![]() Nabaltec AGSchwandorfKonzernjahresfinanzbericht zum 31.12.2010Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,die Nabaltec AG hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Nicht nur der Rückgang
von 2009 konnte aufgeholt werden, sondern es wurde ein Rekordumsatz in der Unternehmensgeschichte
erzielt. Eine sehr stabile Finanzstruktur und Liquiditätsausstattung, nicht zuletzt
durch die erfolgreiche Anleiheemission 2010, sowie die Erfolge in neuen Produktanwendungen
lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Sowohl die erfreuliche Entwicklung
in der weltweiten Konjunktur als auch in der Nachfrage der Abnehmerbranchen geben
uns die Möglichkeit, gezielt den Blick nach vorn zu richten. Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend
den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig
und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde
in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren,
frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert. Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz,
Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung
unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden. Im Berichtsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 15. April
2010, am 10. Juni 2010 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 30. September 2010
und am 10. Dezember 2010 zusammen. 2011 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung
am 4. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen
Sitzungen 2010 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich
und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb
der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2010 wurde in drei Fällen den
Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt. Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin
auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen
und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2010 keine Interessenkonflikte bei einzelnen
Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine
ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder
des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft
oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen
G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen
Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe
sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft. Schwerpunkte der BeratungenDer Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand
in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In
Monats- und Quartalsberichten wurde uns insbesondere über Marktentwicklungen, die
Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den
Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des
Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche
Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu
diesem Zweck stand ich mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen
Informations- und Gedankenaustausch. Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung,
geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens-
und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2010 intensiv erörtert:
Weitere Schwerpunkte unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren
im Jahr 2010 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2011 die Wirksamkeit
des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern
sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems. Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 12. März 2010 die gemeinsame Entsprechenserklärung
2010 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage www.nabaltec.de
dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere
in der Sitzung am 10. Dezember 2010 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung
2011 vorbereitet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat für seine künftige Zusammensetzung
Prioritäten und konkrete Ziele formuliert. Weitere Informationen zur Corporate Governance
der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht. VorstandsvergütungDer Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands
geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden. Jahres- und Konzernabschluss 2010Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom
Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht
der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage
der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht
geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung
vom 10. Juni 2010 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung
des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hätten begründen können. Der Abschlussprüfer war
zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit
hätten begründen können sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung
hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkte für die Prüfung 2010 wurden die Begebung einer
Inhaberteilschuldverschreibung einschließlich der Bilanzierung der Emissionskosten,
die Umstellung der Rechnungslegung gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) sowie die Prüfung der Prozessbereiche "Beschaffung" und "Vorratsmanagement"
festgelegt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den
Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen
allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung
am 4. April 2011 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert.
Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner
Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen
des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten
durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch
die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet. Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht
hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der
Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2010.
Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle
und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die 2010 erneut unter Beweis gestellt haben, wie innovativ und erfolgreich
Nabaltec ist. Schwandorf, 4. April 2011 scroll
Bericht zur Corporate GovernanceDie Nabaltec AG hat sich bereits seit 2007 auf freiwilliger Basis den Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verpflichtet und entwickelte auch
im Geschäftsjahr 2010 die Corporate Governance im Unternehmen weiter. Das Unternehmen
folgt ab 2011 den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit wenigen
Ausnahmen. Diese sind in der gemeinsamen Entsprechenserklärung vom 11. März 2011 von
Aufsichtsrat und Vorstand offengelegt und begründet. Ein Abgleich der Entsprechenserklärung vom 12. März 2010 mit der tatsächlich umgesetzten
Corporate Governance im Geschäftsjahr 2010 ergab keine Abweichungen. Die Satzung der Nabaltec AG sowie die Geschäftsordnungen für Aufsichtsrat und Vorstand
blieben 2010 unverändert. Am 12. Februar 2011 wurde in der Geschäftsordnung für den
Aufsichtsrat die Regelung zur Altersgrenze geändert. Danach wird der Aufsichtsrat
der Hauptversammlung künftig nur solche Personen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen,
die bei Beginn der Amtsperiode das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das
Vorschlagsrecht der Aktionäre bleibt hiervon unberührt. Aktionäre und HauptversammlungAuf der Hauptversammlung am 10. Juni 2010 in Amberg lag die Präsenz bei über 70 %.
Die Hauptversammlung hat alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte angenommen.
Die Einzelergebnisse können auf der Unternehmenswebsite eingesehen werden. Die Nabaltec AG bietet den Aktionären bereits seit mehreren Jahren die Möglichkeit,
einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts
zu beauftragen. Somit haben auch diejenigen Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung
teilnehmen, die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Eine sogenannte Briefwahl sieht
die Satzung der Nabaltec AG daneben nicht vor. Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratDas Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat wird ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats
dargestellt. VorstandInteressenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder
des Vorstands, Johannes Heckmann und Gerhard Witzany, üben keine Aufsichtsratstätigkeit
in externen börsennotierten Unternehmen aus. Bei der Besetzung von Führungspositionen achtet der Vorstand auf die bestmögliche
Eignung und Kompetenz sowie auf Vielfalt und strebt eine angemessene Berücksichtigung
von Frauen an. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Nabaltec AG besteht aus drei Personen und verzichtet deshalb
auf die Bildung von Ausschüssen. Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten
des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 sind im Bericht des Aufsichtsrats enthalten.
Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl an unabhängigen
Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Ziele für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die für die Nabaltec AG maßgeblichen Kriterien für die Zusammensetzung
des Aufsichtsrats erörtert und am 13. Februar 2011 folgende Ziele für seine künftige
Zusammensetzung beschlossen: Das Ziel bei der Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern ist, dass der Aufsichtsrat seine
Überwachungs- und Beratungsaufgaben im Interesse der Gesellschaft bestmöglich erfüllen
kann. Maßgeblich für die Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern sind daher deren Qualifikation,
fachliche Eignung und die Kompetenz der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des
Aufsichtsrats soll daher für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der Nabaltec AG über
Kenntnisse verfügen, die diese Zielsetzung fördern und damit dem Unternehmen dienlich
sind, z. B. besonderes Know-how und Erfahrung in den Branchen- und Technologiefeldern
funktionale Füllstoffe und technische Keramik sowie in Unternehmensführung, Strategie,
Vertrieb, Recht, Finanzierung und Steuern. Ferner sollen sich die bei den Aufsichtsratsmitgliedern
insgesamt vertretenen Kenntnisse und Fähigkeiten ergänzen, um für eine optimale Aufgabenerfüllung
eine möglichst breitgefächerte Abdeckung von Fachwissen gewährleisten zu können. Unter Berücksichtigung der folgenden im Kodex genannten Kriterien hat daher im Einzelfall
eine umfassende Interessenabwägung zu erfolgen, welche Voraussetzungen und Eigenschaften
für die Erfüllung dieser Aufgaben aus Sicht der Gesellschaft am besten geeignet und
somit vorrangig zu bewerten sind.
Dieser Bericht zu den Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfolgt erstmals
im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts 2010. In den Berichten der Folgejahre
werden ausschließlich etwaige Änderungen der Zielsetzungen und der jeweilige Stand
der Umsetzung der Ziele erläutert. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Hauptversammlung am 10. Juni 2010 hat die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010
gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor Unterbreitung
des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hatte der Aufsichtsrat vom vorgesehenen
Abschlussprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen
zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Aufsichtsrat
hat mit dem Prüfer - wie auch in den Vorjahren - vereinbart, den Aufsichtsratsvorsitzenden
unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung sowie über
etwa festgestellte Tatsachen zu unterrichten, aus denen sich eine Unrichtigkeit der
von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung gemäß § 161 AktG ergeben könnte. Beteiligungen der Organ-Mitglieder am Grundkapital
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| Johannes Heckmann | 1.295.250 Stückaktien |
| Gerhard Witzany | 1.254.310 Stückaktien |
| Dr. Leopold von Heimendahl | 42.000 Stückaktien |
| Dr. Dieter J. Braun | 51.000 Stückaktien |
| Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich | 1.700 Stückaktien |
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 11. März 2011 die Entsprechenserklärung gemäß §
161 AktG verabschiedet. In dieser Erklärung werden die Abweichungen von den Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 erläutert
und begründet. Die Erklärung ist nachfolgend im Wortlaut wiedergegeben.
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß
§ 161 AktG:
Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex")
seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26. März 2007 in den Geschäftsjahren
2007 bis 2010 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten
Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den im Bundesanzeiger veröffentlichten
Empfehlungen des Kodex, in der Fassung vom 26. Mai 2010, vom Geschäftsjahr 2011 an
mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― |
Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht. |
| ― |
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern. |
| ― |
Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben. |
| ― |
Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend. |
| ― |
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll. |
| ― |
Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtplenums effektiv arbeitet. |
| ― |
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat gesetzt und wird dementsprechend eine derartige konkrete Zielsetzung bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht berücksichtigen. Der Corporate-Governance-Bericht wird keine Ausführungen zu einer derartigen konkreten Zielsetzung und zum Stand ihrer Umsetzung enthalten (Kodex Ziffer 5.4.1, Absätze 2 und 3). Der Aufsichtsrat hält die Festlegung konkreter Ziele, also die Benennung von absoluten Zahlen oder Quoten sowie von Umsetzungsfristen, im Zusammenhang mit der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat nicht für sachgerecht. Er ist der Auffassung, dass der Aufsichtsrat nur dann im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre jeweils bestmöglich zusammengesetzt werden kann, wenn bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht deren Geschlecht, sondern deren Kenntnisse und Fähigkeiten den Ausschlag geben. |
| ― |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend. |
| ― |
Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind. |
Schwandorf, 11. März 2011
| Der Vorstand: | Der Aufsichtsrat: |
| Johannes Heckmann | Dr. Leopold von Heimendahl |
| Gerhard Witzany | Dr. Dieter J. Braun |
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Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich
hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf
Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit
führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen
Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen mit einem Exportanteil
von rund 70 %.
Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:
| ― |
Flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die zum Beispiel bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden |
| ― |
Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren oder aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten eingesetzt werden |
| ― |
Keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik, in der Poliermittelindustrie |
| ― |
Hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter |
Mit spezialisierten Produkten für die PVC-Industrie (Additive) und für die Elektronikindustrie
(Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum um zwei zukunftsstarke
Produktbereiche erweitern können. Für beide Bereiche verfügt das Unternehmen am Standort
Schwandorf seit 2009 beziehungsweise 2010 über neue Produktionsanlagen.
Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität,
Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist.
Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid,
das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über
Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA)
in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die
Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte
unmittelbar bedienen.
Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr
engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische
technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert
ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung
der Produkte.
Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb
der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen
in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec
AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Die Nabaltec AG ist mit 51 % an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures
beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren
nicht.
Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec
AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche
aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw.
Cost-Center geführt.
| ― |
Flammschutzmittel |
| ― |
Additive |
| ― |
Keramische Rohstoffe |
| ― |
Keramische Massen |
| ― |
Kaufmännische Dienste |
| ― |
Technische Dienste |
| ― |
Analysenzentrum |
Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische
Schwerpunkte:
Durch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen
Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend
darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere
Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs-
und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch
mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows.
Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs-
und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und kooperiert mit Forschungsinstitutionen.
Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender
Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche
Maßnahmen ergriffen, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral
zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.
Über die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss
mit Schlüsselkunden - werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt.
Zwei maßgebliche Neuentwicklungen, Additive und Böhmite, werden seit 2009 im industriellen
Maßstab produziert und vertrieben. Darüber hinaus wird durch gezielte Forschungs-
und Entwicklungsarbeit das Anwendungsspektrum für bestehende Produkte erweitert.
Nabaltec hat mit ACTILOX® CAHC einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-Industrie entwickelt. Neben
der Substitution bleihaltiger Substanzen ist es das Ziel, schrittweise über Neuentwicklungen
in der Kunststoffindustrie den Markt zu erschließen, damit bereits in der Entwicklungsphase
neuer Produkte ACTILOX® CAHC als umweltfreundlicher Stabilisator eingesetzt wird.
Die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten werden seit Oktober 2010 ebenfalls
am Standort Schwandorf produziert. Böhmite finden Verwendung als umweltfreundliche,
halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen
benötigen, beispielsweise halogenfreie, flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt
APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320°C verarbeitet werden.
Bis zum Start der Produktion in Schwandorf hatte Nabaltec APYRAL® AOH in der eigenen Technikumsanlage in Kelheim produziert. Mit dem Neubau in Schwandorf
steht die Technikumsanlage jetzt wieder für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen
von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab zur
Verfügung.
Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren
weiterhin dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Halogenierte,
flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser
Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer
zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe
gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter
weltweit.
Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide
aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional
gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen
weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau
der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.
Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid
für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits
marktführend - auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische
Massen in Schwandorf.
Weltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders
gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie.
Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten
Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern
weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen
vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit
Nordamerika und Asien.
Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen
müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie
nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig
wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr
differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente,
die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.
Um die Marktchancen bei funktionalen Füllstoffen und in der technischen Keramik voll
wahrnehmen zu können, sind weiterhin signifikante Investitionen nötig. Diese relativ
hohe Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine wichtige Markteintrittsbarriere für
mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben,
setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen
und Fördermitteln zusammensetzt. Mit der Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen
von 30 Mio. Euro konnte Nabaltec im Oktober 2010 den finanziellen Freiraum nochmals
deutlich erweitern und verbessern.
Die Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die
weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort
verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem
ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche
als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen
über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie über die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen
und Maßnahmen.
Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess
auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten
definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung
der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig
Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für
alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.
Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis
präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen
und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss
eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt.
Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision"
eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung
erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen
Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz,
Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.
Die weltweite Konjunktur erholte sich 2010 sehr dynamisch und auf breiter Basis. Dabei
verlief die Entwicklung deutlich schneller und bislang nachhaltiger als von Wirtschafts-
und Konjunkturexperten erwartet. Nur einzelne Volkswirtschaften haben den Weg aus
der Krise noch nicht gefunden, wie Spanien, Griechenland und Irland.
Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums 2010 von rund 4,7 % (Quelle: Deutsche Bank)
waren insbesondere die BRIC-Staaten mit Wachstumsraten zwischen 4,0 % in Russland
und bis zu 10,0 % in China. Mit Ausnahme von Russland konnten diese Länder auch auf
einer bereits stabilen oder wachsenden Basis 2009 aufbauen.
In den Industriestaaten ist dagegen die Aufholbewegung der Verluste von 2009 in vollem
Gange. 2010 konnten die Industrieländer um 2,5 % wachsen und damit einen Teil des
Minus von 3,6 % aus dem Jahr 2009 wieder kompensieren. Besonders erfreulich für Unternehmen
wie Nabaltec mit einer sehr breiten internationalen Basis war, dass diese Erholung
nahezu alle Industriestaaten erfasst hat. In Europa war insbesondere die Entwicklung
in Deutschland beispielhaft. Das Plus von 3,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt)
war so zu Jahresbeginn nicht erwartet worden. Selbst im Jahresverlauf 2010 mussten
die unterjährigen Prognosen der verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrfach
nach oben angepasst werden. Dieser Aufschwung wird mittlerweile nicht mehr allein
vom Export getragen, sondern auch durch inländische Ausrüstungsinvestitionen und einen
anziehenden Konsum unterstützt.
Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2010 um 17,5 % auf insgesamt
170,6 Milliarden Euro, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die chemische
Industrie hat 2010 mit 11 % den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Der
Export konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf 99,6 Milliarden Euro ausgebaut
werden. Damit liegen die internationalen Umsätze bereits wieder über dem Vorkrisenniveau
von 2007. Der Inlandsumsatz legte um 14 % zu und erreichte ein Volumen von 71,0 Milliarden
Euro. Das Inlandsgeschäft liegt damit noch rund 10 % unter dem Vorkrisenniveau.
Die Preise für Chemikalien stiegen im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt waren nach
Erhebungen des VCI Chemikalien und Pharmazeutika rund 3,0 % teurer als ein Jahr zuvor.
Insbesondere in den rohstoffnahen Sparten kam es zu einem Preisanstieg.
Die Kapazitäten in der deutschen Chemieindustrie sind inzwischen wieder normal ausgelastet.
Die Ertragslage in der Branche ist gut. Viele Unternehmen haben ihre Investitionszurückhaltung,
die 2009 noch zu zahlreichen Projektverschiebungen geführt hatte, 2010 wieder aufgegeben.
Der VCI rechnet für 2010 mit einer Ausweitung der Investitionen in Anlagen und Gebäude
um 5 % auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.
Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische
Keramik konnten in ganz ähnlichem Umfang von der konjunkturellen Entwicklung profitieren
- teilweise sogar deutlich überproportional. Die erste Jahreshälfte war von einer
ganz besonderen Dynamik geprägt. Ab Jahresmitte beruhigte sich die Erholung etwas
und schwenkte auf einen nachhaltigen Wachstumspfad ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen,
wie Automobilproduktion oder Infrastruktur-/Bauindustrie, konnten auch den Wegfall
staatlicher Sonderprogramme, wie sie vor allem 2009 noch vorhanden waren, recht problemlos
kompensieren. Auch in den weiter vorgelagerten Industrien, beispielsweise bei Abnehmern
von funktionalen Füllstoffen und technischen Keramiken, waren deutlich positive Impulse
zu verspüren.
Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden
Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu
gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Neue unabhängige Marktprognosen
gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,5 % bis 2014 aus (auf
Basis ATH, Quelle: The Freedonia Group, Inc.). Dieses Marktwachstum wird einerseits
durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz,
andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln
durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung
wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich,
in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt
ist.
Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch
die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der anziehenden Weltwirtschaft nahm
die Stahlindustrie 2010 wieder zusätzliche Kapazitäten in Betrieb. Auch hier gilt,
dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller
von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide
begünstigt. Bis 2012 erwarten Marktexperten ein Wachstum bei Feuerfestprodukten von
jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3 %.
Nabaltec konnte 2010 einen Geschäftsverlauf mit überaus starker Dynamik verzeichnen.
Nachdem sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine merkbare Erholung abgezeichnet
hatte, konnte Nabaltec 2010 durchweg neue Rekordwerte bei Absatz und Umsatz erzielen.
Diese Dynamik umfasste alle Unternehmens- und Produktbereiche sowie alle regionalen
und branchenspezifischen Zielmärkte.
Die eigenen Prognosen wurden 2010 bereits zweimal nach oben angepasst und auch diese
Planungen wurden umsatzseitig nochmals übertroffen. Der Umsatzprognose von 100,0 bis
108,0 Mio. Euro standen tatsächliche Erlöse von 112,7 Mio. Euro gegenüber. Ertragseitig
konnte Nabaltec die eigenen Prognosen erfüllen, beim EBIT die Marke von 6,0 Mio. Euro
übertreffen und auch nach Steuern und Anteilen nicht-kontrollierender Gesellschafter
positiv abschließen.
Für das nochmalige übertreffen der Umsatzprognose 2010 war ein herausragendes viertes
Quartal verantwortlich. Mit einem Umsatz von 30,9 Mio. Euro war es ein Rekordquartal
in der Geschichte von Nabaltec. Gleichzeitig konnten in diesem Quartal Auftragseingänge
von 58,6 Mio. Euro verbucht werden. Auf das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge
auf 159,4 Mio. Euro. Bei einem Umsatz von 112,7 Mio. Euro ist dies ein klares Indiz
für ein anhaltendes weiteres Wachstum. Nabaltec beendet das Jahr 2010 mit einem Auftragsbestand
von 53,3 Mio. Euro - auch das ist ein Wert, den es in der Unternehmenshistorie noch
nicht gab.
Der Nabaltec-Konzern hat 2010 einen Umsatz von 112,7 Mio. Euro erzielt. Das ist eine
Steigerung von 54,2 % gegenüber den 73,1 Mio. Euro des Vorjahres. Der deutliche Zuwachs
ist auf die stark gestiegene Nachfrage und die entsprechend höhere Absatzmenge zurückzuführen.
Der Output in Tonnen über alle Unternehmensbereiche hinweg legte um 53,1 % zu. Die
Absatzpreise blieben 2010 weitgehend stabil. Direkte Währungseffekte waren für die
Umsatzentwicklung 2010 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote blieb 2010 auf
dem Niveau des Vorjahres von 69,9 %.
Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" stieg um 51,2 % von 50,2
Mio. Euro 2009 auf 75,9 Mio. Euro 2010. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik"
lag die Umsatzdynamik sogar noch etwas höher. Dort konnten die Umsatzerlöse von 22,9
Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro und damit um 60,7 % gesteigert werden. Beide Unternehmensbereiche
haben über das ganze Jahr diese hohe Umsatzdynamik gezeigt. Teilweise waren die hohen
Wachstumsraten im ersten Halbjahr noch durch die schwachen Vergleichswerte des Vorjahres
begünstigt. Das zweite Halbjahr, insbesondere mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal
, zeigt die Nachhaltigkeit der Geschäftsentwicklung.
Die höchste Dynamik wiesen 2010 die Umsätze in den USA auf, sowohl im Unternehmensbereich
"Funktionale Füllstoffe" als auch im Bereich "Technische Keramik", wo jeweils der
Umsatz aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden konnte. Die US-Tochter Nashtec setzte
ihre bereits 2009 sichtbar gewordene sehr positive Entwicklung fort. Binnen zwei Jahren
haben sich die Umsatzanteile der USA von 8,1 % über 10,7 % auf nunmehr 14,9 % erhöht.


Die Gesamtleistung des Nabaltec-Konzerns erhöhte sich von 71,4 Mio. Euro 2009 auf
112,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Zuwachs von 57,7 % war vor allem auf die Umsatzsteigerung
zurückzuführen. Im Vergleich sehr geringfügige Bestandsveränderungen 2010 führten
dazu, dass der Anstieg der Gesamtleistung gegenüber dem Umsatz leicht höher war. Erfreulich
ist, dass Nabaltec damit die Bestände auf dem Niveau des Jahres 2009 halten konnte,
als die Bestandsoptimierung oberste Priorität hatte.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) sind
im Wesentlichen auf Versicherungserträge, Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen
und Leistungen an Dritte zurückzuführen.
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2010 | 2009 |
| Materialaufwand | 54,0 % | 53,4 % |
| Personalaufwand | 16,9 % | 21,8 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 18,4 % | 21,0 % |
Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich
weitgehend stabil gehalten werden. Steigenden Aufwendungen für Rohstoffe stehen spezifische
Einsparungen bei den Energieverbräuchen gegenüber. Entsprechend lag die Rohergebnismarge
(in Relation zur Gesamtleistung) 2010 mit 48,0 % genau auf dem Vorjahresniveau. In
absoluten Zahlen steigerte Nabaltec das Rohergebnis von 34,3 Mio. Euro 2009 auf 54,0
Mio. Euro im Berichtsjahr.
Die Personalkosten waren 2010 planmäßig durch das Auslaufen zahlreicher temporärer
Kostensenkungsmaßnahmen von 2009 und durch den planmäßigen Personalaufbau geprägt.
Die temporäre Entgeltabsenkung um 6,67 %, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen
Einmalzahlung sind im Jahresverlauf 2010 ausgelaufen oder beendet worden. Mit diesen
Maßnahmen wurde der Belegschaftsstand während der Wirtschaftskrise konstant gehalten,
was wiederum die Erreichung des deutlichen Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2010 sicherstellte.
Überproportionale Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im vierten Quartal 2010
beinhalten eine belastende Anpassung in Höhe von 1,2 Mio. Euro, bedingt durch den
veränderten Abzinsungssatz. Darüber hinaus erfolgte im vierten Quartal 2010 eine Umgliederung
des anteiligen Zinsaufwands von den Personalkosten zu den Zinsaufwendungen. Die Personalkostenquote
(in Relation zur Gesamtleistung) reduzierte sich durch den starken Anstieg der Gesamtleistung
von 21,8 % 2009 auf 16,9 % 2010. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erhöhte sich
von 349 zum 31. Dezember 2009 auf 372 zum 31. Dezember 2010. Der gestiegene Personalbedarf
liegt vor allem in der Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden und im Start der Böhmit-Produktion
in Schwandorf begründet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 15,0 Mio. Euro auf 20,7 Mio.
Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich jedoch von 21,0
% auf 18,4 %. Die Entwicklung der Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen verlief
weitgehend parallel zur Absatz- bzw. Umsatzentwicklung. Gegenüber den Vorquartalen
erhöhten sich im vierten Quartal die Kosten für Fremd- und Reparaturleistungen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2010 auf 14,3 Mio.
Euro. Im Vorjahr waren es 3,7 Mio. Euro. Damit konnte das EBITDA fast vervierfacht
werden. Zu diesem Ergebnissprung trugen beide Unternehmensbereiche bei. Die schon
im zweiten Halbjahr 2009 sichtbare Entwicklung setzte sich nachhaltig fort. In allen
Quartalen konnte in beiden Unternehmensbereichen der jeweilige Vorjahresvergleichswert
übertroffen werden.
Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres
2010 in Höhe von 7,8 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 6,5
Mio. Euro nach -2,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung um 9,2 Mio. Euro
ist vor allem auf die Umsatzausweitung in Verbindung mit anhaltender Kostenkontrolle
zurückzuführen. EBITDA- und EBIT-Entwicklung zeigen die intakte Ertragskraft der Nabaltec
AG auf operativer Ebene.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: -7,0 Mio. Euro). Darin
enthalten ist das Finanzergebnis 2010 in Höhe von -5,1 Mio. Euro. Es setzt sich aus
Zinsaufwendungen von 5,3 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,2 Mio. Euro zusammen. Im
Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -4,3 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsbelastung ist
einerseits auf den quotalen Zinsanteil von 0,4 Mio. Euro der im Oktober 2010 emittierten
Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro zu 6,50 % Zins p. a. sowie auf die
Umgliederung des Zinsanteils der Pensionsrückstellung in Höhe von 0,7 Mio. Euro zurückzuführen.
Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht-kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen
Jahr bei 1,8 Mio. Euro nach -5,0 Mio. Euro 2009.
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2010 | 2009 |
| Umsatz | 75,9 | 50,2 |
| EBITDA | 9,0 | 2,8 |
| EBIT | 3,4 | -1,6 |
| Investitionen | 4,6 | 17,2 |
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2010 um 51,2 % gestiegen.
Die sehr erfreuliche Erholung belegt, dass die grundlegenden Markttreiber für die
Produkte von Nabaltec intakt sind. Im globalen Maßstab sind halogenfreie, flammhemmende
Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend
die bislang vorherrschenden halogenierten Alternativen.

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verbesserte sich
auf Basis des EBITDA noch deutlicher als im Bereich "Funktionale Füllstoffe". Das
Plus betrug 488,9 %.
Auch auf Basis des EBITDA bewies der Unternehmensbereich, dass die Ergebnisse des
Jahres 2009 allein auf die temporäre und globale Nachfrageschwäche zurückzuführen
waren. Mit einem Plus von 221,4 % konnte der Bereich einen Ergebnissprung auf 9,0
Mio. Euro verzeichnen.
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" lag auch 2010 der Investitionsschwerpunkt
im Nabaltec-Konzern. Hauptgrund war der Bau der neuen Produktionsanlage für Böhmit.
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2010 | 2009 |
| Umsatz | 36,8 | 22,9 |
| EBITDA | 5,3 | 0,9 |
| EBIT | 3,2 | -1,1 |
| Investitionen | 2,2 | 1,3 |
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" ist der Umsatz 2010 um 60,7 % auf 36,8
Mio. Euro gestiegen. In diesem Bereich kamen etwas stärker Aufholeffekte zum Tragen.
Insgesamt zeigte sich eine stabile Wachstumsdynamik.

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verbesserte sich
auf Basis des EBITDA noch deutlicher als im Bereich "Funktionale Füllstoffe". Das
Plus betrug 488,9 %.
Die Investitionen im Unternehmensbereich "Technische Keramik" flossen vor allem in
die Optimierung technischer Anlagen und Maschinen.
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig
das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung
sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang
in das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement eingebunden.
Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte
Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro
für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet
Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund
der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen
Investitionsprogramms der vergangenen Jahre - langfristig sichergestellt. Bis zum
Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. Euro
zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards
für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen
bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer
mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).
Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde bisher
vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme
von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt.
Im Oktober 2010 hat Nabaltec zusätzlich eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30,0
Mio. Euro emittiert und vollständig am Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit beträgt
fünf Jahre. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.
Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 von 40,0 Mio. Euro auf 42,1 Mio.
Euro. Das Plus resultiert aus der Gewinnentwicklung 2010. Aufgrund der Aufnahme neuer
Finanzmittel durch die Emission der ersten Unternehmensanleihe der Nabaltec AG im
Volumen von 30,0 Mio. Euro reduzierte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von
30,3 % zum 31. Dezember 2009 auf 25,4 % zum 31. Dezember 2010. Diese Eigenkapitalausstattung
kann im Branchenvergleich weiterhin als solide eingestuft werden.
Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr von 68,3 Mio. Euro auf 89,4 Mio.
Euro zu. Hier wirkte sich die Anleihe mit netto 28,7 Mio. Euro aus. Deutlich zurückgegangen
sind die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, einerseits aufgrund
von Umbuchungen entsprechend der Fälligkeiten, andererseits aufgrund planmäßiger Tilgungen
in Höhe von 3,1 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich aufgrund der regulären
jährlichen Zuführungen sowie durch den im Vorjahresvergleich reduzierten Abzinsungseffekt
überproportional um 2,0 Mio. Euro. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gingen
von 2,7 Mio. Euro auf Null zurück. Grund ist die Umgliederung eines Investitionszuschusses
der Regierung der Oberpfalz in Höhe von 2,0 Mio. Euro in die kurzfristigen sonstigen
Verbindlichkeiten.
Die kurzfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr von 23,5 Mio. Euro auf 34,5 Mio.
Euro zu. Gründe waren gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
höhere sonstige Verbindlichkeiten, was im Wesentlichen auf Umbuchungen aufgrund der
Fälligkeit beruht. Gestiegen sind entsprechend der Geschäftsausweitung auch die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere weil zum Jahresende weitere Rohstoffe
eingekauft und entsprechend die Lagerbestände an Vorräten erhöht wurden.

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion
veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre.
Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere
Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern
nicht eingesetzt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern inklusive der Verrechnung des
anteiligen Investitionszuschusses 6,8 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro).
Investitionsschwerpunkt war der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit rund
zwei Dritteln der Investitionssumme, die insbesondere für den Aufbau der Böhmit-Produktion
und die abschließenden Investitionen in die CAHC-Anlage verwendet wurden. Zusätzlich
wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sowie der Energieeffizienz getätigt.
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" wurden dank der Investitionen 2010 die
Produktionsabläufe weiter verbessert und darüber hinaus auch Kapazitäten erhöht.
Der Nabaltec-Konzern konnte 2010 den operativen Cashflow ganz erheblich steigern.
Der Anstieg von 4,6 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro ist umso bemerkenswerter, als der
Cashflow 2009 noch stark von Bestandsveränderungen geprägt war. Das Plus im Cashflow
resultiert vor allem aus der stark verbesserten operativen Ergebnisentwicklung sowie
dem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -7,5 Mio. Euro.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit aus dem Vorjahr lag bei -20,3 Mio. Euro. Die
aktuellen Neuinvestitionen dienen vor allem dem Kapazitätsausbau und der Stärkung
neuer, margenstarker Produktbereiche. Die Investitionen 2010 lagen annähernd auf dem
Niveau der planmäßigen Abschreibungen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei 10,5 Mio. Euro.
Im Vorjahr waren es 14,4 Mio. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Anleiheemission
mit 30,0 Mio. Euro aus und mit gegenläufigem Effekt die kurzfristige Anlage von 10,0
Mio. Euro in Festgeldern. Tilgung und Zinsen verliefen 2010 planmäßig.
Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
lag zum 31. Dezember 2010 bei 19,0 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag
des Vorjahres. Darin sind die 10,0 Mio. Euro Festgeldanlagen nicht berücksichtigt,
da diese eine Restlaufzeit bis Oktober 2011 aufweisen und somit nicht als Zahlungsmitteläquivalent
nach IAS 7.7 anzugeben sind.
Der erwirtschaftete Free-Cashflow lag 2010 bei 7,9 Mio. Euro.
Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2010 von 131,8 Mio. Euro
auf 166,0 Mio. Euro.

In den Aktiva standen den Zugängen im Sachanlagevermögen von 6,8 Mio. Euro Abschreibungen
in Höhe von 7,7 Mio. Euro gegenüber. Deutlich erhöht hat sich die Position der geleisteten
Anzahlungen und Anlagen im Bau, da die neu erbaute Böhmit-Anlage erst 2011 vollständig
aktiviert wird. Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 110,6
Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von
1,3 Mio. Euro.
Die Bilanzrelationen verschoben sich deutlich hin zu den kurzfristigen Vermögenswerten.
Denn diese waren stark durch die Mittelzuflüsse aus der Unternehmensanleihe geprägt.
Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 372 Mitarbeiter (31.
Dezember 2009: 349). Davon waren 371 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 348) in Deutschland
tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 48 Auszubildende (31. Dezember 2009:
38). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden
mit einer Quote von 12,9 % auch im Geschäftsjahr 2010 fast schon traditionell einen
bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2010
erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden
von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze
in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in,
Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in für
Betriebstechnik angeboten.
Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern
im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden
Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür,
wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung
hatte auch in der Wirtschaftskrise hohe Priorität. Die ausgezeichnete Entwicklung
2010 zeigte, wie richtig die Entscheidung war, auf Entlassungen zu verzichten und
mit Entgeltverzicht und Kurzarbeit die Arbeitsplätze zu sichern. Ein zentrales Anliegen
von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten
zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz
und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie
der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss
und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen
ist, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu
unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter
von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als
eine der Kernkompetenzen.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche
und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen
Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen
zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber
auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen
mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig
in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.
Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse
fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition
weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler
Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.
Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame
Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs-
und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören
unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an
der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut
für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in
Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen.
Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme
an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen
Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beiden Unternehmensbereichen.
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch
durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die
Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits viermal zu den 100 innovativsten
Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach
für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf
ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern.
Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen
definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen
Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.
Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach
Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei, die permanente
Weiterentwicklung der Qualitäten sowie neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu
erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen
Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.
Im Berichtsjahr 2010 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe"
folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt,
insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden
durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik
mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen,
sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend
ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in öffentlichen
Transportmitteln, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.
Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie,
gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte
zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf
das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz
gerichtet.
Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich,
wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften
und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.
Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec
AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser
Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.
Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro-
und Elektronikindustrie (E&E-Industrie). So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten
durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits
im Prozess.
Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec
AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato
noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen
Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.
Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende
Entwicklungen im Mittelpunkt:
Mit mehreren neuen reaktiven NABALOX®-Aluminiumoxiden bietet Nabaltec Kunden in der Feuerfestindustrie zusätzliche Möglichkeiten,
monolithische Erzeugnisse mit weiter verbesserten Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften
herzustellen. Aktuelle Entwicklungen zielen sowohl auf die laufende Verbesserung als
auch auf die Optimierung der Herstellprozesse dieser Produkte. Weitere Arbeiten im
Rahmen der NABALOX®-Produktgruppe sind auf die Identifizierung, Evaluierung und Optimierung innovativer
Veredelungsprozesse für Aluminiumoxide zur Anwendung in der Keramik- und Poliermittelherstellung
gerichtet.
Mullit-ähnliche Sinterprodukte werden in großem Umfang als Rohstoffe in der Feuerfestindustrie
eingesetzt. Ihre wiederholte weltweite Verknappung hat dazu geführt, dass sie im Rahmen
der Europäischen Rohstoffinitiative RMI als strategisch wichtig erkannt und eingeordnet
wurden. Nabaltec arbeitet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Kunden an Lösungen
zur Substitution defizitärer natürlicher Rohstoffe durch spezielle Sintermullit-Qualitäten.
Neben der angestrebten Rohstoffunabhängigkeit sollen in dieser Kooperation langfristig
die Voraussetzungen für die Einführung von Stoffkreisläufen bezogen auf die feuerfesten
Materialien geschaffen werden. Andere Entwicklungen in der SYMULOX®-Produktgruppe betreffen spezielle keramische Anwendungen.
Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem Entwicklungen im Bereich
der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik durchgeführt. Im Ergebnis
konnten Produkte mit verbesserten Prozess- und Verarbeitungseigenschaften vorgestellt
werden. Im Vorjahr begonnene Arbeiten zur Entwicklung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxide
wurden fortgesetzt. Neben kundenspezifischen internen Entwicklungen ist Nabaltec auch
an grundlagenorientierten und öffentlich geförderten Projekten beteiligt.
Nabaltec konnte in der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals deutlich
ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene
Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher
Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften
stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.
Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet
auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über
lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte
helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und
wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu
optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen
in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec,
eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment
zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen
und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung
gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich
das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden
Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch
ein Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational
Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2010 wurde ein umfangreiches
Überwachungsaudit für das Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 durchgeführt.
Ebenso erfolgten Wiederholungsaudits für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2008
und das Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2004. 2010 erfolgte auch die Zertifizierung
des Energiemanagement-Systems nach EN 16001 durch die TÜV SÜD Management Service GmbH.
Damit darf sich die Nabaltec AG zu einem der ersten Unternehmen in Deutschland zählen,
die ein zertifiziertes Energiemanagement-System unterhalten.
Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005
akkreditiert.
Bis Ende November 2010 erfolgte die REACH-Registrierung (Registrierung, Bewertung
und Zulassung von Chemikalien) sowie die Einstufung nach GHS für alle Nabaltec-Produkte.
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag
zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten
zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern
für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise
blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem
Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion
und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der
schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec
und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens.
Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich
hinausgeht, aktiv an.
Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2010 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.
Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen,
dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier
die 2009 in Betrieb genommene CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig
ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist.
Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid
verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben
werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz
verwendet werden können.
Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang.
Dies hat Nabaltec 2010 erneut unter Beweis gestellt, als eine Anleihe im Volumen von
30 Mio. Euro platziert werden konnte. Der Kapitalmarktzugang, der jederzeit durch
eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine
ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten
positiv wahrgenommen wird.
Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen
Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs-
und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies
ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns
wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten
Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement
ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen
Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung
in der Zukunft.
Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die
Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen
für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile
sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine
umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem.
Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert,
bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst
für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken
dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation
und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling
überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende
Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis
diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit
Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat
Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess
sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-,
steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec
bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung
begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung
unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen
und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in
internationalen Fachgremien.
Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten
Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und
Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen
auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende
Situationen möglichst ausschließen.
Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender
Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben
kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten
können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken
beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts,
Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen
von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations-
und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen
gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung
für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen
Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser
abschätzen zu können, gibt es im Unternehmen einen REACH-Beauftragten. Durch den Beitritt
in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich
entgegengewirkt.
Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam
und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet
Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für
den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls
durch langfristige Verträge abgesichert. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über
alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven
Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende
Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere
Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen
ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss,
der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich
begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus
Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die
Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz-
und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im
Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen
eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung.
Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter
anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber
hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen
oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr
kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2010 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher
Emission der Unternehmensanleihe hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec
AG erheblich verbessert beziehungsweise die Unabhängigkeit von den kreditgebenden
Banken erhöht.
Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen
weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.
Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen.
Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme
zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung,
ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern
und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen
und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Chancen im Personalbereich ergeben sich für
Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete
Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung
auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem
attraktiven Arbeitgeber.
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung
nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die
produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen
IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte,
qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet
den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter
Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der aktuellsten Gesetzeslage
ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch
einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und
Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken
tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert
ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse
von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte
bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien
oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert
Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung &
Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb
und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen
für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle
Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-,
Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für
wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen
lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu
erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen.
Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec,
nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen
der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung
unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller
Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind
deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens
gesichert.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der
Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der
Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet
der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß
§ 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung,
-führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de
in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten
wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 nicht eingetreten.
Nabaltec erwartet dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards
und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden,
eine sich weiterhin positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte. Die rasante
Erholung 2010 hat gezeigt, dass Nabaltec nicht nur von Auf- und Nachholeffekten profitiert,
sondern die eigene Marktstellung weiter verbessern konnte.
Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in ihren
Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt
nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang
noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten
Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden.
Nach Prognosen der Deutschen Bank ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften
in den Jahren 2011 und 2012 ein anhaltendes Wachstum zu erwarten. In der Euro-Region
soll die Wirtschaftsleistung sogar weiter leicht an Dynamik gewinnen und 2011 um 1,2
% und 1,4 % im Jahr darauf wachsen. Deutschland soll weiterhin europäischer Wachstumsmotor
bleiben. In den USA wird die Wirtschaft stärker als im Euro-Raum wachsen. China und
Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.
| in % | 2011 | 2012 |
| Welt gesamt | 3,9 | 4,2 |
| USA | 3,0 | 3,4 |
| Euro-Raum | 1,2 | 1,4 |
| Deutschland | 2,0 | 1,4 |
| Frankreich | 1,2 | 1,6 |
| Italien | 0,9 | 1,2 |
| Spanien | 0,2 | 1,1 |
| Großbritannien | 2,2 | 2,0 |
| Japan | 0,1 | 1,7 |
| China | 8,7 | 8,4 |
| Indien | 8,2 | 8,5 |
Quelle: Deutsche Bank, 15. Dezember 2010
Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2011 eine leichte
Beruhigung, aber auch eine Fortsetzung des Wachstums erwarten.
Nabaltec erwartet für 2011 ein weiteres Wachstum der Nachfrage. Der aktuelle Auftragsbestand
von 53,3 Mio. Euro gibt eine deutliche Indikation für eine anhaltend starke Nachfrage.
Nabaltec hat mit Beginn des Jahres 2011 für alle Produkte Preiserhöhungen realisiert.
Regional gesehen rechnet Nabaltec in den USA mit einer Fortsetzung der guten Umsatzentwicklung.
Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise
dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus
China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem
stabilen Wachstum.
Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten
CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Die positiven
Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen
Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise
zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung
und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.
Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter
ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten
die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang
die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen,
sind von der Baukonjunktur abhängig. Die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich,
in der Telekommunikation und der IT lassen auch 2011 und 2012 gute Wachstumsimpulse
erwarten. Die Indizien für eine Fortsetzung des Wachstums in den Märkten des halogenfreien
Flammschutzes sind erkennbar. Unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen
in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von
halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter
vorantreiben. Neue Marktstudien von 2010 sagen beispielsweise für den halogenfreien
Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 6,5 % bis 2014 voraus (auf Basis ATH).
Eine zentrale Aufgabe für 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den Additiven
und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der Additive sieht Nabaltec gute Wachstumschancen,
da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen
Stabilisatoren in der PVC-Verarbeitung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert.
Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen
giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird,
hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich
durchlaufen. Die Additive von Nabaltec kommen insbesondere bei neuentwickelten Produkten
zum Einsatz. Entsprechend müssen die Zielsetzungen für die Marktdurchdringung mittelfristig
angelegt sein.
Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie.
Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 und dem Produktionsstart 2010
in Schwandorf die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie
sukzessive zu gewinnen, beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte
erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die
Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten
weltweit enorm. Deshalb gilt es jetzt für Nabaltec strategisch wichtige Positionen
zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen
und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern. Weitere
Einsatzfelder sollen ebenso erschlossen werden, beispielsweise in der Katalyse oder
bei Hochtemperatur-Batterien.
Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die
weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach den deutlichen Aufholeffekten 2010 ist
jetzt mit einer stabilen Weiterentwicklung zu rechnen. Insbesondere wird der Bedarf
an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur
so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.
Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich intakten
Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte
in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, die weltweit weiter an Bedeutung
gewinnen.
Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren
in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2011 im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) 2011 prognostiziert das Unternehmen
eine im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionale Verbesserung. Für das Geschäftsjahr
2012 erwartet Nabaltec eine weitere Steigerung des Umsatzes und operativen Ergebnisses
(EBIT) gegenüber 2011.
Der Nabaltec-Konzern wird 2011 seine Investitionen gegenüber 2010 wieder ausbauen.
Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den Ausbau der Feinsthydroxide. Nabaltec konzentriert
sich besonders auf deckungsbeitragsstarke Produktbereiche. Im Unternehmensbereich
"Technische Keramik" soll mit Investitionen die eigene ausgezeichnete Marktposition
bei hochwertigen Produkten ausgebaut werden. Weitere Investitionsschwerpunkte sind
Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft, zusätzliche Infrastrukturverbesserungen
und die Optimierung der Energieeffizienz.
Die Abschreibungen im Nabaltec-Konzern werden 2011 planmäßig steigen und damit die
umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Rückführung
der Kredite wird 2011 planmäßig fortgesetzt.
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen
Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.
Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs
des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse.
Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen
zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
Schwandorf, 2. März 2011
Nabaltec AG
Der Vorstand
| Johannes Heckmann | Gerhard Witzany |
| in TEUR | Siehe Anhang # |
01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 |
| Umsatzerlöse | 5.1 | 112.701 | 73.060 |
| Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen |
|
- 364 | - 2.867 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.2 | 308 | 1.161 |
| Gesamtleistung |
|
112.645 | 71.354 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.3 | 2.165 | 1.027 |
| Materialaufwand | 5.4 | - 60.815 | - 38.061 |
| Rohergebnis |
|
53.995 | 34.320 |
| Personalaufwand | 5.5 | - 19.017 | - 15.595 |
| Abschreibungen | 5.7 | - 7.776 | - 6.441 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.8 | - 20.654 | - 14.992 |
| Betriebsergebnis (EBIT) |
|
6.548 | - 2.708 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.10 | 215 | 119 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.11 | - 5.326 | - 4.442 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) |
|
1.437 | - 7.031 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.12 | 654 | 1.666 |
| Konzernergebnis nach Steuern |
|
2.091 | - 5.365 |
| Davon entfallen auf |
|
|
|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens |
|
1.779 | - 5.047 |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter |
|
312 | - 318 |
| Konzernergebnis nach Steuern |
|
2.091 | - 5.365 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)* | 7.5 | 0,22 | - 0,63 |
| in TEUR | Siehe Anhang # | 01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 |
| Konzernergebnis nach Steuern |
|
2.091 | - 5.365 |
| Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) |
|
72 | - 63 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) |
|
- 69 | 420 |
| Sonstiges Ergebnis |
|
3 | 357 |
| Davon entfallen auf |
|
|
|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens |
|
322 | 36 |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter |
|
- 319 | 321 |
| Gesamtergebnis |
|
2.094 | - 5.008 |
| Davon entfallen auf |
|
|
|
| Anteilseigner des Mutterunternehmens |
|
2.101 | - 5.011 |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter |
|
- 7 | 3 |
| in TEUR | Siehe Anhang # | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
110.559 | 108.702 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) |
6.1 | 216 | 233 |
| Sachanlagen |
|
109.033 | 108.469 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.2 | 30.132 | 30.676 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.2 | 73.107 | 74.856 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.2 | 2.315 | 2.239 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.2 | 3.479 | 698 |
| Aktive latente Steuern | 5.12 | 1.310 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
55.439 | 23.109 |
| Vorräte |
|
21.415 | 19.213 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.3 | 12.546 | 10.180 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6.3 | 393 | 187 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.3 | 8.476 | 8.846 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen |
|
15.067 | 3.399 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.4 | 1.612 | 499 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 6.5 | 169 | 248 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.6 | 13.286 | 2.652 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.7 | 18.957 | 497 |
| Summe Aktiva |
|
165.998 | 131.811 |
| in TEUR | Siehe Anhang # | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital |
|
42.137 | 40.043 |
| Gezeichnetes Kapital | 6.8 | 8.000 | 8.000 |
| Kapitalrücklage | 6.8 | 29.764 | 29.764 |
| Gewinnrücklage | 6.8 | 9.711 | 9.707 |
| Ergebnisvortrag | 6.8 | - 2.572 | 2.520 |
| Konzernergebnis nach Steuern |
|
1.779 | - 5.047 |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 6.8 | - 576 | - 898 |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter | 6.8 | - 3.969 | - 4.003 |
| Langfristige Schulden |
|
89.377 | 68.266 |
| Pensionsrückstellungen | 6.9 | 13.053 | 11.078 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 354 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | 6.10 | 28.694 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 39.609 | 47.197 |
| Genussrechtskapital | 6.10 | 4.951 | 4.927 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.10 | 0 | 319 |
| Passive latente Steuern | 5.12 | 2.716 | 2.076 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.10 | 0 | 2.669 |
| Kurzfristige Schulden |
|
34.484 | 23.502 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 6.10 | 16 | 480 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 424 | 868 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 8.332 | 4.737 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.10 | 11.244 | 6.066 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.10 | 319 | 958 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.10 | 14.149 | 10.393 |
| Summe Passiva |
|
165.998 | 131.811 |
|
|
in TEUR | Siehe Anhang # | 01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 |
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit |
|
|
|
|
| Ergebnis vor Steuern |
|
1.437 | - 7.031 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.7 | 7.776 | 6.441 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang |
|
- 1 | 10 |
| - | Zinserträge | 5.10 | - 215 | - 119 |
| + | Zinsaufwendungen | 5.11 | 5.326 | 4.442 |
| Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen |
|
14.323 | 3.743 | |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen |
|
1.333 | 1.373 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
|
- 1.747 | 1.369 |
| +/- | Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte |
|
- 2.202 | 9.195 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
|
4.096 | - 10.536 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern |
|
15.803 | 5.144 | |
| -/+ | Gezahlte Ertragsteuern |
|
- 401 | - 579 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit |
|
15.402 | 4.565 | |
|
|
in TEUR | Siehe Anhang # | 01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
|
|
|
|
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
|
27 | 3 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 6.2 | - 7.478 | - 20.404 |
| + | Einzahlungen aus Rückabwicklung immaterielle Anlagevermögen |
|
0 | 73 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen | 6.1 | - 42 | - 8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
|
- 7.493 | - 20.336 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
|
|
|
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen |
|
30.000 | 0 |
| - | Auszahlungen für Transaktionskosten aus der Aufnahme von Anleihen |
|
- 1.341 | 0 |
| - | Auszahlungen durch Anlagen in Festgelder > 3 Monate |
|
- 10.000 | 0 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 6.10 | 0 | 22.699 |
| - | Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | 6.10 | - 3.128 | - 2.842 |
| - | Zahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.10 | - 958 | - 1.085 |
| - | Gezahlte Zinsen |
|
- 4.152 | - 4.519 |
| + | Erhaltene Zinsen |
|
99 | 119 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
10.520 | 14.372 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
|
18.429 | - 1.399 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds |
|
31 | - 46 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.7 | 497 | 1.942 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.7 | 18.957 | 497 | |
|
|
Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital | |||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Ergebnisvortrag | Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | Summe |
| Stand 01.01.2009 | 8.000 | 29.764 | 9.707 | 2.520 | -934 | 49.057 |
| Fremd Währungsumrechnung | - | - | - | - | -176 | -176 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - | 212 | 212 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | 36 | 36 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - | -5.047 | - | -5.047 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | -5.047 | 36 | -5.011 |
| Stand 31.12.2009 | 8.000 | 29.764 | 9.707 | -2.527 | -898 | 44.046 |
| Stand 01.01.2010 | 8.000 | 29.764 | 9.707 | -2.527 | -898 | 44.046 |
| Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* | - | - | 4 | -45 | - | -41 |
| Fremd Währungsumrechnung | - | - | - | - | 361 | 361 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - | -39 | -39 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | 322 | 322 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - | 1.779 | - | 1.779 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 1.779 | 322 | 2.101 |
| Stand 31.12.2010 | 8.000 | 29.764 | 9.711 | -793 | -576 | 46.106 |
|
|
|
|
| in TEUR | Nicht kontrollierende Gesellschafter | Konzerneigenkapital |
| Stand 01.01.2009 | -4.006 | 45.051 |
| Fremd Währungsumrechnung | 113 | -63 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | 208 | 420 |
| Sonstiges Ergebnis | 321 | 357 |
| Konzernergebnis nach Steuern | -318 | -5.365 |
| Gesamtergebnis | 3 | -5.008 |
| Stand 31.12.2009 | -4.003 | 40.043 |
| Stand 01.01.2010 | -4.003 | 40.043 |
| Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* | 41 | 0 |
| Fremd Währungsumrechnung | -289 | 72 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | -30 | -69 |
| Sonstiges Ergebnis | -319 | 3 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 312 | 2.091 |
| Gesamtergebnis | -7 | 2.094 |
| Stand 31.12.2010 | -3.969 | 42.137 |
*
siehe Erläuterungen zum Konsolidierungskreis im Konzernanhang
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| in TEUR | Stand 01.01.2010 |
Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2010 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.072 | 42 | - | - | - | 2.114 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.007 | 36 | - | - | - | 2.043 |
| Geleistete Anzahlungen | 65 | 6 | - | - | - | 71 |
| Sachanlagen | 140.276 | 6.797 | 106 | - | 1.793 | 148.760 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 33.697 | 138 | - | 23 | 517 | 34.375 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 99.637 | 2.795 | - | 423 | 1.230 | 104.085 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.244 | 633 | 106 | 4 | 46 | 6.821 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698 | 3.231 | - | -450 | - | 3.479 |
| Summe Anlagevermögen | 142.348 | 6.839 | 106 | 0 | 1.793 | 150.874 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | ||||
| in TEUR | Stand 01.01.2010 |
Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2010 | Stand 31.12.2010 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.839 | 59 | - | - | 1.898 | 216 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.839 | 59 | - | - | 1.898 | 145 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | 71 |
| Sachanlagen | 31.807 | 7.717 | 80 | 283 | 39.727 | 109.033 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.021 | 1.128 | -34 | 60 | 4.243 | 30.132 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 24.781 | 6.045 | 45 | 197 | 30.978 | 73.107 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.005 | 544 | 69 | 26 | 4.506 | 2.315 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 3.479 |
| Summe Anlagevermögen | 33.646 | 7.776 | 80 | 283 | 41.625 | 109.249 |
|
|
Buchwert |
| in TEUR | Stand 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 233 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 168 |
| Geleistete Anzahlungen | 65 |
| Sachanlagen | 108.469 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.676 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 74.856 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.239 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698 |
| Summe Anlagevermögen | 108.702 |
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| in TEUR | Stand 01.01.2009 |
Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.137 | 8 | 73 | - | - | 2.072 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.999 | 8 | - | - | - | 2.007 |
| Geleistete Anzahlungen | 138 | - | 73 | - | - | 65 |
| Sachanlagen | 122.546 | 18.497 | 78 | - | -689 | 140.276 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 29.280 | 2.489 | - | 2.128 | -200 | 33.697 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 76.114 | 15.205 | 43 | 8.832 | -471 | 99.637 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.904 | 322 | 35 | 71 | -18 | 6.244 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.248 | 481 | - | -11.031 | - | 698 |
| Summe Anlagevermögen | 124.683 | 18.505 | 151 | - | -689 | 142.348 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | ||||
| in TEUR | Stand 01.01.2009 |
Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.773 | 66 | - | - | 1.839 | 233 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.773 | 66 | - | - | 1.839 | 168 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | 65 |
| Sachanlagen | 25.618 | 6.375 | 65 | -121 | 31.807 | 108.469 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.030 | 1.017 |
|
-26 | 3.021 | 30.676 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 20.057 | 4.842 | 35 | -83 | 24.781 | 74.856 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.531 | 516 | 30 | -12 | 4.005 | 2.239 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 698 |
| Summe Anlagevermögen | 27.391 | 6.441 | 65 | -121 | 33.646 | 108.702 |
|
|
Buchwert |
| in TEUR | Stand 31.12.2008 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 364 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 226 |
| Geleistete Anzahlungen | 138 |
| Sachanlagen | 96.928 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.250 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 56.057 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.373 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.248 |
| Summe Anlagevermögen | 97.292 |
Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung
von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von
Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.
Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse
im Open Market (Entry Standard) notiert.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. März 2011 durch den Vorstand zur Veröffentlichung
freigegeben.
1
Nabaltec AG, Alustraße 50 - 52, 92421 Schwandorf, Deutschland
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in
allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31.
Dezember 2009) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen
Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards
Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing
Interpretations Committee (SIC).
Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr
2010 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.
Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG. Standards wurden -
wie nachfolgend beschrieben - teilweise auch vor ihrem Inkrafttreten angewendet.
Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden
Jahres.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben
ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR)
auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten
Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.
Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden
unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen
werden.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Für das Geschäftsjahr 2010 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für
Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies
umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig
anzuwenden waren:
| ― |
IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Die Änderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1. Hierzu wurden die allgemeinen von den spezifischen Regelungen des Standards getrennt. Durch die neue Struktur sollen Klarheit und Anwendbarkeit des IFRS 1 verbessert werden. Zum anderen betreffen weitere Änderungen an IFRS 1 die retrospektive Anwendung von IFRS in besonderen Situationen und sollen sicherstellen, dass Unternehmen bei der Umstellung auf IFRS keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen. Darüber hinaus führen Änderungen an IFRS 1 zu zwei neuen Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf Vermögenswerte der Öl- und Gasbranche und in Bezug auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
Die Änderungen zu IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, die vom Mutterunternehmen oder einem anderen Konzernunternehmen bezahlt werden. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Regelungen in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 und IFRIC 11 enthalten waren. Daher hat das IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
Im geänderten IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitenanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisanteilen und Anschaffungsnebenkosten. Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Gesellschaft hat diese Änderung bereits zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt, da nach dem Standard eine vorzeitige Anwendung möglich ist und ein kurzfristiges Endorsement von Seiten der EU zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erwartet wurde. Da der Konzern bei künftigen Unternehmenszusammenschlüssen voraussichtlich weiterhin die Purchased-Goodwill-Methode anwenden wird, haben sich aus der Neuregelung keine Auswirkungen ergeben. |
| ― |
Die Änderungen des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" betreffen im Wesentlichen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Verbleibende Anteile sind im Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei Minderheitsanteilen ist der Ausweis von Negativsalden zulässig, d.h. Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Gesellschaft hat diese Änderung bereits zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt, da nach dem Standard eine vorzeitige Anwendung möglich ist und ein kurzfristiges Endorsement von Seiten der EU zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erwartet wurde. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich insbesondere auf die Behandlung negativer Beträge bei den Minderheitsanteilen Auswirkungen. Die bisherigen Regelungen zum Verlustfall wurden aufgehoben (vgl. Punkt 2.4). Dem einheitstheoretischen Konzept des Konzerns als einer durch verschiedene Eigenkapitalgebergruppen finanzierten Einheit folgend, wurde die Sonderstellung der Minderheit abgeschafft. Das bedeutet, dass - soweit die Anteile der Minderheit am Verlust zu einem bilanziellen Negativansatz führen würden - die Verlustanteile nicht mehr zu Lasten des Mutterunternehmens berücksichtigt werden, sondern den Minderheiten in gleichem Umfang wie Gewinne zuzurechnen sind (vgl. Punkt 6.8). |
| ― |
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Das IASB hat am 31. Juli 2008 Ergänzungen zu IAS 39 veröffentlicht. Ausgangspunkt sind die bestehenden Regelungen, nach denen ein Unternehmen das gesamte, einen Teil oder bestimmte Risiken eines Grundgeschäfts in einen Hedge einbeziehen kann. Um die Anwendung der unveränderten Grundprinzipien zu vereinfachen, wurden die Anwendungsgrundsätze in den Bereichen der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft ergänzt. Bezogen auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft wird klargestellt, dass dieses Risiko grundsätzlich nicht als ein gesichertes Risiko bestimmt werden kann. Sofern allerdings die Inflationskomponenten vertraglich festgelegte Teile von Zahlungsströmen eines Finanzinstruments sind, kann eine Absicherung der Inflation erfolgen. Unter einem einseitigen Risiko ist zu verstehen, wenn ein Unternehmen ausschließlich Änderungen in den Zahlungsströmen oder im Fair-Value eines Grundgeschäfts oberhalb oder unterhalb eines festgelegten Preises oder einer anderen Variable designiert. Die Ergänzung stellt klar, dass lediglich der innere Wert der Option, nicht jedoch der vollständige Wert der Option, bestehend aus innerem Wert und Zeitwert, designiert werden kann. Wenn der gesamte Wert der Option als Sicherungsinstrument für ein einseitiges Risiko einer zukünftigen Transaktion designiert werden würde, würde dieses eine Hedge-Ineffektivität darstellen, da ausschließlich das Sicherungsinstrument eine Zeitwertkomponente enthält. Die Ergänzungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate": Am 12. März 2009 veröffentlichte das IASB Änderungen des Standards IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sowie der Interpretation IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" zur Klarstellung der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten im Fall einer Umklassifizierung von hybriden Finanzinstrumenten aus der "Fair Value through Profit and Loss"-Kategorie heraus. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": Ziel der Interpretation ist eine Klarstellung zweier Sachverhalte, die sich im Rahmen der beiden Standards IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe ergeben. IFRIC 16 war erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Diese Interpretation regelt Themen, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. IFRIC 17 war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2009 beginnen, anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden": IFRIC 18 ist insbesondere für Versorgungsbetriebe (z. B. Energieversorger) relevant. Die Interpretation klärt, wie Sachverhalte zu bilanzieren sind, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Vermögenswerte erhält und diese nutzen muss, um den Kunden entweder mit einem Netzwerk zu verbinden oder, um den Kunden einen dauerhaften Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen (z. B. Energie, Gas oder Wasser) zu gewähren. IFRIC 18 war erstmals für Übertragungen von Vermögenswerten, die am oder nach dem 1. Juli 2009 stattfanden, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― |
AIP - Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2007-2009 ("Improvements to IFRS"): Im April 2009 hat das IASB die "Annual Improvements 2007-2009" veröffentlicht, wodurch die Änderung von zehn IFRS und zwei Interpretationen des IFRIC erfolgt. Neben den im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom August 2008 vorgeschlagenen Änderungen, enthalten die am 16. April 2009 veröffentlichten Annual Improvements auch vorgeschlagene Änderungen, die bereits im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom Oktober 2007 sowie teilweise im Exposure Draft "ED 2009/01" vom Januar 2009 veröffentlicht worden waren. Durch die Zusammenfassung dieser Änderungen in einem Dokument soll der Anpassungsaufwand reduziert werden. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und
Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:
| ― |
IFRS 1 "Begrenzte Ausnahme bzgl. Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender". Die Änderung an IFRS 1 ermöglicht nun auch Unternehmen, die erstmalig IFRS anwenden, die Befreiung von Vergleichsangaben für die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und für das Liquiditätsrisiko in Anspruch zu nehmen. Diese Befreiungen sieht IFRS 7 in Fällen vor, in denen die Vergleichsperioden vor dem 31. Dezember 2009 enden. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― |
IFRS 7 "Angaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte". Diese Änderungen sollen die Transparenz in Bezug auf Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten erhöhen, bei denen der Übertragende Risiken aus dem finanziellen Vermögenswert zurückbehält. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn die Übertragungen nicht gleichmäßig während des Geschäftsjahres anfallen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen in Bezug auf die Angaben haben, welche der Konzern für die Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des aktuellen IFRS 7 macht, soweit der Konzern wie bisher weiterhin auf die Übertragung finanzieller Vermögenswerte verzichtet. |
| ― |
IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung": Am 12. November 2009 hat das IASB IFRS 9 veröffentlicht, mit dem die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten abgedeckt wird. Dies stellt die erste Phase des Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des Standards auf den Konzernabschluss der Gesellschaft werden derzeit geprüft. |
| ― |
IAS 24 "Nahe stehende Unternehmen und Personen": Das IASB hat am 4. November 2009 Änderungen an IAS 24 veröffentlicht. Mit den Änderungen will das IASB eine einfachere Anwendung in der Praxis gewährleisten. Der bisherige Grundsatz des IAS 24, Informationen zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen offen zu legen, wurde beibehalten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― |
IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Das IASB hat am 8. September 2009 Änderungen an IAS 32 zur Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Der Standard klärt dabei solche Fälle, in denen Bezugsrechte auf eine von der funktionalen Währung abweichenden Währung des Unternehmens lauten. Bisher wurden solche Rechte als derivative Finanzverbindlichkeiten qualifiziert. Nach der neuen Regelung sind solche Rechte unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital einzustufen, unabhängig von der festgelegten Währung des Ausübungspreises. Die neue Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, bei denen eine feste Anzahl der zu beziehenden Instrumente und ein fixer Fremdwährungsbetrag zuvor vereinbart wurden und wenn dieses Recht allen bisherigen Inhabern von Eigenkapitaltiteln derselben Klasse proportional gewährt wird. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― |
IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" und IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Am 26. November 2009 hat das IASB Änderungen an IFRIC 14 zur Bilanzierung von Pensionen veröffentlicht. Nach den bisherigen Regelungen des IFRIC 14 ist es den Unternehmen nicht erlaubt, einige Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestbeitragszahlungen als Vermögenswert anzusetzen. Diese nicht beabsichtigte Konsequenz der Regelungen des IFRIC 14 wird mit den Änderungsvorschlägen eliminiert. Künftig kann ein Unternehmen nach den neuen Vorschriften den Vorteil aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert erfassen, sobald das Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen für Beiträge leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderungen an IFRIC 14 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― |
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente": Diese Interpretation wurde am 26. November 2009 veröffentlicht. IFRIC 19 behandelt die Bilanzierung nach IFRS, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit teilweise oder gänzlich durch die Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
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AIP - Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2008-2010 ("Improvements to IFRS"): Im Mai 2010 hat das IASB die "Annual Improvements 2008-2010" veröffentlicht, wodurch die Änderung von sechs Standards und einer Interpretation des IFRIC erfolgt. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am 1. Januar 2011 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht
angewandt:
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IFRS 4 "Versicherungsverträge" |
| ― |
IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" |
| ― |
IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen" |
| ― |
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" |
| ― |
IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" |
| ― |
IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" |
| ― |
IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" |
| ― |
IAS 41 "Landwirtschaft" |
Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft
sowie ihrer Tochtergesellschaft.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über
die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil
von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls
Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar
sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss
einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen
ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.
Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
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2010 | 2009 |
| Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen |
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| Inland | 1 | 1 |
| Ausland | 1 | 1 |
Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:
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Höhe der Anteile | |
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in TEUR | % |
| Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) (ehemals Nashtec L.P., Corpus Christi (USA)) | 163 | 51,00 |
Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.
Die Nabaltec AG war bis zum 1. Januar 2010 zu 51 % an der Nashtec Management Corp.
und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die
als General Partner 1 % der Anteile hielt) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines
Joint Ventures beteiligt. Die Nashtec Management Corporation wurde wegen untergeordneter
Bedeutung bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management
Corp. wurde aufgelöst, und die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der
Nabaltec AG ab dem 1. Januar 2010 direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt
49 % an der Nashtec LLC gehalten werden. Die Anteile der Sherwin Alumina LLC sind
daraufhin im Rahmen der Umstrukturierung auf deren Muttergesellschaft, die Allied
Alumina LLC, übertragen worden.
Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht
aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns angepasst.
Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen
jeweils dem 31. Dezember.
Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und
separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse"
durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des
Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten
des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte,
der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden
zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren
Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte,
Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren
beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht
kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den
Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird
als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer
als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens,
wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
erfasst. Darüber hinaus wurden teilweise Erleichterungen im Rahmen von IFRS 1.13 wahrgenommen.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert.
Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen
Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von
Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert.
Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen
Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen
werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit
in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.
Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital
und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft
entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die nicht kontrollierenden Gesellschafter
einen negativen Wert aufweisen, werden sie nach dem 2008 geänderten IAS 27 "Konzern-
und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" als negative Position im Eigenkapital und
Konzernergebnis ausgewiesen. Eine Zurechnung zum Eigenkapital bzw. Konzernergebnis,
das auf das Mutterunternehmen entfällt, wie von dem bisherigen IAS 27 "Konzern- und
separate Einzelabschlüsse nach IFRS" gefordert, erfolgt nicht.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des
Konzerns, aufgestellt.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften
werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten)
zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam
erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen
angesetzt.
Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen
Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß
IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer
Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch
mit der Landeswährung der Gesellschaft.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung
des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs
umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird
erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben,
werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen"
erfasst.
Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die
kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs
des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres
mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens
des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens
Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung
bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden,
die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die
ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
| ― |
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern. |
| ― |
Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten. |
| ― |
Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: |
| ― |
Rückstellung für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 247). |
| ― |
Bewertung von sonstigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 76). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen". |
| ― |
Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2010 betrug TEUR 5.901 (Vorjahr: TEUR 4.699). |
| ― |
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung, oder soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen. |
| ― |
Anteile an einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00 % (Vorjahr 50,49 %) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. |
| ― |
Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 Vermögensgegenstände im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum an den Vermögensgegenständen mehr zuzurechnen ist. Die Vereinbarung wird demnach als Operate-Lease-Verhältnis bilanziert. |
| ― |
Der Asset-Impairment-Test basiert auf einem Discounted-Cashflow-Bewertungsverfahren. Die der Unternehmenswertermittlung zugrunde liegende Planungsrechnung der Tochtergesellschaft unterstellt einen dauerhaften Fortbestand des Unternehmens, das mittel- bis langfristige nachhaltige Erreichen intern vorgegebener Umsatz- und Ertragsziele sowie entsprechend positive Free Cashflows. In den Planungsrechnungen wurden Umsatz- und Ertragsmargen angesetzt, die auf aktuellen Annahmen und Zielen zur Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren basieren. |
Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den
Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam
berücksichtigt.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS
18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden
sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen
werden kann.
Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.
Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.
Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt
ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs-
und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die
individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software, umfasst dies insbesondere
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur
Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen
sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen
Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit
der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung
oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen
Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der
Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert,
die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit,
die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben
zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet,
nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen
und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten
sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach
Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung
überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, oder wenn unterjährig Indikatoren
für eine Wertminderung vorliegen.
Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert,
die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen.
Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem
erstmaligen Einsatz der Software.
Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen
Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der
Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der
kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert
um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte
erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
| • | EDV-Software | 4 bis 5 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden
am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten
enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
| ― |
Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre |
| ― |
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre |
| ― |
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden
am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten
Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich
ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen)
stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte
im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den
Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".
Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals,
bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren
Fremdkapitalkosten abgezogen.
Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der
sie anfallen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert.
Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten
Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Sonstige Verbindlichkeiten".
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird
auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die
Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines
bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die
Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum
verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern
übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert
des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser
Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen
und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld
mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort
aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit
des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte
über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder
Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.
Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum
zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen
werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen über die
entsprechende zukünftige Belastung berichtet.
Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die
Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value
ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar
erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis
führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags
amortisiert.
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit
begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf
Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem
risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment
Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten
Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht
nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung.
Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer
Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung
durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden
das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische,
technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn
der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird
- soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs-
oder Herstellungskosten vorgenommen.
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte,
die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen,
als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden
Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten
einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes oder der Emission
der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen
Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit
dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten
in die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" ist zum Bilanzstichtag
im Konzern nicht erfolgt.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen
Verbindlichkeiten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum
Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde,
bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen
Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb
eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle
Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn
sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden
ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate,
bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument
designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen
Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er,
ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung
erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch
zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag
ergeben hätten, kommt.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen
oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei
handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten
Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen
bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite
und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle
Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine
andere Kategorie von finanziellen Vermögenswerten eingestuft sind. Nach der erstmaligen
Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte unter Zugrundelegung
von Börsen- und Marktpreisen grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei
die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital abzüglich latenter
Steuern als nicht realisierte Verluste oder Gewinne aus der Zeitwertbewertung von
Finanzinstrumenten erfasst werden. Soweit kein aktiver Markt besteht und sich der
beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt eine Bewertung zu
fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor
im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung
umgebucht.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht
über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert
besteht.
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert
überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem
Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält
und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält,
erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden
Engagements.
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten
wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand
wird sofort ergebniswirksam erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten,
abzüglich angemessener Wertberichtigungen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen
werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten
Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen
Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
und Nettoveräußerungswert bewertet.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten
zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt.
Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts
verwendet.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die
Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig
zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind
auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen
Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten
zusammengefasst.
Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit
ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren
Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand,
Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger
als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende
Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie
für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung
von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung
des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag
gelten.
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach
der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen
zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen
gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen
dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist,
dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser
Verlustvorträge ermöglichen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen
Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt,
sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.
Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.
Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken
aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag
erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden
erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind
erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt,
werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil
des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge
Accounting lediglich für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden,
werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn
ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert
negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert
bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente
werden in das Periodenergebnis einbezogen.
Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage
werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten
unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen
gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber
Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt
und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit
über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht
mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst.
Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected
Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den
am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende
Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten
Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen
Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten"
klassifiziert.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem
erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres,
soweit dies zulässig und angemessen ist.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam
erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten
(HfT). Eine Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten zur Kategorie der erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (FVtPL) ist zum
Bilanzstichtag im Konzern unverändert gegenüber dem Vorjahr nicht erfolgt. Gewinne
oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
werden erfolgswirksam erfasst.
Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die
nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz
erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem
aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten
Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert
und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
ergebniswirksam aufgelöst.
Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert
abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter
Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen
zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei
entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Verbindlichkeiten, die somit sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten
zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert
der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen
Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen
Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser
Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung
und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 1.161)
für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen
in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 813).
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Versicherungsentschädigungen | 877 | 39 |
| Währungsgewinne | 658 | 238 |
| Sonstige | 163 | 227 |
| Sachbezüge | 115 | 102 |
| Leistungen Analysenzentrum | 85 | 105 |
| Nutzwasserlieferungen | 66 | 153 |
| Magazin- und Schrottverkauf | 63 | 34 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 44 | 17 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 35 | 105 |
| Rangier- und Gleisarbeiten | 35 | 2 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 24 | 5 |
| Gesamt | 2.165 | 1.027 |
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen
geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen
Unsicherheiten.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 60.305 | 37.450 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 510 | 611 |
| Gesamt | 60.815 | 38.061 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Löhne und Gehälter | 14.568 | 11.543 |
| Sozialabgaben | 2.709 | 2.211 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 1.651 | 1.758 |
| übrige Aufwendungen für Altersvorsorge | 89 | 83 |
| Gesamt | 19.017 | 15.595 |
Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten
Pensionsplans im Sinne des IAS 19.
Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitsgebers
zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten
Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.
Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung
in Höhe von TEUR 1.268 (Vorjahr: TEUR 1.199) in den Sozialabgaben enthalten, welche
monatlich abgeführt werden.
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:
|
|
2010 | 2009 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 177 | 176 |
| Angestellte | 126 | 118 |
| Geringfügig Beschäftigte | 15 | 18 |
| Gesamt | 318 | 312 |
Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 43 Auszubildende (Vorjahr:
35) beschäftigt.
Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des
Anlagevermögens entnommen werden.
Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest
von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens
durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren
Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde
auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode
mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows
liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen
aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit
und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige
Entwicklungen der Gesellschaft.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das
Geschäftsjahr 2010 kein Abwertungsbedarf.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Frachten | 7.570 | 4.810 |
| Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen | 4.318 | 2.998 |
| Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) | 2.244 | 2.127 |
| Verkaufsprovisionen | 2.180 | 1.520 |
| Rechts- und Beratungskosten | 912 | 484 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 870 | 724 |
| Versicherungen | 585 | 601 |
| Währungsverluste | 382 | 282 |
| Reisekosten | 335 | 271 |
| Personalnebenkosten | 329 | 340 |
| Werbekosten | 266 | 166 |
| Wertberichtigung von Forderungen | 128 | 44 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 23 | 1 |
| Sonstige Steuern | 13 | 177 |
| Übrige | 499 | 447 |
| Gesamt | 20.654 | 14.992 |
Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR
1.821 (Vorjahr: TEUR 1.491) als Aufwand erfasst.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) | 116 | 112 |
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 99 | 7 |
| Gesamt | 215 | 119 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten | 3.189 | 2.721 |
| Zinsaufwendungen aus Rückstellungen | 668 | 0 |
| Zinsaufwendungen aus Anleihen | 411 | 0 |
| Zinsaufwendungen Genussrecht | 405 | 405 |
| Zinsaufwendungen Factoring | 396 | 260 |
| Avalprovision | 134 | 136 |
| Aufwendungen aus Finanzierungsleasing | 64 | 131 |
| Übrige | 59 | 599 |
| Verluste aus Zinsswapgeschäften | 0 | 190 |
| Gesamt | 5.326 | 4.442 |
Zur besseren Darstellung wurden die Zinsaufwendungen aus Rückstellungen, die im Vorjahr
unter den Personalaufwendungen ausgewiesen waren, im Geschäftsjahr in die Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen umgegliedert.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Tatsächliche Ertragsteuern: |
|
|
| Steueraufwand lfd. Jahr | 16 | 0 |
| Steueraufwand Vorjahre | 0 | 202 |
| Latente Ertragsteuern: |
|
|
| Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen | - 670 | - 1.868 |
| Gesamt | - 654 | - 1.666 |
Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2010 handelt es sich um die laufende
Gewerbeertragsteuer für 2010.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt
gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten
steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern
in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) herangezogen. Er
ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %,
dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz
von 12,6 % (Vorjahr: 12,6 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen
nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen
Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand
laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Steuersatz | 28,08 % | 28,08 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 1.437 | - 7.031 |
| Erwarteter Steueraufwand | 404 | - 1.974 |
| Abweichungen |
|
|
| 1. Nicht aktivierbare aktive latente Steuern auf Verlustvorträge USA | 0 | 180 |
| 2. Erstmaliger Ansatz der latenten Steuern auf Verlustvorträge USA | - 1.310 | 0 |
| 3. Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge | - 70 | 0 |
| 4. Abweichender ausländischer Steuersatz | 38 | 0 |
| 5. Anpassung tatsächliche Steuern Vorjahre | 0 | 121 |
| 6. Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 102 | 110 |
| 7. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen | 192 | - 93 |
| 8. Sonstiges | - 10 | - 10 |
| Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung | - 654 | - 1.666 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
|
|
Konzern-Bilanz | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | ||
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| Aktive latente Steuern |
|
|
|
|
| Finanzanlagen | 20 | 204 | - 184 | 204 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 81 | 95 | - 14 | 95 |
| Sonstige Vermögenswerte | 275 | 0 | 275 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 1.113 | 984 | 129 | 63 |
| Sonstige Rückstellungen | 495 | 413 | 82 | 69 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 89 | 358 | - 269 | - 305 |
| Genussrecht | 1.049 | 898 | 151 | 898 |
| Verlustvortrag | 2.779 | 2.862 | - 83 | 1.022 |
| Summe aktive latente Steuern - brutto | 5.901 | 5.814 | 87 | 2.046 |
| Nicht gebildete aktive latente Steuern | 0 | 1.115 | - 1.115 | - 12 |
| Summe aktive latente Steuern - netto | 5.901 | 4.699 | 1.202 | 2.058 |
| Passive latente Steuern |
|
|
|
|
| Anlagevermögen | 6.554 | 6.254 | - 300 | - 256 |
| Vorräte | 306 | 281 | - 25 | - 15 |
| Übrige | 447 | 240 | - 207 | 81 |
| Summe passive latente Steuern | 7.307 | 6.775 | - 532 | - 190 |
|
|
- 1.406 | - 2.076 | 670 | 1.868 |
Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 2.170 auf
die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt
für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig
entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 6.384 (Vorjahr: TEUR
6.032) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20
Jahre vorgetragen werden:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Verfallsdatum innerhalb von |
|
|
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 bis 5 Jahren | 0 | 0 |
| 6 bis 10 Jahren | 0 | 0 |
| 11 bis 20 Jahren | 6.384 | 6.032 |
Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern
auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund
vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich
angefallenen Verluste. Wegen der geänderten Ertragsaussichten der Nashtec LLC wurden
zum 31. Dezember 2010 alle auf die Nabaltec entfallenden steuerlichen Verlustvorträge
als aktive latente Steuern bilanziert. Im Vorjahr wurden steuerliche Verlustvorträge
in Höhe von TEUR 6.032 nicht aktiviert.
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch die Nabaltec AG an die Anteilseigner ergeben
sich weder 2010 noch 2009 ertragsteuerliche Konsequenzen auf Ebene der Nabaltec AG.
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die
Entwicklung des Anlagevermögens.
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software
und gewerbliche Schutzrechte.
Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.
Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht
vor.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens
enthalten.
Die Gesellschaft hat für verschiedene technische Anlagen und einen Teil der Betriebs-
und Geschäftsausstattung Mobilien-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17
als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Die Konditionen entsprechen den in
der Branche üblichen Leasingbedingungen. Die Finanzierungsleasingverträge hatten ursprünglich
eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln.
Teilweise liegen Kaufoptionen vor. Der Buchwert von im Rahmen dieser Finanzierungsleasingverhältnisse
gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31.
Dezember 2010 TEUR 2.396 (Vorjahr: TEUR 3.528). Während des Geschäftsjahres sowie
im Vorjahr waren keine Zugänge zu verzeichnen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit
für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen.
Vermögenswerte in Höhe von TEUR 59.462 (Vorjahr: TEUR 59.486) dienen als Sicherheiten
für Bankdarlehen.
Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 10.440 (Vorjahr: TEUR 10.440) dienen
zum 31. Dezember 2010 als Sicherheiten für Bankdarlehen.
Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und
Betriebsvorrichtungen, die im Wesentlichen im 4. Quartal 2010 fertiggestellt worden
sind, wurden im Geschäftsjahr 2010 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 66 aktiviert
(Vorjahr: TEUR 813). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung
der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 6,25 %.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 12.546 | 10.180 |
| Unfertige Erzeugnisse | 393 | 187 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 8.476 | 8.846 |
| Gesamt | 21.415 | 19.213 |
Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf
TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 332).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 2.072 | 831 |
| Einzelwertberichtigungen | - 460 | - 332 |
| Gesamt | 1.612 | 499 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben
eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur
der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 248) handelt es
sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden und die Stadtkasse
Schwandorf, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren.
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen
bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Festgeldanlagen > 3 Monate | 10.000 | 0 |
| Forderungen aus Factoring | 1.129 | 1.030 |
| Übrige | 995 | 371 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12.124 | 1.401 |
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Umsatzsteuerforderungen | 1.067 | 1.168 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 95 | 83 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.162 | 1.251 |
| Gesamt | 13.286 | 2.652 |
Bei den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von
TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.030) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus dem
Factoring.
Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt
zusammen:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 18.956 | 494 |
| Kassenbestand | 1 | 3 |
| Gesamt | 18.957 | 497 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare
Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume,
die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem
Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für
kurzfristige Einlagen verzinst.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember keine Unterschiede.
Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
vor.
Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
dargestellt.
Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000
(Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien
mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie
gewährt eine Stimme.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt,
das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Oktober 2011 durch Ausgabe
neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu TEUR
3.000 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag
(Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu
entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch
Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien)
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich
der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen,
die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft
ausgegeben werden.
Zum 31. Dezember 2010 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764).
Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien
für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je
Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000
erzielt wurden.
Zum 31. Dezember 2010 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.707).
Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Am
1. Januar 2010 wurde die Nashtec Management Corp., an der die Nabaltec AG Anteile
hielt, aufgelöst. Daraus resultieren geringfügige Änderungen in den Gewinnrücklagen
und im Ergebnisvortrag. Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurden keine Dividendenzahlungen
beschlossen bzw. sind keine vorgesehen.
Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag sowie Marktwertänderungen
derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, sowie gegebenenfalls
korrespondierende Steuerabgrenzungen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital
gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2010 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen
TEUR - 576 (Vorjahr: TEUR - 898).
Zum 31. Dezember 2010 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in
Höhe von TEUR - 3.969 (Vorjahr: TEUR - 4.003) am Eigenkapital der Nashtec LLC.
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:
| in TEUR | Stand 1.1.2010 |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2010 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 545 | 74 | 104 | 0 | 515 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 247 | 0 | 92 | 35 | 120 |
| Sonstige Rückstellungen | 76 | 140 | 73 | 0 | 143 |
| Gesamt | 868 | 214 | 269 | 35 | 778 |
| in TEUR | Stand 1.1.2009 |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2009 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 533 | 121 | 109 | 0 | 545 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 237 | 141 | 26 | 105 | 247 |
| Drohverluste | 63 | 0 | 63 | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 97 | 75 | 96 | 0 | 76 |
| Gesamt | 930 | 337 | 294 | 105 | 868 |
Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen
wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen.
Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund
der Versorgungsordnung. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung
geleistet.
In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von
in der Konzern-Bilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 448 | 348 |
| Zinsaufwand | 651 | 541 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | - 37 | - 18 |
| Versicherungmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 1.202 | 869 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 2.264 | 1.740 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | 22 | 18 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verlust werden sofort in voller Höhe erfolgswirksam
erfasst und wie der laufende Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Der
Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen
werden im Finanzergebnis dargestellt.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | 14.033 | 11.942 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | - 980 | - 864 |
|
|
13.053 | 11.078 |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 |
| Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand |
0 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | 13.053 | 11.078 |
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich
wie folgt dar:
| in TEUR |
|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2009 | 10.395 |
| Zinsaufwand | 541 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 348 |
| Gezahlte Leistungen | - 211 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 869 |
| Sonstige | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2009 | 11.942 |
| Zinsaufwand | 651 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 448 |
| Gezahlte Leistungen | - 210 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 1.202 |
| Sonstige | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2010 | 14.033 |
Von den zum 31. Dezember 2010 leistungsorientierten Verpflichtungen in Höhe von TEUR
14.033 (Vorjahr: TEUR 11.942) ist ein Betrag von TEUR 4.363 (Vorjahr: TEUR 3.510)
rückdeckungsversichert.
Für 2011 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 222 gerechnet.
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt
dar:
| in TEUR |
|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2009 | 752 |
| Erwartete Rendite | 18 |
| Arbeitgeberbeiträge | 94 |
| Gezahlte Leistungen | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2009 | 864 |
| Erwartete Rendite | 37 |
| Arbeitgeberbeiträge | 94 |
| Gezahlte Leistungen | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 15 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2010 | 980 |
Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung,
der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für
das Geschäftsjahr 2011 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 94.
Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten
Verpflichtung wie folgt überleiten:
| in TEUR | 31.12. 2010 | 31.12. 2009 | 31.12. 2008 | 31.12. 2007 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 14.033 | 11.942 | 10.395 | 10.253 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 980 | 864 | 752 | 647 |
| Pensionsrückstellungen | 13.053 | 11.078 | 9.643 | 9.606 |
Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach
Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:
| in % | 2010 | 2009 |
| Abzinsungssatz | 4,90 | 5,50 |
| Gehaltstrend | 2,75 | 2,75 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,00 | 1,00 |
Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65
gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G
| in TEUR |
|
Buchwert | davon Laufzeit < 1 Jahr |
davon Laufzeit 1-5 Jahre | davon Laufzeit > 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | 31.12.2010 | 28.694 | - | 28.694 | - |
|
|
31.12.2009 | 0 | - | 0 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2010 | 47.941 | 8.332 | 33.144 | 6.465 |
|
|
31.12.2009 | 51.934 | 4.737 | 32.338 | 14.859 |
| Genussrechtskapital | 31.12.2010 | 4.951 | - | 4.951 | - |
|
|
31.12.2009 | 4.927 | - | 4.927 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2010 | 11.244 | 11.244 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 6.066 | 6.066 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 31.12.2010 | 319 | 319 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 1.277 | 958 | 319 | - |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 31.12.2010 | 16 | 16 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 480 | 480 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 14.149 | 14.149 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 13.062 | 10.393 | 2.669 | - |
| Gesamt | 31.12.2010 | 107.314 | 34.060 | 66.789 | 6.465 |
|
|
31.12.2009 | 77.746 | 22.634 | 40.253 | 14.859 |
Mit Datum vom 15. Oktober 2010 wurde eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR
30.000 emittiert. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 6,50
% nominal zu verzinsen. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten betrugen TEUR
1.341. Nach zeitanteiliger Amortisation der Transaktionskosten hat sich dieser Betrag
zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 1.306 reduziert, so dass sich eine Bewertung der Anleihe
von TEUR 28.694 ergab.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen
um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert
entspricht dem Buchwert.
Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil
an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber
hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen
oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr
2010 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2010 wirksamen Covenants.
Aufgrund der positiven Gesamtentwicklung des Nabaltec Konzerns wurde der Banken-Sicherheitenpool
im 4. Quartal 2010 aufgelöst.
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
in Höhe von TEUR 4.951 (Vorjahr: TEUR 4.927) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals
in Höhe von TEUR 5.000 endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht.
Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft.
Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das
Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10 % des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen.
Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten
Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht
sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag gegebenenfalls
gemindert, um eine etwaige Verlustteilnahme zurückzubezahlen.
Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Änderung des Buchwerts des Genussrechtskapitals
(Aufzinsungseffekt aufgrund der Anwendung der Effektivzinsmethode) im Vergleich zum
Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2010 aufwandswirksam in den Zinsaufwendungen erfasst.
Gemäß Vertrag ist der Rückstellungsbetrag des Genussrechts um einen im testierten
Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresfehlbetrag herabzusetzen, soweit
dieser nur durch gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Ein Anspruch auf Abschlusszahlungen
entsteht nicht, wenn der Anspruch nur aus gebundenem Eigenkapital bedient werden kann.
Dies kann dazu führen, dass die zukünftigen Cashflows von den vertraglichen Cashflows
abweichen. Nabaltec wird das Genussrecht wie vertraglich vereinbart bedienen. Die
Mittelfristplanung zeigt, dass zum Rückzahlungszeitpunkt genügend freie Mittel für
eine vollständige Rückzahlung zur Verfügung stehen. Entsprechend wird weiterhin mit
den vertraglich vereinbarten Cashflows gerechnet.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal
90 Tage.
Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem
beizulegenden Zeitwert.
Die Mindestleasingzahlungen 2010 sowie die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen
können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:
| in TEUR | Leasing- zahlungen |
Zinsanteil | Barwert Mindest- leasingzahlungen |
| < 1 Jahr | 325 | 6 | 319 |
| 1 bis 5 Jahre | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 325 | 6 | 319 |
Bezüglich des Miet- und Leasingaufwandes der Geschäftsjahre 2010 und 2009 verweisen
wir auf die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Punkt 5.8
"Sonstige betriebliche Aufwendungen".
Diese umfassen ausstehende Gewerbesteuerzahlungen in Deutschland für das abgelaufene
Geschäftsjahr.
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten
finanziellen bzw. nicht-finanziellen Verbindlichkeiten:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Darlehen Minderheitsgesellschafter | 8.914 | 8.102 |
| Investitionszuwendungen | 1.983 | 0 |
| Negativer Marktwert aus Zinsswap | 726 | 657 |
| Zinsaufwendungen aus Anleihen | 411 | 0 |
| Berufsgenossenschaft | 313 | 243 |
| Abschluss und Prüfung | 135 | 90 |
| Übrige | 204 | 205 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12.686 | 9.297 |
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Ausstehender Urlaubsanspruch | 578 | 442 |
| Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen | 530 | 338 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt | 175 | 152 |
| Sonstige Verbrauchsteuern | 160 | 147 |
| Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen | 20 | 17 |
| Kurzfristige sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 1.463 | 1.096 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) | 14.149 | 10.393 |
Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in
Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen
wurde mitarbeiterbezogen gebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum
Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 1.983
(Vorjahr: TEUR 2.669) umfassen eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der
Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden
Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden
Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 4.017 (Vorjahr: TEUR 3.331) der erhaltenen
Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt. Der Ausweis erfolgte im Vorjahr unter
den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten.
Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen
Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen,
insbesondere hat die Nabaltec AG verschiedene technische Anlagen und Maschinen im
Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Verträge
belaufen sich auf 1 bis 5 Jahre. Die Verträge hatten ursprünglich eine Laufzeit von
3 bis 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln oder Kaufoptionen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.244 (Vorjahr: TEUR 2.127) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen
aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen
setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres | 2.456 | 2.191 |
| Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren | 4.831 | 6.097 |
| Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre | 0 | 187 |
| Gesamt | 7.287 | 8.475 |
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche
Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den
Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2010 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.611
(Vorjahr: TEUR 1.821) aus Investitionsaufträgen vor.
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im
Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:
|
|
Bewertungskategorie gem. IAS 39 |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| in TEUR |
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 1.612 | 499 | 1.612 | 499 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Sonstige nicht-derivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | LaR | 12.124 | 1.401 | 12.124 | 1.401 |
| Positive Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT / FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Positive Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 18.957 | 497 | 18.957 | 497 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet |
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | FLaC | 28.694 | 0 | 28.694 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaC | 47.941 | 51.934 | 47.941 | 51.934 |
| Genussrechtskapital | FLaC | 4.951 | 4.927 | 4.951 | 4.927 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLaC | 11.244 | 6.066 | 11.244 | 6.066 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | 319 | 1.277 | 319 | 1.277 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | FLaC | 11.960 | 8.640 | 11.960 | 8.640 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT / FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 726 | 657 | 726 | 657 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT / FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 |
Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:
| LaR | Loans and Receivables | Kredite und Forderungen |
| HfT | Held for Trading | Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
| FVtPL | Fair Value through Profit and Loss | Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
| FLaC | Financial Liabilities Measured at amortized Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde
durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen
Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten
wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.
Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden
Zeitwert.
Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den
Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:
|
|
|
|
aus der Folgebewertung | Nettoergebnis 2010 |
||
|
|
|
aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung |
|
| Loans and Receivables | LaR | 99 | - | 4 | - 128 | - 25 |
| Held for Trading | HfT | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | FLaC | - 4.460 | - | 272 | - | - 4.188 |
| Gesamt 2010 |
|
- 4.361 | - | 276 | - 128 | - 4.213 |
|
|
|
|
aus der Folgebewertung | Nettoergebnis 2009 |
||
|
|
|
aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung |
|
| Loans and Receivables | LaR | 7 | - | 38 | - 44 | 1 |
| Held for Trading | HfT | - | - 184 | - | - | - 184 |
| Other Liabilities | FLaC | - 4.176 | - | - 82 | - | - 4.258 |
| Gesamt 2009 |
|
- 4.169 | - 184 | - 44 | - 44 | - 4.441 |
Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge
aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen
im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die
Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other
Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten bzw. Genussrechtskapital.
Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen
für das Geschäftsjahr 2010 TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 0) und für das Genussrechtskapital
TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 429).
In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie
Held for Trading gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge
sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus
der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen
designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame
Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie
Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities
resultiert im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw.
Aufwendungen erfasst.
Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen
bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Zum 1. Januar 2009 wurden für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener
Fair Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten
Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden
Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven
Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen
Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.
Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen
den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen
gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich
mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen
Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen
sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der
beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt,
die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich
auf unternehmensspezifischen Daten basiert.
Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am
Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.
Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden
sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
| Aktiva |
|
|
|
|
| Positive Marktwerte Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva |
|
|
|
|
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 726 | 0 | 726 |
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
| Aktiva |
|
|
|
|
| Positive Marktwerte Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva |
|
|
|
|
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 657 | 0 | 657 |
Im Geschäftsjahr 2010 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.
Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen
zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite werden Zinsswaps
abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden
gemäß der Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die
Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen
und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und
dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und
des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung,
wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der
Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die
Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich
während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde,
hochwirksam waren.
IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß der Regelungen
des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen
effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen
des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv
in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden
Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung,
der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital
erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
erfasst wird.
Wie der Tabelle zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Verbindlichkeiten
zu entnehmen ist, war bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 ein Zinsderivat in
Höhe von TEUR - 726 (Vorjahr: TEUR - 657) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines
Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung
des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats resultieren im Geschäftsjahr 2010 TEUR
- 69 (Vorjahr: TEUR 420), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
Das dem Zinsderivat zugrunde liegende Darlehen wird gleichmäßig in den Jahren 2011
bis 2016 getilgt; die Schlusszahlung soll im Jahr 2016 erfolgen. Die Zahlungsströme
aus dem Zinsderivat werden im gleichen Zeitraum erwartet. Im Jahr 2016 wird der Zinsswap
voraussichtlich im Konzernergebnis berücksichtigt werden.
Außerdem wurde ein zusätzliches Zinsderivat, das zum 31. Dezember 2008 mit einem positiven
Marktwert von TEUR 453 bilanziert war, im Geschäftsjahr 2009 abgelöst, woraus ein
Verlust von TEUR 190 resultierte, der in 2009 in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
erfasst wurde.
Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
keine veränderten Risikopositionen ergeben.
Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt.
Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit
des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner
übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und
nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen
sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen
werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung
für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der
Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen
Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine
Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen
auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte
beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko
in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.
Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese
über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen
wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Stand 01.01. | 332 | 288 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 128 | 44 |
| Auflösung | 0 | 0 |
| Stand 31.12. | 460 | 332 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie
folgt dar:
|
|
Buchwert | weder überfällig noch wertgemindert | überfällig, aber nicht wertgemindert | |||
| in TEUR |
|
|
< 3 Monate | 3 bis 6 Monate | 6 bis 12 Monate | > 12 Monate |
| 31.12.2010 | 1.612 | 1.612 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2009 | 499 | 499 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine
Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen
werden.
Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
aufgrund geänderter Konditionen vor.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.
Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden
u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete
Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch
Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungsleasingverhältnissen den
Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität
zu gewährleisten.
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse
der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten,
die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich
vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt.
Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung
der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare
finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| in TEUR |
|
Gesamt | davon Laufzeit < 1 Jahr |
davon Laufzeit 1-5 Jahre |
davon Laufzeit > 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | 31.12.2010 | 39.750 | 1.950 | 37.800 | - |
|
|
31.12.2009 | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2010 | 55.953 | 10.679 | 38.609 | 6.665 |
|
|
31.12.2009 | 51.981 | 4.737 | 32.385 | 14.859 |
| Genussrechtskapital | 31.12.2010 | 5.810 | 405 | 5.405 | - |
|
|
31.12.2009 | 5.000 | - | 5.000 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2010 | 11.244 | 11.244 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 6.066 | 6.066 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 31.12.2010 | 325 | 325 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 1.342 | 1.017 | 325 | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 12.686 | 12.686 | - | - |
|
|
31.12.2009 | 11.966 | 9.297 | 2.669 | - |
| Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) | 31.12.2010 | 125.768 | 37.289 | 81.814 | 6.665 |
|
|
31.12.2009 | 76.355 | 21.117 | 40.379 | 14.859 |
Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar
agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen
Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit
geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.
Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese
stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen
Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten)
sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro
gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf
Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden
Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen
aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den
Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich
keine.
|
|
Kursentwicklung | Ergebnisauswirkung vor Steuern |
|
|
in % | in TEUR |
| 2010 |
|
|
| USD | +5 | 96 |
| USD | - 5 | - 96 |
| 2009 |
|
|
| USD | +5 | 107 |
| USD | - 5 | - 107 |
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert
überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem
Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination
von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des
Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen,
bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten
Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen
Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen
dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze
auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern
sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven
Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:
|
|
Erhöhung/Verringerung | Ergebnisauswirkung vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital* |
|
|
in Basispunkten | in TEUR | in TEUR |
| 2010 |
|
|
|
| Europa | +10 | - 9 | 0 |
| USA | +10 | - 6 | 22 |
| Europa | - 10 | 9 | 0 |
| USA | - 10 | 6 | - 22 |
| 2009 |
|
|
|
| Europa | +10 | - 13 | 0 |
| USA | +10 | - 15 | 27 |
| Europa | - 10 | 13 | 0 |
| USA | - 10 | 15 | - 27 |
*
Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern
ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung
der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig
ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten
Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2010 und 2009 dargestellt:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
|
|
in TEUR | in TEUR | in % |
| Eigenkapital | 42.137 | 40.043 | 5,23 |
| als % vom Gesamtkapital | 31,69 | 37,68 | - 15,90 |
| Langfristige Finanzschulden | 73.253 | 52.443 | 39,68 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 17.566 | 13.797 | 27,32 |
| Fremdkapital* | 90.819 | 66.240 | 37,11 |
| als % vom Gesamtkapital | 68,31 | 62,32 | 9,61 |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 132.956 | 106.283 | 25,10 |
Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.094 auf TEUR 42.137,
bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.
Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 24.579 auf TEUR 90.819
durch die Ausgabe von Anleihen (TEUR 28.694) erhöht.
Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2010 zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote
(in Prozent vom Gesamtkapital) auf 31,69 % gegenüber 37,68 % im Vorjahr. Das Verhältnis
Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements stieg von 62,32 % zum
31. Dezember 2009 auf 68,31 % zum 31. Dezember 2010.
Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein
Finanzmanagement verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der
Eigenkapitalquote.
Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec
AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.
Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants
aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten"
verwiesen.
Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen
zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn
eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei
zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen
Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Als nahe stehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen
identifiziert:
| ― |
Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― |
Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― |
Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden |
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2010 kurzfristige Bezüge in
Höhe von TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 825). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen
nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 831 (Vorjahr: TEUR 1.432)
getätigt.
Die Mitglieder des Vorstands halten zum 31. Dezember 2010 folgende Anteile an der
Gesellschaft:
| Johannes Heckmann | 1.295.250 Stückaktien |
| Gerhard Witzany | 1.254.310 Stückaktien |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2010 Aufsichtsratsbezüge
in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 42).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zum 31. Dezember 2010 folgende Anteile an
der Gesellschaft:
| Dr. Leopold von Heimendahl | 42.000 Stückaktien |
| Dr. Dieter Braun | 51.000 Stückaktien |
| Prof. Dr. Jürgen G. Heinrich | 1.700 Stückaktien |
Zum 31. Dezember 2010 bzw. 2009 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen:
|
|
Forderungen | Verbindlichkeiten | ||
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 10 | 9 | 7 | 0 |
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen
oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen waren
zum 31. Dezember 2010 bzw. im Geschäftsjahr 2010 sowie zum 31. Dezember 2009 bzw.
im Geschäftsjahr 2009 nicht zu verzeichnen.
Im Geschäftsjahr 2010 bzw. 2009 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des
Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahe stehenden
Personen und Unternehmen erfasst:
|
|
Erträge | Aufwendungen | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 5 | 5 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 91 | 92 | 11 | 3 |
Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden,
umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft (Erträge
in Höhe von TEUR 91, im Vorjahr in Höhe von TEUR 92) sowie sonstige Dienstleistungen
(Aufwendungen in Höhe von TEUR 11, im Vorjahr in Höhe von TEUR 3). Aufwendungen für
Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen Anleihe in Höhe von nominal
TEUR 30.000 hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 Verbindlichkeiten
gegenüber dem Vorstand in Höhe von nominal TEUR 1.023. Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats
beläuft sich die Verbindlichkeit auf nominal TEUR 158.
Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie
folgt:
|
|
2010 | 2009 |
| Ausstehende Stammaktien per 01.01. | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt. |
|
|
| Ausstehende Stammaktien per 31.12. | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.000.000 | 8.000.000 |
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von
Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.
Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses
je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde
Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte
Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre
2010 und 2009.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:
|
|
2010 | 2009 |
| Konzernergebnis nach Steuern - Aktionäre der Nabaltec AG in TEUR | 1.779 | - 5.047 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Ergebnis je Aktie |
|
|
| in EUR | 0,22 | - 0,63 |
Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".
Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend
IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus
Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte
Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.
Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für
Investitionen in das Sachanlagevermögen resultiert aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten
aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen
laut Anlagespiegel.
Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
ersichtlich.
Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken
sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend
durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.
Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische
Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich
dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.
Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem
halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie
Additive.
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische
Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie
hergestellt und vertrieben.
Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen
Segmenten zuordnen lassen.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand
marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen
und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im
Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2009
fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.
| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Technische Keramik | Sonstige | Nabaltec Konzern |
| Umsatzerlöse |
|
|
|
|
| Erlöse mit externen Kunden | 75.916 | 36.785 | - | 112.701 |
| Segmentergebnis |
|
|
|
|
| EBITDA | 9.022 | 5.302 | - | 14.324 |
| EBIT | 3.391 | 3.157 | - | 6.548 |
| Vermögenswerte und Schulden |
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 105.270 | 40.293 | 20.435 | 165.998 |
| Segmentschulden | 12.009 | 5.248 | 106.604 | 123.861 |
| Sonstige Segmentinformationen |
|
|
|
|
| Investitionen |
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 4.610 | 2.187 | - | 6.797 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 25 | 17 | - | 42 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 5.605 | 2.112 | - | 7.717 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 26 | 33 | - | 59 |
| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Technische Keramik | Sonstige | Nabaltec Konzern |
| Umsatzerlöse |
|
|
|
|
| Erlöse mit externen Kunden | 50.193 | 22.867 | - | 73.060 |
| Segmentergebnis |
|
|
|
|
| EBITDA | 2.788 | 945 | - | 3.733 |
| EBIT | - 1.616 | - 1.092 | - | - 2.708 |
| Vermögenswerte und Schulden |
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 94.955 | 36.112 | 744 | 131.811 |
| Segmentschulden | 8.457 | 3.430 | 79.881 | 91.768 |
| Sonstige Segmentinformationen |
|
|
|
|
| Investitionen |
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 17.217 | 1.280 | - | 18.497 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 1 | - | 8 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 4.374 | 2.001 | - | 6.375 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 30 | 36 | - | 66 |
Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der
Welt.
| in TEUR | Deutschland | übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
| Umsatzerlöse |
|
|
|
|
|
| Erlöse mit externen Kunden | 33.938 | 51.411 | 16.752 | 10.600 | 112.701 |
| Sonstige Segmentinformationen |
|
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 144.975 | - | 21.023 | - | 165.998 |
| Investitionen |
|
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 6.663 | - | 134 | - | 6.797 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 42 | - | - | - | 42 |
| in TEUR | Deutschland | übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
| Umsatzerlöse |
|
|
|
|
|
| Erlöse mit externen Kunden | 21.987 | 37.267 | 7.805 | 6.001 | 73.060 |
| Sonstige Segmentinformationen |
|
|
|
|
|
| Segmentvermögen | 111.737 | - | 20.074 | - | 131.811 |
| Investitionen |
|
|
|
|
|
| - Sachanlagen | 18.324 | - | 173 | - | 18.497 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 8 | - | - | - | 8 |
Im Geschäftsjahr 2010 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes
getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt 12.477 TEUR und ist im Segment "Funktionale
Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2009 mit einem Kunden ein Umsatz
(8.089 TEUR) von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den
USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in
der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger
als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war
dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.
| ― |
Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich) |
| ― |
Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich) |
| ― |
Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender) |
| ― |
Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender) |
| ― |
Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften
vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären
auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der
Unternehmenswebside "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investors Relation/Corporate
Governance" veröffentlicht.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.
Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2010 (einschließlich des Konzernabschlusses
2010) beläuft sich auf TEUR 80. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer
ein Honorar in Höhe von TEUR 12. Aufgrund von Steuerberatungsleistungen wurde der
Abschlussprüfer mit TEUR 22 vergütet.
Schwandorf, 2. März 2011
Nabaltec AG
Der Vorstand
| Johannes Heckmann | Gerhard Witzany |
Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend
aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung
von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a
Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir
beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften
und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung sowie den IFRS insgesamt und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 10. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| (Thiermann) | (ppa. Sauer) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |