![]() mVISE AGDüsseldorfHalbjahresbericht 2017mVISE AG Wanheimer Str. 66 | 40472 Düsseldorf Tel.: +49 211 781780-0 | Fax: +49 211 781780-78 Das erste Halbjahr 2017 im Überblickscroll
Konzern
Professional Services
Products
1 Der Vorstandscroll
2 Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2016 war ein sehr erfolgreiches Jahr für mVISE - zum ersten Mal seit Jahren konnte
ein positives Ergebnis erzielt werden. Doch auf den Erfolgen von gestern ruhen wir
uns nicht aus. Getreu dem Herberger-Mantra "Vor dem Spiel ist nach dem Spiel" arbeiten
wir stattdessen kontinuierlich daran, den gelungenen Turnaround in eine nachhaltige
Wachstums-Story zu überführen. Entsprechend haben wir unsere Strategie 2015+ in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 konsequent weiterverfolgt. Und mit den
Ergebnissen im bisherigen Jahresverlauf sind wir sehr zufrieden. Insbesondere Umsatzanstieg
und Erhöhung der Gesamtleistung können sich mehr als sehen lassen. Das Wachstum steht dabei auf mehreren Säulen: Im Beratungsbereich arbeiten wir unverändert
unter Vollauslastung; der neue Standort in Hamburg trägt dem Rechnung. Hervorzuheben
sind hier eine große Zahl von Neukunden, sowie die hohe Nachfrage nach Managed Services.
Aber das Produktgeschäft steht durch das ergänzte Portfolio ebenfalls deutlich stärker
da. Und auch bei unserer eigenentwickelten Lösung SaleSphere machen wir Fortschritte.
Um die Vertriebszyklen zu verkürzen und das hohe Interesse schneller in Aufträge zu
verwandeln, haben wir im laufenden Jahr einige Neuerungen entwickelt. Dazu gehören
neue, von unseren Kunden stark nachgefragte Module und Funktionalitäten, wie z.B.
eine Leistungs- oder Kameradokumentation. Diese werden ab August sowohl einzeln als
auch zusammen mit dem SaleSphere-System angeboten, zudem wird es eine kostenlose Testversion
geben. Von den Maßnahmen erwarten wir uns einen leichteren Einstieg für einen deutlich
größeren Interessentenkreis. Darüber hinaus setzen wir auf Synergieeffekte durch unsere neue cloudbasierte Integrationsplattform
elastic.io. Diese dient als eine Art Datendrehscheibe zwischen unternehmensinternen
Infrastrukturen und externen Cloud-Systemen und ermöglicht eine einfache und rasche
Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme und damit einen reibungs- und friktionslosen
Datenaustausch. Zwei Drittel aller Unternehmen nutzen mittlerweile Cloud-Lösungen;
entsprechend groß ist der Integrationsbedarf. Gerade unsere Großkunden aus den Bereichen
Telekommunikation, Industrie und Finanzdienstleistung sind mit komplexen Integrationsaufgaben
im Kontext von Cloud-Infrastrukturen konfrontiert. Die erweiterten Integrationsmöglichkeiten
durch elastic.io erhöhen dadurch auch nochmals den Kundennutzen unserer Produkte SaleSphere
und ICC. Sie sehen, unser Geschäftsmodell wird immer ausgewogener, die Abhängigkeit vom projektgetriebenen
Beratungsgeschäft immer geringer. Der Anstieg des Anteils wiederkehrender Erlöse von
rund 50 Prozent im vergangenen Jahr auf etwa drei Viertel im laufenden Jahr ist ein
weiterer Beleg für diese Entwicklung. Um die hohe Nachfrage zu bewältigen, haben wir
auch im ersten Halbjahr 2017 wieder verstärkt auf Partner und Freelancer zurückgegriffen.
Zwar sind die Margen beim Einsatz externer Fremddienstleister natürlich geringer,
aber übergeordnetes Ziel ist in der momentanen Entwicklungsphase von mVISE ganz klar
das weitere Umsatzwachstum. Damit sich der Fremdleistungsanteil jedoch nicht weiter
erhöht, stellen wir laufend neue Mitarbeiter ein. Unsere aktuelle Infrastruktur ist
für bis zu 200 Berater ausgerichtet, so dass jede Neueinstellung automatisch die Overheadquote
senkt. Wachsende Umsätze aus dem Produktgeschäft tragen ebenfalls zur Senkung der
Personalkostenquote bei. Der Deckungsbeitrag, den jeder Berater erwirtschaften muss,
um die auf ihn entfallenden Overhead-Kosten zu decken, hat sich seit 2015 in etwa
halbiert. Das zeigt, dass wir in punkto Profitabilität grundsätzlich auf dem richtigen
Weg sind. Dass das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum dennoch negativ
ausfiel, resultiert neben dem gestiegenen Fremdleistungsanteil aus dem typischen Geschäftsverlauf
in der IT-Branche: Weil viele Budgets erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben werden,
fällt das erste Halbjahr traditionell schwächer aus als das zweite Halbjahr. Vor dem
Hintergrund weitestgehend linearer Kostenstrukturen belastet dieser Effekt das Halbjahresergebnis.
Entsprechend war auch der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in den ersten
sechs Monaten negativ. Die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung im Rahmen der elastic.io-Akquisition
sowie die Ausweitung des Betriebsmittelkredits mit der Deutschen Bank und der Commerzbank
sichern jedoch die Liquidität und bieten ausreichend Spielraum für weiteres organisches
und anorganisches Wachstum. Für das Gesamtjahr gehen wir unverändert von einem deutlich positiven operativen Cashflow
und einer EBITDA-Marge in Höhe von rund 12 Prozent aus. Und auch hinsichtlich der
Gesamtleistung fühlen wir uns mit unserer Prognose sehr wohl. Das aktuelle Auftragsvolumen
in Höhe von mehr als 3,5 Mio. Euro sichert eine hohe Auslastung und die hohe Nachfrage
insbesondere von Großkunden ist ein positives Zeichen für signifikante Vertragsabschlüsse
im zweiten Halbjahr. Mobile Endgeräte werden zunehmend zum Kommunikations- und Entscheidungszentrum
in immer stärker vernetzten Prozesswelten. Mit unseren Kernkompetenzen Mobility, Virtualization
und Security sind wir hervorragend dafür aufgestellt, unsere Kunden in der Planung
und Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie zu begleiten und maßgeblich zum Erfolg
ihrer Vorhaben beizutragen. So sind wir bei der Vernetzung von Maschinen gemeinsam mit Bosch in einen extrem interessanten
Bereich vorgedrungen und natürlich möchten wir in Zukunft auch unsere Erfahrungen
aus dem zu Jahresbeginn offiziell gestarteten Förderprojekt PaKos im Bereich Autonomes
Fahren vermarkten. Sollte diese Studie erfolgreich abgeschlossen werden - woran heute
kein Zweifel angebracht ist -, dann dürfte sich das sehr positiv für die Positionierung
von mVISE im Bereich Internet of Things (IoT) für Automotive auswirken und Lizenzumsätze
für die Anwendung des Standards ermöglichen. Aber schon jetzt profitieren wir von
den Geschäftskontakten zu Weltkonzernen wie BMW oder Bosch, die im Rahmen der Gremienarbeit,
aber auch als Reaktion auf die Nennung in Presse und einschlägigen Internet-Portalen
entstehen. Die erreichte genauso wie die von uns für die Zukunft anvisierte Entwicklung ist ganz
offensichtlich auch dem Kapitalmarkt nicht entgangen. Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie
im Berichtszeitraum einen Anstieg um 61,6 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs
2016, einhergehend mit einer deutlichen Erhöhung der Marktkapitalisierung. Auch das
Handelsvolumen hat sich vervielfacht. All dies führt dazu, dass sich Investoren zunehmend
für die mVISE AG interessieren. Darüber freuen wir uns sehr, möchten uns gleichzeitig
aber ganz besonders herzlich bei denjenigen bedanken, die uns schon länger begleiten.
Das gilt natürlich ebenso für unsere Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter, die maßgeblichen
Anteil an der erfolgreichen Entwicklung haben sowie für unsere Kunden und Partner,
die unseren Produkten und Leistungen tagtäglich ihr Vertrauen schenken. Düsseldorf, im August 2017 Der Vorstand scroll
3 Konzernlagebericht der mVISE AG für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2017Der Konzernlagebericht sollte im Kontext mit dem Konzernabschluss und den Angaben
im Konzernanhang gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe
von Angaben, die detailliert im Konzernanhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält
der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die
auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen
und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit,
in welchem sie gemacht werden. Das Management der mVISE AG übernimmt keine Verpflichtung,
die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen
zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken
und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl
von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche
Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" des Konzernjahresberichts 2016 detailliert
beschrieben. 3.1 Grundlagen der AG3.1.1 GeschäftstätigkeitDie mVISE AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein überwiegend in Deutschland tätiger Anbieter
von IT-Dienstleistungen und Produkten im Zusammenhang mit mobilen Business-Lösungen.
Die Gesellschaft wurde im Jahre 2000 gegründet und verfügt über eine lange Erfahrung
im Projekt- und Beratungsumfeld. Seit 2015 positioniert sich die mVISE AG als ein
thematisch klar fokussierter Spezialist für Produkte und Professional Services der
mobilen Digitalisierung und ist für ihre Kunden der Partner für den Bereich mobile
Digitalisierung. Aufbauend auf der eigenen Expertise im Bereich der mobilen Services
konzentriert sich die mVISE AG dabei auf die Kernthemen Mobility, Virtualization und
Security und bietet entsprechende Beratungsleistungen, komplexe Individuallösungen
(B2B-Apps) sowie Cloud-fähige Standardprodukte für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen
und entsprechende Integration in Cloud-Infrastrukturen. Durch die Spezialisierung auf die drei Themenbereiche Mobility, Virtualization (Cloud-Computing)
und Security, können den Kunden aus einer Hand sämtliche Fragen rund um die Mobilisierung
von Geschäftsprozessen beantwortet werden, beginnend mit der Analyse des Zustands,
des Bedarfs und der Potenziale, über die Wahl und Umsetzung der richtigen Infrastruktur
(z.B. Cloud-Design) und die Entwicklung einer spezifischen Lösung, bis zu Aspekten
wie Zugangssteuerung, Online-Identitätsmanagement und Datensicherung. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2017 wurden die Geschäftsfelder neu strukturiert.
Weil die Entwicklung kundenspezifischer Lösungen eng mit der begleitenden Beratungstätigkeit
verknüpft ist, wurden diese Geschäftsfelder zum Bereich Professional Services zusammengelegt,
der von Manfred Götz verantwortet wird. Das Produktgeschäft bildet damit seit Jahresbeginn
einen eigenständigen Bereich unter Verantwortung von Rainer Bastian. 3.1.2 KonzernstrukturNeben der Muttergesellschaft in Düsseldorf, der mVISE AG, sind die folgenden Gesellschaften
in den Konzernabschluss einbezogen: - Just Intelligence GmbH, HamburgSeit 2014 ist die mVISE AG an der Just Intelligence GmbH, Hamburg beteiligt. Im September
2016 wurde die Beteiligung von 33,4% auf 50,1% aufgestockt. Im Januar 2017 erfolgte
eine weitere Aufstockung auf 78%. Für die verbleibenden 22% wurde ebenfalls eine vertragliche
Regelung getroffen. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Q4/2016. Die Just Intelligence GmbH ist 2011 im Rahmen eines Management Buyout aus einem der
führenden deutschen Customer-Service-Dienstleister hervorgegangen. Das Unternehmen
steht heute für intelligente Datenanalyse und Workforce-Management-Lösungen. Mit der
mehrfach preisgekrönten Software ICC bietet Just Intelligence eines der leistungsstärksten
Systeme zur Planung und Steuerung von Contact Centern an. - elastic.io GmbH, BonnSeit Mai 2017 ist die mVISE AG mit 75,1% der Anteile an der elastic.io GmbH, Bonn
beteiligt. Für die verbleibenden 24,9% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung
getroffen. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Mai 2017. Die elastic.io GmbH wurde im Jahr 2013 gegründet und bietet mit ihrer Software eine
cloudbasierte Integrationsplattform, die eine schnelle, sichere und kosteneffektive
Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme und damit einen reibungs- und friktionslosen
Datenaustausch ermöglicht. Das Herzstück der Software sind zahlreiche sogenannte Konnektoren,
vordefinierte Schnittstellen zu den gängigen Systemen sowie ein ausgefeiltes Software
Development Kit für die Entwicklung neuer Schnittstellen. Vertrieben wird die Lösung
sowohl cloudbasiert im iPaaS-Modell (Integration Plattform as a Service) als auch
als sogenannte Campus-Lizenz für Großunternehmen. 3.1.3 SteuerungssystemDie Verwaltung der Gesellschaft steuert deren Belange in ordentlichen Sitzungen der
Organe der Gesellschaft sowie mittels informeller Abstimmung zwischen Aufsichtsrat
und Vorstand und innerhalb der Gremien. Darüber hinaus werden regelmäßig Themen im
Rahmen von regelmäßigen Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen
Bereichen der Gesellschaft teilnehmen. Der Vorstand steuert das Unternehmen mit Hilfe
eines Management-Informations-Systems mit einer integrierten Leistungsrechnung einschließlich
einer detaillierten laufenden Projektion über Finanzmittelbedarf und -verwendung.
Der Vorstand steuert den Konzern und dessen Entwicklung wesentlich über die folgenden
finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Es wird hierbei auf eine
nachhaltige Entwicklung des Konzerns großen Wert gelegt. Die genaue Darstellung der
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist unter Punkt 3.4 angeführt. 3.1.4 Forschung und EntwicklungDie technologische und fachliche Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter
ist essentiell für den Geschäftserfolg der mVISE AG. Im Geschäftsjahr 2016 wurden
daher wesentliche Anstrengungen unternommen, das Produkt SaleSphere weiter zu entwickeln,
um es in 2016 zur Marktreife zu führen. Unternehmen, die mit digitalen Programmen
die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und ihre Vertriebsorganisation
in dieser Situation profitabel halten oder sogar ausbauen, erreichen im Schnitt eine
Verdopplung ihrer Erlöse und ihrer Produktivität. SaleSphere zielt auf die Digitalisierung
des Vertriebszyklus ab, um diesen nachhaltig zu optimieren und die Wertschöpfungskette
im Vertrieb zu stärken. Von der Integration komplexer und umfangreicher Produktkataloge
über geleitete Vertriebssituationen, Ordermanagement und strukturierte Vor- und Nachbereitung
der Termine bis zu Einbindung in Unternehmensplanungssysteme bietet die Lösung von
mVISE die in diversifizierten Märkten notwendige Unterstützung. Die Entwicklungsanstrengungen bei ICC richteten sich im Berichtsjahr insbesondere
auf die Virtualisierung und Herstellung der Cloud-fähigkeit der Produkte sowie die
Entwicklung weiterer Funktionalitäten. Weiterhin wurde das Produktangebot durch den Erwerb von 75,1% Anteile an der elastic.io
GmbH erweitert. Die elastic.io GmbH verfügt mit ihrer gleichnamigen Software über
eine im Markt führende Integrationsplattform, mit der sich die Integration zwischen
unternehmensinternen Infrastrukturen und externen Cloud-Systemen schneller, sicherer
und kosteneffektiver gestalten lässt. 3.2 Wirtschaftsbericht3.2.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungenDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sieht die deutsche Wirtschaft
im ersten Halbjahr 2017 weiterhin im robusten Aufwärtstrend und erwartet für das Gesamtjahr
2017 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,5%. Die Zahl der Beschäftigten liegt
auf einem historischen Höchststand und steigt weiter, ebenso wie die Einkommen der
privaten Haushalte. Zudem sind die öffentlichen Kassen gut gefüllt und die Inflation
zieht nur allmählich an. Trotzdem sieht das DIW Berlin weiterhin auch hohe Unsicherheiten,
z.B. durch den Ausgang der Brexit-Verhandlungen oder die protektionistischen Bestrebungen
der US-Außenhandelspolitik. Das globale Wachstum bleibt jedoch weiterhin intakt und
die Experten erwarten für dieses Jahr einen Zuwachs der weltweiten Wirtschaftsleistung
in Höhe von 3,7%. Trotz gestiegener Inflationsraten sieht das DIW Berlin den privaten
Konsum in den entwickelten Volkswirtschaften als einen der Haupttreiber, insbesondere
weil immer mehr Menschen in Arbeit kommen. In den USA und Europa steigt zusätzlich
die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Für die Schwellenländer erwartet das
DIW Berlin eine zwar nicht kräftige, aber stetige Dynamisierung des Wachstums. 3.2.2 Markt und MarktumfeldDie Branchenentwicklung im IT-Sektor wird durch den Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) analysiert und bewertet. Für das
laufende Jahr erwartet der Verband in Deutschland im Bereich der Informationstechnologie,
Telekommunikation und Unterhaltungselektronik Umsätze in Höhe von 161 Milliarden Euro
(+1,3 Prozent). Treiber der positiven Entwicklung ist mit einem Umsatz von 86 Milliarden
Euro und einem Wachstum von 2,7 Prozent erneut die Informationstechnologie. Besonders
gefragt sind hierbei die Anbieter von Software (+6,3 Prozent) und IT-Services (+2,3
Prozent), deren Geschäfte auf ein Volumen von 23 Milliarden bzw. 39 Milliarden Euro
anwachsen werden. Die Umsätze in IT-Hardware bleiben stabil bei 24 Milliarden Euro. Insgesamt zeigt sich die Bitkom-Branche optimistisch. Acht von zehn Unternehmen (83
Prozent) rechnen für das erste Gesamtjahr 2017 mit steigenden Umsätzen im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum. Während Unternehmen im Bereich Software (85 Prozent) und IT-Services
(83 Prozent) besonders häufig mit wachsenden Umsätzen rechnen, gehen Hersteller von
IT-Hardware nur zu zwei Dritteln (65 Prozent) von einem Umsatzplus aus. Die gute Geschäftslage
wird sich voraussichtlich wie auch in den Vorjahren positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken.
Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) planen, im laufenden
Jahr zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Entsprechend spitzt sich aber auch der
Fachkräftemangel weiter zu: Nach einer Bitkom-Studie können derzeit 51.000 Stellen
für IT-Spezialisten nicht besetzt werden. Rund zwei Drittel der Unternehmen sehen
ihre Entwicklung dadurch behindert. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl fordert die große Mehrheit der ITK-Unternehmen
ein neues digitales Regierungsprogramm. Knapp neun von zehn (87 Prozent) von ihnen
meinen, Deutschland brauche eine neue politische Agenda, um die Digitalisierung der
Leitindustrien und des Mittelstands zu fördern. Ebenso viele (87 Prozent) fordern,
Deutschland zu einem internationalen Hotspot der digitalen Transformation auszubauen.
Und 85 Prozent erwarten, dass sich die Politik mehr für Wirtschaftsschutz und IT-Sicherheit
engagiert. Kein Wunder: Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent)
sind laut einer aktuellen Bitkom-Studie in den vergangenen beiden Jahren Opfer von
Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Dadurch ist ein Schaden
von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr entstanden. Insbesondere kleinen Unternehmen
fehlt eine Sicherheitsstrategie bei der Nutzung von Cloud-Computing. Während bei Unternehmen
mit 500 oder mehr Beschäftigten, die Cloud-Dienste nutzen oder dies planen, rund zwei
Drittel über eine Cloud Security Strategie verfügen, ist es bei den kleineren nur
rund ein Drittel. Dabei boomt die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft: Zwei von drei Unternehmen
ab 20 Mitarbeitern (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud-Computing
eingesetzt. Im Vorjahr waren es 54 Prozent, 2014 erst 44 Prozent. Gemäß einer Studie von Crisp Research wird allein der Cloud-Markt bis 2018 auf ein
Volumen von 13,4 Milliarden Euro ansteigen. Anwendung finden die Apps für Mobile Devices
von allem in den Bereichen Collaboration und Kundenkommunikation und werden dabei
insbesondere von den Fachabteilungen Vertrieb, Kundendienst und Service genutzt. So
sehen laut einer Studie von Burda Creative zur Vertriebskommunikation der Zukunft
zwei Drittel der Befragten einen großen bis sehr großen Bedarf für die Digitalisierung
der Vertriebskommunikation. Gefordert wird dabei eine bessere Ausrichtung an den Bedürfnissen
der Zielgruppe und eine stärkere Verdichtung der Informationsflut. Denn auch in den
Bereichen, in denen die Penetration mit Mobile Devices hoch ist, nutzen nur wenige
Anwender die vorhandenen Möglichkeiten voll aus. Während die Digitalisierung der Wirtschaft also große Chancen bietet und für viele
spannende Transformationsprojekte im IT-Mittelstand sorgt, liegen die größten Herausforderungen
in der Herstellung von IT-Sicherheit sowie in der Integration von Mobility in die
Unternehmensprozesse. Entsprechend steigen auch die Budgets, die für die Integration
von Mobility in die Unternehmensprozesse bereitgestellt werden. Dies geht aus der
Enterprise Mobility Study 2015 hervor, die zudem Industrie 4.0, Virtualisierung und
Cloud-Computing als wichtigste Technologietrends der kommenden fünf Jahre ausmacht. 3.3 Wesentliche Ereignisse im BerichtszeitraumAufstockung der Anteile an der Just Intelligence GmbH im Rahmen einer SachkapitalerhöhungIm Januar 2017 stockte die mVISE AG ihre Beteiligung an der Just Intelligence GmbH,
Hamburg, von 50,1% auf 78% auf. Die Aufstockung erfolgte durch Ausgabe von 210.000
Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital der mVISE AG.
Für die verbleibenden 22% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Mehrheitliche Übernahme der elastic.io GmbHIm Mai 2017 übernahm die mVISE AG 75,1% der Anteile an der elastic.io GmbH, Bonn.
Die Übernahme erfolgt gegen Zahlung von Barmitteln. Für die verbleibenden 24,9% wurde
ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde
Stillschweigen vereinbart, der überwiegende Teil des Gesamtkaufpreises ist ergebnisabhängig
und berücksichtigt die Entwicklung der elastic.io GmbH der Geschäftsjahre 2017 bis
2019. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Mai 2017. Die beiden
Gründer Renat Zubairov und Igor Drobiazko bleiben auch künftig an der Unternehmensspitze
der elastic.io und bringen somit weiterhin Ihre Erfahrung in das Unternehmen ein. Ausgabe einer WandelschuldverschreibungZur Finanzierung der strategischen Investition in die elastic.io GmbH und zur Stärkung
der Eigenkapitalbasis der Gesellschaft hat der Vorstand am 8. Mai 2017 mit Zustimmung
des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch gemacht und die
Begebung von Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 3 Mio. unter
vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §221 Absatz 4 Satz 2 i.V.m. § 186 Absatz
3 Satz 4 AktG gegen Barzahlung beschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen wurden
in 30 Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils EUR 100.000,00 vollständig
ausgegeben. Der vereinbarte Wandlungspreis beträgt EUR 3,75. 3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage3.4.1 GesamtdarstellungIm ersten Halbjahr 2017 konnte der mVISE-Konzern Umsatz und Gesamtleistung gegenüber
dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres deutlich steigern. Während der Konzernumsatz
um 65% von EUR 3,2 Mio. auf EUR 5,3 Mio. zunahm, erhöhte sich die Gesamtleistung sogar
um 78% von EUR 3,6 Mio. auf EUR 6,4 Mio. Der Zuwachs ist dabei sowohl auf den weiteren
Ausbau des Bereichs Professional Services als auch auf die Ausweitung des Produktportfolios
zurückzuführen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr branchenabhängig
- viele Budgets werden erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben - traditionell schwächer
ausfällt als das zweite Halbjahr. Vor dem Hintergrund weitestgehend linearer Personalkosten
belastet dieser Effekt das Halbjahresergebnis. Dazu kam eine Zunahme des Fremdleistungsanteils
in Folge der hohen Auslastung. Entsprechend fielen sowohl das Ergebnis als auch der
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in den ersten sechs Monaten noch negativ
aus. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand aber unverändert von einer Fortsetzung der
positiven Entwicklung aus dem Geschäftsjahr 2016 aus. Auch nach der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung zur Finanzierung der Akquisition
der elastic.io GmbH beläuft sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2017 auf 34,1%.
Damit weist die mVISE AG nach wie vor eine robuste Bilanzstruktur auf, die ausreichend
Spielraum für weiteres organisches und anorganisches Wachstum bietet. 3.4.2 ErtragslageUmsatzentwicklungDer Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf EUR 5,3 Mio. (H1 2016: EUR
3,2 Mio.). Dabei konnten sowohl der Bereich Professional Services als auch der Bereich
Products deutlich zulegen. Im Bereich Professional Services stiegen die Umsätze in
Folge der hohen Auslastung im Beratungsgeschäft sowie der ausgeprägten Nachfrage nach
Managed Services von EUR 3,5 Mio. im ersten Halbjahr 2016 auf EUR 4,66 Mio. im Berichtszeitraum.
Im Bereich Products verdoppelten sich die Umsätze annähernd, getrieben durch die erstmalige
Einbeziehung der akquirierten Produkte ICC und elastic.io, von EUR 0,3 Mio. auf EUR
0,7 Mio. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 0,03 Mio.
(H1 2016: EUR 0,01 Mio.) sowie der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 0,8
Mio. für die Weiterentwicklung der drei Produkte SaleSphere, ICC und elastic.io (H1
2016: EUR 0,3 Mio.) ergibt sich für die ersten sechs Monate 2017 eine Gesamtleistung
in Höhe von EUR 6,3 Mio. (H1 2016: EUR 3,6 Mio.). Entwicklung der AufwendungenIm Berichtszeitraum beliefen sich die bezogenen Fremdleistungen auf EUR 1,9 Mio. (H1
2016: EUR 0,9 Mio.). Die Fremdleistungen betreffen im Wesentlichen den Einsatz freier
Mitarbeiter. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der erfreulichen Nachfrageentwicklung,
der jedoch nur zeitverzögert mit der Einstellung neuer eigener Mitarbeiter begegnet
wird. Die Personalkosten betrugen EUR 3,4 Mio. (H1 2016: EUR 2,0 Mio.), einhergehend mit
einer in Bezug zur Gesamtleistung auf 52,4% reduzierten Personalkostenquote (H1 2016:
56,4%). Diese Entwicklung korrespondiert zum einen mit unserem noch weiterhin im Aufbau
befindlichen Personalstamm, zeigt vor allem jedoch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells
im Bereich Professional Services. So hat die hohe Steigerung der Umsätze in diesem
Bereich hat zu keiner Kostenausweitung im administrativen Bereich geführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für
Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Kapitalmarktkosten, sowie die Kosten für die
Abschlussprüfung und Rechtsberatung. Sie sind im Berichtszeitraum um 43% auf EUR 0,95
Mio. (H1 2016: EUR 0,67 Mio.) gestiegen und weisen somit ebenfalls eine unterproportionale
Steigerung im Verhältnis zur Gesamtleistung auf. Weiterhin ist zu berücksichtigen,
dass im Vergleich zum Vorjahr durch die Konsolidierung der Just Intelligence und der
elastic.io diese Aufwandsposition auch entsprechende Kosten in diesen Tochtergesellschaften
enthält. In Summe zeigt sich auch hier eine Skalierbarkeit des Geschäftsmodells: zusätzliches
Umsatzvolumen führt nicht in gleicher Weise zu einer Steigerung der sonstigen betrieblichen
Aufwände. Enthalten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Berichtsperiode
auch Aufwendungen für den beschleunigten Wachstumskurs des mVISE Konzerns. Durch den
Zukauf der Mehrheitsanteile an den Tochtergesellschaften Just Intelligence und elastic.io
sind Aufwände für die Akquisition, Integration und vor allem für die Neueinstellung
und Schulung von Professional Services-Mitarbeiter für diese beiden neuen Produktbereiche
entstanden. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten
Halbjahr 2017 bei EUR 0,8 Mio. (H1 2016: EUR 0,3 Mio.). Die starke Steigerung resultiert
neben den Investitionen in das Produkt SaleSphere aus der nun durch die Konzernkonsolidierung
hinzugekommen Abschreibungen für die Produkte von Just Intelligence und elastic.io. ErgebnisentwicklungIm Berichtszeitraum konnte trotz der oben beschriebenen Belastungen, die sich aus
dem organischen und dem anorganischen Wachstum im Berichtszeitraum ergeben haben,
ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in Höhe von EUR 0,3 Mio.
erzielt werden (H1 2016: EUR 0,2 Mio.). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug, bedingt durch die erhöhten Abschreibungen
aus der Entwicklungstätigkeit für das deutlich erweiterte Produktportfolio im Berichtszeitraum
EUR -0,5 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.). Das Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten 2017 auf TEUR -110 (H1
2016: TEUR -4), einhergehend mit einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von EUR
-0,6 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.). Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags in
Höhe von EUR 1,1 Mio. in Zusammenhang mit der im Berichtszeitraum erstmals konsolidierten
elastic.io (H1 2016: EUR 0,00 Mio.) ergibt sich somit ein deutlich positiver Konzernperiodenüberschuss
in Höhe von EUR 0,5 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.). 3.4.3 VermögenslageKurzfristiges VermögenZum 30. Juni 2017 erhöhten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände unwesentlich
auf EUR 1,9 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 1,7 Mio.). Dabei nahm durch das erheblich
gestiegene Geschäftsvolumen der Vorratsbestand (unfertige Leistungen) auf EUR 0,3
Mio. zu (31. Dezember 2016: EUR 0,1 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf EUR 1,2 Mio. (31.
Dezember 2016: EUR 1,2 Mio.). Sie sind trotz des erheblich gestiegenen Umsatzvolumens
nicht signifikant gestiegen. So konnte dank eines stringenten Forderungsmanagements
ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf vermieden werden. Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände von EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2016:
EUR 0,2 Mio.) und der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von
EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,3 Mio.) unterliegen keiner wesentlichen Veränderung. Langfristiges VermögenDie langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag EUR 6,7 Mio. (31. Dezember
2016: EUR 3,0 Mio.). Der deutliche Zuwachs basiert im Wesentlichen auf dem Goodwill
aus den Beteiligungserwerben der Just Intelligence und elastic.io. FremdkapitalZum 30. Juni 2017 belief sich das Fremdkapital auf EUR 7,7 Mio. (31. Dezember 2016:
EUR 3,5 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung,
die in der Bilanz mit EUR 3,0 Mio. zu Buche schlägt. Aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes und der erstmaligen Konsolidierung
der elastic.io ergaben sich erwartungsgemäß Steigerungen der übrigen Fremdkapitalpositionen.
So erhöhten sich die Rückstellungen zum Bilanzstichtag auf EUR 2,0 Mio. (31. Dezember
2016: EUR 1,4 Mio.). Des Weiteren betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen EUR 0,7 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,4 Mio.), die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten EUR 0,9 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,4 Mio.) und die erhaltenen
Anzahlungen EUR 0,1 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,0 Mio.). EigenkapitalZum 30. Juni 2017 belief sich das Eigenkapital auf EUR 4,0 Mio. (31. Dezember 2016:
EUR 3,3 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe der erfolgreichen
Kapitalerhöhung, die in der Bilanz mit TEUR 210. zu Buche schlägt, sowie einer damit
verbundenen Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote für das erste
Halbjahr 2017 beträgt 34,1% und sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 mit 50,1%.
Dies resultiert insbesondere durch den starken Anstieg der Bilanzsumme aus der Ausgabe
der Wandelschuldverschreibung, die in der Bilanz mit EUR 3,0 Mio. zu Buche schlägt
und aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes und der erstmaligen Konsolidierung
der elastic.io. 3.4.4 Finanzlage, Kapitalflussrechnung und LiquiditätKapitalflussrechnung und LiquiditätAnalog zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das durch den beschleunigten
Wachstumskurs beeinträchtigt wurde, war der Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher
Tätigkeit im Berichtszeitraum negativ und belief sich auf EUR -0,51 Mio. (H1 2016:
EUR 0,12 Mio.). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum
auf EUR -2,9 Mio. (H1 2016: EUR -0,4 Mio.). Dabei betrugen die Investitionen in das
Sachanlagevermögen TEUR 40 (H1 2016: TEUR 30) und die Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte EUR 0,9 Mio. (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Der verbleibende Betrag in Höhe
von EUR 2,0 Mio. (H1 2016: EUR 0,0 Mio.) entfällt auf Auszahlungen für Zugänge zum
Konsolidierungskreis. Der Nettozahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr
2017 EUR 3,3 Mio. (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Der positive Saldo resultierte dabei aus
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen sowie aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung. Somit ergab sich für die ersten sechs Monate 2017 insgesamt ein Gesamt-Cashflow in
Höhe von EUR -0,1 Mio. (H1 2016: EUR 0,1 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
beliefen sich am 30. Juni 2017 auf EUR 0,3 Mio. (30. Juni 2016: EUR 0,2 Mio.). 3.4.5 InvestitionenIm Berichtszeitraum wurden Investitionen mit einem Volumen in Höhe von EUR 0,9 Mio.
getätigt (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Davon flossen TEUR 40. (H1 2016: TEUR 30) in das
Sachanlagevermögen und EUR 0,9 Mio. (H1 2016: EUR 0,3 Mio.) in immaterielle Vermögenswerte.
Zum größten Teil wurden investierten Mittel für die Weiterentwicklung der Produkte
SaleSphere, ICC und elastic.io verwendet, sowie für den Erwerb der Mehrheitsanteile
an der elastic.io GmbH. 3.4.6 MitarbeiterFür mVISE sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter das wesentlichste Asset. Im
Berichtszeitraum nahm die Anzahl der Mitarbeiter von 81 zum 31. Dezember 2016 auf
105 zum 30. Juni 2017 zu. Der deutliche Anstieg hat mehrere Gründe: Zum einen wurden
im Geschäftsbereich Professional Services zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt
und zum anderen schlägt sich die Übernahme der elastic.io GmbH nieder. Im Durchschnitt
waren im ersten Halbjahr 2017 95 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (H1 2016: 72). 3.4.7 AuftragslageDer Auftragsbestand des mVISE AG lag zum Ende des Berichtszeitraums mit EUR 3,1 Mio.
deutlich über dem Vorjahresniveau (30. Juni 2016: EUR 2,2 Mio.). Im Gegensatz zu dem
marginalen Vorjahresauftragsbestand im Produktbereich entfielen im Berichtszeitraum
13% des Auftragsbestands auf diesen Bereich. Insgesamt rechnet der Vorstand im laufenden
Geschäftsjahr für die Produkte SaleSphere und elastic.io mit einer weiteren signifikanten
Verschiebung des Auftragsbestands zugunsten der Produkte. 3.4.8 Risiko- und ChancenberichtDie Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend
definiert, bewertet und, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder
auf Dritte verlagert. Im Geschäftsbericht 2016 wird innerhalb des Konzernlageberichts
unter der Ziffer 3.3 "Risiko- und Chancenbericht" ausführlich auf Risiken, die den
Geschäftserfolg der mVISE AG gefährden könnten sowie Geschäftspotenziale hingewiesen.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen im Risiko- und Chancenprofil
der mVISE AG. 3.4.9 PrognoseberichtNach der erfolgreichen Neuaufstellung und dem positiven Geschäftsverlauf 2016, soll
der Wachstumskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden. Die Rahmenbedingungen
sind grundsätzlich positiv: Das wirtschaftliche Umfeld ist stabil und die Produkte
und Lösungen von mVISE treffen globale Trends wie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen
und IT-Sicherheit. Der Konzern ist als Pionier im Bereich mobiler Digitalisierung
anerkannt und hat daher eine stabile und zuverlässige (Bestands-) Kundenstruktur. Insbesondere die regulatorisch und medial unterstützte Entwicklung rund um die Themen
Datenschutz und Security möchte der Vorstand ausnutzen, um in diesem Bereich weiter
zu wachsen. Aber auch bei der Vernetzung von Maschinen ist die mVISE AG gemeinsam
mit Bosch in einen extrem interessanten Bereich vorgedrungen mit vielen spannenden
Projekten. Das aktuelle Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 3,1 Mio. Euro sichert
eine hohe Auslastung und die hohe Nachfrage insbesondere von Großkunden ist ein positives
Zeichen für signifikante Vertragsabschlüsse im zweiten Halbjahr. Der Fokus liegt dabei auf dem weiteren Wachstum im Beratungsgeschäft, dazu werden
erste zählbare Erfolge im Lizenzgeschäft sowohl mit den Produkten zur Vertriebsunterstützung
(SaleSphere) als auch ein weiterer Ausbau der Umsätze mit den Lösungen von Just Intelligence
und elastic.io angestrebt. Um die bisher erreichte Marktposition auszubauen, setzt
die mVISE AG darüber hinaus auch 2017 wieder auf anorganisches Wachstum. Nachdem mit
dem Erwerb der elastic.io GmbH das Produktportfolio erfolgreich ergänzt wurde, hat
mit Blick auf künftige Akquisitionen der Bereich Professional Services Priorität. Insgesamt bekräftigt der Vorstand auf Konzernebene seine Wachstums- und Ergebnisziele.
Unter der Voraussetzung stabiler Wettbewerbsstrukturen und Marktpreise, ausbleibender
Verluste von Großkunden sowie einer weiterhin positiven Entwicklung in den relevanten
Zielmärkten rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 aus heutiger Sicht mit
einer Gesamtleistung von über 14 Millionen Euro. Dabei wird die Just Intelligence
GmbH voraussichtlich rund 10 bis 15 Prozent der geplanten Gesamtleistung beisteuern,
darüber hinaus sind in dieser Prognose keine größeren Umsätze aus dem Produktbereich
eingeplant. Neben der Steigerung der Erlöse liegt hier der Schwerpunkt auf dem Erreichen
von Synergien, beispielsweise in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Finanzen
und Human Resources. Insgesamt geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 von einer
EBITDA-Marge am unteren Ende der Prognose in Höhe von 15 bis 20 Prozent aus. Insgesamt sind für das Geschäftsjahr 2017 Investitionen mit einem Volumen von rund
EUR 1,8 Mio. in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände
geplant. Mit diesen Investitionen soll der Funktionsumfang der Produkte Just Intelligence,
elastic.io und SaleSphere erweitert werden, um die Attraktivität des Produktportfolios
am Markt weiter zu steigern und künftig den Anteil an Lizenzumsätzen signifikant zu
erhöhen. Das Investitionsvolumen könnte sich im Falle eines weiteren anorganischen
Wachstums durch Akquisitionen über diese Planung hinaus erhöhen Düsseldorf, im August 2017 Der Vorstand scroll
4 Die mVISE AG am Kapitalmarkt4.1 KursentwicklungMarktberichtBasierend auf der erfolgreichen Unternehmensentwicklung und dem gelungenen Turnaround,
entwickelte sich die Aktie der mVISE AG im Geschäftsjahr 2016 deutlich überdurchschnittlich
und notierte zum Jahresabschluss am 30. Dezember mit einem Kurs von EUR 2,97 im Xetra-Handel.
Dies bedeutet einen Anstieg um 81,1 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2015.
In das Jahr 2017 startete die mVISE-Aktie am 2. Januar zum Kurs von EUR 2,90 und bewegte
sich bis Ende Februar in einem engen Korridor zwischen dem bisherigen Jahrestiefstkurs
von EUR 2,75 und EUR 3,00. Mit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr
2016 am 28. Februar stieg der Kurs auf ein Niveau um EUR 3,30. Im Mai folgten mit
der mehrheitlichen Übernahme der elastic.io GmbH sowie der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
2016 weitere positive Meldungen, in deren Folge die mVISE-Aktie deutlich an Wert gewann
und ein kontinuierlicher Aufwärtstrend einsetzte. Am 27. Juni erreichte die Aktie
der mVISE AG mit EUR 4,90 den Höchststand in der Berichtsperiode und schloss am 30.
Juni mit einem Kurs von EUR 4,80 im Xetra-Handel. Seitdem hat sich der Kurs auf einem
Niveau um EUR 4,50 stabilisiert. Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie im Berichtszeitraum einen Anstieg um 61,6 Prozent
gegenüber dem Jahresschlusskurs 2016, einhergehend mit einer Marktkapitalisierung
der Gesellschaft von rund EUR 40,2 Mio. zum 30. Juni (31. Dezember 2016: EUR 24,9
Mio.). Der deutliche Anstieg der Marktkapitalisierung beruht neben dem Kursanstieg
auch auf einer im Januar 2017 durchgeführten Sachkapitalerhöhung im Rahmen der Aufstockung
der Anteile an der Just Intelligence GmbH von 50,1% auf 78%. Durch die Ausgabe von
210.000 Aktien an die Verkäufer der Geschäftsanteile der Just Intelligence GmbH gegen
Erbringung einer Sacheinlage in Form von insgesamt 18.899 Geschäftsanteilen der Just
Intelligence GmbH, nahm das Grundkapital der mVISE AG von EUR 8.164.052 zum 31. Dezember
2016 auf EUR 8.374.052 zum 30. Juni 2017 zu. Kurschart![]() Quelle: Xetra-Schlusskurse (Bloomberg) 4.2 Informationen zur AktieDie mVISE AG ist am 26.07.2017 in das neue Qualitätssegment Scale für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) der Deutschen Börse aufgenommen worden. Scale ersetzt seit März
2017 den Entry Standard für Aktien und Unternehmensanleihen. Das neue Segment, das
Unternehmen einen leichteren Zugang zu Investoren und Wachstumskapital ermöglichen
soll, ist deutlich strenger reguliert als das Basic Board, in dem die mVISE AG nach
dem Ende des Entry Standard bis zur Aufnahme in Scale gelistet war. Die neuen Qualitätsstandards verlangen von den Unternehmen neben einem etablierten
Geschäftsmodell und Mindestgrößen hinsichtlich definierter Kennzahlen vor allem die
Verpflichtung zu Transparenz. Das beinhaltet beispielsweise jährliche Analystenkonferenzen,
aber auch ein unabhängiges Research, das von der Deutschen Börse in Auftrag gegeben
wird. Die mVISE AG begrüßt das Bestreben der Deutschen Börse nach mehr Transparenz - die
Einführung von Scale ist deshalb ein richtiger und wichtiger Schritt. Für mVISE war
es daher eine logische Entscheidung, die Aufnahme in das neue Qualitätssegment zu
beantragen. Die gestiegenen Transparenzanforderungen machen die in Scale notierenden Unternehmen
deutlich attraktiver, sodass eine Verbreiterung der Investorenbasis sowie die Darstellung
von Unternehmen gegenüber Wirtschafts- und Finanzmedien erheblich unterstützt werden. Die Wertpapierkennnummer (ISIN DE0006204589) der mVISE AG bleibt unverändert. Unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit haben wir im ersten Halbjahr
2017 zeitnah über den aktuellen Geschäftsverlauf, besondere Ereignisse sowie die Perspektiven
des Unternehmens informiert. So stieß die, am 29. Juni in Düsseldorf abgehaltene diesjährige
ordentliche Hauptversammlung, bei der sich die Aktionäre über das abgelaufene Geschäftsjahr
2016 und die aktuelle Lage bei der mVISE AG informieren konnten, wieder auf ein reges
Interesse. Die Präsentation und der Redetext stehen auf der Homepage unter der Rubrik
"Investor Relations/Hauptversammlungen" zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus präsentiert der Vorstand die Gesellschaft bei verschiedenen relevanten
Kapitalmarktkonferenzen und informiert in diesem Rahmen über die aktuelle Situation
sowie weiterhin bestehende Herausforderungen. So war die mVISE AG beispielsweise Anfang
Mai bei der DVFA-Frühjahrskonferenz in Frankfurt am Main vertreten. Weitere vorgesehene
Termine sind die Rüttnauer Research IR-Fahrt im September und das Eigenkapitalforum
im November in Frankfurt. Kenndaten:scroll
Aktionärsstruktur:![]() Finanzkalender 2017:scroll
5 Konzernhalbjahresabschluss zum 30.06.2017 nach HGB5.1 Konzernbilanz für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017Aktivascroll
Passivascroll
5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017scroll
5.3 Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017scroll
6 Konzernanhang für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017Allgemeine AngabenDie Mutter des mVISE Konzerns ist die mVISE AG, Wanheimer Str. 66, 40472 Düsseldorf,
Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer
76863 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet der IT-Hard und Software,
die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von
Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/Datenschutz. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff HGB sowie nach einschlägigen
Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Die mVISE AG gilt gem. §267 Abs.2 HGB als kleine Kapitalgesellschaft. Der Lagebericht
für die mVISE AG wurde gem.§315 Abs.3 i.V.m. §298 Abs.3 HGB mit dem Konzernlagebericht
zusammengefasst. Die Gesellschaft war während des Berichtszeitraums im Handelssegment Basic Board innerhalb
des Freiverkehrs notiert, seit 26.07.2017 ist die Aktie im Börsensegment Scale notiert. Die Gesellschaft wird zum 30.06.2017 von den beiden Vorständen Manfred Götz (Professional
Services & Finance) und Rainer Bastian (Products & Administration) geführt. Die mVISE AG unterhält zur Jahresmitte Zweigstellen in Frankfurt/Main und Hamburg. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der mVISE AG als Mutterunternehmen und
ihrer Tochterunternehmen zum 30. Juni des Geschäftsjahres. Der Abschluss der Tochterunternehmen
wird unter einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag
aufgestellt wie der des Mutterunternehmens. Zu Beginn des Berichtszeitraums wurde der Anteil an der Just Intelligence GmbH, Hamburg,
um 27,9% auf 78% erhöht. Bei der Ermittlung des auf diesen Anteilserwerb entfallenden
Geschäfts und Firmenwertes wurde auf den Zeitpunkt abgestellt, zu dem das Unternehmen
erstmalig in den Konzernabschluss einzubeziehen war (1. Oktober 2016). Im Mai 2017 wurden außerdem 75% Anteile der elastic.io GmbH, Bonn, erworben. Die elastic.io
GmbH wurde zum 1. Mai 2017 in den Konzernabschluss einbezogen. Zum Vorjahresvergleichsstichtag bestanden keine konsolidierungspflichtigen Beteiligungen. In den Konzernabschluss einbezogen sind folgende inländische Tochterunternehmen, welche
die mVISE AG unmittelbar beherrscht. Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss
einbezogener Unternehmern ist der 30. Juni. scroll
Die mVISE Professional GmbH wurde aufgrund des seit mehreren Jahren ruhenden Geschäftsbetriebs
sowie deren Unwesentlichkeit für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. KonsolidierungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen,
die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wurde nach der Erwerbsmethode
zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, durchgeführt. Bei Anwendung der Erwerbsmethode wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden
Anteile mit dem auf diesen Anteil entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens
verrechnet, Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt
beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände,
Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung
verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts-
und Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss
aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten
und der für Kapitalkonsolidierung maßgeblichen Zeitpunkt ist grundsätzlich derjenige,
zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung
für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile wurde nach der Neubewertungsmethode
vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge werden dabei so weit wie möglich den betreffenden
Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. 6.1 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Folgenden werden die im Konzernlabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr
unverändert angewandt. Immaterielle VermögensgegenständeSelbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten
angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
von drei Jahren). Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten
erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. Durch die Aktivierung
der auf die bilanzierten Entwicklungsleistungen entfallenden Kosten der allgemeinen
Verwaltung wird gewährleistet, dass die den Erlösen aus Produktlizensierung zuzuordnenden
Aufwendungen zeitlich in den Perioden des Erlösanfalls berücksichtigt werden. Aktivierte
Eigenleistungen werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwert werden einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte aus
der Erstkonsolidierung erworbener Anteile aktiviert und über einen Zeitraum von zehn
bis 15 Jahren abgeschrieben. Im Einzelfall wird geprüft, über welchen Zeitraum der
Geschäfts- und Firmenwert voraussichtlich nutzbar sein wird und dann entsprechend
linear abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen. SachanlagenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare
Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf
Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer
beträgt in der Regel bei IT-Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und
Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre. Die unterjährige Veränderung der Sachanlagen
ist der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen. VorräteUnfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten
werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material-
bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die
Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung
des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet,
d.h. für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen
Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Latente SteuernAktive Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz
und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich
steuerlich wirksam abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden
Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung
zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der
Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz
der betroffenen Konzernunternehmen zugrunde. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen bilanziert.
Bei den Forderungen aus Lieferung- und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung
in Höhe von einem Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen,
wenn auf Grund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände
beziehen sich auf hinterlegten Kautionen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen
werden in die Bewertung mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz
der vergangenen sieben Jahre abgezinst. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt. scroll
6.2 Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr wiederholt um über 70% gesteigert werden.
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lassen sich folgenden Tätigkeitsbereichen zuzuordnen: scroll
Die Umsatzerlöse des Bereichs Segmentes Professional Services werden mit Beratungsleistungen
und mit sogenannten Managed Services erzielt, sowie mit eigenentwickelten mobile Lösungen.
Im Segment Products eigenentwickelte Software Produkte vertrieben. scroll
Andere aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2017 in Höhe von 758 TEUR betreffen
die Weiterentwicklung des Produktes SaleSphere in Höhe von 420 TEUR, sowie die Weiterentwicklung
des Produktes ICC der Just Intelligence in Höhe von 198 TEUR und des Produkts elastic.io
in Höhe von 140 TEUR. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge blieben unter Vorjahresniveau. Sie beinhalten
im Wesentlichen pauschal versteuerte Sachbezüge. Die sonstigen betrieblichen Erträge
stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich gemäß §275 Abs 2 Nr. 6 HGB wie folgt: scroll
Sonstige betriebliche AufwendungenIn der folgenden Auflistung sind alle wesentlichen sonstigen betrieblichen Ausgaben
beziffert. Weitere sonstige betriebliche Ausgaben liegen alle unterhalb von 100 TEUR. scroll
AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
umfassten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 785 TEUR (Vorjahr 296 TEUR). FinanzergebnisZinsen und ähnliche Aufwendungen umfassten im Jahr 2016 Zinsen für Gesellschafterdarlehen,
sowie die Inanspruchnahme einer Bankkreditlinie. Die Aufwendungen beliefen sich im
ersten Halbjahr 2017 auf 114 TEUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 4 TEUR. Grund
hierfür war insbesondere die Tilgung der Gesellschafterdarlehen inklusive aller aufgelaufenen
Zinsen, die im Vorjahr nicht zurückgestellt wurden, sowie die Inanspruchnahme der
bestehenden Kontokorrentlinie. Steuern von Einkommen und ErtragIn den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Berücksichtigung von
aktiven latenten Steuern auf in der Zukunft nutzbare Verlustvorträge in Höhe von 1.109
TEUR erfasst. 6.3 Erläuterungen zur KonzernbilanzAngaben zum AnteilsbesitzZum 01.01.2017 hat die mVISE AG eine weitere Tranche in Höhe von 27,9% an der Just
Intelligence GmbH erworben und konsolidiert nunmehr 78% der Anteile auf sich. Die
Anteile wurden im Rahmen einer Sacheinlage in Höhe von 210 TEUR erworben. Im Rahmen
der Erstkonsolidierung der zweiten Tranche wurde zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags
auf den Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung der Just Intelligence abgestellt.
Der passive Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital der Just Intelligence
zum Erwerbszeitpunkt der zweiten Tranche (01.01.2017) und dem Zeitpunkt der erstmaligen
Konsolidierung (01.10.2016), wurde in die Kapitalrücklage umgebucht. An der elastic.io GmbH wurden im Mai 2017 Anteile in Höhe von 75,1% erworben. Der
Erwerbspreis der Anteile beinhaltet neben einer Barkomponente in Höhe von 1.910 TEUR
eine Earn-out-Regelung. Im Rahmen der Kaufpreisbestimmung war daher neben der Barkomponente
ein Betrag in Höhe der auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitraum abgezinsten Earn-out-Verpflichtung
zu berücksichtigen. Insgesamt ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 2.608 TEUR. Aus der im Rahmen der Erstkonsolidierten Neubewertung des Reinvermögens der elastic.io
GmbH waren stille Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von
700 TEUR zu aktivieren. Die stillen Reserven beziehen sich auf eine im Unternehmen
entwickelte Software. Immaterielle VermögenswerteAus der Erstkonsolidierung der elastic.io ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag
aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 2.608 TEUR, der als Geschäfts- und Firmenwert
ausgewiesen wurde. Dieser wird gem. §309 Abs. 1 HGB planmäßig über seine voraussichtliche
Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- und Firmenwerte vom 01.01.2017 bis 30.06.2017 sind nachfolgender Tabelle
zu entnehmen. Zahlenwerte in TEUR: scroll
scroll
Weitere Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betrafen mit 1.458 TEUR
selbstentwickelte Software und mit 61 TEUR erworbene Lizenzen. SachanlagenDie Zugänge der Sachanlagen von insgesamt 42 TEUR betreffen ausschließliche sonstige
Betriebs- und Geschäftsausstattung. FinanzanlagenDie Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf 7 TEUR und sind der mVISE Professional
Services zuzuordnen, deren Geschäftsbetrieb aktuell ruht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VermögensgegenständeDer ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzt wie
im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf
Jahren betragen zum Stichtag 178 TEUR (im Vorjahr 184 TEUR). Die übrigen sonstigen
Vermögensgegenstände besitzen wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Liquide MittelDie liquiden Mittel in Höhe von 166 TEUR (im Vorjahr 189 TEUR) beinhalten die laufenden
Bankguthaben. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Stichtag unbelastet.
Fremdwährungskonten lagen zum Bilanzstichtag nicht mehr vor. Aktive RechnungsabgrenzungDie Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für im Voraus
geleistete Aufwendungen für Fremdleistungen. Aktive latente SteuernDie ausgewiesenen aktiven latenten Steuern stellen den Saldo aus einem aktiven latenten
und einem passiven latenten Steuerposten dar. Konzerneigenkapitalscroll
Das Grundkapital der mVISE AG beträgt EUR 8.374.052 und ist eingeteilt in 8.374.052
nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und einen anteiligen Betrag von
EUR 1,00 je Aktie am Grundkapital aufweisen. Alle Aktien verfügen über die gleichen
Stimmrechts- und Dividendenansprüche. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft
gehaltene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und
Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes,
insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus gesetzlichen Regelungen
ergeben (§§ 71b, 136 AktG). Dem Vorstand sind daneben keine Beschränkungen für die
Ausübung des Stimmrechts oder die Übertragung der Aktien bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der mVISE
AG nicht. Die mVISE AG hat keine Aktien ausgegeben, aus denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar
ausgeübt werden können. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG
sowie § 5 der Satzung geregelt. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften (§ 179 Abs. 1
AktG) bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Für die
Beschlüsse der Hauptversammlung reicht die einfache Mehrheit aus, soweit das Aktiengesetz
bei einzelnen Satzungsänderungen keine größere Mehrheit zwingend vorschreibt. Der
Aufsichtsrat ist gemäß § 10 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft dazu ermächtigt, Änderungen
an der Satzung vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. Juni 2021 um bis zu EUR 3.872.026 durch
einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen
(Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand hat am 29. September 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 5. Oktober
2016 beschlossen das durch die Hauptversammlung beschlossene Genehmigte Kapital 2016
teilweise auszunutzen und das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage unter
Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von EUR 8.164.052 um EUR 210.000 auf EUR
8.374.052 durch Ausgabe von 210.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen. Die Sacheinlage
war zu erbringen in Form von insgesamt 18.899 Geschäftsanteilen der Just Intelligence
GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB89691 ("Just
Intelligence") im Nennbetrag von je EUR 1,00. Die Werthaltigkeit der Sacheinlage wurde
der Gesellschaft durch den vom Amtsgericht Düsseldorf bestellten Sacheinlageprüfer
bestätigt. Die Sachkapitalerhöhung wurde durch Eintragung im Handelsregister am 19.
Januar 2017 abgeschlossen. Das verbleibende Genehmigte Kapital 2016 beträgt demnach
EUR 3.662.026. Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 2.000.000 durch
Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht
(Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,
wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung
Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft
oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der
Hauptversammlung vorn 9. Juni 2016 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung
bis zum 8. Juni 2021 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten
Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind,
ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft
ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags
Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren. Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 283.387,00 bedingt
erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten,
die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe
des Beschlusses der Hauptversammlung vorn 9. August 2010 sowie der Änderungsbeschlüsse
der Hauptversammlungen vom 29. August 2011 sowie vom 29. Januar 2015 ausgegeben werden.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen
Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Gemäß § 4 Abs. 12 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 500.000,00 bedingt
erhöht, (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von
Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie
Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft
abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse
der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015 sowie vom 9. Juni 2016
ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Es gibt keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung
eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit den Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen
für den Fall eines Übernahmeangebots. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.015 TEUR (30.06.2016: 1.296 TEUR) bestehen
für Personalaufwendungen, Earn-out-Verpflichtungen, Beratungsleistungen und sonstige
Rückstellungen. Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen: Rückstellungen für Beratungsleistungen bestanden zur Jahresmitte in Höhe von 746 TEUR.
Die Rückstellungen betreffen Beauftragungen, die bereits abgerechnet wurden, bei denen
jedoch erwartungsgemäß noch Beratungsleistung erbracht werden wird. In den Rückstellungen sind auch Rückstellung für die Earn-out-Vereinbarung der elastic.io
enthalten. Ausgabe von Wandelanleihen im Mai 2017Der Vorstand hat am 8. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung
der Hauptversammlung Gebrauch gemacht und die Begebung von Wandelschuldverschreibungen
im Gesamtnennbetrag von EUR 3 Mio. unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß
§221 Absatz 4 Satz 2 i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG gegen Barzahlung beschlossen.
Die Wandelschuldverschreibungen wurden in 30 Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag
von jeweils EUR 100.000,00 vollständig an institutionelle Anleger ausgegeben. Der
Gesellschaft flossen aus der Kapitalmaßnahme Mittel in Höhe von insgesamt EUR 3.000.000
(vor Provisionen und Kosten) zu. Durch den Emissionserlös soll der Vollzug der strategischen
Investition in die elastic.io, Bonn, finanziert und im Übrigen die Eigenkapitalbasis
der Gesellschaft gestärkt werden. Erhaltene AnzahlungenZum Bilanzstichtag betrugen die erhaltenen Anzahlungen für noch nicht abgeschlossene
Aufträge 133 TEUR gegenüber einem Vorjahreswert von 33 TEUR. Der Auftragsbestand resultiert
aus wenigen Projektarbeiten, die zu Beginn eine Abschlagzahlung vorsehen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 724 TEUR (30.06.2016:
285 TEUR) sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 876 TEUR (30.06.2016: 890 TEUR) und
beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Darlehen
und Steuerverbindlichkeiten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem
Jahr. Passive RechnungsabgrenzungDie passive Rechnungsabgrenzung betreffen Abgrenzungen aus im Voraus abgerechneten
Dienstleistungsprojekten. 6.4 Sonstige AngabenMitarbeiterIn der Berichtsperiode beschäftigte der mVISE Konzern im Durchschnitt 95 Mitarbeiter
(gegenüber dem Vorjahr mit 72 Mitarbeitern). Vorstände sind in dieser Zahl enthalten.
Die Mitarbeiter gliedern sich in 86 operative und 9 administrative (gegenüber dem
Vorjahr mit 63 operativen und 9 administrativen). OrganeVorstand: Der Vorstand der mVISE AG bestand im ersten Halbjahr 2017 aus folgenden Mitgliedern:
Die Gesellschaft wird durch beide Vorstände gemeinsam vertreten. Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im ersten Halbjahr 2017 aus folgenden Personen zusammen:
Herr Plate und Herr Soltau waren im Berichtszeitraum nicht Mitglied in anderen gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten oder in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien
von Wirtschaftsunternehmen. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug anteilig für das erste Halbjahr exklusive der
Erstattung von Auslagen 12,5 TEUR (Vorjahr 12,5 TEUR). Die Angaben der Gesamtbezüge
der Vorstände unterbleiben auf Grund der Schutzklausel des §314 Abs. 3 S.2 HGB i.V.m.
§ 286 Abs. 4 HGB. Geschäfte mit nahestehenden Personen:Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die
auf den mVISE Konzern Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder des maßgeblichen
Einflusses durch den mVISE Konzern unterliegen. Bei den Geschäften mit nahestehenden
Personen handelt es sich vor allem um Liefer-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte
mit Tochterunternehmen des mVISE Konzerns. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender
Markt besteht, werden Sie zu den jeweiligen marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die Geschäftsvorfälle der mVISE Professional Services GmbH (ehemals Astro Boulevard
GmbH) werden seit 2013 über die mVISE AG abgewickelt. Der Geschäftsbetrieb ruht. 6.5 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 30.06.2017, die wesentliche Auswirkung
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, haben sich
nicht ereignet. 7 Versicherung der gesetzlichen VertreterNach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie
WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung: "Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Zwischenabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt
und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und
die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind." Düsseldorf, im August 2017 Der Vorstand scroll
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