MPC Münchmeyer Petersen Capital AGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERN-JAHRESABSCHLUSSI. Konzern-BilanzAktiva scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. III. Konzern-Eigenkapitalentwicklungscrollen
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Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. scrollen
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Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. IV. Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Einzahlungen, die entsprechend ihrem wirtschaftlichen Charakter aus Einzahlungen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit gehaltenen langfristigen Vermögensgegenstände resultieren (Veräußerungserlöse und Dividenden), werden in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Die aus den Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Quotenkonsolidierung berücksichtigten Finanzmittelfonds betragen EUR 3,2 Mio. V. Anhang zum Konzernabschlussder MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg, zum 31. Dezember 20221. Grundlegende InformationenDer MPC Münchmeyer Petersen Capital-Konzern ("MPC Capital", "MPC Capital-Konzern", "MPC Capital-Gruppe") ist ein unabhängiger Asset- und Investment-Manager für sachwertbasierte Kapitalanlagen. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG ("MPC Capital AG") ist die Konzernobergesellschaft der Gruppe. Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen entwickelt und managt die MPC Capital AG sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen für internationale institutionelle Investoren, Family Offices und professionelle Anleger. Das Geschäftsjahr der MPC Capital AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG ("MPC Capital AG") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg, Abteilung B, unter der Nummer 72691 eingetragen und die Aktien werden im Segment "Scale" der Deutschen Börse AG gehandelt. Der Sitz der Gesellschaft ist Hamburg, Deutschland. 2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist. 2.1 Grundlagen der AbschlusserstellungDie MPC Capital AG hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Bei der Aufstellung wurde von der Unternehmensfortführung ausgegangen. Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kapitalflussrechnung, den Anhang sowie den Eigenkapitalspiegel. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden in der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung verschiedene Posten zusammengefasst und entsprechend im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Des Weiteren wurden die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben in den Konzernanhang übernommen. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In Anlehnung an § 265 Abs. 5 HGB wurde die Konzerngewinn- und Verlustrechnung um das "Ergebnis vor Steuern (EBT)" erweitert. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung, sofern notwendig, geändert. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurde beachtet. Der Lagebericht des MPC Capital-Konzerns wurde in Anwendung von § 315 (5) HGB in Verbindung mit § 298 (2) HGB mit dem Lagebericht der MPC Capital AG zusammengefasst. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders dargestellt, werden alle Beträge in Tausend Euro angegeben. Bei der Rundung von Betrags- und Prozentangaben wurde eine kaufmännische Rundung vorgenommen. Dadurch kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 20. Februar 2023 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben. 2.2 Konsolidierungsgrundsätze und -methoden2.2.1 KonsolidierungIn den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen der MPC Capital-Konzern mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen. Tochterunternehmen: Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen die MPC Capital AG einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Kontrolle). Dies wird regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf die MPC Capital AG übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet. Die Kapitalkonsolidierung für von der MPC Capital AG gegründete oder von fremden Dritten erworbene Unternehmen, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode gemäß § 301 HGB. Bei der dabei verwendeten Neubewertungsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem darauf entfallenden Anteil der zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag, soweit werthaltig, wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Für die Tochterunternehmen, die nach § 296 HGB bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, werden bei dem erstmaligen Einbezug die Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung zugrunde gelegt. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, wird dies als Kapitalvorgang abgebildet. Zweckgesellschaften - Special Purpose Entities (SPE): Eine SPE stellt ein Unternehmen dar, das für einen klar definierten und eingegrenzten Zweck gegründet wird. Sofern der MPC Capital-Konzern bei für seine eng begrenzten und genau definierten Zwecke gegründeten Gesellschaften die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt, erfolgt gemäß § 290 (2) Nr. 4 HGB eine Vollkonsolidierung dieser Gesellschaften. Nicht beherrschende Anteile: Gemäß § 307 HGB wird für Anteile an einem in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen, die von konzernfremden Gesellschaftern gehalten werden, ein Ausgleichsposten im Eigenkapital in Höhe des anteiligen Eigenkapitals gebildet, der in den Folgejahren fortgeschrieben wird. Assoziierte Unternehmen: Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die die MPC Capital AG maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des MPC Capital-Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des MPC Capital-Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn der Verlustanteil des MPC Capital-Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des MPC Capital-Konzerns an diesem Unternehmen entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der MPC Capital-Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen werden - sofern notwendig - angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Veräußerungsgewinne und -verluste, die aus dem teilweisen Verkauf von Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture): Ein Joint Venture ist eine vertragliche Vereinbarung, in der zwei oder mehr Partner eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinsamer Führung durchführen. Hinsichtlich der Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht nach HGB ein Wahlrecht: Einbeziehung durch Quotenkonsolidierung oder nach der Equity-Methode. Die MPC Capital bilanziert Gemeinschaftsunternehmen nach der Quotenkonsolidierung. 2.2.2 KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis wurden neben der MPC Capital AG 129 (Vorjahr: 145) inländische und 5 (Vorjahr: 16) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. In der folgenden Übersicht sind sämtliche vollkonsolidierten Gesellschaften gemäß § 313 (2) Nr. 1 Satz 1 HGB enthalten: scrollen
1) Diese Gesellschaften machen von den
Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 bzw. §
264b HGB Gebrauch.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden insgesamt 7 (Vorjahr: 14) inländische und 5 (Vorjahr: 6) ausländische Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften üben keine nennenswerte operative Geschäftstätigkeit aus und sind auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MPC Capital-Konzerns entsprechend § 296 (2) HGB von untergeordneter Bedeutung und werden daher zu Anschaffungskosten bilanziert. In der folgenden Übersicht sind sämtliche nicht konsolidierten Gesellschaften gemäß § 313 (2) Nr. 1 Satz 2 HGB enthalten: scrollen
a) Assoziierte Unternehmen:Die folgenden Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen und werden gemäß § 312 HGB at equity konsolidiert: scrollen
1) Die Anteile werden teilweise zur
Weiterveräußerung gehalten.
b) Gemeinschaftsunternehmen:Die folgenden Gesellschaften sind Gemeinschaftsunternehmen und werden gemäß § 310 HGB quotal konsolidiert: scrollen
2.2.3 Veränderungen im Konsolidierungskreisa) Zugänge:Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr erstmalig vollkonsolidiert: scrollen
b) Abgänge:Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr entkonsolidiert: scrollen
c) Verschmelzungen:Folgende Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr auf die MPC Capital GmbH, Hamburg, verschmolzen: scrollen
d) Veränderungen in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie nachfolgenden Veränderungen resultieren aus der Entkonsolidierung der Cairn Real Estate B.V., Amsterdam / Niederlande, deren Anteile Ende Januar 2022 aus strategischen Gründen an einen britischen Investor veräußert wurden, sowie aus dem unterjährigen Übergang von der Quotenkonsolidierung auf die Vollkonsolidierung bei der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg. - Konzernbilanzscrollen
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
2.2.4 Schuldenkonsolidierung, Aufwands- und Ertragskonsolidierung, ZwischenergebniseliminierungForderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Dies umfasst auch innerhalb des Konsolidierungskreises bestehende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen bestanden nicht. 2.3 Währungsumrechnunga) TransaktionenGeschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die Berichtswährung umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen der Berichtsperiode erfasst. Für alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr erfolgt die Währungsumrechnung grundsätzlich unter Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 (1) Nr. 4 2. Halbsatz HGB) und des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 (1) HGB). b) KonzernunternehmenBei der Umrechnung von Abschlüssen von Tochterunternehmen, deren Währung nicht dem Euro entspricht, kommt gemäß § 308a HGB die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Dabei werden Vermögens- und Schuldposten mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags, die Aufwands- und Ertragsposten mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung galten, umgerechnet. Die bilanziellen Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zur Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebes erfolgsneutral im Eigenkapital nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Bei der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, finden die gleichen Grundsätze Anwendung wie bei konsolidierten Tochterunternehmen. c) WährungskurseWechselkurse der für den MPC Capital-Konzern bedeutenden Währungen: scrollen
Es handelt sich dabei um die Interbankenrate zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021. 2.4 Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände mit zeitlich befristeter Nutzungsdauer sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung dieser immateriellen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme von Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen auf die Werte der betreffenden immateriellen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Firmenwerte, bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird nach § 309 (1) i. V. m. § 253 (3) S. 1 ff. HGB entsprechend seiner erwarteten Nutzungsdauer jährlich abgeschrieben. Die identifizierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer von sieben Jahren linear abgeschrieben, da sie sich voraussichtlich über diesen Zeitraum amortisieren werden. Sofern Anzeichen für eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 309 (1) i. V. m. § 253 (3) S. 5 HGB vorgenommen. Wertaufholungen sind entsprechend § 309 (1) i. V. m. § 253 (5) S. 2 HGB unzulässig. 2.5 SachanlagenEinbauten sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt in der Regel linear über die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstands. Die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. Einbauten in gemieteten Räumen werden linear über den kürzeren Zeitraum von Mietdauer und erwarteter betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer der Einbauten, in der Regel drei bis 15 Jahre, abgeschrieben. Die Abschreibungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Einbauten sind in den Abschreibungen ausgewiesen. Kosten für Instandhaltung und Reparaturen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Gewinne und Verluste aus Verkäufen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 2.6 FinanzanlagenDie Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. 2.7 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten sowie gegebenenfalls unter Abzug von Wertminderungen für Einzelrisiken bewertet. Eine Wertminderung auf Forderungen für Einzelrisiken wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge eines Schuldners nicht vollständig einbringlich sind. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuldner in Insolvenz oder in ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertminderung. Wird hingegen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls als gering eingestuft, so wird eine bereits wertberichtigte Forderung wieder zugeschrieben. Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Forderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst. 2.8 Guthaben bei Kreditinstituten und KassenbestandGuthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand werden zum Nominalwert angesetzt. 2.9 RechnungsabgrenzungspostenRechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für die Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet. 2.10 RückstellungenRückstellungen berücksichtigen alle bei Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie werden nach § 253 (1) S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags vorsichtig unter Berücksichtigung zu erwartender Preis- und Kostensteigerung bewertet. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 (2) S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungsbeträge werden erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die Drohverlustrückstellungen, die sich im Rahmen der Bewertung derivativer Finanzinstrumente ergeben können, werden entsprechend der Glattstellungsmethode ermittelt. 2.11 VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden entsprechend § 253 (1) S. 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2.12 Laufende und latente SteuernEin latenter Steueraufwand oder -ertrag wird für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und den Wertansätzen im HGB-Konzernabschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Latente Steueransprüche werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom MPC Capital-Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Für den Aktivüberhang von primären latenten Steuern wurde von dem Aktivierungswahlrecht nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 274 HGB kein Gebrauch gemacht. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive und passive latente Steuern werden verrechnet angesetzt. Es wird ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde gelegt. 3. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz3.1 Entwicklung des Anlagevermögensscrollen
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Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 3.2 Immaterielle VermögensgegenständeBei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich im Rahmen der Erstkonsolidierung folgender Gesellschaften ergeben haben: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.
* = Die Beteiligung wurde im 1. Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 veräußert.
Nachträgliche Anschaffungskosten auf den Erwerb der Anteile an der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg, erhöhten den zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich durch Veräußerungsvorgänge und planmäßige Abschreibungen reduziert. 3.3 SachanlagenBei den Sachanlagen handelt es sich überwiegend um Einbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen oder in diesem Zusammenhang geleistete Anzahlungen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. 3.4 Finanzanlagen3.4.1 Anteile an assoziierten Unternehmen und BeteiligungenDie Anteile an assoziierten Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.
* = Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr
2022 veräußert.
MPC Capital hält über die CSI Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, und die Bluewater Investments GmbH & Co. KG, Hamburg, mittelbar die Aktien an der MPC Container Ships ASA. Die Beteiligung an der CSI Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, wird aufgrund der Erhöhung der Beteiligungsquote im Rahmen einer Kapitalerhöhung erstmals unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. 3.4.2 Kennzahlen der BeteiligungenDie nachfolgende Tabelle fasst die Kennzahlen zu den wesentlichen Beteiligungen zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.
1) Anteile werden zur
Weiterveräußerung gehalten
3.4.3 PersonenhandelsgesellschaftenAn den folgenden Personengesellschaften ist ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen persönlich haftende Gesellschafterin: Achte MPC Best Select Immobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Achte MPC Global Equity GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Achte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg AIP Alternative Invest Private Equity - geschlossene GmbH & Co. Investment-KG, Hamburg Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG, Hamburg Comoros Stream Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Dreiundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Dreiundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Dritte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg Dritte MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG, Hamburg Dritte MPC Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg Dritte MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg Dritte MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG i.L., Quickborn Dritte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Eastern Bay Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Einundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg Elfte MPC Private Equity GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Elfte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg Elvira Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Emerald Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Fünfte Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Fünfte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG, Hamburg Fünfte Best Select Leben GmbH & Co. KG, Hamburg Fünfte Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG, Hamburg HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Lombok Strait Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Luzon Strait Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg MPC Best Select Company Plan GmbH & Co. KG, Hamburg MPC Best Select Dynamik GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Best Select Rente GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Best Select Wachstum GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Global Equity Step by Step GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Global Equity Step by Step II GmbH & Co. KG, Hamburg MPC Global Equity Step by Step III GmbH & Co. KG, Hamburg MPC Global Equity Step by Step IV GmbH & Co. KG, Hamburg MPC Global Maritime Opportunity Private Placement GmbH & Co. KG i. L., Hamburg MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH & Co. KG i. L., Quickborn MPC Real Value Fund GmbH & Co. KG, Quickborn MPC Rendite-Fonds Britische Leben plus II GmbH & Co. KG i.L., Quickborn MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial IV GmbH & Co. KG i.L., Quickborn MPC Rendite-Fonds Leben plus spezial V GmbH & Co. KG i.L., Quickborn MPC Rendite-Fonds Leben plus V GmbH & Co. KG i.L., Quickborn MPC Rendite-Fonds Leben plus VI GmbH & Co. KG, Quickborn MPC Rendite-Fonds Leben plus VII GmbH & Co. KG i.L., Quickborn MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG i. L., Quickborn MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Asien GmbH & Co. KG, Hamburg MPC Solarpark GmbH & Co. KG i.L., Hamburg MPC Student Housing Venture I GmbH & Co. KG, Hamburg Neunte MPC Best Select I GmbH & Co.KG i.L., Hamburg Neunte Global Equity GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Neunte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Neunundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Neunundsechzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg Objektgesellschaft MPC München Gräfelfing GmbH & Co. KG i.L., Hamburg PB BS GMO GmbH & Co. KG, Hamburg Polarlight Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Rio Blackwater Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Hamburg Rio Dawson Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Hamburg Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Sachwert Rendite-Fonds Japan GmbH & Co. KG, Quickborn Santa Lucia Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Santa Maria Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg Sechste Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Sechste Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Sechste Best Select Leben GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Sechste Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Sechste Sachwert Rendite-Fonds Deutschland (Private Placement) GmbH & Co. KG, Hamburg Sechsundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Siebenundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Siebenundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Siebte Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Siebte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Siebte Best Select Leben GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Siebte Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Siebte MPC Global Equity GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Siebte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg Siebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG, Hamburg Vierte Best Select Deutschlandimmobilien II GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Vierte MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Vierte MPC Best Select Leben GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Vierte MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Vierundfünfzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i. L., Hamburg Youniq Greifswald GmbH & Co. KG, Hamburg Youniq Karlsruhe GmbH & Co. KG, Hamburg Youniq München II GmbH & Co. KG, Hamburg Zehnte MPC Best Select GmbH & Co. KG, Hamburg Zehnte Sachwert Rendite-Fonds Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG, Hamburg Zweite MPC Best Select Company Plan GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Zweite MPC Best Select Deutschlandimmobilien GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Zweite MPC Best Select Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Zweite MPC Best Select Venture Capital GmbH & Co. KG i.L., Hamburg Zweite MPC Real Estate Opportunity Private Placement Amerika GmbH & Co. KG i.L., Quickborn Zweite MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co. KG i.L., Quickborn Zweite Sachwert Rendite-Fonds Deutschland Technology GmbH & Co. KG, Hamburg Zweiundsiebzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG i.L., Hamburg 3.4.4 Wertpapiere des AnlagevermögensDie Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten insbesondere die Anteile an der MPC Energy Solutions N.V., Amsterdam / Niederlande, in Höhe von EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,3 Mio.), deren Aktien an der norwegischen Börse in Oslo im Vorjahr platziert wurden. 3.4.5 Sonstige AusleihungenBei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich überwiegend um mittel- und langfristige Darlehen zur Projektfinanzierung mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren. 3.5 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDer Forderungsspiegel setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und Verauslagungen. 3.6 Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 3.7 Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkungen: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Eine detaillierte Analyse der Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. 3.8 EigenkapitalDie detaillierten Veränderungen des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalentwicklung dargestellt. 3.8.1 Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital der MPC Capital AG beträgt unverändert EUR 35,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 35,2 Mio.). Das Grundkapital ist eingeteilt in 35.248.484 Stück (31. Dezember 2021: 35.248.484 Stück) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Die Aktien lauten auf den Inhaber. 3.8.2 Genehmigtes Kapital 2021Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 22. April 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. April 2026 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu EUR 17.624.242,00 durch Ausgabe von bis zu 17.624.242 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Bei einer Kapitalerhöhung ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann dabei auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien ganz oder teilweise von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, (1) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern; (2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. mit Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft, die von der Gesellschaft oder deren nachgeordneten Konzernunternehmen bereits zuvor ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts bzw. Optionsrechts bzw. nach Erfüllung ihrer Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde; (3) für Spitzenbeträge; (4) wenn die Aktien zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet, und die Kapitalerhöhung insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung ist die Anzahl veräußerter eigener Aktien anzurechnen, sofern die Veräußerung während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden; (5) zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2021 in die Gesellschaft einzulegen. 3.8.3 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert EUR 51,9 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 51,9 Mio.). 3.8.4 DividendeDie Hauptversammlung hat am 27. April 2022 auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,12 je Aktie mit einem Gesamtvolumen von EUR 4,2 Mio. für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. Die Dividende der MPC Capital AG wurde in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 des Körperschaftsteuergesetzes geleistet. 3.9 RückstellungenDie Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 3.10 VerbindlichkeitenDie Fälligkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 3.11 Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Bankverbindlichkeiten bestehen aus Darlehen für Projektfinanzierungen. 3.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Beratungskosten sowie aus dem laufenden Reedereibetrieb. Stichtagsbedingt sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr höher ausgefallen. 3.13 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehtDie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren insbesondere aus ausstehenden Einlagen gegenüber Projektgesellschaften sowie aus erhaltenen Ausschüttungen. 3.14 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 3.15 Latente SteuernAktive latente Steuern in Höhe von EUR 7,4 Mio. ergeben sich aus folgenden Bilanzposten: scrollen
Die Wertberichtigungen des Berichtsjahres auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Vermögensgegenstände beziehen sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf zukünftig abzugsfähige temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung. Zudem resultieren temporäre Differenzen in den sonstigen Rückstellungen aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste. Wesentliche temporäre Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, gibt es wie im Vorjahr keine. Die Aktivierung primärer latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden handelsrechtlichen Ansatzwahlrechts. 3.16 Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung künftiger Währungsrisiken, die sich insbesondere im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit im maritimen Bereich ergeben, wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Wechselkursschwankungen auszugleichen. So realisieren vor allem die Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften sowie die Harper Petersen Holding GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Umsätze in US-Dollar, die Ausgaben fallen dagegen im Wesentlichen in Euro an, so dass sich ein ändernder Wechselkurs wesentlich auf das Ergebnis auswirken kann. Zur Absicherung dieser Währungsrisiken wurde ein Teil der für das nachfolgende Geschäftsjahr vertraglich vereinbarten USD-Umsätze mit folgenden Währungssicherungsgeschäften unterlegt: scrollen
Die Bewertung zur Ermittlung des Marktwertes erfolgte auf Basis des Black & Scholes Modells. Der Ausweis der gezahlten Optionsprämien erfolgt in Höhe von EUR 6 Tsd. in den sonstigen Vermögensgegenständen. Sofern die Voraussetzungen gegeben sind, werden die derivativen Finanzinstrumente mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst (Micro-Hedge). Durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" werden die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts im Konzernabschluss nicht ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag wurden künftige Zahlungseingänge aus fest kontrahierten Kundenverträgen für das gesamte Geschäftsjahr 2023 in Höhe von insgesamt USD 9,8 Mio. im Rahmen von Bewertungseinheiten abgesichert. Fällige Sicherungsgeschäfte werden - soweit notwendig - durch neue Sicherungsgeschäfte prolongiert. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode beurteilt. Die erwartete Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung liegt bei 100%, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. 3.17 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen Eventualverbindlichkeiten entsprechend § 251 HGB. Hierbei handelt es sich um Ausfallgarantien und Höchstbetragsbürgschaften. Es bestehen Bürgschaften und Garantien von insgesamt EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.), die im Wesentlichen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften und Garantien resultieren. Derzeit gibt es keine Hinweise auf die Inanspruchnahme des MPC Capital-Konzerns aus den bestehenden Eventualverbindlichkeiten, da sich keine wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation bei den Gesellschaften, für die entsprechende Haftungsverhältnisse eingegangen wurden, ergeben haben. Eine Inanspruchnahme aus einer oder mehreren Eventualverbindlichkeiten hätte einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage des MPC Capital-Konzerns. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 14,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.). Der Anstieg resultiert insbesondere aus langfristigen Verlängerungen von Mietverträgen. Treuhänderisch gehaltene Kommanditeinlagen belaufen sich auf EUR 0,9 Mrd. (Vorjahr: EUR 1,3 Mrd.). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Beträge, mit denen die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds GmbH & Co. KG, Hamburg, im Handelsregister eingetragen ist. Sofern und soweit auf diese treuhänderisch gehaltenen Kommanditeinlagen fondsseitig Auszahlungen geleistet werden, die nicht gewinngedeckt sind, besteht das Risiko einer Inanspruchnahme in den Grenzen des § 172 (4) HGB. Für den überwiegenden Teil dieser Eventualverbindlichkeiten hat die TVP Rückgriffsmöglichkeiten gegenüber den jeweiligen Treugebern. Zusätzlich verwaltet die MPC Investment Services GmbH (treuhänderisch) Bankguthaben in Höhe von EUR 30,1 Mio. (Vorjahr: EUR 32,2 Mio.). 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung4.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Erbringung von Dienstleistungen. Eine Aufgliederung nach Umsatzarten und Regionen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 4.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren insbesondere aus außergewöhnlichen Erträgen aus Anlageabgängen, die sich im Wesentlichen aus der Veräußerung der niederländischen Tochtergesellschaft Cairn Real Estate B.V. ergaben. Die periodenfremden Erträge in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) entfallen überwiegend auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und auf Erträge aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen. 4.3 Materialaufwand - Aufwendungen für bezogene LeistungenIn diesem Posten werden insbesondere Kosten für bezogene Leistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Verwaltung und Instandhaltung von Immobilien und Schiffen stehen. 4.4 PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. In den Löhnen und Gehältern sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Anpassungen kommen. Aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen werden der MPC Capital durchschnittlich 43 Mitarbeiter (Vorjahr: 66 Mitarbeiter) zugerechnet. Zum 31. Dezember 2022 waren insgesamt 155 Mitarbeiter beschäftigt. 4.5 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 4.6 Erträge aus BeteiligungenDie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus Gewinnausschüttungen von Projektgesellschaften. 4.7 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.) ergeben sich im Wesentlichen aus den Ausleihungen im Rahmen der Projektfinanzierungen. 4.8 Abschreibungen auf FinanzanlagenIm Geschäftsjahr mussten Abschreibungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) vorgenommen werden, da insoweit von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Diese Abschreibungen betreffen vereinzelte Wertanpassungen, die vor dem Hintergrund der veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen aus kaufmännischer Vorsicht vorgenommen wurden. 4.9 Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergeben sich insbesondere aus Zinsaufwendungen im Rahmen der Projektfinanzierungen. Abzinsungen von Forderungen und Aufzinsungen von Verbindlichkeiten ergaben sich wie im Vorjahr nicht. 4.10 Equity-Ergebnis assoziierter UnternehmenDas Equity-Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von EUR 15,7 Mio. (Vorjahr: EUR -2,5 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus den Dividenden der MPC Container Ships ASA. 4.11 Steuern vom Einkommen und vom ErtragAls Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Im Geschäftsjahr 2022 unterlag eine in Deutschland ansässige Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer, deren Höhe sich nach den unterschiedlichen Hebesätzen der einzelnen Gemeinden richtet. Zudem unterliegen die Konzern-Ertragsteuern dem Einfluss der in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen bestehenden Möglichkeit, beim Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr den Gewinn pauschal aufgrund der Nettoraumzahl des Schiffes und nicht durch Betriebsvermögensvergleich zu ermitteln. Der Konzernsteuersatz entspricht dem deutschen Steuersatz der Muttergesellschaft MPC Capital AG und beläuft sich auf 32,28% (Vorjahr: 32,28%). Dieser Steuersatz setzt sich aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 470% zusammen. Die Anwendung des Ertragsteuersatzes des Konzernunternehmens von 32,28% auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern würde zu einem erwarteten Steueraufwand von EUR -10,1 Mio. (Vorjahr: EUR -3,4 Mio.) führen. Die Differenz zwischen diesem Betrag und dem effektiven Steueraufwand von EUR -3,0 Mio. (Vorjahr: EUR -3,1 Mio.) ist aus der folgenden Überleitungsrechnung ersichtlich. scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. Die Abweichungen, die unter dem Posten "Abweichende Steuersätze" ausgewiesen sind, resultieren aus den vom Steuersatz der MPC Capital AG abweichenden Steuersätzen der in- und ausländischen Konzerngesellschaften. 5. Sonstige Angaben5.1 Name und Sitz des MutterunternehmensDie MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Dieser wurde gem. den nach § 290 ff. HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Das Mutterunternehmen der MPC Capital AG, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg. Der Konzernabschluss der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg, wird beim Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 149498 zur Offenlegung eingereicht. 5.2 Organe der Gesellschafta) Mitglieder des Vorstands im Berichtsjahr:Ulf Holländer, Vorstand, Hamburg, (Vorsitzender) (CEO; Chief Executive Officer) Dr. Philipp Lauenstein, Vorstand, Hamburg (CFO; Chief Financial Officer) Constantin Baack, Vorstand, Hamburg (Executive Board Member Shipping) b) Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr:Dr. Axel Schroeder (Vorsitz) Geschäftsführer der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg Joachim Ludwig Geschäftsführer der Ferrostaal GmbH, Essen Dr. Ottmar Gast Ehemals Chairman of the Advisory Board der Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co KG, Hamburg c) Vergütung der Organe:Für das Geschäftsjahr 2022 wurden den Vorständen der MPC Capital AG Gesamtbezüge in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) bewilligt. Den Aufsichtsräten wurden im selben Zeitraum Gesamtbezüge in Höhe von brutto EUR 180 Tsd. (Vorjahr: EUR 180 Tsd.) bewilligt. Sämtliche Organbezüge sind kurzfristig fällig. 5.3 ErgebnisverwendungDer Vorstand wird mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung am 27. April 2023 vorschlagen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 7,5 Mio. wie folgt zu verwenden: scrollen
5.4 Honorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers stellt sich wie folgt dar: scrollen
Anmerkung: Es kann zu rundungsbedingten Abweichungen kommen. 5.5 NachtragsberichtNach dem 31. Dezember 2022 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MPC Capital AG haben dürften.
Hamburg, den 20. Februar 2023 Ulf Holländer, Vorsitzender Dr. Philipp Lauenstein Constantin Baack Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022I. Grundlagen der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG und des KonzernsGeschäftsmodellDer MPC Münchmeyer Petersen Capital-Konzern ("MPC Capital", "MPC Capital-Konzern", "MPC Capital-Gruppe") ist ein international ausgerichteter Asset- und Investment-Manager sowie Co-Investor für sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen. Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG ("MPC Capital AG") ist die Konzernobergesellschaft der Gruppe. Sie ist seit dem Jahr 2000 börsennotiert und seit März 2017 im "Scale"-Segment der Deutschen Börse in Frankfurt (Freiverkehr) gelistet. Die MPC Capital-Gruppe entwickelt und initiiert sachwertbasierte Kapitalanlagen für institutionelle Investoren. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Partnern bietet die Gruppe dabei ein breites Spektrum an Dienstleistungen - von der Auswahl, Initiierung und Strukturierung eines Investments in Sachwerte über das aktive Management und die Verwaltung der Anlage bis hin zur Entwicklung und Umsetzung einer auf die Anforderungen der Investoren zugeschnittenen Exit-Strategie. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot der MPC Capital-Gruppe konzentriert sich dabei auf die drei Kernsegmente Real Estate, Renewables und Shipping. Mit ihrer langjährigen Expertise und einem umfassenden internationalen Netzwerk an Partnern strebt die MPC Capital-Gruppe die Identifizierung von Marktchancen an, um Investitionsobjekte und Investoren zusammenzuführen. Die MPC Capital-Gruppe erzielt aus den Investitionsprojekten laufende Managementvergütungen ("Management Fees") sowie aus der Anbindung und dem Verkauf von Assets einmalige und zum Teil performancebezogene Transaktionserlöse ("Transaction Fees"). Zudem beteiligt sich die MPC Capital-Gruppe in der Regel als Co-Investor an den Investitionsvorhaben und generiert hierüber sonstige betriebliche Erträge oder Erträge aus Beteiligungen. Organisation und FührungsstrukturenDie Geschäftsaktivitäten der MPC Capital-Gruppe sind in eine produktgenerierende Einheit ("MPC Capital") sowie in Dienstleistungs- und Managementeinheiten ("Management Units") gegliedert.
MPC Capital ist als Investment-Manager und Co-Investor fokussiert auf die Initiierung und das Management von Investment-Lösungen ("Investment Vehicles") in den drei Kern-Assetklassen Real Estate, Renewables und Shipping. Sie verfolgt dabei das Ziel, sachwertbasierte Investitionen zu entwickeln, die exakt auf die Bedürfnisse der Investoren zugeschnitten sind. In der Regel beteiligt sich MPC Capital als Co-Investor mit bis zu 10 % an den Investment Vehicles, in Einzelfällen auch darüber. Innerhalb der MPC Capital arbeiten auf die drei Asset-Klassen Real Estate, Renewables und Shipping spezialisierte Investment- und Transaktions-Teams. Sie werden unterstützt von bereichsübergreifenden Support-Funktionen wie Legal, HR, IT und Marketing. Zentraler Bestandteil der MPC Capital-Gruppe sind zudem die Management Units, deren Kernkompetenz das operative Management der von den Investment Vehicles gehaltenen Assets ist. Sie verfügen über einen hohen Spezialisierungsgrad und sind zum Großteil in Joint Venture-Strukturen eingebettet, um gemeinsam mit marktführenden Partnern wettbewerbsfähige Dienstleistungen anbieten zu können - sowohl für Investment Vehicles der MPC Capital-Gruppe als auch für Dritte. Strategische Partnerschaften bringen zusätzliche Wachstumsimpulse für das Investment- und Transaktionsgeschäft. Zu den Aktivitäten der Management Units gehören im Wesentlichen: Technisches Management und IT-Dienstleistungen für Containerschiffe, Massengutfrachter und Tankschiffe: Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management GmbH & Co. KG, Ahrenkiel Vogemann Bolten GmbH & Co. KG und Waterway IT Solutions GmbH & Co. KG. Kommerzielles Management für Containerschiffe und Tankschiffe: Harper Petersen Holding GmbH & Co. KG und Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG. Dienstleistungen und treuhänderische Aufgaben im Zusammenhang mit Kapitalanlagen im Retail Business: MPC Investment Services GmbH und TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH & Co. KG. Verschiedene Service-Angebote im Zusammenhang mit der Betreuung privater Anleger sind an externe Dienstleister ausgelagert. Die niederländische Tochtergesellschaft Cairn Real Estate B.V., die im Investment und Asset Management von Immobilien in den Niederlanden tätig ist, wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2022 an die britische Schroders Group veräußert. Ziele und StrategienDie MPC Capital-Gruppe verfolgt das Ziel, in den strategischen Asset-Segmenten zu den führenden unabhängigen Asset- und Investment-Managern für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen zu gehören. Zum 31. Dezember 2022 verwaltete die Gruppe Sachwerte mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 4,2 Mrd. ("Assets under Management"). Ziel ist es, jährlich Assets im Volumen zwischen EUR 0,5 Mrd. und EUR 1,0 Mrd. für das Geschäft mit institutionellen Kunden neu anzubinden. Die Erwirtschaftung nachhaltiger Cashflows, eine solide Unternehmensfinanzierung und damit insbesondere eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung, sowie der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen und ökologischen Belangen sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie. Bindeglied zwischen Asset und InvestorDie zentrale Expertise von MPC Capital ist das Zusammenbringen von Investoren und Investitionsmöglichkeiten sowie die Umsetzung von Asset-Transaktionen von der Auswahl über den Ankauf der Assets bis hin zum Exit. Die Kunden können je nach Bedarf den gesamten Investitions- und Wertschöpfungsprozess mit der MPC Capital-Gruppe gemeinsam gehen - oder flexibel einzelne Phasen und Leistungen für ihre Investitions- und Geschäftstätigkeit abrufen. Das operative Management der Assets wird zu einem Teil in Kooperation mit marktführenden Partnern angeboten. Die Leistung der MPC Capital-Gruppe besteht dabei darin, sachwertbasierte Anlagen aus den drei Asset-Klassen Real Estate, Renewables und Shipping von der Auswahl über die aktive (Weiter-) Entwicklung bis hin zum Exit zu managen und hierdurch ihren Wert zu maximieren. Investment Vehicles orientieren sich an der Strategie des InvestorsDie strukturelle Ausgestaltung der Investment Vehicles orientiert sich neben den Marktgegebenheiten vor allem an der Strategie des jeweiligen Investors und dem zugrundeliegenden Asset. Ob Fund Solutions (zum Beispiel in Form eines Alternativen Investment Fonds), Listed Platforms (zum Beispiel in Form einer Börsennotiz), Separate Accounts (Direktinvestition) oder ein anderes rechtliches Konstrukt - MPC Capital bietet als Investment-Manager umfassende Expertise für ein breites Spektrum an Strukturierungslösungen. Die Verteilung der Assets under Management nach Investment-Kategorien stellt sich wie folgt dar:
Vertrieblich richtet sich MPC Capital primär an internationale institutionelle Kunden, Family Offices und andere professionelle Investoren. Zum weiteren Kundenkreis zählen Drittunternehmen sowie vermögende Privatanleger, Bestandskunden und Vertriebspartner. Dabei kommen für die verschiedenen Phasen eines Asset-Zyklus Investorentypen mit jeweils unterschiedlichem Risikoprofil in Frage: Während beispielsweise für die Entwicklungsphase eines Projekts Investoren mit höheren Renditeerwartungen und ausgeprägtem Risikoprofil in Frage kommen, beteiligen sich an etablierten Projekten mit stabilen Cashflows in der Regel Investoren mit geringeren Renditeanforderungen und einem ausgewogenen Risikoprofil. Auswahl der Assets orientiert sich an MarktbedürfnissenBei der Auswahl der Assets orientiert sich die MPC Capital-Gruppe an aktuellen Marktbedürfnissen und arbeitet intensiv daran, Marktsektoren, Marktnischen oder Megatrends frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise konnten Markttrends wie nachhaltige Wohnimmobilien, Feeder-Containerschiffe im maritimen Sektor oder erneuerbare Energien in Schwellenländern identifiziert und erfolgreich besetzt werden. Co-Investment: MPC Capital beteiligt sich mit EigenkapitalZum Gleichlauf der Interessen von Investoren und Fondsmanager, investiert MPC Capital selbst einen Teil des Eigenkapitals ("Co-Investment"). Das Co-Investment liegt je nach Volumen und Art des Assets bei bis zu 10 % bezogen auf das Eigenkapital des jeweiligen Investment Vehicle, in Einzelfällen auch darüber. Die Co-Investments werden primär unter Finanzanlagen als Beteiligung, im Einzelfall auch als Ausleihung oder Darlehen bilanziert. Kern der Strategie ist es, aus der Wertsteigerung der Co-Investments über das operative Dienstleistungsgeschäft hinaus sonstige betriebliche Erträge (Wertaufholungen) und Erträge aus Beteiligungen (Dividenden) zu erzielen. ESG als Selbstverständnis und zentraler Bestandteil der Investment-StrategieVerantwortungsbewusstes Asset- und Investmentmanagement ist im Kern der MPC Capital-Gruppe und ihrer Investments verankert. In der Produktgenerierung und im laufenden Management der Assets dienen die ESG-Prinzipien der MPC Capital als Leitlinie für nachhaltige und verantwortungsvolle Investments in allen Asset-Klassen und spiegeln das Engagement der MPC Capital für sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln wider. Die MPC Capital AG ist Signatory der Principles of Responsible Investment (PRI). Darüber hinaus sind Tochtergesellschaften oder Investment Vehicle Mitglieder oder Unterstützer von verschiedenen weiteren Initiativen, Programmen und Organisationen. Die MPC Capital AG beabsichtigt, ab Mitte 2023 regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen und zu veröffentlichen. SteuerungssystemDie Steuerung des MPC Capital-Konzerns ist auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtet. Zentrale Steuerungsgrößen sind dabei die Umsatzerlöse sowie umsatznahe sonstige betriebliche Erträge, die sich aus wiederkehrenden Erträgen aus dem Management und der Verwaltung der Bestandsfonds, dem Asset Management, der Beratung und Vermittlung im Zusammenhang mit Sachwertinvestitionen sowie aus Projekt- und Transaktionserlösen und Erträgen im Rahmen von Exit-Strategien bestehender Fonds und Investments zusammensetzen. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern ("Earnings Before Taxes", EBT), das Erträge aus Beteiligungen und Equity-Ergebnisse assoziierter Unternehmen mit umfasst. Grundlage einer soliden und nachhaltigen unternehmerischen Planung sind darüber hinaus eine angemessene Eigenkapitalausstattung sowie das Vorhalten ausreichender Liquidität im Konzern über einen angemessenen Planungszeitraum. Die Steuerungsgrößen für die MPC Capital AG sind das EBT, die Eigenkapitalausstattung sowie die Liquidität. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung herangezogen. Die Initiierung, Steuerung sowie die Einhaltung und Überwachung der unternehmerischen Aktivitäten obliegen auf Konzernebene dem Vorstand; auf operativer Ebene kommt diese Funktion den Geschäftsführern und Managing Directors der jeweiligen Tochtergesellschaften zu. Das Steuerungssystem ist zudem Bestandteil der Controlling- und Planungsprozesse im MPC Capital-Konzern. Der Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der MPC Capital AG wurden auf Basis des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt. II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenMit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine Ende Februar 2022 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich eingetrübt. Während noch zu Jahresbeginn 2022 die Erwartung vorherrschte, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2022 weiter von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen würde und erneut ein überdurchschnittlich starkes Wachstum zu erwarten wäre, hat sich das globale Wirtschaftswachstum im Verlauf des Jahres deutlich abgeschwächt. Stark gestiegene Rohstoff- und Energiepreise, die drastisch gestiegenen Inflationsraten sowie Unterbrechungen globaler Lieferketten und Corona-bedingte Lockdowns im asiatischen Raum wirkten sich dabei deutlich negativ auf das globale Wirtschaftswachstum aus. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, haben die Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik vollends aufgegeben und in mehreren, kurz aufeinander folgenden Schritten die Leitzinsen spürbar erhöht. So stieg der Leitzins der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft von 0 % zu Beginn des Jahres 2022 auf zuletzt 3,0 % im Februar 2023. Weitere Zinsschritte wurden angekündigt. 1 Steigende Zinsen und hohe Energiepreise führten zu einem Rückgang der Nachfrage nach Immobilien. Erstmals seit über zehn Jahren sanken im vierten Quartal die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland. Ein Rückgang des Mietniveaus ist unterdessen nicht zu beobachten. 2 Auch im Bereich der Erneuerbaren Energien haben die veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen und Störungen der Lieferketten teilweise zu Projektverzögerungen und erhöhten Preisen geführt. Vor dem Hintergrund der zeitgleich steigenden Energiepreise und des immensen Bedarfs an zusätzlichen Kapazitäten dürfte dies nach Einschätzung der Gesellschaft zu keinen nennenswerten Renditeeinbußen führen.
1
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ezb-zinsentscheid-notenbank-inflation-101.html
In Reaktion auf eine steigende Güternachfrage bei Verknappung von Angebot und Transportkapazitäten stiegen Fracht- und Charterraten zu Beginn des Jahres 2022 zunächst weiter. So konnte der Charterraten-Index HARPEX sein hohes Vorjahresniveau ausbauen und erreichte zur Mitte des Jahres mit knapp 4.600 Punkten einen neuen Höchststand. In der zweiten Jahreshälfte fiel der Index aufgrund von geringerer Nachfrage und sich auflösender Lieferkettenprobleme deutlich und schloss bei rund 1.700 Punkten. Der HARPEX (Harper Petersen Charter Rates Index) wird von Harper Petersen veröffentlicht und spiegelt die weltweite Preisentwicklung auf dem Chartermarkt für Containerschiffe wider. 3 Im Bereich der Tankschifffahrt haben die geopolitischen Spannungen und veränderte Handelsströme zu einem deutlichen Anstieg der Frachtraten geführt. 4 Angesichts der Marktturbulenzen durch den Ukrainekrieg und gestiegener Inflationsraten hatten auch institutionelle Anleger mit Abflüssen aus Fonds und Mandaten zu kämpfen. Zum 30. September 2022 verwalteten die Fondsgesellschaften in Deutschland ein Vermögen von insgesamt EUR 3,7 Billionen. Ende 2021 lag das Vermögen noch bei EUR 4,2 Billionen Euro. 5 Auch für die europäische Fondsbranche war 2022 ein besonders schwaches Jahr. Nach Angaben des Analysehauses Refinitiv mussten die Fondsanbieter von Anfang Januar bis Ende September EUR 323,6 Mrd. Abflüsse verdauen, wovon mehr als 40 Prozent auf das dritte Quartal entfielen. Ende 2021 betreute die Branche europaweit noch EUR 15,3 Billionen, Ende September waren es EUR 2,3 Billionen weniger. 6
3 https://www.harperpetersen.com/harpex
GeschäftsverlaufIn einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld hat sich die Multi Asset-Strategie von MPC Capital als weiterhin sehr robust erwiesen. Mit der Diversifizierung der Asset-Basis auf die drei Segmente Real Estate, Renewables und Shipping konnten negative Auswirkungen auf die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 abgefedert und das Geschäft erfolgreich ausgebaut werden. Zwar haben steigende Rohstoffpreise und gestörte Lieferketten sowie das veränderte Zinsumfeld auch in von MPC Capital gemanagten Investments zu Verzögerungen in der Realisierung von Projekten und steigenden Marktunsicherheiten geführt. Der Shipping-Bereich konnte jedoch in der ersten Jahreshälfte von hohen Charterraten und steigenden Asset-Bewertungen profitieren. In der zweiten Jahreshälfte führte die Abkühlung des Konjunkturklimas zu einer deutlichen Korrektur in der Containerschifffahrt. Der Shipping-Bereich war von den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nur unwesentlich betroffen. Der Umsatzanteil in dieser Region im Geschäftsjahr 2022 war vernachlässigbar. Die Bereiche Real Estate und Renewables haben keine Berührungspunkte mit der Ukraine oder Russland. Die globalen Klimaziele ziehen einen immensen Investitionsbedarf in alternative Formen der Energiegewinnung nach sich. Die steigende Nachfrage nach Investitionen in nachhaltige Sachwerte geben dem Geschäftsmodell der MPC Capital somit zusätzlich kräftigen Rückenwind. Erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Jahr 2022Insgesamt blickt das Management der MPC Capital auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf im Jahr 2022 zurück. Der Wegfall der Umsatzerlöse aus den veräußerten niederländischen Immobilienaktivitäten konnte zu einem Teil durch steigende Erlöse aus den Bereichen Renewables und Shipping kompensiert werden. Aus Co-Investments erzielte MPC Capital im Geschäftsjahr 2022 hohe Erträge, die letztendlich zu einem deutlich verbesserten Ergebnis gegenüber dem Vorjahr führten. Zusätzlich realisierte MPC Capital einen einmaligen Buchgewinn aus der Veräußerung der niederländischen Immobilienaktivitäten. Zur besseren Vergleichbarkeit weist MPC Capital ein um diesen Buchgewinn adjustiertes Konzernergebnis vor Steuern (EBT adj.) aus. Der Konzernumsatz ging - wie bei Aufstellung der Prognose im Februar 2022 erwartet - deutlich gegenüber dem Vorjahr zurück. Das EBT adj. lag mit rund EUR 12,0 Mio. bereits nach neun Monaten am oberen Ende der ursprünglichen Erwartungen (EUR 8,0 Mio. bis EUR 12,0 Mio.), woraufhin der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr auf rund EUR 15,0 Mio. erhöhte. Entsprechend dieser aktualisierten Prognose wurde das Geschäftsjahr 2022 mit einem EBT adj. von EUR 14,8 Mio. abgeschlossen. Die Anbindung von neuen Assets blieb mit EUR 0,4 Mrd. aufgrund des herausfordernden Marktumfelds leicht hinter dem langfristigen Ziel von einem Akquisitionsvolumen von EUR 0,5 Mrd. bis EUR 1,0 Mrd. pro Jahr zurück. Real EstateEnde Januar 2022 erfolgte das Closing für den Verkauf der niederländischen Tochtergesellschaft Cairn Real Estate B.V. ("Cairn"). Sie wurde zu einem Nettokaufpreis in Höhe von rund EUR 30 Mio. an einen britischen Investor veräußert. Die Transaktion trägt mit einem Buchgewinn in Höhe von EUR 16,5 Mio. zum Konzernergebnis der MPC Capital AG bei. Weitere Transaktionserlöse konnte MPC Capital durch den Verkauf einer Büroimmobilie in Erlangen realisieren. Für den ESG Core Wohnimmobilien Deutschland, einem auf nachhaltige Wohnimmobilien in Metropolregionen fokussierten Fonds, hat MPC Capital im Jahr 2022 zwei weitere Projekte angekauft. Das eine befindet sich im Hamburger Nordwesten, das andere Projekt entsteht in der Metropolregion Berlin. Der Fonds investiert zielgerichtet in Immobilienprojekte, die konsequent einem umfassenden Katalog an ESG-Kriterien entsprechen. Das Eigenkapital stammt von deutschen institutionellen Investoren. RenewablesIm Renewables-Bereich hat MPC Capital den Ausbau des Portfolios in der Karibik und Lateinamerika weiter vorangetrieben. Aktuell verfügt MPC Capital mit der börsennotierten Plattform MPC Energy Solutions und weiteren InvestmentVehikeln über ein sowohl geografisch als auch technisch diversifiziertes Portfolio. Es erstreckt sich über Wind-, Solar-PV- sowie Speicher-Projekte in neun Ländern mit einer Stromerzeugungskapazität von insgesamt rund 800 Megawatt. 7
7 AuM Overview Assets 31.12.2022
Zudem prüft MPC Capital weitere Wachstumsmöglichkeiten in anderen Märkten. Hierbei wurden insbesondere Wind- und Solar-PV-Projekte in Europa analysiert. In diesem Zusammenhang wurde im August 2022 ein Windpark in Deutschland mit einer Gesamtkapazität von rund 11 Megawatt erworben. ShippingGemeinsam mit internationalen Investoren hat MPC Capital ein Neubauprogramm für sechs Containerschiffe mit einer Kapazität von je 5.500 Standardcontainern und einem Investitionsvolumen von insgesamt USD 420 Mio. initiiert. Das spezielle Eco-Design der Schiffe zählt zu den modernsten und effizientesten derzeit verfügbaren Designs in der Containerschifffahrt. Im Vergleich zur bestehenden Flotte fällt der Treibstoffverbrauch um etwa 40 % geringer aus und die Neubauten sind für eine spätere Umrüstung auf einen CO 2-neutralen Antrieb vorbereitet. Für die Schiffe konnten zudem bereits Charterverträge in einem Gesamtvolumen von USD 600 Mio. über eine Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen werden. Zudem hat MPC Capital ein Projekt zum Neubau von zwei weiteren Containerschiffen initiiert, die mit klimaneutralem ("grünem") Methanol angetrieben werden. Die Schiffe haben ein Investitionsvolumen von insgesamt USD 78 Mio. und eine Kapazität von jeweils 1.300 Standardcontainern (TEU). Mit ihrem modernen Design und der fortschrittlichsten, auf grünem Methanol basierenden Antriebstechnologie zählen sie zu den ersten Containerschiffen, die bereits heute sämtliche von der International Maritime Organization (IMO) auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Emissionsreduzierung in der Schifffahrt erfüllen. Die beiden Schiffe sind ab der geplanten Ablieferung im Jahr 2024 für 15 Jahre an die norwegische Reederei NCL verchartert. Die beiden Neubauprogramme und die damit verbundenen sieben- bzw. 15-jährigen Chartervereinbarungen tragen im erheblichen Maße zum weiteren Ausbau der Erlösströme aus wiederkehrenden Management Fees bei. MPC Capital hat sich im Rahmen ihrer Co-Investment-Strategie an dem Neubauprogramm beteiligt, woraus sich zusätzliche Ergebnisbeiträge ergeben dürften. Entwicklung der Assets under Management (AuM)Die von der MPC Capital-Gruppe gemanagten Sachwerte ("Assets under Management / AuM") gingen zum 31. Dezember 2022 aufgrund der Veräußerung von Cairn erwartungsgemäß auf EUR 4,2 Mrd. (31. Dezember 2021: EUR 4,9 Mrd.) zurück. Aus dem Neugeschäft resultierten Asset-Zugänge in Höhe von EUR 0,4 Mrd. Demgegenüber standen Asset-Abgänge in Höhe von EUR 1,7 Mrd., wovon EUR 1,2 Mrd. dem Verkauf von Cairn zuzuordnen sind. Das Transaktionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2022 somit bei EUR 2,1 Mrd. Die Bewertungs- und Währungseffekte lagen bei EUR 0,6 Mrd. Sie sind insbesondere auf gestiegene Asset-Werte sowie einen stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Von den insgesamt EUR 4,2 Mrd. Assets under Management entfallen rund EUR 0,7 Mrd. (31. Dezember 2021: EUR 0,9 Mrd.) auf das frühere Retail Business. Die Assets under Management verteilen sich zu EUR 0,9 Mrd. auf Fund Solutions (Spezial-AIF, Geschlossene Fonds, etc.), zu EUR 1,2 Mrd. auf Listed Platforms (Assets von börsennotierten Gesellschaften) und zu EUR 2,0 Mrd. auf Separate Accounts (Einzel- oder Direkt-Investments, Club Deals und sonstige individuelle Investment-Strukturen). III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage des KonzernsDie Umsatzerlöse des MPC Capital-Konzerns gingen im Geschäftsjahr 2022 von EUR 42,3 Mio. auf EUR 36,5 Mio. zurück. Der Umsatzrückgang fiel etwas geringer aus als erwartet, da der Wegfall der Umsatzerlöse aus den veräußerten niederländischen Immobilienaktivitäten zu einem Teil durch ein stärkeres Wachstum in anderen Unternehmensbereichen kompensiert werden konnte. Aus Management Services erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2022 Umsätze in Höhe von EUR 29,2 Mio. (2021: EUR 28,1 Mio.). Dem Rückgang der Management Fees durch den Verkauf des niederländischen Immobiliengeschäfts stand ein signifikanter Anstieg der Management Erlöse aus den Bereichen Shipping und Renewables gegenüber. Die Erlöse aus Transaction Services gingen aufgrund von deutlich geringeren An- und Verkaufsaktivitäten im Immobilienbereich auf EUR 7,0 Mio. (2021: EUR 13,8 Mio.) zurück. Auch im Shipping-Bereich lagen die im Geschäftsjahr abgeschlossenen Transaktionen unter dem Vorjahr, wobei mit einer Reihe von Neubauprojekten die Grundlage für zukünftige Erlösströme gelegt werden konnte. Die Transaktionen im Renewables-Bereich stiegen durch verschiedene Projektankäufe in Lateinamerika deutlich an. Die übrigen Umsatzerlöse lagen 2022 bei EUR 0,3 Mio. (2021: EUR 0,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 26,5 Mio. (2021: EUR 16,4 Mio.). Sie umfassten im Wesentlichen den Buchgewinn aus der Veräußerung von Cairn, performancebezogene Erträge aus dem Shipping-Segment sowie Erträge aus Wechselkursänderungen infolge der Aufwertung des US-Dollars, denen allerdings auch höhere Aufwendungen aus Wechselkursänderungen gegenüberstanden. Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 2,7 Mio. (2021: EUR 2,1 Mio.). Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 19,8 Mio. (2021: EUR 21,9 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf von Cairn zurückzuführen. Der Aufwand war einmalig erhöht durch die Sonderzahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 154 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Hiervon sind 43 der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen zuzurechnen. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 191 (davon 66 aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen reduzierten sich weiter auf EUR 1,4 Mio. (2021: EUR 2,0 Mio.) und betrafen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert der Gesellschaften Wilhelmsen Ahrenkiel, Harper Petersen und Albis Shipping. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 23,6 Mio. deutlich über dem Vorjahr (2021: EUR 20,9 Mio.). Der Anstieg ist zum einen auf Wechselkursänderungen zurückzuführen (2022: EUR 3,3 Mio.; 2021: EUR 0,3 Mio.), zum anderen auf Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen (2022: EUR 3,7 Mio.; 2021: EUR 1,6 Mio.). Die Rechts- und Beratungskosten als größte Einzelposition gingen von EUR 6,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,8 Mio. zurück. Die IT-Kosten lagen bei EUR 1,9 Mio. (2021: EUR 2,2 Mio.) und waren noch einmalig durch die Migration der IT-Systeme in eine Cloud-basierte Infrastruktur belastet. Durch die Umstellung verfügt MPC Capital über eine zukunftssichere und kosteneffiziente IT-Umgebung. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich aufgrund der deutlich gestiegenen Erträge aus Buchgewinnen um EUR 3,8 Mio. von EUR 11,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 15,6 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Die Erträge aus Beteiligungen lagen bei EUR 2,4 Mio. (2021: EUR 1,2 Mio.) und betrafen Ausschüttungen von Beteiligungen im Shipping- und Immobilienbereich. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge lagen bei EUR 1,0 Mio. (2021: EUR 2,2 Mio.) und resultierten primär aus Ausleihungen im Rahmen von Projektfinanzierungen. Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden in Höhe von EUR 3,0 Mio. (2021: EUR 2,1 Mio.) vorgenommen. Sie betrafen insbesondere langfristige Projektfinanzierungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen lagen bei EUR 0,5 Mio. (2021: EUR 0,2 Mio.) und betrafen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Projektfinanzierungen. Das Equity-Ergebnis assoziierter Unternehmen stieg deutlich auf EUR 15,7 Mio. (2021: EUR -2,5 Mio.). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Rückflüsse aus Co-Investments in Form von Dividenden der MPC Container Ships. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei EUR 31,2 Mio. Im Vorjahr erzielte der MPC Capital-Konzern ein EBT in Höhe von EUR 10,4 Mio. Das um den Buchgewinn aus dem Verkauf von Cairn (EUR 16,5 Mio.) bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT adj.) betrug EUR 14,8 Mio. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 3,1 Mio. (2021: EUR 3,2 Mio.). Das Konzernergebnis betrug EUR 28,2 Mio. (2021: EUR 7,2 Mio.). Der nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter verbleibende Konzernüberschuss nach Minderheitsanteilen lag bei EUR 26,0 Mio. (2021: EUR 6,1 Mio.). Das Ergebnis je Aktie (nach Minderheitsanteilen) betrug EUR 0,74 (2021: EUR 0,17). Hiervon entfallen EUR 0,47 auf den einmaligen Ertrag aus der Veräußerung des niederländischen Immobiliengeschäfts. Ertragslage der AG (Konzernobergesellschaft)Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die MPC Capital AG Umsatzerlöse in Höhe von EUR 10,1 Mio. (2021: EUR 7,5 Mio.). Hiervon entfielen EUR 3,1 Mio. (2021: EUR 1,3 Mio.) auf Management- und Transaktionserlöse sowie EUR 7,1 Mio. (2021: EUR 6,2 Mio.) auf Umlagen auf Konzerngesellschaften, die vor allem administrative Dienstleistungen der MPC Capital AG als Holding gegenüber den Tochtergesellschaften betreffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 2022 bei EUR 6,4 Mio. (2021: EUR 5,4 Mio.) und resultierten zum Großteil aus Zuschreibungen auf wertberichtigte Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei EUR 6,2 Mio. (2021: EUR 5,7 Mio.). Der Anstieg ist auf die Sonderzahlung einer Inflationsausgleichsprämie zurückzuführen. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MPC Capital AG lag mit 34 auf dem Niveau des Vorjahres (2021: 35). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen deutlich auf EUR 14,6 Mio. (2021: EUR 8,1 Mio.). Dabei erhöhten sich insbesondere die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen auf EUR 4,4 Mio. (2021: EUR 1,5 Mio.) sowie die Aufwendungen aus Wechselkursänderungen auf EUR 2,1 Mio. (2021: EUR 0,7 Mio.). Die Rechts- und Beratungskosten stiegen auf EUR 3,0 Mio. (2021: EUR 1,5 Mio.). Die Beteiligungserträge stiegen deutlich auf EUR 16,8 Mio. (2021: EUR 12,3 Mio.) und reflektieren die Dividenden der MPC Container Ships. Dem gegenüber stehen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 4,4 Mio. (2021: EUR 12,2 Mio.). Aus Ergebnisabführungsverträgen erzielte die MPC Capital AG Erträge in Höhe von EUR 0,9 Mio. (2021: EUR 4,4 Mio.), aus Zinsen und ähnlichen Erträgen EUR 1,3 Mio. (2021: EUR 1,7 Mio.). Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich auf EUR 2,0 Mio. (2021: EUR 0,7 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich aufgrund gestiegener Beteiligungserträge deutlich von EUR 4,1 Mio. im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 8,2 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Der Steueraufwand lag 2022 bei EUR 1,0 Mio. (2021: EUR 1,0 Mio.). In der Folge stieg der Jahresüberschuss der MPC Capital AG auf EUR 7,3 Mio. (2021: EUR 3,1 Mio.). Der Gewinnvortrag vor Dividendenzahlung lag bei EUR 4,5 Mio. (2021: EUR -9,4 Mio.). Nach Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 4,2 Mio. (2021: EUR 0,0 Mio.) lag der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2022 bei EUR 7,5 Mio. Vermögens- und Finanzlage des KonzernsDie Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich im Zuge des deutlich gestiegenen Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2022 auf EUR 150,8 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 134,6 Mio.). Das Anlagevermögen verringerte sich von EUR 60,1 Mio. auf EUR 57,8 Mio. zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022. EUR 2,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 3,0 Mio.) entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) an der Gesellschaft Albis Shipping umfassen. Im Vorjahreswert waren noch Geschäfts- oder Firmenwerte weiterer Gesellschaften enthalten, die im Geschäftsjahr 2022 veräußert oder planmäßig abgeschrieben wurden. Das Finanzanlagevermögen, das im Wesentlichen das Co-Investment-Portfolio des MPC Capital-Konzerns abbildet, reduzierte sich auf EUR 54,9 Mio. zum 31. Dezember 2022 (31. Dezember 2021: EUR 56,4 Mio.). Das Umlaufvermögen erhöhte sich von EUR 74,3 Mio. zum Jahresende 2021 auf EUR 92,8 Mio. zum 31. Dezember 2022. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen zum 31. Dezember 2022 bei EUR 23,7 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 35,8 Mio.). Durch den Verkauf des niederländischen Immobiliengeschäfts sowie die hohen Rückflüsse aus dem Co-Investment-Portfolio erhöhte sich die Liquidität im Konzern (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) zum 31. Dezember 2022 deutlich auf EUR 69,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 38,5 Mio.). Das Eigenkapital erhöhte sich im Zuge der deutlichen Verbesserung des Bilanzgewinns von EUR 100,8 Mio. zum 31. Dezember 2021 auf EUR 123,2 Mio. zum 31. Dezember 2022. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gleichzeitig von 74,9 % auf 81,7 %. Rückstellungen waren zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 20,3 Mio. gebildet (31. Dezember 2021: EUR 19,6 Mio.). Der Anstieg resultiert aus erhöhten Rückstellungen für Personalkosten. Nach Ansicht des Vorstands wurde hiermit ausreichend Vorsorge für nachlaufende Aufwendungen in Verbindung mit der Fokussierung auf das Transaktions- und Investmentgeschäft sowie mögliche Kosten im Zusammenhang mit rechtlichen Auseinandersetzungen getroffen. Die Verbindlichkeiten konnten zum 31. Dezember 2022 deutlich auf EUR 7,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 14,0 Mio.) reduziert werden. Der Rückgang betrifft primär den Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, im Volumen von EUR 2,9 Mio. sowie sonstigen Verbindlichkeiten im Umfang von EUR 4,5 Mio. Der MPC Capital-Konzern wies im Berichtszeitraum einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 33,6 Mio. (2021: EUR 3,9 Mio.) aus. Einzahlungen aus Dividenden erhöhten sich auf EUR 17,8 Mio. (2021: EUR 1,1 Mio.). Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, lagen bei EUR 21,1 Mio. (2021: EUR -7,6 Mio.). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 8,6 Mio. (2021: EUR 8,4 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von EUR 30,0 Mio. (2021: EUR 11,8 Mio.) resultierten im Wesentlichen aus der Beteiligung als Co-Investor an verschiedenen Investitionsprojekten im Shipping- und Renewables-Bereich. Dem gegenüber standen Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von EUR 38,4 Mio. (2021: EUR 20,9 Mio.). Sie betrafen die Veräußerung von Finanzanlagen aus dem Real Estate- und Shipping-Bereich, insbesondere die Veräußerung der niederländischen Immobilienaktivitäten. Im Geschäftsjahr 2022 erhielt MPC Capital aus ihren Beteiligungen und Ausleihungen zudem Zinsen und Dividenden in Höhe von EUR 1,4 Mio. (2021: EUR 0,2 Mio.). Die Auszahlung einer Dividende der MPC Capital AG in Höhe von EUR 4,2 Mio. (2021: EUR 0,0 Mio.) sowie Dividendenzahlungen und Auszahlungen an andere Gesellschafter führten im Geschäftsjahr 2022 zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -6,0 Mio. (2021: EUR 1,8 Mio.). Das Vorjahr war geprägt durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4,0 Mio. Zins- und Tilgungsleistungen für Projektfinanzierungen in den einzelnen Asset-Bereichen lagen bei EUR -0,7 Mio. (2021: EUR -1,5 Mio.). Insgesamt erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Jahres auf EUR 69,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 38,5 Mio.). Vermögens- und Finanzlage der AG (Konzernobergesellschaft)Die Bilanzsumme der MPC Capital AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 141,7 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 123,5 Mio.). Das Anlagevermögen, das im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Finanzanlagen) sowie in geringem Umfang Sachanlagen umfasst, erhöhte sich leicht auf EUR 78,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 76,6 Mio.). Das Umlaufvermögen umfasste Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 30,8 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 41,8 Mio.). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Abbau von Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich durch die Kaufpreiszahlung aus der Veräußerung der Cairn Real Estate B.V. sowie Rückflüssen aus dem Co-Investment-Portfolio von EUR 5,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 32,8 Mio. zum 31. Dezember 2022. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital geringfügig auf EUR 107,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 104,2 Mio.). Die Eigenkapitalquote verringerte sich durch die gestiegene Bilanzsumme auf 75,6 % (31. Dezember 2021: 84,4 %). Die Rückstellungen erhöhten sich auf EUR 5,9 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 3,7 Mio.). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich deutlich auf EUR 28,6 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 15,6 Mio.). Sie resultierten im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZiel des Finanzmanagements der MPC Capital AG ist die Sicherstellung der finanziellen Stabilität und des unternehmerischen Handlungsspielraums der Gruppe. Das Liquiditätsmanagement des MPC Capital-Konzerns bildet auf Basis eines Planungsmodells den kurz- und langfristigen Liquiditätsbedarf des Konzerns ab. Die Liquiditätsplanung und die Liquiditätslage nehmen einen zentralen Stellenwert innerhalb des Risikomanagements des MPC Capital-Konzerns ein. Finanzielle und nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDie finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: scrollen
Eine Analyse von nicht-finanziellen Leistungsfaktoren erfolgt nicht, da sie nicht zur internen Steuerung herangezogen werden. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie wirtschaftliche Lage des MPC Capital-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2022 sehr positiv entwickelt. Der Wegfall der Umsätze aus den veräußerten niederländischen Immobilienaktivitäten konnte zu einem Teil durch steigende Erträge aus den Bereichen Shipping und Renewables kompensiert werden. Die hohen Rückflüsse aus Co-Investments - insbesondere Dividendenzahlungen der MPC Container Ships - haben zudem zu einem starken Finanzergebnis geführt. Im November 2022 hob der Vorstand die Prognose für das EBT adj. von ursprünglich EUR 8,0 Mio. bis EUR 12,0 Mio. auf rund EUR 15,0 Mio. an. Mit EUR 14,8 Mio. konnte dieses Ziel erreicht werden. MPC Capital hat die starke Marktphase in den Jahren 2021 und 2022 in der Containerschifffahrt genutzt, um nachhaltige Ertragsströme durch langfristige Charterverträge und Rückflüsse aus Co-Investment-Aktivitäten zu fixieren sowie eine hohe Visibilität auf die mittelfristige Ergebnisentwicklung zu schaffen. Der Verkauf der niederländischen Immobilienaktivitäten konnte zum Jahreswechsel 2021/2022 zudem in einem noch dynamischen Marktumfeld im Immobiliensegment realisiert werden. Die Liquidität im Konzern lag mit EUR 69,1 Mio. zum Bilanzstichtag auf einem sehr komfortablen Niveau, das für die weitere Entwicklung der Gesellschaft eine solide Basis darstellt. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, der nachhaltigen Immobilienprojekte und der Dekarbonisierung der maritimen Infrastruktur sieht MPC Capital erhebliche Wachstumschancen. Die wesentliche Herausforderung besteht darin, unter stark veränderten makroökonomischen Rahmenbedingungen attraktive Investitionsziele zu identifizieren sowie ausreichend Zugang zu institutionellen Investoren zu finden, um das Geschäft weiter auszubauen. Dividendenvorschlag in Höhe von EUR 0,20 je AktieAuf Grundlage der positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 27. April 2023 eine Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 0,20 vorzuschlagen. Für das Geschäftsjahr 2021 hatte die Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,12 beschlossen. Das entspräche einem Dividendenwachstum von 67 % gegenüber dem Vorjahr und einer Dividendenrendite von 6,2 %, bezogen auf einen durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2022 von EUR 3,22. Die Ausschüttungsquote läge bei 74 %, bezogen auf das um den einmaligen Ertrag aus der Veräußerung des niederländischen Immobiliengeschäfts bereinigten Konzernergebnis nach Minderheiten. Die Ausschüttungsquote liegt damit über der im Rahmen der Dividendenpolitik der Gesellschaft angestrebten Ausschüttung von bis zu 50 %, in Abhängigkeit von bestehenden Wachstumsmöglichkeiten, reflektiert aber die sehr positive Geschäftsentwicklung 2022 sowie den hohen Finanzmittelbestand. IV. Sonstige AngabenMitarbeiterDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MPC Capital-Konzerns haben im Geschäftsjahr 2022 mit ihrem hohen Engagement zu der positiven Entwicklung beigetragen. Eine langfristige Bindung der hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung des MPC Capital-Konzerns. Die MPC Capital-Gruppe verfolgt dabei das Ziel, sowohl über erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile als auch über nicht-finanzielle Anreize die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu stärken und deren Leistungsbereitschaft auf einem hohen Niveau zu halten. Nicht-monetäre Maßnahmen betreffen unter anderem die Arbeitszeitflexibilisierung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im MPC Capital-Konzern einen einmaligen Zuschuss für erhöhte Lebenshaltungskosten durch die hohe Inflation und stark gestiegene Energiepreise in Form einer Inflationsausgleichsprämie gewährt. In Deutschland entsprach diese Prämie dem Maximalbetrag des gesetzlich vorgesehenen Rahmens. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ausländischen Standorten erfolgte eine an die jeweilige Ländersituation angepasste und in der Höhe entsprechende Zahlung. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022 waren 154 Mitarbeiter im MPC Capital-Konzern beschäftigt, davon 43 Mitarbeiter aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen. Am Stichtag 31. Dezember 2022 waren 155 Mitarbeiter im Konzern tätig. In der MPC Capital AG waren im Durchschnitt des Geschäftsjahres 34 Mitarbeiter tätig, am Stichtag 33. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDie MPC Capital AG war im Geschäftsjahr 2022 ein von der MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH, Hamburg, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der MPC Capital AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Der Vorstand der MPC Capital AG erklärt hiermit, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht in irgendeiner Weise benachteiligt worden ist. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden." V. Chancen- und RisikoberichtGrundlagenUnsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei unangemessene Risiken zu steuern beziehungsweise zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei die grundsätzliche Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird. RisikomanagementsystemDas Risikomanagement beschäftigt sich mit der Identifikation der Risiken im MPC Capital-Konzern, deren Analyse und Bewertung, Überwachung und Steuerung. In regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal pro Jahr wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine konzernweite Risikoinventur durchgeführt. Die Risikoinventur erfolgt nach einem "Bottom-up-Prinzip" durch die einzelnen Geschäftseinheiten. Verantwortlich dafür sind Risikomanagement-Verantwortliche innerhalb der jeweiligen Einheiten, die den potenziellen Risiken Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen zuordnen. Diese Informationen werden im Bereich Konzerncontrolling aggregiert und im Rahmen eines Berichtswesens erfasst und wiedergegeben. Durch das integrierte, regelmäßige Berichtswesen wird der Vorstand über die Entwicklung der Risikosituation der einzelnen Einheiten und des gesamten MPC Capital-Konzerns informiert. Bei außergewöhnlichen und/oder außerplanmäßigen Veränderungen der Risikoposition ist der Vorstand zudem unverzüglich im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems zu informieren; dieser muss gegebenenfalls auch den Aufsichtsrat umgehend über die Veränderung der Risikosituation in Kenntnis setzen. Das Risikomanagementsystem des MPC Capital-Konzerns ermöglicht eine konzernweite, systematische Risikosteuerung und eine frühzeitige und ausreichende Risikovorsorge. Das Risikomanagement ist ein dynamischer und sich weiterentwickelnder Prozess. Erkenntnisse, die im täglichen Umgang mit Risiken und der Risikovorsorge gewonnen werden, leisten einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Optimierung des Systems. Darstellung der Chancen und RisikenDie Kategorisierung der wesentlichen Chancen und Risiken des MPC Capital-Konzerns entspricht der für Zwecke des Risikomanagements intern vorgegebenen Struktur und folgt der Bruttobetrachtung. Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen des MPC Capital-Konzerns in das Risikomanagementsystem eingebunden. Die Angaben gelten grundsätzlich auch für den Jahresabschluss der MPC Capital AG. Folgende wesentliche Chancen und Risiken für das Geschäft des MPC Capital-Konzerns wurden identifiziert: ChancenUmfeld- und marktbezogene ChancenAuch bei moderat steigenden Zinsen und einer höheren Inflation wird die Attraktivität von Investitionen in Sachwerte wie Immobilien, Schiffe oder Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien hoch bewertet. Gleichzeitig ist bei einem Anstieg des Zinsniveaus mit sinkender Nachfrage nach liquiden Assets wie Aktien zu rechnen. 8 Gleichzeitig wächst der Anlagebedarf von Investoren weltweit. Aus dem notwendigen Investitionsbedarf für die anstehende globale ökologische Transformation sieht MPC Capital starke Wachstumschancen für ihr Geschäft. Umweltaspekte, soziale Belange und Faktoren der Unternehmensführung werden bei der Entwicklung von neuen Investments eine immer stärkere Rolle spielen. Aus dem globalen Bestreben, die Klimaerwärmung einzudämmen, ergeben sich Chancen für die MPC Capital-Gruppe. Laut einer Studie der IIGCC (The Institutional Investors Group on Climate Change) dürften die Ziele des Pariser Abkommens bis 2050 Investitionen in Höhe von über 126 Billionen US-Dollar in Klimalösungen erfordern, wobei in den 2020er Jahren über 32 Billionen US-Dollar benötigt werden, von denen über 70 % vom Privatsektor bereitgestellt werden könnten. 9
8 Amundi Asset Management
Die MPC Capital-Gruppe sieht daher ein großes Marktpotenzial für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen sowie die intelligente Zusammenführung von Investoren und Investitionsobjekten und deren langfristige Unterstützung und Begleitung. Die Kombination der drei nicht oder allenfalls geringfügig korrelierten Asset-Bereiche Real Estate, Renewables und Shipping ermöglicht es, Risiken zu streuen, Skaleneffekte zu realisieren und damit die Profitabilität der MPC Capital-Gruppe zu stärken. Aus Sicht von MPC Capital ergeben sich durch Marktkorrekturen neue Chancen für attraktive Investments. Aufgrund des veränderten Zinsumfelds ist vor allem in den Bereichen Real Estate und Shipping mit einer vorerst nachlassenden Preisdynamik zu rechnen. WettbewerbschancenMPC Capital ist als unabhängiger Asset- und Investment-Manager spezialisiert auf sachwertbasierte Investitionen, Kapitalanlagen und deren Management. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen werden dabei individuelle Investitionsmöglichkeiten und Dienstleistungen für nationale und internationale institutionelle Investoren, Family Offices und dritte Unternehmen entwickelt und angeboten. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot konzentriert sich dabei auf die drei Asset Units Real Estate, Renewables und Shipping. Vor allem in den beiden Asset Units Real Estate und Shipping verfügt das Unternehmen dabei über einen nachweisbaren, umfassenden Track Record. Durch die enge Zusammenarbeit mit etablierten Industriepartnern und einem erfahrenen Team kann die MPC Capital-Gruppe auch auf eine über viele Jahre aufgebaute Expertise im Bereich der erneuerbaren Energien zurückgreifen. Bei der Sicherung attraktiver Projekte sowie deren Umsetzung kann sich die Gruppe zudem auf ein breites internationales Netzwerk aus Geschäftspartnern und Partnerunternehmen stützen. Chancen aus der Co-InvestmentstrategieUm den Gleichlauf der Interessen von Investor und Asset- und Investment-Manager sicherzustellen, beteiligt sich die MPC Capital-Gruppe in Abstimmung mit den Investoren in Bezug auf das jeweilige Projekt in der Regel mit maximal bis zu 10 % des Eigenkapitals des Investitionsprojekts ("Co-Investment"). Kern der Strategie ist es, prinzipiell keine Assets vollständig zu bilanzieren, sondern lediglich den Co-Investment-Anteil, um die Abhängigkeit von möglichen Markt- und Bewertungsschwankungen so gering wie möglich zu halten ("asset light"). Die aus der Wertsteigerung der Beteiligungen erzielten Erlöse werden als sonstige betriebliche Erträge oder Erträge aus Beteiligungen in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. RisikenUmfeld- und marktbezogene RisikenDurch den Krieg in der Ukraine sowie die Mischung aus hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen haben sich geopolitische und konjunkturelle Risiken deutlich erhöht. Dies kann dazu führen, dass in Projekten, bei denen MPC Capital als Investment-Manager und gegebenenfalls auch als Co-Investor agiert, die erwarteten Renditen nicht erzielt werden können. Ferner können die veränderten Rahmenbedingungen zu einer Zurückhaltung auf Investorenseite führen und geplante Neuprojekte oder -investments sich verzögern oder nicht realisiert werden. Marktbezogene RisikenDer wirtschaftliche Erfolg des MPC Capital-Konzerns ist stark von den Entwicklungen auf den globalen Finanz- und Kapitalmärkten abhängig. Starke Marktverwerfungen können Unternehmen wie die MPC Capital in ihrer Existenz bedrohen. Negative Entwicklungen können dabei nicht nur die Initiierung neuer Investmentprojekte und Dienstleistungen gefährden, sondern auch den Verlauf bestehender sachwertbasierter Kapitalanlagen und Investitionen beeinträchtigen und die Reputation der Marke MPC Capital schädigen. Ferner kann sich ein nachhaltig hohes Zinsniveau positiv auf andere Anlageformen auswirken und dazu führen, dass die Nachfrage nach sachwertbasierten Investitionen und Kapitalanlagen stagniert oder sich sogar rückläufig entwickelt. Der MPC Capital-Konzern entgegnet den marktbezogenen Risiken, indem bei der Identifizierung von Anlagezielen stets auch Argumente der Diversifikation und Zyklik berücksichtigt werden. Allein durch die angestrebte stärkere Gleichgewichtung der drei Asset-Klassen Real Estate, Renewables und Shipping reduziert der Konzern seine marktbezogenen Risiken im Verhältnis zu branchenfokussierten Sektorspezialisten. Steigender NachhaltigkeitsfokusZunehmende Anforderungen von Regierungen, Investoren und Geschäftspartnern in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte sowie Finanzierungsbeschränkungen für treibhausgasintensive Assets könnten für die MPC Capital-Gruppe zu zusätzlichen Kosten führen. Neue regulatorische Rahmenbedingungen - wie beispielsweise die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Kommission - oder aber auch eine Selbstverpflichtung gegenüber eigenen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen, bergen zusätzliche Haftungsrisiken. Darüber hinaus kann ein geschäftliches Engagement in Bereichen, die im Fokus gesellschaftlicher Diskussion zur Nachhaltigkeit stehen, negativ wahrgenommen werden und negative Medienaufmerksamkeit auslösen. Dies könnte zu Reputationsschäden führen und sich negativ auf die Erreichung der Geschäftsziele auswirken. MPC Capital entgegnet diesen Risiken unter anderem mit dem Ausbau der eigenen ESG-Prozesse und perspektivisch mit einer entsprechenden ESG-Berichterstattung unter Einbindung marktführender Standards und Rahmenwerke. MPC Capital wird in diesem Zusammenhang die Umsetzung der CSRD, insbesondere die Verabschiedung der in dem Rahmenwerk festzulegenden European Sustainability Reporting Standards, sowie der EU-Taxonomie eng verfolgen und sich entsprechend auf die Anforderungen auf das Risikomanagement und die (nicht-) finanzielle Berichterstattung vorbereiten. Verfügbarkeit von SachwertenAls Investment-Manager für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen ist MPC Capital auf eine geeignete Auswahl an attraktiven Sachwerten in den Asset Units Real Estate, Renewables und Shipping angewiesen. Weltwirtschaftliche, wettbewerbliche und regulatorische Veränderungen können hier einen wesentlichen Einfluss auf die Verfügbarkeit haben. Durch Diversifikation auf drei Segmente, ein umfangreiches Portfolio an Bestandsfonds und Investment Vehicles, ein breites Netzwerk an Partnern und gute Marktzugänge kann das Risiko einer Produktunterversorgung bei MPC Capital als gering eingestuft werden. Nachfrage von sachwertbasierten KapitalanlagenDie MPC Capital-Gruppe ist von der künftigen Entwicklung der Nachfrage nach sachwertbasierten Kapitalanlagen abhängig. Ein Rückgang der Nachfrage nach sachwertbasierten Kapitalanlagen ist aktuell noch nicht zu erkennen. Das Risiko eines Nachfragerückgangs, der die Entwicklung der MPC Capital-Gruppe beeinträchtigen könnte, ist vor dem Hintergrund der deutlichen Anhebung der Leitzinsen in den USA und den EURO-Staaten jedoch gestiegen. Regulatorische RisikenRegulierungsmaßnahmen sind deutlich durch die Europäische Union geprägt und werden weiterhin in den Mitgliedsstaaten vorangetrieben. Die Tiefe und der Umfang der aufsichts- und verbraucherschutzrechtlichen Vorgaben wirken sich auf Asset- und Investment-Manager aus und können mit regulatorischen Kosten einhergehen, die die Marge des MPC Capital-Konzerns beeinflussen können. Ferner muss die MPC Capital-Gruppe in bestimmten Situationen mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Auch dies kann die Marge des MPC Capital-Konzerns negativ beeinflussen. Leistungswirtschaftliche, organisatorische und strategische UnternehmensrisikenWettbewerbsrisikoDie MPC Capital-Gruppe hat den Anspruch, in ihren einzelnen Investment-Strategien zu den führenden unabhängigen Asset- und Investment-Managern für sachwertbasierte Kapitalanlagen und Investitionen zu gehören. Dabei steht das Unternehmen im Wettbewerb mit anderen Anbietern sachwertbasierter Finanzprodukte und Dienstleistungen. Durch die Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten auf internationale institutionelle Investoren, Family Offices und dritte Unternehmen hat sich der Kreis der Wettbewerber um vergleichbare international operierende Unternehmen erweitert. Grundsätzlich besteht ein unternehmerisches Risiko, dass es der MPC Capital-Gruppe nicht in ausreichendem Maße gelingt, sich nachhaltig bei ihren Kunden zu positionieren, zu etablieren sowie zielgruppenorientierte Produkte und Dienstleistungen anzubieten und nachhaltig Erträge zu erwirtschaften. Darüber hinaus besteht ein Risiko, dass es der Gruppe nicht im ausreichenden Maße gelingt, Assets in den jeweiligen Investment-Strategien anzubinden. Die MPC Capital-Gruppe begegnet diesem Risiko mit einer Konzentration auf sachwertbasierte Produkte und Dienstleistungen in speziellen Märkten mit einer hohen Nachfragedynamik innerhalb seiner Kernsegmente. Durch die Diversifikation in verschiedene Asset-Klassen kann das Risiko einer zyklischen Abhängigkeit von einem einzelnen Segment gemindert werden. Die spezielle im Unternehmen gehaltene Expertise und Erfahrung, das breite Netzwerk über Großaktionäre, Geschäftspartner und innerhalb der MPC Capital-Gruppe sowie eine gezielte personelle Verstärkung um Personen mit langjährigen Erfahrungen, insbesondere im Geschäft mit institutionellen Investoren, haben dazu beigetragen, dieses Risiko zu verringern. Operative RisikenBei der Planung und Entwicklung von neuen Investment-Projekten entstehen der MPC Capital-Gruppe Kosten durch die Suche geeigneter Anlageobjekte, die Untersuchung der Chancen und Risiken der Anlageobjekte und die Strukturierung der sachwertbasierten Kapitalanlage. Diese Kosten entstehen zum einen durch den Einsatz eigener Mitarbeiter und zum Teil durch den Einsatz externer Dienstleister und Berater. Ein Großteil dieser Kosten der MPC Capital-Gruppe wird erst dann kompensiert, wenn eine bestimmte Kapitalanlage realisiert wird und die MPC Capital-Gruppe die entsprechenden Gebühren vereinnahmt. Wird eine sachwertbasierte Kapitalanlage nicht realisiert, so sind die während der Planung und Entwicklung angefallenen Kosten von der MPC Capital-Gruppe selbst zu tragen. Die MPC Capital-Gruppe initiiert Investment-Projekte mit bekannten und zuverlässigen Partnern und beteiligt sich an diesen Projekten oftmals als Minderheitsgesellschafter. Die Partner könnten einen erhöhten Co-Investmentanteil der MPC Capital-Gruppe fordern, eine negative Entwicklung der Projekte könnte Verluste der MPC Capital-Gruppe zur Folge haben und ein Verlust dieser Partner könnte sich negativ auf die Fähigkeit der MPC Capital-Gruppe zur Akquisition geeigneter Anlageobjekte auswirken. Aufgrund des Managements von Kapitalanlagen in Sachwerten, auch aufgrund ihrer Beteiligung mit Co-Investments an Kapitalanlagen, ist die MPC Capital-Gruppe zum Beispiel baulichen, gesetzlichen und umweltrechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Entwicklung von Projekten erfordert schon im Stadium der Planung und der Umsetzung die Einhaltung einer Vielzahl von Vorschriften und ist vom Erhalt verschiedener Genehmigungen abhängig und kann selbst während der Realisierungsphase noch an gesetzlichen und behördlichen Anforderungen scheitern oder diese können zu Verzögerungen, Änderungsbedarf und erheblichen Kostensteigerungen führen. Kostenbudgetüberschreitungen könnten sich auch negativ auf die von der MPC Capital-Gruppe vereinnahmte Vergütung auswirken. Die MPC Capital-Gruppe ist zur Projektfinanzierung der Investment Vehicles teilweise auf Finanzierung durch Kreditinstitute angewiesen und könnte nicht in der Lage sein, künftig ausreichende Finanzierung durch Kreditinstitute oder Anschlussfinanzierungen für auslaufende Finanzierungen durch Kreditinstitute zu erhalten. In der Asset-Klasse Shipping resultieren zudem Risiken aus dem operativen Betrieb (Ausfälle, Schäden, Havarien) und einer mangelnden Auslastung der Schiffe, was zu geringeren Vergütungen oder sogar zum Verlust des Charter- bzw. Bereederungsvertrags führen könnte. Operative Risiken gehen auch mit dem Betrieb von Immobilien- und Renewables-Projekten einher. Sämtlichen Risiken wird mit einem Höchstmaß an Professionalität begegnet. Dies betrifft die Organisation in der MPC Capital-Gruppe, aber auch die Auswahl von Partnern und Dienstleistern. Zudem können operative Risiken mit Versicherungen teilweise begrenzt werden. LieferkettenmanagementMPC Capital ist als Asset- und Investmentmanager nur indirekt von Lieferketten abhängig. Die Ergebnisse der operativen Einheiten sowie einzelner Investment Vehicles hängen jedoch in Teilen von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung der Versorgungskette für Bauteile, Materialien und Rohstoffe ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf eine ineffektive Steuerung der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Produktionsengpässen, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und zusätzlichen Kosten und zu niedrigeren Rückflüssen aus den Investment Vehicles führen. Unerwartete Preissteigerungen von Materialien und Rohstoffen aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf die Leistung von MPC Capital auswirken. PersonalrisikenDie zukünftige Entwicklung der MPC Capital-Gruppe hängt in besonderem Maße an der im Unternehmen vorhandenen Expertise und Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es gilt insbesondere Schlüsselpersonen an das Unternehmen zu binden. Der MPC Capital-Gruppe ist dies bisher durch eine partnerschaftliche Unternehmenskultur und verschiedene finanzielle und nicht-finanzielle Anreize gelungen. Rechtliche RisikenIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von rund EUR 8,4 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 8,5 Mio.) enthalten. Die Rückstellungen bilden nach Auffassung der Gesellschaft eine angemessene Risikovorsorge für gegen die MPC Capital-Gruppe mögliche oder anhängige Inanspruchnahmen. Anzahl und Volumen der gegen die MPC Capital-Gruppe gerichteten Klagen haben im Jahr 2022 weiter abgenommen. Es gibt unverändert keine rechtskräftigen Urteile gegen die MPC Capital-Gruppe. Im Zusammenhang mit Private Placements, für die keine Verkaufsprospekte zu erstellen sind, bestehen Risiken der Inanspruchnahme wegen der Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten. Allerdings haben diese Fonds in aller Regel sehr erfahrene Anleger gezeichnet, bei denen die Anforderungen an den Umfang der zur Verfügung zu stellenden Informationen grundsätzlich geringer sind. Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht sind nach wie vor Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) anhängig. In diesen Verfahren werden insbesondere die Verkaufsprospekte vorab einer Prüfung durch das Oberlandesgericht unterzogen. Das Oberlandesgericht prüft verbindlich für die in der Regel am Landgericht anhängigen Verfahren, ob Verkaufsprospekte Fehler aufweisen oder nicht. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts kann zunächst durch den Bundesgerichtshof überprüft werden, bevor die Verfahren am Landgericht fortgeführt werden. In diesem Zusammenhang hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2022 wiederholt entschieden, dass die geltend gemachten Anspruchsgrundlagen im Anwendungsbereich des Verkaufsprospektgesetzes durch die spezialgesetzlichen Bestimmungen verdrängt sind. Letztere sind in der Regel verjährt. Die MPC Capital-Gruppe wird weiterhin von österreichischen Anlegern im Hinblick auf den in Österreich erfolgten und seit 2012 eingestellten Vertrieb in Anspruch genommen. Für den Vertrieb ist die dort ansässige Vertriebsgesellschaft, die CPM Anlagen Vertriebs GmbH in Liquidation, eine Tochtergesellschaft der MPC Capital AG, eingeschaltet worden. Anleger berufen sich darauf, dass ihnen eine sogenannte Anlegerbestätigung nicht zugegangen sei bzw. die erhaltene Anlegerbestätigung in wesentlichen Teilen unvollständig gewesen sei. Anleger machen in diesem Zusammenhang den Rücktritt von ihrer Zeichnung geltend und fordern den Unterschiedsbetrag zwischen investierten und über die Laufzeit vereinnahmter Zahlungen zuzüglich einer Verzinsung. Die MPC Capital-Gruppe versucht vorhersehbare Risiken, unter anderem Haftungsrisiken aus ihrer Tätigkeit als Asset Manager, durch Versicherungsschutz zu decken. Dieser Versicherungsschutz könnte jedoch möglicherweise die Risiken, denen die MPC Capital-Gruppe ausgesetzt ist, nicht vollständig abdecken. ProspekthaftungsrisikoFür den Vertrieb der von der MPC Capital-Gruppe initiierten Fonds werden Verkaufsprospekte oder Informations-Memoranden ("Verkaufsunterlagen") erstellt. Es besteht die Möglichkeit, dass Gesellschaften der MPC Capital-Gruppe bei unsachgemäßen oder unvollständigen Angaben in den Verkaufsunterlagen haftbar gemacht werden. Die MPC Capital-Gruppe wirkt diesen Risiken mit entsprechenden Kontrollen und hohen Qualitätsansprüchen an die Erstellung dieser Unterlagen und Folgepflichten sowie des Abschlusses von Versicherungsschutz entgegen. Insbesondere zur Überprüfung der Richtigkeit bedient sie sich dabei der Unterstützung externer Berater. Bei der Erstellung der Nachträge geht die MPC Capital-Gruppe mit der gleichen Sorgsamkeit und Qualität vor, wie dies bei der Erstellung der Verkaufsunterlagen der Fall ist. Seit dem 22. Juli 2013 werden die Anforderungen an die Verkaufsunterlagen durch die Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) bestimmt. Risiken im Zusammenhang mit § 172 Abs. 4 HGBDie TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH & Co. KG ("TVP") hält bei zahlreichen Fonds im großen Volumen für Anleger Kommanditanteile treuhänderisch und ist als Kommanditistin im Handelsregister eingetragen. Sofern in der Vergangenheit Auszahlungen an die Anleger geleistet wurden, die nicht durch handelsrechtliche Gewinne gedeckt waren, kann dies ein Haftungsrisiko für die Treuhandgesellschaft darstellen. Im Falle von notleidenden beziehungsweise von einer Insolvenz betroffenen Fondsgesellschaften können Gläubiger diese nicht gewinngedeckten Auszahlungen von den Gesellschaften wieder einfordern und sich aufgrund der Treuhänderstellung dabei an die Treuhandgesellschaft selbst wenden. Die Treuhandgesellschaft trägt dann das Risiko, die sich aus dem Treuhandvertrag ergebenen Regressansprüche gegenüber den jeweiligen Fondsanlegern individuell geltend zu machen. Im Jahr 2022 konnte das insoweit bestehende Risiko durch die Veräußerung von Assets und die Rückführung von Darlehen weiter reduziert werden. Im Übrigen hat die TVP mit Gläubigern von Fondsgesellschaften Vereinbarungen geschlossen, nach denen die Gläubiger vorrangig die Anleger in Anspruch nehmen. Allerdings ist für den Fall, dass über das Vermögen von Fondsgesellschaften das Insolvenzverfahren eröffnet wird, der Insolvenzverwalter an diese Vereinbarungen nicht gebunden. Aber auch der Insolvenzverwalter lässt sich die Ansprüche gegen die Anleger abtreten und geht in der Regel nicht gegen die Treuhandgesellschaft direkt vor. Finanzwirtschaftliche RisikenBewertungsrisiken aus BeteiligungenDer MPC Capital-Konzern hält verschiedene Beteiligungen an Unternehmen und Gesellschaften sowie Vermögensgegenständen. Im Rahmen eines umfassenden und regelmäßigen Risikomanagements prüft der MPC Capital-Konzern die Werthaltigkeit dieser Beteiligungen und/oder Vermögensgegenstände und korrigiert gegebenenfalls die in der Bilanz und/oder der Konzernbilanz der MPC Capital AG dafür aufgeführten Wertansätze. Auch aufgrund von gesellschaftsrechtlichen Regelungen bei Beteiligungsunternehmen können sich Veränderungen von Wertansätzen negativ auf den Konzern auswirken. LiquiditätsrisikoDie Überwachung des Liquiditätsrisikos wird im MPC Capital-Konzern zentral gemanagt. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit werden ausreichende Liquiditätsreserven vorgehalten, um konzernweit Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit nachkommen zu können. Der MPC Capital-Konzern verfügt über eine komfortable Liquiditätsausstattung. Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 zur Verfügung stehende Liquidität und die im Konzern am Stichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten werden inklusive einer Laufzeitangabe im Anhang des MPC Capital-Konzerns und der MPC Capital AG ausgewiesen. ZinsänderungsrisikoRisiken aus Zinsveränderungen sind für den MPC Capital-Konzern als gering einzustufen. Zinssicherungsgeschäfte hat das Unternehmen zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen. Risiken aus SteuernachforderungenEs kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung im Rahmen künftiger steuerlicher Außenprüfungen oder im Rahmen der Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu einer anderen Bewertung von Sachverhalten als die MPC Capital-Gruppe kommt oder bisherige Bewertungen ändert und Steuernachforderungen für vergangene Veranlagungszeiträume geltend macht. Entsprechendes gilt auch für zukünftige Veranlagungszeiträume. Mit dem Risiko von Steuernachzahlungen ist zugleich ein Zinsrisiko in nicht unerheblicher Höhe verbunden, da verspätete Steuernachzahlungen in Deutschland grundsätzlich nach den gesetzlichen Regelungen zu verzinsen sind. WährungsrisikenDer MPC Capital-Konzern unterliegt im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken. Diese ergeben sich aus Kursveränderungen zwischen der Konzernwährung Euro und Fremdwährungen. Die Gesellschaften aus den Asset Units Shipping und Renewables realisieren Umsätze in US-Dollar. Die Ausgaben fallen dagegen im Wesentlichen in Euro an, so dass sich ändernde Wechselkurse das Ergebnis wesentlich beeinflussen können. Zur Absicherung der Währungsrisiken wurde ein wesentlicher Teil der für das Jahr 2022 vertraglich fixierten US-Dollar-Umsätze mit derivativen Finanzinstrumenten unterlegt. Im Rahmen des Konzern-Treasury werden Wechselkursverläufe fortlaufend analysiert, um bedarfsorientiert Währungssicherungen vorzunehmen. Forderungs- und ErtragsausfallrisikoDie Geschäftstätigkeit des MPC Capital-Konzerns umfasst auch Finanzierungs- und Managementleistungen für Fonds- und Tochtergesellschaften. In diesem Zusammenhang hat der Konzern Forderungen aufgebaut. Der MPC Capital-Konzern prüft die Werthaltigkeit sämtlicher Forderungen regelmäßig. Wertminderungen werden buchhalterisch erfasst und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 3,7 Mio. (2021: EUR 1,6 Mio.). Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der MPC Capital-Konzern auch zukünftig Forderungen wertberichtigen muss. EventualverbindlichkeitenZum 31. Dezember 2022 bestanden Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB in Höhe von insgesamt EUR 2,2 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 3,4 Mio.), die im Wesentlichen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften und Garantien resultierten. Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine Inanspruchnahme. Das wirtschaftliche Risiko wird vom Vorstand der MPC Capital AG daher als gering eingestuft. Sollte entgegen der Einschätzung des Vorstands die Gesellschaft aus einer oder mehreren Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen werden, könnte dies einen deutlichen Einfluss auf die finanzielle Lage des MPC Capital-Konzerns haben. Gesamtaussage zur Risiko- und ChancensituationDie Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für den MPC Capital-Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, hat die Gesellschaft ein umfangreiches Risikomanagementsystem geschaffen. Auch wenn sich die makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen deutlich verändert haben, hat sich die Risikosituation des MPC Capital-Konzerns gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verschlechtert. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand wesentlicher Konzerngesellschaften oder des gesamten MPC Capital-Konzerns gefährden könnten. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessIm Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist das Risikomanagementsystem auf die Einhaltung rechtlicher und branchenüblicher Standards, die korrekte bilanzielle Erfassung von Sachverhalten sowie die angemessene Bewertung und Berücksichtigung von bilanziellen Risiken ausgerichtet. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat daher zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und Rechnungslegung sowie die Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung sicherzustellen. Die fortlaufende Überwachung erfolgt über ein internes rechnungslegungsbezogenes Kontrollsystem (IKS), das einen integralen Part des Risikomanagementsystems darstellt. Das IKS beinhaltet rechtliche und interne Grundsätze, Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen. Die integrierten Sicherungsmaßnahmen sollen Fehler verhindern. Durch die Kontrollen soll die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern in Arbeitsabläufen vermindert beziehungsweise Fehler aufgedeckt werden. Zu den Maßnahmen zählen insbesondere Funktionstrennungen, Genehmigungsprozesse wie das Vier-Augen-Prinzip, IT-Kontrollen, Zugriffsbeschränkungen und Berechtigungskonzepte im IT-System. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verwendung branchenüblicher Software sowie klare unternehmensinterne und gesetzliche Vorgaben bilden dabei die wesentlichen Grundlagen für einen einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess innerhalb des MPC Capital-Konzerns. Die MPC Capital AG ist als Mutterunternehmen des MPC Capital-Konzerns in das oben dargestellte rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Die oben gemachten Angaben gelten grundsätzlich auch für den Jahresabschluss der MPC Capital AG. VI. PrognoseberichtIn den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Prognosen abweichen. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDer Ukrainekrieg, eine sehr hohe Inflation und steigende Zinsen haben zu einer deutlichen Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geführt. Auch wenn sich die Stimmungsindikatoren aufgrund guter Arbeitsmarktdaten und dem gesunkenen Risiko einer Energiekrise in Europa zuletzt leicht aufgehellt haben, bleibt die globale wirtschaftspolitische Herausforderung, eine hohe Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur zu stark auszubremsen. Für 2023 rechnet das Institut für Weltwirtschaft Kiel ("IfW") mit einem Zuwachs der Weltproduktion um 2,2 % nach 3,2 % im Jahr 2022. In der Eurozone und in Deutschland befindet sich die Wirtschaft in einer Stagflationsphase. Das IfW rechnet für 2023 mit einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von -0,1 % im Euroraum (2022: 3,0 %) bzw. -0,3 % für Deutschland (2022: 1,5 %). 10 Der starke Anstieg der Inflation führte global zu einer restriktiveren Geldpolitik. Die EZB erhöhte den Leitzins zuletzt Anfang Februar 2023 auf 3,0 % und kündigte weitere Zinsschritte zur Eindämmung der Inflation an. Angesichts einer zuletzt wieder leicht abflauenden Inflation in den USA drosselte die Notenbank Federal Reserve das Zinserhöhungstempo und erhöhte den Leitzins Anfang Februar 2023 moderat um 25 Basispunkte - auf die neue Spanne von 4,5 bis 4,75 %, was dem höchsten Zinsniveau seit November 2007 entspricht. 11 Der US-Dollar konnte 2022 gegenüber dem Euro zunächst deutlich aufwerten und unterschritt zur Mitte des Jahres sogar die Parität zum Euro. Aufgrund zunehmender Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA konnte der Euro zuletzt wieder deutlich aufholen. Für 2023 rechnen führende Banken mit einer volatilen, seitwärts gerichteten Entwicklung. 12
10 IfW Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 94
(2022/Q4)
Nach Ansicht des französischen Asset Managers Amundi sollten Anleger im derzeitigen Umfeld mit steigenden Zinsen, einem sich verlangsamenden globalen Wachstum und einer anhaltenden Inflation verstärkt auch Investitionen in Real Assets ("Private Markets") in Betracht ziehen, die in dieser Phase widerstandsfähiger erschienen. So sei beispielsweise die Dekarbonisierung ein Hauptanliegen der Regierungen, aber es werde zusätzlich privates Kapital benötigt, um die öffentliche Finanzierung zu ergänzen. Es seien massive neue Investitionen erforderlich, nicht nur in den Bau von Solar- und Windkraftanlagen, sondern auch in die Digitalisierung der Netze im Zuge der Anpassung an neue Arten der Stromerzeugung. Darüber hinaus seien erhebliche neue Infrastrukturinvestitionen erforderlich, um eine Energieunabhängigkeit von Russland und fossilen Brennstoffen erreichen zu können. 13
13 Investment Outlook 2023, Amundi Asset
Management, November 2022, S. 20
Erwartete GeschäftsentwicklungOperativ stehen im Wesentlichen der weitere Ausbau der Investmentplattformen für erneuerbare Energien, nachhaltiger Immobilienprojekte sowie der maritimen Aktivitäten - mit Schwerpunkt auf Projekten im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung der Schifffahrt - im Mittelpunkt der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 beruht auf der Annahme, dass geopolitische Spannungen nicht weiter eskalieren und sich das finanz- und wirtschaftspolitische Umfeld nicht massiv verschlechtert. Real Estate: Nach dem Verkauf der Aktivitäten in den Niederlanden konzentriert sich die MPC Capital-Gruppe vorerst auf den deutschen Immobilienmarkt. Durch das veränderte Zinsumfeld und gestiegene Baukosten hat sich die Identifizierung von Investments, die den Renditeansprüchen der Investoren entsprechen, erheblich erschwert. Auf der anderen Seite bietet das veränderte Marktumfeld Chancen für neue Investmentprojekte. Weiterhin verfolgt MPC Capital den Verkauf von Büroimmobilien aus Bestandsfonds, worüber zusätzliche Transaktionserlöse generiert werden könnten. Im Renewables-Bereich wird sich die MPC Capital-Gruppe im Jahr 2023 auf den weiteren Ausbau der Investment-Strategie in Mittelamerika und der Karibik fokussieren sowie die Einführung weiterer Investment-Vehikel prüfen. Im Fokus stehen zunächst die Anbindung weiterer Projekte für die MPC Energy Solutions sowie Maßnahmen zum Ausbau der Kapitalausstattung, um zusätzliches Wachstumspotential zu generieren. Darüber hinaus prüft die MPC Capital-Gruppe auch den Einstieg in weitere Märkte. Der Investitionsbedarf ist vor dem Hintergrund der Erreichung der globalen Klimaziele enorm hoch. Daher bieten sich für MPC Capital auf Basis ihres erprobten Geschäftsmodells auch in etablierten Märkten aussichtsreiche Wachstumsmöglichkeiten. Im Shipping-Bereich rechnet MPC Capital trotz der gestiegenen Marktunsicherheiten mit einer weiterhin sehr dynamischen Entwicklung und einer auch aufgrund von mittelfristigen Verträgen hohen Auslastung der von Unternehmen der MPC Capital-Gruppe gemanagten Flotte. Zudem ist ein großes Interesse für weitere Projekte zur Flottenerneuerung, insbesondere im Zusammenhang mit alternativen, nachhaltigen Antriebstechnologien, zu verzeichnen. Aus der Beteiligung an der MPC Container Ships ASA ist mit nachhaltigen, deutlich über das Jahr 2023 hinausgehenden Rückflüssen zu rechnen, ebenso aus Projekten, die MPC Capital im Jahr 2022 positioniert hat. Prognose für den MPC Capital-Konzern: Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet der Vorstand mit einem Konzernumsatz, der auf dem Niveau des Vorjahres liegen dürfte. Bereinigt um den Sondereffekt aus dem Verkauf der niederländischen Immobilienaktivitäten im Geschäftsjahr 2022, ist im Geschäftsjahr 2023 mit einer weiteren Verbesserung der Ertragskraft zu rechnen. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) dürfte sich durch eine niedrigere Kostenbasis sowie anhaltend hohe Erträge aus Co-Investments in einer Bandbreite zwischen EUR 15,0 Mio. und EUR 20,0 Mio. bewegen. Die Liquidität dürfte sich bei einem positiven operativen Cashflow und stabilen Kapitalrückflüssen aus Co-Investments vor dem Hintergrund einer stark steigenden Investitionstätigkeit im Verlauf des Geschäftsjahres sowie einer erhöhten Dividendenauszahlung spürbar verringern. Der Vorstand strebt weiterhin eine Eigenkapitalquote von über 70 % an. Für die Konzernobergesellschaft, die MPC Capital AG, rechnet der Vorstand im Geschäftsjahr 2023 mit Erlösen und Aufwendungen sowie einem EBT auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die Liquiditätsausstattung und die Eigenkapitalquote dürften sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.
Hamburg, den 20. Februar 2023 Ulf Holländer, Vorsitzender Dr. Philipp Lauenstein Constantin Baack BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, HamburgPRÜFUNGSURTEILEWir haben den Konzernabschluss der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 24. Februar 2023 BDO
AG
gez. Härle, Wirtschaftsprüfer gez. Naqschbandi, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats 2022Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,die MPC Capital AG hat sich in einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld sehr gut entwickelt. Mit ihrer diversifizierten Asset-Basis und einem hohen Transaktionsvolumen konnte sich die MPC Capital-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 geopolitischen und konjunkturellen Einflüssen widersetzen und ihr Geschäft erfolgreich ausbauen. Insbesondere der Verkauf der niederländischen Immobilienaktivitäten, dessen Zeitpunkt wohl nicht besser hätte getroffen werden können, ein profitables operatives Geschäft und die hohen Rückflüsse aus den Co-Investmentaktivitäten der Gesellschaft führten zu einem hochprofitablen Geschäftsverlauf. Dem Vorschlag des Vorstands, für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie zu zahlen, schließt sich der Aufsichtsrat daher gerne an. Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und dessen Handlungen und Tätigkeiten regelmäßig und prüfend überwacht. Der Aufsichtsrat stand dabei im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und wurde von diesem durch mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über die aktuelle Lage des Unternehmens informiert. In unseren regelmäßigen Beratungen befassten wir uns detailliert mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement und den Compliance-Vorgaben der Gesellschaft. Der Vorstand stand dem Aufsichtsrat dabei zur Erörterung und zur Beantwortung von weitergehenden Fragen zur Verfügung. Über zeitkritische Maßnahmen oder Entscheidungen wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich unterrichtet. Der Vorstand hat sich darüber hinaus mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen ausgetauscht und beraten. Sofern Geschäfte der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, haben wir diese nach intensiver Prüfung und Erörterung im Rahmen der Sitzungen, in Telefonkonferenzen oder in schriftlichen Umlaufverfahren gebilligt. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig. Aufgrund der Anzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG keine Ausschüsse gebildet. Um neben einer effizienten Zusammenarbeit auch einen intensiven Gedankenaustausch zu ermöglichen, hält es der Aufsichtsrat für zielführend, das Gremium mit einer geringen Anzahl an Aufsichtsräten zu besetzen. Sitzungen des AufsichtsratsIm Berichtszeitraum fanden vier planmäßige Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstands statt. Am 23. Februar 2022 fand die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres statt, die aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie noch virtuell durchgeführt werden musste. Sie war zugleich auch die bilanzfeststellende Sitzung für das Geschäftsjahr 2021. Der Vorstand erläuterte die finanziellen, bilanziellen und steuerlichen Aspekte des Jahresabschlusses 2021. Der Abschlussprüfer stellte die Ergebnisse seiner Prüfung vor. Im Anschluss erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung der für den 27. April 2022 geplanten ordentlichen Hauptversammlung der MPC Capital AG. Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete uns der Vorstand über den erfolgreichen Vollzug des Verkaufs der niederländischen Immobilienaktivitäten, den Status in den Geschäftsbereichen sowie über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Im weiteren Verlauf wurden zudem Risiko- und Compliance-Themen der Gesellschaft erörtert. Alle drei Aufsichtsräte waren anwesend. Die zweite ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 2. Juni 2022 wieder in den Räumen der Gesellschaft statt und begann mit einer Erörterung der Entwicklung in den Geschäftsbereichen. Besonderen Raum nahm hierbei die Diskussion über die Neubauprogramme im Shipping-Bereich sowie die operative Entwicklung der MPC Energy Solutions ein. Daneben diskutierten wir auch über Wachstumsmöglichkeiten in anderen Märkten in diesem Sektor. Im weiteren Verlauf der Sitzung haben wir den Forecast für das Geschäftsjahr 2022 erörtert sowie Risiko- und Compliance-Themen der Gesellschaft diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen russische Unternehmen und Privatpersonen die Intensität der Business Partner Prüfung deutlich erhöht wurde. Alle drei Aufsichtsräte nahmen an der Sitzung teil. Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung am 22. September 2022 begannen wir mit einem Business Update aus den Bereichen. Wir diskutierten insbesondere darüber, wie sich die Gesellschaft strategisch im Umfeld der Dekarbonisierung des maritimen Sektors positioniert. Wir befassten uns in diesem Zusammenhang mit dem Projekt zum Neubau von zwei Containerschiffen, die mit grünem Methanol angetrieben werden. Intensiv diskutierten wir außerdem über den weiteren Ausbau des Renewables-Bereichs. Im weiteren Verlauf der Sitzung erörterten wir die Finanzkennzahlen für das erste Halbjahr 2022 sowie den Forecast für das laufende Geschäftsjahr. Auch in dieser Sitzung gab der Vorstand einen Statusbericht zum Risikomanagement und Compliance-Bereich. Alle drei Aufsichtsräte waren anwesend. Die letzte ordentliche Aufsichtsratssitzung des Jahres fand am 14. Dezember 2022 statt. Breiten Raum nahm die Erörterung des Ausblicks und der Planung für das Geschäftsjahr 2023 ein. Darüber hinaus diskutierten wir über den Status aktueller Projekte und Themen aus den Asset Units. Auch Risiko- und Compliance-Themen wurden wieder intensiv besprochen. Alle drei Aufsichtsratsmitglieder nahmen an der Sitzung teil. AbschlussprüfungZum Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss wurde die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2022 bestellt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der MPC Capital AG und den MPC Capital-Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss wurden nach den Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgesetzten Deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Die Jahresabschlüsse, der zusammengefasste Lage- und Konzernlageberichtsowie die vollständigen Prüfungsberichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Aufsichtsrat ist dabei seinen Prüfungs- und Überwachungsaufgaben vollumfänglich nachgekommen. In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2023 waren unter Anwesenheit des Vorstands und der Abschlussprüfer die Prüfungsberichte sowie der Jahres- und Konzernabschluss Gegenstand intensiver Beratungen. Die Abschlussprüfer berichteten dabei ausführlich über ihre Prüfungsergebnisse und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eingehender Prüfung hat der Aufsichtsrat der MPC Capital AG dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss inklusive des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts sowie des jeweiligen Prüfungsberichts zugestimmt und den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Dividendenzahlung von EUR 0,20 pro Aktie vor. Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDer Vorstand der MPC Capital AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht geprüft und erhebt gegen den Bericht sowie die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für den sehr engagierten Einsatz, der den erfreulichen Geschäftsverlauf im Jahr 2022 ermöglicht hat.
Hamburg, den 27. Februar 2023 Der Aufsichtsrat Dr. Axel Schroeder, Vorsitzender |
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