![]() Lechwerke AGAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Geschäftsbericht2021 Gemeinsam besser MACHEN
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ― |
Inspiration geben |
| ― |
Vorbilder finden |
| ― |
Partner begeistern |
| ― |
Verantwortung übernehmen |
Mehr Informationen unter bessermachen.lew.de
"Unser 120-jähriges Jubiläum stand ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dieses Engagement wird LEW kontinuierlich fortsetzen"
| ― |
Dr. Dietrich Gemmel, Vorstand |
"Die Energiewende gelingt nur mit einem leistungsstarken und sicheren Stromverteilnetz"
| ― |
Dr. Markus Litpher, Vorstand |
hinter uns liegt ein weiteres außergewöhnliches Jahr. Die anhaltende Corona-Pandemie hat unser Leben und damit auch unsere Arbeit erneut erheblich beeinflusst. Mit umfassenden Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen haben wir dafür gesorgt, dass der Geschäftsbetrieb bei LEW auch unter diesen schwierigen Bedingungen reibungslos lief und wir unsere Kunden sicher und zuverlässig mit Energie versorgen konnten.
Verlässlichkeit ist mitunter eine nicht ausreichend gewürdigte Tugend. Das zeigte sich leider auch auf den Energiemärkten. Zahlreiche Discount-Anbieter stellten in den letzten Wochen des vergangenen Jahres die Lieferungen an ihre Kunden ein. Zur Stelle waren dann Grundversorger wie LEW. Wir haben Tausende von Kunden in die Belieferung übernommen und dafür gesorgt, dass auch am Weihnachtsabend verlässlich Energie für die Menschen in der Region zur Verfügung stand.
Unser 120-jähriges Jubiläum im vergangenen Jahr stand ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 stellten wir ambitionierte Klimaziele vor: Bis 2030 haben wir uns zum Ziel gesetzt, innerhalb des Unternehmens klimaneutral zu sein. Dafür wurden bereits wichtige Maßnahmen umgesetzt sowie weitere Meilensteine definiert. Mit zahlreichen Aktivitäten, Veranstaltungen und Projekten zeigte die LEW-Gruppe, dass wir gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Partnern sowie Bürgern eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder schaffen können. Dieses Engagement wird LEW auch in den kommenden Jahren kontinuierlich fortsetzen.
Unsere Kernaufgabe ist und bleibt es, ein nachhaltiges Energiesystem für die Region zu gestalten und damit auch langfristig eine sichere, bezahlbare und klimaschonende Energieversorgung sicherzustellen. Wir haben 2021 unser Verteilnetz weiter ausgebaut und modernisiert und auch bei der Digitalisierung, ohne die wir ein dezentrales Energiesystem nicht steuern können, kommt LEW zügig voran. In der Wasserkraft konnten wir mit ambitionierten Projekten gemeinsam mit Kommunen und Verbänden wichtige Akzente setzen. Der Breitbandausbau in der Region und unsere Telekommunikationsdienste sind weiter auf Wachstumskurs. Die zentralen Bausteine für die Energiewende bei unseren Kunden bilden Öko-Strom, PV-Anlagen, Speicher und Elektromobilität. Hier bieten wir attraktive Produkte und Lösungen aus einer Hand an.
Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die LEW-Gruppe ein Ergebnis nach IFRS von 145,8 Mio. € (Vorjahr: 149,3 Mio. €) und lag damit unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz nach IFRS erhöhte sich um 38,0% und lag bei 1.908,6 Mio. € (Vorjahr: 1.616,7 Mio. €). Wesentlich für die Veränderung des Umsatzes waren Preiseffekte und Absatzentwicklungen. Das handelsrechtliche Ergebnis der Lechwerke AG lag mit 99,3 Mio. € auf Vorjahresniveau. Dies erlaubt uns, auch dieses Jahr wieder eine Dividende in Höhe von 2,80 € je Stückaktie vorzuschlagen.
Diese erfolgreiche Entwicklung verdanken wir insbesondere unseren Mitarbeitern. Sie setzen sich für den Weg von LEW in eine klimaneutrale Energiezukunft ein - überzeugt, motiviert und voller Energie. Ohne ihr großes Engagement wäre LEW nicht da, wo wir heute stehen. Darauf sind wir stolz und dafür danken wir unseren Mitarbeitern von Herzen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die anstehenden großen Aufgaben, die mit einer nochmals beschleunigten Energiewende verbunden sind, gemeinsam mit Kunden, Partnern und unserem LEW-Team bewältigen werden.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden den weiteren Weg der LEW-Gruppe prägen. Mit Blick auf die ambitionierten Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien wollen wir auch unsere Wachstumschancen nutzen: im Netzbereich, beim Breitbandausbau, bei der Ladeinfrastruktur und bei unseren Kundenlösungen. Die Energiewende gelingt jedoch nur mit einem leistungsstarken und sicheren Stromverteilnetz. Deshalb setzen wir uns im Dialog mit der Politik mit Nachdruck dafür ein, den politischen und rechtlichen Rahmen so zu gestalten, dass der Anteil regenerativer Energie in den Verteilnetzen weiter gesteigert werden kann. Ein anderer wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Partnern und Kunden, die wir in Zukunft weiter intensivieren werden. Denn nur gemeinsam können wir das Generationenprojekt Energiewende zum Erfolg führen.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen in die LEW-Gruppe, für Ihre Unterstützung auf unserem Weg in die Zukunft und für die gute Zusammenarbeit.
Dr. Markus Litpher, Vorstand
Dr. Dietrich Gemmel, Vorstand
Kurswert zum 31.12.2021: 142 €
Der Aktienkurs hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 42 € gesteigert.
Mit einem Anstieg um 42,00 € im Vergleich zum Kurs des Vorjahres notierte die Aktie der Lechwerke AG an der Börse München zum Jahresende 2021 mit 142,00 €. Unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttung in Höhe von 2,80 € je Aktie im Mai 2021 ergibt sich eine Performance für das Jahr 2021 in Höhe von rund +45,3 %. Im Kalenderjahr 2021 lag die Performance der LEW-Aktie deutlich über der des DAX und über der des DAX Sector Utilities Index.
Im 5-Jahres-Vergleich lag die Performance der LEW-Aktie bei rund 131 %, während der DAX rund 38% an Wert zulegen konnte. Der DAX Sector Utilities Index legte im 5-Jahres-Vergleich rund 161 % an Wert zu.
Über einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren lag die Performance der LEW-Aktie bei rund 227 % und damit über der des DAX Sector Utilities Index und über der des DAX.
Die Börsenkapitalisierung der Lechwerke AG lag zum Jahresende 2021 bei 5,03 Mrd. €. An den verschiedenen Börsenplätzen wurden im Berichtsjahr in Summe rund 84.000 Aktien gehandelt.
2,80 € Dividende je Stückaktie 1
Am 11. Mai 2022 werden Aufsichtsrat und Vorstand der Lechwerke AG der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von 2,80 € je Stückaktie vorschlagen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs 2021 in Höhe von 142,00 € entspricht die Ausschüttung einer Dividendenrendite von 2,0 %.
Die innogy SE, Essen, hält als Hauptaktionär und über ein Tochterunternehmen 89,87% der Anteile an der Lechwerke AG. Sämtliche Anteile an der innogy SE werden von der E.ON Beteiligungen GmbH gehalten, deren Geschäftsanteile wiederum sämtlich von der E.ON SE gehalten werden. Weitere 6,74 % unserer Aktien befinden sich im Besitz der öffentlichen Hand. Der Bezirk Schwaben ist dabei der größte Anteilseigner. Der Streubesitz (Free Float) beläuft sich weiterhin auf 3,39 %.
Der Handel der LEW-Aktie, International SecuritiesIdentificationNumber (ISIN) DE0006458003, erfolgt im qualifizierten Freiverkehrssegment m:access der Börse München. An den Börsen Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf und Berlin sind die Aktien im Freiverkehr verfügbar. Ebenso erfolgt ein Handel über die Handelsplattformen "Tradegate" sowie "Gettex".
6,74 % Öffentliche Hand
3,39 % Streubesitz
89,87 % E.ON SE 2
| Lechwerke AG | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie 3 | € | 3,27 | 4,13 | 5,42 | 2,32 | 3,99 |
| Börsenkurs zum 31.12. 4 | € | 142,00 | 100,00 | 102,00 | 90,00 | 83,50 |
| Höchstkurs 4 | € | 142,00 | 108,00 | 107,00 | 98,00 | 92,65 |
| Tiefstkurs 4 | € | 97,50 | 85,00 | 91,50 | 82,50 | 69,00 |
| Dividende je Aktie | € | 2,80 1 | 2,80 | 2,80 | 2,80 | 2,80 |
| Ausschüttung | Mio. € | 99,24 1 | 99,24 | 99,24 | 99,24 | 99,24 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien | Mio. St. | 35,44 | 35,44 | 35,44 | 35,44 | 35,44 |
| Börsenkapitalisierung zum 31.12. 4 | Mrd. € | 5,03 | 3,54 | 3,62 | 3,19 | 2,96 |
1
Vorschlag für das Geschäftsjahr 2021 der Lechwerke AG, vorbehaltlich der Zustimmung
durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2022
2
Die E.ON SE hält mittelbar 89,87% der Anteile an der Lechwerke AG.
3
Ab 2020 Veränderung der Position aufgrund der Ausgliederung der Netzanlagen auf die
LEW Verteilnetz GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2020
4
Kurse der Börse München
Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er ist vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik und die relevanten Geschäftsvorfälle informiert worden. Der Aufsichtsrat hat hierüber mit dem Vorstand beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat hat dabei eng mit dem Vorstand zusammengearbeitet, ihn bei der Geschäftsführung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Maßnahmen anhand der Berichte des Vorstands überwacht.
Im Geschäftsjahr 2021 fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Davon wurden drei Sitzungen virtuell abgehalten. Die Präsenz lag im Durchschnitt bei 97,22 %. Die abwesenden Aufsichtsratsmitglieder haben an den Beschlussfassungen mit Stimmbotschaft teilgenommen. Im Übrigen fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren.
In seinen Beratungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Gesellschaft, wobei insbesondere die Entwicklung in den Geschäftsfeldern Vertrieb und Erzeugung, aktuelle Netz- und Regulierungsthemen, Telekommunikation sowie die Rentabilitätsentwicklung bei Beteiligungsgesellschaften eingehend erörtert wurden.
Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren insbesondere
| ― |
der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020, |
| ― |
die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften und das daraus resultierende Beteiligungsergebnis, |
| ― |
die Strategie der LEW-Gruppe inkl. wichtiger LEW-übergreifender Projekte zur Umsetzung der Strategie, |
| ― |
die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2022 bis 2024, |
| ― |
die wirtschaftlichen und sonstigen Auswirkungen der Corona-Pandemie als auch die extremen Preisentwicklungen an den Energiemärkten auf die LEW-Gruppe, |
| ― |
die Geschäftsentwicklung in den Haupttätigkeitsbereichen der LEW-Gruppe sowie spezifische Einzelthemen wie E-Mobility, Energieplus-Produkte, Energiedienstleistungsprojekte oder Telekommunikation mit dem Geschäftsfeld Glasfaser für Privatkunden, |
| ― |
die Planungen zum Betrieb eines "grünen" Rechenzentrums für Geschäftskunden, |
| ― |
die Einführung neuer IT-Systeme/ Digitalisierungsinitiativen, |
| ― |
die Geschäfte mit und Beziehungen zum E.ON-Konzern, |
| ― |
die Energiepolitik und Klimaschutzziele, |
| ― |
die Entwicklung des Finanzanlagenportfolios, |
| ― |
Veränderungen im Beteiligungsportfolio, |
| ― |
das Vergütungssystem für den Vorstand, |
| ― |
das interne Kontrollsystem und Risikomanagement, |
| ― |
die Cybersicherheit und Cyberrisiken, |
| ― |
die Revision und Compliance sowie |
| ― |
die Arbeitssicherheit und das betriebliche Gesundheitsmanagement. |
Der Aufsichtsratsvorsitzende erörterte mit dem Vorstand zudem zwischen den Gremiumssitzungen bedeutsame Einzelvorgänge.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2021 zweimal. Er befasste sich dabei im Wesentlichen gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Aktiengesetzes mit der Höhe der Vorstandsbezüge und dem Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder. Außerdem bereitete er Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 12. Mai 2021 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beauftragten Abschlussprüfer, der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die interne Rechnungslegung im Sinne der energiewirtschaftsrechtlichen Vorschriften ordnungsgemäß erfolgt ist.
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und der Lagebericht sind den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Auftrag des Aufsichtsratsvorsitzenden durch den Vorstand der Gesellschaft rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt worden und wurden in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für weitere Auskünfte zur Verfügung gestanden.
Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand hat gemäß §312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Bericht des Vorstands und der Prüfbericht des Abschlussprüfers, betreffend die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen, sind den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Verfügung gestellt worden. Der Aufsichtsrat hat vom Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene Erklärung des Vorstands.
In der Besetzung des Aufsichtsrats gab es im Berichtsjahr 2021 gegenüber der Berichterstattung zum 31. Dezember 2020 insofern personelle Veränderungen, als Dr. Marie-Theres Thiell sowie Carl-Ernst Giesting ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils zum 31. Dezember 2021 niedergelegt haben. Tanja Larisch und Wiebke Sparka wurden durch gerichtliche Bestellung mit Beschluss vom 28. Januar 2022 zu Aufsichtsratsmitgliedern bestellt. Die Amtszeit der gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieder erlischt, sobald die Hauptversammlung neue Mitglieder des Aufsichtsrats gewählt hat und diese die Wahl annehmen. Dr. Uwe Kolks hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai 2022 niedergelegt.
Im Namen des Aufsichtsrats dankt der Aufsichtsratsvorsitzende den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre langjährige engagierte und konstruktive Mitarbeit im Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens.
In der Besetzung der Mitglieder des Vorstands endete die Bestellung von Norbert Schürmann plangemäß zum 31. Mai 2021. Daher setzt sich der Vorstand seit dem 1. Juni 2021 aus den Mitgliedern Dr. Dietrich Gemmel und Dr. Markus Litpher zusammen.
Im Namen des Aufsichtsrats dankt der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Schürmann für seine langjährige engagierte und konstruktive Mitarbeit im Vorstand zum Wohle des Unternehmens.
Ich bedanke mich im Namen des Aufsichtsrats bei den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Augsburg, 17. März 2022
Bernd Böddeling, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Lechwerke AG erstellt keinen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Mit dem Börsensegmentwechsel in den qualifizierten Freiverkehr im Jahr 2015 nimmt die Lechwerke AG die Befreiung von der Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses gem. § 291 HGB in Anspruch.
Um dennoch ein umfassendes Bild der Lechwerke AG und ihrer Tochterunternehmen aufzuzeigen, stellen wir nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen für die LEW-Gruppe nach IFRS 1 dar.
| 2021 | 2020 | +/- in % |
||
| Absatz Strom der LEW-Gruppe 2 | GWh | 13.552 | 15.002 | -9,7 |
| Absatz Gas der LEW-Gruppe 2 | GWh | 3.181 | 3.068 | +3,7 |
| Umsatz der LEW-Gruppe 2, 3 | Mio. € | 1.908,6 | 1.616,7 | +18,1 |
| Bereinigtes EBIT 2 | Mio. € | 145,8 | 149,3 | -2,3 |
| Investitionen 2 | Mio. € | 120,0 | 128,6 | -6,7 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien | Mio. St. | 35,4 | 35,4 | - |
| Dividende je Aktie | € | 2,80 4 | 2,80 | - |
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |||
| Mitarbeiter 2, 5 | FTE 6 | 1.755 | 1.776 | -1,2 |
(1)
Zahlen der LEW-Gruppe, die in den E.ON-Konzernabschluss einbezogen werden.
2
Zum 1. Januar 2021 wurden die Wendelsteinbahn GmbH, die Wendelsteinbahn Verteilnetz
GmbH und die Elektrizitätswerk Landsberg GmbH entkonsolidiert und sind nicht mehr
in den Gruppenzahlen enthalten.
3
Umsatz bereingt um Effekte aus Commodity-Derivaten.
4
Vorschlag für das Geschäftsjahr 2021 der Lechwerke AG, vorbehaltlich der Zustimmung
durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2022.
5
Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden männliche Personenbezeichnungen als Oberbegriff
für alle Geschlechter verwendet. Soweit beispielsweise von Mitarbeitern die Rede ist,
sind damit Menschen jeglichen Geschlechts gemeint.
6
Full Time Equivalents (1 FTE = 1 Vollzeitstelle), inkl. der Auszubildenden und der
geringfügig Beschäftigten.
| ― |
Lechwerke AG |
| ― |
LEW Wasserkraft GmbH |
| ― |
Überlandwerk Krumbach GmbH |
| ― |
Elektrizitätswerk Landsberg GmbH |
| ― |
LEW Netzservice GmbH |
| ― |
LEW TelNet GmbH |
| ― |
LEW Verteilnetz GmbH |
Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger im Südwesten Bayerns tätig und beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter. LEW versorgt Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Die LEW-Gruppe betreibt das Stromverteilnetz in der Region und ist mit 36 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW-Gruppe betreibt ein eigenes, rund 5.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.
Die Lechwerke AG, mit Hauptsitz in Augsburg, bündelt den Strom- und Gasvertrieb, die Energiebeschaffung, den Bereich Energiedienstleistungen sowie den Overhead.
Im Overhead befinden sich die Querschnitts- und Steuerungsfunktionen, die sich im Wesentlichen aus den Finanzfunktionen, dem Risikomanagementsystem, der Unternehmensentwicklung, der Unternehmenskommunikation, dem juristischen Bereich incl. der Compliance und der internen Revision, dem Datenschutz, dem IT-Service und dem Personalbereich zusammensetzen.
Im Anlagevermögen der Lechwerke AG befinden sich im Wesentlichen Wasserkraftwerksanlagen, Grundstücke, Telekommunikationsanlagen und das Wertpapierportfolio.
Detaillierte Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Lechwerke AG sind im Lagebericht auf den Seiten 26 ff. aufgeführt.
Der Aufsichtsrat der Lechwerke AG hat in seiner Aufsichtsratssitzung vom 10. Mai 2017 für den definierten Erfüllungszeitraum (1. Juli 2017 bis 30. Juni 2022) im Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst eine Zielquote von Frauen im Vorstand von 50 % und im Aufsichtsrat von 33 % beschlossen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand am 7. Juni 2017 eine Zielgröße von 30% für die erste Führungsebene und von 30 % für die zweite Führungsebene beschlossen. Die Zielgrößen unterschreiten den Status quo nicht.
Die Gesamtheit der Grundsätze und Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von Gesetzen und Unternehmensrichtlinien und damit zur Vermeidung von Regelverstößen wird als Compliance-Managementsystem bezeichnet. Die Sicherstellung eines Compliance-konformen Verhaltens bei allen geschäftlichen Aktivitäten ist für die Lechwerke AG sowohl aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht als auch unter Imagegesichtspunkten unerlässlich. Dadurch sollen negative wirtschaftliche Auswirkungen in Form von Bußgeldern oder finanziellen Haftungspflichten für die Lechwerke AG vermieden werden. Die Lechwerke AG hat hierfür ein Compliance-Managementsystem (CMS) implementiert. Das CMS basiert auf einer Reihe von allgemein anerkannten Praktiken, darunter der Förderung einer Compliance-Kultur. Diese umfasst ein aktives Bekenntnis zu Compliance-Zielen, die Identifizierung und Analyse von Compliance-Risiken, die Gestaltung eines risikoadäquaten Compliance-Programms sowie einer Compliance-Organisation. Sowohl unser Lieferantenkodex als auch unser Verhaltenskodex konzentrieren sich auf das Leitprinzip "Das Richtige tun" und enthalten beispielsweise Erläuterungen zum Thema Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbsrecht und Umgang mit den Geschäftspartnern der LEW-Gruppe. Der Verhaltenskodex ist auf www.lew.de veröffentlicht. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch Richtlinien, die detaillierter erläutern, wie Mitarbeiter sicher sein können, dass sie sich richtig verhalten. Zudem führt die Compliance-Beauftragte der LEW-Gruppe Schulungen für relevante Mitarbeitergruppen durch und berät Arbeitnehmer und Führungskräfte der Unternehmen der LEW-Gruppe bei der Einhaltung der Compliance-Regelungen. Überdies unterhalten wir eine Whistleblower-Lösung.
Die LVN betreibt neben den eigenen Netzen die Netze der Überlandwerk Krumbach GmbH, der Stromnetz Günzburg GmbH & Co. KG, der Stromnetz Gersthofen GmbH & Co. KG, der Energieversorgung Bobingen GmbH & Co. KG, der Stromnetz Friedberg GmbH & Co. KG und der DON-Stromnetz GmbH & Co. KG. Aufgaben der Gesellschaft sind Planung, Errichtung, Ausbau, Betrieb und Nutzung von Netzanlagen sowie die Durchführung des Messstellenbetriebs. Ferner gestaltet sie die technische Netzplanung und die zentrale Netzführung und führt netznahe Querschnittsfunktionen aus. Darüber hinaus verantwortet sie die Umsetzung der Anforderungen des regulatorischen Rahmens, einschließlich der Kalkulation und Veröffentlichung der Netzentgelte.
In der LEW-Gruppe ist die LEW Wasserkraft GmbH für das Geschäftsfeld Stromerzeugung aus Wasserkraft zuständig. Die LEW Wasserkraft GmbH verantwortet die Betriebsführung von 36 Wasserkraftwerken in Bayerisch-Schwaben, einschließlich notwendiger Unterhalts- und Investitionsprojekte. Jährlich werden knapp 1 Mrd. kWh regenerativer Strom in eigenen und vertraglich gebundenen Wasserkraftwerken an Lech, Wertach, Iller, Günz und Donau erzeugt. Ein Großteil des erzeugten Stroms wird zu Konditionen der EEX-Strombörse vermarktet. Der restliche Strom stammt aus Wasserkraftwerken, die unter das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) fallen und eine entsprechende Förderung erhalten bzw. über das Marktprämienmodell direkt vermarktet werden. Darüber hinaus bietet die LEW Wasserkraft GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung für Kommunen und Anlieger an.
Die LEW Netzservice GmbH erbringt technische Dienstleistungen in den Bereichen Planung, Bau und Betrieb von Hoch-, Mittel- und Niederspannungsanlagen. Als Full-Service-Anbieter für Elektromobilität bietet die LEW Netzservice GmbH zudem die gesamte Bandbreite an Ladeinfrastruktur-Lösungen an. Ergänzt werden diese Dienstleistungen um die Bereitstellung von Softwarelösungen in den Bereichen Qualitätssicherung und Auftragssteuerung auf Baustellen.
Die LEW TelNet GmbH bietet Datenkommunikation in Bayerisch-Schwaben und angrenzenden Gebieten in Oberbayern und Baden-Württemberg an. LEW TelNet treibt den Glasfaserausbau in der Region stetig voran und versteht sich als "Fitmacher" der Region für die digitale Zukunft. Das Kompetenzfeld der LEW TelNet GmbH reicht von Planung, Bau und Betrieb von Glasfasernetzen, Bereitstellung von Daten- und Telekommunikationsdiensten wie Telefonie, Internet oder Standortvernetzung für Geschäftskunden bis zu Betrieb und Entstörung von Fernwirk- und Leittechnikanlagen sowie Gebäudesicherheitssystemen. Zudem vermarktet die LEW TelNet GmbH Betriebsfunkprodukte. Außerdem unterhält sie ein modernes Hochleistungsrechenzentrum und vermarktet dieses an Unternehmen, vornehmlich in Bayerisch-Schwaben. Für Privatkunden werden in ausgewählten Kommunen die Telekommunikationsdienste LEW Highspeed und LEW Internet & Phone DSL angeboten. Diese beinhalten Internet, Telefonie und Fernsehen über leitungsgebundene Telekommunikations-Infrastruktur.
Für die Unternehmen in der LEW-Gruppe verantwortet die LEW Service & Consulting GmbH die Bereiche Kundenservice, Informationstechnologie, zentrale Dienste sowie Gastronomie. Dabei ist sie auch Partner der Fußball-Club Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA für das Catering in der WWK ARENA.
Die Elektrizitätswerk Landsberg GmbH ist für die Erzeugung und den Verkauf von elektrischer Energie sowie den Erwerb, die Errichtung und den Betrieb aller diesem Zweck dienlicher Anlagen und Einrichtungen zuständig.
Die Überlandwerk Krumbach GmbH engagiert sich schwerpunktmäßig in den Geschäftsfeldern Stromvertrieb, Stromerzeugung und energienahe Dienstleistungen. Dabei bietet die eigene Installationsabteilung neben Elektroinstallationen und Haustechnik auch Komplettlösungen mit Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben. Darüber hinaus bietet das Unternehmen in Kooperation mit der ElectronicPartner GmbH moderne Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sowie Kundendienstleistungen an. Die Netzanlagen befinden sich im Eigentum der Überlandwerk Krumbach GmbH und sind an die LEW Verteilnetz GmbH verpachtet.
Neben den genannten Gesellschaften sind unter dem Dach der Lechwerke AG weitere Beteiligungen an lokalen Energieversorgungsunternehmen und Gesellschaften aus den Bereichen Erzeugung, Netzdienstleistungen und Bergbahnen gebündelt. Diese finden sich im Anteilsbesitz auf den Seiten 55 f. wieder.
2021 hat die europäische und nationale Politik wichtige und vor allem notwendige Weichenstellungen für die weitere Dekarbonisierung unserer Gesellschaft vorgenommen. Auf EU-Ebene wurden zum Beispiel das Klimagesetz für die Europäische Union verabschiedet und die EU-Taxonomieverordnung weiter konkretisiert, einem Klassifizierungssystem für nachhaltige Investments. Das sind wichtige Bausteine des European Green Deal, mit dem die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral werden will. Durch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz, die nachfolgende Gesetzgebung in Bund und Ländern sowie nicht zuletzt die Ziele der neuen Bundesregierung hat der Prozess zum Umbau des Energiesystems auch in Deutschland eine ganz neue Dynamik erhalten. Deutschland hat die Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2045 gesetzlich verankert, Bayern hat im aktuellen Entwurf des Klimaschutzgesetzes dieses Ziel sogar auf 2040 terminiert. Dies erfordert in relativ kurzer Zeit und mit hoher Dringlichkeit einen fundamentalen Umbau des Energiesystems, des Gebäude- und Fahrzeugbestands und eines großen Teils der produzierenden Wirtschaft.
Die LEW-Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, als wirtschaftlich erfolgreicher Wegbereiter einer nachhaltigen Gesellschaft von morgen das Energiesystem der Region zukunftssicher zu gestalten. Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit müssen also Hand in Hand gehen. Die LEW-Gruppe ist für diese ganzheitliche Aufgabe bestens gerüstet. Neben unserer auf Wasserkraft und Photovoltaik basierenden rein regenerativen Stromerzeugung und unserem Netz- und Vertriebsgeschäft sind wir der größte Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Bayerisch-Schwaben und somit ein Vorreiter für die CO2 -freie Mobilität der Zukunft. Außerdem betreibt die LEW-Gruppe mit ihrem Tochterunternehmen, der LEW TelNet GmbH, ein 5.000 km langes Glasfasernetz zwischen Donauwörth und Schongau und schafft somit die Grundlage für die innovativen digitalen Anwendungen der Zukunft, die ohne ein leistungsfähiges Glasfasernetz nicht möglich sind.
Wir sind davon überzeugt, dass gerade regional verwurzelte, innovationsstarke und kundenfokussierte Energieversorger wie die LEW-Gruppe zu den Gewinnern der Transformation der Energielandschaft zählen werden. Die LEW-Gruppe profitiert dabei von einem ausgewogenen Mix aus einer starken Kundenbasis, innovativen Tochtergesellschaften, dem stabilen, regulierten Netzgeschäft und ihrem Portfolio von klimafreundlichen Wasserkraftwerken.
Das Stromverteilnetz ist das Rückgrat für unser dezentrales Energiesystem der Zukunft. Unser Stromnetz hat eine Leitungslänge von insgesamt rund 35.000 Kilometern. Es reicht damit fast einmal um die Erde. Um das gesellschaftliche Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sind enorme Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Falls alle heutigen Anfragen zum Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen im bayerischen Verteilnetz tatsächlich realisiert werden, wäre in nur wenigen Jahren in etwa die gleiche Erzeugungsleistung zu integrieren wie bislang in der gesamten 20-jährigen Geschichte des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die bayerischen Stromverteilnetze stehen angesichts des erforderlichen massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien in diesem Jahrzehnt vor einer fundamentalen Herausforderung. Gleichzeitig fordern das Wachstum der Elektromobilität, die Ansiedlung verbrauchsstarker Rechenzentren und der Ausbau von Wasserstoff-Lösungen zukünftig das Stromnetz zunehmend. Entsprechend ist ein ambitioniertes und umfassendes Investitionsprogramm ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Strategie. Die LEW-Gruppe plant ihre Investitionen in den nächsten Jahren weiter zu steigern. Diese Investitionen fließen nicht nur in unser Stromverteilnetz, sondern auch in unsere weiteren infrastrukturbasierten Geschäftsfelder. Im Bereich unserer Wasserkraft zeigen wir mit zahlreichen Projekten, dass sich Ökologie und Ökonomie in der Wasserkraft gut vereinbaren lassen. Wir wollen Vorbild für die Wasserkraftnutzung der Zukunft sein. Wir arbeiten dabei mit Anwohnern, Umwelt- und Fischereiverbänden, mit Kommunen, Fachbehörden und der Wissenschaft zusammen. Auf diese Weise können wir gemeinsam mit den Experten vor Ort neue Naturräume schaffen und erhalten.
Im Bereich der Telekommunikation setzen wir unsere Investitionsinitiative zum Anschluss von Kommunen, Privat- und Geschäftskunden an unser mittlerweile knapp 5.000 km langes Glasfasernetz weiter fort. Die sehr hohe Übertragungskapazität macht Glasfaser zu einer zukunftssicheren Digitalinfrastruktur. Mit LEW Highspeed bieten wir ergänzend ein breites Leistungsspektrum, das Privatkunden ganz nach ihren Bedürfnissen wählen und jederzeit nach Bedarf ändern können, mit Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s.
| Leitbild | Grün - Dezentral - Digital | ||||
| Ziele | Nachhaltige Senkung des CO2 -Fußabdrucks der LEW-Gruppe und Investitionen in die nachhaltige Weiterentwicklung unseres ökologischen Profils | ||||
| Handlungsfelder | Ausbau erneuerbarer Energien Investitionen in den klimaschonenden Ausbau erneuerbarer Energien (Fokus PV) | Ressourcen- und Energieeffizienz Konsequente Erhöhung der Ressourcen- und Energieeffizienz unseres wirtschaftlichen Handelns | Ökologische Aufwertung LEW-Assets die Investitionen in ökologische Aufwertung unserer LEW-Assets | Umwelt- und Artenschutz Schutz der natürlichen Ressourcen und Artenvielfalt in unserem Verantwortungsbereich | Klimaschonende Produkte/DL Nachhaltige Weiterentwicklung unseres Produktportfolios |
| Kommunikation und Aufklärung |
Unser klassisches Energievertriebsgeschäft und unsere hohe Kundenbindung sind die Basis für den weiteren Ausbau des Kundenlösungsgeschäfts. Die LEW-Gruppe versteht sich hier als Dekarbonisierungspartner für ihre Kunden. Mit dezentralen und digitalen Lösungen helfen wir unseren Kunden, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren und so CO2 -Emissionen zu vermeiden. Dieses Produktportfolio entwickeln wir mit Blick auf den Klimaschutz kontinuierlich weiter. Hierzu gehören Lösungen zum effizienten Heizen und Kühlen, zur CO2 -armen Energieerzeugung und zum intelligenten Energiemanagement. Einer der Ausbauschwerpunkte in unserem Lösungsangebot ist die Elektromobilität. Neben dem Ausbau von eigener Ladeinfrastruktur bieten wir auch ein breites Angebot an Ladelösungen für Kommunen sowie Geschäfts- und Privatkunden. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Unterstützung unserer Kunden bei der Eigenproduktion von sauberem Strom tragen wir ebenfalls zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung bei. Nachhaltige Erzeugung und der effiziente Einsatz von Energie sind Schlüsselfaktoren für das Gelingen der Energiewende.
Hier bieten wir zum Beispiel ein neues Produkt für Kommunen an. Der "LEW Energiemonitor" macht die Energieflüsse im lokalen Stromnetz sichtbar. Die übersichtliche Darstellung zeigt, wie viel Strom aus regenerativer Erzeugung, also Photovoltaik, Wasserkraft, Biogas oder Wind, in das Netz gespeist wird und wie hoch der derzeitige Stromverbrauch in Haushalten, Unternehmen und kommunalen Einrichtungen ist. Außerdem lassen sich am Energiemonitor Auswertungen zur Energiesituation in der Region abrufen. So wird angezeigt, wie sich der Anteil regenerativer Erzeugung an der Stromversorgung innerhalb eines bestimmten Zeitraums entwickelt hat, oder der Grad der Eigenversorgung angegeben. Der LEW Energiemonitor ist so ausgelegt, dass er in der Zukunft um einen interaktiven Marktplatz für den lokalen Energiehandel erweitert werden könnte.
Unser Jubiläumsjahr 2021 stand ganz im Zeichen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Als regionales Unternehmen haben wir dabei eine besondere Verantwortung. Wir unterstützen unsere Kunden bei ihrer Dekarbonisierung und werden selbst klimaneutral. Unseren Weg zur Klimaneutralität haben wir in unserer Klimaschutzstrategie beschrieben.
| ― |
Ausbau eigener erneuerbaren Energien mit Fokus auf Photovoltaik |
| ― |
Ressourcen- und Energieeffizienz unseres eigenen wirtschaftlichen Handelns |
| ― |
Ökologische Aufwertung von LEW-Assets/-Liegenschaften |
| ― |
Umwelt- und Artenschutz |
| ― |
Klimaschonende Produkte und Dienstleistungen |
Wesentliches Ziel ist es, den CO2 -Fußabdruck der LEW-Gruppe nachhaltig zu verringern und mit Blick auf unsere selbst beeinflussbaren Emissionen (Scope 1 und 2 nach dem Greenhouse Gas Protocol) spätestens bis 2030 klimaneutral zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir eine Reihe von Maßnahmen definiert. Wir wollen zum Beispiel unsere Aktivitäten beim Ausbau erneuerbarer Energien mit Schwerpunkt Photovoltaik weiter intensivieren. In den vergangenen zwei Jahren konnte die LEW-Gruppe die Anzahl eigener PV-Anlagen mehr als verdreifachen. Bis Ende 2021 ist die installierte Leistung eigener Anlagen auf rund 11 MW angestiegen, verteilt auf 37 Dach- und Freiflächenanlagen. Im Oktober 2021 wurde zum Beispiel auf dem Gelände unseres ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen, das seit 120 Jahren dort Strom produziert, eine weitere PV-Anlage mit 335 kW in Betrieb genommen. Mittlerweile sind auf dem Gelände ca. 1,8 MW PV-Leistung installiert. Ein Trend, den wir in den nächsten Jahren mit weiteren Projekten in Partnerschaften und eigenen Solarparks fortsetzen möchten. Außerdem gehen wir bei der PV-Erzeugung innovative Wege. Solarstromerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung kombinieren -mit dem Prinzip der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) ist das möglich. Die Flächen können sowohl landwirtschaftlich als auch für die Stromerzeugung genutzt werden. Wir haben im Frühjahr 2021 in Biessenhofen und Gersthofen zwei kleinere Agri-PV-Testanlagen errichtet. Anders als bei herkömmlichen Solarparks wurden hier die PV-Module senkrecht installiert und streifenförmig auf den Flächen angeordnet. Die verwendeten PV-Module sind bifazial: sowohl Vorder- als auch Rückseite können den Lichteinfall in Strom umwandeln. Mit den Testanlagen wollen wir erste Erfahrungen zur Energieerzeugung und Wirtschaftlichkeit der senkrechten Agri-PV-Anlagen sammeln. Bei erfolgsversprechenden Daten soll anschließend ein größeres Agri-PV-Projekt umgesetzt werden.
Darüber hinaus wollen wir die Ressourcen- und Energieeffizienz unseres eigenen wirtschaftlichen Handelns kontinuierlich erhöhen. Zu diesem Zweck werden wir zum Beispiel unseren gesamten PKW-Fuhrpark bis 2030 auf klimaneutrale Antriebe umstellen. Bereits jetzt haben wir die Stromversorgung unserer eigenen Liegenschaften komplett auf Öko-Strom umgestellt.
Außerdem investieren wir in die ökologische Aufwertung unserer Gebäude, Grundstücke und Liegenschaften. Mit Blick auf den Artenschutz hat die LEW-Gruppe dazu eine Vielzahl von Initiativen gestartet, die wir auf unseren eigenen Flächen umsetzen. In unseren Umspannwerken, Photovoltaik-Freiflächenanlagen oder Betriebsstellen werten wir Flächen ökologisch auf und stützen so unsere heimische Flora und Fauna. Im Bereich der Wasserkraft arbeiten wir zusammen mit Fischereiwesen und Naturschutz an der ökologischen Gewässerentwicklung und dem Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt. Für dieses Engagement wurde der LEW-Gruppe im Jahr 2021 die Auszeichnung "Blühender Betrieb" verliehen.
Darüber hinaus beteiligen wir uns an Umweltinitiativen und engagieren uns in der Region. Seit vielen Jahren sind wir Mitglied des KUMAS-Umweltnetzwerks (KUMAS e. V.). Außerdem sind wir als ÖKOPROFIT® -Betrieb in Augsburg ausgezeichnet und Teilnehmer im Klima- und Umweltpakt Bayern.
Nachhaltigkeit ist mehr als nur Klimaschutz. Der Nachhaltigkeitsgedanke beinhaltet die drei Säulen nachhaltige Unternehmensführung, Klima- und Naturschutz und soziale Verantwortung. Stichworte hier sind die Bekämpfung des Klimawandels, Geschlechtergerechtigkeit oder auch der Schutz der Menschenrechte. Hier arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer nachhaltigen Positionierung und sozialen Verantwortung. Seit Mai 2018 zählt die LEW-Gruppe zum Beispiel zu den Unterzeichnern der Charta der Vielfalt. Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und in dem alle Mitarbeiter Wertschätzung erfahren. Wir schützen die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und der unserer Partnerfirmen, Arbeitssicherheit in allen Bereichen hat für uns eine sehr hohe Priorität.
Im Rahmen unserer strategischen Agenda haben wir dabei folgende wesentliche strategische Eckpfeiler formuliert, die unverändert gelten:
| ― |
Der Kunde im Mittelpunkt: Wir orientieren uns konsequent an den Kunden und Märkten mit dem Angebot attraktiver und innovativer Energie- und Infrastrukturprodukte. |
| ― |
Lebensader Infrastruktur: Wir investieren werthaltig in den nachhaltigen Ausbau unserer Infrastruktur in den Bereichen Erzeugung, Netz und Telekommunikation. |
| ― |
Verantwortung für Klimaschutz: Ausrichtung unseres wirtschaftlichen Handelns an Nachhaltigkeit und Klimaschutz |
| ― |
Verbundenheit mit der Region: Wir sind mit der Region, unseren Kunden und kommunalen Partnern eng verbunden. |
| ― |
Immer besser: Wir verbessern die Ertrags- und Wettbewerbsfähigkeit durch hohe funktionale Exzellenz, Digitalisierung in allen Geschäftsfeldern und Kostenorientierung. |
| ― |
Attraktiver Arbeitgeber: Wir sind mit unseren Tätigkeitsfeldern und Entwicklungsmöglichkeiten ein attraktiver Arbeitgeber in der Region. |
Digitalisierung verändert unseren Arbeitsalltag fundamental und ist deshalb für die LEW-Gruppe zu einem zentralen Faktor geworden. Am Einsatz vernetzter, digitaler Technologien führt kein Weg vorbei. Digitale Anwendungen verändern die Art und Weise, wie wir mit den Kunden kommunizieren, wie Prozesse und Produkte gestaltet werden und natürlich auch die Art der Zusammenarbeit im Unternehmen. Digitalisierung ist der Schlüssel dafür, dass wir unsere Rolle als Wegbereiter einer nachhaltigen Gesellschaft von morgen ausfüllen können. Deshalb digitalisieren und standardisieren wir Netze, Produkte, Kundenschnittstellen und interne Prozesse. Wir werden dadurch effizienter und erschließen gleichzeitig zusätzliche, neue digitale Geschäftsmöglichkeiten. Durch digitale Plattformen für unsere Netze und unser Kundengeschäft und durch die Smartfizierung unserer physischen Netze werden wir diese beobachtbar machen. Mittlerweile sind beispielsweise auch mehr als 300 Ortsnetzstationen mit intelligenter Technik ausgerüstet. Sie sind in der Lage, aktuelle Messwerte in das Netzleitsystem zu übertragen. Und sie ermöglichen eine Fernsteuerung der Stationen, um sofort und unmittelbar auf Veränderungen vor Ort zu reagieren. Die Versorgungssicherheit in der Region erhöht sich damit weiter.
In allen Geschäftsbereichen setzen wir auf neue digitale Lösungen. Im Geschäftskundenvertrieb wird zum Beispiel eine sichere Plattform genutzt, über die nicht nur Kundengespräche digital geführt werden können. Selbst Vertragsabschlüsse sind möglich. Bauherren im Netzgebiet der LEW Verteilnetz GmbH können ihren Stromhausanschluss ganz einfach und bequem online beauftragen. Diese kundennahen Angebote werden wir weiter ausbauen.
Digitalisierung ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen, um unsere Ziele bei Smartifizierung, Wachstum und Nachhaltigkeit zu erreichen. Daher werden wir auch 2022 und in den Folgejahren weiterhin in Technologien, Lösungen und Mitarbeiter investieren und unsere digitalen Fähigkeiten weiter ausbauen.
Auch im Geschäftsjahr 2021 hat die LEW-Gruppe in einer Reihe von Innovationsprojekten untersucht, wie neue Technologien den Umbau des Energiesystems in der Region unterstützen. Dabei setzten wir insbesondere den Schwerpunkt auf anwendungsorientierte Innovationsaktivitäten mit hohem Praxisbezug. Außerdem zeigen eine Vielzahl unserer Projekte, dass Ökonomie und Ökologie keine Widersprüche sind, sondern sehr gut in Einklang gebracht werden können. Beispiele sind hier unsere vielfältigen Innovationsprojekte in der Wasserkraft. Im Jahr 2021 wurden zum Beispiel das EU-geförderte Pilotprojekt INADAR zur ökologischen Dammsanierung und das LEADER-Projekt "Flusslandschaften in Schwaben - Donau und Wertach erleben" erfolgreich abgeschlossen. Das LEADER-Projekt wurde dabei mit der LEW Wasserkraft GmbH als Projektträger und einer Reihe von Kommunen, Landkreisen und lokalen Aktionsgruppen an Donau und Wertach durchgeführt. Weitere Projekte in diesem Kontext laufen noch bzw. neue innovative Projekte sind bereits in Vorbereitung.
Lokal erzeugten Strom möglichst vor Ort verbrauchen und dabei bestehende Kapazitäten im Ortsnetz optimal nutzen. Das ist das Ziel des Forschungs- und Entwicklungsprojekts FLAIR2 (Flexible Anlagen intelligent regeln), das die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) gemeinsam mit der Stromnetz Berlin GmbH, der Hochschule München und der e* Message Wireless Information Services Deutschland GmbH seit 2021 umsetzt. Herzstück von FLAIR2 sind weitestgehend autonom arbeitende Steuerboxen in Privathaushalten. Sie können dort angeschlossene steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Ladeboxen oder Wärmepumpen ansteuern. Das FLAIR2 -Konzept haben LVN und die Projektpartner bereits 2018 bei fünf Haushalten getestet und führen nun das Projekt in deutlich größerem Maßstab fort. Die eigens entwickelten FLAIR2 -Steuerboxen werden im Jahr 2022 in insgesamt rund 120 Haushalten installiert - jeweils 60 im ländlich strukturierten Netzgebiet der LVN in Bayerisch-Schwaben sowie bei 60 Haushalten im Berliner Stromnetz. Die dezentrale Einspeisung und unterschiedlich große Lasten in den beiden Netzen führen dazu, dass sich sehr unterschiedliche Anwendungsszenarien für das Forschungsvorhaben ergeben. Der Feldtest ist auf mindestens ein Jahr angelegt, das Gesamtprojekt läuft bis 2023.
Ebenfalls wurde im Geschäftsjahr das Projekt LINDA 2.0 gestartet. Das Projekt untersucht Möglichkeiten, grünen Strom, zum Beispiel aus Solarenergie, im Falle eines Blackouts in der Notstromversorgung einzusetzen. LINDA 2.0, das bis Anfang 2024 laufen wird, nutzt Erkenntnisse des vorausgegangenen Projekts LINDA, das von 2015 bis 2018 lief und unter anderem mit dem ISGAN Award (International Smart Grid Action Network) sowie dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet wurde.
Für den langfristigen Erfolg der Energiewende sind Alternativen zu fossilen Energieträgern notwendig. Wasserstoff wird dabei als vielfältig einsetzbarer Energieträger eine Schlüsselrolle einnehmen. Klimafreundlich hergestellter Wasserstoff ermöglicht es, die CO2 -Emissionen vor allem in Industrie und Verkehr deutlich zu verringern, wo Energieeffizienz und die direkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien nicht ausreichen. Deshalb steht Wasserstoff seit einiger Zeit ganz oben auf der Agenda von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die LEW-Gruppe hat in einer gemeinsamen Studie mit dem IFES, dem Institut für Energiespeicher in Regensburg, mögliche Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten in unserer Region untersucht. Diese Erkenntnisse werden wir in regionale Initiativen zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft vor Ort einbringen.
| E-Mobility | E-Mobility Ladeinfrastruktur & -lösungen Innovative Lösungen für unsere Kunden |
| Smart Poles Elektroautoladen und Internetsurfen am Laternenpfahl | |
| Wasserkraft | ISOBEL Innovatives Geschiebemanagement in Flüssen |
| City River Aufwertung des Lebensraums Fluss im städtischen Umfeld | |
| Hybridkraftwerk Innovative Bereitstellung von Regelenergie | |
| Innovative Energielösungen | Inno.Live Smart-City-Lösung für die innovative und vernetzte Kommune |
| Geodatenbasiertes Netzmanagement Digitale Tools für die Netzinstandhaltung | |
| FLAIR 2 Regional erzeugten Strom vor Ort verbrauchen | |
| LINDA 2.0 Notstromversorgung mit erneuerbaren Energien | |
| ASTROSE® Innovatives Eislast-Monitoring für Verteilnetze | |
| Innovative Heizkonzepte Nahwärmelösungen mit Wärmepumpen für Neubauquartiere | |
| LEW Energiemonitor Energieflüsse in Kommunen visualisieren und verstehen | |
| Solarenergie | LEW Energiefassade und PV-Folie Innovative Techniken zur PV-Erzeugung |
| Agri-Photovoltaik Innovative Verknüpfung von Photovoltaik und Landwirtschaft | |
| Alternative Energieträger | Grüner Wasserstoff Analyse regionaler Potenziale für grünen Wasserstoff |
Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden im Bericht männliche Personenbezeichnungen als Oberbegriff für alle Geschlechter verwendet. Soweit beispielsweise von Mitarbeitern die Rede ist, sind damit Menschen jeglichen Geschlechts gemeint.
Nicht nur der Energiesektor, auch unsere gesellschaftlichen Lebensrealitäten sind aktuell im Wandel. Wir als LEW-Gruppe wissen, dass Diversität und Inklusion in dieser Umbruchszeit wichtige Erfolgsfaktoren sind. Denn nur wenn alle ihr Potential und ihre Sichtweisen einbringen und wir als Unternehmen Vielfalt bewusst leben, werden wir weiterhin erfolgreich sein. Daher wollen wir Vielfalt nicht nur nachhaltig nutzen, sondern auch stetig ausbauen.
Wir sind bunt in unserem Miteinander, unserem Können, unseren Ideen, unseren Weltanschauungen und vielem mehr. Um dies noch sichtbarer zu machen, kommunizieren wir seit diesem Jahr LEW-weit mit genderneutraler Sprache. Darüber hinaus hat die LEW-Gruppe die Charta der Vielfalt unterzeichnet und sich 2021 das dritte Jahr in Folge mit einer Aktion zum Deutschen Diversity-Tag und im Sponsoring des Augsburger Christopher Street Days engagiert. Mit einem Impuls-Vortrag zum Thema "Wertschöpfung durch Wertschätzung von Vielfalt" konnten wir unsere Führungskräfte stärker für dieses wichtige Thema sensibilisieren.
Zusammen mit allen anderen Gesellschaften des E.ON-Konzerns wollen wir unseren Mitarbeitern ein wertschätzendes und wertschöpfendes Arbeitsumfeld bieten. Dazu gehören inklusive Prozesse, Rahmenbedingungen, bewusste Handlungsentscheidungen und insbesondere die persönliche Haltung aller.
Auch 2021 hat uns die pandemische Lage weiterhin beschäftigt. Entsprechend haben wir unser Gesundheitsangebot kontinuierlich angepasst und ausgebaut. Neben einer regelmäßigen Aufklärung zur Corona-Lage versorgte unser betriebsärztlicher Dienst eine große Anzahl der Mitarbeiter mit Corona-Erst- und Zweitimpfungen. Zum Jahresende hin wurden neben einer Grippeschutzimpfung auch Corona-Booster-Impfungen durchgeführt. Dieses Angebot führen wir zum Jahresbeginn 2022 fort.
Darüber hinaus konnten die Kollegen bei LEW in diesem Jahr wieder aus verschiedenen Gesundheitsangeboten wählen. Um eine Teilnahme auch im Homeoffice zu ermöglichen, haben wir diese stark digitalisiert: Die Vortragsreihe zu sozialer Gesundheit und Wohlbefinden "Mitten im Leben", die bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Gesundheitskultur ist, wurde bei der aktuellen hybriden Arbeitsweise besonders geschätzt und gut angenommen. Erstmals haben Online-Gesundheitstage zur mentalen Gesundheit, psychischen Belastung und zu einem konstruktiven Umgang mit Stress stattgefunden und im August haben wir täglich einen praktischen Gesundheits-Impuls geteilt. Zudem können unsere Mitarbeiter seit Ende 2021 eine digitale, aktive Bewegungspause sowie weiterhin das Angebot zum Lebenslagen-Coaching nutzen. Im Rahmen der Aufklärung zur Früherkennung von Erkrankungen haben wir außerdem ein Diabetes-Screening angeboten.
Für die Führungskräfte der LEW-Gruppe war das Jahr 2021 geprägt von der Frage, wie das Zusammenspiel von Tätigkeiten "vor Ort" und digitalem Arbeiten bzw. zwischen Büro und Homeoffice gut gelingen kann. Unterstützung erfuhren diese mit verschiedenen Seminaren und Workshops zu virtueller und hybrider Führung. Dies sind zwei Angebote aus dem breit angelegten Katalog der LEW Führungskräfteakademie. Digitale Transformation, agiles Arbeiten, Leadership sowie Change- und Lean-Management sind weitere Themenschwerpunkte.
Neben der Digitalisierung zeichnet sich im Energiesektor eine steigende Dynamik und zunehmende Komplexität in der Entwicklung von Technologien und Märkten ab.
Um unsere Führungskräfte über diese Trends in der Energietechnik und -wirtschaft bestmöglich zu informieren und deren Blick für zukünftige Potentiale und Geschäftsmodelle zu schärfen, wurde eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Technischen Universität München (TUM), renommierten Experten aus dem E.ON-Konzern sowie Vertretern der "Gründerszene" veranstalten wir seit Herbst 2021 interaktive Vorträge zu diesen zukunftsrelevanten Themen.
Unsere Ausbildungstätigkeit war im vergangenen Jahr weiterhin stark von den Herausforderungen der Corona-Pandemie geprägt. Wir mussten sicherstellen, dass sowohl die Vermittlung von Ausbildungsinhalten als auch die persönliche Weiterentwicklung der Auszubildenden gewährleistet wurden. Mit einer Mischung aus Homeoffice und Präsenzausbildung, einer guten technischen Infrastruktur und einer intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten innerhalb der kompletten LEW-Gruppe konnten die Ausbildungsziele erreicht werden. Eine zusätzliche Unterstützung durch unsere Ausbilder erhielten die Auszubildenden bei der Aufarbeitung und Vertiefung der Lerninhalte aus dem Homeschooling des Berufsschulstoffs. Gerade im gewerblichen Ausbildungszentrum konnten die Auszubildenden unter strikter Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Schutzauflagen vor Ort weiter ausgebildet werden. Auch der Ausbildungsstart für die neuen Auszubildenden verlief verändert, aber reibungslos.
Im Prüfungsjahr 2021 legten 20 Auszubildende der LEW-Gruppe erfolgreich ihre IHK-Abschlussprüfung ab. Einer beendete sein duales Studium mit dem Bachelor of Engineering. Zwei Auszubildende wurden von der IHK Schwaben als Jahrgangsbeste in den Berufen Elektroniker für Betriebstechnik und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ausgezeichnet. Alle interessierten Auszubildenden konnten sich nach ihrem Abschluss für einen befristeten Jahresvertrag innerhalb der LEW-Gruppe entscheiden. Wir freuen uns, dass die neuen Kollegen mit dem in der Ausbildung erarbeiteten fachlichen und unternehmensspezifischen Wissen am Erfolg der LEW-Gruppe mitwirken.
Am 31. Dezember 2021 beschäftigte die LEW-Gruppe 83 Auszubildende in acht Ausbildungsberufen und einem dualen Studiengang, davon 80 bei der LEW Verteilnetz GmbH, zwei bei der Überlandwerk Krumbach GmbH und einen bei der Wendelsteinbahn GmbH.
Zum 1. September 2021 konnten bei der LEW Verteilnetz GmbH zwei Ausbildungsplätze mit Jugendlichen mit Behinderung besetzt werden.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| Industriekauffrau/Industriekaufmann | 11 | 13 |
| Fachinformatikerin/Fachinformatiker für Systemintegration | 4 | 4 |
| Fachinformatikerin/Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung | 5 | 5 |
| Kauffrau/Kaufmann für Dialogmarketing | 9 | 8 |
| Kaufmännische Ausbildungsberufe | 29 | 30 |
| Elektronikerin/Elektroniker. für Betriebstechnik | 38 | 37 |
| Köchin/Koch | 3 | 4 |
| Elektroanlagenmonteurin/Elektroanlagenmonteur | 5 | 3 |
| Elektronikerin/Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik | 2 | 1 |
| Gewerbliche Ausbildungsberufe | 48 | 45 |
| Duales Studium Bachelor of Engineering | 6 | 7 |
| LEW-Gruppe | 83 | 82 |
Die innogy SE ist mit der Mehrheit der Aktien (89,87 %) an der Lechwerke AG beteiligt. Sämtliche Anteile an der innogy SE werden von der E.ON Beteiligungen GmbH gehalten, deren Geschäftsanteile wiederum sämtlich von der E.ON SE gehalten werden. Die innogy SE hält unmittelbar 74,87 % der Anteile an der Lechwerke AG. Die restlichen Anteile in Höhe von 15,0000112 % an der Lechwerke AG werden über die RL Besitzgesellschaft mbH, Essen, gehalten, deren alleinige Gesellschafterin die RL Beteiligungsverwaltung beschr. haft. OHG, Essen, ist, an der die innogy SE wiederum mehrheitlich mit 51 % und die LEW Anlagenverwaltung GmbH mit 49 % beteiligt ist.
Die Lechwerke AG, Augsburg, sowie ihre wesentlichen Tochtergesellschaften aus Sicht der E.ON SE, Essen, werden in den Konzernabschluss nach IFRS der E.ON SE, Essen, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der E.ON SE, Essen, sowie auf deren Investor-Relations-Seite erhältlich. Eine Übersicht des Anteilsbesitzes der Lechwerke AG befindet sich im Anhang dieses Berichts auf den Seiten 55 f.
Die Lechwerke AG, mit Hauptsitz in Augsburg, bündelt den Strom- und Gasvertrieb, die Energiebeschaffung, den Bereich Energiedienstleistungen, den Overhead sowie das Sach- und Finanzanlagevermögen.
Im Overhead befinden sich die Querschnitts- und Steuerungsfunktionen, die sich im Wesentlichen aus den Finanzfunktionen, dem Risikomanagementsystem, der Unternehmensentwicklung, der Unternehmenskommunikation, dem juristischen Bereich incl. der Compliance und der internen Revision, dem Datenschutz, dem IT-Service und dem Personalbereich zusammensetzen.
Das Anlagevermögen der Lechwerke AG beinhaltet im Wesentlichen Wasserkraftwerksanlagen, Grundstücke, Telekommunikationsanlagen und das Wertpapierportfolio.
In der LEW-Gruppe wurde auch 2021 in einer Reihe von Innovationsprojekten untersucht, wie neue Technologien den Umbau des Energiesystems in der Region unterstützen. Dabei setzten wir insbesondere den Schwerpunkt auf anwendungsorientierte Innovationsaktivitäten mit hohem Praxisbezug.
Neben großen Forschungsprojekten arbeiten wir auch konsequent an der Entwicklung innovativer und kundenorientierter Online-Angebote.
Unsere Leistungskennzahlen dienen der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der Unternehmensbereiche und operativen Segmente. Die beiden für uns bedeutsamsten finanzwirtschaftlichen Steuerungsgrößen für 2021 sind das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach HGB und die Investitionen nach HGB. Bei den Investitionen werden bei der Ermittlung Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Investitionen in das Sach- und Finanzanlagevermögen berücksichtigt.
Unsere Steuerungsgrößen werden im Rahmen eines quartärlichen Reportings von Ist- und Prognosewerten berichtet. Auf Basis dieses Reportings sowie der daraus resultierenden Analyse der Plan-/Ist-Abweichungen erfolgt die Steuerung der Lechwerke AG.
Ab 2022 stellt das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aufgrund der Ausgliederung der Netzanlagen nicht mehr unsere wesentliche Steuerungskennzahl dar. Deshalb berichtet die Lechwerke AG ab dem Geschäftsjahr 2022 und damit im Prognosebericht über unsere neue wesentliche Steuerungskennzahl, den Jahresüberschuss nach HGB bereinigt um die Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der Lechwerke AG, der LEW Verteilnetz GmbH, der LEW Service & Consulting GmbH und der LEW Wasserkraft GmbH (nachfolgend CTA-Gesellschaften). Die Investitionen nach HGB bleiben als weitere wesentliche Steuerungskennzahl bestehen.
Im Hinblick auf § 6b Abs. 3 EnWG führt die Lechwerke AG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne von §3 Nr. 38 EnWG zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jeden der nachfolgend aufgeführten Tätigkeitsbereiche: Elektrizitätsverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors und grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme.
| Erneuerbare Energien | |
| Wind | 20 % |
| Photovoltaik | 9 % |
| Biomasse | 8 % |
| Wasser | 3 % |
| Sonstige (Siedlungsabfall, Geothermie) | 1 % |
| Erneuerbare Energien | 41 % |
| Braunkohle | 19 % |
| Steinkohle | 9 % |
| Kernernergie | 12 % |
| Erdgas | 15 % |
| Heizöl, Pumpspeicher und Sonstige | 4 % |
Quellen:
Destatis; BMWi; BDEW; ZSW: Statistik der Kohlenwirtschaft e. V. AG Energiebilanzen
1
Vorläufige Angaben
Eine Aufwärtsbewegung kennzeichnete im Jahr 2021 die Entwicklung der Weltwirtschaft. Tempo und Umfang der Erholung erfolgten dabei abhängig von den Erfolgen bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie und dem Zugang zu Impfstoffen. Insbesondere die Industrie konnte sich aufgrund steigender Nachfrage vom pandemiebedingt drastischen Einbruch des Frühjahrs 2020 erholen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hatte zunächst zur Jahresmitte an Fahrt gewonnen, nachdem das 1. Quartal 2021 noch von den Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie geprägt war. Im 3. Quartal 2021 verlor das Wirtschaftswachstum aufgrund von weltweiten Lieferengpässen bei Vorprodukten, die die Industrieproduktion massiv behindern, deutlich an Dynamik.
Das Bundesverfassungsgericht hatte am 24. März 2021 Teile des Klimaschutzgesetzes von 2019 (KSG 2019) für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt. Die Bundesregierung und das Parlament haben daraufhin wesentliche Änderungen am KSG 2019 beschlossen, die darauf zielen, Klimaneutralität in Deutschland schneller zu erreichen als zuvor geplant. Demnach soll Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden, das Treibhausgas-Minderungsziel für 2030 wurde auf 65 % angehoben. Zudem werden für die einzelnen Sektoren jeweils separate Ziele für 2030 festgelegt. Für den Zeitraum zwischen 2031 und 2040 wiederum wurden nicht-sektorspezifische CO2-Minderungsziele fixiert.
Um Treibhausgasemissionen zu senken, wurden daneben Vorgaben für Investitions- und Beschaffungsvorhaben des Bundes gemacht.
Um die neuen ambitionierteren Klimaziele zu erreichen, hatte die Bundesregierung parallel zum KSG ein "Klimapaket Deutschland" beschlossen; dieses Paket gibt die Rahmenbedingungen für die Maßnahmen vor. So soll beispielsweise der CO2 -Preis angehoben werden. Eine konkrete Zahl und ein Zeitpunkt hierfür waren allerdings nicht genannt. Erneuerbare Energien sollen beschleunigt ausgebaut werden; ebenso soll der Hochlauf von Wasserstoff forciert werden. Hierzu wurde auch ein "Sofortprogramm 2022", ausgestattet mit 8 Mrd. €, auf den Weg gebracht; dies blieb allerdings ohne praktische Relevanz, denn über konkrete Ausgaben wird tatsächlich erst in der 20. Legislaturperiode entschieden.
Änderungen hat der Gesetzgeber 2021 außerdem an mehreren Stellen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vorgenommen. Sie betreffen Aspekte der Energieinfrastruktur und der Stromerzeugung, aber auch kundenbezogener Lösungen und damit das Verhältnis der Energieversorger gegenüber den Verbrauchern.
Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Geschäftsjahr 2021 insgesamt gestiegen. Während die Corona-Maßnahmen im Jahr 2020 für einen deutlichen Rückgang der Nachfrage insbesondere nach Erdgas und Strom geführt haben, bewegen sich die Verbrauchswerte wieder auf Vor-Corona-Niveau. Der Stromverbrauch ist infolge der konjunkturellen Erholung um 3,1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Erdgasverbrauch liegt um 3,9 % höher, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Hierzu haben neben der konjunkturellen Erholung und dem damit verbundenen Mehrverbrauch der Industrie auch die kühlen Temperaturen im Frühjahr beigetragen. Aufgrund einer witterungsbedingt geringeren Einspeisung erneuerbarer Energien, insbesondere im ersten Halbjahr, wurde Gas zudem verstärkt zur Stromerzeugung eingesetzt. Eine Kombination ganz unterschiedlicher Faktoren hatte 2021 die Energiepreise auf breiter Front steigen lassen. Hauptursache war ein knappes Erdgasangebot, das auf eine weltweit steigende Gasnachfrage traf. Hinzu kam, dass die Großhandelspreise für Gas und Strom aufgrund höherer Kohle- und CO2 -Preise nach oben kletterten. Dabei ist der Anstieg von CO2 -Preisen eine politisch durchaus erwünschte Entwicklung: Verbraucher sollen dadurch zum Umstieg auf klimafreundlichere Technologien motiviert werden - beispielsweise auf Elektrofahrzeuge. Um zusätzliche Anreize für Emissionsminderungen zu schaffen, hatte unter anderem Deutschland bereits 2019 mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) die Grundlage für eine Bepreisung von CO2 -Emissionen im Gebäude- und Verkehrsbereich geschaffen.
Die Großhandelspreise für Strom sind im Geschäftsjahr 2021 auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen. Hier haben sich insbesondere die höheren Preise für CO2 -Emissionszertifikate infolge der verschärften Klimaschutzziele der Europäischen Union sowie für fossile Brennstoffe ausgewirkt. Dementsprechend ist der durchschnittliche Strompreis für kleinere bis mittlere Industriebetriebe (ohne Stromsteuer) im Durchschnitt um rund 20 % höher als im Vorjahr. Hingegen haben die zeitversetzt wirkenden geringeren Strom-Großhandelspreise der Vorjahre bei leicht höheren Netznutzungsentgelten zu um ca. 1 % höheren Strompreisen für Privatkunden auf durchschnittlich 32,16 ct/kWh geführt. In der Praxis zeigten sich erhebliche Unterschiede in Bezug auf den Anstieg der Stromgroßhandelspreise: Die durchschnittlichen Strompreise variierten im September 2021 in Europa zwischen 50 und 196 €/MWh. Im Oktober lag der Strompreis in Deutschland am so genannten Spotmarkt (dort wird Strom kurzfristig gehandelt) durchschnittlich bei rund 140 €/MWh und stieg im Verlauf des Novembers auf durchschnittlich über 160 €/MWh an. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 lagen die Strompreise am Spotmarkt bei durchschnittlich 38 €/MWh.
Auch die Großhandelspreise für Erdgas sind im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Sie erreichten Anfang Oktober Rekordwerte und blieben auf hohem Niveau. Im Kurzfristhandel notierte Erdgas im Oktober 2021 in Deutschland bei durchschnittlich 91,03 €/MWh und damit über 80 €/MWh höher als im Jahresmittel 2020. Im Verlauf des Novembers schwankte der Preis im Kurzfristhandel zwischen 65 und 90 €/MWh. Die Großhandelspreise sowohl für Strom als auch für Gas stiegen weiter an und erreichten im Dezember Höchststände. Dies ist im Wesentlichen auf ein knappes Erdgasangebot bei steigender Erdgasnachfrage aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs nach den Corona-Eindämmungsmaßnahmen sowie der kühleren Witterung zurückzuführen. Während sich die Preise für Industriekunden infolge der gestiegenen Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahr in etwa verdoppelt haben, sind die Preise für Privatkunden bei leicht höheren Netznutzungsentgelten durchschnittlich um rund 20 % höher als im Vorjahr.
Aus erneuerbaren Energien wurden im Jahr 2021 voraussichtlich insgesamt 238 Mrd. kWh Strom erzeugt. Die erneuerbaren Energien werden 2022 nach vorläufigen Angaben des BDEW voraussichtlich gut 42 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt haben. Die Erneuerbaren-Quote ist im Jahr 2021 um gut drei Prozentpunkte von knapp 46 % auf gut 42 % zurückgegangen. Die Witterungsverhältnisse trugen maßgeblich zum Rückgang des Anteils der erneuerbaren Energien bei. Zwar nahm die Stromerzeugung aus Solarenergie um fast 5 % zu, aber insbesondere die erste Jahreshälfte war deutlich windärmer als im Vorjahr. Zudem stieg der Stromverbrauch infolge der konjunkturellen Erholung im Jahr 2021 wieder an, was sich zusätzlich dämpfend auf den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ausgewirkt hat.
Die EEG-Umlage betrug 2021 6,500 ct/kWh. Gegenüber 2020 bedeutete dies einen Rückgang um 3,8 %. Von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern wurde am 15. Oktober 2021 die Entwicklung der EEG-Umlage für 2022 veröffentlicht. Die EEG-Umlage beträgt ab 1. Januar 2022 3,723 ct/kWh, dies ist ein Rückgang um 42,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund für den starken Rückgang der EEG-Umlage sind die deutlich gestiegenen Börsenstrompreise. Die hierdurch steigenden Vermarktungserlöse für den erneuerbaren Strom reduzieren den Förderbedarf erheblich. Neben den staatlichen Belastungen sind auch Netznutzungsentgelte wichtiger Bestandteil des Strompreises. Die Netznutzungsentgelte werden 2022 im bundesweiten Durchschnitt voraussichtlich um rund 3 % steigen.
Ein Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem mittleren Stromverbrauch von 3.500 kWh im Jahr hatte 2021 nach Angaben des BDEW eine monatliche Stromrechnung in Höhe von rund 94 € zu bezahlen. Die Entwicklung der Strompreise seit Beginn der Liberalisierung sowie die Zusammensetzung des Strompreises sind den Grafiken zu entnehmen. Staatlich veranlasste Kosten machten 2021 einen Anteil von rund 51 % des Strompreises aus und beliefen sich für den Durchschnittshaushalt auf rund 48 €/Monat. Seit Beginn der Liberalisierung im Jahr 1998 ist der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen um 304 % gestiegen. Der Anteil für Beschaffung, Netzentgelt und Vertrieb hat sich dagegen lediglich um rund 21 % erhöht. Der Preisanteil, der sich auf Beschaffung, Netze, Messung, Messstellenbetrieb und Vertrieb bezieht, liegt somit bei rund 46 € monatlich.
| Staat. Steuern, Abgaben und Umlagen | 51,10 % |
| EEG-Umlage | 20,20 % |
| Mehrwertsteuer 2 | 16,00 % |
| Stromsteuer | 6,50 % |
| Konzessionsabgabe 3 | 5,20 % |
| KWKG | 0,80 % |
| § 19 StromNEV-Umlage | 1,30 % |
| Offshore-Umlage 4 | 1,20 % |
| abLa-Umlage 5 | 0,03 % |
| Strombeschaffung, Vertrieb 6 | 24,70 % |
| Regulierte Netzentgelte 7 | 24,20 % |
Quelle:
Quelle: BDEW
(1)
Vorläufige Angaben
2
Die gesetzliche Mehrwertsteuer beträgt 19% auf den Nettopreis, dies entspricht 16%
auf den Bruttopreis
3
Durchschnittliche Konzessionsabgabe; variiert je nach Gemeindegröße
4
Bis 2018 Offshore-Haftungsumlage
5
Umlage für abschaltbare Lasten
6
Marktlich bestimmt
7
Durchschnittliches Netzentgelt inkl. Entgelte für Messung, Messtellenbetrieb und
Abrechnung; kann regional deutlich variieren
Die Lechwerke AG und ihre Tochtergesellschaften agieren in einem weiterhin sehr dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld. Unser unternehmerisches Handeln wird stark von der Energiewende und einem anhaltend intensiven Wettbewerb um Kunden und Konzessionen geprägt. Alle Energieversorger, so auch die Lechwerke AG, stehen vor den Herausforderungen, ein wettbewerbsfähiges Produkt- und Dienstleistungsportfolio sowie vielfältige Unterstützung für den effizienten Einsatz von Energie anzubieten. Digitale Lösungen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Die Covid-19-Pandemie und die Umsetzung von Eindämmungsmaßnahmen stellen viele Bereiche der Wirtschaft vor große Herausforderungen. So ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2020 laut Statistischem Bundesamt um 5,0 % zurück. Nach einer ersten, schnellen Erholung bremsten im vergangenen Jahr Materialengpässe aufgrund von unterbrochenen Lieferketten. Viele Branchen hatten infolgedessen mit Produktionsausfällen und teils stark steigenden Materialkosten zu kämpfen. Das 4. Quartal 2021 war von historischen Preisanstiegen auf den Energiemärkten gezeichnet. Für das Gesamtjahr 2021 sieht das Statistische Bundesamt nach erster Berechnung ein Wachstum von 2,7% beim preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt, was deutlich hinter den Prognosen zurückbleibt.
Die Geschäftsmodelle der LEW-Gruppe zeigten sich auch im zweiten Corona-Jahr sehr robust, wenngleich die wirtschaftliche Entwicklung in einzelnen Kundensegmenten unterschiedlich beeinflusst war. Wirkmechanismen aus Pandemie, Lieferketten und dynamischen Whole-Sale-Märkten lassen sich schwer auflösen. Aus diesem Grund haben wir das bestehende Risikomanagement um Prozesse erweitert mit dem Ziel, Marktentwicklungen noch enger zu monitoren und Entscheidungen zeitnah treffen zu können, um damit sowohl Risiken zu mitigieren wie auch auch Chancen am Markt zu realisieren.
Im Laufe des Jahres 2021 konnten wir die Anzahl der Öko-Stromtarife bei Neukunden ausweiten. Jeder vierte Kunde entschied sich für ein Ökostromprodukt. Ende des Kalenderjahres 2021 wurde das gesamte Produktportfolio für Neukunden auf Öko-Strom umgestellt.
Im vergangenen Geschäftsjahr waren wesentliche strategische Schwerpunkte im Vertrieb der Abschluss des "Transformationsprojekts B2B" sowie die operative Umsetzung der Zielorganisation. Die beiden neuen operativen B2B-Vertriebseinheiten für klassische und individuelle Kundenlösungen nahmen mit neuem organisatorischem Zuschnitt und optimierter Kundenzuteilung die Arbeit auf. Das Energiedienstleister-Geschäft wurde erfolgreich als eigenständiger Bereich mit klarem Fokus ausgeprägt. Mit der Bündelung aller SLP-Kunden im B2C-Vetrieb ergeben sich Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Situation an den Großhandelsmärkten für Strom und Gas erforderte von uns ein sehr umsichtiges Handeln bei Produktangeboten und Preisstellungen. Sowohl für Gas- als auch Strompreise wurden Ende 2021 Rekordpreise an den Beschaffungsmärkten erreicht. Um unsere wirtschaftlichen Ziele durch Preisrisiken nicht zu gefährden, wurde zwischenzeitlich das Angebot für Neukunden reduziert bzw. preislich angepasst. Unsere langfristig orientierte Beschaffungsstrategie erlaubte es uns wiederum, dass wir über den Jahreswechsel hinweg für unsere Bestandskunden die Preise stabil halten und für B2C-grundversorgte Kunden sogar senken konnten.
Die Stromlieferungen an unsere Kunden zeigten sich im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.
Im Jahr 2021 entwickelte sich der Absatz bei den Privat- und Gewerbekunden stabil. Der langjährige Trend im privaten Sektor von leicht rückläufigen Absätzen infolge von Energieeffizienz und Eigenerzeugung wird zunehmend durch Homeoffice und wachsende Elektromobilität kompensiert werden. Auch bei den Geschäftskunden liegt der Absatz über 2020. Dabei waren im Jahr 2021 keine nennenswerten Belastungen infolge der Pandemie zu verzeichnen. Für den Bereich Energieversorgungsunternehmen/Handel verfolgen wir weiter eine Strategie, bei der Working-Capital und ein angemessenes Risk-/ Return-Verhältnis im Mittelpunkt stehen. Der deutliche Absatz-Rückgang in diesem Segment resultiert aus dieser Ausrichtung und entsprechender Marktbearbeitung.
Geschäftsjahr 2021 - Absatz: 14.442 GWh
49,7 %
Energieversorgungsunternehmen/ Vertriebshandel
40,2 %
Geschäftskunden
10,1 %
Privat- und Gewerbekunden
| 2021 GWh |
2020 GWh |
Abweichung GWh |
Abweichung in % |
|
| Privat- und Gewerbekunden | 1.458 | 1.450 | +8 | +0,6 |
| Geschäftskunden | 5.802 | 5.618 | +184 | +3,3 |
| Energieversorgungsunternehmen/Vertriebshandel | 7.182 | 8.674 | -1.492 | -17,2 |
| 14.442 | 15.742 | -1.300 | -8,3 |
Unser Gasabsatz verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 einen Zuwachs um rund 4 %.
Durch ein im Vergleich zum Vorjahr kälteres Jahr 2021 und eine leicht höhere Kundenbasis ist im Bereich der Privat- und Gewerbekunden ein deutlicher Mehrabsatz zu verbuchen. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich das Segment der Geschäftskunden, wo insbesondere bei den großen Geschäftskunden höhere Liefermengen abgesetzt werden konnten. Bei den Energieversorgungsunternehmen und dem Vertriebshandel ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Geschäftsjahr 2021 - Absatz: 3.181 GWh
52,3 %
Energieversorgungsunternehmen/ Vertriebshandel
35,2 %
Geschäftskunden
12,5 %
Privat- und Gewerbekunden
| 2021 GWh |
2020 GWh |
Abweichung GWh |
Abweichung in % |
|
| Privatkunden | 397 | 314 | +83 | +26,4 |
| Geschäftskunden | 1.120 | 950 | +170 | +17,9 |
| Energieversorgungsunternehmen/Vertriebshandel | 1.664 | 1.804 | -140 | -7,8 |
| 3.181 | 3.068 | +113 | +3,7 |
Innerhalb der LEW-Gruppe wickelt der Bereich Energiebeschaffung der Lechwerke AG für die Geschäftsfelder Vertrieb, Erzeugung und Netzbetrieb alle Kauf- und Verkaufstransaktionen von Strom und Gas an den Großhandelsmärkten ab. Dies beinhaltet die Verantwortung für die Marktzugänge, die Vorhaltung von Rahmenverträgen mit Lieferanten sowie die Bewirtschaftung der Bilanzkreise für Strom und Gas. Damit verbunden sind auch die Verpflichtungen nach REMIT (Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarktes), unsere Handelstransaktionen werktäglich an die europäische Behörde ACER (Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden) zu melden.
| 2021 GWh |
2020 GWh |
Abweichung GWh |
Abweichung in % |
|
| Bezug verbundene Unternehmen | 8.047 | 10.390 | -2.343 | -22,6 |
| Eigenerzeugung | 11 | 7 | +4 | +57,1 |
| Bezug Dritte | 6.385 | 5.346 | +1.039 | +19,4 |
| 14.443 | 15.743 | -1.300 | -8,3 |
Geschäftsjahr 2021 - Bezug: 14.443 GWh
44,2 %
Bezug Dritte
0,08 %
Eigenerzeugung
55,7 %
Bezug verbundene Unternehmen
(1)
Davon rund 1 GWh Eigenverbrauch
Der Strombezug der Lechwerke AG lag im Geschäftsjahr 2021 bei 14.443 GWh und damit um 8,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies ist maßgeblich auf den Absatzrückgang im Bereich Energieversorgungsunternehmen/Vertriebshandel zurückzuführen.
Das operative Geschäft war stark geprägt durch den kontinuierlichen Anstieg der Beschaffungspreise für Energie, der sich insbesondere im vierten Quartal 2021 noch beschleunigte. Um Risiken aus Marktpreisänderungen wirksam zu mitigieren, wurden die internen Prozesse zwischen Vertrieb und Beschaffung kontinuierlich optimiert, die Preiskalkulation innerhalb des Tages mehrfach angepasst und Bestellvorgänge innerhalb weniger Minuten nach Vertragsabschluss auf Kundenseite ausgelöst.
Erfreulich entwickelten sich unsere Aktivitäten zur Vermarktung von Flexibilitäten an den Kurzfristmärkten (Regelenergie, Intraday) aus Kundenanlagen wie auch aus den Kraftwerken der LEW Wasserkraft.
Mit dem Projekt "PFM 2022" haben wir uns auf die ab 1. Januar 2022 wirksamen Änderungen der konzerninternen Zusammenarbeit bei der Energiebeschaffung vorbereitet. Die dafür erforderlichen Anpassungen in den internen Prozessen innerhalb der Energiebeschaffung sowie im Zusammenspiel mit den Vertrieben wurden in einem gemeinsamen Projekt mit dem Risikocontrolling und den Fachbereichen erarbeitet und soweit umgesetzt, dass die Handlungsfähigkeit seit Anfang 2022 sichergestellt ist. Die weitere Optimierung dieser neuen Prozesse wird im ersten Halbjahr 2022 umgesetzt.
Der Gasbezug der Lechwerke AG lag im Geschäftsjahr 2021 bei 3.181 GWh und damit um 3,7% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Maßgeblich für dieses Wachstum ist die Absatzsteigerung im Bereich Geschäftskunden.
| 2021 GWh |
2020 GWh |
Abweichung GWh |
Abweichung in % |
|
| Bezug verbundene Unternehmen | 2.346 | 2.367 | -21 | -0,9 |
| Bezug Dritte | 835 | 701 | +134 | +19,1 |
| 3.181 | 3.068 | +113 | +3,7 |
Geschäftsjahr 2021 - Bezug: 3.181 GWh
26,2 %
Bezug Dritte
73,8 %
Bezug verbundene Unternehmen
Das Geschäftsfeld Energiedienstleistungen wurde 2021 in einen eigenständigen Bereich innerhalb der Lechwerke AG überführt. Strategische Positionierung des technisch geprägten Bereichs ist es, als Lösungsanbieter von Klimawende-Infrastruktur regionalen Kunden insbesondere über die Kombination von diversen Produkten komplexe Gesamtlösungen effizient und verlässlich zu planen, zu realisieren und zu betreiben. Unter dem Einfluss von Dekarbonisierung und Dezentralität steigt dabei die Bedeutung einer digital unterstützten Vernetzung der anlagentechnischen Infrastruktur zu sektorenkoppelnden Lösungen. Bei der Entwicklung unserer Solarparks zur Stromerzeugung orientieren wir uns entsprechend zunehmend an der wachsenden Nachfrage nach regional erzeugtem regenerativem Grünstrom. Dies ermöglicht auch den Bau von Anlagen außerhalb EEG-vergütungsfähiger Flächen zur direkten Stromvermarktung an unsere Kunden. Über ein intelligent gesteuertes Lastmanagement kann der Eigenverbrauch der lokal erzeugten Strommengen maximiert werden, insbesondere wenn auch die Sektoren Mobilität und Wärme in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden. Dies gilt sowohl für Industrie- und Gewerbebetriebe als auch für Quartierslösungen im Wohnungsbau.
Das Portfolio an Photovoltaik-Anlagen im eigenen Anlagevermögen konnte 2021 von 30 auf 37 Dach- und Freiflächenanlagen mit einer Leistung von insgesamt 11,3 MWp weiterentwickelt werden. Diese haben 2021 eine Stromproduktion von insgesamt 9,8 GWh erzeugt (Vorjahr: 7,1 GWh). Auch bei den von uns betreuten Kundenanlagen erfolgte über das Verkaufsgeschäft von Dachanlagen ein Zuwachs von 29 auf 32 Anlagen und erreichte damit eine Anlagenleistung von 13,1 MWp (Vorjahr: 12,5 MWp). In Summe ergab sich somit im von uns betreuten Portfolio eine Anlagenleistung von 24,6 MWp zum Ende des Jahres 2021. Aufgrund der Wirkung der Corona-Pandemie auf die Lieferketten haben sich allerdings einige geplante Realisierungen nach 2022 verzögert. Das Interesse insbesondere auch an der Entwicklung von Solarparks mit Beteiligung der Bürger oder der Kommunen ist dagegen 2021 weiter gestiegen, es konnte daher eine Reihe an Projekten in der Entwicklung vorangetrieben werden.
Der Anlagenbestand im Bereich der Wärmeerzeugung ist im Jahr 2021 konstant geblieben. Der Schwerpunkt der technischen Entwicklung lag daher auf der Digitalisierung der bestehenden Anlagen, um eine höhere Transparenz im Betrieb, Effizienzen bei der Datenbereitstellung sowie eine Verbesserung der Datenqualität zu erreichen. Zudem wurde in unserem Nahwärmenetz in Königsbrunn ein BHKW ersetzt.
Zum 31. Dezember 2021 betrug unsere Bilanzsumme 1.802,6 Mio. € und lag damit um 98,8 Mio. € über dem Vorjahr.
Die Sachanlagen erhöhten sich auf 146,5 Mio. € (Vorjahr: 126,8 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf das weiterhin nachhaltige und hohe Investitionsvolumen im Bereich Telekommunikationsanlagen (Glasfaserausbau) sowie Wasserkraftanlagen zurückzuführen. Korrespondierend wirkten sich die planmäßigen Abschreibungen aus.
Insgesamt ergab sich im Finanzanlagevermögen ein Rückgang um 32,2 Mio. € auf 1.357,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Darin enthalten sind u. a. unsere Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese sind im Detail in der Anteilsbesitzliste im Anhang aufgelistet. Die wesentliche Veränderung im Berichtsjahr resultierte jedoch aus einem Teilverkauf unseres Fonds im Bereich der Finanzanlagen. Dabei war unsere Zielsetzung vor allem, unsere Finanzierungsstruktur und die Bilanzrelationen weiter fortlaufend zu optimieren. Hieraus ergab sich ein Buchwertabgang in Höhe von 31,7 Mio. € und ein Buchgewinn in Höhe von 8,3 Mio. €. Zudem beobachten wir auch weiterhin die aufgrund der Corona-Pandemie von Unsicherheit geprägten volatilen Finanzmärkte fortlaufend, um ggf. aus unserer Sicht günstige Opportunitäten zu nutzen.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen verzeichneten wir einen Anstieg von 112,9 Mio. €. Gründe hierfür waren unter anderem stichtagsbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen wegen gestiegener Preise in den Bereichen der Geschäftskunden und bei Energieversorgungsunternehmen/Vertriebshandel sowie zum Jahresende gestiegener Forderungen gegen verbundene Unternehmen wegen höherer Finanzmittelforderungen.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrug zum Bilanzstichtag 70,0 Mio. € (Vorjahr: 73,9 Mio. €). Die Veränderung resultierte überwiegend aus einem höheren Anstieg unserer Pensionsrückstellungen.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich im Berichtsjahr aufgrund einer höheren Bilanzsumme auf 31,7 % (Vorjahr: 32,9 %).
Die Rückstellungen betrugen 137,4 Mio. € und lagen damit mit 9,4 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Grund dafür ist ein Anstieg unserer sonstigen Rückstellungen, vor allem im Bereich Hochwasserschutz an Wasserkraftanlagen, sowie der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Dagegen entwickelten sich die Steuerrückstellungen rückläufig.
Die Verbindlichkeiten nahmen im Vergleichszeitraum um rund 8% zu. Dies lag im Wesentlichen an gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund gestiegener Bezugspreise im aktuellen Geschäftsjahr und an höheren Verbindlichkeiten aus Energie- und Umsatzsteuerzahlungen. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Baukostenzuschüsse. Im Berichtsjahr erhöhten sich diese um 3,1 Mio. € auf 22,9 Mio. €.
Aktiva
| in TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Anlagevermögen | 1.504.183 | 1.516.748 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - |
| Sachanlagen | 146.509 | 126.835 |
| Finanzanlagen | 1.357.674 | 1.389.913 |
| Umlaufvermögen | 228.261 | 112.961 |
| Vorräte | 2.767 | 2.054 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 154.210 | 78.299 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 54.908 | 27.826 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 393 | 398 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 12.805 | 2.897 |
| Flüssige Mittel | 3.178 | 1.487 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 161 | 208 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 69.973 | 73.891 |
| 1.802.578 | 1.703.808 | |
|
Passiva |
||
| in TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Eigenkapital | 571.786 | 559.825 |
| Gezeichnetes Kapital | 90.738 | 90.738 |
| Kapitalrücklage | 59.714 | 59.714 |
| Gewinnrücklagen | 322.052 | 310.052 |
| Bilanzgewinn | 99.282 | 99.321 |
| Sonderposten | 1.039 | 1.273 |
| Rückstellungen | 137.416 | 128.003 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 30.934 | 27.933 |
| Steuerrückstellungen | 19.796 | 25.623 |
| Sonstige Rückstellungen | 86.686 | 74.447 |
| Verbindlichkeiten | 1.069.471 | 994.879 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 189 | 1.019 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127.483 | 43.461 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 909.237 | 927.989 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.067 | 2.955 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 29.495 | 19.455 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 22.866 | 19.828 |
| 1.802.578 | 1.703.808 |
Wesentliche Ziele des Liquiditätsmanagements der Lechwerke AG sind die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die rechtzeitige Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen.
| in TEUR | 2021 | 2020 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 114.936 | 146.506 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -11.286 | -36.368 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -101.960 | -109.137 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 1.691 | 1.001 |
| Flüssige Mittel zum Jahresende | 3.178 | 1.487 |
Im Berichtszeitraum erwirtschafteten wir einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 114,9 Mio. €. Dieser liegt damit um 31,6 Mio. € unterhalb des Vorjahreswerts. Der Rückgang zeigt sich überwiegend in der Veränderung des Nettoumlaufvermögens und ist im Wesentlichen auf die extreme Marktdynamik und die damit verbundenen Preisentwicklungen an den Energiemärkten zum Jahresende zurückzuführen. Aufgrund dieser Entwicklung verzeichneten wir im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbezogen zum jeweiligen 31. Dezember einen proportional höheren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den entsprechenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere bei Geschäftskunden sowie Energieversorgungsunternehmen und dem Vertriebshandel.
In die Investitionstätigkeit, als Saldo zwischen unseren Ausgaben für Investitionen und den Einnahmen aus Desinvestitionen, sind saldiert 11,3 Mio. € geflossen. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 25,1 Mio. €. An unserer nachhaltigen Investitionsstrategie in den Bereichen Telekommunikationsanlagen (Glasfaserausbau) sowie Wasserkraft mit einem hohen Investitionsvolumen von 20,5 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) halten wir auch weiterhin fest. Im Jahr 2020 hatten wir Cash-Flow-reduzierend, aufgrund der Ausgliederung unserer Netzanlagen, eine Kapitalerhöhung bei unserer 100 %-Tochter, der LEW Verteilnetz GmbH, in Höhe von 100,0 Mio. € durchgeführt. Die Desinvestitionen sind in den beiden Vergleichsscheiben maßgeblich durch Verkäufe von Fondsanteilen geprägt. Im Vorjahr 2020 wurden hier aus Buchwertabgängen sowie Buchgewinnen Cash-Zuflüsse in Höhe von 80 Mio. € realisiert, während wir uns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 zum Verkauf einer deutlich kleineren Tranche mit Einnahmen in Höhe von 40 Mio. € entschieden haben, gegenläufig wirkte sich die Veränderung von konzerninternen Finanzmittelforderungen. Gegenläufig wirkte die Veränderung von konzerninternen Finanzmittelforderungen.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -102,0 Mio. € spiegelte im Jahr 2021 insbesondere die Dividendenzahlung und die Veränderungen auf den Finanzmittelkonten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Gegenläufig wirkte die konzerninterne Aufnahme eines Darlehens. Unser Liquiditätsbedarf wird über ein Finanzmittelkonto im Rahmen einer CashManagement-Vereinbarung mit der E.ON SE abgewickelt. Die Lechwerke AG verfügt über eine stabile Liquidität.
| in TEUR | 2021 | 2020 |
| Umsatzerlöse | 1.629.723 | 1.345.720 |
| Strom- und Erdgassteuer | -91.027 | -83.443 |
| Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen | 737 | -1.832 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 176 | 496 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 30.630 | 27.072 |
| Materialaufwand | 1.448.760 | 1.137.808 |
| Personalaufwand | 37.202 | 34.266 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 8.021 | 7.013 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 42.514 | 61.986 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 33.742 | 46.940 |
| Ergebnis Finanzanlagen | 110.900 | 118.016 |
| Zinsergebnis | -6.349 | -9.500 |
| Ergebnis vor Steuern | 138.293 | 155.456 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -27.087 | -38.811 |
| Ergebnis nach Steuern | 111.206 | 116.645 |
| Jahresüberschuss | 111.206 | 116.645 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 76 | 76 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -12.000 | -17.400 |
| Bilanzgewinn | 99.282 | 99.321 |
Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Lechwerke AG ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von 33,7 Mio. € (Vorjahr: 46,9 Mio. €). Der Rückgang des operativen Ergebnisses ergab sich überwiegend aus der höheren Risikovorsorge im Bereich der Rückstellungen für Hochwasserschutz.
Insgesamt ergab sich ein Jahresüberschuss von 111,2 Mio. € (Vorjahr: 116,6 Mio. €). Darin sind auch die Erträge aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung der Wertpapiere, die als Deckungsvermögen im Rahmen unserer Contractual Trust Arrangements (CTA) für die Pensionsverpflichtungen dienen, enthalten.
Der Gesamtumsatz der Lechwerke AG bereinigt um die Strom- und Erdgassteuer betrug im Berichtsjahr 1.538,7 Mio. € (Vorjahr: 1.262,3 Mio. €). Unser bereinigter Strom- und Gasumsatz erreichte dabei im Berichtsjahr 1.449,9 Mio. € (Vorjahr: 1.174,8 Mio. €), das bedeutete einen Anstieg von rund 23 %. Wesentlich für die Veränderung waren Preiseffekte sowie die bereits beschriebenen Absatzentwicklungen in den einzelnen Kundensegmenten. Die sonstigen Umsatzerlöse lagen mit 88,7 Mio. € auf Vorjahresniveau und beinhalteten überwiegend Baukostenzuschüsse, Erlöse aus Auftragsarbeiten, Konzessionen, Erträge aus steuernden und dienstleistenden Funktionen sowie Verrechnungen von Personalaufwendungen innerhalb der LEW-Gruppe.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 30,6 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €). Im Geschäftsjahr konnten wir aus dem Teilverkauf unserer Fonds Buchgewinne in Höhe von 8,3 Mio. € erzielen. Im Vorjahr ergaben sich aus zwei getätigten Teilverkäufen Buchgewinne in Höhe von insgesamt 13,7 Mio. €. Darüber hinaus erhöhten sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Vorjahresvergleich um rund 9 Mio. €.
Entsprechend der Umsatzentwicklung hat sich auch der Materialaufwand auf insgesamt 1.448,8 Mio. € (Vorjahr: 1.137,8 Mio. €) erhöht. Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen die Entwicklung der Preise und Mengen für den Energiebezug. Zudem weisen wir aufgrund einer Ausweisänderung ab dem aktuellen Geschäftsjahr die Konzessionsabgaben in Höhe von 20,6 Mio. € (Vorjahr: 20,3 Mio. €) im Materialaufwand anstatt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus.
Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf 37,2 Mio. € (Vorjahr: 34,3 Mio. €). Wesentlicher Grund dafür war eine unterjährige Tariferhöhung sowie eine höhere Zuführung zu unseren Pensionsrückstellungen.
Mit 8,0 Mio. € lagen die Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen infolge des weiterhin hohen Investitionsvolumens um 1,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht angefallen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 42,5 Mio. € (Vorjahr: 62,0 Mio. €) lagen im Wesentlichen aufgrund der Ausweisumgliederung der Konzessionsabgaben in Höhe von 20,6 Mio. € in den Materialaufwand unter dem Vorjahreswert. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungen zu Rückstellungen, Instandhaltungs- und IT-Aufwendungen, Aufwendungen für fremde Dienstleistungen sowie Vertriebs- und vertriebsnahe Aufwendungen enthalten.
In der Berichtsperiode verringerte sich das Ergebnis aus Finanzanlagen um 7,1 Mio. € auf 110,9 Mio. €. Die darin enthaltenen Erträge aus Beteiligungen betrugen 37,0 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €). Diese beinhalten im Wesentlichen die Erträge der LEW Anlagenverwaltung GmbH, der LEW Beteiligungsgesellschaft mbH, und der Bayerische-Schwäbische Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH. Ebenfalls enthalten sind die Erträge aus Ausleihungen und Wertpapieren des Anlagevermögens, die 11,6 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €) betrugen. Größte enthaltene Unterposition im Ergebnis aus Finanzanlagen ist das Ergebnis aus den mit Tochtergesellschaften geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen, welches sich um 12,4 Mio. € verringerte. Es setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2021 | 2020 |
| LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg | 32.179 | 55.758 |
| LEW Service & Consulting GmbH, Augsburg | 6.629 | 3.200 |
| LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg | 19.268 | 12.165 |
| LEW Netzservice GmbH, Augsburg | 4.254 | 3.584 |
| 62.330 | 74.707 |
Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) ist die große Netzgesellschaft der LEW-Gruppe, die neben dem Netzbetrieb die operativen Netztätigkeiten (Netzführung, Bau, Wartung und Instandhaltung) ausführt. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen insgesamt bei 1.223,8 Mio. € (Vorjahr: 1.307,2 Mio. €). Der Jahresüberschuss betrug 32,2 Mio. € (Vorjahr: 55,8 Mio. €). Die ausgewiesene Ergebnisveränderung ergab sich im operativen Bereich im Wesentlichen aus einem im Vorjahr entstandenen positiven Einmalertrag aus der Übertragung eines Stromnetzes sowie durch höhere Aufwendungen für dienstleistende und steuernde Funktionen im laufenden Berichtsjahr. Des Weiteren ergaben sich im Vorjahr höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Zudem wirkte sich die aktuelle Kursentwicklung an den internationalen Börsen und Rentenmärkten aus. Diese bestimmten die Marktbewertung der Wertpapiere, die als Deckungsvermögen im Rahmen unserer Contractual Trust Arrangements (CTA) für die Pensionsverpflichtungen dienen. Im Vorjahr 2020 waren diese bereits begünstigt von der sehr guten Entwicklung an den Wertpapiermärkten. Im aktuellen Berichtsjahr ging dieser Marktbewertungseffekt wiederum positiv in die Ergebnisrechnung der LVN ein; so bilanzierten wir im Berichtsjahr 2021 bei der LVN Erträge in Höhe von rund 13 Mio. €. Realisiert wurden diese Marktentwicklungen nicht. Im Geschäftsjahr 2021 übernahm die Lechwerke AG im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags das Ergebnis von 32,2 Mio. € (Vorjahr: 55,8 Mio. €).
Die LEW Service & Consulting GmbH ist der Shared-Service-Dienstleister aller Unternehmen in der LEW-Gruppe und erbringt auch Leistungen für Dritte. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die LEW Service & Consulting GmbH Umsatzerlöse von 58,3 Mio. € (Vorjahr: 52,4 Mio. €). Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wurde das Ergebnis in Höhe von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) an die Lechwerke AG abgeführt.
Die LEW Wasserkraft GmbH stellt in der LEW-Gruppe die Erzeugungsgesellschaft dar. Die Umsatzerlöse lagen 2021 mit 76,9 Mio. € um 15,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss betrug 19,3 Mio. € und lag damit um 7,1 Mio. € über Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2021 lag die Erzeugung aus den Wasserkraftanlagen bei rund 101% des langjährigen Mittels (Regelerzeugung). Zusätzlich trugen auch bessere Preise an den Strombörsen zum guten Ergebnis bei. Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 19,3 Mio. € (Vorjahr: 12,2 Mio. €) an die Lechwerke AG abgeführt.
Die LEW Netzservice GmbH konzentriert ihre Geschäftstätigkeit auf Dienstleistungen rund um das Thema Energieversorgungsanlagen und -netze sowie E-Mobility. Im Geschäftsjahr 2021 wurde in der LEW Netzservice GmbH ein Umsatz in Höhe von 25,8 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €) erzielt. Die LEW Netzservice GmbH weist für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis nach Steuern von 4,3 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) aus, das entsprechend dem mit der Lechwerke AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an diese abgeführt wurde.
Das Zinsergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum um 3,2 Mio. € auf -6,3 Mio. €. Denn auch die Lechwerke AG selbst verfügt über einen CTA, der im aktuellen Geschäftsjahr durch die positive Kursentwicklung an den internationalen Börsen und Rentenmärkten beeinflusst war.
Insgesamt konnten wir so eine positive Marktbewertung des CTA (+11,1 Mio. €) verzeichnen, die noch höher war als die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 (+9,1 Mio. €). Die Differenz liegt hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum somit bei rund 2,0 Mio. €. Im Bereich der Verzinsung unserer Finanzmittelkonten mit verbundenen Unternehmen ergaben sich aufgrund einer höheren Zinsabsenkung geringere Zinsaufwendungen. Gegenläufig fielen für die Aufzinsung unserer langfristigen Rückstellungen hingegen höhere Zinsaufwendungen an.
Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug im Berichtsjahr 27,1 Mio. € (Vorjahr: 38,8 Mio. €). Hauptursache für diese Entwicklung ist die Bereinigung der nicht realisierten Kurseffekte des CTA-Vermögens bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens sowie die steuerfreie Vereinnahmung von Beteiligungserträgen von Tochterunternehmen und die Inanspruchnahme der degressiven und digitalen Abschreibungsmöglichkeit in der Steuerbilanz. Zudem war das Berichtsjahr durch eine Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre begünstigt.
Aufgrund der seit 2018 angewendeten Vorgehensweise zur Verstetigung der Dividendenprognose und Dividendenzahlung sollen Effekte, die sich aus der Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der Lechwerke AG und in unseren CTA-Gesellschaften ergeben, über die anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen werden. Im aktuellen Berichtsjahr wirkten sich einmalig außerordentliche Aufwendungen aus, die zur Sicherung einer nachhaltigen Effizienz der LEW-Gruppe aufgewendet wurden, um die LEW-Gruppe für die Zukunft zu rüsten. Demnach hat der Vorstand der Lechwerke AG für das Berichtsjahr 2021 entschieden, 12,0 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Der Bilanzgewinn in Höhe von 99,3 Mio. € (Vorjahr: 99,3 Mio. €) setzt sich aus dem Jahresüberschuss von 111,2 Mio. € (Vorjahr: 116,6 Mio. €) zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 0,1 Mio. € und der Einstellung in die Gewinnrücklagen von 12,0 Mio. € (Vorjahr: 17,4 Mio. €) zusammen.
Dies ermöglicht uns, eine Dividende von 2,80 € je Stückaktie vorzuschlagen.
Wir agieren weiterhin in einem herausfordernden energiewirtschaftlichen und -politischen Umfeld. Hinzu kommt eine steigende Volatilität an den Energie- und Beschaffungsmärkten mit sich schnell verändernden Preisen. Trotz dieser Rahmenbedingungen sowie Corona-Pandemie-bedingter Einschränkungen blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Auf Ebene der Lechwerke AG steuerten wir im Jahr 2021 unser Geschäft hauptsächlich über unsere Leistungsindikatoren (Key Performance Indicator, kurz: KPI), Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach HGB und Investitionen nach HGB.
| Key Performance Indicator (TEUR) |
Ist 2021 | Prognose 2021 | Ist 2020 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nach HGB | 33.742 | 45.373 | 46.940 |
Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Lechwerke AG ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von 33,7 Mio. € (Vorjahr: 46,9 Mio. €). Der Rückgang des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr und der Prognose ergab sich überwiegend aus höheren Rückstellungen für Hochwasserschutz.
| Key Performance Indicator (TEUR) |
Ist 2021 | Prognose 2021 | Ist 2020 |
| Investitionen | 28.195 | 27.444 | 122.414 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - |
| Sachanlagevermögen | 28.192 | 26.744 | 22.414 |
| Finanzanlagevermögen | 3 | 700 | 100.000 |
Bei der Lechwerke AG sind im Jahr 2021 Investitionen in Sachanlagen in Höhe von rund 28 Mio. € angefallen. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem verstärkten Ausbau unseres Glasfaser-Privatkundengeschäfts. Der Rückgang bei den Finanzanlagen gegenüber dem Vorjahr entstand durch die im Geschäftsjahr 2020 getätigte Zuzahlung in die Kapitalrücklage bei unserer Tochtergesellschaft, der LEW Verteilnetz GmbH. Im Vergleich zur Prognose liegen wir bei den Sachanlagen um rund 1 Mio. € über dem geplanten Wert, was wiederum auf ein höheres Ausbauvolumen unseres Glasfaser-Privatkundengeschäfts zurückzuführen ist.
Mittlerweile fällt ein Großteil der Investitionen der Lechwerke AG für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur an. Daneben investierte die Lechwerke AG in den Unterhalt der Wasserkraftwerke an Iller und Lech, um deren Zukunftsfähigkeit sicherzustellen. Des Weiteren fielen regelmäßig Investitionen für Gebäudemaßnahmen an.
Mit unserer Zielsetzung, unsere Finanzierungsstruktur und die Bilanzrelationen fortlaufend zu optimieren, fand im Berichtsjahr 2021 ein Teilverkauf unseres Fonds statt. Hieraus ergab sich ein Buchwertabgang in Höhe von 31,7 Mio. € und ein Buchgewinn in Höhe von 8,3 Mio. €.
Zum 31. Dezember 2021 waren bei der Lechwerke AG 379 Mitarbeiter (333,0 FTE) beschäftigt. Im Berichtsjahr 2020 waren es 368 Mitarbeiter (329 FTE).
Aufsichtsrat und Vorstand der Lechwerke AG werden der Hauptversammlung am 11. Mai 2022 für das Geschäftsjahr 2021 vorschlagen, eine Dividende von 2,80 € je Stückaktie zu zahlen.
Der Vorstand hat einen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum nach §312 AktG erstellt und mit folgender Schlusserklärung versehen: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen bzw. die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Unterlassene Maßnahmen lagen nicht vor."
In der LEW-Gruppe ist ein einheitliches Risikomanagementsystem etabliert, das dafür sorgt, dass Chancen und Risiken frühzeitig erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, überdacht und gesteuert werden. Zielsetzung ist die Schaffung eines ausgeprägten Bewusstseins über Chancen und Risiken sowie einer wertorientierten Risikokultur in allen Gesellschaften und auf allen Ebenen der LEW-Gruppe. Dadurch sollen möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und deren mögliche finanzielle Auswirkungen gewonnen werden. Im Rahmen des Planungs- und Controllingprozesses sollen aber auch Chancen und das damit verbundene Ergebnispotenzial erkannt und genutzt werden. Das Risikomanagement wird gelebt als ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
| Risikomanagementsystem | ||||
| Controlling/ Früherkennungssystem | Internes Überwachungssystem | |||
| Risiken | Identifikation Anlayse Steuerung | Chancen | Prozessintegrierte Überwachung | Interne Revision (Prozessunabhängige Überwachung) |
| Reporting/Kontrolle | ||||
Das Risikomanagement ist in die Strategie-, Planungs- und Controllingprozesse integriert, um eine lösungsorientierte Risikosteuerung zu ermöglichen. Verankert ist das System in der LEW-Richtlinie zum Risikomanagement.
Innerhalb der LEW-Gruppe sind Chancen und Risiken wie folgt definiert:
Als Chance wird die Möglichkeit einer zum Betrachtungsstichtag gegenüber der Unternehmensplanung positiven künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Situation (Mehrung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) gesehen, die durch Eintreten eines möglichen, aber nicht planbaren Ereignisses in der Zukunft hervorgerufen wird. Chancen werden in der LEW-Gruppe im Rahmen des Mittelfristplanungs- bzw. Prognoseprozesses erfasst und berücksichtigt.
Der Begriff Risiko ist definiert als Unsicherheit des Eintreffens zukünftiger Ereignisse und Möglichkeit einer negativen Abweichung von einer festgelegten Zielgröße. Risiko in diesem Sinne ist somit die Möglichkeit einer zum Betrachtungsstichtag absehbaren negativen Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens gegenüber den in der Planung niedergelegten Erwartungen durch das Eintreten eines unerwarteten Ereignisses in der Zukunft.
Die links dargestellte Abbildung zeigt die Struktur des Risikomanagementsystems der Lechwerke AG.
Neben der Definition von Begrifflichkeiten werden vor allem wiederkehrende Prozessabläufe festgelegt, die das Bewusstsein dafür fördern, sensibel für aktuelle Entwicklungen zu bleiben, die Chancen und Risiken für die LEW-Gruppe bedeuten können.
Der Vorstand der Lechwerke AG ist gesetzlich verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklungen zu treffen und die Einhaltung der Maßnahmen systematisch zu überwachen. Deshalb werden zur operativen Umsetzung verschiedene Stellen und Gremien in der LEW-Gruppe mit der prozessualen Durchführung der notwendigen Arbeiten betraut. Im Rahmen des Risikocontrolling-/Frühwarnsystems sind auf den verschiedenen Stufen der LEW-Gruppe deshalb nachfolgende Positionen besetzt:
Der kaufmännische Vorstand der Lechwerke AG übernimmt die Koordinationsfunktion für das Risikomanagement und ist somit Risikomanagement-Koordinator für die gesamte LEW-Gruppe.
Für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung eines jeden meldepflichtigen Risikos (bzw. jeder Chance) wird ein Risikoverantwortlicher benannt (sog. Risk Owner), der im Regelfall Mitglied des Risikomanagement-Ausschusses ist.
Diese Funktion nimmt der Leiter Finanzen innerhalb der Lechwerke AG wahr. Es ist seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Risiken wie Chancen ordnungsgemäß erfasst werden. Hierzu bestimmt er organisatorische Einheiten, um in geeigneter Weise die Erfassung, Bewertung, Analyse und Steuerung der Risiken und Chancen zu koordinieren und deren Überwachung sowie die ordnungsgemäße Berichterstattung über risikorelevante Sachverhalte sicherzustellen.
Dieses Gremium setzt sich aus den Bereichsleitern der Lechwerke AG, den zuständigen Geschäftsführern der involvierten Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie dem Leiter des Versicherungsbüros zusammen. Den Vorsitz führt der Leiter Finanzen. In die Zuständigkeit des Risikomanagement-Ausschusses fallen u. a.:
| ― |
Erarbeitung bzw. Genehmigung von Grundlagen sowie Gestaltung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich, |
| ― |
Erarbeitung der operativen Regeln für den Risikomanagement-Prozess, |
| ― |
Koordination der Risikoerfassung, -bewertung, -analyse und -steuerung und |
| ― |
Überwachung der Risikosituation. |
Die Markt- und Kreditrisiken, die aus dem Commodity-Vertriebsgeschäft resultieren, werden, zusätzlich zum Risikomanagement-Prozess in weiteren Arbeitskreisen, namentlich dem Risikoausschuss und dem Retail Hedge Committee, betrachtet. Bei Bedarf werden Maßnahmen eingeleitet.
| VERMEIDUNG | VERMINDERUNG | ÜBERWÄLZUNG | AKZEPTIEREN |
| Verzicht auf risikobehaftete Geschäfte | - personell | - Versicherungen | |
| - technisch | - Vertragsklauseln | ||
| - organisatorisch | - Bankgarantien |
Ursprungsrisiko → Restrisiko
Mithilfe der Risikosteuerung sollen die identifizierten und analysierten Risiken unter Beachtung der Risikostrategie gesteuert werden. Gegenstand der Risikosteuerung ist die aktive Beeinflussung der Risikopositionen. Ziel ist die Begrenzung der potenziellen Schadenshöhe und die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken. Grundsätzlich gibt es dabei die bereits beschriebenen Möglichkeiten der Risikosteuerung, wobei die Alternativen jeweils auch die identifizierten Chancen entsprechend umfassen.
Der Verzicht auf risikobehaftete Geschäfte, wie z. B. Investitionen, ist in der Regel nur bei Einzelrisiken sinnvoll anwendbar.
Durch Maßnahmen zur Risikoreduzierung sollen die mögliche Schadenshöhe und/oder die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos reduziert werden. Dies kann etwa durch organisatorische bzw. technische Schutzmaßnahmen, Limit-Festlegungen oder durch Verteilung eines Risikos auf mehrere Beteiligte (z. B. Vertragspartner) erfolgen.
Durch die Risikoüberwälzung soll das Risiko auf ein anderes Unternehmen übertragen werden. Versicherbare Risiken können auf Versicherungsunternehmen verlagert werden. Eine weitere Möglichkeit stellen Garantien und Bürgschaften, z. B. von Banken, dar. Des Weiteren können Risiken durch entsprechende Vertragsbedingungen auf einen Vertragspartner übertragen werden oder durch den Abschluss von gegenläufigen Geschäften (z. B. Commodity-Risiken) gesteuert werden.
Die nach Steuerung verbleibenden (Rest-)Risiken werden bewusst in Kauf genommen und im Risikoportfolio fortlaufend überwacht.
Um unsere Gesamtheit an Chancen und Risiken angemessen steuern zu können, bewerten wir diese nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.
Unter der Auswirkung verstehen wir die Höhe der möglichen Abweichung von der konzernweit relevanten Zielgröße "bereinigtes EBITDA nach IFRS" sowie vom geplanten Finanzergebnis. Bei Risiken verwenden wir hier die folgende Klassifizierung:
| Auswirkung | Einstufung |
| Mehr als 50 % des Eigenkapitals | existenzbedrohend |
| Mehr als 50 % des bereinigten EBITDA nach IFRS p. a., aber weniger als 50 % des Eigenkapitals | kritisch |
| 21 bis 50 % des bereinigten EBITDA nach IFRS p. a. | schwerwiegend |
| 11 bis 20 % des bereinigten EBITDA nach IFRS p. a. | mittel |
| 1 bis 10 % des bereinigten EBITDA nach IFRS p. a. | gering |
Wir sehen dabei ein Ergebnisrisiko grundsätzlich als zahlungswirksam an, also mit entsprechender Wirkung auf den Cash Flow. Sofern wir über eine Risikosteuerung nur das bereinigte EBITDA beeinflussen können, nicht jedoch den Zahlungsfluss, verbleibt ein reines Liquiditätsrisiko. In diesem Fall stufen wir die Auswirkung auf die Liquidität ebenfalls nach den Grenzwerten aus obiger Tabelle ein.
Die Einstufung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken unterteilen wir in die folgenden Bandbreiten:
| Auswirkung | niedrig | mittel | hoch | sehr hoch |
| existenzbedrohend | 3 | 3 | 3 | 3 |
| kritisch | 2 | 3 | 3 | 3 |
| schwerwiegend | 2 | 2 | 3 | 3 |
| mittel | 1 | 2 | 2 | 3 |
| gering | 1 | 1 | 2 | 2 |
3
= hohes Risiko | 2 = mittleres Risiko | 1 = geringes Risiko
2
= mittleres Risiko
1
= geringes Risiko
| Auswirkung | Einstufung |
| 51 bis 99 % | sehr hoch |
| 21 bis 50 % | hoch |
| 11 bis 20 % | mittel |
| 1 bis 10 % | niedrig |
Je nach Kombination dieser beiden Bewertungen ergibt sich dann die folgende Klassifizierung eines Risikos in die Bereiche "geringes Risiko", "mittleres Risiko" oder "hohes Risiko" (s. Abb. Risikobewertung).
Chancen beurteilen wir prinzipiell nach derselben Vorgehensweise. Bei der Steuerung verzichten wir allerdings auf eine strenge Klassifizierung wie bei den Risiken.
Risiken können sich aufgrund geänderter Rahmenbedingungen oder umgesetzter Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Bewertungsdimensionen ändern und erfahren dadurch eine Neubewertung durch den Risk Owner.
Unser Geschäft wird von politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst, die immer öfter raschen Änderungen unterliegen. Außerdem führen auch aktuelle technologische Entwicklungen zu bisweilen erheblichen Veränderungen der Marktstrukturen.
Wir sehen derzeit weder einzelne Risiken noch eine Gesamtheit an Risiken, die den Fortbestand der LEW-Gruppe gefährden könnten.
Chancen und Risiken werden in der LEW-Gruppe nach den folgenden, gruppeneinheitlich festgelegten Kategorien gegliedert:
Hierunter fallen alle Chancen und Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen in unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten eintreten können. Darunter verstehen wir sämtliche preis- und mengenbedingten Veränderungen, die die Ergebnissituation beeinflussen könnten und u. a. auch die aktuellen Turbulenzen auf den Energiemärkten beinhalten. In unserem Risikokatalog führen wir in dieser Kategorie u. a. die Veränderung von Commodity-Preisen, in unserem Fall auch bei einem Rückgang der Preise an der Strombörse EEX, an, da sich dieser negativ auf das Ergebnis unserer für die Stromerzeugungsaktivitäten zuständigen Tochtergesellschaft, der LEW Wasserkraft GmbH, auswirken würde.
Als Gegensteuerungsmaßnahme verkaufen wir die Strommengen ratierlich, um durch die Preisstreuung einen Mittelungseffekt zu erzielen. Wir sehen hier, auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie, ein mittleres Risiko. Im Vertrieb stellen marktbedingte Kundenverluste im Strom- und Gasgeschäft ein Risiko dar. Wir klassifizieren diese potenziellen Kundenverluste jedoch als geringes Risiko, da wir erwartete Kundenabgänge bereits in unserer Planung berücksichtigt haben und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte im Marktumfeld wie auch die Entwicklung unserer Kündigungsquote ständig beobachten und darauf reagieren. Die aus der Corona-Pandemie resultierenden möglichen Folgen bei Kunden- bzw. Mengenverlusten im Vertrieb sowie beim Rückgang von Netznutzungsentgelten ordnen wir weiterhin als ein geringes Risiko ein und stufen die möglichen Auswirkungen aktuell als gering ein. Da wir kontinuierlich auch neue Kunden gewinnen, steht den marktbedingten Kundenverlusten auch die Chance zu vertrieblichem Wachstum gegenüber. So erwarten wir etwa, durch neue innovative Produkte außerhalb des reinen Commodity-Vertriebs unsere Kundenbindung stärken zu können.
In diese Kategorie fallen sämtliche Chancen und Risiken, die sich aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben und zu nachhaltigen Änderungen von betrieblichen Abläufen führen können. Dadurch können Störungen in der Wertschöpfungskette auftreten, die unsere Ertragslage belasten. Dem begegnen wir mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Als zentrales Risiko sehen wir hier den Eintritt von Naturkatastrophen in unserer Region und die daraus resultierenden Schäden für unsere Netz- und Erzeugungsanlagen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit halten wir jedoch für niedrig, damit ist dieses Risiko gesamthaft als gering klassifiziert. Als Gegenmaßnahmen sind dabei Sofortmaßnahmen nach Schadenseintritt, insbesondere gemäß des Krisenhandbuchs und des Großstörungshandbuchs, vorgesehen. Die Befürchtung eines eingeschränkten Kraftwerksbetriebs sowie Sillstandzeiten bei unserer Tochtergesellschaft, der LEW Wasserkraft GmbH, aufgrund der Corona-Pandemie hat sich nicht bestätigt, somit ist dieses Risiko entfallen. Die weiteren Risiken in dieser Kategorie umfassen u. a. den Ausfall unseres EDV-Rechenzentrums, ggf. bedingt durch eine Cyberattacke, die wir als gering klassifiziert haben. Innerhalb unserer betrieblichen Abläufe sehen wir aber auch Chancen auf weitere Effizienzgewinne. Beispiele hierfür sind die Automatisierung von Prozessen oder die konsequente Ausnutzung von betrieblichen Synergien.
Hierzu zählen wir alle Chancen und Risiken, die aus Tätigkeiten und Transaktionen entstehen, die mit unserer Unternehmensfinanzierung verbunden sind. Dies sind beispielsweise Zins-, Kredit-und Kursrisiken. Die Kursrisiken unseres Wertpapierportfolios stellen dabei das größte Einzelrisiko der LEW-Gruppe dar. Bewertet ist es als mittleres Risiko. Als Gegenmaßnahmen nimmt unsere Finanzabteilung ständige Marktbeobachtungen vor, überprüft regelmäßig die Portfoliobewertung und schließt in Abstimmung mit dem Assetmanagement geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Andererseits bestehen aber auch entsprechende Chancen einer Kurssteigerung unserer Wertpapiere. Kreditrisiken entstehen durch Forderungen an unsere Kunden, die ausfallen könnten. Wir bewerten die Kreditrisiken dennoch als niedrig, da wir diese über Bonitätsprüfungen unserer Geschäftspartner vor und während der gesamten Geschäftsbeziehung beurteilen und zum Beispiel über Kreditlimite steuern. Auch im Hinblick auf die Corona-Pandemie sowie auf die aktuellen Entwicklungen auf den Energiemärkten sehen wir bei den Kreditrisiken ein geringes Risiko.
Daneben besteht auch das Risiko, dass bei sinkenden Zinsen erhöhte Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zur Deckung der Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung erforderlich werden, da diese auf Basis abgezinster Erfüllungsbeträge gebildet werden. Dieses insgesamt als gering eingestufte Risiko ist von uns jedoch nicht beeinflussbar.
Zu dieser Kategorie gehören Chancen und Risiken aus dem politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld. Alle Wertschöpfungsstufen der LEW-Gruppe werden in hohem Maß durch politische und rechtliche Rahmenbedingungen beeinflusst. In den zurückliegenden Jahren haben sich die Eingriffe in den Energiemarkt gehäuft.
Das Netzgeschäft unterliegt seit 2009 der Anreizregulierung. Mit dem Geschäftsjahr 2019 hat für Stromnetzbetreiber die dritte Regulierungsperiode begonnen. Die Bundesnetzagentur hat das Ausgangsniveau und den Effizienzwert für die Erlösobergrenzen bis 2023 festgelegt, wodurch ein wesentlicher Treiber der Erlösrisiken im Netzbetrieb entfällt. Dadurch schätzen wir das Risiko als gering ein. Durch umfassende Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung versuchen wir im Übrigen, die Chancen aus der Anreizregulierung zu nutzen.
Die weiteren Risiken in dieser Kategorie beinhalten im Wesentlichen Umweltschutzauflagen für unsere Erzeugungsanlagen, die wir als ein mittleres Risiko einschätzen, sowie gerichtliche Grundsatzentscheidungen zu Sachverhalten, die auch unseren Geschäftsbetrieb betreffen und somit Auswirkungen auf die Lechwerke AG haben können.
Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung blieben angesichts der schwer vorhersehbaren Entwicklung der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen mit Unsicherheit behaftet. Zuletzt breitet sich seit Jahresende 2021 die unter dem Namen Omikron bekannte Variante des Covid-19-Virus rasant in Deutschland, Europa und weiten Teilen der Welt aus. Solange weite Teile der Bevölkerung nicht geimpft sind und die Gefahr neuer Ausbrüche besteht, wird auch die Erholung der Wirtschaft ungleichmäßig verlaufen und anfällig für Rückschläge bleiben. Neben weiteren Impferfolgen würde die Wiederbelebung der Wirtschaft durch weiter steigenden Konsum beflügelt; hohe Ersparnisse der privaten Haushalte, niedrige Finanzierungskosten, aber auch politische Impulse könnten der Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft ebenfalls einen Schub verleihen. Insgesamt nahm das Infektionsgeschehen insbesondere im vierten Quartal 2021 jedoch wieder stark zu. Infolgedessen wurde das öffentliche Leben erneut eingeschränkt: So mussten zum Beispiel Besucher von Großveranstaltungen oder Arbeitnehmer am Arbeitsplatz ihren Impf- bzw. Teststatus nachweisen. Inwieweit solche Restriktionen Auswirkungen auf das wirtschaftliche Geschehen hatten und zukünftig haben werden, war zum zum Jahresende nicht vollständig absehbar.
Für das Jahr 2022 ergeben sich insbesondere infolge der geringeren EEG-Umlage niedrigere Belastungen durch die gesetzlichen Abgaben und Umlagen. Bei den Netznutzungsentgelten ist zwischen den einzelnen Netzbetreibern und den unterschiedlichen Kundengruppen je nach Spannungsebene zu differenzieren, wobei sich insgesamt höhere Netzentgelte ergeben. Wesentlicher Preistreiber ist jedoch die Entwicklung an den Großhandelsmärkten für Strom und Gas. Hierbei zeichnet sich die Marktlage weiterhin durch tendenziell volatile Preise aus.
Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichten am 15. Oktober 2021 die EEG-Umlage für 2022. Diese sinkt um 42,7% auf 3,723 ct/kWh (Vorjahr: 6,500 ct/kWh). Hauptgrund für den starken Rückgang der EEG-Umlage sind die deutlich gestiegenen Börsenstrompreise. Die hierdurch steigenden Vermarktungserlöse für den erneuerbaren Strom reduzieren den Förderbedarf erheblich.
Für das Jahr 2022 rechnen die deutschen Übertragungsnetzbetreiber mit einem Netto-Zubau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Höhe von 8,2 GW. Ein Großteil des Netto-Zubaus wird erneut durch Solaranlagen getrieben. Die erwartete Erzeugungsmenge aus erneuerbaren Energien steigt um fast 5 % auf 239 TWh. Insgesamt prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2022 einen Gesamtzahlungsanspruch von Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,7 Mrd. €. Dem stehen prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 13,6 Mrd. € für den erneuerbaren Strom gegenüber. Somit müssen Förderkosten in Höhe von 20,1 Mrd. € durch die EEG-Umlage und den Bundeszuschuss gedeckt werden.
Das Geschäftsjahr 2022 wird erneut durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst, wodurch sich u. a. auch die Probleme in den Lieferketten fortsetzen dürften. Zudem führen die stark gestiegenen Energiepreise sowie eine hohe Volatilität an den Märkten zu weiterer Unsicherheit und teils nennenswerter Mehrbelastung bei Privat- und Geschäftskunden. In Summe gehen wir aber von einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung aus und haben dies auch so unserer Planung unterstellt.
Seit nunmehr 120 Jahren stehen die Lechwerke für Nachhaltigkeit in der Region und grünen Strom aus Wasserkraft. Dies ist Teil unserer DNA und auch so in unserer Strategie "grün - dezentral - digital" fest verankert. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir das Produktportfolio unserer Wärmekunden auf Öko-Strom umgestellt. Unsere Vision ist, unseren Privat-Kunden allen ein passendes Öko-Stromprodukt anbieten zu können. Dank fortschreitender Digitalisierung können unsere Kunden zunehmend intelligente Messsysteme und Abrechnungsmodelle nutzen, um ihren Energieverbrauch zu optimieren. Sei es durch die Steigerung des in der eigenen PV-Anlage erzeugten Stroms oder die Steuerung der Ladung des Elektroautos an der Wallbox.
Zu Beginn des Jahres, mit Wirkung zum 1. Januar 2022 bzw. 1. März 2022, konnten wir die Strompreise für circa die Hälfte unserer rund 500.000 Privat- und Gewerbekunden senken. Dabei profitieren die Kunden von unserer langfristigen Beschaffungsstrategie, mit der wir wie in der Vergangenheit temporäre Schwankungen an den Energiemärkten abfangen konnten. Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt unserer vertrieblichen Aktivitäten auf zielgerichteten Kundenbindungsmaßnahmen sowie der Akquise und Reakquise, insbesondere im Grundversorgungsgebiet. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir für den Bereich B2C einen Absatz leicht über Vorjahr. Im wettbewerbsintensiven Segment der Geschäftskunden planen wir mit innovativen Produkten und digitalisierten Prozessen mit einem stabilen Absatz auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsfeld der Einspeise- und Erzeugungskunden, welches insbesondere ein zentraler Baustein der Energiewende ist, erwarten wir weiter stark zunehmende Einspeisemengen und Erträge. Bei den Energieversorgungsunternehmen gehen wir aufgrund der weiteren Fokussierung auf werthaltige Verträge von signifikant rückläufigen Stromabsätzen gegenüber dem Vorjahr aus.
Zum Jahreswechsel konnten wir auch die Gaspreise bei einem Großteil unserer Privat- und Gewerbekunden stabil halten. Bei einem kleineren Teil der Kunden führt die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten zu moderaten Preisanpassungen Anfang März 2022. Beim Absatz für diesen Bereich gehen wir von einer leichten Steigerung gegenüber 2021 aus. Mit weiterentwickelten Produkten und Geschäftsmodellen rücken wir im Segment der Geschäftskunden und Energieversorgungsunternehmen auch die Werthaltigkeit im Gas-Segment stärker in den Fokus. Demzufolge planen wir mit einem leichten sinkendem Absatz gegenüber dem Vorjahr.
Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir aufgrund der Entwicklung an den Energiemärkten deutliche Preisanstiege im Strom- und Gasgeschäft. Dies wird im Wesentlichen zu höheren Erlösen im B2B-Bereich führen.
Wie bereits auf Seite 25 f. des Geschäftsberichts beschrieben, werden wir aufgrund der Ausgliederung der Netzanlagen auf die LEW Verteilnetz GmbH im Geschäftsjahr 2020 ab dem Geschäftsjahr 2022 über unsere neue wesentliche Steuerungskennzahl, den Jahresüberschuss nach HGB bereinigt um die Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der Lechwerke AG und in unseren CTA-Gesellschaften, berichten. Die Investitionen nach HGB bleiben als weitere wesentliche Steuerungskennzahl bestehen.
| Key Performance Indicator in TEUR |
Prognose 2022 | Ist 2021 |
| Jahresüberschuss nach HGB (bereinigt) | 99.250 | 85.090 |
Bei planmäßigem Geschäftsverlauf erwarten die Lechwerke AG für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss nach HGB bereinigt um die Markbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements bei der Lechwerke AG und in unseren CTA-Gesellschaften in Höhe von 99,3 Mio €.
| Key Performance Indicator in TEUR |
Prognose 2022 | Ist 2021 |
| Investitionen | 31.481 | 28.195 |
| Sachanlagevermögen | 31.481 | 28.192 |
| Finanzanlagevermögen | - | 3 |
Bei den Sachanlagen sieht unsere Planung gegenüber 2021 eine deutliche Erhöhung des Investitionsvolumens vor. Dies liegt hauptsächlich an höheren, für das Jahr 2022 geplanten Investitionen in Photovoltaik- und Wärmeanlagen.
Für den Erhalt der Wasserkraftwerke an Iller und Lech sind für das Jahr 2022 Investitionen auf Niveau des Vorjahres eingeplant.
Im Bereich der Finanzanlagen sind für 2022 keine bedeutenden Investitionen geplant.
Für das Jahr 2022 planen wir mit einer Veräußerung weiterer nicht betriebsnotwendiger Grundstücke und Gebäude.
Ab dem Geschäftsjahr 2018 hat sich die Lechwerke AG dazu entschieden, dass zur Verstetigung der Dividendenprognose und Dividendenzahlung die Effekte aus der Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der Lechwerke AG und in unseren CTA-Gesellschaften als nicht operative Effekte über die anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen werden sollen. Die Marktbewertung der CTAs erfolgt dabei mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem aktuellen Kurswert je Fondsanteil zum Bilanzstichtag ergibt.
Unsere Dividendenprognose berücksichtigt diesen Sachverhalt und basiert auf der Annahme, dass die wirtschaftlichen - insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie - und gesetzlichen Rahmenbedingungen den künftigen Geschäftsverlauf nicht negativ beeinflussen werden. Auf dieser Basis streben wir eine Dividende in der Größenordnung des Vorjahres an.
Bereits geplante Maßnahmen für 2022 sind die Weiterführung des Pandemie-Managements sowie vertiefende Maßnahmen zum weiteren Ausbau der Digitalkompetenz der Mitarbeiter und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und basieren auf Informationen, die dem Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Sie enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen können daher von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes Unternehmen übernimmt eine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
| in TEUR | (siehe Anhang) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Anlagevermögen | (1) | 1.504.183 | 1.516.748 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | |
| Sachanlagen | 146.509 | 126.835 | |
| Finanzanlagen | (2) | 1.357.674 | 1.389.913 |
| Umlaufvermögen | 228.261 | 112.961 | |
| Vorräte | (3) | 2.767 | 2.054 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (4) | 154.210 | 78.299 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (4) | 54.908 | 27.826 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (4) | 393 | 398 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 12.805 | 2.897 |
| Flüssige Mittel | (5) | 3.178 | 1.487 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (6) | 161 | 208 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (7) | 69.973 | 73.891 |
| 1.802.578 | 1.703.808 |
| in TEUR | (siehe Anhang) | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Eigenkapital | (8) | 571.786 | 559.825 |
| Gezeichnetes Kapital | 90.738 | 90.738 | |
| Kapitalrücklage | 59.714 | 59.714 | |
| Gewinnrücklagen | 322.052 | 310.052 | |
| Bilanzgewinn | 99.282 | 99.321 | |
| Sonderposten | (9) | 1.039 | 1.273 |
| Rückstellungen | (10) | 137.416 | 128.003 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 30.934 | 27.933 | |
| Steuerrückstellungen | 19.796 | 25.623 | |
| Sonstige Rückstellungen | 86.686 | 74.447 | |
| Verbindlichkeiten | (11) | 1.069.471 | 994.879 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 189 | 1.019 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127.483 | 43.461 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 909.237 | 927.989 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.067 | 2.955 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 29.495 | 19.455 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (12) | 22.866 | 19.828 |
| 1.802.578 | 1.703.808 |
| in TEUR | (siehe Anhang) | 2021 | 2020 |
| Umsatzerlöse | (13) | 1.629.723 | 1.345.720 |
| Strom- und Erdgassteuer | -91.027 | -83.443 | |
| Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen | 737 | -1.832 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 176 | 496 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 30.630 | 27.072 |
| Materialaufwand | (15) | 1.448.760 | 1.137.808 |
| Personalaufwand | (16) | 37.202 | 34.266 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (17) | 8.021 | 7.013 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (18) | 42.514 | 61.986 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 33.742 | 46.940 | |
| Ergebnis Finanzanlagen | (19) | 110.900 | 118.016 |
| Zinsergebnis | (20) | -6.349 | -9.500 |
| Ergebnis vor Steuern | 138.293 | 155.456 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (21) | -27.087 | -38.811 |
| Ergebnis nach Steuern | 111.206 | 116.645 | |
| Jahresüberschuss | 111.206 | 116.645 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 76 | 76 | |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -12.000 | -17.400 | |
| Bilanzgewinn | 99.282 | 99.321 |
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurden, wie schon in den Vorjahren, in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Die Lechwerke AG ist unter Beachtung von § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Die Lechwerke AG wird in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden - aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und wurden entsprechend ihrer Nutzungsdauern linear abgeschrieben.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Zuschüssen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Bei Aktivierungen bis einschließlich 2009 werden planmäßige Abschreibungen im steuerlich zulässigen Rahmen degressiv, im Übrigen linear vorgenommen. Die Möglichkeit des Übergangs von der degressiven auf die dann höhere lineare Abschreibung wird in vollem Umfang wahrgenommen. Aktivierungen ab dem Geschäftsjahr 2010 werden mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden ab 2018 Wirtschaftsgüter, die 250 €, aber nicht 800 € übersteigen, im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen über die voraussichtlichen Nutzungsdauern, diese liegen zwischen einem und 70 Jahren. Erforderlichenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Innerhalb der Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Sonstige Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Sicherungsübereignungen von Vorräten an Kreditinstitute bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet, die Herstellungskosten beinhalten neben Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Abwertungen und pauschale Abschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, wird auf den Barwert abgezinst. Erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Stromverbrauch unserer Kunden werden bei dem Brutto-Abgrenzungsbetrag in Abzug gebracht.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach §246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung dieser dienen.
Bei allen Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens wurden die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen beibehalten, soweit die Gründe hierfür nicht entfallen sind.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.
Die in den Sonderposten erfassten Investitionszuschüsse der Straßenbeleuchtung von 2003 bis 2010 werden abschreibungskonform aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G der Heubeck AG - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2021 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,94 % (Vorjahr: 2,38%), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), herangezogen. Auf dieser Grundlage wurde konzernweit eine Projizierung auf den Zeitraum bis Dezember 2021 durchgeführt. Der Zinssatz laut Gutachten beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Die Stromdeputate, die in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen enthalten sind, werden auf Grundlage der Differenz aus Selbstkostenpreis und Produktpreis für die Mitarbeiter ermittelt und entsprechend den Rückstellungen für Pensionen bewertet. Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,35 % (Vorjahr: 2,35 %) und Rentensteigerungen von 1,00 % sowie 1,60 % (Vorjahr: 1,00 % sowie 1,60 %) unterstellt. Bei den Stromdeputaten betrugen die angenommenen jährlichen Gehalts- und Rentensteigerungen 1,60 % (Vorjahr: 1,60 %). Aus der Abzinsung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 16.695 TEUR. Für die Gutachten über die Ermittlung der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre wurden - ausgenommen vom durchschnittlichen Marktzinssatz - die gleichen Annahmen wie zuvor dargestellt herangezogen.
Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) wurden Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die Willis Towers Watson Treuhand GmbH, zur externen Finanzierung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung übertragen. Soweit Zweckvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorliegt, ergibt sich die Rückstellung aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwertes der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwertes des zur Deckung gebildeten Zweckvermögens; der beizulegende Zeitwert entspricht hauptsächlich dem Marktwert (Börsenkurs zum Stichtag) bzw. wird in geringerem Umfang nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.
Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Diese sind in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftigen kaufmännischen Beurteilungen notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, welcher von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2021 veröffentlicht wurde. Eine Projektion auf den Dezember 2021 führt zu keinen wesentlichen Effekten.
Die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der Heubeck AG. Der Zinssatz laut Gutachten beträgt 0,38 % (Vorjahr: 0,49 %).
Im Rahmen weiterer Berechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,35 % (Vorjahr: 2,10 %) unterstellt. Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements wurden Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die CommerzTrust GmbH, zur Finanzierung von Teilen der Altersteilzeitverpflichtungen übertragen. Das übertragene Vermögen wurde zum 31. Dezember 2021 mit den bestehenden Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert.
Die Zuführung zur Rückstellung erfolgt in Höhe des abgezinsten Betrages über die jeweiligen Umsatz- oder Kostenarten.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Die unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Baukostenzuschüsse bis zum Geschäftsjahr 2002 werden mit 5,00 % zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 2011 vereinnahmten Baukostenzuschüsse für die Straßenbeleuchtung werden über 20 Jahre mit 5,00 % bzw. im Zugangsjahr mit 2,50 % zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.
Latente Steuern resultieren aus temporären oder quasi-permanenten Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Organkreis, die sich in späteren Jahren voraussichtlich umkehren. Hierbei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenposten und deren Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel sowie in der Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| TEUR | 01.01.2021 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2021 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 316.582 | 28.192 | - | 2.287 | 342.487 |
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 90.797 | 242 | 1.297 | 576 | 91.760 |
| Kraftwerksanlagen | 102.649 | 967 | 4.061 | 453 | 107.224 |
| Technische Anlagen | 83.805 | 15.222 | 11.739 | 341 | 110.425 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.952 | 560 | 43 | 531 | 15.024 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 24.379 | 11.201 | -17.140 | 386 | 18.054 |
| Finanzanlagen | 1.389.913 | 3 | - | 32.242 | 1.357.674 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 906.969 | - | - | - | 906.969 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 730 | - | - | - | 730 |
| Beteiligungen | 11.542 | 3 | - | 482 | 11.063 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 470.582 | - | - | 31.745 | 438.837 |
| Sonstige Ausleihungen | 90 | - | - | 15 | 75 |
| Anlagevermögen | 1.706.495 | 28.195 | - | 34.529 | 1.700.161 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| TEUR | 01.01.2021 | Abschreibungen des Berichtsjahres | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2021 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 189.747 | 8.021 | - | 1.790 | 195.978 |
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 60.421 | 1.114 | - | 575 | 60.960 |
| Kraftwerksanlagen | 66.670 | 2.776 | - | 415 | 69.031 |
| Technische Anlagen | 50.779 | 3.340 | - | 276 | 53.843 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.877 | 791 | - | 524 | 12.144 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Finanzanlagen | - | - | - | - | - |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | - | - |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - | - |
| Beteiligungen | - | - | - | - | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - |
| Sonstige Ausleihungen | - | - | - | - | - |
| Anlagevermögen | 189.747 | 8.021 | - | 1.790 | 195.978 |
| Buchwerte | ||
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - |
| Sachanlagen | 146.509 | 126.835 |
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.800 | 30.376 |
| Kraftwerksanlagen | 38.193 | 35.979 |
| Technische Anlagen | 56.582 | 33.026 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.880 | 3.075 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 18.054 | 24.379 |
| Finanzanlagen | 1.357.674 | 1.389.913 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 906.969 | 906.969 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 730 | 730 |
| Beteiligungen | 11.063 | 11.542 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 438.837 | 470.582 |
| Sonstige Ausleihungen | 75 | 90 |
| Anlagevermögen | 1.504.183 | 1.516.748 |
| Anteil am Kapital in % |
|||||
| Anteilsbesitz | unmittelbar | mittelbar | Geschäftsjahr | Eigenkapital | Ergebnis |
| Name und Sitz | TEUR | TEUR | |||
| LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg 1 | 100,00 | 2021 | 24.728 | - | |
| Bayerische Bergbahnen-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Gundremmingen | 100,00 | 2021 | 27.724 | -6 | |
| Wendelsteinbahn GmbH, Brannenburg 3 | 100,00 | 2020 | 2.840 | 65 | |
| Wendelsteinbahn Verteilnetz GmbH, Brannenburg1,3 | 100,00 | 2020 | 38 | - | |
| Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft, Oberstdorf2,3 | 20,14 | 2019/20 | 12.987 | -3.018 | |
| Mittlere Donau Kraftwerke AG, Landshut 3 | 40,00 | 2020 | 5.113 | - | |
| Untere Iller GmbH, Landshut 3 | 40,00 | 2020 | 1.298 | 41 | |
| LEW Anlagenverwaltung GmbH, Gundremmingen | 100,00 | 2021 | 294.577 | 12.419 | |
| RL Beteiligungsverwaltung beschr. haft. OHG, Monheim am Rhein | 49,00 | 2021 | 28.122 | 356.710 | |
| LEW Beteiligungsgesellschaft mbH, Gundremmingen | 100,00 | 2021 | 449.283 | 8.143 | |
| Elektrizitätswerk Landsberg GmbH, Landsberg am Lech 3 | 100,00 | 2020 | 2.129 | 372 | |
| LEW TelNet GmbH, Neusäß | 100,00 | 2021 | 8.321 | 7.120 | |
| Überlandwerk Krumbach GmbH, Krumbach | 74,60 | 2021 | 5.938 | 718 | |
| G&L Gastro-Service GmbH, Augsburg 3 | 35,00 | 2020 | 73 | 14 | |
| LEW Netzservice GmbH, Augsburg 1 | 100,00 | 2021 | 87 | - | |
| LEW Service & Consulting GmbH, Augsburg1,4 | 100,00 | 2021 | 1.569 | 319 | |
| LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg 1 | 100,00 | 2021 | 600.552 | - | |
| DON-Stromnetz GmbH & Co. KG, Donauwörth 3 | 49,00 | 2020 | 4.924 | -148 | |
| DON-Stromnetz Verwaltungs GmbH, Donauwörth 3 | 49,00 | 2020 | 26 | 1 | |
| MeteringSüd GmbH & Co. KG, Augsburg3,5 | 34,00 | 2020 | -46 | -79 | |
| Lech Energie Verwaltung GmbH, Augsburg 3 | 100,00 | 2020 | 27 | - | |
| Lech Energie Gersthofen GmbH & Co. KG, Gersthofen 3 | 100,00 | 2020 | -24 | -9 | |
| Wärmeversorgung Schwaben GmbH, Augsburg 3 | 100,00 | 2020 | 21 | 29 | |
| Bayerische Elektrizitätswerke GmbH, Augsburg 3 | 100,00 | 2020 | 14 | -6 | |
| Bayerische-Schwäbische Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH, Gundremmingen | 62,20 | 2021 | 64.389 | 10.001 | |
| Rhein-Main-Donau GmbH, Landshut 3 | 22,50 | 2020 | 110.112 | - | |
| Rain Biomasse Wärmegesellschaft mbH, Rain 3 | 59,90 | 2020 | 5.214 | 503 | |
| Peißenberger Wärmegesellschaft mbH, Peißenberg 3 | 50,00 | 2020 | 8.495 | 225 | |
| Stromnetz Günzburg GmbH & Co. KG, Günzburg 3 | 49,00 | 2020 | 2.999 | 94 | |
| Stromnetz Günzburg Verwaltungs GmbH, Günzburg 3 | 49,00 | 2020 | 29 | - | |
| Stromnetz Gersthofen GmbH & Co. KG, Gersthofen 3 | 49,00 | 2020 | 517 | 295 | |
| Stromnetz Gersthofen Verwaltung GmbH, Gersthofen 3 | 49,00 | 2020 | 30 | 1 | |
| Stromnetz Friedberg GmbH & Co. KG, Friedberg 3 | 49,00 | 2020 | 1.407 | 388 | |
| Stromnetz Friedberg Verwaltungs-GmbH, Friedberg 3 | 49,00 | 2020 | 28 | - | |
| Bayerische Ray Energietechnik GmbH, Garching 3 | 49,00 | 2020 | 922 | -255 | |
| Verwaltungsgesellschaft Energie Weißenhorn GmbH, Weißenhorn 3 | 35,00 | 2020 | 32 | 3 | |
| Verteilnetze Energie Weißenhorn GmbH & Co. KG, Weißenhorn 3 | 35,00 | 2020 | 1.565 | 659 | |
| RIWA GmbH Gesellschaft für Geoinformationen, Kempten 3 | 20,00 | 2020 | 1.256 | 967 | |
1
Ergebnisabführungsvertrag
2
Abschluss zum 31. Oktober
3
Werte für 2021 liegen noch nicht vor
4
Ausschüttungsgesperrter Betrag
5
In Liquidation
In den Wertpapieren des Anlagevermögens ist ein Mischfonds in Höhe von 438.837 TEUR (Vorjahr: 470.582 TEUR) enthalten. Der Rückgang resultiert aus einem Teilverkauf im Berichtsjahr. Der Marktwert dieses Investmentvermögens liegt mit 542.381 TEUR um 103.544 TEUR über dem Buchwert. Aus diesem Mischfonds sind uns im Geschäftsjahr 11.578 TEUR (Vorjahr: 12.374 TEUR) an Ausschüttungen zugeflossen. Zudem haben wir durch den Teilverkauf unseres Mischfonds Gewinne in Höhe von 8.255 TEUR erzielt.
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 75 | 98 |
| Unfertige Leistungen | 2.692 | 1.956 |
| 2.767 | 2.054 |
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Abschlagszahlungen | 154.210 | 78.299 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (54) | (6) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 54.908 | 27.826 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (1.870) | (-) |
| davon aus Finanzmitteln | (53.038) | (27.826) |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 393 | 398 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (381) | (293) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 12.805 | 2.897 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (8) | (8) |
| 222.316 | 109.420 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Stromlieferungen gegenüber Energieversorgungsunternehmen und Geschäftskunden sowie Verbrauchsabgrenzungen der am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energieerlöse für Privat- und Gewerbekunden. Daneben beinhalten diese erhaltene Abschlagszahlungen von Kunden in Höhe von 375.790 TEUR (Vorjahr: 383.857 TEUR).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen die Stromnetz Friedberg GmbH & Co. KG, Friedberg.
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 6.247 TEUR (Vorjahr: 2.133 TEUR) sowie aus der erstmaligen Beschaffung von Emissionszertifikaten in Höhe von 6.182 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen.
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Kassenbestand und Schecks | 39 | 467 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.139 | 1.020 |
| 3.178 | 1.487 |
Die aktive Rechnungsabgrenzung umfasst vor allem vorausbezahlte Beträge für Sponsoring, Public Relations, Wartungs- und Mietverträge sowie sonstige Vorauszahlungen.
| Historische Anschaffungskosten | Zeitwert | Erfüllungsbetrag | ||||
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Verrechnete Vermögenswerte | 168.059 | 164.857 | 202.203 | 192.817 | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 165.560 | 162.636 | 199.704 | 190.596 | ||
| CTA Pensionen | 159.588 | 156.812 | 193.489 | 184.438 | ||
| CTA Altersteilzeit | 5.972 | 5.824 | 6.215 | 6.158 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.499 | 2.221 | 2.499 | 2.221 | ||
| CTA Pensionen | 2.496 | 2.219 | 2.496 | 2.219 | ||
| CTA Altersteilzeit | 3 | 2 | 3 | 2 | ||
| Verrechnete Schulden | 132.230 | 119.378 | ||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 126.086 | 112.766 | ||||
| Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen | 6.144 | 6.612 | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 69.973 | 73.891 | ||||
| Saldierung Pensionen | 69.899 | 73.891 | ||||
| Saldierung Altersteilzeit | 74 | - | ||||
Die Verrechnung von Vermögensgegenständen des Zweckvermögens und Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen hat zu einem Aktivposten geführt.
Die Verrechnung von Vermögensgegenständen des Zweckvermögens und Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen hat im Berichtsjahr zu einem Aktivposten (Vorjahr: Passivposten) geführt.
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Gezeichnetes Kapital | 90.738 | 90.738 |
| Kapitalrücklage | 59.714 | 59.714 |
| Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 4.531 | 4.531 |
| Andere Rücklagen | 317.521 | 305.521 |
| Bilanzgewinn | 99.282 | 99.321 |
| 571.786 | 559.825 |
Seit 23. Juli 2007 ist das gesamte Grundkapital von 90.738 TEUR der Lechwerke AG in einer Globalurkunde über 35.444.640 Stückaktien verbrieft. Jede Stückaktie gewährt ein Stimmrecht.
In der Hauptversammlung am 12. Mai 2021 wurde eine Ausschüttung in Höhe von 99.245 TEUR beschlossen.
Der Gewinnvortrag in Höhe von 76 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Gesamtbetrag des im Geschäftsjahr 2021 gegen Ausschüttung gesperrten Betrages i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB und i. S. d. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 62.175 TEUR. Dieser resultiert aus dem Wert, um den der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände der Contractual Trust Arrangements übersteigt (34.144 TEUR). Darüber hinaus ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 11.336 TEUR. Zudem ist auch der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre und der Bewertung unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt, mit 16.695 TEUR im Gesamtbetrag berücksichtigt. Nachdem ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden sind, besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn.
Aufgrund der seit 2018 angewendeten Vorgehensweise zur Verstetigung der Dividendenprognose und Dividendenzahlung sollen Effekte, die sich aus der Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der Lechwerke AG und in unseren CTA-Gesellschaften ergeben, über die anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen werden. Im aktuellen Berichtsjahr wirkten sich einmalig nicht operative Aufwendungen aus, die dafür eingesetzt wurden, die aktuellen Herausforderungen der Energiewende zu meistern und auch um die LEW-Gruppe und somit auch die Lechwerke AG für die Zukunft zu rüsten. Demnach hat der Vorstand der Lechwerke AG für das Berichtsjahr 2021 entschieden, 12.000 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Zur Verwendung des Bilanzgewinns verweisen wir auf den Gewinnverwendungsvorschlag auf Seite 70.
In dem Sonderposten für Investitionszuschüsse sind die erhaltenen Investitionszuschüsse der Straßenbeleuchtung von 2003 bis 2010 ausgewiesen.
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 30.934 | 27.933 |
| Steuerrückstellungen | 19.796 | 25.623 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Hochwasserschutz | 27.586 | 18.563 |
| Energiebezüge | 19.035 | 19.559 |
| Erlösminderungen | 14.380 | 13.832 |
| Rückstellung für Zertifikate betreffend das Bundesemissionshandelsgesetz | 6.407 | - |
| Personalaufwendungen | 3.870 | 3.433 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 15.408 | 19.060 |
| 137.416 | 128.003 |
Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements wurden Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die Willis Towers Watson Treuhand GmbH, zur externen Finanzierung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung übertragen. Soweit Zweckvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorliegt, ergibt sich die Rückstellung aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwertes der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwertes des zur Deckung gebildeten Zweckvermögens. Die Verrechnung von Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens mit den Versorgungsverpflichtungen hat im Geschäftsjahr 2021 zu einem Aktivposten geführt. Bei den ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen handelt es sich um Stromdeputate sowie eine Unterstützungskasse. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen entspricht den versicherungsmathematischen Berechnungen.
Die Steuerrückstellungen enthalten neben Rückstellungen für laufende Steuern auch eine Rückstellung zur Abdeckung steuerlicher Risiken.
Bei den sonstigen Rückstellungen für Personalaufwendungen wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die CommerzTrust GmbH, zur Finanzierung von Teilen der Altersteilzeitverpflichtungen übertragen. Das übertragene Vermögen wurde zum 31. Dezember 2021 mit den bestehenden Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert. Dies führte zu einer Überdeckung in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: Unterdeckung 452 TEUR).
| TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 189 | 1.019 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | (189) | (1.019) |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | (-) | (-) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127.483 | 43.461 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | (127.483) | (43.461) |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | (-) | (-) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 909.237 | 927.989 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | (784.237) | (827.989) |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (125.000) | (100.000) |
| davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | (-) | (-) |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (28.468) | (46.020) |
| davon aus Finanzmitteln | (880.769) | (881.969) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.067 | 2.955 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | (3.067) | (2.955) |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | (-) | (-) |
| Sonstige Verbindlichkeiten 1, 2 | 29.495 | 19.455 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | (29.495) | (19.455) |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | (-) | (-) |
| 1.069.471 | 994.879 |
1
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
2
Davon aus Steuern
Die erhaltenen Anzahlungen betreffen überwiegend Kundenvorauszahlungen und Sicherheitsleistungen für Stromlieferungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Energiebezugsrechnungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Finanzmittelkonten (internes Zahlungsverrechnungskonto) sowie Darlehen mit der innogy SE, Essen, und der Bayerische-Schwäbische-Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH, Gundremmingen. Diese werden zu marktüblichen Konditionen verzinst.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Finanzmittel der Peißenberger Wärmegesellschaft mbH, Peißenberg, sowie der Rain Biomasse Wärmegesellschaft mbH, Rain.
Im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs bestehen Eigentumsvorbehalte an bezogenen Wirtschaftsgütern.
Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen die Baukostenzuschüsse für Straßenbeleuchtungsanlagen. Zu den Details verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Passive latente Steuern innerhalb des Organkreises, welche sich aus dem nur steuerrechtlich zulässigen Ansatz von Sonderposten mit Rücklagenanteil ergaben, wurden mit aktiven latenten Steuern innerhalb des Organkreises auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze bei den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen sowie im Anlagevermögen und bei den Rechnungsabgrenzungsposten verrechnet. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,15 % (Vorjahr: 28,10 %) zugrunde gelegt. In der Berichtsperiode ergibt sich eine aktive Steuerlatenz, die in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurde.
Aufgrund der erfolgten Übertragung von bestimmten Altersversorgungsverpflichtungen auf die Willis Towers Watson Treuhand GmbH besteht bei der Lechwerke AG für den Fall einer möglichen zukünftigen Unterdeckung des Pensionsfonds eine gesetzliche Nachschussverpflichtung in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber. Im Berichtsjahr ergibt sich dafür keine Unterdeckung, somit ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.
Es besteht bei der Lechwerke AG in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber wegen der erfolgten Übertragung von Altersteilzeitverpflichtungen auf die CommerzTrust GmbH für den Fall einer möglichen zukünftigen Unterdeckung des ATZ-Sicherungsfonds eine gesetzliche Nachschussverpflichtung. Diese Nachschusspflicht betrifft ausschließlich den Anteil der Wertguthaben der Begünstigten einschließlich der darauf entfallenden Arbeitgeberanteile am Gesamtsozialversicherungsbetrag. Im Berichtsjahr ergibt sich dafür keine Unterdeckung, somit ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.
Das Bestellobligo beträgt 6.714 TEUR, davon betreffen 698 TEUR verbundene Unternehmen.
Die Lechwerke AG haftet zusätzlich im Innenverhältnis für Verpflichtungen einer Tochtergesellschaft der LEW-Gruppe in Höhe von 8.652 TEUR. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund ausreichender Kapitalausstattung nicht zu rechnen.
Die Lechwerke AG hat insgesamt Bürgschaften von 1.193 TEUR abgegeben. Diese bestehen ausschließlich mit verbundenen Unternehmen. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund ausreichender Kapitalausstattung nicht zu rechnen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf 1.150.915 TEUR. Für Abnahmeverpflichtungen aus Strom- und Gasbezugsverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.150.051 TEUR. Davon bestehen 408.303 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Für technische und kaufmännische Dienstleistungen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 12 TEUR sowie für Mieten und Pachten in Höhe von 852 TEUR.
Im Rahmen der operativen, segmentorientierten Geschäftstätigkeit im Vertrieb von Strom und Gas werden externe Absatzverträge abgeschlossen, die durch das Portfoliomanagement der Lechwerke AG durch Beschaffungsverträge mit der E.ON Energy Deutschland GmbH (bis 31. Juli 2021), der E.ON Portfolio Solutions GmbH (ab 1. August 2021) sowie mit externen Partnern erfüllt werden. Das Halten von Positionen ist nur im Rahmen enger, klar definierter Limite gestattet.
Die Bewertung der in den Geschäftsbereichen abgeschlossenen Verträge erfolgt im Rahmen von Bewertungseinheiten, die insbesondere Termingeschäfte beinhalten. Verträge über den Erwerb oder die Veräußerung von Waren, die einen für den Erwerb, die Veräußerung oder den eigenen Gebrauch erwarteten Bedarf absichern, stellen in der Regel keine Commodity-Derivate im Sinne des § 285 HGB dar. Sofern derartige Verträge jedoch Rückandienungsrechte enthalten und damit ein Ausgleich in bar nicht ausgeschlossen ist, fallen die Verträge oder Anteile dieser Verträge in den Anwendungsbereich des § 285 Nr. 19 HGB. Zur Unterscheidung der Zweckbestimmung beider Arten von Verträgen sind bei der Lechwerke AG geeignete Buchstrukturen vorhanden, die einen entsprechenden Nachweis des Vertragszwecks über den gesamten Lebenszyklus des Vertrags gewährleisten. Sämtliche Termingeschäfte sind in Bewertungseinheiten einbezogen.
Die inhaltliche Definition einer Bewertungseinheit wird durch die Richtlinien hinsichtlich Management und Monitoring der Geschäftsbereiche vorgegeben.
Entsprechend der Ausgestaltung der jeweiligen Bewertungseinheit handelt es sich entweder um Portfolio-Hedges (Absicherung von Nettopositionen, Zusammenfassung von Grundgeschäften) oder Mikro-Hedges (Absicherung des Risikos aus einem einzelnen Grundgeschäft durch ein einzelnes Sicherungsgeschäft).
Bei den Grundgeschäften der Bewertungseinheiten handelt es sich um die Absatzverträge des Geschäftsbereichs, die isoliert betrachtet zum Entstehen von Risikopositionen geführt haben. Zur Bestimmung und Beurteilung der Positionen aus derartigen Geschäften ist ein geeignetes Risikomanagement in der Gesellschaft eingerichtet, welches auch zum Nachweis der prospektiven Effektivität verwendet wird. Die Risikopositionen werden im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig bestimmt und bei der Überschreitung von Positionslimits durch Transaktionen mit den o. g. Partnern geschlossen.
Die Bewertungseinheiten bestehen aufgrund der rollierenden Durchführung der Sicherungstransaktionen für einen unbegrenzten Zeitraum. Aktuell sind Zeiträume bis zum Lieferjahr 2026 betroffen.
Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird stetig die Einfrierungsmethode angewendet.
Aufgrund der negativen Korrelation von Grund- und Sicherungsgeschäften wird es künftig zu gegenläufigen, sich nahezu vollständig ausgleichenden Marktwertentwicklungen kommen. Sollte der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte einer Bewertungseinheit zum Stichtag negativ sein, so wird imparitätisch eine Rückstellung für drohende Verluste aus Bewertungseinheiten gebildet. Über die bereits bilanzierten Rückstellungen hinausgehende Verlustüberhänge können nicht entstehen.
Als mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen sind die antizipativen, noch nicht kontrahierten Grundgeschäfte mit Endkunden der Lechwerke AG ausgewiesen. Bei diesen Geschäften handelt es sich um routinemäßig durchgeführte Transaktionen, die im Rahmen des vertrieblichen Endkundengeschäfts regelmäßig in den vergangenen Geschäftsjahren eingetreten sind und daher als hochwahrscheinlich eingestuft werden.
| TEUR | Grundgeschäft (Absatz) Nominalvolumen | Sicherungsgeschäft (Bezug) Nominalvolumen | Nettopositionen Nominalvolumen |
| Strom | |||
| schwebende Geschäfte | 940.181 | 459.729 | 480.452 |
| mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen | 332.795 | - 1 | 332.795 |
| Gas | |||
| schwebende Geschäfte | 120.287 | 65.822 | 54.465 |
| mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen | 19.632 | - 1 | 19.632 |
| 1.412.895 | 525.551 | 887.344 |
1
Angabe gesetzlich ausgeschlossen
Durch die Bildung der Bewertungseinheiten wurde die Bilanzierung einzelvertraglicher Drohverlustrückstellungen zum Abschlussstichtag vermieden. Bei alternativer einzelvertraglicher Drohverlustermittlung hätten sich im Strom- und Gasbereich keine Drohverlustrückstellungen ergeben.
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Stromerlöse | 1.447.383 | 1.184.042 |
| Gaserlöse | 93.413 | 74.161 |
| Erlöse aus Auftragsarbeiten | 5.818 | 6.865 |
| Netzmieten und Pachten | 4.014 | 3.260 |
| Baukostenzuschüsse | 3.714 | 2.238 |
| Übrige | 75.381 | 75.154 |
| 1.629.723 | 1.345.720 |
Die Umsatzerlöse aus Baukostenzuschüssen beinhalten die Auflösungen der Investitionszuschüsse bis einschließlich des Geschäftsjahres 2002.
Die übrigen Umsatzerlöse beinhalten Konzessionen, Erträge aus steuernden und dienstleistenden Funktionen sowie Verrechnungen von Personalaufwendungen innerhalb der LEW-Gruppe.
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland getätigt.
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Auflösung von Rückstellungen | 12.841 | 3.998 |
| Abgänge von Anlagegegenständen | 8.774 | 13.737 |
| Kostenumlagen und -erstattungen | 7.253 | 7.190 |
| Zuschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte ohne Wertpapiere | 718 | 406 |
| Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 234 | 263 |
| Übrige | 810 | 1.478 |
| 30.630 | 27.072 |
In den Abgängen von Anlagegegenständen sind Erträge aus einem Teilverkauf unserer Mischfonds in Höhe von 8.255 TEUR enthalten.
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.419.936 | 1.111.593 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 28.824 | 26.215 |
| 1.448.760 | 1.137.808 |
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten im Wesentlichen Energiebezugskosten. Ab 2021 erfolgt der Ausweis der Aufwendungen für Konzessionsabgaben in Höhe von 20.594 TEUR im Materialaufwand (bisher sonstige betriebliche Aufwendungen; Vorjahr: 20.279 TEUR).
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Löhne und Gehälter | 28.560 | 26.542 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1 | 8.642 | 7.724 |
| 37.202 | 34.266 |
Die Abschreibungen entfallen mit 8.021 TEUR (Vorjahr: 7.013 TEUR) auf das Sachanlagevermögen.
Es wurden in der Berichtsperiode keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Aufwendungen für fremde Dienstleistungen | 8.690 | 8.241 |
| Rückstellungszuführungen | 8.318 | 4.220 |
| Vertriebs- und vertriebsnahe Aufwendungen | 4.593 | 4.864 |
| Rechts- und sonstige Beratungsaufwendungen | 3.661 | 3.132 |
| Aufwendungen für Provisionen | 3.308 | 2.718 |
| Kosten des Post- und Zahlungsverkehrs | 1.974 | 2.260 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 1.949 | 2.289 |
| Sonstige personalnahe Aufwendungen | 1.624 | 2.316 |
| Sonstige Steuern | 1.581 | 596 |
| Wertberichtigungen von Forderungen und übrige Vermögenswerte | 1.324 | 1.642 |
| Versicherungen | 1.223 | 1.242 |
| Übrige Fremdlieferungen und -leistungen | 832 | 1.200 |
| Büromaterial | 365 | 465 |
| Aufwendungen für Beiträge an Verbände | 300 | 447 |
| Mietaufwendungen | 236 | 252 |
| IT-Aufwendungen | 143 | 2.668 |
| Abgänge von Anlagegegenständen ohne Finanzanlagen | 48 | 66 |
| Vertrags- und konzessionsbedingte Aufwandsbelastung | - | 20.279 |
| Übrige | 2.345 | 3.089 |
| 42.514 | 61.986 |
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 62.330 | 74.707 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (62.330) | (74.707) |
| Erträge aus Beteiligungen | 36.982 | 30.924 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (35.899) | (29.794) |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 11.588 | 12.385 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (7) | (7) |
| 110.900 | 118.016 |
Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen betreffen die LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg, die LEW Wasserkraft GmbH, Augsburg, die LEW Service & Consulting GmbH, Augsburg, und die LEW Netzservice GmbH, Augsburg. Diese sind auch im Lagebericht auf Seite 38 dargestellt.
Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten im Wesentlichen die Ausschüttungen der LEW Beteiligungsgesellschaft mbH, Gundremmingen, der LEW Anlagenverwaltung GmbH, Gundremmingen, sowie der Bayerische-Schwäbische Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH, Gundremmingen.
| TEUR | 2021 | 2020 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge1,2 | 1.276 | 662 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen3,4 | 7.625 | 10.162 |
| -6.349 | -9.500 |
1
Davon aus verbundenen Unternehmen
2
Davon aus Abzinsung von Rückstellungen
3
Davon an verbundene Unternehmen
4
Davon aus Aufzinsung von Rückstellungen
Im Berichtsjahr wurde der Aufwand aus der Aufzinsung (inkl. Zinsänderungseffekt) der Pensionsrückstellung in Höhe von -12.440 TEUR (Vorjahr: -11.080 TEUR) mit den beizulegenden Zeitwerten sowie den übrigen Aufwendungen und Erträgen des für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögens in Höhe von 11.069 TEUR (Vorjahr: 9.137 TEUR) verrechnet. Der daraus resultierende Saldo in Höhe von -1.371 TEUR (Vorjahr: -1.943 TEUR) ist in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Der Aufwand aus der Aufzinsung (inkl. Zinsänderungseffekt) der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von -42 TEUR (Vorjahr: -59 TEUR) wurde im Geschäftsjahr 2021 mit den Marktwertveränderungen sowie den übrigen Aufwendungen und Erträgen des bestehenden Zweckvermögens in Höhe von -90 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR) verrechnet. Der daraus resultierende Saldo in Höhe von -132 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (Vorjahr: Erträgen) ausgewiesen.
Bei den Ertragsteuern werden die Körperschaftsteuer in Höhe von 18.297 TEUR (Vorjahr: 19.607 TEUR), die Gewerbesteuer in Höhe von 15.276 TEUR (Vorjahr: 16.151 TEUR) und der Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.006 TEUR (Vorjahr: 1.067 TEUR) ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind zudem periodenfremde Erträge in Höhe von 7.492 TEUR (Vorjahr: Aufwand 1.986 TEUR) enthalten.
Die periodenfremden Erträge in den Umsatzerlösen in Höhe von 14.964 TEUR (Vorjahr: 10.736 TEUR) sowie die periodenfremden Aufwendungen im Materialaufwand in Höhe von 10.689 TEUR (Vorjahr: 5.592 TEUR) enthalten Abweichungen zu vorgenommenen Abgrenzungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 12.841 TEUR (Vorjahr: 3.998 TEUR) enthalten.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses lagen keine bedeutenden Ereignisse vor.
Die Lechwerke AG ist gemäß §3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und hat die sich hieraus ergebenden Rechtsfolgen des § 6b EnWG zu beachten.
Es wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt.
Die Lechwerke AG erbringt folgende Leistungen:
| ― |
Binnendienstleistungen (dienstleistende Querschnittsfunktionen): 31.204 TEUR |
| ― |
Bereitstellung eines Cash-Poolings innerhalb der LEW-Gruppe: 780.143 TEUR (Finanzmittelkonto 31. Dezember 2021) |
Die Lechwerke AG empfängt folgende Leistungen:
| ― |
Aufgrund des zwischen der Lechwerke AG und der LEW Verteilnetz GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages sind für das Berichtsjahr Gewinne in Höhe von 32.179 TEUR an die Lechwerke AG abzuführen. Mit einer gesonderten Vereinbarung wurde die Tilgung/Aufrechnung bezüglich einer gegen die Lechwerke AG in Höhe von 30.000 TEUR bestehenden Forderung aus der Vorab-Gewinnabführung vorgenommen. Die Tilgung/Aufrechnung wurde erklärungsgemäß zum 31. Dezember 2021 wirksam. |
| ― |
Teilnahme am Cash-Pooling der E.ON SE: 17.644TEUR (Finanzmittelkonto 31. Dezember 2021) |
| ― |
Darlehensvertrag mit der innogy SE: 100.000 TEUR |
| ― |
Darlehensvertrag mit der Bayerische-Schwäbische Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH: 25.000 TEUR |
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 2021 | 2020 |
| Nicht leitende Angestellte | 352 | 352 |
| Leitende Angestellte | 19 | 20 |
| 371 | 372 |
Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl wurde im Geschäftsjahr neu nach nicht leitenden und leitenden Angestellten gruppiert. Die Gruppierung der Vorjahreszahlen wurde entsprechend angepasst.
Die Lechwerke AG mit Sitz in Augsburg bündelt den Strom- und Gasvertrieb, die Energiebeschaffung, den Bereich Energiedienstleistungen sowie den Overhead. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 6164 eingetragen.
Wir nehmen am konzernweiten Finanzclearing mit der E.ON SE, Essen, teil.
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 betrugen 1.244 TEUR. Im Rahmen des E.ON Performance Plans wurde dem Vorstand ein Wert von 183 TEUR (23.939 Stück) zugeteilt. Diese sind ebenso in den Gesamtbezügen enthalten.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 886 TEUR als Pensionen bezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind 6.128 TEUR zurückgestellt.
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen 132 TEUR. Die Beiratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt 27 TEUR.
Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der E.ON SE enthalten.
Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte getätigt, die zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande kamen.
Nottuln
Senior Vice President Energienetze Deutschland der E.ON SE
Aufsichtsratsvorsitzender
→ envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz
(Vorsitz)
→ E.DIS AG, Fürstenwalde
(Vorsitz)
→ Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
(Vorsitz)
→ Westenergie AG, Essen
(Vorsitz)
↑ Emscher Lippe Energie GmbH, Gelsenkirchen
(Aufsichtsrat; Vorsitz)
↑ Stadtwerke Dülmen GmbH, Dülmen
(Aufsichtsrat)
Leipzig
(bis 31.12.2021)
Geschäftsführer Regionale Marken der E.ON Energie Deutschland GmbH
1. stv. Aufsichtsratsvorsitzender
→ Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), Dortmund
→ envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz
→ Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
→ VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken
Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der LEW Verteilnetz GmbH
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der LEW-Gruppe
→ LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg
Stadtbergen
Referentin Portfoliomanagement & Trading
stv. Vorsitzende des Betriebsrats der Lechwerke AG
Gröbenzell
(bis 11.05.2022)
Mitglied der Geschäftsführung der E.ON Energie Deutschland GmbH
Hannover
(seit 04.02.2022)
Vorsitzende Geschäftsführerin der E.ON Energie Dialog GmbH
Neusäß
Landrat des Landkreises Augsburg
Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben
↑ Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur am Kloster Roggenburg gGmbH, Roggenburg (Aufsichtsrat)
↑ Blaue Blume Schwaben gGmbH, Kaufbeuren (Aufsichtsrat; Vorsitz)
↑ Dawonia Oberbayern und Schwaben GmbH, Grünwald (Aufsichtsrat)
↑ Kurhaustheater GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat; Vorsitz)
↑ Bezirkskliniken Schwaben (KU), Augsburg (Verwaltungsrat; Vorsitz)
↑ Abfallverwertung Augsburg (KU), Augsburg (Verwaltungsrat; Vorsitz)
↑ Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat; Vorsitz)
↑ Augsburg Innovationspark GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat)
↑ Kreissparkasse Augsburg (AdöR), Augsburg (Verwaltungsrat; Vorsitz)
↑ Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat)
↑ Wohnungsbau GmbH für den Landkreis Augsburg, Stadtbergen (Aufsichtsrat; Vorsitz)
Essen
(seit 02.02.2022)
Head of Talent Management, Leadership Development & Diversity der E.ON SE
Werne
(bis 31.12.2021)
Juristin
→ Bayernwerk AG, Regensburg
→ Westenergie AG, Essen
→ VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken
Ichenhausen
Vorsitzender des Betriebsrats der Lechwerke AG stv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der LEW-Gruppe
2. stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Bochum
Senior Vice President Group Finance der E.ON SE
1. stv. Aufsichtsratsvorsitzende (seit 17.02.2022)
→ E.ON Pensionsfonds AG, Essen (Vorsitz)
→ E.ON Energie AG, Essen
→ innogy SE, Essen
↑ innogy Finance B.V., NL-'s-Hertogenbosch
↑ E.ON International Finance B.V., NL-Amsterdam
↑ Stadtwerke Düren GmbH, Düren
Personalausschuss
Bernd Böddeling (Vorsitz)
Carl-Ernst Giesting (bis 31.12.2021)
Jürgen Träger
→
Mitglied in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
↑
Mitglied in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
*
Von der Belegschaft gewählt
Stuttgart
Vorstandsmitglied (seit 01.06.2021)
verantwortlich für Erzeugung, Energiebeschaffung, Marketing, Vertrieb, Kundenservice, Netzservice, Telekommunikation, Unternehmensentwicklung und Business Transformation
→ LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat seit 01.06.2021)
→ Mittlere Donau Kraftwerke AG, Landshut (Aufsichtsrat; Vorsitz seit 01.06.2021)
→ Nebelhornbahn-AG, Oberstdorf (Aufsichtsrat seit 14.07.2021)
→ Süwag Energie AG, Frankfurt am Main (Aufsichtsrat bis 21.04.2021)
↑ Überlandwerk Krumbach GmbH, Krumbach (Aufsichtsrat; Vorsitz seit 01.06.2021)
Augsburg
Vorstandsmitglied
verantwortlich für Finanzen, Personal, Querschnitts- und Steuerungsfunktionen, Unternehmenskommunikation, IT, Verteilnetz, Kommunalmanagement und Compliance
→ LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat; Vorsitz)
→ Mittlere Donau Kraftwerke AG, Landshut (Aufsichtsrat)
↑ Stromnetz Friedberg GmbH & Co. KG, Friedberg (Aufsichtsrat)
↑ Stromnetz Gersthofen GmbH & Co. KG, Gersthofen (Aufsichtsrat)
↑ Stromnetz Günzburg GmbH & Co. KG, Günzburg (Aufsichtsrat)
↑ Überlandwerk Krumbach GmbH, Krumbach (Aufsichtsrat)
Ustersbach
Vorstandsmitglied (bis 31.05.2021)
verantwortlich für Vertrieb, Energiebeschaffung, Erzeugung, Netzservice, Telekommunikation und Unternehmenskommunikation
→ LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg (Aufsichtsrat bis 31.05.2021)
→ Mittlere Donau Kraftwerke AG, Landshut (Aufsichtsrat; Vorsitz bis 31.05.2021)
→ Nebelhornbahn-AG, Oberstdorf (Aufsichtsrat bis 31.05.2021)
→ Untere Iller AG, Landshut (bis 25.01.2021)
↑ Überlandwerk Krumbach GmbH, Krumbach (Aufsichtsrat; Vorsitz bis 31.05.2021)
→
Mitglied in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
↑
Mitglied in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Nottuln
Senior Vice President Energienetze Deutschland der E.ON SE
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lechwerke AG
München
Hauptgeschäftsführer vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
(bis 15.05.2021)
Augsburg
Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Augsburg
Rain am Lech
Kfm. Geschäftsführer der Dehner Holding GmbH & Co. KG
Augsburg
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Lechwerke AG
Stadtbergen
Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat der Lechwerke AG
Augsburg
Präsident der IHK Schwaben
Waltenhofen-Hegge
Präsident der Handwerkskammer für Schwaben
Heimenkirch
Vorsitzender des Bezirksverbands Schwaben des Bayerischen Gemeindetags
Augsburg
Landrat des Landkreises Augsburg
Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben
Beiratsvorsitzender
Augsburg
Geschäftsführer der Presse-Druck- und Verlags GmbH in Augsburg
stv. Beiratsvorsitzender
Memmingen
Oberbürgermeister der Stadt Memmingen
Jengen-Beckstetten
Mitglied des Bayerischen Landtags
Ichenhausen
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Lechwerke AG
Hagen
Rechtsanwalt
München
Generalsekretär im Bayerischen Bauernverband in München
Die innogy SE ist mit der Mehrheit der Aktien (89,87 %) an der Lechwerke AG beteiligt. Sämtliche Anteile an der innogy SE werden von der E.ON Beteiligungen GmbH gehalten, deren Geschäftsanteile wiederum sämtlich von der E.ON SE gehalten werden. Die innogy SE hält unmittelbar 74,87 % der Anteile an der Lechwerke AG. Die restlichen Anteile in Höhe von 15,0000112% an der Lechwerke AG werden über die RL Besitzgesellschaft mbH, Essen, gehalten, deren alleinige Gesellschafterin die RL Beteiligungsverwaltung beschr. haft. OHG, Essen, ist, an der die innogy SE wiederum mehrheitlich mit 51 % und die LEW Anlagenverwaltung GmbH mit 49 % beteiligt ist.
Die Lechwerke AG, Augsburg, sowie ihre wesentlichen Tochtergesellschaften aus Sicht der E.ON SE, Essen, werden in den Konzernabschluss nach IFRS der E.ON SE, Essen, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der E.ON SE, Essen, sowie auf deren Investor-Relations-Seite erhältlich. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.
Augsburg, 18. Februar 2022
Dr. Markus Litpher, Vorstand
Dr. Dietrich Gemmel, Vorstand
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 2,80 € je Stückaktie | 99.244.992,00 |
| Gewinnvortrag auf neue Rechnung | 36.619,94 |
| Bilanzgewinn | 99.281.611,94 |
Wir haben den Jahresabschluss der Lechwerke AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lechwerke AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
| ― |
Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. |
| ― |
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. |
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach §6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
| ― |
ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und |
| ― |
ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen. |
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Augsburg, den 18. Februar 2022
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Querfurth, Wirtschaftsprüfer
gez. Weinmann, Wirtschaftsprüfer
Die Anreizregulierung ist ein behördliches Regulierungsinstrument zur Schaffung von Anreizen für Kostensenkungen bei den Betreibern von Strom- und Gasnetzen. Den Netzbetreibern werden dazu Obergrenzen für ihre Erlöse vorgegeben. Weichen die tatsächlichen Kosten des Netzbetreibers von diesen Erlösobergrenzen ab, muss er für die höheren Kosten selbst aufkommen; bei niedrigeren Kosten kann er mögliche Gewinne einbehalten. Die Erlösobergrenzen werden aus einem bundesweiten Effizienz- und Kostenvergleich abgeleitet.
ASTROSE® ist ein erprobtes Monitoringsystem für Hoch- und Höchstspannungen. Durch die zuverlässige Erfassung von Messdaten kann das Leitungspotential optimiert, Störungen schneller geortet und Wartungen effizienter durchgeführt werden. Dabei schaffen mehrere Alleinstellungsmerkmale von ASTROSE® immense ökonomische Vorteile. ASTROSE® überwacht die Stromtrassen unmittelbar am Leiterseil. Dafür werden die energieautarken ASTROSE® -Funksensorknoten in den Spannfeldern direkt auf dem Leiterseil installiert, um so lokal die verschiedenen Messwerte zu ermitteln.
Das System ist hocheffizient und hat folgende Einsatzgebiete:
| ― |
Eisdetektion |
| ― |
Erhöhung der Transportkapazität (Ampacity) von Freileitungstrassen |
| ― |
Gefahrendetektion (Seilrisse) |
| ― |
Ermittlung von Erdschlüssen |
| ― |
Diebstahlschutz von Armaturen |
Bezeichnung für eine standardisierte, handelbare Ware, z. B. Strom, Öl oder Gas.
Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Regelungen sowie freiwilliger Kodexe, insbesondere des LEW-Verhaltenskodex, im Unternehmen.
Contractual Trust Arrangement (CTA) Ein CTA ist ein Modell im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. Im Fall der Treuhandmodelle wird einem selbständigen Rechtsträger Vermögen zur Verwaltung und zu Sicherungszwecken übertragen. Der Treuhänder verwendet das Treugut ausschließlich zur Erbringung oder Erstattung von Leistungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, ohne selbst Schuldner der Leistungen zu sein.
Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet die Umstellung der Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Dabei werden Handlungen und Prozesse, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2 ) freigesetzt wird, durch solche Prozesse abgelöst, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden. Dekarbonisierung ist ein zentrales Mittel des Klimaschutzes sowie einer der Hauptpfeiler der Energiewende. Ziel ist die CO2 -Neutralität der Wirtschaft.
Bei einer dezentralen Stromerzeugung wird elektrische Energie verbrauchernah erzeugt, z. B. innerhalb oder in der Nähe von Wohngebieten und Industrieanlagen mittels Kleinkraftwerken. Die Leistungsfähigkeit der Stromerzeugungsanlagen ist in der Regel nur auf die Deckung des Energiebedarfs der unmittelbar oder in der näheren Umgebung angeschlossenen Stromverbraucher ausgelegt.
Unter Digitalisierung versteht man die Anpassung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen an neue Informations- und Kommunikationstechnologien und diesbezügliche Kundenerwartungen.
Mit der EEG-Umlage werden die Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien bundesweit weitgehend auf alle Letztverbraucher verteilt. Die Kosten bestehen hauptsächlich aus der Differenz zwischen den Einnahmen durch den Verkauf des EEG-Stroms an der Börse und den Ausgaben, die durch die Auszahlung der EEG-Vergütungen an die Anlagenbetreiber anfallen. Die EEG-Umlage wird jeweils am 15. Oktober für das kommende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt, die für die Abwicklung des EEG-Wälzungsmechanismus verantwortlich sind. Da die EEG-Umlage immer auf Prognosen beruht - sowohl bezüglich der Erzeugung aus EEG-Anlagen als auch der Erlöse durch den Verkauf des EEG-Stroms - müssen Fehlbeträge in den Folgejahren nachgeholt werden.
Das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung enthält die grundlegenden Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energie.
Das Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien regelt die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas und hat das Ziel, den Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch auf 65 % im Jahr 2030 zu steigern sowie, dass vor dem Jahr 2050 der gesamte Strom, der im Bundesgebiet erzeugt oder verbraucht wird, treibhausgasneutral erzeugt wird.
Streubesitz, auch Free Float, sind die Aktien einer Aktiengesellschaft, die nicht dauerhaft im Besitz von Anlegern sind und somit dem Aktienhandel potenziell zur Verfügung stehen.
Die Anzahl der Vollzeit-, Teilzeit- und befristeten Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, Mitarbeiter in der Freistellungsphase der Altersteilzeit) abzüglich der Teilzeitreduzierung. So entsprechen z. B. zwei Teilzeitstellen (Beschäftigungsgrad: 50 %) einem FTE.
Als Geschiebe werden Feststoffe wie beispielsweise Steine bezeichnet, die jeder Fluss mit sich führt. Ist der Geschiebehaushalt, etwa durch Staustufen beeinträchtigt, verändern sich Gewässerstrukturen und damit die Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen. Fische finden zum Beispiel weniger Möglichkeiten zum Laichen, was sich wiederum auf den Fischbestand auswirkt. Durch das Einbringen von Kies soll der natürliche Geschiebetransport wieder aktiviert werden.
Regelwerk zur Rechnungslegung, das vom International Accounting Standards Board (IASB), einer unabhängigen juristischen Person, erstellt wird.
Der Intra-Day-Handel dient primär dazu, Fehlmengen oder Überschüsse des eigenen Bilanzkreises durch kurzfristige, untertägige Handelsaktivitäten so gering wie möglich zu halten, um den Prognoseverpflichtungen des Bilanzkreisvertrages nachzukommen und etwaige Ausgleichsenergiekosten zu reduzieren. Mit Hinblick auf immer flexibler werdende Anlagen lässt sich der kurzfristige Handel aber auch dafür nutzen, um den Strom von Anlagen kurzfristig bedarfsgerecht - und somit möglichst gewinnbringend und systemstabilisierend - zu produzieren.
Der Begriff Key Performance Indicator bzw. Leistungskennzahl bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre Kennzahlen, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren gesteuert wird.
Maßeinheit der elektrischen Leistung:
1 Kilowatt (kW) = 1.000 W
1 Megawatt (MW) = 1.000 kW
1 Gigawatt (GW) = 1.000 MW = 1.000.000 kW
1 Terawatt (TW) = 1.000 GW = 1.000.000.000 kW
Mit kWp wird die Leistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Bedingungen angegeben. Diese wird auch als Nennleistung bezeichnet.
Entgelt für die Nutzung von öffentlichen Wegen im Gemeindegebiet für die Verlegung und den Betrieb von Stromleitungen. Energieversorger müssen dafür einen bestimmten Cent-Betrag pro Kilowattstunde an die Städte und Gemeinden zahlen.
Netz- oder Netznutzungsentgelte sind im liberalisierten Energiemarkt Entgelte, die Strom- und Gasnetzbetreiber als Gegenleistung für die Nutzung des Netzes von den jeweiligen Nutzern erheben.
Alle Windparks auf dem Meer werden als Offshore-Windparks bezeichnet. Die Offshore-Netzumlage (bis 31. Dezember 2018: Offshore-Haftungsumlage) nach § 17f EnWG sichert die Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz ab. Seit dem 1. Januar 2019 werden hierdurch auch die Kosten aus der Errichtung und dem Betrieb der Offshore-Anbindungsleitungen gedeckt. Die daraus entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.
In Höhe des Verbrauchs wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt über die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt.
Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sind Vorstände von Aktiengesellschaften verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Ziel eines solchen Überwachungs- oder auch Risikomanagementsystems ist die allgemeine Sicherung des Fortbestands eines Unternehmens.
Bei Smart Poles handelt es sich um speziell entwickelte Multifunktionsmasten in die zusätzlich zur LED-Straßenbeleuchtung eine Stromtankstelle und ein WLAN Access Point integriert sind.
Übertragungsnetzbetreiber (engl.: Transmission System Operator, kurz TSO) sind Netzbetreiber, die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für bedarfsgerechte Instandhaltung und Dimensionierung sorgen und Stromhändlern/-lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren. Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, bei Bedarf Regelleistung zu beschaffen und dem System zur Verfügung zu stellen, um Netzschwankungen möglichst gering zu halten.
Bei der Umlage für abschaltbare Lasten handelt es sich um eine Umlage zur Vorhaltung von Abschaltleistung nach der Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV). Mit der Umlage werden die Anbieter von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten vergütet, falls der Netzbetreiber diese zum Zweck der Systemstabilisierung abruft.
(Änderungen vorbehalten)
| ― |
Hauptversammlung 2022 (Augsburg) Mittwoch, 11. Mai 2022 |
| ― |
Dividendenzahlung Montag, 16. Mai 2022 |
| ― |
Analystenkonferenz (München) Donnerstag, 14. Juli 2022 |
| ― |
Emittentenbericht Januar - Juni 2022 Montag, 22. August 2022 |
| ― |
Bericht zum Geschäftsjahr 2022 -Jahrespressegespräch (Augsburg) März 2023 |
| ― |
Hauptversammlung 2023 (Augsburg) Mai 2023 |
| ― |
Dividendenzahlung Mai 2023 |
| ― |
Analystenkonferenz (München) 2023 |
| ― |
Emittentenbericht Januar - Juni 2023 August 2023 |
Lechwerke AG
Schaezlerstraße 3 • 86150 Augsburg
Lechwerke AG • 86136 Augsburg
www.lew.de • investor-relations@lew.de
IR-One AG & Co. KG, Hamburg
www.ir-one.de
Cover: cnythzl/istockphoto.de
Seite 3: Bernd Müller
Seiten 2, 4, 10, 12, 24, 49 & 76: Thorsten Franzisi
Seiten 5, 6: Christina Bleier
Florian Weber. Text & Redaktion, Friedberg
www.weber-text.com
Dieser Geschäftsbericht wurde am 23. März 2022 veröffentlicht.
| LEW-Gruppe nach IFRS 1 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | |
| Absatz Strom | GWh | 13.552 | 15.002 | 17.702 | 16.785 | 17.503 |
| Absatz Gas | GWh | 3.181 | 3.068 | 2.909 | 1.982 | 2.079 |
| Umsatzerlöse 2 | Mio. € | 1.909 | 1.617 | 1.679 | 2.061 | 2.337 |
| Bereinigtes EBIT | Mio. € | 145,8 | 149 | 143 | 142 | 191 |
| Investitionen | Mio. € | 120 | 129 | 132 | 108 | 107 |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende | FTE 3 | 1.755 | 1.776 | 1.799 | 1.777 | 1.779 |
| LEW-Gruppe nach IFRS 1 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | |
| Absatz Strom | GWh | 19.935 | 15.832 | 14.578 | 15.108 | 15.108 |
| Absatz Gas | GWh | 1.316 | 917 | 787 | 998 | 1.122 |
| Umsatzerlöse 2 | Mio. € | 2.385 | 2.280 | 2.178 | 2.219 | 2.199 |
| Bereinigtes EBIT | Mio. € | 142 | 142 | 166 | 146 | 133 |
| Investitionen | Mio. € | 105 | 92 | 94 | 80 | 85 |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende | FTE 3 | 1.798 | 1.803 | 1.762 | 1.726 | 1.701 |
| Lechwerke AG nach HGB | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | |
| Anlagevermögen | Mio. € | 1.504 | 1.516 | 1.703 | 1.648 | 1.611 |
| Umlaufvermögen | Mio. € | 228 | 113 | 153 | 127 | 77 |
| Sonstige Aktiva | Mio. € | 70 | 75 | 84 | 73 | 77 |
| Eigenkapital | Mio. € | 571 | 560 | 542 | 502 | 523 |
| Sonderposten | Mio. € | 1 | 1 | 4 | 5 | 6 |
| Fremdkapital | Mio. € | 1.207 | 1.123 | 1.220 | 1.176 | 1.083 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | Mio. € | 23 | 20 | 174 | 165 | 153 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 1.802 | 1.704 | 1.940 | 1.848 | 1.765 |
| Eigenkapitalquote | % | 31,7 | 32,9 | 28,0 | 27,1 | 29,6 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | 116 | 146 | 192 | 82 | 141 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | Mio. € | -11 | -36 | -107 | -97 | -78 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | Mio. € | -103 | -109 | -87 | 16 | -63 |
| Umsatzerlöse (inkl. Strom- und Erdgassteuer) | Mio. € | 1.630 | 1.346 | 1.554 | 1.402 | 1.389 |
| Jahresüberschuss | Mio. € | 111 | 117 | 140 | 78 | 123 |
| Ausschüttung | Mio. € | 99 4 | 99 | 99 | 99 | 99 |
| Dividende je Aktie | € | 2,80 4 | 2,80 | 2,80 | 2,80 | 2,80 |
| Lechwerke AG nach HGB | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | |
| Anlagevermögen | Mio. € | 1.569 | 1.385 | 1.278 | 1.324 | 1.297 |
| Umlaufvermögen | Mio. € | 101 | 211 | 192 | 181 | 223 |
| Sonstige Aktiva | Mio. € | 65 | 33 | 42 | 8 | 13 |
| Eigenkapital | Mio. € | 492 | 473 | 400 | 385 | 385 |
| Sonderposten | Mio. € | 7 | 8 | 10 | 11 | 13 |
| Fremdkapital | Mio. € | 1.090 | 1.003 | 957 | 974 | 990 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | Mio. € | 146 | 145 | 145 | 143 | 145 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 1.735 | 1.629 | 1.512 | 1.513 | 1.533 |
| Eigenkapitalquote | % | 28,3 | 29,0 | 26,4 | 25,5 | 25,1 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | 150 | 218 | -17 | 151 | -158 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | Mio. € | -131 | -138 | 41 | -61 | 31 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | Mio. € | -29 | -71 | -50 | -93 | 120 |
| Umsatzerlöse (inkl. Strom- und Erdgassteuer) | Mio. € | 1.477 | 1.371 | 1.393 | 1.530 | 1.531 |
| Jahresüberschuss | Mio. € | 112 | 158 | 85 | 71 | 71 |
| Ausschüttung | Mio. € | 92 | 92 | 85 | 71 | 71 |
| Dividende je Aktie | € | 2,60 | 2,60 | 2,40 | 2,00 | 2,00 |
1
Zum 1. Januar 2021 wurden die Wendelsteinbahn GmbH, die Wendelsteinbahn Verteilnetz
GmbH und die Elektrizitätswerk Landsberg GmbH entkonsolidiert und sind nicht mehr
in den Gruppenzahlen enthalten
2
In den Geschäftsjahren 2021 und 2020 bereinigt um Effekte aus Commodity-Derivaten
3
Full Time Equivalents (1 FTE = 1 Vollzeitstelle), inkl. der Auszubildenden und der
geringfügig Beschäftigten
4
Vorgeschlagene Ausschüttung bzw. Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 der
Lechwerke AG, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2022
Schaezlerstraße 3
86150 Augsburg
investor-relations@lew.de