Homag Group AG

Schopfloch

Geschäftsbericht 2010 (Konzern und AG) Homag Group AG

HOMAG Group - mit Partnerschaft
und Strategie zum Erfolg

Konzernlagebericht für 2010

> 1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 Konzernstruktur und Steuerungssystem

Geschäftstätigkeit der HOMAG Group AG

Die HOMAG Group AG ist unserer Einschätzung nach der weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk. Als Global Player sind wir in über 60 Ländern präsent und haben einen geschätzten Weltmarktanteil von 28 Prozent. In der Möbelfertigung, Bauelementefertigung sowie im Holzhausbau bieten wir unseren Kunden exakt abgestimmte Lösungen von der Einzelmaschine bis zur kompletten Fertigungsstraße. Zahlreiche Dienstleistungen im Umfeld der produzierenden Maschinen und Anlagen sowie die jeweils passende Steuerungssoftware machen unser Angebot einzigartig.

Rechtliche Unternehmensstruktur

Die HOMAG Group AG ist eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit. Ihre Hauptaufgaben als Obergesellschaft und Mutterunternehmen sind die Festlegung und Überwachung der Konzernstrategie, die Steuerung des Liquiditätsmanagements sowie die Führungsrolle für Tochtergesellschaften und die Gruppenvertriebsorganisation. Zuständig ist sie zudem für die Investor Relations, das Konzernrechnungswesen sowie das Gruppenmarketing und sie trägt die Regionalverantwortung für die Vertriebsgesellschaften. Sie hält 100 Prozent an der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, die operativ tätig und gleichzeitig auch größte Gesellschaft der HOMAG Group ist. Insgesamt gehören mit Stand zum 31. Dezember 2010 u. a. 11 inländische und 5 ausländische Produktionsgesellschaften sowie 21 Vertriebs- und Servicegesellschaften zum Konzern (siehe auch Konzernstruktur im hinteren Umschlagteil).

Neben dem Beteiligungsvorstand der Holding, der für die Tochtergesellschaften verantwortlich ist, werden die Produktionsgesellschaften von der jeweiligen Geschäftsführung vor Ort operativ geleitet. Entsprechend ihrer Größe sind die inländischen Produktionsgesellschaften an der HOMAG Vertriebs-Beteiligungs GmbH beteiligt und üben damit Einfluss auf die Lenkung der ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften aus.

Im Geschäftsjahr 2010 kam es zu folgenden Veränderungen in der Gruppenstruktur:

Durch zwei Kapitalerhöhungen im Februar 2010 und im Juli 2010 bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der Minderheitsgesellschafter haben wir unseren Anteil an der BÜTFERING Schleiftechnik GmbH von 80 Prozent auf über 96 Prozent erhöht.

Am 6. Oktober 2010 haben wir die Gesellschaftsform der HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG geändert. Sie firmiert seitdem als HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH. Dabei haben wir auch die Führung teilweise neu besetzt und damit eine Entflechtung von der Führung der HOMAG Group AG vorgenommen.

Gemeinsam mit der imos AG, Herford haben wir im Dezember 2010 die HOMAG eSOLUTION GmbH gegründet, an der wir 51 Prozent der Anteile halten. Das neue Unternehmen befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen und Anlagen der HOMAG Group.

Seit Dezember 2010 firmiert die SCHULER Business Solutions AG nach vorangegangener Restrukturierung unter dem Namen SCHULER Consulting GmbH.

Rückwirkend zum 1. Januar 2010 hat die HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH im 4. Quartal 2010 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geschlossen.

Organisatorische Unternehmensstruktur

Organisatorisch ist die HOMAG Group AG in die Segmente "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige" unterteilt. Dabei beinhaltet das Segment "Industrie" diejenigen Gruppenunternehmen, deren Kernkompetenz im Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen liegt. Wir bieten unseren Kunden hier mit optimal aufeinander abgestimmten Maschinen und Anlagen sowie der zugehörigen Informations- und Steuerungstechnik durchgängige Lösungen und decken die Prozessketten der Holzbearbeitung im Wesentlichen mit unseren eigenen Produkten ab.

Im Segment "Handwerk" sind die Konzernunternehmen zusammengefasst, deren Schwerpunkt auf Produkten für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe liegt. Gefragt sind dabei neben hoher Qualität und Produktivität insbesondere eine einfache Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis.

Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der HOMAG Vertriebs- und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Mit unserem globalen Vertriebs- und Servicenetz sind wir in allen wichtigen Märkten weltweit vertreten und damit immer nah bei unseren Kunden.

Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die HOMAG Group AG mit ihrer Holdingfunktion, die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH und der HOMAG eSOLUTION GmbH sowie den Geschäftsbereich "Holzhausbau".

Eine weitere Unterteilung der HOMAG Group ist zudem in die Produktgruppen "Maschinen", "Zellen" und "Fabrikanlagen" möglich. Die Produktgruppe "Maschinen" umfasst dabei unsere modular aufgebauten Standardmaschinen im Einstiegs- und Mittelsegment. Zu Linien verkettete Einzelmaschinen für die flexible Individualproduktion und die automatisierte Massenproduktion sind ebenso in der Produktgruppe "Zellen" enthalten wie komplette Bearbeitungszentren. Die "Fabrikanlagen" beinhalten schließlich ganzheitliche, vollverkettete Systemlösungen mit durchgängiger Vernetzung der Maschinensteuerungen und professioneller Leittechnik. Abgerundet wird dies mit unserem umfassenden Dienstleistungsangebot, das sich durch alle Produktgruppen zieht.

Unternehmensleitung und Kontrolle

Geführt wird die HOMAG Group AG vom Konzernvorstand, der aus fünf Mitgliedern besteht. Im Zuge der Veränderungen im Vorstand besteht dieser vorübergehend aus sechs Personen. Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Dem Aufsichtsrat, der sich paritätisch aus sechs Aktionärs- sowie sechs Arbeitnehmervertretern zusammensetzt, erstattet der Vorstand regelmäßig Bericht.

Im Geschäftsjahr 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat sämtliche Empfehlungen und viele der Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist in diesem Bericht auf Seite 67 und auf der Homepage der HOMAG Group AG veröffentlicht.

Unternehmenssteuerung

Die HOMAG Group AG steuern wir im Wesentlichen mit den Kennzahlen Gearing, Verschuldungsgrad, EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per Share (EPS) und der Nettobankverschuldung. Für diese Kennzahlen werden Jahresplanzahlen vorgegeben, die anhand des monatlichen Berichtswesens überprüft werden. Ein weiteres wesentliches Element zur Konzernsteuerung ist die Balanced Scorecard. Sie ist das Herzstück unseres Risikomanagements und bildet zusätzlich zu den Kennzahlen Daten zur Marktführerschaft sowie zu den internen Prozessen ab und liefert uns zudem Erkenntnisse über den Bereich Personal.

1.2 Konjunktur und Markt

Konjunkturentwicklung

Nach der schweren Rezession im Jahr 2009, ausgelöst durch die globale Finanzkrise, hat sich die Weltwirtschaft 2010 rasant erholt. Begünstigt wurde diese positive Entwicklung durch zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und Stimulierung der Konjunktur. Die Folge war ein kräftiger Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts, der sich nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) auf 4,8 Prozent beläuft, wobei die Expansion im Verlauf des Jahres an Schwung verloren hat. Das Welthandelsvolumen ist demnach um 11,5 Prozent gewachsen.

Die Wirtschaftsentwicklung verlief dabei auch 2010 heterogen. So hat die Wirtschaftsleistung in den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen und liegt teilweise wieder über Vorkrisenniveau. Insgesamt konnten die Schwellenländer 2010 ihr Bruttoinlandsprodukt laut IfW um 8,1 Prozent steigern, wobei die konjunkturelle Dynamik in Asien und hier insbesondere in China und Indien mit einem Plus von jeweils rund zehn Prozent sehr kräftig war. Brasilien konnte nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) um 7,8 Prozent und Russland um 3,9 Prozent zulegen.

BIP (Real) 2010

Veränderung in % im Vergleich zum Vorjahr

Von der starken Entwicklung in den Schwellenländern profitierten zwar auch die Industrieländer, ihr Wachstum fällt jedoch deutlich geringer aus und die Produktion liegt hier nach wie vor unter Vorkrisenniveau. Dabei hat sich das Tempo der konjunkturellen Erholung im Jahresverlauf kontinuierlich verlangsamt. Das Ergebnis ist nach Angaben des IfW ein Plus von 2,4 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer. Dabei konnten die USA um 2,8 Prozent und Japan um 3,3 Prozent zulegen.

Die Europäische Union entwickelte sich, auch vor dem Hintergrund der Schuldenkrise einzelner Länder, im Vergleich der Industrieländer unterproportional, wie das Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent zeigt. Der Euroraum wuchs dabei um 1,8 Prozent und die Wirtschaftsleistung der Beitrittsländer stieg um 1,5 Prozent. Positiv entwickelten sich unter anderem die Volkswirtschaften in Polen, Schweden, der Slowakei, Finnland oder Belgien. Ein sehr schwaches Wachstum bzw. einen Rückgang verzeichneten beispielsweise Griechenland, Spanien, Irland, Rumänien und Bulgarien.

Als Wachstumslokomotive in Europa zeigte sich 2010 Deutschland mit dem stärksten Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung. Nach dem Produktionseinbruch 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut Statistischem Bundesamt um 3,6 Prozent. Dabei hat sich der Außenhandel insbesondere zu Jahresbeginn spürbar erholt und die Verluste des Vorjahres nahezu wettgemacht. Das Exportwachstum beläuft sich dementsprechend laut DIW auf gut 15 Prozent. Angesprungen ist im Jahresverlauf auch die Binnennachfrage, die zu einer immer stärkeren Triebfeder des Wachstums wird. Mit einem Plus von rund zehn Prozent wurden die Ausrüstungsinvestitionen kräftig ausgeweitet, wobei ihr Niveau noch um rund 15 Prozent unter dem Vorkrisenwert liegt.

Maschinen- und Anlagenbau

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sich nach Angaben des Branchenverbandes VDMA vom schweren Rückschlag 2009 erholt und 2010 seinen Umsatz um rund acht Prozent verbessert. Damit liegt die Branche allerdings noch rund 20 Prozent unter ihrem Höchststand, den sie 2008 vor der Krise erreicht hatte. Sehr positiv hat sich laut VDMA der Auftragseingang entwickelt, der 2010 um 36 Prozent zugelegt hat, wobei das Ausland mit einem Plus von 39 Prozent stärker gewachsen ist als das Inland, in dem die Bestellungen um 29 Prozent zugelegt haben. Demzufolge ist auch die Exportquote wieder gestiegen und lag 2010 bei 74,8 Prozent nach 73,6 Prozent im Jahr zuvor.

Für die HOMAG Group ist innerhalb des Maschinenbaus der Markt der Holzbearbeitungsmaschinen die relevante Branche. Diese ist gekennzeichnet durch wenige große Anbieter, die mit einem breiten Angebot weltweit Systemleistungen anbieten, und sehr viele kleinere und kleine Unternehmen, die oft nur einzelne Segmente bedienen oder Spezial -maschinen herstellen. Dabei ist zu beobachten, dass der Marktanteil der großen Anbieter wächst, da immer mehr Kunden bei vollstufigen Lieferanten kaufen, die auch einen lokalen Komplettservice bieten. Die größten Mitbewerber der HOMAG Group im vergleichbaren Produktbereich sind die beiden italienischen Konzerne Biesse Group und SCM Group. Zusammen verfügen die drei Unternehmensgruppen nach unserer Einschätzung über einen Marktanteil von rund 47 Prozent.

Nach dem historischen Nachfrageeinbruch bei den Holzbearbeitungsmaschinen Ende 2008 und 2009 erholt sich auch dieses Segment des Maschinenbaus wieder und verzeichnete 2010 ein Umsatzplus von 12 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt der Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen erst bei 65 Prozent seines Umsatzniveaus von 2008. Mit einem Plus von 74 Prozent konnte der Auftragseingang 2010 sehr stark zulegen. Zu beachten ist allerdings, dass hier die Ausrüster der Säge- und Holzwerkstoffindustrie, zu denen die HOMAG Group nicht gehört, mit einem überproportionalen Auftragsplus das Bild verzerren.

1.3 Geschäftsentwicklung

Auftragseingang und Umsatz

Nach der schweren Wirtschaftskrise, die unsere Branche und auch die HOMAG Group im 4. Quartal 2008 stark getroffen hat, hat sich bereits im 2. Halbjahr 2009 wieder ein klarer Aufwärtstrend gezeigt. Dieser hat sich im Jahr 2010 fortgesetzt, teilweise noch verstärkt und so - passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum - zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr in der HOMAG Group AG geführt. Aufgrund der positiven Entwicklung haben wir unsere Umsatzprognose im Jahresverlauf mehrfach nach oben korrigiert und den noch zu Jahresbeginn 2010 avisierten Umsatz von über 600 Mio. EUR und damit unsere eigenen Erwartungen klar übertroffen. Mit einem Umsatz von deutlich über 700 Mio. EUR haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits das bislang formulierte Umsatzziel für 2011 erreicht. Auch beim Auftragseingang konnten wir gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich zulegen.

Insgesamt hat sich unsere Branche 2010 vom Krisenjahr 2009 sehr gut erholt. Wir haben mit unserem starken Umsatzwachstum von dieser Entwicklung dabei im Vergleich zum Maschinenbau insgesamt und auch zu unserem Segment profitiert, da sich unsere Auftragslage bereits sehr frühzeitig wieder verbessert hat. Damit konnten wir unseren Marktanteil weiter steigern. Dies führen wir einerseits auf unsere sehr breite Produktpalette zurück, mit der wir Kunden jeder Größe in nahezu allen einzelnen Branchensegmenten bedienen können und insbesondere auch in der Lage sind, Industriekunden komplett verkettete Großanlagen und Fertigungsstraßen aus einer Hand anzubieten. Dieses Projektgeschäft hat sich 2010 sehr gut entwickelt und insbesondere im 1. Halbjahr 2010 war die Investitionsneigung hier weltweit sehr hoch, da sich der krisenbedingte Investitionsstau teilweise aufgelöst hat und die Unternehmen in moderne Fertigungsphilosophien und neue Technologien investiert haben.

Auftragseingang und Umsatz 2007-2010

Ein weiterer entscheidender Baustein für unseren Markterfolg 2010 ist unsere globale Aufstellung mit einem weltweit aktiven Vertrieb. Dadurch konnten wir unmittelbar von einer positiven Konjunkturentwicklung in jeder Region profitieren. So hat sich beispielsweise die Auftragslage gerade in den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sehr gut entwickelt. In diesen Wachstumsmärkten sind wir seit vielen Jahren präsent, haben insbesondere in Brasilien und China eine starke Marktposition erreicht und konnten nicht zuletzt deshalb den Anteil der BRIC-Staaten an unserem Auftragseingang 2010 auf rund 23 Prozent nach 14 Prozent in 2009 steigern.

Trotz aller Erfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr und den deutlichen Zuwächsen bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis gegenüber 2009 sind wir von unseren Höchstständen, die wir vor der Krise hatten, noch ein gutes Stück entfernt. Dessen sind wir uns wohl bewusst und werden alles dafür tun, um diese Rekordwerte in den nächsten Jahren wieder zu erreichen.

Auch aufgrund der nochmals zahlreichen Auslieferungen im Schlussquartal haben wir unseren Umsatz 2010 um 37 Prozent auf 718 Mio. EUR (Vorjahr: 524 Mio. EUR) gesteigert. Die Gesamtleistung verbesserte sich dabei auf 730 Mio. EUR (Vorjahr: 519 Mio. EUR). Nach dem Sonderjahr 2009, in dem sich der Auftragseingang nach sehr schwachem Beginn von Quartal zu Quartal verbessert hat, sind wir 2010 wieder zur branchenüblichen Saisonalität mit sinkenden Werten im Jahresverlauf zurückgekehrt. Auf diesen Effekt und die hohen Auslieferungen zum Jahresende ist es zurückzuführen, dass sich unser Auftragsbestand zum 31. Dezember 2010 mit 149 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 171 Mio. EUR verringert hat. Insgesamt konnten wir unseren Auftragseingang um 31 Prozent auf 541 Mio. EUR (Vorjahr: 413 Mio. EUR) steigern.

Entwicklung der Absatzmärkte

Innerhalb unserer weltweiten Absatzmärkte hat sich die Verschiebung der Anteile am Auftragseingang zugunsten der Schwellenländer 2010 fortgesetzt. Insbesondere der asiatische Markt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut entwickelt, liegt bereits deutlich über Vorkrisenniveau und ist mittlerweile zu unserer drittgrößten Absatzregion aufgestiegen. China spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, aber auch Indien und Südostasien sind die Treiber dieses starken Wachstums.

Westeuropa hat sich 2010 wieder zu unserer stärksten Absatzregion entwickelt, was auf die deutliche Marktbelebung sowohl bei Einzelmaschinen als auch bei Großanlagen zurückzuführen ist. Besonders erfolgreich waren wir in Westeuropa in Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien. Die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich im Krisenjahr 2009 recht gut gehalten und konnte 2010 dieses gute Niveau übertreffen. So verzeichneten wir in Deutschland als dem größten Einzelmarkt der HOMAG Group eine erhöhte Nachfrage in allen Maschinenbereichen. Die Schweiz lag ebenfalls recht deutlich über dem Vorjahreswert, Österreich konnte den Vorjahreswert wieder erreichen.

Die Region Osteuropa zeigte sich im Berichtsjahr gut erholt von der Krise, was sich insbesondere in einem starken 1. Halbjahr 2010 niedergeschlagen hat. Stark entwickelt hat sich der polnische Markt, aber auch in Russland hat sich der positive Trend des 4. Quartals 2009 wie prognostiziert fortgesetzt. In der gesamten osteuropäischen Region spielt allerdings die Finanzierungsthematik unverändert eine große Rolle.

In Amerika konnten wir 2010 positive Tendenzen in Kanada und den USA verzeichnen, auch wenn insbesondere die USA noch ein deutliches Stück vom Vorkrisenniveau entfernt ist. Getrieben wurde die Entwicklung in Amerika in erster Linie durch den starken brasilianischen Markt. Hier sind wir sowohl mit importierten Maschinen und Anlagen aus unseren europäischen Werken als auch mit den vor Ort von der HOMAG Machinery in São Paulo gefertigten Einstiegsmaschinen sehr erfolgreich.

Segmentumsätze

Die Umsätze in allen Segmenten haben sich 2010 aufgrund des insgesamt erheblich gestiegenen Geschäftsvolumens wieder deutlich erhöht. Im größten Segment "Industrie" hat sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr vor der Konsolidierung auf 432 Mio. EUR (Vorjahr: 304 Mio. EUR) verbessert. Im Segment "Handwerk" stieg der Umsatz auf 185 Mio. EUR (Vorjahr: 127 Mio. EUR) und im Segment "Vertrieb und Service" auf 266 Mio. EUR (Vorjahr: 179 Mio. EUR). Im Segment "Sonstige" erlösten wir 2010 61 Mio. EUR (Vorjahr: 40 Mio. EUR), wobei der Umsatz im Bereich Holzhausbau als größte Position auf 20 Mio. EUR (Vorjahr: 17 Mio. EUR) gestiegen ist.

Segmentumsätze 2010

Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2010

Ein wichtiges und erfreuliches Ereignis zugleich war im Geschäftsjahr 2010 das 50-jährige Firmenjubiläum der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH - unserer größten Tochtergesellschaft und gleichzeitig der Keimzelle unserer Unternehmensgruppe. 1960 von Gerhard Schuler und Eugen Hornberger gegründet, ist HOMAG zum weltweit führenden Unternehmen in der Holzbearbeitung aufgestiegen. Diese Erfolgsgeschichte haben wir 2010 mit einem offiziellen Festakt sowie mit einem Fest für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefeiert.

Von den zahlreichen Messen, auf denen wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Produkte präsentiert haben, ist insbesondere die Holz-Handwerk in Nürnberg im März erwähnenswert. Hier konnten wir den bisherigen Rekord beim Auftragseingang aus dem Jahr 2006 um 50 Prozent übertreffen und haben damit früh im Jahr bereits die positive Branchenentwicklung gespürt. Ebenfalls erfolgreich verlief die Xylexpo in Mailand im Mai und auch auf den Hausmessen bei vier Tochtergesellschaften Ende September konnten wir eine sehr positive Resonanz verzeichnen. So kamen allein zu HOMAG nach Schopfloch 2.400 Gäste, was einen neuen Besucherrekord bedeutet.

Die bereits vollzogenen bzw. beschlossenen Veränderungen in unseren Führungsgremien waren ebenfalls wichtige Ereignisse 2010. So hat die Hauptversammlung am 28. Mai 2010 bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas Keller neu in den Aufsichtsrat gewählt. Unverändert gehört Torsten Grede dem Aufsichtsrat an und ist auch weiterhin dessen Vorsitzender. Beschlossen wurden 2010 auch die folgenden Veränderungen im Vorstand: Hans-Dieter Schumacher gehört seit dem 15. Januar 2011 dem Vorstand an und tritt zum 1. April 2011 die Nachfolge von Andreas Hermann als Finanzvorstand an, der den Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender Funktion erhalten.

Weitere zukunftsweisende Entscheidungen wurden ebenfalls noch 2010 getroffen. So hat der Aufsichtsrat, einem Vorschlag des Vorstands folgend, ein Investitionsbudget in Höhe von 8 Mio. EUR für die Weiterentwicklung der Zukunftsregionen China und Indien freigegeben. Zudem haben wir gemeinsam mit der imos AG bereits 2010 die HOMAG eSOLUTION GmbH gegründet, die Anfang 2011 ihr Geschäft aufgenommen hat. Die neue Gesellschaft befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung, insbesondere für unsere Maschinen und Anlagen. Beschlossen haben wir mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch ein Konzept, mit dem der weitere Ausbau der Marktposition der Unternehmen FRIZ und TORWEGGE wirtschaftlich abgesichert wird. Sie werden an größere Unternehmen innerhalb der HOMAG Group angebunden, da ihre Produkte eine wichtige Rolle in unserer Gesamtstrategie spielen, nach der wir die Prozessketten unserer Kunden möglichst komplett abbilden wollen. Im 4. Quartal 2010 ist für diese Maßnahme ein außerordentlicher Aufwand von rund 2 Mio. EUR angefallen.

1.4 Mitarbeiter

Im 4. Quartal 2008 haben wir damit begonnen, unsere Personalkapazität an die aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich gesunkene Auftragslage anzupassen, und haben den Personalstand entsprechend verringert. Diesen Prozess konnten wir im 1. Quartal 2010 nahezu abschließen und haben gegenüber dem Personalhöchststand zum Ende des 3. Quartals 2008 einschließlich der neuen Mitarbeiter aus der BENZ-Akquise und der Leiharbeiter knapp 20 Prozent unserer Kapazität abgebaut. Mit 4.956 Mitarbeitern zum Ende des 1. Quartals 2010 lagen wir etwas oberhalb unserer ursprünglichen Planung, bei der wir von einem Personalstamm von rund 4.800 ausgegangen waren. Der Grund ist in der recht schnellen Erholung der HOMAG Group mit einem wieder höheren Geschäftsvolumen zu sehen.

Mitarbeiter 2007-2010

Mitarbeiter zum Stichtag nach Regionen 2010

Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2010 haben wir bei einzelnen Tochtergesellschaften aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung an strategisch wichtigen Stellen wieder Mitarbeiter eingestellt. Gleichzeitig haben wir aber auch wie angekündigt an ausgewählten Standorten noch Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Im 3. und 4. Quartal kamen über 100 neue Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule hinzu. Zum 31. Dezember 2010 waren somit 5.051 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.954 Mitarbeiter) in der HOMAG Group beschäftigt, von denen sich 33 Mitarbeiter in Kurzarbeit null befanden. Zudem beschäftigten wir zum Jahresende 55 Leiharbeiter. Im Jahresdurchschnitt 2010 waren 4.981 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt, nach 5.158 Mitarbeitern 2009. Dabei ist zu beachten, dass sich die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf 2009 stetig verringert hat, während sie im Laufe des Jahres 2010 wieder etwas angestiegen ist.

Personal aufgebaut haben wir insbesondere bei unseren ausländischen Produktionsgesellschaften in China, Brasilien und Polen, bei unseren Vertriebs- und Servicegesellschaften in Brasilien und Singapur sowie in Deutschland bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH und der WEEKE Bohrsysteme GmbH. Demzufolge hat sich die Zahl unserer Beschäftigten im Inland zum Jahresende 2010 geringfügig auf 3.993 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.967 Mitarbeiter) erhöht, während die Mitarbeiterzahl im Ausland auf 1.058 Mitarbeiter (Vorjahr: 987 Mitarbeiter) gestiegen ist. Aufgrund der guten Auslastung bei vielen Gesellschaften haben wir die Urlaubs- und Freischichtkonten 2010 wieder leicht erhöht und damit die notwendige Flexibilität beim künftigen Personaleinsatz verbessert.

Insgesamt sind wir der Auffassung, dass wir mit der Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2010 auch die richtige Personalstärke für das laufende Geschäftsjahr haben. Zu einem moderaten Anstieg der Mitarbeiterzahl wird es bei unseren Tochtergesellschaften in den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.

Im Jahresdurchschnitt hat sich die Mitarbeiterzahl in den Segmenten "Industrie" auf 2.688 (Vorjahr: 2.802), "Handwerk" auf 1.025 (Vorjahr: 1.090) und "Vertrieb und Service" auf 695 (Vorjahr: 710) verringert. Im Segment "Sonstige" hat sich dagegen die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt auf 573 (Vorjahr: 556) und dort insbesondere bei HOMAG Machinery Shanghai erhöht.

Aus- und Weiterbildung

Traditionell haben wir in der HOMAG Group eine hohe Ausbildungsquote. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 haben wir dadurch wieder zahlreichen jungen Menschen die Chance auf eine fundierte Berufsausbildung eröffnet. Insgesamt waren zum Bilanzstichtag 424 Auszubildende im Konzern tätig, davon 343 technische und 81 kaufmännische Auszubildende.

Bei den diesjährigen Ausbildungstreffs konnten sich die Besucher wieder über die Ausbildung bei HOMAG und HOLZMA sowie die ausbildenden Betriebe informieren. Die angebotenen Workshops, Betriebsrundgänge sowie Informationsmöglichkeiten wurden sowohl von zahlreichen interessierten Schülern als auch von deren Eltern wahrgenommen, um sich einen Eindruck über unser Unternehmen und den hohen Stellenwert der Ausbildung in unserem Haus zu verschaffen.

Durch die Teilnahme an zahlreichen unterjährigen Aktionen wie dem "Girls Day", "Mitmachen Ehrensache", "Auszubildende lernen bei Auszubildenden", "Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA)" sowie der Abschlussfeier des Technischen Gymnasiums Freudenstadt in den Montagehallen in Schopfloch präsentierte sich die HOMAG Group darüber hinaus immer wieder als attraktives Ausbildungsunternehmen. Zudem bieten wir jährlich zahlreiche Schnupperpraktika für Schüler an, die damit einen ersten Eindruck von einem bestimmten Berufsfeld und uns als möglichem Ausbildungsunternehmen gewinnen können. Erstmals fand 2010 ein unternehmensweites Ausbilderleitertreffen der süddeutschen Produktionsgesellschaften statt, um Erfahrungen im Bereich der Ausbildung auszutauschen.

Präsent sind wir auch auf der Internetplattform "Youtube.com", wo wir unsere Ausbildungsberufe in Videos vorstellen und somit auch die neuen Medien für die Suche nach den besten Auszubildenden nutzen.

Mit einem aktiven Hochschulmarketing wollen wir uns auch bei Hochschulabsolventen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Deshalb beteiligten wir uns auch 2010 an Hochschulmessen, beispielsweise an der Hochschule Rosenheim, der Universität Stuttgart und der Universität Karlsruhe. Den Studierenden konnten wir hier die Einstiegsmöglichkeiten bei uns als Weltmarktführer für Holzbearbeitungssysteme aufzeigen. Die HOMAG Group bietet Studierenden zudem die Möglichkeit von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praxissemestern im Unternehmen, vereinzelt auch im Ausland, so dass die im Studium erworbene Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Sie werden aktiv ins Tagesgeschäft und in die unternehmensinternen Prozesse eingebunden.

Viele interessierte Besucher kamen auch 2010 wieder zu den Ständen der HOMAG Group bei den zahlreichen Messen und Jobbörsen beispielsweise in Freudenstadt, Herrenberg, Nagold und Wildberg, auf denen wir uns präsentierten. Unsere Auszubildenden, DH-Studenten sowie die Ausbilder standen den Besuchern Rede und Antwort.

Weiterbildung sehen wir in der HOMAG Group als beidseitige Investition in das Lernen und räumen ihr einen hohen Stellenwert ein, um die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter langfristig sicherzustellen. Zahlreiche sogenannte "Fit-Programme" geben den Mitarbeitern die Chance, sich weiterzubilden. Im Mittelpunkt der breiten Angebotspalette stehen produktspezifische Themenstellungen, die hauptsächlich durch interne Trainerinnen und Trainer vermittelt werden. Das Weiterbildungsprogramm "Fit für die Zukunft" feierte 2010 sein 10-jähriges Bestehen.

Eine hohe Leistungsfähigkeit in allen betrieblichen Handlungsfeldern setzt eine gute Gesundheit der Mitarbeiter voraus. Daher bieten wir regelmäßig Präventionsmaßnahmen wie Rückenschule, Lauftraining, Kochkurse für eine gesunde Ernährung sowie Vorträge zu Themen rund um die Gesundheit an. Jährlich stattfindende Gesundheitstage mit einem vielfältigen Angebot an Gesundheitschecks sowie ausgewogener Ernährung leisten zudem einen Beitrag für leistungsfähige und vitale Mitarbeiter.

Mitarbeiter als Mitunternehmer

Bereits 1974 haben wir ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell im Unternehmen installiert, in dem wir einen der Faktoren unseres Erfolgs sehen. Das Modell, das die Mitarbeiter zu Mitunternehmern macht, kommt sehr gut an: So sind heute beispielsweise bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH rund 99 Prozent der berechtigten Belegschaft beteiligt. Die Mitarbeiter tragen damit auch ein unternehmerisches Risiko, da sie am Gewinn, aber auch am Verlust beteiligt sind. Nach vielen erfolgreichen Jahren mit hohen Ausschüttungssummen wurde unseren Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2009 tatsächlich ein Verlust in Höhe von 3,0 Mio. EUR zugewiesen. Der tatsächliche Ausschüttungsbetrag für 2010 in Höhe von 5,5 Mio. EUR übersteigt diesen Verlust allerdings bereits wieder deutlich.

1.5 Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein integrativer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und ist somit in unseren Geschäftsprozessen fest verankert. Handlungsfelder sind dabei in erster Linie ein verbesserter Umwelt- und Klimaschutz sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter und ihre Weiterbildung. Ökonomischer Erfolg und die Wahrnehmung ökologischer und sozialer Verantwortung sind nach unserer Auffassung vereinbar. Wir nutzen unsere Chance als Marktführer, um ökonomische, soziale und ökologische Themen mit dem Ziel der Nachhaltigkeit voranzutreiben. Im Sinne unseres Unternehmens, der Gesellschaft und der Umwelt.

Die HOMAG Group bekennt sich zu ihrer Verantwortung für eine saubere Umwelt und den Klimaschutz. Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist daher für uns selbstverständlich. Dies trifft sowohl für unsere eigene Produktion zu als auch für die hier entstehenden Produkte, damit auch unsere Kunden so umweltschonend wie möglich produzieren können. Innerhalb der gesamten Lieferkette spielt das Thema Energie- und Ressourceneffizienz somit eine wichtige Rolle in unserer Unternehmenspolitik.

Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen 2010 waren die weitere Verbesserung der Emissionen bei unseren Produkten sowie die weitreichende Optimierung der Produktionsstruktur und -methoden, um den Energie-, Material- und Rohstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Dabei kommt uns unsere immense Innovationskraft zugute, die generell der Motor unseres Wachstums ist und mit der wir der globalen Herausforderung wirksam und langfristig begegnen. Diese Innovationsfähigkeit nutzen wir kontinuierlich auch dazu, um neue Lösungsansätze zu finden und damit den Rohstoff- und Energieeinsatz bei unseren Produkten stetig zu reduzieren.

So senkt beispielsweise unsere neu entwickelte ecoPlus-Technologie des Tochterunternehmens HOLZMA systematisch die Betriebskosten und schont dabei gleichzeitig die Umwelt. Mit nur einem Tastendruck können die Maschinen, die mit dieser Technologie ausgestattet sind, sehr schnell aus dem Normalbetrieb in einen energiesparenden Modus versetzt werden. Ideal ist diese Funktion für alle Unternehmen mit unregelmäßigen Nutzungszeiten, bei denen die Anlage im Bedarfsfall aber unmittelbar zur Verfügung stehen sollte. Der Einsatz von stromsparenden Motoren der Energieeffizienzklasse 1 führt zu einer zusätzlichen Energie- und CO2 -Einsparung, einem wesentlich höheren Wirkungsgrad sowie geringeren thermischen Belastungen. In einer zusätzlichen Anzeige zeigt ein Energiemonitor zudem bei Bedarf jederzeit den aktuellen Energieverbrauch der Maschinen an. Die ecoPlus-Technologie wird künftig bei allen Gruppenunternehmen eingeführt und steht damit mittelfristig für immer mehr Maschinen und Anlagen der HOMAG Group zur Verfügung.

Für eine weitere Verbesserung der Energiebilanz unserer Produkte arbeiten wir bei Neu- und Weiterentwicklungen auch eng mit Zulieferern und Forschungsinstitutionen zusammen. Außerdem werden wir beispielsweise 2011 gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut zur Förderung der angewandten Forschung bei der Erstellung eines genormten Verfahrens zur Ermittlung von Energieeffizienzklassen von Maschinen teilnehmen.

Des Weiteren versuchen wir durch umweltgerechte Investitionen in moderne Technik, den Energiebedarf unserer Produktionsstätten langfristig zu reduzieren. So haben wir 2010 unter anderem den Druckluftverbrauch mit intelligenten Steuerungen optimiert, die nur so viele Kompressoren nutzen, wie jeweils erforderlich sind. Weitere Energieeinsparungen konnten wir realisieren, indem wir die Abwärme der Blockheizkraftwerke in den Heizungskreislauf eingespeist haben.

Eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind zufriedene Mitarbeiter. Die Mitarbeitermotivation und -qualifikation steigern wir daher mit flexiblen Arbeitszeiten sowie mit kontinuierlichen Investitionen in ein umfang- und abwechslungsreiches Weiterbildungsangebot. Das hohe Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter trägt entscheidend zum Erfolg der HOMAG Group bei.

Das Ziel all dieser Maßnahmen der HOMAG Group ist es, der sozialen und ökologischen Verantwortung sowohl gegenüber Mitarbeitern, Aktionären und Kunden als auch gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt nachzukommen.

1.6 Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) der HOMAG Group entwickelt innovative, moderne und wirtschaftliche Maschinen, Anlagen, Fertigungseinrichtungen und Dienstleistungspakete für die holzbe- und -verarbeitende Industrie. Diese Lösungen werden dezentral in einer der 11 inländischen Produktionsgesellschaften oder zentral von einem ausgewählten Expertenteam entwickelt. Klare Zielsetzung sind Lösungen für den breiten Markt und nicht für die Nische. Wir folgen einerseits den Kundenbedürfnissen und entwickeln andererseits auch innovative Produkte und Ideen, um neue Märkte und Absatzkanäle zu erschließen.

Um diesen Anforderungen als Technologie- und Weltmarktführer gerecht zu werden, beobachten, analysieren und interpretieren wir permanent den Markt. Ein kundenlösungsorientiertes Team von Produktmanagern analysiert die Marktbedürfnisse und setzt diese mit den Entwicklungsteams in marktgerechte Lösungen um. Unsere Entwicklungs- und Produktmanager gehen nicht nur auf globale Messen, sondern tauschen darüber hinaus auch Erfahrungen mit Kunden aus und sorgen so für neue Impulse und Lösungsansätze.

Die Forschungs-, Entwicklungs- und Konstruktionskosten belaufen sich in der HOMAG Group auf gut 6 Prozent des Unternehmensumsatzes. Rund 760 Entwicklungs- und Projektmitarbeiter sichern mit ihrer engagierten Arbeit unsere hohe Innovationskraft. Diese zeigt sich auch an der großen Zahl von über 60 Schutzrechtsanmeldungen 2010. Alleine im Bereich der Anwendung der Lasertechnologie zur Aktivierung von Klebstoffen sind über 10 Schutzrechte angemeldet und teilweise bereits erteilt worden. Weitere Anmeldeschwerpunkte lagen im Bereich Oberflächentechnologie, wie z. B. das neue Verfahren reacTec für die Kaschiertechnologie und Profilummantelung. In nahezu allen Technologiebereichen wurden Neuanmeldungen durchgeführt, um unseren Technologievorsprung zu sichern.

Um unrechtmäßigen Produktkopien und dem Know-how-Verlust entgegenzuwirken, setzen wir neben Schutzrechten auf Kennzeichnungstechnologien wie beispielsweise Hologramme oder RFIDs sowie auf konstruktive Maßnahmen am Produkt, die in Form der Modul- und Plattformbauweise verstärkt entwickelt werden. Flankierend setzen wir gegen den Verlust von Know-how Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter ein, wie etwa gezielte Schulungen, physikalische Zugangsbeschränkungen, IT-Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise Verschlüsselungen oder Arbeitsvertragsregelungen. Außerdem setzen wir auf die Außenwirkung durch Unterrichtung der Öffentlichkeit.

Um beim Schutz vor unrechtmäßigen Nachahmerprodukten von neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung zu profitieren, haben wir zusammen mit Forschungseinrichtungen, Lösungsanbietern und anderen Anwenderunternehmen an Verbundprojekten teilgenommen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurden. Auch bei anderen Themen wie neuen internetbasierten Dienstleistungen, digitaler Fabrikplanung oder Energie- und Ressourceneffizienz nimmt die HOMAG Group an Forschungskooperationen auf Bundes- und EU-Ebene teil, um sowohl bei Produkten als auch bei unseren internen Prozessen und Strukturen einen hohen Innovationsgrad beibehalten zu können.

In der Forschung und Entwicklung sind wir in hohem Maße auf die Kreativität und Motivation unserer Mitarbeiter angewiesen. Diese erhöhen wir mit Kreativförderprogrammen, Workshops, bereichsübergreifender Zusammenarbeit, aber auch mit permanenter Weiterentwicklung unserer Strukturen, Prozesse und Entwicklungswerkzeuge. Im Jahr 2010 haben wir eine umfassende Reorganisation des FuE-Bereichs vollzogen. Den Kern der Umstrukturierung bildet die mechatronische Ausrichtung der Entwicklungsbereiche für Einzelmaschinen. In der neuen Struktur wurde die klassische Trennung zwischen der Elektro- bzw. Steuerungsentwicklung und der Auftragsbearbeitung aufgehoben. An diese Stelle tritt eine Organisation, die sich an den Produktsparten orientiert. In diesen Sparten sind sowohl die verschiedenen Entwicklungsabteilungen als auch die Auftragsbearbeitung vertreten. Wesentliche Zielsetzungen sind dabei die Reduzierung der Zeit von der Entwicklung bis zur Markteinführung (time to market) bei unseren innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten sowie der direkte Bezug zum Auftragsbearbeitungsprozess. Im Rahmen dieser Neustrukturierung wurden ebenfalls die Grundlagen für den Ausbau zentraler Grundlagenentwicklungen, wie Software-Basisentwicklungen, sowie der mechatronischen Vorentwicklung geschaffen.

Ein Ergebnis der geänderten Strukturen ist auch die Gründung von HOMAG eSOLUTION im Dezember 2010. Da unsere Kunden durch die Flexibilisierung ihrer Produkte immer kleinere Stückzahlen in größerer Varianz fertigen müssen, verändert sich ihr Wertschöpfungsprozess. Maschinendaten müssen auftragsbezogen automatisch zu generieren sein. Deshalb müssen der Prozess und die Datendurchgängigkeit von der Maschine noch weiter nach vorne bis zum Beginn des Wertschöpfungsprozesses verlegt werden. Dies ist die Aufgabe von HOMAG eSOLUTION.

Konkrete Neu- und Weiterentwicklungen gab es 2010 in allen Maschinensegmenten. Bei den Einzelmaschinen haben wir beispielsweise die Lasertechnologie für die Kantenbearbeitung auf Durchlauf- und CNC-Maschinen weiterentwickelt, den Bereich Kaschiertechnik mit reacTec revolutioniert und die Leistung der Bearbeitungsaggregate für die Stückzahl-1-Fertigung um rund 20 Prozent gesteigert. Zur Verfügung stehen jetzt auch eine neue Generation von CNC-Bearbeitungszentren für die vollautomatische Fensterfertigung sowie eine neue Generation von Formfräsaggregaten, die zudem für die beste Leistung sorgt und höchste Qualitätsansprüche erfüllt.

Für die Wachstumsmärkte, in denen wir teilweise vor Ort produzieren, haben wir neue Schleifmaschinen, einseitige Kantenanleimmaschinen und CNC-Bohr- und Fräszentren entwickelt. Im Bereich Plattenaufteilsägen haben wir mit einem Re-Design die Produktivität und die Energieeffizienz jeweils um 20 Prozent gesteigert. Hinzu kommen innovative Projektlösungen bei den Säge- und Sägelagerkombinationen. Abgerundet werden unsere innovativen Entwicklungen mit richtungsweisenden Verpackungsanlagen für Mitnahmemöbel, diversen Roboterapplikationen im Bereich Beschickung, Abstapelung und Handling sowie dem Ausbau des Produktsegmentes Lager-, Sortier- und Puffersysteme.

Erfolgreich waren wir 2010 auch im Projektgeschäft, in dem wir unsere Marktposition als kompetenter, technologisch führender und verlässlicher Systemanbieter weiter ausbauen konnten. Neben dem flächendeckenden Vertrieb und Service ist ein wichtiger Erfolgsfaktor hier unser umfangreicher und modularer Preis-Leistungs-Baukasten entlang den strategisch definierten Prozessketten Möbelfertigung, Türen-/Zargenfertigung, Fußboden, Oberfläche, Holzfertighausbau, Bohr-, Beschlag- und Montagetechnik, Verpackungstechnik und Materialfluss sowie Logistik.

Weiterentwickelt haben wir im Projektgeschäft zudem die Aufbau- und Ablauforganisation hinsichtlich Projektcontrolling, rechtzeitigem und konsequentem Einsatz von Simulationen zur Absicherung des Konzeptes, Überprüfung der Machbarkeit kundenindividueller Lösungen sowie durchgängiger Terminierung und detaillierter Planung und Verfolgung der Baustellenphasen.

Sowohl die Einzelmaschinen als auch das Projektgeschäft benötigen ein optimales Dienstleistungsportfolio, um höchste Effizienz und hohe Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen. Unsere Dienstleistungen haben wir 2010 daher weiter verbessert und mit neuen Produkten und Prozessen wie beispielsweise diversen Softwareprodukten und dem neuen Customer-Relationship-Management-System für unseren Service ausgebaut.

1.7 Veränderungen in den Organen

Bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 kam es zu folgenden Veränderungen: Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an, der in der der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt wurde. Ausgeschieden sind aus dem Aufsichtsrat Dr. Jochen Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel und Reinhard Löffler.

Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken und im Nachtragsbericht näher erläutert werden.

1.8 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1):

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 15.688.000,00 EUR setzt sich aus 15.688.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2):

Die Aktionäre Gerhard Schuler, Freudenstadt, Mareike Hengel, Freudenstadt, Silke Schuler-Gunkel, Freiburg, Dr. Anja Schuler, Zürich, sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, haben mitgeteilt, dass sie zum 8. März 2010 eine Stimmbindungsvereinbarung geschlossen haben. Diese Stimmbindungsvereinbarung enthält neben Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte auch Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien.

Dem Vorstand sind keine weiteren Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3):

Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, und die von ihr verwalteten Parallelfonds sind mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt. Gleiches gilt für Gerhard Schuler, Freudenstadt, der mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt ist, sowie für Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, denen aufgrund der oben genannten Stimmbindungsvereinbarung mehr als 10 Prozent an den Stimmrechten der Gesellschaft zugerechnet werden.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4):

Es bestehen keine Aktien der HOMAG Group AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen (Nr. 5):

Es sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der HOMAG Group AG beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6):

a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern:

Nach § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Nach § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG bedarf die wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Nach § 84 Abs. 1 Satz 4 AktG kann bei einer Bestellung auf weniger als fünf Jahre eine Verlängerung der Amtszeit ohne neuen Aufsichtsratsbeschluss vorgesehen werden, sofern dadurch die gesamte Amtszeit nicht länger als fünf Jahre beträgt.

Nach § 5 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens drei Personen. Gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss, die Änderung und Kündigung der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines Mitgliedes des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie eines weiteren Vorstandsmitglieds zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.

b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern:

Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 AktG namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs. 3 Satz 4 AktG wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.

c) Änderung der Satzung:

Nach § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 15 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 20 Abs. 1 der Satzung vor, dass Beschlüsse der Hauptversammlung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen bedürfen, soweit das Gesetz zwingend nicht etwas anderes vorschreibt. In den Fällen, in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals erfordert, genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist, die einfache Mehrheit des vertretenden Grundkapitals.


Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7):

Der Vorstand leitet die HOMAG Group AG und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich. Die Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand einschließlich des Geschäftsverteilungsplans und der Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats gemäß § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu führen.

Hinsichtlich der Ausgabe von Aktien und des Rückkaufs von Aktien hat der Vorstand folgende Befugnisse:

a) Befugnis zur Ausgabe von Aktien:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.824.536,00 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

für Spitzenbeträge,

für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteiles oder einer Beteiligung an einem Unternehmen,

bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet.

b) Befugnisse zum Rückkauf von Aktien:

Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 30. April 2015 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu 1.568.800,00 EUR zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, ein Mal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands a) über die Börse oder b) mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Sie können ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als über die Börse veräußert werden, sofern die Aktien gegen Barzahlung und zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der zusammengenommene, auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung veräußerten Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals von neuen Aktien, die seit Beschlussfassung über diese Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Der Preis, zu dem Aktien der Gesellschaft an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor der Abrede mit dem Dritten um nicht mehr als 5 Prozent unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten).

Der Vorstand wird außerdem ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.

Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft zu der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8):

Die HOMAG Group AG ist Partei eines Vertrags über einen Konsortialkredit in Höhe von 198.000.000,00 EUR. In diesem Konsortialkreditvertrag ist u. a. geregelt, dass sämtliche ausgereichten Beträge zusammen mit den anderen unter dem Konsortialkreditvertrag geschuldeten Beträgen bei Eintritt eines "Change of Control" vorzeitig zurückzuzahlen sind. Ein "Change of Control" liegt vor bei Erwerb von 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte oder 50 Prozent oder mehr des Kapitals der HOMAG Group AG durch eine Person oder eine Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen, wobei die Zurechnung von Stimmrechten entsprechend § 30 WpÜG erfolgt.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands und der Arbeitnehmer (Nr. 9):

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen sind.

2. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (INKL. CORPORATE GOVERNANCE BERICHT)*

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der HOMAG Group AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zugleich berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) über die Corporate Governance des Unternehmens.

2.1 Corporate Governance bei der HOMAG Group AG

Nach unserer Überzeugung ist eine gute Corporate Governance ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Denn eine verantwortungsvolle, wertorientierte und transparente Unternehmensführung stärkt das Vertrauen der Aktionäre und des Kapitalmarkts ebenso wie das der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle Mitarbeiter der HOMAG Group AG fühlen sich dementsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) verpflichtet - seine Grundsätze bilden einen Schwerpunkt unseres Handelns. Wir entsprechen den Empfehlungen des Kodex uneingeschränkt (siehe Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, S. 67) und folgen zudem vielen Anregungen.

Ein wesentliches Element der Corporate Governance im HOMAG Group Konzern ist die klare Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Geschäftsführung des Vorstands wird dabei konstruktiv vom Aufsichtsrat begleitet und überwacht. Zudem legen wir großen Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Unternehmenskommunikation sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken.

Compliance

Compliance ist die Einhaltung bzw. die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie freiwilliger Regelungen in Unternehmen. Die Beachtung der Gesetze und Vorschriften aller Länder, in denen die HOMAG Group tätig ist, ist für uns oberstes Gebot. Alle Handlungen, die zu einem Gesetzesverstoß führen würden, sind zu unterlassen. Dabei gibt es keine Ausnahmen, auch nicht aufgrund branchenüblicher oder regionaler Gebräuche. Jede für die HOMAG Group tätige Person ist verpflichtet, alle gesetzlichen Regelungen uneingeschränkt einzuhalten und sich in ihrem Arbeitsumfeld ehrlich und fair zu verhalten. Mit unseren Mitbewerbern wollen wir uns in einem fairen Wettbewerb messen und mit unseren Stärken die Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugen. Zu unseren Grundsätzen gehört auch die vollständige Beachtung des Kartellrechts, das die Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und unverfälschten Wettbewerbs regelt. Das Vertrauen von Kunden und Lieferanten sowie der Ruf der HOMAG Group als aufrichtiges integres Unternehmen sind uns sehr wichtig. Unverhältnismäßige Vorteilsgewährung und Korruption durch Beschäftigte der HOMAG Group werden keinesfalls geduldet.

* Die Erklärung zur Unternehmensführung war mit Ausnahme des Vergütungsberichts nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Verhaltenskodex (Code of Conduct)

"Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter und zufriedene Kapitalgeber" sind die Kernpunkte der seit Jahren in unseren Leitbildern festgeschriebenen Philosophie. Das Führungsverhalten in unseren Gesellschaften ist darin mit den Attributen "kooperativ" und "partnerschaftlich" definiert. Aufbauend auf diesen Leitbildern und der damit ausgedrückten Unternehmenskultur wurde im Jahr 2010 ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften aufgestellt. Darin enthalten sind verbindliche Leitlinien für das Handeln des Vorstands, der Führungskräfte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HOMAG Group. Ethische Geschäftspraktiken, faires Verhalten und verantwortungsvolles, gesetzmäßiges Handeln sind für uns ohnehin eine Pflicht und eine Selbstverständlichkeit. Die 13 Grundregeln des Code of Conduct sollen uns jedoch in unserem täglichen Tun und Handeln stärken. Der Verhaltenskodex enthält somit keine neuen oder detaillierten Regeln, sondern fasst die über Jahre gelebte Praxis in Worte. Nach abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch in Deutschland bindend werden.

Besetzung von Führungsfunktionen und Vorstand

2010 wurde insbesondere die Kodex-Empfehlung Diversity erweitert und konkretisiert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 fordert die Unternehmen auf, bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Der Vorstand der HOMAG Group AG begrüßt und unterstützt diese Forderung und prüft daher unter anderem, ob entsprechend qualifizierte Frauen für die jeweilige Position zur Verfügung stehen. Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. An erster Stelle steht für uns aber weiterhin das Unternehmensinteresse, so dass wir vorrangig auf die fachliche und persönliche Eignung des jeweiligen Kandidaten bzw. der jeweiligen Kandidatin achten.

Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Bei der Besetzung des Aufsichtsrats hat sich der Aufsichtsrat selbst konkrete Ziele gesetzt und entsprechend des Deutschen Corporate Governance Kodex folgenden Beschluss gefasst:

"Der Aufsichtsrat strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe, der Zusammensetzung der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft eine Zusammensetzung an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:

mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium Internationalität verkörpern, etwa durch eine ausländische Staatsangehörigkeit oder relevante Auslandserfahrungen;

mindestens 8 Aufsichtsratssitze für Personen, die weder eine Beratungsfunktion oder Organfunktionen bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft wahrnehmen;

mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Frauen.

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, diese Elemente bei der nächsten turnusmäßigen Besetzung des Aufsichtsrats im Jahr 2015 oder bei vorherigen Aufsichtsratsneubesetzungen bei den Auswahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Falle der gesetzlichen Bestellung.

Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 70. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft)."

2.2 Führungs- und Kontrollstruktur

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung, größere Akquisitionen, Deinvestitionen und Finanzmaßnahmen - ist nach der Geschäftsordnung des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich.

Der Aufsichtsrat hat zwölf Mitglieder und setzt sich nach dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Arbeitnehmervertreter von den Arbeitnehmern gewählt. Wie bereits genannt, kann gemäß der Satzung der Gesellschaft Mitglied des Aufsichtsrats nicht sein, wer das 70. Lebensjahr vollendet hat. Dies gilt allerdings nur für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder.

Um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands sicherzustellen, gehört dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied des Vorstands an. Die Aufsichtsratsmitglieder dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Aufsichtsratsmitglieder zudem verpflichtet, Interessenskonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenskonflikte und deren Behandlung. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat ein Aufsichtsratsmitglied bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenskonflikten sein Amt niederzulegen. Im Berichtsjahr kam es bei Aufsichtsratsmitgliedern der HOMAG Group AG zu keinen solchen Interessenskonflikten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Entsprechende Verträge bestanden im Berichtszeitraum nur mit dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn Gerhard Schuler. Der Beratervertrag wurde im Jahr 1999 zwischen der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, einer Tochtergesellschaft der HOMAG Group AG, und Herrn Schuler abgeschlossen.

Der Aufsichtsrat hat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. In den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich zulässig - übertragen worden sind. In den Plenarsitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden jeweils über die Arbeit in den Ausschüssen.

Der Vorstand

Der Vorstand der HOMAG Group AG besteht aus fünf Mitgliedern. Im Zuge der Veränderungen im Vorstand besteht dieser im Geschäftsjahr 2011 vorübergehend aus sechs Personen. Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. In der vom Aufsichtsrat der HOMAG Group AG aufgestellten Geschäftsordnung für den Vorstand kann ein Vorstandsvorsitzender bestellt werden, wenn vom Aufsichtsrat kein Sprecher des Vorstands ernannt wird. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft mit gemeinsamer Verantwortung aller seiner Mitglieder. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sich mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung. Zudem sorgt der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Darüber hinaus sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen des Unternehmens. Er legt dem Aufsichtsrat vor Beginn des jeweils nächsten Geschäftsjahres eine Unternehmensplanung vor. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen werden dem Aufsichtsrat im Einzelnen zeitnah erläutert und zur Prüfung vorgelegt. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmt der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind diesem unverzüglich vorzulegen.

Die Hauptversammlung

Ihre Rechte nehmen die Aktionäre der HOMAG Group AG in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihre Stimmrechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen bzw. die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl, einen Aktionärsvertreter, ein Kreditinstitut oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der HOMAG Group AG ausüben zu lassen. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. In der Hauptversammlung ist jeder Aktionär oder Aktionärsvertreter berechtigt, das Wort zu ergreifen und im Rahmen der Generaldebatte zu allen Punkten der Tagesordnung sachbezogene Fragen und Anträge zu stellen. Vor der Hauptversammlung werden alle Informationen und zugänglich zu machenden Unterlagen wie die Tagesordnung gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf unserer Internetseite (www.homag-group.com/hauptversammlung) zugänglich gemacht. Die Rede des Sprechers des Vorstands und die Abstimmungsergebnisse werden dort im Anschluss an die Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Einzelabschluss der HOMAG Group AG wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), der Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Vor der Unterbreitung des Wahlvorschlags für die Abschlussprüfung holt der Aufsichtsrat eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und der HOMAG Group AG und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an einer Unabhängigkeit begründen können. In einer Vereinbarung wird mit dem Abschlussprüfer festgelegt, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat vereinbart weiter mit dem Abschlussprüfer, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, und dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, aus denen sich eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergibt.

Umgang mit Risiken

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von dem Abschlussprüfer beurteilt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

Transparenz

Die HOMAG Group AG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und gleichzeitig über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgesehenen Fristen veröffentlicht. Sofern außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der HOMAG Group AG Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs der Aktie der HOMAG Group AG erheblich zu beeinflussen, werden diese durch Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht, sofern nicht die Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 WpHG (Befreiung) erfüllt sind und der Vorstand davon Gebrauch macht.

2.3 Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches sowie die Grundsätze des Deutschen Corporate Governance Kodexes.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der HOMAG Group AG geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. In der Hauptversammlung am 28. Mai 2010 wurden dementsprechend neue Vergütungsregelungen für Aufsichtsratsmitglieder unter Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen in Ziffer 5.4.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie eine entsprechende Änderung der Satzung der HOMAG Group AG beschlossen. Diese wurde am 7. Juni 2010 im Handelsregister eingetragen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten, wie bisher auch, für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit im Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG pro Aufsichtsratssitzung eine Pauschalvergütung in Höhe von 1.500 EUR.

Zusätzlich zur Festvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr eine variable Vergütung. Nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG durch die Hauptversammlung gilt, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats 500 EUR pro 0,1 Prozent der positiven unternehmensbezogenen Kennziffer HOMAG Value Added, höchstens jedoch 20.000 EUR, erhalten. Nach der Einführung der Kennziffer HOMAG Value Added als Bemessungsgrundlage für die variable Aufsichtsratsvergütung statt der bisherigen Bemessungsgrundlage Dividende orientieren sich die variablen Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat an der gleichen nachhaltig orientierten Kennzahl. Die Kennziffer HOMAG Value Added für ein Geschäftsjahr berechnet sich auf der Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG Group AG.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den dreifachen, der Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag der festen und der variablen Vergütung sowie der Pauschalvergütung pro Aufsichtsratssitzung.

Die Mitgliedschaft in den Ausschüssen wird, wie bisher auch, gesondert vergütet. Das Sitzungsgeld wurde nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG von 1.000 EUR pro Ausschusssitzung auf 1.500 EUR pro Ausschusssitzung angehoben. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die feste und die variable Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Feste und variable Vergütungen sowie die Pauschalvergütungen für Aufsichtsratssitzungen und für Ausschusssitzungen sind jeweils innerhalb eines Monats nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr entscheidet, zahlbar.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zudem Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der etwa auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Für die durch die Gesellschaft abgeschlossene Directors and Officers Liability Insurance (D&O-Versicherung) für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart.

Die Vergütung des Aufsichtsrats setzte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt zusammen:

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in TEUR Erfolgsunabhängige
Vergütung
Sitzungsgelder Vergütungen für
Ausschusstätigkeiten
Erfolgsabhängige
Vergütung
Gesamtbezüge
Torsten Grede, Vorsitzender 30 23 25 0 78
Reiner Neumeister, stellv. Vorsitzender1) 15 11 19 0 45
Dr. Jochen Berninghaus2) 4 0 2 0 6
Klaus M. Bukenberger2) 4 0 0 0 4
Ernst Esslinger1) 10 8 0 0 18
Hans Fahr3) 6 6 7 0 19
Gerhard Federer3) 6 7 12 0 25
Wilhelm Freiherr von Haller2) 4 0 2 0 6
Dr. Horst Heidsieck3) 6 7 11 0 24
Ralf Hengel2) 4 0 2 0 6
Carmen Hettich-Günther1) 10 8 8 0 26
Dr. Dieter Japs3) 6 7 0 0 13
Thomas Keller3) 6 6 6 0 18
Hannelore Knowles1) 10 6 9 0 25
Reinhard Löffler2) 4 0 6 0 10
Jochen Meyer1) 10 6 9 0 25
Reinhard Seiler1) 10 6 0 0 16
GESAMT 145 101 118 0 364

1) Arbeitnehmervertreter
2) Mitglied des Aufsichtsrats bis 28. Mai 2010
3) Mitglied des Aufsichtsrats seit 28. Mai 2010

Darüber hinaus haben die Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr mit der nachfolgenden Ausnahme keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten.

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, erhält eine Vergütung entsprechend der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von 10.000 EUR einschließlich Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer. Darüber hinaus hat Herr Gerhard Schuler für seine Beratungsleistungen für die HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH Bezüge in Höhe von rund 61.000 EUR im Berichtsjahr erhalten.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungserklärungen abgegeben.

Vergütung des Vorstands

Die individuelle Vergütung des Vorstands der HOMAG Group AG wird von dem Personalausschuss vorgeschlagen und von dem Aufsichtsrat beschlossen. Im Wettbewerb um hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten soll das Vergütungsmodell für den Vorstand attraktiv sein und gemessen an der persönlichen Leistung und am Unternehmenserfolg zugleich anspruchsvollen Maßstäben gerecht werden.

Die Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft und übersteigen die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe. Bei börsennotierten Gesellschaften ist die Vergütungsstruktur zusätzlich auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Sämtliche Vergütungsteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der HOMAG Group AG setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen Festvergütung sowie einem erfolgsbezogenen Vergütungsteil zusammen. Der variable Vergütungsanteil besteht aus einem kurz- sowie einem langfristig angelegten Anreizsystem und basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten sowie der Aktienkursentwicklung. Er enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap). Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet. Für Organfunktionen bei Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine Bezüge. Für die Mitglieder des Vorstands ist keine betriebliche Altersversorgung eingerichtet. Im Berichtsjahr wurden an die Vorstandsmitglieder weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch Haftungserklärungen zu ihren Gunsten abgegeben. Sämtliche Vorstandsdienstverträge entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Im Falle einer Beendigung des Vorstandsdienstvertrags erhält ein Vorstandsmitglied zur Abgeltung seiner Bezüge einschließlich Nebenleistungen im Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags eine Abfindung von zwei Jahresvergütungen; maximal jedoch in Höhe der Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrags ihm noch zustehende Bezüge (Festvergütung, "Short-Term-Incentive" STI und "Long-Term-Incentive" LTI). Ein Anspruch auf eine Abfindung im oben genannten Sinne besteht nicht, sofern die Gesellschaft ein Recht zur außerordentlichen Kündigung des Vertrags aus wichtigem Grund nach § 626 BGB hat.

Die erfolgsunabhängige Festvergütung

Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus dem jährlichen Festgehalt und den Nebenleistungen zusammen. Das jährliche Festgehalt ist für die Laufzeit der Vorstandsdienstverträge festgelegt und wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Die Nebenleistungen bestehen aus dem steuerlich anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung sowie der Übernahme von Versicherungsprämien. Bei den Versicherungsprämien handelt es sich um Gruppenversicherungen gegen Unfallschäden und eine Vermögensschadenversicherung (sog. D&O-Versicherung). Seit 1. Januar 2010 wurde die D&O-Versicherung dahingehend abgeändert, dass sowohl für die Mitglieder des Vorstands als auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart ist. Darüber hinaus werden die Krankenversicherungsbeiträge in Höhe der gesetzlichen Arbeitgeberanteile übernommen, in der Rentenversicherung in Höhe dessen, was der Vorstand im Falle der Versicherungspflicht zu bezahlen hätte. Aufwendungen, die dem Vorstand in der Ausübung seiner Aufgaben im Rahmen des Vorstandsdienstvertrags entstehen, werden gemäß der betrieblichen Regelung erstattet.

Mehrheitlich sehen die Vorstandsdienstverträge ab dem 1. Januar 2010 eine Erhöhung des festen Jahresgehalts unter einer aufschiebenden Bedingung (Erhöhungsbetrag) vor, welche die Erreichung eines Gewinns auf konsolidierter Basis vor Steuern (EBT) kumuliert für die vergangenen vier Quartale voraussetzt. Mit der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung ist das feste Jahresgehalt ab dem 1. Juli 2010 für diese Verträge erhöht.

Der variable Vergütungsanteil

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die Ausgestaltung des variablen Vergütungsanteils unter besonderer Beachtung der aktienrechtlichen Neuregelungen zur Angemessenheit von Vorstandsvergütungen neu geregelt.

Der erfolgsbezogene Vergütungsanteil besteht aus einer kurzfristig angelegten Vergütungskomponente, dem "Short-Term-Incentive" (STI), und einer langfristig ausgerichteten Komponente, dem "Long-Term-Incentive" (LTI).

Das STI als jährliche Wertzuwachstantieme basiert auf der Rendite über den Kapitalkosten, dem HOMAG Value Added (HVA), der sich auf Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG Group AG berechnet. Der Anspruch auf das STI setzt voraus, dass ein positiver HVA erreicht wird. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 4 Prozent steigt der STI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 150 Prozent des tatsächlich im betreffenden Geschäftsjahr ausgezahlten festen Jahresgehalts und wird bei 4 Prozent erreicht.

Das STI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr ausbezahlt.

Das LTI stellt als Anreizsystem mit langfristiger Wirkung zum einen auf die Kursentwicklung der HOMAG Group Aktie (Aktien LTI) und zum anderen auf die Entwicklung eines positiven HVA (HVA LTI) ab. Die LTI-Programme werden jährlich mit jeweils dreijähriger Laufzeit aufgelegt. Vor der jährlichen Neuauflage des jeweiligen LTI-Programms überprüft der Aufsichtsrat die bisherigen Parameter der LTI wie HVA-Zielwert, Cap und die Parameter zur Berechnung der Kapitalkosten. Für das neue LTI-Programm, dessen Bezugszeitraum am 1. Januar 2011 beginnt und am 31. Dezember 2013 endet, beschloss der Aufsichtsrat, die bisherigen Parameter zu verwenden.

Voraussetzung für die Erlangung eines HVA-Bestandteils für das LTI ist ein über drei aufeinander folgende Geschäftsjahre (Bezugszeitraum) kumuliert positiver HVA. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 12 Prozent steigt der LTI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 43,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.

Voraussetzung für die Erlangung eines Aktienbestandteils für das LTI ist eine positive Wertentwicklung der HOMAG Group AG-Aktie zwischen dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums (relevanter Schlusskurs). Der relevante Anfangskurs und der relevante Schlusskurs werden jeweils durch den Aufsichtsrat ermittelt und festgestellt. Ausgehend von einer Wertsteigerung der Aktie über den Bezugszeitraum von 0 Prozent bis 70 Prozent, steigt der Betrag des Aktienbestandteils für das LTI linear an. Der Cap beträgt 23,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.

Hat sich der HVA-Bestandteil für das LTI negativ entwickelt, wird die Aktienkomponente um den Minderungsbetrag verringert. Maximal kann die Aktienkomponente durch den Minderungsbetrag auf 0 EUR verringert werden.

Für das erste LTI nach der Neugestaltung der variablen Vergütung, dessen Bezugszeitraum am 1. Januar 2010 beginnt und am 31. Dezember 2012 endet, gelten abweichende Obergrenzen (130 Prozent für den HVA-Bestandteil und 70 Prozent für den Aktienbestandteil).

Das LTI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft des dritten Geschäftsjahres ausbezahlt.

Im Zusammenhang mit einer vertraglich vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 50 Prozent des Erhöhungsbetrags als Tantieme erhalten. Ferner hat der Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus gewährt.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder nach IAS 24 für das Geschäftsjahr 2010 verteilen sich wie folgt:

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in TEUR
Rolf Knoll Achim Gauß Andreas Hermann Herbert Högemann Jürgen Köppel
Erfolgsunabhängige Vergütung 2010 323 274 247 236 218

2009 241 226 201 202 48
Erfolgsabhängige Vergütung





Tantieme 2010 38 38 37 25 15

2009 0 0 0 0 0
STI 20101) 0 0 0 0 0

2009 0 0 0 0 0
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung LTI2)




Veränderung der Rückstellung 2010 77 77 0 65 59
Rückstellung 2010 77 77 0 65 59
Veränderung der Rückstellung 2009 -31 -31 -28 -28 0
Rückstellung 2009 0 0 0 0 0
Sachbezüge 2010 8 7 7 8 6

2009 7 8 7 8 2
Gesamtbezüge 2010 446 396 291 334 298

2009 217 203 180 182 50
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in TEUR
Dr. Joachim Brenk GESAMT
Erfolgsunabhängige Vergütung 2010
0 1.298

2009
223 1.141
Erfolgsabhängige Vergütung


Tantieme 2010
0 153

2009
0 0
STI 20101) 0 0

2009
0 0
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung LTI2)

Veränderung der Rückstellung 2010
0 278
Rückstellung 2010
0 278
Veränderung der Rückstellung 2009
-35 -153
Rückstellung 2009
0 0
Sachbezüge 2010
0 36

2009
6 38
Gesamtbezüge 2010
0 1.765

2009
194 1.026

1) Nach der Hauptversammlung 2011 erfolgt für das Geschäftsjahr 2010 keine Auszahlung.
2) Für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) wurde das erste Drittel des beizulegenden Zeitwerts den Rückstellungen zugeführt. Hierbei handelt es sich nicht um den tatsächlichen Wert, sondern um den finanzmathematisch ermittelten beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 im Jahr 2013.

Anteilsbesitz der Organe

Zusammen besaßen die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2010 57.963 (Vorjahr: 56.963) Aktien, entsprechend 0,37 (Vorjahr: 0,36) Prozent und die Mitglieder des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2010 100 (Vorjahr: 486.731) Aktien, entsprechend 0,00 (Vorjahr: 3,10) Prozent des Grundkapitals der HOMAG Group AG. Kein Vorstands- und kein Aufsichtsratsmitglied hat damit zum 31. Dezember 2010 über 1 Prozent des Grundkapitals gehalten, so dass kein individualisierter Ausweis vorzunehmen ist.

Derzeit bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertorientierte Anreizsysteme, die gemäß Ziffer 7.1.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in diesen Bericht aufzunehmen wären.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahe stehende Personen sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich dazu verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der HOMAG Group AG offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte die Summe von 5.000 EUR innerhalb eines Kalenderjahres erreicht oder übersteigt.

Uns wurde im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010 folgende Transaktion gemeldet:

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Handelstag Börsenplatz Meldepflichtige Person Funktion Art Anzahl Aktien Kurs/Preis
in EUR
27.09.2010 XETRA Rolf Knoll Mitglied geschäftsführendes Organ Kauf 1.000 13,0500
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Handelstag Gesamtvolumen
in EUR
27.09.2010 13.050,00

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, hat seine Transaktionen nach § 15a WpHG in der Vergangenheit freiwillig mitgeteilt, die Meldungen aber im Laufe des Geschäftsjahres 2010 eingestellt. Seine freiwillig gemeldeten Transaktionen in diesem Zeitraum sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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Handelstag Börsenplatz Art Anzahl Aktien Kurs/Preis
in EUR
Gesamtvolumen
in EUR
01.02.2010 außerbörslich Kauf 2.750 10,9329 30.065,48
05.02.2010 außerbörslich Kauf 4.144 10,9021 45.178,30
08.02.2010 außerbörslich Kauf 4.156 10,9374 45.455,83
09.02.2010 außerbörslich Kauf 1.450 11,0000 15.950,00

Zusätzlich wurden im Berichtszeitraum 2010 die beiden folgenden Transaktionen aus dem Jahr 2009 von Herrn Gerhard Schuler korrigiert:

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Handelstag Korrekturmeldung Börsenplatz Art Anzahl Aktien Kurs/Preis
in EUR
Gesamtvolumen
in EUR
07.12.2009 26.05.2010
Korrektur von Stückzahl und Gesamtvolumen
außerbörslich Kauf 4.196 9,6919 40.667,21
10.12.2009 26.05.2010
Korrektur von Stückzahl und Gesamtvolumen
außerbörslich Kauf 7.754 9,9927 77.483,40

Aktuelle Directors-Dealings-Meldungen finden Sie auf unserer Homepage unter www.homag-group.com.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die Homag Group AG den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2010 bis zum 1. Juli 2010 sowie in der Fassung des Kodex vom 26. Mai 2010 seit dem 2. Juli 2010 entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird.

Schopfloch, im Januar 2011

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Für den Aufsichtsrat der HOMAG Group AG
Für den Vorstand der HOMAG Group AG
TORSTEN GREDE ROLF KNOLL
Vorsitzender des Aufsichtsrats Sprecher des Vorstands

3. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

3.1 Ertragslage

Mit unserem Ende 2008 eingeleiteten umfassenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm haben wir unsere Kostenbasis deutlich reduziert. Bereits im 4. Quartal 2009 haben wir so den Turnaround geschafft und ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Die Nachhaltigkeit unserer Maßnahmen und des Turnarounds hat sich im Jahr 2010 gezeigt, in dem wir in allen vier Quartalen ebenfalls ein positives Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet und die HOMAG Group damit wieder in die Profitabilität zurückgeführt haben. Positiv auf das Ergebnis ausgewirkt hat sich neben der reduzierten Kostenbasis natürlich auch die positive Geschäftsentwicklung mit einer guten Auftragslage und entsprechend hohen Umsätzen.

Damit konnten wir auch bei den Ergebniskennzahlen trotz erheblicher Sonderbelastungen alle unsere Prognosen einhalten bzw. übertreffen, obwohl mehrere Faktoren das Ergebnis belastet haben. So haben sich unsere Zinsen durch den neuen Konsortialkreditvertrag deutlich erhöht. Die Steueraufwandsquote ist aufgrund der Zinsschrankenproblematik und den Verlusten bei einigen Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten, sowie einer zu erwartenden Nachzahlung in Verbindung mit der Steuerprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft gestiegen. Hinzu kamen nochmals außerordentliche Aufwendungen (ao. Aufwand) in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR) für Restrukturierungsmaßnahmen, die sich damit im Rahmen der von uns angekündigten Höhe von etwa 4 Mio. EUR gehalten haben. Zu beachten ist dabei, dass wir hier einige Maßnahmen ins 4. Quartal 2010 vorgezogen haben, die einen außerordentlichen Aufwand von rund 2 Mio. EUR verursacht haben. Entsprechend werden sich diese Aufwendungen in 2011 und 2012 verringern. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch den hohen Preisdruck, der 2010 geherrscht hat. Erste Erfolge bei der Reduzierung der Rabatte konnten wir jedoch im 2. Halbjahr 2010 erreichen.

Unser Personalaufwand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2009 wieder auf 256,8 Mio. EUR (Vorjahr: 225,2 Mio. EUR) nach und auf 253,3 Mio. EUR (Vorjahr: 214,4 Mio. EUR) vor ao. Aufwand erhöht. Die Gründe dafür sind neben der wieder gestiegenen Mitarbeiterzahl und einer tarifbedingten Lohnerhöhung insbesondere darin zu sehen, dass wir 2009 durch deutlich mehr Kurzarbeit Personalkosten eingespart haben. 2010 haben wir zudem die Urlaubs- und Freischichtkonten wieder leicht erhöht. Die Personalaufwandsquote ist wegen der deutlich höheren Gesamtleistung allerdings gesunken und belief sich 2010 auf 35,2 Prozent (Vorjahr: 43,4 Prozent) nach und auf 34,7 Prozent (Vorjahr: 41,3 Prozent) vor ao. Aufwand.

Der Materialaufwand ist in erster Linie bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen von 221,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 314,1 Mio. EUR 2010 gestiegen. Dabei hat sich die Materialaufwandsquote auf 43,0 Prozent (Vorjahr: 42,6 Prozent) leicht erhöht, was insbesondere auf die wieder gestiegene Zahl der Leiharbeiter und die Zunahme der konzerninternen Zwischengewinne zurückzuführen ist. Demgegenüber steht, dass wir im Einkauf weitere Synergien gehoben haben, wodurch der Anstieg der Materialaufwandsquote moderat geblieben ist.

Insgesamt hat sich unsere Ertragssituation gegenüber 2009 in allen Bereichen deutlich verbessert, wobei wir uns bewusst sind, dass 2009 ein Krisenjahr war, das wir nicht als Maßstab nehmen wollen. Bei den folgenden Kennzahlen ist zu beachten, dass der ao. Aufwand für die Restrukturierungsmaßnahmen 2009 12,4 Mio. EUR und 2010 4,4 Mio. EUR betragen hat. Des Weiteren ist aus der Mitarbeiterbeteiligung einschließlich der Abzinsungseffekte in 2009 ein Ertrag für die Gesellschaft in Höhe von 2,0 Mio. EUR entstanden, während für 2010 daraus ein Aufwand in Höhe von 6,9 Mio. EUR resultiert.

Ergebniskennzahlen

Für 2010 ergibt sich somit ein EBITDA vor dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung von 65,1 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) und nach dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung von 60,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Das EBIT hat sich vor dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung auf 36,4 Mio. EUR (Vorjahr: -10,2 Mio. EUR) verbessert. Somit haben wir im 2. Halbjahr 2010 das EBIT gegenüber den ersten sechs Monaten deutlich gesteigert und damit unsere Prognose klar übertroffen. Nach dem ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung beläuft sich das EBIT auf 32,0 Mio. EUR (Vorjahr: -22,6 Mio. EUR).

Ergebniskennzahlen 2007-2010

Durch einen gestiegenen Zinsaufwand aufgrund des neuen Konsortialkreditvertrags hat sich das Finanzergebnis auf -10,7 Mio. EUR (Vorjahr: -9,2 Mio. EUR) verschlechtert, woraus ein EBT vor ao. Aufwand und vor dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung von 25,6 Mio. EUR (Vorjahr: -19,4 Mio. EUR) und nach ao. Aufwand und nach dem Ergebnis aus der Mitarbeiterbeteiligung von 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: -29,8 Mio. EUR) resultiert. Aufgrund der bereits ausgeführten Gründe war die Steueraufwandsquote mit 43,9 Prozent sehr hoch, was zu einem Steuerergebnis von -6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR) geführt hat. Daraus ergibt sich ein Jahresergebnis vor Anteilen ohne beherrschenden Einfluss von 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: -22,1 Mio. EUR) und nach Anteilen ohne beherrschenden Einfluss von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: -20,7 Mio. EUR), was zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,43 EUR (Vorjahr: -1,32 EUR) führt.

Wir weisen den Return on Capital Employed (ROCE) auf Basis des angepassten EBIT aus, das heißt vor Mitarbeiterbeteiligung und unter Herausrechung der Restrukturierungs-/ Einmalaufwendungen. Durch das wieder klar positive EBIT und ein verringertes Capital Employed hat sich der ROCE 2010 deutlich verbessert und beläuft sich vor Steuern auf 12,3 Prozent (Vorjahr: -3,2 Prozent) und nach Steuern (zur Berechnung verwendete Steuerquote in beiden Jahren 30 Prozent) auf 8,6 Prozent (Vorjahr: -2,3 Prozent).

Segmentergebnisse

Entsprechend der klar verbesserten Ertragslage 2010 ist das Ergebnis auch in allen Segmenten gestiegen. Unter Herausrechnung der Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen und vor der Mitarbeiterbeteiligung beläuft sich das EBITDA vor der Konsolidierung im Segment "Industrie" auf 43,5 Mio. EUR (Vorjahr: 17,1 Mio. EUR), im Segment "Handwerk", auf 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: -3,3 Mio. EUR), im Segment "Vertrieb und Service" auf 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,5 Mio. EUR) und im Segment "Sonstige" auf -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: -1,2 Mio. EUR).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Im Vergleich zur deutlich gestiegenen Gesamtleistung hat sich unsere Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2010 klar unterproportional auf 570,1 Mio. EUR (Vorjahr: 519,5 Mio. EUR) erhöht. Dieser nur geringe Anstieg ist unter anderem auf unser sehr erfolgreiches Forderungsmanagement zurückzuführen sowie auf die gesunkenen Investitionen, wodurch sich auch der Wert der Sachanlagen etwas verringert hat. Auf der Aktivseite sind außerdem die aktiven latenten Steuern und damit insgesamt der Wert der langfristigen Vermögenswerte von 237,1 Mio. EUR auf 232,0 Mio. EUR zurückgegangen. Durch die aktivierten Entwicklungsleistungen haben sich die immateriellen Vermögenswerte erhöht.

Das höhere Geschäftsvolumen hat zu einem Anstieg des Vorratsvermögens geführt, der allerdings unterproportional ausfällt. Stichtagsbedingt haben sich auch die liquiden Mittel deutlich erhöht, während wir unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trotz des gestiegenen Volumens nahezu konstant halten konnten. Insgesamt ergab sich somit ein Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte von 282,4 Mio. EUR auf 338,2 Mio. EUR.

Eigenmittel1) zum Stichtag 2007-2010

1) Eigenkapital zuzüglich Genussrechte und Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung

Im Gegensatz zu 2009 kam es 2010 durch unseren neuen Konsortialkreditvertrag zu einer deutlichen Umverteilung von den kurz- zu den langfristigen Verbindlichkeiten. Außerdem sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 67,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,7 Mio. EUR), die erhaltenen Anzahlungen von 24,8 Mio. EUR in 2009 auf 39,7 Mio. EUR und die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 44,8 Mio. EUR auf 54,0 Mio. EUR gestiegen. Das gute Jahresergebnis sowie positive Währungseffekte haben dazu geführt, dass sich unser Eigenkapital auf 170,0 Mio. EUR (Vorjahr: 157,2 Mio. EUR) erhöht hat. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr bei 30 Prozent und die Eigenmittelquote einschließlich des Genussrechtskapitals und der Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung bei nahezu unveränderten 37,2 Prozent (Vorjahr: 38,1 Prozent).

Aufgrund des guten Ergebnisses, der gesunkenen Investitionen sowie insbesondere durch unser erfolgreiches Net Working Capital Management konnten wir unsere Nettobankverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010 signifikant auf 55,8 Mio. EUR (Vorjahr: 94,6 Mio. EUR) verringern. Damit befindet sich unsere Nettobankverschuldung auf dem niedrigsten Wert seit über 20 Jahren - bei einem deutlich gestiegenen Geschäftsvolumen. Aus dieser Reduzierung der Nettobankverbindlichkeiten und der damit erreichten sehr guten Liquiditätssituation resultiert auch ein hoher Free Cashflow.

Finanzlage

Im Februar 2010 haben wir einen neuen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Dessen Volumen liegt mit 198 Mio. EUR um zehn Prozent über unserem vorherigen Vertrag, was die hohe Kreditwürdigkeit zeigt, die wir bei den Banken genießen, und uns einen komfortablen Finanzierungsspielraum sichert. Das Kreditvolumen beinhaltet eine Tranche für die Rückzahlung der Genussrechte in Höhe von 30 Mio. EUR, wovon 25 Mio. EUR 2011 fällig werden. Die Einhaltung der im Rahmen des Konsortialkreditvertrags vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als nicht gefährdet an.

Aufgrund der positiven Ertragslage haben sich die vertraglich fixierten Kreditkonditionen im 3. und 4. Quartal 2010 verbessert. Die dadurch erreichten Zinssenkungen, die sich 2010 nur noch für einige Monate ausgewirkt haben, werden 2011 voll wirksam werden.

Gegenüber dem guten Wert 2009 hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit weiter verbessert und stieg 2010 auf 62,7 Mio. EUR (Vorjahr: 32,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit, der 2009 von der Übernahme der BENZ GmbH Werkzeugsysteme beeinflusst war, beläuft sich 2010 auf -20,5 Mio. EUR (Vorjahr: -36,2 Mio. EUR), wodurch sich der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um den Cashflow aus Investitionstätigkeit) auf 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: -3,7 Mio. EUR) erhöht hat. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich ebenfalls deutlich auf -4,9 Mio. EUR (Vorjahr: -6,1 Mio. EUR) verbessert. Der Finanzmittelbestand ist binnen Jahresfrist um rund 40 Mio. EUR auf 70,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2010 gestiegen (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR).

3.3 Investitionen und Abschreibungen

Wie angekündigt, haben wir unser Investitionsvolumen 2010 deutlich verringert, da wir insgesamt eher zurückhaltend investiert haben und zudem keine Sondermaßnahmen wie beispielsweise 2009 den Bau des HOMAG Centers durchgeführt haben. Somit haben sich unsere Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,5 Mio. EUR) reduziert. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungsleistungen ist auf 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR) gestiegen und die Investitionen in Sachanlagen sind auf 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,4 Mio. EUR) zurückgegangen. Im 4. Quartal 2010 sind unsere Investitionen in Sachanlagen dabei wieder etwas gestiegen, da wir bereits mit ersten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der asiatischen Zukunftsmärkte begonnen haben. Der Gesamtwert unserer Sachanlagen einschließlich der immateriellen Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 196,7 Mio. EUR (Vorjahr: 199,6 Mio. EUR).

Unsere Abschreibungen haben sich 2010 auf 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR) erhöht, was neben dem hohen Investitionsvolumen der Vorjahre insbesondere aus einem Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte resultiert. Diese sind in erster Linie aufgrund der erhöhten aktivierten Entwicklungsleistungen gestiegen.

Investitionen 2007-2010

4. NACHTRAGSBERICHT

Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken. So wurde Hans-Dieter Schumacher zum 15. Januar 2011 in den Vorstand berufen und wird ab 1. April 2011 Finanzvorstand und damit Nachfolger von Andreas Hermann, der den Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags zum 31. März 2011 aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender Funktion erhalten.

Ende Februar 2011 wurde die HOMAG Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom HOMAG Group Engineering-Team der Konzerntochter HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der HOMAG Group beträgt ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette -vom Baumstamm bis zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.

5. RISIKOBERICHT

(EINSCHLIESSLICH EINER BESCHREIBUNG UND EINER ERLÄUTERUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS GEMÄSS § 289 ABS. 5 UND § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)

Als weltweit agierendes Unternehmen ist die HOMAG Group AG naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Die Risikopolitik der HOMAG Group AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist in der HOMAG Group im Wesentlichen Controllinggestützt, beinhaltet unter anderem ein Projektcontrolling, eine Verkaufs-Ergebnisrechnung sowie eine detaillierte Segmentberichterstattung und hat als zentralen Bestandteil die Balanced Scorecard. Es basiert auf der Vorgabe von Zielen, die mit einem monatlichen Berichtswesen der einzelnen Bereiche überwacht werden. Im Rahmen der Mehrjahresplanung werden neben finanzwirtschaftlichen Daten auch nicht-finanzielle Daten - sogenannte Scorecard-Kennzahlen - vorgegeben, deren Einhaltung durch das Controlling überwacht wird. Analysiert werden dabei beispielsweise Daten zu den Bereichen Marktdurchdringung, Innovationskraft oder die Zufriedenheit der Belegschaft. Die zu überwachenden und zu berichtenden Risiken des Konzerns sowie seiner Tochtergesellschaften werden regelmäßig und bei nicht vorhergesehenen Entwicklungen unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Alle relevanten Gesellschaften sind in die Risikoinventur miteinbezogen.

Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unser Risikomanagementsystem wieder an vielen Stellen weiterentwickelt und optimiert. So haben wir unter anderem den Datenschutz und die Datensicherheit erhöht und einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften aufgestellt und im 4. Quartal 2010 versendet, der ab Jahresende 2010 bindend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland ist. Nach abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch in Deutschland bindend werden.

Im Rahmen unserer internen Revision werden alle wesentlichen Konzerngesellschaften im drei- bis fünfjährigen Rhythmus geprüft. 2010 haben wir zwei Produktionsgesellschaften und zwei Auslandstochtergesellschaften überprüft sowie eine Nachprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft vorgenommen. Bei allen fünf Prüfungen kam es zu keinen wesentlichen Auffälligkeiten oder Beanstandungen.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die HOMAG Group AG erkennbar.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Eines der Hauptrisiken für die HOMAG Group ist die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, da die Investitionsneigung unserer Kunden in wirtschaftlich schwächeren Zeiten deutlich abnimmt, wie sich im Krisenjahr 2009 bestätigt hat. Zwar können wir aufgrund unserer weltweiten Präsenz Krisen in einzelnen Regionen kompensieren, eine weltweite Wirtschaftskrise wirkt sich aber natürlich auch auf unsere Auftragssituation negativ aus. Auch wenn die schwere Wirtschaftskrise überwunden zu sein scheint, bleiben diese Konjunkturrisiken insgesamt bestehen, insbesondere aufgrund der auch aktuell noch vorhandenen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe in Japan und der instabilen politischen Lage in Nordafrika.

Wir begegnen diesem gesamtwirtschaftlichen Risiko, indem wir unsere personellen Kapazitäten so weit wie möglich flexibel halten und unseren Produktionsplan frühzeitig an die Entwicklung des Auftragseingangs anpassen.

Kundenrisiken

Im HOMAG Group Konzern besteht keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden, da der direkte Umsatzanteil keines unserer Kunden über 5 Prozent beträgt. Ein Risiko auf der Kundenseite kann sich aus Forderungsausfällen ergeben. Dieses Risiko minimieren wir durch Anzahlungen entsprechend dem Produktionsfortschritt sowie in Einzelfällen mit Kreditversicherungen. Insgesamt haben wir somit eine im Branchenvergleich niedrige Forderungsausfallquote.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Als Marktführer in unserer Branche haben wir in der HOMAG Group den Anspruch, gleichzeitig auch Innovations- und Technologieführer zu sein und zu bleiben. Daraus resultiert eine innovationsorientierte Produktstrategie, die wiederum das Risiko der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und technologischer Fehlentwicklungen in sich birgt. Wir begegnen diesem Risiko mit umfangreichen Marktbeobachtungen sowie intensiven Kundenbeziehungen, durch die wir bereits frühzeitig Rückmeldungen bei Neuentwicklungen erhalten. Budgetüberschreitungen im Bereich Forschung und Entwicklung und erhöhte Anlaufkosten bei Neuprodukten schließen wir mit systematisierten Verfahrenszyklen, die für den Produktentwicklungsprozess unternehmensweit vorgegeben sind und die Kosten der Neuentwicklungen konsequent erfassen, so weit wie möglich aus.

Angefangen bei Standardmaschinen für kleinere Handwerksbetriebe bis hin zu komplexen Fertigungsstraßen für die industrielle Massenfertigung haben wir viele unterschiedliche Produkte im Angebot. Durch dieses sehr breite Produktportfolio ergeben sich für uns aus einer eventuellen Absatzschwäche in einem Produktsegment keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern.

Grundsätzlich sind die Markteintrittsbarrieren in unserer Branche sehr hoch, so dass wir das Risiko neuer Wettbewerber, die unsere Technologieführerschaft gefährden könnten, als sehr gering einschätzen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Um sicherzustellen, dass die hohe Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile und Komponenten unseren Ansprüchen genügt und um Versorgungsengpässe zu vermeiden, wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in meist jahrelangen Partnerschaften eng und vertrauensvoll zusammen. Diese enge Zusammenarbeit versetzt uns in die Lage, sich abzeichnende finanzielle Schwierigkeiten bei den Lieferanten frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus führen wir weitergehende Maßnahmen, wie Lieferantenaudits und Besuche unserer Hauptlieferanten durch.

Ein Ausblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise, die nach wie vor stark abhängig von institutionellen Kapitalanlegern sind, ist derzeit eher schwierig. Ein weiterer Anstieg der Rohstoffpreise kann die Ertragslage des HOMAG Group Konzerns belasten, da solche Steigerungen nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergegeben werden können. Den negativen Auswirkungen von Rohstoffpreissteigerungen begegnen wir, so weit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit fixen Preisen und Bündelung der Nachfrage innerhalb des HOMAG Group Konzerns, um von einem höheren Einkaufsvolumen zu profitieren.

IT-Risiken

Wesentliche Risiken aus der Informationstechnologie bestehen durch Datenverlust beziehungsweise -beschädigung oder Datenmissbrauch. Um diesen Risiken vorzubeugen, haben wir unsere IT-Sicherheit im Jahr 2009 auf den neuesten Stand gebracht. Neben einem neuen Rechenzentrum in unserem Neubau in Schopfloch dient das frühere Rechenzentrum als Backup-Rechenzentrum. Hinzu kommen eine zusätzliche Datenauslagerung, eine Echtzeit-Datenspiegelung, die wir 2010 weiter ausgebaut haben, und spezielle Sicherheitszonen mit Videoüberwachung einschließlich Zutrittsberechtigungen und Alarmierungsfunktionen. 2010 haben wir zudem den bestehenden Bandroboter für die Datensicherung und -archivierung durch die neueste Technologie ersetzt und die AIX-Server auf unsere beiden Rechenzentren verteilt. Zur Abwehr von Schadcodes und Spam haben wir unser E-Mail-Gateway weiter modernisiert und aufgerüstet. In allen Gesellschaften gibt es zudem IT-Sicherheitsbeauftragte.

Qualitätsrisiken

In der gesamten HOMAG Group besteht ein hoher Qualitätsanspruch. Durch die hohe Qualität unserer Produkte unterscheiden wir uns auch von unseren Mitbewerbern. Ganz auszuschließen ist ein Qualitätsrisiko bei unseren komplexen Maschinen allerdings nicht. Um die Risiken aus Produkthaftung und Garantieansprüchen zu minimieren, setzen wir auf ein umfassendes Total-Quality-Management-System und stellen auch mit einem hohen Standardisierungsgrad die gleichbleibend hohe Qualität unserer Produkte sicher. Die Mehrzahl unserer Fertigungsstätten ist nach DIN EN ISO 9000 zertifiziert, was den hohen Standard unseres Qualitätssicherungssystems dokumentiert.

Währungsrisiken

Aus unseren internationalen Aktivitäten können währungsbedingte Risiken entstehen, die die Umsatz- und Ertragslage im Konzern mittelbar negativ beeinflussen. Um die Risiken aus den teilweise hohen Kursveränderungen zu minimieren und unsere Fremdwährungspositionen niedrig zu halten, versuchen wir so viele Geschäfte wie möglich auch außerhalb des Euroraums in Euro zu fakturieren. Für den Umsatzanteil, den wir mit Fremdwährungen erzielen, schließen wir umfangreiche Sicherungsgeschäfte ab. Zudem arbeiten wir vereinzelt mit Preisgleitklauseln.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010, der die Tranche für eine Rückzahlung der Genussrechte beinhaltet, haben wir unsere Liquidität, abhängig von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen, bis Februar 2013 abgesichert. Die Einhaltung dieser vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als nicht gefährdet an. Um uns gegen Zinsänderungen zu schützen, haben wir einen beträchtlichen Anteil unserer Kredite über Zinssicherungsgeschäfte (Cap) abgesichert. Dabei wird der Zins ab einem gewissen Betrag gedeckelt.

Es bestehen derzeit keine aktuell erkennbaren Risiken aus der Finanzierung, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Rechtliche Risiken

Ein Risiko unserer Geschäftstätigkeit entsteht in der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen bzw. damit verbundener Forderungsausfälle. In unserem Risikobericht 2009 haben wir auf zwei Großaufträge hingewiesen, bei denen es zu Zahlungsverzögerungen bzw. Zahlungsrisiken kam. Beide Fälle konnten wir einvernehmlich mit den Kunden regeln. In einem Fall wurde unsere komplette Forderung erfüllt, im zweiten Fall wurde ungefähr die Hälfte der Forderung erfüllt und für den verbleibenden Betrag ein Zahlungsplan über vier Jahre aufgestellt. Die in diesem Zusammenhang gebildeten Wertberichtigungen sehen wir als ausreichend an.

Steuerliche Risiken

Im Konzernabschluss der HOMAG Group AG sind in materiellem Maße steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Die Nutzbarkeit dieser steuerlichen Verlustvorträge hängt einerseits vom Eintritt der geplanten zukünftigen Ertragsentwicklung ab. Andererseits könnte ein zukünftiger Gesellschafterwechsel von mehr als 25 Prozent oder ein vergleichbarer Vorgang dazu führen, dass diese Verlustvorträge zukünftig anteilig nicht mehr genutzt werden können. Im 2010 gemeldeten Aktienpooling der Familie Schuler und der Erich und Hanna Klessmann Stiftung und dem Überschreiten der Anteilsgrenze von 25 Prozent an der HOMAG Group AG sehen wir jedoch keinen solchen Vorgang.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das interne Kontrollsystem der HOMAG Group AG im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der maßgeblichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Im Konzern sind folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Der Aufsichtsrat - insbesondere der Prüfungsausschuss - überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität. Der Prüfungsausschuss befasst sich demzufolge regelmäßig mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement.

Bestimmte Grundsätze und organisatorische Festlegungen sowie die wesentlichen Prozesse des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien (z. B. Risikomanagementhandbuch) niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dazu gehören insbesondere Richtlinien zum prozessualen und zeitlichen Ablauf des Jahresabschlusses und der Zwischenabschlüsse, das Konzern-Bilanzierungshandbuch gemäß den konzernweit einheitlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), die standardisierte Erfassung der Anhangangaben in einer gruppenweit implementierten Konsolidierungssoftware sowie ein einheitlicher Konzernkontenplan. Die in die Abschlusserstellung eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.

Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Diese können wie folgt beschrieben werden:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess durch das Konzernrechnungswesen, vor allem ungewöhnliche und komplexe Geschäftsvorfälle sowie nicht routinemäßige Vorgänge;

Monitoringkontrollen zur Überwachung des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie

präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren. Von Bedeutung sind auch die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und die festgelegten Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen. Die Verwendung eines Konzern-Bilanzierungshandbuchs und einer EDV-gestützten, standardisierten Konzernreporting- und Konsolidierungssoftware unterstützen dabei wie auch die zeitlich nachgelagerte Erstellung des Konzernabschlusses;

Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen;

Maßnahmen zur Überwachung des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, insbesondere die interne Revision.

Das Risikomanagementsystem ist von dem Abschlussprüfer im Zuge der Konzernabschlussprüfung beurteilt worden. Wesentliche Fragen der (Konzern-) Rechnungslegung, des Risikomanagements und des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie dessen Prüfungsschwerpunkte werden durch den Aufsichtsrat erörtert und geprüft.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, soll gewährleisten, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die hinreichende Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der HOMAG Group AG führt dazu, dass die Rechnungslegung bei der Gesellschaft sowie bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich ist und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch sollen dem Berichtsadressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Jedoch kann ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und funktionsfähig implementiert ist, keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken garantieren.

6. PROGNOSEBERICHT

Konjunktur- und Branchenentwicklung

Trotz des starken Wachstums 2010 sind sich die Wirtschaftsexperten einig, dass die schwere Finanzkrise noch nicht überwunden ist und die teilweise hohen Staatsschulden sowie der weiterhin angeschlagene Immobilien- und Finanzsektor Risiken bergen. Bereits im 2. Halbjahr 2010 hat sich das Wachstum in vielen Regionen auch aufgrund dieser Bremsfaktoren verlangsamt, so dass die Weltwirtschaft in eine Phase der moderaten Expansion eingetreten ist, die 2011 andauern wird. So erwartet das IfW ein globales Wachstum von 3,6 Prozent, die Weltbank prognostiziert 3,3 Prozent. Die Schwellenländer bleiben dabei die Motoren des Wachstums, verlieren allerdings gegenüber 2010 an Schwung und erreichen der Prognose des IfW zufolge noch ein Plus von 5,6 Prozent. Überproportional sollen sich dabei unter anderem China und Indien entwickeln.

Die Industrieländer müssen mit einer gezügelten Konjunktur und einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von rund zwei Prozent klarkommen. Dabei wird für die USA ein Wachstum von rund zwei und für Japan von rund einem Prozent vorausgesagt. Laut IfW soll die Konjunktur in der Europäischen Union um 1,4 Prozent zulegen, wobei sich die Beitrittsländer mit einem Plus von 2,4 Prozent besser entwickeln sollen. Ebenfalls überproportional wachsen werden demnach unter anderem Österreich, Finnland, die Slowakei, Slowenien und Schweden. Eine schwache Entwicklung wird für Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Irland prognostiziert. In Deutschland wird sich nach Meinung der Wirtschaftsexperten der Aufschwung 2011 zwar verlangsamen, mit einem beispielsweise vom DIW prognostizierten Plus von 2,2 Prozent soll sich die deutsche Wirtschaft aber spürbar stärker entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone. Dabei soll sich die Exportdynamik deutlich abschwächen, während die Binnennachfrage robust bleiben soll und beispielsweise für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland ein Wachstum von rund neun Prozent erwartet wird.

BIP (Real) Prognose 2011

Veränderung in % im Vergleich zum Vorjahr

Der Branchenverband VDMA blickt optimistisch auf 2011 und rechnet mit einer Fortsetzung des Aufschwungs. Erwartet wird ein Wachstum der deutschen Maschinenproduktion in der Größenordnung von 10 Prozent, wobei sich insbesondere der hohe Auftragsbestand zum Jahresende 2010 positiv auswirkt. Für den Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen geht der zuständige Fachverband von einer weiteren Erholung nach dem Nachfrageeinbruch 2009 aus. So soll der Umsatz 2011 um 7 Prozent zulegen.

Prognose für die HOMAG Group

Passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum von HOMAG war das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich. Wir haben unsere Umsatzprognose mehrfach angehoben und uns dabei deutlich besser entwickelt als der Maschinenbau insgesamt und unser Branchensegment. Nach einem nochmals starken 4. Quartal haben wir letztlich ein Umsatzplus gegenüber 2009 von fast 37 Prozent auf 718 Mio. EUR erzielt. Damit haben wir bereits 2010 unser Umsatzziel für 2011, das wir im Zwischenbericht zum 3. Quartal 2010 formuliert haben, erreicht und unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Nach diesem starken Geschäftsjahr 2010 wollen wir auch 2011 weiter wachsen und beim Umsatz mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Unser Ziel ist es, uns schrittweise wieder dem Geschäftsvolumen zu nähern, das wir in den Rekordjahren vor der Wirtschaftskrise hatten. Voraussetzung für unser weiteres Wachstum und auch für die Prognose für 2011 ist allerdings, dass es zu keinen konjunkturellen Rückschlägen kommt, sich die Schuldenkrise im Euroraum nicht weiter verstärkt, es zu keiner Verschärfung der politischen Lage in Nordafrika kommt oder dass die Erdbebenkatastrophe in Japan ohne weltwirtschaftliche Folgen bleiben wird.

In den einzelnen Quartalen gehen wir 2011 beim Umsatz von einer unterschiedlichen Entwicklung mit großen Schwankungen und einer ausgeprägten Saisonalität aus. So rechnen wir nach dem Auslieferungsschub im 4. Quartal 2010 und dem niederen Auftragsbestand zum Jahresende mit einem schwächeren 1. Quartal 2011 und lediglich einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Durch die Reduzierung der Freischichtkonten bis hin zu vereinzelter Kurzarbeit werden wir demzufolge im 1. Quartal auch an manchen Standorten flexibel Kapazitäten entziehen. Das 2. Quartal sollte dann gemäß unserer Planung beim Umsatz wieder deutlich stärker werden.

Beim Auftragseingang wollen wir im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls ein leichtes Wachstum gegenüber 2010 erzielen. Damit wir dieses Ziel erreichen können, benötigen wir im Rahmen unserer üblichen Saisonalität mit sinkenden Werten im Jahresverlauf ein starkes 1. Quartal. Der Verlauf der ersten beiden Monate 2011 deutet darauf hin, dass wir dabei auf einem guten Weg sind. Das Projektgeschäft mit Großanlagen zeigt nach dem starken Vorjahr weiterhin eine gute Perspektive. Bei den Standardmaschinen verstärken sich die positiven Tendenzen weiter. Zugute kommt uns hier unser breites Produktportfolio, so dass wir 2011 insgesamt bei Einzelmaschinen für kleine und mittelgroße Unternehmen mit einer positiven Entwicklung rechnen. Im Anlagengeschäft sehen wir vorwiegend in Zentraleuropa, Asien und Südamerika Wachstumschancen. Auch unsere Präsenz in allen wichtigen Marktregionen weltweit trägt dazu bei, dass wir in der HOMAG Group regionale Schwankungen gut ausgleichen können.

Bei den einzelnen Absatzmärkten gehen wir im weiteren Jahresverlauf davon aus, dass sich die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und der Schweiz 2011 auf dem guten Niveau von 2010 bewegen wird. In Westeuropa rechnen wir mit einem leichten Wachstum in vielen Einzelmärkten, wobei die Steigerungsraten unter denen von 2010 liegen werden. Besonders für Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien sind wir optimistisch. Generell sollte sich die Branchenmesse Ligna mit den dort gezeigten Innovationen positiv auf die europäischen Märkte auswirken.

Für Osteuropa erwarten wir auch 2011 wieder Zuwachsraten, wobei wir in Polen aufgrund der auslaufenden EU-Förderung sicherlich nicht die Steigerungsraten von 2010 realisieren können. Dafür sollten die kleineren Märkte in Südosteuropa in der Summe einen größeren Beitrag zum Auftragseingang leisten. Entscheidend für den Erfolg im osteuropäischen Markt wird jedoch sein, dass sich die Finanzierungsthematik dort weiter verbessert.

In Amerika zeigt sich auch 2011 ein uneinheitliches Bild. So hat die USA zwar den Tiefpunkt 2009 durchschritten und es sollte im laufenden Jahr eine weitere Belebung auf einem allerdings nach wie vor niedrigen Niveau geben. In Kanada erwarten wir, dass sich die bereits gezeigten positiven Tendenzen weiter verstärken. Mittelamerika sehen wir weiterhin kritisch, während in Südamerika Brasilien seine gute Entwicklung fortsetzen sollte.

Der asiatische Markt wird unserer Einschätzung nach seine erreichte Bedeutung in 2011 sicher behaupten und mittelfristig weiter ausbauen. Eine wichtige Rolle dabei wird wieder China spielen, wo wir einen guten Auftragseingang sowohl bei den importierten Maschinen und Anlagen als auch bei den vor Ort produzierten Standardmaschinen erwarten. Im Projektgeschäft profitieren wir hier vom zunehmenden Qualitätsbewusstsein der chinesischen Kunden sowie dem Trend zur Automation. Optimistisch sind wir für die Märkte in Indien, Malaysia, Thailand und Vietnam, so dass der Auftragseingang in dieser Region auf eine breitere Basis gestellt wird.

Unsere Ertragslage wollen wir 2011 insgesamt leicht überproportional zum Umsatz verbessern, eine EBITDA-Profitabilität auch nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen, jedoch vor dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung von über 9 Prozent erreichen und insbesondere unser Jahresergebnis deutlich steigern. Möglich wird dies aufgrund des zu erwartenden erheblich geringeren ao. Aufwands und eines besseren Zinsergebnisses (unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes), da wir hier das gesamte Jahr von verbesserten vertraglich fixierten Kreditkonditionen profitieren können. Zudem gehen wir von einer geringeren Konzernsteuerquote aus. Bei der Nettobankverschuldung rechnen wir durch die Tilgung von Genussrechten in Höhe von 25 Mio. EUR mit einer entsprechenden Erhöhung zum 31. Dezember 2011. Auf vergleichbarer Basis, d. h. ohne Berücksichtigung der Rückzahlungen dieser PREPS-Tranchen, wollen wir das zum 31. Dezember 2010 erreichte sehr niedrige Niveau zum Jahresende 2011, trotz höher geplanten Investitionen, nur leicht erhöhen. Im Jahresverlauf kann es bei der Nettobankverschuldung allerdings zu deutlichen Schwankungen kommen.

Bezogen auf die einzelnen Segmente im HOMAG Group Konzern ("Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige") gehen wir im Jahr 2011 sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis in den Segmenten "Industrie" und "Sonstige" von einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Jahr 2010 aus, während wir für die Segmente "Handwerk" und "Vertrieb und Service" von einer vergleichbaren Entwicklung in 2011 bezüglich Umsatz und Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2010 ausgehen.

Mit der zum Jahresende 2010 erreichten Personalstärke im HOMAG Group Konzern sehen wir uns auch für 2011 grundsätzlich gut gerüstet. Zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiter wird es bei unseren Tochtergesellschaften in den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.

Unser Investitionsvolumen wird sich 2011 gegenüber den geringen Investitionen in 2010 wieder deutlich erhöhen und im Bereich unseres langjährigen Durchschnitts liegen. Schwerpunkte werden dabei unsere bereits begonnenen Investitionen in China und Indien sein, um unsere Präsenz in diesen Wachstumsmärkten weiter zu verstärken. Zudem errichten wir ein neues Vertriebsgebäude in der Schweiz und planen, unser Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS-System) abzulösen, was auch in den Folgejahren noch Investitionen erfordern wird.

Positive Impulse erwarten wir uns 2011 auch von der weltweit größten und bedeutendsten Branchenmesse Ligna in Hannover, die alle zwei Jahre stattfindet. Dort werden wir unseren Kunden wieder zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen präsentieren. Zuversichtlich sind wir auch für die Messen Interzum in China und FIMMA in Brasilien im Frühjahr.

Auch in 2011 wollen wir unsere weltweite Vertriebs- und Serviceorganisation weiter ausbauen. Zu einem unverzichtbaren Servicebestandteil zählt zudem das Dienstleistungsgeschäft, das wir ebenfalls stetig optimieren und erweitern, um uns von den Mitbewerbern zu differenzieren und die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Gewisse Impulse versprechen wir uns dabei ab 2011 von der neu gegründeten HOMAG eSOLUTION, die sich speziell mit Softwarelösungen für das Handwerk und die Möbelindustrie befasst.

Geschäftsjahr 2012

Auch wenn die Konjunktur nach der Wirtschaftskrise in den meisten Regionen wieder angesprungen ist, herrscht an den Finanzmärkten, insbesondere aufgrund der Instabilitäten einiger Euroländer, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe in Japan und der unsicheren politischen Lage in Nordafrika, unverändert eine gewisse Verunsicherung. Für uns als ein Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie sind daher Prognosen für 2012 nur unter Vorbehalt möglich. Wenn sich die zyklische Aufwärtsentwicklung der weltweiten Wirtschaft wie von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert fortsetzt, gehen wir für die HOMAG Group auch für 2012 von einem weiteren Wachstum aus.

Wir sind der Markt- und Technologieführer in unserer Branche, unsere Produkte sind weltweit gefragt und die Kunden vertrauen auf unsere hohe Produkt- und Servicequalität. Wenn der Markt weiter wächst, werden wir deshalb davon sicherlich profitieren und wollen wie in der Vergangenheit weitere Marktanteile hinzugewinnen. Unter diesen Prämissen halten wir es für möglich, beim Umsatz 2012 wieder die 800-Mio.-EUR-Grenze zu erreichen. Wir gehen dabei auch davon aus, dass sich unsere umfangreichen Investitionen in China und Indien positiv auf das in diesen Wachstumsmärkten erzielte Auftragsvolumen auswirken. Zudem erwarten wir eine weitere Marktbelebung in Russland und in den USA.

Wenn sich der Umsatz wie geplant entwickelt, rechnen wir für 2012 mit einer weiteren Ergebnisverbesserung, da unsere Restrukturierungsmaßnahmen dann voraussichtlich vollständig abgeschlossen sind und sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zudem rechnen wir mit einem weiter verringerten Zinsaufwand (unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes) und einer nochmaligen Absenkung der Konzernsteuerquote gegenüber 2011.

Jahresabschluss Konzern 2010

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in TEUR Erläuterung 2010 2009
UMSATZERLÖSE 5.1 717.737 524.075

Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
2.493 -13.782

Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 10.107 9.012



12.600 -4.770
GESAMTLEISTUNG
730.337 519.305

Sonstige betriebliche Erträge 5.3 20.000 23.870



750.337 543.175

Materialaufwand 5.4 314.145 221.454

Personalaufwand vor Mitarbeiterbeteiligung 5.5 256.784 225.204

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.7 10.890 7.410

Abschreibungen auf Sachanlagen 5.8 17.905 18.349

Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.9 118.635 93.392



718.359 565.809
BETRIEBSERGEBNIS VOR MITARBEITERBETEILIGUNG
31.978 -22.634

Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung 5.5 -6.857 2.039
BETRIEBSERGEBNIS
25.121 -20.595

Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen 5.10 1.225 -6

Zinserträge 5.13 2.293 1.415

Zinsaufwendungen 5.13 14.227 10.595
ERGEBNIS VOR STEUERN
14.412 -29.781

Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.14 -6.321 7.689
JAHRESERGEBNIS
8.091 -22.092

Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallendes Jahresergebnis 5.16 1.408 -1.382

Auf Aktionäre der Homag Group AG entfallendes Jahresergebnis 5.17 6.683 -20.710

Ergebnis je Aktie der Aktionäre der Homag Group AG in EUR (verwässert/unverwässert)
0,43 -1,32

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR 2010

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in TEUR 2010 2009
JAHRESERGEBNIS 8.091 -22.092

Währungsveränderungen 5.648 820

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -435 -254

Auf die weiteren Erträge und Aufwendungen entfallende Steuern 141 60
WEITERE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN 5.354 626
GESAMTERGEBNIS 13.445 -21.466

Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallendes Gesamtergebnis 1.843 -1.385

Auf Aktionäre der Homag Group AG entfallendes Gesamtergebnis 11.602 -20.081

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

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in TEUR Erläuterung 31.12.2010 31.12.2009
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE


I. Immaterielle Vermögenswerte 6.1, 6.2 58.071 54.699
II. Sachanlagen 6.1, 6.3 138.647 144.862
III. Beteiligung an assoziierten Unternehmen 6.4 7.519 5.842
IV. Übrige Finanzanlagen
493 771
V. Forderungen und sonstige Vermögenswerte



Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.6 4.155 3.919

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.8 3.155 4.346

Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 6.9 133 119

Ertragsteuerforderungen 6.10 2.443 2.853
VI. Latente Steuern 5.14 17.359 19.710



231.975 237.121
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE


I. Vorräte 6.5 128.233 111.826
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte



Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.6 94.810 91.170

Forderungen aus Langfristfertigung 6.7 15.941 23.354

Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 6.6 8.797 6.065

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.8 10.309 8.913

Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 6.9 3.636 4.544

Ertragsteuerforderungen 6.10 6.144 6.668
III. Flüssige Mittel 6.11 70.286 29.823



338.156 282.363
BILANZSUMME
570.131 519.484

PASSIVA

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in TEUR Erläuterung 31.12.2010 31.12.2009
EIGENKAPITAL


I. Gezeichnetes Kapital 6.13.1 15.688 15.688
II. Kapitalrücklage 6.13.2 32.976 32.976
III. Gewinnrücklagen 6.13.3 98.814 114.996
IV. Konzernergebnis 6.13.4 6.683 -20.710

Den Aktionären zustehendes Eigenkapital
154.161 142.950
V. Anteile ohne beherrschenden Einfluss 6.13.5 15.853 14.295



170.014 157.245
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN


I. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 6.14 109.827 60.829
II. Übrige langfristige Verbindlichkeiten
11.546 10.840
III. Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.16 3.260 2.658
IV. Verpflichtungen aus Mitarbeiterbeteiligung 6.17 12.392 11.035
V. Sonstige langfristige Rückstellungen 6.18 5.357 5.037
VI. Latente Steuern 5.14 10.834 12.292



153.216 102.691
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN


I. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 6.14 57.769 104.431
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
67.002 63.685
III. Erhaltene Anzahlungen
39.690 24.821
IV. Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 6.7 865 1.654
V. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen
4.158 2.558
VI. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
299 377
VII. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten
54.043 44.771
VIII . Steuerverpflichtungen
5.826 3.446
IX. Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.16 50 50
X. Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6.18 17.199 13.755



246.901 259.548
FREMDKAPITAL
400.117 362.239
BILANZSUMME
570.131 519.484

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR 2010

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in TEUR Erläuterung
4.2.20
2010 2009
1. CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT



Jahresergebnis vor Steuern
14.412 -29.781

Bezahlte Ertragsteuern (-)
-1.099 -4.448

Zinsergebnis 5.13 11.934 9.180

Bezahlte Zinsen (-)
-12.967 -10.374

Erhaltene Zinsen (+)
2.235 1.362

Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände
des Anlagevermögens (saldiert)
5.7, 5.8 28.795 25.666

Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen
5.196 1.207

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)
87 0

Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 5.10 -1.225 6

Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen
56 558

Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva

-5.170 71.871

Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva

20.481 -32.7891)

CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
62.735 32.458
2. CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT



Einzahlungen (+) aus Abgängen von
Gegenständen des Sachanlagevermögens

2.150 5.084

Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.1 -8.725 -13.381

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen
des immateriellen Anlagevermögens

0 6

Auszahlungen (-) für Investitionen in
das immaterielle Anlagevermögen

-14.257 -15.026

Einzahlungen (+) aus Abgängen des Finanzanlagevermögens
302 0

Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen
0 -12.851

CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
-20.530 -36.168
3. CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT



Dividendenzahlungen 5.18 0 -4.706

Auszahlungen (-) an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss
-570 -1.700

Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen
274 250

Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Schulden
81.000 25.231

Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Schulden
-85.636 -25.1371)

CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
-4.932 -6.062
4. FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE



Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3)

37.273 -9.772

Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte
Änderungen des Finanzmittelfonds

3.190 1.007

FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE
29.823 38.588

FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE2)
70.286 29.823

1) Geändert
2) Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode entspricht der Bilanzposition "Flüssige Mittel".

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR 2010

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Gewinnrücklagen
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Kumuliertes
übriges
Eigenkapital
Währungsrücklage Konzernergebnis
01.01.2009 15.688 32.976 87.746 244 -326 31.944
ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN

-416


Kapitalerhöhung





Dividendenauszahlungen

-4.706


Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben





Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

-119


TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN

-4.825


TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN

31.944

-31.944
Jahresergebnis




-20.710
Weitere Erträge und Aufwendungen


-187 816
GESAMTERGEBNIS


-187 816 -20.710
31.12.2009 15.688 32.976 114.449 57 490 -20.710
01.01.2010 15.688 32.976 114.449 57 490 -20.710
ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN

-380


Dividendenauszahlungen





Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben





Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

-11


TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN

-11


TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN

-20.710

20.710
Jahresergebnis




6.683
Weitere Erträge und Aufwendungen


-281 5.200
GESAMTERGEBNIS


-281 5.200 6.683
31.12.2010 15.688 32.976 93.348 -224 5.690 6.683
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in TEUR Eigenkapital vor
Anteilen ohne
beherrschenden
Einfluss
Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Gesamt
01.01.2009 168.272 15.674 183.946
ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN -416
-416
Kapitalerhöhung
250 250
Dividendenauszahlungen -4.706 -1.700 -6.406
Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben
2.052 2.052
Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss -119 -596 -715
TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN -4.825 6 -4.819
TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN


Jahresergebnis -20.710 -1.382 -22.092
Weitere Erträge und Aufwendungen 629 -3 626
GESAMTERGEBNIS -20.081 -1.385 -21.466
31.12.2009 142.950 14.295 157.245
01.01.2010 142.950 14.295 157.245
ÜBRIGE VERÄNDERUNGEN -380
-380
Dividendenauszahlungen
-570 -570
Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Unternehmenserwerben
274 274
Veränderung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss -11 11
TRANSAKTIONEN MIT ANTEILSEIGNERN -11 -285 -296
TRANSFER IN GEWINNRÜCKLAGEN


Jahresergebnis 6.683 1.408 8.091
Weitere Erträge und Aufwendungen 4.919 435 5.354
GESAMTERGEBNIS 11.602 1.843 13.445
31.12.2010 154.161 15.853 170.014

Konzernanhang für 2010

> 1. ALLGEMEINE ANGABEN

1.1 Anwendung der Vorschriften

Der Konzernabschluss der Homag Group AG (Homag Group Konzern) zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Accounting Standards (lAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (lASB), den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des IFRS Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Anforderungen des § 315a Handelsgesetzbuch beachtet.

Der Konzernabschluss wurde in EUR (Konzernwährung) aufgestellt. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz werden die Kapitalflussrechnung, die Eigenkapitalentwicklung sowie die Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens ist das Kalenderjahr.

Alle für das Geschäftsjahr 2010 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards (IFRS/IAS) und Auslegungen (IFRIC) wurden berücksichtigt.

1.2 Unternehmensdaten

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Firma und Rechtsform: Homag Group AG (Mutterunternehmen, gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen des Konzerns)
Sitz: Schopfloch (Deutschland)
Adresse: Homagstraße 3-5, 72296 Schopfloch
Geschäftstätigkeit und Hauptaktivitäten: Herstellung und Vertrieb von Maschinen für die holzbearbeitende Industrie. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Konzerns besteht in der Produktion sowie dem weltweiten Vertrieb von Holzbearbeitungs- und Holzverarbeitungsmaschinen aller Art sowie Komplettanlagen, sogenannten Holzbearbeitungsstraßen. Ein Teilbereich entwickelt und vertreibt Software und erbringt Beratungsleistungen in dem gleichen Marktsegment. Es werden Maschinen für den gesamten Produktionsprozess von Sägen über Oberflächenbearbeitung bis hin zur Verpackung von Holzwerkstoffen hergestellt. Abnehmer der Maschinen sind einerseits die Hersteller von Holzbauverbundstoffen wie z. B. Holzfußböden, Hersteller von Fertighäusern in Ständerbauweise und andererseits Unternehmen der Möbelindustrie. Weiterhin sind Maschinen des Homag Group Konzerns im Schreinerhandwerk im Einsatz.

1.3 Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses

Der Vorstand der Homag Group AG hat den Konzernabschluss 2010 und den Konzernlagebericht 2010 am 18. März 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

2. GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

2.1 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Homag Group AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.

Nach der Erwerbsmethode werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik nach dem sogenannten Control Concept ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden kann. Bei der Vollkonsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden einer Tochtergesellschaft vollständig in den Konzernabschluss übernommen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich hierbei grundsätzlich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden im Erwerbszeitpunkt. Nach der Neubewertung verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Zusätzlich wird immer dann ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Weitere Erläuterungen zu den Geschäfts- und Firmenwerten finden sich im Abschnitt 4.2.1.

Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschieds -betrag ergibt, so wird der betreffende Erwerbsvorgang neu beurteilt ("reassessment"). Hier wird die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals kritisch geprüft. Hiernach weiterhin verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Equity-Bewertung kommt zur Anwendung, wenn die Möglichkeit eines maßgeblichen Einflusses auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens besteht, aber weder die Voraussetzungen eines Tochter- noch die eines Gemeinschaftsunternehmens vorliegen. Ein im Erwerbszeitpunkt entstehender Unterschiedsbetrag zwischen anteiligem Eigenkapital und Anschaffungskosten der Beteiligung wird entsprechend der Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode behandelt.

Für alle konsolidierten Tochterunternehmen, die nach dem 1. Januar 2005 erworben wurden, wurde der Unternehmenserwerb nach IFRS 3 bilanziert. Bei allen Unternehmenserwerben, die vor dem 1. Januar 2005 vollzogen wurden, wurde gemäß Wahlrecht in IFRS 1 bezüglich der Kapitalkonsolidierung die HGB-Bilanzierung beibehalten. Die Vermögenswerte und Schulden wurden nach den allgemeinen Vorschriften der IFRS auf den Stichtag der IFRS-Eröffnungsbilanz ermittelt. Alle Wertänderungen zwischen der HGB-Schlussbilanz und der IFRS-Eröffnungsbilanz wurden mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet.

2.2 Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Der Homag Group Konzern behandelt Erwerbe von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss als Eigenkapitaltransaktion. Ein sich aus der Gegenüberstellung der für den Minderheitenerwerb aufgewandten Anschaffungskosten mit dem Wert der anteiligen Minderheitenanteile im Zeitpunkt des Erwerbs ergebender Unterschiedsbetrag wird unmittelbar im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen erfasst.

2.3 Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der Homag Group AG ist der Euro (EUR). Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden gemäß IAS 21 aus der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Der Differenzbetrag, der aus den abweichenden Umrechnungskursen in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultiert, wird erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Für die Währungsumrechnung wurden unter anderem folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
US-Dollar 1,32820 1,43030 1,32789 1,39463
Britisches Pfund 0,86300 0,89320 0,85891 0,89169
Australischer Dollar 1,31210 1,60100 1,44615 1,77586
Kanadischer Dollar 1,32770 1,50310 1,36843 1,58706
Dänische Krone 7,45550 7,44190 7,44781 7,44693
Japanischer Yen 108,59360 132,59130 116,57602 130,40371
Schweizer Franken 1,24420 1,48860 1,38330 1,51022
Chinesischer Yuan 8,76970 9,76600 9,00050 9,54026

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind neben der Homag Group AG 17 (Vorjahr: 16) Gesellschaften mit Sitz im Inland sowie 23 (Vorjahr: 23) Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen, bei denen die Homag Group AG direkt oder indirekt Beherrschung ausübt. Der Anteilsbesitz der Homag Group AG wird in Abschnitt 9 dargestellt.

3.1 Assoziierte Unternehmen

Als assoziierte Unternehmen wurden die Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA, und Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China, in den Konzernabschluss einbezogen. Weitere Angaben sind in Abschnitt 9 aufgeführt.

3.2 Änderungen im Konsolidierungskreis

3.2.1 Konsolidierungskreisänderungen 2010

Im Februar und im Juli 2010 wurden bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der Minderheitsgesellschafter in zwei Tranchen die Anteile an der Bütfering Schleiftechnik GmbH, Beckum, von 80 Prozent auf 96,3 Prozent erhöht.

Im Dezember wurde die Homag eSolution GmbH zusammen mit der imos AG, Herford, gegründet. Die Homag Group AG hält an der in Schopfloch ansässigen Gesellschaft 51 Prozent der Anteile.

3.2.2 Erstkonsolidierung der BENZ GmbH 2009

Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurden 51 Prozent der Anteile der BENZ GmbH Werkzeugsysteme mit Sitz in Haslach erworben. Die Gesellschaft ist seit vielen Jahren Systemlieferant des Konzerns und im Bereich der Herstellung von Werkzeugen und Aggregaten für die metall-, holz- und kunststoffverarbeitende Industrie tätig. Die BENZ GmbH Werkzeugsysteme hält 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft BENZ INCORPORATED mit Sitz in Charlotte/USA.

Die finale Kaufpreisallokation erfolgte im 4. Quartal 2009.

Der Erwerb wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Die Gesellschaften werden seit dem Erwerbszeitpunkt voll konsolidiert, trugen im Jahr 2009 mit -504 TEUR zum Konzernergebnis des Geschäftsjahres bei und erzielten im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 20.395 TEUR.

Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 12.146 TEUR, die aus Barmitteln beglichen wurden. Davon sind 146 TEUR dem Unternehmenserwerb direkt zuordenbare Kosten. Daneben wurde ein zusätzlicher variabler Kaufpreis vereinbart, in Abhängigkeit von der Ertragslage der BENZ GmbH Werkzeugsysteme im Jahr 2010. Die Bewertung dieses zusätzlichen variablen Kaufpreises zum Bilanzstichtag 2010 ergab einen Wert von 0 EUR und führte somit zu keiner weiteren Kaufpreiszahlung.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der erworbenen BENZ GmbH Werkzeugsysteme und deren Tochter BENZ INCORPORATED stellten sich zum Erwerbszeitpunkt in zusammengefasster Form wie folgt dar:

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in TEUR Bisheriger Buchwert Endgültiger beizulegender
Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
gemäß finaler Kaufpreisallokation
zum 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 466 2.966
Sachanlagen 5.697 5.564
Sonstige Vermögenswerte 13.874 13.835
Summe Aktiva 20.037 22.365
Finanzverbindlichkeiten 1.275 1.275
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.913 1.913
Sonstige Schulden 14.485 15.275
Summe Passiva (ohne Eigenkapital) 17.673 18.463
Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert aus der Akquisition) 2.364 3.902
Auf die Homag Group AG entfallender Anteil
1.856
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
2.046
Anschaffungskosten für 51%
12.146
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Akquisition
10.290

Der oben angesetzte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den erwarteten Synergien und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Aktivitäten der BENZ GmbH Werkzeugsysteme mit dem Homag Group Konzern. Insbesondere soll damit eine schnellere Realisierung von Ideen und Entwicklungen durch verkürzte Wege erreicht werden.

Der Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR
Anschaffungskosten 12.146
davon Barzahlung 12.146
Zahlungsmittelfluss aufgrund der Akquisition
Mit der Akquisition erworbene Zahlungsmittel 95
Abfluss von Zahlungsmitteln -12.146
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss -12.051

4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden zum gleichen Stichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens und nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Homag Group Konzerns angepasst, soweit diese nicht den Vorschriften der IFRS entsprechen.

4.1 Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr waren die nachfolgenden IFRS-Standards und -Interpretationen erstmals anzuwenden:

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IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse
Änderung zu IAS 39 Geeignete Grundgeschäfte
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
Änderung von IFRS 1 Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender
Änderung von IFRS 2 Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
Verbesserungen zu IFRS 2009 Verbesserungen zu IFRS 2009
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien
IFRIC 16 Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
IFRIC 17 Sachdividenden an Gesellschafter
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden

Die wesentlichen Auswirkungen dieser Standards und Interpretationen stellen sich wie folgt dar:

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

Der überarbeitete Standard IAS 27 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Änderungen betreffen primär die Bilanzierung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss (Minderheitsanteile), die künftig in voller Höhe an den Verlusten des Konzerns beteiligt werden, und von Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen führen und deren Auswirkungen erfolgswirksam zu behandeln sind. Auswirkungen von Anteilsveräußerungen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, sind demgegenüber erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Die Übergangsbestimmungen sehen hierfür eine prospektive Anwendung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die aus solchen Transaktionen vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich daher keine Änderungen. Die Neuregelungen werden sich bei künftigen Erwerben sowie mit Verlusten von Beherrschung verbundenen Veräußerungen und Transaktionen mit Minderheitsanteilen des Konzerns entsprechend auf die künftigen Ergebnisse und die Höhe des Eigenkapitals auswirken.

Änderungen zu IAS 39 - Geeignete Grundgeschäfte

Die Änderungen zu IAS 39 wurden im Juli 2008 veröffentlicht und sind retrospektiv erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Änderung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft anzuwenden sind. Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Die Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten im Konzern ist von dieser Änderung nicht betroffen.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS

Der überarbeitete Standard IFRS 1 wurde im November 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden ist. Die Überarbeitung des Standards umfasste allein redaktionelle Änderungen und eine Neustrukturierung des Standards. Aus der Überarbeitung ergeben sich keine Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Erstanwender von IFRS. Die Bestimmungen des IFRS 1 richten sich an die Erstanwender von IFRS und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.

Änderung von IFRS 1 - Weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender

Die Änderung von IFRS 1 wurde im Juli 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt. IFRS 1 wurde geändert, um zusätzliche Ausnahmeregelungen von vollständiger rückwirkender Anwendung der IFRS für die Bewertung von Vermögenswerten im Bereich "Öl und Gas" sowie für Leasingverhältnisse zu ermöglichen. Die Bestimmungen des IFRS 1 richten sich an die Erstanwender von IFRS und haben daher keine Auswirkungen auf den Konzern.

Änderung von IFRS 2 - Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich

Die Änderung von IFRS 2 wurde im Juni 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt. Mit der Änderung des IFRS 2 wurden die Definition von anteilsbasierten Vergütungen und der Anwendungsbereich von IFRS 2 geändert und zusätzliche Leitlinien für die Bilanzierung von konzerninternen anteilsbasierten Vergütungen eingefügt. Die Regelung sieht hierfür vor, dass ein Unternehmen erhaltene Güter oder Dienstleistungen dann nach den Bestimmungen für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert, wenn eigene Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens als Gegenleistung gewährt werden oder wenn das Unternehmen keine Verpflichtung zur Begleichung der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung hat. In allen anderen Fällen wird die Vereinbarung als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich erfasst. Diese Grundsätze gelten unabhängig von jedweden konzerninternen Rückzahlungsvereinbarungen. Im Rahmen der Änderung wurden die Bestimmungen in IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 und IFRIC 11 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen in den IFRS 2 übernommen und beide Interpretationen aufgehoben. Diese Neuerungen sind derzeit auf den Konzern nicht anwendbar und haben somit keine Auswirkungen.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Der überarbeitete Standard IFRS 3 wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Der Standard wurde im Rahmen des Konvergenzprojekts von IASB und FASB einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. Die wesentlichen Änderungen betreffen insbesondere die Einführung eines Wahlrechts bei der Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zwischen der Erfassung mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen (sog. Purchased-Goodwill-Method) und der sog. Full-Goodwill-Method, wonach der gesamte, auch auf die Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts des erworbenen Unternehmens zu erfassen ist. Hervorzuheben sind weiterhin die erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb), die zwingende Berücksichtigung einer Gegenleistung, die an das Eintreten künftiger Ereignisse geknüpft ist, zum Erwerbszeitpunkt sowie die ergebniswirksame Behandlung von Transaktionskosten. Die Übergangsbestimmungen sehen eine prospektive Anwendung der Neuregelung vor. Für Vermögenswerte und Schulden, die im Konzern aus Unternehmenszusammenschlüssen vor der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich keine Änderungen. Die Änderungen werden sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmenserwerb erfolgt ist, und auf künftige Ergebnisse auswirken. Insbesondere kann die Anwendung der Full-Goodwill-Method zu höheren Geschäfts- oder Firmenwerten führen.

Verbesserungen zu IFRS 2009

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2009 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im April 2009 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Die Anwendungszeitpunkte und Übergangsregelungen werden pro geändertem Standard vorgegeben. Sofern nachfolgend nichts anderes angegeben ist, finden einzelne Regelungen erstmals für das Geschäftsjahr Anwendung, das am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnt:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung:

Es wurde klargestellt, dass die Einbringung eines Geschäftsbereichs bei Gründung eines Joint Ventures sowie Zusammenschlüsse von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fallen. Erstmalige Anwendung ist für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche:

Es wurde klargestellt, dass für langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, und aufgegebene Geschäftsbereiche grundsätzlich allein die Angabepflichten des IFRS 5 einschlägig sind. Die in anderen IFRS vorgesehenen Angabepflichten sind nur dann zu beachten, wenn die jeweiligen Standards oder Interpretationen diese Angaben ausdrücklich für Vermögenswerte nach IFRS 5 und aufgegebene Geschäftsbereiche fordern.

IFRS 8 Geschäftssegmente:

Es wurde klargestellt, dass Segmentvermögenswerte und Segmentschulden nur dann ausgewiesen werden müssen, wenn diese Vermögenswerte und Schulden der verantwortlichen Unternehmensinstanz regelmäßig gemeldet werden.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses:

Die in Übereinstimmung mit IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung als zu Handelszwecken gehalten klassifizierten Vermögenswerte und Schulden dürfen in der Bilanz nicht automatisch als kurzfristig klassifiziert werden.

IAS 7 Kapitalflussrechnungen:

Es wurde festgestellt, dass nur solche Ausgaben, die zur Erfassung eines Vermögenswerts führen, als Cashflows aus der Investitionstätigkeit eingestuft werden können.

IAS 17 Leasingverhältnisse:

Die speziellen Leitlinien zur Einstufung von Leasingverhältnissen bei Grundstücken wurden aufgehoben. Es gelten künftig die generellen Leitlinien.

IAS 18 Umsatzerlöse:

Der Board hat zur Beantwortung der Frage, ob ein Unternehmen als Auftraggeber oder Vermittler handelt, weitere Leitlinien verfasst. Für diese Änderung im Anhang zum IAS 18, der nicht Bestandteil des Standards ist, sind keine zeitlichen Anwendungsbestimmungen vorgesehen, so dass sie mit der Veröffentlichung in Kraft getreten ist.

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten:

Es wird klargestellt, dass eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, nicht größer sein darf als ein Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 vor der Aggregation nach den dort genannten Kriterien.

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte:

Ist ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener immaterieller Vermögenswert nur zusammen mit einem anderen immateriellen Vermögenswert identifizierbar, so kann der Erwerber die Gruppe dieser immateriellen Vermögenswerte als einen einzelnen Vermögenswert ansetzen, wenn einzelne Vermögenswerte dieser Gruppe gleiche Nutzungsdauern aufweisen. Weiterhin wird festgestellt, dass die im Standard genannten Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von immateriellen Vermögenswerten, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, lediglich Beispiele darstellen. Den Unternehmen steht es frei, andere Methoden zu verwenden. Diese Änderungen sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung:

Eine Vorfälligkeitsoption gilt als eng mit dem Basisvertrag verbunden, wenn der Ausübungspreis der Vorfälligkeitsoption so bemessen ist, dass dem Kreditgeber dadurch der ungefähre Barwert des Zinsnachteils für die verbleibende Laufzeit des Basisvertrags erstattet wird. Weiterhin wird festgestellt, dass die Ausnahmeregelung für Verträge zwischen Erwerber und Verkäufer, ein Unternehmen zu einem künftigen Zeitpunkt zu erwerben oder zu veräußern, nur für bindende Forward-Verträge gilt, jedoch nicht für derivative Verträge, bei denen noch weitere Maßnahmen erforderlich sind. Die dritte Neuregelung besagt, dass Gewinne oder Verluste aus dem Cashflow Hedge einer erwarteten Transaktion, die später zum Ansatz eines Finanzinstruments führt, oder aus dem Cashflow Hedge auf angesetzte Finanzinstrumente in der Periode umzugliedern sind, in der die abgesicherten erwarteten Cashflows das Ergebnis beeinflussen.

IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate:

IFRIC 9 findet keine Anwendung auf eine mögliche Neubeurteilung zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs von eingebetteten Derivaten in Verträgen, die im Rahmen von Zusammenschlüssen von Unternehmen oder Geschäftseinheiten unter gemeinsamer Beherrschung oder bei der Gründung eines Joint Venture erworben wurden. Diese Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.

IFRIC 16 Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb:

Sicherungsinstrumente können von jedem Unternehmen innerhalb des Konzerns gehalten werden, sofern die in IAS 39 festgelegten Designations-, Dokumentierungs- und Wirksamkeitsvoraussetzungen erfüllt sind. Diese Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt.

Die Neuregelungen aus diesem Improvementprojekt haben - mit Ausnahme von Regelungen, auf deren Auswirkungen nachfolgend gesondert hingewiesen wird - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss:

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IAS 17 Leasingverhältnisse: Der Konzern wendet die Neuregelung an.
IFRS 8 Geschäftssegmente: Der Ausweis kann künftig gekürzt werden.

IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

Die IFRIC-Interpretation 12 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist grundsätzlich erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im März 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach März 2009 anzuwenden ist. Die Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen übernommenen Verpflichtungen und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind keine Konzessionsnehmer im Sinne von IFRIC 12. Diese Interpretation hat daher keine Auswirkungen auf den Konzern.

IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien

Die IFRIC-Interpretation 15 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im Juli 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt Leitlinien zum Zeitpunkt und Umfang der Ertragsrealisierung aus Projekten zur Errichtung von Immobilien. IFRIC 15 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da das Geschäftsmodell des Konzerns keine derartigen Projekte vorsieht.

IFRIC 16 Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Die IFRIC-Interpretation 16 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im Juni 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 30. Juni 2009 anzuwenden ist. IFRIC 16 vermittelt Leitlinien für die Identifizierung der Fremdwährungsrisiken, die im Rahmen der Sicherung einer Nettoinvestition abgesichert werden können, für die Bestimmung, welche Konzernunternehmen die Sicherungsinstrumente zur Absicherung der Nettoinvestition halten können, und für die Ermittlung des Fremdwährungsgewinns oder -verlusts, der bei Veräußerung des gesicherten ausländischen Geschäftsbetriebs aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Diese Interpretation ist prospektiv anzuwenden. IFRIC 16 hat keine Auswirkungen auf den Konzern, da der Konzern keine derartigen Investitionen hat.

IFRIC 17 Sachdividenden an Gesellschafter

Die IFRIC-Interpretation 17 wurde im November 2008 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Oktober 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt Leitlinien zur Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen, die eine Ausschüttung von Sachdividenden an die Gesellschafter vorsehen. Die Interpretation nimmt insbesondere zum Zeitpunkt, zur Bewertung und dem Ausweis dieser Verpflichtungen Stellung. Demnach ist eine solche Verpflichtung dann anzusetzen und zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn sich das Unternehmen dieser Verpflichtung nicht mehr entziehen kann. Der Ansatz der Verpflichtung und die etwaigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des betroffenen Vermögenswerts sind im Eigenkapital zu erfassen. Eine Erfolgswirkung in Höhe der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert des Vermögenswerts tritt erst im Zeitpunkt der Übertragung dieses Vermögenswerts auf die Gesellschafter ein. Diese Interpretation ist prospektiv anzuwenden. IFRIC 17 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da eine Ausschüttung von Sachdividenden im Konzern nicht vorgesehen ist.

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden

Die IFRIC-Interpretation 18 wurde im Januar 2009 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnt. Die Übernahme dieser Interpretation in das EU-Recht ist im November 2009 erfolgt, mit der Feststellung, dass diese Interpretation in der EU spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Oktober 2009 anzuwenden ist. Diese Interpretation gibt Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Sachanlagen oder Zahlungsmittel erhält, die das Unternehmen dazu verwenden muss, den Kunden zum Beispiel mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder/und dem Kunden einen andauernden Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Die Interpretation nimmt insbesondere zu den Ansatzkriterien von Kundenbeiträgen und dem Zeitpunkt sowie Umfang der Ertragsrealisierung aus solchen Geschäftstransaktionen Stellung. Diese Interpretation ist prospektiv anzuwenden. IFRIC 18 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern derartige Geschäftstransaktionen nicht durchführt.

Für die folgenden Standards sind das EU-Endorsement und die Veröffentlichung erfolgt. Die Anwendung war im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend. Der Konzern wendete diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

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IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Änderung von IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten
Änderung von IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7
Verbesserungen zu IFRS 2010 Verbesserungen zu IFRS 2010
Änderung von IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen
IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Der überarbeitete Standard IAS 24 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Damit werden zum einen die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen geändert und zum anderen staatlich kontrollierte Unternehmen von der Angabepflicht über Geschäftsvorfälle mit dem Staat und anderen von diesem Staat kontrollierten Unternehmen befreit. Der Standard sieht retrospektive Anwendung vor. Aus der Erweiterung der Definition werden künftig eventuell weitere Angaben über den Kreis der nahestehenden Unternehmen des Konzerns resultieren. Die Anwendung der überarbeiteten Definition wird derzeit überprüft. Die Änderung wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben.

Änderung zu IAS 32 - Klassifizierung von Bezugsrechten

Die Änderung von IAS 32 wurde im Oktober 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnt. Diese Änderung beinhaltet eine Anpassung der Definition einer finanziellen Verbindlichkeit dergestalt, dass bestimmte Bezugsrechte als Eigenkapitalinstrumente eingestuft werden können. Dies gilt dann, wenn diese Rechte gegenwärtigen Eigentümern von nichtderivativen Eigenkapitalinstrumenten der gleichen Klasse eines Unternehmens anteilig gewährt werden, um eine festgelegte Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem Festpreis in einer beliebigen Währung zu erwerben. Aus dieser Regelung ergeben sich keine Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern keine solchen Bezugsrechte eingeräumt hat.

Änderung von IFRS 1 - Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7

Die Änderung von IFRS 1 wurde im Januar 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. Die Neuregelung erlaubt es den IFRS-Erstanwendern, die für die Änderung von IFRS 7 Verbesserung der Angaben, die im März 2009 veröffentlicht wurde, geltenden Übergangsregelungen in Anspruch zu nehmen. Diese Änderung hat keine Auswirkung, da der Konzern kein IFRS-Erstanwender ist.

Verbesserungen zu IFRS 2010

Die Verbesserungen zu IFRS 2010 wurden im Mai 2010 veröffentlicht und stellen einen Sammelstandard dar, der Änderungen zu verschiedenen IFRS beinhaltet. Die Anwendungszeitpunkte und Übergangsregelungen werden pro Standard vorgegeben. Sofern im Folgenden nichts anderes angegeben ist, werden die einzelnen Regelungen erstmals für das Geschäftsjahr, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt, angewendet. Der Konzern hat folgende Änderungen noch nicht angewandt:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards

Die im Folgenden dargestellten Änderungen des IFRS 1 haben keine Auswirkungen auf den Konzern, da die Homag Group AG kein Erstanwender ist.

- Änderung von Rechnungslegungsmethoden im Jahr der erstmaligen Anwendung:

Sollte ein Erstanwender nach Veröffentlichung eines Zwischenabschlusses gemäß IAS 24 Zwischenberichterstattung seine Rechnungslegungsmethoden oder seine Anwendung der Ausnahmeregelungen nach IFRS 1 ändern, müssen diese Änderungen erläutert werden und eine Überleitung von den zuvor angewandten Grundsätzen auf IFRS muss erfolgen. Die Änderung muss prospektiv angewendet werden.

- Neubewertung als Grundlage für angenommene Anschaffungs- und Herstellungskosten:

Für den Erstanwender ist es nun möglich, einen auf Grundlage eines Ereignisses bestimmten beizulegenden Zeitwert als Grundlage für angenommene Anschaffungs- oder Herstellungskosten auch dann zu verwenden, wenn das Ereignis nach dem Zeitpunkt des Wechsels auf die IFRS, aber vor der Veröffentlichung des ersten IFRS Abschlusses stattfindet. Wenn die Neubewertung nach dem Übergang auf die IFRS erfolgt, jedoch während des Berichtszeitraums des ersten IFRS Abschlusses, muss die Anpassung in den Gewinnrücklagen oder einer anderen angemessenen Eigenkapitalkategorie vorgenommen werden. Unternehmen, die schon in einer Vorperiode auf die IFRS umgestellt haben, können diese Änderung im ersten Geschäftsjahr nach Inkrafttreten dieser Anpassung rückwirkend anwenden.

- Verwendung angenommener Anschaffungs- und Herstellungskosten für Geschäftsaktivitäten auf Märkten, die dem Regulierungsprozess unterliegen:

Es findet eine Erweiterung des Anwendungsbereichs der angenommenen Anschaffungs- und Herstellungskosten bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten auf solche Vermögenswerte statt, die im Rahmen von Geschäftsaktivitäten auf Märkten eingesetzt werden, die dem Regulierungsprozess unterliegen. Eine Befreiung wird auf der Einzelfallbasis angewendet. Diese Vermögenswerte müssen zum Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS auf eventuelle Wertminderungen überprüft werden. Für Unternehmen, die auf Märkten tätig sind, die dem Regulierungsprozess unterliegen, ist es nach der Änderung nun möglich, die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die auf Grundlage zuvor angewandter Rechnungslegungsgrundsätze ermittelt wurden, als angenommene Anschaffungs- und Herstellungskosten zu verwenden. Diese Buchwerte können Beträge beinhalten, die gemäß IAS 16 Sachanlagen, IAS 23 Fremdkapitalkosten und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte nicht hätten aktiviert werden dürfen. Diese Änderung ist prospektiv anzuwenden.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

- Übergangsvorschriften für bedingte Gegenleistung aus einem Unternehmenszusammenschluss, der vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des überarbeiteten IFRS stattfand:

Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Änderung stellt klar, dass die Änderungen von IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben, IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, welche den Ausschluss der bedingten Gegenleistung aus dem Anwendungsbereich dieser Standards aufheben, nicht für bedingte Gegenleistungen gelten, die sich aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben, deren Erwerbszeitpunkt vor der Anwendung von IFRS 3 (überarbeitet 2008) liegt. Für die Homag Group AG ergeben sich keine Auswirkungen auf bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen in diesem Zeitpunkt.

- Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss:

Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Der Anwendungsbereich des Bewertungswahlrechts wird dahingehend beschränkt, dass wahlweise zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil des gegenwärtigen Eigentumsrechts am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens nur die Bestandteile der Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die ein gegenwärtiges Eigentumsrecht und im Falle einer Liquidation für den Inhaber einen anteiligen Anspruch am Nettovermögen des Unternehmens begründen, bewertet werden dürfen. Sofern nicht ein anderer IFRS, beispielsweise IFRS 2, einen anderen Bewertungsmaßstab vorschreibt, werden andere Anteile ohne beherrschenden Einfluss zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit geprüft.

- Nicht ersetzte und freiwillig ersetzte anteilsbasierte Vergütung:

Die Neuerung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Der Standard schreibt prospektive Anwendung ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 3 (2008) vor. Die Änderung legt fest, dass Unternehmen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen zur Erfassung des Ersatzes der anteilbasierten Vergütung verpflichtet sind. Dies führt zu einer zwingenden Aufteilung zwischen der Gegenleistung und dem aus dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand. Als nach dem Unternehmenszusammenschluss entstandener Aufwand wird auch der Ersatz der aktienbasierten Vergütungszusagen des erworbenen Unternehmens erfasst, wenn sie aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses verfallen. Die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen, die das erwerbende Unternehmen nicht durch eigene anteilsbasierte Vergütungszusagen ersetzt, hat gemäß der Änderung wie folgt zu erfolgen: Ausübbare Vergütungstransaktionen stellen Anteile ohne beherrschenden Einfluss dar und werden mit dem marktbasierten Wert angesetzt. Sofern sie noch nicht ausübbar sind, sind sie mit dem marktbasierten Wert zu bewerten, als ob sie zum Erwerbszeitpunkt gewährt wurden und zwischen den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und dem nach dem Unternehmenszusammenschluss entstandenen Aufwand aufzuteilen. Die Änderung hat möglicherweise Auswirkungen auf künftige Unternehmenszusammenschlüsse.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Die Änderung ist rückwirkend anzuwenden und verdeutlicht die Wechselwirkung zwischen den quantitativen und den qualitativen Angaben und auch die Art und den Umfang von Risiken aus Finanzinstrumenten. Sie beinhaltet vor allem Änderungen, die quantitative Angaben über das Ausfallrisiko betreffen. Diese Änderung hat Auswirkungen auf die Anhangangaben, die entsprechend angepasst werden.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Diese Neuerung ist rückwirkend anzuwenden und verdeutlicht, dass die Analyse des sonstigen Ergebnisses für einzelne Eigenkapitalbestandteile entweder im Anhang oder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu erfolgen hat. Im Konzern ist die Analyse in der Eigenkapitalveränderungsrechnung enthalten.

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

Die Änderung verdeutlicht, dass die Folgeänderungen, die aus IAS 27 resultieren in IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen, IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen sowie IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, oder zu einem früheren Zeitpunkt, sofern eine vorzeitige Anwendung von IAS 27 beschlossen wird. Die Änderung des Standards ist rückwirkend anzuwenden und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

IAS 34 Zwischenberichterstattung

Die Änderung des IAS 34 ist rückwirkend anzuwenden und enthält Leitlinien zur Anwendung von Angabegrundsätzen in IAS 34. Die Liste von angabepflichtigen Ereignissen und Geschäftsvorfällen wird vor allem um diese Beispiele erweitert: Umstände die voraussichtlich die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten und deren Klassifizierung beeinflussen werden, Überleitung von Finanzinstrumenten zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, Änderungen der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten, Änderungen bei Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. Die Zwischenberichterstattung des Konzerns wird künftig um diese Angaben erweitert.

IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme

Mit dieser Änderung, die rückwirkend anzuwenden ist, wird verdeutlicht, dass sonstige den Kunden, die keine Prämiengutschrift aus einem ursprünglichen Verkauf erworben haben, gewährte Skonti und Anreize bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts seiner Prämiengutschrift anhand des beizulegenden Zeitwerts der Prämie, gegen die sie eingelöst werden kann, mitzuberücksichtigen sind. Der Konzern hat kein Kundenbindungsprogramm und somit hat die Änderung des IFRIC 13 keine Auswirkung auf den Konzern.

Änderung von IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen

Die Änderung von IFRIC 14 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Die Anwendung der im Juli 2007 veröffentlichten Interpretation IFRIC 14, mit der eine Begrenzung eines sich ergebenden Vermögenswerts aus einem leistungsorientierten Plan auf seinen erzielbaren Betrag erreicht werden sollte, hatte für Unternehmen in bestimmten Ländern einige nicht beabsichtigte Konsequenzen. Die erfolgte Änderung soll es den Unternehmen ermöglichen, einen Vermögenswert für Vorauszahlungen auf Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfassen. Da alle leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns derzeit eine bilanzielle Unterdeckung aufweisen, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten

Die IFRIC-Interpretation 19 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. Diese Interpretation stellt klar, dass bei einer Begebung von Eigenkapitalinstrumenten an Gläubiger zwecks Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit das Eigenkapitalinstrument als Gegenleistung für die Tilgung der Verbindlichkeit zu behandeln ist. Die Eigenkapitalinstrumente werden entweder zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit bewertet, je nachdem, was verlässlicher ermittelt werden kann. Jegliche Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit und dem beizulegenden Zeitwert der begebenen Eigenkapitalinstrumente wird direkt im Periodenergebnis erfasst. Diese Änderung hat derzeit keine Auswirkung auf den Konzern, da momentan keine Begebung von derartigen Eigenkapitalinstrumenten geplant beziehungsweise erfolgt ist.

Der IASB und das IFRIC haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.

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Änderung von IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
Änderung von IFRS 1 Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender
Änderung von IFRS 7 Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
Fortentwicklung von IFRS 9 Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten

Änderungen von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte

Die Neuerung des IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und die Anwendung muss erstmals für das Geschäftsjahr erfolgen, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte werden unter der Annahme bewertet, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert wird. Die Auswirkung dieser Änderungen auf die Vermögens- und Ertragslage wird derzeit vom Konzern geprüft.

Änderung von IFRS 1 - Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender

Im Dezember 2010 wurde die Neuregelung von IFRS 1 veröffentlicht. Die erstmalige Anwendung muss in dem Geschäftsjahr erfolgen, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Festgelegte Anwendungszeitpunkte für die Ausbuchung und die Vorschrift zur Erfassung eines Gewinns oder Verlusts im Zugangszeitpunkt gemäß IFRS 1 wird durch die Neuregelung gestrichen und durch den Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS ersetzt. Des Weiteren wird verdeutlicht, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS aufgrund einer von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht einhalten konnte, wieder aufgegriffen wird. Da der Konzern kein IFRS-Erstanwender ist, hat diese Änderung keine Auswirkung.

Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten

Die Veröffentlichung der Neuregelung von IFRS 7 erfolgte im Oktober 2010. Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ist das Geschäftsjahr, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Aus der Neuerung ergeben sich umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden, und über das zum Bilanzstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Diese Änderung wird den Umfang der Angaben zu Finanzinstrumenten voraussichtlich weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben.

IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifikation und Bewertung

Der Standard IFRS 9 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard wurde vom IASB als erster Teil des Projekts zur umfassenden Neuregelung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten erarbeitet und beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind finanzielle Vermögenswerte abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells oder der Geschäftsmodelle entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber als bei Zugang ausübbares instrumentenspezifisches Wahlrecht im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Im Oktober 2010 wurde der zweite Teil des Projekts veröffentlicht. Der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bleibt unverändert das Geschäftsjahr, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard sieht grundsätzlich retrospektive Anwendung vor. Bestehende Bewertungs- und Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten bleiben bis auf die folgenden Ausnahmen unverändert: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst werden und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Der Abschluss dieses Projekts wird für Mitte 2011 erwartet. Die Anwendung des ersten Teils wird eventuell Auswirkungen auf die Klassifizierung und eventuell auf die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Aus dem zweiten Teil werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. Um ein umfassendes Bild potentieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind, quantifizieren.

4.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ausgewählter Positionen

4.2.1 Geschäfts- oder Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Dies beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich der Eventualschulden) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (im Folgenden: ZGEs) beziehungsweise Gruppen von ZGEs zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen ZGEs oder Gruppen von ZGEs zugeordnet werden. Eine ZGE oder eine Gruppe von ZGEs, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird,

stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmenssteuerung überwacht wird,

und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es sich nach lFRS 8.5 "Segmentberichterstattung" ergibt.

In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der ZGE (Gruppe von ZGEs) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen ZGE ermittelt.

Beim Verkauf eines Tochterunternehmens wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Nettovermögen zuzüglich der kumulierten Fremdwährungsdifferenzen und eines etwaigen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam erfasst.

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert einer ZGE (Gruppe von ZGEs) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der ZGE (Gruppe von ZGEs) ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der Werthaltigkeitstest wird mindestens einmal jährlich vorgenommen, sofern keine Anhaltspunkte für ein außerordentliches Ereignis, welches eine unterjährige Werthaltigkeitsprüfung erfordert, vorliegen.

Im Homag Group Konzern wurde die Definition der ZGE aufgrund der Änderung des IAS 36 zum 1. Januar 2010 angepasst. Als ZGE sind bei den produzierenden Unternehmen die rechtlichen Einheiten definiert und für die Vertriebsaktivitäten wurden die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte in die Gruppen von ZGEs "Europa", "Amerika" und "Asien/Pazifik" eingeteilt.

Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten ZGEs beziehungsweise Gruppen von ZGEs gemäß den Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Method auf Basis der Nutzungswerte, die dem erzielbaren Betrag entsprechen, durchgeführt. Hierfür wurden die Daten aus der Unternehmensplanung zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwerts der künftigen Cashflows beruht auf wesentlichen Annahmen, vor allem über künftige Absatzpreise bzw. -mengen und Kosten. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2015 zugrunde. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde der Cashflow des Jahres 2015 verstetigt, wobei unterstellt wurde, dass das Working Capital keinen weiteren Veränderungen unterliegt und jährlich Ersatzinvestitionen in Höhe der Abschreibungen anfallen.

Die wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die zugrunde gelegten Annahmen der Wertminderungstests sind unter Abschnitt 6.2 im Anhang aufgeführt.

4.2.2 Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich fast ausschließlich um Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte. Diese werden aktiviert, soweit eine eindeutige Kostenzuordnung, d. h. eine verlässliche Bestimmung der Herstellungskosten, möglich ist und die übrigen Kriterien des IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts - in der Regel Produktionsstart - und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel fünf Jahren.

4.2.3 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Soweit Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts überprüft (Werthaltigkeitstest).

4.2.4 Sachanlagen

Die Sachanlagen der fortzuführenden Bereiche werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden als Aufwand verrechnet, sofern sie einem qualifizierten Vermögenswert zuzuordnen sind, werden diese aktiviert.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Immobilien 15-33
Andere Anlagen, technische Anlagen und Maschinen 8-12
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-15

Soweit Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts überprüft (Werthaltigkeitstest). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der Nutzungswert wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze.

Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung bis maximal zum fortgeführten Buchwert.

4.2.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse und -zulagen) werden bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam in der Periode vereinnahmt, in der die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.

4.2.6 Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing

Im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Homag Group Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit, sofern mit einem Eigentumserwerb nach Vertragsende nicht zu rechnen ist. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit im Homag Group Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse auftreten, werden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

4.2.7 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Erfüllungstag. Der Erstansatz erfolgt für finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Wert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten.

Nach IAS 39 werden folgende Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:

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a.
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zu Marktwerten mit den Unterkategorien
aa. gehalten zu Handelszwecken (held for trading)
ab. vom Unternehmen designiert zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten
(at fair value through profit or loss)
b.
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)
c.
ausgereichte Kredite und Forderungen (loans and receivables)
d.
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale)
e.
finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Bei den Finanzinstrumenten mit erfolgswirksamer Bewertung zu Marktwerten ist der Marktwert der am Markt erzielbare Preis, d. h. der Preis, zu dem das Finanzinstrument zwischen voneinander unabhängigen Parteien frei gehandelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam ausgewiesen.

Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, sind der Kategorie "loans and receivables" zugeordnet und werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigungen für Wertminderungen bewertet.

Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines Vermögenswerts (wie z. B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities) oder eines Referenzsatzes (wie Währungen, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erforderten keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft. Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte.

Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste bei Vermögenswerten der Kategorie "available for sale" werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung statt. Wird eine Finanzanlage veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst.

Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.

Derzeit werden im Homag Group Konzern neben "ausgereichten Krediten und Forderungen" zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente in Form von Derivaten ohne Hedge-Beziehung und Derivate in einer effektiven Sicherungsbeziehung eingesetzt. Vom Konzern waren zum 31. Dezember 2010 wie bereits zum 31. Dezember 2009 keine finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten designiert (at fair value through profit or loss).

Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente, d. h. erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert.

Die Homag Group AG wendet Vorschriften zu Hedge-Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen "Fair Value Hedge" und "Cashflow Hedge" zu unterscheiden.

Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus den in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus festen Verpflichtungen abgesichert. Zur Absicherung des Zinsrisikos einer festen Verpflichtung nutzt die Homag Group AG das Wahlrecht und bilanziert diese nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert beziehungsweise die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von der Homag Group AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten oder fest vereinbarten künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Die Homag Group AG führt auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Homag Group AG kein Hedge-Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumenten eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

Im Homag Group Konzern werden diese derivativen Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung als "held for trading" der Kategorie "Vermögenswerte/Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zu Marktwerten" zugeordnet und zum Bilanzstichtag zu Marktwerten angesetzt. Die Marktwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Method) oder quotierter Preise ermittelt. Gewinne und Verluste aus der Veränderung der Marktwerte dieser derivativen Finanzinstrumente werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Im Konzern werden als derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung überwiegend Devisentermingeschäfte eingesetzt, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz der Vermögenswerte eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der erwarteten künftigen Cashflows. Bei zur Veräußerung bestimmten finanziellen Vermögenswerten werden Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um eine dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderung oder um währungsbedingte Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit Abgang des als zur Veräußerung bestimmt klassifizierten Vermögenswerts werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen Vermögenswerte, mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Ein identifizierter Wertminderungsbedarf wird hierbei grundsätzlich über ein Wertminderungskonto erfasst. In den Fällen, in denen ein Forderungsausfall, beispielsweise durch Mitteilung der Uneinbringlichkeit einer Forderung durch Inkassounternehmen, identifiziert wird, wird der entsprechende Betrag direkt von den Forderungen abgesetzt.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert kategorisiert ist, in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden, wird die vormals erfasste Wertminderung über die Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig gemacht. Dabei wird auf keinen höheren Wert zugeschrieben als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wäre keine Wertminderung erfolgt.

4.2.8 Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte (Nettoveräußerungswert = der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten) angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereichs (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der normalen Kapazitätsauslastung ermittelt.

Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, sofern keine qualifizierten Vermögenswerte vorhanden sind.

Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen und als Minderung des Materialaufwands erfasst.

4.2.9 Langfristige Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Method (POC-Method) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag in der Regel durch Begutachtung nach der Cost-to-Cost-Method der erbrachten Leistung ermittelt. Der entsprechende Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrads realisiert. Der Ausweis dieser Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung. Soweit die angearbeiteten Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Langfristfertigung. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung. Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen gebildet. Kann das Ergebnis des Fertigstellungsauftrags nicht zuverlässig ermittelt werden, werden Erlöse höchstens im Umfang der angefallenen Auftragskosten erfasst.

4.2.10 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

4.2.11 Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 grundsätzlich auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern Sie aufgrund der aktuellen Unternehmensplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzbar sind und keine Verlusthistorie besteht. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten beziehungsweise schon beschlossen wurden. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht.

4.2.12 Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Verpflichtungen werden nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Method ermittelt. Bei diesem Verfahren werden für die Ermittlung der Verpflichtungen neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnungen beruhen auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert vom Planvermögen zu kürzen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im übrigen kumulierten Eigenkapital erfasst. Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand ausgewiesen, Zinsaufwand in der gleichnamigen Position der Gewinn- und Verlustrechnung.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Homag Group Konzern über die Entrichtung von Beitragszahlungen keine weiteren Verpflichtungen ein.

4.2.13 Verpflichtungen aus Mitarbeiterbeteiligung

Unternehmen des Homag Group Konzerns gewähren ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer stillen Beteiligung am Unternehmen zu beteiligen. Die Finanzierung der Beteiligung erfolgt dabei in der Regel durch Darlehensgewährung seitens des Unternehmens, wobei die Darlehen durch Ergebnisansprüche des still beteiligten Mitarbeiters zu tilgen sind.

Mit Vereinbarung der stillen Beteiligung erwirbt der Mitarbeiter einen Anspruch auf Beteiligung am handelsrechtlichen Ergebnis des Unternehmens. Diese Ergebnisbeteiligung wird dabei teilweise zur Tilgung des gewährten Darlehens verwendet, der Restbetrag wird an die beteiligten Mitarbeiter ausbezahlt. Verlustzuweisungen mindern künftige Gewinnzuweisungen. Die Leistungen an Mitarbeiter im Rahmen des stillen Beteiligungsverhältnisses stellen Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne des IAS 19 dar. Soweit unmittelbar eine Auszahlung des Ergebnisanteils an den Arbeitnehmer erfolgt, handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Soweit der Ergebnisanteil zur Tilgung des an den Arbeitnehmer zur Finanzierung der Beteiligung gewährten Darlehens verwendet wird, entsteht beim Unternehmen eine andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer, die im Falle der Beendigung des stillen Beteiligungsverhältnisses fällig wird. Im Regelfall ist dies bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Fall.

Die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtung aus Mitarbeiterbeteiligung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung biometrischer Daten.

Das Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung wird in einer separaten Position in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Es beinhaltet auch die in diesem Zusammenhang angefallenen Zinserträge aus der Darlehensgewährung sowie Änderungen des Verpflichtungsbetrags aufgrund von Aufzinsungseffekten.

4.2.14 Aktienbasierte Vergütung

Den Vorstandsmitgliedern werden Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können (sogenannte Transaktion mit Barausgleich im Sinne von IFRS 2.30 ff.).

Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe Anhangangabe 5.6). Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

4.2.15 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

4.2.16 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Unverzinsliche langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

4.2.17 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Gemäß IAS 23 werden Fremdkapitalkosten, die in Zusammenhang mit der Errichtung eines qualifizierten Vermögenswerts stehen, aktiviert.

4.2.18 Ertragsrealisation

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Homag Group Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Skonti und Rabatte werden berücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit dem Versand der Waren und Erzeugnisse ein. Ist Gegenstand des Geschäfts neben der Lieferung auch die Montage der gelieferten Ware, erfolgt die Umsatzrealisierung - soweit es sich nicht um langfristige Fertigungsaufträge nach IAS 11 handelt -nach Abschluss der Montage beziehungsweise nach Abnahme beim Kunden.

Langfristige Fertigungsaufträge

Umsätze aus langfristiger Fertigung werden in Übereinstimmung mit IAS 11 entsprechend dem Fertigstellungsfortschritt des Auftrags erfasst.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

4.2.19 Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis grundsätzlich erfolgswirksam beurteilt.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der Vorstand folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für Zwecke der Feststellung, ob eine Aktivierung zulässig ist, hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Nach bestmöglicher Schätzung betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2010 22.221 TEUR (Vorjahr: 18.142 TEUR).

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrug zum 31. Dezember 2010 16.004 TEUR (Vorjahr: 16.282 TEUR). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Abschnitt 6.2 des Anhangs zu finden.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Einzelheiten sind im Anhang im Abschnitt 5.14 dargestellt.

Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2010 3.310 TEUR (Vorjahr: 2.708 TEUR). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang im Abschnitt 6.16 dargestellt.

Mitarbeiterbeteiligung

Die Verpflichtungen aus der Mitarbeiterbeteiligung werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze und das erwartete Pensionierungsalter der Belegschaft. Die Verbindlichkeit aus der Mitarbeiterbeteiligung betrug zum 31. Dezember 2010 12.392 TEUR (Vorjahr: 11.035 TEUR). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang im Abschnitt 6.17 dargestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Die Kosten aus der Gewährung von Wertsteigerungsrechten an die Vorstandsmitglieder werden im Homag Group Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Wertsteigerungsrechte zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts muss für die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten ein geeignetes Bewertungsverfahren bestimmt werden; dieses ist abhängig von den Bedingungen der Gewährung. Es ist weiterhin die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Daten, darunter insbesondere die voraussichtliche Optionslaufzeit, Volatilität und Dividendenrendite, sowie entsprechender Annahmen erforderlich. Die Annahmen und das angewandte Verfahren sind in der Anhangangabe 5.6 ausgewiesen.

4.2.20 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss des Homag Group Konzerns. Dazu wird das Periodenergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen, das sind im Wesentlichen Abschreibungen und die Veränderungen der Rückstellungen, sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge korrigiert und um die Veränderung der betrieblichen Aktiva und Passiva ergänzt. Die Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit sind nach der direkten Methode dargestellt worden.

Zur Verbesserung der Aussagekraft der Kapitalflussrechnung wurde in diesem Konzernabschluss die Veränderung der Kontokorrentbankverbindlichkeiten erstmals im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Bislang erfolgte die Erfassung der Ein- und Auszahlungen aus der Veränderung der Kontokorrentbankverbindlichkeiten unter der Position "Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva" im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Beträge der Vergleichsperiode wurden entsprechend angepasst.

Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Sie gliedern sich wie folgt:

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in TEUR 2010 2009
Kassenbestand 123 160
Schecks 145 129
Guthaben bei Kreditinstituten 70.018 29.534

70.286 29.823

Die Zahlungsmittel unterliegen keinen wesentlichen Verfügungsbeschränkungen.

5. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUST RECHNUNG

5.1 Umsatzerlöse

Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Regionen:

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in TEUR 2010 2009
Deutschland 156.026 137.580
Übrige Länder der EU 255.935 204.300
Übriges Europa 91.819 53.589
Nordamerika 37.184 22.709
Südamerika 41.272 22.548
Asien/Pazifik 132.512 78.537
Afrika 2.989 4.812
Drittland 561.711 386.495
GESAMT 717.737 524.075

Maßgebend für die Zuordnung zu den Regionen ist der Standort des Kunden.

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.

Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung wurden im Berichtsjahr aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Umsatzerlöse in Höhe von 254.482 TEUR (Vorjahr: 153.172 TEUR) nach der Percentage-of-Completion-Method erzielt.

5.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38.

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich folgendermaßen zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte 1.947 2.132
Kursgewinne aus Währungsumrechnungen 7.095 8.391
Erträge aus Anlageabgängen 424 197
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen LuL 1.792 2.709
Erträge aus Kostenerstattungen 894 1.083
Erträge aus privater PKW-Nutzung 2.103 2.026
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 70 1.470
Verkaufserlöse Kantine 630 534
Eingänge auf ausgebuchte Forderungen 61 307
Provisionserträge 201 245
Übrige Erträge 4.783 4.776

20.000 23.870

5.4 Materialaufwand

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in TEUR 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 295.420 211.516
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.725 9.938

314.145 221.454

5.5 Personalaufwand und Anzahl Mitarbeiter

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in TEUR 2010 2009
Löhne und Gehälter 214.521 186.294
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 42.263 38.910
- davon für Altersversorgung 17.228 17.205

256.784 225.204

In den Personalaufwendungen sind Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 3.384 TEUR (Vorjahr: 9.457 TEUR) enthalten. Die Erstattungen erfolgten für konjunkturelles Kurzarbeitergeld und vom Arbeitgeber zu tragende Sozialversicherungsaufwendungen bei diversen deutschen Produktionsgesellschaften.

Gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" werden diese Erstattungen mit den jeweiligen Aufwendungen saldiert ausgewiesen.

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in TEUR 2010 2009
Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung -6.857 2.039

Das Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung enthält im Wesentlichen handelsrechtliche Gewinnzuweisungen beziehungsweise im Vorjahr Gewinn- und Verlustzuweisungen.

Im Jahresdurchschnitt waren im Homag Group Konzern beschäftigt:

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Inland Ausland Gesamt 2010 Gesamt 2009
Gewerbliche Mitarbeiter 1.767 257 2.024 2.107
Angestellte 1.795 774 2.569 2.664
Auszubildende 386 2 388 387

3.948 1.033 4.981 5.158

5.6 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt 364 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR). Eine erfolgsabhängige Vergütung ist darin nicht enthalten. Die gesamte Vergütung ist - wie im Vorjahr - kurzfristig fällig.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Kurzfristig fällige Vergütung 1.487 1.179
Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) 278 -153

1.765 1.026

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 1.765 TEUR. Aufgrund der Nichterfüllung der Grundvoraussetzung für den Short-Term-Incentive (STI), einen positiven Value Ad-ded, erfolgt für das Jahr 2010 keine Auszahlung einer erfolgsabhängigen Komponente aus diesem Programm. Im Zusammenhang mit einer vertraglich vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich als erfolgsabhängige Vergütung eine einmalige Sonderzahlung als Tantieme erhalten. Eintrittsvoraussetzung für diese einmalige Sonderzahlung war die Erreichung eines positiven konsolidierten Ergebnisses vor Steuern (EBT) kumuliert für die vergangenen vier Quartale. Ferner hat der Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus gewährt.

Für die zum beizulegenden Zeitwert ermittelte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung wurde für das erste Drittel des beizulegenden Zeitwerts eine Rückstellung in Höhe von 278 TEUR gebildet. Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 im Jahr 2013.

Der im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 278 TEUR erfasste Aufwand aus dieser Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung betrifft ausschließlich aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Sinne von IFRS 2.30 ff. Im Vorjahr wurde ein Ertrag in Höhe von 153 TEUR erfasst.

Grundvoraussetzung für einen Barausgleich ist ein über den Bezugszeitraum kumuliert positiver Value Added (Return on Capital Employed minus Weighted Average Cost of Capital). Der Bezugszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 (im Vorjahr die Geschäftsj ahre 2007, 2008 und 2009). Dieser linear ermittelte LTI ist wiederum durch eine festgelegte Messgröße (12 Prozent des Value Added, im Vorjahr 18 Prozent des Value Added) nach oben hin begrenzt. Ein weiterer, den LTI-Bonus bestimmender Bestandteil ist die Wertentwicklung der HOMAG Group Aktie während des Bezugszeitraums, die den LTI erhöhen oder verringern kann. Hierbei wird der Wertzuwachs der Aktie zwischen dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums (relevanter Schlusskurs) ermittelt. Bei einer Steigerung des relevanten Schlusskurses zum relevanten Anfangskurs um bis zu 70 Prozent entsteht ein Anspruch auf den zweiten Teil des LTI. Im Falle eines Kursverlustes der Aktie errechnet sich analog ein Minderungsbetrag, der wiederum bei einem Wertverfall der Aktie von 70 Prozent seine maximale Ausprägung findet. Der aktienbasierte LTI kann jedoch durch den Minderungsbetrag maximal auf 0 EUR verringert werden.

Die Vertragslaufzeit der Wertsteigerungsrechte umfasst die Jahre 2010 bis 2012 (im Vorjahr die Jahre 2007 bis 2009). Der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Anwendung eines Binominalmodells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive die Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird über den erwarteten Erdienungszeitraum erfasst. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010:

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2010
Dividendenrendite (in %) 2,40
Erwartete Volatilität (in %) 43,60
Risikoloser Zinssatz (in %) 1,56
Verfall der Optionspositionen 31.12.2012
Relevanter Anfangskurs der Aktie (in EUR) 12,13

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 wurden keine entsprechenden Parameter zugrunde gelegt, da der Buchwert der Schuld am Ende des Geschäftsjahres auf 0 EUR reduziert wurde, weil die Eintrittsvoraussetzungen nicht vorgelegen haben.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert der Schuld, welcher im vorliegenden Fall dem beizulegenden Zeitwert entspricht, 278 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Gesamtbezüge des Vorstands gemäß IAS 24 betrugen für das Geschäftsjahr 1.765 TEUR (Vorjahr: 1.026 TEUR) und teilen sich wie folgt auf:

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Erfolgsunabhängige
Vergütung
Erfolgsabhängige
Vergütung
Vergütung mit langfristiger
Anreizwirkung (LTI)



Tantieme Veränderung der Rückstellung
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Rolf Knoll 323 241 38 0 77 -31
Achim Gauß 274 226 38 0 77 -31
Andreas Hermann 247 201 37 0 0 -28
Herbert Högemann 236 202 25 0 65 -28
Jürgen Köppel 218 48 15 0 59 0
Dr. Joachim Brenk 0 223 0 0 0 -35
GESAMT 1.298 1.141 153 0 278 -153
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Sachbezüge Gesamtbezüge





in TEUR 2010 2009 2010 2009
Rolf Knoll 8 7 446 217
Achim Gauß 7 8 396 203
Andreas Hermann 7 7 291 180
Herbert Högemann 8 8 334 182
Jürgen Köppel 6 2 298 50
Dr. Joachim Brenk 0 6 0 194
GESAMT 36 38 1.765 1.026

Für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) wurde das erste Drittel des beizulegenden Zeitwerts den Rückstellungen zugeführt. Hierbei handelt es sich nicht um den tatsächlichen Wert, sondern um den finanzmathematisch ermittelten beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die Auszahlung erfolgt nach der Hauptversammlung für 2012 in 2013.

Bezüge ehemaliger Organmitglieder

Für ehemalige Vorstandsmitglieder der in 1999 auf die Homag Group AG verschmolzenen IMA AG sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr: 621 TEUR) gebildet. Die geleisteten Rentenzahlungen betrugen im abgelaufenen Jahr 57 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR).

5.7 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

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in TEUR 2010 2009
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte planmäßig 10.410 7.410
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte außerplanmäßig 480 0

10.890 7.410

5.8 Abschreibungen auf Sachanlagen

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in TEUR 2010 2009
Abschreibungen auf Sachanlagen planmäßig 17.876 17.616
Abschreibungen auf Sachanlagen außerplanmäßig 29 733

17.905 18.349

5.9 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Vertriebsprovisionen, Sondereinzelkosten Vertrieb 13.288 10.991
Werbe- und Messekosten 7.478 7.480
Bürobedarf, Post- und Telekommunikationskosten 4.827 4.513
Rechts- und Beratungskosten, Lizenzausgaben und Patentkosten 6.675 6.463
Reise- und Bewirtungskosten 15.153 14.604
Miet- und Leasingaufwendungen 9.165 9.142
Sonstige Steuern 1.129 1.004
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.914 3.227
Forderungsverluste 296 738
Transportkosten 10.915 7.863
Instandhaltungskosten 7.446 5.295
Versicherungskosten 1.480 1.611
Kursverluste aus Währungsumrechnungen 5.485 6.234
Verluste aus Anlageabgängen 480 755
Spenden, Gebühren, Abgaben, Beiträge 886 885
Nebenkosten des Geldverkehrs 2.117 1.303
Reinigungskosten 976 856
Übrige Aufwendungen 26.925 10.428

118.635 93.392

5.10 Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das Beteiligungsergebnis aus At-Equity-Beteiligungen entfällt auf Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA mit 557 TEUR (Vorjahr: 28 TEUR) sowie auf Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China mit 668 TEUR (Vorjahr: -34 TEUR).

5.11 Frei

5.12 Frei

5.13 Zinserträge/Zinsaufwendungen

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in TEUR 2010 2009
Zinserträge aus ausgereichten Krediten und anderen Forderungen 91 132
Andere Zinsen und ähnliche Erträge 2.134 1.262
Gesamtzinserträge aller finanziellen Forderungen, die nicht vom Unternehmen
zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten angesetzt wurden
2.225 1.394
Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten 68 21
ZINSERTRÄGE 2.293 1.415
Zinsaufwendungen aus

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -8.583 -6.325
der Ab-/Aufzinsung des Genussrechtskapitals -138 199
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten -363 -458
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Transaktionskosten -970 -259
Andere Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -3.852 -3.561
Gesamtzinsaufwand aller finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht vom Unternehmen
zur erfolgswirksamen Bewertung zu Marktwerten angesetzt wurden
-13.906 -10.404
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen -129 -191
Zinsaufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten -192 0
ZINSAUFWENDUNGEN -14.227 -10.595
ZINSERGEBNIS -11.934 -9.180

5.14 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/latente Steuern

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:

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in TEUR 2010 2009
Laufende Steuern 5.428 3.577
Latente Steuern

aus zeitlichen Bewertungsunterschieden -972 1.463
aus Verlustvorträgen 1.865 -12.729

6.321 -7.689

Der Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht mit aktiven latenten Steuern belegter steuerlicher Verlustvorträge um 441 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) gemindert.

Der Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 14.412 TEUR (Vorjahr: -29.781 TEUR) und des für die Homag Group Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 27,375 Prozent (Vorjahr: 27,375 Prozent theoretischer Steueraufwand) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

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in TEUR 2010 2009
Theoretischer Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) -3.945 8.153
Steuersatzbedingte Abweichungen 3 50
Steuerminderungen (+)/Steuermehrungen (-) aufgrund steuerfreier Erträge bzw. nicht abzugsfähiger Aufwendungen -3.042 -2.571
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuern und Verlustvorträge -164 3.003
Sonstige Abweichungen 827 -946
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG (TATSÄCHLICHER STEUERAUFWAND (-)/STEUERERTRAG (+)) -6.321 7.689

Die sonstigen Abweichungen resultieren vor allem aus Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 466 TEUR (Vorjahr: 1.584 TEUR), welche unter anderem auf erwartete Nachzahlungen in Verbindung mit der Steuerprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft zurückzuführen sind, die teilweise kompensiert werden konnten durch Umkehreffekte aus Vorjahren.

Auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 63.510 TEUR wurden keine latenten Steuern angesetzt, da vorgesehen ist, diese Gewinne zum Zwecke der Substanzerhaltung und Ausweitung des Geschäftsvolumens in den Unternehmen einzusetzen.

Die erfolgsneutral gebildeten latenten Steuern belaufen sich am Bilanzstichtag auf 82 TEUR (Vorjahr: -59 TEUR).

Aktive und passive latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede im Konzern ist im Wesentlichen folgenden Posten zuzuordnen:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 835 486 14.211 14.269
Vorräte 3.964 5.868 3.086 781
Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.738 2.781 903 631
Sonstige Aktiva 148 586 926 2.496
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.241 1.701 836 663
Langfristige Verpflichtungen und langfristige Rückstellungen 4.743 3.775 22 192
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 6.968 4.826 319 246
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 71 245 5.596 6.720
Sonstige Passiva 3.787 4.473 11.104 11.223

25.495 24.741 37.003 37.221
Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede 25.495 24.741 37.003 37.221
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 18.033 19.898 0 0
Saldierung -26.169 -24.929 -26.169 -24.929

17.359 19.710 10.834 12.292

Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können. Aus der Veränderung der Wertberichtigungen auf Verlustvorträge ergibt sich ein Einfluss auf den Steueraufwand von 164 TEUR (Vorjahr: -3.003 TEUR).

Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge, für die aktive latente Steuern gebildet wurden, auf 46.556 TEUR (Vorjahr: 54.898 TEUR) für Zwecke der Körperschaftsteuer, auf 43.334 TEUR (Vorjahr: 52.019 TEUR) für Zwecke der Gewerbesteuer und betreffend ausländischer Verlustvorträge auf 17.516 TEUR (Vorjahr: 14.774 TEUR). Verlustvorträge, für die wegen mangelnder Realisierbarkeit aktive latente Steuern nicht gebildet wurden, bestanden für Zwecke der Körperschaftsteuer in Höhe von 36.043 TEUR (Vorjahr: 32.644 TEUR), für Zwecke der Gewerbesteuer in Höhe von 32.839 TEUR (Vorjahr: 31.176 TEUR) und im Ausland in Höhe von 8.024 TEUR (Vorjahr: 12.240 TEUR).

Die inländischen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Vom Gesamtbetrag der ausländischen Verlustvorträge in Höhe von 25.540 TEUR ist ein Betrag von 22.535 TEUR zeitlich unbeschränkt nutzbar. Verlustvorträge in Höhe von 190 TEUR verfallen nach Ablauf des nächsten Jahres. Verlustvorträge in Höhe von 388 TEUR verfallen nach Ablauf der nächsten zwei Jahre. Ein weiterer Betrag in Höhe von 1.020 TEUR verfällt nach Ablauf der nächsten drei Jahre. Ein Betrag in Höhe von 1.407 TEUR verfällt nach Ablauf von mehr als drei Jahren.

5.15 Frei

5.16 Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallendes Jahresergebnis

Das auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Jahresergebnis in 2010 beläuft sich auf 1.408 TEUR (Vorjahr: -1.382 TEUR).

5.17 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 aus der Division des auf die Aktionäre der Homag Group AG entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Das Ergebnis nach Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 6.683 TEUR (Vorjahr: -20.710 TEUR) führte zu einem Ergebnis je Aktie von 0,43 EUR (Vorjahr: -1,32 EUR). Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis sind identisch.

Nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Werte:

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2010 2009
Den Aktionären der Homag Group AG zuzurechnendes Ergebnis zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses in TEUR 6.683 -20.710
Ergebnis je Aktie in EUR 0,43 -1,32
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE NACH IAS 33 IN EUR 0,43 -1,32
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (Basis für die Berechnung des Ergebnisses pro Aktie) 15.688.000 15.688.000

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien stattgefunden.

5.18 Gezahlte und vorgeschlagene Dividende

In 2010 wurde für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende ausbezahlt.

Der Hauptversammlung am 25. Mai 2011 wird vorgeschlagen, den im Jahresabschluss der Homag Group AG zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 25.917.951,45 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 0,30 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auf die 15.688.000 dividendenberechtigten Stückaktien in Höhe von 4.706.400,00 EUR

Vortrag von 21.211.551,45 EUR auf neue Rechnung

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in TEUR 2010 2009
Dividendenausschüttung 4.706 0
Vortrag auf neue Rechnung 21.212 25.493

25.918 25.493
scroll
in EUR 2010 2009
DIVIDENDE JE DIVIDENDENBERECHTIGTE STÜCKAKTIE 0,30* 0,00

* Vorschlag

6. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

6.1 Immaterielle Vermögenswerte/Sachanlagen

Entwicklung des langfristigen Vermögens des Homag Group Konzerns 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am
01.01.2010
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am
31.12.2010
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte 44.361 119 2.210 -1.245 1.295 46.740
- davon Leasing 2.237 0 0 0 0 2.237
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.855 0 0 0 0 16.855
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 23.276 0 9.912 -385 0 32.803
4. Geleistete Anzahlungen 6.453 0 2.053 -27 -1.295 7.184

90.945 119 14.175 -1.657 0 103.582
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 159.126 1.417 1 .343 -242 85 161.729
- davon Leasing 4.000 0 0 0 0 4.000
2. Technische Anlagen und Maschinen 77.071 616 4.359 -3.798 83 78.331
- davon Leasing 15.245 41 1.484 -2.410 -446 13.914
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.610 913 6.028 -3.695 32 75.888
- davon Leasing 7.857 7 2.177 -1.884 -52 8.105
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 525 3 410 0 -200 738

309.332 2.949 12.140 -7.735 0 316.686

400.277 3.068 26.315 -9.392 0 420.268
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Abschreibungen
in TEUR Stand am
01.01.2010
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am
31.12.2010
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte 30.539 54 4.718 -1.233 0 34.078
- davon Leasing 1.911 0 279 0 0 2.190
2. Geschäfts- oder Firmenwert 573 0 2781) 0 0 851
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.134 -67 5.8942) -379 0 10.582
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0

36.246 -13 10.890 -1.612 0 45.511
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 66.347 351 4.932 -114 0 71.516
- davon Leasing 56 0 111 0 0 167
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.124 384 5.8503) -2.049 0 52.309
- davon Leasing 6.154 8 2.143 -545 -169 7.591
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.999 590 7.123 -3.498 0 54.214
- davon Leasing 6.083 4 1.339 -1.826 -11 5.589
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0

164.470 1.325 17.905 -5.661 0 178.039

200.716 1.312 28.795 -7.273 0 223.550
scroll

Buchwerte
in TEUR Stand am
31.12.2010
Stand am
31.12.2009
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Gewerbliche Schutzrechte 12.662 13.822
- davon Leasing 47 326
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.004 16.282
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 22.221 18.142
4. Geleistete Anzahlungen 7.184 6.453

58.071 54.699
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 90.213 92.779
- davon Leasing 3.833 3.944
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.022 28.947
- davon Leasing 6.323 9.091
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.674 22.611
- davon Leasing 2.516 1.774
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 738 525

138.647 144.862

196.718 199.561

1) Außerplanmäßige Abschreibung
2) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 202 TEUR enthalten.
3) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 29 TEUR enthalten.

Entwicklung des langfristigen Vermögens des Homag Group Konzerns 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am
01.01.2009
Währungs-differenzen Änderungen
Konsolidierungs-kreis
Zugänge Abgänge Umbuchungen
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte 37.221 72 2.961 3.057 -632 1.682
- davon Leasing 2.237 0 0 0 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.565 0 10.290 0 0 0
3. Selbst erstellte
immaterielle Vermögenswerte
14.516 0 0 8.760 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 4.847 0 6 3.257 -23 -1.634

63.149 72 13.257 15.074 -655 48
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
147.893 755 4 11.636 -3.412 2.250
- davon Leasing 0 0 0 4.000 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 73.850 152 3.787 3.798 -4.878 362
- davon Leasing 14.609 7 0 2.201 -1.553 -19
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
68.452 426 1.783 5.509 -3.670 110
- davon Leasing 7.174 28 0 831 -92 -84
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
3.918 3 0 -556 -70 -2.770

294.113 1.336 5.574 20.387 -12.030 -48

357.262 1.408 18.831 35.461 -12.685 0
scroll

Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Abschreibungen
in TEUR Stand am
31.12.2009
Stand am
01.01.2009
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte 44.361 26.375 40 4.672 -567 19
- davon Leasing 2.237 1.631 0 280 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.855 573 0 0 0 0
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 23.276 2.399 0 2.738 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 6.453 0 0 0 0 0

90.945 29.347 40 7.410 -567 19
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 159.126 61.165 216 5.5511) -587 2
- davon Leasing 4.000 0 0 56 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 77.071 45.168 88 5.712 -3.194 350
- davon Leasing 15.245 4.790 5 1.603 -281 37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.610 45.786 272 7.086 -2.684 -371
- davon Leasing 7.857 4.915 4 1.268 -92 -12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 525 0 0 0 0 0

309.332 152.119 576 18.349 -6.465 -19

400.277 181.466 616 25.759 -7.032 0
scroll

Abschreibungen Buchwerte
in TEUR Zuschreibungen Stand am
31.12.2009
Stand am
31.12.2009
Stand am
31.12.2008
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Gewerbliche Schutzrechte 0 30.539 13.822 10.846
- davon Leasing 0 1.911 326 606
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 573 16.282 5.992
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -3 5.134 18.142 12.117
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 6.453 4.847

-3 36.246 54.699 33.802
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 66.347 92.779 86.728
- davon Leasing 0 56 3.944 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 48.124 28.947 28.682
- davon Leasing 0 6.154 9.091 9.819
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -90 49.999 22.611 22.666
- davon Leasing 0 6.083 1.774 2.259
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 525 3.918

-90 164.470 144.862 141.994

-93 200.716 199.561 175.796

1) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 733 TEUR enthalten.

6.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufteilung der immateriellen Vermögenswerte nach Regionen gestaltet sich wie folgt:

scroll
in TEUR 2010 2009
Deutschland 53.525 49.988
Übrige Länder der EU 1.302 1.438
Übriges Europa 1.464 1.465
Nordamerika 297 300
Südamerika 330 343
Asien/Pazifik 1.153 1.165
Drittland 4.546 4.711
GESAMT 58.071 54.699

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des langfristigen Vermögens (Anlagespiegel) dargestellt.

Im Berichtsjahr wurden bei den immateriellen Vermögenswerten 480 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, davon entfielen 278 TEUR auf die Abschreibung eines Firmenwerts.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 16.004 TEUR (Vorjahr: 16.282 TEUR) teilen sich auf die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) wie folgt auf:

scroll
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
ZGEs beziehungsweise Gruppen von ZGEs

Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH 10.290 10.290
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH 23 23
Bargstedt Handlingsysteme GmbH 115 115
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH 1.764 1.764
Vertrieb Europa 2.634 2.634
Vertrieb Amerika 266 266
Vertrieb Asien/Pazifik 912 912
SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG) - 278
GESAMT 16.004 16.282

Die Zuordnung der Geschäfts- und Firmenwerte auf die einzelnen Gruppen von ZGEs erfolgte anhand einer Zuordnung der bei den erworbenen Unternehmen erwarteten Erträge zu den einzelnen Bereichen.

Aus der im Abschnitt 4.2.1 des Anhangs erläuterten Änderung der Definition der ZGEs ergab sich folgende Neuzuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte:

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31.12.2009
Zuordnung wie Vorjahresbericht
31.12.2009
Zuordnung nach Neustrukturierung
Industrie
Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH 10.290


HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH 23


Bargstedt Handlingsysteme GmbH 115


Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH 1.764

12.192
12.192
Vertrieb und Service
Vertrieb Europa 2.634


Vertrieb Amerika 266


Vertrieb Asien/Pazifik 912

3.812
3.812
Sonstiges
SCHULER Consulting GmbH
(vormals: Schuler Business Solutions AG)
278

278
278
GESAMT 16.282
16.282

Aus den auf den Stichtag 31. Dezember 2010 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergab sich kein Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte. Bereits zum 30. September 2010 wurde der der ZGE SCHULER Consulting GmbH zugeordnete Firmenwert in Höhe von 278 TEUR in voller Höhe wertberichtigt.

Die für die durchgeführten Impairmenttests zum Stichtag 31. Dezember 2010 verwendeten WACC-Diskontierungssätze vor Steuern sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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Detailplanungszeitraum in % Jahre 31.12.2010
2011-2015
31.12.2009
2010-2014
ZGEs beziehungsweise Gruppen von ZGEs

Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH 10,31 11,21
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH 10,22 11,21
Bargstedt Handlingsysteme GmbH 10,32 11,21
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH 10,51 11,21
Vertrieb Europa 10,25 11,69
Vertrieb Amerika 10,13 11,69
Vertrieb Asien/Pazifik 10,75 11,69
SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG) - 10,77

Die Eigenkapitalkosten wurden auf Basis einer für den Homag Group Konzern zusammengestellten Peergroup einheitlich für alle ZGEs ermittelt. Die Fremdkapitalkosten wurden ausgehend vom risikolosen laufzeitabhängigen Zinssatz erhöht um einen an das Kreditrating der Peergroup angepassten Zinszuschlag ermittelt.

Das Management ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderungen einer der zur Bestimmung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnten, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen.

Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten

Die aktivierten Entwicklungskosten setzen sich aus neuen Maschinenprojekten und Projekten im Bereich Steuerungstechnik in mehreren Produktionsgesellschaften des Konzerns zusammen. Nach Implementierung der Voraussetzungen zur Bestimmung der Herstellungskosten bei Entwicklungsleistungen im Laufe des Jahres 2006 wurden die Herstellungskosten gemäß IAS 38 ermittelt.

Die nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 19.777 TEUR (Vorjahr: 15.030 TEUR).

6.3 Sachanlagen

Die Sachanlagen entfallen folgendermaßen auf die einzelnen Regionen:

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in TEUR 2010 2009
Deutschland 108.945 114.709
Übrige Länder der EU 16.985 18.195
Übriges Europa 555 486
Nordamerika 2.265 2.113
Südamerika 2.632 2.446
Asien/Pazifik 7.265 6.913
Drittland 29.702 30.153
GESAMT 138.647 144.862

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten der Sachanlagen sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Entwicklung des langfristigen Vermögens enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im Lagebericht genannt. Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Sachanlagen des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie des Vorjahres wurden keine Zuschüsse und Zulagen abgesetzt.

Bei den Sachanlagen wurden im Berichtsjahr 29 TEUR (Vorjahr: 733 TEUR) außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne von IAS 36 vorgenommen.

Aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen Unternehmen des Homag Group Konzerns als Leasingnehmer auftreten, sind Vermögenswerte in folgender Höhe aktiviert:

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in TEUR Buchwert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 47 326
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.833 3.944
Technische Anlagen und Maschinen 6.323 9.091
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.516 1.774

12.719 15.135

Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze variieren je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,65 Prozent und 10,5 Prozent p. a. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen, die darin enthaltenen Zinsanteile sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

scroll
in TEUR Fällig innerhalb eines Jahres Fällig zwischen 1 und 5 Jahren Fällig nach 5 Jahren 31.12.2010 Gesamt 31.12.2009 Gesamt
Mindestleasingzahlungen 3.913 7.032 1.957 12.902 12.219
Abzinsungsbeträge 455 564 276 1.295 1.124
BARWERTE 3.458 6.468 1.681 11.607 11.095

Teilweise existieren Kaufoptionen.

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating-Leasing)

Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Fällig innerhalb eines Jahres 4.717 4.579
Fällig zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 7.301 7.343
Fällig nach 5 Jahren 4.951 5.697

16.969 17.619

Wesentliche Leasingvereinbarungen (Operating-Leasing) bestehen vor allem im Bereich Grundstücke und Bauten, Fuhrpark und EDV. Es sind fixe Miet- bzw. Leasing-Zahlungen vereinbart, das heißt, während der Vertragslaufzeit erfolgen keine Änderungen der Mietzahlungen aufgrund von Änderungen am Kapitalmarkt. Die Grundmietzeiten orientieren sich an der wirtschaftlich sinnvollen Nutzungsdauer, Kaufoptionen und bedingte Mietzahlungen sind nicht vereinbart. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen hinsichtlich Dividendenausschüttungen, zusätzlicher Schuldenaufnahme oder weiterer Leasingverträge.

Folgende Beträge aus Operating-Leasing-Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Mindestleasing-/Mindestmietzahlungen 9.165 9.142

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten geförderter Vermögenswerte abgesetzten Zuwendungen der öffentlichen Hand entwickelten sich wie folgt:

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
in TEUR Stand am
01.01.2010
Abgänge Stand am
31.12.2010
Stand am
01.01.2010
Zugänge Abgänge
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Gewerbliche Schutzrechte 14 -2 12 12 2 -2

14 -2 12 12 2 -2
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.111 0 1.111 314 43 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 406 -123 283 341 35 -123
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138 -83 55 129 9 -83

1.655 -206 1.449 784 87 -206

1.669 -208 1.461 796 89 -208
scroll

Abschreibungen Buchwerte
in TEUR Stand am
31.12.2010
Stand am
31.12.2010
Stand am
31.12.2009
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE


I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. Gewerbliche Schutzrechte 12 0 2

12 0 2
II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 357 754 796
2. Technische Anlagen und Maschinen 253 30 65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55 0 9

665 784 870

677 784 872

6.4 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und sonstige Finanzanlagen

Die zusammengefassten Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen, die "at equity" konsolidiert wurden, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen (dem Konzern zustehender Anteil):

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 19.743 15.979
Gesamtbetrag der Schulden 13.138 10.856
EIGENKAPITAL 6.605 5.123
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in TEUR 2010 2009
Gesamte Umsatzerlöse 37.456 23.795
Jahresergebnis 1.225 -6

6.5 Vorräte

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 46.490 38.464
Unfertige Erzeugnisse 15.769 19.589
Fertige Erzeugnisse, Waren 58.195 51.760
Geleistete Anzahlungen 7.779 2.013

128.233 111.826

Die ergebniswirksamen Wertberichtigungen auf Vorräte belaufen sich im Jahr 2010 auf 515 TEUR (Vorjahr: 1.625 TEUR). Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzten Vorräte, das heißt der wertberichtigten Vorräte, beträgt 41.725 TEUR (Vorjahr: 33.564 TEUR). Im Rahmen der Besicherung von Krediten wurde im Berichtsjahr Vorratsvermögen in Höhe von 69.259 TEUR (Vorjahr: 5.216 TEUR) verpfändet. Die deutliche Erhöhung ist durch den Abschluss des neuen Konsortialvertrags begründet.

6.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.965 94.810 4.155 95.089 91.170 3.919
Forderungen aus Langfristfertigung 15.941 15.941 0 23.354 23.354 0
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 8.797 8.797 0 6.065 6.065 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.464 10.309 3.155 13.259 8.913 4.346
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 3.769 3.636 133 4.663 4.544 119
Ertragsteuerforderungen 8.587 6.144 2.443 9.521 6.668 2.853

149.523 139.637 9.886 151.951 140.714 11.237

Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen das aktivierte körperschaftsteuerliche Anrechnungsguthaben sowie laufende Ertragsteuererstattungsansprüche.

Im Rahmen von Factoring-Verträgen wurden insgesamt 6.342 TEUR (Vorjahr: 6.587 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und assoziierten Unternehmen erfassten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in TEUR 2010 2009
STAND ZUM 1. JANUAR 7.483 8.632
Zugänge/Abgänge Konsolidierungskreis 0 12
Wechselkurseffekte 151 100
Inanspruchnahmen -1.933 -1.779
Auflösungen -1.792 -2.709
Erhöhungen erfolgswirksam erfasster Wertberichtigungen 3.914 3.227
STAND ZUM 31. DEZEMBER 7.823 7.483

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu jedem Bilanzstichtag auf Basis einer individuellen Einschätzung der Bonität der Schuldner vorgenommen. Dabei wird einer Veränderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Eine Inanspruchnahme der Wertberichtigung erfolgt, wenn nach Einschätzung des Managements mit einem Zahlungseingang nicht mehr gerechnet werden kann oder über das Vermögen des Schuldners ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Übersteigt der Ausfall der Forderung den wertberichtigten Betrag, erfolgt in entsprechender Höhe unmittelbar eine aufwandswirksame Erfassung. Soweit sich nach Einschätzung des Managements die Bonität des Schuldners bei überfälligen Forderungen nach erfolgter Wertberichtigung verbessert hat oder ein Zahlungseingang erfolgt ist, erfolgt eine entsprechende Auflösung der Wertberichtigung.

In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:

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in TEUR 2010 2009
Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -296 -738
Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61 307

Sämtliche erfolgswirksam zu erfassenden Veränderungen der Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus Forderungsausbuchungen beziehungsweise Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und assoziierten Unternehmen sowie der Forderungen aus Langfristfertigung:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 70.595 70.188
Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind

weniger als 90 Tage überfällig 31.861 31.090
90 bis 179 Tage überfällig 4.582 4.604
180 bis 365 Tage überfällig 3.137 4.757
1 Jahr und mehr überfällig 8.120 5.404
Gesamt überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind 47.700 45.855
Einzelwertberichtigte Forderungen 13.231 15.948
BRUTTOBETRAG DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 131.526 131.991
Wertberichtigungen -7.823 -7.483
NETTOBETRAG/BILANZWERT DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 123.703 124.508

Für die nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben eine Fälligkeit von 14 bis 180 Tagen. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten an den gelieferten Waren.

6.7 Langfristfertigung

Bei den Forderungen aus Langfristfertigung wurden pro Auftrag die entsprechend dem Auftragsfortschritt anzusetzenden Umsatzerlöse mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne von 27.372 TEUR (Vorjahr: 40.767 TEUR) mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 12.296 TEUR (Vorjahr: 19.067 TEUR) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen von 15.941 TEUR (Vorjahr: 23.354 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 865 TEUR (Vorjahr: 1.654 TEUR).

6.8 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte





Ausgereichte Kredite 413 25 388 380 34 346
Forderungen aus Forderungsverkäufen 474 474 0 721 721 0
Übrige 12.230 9.773 2.457 11.929 7.929 4.000
Derivative finanzielle Vermögenswerte 347 37 310 228 228 0

13.464 10.309 3.155 13.259 8.913 4.346

Die derivativen finanziellen Vermögenswerte betreffen Forderungen aus derivativen Fremdwährungs- und Zinsgeschäften in Höhe von insgesamt 347 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR).

Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine nicht wertberichtigten überfälligen Posten enthalten.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind,
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:

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31.12.2010 31.12.2009
in TEUR Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1
Derivate ohne Hedge-Beziehung 37 0 37 0 228 0
Derivate mit Hedge-Beziehung 310 0 310 0 0 0

347 0 347 0 228 0
scroll

31.12.2009
in TEUR Stufe 2 Stufe 3
Derivate ohne Hedge-Beziehung 228 0
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0

228 0

Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:

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31.12.2010 31.12.2009
in TEUR Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1
Derivate ohne Hedge-Beziehung 299 0 299 0 377 0
scroll

31.12.2009
in TEUR Stufe 2 Stufe 3
Derivate ohne Hedge-Beziehung 377 0

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember im Bestand befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamterträge (+) und -aufwendungen (-) von Vermögenswerten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:

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in TEUR 2010 2009
Derivate ohne Hedge-Beziehung 37 249
Derivate mit Hedge-Beziehung -186 0

-149 249

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamterträge (+) und -aufwendungen (-) von Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:

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in TEUR 2010 2009
Derivate ohne Hedge-Beziehung -299 -377

Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden entweder im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand oder im Finanzergebnis dargestellt.

6.9 Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Verkehrssteuerforderungen 1.925 1.925 0 2.795 2.795 0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.844 1.711 133 1.855 1.749 106
Sonstige Forderungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 13 0 13

3.769 3.636 133 4.663 4.544 119

6.10 Ertragsteuerforderungen

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Ertragsteuerforderungen 8.587 6.144 2.443 9.521 6.668 2.853

Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuerguthaben, die in den Jahren 2011 bis 2017 dem Konzern zufließen werden, und Forderungen aus laufenden Ertragsteuern.

6.11 Flüssige Mittel

Neben täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.

Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern die Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht erfüllt werden.

Der Homag Group Konzern steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Vertragspartner. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

6.12 Frei

6.13 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

6.13.1 Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2010 betrug das Grundkapital 15.688 TEUR (Vorjahr: 15.688 TEUR).

Es ist voll eingezahlt und eingeteilt in 15.688.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von jeweils 1 EUR.

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.825 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen.

6.13.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2010 beträgt 32.976 TEUR (Vorjahr: 32.976 TEUR).

6.13.3 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 98.814 TEUR (Vorjahr: 114.996 TEUR) beinhalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen teilweise Verrechnungen von Firmenwerten, resultierend aus Unternehmenszusammenschlüssen, die vor dem 1. Januar 2005 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie die zum 1. Januar 2005 umgebuchten Währungsdifferenzen enthalten.

Ferner werden unter den Gewinnrücklagen die aus dem Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss resultierenden Unterschiedsbeträge erfasst.

Unter den erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen werden innerhalb der Gewinnrücklagen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2005 sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen abzüglich Steuereffekt ausgewiesen.

6.13.4 Konzernergebnis

Im Konzernergebnis ist das Jahresergebnis enthalten.

6.13.5 Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss beinhalten die den Minderheiten zuzurechnenden Teile am Eigenkapital.

Zur Ermittlung dieser Anteile werden durchgerechnete Beteiligungsquoten herangezogen, mittelbare Beteiligungen werden dabei berücksichtigt.

6.14 Finanzverbindlichkeiten

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.126 29.400 96.726 124.440 99.880 24.560
Leasingverbindlichkeiten 11.607 3.458 8.149 11.095 4.551 6.544
Genussrechtskapital 29.863 24.911 4.952 29.725 0 29.725

167.596 57.769 109.827 165.260 104.431 60.829

Im Jahr 2004 wurden von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH Genussrechte in Höhe von insgesamt 25.000 TEUR begeben (Tranche 1: 10.000 TEUR; Tranche 2: 15.000 TEUR). Beide Genussrechte haben eine Laufzeit von sieben Jahren und laufen somit im Jahr 2011 aus. Daher wurden im Geschäftsjahr 24.911 TEUR der Genussrechte als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden mit 7,9 Prozent p. a. beziehungsweise 7,5 Prozent p. a. zuzüglich einer vom Unternehmenserfolg abhängigen Komponente verzinst. In 2005 wurden von der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH Genussrechte über 5.000 TEUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Verzinsung von 6,9 Prozent p. a. zuzüglich einer vom Unternehmenserfolg abhängigen Komponente ausgegeben. Eine Verlustbeteiligung ist bei allen Genussrechten ausgeschlossen. Die Bewertung der Genussrechte erfolgt nach der Effektivzinsmethode, wobei die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit dem Effektivzins abgezinst wurden. Kosten, die im Zusammenhang mit der Ausgabe der Genussrechte entstanden sind, werden über die Laufzeit der Genussrechte aufwandswirksam erfasst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2010 31.12.2009

Währung Buchwert
in TEUR
Restlaufzeit
in Monaten
Effektiver Zinssatz
in %
Währung Buchwert
in TEUR
Konsortialkredit aus 2002 EUR 5.600 23 5,14 EUR 8.400
Mehrere Darlehen EUR 19.483 bis 144 3,4-6,42 EUR 22.369
Darlehen DKK 551 84 5,48 DKK 613
Darlehen GBP 116 8 2,32 GBP 280
Darlehen PLN 250 12 4,91 PLN 497
Konsortialkredit aus 2010 EUR 77.753 26 3,51 - -
Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2010 EUR 3.980 26 4,68-5,50 - -
Konsortialkredit aus 2007 - - - - EUR 49.856
Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2007 - - - - EUR 11.099
Eurokredite (Konsortialkredit) aus 2007 - - - - EUR 12.200
Kontokorrentkredite/ Eurokredite diverse 18.393 - 1,60-11,25 diverse 19.126


126.126


124.440
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31.12.2009

Restlaufzeit
in Monaten
Effektiver Zinssatz
in %
Konsortialkredit aus 2002 35 5,14
Mehrere Darlehen bis 117 1,63-6,42
Darlehen 96 5,48
Darlehen 20 2,27
Darlehen 24 4,91
Konsortialkredit aus 2010 - -
Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2010 - -
Konsortialkredit aus 2007 7 2,32
Kontokorrent-Konsortialkredit aus 2007 7 3,39-5,5
Eurokredite (Konsortialkredit) aus 2007 7 2,14-2,70
Kontokorrentkredite/ Eurokredite - 2,00-11,25

Bei den Konsortialkrediten sowie den Kontokorrentkrediten bestehen variable Zinsvereinbarungen. Mit Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010 hat der Konzern die Liquidität, abhängig von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants), bis Februar 2013 abgesichert. Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Sicherheiten gewährt. Weitere Einzelheiten sind unter Abschnitt 7.3 dargestellt.

6.15 Frei

6.16 Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an Versicherungen oder andere zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beim Homag Group Konzern fallen insbesondere bei den inländischen Gesellschaften Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne in Form von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung an.

In geringem Umfang bestehen darüber hinaus Vereinbarungen mit Arbeitnehmern über die betriebliche Finanzierung von Altersversorgungsleistungen in Form der Direktversicherung. Insgesamt betrugen die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne beim Homag Group Konzern im Geschäftsjahr 2010 17.228 TEUR (Vorjahr: 17.022 TEUR).

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen beziehungsweise Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung (bei inländischen Versorgungszusagen gemäß Richttafel 2005 G von Heubeck) wurden die unten aufgeführten Prämissen angewendet.

Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.

Aus der Erhöhung oder Verminderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste unmittelbar in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die Pensionsrückstellungen betreffen zum einen Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des Homag Group Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Derartige Verpflichtungen bestehen ausschließlich bei inländischen Unternehmen des Konzerns. Zum anderen bestehen bei einem ausländischen Unternehmen des Konzerns Verpflichtungen zur Zahlung einer Einmalzahlung bei Beendigung der Beschäftigungsverhältnisse.

Bei beiden Arten von Verpflichtungen handelt es sich um leistungsorientierte Verpflichtungen. Die Verpflichtungen bemessen sich vor allem nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter. Die wesentlichen Parameter der Berechnung der leistungsorientierten Versorgungszusagen sind nachfolgend dargestellt:

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in % 31.12.2010 31.12.2009
Abzinsungsfaktor 5,0 5,4
Erwartete Rendite des Planvermögens 4,0 4,0
Rentendynamik 2,0 2,0

Der Aufwand aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 149 166
Zinsaufwand 211 219
Erwartete Erträge aus Planvermögen -64 -65
Aufwand aus Pensionen 296 320

Nachfolgende Tabelle zeigt die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

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in TEUR 2010 2009
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 435 254

Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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in TEUR 2010 2009
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 81 87

Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand in der gleichnamigen Position der Gewinn- und Verlustrechnung und die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sind im Zinsertrag ausgewiesen.

Der bilanzierte Wert der Versorgungsansprüche für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lässt sich zum Barwert der Versorgungsansprüche wie folgt überleiten:

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in TEUR 2010 2009
Leistungsorientierte Verpflichtung 4.934 4.453
Beizulegender Zeitwert Planvermögen -1.624 -1.745
VERBLEIBENDE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER 3.310 2.708

Der Homag Group Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit ähnlichen Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen wie im Berichtsjahr.

Von den Pensionsverpflichtungen insgesamt entfallen 2.737 TEUR (Vorjahr: 1.890 TEUR) auf Verpflichtungen, für die kein Planvermögen vorhanden ist.

Der Finanzierungsstand stellt sich wie folgt dar:

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Verpflichtungen mit Planvermögen Verpflichtungen ohne Planvermögen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Leistungsorientierte Verpflichtung 2.197 2.104 2.737 2.349
Beizulegender Zeitwert Planvermögen -1.624 -1.745 0 0
VERBLEIBENDE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER 573 359 2.737 2.349

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 2010 2009
LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNG ZUM 1. JANUAR 4.453 4.057
Zinsaufwand 211 219
Laufender Dienstzeitaufwand 149 166
Gezahlte Leistungen -331 -265
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 452 276
LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNG ZUM 31. DEZEMBER 4.934 4.453

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 2010 2009
BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS ZUM 1. JANUAR 1.745 1.776
Erwartete Rendite 64 65
Arbeitgeberbeiträge 0 -8
Gezahlte Leistungen -202 -110
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) 17 22
BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 1.624 1.745

Beim Planvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungspolicen.

Der Gesamtbetrag der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (-) beträgt im Berichtsjahr -192 TEUR (Vorjahr: 243 TEUR).

Die Entwicklung der Verpflichtung während der laufenden und den vier vorangegangen Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2010 2009 2008 2007 2006
Leistungsorientierte Verpflichtung 4.934 4.453 4.057 4.246 4.435
Beizulegender Zeitwert Planvermögen -1.624 -1.745 -1.776 -1.826 -1.857
Unterdeckung (+)/Überdeckung (-) 3.310 2.708 2.281 2.420 2.578
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden (Gewinne (-)/Verluste (+)) 300 -135 -35 -2 0
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens (Gewinne (+)/Verluste (-)) 17 22 7 7 5

6.17 Verpflichtungen aus Mitarbeiterbeteiligung

Für die grundsätzlichen Ausführungen zur stillen Mitarbeiterbeteiligung wird auf Abschnitt 4.2.13 verwiesen.

Die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet, wobei folgende Prämisse zugrunde gelegt wurde:

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Mitarbeiterbeteiligung
in % 31.12.2010 31.12.2009
Abzinsungsfaktor 5,00 5,40

6.18 Sonstige Rückstellungen

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31.12.2010 31.12.2009


davon Restlaufzeit
davon Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr
Rückstellungen für den Personalbereich 6.895 1.538 5.357 6.396 1.391 5.005
Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich 10.861 10.861 0 7.596 7.564 32
Übrige Rückstellungen 4.800 4.800 0 4.800 4.800 0
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 22.556 17.199 5.357 18.792 13.755 5.037

Die Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich enthalten vor allem Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistungsrisiken.

In den Rückstellungen für Personal sind im Wesentlichen Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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in TEUR Stand
01.01.2010
Währungsdifferenz Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
31.12.2010
Rückstellungen für den Personalbereich 6.396 30 -972 -289 1.730 6.895
Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich 7.596 37 -4.826 -1.812 9.866 10.861
Übrige Rückstellungen 4.800 86 -1.481 -762 2.157 4.800
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 18.792 153 -7.279 -2.863 13.753 22.556

7. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

7.1 Finanzinstrumente

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

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Wertansatz Bilanz IAS 39


in TEUR
Buchwert
31.12.2010
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Anschaffungskosten Fair Value
erfolgswirksam
Wertansatz
nach IAS 11
Wertansatz
nach IAS 17
AKTIVA






Flüssige Mittel 70.286 70.286



Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.762 107.762



Forderungen aus Langfristfertigung 15.941


15.941
Übrige Finanzanlagen 493
493


Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte 13.117 13.117



Derivative finanzielle Vermögenswerte





Derivate ohne Hedge-Beziehung 37

37

Derivate mit Hedge-Beziehung 310

310

PASSIVA





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.160 71.160



Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 865


865
Finanzverbindlichkeiten





Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.126 126.126



Genussrechtskapital 29.863 29.863



Leasingverbindlichkeiten 11.607



11.607
Übrige Finanzverbindlichkeiten 0 0



Derivative finanzielle Verbindlichkeiten





Derivate ohne Hedge-Beziehung 299




DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39





Kredite und Forderungen 191.165 191.165



Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 493
493


Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten 37

37

Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 227.149 227.149



Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten 299

299

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in TEUR Fair Value
31.12.2010
AKTIVA

Flüssige Mittel 70.286
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.762
Forderungen aus Langfristfertigung 15.941
Übrige Finanzanlagen -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte 13.117
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 37
Derivate mit Hedge-Beziehung 310
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.160
Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 865
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125.633
Genussrechtskapital 30.543
Leasingverbindlichkeiten 10.687
Übrige Finanzverbindlichkeiten 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 299
DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39
Kredite und Forderungen 191.165
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten 37
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 227.336
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten 299
scroll



Wertansatz Bilanz IAS 39


in TEUR

Anschaffungskosten Fair Value
erfolgswirksam
Wertansatz
nach IAS 11
Wertansatz
nach IAS 17
AKTIVA






Flüssige Mittel 29.823 29.823



Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101.154 101.154



Forderungen aus Langfristfertigung 23.354


23.354
Übrige Finanzanlagen 771
771


Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte 13.031 13.031



Derivative finanzielle Vermögenswerte





Derivate ohne Hedge-Beziehung 228

228

PASSIVA





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.243 66.243



Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 1.654


1.654
Finanzverbindlichkeiten





Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 124.440 124.440



Genussrechtskapital 29.725 29.725



Leasingverbindlichkeiten 11.095



11.095
Übrige Finanzverbindlichkeiten 0 0



Derivative finanzielle Verbindlichkeiten





Derivate ohne Hedge-Beziehung 377

377

DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39





Kredite und Forderungen 144.008 144.008



Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 771
771


Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten 228

228

Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 220.408 220.408



Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten 377

377

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in TEUR Fair Value
31.12.2009
AKTIVA
Flüssige Mittel 29.823
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101.154
Forderungen aus Langfristfertigung 23.354
Übrige Finanzanlagen -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte 13.031
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 228
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.243
Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 1.654
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 122.141
Genussrechtskapital 29.875
Leasingverbindlichkeiten 11.067
Übrige Finanzverbindlichkeiten 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 377
DAVON ZUSAMMENGEFASST NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39
Kredite und Forderungen 144.008
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten 228
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 218.259
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten 377

Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich ausschließlich um Eigenkapitalinstrumente, für die kein notierter Preis auf einem aktiven Markt festzustellen ist, so dass der Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann.

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente, bei denen es sich im Wesentlichen um Zinssicherungsgeschäfte und Devisentermingeschäfte handelt, wird mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Method) ermittelt.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Bei den Finanzverbindlichkeiten wird für die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit festem Zins, für die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Genussrechten der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet, wobei bezüglich der Fristigkeit zwischen einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren und einer Laufzeit von über fünf Jahren unterschieden wird. Soweit sich anhand objektivierbar nachvollziehbarer Erkenntnisse das Kreditrisiko seit der Vereinbarung der Verbindlichkeiten verändert hat, wird dies bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes berücksichtigt. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der kurzen Laufzeit unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Nettogewinne oder Nettoverluste

Die nachfolgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne (+) oder -verluste (-) von Finanzinstrumenten dar:

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in TEUR 2010 2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten -428 -128
Kredite und Forderungen -2.538 -949
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.914 2.306

Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen aus Marktwertänderungen auch Zinsaufwendungen bzw. -erträge aus diesen Finanzinstrumenten.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten vor allem Ergebnisse aus Wertberichtigungen.

Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten sind die Nettogewinne bzw. -verluste vor allem auf Währungsveränderungen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2010 betrug die Summe der positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 347 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR) und die der negativen Marktwerte 299 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR).

Der Homag Group Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Ein Ziel des Risikomanagementsystems ist die Absicherung gegen nachteilige Folgen für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns. Dabei werden marktübliche Instrumente wie Zins- und Devisengeschäfte eingesetzt. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle. Aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung ist die Homag Group einem Währungsänderungsrisiko hinsichtlich verschiedener Fremdwährungen ausgesetzt. Die Kurssicherungsstrategie zielt daher auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruchs beziehungsweise einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< einem Jahr) eingesetzt werden. Derivative Finanzinstrumente werden im Homag Group Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft beziehungsweise den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Der Homag Group Konzern erfasst die Marktwertänderungen aller derivativen Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente werden unter den "Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive unter den "Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

7.2 Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Allgemeine Informationen über Finanzrisiken

Die wesentlichen vom Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Genussrechtskapital, Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und ausgereichte Darlehen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern schließt zur Minimierung dieser Risiken derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch vom Vorstand genehmigte Konzernrichtlinien geregelt. Darüber hinaus sind Grundregeln für die Anlage überschüssiger Liquidität festgelegt. Der Konzern kontrahiert und handelt keine Finanzinstrumente, einschließlich derivativer Finanzinstrumente, für spekulative Zwecke.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie die unter dem Finanzmarktrisiko subsumierten Zins- und Währungsrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlusts, welcher dadurch entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken.

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche geografische Gebiete verteilte Kunden. Überwiegend handelt es sich bei den Schuldnern um Unternehmen der holzbearbeitenden Industrie (unter anderem Möbelindustrie, Betriebe des Schreinerhandwerks) sowie Maschinengroßhändler, wobei die Lieferungen in der Regel unter Eigentumsvorbehalt erfolgen. Einzelfallbezogen werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist.

Der Konzern ist keinem wesentlichen Kreditrisiko einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Gegenwärtig sind keine flüssigen Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

Das maximale Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte (einschließlich Derivate mit positivem Marktwert) entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 entspricht das maximale Ausfallrisiko den in 7.1 genannten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 207.946 TEUR (Vorjahr: 168.361 TEUR). Finanzgarantien, die zu einem weiteren Kreditrisiko führen könnten, sind vom Konzern nicht gegeben.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses. Das Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren. Der Konzern steuert seine Liquidität, indem neben dem Zahlungszufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel und Kreditlinien bei Banken unterhalten werden. Ferner besteht über die Homag Group AG mit einem Bankenkonsortium ein Konsortialkreditvertrag, aus dem die wesentlichen Konzerngesellschaften Liquidität beziehen können. Aus diesem Konsortialkreditvertrag sowie aus bilateral zwischen Konzerngesellschaften und Banken getroffenen Vereinbarungen standen dem Konzern zum 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommene Kreditlinien (Linieninanspruchnahme zum Teil saldiert mit Bankguthaben) in Höhe von 94.044 TEUR (Vorjahr: 113.939 TEUR) zur Verfügung. Einschließlich des Anstiegs der flüssigen Mittel ist der Liquiditätsspielraum höher als im Vorjahr.

Im Februar 2010 wurde ein neuer Konsortialkreditvertag mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Volumen von 198.000 TEUR abgeschlossen.

Zum Jahresende weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

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Buchwert Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren
in TEUR 31.12.2010 2011 2012 2013-2015 2016 ff.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.160 71.160 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 865 865 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten




Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.126 34.530 10.184 89.778 7.639
Genussrechtskapital 29.863 26.640 5.316 0 0
Leasingverbindlichkeiten 11.607 7.373 2.826 2.070 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten




Derivate ohne Hedge-Beziehung 299 299 0 0 0
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Buchwert Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren
in TEUR 31.12.2009 2010 2011 2012-2014 2015 ff.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.243 66.243 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Langfristfertigung 1.654 1.654 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten




Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 124.440 49.282 12.620 64.806 8.951
Genussrechtskapital 29.725 2.540 26.920 5.456 0
Leasingverbindlichkeiten 11.095 8.905 2.087 492 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten




Derivate ohne Hedge-Beziehung 377 377 0 0 0

Die oben dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Nettobasis. Die Abwicklung dieser Zahlungen kann auf Brutto- oder Nettobasis erfolgen. Nachfolgende Tabelle zeigt die entsprechende Überleitung dieser Beträge auf ihren Buchwert.

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Buchwert Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren
in TEUR 31.12.2010 2011 2012 2013-2015 2016 ff.
Zufluss
2.565 0 0 0
Abfluss
-2.864 0 0 0
Saldo 299 -299 0 0 0
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Buchwert Cashflows erwartet im Jahr/in den Jahren
in TEUR 31.12.2009 2010 2011 2012-2014 2015 ff.
Zufluss
7.333 0 0 0
Abfluss
-7.710 0 0 0
Saldo 377 -377 0 0 0

Finanzmarktrisiken

Bezüglich der Finanzmarktrisiken setzen die Aktivitäten des Konzerns ihn im Wesentlichen finanziellen Risiken aus der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen aus.

Währungsrisiko

Währungsrisiken ergeben sich aus der globalen Ausrichtung des Konzerns und den hieraus resultierenden Zahlungsströmen unterschiedlicher Währungen, die Wechselkursschwankungen unterliegen. Diese bestehen vor allem zwischen dem US-Dollar und dem Euro.

Rund 18 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) des Konzernumsatzes werden in anderen Währungen als dem Euro erwirtschaftet. Die Währungsabsicherung für Umsätze in volatilen Währungen erfolgt marktnah dezentral in den jeweiligen lokalen Vertriebsgesellschaften. Die konzerninternen Richtlinien sehen vor, dass Devisenterminkontrakte erst dann abgeschlossen werden, wenn eine feste Verpflichtung begründet wurde.

Insgesamt ist der Konzern überschaubaren währungsbedingten Risiken ausgesetzt, da ein Großteil des Umsatzes in Europa erzielt wird und auch in den Ländern außerhalb des Euroraums teilweise in Euro fakturiert wird. Auf der Kostenseite beschränkt sich das Währungsrisiko auf die laufenden Kosten der außerhalb des Euroraums liegenden Konzerngesellschaften.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären originären und derivativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Da keine Wertänderungen von auf fremder Währung lautenden Finanzinstrumenten unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden, ergeben sich aus einer Wechselkursänderung keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Eigenkapital.

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Auswirkung auf das
Ergebnis vor Steuern
in TEUR 2010 2009
Kursentwicklung des EUR gegenüber anderen Währungen +10% 219 236
Kursentwicklung des EUR gegenüber anderen Währungen -10% -179 -193

Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10-prozentigen Änderung der Wechselkurse an. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten oder Forderungen und Vermögenswerten vorwiegend ausländischer Konzerngesellschaften, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung denominiert wurden, sowie derivative Finanzinstrumente.

Die hypothetische Ergebnisauswirkung für wesentliche Währungen setzt sich im Einzelnen aus den nachfolgenden Währungssensitivitäten zusammen:

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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern
in TEUR 2010
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty 120
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem US-Dollar 6
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem australischen Dollar 7
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem südkoreanischen Won 21
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar 31
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken 93
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan -21
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone -38
GESAMT 219
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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern
in TEUR 2010
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty -98
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem US-Dollar -5
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem australischen Dollar -5
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem südkoreanischen Won -17
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar -26
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken -76
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan 17
Abwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone 31
GESAMT -179
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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern
in TEUR 2009
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty -90
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem britischen Pfund 14
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar 359
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken 96
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem brasilianischen Real -178
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan -14
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone 24
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem japanischen Yen 25
GESAMT 236
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Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern
in TEUR 2009
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem polnischen Złoty 74
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem britischen Pfund -11
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Singapur-Dollar -294
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem Schweizer Franken -79
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem brasilianischen Real 146
Abwertung des EUR um 10% gegenüber dem chinesischen Yuan 11
Abwertung des EUR um 10% gegenüber der dänischen Krone -20
Aufwertung des EUR um 10% gegenüber dem japanischen Yen -20
GESAMT -193

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Die Steuerung des Zinsaufwandes im Konzern erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Ferner wird das Risiko steigender Zinsen durch die Vereinbarung von Zinsderivaten (Zins-Caps) begrenzt.

In 2010 hat die Homag Group AG Zins-Caps für bestehende Kredite in Höhe von 80 Mio. EUR abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderung (Ausgleichszahlung) des Caps ab Erreichen eines bestimmten Zinsniveaus ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten ab einer bestimmten Zinsobergrenze (Cap) in fest verzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Die folgende Tabelle zeigt die in 2010 neu in eine Hedge-Beziehung genommenen vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen der oben aufgeführten Zins-Caps:

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Start Ende Nominalvolumen in TEUR Referenzzins
30.09.2010 15.02.2013 18.183 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 17.172 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 14.327 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 11.329 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 8.081 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 4.444 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 4.040 3-Monats-Euribor
30.09.2010 15.02.2013 2.424 3-Monats-Euribor
SUMME
80.000

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest in Form der "Critical-Terms-Match-Method" überprüft. Alle Sicherungsbeziehungen dieser Art waren zum Abschlussstichtag effektiv.

Zum 31. Dezember 2010 waren 42,6 Prozent der Finanzverbindlichkeiten mit festen Zinssätzen vereinbart (Vorjahr: 48,5 Prozent).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze (aufgrund der Auswirkungen auf variabel verzinsliche Darlehen und variabel verzinsliche Forderungen). Alle anderen Variablen bleiben konstant. Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen nicht unmittelbar.

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2010 2009
Zinsänderung in Basispunkten +100 -100 +150 -150
Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern in TEUR -955 1.429 -1.199 1.200

Aufgrund gesunkener Zinssätze wurde die oben dargestellte Zinssensivitätsanalyse für 2010 auf Basis einer Zinsänderung von +/- 1 Prozent erstellt.

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente, die nicht auf EUR lauten, sind im Konzern in nur sehr untergeordnetem Umfang vorhanden.

Derivative Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die zur Absicherung des Währungs- und Zinsänderungsrisikos vereinbarten derivativen Finanzinstrumente:

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2010 2009
in TEUR Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert
Währungssicherungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 4.971 -262 10.433 46
Währungssicherungen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 0 0 1.100 -5
Währungssicherungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren 0 0 0 0
GESAMT WÄHRUNGSBEZOGENE GESCHÄFTE 4.971 -262 11.533 41
Zinssicherungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 0 0 11.113 -190
Zinssicherungen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 80.000 310 0 0
Zinssicherungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren 0 0 0 0
GESAMT ZINSBEZOGENE GESCHÄFTE 80.000 310 11.113 -190
GESAMT DERIVATE 84.971 48 22.646 -149

Die Währungssicherungen betreffen ausschließlich EUR.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder-Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2010 beziehungsweise 31. Dezember 2009 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Die Kapitalstruktur wird regelmäßig auf der Grundlage verschiedener Kennzahlen überwacht. Die Kennzahlen umfassen Gearing, Verschuldungsgrad, EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per Share (EPS) und Nettobankverschuldung. Die wichtigste Kennzahl ist hierbei neben dem Gearing (Verhältnis von Brutto-Finanzschulden zum Eigenkapital im Sinne der Kapitalsteuerung) der Verschuldungsgrad. Der Verschuldungsgrad spiegelt das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA wider. Hierbei setzt sich die Nettoverschuldung zusammen aus den Finanzverbindlichkeiten zuzüglich anderer zinstragender bilanzwirksamer Verbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel.

Strategisches Ziel ist eine Eigenkapitalquote von 35 Prozent, eine Eigenmittelquote von 40 Prozent, ein Nettoverschuldungsgrad von maximal 2 und ein Gearing zwischen 0,5 und 1,0.

7.3 Haftungsverhältnisse

Der Konzern hat folgende Sicherheiten gewährt:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Im Eigentum des Konzerns stehende Grundstücke und Gebäude 70.056 67.842
Im Eigentum des Konzerns stehende technische Anlagen und Maschinen 12.297 2.128
Im Eigentum des Konzerns stehende andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.150 691
Vorräte 69.259 5.216
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.138 3.825
Forderungen aus Langfristfertigung 15.023 0
Flüssige Mittel 38 253

224.961 79.955

Darüber hinaus sind Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen (vgl. 6.3) durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert. Die Leasinggegenstände haben einen Buchwert von 12.719 TEUR (Vorjahr: 15.155 TEUR).

Die deutliche Erhöhung der gewährten Sicherheiten im Vergleich zum Vorjahr ist durch den Abschluss des neuen Konsortialvertrags begründet.

Weitere Verpflichtungen beziehungsweise Eventualverbindlichkeiten des Konzerns bestehen aus:

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in TEUR 2010 2009
Wechselobligo 4.394 3.494
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 757 1.093
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen/ Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen 4.808 5.134
Prozessrisiken 500 150
Verbindlichkeiten aus Vertragserfüllungsgarantien 24.745 31.018
Sonstige Verpflichtungen 5.517 7.770

40.721 48.659

Prozessrisiken

Eine inländische Produktionsgesellschaft hat 250 TEUR für ein Prozessrisiko aus einem Prozess mit einem Kunden zurückgestellt. Das Management strebt eine außergerichtliche Einigung an.

Die Homag Group AG oder ihre Konzerngesellschaften sind an keinen weiteren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften oder des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für entsprechende finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen und Wertberichtigungen gebildet worden beziehungsweise bestehen in angemessenem Umfang Sicherungsdeckungen.

7.4 Segmentberichterstattung

Die Darstellung der Segmentberichterstattung des Konzerns erfolgte in Einklang mit den Regelungen des IFRS 8.

Die sich hieraus ergebenden Segmente für den Homag Group Konzern unterteilen sich in "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige".

Intersegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Transaktionen zwischen den Konzernsegmenten werden in der Spalte Konsolidierung eliminiert.

Im Segment "Industrie" sind die Unternehmen zusammengefasst, deren Kernkompetenz im Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen liegt. Angeboten wird hier ein ganzheitlich, optimal aufeinander abgestimmtes System aus Maschinen, Handling, Datenverbund, Informationstechnik und Logistik, wobei die wesentlichen Verfahren der Prozesskette der Holzbearbeitung abgedeckt werden.

Das Segment "Handwerk" beinhaltet diejenigen Konzernunternehmen, die maßgeschneiderte Produkte für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe anbieten. Neben hoher Qualität und Produktivität sind in diesem Segment insbesondere eine einfache Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis entscheidende Erfolgsfaktoren.

Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der Homag Vertriebs- und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Durch unser globales Vertriebs- und Servicenetz werden die Kunden weltweit jederzeit kompetent beraten und profitieren von einem schnellen Vor-Ort-Service.

Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die Homag Group AG mit ihrer Holdingfunktion, die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich Dienstleistungen mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH sowie den Geschäftsbereich Holzhausbau. Die in 2010 neu gegründete Gesellschaft Homag eSolution GmbH wurde 2010 dem Segment "Sonstige" zugeordnet.

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Industrie Handwerk Vertrieb und Service
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse mit Dritten 275.449 221.280 89.770 73.946 262.798 176.843
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten 113.256 64.821 80.375 46.479 2.549 1.842
Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen 43.497 17.805 14.483 7.021 229 277
Umsatz gesamt 432.202 303.906 184.628 127.446 265.576 178.962
Materialaufwand -199.174 -137.005 -104.097 -67.718 -203.931 -130.449
Personalaufwand -151.499 -129.519 -50.725 -49.142 -33.849 -30.894
EBITDA1) 43.544 17.129 12.630 -3.329 10.104 -503
Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen -1.986 -6.321 -683 -3.787 -729 -1.365
EBITDA2) 41.558 10.808 11.947 -7.116 9.375 -1.868
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -19.4333) -15.807 -5.100 -6.0504) -2.2325) -2.105
Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung -4.788 1.240 -1.603 878 -334 -121
Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen 557 28 0 0 668 -34
Zinsergebnis -4.896 -4.758 -1.066 -1.259 -801 -447
SEGMENTERGEBNIS7) 12.998 -8.489 4.178 -13.547 6.676 -4.575
VERMÖGENSWERTE





Anteile an assoziierten Unternehmen 4.827 3.957 0 0 2.692 1.885
Investitionen8) 17.895 19.470 3.003 3.714 1.000 4.063
VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS 373.836 341.101 127.673 123.290 161.056 157.803
SCHULDEN DES SEGMENTS 238.899 204.382 57.296 56.745 103.930 109.131
MITARBEITER9) 2.688 2.802 1.025 1.090 695 710
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Sonstige Summe Segmente Konsolidierung
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse mit Dritten 12.832 18.887 640.849 490.956 0 0
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten 29.090 13.161 225.270 126.303 -225.270 -126.303
Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen 18.679 8.016 76.888 33.119 0 0
Umsatz gesamt 60.601 40.064 943.007 650.378 -225.270 -126.303
Materialaufwand -31.367 -16.135 -538.569 -351.307 224.424 129.853
Personalaufwand -20.711 -15.649 -256.784 -225.204 0 0
EBITDA1) -328 -1.204 65.950 12.093 -801 3.465
Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen -978 -960 -4.376 -12.433 0 0
EBITDA2) -1.306 -2.164 61.574 -340 -801 3.465
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -2.0306) -1.797 -28.795 -25.759 0 0
Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung -132 42 -6.857 2.039 0 0
Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen 0 0 1.225 -6 0 0
Zinsergebnis -5.171 -2.717 -11.934 -9.181 0 1
SEGMENTERGEBNIS7) -8.639 -6.636 15.213 -33.247 -801 3.466
VERMÖGENSWERTE





Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 7.519 5.842 0 0
Investitionen8) 1.084 1.270 22.982 28.517 0 0
VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS 233.268 209.575 895.833 831.769 -325.702 -312.285
SCHULDEN DES SEGMENTS 132.851 110.851 532.976 481.109 -132.859 -118.870
MITARBEITER9) 573 556 4.981 5.158 0 0
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Konzern
in TEUR 2010 2009
Umsatzerlöse mit Dritten 640.849 490.956
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften aus anderen Segmenten 0 0
Umsatzerlöse mit At-Equity-bilanzierten Unternehmen 76.888 33.119
Umsatz gesamt 717.737 524.075
Materialaufwand -314.145 -221.454
Personalaufwand -256.784 -225.204
EBITDA1) 65.149 15.558
Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen -4.376 -12.433
EBITDA2) 60.773 3.125
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -28.795 -25.759
Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung -6.857 2.039
Anteile am Ergebnis der assoziierten Unternehmen 1.225 -6
Zinsergebnis -11.934 -9.180
SEGMENTERGEBNIS7) 14.412 -29.781
VERMÖGENSWERTE

Anteile an assoziierten Unternehmen 7.519 5.842
Investitionen8) 22.982 28.517
VERMÖGENSWERTE DES SEGMENTS 570.131 519.484
SCHULDEN DES SEGMENTS 400.117 362.239
MITARBEITER9) 4.981 5.158

1) EBITDA vor Berücksichtigung Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung und Restrukturierungs-/Einmalaufwendungen
2) EBITDA vor Berücksichtigung Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung
3) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 202 TEUR enthalten.
4) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 733 TEUR enthalten.
5) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 29 TEUR enthalten.
6) Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 278 TEUR enthalten.
7) Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Steuern.
8) Die Investitionen beziehen sich auf Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten ohne Berücksichtigung von Leasinginvestitionen.
9) Im Jahresdurchschnitt

7.5 Honorare und Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Gemäß deutscher Gesetzgebung wird der Konzernabschlussprüfer von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählt. Nach der Wahl des Konzernabschlussprüfers erteilt der Aufsichtsrat das Mandat, genehmigt Bedingungen und Umfang der Abschlussprüfung sowie sämtliche Prüfungshonorare und überwacht die Unabhängigkeit des Konzernabschlussprüfers. In 2009 und 2010 wählte die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, die seit vielen Jahren Konzernabschlussprüfer ist, als Konzernabschlussprüfer für die Geschäftsjahre 2009 und 2010.

Die unten stehende Tabelle zeigt die gesamten vom Konzernabschlussprüfer abgerechneten Honorare für die letzten beiden Geschäftsjahre in den folgenden Kategorien: (1) Abschlussprüfung, das heißt Honorare im Zusammenhang mit der gesetzlichen Abschlussprüfung durch den Konzernabschlussprüfer, in Verbindung mit satzungsmäßigen und regulatorischen Prüfungen, die für die betreffenden Geschäftsjahre in Rechnung gestellt wurden; (2) Andere Bestätigungsleistungen, das heißt Honorare für Gutachten und zugehörige Dienstleistungen, die in engem Bezug zu der Durchführung der Abschlussprüfung stehen und nicht unter Abschlussprüfung ausgewiesen werden; (3) Steuerberatungsleistungen, das heißt Honorare für professionelle Dienstleistungen zur Sicherstellung der Einhaltung von Steuervorschriften, Steuerberatung und Steuerplanung sowie (4) alle sonstigen Leistungen für Produkte und Dienstleistungen, die nicht unter Abschlussprüfung, andere Bestätigungsleistungen und Steuerberatungsleistungen fallen. In diesen Beträgen ist die Umsatzsteuer nicht eingeschlossen.

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in TEUR 2010 2009
Abschlussprüfung 817 828
Andere Bestätigungsleistungen 140 143
Steuerberatungsleistungen 425 368
Sonstige Leistungen 153 273

1.535 1.612

Die Honorare für Steuerberatungsleistungen inklusive Dienstleistungshonoraren enthalten Honorare für Beratungs- und Unterstützungsleistungen bei der Erstellung der Steuererklärungen.

7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hans-Dieter Schumacher gehört seit dem 15. Januar 2011 dem Vorstand an und tritt zum 1. April 2011 die Nachfolge von Andreas Hermann als Finanzvorstand an, der den Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der Homag Group aber in beratender Funktion erhalten.

Ende Februar 2011 wurde die Homag Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom Homag Group Engineering-Team der Konzerntochter Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der Homag Group beträgt ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette - vom Baumstamm bis zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.

7.7 Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, welche den Homag Group Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des Homag Group Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte der Homag Group AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements des Homag Group Konzerns zu steuern.

Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Homag Group Konzerns ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Personen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Homag Group Konzerns kann hierbei auf einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der Homag Group AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen.

Der Homag Group Konzern wird im Geschäftsjahr 2010 von den Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen, zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und zu Aktionären, die mehr als 20 Prozent der Aktien des Mutterunternehmens Homag Group AG halten, berührt.

Aus der Mitarbeiterbeteiligung bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Mit dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats wurde von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH im Jahr 1999 ein Beratervertrag geschlossen, aus dem er jährliche Bezüge in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) erhält. Als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats erhält Herr Gerhard Schuler des Weiteren eine Vergütung entsprechend der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR).

In der folgenden Tabelle werden die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Gesellschaften des Homag Group Konzerns dargestellt:

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Erbrachte Lieferungen und Leistungen
des Konzerns an nahe stehende Unternehmen
Empfangene Lieferungen und Leistungen
des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Assoziierte Unternehmen 77.578 33.205 1.879 1.097

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen sind in den Umsatzerlösen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen werden im Materialaufwand und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze erfolgt marktorientiert unter Beachtung des "Dealing at arm's length"-Prinzips. Bei den nahe stehenden Unternehmen handelt es sich um Vertriebs- und Servicegesellschaften, die Maschinen und Ersatzteile aus Unternehmen des Konzerns verkaufen. Die empfangenen Leistungen des Konzerns von assoziierten Unternehmen umfassen im Wesentlichen weiterbelastete Montage- und Messekosten, die bei den nahe stehenden Gesellschaften anfallen.

7.8 Corporate Governance

Die nach §161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist den Aktionären auf der Homepage der Homag Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft zugänglich gemacht.

8. ORGANE

8.1 Aufsichtsrat

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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen
vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören
(Stand: 31. Dezember 2010 bzw. Ende der Aufsichtsratstätigkeit)
Torsten Grede, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitglied des Vorstands der Deutsche
Beteiligungs AG, Frankfurt am Main
(1) - MCE AG, Linz, Österreich bis 26. Januar 2010

(2) - Clyde Bergemann Power Group, Inc., Delaware, USA
- Grohmann Engineering GmbH, Prüm bis 1. Januar 2010
Reiner Neumeister* , Wildberg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer
der IG-Metall, Freudenstadt
(1) - Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart
(stellvertretender Vorsitzender)

(2) - Brueninghaus Hydromatik GmbH, Elchingen
(stellvertretender Vorsitzender) bis 1. Oktober 2010
- AOK Baden-Württemberg, Stuttgart
Dr. Jochen Berninghaus, Dortmund
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und
Steuerberater
(1) - Geno-Volksbank-Essen e. G., Essen
(stellvertretender Vorsitzender)

(2) - Kludi GmbH & Co. KG, Menden
- A.W. Kisker GmbH & Co. KG, Bielefeld
- Heinrich Schlenkhoff GmbH, Essen
- Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh
Klaus M. Bukenberger, Schenkenzell
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Unternehmensberater
(1) - SICK AG, Waldkirch (Vorsitzender)

(2) - Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen (Vorsitzender)
- Deutsche Bank AG, Stuttgart
- Hauck & Aufhäuser KGaA, Frankfurt am Main
- Investcorp Group, London, Großbritannien
- Seven Industries Holding B.V., Amsterdam, Niederlande
Ernst Esslinger* , Alpirsbach
Leiter IT-Engineering der Homag
Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch


Dipl.-Ing. Hans Fahr, München
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010 Unternehmensberater
(1) - Sumida AG, Obernzell (Vorsitzender)
- CEDIM AG, Karlsruhe (Vorsitzender) bis 9. November 2010
- Bucyrus Europe GmbH, Lünen
- BOA Holding GmbH, Stutensee bis 9. September 2010

(2) - König Metall GmbH, Gaggenau
- Vollack Management Holding GmbH, Karlsruhe
- BOA Luxembourg Investment s.a.r.l., Luxemburg,
Luxemburg seit 21. Dezember 2010
Gerhard Federer, Neuried
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Schunk GmbH, Heuchelheim und
der Schunk Verwaltungsgesellschaft mbH,
Heuchelheim
(1) - SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG, Au

(2) - Schunk Iberica S.A., Pinto, Spanien
- XYCARB Ceramics B.V., Helmond, Niederlande
- Commerzbank AG, Regionalbeirat Mitte, Frankfurt am Main
- Hoffmann & Co. Elektrokohle AG, Bad Goissern, Österreich
- Schunk Wien Gesellschaft mbH, Wien, Österreich
Wilhelm Freiherr von Haller, Stuttgart
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Vorsitzender des Vorstands der
Sal. Oppenheim jr. & Cie.
Komplementär AG, Köln, Sprecher des
Vorstands der BHF-BANK AG,
Frankfurt am Main und seit 16. Januar 2010
Geschäftsführer der FARAMIR Beteiligungs-
und Verwaltungs GmbH, Köln
(1) - GEZE GmbH, Leonberg
- Aesculap AG, Tuttlingen
- Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln
seit 22. Februar 2010

(2) - Gühring oHG, Albstadt
- Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank,
Karlsruhe (stellvertretendes Mitglied)
- Deutsche Bank Österreich AG, Wien, Österreich
seit 12. Februar 2010
- Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär S.A., Luxemburg,
Luxemburg (Vorsitzender) seit 14. Januar 2010
Dr. Horst Heidsieck, Büdingen
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Geschäftsführer und Gesellschafter der
Value Consult Management- und
Unternehmensberatungsgesellschaft mbH,
Büdingen und Geschäftsführer und
Gesellschafter der DOMINO GmbH, Büdingen
(1) - Coperion GmbH, Stuttgart (Vorsitzender)

(2) - Mauser Holding GmbH, Brühl (Vorsitzender)
- Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, Belgien
Ralf Hengel, Freudenstadt
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Leiter IT der schlott GmbH, Freudenstadt


Carmen Hettich-Günther* , Rottenburg
Angestellte strategischer Einkauf und
Betriebsratsvorsitzende der Homag
Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch


Dr. Dieter Japs, Reichenberg
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Beratender Ingenieur
(2) - Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen
Thomas Keller, Freiburg
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Vorsitzender der Geschäftsleitung Region
Württemberg der Deutsche Bank AG,
Frankfurt am Main
(2) - Deutsche Clubholding GmbH, Frankfurt am Main
- Sick Holding GmbH, Freiburg im Breisgau
Hannelore Knowles* , Calw
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
Homag Group AG, Schopfloch und
Betriebsratsvorsitzende der HOLZMA
Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn


Reinhard Löffler, Weil der Stadt
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Ehemaliges Vorstandsmitglied der
Deutsche Beteiligungs AG,
Frankfurt am Main und ehemaliger
Geschäftsführer der Deutsche
Beteiligungs GmbH, Königstein/Taunus


Jochen Meyer* , Herzebrock-Clarholz
Stellvertretender Vorsitzender des
Konzernbetriebsrats der Homag Group AG,
Schopfloch und Betriebsratsvorsitzender
der Weeke Bohrsysteme GmbH,
Herzebrock-Clarholz bis 31. März 2010


Reinhard Seiler* , Lemgo
1. Bevollmächtigter der IG-Metall, Detmold
(1) - Dorma Holding GmbH & Co. KGaA, Ennepetal

* Arbeitnehmervertreter

Aufsichtsratsausschüsse

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Prüfungsausschuss Gerhard Federer (Vorsitzender) seit 13. Juli 2010
Carmen Hettich-Günther*
Reiner Neumeister*
Thomas Keller seit 13. Juli 2010
Wilhelm Freiherr von Haller bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler (Vorsitzender) bis 28. Mai 2010
Personalausschuss Torsten Grede (Vorsitzender)
Hannelore Knowles*
Jochen Meyer*
Reiner Neumeister*
Hans Fahr seit 13. Juli 2010
Dr. Horst Heidsieck seit 13. Juli 2010
Klaus M. Bukenberger bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010
Nominierungsausschuss Torsten Grede (Vorsitzender)
Hans Fahr seit 13. Juli 2010
Dr. Dieter Japs seit 13. Juli 2010
Dr. Jochen Berninghaus bis 28. Mai 2010
Ralf Hengel bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010
Vermittlungsausschuss gemäß
§ 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz
Torsten Grede (Vorsitzender)
Jochen Meyer*
Reiner Neumeister*
Dr. Horst Heidsieck seit 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010

8.2 Vorstand

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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen
vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören
(Stand: 31. Dezember 2010)
Rolf Knoll
Sprecher des Vorstands
Vorstand Beteiligungen -
Produktionsgesellschaften
Dettingen an der Erms
(2) - Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen
des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e. V.,
Frankfurt am Main
Achim Gauß
Vorstand Forschung und Entwicklung
Dornstetten
(1) - Coveright Surfaces Beteiligungs GmbH, Düsseldorf
Andreas Hermann
Vorstand Finanzen bis 31. März 2011
Freudenstadt


Herbert Högemann
Vorstand Produktion, Beschaffung
und Qualitätswesen
Freudenstadt


Jürgen Köppel
Vorstand Vertrieb, Service, Marketing
Beckum


Hans-Dieter Schumacher
Vorstand seit 15. Januar 2011
Vorstand Finanzen ab 1. April 2011 Tuttlingen
(2) - Commerzbank AG, Regionalbeirat Südwest, Frankfurt am Main

* Arbeitnehmervertreter

9. ANTEILSBESITZ

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Status Währung Gezeichnetes
Kapital
31.12.2010
Anteil am
Kapital in %
31.12.2010
Eigenkapital
in Tausend
31.12.2010
Ergebnis
in Tausend
2010
INLAND





Unmittelbarer Anteilsbesitz:





Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH,
(vormals: Homag Holzbearbeitungssysteme AG), Schopfloch
(vk) EUR 30.000.000,00 100,00 82.284 EAV
SCHULER Consulting GmbH,
(vormals: Schuler Business Solutions AG),
Pfalzgrafenweiler
(vk) EUR 5.150.000,00 100,001) -379 -1.998
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne (vk) EUR 1.600.000,00 100,002) -2.170 -241
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Holzbronn (vk) EUR 5.600.000,00 100,003) 20.130 EAV
Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo (vk) EUR 4.000.000,00 70,00 20.271 2.796
Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock (vk) EUR 17.550.000,00 100,00 29.917 2.223
BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach (vk) EUR 25.000,00 51,00 2.130 223
Homag eSolution GmbH, Schopfloch (vk) EUR 50.000,00 51,00 560 0
Wehrmann Maschinen Center GmbH4) , Barntrup (nk) EUR 2.500.000,00 43,82 1.0875) -2.5675)
Mittelbarer Anteilsbesitz:





Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH, Schopfloch (vk) EUR 7.200.000,00 100,006) 25.568 2.105
Ligmatech Automationssysteme GmbH, Lichtenberg (vk) EUR 6.650.000,00 100,00 5.090 418
Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg (vk) EUR 2.400.000,00 100,00 921 EAV
Bargstedt Handlingsysteme GmbH, Hemmoor (vk) EUR 5.133.000,00 100,00 4.974 22
Bütfering Schleiftechnik GmbH, Beckum (vk) EUR 2.000.000,00 96,30 -1.010 -1.998
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen (vk) EUR 1.000.000,00 51,00 4.908 364
Homag GUS GmbH, Schopfloch (vk) EUR 100.000,00 100,006) 2.100 EAV
Homag Finance GmbH, Schopfloch (vk) EUR 100.000,00 100,006) 110 -15
Homag India GmbH, Schopfloch (nk) EUR 400.000,00 100,006) 37) 07)
Homag Vertrieb & Service GmbH, Schopfloch (vk) EUR 300.000,00 100,006) 379 -127
Hüllhorst GmbH, Barntrup (nk) EUR 255.645,94 100,00 259 3
AUSLAND





Mittelbarer Anteilsbesitz:





Homag Machinery Środa Sp. z o.o., ŚrodaPolen
PLN 6.001.000,00 100,008) 7.337 1.315

(vk) (EUR 1.512.539,38
1.849 329)
Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal, L'Ametlla del Valles/Spanien (vk) EUR 2.047.748,40 100,00 3.421 503
Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias
para Madeira Ltda., São Paulo/Brasilien

BRL 6.812.180,00 100,00 10.062 765

(vk) (EUR 3.082.155,46
4.553 326)
Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China
CNY 70.715.635,00 81,259) 106.928 17.168

(vk) (EUR 8.063.632,17
12.193 1.907)
Homag Austria Gesellschaft mbH, Oberhofen am Irrsee/Österreich (vk) EUR 370.000,00 100,0010) 885 113
Homag Italia S.p.A., Guissano/Italien (vk) EUR 1.100.000,00 100,0010) 2.269 -228
Homag France S.A., Schiltigheim/Frankreich (vk) EUR 1.500.000,00 100,0010) 8.460 1.480
Homag Asia (PTE) Ltd., Singapore/Singapur
SGD 100.000,00 100,0010) 2.451 1.529

(vk) (EUR 58.234,33
1.427 845)
Homag Canada Inc., Mississauga, Ontario/Kanada
CAD 4.367.800,00 100,0010) 10.653 662

(vk) (EUR 3.289.749,19
8.024 484)
Homag Polska Sp. z o.o., Środa/Polen
PLN 1.050.000,00 100,0010) 12.111 2.478

(vk) (EUR 264.650,28
3.053 619)
Homag Japan Co. Ltd., Osaka/Japan
JPY 156.000.000,00 100,0010) 221.536 -59.866

(vk) (EUR 1.436.548,75
2.040 -514)
Homag Danmark A/S, Galten/Dänemark
DKK 1.970.000,00 100,0010) 16.245 184

(vk) (EUR 264.234,46
2.179 25)
Homag U.K. Ltd., Castle Donington/England
GBP 2.716.778,00 100,0010) 245 -65

(vk) (EUR 3.148.062,57
284 -76)
Schuler Business Solutions S.L., Cullera/Spanien (vk) EUR 301.000,00 100,00 239 -48
Homag Korea Co. Ltd., Seoul/Korea
KRW 320.970.000,00 54,5511) 583.344 301.802

(vk) (EUR 212.951,95
387 196)
Holzma Tech GmbH, Assenovgrad/Bulgarien
BGN 370.000,00 100,00 1.021 5

(nk) (EUR 189.190,57
522 3)
Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA
USD 25.806,00 22,00 23.351 -42812)

(e) (EUR 19.429,30
17.581 -322)
Weeke North America Inc., Grand Rapids/USA
USD 20.000,00 81,00 -135 2

(vk) (EUR 15.057,97
-102 2)
Homag España Maquinaria S.A., Montmeló/Spanien (vk) EUR 1.211.300,00 100,0010) 1.342 -332
Mittelbarer Anteilsbesitz:





Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China
HKD 27.000.000,00 25,00 84.278 -51613)

(e) (EUR 2.611.673,21
8.152 -50)
Homag South America Ltda., São Paulo/Brasilien
BRL 5.925.031,00 100,0014) 4.506 786

(vk) (EUR 2.680.766,90
2.039 335)
Homag Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien
AUD 6.209.158,62 100,0014) 1.374 701

(vk) (EUR 4.732.229,72
1.047 485)
Homag (Schweiz) AG, Bachenbülach/Schweiz
CHF 200.000,00 100,0014) 6.369 1.888

(vk) (EUR 160.745,86
5.119 1.365)
OOO "FAYZ- Homag GUS", Taschkent/Usbekistan
USD 174.000,00 33,0015) -16) -16)

(nk) (EUR 131.004,37
-16) -16)
OOO "Homag Russland", Moskau/Russische Föderation
RUB 357.215,00 99,0017) -26.003 -45.142

(vk) (EUR 8.814,03
-642 -1.118)
Homag India Private Ltd., Bangalore/Indien
INR 228.055.010,00 99,9018) 73.841 1.746

(vk) (EUR 3.823.039,49
1.238 29)
RAMU Machinery Private Limited, Bangalore/Indien
INR 11.500.000,00 52,1719) -12.389 -9.088

(nk) (EUR 192.782,23
-208 -149)
HA Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia
MYR 250.000,00 100,0014) -1.377 -15113)

(vk) (EUR 61.042,61
-336 -35)
HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand
THB 2.000.000,00 100,0014) 224 12.05913)

(vk) (EUR 49.836,04
6 284)
BENZ INCORPORATED, Charlotte/USA
USD 100,00 100,0020) -205 212

(vk) (EUR 75,29
-154 160)

1) Davon werden 94,00% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 6,00% von der Homag Group AG gehalten.
2) Davon werden 39,95% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 60,05% von der Homag Group AG gehalten.
3) Davon werden 54,46% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 45,54% von der Homag Group AG gehalten.
4) Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen
5) Geschäftsjahr 1. April 2002 bis 31. März 2003
6) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
7) Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
8) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 92,81%
9) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 79,14%
10) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
11) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 52,61%
12) Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
13) Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
14) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
15) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 31,83%
16) Nicht vorliegend
17) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 95,47%
18) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,34%
19) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 50,26%
20) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 51,00%

scroll
EAV Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Homag Group AG bzw. Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH bzw. Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH
(vk) Vollkonsolidiert
(nk) Nicht konsolidiert
(e)
At-Equity-konsolidiert

10. SONSTIGE ANGABEN

Die folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit: Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg, HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw, und Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzern

> Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 316 Abs. 1 Satz 6 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Schopfloch, 18. März 2011
Homag Group AG

Der Vorstand

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ROLF KNOLL ACHIM GAUSS ANDREAS HERMANN
HERBERT HÖGEMANN JÜRGEN KÖPPEL HANS-DIETER SCHUMACHER

Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer Konzern

> Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Homag Group AG, Schopfloch, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, 18. März 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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BLESCH VÖGELE
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

> Der Aufsichtsrat der HOMAG Group AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodex) obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und den Vorstand überwacht und beraten. Dafür wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Lage des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie über das Risikomanagement und die Compliance informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Soweit es nach Gesetz und Satzung notwendig war, hat der Aufsichtsrat zu allen Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands sein Votum abgegeben. Die zustimmungspflichtigen Angelegenheiten wurden dabei rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der Vorstand und der Aufsichtsratsvorsitzende standen auch außerhalb der Sitzungen in engem und regelmäßigem Kontakt, wodurch ein stetiger Informationsfluss und Meinungsaustausch gewährleistet war.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN

Veränderung im Aufsichtsrat

Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen.

Auf der Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 wurden turnusgemäß die sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat gewählt. Neu in den Aufsichtsrat kamen dabei Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an, der in der der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt wurde. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern Dr. Jochen Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel und Reinhard Löffler für ihre wertvolle Arbeit und ihren Einsatz zum Wohle der Gesellschaft.

WESENTLICHE BERATUNGSTHEMEN

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2010 zu acht Sitzungen zusammen. In den Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die laufende Geschäftsentwicklung und erläuterte dabei insbesondere die Marktentwicklung und die Aktivitäten im Vertrieb, die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften, die Weiterentwicklung der Produkte und neuer Technologien, die Aktivitäten in der Produktion und im Einkauf sowie die finanzielle Lage des Konzerns. In den einzelnen Bereichen wurden bei jeder Sitzung unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Entwicklung und Optimierung des Produktportfolios und des Global Sourcings, die Einhaltung der Planung, die Maßnahmen zur Anpassung der Gruppenstruktur, Investitionen in die Wachstumsmärkte China und Indien sowie Personalfragen. Jeweils zu Beginn der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über die Tätigkeit der Ausschüsse informiert.

Aufsichtsratssitzung am 23. März 2010

In der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2010 wurde in Gegenwart des Abschlussprüfers der Konzern- und Jahresabschluss inklusive Konzernlagebericht und Lagebericht von 2009 nach ausführlicher Erörterung und Prüfung gebilligt und festgestellt. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der Hauptversammlung und erörterte und verabschiedete den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Ein weiteres Thema der Sitzung waren Kapitalerhöhungsmaßnahmen bei verschiedenen Tochtergesellschaften. Diskutiert wurde weiterhin ein Neubau für die Vertriebstochter in der Schweiz, dem der Sitzung folgend im Umlaufverfahren zugestimmt wurde.

Aufsichtsratssitzung am 12. April 2010

Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 12. April 2010 auf Vorschlag des Nominierungsausschusses die Kandidaten zur Neuwahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat als Wahlvorschlag an die Hauptversammlung beschlossen.

Aufsichtsratssitzung am 28. Mai 2010

In der an die Hauptversammlung am 28. Mai 2010 anschließenden konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats wurden die Wahlen zum Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden abgehalten. Herr Torsten Grede wurde als Vorsitzender und Herr Reiner Neumeister als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats im Amt bestätigt und beide gehören somit dem Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG an. Zu weiteren Mitgliedern des Vermittlungsausschusses wurden Herr Dr. Horst Heidsieck und Herr Jochen Meyer gewählt.

Aufsichtsratssitzung am 13. Juli 2010

In der Aufsichtsratssitzung am 13. Juli 2010 hat der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat die Neubesetzung der Ausschüsse gewählt. Vor den Wahlen wurde einstimmig beschlossen, die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat dahingehend zu ändern, dass die Mitgliederzahl des Nominierungsausschusses von vier auf drei reduziert wird. Zu Mitgliedern des Nominierungsausschusses wurden Herr Torsten Grede als Vorsitzender sowie Herr Dr. Dieter Japs und Herr Hans Fahr gewählt. Der Vorsitzende des Personalausschusses ist kraft Amtes weiterhin Herr Torsten Grede. Zu weiteren Mitgliedern wurden die Herren Hans Fahr, Dr. Horst Heidsieck, Reiner Neumeister und Jochen Meyer sowie Frau Hannelore Knowles gewählt. Zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses wurden Frau Carmen Hettich-Günther, Herr Thomas Keller und Herr Reiner Neumeister gewählt sowie als Vorsitzender Herr Gerhard Federer.

Aufsichtsratssitzung am 9. August 2010

Schwerpunktthema der Aufsichtsratssitzung am 9. August 2010 war die Neugründung eines gemeinsamen Unternehmens mit der imos AG, Herford. Der Gründung der HOMAG eSOLUTION GmbH, als Anbieter von Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen und Anlagen der HOMAG Group - stimmte der Aufsichtsrat zu. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Abschluss der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Andreas Hermann zu und beriet über das personelle Konzept in Verbindung mit der Nachfolgesuche.

Aufsichtsratssitzung am 9. September 2010

In der Aufsichtsratssitzung vom 9. September 2010 wurde festgestellt, dass die vereinbarten Eintrittsbedingungen zur Erhöhung der Festgehälter der Vorstandsmitglieder Andreas Hermann, Herbert Högemann, Achim Gauß und Rolf Knoll und der Zahlung einer einmaligen Tantieme eingetreten sind. Gleichzeitig wurde der Erhöhung des Jahresfestgehalts von Herrn Jürgen Köppel und der Zahlung einer einmaligen Tantieme an Herrn Jürgen Köppel zugestimmt.

Aufsichtsratssitzung am 14. Oktober 2010

Hauptthema der Aufsichtsratssitzung vom 14. Oktober 2010 war die Freigabe der Investitionen für den weiteren Ausbau des Produktionsunternehmens HOMAG Machinery Shanghai in China und der Gründung einer neuen Produktionsstätte in Indien, der HOMAG Machinery Bangalore. Beiden Investitionsplänen wurde nach ausführlicher Diskussion zugestimmt und das Budget freigegeben. Im Anschluss daran stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat die geplante Anpassung der Gruppenstruktur und die damit verbundenen Chancen und Risiken vor. Zudem wurde einer Änderung in der Geschäftsordnung des Vorstands zugestimmt - einige Schwellenwerte für zustimmungspflichtige Handlungen des Vorstands wurden erhöht.

Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2010

In seiner Sitzung vom 16. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat die Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung der Gruppenstruktur beschlossen. Für den weiteren wirtschaftlich abgesicherten Ausbau der Marktposition und der Weltmarktführerschaft werden die kleineren Unternehmen FRIZ Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg und TORWEGGE Holzbearbeitungssysteme GmbH, Löhne an größere Unternehmen innerhalb der Gruppe angebunden. Zudem erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Budget für 2011 und zur Mittelfristplanung bis 2015. In Verbindung mit der Zustimmung zur Entsprechenserklärung 2011 gemäß § 161 AktG wurden die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß des Deutschen Corporate Governance Kodex Ziffer 5.4.1 festgelegt. In dieser Sitzung wurden außerdem die Beibehaltung der Parameter für das Long-Term-Incentive (LTI) Programm 2011 bis 2013 der Vorstände beschlossen und der relevante Anfangskurs für den Aktien-LTI-Bonus für 2010 bis 2012 festgelegt. Ein weiteres Thema der Sitzung war das personelle Konzept. Zu Vorstandsmitgliedern der HOMAG Group AG wurden Herr Hans-Dieter Schumacher mit Wirkung zum 15. Januar 2011 und Herr Dr. Markus Flik mit Wirkung zum 1. April 2011 bestellt. Herr Hans-Dieter Schumacher wird ab 1. April 2011 die Nachfolge von Herrn Andreas Hermann als Finanzvorstand antreten und Herr Markus Flik wird ab 1. Juli 2011 Vorstandsvorsitzender und tritt damit die Nachfolge des bisherigen Vorstandssprechers Herrn Rolf Knoll an.

ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. In den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen die Ausschüsse auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich zulässig - übertragen worden sind. Über die Arbeit der Ausschüsse berichteten die Ausschussvorsitzenden in den Plenarsitzungen.

Vermittlungsausschuss

Im Geschäftsjahr 2010 bestand für den Vermittlungsausschuss kein Anlass, tätig zu werden. Daher wurde er nicht einberufen.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss traf sich zweimal, um die Wahl der sechs Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2010 vorzubereiten.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss tagte sechsmal - drei Sitzungen fanden dabei als Telefonkonferenzen statt. An zwei der sechs Sitzungen nahm der Abschlussprüfer der HOMAG Group AG teil. Ein Schwerpunkt der Sitzungen war der Konzern- und Jahresabschluss 2009 inklusive der Inhalte des Geschäftsberichts sowie die Geschäftsentwicklung 2010. Erörtert wurden zudem sämtliche Quartalsberichte - der Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 auch in Anwesenheit des Abschlussprüfers - sowie die jeweilige aktuelle wirtschaftliche Entwicklung im Hinblick auf den Forecast 2010. Weitere Themen waren unter anderem die Bestimmung der Prüfungsschwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2010, die Kapitalerhöhungen bei verschiedenen Vertriebstöchtern, das Ergebnis der positiv verlaufenen steuerlichen Betriebsprüfung, die Bestandteile des Risikomanagements und das Ergebnis der Risikoinventur 2010. Beraten hat der Prüfungsausschuss zudem über die Neuerungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und die Entsprechenserklärung 2011 sowie über das Budget für 2011 und die Mittelfristplanung bis 2015.

Personalausschuss

Zu insgesamt sieben Sitzungen kam der Personalausschuss zusammen, wobei eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten wurde. Schwerpunktthemen waren die Festlegung der Parameter der variablen Vorstandsvergütung für den LTI-Bonus für den neuen Bezugszeitraum 2011 bis 2013 und die personellen Veränderungen im Vorstand. Der Personalausschuss hat sich hierbei mit der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Andreas Hermann, der Neubesetzung des Finanzressorts sowie dem Nachfolger für Herrn Rolf Knoll befasst.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben mit Ausnahme von Herrn Wilhelm Freiherr von Haller an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Herr Wilhelm Freiherr von Haller konnte bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 28. Mai 2010 nicht an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilnehmen. Während seiner Abwesenheit hat Herr Wilhelm Freiherr von Haller sich jedoch per schriftlicher Stimmbotschaft an allen Entscheidungen beteiligt.

Jedes Aufsichtsratsmitglied legt möglicherweise auftretende Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat offen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2010

Dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 folgend hat der Aufsichtsrat der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, den Prüfauftrag für das Geschäftsjahr 2010 erteilt. Als Prüfungsschwerpunkte wurden steuerliche Verlustvorträge und die Werthaltigkeit des Forderungsbestands festgelegt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie die entsprechenden Lageberichte wurden vom Abschlussprüfer unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer bestätigte zudem, dass der Vorstand über ein angemessenes Risikoüberwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG verfügt, das geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss, die zugehörigen Lageberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands eingehend geprüft. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dabei allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 18. März 2011 und in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2011 ausführlich besprochen und geprüft. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zugestimmt und erhebt keine Einwände.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat gebilligt, womit der Jahresabschluss der HOMAG Group AG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Demnach wird für das Geschäftsjahr 2010 wieder eine Dividende von 0,30 EUR und damit ein Großteil des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2010 ausgeschüttet.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Führungskräften, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die konstruktive, vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2010.

Schopfloch, im März 2011

Für den Aufsichtsrat

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TORSTEN GREDE
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lagebericht AG für 2010

> 1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die HOMAG Group AG ist Mutterunternehmen des HOMAG Konzerns. Als Holdinggesellschaft ist es die zentrale Aufgabe der HOMAG Group AG, die strategische Ausrichtung des HOMAG Konzerns vorzugeben und die Umsetzung der Konzernstrategie zu überwachen. Darüber hinaus gehören das Beteiligungsmanagement, Investor Relations, Konzernrechnungswesen, Gruppenmarketing sowie die Steuerung des Liquiditätsmanagements zu den Hauptaufgaben der HOMAG Group AG. Sie trägt zudem die Regionalverantwortung für die Vertriebsgesellschaften. Der HOMAG Group Konzern ist in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung tätig. Seit dem 13. Juli 2007 ist die HOMAG Group AG börsennotiert. Im Oktober 2007 wurde die Aktie in den SDAX der Deutschen Börse aufgenommen.

1.1 Rahmenbedingungen

Konjunkturentwicklung

Nach der schweren Rezession im Jahr 2009, ausgelöst durch die globale Finanzkrise, hat sich die Weltwirtschaft 2010 rasant erholt. Begünstigt wurde diese positive Entwicklung durch zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und Stimulierung der Konjunktur. Die Folge war ein kräftiger Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts, der sich nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) auf 4,8 Prozent beläuft, wobei die Expansion im Verlauf des Jahres an Schwung verloren hat. Das Welthandelsvolumen ist demnach um 11,5 Prozent gewachsen.

Die Wirtschaftsentwicklung verlief dabei auch 2010 heterogen. So hat die Wirtschaftsleistung in den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen und liegt teilweise wieder über Vorkrisenniveau. Insgesamt konnten die Schwellenländer 2010 ihr Bruttoinlandsprodukt laut IfW um 8,1 Prozent steigern, wobei die konjunkturelle Dynamik in Asien und hier insbesondere in China und Indien mit einem Plus von jeweils rund zehn Prozent sehr kräftig war. Brasilien konnte nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) um 7,8 Prozent und Russland um 3,9 Prozent zulegen.

Von der starken Entwicklung in den Schwellenländern profitierten zwar auch die Industrieländer, ihr Wachstum fällt jedoch deutlich geringer aus und die Produktion liegt hier nach wie vor unter Vorkrisenniveau. Dabei hat sich das Tempo der konjunkturellen Erholung im Jahresverlauf kontinuierlich verlangsamt. Das Ergebnis ist nach Angaben des IfW ein Plus von 2,4 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer. Dabei konnten die USA um 2,8 Prozent und Japan um 3,3 Prozent zulegen.

Die Europäische Union entwickelte sich, auch vor dem Hintergrund der Schuldenkrise einzelner Länder, im Vergleich der Industrieländer unterproportional, wie das Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent zeigt. Der Euroraum wuchs dabei um 1,8 Prozent und die Wirtschaftsleistung der Beitrittsländer stieg um 1,5 Prozent. Positiv entwickelten sich unter anderem die Volkswirtschaften in Polen, Schweden, der Slowakei, Finnland oder Belgien. Ein sehr schwaches Wachstum bzw. einen Rückgang verzeichneten beispielsweise Griechenland, Spanien, Irland, Rumänien und Bulgarien.

Als Wachstumslokomotive in Europa zeigte sich 2010 Deutschland mit dem stärksten Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung. Nach dem Produktionseinbruch 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut Statistischem Bundesamt um 3,6 Prozent. Dabei hat sich der Außenhandel insbesondere zu Jahresbeginn spürbar erholt und die Verluste des Vorjahres nahezu wettgemacht. Das Exportwachstum beläuft sich dementsprechend laut DIW auf gut 15 Prozent. Angesprungen ist im Jahresverlauf auch die Binnennachfrage, die zu einer immer stärkeren Triebfeder des Wachstums wird. Mit einem Plus von rund zehn Prozent wurden die Ausrüstungsinvestitionen kräftig ausgeweitet, wobei ihr Niveau noch um rund 15 Prozent unter dem Vorkrisenwert liegt.

Maschinen- und Anlagenbau

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sich nach Angaben des Branchenverbandes VDMA vom schweren Rückschlag 2009 erholt und 2010 seinen Umsatz um rund acht Prozent verbessert. Damit liegt die Branche allerdings noch rund 20 Prozent unter ihrem Höchststand, den sie 2008 vor der Krise erreicht hatte. Sehr positiv hat sich laut VDMA der Auftragseingang entwickelt, der 2010 um 36 Prozent zugelegt hat, wobei das Ausland mit einem Plus von 39 Prozent stärker gewachsen ist als das Inland, in dem die Bestellungen um 29 Prozent zugelegt haben. Demzufolge ist auch die Exportquote wieder gestiegen und lag 2010 bei 74,8 Prozent nach 73,6 Prozent im Jahr zuvor.

Für die HOMAG Group ist innerhalb des Maschinenbaus der Markt der Holzbearbeitungsmaschinen die relevante Branche. Diese ist gekennzeichnet durch wenige große Anbieter, die mit einem breiten Angebot weltweit Systemleistungen anbieten, und sehr viele kleinere und kleine Unternehmen, die oft nur einzelne Segmente bedienen oder Spezialmaschinen herstellen. Dabei ist zu beobachten, dass der Marktanteil der großen Anbieter wächst, da immer mehr Kunden bei vollstufigen Lieferanten kaufen, die auch einen lokalen Komplettservice bieten. Die größten Mitbewerber der HOMAG Group im vergleichbaren Produktbereich sind die beiden italienischen Konzerne Biesse Group und SCM Group. Zusammen verfügen die drei Unternehmensgruppen nach unserer Einschätzung über einen Marktanteil von rund 47 Prozent.

Nach dem historischen Nachfrageeinbruch bei den Holzbearbeitungsmaschinen Ende 2008 und 2009 erholt sich auch dieses Segment des Maschinenbaus wieder und verzeichnete 2010 ein Umsatzplus von 12 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt der Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen erst bei 65 Prozent seines Umsatzniveaus von 2008. Mit einem Plus von 74 Prozent konnte der Auftragseingang 2010 sehr stark zulegen. Zu beachten ist allerdings, dass hier die Ausrüster der Säge- und Holzwerkstoffindustrie, zu denen die HOMAG Group nicht gehört, mit einem überproportionalen Auftragsplus das Bild verzerren.

1.2 Entwicklung und Struktur der Unternehmensgruppe

Rechtliche Unternehmensstruktur

Die HOMAG Group AG ist eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit. Ihre Hauptaufgaben als Obergesellschaft und Mutterunternehmen sind die Festlegung und Überwachung der Konzernstrategie, die Steuerung des Liquiditätsmanagements sowie die Führungsrolle für Tochtergesellschaften und die Gruppenvertriebsorganisation. Zuständig ist sie zudem für die Investor Relations, das Konzernrechnungswesen sowie das Gruppenmarketing und sie trägt die Regionalverantwortung für die Vertriebsgesellschaften. Sie hält 100 Prozent an der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, die operativ tätig und gleichzeitig auch größte Gesellschaft der HOMAG Group ist. Insgesamt gehören mit Stand zum 31. Dezember 2010 u. a. 11 inländische und 5 ausländische Produktionsgesellschaften sowie 21 Vertriebs- und Servicegesellschaften zum Konzern (siehe auch Konzernstruktur im hinteren Umschlagteil).

Neben dem Beteiligungsvorstand der Holding, der für die Tochtergesellschaften verantwortlich ist, werden die Produktionsgesellschaften von der jeweiligen Geschäftsführung vor Ort operativ geleitet. Entsprechend ihrer Größe sind die inländischen Produktionsgesellschaften an der HOMAG Vertriebs-Beteiligungs GmbH beteiligt und üben damit Einfluss auf die Lenkung der ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften aus.

Im Geschäftsjahr 2010 kam es zu folgenden Veränderungen in der Gruppenstruktur:

Durch zwei Kapitalerhöhungen im Februar 2010 und im Juli 2010 bei gleichzeitiger Verwässerung der Anteile der Minderheitsgesellschafter haben wir unseren Anteil an der BÜTFERING Schleiftechnik GmbH von 80 Prozent auf über 96 Prozent erhöht.

Am 6. Oktober 2010 haben wir die Gesellschaftsform der HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG geändert. Sie firmiert seitdem als HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH. Dabei haben wir auch die Führung teilweise neu besetzt und damit eine Entflechtung von der Führung der HOMAG Group AG vorgenommen.

Gemeinsam mit der imos AG, Herford haben wir im Dezember 2010 die HOMAG eSOLUTION GmbH gegründet, an der wir 51 Prozent der Anteile halten. Das neue Unternehmen befasst sich mit Softwarelösungen für die Möbelfertigung - speziell für Maschinen und Anlagen der HOMAG Group.

Seit Dezember 2010 firmiert die SCHULER Business Solutions AG nach vorangegangener Restrukturierung unter dem Namen SCHULER Consulting GmbH.

Rückwirkend zum 1. Januar 2010 hat die HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH im 4. Quartal 2010 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geschlossen.

Organisatorische Unternehmensstruktur

Organisatorisch ist die HOMAG Group AG in die Segmente "Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige" unterteilt. Dabei beinhaltet das Segment "Industrie" diejenigen Gruppenunternehmen, deren Kernkompetenz im Angebot von Systemlösungen für Industrieunternehmen liegt. Wir bieten unseren Kunden hier mit optimal aufeinander abgestimmten Maschinen und Anlagen sowie der zugehörigen Informations- und Steuerungstechnik durchgängige Lösungen und decken die Prozessketten der Holzbearbeitung im Wesentlichen mit unseren eigenen Produkten ab.

Im Segment "Handwerk" sind die Konzernunternehmen zusammengefasst, deren Schwerpunkt auf Produkten für die speziellen Anforderungen kleinerer Handwerksbetriebe liegt. Gefragt sind dabei neben hoher Qualität und Produktivität insbesondere eine einfache Bedienung, flexible Einsatzmöglichkeiten und ein günstiger Preis.

Das Segment "Vertrieb und Service" umfasst die Geschäftstätigkeit der HOMAG Vertriebs- und Servicegesellschaften im In- und Ausland. Mit unserem globalen Vertriebs- und Servicenetz sind wir in allen wichtigen Märkten weltweit vertreten und damit immer nah bei unseren Kunden.

Das Segment "Sonstige" enthält im Wesentlichen die HOMAG Group AG mit ihrer Holdingfunktion, die ausländischen Produktionsstätten in Zukunftsregionen, den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit dem Software- und Consultingangebot der SCHULER Consulting GmbH und der HOMAG eSOLUTION GmbH sowie den Geschäftsbereich "Holzhausbau".

Eine weitere Unterteilung der HOMAG Group ist zudem in die Produktgruppen "Maschinen", "Zellen" und "Fabrikanlagen" möglich. Die Produktgruppe "Maschinen" umfasst dabei unsere modular aufgebauten Standardmaschinen im Einstiegs- und Mittelsegment. Zu Linien verkettete Einzelmaschinen für die flexible Individualproduktion und die automatisierte Massenproduktion sind ebenso in der Produktgruppe "Zellen" enthalten wie komplette Bearbeitungszentren. Die "Fabrikanlagen" beinhalten schließlich ganzheitliche, vollverkettete Systemlösungen mit durchgängiger Vernetzung der Maschinensteuerungen und professioneller Leittechnik. Abgerundet wird dies mit unserem umfassenden Dienstleistungsangebot, das sich durch alle Produktgruppen zieht.

Grundzüge des Vergütungssystems

Vergütung des Vorstands

Die individuelle Vergütung des Vorstands der HOMAG Group AG wird von dem Personalausschuss vorgeschlagen und von dem Aufsichtsrat beschlossen. Im Wettbewerb um hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten soll das Vergütungsmodell für den Vorstand attraktiv sein und gemessen an der persönlichen Leistung und am Unternehmenserfolg zugleich anspruchsvollen Maßstäben gerecht werden.

Die Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft und übersteigen die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe. Bei börsennotierten Gesellschaften ist die Vergütungsstruktur zusätzlich auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Sämtliche Vergütungsteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der HOMAG Group AG setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen Festvergütung sowie einem erfolgsbezogenen Vergütungsteil zusammen. Der variable Vergütungsanteil besteht aus einem kurz- sowie einem langfristig angelegten Anreizsystem und basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten sowie der Aktienkursentwicklung. Er enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap). Aktienoptionsprogramme sind nicht eingerichtet. Für Organfunktionen bei Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine Bezüge. Für die Mitglieder des Vorstands ist keine betriebliche Altersversorgung eingerichtet. Im Berichtsjahr wurden an die Vorstandsmitglieder weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch Haftungserklärungen zu ihren Gunsten abgegeben. Sämtliche Vorstandsdienstverträge entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Im Falle einer Beendigung des Vorstandsdienstvertrags erhält ein Vorstandsmitglied zur Abgeltung seiner Bezüge einschließlich Nebenleistungen im Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags eine Abfindung von zwei Jahresvergütungen; maximal jedoch in Höhe der Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrags ihm noch zustehende Bezüge (Festvergütung, "Short-Term-Incentive" STI und "Long-Term-Incentive" LTI). Ein Anspruch auf eine Abfindung im oben genannten Sinne besteht nicht, sofern die Gesellschaft ein Recht zur außerordentlichen Kündigung des Vertrags aus wichtigem Grund nach § 626 BGB hat.

Die erfolgsunabhängige Festvergütung

Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus dem jährlichen Festgehalt und den Nebenleistungen zusammen. Das jährliche Festgehalt ist für die Laufzeit der Vorstandsdienstverträge festgelegt und wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Die Nebenleistungen bestehen aus dem steuerlich anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung sowie der Übernahme von Versicherungsprämien. Bei den Versicherungsprämien handelt es sich um Gruppenversicherungen gegen Unfallschäden und eine Vermögensschadenversicherung (sog. D&O-Versicherung). Seit 1. Januar 2010 wurde die D&O-Versicherung dahingehend abgeändert, dass sowohl für die Mitglieder des Vorstands als auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart ist. Darüber hinaus werden die Krankenversicherungsbeiträge in Höhe der gesetzlichen Arbeitgeberanteile übernommen, in der Rentenversicherung in Höhe dessen, was der Vorstand im Falle der Versicherungspflicht zu bezahlen hätte. Aufwendungen, die dem Vorstand in der Ausübung seiner Aufgaben im Rahmen des Vorstandsdienstvertrags entstehen, werden gemäß der betrieblichen Regelung erstattet.

Mehrheitlich sehen die Vorstandsdienstverträge ab dem 1. Januar 2010 eine Erhöhung des festen Jahresgehalts unter einer aufschiebenden Bedingung (Erhöhungsbetrag) vor, welche die Erreichung eines Gewinns auf konsolidierter Basis vor Steuern (EBT) kumuliert für die vergangenen vier Quartale voraussetzt. Mit der Erfüllung der aufschiebenden Bedingung ist das feste Jahresgehalt ab dem 1. Juli 2010 für diese Verträge erhöht.

Der variable Vergütungsanteil

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die Ausgestaltung des variablen Vergütungsanteils unter besonderer Beachtung der aktienrechtlichen Neuregelungen zur Angemessenheit von Vorstandsvergütungen neu geregelt.

Der erfolgsbezogene Vergütungsanteil besteht aus einer kurzfristig angelegten Vergütungskomponente, dem "Short-Term-Incentive" (STI), und einer langfristig ausgerichteten Komponente, dem "Long-Term-Incentive" (LTI).

Das STI als jährliche Wertzuwachstantieme basiert auf der Rendite über den Kapitalkosten, dem HOMAG Value Added (HVA), der sich auf Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG Group AG berechnet. Der Anspruch auf das STI setzt voraus, dass ein positiver HVA erreicht wird. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 4 Prozent steigt der STI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 150 Prozent des tatsächlich im betreffenden Geschäftsjahr ausgezahlten festen Jahresgehalts und wird bei 4 Prozent erreicht.

Das STI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr ausbezahlt.

Das LTI stellt als Anreizsystem mit langfristiger Wirkung zum einen auf die Kursentwicklung der HOMAG Group Aktie (Aktien LTI) und zum anderen auf die Entwicklung eines positiven HVA (HVA LTI) ab. Die LTI-Programme werden jährlich mit jeweils dreijähriger Laufzeit aufgelegt. Vor der jährlichen Neuauflage des jeweiligen LTI-Programms überprüft der Aufsichtsrat die bisherigen Parameter der LTI wie HVA-Zielwert, Cap und die Parameter zur Berechnung der Kapitalkosten. Für das neue LTI-Programm, dessen Bezugszeitraum am 1. Januar 2011 beginnt und am 31. Dezember 2013 endet, beschloss der Aufsichtsrat, die bisherigen Parameter zu verwenden.

Voraussetzung für die Erlangung eines HVA-Bestandteils für das LTI ist ein über drei aufeinander folgende Geschäftsjahre (Bezugszeitraum) kumuliert positiver HVA. Ausgehend von einem HVA von größer 0 Prozent bis zum festgelegten HVA-Zielwert von 12 Prozent steigt der LTI-Betrag linear an. Der Cap beträgt 43,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.

Voraussetzung für die Erlangung eines Aktienbestandteils für das LTI ist eine positive Wertentwicklung der HOMAG Group AG-Aktie zwischen dem Beginn des Bezugszeitraums (relevanter Anfangskurs) und dem Ende des Bezugszeitraums (relevanter Schlusskurs). Der relevante Anfangskurs und der relevante Schlusskurs werden jeweils durch den Aufsichtsrat ermittelt und festgestellt. Ausgehend von einer Wertsteigerung der Aktie über den Bezugszeitraum von 0 Prozent bis 70 Prozent, steigt der Betrag des Aktienbestandteils für das LTI linear an. Der Cap beträgt 23,3 Prozent des tatsächlich während des Bezugszeitraums ausgezahlten kumulierten festen Jahresgehalts.

Hat sich der HVA-Bestandteil für das LTI negativ entwickelt, wird die Aktienkomponente um den Minderungsbetrag verringert. Maximal kann die Aktienkomponente durch den Minderungsbetrag auf 0 EUR verringert werden.

Für das erste LTI nach der Neugestaltung der variablen Vergütung, dessen Bezugszeitraum am 1. Januar 2010 beginnt und am 31. Dezember 2012 endet, gelten abweichende Obergrenzen (130 Prozent für den HVA-Bestandteil und 70 Prozent für den Aktienbestandteil).

Das LTI wird spätestens innerhalb von 30 Tagen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft des dritten Geschäftsjahres ausbezahlt.

Im Zusammenhang mit einer vertraglich vorgesehenen Erhöhung des festen Jahresgehalts hat der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 50 Prozent des Erhöhungsbetrags als Tantieme erhalten. Ferner hat der Aufsichtsrat einem Vorstandsmitglied einen Sonderbonus gewährt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der HOMAG Group AG geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. In der Hauptversammlung am 28. Mai 2010 wurden dementsprechend neue Vergütungsregelungen für Aufsichtsratsmitglieder unter Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen in Ziffer 5.4.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie eine entsprechende Änderung der Satzung der HOMAG Group AG beschlossen. Diese wurde am 7. Juni 2010 im Handelsregister eingetragen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten, wie bisher auch, für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit im Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 EUR. Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG pro Aufsichtsratssitzung eine Pauschalvergütung in Höhe von 1.500 EUR.

Zusätzlich zur Festvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr eine variable Vergütung. Nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG durch die Hauptversammlung gilt, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats 500 EUR pro 0,1 Prozent der positiven unternehmensbezogenen Kennziffer HOMAG Value Added, höchstens jedoch 20.000 EUR, erhalten. Nach der Einführung der Kennziffer HOMAG Value Added als Bemessungsgrundlage für die variable Aufsichtsratsvergütung statt der bisherigen Bemessungsgrundlage Dividende orientieren sich die variablen Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat an der gleichen nachhaltig orientierten Kennzahl. Die Kennziffer HOMAG Value Added für ein Geschäftsjahr berechnet sich auf der Grundlage des Konzernabschlusses der HOMAG Group AG.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den dreifachen, der Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag der festen und der variablen Vergütung sowie der Pauschalvergütung pro Aufsichtsratssitzung.

Die Mitgliedschaft in den Ausschüssen wird, wie bisher auch, gesondert vergütet. Das Sitzungsgeld wurde nach Änderung des § 14 der Satzung der HOMAG Group AG von 1.000 EUR pro Ausschusssitzung auf 1.500 EUR pro Ausschusssitzung angehoben. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält den doppelten Betrag.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die feste und die variable Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Feste und variable Vergütungen sowie die Pauschalvergütungen für Aufsichtsratssitzungen und für Ausschusssitzungen sind jeweils innerhalb eines Monats nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr entscheidet, zahlbar.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zudem Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der etwa auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Für die durch die Gesellschaft abgeschlossene Directors and Officers Liability Insurance (D&O-Versicherung) für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde ein den Anforderungen der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbstbehalt vereinbart.

2. ANGABEN GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1):

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 15.688.000,00 EUR setzt sich aus 15.688.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2):

Die Aktionäre Gerhard Schuler, Freudenstadt, Mareike Hengel, Freudenstadt, Silke Schuler-Gunkel, Freiburg, Dr. Anja Schuler, Zürich, sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, haben mitgeteilt, dass sie zum 8. März 2010 eine Stimmbindungsvereinbarung geschlossen haben. Diese Stimmbindungsvereinbarung enthält neben Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte auch Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien. Dem Vorstand sind keine weiteren Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3):

Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, und die von ihr verwalteten Parallelfonds sind mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt. Gleiches gilt für Gerhard Schuler, Freudenstadt, der mit mehr als 10 Prozent am Kapital und an den Stimmrechten der Gesellschaft beteiligt ist, sowie für Mareike Hengel, Silke Schuler-Gunkel, Dr. Anja Schuler sowie die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, denen aufgrund der oben genannten Stimmbindungsvereinbarung mehr als 10 Prozent an den Stimmrechten der Gesellschaft zugerechnet werden.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4):

Es bestehen keine Aktien der HOMAG Group AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen (Nr. 5):

Es sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der HOMAG Group AG beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6):

a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern:

Nach § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Nach § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG bedarf die wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Nach § 84 Abs. 1 Satz 4 AktG kann bei einer Bestellung auf weniger als fünf Jahre eine Verlängerung der Amtszeit ohne neuen Aufsichtsratsbeschluss vorgesehen werden, sofern dadurch die gesamte Amtszeit nicht länger als fünf Jahre beträgt.

Nach § 5 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens drei Personen. Gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung erfolgen die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss, die Änderung und Kündigung der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung durch den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines Mitglieds des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden sowie eines weiteren Vorstandsmitglieds zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.

b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern:

Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß § 84 Abs. 3 Satz 1 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach § 84 Abs. 3 Satz 2 AktG namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach § 84 Abs. 3 Satz 4 AktG wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.

c) Änderung der Satzung:

Nach § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 15 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Nach § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals umfasst. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht § 20 Abs. 1 der Satzung vor, dass Beschlüsse der Hauptversammlung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen bedürfen, soweit das Gesetz zwingend nicht etwas anderes vorschreibt. In den Fällen, in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals erfordert, genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist, die einfache Mehrheit des vertretenden Grundkapitals.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7):

Der Vorstand leitet die HOMAG Group AG und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich. Die Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand einschließlich des Geschäftsverteilungsplans und der Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats gemäß § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu führen.

Hinsichtlich der Ausgabe von Aktien und des Rückkaufs von Aktien hat der Vorstand folgende Befugnisse:

a) Befugnis zur Ausgabe von Aktien:

Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 5.824.536,00 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

für Spitzenbeträge,

für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteiles oder einer Beteiligung an einem Unternehmen,

bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet.

b) Befugnisse zum Rückkauf von Aktien:

Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 30. April 2015 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von bis zu 1.568.800,00 EUR zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, ein Mal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands a) über die Börse oder b) mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Sie können ferner mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als über die Börse veräußert werden, sofern die Aktien gegen Barzahlung und zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der zusammengenommene, auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung veräußerten Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals von neuen Aktien, die seit Beschlussfassung über diese Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, darf insgesamt 10 Prozent des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Der Preis, zu dem Aktien der Gesellschaft an Dritte abgegeben werden, darf den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor der Abrede mit dem Dritten um nicht mehr als 5 Prozent unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten).

Der Vorstand wird außerdem ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.

Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft zu der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8):

Die HOMAG Group AG ist Partei eines Vertrags über einen Konsortialkredit in Höhe von 198.000.000,00 EUR. In diesem Konsortialkreditvertrag ist u. a. geregelt, dass sämtliche ausgereichten Beträge zusammen mit den anderen unter dem Konsortialkreditvertrag geschuldeten Beträgen bei Eintritt eines "Change of Control" vorzeitig zurückzuzahlen sind. Ein "Change of Control" liegt vor bei Erwerb von 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte oder 50 Prozent oder mehr des Kapitals der HOMAG Group AG durch eine Person oder eine Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen, wobei die Zurechnung von Stimmrechten entsprechend § 30 WpÜG erfolgt.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands und der Arbeitnehmer (Nr. 9):

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen sind.

3. VERÄNDERUNGEN IN DEN ORGANEN

Bei der turnusgemäßen Wahl der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung der HOMAG Group AG am 28. Mai 2010 kam es zu folgenden Veränderungen: Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Hans Fahr, Gerhard Federer, Dr. Horst Heidsieck, Dr. Dieter Japs und Thomas Keller. Unverändert gehört dem Gremium Torsten Grede an, der in der der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt wurde. Ausgeschieden sind aus dem Aufsichtsrat Dr. Jochen Berninghaus, Klaus M. Bukenberger, Wilhelm Freiherr von Haller, Ralf Hengel und Reinhard Löffler.

Im Vorstand kam es im Geschäftsjahr 2010 zu keinen personellen Veränderungen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken und im Nachtragsbericht näher erläutert werden.

4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Die HOMAG Group AG sowie die HOMAG Gruppe steuern wir im Wesentlichen mit den Kennzahlen Gearing, Verschuldungsgrad, EBITDA, EBT, ROCE, Earnings per Share (EPS) und der Nettobankverschuldung. Für diese Kennzahlen werden Jahresplanzahlen vorgegeben, die anhand des monatlichen Berichtswesens überprüft werden. Ein weiteres wesentliches Element zur Konzernsteuerung ist die Balanced Scorecard. Sie ist das Herzstück unseres Risikomanagements und bildet zusätzlich zu den Kennzahlen Daten zur Marktführerschaft sowie zu den internen Prozessen ab und liefert uns zudem Erkenntnisse über den Bereich Personal.

5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG*

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der HOMAG Group AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung.

5.1 Corporate Governance bei der HOMAG Group AG

Nach unserer Überzeugung ist eine gute Corporate Governance ein wesentlicher Bestandteil für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Denn eine verantwortungsvolle, wertorientierte und transparente Unternehmensführung stärkt das Vertrauen der Aktionäre und des Kapitalmarkts ebenso wie das der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle Mitarbeiter der HOMAG Group AG fühlen sich dementsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) verpflichtet - seine Grundsätze bilden einen Schwerpunkt unseres Handelns. Wir entsprechen den Empfehlungen des Kodex uneingeschränkt (siehe Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, S. 67) und folgen zudem vielen Anregungen.

Ein wesentliches Element der Corporate Governance im HOMAG Group Konzern ist die klare Aufgaben- und Verantwortungsverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Geschäftsführung des Vorstands wird dabei konstruktiv vom Aufsichtsrat begleitet und überwacht. Zudem legen wir großen Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Unternehmenskommunikation sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken.

* Die Erklärung zur Unternehmensführung war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Compliance

Compliance ist die Einhaltung bzw. die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie freiwilliger Regelungen in Unternehmen. Die Beachtung der Gesetze und Vorschriften aller Länder, in denen die HOMAG Group tätig ist, ist für uns oberstes Gebot. Alle Handlungen, die zu einem Gesetzesverstoß führen würden, sind zu unterlassen. Dabei gibt es keine Ausnahmen, auch nicht aufgrund branchenüblicher oder regionaler Gebräuche. Jede für die HOMAG Group tätige Person ist verpflichtet, alle gesetzlichen Regelungen uneingeschränkt einzuhalten und sich in ihrem Arbeitsumfeld ehrlich und fair zu verhalten. Mit unseren Mitbewerbern wollen wir uns in einem fairen Wettbewerb messen und mit unseren Stärken die Kunden von unseren Produkten und Leistungen überzeugen. Zu unseren Grundsätzen gehört auch die vollständige Beachtung des Kartellrechts, das die Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und unverfälschten Wettbewerbs regelt. Das Vertrauen von Kunden und Lieferanten sowie der Ruf der HOMAG Group als aufrichtiges integres Unternehmen sind uns sehr wichtig. Unverhältnismäßige Vorteilsgewährung und Korruption durch Beschäftigte der HOMAG Group werden keinesfalls geduldet.

Verhaltenskodex (Code of Conduct)

"Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter und zufriedene Kapitalgeber" sind die Kernpunkte der seit Jahren in unseren Leitbildern festgeschriebenen Philosophie. Das Führungsverhalten in unseren Gesellschaften ist darin mit den Attributen "kooperativ" und "partnerschaftlich" definiert. Aufbauend auf diesen Leitbildern und der damit ausgedrückten Unternehmenskultur wurde im Jahr 2010 ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften aufgestellt. Darin enthalten sind verbindliche Leitlinien für das Handeln des Vorstands, der Führungskräfte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HOMAG Group. Ethische Geschäftspraktiken, faires Verhalten und verantwortungsvolles, gesetzmäßiges Handeln sind für uns ohnehin eine Pflicht und eine Selbstverständlichkeit. Die 13 Grundregeln des Code of Conduct sollen uns jedoch in unserem täglichen Tun und Handeln stärken. Der Verhaltenskodex enthält somit keine neuen oder detaillierten Regeln, sondern fasst die über Jahre gelebte Praxis in Worte. Nach abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch in Deutschland bindend werden.

Besetzung von Führungsfunktionen und Vorstand

2010 wurde insbesondere die Kodex-Empfehlung Diversity erweitert und konkretisiert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 fordert die Unternehmen auf, bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Der Vorstand der HOMAG Group AG begrüßt und unterstützt diese Forderung und prüft daher unter anderem, ob entsprechend qualifizierte Frauen für die jeweilige Position zur Verfügung stehen. Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. An erster Stelle steht für uns aber weiterhin das Unternehmensinteresse, so dass wir vorrangig auf die fachliche und persönliche Eignung des jeweiligen Kandidaten bzw. der jeweiligen Kandidatin achten.

Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Bei der Besetzung des Aufsichtsrats hat sich der Aufsichtsrat selbst konkrete Ziele gesetzt und entsprechend des Deutschen Corporate Governance Kodex folgenden Beschluss gefasst:

"Der Aufsichtsrat strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe, der Zusammensetzung der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft eine Zusammensetzung an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:

mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium Internationalität verkörpern, etwa durch eine ausländische Staatsangehörigkeit oder relevante Auslandserfahrungen;

mindestens 8 Aufsichtsratssitze für Personen, die weder eine Beratungsfunktion oder Organfunktionen bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft wahrnehmen;

mindestens 2 Aufsichtsratssitze für Frauen.

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, diese Elemente bei der nächsten turnusmäßigen Besetzung des Aufsichtsrats im Jahr 2015 oder bei vorherigen Aufsichtsratsneubesetzungen bei den Auswahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Falle der gesetzlichen Bestellung.

Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 70. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft)."

Entsprechenserklärung Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung vom Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist den Aktionären auf der Homepage der HOMAG Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft zugänglich gemacht.

5.2 Führungs- und Kontrollstruktur

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung, größere Akquisitionen, Deinvestitionen und Finanzmaßnahmen - ist nach der Geschäftsordnung des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich.

Der Aufsichtsrat hat zwölf Mitglieder und setzt sich nach dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Arbeitnehmervertreter von den Arbeitnehmern gewählt. Wie bereits genannt, kann gemäß der Satzung der Gesellschaft Mitglied des Aufsichtsrats nicht sein, wer das 70. Lebensjahr vollendet hat. Dies gilt allerdings nur für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder.

Um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands sicherzustellen, gehört dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied des Vorstands an. Die Aufsichtsratsmitglieder dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Aufsichtsratsmitglieder zudem verpflichtet, Interessenskonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnten, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenskonflikte und deren Behandlung. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat ein Aufsichtsratsmitglied bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenskonflikten sein Amt niederzulegen. Im Berichtsjahr kam es bei Aufsichtsratsmitgliedern der HOMAG Group AG zu keinen solchen Interessenskonflikten. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Entsprechende Verträge bestanden im Berichtszeitraum nur mit dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn Gerhard Schuler. Der Beratervertrag wurde im Jahr 1999 zwischen der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH, einer Tochtergesellschaft der HOMAG Group AG, und Herrn Schuler abgeschlossen.

Der Aufsichtsrat hat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. In den Ausschüssen werden in erster Linie Themen und Beschlüsse für das Aufsichtsratsplenum vorbereitet. In bestimmten Fällen nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat - soweit gesetzlich zulässig - übertragen worden sind. In den Plenarsitzungen berichteten die Ausschussvorsitzenden jeweils über die Arbeit in den Ausschüssen.

Der Vorstand

Der Vorstand der HOMAG Group AG besteht aus fünf Mitgliedern. Im Zuge der Veränderungen im Vorstand besteht dieser im Geschäftsjahr 2011 vorübergehend aus sechs Personen. Gemäß der Satzung der HOMAG Group AG setzt sich der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. In der vom Aufsichtsrat der HOMAG Group AG aufgestellten Geschäftsordnung für den Vorstand kann ein Vorstandsvorsitzender bestellt werden, wenn vom Aufsichtsrat kein Sprecher des Vorstands ernannt wird. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft mit gemeinsamer Verantwortung aller seiner Mitglieder. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sich mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung. Zudem sorgt der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Darüber hinaus sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen des Unternehmens. Er legt dem Aufsichtsrat vor Beginn des jeweils nächsten Geschäftsjahres eine Unternehmensplanung vor. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen werden dem Aufsichtsrat im Einzelnen zeitnah erläutert und zur Prüfung vorgelegt. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmt der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat unverzüglich vorzulegen.

Die Hauptversammlung

Ihre Rechte nehmen die Aktionäre der HOMAG Group AG in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihre Stimmrechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen bzw. die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl, einen Aktionärsvertreter, ein Kreditinstitut oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der HOMAG Group AG ausüben zu lassen. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. In der Hauptversammlung ist jeder Aktionär oder Aktionärsvertreter berechtigt, das Wort zu ergreifen und im Rahmen der Generaldebatte zu allen Punkten der Tagesordnung sachbezogene Fragen und Anträge zu stellen. Vor der Hauptversammlung werden alle Informationen und zugänglich zu machenden Unterlagen wie die Tagesordnung gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf unserer Internetseite (www.homag-group.com/hauptversammlung) zugänglich gemacht. Die Rede des Sprechers des Vorstands und die Abstimmungsergebnisse werden dort im Anschluss an die Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Einzelabschluss der HOMAG Group AG wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), der Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Die Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Vor der Unterbreitung des Wahlvorschlags für die Abschlussprüfung holt der Aufsichtsrat eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und der HOMAG Group AG und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an einer Unabhängigkeit begründen können. In einer Vereinbarung wird mit dem Abschlussprüfer festgelegt, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat vereinbart weiter mit dem Abschlussprüfer, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, und dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, aus denen sich eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergibt.

Umgang mit Risiken

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von dem Abschlussprüfer beurteilt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

Transparenz

Die HOMAG Group AG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und gleichzeitig über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgesehenen Fristen veröffentlicht. Sofern außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der HOMAG Group AG Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs der Aktie der HOMAG Group AG erheblich zu beeinflussen, werden diese durch Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht, sofern nicht die Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 WpHG (Befreiung) erfüllt sind und der Vorstand davon Gebrauch macht.

6. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

6.1 Ertragslage

Die Ertragslage der HOMAG Group AG wird im Wesentlichen durch das Ergebnis der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH beeinflusst, da dieses im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG durch diese übernommen wird. Aufgrund der deutlich verbesserten Geschäftslage im Jahr 2010 bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH konnte ein positives Ergebnis in Höhe von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwand von -7,6 Mio. EUR) übernommen werden. Zu dieser deutlichen Ertragsverbesserung hat neben der positiven Geschäftsentwicklung bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH auch beigetragen, dass die HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH ihrerseits einen Ergebnisabführungsvertrag mit der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH abgeschlossen hat, welcher zu einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geführt hat. Weiterhin konnten Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,4 Mio. EUR im Berichtsjahr vereinnahmt werden (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR).

Ein negativer Effekt ergab sich im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche sich im Berichtsjahr auf 6,6 Mio. EUR erhöht haben (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Verursacht wurde dieser Anstieg vor allem durch Aufwendungen in Verbindung mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags für den HOMAG Group Konzern mit einer Laufzeit bis Februar 2013. Ein weiterer negativer Effekt für die Ertragslage der HOMAG Group im Berichtsjahr ergab sich im Personalaufwand. Die Personalaufwendungen haben sich auf 2,7 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Der Hintergrund für diese Erhöhung liegt einerseits an den höheren Vorstandsvergütungen, jedoch im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer Verlagerung der Holdingfunktionen und der entsprechenden Mitarbeiter, welche größtenteils in der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH beschäftigt waren, in die HOMAG Group AG während des Berichtsjahres. Seit Juli 2010 gehören die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gruppenmarketings, des Konzernrechnungswesens, des Beteiligungsmanagements, des Investor Relations und die Regionalverantwortlichen für die HOMAG Group Vertriebsgesellschaften der HOMAG Group AG an und werden zum Teil über bestimmte Umlageschlüssel wieder an die einzelnen Gruppengesellschaften des Konzerns umgelegt. Zum Jahresende hat die HOMAG Group AG 22 Mitarbeiter beschäftigt.

Positiv entwickelt haben sich die Beteiligungsabwertungen im Berichtsjahr, da nur auf ein Tochterunternehmen eine Abwertung von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) vorgenommen werden musste. In Verbindung mit deutlich gestiegenen Finanzierungskosten aufgrund des neuen Konsortialkreditvertrags, welcher im Februar 2010 abgeschlossen wurde, hat sich das Zinsergebnis von -1,7 Mio. EUR im Vorjahr auf -3,9 Mio. EUR im Berichtsjahr verschlechtert. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind geprägt durch die Gewerbesteuerumlage mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH sowie den Aufwendungen für die Körperschaftssteuer und den Solidaritätszuschlag. Schlussendlich ergibt sich im Geschäftsjahr 2010 ein Jahresüberschuss von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von -10,3 Mio. EUR), so dass die erhöhten Zinsaufwendungen, die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Verbindung mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags und die höheren Personalkosten dadurch kompensiert werden konnten, dass von der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH ein deutlich positives Ergebnis in Verbindung mit dem Ergebnisabführungsvertrag übernommen werden konnte. Einschließlich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr (25,5 Mio. EUR) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bilanzgewinn von 25,9 Mio. EUR.

6.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich von 161,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 184,5 Mio. EUR deutlich erhöht. Die wesentliche Erhöhung der Bilanzsumme kommt daher, dass die HOMAG Group AG im Jahr 2010 deutlich höhere Darlehen an verbundene Unternehmen im Inland ausgereicht hat. Der Erhöhungsbetrag beläuft sich auf 9,1 Mio. EUR, welche im Gegenzug durch höhere Bankverbindlichkeiten finanziert wurden. Ein weiterer wesentlicher Punkt, der zur Erhöhung der Bilanzsumme beigetragen hat, hängt mit dem übernommenen Ergebnis aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH zusammen, da sich hieraus eine Forderung zum Jahresende 2010 von 10,0 Mio. EUR ergibt. Aufgrund des leicht positiven Ergebnisses beträgt das Eigenkapital nun 76,9 Mio. EUR (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Damit liegt die Eigenkapitalquote bei 42 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent). Im Jahr 2010 hat die HOMAG Group keine Ausschüttung vorgenommen (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Jahr 2010 liegt bei 0,30 EUR pro Aktie oder 4,7 Mio. EUR.

Auf der Passivseite haben sich die Bankverbindlichkeiten deutlich von 56,9 auf 81,2 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 14,3 auf 18,1 Mio. EUR erhöht, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten von 7,3 auf 0,5 Mio. EUR abgesenkt haben. Die Erhöhung der Bankverbindlichkeiten hängt - wie bereits beschrieben - damit zusammen, dass die HOMAG Group AG in Verbindung mit dem neuen Konsortialkreditvertrag höhere Bankverbindlichkeiten in Anspruch nimmt und einen Teil dieses Betrags als Gruppendarlehen an inländische Produktionsgesellschaften weiterleitet. Die Nettobankverschuldung in der HOMAG Gruppe konnte jedoch durch die deutlich verbesserte Geschäftssituation und ein sehr erfolgreiches Net Working Capital Management im Berichtsjahr erheblich abgesenkt werden.

7. NACHTRAGSBERICHT

Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen, die sich erst 2011 auswirken. So wurde Hans-Dieter Schumacher zum 15. Januar 2011 in den Vorstand berufen und wird ab 1. April 2011 Finanzvorstand und damit Nachfolger von Andreas Hermann, der den Aufsichtsrat bereits im August 2010 um die vorzeitige Beendigung seines Vertrags zum 31. März 2011 aus persönlichen Gründen gebeten hatte. Zum 1. April 2011 hat der Aufsichtsrat auch Dr. Markus Flik in den Vorstand berufen, der zum 1. Juli 2011 den Vorsitz des Gremiums übernehmen wird. Der bisherige Vorstandssprecher Rolf Knoll geht nach Ablauf seines Vertrags planmäßig in den Ruhestand, bleibt der HOMAG Group aber in beratender Funktion erhalten.

Ende Februar 2011 wurde die HOMAG Group AG mit der Errichtung einer kompletten Fabrikanlage zur Möbelfertigung in Krasnojarsk, Russland beauftragt. Das Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 58 Mio. EUR wird vom HOMAG Group Engineering-Team der Konzerntochter HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH geleitet. Der Eigenanteil der HOMAG Group beträgt ca. 8 Mio. EUR. Abgedeckt wird die gesamte Wertschöpfungskette -vom Baumstamm bis zum fertigen Möbelstück. Die Inbetriebnahme der Anlage soll noch im Jahr 2011 erfolgen.

8. RISIKOBERICHT

(EINSCHLIESSLICH EINER BESCHREIBUNG UND EINER ERLÄUTERUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS GEMÄSS § 289 ABS. 5 UND § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)

Als weltweit agierendes Unternehmen ist die HOMAG Group AG naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Die Risikopolitik der HOMAG Group AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist in der HOMAG Group im Wesentlichen Controllinggestützt, beinhaltet unter anderem ein Projektcontrolling, eine Verkaufs-Ergebnisrechnung sowie eine detaillierte Segmentberichterstattung und hat als zentralen Bestandteil die Balanced Scorecard. Es basiert auf der Vorgabe von Zielen, die mit einem monatlichen Berichtswesen der einzelnen Bereiche überwacht werden. Im Rahmen der Mehrjahresplanung werden neben finanzwirtschaftlichen Daten auch nicht-finanzielle Daten - sogenannte Scorecard-Kennzahlen - vorgegeben, deren Einhaltung durch das Controlling überwacht wird. Analysiert werden dabei beispielsweise Daten zu den Bereichen Marktdurchdringung, Innovationskraft oder die Zufriedenheit der Belegschaft. Die zu überwachenden und zu berichtenden Risiken des Konzerns sowie seiner Tochtergesellschaften werden regelmäßig und bei nicht vorhergesehenen Entwicklungen unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Alle relevanten Gesellschaften sind in die Risikoinventur miteinbezogen.

Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unser Risikomanagementsystem wieder an vielen Stellen weiterentwickelt und optimiert. So haben wir unter anderem den Datenschutz und die Datensicherheit erhöht und einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für unsere Auslandsgesellschaften aufgestellt und im 4. Quartal 2010 versendet, der ab Jahresende 2010 bindend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland ist. Nach abgeschlossenen Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat soll der Verhaltenskodex im Laufe des Jahres 2011 auch in Deutschland bindend werden.

Im Rahmen unserer internen Revision werden alle wesentlichen Konzerngesellschaften im drei- bis fünfjährigen Rhythmus geprüft. 2010 haben wir zwei Produktionsgesellschaften und zwei Auslandstochtergesellschaften überprüft sowie eine Nachprüfung bei einer ausländischen Tochtergesellschaft vorgenommen. Bei allen fünf Prüfungen kam es zu keinen wesentlichen Auffälligkeiten oder Beanstandungen.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die HOMAG Group AG erkennbar.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Eines der Hauptrisiken für die HOMAG Group ist die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, da die Investitionsneigung unserer Kunden in wirtschaftlich schwächeren Zeiten deutlich abnimmt, wie sich im Krisenjahr 2009 bestätigt hat. Zwar können wir aufgrund unserer weltweiten Präsenz Krisen in einzelnen Regionen kompensieren, eine weltweite Wirtschaftskrise wirkt sich aber natürlich auch auf unsere Auftragssituation negativ aus. Auch wenn die schwere Wirtschaftskrise überwunden zu sein scheint, bleiben diese Konjunkturrisiken insgesamt bestehen, insbesondere aufgrund der auch aktuell noch vorhandenen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe in Japan und der instabilen politischen Lage in Nordafrika.

Wir begegnen diesem gesamtwirtschaftlichen Risiko, indem wir unsere personellen Kapazitäten soweit wie möglich flexibel halten und unseren Produktionsplan frühzeitig an die Entwicklung des Auftragseingangs anpassen.

Kundenrisiken

Im HOMAG Group Konzern besteht keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden, da der direkte Umsatzanteil keines unserer Kunden über 5 Prozent beträgt. Ein Risiko auf der Kundenseite kann sich aus Forderungsausfällen ergeben. Dieses Risiko minimieren wir durch Anzahlungen entsprechend dem Produktionsfortschritt sowie in Einzelfällen mit Kreditversicherungen. Insgesamt haben wir somit eine im Branchenvergleich niedrige Forderungsausfallquote.

Produkt- und Entwicklungsrisiken

Als Marktführer in unserer Branche haben wir in der HOMAG Group den Anspruch, gleichzeitig auch Innovations- und Technologieführer zu sein und zu bleiben. Daraus resultiert eine innovationsorientierte Produktstrategie, die wiederum das Risiko der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und technologischer Fehlentwicklungen in sich birgt. Wir begegnen diesem Risiko mit umfangreichen Marktbeobachtungen sowie intensiven Kundenbeziehungen, durch die wir bereits frühzeitig Rückmeldungen bei Neuentwicklungen erhalten. Budgetüberschreitungen im Bereich Forschung und Entwicklung und erhöhte Anlaufkosten bei Neuprodukten schließen wir mit systematisierten Verfahrenszyklen, die für den Produktentwicklungsprozess unternehmensweit vorgegeben sind und die Kosten der Neuentwicklungen konsequent erfassen, so weit wie möglich aus.

Angefangen bei Standardmaschinen für kleinere Handwerksbetriebe bis hin zu komplexen Fertigungsstraßen für die industrielle Massenfertigung haben wir viele unterschiedliche Produkte im Angebot. Durch dieses sehr breite Produktportfolio ergeben sich für uns aus einer eventuellen Absatzschwäche in einem Produktsegment keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern.

Grundsätzlich sind die Markteintrittsbarrieren in unserer Branche sehr hoch, so dass wir das Risiko neuer Wettbewerber, die unsere Technologieführerschaft gefährden könnten, als sehr gering einschätzen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Um sicherzustellen, dass die hohe Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile und Komponenten unseren Ansprüchen genügt und um Versorgungsengpässe zu vermeiden, wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in meist jahrelangen Partnerschaften eng und vertrauensvoll zusammen. Diese enge Zusammenarbeit versetzt uns in die Lage, sich abzeichnende finanzielle Schwierigkeiten bei den Lieferanten frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus führen wir weitergehende Maßnahmen, wie Lieferantenaudits und Besuche unserer Hauptlieferanten durch.

Ein Ausblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise, die nach wie vor stark abhängig von institutionellen Kapitalanlegern sind, ist derzeit eher schwierig. Ein weiterer Anstieg der Rohstoffpreise kann die Ertragslage des HOMAG Group Konzerns belasten, da solche Steigerungen nicht oder nur verzögert durch Produktpreisanpassungen weitergegeben werden können. Den negativen Auswirkungen von Rohstoffpreissteigerungen begegnen wir, so weit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit fixen Preisen und Bündelung der Nachfrage innerhalb des HOMAG Group Konzerns, um von einem höheren Einkaufsvolumen zu profitieren.

IT-Risiken

Wesentliche Risiken aus der Informationstechnologie bestehen durch Datenverlust beziehungsweise -beschädigung oder Datenmissbrauch. Um diesen Risiken vorzubeugen, haben wir unsere IT-Sicherheit im Jahr 2009 auf den neuesten Stand gebracht. Neben einem neuen Rechenzentrum in unserem Neubau in Schopfloch dient das frühere Rechenzentrum als Backup-Rechenzentrum. Hinzu kommen eine zusätzliche Datenauslagerung, eine Echtzeit-Datenspiegelung, die wir 2010 weiter ausgebaut haben, und spezielle Sicherheitszonen mit Videoüberwachung einschließlich Zutrittsberechtigungen und Alarmierungsfunktionen. 2010 haben wir zudem den bestehenden Bandroboter für die Datensicherung und -archivierung durch die neueste Technologie ersetzt und die AIX-Server auf unsere beiden Rechenzentren verteilt. Zur Abwehr von Schadcodes und Spam haben wir unser E-Mail-Gateway weiter modernisiert und aufgerüstet. In allen Gesellschaften gibt es zudem IT-Sicherheitsbeauftragte.

Währungsrisiken

Aus unseren internationalen Aktivitäten können währungsbedingte Risiken entstehen, die die Umsatz- und Ertragslage im Konzern mittelbar negativ beeinflussen. Um die Risiken aus den teilweise hohen Kursveränderungen zu minimieren und unsere Fremdwährungspositionen niedrig zu halten, versuchen wir so viele Geschäfte wie möglich auch außerhalb des Euroraums in Euro zu fakturieren. Für den Umsatzanteil, den wir mit Fremdwährungen erzielen, schließen wir umfangreiche Sicherungsgeschäfte ab. Zudem arbeiten wir vereinzelt mit Preisgleitklauseln.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2010, der eine Tranche für die Rückzahlung der Genussrechte beinhaltet, haben wir unsere Liquidität, abhängig von der Einhaltung bestimmter Kennzahlen, bis Februar 2013 abgesichert. Die Einhaltung dieser vereinbarten Kennzahlen (Covenants) sehen wir dabei aus heutiger Sicht als nicht gefährdet an. Um uns gegen Zinsänderungen zu schützen, haben wir einen beträchtlichen Anteil unserer Kredite über Zinssicherungsgeschäfte (Cap) abgesichert. Dabei wird der Zins ab einem gewissen Betrag gedeckelt.

Es bestehen derzeit keine aktuell erkennbaren Risiken aus der Finanzierung, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Rechtliche Risiken

Ein Risiko unserer Geschäftstätigkeit entsteht in der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen bzw. damit verbundener Forderungsausfälle. In unserem Risikobericht 2009 haben wir auf zwei Großaufträge hingewiesen, bei denen es zu Zahlungsverzögerungen bzw. Zahlungsrisiken kam. Beide Fälle konnten wir einvernehmlich mit den Kunden regeln. In einem Fall wurde unsere komplette Forderung erfüllt, im zweiten Fall wurde ungefähr die Hälfte der Forderung erfüllt und für den verbleibenden Betrag ein Zahlungsplan über vier Jahre aufgestellt. Die in diesem Zusammenhang gebildeten Wertberichtigungen sehen wir als ausreichend an.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das interne Kontrollsystem der HOMAG Group AG im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der maßgeblichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Im Konzern sind folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Der Aufsichtsrat - insbesondere der Prüfungsausschuss - überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision) der HOMAG Group AG auf ihre Effektivität. Der Prüfungsausschuss befasst sich demzufolge regelmäßig mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement.

Bestimmte Grundsätze und organisatorische Festlegungen sowie die wesentlichen Prozesse des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Richtlinien (z. B. Risikomanagementhandbuch) niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Dazu gehören insbesondere Richtlinien zum prozessualen und zeitlichen Ablauf des Jahresabschlusses und der Zwischenabschlüsse, das Konzern-Bilanzierungshandbuch gemäß den konzernweit einheitlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), die standardisierte Erfassung der Anhangangaben in einer gruppenweit implementierten Konsolidierungssoftware sowie ein einheitlicher Konzernkontenplan. Die in die Abschlusserstellung eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.

Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Diese können wie folgt beschrieben werden:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess durch das Konzernrechnungswesen, vor allem ungewöhnliche und komplexe Geschäftsvorfälle sowie nicht routinemäßige Vorgänge;

Monitoringkontrollen zur Überwachung des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie

präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren. Von Bedeutung sind auch die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und die festgelegten Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen. Die Verwendung eines Konzern-Bilanzierungshandbuchs und einer EDV-gestützten, standardisierten Konzernreporting- und Konsolidierungssoftware unterstützen dabei wie auch die zeitlich nachgelagerte Erstellung des Konzernabschlusses;

Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen;

Maßnahmen zur Überwachung des (konzern-) rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, insbesondere die interne Revision.

Das Risikomanagementsystem ist von dem Abschlussprüfer im Zuge der Konzernabschluss -prüfung beurteilt worden. Wesentliche Fragen der (Konzern-) Rechnungslegung, des Risikomanagements und des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie dessen Prüfungsschwerpunkte werden durch den Aufsichtsrat erörtert und geprüft.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, soll gewährleisten, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die hinreichende Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der HOMAG Group AG führt dazu, dass die Rechnungslegung bei der Gesellschaft sowie bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich ist und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch sollen dem Berichtsadressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Jedoch kann ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und funktionsfähig implementiert ist, keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken garantieren.

9. PROGNOSEBERICHT

Konjunktur- und Branchenentwicklung

Trotz des starken Wachstums 2010 sind sich die Wirtschaftsexperten einig, dass die schwere Finanzkrise noch nicht überwunden ist und die teilweise hohen Staatsschulden sowie der weiterhin angeschlagene Immobilien- und Finanzsektor Risiken bergen. Bereits im 2. Halbjahr 2010 hat sich das Wachstum in vielen Regionen auch aufgrund dieser Bremsfaktoren verlangsamt, so dass die Weltwirtschaft in eine Phase der moderaten Expansion eingetreten ist, die 2011 andauern wird. So erwartet das IfW ein globales Wachstum von 3,6 Prozent, die Weltbank prognostiziert 3,3 Prozent. Die Schwellenländer bleiben dabei die Motoren des Wachstums, verlieren allerdings gegenüber 2010 an Schwung und erreichen der Prognose des IfW zufolge noch ein Plus von 5,6 Prozent. Überproportional sollen sich dabei unter anderem China und Indien entwickeln.

Die Industrieländer müssen mit einer gezügelten Konjunktur und einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von rund zwei Prozent klarkommen. Dabei wird für die USA ein Wachstum von rund zwei und für Japan von rund einem Prozent vorausgesagt. Laut IfW soll die Konjunktur in der Europäischen Union um 1,4 Prozent zulegen, wobei sich die Beitrittsländer mit einem Plus von 2,4 Prozent besser entwickeln sollen. Ebenfalls überproportional wachsen werden demnach unter anderem Österreich, Finnland, die Slowakei, Slowenien und Schweden. Eine schwache Entwicklung wird für Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Irland prognostiziert. In Deutschland wird sich nach Meinung der Wirtschaftsexperten der Aufschwung 2011 zwar verlangsamen, mit einem beispielsweise vom DIW prognostizierten Plus von 2,2 Prozent soll sich die deutsche Wirtschaft aber spürbar stärker entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone. Dabei soll sich die Exportdynamik deutlich abschwächen, während die Binnennachfrage robust bleiben soll und beispielsweise für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland ein Wachstum von rund neun Prozent erwartet wird.

Der Branchenverband VDMA blickt optimistisch auf 2011 und rechnet mit einer Fortsetzung des Aufschwungs. Erwartet wird ein Wachstum der deutschen Maschinenproduktion in der Größenordnung von 10 Prozent, wobei sich insbesondere der hohe Auftragsbestand zum Jahresende 2010 positiv auswirkt. Für den Bereich der Holzbearbeitungsmaschinen geht der zuständige Fachverband von einer weiteren Erholung nach dem Nachfrageeinbruch 2009 aus. So soll der Umsatz 2011 um 7 Prozent zulegen.

Prognose für die HOMAG Group

Passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum von HOMAG war das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich. Wir haben unsere Umsatzprognose mehrfach angehoben und uns dabei deutlich besser entwickelt als der Maschinenbau insgesamt und unser Branchensegment. Nach einem nochmals starken 4. Quartal haben wir letztlich im Konzern ein Umsatzplus gegenüber 2009 von fast 37 Prozent auf 718 Mio. EUR erzielt. Damit haben wir bereits 2010 unser Umsatzziel für 2011, das wir im Zwischenbericht zum 3. Quartal 2010 formuliert haben, erreicht und unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Nach diesem starken Geschäftsjahr 2010 wollen wir auch 2011 weiter wachsen und beim Umsatz mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Unser Ziel ist es, uns schrittweise wieder dem Geschäftsvolumen zu nähern, das wir in den Rekordjahren vor der Wirtschaftskrise hatten. Voraussetzung für unser weiteres Wachstum und auch für die Prognose für 2011 ist allerdings, dass es zu keinen konjunkturellen Rückschlägen kommt, sich die Schuldenkrise im Euroraum nicht weiter verstärkt, es zu keiner Verschärfung der politischen Lage in Nordafrika kommt oder dass die Erdbebenkatastrophe in Japan ohne weltwirtschaftliche Folgen bleiben wird.

In den einzelnen Quartalen gehen wir 2011 beim Konzernumsatz von einer unterschiedlichen Entwicklung mit großen Schwankungen und einer ausgeprägten Saisonalität aus. So rechnen wir nach dem Auslieferungsschub im 4. Quartal 2010 und dem niederen Auftragsbestand zum Jahresende mit einem schwächeren 1. Quartal 2011 und lediglich einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Durch die Reduzierung der Freischichtkonten bis hin zu vereinzelter Kurzarbeit werden wir demzufolge im 1. Quartal auch an manchen Standorten flexibel Kapazitäten entziehen. Das 2. Quartal sollte dann gemäß unserer Planung beim Umsatz wieder deutlich stärker werden.

Beim Auftragseingang im Konzern wollen wir im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls ein leichtes Wachstum gegenüber 2010 erzielen. Damit wir dieses Ziel erreichen können, benötigen wir im Rahmen unserer üblichen Saisonalität mit sinkenden Werten im Jahresverlauf ein starkes 1. Quartal. Der Verlauf der ersten beiden Monate 2011 deutet darauf hin, dass wir dabei auf einem guten Weg sind. Das Projektgeschäft mit Großanlagen zeigt nach dem starken Vorjahr weiterhin eine gute Perspektive. Bei den Standardmaschinen verstärken sich die positiven Tendenzen weiter. Zugute kommt uns hier unser breites Produktportfolio, so dass wir 2011 insgesamt bei Einzelmaschinen für kleine und mittelgroße Unternehmen mit einer positiven Entwicklung rechnen. Im Anlagengeschäft sehen wir vorwiegend in Zentraleuropa, Asien und Südamerika Wachstumschancen. Auch unsere Präsenz in allen wichtigen Marktregionen weltweit trägt dazu bei, dass wir in der HOMAG Group regionale Schwankungen gut ausgleichen können.

Bei den einzelnen Absatzmärkten gehen wir im weiteren Jahresverlauf davon aus, dass sich die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und der Schweiz 2011 auf dem guten Niveau von 2010 bewegen wird. In Westeuropa rechnen wir mit einem leichten Wachstum in vielen Einzelmärkten, wobei die Steigerungsraten unter denen von 2010 liegen werden. Besonders für Frankreich, Belgien, Großbritannien und Italien sind wir optimistisch. Generell sollte sich die Branchenmesse Ligna mit den dort gezeigten Innovationen positiv auf die europäischen Märkte auswirken.

Für Osteuropa erwarten wir auch 2011 wieder Zuwachsraten, wobei wir in Polen aufgrund der auslaufenden EU-Förderung sicherlich nicht die Steigerungsraten von 2010 realisieren können. Dafür sollten die kleineren Märkte in Südosteuropa in der Summe einen größeren Beitrag zum Auftragseingang leisten. Entscheidend für den Erfolg im osteuropäischen Markt wird jedoch sein, dass sich die Finanzierungsthematik dort weiter verbessert.

In Amerika zeigt sich auch 2011 ein uneinheitliches Bild. So hat die USA zwar den Tiefpunkt 2009 durchschritten und es sollte im laufenden Jahr eine weitere Belebung auf einem allerdings nach wie vor niedrigen Niveau geben. In Kanada erwarten wir, dass sich die bereits gezeigten positiven Tendenzen weiter verstärken. Mittelamerika sehen wir weiterhin kritisch, während in Südamerika Brasilien seine gute Entwicklung fortsetzen sollte.

Der asiatische Markt wird unserer Einschätzung nach seine erreichte Bedeutung in 2011 sicher behaupten und mittelfristig weiter ausbauen. Eine wichtige Rolle dabei wird wieder China spielen, wo wir einen guten Auftragseingang sowohl bei den importierten Maschinen und Anlagen als auch bei den vor Ort produzierten Standardmaschinen erwarten. Im Projektgeschäft profitieren wir hier vom zunehmenden Qualitätsbewusstsein der chinesischen Kunden sowie dem Trend zur Automation. Optimistisch sind wir für die Märkte in Indien, Malaysia, Thailand und Vietnam, so dass der Auftragseingang in dieser Region auf eine breitere Basis gestellt wird.

Unsere Ertragslage im Konzern wollen wir 2011 insgesamt leicht überproportional zum Umsatz verbessern, eine EBITDA-Profitabilität im Konzern auch nach Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen, jedoch vor dem Ergebnis aus Mitarbeiterbeteiligung von über 9 Prozent erreichen und insbesondere unser Jahresergebnis im Konzern deutlich steigern. Möglich wird dies aufgrund des zu erwartenden erheblich geringeren ao. Aufwands und eines besseren Zinsergebnisses (unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes), da wir hier das gesamte Jahr von verbesserten vertraglich fixierten Kreditkonditionen profitieren können. Zudem gehen wir von einer geringeren Konzernsteuerquote aus. Bei der Nettobankverschuldung im Konzern rechnen wir durch die Tilgung von Genussrechten in Höhe von 25 Mio. EUR mit einer entsprechenden Erhöhung zum 31. Dezember 2011. Auf vergleichbarer Basis, d. h. ohne Berücksichtigung der Rückzahlungen dieser PREPS-Tranchen, wollen wir das zum 31. Dezember 2010 erreichte sehr niedrige Niveau zum Jahresende 2011, trotz höher geplanten Investitionen, nur leicht erhöhen. Im Jahresverlauf kann es bei der Nettobankverschuldung allerdings zu deutlichen Schwankungen kommen.

Bezogen auf die einzelnen Segmente im HOMAG Group Konzern ("Industrie", "Handwerk", "Vertrieb und Service" und "Sonstige") gehen wir im Jahr 2011 sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis in den Segmenten "Industrie" und "Sonstige" von einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Jahr 2010 aus, während wir für die Segmente "Handwerk" und "Vertrieb und Service" von einer vergleichbaren Entwicklung in 2011 bezüglich Umsatz und Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2010 ausgehen.

Für die HOMAG Group AG rechnen wir im Jahr 2011 ebenfalls mit einem verbesserten Ergebnis, da einerseits bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH ein ähnlich positives Ergebnis wie in 2010 und zudem ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Zinsaufwendungen bei der HOMAG Group AG erwartet wird, was dann in Summe zu einem verbesserten Ergebnis führen sollte.

Mit der zum Jahresende 2010 erreichten Personalstärke im HOMAG Group Konzern sehen wir uns auch für 2011 grundsätzlich gut gerüstet. Zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiter wird es bei unseren Tochtergesellschaften in den ausländischen Wachstumsmärkten kommen.

Unser Investitionsvolumen im Konzern wird sich 2011 gegenüber den geringen Investitionen in 2010 wieder deutlich erhöhen und im Bereich unseres langjährigen Durchschnitts liegen. Schwerpunkte werden dabei unsere bereits begonnenen Investitionen in China und Indien sein, um unsere Präsenz in diesen Wachstumsmärkten weiter zu verstärken.

Zudem errichten wir ein neues Vertriebsgebäude in der Schweiz und planen, unser Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS-System) abzulösen, was auch in den Folgejahren noch Investitionen erfordern wird.

Positive Impulse erwarten wir uns 2011 auch von der weltweit größten und bedeutendsten Branchenmesse Ligna in Hannover, die alle zwei Jahre stattfindet. Dort werden wir unseren Kunden wieder zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungen präsentieren. Zuversichtlich sind wir auch für die Messen Interzum in China und FIMMA in Brasilien im Frühjahr.

Auch in 2011 wollen wir unsere weltweite Vertriebs- und Serviceorganisation weiter ausbauen. Zu einem unverzichtbaren Servicebestandteil zählt zudem das Dienstleistungsgeschäft, das wir ebenfalls stetig optimieren und erweitern, um uns von den Mitbewerbern zu differenzieren und die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Gewisse Impulse versprechen wir uns dabei ab 2011 von der neu gegründeten HOMAG eSOLUTION, die sich speziell mit Softwarelösungen für das Handwerk und die Möbelindustrie befasst.

Geschäftsjahr 2012

Auch wenn die Konjunktur nach der Wirtschaftskrise in den meisten Regionen wieder angesprungen ist, herrscht an den Finanzmärkten, insbesondere aufgrund der Instabilitäten einiger Euroländer, der unabsehbaren weltwirtschaftlichen Folgen durch die Erdbebenkatastrophe in Japan und der unsicheren politischen Lage in Nordafrika, unverändert eine gewisse Verunsicherung. Für uns als ein Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie sind daher Prognosen für 2012 nur unter Vorbehalt möglich. Wenn sich die zyklische Aufwärtsentwicklung der weltweiten Wirtschaft wie von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert fortsetzt, gehen wir für die HOMAG Group auch für 2012 von einem weiteren Wachstum aus.

Wir sind der Markt- und Technologieführer in unserer Branche, unsere Produkte sind weltweit gefragt und die Kunden vertrauen auf unsere hohe Produkt- und Servicequalität. Wenn der Markt weiter wächst, werden wir deshalb davon sicherlich profitieren und wollen wie in der Vergangenheit weitere Marktanteile hinzugewinnen. Unter diesen Prämissen halten wir es für möglich, beim Konzernumsatz 2012 wieder die 800-Mio.-EUR-Grenze zu erreichen. Wir gehen dabei auch davon aus, dass sich unsere umfangreichen Investitionen in China und Indien positiv auf das in diesen Wachstumsmärkten erzielte Auftragsvolumen auswirken. Zudem erwarten wir eine weitere Marktbelebung in Russland und in den USA.

Wenn sich der Konzernumsatz wie geplant entwickelt, rechnen wir für 2012 mit einer weiteren Ergebnisverbesserung, da unsere Restrukturierungsmaßnahmen dann voraussichtlich vollständig abgeschlossen sind und sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zudem rechnen wir mit einem weiter verringerten Zinsaufwand (unter der Annahme eines gleichbleibenden Basiszinssatzes) und einer nochmaligen Absenkung der Konzernsteuerquote gegenüber 2011.

Jahresabschluss AG 2010

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in EUR Erläuterung 2010 2009
Sonstige betriebliche Erträge 23 1.234.504,01 1.632.496,44
Personalaufwand 24

- Löhne und Gehälter
-2.525.449,24 -1.124.870,51
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
-162.467,89 -96.639,91
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
-26.353,65 0,00
Sonstige betriebliche Aufwendungen 26 -6.620.493,94 -4.058.663,78


-8.100.260,71 -3.647.677,76
Erträge aus Beteiligungen 27 1.365.000,00 4.235.000,00
Ertrag (Vj. Aufwand) aus Ergebnisabführungsvertrag 27 10.022.956,66 -7.613.937,27
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28 695.634,43 366.981,48
Abschreibungen auf Finanzanlagen 27 -94.846,53 -403.000,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 -4.590.102,54 -2.085.728,50
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
-701.618,69 -9.148.362,05
Außerordentliche Aufwendungen
-22.991,00 0,00
AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS
-22.991,00 0,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30 1.152.578,69 -1.021.400,81
Sonstige Steuern 31 -3.275,64 -126.041,48
JAHRESÜBERSCHUSS (VJ. JAHRESFEHLBETRAG)
424.693,36 -10.295.804,34
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
25.493.258,09 35.789.062,43
BILANZGEWINN
25.917.951,45 25.493.258,09

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

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in EUR Erläuterung 31.12.2010 31.12.2009
A. ANLAGEVERMÖGEN


I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
754.607,00 0,00
II. Sachanlagen



1. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.205,00 0,00
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3 152.060.936,16 151.870.182,69

2. Beteiligungen 3 1,00 1,00



152.060.937,16 151.870.183,69



152.816.749,16 151.870.183,69
B. UMLAUFVERMÖGEN


I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 0,00 2.042,29

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5 26.496.607,99 5.488.431,21

3. Sonstige Vermögensgegenstände 5 5.026.253,83 4.120.144,45



31.522.861,82 9.610.617,95
II. Guthaben bei Kreditinstituten
21.106,91 0,00



31.543.968,73 9.610.617,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
116.312,27 114.166,15
BILANZSUMME
184.477.030,16 161.594.967,79

PASSIVA

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in EUR Erläuterung 31.12.2010 31.12.2009
A. EIGENKAPITAL


I. Gezeichnetes Kapital 7 15.688.000,00 15.688.000,00
II. Kapitalrücklage 8 33.799.650,00 33.799.650,00
III. Gewinnrücklagen



Andere Gewinnrücklagen 9 1.456.134,50 1.456.134,50
IV. Bilanzgewinn 11 25.917.951,45 25.493.258,09



76.861.735,95 76.437.042,59
B. RÜCKSTELLUNGEN



1. Rückstellungen für Pensionen 15 535.735,00 513.223,00

2. Steuerrückstellungen 16 5.470.084,70 5.118.147,55

3. Sonstige Rückstellungen 17 1.555.159,32 828.137,60



7.560.979,02 6.459.508,15
C. VERBINDLICHKEITEN



1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18 81.224.010,68 56.936.248,74

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 243.110,77 171.369,83

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18 18.092.603,44 14.297.190,11

4. Sonstige Verbindlichkeiten 18 474.590,30 7.268.608,37



100.034.315,19 78.673.417,05
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
20.000,00 25.000,00
BILANZSUMME
184.477.030,16 161.594.967,79

Anhang AG für 2010

> ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, haben wir die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung von der Angabe der Vermerke entlastet und diese in den Anhang übernommen. Aus dem gleichen Grund wurden die Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden im Berichtsjahr erstmalig angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 EGHGB nicht angepasst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer vermindert.

Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, angesetzt. Die Überprüfung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der Ermittlung des Ertragswerts der einzelnen Tochtergesellschaften unter Zugrundelegung der aktuellen Fünf-Jahres-Planung. Den in die Planung einfließenden Werten liegen zahlreiche Annahmen zugrunde, so dass die Ermittlung der beizulegenden Werte ermessensabhängig ist und von Schätzungen über die künftige Geschäftsentwicklung abhängt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected Unit Credit Method i. S. d. IAS 19 unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,16 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 Prozent berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Zeitraum von 5 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen sind abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden ermittelt und im Anschluss saldiert. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagespiegel dargestellt.

1 Frei

2 Frei

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in EUR 01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010 01.01.2010 Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 780.658,41 0,00 780.658,41 0,00 26.051,41
II. Sachanlagen





1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.507,24 0,00 1.507,24 0,00 302,24
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen 169.879.090,65 285.600,00 0,00 170.164.690,65 18.008.907,96 94.846,53
2. Beteiligungen 4.274.310,74 0,00 0,00 4.274.310,74 4.274.309,74 0,00

174.153.401,39 285.600,00 0,00 174.439.001,39 22.283.217,70 94.846,53

174.153.401,39 1.067.765,65 0,00 175.221.167,04 22.283.217,70 121.200,18
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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
in EUR Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 26.051,41 754.607,00 0,00
II. Sachanlagen



1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 302,24 1.205,00 0,00
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 18.103.754,49 152.060.936,16 151.870.182,69
2. Beteiligungen 0,00 4.274.309,74 1,00 1,00

0,00 22.378.064,23 152.060.937,16 151.870.183,69

0,00 22.404.417,88 152.816.749,16 151.870.183,69

3 Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes der Homag Group AG ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

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Angaben zum Anteilsbesitz Währung Gezeichnetes
Kapital
31.12.2010
Anteil am
Kapital in %
31.12.2010
Eigenkapital
in Tausend
31.12.2010
Ergebnis
in Tausend
2010
INLAND




Unmittelbarer Anteilsbesitz:




Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH
(vormals: Homag Holzbearbeitungssysteme AG), Schopfloch
EUR 30.000.000,00 100,00 82.284 EAV
SCHULER Consulting GmbH (vormals: Schuler Business Solutions AG),
Pfalzgrafenweiler
EUR 5.150.000,00 100,001) -379 -1.998
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne EUR 1.600.000,00 100,002) -2.170 -241
HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Holzbronn EUR 5.600.000,00 100,003) 20.130 EAV
Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo EUR 4.000.000,00 70,00 20.271 2.796
Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock EUR 17.550.000,00 100,00 29.917 2.223
BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach EUR 25.000,00 51,00 2.130 223
Homag eSolution GmbH, Schopfloch EUR 50.000,00 51,00 560 0
Wehrmann Maschinen Center GmbH4) , Barntrup EUR 2.500.000,00 43,82 1.0875) -2.5675)
Mittelbarer Anteilsbesitz:




Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH, Schopfloch EUR 7.200.000,00 100,006) 25.568 2.105
Ligmatech Automationssysteme GmbH, Lichtenberg EUR 6.650.000,00 100,00 5.090 418
Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg EUR 2.400.000,00 100,00 921 EAV
Bargstedt Handlingsysteme GmbH, Hemmoor EUR 5.133.000,00 100,00 4.974 22
Bütfering Schleiftechnik GmbH, Beckum EUR 2.000.000,00 96,30 -1.010 -1.998
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen EUR 1.000.000,00 51,00 4.908 364
Homag GUS GmbH, Schopfloch EUR 100.000,00 100,006) 2.100 EAV
Homag Finance GmbH, Schopfloch EUR 100.000,00 100,006) 110 -15
Homag India GmbH, Schopfloch EUR 400.000,00 100,006) 37) 07)
Homag Vertrieb & Service GmbH, Schopfloch EUR 300.000,00 100,006) 379 -127
Hüllhorst GmbH, Barntrup EUR 255.645,94 100,00 259 3

1) Davon werden 94,00% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 6,00% von der Homag Group AG gehalten.
2) Davon werden 39,95% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 60,05% von der Homag Group AG gehalten.
3) Davon werden 54,46% von der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH und 45,54% von der Homag Group AG gehalten.
4) Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen
5) Geschäftsjahr 1. April 2002 bis 31. März 2003
6) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
7) Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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EAV Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Homag Group AG bzw. Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH bzw. Homag Vertriebs-Beteiligungs GmbH
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Angaben zum Anteilsbesitz Währung Gezeichnetes
Kapital
31.12.2010
Anteil am
Kapital in %
31.12.2010
Eigenkapital
in Tausend
31.12.2010
Ergebnis
in Tausend
2010
AUSLAND




Mittelbarer Anteilsbesitz:




Homag Machinery Środa Sp. z o.o., Środa/Polen PLN 6.001.000,00 100,001) 7.337 1.315

(EUR 1.512.539,38
1.849 329)
Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal L'Ametlla del Valles/Spanien EUR 2.047.748,40 100,00 3.421 503
Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias para Madeira Ltda.,
São Paulo/Brasilien
BRL 6.812.180,00 100,00 10.062 765

(EUR 3.082.155,46
4.553 326)
Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China CNY 70.715.635,00 81,252) 106.928 17.168

(EUR 8.063.632,17
12.193 1.907)
Homag Austria Gesellschaft mbH, Oberhofen am Irrsee/Österreich EUR 370.000,00 100,003) 885 113
Homag Italia S.p.A., Giussano/Italien EUR 1.100.000,00 100,003) 2.269 -228
Homag France S.A., Schiltigheim/Frankreich EUR 1.500.000,00 100,003) 8.460 1.480
Homag Asia (PTE) Ltd., Singapore/Singapur SGD 100.000,00 100,003) 2.451 1.529

(EUR 58.234,33
1.427 845)
Homag Canada Inc., Mississauga, Ontario/Kanada CAD 4.367.800,00 100,003) 10.653 662

(EUR 3.289.749,19
8.024 484)
Homag Polska Sp. z o.o., Środa/Polen PLN 1.050.000,00 100,003) 12.111 2.478

(EUR 264.650,28
3.053 619)
Homag Japan Co. Ltd., Osaka/Japan JPY 156.000.000,00 100,003) 221.536 -59.866

(EUR 1.436.548,75
2.040 -514)
Homag Danmark A/S, Galten/Dänemark DKK 1.970.000,00 100,003) 16.245 184

(EUR 264.234,46
2.179 25)
Homag U.K. Ltd., Castle Donington/England GBP 2.716.778,00 100,003) 245 -65

(EUR 3.148.062,57
284 -76)
Schuler Business Solutions S.L., Cullera/Spanien EUR 301.000,00 100,00 239 -48
Homag Korea Co. Ltd., Seoul/Korea KRW 320.970.000,00 54,554) 583.344 301.802

(EUR 212.951,95
387 196)
Holzma Tech GmbH, Assenovgrad/Bulgarien BGN 370.000,00 100,00 1.021 5

(EUR 189.190,57
522 3)

1) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 92,81%
2) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 79,14%
3) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
4) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 52,61%

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Angaben zum Anteilsbesitz Währung Gezeichnetes
Kapital
31.12.2010
Anteil am
Kapital in %
31.12.2010
Eigenkapital
in Tausend
31.12.2010
Ergebnis
in Tausend
2010
AUSLAND




Mittelbarer Anteilsbesitz:




Stiles Machinery Inc., Grand Rapids/USA USD 25.806,00 22,00 23.351 -4281)

(EUR 19.429,30
17.581 -322)
Weeke North America Inc., Grand Rapids/USA USD 20.000,00 81,00 -135 2

(EUR 15.057,97
-102 2)
Homag España Maquinaria S.A., Montmeló/Spanien EUR 1.211.300,00 100,002) 1.342 -332
Homag China Golden Field Ltd., Hongkong/China HKD 27.000.000,00 25,00 84.278 -5161)

(EUR 2.611.673,21
8.152 -50)
Homag South America Ltda., São Paulo/Brasilien BRL 5.925.031,00 100,002) 4.506 786

(EUR 2.680.766,90
2.039 335)
Homag Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien AUD 6.209.158,62 100,002) 1.374 701

(EUR 4.732.229,72
1.047 485)
Homag (Schweiz) AG, Bachenbülach/Schweiz CHF 200.000,00 100,002) 6.369 1.888

(EUR 160.745,86
5.119 1.365)
OOO "FAYZ-Homag GUS" Taschkent/Usbekistan USD 174.000,00 33,003) -4) -4)

(EUR 131.004,37
-4) -4) )
OOO "Homag Russland" Moskau/Russische Föderation RUB 357.215,00 99,005) -26.003 -45.142

(EUR 8.814,03
-642 -1.118)
Homag India Private Ltd., Bangalore/Indien INR 228.055.010,00 99,906) 73.841 1.746

(EUR 3.823.039,49
1.238 29)
RAMU Machinery Private Limited, Bangalore/Indien INR 11.500.000,00 52,177) -12.389 -9.088

(EUR 192.782,23
-208 -149)
HA Malaysia SDN. Bhd, Kuala Lumpur/Malaysia MYR 250.000,00 100,002) -1.377 -1511)

(EUR 61.042,61
-336 -35)
HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand THB 2.000.000,00 100,002) 224 12.0591)

(EUR 49.836,04
6 284)
BENZ INCORPORATED, Charlotte/USA USD 100,00 100,008) -205 212

(EUR 75,29
-154 160)

1) Werte Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2009
2) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,44%
3) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 31,83%
4) Nicht vorliegend
5) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 95,47%
6) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 96,34%
7) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 50,26%
8) Exakt durchgerechnete Beteiligungsquote: 51,00%

4 Frei

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 2
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.497 5.488
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.401 1.401
Sonstige Vermögensgegenstände 5.026 4.120
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.281 1.211

31.523 9.610

6 Frei

7 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.688 (Vorjahr: TEUR 15.688). Es ist in 15.688.000 nennbetragslose Stückaktien mit einem rechnerischen Betrag von jeweils EUR 1,00 eingeteilt.

8 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 33.800.

9 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen der Homag Group AG, Schopfloch, betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.456).

10 Frei

11 Bilanzgewinn/-verlust

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in TEUR

Vortrag 1. Januar 2010 25.493
Ausschüttung 0


25.493
Jahresergebnis 2010
425
STAND AM 31. DEZEMBER 2010
25.918

12 Frei

13 Frei

14 Frei

15 Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen drei einzelvertragliche Zusagen für ehemalige Vorstandsmitglieder der in 1999 auf die Homag Group AG verschmolzenen IMA AG. Der Bilanzansatz entspricht dem versicherungsmathematischen Soll.

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 92.

16 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellung betrifft im Wesentlichen die Ertragsteuern der Vorjahre sowie Steuern aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung (Jahre 2002-2006).

17 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken Rechnung; es wurden im Wesentlichen Rückstellungen gebildet für:

Aufsichtsratsvergütungen

Ausstehende Rechnungen

Abschlusskosten inkl. Geschäftsbericht

Tantieme

Noch ausstehenden Urlaub

Verpflichtung aus Kostenübernahme

18 Verbindlichkeiten

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Restlaufzeit

in TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt 31.12.2010 Gesamt 31.12.2009
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.224 80.000 0 81.224
(Vorjahr) (56.936) (0) (0)
(56.936)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243 0 0 243
(Vorjahr) (171) (0) (0)
(171)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.093 0 0 18.093
(Vorjahr) (14.297) (0) (0)
(14.297)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 474 0 0 474
(Vorjahr) (7.269) (0) (0)
(7.269)
- davon aus Steuern 279 0 0 279
(Vorjahr) (260) (0) (0)
(260)

Bezüglich der i. V. m. dem Konsortialkreditvertrag valutierenden Beträge und den damit zusammenhängenden Sicherheiten verweisen wir auf die unter den Haftungsverhältnissen gemachten Angaben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Saldo des laufenden Verrechnungsverkehrs sowie kurzfristige Darlehen.

19 Frei

20 Haftungsverhältnisse

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Aus Bürgschaften 37.630 53.422
- davon für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen 36.976 52.597
Aus Gewährleistung 0 829
- davon zugunsten von verbundenen Unternehmen 0 829

37.630 54.251

Die Bürgschaften resultieren i. W. aus abgeschlossenen Kreditrahmenverträgen, aus denen sich für Darlehensausreichungen an Gruppengesellschaften eine Mithaftung ergibt.

In dem im Februar 2010 zwischen der Homag Group AG, Schopfloch und der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch und einem Bankenkonsortium geschlossenen Konsortialkreditvertrag wurden von der Homag Group AG die folgenden Sicherheiten gewährt:

Pfandrechte an den gehaltenen Anteilsrechten an der

BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach

Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo

abstraktes Schuldanerkenntnis

Die im Rahmen des Konsortialkreditvertrags aufgenommenen Mittel betragen TEUR 81.224 und sind als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Darüber hinaus beträgt die Inanspruchnahme des Konsortialkreditvertrags durch verbundene Unternehmen zum Stichtag TEUR 17.337.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt:

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Bürgschaften wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Unternehmen als gering eingeschätzt.

Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing in Höhe von TEUR 95. Die Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2012.

21 Derivative Finanzinstrumente

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsoptionen (Zins-Caps) mit einem Nominalbetrag von TEUR 80.000.

Abgesichert wurde das Zinsänderungsrisiko einer variabel verzinslichen (3-Monats-EURIBOR) Bankverbindlichkeit i. H. v. 80 Mio. EUR mit Endfälligkeit am 15.02.2013 i. V. m. der Tranche A des Konsortialkreditvertrags vom 15.02.2010 über 198 Mio. EUR.

Folgende Bewertungsmethoden wurden angewandt: Mark-to-market-Methode.

Bei der Absicherung des Zinsänderungsrisikos handelt es sich um einen Micro-Hedge.

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

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Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument Risiko/Art der Bewertungseinheit einbezogener
Betrag (TEUR)
Höhe des abgesicherten
Risikos
beizulegender
Zeitwert
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 18.182 18.182 18.182
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 17.172 17.172 17.172
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 14.327 14.327 14.327
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 11.329 11.329 11.329
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 8.081 8.081 8.081
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 4.445 4.445 4.445
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 4.040 4.040 4.040
Bankverbindlichkeiten/Zinscap Zinsrisiko/Micro-Hedge 2.424 2.424 2.424
SUMME
80.000 80.000 80.000

Bei Überschreiten eines bestimmten Zinsniveaus (Cap) gleichen sich die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft in vollem Umfang im Sicherungszeitraum vom 30.09.2010 bis zum 15.02.2013 voraussichtlich aus, weil die wesentlichen Vertragsbestandteile der Sicherungsgeschäfte mit dem Grundgeschäft übereinstimmen. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Cap nicht überschritten

ERLÄUTERUNGEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

22 Frei

23 Sonstige betriebliche Erträge

Die hier erfassten Posten stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit:

Weiterberechnungen

Auflösung von Rückstellungen

Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung

24 Personalaufwand

Bei der Homag Group AG waren zum Bilanzstichtag neben den Mitgliedern des Vorstands 17 weitere Mitarbeiter beschäftigt.

Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt:

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Anzahl
Angestellte 3
Vorstände 5
GESAMT 8

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 45) und betreffen drei Berechtigte.

25 Frei

26 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die hier erfassten Posten stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit:

Rechts- und Beratungskosten

Finanznebenkosten

Aufsichtsratsvergütungen

Reisekosten

Personalnebenkosten

Kosten im Zusammenhang mit Geschäftsbericht und Hauptversammlung

Umlagen

27 Beteiligungsergebnis

Aus dem mit der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag ergab sich im Geschäftsjahr 2010 eine Gewinnübernahme in Höhe von TEUR 10.023 (Vorjahr: TEUR -7.614).

Darüber hinaus wurde eine Dividende der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn, von TEUR 1.365 (Vorjahr: TEUR 2.730) für das Jahr 2009 vereinnahmt; dabei handelt es sich um ein verbundenes Unternehmen.

Im Berichtsjahr mussten Abschreibungen auf die Beteiligung SCHULER Consulting GmbH (ehemals: Schuler Business Solutions AG), Pfalzgrafenweiler, in Höhe von TEUR 95 vorgenommen werden.

28 Zinsergebnis

Es wurden von verbundenen Unternehmen TEUR 622 (Vorjahr: TEUR 286) an Zinserträgen vereinnahmt, während auf verbundene Unternehmen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr: TEUR 412) entfielen. Zinserträge mit Banken betrugen insgesamt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1), während Zinsaufwendungen mit Banken für Kontokorrente und für Darlehen zusammen TEUR 3.816 (Vorjahr: TEUR 1.412) betrugen. Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionen betragen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 0).

29 Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultiert folgende außerordentliche Aufwendung:

Gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB war der Unterschiedsbetrag nach alter und nach BilMoG-Bilanzierung am Beginn des Berichtsjahres zu ermitteln. Der Unterschiedsbetrag ist bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 (Verteilungsbetrag) anzusammeln. Der Verteilungsbetrag wird über 5 Jahre erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Außerordentliche Aufwendungen" gem. Art. 67 Abs. 7 EGHGB angegeben.

30 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das laufende Jahr sowie die Gewerbesteuerumlage der Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch.

31 Sonstige Steuern

Der Posten beinhaltet Kfz-Steuer.

SONSTIGE ANGABEN

32 Mitglieder des Aufsichtsrats

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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen
vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören
(Stand: 31. Dezember 2010 bzw. Ende der Aufsichtsratstätigkeit)
Torsten Grede, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitglied des Vorstands der Deutsche
Beteiligungs AG, Frankfurt am Main
(1) - MCE AG, Linz, Österreich bis 26. Januar 2010

(2) - Clyde Bergemann Power Group, Inc., Delaware, USA
- Grohmann Engineering GmbH, Prüm bis 1. Januar 2010
Reiner Neumeister* , Wildberg
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrats
1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer
der IG-Metall, Freudenstadt
(1) - Bauknecht Hausgeräte GmbH, Stuttgart
(stellvertretender Vorsitzender)

(2) - Brueninghaus Hydromatik GmbH, Elchingen
(stellvertretender Vorsitzender) bis 1. Oktober 2010
- AOK Baden-Württemberg, Stuttgart
Dr. Jochen Berninghaus, Dortmund
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und
Steuerberater
(1) - Geno-Volksbank-Essen e. G., Essen
(stellvertretender Vorsitzender)

(2) - Kludi GmbH & Co. KG, Menden
- A.W. Kisker GmbH & Co. KG, Bielefeld
- Heinrich Schlenkhoff GmbH, Essen
- Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh
Klaus M. Bukenberger, Schenkenzell
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Unternehmensberater
(1) - SICK AG, Waldkirch (Vorsitzender)

(2) - Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen (Vorsitzender)
- Deutsche Bank AG, Stuttgart
- Hauck & Aufhäuser KGaA, Frankfurt am Main
- Investcorp Group, London, Großbritannien
- Seven Industries Holding B.V., Amsterdam, Niederlande
Ernst Esslinger* , Alpirsbach
Leiter IT-Engineering der Homag
Holzbearbeitungssysteme GmbH,
Schopfloch


Dipl.-Ing. Hans Fahr, München
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Unternehmensberater
(1) - Sumida AG, Obernzell (Vorsitzender)
- CEDIM AG, Karlsruhe (Vorsitzender) bis 9. November 2010
- Bucyrus Europe GmbH, Lünen
- BOA Holding GmbH, Stutensee bis 9. September 2010

(2)
- König Metall GmbH, Gaggenau
- Vollack Management Holding GmbH, Karlsruhe
- BOA Luxembourg Investment s.a.r.l., Luxemburg,
Luxemburg seit 21. Dezember 2010
Gerhard Federer, Neuried
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Schunk GmbH, Heuchelheim und
der Schunk Verwaltungsgesellschaft mbH,
Heuchelheim
(1) - SÜDVERS Holding GmbH & Co. KG, Au



(2)
- Schunk Iberica S.A., Pinto, Spanien
- XYCARB Ceramics B.V., Helmond, Niederlande
- Commerzbank AG, Regionalbeirat Mitte, Frankfurt am Main
- Hoffmann & Co. Elektrokohle AG, Bad Goissern, Österreich
- Schunk Wien Gesellschaft mbH, Wien, Österreich
Wilhelm Freiherr von Haller, Stuttgart
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Vorsitzender des Vorstands der
Sal. Oppenheim jr. & Cie.
Komplementär AG, Köln, Sprecher des
Vorstands der BHF-BANK AG,
Frankfurt am Main und seit 16. Januar 2010
Geschäftsführer der FARAMIR Beteiligungs-
und Verwaltungs GmbH, Köln
(1)
- GEZE GmbH, Leonberg
- Aesculap AG, Tuttlingen
- Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln
seit 22. Februar 2010

(2)
- Gühring oHG, Albstadt
- Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank, Karlsruhe
(stellvertretendes Mitglied)
- Deutsche Bank Österreich AG, Wien, Österreich
seit 12. Februar 2010
- Sal. Oppenheim jr. & Cie. Komplementär S.A., Luxemburg,
Luxemburg (Vorsitzender) seit 14. Januar 2010
Dr. Horst Heidsieck, Büdingen
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Geschäftsführer und Gesellschafter der
Value Consult Management- und
Unternehmensberatungsgesellschaft mbH,
Büdingen und Geschäftsführer und
Gesellschafter der DOMINO GmbH, Büdingen
(1) - Coperion GmbH, Stuttgart (Vorsitzender)

(2) - Mauser Holding GmbH, Brühl (Vorsitzender)
- Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, Belgien
Ralf Hengel, Freudenstadt
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Leiter IT der schlott GmbH, Freudenstadt


Carmen Hettich-Günther* , Rottenburg
Angestellte strategischer Einkauf und
Betriebsratsvorsitzende der Homag
Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch


Dr. Dieter Japs, Reichenberg
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Beratender Ingenieur
(2) - Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen
Thomas Keller, Freiburg
Aufsichtsratsmitglied seit 28. Mai 2010
Vorsitzender der Geschäftsleitung Region
Württemberg der Deutsche Bank AG,
Frankfurt am Main
(2)
- Deutsche Clubholding GmbH, Frankfurt am Main
- Sick Holding GmbH, Freiburg im Breisgau
Hannelore Knowles* , Calw
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
Homag Group AG, Schopfloch und
Betriebsratsvorsitzende der HOLZMA
Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw-Holzbronn


Reinhard Löffler, Weil der Stadt
Aufsichtsratsmitglied bis 28. Mai 2010
Ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutsche
Beteiligungs AG, Frankfurt am Main und
ehemaliger Geschäftsführer der Deutsche
Beteiligungs GmbH, Königstein/Taunus


Jochen Meyer* , Herzebrock-Clarholz
Stellvertretender Vorsitzender des
Konzernbetriebsrats der Homag Group AG,
Schopfloch und Betriebsratsvorsitzender
der Weeke Bohrsysteme GmbH,
Herzebrock-Clarholz bis 31. März 2010


Reinhard Seiler* , Lemgo
1. Bevollmächtigter der IG-Metall, Detmold
(1) - Dorma Holding GmbH & Co. KGaA, Ennepetal

* Arbeitnehmervertreter

Aufsichtsratsausschüsse

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Prüfungsausschuss Gerhard Federer (Vorsitzender) seit 13. Juli 2010
Carmen Hettich-Günther*
Reiner Neumeister*
Thomas Keller seit 13. Juli 2010
Wilhelm Freiherr von Haller bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler (Vorsitzender) bis 28. Mai 2010
Personalausschuss Torsten Grede (Vorsitzender)
Hannelore Knowles*
Jochen Meyer*
Reiner Neumeister*
Hans Fahr seit 13. Juli 2010
Dr. Horst Heidsieck seit 13. Juli 2010
Klaus M. Bukenberger bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010
Nominierungsausschuss Torsten Grede (Vorsitzender)
Hans Fahr seit 13. Juli 2010
Dr. Dieter Japs seit 13. Juli 2010
Dr. Jochen Berninghaus bis 28. Mai 2010
Ralf Hengel bis 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010
Vermittlungsausschuss gemäß
§ 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz
Torsten Grede (Vorsitzender)
Jochen Meyer*
Reiner Neumeister*
Dr. Horst Heidsieck seit 28. Mai 2010
Reinhard Löffler bis 28. Mai 2010

33 Mitglieder des Vorstands

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Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und anderen
vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von
Wirtschaftsunternehmen (2), die nicht zum Homag Group Konzern gehören
(Stand 31. Dezember 2010)
Rolf Knoll
Sprecher des Vorstands
Vorstand Beteiligungen -
Produktionsgesellschaften
Dettingen an der Erms
(2) - Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen
des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e. V.,
Frankfurt am Main
Achim Gauß
Vorstand Forschung und Entwicklung
Dornstetten
(1) - Coveright Surfaces Beteiligungs GmbH, Düsseldorf
Andreas Hermann
Vorstand Finanzen bis 31. März 2011
Freudenstadt


Herbert Högemann
Vorstand Produktion, Beschaffung
und Qualitätswesen Freudenstadt


Jürgen Köppel
Vorstand Vertrieb, Service, Marketing
Beckum


Hans-Dieter Schumacher
Vorstand seit 15. Januar 2011
Vorstand Finanzen ab 1. April 2011
Tuttlingen
(2) - Commerzbank AG, Regionalbeirat Südwest, Frankfurt am Main

* Arbeitnehmervertreter

34 Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 1.179). Diese teilen sich wie folgt auf:

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Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung (STI) und Tantieme Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTI)1)
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Dr. Joachim Brenk 0 223 0 0 0 0
Achim Gauß 274 226 38 0 77 0
Andreas Hermann 247 201 37 0 0 0
Herbert Högemann 236 202 25 0 65 0
Rolf Knoll 323 241 38 0 77 0
Jürgen Köppel 218 48 15 0 59 0
GESAMT 1.298 1.141 153 0 278 0
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Sachbezüge Gesamtbezüge
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Dr. Joachim Brenk 0 6 0 229
Achim Gauß 7 8 396 234
Andreas Hermann 7 7 291 208
Herbert Högemann 8 8 334 210
Rolf Knoll 8 7 446 248
Jürgen Köppel 6 2 298 50
GESAMT 36 38 1.765 1.179

1) Negative Veränderungen der Rückstellung für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (LTD werden nach DRS 17 nicht ausgewiesen. Dies kann zu einer abweichenden Darstellung nach IAS 24 führen.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 238).

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Gerhard Schuler, erhält eine Vergütung entsprechend der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10).

35 Genehmigtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 5.824.536,00 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

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a)
für Spitzenbeträge,
b)
für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zum Erwerb eines Unternehmens, Unternehmensteils oder einer Beteiligung an einem Unternehmen,
c)
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich i. S. d. §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 Prozent des Grundkapitals des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet.

36 Konzernverhältnisse

Die Homag Group AG erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

37 Entsprechenserklärung Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Januar 2011 abgegeben. Die aktuelle Version ist den Aktionären auf der Homepage der Homag Group AG "www.homag-group.com" dauerhaft zugänglich gemacht.

38 Honorare des Abschlussprüfers

Die Prüfung des Jahresabschlusses der Homag Group AG, der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften sowie des Konzernabschlusses wurde durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB. Die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, sind in den Angaben im Konzernabschluss der Homag Group AG enthalten.

39 Anteilsbesitz der Organe

Zusammen besaßen die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2010 57.963 (Vorjahr: 56.963) Aktien, entsprechend 0,37 (Vorjahr: 0,36) Prozent und die Mitglieder des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2010 100 (Vorjahr: 486.731) Aktien, entsprechend 0,00 (Vorjahr: 3,10) Prozent des Grundkapitals der HOMAG Group AG. Kein Vorstands- und kein Aufsichtsratsmitglied hat damit zum 31. Dezember 2010 über 1 Prozent des Grundkapitals gehalten, so dass kein individualisierter Ausweis vorzunehmen ist.

40 Offenlegungspflichtige Mitteilungen

Die folgenden Mitteilungen wurden gemäß § 21 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG veröffentlicht:

- Die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.

Davon sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 3,68% der Stimmrechte (entsprechend 577.888 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.

Ferner sind uns insgesamt 15,17% der Stimmrechte (entsprechend 2.379.874 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors IV GmbH & Co. KG;
DBG Advisors V GmbH & Co. KG.

- Die DBG Advisors V GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.

Davon sind uns insgesamt 5,37% der Stimmrechte (entsprechend 842.224 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBAG Fund V International GmbH & Co. KG.

Ferner sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 4,50% der Stimmrechte (entsprechend 705.235 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.

Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 20,95% der Stimmrechte (entsprechend 3.286.875 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors IV GmbH & Co. KG;
Deutsche Beteiligungs AG.

- Die DBG Advisors IV GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.

Davon sind uns insgesamt 3,89% der Stimmrechte (entsprechend 610.206 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die DBAG Fund IV GmbH & Co. KG zuzurechnen.

Ferner sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 1,69% der Stimmrechte (entsprechend 265.697 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über von uns kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils weniger als 3% beträgt, zuzurechnen.

Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend 3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors V GmbH & Co. KG;
Deutsche Beteiligungs AG.

- Die DBG Investment Team GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.

Davon sind uns insgesamt 5,58% der Stimmrechte (entsprechend 875.903 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors IV GmbH & Co. KG;
DBAG Fund IV GmbH & Co. KG;
DBAG Fund IV International GmbH & Co. KG.

Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend 3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors V GmbH & Co. KG;
Deutsche Beteiligungs AG.

- Die DBG Advisors V Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 30,54% (entsprechend 4.790.846 Stimmrechten) beträgt.

Davon sind uns insgesamt 5,58% der Stimmrechte (entsprechend 875.903 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden, von uns kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Investment Team GmbH & Co. KG;
DBG Advisors IV GmbH & Co. KG;
DBAG Fund IV GmbH & Co. KG;
DBAG Fund IV International GmbH & Co. KG.

Darüber hinaus sind uns per 17. Juli 2007 insgesamt 24,96% der Stimmrechte (entsprechend 3.914.943 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 2 WpHG über die folgenden Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, zuzurechnen:

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DBG Advisors V GmbH & Co. KG;
Deutsche Beteiligungs AG.

- Die DBAG Fund IV GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG teilen wir mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG am 17. Juli 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 3,89% (entsprechend 610.206 Stimmrechten) beträgt.

- Die DBAG Fund V International GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1a bzw. § 21 Abs. 1 WpHG Folgendes mitgeteilt:

Der DBAG Fund V International GmbH & Co. KG standen gemäß § 21 Abs. 1a WpHG am 12. Juli 2007 9,76% aller Stimmrechte (entsprechend 1.531.316 Stimmrechten) an der HOMAG Group AG zu.

- Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, am 30. Januar 2008 die Schwelle von 5% überschritten hat und nunmehr 5,65% (886.095 Stimmrechte) beträgt.

- Die BWInvest, Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31. März 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, am 27. März 2008 über alle ihre Sondervermögen hinweg die Schwelle von 5% überschritten hat und nun insgesamt, mit einer Aktienanzahl von 852.958 Stück, 5,44% beträgt. Davon sind ihr 5,04% (791.458 Stück) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.

19,64% der Stimmrechte (das entspricht 3.080.701 Stimmrechten) sind der Erich und Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

Korrektur der obigen Meldung:

- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.

19,64% der Stimmrechte (das entspricht 3.080.928 Stimmrechten) sind der Erich und Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.03.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.

14,08% der Stimmrechte (das entspricht 2.209.345 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Gerhard Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

Korrektur der obigen Meldung:

- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.

14,08% der Stimmrechte (das entspricht 2.209.345 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Gerhard Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

Korrektur der obigen Meldung:

- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Mareike Hengel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Silke Schuler-Gunkel,
Dr. Anja Schuler.

- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Dr. Anja Schuler.

Korrektur der obigen Meldung:

- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Dr. Anja Schuler.

- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,41% (das entspricht 3.830.153 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.522 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel.

Korrektur der obigen Meldung:

- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 08.03.2010 die Schwelle von 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,42% (das entspricht 3.830.380 Stimmrechten) betragen hat.

21,31% der Stimmrechte (das entspricht 3.343.749 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Erich und Hanna Klessmann Stiftung,
Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel.

- Herr Gerhard Schuler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.

14,67% der Stimmrechte (das entspricht 2.300.959 Stimmrechten) sind Herrn Gerhard Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Mareike Hengel,
Dr. Anja Schuler,
Silke Schuler-Gunkel,
Erich und Hanna Klessmann Stiftung.

- Frau Mareike Hengel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.

21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Mareike Hengel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Mareike Hengel dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Gerhard Schuler,
Dr. Anja Schuler,
Silke Schuler-Gunkel,
Erich und Hanna Klessmann Stiftung.

- Frau Dr. Anja Schuler, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.

21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Dr. Anja Schuler gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Dr. Anja Schuler dabei Stimmrechte zugerechnet:

scroll

Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Silke Schuler-Gunkel,
Erich und Hanna Klessmann Stiftung.

- Frau Silke Schuler-Gunkel, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.

21,70% der Stimmrechte (das entspricht 3.404.834 Stimmrechten) sind Frau Silke Schuler-Gunkel gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Silke Schuler-Gunkel dabei Stimmrechte zugerechnet:

scroll

Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Dr. Anja Schuler,
Erich und Hanna Klessmann Stiftung.

- Die Erich und Hanna Klessmann Stiftung, Gütersloh, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.12.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG, Schopfloch, Deutschland, ISIN: DE0005297204, WKN: 529720, am 09.12.2010 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,000019% (das entspricht 3.922.003 Stimmrechten) betragen hat.

20,22% der Stimmrechte (das entspricht 3.172.551 Stimmrechten) sind der Erich und Hanna Klessmann Stiftung gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Homag Group AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden der Erich und Hanna Klessmann Stiftung dabei Stimmrechte zugerechnet:

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Gerhard Schuler,
Mareike Hengel,
Dr. Anja Schuler,
Silke Schuler-Gunkel.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter AG

> Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Schopfloch, 18. März 2011

Homag Group AG

Der Vorstand

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ROLF KNOLL ACHIM GAUSS ANDREAS HERMANN
HERBERT HÖGEMANN JÜRGEN KÖPPEL HANS-DIETER SCHUMACHER

Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer AG

> Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung so wie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Homag Group AG, Schopfloch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, 18. März 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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BLESCH VÖGELE
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin