinsanteile sowie die Barwerte
der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten
bilanziert sind, ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
| in TEUR | Fällig innerhalb eines Jahres | Fällig zwischen 1 und 5 Jahren | Fällig nach 5 Jahren | 31.12.2010 Gesamt | 31.12.2009 Gesamt |
| Mindestleasingzahlungen | 3.913 | 7.032 | 1.957 | 12.902 | 12.219 |
| Abzinsungsbeträge | 455 | 564 | 276 | 1.295 | 1.124 |
| BARWERTE | 3.458 | 6.468 | 1.681 | 11.607 | 11.095 |
Teilweise existieren Kaufoptionen.
Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen
und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 4.717 | 4.579 |
| Fällig zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 7.301 | 7.343 |
| Fällig nach 5 Jahren | 4.951 | 5.697 |
|
|
16.969 | 17.619 |
Wesentliche Leasingvereinbarungen (Operating-Leasing) bestehen vor allem im Bereich
Grundstücke und Bauten, Fuhrpark und EDV. Es sind fixe Miet- bzw. Leasing-Zahlungen
vereinbart, das heißt, während der Vertragslaufzeit erfolgen keine Änderungen der
Mietzahlungen aufgrund von Änderungen am Kapitalmarkt. Die Grundmietzeiten orientieren
sich an der wirtschaftlich sinnvollen Nutzungsdauer, Kaufoptionen und bedingte Mietzahlungen
sind nicht vereinbart. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen hinsichtlich
Dividendenausschüttungen, zusätzlicher Schuldenaufnahme oder weiterer Leasingverträge.
Folgende Beträge aus Operating-Leasing-Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr erfolgswirksam
erfasst:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mindestleasing-/Mindestmietzahlungen | 9.165 | 9.142 |
Die von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten geförderter Vermögenswerte abgesetzten
Zuwendungen der öffentlichen Hand entwickelten sich wie folgt:
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | ||||
| in TEUR | Stand am 01.01.2010 |
Abgänge | Stand am 31.12.2010 |
Stand am 01.01.2010 |
Zugänge | Abgänge |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
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|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 14 | -2 | 12 | 12 | 2 | -2 |
|
|
14 | -2 | 12 | 12 | 2 | -2 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 1.111 | 0 | 1.111 | 314 | 43 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 406 | -123 | 283 | 341 | 35 | -123 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 138 | -83 | 55 | 129 | 9 | -83 |
|
|
1.655 | -206 | 1.449 | 784 | 87 | -206 |
|
|
1.669 | -208 | 1.461 | 796 | 89 | -208 |
|
|
Abschreibungen | Buchwerte | |
| in TEUR | Stand am 31.12.2010 |
Stand am 31.12.2010 |
Stand am 31.12.2009 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 12 | 0 | 2 |
|
|
12 | 0 | 2 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 357 | 754 | 796 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 253 | 30 | 65 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 55 | 0 | 9 |
|
|
665 | 784 | 870 |
|
|
677 | 784 | 872 |
Die zusammengefassten Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen, die "at
equity" konsolidiert wurden, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen (dem Konzern
zustehender Anteil):
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Gesamtbetrag der Vermögenswerte | 19.743 | 15.979 |
| Gesamtbetrag der Schulden | 13.138 | 10.856 |
| EIGENKAPITAL | 6.605 | 5.123 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Gesamte Umsatzerlöse | 37.456 | 23.795 |
| Jahresergebnis | 1.225 | -6 |
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 46.490 | 38.464 |
| Unfertige Erzeugnisse | 15.769 | 19.589 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 58.195 | 51.760 |
| Geleistete Anzahlungen | 7.779 | 2.013 |
|
|
128.233 | 111.826 |
Die ergebniswirksamen Wertberichtigungen auf Vorräte belaufen sich im Jahr 2010 auf
515 TEUR (Vorjahr: 1.625 TEUR). Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
der Veräußerungskosten angesetzten Vorräte, das heißt der wertberichtigten Vorräte,
beträgt 41.725 TEUR (Vorjahr: 33.564 TEUR). Im Rahmen der Besicherung von Krediten
wurde im Berichtsjahr Vorratsvermögen in Höhe von 69.259 TEUR (Vorjahr: 5.216 TEUR)
verpfändet. Die deutliche Erhöhung ist durch den Abschluss des neuen Konsortialvertrags
begründet.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 98.965 | 94.810 | 4.155 | 95.089 | 91.170 | 3.919 |
| Forderungen aus Langfristfertigung | 15.941 | 15.941 | 0 | 23.354 | 23.354 | 0 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 8.797 | 8.797 | 0 | 6.065 | 6.065 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13.464 | 10.309 | 3.155 | 13.259 | 8.913 | 4.346 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | 3.769 | 3.636 | 133 | 4.663 | 4.544 | 119 |
| Ertragsteuerforderungen | 8.587 | 6.144 | 2.443 | 9.521 | 6.668 | 2.853 |
|
|
149.523 | 139.637 | 9.886 | 151.951 | 140.714 | 11.237 |
Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen das aktivierte körperschaftsteuerliche
Anrechnungsguthaben sowie laufende Ertragsteuererstattungsansprüche.
Im Rahmen von Factoring-Verträgen wurden insgesamt 6.342 TEUR (Vorjahr: 6.587 TEUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber Dritten und assoziierten Unternehmen erfassten Wertberichtigungen
haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| STAND ZUM 1. JANUAR | 7.483 | 8.632 |
| Zugänge/Abgänge Konsolidierungskreis | 0 | 12 |
| Wechselkurseffekte | 151 | 100 |
| Inanspruchnahmen | -1.933 | -1.779 |
| Auflösungen | -1.792 | -2.709 |
| Erhöhungen erfolgswirksam erfasster Wertberichtigungen | 3.914 | 3.227 |
| STAND ZUM 31. DEZEMBER | 7.823 | 7.483 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu jedem
Bilanzstichtag auf Basis einer individuellen Einschätzung der Bonität der Schuldner
vorgenommen. Dabei wird einer Veränderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels
bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Eine Inanspruchnahme der Wertberichtigung
erfolgt, wenn nach Einschätzung des Managements mit einem Zahlungseingang nicht mehr
gerechnet werden kann oder über das Vermögen des Schuldners ein Insolvenzverfahren
eröffnet wurde. Übersteigt der Ausfall der Forderung den wertberichtigten Betrag,
erfolgt in entsprechender Höhe unmittelbar eine aufwandswirksame Erfassung. Soweit
sich nach Einschätzung des Managements die Bonität des Schuldners bei überfälligen
Forderungen nach erfolgter Wertberichtigung verbessert hat oder ein Zahlungseingang
erfolgt ist, erfolgt eine entsprechende Auflösung der Wertberichtigung.
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen aus der vollständigen Ausbuchung von
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang ausgebuchter
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -296 | -738 |
| Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61 | 307 |
Sämtliche erfolgswirksam zu erfassenden Veränderungen der Wertberichtigungen sowie
Aufwendungen aus Forderungsausbuchungen beziehungsweise Erträge aus dem Eingang ausgebuchter
Forderungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Altersstruktur der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und assoziierten Unternehmen sowie der
Forderungen aus Langfristfertigung:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 70.595 | 70.188 |
| Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind |
|
|
| weniger als 90 Tage überfällig | 31.861 | 31.090 |
| 90 bis 179 Tage überfällig | 4.582 | 4.604 |
| 180 bis 365 Tage überfällig | 3.137 | 4.757 |
| 1 Jahr und mehr überfällig | 8.120 | 5.404 |
| Gesamt überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind | 47.700 | 45.855 |
| Einzelwertberichtigte Forderungen | 13.231 | 15.948 |
| BRUTTOBETRAG DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | 131.526 | 131.991 |
| Wertberichtigungen | -7.823 | -7.483 |
| NETTOBETRAG/BILANZWERT DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | 123.703 | 124.508 |
Für die nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum
Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und
haben eine Fälligkeit von 14 bis 180 Tagen. Für die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen bestehen überwiegend Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten an den
gelieferten Waren.
Bei den Forderungen aus Langfristfertigung wurden pro Auftrag die entsprechend dem
Auftragsfortschritt anzusetzenden Umsatzerlöse mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet.
Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten
und ausgewiesene Gewinne von 27.372 TEUR (Vorjahr: 40.767 TEUR) mit erhaltenen Anzahlungen
in Höhe von 12.296 TEUR (Vorjahr: 19.067 TEUR) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen
von 15.941 TEUR (Vorjahr: 23.354 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 865 TEUR
(Vorjahr: 1.654 TEUR).
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Ausgereichte Kredite | 413 | 25 | 388 | 380 | 34 | 346 |
| Forderungen aus Forderungsverkäufen | 474 | 474 | 0 | 721 | 721 | 0 |
| Übrige | 12.230 | 9.773 | 2.457 | 11.929 | 7.929 | 4.000 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 347 | 37 | 310 | 228 | 228 | 0 |
|
|
13.464 | 10.309 | 3.155 | 13.259 | 8.913 | 4.346 |
Die derivativen finanziellen Vermögenswerte betreffen Forderungen aus derivativen
Fremdwährungs- und Zinsgeschäften in Höhe von insgesamt 347 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR).
Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine nicht wertberichtigten
überfälligen Posten enthalten.
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender
Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte
oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den
erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar
sind,
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten
beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
| in TEUR | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 37 | 0 | 37 | 0 | 228 | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 310 | 0 | 310 | 0 | 0 | 0 |
|
|
347 | 0 | 347 | 0 | 228 | 0 |
|
|
31.12.2009 | |
| in TEUR | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 228 | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 0 |
|
|
228 | 0 |
Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
| in TEUR | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 299 | 0 | 299 | 0 | 377 | 0 |
|
|
31.12.2009 | |
| in TEUR | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 377 | 0 |
Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember im Bestand befindlichen
Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamterträge (+) und -aufwendungen (-)
von Vermögenswerten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 37 | 249 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | -186 | 0 |
|
|
-149 | 249 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamterträge (+) und -aufwendungen (-)
von Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | -299 | -377 |
Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden entweder im sonstigen betrieblichen Ertrag
beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand oder im Finanzergebnis dargestellt.
Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt
zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Verkehrssteuerforderungen | 1.925 | 1.925 | 0 | 2.795 | 2.795 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.844 | 1.711 | 133 | 1.855 | 1.749 | 106 |
| Sonstige Forderungen an assoziierte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 13 | 0 | 13 |
|
|
3.769 | 3.636 | 133 | 4.663 | 4.544 | 119 |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Ertragsteuerforderungen | 8.587 | 6.144 | 2.443 | 9.521 | 6.668 | 2.853 |
Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuerguthaben,
die in den Jahren 2011 bis 2017 dem Konzern zufließen werden, und Forderungen aus
laufenden Ertragsteuern.
Neben täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks
und Kassenbestände ausgewiesen.
Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen
finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt,
sofern die Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht erfüllt werden.
Der Homag Group Konzern steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifikation
und sorgfältige Auswahl der Vertragspartner. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel
oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder
wertberichtigt.
Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist
im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Zum 31. Dezember 2010 betrug das Grundkapital 15.688 TEUR (Vorjahr: 15.688 TEUR).
Es ist voll eingezahlt und eingeteilt in 15.688.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose
Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von jeweils 1 EUR.
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 das Grundkapital mit
Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.825 TEUR
durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2010 beträgt 32.976 TEUR (Vorjahr: 32.976 TEUR).
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 98.814 TEUR (Vorjahr: 114.996 TEUR) beinhalten die
in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den
Gewinnrücklagen teilweise Verrechnungen von Firmenwerten, resultierend aus Unternehmenszusammenschlüssen,
die vor dem 1. Januar 2005 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz
sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen
sowie die zum 1. Januar 2005 umgebuchten Währungsdifferenzen enthalten.
Ferner werden unter den Gewinnrücklagen die aus dem Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss resultierenden Unterschiedsbeträge erfasst.
Unter den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen werden innerhalb der Gewinnrücklagen
die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer
Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2005 sowie versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus der Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
abzüglich Steuereffekt ausgewiesen.
Im Konzernergebnis ist das Jahresergebnis enthalten.
Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss beinhalten die den Minderheiten zuzurechnenden
Teile am Eigenkapital.
Zur Ermittlung dieser Anteile werden durchgerechnete Beteiligungsquoten herangezogen,
mittelbare Beteiligungen werden dabei berücksichtigt.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.126 | 29.400 | 96.726 | 124.440 | 99.880 | 24.560 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.607 | 3.458 | 8.149 | 11.095 | 4.551 | 6.544 |
| Genussrechtskapital | 29.863 | 24.911 | 4.952 | 29.725 | 0 | 29.725 |
|
|
167.596 | 57.769 | 109.827 | 165.260 | 104.431 | 60.829 |
Im Jahr 2004 wurden von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH Genussrechte in Höhe
von insgesamt 25.000 TEUR begeben (Tranche 1: 10.000 TEUR; Tranche 2: 15.000 TEUR).
Beide Genussrechte haben eine Laufzeit von sieben Jahren und laufen somit im Jahr
2011 aus. Daher wurden im Geschäftsjahr 24.911 TEUR der Genussrechte als kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden mit 7,9 Prozent p. a. beziehungsweise
7,5 Prozent p. a. zuzüglich einer vom Unternehmenserfolg abhängigen Komponente verzinst.
In 2005 wurden von der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH Genussrechte über 5.000 TEUR
mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Verzinsung von 6,9 Prozent p. a. zuzüglich
einer vom Unternehmenserfolg abhängigen Komponente ausgegeben. Eine Verlustbeteiligung
ist bei allen Genussrechten ausgeschlossen. Die Bewertung der Genussrechte erfolgt
nach der Effektivzinsmethode, wobei die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit
dem Effektivzins abgezinst wurden. Kosten, die im Zusammenhang mit der Ausgabe der
Genussrechte entstanden sind, werden über die Laufzeit der Genussrechte aufwandswirksam
erfasst.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich wie folgt dar:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
Währung | Buchwert in TEUR |
Restlaufzeit in Monaten |
Effektiver Zinssatz in % |
Währung | Buchwert in TEUR |
| Konsortialkredit aus 2002 | EUR | 5.600 | 23 | 5,14 | EUR | 8.400 |
| Mehrere Darlehen | EUR | 19.483 | bis 144 | 3,4-6,42 | EUR | 22.369 |
| Darlehen | DKK | 551 | 84 | 5,48 | DKK | 613 |
| Darlehen | GBP | 116 | 8 | 2,32 | GBP | 280 |
| Darlehen | PLN | 250 | 12 | 4,91 | PLN | 497 |
| Konsortialkredit aus 2010 | EUR | 77.753 | 26 | 3,51 | - | - |
| Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2010 | EUR | 3.980 | 26 | 4,68-5,50 | - | - |
| Konsortialkredit aus 2007 | - | - | - | - | EUR | 49.856 |
| Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2007 | - | - | - | - | EUR | 11.099 |
| Eurokredite (Konsortialkredit) aus 2007 | - | - | - | - | EUR | 12.200 |
| Kontokorrentkredite/ Eurokredite | diverse | 18.393 | - | 1,60-11,25 | diverse | 19.126 |
|
|
|
126.126 |
|
|
|
124.440 |
|
|
31.12.2009 | |
|
|
Restlaufzeit in Monaten |
Effektiver Zinssatz in % |
| Konsortialkredit aus 2002 | 35 | 5,14 |
| Mehrere Darlehen | bis 117 | 1,63-6,42 |
| Darlehen | 96 | 5,48 |
| Darlehen | 20 | 2,27 |
| Darlehen | 24 | 4,91 |
| Konsortialkredit aus 2010 | - | - |
| Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2010 | - | - |
| Konsortialkredit aus 2007 | 7 | 2,32 |
| Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2007 | 7 | 3,39-5,5 |
| Eurokredite (Konsortialkredit) aus 2007 | 7 | 2,14-2,70 |
| Kontokorrentkredite/ Eurokredite | - | 2,00-11,25 |
Bei den Konsortialkrediten sowie den Kontokorrentkrediten bestehen variable Zinsvereinbarungen.
Mit Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010 hat der Konzern
die Liquidität, abhängig von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants), bis
Februar 2013 abgesichert. Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind Sicherheiten gewährt. Weitere Einzelheiten sind unter Abschnitt 7.3 dargestellt.
Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten
Versorgungssystemen zu differenzieren.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die
Entrichtung von Beitragszahlungen an Versicherungen oder andere zweckgebundene Fonds
keine weiteren Verpflichtungen ein. Beim Homag Group Konzern fallen insbesondere bei
den inländischen Gesellschaften Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne
in Form von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung an.
In geringem Umfang bestehen darüber hinaus Vereinbarungen mit Arbeitnehmern über die
betriebliche Finanzierung von Altersversorgungsleistungen in Form der Direktversicherung.
Insgesamt betrugen die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne beim
Homag Group Konzern im Geschäftsjahr 2010 17.228 TEUR (Vorjahr: 17.022 TEUR).
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung
des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter
zu erfüllen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen beziehungsweise
Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet,
für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung (bei inländischen
Versorgungszusagen gemäß Richttafel 2005 G von Heubeck) wurden die unten aufgeführten
Prämissen angewendet.
Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ergebende
Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe
des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus
der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögensgegenständen
ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung
unter den Pensionsrückstellungen passiviert.
Aus der Erhöhung oder Verminderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung
oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische
Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der
Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen
und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen
sein. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste unmittelbar in
der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Pensionsrückstellungen betreffen zum einen Verpflichtungen aus Anwartschaften
und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des Homag Group
Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Derartige Verpflichtungen bestehen ausschließlich
bei inländischen Unternehmen des Konzerns. Zum anderen bestehen bei einem ausländischen
Unternehmen des Konzerns Verpflichtungen zur Zahlung einer Einmalzahlung bei Beendigung
der Beschäftigungsverhältnisse.
Bei beiden Arten von Verpflichtungen handelt es sich um leistungsorientierte Verpflichtungen.
Die Verpflichtungen bemessen sich vor allem nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit
der Mitarbeiter. Die wesentlichen Parameter der Berechnung der leistungsorientierten
Versorgungszusagen sind nachfolgend dargestellt:
| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Abzinsungsfaktor | 5,0 | 5,4 |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 4,0 | 4,0 |
| Rentendynamik | 2,0 | 2,0 |
Der Aufwand aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 149 | 166 |
| Zinsaufwand | 211 | 219 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -64 | -65 |
| Aufwand aus Pensionen | 296 | 320 |
Nachfolgende Tabelle zeigt die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 435 | 254 |
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | 81 | 87 |
Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand in der gleichnamigen
Position der Gewinn- und Verlustrechnung und die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen
sind im Zinsertrag ausgewiesen.
Der bilanzierte Wert der Versorgungsansprüche für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
lässt sich zum Barwert der Versorgungsansprüche wie folgt überleiten:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung | 4.934 | 4.453 |
| Beizulegender Zeitwert Planvermögen | -1.624 | -1.745 |
| VERBLEIBENDE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER | 3.310 | 2.708 |
Der Homag Group Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit ähnlichen Beiträgen
zu leistungsorientierten Pensionsplänen wie im Berichtsjahr.
Von den Pensionsverpflichtungen insgesamt entfallen 2.737 TEUR (Vorjahr: 1.890 TEUR)
auf Verpflichtungen, für die kein Planvermögen vorhanden ist.
Der Finanzierungsstand stellt sich wie folgt dar:
|
|
Verpflichtungen mit Planvermögen | Verpflichtungen ohne Planvermögen | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung | 2.197 | 2.104 | 2.737 | 2.349 |
| Beizulegender Zeitwert Planvermögen | -1.624 | -1.745 | 0 | 0 |
| VERBLEIBENDE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER | 573 | 359 | 2.737 | 2.349 |
Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich
wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNG ZUM 1. JANUAR | 4.453 | 4.057 |
| Zinsaufwand | 211 | 219 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 149 | 166 |
| Gezahlte Leistungen | -331 | -265 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 452 | 276 |
| LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER | 4.934 | 4.453 |
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt
dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS ZUM 1. JANUAR | 1.745 | 1.776 |
| Erwartete Rendite | 64 | 65 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0 | -8 |
| Gezahlte Leistungen | -202 | -110 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) | 17 | 22 |
| BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER | 1.624 | 1.745 |
Beim Planvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungspolicen.
Der Gesamtbetrag der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste
(-) beträgt im Berichtsjahr -192 TEUR (Vorjahr: 243 TEUR).
Die Entwicklung der Verpflichtung während der laufenden und den vier vorangegangen
Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung | 4.934 | 4.453 | 4.057 | 4.246 | 4.435 |
| Beizulegender Zeitwert Planvermögen | -1.624 | -1.745 | -1.776 | -1.826 | -1.857 |
| Unterdeckung (+)/Überdeckung (-) | 3.310 | 2.708 | 2.281 | 2.420 | 2.578 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden (Gewinne (-)/Verluste (+)) | 300 | -135 | -35 | -2 | 0 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens (Gewinne (+)/Verluste (-)) | 17 | 22 | 7 | 7 | 5 |
Für die grundsätzlichen Ausführungen zur stillen Mitarbeiterbeteiligung wird auf Abschnitt
4.2.13 verwiesen.
Die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen
Gutachtens bewertet, wobei folgende Prämisse zugrunde gelegt wurde:
|
|
Mitarbeiterbeteiligung | |
| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Abzinsungsfaktor | 5,00 | 5,40 |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|
|
|
davon Restlaufzeit |
|
davon Restlaufzeit | ||
| in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| Rückstellungen für den Personalbereich | 6.895 | 1.538 | 5.357 | 6.396 | 1.391 | 5.005 |
| Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich | 10.861 | 10.861 | 0 | 7.596 | 7.564 | 32 |
| Übrige Rückstellungen | 4.800 | 4.800 | 0 | 4.800 | 4.800 | 0 |
| SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN | 22.556 | 17.199 | 5.357 | 18.792 | 13.755 | 5.037 |
Die Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich enthalten vor allem Rückstellungen
für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistungsrisiken.
In den Rückstellungen für Personal sind im Wesentlichen Verpflichtungen für Altersteilzeit
und Jubiläumszuwendungen enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| in TEUR | Stand 01.01.2010 |
Währungsdifferenz | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
| Rückstellungen für den Personalbereich | 6.396 | 30 | -972 | -289 | 1.730 | 6.895 |
| Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich | 7.596 | 37 | -4.826 | -1.812 | 9.866 | 10.861 |
| Übrige Rückstellungen | 4.800 | 86 | -1.481 | -762 | 2.157 | 4.800 |
| SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN | 18.792 | 153 | -7.279 | -2.863 | 13.753 | 22.556 |
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
|
|
|
Wertansatz Bilanz IAS 39 |
|
|
||
| in TEUR |
Buchwert 31.12.2010 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungskosten | Fair Value erfolgswirksam |
Wertansatz nach IAS 11 |
Wertansatz nach IAS 17 |
| AKTIVA |
|
|
|
|
|
|
| Flüssige Mittel | 70.286 | 70.286 |
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 107.762 | 107.762 |
|
|
|
|
| Forderungen aus Langfristfertigung | 15.941 |
|
|
|
15.941 |
|
| Übrige Finanzanlagen | 493 |
|
493 |
|
|
|
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | 13.117 | 13.117 |
|
|
|
|
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 37 |
|
|
37 |
|
|
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 310 |
|
|
310 |
|
|
| PASSIVA |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.160 | 71.160 |
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 865 |
|
|
|
865 |
|
| Finanzverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.126 | 126.126 |
|
|
|
|
| Genussrechtskapital | 29.863 | 29.863 |
|
|
|
|
| Leasingverbindlichkeiten | 11.607 |
|
|
|
|
11.607 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 |
|
|
|
|
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 299 |
|
|
|
|
|
| DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39 |
|
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 191.165 | 191.165 |
|
|
|
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 493 |
|
493 |
|
|
|
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten | 37 |
|
|
37 |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 227.149 | 227.149 |
|
|
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten | 299 |
|
|
299 |
|
|
|
|
|
| in TEUR | Fair Value 31.12.2010 |
| AKTIVA |
|
| Flüssige Mittel | 70.286 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 107.762 |
| Forderungen aus Langfristfertigung | 15.941 |
| Übrige Finanzanlagen | - |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | 13.117 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 37 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 310 |
| PASSIVA |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.160 |
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 865 |
| Finanzverbindlichkeiten |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 125.633 |
| Genussrechtskapital | 30.543 |
| Leasingverbindlichkeiten | 10.687 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 299 |
| DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39 |
|
| Kredite und Forderungen | 191.165 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten | 37 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 227.336 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten | 299 |
|
|
|
Wertansatz Bilanz IAS 39 |
|
|
||
| in TEUR |
|
|
Anschaffungskosten | Fair Value erfolgswirksam |
Wertansatz nach IAS 11 |
Wertansatz nach IAS 17 |
| AKTIVA |
|
|
|
|
|
|
| Flüssige Mittel | 29.823 | 29.823 |
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 101.154 | 101.154 |
|
|
|
|
| Forderungen aus Langfristfertigung | 23.354 |
|
|
|
23.354 |
|
| Übrige Finanzanlagen | 771 |
|
771 |
|
|
|
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | 13.031 | 13.031 |
|
|
|
|
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 228 |
|
|
228 |
|
|
| PASSIVA |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.243 | 66.243 |
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 1.654 |
|
|
|
1.654 |
|
| Finanzverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 124.440 | 124.440 |
|
|
|
|
| Genussrechtskapital | 29.725 | 29.725 |
|
|
|
|
| Leasingverbindlichkeiten | 11.095 |
|
|
|
|
11.095 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 |
|
|
|
|
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 377 |
|
|
377 |
|
|
| DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39 |
|
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 144.008 | 144.008 |
|
|
|
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 771 |
|
771 |
|
|
|
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten | 228 |
|
|
228 |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 220.408 | 220.408 |
|
|
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten | 377 |
|
|
377 |
|
|
|
|
|
| in TEUR | Fair Value 31.12.2009 |
| AKTIVA |
|
| Flüssige Mittel | 29.823 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 101.154 |
| Forderungen aus Langfristfertigung | 23.354 |
| Übrige Finanzanlagen | - |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | 13.031 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 228 |
| PASSIVA |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.243 |
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 1.654 |
| Finanzverbindlichkeiten |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 122.141 |
| Genussrechtskapital | 29.875 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.067 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 377 |
| DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39 |
|
| Kredite und Forderungen | 144.008 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten | 228 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 218.259 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten | 377 |
Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre
Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte
zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich ausschließlich
um Eigenkapitalinstrumente, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt festzustellen
ist, so dass der Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann.
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente, bei denen es sich im
Wesentlichen um Zinssicherungsgeschäfte und Devisentermingeschäfte handelt, wird mit
Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Method) ermittelt.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die
beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente
entsprechen.
Bei den Finanzverbindlichkeiten wird für die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten mit festem Zins, für die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten und
die Verbindlichkeiten aus Genussrechten der beizulegende Zeitwert als Barwert der
zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze,
bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet, wobei bezüglich der Fristigkeit
zwischen einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren und einer Laufzeit von über fünf Jahren
unterschieden wird. Soweit sich anhand objektivierbar nachvollziehbarer Erkenntnisse
das Kreditrisiko seit der Vereinbarung der Verbindlichkeiten verändert hat, wird dies
bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes berücksichtigt. Für die kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der kurzen Laufzeit unterstellt,
dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten
entsprechen.
Die nachfolgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten
Nettogewinne (+) oder -verluste (-) von Finanzinstrumenten dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | -428 | -128 |
| Kredite und Forderungen | -2.538 | -949 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.914 | 2.306 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen
aus Marktwertänderungen auch Zinsaufwendungen bzw. -erträge aus diesen Finanzinstrumenten.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten vor allem
Ergebnisse aus Wertberichtigungen.
Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind die Nettogewinne
bzw. -verluste vor allem auf Währungsveränderungen zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug die Summe der positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
347 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR) und die der negativen Marktwerte 299 TEUR (Vorjahr: 377
TEUR).
Der Homag Group Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Zins- und
Währungsrisiken ausgesetzt. Ein Ziel des Risikomanagementsystems ist die Absicherung
gegen nachteilige Folgen für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns. Dabei
werden marktübliche Instrumente wie Zins- und Devisengeschäfte eingesetzt. Einheitliche
Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung
von Handel, Abwicklung und Kontrolle. Aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung ist
die Homag Group einem Währungsänderungsrisiko hinsichtlich verschiedener Fremdwährungen
ausgesetzt. Die Kurssicherungsstrategie zielt daher auf eine generelle Absicherung
von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten
Anspruchs beziehungsweise einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente
mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung.
Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein,
gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit
(< einem Jahr) eingesetzt werden. Derivative Finanzinstrumente werden im Homag Group
Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken
aus dem operativen Geschäft beziehungsweise den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen
zu reduzieren. Der Homag Group Konzern erfasst die Marktwertänderungen aller derivativen
Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam. Die Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente werden unter den "Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive
unter den "Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
Die wesentlichen vom Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer
Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Genussrechtskapital,
Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der
Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des
Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum
Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und ausgereichte
Darlehen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Der Konzern schließt zur Minimierung dieser Risiken derivative Finanzinstrumente ab.
Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch vom Vorstand genehmigte Konzernrichtlinien
geregelt. Darüber hinaus sind Grundregeln für die Anlage überschüssiger Liquidität
festgelegt. Der Konzern kontrahiert und handelt keine Finanzinstrumente, einschließlich
derivativer Finanzinstrumente, für spekulative Zwecke.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen
Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie die unter dem Finanzmarktrisiko subsumierten
Zins- und Währungsrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren
zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden.
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlusts, welcher dadurch
entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das
Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration
einzelner Risiken.
Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle
Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden
einer Bonitätsprüfung unterzogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen
gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche geografische Gebiete verteilte
Kunden. Überwiegend handelt es sich bei den Schuldnern um Unternehmen der holzbearbeitenden
Industrie (unter anderem Möbelindustrie, Betriebe des Schreinerhandwerks) sowie Maschinengroßhändler,
wobei die Lieferungen in der Regel unter Eigentumsvorbehalt erfolgen. Einzelfallbezogen
werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend
überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist.
Der Konzern ist keinem wesentlichen Kreditrisiko einer Vertragspartei oder einer Gruppe
von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Gegenwärtig sind keine flüssigen
Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.
Das maximale Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte (einschließlich Derivate mit
positivem Marktwert) entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2010 entspricht das maximale Ausfallrisiko den in 7.1 genannten finanziellen
Vermögenswerten in Höhe von 207.946 TEUR (Vorjahr: 168.361 TEUR). Finanzgarantien,
die zu einem weiteren Kreditrisiko führen könnten, sind vom Konzern nicht gegeben.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen
Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann. Der Konzern überwacht laufend
das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses. Das Ziel des Konzerns ist es, ein
Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung
der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen
zu wahren. Der Konzern steuert seine Liquidität, indem neben dem Zahlungszufluss aus
dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und Kreditlinien bei
Banken unterhalten werden. Ferner besteht über die Homag Group AG mit einem Bankenkonsortium
ein Konsortialkreditvertrag, aus dem die wesentlichen Konzerngesellschaften Liquidität
beziehen können. Aus diesem Konsortialkreditvertrag sowie aus bilateral zwischen Konzerngesellschaften
und Banken getroffenen Vereinbarungen standen dem Konzern zum 31. Dezember 2010 nicht
in Anspruch genommene Kreditlinien (Linieninanspruchnahme zum Teil saldiert mit Bankguthaben)
in Höhe von 94.044 TEUR (Vorjahr: 113.939 TEUR) zur Verfügung. Einschließlich des
Anstiegs der flüssigen Mittel ist der Liquiditätsspielraum höher als im Vorjahr.
Im Februar 2010 wurde ein neuer Konsortialkreditvertag mit einer Laufzeit von drei
Jahren und einem Volumen von 198.000 TEUR abgeschlossen.
Zum Jahresende weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend
dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht
abgezinsten Zahlungen.
|
|
Buchwert | Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren | |||
| in TEUR | 31.12.2010 | 2011 | 2012 | 2013-2015 | 2016 ff. |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.160 | 71.160 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 865 | 865 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.126 | 34.530 | 10.184 | 89.778 | 7.639 |
| Genussrechtskapital | 29.863 | 26.640 | 5.316 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.607 | 7.373 | 2.826 | 2.070 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 299 | 299 | 0 | 0 | 0 |
|
|
Buchwert | Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren | |||
| in TEUR | 31.12.2009 | 2010 | 2011 | 2012-2014 | 2015 ff. |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66.243 | 66.243 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung | 1.654 | 1.654 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten |
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| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 124.440 | 49.282 | 12.620 | 64.806 | 8.951 |
| Genussrechtskapital | 29.725 | 2.540 | 26.920 | 5.456 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.095 | 8.905 | 2.087 | 492 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
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| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 377 | 377 | 0 | 0 | 0 |
Die oben dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den undiskontierten
Cashflows auf Nettobasis. Die Abwicklung dieser Zahlungen kann auf Brutto- oder Nettobasis
erfolgen. Nachfolgende Tabelle zeigt die entsprechende Überleitung dieser Beträge
auf ihren Buchwert.
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Buchwert | Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren | |||
| in TEUR | 31.12.2010 | 2011 | 2012 | 2013-2015 | 2016 ff. |
| Zufluss |
|
2.565 | 0 | 0 | 0 |
| Abfluss |
|
-2.864 | 0 | 0 | 0 |
| Saldo | 299 | -299 | 0 | 0 | 0 |
|
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Buchwert | Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren | |||
| in TEUR | 31.12.2009 | 2010 | 2011 | 2012-2014 | 2015 ff. |
| Zufluss |
|
7.333 | 0 | 0 | 0 |
| Abfluss |
|
-7.710 | 0 | 0 | 0 |
| Saldo | 377 | -377 | 0 | 0 | 0 |
Bezüglich der Finanzmarktrisiken setzen die Aktivitäten des Konzerns ihn im Wesentlichen
finanziellen Risiken aus der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen aus.
Währungsrisiken ergeben sich aus der globalen Ausrichtung des Konzerns und den hieraus
resultierenden Zahlungsströmen unterschiedlicher Währungen, die Wechselkursschwankungen
unterliegen. Diese bestehen vor allem zwischen dem US-Dollar und dem Euro.
Rund 18 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) des Konzernumsatzes werden in anderen Währungen
als dem Euro erwirtschaftet. Die Währungsabsicherung für Umsätze in volatilen Währungen
erfolgt marktnah dezentral in den jeweiligen lokalen Vertriebsgesellschaften. Die
konzerninternen Richtlinien sehen vor, dass Devisenterminkontrakte erst dann abgeschlossen
werden, wenn eine feste Verpflichtung begründet wurde.
Insgesamt ist der Konzern überschaubaren währungsbedingten Risiken ausgesetzt, da
ein Großteil des Umsatzes in Europa erzielt wird und auch in den Ländern außerhalb
des Euroraums teilweise in Euro fakturiert wird. Auf der Kostenseite beschränkt sich
das Währungsrisiko auf die laufenden Kosten der außerhalb des Euroraums liegenden
Konzerngesellschaften.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern
aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären originären und derivativen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich
möglichen Wechselkursänderung des Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen. Alle
anderen Variablen bleiben konstant. Da keine Wertänderungen von auf fremder Währung
lautenden Finanzinstrumenten unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden, ergeben sich
aus einer Wechselkursänderung keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Eigenkapital.
|
|
Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern |
|
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Kursentwicklung des EUR gegenüber anderen Währungen +10% | 219 | 236 |
| Kursentwicklung des EUR gegenüber anderen Währungen -10% | -179 | -193 |
Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende
monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10-prozentigen
Änderung der Wechselkurse an. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet Verpflichtungen
aus Finanzinstrumenten oder Forderungen und Vermögenswerten vorwiegend ausländischer
Konzerngesellschaften, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung denominiert
wurden, sowie derivative Finanzinstrumente.
Die hypothetische Ergebnisauswirkung für wesentliche Währungen setzt sich im Einzelnen
aus den nachfolgenden Währungssensitivitäten zusammen:
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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern |
| in TEUR | 2010 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty | 120 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem US-Dollar | 6 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem australischen Dollar | 7 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem südkoreanischen Won | 21 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar | 31 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken | 93 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan | -21 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone | -38 |
| GESAMT | 219 |
|
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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern |
| in TEUR | 2010 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty | -98 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem US-Dollar | -5 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem australischen Dollar | -5 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem südkoreanischen Won | -17 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar | -26 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken | -76 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan | 17 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone | 31 |
| GESAMT | -179 |
|
|
Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern |
| in TEUR | 2009 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty | -90 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem britischen Pfund | 14 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar | 359 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken | 96 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem brasilianischen Real | -178 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan | -14 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone | 24 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem japanischen Yen | 25 |
| GESAMT | 236 |
|
|
Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern |
| in TEUR | 2009 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty | 74 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem britischen Pfund | -11 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar | -294 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken | -79 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem brasilianischen Real | 146 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan | 11 |
| Abwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone | -20 |
| Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem japanischen Yen | -20 |
| GESAMT | -193 |
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert
überwiegend aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen
Zinssatz. Die Steuerung des Zinsaufwandes im Konzern erfolgt durch eine Kombination
von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Ferner wird das Risiko
steigender Zinsen durch die Vereinbarung von Zinsderivaten (Zins-Caps) begrenzt.
In 2010 hat die Homag Group AG Zins-Caps für bestehende Kredite in Höhe von 80 Mio.
EUR abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den
Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderung (Ausgleichszahlung)
des Caps ab Erreichen eines bestimmten Zinsniveaus ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen
wird das Ziel verfolgt, variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten ab einer bestimmten
Zinsobergrenze (Cap) in fest verzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren
und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken
sind nicht Teil der Sicherung.
Die folgende Tabelle zeigt die in 2010 neu in eine Hedge-Beziehung genommenen vertraglichen
Fälligkeiten der Zahlungen der oben aufgeführten Zins-Caps:
| Start | Ende | Nominalvolumen in TEUR | Referenzzins |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 18.183 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 17.172 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 14.327 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 11.329 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 8.081 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 4.444 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 4.040 | 3-Monats-Euribor |
| 30.09.2010 | 15.02.2013 | 2.424 | 3-Monats-Euribor |
| SUMME |
|
80.000 |
|
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem
Effektivitätstest in Form der "Critical-Terms-Match-Method" überprüft. Alle Sicherungsbeziehungen
dieser Art waren zum Abschlussstichtag effektiv.
Zum 31. Dezember 2010 waren 42,6 Prozent der Finanzverbindlichkeiten mit festen Zinssätzen
vereinbart (Vorjahr: 48,5 Prozent).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern
gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze
(aufgrund der Auswirkungen auf variabel verzinsliche Darlehen und variabel verzinsliche
Forderungen). Alle anderen Variablen bleiben konstant. Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital
bestehen nicht unmittelbar.
|
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2010 | 2009 | ||
| Zinsänderung in Basispunkten | +100 | -100 | +150 | -150 |
| Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern in TEUR | -955 | 1.429 | -1.199 | 1.200 |
Aufgrund gesunkener Zinssätze wurde die oben dargestellte Zinssensivitätsanalyse für
2010 auf Basis einer Zinsänderung von +/- 1 Prozent erstellt.
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente, die nicht auf EUR lauten, sind im Konzern
in nur sehr untergeordnetem Umfang vorhanden.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die zur Absicherung des Währungs-
und Zinsänderungsrisikos vereinbarten derivativen Finanzinstrumente:
|
|
2010 | 2009 | ||
| in TEUR | Nominalbetrag | Beizulegender Zeitwert | Nominalbetrag | Beizulegender Zeitwert |
| Währungssicherungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr | 4.971 | -262 | 10.433 | 46 |
| Währungssicherungen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | 0 | 0 | 1.100 | -5 |
| Währungssicherungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT WÄHRUNGSBEZOGENE GESCHÄFTE | 4.971 | -262 | 11.533 | 41 |
| Zinssicherungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr | 0 | 0 | 11.113 | -190 |
| Zinssicherungen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | 80.000 | 310 | 0 | 0 |
| Zinssicherungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT ZINSBEZOGENE GESCHÄFTE | 80.000 | 310 | 11.113 | -190 |
| GESAMT DERIVATE | 84.971 | 48 | 22.646 | -149 |
Die Währungssicherungen betreffen ausschließlich EUR.
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass er
zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder-Value
ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält.
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung
des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung
der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner
oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben.
Zum 31. Dezember 2010 beziehungsweise 31. Dezember 2009 wurden keine Änderungen der
Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.
Die Kapitalstruktur wird regelmäßig auf der Grundlage verschiedener Kennzahlen überwacht.
Die Kennzahlen umfassen Gearing, Verschuldungsgrad, EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per
Share (EPS) und Nettobankverschuldung. Die wichtigste Kennzahl ist hierbei neben dem
Gearing (Verhältnis von Brutto-Finanzschulden zum Eigenkapital im Sinne der Kapitalsteuerung)
der Verschuldungsgrad. Der Verschuldungsgrad spiegelt das Verhältnis von Nettoverschuldung
zum EBITDA wider. Hierbei setzt sich die Nettoverschuldung zusammen aus den Finanzverbindlichkeiten
zuzüglich anderer zinstragender bilanzwirksamer Verbindlichkeiten abzüglich flüssiger
Mittel.
Strategisches Ziel ist eine Eigenkapitalquote von 35 Prozent, eine Eigenmittelquote
von 40 Prozent, ein Nettoverschuldungsgrad von maximal 2 und ein Gearing zwischen
0,5 und 1,0.
Der Konzern hat folgende Sicherheiten gewährt:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Im Eigentum des Konzerns stehende Grundstücke und Gebäude | 70.056 | 67.842 |
| Im Eigentum des Konzerns stehende technische Anlagen und Maschinen | 12.297 | 2.128 |
| Im Eigentum des Konzerns stehende andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.150 | 691 |
| Vorräte | 69.259 | 5.216 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 47.138 | 3.825 |
| Forderungen aus Langfristfertigung | 15.023 | 0 |
| Flüssige Mittel | 38 | 253 |
|
|
224.961 | 79.955 |
Darüber hinaus sind Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen
(vgl. 6.3) durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert. Die
Leasinggegenstände haben einen Buchwert von 12.719 TEUR (Vorjahr: 15.155 TEUR).
Die deutliche Erhöhung der gewährten Sicherheiten im Vergleich zum Vorjahr ist durch
den Abschluss des neuen Konsortialvertrags begründet.
Weitere Verpflichtungen beziehungsweise Eventualverbindlichkeiten des Konzerns bestehen
aus:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Wechselobligo | 4.394 | 3.494 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 757 | 1.093 |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen/ Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen | 4.808 | 5.134 |
| Prozessrisiken | 500 | 150 |
| Verbindlichkeiten aus Vertragserfüllungsgarantien | 24.745 | 31.018 |
| Sonstige Verpflichtungen | 5.517 | 7.770 |
|
|
40.721 | 48.659 |
Eine inländische Produktionsgesellschaft hat 250 TEUR für ein Prozessrisiko aus einem
Prozess mit einem Kunden zurückgestellt. Das Management strebt eine außergerichtliche
Einigung an.
Die Homag Group AG oder ihre Konzerngesellschaften sind an keinen weiteren Gerichts-
oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche
Lage der Gesellschaften oder des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten
zwei Jahre hatten. Für entsprechende finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts-
oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener
Höhe Rückstellungen und Wertberichtigungen gebildet worden beziehungsweise bestehen
in angemessenem Umfang Sicherungsdeckungen.
Die Darstellung der Segmentberichterstattung des Konzerns erfolgte in Einklang mit
den Regelungen des IFRS 8.
Die sich hieraus ergebenden Segmente für den Homag Group Konzern unterteilen sich
in "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige".
Intersegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Transaktionen
zwischen den Konzernsegmenten werden in der Spalte Konsolidierung eliminiert.
Im Segment "Industrie" sind die Unternehmen zusammengefasst, deren Kernkompetenz im
Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen liegt. Angeboten wird hier ein
ganzheitlich, optimal aufeinander abgestimmtes System aus Maschinen, Handling, Datenverbund,
Informationstechnik und Logistik, wobei die wesentlichen Verfahren der Prozesskette
der Holzbearbeitung abgedeckt werden.
Das Segment "Handwerk" beinhaltet diejenigen Konzernunternehmen, die maßgeschneiderte
Produkte für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe anbieten. Neben
hoher Qualität und Produktivität sind in diesem Segment insbesondere eine einfache
Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis entscheidende Erfolgsfaktoren.
Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der Homag Vertriebs-
und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Durch unser globales Vertriebs- und
Servicenetz werden die Kunden weltweit jederzeit kompetent beraten und profitieren
von einem schnellen Vor-Ort-Service.
Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die Homag Group AG mit ihrer Holdingfunktion,
die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich Dienstleistungen
mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH sowie den Geschäftsbereich
Holzhausbau. Die in 2010 neu gegründete Gesellschaft Homag eSolution GmbH wurde 2010
dem Segment "Sonstige" zugeordnet.
|
|
Industrie | Handwerk | Vertrieb und Service | |||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 275.449 | 221.280 | 89.770 | 73.946 | 262.798 | 176.843 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten | 113.256 | 64.821 | 80.375 | 46.479 | 2.549 | 1.842 |
| Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen | 43.497 | 17.805 | 14.483 | 7.021 | 229 | 277 |
| Umsatz gesamt | 432.202 | 303.906 | 184.628 | 127.446 | 265.576 | 178.962 |
| Materialaufwand | -199.174 | -137.005 | -104.097 | -67.718 | -203.931 | -130.449 |
| Personalaufwand | -151.499 | -129.519 | -50.725 | -49.142 | -33.849 | -30.894 |
| EBITDA1) | 43.544 | 17.129 | 12.630 | -3.329 | 10.104 | -503 |
| Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen | -1.986 | -6.321 | -683 | -3.787 | -729 | -1.365 |
| EBITDA2) | 41.558 | 10.808 | 11.947 | -7.116 | 9.375 | -1.868 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -19.4333) | -15.807 | -5.100 | -6.0504) | -2.2325) | -2.105 |
| Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung | -4.788 | 1.240 | -1.603 | 878 | -334 | -121 |
| Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen | 557 | 28 | 0 | 0 | 668 | -34 |
| Zinsergebnis | -4.896 | -4.758 | -1.066 | -1.259 | -801 | -447 |
| SEGMENTERGEBNIS7) | 12.998 | -8.489 | 4.178 | -13.547 | 6.676 | -4.575 |
| VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 4.827 | 3.957 | 0 | 0 | 2.692 | 1.885 |
| Investitionen8) | 17.895 | 19.470 | 3.003 | 3.714 | 1.000 | 4.063 |
| VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS | 373.836 | 341.101 | 127.673 | 123.290 | 161.056 | 157.803 |
| SCHULDEN DES SEGMENTS | 238.899 | 204.382 | 57.296 | 56.745 | 103.930 | 109.131 |
| MITARBEITER9) | 2.688 | 2.802 | 1.025 | 1.090 | 695 | 710 |
|
|
Sonstige | Summe Segmente | Konsolidierung | |||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 12.832 | 18.887 | 640.849 | 490.956 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten | 29.090 | 13.161 | 225.270 | 126.303 | -225.270 | -126.303 |
| Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen | 18.679 | 8.016 | 76.888 | 33.119 | 0 | 0 |
| Umsatz gesamt | 60.601 | 40.064 | 943.007 | 650.378 | -225.270 | -126.303 |
| Materialaufwand | -31.367 | -16.135 | -538.569 | -351.307 | 224.424 | 129.853 |
| Personalaufwand | -20.711 | -15.649 | -256.784 | -225.204 | 0 | 0 |
| EBITDA1) | -328 | -1.204 | 65.950 | 12.093 | -801 | 3.465 |
| Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen | -978 | -960 | -4.376 | -12.433 | 0 | 0 |
| EBITDA2) | -1.306 | -2.164 | 61.574 | -340 | -801 | 3.465 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -2.0306) | -1.797 | -28.795 | -25.759 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung | -132 | 42 | -6.857 | 2.039 | 0 | 0 |
| Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 1.225 | -6 | 0 | 0 |
| Zinsergebnis | -5.171 | -2.717 | -11.934 | -9.181 | 0 | 1 |
| SEGMENTERGEBNIS7) | -8.639 | -6.636 | 15.213 | -33.247 | -801 | 3.466 |
| VERMÖGENSWERTE |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 7.519 | 5.842 | 0 | 0 |
| Investitionen8) | 1.084 | 1.270 | 22.982 | 28.517 | 0 | 0 |
| VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS | 233.268 | 209.575 | 895.833 | 831.769 | -325.702 | -312.285 |
| SCHULDEN DES SEGMENTS | 132.851 | 110.851 | 532.976 | 481.109 | -132.859 | -118.870 |
| MITARBEITER9) | 573 | 556 | 4.981 | 5.158 | 0 | 0 |
|
|
Konzern | |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 640.849 | 490.956 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen | 76.888 | 33.119 |
| Umsatz gesamt | 717.737 | 524.075 |
| Materialaufwand | -314.145 | -221.454 |
| Personalaufwand | -256.784 | -225.204 |
| EBITDA1) | 65.149 | 15.558 |
| Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen | -4.376 | -12.433 |
| EBITDA2) | 60.773 | 3.125 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -28.795 | -25.759 |
| Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung | -6.857 | 2.039 |
| Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen | 1.225 | -6 |
| Zinsergebnis | -11.934 | -9.180 |
| SEGMENTERGEBNIS7) | 14.412 | -29.781 |
| VERMÖGENSWERTE |
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 7.519 | 5.842 |
| Investitionen8) | 22.982 | 28.517 |
| VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS | 570.131 | 519.484 |
| SCHULDEN DES SEGMENTS | 400.117 | 362.239 |
| MITARBEITER9) | 4.981 | 5.158 |
1)
EBITDA vor Berücksichtigung Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung und Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen
2)
EBITDA vor Berücksichtigung Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung
3)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 202 TEUR enthalten.
4)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 733 TEUR enthalten.
5)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 29 TEUR enthalten.
6)
Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 278 TEUR enthalten.
7)
Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Steuern.
8)
Die Investitionen beziehen sich auf Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
ohne Berücksichtigung von Leasinginvestitionen.
9)
Im Jahresdurchschnitt
Gemäß deutscher Gesetzgebung wird der Konzernabschlussprüfer von der Hauptversammlung
auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählt. Nach der Wahl des Konzernabschlussprüfers
erteilt der Aufsichtsrat das Mandat, genehmigt Bedingungen und Umfang der Abschlussprüfung
sowie sämtliche Prüfungshonorare und überwacht die Unabhängigkeit des Konzernabschlussprüfers.
In 2009 und 2010 wählte die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, die seit vielen Jahren Konzernabschlussprüfer ist, als Konzernabschlussprüfer
für die Geschäftsjahre 2009 und 2010.
Die unten stehende Tabelle zeigt die gesamten vom Konzernabschlussprüfer abgerechneten
Honorare für die letzten beiden Geschäftsjahre in den folgenden Kategorien: (1) Abschlussprüfung,
das heißt Honorare im Zusammenhang mit der gesetzlichen Abschlussprüfung durch den
Konzernabschlussprüfer, in Verbindung mit satzungsmäßigen und regulatorischen Prüfungen,
die für die betreffenden Geschäftsjahre in Rechnung gestellt wurden; (2) Andere Bestätigungsleistungen,
das heißt Honorare für Gutachten und zugehörige Dienstleistungen, die in engem Bezug
zu der Durchführung der Abschlussprüfung stehen und nicht unter Abschlussprüfung ausgewiesen
werden; (3) Steuerberatungsleistungen, das heißt Honorare für professionelle Dienstleistungen
zur Sicherstellung der Einhaltung von Steuervorschriften, Steuerberatung und Steuerplanung
sowie (4) alle sonstigen Leistungen für Produkte und Dienstleistungen, die nicht unter
Abschlussprüfung, andere Bestätigungsleistungen und Steuerberatungsleistungen fallen.
In diesen Beträgen ist die Umsatzsteuer nicht eingeschlossen.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Abschlussprüfung | 817 | 828 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 140 | 143 |
| Steuerberatungsleistungen | 425 | 368 |
| Sonstige Leistungen | 153 | 273 |
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1.535 | 1.612 |
Die Honorare für Steuerberatungsleistungen inklusive Dienstleistungshonoraren enthalten
Honorare für Beratungs- und Unterstützungsleistungen bei der Erstellung der Steuererklärungen.
Hans-Dieter Schumacher gehört seit dem 15. Januar 2011 dem Vorstand an und tritt zum
1. April 2011 die Nachfolge von Andreas Hermann als Finanzvorstand an, der den Aufsichtsrat
bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags aus persönlichen
Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik
in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen
wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags
planmäßig in den Ruhestand, bleibt der Homag Group aber in beratender Funktion erhalten.
Ende Februar 2011 wurde die Homag Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage
zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem
Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom Homag Group Engineering-Team der Konzerntochter
Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der Homag Group beträgt
ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette - vom Baumstamm bis
zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.
Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, welche den Homag Group Konzern beherrschen
oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes
Unternehmen in den Konzernabschluss des Homag Group Konzerns einbezogen werden. Beherrschung
liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte der Homag
Group AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die
Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements des Homag Group
Konzerns zu steuern.
Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten
Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf
die Finanz- und Geschäftspolitik des Homag Group Konzerns ausüben, einschließlich
naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Personen. Ein maßgeblicher Einfluss
auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Homag Group Konzerns kann hierbei auf einem
Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der Homag Group AG oder einer anderen Schlüsselposition
im Management beruhen.
Der Homag Group Konzern wird im Geschäftsjahr 2010 von den Angabepflichten des IAS
24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen,
zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und zu Aktionären, die mehr als
20 Prozent der Aktien des Mutterunternehmens Homag Group AG halten, berührt.
Aus der Mitarbeiterbeteiligung bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr:
61 TEUR) gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Mit dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats
wurde von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH im Jahr 1999 ein Beratervertrag geschlossen,
aus dem er jährliche Bezüge in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) erhält. Als Ehrenvorsitzender
des Aufsichtsrats erhält Herr Gerhard Schuler des Weiteren eine Vergütung entsprechend
der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR).
In der folgenden Tabelle werden die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen
Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Gesellschaften des Homag
Group Konzerns dargestellt:
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Erbrachte Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen |
Empfangene Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen |
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| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Assoziierte Unternehmen | 77.578 | 33.205 | 1.879 | 1.097 |
Die erbrachten Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen
sind in den Umsatzerlösen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die
empfangenen Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen
werden im Materialaufwand und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze erfolgt marktorientiert
unter Beachtung des "Dealing at arm's length"-Prinzips. Bei den nahe stehenden Unternehmen
handelt es sich um Vertriebs- und Servicegesellschaften, die Maschinen und Ersatzteile
aus Unternehmen des Konzerns verkaufen. Die empfangenen Leistungen des Konzerns von
assoziierten Unternehmen umfassen im Wesentlichen weiterbelastete Montage- und Messekosten,
die bei den nahe stehenden Gesellschaften anfallen.
Die nach §161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist
den Aktionären auf der Homepage der Homag Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft
zugänglich gemacht.
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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören (Stand: 31. Dezember 2010 bzw. Ende der Aufsichtsratstätigkeit) |
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| Torsten Grede, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main |
(1) | - MCE AG, Linz, Österreich bis 26. Januar 2010 |
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(2) | - Clyde Bergemann Power Group, Inc., Delaware, USA - Grohmann Engineering GmbH, Prüm bis 1. Januar 2010 |
| Reiner Neumeister*
, Wildberg Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG-Metall, Freudenstadt |
(1) | - Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart (stellvertretender Vorsitzender) |
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(2) | - Brueninghaus Hydromatik GmbH, Elchingen (stellvertretender Vorsitzender) bis 1. Oktober 2010 - AOK Baden-Württemberg, Stuttgart |
| Dr. Jochen Berninghaus, Dortmund Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
(1) | - Geno-Volksbank-Essen e. G., Essen (stellvertretender Vorsitzender) |
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(2) | - Kludi GmbH & Co. KG, Menden - A.W. Kisker GmbH & Co. KG, Bielefeld - Heinrich Schlenkhoff GmbH, Essen - Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh |
| Klaus M. Bukenberger, Schenkenzell Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Unternehmensberater |
(1) | - SICK AG, Waldkirch (Vorsitzender) |
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(2) | - Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen (Vorsitzender) - Deutsche Bank AG, Stuttgart - Hauck & Aufhäuser KGaA, Frankfurt am Main - Investcorp Group, London, Großbritannien - Seven Industries Holding B.V., Amsterdam, Niederlande |
| Ernst Esslinger*
, Alpirsbach Leiter IT-Engineering der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch |
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| Dipl.-Ing. Hans Fahr, München Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Unternehmensberater |
(1) | - Sumida AG, Obernzell (Vorsitzender) - CEDIM AG, Karlsruhe (Vorsitzender) bis 9. November 2010 - Bucyrus Europe GmbH, Lünen - BOA Holding GmbH, Stutensee bis 9. September 2010 |
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(2) | - König Metall GmbH, Gaggenau - Vollack Management Holding GmbH, Karlsruhe - BOA Luxembourg Investment s.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg seit 21. Dezember 2010 |
| Gerhard Federer, Neuried Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung der Schunk GmbH, Heuchelheim und der Schunk Verwaltungsgesellschaft mbH, Heuchelheim |
(1) | - SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG, Au |
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(2) | - Schunk Iberica S.A., Pinto, Spanien - XYCARB Ceramics B.V., Helmond, Niederlande - Commerzbank AG, Regionalbeirat Mitte, Frankfurt am Main - Hoffmann & Co. Elektrokohle AG, Bad Goissern, Österreich - Schunk Wien Gesellschaft mbH, Wien, Österreich |
| Wilhelm Freiherr von Haller, Stuttgart Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Vorsitzender des Vorstands der Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär AG, Köln, Sprecher des Vorstands der BHF-BANK AG, Frankfurt am Main und seit 16. Januar 2010 Geschäftsführer der FARAMIR Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Köln |
(1) | - GEZE GmbH, Leonberg - Aesculap AG, Tuttlingen - Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln seit 22. Februar 2010 |
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(2) | - Gühring oHG, Albstadt - Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank, Karlsruhe (stellvertretendes Mitglied) - Deutsche Bank Österreich AG, Wien, Österreich seit 12. Februar 2010 - Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär S.A., Luxemburg, Luxemburg (Vorsitzender) seit 14. Januar 2010 |
| Dr. Horst Heidsieck, Büdingen Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Geschäftsführer und Gesellschafter der Value Consult Management- und Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, Büdingen und Geschäftsführer und Gesellschafter der DOMINO GmbH, Büdingen |
(1) | - Coperion GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) |
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(2) | - Mauser Holding GmbH, Brühl (Vorsitzender) - Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, Belgien |
| Ralf Hengel, Freudenstadt Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Leiter IT der schlott GmbH, Freudenstadt |
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| Carmen Hettich-Günther*
, Rottenburg Angestellte strategischer Einkauf und Betriebsratsvorsitzende der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch |
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| Dr. Dieter Japs, Reichenberg Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Beratender Ingenieur |
(2) | - Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen |
| Thomas Keller, Freiburg Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Württemberg der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main |
(2) | - Deutsche Clubholding GmbH, Frankfurt am Main - Sick Holding GmbH, Freiburg im Breisgau |
| Hannelore Knowles*
, Calw Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Homag Group AG, Schopfloch und Betriebsratsvorsitzende der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn |
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| Reinhard Löffler, Weil der Stadt Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main und ehemaliger Geschäftsführer der Deutsche Beteiligungs GmbH, Königstein/Taunus |
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| Jochen Meyer*
, Herzebrock-Clarholz Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Homag Group AG, Schopfloch und Betriebsratsvorsitzender der Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz bis 31. März 2010 |
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| Reinhard Seiler*
, Lemgo 1. Bevollmächtigter der IG-Metall, Detmold |
(1) | - Dorma Holding GmbH & Co. KGaA, Ennepetal |
| Prüfungsausschuss | Gerhard Federer (Vorsitzender) seit 13. Juli 2010 Carmen Hettich-Günther* Reiner Neumeister* Thomas Keller seit 13. Juli 2010 Wilhelm Freiherr von Haller bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler (Vorsitzender) bis 28. Mai 2010 |
| Personalausschuss | Torsten Grede (Vorsitzender) Hannelore Knowles* Jochen Meyer* Reiner Neumeister* Hans Fahr seit 13. Juli 2010 Dr. Horst Heidsieck seit 13. Juli 2010 Klaus M. Bukenberger bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
| Nominierungsausschuss | Torsten Grede (Vorsitzender) Hans Fahr seit 13. Juli 2010 Dr. Dieter Japs seit 13. Juli 2010 Dr. Jochen Berninghaus bis 28. Mai 2010 Ralf Hengel bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
| Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz |
Torsten Grede (Vorsitzender) Jochen Meyer* Reiner Neumeister* Dr. Horst Heidsieck seit 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören (Stand: 31. Dezember 2010) |
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| Rolf Knoll Sprecher des Vorstands Vorstand Beteiligungen - Produktionsgesellschaften Dettingen an der Erms |
(2) | - Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e. V., Frankfurt am Main |
| Achim Gauß Vorstand Forschung und Entwicklung Dornstetten |
(1) | - Coveright Surfaces Beteiligungs GmbH, Düsseldorf |
| Andreas Hermann Vorstand Finanzen bis 31. März 2011 Freudenstadt |
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| Herbert Högemann Vorstand Produktion, Beschaffung und Qualitätswesen Freudenstadt |
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| Jürgen Köppel Vorstand Vertrieb, Service, Marketing Beckum |
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| Hans-Dieter Schumacher Vorstand seit 15. Januar 2011 Vorstand Finanzen ab 1. April 2011 Tuttlingen |
(2) | - Commerzbank AG, Regionalbeirat Südwest, Frankfurt am Main |
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Status | Währung | Gezeichnetes Kapital 31.12.2010 |
Anteil am Kapital in % 31.12.2010 |
Eigenkapital in Tausend 31.12.2010 |
Ergebnis in Tausend 2010 |
| INLAND |
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| Unmittelbarer Anteilsbesitz: |
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| Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, (vormals: Homag Holzbearbeitungssysteme AG), Schopfloch |
(vk) | EUR | 30.000.000,00 | 100,00 | 82.284 | EAV |
| SCHULER Consulting GmbH, (vormals: Schuler Business Solutions AG), Pfalzgrafenweiler |
(vk) | EUR | 5.150.000,00 | 100,001) | -379 | -1.998 |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne | (vk) | EUR | 1.600.000,00 | 100,002) | -2.170 | -241 |
| HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Holzbronn | (vk) | EUR | 5.600.000,00 | 100,003) | 20.130 | EAV |
| Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo | (vk) | EUR | 4.000.000,00 | 70,00 | 20.271 | 2.796 |
| Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock | (vk) | EUR | 17.550.000,00 | 100,00 | 29.917 | 2.223 |
| BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach | (vk) | EUR | 25.000,00 | 51,00 | 2.130 | 223 |
| Homag eSolution GmbH, Schopfloch | (vk) | EUR | 50.000,00 | 51,00 | 560 | 0 |
| Wehrmann Maschinen Center GmbH4) , Barntrup | (nk) | EUR | 2.500.000,00 | 43,82 | 1.0875) | -2.5675) |
| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
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| Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH, Schopfloch | (vk) | EUR | 7.200.000,00 | 100,006) | 25.568 | 2.105 |
| Ligmatech Automationssysteme GmbH, Lichtenberg | (vk) | EUR | 6.650.000,00 | 100,00 | 5.090 | 418 |
| Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg | (vk) | EUR | 2.400.000,00 | 100,00 | 921 | EAV |
| Bargstedt Handlingsysteme GmbH, Hemmoor | (vk) | EUR | 5.133.000,00 | 100,00 | 4.974 | 22 |
| Bütfering Schleiftechnik GmbH, Beckum | (vk) | EUR | 2.000.000,00 | 96,30 | -1.010 | -1.998 |
| Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen | (vk) | EUR | 1.000.000,00 | 51,00 | 4.908 | 364 |
| Homag GUS GmbH, Schopfloch | (vk) | EUR | 100.000,00 | 100,006) | 2.100 | EAV |
| Homag Finance GmbH, Schopfloch | (vk) | EUR | 100.000,00 | 100,006) | 110 | -15 |
| Homag India GmbH, Schopfloch | (nk) | EUR | 400.000,00 | 100,006) | 37) | 07) |
| Homag Vertrieb & Service GmbH, Schopfloch | (vk) | EUR | 300.000,00 | 100,006) | 379 | -127 |
| Hüllhorst GmbH, Barntrup | (nk) | EUR | 255.645,94 | 100,00 | 259 | 3 |
| AUSLAND |
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| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
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| Homag Machinery Środa Sp. z o.o., ŚrodaPolen |
|
PLN | 6.001.000,00 | 100,008) | 7.337 | 1.315 |
|
|
(vk) | (EUR | 1.512.539,38 |
|
1.849 | 329) |
| Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal, L'Ametlla del Valles/Spanien | (vk) | EUR | 2.047.748,40 | 100,00 | 3.421 | 503 |
| Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias para Madeira Ltda., São Paulo/Brasilien |
|
BRL | 6.812.180,00 | 100,00 | 10.062 | 765 |
|
|
(vk) | (EUR | 3.082.155,46 |
|
4.553 | 326) |
| Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China |
|
CNY | 70.715.635,00 | 81,259) | 106.928 | 17.168 |
|
|
(vk) | (EUR | 8.063.632,17 |
|
12.193 | 1.907) |
| Homag Austria Gesellschaft mbH, Oberhofen am Irrsee/Österreich | (vk) | EUR | 370.000,00 | 100,0010) | 885 | 113 |
| Homag Italia S.p.A., Guissano/Italien | (vk) | EUR | 1.100.000,00 | 100,0010) | 2.269 | -228 |
| Homag France S.A., Schiltigheim/Frankreich | (vk) | EUR | 1.500.000,00 | 100,0010) | 8.460 | 1.480 |
| Homag Asia (PTE) Ltd., Singapore/Singapur |
|
SGD | 100.000,00 | 100,0010) | 2.451 | 1.529 |
|
|
(vk) | (EUR | 58.234,33 |
|
1.427 | 845) |
| Homag Canada Inc., Mississauga, Ontario/Kanada |
|
CAD | 4.367.800,00 | 100,0010) | 10.653 | 662 |
|
|
(vk) | (EUR | 3.289.749,19 |
|
8.024 | 484) |
| Homag Polska Sp. z o.o., Środa/Polen |
|
PLN | 1.050.000,00 | 100,0010) | 12.111 | 2.478 |
|
|
(vk) | (EUR | 264.650,28 |
|
3.053 | 619) |
| Homag Japan Co. Ltd., Osaka/Japan |
|
JPY | 156.000.000,00 | 100,0010) | 221.536 | -59.866 |
|
|
(vk) | (EUR | 1.436.548,75 |
|
2.040 | -514) |
| Homag Danmark A/S, Galten/Dänemark |
|
DKK | 1.970.000,00 | 100,0010) | 16.245 | 184 |
|
|
(vk) | (EUR | 264.234,46 |
|
2.179 | 25) |
| Homag U.K. Ltd., Castle Donington/England |
|
GBP | 2.716.778,00 | 100,0010) | 245 | -65 |
|
|
(vk) | (EUR | 3.148.062,57 |
|
284 | -76) |
| Schuler Business Solutions S.L., Cullera/Spanien | (vk) | EUR | 301.000,00 | 100,00 | 239 | -48 |
| Homag Korea Co. Ltd., Seoul/Korea |
|
KRW | 320.970.000,00 | 54,5511) | 583.344 | 301.802 |
|
|
(vk) | (EUR | 212.951,95 |
|
387 | 196) |
| Holzma Tech GmbH, Assenovgrad/Bulgarien |
|
BGN | 370.000,00 | 100,00 | 1.021 | 5 |
|
|
(nk) | (EUR | 189.190,57 |
|
522 | 3) |
| Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA |
|
USD | 25.806,00 | 22,00 | 23.351 | -42812) |
|
|
(e) | (EUR | 19.429,30 |
|
17.581 | -322) |
| Weeke North America Inc., Grand Rapids/USA |
|
USD | 20.000,00 | 81,00 | -135 | 2 |
|
|
(vk) | (EUR | 15.057,97 |
|
-102 | 2) |
| Homag España Maquinaria S.A., Montmeló/Spanien | (vk) | EUR | 1.211.300,00 | 100,0010) | 1.342 | -332 |
| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
|
|
|
|
|
|
| Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China |
|
HKD | 27.000.000,00 | 25,00 | 84.278 | -51613) |
|
|
(e) | (EUR | 2.611.673,21 |
|
8.152 | -50) |
| Homag South America Ltda., São Paulo/Brasilien |
|
BRL | 5.925.031,00 | 100,0014) | 4.506 | 786 |
|
|
(vk) | (EUR | 2.680.766,90 |
|
2.039 | 335) |
| Homag Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
AUD | 6.209.158,62 | 100,0014) | 1.374 | 701 |
|
|
(vk) | (EUR | 4.732.229,72 |
|
1.047 | 485) |
| Homag (Schweiz) AG, Bachenbülach/Schweiz |
|
CHF | 200.000,00 | 100,0014) | 6.369 | 1.888 |
|
|
(vk) | (EUR | 160.745,86 |
|
5.119 | 1.365) |
| OOO "FAYZ- Homag GUS", Taschkent/Usbekistan |
|
USD | 174.000,00 | 33,0015) | -16) | -16) |
|
|
(nk) | (EUR | 131.004,37 |
|
-16) | -16) |
| OOO "Homag Russland", Moskau/Russische Föderation |
|
RUB | 357.215,00 | 99,0017) | -26.003 | -45.142 |
|
|
(vk) | (EUR | 8.814,03 |
|
-642 | -1.118) |
| Homag India Private Ltd., Bangalore/Indien |
|
INR | 228.055.010,00 | 99,9018) | 73.841 | 1.746 |
|
|
(vk) | (EUR | 3.823.039,49 |
|
1.238 | 29) |
| RAMU Machinery Private Limited, Bangalore/Indien |
|
INR | 11.500.000,00 | 52,1719) | -12.389 | -9.088 |
|
|
(nk) | (EUR | 192.782,23 |
|
-208 | -149) |
| HA Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia |
|
MYR | 250.000,00 | 100,0014) | -1.377 | -15113) |
|
|
(vk) | (EUR | 61.042,61 |
|
-336 | -35) |
| HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand |
|
THB | 2.000.000,00 | 100,0014) | 224 | 12.05913) |
|
|
(vk) | (EUR | 49.836,04 |
|
6 | 284) |
| BENZ INCORPORATED, Charlotte/USA |
|
USD | 100,00 | 100,0020) | -205 | 212 |
|
|
(vk) | (EUR | 75,29 |
|
-154 | 160) |
1)
Davon werden 94,00% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 6,00% von der Homag
Group AG gehalten.
2)
Davon werden 39,95% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 60,05% von der
Homag Group AG gehalten.
3)
Davon werden 54,46% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 45,54% von der
Homag Group AG gehalten.
4)
Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen
5)
Geschäftsjahr 1. April 2002 bis 31. März 2003
6)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
7)
Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
8)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 92,81%
9)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 79,14%
10)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
11)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 52,61%
12)
Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
13)
Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
14)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
15)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 31,83%
16)
Nicht vorliegend
17)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 95,47%
18)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,34%
19)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 50,26%
20)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 51,00%
| EAV | Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Homag Group AG bzw. Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH bzw. Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH |
| (vk) | Vollkonsolidiert |
| (nk) | Nicht konsolidiert |
| (e) |
At-Equity-konsolidiert |
Die folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur
Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit: Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg,
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw, und Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch.
Erklärung gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 316 Abs. 1 Satz 6 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Schopfloch, 18. März 2011
Homag Group AG
Der Vorstand
| ROLF KNOLL | ACHIM GAUSS | ANDREAS HERMANN |
| HERBERT HÖGEMANN | JÜRGEN KÖPPEL | HANS-DIETER SCHUMACHER |
Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk
erteilt:
"Wir haben den von der Homag Group AG, Schopfloch, aufgestellten Konzernabschluss
-bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung,
Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss
und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 18. März 2011
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| BLESCH | VÖGELE |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
> Der Aufsichtsrat der HOMAG Group AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die ihm
nach Gesetz, Satzung und Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodex) obliegenden
Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und den Vorstand überwacht und beraten.
Dafür wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und
mündlicher Form vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle,
die Lage des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie über das Risikomanagement und
die Compliance informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für
das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Soweit
es nach Gesetz und Satzung notwendig war, hat der Aufsichtsrat zu allen Berichten
und Beschlussvorschlägen des Vorstands sein Votum abgegeben. Die zustimmungspflichtigen
Angelegenheiten wurden dabei rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt.
Der Vorstand und der Aufsichtsratsvorsitzende standen auch außerhalb der Sitzungen
in engem und regelmäßigem Kontakt, wodurch ein stetiger Informationsfluss und Meinungsaustausch
gewährleistet war.
Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen.
Auf der Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 wurden turnusgemäß die
sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat gewählt. Neu in den Aufsichtsrat kamen
dabei Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas
Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an, der in der der Hauptversammlung
folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden
bestätigt wurde. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern Dr. Jochen
Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel und Reinhard
Löffler für ihre wertvolle Arbeit und ihren Einsatz zum Wohle der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2010 zu acht Sitzungen zusammen. In den Sitzungen
informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die laufende Geschäftsentwicklung
und erläuterte dabei insbesondere die Marktentwicklung und die Aktivitäten im Vertrieb,
die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften, die Weiterentwicklung
der Produkte und neuer Technologien, die Aktivitäten in der Produktion und im Einkauf
sowie die finanzielle Lage des Konzerns. In den einzelnen Bereichen wurden bei jeder
Sitzung unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Entwicklung
und Optimierung des Produktportfolios und des Global Sourcings, die Einhaltung der
Planung, die Maßnahmen zur Anpassung der Gruppenstruktur, Investitionen in die Wachstumsmärkte
China und Indien sowie Personalfragen. Jeweils zu Beginn der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat
über die Tätigkeit der Ausschüsse informiert.
In der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2010 wurde in Gegenwart des Abschlussprüfers
der Konzern- und Jahresabschluss inklusive Konzernlagebericht und Lagebericht von
2009 nach ausführlicher Erörterung und Prüfung gebilligt und festgestellt. Zudem befasste
sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der Hauptversammlung und erörterte und
verabschiedete den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Ein weiteres
Thema der Sitzung waren Kapitalerhöhungsmaßnahmen bei verschiedenen Tochtergesellschaften.
Diskutiert wurde weiterhin ein Neubau für die Vertriebstochter in der Schweiz, dem
der Sitzung folgend im Umlaufverfahren zugestimmt wurde.
Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 12. April 2010
auf Vorschlag des Nominierungsausschusses die Kandidaten zur Neuwahl der Anteilseignervertreter
im Aufsichtsrat als Wahlvorschlag an die Hauptversammlung beschlossen.
In der an die Hauptversammlung am 28. Mai 2010 anschließenden konstituierenden Sitzung
des neu gewählten Aufsichtsrats wurden die Wahlen zum Vorsitzenden und stellvertretenden
Vorsitzenden abgehalten. Herr Torsten Grede wurde als Vorsitzender und Herr Reiner
Neumeister als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats im Amt bestätigt und
beide gehören somit dem Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG an. Zu weiteren
Mitgliedern des Vermittlungsausschusses wurden Herr Dr. Horst Heidsieck und Herr Jochen
Meyer gewählt.
In der Aufsichtsratssitzung am 13. Juli 2010 hat der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat
die Neubesetzung der Ausschüsse gewählt. Vor den Wahlen wurde einstimmig beschlossen,
die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat dahingehend zu ändern, dass die Mitgliederzahl
des Nominierungsausschusses von vier auf drei reduziert wird. Zu Mitgliedern des Nominierungsausschusses
wurden Herr Torsten Grede als Vorsitzender sowie Herr Dr. Dieter Japs und Herr Hans
Fahr gewählt. Der Vorsitzende des Personalausschusses ist kraft Amtes weiterhin Herr
Torsten Grede. Zu weiteren Mitgliedern wurden die Herren Hans Fahr, Dr. Horst Heidsieck,
Reiner Neumeister und Jochen Meyer sowie Frau Hannelore Knowles gewählt. Zu Mitgliedern
des Prüfungsausschusses wurden Frau Carmen Hettich-Günther, Herr Thomas Keller und
Herr Reiner Neumeister gewählt sowie als Vorsitzender Herr Gerhard Federer.
Schwerpunktthema der Aufsichtsratssitzung am 9. August 2010 war die Neugründung eines
gemeinsamen Unternehmens mit der imos AG, Herford. Der Gründung der HOMAG eSOLUTION
GmbH, als Anbieter von Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen
und Anlagen der HOMAG Group - stimmte der Aufsichtsrat zu. Darüber hinaus stimmte
der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Abschluss der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn
Andreas Hermann zu und beriet über das personelle Konzept in Verbindung mit der Nachfolgesuche.
In der Aufsichtsratssitzung vom 9. September 2010 wurde festgestellt, dass die vereinbarten
Eintrittsbedingungen zur Erhöhung der Festgehälter der Vorstandsmitglieder Andreas
Hermann, Herbert Högemann, Achim Gauß und Rolf Knoll und der Zahlung einer einmaligen
Tantieme eingetreten sind. Gleichzeitig wurde der Erhöhung des Jahresfestgehalts von
Herrn Jürgen Köppel und der Zahlung einer einmaligen Tantieme an Herrn Jürgen Köppel
zugestimmt.
Hauptthema der Aufsichtsratssitzung vom 14. Oktober 2010 war die Freigabe der Investitionen
für den weiteren Ausbau des Produktionsunternehmens HOMAG Machinery Shanghai in China
und der Gründung einer neuen Produktionsstätte in Indien, der HOMAG Machinery Bangalore.
Beiden Investitionsplänen wurde nach ausführlicher Diskussion zugestimmt und das Budget
freigegeben. Im Anschluss daran stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat die geplante
Anpassung der Gruppenstruktur und die damit verbundenen Chancen und Risiken vor. Zudem
wurde einer Änderung in der Geschäftsordnung des Vorstands zugestimmt - einige Schwellenwerte
für zustimmungspflichtige Handlungen des Vorstands wurden erhöht.
In seiner Sitzung vom 16. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat die Umsetzung von Maßnahmen
zur Anpassung der Gruppenstruktur beschlossen. Für den weiteren wirtschaftlich abgesicherten
Ausbau der Marktposition und der Weltmarktführerschaft werden die kleineren Unternehmen
FRIZ Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg und TORWEGGE Holzbearbeitungssysteme GmbH, Löhne
an größere Unternehmen innerhalb der Gruppe angebunden. Zudem erteilte der Aufsichtsrat
seine Zustimmung zum Budget für 2011 und zur Mittelfristplanung bis 2015. In Verbindung
mit der Zustimmung zur Entsprechenserklärung 2011 gemäß § 161 AktG wurden die Ziele
für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß des Deutschen Corporate Governance
Kodex Ziffer 5.4.1 festgelegt. In dieser Sitzung wurden außerdem die Beibehaltung
der Parameter für das Long-Term-Incentive (LTI) Programm 2011 bis 2013 der Vorstände
beschlossen und der relevante Anfangskurs für den Aktien-LTI-Bonus für 2010 bis 2012
festgelegt. Ein weiteres Thema der Sitzung war das personelle Konzept. Zu Vorstandsmitgliedern
der HOMAG Group AG wurden Herr Hans-Dieter Schumacher mit Wirkung zum 15. Januar 2011
und Herr Dr. Markus Flik mit Wirkung zum 1. April 2011 bestellt. Herr Hans-Dieter
Schumacher wird ab 1. April 2011 die Nachfolge von Herrn Andreas Hermann als Finanzvorstand
antreten und Herr Markus Flik wird ab 1. Juli 2011 Vorstandsvorsitzender und tritt
damit die Nachfolge des bisherigen Vorstandssprechers Herrn Rolf Knoll an.
Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse gebildet: den
Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss
gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. In den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse
für das Aufsichtsratsplenum vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen die Ausschüsse
auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich
zulässig - übertragen worden sind. Über die Arbeit der Ausschüsse berichteten die
Ausschussvorsitzenden in den Plenarsitzungen.
Im Geschäftsjahr 2010 bestand für den Vermittlungsausschuss kein Anlass, tätig zu
werden. Daher wurde er nicht einberufen.
Der Nominierungsausschuss traf sich zweimal, um die Wahl der sechs Anteilseignervertreter
des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2010 vorzubereiten.
Der Prüfungsausschuss tagte sechsmal - drei Sitzungen fanden dabei als Telefonkonferenzen
statt. An zwei der sechs Sitzungen nahm der Abschlussprüfer der HOMAG Group AG teil.
Ein Schwerpunkt der Sitzungen war der Konzern- und Jahresabschluss 2009 inklusive
der Inhalte des Geschäftsberichts sowie die Geschäftsentwicklung 2010. Erörtert wurden
zudem sämtliche Quartalsberichte - der Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 auch in Anwesenheit
des Abschlussprüfers - sowie die jeweilige aktuelle wirtschaftliche Entwicklung im
Hinblick auf den Forecast 2010. Weitere Themen waren unter anderem die Bestimmung
der Prüfungsschwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2010,
die Kapitalerhöhungen bei verschiedenen Vertriebstöchtern, das Ergebnis der positiv
verlaufenen steuerlichen Betriebsprüfung, die Bestandteile des Risikomanagements und
das Ergebnis der Risikoinventur 2010. Beraten hat der Prüfungsausschuss zudem über
die Neuerungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und die Entsprechenserklärung
2011 sowie über das Budget für 2011 und die Mittelfristplanung bis 2015.
Zu insgesamt sieben Sitzungen kam der Personalausschuss zusammen, wobei eine Sitzung
als Telefonkonferenz abgehalten wurde. Schwerpunktthemen waren die Festlegung der
Parameter der variablen Vorstandsvergütung für den LTI-Bonus für den neuen Bezugszeitraum
2011 bis 2013 und die personellen Veränderungen im Vorstand. Der Personalausschuss
hat sich hierbei mit der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Andreas Hermann, der Neubesetzung
des Finanzressorts sowie dem Nachfolger für Herrn Rolf Knoll befasst.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben mit Ausnahme von Herrn Wilhelm Freiherr von
Haller an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Herr Wilhelm
Freiherr von Haller konnte bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 28. Mai
2010 nicht an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilnehmen. Während seiner
Abwesenheit hat Herr Wilhelm Freiherr von Haller sich jedoch per schriftlicher Stimmbotschaft
an allen Entscheidungen beteiligt.
Jedes Aufsichtsratsmitglied legt möglicherweise auftretende Interessenkonflikte dem
Aufsichtsrat offen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 folgend hat der Aufsichtsrat der
Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, den Prüfauftrag für
das Geschäftsjahr 2010 erteilt. Als Prüfungsschwerpunkte wurden steuerliche Verlustvorträge
und die Werthaltigkeit des Forderungsbestands festgelegt.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010
sowie die entsprechenden Lageberichte wurden vom Abschlussprüfer unter Einbeziehung
der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Der Abschlussprüfer bestätigte zudem, dass der Vorstand über ein angemessenes Risikoüberwachungssystem
gemäß § 91 Abs. 2 AktG verfügt, das geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen,
die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss, die zugehörigen Lageberichte
sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands eingehend geprüft. Die Abschlussunterlagen
und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dabei allen Mitgliedern des Aufsichtsrats
rechtzeitig vor und wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 18. März 2011
und in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2011 ausführlich besprochen und geprüft.
An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse
seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand.
Vor und während der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
überwacht. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zugestimmt
und erhebt keine Einwände.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss
und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat gebilligt, womit
der Jahresabschluss der HOMAG Group AG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands
zur Gewinnverwendung hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Demnach wird für das
Geschäftsjahr 2010 wieder eine Dividende von 0,30 EUR und damit ein Großteil des Jahresüberschusses
des Geschäftsjahres 2010 ausgeschüttet.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Führungskräften, den Betriebsräten
und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die konstruktive,
vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2010.
Schopfloch, im März 2011
Für den Aufsichtsrat
| TORSTEN GREDE |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Die HOMAG Group AG ist Mutterunternehmen des HOMAG Konzerns. Als Holdinggesellschaft
ist es die zentrale Aufgabe der HOMAG Group AG, die strategische Ausrichtung des HOMAG
Konzerns vorzugeben und die Umsetzung der Konzernstrategie zu überwachen. Darüber
hinaus gehören das Beteiligungsmanagement, Investor Relations, Konzernrechnungswesen,
Gruppenmarketing sowie die Steuerung des Liquiditätsmanagements zu den Hauptaufgaben
der HOMAG Group AG. Sie trägt zudem die Regionalverantwortung für die Vertriebsgesellschaften.
Der HOMAG Group Konzern ist in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Maschinen
und Anlagen für die Holzbearbeitung tätig. Seit dem 13. Juli 2007 ist die HOMAG Group
AG börsennotiert. Im Oktober 2007 wurde die Aktie in den SDAX der Deutschen Börse
aufgenommen.
Nach der schweren Rezession im Jahr 2009, ausgelöst durch die globale Finanzkrise,
hat sich die Weltwirtschaft 2010 rasant erholt. Begünstigt wurde diese positive Entwicklung
durch zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte
und Stimulierung der Konjunktur. Die Folge war ein kräftiger Anstieg des globalen
Bruttoinlandsprodukts, der sich nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW)
auf 4,8 Prozent beläuft, wobei die Expansion im Verlauf des Jahres an Schwung verloren
hat. Das Welthandelsvolumen ist demnach um 11,5 Prozent gewachsen.
Die Wirtschaftsentwicklung verlief dabei auch 2010 heterogen. So hat die Wirtschaftsleistung
in den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen und liegt teilweise
wieder über Vorkrisenniveau. Insgesamt konnten die Schwellenländer 2010 ihr Bruttoinlandsprodukt
laut IfW um 8,1 Prozent steigern, wobei die konjunkturelle Dynamik in Asien und hier
insbesondere in China und Indien mit einem Plus von jeweils rund zehn Prozent sehr
kräftig war. Brasilien konnte nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW) um 7,8 Prozent und Russland um 3,9 Prozent zulegen.
Von der starken Entwicklung in den Schwellenländern profitierten zwar auch die Industrieländer,
ihr Wachstum fällt jedoch deutlich geringer aus und die Produktion liegt hier nach
wie vor unter Vorkrisenniveau. Dabei hat sich das Tempo der konjunkturellen Erholung
im Jahresverlauf kontinuierlich verlangsamt. Das Ergebnis ist nach Angaben des IfW
ein Plus von 2,4 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer. Dabei konnten
die USA um 2,8 Prozent und Japan um 3,3 Prozent zulegen.
Die Europäische Union entwickelte sich, auch vor dem Hintergrund der Schuldenkrise
einzelner Länder, im Vergleich der Industrieländer unterproportional, wie das Wirtschaftswachstum
von 1,8 Prozent zeigt. Der Euroraum wuchs dabei um 1,8 Prozent und die Wirtschaftsleistung
der Beitrittsländer stieg um 1,5 Prozent. Positiv entwickelten sich unter anderem
die Volkswirtschaften in Polen, Schweden, der Slowakei, Finnland oder Belgien. Ein
sehr schwaches Wachstum bzw. einen Rückgang verzeichneten beispielsweise Griechenland,
Spanien, Irland, Rumänien und Bulgarien.
Als Wachstumslokomotive in Europa zeigte sich 2010 Deutschland mit dem stärksten Wirtschaftswachstum
seit der Wiedervereinigung. Nach dem Produktionseinbruch 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt
laut Statistischem Bundesamt um 3,6 Prozent. Dabei hat sich der Außenhandel insbesondere
zu Jahresbeginn spürbar erholt und die Verluste des Vorjahres nahezu wettgemacht.
Das Exportwachstum beläuft sich dementsprechend laut DIW auf gut 15 Prozent. Angesprungen
ist im Jahresverlauf auch die Binnennachfrage, die zu einer immer stärkeren Triebfeder
des Wachstums wird. Mit einem Plus von rund zehn Prozent wurden die Ausrüstungsinvestitionen
kräftig ausgeweitet, wobei ihr Niveau noch um rund 15 Prozent unter dem Vorkrisenwert
liegt.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sich nach Angaben des Branchenverbandes
VDMA vom schweren Rückschlag 2009 erholt und 2010 seinen Umsatz um rund acht Prozent
verbessert. Damit liegt die Branche allerdings noch rund 20 Prozent unter ihrem Höchststand,
den sie 2008 vor der Krise erreicht hatte. Sehr positiv hat sich laut VDMA der Auftragseingang
entwickelt, der 2010 um 36 Prozent zugelegt hat, wobei das Ausland mit einem Plus
von 39 Prozent stärker gewachsen ist als das Inland, in dem die Bestellungen um 29
Prozent zugelegt haben. Demzufolge ist auch die Exportquote wieder gestiegen und lag
2010 bei 74,8 Prozent nach 73,6 Prozent im Jahr zuvor.
Für die HOMAG Group ist innerhalb des Maschinenbaus der Markt der Holzbearbeitungsmaschinen
die relevante Branche. Diese ist gekennzeichnet durch wenige große Anbieter, die mit
einem breiten Angebot weltweit Systemleistungen anbieten, und sehr viele kleinere
und kleine Unternehmen, die oft nur einzelne Segmente bedienen oder Spezialmaschinen
herstellen. Dabei ist zu beobachten, dass der Marktanteil der großen Anbieter wächst,
da immer mehr Kunden bei vollstufigen Lieferanten kaufen, die auch einen lokalen Komplettservice
bieten. Die größten Mitbewerber der HOMAG Group im vergleichbaren Produktbereich sind
die beiden italienischen Konzerne Biesse Group und SCM Group. Zusammen verfügen die
drei Unternehmensgruppen nach unserer Einschätzung über einen Marktanteil von rund
47 Prozent.
Nach dem historischen Nachfrageeinbruch bei den Holzbearbeitungsmaschinen Ende 2008
und 2009 erholt sich auch dieses Segment des Maschinenbaus wieder und verzeichnete
2010 ein Umsatzplus von 12 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt der Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen
erst bei 65 Prozent seines Umsatzniveaus von 2008. Mit einem Plus von 74 Prozent konnte
der Auftragseingang 2010 sehr stark zulegen. Zu beachten ist allerdings, dass hier
die Ausrüster der Säge- und Holzwerkstoffindustrie, zu denen die HOMAG Group nicht
gehört, mit einem überproportionalen Auftragsplus das Bild verzerren.
Die HOMAG Group AG ist eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit. Ihre
Hauptaufgaben als Obergesellschaft und Mutterunternehmen sind die Festlegung und Überwachung
der Konzernstrategie, die Steuerung des Liquiditätsmanagements sowie die Führungsrolle
für Tochtergesellschaften und die Gruppenvertriebsorganisation. Zuständig ist sie
zudem für die Investor Relations, das Konzernrechnungswesen sowie das Gruppenmarketing
und sie trägt die Regionalverantwortung für die Vertriebsgesellschaften. Sie hält
100 Prozent an der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, die operativ tätig und gleichzeitig
auch größte Gesellschaft der HOMAG Group ist. Insgesamt gehören mit Stand zum 31.
Dezember 2010 u. a. 11 inländische und 5 ausländische Produktionsgesellschaften sowie
21 Vertriebs- und Servicegesellschaften zum Konzern (siehe auch Konzernstruktur im
hinteren Umschlagteil).
Neben dem Beteiligungsvorstand der Holding, der für die Tochtergesellschaften verantwortlich
ist, werden die Produktionsgesellschaften von der jeweiligen Geschäftsführung vor
Ort operativ geleitet. Entsprechend ihrer Größe sind die inländischen Produktionsgesellschaften
an der HOMAG Vertriebs-Beteiligungs GmbH beteiligt und üben damit Einfluss auf die
Lenkung der ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften aus.
Im Geschäftsjahr 2010 kam es zu folgenden Veränderungen in der Gruppenstruktur:
| ― |
Durch zwei Kapitalerhöhungen im Februar 2010 und im Juli 2010 bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der Minderheitsgesellschafter haben wir unseren Anteil an der BÜTFERING Schleiftechnik GmbH von 80 Prozent auf über 96 Prozent erhöht. |
| ― |
Am 6. Oktober 2010 haben wir die Gesellschaftsform der HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG geändert. Sie firmiert seitdem als HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH. Dabei haben wir auch die Führung teilweise neu besetzt und damit eine Entflechtung von der Führung der HOMAG Group AG vorgenommen. |
| ― |
Gemeinsam mit der imos AG, Herford haben wir im Dezember 2010 die HOMAG eSOLUTION GmbH gegründet, an der wir 51 Prozent der Anteile halten. Das neue Unternehmen befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen und Anlagen der HOMAG Group. |
| ― |
Seit Dezember 2010 firmiert die SCHULER Business Solutions AG nach vorangegangener Restrukturierung unter dem Namen SCHULER Consulting GmbH. |
| ― |
Rückwirkend zum 1. Januar 2010 hat die HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH im 4. Quartal 2010 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geschlossen. |
Organisatorisch ist die HOMAG Group AG in die Segmente "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb
und Service" und "Sonstige" unterteilt. Dabei beinhaltet das Segment "Industrie" diejenigen
Gruppenunternehmen, deren Kernkompetenz im Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen
liegt. Wir bieten unseren Kunden hier mit optimal aufeinander abgestimmten Maschinen
und Anlagen sowie der zugehörigen Informations- und Steuerungstechnik durchgängige
Lösungen und decken die Prozessketten der Holzbearbeitung im Wesentlichen mit unseren
eigenen Produkten ab.
Im Segment "Handwerk" sind die Konzernunternehmen zusammengefasst, deren Schwerpunkt
auf Produkten für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe liegt.
Gefragt sind dabei neben hoher Qualität und Produktivität insbesondere eine einfache
Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis.
Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der HOMAG Vertriebs-
und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Mit unserem globalen Vertriebs- und
Servicenetz sind wir in allen wichtigen Märkten weltweit vertreten und damit immer
nah bei unseren Kunden.
Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die HOMAG Group AG mit ihrer Holdingfunktion,
die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich "Dienstleistungen"
mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH und der HOMAG
eSOLUTION GmbH sowie den Geschäftsbereich "Holzhausbau".
Eine weitere Unterteilung der HOMAG Group ist zudem in die Produktgruppen "Maschinen",
"Zellen" und "Fabrikanlagen" möglich. Die Produktgruppe "Maschinen" umfasst dabei
unsere modular aufgebauten Standardmaschinen im Einstiegs- und Mittelsegment. Zu Linien
verkettete Einzelmaschinen für die flexible Individualproduktion und die automatisierte
Massenproduktion sind ebenso in der Produktgruppe "Zellen" enthalten wie komplette
Bearbeitungszentren. Die "Fabrikanlagen" beinhalten schließlich ganzheitliche, vollverkettete
Systemlösungen mit durchgängiger Vernetzung der Maschinensteuerungen und professioneller
Leittechnik. Abgerundet wird dies mit unserem umfassenden Dienstleistungsangebot,
das sich durch alle Produktgruppen zieht.
Die individuelle Vergütung des Vorstands der HOMAG Group AG wird von dem Personalausschuss
vorgeschlagen und von dem Aufsichtsrat beschlossen. Im Wettbewerb um hochqualifizierte
Führungspersönlichkeiten soll das Vergütungsmodell für den Vorstand attraktiv sein
und gemessen an der persönlichen Leistung und am Unternehmenserfolg zugleich anspruchsvollen
Maßstäben gerecht werden.
Die Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds stehen in einem angemessenen Verhältnis
zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft
und übersteigen die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe. Bei börsennotierten
Gesellschaften ist die Vergütungsstruktur zusätzlich auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung
auszurichten. Sämtliche Vergütungsteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und
insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der HOMAG Group AG setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen
Festvergütung sowie einem erfolgsbezogenen Vergütungsteil zusammen. Der variable Vergütungsanteil
besteht aus einem kurz- sowie einem langfristig angelegten Anreizsystem und basiert
auf kennzahlenorientierten Zielwerten sowie der Aktienkursentwicklung. Er enthält
zudem eine Begrenzung nach oben (Cap). Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet.
Für Organfunktionen bei Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine
Bezüge. Für die Mitglieder des Vorstands ist keine betriebliche Altersversorgung eingerichtet.
Im Berichtsjahr wurden an die Vorstandsmitglieder weder Kredite noch Vorschüsse gewährt,
noch Haftungserklärungen zu ihren Gunsten abgegeben. Sämtliche Vorstandsdienstverträge
entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Im Falle einer Beendigung des Vorstandsdienstvertrags erhält ein Vorstandsmitglied
zur Abgeltung seiner Bezüge einschließlich Nebenleistungen im Zeitpunkt der Beendigung
des Vertrags eine Abfindung von zwei Jahresvergütungen; maximal jedoch in Höhe der
Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrags ihm noch zustehende Bezüge (Festvergütung,
"Short-Term-Incentive" STI und "Long-Term-Incentive" LTI). Ein Anspruch auf eine Abfindung
im oben genannten Sinne besteht nicht, sofern die Gesellschaft ein Recht zur außerordentlichen
Kündigung des Vertrags aus wichtigem Grund nach § 626 BGB hat.
Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus dem jährlichen
Festgehalt und den Nebenleistungen zusammen. Das jährliche Festgehalt ist für die
Laufzeit der Vorstandsdienstverträge festgelegt und wird in zwölf gleichen Monatsraten
ausbezahlt. Die Nebenleistungen bestehen aus dem steuerlich anzusetzenden Wert der
Dienstwagennutzung sowie der Übernahme von Versicherungsprämien. Bei den Versicherungsprämien
handelt es sich um Gruppenversicherungen gegen Unfallschäden und eine Vermögensschadenversicherung
(sog. D&O-Versicherung). Seit 1. Januar 2010 wurde die D&O-Versicherung dahingehend
abgeändert, dass sowohl für die Mitglieder des Vorstands als auch für die Mitglieder
des Aufsichtsrats ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance
Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart ist. Darüber hinaus werden die Krankenversicherungsbeiträge
in Höhe der gesetzlichen Arbeitgeberanteile übernommen, in der Rentenversicherung
in Höhe dessen, was der Vorstand im Falle der Versicherungspflicht zu bezahlen hätte.
Aufwendungen, die dem Vorstand in der Ausübung seiner Aufgaben im Rahmen des Vorstandsdienstvertrags
entstehen, werden gemäß der betrieblichen Regelung erstattet.
Mehrheitlich sehen die Vorstandsdienstverträge ab dem 1. Januar 2010 eine Erhöhung
des festen Jahresgehalts unter einer aufschiebenden Bedingung (Erhöhungsbetrag) vor,
welche die Erreichung eines Gewinns auf konsolidierter Basis vor Steuern (EBT) kumuliert
für die vergangenen vier Quartale voraussetzt. Mit der Erfüllung der aufschiebenden
Bedingung ist das feste Jahresgehalt ab dem 1. Juli 2010 für diese Verträge erhöht.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die Ausgestaltung des variablen Vergütungsanteils
unter besonderer Beachtung der aktienrechtlichen Neuregelungen zur Angemessenheit
von Vorstandsvergütungen neu geregelt.
Der erfolgsbezogene Vergütungsanteil besteht aus einer kurzfristig angelegten Vergütungskomponente,
dem "Short-Term-Incentive" (STI), und einer langfristig ausgerichteten Komponente,
dem "Long-Term-Incentive" (LTI).
Das STI als jährliche Wertzuwachstantieme basiert auf der Rendite über den Kapitalkosten,
dem HOMAG Value Added (HVA), der sich auf Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG
Group AG berechnet. Der Anspruch auf das STI setzt voraus, dass ein positiver HVA
erreicht wird. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert
von 4 Prozent steigt der STI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 150 Prozent des tatsächlich
im betreffenden Geschäftsjahr ausgezahlten festen Jahresgehalts und wird bei 4 Prozent
erreicht.
Das STI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung
der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr ausbezahlt.
Das LTI stellt als Anreizsystem mit langfristiger Wirkung zum einen auf die Kursentwicklung
der HOMAG Group Aktie (Aktien LTI) und zum anderen auf die Entwicklung eines positiven
HVA (HVA LTI) ab. Die LTI-Programme werden jährlich mit jeweils dreijähriger Laufzeit
aufgelegt. Vor der jährlichen Neuauflage des jeweiligen LTI-Programms überprüft der
Aufsichtsrat die bisherigen Parameter der LTI wie HVA-Zielwert, Cap und die Parameter
zur Berechnung der Kapitalkosten. Für das neue LTI-Programm, dessen Bezugszeitraum
am 1. Januar 2011 beginnt und am 31. Dezember 2013 endet, beschloss der Aufsichtsrat,
die bisherigen Parameter zu verwenden.
Voraussetzung für die Erlangung eines HVA-Bestandteils für das LTI ist ein über drei
aufeinander folgende Geschäftsjahre (Bezugszeitraum) kumuliert positiver HVA. Ausgehend
von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 12 Prozent
steigt der LTI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 43,3 Prozent des tatsächlich während
des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.
Voraussetzung für die Erlangung eines Aktienbestandteils für das LTI ist eine positive
Wertentwicklung der HOMAG Group AG-Aktie zwischen dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter
Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums (relevanter Schlusskurs). Der relevante
Anfangskurs und der relevante Schlusskurs werden jeweils durch den Aufsichtsrat ermittelt
und festgestellt. Ausgehend von einer Wertsteigerung der Aktie über den Bezugszeitraum
von 0 Prozent bis 70 Prozent, steigt der Betrag des Aktienbestandteils für das LTI
linear an. Der Cap beträgt 23,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums
ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.
Hat sich der HVA-Bestandteil für das LTI negativ entwickelt, wird die Aktienkomponente
um den Minderungsbetrag verringert. Maximal kann die Aktienkomponente durch den Minderungsbetrag
auf 0 EUR verringert werden.
Für das erste LTI nach der Neugestaltung der variablen Vergütung, dessen Bezugszeitraum
am 1. Januar 2010 beginnt und am 31. Dezember 2012 endet, gelten abweichende Obergrenzen
(130 Prozent für den HVA-Bestandteil und 70 Prozent für den Aktienbestandteil).
Das LTI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung
der Gesellschaft des dritten Geschäftsjahres ausbezahlt.
Im Zusammenhang mit einer vertraglich vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts
hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich eine einmalige Sonderzahlung
in Höhe von 50 Prozent des Erhöhungsbetrags als Tantieme erhalten. Ferner hat der
Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus gewährt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der HOMAG Group AG geregelt.
Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder
sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. In der Hauptversammlung am 28. Mai
2010 wurden dementsprechend neue Vergütungsregelungen für Aufsichtsratsmitglieder
unter Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen in Ziffer 5.4.6 des Deutschen
Corporate Governance Kodex sowie eine entsprechende Änderung der Satzung der HOMAG
Group AG beschlossen. Diese wurde am 7. Juni 2010 im Handelsregister eingetragen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten, wie bisher auch, für jedes volle Geschäftsjahr
ihrer Zugehörigkeit im Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Ferner
erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG
Group AG pro Aufsichtsratssitzung eine Pauschalvergütung in Höhe von 1.500 EUR.
Zusätzlich zur Festvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle
Geschäftsjahr eine variable Vergütung. Nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG
Group AG durch die Hauptversammlung gilt, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats 500
EUR pro 0,1 Prozent der positiven unternehmensbezogenen Kennziffer HOMAG Value Added,
höchstens jedoch 20.000 EUR, erhalten. Nach der Einführung der Kennziffer HOMAG Value
Added als Bemessungsgrundlage für die variable Aufsichtsratsvergütung statt der bisherigen
Bemessungsgrundlage Dividende orientieren sich die variablen Vergütungen von Vorstand
und Aufsichtsrat an der gleichen nachhaltig orientierten Kennzahl. Die Kennziffer
HOMAG Value Added für ein Geschäftsjahr berechnet sich auf der Grundlage des Konzernabschlusses
der HOMAG Group AG.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den dreifachen, der Stellvertreter den eineinhalbfachen
Betrag der festen und der variablen Vergütung sowie der Pauschalvergütung pro Aufsichtsratssitzung.
Die Mitgliedschaft in den Ausschüssen wird, wie bisher auch, gesondert vergütet. Das
Sitzungsgeld wurde nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG von 1.000
EUR pro Ausschusssitzung auf 1.500 EUR pro Ausschusssitzung angehoben. Der Vorsitzende
des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres
angehört haben, erhalten die feste und die variable Vergütung entsprechend der Dauer
ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Feste und variable Vergütungen sowie die Pauschalvergütungen
für Aufsichtsratssitzungen und für Ausschusssitzungen sind jeweils innerhalb eines
Monats nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das
betreffende Geschäftsjahr entscheidet, zahlbar.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zudem Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz
der etwa auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer.
Für die durch die Gesellschaft abgeschlossene Directors and Officers Liability Insurance
(D&O-Versicherung) für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde ein den Anforderungen
der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt
vereinbart.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 15.688.000,00 EUR setzt sich aus 15.688.000 auf
den Inhaber lautende Stückaktien zusammen.
Die Aktionäre Gerhard Schuler, Freudenstadt, Mareike Hengel, Freudenstadt, Silke Schuler-Gunkel,
Freiburg, Dr. Anja Schuler, Zürich, sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gütersloh, haben mitgeteilt, dass sie zum 8. März 2010 eine Stimmbindungsvereinbarung
geschlossen haben. Diese Stimmbindungsvereinbarung enthält neben Beschränkungen hinsichtlich
der Stimmrechte auch Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand
sind keine weiteren Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von
Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen
Aktionären ergeben können.
Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, und die von ihr verwalteten Parallelfonds
sind mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt.
Gleiches gilt für Gerhard Schuler, Freudenstadt, der mit mehr als 10 Prozent am Kapital
und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt ist, sowie für Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
denen aufgrund der oben genannten Stimmbindungsvereinbarung mehr als 10 Prozent an
den Stimmrechten der Gesellschaft zugerechnet werden.
Es bestehen keine Aktien der HOMAG Group AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse
verleihen.
Es sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der HOMAG Group AG beteiligt, die ihre
Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.
Nach § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens
fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für
höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Nach § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG bedarf die wiederholte
Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses,
der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Nach
§ 84 Abs. 1 Satz 4 AktG kann bei einer Bestellung auf weniger als fünf Jahre eine
Verlängerung der Amtszeit ohne neuen Aufsichtsratsbeschluss vorgesehen werden, sofern
dadurch die gesamte Amtszeit nicht länger als fünf Jahre beträgt.
Nach § 5 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens drei Personen. Gemäß
§ 5 Abs. 2 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der
Vorstandsmitglieder, der Abschluss, die Änderung und Kündigung der Anstellungsverträge
sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines
Mitglieds des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie eines weiteren Vorstandsmitglieds
zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.
Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands
kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger
Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 AktG namentlich grobe
Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug
durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen
Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs.
3 Satz 4 AktG wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.
Nach § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 15 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1
Satz 2 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.
Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung
der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der
Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG
kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des
Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse
aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 20 Abs. 1 der Satzung
vor, dass Beschlüsse der Hauptversammlung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen
bedürfen, soweit das Gesetz zwingend nicht etwas anderes vorschreibt. In den Fällen,
in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals
erfordert, genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben
ist, die einfache Mehrheit des vertretenden Grundkapitals.
Der Vorstand leitet die HOMAG Group AG und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich.
Die Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der
Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand einschließlich des Geschäftsverteilungsplans
und der Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats gemäß § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu
führen.
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 31.
Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig
oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.824.536,00 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber
lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes
Kapital II). Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen
der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats
über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
| ― |
für Spitzenbeträge, |
| ― |
für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteiles oder einer Beteiligung an einem Unternehmen, |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. |
Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats
ermächtigt, bis zum 30. April 2015 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital
in Höhe von bis zu 1.568.800,00 EUR zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft
nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann
ganz oder in Teilbeträgen, ein Mal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden.
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands a) über die Börse oder b) mittels eines
an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien
mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Sie können ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als über
die Börse veräußert werden, sofern die Aktien gegen Barzahlung und zu einem Preis
veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung
und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der
zusammengenommene, auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung veräußerten Aktien
entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag
des Grundkapitals von neuen Aktien, die seit Beschlussfassung über diese Ermächtigung
unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des §
186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt
des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt
der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Der Preis,
zu dem Aktien der Gesellschaft an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der
Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der
Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten
fünf Börsenhandelstage vor der Abrede mit dem Dritten um nicht mehr als 5 Prozent
unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten).
Der Vorstand wird außerdem ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien
mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
oder bei einem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen
anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.
Die HOMAG Group AG ist Partei eines Vertrags über einen Konsortialkredit in Höhe von
198.000.000,00 EUR. In diesem Konsortialkreditvertrag ist u. a. geregelt, dass sämtliche
ausgereichten Beträge zusammen mit den anderen unter dem Konsortialkreditvertrag geschuldeten
Beträgen bei Eintritt eines "Change of Control" vorzeitig zurückzuzahlen sind. Ein
"Change of Control" liegt vor bei Erwerb von 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte
oder 50 Prozent oder mehr des Kapitals der HOMAG Group AG durch eine Person oder eine
Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen, wobei die Zurechnung von Stimmrechten
entsprechend § 30 WpÜG erfolgt.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern
des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen
sind.
Bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat auf der
Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 kam es zu folgenden Veränderungen:
Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck,
Dr. Dieter Japs und Thomas Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an,
der in der der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats
im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt wurde. Ausgeschieden sind aus dem Aufsichtsrat
Dr. Jochen Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel
und Reinhard Löffler.
Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen. Zum
Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember
personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken und
im Nachtragsbericht näher erläutert werden.
Die HOMAG Group AG sowie die HOMAG Gruppe steuern wir im Wesentlichen mit den Kennzahlen
Gearing, Verschuldungsgrad, EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per Share (EPS) und der Nettobankverschuldung.
Für diese Kennzahlen werden Jahresplanzahlen vorgegeben, die anhand des monatlichen
Berichtswesens überprüft werden. Ein weiteres wesentliches Element zur Konzernsteuerung
ist die Balanced Scorecard. Sie ist das Herzstück unseres Risikomanagements und bildet
zusätzlich zu den Kennzahlen Daten zur Marktführerschaft sowie zu den internen Prozessen
ab und liefert uns zudem Erkenntnisse über den Bereich Personal.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das
Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der HOMAG Group AG. Der Vorstand berichtet
in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung.
Nach unserer Überzeugung ist eine gute Corporate Governance ein wesentlicher Bestandteil
für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Denn eine verantwortungsvolle, wertorientierte
und transparente Unternehmensführung stärkt das Vertrauen der Aktionäre und des Kapitalmarkts
ebenso wie das der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Vorstand und Aufsichtsrat
sowie alle Mitarbeiter der HOMAG Group AG fühlen sich dementsprechend dem Deutschen
Corporate Governance Kodex (Kodex) verpflichtet - seine Grundsätze bilden einen Schwerpunkt
unseres Handelns. Wir entsprechen den Empfehlungen des Kodex uneingeschränkt (siehe
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, S. 67) und folgen zudem vielen Anregungen.
Ein wesentliches Element der Corporate Governance im HOMAG Group Konzern ist die klare
Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.
Die Geschäftsführung des Vorstands wird dabei konstruktiv vom Aufsichtsrat begleitet
und überwacht. Zudem legen wir großen Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik
und Unternehmenskommunikation sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken.
*
Die Erklärung zur Unternehmensführung war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.
Compliance ist die Einhaltung bzw. die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und
Richtlinien sowie freiwilliger Regelungen in Unternehmen. Die Beachtung der Gesetze
und Vorschriften aller Länder, in denen die HOMAG Group tätig ist, ist für uns oberstes
Gebot. Alle Handlungen, die zu einem Gesetzesverstoß führen würden, sind zu unterlassen.
Dabei gibt es keine Ausnahmen, auch nicht aufgrund branchenüblicher oder regionaler
Gebräuche. Jede für die HOMAG Group tätige Person ist verpflichtet, alle gesetzlichen
Regelungen uneingeschränkt einzuhalten und sich in ihrem Arbeitsumfeld ehrlich und
fair zu verhalten. Mit unseren Mitbewerbern wollen wir uns in einem fairen Wettbewerb
messen und mit unseren Stärken die Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugen.
Zu unseren Grundsätzen gehört auch die vollständige Beachtung des Kartellrechts, das
die Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und unverfälschten Wettbewerbs regelt.
Das Vertrauen von Kunden und Lieferanten sowie der Ruf der HOMAG Group als aufrichtiges
integres Unternehmen sind uns sehr wichtig. Unverhältnismäßige Vorteilsgewährung und
Korruption durch Beschäftigte der HOMAG Group werden keinesfalls geduldet.
"Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter und zufriedene Kapitalgeber" sind die Kernpunkte
der seit Jahren in unseren Leitbildern festgeschriebenen Philosophie. Das Führungsverhalten
in unseren Gesellschaften ist darin mit den Attributen "kooperativ" und "partnerschaftlich"
definiert. Aufbauend auf diesen Leitbildern und der damit ausgedrückten Unternehmenskultur
wurde im Jahr 2010 ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften
aufgestellt. Darin enthalten sind verbindliche Leitlinien für das Handeln des Vorstands,
der Führungskräfte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HOMAG Group.
Ethische Geschäftspraktiken, faires Verhalten und verantwortungsvolles, gesetzmäßiges
Handeln sind für uns ohnehin eine Pflicht und eine Selbstverständlichkeit. Die 13
Grundregeln des Code of Conduct sollen uns jedoch in unserem täglichen Tun und Handeln
stärken. Der Verhaltenskodex enthält somit keine neuen oder detaillierten Regeln,
sondern fasst die über Jahre gelebte Praxis in Worte. Nach abgeschlossenen Verhandlungen
mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch
in Deutschland bindend werden.
2010 wurde insbesondere die Kodex-Empfehlung Diversity erweitert und konkretisiert.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 fordert die
Unternehmen auf, bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt
(Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von
Frauen anzustreben. Der Vorstand der HOMAG Group AG begrüßt und unterstützt diese
Forderung und prüft daher unter anderem, ob entsprechend qualifizierte Frauen für
die jeweilige Position zur Verfügung stehen. Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands
achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene
Berücksichtigung von Frauen an. An erster Stelle steht für uns aber weiterhin das
Unternehmensinteresse, so dass wir vorrangig auf die fachliche und persönliche Eignung
des jeweiligen Kandidaten bzw. der jeweiligen Kandidatin achten.
Bei der Besetzung des Aufsichtsrats hat sich der Aufsichtsrat selbst konkrete Ziele
gesetzt und entsprechend des Deutschen Corporate Governance Kodex folgenden Beschluss
gefasst:
"Der Aufsichtsrat strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe, der Zusammensetzung
der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft eine
Zusammensetzung an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:
| ― |
mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium Internationalität verkörpern, etwa durch eine ausländische Staatsangehörigkeit oder relevante Auslandserfahrungen; |
| ― |
mindestens 8 Aufsichtsratssitze für Personen, die weder eine Beratungsfunktion oder Organfunktionen bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft wahrnehmen; |
| ― |
mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Frauen. |
Der Aufsichtsrat beabsichtigt, diese Elemente bei der nächsten turnusmäßigen Besetzung
des Aufsichtsrats im Jahr 2015 oder bei vorherigen Aufsichtsratsneubesetzungen bei
den Auswahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Falle
der gesetzlichen Bestellung.
Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt,
die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das
70. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft)."
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung vom Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist
den Aktionären auf der Homepage der HOMAG Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft
zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In
regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung
sowie die Strategie und deren Umsetzung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise
die Budgetplanung, größere Akquisitionen, Deinvestitionen und Finanzmaßnahmen - ist
nach der Geschäftsordnung des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich.
Der Aufsichtsrat hat zwölf Mitglieder und setzt sich nach dem Gesetz über die Mitbestimmung
der Arbeitnehmer zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen.
Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Arbeitnehmervertreter
von den Arbeitnehmern gewählt. Wie bereits genannt, kann gemäß der Satzung der Gesellschaft
Mitglied des Aufsichtsrats nicht sein, wer das 70. Lebensjahr vollendet hat. Dies
gilt allerdings nur für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder.
Um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands sicherzustellen, gehört
dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied des Vorstands an. Die Aufsichtsratsmitglieder
dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben
bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Nach der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats sind die Aufsichtsratsmitglieder zudem verpflichtet, Interessenskonflikte,
insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten,
Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Aufsichtsrat
gegenüber offenzulegen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung
über aufgetretene Interessenskonflikte und deren Behandlung. Nach der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats hat ein Aufsichtsratsmitglied bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden
Interessenskonflikten sein Amt niederzulegen. Im Berichtsjahr kam es bei Aufsichtsratsmitgliedern
der HOMAG Group AG zu keinen solchen Interessenskonflikten. Berater- und sonstige
Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft
bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Entsprechende Verträge bestanden im Berichtszeitraum
nur mit dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn Gerhard Schuler. Der Beratervertrag
wurde im Jahr 1999 zwischen der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, einer Tochtergesellschaft
der HOMAG Group AG, und Herrn Schuler abgeschlossen.
Der Aufsichtsrat hat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss,
den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. In
den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum
vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die
ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich zulässig - übertragen worden sind. In den
Plenarsitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden jeweils über die Arbeit in den
Ausschüssen.
Der Vorstand der HOMAG Group AG besteht aus fünf Mitgliedern. Im Zuge der Veränderungen
im Vorstand besteht dieser im Geschäftsjahr 2011 vorübergehend aus sechs Personen.
Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern
zusammen. In der vom Aufsichtsrat der HOMAG Group AG aufgestellten Geschäftsordnung
für den Vorstand kann ein Vorstandsvorsitzender bestellt werden, wenn vom Aufsichtsrat
kein Sprecher des Vorstands ernannt wird. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft
mit gemeinsamer Verantwortung aller seiner Mitglieder. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse
gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand
entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sich mit dem Aufsichtsrat
ab und sorgt für deren Umsetzung. Zudem sorgt der Vorstand für die Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren
Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Darüber hinaus sorgt der Vorstand für
ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand
informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten
Fragen des Unternehmens. Er legt dem Aufsichtsrat vor Beginn des jeweils nächsten
Geschäftsjahres eine Unternehmensplanung vor. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von
den Plänen und Zielen werden dem Aufsichtsrat im Einzelnen zeitnah erläutert und zur
Prüfung vorgelegt. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmt der Vorstand mit
dem Aufsichtsrat ab. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind
dem Aufsichtsrat unverzüglich vorzulegen.
Ihre Rechte nehmen die Aktionäre der HOMAG Group AG in der Hauptversammlung wahr und
üben dort ihre Stimmrechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über
die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die
Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen bzw.
die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung
beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht
in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl,
einen Aktionärsvertreter, ein Kreditinstitut oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter
der HOMAG Group AG ausüben zu lassen. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. In der
Hauptversammlung ist jeder Aktionär oder Aktionärsvertreter berechtigt, das Wort zu
ergreifen und im Rahmen der Generaldebatte zu allen Punkten der Tagesordnung sachbezogene
Fragen und Anträge zu stellen. Vor der Hauptversammlung werden alle Informationen
und zugänglich zu machenden Unterlagen wie die Tagesordnung gemäß den aktienrechtlichen
Vorschriften veröffentlicht und auf unserer Internetseite (www.homag-group.com/hauptversammlung)
zugänglich gemacht. Die Rede des Sprechers des Vorstands und die Abstimmungsergebnisse
werden dort im Anschluss an die Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.
Der Einzelabschluss der HOMAG Group AG wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB),
der Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen
Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Vor der Unterbreitung des Wahlvorschlags
für die Abschlussprüfung holt der Aufsichtsrat eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers
ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen
Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits
und der HOMAG Group AG und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel
an einer Unabhängigkeit begründen können. In einer Vereinbarung wird mit dem Abschlussprüfer
festgelegt, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende
mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit
diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat vereinbart weiter mit
dem Abschlussprüfer, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats
wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei
der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, und dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat
informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung
Tatsachen feststellt, aus denen sich eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat
nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergibt.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen
guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und
unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung,
Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich
weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von dem Abschlussprüfer
beurteilt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken
und deren Entwicklung. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst
die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group
AG auf ihre Effektivität.
Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts
dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte
Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem
enthalten.
Die HOMAG Group AG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit
unverzüglich, regelmäßig und gleichzeitig über die wirtschaftliche Lage des Konzerns
und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht
sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgesehenen
Fristen veröffentlicht. Sofern außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der
HOMAG Group AG Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs der Aktie der
HOMAG Group AG erheblich zu beeinflussen, werden diese durch Ad-hoc-Mitteilungen bekannt
gemacht, sofern nicht die Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 WpHG (Befreiung) erfüllt
sind und der Vorstand davon Gebrauch macht.
Die Ertragslage der HOMAG Group AG wird im Wesentlichen durch das Ergebnis der HOMAG
Holzbearbeitungssysteme GmbH beeinflusst, da dieses im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags
mit der HOMAG Group AG durch diese übernommen wird. Aufgrund der deutlich verbesserten
Geschäftslage im Jahr 2010 bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH konnte ein positives
Ergebnis in Höhe von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwand von -7,6 Mio. EUR) übernommen
werden. Zu dieser deutlichen Ertragsverbesserung hat neben der positiven Geschäftsentwicklung
bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH auch beigetragen, dass die HOMAG Holzbearbeitungssysteme
GmbH ihrerseits einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOLZMA Plattenaufteiltechnik
GmbH abgeschlossen hat, welcher zu einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses der
HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geführt hat. Weiterhin konnten Beteiligungserträge
von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,4 Mio. EUR im Berichtsjahr vereinnahmt werden
(Vorjahr: 4,2 Mio. EUR).
Ein negativer Effekt ergab sich im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen,
welche sich im Berichtsjahr auf 6,6 Mio. EUR erhöht haben (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR).
Verursacht wurde dieser Anstieg vor allem durch Aufwendungen in Verbindung mit dem
Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags für den HOMAG Group Konzern mit einer
Laufzeit bis Februar 2013. Ein weiterer negativer Effekt für die Ertragslage der HOMAG
Group im Berichtsjahr ergab sich im Personalaufwand. Die Personalaufwendungen haben
sich auf 2,7 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Der Hintergrund für diese Erhöhung
liegt einerseits an den höheren Vorstandsvergütungen, jedoch im Wesentlichen im Zusammenhang
mit einer Verlagerung der Holdingfunktionen und der entsprechenden Mitarbeiter, welche
größtenteils in der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH beschäftigt waren, in die HOMAG
Group AG während des Berichtsjahres. Seit Juli 2010 gehören die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
des Gruppenmarketings, des Konzernrechnungswesens, des Beteiligungsmanagements, des
Investor Relations und die Regionalverantwortlichen für die HOMAG Group Vertriebsgesellschaften
der HOMAG Group AG an und werden zum Teil über bestimmte Umlageschlüssel wieder an
die einzelnen Gruppengesellschaften des Konzerns umgelegt. Zum Jahresende hat die
HOMAG Group AG 22 Mitarbeiter beschäftigt.
Positiv entwickelt haben sich die Beteiligungsabwertungen im Berichtsjahr, da nur
auf ein Tochterunternehmen eine Abwertung von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR)
vorgenommen werden musste. In Verbindung mit deutlich gestiegenen Finanzierungskosten
aufgrund des neuen Konsortialkreditvertrags, welcher im Februar 2010 abgeschlossen
wurde, hat sich das Zinsergebnis von -1,7 Mio. EUR im Vorjahr auf -3,9 Mio. EUR im
Berichtsjahr verschlechtert. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind geprägt durch
die Gewerbesteuerumlage mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH sowie den Aufwendungen
für die Körperschaftssteuer und den Solidaritätszuschlag. Schlussendlich ergibt sich
im Geschäftsjahr 2010 ein Jahresüberschuss von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag
von -10,3 Mio. EUR), so dass die erhöhten Zinsaufwendungen, die höheren sonstigen
betrieblichen Aufwendungen in Verbindung mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags
und die höheren Personalkosten dadurch kompensiert werden konnten, dass von der HOMAG
Holzbearbeitungssysteme GmbH ein deutlich positives Ergebnis in Verbindung mit dem
Ergebnisabführungsvertrag übernommen werden konnte. Einschließlich des Gewinnvortrags
aus dem Vorjahr (25,5 Mio. EUR) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bilanzgewinn von
25,9 Mio. EUR.
Die Bilanzsumme hat sich von 161,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 184,5 Mio. EUR deutlich
erhöht. Die wesentliche Erhöhung der Bilanzsumme kommt daher, dass die HOMAG Group
AG im Jahr 2010 deutlich höhere Darlehen an verbundene Unternehmen im Inland ausgereicht
hat. Der Erhöhungsbetrag beläuft sich auf 9,1 Mio. EUR, welche im Gegenzug durch höhere
Bankverbindlichkeiten finanziert wurden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der zur
Erhöhung der Bilanzsumme beigetragen hat, hängt mit dem übernommenen Ergebnis aus
dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH zusammen,
da sich hieraus eine Forderung zum Jahresende 2010 von 10,0 Mio. EUR ergibt. Aufgrund
des leicht positiven Ergebnisses beträgt das Eigenkapital nun 76,9 Mio. EUR (Vorjahr:
76,4 Mio. EUR). Damit liegt die Eigenkapitalquote bei 42 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent).
Im Jahr 2010 hat die HOMAG Group keine Ausschüttung vorgenommen (Vorjahr: 4,7 Mio.
EUR). Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Jahr 2010 liegt bei 0,30 EUR pro Aktie
oder 4,7 Mio. EUR.
Auf der Passivseite haben sich die Bankverbindlichkeiten deutlich von 56,9 auf 81,2
Mio. EUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 14,3 auf
18,1 Mio. EUR erhöht, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten von 7,3 auf 0,5
Mio. EUR abgesenkt haben. Die Erhöhung der Bankverbindlichkeiten hängt - wie bereits
beschrieben - damit zusammen, dass die HOMAG Group AG in Verbindung mit dem neuen
Konsortialkreditvertrag höhere Bankverbindlichkeiten in Anspruch nimmt und einen Teil
dieses Betrags als Gruppendarlehen an inländische Produktionsgesellschaften weiterleitet.
Die Nettobankverschuldung in der HOMAG Gruppe konnte jedoch durch die deutlich verbesserte
Geschäftssituation und ein sehr erfolgreiches Net Working Capital Management im Berichtsjahr
erheblich abgesenkt werden.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember
personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken. So
wurde Hans-Dieter Schumacher zum 15. Januar 2011 in den Vorstand berufen und wird
ab 1. April 2011 Finanzvorstand und damit Nachfolger von Andreas Hermann, der den
Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags zum
31. März 2011 aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat
auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des
Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf
seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender
Funktion erhalten.
Ende Februar 2011 wurde die HOMAG Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage
zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem
Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom HOMAG Group Engineering-Team der Konzerntochter
HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der HOMAG Group beträgt
ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette -vom Baumstamm bis
zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.
Als weltweit agierendes Unternehmen ist die HOMAG Group AG naturgemäß einer Vielzahl
von Risiken ausgesetzt. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischem
Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Die Risikopolitik der HOMAG
Group AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig
zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand
des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil
der Unternehmenspolitik.
Das Risikomanagementsystem ist in der HOMAG Group im Wesentlichen Controllinggestützt,
beinhaltet unter anderem ein Projektcontrolling, eine Verkaufs-Ergebnisrechnung sowie
eine detaillierte Segmentberichterstattung und hat als zentralen Bestandteil die Balanced
Scorecard. Es basiert auf der Vorgabe von Zielen, die mit einem monatlichen Berichtswesen
der einzelnen Bereiche überwacht werden. Im Rahmen der Mehrjahresplanung werden neben
finanzwirtschaftlichen Daten auch nicht-finanzielle Daten - sogenannte Scorecard-Kennzahlen
- vorgegeben, deren Einhaltung durch das Controlling überwacht wird. Analysiert werden
dabei beispielsweise Daten zu den Bereichen Marktdurchdringung, Innovationskraft oder
die Zufriedenheit der Belegschaft. Die zu überwachenden und zu berichtenden Risiken
des Konzerns sowie seiner Tochtergesellschaften werden regelmäßig und bei nicht vorhergesehenen
Entwicklungen unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Alle relevanten
Gesellschaften sind in die Risikoinventur miteinbezogen.
Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unser Risikomanagementsystem wieder an vielen Stellen
weiterentwickelt und optimiert. So haben wir unter anderem den Datenschutz und die
Datensicherheit erhöht und einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften
aufgestellt und im 4. Quartal 2010 versendet, der ab Jahresende 2010 bindend für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland ist. Nach abgeschlossenen Verhandlungen
mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch
in Deutschland bindend werden.
Im Rahmen unserer internen Revision werden alle wesentlichen Konzerngesellschaften
im drei- bis fünfjährigen Rhythmus geprüft. 2010 haben wir zwei Produktionsgesellschaften
und zwei Auslandstochtergesellschaften überprüft sowie eine Nachprüfung bei einer
ausländischen Tochtergesellschaft vorgenommen. Bei allen fünf Prüfungen kam es zu
keinen wesentlichen Auffälligkeiten oder Beanstandungen.
Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die HOMAG Group AG
erkennbar.
Eines der Hauptrisiken für die HOMAG Group ist die Entwicklung der weltweiten Konjunktur,
da die Investitionsneigung unserer Kunden in wirtschaftlich schwächeren Zeiten deutlich
abnimmt, wie sich im Krisenjahr 2009 bestätigt hat. Zwar können wir aufgrund unserer
weltweiten Präsenz Krisen in einzelnen Regionen kompensieren, eine weltweite Wirtschaftskrise
wirkt sich aber natürlich auch auf unsere Auftragssituation negativ aus. Auch wenn
die schwere Wirtschaftskrise überwunden zu sein scheint, bleiben diese Konjunkturrisiken
insgesamt bestehen, insbesondere aufgrund der auch aktuell noch vorhandenen Unsicherheiten
auf den Finanzmärkten, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe
in Japan und der instabilen politischen Lage in Nordafrika.
Wir begegnen diesem gesamtwirtschaftlichen Risiko, indem wir unsere personellen Kapazitäten
soweit wie möglich flexibel halten und unseren Produktionsplan frühzeitig an die Entwicklung
des Auftragseingangs anpassen.
Im HOMAG Group Konzern besteht keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden, da
der direkte Umsatzanteil keines unserer Kunden über 5 Prozent beträgt. Ein Risiko
auf der Kundenseite kann sich aus Forderungsausfällen ergeben. Dieses Risiko minimieren
wir durch Anzahlungen entsprechend dem Produktionsfortschritt sowie in Einzelfällen
mit Kreditversicherungen. Insgesamt haben wir somit eine im Branchenvergleich niedrige
Forderungsausfallquote.
Als Marktführer in unserer Branche haben wir in der HOMAG Group den Anspruch, gleichzeitig
auch Innovations- und Technologieführer zu sein und zu bleiben. Daraus resultiert
eine innovationsorientierte Produktstrategie, die wiederum das Risiko der Fehleinschätzung
der künftigen Marktentwicklung und technologischer Fehlentwicklungen in sich birgt.
Wir begegnen diesem Risiko mit umfangreichen Marktbeobachtungen sowie intensiven Kundenbeziehungen,
durch die wir bereits frühzeitig Rückmeldungen bei Neuentwicklungen erhalten. Budgetüberschreitungen
im Bereich Forschung und Entwicklung und erhöhte Anlaufkosten bei Neuprodukten schließen
wir mit systematisierten Verfahrenszyklen, die für den Produktentwicklungsprozess
unternehmensweit vorgegeben sind und die Kosten der Neuentwicklungen konsequent erfassen,
so weit wie möglich aus.
Angefangen bei Standardmaschinen für kleinere Handwerksbetriebe bis hin zu komplexen
Fertigungsstraßen für die industrielle Massenfertigung haben wir viele unterschiedliche
Produkte im Angebot. Durch dieses sehr breite Produktportfolio ergeben sich für uns
aus einer eventuellen Absatzschwäche in einem Produktsegment keine bestandsgefährdenden
Risiken für den Konzern.
Grundsätzlich sind die Markteintrittsbarrieren in unserer Branche sehr hoch, so dass
wir das Risiko neuer Wettbewerber, die unsere Technologieführerschaft gefährden könnten,
als sehr gering einschätzen.
Um sicherzustellen, dass die hohe Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile
und Komponenten unseren Ansprüchen genügt und um Versorgungsengpässe zu vermeiden,
wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in meist
jahrelangen Partnerschaften eng und vertrauensvoll zusammen. Diese enge Zusammenarbeit
versetzt uns in die Lage, sich abzeichnende finanzielle Schwierigkeiten bei den Lieferanten
frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus führen wir weitergehende Maßnahmen, wie Lieferantenaudits
und Besuche unserer Hauptlieferanten durch.
Ein Ausblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise, die nach wie vor stark abhängig
von institutionellen Kapitalanlegern sind, ist derzeit eher schwierig. Ein weiterer
Anstieg der Rohstoffpreise kann die Ertragslage des HOMAG Group Konzerns belasten,
da solche Steigerungen nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergegeben
werden können. Den negativen Auswirkungen von Rohstoffpreissteigerungen begegnen wir,
so weit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit fixen Preisen und Bündelung
der Nachfrage innerhalb des HOMAG Group Konzerns, um von einem höheren Einkaufsvolumen
zu profitieren.
Wesentliche Risiken aus der Informationstechnologie bestehen durch Datenverlust beziehungsweise
-beschädigung oder Datenmissbrauch. Um diesen Risiken vorzubeugen, haben wir unsere
IT-Sicherheit im Jahr 2009 auf den neuesten Stand gebracht. Neben einem neuen Rechenzentrum
in unserem Neubau in Schopfloch dient das frühere Rechenzentrum als Backup-Rechenzentrum.
Hinzu kommen eine zusätzliche Datenauslagerung, eine Echtzeit-Datenspiegelung, die
wir 2010 weiter ausgebaut haben, und spezielle Sicherheitszonen mit Videoüberwachung
einschließlich Zutrittsberechtigungen und Alarmierungsfunktionen. 2010 haben wir zudem
den bestehenden Bandroboter für die Datensicherung und -archivierung durch die neueste
Technologie ersetzt und die AIX-Server auf unsere beiden Rechenzentren verteilt. Zur
Abwehr von Schadcodes und Spam haben wir unser E-Mail-Gateway weiter modernisiert
und aufgerüstet. In allen Gesellschaften gibt es zudem IT-Sicherheitsbeauftragte.
Aus unseren internationalen Aktivitäten können währungsbedingte Risiken entstehen,
die die Umsatz- und Ertragslage im Konzern mittelbar negativ beeinflussen. Um die
Risiken aus den teilweise hohen Kursveränderungen zu minimieren und unsere Fremdwährungspositionen
niedrig zu halten, versuchen wir so viele Geschäfte wie möglich auch außerhalb des
Euroraums in Euro zu fakturieren. Für den Umsatzanteil, den wir mit Fremdwährungen
erzielen, schließen wir umfangreiche Sicherungsgeschäfte ab. Zudem arbeiten wir vereinzelt
mit Preisgleitklauseln.
Mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010, der eine Tranche
für die Rückzahlung der Genussrechte beinhaltet, haben wir unsere Liquidität, abhängig
von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen, bis Februar 2013 abgesichert. Die Einhaltung
dieser vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als
nicht gefährdet an. Um uns gegen Zinsänderungen zu schützen, haben wir einen beträchtlichen
Anteil unserer Kredite über Zinssicherungsgeschäfte (Cap) abgesichert. Dabei wird
der Zins ab einem gewissen Betrag gedeckelt.
Es bestehen derzeit keine aktuell erkennbaren Risiken aus der Finanzierung, die den
Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
Ein Risiko unserer Geschäftstätigkeit entsteht in der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen
bzw. damit verbundener Forderungsausfälle. In unserem Risikobericht 2009 haben wir
auf zwei Großaufträge hingewiesen, bei denen es zu Zahlungsverzögerungen bzw. Zahlungsrisiken
kam. Beide Fälle konnten wir einvernehmlich mit den Kunden regeln. In einem Fall wurde
unsere komplette Forderung erfüllt, im zweiten Fall wurde ungefähr die Hälfte der
Forderung erfüllt und für den verbleibenden Betrag ein Zahlungsplan über vier Jahre
aufgestellt. Die in diesem Zusammenhang gebildeten Wertberichtigungen sehen wir als
ausreichend an.
Das interne Kontrollsystem der HOMAG Group AG im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess
umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und
Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
sowie zur Sicherung der maßgeblichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem,
soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.
Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess
bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und
Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen,
die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Im Konzern sind folgende Strukturen
und Prozesse implementiert:
| ― |
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Der Aufsichtsrat - insbesondere der Prüfungsausschuss - überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität. Der Prüfungsausschuss befasst sich demzufolge regelmäßig mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement. |
| ― |
Bestimmte Grundsätze und organisatorische Festlegungen sowie die wesentlichen Prozesse des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien (z. B. Risikomanagementhandbuch) niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dazu gehören insbesondere Richtlinien zum prozessualen und zeitlichen Ablauf des Jahresabschlusses und der Zwischenabschlüsse, das Konzern-Bilanzierungshandbuch gemäß den konzernweit einheitlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), die standardisierte Erfassung der Anhangangaben in einer gruppenweit implementierten Konsolidierungssoftware sowie ein einheitlicher Konzernkontenplan. Die in die Abschlusserstellung eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. |
Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale
des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung
und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich
beeinflussen können. Diese können wie folgt beschrieben werden:
| ― |
Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess durch das Konzernrechnungswesen, vor allem ungewöhnliche und komplexe Geschäftsvorfälle sowie nicht routinemäßige Vorgänge; |
| ― |
Monitoringkontrollen zur Überwachung des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie |
| ― |
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren. Von Bedeutung sind auch die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und die festgelegten Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen. Die Verwendung eines Konzern-Bilanzierungshandbuchs und einer EDV-gestützten, standardisierten Konzernreporting- und Konsolidierungssoftware unterstützen dabei wie auch die zeitlich nachgelagerte Erstellung des Konzernabschlusses; |
| ― |
Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen; |
| ― |
Maßnahmen zur Überwachung des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, insbesondere die interne Revision. |
Das Risikomanagementsystem ist von dem Abschlussprüfer im Zuge der Konzernabschluss
-prüfung beurteilt worden. Wesentliche Fragen der (Konzern-) Rechnungslegung, des
Risikomanagements und des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie dessen Prüfungsschwerpunkte
werden durch den Aufsichtsrat erörtert und geprüft.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess,
dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, soll gewährleisten, dass
unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt
und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.
Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die
hinreichende Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht
stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten
Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Leitlinien sorgen für einen
einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der HOMAG Group AG führt dazu, dass
die Rechnungslegung bei der Gesellschaft sowie bei den in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften einheitlich ist und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben sowie
internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem,
das den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu
erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch sollen dem Berichtsadressaten
zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt
werden.
Jedoch kann ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und
funktionsfähig implementiert ist, keine absolute Sicherheit zur Identifikation und
Steuerung der Risiken garantieren.
Trotz des starken Wachstums 2010 sind sich die Wirtschaftsexperten einig, dass die
schwere Finanzkrise noch nicht überwunden ist und die teilweise hohen Staatsschulden
sowie der weiterhin angeschlagene Immobilien- und Finanzsektor Risiken bergen. Bereits
im 2. Halbjahr 2010 hat sich das Wachstum in vielen Regionen auch aufgrund dieser
Bremsfaktoren verlangsamt, so dass die Weltwirtschaft in eine Phase der moderaten
Expansion eingetreten ist, die 2011 andauern wird. So erwartet das IfW ein globales
Wachstum von 3,6 Prozent, die Weltbank prognostiziert 3,3 Prozent. Die Schwellenländer
bleiben dabei die Motoren des Wachstums, verlieren allerdings gegenüber 2010 an Schwung
und erreichen der Prognose des IfW zufolge noch ein Plus von 5,6 Prozent. Überproportional
sollen sich dabei unter anderem China und Indien entwickeln.
Die Industrieländer müssen mit einer gezügelten Konjunktur und einem erwarteten Anstieg
des Bruttoinlandsprodukts von rund zwei Prozent klarkommen. Dabei wird für die USA
ein Wachstum von rund zwei und für Japan von rund einem Prozent vorausgesagt. Laut
IfW soll die Konjunktur in der Europäischen Union um 1,4 Prozent zulegen, wobei sich
die Beitrittsländer mit einem Plus von 2,4 Prozent besser entwickeln sollen. Ebenfalls
überproportional wachsen werden demnach unter anderem Österreich, Finnland, die Slowakei,
Slowenien und Schweden. Eine schwache Entwicklung wird für Italien, Spanien, Portugal,
Griechenland und Irland prognostiziert. In Deutschland wird sich nach Meinung der
Wirtschaftsexperten der Aufschwung 2011 zwar verlangsamen, mit einem beispielsweise
vom DIW prognostizierten Plus von 2,2 Prozent soll sich die deutsche Wirtschaft aber
spürbar stärker entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone. Dabei soll sich die
Exportdynamik deutlich abschwächen, während die Binnennachfrage robust bleiben soll
und beispielsweise für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland ein Wachstum von
rund neun Prozent erwartet wird.
Der Branchenverband VDMA blickt optimistisch auf 2011 und rechnet mit einer Fortsetzung
des Aufschwungs. Erwartet wird ein Wachstum der deutschen Maschinenproduktion in der
Größenordnung von 10 Prozent, wobei sich insbesondere der hohe Auftragsbestand zum
Jahresende 2010 positiv auswirkt. Für den Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen geht
der zuständige Fachverband von einer weiteren Erholung nach dem Nachfrageeinbruch
2009 aus. So soll der Umsatz 2011 um 7 Prozent zulegen.
Passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum von HOMAG war das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich.
Wir haben unsere Umsatzprognose mehrfach angehoben und uns dabei deutlich besser entwickelt
als der Maschinenbau insgesamt und unser Branchensegment. Nach einem nochmals starken
4. Quartal haben wir letztlich im Konzern ein Umsatzplus gegenüber 2009 von fast 37
Prozent auf 718 Mio. EUR erzielt. Damit haben wir bereits 2010 unser Umsatzziel für
2011, das wir im Zwischenbericht zum 3. Quartal 2010 formuliert haben, erreicht und
unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Nach diesem starken Geschäftsjahr 2010 wollen
wir auch 2011 weiter wachsen und beim Umsatz mindestens im mittleren einstelligen
Prozentbereich zulegen. Unser Ziel ist es, uns schrittweise wieder dem Geschäftsvolumen
zu nähern, das wir in den Rekordjahren vor der Wirtschaftskrise hatten. Voraussetzung
für unser weiteres Wachstum und auch für die Prognose für 2011 ist allerdings, dass
es zu keinen konjunkturellen Rückschlägen kommt, sich die Schuldenkrise im Euroraum
nicht weiter verstärkt, es zu keiner Verschärfung der politischen Lage in Nordafrika
kommt oder dass die Erdbebenkatastrophe in Japan ohne weltwirtschaftliche Folgen bleiben
wird.
In den einzelnen Quartalen gehen wir 2011 beim Konzernumsatz von einer unterschiedlichen
Entwicklung mit großen Schwankungen und einer ausgeprägten Saisonalität aus. So rechnen
wir nach dem Auslieferungsschub im 4. Quartal 2010 und dem niederen Auftragsbestand
zum Jahresende mit einem schwächeren 1. Quartal 2011 und lediglich einem Umsatz auf
Vorjahresniveau. Durch die Reduzierung der Freischichtkonten bis hin zu vereinzelter
Kurzarbeit werden wir demzufolge im 1. Quartal auch an manchen Standorten flexibel
Kapazitäten entziehen. Das 2. Quartal sollte dann gemäß unserer Planung beim Umsatz
wieder deutlich stärker werden.
Beim Auftragseingang im Konzern wollen wir im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls ein
leichtes Wachstum gegenüber 2010 erzielen. Damit wir dieses Ziel erreichen können,
benötigen wir im Rahmen unserer üblichen Saisonalität mit sinkenden Werten im Jahresverlauf
ein starkes 1. Quartal. Der Verlauf der ersten beiden Monate 2011 deutet darauf hin,
dass wir dabei auf einem guten Weg sind. Das Projektgeschäft mit Großanlagen zeigt
nach dem starken Vorjahr weiterhin eine gute Perspektive. Bei den Standardmaschinen
verstärken sich die positiven Tendenzen weiter. Zugute kommt uns hier unser breites
Produktportfolio, so dass wir 2011 insgesamt bei Einzelmaschinen für kleine und mittelgroße
Unternehmen mit einer positiven Entwicklung rechnen. Im Anlagengeschäft sehen wir
vorwiegend in Zentraleuropa, Asien und Südamerika Wachstumschancen. Auch unsere Präsenz
in allen wichtigen Marktregionen weltweit trägt dazu bei, dass wir in der HOMAG Group
regionale Schwankungen gut ausgleichen können.
Bei den einzelnen Absatzmärkten gehen wir im weiteren Jahresverlauf davon aus, dass
sich die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und der Schweiz 2011 auf
dem guten Niveau von 2010 bewegen wird. In Westeuropa rechnen wir mit einem leichten
Wachstum in vielen Einzelmärkten, wobei die Steigerungsraten unter denen von 2010
liegen werden. Besonders für Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien sind
wir optimistisch. Generell sollte sich die Branchenmesse Ligna mit den dort gezeigten
Innovationen positiv auf die europäischen Märkte auswirken.
Für Osteuropa erwarten wir auch 2011 wieder Zuwachsraten, wobei wir in Polen aufgrund
der auslaufenden EU-Förderung sicherlich nicht die Steigerungsraten von 2010 realisieren
können. Dafür sollten die kleineren Märkte in Südosteuropa in der Summe einen größeren
Beitrag zum Auftragseingang leisten. Entscheidend für den Erfolg im osteuropäischen
Markt wird jedoch sein, dass sich die Finanzierungsthematik dort weiter verbessert.
In Amerika zeigt sich auch 2011 ein uneinheitliches Bild. So hat die USA zwar den
Tiefpunkt 2009 durchschritten und es sollte im laufenden Jahr eine weitere Belebung
auf einem allerdings nach wie vor niedrigen Niveau geben. In Kanada erwarten wir,
dass sich die bereits gezeigten positiven Tendenzen weiter verstärken. Mittelamerika
sehen wir weiterhin kritisch, während in Südamerika Brasilien seine gute Entwicklung
fortsetzen sollte.
Der asiatische Markt wird unserer Einschätzung nach seine erreichte Bedeutung in 2011
sicher behaupten und mittelfristig weiter ausbauen. Eine wichtige Rolle dabei wird
wieder China spielen, wo wir einen guten Auftragseingang sowohl bei den importierten
Maschinen und Anlagen als auch bei den vor Ort produzierten Standardmaschinen erwarten.
Im Projektgeschäft profitieren wir hier vom zunehmenden Qualitätsbewusstsein der chinesischen
Kunden sowie dem Trend zur Automation. Optimistisch sind wir für die Märkte in Indien,
Malaysia, Thailand und Vietnam, so dass der Auftragseingang in dieser Region auf eine
breitere Basis gestellt wird.
Unsere Ertragslage im Konzern wollen wir 2011 insgesamt leicht überproportional zum
Umsatz verbessern, eine EBITDA-Profitabilität im Konzern auch nach Berücksichtigung
der außerordentlichen Aufwendungen, jedoch vor dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung
von über 9 Prozent erreichen und insbesondere unser Jahresergebnis im Konzern deutlich
steigern. Möglich wird dies aufgrund des zu erwartenden erheblich geringeren ao. Aufwands
und eines besseren Zinsergebnisses (unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes),
da wir hier das gesamte Jahr von verbesserten vertraglich fixierten Kreditkonditionen
profitieren können. Zudem gehen wir von einer geringeren Konzernsteuerquote aus. Bei
der Nettobankverschuldung im Konzern rechnen wir durch die Tilgung von Genussrechten
in Höhe von 25 Mio. EUR mit einer entsprechenden Erhöhung zum 31. Dezember 2011. Auf
vergleichbarer Basis, d. h. ohne Berücksichtigung der Rückzahlungen dieser PREPS-Tranchen,
wollen wir das zum 31. Dezember 2010 erreichte sehr niedrige Niveau zum Jahresende
2011, trotz höher geplanten Investitionen, nur leicht erhöhen. Im Jahresverlauf kann
es bei der Nettobankverschuldung allerdings zu deutlichen Schwankungen kommen.
Bezogen auf die einzelnen Segmente im HOMAG Group Konzern ("Industrie", "Handwerk",
"Vertrieb und Service" und "Sonstige") gehen wir im Jahr 2011 sowohl im Umsatz als
auch im Ergebnis in den Segmenten "Industrie" und "Sonstige" von einer deutlichen
Steigerung im Vergleich zum Jahr 2010 aus, während wir für die Segmente "Handwerk"
und "Vertrieb und Service" von einer vergleichbaren Entwicklung in 2011 bezüglich
Umsatz und Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2010 ausgehen.
Für die HOMAG Group AG rechnen wir im Jahr 2011 ebenfalls mit einem verbesserten Ergebnis,
da einerseits bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH ein ähnlich positives Ergebnis
wie in 2010 und zudem ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie
der Zinsaufwendungen bei der HOMAG Group AG erwartet wird, was dann in Summe zu einem
verbesserten Ergebnis führen sollte.
Mit der zum Jahresende 2010 erreichten Personalstärke im HOMAG Group Konzern sehen
wir uns auch für 2011 grundsätzlich gut gerüstet. Zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiter
wird es bei unseren Tochtergesellschaften in den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.
Unser Investitionsvolumen im Konzern wird sich 2011 gegenüber den geringen Investitionen
in 2010 wieder deutlich erhöhen und im Bereich unseres langjährigen Durchschnitts
liegen. Schwerpunkte werden dabei unsere bereits begonnenen Investitionen in China
und Indien sein, um unsere Präsenz in diesen Wachstumsmärkten weiter zu verstärken.
Zudem errichten wir ein neues Vertriebsgebäude in der Schweiz und planen, unser Produktionsplanungs-
und Steuerungssystem (PPS-System) abzulösen, was auch in den Folgejahren noch Investitionen
erfordern wird.
Positive Impulse erwarten wir uns 2011 auch von der weltweit größten und bedeutendsten
Branchenmesse Ligna in Hannover, die alle zwei Jahre stattfindet. Dort werden wir
unseren Kunden wieder zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen präsentieren. Zuversichtlich
sind wir auch für die Messen Interzum in China und FIMMA in Brasilien im Frühjahr.
Auch in 2011 wollen wir unsere weltweite Vertriebs- und Serviceorganisation weiter
ausbauen. Zu einem unverzichtbaren Servicebestandteil zählt zudem das Dienstleistungsgeschäft,
das wir ebenfalls stetig optimieren und erweitern, um uns von den Mitbewerbern zu
differenzieren und die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Gewisse Impulse versprechen
wir uns dabei ab 2011 von der neu gegründeten HOMAG eSOLUTION, die sich speziell mit
Softwarelösungen für das Handwerk und die Möbelindustrie befasst.
Auch wenn die Konjunktur nach der Wirtschaftskrise in den meisten Regionen wieder
angesprungen ist, herrscht an den Finanzmärkten, insbesondere aufgrund der Instabilitäten
einiger Euroländer, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe
in Japan und der unsicheren politischen Lage in Nordafrika, unverändert eine gewisse
Verunsicherung. Für uns als ein Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie sind
daher Prognosen für 2012 nur unter Vorbehalt möglich. Wenn sich die zyklische Aufwärtsentwicklung
der weltweiten Wirtschaft wie von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert
fortsetzt, gehen wir für die HOMAG Group auch für 2012 von einem weiteren Wachstum
aus.
Wir sind der Markt- und Technologieführer in unserer Branche, unsere Produkte sind
weltweit gefragt und die Kunden vertrauen auf unsere hohe Produkt- und Servicequalität.
Wenn der Markt weiter wächst, werden wir deshalb davon sicherlich profitieren und
wollen wie in der Vergangenheit weitere Marktanteile hinzugewinnen. Unter diesen Prämissen
halten wir es für möglich, beim Konzernumsatz 2012 wieder die 800-Mio.-EUR-Grenze
zu erreichen. Wir gehen dabei auch davon aus, dass sich unsere umfangreichen Investitionen
in China und Indien positiv auf das in diesen Wachstumsmärkten erzielte Auftragsvolumen
auswirken. Zudem erwarten wir eine weitere Marktbelebung in Russland und in den USA.
Wenn sich der Konzernumsatz wie geplant entwickelt, rechnen wir für 2012 mit einer
weiteren Ergebnisverbesserung, da unsere Restrukturierungsmaßnahmen dann voraussichtlich
vollständig abgeschlossen sind und sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken.
Zudem rechnen wir mit einem weiter verringerten Zinsaufwand (unter der Annahme eines
gleichbleibenden Basiszinssatzes) und einer nochmaligen Absenkung der Konzernsteuerquote
gegenüber 2011.
| in EUR | Erläuterung | 2010 | 2009 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 23 | 1.234.504,01 | 1.632.496,44 |
| Personalaufwand | 24 |
|
|
| - Löhne und Gehälter |
|
-2.525.449,24 | -1.124.870,51 |
| - Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
|
-162.467,89 | -96.639,91 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
|
-26.353,65 | 0,00 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 26 | -6.620.493,94 | -4.058.663,78 |
|
|
|
-8.100.260,71 | -3.647.677,76 |
| Erträge aus Beteiligungen | 27 | 1.365.000,00 | 4.235.000,00 |
| Ertrag (Vj. Aufwand) aus Ergebnisabführungsvertrag | 27 | 10.022.956,66 | -7.613.937,27 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 28 | 695.634,43 | 366.981,48 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 27 | -94.846,53 | -403.000,00 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 28 | -4.590.102,54 | -2.085.728,50 |
| ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
|
-701.618,69 | -9.148.362,05 |
| Außerordentliche Aufwendungen |
|
-22.991,00 | 0,00 |
| AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS |
|
-22.991,00 | 0,00 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 30 | 1.152.578,69 | -1.021.400,81 |
| Sonstige Steuern | 31 | -3.275,64 | -126.041,48 |
| JAHRESÜBERSCHUSS (VJ. JAHRESFEHLBETRAG) |
|
424.693,36 | -10.295.804,34 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
|
25.493.258,09 | 35.789.062,43 |
| BILANZGEWINN |
|
25.917.951,45 | 25.493.258,09 |
| in EUR | Erläuterung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
|
754.607,00 | 0,00 |
| II. | Sachanlagen |
|
|
|
|
|
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
1.205,00 | 0,00 |
| III. | Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3 | 152.060.936,16 | 151.870.182,69 |
|
|
2. Beteiligungen | 3 | 1,00 | 1,00 |
|
|
|
|
152.060.937,16 | 151.870.183,69 |
|
|
|
|
152.816.749,16 | 151.870.183,69 |
| B. | UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 0,00 | 2.042,29 |
|
|
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 5 | 26.496.607,99 | 5.488.431,21 |
|
|
3. Sonstige Vermögensgegenstände | 5 | 5.026.253,83 | 4.120.144,45 |
|
|
|
|
31.522.861,82 | 9.610.617,95 |
| II. | Guthaben bei Kreditinstituten |
|
21.106,91 | 0,00 |
|
|
|
|
31.543.968,73 | 9.610.617,95 |
| C. | RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
|
116.312,27 | 114.166,15 |
| BILANZSUMME |
|
184.477.030,16 | 161.594.967,79 | |
| in EUR | Erläuterung | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | EIGENKAPITAL |
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital | 7 | 15.688.000,00 | 15.688.000,00 |
| II. | Kapitalrücklage | 8 | 33.799.650,00 | 33.799.650,00 |
| III. | Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
Andere Gewinnrücklagen | 9 | 1.456.134,50 | 1.456.134,50 |
| IV. | Bilanzgewinn | 11 | 25.917.951,45 | 25.493.258,09 |
|
|
|
|
76.861.735,95 | 76.437.042,59 |
| B. | RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
|
|
1. Rückstellungen für Pensionen | 15 | 535.735,00 | 513.223,00 |
|
|
2. Steuerrückstellungen | 16 | 5.470.084,70 | 5.118.147,55 |
|
|
3. Sonstige Rückstellungen | 17 | 1.555.159,32 | 828.137,60 |
|
|
|
|
7.560.979,02 | 6.459.508,15 |
| C. | VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
|
|
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18 | 81.224.010,68 | 56.936.248,74 |
|
|
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 243.110,77 | 171.369,83 |
|
|
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 18 | 18.092.603,44 | 14.297.190,11 |
|
|
4. Sonstige Verbindlichkeiten | 18 | 474.590,30 | 7.268.608,37 |
|
|
|
|
100.034.315,19 | 78.673.417,05 |
| D. | RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
|
20.000,00 | 25.000,00 |
| BILANZSUMME |
|
184.477.030,16 | 161.594.967,79 | |
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach
den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft gilt
gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, haben wir die Bilanz sowie die Gewinn-
und Verlustrechnung von der Angabe der Vermerke entlastet und diese in den Anhang
übernommen. Aus dem gleichen Grund wurden die Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle
gemacht.
Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden im Berichtsjahr
erstmalig angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 EGHGB
nicht angepasst.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert
und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer
um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar,
um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer vermindert.
Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten
bzw. niedrigeren beizulegenden Werten, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen
ist, angesetzt. Die Überprüfung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der Ermittlung
des Ertragswerts der einzelnen Tochtergesellschaften unter Zugrundelegung der aktuellen
Fünf-Jahres-Planung. Den in die Planung einfließenden Werten liegen zahlreiche Annahmen
zugrunde, so dass die Ermittlung der beizulegenden Werte ermessensabhängig ist und
von Schätzungen über die künftige Geschäftsentwicklung abhängt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected Unit Credit Method i. S.
d. IAS 19 unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde
pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15
Jahren von 5,16 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete
Rentensteigerungen wurden mit 2,0 Prozent berücksichtigt.
Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich
aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs.
1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende
Zuführungsbetrag über den Zeitraum von 5 Jahren gleichmäßig verteilt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen
sind abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten
Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund
steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und
-entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus
der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden
ermittelt und im Anschluss saldiert. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt
in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahrs im Anlagespiegel dargestellt.
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
| in EUR | 01.01.2010 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2010 | 01.01.2010 | Zugänge |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 0,00 | 780.658,41 | 0,00 | 780.658,41 | 0,00 | 26.051,41 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 1.507,24 | 0,00 | 1.507,24 | 0,00 | 302,24 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 169.879.090,65 | 285.600,00 | 0,00 | 170.164.690,65 | 18.008.907,96 | 94.846,53 |
| 2. Beteiligungen | 4.274.310,74 | 0,00 | 0,00 | 4.274.310,74 | 4.274.309,74 | 0,00 |
|
|
174.153.401,39 | 285.600,00 | 0,00 | 174.439.001,39 | 22.283.217,70 | 94.846,53 |
|
|
174.153.401,39 | 1.067.765,65 | 0,00 | 175.221.167,04 | 22.283.217,70 | 121.200,18 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||
| in EUR | Abgänge | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 0,00 | 26.051,41 | 754.607,00 | 0,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 302,24 | 1.205,00 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 18.103.754,49 | 152.060.936,16 | 151.870.182,69 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 4.274.309,74 | 1,00 | 1,00 |
|
|
0,00 | 22.378.064,23 | 152.060.937,16 | 151.870.183,69 |
|
|
0,00 | 22.404.417,88 | 152.816.749,16 | 151.870.183,69 |
Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes der Homag Group AG ist der nachfolgenden Übersicht
zu entnehmen:
| Angaben zum Anteilsbesitz | Währung | Gezeichnetes Kapital 31.12.2010 |
Anteil am Kapital in % 31.12.2010 |
Eigenkapital in Tausend 31.12.2010 |
Ergebnis in Tausend 2010 |
| INLAND |
|
|
|
|
|
| Unmittelbarer Anteilsbesitz: |
|
|
|
|
|
| Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH (vormals: Homag Holzbearbeitungssysteme AG), Schopfloch |
EUR | 30.000.000,00 | 100,00 | 82.284 | EAV |
| SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG), Pfalzgrafenweiler |
EUR | 5.150.000,00 | 100,001) | -379 | -1.998 |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne | EUR | 1.600.000,00 | 100,002) | -2.170 | -241 |
| HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Holzbronn | EUR | 5.600.000,00 | 100,003) | 20.130 | EAV |
| Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo | EUR | 4.000.000,00 | 70,00 | 20.271 | 2.796 |
| Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock | EUR | 17.550.000,00 | 100,00 | 29.917 | 2.223 |
| BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach | EUR | 25.000,00 | 51,00 | 2.130 | 223 |
| Homag eSolution GmbH, Schopfloch | EUR | 50.000,00 | 51,00 | 560 | 0 |
| Wehrmann Maschinen Center GmbH4) , Barntrup | EUR | 2.500.000,00 | 43,82 | 1.0875) | -2.5675) |
| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
|
|
|
|
|
| Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH, Schopfloch | EUR | 7.200.000,00 | 100,006) | 25.568 | 2.105 |
| Ligmatech Automationssysteme GmbH, Lichtenberg | EUR | 6.650.000,00 | 100,00 | 5.090 | 418 |
| Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg | EUR | 2.400.000,00 | 100,00 | 921 | EAV |
| Bargstedt Handlingsysteme GmbH, Hemmoor | EUR | 5.133.000,00 | 100,00 | 4.974 | 22 |
| Bütfering Schleiftechnik GmbH, Beckum | EUR | 2.000.000,00 | 96,30 | -1.010 | -1.998 |
| Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen | EUR | 1.000.000,00 | 51,00 | 4.908 | 364 |
| Homag GUS GmbH, Schopfloch | EUR | 100.000,00 | 100,006) | 2.100 | EAV |
| Homag Finance GmbH, Schopfloch | EUR | 100.000,00 | 100,006) | 110 | -15 |
| Homag India GmbH, Schopfloch | EUR | 400.000,00 | 100,006) | 37) | 07) |
| Homag Vertrieb & Service GmbH, Schopfloch | EUR | 300.000,00 | 100,006) | 379 | -127 |
| Hüllhorst GmbH, Barntrup | EUR | 255.645,94 | 100,00 | 259 | 3 |
1)
Davon werden 94,00% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 6,00% von der Homag
Group AG gehalten.
2)
Davon werden 39,95% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 60,05% von der
Homag Group AG gehalten.
3)
Davon werden 54,46% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 45,54% von der
Homag Group AG gehalten.
4)
Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen
5)
Geschäftsjahr 1. April 2002 bis 31. März 2003
6)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
7)
Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| EAV | Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Homag Group AG bzw. Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH bzw. Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH |
| Angaben zum Anteilsbesitz | Währung | Gezeichnetes Kapital 31.12.2010 |
Anteil am Kapital in % 31.12.2010 |
Eigenkapital in Tausend 31.12.2010 |
Ergebnis in Tausend 2010 |
| AUSLAND |
|
|
|
|
|
| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
|
|
|
|
|
| Homag Machinery Środa Sp. z o.o., Środa/Polen | PLN | 6.001.000,00 | 100,001) | 7.337 | 1.315 |
|
|
(EUR | 1.512.539,38 |
|
1.849 | 329) |
| Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal L'Ametlla del Valles/Spanien | EUR | 2.047.748,40 | 100,00 | 3.421 | 503 |
| Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias para Madeira Ltda., São Paulo/Brasilien |
BRL | 6.812.180,00 | 100,00 | 10.062 | 765 |
|
|
(EUR | 3.082.155,46 |
|
4.553 | 326) |
| Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China | CNY | 70.715.635,00 | 81,252) | 106.928 | 17.168 |
|
|
(EUR | 8.063.632,17 |
|
12.193 | 1.907) |
| Homag Austria Gesellschaft mbH, Oberhofen am Irrsee/Österreich | EUR | 370.000,00 | 100,003) | 885 | 113 |
| Homag Italia S.p.A., Giussano/Italien | EUR | 1.100.000,00 | 100,003) | 2.269 | -228 |
| Homag France S.A., Schiltigheim/Frankreich | EUR | 1.500.000,00 | 100,003) | 8.460 | 1.480 |
| Homag Asia (PTE) Ltd., Singapore/Singapur | SGD | 100.000,00 | 100,003) | 2.451 | 1.529 |
|
|
(EUR | 58.234,33 |
|
1.427 | 845) |
| Homag Canada Inc., Mississauga, Ontario/Kanada | CAD | 4.367.800,00 | 100,003) | 10.653 | 662 |
|
|
(EUR | 3.289.749,19 |
|
8.024 | 484) |
| Homag Polska Sp. z o.o., Środa/Polen | PLN | 1.050.000,00 | 100,003) | 12.111 | 2.478 |
|
|
(EUR | 264.650,28 |
|
3.053 | 619) |
| Homag Japan Co. Ltd., Osaka/Japan | JPY | 156.000.000,00 | 100,003) | 221.536 | -59.866 |
|
|
(EUR | 1.436.548,75 |
|
2.040 | -514) |
| Homag Danmark A/S, Galten/Dänemark | DKK | 1.970.000,00 | 100,003) | 16.245 | 184 |
|
|
(EUR | 264.234,46 |
|
2.179 | 25) |
| Homag U.K. Ltd., Castle Donington/England | GBP | 2.716.778,00 | 100,003) | 245 | -65 |
|
|
(EUR | 3.148.062,57 |
|
284 | -76) |
| Schuler Business Solutions S.L., Cullera/Spanien | EUR | 301.000,00 | 100,00 | 239 | -48 |
| Homag Korea Co. Ltd., Seoul/Korea | KRW | 320.970.000,00 | 54,554) | 583.344 | 301.802 |
|
|
(EUR | 212.951,95 |
|
387 | 196) |
| Holzma Tech GmbH, Assenovgrad/Bulgarien | BGN | 370.000,00 | 100,00 | 1.021 | 5 |
|
|
(EUR | 189.190,57 |
|
522 | 3) |
1)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 92,81%
2)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 79,14%
3)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
4)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 52,61%
| Angaben zum Anteilsbesitz | Währung | Gezeichnetes Kapital 31.12.2010 |
Anteil am Kapital in % 31.12.2010 |
Eigenkapital in Tausend 31.12.2010 |
Ergebnis in Tausend 2010 |
| AUSLAND |
|
|
|
|
|
| Mittelbarer Anteilsbesitz: |
|
|
|
|
|
| Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA | USD | 25.806,00 | 22,00 | 23.351 | -4281) |
|
|
(EUR | 19.429,30 |
|
17.581 | -322) |
| Weeke North America Inc., Grand Rapids/USA | USD | 20.000,00 | 81,00 | -135 | 2 |
|
|
(EUR | 15.057,97 |
|
-102 | 2) |
| Homag España Maquinaria S.A., Montmeló/Spanien | EUR | 1.211.300,00 | 100,002) | 1.342 | -332 |
| Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China | HKD | 27.000.000,00 | 25,00 | 84.278 | -5161) |
|
|
(EUR | 2.611.673,21 |
|
8.152 | -50) |
| Homag South America Ltda., São Paulo/Brasilien | BRL | 5.925.031,00 | 100,002) | 4.506 | 786 |
|
|
(EUR | 2.680.766,90 |
|
2.039 | 335) |
| Homag Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien | AUD | 6.209.158,62 | 100,002) | 1.374 | 701 |
|
|
(EUR | 4.732.229,72 |
|
1.047 | 485) |
| Homag (Schweiz) AG, Bachenbülach/Schweiz | CHF | 200.000,00 | 100,002) | 6.369 | 1.888 |
|
|
(EUR | 160.745,86 |
|
5.119 | 1.365) |
| OOO "FAYZ-Homag GUS" Taschkent/Usbekistan | USD | 174.000,00 | 33,003) | -4) | -4) |
|
|
(EUR | 131.004,37 |
|
-4) | -4) ) |
| OOO "Homag Russland" Moskau/Russische Föderation | RUB | 357.215,00 | 99,005) | -26.003 | -45.142 |
|
|
(EUR | 8.814,03 |
|
-642 | -1.118) |
| Homag India Private Ltd., Bangalore/Indien | INR | 228.055.010,00 | 99,906) | 73.841 | 1.746 |
|
|
(EUR | 3.823.039,49 |
|
1.238 | 29) |
| RAMU Machinery Private Limited, Bangalore/Indien | INR | 11.500.000,00 | 52,177) | -12.389 | -9.088 |
|
|
(EUR | 192.782,23 |
|
-208 | -149) |
| HA Malaysia SDN. Bhd, Kuala Lumpur/Malaysia | MYR | 250.000,00 | 100,002) | -1.377 | -1511) |
|
|
(EUR | 61.042,61 |
|
-336 | -35) |
| HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand | THB | 2.000.000,00 | 100,002) | 224 | 12.0591) |
|
|
(EUR | 49.836,04 |
|
6 | 284) |
| BENZ INCORPORATED, Charlotte/USA | USD | 100,00 | 100,008) | -205 | 212 |
|
|
(EUR | 75,29 |
|
-154 | 160) |
1)
Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
2)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
3)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 31,83%
4)
Nicht vorliegend
5)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 95,47%
6)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,34%
7)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 50,26%
8)
Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 51,00%
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 2 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 26.497 | 5.488 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1.401 | 1.401 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.026 | 4.120 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1.281 | 1.211 |
|
|
31.523 | 9.610 |
Das gezeichnete Kapital der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag
TEUR 15.688 (Vorjahr: TEUR 15.688). Es ist in 15.688.000 nennbetragslose Stückaktien
mit einem rechnerischen Betrag von jeweils EUR 1,00 eingeteilt.
Die Kapitalrücklage der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag unverändert
TEUR 33.800.
Die Gewinnrücklagen der Homag Group AG, Schopfloch, betragen zum Bilanzstichtag TEUR
1.456 (Vorjahr: TEUR 1.456).
| in TEUR |
|
|
| Vortrag 1. Januar 2010 | 25.493 |
|
| Ausschüttung | 0 |
|
|
|
|
25.493 |
| Jahresergebnis 2010 |
|
425 |
| STAND AM 31. DEZEMBER 2010 |
|
25.918 |
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen drei einzelvertragliche Zusagen für ehemalige
Vorstandsmitglieder der in 1999 auf die Homag Group AG verschmolzenen IMA AG. Der
Bilanzansatz entspricht dem versicherungsmathematischen Soll.
Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB
beträgt TEUR 92.
Die Steuerrückstellung betrifft im Wesentlichen die Ertragsteuern der Vorjahre sowie
Steuern aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung (Jahre 2002-2006).
Die sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken Rechnung; es wurden im
Wesentlichen Rückstellungen gebildet für:
| ― |
Aufsichtsratsvergütungen |
| ― |
Ausstehende Rechnungen |
| ― |
Abschlusskosten inkl. Geschäftsbericht |
| ― |
Tantieme |
| ― |
Noch ausstehenden Urlaub |
| ― |
Verpflichtung aus Kostenübernahme |
|
|
Restlaufzeit |
|
|
||
| in TEUR | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt 31.12.2010 | Gesamt 31.12.2009 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.224 | 80.000 | 0 | 81.224 |
|
| (Vorjahr) | (56.936) | (0) | (0) |
|
(56.936) |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 243 | 0 | 0 | 243 |
|
| (Vorjahr) | (171) | (0) | (0) |
|
(171) |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 18.093 | 0 | 0 | 18.093 |
|
| (Vorjahr) | (14.297) | (0) | (0) |
|
(14.297) |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 474 | 0 | 0 | 474 |
|
| (Vorjahr) | (7.269) | (0) | (0) |
|
(7.269) |
| - davon aus Steuern | 279 | 0 | 0 | 279 |
|
| (Vorjahr) | (260) | (0) | (0) |
|
(260) |
Bezüglich der i. V. m. dem Konsortialkreditvertrag valutierenden Beträge und den damit
zusammenhängenden Sicherheiten verweisen wir auf die unter den Haftungsverhältnissen
gemachten Angaben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Saldo des laufenden
Verrechnungsverkehrs sowie kurzfristige Darlehen.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Aus Bürgschaften | 37.630 | 53.422 |
| - davon für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen | 36.976 | 52.597 |
| Aus Gewährleistung | 0 | 829 |
| - davon zugunsten von verbundenen Unternehmen | 0 | 829 |
|
|
37.630 | 54.251 |
Die Bürgschaften resultieren i. W. aus abgeschlossenen Kreditrahmenverträgen, aus
denen sich für Darlehensausreichungen an Gruppengesellschaften eine Mithaftung ergibt.
In dem im Februar 2010 zwischen der Homag Group AG, Schopfloch und der Homag Holzbearbeitungssysteme
GmbH, Schopfloch und einem Bankenkonsortium geschlossenen Konsortialkreditvertrag
wurden von der Homag Group AG die folgenden Sicherheiten gewährt:
| ― |
Pfandrechte an den gehaltenen Anteilsrechten an der
|
||||
| ― |
abstraktes Schuldanerkenntnis |
Die im Rahmen des Konsortialkreditvertrags aufgenommenen Mittel betragen TEUR 81.224
und sind als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Darüber hinaus
beträgt die Inanspruchnahme des Konsortialkreditvertrags durch verbundene Unternehmen
zum Stichtag TEUR 17.337.
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt
eingeschätzt:
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Bürgschaften wird aufgrund
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Unternehmen als gering eingeschätzt.
Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing in Höhe von TEUR
95. Die Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2012.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten
bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode",
bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht
bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden
Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des
Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode
angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne
Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsoptionen (Zins-Caps) mit einem Nominalbetrag
von TEUR 80.000.
Abgesichert wurde das Zinsänderungsrisiko einer variabel verzinslichen (3-Monats-EURIBOR)
Bankverbindlichkeit i. H. v. 80 Mio. EUR mit Endfälligkeit am 15.02.2013 i. V. m.
der Tranche A des Konsortialkreditvertrags vom 15.02.2010 über 198 Mio. EUR.
Folgende Bewertungsmethoden wurden angewandt: Mark-to-market-Methode.
Bei der Absicherung des Zinsänderungsrisikos handelt es sich um einen Micro-Hedge.
Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
| Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument | Risiko/Art der Bewertungseinheit | einbezogener Betrag (TEUR) |
Höhe des abgesicherten Risikos |
beizulegender Zeitwert |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 18.182 | 18.182 | 18.182 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 17.172 | 17.172 | 17.172 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 14.327 | 14.327 | 14.327 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 11.329 | 11.329 | 11.329 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 8.081 | 8.081 | 8.081 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 4.445 | 4.445 | 4.445 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 4.040 | 4.040 | 4.040 |
| Bankverbindlichkeiten/Zinscap | Zinsrisiko/Micro-Hedge | 2.424 | 2.424 | 2.424 |
| SUMME |
|
80.000 | 80.000 | 80.000 |
Bei Überschreiten eines bestimmten Zinsniveaus (Cap) gleichen sich die gegenläufigen
Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft in vollem Umfang im Sicherungszeitraum
vom 30.09.2010 bis zum 15.02.2013 voraussichtlich aus, weil die wesentlichen Vertragsbestandteile
der Sicherungsgeschäfte mit dem Grundgeschäft übereinstimmen. Zur Messung der Effektivität
der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurde der Cap nicht überschritten
Die hier erfassten Posten stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit:
| ― |
Weiterberechnungen |
| ― |
Auflösung von Rückstellungen |
| ― |
Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung |
Bei der Homag Group AG waren zum Bilanzstichtag neben den Mitgliedern des Vorstands
17 weitere Mitarbeiter beschäftigt.
Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt:
|
|
Anzahl |
| Angestellte | 3 |
| Vorstände | 5 |
| GESAMT | 8 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 45) und betreffen
drei Berechtigte.
Die hier erfassten Posten stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit:
| ― |
Rechts- und Beratungskosten |
| ― |
Finanznebenkosten |
| ― |
Aufsichtsratsvergütungen |
| ― |
Reisekosten |
| ― |
Personalnebenkosten |
| ― |
Kosten im Zusammenhang mit Geschäftsbericht und Hauptversammlung |
| ― |
Umlagen |
Aus dem mit der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag
ergab sich im Geschäftsjahr 2010 eine Gewinnübernahme in Höhe von TEUR 10.023 (Vorjahr:
TEUR -7.614).
Darüber hinaus wurde eine Dividende der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn,
von TEUR 1.365 (Vorjahr: TEUR 2.730) für das Jahr 2009 vereinnahmt; dabei handelt
es sich um ein verbundenes Unternehmen.
Im Berichtsjahr mussten Abschreibungen auf die Beteiligung SCHULER Consulting GmbH
(ehemals: Schuler Business Solutions AG), Pfalzgrafenweiler, in Höhe von TEUR 95 vorgenommen
werden.
Es wurden von verbundenen Unternehmen TEUR 622 (Vorjahr: TEUR 286) an Zinserträgen
vereinnahmt, während auf verbundene Unternehmen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR
566 (Vorjahr: TEUR 412) entfielen. Zinserträge mit Banken betrugen insgesamt TEUR
1 (Vorjahr: TEUR 1), während Zinsaufwendungen mit Banken für Kontokorrente und für
Darlehen zusammen TEUR 3.816 (Vorjahr: TEUR 1.412) betrugen. Die Zinsaufwendungen
im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionen betragen TEUR 37
(Vorjahr: TEUR 0).
Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften
zum BilMoG) resultiert folgende außerordentliche Aufwendung:
Gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB war der Unterschiedsbetrag nach alter und nach BilMoG-Bilanzierung
am Beginn des Berichtsjahres zu ermitteln. Der Unterschiedsbetrag ist bis spätestens
zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 (Verteilungsbetrag)
anzusammeln. Der Verteilungsbetrag wird über 5 Jahre erfolgswirksam erfasst und in
der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Außerordentliche Aufwendungen" gem.
Art. 67 Abs. 7 EGHGB angegeben.
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und
Gewerbesteuer für das laufende Jahr sowie die Gewerbesteuerumlage der Homag Holzbearbeitungssysteme
GmbH, Schopfloch.
Der Posten beinhaltet Kfz-Steuer.
|
|
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören (Stand: 31. Dezember 2010 bzw. Ende der Aufsichtsratstätigkeit) |
|
| Torsten Grede, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main |
(1) | - MCE AG, Linz, Österreich bis 26. Januar 2010 |
|
|
(2) | - Clyde Bergemann Power Group, Inc., Delaware, USA - Grohmann Engineering GmbH, Prüm bis 1. Januar 2010 |
| Reiner Neumeister*
, Wildberg Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG-Metall, Freudenstadt |
(1) | - Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart (stellvertretender Vorsitzender) |
|
|
(2) | - Brueninghaus Hydromatik GmbH, Elchingen (stellvertretender Vorsitzender) bis 1. Oktober 2010 - AOK Baden-Württemberg, Stuttgart |
| Dr. Jochen Berninghaus, Dortmund Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
(1) | - Geno-Volksbank-Essen e. G., Essen (stellvertretender Vorsitzender) |
|
|
(2) | - Kludi GmbH & Co. KG, Menden - A.W. Kisker GmbH & Co. KG, Bielefeld - Heinrich Schlenkhoff GmbH, Essen - Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh |
| Klaus M. Bukenberger, Schenkenzell Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Unternehmensberater |
(1) | - SICK AG, Waldkirch (Vorsitzender) |
|
|
(2) | - Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen (Vorsitzender) - Deutsche Bank AG, Stuttgart - Hauck & Aufhäuser KGaA, Frankfurt am Main - Investcorp Group, London, Großbritannien - Seven Industries Holding B.V., Amsterdam, Niederlande |
| Ernst Esslinger*
, Alpirsbach Leiter IT-Engineering der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch |
|
|
| Dipl.-Ing. Hans Fahr, München Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Unternehmensberater |
(1) | - Sumida AG, Obernzell (Vorsitzender) - CEDIM AG, Karlsruhe (Vorsitzender) bis 9. November 2010 - Bucyrus Europe GmbH, Lünen - BOA Holding GmbH, Stutensee bis 9. September 2010 |
|
|
(2) |
- König Metall GmbH, Gaggenau - Vollack Management Holding GmbH, Karlsruhe - BOA Luxembourg Investment s.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg seit 21. Dezember 2010 |
| Gerhard Federer, Neuried Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung der Schunk GmbH, Heuchelheim und der Schunk Verwaltungsgesellschaft mbH, Heuchelheim |
(1) | - SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG, Au |
|
|
(2) |
- Schunk Iberica S.A., Pinto, Spanien - XYCARB Ceramics B.V., Helmond, Niederlande - Commerzbank AG, Regionalbeirat Mitte, Frankfurt am Main - Hoffmann & Co. Elektrokohle AG, Bad Goissern, Österreich - Schunk Wien Gesellschaft mbH, Wien, Österreich |
| Wilhelm Freiherr von Haller, Stuttgart Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Vorsitzender des Vorstands der Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär AG, Köln, Sprecher des Vorstands der BHF-BANK AG, Frankfurt am Main und seit 16. Januar 2010 Geschäftsführer der FARAMIR Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Köln |
(1) |
- GEZE GmbH, Leonberg - Aesculap AG, Tuttlingen - Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln seit 22. Februar 2010 |
|
|
(2) |
- Gühring oHG, Albstadt - Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank, Karlsruhe (stellvertretendes Mitglied) - Deutsche Bank Österreich AG, Wien, Österreich seit 12. Februar 2010 - Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär S.A., Luxemburg, Luxemburg (Vorsitzender) seit 14. Januar 2010 |
| Dr. Horst Heidsieck, Büdingen Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Geschäftsführer und Gesellschafter der Value Consult Management- und Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, Büdingen und Geschäftsführer und Gesellschafter der DOMINO GmbH, Büdingen |
(1) | - Coperion GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) |
|
|
(2) | - Mauser Holding GmbH, Brühl (Vorsitzender) - Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, Belgien |
| Ralf Hengel, Freudenstadt Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Leiter IT der schlott GmbH, Freudenstadt |
|
|
| Carmen Hettich-Günther*
, Rottenburg Angestellte strategischer Einkauf und Betriebsratsvorsitzende der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch |
|
|
| Dr. Dieter Japs, Reichenberg Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Beratender Ingenieur |
(2) | - Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen |
| Thomas Keller, Freiburg Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Württemberg der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main |
(2) |
- Deutsche Clubholding GmbH, Frankfurt am Main - Sick Holding GmbH, Freiburg im Breisgau |
| Hannelore Knowles*
, Calw Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Homag Group AG, Schopfloch und Betriebsratsvorsitzende der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn |
|
|
| Reinhard Löffler, Weil der Stadt Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010 Ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main und ehemaliger Geschäftsführer der Deutsche Beteiligungs GmbH, Königstein/Taunus |
|
|
| Jochen Meyer*
, Herzebrock-Clarholz Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Homag Group AG, Schopfloch und Betriebsratsvorsitzender der Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz bis 31. März 2010 |
|
|
| Reinhard Seiler*
, Lemgo 1. Bevollmächtigter der IG-Metall, Detmold |
(1) | - Dorma Holding GmbH & Co. KGaA, Ennepetal |
| Prüfungsausschuss | Gerhard Federer (Vorsitzender) seit 13. Juli 2010 Carmen Hettich-Günther* Reiner Neumeister* Thomas Keller seit 13. Juli 2010 Wilhelm Freiherr von Haller bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler (Vorsitzender) bis 28. Mai 2010 |
| Personalausschuss | Torsten Grede (Vorsitzender) Hannelore Knowles* Jochen Meyer* Reiner Neumeister* Hans Fahr seit 13. Juli 2010 Dr. Horst Heidsieck seit 13. Juli 2010 Klaus M. Bukenberger bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
| Nominierungsausschuss | Torsten Grede (Vorsitzender) Hans Fahr seit 13. Juli 2010 Dr. Dieter Japs seit 13. Juli 2010 Dr. Jochen Berninghaus bis 28. Mai 2010 Ralf Hengel bis 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
| Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz |
Torsten Grede (Vorsitzender) Jochen Meyer* Reiner Neumeister* Dr. Horst Heidsieck seit 28. Mai 2010 Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010 |
|
|
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören (Stand 31. Dezember 2010) |
|
| Rolf Knoll Sprecher des Vorstands Vorstand Beteiligungen - Produktionsgesellschaften Dettingen an der Erms |
(2) | - Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e. V., Frankfurt am Main |
| Achim Gauß Vorstand Forschung und Entwicklung Dornstetten |
(1) | - Coveright Surfaces Beteiligungs GmbH, Düsseldorf |
| Andreas Hermann Vorstand Finanzen bis 31. März 2011 Freudenstadt |
|
|
| Herbert Högemann Vorstand Produktion, Beschaffung und Qualitätswesen Freudenstadt |
|
|
| Jürgen Köppel Vorstand Vertrieb, Service, Marketing Beckum |
|
|
| Hans-Dieter Schumacher Vorstand seit 15. Januar 2011 Vorstand Finanzen ab 1. April 2011 Tuttlingen |
(2) | - Commerzbank AG, Regionalbeirat Südwest, Frankfurt am Main |
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 1.765 (Vorjahr:
TEUR 1.179). Diese teilen sich wie folgt auf:
|
|
Erfolgsunabhängige Vergütung | Erfolgsabhängige Vergütung (STI) und Tantieme | Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI)1) | |||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Dr. Joachim Brenk | 0 | 223 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Achim Gauß | 274 | 226 | 38 | 0 | 77 | 0 |
| Andreas Hermann | 247 | 201 | 37 | 0 | 0 | 0 |
| Herbert Högemann | 236 | 202 | 25 | 0 | 65 | 0 |
| Rolf Knoll | 323 | 241 | 38 | 0 | 77 | 0 |
| Jürgen Köppel | 218 | 48 | 15 | 0 | 59 | 0 |
| GESAMT | 1.298 | 1.141 | 153 | 0 | 278 | 0 |
|
|
Sachbezüge | Gesamtbezüge | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Dr. Joachim Brenk | 0 | 6 | 0 | 229 |
| Achim Gauß | 7 | 8 | 396 | 234 |
| Andreas Hermann | 7 | 7 | 291 | 208 |
| Herbert Högemann | 8 | 8 | 334 | 210 |
| Rolf Knoll | 8 | 7 | 446 | 248 |
| Jürgen Köppel | 6 | 2 | 298 | 50 |
| GESAMT | 36 | 38 | 1.765 | 1.179 |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 364 (Vorjahr:
TEUR 238).
Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, erhält eine Vergütung
entsprechend der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr:
TEUR 10).
Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 31.
Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig
oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 5.824.536,00 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber
lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Der
Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den
Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
| a) |
für Spitzenbeträge, |
| b) |
für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteils oder einer Beteiligung an einem Unternehmen, |
| c) |
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den
Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum
Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht
wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und
der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende
anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der
Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von
10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten
Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz
5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein
Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht
aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung
dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs.
3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. |
Die Homag Group AG erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss
wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist
den Aktionären auf der Homepage der Homag Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft
zugänglich gemacht.
Die Prüfung des Jahresabschlusses der Homag Group AG, der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften
sowie des Konzernabschlusses wurde durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt
gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB. Die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, sind in den Angaben im Konzernabschluss der Homag Group AG enthalten.
Zusammen besaßen die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2010 57.963 (Vorjahr:
56.963) Aktien, entsprechend 0,37 (Vorjahr: 0,36) Prozent und die Mitglieder des Aufsichtsrats
zum 31. Dezember 2010 100 (Vorjahr: 486.731) Aktien, entsprechend 0,00 (Vorjahr: 3,10)
Prozent des Grundkapitals der HOMAG Group AG. Kein Vorstands- und kein Aufsichtsratsmitglied
hat damit zum 31. Dezember 2010 über 1 Prozent des Grundkapitals gehalten, so dass
kein individualisierter Ausweis vorzunehmen ist.
Die folgenden Mitteilungen wurden gemäß § 21 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 26 Abs.
1 Satz 1 WpHG veröffentlicht:
- Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21
Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 3,68% der Stimmrechte (entsprechend 577.888
Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.
Ferner sind uns insgesamt 15,17% der Stimmrechte (entsprechend 2.379.874 Stimmrechten)
nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der
Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
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DBG Advisors IV GmbH & Co. KG; DBG Advisors V GmbH & Co. KG. |
- Die DBG Advisors V GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß
§ 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind uns insgesamt 5,37% der Stimmrechte (entsprechend 842.224 Stimmrechten)
nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
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DBAG Fund V International GmbH & Co. KG. |
Ferner sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 4,50% der Stimmrechte (entsprechend 705.235
Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.
Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 20,95% der Stimmrechte (entsprechend
3.286.875 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren
Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
|
DBG Advisors IV GmbH & Co. KG; Deutsche Beteiligungs AG. |
- Die DBG Advisors IV GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß
§ 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind uns insgesamt 3,89% der Stimmrechte (entsprechend 610.206 Stimmrechten)
nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die DBAG Fund IV GmbH & Co. KG zuzurechnen.
Ferner sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 1,69% der Stimmrechte (entsprechend 265.697
Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.
Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend
3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren
Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
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DBG Advisors V GmbH & Co. KG; Deutsche Beteiligungs AG. |
- Die DBG Investment Team GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß
§ 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind uns insgesamt 5,58% der Stimmrechte (entsprechend 875.903 Stimmrechten)
nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
|
DBG Advisors IV GmbH & Co. KG; DBAG Fund IV GmbH & Co. KG; DBAG Fund IV International GmbH & Co. KG. |
Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend
3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren
Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
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DBG Advisors V GmbH & Co. KG; Deutsche Beteiligungs AG. |
- Die DBG Advisors V Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß
§ 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.
Davon sind uns insgesamt 5,58% der Stimmrechte (entsprechend 875.903 Stimmrechten)
nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen,
deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
|
DBG Investment Team GmbH & Co. KG; DBG Advisors IV GmbH & Co. KG; DBAG Fund IV GmbH & Co. KG; DBAG Fund IV International GmbH & Co. KG. |
Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend
3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren
Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:
|
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DBG Advisors V GmbH & Co. KG; Deutsche Beteiligungs AG. |
- Die DBAG Fund IV GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß §
21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr
3,89% (entsprechend 610.206 Stimmrechten) beträgt.
- Die DBAG Fund V International GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat
uns gemäß § 21 Abs. 1a bzw. § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:
Der DBAG Fund V International GmbH & Co. KG standen gemäß § 21 Abs. 1a WpHG am 12.
Juli 2007 9,76% aller Stimmrechte (entsprechend 1.531.316 Stimmrechten) an der HOMAG
Group AG zu.
- Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte,
Tübingen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2008 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
am 30. Januar 2008 die Schwelle von 5% überschritten hat und nunmehr 5,65% (886.095
Stimmrechte) beträgt.
- Die BWInvest, Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland,
hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31. März 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil
an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, am 27. März 2008
über alle ihre Sondervermögen hinweg die Schwelle von 5% überschritten hat und nun
insgesamt, mit einer Aktienanzahl von 852.958 Stück, 5,44% beträgt. Davon sind ihr
5,04% (791.458 Stück) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß §
21 Abs. 1 WpHG am 11.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle
von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41%
(das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.
19,64% der Stimmrechte (das entspricht 3.080.701 Stimmrechten) sind der Erich und
Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte
zugerechnet:
|
|
Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
Korrektur der obigen Meldung:
- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß §
21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle
von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42%
(das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.
19,64% der Stimmrechte (das entspricht 3.080.928 Stimmrechten) sind der Erich und
Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3
% oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte
zugerechnet:
|
|
Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.03.2010
mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland,
ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 15% und 20% der Stimmrechte
überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten)
betragen hat.
14,08% der Stimmrechte (das entspricht 2.209.345 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Herrn Gerhard Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
|
Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
Korrektur der obigen Meldung:
- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt,
dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN:
DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 15% und 20% der Stimmrechte
überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten)
betragen hat.
14,08% der Stimmrechte (das entspricht 2.209.345 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Herrn Gerhard Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
|
Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten
hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
|
Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
Korrektur der obigen Meldung:
- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten
hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Mareike Hengel dabei Stimmrechte zugerechnet:
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Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler. |
- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010
mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland,
ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20%
der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153
Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Dr. Anja Schuler. |
Korrektur der obigen Meldung:
- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend
mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland,
ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20%
der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380
Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:
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Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Dr. Anja Schuler. |
- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten
hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:
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Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel. |
Korrektur der obigen Meldung:
- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten
hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.
21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel. |
- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010
mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland,
ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte
überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten)
betragen hat.
14,67% der Stimmrechte (das entspricht 2.300.959 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Mareike Hengel, Dr. Anja Schuler, Silke Schuler-Gunkel, Erich und Hanna Klessmann Stiftung. |
- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat
und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.
21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Mareike Hengel dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Gerhard Schuler, Dr. Anja Schuler, Silke Schuler-Gunkel, Erich und Hanna Klessmann Stiftung. |
- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204,
WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat
und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.
21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja
Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Erich und Hanna Klessmann Stiftung. |
- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010
mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland,
ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte
überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten)
betragen hat.
21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel
gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:
|
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Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Dr. Anja Schuler, Erich und Hanna Klessmann Stiftung. |
- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß §
21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group
AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle
von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht
3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.
20,22% der Stimmrechte (das entspricht 3.172.551 Stimmrechten) sind der Erich und
Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3%
oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte
zugerechnet:
|
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Gerhard Schuler, Mareike Hengel, Dr. Anja Schuler, Silke Schuler-Gunkel. |
Erklärung gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind.
Schopfloch, 18. März 2011
Homag Group AG
Der Vorstand
| ROLF KNOLL | ACHIM GAUSS | ANDREAS HERMANN |
| HERBERT HÖGEMANN | JÜRGEN KÖPPEL | HANS-DIETER SCHUMACHER |
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk
erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
so wie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Homag Group
AG, Schopfloch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen
in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 18. März 2011
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| BLESCH | VÖGELE |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |