Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft

Kindelbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht für 2013

Geschäftsverlauf / PC Markt

Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt von erheblichen Umwälzungen in der IT-Branche.

Der klassische PC Markt schrumpfte wie die Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC berechneten um zehn Prozent. Damit fiel der Markt auf das Niveau von 2009 zurück. Seit zwei Jahren hat sich dagegen die Nachfrage nach mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones erheblich gesteigert. Ungeachtet dessen bleibt der stationäre PC für spezielle Anwendungen in unterschiedlichen Bauformen unverzichtbar.

Die deutschen mittelständischen IT-Unternehmen stehen unter dem Kostendruck der im Ausland produzierenden Konkurrenz, leiden unter der stetig zunehmenden Bürokratisierung und müssen sich in zeitraubenden, kostspieligen Verfahren zusätzlicher Belastungen über die IT-Verwertungskette hinweg gegenüber dem Verwertungsmonopol erwehren. Wirtschaftspolitisch sehen wir nach wie vor keine Ansätze, die diese und die strukturellen Defizite nachhaltig angehen.

Darüber hinaus wurde die Branche durch die weitere Konsolidierung des Absatzmarktes erheblich belastet. Die Erwartungen in den Umstellungsbedarf auf neue Betriebssysteme bei der Auftragsvergabe der öffentlichen Hand wurden in 2013 nur teilweise erfüllt.

Vor dem Hintergrund bleibt es bei unseren produktseitigen Anstrengungen und der Fokussierung auf starke System-Partner, um für die Auswirkungen der Finanzmarkt- und Beschaffungskrisen weiterhin gerüstet zu sein.

Nicht vorhersehbar für die geplante Umsatzentwicklung war, dass marktführende Unternehmen Produktkategorien, die Bestandteil unserer fest eingeplanten Produkt- und Absatzstrategie waren, kurzfristig aufgeben. Diese Produktlücken konnten wir teilweise ausgleichen bzw. werden diese mit weiteren strategischen Herstellern zeitversetzt ausgeglichen.

Auf Herstellerseite und auch auf Abnehmerseite zeigt sich weiterhin eine starke Tendenz zur Konzentration.

Wie in den Vorjahren orientieren sich die Kunden an den unteren Preisgrenzen für Produkte und Dienstleistungen. Insbesondere unsere Möglichkeiten in Bezug auf variable Abnehmerfinanzierungen helfen uns, unser Unternehmen als interessanten (großvolumigen) Projektübernehmer zu positionieren.

Das Geschäftsjahr 2013 war wieder durch einen hart geführten Wettbewerb mit teilweise ruinösen Preiskämpfen gekennzeichnet.

Nichts desto trotz haben unsere Maßnahmen zur Umsatz- und Ergebnissteigerung geführt.

Projektgeschäft

Die Fokussierung auf bonitätsstarke gewerbliche Abnehmer hat uns geholfen, unser operatives Ergebnis wie geplant zu erreichen. Abhängig von den jeweiligen Bonitätskriterien werden wir versuchen, die Anzahl dieser Abnehmer zu steigern.

Für 2014 werden wir auch weiterhin neben den OEM-Plattformen ausnahmslos Markenartikel der führenden Hersteller verwenden.

Partnerverträge

Zur Realisierung der Aufträge bedienen wir uns der Zulieferpartnerschaften mit Gigabyte, Intel, Microsoft, Samsung usw.

Hardware-/ Softwareplattformen für Standardrechner

Die Internetfähigkeit der PCs erfordert die vollständige Integration von Kommunikationsschnittstellen. Der Trend zu mehr Ausstattung in Grafik, Speicherplatz, High Definition Standard und Interkonnektivität hält unvermindert an. Hierbei wird die Nachfrage nach energiesparenden Systemen und geräuscharmen Lösungen weiter zunehmen.

Die technischen Entwicklungsrichtungen werden für 2014 energiesparende und performantere Multi-Core Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit zur weiteren Miniaturisierung der Systeme sowie zur Verbesserung der Ökobilanz bestimmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Aufgrund der Verfügbarkeit der wesentlichen Komponenten konnten alle Aufträge wie geplant ausgeführt werden. Bei zahlreichen Projekten haben sich die Zuschlagsfristen erheblich ausgeweitet, was in der Projektdurchführungsplanung zu berücksichtigen ist.

Betriebsabläufe

Weitere Investitionen und Umstellungen führten zu effizienteren innerbetrieblichen Abläufen. Die Selektion der leistungsfähigen Lieferanten und die Wareneingangsprüfung waren ein probates Mittel, um eine gute Eingangsqualität zu gewährleisten. Die erprobten Testverfahren behielten wir bei, um unseren Kunden eine verlässliche IT-Qualität anbieten zu können. Das Feedback über die hauseigene Service-Hotline ließ demzufolge kein signifikantes Ausfallverhalten erkennen.

Beschaffung

Alle bedeutenden Bestellungen wurden ausnahmslos bei den führenden Herstellern oder über Distributoren erworben. Die Lieferanten gehören zu den Technologieführern.

Die zunehmende Konzentration hat deutliche Unwägbarkeiten in der Preisfindung verursacht. Auswirkungen auf die Ertragslage sind hierbei auch für 2014 zu erwarten. Die Schwankungen des USD-Kurses erschweren die Kalkulation.

Mit einigen wichtigen Lieferanten konnten die Bezugsbedingungen beibehalten werden; einige Distributoren dagegen bestehen auf kürzere Zahlungsziele. Aufgrund der guten Reputation unseres Unternehmens konnten neue marktführende Lieferanten hinzugewonnen werden.

Aufgrund der derzeitigen Auskünfte der Lieferanten gehen wir für 2014 davon aus, dass keine nennenswerten Bezugsengpässe in der Beschaffung bestehen werden. Die Konzentration auf Lieferantenseite kann trotzdem verstärkt dazu führen, dass Qualitätsmängel in größeren Chargen aufgrund der technologischen Tiefe erst verspätet erkannt werden können. Die Kosten hierfür können eventuell nur bedingt an die Lieferanten weitergegeben werden.

Investitionen

Es wurde einige Investitionen vorgenommen, um auf Kostensteigerungen reagieren zu können. Weitere Investitionsvorhaben sind geplant und werden entsprechend der Detailplanung umgesetzt.

Finanzierungsmaßnahmen und Vorhaben

Die Investitionen werden aus den verfügbaren flüssigen Mitteln (Innenfinanzierung) getätigt. Alle Vorhaben im Marketingbereich werden im Rahmen des Marketingbudgets veranschlagt.

Personal und Sozialbereich

Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unsere motivierten Mitarbeiter. Es erfolgen regelmäßige Weiterbildungen zur Beibehaltung unseres Know-hows. Notwendigem Weiterbildungs- und Trainingsbedarf wird somit wie auch in der Vergangenheit entsprochen. Für 2014 planen wir insbesondere für unsere neuen Produktbereiche Einstellungen und gehen parallel in Personalunion mit anderen Unternehmen in die Marktbearbeitung.

Alle bekannten behördlichen Auflagen wurden 2013 befolgt. Die freiwillige betriebliche Unfallversicherung wird auch 2014 fortgeführt.

Umweltschutz

Die Produkte der Hyrican Informationssysteme AG erfüllen die am 7. Januar 2010 in Kraft getretene EU-Richtlinie nach EG 1275/2008, Lot 6 (Standby-Verluste).

Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG in Kraft. Die Hyrican Informationssysteme AG ist als Hersteller von elektronischen Produkten im Sinne von REACH ein so genannter „nachgeschalteter Anwender“.

Bei der Beschaffung achten wir generell auf die Angaben der Lieferanten in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsprozesse. Diese müssen den gesetzlichen Auflagen entsprechen. In diesem Zusammenhang haben wir die europäischen Umweltrichtlinien RoHS mit Inkrafttreten zum 1. Juli 2006 umgesetzt.

Mit Wirkung zum 13. August 2005 trat die Elektronikschrottverordnung in Kraft. Wir erfüllen die Anforderungen zur gesetzlichen Registrierung bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Registriernummer WEEE-Reg.-Nr. DE 58337660).

Daneben waren wir im Berichtsjahr zur Sicherstellung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten nach der neuen VerpackV einem bundesweit tätigen Dualen System angeschlossen (Vfw GmbH). Weiter sind wir Lizenznehmer der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie Nutzer des Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien (GRS).

Finanz- und Vermögenslage

Das Grundkapital der Hyrican AG beträgt zum Stichtag EUR 4,85 Mio. Die vorhandene Eigenkapitalquote versetzt uns in die Lage, als kompetenter Systempartner anerkannt zu werden. Aufgrund der kontinuierlichen Gewinnsituation verfügt die Hyrican AG generell über gute Ratings.

Im Anlagevermögen gab es im Berichtsjahr in den Positionen Immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen keine wesentlichen Änderungen. Es erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 299. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt.

Mit der im Vorjahr erfolgten Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile an der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH verfolgt die Hyrican Informationssysteme AG die Verbesserung der Positionierung am Markt. Die Hyrisan Concepte und Systeme GmbH erwirtschaftete im Wirtschaftsjahr 2013 einen Umsatz i.H.v. TEUR 394.

Die Überprüfung des Beteiligungsansatzes zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 hat ergeben, dass keine Hinweise auf Bewertungsrisiken der Anteile vorliegen.

Forderungen auf Lieferung und Leistung verringerten sich gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres stichtagsbezogen um EUR 1,4 Mio.

Verbindlichkeiten (aus Lieferung und Leistung) stiegen im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt leicht um rd. EUR 0,3 Mio an.

Der Cashflow i.e.S. beträgt TEUR 776. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für 2013 TEUR 1.881, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -306. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch Dividendenausschüttung in 2013 betrug TEUR -194. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 22.510 (Vj. TEUR 21.129).

Ertragslage

Das EBT hat sich im Vorjahresvergleich trotz nachfolgend aufgeführter Sachverhalte auf TEUR 971 (Vj. 481 TEUR) verbessert. Die Bildung von weiteren Rückstellungen für Urheberrechtabgaben nach dem UrhG, restriktive Kreditvergaben, die Nichtbelieferungsmöglichkeit einiger Kunden sowie Prozesskosten führten zu weiteren Ergebnisbelastungen. Das Finanzergebnis für das abgelaufene Wirtschaftsjahr verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 72 (Vj. TEUR 187). Dennoch wird unser Unternehmen keine spekulativen, risikobehaftete Anlagen tätigen.

Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Risikohinweise zur Urheberrechtsabgabe im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“.

Für alle bewertbaren Risiken ist im Jahresabschluss 2013 nach unserem Ermessen ausreichend Vorsorge getroffen. Das bewährte Bonitätsscreening wird unverändert fortgeführt. Liquiditätsengpässe waren nicht gegeben.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auswirkungen der Finanzkrise lassen sich hinsichtlich der Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich nicht abschließend beurteilen. Wir gehen davon aus, dass wesentliche direkte Kosten (Beiträge zur Sozialversicherung) und indirekte Kosten (Versicherungen, Transporte, etc.) steigen und das laufende und zukünftige Jahresergebnis beeinflussen werden. Es bestehen erhebliche (importierte) Inflationsgefahren, gegen die es u. E. nur unzureichenden Schutz gibt.

Durch die Einführung von Basel III, dem neuen aufsichtlichen Rahmenwerk für Banken, ist nicht auszuschließen, dass höhere Kapital- und Liquiditätsanforderungen auf schlechtere Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft hinauslaufen, also höhere Zinsen und Einschränkungen in der Kreditgewährung die Folge sein könnten; unser Unternehmen kann über die (erschwerte) Refinanzierung unserer Kunden in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ergebnisbelastende Effekte können sich bei weiteren Änderungen in der Steuer- und Sozialgesetzgebung ergeben. Insbesondere weitere Anhebungen der Hebesätze bei Gewerbe- und Grundsteuern sind zu erwarten.

Der US-Dollar ist volatil und beeinflusst auch die Einkaufspreise auf den Weltmärkten. Der Kursverlauf des US-Dollars kann zu Kostensteigerungen führen, die nur teilweise mittels Preiserhöhungen weitergegeben werden können.

Auch für das Jahr 2014 erwarten wir, wie in den vergangenen Jahren, einen Preis-/Absatzdruck. Mit unserem kundenorientierten System vom Angebot bis zur Realisierung sehen wir einen kostenbasierenden Wettbewerbsvorteil. Sollte dieser Kostenvorteil jedoch nicht mehr ausreichen, kann ein Rückgang in Umsatz und Ertrag nicht ausgeschlossen werden.

Wir sehen aufgrund unserer Vertriebswege und unserer Kostenstruktur Chancen, um weiterhin attraktiv für unsere Kunden zu bleiben. Kritisch kann der schleichende Vertrauensverlust in die Zahlungsfähigkeit von Kunden werden. Hierdurch wird unsere Geschäftstätigkeit und -strategie maßgeblich beeinflusst. Natürlich verändert sich auch unser Produktspektrum aufgrund des beschleunigten Technologiewechsels. Die Auswirkungen werden wir permanent beobachten, um mittels neuer Produkt-/Absatzstrategien darauf antworten zu können.

Die Konzentration auf Seiten der Lieferanten und der bonitätsstarken Kunden wird sich weiter beschleunigen.

Die kostenintensiven Verwertungsgesellschaften versuchen seit Jahren Urheberrechtsabgaben auf PCs, Medien und weitere Ein- und Ausgabegeräte einzufordern. Ungeachtet der Rechtslage sollen Abgaben auch auf Business-PCs erhoben werden. Dies führt zur Besorgnis, dass sich die Verbreitungsgeschwindigkeit von PCs insbesondere im geschäftlichen Bereich abschwächen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller aufgrund fehlender Anrechenbarkeit von urheberrechtsabgabenbelasteten Komponenten (gegenüber den Importanrechnungen der multinationalen Konzerne) sowie gegenüber dem Ausland – bspw. durch ausländische Online-Shops – leiden könnte.

Die Gesellschaft verweist an dieser Stelle zum Thema Urheberrechtsabgaben auch auf die Ausführungen in den Lageberichten der vergangenen Jahre.

Mit Beschluss vom 30. November 2011 hat der BGH unter AZ I ZR 59/10 das Teilurteil gegen unser Unternehmen aufgehoben und den Rechtsstreit an das OLG zurückverwiesen. Im Mai 2012 wurden uns hierzu die Entscheidungsgründe des BGH bekannt gegeben. Diese Entscheidungsgründe entsprechen im Wesentlichen u. E. nicht der Auffassung des EuGH im Urteil vom 21. Oktober 2011 (Az. C-467_08 SGAE ./. Padawan) und unserer Auffassung der Auslegung des UrhG a. F.

In diesem Zusammenhang wurde unserem Antrag auf die Aussetzung des Verfahrens bis zur ausstehenden Entscheidung des EuGH zu den Vorabentscheidungsersuchen, u. a. dem des Obersten Gerichtshofes in Österreich in der Rechtssache C-521/11 „Amazon“, am 21. März 2012 vom OLG München stattgegeben. Mit weiteren gerichtlichen Entscheidungen ist erst in der 2. Jahreshälfte 2014 zu rechnen.

Durch die unterschiedlichen Rechtsauffassungen der verschiedenen Gerichte in anhängigen Verfahren ist eine abschließende rechtliche Würdigung zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht möglich.

Im Falle einer finalen Rechtsprechung zu Lasten der Gesellschaft könnte nach derzeitigem Kenntnisstand eine wirtschaftliche Belastung in Höhe von mehreren Millionen EUR entstehen. Dies würde die Entwicklung und den Bestand unseres Unternehmens zwar nicht gefährden, hätte aber Einfluss auf unsere Strategie für die nächsten Jahre.

Im Rahmen des aktuellen Schiedsstellenverfahrens über die Jahre 2008 ff. wurde EUR 10,08 für Privat-PCs und keine Abgabe für Business-PCs vorgeschlagen. Das Verfahren wurde mittlerweile zur endgültigen Klärung an das OLG München abgegeben.

Es ist auch vollkommen unverständlich, warum Tablet-PCs, die genau der Tariferklärung entsprechen, bisher nicht in die Abgabenpflicht einbezogen wurden. Die Diskriminierung einzelner Produktgruppen betrifft besonders den Desktop-Bereich.

Des Weiteren wirkt die fehlende Anrechnung bereits geleisteter Urheberrechtsabgaben über die Handelsketten hinweg für inländische Hersteller diskriminierend.

Vorsorglich wurden soweit abschätzbar Rückstellungen entsprechend der neuen und alten Rechtslage gebildet. Ein Mittelabfluss ist in 2014 zu erwarten.

Zwischenzeitlich sind jedoch erhebliche Beträge für die Verauslagung von Gerichts- und Verfahrenskosten zu leisten. Inwieweit unsere damit verbundenen Kosten erstattungsfähig sind, hängt von weiteren Verfahren ab.

Den Bedarf an Energie und einhergehende Kostensteigerungen haben wir am Standort durch neue Versorgungsysteme verbessert. Die alternative Energiegewinnung ist im zweiten Schritt vorgesehen.

An unserer Einschätzung des Kapitalmarktes in Bezug auf unser Unternehmen halten wir wie in den vergangenen Jahren unverändert fest.

Aus technologischer Sicht hängt unsere Produktweiterentwicklung von Intel, AMD, Microsoft, Samsung, MSI, Philips, ASUS, NVIDIA, u. a. ab. Diese Abhängigkeit betrifft aber auch andere Wettbewerber.

Aufgrund des Fach- und Führungskräftemangels in der IT-Branche sehen wir verstärkt die Gefahr, dass Schlüsselpersonen aufgrund von Abwerbungen von Wettbewerbsunternehmen oder aus sonstigen Gründen das Unternehmen verlassen könnten. Der Verlust einzelner oder mehrerer Personen wäre kurzfristig nicht auszugleichen und die Erreichung der gesteckten Ziele würde erheblich erschwert oder stark verzögert.

Den identifizierten Risiken treten wir mit einem auf unser Unternehmen zugeschnittenen Risikomanagementsystem entgegen. Dabei werden die wesentlichen Bereiche in regelmäßigen Abständen einem Monitoring unterzogen. Die Kontrolle der Ergebnis- und Liquiditätssituation erfolgt zeitnah. Zusätzliche Risiken, die die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen können, sind derzeit nicht bekannt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Aufgrund der kurzlebigen Spezifikationen sehen wir den Faktor Geschwindigkeit zu unseren Gunsten. Zudem führen unsere Vertriebswege direkt zum Kunden, so dass unsere Kostenstruktur einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil bedeutet.

Unsere starke Innenfinanzierungskraft versetzt uns in die Lage, bankenunabhängig umfangreiche Projekte akquirieren zu können.

Es ist nach wie vor unsere Philosophie, nur solche Projekte zu realisieren, die den Umsatz und Ertrag nachhaltig steigern. Dazu haben wir mit weiteren Kunden, engagierten Mitarbeitern und Produkten & Services für die nächsten Jahre die Plattform geschaffen, um unsere Unternehmensziele zu erreichen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Aktionärin Deutsche Balaton AG hat mehrere Gerichtsverfahren gegen die Hyrican Informationssysteme AG angestrengt. Wie bereits im letzten Jahr berichtet, greift sie die Beschlüsse über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals durch Vorstand und Aufsichtsrat vom 8./12. Dezember 2011 und vom 28. Dezember 2011 an. Weiter hat sie die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 6. Juli 2012 zu TOP 3 bis TOP 8 sowie TOP 11, 12 und TOP 14 bis 18 angefochten sowie diverse positive Feststellungsanträge gestellt. Daneben hat die Deutsche Balaton AG nach § 142 Abs. 2 AktG die gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers im Hinblick auf ihren Beschlussvorschlag zu TOP 11 und 18 der Hauptversammlung beantragt. Im Zusammenhang mit der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. August 2013 hat die Deutsche Balaton AG ferner beantragt, die Gesellschaft zur Erteilung einer Vielzahl Auskünften zu verpflichten und einen weiteren Sonderprüfungsantrag gestellt. Die Gesellschaft ist dem Vorbringen der Deutsche Balaton AG in allen Fällen entgegengetreten. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt „Nachtragsbericht“.

Die gerichtliche Auseinandersetzung der Hyrican Informationssysteme AG mit der ZPÜ ist im Abschnitt „Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung“ beschrieben. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt „Nachtragsbericht“.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.

Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzinstrumente nach § 289 (2) HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Nachtragsbericht

Das Verfahren am OLG ZPÜ./. Hyrican Informationssysteme AG wurde am 21. März 2013 bis zur Entscheidung am EuGH ausgesetzt. Entscheidungen sind in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Nachdem die ZPÜ die europarechtlich vorgegebene Unterscheidung zwischen Business- und Consumer-PCs akzeptieren und damit unserer Forderungen nach einer gesetzeskonformen Umsetzung der EU-Richtlinie folgen musste, ist unser Unternehmen am 17. März 2014 dem Gesamtvertrag Bitkom ./.ZPÜ mit Wirkung ab 1. Januar 2011 beigetreten.

Mit Urteil vom 4. Februar 2014 hat das Landgericht Erfurt die Anfechtungsklage zu Beschlussfassungen der Hauptversammlung (siehe oben) der Deutsche Balaton AG abgewiesen. Hiergegen hat die Klägerin Berufung eingelegt.

Mit Urteil vom 7. April 2014 hat das Landgericht Erfurt die der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu Grunde liegenden Beschlüsse des Vorstands vom 8. Dezember 2011 und 28. Dezember 2011 sowie die Beschlüsse des Aufsichtsrats vom 12. Dezember 2011 und 28. Dezember 2011 für nichtig erklärt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Hyrican Informationssysteme AG wird nach Maßgabe des Aufsichtsratsbeschlusses vom 4. Juli 2014 Rechtsmittel einlegen.

Darüber hinaus wurde der Antrag auf Bestellung eines Sonderprüfers hinsichtlich der Gewährung von Darlehen an die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in Vorjahren mit Beschluss des Landgerichts Erfurt vom 14. Oktober 2013 zurückgewiesen. Die Klägerin hat Beschwerde eingelegt. Mit Beschluss des Oberlandesgerichts Thüringen vom 25. Mai 2014 wurde zwischenzeitlich ein Sonderprüfer bestellt.

Mit Beschluss des Landgerichts Erfurt vom 15. Oktober 2013 wurde im Zusammenhang mit den Beschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat bezüglich der Ausnutzung des genehmigten Kapitals (Barkapitalerhöhung) ein Sonderprüfer bestellt. Die Hyrican AG hat hiergegen Beschwerde eingelegt und die Aussetzung des Vollzugs beantragt. Mit Beschluss des Oberlandesgerichts Thüringen vom 2. Juni 2014 wurde die Beschwerde der Hyrican AG abgewiesen.

Mit Beschluss des Landgerichts Erfurt vom 11. März 2014 wurde im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Personal und Mitarbeitern der Hyrican AG an die Hyrisan Concepte und Systeme GmbH (100 % Anteilsbesitz der Hyrican AG) ein Sonderprüfer bestellt. Die Hyrican AG hat hiergegen Beschwerde eingelegt, welche mit Beschluss des Thüringer Oberlandesgerichts vom 2. Juni 2014 abgewiesen wurde. Da die Beschwerdeeinlegung keine aufschiebende Wirkung hatte, wurde durch das Landgericht Erfurt mit Schreiben vom 24. März 2014 der Sonderprüfer bereits über seine Bestellung informiert.

In keinem der übrigen im Abschnitt „Vorgänge von besonderer Bedeutung“ genannten, durch die Deutsche Balaton AG angestrengten Verfahren liegt bislang eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung vor. Soweit in erster Instanz bereits entschieden wurde, sind diese Beschlüsse jeweils mit Rechtsmitteln angegriffen worden.

Forschung und Entwicklung

Die Hyrican Informationssysteme AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung bei Grundlagentechnologien. Wir arbeiten jedoch eng mit den Technologieführern zusammen und partizipieren somit ständig an den neuesten Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Entsprechend dem Geschäftsmodell ist es unser Ziel, die innovativen Technologien der Marktführer zügig zu integrieren und unseren Kunden zugänglich zu machen.

Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen. Als Betriebsstätte dienen ausschließlich die eigenen Betriebsimmobilien in Kindelbrück.

Notierung

Die Preisfeststellung für die auf den Inhaber lautenden Stammaktien erfolgt im Freiverkehr (M:access) der Bayerischen Börse München.

Vergütungssystem

Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG.

Geschäftsgang und Aussichten

Der deutsche IT-Markt wird im umsatzstarken, aber margenschwachen Consumerbereich von multinationalen Unternehmen dominiert. Aufgrund unseres Ergebnisanspruches konzentriert sich unser Unternehmen auf den professionellen Bereich.

Den gesamtwirtschaftlichen und sonstigen Herausforderungen im Jahr 2014 werden wir uns unter strikter Beibehaltung solider kaufmännischer Prinzipien stellen.

Die technologischen Megatrends und die ungelösten Folgen der Finanz- und Währungskrise stellen uns wie auch die IT-Branche vor erhebliche Herausforderungen, die ohne Beispiel sind. Ob die oben erwähnten Prognosen hinsichtlich der Entwicklung des Consumerbereichs Bestand haben, hängt von Faktoren ab, die außerhalb der Beeinflussbarkeit eines Mittelstandsunternehmens liegen.

Die Angebotsvorlaufphasen werden zwar noch länger und die Bearbeitung insbesondere für die geplanten neuen Produkte und Projekte noch anspruchsvoller; aber wir sind sicher, dass sich letztendlich die stetige Qualitätsorientierung mittelfristig auszahlen wird.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2014 Umsätze von mindestens EUR 35 Mio. und erwarten weiter steigende Ergebnisse, sofern keine Sondereinflüsse eintreten. Auch für die Folgejahre halten wir an unserer Umsatzplanung fest.

Aus zahlreichen Projektanfragen ist schon jetzt erkennbar, dass eine deutliche Verlängerung der Debitorenlaufzeiten als Vertragsbestandteil gewünscht wird. In Abhängigkeit von der Bonitätsbewertung und den Ertragsaussichten werden wir uns dem nicht verschließen. Für die geplante Entwicklung sind wir mit unserer Finanzkraft auch mit der Finanzierung unterjähriger Projekte gut aufgestellt.

 

Kindelbrück, 8. Juli 2014

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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EUR EUR 31.12.2012
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 11.759,00 10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 485.218,58 506
2. Technische Anlagen und Maschinen 178.901,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.635,00 100
830.754,58 606
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.475.000,00 2.475
3.317.513,58 3.091
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.018.329,04 2.162
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.840.578,65 3.604
4.858.907,69 5.766
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.178.522,70 6.589
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 255.000,00 255
3. Sonstige Vermögensgegenstände 338.204,71 443
5.771.727,41 7.287
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.510.073,93 21.129
33.140.709,03 34.182
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.467,93 8
36.466.690,54 37.281

Passiva

EUR EUR 31.12.2012
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.850.000,00 4.850
II. Kapitalrücklage 9.470.925,26 9.471
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 158.744,37 159
2. Andere Gewinnrücklagen 617.613,92 618
IV. Bilanzgewinn 13.084.822,05 12.602
28.182.105,60 27.700
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 79.215,00 63
2. Steuerrückstellungen 25.885,82 0
3. Sonstige Rückstellungen 4.019.000,00 3.443
4.124.100,82 3.506
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.527.915,56 3.231
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.233,45 2.346
3. Sonstige Verbindlichkeiten 612.335,11 498
davon aus Steuern EUR 567.955,24(Vj. TEUR 468)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.741,65 (Vj. TEUR 22)
4.160.484,12 6.075
36.466.690,54 37.281

Gewinn- und Verlustrechnung für 2013

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EUR EUR 2012
TEUR
1. Umsatzerlöse 32.029.456,27 29.361
2. Erhöhung (+) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 362.709,95 464
3. Sonstige betriebliche Erträge 274.039,18 245
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 223.152,41 (Vj. TEUR 204)
32.666.205,40 30.070
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.783.413,89 22.908
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.937.196,07 2.860
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.553.127,21 1.356
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 202.290,10 177
davon für Altersversorgung EUR 9.218,88 (Vj. TEUR 14)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 83.524,69 77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.208.043,32 2.398
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 124.101,89 (Vj. TEUR 167)
31.767.595,28 29.776
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.865,90 200
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.628,78 13
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 13.370,00 (Vj. TEUR 12)
72.237,12 187
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 970.847,24 481
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 288.501,76 134
12. Sonstige Steuern 6.202,04 6
294.703,80 140
13. Jahresüberschuss 676.143,44 341
14. Gewinnvortrag 12.408.678,61 12.262
15. Bilanzgewinn 13.084.822,05 12.603

Anhang für 2013

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind ab dem 1. Januar 2012 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2011 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Unfertige Erzeugnisse sind zum 31. Dezember 2013 nicht vorhanden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf risikobehaftete Posten waren nicht erforderlich. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode („Projected Unit Credit“ Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,89 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht gebildet worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

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Angaben zum 31.12.2013 Währung
EUR
Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Hyrisan Concepte und Systeme GmbH 100 2.554 6
Kalkplatz 5, 99638 Kindelbrück

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.179 6.589
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gg. verbundene Unternehmen 255 255
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (255) (255)
Sonstige Vermögensgegenstände 338 443
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (86) (104)
5.772 7.287

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich die insolvenzsichere Garantiegestellung nach dem ElektroG (TEUR 255). Wesentliche Einzelposten der sonstigen Vermögensgegenstände waren zum 31. Dezember 2013 Ansprüche auf Erstattung von Ertragsteuern (TEUR 212), der Anspruch auf Auszahlung von Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 111) sowie Ansprüche aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuern (TEUR 7). Zum Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen verweisen wir im Anhang auf den Abschnitt "Pensionsrückstellungen".

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Abgrenzungen für gezahlte Versicherungsbeiträge.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.850.000,00 und ist eingeteilt in 4.850.000 Stückaktien zu je EUR 1.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. April 2013 durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.000.000,00 zu erhöhen. Zum Bilanzstichtag besteht mit Ablauf des 29.04.2013 kein Genehmigtes Kapital.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg, hat mit Schreiben vom 28. Oktober 2011 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kalkplatz 5, Kindelbrück, unmittelbar den vierten Teil der Aktien übersteigt. In diesem Zusammenhang wurde zusätzlich mitgeteilt, dass von der VV Beteiligungen Aktiengesellschaft (Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg), der DELPHI Unternehmensberatung Aktiengesellschaft (Ziegelhäuser Landstraße 1, 69120 Heidelberg) sowie Herrn Wilhelm Konrad Thomas Zours (Werrgasse 9, 69120 Heidelberg) mittelbar mehr als der vierte Teil der Stimmrechte an der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft gehalten wird.

Mit Schreiben vom 13. Juni 2012 hat die FiveT Capital AG, Kasernenstraße 11, 8004 Zürich, Schweiz, gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien an der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kalkplatz 5, Kindelbrück, hält.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

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TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 295
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 216
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 202
Verrechnete Aufwendungen 31
Verrechnete Erträge 14

Übrige Rückstellungen

Steuerrückstellungen auf Ertragsteuern, hier Gewerbesteuer, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 26.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 154; Vj. TEUR 160), Kundenskonti/Boni (TEUR 300; Vj. TEUR 241) und Personalaufwendungen (TEUR 201; Vj. TEUR 165) sowie für Urheberrechtsabgaben nach dem UrhG gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht oder im nicht wesentlichen Umfang vor.

Außerbilanzielle Geschäfte

Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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2013 2012
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen
nach Regionen
Inland 32.029 100,0 29.356 100,00
EG-Länder 0 0,0 5 0,0
Drittländer 0 0,0 0 0,0
32.029 100,0 29.361 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 274 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Kurdifferenzen (TEUR 223).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 124), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 169), Fracht und Verpackung (TEUR 116) sowie die Zuführung zur Rückstellung für Urheberrechtsabgaben nach UrhG. Periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen werden im Wesentlichen die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 148 und der Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 8 sowie Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 132.

Jahresüberschuss/Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

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EUR
Vortrag 1. Januar 2013 12.602.678,61
Gewinnausschüttung 2012 194.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung 12.408.678,61
Jahresüberschuss 2013 676.143,44
Stand 31. Dezember 2013 13.084.822,05

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

 

Herr Hans-Joachim Rust, Gau-Algesheim

Vorsitzender

Leiter Risikomanagement der MCE Bank GmbH

Es bestanden keine Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien.

 

Herr Uwe Lichtenhahn, Mannheim

stellvertretender Vorsitzender

Sparkassendirektor, seit 1. Juli 2002 im Ruhestand

Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrates der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG

 

Herr Klaus Ehrich, Winkel

Mitglied des Aufsichtsrats

Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer der Klaus Ehrich GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Es bestanden keine Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 wurden TEUR 27 aufgewendet. Aktienoptionsprogramme für Aufsichtsräte bestehen nicht.

Vorstand

 

Herr Michael Lehmann

Vorstandsvorsitzender geschäftsansässig in Kindelbrück

 

Herr Sven Lüttig

Vorstand Ressort Controlling und Personal geschäftsansässig in Kindelbrück

Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt TEUR 525. Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstandes bestehen nicht. Aufgrund der Preisfeststellung für die Aktien im Freiverkehr ist die Hyrican Informationssysteme AG keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Zudem wurde auf der Hauptversammlung vom 28. April 2006 beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB unterbleiben.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführung):

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2013 2012
Gewerbliche Arbeitnehmer 32 28
Angestellte 11 11
43 39
Auszubildende 1 0
44 39

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.084.822,05 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,04 (Vj. EUR 0,04) je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 4.850.000,00.

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Bilanzgewinn EUR 13.084.822,05
Ausschüttung für 4,85 Mio. Stückaktien EUR 194.000,00
Gewinnvortrag nach Ausschüttung EUR 12.890.822,05

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:

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TEUR
Abschlussprüfleistungen 23
Sonstige Beratungsleistungen 2
Steuerberatungsleistungen 4

 

Kindelbrück, 8. Juli 2014

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 393.085,61 12.243,29 0,00 405.328,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.079.971,87 0,00 0,00 1.079.971,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 180.405,53 0,00 219.154,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.057.524,72 118.312,87 28.235,29 1.147.602,30
2.176.245,16 298.718,40 28.235,29 2.446.728,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.475.000,00 0,00 0,00 2.475.000,00
5.044.330,77 310.961,69 28.235,29 5.327.057,17
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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 383.279,61 10.290,29 0,00 393.569,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 573.984,29 20.769,00 0,00 594.753,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.748,57 1.504,53 0,00 40.253,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 957.464,72 50.960,87 27.458,29 980.967,30
1.570.197,58 73.234,40 27.458,29 1.615.973,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.953.477,19 83.524,69 27.458,29 2.009.543,59
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Buchwerte
31.12.2013
EUR
31.12.2012
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Softwarelizenzen 11.759,00 10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 485.218,58 506
2. Technische Anlagen und Maschinen 178.901,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.635,00 100
830.754,58 606
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.475.000,00 2.475
3.317.513,58 3.091

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft, Kindelbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, 8. Juli 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schiffmann, Wirtschaftsprüfer

Bätz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er befasste sich im Geschäftsjahr 2013 regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft. Er hat sich mit dem Vorstand des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat strategische Überlegungen in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Lage der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie über jeweils aktuelle Themen und die Compliance.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung zugestimmt.

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Insgesamt fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 08. April 2013, am 28. Juni 2013, am 29. November 2013 und am 19. Dezember 2013 statt.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die Finanzlage und Liquiditätsentwicklung der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft.

Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrats der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat befasste sich in der Aufsichtsratssitzung vom 08. April 2013 mit der Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012 sowie mit dem Abschluss und Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012 der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH sowie der Abschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012. Ein weiteres Thema war die Entwicklung im Rechtstreit mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) über Urheberrechtsabgaben.

In der Aufsichtsratssitzung am 28. Juni 2013 erfolgte die Prüfung des Jahresabschluss und des Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012. Nach Abschluss dieser Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung in seiner Sitzung am 28. Juni 2013 zugestimmt. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht und der Beurteilung der weiteren Entwicklung der Gesellschaft hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Weitere Themen der bevorstehenden Hauptversammlung wurden erörtert.

In der Sitzung vom 29. November 2013 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung, den Planungen und Investitionen für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Entwicklung der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Erörterung von mehreren angestrengten Gerichtsverfahren einer Aktionärin gegen die Hyrican Informationssysteme AG. Weiterhin behandelte der Aufsichtsrat die Gewährung von Sonderzahlungen an Mitarbeiter.

Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung vom 19. Dezember 2013 war neben der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft und der Hyrisan Concepte und Systeme GmbH die weitere Entwicklung der laufenden Verfahren.

Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 blieb die Besetzung sowohl des Aufsichtsrats als auch des Vorstands unverändert.

Ausschüsse

Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, wurden im Geschäftsjahr 2013 keine Ausschüsse gebildet.

Jahresabschluss

Der in der Hauptversammlung am 30. August 2013 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

In seinem Prüfungsbericht erläuterte der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft die Regeln des HGB eingehalten hat. Es wurden seitens der Abschlussprüfer keinerlei Beanstandungen vorgenommen.

Jahresabschluss und Lagebericht für die Hyrican Informationssysteme Aktiengesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14. Juli 2014 nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns in eigener Verantwortung eingehend geprüft.

Nach Abschluss dieser Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigte den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht und der Beurteilung der weiteren Entwicklung der Gesellschaft hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben.

Dank

Für die im Berichtsjahr 2013 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren Dank und unsere Anerkennung für ihr hohes Engagement und ihre Leistung aus.

 

Kindelbrück, im Juli 2014

Für den Aufsichtsrat

Hans Joachim Rust, Aufsichtsratsvorsitzender

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2013

Die am 29.08.2014 stattgefundene ordentliche Hauptversammlung beschloss mehrheitlich vom Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von EUR 13.084.822,05

a)

einen Teilbetrag in Höhe von EUR 194.000,- zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,04 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und

b)

den verbleibenden Teilbetrag in Höhe von EUR 12.890.822,05 auf neue Rechnung vorzutragen.