Lloyd Fonds AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

GESCHÄFTSBERICHT 2017

Konzernzahlen

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in Mio. € 2017 2016 2015
Umsatzerlöse und Finanzergebnis 8,2 11,9 12,6
EBT 1,2 3,2 1,8
Konzernjahresergebnis 1,4 3,2 1,6
EBT-Marge (in %) 16,1 33,4 16,1
Umsatzrendite (in %) 18,2 33,6 13,7
Bilanzsumme 26,5 27,6 28,2
Eigenkapital 18,6 19,1 18,4
Eigenkapitalquote (in %) 70,1 69,3 65,3
Ergebnis je Aktie (in €) 0,15 0,35 0,17
Dividende je Aktie (in €) - 0,16 0,07
Mitarbeiterzahl (zum 31.12.) 34 44 43
Personalaufwand 4,8 4,3 4,0

Prozentzahlen werden auf T€-Zahlen ermittelt.

Klaus M. Pinter

Vorstand der Lloyd Fonds AG

Nach seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands der Lloyd Fonds AG im August 2017 ist Herr Klaus M. Pinter seit dem 1. Januar 2018 Alleinvorstand. Zuvor war er als Generalbevollmächtigter der Lloyd Fonds AG zuständig für den Bereich Schifffahrt. In den Jahren vor seinem Wechsel zur Lloyd Fonds AG war Herr Pinter nahezu zehn Jahre für die Commerzbank AG in verschiedenen leitenden Funktionen tätig. Zuletzt hatte er dort als Geschäftsführer der Hanseatic Ship Asset Management GmbH (HSAM) eine Schifffahrtsplattform mit 18 Containerschiffen und Bulk Carriern aufgebaut und erfolgreich an einen Finanzinvestor veräußert. Zudem war er maßgeblich an der Akquisition und Integration der Dresdner Bank Aktiengesellschaft beteiligt sowie Projektleiter in diversen Vorstandsprojekten (u. a. zu Compliance- und Haftungsfragen). Der Bankkarriere vorangegangen war eine mehrjährige Tätigkeit als Unternehmensberater bei zeb.rolfes.schierenbeck.associates GmbH mit den Schwerpunkten Strategie und Fusion. Herr Klaus M. Pinter hat ein Diplom in Wirtschaftswissenschaften der Universität Stuttgart Hohenheim und ist geprüfter Finanzanlagenfachmann (IHK). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder

Vorwort des Vorstands

Liebe Aktionäre, liebe Kunden und Geschäftspartner,

ein turbulentes Jahr 2017 liegt hinter uns. Der DAX startete mit rund 11.600 Punkten in das Börsenjahr 2017 und eilte - beflügelt von einer anziehenden Weltwirtschaft - im Jahresverlauf von einem Allzeithoch zum nächsten. Investmentfonds und Aktien erfreuten sich angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen wachsender Beliebtheit bei den Deutschen. Die Fondsbranche verzeichnete laut dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management ihr zweitbestes Absatzjahr.

Auf den Schifffahrts- und Immobilienmärkten - in welchen die Lloyd Fonds AG historisch die meisten Fonds aufgelegt hat -waren sehr unterschiedliche Trends zu beobachten. Die Konsolidierung in der Schifffahrt setzte sich fort und wird noch einige Zeit anhalten, wobei sich die Teilmärkte sehr unterschiedlich entwickelten: In der Containerschifffahrt führten zahlreiche

Verschrottungen und aufgeschobene Neubauaufträge der Reedereien zu einer niedrigeren Zahl aufliegender Schiffe als in den Vorjahren. Die Zeitcharter- und Frachtraten stiegen zwar an, befinden sich allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau. Der Tankersektor hingegen war im vergangenen Jahr durch starke Überkapazitäten gekennzeichnet, entsprechend niedrig waren die Einnahmen der Tanker.

Die Immobilienwirtschaft in Deutschland blickte angesichts solider Wirtschaftsdaten und niedriger Finanzierungskosten hingegen auf ein deutlich positiveres Jahr 2017 mit einem Transaktionsvolumen von über 56 Mrd. € im Gewerbeimmobiliensegment zurück. Auch in diesem Jahr zeichnet sich eine ungebrochen große Nachfrage ab. In der Konsequenz dürften die Preise wohl weiter steigen, die Renditen fallen.

Konzernjahresergebnis von 1,4 Mio. € für 2017

Auch für die Lloyd Fonds AG verlief das Jahr 2017 sehr ereignisreich. Wir konnten zunächst mit einer Verdopplung des Jahresergebnisses 2016, der Aussicht auf neue Produkte sowie einer neuerlichen Dividendenzahlung überzeugen, mussten dann aber die Ziele im Herbst anpassen, weil sich die Markteinführung der neuen Projekte verzögerte. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden von Herrn Dr. Torsten Teichert als Mitglied des Vorstands zum 31. Dezember 2017 begann eine unternehmerische Neuausrichtung, die am 9. März 2018 des laufenden Geschäftsjahres mit dem Einstieg der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (im Folgenden DEWB) und von Investmentfonds, die von dem Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital GmbH (im Folgenden SPSW) gemanagt werden, als neue Ankeraktionäre der Lloyd Fonds AG, einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Der bisherige Hauptaktionär, der ACP Fund V LLC (AMA), dem unser ausdrücklicher Dank für sein Engagement gilt, zog sich damit nach mehr als sechs Jahren aus seinem Investment in die Lloyd Fonds AG zurück.

Auch wenn das Geschäftsjahr 2017 für die Lloyd Fonds AG mit vielen Veränderungen verbunden war, konnten wir ein positives Konzernjahresergebnis von 1,4 Mio. € erzielen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) belief sich auf 1,2 Mio. €. Maßgeblich beigetragen zu diesem Ergebnis hat u. a. der Verkauf einer in Leipzig gelegenen Hotelimmobilie an die Motel One-Gruppe, die auch Pächterin des Hotels war. Zum 31. Dezember 2017 verfügte die Lloyd Fonds AG über eine Eigenkapitalquote in Höhe von 70,1 % und über eine Liquiditätsausstattung von 10,0 Mio. €.

Wir gestalten unsere erfolgreiche Zukunft

Die Lloyd Fonds AG ist durch ihre seit Oktober 2005 bestehende Präsenz am Kapitalmarkt nicht nur eine hervorragend eingeführte Marke, sondern erfüllt als börsennotiertes Unternehmen im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse auch die gestiegenen Transparenzanforderungen des Kapitalmarktes.

Mit dem Einstieg der neuen Ankeraktionäre DEWB und von Investmentfonds, die von SPSW gemanagt werden, soll das Unternehmen gestärkt und weiterentwickelt werden. Dabei sollen insbesondere unsere neuen Aufsichtsratsmitglieder Herr Achim Plate und Herr Henning Soltau, geschäftsführende Gesellschafter der SPSW und Aufsichtsratsmitglieder der DEWB, ihre Expertise und Erfahrung am Kapitalmarkt und in der Vermögensverwaltung in die Neupositionierung der Lloyd Fonds AG mit einbringen. Beide wurden durch das Registergericht zunächst zeitlich befristet bis zum Ablauf der Ordentlichen Hauptversammlung 2018 bestellt, auf der dann die Wahl der Aufsichtsräte ansteht.

Mit dem Einstieg der neuen Ankeraktionäre gelang es auch, die Attraktivität der Lloyd Fonds AG an der Börse erfolgreich zu steigern. Die seitdem deutlich positive Performance der Aktie - sie gehörte in den letzten Monaten zu den Top-Performern im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse - bildete die Basis für eine erfolgreiche Kapitalmaßnahme, mit der wir rund 3,8 Mio. € an frischem Kapital bei ausgewählten Investoren platzieren konnten.

Kapital, dass wir zur weiteren Stärkung unserer Liquidität und zur Entwicklung unserer Gesellschaft verwenden wollen. Aus diesem Grund haben Aufsichtsrat und Vorstand Ihnen in diesem Jahr auch keinen Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung unterbreitet. Vielmehr sollen damit Wachstumspotenziale gehoben und die erwogene Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG auf offene und liquide Investments wie z. B. Aktienfonds vorangetrieben werden. Die Eckpunkte der erwogenen Neuausrichtung werden wir Ihnen voraussichtlich spätestens zur geplanten Hauptversammlung im August dieses Jahres präsentieren.

Dank für Ihr Vertrauen

Mein Dank gilt Ihnen, unseren Aktionären, dafür, dass Sie uns vertrauensvoll begleiten. Bei unseren Kunden, Geschäftspartnern und unserem Aufsichtsrat möchte ich mich für die wertvolle Unterstützung bedanken. Und schließlich gilt mein herzlicher Dank allen Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz, der die Lloyd Fonds AG zu einem leistungsstarken Unternehmen macht.

 

Mit besten Grüßen

Klaus M. Pinter

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionäre,

das Jahr 2017 war ein bewegtes Jahr für die Lloyd Fonds AG.

Konnte zunächst im ersten Halbjahr 2017 ein positives Ergebnis von 1,0 Mio. € erzielt werden, musste der Ausblick auf das Konzernjahresergebnis im September 2017 angepasst werden, da es bei der Entwicklung der neuen geplanten Produkte zu Verzögerungen und Veränderungen kam.

In der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2017 legte Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats, dem er seit 2006 angehörte und dessen Vorsitzender er war, nieder. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Thomas Duhnkrack, übernahm in der Folge den Vorsitz des Gremiums bis zur Hauptversammlung am 24. Mai 2017. Durch die Hauptversammlung wurde Dr. Stefan Rindfleisch als weiteres Mitglied des Aufsichtsrats gewählt und übernahm in der darauffolgenden Aufsichtsratssitzung den Vorsitz des Aufsichtsrats.

Dr. Thomas Duhnkrack legte sein Amt als Aufsichtsratsmitglied am 10. Dezember 2017 nieder. Das Geschäftsjahr endete mit dem vorzeitigen Ausscheiden von Herrn Dr. Torsten Teichert aus dem Vorstand am 31. Dezember 2017.

In diesem ereignisreichen Umfeld erzielte die Lloyd Fonds AG ein positives Jahresergebnis in Höhe von 1,4 Mio. €. Maßgeblich beigetragen zu diesem Ergebnis hat unter anderem der erfolgreiche Verkauf einer in Leipzig gelegenen Hotelimmobilie an die Motel One-Gruppe, die auch langfristige Pächterin des Hotels war.

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat im Geschäftsjahr 2017 seine zugewiesenen Aufgaben gemäß Gesetz und Satzung wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und überwacht. Der Vorstand berichtete regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, des Gangs der Geschäfte, der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage und Aussichten der Gesellschaft. Bei für die Gesellschaft grundlegenden Geschäften holte der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr u. a. mit folgenden Themen beschäftigt:

Billigung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses 2016

Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 inklusive Dividendenvorschlag und Wahlen zum Aufsichtsrat

Erörterung des Halbjahresfinanzberichts 2017

Analyse und Diskussion der Abweichungen von der Unternehmensplanung 2017

Analyse und Diskussion über die mittelfristige Strategie

Analyse und Diskussion über die Gewinnung strategischer Investoren

Analyse und Diskussion über neue, liquide Anlageprodukte, beispielsweise zum geplanten Aktienfonds

Analyse und Diskussion zur Investition in den geförderten und bezahlbaren Wohnungsbau einschließlich der weiteren Verwendung der Immobilie "Hamburg-Tonndorf"

Analyse und Diskussion über die weitere Entwicklung der Beteiligung an der KALP GmbH, insbesondere die Auswirkungen auf die weltweiten Patentrechte

Analyse und Diskussion über die Stellung der Lloyd Fonds AG im Wettbewerb

Personalangelegenheiten, beispielsweise Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand sowie die Zusammenarbeit im Vorstand

Geschäftsverteilung im Vorstand

Diskussion der Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung 2017 der Gesellschaft

Sitzungen

Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2017 zwölf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Es fanden sechs Präsenzsitzungen, vier Sitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie zwei Umlaufsitzungen statt. Hinzu kamen vier Beschlüsse, die außerhalb von Aufsichtsratssitzungen gefasst wurden. Die Aufsichtsräte haben sich darüber hinaus zu Einzelfragen untereinander telefonisch ausgetauscht.

Alle Geschäftsvorgänge der Gesellschaft, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und weitere Mitglieder standen darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG hat im Jahr 2017 keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte von Vorstands- und/oder Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtszeitraum nicht berichtet bzw. lagen nicht vor. An allen Sitzungen nahmen die Aufsichtsräte in großer Zahl teil, sodass der Aufsichtsrat grundsätzlich immer beschlussfähig war.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Im Rahmen der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 wurde die Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag verhandelt und den Auftrag erteilt. Prüfungsschwerpunkte waren die Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39, die Bewertung der sonstigen Forderungen nach IAS 39, die Erfassung und Bewertung von Rückstellungen nach IAS 37 sowie die korrekte Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach IFRS 5. Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass dieser dem Aufsichtsrat über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die bei der Durchführung der Abschlussprüfung zur Kenntnis des Abschlussprüfers gelangen, unverzüglich berichtet.

Der von der Lloyd Fonds AG nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sowie der nach den Vorschriften des HGB erstellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Lloyd Fonds AG wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss nebst Lageberichten haben von den Wirtschaftsprüfern jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Außerdem wurde das von der Lloyd Fonds AG gemäß Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) unterhaltene Risikofrüherkennungssystem von den Abschlussprüfern geprüft. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem sämtlichen gesetzlichen Anforderungen vollständig entspricht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft, den Lage- und Konzernlagebericht sowie die Berichte des Abschlussprüfers geprüft. Alle Unterlagen standen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lage- und Konzernlagebericht geprüft sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend besprochen und ausgewertet. Der Abschlussprüfer nahm an der Besprechung teil und erläuterte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss und referierte über die Ergebnisse der Abschlussprüfungen. Alle Fragen der Sitzungsteilnehmer wurden beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte nach den Beratungen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände zu erheben und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 25. Juni 2018. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hatte nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch keine Einwände gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und billigte diese. Er prüfte auch den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts

Der Vorstand hat den von ihm gemäß § 312 AktG aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 (Abhängigkeitsbericht) dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer erteilte folgenden Vermerk:

"Vermerk des Abschlussprüfers:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Lloyd Fonds AG zu verbundenen Unternehmen geprüft und sich auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Berichts dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat in seiner Sitzung vom 25. Juni 2018 festgestellt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018

Die Lloyd Fonds AG hat erkannt, dass sie ihr Geschäftsmodell neu ausrichten muss. In Teilen der klassischen Geschäftsbereiche der Lloyd Fonds AG, insbesondere im Markt für geschlossene Schiffsbeteiligungen, sind nach wie vor keine positiven Entwicklungen sichtbar. Vor diesem Hintergrund hatte der Wechsel aufseiten der Hauptgesellschafter der Lloyd Fonds AG einen positiven Effekt.

Im März 2018 hat der bisherige Hauptaktionär der Lloyd Fonds AG, der ACP Fund V LLC (AMA), sich aus seinem Investment zurückgezogen und seine Anteile an die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (im Folgenden: DEWB) und Investmentfonds, die von dem Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital GmbH gemanagt werden, verkauft und übertragen. Der Kapitalmarkt honorierte dies mit einem deutlichen Kurssprung der Aktie der Lloyd Fonds AG.

Mit der DEWB und den von der SPSW Capital GmbH gemanagten Investmentfonds hat die Lloyd Fonds AG seit März 2018 neue Ankeraktionäre. Es wird erwartet, dass diese das Unternehmen stärken und weiterentwickeln. Der begonnene Prozess der strategischen Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG hat hierdurch noch einmal frischen Schwung erhalten. Die Lloyd Fonds AG erwägt, sich zu einem Investmentmanager für liquide Investitionsmöglichkeiten wie beispielsweise Aktienfonds zu entwickeln. Die Ankeraktionäre unterstützen den Vorstand der Lloyd Fonds AG insbesondere durch die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder, Herrn Achim Plate und Herrn Henning Soltau, die vom Amtsgericht Hamburg mit Beschluss vom 13. April 2018 gerichtlich bestellt worden waren, nachdem mit Ausnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden alle anderen Aufsichtsratsmitglieder ihr Amt niedergelegt hatten. Die Aufsichtsräte Herr Achim Plate und Herr Hennig Soltau werden ihre Expertise und Erfahrung am Kapitalmarkt und in der Vermögensverwaltung bei der Neupositionierung der Lloyd Fonds AG einbringen. Es ist beabsichtigt, die Eckpunkte der geplanten Strategie spätestens zur ordentlichen geplanten Hauptversammlung der Gesellschaft zu präsentieren.

Danksagungen

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Prof. Dr. Eckart Kottkamp ausdrücklich für die vorbildliche Arbeit und sein großes persönliches Engagement sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Aufsichtsrat in all den Jahren.

Der Aufsichtsrat dankt ebenso Herrn Dr. Thomas Duhnkrack für seine langjährige, sehr gute Arbeit im Aufsichtsrat und sein großes persönliches Engagement.

Nach mehr als sechs Jahren hat sich mit dem Einstieg der neuen Ankeraktionäre der bisherige Hauptaktionär der Lloyd Fonds AG, der ACP Fund V LLC (AMA) aus seinem Investment zurückgezogen. Der Aufsichtsrat dankt AMA ausdrücklich für die verlässliche Partnerschaft und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ferner dankt der Aufsichtsrat den Herren Jens Birkmann, Bote de Vries, Stephen Seymour und Paul M. Leand Jr. für ihre langjährige Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder und ihr großes persönliches Engagement.

Der Aufsichtsrat dankt zudem insbesondere Herrn Dr. Torsten Teichert für seine über 17-jährige, vorbildliche Arbeit bei der Lloyd Fonds AG und sein langjähriges und unermüdliches Engagement für die Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat dankt nicht zuletzt dem Vorstand und den Mitarbeitern des Lloyd Fonds-Konzerns für das außerordentliche Engagement und die geleistete Arbeit. Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat den Aktionären des Unternehmens für ihr Vertrauen in das Unternehmen.

 

Hamburg, den 25. Juni 2018

Für den Aufsichtsrat

Dr. Stefan Rindfleisch

Aufsichtsrat

Dr. Stefan Rindfleisch, Vorsitzender

Herr Dr. Stefan Rindfleisch hat in Freiburg und Hamburg Rechtswissenschaften studiert und sein Studium mit dem zweiten Staatsexamen im Jahr 1996 abgeschlossen. Nach seiner Promotion zum seevölkerrechtlichen Thema "Die Nacheile zur See" begann er seine Tätigkeit in der Kanzlei Ehlermann Rindfleisch Gadow im Jahre 1998. Seit 2001 ist er Partner. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Herrn Dr. Stefan Rindfleisch liegen im Bereich der strukturierten maritimen Finanzierungen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Beratung von Private Equity-Fonds, Hedge Fonds und institutionellen Investoren bei deren Investitionsaktivitäten in der Schifffahrt. Herr Dr. Stefan Rindfleisch ist Mitglied des Deutschen Vereins für Internationales Seerecht und der German Maritime Arbitration Association. Ferner liest er an der Universität Hamburg für den Studienschwerpunkt Maritimes Wirtschaftsrecht. Er ist Mitautor des Handbuchs "Grundlagen der Schiffsfinanzierung"

Henning Soltau

Herr Henning Soltau ist Diplom-Kaufmann und examinierter Steuerberater. Er arbeitete mehrere Jahre lang für eine weltweit tätige Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, ehe er die kaufmännische Geschäftsführung eines mittelständischen IT-Unternehmens übernahm. In den Jahren 2000 bis 2009 verantwortete Herr Henning Soltau als Director Finance bzw. Finanzvorstand den Finanzbereich der D+S europe AG und steuerte dort unter anderem deren Börsengang. Im Herbst 2009 schied er aus dem Vorstand der D+S europe AG aus. Seitdem ist er geschäftsführender Gesellschafter der Investmentgesellschaft SPSW Capital GmbH sowie Mitglied des Aufsichtsrats der DEWB sowie der mVISE AG.

Achim Plate

Herr Achim Plate ist diplomierter Maschinenbau-Ingenieur. Seine unternehmerische Laufbahn begann er im Immobiliensektor. Er baute eine eigene mittelständische Unternehmensgruppe auf und brachte die größte Einzelgesellschaft 2002 in die D+S europe AG ein. Dort übernahm er 2003 den Vorstandsvorsitz. Im Herbst 2009 schied Herr Achim Plate aus dem Vorstand der D+S europe AG aus und ist seitdem geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Investmentgesellschaft SPSW Capital GmbH. Er ist zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats der DEWB sowie der mVISE AG in Düsseldorf.

Ereignisse 2017

Februar:

Die Lloyd Fonds AG veröffentlicht die vorläufigen Geschäftszahlen 2016. Es wird ein positives Konzernjahresergebnis von 3,2 Mio. € erzielt.

März:

Die Aktie der Lloyd Fonds AG ist im Segment Scale an der Börse in Frankfurt gelistet.

Das Hotelobjekt des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" wird zum 22,2-Fachen der Jahresnettomiete verkauft. Die Immobilie wurde zu einem Kaufpreisfaktor von 15,5 erworben.

Mai:

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG stimmen die Aktionäre mit einer großen Mehrheit dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zu, eine Dividende in Höhe von 0,16 € je Aktie auszuzahlen.

Zudem wählen die Aktionäre Herrn Dr. Stefan Rindfleisch ebenfalls mit einer großen Mehrheit als Nachfolger von Herrn Prof. Dr. Eckart Kottkamp als neues Mitglied in den Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG. In der anschließenden Sitzung des Aufsichtsrats wird er zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

August:

Herr Klaus M. Pinter wird zum weiteren Vorstand der Lloyd Fonds AG bestellt.

September:

Lloyd Fonds veröffentlicht den Halbjahresbericht. Im ersten Halbjahr 2017 wird ein positives Konzernjahresergebnis in Höhe von 1,0 Mio. € erzielt.

Dezember:

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG verständigt sich mit dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Torsten Teichert einvernehmlich auf eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit.

Ereignisse 2018

Januar:

Herr Klaus M. Pinter wird Alleinvorstand der Lloyd Fonds AG.

März:

Am 9. März 2018 gibt die Lloyd Fonds AG Veränderungen in ihrer Aktionärsstruktur bekannt. An diesem Tag hat das Unternehmen mit der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB) aus Jena eine Investorenvereinbarung geschlossen. Anlass war, dass die DEWB mit dem ACP Fund V LLC (AMA) einen außerbörslichen Aktienkaufvertrag geschlossen hat. Damit hat die DEWB von AMA rund 25,65 % der Aktien der Lloyd Fonds AG erworben. Die restlichen von AMA gehaltenen Aktien werden mit einem separaten außerbörslichen Aktienkaufvertrag von investmentfonds, die von dem Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital GmbH gemanagt werden, erworben.

im Rahmen der Transaktion legen alle bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats, mit Ausnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Stefan Rindfleisch, ihre Mandate nieder.

Mit der neuen Eigentümerstruktur soll das Unternehmen gestärkt und weiterentwickelt werden.

Der Kapitalmarkt honoriert diese Nachricht mit einem deutlichen Kurssprung der Lloyd Fonds-Aktie.

April:

Die Änderungen der Aktionärsstruktur der Lloyd Fonds AG sind umgesetzt.

Herr Achim Plate und Herr Henning Soltau, geschäftsführende Gesellschafter der SPSW Capital GmbH und Aufsichtsratsmitglieder der DEWB, sind zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG zunächst bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018 bestellt.

Juni:

Die Lloyd Fonds AG erzielt für das Geschäftsjahr 2017 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 1,4 Mio. €. Die Eckpunkte der erwogenen Neuausrichtung auf liquide investitionsmöglichkeiten wie z. B. Aktienfonds, sollen auf der ordentlichen geplanten Hauptversammlung am 16. August 2018 in Hamburg präsentiert werden.

Der Vorstand der Lloyd Fonds AG beschließt mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts. Es werden insgesamt 915.664 neue Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung bei Investoren platziert. Der Lloyd Fonds AG fließen hierdurch rund 3,8 Mio. € zu.

Die Aktie

DAX im Jahr 2017 mit neuen Höchstständen

Der DAX startete mit rund 11.600 Punkten ins Börsenjahr 2017 und eilte im Jahresverlauf von einem Allzeithoch zum nächsten. Den Höchststand verzeichnete der deutsche Leitindex bei rund13.500 Punkten. Besonders von der EZB-Entscheidung, das Kaufprogramm für Staatsanleihen mindestens bis September 2018 fortzuführen, profitierte der DAX. International beflügelten auch die Steuerreform-Pläne und die Deregulierungsaussichten von US-Präsident Trump die Märkte. Der Dow Jones schloss zum Jahresende mit einem Plus von rund 25 %, der Nasdaq sogar mit einem Plus von über 30 %.

Einstieg neuer Ankeraktionäre

Die Lloyd Fonds-Aktie ist mit einem Kurs von 3,10 € in das Börsenjahr 2017 gestartet und markierte am 4. Mai 2017 mit 3,80 € ihr Jahreshoch. Meldungen über einen Jahresgewinn in Höhe von 3,2 Mio € und die Erwartung einer Dividendenausschüttung

in Höhe von 0,16 € pro Aktie beflügelten den Kurs ebenso wie die Meldung des erfolgreichen Verkaufs einer Hotelimmobilie in der Leipziger Altstadt an die Motel One-Gruppe. Im weiteren Jahresverlauf gab die Aktie aufgrund der Verzögerungen bei der Realisierung der geplanten Projekte und der damit einhergehenden Reduzierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr nach. Den Jahrestiefststand erreichte sie am 14. Dezember 2017 mit 2,27 €. Die Aktie schloss am letzten Handelstag 2017 mit 2,29 €. Die Marktkapitalisierung lag am Stichtag bei 20,97 Mio. € (Vj: 26,4 Mio. €).

Mit dem Einstieg der neuen Ankeraktionäre stieg der Kurs am 9. März 2018 auf 3,49 € an, nachdem er am Vortag noch bei 2,57 € gelegen hatte. Der weitere Kursverlauf spiegelt das Vertrauen des Kapitalmarktes in die begonnene strategische Neuausrichtung mit den neuen Ankeraktionären wider.

Kursverlauf der Lloyd Fonds-Aktie seit Januar 2017

Quelle: Oddo Seydler Bank AG

Ordentliche Hauptversammlung 2017

Am 24. Mai 2017 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG statt. Der Vorstand berichtete über das vergangene Geschäftsjahr, die künftige Ausrichtung des Unternehmens und über neue Projekte. Die Aktionäre stimmten mit einer Quote von 99,70 % dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zu, eine Dividende in Höhe von 0,16 € je Aktie auszuzahlen (Vorjahr: 0,07 €).

Allen weiteren Vorschlägen wurde ebenfalls mit deutlichen Mehrheiten zugestimmt. Die Abstimmungsergebnisse sowie alle weiteren Unterlagen zur Hauptversammlung sind auf der Internetseite der Lloyd Fonds AG unter www.lloydfonds.de abrufbar.

Neue Aktionärsstruktur

Mit dem Einstieg der neuen Ankeraktionäre hat sich der bisherige Hauptaktionär der Lloyd Fonds AG, der ACP Fund V LLC (AMA) aus seinem Investment zurückgezogen. Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG hat der Lloyd Fonds AG gemäß § 20 Absatz 1 und 3 sowie § 21 Absatz 1 Aktiengesetz (AktG) mitgeteilt, dass Ihr Anteil an der Lloyd Fonds AG am 22.03.2018 die Schwelle von 25 % überschritten hat und seit diesem Tag circa 25,65 % beträgt.

(Circa-Angaben in %, Stand: März 2018)

Kapitalerhöhung erfolgreich platziert

Am 4. Juni 2018 hat der Vorstand der Lloyd Fonds AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts beschlossen. Zum 14. Juni 2018 wurden insgesamt 915.664 neue Aktien zu einem Preis von 4,20 € je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung bei Investoren platziert. Der Lloyd Fonds AG fließen hierdurch rund 3,8 Mio. € zu. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG wird sich durch die Kapitalerhöhung von 9.156.642,00 € auf 10.072.306,00 € erhöhen. Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 2017 an dividendenberechtigt.

Kenndaten der Lloyd Fonds-Aktie

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Börsenkürzel WKN A12UP2, ISIN DE000A12UP29, Reuters L1OGk.DE
Börsenplatz Freiverkehr Frankfurt (Scale), Xetra; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart und Tradegate
Marktsegment Scale(seit 1. März 2017) vorher: Entry Standard
Grundkapital (31. Dezember 2017) 9.156.642,00 €
Designated Sponsor Oddo Seydler Bank AG
Capital Market Partner Oddo BHF Aktiengesellschaft
Erster Handelstag 28. Oktober 2005
Gattung Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 €
Höchstkurs 2017 3,80 €
Tiefstkurs 2017 2,27 €
Durchschnittskurs 2017 3,07 €
Kurs (29. Dezember 2017) 2,29 €
Börsenwert (29. Dezember 2017) 20,97 Mio. €

Offene und transparente Investor Relations-Arbeit

Dem Marktumfeld begegnet der Bereich Investor Relations der Lloyd Fonds AG mit einer transparenten, direkten und kontinuierlichen Finanzkommunikation. So standen der Lloyd Fonds-Vorstand und die Investorenbetreuer den Aktionären und der Öffentlichkeit persönlich, telefonisch und per Mail für Fragen, Anmerkungen und Auskünfte zur Verfügung, um den Anspruchsgruppen eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens zu ermöglichen. Informationen über die Lloyd Fonds AG und die Aktie sind auch auf der Internetseite unter www.lloydfonds.de bzw. https://www.lloydfonds.de/aktie/ abrufbar.

Die Aktie der Lloyd Fonds AG ist seit dem 1. März 2017 im Segment Scale an der Börse in Frankfurt gelistet. Das neue Segment ersetzte das bisherige Marktsegment Entry Standard. Mit dem neuen Segment soll den dort notierten Unternehmen der Zugang zu nationalen und internationalen Investoren erleichtert werden. Zudem soll die Transparenz und die Visibilität der Unternehmen bei Investoren verbessert werden. Für alle im Segment gelisteten Unternehmen werden verpflichtende Research-Reports erstellt.

Konzernlagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Lloyd Fonds AG ist ein Investment- und Assetmanager für sachwertbasierte Kapitalanlagen. Das Unternehmen entwickelt, vertreibt und managt Kapitalanlagen sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Investoren. Bisher wurden über 100 Investments in Sachwerte umgesetzt, mit denen ein Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. € finanziert wurde. Die Lloyd Fonds AG bildet dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab - von der Identifizierung zukunftsfähiger Assets, deren Strukturierung zu profitablen Investments sowie dem langfristigen wertsteigernden Management bis hin zum erfolgreichen Exit im Sinne der Investoren.

Aufgrund der über 20-jährigen Marktzugehörigkeit verfügt das Unternehmen über ein umfassendes internationales Netzwerk an Partnern und einen Marktzugang, der es erlaubt, Markttrends zu identifizieren und kundenorientierte Produkte für seine Investoren anzubieten.

Die Lloyd Fonds AG ist seit dem Jahr 2005 an der Börse notiert und seit dem 1. März 2017 im neuen Segment Scale der Deutschen Börse an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Die Lloyd Fonds AG erwägt, sich neu auszurichten, und plant, sich zu einem Investmentmanager für liquide Investitionsmöglichkeiten wie beispielsweise Aktienfonds zu entwickeln. Die seit März 2018 bestehende neue Eigentümerstruktur stärkt das Unternehmen auf diesem Weg. Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (im Folgenden: DEWB) und Investmentfonds, die von der SPSW Capital GmbH gemanagt werden, haben bei einem außerbörslichen Aktienkauf die bis dato vom ACP Fund V LLC (AMA) gehaltenen Aktien der Lloyd Fonds AG erworben.

1.2 Organisation und Führungsstrukturen

Als börsengelistetes Unternehmen wird die Geschäftstätigkeit der Lloyd Fonds AG durch den Aufsichtsrat kontrolliert. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2017 wurde Herr Dr. Stefan Rindfleisch als Nachfolger von Herrn Prof. Dr. Eckart Kottkamp zum Aufsichtsratsmitglied gewählt und in der anschließenden Aufsichtsratssitzung zu dessen Vorsitzenden bestimmt.

Zum Jahresende 2017 hat sich der Vorstand, bestehend aus Herrn Dr. Torsten Teichert und Herrn Klaus M. Pinter, neu formiert. Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2017 Verhandlungen mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Torsten Teichert zu dessen vorzeitigem Ausscheiden aufgenommen, die mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 umgesetzt wurden. Herr Klaus M. Pinter ist damit seit dem 1. Januar 2018 Alleinvorstand des Unternehmens.

Im bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres hat sich auch der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG neu formiert. Grund hierfür war die Veränderung der Aktionärsstruktur, in der Folge alle Aufsichtsräte, mit Ausnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Stefan Rindfleisch, ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft niedergelegt hatten. Das zuständige Registergericht ist den Vorschlägen des Unternehmens im April 2018 gefolgt und hat die Herren Achim Plate und Henning Soltau, geschäftsführende Gesellschafter der SPSW Capital GmbH und Aufsichtsratsmitglieder der DEWB, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG zunächst bis zum Ablauf der diesjährigen ordentlichen Hauptversammmlung 2018 bestellt.

Die leitenden Positionen unterhalb der Unternehmensleitung sind mit qualifiziertem und erfahrenem Management besetzt. Die Unternehmenskultur des Lloyd Fonds-Konzerns ist durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege geprägt. Per 31. Dezember 2017 waren 34 (Vj.: 44) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns (per 31. Dezember 2017)

1.3 Rechtliche Struktur

Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt unter anderem über 15 (Vj.: 17) verbundene Tochterunternehmen, die gemäß Rechnungslegungsstandard IFRS vollkonsolidiert werden, sowie 71 (Vj.: 88) assoziierte Unternehmen. Eines der 15 vollkonsolidierten Unternehmen der Lloyd Fonds AG ist die Lloyd Treuhand GmbH, die die Kommunikation mit den Anlegern vornimmt. Eine Übersicht über die Beteiligungsstruktur des Lloyd Fonds-Konzerns ist auf Seite 16 dieses Geschäftsberichts abgebildet. Zudem wird ab Seite 77 ff. der Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB dargestellt.

1.4 Planungs- und Steuerungssysteme

Das Unternehmen verfügt über ein internes Planungs- und Steuerungssystem, das es ermöglicht, auf Veränderungen des Marktes und des Umfelds zeitnah und effizient reagieren zu können. Abweichungen von strategischen und operativen Zielen werden so erkannt und entsprechende Adjustierungsaktivitäten eingeleitet. Wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das ausführliche Berichts- und Informationswesen. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Businessplanung des Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt. Im Rahmen von monatlichen Berichten wird der Vorstand der Lloyd Fonds AG in einem Plan-Ist-Vergleich über alle relevanten Kennzahlen informiert. Kommt es zu wesentlichen Abweichungen, wird dies unverzüglich an die entsprechenden Entscheidungsträger kommuniziert.

Das Konzernergebnis bildet die zentrale Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG. Im Berichtsjahr konnte der Lloyd Fonds-Konzern ein positives Konzernjahresergebnis von 1,4 Mio. € (Vj.: 3,2 Mio. €) erwirtschaften. Grund für den Rückgang von 1,8 Mio. € waren im Wesentlichen Veränderungen und Verzögerungen der geplanten Projekte sowie die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit von Herrn Dr. Torsten Teichert zum 31. Dezember 2017 und die damit verbundenen Aufwendungen.

Da die wesentlichen Ergebnisbeiträge der Lloyd Fonds-Gruppe aus Beteiligungsgesellschaften stammen und im Finanzergebnis erfasst werden, ist für die Unternehmensgruppe die Summe aus Umsatzerlösen und Finanzergebnis eine wichtige Steuerungsgröße. Diese lag im Geschäftsjahr 2017 bei 8,2 Mio. € im Vergleich zu 11,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im Geschäftsjahr 2017 bei 1,2 Mio. € (Vj.: 3,2 Mio. €).

Grundlage einer soliden und nachhaltigen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorhalten ausreichender Liquidität im Unternehmen über einen angemessenen Planungszeitraum. Zum 31. Dezember 2017 verfügte das Unternehmen über eine Eigenkapitalquote in Höhe von 70,1 % (Vj.: 69,3 %) und über eine Liquiditätsausstattung von 10,0 Mio. € (Vj.: 11,7 Mio. €).

Um frühzeitig unternehmensgefährdende Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, verfügt die Lloyd Fonds AG über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem. Das Unternehmen erstellt halbjahresweise einen Risikobericht, der durch den verantwortlichen Risikomanager erhoben, bewertet und plausibilisiert wird. Der Risikobericht wird dem Vorstand vorgelegt und von ihm geprüft und freigegeben.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

2.1.1 Internationale Wirtschaftsentwicklung

Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Im Sommerhalbjahr wurde mit mehr als 2 % die kräftigste Expansion der globalen Produktion in einem Halbjahr seit mehr als sieben Jahren verzeichnet. In der Folge belebte sich auch der Welthandel. Maßgeblich für den Zuwachs von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren die Ausweitung des Außenhandels im asiatischen Raum und die weltweit deutlich gestiegenen Investitionen. Das Bruttoinlandsprodukt (im Folgenden: BIP) in den USA, Japan und dem Euroraum konnte profitieren und legte jeweils zu. Auch der private Konsum expandierte vor dem Hintergrund steigender Beschäftigung und etwas anziehender Löhne deutlich. Bemerkenswert ist, dass die Konjunktur inzwischen in allen Ländern des Euroraums deutlich aufwärtsgerichtet ist. Insgesamt soll das BIP der OECD zufolge im Jahr 2017 im Euroraum um 2,5 % angestiegen sein.

2.1.2 Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Im Jahr 2017 beschleunigte sich die konjunkturelle Dynamik in Deutschland noch einmal deutlich. Die Zuwachsrate für das BIP wurde mehrfach angepasst und soll der OECD zufolge im Jahr 2017 bei 2,5 % liegen. Der Aufschwung steht dabei auf einem breiten Fundament. Die privaten Konsumausgaben, die hohen Einkommenszuwächse, der Bauboom und die Exporte, die durch den Aufschwung der Weltwirtschaft weiter stimuliert wurden, bilden die Basis für diesen Aufschwung.

2.1.3 Marktentwicklung Immobilien

Angesichts weiterhin solider Wirtschaftsdaten und niedriger Finanzierungskosten blickte die Immobilienwirtschaft in Deutschland im Berichtsjahr erneut auf ein positives Jahr zurück. Das Gewerbeimmobiliensegment erzielte im Jahr 2017 ein Transaktionsvolumen von rund 56,8 Mrd. €. Wie in den Jahren zuvor dominierten mit 44 % am Gesamtvolumen die Büroimmobilien. Zweitstärkstes Segment waren mit 20 % am Transaktionsvolumen die Einzelhandelsimmobilien, gefolgt von den Lager- und Logistikimmobilien, auf die 15 % der Investorengelder entfielen. Mit einem Investmentvolumen von fast 4,2 Mrd. € durchbrachen Hotelinvestments bereits das dritte Jahr in Folge die 4-Mrd.-€-Marke und erzielten ein Ergebnis, das 84 % über dem 10-Jahres-Durchschnitt lag.

Das Investitionsvolumen in den Niederlanden ist im Büroimmobilienbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 73 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf ein äußerst robustes zweites Quartal zurückzuführen. Das Interesse der Investoren konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf Immobilien in Amsterdam.

2.1.4 Marktentwicklung Schifffahrt

Die meisten Experten sind sich einig, dass die Konsolidierung in der Schifffahrt noch einige Zeit anhalten wird. In der Containerschiffsbranche näherten sich im Jahr 2017 Angebot und Nachfrage allerdings weiter an. Die höhere Nachfrage stammte überwiegend aus einem erhöhten Handelsvolumen auf den Hauptverkehrsrouten. Zahlreiche Verschrottungen und aufgeschobene Neubauaufträge der Reedereien führten dazu, dass die Anzahl der aufliegenden Schiffe Anfang des Jahres 2018 auf einem niedrigeren Stand als in den Vorjahren lag. Durch die verbesserten Rahmenbedingungen sind die Zeitcharter- und Frachtraten merklich angestiegen, befinden sich allerdings immer noch auf einem geringen Niveau.

Der Tankersektor war im Jahr 2017 durch starke Überkapazitäten gekennzeichnet, deren Bodenbildung noch nicht erreicht zu sein scheint. Das Flottenwachstum bei den Rohöl- und Produktentankern wird aufgrund hoher Neubauablieferungen weiterhin das Nachfragewachstum übersteigen. Die Nachfrage wurde im vergangenen Jahr auch von Unsicherheiten an den globalen Ölmärkten, von hohen Lagerbeständen und der von der OPEC entschiedenen verlängerten Förderungsbeschränkung getrübt. Zusätzlich tauschten die USA durch einen Ausbau der Fracking-Technologie ihre Importtätigkeit teilweise gegen Eigenproduktion aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der aufliegenden Tankerschiffe. Die Fracht- und Charterraten sowie die Schiffswerte liegen auf einem niedrigen Niveau.

2.1.5 Marktentwicklung Weitere Assets: Flugzeuge, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen

Die Passagierzahlen in der Luftverkehrsbranche sind im Jahr 2017 um 7,6 % gestiegen und lagen damit deutlich über der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der letzten zehn Jahre in Höhe von 5,5 %. Getrieben durch eine robuste regionale Wirtschaftsexpansion und eine Erhöhung der Routenoptionen zeigt die Region Asien-Pazifik erstmals seit 1994 wieder das stärkste Wachstum vor Europa und Nordamerika.

Im Jahr 2017 verzeichnete die globale Private Equity-Industrie solide Gewinne - sowohl im Hinblick auf die Buy-Out-Werte als auch auf die Exits. Wachsende Investorenbegeisterung produzierte die größten Buy-Out-Fonds, die je in den USA, Europa und Asien aufgelegt wurden. Einschließlich Zusatztransaktionen stieg der globale Buy-Out-Wert um 19 % auf 440 Mrd. US-$ (2016: 369 Mrd. US-$), unterstützt durch einen Strom von Großaufträgen der öffentlichen Hand an Unternehmen der Privatwirtschaft. Auf der anderen Seite war die Zahl der globalen Deals mit einem Zuwachs von nur 2 % auf 3.077 Deals im Wesentlichen unverändert.

Der geplante Brexit stellt für den britischen Versicherungsmarkt einen bedeutenden Umbruch dar. Zudem ist der Versicherungssektor seit fast einem Jahrzehnt mit niedrigen Zinsen konfrontiert, was sich auch im Jahr 2017 negativ auf die Profitabilität ausgewirkt hat. Das Wachstum für die Lebensversicherer in Westeuropa ist abhängig von der Fähigkeit der Versicherer, ihr Geschäft mit kapitalbildenden Produkten an das Niedrigzinsumfeld anzupassen und das Vertrauen der Verbraucher in diese Produkte wiederzuerlangen.

2.1.6 Kapitalmarktentwicklung

Laut der Pressemitteilung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. vom 5. Februar 2018 hat die positive Grundstimmung an den Finanzmärkten der Fondsbranche zwei neue Meilensteine beschert: Erstmals werden rund 3 Billionen € verwaltet und zweitens erzielten die Fonds im Jahr 2017 ihr zweitbestes Absatzjahr.

Das verwaltete Gesamtvermögen der Branche stieg damit seit Ende 2007 um 77 % auf 3.001 Mrd. €. In Offenen Spezialfonds werden 1.594 Mrd. € und damit mehr als die Hälfte des Gesamtvolumen verwaltet, in Offenen Publikumsfonds 1.022 Mrd. €, in Freien Mandaten 379 Mrd. € sowie in Geschlossenen Fonds 6 Mrd. €.

Verwaltetes Fondsvolumen Fondsbranche in 2017

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Kategorie Verwaltetes Fondsvolumen
in Mrd. €
Offene Spezialfonds 1.594
Offene Publikumsfonds 1.022
Freie Mandate 379
Geschlossene Fonds 6
Summe 3.001

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., 31.12.2017, eigene Darstellung.

Dabei erzielten Offene Fonds mit Zuflüssen von 160 Mrd. € im Berichtsjahr das zweitbeste Absatzjahr. Nur im Jahr 2015 wurde mit 193 Mrd. € ein stärkeres Neugeschäft erzielt. Geschlossene Fonds verzeichneten einen Zufluss von 2,9 Mrd. €. Treiber für dieses positive Gesamtergebnis der Investmentbranche im Neukundengeschäft sollen das nach wie vor niedrige Zinsniveau und das Altersvorsorgegeschäft sein.

Im Bereich der Publikumsfonds erzielten die Aktienfonds im Neugeschäft ein Ergebnis von 18,2 Mrd. €. Sie sind auch im gemanagten Gesamtvolumen mit 394 Mrd. € die volumengrößte Gruppe der Publikumsfonds. Immobilienfonds verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 5,5 Mrd. €.

2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

2.2.1 Wesentliche Ereignisse 2017

Positives Jahresergebnis 2017

Die Lloyd Fonds AG erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein positives Konzernjahresergebnis in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj.: 3,2 Mio. €). Da es bei der Entwicklung der neuen geplanten Projekte im Jahresverlauf zu Verzögerungen und Veränderungen kam, wurde die im Geschäftsbericht 2016 veröffentlichte Prognose eines positiven Konzernjahresergebnisses etwa in Höhe des Geschäftsjahres 2016 im September 2017 auf um 2 Mio. € reduziert. Zusätzlich haben auch die Veränderungen im Vorstand - der Vertrag mit Herrn Dr. Torsten Teichert wurde vorzeitig zum 31. Dezember 2017im gegenseitigen Einvernehmen beendet - aufgrund der damit verbundenen Aufwendungen zu einer weiteren Belastung des Konzernjahresergebnisses geführt.

Wechsel in das neue Börsensegment Scale

Direkt zum Start am 1. März 2017 ist die Lloyd Fonds AG in das neue Börsensegment Scale der Deutschen Börse in Frankfurt gewechselt. Scale ist das Nachfolgesegment des Entry Standard und stellt höhere Anforderungen an Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit der gelisteten Unternehmen. Designated Sponsor der Lloyd Fonds AG ist die Oddo Seydler Bank AG. Die Oddo BHF Aktiengesellschaft hat die Aufgaben des Capital Market Partners übernommen.

Verkauf von Fondshotel an Motel One-Gruppe

Die Lloyd Fonds AG hat im Berichtsjahr eine weitere Hotelimmobilie inklusive Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe "Motel One" verkauft. Die in der Leipziger Altstadt liegende Immobilie wurde zum 22,2-Fachen der Jahresnettomiete verkauft. Seinerzeit hatten die Investoren des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" das Objekt zu einem Kaufpreisfaktor von 15,5 erworben.

Produktentwicklung

Die Lloyd Fonds AG erwägt, ihren Kunden liquide Investitionsmöglichkeiten anzubieten und arbeitet dafür an verschiedenen Projekten.

Ordentliche Hauptversammlung 2017

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG am 24. Mai 2017 in Hamburg informierte der Vorstand die Aktionäre ausführlich über die Lage des Unternehmens. Die Hauptversammlung stimmte u. a. über die Gewinnverwendung ab und beschloss eine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von 0,16 € pro Aktie. Als neues Mitglied wurde Herr Dr. Stefan Rindfleisch in den Aufsichtsrat gewählt. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt.

Klaus M. Pinter zum Mitglied des Vorstands bestellt

Der bisherige Generalbevollmächtigte Herr Klaus M. Pinter ist vom Aufsichtsrat der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. August 2017 für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2019 zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt worden. In dieser Position verantwortete Herr Klaus M. Pinter zunächst alle Assetbereiche, insbesondere Schifffahrt und Immobilien sowie den Vertrieb. Seit dem Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsmitglieds Dr. Torsten Teichert zum Ablauf des 31. Dezember 2017 ist Herr Klaus M. Pinter Alleinvorstand der Gesellschaft.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 reduziert

Am 1. September 2017 hat die Lloyd Fonds AG den Ausblick für das Konzernjahresergebnis auf um 2 Mio. € gesenkt. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Konzernjahresergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. Grund für die Reduzierung waren Verzögerungen und Veränderungen bei den geplanten Projekten.

Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Dr. Torsten Teichert

Der Aufsichtsrat hat am 10. Dezember 2017 Verhandlungen über das vorzeitige Ausscheiden von Herrn Dr. Torsten Teichert und die Beendigung des bis zum 30. Juni 2019 laufenden Anstellungsvertrags aufgenommen. Hintergrund waren unter anderem Meinungsverschiedenheiten zu operativen und strategischen Fragestellungen. Das Unternehmen teilte mit, dass das Ergebnis 2017 hierdurch im mittleren bis oberen sechsstelligen Bereich belastet werden wird. Ende Dezember einigte sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Torsten Teichert einvernehmlich auf die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 und dankte ihm für seine 17-jährige engagierte Arbeit. Herr Dr. Thomas Duhnkrack, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, teilte der Gesellschaft am 10. Dezember 2017 mit, dass er sein Mandat mit sofortiger Wirkung niederlegt.

2.2.2 Entwicklung in den Assetklassen

Immobilien

Die Lloyd Fonds AG hat bisher zwölf Immobilienfonds mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 420 Mio. € umgesetzt. Die Fondsimmobilien befinden sich in Deutschland und in den Niederlanden. Insgesamt leistete das Immobilienportfolio für das Jahr 2017 Auszahlungen in Höhe von rund 5,6 Mio. € an die Investoren. Bisher wurden Objekte aus fünf Immobilienfonds veräußert. Vier Fondsgesellschaften befinden sich in der Liquidation.

Zum Stichtag umfasst das Portfolio eine Mietfläche von rund 122.000 Quadratmetern, die an 38 Mieter vermietet sind. Schwerpunkt der Investitionen sind Büro- und Hotelinvestments mit einem Anteil von 61 % bzw. 39 % der Mietfläche.

Bisher hat die Lloyd Fonds AG vier Hotelfonds für Investoren strukturiert und platziert. Das Investitionsvolumen dieses Portfolios betrug rund 150 Mio. €. Die Lloyd Fonds AG hat bei der Strukturierung der Hotelfonds auf solide Betreiber mit innovativen Nutzungskonzepten, zentrale Lagen und vor allem langfristige Miet-/Pachtverträge von mindestens 20 Jahren gesetzt. Betreiber der Hotels waren bzw. sind die Motel One-Gruppe, die TUI AG und die Lindner AG. Da die Preise für Hotelimmobilien in den letzten Jahren gestiegen sind und nicht auszuschließen ist, dass zukünftig ein noch stärkerer Verdrängungswettbewerb um Gäste stattfindet und die Preise für Hotelimmobilien wieder fallen werden, hat das Fondsmanagement die Anleger der beiden Hotelfonds "Moderne Großstadthotels" und "Hotel Leipzig Nikolaikirche" im Jahr 2016 bzw. 2017 über den Verkauf der Fondsimmobilien abstimmen lassen. Beispielsweise erzielten die Anleger des Hotelfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" insgesamt einen Kapitalrückfluss von rund 156 % vor Steuern. Bezogen auf die Laufzeit von nur etwas über sechs Jahren ergibt dies eine jährliche Vermögensmehrung von rund 8 % vor Steuern. Die Lloyd Fonds AG partizipiert an diesem Ergebnis über eine Ergebnisbeteiligung.

Schifffahrt

Die gemanagte Flotte der Lloyd Fonds AG umfasst zum 31. Dezember 2017 insgesamt 24 Schiffe, darunter 16 Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von bis zu 8.500 TEU sowie acht Produkten- und Rohöltanker. Zudem managt das Schifffahrts-Team drei Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen. Zum Stichtag befanden sich 46 Containerschiffe, 31 Tanker und ein Bulker in den Portfolios dieser Zweitmarktfonds.

Aufgrund der nach wie vor sehr angespannten Lage auf den Schifffahrtsmärkten war das Assetmanagement auch im Jahr 2017 darauf fokussiert, die Bestandsflotte bestmöglich durch das herausfordernde Umfeld zu führen. Gemeinsam mit den Vertragsreedern wurden dafür verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Beispielsweise wurden bislang zehn Panamax-Containerschiffe in der Größenklasse 3.400 bis 5.100 TEU in einen von der Lloyd Fonds AG gegründeten und gemanagten Einnahmepool eingegliedert. Poolmanager ist die Lloyd Shipping GmbH, eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG. Das Grundprinzip des Pools ist es, dass ein Schiff, das keine Beschäftigung und damit keine oder nur sehr geringe Einnahmen erzielt, durch die Gemeinschaft gestützt wird. Das Hauptrisiko jedes Schiffes - Zeiten ohne jegliche Beschäftigung und Einnahmen - wird dadurch vermieden. Die Etablierung des Pools Ende 2016 war zudem die Voraussetzung dafür, dass gemeinsam mit der finanzierenden Bank im Berichtsjahr weiter an Fortführungskonzepten für die Schiffe gearbeitet wurde. Zwischenzeitlich haben die Bankgremien bei acht dieser Schiffe dem Weiterbetrieb zugestimmt. Basis der Fortführungskonzepte ist die Vereinbarung eines flexiblen Kapitaldienstes, der es den Schifffahrtsgesellschaften bis mindestens Mitte 2020 ermöglicht, Zins- und Tilgungsleistungen in Abhängigkeit von der Einnahmensituation des Pools zu leisten. Dadurch ist es möglich, trotz der weiterhin geringen Einnahmen, die Schiffe weiter zu betreiben und im Rahmen eines verbesserten Marktumfelds zu verkaufen.

Obwohl die Tankermärkte auch im Jahr 2017 unter den Überkapazitäten litten und die Fracht- und Charterraten dementsprechend ein niedriges Niveau verzeichneten, konnten einige der gemanagten Tanker der Lloyd Fonds AG positive Ergebnisse vermelden. Die Anleger von zwei Panamax-Tankern erhielten Auszahlungen in Höhe von 12,5 % bzw. 20,0 % bezogen auf das Eigenkapital. Ein Handysize-Tanker leistete im Jahr 2017 Auszahlungen in Höhe von 10,0 % bezogen auf das Eigenkapital an die Investoren. Die drei Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 72.000 bzw. 37.000 tdw wurden 2004 in Dienst gestellt und fahren im Penfield Marine Pool bzw. im Handytankers MR Pool von Maersk.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde zudem auf der Hauptversammlung ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Lloyd Shipping GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Lloyd Fonds AG beschlossen. Durch den Ergebnisabführungsvertrag können die Erträge der Lloyd Shipping GmbH künftig auf Ebene der Lloyd Fonds AG versteuert werden, wobei hier die bestehenden Verlustvorträge der Lloyd Fonds AG genutzt werden können.

Weitere Assets

Zum 31. Dezember 2017 managt die Lloyd Fonds AG vier Flugzeugfonds mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 350 Mio. €. Davon befindet sich eine Fondsgesellschaft in Liquidation. Die aktuelle Flotte besteht aus insgesamt vier Flugzeugen: zwei Langstreckenflugzeugen (Airbus A380/A340-600) sowie zwei Mittelstreckenflugzeugen (Airbus A319). Zum Stichtag ist das Portfolio vollständig verleast, u. a. an die beiden namhaften Fluggesellschaften Singapore Airlines und Virgin Atlantic.

Im Bereich Private Equity betreut die Lloyd Fonds AG zum 31. Dezember 2017 einen von der amerikanischen Investmentgesellschaft Neuberger Berman gemanagten Fonds, der breit diversifiziert überwiegend in Buy-Out-Beteiligungen in den USA investiert.

Die Lloyd Fonds AG betreut zudem zum 31. Dezember 2017 acht britische Kapitallebensversicherungsfonds mit einem ursprünglichen Gesamtinvestitionsvolumen von rund 270 Mio. €. Insgesamt wurden zum Stichtag in den britischen Kapitallebensversicherungsfonds rund 1.400 Policen von Versicherungsunternehmen verwaltet.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien werden zudem die Anleger von zwei Fonds verwaltet. Daneben werden von der Lloyd Fonds AG zwei von ihr aufgelegte Portfoliofonds gemanagt.

2.3 Zielerreichung und Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur wirtschaftlichen Lage

Das positive Konzernjahresergebnis des Lloyd Fonds-Konzerns resultierte wesentlich aus mehreren Erfolgen. Dazu zählte der Verkauf der Immobilie aus dem Fonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche". Zusätzliche Erlöse ergaben sich zudem aus der Wertzuschreibung der Immobilie in Hamburg-Tonndorf und durch hohe Steuererstattungen für Altjahre auf Ebene zweier assoziierter Unternehmen. Bei den geplanten Projekten kam es zu Verzögerungen und Veränderungen. Diese führten zu geringeren Umsatzerlösen als zunächst erwartet und infolgedessen zu einer Reduzierung der Ergebnisprognose, die zunächst von einem positiven Konzernjahresergebnis etwa in Höhe des Geschäftsjahres 2016 ausging.

Zusätzlich haben auch die Veränderungen im Vorstand - der Vertrag mit Herrn Dr. Torsten Teichert wurde vorzeitig zum 31. Dezember 2017 im gegenseitigen Einvernehmen beendet - aufgrund der damit verbundenen Aufwendungen zu einer weiteren Belastung des Konzernjahresergebnisses geführt.

In diesem Umfeld erzielte die Lloyd Fonds AG im Berichtsjahr dennoch ein positives Konzernjahresergebnis in Höhe von 1,4 Mio. €. Die Summe aus Umsatzerlösen und Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr 2017 bei 8,2 Mio. € im Vergleich zu 11,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 1,2 Mio. € (Vj.: 3,2 Mio. €). Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2017 über eine Liquiditätsausstattung von 10,0 Mio. € (Vj.: 11,7 Mio. €).

Das Jahr 2017 war geprägt von den Vorbereitungen für die geplanten neuen, liquiden Produkte, wie beispielsweise einen Aktienfonds. Diese erwogene Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG auf offene und liquide Investments soll durch das Engagement der neuen Ankeraktionäre weiter vorangetrieben werden.

3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Lloyd Fonds-Konzerns werden in der nachfolgenden Analyse erläutert.

Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in T€ 2017 2016
Umsatzerlöse 7.458 9.463
Materialaufwand -484 -1.039
Personalaufwand -4.769 -4.303
Abschreibungen und Wertminderungen -479 -494
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3.347 -3.270
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.133 443
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 512 800
Finanzergebnis 690 2.363
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.202 3.163
Ertragsteuern 158 12
Konzernjahresergebnis 1.360 3.175

Neben den Umsatzerlösen stellt auch das Finanzergebnis, hier insbesondere das Beteiligungsergebnis, eine wichtige Steuerungsgröße des Unternehmens dar. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist die Summe aus Umsatzerlösen und Finanzergebnis mit 8.148 T€ von 11.826 T€ um 31,1 % gesunken. Dabei haben sich die Umsatzerlöse wie folgt entwickelt:

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in T€ 2017 2016
Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement 6.440 7.491
Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen 843 1.898
Sonstige Umsatzerlöse 175 74
Umsatzerlöse 7.458 9.463

Die Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement sind um 1.051 T€ rückläufig. Die hierin enthaltenen Erlöse aus der Verwaltung der Treuhandverträge sind aufgrund veräußerter Assets, Insolvenzen und auslaufender Verträge von 6.066 T€ um 771 T€ auf 5.295 T€ gesunken. Die ebenfalls enthaltenen Erlöse aus Managementleistungen sind im Geschäftsjahr von 1.425 T€ um 280 T€ auf 1.145 T€ sowohl aufgrund der weiterhin anhaltend schwierigen Marktlage im Bereich Schifffahrt als auch durch Schiffsverkäufe gesunken. Der Rückgang der Erlöse aus Managementleistungen resultiert weiterhin aus der Entkonsolidierung der Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd., Singapur, in 2016. Gleichzeitig sind auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen gesunken. Die Auswirkung auf das Konzernjahresergebnis aus der Entkonsolidierung ist somit weitestgehend ergebnisneutral.

Die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen haben sich insgesamt um 1.055 T€ verringert. Dies resultiert insbesondere aus dem Bereich Immobilien, in dem sich die Erlöse aus Assetverkäufen im Geschäftsjahr von 1.517 T€ auf 425 T€ verringert haben. Die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen im Bereich Schifffahrt sind aufgrund von Restrukturierungsleistungen auf dem Vorjahresniveau.

In den sonstigen Umsatzerlösen sind erstmalig Mieterträge in Höhe von 152 T€ für die erworbene Immobilie in Hamburg-Tonndorf enthalten. Die weiteren sonstigen Umsatzerlöse resultieren aus zusätzlichen Managementdienstleistungen in Höhe von 23 T€ (Vj.: 74 T€).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Materialaufwand um 555 T€ auf 484 T€ gesunken. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind erhaltene Managementleistungen und projektbezogene Materialaufwendungen enthalten. Der Rückgang ist, wie bei den Erlösen aus Fonds- und Assetmanagement, auf die Entkonsolidierung der Gesellschaft in Singapur zurückzuführen. Zusätzlich sind die projektbezogenen Materialaufwendungen gesunken.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2017 beläuft sich auf 4.769 T€, nach 4.303 T€ im Vorjahr. Der Anstieg ist auf die um 645 T€ auf 678 T€ gestiegenen Abfindungen, insbesondere für das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Torsten Teichert, zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich die um 311 T€ gesunkenen variablen Vergütungen aufgrund des reduzierten Konzernjahresergebnisses sowie der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 45 im Vorjahr auf 41 im Geschäftsjahr mindernd aus.

Die Abschreibungen und Wertminderungen haben sich im Berichtsjahr um 15 T€ auf 479 T€ verringert. Darin enthalten sind Aufwendungen für Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 390 T€ (Vj.: 384 T€).

Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich von -3.270 T€ im Jahr 2016 auf -3.347 T€ im Geschäftsjahr verändert. In den Erträgen aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen sind Erträge von Quoten aus Insolvenzen in Höhe von 265 T€ enthalten. In den übrigen Erlösen ist eine Wertzuschreibung von 576 T€ für die nach IFRS 5 bilanzierte Immobilie in Hamburg-Tonndorf enthalten (Ziffer 6.7.9 des Konzernanhangs). Der Anstieg der Mietaufwendungen ist insbesondere durch den Anstieg der Drohverlustrückstellung in Höhe von 270 T€ begründet. Auch verweisen wir auf die Darstellung im Konzernanhang (Ziffer 6.6.5).

Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 2.133 T€ (Vj.: 443 T€) liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis ist insbesondere durch hohe Steuererstattungen für Altjahre auf Ebene zweier assoziierter Unternehmen geprägt, wodurch ein Ertrag in Höhe von 1.454 T€ entstanden ist. Das weitere Ergebnis besteht im Wesentlichen aus vereinnahmten Beteiligungserträgen sowie aus der vorgenommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile.

Das Finanzergebnis in Höhe von 690 T€ (Vj.: 2.363 T€) setzt sich aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von 167 T€ (Vj.: 440 T€), aus einem Fremdwährungsverlust in Höhe von 636 T€ (Vj. Fremdwährungsgewinn: 150 T€) sowie aus Beteiligungserträgen in Höhe

von 1.159 T€ (Vj.: 1.773 T€) zusammen. Das Beteiligungsergebnis setzt sich aus den regelmäßigen Ausschüttungen einzelner Beteiligungsgesellschaften, dem Verkauf der Immobilie in Leipzig als auch aus Vorabgewinnen aus dem Verkauf zweier Schiffe zusammen. Der Rückgang beruht insbesondere aus dem im Vorjahr höheren erzielten Erlös aus dem Verkauf von Immobilien.

Als Folge der dargestellten Entwicklung weist der Lloyd Fonds-Konzern im Jahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 1.202 T€ (Vj.: 3.163 T€) aus.

Die Ertragsteuern des Berichtszeitraums betragen 158 T€ (Vj.: 12 T€). Der laufende Steuerertrag des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 288 T€ ist im Wesentlichen auf Steuererstattungen für Vorjahre zurückzuführen, während das Vorjahr durch einen laufenden Steueraufwand aus der Mindestbesteuerung der Lloyd Fonds AG in Höhe von 148 T€ belastet wurde. Ferner sind Steueraufwendungen für das laufende Jahr und Steuererstattungen für Vorjahre für nicht zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörende Gesellschaften enthalten. Die Minderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 130 T€ betrifft die angepasste Erwartung im Rahmen des Planungshorizonts der zukünftigen Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge.

Insgesamt beläuft sich das Konzernjahresergebnis 2017 auf 1.360 T€ (Vj.: 3.175 T€).

Im Folgenden werden weitere Informationen zum Konzernergebnis für die Segmente Immobilien, Schifffahrt sowie Weitere Assets gegeben. Hinsichtlich des Segments "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" wird auf die allgemeinen Ausführungen zur Ertragslage sowie die weiteren Informationen in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang verwiesen. Dabei werden die wesentlichen Sachverhalte für jedes berichtspflichtige Segment erläutert. Im Folgenden werden die Erläuterungen der Zahlen nur mit den angepassten Zahlen des Vorjahres inklusive der verrechneten allgemeinen Aufwendungen vorgenommen, siehe auch im Konzernanhang (Ziffer 6.5).

3.1.1 Segment Immobilien

Während das Ergebnis nach Steuern im Vorjahr noch bei 1.902 T€ (neu) lag, konnte im laufenden Geschäftsjahr nur ein Ergebnis von 499 T€ erzielt werden. Die gesunkenen Umsatzerlöse sind insbesondere durch die im Vorjahr vermittelten sechs Touristenhotels an ein namhaftes Family Office und den Verkauf von zwei

Motel One-Fonds-Hotels in Berlin und Nürnberg des Immobilienfonds "Moderne Großstadthotels" an die Hotelgruppe Motel One, begründet. Im Geschäftsjahr wurde lediglich der Verkauf der Immobilie des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um 588 T€ angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an der Bewertung der Immobilie in Hamburg-Tonndorf zum Stichtag.

Das Finanzergebnis ist von 1.713 T€ (neu) auf 375 T€ gefallen. Dies resultiert überwiegend aus der unterschiedlichen Höhe der Erlöse aus den im Vorjahr verkauften Hotels des Fonds "Moderne Großstadthotels" sowie dem Verkauf der Immobilie in Leipzig im laufenden Jahr.

3.1.2 Segment Schifffahrt

Das Ergebnis nach Steuern konnte von 1.810 T€ (neu) auf 3.356 T€ gesteigert werden. Der Anstieg im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen resultiert insbesondere aus hohen Steuererstattungen für Altjahre auf Ebene zweier assoziierter Unternehmen, wodurch Erträge in Höhe von 1.454 T€ entstanden sind.

Gegenläufig haben sich die Umsatzerlöse entwickelt. Diese sind um 1.249 T€ gefallen. Dies liegt maßgeblich an den verminderten Managementerlösen bedingt durch die nach wie vor schwierige Marktlage. Weiterhin sind die Erlöse aus Treuhandtätigkeiten aufgrund von Insolvenzen und auslaufenden Treuhandverträgen entfallen oder reduziert.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 2.036 T€ (neu) auf 1.815 T€ ist maßgeblich durch geringere Einzelwertberichtigungen (638 T€) als auch durch reduzierte Aufwendungen für Rückzahlungen für erhaltene Ausschüttungen geprägt. Weiterhin werden sie durch konzerninterne Umlagen belastet.

3.1.3 Segment Weitere Assets

Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Gegensatz zum Vorjahr von 2.210 T€ (neu) auf 1.436 T€ reduziert. Dies liegt insbesondere an der Minderung der sonstigen betrieblichen Erträge um 467 T€, die im Vorjahr aus dem Verkauf zweier Geschäftsführungen im Bereich Energie resultierten. Das Finanzergebnis ist um 222 T€ gesunken, was auf geringere Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich in der Kurzübersicht zum Jahresende 2017 im Vergleich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:

Aktiva

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in T€ 2017 2016
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 285 337
Finanzanlagen 5.721 7.525
Latente Steuererstattungsansprüche 324 454
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.132 7.639
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.005 11.663
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Vermögenswerten 3.995 -
Bilanzsumme 26.462 27.618

Passiva

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in T€ 2017 2016
Konzerneigenkapital 18.554 19.145
Latente Steuerverbindlichkeiten 406 413
Finanzschulden 1.584 1.552
Übrige Verbindlichkeiten 4.324 6.508
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Verbindlichkeiten 1.594 -
Bilanzsumme 26.462 27.618

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 verringert sich gegenüber dem Jahresende 2016 von 27.618 T€ um 1.156 T€ bzw. 4,2 % auf 26.462 T€. Die diesbezüglichen Effekte werden im Folgenden näher erläutert:

Auf der Aktivseite sind die Finanzanlagen von 7.525 T€ um 1.804 T€ auf 5.721 T€ gesunken. Dies ist insbesondere auf die Veräußerung der Immobilie in Leipzig und die damit verbundene Rückzahlung des Eigenkapitals zurückzuführen. Mindernd wirken sich auch die ergebnisneutralen Abwertungen der Beteiligungen in Höhe von 493 T€ sowie weitere ergebniswirksame Abschreibungen von Beteiligungen um 390 T€ aus. Ebenfalls ist ein Rückgang bei den assoziierten Unternehmen um 412 T€ aufgrund einzelner Verkäufe bzw. Gesellschaftslöschungen und Rückzahlungen des Kapitals, der laufenden At-Equity-Bewertung, erhaltenen Ausschüttungen sowie einzelner Insolvenzen zu verzeichnen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte auf der Aktivseite sind um 1.507 T€ auf 6.132 T€ gesunken. Die Reduzierung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der Ausbuchung der gesamten Forderungen gegen Treugeber der Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 1.959 T€. Gegenläufig wirken sich bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten die Vorabgewinne zweier Gesellschaften in Höhe von 433 T€ sowie die Erhöhung der Forderungen aus Erstattungsansprüchen aus Klagen um 109 T€ auf 552 T€ aus.

Bei der zu Veräußerungszwecken gehaltenen Gruppe von langfristigen Vermögenswerten handelt es sich ausschließlich um die Vermögenswerte der Lloyd WohnWert Tonndorfer Hauptstrasse 59 GmbH & Co. KG, die sich im Wesentlichen aus den Anschaffungskosten der erworbenen Immobilie in Höhe von 3.324 T€, einer Wertzuschreibung in Höhe von 576 T€ sowie dem Bankguthaben der Gesellschaft in Höhe von 78 T€ zusammensetzen.

Auf der Aktivseite haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um insgesamt 1.658 T€ auf 10.005 T€ verringert. Für eine detaillierte Analyse der Entwicklung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 591 T€ auf 18.554 T€ zum Bilanzstichtag gesunken. Der Rückgang ist durch die an die Aktionäre ausgezahlte Dividende in Höhe von 1.465 T€ sowie durch die Veränderung des sonstigen Ergebnisses (OCI) in Höhe von 486 T€ geprägt. Gegenläufig wirkt sich das laufende Konzernergebnis in Höhe von 1.360 T€ aus.

Die Wertminderungen bei den Beteiligungen des Konzerns führen zu einer Reduzierung der erfolgsneutral erfassten passiven latenten Steuern in Höhe von 7 T€ und sind Ursache des Rückgangs der latenten Steuerverbindlichkeiten von 413 T€ auf 406 T€ zum 31. Dezember 2017.

Dagegen haben sich die Finanzschulden von 1.552 T€ auf 1.584 T€ zum Bilanzstichtag erhöht. Die Veränderung resultiert aus den gestundeten Zinsen für die Verbindlichkeit aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria".

Die übrigen Verbindlichkeiten sind um 2.184 T€ auf 4.324 T€ gesunken. Der Rückgang ist insbesondere durch den Wegfall der gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vj.: 1.959 T€), aufgrund einer Neubeurteilung des Sachverhalts begründet.

Bei der zu Veräußerungszwecken gehaltenen Gruppe von langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um das übernommene Finanzierungsdarlehen in Höhe von 1.605 € für die Immobilie in Hamburg-Tonndorf, für die im Berichtszeitraum 30 T€ getilgt wurden, sowie um weitere Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

3.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement des Lloyd Fonds-Konzerns erfolgt über den Bereich Finanzen. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Stärkung der Finanzkraft sind oberstes Ziel des Bereichs. Im Rahmen der Finanzaktivitäten sichert das Finanzmanagement die jederzeitige Liquidität des Konzerns, steuert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Für diese Zwecke kommt eine rollierende Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr zum Einsatz. Die mittelfristige Finanzplanung wird mithilfe eines integrierten Planungstools auf Basis der aktuellen Businessplanung für die folgenden zwei Geschäftsjahre durchgeführt.

Die Finanzlage des Konzerns stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in T€ 2017 2016
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern -2.257 507
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 968 953
Veränderung des Working Capital -194 -594
Erhaltene Ausschüttungen und Dividenden 2.883 1.789
Erhaltene sowie gezahlte Zinsen und Ertragsteuern 92 -342
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.492 2.313
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.183 1.176
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 110 -1.876
Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - -15
Nettomittelab-/-zufluss -1.581 1.598
Zahlungsmittel am Beginn der Periode 11.642 10.165
Veränderung des Konsolidierungskreises - -128
Währungsumrechnungsdifferenzen - 7
Zahlungsmittel am Ende der Periode 10.061 11.642

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im laufenden Geschäftsjahr 1.492 T€ (Vj.: 2.313 T€). Belastet wird er zum einen durch das negative Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern in Höhe von 2.257 T€. Belastet wird der nach der indirekten Methode ermittelte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zum anderen durch den Rückgang des Working Capital in Höhe von 194 T€. Ausschlaggebend für das geringere Working Capital sind insbesondere die stichtagsbedingten Änderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten.

Positiv wirken sich die zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 968 T€ aus. In den zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen sind insbesondere die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle (1.310 T€) und die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (479 T€) enthalten. Gegenläufig haben sich insbesondere die Wertzuschreibung der Immobilie in Hamburg-Tonndorf (-576 T€), die Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (-295 T€) sowie die Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen (-201 T€) ausgewirkt.

Einen positiven Beitrag zu dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit leisten insbesondere die erhaltenen Ausschüttungen und Dividenden aus GmbH- und KG-Beteiligungen in Höhe von 2.883 T€ sowie der Saldo aus Ein- und Auszahlungen von Zinsen und Ertragsteuern in Höhe von 92 T€.

Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 3.183 T€ resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf der Immobilie in Hamburg-Tonndorf.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (110 T€) ist zum einen geprägt durch die in 2017 gezahlte Dividende für 2016 in Höhe von 1.465 T€, welche vollständig aus Nettomittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden konnte. Zum anderen ist er durch einen Zufluss aus der Aufnahme des Darlehens für die Immobilie in Hamburg-Tonndorf in Höhe 1.605 T€ abzüglich der Tilgung von 30 T€ geprägt.

Somit ist der Bestand an freien Zahlungsmitteln im Berichtsjahr um 1.581 T€ von 11.642 T€ auf 10.061 T€ gesunken.

Hinsichtlich der wesentlichen Rückstellungen und der Eventualschulden des Konzerns verweisen wir auf den Risikobericht (Lagebericht Ziffer 5) sowie die zusätzlichen Angaben im Konzernanhang (Ziffer 6.9.2).

4 Mitarbeiter- und Vergütungsbericht

Den Mitarbeitern der Lloyd Fonds AG kommt ein sehr hoher Stellenwert zu. Ihre Qualifikation, ihre Kompetenz und ihr Engagement tragen in hohem Maße zum Erfolg des Lloyd Fonds-Konzerns bei.

Bei der Lloyd Fonds AG sind gut ausgebildete und erfahrene Beschäftigte tätig. Die langfristige Bindung dieser Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Lloyd Fonds AG. Vor diesem Hintergrund bietet das Unternehmen seinen Beschäftigten ein Umfeld, in dem sie ihre Qualifikation bestmöglich einbringen und weiterentwickeln können.

Am 31. Dezember 2017 waren im Lloyd Fonds-Konzern 34 Mitarbeiter (Vj.: 44) beschäftigt (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Das Durchschnittsalter beträgt ca. 44 Jahre. Rund 62 % der Mitarbeiter sind Männer, rund 38 % sind Frauen.

Die Anzahl der Beschäftigten ist u. a. aufgrund der unternehmensfremden Fluktuation gesunken. Das Unternehmen achtet auf eine partnerschaftliche Beschäftigungspolitik, die die individuellen Interessen der Beschäftigten berücksichtigt. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Tätigkeiten sowie eine attraktive Entlohnung. Die Mitarbeiter des Lloyd Fonds-Konzerns werden grundsätzlich mit fixen und variablen Gehaltsbestandteilen entlohnt. Die variablen Vergütungen orientieren sich beim überwiegenden Teil der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg, bei einem geringen Teil der Mitarbeiter an den persönlichen Beiträgen zum Unternehmenserfolg oder der persönlichen Leistung.

Die Lloyd Fonds AG bietet ihren Beschäftigten umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Hierzu gehören gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für die jeweiligen Fachgebiete sowie IT-Seminare. Zudem ermöglicht die Lloyd Fonds AG jungen und engagierten Menschen u. a. durch das Angebot von Praktika den Einstieg in das Berufsleben.

Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhält der Vorstand der Lloyd Fonds AG eine variable Vergütung, die auf der persönlichen Leistung des Vorstands und der Entwicklung der Lloyd Fonds AG basiert. Die variable Vergütung ist durch einen Mindest- und einen Maximalbetrag begrenzt.

5 Risikobericht

5.1 Risikomanagementsystem

Die Lloyd Fonds AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, um bereits frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Neben der Lloyd Fonds AG selbst sind alle wesentlichen Tochterunternehmen, bei denen durch ihre jeweilige Geschäftstätigkeit bedeutsame Risiken für den Konzern auftreten können, in das System einbezogen. Ziel ist es dabei, mithilfe softwaregestützter Systeme und transparenter Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt im Rahmen einer Richtlinie für das Risikomanagement die Grundlage für die Risikosteuerung durch das zentrale Risikomanagement/den Risikoadministrator vor. Das Risikomanagement stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -kompensation entwickeln.

Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen halbjährlich sowie nach Bedarf.

Das Ergebnis der systematischen Risikoinventur wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form halbjährlich zur Verfügung gestellt und halbjährlich an den Aufsichtsratsvorsitzenden berichtet. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.

Die nachfolgende Bewertung der Risiken erfolgt in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (Liquiditätswirkung). Dabei erfolgt die Bewertung der Dimensionen in jeweils vier Kategorien.

Eintrittswahrscheinlichkeit:

Schadenshöhe (Liquiditätswirkung):

5.2 Umfeld- und Branchenrisiken

Gegenüber dem Vorbericht wurde das "Risiko aus steuerrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen" in den Abschnitt "Operative und unternehmensstrategische Risiken" umklassifiziert und ist dort in das "Risiko im Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen und das Risiko von Gesetzesverstößen" eingeflossen.

5.2.1 Marktrisiko

Die Lloyd Fonds AG entwickelt aktuell verschiedene neue Kapitalanlagen. Daneben managt das Unternehmen sachwertbasierte Kapitalanlagen für nationale und internationale Investoren und Privatanleger. Dabei wurden bislang Investments in den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Britische Kapitallebensversicherungen getätigt. Dementsprechend ist die geschäftliche Entwicklung des Konzerns in erheblichem Maße von der Entwicklung der Investitionsbereitschaft der Investoren, der Assetmärkte sowie der nationalen und internationalen Kapitalmärkte abhängig.

Negative Entwicklungen auf diesen Märkten können zur Nichtumsetzung von Kapitalanlagen oder zur Verringerung der Einnahmen aus Bestandsinvestments führen und entsprechend negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. Zur Kapitalmarktentwicklung verweisen wir auf Kapitel 2.1.6.

5.2.2 Wettbewerbsrisiko

Die Lloyd Fonds AG steht in ihrem Marktumfeld im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Kapitalanlagen sowie Asset- und Investmentmanagern. Die nachlassende Investitionsbereitschaft von Investoren und/oder Schwächephasen an den Finanz- und Kapitalmärkten können zur Verschiebung von Marktanteilen führen und die Position des Konzerns im Wettbewerb schwächen.

Strategische Entwicklungen wie etwa Kooperationen oder Fusionen zwischen Wettbewerbern können zur Verschiebung von Marktanteilen beitragen und für die Lloyd Fonds AG gegebenenfalls zu Marktanteilsverlusten führen.

5.3 Operative und unternehmensstrategische Risiken

5.3.1 Projektrisiko

Ein wesentlicher Teil der Tätigkeiten der Lloyd Fonds AG ist die Entwicklung neuer Kapitalanlagen und Investments sowie die Umsetzung von verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Assetbereichen. Trotz vorsichtiger und umsichtiger Planung besteht das Risiko, dass geplante Projekte nicht realisiert werden können, budgetierte Einnahmen entfallen und sich damit negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns ergeben. Daneben besteht das Risiko, dass die bestehenden Strukturen innerhalb der Lloyd Fonds AG ohne einen weiteren Ausbau zukünftige Projektentwicklungen beeinträchtigen.

Darüber hinaus können Fehleinschätzungen bei der Konzeption eines Investments sowie in der Prüfungsphase und beim Ankauf eines Assets dazu führen, dass die Realisierung eines Projekts nicht oder nicht im geplanten Umfang möglich ist. Ebenso kann eine sinkende oder fehlende Nachfrage nach Kapitalanlagen und Investments die Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen.

Sofern zur Realisierung von Projekten die Einbindung externer Berater zwingend erforderlich ist, wären die Kosten hierfür im Fall der Nichtumsetzung von der Lloyd Fonds AG zu tragen, ohne dass aus den Projekten Erträge erzielt werden könnten.

5.3.2 Einnahmeausfallrisiko bei Managementerträgen der Bestandsinvestments

Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hängt in erheblichem Umfang von der wirtschaftlichen Entwicklung der von der Lloyd Fonds AG gemanagten Bestandsfonds ab.

Schwächephasen auf den relevanten Märkten, wie etwa den Schifffahrts- und Immobilienmärkten, können die wirtschaftliche Situation der vom Konzern emittierten und gemanagten Investments bis hin zur Insolvenz der Fonds beeinträchtigen.

Es besteht das Risiko, dass die Bestandsinvestments sich nicht wie geplant entwickeln, mit der Folge, dass die Einnahmen hieraus vollständig oder geringer ausfallen als im Budget angenommen.

Die anhaltende Krise in der Schifffahrt hat in den vergangenen Geschäftsjahren die Geschäftsrisiken der Investments weiter ansteigen lassen. Dabei stellt der Ausfall von Vertragspartnern der Investments, wie Charterern, die aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise ihrerseits in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ein Geschäftsrisiko dar. In der Folge fanden Schiffe nach Auslaufen einer bestehenden Beschäftigung keine Anschlussbeschäftigung oder eine Anschlussbeschäftigung nur zu (teilweise deutlich) schlechteren Konditionen.

Ein weiteres Geschäftsrisiko besteht darin, dass Kreditinstitute gegebene Finanzierungszusagen für bestehende Kapitalanlagen nicht mehr einhalten bzw. verlängern und Kredite zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Im Falle der Realisierung des Risikos und für den Fall, dass eine Refinanzierung des Kredits durch eine andere Bank nicht möglich sein sollte, ist trotz der bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikovorsorge mit entsprechenden Einnahmeausfällen bei den Management- und Treuhandvergütungen zu rechnen. Bei stark betroffenen Investments führten die vorgenannten Geschäftsrisiken zu finanziellen Schieflagen, teilweise wurde eine Insolvenz unumgänglich.

Ferner wären aus der Insolvenz von Investments Einnahmeausfälle bei den Management- und Treuhandvergütungen die Folge. Es besteht das Risiko, dass die hierfür getroffenen Maßnahmen zur Risikovorsorge nicht ausreichen und budgetierte Einnahmen ganz oder teilweise entfallen. Signifikante bilanzielle Auswirkungen in Bezug auf die Beteiligungen des Konzerns sind hingegen nicht zu erwarten, da die Konzerngesellschaften mit geringen Quoten an den betreffenden Gesellschaften beteiligt sind. Sollte es jedoch zu einem kumulierten Eintritt der Einzelrisiken kommen, sind signifikante bilanzielle Auswirkungen nicht ausgeschlossen.

5.3.3 Prospekthaftungsrisiko und Risiken aus der Mithaftung bei Beratungsfehlern

Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen hat die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte erstellt, für die sie - im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben - als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte wurden gemäß den "Grundsätzen ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen" (IDW S4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten). Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränkten. Zusätzlich wurde für jede Kapitalanlage regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.

Bis zum 21. Juli 2013 mussten die Verkaufsprospekte zudem durch die BaFin gebilligt werden. Das Billigungsverfahren umfasste neben einer Vollständigkeitsprüfung auch die Prüfung des Inhalts auf Kohärenz und Verständlichkeit. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine absolute Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben sowie für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolgs und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten.

Zum 31. Dezember 2017 sind insgesamt 218 (Vj.: 207) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von rund 10,1 Mio. € (Vj.: rund 9,4 Mio. €) sowie rund 0,6 Mio. US-$ (Vj.: rund 0,8 Mio. US-$) betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Per 31. Dezember 2017 kommen ferner 301 (Vj.: 165) gerichtliche Verfahren hinzu, in denen eine Bank der Lloyd Fonds AG den Streit verkündet hat. Diese betreffen Zeichnungen von insgesamt nominal rund 1,4 Mio. € (Vj.: rund 0,2 Mio. €) sowie nominal rund 7,8 Mio. US-$ (Vj.: rund 4,6 Mio. US-$).

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aus den genannten oder zukünftig eingereichten Klagen erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Die Lloyd Fonds AG verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.

Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fonds AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig betreut, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren.

Die aktuelle Rechtsprechung zeigt jedoch weiterhin eine zunehmende Tendenz, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen (z. B. Vertriebspartnern), die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von der Lloyd Fonds AG eingeschaltet werden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen werden. Dies gilt insbesondere für die Haftung für Beratungsfehler eines Vertriebspartners.

5.3.4 Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH

Die Lloyd Treuhand GmbH, eine Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG, verwaltete Ende 2017 auf der Grundlage von Treuhand und Verwaltungsverträgen - teilweise treuhänderisch - das Kapital von mehr als 51.000 Anlegern. Im Rahmen ihrer Verwaltungstätigkeit hat sie bisher sämtliche Rechte und Pflichten der Anleger aufgrund des Treuhandvertrags mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrgenommen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Anleger der Lloyd Treuhand GmbH Pflichtverletzungen vorwerfen. Die Mitarbeiter, welche die Treuhandtätigkeiten ausüben, werden gezielt ausgewählt, um dieses im Vorfeld zu vermeiden. Zudem wird über Fortbildungen und regelmäßige Qualitätskontrollen eine bestmögliche Zuverlässigkeit erreicht.

Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für diverse Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger (Treugeber) eingetragen. Es besteht das Risiko, dass die Lloyd Treuhand GmbH im Fall von Auszahlungen von nicht durch Gewinne gedeckten Liquiditätsüberschüssen gemäß §§ 171, 172 IV HGB haftet.

Vor dem Hintergrund, dass die Treuhand selbst wiederum gemäß Treuhandvertrag einen Regressanspruch gegen die jeweiligen Treugeber hat, wird ein ungedeckter möglicher Abfluss von Ressourcen bei der Lloyd Treuhand GmbH als relativ unwahrscheinlich eingeschätzt.

Für die Kommanditisten eines Fonds besteht im Fall der Insolvenz einer Fondsgesellschaft gegebenenfalls das Risiko einer Rückzahlungsverpflichtung für in der Vergangenheit vorgenommene Auszahlungen, die nicht durch Gewinne der Gesellschaft gedeckt sind. Soweit hier der Konzern als Treuhandgesellschaft fungiert, ist auch die Lloyd Fonds AG betroffen, da es zu beträchtlichen Liquiditätsabflüssen bei der Lloyd Treuhand GmbH kommen kann, sofern die Treuhand als Treuhandkommanditist für die Anleger tätig ist. Die Erstattungsansprüche der Treuhandgesellschaft gegenüber den Anlegern müssten dann individuell durchgesetzt werden.

5.3.5 Risiko im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells

Angesichts der Veränderungen an den Kapitalmärkten muss die Lloyd Fonds AG ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. Es besteht das Risiko, dass es bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells aus verschiedenen Gründen zu zeitlichen Verzögerungen kommt. Zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ist die Einbindung von externen Beratern zwingend erforderlich. Die Kosten hierfür wären im Fall der Nichtumsetzung von der Lloyd Fonds AG zu tragen, ohne dass daraus Erträge erzielt werden könnten.

5.3.6 Rechtliche Risiken

Bei der Strukturierung von ausländischen Kapitalanlagen sowie einer gegebenenfalls im Ausland erfolgenden Platzierung des Angebots werden ausländische Rechtskreise berührt bzw. unterliegen Kapitalanlagen einer ausländischen behördlichen Aufsicht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ausländische Rechtsordnungen nicht hinreichend beachtet werden. Ferner kann die Durchsetzung eigener oder die Abwehr fremder Ansprüche im Ausland schwieriger und mit erheblichen Kosten verbunden sein. Zudem könnten Gesellschaften und Organe einer erhöhten Haftung ausgesetzt sein.

Bei im Ausland gefällten Urteilen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Sachverhalt anders und ggf. nachteiliger beurteilt wird, als dies vor deutschen Gerichten der Fall wäre. Ein ausländisches Urteil entfaltet ggf. aber dennoch Bindungswirkung vor deutschen Gerichten mit der Folge, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr abänderbar ist.

5.3.7 Risiko im Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen und das Risiko von Gesetzesverstößen

Die Lloyd Fonds AG unterliegt mit ihrer Tätigkeit einer Reihe von aufsichtsrechtlichen Vorgaben und gesetzlichen Regelungen. Der Regelungsumfang und die Regelungstiefe haben im Berichtszeitraum weiter zugenommen.

Aus aufsichtsrechtlichen Auflagen und Genehmigungserfordernissen kann sich eine Erhöhung des Aufwandes bei der Lloyd Fonds AG oder ihren Tochtergesellschaften ergeben.

Es besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG mit den vorhandenen personellen Resourcen und dem im Unternehmen vorhandenen Know-how nur eingeschränkt in der Lage ist, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen umzusetzen und zu erfüllen. Aufgrund der Regelungstiefe und den permanenten Regelungserneuerungen/-ergänzungen besteht ferner das Risiko, dass der Lloyd Fonds AG die aufsichtsrechtlichen Regelungen nicht ausreichend transparent genug sind. Hieraus können Verstöße gegen Vorschriften und Anordnungen der nationalen Aufsichtsbehörden resultieren. Im Fall von Verstößen sehen die gesetzlichen Regelungen teils erhebliche Sanktionen, z.B. in Form von drastischen Bußgeldern, vor.

Auch jenseits der aufsichtsrechtlichen Vorgaben kann es versehentlich zu Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften (z.B. Geldwäschegesetz, Urheberrecht, Lizenzrecht, Datenschutzrecht) oder Verordnungen sowie zu Fehlern, fehlerhafter Auslegung (z.B. bei fiskalischen Bestimmungen oder in Bezug auf das KAGB) oder Fristversäumnissen kommen.

5.3.8 Steuerliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass Beurteilungs- oder Beratungsfehler oder Fristversäumnisse im steuerlichen Bereich auftreten. Dies kann dazu führen, dass steuerliche Folgen eintreten, die für die Lloyd Fonds AG nachteilig sind, oder es bei Fristversäumnissen zu Zwangsgeldern oder Verspätungszuschlägen durch die Finanzverwaltung kommt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vertragsprüfungen in steuerlicher Hinsicht nicht oder nur unzureichend durchgeführt werden, was ebenfalls zu nachteiligen steuerlichen Folgen für die Lloyd Fonds AG führen kann.

5.4 Organisations- und Personalmanagementrisiken

Der Erfolg des Konzerns hängt maßgeblich von der Tätigkeit des Vorstands und der Geschäftsführungsmitglieder sowie von qualifizierten Führungskräften in Schlüsselpositionen ab. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Lloyd Fonds AG ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Lloyd Fonds AG tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften im Konzern und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen. Eine überdurchschnittliche Fluktuation von Mitarbeitern, insbesondere von Führungskräften in Schlüsselpositionen, könnte dazu führen, dass Positionen nicht adäquat neu besetzt werden können und damit personelle Kapazitätsengpässe nach sich ziehen. Aufgrund falscher Personalentscheidungen können Fehl- und /oder Unterbesetzungen entstehen. Dies könnte Verzögerungen bei der Aufgabenerledigung zur Folge haben und den Eintritt von Fehlentscheidungen oder Managementfehlern begünstigen.

5.5 IT-Risiken

Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für die Lloyd Fonds AG Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen hat die Lloyd Fonds AG zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die Virtualisierung von Servern und moderne Backup-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt, die regelmäßig oder gegebenenfalls anlassbezogen aktualisiert werden.

5.6 Finanzwirtschaftliche Risiken 5.6.1 Liquiditätsrisiko

Das dynamische Geschäftsumfeld, in dem der Konzern operiert, macht es notwendig, die Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Das maximale Risiko besteht in der Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit. Sofern es zur Verringerung der Liquiditätsdecke des Konzerns kommt und in der Folge ein entsprechender Finanzbedarf entsteht, besteht das Risiko, dass keine geeigneten Finanzierungspartner gefunden werden können und der Liquiditätsbedarf des Konzerns nicht oder nur zu nachteiligen Konditionen gedeckt werden kann.

Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende Liquiditätsplanung zurück, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-GuV besteht. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsplanung als auch das mittelfristige Modell bauen auf der aktuellen Businessplanung des Konzerns auf und sind miteinander abgestimmt.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt 5,5 Mio. € (Vj.: 7,6 Mio. €). Weitere Details, insbesondere hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur, finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 6.3.2.3.

Die Liquiditätslage des Konzerns wird als stabil eingeschätzt. Dennoch können etwaige nicht geplante liquiditätswirksame Ereignisse ein Risiko darstellen. Hierbei kann es sich grundsätzlich um den Ausfall geplanter Einnahmen oder zusätzliche nicht geplante Ausgaben handeln. Im Fall des kumulierten Eintritts mehrerer Ereignisse sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns zu erwarten.

5.6.2 Bewertungs- und Forderungsausfallrisiko

Die Bewertung von Beteiligungen des Konzerns ist wie in den Vorjahren aufgrund der Marktentwicklungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dies betrifft neben den Anteilen, die die Lloyd Fonds AG an eigenen Fonds hält, auch die Beteiligungen des Konzerns an assoziierten Unternehmen. Diesem Risiko trägt die Lloyd Fonds AG durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze und Forderungen im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen Rechnung. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten Wertminderungstests wurden bereits in den Vorjahren zum Teil umfangreiche Abwertungen von Beteiligungsansätzen bei einigen dieser Gesellschaften vorgenommen und damit grundsätzlich das Risiko für weitere Wertminderungen gesenkt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Abwertungen der Beteiligungsansätze und Forderungen vorgenommen werden müssen. Dies könnte insbesondere das an die KALP GmbH gewährte Darlehen in Höhe von rund 1,6 Mio. € (nach Wertberichtigung i.H.v. rund 0,2 Mio €) betreffen. In Einzelfällen sind bei schwacher gesamtwirtschaftlicher Lage und weiterhin schwachen Schifffahrtsmärkten zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen.

Das Kapitalmarktumfeld hat zudem erhebliche Auswirkungen bezüglich drohender Forderungsausfälle und damit auf die Risikoposition des Konzerns. Dem Risiko ist die Lloyd Fonds AG bereits in den Vorjahren durch die Vornahme umfangreicher Abwertungen begegnet. Auch im Berichtsjahr wurden Abwertungen im Forderungsbestand vorgenommen und damit die Werthaltigkeit der Forderungen angepasst.

Jedoch wird dem Marktrisiko durch laufende Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit einer kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung des Debitorenmanagements Rechnung getragen. Ziel ist dabei die zeitnahe Realisierung von Zahlungseingängen und die damit verbundene Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

Trotz der auch im Berichtsjahr durchgeführten Wertberichtigungen sind weitere Verluste und entsprechende Liquiditätsausfälle aus Forderungsausfällen nicht ausgeschlossen. Dies betrifft insbesondere Forderungen aus abgeschlossenen und zukünftigen Neuprojekten, die aufgrund von Zahlungsunwilligkeit oder Zahlungsunfähigkeit der Projektpartner nicht erfüllt werden. Auch etwaige Forderungen der Lloyd Treuhand GmbH gegenüber den Treugebern aus Auszahlungen, können hiervon betroffen sein. Diesem Risiko wurde durch die Schaffung und Umsetzung eines Maßnahmenplans begegnet, der verschiedene Vorgehensweisen, wie z. B. die Erreichung eines Vergleichs mit Gläubigern oder die Abtretung des Regressanspruchs der Treuhand an Gläubiger, vorsieht. Für weitere Analysen verweisen wir auf den Konzernanhang unter Ziffer 6.3.1.3.

5.6.3 Risiken aus Eventualverbindlichkeiten

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Lloyd Fonds AG auch jenseits der auf die Treuhand entfallenden Risiken (siehe hierzu: Risiken im Zusammenhang mit den Aufgaben der Lloyd Treuhand GmbH, Seite 30 f.) aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen wird. Die zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Eventualschulden des Lloyd Fonds-Konzerns belaufen sich auf insgesamt 25,0 Mio. € (Vj.: 21,3 Mio. €). Nach Abzug der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen, die im Jahr 2017 21,7 Mio. € (Vj.: 18,0 Mio. €) betrugen, beträgt das Nettohaftungsvolumen 3,3 Mio. € (Vj.: 3,3 Mio. €). Es wurde eine Neubeurteilung vorgenommen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Bezüglich der Einzelheiten und der Zusammensetzung der Eventualschulden verweisen wir auf Ziffer 6.9.2 des Konzernanhangs.

5.6.4 Zinsänderungs- und Währungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Zudem ist denkbar, dass zukünftig Negativzinsen auf Guthaben bei Banken erhoben werden. Auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns und Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten können die Folge sein. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Für weitere Details verweisen wir auf Ziffer 6.3.1.2 des Konzernanhangs.

Auf Konzernebene bestehen derzeit Fremdwährungsrisiken in US-Dollar, die im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsrisiken wird bei Zahlungseingängen in Fremdwährung durch einen zeitnahen Tausch in Euro begegnet. Zum Abschlussstichtag bestehen daher keine signifikanten Bewertungsrisiken.

5.7 Gesamtaussage zur Risikosituation

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind weder existenzbedrohende Einzelrisiken noch Risiken mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt. Bei dem identifizierten Risiko mit einer gravierenden Schadenshöhe besteht nach Einschätzung der Konzernleitung eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Allerdings könnte ein kumulierter Eintritt von Einzelrisiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

5.8 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

5.8.1 Elemente des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Zentrum des internen Kontrollsystems stehen das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems des Konzerns ist der zentrale Bereich Finanzen, dem Rechnungswesen, "IFRS" und Controlling zugeordnet sind. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl individuelle Kontrollen, wie beispielsweise das "Vier-Augen-Prinzip", als auch IT-gestützte Kontrollen zum Einsatz. Zusätzlich werden durch spezifische Konzernfunktionen wie z. B. Konzern-Steuern und Konzern-Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Des Weiteren bestehen prozessunabhängige Kontrollen, die im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat und sonstige Prüfungsorgane wahrgenommen werden.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das auf Seite 27 f. beschriebene Risikomanagementsystem des Lloyd Fonds-Konzerns integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet.

Kernelement ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können.

5.8.2 Aufbauorganisation

Der Lloyd Fonds-Konzern verfügt über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation. Alle Geschäftsvorfälle sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen werden direkt in der zentralen Buchhaltung erfasst. Dort erfolgt auch die Erstellung der Einzelabschlüsse nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Konzernweite Richtlinien und Verfahrensanweisungen gewährleisten die Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle.

Dem zentralen Bereich Finanzen zugeordnet ist auch der Bereich "IFRS". Hier werden die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften von den deutschen handelsrechtlichen bzw. lokalen ausländischen Vorschriften auf die Ansatz- und Bewertungsmethoden der International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet. Des Weiteren verantwortet der Bereich "IFRS" die Konsolidierung der einzelnen Gesellschaften und die daraus folgende Aufstellung des Konzernabschlusses.

Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle einschließlich der gegebenenfalls erforderlichen IFRS-Anpassungen wird EDV-gestützt mithilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Das Programm wird ferner für die Zusammenführung der Einzelgesellschaften zu einem Summenabschluss und die Erfassung der Konsolidierungsbuchungen eingesetzt. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind das Integrierte Treasurymanagement System (ITS) der Firma ecofinance sowie das Enterprise Resource Planning (ERP)-System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung der Treuhandverwaltung der von der Lloyd Fonds AG initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt die Lloyd Fonds AG über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen.

5.8.3 Ablauforganisation

Die Erstellung des Konzernabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgen in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Partnern abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiele hierfür sind Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen oder Abschlüsse von assoziierten Unternehmen für die Bilanzierung nach der Equity-Methode. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen.

Der Konsolidierungsprozess erfolgt in Form einer Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Lloyd Fonds AG. Dementsprechend werden keine Teilkonzernabschlüsse erstellt.

Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielsweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Konzernabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Bereiche Rechnungswesen, Controlling und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen der Konzeption neuer Kapitalanlagen, mit eingebunden. Infolgedessen erhält das Rechnungswesen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.

Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das "Vier-Augen-Prinzip" zum Tragen. Sämtliche Einzelabschlüsse werden von der Leitung des Bereichs Finanzen geprüft, bevor sie für die weitere Verarbeitung durch den Bereich "IFRS" freigegeben werden. Im Rahmen der Überleitung der Abschlüsse auf die IFRS-Vorschriften und der Konsolidierung erfolgt darüber hinaus eine zusätzliche Plausibilisierung und Abstimmung der einzelnen Abschlüsse. Die auf Konzernebene ermittelten Daten werden anschließend in elektronischer Form an das Controlling übertragen. Dort werden sie für Zwecke des monatlichen Management-Reportings weiterverarbeitet. Hierbei findet eine enge Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Controlling hinsichtlich der gelieferten AbschlussInformationen statt.

Neben dem monatlichen Management-Reporting werden regelmäßige Jour fixe zwischen dem Rechnungswesen und dem Vorstand durchgeführt, in dem wesentliche Geschäftsvorfälle mit abschlussrelevanten Auswirkungen besprochen werden.

6 Nachtragsbericht

Neue Aktionärsstruktur

Am 9. März 2018 gab die Lloyd Fonds AG Veränderungen in ihrer Aktionärsstruktur bekannt. An diesem Tag hat die DEWB eine Investorenvereinbarung geschlossen. Anlass war, dass die DEWB mit AMA einen außerbörslichen Aktienkaufvertrag geschlossen hat. Damit hat die DEWB von AMA rund 25,65 % der Aktien der Lloyd Fonds AG erworben. Die restlichen von AMA gehaltenen Aktien wurden mit einem separaten außerbörslichen Aktienkaufvertrag von Investmentfonds, die von dem Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital GmbH gemanagt werden, erworben.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Im Zuge des Aktienverkaufs durch den ACP Fund V LLC (AMA) kam es zu Veränderungen im Aufsichtsrat. Die Herren Jens Birkmann, Paul M. Leand Jr., Stephen Seymour und Bote de Vries haben ihre Ämter als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft niedergelegt. Das Registergericht hat daraufhin auf Vorschlag der Lloyd Fonds AG die Herren Achim Plate und Henning Soltau, geschäftsführende Gesellschafter der SPSW Capital GmbH und Aufsichtsratsmitglieder der DEWB, bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.

Immobilienverkauf

Eine Objektgesellschaft aus dem Lloyd Fonds-Konzernverbund hat mit einem professionellen Investor einen Kaufvertrag über den Verkauf der Immobilie in Hamburg-Tonndorf abgeschlossen. Hieraus resultiert für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Veräußerungsergebnis.

Kapitalerhöhung

Am 4. Juni 2018 hat der Vorstand der Lloyd Fonds AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts beschlossen. Zum 14. Juni 2018 wurden insgesamt 915.664 neue Aktien zu einem Preis von 4,20 € je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung bei Investoren platziert. Der Lloyd Fonds AG flossen hierdurch brutto rund 3,8 Mio. € zu. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG wird sich durch die Kapitalerhöhung von 9.156.642,00€ auf 10.072.306,00 € erhöhen.

Vorratsgesellschaften

Für die erwogene Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG wurden im Juni 2018 zwei neue Gesellschaften gegründet.

7 Prognosebericht

7.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen.

7.1.1 Internationale Wirtschaftsentwicklung

Die OECD erwartet, dass sich das weltweite Wachstum in den kommenden zwei Jahren beschleunigen wird, und prognostiziert für die Jahre 2018 und 2019 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,9 % p. a. Das Wachstum soll kurzfristig von Steuersenkungen in den USA und der Konjunkturbelebung in Deutschland profitieren, steht aber auch unter Risiken wie Schwachstellen im Finanzsektor sowie dem Anstieg des Protektionismus. Dieser Prognose schließt sich die Lloyd Fonds AG an. Im Jahr 2017 lag das weltweite Bruttosozialprodukt gemäß der Prognose der OECD bei 3,7 %. Im letzten Geschäftsbericht war die Lloyd Fonds AG - auf Basis der Prognosen der OECD - von einem weltweiten Wachstum von 3,3 % für das Jahr 2017 ausgegangen.

7.1.2 Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung. Das BIP ist gemäß der Prognose der OECD im Jahr 2017 um 2,5 % gestiegen. Im letzten Geschäftsbericht war ein BIP-Wachstum von 1,4 % prognostiziert worden. Für das Jahr 2018 erwartet die Bundesregierung eine weitere Expansion von 2,4 %. Dieser Prognose schließt sich die Lloyd Fonds AG an.

7.1.3 Marktentwicklung Immobilien

Der deutsche Immobilienmarkt erlebt angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus in den letzten Jahren eine Boomphase. Im Jahr 2017 belief sich das Transaktionsvolumen auf 72,8 Mrd. € (Prognose Geschäftsbericht 2016: 45 bis 50 Mrd. €). Auch für das Jahr 2018 wird ein Volumen von 73 Mrd. € prognostiziert. Die deutsche Bauwirtschaft befindet sich in der Hochkonjunktur. Gleichwohl bleibt die Wohnungsbautätigkeit weiterhin hinter dem Bedarf zurück. Auch Büroflächen werden - besonders in den Großstädten - zunehmend knapp. Im Gewerbeinvestmentmarkt herrscht weiterhin Kauflaune. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres wurden gut 7,3 Mrd. € in gewerbliche Immobilien investiert - nur geringfügig weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Hotelimmobilienbereich ging das Transaktionsvolumen dagegen in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres um 7,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

7.1.4 Marktentwicklung Schifffahrt

Die Schifffahrt wird sich der nächsten Phase der Globalisierung anpassen, die durch eine stärkere Betonung nationaler Interessen und eine Rückkehr strategischer Handelspolitik mit zum Teil protektionistischen Tendenzen geprägt sein könnte. Neben den geopolitischen Verschiebungen sollen die technologischen Umbrüche der Digitalisierung massivste Auswirkungen auf die Schifffahrtsbranche haben. Die dominierende Bedeutung des Containers der letzten 20 Jahre soll durch eine relativ stärkere Bedeutung der Bulker abgelöst werden. Diese werden voraussichtlich deutlich überproportional von den strukturellen Umbrüchen profitieren, sodass deren Anteil an den weltweiten Transportkapazitäten zunehmen soll.

Im Tankersektor soll die Auslieferung neuer Tonnage in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurückgehen, allerdings weniger deutlich als im Bulkersegment. Die Rückgänge in den Teilsegmenten sind dabei unterschiedlich ausgeprägt. Insgesamt zeigt sich ein Trend zu größeren Einheiten.

7.1.5 Marktentwicklung Weitere Assets: Flugzeuge, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen

Starke Nachfrage beim Passagieraufkommen und im Lufttransport, Effizienz und geringere Zinszahlungen sollen den Fluggesellschaften helfen, die Rentabilität im Geschäftsjahr 2018 zu verbessern. Die International Air Transport Association erwartet, dass 2018 das vierte Jahr in Folge nachhaltige Gewinne mit einer Rendite auf das investierte Kapital (9,4 %) die durchschnittlichen Kapitalkosten der Branche (7,4 %) überschreiten werden.

Starker Wettbewerb um Vermögenswerte und Rekord-Deals machen es für die globale Private Equity-Industrie schwieriger, neue Ziele zu finden und neue Transaktionen zu attraktiven Preisen abzuschließen. Ein Trend, der seit einigen Jahren Druck auf die Anzahl der Deals ausübt.

Die Erträge der britischen Versicherungsgesellschaften hängen neben der allgemeinen Entwicklung der britischen Wirtschaft auch stark von der künftigen Zinsentwicklung ab. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld, die gestiegenen regulatorischen Anforderungen sowie die nicht zuletzt durch die Brexit-Entscheidung mit vielen Unsicherheitsfaktoren behafteten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sollten auch weiterhin großen Einfluss auf die Renditeerwartungen haben.

7.1.6 Marktentwicklung Kapitalmarkt

Die Jahresanfangseuphorie an den Aktienmärkten ist seit Februar 2018 u. a. durch steigende Renditen und Inflationserwartungen, zunehmende Protektionismus-Gefahr und anhaltende politische Unsicherheiten ernüchtert worden. Die Aussichten für eine anhaltende globale Konjunkturerholung sollen jedoch positiv bleiben. Von diesem dynamischeren weltweiten Umfeld dürften aktienbasierte Investments profitieren, denn sie können vor Inflationsrisiken schützen und korrelieren in der Regel weniger mit traditionellen Assetklassen. Das sollte in turbulenten Marktphasen für mehr Stabilität sorgen.

7.2 Unternehmensentwicklung

Die Vorzeichen für die Wirtschaftsentwicklung des Jahres 2018 sind vielversprechend. Das Wirtschaftswachstum hat sich im Jahr 2017 weltweit überwiegend positiv entwickelt, diese Tendenz soll laut der OECD auch in den Jahren 2018 und 2019 beibehalten werden.

Laut einer aktuellen forsa-Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG von der forsa Politik- und Sozialforschung im Januar 2018 zum neunten Mal durchführen ließ, wird den Deutschen immer stärker bewusst, dass sie als Sparer deutlich von der Niedrigzinspolitik betroffen sind und ihre Altersvorsorge dadurch gefährdet ist. Dies führt dazu, dass ungeachtet des nach wie vor hohen Sicherheitsbedürfnisses der Anleger die Risikobereitschaft der Bundesbürger ansteigt und damit liquidere Produkte wie Fonds und Aktien zunehmend in den Vordergrund bei der Geldanlage rücken. Jeder fünfte Deutsche (20 %) soll mittlerweile in Fonds investieren. 26 % der Befragten würden bei der Geldanlage zugunsten einer höheren Rendite auch ein höheres Risiko eingehen. Renditeträchtigere Alternativen wie zum Beispiel Aktienfonds erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit, während klassische Investitionen wie Sparbuch und Tagesgeld stark rückläufig sind.

In diesem Marktumfeld will die Lloyd Fonds AG mit ihrer über 20-jährigen Erfahrung als Investmentmanager ihre erwogene Neuausrichtung auf liquide, aktienbasierte und marktgängige Investments im Jahr 2018 weiter konsequent vorantreiben. Die neuen Ankeraktionäre, vertreten durch die neuen Aufsichtsräte Herrn Achim Plate und Herrn Henning Soltau, werden ebenfalls ihre Expertise am Kapitalmarkt und in der Vermögensverwaltung einbringen und die Lloyd Fonds AG bei der Neuausrichtung begleiten. Der Kapitalmarkt honorierte den Einstieg der neuen Ankeraktionäre und die begonnene Neuausrichtung bereits mit einem deutlichen Kurssprung der Lloyd Fonds-Aktie.

Das Konzernjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2018 wird maßgeblich von der weiteren Umsetzung der begonnenen Neuausrichtung beeinflusst. Für den Lloyd Fonds-Konzern geht der Vorstand von einem voraussichtlich positiven Konzernjahresergebnis leicht unterhalb der Höhe des entsprechenden Ergebnisses des Geschäftsjahres 2017 aus.

7.3 Chancen

7.3.1 Gesamtaussage

Der Lloyd Fonds-Konzern wird, von einer soliden wirtschaftlichen Basis aus agierend, die erwogene Neuausrichtung kontinuierlich vorantreiben. Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Stärken und Kompetenzen ist die Lloyd Fonds AG bestrebt, dieses Chancenpotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wesentliche Chancen ergeben sich aus folgenden Entwicklungen:

7.3.2 Umfeld- und marktbezogene Chancen

Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und die damit verbundene Unsicherheit privater Investoren insbesondere über die Entwicklung ihrer Altersvorsorge steigt die Attraktivität von Investitionen in liquide, offene Produkte. Es besteht eine hohe Nachfrage von privaten aber auch institutionellen Investoren nach renditestarken Anlageprodukten. Die Lloyd Fonds AG sieht daher ein großes Marktpotenzial für primär aktienbasierte und liquide Kapitalanlagen.

7.3.3 Neue Ankeraktionäre mit umfangreicher Kapitalmarkterfahrung

Die neuen Ankeraktionäre werden ihre Expertise am Kapitalmarkt und in der Vermögensverwaltung in die Neupositionierung der Lloyd Fonds AG mit einbringen. Dadurch können sich nennenswerte Chancen für den Lloyd Fonds-Konzern ergeben.

7.3.4 Starke Marke

Die Lloyd Fonds AG ist durch ihre über 20-jährige Präsenz am Kapitalmarkt eine hervorragend eingeführte Marke. Dies ist eine profunde Basis für die erwogene Markteinführung von neuen geplanten Investitionsmöglichkeiten wie beispielsweise Aktienfonds. Mit der dafür in diesem Frühjahr verstärkt weitergeführten Digitalisierung der Kundenkommunikation erwägt das Unternehmen die Positionierung als moderner Investment- und Assetmanager weiter auszubauen.

7.3.5 Chancen aus Transparenz

Ein wichtiges Entscheidungskriterium sowohl privater als auch institutioneller Investoren bei einer Investition ist Transparenz. Die neu geplanten liquiden Produkte sollen in erster Linie börsennotierte Investments sein, die täglich handelbar sind und über die sich Anleger im Vorfeld einer Investitionsentscheidung umfänglich informieren können. Als börsengelistetes Unternehmen im Scale-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse erfüllt der Lloyd Fonds-Konzern zudem die gestiegenen Transparenzanforderungen an die Anbieter von Kapitalanlagen. Dadurch können sich zusätzliche Chancen für die Lloyd Fonds AG ergeben.

7.3.6 Solide finanzielle Basis für Wachstum

Das vorhandene genehmigte Kapital sowie die bestehenden Liquiditätsreserven in Höhe von 10,0 Mio. € (31. Dezember 2017) schaffen die Voraussetzung für die Finanzierung des weiteren Wachstums des Lloyd Fonds-Konzerns.

7.3.7 Kompetenz und langjährige Erfahrung im aktiven Assetmanagement

Die Lloyd Fonds AG gehört zu den erfahrenen Anbietern von Kapitalanlageprodukten. Über 50.000 Anleger haben seit Unternehmensgründung im Jahr 1995 in über 100 Sachwertinvestments mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. € investiert. Durch das aktive Assetmanagement des Portfolios können zusätzliche Einnahmen generiert werden. Durch die langjährige Erfahrung als Assetmanager können sich nennenswerte Chancen für den Lloyd Fonds-Konzern ergeben.

8. Schlusserklärung

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG.

"Bei unserer Gesellschaft haben in Beziehung zu den herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen."

 

Hamburg, den 22. Juni 2018

Der Vorstand der Lloyd Fonds AG

Klaus M. Pinter

Konzernabschluss

1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in T€ Ziffer 2017 2016
Umsatzerlöse 6.6.1 7.458 9.463
Materialaufwand 6.6.2 -484 -1.039
Personalaufwand 6.6.3 -4.769 -4.303
Abschreibungen und Wertminderungen 6.6.4 -479 -494
Sonstiges betriebliches Ergebnis 6.6.5 -3.347 -3.270
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.6.6 2.133 443
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 512 800
Finanzerträge 6.6.7 1.428 2.688
Finanzaufwand 6.6.7 -738 -325
Ergebnis vor Steuern 1.202 3.163
Ertragsteuern 6.6.8 158 12
Konzernjahresergebnis 1.360 3.175
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) für die Berichtsperiode (€ je Aktie) 6.6.9 0,15 0,35

2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in T€ Ziffer 2017 2016
Konzernjahresergebnis 1.360 3.175
Sonstige, direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisbestandteile
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 -493 -2.054
Latente Steuern darauf 6.7.5 7 293
Währungsumrechnungsdifferenzen - 131
Sonstiges Ergebnis -486 -1.630
Konzerngesamtergebnis 874 1.545

Alle sonstigen im Eigenkapital erfassten Ergebnisbestandteile müssen wegen IFRS 9 per 1. Januar 2018 in den Gewinnvortrag umgebucht werden.

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 79 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

3 Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017

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in T€ Ziffer 31.12.2017 31.12.2016
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 6.7.1 271 313
immaterielle Vermögenswerte 6.7.2 14 24
Finanzielle Vermögenswerte 20 20
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6.7.3 1.194 1.606
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 1.761 2.573
Sonstige Forderungen 6.7.6 1.550 1.930
Latente Steuererstattungsansprüche 6.7.5 324 454
5.134 6.920
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6.7.6 3.678 4.804
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 6.7.7 86 96
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 2.746 3.326
Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche 6.7.16 818 809
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7.8 10.005 11.663
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Vermögenswerten 6.7.9 3.995 -
21.328 20.698
Summe Vermögenswerte 26.462 27.618
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 6.7.10.1 9.157 9.157
Gewinnrücklagen 6.7.10.2 9.397 9.988
Summe Eigenkapital 18.554 19.145
Schulden
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert 6.7.11 595 642
Sonstige Rückstellungen 6.7.15 19 8
Latente Steuerverbindlichkeiten 6.7.5 406 413
1.020 1.063
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 6.7.12 2.428 4.874
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 6.7.14 926 546
Finanzschulden 6.7.13 1.584 1.552
Sonstige Rückstellungen 6.7.15 355 251
Laufende Ertragsteuerschulden 6.7.16 1 187
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Verbindlichkeiten 6.7.9 1.594 -
6.888 7.410
Summe Schulden 7.908 8.473
Summe Eigenkapital und Schulden 26.462 27.618

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 79 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

4 Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in T€ Ziffer 2017 2016
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus Beteiligungen, Zinsen und Ertragsteuern 6.8.1 -2.257 507
Entkonsolidierungserfolg 6.6.5 - -228
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte 6.6.4 479 494
Gewinne aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten 6.6.5 - -957
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle 6.8.2 1.058 1.644
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen 563 -1.454
Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 10 -145
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten -1.002 479
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 103 645
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 132 -119
Erhaltene Zinsen 55 8
Gezahlte Zinsen -60 -21
Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen 2.883 1.789
Erhaltene Ertragsteuererstattungen 227 52
Gezahlte Ertragsteuern -130 -381
Veränderung der nach IFRS 5 bilanzierten Veräußerungsgruppen -569 -
Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.492 2.313
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in:
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6.7.1-2 -169 -170
Finanzielle Vermögenswerte - -20
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen - -129
Einzahlungen aus Abgängen von:
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 179 1.495
Auszahlungen für nach IFRS 5 bilanziertes langfristiges Vermögen -3.193 -
Nettomittelab-/-zufluss aus der Investitionstätigkeit -3.183 1.176
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
An Gesellschafter des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden -1.465 -641
Tilgung von Finanzschulden - -1.235
Einzahlungen aus der Aufnahme für nach IFRS 5 bilanzierte Finanzschulden 1.605 -
Tilgung für nach IFRS 5 bilanzierte Finanzschulden -30 -
Nettomittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 110 -1.876
Zahlungsunwirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - -15
Nettoab-/zunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -1.581 1.598
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 11.642 10.165
Veränderung des Konsolidierungskreises - -128
Währungsumrechnungsdifferenzen - 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 6.8.3 10.061 11.642

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 79 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Sonstiges Ergebnis
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Währungsumrechnungsdifferenzen Summe Eigenkapital
in T€
Stand 1. Januar 2016 9.157 6.083 3.282 -131 18.391
Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis - 3.175 -1.761 131 1.545
Gezahlte Dividenden für 2015 - -641 - - -641
Entkonsolidierung - -150 - - -150
Stand 31. Dezember 2016 9.157 8.467 1.521 - 19.145
Stand 1. Januar 2017 9.157 8.467 1.521 - 19.145
Gesamtes im Konzerneigenkapital erfasstes Ergebnis - 1.360 -486 - 874
Gezahlte Dividenden für 2016 - -1.465 - - -1.465
Stand 31. Dezember 2017 9.157 8.362 1.035 - 18.554

Die Erläuterungen auf den Seiten 44 bis 79 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

6 Konzernanhang

6.1 Allgemeine Informationen

Die Tätigkeit der Lloyd Fonds AG (im Folgenden auch "Muttergesellschaft") und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Lloyd Fonds-Konzern") umfasst die Entwicklung, die Initiierung und den Vertrieb von Kapitalanlagen für private und institutionelle Investoren über Vertriebspartner. Im Geschäftsjahr 2017 erstreckten sich die Tätigkeiten insbesondere auf das Assetmanagement der Bestandsinvestments sowie auf das Projekt- und Neugeschäft liquider Anlageprodukte. Weitere Geschäftsaktivitäten des Konzerns umfassen Aufgaben im Zusammenhang mit der Treuhandverwaltung laufender Fonds.

Bei der Muttergesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, gegründet und mit Sitz in Hamburg. Die Adresse der Gesellschaft lautet: Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8-10, 20354 Hamburg. Die Lloyd Fonds AG, geführt beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 75 492, ist seit dem Jahr 2005 an der Börse notiert und war seit April 2013 im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet. Im März 2017 ist das Unternehmen in das neu geschaffene Segment "Scale" der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 22. Juni 2018 vom Vorstand der Lloyd Fonds AG zur Veröffentlichung genehmigt.

6.2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Folgenden dargestellt. Die Methoden wurden für alle dargestellten Berichtszeiträume stetig angewandt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Die Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Tausend Euro (T€), da hierdurch keine Informationsverluste entstehen. Es können sich Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Abschlussbestandteilen ergeben. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

6.2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wird freiwillig nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Der Konzernabschluss der Lloyd Fonds AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie von der Europäischen Union (EU) bis zum 31. Dezember 2017 angenommen wurden. Es wurden folgende, im Geschäftsjahr 2017 von der EU-Kommission per Endorsement-Verfahren übernommene Standards nicht vorzeitig angewendet:

IFRS 9 Finanzinstrumente (ab 1. Januar 2018)

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (ab 1. Januar 2018)

IFRS 16 Leasingverhältnisse (ab 1. Januar 2019)

Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 werden sich folgende Veränderungen ergeben. Es kommt zu einer neuen Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente, die das Zahlungsstromkriterium (SPPI-Kriterium) nicht erfüllen und aus diesem Grund zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Bei den finanziellen Vermögenswerten, bei denen es sich um Eigenkapitalinstrumente handelt, wird das OCI-Wahlrecht nicht wahrgenommen und somit erfolgt auch hier die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.

Bei den Beteiligungsgesellschaften, die bisher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, erfolgte die Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Konzernergebnis (OCI). Zukünftig erfolgt die Bewertung gemäß IFRS 9 nach der Kategorie erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Profit or Loss).

Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, deren Eigenkapital bisher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde, entsprechen die Buchwerte dem Fair Value. Die bisherige Wertänderung wurde ebenfalls im sonstigen Konzernergebnis abgebildet. Zukünftig erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Mit Einführung zum 1. Januar 2018 werden beim Übergang auf die Bilanzierung nach IFRS 9 die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert vorgenommenen Bewertungen, die bisher im OCI in Höhe von 1.035 T€ gebucht wurden, in den Gewinnvortrag umgegliedert. Die diesjährige Verringerung des sonstigen Konzernergebnisses in Höhe von 486 T€ wäre zukünftig ergebniswirksam zu berücksichtigen.

Ferner kommt durch die erstmalige Anwendung des IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell zur Anwendung. Die Prüfung der Auswirkungen ist diesbezüglich noch nicht final abgeschlossen, es wird aber erwartet, dass sich hieraus keine wesentlichen Veränderungen ergeben, da die Forderungen bereits vorher individuell betrachtet und einzelfallbezogen Wertberichtigungen vorgenommen wurden. Zukünftig werden ferner Pauschalwertberichtigungen der nicht wertberichtigten Forderungen mit einer geringen Quote erwartet.

Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 ab dem Geschäftsjahr 2019 ergeben sich aus den aktuell bestehenden Verträgen voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Kosten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

6.2.1.1 Erstmals angewendete neue Standards und Interpretationen

Die folgenden, im Geschäftsjahr 2017 erstmalig in angepasster Form anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

IAS 7 Kapitalflussrechnung (ab 1. Januar 2017)

IAS 12 Ertragsteuern (ab 1. Januar 2017)

Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2014-2016"

6.2.1.2 Ausblick auf zukünftige Standards

Im Folgenden wird auf wesentliche neue, ab dem 1. Januar 2018 oder später anzuwendende IFRS-Standards, Änderungen von bestehenden Standards sowie Interpretationen eingegangen. Eine frühere Anwendung ist jeweils empfohlen worden. Mangels erfolgter Annahme durch die EU-Kommission bis zum Bilanzstichtag ist eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Regelungen im Lloyd Fonds-Konzern nicht erfolgt.

IFRS 10/IAS 28 Konzernabschlüsse: Transaktionen mit assoziierten Unternehmen (noch offen)

IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten (noch offen)

IFRS 17 Versicherungsverträge (noch offen)

Änderungen im Rahmen des "Annual Improvement Projects 2015-2017" (noch offen)

IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen (ab 1. Januar 2018)

IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung (ab 1. Januar 2019)

Die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit noch ermittelt.

6.2.2 Konsolidierung

6.2.2.1 Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Seit Einführung des IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" sind zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises neben der Entscheidungsmacht die variablen Rückflüsse entscheidend. Zudem muss die Möglichkeit bestehen, die variablen Rückflüsse über die vorliegende Entscheidungsmacht beeinflussen zu können.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.

Gesellschaften, an denen Lloyd Fonds zu mehr als 50 % beteiligt ist, werden nicht als Tochterunternehmen klassifiziert, wenn aufgrund spezifischer gesellschaftsvertraglicher Regelungen trotz der Stimmrechtsmehrheit keine Möglichkeit zur Bestimmung der Geschäfts- und Finanzpolitik durch den Konzern besteht. Das Kriterium der Beherrschung ist demnach nicht erfüllt, jedoch übt Lloyd Fonds einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaften aus, sodass sie als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert werden. Des Weiteren werden 26 Tochterunternehmen (Vj.: 28), die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt.

Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen waren mangels relevanter Transaktionen innerhalb des Konzerns nicht erforderlich.

6.2.2.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 werden neben der Muttergesellschaft die nachfolgenden 15 (Vj.: 17) Gesellschaften einbezogen:

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Gesellschaft Anteil Konzern Kurzbeschreibung der Tätigkeit
Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg 100,0% Geschäftsführungsfunktion für initiierte Immobilienfonds; Vermittlung von Abschlüssen von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume
Lloyd Shipping GmbH, Hamburg 100,0% Projektentwicklung, Schiffsmaklerei und Betrieb von Seeschiffen
Lloyd Fonds Consulting GmbH, Hamburg 100,0% Verwaltung eigenen Vermögens und die Finanz- und Wirtschaftsberatung, ausgenommen sind Tätigkeiten für die eine KWG-Genehmigung erforderlich ist
Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg 100,0% Entwicklung, Konzeption und Management von Beteiligungsgesellschaften
TradeOn GmbH, Hamburg 100,0% Bewertung, Erwerb, Halten, Verwaltung, Strukturierung und Veräußerung von Anteilen an geschlossenen Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft; Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume
Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg 100,0% Treuhänderische Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere Übernahme der Stellung des Treuhandkommanditisten in Beteiligungsgesellschaften
PPA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0% Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußern von Kommanditbeteiligungen
Lloyd Fonds Management GmbH, Hamburg 100,0% Externe Kapitalverwaltungsgesellschaft i. S. v. § 17 Abs. 2 Nr. 1 KAGB; Verwaltung von inländischen Geschlossenen AIFs, auf Grundlage einer Registrierung nach § 44 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 5 KAGB
Lloyd Fonds Solution GmbH, Hamburg (bis 31.01.2018: LFS Containerschiff Portfolio I Verwaltung GmbH, Hamburg) 100,0% Beratung von Unternehmen und Unternehmensgründern, identifikation, Analyse und die Vermittlung von investitionsmöglichkeiten in Vermögensgegenstände und -rechte, insbesondere in Unternehmensbeteiligungen, die keine Finanzinstrumente i. S. d. KWG darstellen (bis 31.01.2018: Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin von Kommanditgesellschaften, deren Geschäftsbetrieb der Erwerb und der Betrieb von Containerschiffen sowie die Beteiligung an solchen Gesellschaften ist)
Lloyd Fonds Wohnungsbau GmbH, Hamburg 100,0% Investition in immobilienobjekte, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus
Lloyd Fonds Invest GmbH, Hamburg (bis 31.01.2018: LFS Tanker Portfolio I Verwaltung GmbH, Hamburg) 100,0% Entwicklung und Initiierung von Investment Fonds und Investment Produkten, die Beratung von Kapitalanlagegesellschaften, Koordination von Vertriebsinstitutionen und Vertriebsaktivitäten sowie der Vertrieb von Anlageprodukten (bis 31.01.2018: Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin von Kommanditgesellschaften, deren Geschäftsbetrieb der Erwerb und der Betrieb von Tankschiffen sowie die Beteiligung an solchen Gesellschaften ist)
Lloyd WohnWert Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0% Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafterin der ehemaligen Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA
Lloyd WohnWert Tonndorfer Hauptstrasse 59 GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0% Vermietung und Verpachtung des im Eigentum befindlichen Grundbesitzes sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte
Lloyd WohnWert Projektentwicklung GmbH & Co.KG, Hamburg 100,0% Projektentwicklung, Projektmanagement und Projektsteuerung von Immobilienprojekten
2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 48,9% Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung von Beteiligungen an geschlossenen Schiffsfonds

Die letztgenannte Gesellschaft wird entsprechend den Vorschriften des IFRS 10 aufgrund der Präsenzmehrheiten in den Gesellschafterversammlungen trotz einer Beteiligungsquote von unter 50 % vollkonsolidiert. Gemäß Abwicklungsvereinbarung vom 30. September 2017 wurde das gesamte aktive sowie passive Vermögen der 2. Lloyd Fonds Real Estate Beteiligung GmbH & Co. KG sowie der 2. Lloyd Fonds Aviation Beteiligung GmbH & Co. KG an die 2. Lloyd Fonds Shipping Beteiligung GmbH & Co. KG, jeweils mit Sitz in Hamburg, übertragen.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der Tochterunternehmen (31. Dezember) überein.

Die Erstkonsolidierung der Lloyd WohnWert Projektentwicklung GmbH & Co. KG, Hamburg, für das geplante WohnWert-Projekt hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

Die Anwachsung der Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA, Hamburg, auf die Lloyd Fonds Consulting GmbH, Hamburg, im August 2017 mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2017 hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lloyd Fonds-Konzerns.

6.2.2.3 Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Die 71 (Vj.: 88) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Der Abschlussstichtag des Lloyd Fonds-Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (31. Dezember) überein. Die Abschlüsse der Lloyd Fonds AG und der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch keine finalen Abschlüsse der betroffenen Gesellschaften vorliegen, wird auf vorläufige Abschlüsse zurückgegriffen.

In Ausnahmefällen kann es auch aufgrund besonderer gesellschaftsvertraglicher Regelungen oder Geschäftsbeziehungen dazu kommen, dass der Lloyd Fonds-Konzern trotz einer Beteiligung von unter 20 % einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Berichtsjahr wurden zwei (Vj.: zwei) Gesellschaften, an denen der Konzern weniger als 20 % der Anteile hält, als assoziierte Unternehmen klassifiziert.

Die RIT Real Invest Immobilien-AG, Hamburg, die seit dem Geschäftsjahr 2016 als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen wird, wurde im Geschäftsjahr 2017 verkauft.

6.2.3 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich. Für Einbauten in gemieteten Büroräumen wird eine voraussichtliche Mietdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt. Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betragen die Nutzungsdauern zwischen drei und 19 Jahren. Abschreibungen auf Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen aktiviert werden, bestimmen sich nach der erwarteten Nutzungsdauer des Vermögenswerts, sofern ein Eigentumsübergang am Ende der Leasinglaufzeit hinreichend sicher ist. Andernfalls werden die Vermögenswerte über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben. Nutzungsdauern und etwaige Restwerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

6.2.4 Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Lloyd Fonds-Konzern nicht vor. Interne Ausgaben für die Entwicklung und den Betrieb von unternehmenseigenen Internetseiten werden als Aufwand erfasst. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die für Software drei bis fünf Jahre beträgt.

6.2.5 Wertminderung nichtmonetärer Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben oder sich noch nicht in betriebsbereitem Zustand befinden, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash-Generating-Units).

6.2.6 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through Profit or Loss)

Darlehen und Forderungen (Loans and Receivables)

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-maturity)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-sale)

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt beim erstmaligen Ansatz und wird zu jedem Stichtag auf Angemessenheit überprüft. Folgende Kategorien sind für den Lloyd Fonds-Konzern relevant:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden im Lloyd Fonds-Konzern von Beginn an in diese Kategorie eingeordnet; eine Anwendung der Designation als zu Handelszwecken gehalten ist zurzeit nicht einschlägig.

Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt ohne die Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie in den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen enthalten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie entweder direkt zugeordnet wurden oder sich nicht in eine der drei anderen genannten Kategorien einordnen lassen. Ausgewiesen werden hier Beteiligungen sowie Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, das heißt dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Darlehen und Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und an den nachfolgenden Bilanzstichtagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste - aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden mittels Discounted Cashflow-Verfahren bestimmt, wobei ein marktüblicher sowie risiko- und laufzeitkongruenter Abzinsungssatz zugrunde gelegt wird. Abhängig von dem jeweiligen Vermögenswert betragen die Laufzeiten zehn bis 19 Jahre. Die Abzinsungssätze liegen zwischen 6 % und 10 %.

6.2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei wird die Effektivzinsmethode nur angewendet, falls die Forderung eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten aufweist. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Als Indikatoren für eine mögliche Wertminderung kommen insbesondere Zahlungsverzögerungen und eine verschlechterte Bonität der Schuldner in Betracht. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiges betriebliches Ergebnis erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen das Wertminderungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

6.2.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden Kontokorrentkredite mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten saldiert. Bankguthaben, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht in die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Kapitalflussrechnung einbezogen.

6.2.9 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Die als FinanzInvestition gehaltenen Immobilien wurden zum Zeitpunkt der Anschaffung der Immobilie durch eine Konzerngesellschaft der Lloyd Fonds AG mit den Anschaffungskosten bewertet. Für die Folgebewertung kommt es gemäß IAS 40 aufgrund der Nutzung der Fair Value Option zu der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wertansatz orientiert sich an den Bilanzstichtagen an dem jeweiligen Gutachtenwert eines Sachverständigen. Aufgrund der Umklassifizierung nach IFRS 5 erfolgt der Ausweis unter den Positionen zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Vermögenswerten sowie zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Verbindlichkeiten.

6.2.10 Eigenkapital

Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert. Steuern werden berücksichtigt, sofern sich diese voraussichtlich auswirken. Kosten, die sich auf die Ausgabe von neuen Aktien sowie die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden auf die einzelnen Transaktionen aufgeteilt. Diejenigen Transaktionskosten, die sich auf die Börsennotierung von bereits ausgegebenen Aktien beziehen, werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

6.2.11 Verbindlichkeiten und Finanzschulden

Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten und Finanzschulden zählen zu den kurzfristigen Schulden, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt, ansonsten erfolgt ein Ausweis als langfristige Schulden.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der angegebene beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.

Der den anderen Kommanditisten zuzurechnende Nettovermögenswert beruht auf den gesellschaftsvertraglich festgelegten Kündigungsrechten der Gesellschafter des Fonds "Premium Portfolio Austria". Diese Rechte können erstmals zum 31. Dezember 2025 ausgesprochen werden. Hierbei handelt es sich um ein Inhaberkündigungsrecht i. S. d. IAS 32.18 (b). Gemäß IAS 32.AG 29A kommen die Ausnahmeregelungen der Paragrafen 16AD des IAS 32 im Konzernabschluss nicht zum Tragen, sodass die Einlagen zwingend als Fremdkapital zu klassifizieren sind. Die Höhe des Abfindungsanspruchs richtet sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Gesellschaftsvertrags bzw. nach dem Zeitwert des Nettovermögens. Die Bewertung des Postens erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert (Barwert des Abfindungsanspruchs). In den Folgeperioden werden die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode fortgeschrieben und gegebenenfalls an geänderte Ausschüttungsprognosen angepasst.

6.2.12 Leistungen an Arbeitnehmer und Organmitglieder

Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und bestimmter Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst und als Verbindlichkeit passiviert. Der Konzern passiviert eine Verbindlichkeit in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.

6.2.13 Steuern

Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre, woraus sich im Rahmen der Veranlagung noch Veränderungen ergeben können. Darüber hinaus bestehen gegenüber dem Finanzamt Forderungen aufgrund noch nicht erstatteter anrechenbarer Steuern sowie noch nicht geänderter Bescheide.

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss gebildet (Verbindlichkeitsmethode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. In 2017 erfolgt ein Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 324 T€ (Vj.: 454 T€).

Aktive und passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen nicht vom Konzern gesteuert werden kann und die Umkehrung der temporären Differenz hinreichend gesichert erscheint.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

6.2.14 Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst.

6.2.15 Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlasse und nach Eliminierung konzerninterner Transaktionen. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen jeglicher Art werden grundsätzlich nur dann realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließt. Darüber hinaus gelten folgende Grundsätze in Bezug auf die einzelnen Erlöse:

Lloyd Fonds erbringt Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, Beratungsleistungen sowie Finanzierungskonzepte im Rahmen von Projektierungen gegenüber den Fondsgesellschaften oder fremden Dritten. Grundsätzlich erfolgt die Ertragsrealisierung je nach Vertragsgestaltung entweder zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Leistungserbringung oder ratierlich anteilig nach Fertigstellungsstand bzw. Teilleistung.

Neben den Geschäftsführertätigkeiten erbringt Lloyd Fonds auch Serviceleistungen für Managementunterstützung gegenüber Fondsgesellschaften. Diese Leistungen werden kontinuierlich über die Laufzeit ausgeführt. Dementsprechend erfolgt die Realisierung der Erlöse anteilig mit Zeitfortschritt.

Weiterhin erbringt Lloyd Fonds Leistungen im Rahmen des Treuhandgeschäfts, welche die Einrichtung der Treuhandverwaltung, die Verwaltung der von ihr für Dritte gehaltenen bzw. nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister betreuten Kommanditbeteiligungen sowie die Vorbereitung, Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen umfassen. Die Einrichtungsgebühr wird im Jahr der Fertigstellung der Leistung mittels einer pauschalen Vergütung ratierlich entsprechend dem Platzierungsfortschritt des zugrunde liegenden Fonds realisiert. Bei den laufenden Treuhandvergütungen der Folgejahre erfolgt die Erfassung an jedem Bilanzstichtag anteilig bezogen auf den jeweiligen Stand des verwalteten Kapitals.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden im Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht, welches dem Datum der Beschlussfassung entspricht.

6.2.16 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sofern Lloyd Fonds als Leasingnehmer die wesentlichen mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden die Leasingverhältnisse als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. In diesem Fall kommt es zur Aktivierung des Leasinggegenstands sowie zur Passivierung einer Verbindlichkeit in gleicher Höhe. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz ist der beizulegende Zeitwert des Leasinggegenstands oder der Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. In den Folgeperioden wird der Leasinggegenstand grundsätzlich über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sofern jedoch nicht mit hinreichender Sicherheit feststeht, dass das Eigentum am Leasingobjekt zum Ende des Leasingverhältnisses auf Lloyd Fonds übergeht, ist der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abzuschreiben. Die Mindestleasingzahlungen sind in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Während der Zinsanteil im Finanzergebnis aufwandswirksam erfasst wird, führt der Tilgungsanteil zu einer Verminderung der Restschuld.

6.2.17 Währungsumrechnung

6.2.17.1 Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Lloyd Fonds AG darstellt.

6.2.17.2 Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von

in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierter Cashflow Hedge zu berücksichtigen.

6.2.17.3 Konzernunternehmen

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet,

Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet und

alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
2017 2016 2017 2016
US-Dollar (US-$) 1,1993 1,0541 1,1293 1,1066
Britische Pfund 0,8872 0,8562 0,8762 0,8189

6.3 Finanzrisikomanagement

6.3.1 Risiken aus Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese Risiken umfassen das Liquiditätsrisiko, das Marktrisiko sowie das Ausfallrisiko. Das Marktrisiko umfasst das Zinsrisiko, das Währungsrisiko und das Preisrisiko.

6.3.1.1 Liquiditätsrisiko

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch den Bereich Finanzen auf Grundlage von Verfahren und Maßnahmen, die im Einklang mit der vom Vorstand beschlossenen Richtlinie zum Risikomanagement steht. Das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung vorgenommen, die einen Planungshorizont von bis zu einem Jahr abbildet. Darüber hinaus kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden zwei Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Sowohl die Kurz- als auch die Mittelfristplanung sind aus der Businessplanung des Konzerns abgeleitet und aufeinander abgestimmt.

6.3.1.2 Marktrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, das Bestandteil des Marktrisikos ist, resultiert aus möglichen Schwankungen des Zeitwerts eines Finanzinstruments bzw. der hieraus erwarteten Zahlungsströme aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Diese Zinsschwankungen wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen des Konzerns aus. Zum anderen können sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten beeinflussen.

Im Regelfall werden gewährte oder in Anspruch genommene Darlehen mit einem festen Zinssatz zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39 nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Insofern sind keine wesentlichen Zeitwertanpassungen zu erwarten.

Fremdwährungsrisiken resultieren im aktuellen Konzernabschluss im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-$-Beständen in Euro. Um die Bewertungseffekte zu minimieren, analysiert Lloyd Fonds regelmäßig die in Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Schulden des Konzerns und prognostiziert deren weitere Entwicklung. Im Vordergrund stehen dabei Risiken mit zahlungswirksamen Auswirkungen. Sofern sich aus der offenen Fremdwährungsexposition ein signifikantes Risiko für die Finanzlage des Konzerns ergeben sollte, werden entsprechende Sicherungsgeschäfte durchgeführt.

Verantwortlich für das Management der Zins- und Fremdwährungsrisiken ist der Bereich Finanzen in Abstimmung mit anderen Abteilungen des Konzerns. Durch die negative Entwicklung der Fremdwährungskurse werden aktuell nicht benötigte Fremdwährungsbestände zeitnah in Euro gewechselt.

Das Preisrisiko betrifft insbesondere die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert. In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen die Beteiligungen des Konzerns an eigenen Fonds.

Dabei handelt es sich in der Regel um Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungsgesellschafter an diesen Unternehmen hält. Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts werden grundsätzlich erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungen, die zu Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung führen. Wertaufholungen werden wiederum erfolgsneutral gebucht.

Lloyd Fonds führt zu jedem Halbjahresstichtag eine Zeitwertbewertung der wesentlichen Beteiligungen durch. Verantwortlich hierfür ist das Fondsmanagement des Konzerns. Dabei findet eine enge Abstimmung mit dem Konzernrechnungswesen statt, um die korrekte bilanzielle Abbildung der Wertentwicklung sicherzustellen. Sofern ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, werden entsprechende Wertminderungstests vorgenommen und die betroffenen Beteiligungen aufwandswirksam abgewertet. Insbesondere in den Vorjahren wurden bereits umfangreiche Wertberichtigungen gebildet. Durch die weiterhin angespannte Marktlage, insbesondere im Bereich Schifffahrt, wurden auch im Berichtsjahr Wertminderungen vorgenommen, damit wurde dem Preisrisiko Rechnung getragen (siehe auch Ziffer 6.4.2).

6.3.1.3 Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die drohende Uneinbringlichkeit bestehender Forderungen. Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise kam es zu einem allgemeinen Anstieg dieses Risikos. Betroffen waren hiervon insbesondere Forderungen gegenüber Fonds, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Im Rahmen der Sanierung dieser Gesellschaften hat der Lloyd Fonds-Konzern Forderungen gestundet oder einen teilweisen Verzicht gegen Besserungsschein erklärt. Die hiermit verbundenen Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Durch die somit erfolgte Einzelbetrachtung einer Forderung wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich der gebildeten Wertberichtigung dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Neben der permanenten Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen begegnet Lloyd Fonds dem Ausfallrisiko durch eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Debitorenmanagements. Dabei liegt der Fokus auf einer zeitnahen Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

6.3.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Im Folgenden werden die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie den vom Lloyd Fonds-Konzern gewählten Klassen nach IFRS 7 dargestellt. Der Buchwert entspricht jeweils dem Zeitwert:

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2017
in T€
Darlehen und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar Finanzielle Verbindlichkeiten, zum Restbuchwert Summe
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Forderungen 1.550 - - 1.550
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 1.761 - 1.761
1.550 1.761 - 3.311
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.678 - - 3.678
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 86 - - 86
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 2.746 - 2.746
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.005 - - 10.005
13.769 2.746 - 16.515
15.319 4.507 - 19.826
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert - - 595 595
- - 595 595
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten - - 2.428 2.428
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - - 926 926
Finanzschulden - - 1.584 1.584
- - 4.938 4.938
- - 5.533 5.533
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2016
in T€
Darlehen und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar Finanzielle Verbindlichkeiten, zum Restbuchwert Summe
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Forderungen 1.930 - - 1.930
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 2.573 - 2.573
1.930 2.573 - 4.503
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 4.804 - - 4.804
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 96 - - 96
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 3.326 - 3.326
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.663 - - 11.663
16.563 3.326 - 19.889
18.493 5.899 - 24.392
Langfristige Schulden
Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert - - 642 642
- - 642 642
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten - - 4.874 4.874
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - - 546 546
Finanzschulden - - 1.552 1.552
- - 6.972 6.972
- - 7.614 7.614

6.3.2.1 Darlehen und Forderungen

Der Bestand an Darlehen und Forderungen des Konzerns ist um insgesamt 1.516 T€ von 6.830 T€ auf 5.314 T€ gesunken. Im Vorjahresvergleich stellt sich die Fälligkeitsstruktur wie folgt dar:

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in T€ 2017 2016
noch nicht fällig 3.803 5.208
fällig seit 1-30 Tagen 12 26
fällig seit 31-365 Tagen 512 1.449
seit über einem Jahr fällig 987 147
5.314 6.830

Die Umsatzsteuer auf die uneinbringlichen Forderungen wird unter den noch nicht fälligen Forderungen ausgewiesen. Diese besteht nunmehr gegenüber dem Finanzamt und nicht mehr gegenüber dem ursprünglichen Forderungsnehmer.

Zum 31. Dezember 2017 waren Forderungen, auf die anteilige oder komplette Wertberichtigungen gebildet wurden, in Höhe von nominal 10.681 T€ (Vj.: 12.477 T€) um insgesamt 8.664 T€ (Vj.: 10.462 T€) auf 2.017 T€ (Vj.: 2.015 T€) wertberichtigt. Hinsichtlich der zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf Ziffer 6.4.3.

6.3.2.2 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Schulden

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert werden drei Hierarchiestufen unterschieden:

Stufe 1: auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte Preise (z. B. Aktienkurse).

Stufe 2: an einem Markt beobachtbare Inputfaktoren, die zwar keine notierten Preise der Stufe 1 darstellen, die sich jedoch entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in der Ableitung von Preisen) beobachten lassen.

Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung.

Wie im Vorjahr bestehen auch zum 31. Dezember 2017 die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente des Konzerns ausschließlich aus Beteiligungen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar". Die Bestimmung der Zeitwerte dieser Beteiligungen erfolgt auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und wird dementsprechend der Stufe 3 zugeordnet. Die Zuordnung zu den einzelnen Hierarchiestufen wird regelmäßig überprüft und soweit nötig entsprechend angepasst. Zu den Details verweisen wir auf Ziffer 6.4.2.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Stand 1. Januar 5.899 8.725
Abgänge -30 -279
Erhaltene Ausschüttungen -479 -109
Direkt in Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ergebnisse 6.6.4 -390 -384
Erfolgsneutral erfasste Ergebnisse 6.7.4 -493 -2.054
Stand 31. Dezember 6.3.2 4.507 5.899

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte aller anderen Vermögenswerte und Schulden erfolgt entsprechend der Stufe 3.

6.3.2.3 Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt 5.533 T€ (Vj.: 7.614 T€). Die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2017 2016
bis ein Jahr 4.938 6.972
ein bis fünf Jahre - -
über fünf Jahre 595 642
5.533 7.614

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Darlehen gegenüber der Raiffeisenbank Niederösterreich-Wien AG (RaiBa) aus der Finanzierung der übernommenen Anteile an den Zielfonds des "Premium Portfolio Austria" in Höhe von 1.584 T€. Im Rahmen der vorzeitigen Schließung des Fonds bei herabgesetztem Kapital wurden diese Darlehen zusammen mit den überschüssigen Beteiligungen in die im Geschäftsjahr 2011 neu gegründete Gesellschaft PPA GmbH eingebracht. Die Anteile sowie sämtliche Rückflüsse aus den Beteiligungen dienen der Besicherung dieser Darlehen. Sollten die Rückflüsse aus den Beteiligungen nicht ausreichen, um die finanziellen Verbindlichkeiten bei der RaiBa zu tilgen, besteht seitens der RaiBa kein weiterer Anspruch auf Ausgleich.

Aktuell existiert eine Stundungsvereinbarung über die laufenden Zinszahlungen, die bis zum 28. Februar 2019 gültig ist.

6.3.2.4 Wertminderungen

Die Wertminderungen in Bezug auf Finanzinstrumente haben sich im Lloyd Fonds-Konzern wie folgt entwickelt:

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in T€ 2017 2016
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Stand 1. Januar 10.368 8.970
Zuführungen 1.310 1.593
Inanspruchnahmen -2.698 -34
Auflösungen -410 -161
Stand 31. Dezember 8.570 10.368
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen
Stand 1. Januar 94 7.069
Zuführungen - 211
Inanspruchnahmen - -7.174
Auflösungen - -12
Stand 31. Dezember 94 94
8.664 10.462
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Stand 1. Januar 4.454 4.854
Zuführungen 390 384
Inanspruchnahmen/Abgang -455 -784
Stand 31. Dezember 4.389 4.454
Wertminderungen am 31. Dezember 13.053 14.916

6.3.2.5 Sonstige Angaben

Die Nettogewinne (bzw. -verluste) aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in T€ 2017 2016
Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -916 -1.569
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen - -223
-916 -1.792
Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 295 100
295 100
-621 -1.692
Klasse erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Bewertungskategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen -390 -384
realisierte Veräußerungsgewinne - 957
Veränderung der Neubewertungsrücklage nach IAS 39 -486 -1.761
-876 -1.188
Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten -1.497 -2.880

Das Nettoergebnis der Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhaltet unrealisierte Gewinne aus der Fremdwährungsumrechnung, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, die Zuführung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Forderungsausfällen. Die Klasse erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert stellt die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39 dar.

Das Zinsergebnis für die Klasse zu fortgeführten Anschaffungskosten ist im Folgenden dargestellt:

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in T€ 2017 2016
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Zinserträge aus Bankguthaben 23 8
Zinserstattung Finanzamt 38 7
Zinserträge von nahestehenden Unternehmen und Personen - 204
Zinserträge von anderen Kommanditisten 47 90
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150 212
258 521
Bewertungskategorie Darlehen und Forderungen
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -32 -37
Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten -13
Sonstige Zinsaufwendungen - -31
-32 -81

6.3.3 Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Lloyd Fonds-Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der nachhaltigen Aufrechterhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung und der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. Dabei steht die Bonität des Konzerns an vorderster Stelle.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der absoluten Höhe unter Berücksichtigung der Eigenkapitalquote. Die zukünftige Kapitalentwicklung und der mögliche Kapitalbedarf werden auf Basis eines integrierten Planungsmodells für die kommenden zwei Geschäftsjahre ermittelt.

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Kapitalstruktur über die Dividendenpolitik der Lloyd Fonds AG. Im vergangenen Jahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,16 € je Aktie ausgeschüttet. Aufgrund der erwogenen Neuausrichtung und den damit im Zusammenhang stehenden geplanten Investitionen wird für das Geschäftsjahr 2017 keine Dividende vorgeschlagen.

Zum 31. Dezember 2017 beläuft sich das Eigenkapital des Lloyd Fonds-Konzerns auf 18.554 T€ nach 19.145 T€ zum Ende des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 70,1 % (31. Dezember 2016: 69,3 %).

Erhöhend wirkt sich hier das Konzernjahresergebnis (1.360 T€) aus. Gegenläufig haben sich die Dividendenzahlung (-1.465 T€) sowie die ergebnisneutralen Effekte (-486 T€) ausgewirkt.

6.4 Verwendung von Schätzungen und Annahmen und Änderungen von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen

Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich erscheinen. Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, die die Zukunft betreffen. Die Beträge der hieraus abgeleiteten Schätzungen können naturgemäß von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen könnten, werden nachstehend erörtert. Es ist möglich, dass von den getroffenen Annahmen innerhalb des nächsten Jahres abgewichen werden könnte, sodass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte erforderlich ist.

6.4.1 Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen

Lloyd Fonds hält insgesamt 71 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Verwaltungsgesellschaften von Fonds sowie um Projektgesellschaften. Verwaltungsgesellschaften erhalten fixierte jährliche Vergütungen von den Fonds.

Im Berichtsjahr ergibt sich bei den nach der Equity-Methode zu erfassenden anteiligen Ergebnissen der Gesellschaften unter Berücksichtigung der Ausschüttungen eine ertragswirksame Minderung um -131 T€ (Vj.: -22 T€). Zum Stichtag betragen die Beteiligungsbuchwerte dieser Gesellschaften insgesamt 1.194 T€.

6.4.2 Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte

Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise sind in den Vorjahren bereits einzelne Fonds in eine finanzielle Schieflage geraten; in Einzelfällen gab es Insolvenzen. Risiken haben sich im Bereich der Schiffsbeteiligungen beispielsweise durch auslaufende Charterverträge ergeben, wenn eine Anschlusscharter ausstand oder nur zu Konditionen vereinbart werden konnte, die deutlich unter den Werten liegen, die erforderlich sind, um operativ ausgeglichene Ergebnisse zu erzielen sowie den Kapitaldienst zu bedienen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems überprüft Lloyd Fonds laufend die finanzielle Situation sämtlicher Beteiligungen, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Zwar wirken sich Verluste in den Fondsgesellschaften nicht unmittelbar auf das Konzernergebnis der Lloyd Fonds AG aus, jedoch können sich hieraus Anzeichen für mögliche Wertminderungen der Forderungen und Beteiligungsansätze ergeben. Aus diesem Grund führt Lloyd Fonds regelmäßig umfangreiche Wertminderungstests durch. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen wird dabei in der Regel auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Zum Stichtag betragen die Beteiligungsbuchwerte dieser Gesellschaften insgesamt 4.507 T€.

Der Zeitwertbewertung der Schiffsbeteiligungen des Konzerns liegen prognostizierte Charterraten und Stahlpreise zugrunde, die von Clarkson Research zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus basiert die Bewertung im Wesentlichen auf den folgenden Parametern:

Planungshorizont: 25 Jahre ab Infahrtsetzung

Plan-Wechselkurs: 1,10 US-$/€

Kapitalisierungszinssatz: 7,0 %

Steigerungsfaktor Schiffsbetriebskosten: 3 % p. a.

Steigerungsfaktor Verwaltungskosten: 2 % p. a.

Die Zeitwertbewertung insbesondere im Bereich Immobilien- und Flugzeugbeteiligungen sowie Zweitmarkt-Lebensversicherungen wird auf Basis der Ausschüttungsprognosen des Fondsmanagements der Beteiligungen durchgeführt (siehe Ziffer 6.2.6). Zur Diskontierung der Zahlungsströme werden die internen Renditen des jeweiligen Fonds herangezogen. Im Hinblick auf die weiterhin angespannte Wirtschaftslage und insbesondere die anhaltend schwachen Schifffahrtsmärkte wurden im Berichtsjahr weitere Wertminderungen in Höhe von 390 T€ (Vj.: 384 T€) vorgenommen. Darüber hinaus wurden weitere erfolgsneutrale Wertminderungen in Höhe von 493 T€ (Vj.: 2.054 T€) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei veränderten Kapitalisierungszinssätzen (8 %) würden sich eine erhöhte Abschreibung von 15 T€ und eine erfolgsneutrale Verringerung der Neubewertungsrücklage von 44 T€ ergeben, die zu einem niedrigeren Ansatz der Beteiligungen von 59 T€ führen würden.

Analog würde sich die Abschreibung bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,15 US-$/€ um 21 T€ erhöhen, die Neubewertungsrücklage um 52 T€ verringern, wodurch der Ansatz der Beteiligungen um 73 T€ sinken würde.

Gegenläufig würden sich bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6 % eine verringerte Abschreibung von 16 T€ und eine erfolgsneutrale Erhöhung der Neubewertungsrücklage von 49 T€ ergeben, die zu einem höheren Ansatz der Beteiligungen von 65 T€ führen würden.

Analog würde sich die Abschreibung bei einem unterstellten Wechselkurs von 1,05 US-$/€ um 22 T€ reduzieren, die Neubewertungsrücklage sich um 58 T€ erhöhen, wodurch der Ansatz der Beteiligungen um 80 T€ steigen würde.

6.4.3 Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten

Die Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen basiert auf einer Analyse der individuellen Ausfallrisiken von offenen Posten. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegen Fondsgesellschaften und resultiert aus den Dienstleistungen, die der Konzern erbringt. Hierzu zählen insbesondere die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen, das Fondsmanagement und die Treuhandtätigkeit. Ausfallrisiken ergeben sich insbesondere, wenn die Ertragslage des Fonds sich nicht plangemäß entwickelt. Hiervon sind im Berichtsjahr insbesondere Schiffsfonds betroffen (siehe Ziffer 6.4.2). In der Folge hat Lloyd Fonds weitere Einzelwertberichtigungen gebildet. Insgesamt belief sich der Aufwand für Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 2017 auf 1.310 T€.

Erhaltene Auszahlungen im Rahmen dieser Treuhandverhältnisse wurden entsprechend an die Treugeber weitergeleitet. Für diese Auszahlungen besteht für die Lloyd Treuhand GmbH grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB, sofern die Auszahlungen nicht durch Gewinne gedeckt sind. Die Forderung war begründet durch in der Vergangenheit gewährte Auszahlungen, bei denen eine Wiedereinzahlungsverpflichtung angenommen wurde. Aus Vorsichtsgründen wurden in der Vergangenheit bestehende Forderungen gegen Treugeber der Beteiligungsgesellschaften und entsprechende übrige Verbindlichkeiten in gleicher Höhe gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gebucht. Im Geschäftsjahr wurde die Erkenntnis gewonnen, dass für die entsprechenden Beteiligungsgesellschaften nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass Ansprüche geltend gemacht werden, sodass die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten ausgebucht wurden (siehe auch Ziffer 6.7.6, 6.7.12 und 6.9.2).

Die KALP GmbH hatte im Juni 2015 einen Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens ist geplant, die weltweiten Patentrechte für die Innovation einer automatischen Laschplattform für das Be- und Entladen von Containerschiffen zu verkaufen. Aufgrund des laufenden Verkaufsprozesses der Patentrechte und der daraus gewonnenen Kenntnisse wurde das bestehende Darlehen von 1.800 T€ aus dem Vorjahr in Höhe von 250 T€ abgewertet. Dies führt zu einem Wertansatz des Darlehens von 1.550 T€. Wegen der Fortdauer des Verkaufsprozesses, dessen Ende noch nicht absehbar ist, ist die Forderung als langfristige Forderung anzusetzen.

6.4.4 Bewertung der Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten

Soweit Dritte im Auftrag oder im Pflichtenkreis der Lloyd Fond AG tätig werden, besteht das Risiko, dass die Lloyd Fonds AG für deren Handlungen verantwortlich gemacht wird. Externe Partner werden allerdings sorgfältig ausgewählt und kontrolliert, um haftungsrelevantes Handeln zu vermeiden und damit das Haftungspotenzial für die Lloyd Fonds AG zu reduzieren.

Zum 31. Dezember 2017 sind insgesamt 218 (Vj.: 207) gerichtliche Verfahren, die ein Nominalkapital von 10.130 T€ (Vj.: 9.431 T€) sowie 646 TUS-$ (Vj.: 841 TUS-$) betreffen, wegen behaupteter Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung rechtshängig, bei denen die Lloyd Fonds AG oder die Lloyd Treuhand GmbH Beklagte oder Streitverkündete sind. Darüber hinaus sind per 31. Dezember 2017 weitere 301 (Vj.: 165) gerichtliche Verfahren rechtshängig, in denen eine Bank der Lloyd Fonds AG den Streit verkündet hat. Diese betreffen Zeichnungen von insgesamt nominal 1.360 T€ (Vj.: 155 T€) sowie nominal 7.780 TUS-$ (Vj.: 4.570 TUS-$).

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aus den genannten oder zukünftig eingereichten Klagen erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben gegen die Lloyd Fonds AG oder ihre Tochtergesellschaft geltend gemacht werden. Die Lloyd Fonds AG verfügt in diesen Fällen über entsprechende Versicherungen. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die Lloyd Fonds AG es für insgesamt überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch weiterhin mit ihren Argumenten vor Gericht durchdringen und sich erfolgreich gegen die Klagen verteidigen kann.

6.4.5 Schätzungen in Bezug auf steuerliche Risiken

Wesentliche steuerliche Risiken bestehen nicht.

6.5 Segmentberichterstattung

6.5.1 Geschäftssegmente

Zum 31. Dezember 2017 wird die Segmentberichterstattung auf Grundlage des IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Der Standard folgt dem sogenannten "Management Approach", d. h. die Definition und Darstellung der berichtspflichtigen Segmente bestimmt sich nach dem internen Berichtswesen des Unternehmens. Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 ist der Vorstand der Lloyd Fonds AG. Als relevante ergebnisbezogene Steuerungsgröße wird neben dem EBT auch das Ergebnis nach Steuern verwendet.

Aus dem internen Berichtswesen des Lloyd Fonds-Konzerns lassen sich die folgenden berichtspflichtigen Segmente ableiten:

Immobilien

Ankauf und Verkauf von Assets für Dritte aus dem Bereich immobilien

Strukturierung von Anlageprodukten

Finanzierung der Assets durch Fremd- und Eigenkapital

Assetmanagement und hiermit zusammenhängende sonstige Dienstleistungen

Übernahme von Geschäftsführungen in Beteiligungsgesellschaften

Überwachung und Steuerung der wesentlichen Beteiligungen des immobiliensegments für den Lloyd Fonds-Konzern

Fondsverwaltung und Informationen der investoren

Organisation und Durchführung von Gesellschafterversammlungen

Schifffahrt

Ankauf und Verkauf von Assets aus den Bereichen Schifffahrt und Zweitmarktschiffsfonds

Erstellung von Fortführungskonzepten sowie die Übernahme des Poolmanagements

Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "immobilien"

Weitere Assets

Ankauf und Verkauf von Assets aus den Bereichen weitere Assets (z. B. Flugzeuge, Private Equity, Britische Kapitallebensversicherungen)

Übrige Tätigkeiten analog zum Segment "immobilien"

Im Bereich "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen" sind im Wesentlichen die Personalaufwendungen für Verwaltungs- und Stabsstellen wie Rechnungswesen, Rechtsabteilung, Kommunikation (IR/PR) und Vorstand sowie allgemeine sonstige betriebliche Aufwendungen wie Miet-, Büro- und EDV-Aufwendungen enthalten. Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem die Verteilung der Aufwendungen für Personal, Miete und EDV sowie Mieterträge anhand von Mitarbeiterzahlen auf die einzelnen Segmente erfolgte, wurde im Geschäftsjahr 2017 keine Umverteilung mehr vorgenommen. Ab dem Geschäftsjahr 2017 werden die Segmente "Schifffahrt" und "Weitere Assets" getrennt dargestellt. Das Segment "Treuhand" ist vollständig entfallen. Sämtliche Aufwendungen und Erträge aus der Verwaltungstätigkeit der Treuhandarbeit sind, soweit möglich, direkt den einzelnen Segmenten zugeordnet worden. Die Aufwendungen, die nicht direkt zuzuordnen sind, werden prozentual auf die drei Segmente Immobilien, Schifffahrt und Weitere Assets verteilt. Weiterhin wurden, im Gegensatz zum Vorjahr, die Kosten des Vertriebs auf die Segmente Immobilien und Schifffahrt in gleicher Höhe verteilt. Gleiches gilt für die Aufwendungen für den Bereich Strukturierung, der zum 1. Januar 2017 neu entstanden ist. Die Vorjahreszahlen sind entsprechend angepasst.

Die Segmentergebnisse stellen sich wie folgt dar:

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2017
in T€
Immobilien Schifffahrt Weitere Assets Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen Summe
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.462 4.350 1.646 - 7.458
Sonstige betriebliche Erträge 728 667 33 521 1.949
Materialaufwand -2 -480 -2 - -484
Personalaufwand -1.252 -1.219 -164 -2.134 -4.769
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.173 -1.815 -412 -1.896 -5.296
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4 1.799 330 - 2.133
Abschreibungen und Wertminderungen 81 -273 -8 -279 -479
Finanzergebnis 375 320 15 -20 690
EBT 223 3.349 1.438 -3.808 1.202
Steuern 276 7 -2 -123 158
Ergebnis nach Steuern 499 3.356 1.436 -3.931 1.360
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2016 (neu)
in T€
Immobilien Schifffahrt Weitere Assets Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen Summe
Umsatzerlöse mit externen Kunden 2.208 5.599 1.656 - 9.463
Sonstige betriebliche Erträge 140 557 500 1.303 2.500
Materialaufwand -250 -789 - - -1.039
Personalaufwand -1.298 -1.472 -439 -1.094 -4.303
Sonstige betriebliche Aufwendungen -567 -2.036 -49 -3.118 -5.770
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -8 127 324 - 443
Abschreibungen und Wertminderungen -7 -389 -7 -91 -494
Finanzergebnis 1.713 220 237 193 2.363
EBT 1.931 1.817 2.222 -2.807 3.163
Steuern -29 -7 -12 60 12
Ergebnis nach Steuern 1.902 1.810 2.210 -2.747 3.175
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016 (alt)
in T€
Immobilien Schifffahrt & weitere Assets Treuhand Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen Summe
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.797 1.437 6.229 - 9.463
Sonstige betriebliche Erträge 83 808 498 1.111 2.500
Materialaufwand -250 -176 -613 - -1.039
Personalaufwand -702 -1.050 -1.995 -556 -4.303
Sonstige betriebliche Aufwendungen -754 -1.270 -2.248 -1.498 -5.770
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -8 451 - - 443
Abschreibungen und Wertminderungen - -386 -17 -91 -494
Finanzergebnis 1.667 387 116 193 2.363
EBT 1.833 201 1.970 -841 3.163
Steuern -29 -19 - 60 12
Ergebnis nach Steuern 1.804 182 1.970 -781 3.175

Eine Darstellung der Vermögenswerte und Schulden je Segment ist im internen Berichtswesen von Lloyd Fonds nicht vorgesehen, da diese Kennzahlen aus Sicht der Unternehmensleitung für die Steuerung des Konzerns nicht relevant sind. Somit entfällt eine entsprechende Berichterstattung.

Intrasegmentäre Umsatzerlöse waren wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Aufwendungen und Erträge im sonstigen betrieblichen Ergebnis, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, wurden - falls erforderlich - eliminiert. Dabei handelt es sich ausschließlich um zu Einstandskosten getätigte Weiterbelastungen.

Die in dem Posten Abschreibung enthaltenen Wertminderungen des Geschäftsjahres in Höhe von 390 T€ sowie die erfolgsneutral erfassten Wertminderungen in Höhe von 493 T€ betreffen im Wesentlichen das Segment Schifffahrt. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind Wertminderungen und Abschreibungen auf Forderungen (1.310 T€) enthalten, die insbesondere die Bereiche Schifffahrt und Weitere Assets betreffen. Ferner sind hier Wertzuschreibung für die Immobilie in Hamburg-Tonndorf in Höhe von 576 T€ enthalten (vgl. Ziffer 6.7.9). Aufgrund der internen Berichtsstruktur wird das Finanzergebnis in der Segmentberichterstattung saldiert ausgewiesen.

6.5.2 Überleitungsrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die SegmentInformationen entsprechen denjenigen, die für Zwecke des Lloyd Fonds-Konzernabschlusses angewendet werden. Aus diesem Grund stimmen sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gewinne und Verluste nach Steuern der berichtspflichtigen Segmente, einschließlich des Bereichs "Alle allgemeinen sonstigen Aufwendungen", mit den Konzernumsätzen bzw. dem Konzernergebnis nach Steuern überein.

6.5.3 Angaben auf Unternehmensebene

6.5.3.1 Informationen über Produkte und Dienstleistungen

Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse von externen Kunden nach Produkten und Dienstleistungen verweisen wir auf die Ziffer 6.6.1.

6.5.3.2 Informationen über geografische Gebiete

Von den Umsätzen des Geschäftsjahres 2017 wurden 7.458 T€ (Vj.: 9.217 T€) in Deutschland und 0 T€ (Vj.: 246 T€) in Singapur erzielt.

Die Summe der langfristigen Vermögenswerte des Lloyd Fonds-Konzerns, ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern, beläuft sich in Deutschland auf 1.093 T€ (Vj.: 1.562 T€). Im Ausland hält Lloyd Fonds langfristige Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 406 T€ (Vj.: 401 T€).

6.6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6.6.1 Umsatzerlöse

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement 6.440 7.491
Erlöse aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen 843 1.898
Sonstige Umsatzerlöse 175 74
Umsatzerlöse 7.458 9.463

Die Erlöse aus Fonds- und Assetmanagement sind um 1.051 T€ rückläufig. Die hierin enthaltenen Erlöse aus der Verwaltung der Treuhandverträge sind aufgrund veräußerter Assets und auslaufender Verträge von 6.066 T€ um 771 T€ auf 5.295 T€ gesunken. Die Erlöse aus Managementleistungen sind im Geschäftsjahr von 1.425 T€ um 280 T€ auf 1.145 T€ sowohl aufgrund der weiterhin anhaltend schwierigen Marktlage im Bereich Schifffahrt als auch durch Schiffsverkäufe gesunken. Der Rückgang der Managementerlöse resultiert weiterhin aus der Entkonsolidierung der Lloyd Fonds Singapore Pte. Ltd., Singapur, in 2016. Gleichzeitig sind auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen gesunken. Die Auswirkung auf das Konzernjahresergebnis ist somit weitestgehend ergebnisneutral.

Während sich die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen insbesondere im Bereich Immobilien aufgrund von weniger Assetverkäufen im Geschäftsjahr von 1.517 T€ auf 425 T€ verringerten, sind die Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen im Bereich Schifffahrt aufgrund von Restrukturierungsleistungen auf Vorjahresniveau.

In den sonstigen Umsatzerlösen sind erstmalig Mieterträge in Höhe von 152 T€ für die erworbene Immobilie in Hamburg-Tonndorf enthalten. Die weiteren sonstigen Umsatzerlöse resultieren aus zusätzlichen Managementdienstleistungen in Höhe von 23 T€ (Vj: 74 T€).

6.6.2 Materialaufwand

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Provisionen 41 37
Aufwendungen für bezogene Leistungen 431 968
Sonstige Materialaufwendungen 12 34
Materialaufwand 484 1.039

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Materialaufwand um 555 T€ auf 484 T€ gesunken. Bei den Provisionen handelt es sich ausschließlich um Bestandsvertriebsprovisionen für den Fonds "Best of Shipping III". In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere erhaltene Managementleistungen enthalten. Der Rückgang ist, wie bei den Erlösen aus Fonds- und Assetmanagement, auf die Entkonsolidierung der Gesellschaft in Singapur zurückzuführen. Zusätzlich sind die projektbezogenen Materialaufwendungen zu den Erlösen aus Vermittlungs- und Strukturierungsleistungen im Geschäftsjahr deutlich gesunken. Die sonstigen Materialaufwendungen sind externe Aufwendungen für die sonstigen Umsatzerlöse.

6.6.3 Personalaufwand

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Löhne und Gehälter 4.341 3.867
Soziale Abgaben 423 430
Aufwendungen für Altersversorgung 5 6
Personalaufwand 4.769 4.303

Trotz eines Rückgangs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 45 im Jahr 2016 auf 41 im Berichtsjahr ist der Personalaufwand von 4.303 T€ auf 4.769 T€ gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an den um 645 T€ auf 678 T€ gestiegenen Abfindungen, insbesondere für das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Torsten Teichert. Dahingegen sind die variablen Vergütungen aufgrund des reduzierten Konzernjahresergebnisses im Berichtsjahr um 311 T€ auf 179 T€ gesunken.

Bei den beschäftigten Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Gehaltsempfänger.

Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Direktversicherung sind gemäß IAS 19.38 als beitragsorientierte Versorgungspläne zu klassifizieren. Im Berichtsjahr belaufen sich diese Aufwendungen auf 194 T€ (Vj.: 199 T€).

6.6.4 Abschreibungen und Wertminderungen

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Abschreibungen
Sachanlagen 6.7.1 78 105
immaterielle Vermögenswerte 6.7.2 11 5
89 110
Wertminderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.7.4 390 384
390 384
Abschreibungen und Wertminderungen 479 494

In diese Kategorie von Finanzinstrumenten fallen insbesondere Anteile, die Lloyd Fonds an eigenen Fonds hält. Ausschlaggebend für die erneuten Abwertungen bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten des Berichtsjahres ist insbesondere die anhaltend schwierige Lage der Schifffahrtsmärkte.

6.6.5 Sonstiges betriebliches Ergebnis

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Sonstige betriebliche Erträge
Mieten 489 431
Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen 410 173
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 295 100
Sachbezüge 73 74
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 17 11
Erträge aus Weiterbelastungen 6 59
Erträge aus Anteilsverkäufen - 957
Entkonsolidierungserfolg - 228
Übrige Erlöse 659 466
1.949 2.499
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Mieten, Mietnebenkosten, Raumkosten und Instandhaltung -1.416 -1.082
Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle -1.310 -1.803
Abschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen -1.047 -1.238
Bürobedarf, EDV-Aufwendungen und Kommunikation -511 -617
Vertriebsunterstützung und Anlegerbetreuung -228 -227
Kfz- und Reiseaufwendungen -221 -146
Sonstige Personalaufwendungen -89 -96
Versicherungen und Beiträge -86 -109
Übrige Aufwendungen -388 -451
-5.296 -5.769
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3.347 -3.270

Von den Erträgen aus der Auflösung von Wertminderungen (410 T€) sind 201 T€ zahlungsunwirksam (siehe Ziffer 6.8.2). In diesen sind Erträge von Quoten aus Insolvenzen in Höhe von 265 T€ enthalten. In den übrigen Erlösen ist eine Wertzuschreibung von 576 T€ für die nach IFRS 5 bilanzierte Immobilie in Hamburg-Tonndorf enthalten (siehe auch Ziffer 6.7.9). Der Anstieg der Mietaufwendungen ist insbesondere durch die erforderliche Erhöhung der Drohverlustrückstellung in Höhe von 270 T€ begründet.

6.6.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.133 443
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.133 443

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ist insbesondere durch hohe Steuererstattungen für Altjahre auf Ebene zweier assoziierter Unternehmen geprägt, wodurch ein Ertrag in Höhe von 1.454 T€ entstanden ist. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen konnte dadurch deutlich gesteigert werden.

In dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sind ferner vereinnahmte Beteiligungserträge sowie die Ergebnisse aus der vorgenommenen At-Equity-Bewertung der GmbH-Anteile in Höhe von 679 T€ (Vj.: 443 T€) enthalten.

6.6.7 Finanzergebnis

Zusammensetzung:

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in T€ 2017 2016
Finanzerträge
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung 11 394
Beteiligungserträge 1.159 1.773
Zinserträge aus Bankguthaben 23 8
Zinserstattung Finanzamt 38 7
Zinserträge von nahestehenden Unternehmen und Personen - 204
Zinserträge von anderen Kommanditisten 47 90
Sonstige Zinserträge 150 212
1.428 2.688
Finanzaufwand
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung -647 -244
Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -91 -37
Zinsaufwendungen gegenüber Kommanditisten - -13
Sonstige Zinsaufwendungen - -31
-738 -325
Finanzergebnis 690 2.363

Ursächlich für das negative Fremdwährungsergebnis in Höhe von 636 T€ sind insbesondere Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bewertung der Fremdwährungskonten aufgrund der Kursentwicklung.

Die Beteiligungserträge resultieren insbesondere aus dem Verkauf der Immobilie in Leipzig als auch aus Vorabgewinnen aus Schiffsverkäufen. Die Reduzierung liegt in den im Vorjahr höheren Beteiligungserträgen aus dem Verkauf der Immobilien des Fonds "Moderne Großstadthotels" begründet. Im Beteiligungsergebnis sind ferner Ausschüttungen nicht konsolidierter verbundener Unternehmen enthalten.

Bei den Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind erstmalig Zinsen für die Immobilie in Hamburg-Tonndorf in Höhe von 59 T€ enthalten (siehe auch Ziffer 6.7.9). Bei den weiteren Zinsen in Höhe von 32 T€ (Vj.: 37 T€) handelt es sich im Wesentlichen um laufende Zinsen aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligungen der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria". Für weitere Erläuterungen zur Entwicklung des Finanzergebnisses verweisen wir auf die Analyse der Ertragslage im Konzernlagebericht.

Die sonstigen Zinserträge betreffen ein langfristiges Darlehen gegenüber der KALP GmbH, die seit dem Zeitpunkt der Übernahme durch den Insolvenzverwalter unter den sonstigen Zinserträgen ausgewiesen wurden (siehe auch Ziffer 6.4.3).

Hinsichtlich des Zinsergebnisses gegenüber Kommanditisten verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Ziffer 6.7.11.

6.6.8 Ertragsteuern

Unter den Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die laufenden Steuern setzen sich dabei aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen.

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Laufende Steuern 6.7.16 288 -99
Latente Steuern 6.7.5 -130 111
Ertragsteuern 158 12

Der laufende Steuerertrag des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 288 T€ ist im Wesentlichen auf Steuererstattungen für Vorjahre zurückzuführen, während das Vorjahr durch einen laufenden Steueraufwand aus der Mindestbesteuerung der Lloyd Fonds AG in Höhe von 148 T€ belastet wurde. Zum anderen sind Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr und Steuererstattungen für Vorjahre für nicht zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörende Gesellschaften enthalten.

Die Ertragsteuern lassen sich auf den erwarteten Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei Anwendung des relevanten Steuersatzes der Konzernobergesellschaft (Lloyd Fonds AG) in Höhe von 32,275 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:

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in T€ 2017 2016
Konzernergebnis vor Steuern 1.360 3.163
Steuersatz (Lloyd Fonds AG) in % 32,275 % 32,275 %
Fiktiver Steueraufwand -439 -1.021
Steuerfreie Erträge 646 871
Nicht abziehbare Betriebsausgaben -140 -313
Minderung/Zuführung aktive latente Steuern -130 111
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge - -176
Nicht steuerbare Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen -486 -39
Steuererstattungen/-nachzahlungen für Vorjahre 290 81
Gewerbesteuerliche Kürzungen 547 498
Ertragsteuern 288 12
Tatsächliche Steuerquote -21,18 % -0,38 %

Die Konzernobergesellschaft unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer von 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer sowie einer Gewerbesteuer von 16,45 % bei einem Hebesatz von 470 %.

Die negative Steuerquote resultiert aus der Veranlagung für Altjahre und den damit zusammenstehenden Steuererstattungen. Ferner führen die Ergebnisabführungsverträge einiger Tochtergesellschaften an die Lloyd Fonds AG dazu, dass keine laufende Steuer der Lloyd Fonds AG aus Konzernsicht anfällt, da bestehende Verlustvorträge genutzt werden können.

Bei den steuerfreien Erträgen handelt es sich insbesondere um steuerfreie Veräußerungsgewinne, um Erträge aus Beteiligungen und um Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen. Die nicht abziehbaren Betriebsausgaben betreffen im Wesentlichen Wertminderungen auf Forderungen und Abschreibungen auf Beteiligungen. Die Minderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 130 T€ betrifft die angepasste Erwartung im Rahmen des Planungshorizonts der zukünftigen Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge. In diesem Zusammenhang werden zum Stichtag 1.617 T€ körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge verwendet, die zur Bildung der aktiven latenten Steuern berücksichtigt wurden.

6.6.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres gebildet wird. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie war weder 2017 noch im Vorjahr gegeben.

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in T€ 2017 2016
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (T€) 1.360 3.175
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) 9.157 9.157
Ergebnis je Aktie (€ je Aktie) 0,15 0,35

Im Geschäftsjahr 2017 blieb der Bestand der ausgegebenen Aktien unverändert bei 9.156.642. Durch eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts in Höhe von 915.664 T€ erhöht sich das Grundkapital der Lloyd Fonds AG im Geschäftsjahr 2018 von 9.156.642,00 € auf 10.072.306,00 € (Ziffer 6.9.6).

6.6.10 Dividende je Aktie

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf das Jahresergebnis der Lloyd Fonds AG, das gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.

Die 2017 gezahlte Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr betrug 1.465 T€ (0,16 € je Aktie). Der Vorstand der Lloyd Fonds AG schlägt der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 wegen der erwogenen Neuausrichtung vor, auf eine Dividendenzahlung zu verzichten.

6.7 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

6.7.1 Sachanlagen

Entwicklung der Buchwerte:

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in T€ Ziffer Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Zum 1. Januar 2016
Anschaffungskosten 526 1.848 - 2.374
Kumulierte Abschreibungen -487 -1.603 - -2.090
Buchwert netto 39 245 - 284
Geschäftsjahr 2016
Eröffnungsbuchwert netto 39 245 - 284
Zugänge 2 13 131 146
Abgänge - -1 - -1
Abschreibungen 6.6.4 -20 -85 - -105
Veränderung Konsolidierung - -12 - -12
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - 1 - 1
Endbuchwert netto 21 161 131 313
Zum 31. Dezember 2016
Anschaffungskosten 528 1.860 131 2.519
Kumulierte Abschreibungen -507 -1.699 - -2.206
Buchwert netto 21 161 131 313
Geschäftsjahr 2017
Eröffnungsbuchwert netto 21 161 131 313
Zugänge - 167 - 167
Abgänge - -205 - -205
Abschreibungen 6.6.4 -10 -68 - -78
Umgliederung gemäß IFRS 5 6.7.9 - - -131 -131
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - 205 - 205
Endbuchwert netto 11 260 - 271
Zum 31. Dezember 2017
Anschaffungskosten 528 1.822 - 2.350
Kumulierte Abschreibungen -517 -1.562 - -2.079
Buchwert netto 11 260 - 271

Die geleisteten Anzahlungen 2016 betreffen die aktivierungsfähigen Anschaffungsnebenkosten für den Immobilienerwerb der Lloyd WohnWert Tonndorfer Hauptstrasse 59 GmbH & Co. KG. Im laufenden Geschäftsjahr stellt die Immobilie kein Anlagevermögen mehr dar.

6.7.2 Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der Buchwerte:

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in T€ Ziffer Immaterielle Vermögenswerte
Zum 1. Januar 2016
Anschaffungskosten 8.105
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -8.100
Buchwert netto 5
Geschäftsjahr 2016
Eröffnungsbuchwert netto 5
Zugänge 24
Abgänge -
Abschreibungen 6.6.4 -5
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen -
Endbuchwert netto 24
Zum 31. Dezember 2016
Anschaffungskosten 8.129
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -8.105
Buchwert netto 24
Geschäftsjahr 2017
Eröffnungsbuchwert netto 24
Zugänge 1
Abgänge -324
Abschreibungen 6.6.4 -11
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen 324
Endbuchwert netto 14
Zum 31. Dezember 2017
Anschaffungskosten 7.806
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -7.792
Buchwert netto 14

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen vollständig abgeschriebene Treuhandverträge, die einen Buchwert von 0 T€ aufweisen. Der aktuelle Buchwert umfasst ausschließlich erworbene Software.

6.7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen:

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in T€ 2017 2016
Beginn des Jahres 1.606 1.628
Zugänge - 128
Wertminderungen -146 -112
Zuschreibungen 13 11
Abgänge -148 -27
Anteilig zugewiesene Ergebnisse 538 527
Ausschüttungen -669 -549
Ende des Jahres 1.194 1.606

Die Abgänge in Höhe von 148 T€ betreffen im Wesentlichen die RIT Real Invest Immobilien-AG. Die anteilig zugewiesenen Ergebnisse betreffen laufende Ergebnisse der Komplementär-GmbHs, die zum Teil auf vorläufigen Jahresabschlüssen basieren. Die Ausschüttungen der Komplementär-GmbHs betragen im laufenden Geschäftsjahr 669 T€.

Für weitere Informationen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 6.4.1 sowie 6.6.6.

6.7.4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zusammensetzung:

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31.12.2017 31.12.2016
Anzahl T€ Anzahl T€
Verbundene Unternehmen 26 731 28 732
Beteiligungsgesellschaften 151 3.776 149 5.166
177 4.507 177 5.898

Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen handelt es sich um Vorratsgesellschaften und Komplementär-GmbHs für Fonds. Die Beteiligungen umfassen 121 Anteile, die der Lloyd Fonds-Konzern als Gründungsgesellschafter an bereits initiierten Fonds hält, 29 Anteile an insolventen, zuvor als assoziierte Unternehmen ausgewiesene Beteiligungen sowie eine Beteiligung an Zweitmarktfonds mit kurzfristiger Halteabsicht.

Entwicklung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte:

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Anteile an verbundenen Unternehmen
in T€
2017 2016
Beginn des Jahres 732 937
Abgänge -29 -68
Wertminderungen -30 -
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) 58 -137
Ende des Jahres 731 732
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Beteiligungsunternehmen
in T€
2017 2016
Beginn des Jahres 5.166 7.788
Abgänge - -212
Veränderung von Verbindlichkeiten aus Liquiditätsausschüttungen -479 -109
Wertminderungen -360 -384
Sonstiges Ergebnis (erfolgsneutral) -551 -1.917
Ende des Jahres 3.776 5.166

Zu den Wertminderungen in Höhe von insgesamt 390 T€ (Vj.: 384 T€) und dem erfolgsneutralen Ergebnis in Höhe von -493 T€ (Vj.: -2.054 T€) verweisen wir auf die Erläuterungen in Ziffer 6.4.2.

Im Zusammenhang mit den bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten die Anteile, die von der PPA GmbH gehalten werden, in Höhe von 2.355 T€ (Vj.: 2.538 T€) an die RaiBa verpfändet (siehe hierzu auch Ziffer 6.3.2.3).

6.7.5 Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen wie folgt:

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in T€ 31.12.2017 Aktive latente Steuern 31.12.2016 Aktive latente Steuern
Verlustvorträge 324 454
Gesamt 324 454
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in T€ 31.12.2017 Passive latente Steuern 31.12.2016 Passive latente Steuern
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 406 413
Gesamt 406 413

Im laufenden Geschäftsjahr wurden latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten in Höhe von 198 T€ saldiert.

Die temporären Differenzen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand wie folgt umkehren:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Latente Steuerforderungen
Die nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden -308 -347
Die innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden -16 -107
-324 -454
Latente Steuerverbindlichkeiten
Die nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden 406 413
406 413
82 -41

Entwicklung der latenten Steuern:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Beginn des Jahres 172 -232
Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung 6.6.8 -546 -287
Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 6.6.8 416 398
im Eigenkapital erfasste Steuern 7 293
Ende des Jahres 49 172

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten im laufenden Jahr ohne die Berücksichtigung der Saldierung von offenen Posten bei derselben Steuerbehörde ermittelt sich wie folgt:

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Latente Steuerverbindlichkeiten
in T€
Am 1. Januar Erfolgswirksam erfasst im Eigenkapital erfasst Am 31. Dezember
2016
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -706 293 -413
-706 - 293 -413
2017
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -413 7 -406
-413 - 7 -406

Zum Bilanzstichtag bestehen nach vorläufigen Berechnungen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 20 Mio. € und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 32 Mio. €, für die teilweise aktive latente Steuern angesetzt wurden.

Der vergleichsweise hohe Anstieg der Gewerbesteuerverlustvorträge resultiert aus der Auswertung von Grundlagenbescheiden und der Korrektur von bisherigen Bescheiden für Vorjahre.

6.7.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Forderungen
Sonstige Forderungen 1.550 1.930
1.550 1.930
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.434 1.886
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.244 2.918
3.678 4.804
5.228 6.734

Bei den sonstigen langfristigen Forderungen handelt es sich um Forderungen gegenüber der KALP GmbH. Aufgrund des laufenden Verkaufsprozesses der Patentrechte und den daraus gewonnenen Kenntnissen wurde das bestehende Darlehen von 1.800 T€ aus dem Vorjahr in Höhe von 250 T€ abgewertet. Dies führt zu einem aktuellen Wertansatz des Darlehens von 1.550 T€ (siehe auch Ziffer 6.4.3).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt 548 T€ erhöht, was stichtagsbedingt ist.

Die Reduzierung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der Ausbuchung der gesamten Forderungen gegen Treugeber der Beteiligungsgesellschaften Höhe von 1.959 T€ (siehe auch Ziffer 6.4.3).

Gegenläufig wirken sich bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten die Vorabgewinne zweier Gesellschaften in Höhe von 433 T€ sowie die Erhöhung der Forderungen aus Erstattungsansprüchen aus Klagen um 109 T€ auf 552 T€ aus.

6.7.7 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Die kurzfristigen Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 86 T€ (Vj.: 96 T€) betreffen noch nicht gezahlte Managementleistungen für das jeweilige laufende Geschäftsjahr.

6.7.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bezüglich der Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über 10.005 T€ (Vj.: 11.663 T€) wird auf Ziffer 6.8.3 verwiesen.

6.7.9 Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppen von langfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Zunächst erfolgte der Erwerb der Immobilie in Hamburg-Tonndorf durch eine Konzerngesellschaft ohne direkte Veräußerungsabsicht. Das Objekt wurde gehalten durch die Lloyd WohnWert Tonndorfer Hauptstrasse 59 GmbH & Co. KG, die wiederum im Wesentlichen von der Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA gehalten wurde. Im Rahmen der Optimierung der Struktur des in Vorbereitung befindlichen Beteiligungsangebotes wurde die zu diesem Zweck gegründete Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA in der bisherigen Rechtsform nicht mehr benötigt, da geplant war, dieses Projekt im Rahmen eines Offenen Publikums-Fonds (OIF) zu realisieren.

Die Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA wurde im August 2017 rückwirkend zum 1. Januar 2017 auf die Lloyd Fonds Consulting GmbH verschmolzen. Diese Änderung führte dazu, dass aus Konzernsicht nur noch eine kurzfristige Veräußerung bzw. Einbringung in den Offenen Publikums-Fonds möglich war. Dadurch werden die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten der Lloyd WohnWert Tonndorfer Hauptstrasse 59 GmbH & Co. KG zum Bilanzstichtag nach den Regelungen des IFRS 5 bilanziert. Die Zusammensetzung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Vermögenswerten
Grundstücke und Bauten 3.900 -
Sonstige Forderungen 17 -
Bankguthaben 78 -
3.995 -
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Gruppe von langfristigen Vermögenswerten
Finanzschulden 1.575 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 19 -
1.594 -

Bei dem Grundstück und dem Gebäude handelt es sich um das erworbene Objekt in Hamburg-Tonndorf. Die Bewertung erfolgt gemäß IFRS 5 i. V. m. IAS 40 nach der Fair Value-Methode. Von den gesamten Anschaffungskosten von 3.324 T€ wurden bereits 131 T€ zum 31. Dezember 2016 unter den Sachanlagen als geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Die weiteren 3.193 T€ wurden im Berichtszeitraum gezahlt. Zum Bilanzstichtag erfolgte gemäß vorliegendem Wertgutachten eine Zuschreibung um 576 T€, welche nicht zahlungswirksam ist, auf den Bilanzansatz von 3.900 T€, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Bei den Finanzschulden handelt es sich um ein Finanzierungsdarlehen, welches im Geschäftsjahr um 30 T€ getilgt wurde. Für das Darlehen wurden Zinsen in Höhe von 59 T€ gezahlt, die in den Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten sind.

6.7.10 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals des Lloyd Fonds-Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

6.7.10.1 Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital zum 31. Dezember 2017 beinhaltet 9.156.642 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem Nominalwert von jeweils 1,00 €. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 24. Mai 2017.

Seit dem 22. September 2014 werden die Aktien an der Börse unter der Wertpapier-Kennnummer A12UP2 gehandelt. Im März 2017 ist das Unternehmen in das neu geschaffene Segment "Scale" der Deutschen Börse gewechselt, das den bisherigen Entry Standard abgelöst hat.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Mai 2022 um insgesamt bis zu 4.578.321 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe nennwertloser auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.

6.7.10.2 Gewinnrücklagen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der Gewinnrücklagen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

6.7.11 Anderen Kommanditisten zuzurechnender Nettovermögenswert

Der Posten resultiert aus der Einbeziehung des "Premium Portfolio Austria" in den Lloyd Fonds-Konzernabschluss. Er beinhaltet die Anteile derjenigen Kommanditisten, die nicht zum Lloyd Fonds-Konzern gehören. Da es sich hierbei um kündbare Finanzinstrumente handelt, werden sie im langfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Die Ermittlung des Nettovermögenswerts erfolgte auf Basis eines einmal festgelegten Effektivzinssatzes. Dieser ergibt sich als interner Zinsfuß der ursprünglich prospektierten Auszahlungen der jeweiligen Fondsgesellschaften und beträgt je nach Fonds zwischen 5,9 % und 6,1 % p. a. Anschließend wurden die Barwerte der Zahlungen an die Kommanditisten mit dem Effektivzinssatz diskontiert. Die Fortschreibung der Nettovermögenswerte nach der Effektivzinsmethode sowie Anpassungen in den Auszahlungsprognosen führten im Jahr 2017 zu einem Zinsergebnis in Höhe von 47 T€ (Vj.: 77 T€).

6.7.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 774 579
Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern und Abgaben 76 129
Übrige Verbindlichkeiten 1.578 4.166
2.428 4.874

Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt wegen höherer allgemeiner Aufwendungen am Ende des Geschäftsjahres leicht gestiegen.

Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten ist insbesondere durch den Wegfall der gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vj.: 1.959 T€), begründet. Hierbei handelt es sich um die Gegenposition zu den übrigen Forderungen (vgl. Ziffer 6.4.3 und 6.7.6). Ferner sind hier Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 234 T€ (Vj.: 430 T€), wie Urlaubsansprüche sowie ausstehende Bonuszahlungen, enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Rechtsanwälten aus der Beratung im Zusammenhang mit Klageverfahren sind aufgrund einer geschlossenen Vereinbarung im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken.

6.7.13 Finanzschulden

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Finanzschulden
Kurzfristige Darlehen 1.584 1.552
1.584 1.552

Zum aktuellen Stichtag bestehen keine langfristigen Finanzschulden. Die kurzfristigen Darlehen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der übernommenen Beteiligung der Zielfonds des "Premium Portfolio Austria" in Höhe von 1.584 T€ (Vj.: 1.552 T€). Die Buchwerte der Darlehens verbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen deren Marktwerten. Der Anstieg ist durch die gestundeten Zinsen 2017 begründet.

6.7.14 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen

Zusammensetzung:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 62 339
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 2 -
Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern 862 207
926 546

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 62 T€ und betreffen im Wesentlichen noch ausstehende Kommanditeinlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sind mit 862 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau. Dies liegt insbesondere an der geschlossenen Abfindungsvereinbarung des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Torsten Teichert.

6.7.15 Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen:

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in T€ 1.1.2017 Verbrauch Zuführung Auflösung 31.12.2017
Sonstige Rückstellungen 259 -168 301 -17 375

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betreffen insbesondere Rückstellungen für drohende Rückzahlungen von Ausschüttungen aus Schiffsbeteiligungen in Höhe von 93 T€ (Vj.: 105 T€). Des Weiteren enthalten sie Drohverlustrückstellungen für die Untervermietung von Büroflächen in Höhe von 268 T€ (Vj.: 154 T€), von denen 19 T€ (Vj.: 8 T€) als langfristige Rückstellungen ausgewiesen werden. Ferner musste erstmalig eine Rückstellung für das Prozesskostenrisiko für Auskunftsklagen in der Treuhand in Höhe von 14 T€ gebildet werden.

6.7.16 Ertragsteuern

Die laufenden Ertragsteueransprüche betreffen im Wesentlichen vom Finanzamt noch zu erstattende Kapitalertragsteueransprüche. Die laufenden Ertragsteuerschulden stellen Steuerverbindlichkeiten von im Konzern befindlichen Tochterunternehmen und der Lloyd Fonds AG dar.

6.8 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

6.8.1 Überleitung des Konzernjahresüberschusses

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung ermittelt sich der Konzernjahresüberschuss vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Ertragsteuern wie folgt:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 512 800
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.6.6 -2.133 -443
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung 6.6.7 11 394
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung 6.6.7 -647 -244
-2.257 507

6.8.2 Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle

Zusammensetzung:

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in T€ Ziffer 2017 2016
Unrealisierte Fremdwährungsgewinne/-verluste -16 38
Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle 6.6.5 1.310 1.803
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.6.5 -17 -11
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 6.6.5 -295 -100
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 6.6.5 -201 -173
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 277 87
1.058 1.644

6.8.3 Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zusammensetzung für Zwecke der Kapitalflussrechnung:

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in T€ Ziffer 31.12.2017 31.12.2016
Bankguthaben 10.002 11.661
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung -21 -21
Bankguthaben (ausgewiesen unter der als zu Veräußerungszwecken gehaltenen Gruppe von langfristigen Vermögenswerten) 6.7.9 78
Kassenbestände 2 2
10.061 11.642

Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung betreffen hinterlegte Mietkautionen.

6.9 Sonstige Angaben

6.9.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten für den Lloyd Fonds-Konzern die Unternehmen und Personen, die den Lloyd Fonds-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Lloyd Fonds-Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dabei sind die Verhältnisse am jeweiligen Bilanzstichtag maßgeblich.

6.9.1.1 Assoziierte Unternehmen

Die Umsatzerlöse in Höhe von 86 T€ (Vj.: 96 T€) mit assoziierten Unternehmen betreffen Managementvergütungen für das laufende Geschäftsjahr. Zu den offenen Forderungen aus den oben angegebenen Managementleistungen zum Bilanzstichtag wird auf Ziffer 6.7.7 verwiesen. Die in Ziffer 6.7.14 aufgeführten offenen Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus noch ausstehenden Kommanditeinlagen.

In den dargestellten Perioden sind keine wesentlichen zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen angefallen.

6.9.1.2 Verbundene Unternehmen

Offene Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht.

6.9.1.3 Nahestehende Personen

Der Vorstand setzt sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt zusammen:

Herr Dr. Torsten Teichert, Vorstand, Bereichsverantwortung für sämtliche Geschäftsbereiche bis 31. Juli 2017;

ab 1. August 2017 für die Strategie, die Unternehmenskommunikation sowie den Finanzbereich (bis zu seinem Ausscheiden zum 31. Dezember 2017 als Vorstandsvorsitzender).

Herr Klaus M. Pinter, Vorstand (seit 1. August 2017), Verantwortung für die Bereiche Schifffahrt, Immobilien sowie den Vertrieb. Seit dem 1. Januar 2018 ist Herr Klaus M. Pinter Alleinvorstand, da Herr Dr. Torsten Teichert aus dem Unternehmen zum 31. Dezember 2017 ausgeschieden ist.

Die kurzfristig fälligen Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2017
in T€
Fix Variabel Nebenleistungen Gesamt
Dr. Torsten Teichert 350 700 26 1.076
Klaus M. Pinter 125 62 8 195
475 762 34 1.271
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2016
in T€
Fix Variabel Nebenleistungen Gesamt
Dr. Torsten Teichert 350 149 17 516
350 149 17 516

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betragen für das Geschäftsjahr 2017 1.271 T€ (Vj.: 516 T€). In den variablen Vergütungen sind Zahlungen für das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Torsten Teichert in Höhe von 700 T€, die im Januar 2018 ausgezahlt wurden, enthalten.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:

Herr Dr. Stefan Rindfleisch, Rechtsanwalt (Vorsitzender seit dem Ablauf der Hauptversammlung am 24. Mai 2017)

Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater (Vorsitzender bis zu seinem Ausscheiden am 20. März 2017)

Herr Dr. Thomas Duhnkrack, Unternehmensberater (stellvertretender Vorsitzender), bis zu seinem Ausscheiden am 10. Dezember 2017 (Vorsitzender in der Zeit vom 21. März 2017 bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 24. Mai 2017)

Herr Jens Birkmann, Managing Director der AMA Capital Partners LLC (stellvertretender Vorsitzender in der Zeit vom 21. März 2017 bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 sowie seit dem 15. Dezember 2017)

Herr Paul M. Leand Jr., CEO der AMA Capital Partners LLC

Herr Stephen Seymour, Managing Director der Investmentgesellschaft Värde Partners

Herr Bote de Vries, Unternehmer, Managing Director der Finamar B.V.

Die Herren Jens Birkmann, Paul M. Leand Jr., Stephen Seymour sowie Bote de Vries sind bis zum 20. März 2018 Aufsichtsratsmitglieder.

Neben der festen Vergütung gemäß § 14 Abs. (1) der Satzung hat der Aufsichtsrat Anspruch auf eine variable Vergütung. Diese beträgt 0,5 % des nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelten Konzernjahresüberschusses nach Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Für den Vorsitzenden beträgt die Vergütung das Doppelte des vorgenannten Betrags, für den Stellvertreter beträgt diese das Eineinhalbfache des vorgenannten Betrags.

Die Vergütungen der Geschäftsjahre 2017 und 2016 stellen sich wie folgt dar:

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2017
in T€
Fix Variabel Gesamt
Dr. Stefan Rindfleisch 12 1 13
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 4 - 4
Dr. Thomas Duhnkrack 15 1 16
Jens Birkmann 11 1 12
Paul M. Leand Jr. 10 1 11
Stephen Seymour 10 1 11
Bote de Vries 10 1 11
72 6 78
scroll
2016
in T€
Fix Variabel Gesamt
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 20 3 23
Dr. Thomas Duhnkrack 15 2 17
Jens Birkmann 10 2 12
Paul M. Leand Jr. 10 2 12
Stephen Seymour 10 2 12
Bote de Vries 10 2 12
75 13 88

Die Vergütungen an die Aufsichtsratsmitglieder sind wie im Vorjahr als Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern passiviert.

6.9.2 Eventualschulden

Die ausgewiesenen Eventualschulden betreffen erhöhte Hafteinlagen sowie potenzielle Rückzahlungsverpflichtungen von Auszahlungen. Unter Berücksichtigung der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten beläuft sich das Nettohaftungsvolumen zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt 3.298 T€ (Vj.: 3.298 T€).

Im Rahmen des Treuhandgeschäfts werden im eigenen Namen und für Rechnung der Anleger Beteiligungen in Höhe von 1.667.198 T€ (Vj.: 1.727.075 T€) verwaltet.

Die Lloyd Treuhand GmbH ist teilweise bei Bestandsfonds als Treuhandkommanditistin für Anleger im Handelsregister mit der jeweiligen Hafteinlage dieser Anleger eingetragen (Treugeber). Das in diesem Zusammenhang verwaltete Treuhandvermögen beläuft sich auf 842.886 T€ (Vj.: 954.273 T€). Erhaltene Auszahlungen im Rahmen dieser Treuhandverhältnisse wurden entsprechend an die Treugeber weitergeleitet. Für diese Auszahlungen besteht für die Lloyd Treuhand GmbH grundsätzlich die Haftung nach §§ 171, 172 IV HGB, sofern die Auszahlungen nicht durch Gewinne gedeckt sind. Der die Hafteinlage durch Auszahlungen unterschreitende Betrag ist seitens der Lloyd Treuhand GmbH ggf. zurückzuzahlen. Das Gesamtvolumen dieser Auszahlungen beträgt zum aktuellen Stichtag 21.728 T€ (angepasster Vergleichswert Vj.: 17.977 T€). Die Lloyd Treuhand GmbH kann gemäß den Treuhandverträgen bei einer möglichen Inanspruchnahme den gleichen Betrag gegen die jeweiligen Treugeber geltend machen. Die Vorjahreszahl wurde hier angepasst, da eine Neubeurteilung vorgenommen wurde. Hierbei handelt es sich um darlehensweise geleistete Auszahlungen der Beteiligungsgesellschaften, die über die Lloyd Treuhand GmbH an die Treugeber weitergeleitet und anschließend durch die Beteiligungsgesellschaften gekündigt und zurückgefordert wurden. Die Lloyd Treuhand GmbH hat ihre Regressforderungen gegenüber den Treugebern an die Beteiligungsgesellschaften teilweise abgetreten. Von der maximalen Rückzahlungsverpflichtung von 21.728 T€ betreffen, entsprechend der risikoäquivalenten Gewichtung, Auszahlungen in Höhe von 1.064 T€ Auszahlungen von Beteiligungsgesellschaften, die sich derzeit in Insolvenz oder schwieriger wirtschaftlicher Lage befinden und solche, bei denen Fremdverbindlichkeiten, überwiegend gegenüber Banken, bestehen. Aufgrund der Regressansprüche gegenüber den Treugebern wird ein möglicher ergebniswirksamer Liquiditätsabfluss als unwahrscheinlich angesehen.

6.9.3 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen

Der Konzern mietet Büroräume, Kraftfahrzeuge sowie Kopierer im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen.

Zusammensetzung der Leasingverpflichtungen:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Büroräume 1.983 2.954
Kraftfahrzeuge 82 26
Sonstiges 23 38
2.088 3.018

Laufzeiten der zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen:

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in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 1.091 1.061
Restlaufzeit von mehr als 1 bis zu 5 Jahren 997 1.957
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren - -
2.088 3.018

Im Berichtsjahr wurden 1.267 T€ (Vj.: 1.039 T€) an Mindestleasingzahlungen im Aufwand erfasst.

Die Lloyd Fonds AG und die Lloyd Treuhand GmbH haben mit Mietverträgen vom 5. August 2005 neue Geschäftsräume angemietet. Mietbeginn war der 1. Dezember 2006. Die Verträge haben eine unkündbare Laufzeit von zehn Jahren, wobei den Mietern zweimalige Verlängerungsoptionen über je fünf Jahre eingeräumt wurden. Im Zusammenhang mit der in der Vergangenheit vereinbarten Stundung des Mietzinses wurden die Mietverträge um weitere drei Jahre bis zum 30. November 2019 verlängert. Das erste Jahr der Nutzung war mietfrei. Der Gesamtaufwand wurde auf die Mindestlaufzeit von 120 Monatsmieten linear verteilt, die Verlängerungsoptionen wurden nicht als Mindestleasingzahlungen berücksichtigt. Hieraus ergeben sich monatliche Mindestleasingverpflichtungen in Höhe von 86 T€ (Vj.: 84 T€).

Der Konzern hat angemietete Flächen teilweise untervermietet. Die Summe der künftigen Mindestzahlungen aus Untermietverhältnissen zum 31. Dezember 2017, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen bis zu deren Ende erwartet wird, beträgt 800 T€.

6.9.4 Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg, sowie die Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Dies gilt auch aufgrund des neu abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags vom 24. Mai 2017 für die Lloyd Shipping GmbH, Hamburg.

6.9.5 Angaben nach § 315e HGB

6.9.5.1 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Honorar des Konzernabschlussprüfers, Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

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in T€ 2017 2016
Abschlussprüfungen 119 116
Sonstige Bestätigungsleistungen 19 10
Sonstige Leistungen - 15
138 141

6.9.5.2 Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (§ 313 Abs. 2 HGB)

Die Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in Ziffer 6.2.2.2 dargestellt.

Verbundene Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB):

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Gesellschaft Anteil Konzern
Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Erste Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
2. Lloyd Fonds Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung LloFo Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Leipzig Nikolaikirche GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für immobilienbeteiligungen mbH, Hamburg 100,0 %
Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Fünfte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds immobilienportfolio Hamburg/Sylt GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds immobilienportfolio Köln GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/Air Finkenwerder" Flugzeugfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio 3 GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung MS "CCNI ARAUCO" Schiffahrtsgesell-schaft mbH, Hamburg 51,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung Lloyd Fonds Bremen Domshof GmbH, Hamburg 100,0 %
Verwaltung MT "NEW YORK STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 %
Lloyd Fonds UK VIII Limited, Malvern/England 100,0 %

Assoziierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB):

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Gesellschaft Anteil Konzern
Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 45,2 %
Air Management GmbH, Offenbach am Main 50,0 %
Beteiligung HENRY SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "ANTONIA SCHULTE" Shipping GmbH, Nordenham 50,0 %
Beteiligung MS CAROLIN SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Beteiligung MS "HELENA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Kufstein/Österreich 50,0 %
Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "CHICAGO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "MEMPHIS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "BAVARIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS RAMSEY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS ROY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "CHEMTRANS RYE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "COLONiAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung Global Partnership I GmbH, Aschheim 50,0 %
Verwaltung MS "ALMATHEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BONAIRE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "CHRISTIANE SCHULTE" GmbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "COMMANDER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "DELOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON GIOVANNI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON CARLOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD DON PASCUALE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD EUROPA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Burg 50,0 %
Verwaltung MS "LLOYD PARSIFAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "METHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "NORO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Saxonia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Scotia" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung "MS Sophie" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "THIRA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Elbe" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Schulau" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "Wehr Weser" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "AMERICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "ATHENS STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CARIBBEAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "CHEMTRANS RHINE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "Green Point" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "MEXICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "ST. JACOBI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TAPATIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,0 %
Verwaltung MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,0 %
Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 49,0 %
Verwaltung SUBIC/SAPIAN GmbH, Hamburg 50,0 %
Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 49,0 %
MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 0,4 %
MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 0,4 %
SIATON GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %
SIMARA GmbH & Co. KG, Hamburg 50,0 %

Für weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen wird auf Ziffer 6.2.2.3 und 6.9.1.1 verwiesen.

6.9.5.3 Sonstige Angaben

In Bezug auf die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer verweisen wir auf Ziffer 6.6.3. Die Angaben zu aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats können Ziffer 6.9.1.3 entnommen werden.

6.9.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 9. März 2018 gab die Lloyd Fonds AG Veränderungen in ihrer Aktionärsstruktur bekannt. An diesem Tag hat die DEWB eine Investorenvereinbarung geschlossen. Anlass war, dass die DEWB mit AMA einen außerbörslichen Aktienkaufvertrag geschlossen hat. Damit hat die DEWB von AMA rund 25,65 % der Aktien der Lloyd Fonds AG erworben. Die restlichen von AMA gehaltenen Aktien wurden mit einem separaten außerbörslichen Aktienkaufvertrag von Investmentfonds, die von dem Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital GmbH gemanagt werden, erworben.

Im Zuge des Aktienverkaufs durch AMA kam es zu Veränderungen im Aufsichtsrat. Die Herren Jens Birkmann, Paul M. Leand Jr., Stephen Seymour und Bote de Vries haben ihre Ämter als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft niedergelegt. Das Registergericht hat daraufhin auf Vorschlag der Lloyd Fonds AG die Herren Achim Plate und Henning Soltau, geschäftsführende Gesellschafter der SPSW Capital GmbH und Aufsichtsratsmitglieder der DEWB, bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.

Eine Objektgesellschaft aus dem Lloyd Fonds-Konzernverbund hat mit einem professionellen Investor einen Kaufvertrag über den Verkauf der Immobilie in Hamburg-Tonndorf abgeschlossen. Hieraus resultiert für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Veräußerungsergebnis.

Am 4. Juni 2018 hat der Vorstand der Lloyd Fonds AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts beschlossen. Zum 14. Juni 2018 wurden insgesamt 915.664 neue Aktien zu einem Preis von 4,20 € je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung bei Investoren platziert. Der Lloyd Fonds AG flossen hierdurch brutto rund 3.846 T€ zu. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG wird sich durch die Kapitalerhöhung von 9.156.642,00 € auf 10.072.306,00 € erhöhen.

Für die erwogene Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG wurden im Juni 2018 zwei neue Gesellschaften gegründet.

Weitere Ereignisse mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Hamburg, 22. Juni 2018

Der Vorstand

Klaus M. Pinter

7 Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Hamburg, den 22. Juni 2018

Der Vorstand

Klaus M. Pinter

8 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Lloyd Fonds AG:

Wir haben den von der Lloyd Fonds AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 22. Juni 2018

Baker Tilly GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Britta Martens, Wirtschaftsprüferin

gez. Oliver Pegelow, Wirtschaftsprüfer

9 Finanzkalender

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2018
Geschäftsbericht 2017 29. Juni
Ordentliche Hauptversammlung 16. August
Halbjahresbericht 2018 27. September

Alle Termine sind vorläufige Angaben.

Änderungen vorbehalten.

Herausgeber

Lloyd Fonds AG

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Kontakt

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Druck

Zertani Die Druck GmbH, Bremen

Hinweise

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit werden Personengruppen in einer neutralen Form (Aktionäre, Mitarbeiter) bezeichnet, wobei immer sowohl weibliche als auch männliche Personen gemeint sind.

Der Geschäftsbericht 2017 der Lloyd Fonds AG ist im Internet unter www.lloydfonds.de als PDF-Datei abrufbar. Der Geschäftsbericht wird auch in englischer Sprache erhältlich sein. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

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Tel. +49 (0)40 325678-0 · Fax -99

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