Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft

Kindelbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht für 2012

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2012 trafen wir unverändert auf nachteilige Rahmenbedingungen. Unsere produktseitigen Anstrengungen und die Fokussierung auf starke System-Partner haben sich aufgrund der Finanzmarkt- und Beschaffungskrisen aber weiterhin noch nicht so ausgezahlt, wie wir es erwartet hatten.

Die deutschen mittelständischen IT-Unternehmen stehen unter dem Kostendruck der im Ausland produzierenden Konkurrenz, leiden unter der stetig zunehmenden Bürokratisierung und müssen sich in zeitraubenden, kostspieligen Verfahren zusätzlicher Belastungen für die IT-Verwertungskette gegenüber dem Verwertungsmonopol erwehren. Wirtschaftspolitisch sehen wir auch keine Ansätze, die diese und die strukturellen Defizite nachhaltig angehen.

Darüber hinaus bereitete der Branche die Verknappung der Festplatten aufgrund der Flutkatastrophe Ende 2011 in Thailand im ersten Halbjahr 2012 und im weiteren Verlauf Beschaffungsprobleme.

Auf Herstellerseite und auch auf Abnehmerseite zeigt sich weiterhin eine starke Tendenz zur Konzentration. Zudem beschleunigt sich der Trend zu mobilen Geräten, so dass sich das Angebotsprofil des Unternehmens entsprechend anpassen muss.

Dennoch konnten wir trotz widriger Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung erreichen.

PC Markt

Der IT-Markt gliedert sich in den Consumer- und in den Businessbereich. Während der Absatz im Consumerbereich aufgrund der Touchpads, Netbooks und anderer mobilen Geräte stieg, verharrte das Absatzniveau im Businessbereich bereinigt auf Vorjahresniveau. Das Geschäftsjahr 2012 war wieder durch einen hart geführten Wettbewerb mit teilweise ruinösen Preiskämpfen gekennzeichnet. Die Margensituation konnte trotz dieser Faktoren verbessert werden.

Wie in den Vorjahren orientieren sich die Kunden an den unteren Preisgrenzen für Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere unsere Möglichkeiten in Bezug auf variable Abnehmerfinanzierungen helfen uns, unser Unternehmen als interessanten (großvolumigen) Projektübernehmer zu positionieren.

Projektgeschäft

Die Fokussierung auf bonitätsstarke gewerbliche Abnehmer hat uns geholfen, unser operatives Ergebnis zu stabilisieren. Abhängig von den jeweiligen Bonitätskriterien werden wir versuchen, die Anzahl dieser Abnehmer zu halten und bei günstiger wirtschaftlicher Entwicklung auszubauen.

Für 2013 werden wir neben den OEM-Plattformen ausnahmslos Markenartikel der führenden Hersteller verwenden.

Partnerverträge

Zur Realisierung der Aufträge bedienen wir uns der Zulieferpartnerschaften mit Gigabyte, Intel, Microsoft, Samsung usw.

Hardware-/ Softwareplattformen für Standardrechner

Die Internetfähigkeit der PCs erfordert die vollständige Integration von Kommunikationsschnittstellen. Der Trend zu mehr Ausstattung in Grafik, Arbeitsspeicher, High Definition Standard und Interkonnektivität hält unvermindert an. Hierbei wird die Nachfrage nach energiesparenden Systemen und geräuscharmen Lösungen weiter zunehmen.

Die technischen Entwicklungsrichtungen werden auch für 2013 Multi-Core Prozessoren, skalierbare Grafiklösungen (CrossFire/SLI), Virtualisierung sowie performantere und gleichzeitig energiesparende Speicherlösungen bestimmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Aufgrund der überwiegenden Auftragsfertigung wurden nahezu alle Aufträge termingerecht erledigt. Auftragsüberhänge vom Jahr 2012 zu 2013 waren nicht vorhanden.

Betriebsabläufe

Weitere Investitionen und Umstellungen führten zu effizienteren innerbetrieblichen Abläufen. Die Selektion der leistungsfähigen Lieferanten und die Wareneingangsprüfung waren ein probates Mittel, um eine gute Eingangsqualität zu gewährleisten. Die erprobten Testverfahren behielten wir bei, um unseren Kunden eine verlässliche IT-Qualität anbieten zu können. Das Feedback über die hauseigene Service-Hotline ließ demzufolge kein signifikantes Ausfallverhalten erkennen.

Beschaffung

Alle bedeutenden Bestellungen wurden ausnahmslos bei den führenden Herstellern oder über Distributoren erworben. Die Lieferanten gehören zu den Technologieführern. Über die erschwerte Verfügbarkeit von Festplatten hatten wir unterjährig berichtet.

Die zunehmende Konzentration hat deutliche Unwägbarkeiten in der Preisfindung verursacht. Auswirkungen auf die Ertragslage sind hierbei auch für 2013 zu erwarten. Die Schwankungen des USD-Kurses erschweren die Kalkulation.

Mit einigen wichtigen Lieferanten konnten die Bezugsbedingungen beibehalten werden. Aufgrund der derzeitigen Auskünfte der Lieferanten gehen wir für 2013 davon aus, dass keine nennenswerten Bezugsengpässe außer bei Festplatten in der Beschaffung bestehen werden. Die Konzentration auf Lieferantenseite kann trotzdem verstärkt dazu führen, dass Qualitätsmängel in größeren Chargen aufgrund der technologischen Tiefe erst verspätet erkannt werden können. Die Kosten hierfür können eventuell nur bedingt an die Lieferanten weitergegeben werden.

Investitionen

Wir haben die geplanten Investitionen im Wesentlichen vorgenommen, um Prozesse zu vereinfachen und die Kommunikationstechnik aufzurüsten.

Für das Jahr 2013 planen wir Investitionen in etwa der Höhe des Abschreibungsvolumens für Ersatzbeschaffungen zur Ablaufoptimierung und zur Instandhaltung. Weitere Investitionserfordernisse können sich aus dem Produkt- und Dienstleistungsmix ergeben.

Zusätzlich sollen im Geschäftsjahr 2013 Investitionen u. a. im Bereich erneuerbare Energien erfolgen.

Finanzierungsmaßnahmen und Vorhaben

Die Investitionen werden aus den verfügbaren flüssigen Mitteln (Innenfinanzierung) getätigt. Alle Vorhaben im Marketingbereich werden im Rahmen des Marketingbudgets veranschlagt.

Personal und Sozialbereich

Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unsere motivierten Mitarbeiter. Es erfolgen regelmäßige Weiterbildungen zur Beibehaltung unseres Know-hows. Notwendigem Weiterbildungs- und Trainingsbedarf wird somit wie auch in der Vergangenheit entsprochen. Für 2013 planen wir insbesondere für unsere neuen Produktbereiche Einstellungen und gehen parallel in Personalunion mit anderen Unternehmen in die Marktbearbeitung.

Alle bekannten behördlichen Auflagen wurden 2012 befolgt. Die freiwillige betriebliche Unfallversicherung wird auch 2013 fortgeführt.

Umweltschutz

Die Produkte der Hyrican Informationssysteme AG erfüllen die am 7. Januar 2010 in Kraft getretene EU-Richtlinie nach EG 1275/2008, Lot 6 (Standby-Verluste).

Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG in Kraft. Die Hyrican Informationssysteme AG ist als Hersteller von elektronischen Produkten im Sinne von REACH ein so genannter „nachgeschalteter Anwender“.

Bei der Beschaffung achten wir generell auf die Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsprozesse. Diese müssen den gesetzlichen Auflagen entsprechen. In diesem Zusammenhang haben wir die europäischen Umweltrichtlinien RoHS mit Inkrafttreten zum 1. Juli 2006 umgesetzt.

Mit Wirkung zum 13. August 2005 trat die Elektronikschrottverordnung in Kraft. Wir erfüllen die Anforderungen zur gesetzlichen Registrierung bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Registriernummer WEEE-Reg.-Nr. DE 58337660).

Daneben waren wir im Berichtsjahr zur Sicherstellung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten nach der neuen VerpackV einem bundesweit tätigen Dualen System angeschlossen (Vfw GmbH). Weiter sind wir Lizenznehmer der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie Nutzer des Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien (GRS).

Finanz- und Vermögenslage

Das Grundkapital der Hyrican AG beträgt zum Stichtag EUR 4,85 Mio. Die vorhandene Eigenkapitalquote versetzt uns in die Lage, als kompetenter Systempartner anerkannt zu werden. Aufgrund der kontinuierlichen Gewinnsituation verfügt die Hyrican AG generell über gute Ratings.

Im Anlagevermögen gab es im Berichtsjahr in den Positionen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen keine wesentlichen Änderungen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Änderungen gab es hingegen im Bereich Finanzanlagen. Die Hyrican Informationssysteme AG hat im Januar 2012 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Im Wege dieser Sachkapitalerhöhung wurden 450.000 neue Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 2012 ausgegeben. Gegenstand der Sacheinlage ist die Einbringung sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH mit Sitz in Kindelbrück zu einem Einbringungswert in Höhe von TEUR 2.475. Im Rahmen der Prüfung nach § 205 Abs. 5 AktG wurde durch einen unabhängigen Prüfer bestätigt, dass der Wert der Sacheinlage den geringsten Ausgabebetrag der dafür zu gewährenden Aktien erreicht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20. Januar 2012 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr EUR 4.850.000,00 und ist in 4.850.000 Aktien eingeteilt. Das genehmigte Kapital betrug danach am 20. Januar 2012 sowie zum Stichtag 31. Dezember 2012 nach teilweiser Ausschöpfung noch 1.150.000 EUR.

Mit der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH verfolgt die Hyrican Informationssysteme AG die Verbesserung der Positionierung am Markt. Die Hyrisan Concepte und Systeme GmbH erwirtschaftete im Wirtschaftsjahr 2012 einen Umsatz i.H.v. TEUR 272. Vor diesem Hintergrund wertet die Gesellschaft die Kapitalerhöhung als eine zeitgerechte, strategisch wichtige und in ihrem wohlverstandenen Interesse liegende Transaktion. Die Überprüfung des Beteiligungsansatzes zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 hat ergeben, dass sich hinsichtlich der aus den Planungen der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH abgeleiteten Ertragswertbetrachtung keine Hinweise auf Bewertungsrisiken der Anteile ergeben.

Der Anstieg der Vorräte ist auf das Ordervolumen im Zusammenhang mit günstigen Beschaffungskonditionen für das erste Quartal 2013 zurückzuführen.

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umlaufvermögen resultiert stichtagsbezogen im Wesentlichen aus einer veränderten Kundenstruktur sowie verlängerten Zahlungszielen.

Verbindlichkeiten (aus Lieferung und Leistung) stiegen im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt um rd. EUR 0,4 Mio an.

Der Cashflow i.e.S. beträgt TEUR 429. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2012 TEUR -1.290, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -57. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch Dividendenausschüttung in 2012 betrug TEUR -1.100. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 21.129 (Vj. TEUR 23.576).

Ertragslage

Wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage (EBT 31. Dezember 2012 481 TEUR; Vj. EUR 1,56 Mio.) hatten einerseits die Steigerung der Rohertragsmargen sowie gegenläufig die Bildung von weiteren Rückstellungen für Urheberrechtabgaben nach dem UrhG. Restriktive Kreditvergaben, die Nichtbelieferungsmöglichkeit einiger Kunden sowie Prozesskosten führten zu weiteren Ergebnisbelastungen. Das Finanzergebnis für das abgelaufene Wirtschaftsjahr verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 187 (Vj. TEUR 347).

Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Risikohinweise zur Urheberrechtsabgabe im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“.

Für alle bewertbaren Risiken ist im Jahresabschluss 2012 nach unserem Ermessen ausreichend Vorsorge getroffen. Das bewährte Bonitätsscreening wird unverändert fortgeführt. Liquiditätsengpässe waren nicht gegeben.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auswirkungen der Finanzkrise lassen sich hinsichtlich der Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich nicht abschließend beurteilen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche direkte Kosten (Beiträge zur Sozialversicherung) und indirekte Kosten (Versicherungen, Transporte, etc.) steigen und das laufende und zukünftige Jahresergebnis beeinflussen werden. Es bestehen erhebliche (importierte) Inflationsgefahren, gegen die es u. E. nur unzureichenden Schutz gibt.

Die Auswirkungen der europäischen Bankenkrise betreffen zahlreiche Marktteilnehmer, die von der Kreditvergabe der Banken abhängen; unser Unternehmen kann über die (erschwerte) Refinanzierung unserer Kunden in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ergebnisbelastende Effekte können sich bei weiteren Änderungen in der Steuer- und Sozialgesetzgebung ergeben. Insbesondere weitere Anhebungen der Hebesätze bei Gewerbe- und Grundsteuern sind zu erwarten.

Der US-Dollar ist volatil und beeinflusst auch die Einkaufspreise auf den Weltmärkten. Der Kursverlauf des US-Dollars kann zu Kostensteigerungen führen, die nur teilweise mittels Preiserhöhungen weitergegeben werden können.

Auch für das Jahr 2013 erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, einen Preis-/Absatzdruck. Mit unserem kundenorientierten System vom Angebot bis zur Realisierung sehen wir einen kostenbasierenden Wettbewerbsvorteil. Sollte dieser Kostenvorteil jedoch nicht mehr ausreichen, kann ein Rückgang in Umsatz und Ertrag nicht ausgeschlossen werden.

Wir sehen aufgrund unserer Vertriebswege und unserer Kostenstruktur Chancen, um weiterhin attraktiv für unsere Kunden zu bleiben. Kritisch kann der schleichende Vertrauensverlust in die Zahlungsfähigkeit von Kunden werden. Hierdurch wird unsere Geschäftstätigkeit und -strategie maßgeblich beeinflusst. Natürlich verändert sich auch unser Produktspektrum aufgrund des beschleunigten Technologiewechsels. Die Auswirkungen schlagen sich bereits in niedrigeren Durchschnittspreisen und Volumen nieder.

Die Konzentration auf Seiten der Lieferanten und der bonitätsstarken Kunden wird sich weiter beschleunigen.

Die kostenintensiven Verwertungsgesellschaften versuchen seit Jahren Urheberrechtsabgaben auf PCs, Medien und weitere Ein- und Ausgabegeräte einzufordern. Ungeachtet der Rechtslage sollen Abgaben auch auf Business-PCs erhoben werden. Dies führt zur Besorgnis, dass sich die Verbreitungsgeschwindigkeit von PCs insbesondere im geschäftlichen Bereich abschwächen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller aufgrund fehlender Anrechenbarkeit von urheberrechtsabgabenbelasteten Komponenten (gegenüber den Importanrechnungen der multinationalen Konzerne) sowie gegenüber dem Ausland – bspw. durch ausländische Online-Shops – leiden könnte.

Die Gesellschaft verweist an dieser Stelle zum Thema Urheberrechtsabgaben auch auf die Ausführungen in den Lageberichten der vergangenen Jahre.

Mit Beschluss vom 30. November 2011 hat der BGH unter AZ I ZR 59/10 das Teilurteil gegen unser Unternehmen aufgehoben und den Rechtsstreit an das OLG zurückverwiesen. Im Mai 2012 wurden uns hierzu die Entscheidungsgründe des BGH bekannt gegeben. Diese Entscheidungsgründe entsprechen im Wesentlichen u. E. nicht der Auffassung des EuGH im Urteil vom 21. Oktober 2011 (Az. C-467_08 SGAE ./. Padawan) und unserer Auffassung der Auslegung des UrhG a. F.

In diesem Zusammenhang wurde unserem Antrag auf die Aussetzung des Verfahrens bis zur ausstehenden Entscheidung des EuGH zu den Vorabentscheidungsersuchen, u. a. dem des Obersten Gerichtshofes in Österreich in der Rechtssache C-521/11 „Amazon“, am 21.März 2012 vom OLG München stattgegeben.

Durch die unterschiedlichen Rechtsauffassungen der verschiedenen Gerichte in anhängigen Verfahren ist eine abschließende rechtliche Würdigung zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht möglich.

Im Falle einer finalen Rechtsprechung zu Lasten der Gesellschaft könnte nach derzeitigem Kenntnisstand eine wirtschaftliche Belastung in Höhe von mehreren Millionen EUR entstehen. Diese Belastung hätte jedoch keine entwicklungs- oder bestandsgefährdeten Risiken für die Gesellschaft.

Im Rahmen des aktuellen Schiedsstellenverfahrens wurde EUR 10,08 für Privat-PCs und keine Abgabe für Business-PCs vorgeschlagen. Das Verfahren wurde mittlerweile zur endgültigen Klärung an das OLG München abgegeben.

Es ist auch vollkommen unverständlich, warum Tablet-PCs, die genau der Tariferklärung entsprechen, bisher nicht in die Abgabenpflicht einbezogen wurden. Die Diskriminierung einzelner Produktgruppen betrifft besonders den Desktop-Bereich.

Des Weiteren wirkt die fehlende Anrechnung bereits geleisteter Urheberrechtsabgaben über die Handelsketten hinweg für inländische Hersteller diskriminierend.

Vorsorglich wurden soweit abschätzbar Rückstellungen entsprechend der neuen und alten Rechtslage gebildet. Ein Mittelabfluss ist in 2013 zu erwarten.

Zwischenzeitlich sind jedoch erhebliche Beträge für die Verauslagung von Gerichts- und Verfahrenskosten zu leisten. Inwieweit unsere damit verbundenen Kosten erstattungsfähig sind, hängt von weiteren Verfahren ab.

Die Entwicklung der Energiekosten (Strom und Gas) könnte zu Kostenerhöhungen bei Beschaffung und Absatz führen. Eine alternative Energieversorgung ist daher zu prüfen.

Die zunehmende Bürokratisierung und die zusätzlichen gesetzlichen Vorschriften für am Kapitalmarkt gelistete Unternehmen, welche die Mittelstandsunternehmen unausgewogen belasten, könnte ein Delisting erforderlich machen, um die kostenbasierte Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das wäre insbesondere der Fall, wenn die Kosten und Einschränkungen durch die wachsenden Auflagen den Nutzen des Verbleibs am Kapitalmarkt übertreffen.

Aus technologischer Sicht hängt unsere Produktweiterentwicklung von Intel, AMD, Microsoft, Samsung, MSI, Philips, ASUS, NVIDIA, u. a. ab. Diese Abhängigkeit betrifft aber auch andere Wettbewerber.

Aufgrund des Fach- und Führungskräftemangels in der IT-Branche sehen wir verstärkt die Gefahr, dass Schlüsselpersonen aufgrund von Abwerbungen von Wettbewerbsunternehmen oder aus sonstigen Gründen das Unternehmen verlassen könnten. Der Verlust einzelner oder mehrerer Personen wäre kurzfristig nicht auszugleichen und die Erreichung der gesteckten Ziele würde erheblich erschwert oder stark verzögert.

Den identifizierten Risiken treten wir mit einem auf unser Unternehmen zugeschnittenen Risikomanagementsystem entgegen. Dabei werden die wesentlichen Bereiche in regelmäßigen Abständen einem Monitoring unterzogen. Die Kontrolle der Ergebnis- und Liquiditätssituation erfolgt täglich. Zusätzliche Risiken, die die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen können, sind derzeit nicht bekannt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Aufgrund der kurzlebigen Spezifikationen sehen wir den Faktor Geschwindigkeit zu unseren Gunsten. Zudem führen unsere Vertriebswege direkt zum Kunden, so dass unsere Kostenstruktur einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil bedeutet.

Unsere starke Innenfinanzierungskraft versetzt uns in die Lage, bankenunabhängig umfangreiche Projekte akquirieren zu können.

Es ist nach wie vor unsere Philosophie, nur solche Projekte zu realisieren, die den Umsatz und Ertrag nachhaltig steigern. Dazu haben wir mit weiteren Kunden, engagierten Mitarbeitern und Produkten & Services für die nächsten Jahre die Plattform geschaffen, um unsere Unternehmensziele zu erreichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Aktionärin Deutsche Balaton AG hat mehrere Gerichtsverfahren gegen die Hyrican Informationssysteme AG angestrengt. Wie bereits im letzten Jahr berichtet, greift sie die Beschlüsse über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals durch Vorstand und Aufsichtsrat vom 8./12. Dezember 2011 und vom 28. Dezember 2011 an. Weiter hat sie die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 6. Juli 2012 zu TOP 3 bis TOP 8 sowie TOP 11, 12 und TOP 14 bis 18 angefochten sowie diverse positive Feststellungsanträge gestellt. Daneben hat die Deutsche Balaton AG nach § 142 Abs. 2 AktG die gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers im Hinblick auf ihren Beschlussvorschlag zu TOP 11 und 18 der Hauptversammlung beantragt. Die Gesellschaft ist dem Vorbringen der Deutsche Balaton AG jeweils entgegengetreten. In keinem der genannten Verfahren liegt bislang eine gerichtliche Entscheidung vor.

Die gerichtliche Auseinandersetzung der Hyrican Informationssysteme AG mit der ZPÜ ist im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“ beschrieben.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.

Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente nach § 289 (2) HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Nachtragsbericht

Das Verfahren am OLG ZPÜ./. Hyrican Informationssysteme AG wurde am 21. März 2013 bis zur Entscheidung am EuGH ausgesetzt.

In keinem der im Abschnitt „Vorgänge von besonderer Bedeutung“ genannten durch die Deutsche Balaton AG angestrengten Verfahren liegt bislang eine gerichtliche Entscheidung vor.

Forschung und Entwicklung

Die Hyrican Informationssysteme AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung bei Grundlagentechnologien. Wir arbeiten jedoch eng mit den Technologieführern zusammen und partizipieren somit ständig an den neuesten Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Entsprechend dem Geschäftsmodell ist es unser Ziel, die innovativen Technologien der Marktführer zügig zu integrieren und unseren Kunden zugänglich zu machen.

Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen. Als Betriebsstätte dienen ausschließlich die eigenen Betriebsimmobilien in Kindelbrück.

Notierung

Die Preisfeststellung für die auf den Inhaber lautenden Stammaktien erfolgt im Freiverkehr (M:access) der Bayerischen Börse München.

Vergütungssystem

Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG.

Geschäftsgang und Aussichten

Der deutsche IT-Markt wird im umsatzstarken, aber margenschwachen Consumerbereich von multinationalen Unternehmen dominiert. Aufgrund unseres Ergebnisanspruches konzentriert sich unser Unternehmen auf den professionellen Bereich.

Den gesamtwirtschaftlichen und sonstigen Herausforderungen im Jahr 2013 werden wir uns unter strikter Beibehaltung solider kaufmännischer Prinzipien stellen.

Die technologischen Megatrends und die ungelösten Folgen der Finanz- und Währungskrise stellen uns wie auch die IT-Branche vor erhebliche Herausforderungen, die ohne Beispiel sind. Ob die oben erwähnten Prognosen Bestand haben, hängt von Faktoren ab, die außerhalb der Beeinflussbarkeit eines Mittelstandsunternehmens liegen.

Die Angebotsvorlaufphasen werden zwar noch länger und die Bearbeitung insbesondere für die geplanten neuen Produkte und Projekte noch anspruchsvoller; aber wir sind sicher, dass sich letztendlich die stetige Qualitätsorientierung mittelfristig auszahlen wird.

Aufgrund der in 2012 begonnenen neuen Projekte sowie des bisher guten Jahresbeginns sehen wir dem Jahr 2013 mit guten Erwartungen entgegen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2013 Umsätze zwischen EUR 35 und 40 Mio. Für das Folgejahr erwarten wir eine weitere Umsatzsteigerung auf über EUR 40 Mio. Darüber hinaus erwarten wir über unser Tochterunternehmen, der Hyrisan Concepte und Produkte GmbH, durch Einführungen neuer Produktgruppen zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Korrespondierend zur Umsatzentwicklung erwarten wir bei Eintritt der positiv wirkenden Planungsprämissen für die nächsten beiden Geschäftsjahre verglichen mit 2011 moderat steigende Jahresergebnisse.

Aus zahlreichen Projektanfragen ist schon jetzt erkennbar, dass eine deutliche Verlängerung der Debitorenlaufzeiten als Vertragsbestandteil gewünscht wird. In Abhängigkeit von der Bonitätsbewertung und den Ertragsaussichten werden wir uns dem nicht verschließen. Für die geplante Entwicklung sind wir mit unserer Finanzkraft auch mit der Finanzierung unterjähriger Projekte gut aufgestellt.

 

Kindelbrück, 26. Juni 2013

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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31.12.2011
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Softwarelizenzen   9.806,00 7
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 505.987,58   529
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.060,00   100
    606.047,58 629
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   2.475.000,00 0
    3.090.853,58 636
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.161.455,43   1.689
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.604.114,62   319
    5.765.570,05 2.008
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.589.250,21   4.679
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 255.000,00   0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 442.745,55   441
    7.286.995,76 5.120
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   21.129.353,95 23.576
    34.181.919,76 30.704
C. Rechnungsabgrenzungsposten   8.467,93 9
    37.281.241,27 31.349

Passiva

     
      31.12.2011
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   4.850.000,00 4.400
II. Kapitalrücklage   9.470.925,26 7.446
III. Gewinnrücklagen      
1. Gesetzliche Rücklage   158.744,37 159
2. Andere Gewinnrücklagen   617.613,92 618
IV. Bilanzgewinn   12.602.678,61 13.362
    27.699.962,16 25.985
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 62.702,00   52
2. Steuerrückstellungen 0,00   192
3. Sonstige Rückstellungen 3.443.500,00   1.792
    3.506.202,00 2.036
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.230.965,29   2.836
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.346.386,10   0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 497.725,72   492
davon aus Steuern EUR 468.391,21 (Vj. TEUR 465)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 21.806,05 (Vj. TEUR 9)      
    6.075.077,11 3.328
    37.281.241,27 31.349

Gewinn- und Verlustrechnung für 2012

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2011
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 29.361.400,28   26.286
2. Erhöhung (+)/ Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 464.280,96   -255
3. Sonstige betriebliche Erträge 244.991,54   264
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 203.547,37 (Vj. TEUR 149)      
    30.070.672,78 26.295
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.908.138,89   20.785
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.859.465,92   2.023
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 1.356.265,68   1.141
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 177.447,26   153
davon für Altersversorgung EUR 14.337,80 (Vj. TEUR 12)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 77.283,63   75
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.398.198,72   899
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 166.508,77 (Vj. TEUR 191)      
    29.776.800,10 25.076
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 199.609,41   358
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.913,18   11
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 12.448,00 (Vj. TEUR 11)      
    186.696,23 347
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   480.568,91 1.566
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 133.973,37   446
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 7)      
12. Sonstige Steuern 5.705,99   6
    139.679,36 452
13. Jahresüberschuss   340.889,55 1.114
14. Gewinnvortrag   12.261.789,06 12.248
15. Bilanzgewinn   12.602.678,61 13.362

Anhang für 2012

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind ab dem 1. Januar 2011 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2011 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Unfertige Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2012 nicht vorhanden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf risikobehaftete Posten waren nicht erforderlich. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode („Projected Unit Credit“ Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,05 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

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Angaben zum 31.12.12 Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
EUR % in TEUR in TEUR
Hyrisan Concepte und Systeme GmbH Kalkplatz 5, 99638 Kindelbrück   100 2.549 16

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.589 4.679
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gg. Verbundene Unternehmen 255 0
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (255) 0
Sonstige Vermögensgegenstände 443 441
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (104) (355)
  7.287 5.120

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich die insolvenzsichere Garantiegestellung nach dem ElektroG (TEUR 255). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Wesentliche Einzelposten der sonstigen Vermögensgegenstände waren zum 31. Dezember 2012 Ansprüche auf Erstattung von Ertragsteuern (TEUR 269), der Anspruch auf Auszahlung von Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 136) sowie Ansprüche aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuern (TEUR 7). Zum Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Pensionsrückstellungen".

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Abgrenzungen für gezahlte Versicherungsbeiträge.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.850.000,00 und ist eingeteilt in 4.850.000 Stückaktien zu je EUR 1.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht mit der Maßgabe eingeräumt, dass die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, diese den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Die Hyrican Informationssysteme AG hat im Januar 2012 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Im Wege dieser Sachkapitalerhöhung wurden 450.000 neue Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 2012 ausgegeben. Gegenstand der Sacheinlage war die Einbringung sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH mit Sitz in Kindelbrück. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20. Januar 2012 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr EUR 4.850.000,00 und ist in 4.850.000 Aktien eingeteilt. Das genehmigte Kapital betrug danach am 20. Januar 2012 sowie zum Stichtag 31. Dezember 2012 nach teilweiser Ausschöpfung noch 1.150.000 EUR.

Mit der Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH verfolgt die Hyrican Informationssysteme AG die Verbesserung der Positionierung am Markt. Vor diesem Hintergrund wertet die Gesellschaft die Kapitalerhöhung als eine zeitgerechte, strategisch wichtige und in ihrem wohlverstandenen Interesse liegende Transaktion.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

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TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 265
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 180
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 202
Verrechnete Aufwendungen 24
Verrechnete Erträge 13

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen auf Ertragsteuern bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 160; Vj. TEUR 140), Kundenskonti/Boni (TEUR 241; Vj. TEUR 195) und Personalaufwendungen (TEUR 165; Vj. TEUR 90) sowie für Urheberrechtsabgaben nach dem UrhG gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht oder im nicht wesentlichen Umfang vor.

Außerbilanzielle Geschäfte

Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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2012 2011
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen        
nach Regionen        
Inland 29.356 100,0 25.868 98,4
EG-Länder 5 0,0 397 1,5
Drittländer 0 0,0 21 0,1
  29.361 100,0 26.286 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 245 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Kurdifferenzen (TEUR 204).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 166), Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR 153), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 145), Fracht und Verpackung (TEUR 128) sowie die Zuführung zur Rückstellung für Urheberrechtsabgaben nach UrhG. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 6 angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen werden im Wesentlichen die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 66 und der Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 4 sowie Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 64.

Jahresüberschuss/Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

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EUR
Vortrag 1. Januar 2012 13.361.789,06
Gewinnausschüttung 2011 1.100.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung 12.261.789,06
Jahresüberschuss 2012 340.889,55
Stand 31. Dezember 2012 12.602.678,61

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

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Herr Hans-Joachim Rust, Gau-Algesheim Vorsitzender
  Leiter Risikomanagement der MCE Bank GmbH
  Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG bis zum 11. Mai 2012
Herr Uwe Lichtenhahn, Mannheim stellvertretender Vorsitzender
  Sparkassendirektor, seit 1. Juli 2002 im Ruhestand
  Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien: Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG
Herr Klaus Ehrich, Winkel Mitglied des Aufsichtsrats
  Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer der Klaus Ehrich GmbH, Wirt- schaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
  Es bestanden keine Mitglied- schaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 wurden TEUR 27 aufgewendet. Aktienoptionsprogramme für Aufsichtsräte bestehen nicht.

Vorstand

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Herr Michael Lehmann Vorstandsvorsitzender
geschäftsansässig in Kindelbrück
Herr Sven Lüttig Vorstand Ressort Controlling und Personal
geschäftsansässig in Kindelbrück

Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt TEUR 446. Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstandes bestehen nicht. Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung):

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2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 28 23
Angestellte 11 11
  39 34
Auszubildende 0 1
  39 35

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.602.678,61 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,04 (Vj. EUR 0,25) je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 4.850.000,00.

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Bilanzgewinn EUR 12.602.678,61
Ausschüttung für 4,85 Mio. Stückaktien EUR 194.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung EUR 12.408.678,61

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:

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TEUR
Abschlussprüfleistungen 22
Sonstige Beratungsleistungen 10
Steuerberatungsleistungen 4

 

Kindelbrück, 26. Juni 2013

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2012

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Softwarelizenzen 383.390,98 9.694,63 0,00 393.085,61
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.079.971,87 0,00 0,00 1.079.971,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.010.581,72 46.943,00 0,00 1.057.524,72
  2.129.302,16 46.943,00 0,00 2.176.245,16
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.475.000,00 0,00 2.475.000,00
  2.512.693,14 2.531.637,63 0,00 5.044.330,77
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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Softwarelizenzen 376.226,98 7.052,63 0,00 383.279,61
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 550.978,29 23.006,00 0,00 573.984,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 0,00 0,00 38.748,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.239,72 47.225,00 0,00 957.464,72
  1.499.966,58 70.231,00 0,00 1.570.197,58
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.876.193,56 77.283,63 0,00 1.953.477,19
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Buchwerte
31.12.2012 31.12.2011
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Softwarelizenzen 9.806,00 7
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 505.987,58 529
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.060,00 100
  606.047,58 629
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.475.000,00 0
  3.090.853,58 636

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kindelbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, 26. Juni 2013

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schiffmann, Wirtschaftsprüfer

Bätz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er befasste sich im Geschäftsjahr 2012 regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft. Er hat sich mit dem Vorstand des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat strategische Überlegungen in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Lage der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie über jeweils aktuelle Themen und die Compliance.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung zugestimmt.

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrats der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.

Insgesamt fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 14. Mai 2012, 02. Juni 2012, 30. November 2012 und 18. Dezember 2012 statt.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die Finanzlage und Liquiditätsentwicklung der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

In der Aufsichtsratssitzung vom 14. Mai 2012 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2011 sowie mit dem Abschluss und Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung in 2012. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die weitere Entwicklung im Rechtstreit mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) über Urheberrechtsabgaben. Weitere Themen waren die Entwicklung der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH, insbesondere im Hinblick auf einen abgeschlossenen Distributionsvertrag und eine angestrebte Vertriebskooperation, sowie Vorstandsangelegenheiten.

In der Aufsichtsratssitzung am 02. Juni 2012 behandelte der Aufsichtsrat insbesondere erneut die weitere Entwicklung im Rechtstreit mit der ZPÜ über Urheberrechtsabgaben. Weiterer Gegenstand waren die Geschäftsentwicklung Hyrisan Concepte und Systeme GmbH sowie die Feststellungklage gegen Kapitalerhöhungsbeschlüsse einer Aktionärin. Darüber hinaus wurden Themen der bevorstehenden Hauptversammlung erörtert.

In der Sitzung vom 30. November 2012 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung, den Planungen und Investitionen für das Geschäftsjahr 2013 sowie der Entwicklung der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Erörterung von mehreren angestrengten Gerichtsverfahren einer Aktionärin gegen die Hyrican Informationssysteme AG. Weiterhin behandelte der Aufsichtsrat die Gewährung von Sonderzahlungen an Mitarbeiter.

Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung vom 18. Dezember 2012 war neben der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung die weitere Entwicklung des Rechtstreits mit der ZPÜ.

Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 blieb die Besetzung sowohl des Aufsichtsrats als auch des Vorstands unverändert.

Ausschüsse

Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, wurden im Geschäftsjahr 2012 keine Ausschüsse gebildet.

Jahresabschluss

Der in der Hauptversammlung am 06. Juli 2012 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

In seinem Prüfungsbericht erläuterte der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft die Regeln des HGB eingehalten hat. Es wurden seitens der Abschlussprüfer keinerlei Beanstandungen vorgenommen.

Jahresabschluss und Lagebericht für die Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28. Juni 2013 in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns in eigener Verantwortung eingehend geprüft.

Nach Abschluss dieser Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigte den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht und der Beurteilung der weiteren Entwicklung der Gesellschaft hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben.

Dank

Für die im Berichtsjahr 2012 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren Dank und unsere Anerkennung für ihr hohes Engagement und ihre Leistung aus.

 

Kindelbrück, im Juni 2013

Für den Aufsichtsrat

Hans Joachim Rust

Aufsichtsratsvorsitzender

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2012

Die am 30.08.2013 stattgefundene ordentliche Hauptversammlung beschloss mehrheitlich vom Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von EUR 12.602.678,61

a)

einen Teilbetrag in Höhe von EUR 194.000,- zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,04 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und

b)

den verbleibenden Teilbetrag in Höhe von EUR 12.408.678,61 auf neue Rechnung vorzutragen.