![]() Homag Group AGSchopflochJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lageberichtder HOMAG Group AG1. Geschäft und SteuerungssystemGeschäftstätigkeit und rechtliche Struktur der HOMAG Group AGDie HOMAG Group AG ist eine Holdinggesellschaft. Ihre Hauptaufgaben als Obergesellschaft der HOMAG Group sind die Lenkung der sechs Business Units sowie die Definition und Umsetzung der Strategie für die Gesellschaften der Gruppe, die Finanzierung der Gesellschaften und die fachliche Führung der Produktions- und Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Die HOMAG Group AG hält unter anderem 100 Prozent an der HOMAG GmbH, welche die größte Gesellschaft der HOMAG Group ist, sowie direkt oder indirekt die Mehrheitsanteile von sechs weiteren inländischen und sechs ausländischen produzierenden Gesellschaften sowie über 20 Vertriebs-, Service- und Softwaregesellschaften. UnternehmensführungDie HOMAG Group AG wird vom Vorstand geführt. Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2019 aus zwei Personen. Dem Aufsichtsrat, der sich paritätisch aus sechs Aktionärs- sowie sechs Arbeitnehmervertretern zusammensetzt, erstattet der Vorstand regelmäßig Bericht. Veränderungen in den OrganenDer Finanzvorstand Franz Peter Matheis scheidet auf eigenen Wunsch zum 29. Februar 2020 aus dem Vorstand der HOMAG Group AG aus. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2019 eingetreten. 2. Strategie und ZieleDie HOMAG Group AG hat als Management-Holding das Ziel, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe kontinuierlich zu verbessern. Kernaufgaben sind dabei die Sicherstellung eines wettbewerbsfähigen Produkt- und Leistungsangebots sowie effizienter Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse. Dafür werden wir unsere gesamte Produktkonfiguration vereinfachen und künftig mit einheitlichen, durchgängigen Systemen arbeiten. Wir betrachten dabei den gesamten Prozess vom Sales über Engineering und Operations bis zum Service. In unseren weltweiten Werken arbeiten wir mit Hochdruck an der Einführung des neuen HOMAG Group Produktionssystems (HGPS 2.0). Effiziente und flexible Werke sowie kürzere Lieferzeiten sind hier das Ziel. Eine wesentliche Säule unserer Strategie bildet die Digitalisierung. Mit der Gründung der "Digital Factory" 2018 können wir die Kundenbedürfnisse nach integrierten und digitalen Lösungen noch besser erfüllen. Kunden betrachten die Konnektivität von Maschinen untereinander sowie deren Anbindung an Cloudlösungen als immer entscheidendere Kaufkriterien. 2019 haben wir weitere digitale Applikationen entwickelt, welche die Produktion unserer Kunden vereinfachen und optimieren, und am Markt eingeführt. Unser offenes Industrie 4.0 Ökosystem tapio bietet Lösungen für das integrierte Datenmanagement in der Holzindustrie und ergänzt unsere Digitalstrategie um eine industrieweite Plattform. Wir werden unser digitales Produktangebot kontinuierlich ausbauen. Mit unserem innovativen und sehr breiten Produktangebot, mit dem wir unseren Kunden effiziente und durchgängige Prozesse aus einer Hand bieten können, sowie umfassenden Serviceleistungen wollen wir unser weltweites Wachstum vorantreiben. Überzeugen wollen wir unsere Kunden zudem mit unserem in der Branche einzigartigen Konzept der digitalen Durchgängigkeit der Daten vom Point of Sale über den gesamten Produktionsprozess bis hin zum Service durch unsere umfassende Software-Suite. Die für die Steuerung der Homag Group AG relevante Kennzahl ist das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung. Hierin ist das Beteiligungsergebnis die relevante Steuerungsgröße. 3. Wirtschaftliche RahmenbedingungenKonjunkturentwicklungDie Expansion der Weltwirtschaft hat nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im Jahr 2019 weiter an Fahrt verloren. Prägend ist die Schwäche in der Industrie und die ausgesprochen schwache Entwicklung des Welthandels. Der Anstieg der Weltproduktion ist somit auf 3,0 Prozent zurückgegangen, die geringste Rate seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Nicht nur in den reifen Volkswirtschaften, sondern auch in den Schwellenländern ist die Konjunktur dabei insgesamt verhalten. In Asien stieg das Bruttoinlandsprodukt um 5,6 Prozent - in China und Indien konnte die Wirtschaft um 6,2 bzw. 5,0 Prozent zulegen. In Lateinamerika verringerte sich die Wirtschaftsleistung hingegen um 0,5 Prozent. In Russland legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent zu. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat sich die Konjunktur weiter abgeschwächt und konnte nur noch um 1,9 Prozent zulegen. Dabei erhöhte sich die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,3 Prozent, in Kanada um 1,7 Prozent und in Japan um 1,2 Prozent. In der Europäischen Union stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent und im Euroraum um 1,2 Prozent. Überdurchschnittlich entwickelten sich unter anderem Spanien, Portugal, Dänemark sowie alle osteuropäischen Beitrittsländer. Eine schwächere Entwicklung zeigten beispielsweise Frankreich, Italien, Schweden und das Vereinigte Königreich. Die deutsche Wirtschaft stand 2019 im Zeichen des Abschwungs. So hat sich die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung deutlich zurückgebildet und die Industrieproduktion ist deutlich rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich 2019 nach Angaben des statistischen Bundesamts lediglich um 0,6 Prozent. Maschinen- und AnlagenbauFür den deutschen Maschinenbau in Summe meldet der Branchenverband VDMA für 2019 ein Minus beim Auftragseingang von 9 Prozent. Dabei verringerten sich die Aufträge sowohl aus dem Inland wie aus dem Ausland um 9 Prozent. Entwicklung der AbsatzmärkteIn der Region Nordamerika war 2019 für die HOMAG Group erneut ein erfolgreiches Jahr. Auch wenn der Auftragseingang hinter dem Rekord des Vorjahres zurückblieb, können wir auf ein stabiles Jahr zurückblicken mit einem erneut starken Projektanteil. Während jedoch in 2018 Büromöbel den Schwerpunkt der Projektaktivitäten darstellten, war 2019 vor allem durch Aktivitäten im Holzhausbau und Massivholzbereich geprägt. In 2019 setzte sich in Südamerika die schwache Marktentwicklung fort. Vor allem in Brasilien erfüllten sich die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung nicht. Die Zahl verkaufter Maschinen wurde leicht gesteigert. Der Markttrend zum Holzrahmenbau in Südamerika führte zu einem hohen Auftragseingang in diesem Segment. Der Auftragseingang in der Region Zentral- und Südeuropa konnte 2019 die Erwartungen nicht erfüllen. Dies lag vor allem an einer Vielzahl nicht realisierter Kundenprojekte im Systemgeschäft, insbesondere im größten Markt Deutschland. Der Auftragseingang in Spanien und der Schweiz entwickelte sich positiv im Vergleich zum Vorjahr. Wesentliche weitere Märkte der Region behaupteten sich auf hohem Niveau. Im Bereich von Einzel- und Standardmaschinen konnte in der Region ein weitgehend stabiles Volumen erreicht werden. Die Region Nord- und Osteuropa blieb im Geschäftsjahr 2019 leicht hinter den Ergebnissen des Vorjahres zurück. Das Projektgeschäft konnte an das Vorjahresniveau anschließen, blieb aber hinter den Erwartungen. Das Einzelmaschinengeschäft konnte den Vorjahreswert ebenfalls nicht erreichen, da auch in 2019 wieder verringerte EU-Fördermittel zur Verfügung standen. Der Geschäftsbereich Holzhausbau (WEINMANN) hat sich 2019 sehr gut entwickelt. Wir haben viele größere und kleine Projekte für uns entscheiden können. Wir sehen weiteres Potenzial in der Region. In der Region Asia/Pazifik (ohne China und ohne Mittlerer Osten) konnten wir im Vergleich zum Vorjahr den Auftragseingang steigern. Dies resultiert maßgeblich aus einem Großauftrag aus Süd-Korea. Aber auch die anderen Länder wie z.B. Japan und Vietnam konnten den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Generell sehen wir in der Region Asia/Pazifik weiterhin eine konstante Nachfragetätigkeit. In China konnten wir nach einer mehrere Quartale anhaltenden schwachen Marktentwicklung im zweiten Halbjahr 2019 eine Geschäftsbelebung verzeichnen. Von einem langjährigen Kunden erhielten wir im September einen Großauftrag und zudem hat einer der größten Bauträger in China in ein Möbelwerk investiert. Somit ist es uns in China gelungen, den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2019Die zweijährig stattfindende Branchenleitmesse LIGNA in Hannover war erneut das wichtigste marktbezogene Ereignis. Auf über 5.000 m 2 Standfläche haben wir den Besuchern eine große Bandbreite an Lösungen präsentiert, mit denen Betriebe von klein bis groß den Marktanforderungen von heute und den Trends der Zukunft begegnen können. Zu sehen waren ein breit gefächertes Angebot an ausgestellten Maschinen, Zellen, Systemen und Software für die Holzbearbeitung unter anderem mit Lösungen für die Küchen- und Wohnmöbelfertigung sowie zahlreiche digitale Produkte. Im InnovationCenter konnten sich die Besucher auf eine Zeitreise durch die technologischen Meilensteine der Möbelfertigung begeben. Wir richteten unseren Blick aber auch nach vorne: Wir konnten innovative Lösungen für die Maschinenbedienung der Zukunft, das intelligente Werkstück und neue, smarte Technologien präsentieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erneut eine weltweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. 74% der Belegschaft der HOMAG Group haben die Möglichkeit genutzt, ihr Feedback abzugeben. HOMAG hat sich nach dem Urteil der Mitarbeiter in drei von fünf Kategorien deutlich verbessert. Die Mitarbeiter haben die Themen adressiert, in denen wir uns verändern müssen. Im November haben wir mehrere geplante Struktur- und Optimierungsmaßnamen bekannt gegeben. Dazu zählt die geplante Stilllegung der Produktion am Standort Hemmoor zum 31.12.2020. Teil der Maßnahmen ist der Zusammenschluss der Business Units Automation und Systems. Die Zentralisierung der Ersatzteil-Logistik in Europa sowie vorzeitige Renteneintritte in indirekten Bereichen sind ebenfalls geplant. Insgesamt sollen im Zuge der Struktur- und Optimierungsmaßnahmen in Deutschland rund 350 Stellen entfallen. Das Maßnahmenpaket ist mit Einmalaufwendungen in Höhe von 40 Mio. € verbunden, davon sind rund 37 Mio. € im Jahr 2019 angefallen. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der HOMAG Group AGErtragslageDie Ertragslage der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch Erträge aus den Tochtergesellschaften sowie Aufwendungen für die Leitung der Unternehmensgruppe bestimmt. Die Umsatzerlöse blieben im Berichtsjahr mit 24,6 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (24,2 Mio. EUR) und enthalten vor allem konzerninterne Weiterbelastungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem durch eine Zuschreibung auf die Anteile an der SCHULER Consulting GmbH auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Der Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR) resultiert aus geringeren Beratungskosten. Der Personalaufwand reduzierte sich infolge des geringeren Personalstandes der Gesellschaft auf 13,3 Mio. EUR (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend aufgrund von erhöhten Rechts- und Beratungskosten im Umfeld der geplanten Struktur- und Optimierungsmaßnahmen auf 8,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) gestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen haben sich auf 17,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR) erhöht. Neben den bereits 2018 enthaltenen Ausschüttungen der Tochtergesellschaften Stiles Machinery, Inc. und HOMAG Bohrsysteme GmbH wurden für 2019 erstmalig Ausschüttungen der BENZ GmbH Werkzeugsysteme und der HOMAG eSOLUTION GmbH vereinnahmt. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen gingen deutlich auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 55,8 Mio. EUR) zurück. Dies resultiert neben einer markt- und kostenbedingten schwächeren allgemeinen Ertragsentwicklung vor allem aus der Bildung von Rückstellungen in den Tochtergesellschaften im Rahmen der geplanten Struktur- und Optimierungsmaßnahmen. In Summe führte dies zu einer geringeren Ergebnisentwicklung der Gesellschaften, mit denen ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) resultierten zum einen erneut aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der tapio GmbH. Die Gesellschaft befindet sich weiter in der Aufbauphase. Zum anderen resultierten in 2019 Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HOMAG GmbH, nachdem in dieser Gesellschaft ebenfalls Aufwendungen für Struktur- und Optimierungsmaßnahmen angefallen sind. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge haben sich erhöht, da im Berichtsjahr ein Verständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention zwischen Deutschland und Italien für die Jahre 2010 bis 2012 zum Abschluss kam. Hieraus ergaben sich außerdem auf deutscher Seite periodenfremde Steuererträge in Höhe von 0,5 Mio. EUR, die in den Jahresabschlüssen 2019 der HOMAG Group AG sowie der betroffenen Tochtergesellschaften erfasst sind. Aufgrund dieses periodenfremden Steuerertrages haben sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) reduziert. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich auf 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Hier haben wir 2018 eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert unserer brasilianischen Gesellschaft vorgenommen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) war im Vorjahr noch die Aufzinsung des Kaufpreises für die BENZ GmbH Werkzeugsysteme enthalten, die 2019 mit dem Übergang der restlichen Anteile entfallen ist. Insgesamt hat sich somit das Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung der HOMAG Group AG von 54,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,1 Mio. EUR reduziert. Unsere Prognose des Vorjahres, ein höheres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung zu erreichen, konnten wir aufgrund der dargestellten Maßnahmen nicht erreichen. Vermögens- und FinanzlageAuf der Aktivseite haben sich im Umlaufvermögen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich auf 32,4 Mio. EUR (Vorjahr: 97,3 Mio. EUR) reduziert. Dies resultiert in erster Linie aus den gesunkenen Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen. Hinzu kommen Effekte aus dem Cash-Pooling. Auf der Passivseite beläuft sich das Eigenkapital unverändert auf 106,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist durch die reduzierte Bilanzsumme auf 44,3 Prozent (Vorjahr: 34,9 Prozent) gestiegen. Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund von Steuernachzahlungen infolge der Betriebsprüfung für die Jahre 2012 und 2013 auf 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) verringert. Bei den Verbindlichkeiten haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund angefallener Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den Struktur- und Optimierungsmaßnahmen auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf 116,0 Mio. EUR (Vorjahr: 170,5 Mio. EUR) gesunken. Grund dafür sind vor allem die verringerten Verpflichtungen aus der Ergebnisabführung an die Dürr Technologies GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich durch die Kaufpreiszahlung der restlichen Anteile an der BENZ GmbH Werkzeugsysteme auf 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,8 Mio. EUR). Die Bilanzsumme bewegt sich mit 239,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (304,1 Mio. EUR). InvestitionenIn der HOMAG Group AG sind wir bestrebt, die Investitionen in Sachanlagen so gering wie möglich zu halten und benötigte Mittel bei verbundenen Unternehmen zu mieten. 2019 lagen die Investitionen bei nahezu 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der HOMAG Group AGDas Geschäftsjahr 2019 war geprägt von einer sich eintrübenden Konjunktur und einer daraus resultierenden rückläufigen Marktentwicklung. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen konnten die gesetzten Ziele nicht erreicht werden. Der Umsatz der Gesellschaften der HOMAG Group AG lag in Summe leicht unter Vorjahr. Der Auftragseingang verringerte sich hingegen merklich, insbesondere aufgrund des deutlich abgeschwächten Projektgeschäfts im Inland. Die geplanten Struktur- und Optimierungsmaßnahmen verbessern die Kostensituation der HOMAG Group und schaffen eine effizientere Aufbau- und Ablauforganisation. Zusammen mit unseren zukunftsorientierten Lösungen in der Digitalisierung, der Automation und Robotik und einem umfassenden Produkterneuerungsprogramm sieht der Vorstand die HOMAG Group AG und die Gesellschaften der HOMAG Group AG gut vorbereitet, um im nächsten Aufschwung erfolgreich zu wachsen. 5. NachhaltigkeitsberichtNachhaltigkeit im Leitbild verankertNachhaltiges Handeln ist für die HOMAG Group AG integrativer Bestandteil der Unternehmensstrategie. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der Umwelt, unseren Mitarbeitern und Aktionären sowie unseren Geschäftspartnern bewusst. Es ist unsere Überzeugung, dass sich ökonomische, ökologische und soziale Aspekte vereinbaren lassen. Wir bekennen uns zur "Nachhaltigkeit durch Verantwortung" auch in unserem Leitbild. Nachhaltigkeit heißt, sich langfristig zu orientieren und die Geschäftsziele nicht an einem kurzfristigen Wachstum auszurichten. Daher sehen wir es als unsere Pflicht, alle Maßnahmen im Unternehmen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu betrachten. Deshalb möchten wir durch unser verantwortungsbewusstes Handeln auch in Zukunft komplexen Herausforderungen wirksam begegnen. UmweltschutzDie Energieeffizienzsteigerung ist ein wichtiger Entwicklungsbestandteil bei Neuentwicklungen. Denn sowohl für uns als auch für unsere Kunden steht die Nachhaltigkeit in der Produktion, also die energieeffiziente und ressourcenschonende Herstellung der Produkte, weit vorne. Großen Wert bei allen unseren Neuentwicklungen legen wir deshalb auf die Verbindung von Leistung und Sparsamkeit bei Energie- und Materialeinsatz und damit auf die Zukunftssicherheit unserer Technologien. Alle Maßnahmen, die zur Erhöhung der Nachhaltigkeit führen, haben wir unter dem Label ecoPlus zusammengefasst. Dazu gehört beispielsweise der energiesparende Standby-Betrieb unserer Maschinen und Anlagen. Ein Großteil aller angebotenen Maschinen der HOMAG Group arbeitet mit hocheffizienten IE2-Antrieben. Im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben erreichen sie einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und senken dabei gleichzeitig die CO2-Emissionen. Durch Investitionen in moderne und umweltgerechte Technik wollen wir langfristig den Energiebedarf unserer weltweiten Produktionsstätten reduzieren. Zu diesen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs gehören Investitionen in Gebäude und den Maschinenpark ebenso wie der Einsatz energiesparender Beleuchtung. Soziale VerantwortungAls Arbeitgeber nehmen wir die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ernst. Die Nachwuchsförderung sowie die kontinuierliche berufliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für uns ein elementarer Bestandteil. Mit regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen messen wir die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und leiten entsprechende Maßnahmen ab, um diese stetig zu erhöhen. Ein Sozialbudget steht zur Förderung von Maßnahmen zum Wohle der Mitarbeiter bereit. 2019 wurde erneut ein gemeinsamer Gesundheitstag an mehreren deutschen Standorten durchgeführt. Gesellschaftliches EngagementGesellschaftliches Engagement ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb kooperieren wir mit Bildungseinrichtungen, um jungen Menschen bei der Berufsfindung frühzeitig eine Orientierung geben zu können. Wir unterstützen den UniCampus Schwarzwald der Universität Stuttgart in Freudenstadt und beteiligen uns aktiv durch Vorlesungen, Laborpraktika und weitere Aktivitäten. Zusätzlich haben wir 2019 mehreren jungen Geflüchteten über Berufsorientierungspraktika, Ausbildung und DH-Studium einen Start ins Berufsleben ermöglicht. Ihre karitativen Zuwendungen hat die HOMAG Group AG unter dem Namen "HOMAG Cares" zusammengefasst. Die Initiative ist seit vielen Jahren unter anderem ein Bestandteil von Messen und Veranstaltungen weltweit. Weitere Spenden ergeben sich aus der Weihnachtsaktion "Spenden statt Schenken". Bei der Unterstützung karitativer Einrichtungen rund um den Globus steht stets im Vordergrund, dass die Spenden auch direkt dort ankommen, wo Hilfe gebraucht wird. 6. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl hat sich in der HOMAG Group AG zum 31. Dezember 2019 auf 74 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 80 Mitarbeiter) - jeweils ohne Vorstände - reduziert. Dies liegt vor allem daran, dass drei von vier Teilnehmern am 2018 neu geschaffenen Young-Talents-Programm in ihre Zielpositionen in den operativen Gesellschaften gewechselt sind und nicht mehr Mitarbeiter der HOMAG Group AG sind. Die HOMAG Group AG als ArbeitgeberWir pflegen einen offenen und vom Dialog geprägten Umgang mit unserer Belegschaft, fördern und fordern die Übernahme von Verantwortung, Lösungsorientierung und transparente Kommunikation. Durch umfangreiche Aus-/Weiterbildungsmöglichkeiten und aktive Personalentwicklung schaffen wir Angebote für die Weiterentwicklung im Unternehmen, um die Attraktivität als Arbeitgeber auszubauen. Des Weiteren entwickeln wir permanent unsere Arbeitgebermarke durch gezielte Employer-Branding-Aktivitäten auf den etablierten Social-Media-Kanälen, um für externe Talente attraktiv zu sein. Die Balance zwischen beruflichem Engagement und privatem Ausgleich nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Teilzeitangebote, flexible Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten an und unterstützen sie damit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Personalentwicklung in der HOMAG Group AGDie Garanten für unseren Erfolg sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind stolz auf die oft langjährige Kompetenz, welche eine wesentliche Basis für diesen Erfolg ist. Deshalb fördert und entwickelt HOMAG Mitarbeiter sowie Führungskräfte nachhaltig, um das erreichte hohe Qualifikationsniveau und die Innovationskraft im Konzern beizubehalten und auszubauen und Karriere im Unternehmen greifbar zu machen. Dazu bieten wir unseren Mitarbeitern und Führungskräften vielfältige Möglichkeiten. HOMAG setzt auf die individuelle Karriereentwicklung, was insbesondere die Vielfältigkeit von Karrierechancen und die Offenheit für interne Wechsel hervorhebt. Immer mehr Mitarbeiter nehmen die Möglichkeit cross-funktionaler, cross-lokaler, bereichs- und hierarchieübergreifender Wechsel wahr. Das Divisionenübergreifende interne Karriereportal bietet Interessierten die globale Sicht auf intern ausgeschriebene Stellenanzeigen in der Dürr Gruppe. Ist das Interesse an einer möglichen Führungslaufbahn geweckt, haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit über unser internes Development Center ein erstes Feedback durch einen ausgewählten Beobachterkreis (bestehend aus Human Resources und Führungskräften) zu bekommen, wie auch die Empfehlung für eine Fach-, Projekt- oder Führungslaufbahn. Auch in 2019 nahm die HOMAG Group wieder am konzernweiten Dürr Personalentwicklungsprozess teil, in dem Potenzialträger für Führung identifiziert und in der Folge gezielt und im Austausch zwischen Mitarbeiter, Führungskraft und Human Resources in ihrer Entwicklung begleitet werden. Mit der Migration in ein neues Learning-Management-System, die "Dürr Group Academy", wurde in 2019 ein Tool mit hoher Benutzerfreundlichkeit umgesetzt, das eine gute Basis für die weitere Skill-Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte legt. Das umfangreiche Qualifizierungsprogramm bietet vielfache Chancen zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Die Aus- und Weiterbildung zum Bachelor, Master oder Techniker, in Teilzeit oder mit Rückkehrgarantie, unterstützen wir ebenso wie das frühzeitige Kennenlernen der HOMAG Group über Abschlussarbeiten (z.B. Bachelor- und Masterarbeiten). 2019 war es uns ein wichtiges Anliegen, unseren Employer Brand als internationalen Lösungsanbieter in der holzbearbeitenden Industrie auch im persönlichen Kontakt und auf Social Media weiter zu stärken. HOMAG präsentierte sich auf der LIGNA 2019 nicht nur als Technologieunternehmen, sondern auch als "Employer of Choice". Wir konnten über bereits bestehende Kontakte zu Schulen und Hochschulen interessierte junge Menschen einladen, die HOMAG Group kennenzulernen. Am neu gegründeten Hochschulcampus Schwarzwald in Freudenstadt, wo Masterstudierende in Kooperation mit der Universität Stuttgart in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Führung ausgebildet werden, engagieren wir uns durch Lehraufträge und Vortragsveranstaltungen. Die hohe Qualität unserer Ausbildung belegt auch die 2019 durchgeführte Studie "Beste Ausbilder" des Wirtschaftsmagazins Capital. Bereits zum dritten Mal in Folge erhielt HOMAG dabei die Höchstnote von 5 Sternen und zählt damit deutschlandweit zu den besten Ausbildungsbetrieben sowohl für die klassische Berufsausbildung als auch für das Angebot im Bereich der Dualen Studiengänge. Bewertet wurden folgende Kriterien: die Betreuung und das Lernen im Betrieb, das Engagement des Unternehmens, die Erfolgschancen und der Einsatz innovativer Lernmethoden. 7. Erklärung zur Unternehmensführung analog § 289f Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 4 HGBFür den Frauenanteil im Vorstand, im Aufsichtsrat und in den beiden oberen Managementebenen der HOMAG Group hat die HOMAG Group AG Zielgrößen bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Für den Aufsichtsrat beträgt diese Zielgröße 25 Prozent und wurde 2019 erreicht. Für den Vorstand und die erste Führungsebene betragen die Zielgrößen angesichts der noch geringen Anzahl weiblicher Führungskräfte in der HOMAG Group jeweils 0 Prozent. Für die zweite Führungsebene beträgt die Zielgröße 8,33 Prozent und wurde 2019 erreicht. Definition der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands: Der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die disziplinarisch direkt an einen Vorstand der HOMAG Group AG berichten und denen disziplinarisch mindestens eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zugeordnet ist. Definition der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands: Der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die disziplinarisch direkt an ein Mitglied der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands der HOMAG Group AG berichten und denen disziplinarisch mindestens eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zugeordnet ist. 8. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtAls Unternehmen ist die HOMAG Group AG Risiken ausgesetzt, kann aber auch Chancen realisieren. Dabei können die Chancen und Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Die Risiko- und Chancenpolitik der HOMAG Group AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik. 8.1 RisikoberichtRisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem basiert auf einem monatlichen Berichtswesen und einem Projektcontrolling. Es basiert auf der Vorgabe von Zielen, die mit einem monatlichen Berichtswesen der einzelnen Bereiche überwacht werden. Dabei werden die zu überwachenden und zu berichtenden Einzelrisiken der Tochtergesellschaften ermittelt, bewertet und auf Ebene der HOMAG Group AG verdichtet, das heißt spezifischen Risikofeldern zugeordnet. Außerordentliche Entwicklungen werden unverzüglich an den Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Alle relevanten Gesellschaften wurden in die Risikoinventur einbezogen. Die Gesellschaften der HOMAG Group sind in das Risikomanagementsystem der Dürr Gruppe integriert. Im Zuge dieses Risikomanagementsystems erfolgt zwei Mal jährlich eine vollständige Risikoinventur bei allen Gesellschaften. Auf Basis einer risikoorientierten Prüfungsplanung werden im Rahmen unserer internen Revision die Tochtergesellschaften geprüft. Die Prüfungen werden durch die Konzernrevision der Dürr AG im Auftrag der HOMAG Group AG durchgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken erkannt, interne Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Im Berichtsjahr 2019 wurden sieben Produktionsgesellschaften und fünf Vertriebsgesellschaften geprüft. Über die Ergebnisse der Revisionen wird der Vorstand umgehend informiert. Auf Basis der Berichte werden erforderliche Maßnahmen beschlossen und eingeleitet. Operative, finanzwirtschaftliche und Compliance-Risiken der HOMAG Group AGWesentlichkeitNachfolgend beschreiben wir Risiken, die wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, die Vermögenslage, den Cashflow und die Reputation haben können. Alle Risiken teilen wir in drei Risikogruppen auf: operative Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken sowie Compliance-Risiken. Risiken für die HOMAG Group AGRisiken ergeben sich für die HOMAG Group AG im Wesentlichen aus einer möglichen negativen Entwicklung der gehaltenen Beteiligungen. Für die Beteiligungen bestehen vor allem die nachfolgend beschriebenen Risiken. Operative RisikenGesamtwirtschaftliche RisikenZyklische Schwankungen der Gesamtwirtschaft haben Auswirkungen auf den Markt für Holzbearbeitungsmaschinen. Investitionsentscheidungen von Kunden hängen in hohem Maß von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Region sowie der Situation im jeweiligen Segment ab. Bei Konjunkturabschwüngen neigen Kunden dazu, den Kauf von Maschinen und Anlagen hinauszuschieben. Die Nachfrage nach Dienstleistungen hingegen reagiert weniger zyklisch. Zwar können wir aufgrund unserer weltweiten Präsenz wirtschaftliche Abschwünge in einzelnen Regionen kompensieren, eine weltweite Wirtschaftskrise wirkt sich aber auch auf die Auftragssituation der Gruppengesellschaften negativ aus. Wir begegnen diesem gesamtwirtschaftlichen Risiko, indem wir unsere personellen Kapazitäten so weit wie möglich flexibel halten und unsere Produktionskapazitäten frühzeitig an die Entwicklung des Auftragseingangs und der Projektpipeline anpassen. Zudem ermöglicht uns unsere globale Aufstellung, Nachfrageschwächen in einzelnen Ländern abzufedern. Ein bedeutendes geopolitisches Risiko stellen die anhaltenden globalen Handelskonflikte dar. Die Handelsstreitigkeiten der USA mit China sowie der Europäischen Union sind noch nicht ausgeräumt und stellen ein Risiko dar. Weitere Risiken bestehen durch die unsichere Lage im Nahen Osten sowie die Umsetzung des Brexits. Die Risiken des Brexits für die HOMAG Group erachten wir als überschaubar, da einerseits der Umsatzanteil Großbritanniens unter 5 Prozent beträgt und andererseits unsere Wettbewerber ebenfalls aus der EU kommen und in gleicher Weise betroffen sind. In Summe bewegen sich die gesamtwirtschaftlichen Risiken auf dem Niveau des Vorjahres. MarktrisikenEs besteht keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden, da im Regelfall der direkte Umsatzanteil jedes einzelnen unserer Kunden unter 5 Prozent liegt. Ein Risiko auf der Kundenseite kann sich aus Forderungsausfällen ergeben. Dieses Risiko minimieren wir durch Anzahlungen entsprechend dem Produktionsfortschritt, unser stringentes Forderungsmanagement sowie in Einzelfällen durch Kreditversicherungen. Die Marktrisiken blieben im Berichtsjahr unverändert. WettbewerbsrisikenDas Risiko von neuen Wettbewerbern, die unsere Technologieführerschaft gefährden könnten, schätzen wir als eher gering ein, da die Markteintrittsbarrieren in unserer Branche hoch sind. Wir können sie jedoch nicht vollständig ausschließen. Hauptsächlich im unteren Marktsegment unserer Produkte nimmt die Anzahl an Wettbewerbsprodukten auf dem globalen Markt zu. Speziell in Ländern mit einem geringeren Technologie- und Qualitätsanspruch bieten vor allem chinesische Wettbewerber ihre Produkte zunehmend an. Aufgrund der schwächeren weltweiten Konjunkturlage und des damit verbundenen Rückgangs des Auftragseingangs in unserer Branche hat sich der Wettbewerb verschärft. Daraus entsteht ein zunehmender Preisdruck, so dass sich die Wettbewerbsrisiken im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht haben. Forschungs- und EntwicklungsrisikenUnsere mittel- und langfristige, innovationsorientierte Produktstrategie birgt das Risiko von technologischen Fehlentwicklungen in sich. Wir begegnen diesem Risiko mit umfangreichen Marktbeobachtungen sowie intensiven Kundenbeziehungen, durch die wir bereits frühzeitig Rückmeldungen zu Neuentwicklungen erhalten. Erhöhte Anlaufkosten schließen wir bei Neuprodukten so weit wie möglich aus, indem wir mit systematischen Verfahrenszyklen arbeiten. Jede Neuentwicklung durchläuft während der Produktentstehung einen standardisierten Produktentwicklungsprozess, der für alle Gesellschaften der HOMAG Group verbindlich ist. Dabei werden die Kosten der Neuentwicklung konsequent überwacht und der Entwicklungsfortschritt bewertet. Ferner wird durch ein prozessüberwachendes Qualitätsmanagement eine hohe Produktqualität bereits in der Phase des Produktanlaufs sichergestellt. Mit unserer umfangreichen Digitalisierungsstrategie bei Maschinen, Software, Lösungen und IoT-Services sind wir gut vorbereitet auf sich aus der Digitalisierung ergebende Veränderungen. Wir bewerten die Forschungs- und Entwicklungsrisiken als leicht reduziert zum Vorjahr. Beschaffungs- und EinkaufsrisikenUm sicherzustellen, dass die Qualität wichtiger Rohmaterialien, Zulieferteile und Komponenten unseren Ansprüchen genügt, und um Versorgungsengpässe zu vermeiden, wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus, mit dem Ziel einer langfristigen Kooperation. Dies versetzt uns in die Lage, sich abzeichnende finanzielle oder technische Schwierigkeiten bei den Lieferanten frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus führen wir weitergehende Maßnahmen, wie zum Beispiel Lieferantenaudits, durch. Eine verlässliche Prognose für die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise wie Stahl, Kupfer oder Aluminium ist aufgrund der sich schnell verändernden politischen und wirtschaftlichen Situation in vielen Ländern schwer zu treffen, da diese unter anderem auch nach wie vor stark abhängig von institutionellen Kapitalanlegern sind. Die HOMAG Group nutzt durch eine weltweite Beschaffung regionale Preisvorteile. Die Beschaffung wichtiger Warengruppen koordinieren weltweit tätige, spezialisierte Commodity Manager. Den negativen Auswirkungen von Preissteigerungen begegnet die HOMAG Group, soweit möglich, durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit festen Preisen und Nachfragebündelungen innerhalb des Konzerns. Die HOMAG Group profitiert dadurch von höheren Einkaufsvolumina. Zudem beauftragt die HOMAG Group nach Möglichkeit mehrere Lieferpartner für bestimmte Lieferumfänge. Darüber hinaus ist auch der weitere Ausbau des internationalen Einkaufs auf die Sicherung der erforderlichen Qualität und die langfristige Minimierung des Versorgungsrisikos ausgerichtet. Bedingt durch den globalen konjunkturellen Abschwung hat sich das Beschaffungsrisiko in Bezug auf Lieferzeiten und Preiserhöhungen deutlich reduziert, so dass wir insgesamt von einer im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserten Risikoposition ausgehen. Ein Anstieg des Risikos ist jedoch bei Lieferanteninsolvenzen zu verzeichnen. Risiken aus der Projektabwicklung / Projektengineering und QualitätDie Gesellschaften der HOMAG Group AG sind, unter anderem als Generalunternehmer, in der Projektierung integrierter Fertigungsanlagen für Kunden aus der holzbearbeitenden Industrie tätig. Das Projektgeschäft birgt verschiedene Risiken, die aufgrund der Komplexität der Projekte und der Koordination und Integration verschiedener nationaler und internationaler Beteiligter entstehen können. Diese Risiken werden vor Abwicklung eines Projekts umfassend bewertet und einem Freigabe- und Genehmigungsprozess unterzogen. Es kann jedoch trotz sorgfältigster Planung, Kostenkalkulation und Projektcontrolling nicht ausgeschlossen werden, dass zum Beispiel als Folge verspäteter oder fehlerhafter Abwicklung von Projekten Vertragsstrafen und/oder Schadensersatzansprüche gegen Tochtergesellschaften der HOMAG Group AG geltend gemacht werden. Neben den aus diesen Ansprüchen resultierenden Mehraufwendungen kann dies auch zum Verlust wichtiger Kunden führen und einen Vertrauensverlust im Markt zur Folge haben. Daraus kann eine erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HOMAG Group AG folgen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, haben wir eine detaillierte Projektsteuerung, ein enges Projektcontrolling sowie ein regelmäßiges Projekt-Reporting eingeführt. Dabei beziehen sich Projektsteuerung und -controlling auf projektinterne Prozesse, während sich das Projekt-Reporting an den Vorstand richtet. Beide Prozesse umfassen sowohl terminliche als auch finanzielle Komponenten. In der HOMAG Group besteht ein hoher Qualitätsanspruch. Um die Risiken aus Produkthaftung und Garantieansprüchen zu minimieren, setzen wir auf ein umfassendes Total-Quality-Management-System. Wir sind kontinuierlich dabei, unsere Prozesse, unser System zur Qualitätssicherung und unsere Produkte im Konzern weiter zu verbessern. Die Mehrzahl unserer Fertigungsstätten ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert, was den hohen Standard unseres Qualitätssicherungssystems dokumentiert. Aufgrund des geringeren Volumens unseres Projektgeschäfts hat sich trotz teilweise höherer Einzelrisiken in aktuell noch laufenden Prototypenaufträgen das Gesamtrisikopotenzial aus Projekt- und Qualitätsrisiken aufgrund des weiter verbesserten Contract-Managements gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert. IT-RisikenDen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall von IT-Systemen und der IT-Infrastruktur erwachsen können, begegnet die HOMAG Group mit der fortlaufenden Weiterentwicklung einer verlässlichen, skalierbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Die Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Informationstechnologie sind für die HOMAG Group von wachsender Bedeutung. Nach wie vor ist ein weltweiter Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit durch Cyber-Kriminalität zu verzeichnen. Dies gilt in zunehmendem Maße sowohl für den Einsatz von informationstechnologischen Systemen zur Unterstützung von Geschäftsprozessen als auch für die Unterstützung der externen Kommunikation der HOMAG Group. Risiken bestehen für die HOMAG Group hinsichtlich Datenverlust, -beschädigung oder -missbrauch. Dies könnte zu Verzögerungen in den Geschäftsprozessen oder sogar zu Einschränkungen der Produktionsleistung eines Werkes führen. Eine Auswirkung auf die Kosten- und Umsatzseite ist dabei nicht auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die HOMAG Group weitere Kernprozesse auf das ERP-System SAP R/3 umgestellt und damit die Komplexität der IT-Landschaft weiter reduziert. Darüber hinaus wurde die IT-Sicherheit überprüft, verbessert und weiter ausgebaut. Das Gesamtrisikopotenzial lag auf dem Niveau des Vorjahres. Finanzwirtschaftliche RisikenWährungsrisikenAus unseren internationalen Aktivitäten können währungsbedingte Risiken entstehen, welche die Umsatz- und Ertragslage mittelbar negativ beeinflussen können. Diese Risiken minimieren wir jedoch, indem wir versuchen, so viele Geschäfte wie möglich, auch außerhalb des Euroraums, in Euro abzuwickeln und unsere Fremdwährungspositionen niedrig zu halten. Für den Umsatzanteil, den wir mit Fremdwährungen erzielen, schließen wir überwiegend projektbezogene Währungssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Durch die erfolgte Zentralisierung des Fremdwährungsmanagements befindet sich das Risikopotenzial aus Währungsrisiken bei den Gruppengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Liquiditäts- und FinanzierungsrisikenDurch die Einbindung der HOMAG Group AG in die interne Konzernfinanzierung mit der Dürr AG im Rahmen eines Cash-Poolings seit Mai 2015 ist die Liquidität abgesichert. Mit Ausnahme der Einbindung der HOMAG Group AG in die Konzernfinanzierung mit der Dürr AG unterliegt die HOMAG Group AG keinen Zinsänderungsrisiken. Eventuell notwendig werdende Zinssicherungen werden bei Bedarf von der Dürr AG vorgenommen. Durch eine systembasierte Liquiditätsplanung wird eine optimale Disposition der liquiden Mittel unterstützt. Es bestehen derzeit keine aktuell erkennbaren Risiken aus der Finanzierung, die den Fortbestand der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften gefährden könnten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die Gesellschaft Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern die Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten vom Vertragspartner nicht erfüllt werden. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling mit der Dürr AG sind die liquiden Mittel der HOMAG Group AG mit 0,0 Mio. EUR auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres (0,1 Mio. EUR), woraus sich ein entsprechend geringes Risiko aus der Anlage von liquiden Mitteln ergibt. Die finanzielle Situation der Dürr AG und des Cash-Pools wird monatlich überwacht. Durch liquide Mittel bei Tochtergesellschaften der HOMAG Group AG entstehende Risikopositionen steuert die HOMAG Group AG durch Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Vertragspartner. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Die Liquiditätsrisiken befinden sich auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Steuerliche RisikenIm Berichtsjahr wurde im Inland eine gruppenweite steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2014 bis 2017 angeordnet. Wenn die Steuerbehörden ihren Auftrag, die Gleichmäßigkeit der Besteuerung sicherzustellen, konsequent verfolgen, sollten sich hieraus keine nennenswerten Risiken ergeben. Weiterhin kam im Berichtsjahr ein Verständigungsverfahren nach der EU-Schiedskonvention zwischen Deutschland und Italien für die Jahre 2010 bis 2012 zum Abschluss. Hieraus ergaben sich auf deutscher Seite periodenfremde Steuererträge in Höhe von 0,5 Mio. EUR, die in den Jahresabschlüssen 2019 der HOMAG Group AG sowie der betroffenen Tochtergesellschaften erfasst sind. Gleiches gilt für damit einhergehende Steuererstattungszinsen in Höhe von EUR 0,2 Mio. Steuerliche Chancen sehen wir unter anderem im Zusammenhang mit verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Zinsschranke und einem insoweit vielversprechenden Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 14. Oktober 2015, der diese Bedenken sehr anschaulich auf den Punkt bringt. Der Bundesfinanzhof hat dem Bundesverfassungsgericht diesbezüglich eine Vorlage zur Feststellung der Verfassungsmäßigkeit von § 8a Körperschaftsteuergesetz eingereicht. Das insoweit beim Bundesverfassungsgericht anhängige Normenkontrollverfahren (2 BvL 1/16, konkrete Normenkontrolle) war in der Vergangenheit in der Jahresvorausschau auf der Homepage des Bundesverfassungsgerichts ersichtlich. Zwischenzeitlich ist dies nicht mehr der Fall. Einzelheiten hierzu sind uns nicht bekannt. Aufgrund des derzeit nicht abschätzbaren Ausgangs des Verfahrens haben wir keine bilanziellen Auswirkungen erfasst. Weiterhin werden wir die Zusammenarbeit mit unserem Mehrheitsaktionär nutzen, um steuerliche Potenziale noch besser heben zu können und dem zunehmenden Druck seitens der Finanzverwaltung, das Steueraufkommen zu erhöhen, standzuhalten. Die HOMAG Group AG will dabei ein redlicher Steuerzahler bleiben, muss aber Anliegen der weltweiten Finanzbehörden, die im Ergebnis zu einer Doppelbesteuerung führen, entschieden entgegentreten und auf die Einhaltung von OECD-Besteuerungsgrundsätzen drängen. Eine besondere Herausforderung stellt insoweit die Einführung von Digitalsteuern dar, zumal einzelne Staaten bereits vorgeprescht sind, bevor in der OECD eine Verständigung hierüber erfolgt ist. Weiterhin sei im Zusammenhang mit der steuerlichen Risikosituation auf den Abschluss des Gewinnabführungsvertrages mit der Dürr Technologies GmbH mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2016 und der damit verbundenen steuerlichen Organschaft hingewiesen. Nicht zuletzt dadurch haben sich die steuerlichen Risiken weiter leicht verringert. Personelle RisikenDie HOMAG Group ist als technologieorientiertes und international tätiges Unternehmen abhängig von Experten in Schlüsselfunktionen und hoch qualifizierten Führungskräften im In- und Ausland. Risiken in diesem Bereich bestehen in der Fluktuation und in der nicht bedarfsgerechten Besetzung offener Stellen, insbesondere in den Bereichen Engineering, Service und Inbetriebnahme. Daraus können sich negative Folgen ergeben. Wir versuchen mit gezielten Maßnahmen unsere Attraktivität als Arbeitgeber am Markt zu steigern und erhöhen den Aufwand im Bereich Talent Attraction, um die Bedarfe entsprechend zu decken. Des Weiteren investieren wir sowohl weiterhin in ein umfangreiches zukunftsorientiertes Ausbildungsprogramm als auch in ein globales Nachwuchsführungsprogramm, welches ein wichtiger Bestandteil unseres Personalentwicklungskonzeptes ist. Durch die Eröffnung unseres Engineering Centers in Polen konnten wir Ingenieure gewinnen und Kompetenzen weiter aufbauen. Die personellen Risiken bewegen sich im Berichtsjahr auf dem Niveau des Vorjahres. Compliance-RisikenAllgemeine Compliance-RisikenCompliance umfasst in der HOMAG Group AG alle organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen, gesetzlicher Bestimmungen, unternehmensinterner Regelungen und Richtlinien sowie die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen. Sie dienen primär der Prävention von Regelverstößen, die dem Unternehmen einen Schaden zufügen könnten. In der HOMAG Group AG ist der Finanzvorstand für Compliance-Themen zuständig. Nach Einführung des Dürr Compliance-Management-Systems hat die HOMAG Group AG zur Weiterentwicklung der Compliance-Organisation in allen HOMAG Gesellschaften Compliance Manager berufen, die direkt an die Geschäftsführung bzw. bei der HOMAG Group AG an den Vorstand berichten. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Status quo der eingerichteten Compliance-Organisation und die wesentlichen aufgetretenen Compliance-Themen. Die HOMAG Group AG und ihre Tochtergesellschaften sind in die Compliance-Organisation des Dürr Konzerns eingebunden. Jede für die HOMAG Group tätige Person ist verpflichtet, alle gesetzlichen Regelungen uneingeschränkt einzuhalten und sich in ihrem Arbeitsumfeld ehrlich und fair zu verhalten. Zu unseren Grundsätzen gehört insbesondere auch die Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften, die die Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und unverfälschten Wettbewerbs regeln. Unsere Einschätzung der Compliance-Risiken ergab im Geschäftsjahr bei weiter gestiegenen externen und internen Compliance-Erfordernissen ein unverändertes Risikoniveau. Rechtliche RisikenEin Risiko unserer Geschäftstätigkeit besteht in der Geltendmachung von Verzugsschäden und Gewährleistungsansprüchen beziehungsweise damit verbundenen Kompensationsforderungen. Derzeit bestehen keine wesentlichen Risiken aus Forderungsausfällen und der Geltendmachung von Verzugsschäden oder Gewährleistungsansprüchen. Die rechtlichen Risiken bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. scroll
scroll
scroll
8.2 ChancenberichtDie systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung unseres profitablen Unternehmenswachstums. Im Folgenden beschreiben wir unsere bedeutendsten Chancen. Diese stellen jedoch nur einen Ausschnitt der sich uns bietenden Möglichkeiten dar, die sich für die HOMAG Group AG im Wesentlichen aus den Chancen der von ihr gehaltenen Beteiligungen ergeben. Regionales WachstumDie zunehmende Bedeutung der Wachstumsregionen resultiert hauptsächlich aus der wachsenden Kaufkraft vor Ort. Dies betrifft speziell China, Indien, Süd-Ostasien und Teile von Süd- bzw. Mittelamerika sowie den arabischen Raum. Wir sind in fast allen aufstrebenden Märkten mit eigenen Vertriebs- und Serviceorganisationen präsent und werden unsere Ressourcen gezielt einsetzen, um zusätzliche Aufträge zu generieren. Die fortschreitende Urbanisierung wird in den aufstrebenden Volkswirtschaften zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum, Möbeln und Bauelementen führen. Auch das Streben nach einem höheren Lebensstandard wird weiter an Bedeutung gewinnen. Produktspezifisches WachstumIn unserer Branche erkennen wir weltweit einen steigenden Trend nach höherer Individualität und Variantenvielfalt. Intelligent vernetzte Losgröße-1-Anlagen sowie die Technologietrends Automation und Robotik werden deshalb in Zukunft von großer Bedeutung sein - sowohl im Industriebereich als auch bei kleineren Handwerksbetrieben. Dabei gewinnen die Digitalisierung und die vernetzte Produktion und damit verbunden auch die Software- und Steuerungstechnik deutlich an Bedeutung. Eine Chance sehen wir insbesondere darin, dass wir die gesamte Prozesskette entlang der Holzbearbeitung abdecken und unseren Kunden alles aus einer Hand bieten können. Hierzu zählt auch eine durchgängige Steuerungstechnik. Wachstumschancen sehen wir auch in der 2017 erfolgten Einführung von "tapio", der weltweit ersten digitalen Plattform für die Wertschöpfungskette in der Holzindustrie. Auf dieser Plattform bieten wir unseren Kunden verschiedene Produkte an, die sie unter anderem dabei unterstützen, ihre Produktionseffizienz zu erhöhen, und die ihre Arbeit erleichtern. Durch den Absatz dieser Produkte ergeben sich zusätzliche Umsatzpotenziale. Der Onlinehandel von Möbelstücken nimmt derzeit stark zu. Diese Möbel dürfen einerseits bestimmte Gewichtsklassen nicht überschreiten und andererseits müssen sie einfach und schnell zu montieren sein. Somit wird es vor allem die Leichtbauweise sein, die in Zukunft an Bedeutung gewinnt. Die HOMAG Group bietet durchgängige Lösungen aus einer Hand zur Produktion von Möbeln in Leichtbauweise an. Weitere Chancen sehen wir auch im Service-Bereich, denn unsere Kunden legen immer mehr Wert auf die Verfügbarkeit ihrer Maschinen und Anlagen. Hierfür nutzen wir ergänzend zu unseren bisherigen Produkten verstärkt mobile und digitale Anwendungen. Mit unserem weltweiten Servicenetzwerk verfügen wir über eine hohe Präsenz im Markt. WertsteigerungSeit der mehrheitlichen Übernahme durch Dürr haben wir viele Maßnahmen implementiert, die unsere Effizienz in der HOMAG Group nachhaltig steigern. Dazu gehört neben der Implementierung einheitlicher Prozesse und Systeme zum Beispiel die Bündelung der Einkaufsvolumina, wodurch weitere Einsparungspotenziale für die Gesellschaften erschlossen werden. Bei Produktentwicklungen werden durch eine gesellschaftsübergreifende koordinierte Entwicklung Ressourcen effizienter genutzt und Skaleneffekte erzielt. Die eingeleitete Standardisierung des Produktportfolios der Gesellschaften der HOMAG Group unter dem Leitgedanken "ONE HOMAG" wird mittel- und langfristig noch weitere Ertragspotenziale erschließen. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation der HOMAG Group AGDie Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Die Gesamtsituation der HOMAG Group AG und ihrer Tochtergesellschaften hat sich nicht wesentlich verändert, da sich die Chancen- und Risikoveränderungen nahezu ausgleichen. Von großer Bedeutung bleibt für die HOMAG Group die Entwicklung der Weltwirtschaft. Den Risiken im Zusammenhang mit geopolitischen Unsicherheiten stehen Chancen aus der Digitalisierung und der Automatisierung gegenüber. Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand der HOMAG Group AG den Fortbestand der Gesellschaft und der HOMAG Group nicht gefährdet. 8.3 PrognoseberichtPrognose für die BranchenentwicklungFür den deutschen Maschinenbau erwartet der VDMA 2020 einen erneuten Produktionsrückgang von zwei Prozent. Eine schnelle Besserung der aktuellen Lage ist dabei nicht in Sicht. Es wird damit gerechnet, dass sich die Auftragsbücher erst im Laufe des Jahres wieder füllen. Der für Holzbearbeitungsmaschinen zuständige Fachverband innerhalb des VDMA prognostiziert für 2020 einen Umsatzrückgang von zehn Prozent. Prognose für die HOMAG Group AGDie Ertragslage der Gesellschaft ist aufgrund ihrer Funktion als Holdinggesellschaft von den Erträgen der Tochtergesellschaften abhängig. Diese werden durch die Erträge aus Beteiligungen und aus Ergebnisabführungsverträgen bestimmt. Weiterhin werden Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung zentral bereitgestellter Leistungen erzielt. Die Umsetzung der geplanten Struktur- und Optimierungsmaßnahmen wird im Geschäftsjahr 2020 erst zu geringen Kostenverbesserungen führen, da die Maßnahmen ihre Wirkungen erst ab 2021 voll entfalten. Beispielsweise ist die Produktionsstilllegung in Hemmoor erst zum Jahresende 2020 geplant. Zusätzliche Einmalaufwendungen aus dem geplanten Programm der Struktur- und Optimierungsmaßnahmen werden 2020 nur in geringem Umfang anfallen. Der Auftragsbestand in den Gesellschaften der HOMAG Group hat sich reduziert, so dass wir vor dem Hintergrund einer verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht von einer durchgreifenden Verbesserung der operativen Ergebnisentwicklung der Gesellschaften der HOMAG Group ausgehen. Aufgrund des Wegfalls der hohen Einmalaufwendungen aus den geplanten Struktur- und Optimierungsmaßnahmen gehen wir daher für das Geschäftsjahr 2020 von einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern und vor Ergebnisabführung aus. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis nach Gewinnabführung null EUR betragen.
Schopfloch, den 27. Februar 2020 HOMAG Group AG Der Vorstand Pekka Paasivaara Franz Peter Matheis JahresabschlussGewinn- und Verlustrechnungscroll
BilanzAktiva scroll
Anhang für 2019Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Bestimmungen in der Satzung. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, haben wir die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung von der Angabe der Vermerke entlastet und diese in den Anhang übernommen. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit ebenfalls an dieser Stelle gemacht. RegisterinformationenDie Gesellschaft ist unter der Firma Homag Group AG mit Sitz in Schopfloch im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 440649 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer vermindert. Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, angesetzt. Die Überprüfung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der Ermittlung des Ertragswerts der einzelnen Tochtergesellschaften unter Zugrundelegung der aktuellen Vier-Jahres-Planung. Den in die Planung einfließenden Werten liegen zahlreiche Annahmen zugrunde, so dass die Ermittlung der beizulegenden Werte ermessensabhängig ist und von Schätzungen über die künftige Geschäftsentwicklung abhängt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 Prozent (Vorjahr: 3,21 Prozent) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent) berücksichtigt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Falls ein Ansatz von latenten Steuern zum Tragen kommt, erfolgt dieser beim obersten Organträger Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Die im Anhang ausgewiesenen Kursgewinne bzw. -verluste enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen der BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögensscroll
scroll
scroll
FinanzanlagenDie Zusammensetzung des Anteilsbesitzes der HOMAG Group AG, Schopfloch, ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden dabei für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar. Anteilsbesitz Inlandscroll
*
Beteiligung gemäß § 16 AktG EAV Ergebnisabführungsvertrag mit der Homag Group AG bzw. HOMAG GmbH Anteilsbesitz Auslandscroll
*
Beteiligung gemäß § 16 AktG Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.744 (Vorjahr: TEUR 4.223) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 28.637 (Vorjahr: TEUR 36.700) Forderungen aus Cash-Pooling (inkl. Darlehen). Latente SteuernDer Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,7 Prozent zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Forderungen und den Rückstellungen. Falls ein Ansatz von latenten Steuern zum Tragen kommt, erfolgt dieser beim obersten Organträger Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 15.688. Es ist in 15.688.000 nennbetragslose Stückaktien mit einem rechnerischen Betrag von jeweils EUR 1,00 eingeteilt. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage der Homag Group AG, Schopfloch, beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 33.800. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen der Homag Group AG, Schopfloch, betragen zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 56.719. Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen betreffen mit TEUR 530 drei einzelvertragliche Zusagen für ehemalige Vorstandsmitglieder der in 1999 auf die Homag Group AG verschmolzenen IMA AG. Die für diese ehemaligen Organmitglieder im Berichtsjahr geleisteten Rentenzahlungen belaufen sich auf TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 62). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 24. Der Betrag unterliegt keiner Abführungssperre. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB der kongruent rückgedeckten Altersversorgungszusagen: scroll
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken Rechnung; es wurden im Wesentlichen Rückstellungen gebildet für:
Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.953 (Vorjahr: TEUR 300) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 98.656 (Vorjahr: TEUR 112.062). Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren im Umfang von TEUR 18.309 (Vorjahr: TEUR 17.666) aus Konzernumlagen bzw. Kostenweiterbelastungen sowie im Umfang von TEUR 6.261 (Vorjahr: TEUR 6.528) aus Markenlizenzerlösen. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 241). PersonalaufwandDie Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 246). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 13). Aufwendungen und Erträge aus Beteiligungen und aus ErgebnisabführungsverträgenDiese stammen vollumfänglich aus verbundenen Unternehmen. ZinsergebnisEs wurden von verbundenen Unternehmen TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 205) an Zinserträgen vereinnahmt, während auf verbundene Unternehmen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 976 (Vorjahr: TEUR 1.038) entfielen. Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionen betragen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 17). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Gesellschaft ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, einbezogen. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen überwiegend den nach § 16 KStG selbst zu versteuernden Einkommensanteil auf zu leistende Ausgleichszahlungen. Daneben sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 323 enthalten. GewinnverwendungsvorschlagMangels Ausweis eines Bilanzgewinns entfällt ein Gewinnverwendungsvorschlag seitens des Vorstands. Haftungsverhältnissescroll
Die Bürgschaften resultieren im Wesentlichen aus Aval-Inanspruchnahmen von Tochtergesellschaften bei Kreditversicherern, aus denen sich eine Mithaftung ergibt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Unternehmen als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenWeiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing in Höhe von TEUR 820. Die Leasingverträge enden zwischen 2020 und 2022. Sonstige AngabenNachtragsberichtDer Finanzvorstand Franz Peter Matheis scheidet auf eigenen Wunsch zum 29. Februar 2020 aus dem Vorstand der HOMAG Group AG aus. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2019 eingetreten. Mitglieder des Aufsichtsrats(1) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (2) Mitgliedschaft in anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die nicht zur HOMAG Group gehören (Stand: 31.12.2019) scroll
Aufsichtsratsausschüssescroll
Mitglieder des Vorstands(1) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (2) Mitgliedschaft in anderen vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die nicht zur Homag Group gehören (Stand: 31.12.2019) scroll
Gesamtbezüge von Vorstand und AufsichtsratDie Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt TEUR 324. Mitarbeiteranzahlscroll
KonzernverhältnisseDie Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, und wird in deren im Bundesanzeiger veröffentlichten Konzernabschluss, der für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufgestellt wird, nach § 315e HGB (IFRS) einbezogen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 nicht verpflichtet, da die Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2019 den o.a. Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung erstellt. Prüfungs- und BeratungsgebührenDie Prüfung des Jahresabschlusses der Homag Group AG sowie der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften wurde durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB. Die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, sind in den Angaben im Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, enthalten. Offenlegungspflichtige MitteilungenDie folgenden Mitteilungen wurden gemäß § 21 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG veröffentlicht:
Schopfloch, den 27. Februar 2020 HOMAG Group AG Der Vorstand Pekka Paasivaara Franz Peter Matheis Versicherung der gesetzlichen VertreterErklärung gemäß § 264 Abs. 2 S. 3 HGB und 289 Abs. 1 S. 5 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Schopfloch, den 27. Februar 2020 HOMAG Group AG Der Vorstand Pekka Paasivaara Franz Peter Matheis BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Homag Group AG PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Homag Group AG, Schopfloch - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Homag Group AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Ferner haben wir die Kapitel "5 Nachhaltigkeitsbericht", "6.1 Homag Group AG als Arbeitgeber" und "6.2 Personalentwicklung in der Homag Group AG" des Lageberichts, bei denen es sich um lageberichtsfremde Angaben handelt, nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 315, 315a bzw. nach §§ 315b bis 315d HGB vorgeschrieben sind. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung und die oben genannten Kapitel "5 Nachhaltigkeitsbericht", "6.1 Homag Group AG als Arbeitgeber" und "6.2 Personalentwicklung in der Homag Group AG" des Lageberichts, ferner folgenden weiteren, für den Geschäftsbericht vorgesehenen Bestandteil "Bilanzeid" gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB, von dem wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 28. Februar 2020 Ernst & Young GmbH Koch, Wirtschaftsprüfer Difflipp, Wirtschaftsprüfer Rechtliche HinweiseServiceUnsere Geschäfts- und Zwischenberichte sowie weitere aktuelle Informationen über die HOMAG Group AG sind im Internet abrufbar unter: www.homag.com Zukunftsgerichtete AussagenDer vorliegende Jahresabschluss enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird", "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der HOMAG Group AG sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse der HOMAG Group AG, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Zwischenbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird. Sonstige HinweiseBei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten. Wir haben bei der Formulierung teilweise die maskuline Form gewählt, adressieren dabei aber immer beide Geschlechter. KontaktHOMAG Group AGHomagstraße 3-5 72296 Schopfloch Deutschland Tel.: +49 (0) 7443 13 - 0 Fax: +49 (0) 7443 13 - 2300 Mail: info@homag.com www.homag.com KommunikationChristian Schulten Tel.: +49 (0) 7443 13 - 3426 Fax: +49 (0) 7443 13 - 83426 Mail: christian.schulten@homag.com HOMAG Group AGinfo@homag.com www.homag.com Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der HOMAG Group AG sowie seine Ausschüsse haben im Geschäftsjahr 2019 die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Überwachungs- und Beratungsaufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. Aufsichtsrat und Vorstand haben dabei vertrauensvoll und effektiv zusammengearbeitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Geschäftsvorgänge und Maßnahmen informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Über alle Geschäftsvorgänge, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat intensiv beraten und sein Votum abgegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch zwischen den Gremiumssitzungen mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, in einem engen und regelmäßigen Informationsaustausch. Erörtert wurden dabei die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Strategie, die Planung, die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Über alle Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung des Unternehmens wesentlich sind, wurde der Aufsichtsrat unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstands informiert. Wesentliche BeratungsthemenDer Vorstand hat dem Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung der HOMAG Group, die Finanz- und Ertragslage und die Marktentwicklung inklusive der Wettbewerbssituation berichtet. Wesentliche Beratungsthemen waren außerdem die Kosten- und Auslastungssituation in den Werken, die Situation in China sowie das neue Projekt smartVC@HOMAG, das die Arbeitsabläufe ganzheitlich betrachtet und die Prozesse in der gesamten Organisation verändern wird - angefangen beim Vertrieb über Entwicklung und Produktion bis hin zum Service. Ein erster Schwerpunkt liegt dabei auf der Variantenkonfiguration. Zugestimmt hat der Aufsichtsrat der Beratungstätigkeit von Dr. Hans Schumacher bei der HOMAG Group AG, der Einführung einer alternativen Kapitalanlage für den Dürr-Pensionsplan und dem Neuabschluss von bzw. Beitritt zu einem Konsortialkreditvertrag. Gegenstand weiterer Beratungen und Beschlussfassungen waren die geplanten zukunftssichernden Maßnahmen inklusive der Stilliegung der Produktion in Hemmoor, mit denen die HOMAG Group unter anderem auf die Konjunkturschwäche reagiert, die Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Franz Peter Matheis und die Bestellung von Herrn Rainer Gausepohl zum Mitglied des Vorstands. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat das Budget 2020 genehmigt und die Mittelfristplanung für 2021 bis 2023 inklusive der Strategie zustimmend zur Kenntnis genommen. Informiert hat sich der Aufsichtsrat darüber hinaus zu den Themen Digitalisierung und Innovationen. Zu Beginn der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat außerdem über die Tätigkeit der von ihm eingerichteten Ausschüsse informiert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der HOMAG Group AG für das Geschäftsjahr 2018 geprüft, erörtert und gebilligt, wodurch der Jahresabschluss festgestellt war. Arbeit in den Ausschüssen des AufsichtsratsPrüfungsausschussThemen der Sitzungen des Prüfungsausschusses im Geschäftsjahr 2019 waren neben der aktuellen Geschäftsentwicklung unter anderem die Auslastungssituation in den Werken, die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, der Status der SAP-Einführung, das Risikomanagement sowie die geplanten zukunftssichernden Maßnahmen und deren bilanzielle Auswirkungen. Erörtert wurden der Jahresabschluss der HOMAG Group AG zum 31. Dezember 2018 und der Halbjahresabschluss. PersonalausschussThemen der Sitzungen des Personalausschusses waren Regelungen bezüglich der Verträge der beiden Vorstände sowie die Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Franz Peter Matheis und die Bestellung zum Vorstandsmitglied und der Vorstandsdienstvertrag von Herrn Rainer Gausepohl. Jahresabschluss 2019In der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 wurde die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 gewählt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag entsprechend erteilt, nachdem die Prüfungsgesellschaft eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt hatte. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 sowie der Lagebericht wurden vom Abschlussprüfer einschließlich der zugrunde liegenden Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zudem hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass der Vorstand über ein angemessenes Risikoüberwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG verfügt, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 9. März 2020 und vom Aufsichtsrat in der Sitzung ebenfalls am 9. März 2020 umfassend geprüft und jeweils im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, intensiv erörtert. Vor und während der Prüfung hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. In seiner Sitzung am 9. März 2020 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2019 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der HOMAG Group AG zum 31. Dezember 2019 festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Arbeitnehmervertretern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HOMAG Group weltweit für das Geschäftsjahr 2019. Ihr großes Engagement, ihre Ideen und ihre Leistungen sind die Grundlage für den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen.
Schopfloch, im März 2020 Für den Aufsichtsrat Ralf W. Dieter, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||