Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernjahresfinanzbericht zum 31.12.2010

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

die Nabaltec AG hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Nicht nur der Rückgang von 2009 konnte aufgeholt werden, sondern es wurde ein Rekordumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Eine sehr stabile Finanzstruktur und Liquiditätsausstattung, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Anleiheemission 2010, sowie die Erfolge in neuen Produktanwendungen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Sowohl die erfreuliche Entwicklung in der weltweiten Konjunktur als auch in der Nachfrage der Abnehmerbranchen geben uns die Möglichkeit, gezielt den Blick nach vorn zu richten.

Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden.

Im Berichtsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 15. April 2010, am 10. Juni 2010 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 30. September 2010 und am 10. Dezember 2010 zusammen. 2011 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 4. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2010 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2010 wurde in drei Fällen den Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt.

Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2010 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.

Schwerpunkte der Beratungen

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurde uns insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand ich mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2010 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2009 für AG und Konzern

Ausgabe einer Inhaber-Teilschuldverschreibung und damit zusammenhängend Mittelverwendung und Finanzplanung

Corporate Governance, insbesondere zur künftigen Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Marktchancen der neuen Produktbereiche

Geschäftsentwicklung der Nashtec

Planung 2011 und mittelfristige Planung bis 2013

Investitions- und Finanzierungsplanung für 2011 bis 2013

Weitere Schwerpunkte unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2010 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2011 die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 12. März 2010 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2010 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 10. Dezember 2010 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2011 vorbereitet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat für seine künftige Zusammensetzung Prioritäten und konkrete Ziele formuliert. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.

Vorstandsvergütung

Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden.

Jahres- und Konzernabschluss 2010

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2010 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hätten begründen können. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkte für die Prüfung 2010 wurden die Begebung einer Inhaberteilschuldverschreibung einschließlich der Bilanzierung der Emissionskosten, die Umstellung der Rechnungslegung gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie die Prüfung der Prozessbereiche "Beschaffung" und "Vorratsmanagement" festgelegt.

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 4. April 2011 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2010. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 2010 erneut unter Beweis gestellt haben, wie innovativ und erfolgreich Nabaltec ist.

Schwandorf, 4. April 2011

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Dr. Leopold von Heimendahl
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance

Die Nabaltec AG hat sich bereits seit 2007 auf freiwilliger Basis den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verpflichtet und entwickelte auch im Geschäftsjahr 2010 die Corporate Governance im Unternehmen weiter. Das Unternehmen folgt ab 2011 den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit wenigen Ausnahmen. Diese sind in der gemeinsamen Entsprechenserklärung vom 11. März 2011 von Aufsichtsrat und Vorstand offengelegt und begründet.

Ein Abgleich der Entsprechenserklärung vom 12. März 2010 mit der tatsächlich umgesetzten Corporate Governance im Geschäftsjahr 2010 ergab keine Abweichungen.

Die Satzung der Nabaltec AG sowie die Geschäftsordnungen für Aufsichtsrat und Vorstand blieben 2010 unverändert. Am 12. Februar 2011 wurde in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat die Regelung zur Altersgrenze geändert. Danach wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung künftig nur solche Personen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen, die bei Beginn der Amtsperiode das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Vorschlagsrecht der Aktionäre bleibt hiervon unberührt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Auf der Hauptversammlung am 10. Juni 2010 in Amberg lag die Präsenz bei über 70 %. Die Hauptversammlung hat alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte angenommen. Die Einzelergebnisse können auf der Unternehmenswebsite eingesehen werden.

Die Nabaltec AG bietet den Aktionären bereits seit mehreren Jahren die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Somit haben auch diejenigen Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung teilnehmen, die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Eine sogenannte Briefwahl sieht die Satzung der Nabaltec AG daneben nicht vor.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat wird ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats dargestellt.

Vorstand

Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Johannes Heckmann und Gerhard Witzany, üben keine Aufsichtsratstätigkeit in externen börsennotierten Unternehmen aus.

Bei der Besetzung von Führungspositionen achtet der Vorstand auf die bestmögliche Eignung und Kompetenz sowie auf Vielfalt und strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Nabaltec AG besteht aus drei Personen und verzichtet deshalb auf die Bildung von Ausschüssen. Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 sind im Bericht des Aufsichtsrats enthalten. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die für die Nabaltec AG maßgeblichen Kriterien für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats erörtert und am 13. Februar 2011 folgende Ziele für seine künftige Zusammensetzung beschlossen:

Das Ziel bei der Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern ist, dass der Aufsichtsrat seine Überwachungs- und Beratungsaufgaben im Interesse der Gesellschaft bestmöglich erfüllen kann. Maßgeblich für die Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern sind daher deren Qualifikation, fachliche Eignung und die Kompetenz der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll daher für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der Nabaltec AG über Kenntnisse verfügen, die diese Zielsetzung fördern und damit dem Unternehmen dienlich sind, z. B. besonderes Know-how und Erfahrung in den Branchen- und Technologiefeldern funktionale Füllstoffe und technische Keramik sowie in Unternehmensführung, Strategie, Vertrieb, Recht, Finanzierung und Steuern. Ferner sollen sich die bei den Aufsichtsratsmitgliedern insgesamt vertretenen Kenntnisse und Fähigkeiten ergänzen, um für eine optimale Aufgabenerfüllung eine möglichst breitgefächerte Abdeckung von Fachwissen gewährleisten zu können.

Unter Berücksichtigung der folgenden im Kodex genannten Kriterien hat daher im Einzelfall eine umfassende Interessenabwägung zu erfolgen, welche Voraussetzungen und Eigenschaften für die Erfüllung dieser Aufgaben aus Sicht der Gesellschaft am besten geeignet und somit vorrangig zu bewerten sind.

Internationale Tätigkeit:
Die Nabaltec AG unterhält in Deutschland Produktionsstandorte am Hauptsitz in Schwandorf sowie in Kelheim. Außerhalb Deutschlands besteht im Rahmen eines Joint Ventures eine 51%ige Beteiligung an der amerikanischen Tochtergesellschaft Nashtec LLC mit einem Produktionsstandort in den USA. Die internationale Marktbearbeitung findet bei Nabaltec über weltweit agierende externe Vertriebspartner und Handelsvertreter statt. Um den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Aufgabenerfüllung, vor allem die Kontrolle und Bewertung von Vorgängen und Entscheidungen, zu ermöglichen, sind daher insbesondere vertiefte Kenntnisse aus dem deutschen Rechts- und Wirtschaftsraum erforderlich.

Interessenkonflikte:
Für die Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern stehen deren Qualifikation, fachliche Eignung sowie Erfahrung im Vordergrund. Der Aufsichtsrat wird dafür Sorge tragen, dass Interessenkonflikte ausgeschlossen werden. Die Nabaltec AG folgt auch sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in Ziffer 5.5. Der Aufsichtsrat behält sich jedoch vor, Beratungs- oder Dienstverträge zwischen einzelnen Mitgliedern des Gremiums und der Gesellschaft zu genehmigen, wenn der Abschluss eines solchen Vertrages im Einzelfall nach übereinstimmender Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft liegt und der Vertrag gemäß § 114 AktG genehmigungsfähig ist.

Altersgrenze:
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder vor; der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung nur solche Personen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen, die bei Beginn der Amtsperiode das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Vielfalt (Diversity):
Neben den maßgeblichen Kriterien Qualifikation und fachliche Eignung sind weitere Eigenschaften wie Geschlecht, nationale und religiöse Zugehörigkeit nachrangig zu bewerten. Maßgeblich ist insbesondere, dass die persönlichen Eigenschaften, Qualifikation, fachliche Eignung und Kompetenz der Aufsichtsratsmitglieder für die Gesellschaft von Nutzen sind und dem Aufsichtsrat seine Überwachungs- und Beratungsaufgaben ermöglichen. Für die Aufgabenerfüllung in einem Unternehmen der Spezialchemie ist das Geschlecht der Aufsichtsratsmitglieder nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Der Aufsichtsrat wird sich bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat in erster Linie an deren Qualifikation und Eignung orientieren.

Dieser Bericht zu den Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfolgt erstmals im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts 2010. In den Berichten der Folgejahre werden ausschließlich etwaige Änderungen der Zielsetzungen und der jeweilige Stand der Umsetzung der Ziele erläutert.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung am 10. Juni 2010 hat die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hatte der Aufsichtsrat vom vorgesehenen Abschlussprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer - wie auch in den Vorjahren - vereinbart, den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung sowie über etwa festgestellte Tatsachen zu unterrichten, aus denen sich eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung gemäß § 161 AktG ergeben könnte.

Beteiligungen der Organ-Mitglieder am Grundkapital
(Stand: 31. Dezember 2010)

Vorstand

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Johannes Heckmann 1.295.250 Stückaktien
Gerhard Witzany 1.254.310 Stückaktien

Aufsichtsrat

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Dr. Leopold von Heimendahl 42.000 Stückaktien
Dr. Dieter J. Braun 51.000 Stückaktien
Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich 1.700 Stückaktien

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 11. März 2011 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet. In dieser Erklärung werden die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 erläutert und begründet. Die Erklärung ist nachfolgend im Wortlaut wiedergegeben.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2011

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß § 161 AktG:

Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26. März 2007 in den Geschäftsjahren 2007 bis 2010 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den im Bundesanzeiger veröffentlichten Empfehlungen des Kodex, in der Fassung vom 26. Mai 2010, vom Geschäftsjahr 2011 an mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern.

Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben.

Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll.

Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtplenums effektiv arbeitet.

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat gesetzt und wird dementsprechend eine derartige konkrete Zielsetzung bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht berücksichtigen. Der Corporate-Governance-Bericht wird keine Ausführungen zu einer derartigen konkreten Zielsetzung und zum Stand ihrer Umsetzung enthalten (Kodex Ziffer 5.4.1, Absätze 2 und 3). Der Aufsichtsrat hält die Festlegung konkreter Ziele, also die Benennung von absoluten Zahlen oder Quoten sowie von Umsetzungsfristen, im Zusammenhang mit der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat nicht für sachgerecht. Er ist der Auffassung, dass der Aufsichtsrat nur dann im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre jeweils bestmöglich zusammengesetzt werden kann, wenn bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht deren Geschlecht, sondern deren Kenntnisse und Fähigkeiten den Ausschlag geben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend.

Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind.

Schwandorf, 11. März 2011

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Der Vorstand: Der Aufsichtsrat:
Johannes Heckmann Dr. Leopold von Heimendahl
Gerhard Witzany Dr. Dieter J. Braun

Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

KONZERNLAGEBERICHT
für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen mit einem Exportanteil von rund 70 %.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:

Flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die zum Beispiel bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden

Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren oder aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten eingesetzt werden

Keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik, in der Poliermittelindustrie

Hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Mit spezialisierten Produkten für die PVC-Industrie (Additive) und für die Elektronikindustrie (Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum um zwei zukunftsstarke Produktbereiche erweitern können. Für beide Bereiche verfügt das Unternehmen am Standort Schwandorf seit 2009 beziehungsweise 2010 über neue Produktionsanlagen.

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist.

Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid, das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA) in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte unmittelbar bedienen.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung der Produkte.

1.2 Unternehmensstruktur

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Nabaltec AG ist mit 51 % an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.

Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.

Unternehmensbereiche

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel

Additive

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe

Keramische Massen

Dienstleistungsbereiche

Kaufmännische Dienste

Technische Dienste

Analysenzentrum

1.3 Strategie

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische Schwerpunkte:

1. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des Kundennutzens

Durch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs- und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und kooperiert mit Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

2. Gezielte Erweiterung der Produktpalette

Über die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss mit Schlüsselkunden - werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt. Zwei maßgebliche Neuentwicklungen, Additive und Böhmite, werden seit 2009 im industriellen Maßstab produziert und vertrieben. Darüber hinaus wird durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit das Anwendungsspektrum für bestehende Produkte erweitert.

Nabaltec hat mit ACTILOX® CAHC einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-Industrie entwickelt. Neben der Substitution bleihaltiger Substanzen ist es das Ziel, schrittweise über Neuentwicklungen in der Kunststoffindustrie den Markt zu erschließen, damit bereits in der Entwicklungsphase neuer Produkte ACTILOX® CAHC als umweltfreundlicher Stabilisator eingesetzt wird.

Die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten werden seit Oktober 2010 ebenfalls am Standort Schwandorf produziert. Böhmite finden Verwendung als umweltfreundliche, halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen benötigen, beispielsweise halogenfreie, flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320°C verarbeitet werden.

Bis zum Start der Produktion in Schwandorf hatte Nabaltec APYRAL® AOH in der eigenen Technikumsanlage in Kelheim produziert. Mit dem Neubau in Schwandorf steht die Technikumsanlage jetzt wieder für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab zur Verfügung.

3. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern an

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend - auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.

4. Über ein internationales Wachstum profitiert Nabaltec von weltweiten Wachstumsimpulsen und regionalen Sonderkonjunkturen

Weltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit Nordamerika und Asien.

5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.

6. Starke Finanzierungsbasis zur Sicherstellung der Zukunftsinvestitionen

Um die Marktchancen bei funktionalen Füllstoffen und in der technischen Keramik voll wahrnehmen zu können, sind weiterhin signifikante Investitionen nötig. Diese relativ hohe Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine wichtige Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Fördermitteln zusammensetzt. Mit der Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro konnte Nabaltec im Oktober 2010 den finanziellen Freiraum nochmals deutlich erweitern und verbessern.

1.4 Steuerung

Die Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie über die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen und Maßnahmen.

Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

2. Geschäftsverlauf 2010

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die weltweite Konjunktur erholte sich 2010 sehr dynamisch und auf breiter Basis. Dabei verlief die Entwicklung deutlich schneller und bislang nachhaltiger als von Wirtschafts- und Konjunkturexperten erwartet. Nur einzelne Volkswirtschaften haben den Weg aus der Krise noch nicht gefunden, wie Spanien, Griechenland und Irland.

Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums 2010 von rund 4,7 % (Quelle: Deutsche Bank) waren insbesondere die BRIC-Staaten mit Wachstumsraten zwischen 4,0 % in Russland und bis zu 10,0 % in China. Mit Ausnahme von Russland konnten diese Länder auch auf einer bereits stabilen oder wachsenden Basis 2009 aufbauen.

In den Industriestaaten ist dagegen die Aufholbewegung der Verluste von 2009 in vollem Gange. 2010 konnten die Industrieländer um 2,5 % wachsen und damit einen Teil des Minus von 3,6 % aus dem Jahr 2009 wieder kompensieren. Besonders erfreulich für Unternehmen wie Nabaltec mit einer sehr breiten internationalen Basis war, dass diese Erholung nahezu alle Industriestaaten erfasst hat. In Europa war insbesondere die Entwicklung in Deutschland beispielhaft. Das Plus von 3,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt) war so zu Jahresbeginn nicht erwartet worden. Selbst im Jahresverlauf 2010 mussten die unterjährigen Prognosen der verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrfach nach oben angepasst werden. Dieser Aufschwung wird mittlerweile nicht mehr allein vom Export getragen, sondern auch durch inländische Ausrüstungsinvestitionen und einen anziehenden Konsum unterstützt.

2.2 Branchensituation

Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2010 um 17,5 % auf insgesamt 170,6 Milliarden Euro, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die chemische Industrie hat 2010 mit 11 % den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Der Export konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf 99,6 Milliarden Euro ausgebaut werden. Damit liegen die internationalen Umsätze bereits wieder über dem Vorkrisenniveau von 2007. Der Inlandsumsatz legte um 14 % zu und erreichte ein Volumen von 71,0 Milliarden Euro. Das Inlandsgeschäft liegt damit noch rund 10 % unter dem Vorkrisenniveau.

Die Preise für Chemikalien stiegen im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt waren nach Erhebungen des VCI Chemikalien und Pharmazeutika rund 3,0 % teurer als ein Jahr zuvor. Insbesondere in den rohstoffnahen Sparten kam es zu einem Preisanstieg.

Die Kapazitäten in der deutschen Chemieindustrie sind inzwischen wieder normal ausgelastet. Die Ertragslage in der Branche ist gut. Viele Unternehmen haben ihre Investitionszurückhaltung, die 2009 noch zu zahlreichen Projektverschiebungen geführt hatte, 2010 wieder aufgegeben. Der VCI rechnet für 2010 mit einer Ausweitung der Investitionen in Anlagen und Gebäude um 5 % auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische Keramik konnten in ganz ähnlichem Umfang von der konjunkturellen Entwicklung profitieren - teilweise sogar deutlich überproportional. Die erste Jahreshälfte war von einer ganz besonderen Dynamik geprägt. Ab Jahresmitte beruhigte sich die Erholung etwas und schwenkte auf einen nachhaltigen Wachstumspfad ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen, wie Automobilproduktion oder Infrastruktur-/Bauindustrie, konnten auch den Wegfall staatlicher Sonderprogramme, wie sie vor allem 2009 noch vorhanden waren, recht problemlos kompensieren. Auch in den weiter vorgelagerten Industrien, beispielsweise bei Abnehmern von funktionalen Füllstoffen und technischen Keramiken, waren deutlich positive Impulse zu verspüren.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Neue unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,5 % bis 2014 aus (auf Basis ATH, Quelle: The Freedonia Group, Inc.). Dieses Marktwachstum wird einerseits durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz, andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich, in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt ist.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der anziehenden Weltwirtschaft nahm die Stahlindustrie 2010 wieder zusätzliche Kapazitäten in Betrieb. Auch hier gilt, dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide begünstigt. Bis 2012 erwarten Marktexperten ein Wachstum bei Feuerfestprodukten von jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3 %.

2.3 Überblick über den Geschäftsverlauf des Nabaltec-Konzerns

Nabaltec konnte 2010 einen Geschäftsverlauf mit überaus starker Dynamik verzeichnen. Nachdem sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine merkbare Erholung abgezeichnet hatte, konnte Nabaltec 2010 durchweg neue Rekordwerte bei Absatz und Umsatz erzielen. Diese Dynamik umfasste alle Unternehmens- und Produktbereiche sowie alle regionalen und branchenspezifischen Zielmärkte.

Die eigenen Prognosen wurden 2010 bereits zweimal nach oben angepasst und auch diese Planungen wurden umsatzseitig nochmals übertroffen. Der Umsatzprognose von 100,0 bis 108,0 Mio. Euro standen tatsächliche Erlöse von 112,7 Mio. Euro gegenüber. Ertragseitig konnte Nabaltec die eigenen Prognosen erfüllen, beim EBIT die Marke von 6,0 Mio. Euro übertreffen und auch nach Steuern und Anteilen nicht-kontrollierender Gesellschafter positiv abschließen.

Für das nochmalige übertreffen der Umsatzprognose 2010 war ein herausragendes viertes Quartal verantwortlich. Mit einem Umsatz von 30,9 Mio. Euro war es ein Rekordquartal in der Geschichte von Nabaltec. Gleichzeitig konnten in diesem Quartal Auftragseingänge von 58,6 Mio. Euro verbucht werden. Auf das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 159,4 Mio. Euro. Bei einem Umsatz von 112,7 Mio. Euro ist dies ein klares Indiz für ein anhaltendes weiteres Wachstum. Nabaltec beendet das Jahr 2010 mit einem Auftragsbestand von 53,3 Mio. Euro - auch das ist ein Wert, den es in der Unternehmenshistorie noch nicht gab.

2.4 Umsatzentwicklung

Der Nabaltec-Konzern hat 2010 einen Umsatz von 112,7 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung von 54,2 % gegenüber den 73,1 Mio. Euro des Vorjahres. Der deutliche Zuwachs ist auf die stark gestiegene Nachfrage und die entsprechend höhere Absatzmenge zurückzuführen. Der Output in Tonnen über alle Unternehmensbereiche hinweg legte um 53,1 % zu. Die Absatzpreise blieben 2010 weitgehend stabil. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2010 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote blieb 2010 auf dem Niveau des Vorjahres von 69,9 %.

Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" stieg um 51,2 % von 50,2 Mio. Euro 2009 auf 75,9 Mio. Euro 2010. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" lag die Umsatzdynamik sogar noch etwas höher. Dort konnten die Umsatzerlöse von 22,9 Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro und damit um 60,7 % gesteigert werden. Beide Unternehmensbereiche haben über das ganze Jahr diese hohe Umsatzdynamik gezeigt. Teilweise waren die hohen Wachstumsraten im ersten Halbjahr noch durch die schwachen Vergleichswerte des Vorjahres begünstigt. Das zweite Halbjahr, insbesondere mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal , zeigt die Nachhaltigkeit der Geschäftsentwicklung.

Die höchste Dynamik wiesen 2010 die Umsätze in den USA auf, sowohl im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" als auch im Bereich "Technische Keramik", wo jeweils der Umsatz aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden konnte. Die US-Tochter Nashtec setzte ihre bereits 2009 sichtbar gewordene sehr positive Entwicklung fort. Binnen zwei Jahren haben sich die Umsatzanteile der USA von 8,1 % über 10,7 % auf nunmehr 14,9 % erhöht.

Umsatz nach Unternehmensbereichen
(Angaben in Mio. Euro)

Umsatz nach Regionen 2010

2.5 Ertragslage

Die Gesamtleistung des Nabaltec-Konzerns erhöhte sich von 71,4 Mio. Euro 2009 auf 112,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Zuwachs von 57,7 % war vor allem auf die Umsatzsteigerung zurückzuführen. Im Vergleich sehr geringfügige Bestandsveränderungen 2010 führten dazu, dass der Anstieg der Gesamtleistung gegenüber dem Umsatz leicht höher war. Erfreulich ist, dass Nabaltec damit die Bestände auf dem Niveau des Jahres 2009 halten konnte, als die Bestandsoptimierung oberste Priorität hatte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) sind im Wesentlichen auf Versicherungserträge, Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen.

Operative Aufwandsquoten in Relation zur Gesamtleistung

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2010 2009
Materialaufwand 54,0 % 53,4 %
Personalaufwand 16,9 % 21,8 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18,4 % 21,0 %

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich weitgehend stabil gehalten werden. Steigenden Aufwendungen für Rohstoffe stehen spezifische Einsparungen bei den Energieverbräuchen gegenüber. Entsprechend lag die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) 2010 mit 48,0 % genau auf dem Vorjahresniveau. In absoluten Zahlen steigerte Nabaltec das Rohergebnis von 34,3 Mio. Euro 2009 auf 54,0 Mio. Euro im Berichtsjahr.

Die Personalkosten waren 2010 planmäßig durch das Auslaufen zahlreicher temporärer Kostensenkungsmaßnahmen von 2009 und durch den planmäßigen Personalaufbau geprägt. Die temporäre Entgeltabsenkung um 6,67 %, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen Einmalzahlung sind im Jahresverlauf 2010 ausgelaufen oder beendet worden. Mit diesen Maßnahmen wurde der Belegschaftsstand während der Wirtschaftskrise konstant gehalten, was wiederum die Erreichung des deutlichen Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2010 sicherstellte. Überproportionale Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im vierten Quartal 2010 beinhalten eine belastende Anpassung in Höhe von 1,2 Mio. Euro, bedingt durch den veränderten Abzinsungssatz. Darüber hinaus erfolgte im vierten Quartal 2010 eine Umgliederung des anteiligen Zinsaufwands von den Personalkosten zu den Zinsaufwendungen. Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) reduzierte sich durch den starken Anstieg der Gesamtleistung von 21,8 % 2009 auf 16,9 % 2010. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erhöhte sich von 349 zum 31. Dezember 2009 auf 372 zum 31. Dezember 2010. Der gestiegene Personalbedarf liegt vor allem in der Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden und im Start der Böhmit-Produktion in Schwandorf begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 15,0 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich jedoch von 21,0 % auf 18,4 %. Die Entwicklung der Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen verlief weitgehend parallel zur Absatz- bzw. Umsatzentwicklung. Gegenüber den Vorquartalen erhöhten sich im vierten Quartal die Kosten für Fremd- und Reparaturleistungen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2010 auf 14,3 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 3,7 Mio. Euro. Damit konnte das EBITDA fast vervierfacht werden. Zu diesem Ergebnissprung trugen beide Unternehmensbereiche bei. Die schon im zweiten Halbjahr 2009 sichtbare Entwicklung setzte sich nachhaltig fort. In allen Quartalen konnte in beiden Unternehmensbereichen der jeweilige Vorjahresvergleichswert übertroffen werden.

Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 7,8 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 6,5 Mio. Euro nach -2,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung um 9,2 Mio. Euro ist vor allem auf die Umsatzausweitung in Verbindung mit anhaltender Kostenkontrolle zurückzuführen. EBITDA- und EBIT-Entwicklung zeigen die intakte Ertragskraft der Nabaltec AG auf operativer Ebene.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: -7,0 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2010 in Höhe von -5,1 Mio. Euro. Es setzt sich aus Zinsaufwendungen von 5,3 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,2 Mio. Euro zusammen. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -4,3 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsbelastung ist einerseits auf den quotalen Zinsanteil von 0,4 Mio. Euro der im Oktober 2010 emittierten Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro zu 6,50 % Zins p. a. sowie auf die Umgliederung des Zinsanteils der Pensionsrückstellung in Höhe von 0,7 Mio. Euro zurückzuführen.

Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht-kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei 1,8 Mio. Euro nach -5,0 Mio. Euro 2009.

Funktionale Füllstoffe
(Angaben in Mio. Euro)

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2010 2009
Umsatz 75,9 50,2
EBITDA 9,0 2,8
EBIT 3,4 -1,6
Investitionen 4,6 17,2

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2010 um 51,2 % gestiegen. Die sehr erfreuliche Erholung belegt, dass die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec intakt sind. Im globalen Maßstab sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang vorherrschenden halogenierten Alternativen.

Umsätze Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" 2010 nach Quartalen
(Angaben in Mio. Euro)

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verbesserte sich auf Basis des EBITDA noch deutlicher als im Bereich "Funktionale Füllstoffe". Das Plus betrug 488,9 %.

Auch auf Basis des EBITDA bewies der Unternehmensbereich, dass die Ergebnisse des Jahres 2009 allein auf die temporäre und globale Nachfrageschwäche zurückzuführen waren. Mit einem Plus von 221,4 % konnte der Bereich einen Ergebnissprung auf 9,0 Mio. Euro verzeichnen.

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" lag auch 2010 der Investitionsschwerpunkt im Nabaltec-Konzern. Hauptgrund war der Bau der neuen Produktionsanlage für Böhmit.

Technische Keramik
(Angaben in Mio. Euro)

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2010 2009
Umsatz 36,8 22,9
EBITDA 5,3 0,9
EBIT 3,2 -1,1
Investitionen 2,2 1,3

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" ist der Umsatz 2010 um 60,7 % auf 36,8 Mio. Euro gestiegen. In diesem Bereich kamen etwas stärker Aufholeffekte zum Tragen. Insgesamt zeigte sich eine stabile Wachstumsdynamik.

Umsätze Unternehmensbereich "Technische Keramik" 2010 nach Quartalen
(Angaben in Mio. Euro)

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verbesserte sich auf Basis des EBITDA noch deutlicher als im Bereich "Funktionale Füllstoffe". Das Plus betrug 488,9 %.

Die Investitionen im Unternehmensbereich "Technische Keramik" flossen vor allem in die Optimierung technischer Anlagen und Maschinen.

2.6 Finanzlage

2.6.1 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang in das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement eingebunden.

Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen Investitionsprogramms der vergangenen Jahre - langfristig sichergestellt. Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).

Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde bisher vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt. Im Oktober 2010 hat Nabaltec zusätzlich eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30,0 Mio. Euro emittiert und vollständig am Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.

2.6.2 Finanzierungsanalyse

Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 von 40,0 Mio. Euro auf 42,1 Mio. Euro. Das Plus resultiert aus der Gewinnentwicklung 2010. Aufgrund der Aufnahme neuer Finanzmittel durch die Emission der ersten Unternehmensanleihe der Nabaltec AG im Volumen von 30,0 Mio. Euro reduzierte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von 30,3 % zum 31. Dezember 2009 auf 25,4 % zum 31. Dezember 2010. Diese Eigenkapitalausstattung kann im Branchenvergleich weiterhin als solide eingestuft werden.

Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr von 68,3 Mio. Euro auf 89,4 Mio. Euro zu. Hier wirkte sich die Anleihe mit netto 28,7 Mio. Euro aus. Deutlich zurückgegangen sind die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, einerseits aufgrund von Umbuchungen entsprechend der Fälligkeiten, andererseits aufgrund planmäßiger Tilgungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich aufgrund der regulären jährlichen Zuführungen sowie durch den im Vorjahresvergleich reduzierten Abzinsungseffekt überproportional um 2,0 Mio. Euro. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gingen von 2,7 Mio. Euro auf Null zurück. Grund ist die Umgliederung eines Investitionszuschusses der Regierung der Oberpfalz in Höhe von 2,0 Mio. Euro in die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr von 23,5 Mio. Euro auf 34,5 Mio. Euro zu. Gründe waren gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und höhere sonstige Verbindlichkeiten, was im Wesentlichen auf Umbuchungen aufgrund der Fälligkeit beruht. Gestiegen sind entsprechend der Geschäftsausweitung auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere weil zum Jahresende weitere Rohstoffe eingekauft und entsprechend die Lagerbestände an Vorräten erhöht wurden.

Struktur der Passiva
(Angaben in %)

2.6.3 Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.6.4 Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses 6,8 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkt war der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit rund zwei Dritteln der Investitionssumme, die insbesondere für den Aufbau der Böhmit-Produktion und die abschließenden Investitionen in die CAHC-Anlage verwendet wurden. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sowie der Energieeffizienz getätigt. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" wurden dank der Investitionen 2010 die Produktionsabläufe weiter verbessert und darüber hinaus auch Kapazitäten erhöht.

2.6.5 Cashflow

Der Nabaltec-Konzern konnte 2010 den operativen Cashflow ganz erheblich steigern. Der Anstieg von 4,6 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro ist umso bemerkenswerter, als der Cashflow 2009 noch stark von Bestandsveränderungen geprägt war. Das Plus im Cashflow resultiert vor allem aus der stark verbesserten operativen Ergebnisentwicklung sowie dem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -7,5 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit aus dem Vorjahr lag bei -20,3 Mio. Euro. Die aktuellen Neuinvestitionen dienen vor allem dem Kapazitätsausbau und der Stärkung neuer, margenstarker Produktbereiche. Die Investitionen 2010 lagen annähernd auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei 10,5 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 14,4 Mio. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Anleiheemission mit 30,0 Mio. Euro aus und mit gegenläufigem Effekt die kurzfristige Anlage von 10,0 Mio. Euro in Festgeldern. Tilgung und Zinsen verliefen 2010 planmäßig.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2010 bei 19,0 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Darin sind die 10,0 Mio. Euro Festgeldanlagen nicht berücksichtigt, da diese eine Restlaufzeit bis Oktober 2011 aufweisen und somit nicht als Zahlungsmitteläquivalent nach IAS 7.7 anzugeben sind.

Der erwirtschaftete Free-Cashflow lag 2010 bei 7,9 Mio. Euro.

2.7 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2010 von 131,8 Mio. Euro auf 166,0 Mio. Euro.

Struktur der Aktiva
(Angaben in %)

In den Aktiva standen den Zugängen im Sachanlagevermögen von 6,8 Mio. Euro Abschreibungen in Höhe von 7,7 Mio. Euro gegenüber. Deutlich erhöht hat sich die Position der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, da die neu erbaute Böhmit-Anlage erst 2011 vollständig aktiviert wird. Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 110,6 Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von 1,3 Mio. Euro.

Die Bilanzrelationen verschoben sich deutlich hin zu den kurzfristigen Vermögenswerten. Denn diese waren stark durch die Mittelzuflüsse aus der Unternehmensanleihe geprägt.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Mitarbeiter

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 372 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 349). Davon waren 371 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 348) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 48 Auszubildende (31. Dezember 2009: 38). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 12,9 % auch im Geschäftsjahr 2010 fast schon traditionell einen bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2010 erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in für Betriebstechnik angeboten.

Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung hatte auch in der Wirtschaftskrise hohe Priorität. Die ausgezeichnete Entwicklung 2010 zeigte, wie richtig die Entscheidung war, auf Entlassungen zu verzichten und mit Entgeltverzicht und Kurzarbeit die Arbeitsplätze zu sichern. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

3.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen ist, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beiden Unternehmensbereichen.

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits viermal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei, die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2010 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in öffentlichen Transportmitteln, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.

Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.

Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.

Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.

Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E-Industrie). So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.

Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.

Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Mit mehreren neuen reaktiven NABALOX®-Aluminiumoxiden bietet Nabaltec Kunden in der Feuerfestindustrie zusätzliche Möglichkeiten, monolithische Erzeugnisse mit weiter verbesserten Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften herzustellen. Aktuelle Entwicklungen zielen sowohl auf die laufende Verbesserung als auch auf die Optimierung der Herstellprozesse dieser Produkte. Weitere Arbeiten im Rahmen der NABALOX®-Produktgruppe sind auf die Identifizierung, Evaluierung und Optimierung innovativer Veredelungsprozesse für Aluminiumoxide zur Anwendung in der Keramik- und Poliermittelherstellung gerichtet.

Mullit-ähnliche Sinterprodukte werden in großem Umfang als Rohstoffe in der Feuerfestindustrie eingesetzt. Ihre wiederholte weltweite Verknappung hat dazu geführt, dass sie im Rahmen der Europäischen Rohstoffinitiative RMI als strategisch wichtig erkannt und eingeordnet wurden. Nabaltec arbeitet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Kunden an Lösungen zur Substitution defizitärer natürlicher Rohstoffe durch spezielle Sintermullit-Qualitäten. Neben der angestrebten Rohstoffunabhängigkeit sollen in dieser Kooperation langfristig die Voraussetzungen für die Einführung von Stoffkreisläufen bezogen auf die feuerfesten Materialien geschaffen werden. Andere Entwicklungen in der SYMULOX®-Produktgruppe betreffen spezielle keramische Anwendungen.

Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem Entwicklungen im Bereich der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik durchgeführt. Im Ergebnis konnten Produkte mit verbesserten Prozess- und Verarbeitungseigenschaften vorgestellt werden. Im Vorjahr begonnene Arbeiten zur Entwicklung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxide wurden fortgesetzt. Neben kundenspezifischen internen Entwicklungen ist Nabaltec auch an grundlagenorientierten und öffentlich geförderten Projekten beteiligt.

3.3 Kundenbeziehungen

Nabaltec konnte in der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec, eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.

3.4 Managementsysteme

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch ein Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2010 wurde ein umfangreiches Überwachungsaudit für das Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 durchgeführt. Ebenso erfolgten Wiederholungsaudits für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2008 und das Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2004. 2010 erfolgte auch die Zertifizierung des Energiemanagement-Systems nach EN 16001 durch die TÜV SÜD Management Service GmbH. Damit darf sich die Nabaltec AG zu einem der ersten Unternehmen in Deutschland zählen, die ein zertifiziertes Energiemanagement-System unterhalten.

Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert.

Bis Ende November 2010 erfolgte die REACH-Registrierung (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) sowie die Einstufung nach GHS für alle Nabaltec-Produkte.

3.5 Umweltschutz

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.

Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2010 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die 2009 in Betrieb genommene CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.

3.6 Kapitalmarkt

Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Dies hat Nabaltec 2010 erneut unter Beweis gestellt, als eine Anleihe im Volumen von 30 Mio. Euro platziert werden konnte. Der Kapitalmarktzugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.

4. Bericht über Chancen und Risiken

4.1 Risikomanagement

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

4.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Absatzmarkt

Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser abschätzen zu können, gibt es im Unternehmen einen REACH-Beauftragten. Durch den Beitritt in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich entgegengewirkt.

Beschaffungsmarkt

Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

Finanzmarkt

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2010 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Emission der Unternehmensanleihe hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec AG erheblich verbessert beziehungsweise die Unabhängigkeit von den kreditgebenden Banken erhöht.

Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.

Personalbereich

Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Chancen im Personalbereich ergeben sich für Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Produktions-, Prozess- und IT-Bereich

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der aktuellsten Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.

Umweltschutz

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

Technologische Weiterentwicklung

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

4.3 Gesamtbeurteilung

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

6. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 nicht eingetreten.

7. Ausblick

Nabaltec erwartet dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden, eine sich weiterhin positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte. Die rasante Erholung 2010 hat gezeigt, dass Nabaltec nicht nur von Auf- und Nachholeffekten profitiert, sondern die eigene Marktstellung weiter verbessern konnte.

Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in ihren Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden.

7.1 Konjunktur & Branche

Nach Prognosen der Deutschen Bank ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften in den Jahren 2011 und 2012 ein anhaltendes Wachstum zu erwarten. In der Euro-Region soll die Wirtschaftsleistung sogar weiter leicht an Dynamik gewinnen und 2011 um 1,2 % und 1,4 % im Jahr darauf wachsen. Deutschland soll weiterhin europäischer Wachstumsmotor bleiben. In den USA wird die Wirtschaft stärker als im Euro-Raum wachsen. China und Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.

Konjunkturprognose

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in % 2011 2012
Welt gesamt 3,9 4,2
USA 3,0 3,4
Euro-Raum 1,2 1,4
Deutschland 2,0 1,4
Frankreich 1,2 1,6
Italien 0,9 1,2
Spanien 0,2 1,1
Großbritannien 2,2 2,0
Japan 0,1 1,7
China 8,7 8,4
Indien 8,2 8,5

Quelle: Deutsche Bank, 15. Dezember 2010

Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2011 eine leichte Beruhigung, aber auch eine Fortsetzung des Wachstums erwarten.

7.2 Prognose des Geschäftsverlaufs

Nabaltec erwartet für 2011 ein weiteres Wachstum der Nachfrage. Der aktuelle Auftragsbestand von 53,3 Mio. Euro gibt eine deutliche Indikation für eine anhaltend starke Nachfrage.

Nabaltec hat mit Beginn des Jahres 2011 für alle Produkte Preiserhöhungen realisiert. Regional gesehen rechnet Nabaltec in den USA mit einer Fortsetzung der guten Umsatzentwicklung. Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem stabilen Wachstum.

Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Die positiven Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.

Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen, sind von der Baukonjunktur abhängig. Die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich, in der Telekommunikation und der IT lassen auch 2011 und 2012 gute Wachstumsimpulse erwarten. Die Indizien für eine Fortsetzung des Wachstums in den Märkten des halogenfreien Flammschutzes sind erkennbar. Unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter vorantreiben. Neue Marktstudien von 2010 sagen beispielsweise für den halogenfreien Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 6,5 % bis 2014 voraus (auf Basis ATH).

Eine zentrale Aufgabe für 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den Additiven und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der Additive sieht Nabaltec gute Wachstumschancen, da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen Stabilisatoren in der PVC-Verarbeitung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert. Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird, hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich durchlaufen. Die Additive von Nabaltec kommen insbesondere bei neuentwickelten Produkten zum Einsatz. Entsprechend müssen die Zielsetzungen für die Marktdurchdringung mittelfristig angelegt sein.

Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie. Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 und dem Produktionsstart 2010 in Schwandorf die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie sukzessive zu gewinnen, beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten weltweit enorm. Deshalb gilt es jetzt für Nabaltec strategisch wichtige Positionen zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern. Weitere Einsatzfelder sollen ebenso erschlossen werden, beispielsweise in der Katalyse oder bei Hochtemperatur-Batterien.

Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach den deutlichen Aufholeffekten 2010 ist jetzt mit einer stabilen Weiterentwicklung zu rechnen. Insbesondere wird der Bedarf an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.

Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich intakten Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, die weltweit weiter an Bedeutung gewinnen.

7.3 Erwartete Ertrags- und Finanzlage

Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2011 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) 2011 prognostiziert das Unternehmen eine im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionale Verbesserung. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Nabaltec eine weitere Steigerung des Umsatzes und operativen Ergebnisses (EBIT) gegenüber 2011.

Der Nabaltec-Konzern wird 2011 seine Investitionen gegenüber 2010 wieder ausbauen. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den Ausbau der Feinsthydroxide. Nabaltec konzentriert sich besonders auf deckungsbeitragsstarke Produktbereiche. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" soll mit Investitionen die eigene ausgezeichnete Marktposition bei hochwertigen Produkten ausgebaut werden. Weitere Investitionsschwerpunkte sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft, zusätzliche Infrastrukturverbesserungen und die Optimierung der Energieeffizienz.

Die Abschreibungen im Nabaltec-Konzern werden 2011 planmäßig steigen und damit die umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Rückführung der Kredite wird 2011 planmäßig fortgesetzt.

Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

Schwandorf, 2. März 2011

Nabaltec AG

Der Vorstand

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Johannes Heckmann Gerhard Witzany

KONZERNJAHRESABSCHLUSS
für das Geschäftsjahr 2010

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

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in TEUR Siehe
Anhang #
01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
Umsatzerlöse 5.1 112.701 73.060
Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen
- 364 - 2.867
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 308 1.161
Gesamtleistung
112.645 71.354
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 2.165 1.027
Materialaufwand 5.4 - 60.815 - 38.061
Rohergebnis
53.995 34.320
Personalaufwand 5.5 - 19.017 - 15.595
Abschreibungen 5.7 - 7.776 - 6.441
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 - 20.654 - 14.992
Betriebsergebnis (EBIT)
6.548 - 2.708
Zinsen und ähnliche Erträge 5.10 215 119
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.11 - 5.326 - 4.442
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT)
1.437 - 7.031
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 654 1.666
Konzernergebnis nach Steuern
2.091 - 5.365
Davon entfallen auf


Anteilseigner des Mutterunternehmens
1.779 - 5.047
Nicht kontrollierende Gesellschafter
312 - 318
Konzernergebnis nach Steuern
2.091 - 5.365
Ergebnis je Aktie (in EUR)* 7.5 0,22 - 0,63

* s. hierzu auch 6.8

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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
Konzernergebnis nach Steuern
2.091 - 5.365
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern)
72 - 63
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern)
- 69 420
Sonstiges Ergebnis
3 357
Davon entfallen auf


Anteilseigner des Mutterunternehmens
322 36
Nicht kontrollierende Gesellschafter
- 319 321
Gesamtergebnis
2.094 - 5.008
Davon entfallen auf


Anteilseigner des Mutterunternehmens
2.101 - 5.011
Nicht kontrollierende Gesellschafter
- 7 3

Konzern-Bilanz
zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

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in TEUR Siehe Anhang # 31.12.2010 31.12.2009
Langfristige Vermögenswerte
110.559 108.702
Immaterielle Vermögenswerte


Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen)
6.1 216 233
Sachanlagen
109.033 108.469
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 30.132 30.676
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 73.107 74.856
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 2.315 2.239
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 3.479 698
Aktive latente Steuern 5.12 1.310 0
Kurzfristige Vermögenswerte
55.439 23.109
Vorräte
21.415 19.213
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.3 12.546 10.180
Unfertige Erzeugnisse 6.3 393 187
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.3 8.476 8.846
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen
15.067 3.399
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.4 1.612 499
Forderungen aus Ertragsteuern 6.5 169 248
Sonstige Vermögenswerte 6.6 13.286 2.652
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7 18.957 497
Summe Aktiva
165.998 131.811

PASSIVA

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in TEUR Siehe Anhang # 31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital
42.137 40.043
Gezeichnetes Kapital 6.8 8.000 8.000
Kapitalrücklage 6.8 29.764 29.764
Gewinnrücklage 6.8 9.711 9.707
Ergebnisvortrag 6.8 - 2.572 2.520
Konzernergebnis nach Steuern
1.779 - 5.047
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.8 - 576 - 898
Nicht kontrollierende Gesellschafter 6.8 - 3.969 - 4.003
Langfristige Schulden
89.377 68.266
Pensionsrückstellungen 6.9 13.053 11.078
Sonstige Rückstellungen 6.9 354 0
Verbindlichkeiten aus Anleihen 6.10 28.694 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 39.609 47.197
Genussrechtskapital 6.10 4.951 4.927
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 0 319
Passive latente Steuern 5.12 2.716 2.076
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 0 2.669
Kurzfristige Schulden
34.484 23.502
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.10 16 480
Sonstige Rückstellungen 6.9 424 868
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 8.332 4.737
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.10 11.244 6.066
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 319 958
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 14.149 10.393
Summe Passiva
165.998 131.811

Konzern-Kapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit


Ergebnis vor Steuern
1.437 - 7.031
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 7.776 6.441
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang
- 1 10
- Zinserträge 5.10 - 215 - 119
+ Zinsaufwendungen 5.11 5.326 4.442
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen
14.323 3.743
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
1.333 1.373
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

- 1.747 1.369
+/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte
- 2.202 9.195
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

4.096 - 10.536
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern
15.803 5.144
-/+ Gezahlte Ertragsteuern
- 401 - 579
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
15.402 4.565
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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
Cashflow aus der Investitionstätigkeit


+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
27 3
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 - 7.478 - 20.404
+ Einzahlungen aus Rückabwicklung immaterielle Anlagevermögen
0 73
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen 6.1 - 42 - 8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- 7.493 - 20.336
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit


+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen
30.000 0
- Auszahlungen für Transaktionskosten aus der Aufnahme von Anleihen
- 1.341 0
- Auszahlungen durch Anlagen in Festgelder > 3 Monate
- 10.000 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.10 0 22.699
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.10 - 3.128 - 2.842
- Zahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 - 958 - 1.085
- Gezahlte Zinsen
- 4.152 - 4.519
+ Erhaltene Zinsen
99 119
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
10.520 14.372
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
18.429 - 1.399
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
31 - 46
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.7 497 1.942
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.7 18.957 497

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
für das Geschäftsjahr 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

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Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ergebnisvortrag Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen Summe
Stand 01.01.2009 8.000 29.764 9.707 2.520 -934 49.057
Fremd Währungsumrechnung - - - - -176 -176
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - 212 212
Sonstiges Ergebnis - - - - 36 36
Konzernergebnis nach Steuern - - - -5.047 - -5.047
Gesamtergebnis - - - -5.047 36 -5.011
Stand 31.12.2009 8.000 29.764 9.707 -2.527 -898 44.046
Stand 01.01.2010 8.000 29.764 9.707 -2.527 -898 44.046
Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* - - 4 -45 - -41
Fremd Währungsumrechnung - - - - 361 361
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - -39 -39
Sonstiges Ergebnis - - - - 322 322
Konzernergebnis nach Steuern - - - 1.779 - 1.779
Gesamtergebnis - - - 1.779 322 2.101
Stand 31.12.2010 8.000 29.764 9.711 -793 -576 46.106
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in TEUR Nicht kontrollierende Gesellschafter Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2009 -4.006 45.051
Fremd Währungsumrechnung 113 -63
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 208 420
Sonstiges Ergebnis 321 357
Konzernergebnis nach Steuern -318 -5.365
Gesamtergebnis 3 -5.008
Stand 31.12.2009 -4.003 40.043
Stand 01.01.2010 -4.003 40.043
Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* 41 0
Fremd Währungsumrechnung -289 72
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting -30 -69
Sonstiges Ergebnis -319 3
Konzernergebnis nach Steuern 312 2.091
Gesamtergebnis -7 2.094
Stand 31.12.2010 -3.969 42.137

* siehe Erläuterungen zum Konsolidierungskreis im Konzernanhang

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in TEUR Stand
01.01.2010
Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand
31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 2.072 42 - - - 2.114
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.007 36 - - - 2.043
Geleistete Anzahlungen 65 6 - - - 71
Sachanlagen 140.276 6.797 106 - 1.793 148.760
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.697 138 - 23 517 34.375
Technische Anlagen und Maschinen 99.637 2.795 - 423 1.230 104.085
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.244 633 106 4 46 6.821
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 698 3.231 - -450 - 3.479
Summe Anlagevermögen 142.348 6.839 106 0 1.793 150.874
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Kumulierte Abschreibungen Buchwert
in TEUR Stand
01.01.2010
Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2010 Stand
31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 1.839 59 - - 1.898 216
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.839 59 - - 1.898 145
Geleistete Anzahlungen - - - - - 71
Sachanlagen 31.807 7.717 80 283 39.727 109.033
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.021 1.128 -34 60 4.243 30.132
Technische Anlagen und Maschinen 24.781 6.045 45 197 30.978 73.107
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.005 544 69 26 4.506 2.315
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 3.479
Summe Anlagevermögen 33.646 7.776 80 283 41.625 109.249
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Buchwert
in TEUR Stand
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 233
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168
Geleistete Anzahlungen 65
Sachanlagen 108.469
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.676
Technische Anlagen und Maschinen 74.856
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.239
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 698
Summe Anlagevermögen 108.702

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in TEUR Stand
01.01.2009
Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 2.137 8 73 - - 2.072
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.999 8 - - - 2.007
Geleistete Anzahlungen 138 - 73 - - 65
Sachanlagen 122.546 18.497 78 - -689 140.276
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.280 2.489 - 2.128 -200 33.697
Technische Anlagen und Maschinen 76.114 15.205 43 8.832 -471 99.637
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.904 322 35 71 -18 6.244
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.248 481 - -11.031 - 698
Summe Anlagevermögen 124.683 18.505 151 - -689 142.348
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Kumulierte Abschreibungen Buchwert
in TEUR Stand
01.01.2009
Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand
31.12.2009
Stand
31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 1.773 66 - - 1.839 233
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.773 66 - - 1.839 168
Geleistete Anzahlungen - - - - - 65
Sachanlagen 25.618 6.375 65 -121 31.807 108.469
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.030 1.017
-26 3.021 30.676
Technische Anlagen und Maschinen 20.057 4.842 35 -83 24.781 74.856
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.531 516 30 -12 4.005 2.239
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 698
Summe Anlagevermögen 27.391 6.441 65 -121 33.646 108.702
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Buchwert
in TEUR Stand
31.12.2008
Immaterielle Vermögenswerte 364
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226
Geleistete Anzahlungen 138
Sachanlagen 96.928
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.250
Technische Anlagen und Maschinen 56.057
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.373
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.248
Summe Anlagevermögen 97.292

Konzern-Anhang
für das Geschäftsjahr 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

1. Allgemeines

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. März 2011 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50 - 52, 92421 Schwandorf, Deutschland

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.

2.1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2009) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2010 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.

Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG. Standards wurden - wie nachfolgend beschrieben - teilweise auch vor ihrem Inkrafttreten angewendet.

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Rechnungslegungsstandards

Für das Geschäftsjahr 2010 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Die Änderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1. Hierzu wurden die allgemeinen von den spezifischen Regelungen des Standards getrennt. Durch die neue Struktur sollen Klarheit und Anwendbarkeit des IFRS 1 verbessert werden. Zum anderen betreffen weitere Änderungen an IFRS 1 die retrospektive Anwendung von IFRS in besonderen Situationen und sollen sicherstellen, dass Unternehmen bei der Umstellung auf IFRS keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen. Darüber hinaus führen Änderungen an IFRS 1 zu zwei neuen Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf Vermögenswerte der Öl- und Gasbranche und in Bezug auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Änderungen zu IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, die vom Mutterunternehmen oder einem anderen Konzernunternehmen bezahlt werden. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Regelungen in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 und IFRIC 11 enthalten waren. Daher hat das IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im geänderten IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitenanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisanteilen und Anschaffungsnebenkosten. Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Gesellschaft hat diese Änderung bereits zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt, da nach dem Standard eine vorzeitige Anwendung möglich ist und ein kurzfristiges Endorsement von Seiten der EU zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erwartet wurde. Da der Konzern bei künftigen Unternehmenszusammenschlüssen voraussichtlich weiterhin die Purchased-Goodwill-Methode anwenden wird, haben sich aus der Neuregelung keine Auswirkungen ergeben.

Die Änderungen des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" betreffen im Wesentlichen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Verbleibende Anteile sind im Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei Minderheitsanteilen ist der Ausweis von Negativsalden zulässig, d.h. Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Gesellschaft hat diese Änderung bereits zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt, da nach dem Standard eine vorzeitige Anwendung möglich ist und ein kurzfristiges Endorsement von Seiten der EU zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erwartet wurde. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich insbesondere auf die Behandlung negativer Beträge bei den Minderheitsanteilen Auswirkungen. Die bisherigen Regelungen zum Verlustfall wurden aufgehoben (vgl. Punkt 2.4). Dem einheitstheoretischen Konzept des Konzerns als einer durch verschiedene Eigenkapitalgebergruppen finanzierten Einheit folgend, wurde die Sonderstellung der Minderheit abgeschafft. Das bedeutet, dass - soweit die Anteile der Minderheit am Verlust zu einem bilanziellen Negativansatz führen würden - die Verlustanteile nicht mehr zu Lasten des Mutterunternehmens berücksichtigt werden, sondern den Minderheiten in gleichem Umfang wie Gewinne zuzurechnen sind (vgl. Punkt 6.8).

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Das IASB hat am 31. Juli 2008 Ergänzungen zu IAS 39 veröffentlicht. Ausgangspunkt sind die bestehenden Regelungen, nach denen ein Unternehmen das gesamte, einen Teil oder bestimmte Risiken eines Grundgeschäfts in einen Hedge einbeziehen kann. Um die Anwendung der unveränderten Grundprinzipien zu vereinfachen, wurden die Anwendungsgrundsätze in den Bereichen der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft ergänzt. Bezogen auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft wird klargestellt, dass dieses Risiko grundsätzlich nicht als ein gesichertes Risiko bestimmt werden kann. Sofern allerdings die Inflationskomponenten vertraglich festgelegte Teile von Zahlungsströmen eines Finanzinstruments sind, kann eine Absicherung der Inflation erfolgen. Unter einem einseitigen Risiko ist zu verstehen, wenn ein Unternehmen ausschließlich Änderungen in den Zahlungsströmen oder im Fair-Value eines Grundgeschäfts oberhalb oder unterhalb eines festgelegten Preises oder einer anderen Variable designiert. Die Ergänzung stellt klar, dass lediglich der innere Wert der Option, nicht jedoch der vollständige Wert der Option, bestehend aus innerem Wert und Zeitwert, designiert werden kann. Wenn der gesamte Wert der Option als Sicherungsinstrument für ein einseitiges Risiko einer zukünftigen Transaktion designiert werden würde, würde dieses eine Hedge-Ineffektivität darstellen, da ausschließlich das Sicherungsinstrument eine Zeitwertkomponente enthält. Die Ergänzungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate": Am 12. März 2009 veröffentlichte das IASB Änderungen des Standards IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sowie der Interpretation IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" zur Klarstellung der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten im Fall einer Umklassifizierung von hybriden Finanzinstrumenten aus der "Fair Value through Profit and Loss"-Kategorie heraus. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": Ziel der Interpretation ist eine Klarstellung zweier Sachverhalte, die sich im Rahmen der beiden Standards IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe ergeben. IFRIC 16 war erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Diese Interpretation regelt Themen, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. IFRIC 17 war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2009 beginnen, anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden": IFRIC 18 ist insbesondere für Versorgungsbetriebe (z. B. Energieversorger) relevant. Die Interpretation klärt, wie Sachverhalte zu bilanzieren sind, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Vermögenswerte erhält und diese nutzen muss, um den Kunden entweder mit einem Netzwerk zu verbinden oder, um den Kunden einen dauerhaften Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen (z. B. Energie, Gas oder Wasser) zu gewähren. IFRIC 18 war erstmals für Übertragungen von Vermögenswerten, die am oder nach dem 1. Juli 2009 stattfanden, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

AIP - Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2007-2009 ("Improvements to IFRS"): Im April 2009 hat das IASB die "Annual Improvements 2007-2009" veröffentlicht, wodurch die Änderung von zehn IFRS und zwei Interpretationen des IFRIC erfolgt. Neben den im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom August 2008 vorgeschlagenen Änderungen, enthalten die am 16. April 2009 veröffentlichten Annual Improvements auch vorgeschlagene Änderungen, die bereits im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom Oktober 2007 sowie teilweise im Exposure Draft "ED 2009/01" vom Januar 2009 veröffentlicht worden waren. Durch die Zusammenfassung dieser Änderungen in einem Dokument soll der Anpassungsaufwand reduziert werden. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

IFRS 1 "Begrenzte Ausnahme bzgl. Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender". Die Änderung an IFRS 1 ermöglicht nun auch Unternehmen, die erstmalig IFRS anwenden, die Befreiung von Vergleichsangaben für die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und für das Liquiditätsrisiko in Anspruch zu nehmen. Diese Befreiungen sieht IFRS 7 in Fällen vor, in denen die Vergleichsperioden vor dem 31. Dezember 2009 enden. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 7 "Angaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte". Diese Änderungen sollen die Transparenz in Bezug auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten erhöhen, bei denen der Übertragende Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehält. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn die Übertragungen nicht gleichmäßig während des Geschäftsjahres anfallen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen in Bezug auf die Angaben haben, welche der Konzern für die Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des aktuellen IFRS 7 macht, soweit der Konzern wie bisher weiterhin auf die Übertragung finanzieller Vermögenswerte verzichtet.

IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung": Am 12. November 2009 hat das IASB IFRS 9 veröffentlicht, mit dem die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten abgedeckt wird. Dies stellt die erste Phase des Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des Standards auf den Konzernabschluss der Gesellschaft werden derzeit geprüft.

IAS 24 "Nahe stehende Unternehmen und Personen": Das IASB hat am 4. November 2009 Änderungen an IAS 24 veröffentlicht. Mit den Änderungen will das IASB eine einfachere Anwendung in der Praxis gewährleisten. Der bisherige Grundsatz des IAS 24, Informationen zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen offen zu legen, wurde beibehalten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Das IASB hat am 8. September 2009 Änderungen an IAS 32 zur Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Der Standard klärt dabei solche Fälle, in denen Bezugsrechte auf eine von der funktionalen Währung abweichenden Währung des Unternehmens lauten. Bisher wurden solche Rechte als derivative Finanzverbindlichkeiten qualifiziert. Nach der neuen Regelung sind solche Rechte unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital einzustufen, unabhängig von der festgelegten Währung des Ausübungspreises. Die neue Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, bei denen eine feste Anzahl der zu beziehenden Instrumente und ein fixer Fremdwährungsbetrag zuvor vereinbart wurden und wenn dieses Recht allen bisherigen Inhabern von Eigenkapitaltiteln derselben Klasse proportional gewährt wird. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" und IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Am 26. November 2009 hat das IASB Änderungen an IFRIC 14 zur Bilanzierung von Pensionen veröffentlicht. Nach den bisherigen Regelungen des IFRIC 14 ist es den Unternehmen nicht erlaubt, einige Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestbeitragszahlungen als Vermögenswert anzusetzen. Diese nicht beabsichtigte Konsequenz der Regelungen des IFRIC 14 wird mit den Änderungsvorschlägen eliminiert. Künftig kann ein Unternehmen nach den neuen Vorschriften den Vorteil aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert erfassen, sobald das Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen für Beiträge leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderungen an IFRIC 14 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente": Diese Interpretation wurde am 26. November 2009 veröffentlicht. IFRIC 19 behandelt die Bilanzierung nach IFRS, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit teilweise oder gänzlich durch die Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

AIP - Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2008-2010 ("Improvements to IFRS"): Im Mai 2010 hat das IASB die "Annual Improvements 2008-2010" veröffentlicht, wodurch die Änderung von sechs Standards und einer Interpretation des IFRIC erfolgt. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am 1. Januar 2011 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:

IFRS 4 "Versicherungsverträge"

IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"

IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen"

IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen"

IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"

IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"

IAS 41 "Landwirtschaft"

2.3 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

Anzahl der Unternehmen

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2010 2009
Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen

Inland 1 1
Ausland 1 1

Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:

Tochterunternehmen

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Höhe der Anteile

in TEUR %
Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) (ehemals Nashtec L.P., Corpus Christi (USA)) 163 51,00

Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.

Die Nabaltec AG war bis zum 1. Januar 2010 zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hielt) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Die Nashtec Management Corporation wurde wegen untergeordneter Bedeutung bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst, und die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG ab dem 1. Januar 2010 direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49 % an der Nashtec LLC gehalten werden. Die Anteile der Sherwin Alumina LLC sind daraufhin im Rahmen der Umstrukturierung auf deren Muttergesellschaft, die Allied Alumina LLC, übertragen worden.

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB

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Höhe der Anteile am Kapital Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres*) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres*)

in % in USD in USD in EUR in USD in EUR
Direkte Beteiligungen





Nashtec LLC, Texas (USA) 51,00 210.266 - 10.846.529 - 8.102.890,33 845.676 637.188,07

*) Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

2.4 Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Darüber hinaus wurden teilweise Erleichterungen im Rahmen von IFRS 1.13 wahrgenommen.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie nach dem 2008 geänderten IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen. Eine Zurechnung zum Eigenkapital bzw. Konzernergebnis, das auf das Mutterunternehmen entfällt, wie von dem bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" gefordert, erfolgt nicht.

2.5 Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern.

Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten.

Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:
Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2010 TEUR 13.053 (Vorjahr: TEUR 11.078). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt.

Rückstellung für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 247).

Bewertung von sonstigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 76). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen".

Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2010 betrug TEUR 5.901 (Vorjahr: TEUR 4.699).

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung, oder soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen.

Anteile an einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00 % (Vorjahr 50,49 %) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 Vermögensgegenstände im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum an den Vermögensgegenständen mehr zuzurechnen ist. Die Vereinbarung wird demnach als Operate-Lease-Verhältnis bilanziert.

Der Asset-Impairment-Test basiert auf einem Discounted-Cashflow-Bewertungsverfahren. Die der Unternehmenswertermittlung zugrunde liegende Planungsrechnung der Tochtergesellschaft unterstellt einen dauerhaften Fortbestand des Unternehmens, das mittel- bis langfristige nachhaltige Erreichen intern vorgegebener Umsatz- und Ertragsziele sowie entsprechend positive Free Cashflows. In den Planungsrechnungen wurden Umsatz- und Ertragsmargen angesetzt, die auf aktuellen Annahmen und Zielen zur Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren basieren.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1 Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.

4.2 Aufwandsrealisierung

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software, umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

4.4 Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

4.6 Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert.

Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Sonstige Verbindlichkeiten".

4.8 Leasingverträge - Konzern als Leasingnehmer

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.

Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.

4.9 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Darlehen und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere Kategorie von finanziellen Vermögenswerten eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte unter Zugrundelegung von Börsen- und Marktpreisen grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital abzüglich latenter Steuern als nicht realisierte Verluste oder Gewinne aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten erfasst werden. Soweit kein aktiver Markt besteht und sich der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgebucht.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

4.11 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting lediglich für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 Eigenkapital

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

4.18 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

4.19 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Eine Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten zur Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (FVtPL) ist zum Bilanzstichtag im Konzern unverändert gegenüber dem Vorjahr nicht erfolgt. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Genussrechtskapital

Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst.

Verzinsliche Darlehen und Anleihen

Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die somit sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 1.161) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 813).

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Versicherungsentschädigungen 877 39
Währungsgewinne 658 238
Sonstige 163 227
Sachbezüge 115 102
Leistungen Analysenzentrum 85 105
Nutzwasserlieferungen 66 153
Magazin- und Schrottverkauf 63 34
Zuwendungen der öffentlichen Hand 44 17
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 35 105
Rangier- und Gleisarbeiten 35 2
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 24 5
Gesamt 2.165 1.027

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

5.4 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 60.305 37.450
Aufwendungen für bezogene Leistungen 510 611
Gesamt 60.815 38.061

5.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Löhne und Gehälter 14.568 11.543
Sozialabgaben 2.709 2.211
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 1.651 1.758
übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 89 83
Gesamt 19.017 15.595

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitsgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.268 (Vorjahr: TEUR 1.199) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

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2010 2009
Gewerbliche Mitarbeiter 177 176
Angestellte 126 118
Geringfügig Beschäftigte 15 18
Gesamt 318 312

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 43 Auszubildende (Vorjahr: 35) beschäftigt.

5.7 Abschreibungen

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2010 kein Abwertungsbedarf.

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2010 2009
Frachten 7.570 4.810
Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen 4.318 2.998
Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) 2.244 2.127
Verkaufsprovisionen 2.180 1.520
Rechts- und Beratungskosten 912 484
Sonstige Verwaltungskosten 870 724
Versicherungen 585 601
Währungsverluste 382 282
Reisekosten 335 271
Personalnebenkosten 329 340
Werbekosten 266 166
Wertberichtigung von Forderungen 128 44
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 23 1
Sonstige Steuern 13 177
Übrige 499 447
Gesamt 20.654 14.992

5.9 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.821 (Vorjahr: TEUR 1.491) als Aufwand erfasst.

5.10 Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:

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in TEUR 2010 2009
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 116 112
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 99 7
Gesamt 215 119

5.11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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in TEUR 2010 2009
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 3.189 2.721
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 668 0
Zinsaufwendungen aus Anleihen 411 0
Zinsaufwendungen Genussrecht 405 405
Zinsaufwendungen Factoring 396 260
Avalprovision 134 136
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 64 131
Übrige 59 599
Verluste aus Zinsswapgeschäften 0 190
Gesamt 5.326 4.442

Zur besseren Darstellung wurden die Zinsaufwendungen aus Rückstellungen, die im Vorjahr unter den Personalaufwendungen ausgewiesen waren, im Geschäftsjahr in die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umgegliedert.

5.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

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in TEUR 2010 2009
Tatsächliche Ertragsteuern:

Steueraufwand lfd. Jahr 16 0
Steueraufwand Vorjahre 0 202
Latente Ertragsteuern:

Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen - 670 - 1.868
Gesamt - 654 - 1.666

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2010 handelt es sich um die laufende Gewerbeertragsteuer für 2010.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,6 % (Vorjahr: 12,6 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

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in TEUR 2010 2009
Steuersatz 28,08 % 28,08 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 1.437 - 7.031
Erwarteter Steueraufwand 404 - 1.974
Abweichungen

1. Nicht aktivierbare aktive latente Steuern auf Verlustvorträge USA 0 180
2. Erstmaliger Ansatz der latenten Steuern auf Verlustvorträge USA - 1.310 0
3. Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge - 70 0
4. Abweichender ausländischer Steuersatz 38 0
5. Anpassung tatsächliche Steuern Vorjahre 0 121
6. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 102 110
7. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen 192 - 93
8. Sonstiges - 10 - 10
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung - 654 - 1.666

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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Konzern-Bilanz Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
Aktive latente Steuern



Finanzanlagen 20 204 - 184 204
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 81 95 - 14 95
Sonstige Vermögenswerte 275 0 275 0
Pensionsrückstellungen 1.113 984 129 63
Sonstige Rückstellungen 495 413 82 69
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 89 358 - 269 - 305
Genussrecht 1.049 898 151 898
Verlustvortrag 2.779 2.862 - 83 1.022
Summe aktive latente Steuern - brutto 5.901 5.814 87 2.046
Nicht gebildete aktive latente Steuern 0 1.115 - 1.115 - 12
Summe aktive latente Steuern - netto 5.901 4.699 1.202 2.058
Passive latente Steuern



Anlagevermögen 6.554 6.254 - 300 - 256
Vorräte 306 281 - 25 - 15
Übrige 447 240 - 207 81
Summe passive latente Steuern 7.307 6.775 - 532 - 190

- 1.406 - 2.076 670 1.868

Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 2.170 auf die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 6.384 (Vorjahr: TEUR 6.032) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:

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in TEUR 2010 2009
Verfallsdatum innerhalb von

1 Jahr 0 0
2 bis 5 Jahren 0 0
6 bis 10 Jahren 0 0
11 bis 20 Jahren 6.384 6.032

Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste. Wegen der geänderten Ertragsaussichten der Nashtec LLC wurden zum 31. Dezember 2010 alle auf die Nabaltec entfallenden steuerlichen Verlustvorträge als aktive latente Steuern bilanziert. Im Vorjahr wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.032 nicht aktiviert.

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch die Nabaltec AG an die Anteilseigner ergeben sich weder 2010 noch 2009 ertragsteuerliche Konsequenzen auf Ebene der Nabaltec AG.

6. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

6.1 Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.

Die Gesellschaft hat für verschiedene technische Anlagen und einen Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung Mobilien-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Die Konditionen entsprechen den in der Branche üblichen Leasingbedingungen. Die Finanzierungsleasingverträge hatten ursprünglich eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln. Teilweise liegen Kaufoptionen vor. Der Buchwert von im Rahmen dieser Finanzierungsleasingverhältnisse gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember 2010 TEUR 2.396 (Vorjahr: TEUR 3.528). Während des Geschäftsjahres sowie im Vorjahr waren keine Zugänge zu verzeichnen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen.

Vermögenswerte in Höhe von TEUR 59.462 (Vorjahr: TEUR 59.486) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 10.440 (Vorjahr: TEUR 10.440) dienen zum 31. Dezember 2010 als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen, die im Wesentlichen im 4. Quartal 2010 fertiggestellt worden sind, wurden im Geschäftsjahr 2010 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 66 aktiviert (Vorjahr: TEUR 813). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 6,25 %.

6.3 Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.546 10.180
Unfertige Erzeugnisse 393 187
Fertige Erzeugnisse und Waren 8.476 8.846
Gesamt 21.415 19.213

Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 332).

6.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 2.072 831
Einzelwertberichtigungen - 460 - 332
Gesamt 1.612 499

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.5 Forderungen aus Ertragsteuern

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 248) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden und die Stadtkasse Schwandorf, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren.

6.6 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Festgeldanlagen > 3 Monate 10.000 0
Forderungen aus Factoring 1.129 1.030
Übrige 995 371
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12.124 1.401
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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Umsatzsteuerforderungen 1.067 1.168
Aktive Rechnungsabgrenzungen 95 83
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.162 1.251
Gesamt 13.286 2.652

Bei den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.030) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring.

Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Guthaben bei Kreditinstituten 18.956 494
Kassenbestand 1 3
Gesamt 18.957 497

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember keine Unterschiede.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.8 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Oktober 2011 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu TEUR 3.000 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft ausgegeben werden.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2010 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurden.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2010 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.707). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Am 1. Januar 2010 wurde die Nashtec Management Corp., an der die Nabaltec AG Anteile hielt, aufgelöst. Daraus resultieren geringfügige Änderungen in den Gewinnrücklagen und im Ergebnisvortrag. Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurden keine Dividendenzahlungen beschlossen bzw. sind keine vorgesehen.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag sowie Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, sowie gegebenenfalls korrespondierende Steuerabgrenzungen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2010 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR - 576 (Vorjahr: TEUR - 898).

Anteile anderer Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2010 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR - 3.969 (Vorjahr: TEUR - 4.003) am Eigenkapital der Nashtec LLC.

6.9 Kurz- und langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

Geschäftsjahr 2010

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in TEUR Stand
1.1.2010
Zuführung Verbrauch Auflösung Stand
31.12.2010
Rückstellungen aus dem Personalbereich 545 74 104 0 515
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 247 0 92 35 120
Sonstige Rückstellungen 76 140 73 0 143
Gesamt 868 214 269 35 778

Geschäftsjahr 2009

scroll
in TEUR Stand
1.1.2009
Zuführung Verbrauch Auflösung Stand
31.12.2009
Rückstellungen aus dem Personalbereich 533 121 109 0 545
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 237 141 26 105 247
Drohverluste 63 0 63 0 0
Sonstige Rückstellungen 97 75 96 0 76
Gesamt 930 337 294 105 868

Pensionsrückstellungen

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet.

In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzern-Bilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

Aufwendungen für Versorgungsleistungen

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in TEUR 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 448 348
Zinsaufwand 651 541
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 37 - 18
Versicherungmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 1.202 869
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 2.264 1.740
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 22 18

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verlust werden sofort in voller Höhe erfolgswirksam erfasst und wie der laufende Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt.

Vermögenswerte/Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Leistungsorientierte Verpflichtungen 14.033 11.942
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 980 - 864

13.053 11.078
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0
Nicht erfasster
nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand
0 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen 13.053 11.078

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2009 10.395
Zinsaufwand 541
Laufender Dienstzeitaufwand 348
Gezahlte Leistungen - 211
Versicherungsmathematische Verluste 869
Sonstige 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2009 11.942
Zinsaufwand 651
Laufender Dienstzeitaufwand 448
Gezahlte Leistungen - 210
Versicherungsmathematische Verluste 1.202
Sonstige 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2010 14.033

Von den zum 31. Dezember 2010 leistungsorientierten Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14.033 (Vorjahr: TEUR 11.942) ist ein Betrag von TEUR 4.363 (Vorjahr: TEUR 3.510) rückdeckungsversichert.

Für 2011 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 222 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2009 752
Erwartete Rendite 18
Arbeitgeberbeiträge 94
Gezahlte Leistungen 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2009 864
Erwartete Rendite 37
Arbeitgeberbeiträge 94
Gezahlte Leistungen 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 15
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2010 980

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 94.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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in TEUR 31.12. 2010 31.12. 2009 31.12. 2008 31.12. 2007
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 14.033 11.942 10.395 10.253
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 980 864 752 647
Pensionsrückstellungen 13.053 11.078 9.643 9.606

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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in % 2010 2009
Abzinsungssatz 4,90 5,50
Gehaltstrend 2,75 2,75
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation 1,00 1,00

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G

6.10 Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

Buchwerte

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in TEUR
Buchwert davon Laufzeit
< 1 Jahr
davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2010 28.694 - 28.694 -

31.12.2009 0 - 0 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2010 47.941 8.332 33.144 6.465

31.12.2009 51.934 4.737 32.338 14.859
Genussrechtskapital 31.12.2010 4.951 - 4.951 -

31.12.2009 4.927 - 4.927 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2010 11.244 11.244 - -

31.12.2009 6.066 6.066 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2010 319 319 - -

31.12.2009 1.277 958 319 -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2010 16 16 - -

31.12.2009 480 480 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2010 14.149 14.149 - -

31.12.2009 13.062 10.393 2.669 -
Gesamt 31.12.2010 107.314 34.060 66.789 6.465

31.12.2009 77.746 22.634 40.253 14.859

Anleihen

Mit Datum vom 15. Oktober 2010 wurde eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR 30.000 emittiert. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 6,50 % nominal zu verzinsen. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten betrugen TEUR 1.341. Nach zeitanteiliger Amortisation der Transaktionskosten hat sich dieser Betrag zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 1.306 reduziert, so dass sich eine Bewertung der Anleihe von TEUR 28.694 ergab.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.

Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2010 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2010 wirksamen Covenants. Aufgrund der positiven Gesamtentwicklung des Nabaltec Konzerns wurde der Banken-Sicherheitenpool im 4. Quartal 2010 aufgelöst.

Genussrechtskapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 4.951 (Vorjahr: TEUR 4.927) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht. Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft. Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10 % des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen. Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag gegebenenfalls gemindert, um eine etwaige Verlustteilnahme zurückzubezahlen.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Änderung des Buchwerts des Genussrechtskapitals (Aufzinsungseffekt aufgrund der Anwendung der Effektivzinsmethode) im Vergleich zum Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2010 aufwandswirksam in den Zinsaufwendungen erfasst.

Gemäß Vertrag ist der Rückstellungsbetrag des Genussrechts um einen im testierten Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresfehlbetrag herabzusetzen, soweit dieser nur durch gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Ein Anspruch auf Abschlusszahlungen entsteht nicht, wenn der Anspruch nur aus gebundenem Eigenkapital bedient werden kann. Dies kann dazu führen, dass die zukünftigen Cashflows von den vertraglichen Cashflows abweichen. Nabaltec wird das Genussrecht wie vertraglich vereinbart bedienen. Die Mittelfristplanung zeigt, dass zum Rückzahlungszeitpunkt genügend freie Mittel für eine vollständige Rückzahlung zur Verfügung stehen. Entsprechend wird weiterhin mit den vertraglich vereinbarten Cashflows gerechnet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal 90 Tage.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Die Mindestleasingzahlungen 2010 sowie die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

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in TEUR Leasing-
zahlungen
Zinsanteil Barwert Mindest-
leasingzahlungen
< 1 Jahr 325 6 319
1 bis 5 Jahre 0 0 0
Summe 325 6 319

Bezüglich des Miet- und Leasingaufwandes der Geschäftsjahre 2010 und 2009 verweisen wir auf die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Punkt 5.8 "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Diese umfassen ausstehende Gewerbesteuerzahlungen in Deutschland für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nicht-finanziellen Verbindlichkeiten:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Darlehen Minderheitsgesellschafter 8.914 8.102
Investitionszuwendungen 1.983 0
Negativer Marktwert aus Zinsswap 726 657
Zinsaufwendungen aus Anleihen 411 0
Berufsgenossenschaft 313 243
Abschluss und Prüfung 135 90
Übrige 204 205
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.686 9.297
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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Ausstehender Urlaubsanspruch 578 442
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 530 338
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 175 152
Sonstige Verbrauchsteuern 160 147
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 20 17
Kurzfristige sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1.463 1.096
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) 14.149 10.393

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 1.983 (Vorjahr: TEUR 2.669) umfassen eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 4.017 (Vorjahr: TEUR 3.331) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt. Der Ausweis erfolgte im Vorjahr unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten.

Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

7. Sonstige Angaben

7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen -Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen, insbesondere hat die Nabaltec AG verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Verträge belaufen sich auf 1 bis 5 Jahre. Die Verträge hatten ursprünglich eine Laufzeit von 3 bis 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln oder Kaufoptionen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.244 (Vorjahr: TEUR 2.127) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 2.456 2.191
Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 4.831 6.097
Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre 0 187
Gesamt 7.287 8.475

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2010 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.611 (Vorjahr: TEUR 1.821) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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Bewertungskategorie
gem. IAS 39
Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR
2010 2009 2010 2009
Finanzielle Vermögenswerte




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.612 499 1.612 499
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte




Sonstige nicht-derivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte LaR 12.124 1.401 12.124 1.401
Positive Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 0 0 0
Positive Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 18.957 497 18.957 497
Finanzielle Verbindlichkeiten




Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet




Verbindlichkeiten aus Anleihen FLaC 28.694 0 28.694 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaC 47.941 51.934 47.941 51.934
Genussrechtskapital FLaC 4.951 4.927 4.951 4.927
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaC 11.244 6.066 11.244 6.066
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 319 1.277 319 1.277
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten




Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten FLaC 11.960 8.640 11.960 8.640
Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 0 0 0
Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 726 657 726 657
Negative Marktwerte Devisenderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 0 0 0

Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

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LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen
HfT Held for Trading Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FVtPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FLaC Financial Liabilities Measured at amortized Cost Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

Bewertungskategorie gem. IAS 39

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aus der Folgebewertung Nettoergebnis
2010


aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung
Loans and Receivables LaR 99 - 4 - 128 - 25
Held for Trading HfT - - - - -
Other Liabilities FLaC - 4.460 - 272 - - 4.188
Gesamt 2010
- 4.361 - 276 - 128 - 4.213

Bewertungskategorie gem. IAS 39

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aus der Folgebewertung Nettoergebnis
2009


aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung
Loans and Receivables LaR 7 - 38 - 44 1
Held for Trading HfT - - 184 - - - 184
Other Liabilities FLaC - 4.176 - - 82 - - 4.258
Gesamt 2009
- 4.169 - 184 - 44 - 44 - 4.441

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Genussrechtskapital.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen für das Geschäftsjahr 2010 TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 0) und für das Genussrechtskapital TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 429).

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities resultiert im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Fair Value-Hierarchie

Zum 1. Januar 2009 wurden für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:

31.12.2010

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva



Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva



Negative Marktwerte Zinsderivate 0 726 0 726

31.12.2009

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva



Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva



Negative Marktwerte Zinsderivate 0 657 0 657

Im Geschäftsjahr 2010 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.

Sicherungsbeziehungen

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite werden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß der Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß der Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Wie der Tabelle zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Verbindlichkeiten zu entnehmen ist, war bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 ein Zinsderivat in Höhe von TEUR - 726 (Vorjahr: TEUR - 657) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats resultieren im Geschäftsjahr 2010 TEUR - 69 (Vorjahr: TEUR 420), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Das dem Zinsderivat zugrunde liegende Darlehen wird gleichmäßig in den Jahren 2011 bis 2016 getilgt; die Schlusszahlung soll im Jahr 2016 erfolgen. Die Zahlungsströme aus dem Zinsderivat werden im gleichen Zeitraum erwartet. Im Jahr 2016 wird der Zinsswap voraussichtlich im Konzernergebnis berücksichtigt werden.

Außerdem wurde ein zusätzliches Zinsderivat, das zum 31. Dezember 2008 mit einem positiven Marktwert von TEUR 453 bilanziert war, im Geschäftsjahr 2009 abgelöst, woraus ein Verlust von TEUR 190 resultierte, der in 2009 in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst wurde.

Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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in TEUR 2010 2009
Stand 01.01. 332 288
Aufwandswirksame Zuführungen 128 44
Auflösung 0 0
Stand 31.12. 460 332

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Buchwert weder überfällig noch wertgemindert überfällig, aber nicht wertgemindert
in TEUR

< 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate > 12 Monate
31.12.2010 1.612 1.612 0 0 0 0
31.12.2009 499 499 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungsleasingverhältnissen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Zahlungsmittelabflüsse (undiskontiert)

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in TEUR
Gesamt davon Laufzeit
< 1 Jahr
davon Laufzeit
1-5 Jahre
davon Laufzeit
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2010 39.750 1.950 37.800 -

31.12.2009 - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2010 55.953 10.679 38.609 6.665

31.12.2009 51.981 4.737 32.385 14.859
Genussrechtskapital 31.12.2010 5.810 405 5.405 -

31.12.2009 5.000 - 5.000 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2010 11.244 11.244 - -

31.12.2009 6.066 6.066 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2010 325 325 - -

31.12.2009 1.342 1.017 325 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2010 12.686 12.686 - -

31.12.2009 11.966 9.297 2.669 -
Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2010 125.768 37.289 81.814 6.665

31.12.2009 76.355 21.117 40.379 14.859

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich keine.

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Kursentwicklung Ergebnisauswirkung vor Steuern

in % in TEUR
2010

USD +5 96
USD - 5 - 96
2009

USD +5 107
USD - 5 - 107

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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Erhöhung/Verringerung Ergebnisauswirkung vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital*

in Basispunkten in TEUR in TEUR
2010


Europa +10 - 9 0
USA +10 - 6 22
Europa - 10 9 0
USA - 10 6 - 22
2009


Europa +10 - 13 0
USA +10 - 15 27
Europa - 10 13 0
USA - 10 15 - 27

* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

7.3 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2010 und 2009 dargestellt:

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31.12.2010 31.12.2009 Veränderung

in TEUR in TEUR in %
Eigenkapital 42.137 40.043 5,23
als % vom Gesamtkapital 31,69 37,68 - 15,90
Langfristige Finanzschulden 73.253 52.443 39,68
Kurzfristige Finanzschulden 17.566 13.797 27,32
Fremdkapital* 90.819 66.240 37,11
als % vom Gesamtkapital 68,31 62,32 9,61
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 132.956 106.283 25,10

* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten aus Anleihen gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus einem Genussrecht, Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.094 auf TEUR 42.137, bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 24.579 auf TEUR 90.819 durch die Ausgabe von Anleihen (TEUR 28.694) erhöht.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2010 zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 31,69 % gegenüber 37,68 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements stieg von 62,32 % zum 31. Dezember 2009 auf 68,31 % zum 31. Dezember 2010.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahe stehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige

Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige

Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2010 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 825). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 831 (Vorjahr: TEUR 1.432) getätigt.

Die Mitglieder des Vorstands halten zum 31. Dezember 2010 folgende Anteile an der Gesellschaft:

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Johannes Heckmann 1.295.250 Stückaktien
Gerhard Witzany 1.254.310 Stückaktien

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2010 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 42).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zum 31. Dezember 2010 folgende Anteile an der Gesellschaft:

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Dr. Leopold von Heimendahl 42.000 Stückaktien
Dr. Dieter Braun 51.000 Stückaktien
Prof. Dr. Jürgen G. Heinrich 1.700 Stückaktien

Zum 31. Dezember 2010 bzw. 2009 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen:

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Forderungen Verbindlichkeiten
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 10 9 7 0

Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen waren zum 31. Dezember 2010 bzw. im Geschäftsjahr 2010 sowie zum 31. Dezember 2009 bzw. im Geschäftsjahr 2009 nicht zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2010 bzw. 2009 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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Erträge Aufwendungen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 5 5
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 91 92 11 3

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft (Erträge in Höhe von TEUR 91, im Vorjahr in Höhe von TEUR 92) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 11, im Vorjahr in Höhe von TEUR 3). Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen Anleihe in Höhe von nominal TEUR 30.000 hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand in Höhe von nominal TEUR 1.023. Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats beläuft sich die Verbindlichkeit auf nominal TEUR 158.

7.5 Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

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2010 2009
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.000.000 8.000.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt.

Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.000.000 8.000.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2010 und 2009.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

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2010 2009
Konzernergebnis nach Steuern - Aktionäre der Nabaltec AG in TEUR 1.779 - 5.047
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000
Ergebnis je Aktie

in EUR 0,22 - 0,63

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".

7.6 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.

Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultiert aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen laut Anlagespiegel.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

7.7 Segmentberichterstattung

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

Geschäftssegmente

Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010

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in TEUR Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec Konzern
Umsatzerlöse



Erlöse mit externen Kunden 75.916 36.785 - 112.701
Segmentergebnis



EBITDA 9.022 5.302 - 14.324
EBIT 3.391 3.157 - 6.548
Vermögenswerte und Schulden



Segmentvermögen 105.270 40.293 20.435 165.998
Segmentschulden 12.009 5.248 106.604 123.861
Sonstige Segmentinformationen



Investitionen



- Sachanlagen 4.610 2.187 - 6.797
- Immaterielle Vermögenswerte 25 17 - 42
Abschreibungen



- Sachanlagen 5.605 2.112 - 7.717
- Immaterielle Vermögenswerte 26 33 - 59

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009

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in TEUR Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec Konzern
Umsatzerlöse



Erlöse mit externen Kunden 50.193 22.867 - 73.060
Segmentergebnis



EBITDA 2.788 945 - 3.733
EBIT - 1.616 - 1.092 - - 2.708
Vermögenswerte und Schulden



Segmentvermögen 94.955 36.112 744 131.811
Segmentschulden 8.457 3.430 79.881 91.768
Sonstige Segmentinformationen



Investitionen



- Sachanlagen 17.217 1.280 - 18.497
- Immaterielle Vermögenswerte 7 1 - 8
Abschreibungen



- Sachanlagen 4.374 2.001 - 6.375
- Immaterielle Vermögenswerte 30 36 - 66

Informationen nach Regionen

Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010

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in TEUR Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse




Erlöse mit externen Kunden 33.938 51.411 16.752 10.600 112.701
Sonstige Segmentinformationen




Segmentvermögen 144.975 - 21.023 - 165.998
Investitionen




- Sachanlagen 6.663 - 134 - 6.797
- Immaterielle Vermögenswerte 42 - - - 42

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009

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in TEUR Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse




Erlöse mit externen Kunden 21.987 37.267 7.805 6.001 73.060
Sonstige Segmentinformationen




Segmentvermögen 111.737 - 20.074 - 131.811
Investitionen




- Sachanlagen 18.324 - 173 - 18.497
- Immaterielle Vermögenswerte 8 - - - 8

Im Geschäftsjahr 2010 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt 12.477 TEUR und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2009 mit einem Kunden ein Umsatz (8.089 TEUR) von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich)

Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich)

Aufsichtsrat

Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)

Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)

Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 Freiwillige Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebside "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investors Relation/Corporate Governance" veröffentlicht.

7.10 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.11 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers nach § 314 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2010 (einschließlich des Konzernabschlusses 2010) beläuft sich auf TEUR 80. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 12. Aufgrund von Steuerberatungsleistungen wurde der Abschlussprüfer mit TEUR 22 vergütet.

Schwandorf, 2. März 2011

Nabaltec AG
Der Vorstand

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Johannes Heckmann Gerhard Witzany

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 10. März 2011

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Thiermann) (ppa. Sauer)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer