Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft

Kindelbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2010 hat nicht die Erwartungen erfüllt, die trotz erheblichen Aufwands geweckt wurden.

Die deutschen mittelständischen IT-Unternehmen stehen unter dem Kostendruck der im Ausland produzierenden Konkurrenz, leiden unter der stetig zunehmenden Bürokratisierung und müssen sich in zeitraubenden, kostspieligen Verfahren zusätzlicher Belastungen für die IT-Verwertungskette gegenüber den Verwertungsmonopolen erwehren. Wirtschaftspolitisch sehen wir auch keine Ansätze, die diese und die strukturellen Defizite nachhaltig angehen.

Auf Herstellerseite und auch auf Abnehmerseite zeigt sich daher weiterhin eine starke Tendenz zur Konzentration. Zudem beschleunigt sich der Trend zu mobilen Geräten, so dass sich das Angebotsprofil des Unternehmens entsprechend anpassen muss.

Der Umsatzrückgang 2010 begründet sich u. a. mit dem Rückgang der Auftragsbestellung von öffentlich-rechtlichen und privaten Unternehmen und gesunkener durchschnittlicher Preisstellungen. Wenig hilfreich ist und war, dass die Abgabenbelastungen unser Unternehmen ungleich und den Markt insgesamt belasteten, so dass sich die Kaufzurückhaltung weiter beschleunigt bzw. auf Beschaffungen im Ausland ausgewichen wird.

PC Markt

Im Gesamtjahr 2010 legte in Deutschland laut Gartner der PC Absatz um 4,7 % zu. Jedoch sanken die PC Verkäufe im 4. Quartal 2010 um 5,4 % gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Insbesondere die abwartende Haltung der Verbraucher im Hinblick auf die neuen Produkte, wie Tablets, sind für diesen Rückgang verantwortlich, so die Marktforscher von Gartner Der Absatz von Desktop-PCs reduzierte sich gemäß den Marktforschern von Gartner im letzten Quartal 2010 um über 13 %. Dagegen sehen die Marktforscher Anzeichen für eine Erholung im Businessbereich.

Das Geschäftsjahr 2010 war wiederum geprägt durch einen hart geführten Wettbewerb mit teilweise heftigen Preiskämpfen. Die Margensituation blieb weiterhin angespannt.

Trotz der beschriebenen Faktoren hat unser Unternehmen das Geschäftsjahr 2010 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen.

Umsatz 2010: EUR 28,6 Mio. (Vorjahr: EUR 37,5 Mio.)

Gewinn vor Steuern 2010: EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.)

Jahresüberschuss 2010: 953 TEUR (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.)

Wie in den Vorjahren orientieren sich die Kunden an den unteren Preisgrenzen für Produkte und Dienstleistungen.

Projektgeschäft

Die Fokussierung auf zahlreiche gewerbliche Abnehmer hat uns geholfen, unser Ergebnis auch mit weniger Umsatz zu stabilisieren. Abhängig von den jeweiligen Bonitätskriterien werden wir versuchen, die Anzahl dieser Abnehmer zu halten und bei günstiger wirtschaftlicher Entwicklung auszubauen.

Für 2011 werden wir neben den OEM-Plattformen ausnahmslos Markenartikel der führenden Hersteller verwenden.

Partnerverträge

Zur Realisierung der Aufträge bedienen wir uns der Zulieferpartnerschaften mit Gigabyte, Intel, Microsoft, Samsung usw.

Hardware-/ Softwareplattformen für Standardrechner

Die Internetfähigkeit der PCs erfordert die vollständige Integration von Kommunikationsschnittstellen. Der Trend zu mehr Ausstattung in Grafik, Arbeitsspeicher, High Definition Standard und Interkonnektivität hält unvermindert an. Hierbei wird die Nachfrage nach energiesparenden Systemen und geräuscharmen Lösungen weiter zunehmen.

Die technischen Entwicklungsrichtungen werden auch für 2011 Multi-Core Prozessoren, skalierbare Grafiklösungen (CrossFire/SLI) sowie die RAID-Systeme bestimmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Aufgrund der überwiegenden Auftragsfertigung wurden nahezu alle Aufträge termingerecht erledigt. Auftragsüberhänge vom Jahr 2010 zu 2011 waren nicht vorhanden.

Betriebsabläufe

Weitere Investitionen und Umstellungen führten zu effizienteren innerbetrieblichen Abläufen. Die Selektion der leistungsfähigen Lieferanten und die Wareneingangsprüfung waren ein probates Mittel, um eine gute Eingangsqualität zu gewährleisten. Die erprobten Testverfahren behielten wir bei, um unseren Kunden eine verlässliche IT-Qualität anbieten zu können. Das Feedback über die hauseigene Service-Hotline ließ demzufolge kein signifikantes Ausfallverhalten erkennen.

Beschaffung

Alle bedeutenden Bestellungen wurden ausnahmslos bei den führenden Herstellern oder über Distributoren erworben. Die Lieferanten gehören zu den Technologieführern. Längerfristige Engpässe hat es 2010 nicht gegeben. Kurzzeitig saisonbedingte Versorgungsengpässe waren vorhanden, hatten jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf Fertigstellungstermine.

Die zunehmende Konzentration hat deutliche Unwägbarkeiten in der Preisfindung verursacht. Auswirkungen auf die Ertragslage sind hierbei auch für 2011 zu erwarten. Die Schwankungen des USD-Kurses erschwerten die solide Kalkulation.

Mit einigen wichtigen Lieferanten konnten die Bezugsbedingungen zumindest beibehalten werden. Aufgrund der derzeitigen Auskünfte der Lieferanten gehen wir für 2011 davon aus, dass keine nennenswerten Bezugsengpässe in der Beschaffung bestehen werden. Die Konzentration auf Lieferantenseite kann trotzdem verstärkt dazu führen, dass Qualitätsmängel in größeren Chargen aufgrund der technologischen Tiefe erst verspätet erkannt werden können. Die Kosten hierfür können eventuell nur bedingt auf die Lieferanten abgewälzt werden.

Investitionen

Wir haben die geplanten Investitionen im Wesentlichen vorgenommen, um Prozesse zu vereinfachen und die Kommunikationstechnik aufzurüsten.

Für das Jahr 2011 planen wir Investitionen in etwa der Höhe des Abschreibungsvolumens für Ersatzbeschaffungen zur Ablaufoptimierung und zur Instandhaltung. Weitere Investitionserfordernisse können sich aus dem Produkt- und Dienstleistungsmix ergeben.

Finanzierungsmaßnahmen und Vorhaben

Die Investitionen werden aus den verfügbaren flüssigen Mitteln (Innenfinanzierung) getätigt. Alle Vorhaben im Marketingbereich werden im Rahmen des Marketingbudgets veranschlagt. Langfristige Kreditaufnahmen sind auf der Basis der derzeitigen Umsatzplanung für 2011 nicht geplant.

Personal und Sozialbereich

Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unsere motivierten Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag befindet sich ein Mitarbeiter in der Ausbildung. Außerdem erfolgen regelmäßige Weiterbildungen und training-on-the-job. Durch Trainings- und Praktikumsprogramme versuchen wir, weitere talentierte Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen.

Allen bekannten behördlichen Auflagen wurde 2010 Rechnung getragen. Die freiwillige betriebliche Unfallversicherung wird auch 2011 fortgeführt.

Umweltschutz

Unser Unternehmen versteht sich als „clean factory“. Die Heizungsanlage als einzige Emissionsquelle entspricht neuestem Standard und erfüllt die behördlichen Auflagen.

Die Produkte der Hyrican Informationssysteme AG erfüllen die am 7. Januar 2010 in Kraft getretene EU-Richtlinie nach EG 1275/2008, Lot 6 (Standby-Verluste).

Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG in Kraft. Die Hyrican Informationssysteme AG ist als Hersteller von elektronischen Produkten im Sinne von REACH ein so genannter „nachgeschalteter Anwender“.

Bei der Beschaffung achten wir generell auf die Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsprozesse. Diese müssen den gesetzlichen Auflagen entsprechen. In diesem Zusammenhang haben wir die europäischen Umweltrichtlinien RoHS mit Inkrafttreten zum 1. Juli 2006 umgesetzt.

Mit Wirkung zum 13. August 2005 trat die Elektronikschrottverordnung in Kraft. Wir erfüllen die Anforderungen zur gesetzlichen Registrierung bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Registriernummer WEEE-Reg.-Nr. DE 58337660).

Daneben waren wir im Berichtsjahr zur Sicherstellung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten nach der neuen VerpackV einem bundesweit tätigen Dualen System angeschlossen (Vfw GmbH). Weiter sind wir Lizenznehmer der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie Nutzer des Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien (GRS).

Finanz- und Vermögenslage

Das Grundkapital der Hyrican AG beträgt EUR 4,0 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt mit ca. 81 % deutlich über dem der Branche. Aufgrund der kontinuierlichen Gewinnsituation verfügt die Hyrican AG generell über gute Ratings.

Im Anlagevermögen gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umlaufvermögen resultiert stichtagsbezogen im Wesentlichen aus verlängerten Zahlungszielen. Die liquiden Mittel lagen zur Stichtagsbetrachtung bei EUR 22 Mio.

Die Erhöhung der Rückstellungen entspricht den zu erwartenden Belastungen aus Steuern, Urheberrechtsabgaben und sonstigen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten (aus Lieferung und Leistung) erhöhten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt um rd. EUR 1 Mio.

Der Cashflow i.e.S. beträgt TEUR 898. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2010 TEUR 444, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -6 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch Dividendenausschüttung in 2010 TEUR -1.400. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 22.008 (Vj. TEUR 22.967).

Ertragslage

Wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage (EBT 31. Dezember 2010 EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 2,0 Mio.) hatten ein geändertes Marktverhalten, die Kursentwicklung des Dollars sowie die Steigerung einiger Kostenpositionen. Darüber hinaus führten restriktive Kreditvergaben sowie Insolvenzen bei unseren Kunden zu Umsatzrückgang und Ergebnisbelastungen.

Das Finanzergebnis für das abgelaufene Wirtschaftsjahr betrug TEUR 228 (Vj. TEUR 300).

Die Einführung von Urheberrechtsabgaben auf PCs, Notebooks und Server nach dem UrhG n. F. belastete das Jahresergebnis erheblich. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Risikohinweise zur Urheberrechtsabgabe im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“.

Für alle bewertbaren Risiken ist im Jahresabschluss 2010 ausreichend Vorsorge getroffen. Das bewährte Bonitätsscreening wird unverändert fortgeführt. Liquiditätsengpässe waren nicht gegeben.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auswirkungen der in Deutschland eingeleiteten Wachstumsmaßnahmen lassen sich hinsichtlich der Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich absolut nicht beurteilen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche indirekte Kosten (Versicherungen, Transporte, etc.) steigen werden und zukünftige Jahresergebnisse beeinflussen können.

Die zukünftigen Auswirkungen von BASEL III (u. a. verschärfte Eigenkapitalvorschriften für Banken) sind derzeit nicht bzw. nur im geringen Ausmaß für unser Unternehmen relevant, da wir über eine gesunde Finanzstruktur und ausreichend liquide Mittel verfügen.

Ergebnisbelastende Effekte können sich bei weiteren Änderungen in der Steuer- und Sozialgesetzgebung ergeben.

Der US-Dollar ist volatil und beeinflusst auch die Einkaufspreise auf den Weltmärkten. Insbesondere der schwache Dollar kann das Exportgeschäft negativ beeinflussen. Der Kursverlauf des US-Dollars kann zu Kostensteigerungen führen, die nur teilweise mittels Preiserhöhungen weitergegeben werden können.

Auch für das Jahr 2011 erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, einen Preis-/Absatzdruck. Mit unserem kundenorientierten System vom Angebot bis zur Realisierung sehen wir einen kostenbasierenden Wettbewerbsvorteil. Sollte dieser Kostenvorteil jedoch nicht mehr ausreichen, kann ein weiterer Rückgang in Umsatz und Ertrag nicht ausgeschlossen werden.

Wir sehen aufgrund unserer Vertriebswege und unserer Kostenstruktur zusätzliche Wettbewerbsvorteile. Dennoch besteht die Gefahr, dass sich die teilweise ruinösen Preiskämpfe auch im nächsten Jahr fortsetzen werden, was unsere nachhaltige, profitable Unternehmensstrategie beeinträchtigen könnte. Als wesentlich sehen wir die Gefahr, dass einige Kunden nicht mehr beliefert werden können, sollte deren Bonität nicht mehr gegeben sein. Hierdurch würde unser Absatzerfolg erheblich beeinflusst.

Die Konzentration auf Seiten der Lieferanten und der bonitätsstarken Kunden wird sich weiter beschleunigen.

Das OLG München als Heimatgericht der ZPÜ ist dem außergerichtlichen Schiedsspruch gefolgt und hat eine Abgabe für alle PCs u. E. entgegen der gesetzlichen Norm bestätigt. Die Revision beim BGH wurde beantragt, so dass der Rechtsstreit höchstrichterlich (BGH, EuGH) entschieden werden muss.

Aus wirtschaftlichen Gründen haben sich einige Hersteller für die Jahre 2002-2007 mit der ZPÜ auf Beträge zwischen EUR 3,15 bis 6,30 und für die Jahre 2008 bis 2010 auf EUR 13,65 geeinigt. Diesem Vergleich und Gesamtvertrag konnten wir aus rechtlichen Gründen und aufgrund der fehlenden Anrechenbarkeit der bereits gezahlten Brennerabgabe in Höhe von EUR 9,21 nicht beitreten.

Wie bereits in den Vorjahren mitgeteilt, versuchen die kostenintensiven Verwertungsgesellschaften Urheberrechtsabgaben auf PCs und weitere Ein- und Ausgabegeräte einzufordern. Ungeachtet der jeweils gültigen Rechtslage sollen Abgaben auch auf Business-PCs erhoben werden. Dies führt zur Besorgnis, dass sich die Verbreitungsgeschwindigkeit von PCs, insbesondere im geschäftlichen Bereich, abschwächen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller gegenüber dem Ausland – bspw. durch ausländische Online-Shops – leiden könnte. Der BGH hat am 2. Oktober 2008 das Urteil des OLG München vom 16. Dezember 2006 aufgehoben und eine Abgabe auf PCs, Notebooks und Server verneint. Erfreulicherweise hat sich der BGH auch im Verfahren VG Wort ./. HP unsere Rechtsauffassung zu Eigen gemacht und eine pauschale Vergütung auf Drucker abgelehnt. Ebenfalls wurden die Anhörungsrügen gegen die VG Wort abgewiesen. Das Bundesverfassungsgericht hat aufgrund der fehlenden Vorlage an den EuGH die Rückweisung der Verfahren an den BGH aufgegeben. Letztendlich hat der EuGH im Urteil vom 21. Oktober 2010 (Az. C-467_08 SGAE ./. Padawan) entschieden, dass Abgaben auf Geschäfts-PCs nicht rechtskonform sind.

Das Ergebnis findet sich auch in der Nutzerstudie Infratest vom März 2008 wieder, in der der Anteil mit dem Geschäfts-PC erstellter Kopien nur zu maximal 0,025 % urheberrechtlich relevant ist.

Zieht man neben der Unbegründetheit der Abgabenforderung in Betracht, dass bereits pro PC EUR 9,21 bezahlt wurden, kann der Bundesgerichtshof nach unserer Auffassung aufgrund des Kumulierungsverbotes (siehe Urteil Kopierstationen) keine weiteren Abgaben für den PC bestätigen. Es ist zu hoffen, dass der Gesellschaft aus dem ZPÜ-Verfahren für die Vergangenheit keine größeren Belastungen entstehen. Zwischenzeitlich sind jedoch erhebliche Beträge für die Verauslagung von Gerichts- und Verfahrenskosten zu leisten.

Aufgrund der Gültigkeit der Brenner-Tarifes als Übergangsregelung (§ 27 UrhWnG) sind rd. EUR 9,21 für Consumer-PCs veranschlagt. Mit Wirkung Mai 2010 wurde der Tarif rückwirkend zum 1. Januar 2008 auf EUR 1,875 gesenkt. Im Rahmen des aktuellen Schiedsstellenverfahrens ist ein dem neuen Urheberrechtsgesetz entsprechender Tarifs zu vereinbaren. Dabei ist der Nachweis von Seiten der Verwertungsgesellschaften zu führen, warum neue höhere Abgaben auf Consumer- und auch auf Business-PCs zu leisten sein sollen. Dem vor der Schiedsstelle geführten Verfahren nach neuem Recht kommt also eine wesentliche Bedeutung für die nutzungsorientierte Abgabenbelastung zu.

Es ist nach wie vor auch nicht erklärlich, warum lokale Hersteller bei Inlandsbezug von Brennern EUR 0,375 pro Stück mehr zahlen müssen. Aufgrund der Preissensitivität bei Angebotsabgabe und unserer Kostenbelastung aufgrund der Feststellung der angemessenen Urheberrechtsvergütung sind Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit sehr wahrscheinlich. Mit anderen Worten: diese oktroyierten Kosten sind nachteilig für lokale Hersteller, weil sie übergebührlich belastet werden.

Vorsorglich wurden, soweit abschätzbar, Rückstellungen entsprechend der neuen Rechtslage gebildet.

Sollten der Bundesgerichtshof, das Bundesverfassungsgericht und der EuGH dennoch der Rechtmäßigkeit und einer Rückwirkung dieser Abgabe zustimmen, können sich für die Gesellschaft Belastungen in Höhe von mehreren Millionen Euro ergeben. Trotz dieser möglichen finanziellen Belastung gehen wir nicht von einem bestandsgefährdenden Risiko aus, so dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.

Die Entwicklung der Energiekosten (Strom und Gas) könnte zu Kostenerhöhungen bei Beschaffung und Absatz führen.

Die zunehmende Bürokratisierung und die zusätzlichen gesetzlichen Vorschriften für am Kapitalmarkt gelistete Unternehmen, welche die Mittelstandsunternehmen unausgewogen belasten, könnte ein Delisting erforderlich machen, um die kostenbasierte Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das wäre insbesondere der Fall, wenn die Kosten und Einschränkungen durch die wachsenden Auflagen den Nutzen des Verbleibs am Kapitalmarkt übertreffen.

Aus technologischer Sicht hängt unsere Produktweiterentwicklung von Intel, AMD, Microsoft, Samsung, MSI, Philips, ASUS, NVIDIA, u. a. ab. Diese Abhängigkeit betrifft aber auch andere Wettbewerber.

Den identifizierten Risiken treten wir mit einem auf unser Unternehmen zugeschnittenen Risikomanagementsystem entgegen. Dabei werden die wesentlichen Bereiche in regelmäßigen Abständen einem Monitoring unterzogen. Die Kontrolle der Ergebnis- und Liquiditätssituation erfolgt täglich. Zusätzliche Risiken, die die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen können, sind derzeit nicht bekannt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Aufgrund der kurzlebigen Spezifikationen sehen wir den Faktor Geschwindigkeit zu unseren Gunsten. Zudem führen unsere Vertriebswege direkt zum Kunden, so dass unsere Kostenstruktur einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil bedeutet.

Unsere starke Innenfinanzierungskraft versetzt uns in die Lage, bankenunabhängig umfangreiche Projekte akquirieren zu können.

Es ist nach wie vor unsere Philosophie, nur solche Projekte zu realisieren, die den Umsatz und Ertrag nachhaltig steigern. Dazu haben wir mit weiteren Kunden, engagierten Mitarbeitern und Produkten & Services für die nächsten Jahre die Plattform geschaffen, um unsere Unternehmensziele zu erreichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die gerichtliche Auseinandersetzung der Hyrican Informationssysteme AG mit der ZPÜ ist im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“ beschrieben.

Der Auftragseingang ist im Vergleich zu den Vorjahren weniger einschätzbar und erfolgt daher in Höhe und Umfang äußerst kurzfristig.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.

Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente nach § 289 (2) HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Nachtragsbericht

Andere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf den Jahresabschluss ergaben sich nicht.

Forschung und Entwicklung

Die Hyrican Informationssysteme AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung bei Grundlagentechnologien. Wir arbeiten jedoch eng mit den Technologieführern zusammen und partizipieren somit ständig an den neuesten Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Entsprechend dem Geschäftsmodell ist es unser Ziel, die innovativen Technologien der Marktführer zügig zu integrieren und unseren Kunden zugänglich zu machen.

Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen. Als Betriebsstätte dienen ausschließlich die eigenen Betriebsimmobilien in Kindelbrück.

Notierung

Ab dem 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (M:access) der Bayerischen Börse München.

Vergütungssystem

Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der auf den Inhaber lautenden Stammaktien zum Regulierten Markt und damit dem Wechsel zur Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Geschäftsgang und Aussichten

Der deutsche IT-Markt wird im umsatzstarken, aber margenschwachen Consumerbereich von multinationalen Unternehmen dominiert. Aufgrund unseres Ergebnisanspruches konzentriert sich unser Unternehmen auf den professionellen Bereich.

Für 2011 und 2012 rechnen wir mit weiter sinkenden Umsätzen. Der technologische Wandel wird zukünftige IT-Investitionen beeinflussen. Auf kleinere Losgrößen bei der Auftragsvergabe sowie auf die veränderte Produktumgebung und ungelöste standortbedingte Benachteiligung müssen wir uns einstellen.

Die technologischen Megatrends und die Folgen der Finanz- und Währungskrise stellen uns wie auch die IT-Branche vor erhebliche Herausforderungen.

 

Kindelbrück, 8. März 2011

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

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EUR EUR 31.12.2009
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 9.194,00 42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 552.001,58 575
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.780,00 107
622.781,58 682
631.975,58 724
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.184.944,52 2.172
2. Fertige Erzeugnisse 1.969.095,38 27
3.154.039,90 2.199
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.343.863,51 2.455
2. Sonstige Vermögensgegenstände 510.091,87 677
3.853.955,38 3.132
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.007.880,02 22.967
29.015.875,30 28.298
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.467,97 9
29.656.318,85 29.031

Passiva

EUR EUR 31.12.2009
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000
II. Kapitalrücklage 6.045.925,26 6.046
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 158.744,37 159
2. Andere Gewinnrücklagen 617.613,92 605
IV. Bilanzgewinn 13.128.090,78 13.575
23.950.374,33 24.385
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 44.745,00 198
2. Steuerrückstellungen 412.229,22 127
3. Sonstige Rückstellungen 1.650.300,00 1.465
2.107.274,22 1.790
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.364.971,50 2.388
2. Sonstige Verbindlichkeiten 226.397,80 468
davon aus Steuern EUR 205.504,59 (Vj. TEUR 448)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.084,03 (Vj. TEUR 1)
3.591.369,30 2.856
D. Latente Steuerschulden 7.301,00 0
29.656.318,85 29.031

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

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EUR EUR 2009
TEUR
1. Umsatzerlöse 28.641.169,91 37.472
2. Erhöhung (+)/ Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 243.667,44 - 280
3. Sonstige betriebliche Erträge 481.154,76 786
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 158.178,35
29.365.992,11 37.978
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.567.632,30 30.208
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.924.726,98 2.144
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.330.986,87 1.572
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 178.032,23 235
davon für Altersversorgung EUR 13.155,76 (Vj. TEUR 17)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 98.372,28 123
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.187.997,65 1.995
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 207.210,81
28.287.748,31 36.277
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 238.616,52 300
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.820,68 0
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 10.820,68
227.795,84 300
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.306.039,64 2.001
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 348.157,58 532
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 2.602,00
12. Sonstige Steuern 4.765,72 5
352.923,30 537
13. Jahresüberschuss 953.116,34 1.464
14. Gewinnvortrag 12.174.974,44 12.111
15. Bilanzgewinn 13.128.090,78 13.575

Anhang für 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG/AktG und des Gesellschaftsvertrags/der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind ab dem 1. Januar 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Unfertige Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2010 nicht vorhanden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf risikobehaftete Posten waren nicht erforderlich. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode („Projected Unit Credit“ Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,16 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.344 2.455
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 510 677
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (377) (519)
3.854 3.132

Wesentliche Einzelposten der sonstigen Vermögensgegenstände waren zum 31. Dezember 2010 die insolvenzsichere Garantiegestellung nach dem ElektroG (TEUR 220), Anspruch auf Auszahlung von Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 188) sowie Ansprüche aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuern. Zum Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Pensionsrückstellungen".

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Abgrenzungen für gezahlte Versicherungsbeiträge.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.000.000,00 und ist eingeteilt in 4.000.000 Stückaktien zu je EUR 1.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten. Bisher wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage resultiert in Höhe von TEUR 12 aus Anpassungen der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 im Rahmen des BilMoG.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

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TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 220
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 176
Verrechnete Aufwendungen 22
Verrechnete Erträge 13

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen auf Ertragsteuern wurden für Körperschaftsteuer TEUR 213 (Vj. TEUR 73), Solidaritätszuschlag TEUR 12 (Vj. TEUR 4) sowie Gewerbesteuer TEUR 188 (Vj. TEUR 50) gebildet.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

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TEUR Vorjahr
TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze nach BilMoG Anpassungsbilanz zum 01.01.2010 5 0
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze 31.12.2010 7 0

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuerschulden aus der Anpassungsbilanz wurden in der Gewinnrücklage ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 190; Vj. TEUR 327), Kundenskonti/Boni (TEUR 180; Vj. TEUR 193) und Personalaufwendungen (TEUR 100; Vj. TEUR 123) sowie für Urheberrechtsabgaben nach dem UrhG n. F. gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht oder im nicht wesentlichen Umfang vor.

Außerbilanzielle Geschäfte

Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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2010 2009
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen
nach Regionen
Inland 27.938 97,5 36.920 98,5
EG-Länder 603 2,1 433 1,2
Drittländer 101 0,4 119 0,3
28.641 100,0 37.472 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 481 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Kurdifferenzen (TEUR 158) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 147).

Außerordentliche Erträge und Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren keine wesentlichen außerordentlichen Erträge oder außerordentlichen Aufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen werden die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 192, der Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 11, die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 143 sowie latente Steuern in Höhe von TEUR 3.

Jahresüberschuss/Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

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EUR
Vortrag 1. Januar 2010 13.574.974,44
Gewinnausschüttung 2009 1.400.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung 12.174.974,44
Jahresüberschuss 2010 953.116,34
Stand 31. Dezember 2010 13.128.090,78

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

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Herr Hans-Joachim Rust, Gau-Algesheim Vorsitzender
Leiter Risikomanagement der MCE Bank GmbH
Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
Herr Uwe Lichtenhahn, Mannheim stellvertretender Vorsitzender
Sparkassendirektor, seit 1. Juli 2002 im Ruhestand
Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
Herr Klaus Ehrich, Winkel Mitglied des Aufsichtsrats
Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer der Klaus Ehrich GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Es bestanden keine Mitglied-schaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 23 aufgewendet. Aktienoptionsprogramme für Aufsichtsräte bestehen nicht.

Vorstand

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Herr Michael Lehmann Vorstandsvorsitzender geschäftsansässig in Kindelbrück
Herr Sven Lüttig Vorstand Ressort Controlling und Personal geschäftsansässig in Kindelbrück

Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt TEUR 422. Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstandes bestehen nicht. Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

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2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 26 39
Angestellte 11 13
37 52
Auszubildende 2 4
39 56

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.128.090,78 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,22 (Vj. EUR 0,35) je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00.

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Bilanzgewinn EUR 13.128.090,78
Ausschüttung für 4 Mio. Stückaktien EUR 880.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung EUR 12.248.090,78

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 22
Steuerberatungsleistungen 3
25

 

Kindelbrück, 8. März 2011

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 374.215,14 962,11 0,00 375.177,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.079.971,87 0,00 0,00 1.079.971,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.020,78 5.549,17 0,00 985.569,95
2.098.741,22 5.549,17 0,00 2.104.290,39
2.472.956,36 6.511,28 0,00 2.479.467,64
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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 332.787,14 33.196,11 365.983,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 504.756,29 23.214,00 0,00 527.970,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.827,78 41.962,17 0,00 914.789,95
1.416.332,64 65.176,17 0,00 1.481.508,81
1.749.119,78 98.372,28 0,00 1.847.492,06
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Buchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 9.194,00 42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 552.001,58 575
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.780,00 107
622.781,58 682
631.975,58 724

Rechtliche Verhältnisse

Satzung

Die Hyrican Informationssysteme AG ist im Handelsregister von Jena unter HRB Nr. 110414 eingetragen.

Es gilt die Satzung in der Fassung vom 30. April 2008.

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Systemen der Informations- und Kommunikationstechnik, die Produktion von Hard- und Software, der Handel mit Erzeugnissen der vorgenannten Art und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art in den Bereichen Systementwicklung und Systemberatung.

Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und die Geschäftsführung in solchen Unternehmen auszuüben, sowie sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Grundkapital

Das Grundkapital besteht aus 4.000.000 Stückaktien zu EUR 1,00, die auf den Inhaber lauten. Aktionäre sind:

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TEUR %
Peter Wicht, Wohlmirstedt 1.300 32,50
Michael Lehmann, Witterda 1.302 32,55
Streubesitz 1.398 34,95
4.000 100,00

Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Die Aktien der Gesellschaft wurden bis 31. August 2009 am geregelten Markt der Bayerischen Börse München (Marktsegment "M:access") sowie an allen deutschen Börsen im Freiverkehr gehandelt. Ab 1. September 2009 erfolgt die Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr (Marktsegment: "M:access") der Bayerischen Börse München. Es liegt demnach keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG mehr vor. Nach den Regeln dieses Marktes berichtet die Gesellschaft unterjährig im Rahmen eines Emittentenberichtes auf ihrer Website. Darüber hinaus müssen corporate news, die wegen ihrer Auswirkung auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf geeignet sind, den Börsenpreis erheblich zu beeinflussen, unverzüglich auf der Website sowie durch eine zur Verbreitung von Unternehmensinformationen anerkannte Agentur veröffentlicht werden.

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kindelbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Erfurt, 8. März 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schiffmann, Wirtschaftsprüfer

Bätz, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 nach Gesetz und Satzung überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres in insgesamt vier Sitzungen, darüber hinaus im Wege der Telefonkonferenz anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands über:

die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung), sowie auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen,

die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere die Rentabilität des Eigenkapitals,

den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft,

Vorgänge, die für die Rentabilität und Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können, unterrichten lassen.

Der Jahresabschluss der Hyrican Informationssysteme AG zum 31.12.2010 sowie Lagebericht der Gesellschaft haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, versehen worden.

Dem Aufsichtsrat wurde der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns unterbreitet.

Die Prüfungs- und Überwachungshandlungen des Aufsichtsrats führten zu keinen Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und ihren Einsatz.

 

Kindelbrück, im März 2011

Für den Aufsichtsrat

Hans Joachim Rust, Aufsichtsratsvorsitzender