![]() Nabaltec AGSchwandorfJahresfinanzbericht zum 31.12.2010Einzelabschluss Nabaltec AG 2010UNSER KNOW-HOW FÜR IHRE SICHERHEITLAGEBERICHT DER NABALTEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20101. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEITDie Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich
hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf
Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit
führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen
Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen mit einem Exportanteil
von rund 70 %. Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:
Mit spezialisierten Produkten für die PVC-Industrie (Additive) und für die Elektronikindustrie
(Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum um zwei zukunftsstarke
Produktbereiche erweitern können. Für beide Bereiche verfügt das Unternehmen am Standort
Schwandorf seit 2009 beziehungsweise 2010 über neue Produktionsanlagen. Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität,
Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid,
das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über
Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA)
in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die
Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte
unmittelbar bedienen. Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr
engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische
technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert
ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung
der Produkte. 1.2 UNTERNEHMENSSTRUKTURNabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb
der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen
in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec
AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Nabaltec AG ist mit 51 % an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures
beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren
nicht. Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec
AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche
aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profitbzw.
Cost-Center geführt. UNTERNEHMENSBEREICHEFunktionale Füllstoffe:
Technische Keramik:
DIENSTLEISTUNGSBEREICHEKaufmännische Dienste 1.3 STRATEGIEDie Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische
Schwerpunkte: 1. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des KundennutzensDurch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen
Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend
darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere
Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs-
und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch
mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows.
Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs-
und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und kooperiert mit Forschungsinstitutionen. Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender
Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche
Maßnahmen ergriffen, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral
zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren. 2. Gezielte Erweiterung der ProduktpaletteÜber die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss
mit Schlüsselkunden - werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt.
Zwei maßgebliche Neuentwicklungen, Additive und Böhmite, werden seit 2009 im industriellen
Maßstab produziert und vertrieben. Darüber hinaus wird durch gezielte Forschungs-
und Entwicklungsarbeit das Anwendungsspektrum für bestehende Produkte erweitert. Nabaltec hat mit ACTILOX® CAHC einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-Industrie entwickelt. Neben
der Substitution bleihaltiger Substanzen ist es das Ziel, schrittweise über Neuentwicklungen
in der Kunststoffindustrie den Markt zu erschließen, damit bereits in der Entwicklungsphase
neuer Produkte ACTILOX® CAHC als umweltfreundlicher Stabilisator eingesetzt wird. Die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten werden seit Oktober 2010 ebenfalls
am Standort Schwandorf produziert. Böhmite finden Verwendung als umweltfreundliche,
halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen
benötigen, beispielsweise halogenfreie, flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt
APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320° C verarbeitet werden. Bis zum Start der Produktion in Schwandorf hatte Nabaltec APYRAL® AOH in der eigenen Technikumsanlage in Kelheim produziert. Mit dem Neubau in Schwandorf
steht die Technikumsanlage jetzt wieder für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen
von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab zur
Verfügung. 3. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern anDer Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren
weiterhin dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Halogenierte,
flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser
Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer
zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe
gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter
weltweit. Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide
aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional
gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen
weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau
der Anlagen für innovative Produkte Rechnung. Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid
für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits
marktführend - auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische
Massen in Schwandorf. 4. Über ein internationales Wachstum profitiert Nabaltec von weltweiten Wachstumsimpulsen und regionalen SonderkonjunkturenWeltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders
gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie.
Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten
Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern
weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen
vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit
Nordamerika und Asien. 5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-ProzesseNabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen
müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie
nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig
wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr
differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente,
die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen. 6. Starke Finanzierungsbasis zur Sicherstellung der ZukunftsinvestitionenUm die Marktchancen bei funktionalen Füllstoffen und in der technischen Keramik voll
wahrnehmen zu können, sind weiterhin signifikante Investitionen nötig. Diese relativ
hohe Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine wichtige Markteintrittsbarriere für
mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben,
setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen
und Fördermitteln zusammensetzt. Mit der Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen
von 30 Mio. Euro konnte Nabaltec im Oktober 2010 den finanziellen Freiraum nochmals
deutlich erweitern und verbessern. 1.4 STEUERUNGDie Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die
weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort
verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem
ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche
als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen
über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie über die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen
und Maßnahmen. Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess
auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten
definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung
der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig
Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für
alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt. Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis
präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen
und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss
eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt. Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision"
eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung
erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen
Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz,
Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow. 2. GESCHÄFTSVERLAUF 20102.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie weltweite Konjunktur erholte sich 2010 sehr dynamisch und auf breiter Basis. Dabei
verlief die Entwicklung deutlich schneller und bislang nachhaltiger als von Wirtschafts-
und Konjunkturexperten erwartet. Nur einzelne Volkswirtschaften haben den Weg aus
der Krise noch nicht gefunden, wie Spanien, Griechenland und Irland. Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums 2010 von rund 4,7 % (Quelle: Deutsche Bank)
waren insbesondere die BRIC-Staaten mit Wachstumsraten zwischen 4,0 % in Russland
und bis zu 10,0 % in China. Mit Ausnahme von Russland konnten diese Länder auch auf
einer bereits stabilen oder wachsenden Basis 2009 aufbauen. In den Industriestaaten ist dagegen die Aufholbewegung der Verluste von 2009 in vollem
Gange. 2010 konnten die Industrieländer um 2,5 % wachsen und damit einen Teil des
Minus von 3,6 % aus dem Jahr 2009 wieder kompensieren. Besonders erfreulich für Unternehmen
wie Nabaltec mit einer sehr breiten internationalen Basis war, dass diese Erholung
nahezu alle Industriestaaten erfasst hat. In Europa war insbesondere die Entwicklung
in Deutschland beispielhaft. Das Plus von 3,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt)
war so zu Jahresbeginn nicht erwartet worden. Selbst im Jahresverlauf 2010 mussten
die unterjährigen Prognosen der verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrfach
nach oben angepasst werden. Dieser Aufschwung wird mittlerweile nicht mehr allein
vom Export getragen, sondern auch durch inländische Ausrüstungsinvestitionen und einen
anziehenden Konsum unterstützt. 2.2 BRANCHENSITUATIONDer Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2010 um 17,5 % auf insgesamt
170,6 Milliarden Euro, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die chemische
Industrie hat 2010 mit 11 % den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Der
Export konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf 99,6 Milliarden Euro ausgebaut
werden. Damit liegen die internationalen Umsätze bereits wieder über dem Vorkrisenniveau
von 2007. Der Inlandsumsatz legte um 14 % zu und erreichte ein Volumen von 71,0 Milliarden
Euro. Das Inlandsgeschäft liegt damit noch rund 10 % unter dem Vorkrisenniveau. Die Preise für Chemikalien stiegen im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt waren nach
Erhebungen des VCI Chemikalien und Pharmazeutika rund 3,0 % teurer als ein Jahr zuvor.
Insbesondere in den rohstoffnahen Sparten kam es zu einem Preisanstieg. Die Kapazitäten in der deutschen Chemieindustrie sind inzwischen wieder normal ausgelastet.
Die Ertragslage in der Branche ist gut. Viele Unternehmen haben ihre Investitionszurückhaltung,
die 2009 noch zu zahlreichen Projektverschiebungen geführt hatte, 2010 wieder aufgegeben.
Der VCI rechnet für 2010 mit einer Ausweitung der Investitionen in Anlagen und Gebäude
um 5 % auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische
Keramik konnten in ganz ähnlichem Umfang von der konjunkturellen Entwicklung profitieren
-teilweise sogar deutlich überproportional. Die erste Jahreshälfte war von einer ganz
besonderen Dynamik geprägt. Ab Jahresmitte beruhigte sich die Erholung etwas und schwenkte
auf einen nachhaltigen Wachstumspfad ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen, wie Automobilproduktion
oder Infrastruktur-/Bauindustrie, konnten auch den Wegfall staatlicher Sonderprogramme,
wie sie vor allem 2009 noch vorhanden waren, recht problemlos kompensieren. Auch in
den weiter vorgelagerten Industrien, beispielsweise bei Abnehmern von funktionalen
Füllstoffen und technischen Keramiken, waren deutlich positive Impulse zu verspüren. Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden
Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu
gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Neue unabhängige Marktprognosen
gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,5 % bis 2014 aus (auf
Basis ATH, Quelle: The Freedonia Group, Inc.). Dieses Marktwachstum wird einerseits
durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz,
andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln
durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung
wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich,
in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt
ist. Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch
die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der anziehenden Weltwirtschaft nahm
die Stahlindustrie 2010 wieder zusätzliche Kapazitäten in Betrieb. Auch hier gilt,
dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller
von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide
begünstigt. Bis 2012 erwarten Marktexperten ein Wachstum bei Feuerfestprodukten von
jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3 %. 2.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DER NABALTEC AGNabaltec konnte 2010 einen Geschäftsverlauf mit überaus starker Dynamik verzeichnen.
Nachdem sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine merkbare Erholung abgezeichnet
hatte, konnte Nabaltec 2010 durchweg neue Rekordwerte bei Absatz und Umsatz erzielen.
Diese Dynamik umfasste alle Unternehmens- und Produktbereiche sowie alle regionalen
und branchenspezifischen Zielmärkte. Die eigenen Prognosen (auf Konzernebene) wurden 2010 bereits zweimal nach oben angepasst
und auch diese Planungen wurden umsatzseitig nochmals übertroffen. Der Umsatzprognose
von 100,0 bis 108,0 Mio. Euro standen tatsächliche Erlöse von 112,7 Mio. Euro gegenüber. Im Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 159,4 Mio. Euro. Bei einem Umsatz
von 112,7 Mio. Euro ist dies ein klares Indiz für ein anhaltendes weiteres Wachstum.
Nabaltec beendet das Jahr 2010 mit einem Auftragsbestand von 53,3 Mio. Euro - auch
das ist ein Wert, den es in der Unternehmenshistorie noch nicht gab. 2.4 UMSATZENTWICKLUNGDie Nabaltec AG hat 2010 einen Umsatz von 112,7 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung
von 54,2 % gegenüber den 73,1 Mio. Euro des Vorjahres. Der deutliche Zuwachs ist auf
die stark gestiegene Nachfrage und die entsprechend höhere Absatzmenge zurückzuführen.
Der Output in Tonnen über alle Unternehmensbereiche hinweg legte um 53,1 % zu. Die
Absatzpreise blieben 2010 weitgehend stabil. Direkte Währungseffekte waren für die
Umsatzentwicklung 2010 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote blieb 2010 auf
dem Niveau des Vorjahres von 69,9 %. Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" stieg um 51,2 % von 50,2
Mio. Euro 2009 auf 75,9 Mio. Euro 2010. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik"
lag die Umsatzdynamik sogar noch etwas höher. Dort konnten die Umsatzerlöse von 22,9
Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro und damit um 60,7 % gesteigert werden. Beide Unternehmensbereiche
haben über das ganze Jahr diese hohe Umsatzdynamik gezeigt. Teilweise waren die hohen
Wachstumsraten im ersten Halbjahr noch durch die schwachen Vergleichswerte des Vorjahres
begünstigt. Das zweite Halbjahr, insbesondere mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal,
zeigt die Nachhaltigkeit der Geschäftsentwicklung. Die höchste Dynamik wiesen 2010 die Umsätze in den USA auf, sowohl im Unternehmensbereich
"Funktionale Füllstoffe" als auch im Bereich "Technische Keramik", wo jeweils der
Umsatz aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden konnte. Die US-Tochter Nashtec setzte
ihre bereits 2009 sichtbar gewordene sehr positive Entwicklung fort. Binnen zwei Jahren
haben sich die Umsatzanteile der USA von 8,1 % über 10,7 % auf nunmehr 14,9 % erhöht. Umsatz nach Unternehmensbereichen
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| Operative Aufwandsquoten in Relation zur Gesamtleistung |
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2010 | 2009 |
| Materialaufwand | 57,3 % | 58,2 % |
| Personalaufwand | 15,9 % | 21,3 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 19,3 % | 20,6 % |
Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich
leicht verbessert werden. Steigenden Aufwendungen für Rohstoffe stehen spezifische
Einsparungen bei den Energieverbräuchen gegenüber. Entsprechend lag die Rohergebnismarge
(in Relation zur Gesamtleistung) 2010 mit 45,1 % höher als 2009 mit 43,5 %. In absoluten
Zahlen steigerte Nabaltec das Rohergebnis von 31,3 Mio. Euro 2009 auf 50,6 Mio. Euro
im Berichtsjahr.
Die Personalkosten waren 2010 planmäßig durch das Auslaufen zahlreicher temporärer
Kostensenkungsmaßnahmen von 2009 und durch den planmäßigen Personalaufbau geprägt.
Die temporäre Entgeltabsenkung um 6,67 %, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen
Einmalzahlung sind im Jahresverlauf 2010 ausgelaufen oder beendet worden. Mit diesen
Maßnahmen wurde der Belegschaftsstand während der Wirtschaftskrise konstant gehalten,
was wiederum die Erreichung des deutlichen Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2010 sicherstellte.
Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) reduzierte sich durch den
starken Anstieg der Gesamtleistung von 21,3 % 2009 auf 15,9 % 2010. Die Anzahl der
Mitarbeiter erhöhte sich von 348 zum 31. Dezember 2009 auf 371 zum 31. Dezember 2010.
Der gestiegene Personalbedarf liegt vor allem in der Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden
und im Start der Böhmit-Produktion in Schwandorf begründet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 14,8 Mio. Euro auf 21,7 Mio.
Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich jedoch von 20,6
% auf 19,3 %. Die Entwicklung der Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen verlief
weitgehend parallel zur Absatz- bzw. Umsatzentwicklung. Gegenüber den Vorquartalen
erhöhten sich im vierten Quartal die Kosten für Fremd- und Reparaturleistungen. Darüber
hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einmalige Platzierungskosten
in Höhe von 1,3 Mio. Euro für die im vierten Quartal 2010 begebene Anleihe von 30,0
Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2010 auf 11,1 Mio.
Euro. Im Vorjahr waren es 1,2 Mio. Euro. Damit konnte das EBITDA erheblich verbessert
und über das Niveau von 2008 gesteigert werden. Zu diesem Ergebnissprung trugen beide
Unternehmensbereiche bei. Die schon im zweiten Halbjahr 2009 sichtbare Entwicklung
setzte sich nachhaltig fort.
Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres
2010 in Höhe von 7,0 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 4,1
Mio. Euro nach -4,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung um 8,4 Mio. Euro
ist vor allem auf die Umsatzausweitung in Verbindung mit anhaltender Kostenkontrolle
zurückzuführen. EBITDA- und EBIT-Entwicklung zeigen die intakte Ertragskraft der Nabaltec
AG auf operativer Ebene.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -6,9 Mio. Euro). Darin
enthalten ist das Finanzergebnis 2010 in Höhe von -4,2 Mio. Euro. Es setzt sich aus
Zinsaufwendungen von 4,5 Mio. Euro und Zinserträgen sowie der Erträge aus Ausleihungen
von 0,3 Mio. Euro zusammen. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -2,6 Mio. Euro.
Der Anstieg der Zinsbelastung ist vor allem auf den quotalen Zinsanteil von 0,4 Mio.
Euro der im Oktober 2010 emittierten Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro
zu 6,50 % Zins p. a. sowie auf die Umgliederung des Zinsanteils der Pensionsrückstellung
in Höhe von 0,6 Mio. Euro zurückzuführen.
Der Jahresüberschuss lag im abgelaufenen Jahr bei -0,5 Mio. Euro nach -7,1 Mio. Euro
2009.
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig
das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung
sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang
in das unternehmensweite Liquiditätsmanagement eingebunden.
Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte
Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro
für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet
Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund
der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen
Investitionsprogramms der vergangenen Jahre - langfristig sichergestellt. Bis zum
Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. Euro
zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards
für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen
bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer
mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).
Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde bisher
vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme
von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt.
Im Oktober 2010 hat Nabaltec zusätzlich eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30,0
Mio. Euro emittiert und vollständig am Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit beträgt
fünf Jahre. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.
Das Eigenkapital verringert sich zum 31. Dezember 2010 geringfügig von 40,6 Mio. Euro
auf 40,0 Mio. Euro. Das Minus resultiert aus der Ergebnisentwicklung. Aufgrund der
gleichzeitigen Aufnahme neuer Finanzmittel durch die Emission der ersten Unternehmensanleihe
der Nabaltec AG im Volumen von 30,0 Mio. Euro reduzierte sich die rechnerische Eigenkapitalquote
von 39,8 % zum 31. Dezember 2009 auf 30,0 % zum 31. Dezember 2010. Diese Eigenkapitalausstattung
kann im Branchenvergleich weiterhin als solide eingestuft werden.
Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr insgesamt um 31,4 Mio. Euro zu. Der Grund
liegt vor allem in der erfolgreichen Emission der ersten Unternehmensanleihe der Nabaltec
AG im Volumen von 30,0 Mio. Euro. Zusätzlich erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen um 4,5 Mio. Euro, insbesondere weil zum Jahresende weitere
Rohstoffe eingekauft wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden
um 2,8 Mio. Euro oder 6,8 % gesenkt.
Ausgewählte Bilanzpositionen in Relation zur Bilanzsumme
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital | 30,0 % | 39,8 % |
| Rückstellungen | 9,1 % | 11,3 % |
| Verbindlichkeiten | 60,9 % | 48,8 % |
Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion
veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre.
Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere
Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden in der
Nabaltec AG nicht eingesetzt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nabaltec AG inklusive der Verrechnung des anteiligen
Investitionszuschusses 7,0 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkt
war der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit rund zwei Dritteln der Investitionssumme,
die insbesondere für den Aufbau der Böhmit-Produktion und die abschließenden Investitionen
in die CAHC-Anlage verwendet wurden. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Verbesserung
der Infrastruktur sowie der Energieeffizienz getätigt. Im Unternehmensbereich "Technische
Keramik" wurden dank der Investitionen 2010 die Produktionsabläufe weiter verbessert
und darüber hinaus auch Kapazitäten erhöht.
Die Bilanzsumme der Nabaltec AG stieg zum 31. Dezember 2010 von 102,0 Mio. Euro auf
133,3 Mio. Euro.
Wichtige Aktiva der Bilanz in Relation zur Bilanzsumme
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Anlagevermögen | 60,1 % | 78,9 % |
| darin: Sachanlagen | 53,0 % | 69,5 % |
| Umlaufvermögen | 39,6 % | 20,7 % |
| darin: Vorräte | 14,4 % | 17,3 % |
Auf der Aktivaseite verschoben sich die Relationen vom Anlagevermögen hin zum Umlaufvermögen.
Hauptfaktor war die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund der erfolgreichen
Anleiheemission. Das absolute Anlagevermögen blieb weitgehend stabil. Den planmäßigen
Abschreibungen standen hier Investitionen in ähnlicher Größenordnung gegenüber.
Die Nabaltec AG beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 371 Mitarbeiter (31. Dezember
2009: 348). In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 48 Auszubildende (31. Dezember
2009: 38). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden
mit einer Quote von 12,9 % auch im Geschäftsjahr 2010 fast schon traditionell einen
bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2010
erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden
von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze
in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in,
Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in für
Betriebstechnik angeboten.
Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern
im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden
Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür,
wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung
hatte auch in der Wirtschaftskrise hohe Priorität. Die ausgezeichnete Entwicklung
2010 zeigte, wie richtig die Entscheidung war, auf Entlassungen zu verzichten und
mit Entgeltverzicht und Kurzarbeit die Arbeitsplätze zu sichern. Ein zentrales Anliegen
von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten
zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz
und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie
der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss
und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen
ist, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu
unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter
von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als
eine der Kernkompetenzen.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche
und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen
Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen
zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber
auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen
mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig
in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.
Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse
fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition
weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler
Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.
Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame
Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs-
und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören
unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an
der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut
für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in
Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen.
Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme
an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen
Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beiden Unternehmensbereichen.
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch
durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die
Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits viermal zu den 100 innovativsten
Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach
für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf
ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern.
Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen
definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen
Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.
Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach
Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei, die permanente
Weiterentwicklung der Qualitäten sowie neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu
erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen
Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.
Im Berichtsjahr 2010 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe"
folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt,
insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden
durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik
mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen,
sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend
ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in öffentlichen
Transportmitteln, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.
Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie,
gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte
zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf
das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz
gerichtet.
Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich,
wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften
und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.
Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec
AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser
Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.
Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro-
und Elektronikindustrie (E&E-Industrie). So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten
durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits
im Prozess.
Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec
AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato
noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen
Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.
Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende
Entwicklungen im Mittelpunkt:
Mit mehreren neuen reaktiven NABALOX®-Aluminiumoxiden bietet Nabaltec Kunden in der Feuerfestindustrie zusätzliche Möglichkeiten,
monolithische Erzeugnisse mit weiter verbesserten Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften
herzustellen. Aktuelle Entwicklungen zielen sowohl auf die laufende Verbesserung als
auch auf die Optimierung der Herstellprozesse dieser Produkte. Weitere Arbeiten im
Rahmen der NABALOX®-Produktgruppe sind auf die Identifizierung, Evaluierung und Optimierung innovativer
Veredelungsprozesse für Aluminiumoxide zur Anwendung in der Keramik- und Poliermittelherstellung
gerichtet.
Mullit-ähnliche Sinterprodukte werden in großem Umfang als Rohstoffe in der Feuerfestindustrie
eingesetzt. Ihre wiederholte weltweite Verknappung hat dazu geführt, dass sie im Rahmen
der Europäischen Rohstoffinitiative RMI als strategisch wichtig erkannt und eingeordnet
wurden. Nabaltec arbeitet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Kunden an Lösungen
zur Substitution defizitärer natürlicher Rohstoffe durch spezielle Sintermullit-Qualitäten.
Neben der angestrebten Rohstoffunabhängigkeit sollen in dieser Kooperation langfristig
die Voraussetzungen für die Einführung von Stoffkreisläufen bezogen auf die feuerfesten
Materialien geschaffen werden. Andere Entwicklungen in der SYMULOX®-Produktgruppe betreffen spezielle keramische Anwendungen.
Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem Entwicklungen im Bereich
der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik durchgeführt. Im Ergebnis
konnten Produkte mit verbesserten Prozess- und Verarbeitungseigenschaften vorgestellt
werden. Im Vorjahr begonnene Arbeiten zur Entwicklung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxide
wurden fortgesetzt. Neben kundenspezifischen internen Entwicklungen ist Nabaltec auch
an grundlagenorientierten und öffentlich geförderten Projekten beteiligt.
Nabaltec konnte in der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals deutlich
ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene
Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher
Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften
stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.
Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet
auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über
lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte
helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und
wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu
optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen
in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec,
eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment
zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen
und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung
gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich
das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden
Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch
ein Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational
Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2010 wurde ein umfangreiches
Überwachungsaudit für das Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 durchgeführt.
Ebenso erfolgten Wiederholungsaudits für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2008
und das Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2004. 2010 erfolgte auch die Zertifizierung
des EnergiemanagementSystems nach EN 16001 durch die TÜV SÜD Management Service GmbH.
Damit darf sich die Nabaltec AG zu einem der ersten Unternehmen in Deutschland zählen,
die ein zertifiziertes Energiemanagement-System unterhalten.
Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005
akkreditiert.
Bis Ende November 2010 erfolgte die REACH-Registrierung (Registrierung, Bewertung
und Zulassung von Chemikalien) sowie die Einstufung nach GHS für alle Nabaltec-Produkte.
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag
zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten
zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern
für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise
blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem
Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion
und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der
schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec
und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens.
Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich
hinausgeht, aktiv an.
Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2010 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.
Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen,
dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier
die 2009 in Betrieb genommene CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig
ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist.
Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid
verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben
werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz
verwendet werden können.
Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang.
Dies hat Nabaltec 2010 erneut unter Beweis gestellt, als eine Anleihe im Volumen von
30 Mio. Euro platziert werden konnte. Der Kapitalmarktzugang, der jederzeit durch
eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine
ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten
positiv wahrgenommen wird.
Die Bedeutung des Risikomanagements für die Nabaltec AG ergibt sich aus der unternehmerischen
Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs-
und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies
ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg der Nabaltec AG wird
ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten
Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement
ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen
Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung
in der Zukunft.
Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die
Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen
für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile
sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das RisikoControlling, eine umfassende
Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern
und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet
und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für
die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken
dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation
und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling
überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende
Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis
diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit
Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat
Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess
sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-,
steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec
bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung
begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung
unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen
und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in
internationalen Fachgremien.
Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten
Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und
Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen
auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende
Situationen möglichst ausschließen.
Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender
Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben
kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten
können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken
beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts,
Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen
von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations-
und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen
gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung
für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen
Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser
abschätzen zu können, gibt es im Unternehmen einen REACH-Beauftragten. Durch den Beitritt
in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich
entgegengewirkt.
Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam
und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet
Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für
den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls
durch langfristige Verträge abgesichert. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über
alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven
Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende
Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere
Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen
ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss,
der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich
begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden durch den Nabaltec-Konzern
zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem
Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen
über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich
unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende
Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet der Nabaltec-Konzern
teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil
Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der
EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants
die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht
Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember
2010 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Emission der Unternehmensanleihe hat sich
die Finanzierungssituation der Nabaltec AG erheblich verbessert beziehungsweise die
Unabhängigkeit von den kreditgebenden Banken erhöht.
Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen
weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.
Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen.
Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme
zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung,
ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern
und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen
und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Chancen im Personalbereich ergeben sich für
Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete
Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung
auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem
attraktiven Arbeitgeber.
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung
nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die
produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen
IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte,
qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet
den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter
Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der aktuellsten Gesetzeslage
ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch
einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und
Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken
tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert
ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse
von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte
bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien
oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert
Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung &
Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb
und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen
für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle
Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-,
Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für
wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen
lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu
erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen.
Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec,
nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen
der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung
unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller
Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Unternehmen gut gesteuert und
sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand der
Nabaltec AG gesichert.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der
Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der
Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet
der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß
§ 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung,
-führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de
in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Nabaltec AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre,
sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 nicht eingetreten.
Nabaltec erwartet dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards
und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden,
eine sich weiterhin positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte. Die rasante
Erholung 2010 hat gezeigt, dass Nabaltec nicht nur von Auf- und Nachholeffekten profitiert,
sondern die eigene Marktstellung weiter verbessern konnte.
Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in ihren
Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt
nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang
noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten
Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden.
Nach Prognosen der Deutschen Bank ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften
in den Jahren 2011 und 2012 ein anhaltendes Wachstum zu erwarten. In der Euro-Region
soll die Wirtschaftsleistung sogar weiter leicht an Dynamik gewinnen und 2011 um 1,2
% und 1,4 % im Jahr darauf wachsen. Deutschland soll weiterhin europäischer Wachstumsmotor
bleiben. In den USA wird die Wirtschaft stärker als im Euro-Raum wachsen. China und
Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.
| Konjunkturprognose |
|
|
| in % | 2011 | 2012 |
| Welt gesamt | 3,9 | 4,2 |
| USA | 3,0 | 3,4 |
| Euro-Raum | 1,2 | 1,4 |
| Deutschland | 2,0 | 1,4 |
| Frankreich | 1,2 | 1,6 |
| Italien | 0,9 | 1,2 |
| Spanien | 0,2 | 1,1 |
| Großbritannien | 2,2 | 2,0 |
| Japan | 0,1 | 1,7 |
| China | 8,7 | 8,4 |
| Indien | 8,2 | 8,5 |
Quelle: Deutsche Bank, 15. Dezember 2010
Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2011 eine leichte
Beruhigung, aber auch eine Fortsetzung des Wachstums erwarten.
Nabaltec erwartet für 2011 ein weiteres Wachstum der Nachfrage. Der aktuelle Auftragsbestand
von 53,3 Mio. Euro gibt eine deutliche Indikation für eine anhaltend starke Nachfrage.
Nabaltec hat mit Beginn des Jahres 2011 für alle Produkte Preiserhöhungen realisiert.
Regional gesehen rechnet Nabaltec in den USA mit einer Fortsetzung der guten Umsatzentwicklung.
Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise
dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus
China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem
stabilen Wachstum.
Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten
CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Die positiven
Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen
Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise
zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung
und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.
Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter
ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten
die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang
die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen,
sind von der Baukonjunktur abhängig. Die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich,
in der Telekommunikation und der IT lassen auch 2011 und 2012 gute Wachstumsimpulse
erwarten. Die Indizien für eine Fortsetzung des Wachstums in den Märkten des halogenfreien
Flammschutzes sind erkennbar. Unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen
in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von
halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter
vorantreiben. Neue Marktstudien von 2010 sagen beispielsweise für den halogenfreien
Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 6,5 % bis 2014 voraus (auf Basis ATH).
Eine zentrale Aufgabe für 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den Additiven
und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der Additive sieht Nabaltec gute Wachstumschancen,
da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen
Stabilisatoren in der PVC-Verarbeitung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert.
Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen
giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird,
hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich
durchlaufen. Die Additive von Nabaltec kommen insbesondere bei neuentwickelten Produkten
zum Einsatz. Entsprechend müssen die Zielsetzungen für die Marktdurchdringung mittelfristig
angelegt sein.
Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie.
Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 und dem Produktionsstart 2010
in Schwandorf die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie
sukzessive zu gewinnen, beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte
erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die
Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten
weltweit enorm. Deshalb gilt es jetzt für Nabaltec strategisch wichtige Positionen
zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen
und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern. Weitere
Einsatzfelder sollen ebenso erschlossen werden, beispielsweise in der Katalyse oder
bei Hochtemperatur-Batterien.
Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die
weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach den deutlichen Aufholeffekten 2010 ist
jetzt mit einer stabilen Weiterentwicklung zu rechnen. Insbesondere wird der Bedarf
an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur
so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.
Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich intakten
Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte
in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, die weltweit weiter an Bedeutung
gewinnen.
Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren
in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2011 im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) 2011 prognostiziert das Unternehmen
eine im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionale Verbesserung. Für das Geschäftsjahr
2012 erwartet Nabaltec eine weitere Steigerung des Umsatzes und operativen Ergebnisses
(EBIT) gegenüber 2011.
Die Nabaltec AG wird 2011 ihre Investitionen gegenüber 2010 wieder ausbauen. Im Mittelpunkt
stehen Investitionen in den Ausbau der Feinsthydroxide. Nabaltec konzentriert sich
besonders auf deckungsbeitragsstarke Produktbereiche. Im Unternehmensbereich "Technische
Keramik" soll mit Investitionen die eigene ausgezeichnete Marktposition bei hochwertigen
Produkten ausgebaut werden. Weitere Investitionsschwerpunkte sind Maßnahmen zur Sicherstellung
der Lieferbereitschaft, zusätzliche Infrastrukturverbesserungen und die Optimierung
der Energieeffizienz.
Die Abschreibungen in der Nabaltec AG werden 2011 planmäßig steigen und damit die
umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Rückführung
der Kredite wird 2011 planmäßig fortgesetzt.
Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen
Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.
Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs
der Nabaltec AG liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse.
Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen
zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
Schwandorf, 2. März 2011
Nabaltec AG
Der Vorstand
| Johannes Heckmann | Gerhard Witzany |
|
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
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TEUR | TEUR |
| A. | ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
105 |
141 |
| 2. | geleistete Anzahlungen | 71 | 65 |
|
|
|
176 | 206 |
| II. | Sachanlagen |
|
|
| 1. | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
15.123 |
15.660 |
| 2. | technische Anlagen und Maschinen | 50.242 | 52.757 |
| 3. | andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.000 | 1.797 |
| 4. | geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.353 | 698 |
|
|
|
70.718 | 70.912 |
| III. | Finanzanlagen |
|
|
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 163 | 163 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.079 | 8.382 |
| 3. | Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 0 | 864 |
|
|
|
9.242 | 9.409 |
|
|
|
80.136 | 80.527 |
| B. | UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
| I. | Vorräte |
|
|
| 1. | Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.080 | 8.896 |
| 2. | fertige Erzeugnisse und Waren | 8.118 | 8.707 |
|
|
|
19.198 | 17.603 |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.596 | 416 |
| 2. | sonstige Vermögensgegenstände | 13.361 | 2.816 |
|
|
|
14.957 | 3.232 |
| III. | Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 18.672 | 278 |
|
|
|
52.827 | 21.113 |
| C. | RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 334 | 389 |
|
|
|
133.297 | 102.029 |
|
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
|
TEUR | TEUR |
| A. | EIGENKAPITAL |
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital Bedingtes Kapital: TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000) |
8.000 | 8.000 |
| II. | Kapitalrücklage | 30.824 | 30.824 |
| III. | Genussrechtskapital | 1.211 | 1.730 |
| IV. | Bilanzgewinn | 0 | 0 |
|
|
|
40.035 | 40.554 |
| B. | SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN | 42 | 177 |
| C. | RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
| 1. | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.738 | 8.440 |
| 2. | Steuerrückstellungen | 16 | 487 |
| 3. | sonstige Rückstellungen | 3.302 | 2.595 |
|
|
|
12.056 | 11.522 |
| D. | VERBINDLICHKEITEN |
|
|
| 1. | Verbindlichkeiten aus Anleihen | 30.000 | 0 |
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 38.589 | 41.433 |
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.534 | 5.019 |
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 248 | 287 |
| 4. | sonstige Verbindlichkeiten | 2.793 | 3.037 |
|
|
- davon aus Steuern: TEUR 174 (Vj. TEUR 145) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 20 (Vj. TEUR 17) |
|
|
|
|
|
81.164 | 49.776 |
|
|
|
133.297 | 102.029 |
|
|
|
01.01. - 31.12.2010 | 01.01. - 31.12.2009 | ||
|
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| 1. | Umsatzerlöse |
|
112.701 |
|
73.060 |
| 2. | Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen |
|
-756 |
|
-2.183 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
308 |
|
1.161 |
| Gesamtleistung |
|
112.253 |
|
72.038 | |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge |
|
2.787 |
|
1.199 |
|
|
|
|
115.040 |
|
73.237 |
| 5. | Materialaufwand: |
|
|
|
|
|
|
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
63.933 |
|
41.319 |
|
|
|
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 510 | 64.443 | 611 | 41.930 |
| Rohergebnis |
|
50.597 |
|
31.307 | |
| 6. | Personalaufwand: |
|
|
|
|
|
|
a) Löhne und Gehälter | 14.410 |
|
11.427 |
|
|
|
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung: TEUR 681 (Vj. TEUR 1.617) |
3.375 |
|
3.826 |
|
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
7.023 |
|
5.480 |
|
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 21.722 | 46.530 | 14.824 | 35.557 |
|
|
|
|
4.067 |
|
-4.250 |
| 9. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 190 (Vj. TEUR 198) |
190 |
|
198 |
|
| 10. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 99 |
|
270 |
|
| 11. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (Vj. TEUR 254) |
0 |
|
254 |
|
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon Vergütungen für Genussrechtskapital TEUR 405 (Vj. TEUR 405) |
4.526 |
|
2.853 |
|
| Finanzergebnis |
|
-4.237 |
|
-2.639 | |
| 13. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
-170 |
|
-6.889 |
| 14. | Außerordentliche Aufwendungen | 320 |
|
0 |
|
| 15. | Außerordentliches Ergebnis |
|
320 |
|
0 |
|
|
|
|
-490 |
|
-6.889 |
| 16. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 16 |
|
202 |
|
| 17. | sonstige Steuern | 13 | 29 | 55 | 257 |
| 18. | Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) |
|
-519 |
|
-7.146 |
| 19. | Gewinnvortrag |
|
0 |
|
3.876 |
| 20. | Entnahme aus Genussrechtskapital |
|
519 |
|
3.270 |
| 21. | Bilanzgewinn |
|
0 |
|
0 |
Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches
in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 aufgestellt.
Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr
2010. Bei der erstmaligen Aufstellung nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen
auf Grund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend
wurden die Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung beachtet. Für die Gewinn-
und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Die Nabaltec AG, Schwandorf, ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs.
3 HGB.
Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden,
gegenüber dem Vorjahr teilweise modifizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewandt:
Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen im
Zugangsjahr werden zeitanteilig vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer, die sich an den steuerlich zulässigen Höchstsätzen orientieren. Selbstständig
nutzungsfähige Anlagegüter bis zu EUR 150,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr
des Zugangs als Betriebsausgabe erfasst. Für Anlagegüter, die diesen Wert übersteigen,
aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet, der mit jeweils
1/5 p.a. gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden zeitanteilig
vorgenommen. In den Herstellungskosten sind Zinsen für Fremdkapital enthalten.
Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Falls notwendig,
wird eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern
die Gründe für die Beibehaltung des niedrigeren Wertansatzes nicht mehr bestehen,
erfolgt eine Zuschreibung auf den höheren beizulegenden Wert.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter
Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten werden
nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Posten, deren beizulegender Wert am Abschlussstichtag
unter den Anschaffungskosten liegt, werden auf den niedrigeren beilzulegenden Wert
abgeschrieben.
Die Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren
Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden in den Herstellungskosten
nicht berücksichtigt. Im Rahmen einer Gruppenbewertung gemäß § 240 Abs. 4 HGB werden
die Fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei werden die
Herstellungskosten für gleichartige und annähernd gleichwertige Produkte nicht den
einzelnen Posten zugeordnet, sondern mittels eines gewogenen Durchschnittswerts der
jeweiligen Gruppe ermittelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare
Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung
wurde im Berichtsjahr nicht gebildet.
Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag,
die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der
Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten
Ertragsteuersatzes von aktuell 28,08 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer,
Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung
würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung
würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr
ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.
Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Zuwendungsbetrages
passiviert und wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 5,15 % p.a.
auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Aufgrund des
Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr TEUR 267 (1/15
des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen
zugeführt. Es existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre
verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung
nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.
Die Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen
jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. Gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Rückstellungen i.S.d. § 249 Abs. 2 HGB a.F. beizubehalten.
Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt,
werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten
werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs
am Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden
mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen
werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs
am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite
dargestellt.
Im Berichtsjahr wurden Zinsen für Fremdkapital in Höhe von TEUR 66 in die Herstellungskosten
einbezogen.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen
ein Factoring-Unternehmen aus Kaufpreiseinbehalten (TEUR 1.129), Umsatzsteuererstattungsansprüchen
(TEUR 1.063), einem Erstattungsanspruch aus Mineralölsteuer (TEUR 272), einem Erstattungsanspruch
aus Stromsteuer (TEUR 670) sowie einer Festgeldanlage mit Restlaufzeit >3 Monate (TEUR
10.000) zusammen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr.
Von den Rechnungsabgrenzungsposten betreffen TEUR 288 Disagiobeträge aus Darlehensgewährungen
und TEUR 47 vorausbezahlte Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres.
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|
|
Stand |
|
|
|
|
|
|
01.01.2010 | Zugang | Abgang | Umbuchung | 31.12.2010 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte s owie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.046.031,62 | 36.360,26 | 0,00 | 0,00 | 2.082.391,88 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 64.425,32 | 6.177,83 | 0,00 | 0,00 | 70.603,15 |
|
|
2.110.456,94 | 42.538,09 | 0,00 | 0,00 | 2.152.995,03 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
18.882.126,85 | 138.049,30 | 0,00 | 0,00 | 19.020.176,15 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 79.425.140,14 | 2.898.261,71 | 0,00 | 445.159,80 | 82.768.561,65 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
5.656.027,23 | 633.963,14 | 79.345,34 | 4.590,05 | 6.215.235,08 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698.072,69 | 3.104.144,00 | 0,00 | -449.749,85 | 3.352.466,84 |
|
|
104.661.366,91 | 6.774.418,15 | 79.345,34 | 0,00 | 111.356.439,72 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 162.930,73 | 1.726,32 | 1.726,32 | 0,00 | 162.930,73 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen |
9.203.850,61 | 189.794,32 | 0,00 | 0,00 | 9.393.644,93 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 864.141,49 | 0,00 | 0,00 | -864.141,49 | 0,00 |
|
|
10.230.922,83 | 191.520,64 | 1.726,32 | -864.141,49 | 9.556.575,66 |
|
|
117.002.746,68 | 7.008.476,88 | 81.071,66 | -864.141,49 | 123.066.010,41 |
|
|
KumulierteAbschreibungen | ||||
|
|
Stand |
|
|
|
Stand |
|
|
01.01.2010 | Zugang | Zuschreibg. | Abgang | 31.12.2010 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.904.858,23 | 72.167,32 | 0,00 | 0,00 | 1.977.025,55 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
|
|
1.904.858,23 | 72.167,32 | 0,00 | 0,00 | 1.977.025,55 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.222.388,31 | 674.551,53 | 0,00 | 0,00 | 3.896.939,84 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 26.668.025,60 | 5.858.740,74 | 0,00 | 0,00 | 32.526.766,34 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.858.803,44 | 417.535,45 | 0,00 | 61.335,27 | 4.215.003,62 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
|
|
33.749.217,35 | 6.950.827,72 | 0,00 | 61.335,27 | 40.638.709,80 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 821.840,83 | 0,00 | 507.092,17 | 0,00 | 314.748,66 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
|
|
821.840,83 | 0,00 | 507.092,17 | 0,00 | 314.748,66 |
|
|
36.475.916,41 | 7.022.995,04 | 507.092,17 | 61.335,27 | 42.930.484,01 |
|
|
Buchwert | Buchwert | Abschreibungen |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | d. Geschäftsjahres |
|
|
EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
105.366,33 | 141.173,39 | 72.167,32 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 70.603,15 | 64.425,32 | 0,00 |
|
|
175.969,48 | 205.598,71 | 72.167,32 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
15.123.236,31 | 15.659.738,54 | 674.551,53 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 50.241.795,31 | 52.757.114,54 | 5.858.740,74 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.000.231,46 | 1.797.223,79 | 417.535,45 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.352.466,84 | 698.072,69 | 0,00 |
|
|
70.717.729,92 | 70.912.149,56 | 6.950.827,72 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 162.930,73 | 162.930,73 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 9.078.896,27 | 8.382.009,78 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 864.141,49 | 0,00 |
|
|
9.241.827,00 | 9.409.082,00 | 0,00 |
|
|
80.135.526,40 | 80.526.830,27 | 7.022.995,04 |
| a) Gezeichnetes Kapital | EUR 8.000.000,00 |
Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.000.000 Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
b) Genehmigtes Kapital
| Zum 31. Dezember 2010 besteht folgendes Genehmigtes Kapital (befristet bis zum 22. Oktober 2011) | EUR 3.000.000,00 |
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt,
das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22. Oktober 2011 durch
Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis
zu EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien
ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des
Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).
| c) Bedingtes Kapital | EUR 3.000.000,00 |
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch
Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien)
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich
der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen,
die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft
ausgegeben werden.
| d) Kapitalrücklage | EUR 30.824.219,3 |
Die Kapitalrücklage hat sich in 2010 nicht verändert.
| e) Genussrechtskapital | EUR 1.210.827,54 |
Im Eigenkapital ist ein Genussrechtskapital in Höhe von nominal TEUR 5.000 enthalten.
Die planmäßige Laufzeit endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht
der Vertragsparteien. Das Genussrechtskapital erfüllt die Voraussetzung des IDW HFA
1/1994 für den Ausweis als Eigenkapital.
Nach der Genussrechtsvereinbarung ist der Rückzahlungsbetrag des Genussrechts um den
Jahresfehlbetrag eines testierten Jahresabschlusses herabzusetzen, soweit dieser nur
durch Gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Als Gebundenes Eigenkapital ist
dabei das Grundkapital und die Kapitalrücklage (Agio) anzusehen. Da sich im Berichtsjahr
ein Jahresfehlbetrag von EUR 518.996,02 ergab, wurde das Genussrechtskapital entsprechend
reduziert.
| f) Bilanzgewinn | EUR | 0,00 |
| Stand 1.1.2010 | EUR | 0,00 |
| Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2010 | EUR | 518.996,02 |
| Entnahme aus Genussrechtskapital | EUR | 518.996,02 |
| Stand 31.12.2010 | EUR | 0,00 |
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der
Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde nach den Vorschriften des BilMoG durchgeführt.
Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik
mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen
wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere
Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a. 5,15 %, Gehaltstrend
p.a. 2,75 % und Rententrend p.a. 2,00 %. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde
pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz laut Bundesbank angesetzt, der sich
bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergibt sich ein
Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.009; dieser wurde im Berichtsjahr mit TEUR 267
(1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, die verbleibende
Unterdeckung zum 31. Dezember 2010 beträgt somit TEUR 3.742.
Zur Sicherung von direkten Zusagen für die Altersversorgung sind Rückdeckungsversicherungen
verpfändet und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen worden. Damit sind
die Schulden mit den korrespondierenden Vermögensgegenständen sowie die entsprechenden
Aufwendungen und Erträge zu verrechnen. Zum Bilanzstichtag wird insofern der Aktivwert
aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 980 mit dem Erfüllungsbetrag der
Rückstellung in Höhe von TEUR 9.718 verrechnet wodurch ein saldierter Bilanzausweis
von TEUR 8.738 resultiert. In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden
Erträge aus der Rückdeckung in Höhe von TEUR 116 ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert
der Rückdeckungsversicherungen entspricht der Höhe nach dem Aktivwert. Der Aktivwert
beinhaltet die laufenden Beitragszahlungen sowie den Ertrag aus der Verzinsung der
Rückdeckungsversicherung, der sich entsprechend dem Anlageerfolg des Versicherers
entwickelt.
Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR
1.927), Sanierungs- und Entsorgungsaufwendungen (TEUR 73) sowie ausstehende Rechnungen
(TEUR 946).
Die Jubiläumsrückstellung wird nach der PUC-Methode unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes
von 5,15 % und eines Gehaltstrends von 2,75 % bewertet. Aus der Neubewertung zum 1.
Januar 2010 resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 53, der über den außerordentlichen
Aufwand den Rückstellungen zugeführt wurde.
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten unter Angabe gewährter
Sicherheiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
(Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt)
|
|
Gesamtbetrag | Restlaufzeiten | Besicherte Beträge |
Art der Sicherheit | ||
|
|
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bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
|
|
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
|
| Anleihen | 30.000 |
0 | 30.000 |
0 | 0 |
|
|
|
(0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
38.589 |
6.520 |
26.344 |
5.725 |
38.589 |
Grundschulden, Sicherungsübereignung |
|
|
(41.433) | (3.045) | (25.849) | (12.539) | (41.433) |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
9.534 |
9.534 |
0 |
0 |
0 |
|
|
|
(5.019) | (5.019) | (0) | (0) | (0) |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
248 |
248 |
0 |
0 |
0 |
|
|
|
(287) | (287) | (0) | (0) | (0) |
|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.793 |
2.793 |
0 | 0 |
0 |
|
|
|
(3.037) | (368) | (2.669) | (0) | (0) |
|
|
|
81.164 |
19.095 |
56.344 |
5.725 |
38.589 |
|
|
|
(49.776) | (8.719) | (28.518) | (12.539) | (41.433) |
|
Am 15. Oktober 2010 hat die Nabaltec AG ihre erste Unternehmensanleihe im Volumen
von 30 Mio. Euro erfolgreich platziert. Das Wertpapier verfügt über eine Laufzeit
bis zum 14. Oktober 2015 und eine feste Verzinsung von 6,50 % pro Jahr. Der Rückzahlungskurs
beträgt 100,00 %.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollumfänglich
aus Lieferungen und Leistungen.
Entsprechend HFA 1/1984 sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten bereits ausbezahlte
Zuwendungen in Höhe von TEUR 1.983 enthalten, denen noch keine entsprechenden Investitionen
gegenüberstehen. Dieser Betrag ist bis zu der bestimmungsgemäßen Verwendung unter
den Sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen.
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten:
|
|
2010 |
|
2009 |
|
|
|
TEUR | % | TEUR | % |
| Deutschland | 33.938 | 30,1 | 21.987 | 30,1 |
| Übriges Europa | 51.411 | 45,6 | 37.267 | 51,0 |
| USA | 16.752 | 14,9 | 7.805 | 10,7 |
| Rest der Welt | 10.600 | 9,4 | 6.001 | 8,2 |
|
|
112.701 | 100,0 | 73.060 | 100,0 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen:
|
|
2010 |
|
2009 |
|
|
|
TEUR | % | TEUR | % |
| Funktionale Füllstoffe | 75.916 | 67,4 | 50.193 | 68,7 |
| Technische Keramik | 36.785 | 32,6 | 22.867 | 31,3 |
|
|
112.701 | 100,0 | 73.060 | 100,0 |
Im Berichtsjahr wurden aufgrund der geänderten Währungsparität in den Ausleihungen
an verbundene Unternehmen Zuschreibungen von TEUR 507 erfasst (§ 256a HGB) und den
sonstigen betrieblichen Erträgen gutgeschrieben.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung
(TEUR 1.246) enthalten:
| Realisierte Kursgewinne Unrealisierte Erträge aus der Bewertung |
TEUR 739 TEUR 507 |
Aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultieren außerordentliche Aufwendungen
von TEUR 267 aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und von TEUR 53
aufgrund der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen.
Die Sonstigen Steuern enthalten mit TEUR 18 periodenfremde Erträge aus der Rückerstattung
von Grundsteuer.
Zur Liquiditätsverbesserung hat die Nabaltec AG Leasingverträge mit einem Geschäftsjahresaufwand
von TEUR 2.836 abgeschlossen und Forderungen im Umfang von TEUR 18.562 an einen Factor
abgetreten. Dem aus dem Factoringvertrag resultierenden Übergang des Delkredererisikos
auf den Factor stehen in 2010 Aufwendungen für die Abwicklung und Vorfinanzierung
des Forderungsverkaufs von TEUR 586 gegenüber.
Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 5.032 | 5.524 |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen: | 4.895 | 5.402 |
Die Gesellschaft haftet für Bürgschaften und Garantien Dritter mit TEUR 5.032 (Avalobligo).
Diese Bürgschaft betrifft mit TEUR 4.895 Bankverbindlichkeiten der Nashtec LLC. Gemäß
den Planungsunterlagen der Tochtergesellschaft ist derzeit keine Inanspruchnahme aus
der Bürgschaft zu erwarten.
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung
der Finanzlage von Bedeutung sind:
|
|
|
31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
| a) | Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Service- und Beraterverträgen | 7.611 | 9.709 |
|
|
davon |
|
|
|
|
- fällig bis zu 1 Jahr | 2.780 | 3.102 |
|
|
- von 1 bis 5 Jahren | 4.831 | 6.421 |
|
|
- von mehr als 5 Jahren | 0 | 186 |
| b) | Verpflichtungen (Bestellobligo) aus Investitionsaufträgen | 1.611 | 1.821 |
|
|
- davon fällig bis zu 1 Jahr | 1.611 | 1.821 |
|
|
Summe | 9.222 | 11.530 |
|
|
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
Die Gesellschaft hat auf freiwilliger Basis die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung
abgegeben. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik
"Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.
Das Abschlussprüfungshonorar für den Jahresabschluss 2010 beläuft sich auf TEUR 80
(einschließlich der Vergütung für die Prüfung des Konzernjahresabschlusses der Gesellschaft).
Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe
von TEUR 12. Auf Grund von Steuerberatungsleistungen wurde der Abschlussprüfer mit
TEUR 22 vergütet.
Es bestanden keine wesentlichen, zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden der Tochtergesellschaft Nashtec LLC keine zusätzlichen
finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt.
Es wurden im Berichtsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,08 %, der sich
aus dem Körperschaftssteuersatz, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuersatz zusammensetzt.
| Posten | Buchwerte |
|
Latente Steuer | ||
|
|
Buchwert lt. Handelsbilanz TEUR |
Buchwert lt. Steuerbilanz TEUR |
Differenz TEUR |
aktiv TEUR |
passiv TEUR |
| Aktive latente Steuern |
|
|
|
|
|
| Pensionsrückstellung | -9.718 | -9.089 | -629 | 177 |
|
| Sonstige Rückstellungen | -3.302 | -2.901 | -401 | 113 |
|
| Finanzanlagen (Darlehen Nashtec) | 9.079 | 9.394 | -315 | 88 |
|
|
|
-3.941 | -2.596 | -1.345 | 378 |
|
| Passive latente Steuern |
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände |
1.596 | 1.554 | 42 |
|
12 |
|
|
1.596 | 1.554 | 42 |
|
12 |
| Verlustvortrag |
|
|
|
609 |
|
| Saldo |
|
|
|
975 |
|
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
|
|
2010 |
|
|
Anzahl |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 177 |
| Angestellte | 125 |
| Geringfügig Beschäftigte | 15 |
|
|
317 |
Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 43 Auszubildende beschäftigt.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus mindestens einer Person. Die
Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat
kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden ernennen. Derzeit ist keines der Vorstandsmitglieder
zum Vorsitzenden ernannt.
Dem Vorstand gehören an:
Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)
Dipl.-Kaufmann
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands nach § 285 S. 1 Nr. 9a HGB wurde gemäß
§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat gehören
zum Zeitpunkt der Anhangserstellung folgende Mitglieder an:
Dipl.-Physiker im Ruhestand
Dipl.-Chemiker im Ruhestand
Professor für Ingenieurkeramik
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für das Geschäftsjahr 2010 Bezüge von
insgesamt TEUR 42.
Schwandorf, 2. März 2011
Nabaltec AG
Der Vorstand
| Johannes Heckmann | Gerhard Witzany |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nabaltec
AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen
in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss
unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den gesetzlichen Vorschriften und
den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Nürnberg, den 10. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| (Thiermann) | (ppa. Sauer) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Aktionäre,
die Nabaltec AG hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Nicht nur der Rückgang
von 2009 konnte aufgeholt werden, sondern es wurde ein Rekordumsatz in der Unternehmensgeschichte
erzielt. Eine sehr stabile Finanzstruktur und Liquiditätsausstattung, nicht zuletzt
durch die erfolgreiche Anleiheemission 2010, sowie die Erfolge in neuen Produktanwendungen
lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Sowohl die erfreuliche Entwicklung
in der weltweiten Konjunktur als auch in der Nachfrage der Abnehmerbranchen geben
uns die Möglichkeit, gezielt den Blick nach vorn zu richten.
Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend
den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig
und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde
in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren,
frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.
Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz,
Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung
unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden.
Im Berichtsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 15. April
2010, am 10. Juni 2010 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 30. September 2010
und am 10. Dezember 2010 zusammen. 2011 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung
am 4. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen
Sitzungen 2010 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich
und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb
der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2010 wurde in drei Fällen den
Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt.
Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin
auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen
und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2010 keine Interessenkonflikte bei einzelnen
Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine
ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder
des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft
oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen
G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen
Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe
sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.
Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand
in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In
Monats und Quartalsberichten wurde uns insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation,
die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung
berichtet. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fortlaufend
über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und
wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand ich
mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations-
und Gedankenaustausch.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung,
geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens-
und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2010 intensiv erörtert:
| ― |
Jahresabschluss 2009 für AG und Konzern |
| ― |
Ausgabe einer Inhaber-Teilschuldverschreibung und damit zusammenhängend Mittelverwendung und Finanzplanung |
| ― |
Corporate Governance, insbesondere zur künftigen Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat |
| ― |
Marktchancen der neuen Produktbereiche |
| ― |
Geschäftsentwicklung der Nashtec |
| ― |
Planung 2011 und mittelfristige Planung bis 2013 |
| ― |
Investitions- und Finanzierungsplanung für 2011 bis 2013 |
Weitere Schwerpunkte unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren
im Jahr 2010 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2011, die Wirksamkeit
des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern
sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 12. März 2010 die gemeinsame Entsprechenserklärung
2010 abgegeben und diese den Aktionären auf der UnternehmensHomepage www.nabaltec.de
dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere
in der Sitzung am 10. Dezember 2010 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung
2011 vorbereitet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat für seine künftige Zusammensetzung
Prioritäten und konkrete Ziele formuliert. Weitere Informationen zur Corporate Governance
der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.
Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands
geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden.
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom
Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht
der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage
der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht
geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung
vom 10. Juni 2010 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung
des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hätten begründen können. Der Abschlussprüfer war
zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit
hätten begründen können sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung
hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkte für die Prüfung 2010 wurden die Begebung einer
Inhaberteilschuldverschreibung einschließlich der Bilanzierung der Emissionskosten,
die Umstellung der Rechnungslegung gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) sowie die Prüfung der Prozessbereiche "Beschaffung" und "Vorratsmanagement"
festgelegt.
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den
Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen
allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung
am 4. April 2011 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert.
Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner
Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen
des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten
durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch
die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.
Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht
hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der
Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2010.
Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle
und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die 2010 erneut unter Beweis gestellt haben, wie innovativ und erfolgreich
Nabaltec ist.
Schwandorf, 4. April 2011
Dr. Leopold von Heimendahl
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß
§ 161 AktG:
Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex")
seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26.03.2007 in den Geschäftsjahren
2007 bis 2010 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten
Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den im Bundesanzeiger veröffentlichten
Empfehlungen des Kodex, in der Fassung vom 26.05.2010, vom Geschäftsjahr 2011 an mit
folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― |
Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht. |
| ― |
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern. |
| ― |
Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben. |
| ― |
Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend. |
| ― |
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll. |
| ― |
Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtplenums effektiv arbeitet. |
| ― |
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat gesetzt und wird dementsprechend eine derartige konkrete Zielsetzung bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht berücksichtigen. Der Corporate-Governance-Bericht wird keine Ausführungen zu einer derartigen konkreten Zielsetzung und zum Stand ihrer Umsetzung enthalten (Kodex Ziffer 5.4.1, Absätze 2 und 3). Der Aufsichtsrat hält die Festlegung konkreter Ziele, also die Benennung von absoluten Zahlen oder Quoten sowie von Umsetzungsfristen, im Zusammenhang mit der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat nicht für sachgerecht. Er ist der Auffassung, dass der Aufsichtsrat nur dann im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre jeweils bestmöglich zusammengesetzt werden kann, wenn bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht deren Geschlecht, sondern deren Kenntnisse und Fähigkeiten den Ausschlag geben. |
| ― |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist, für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend. |
| ― |
Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind. |
Schwandorf, 11.03.2011
| Der Vorstand: | Der Aufsichtsrat: |
| Johannes Heckmann | Dr. Leopold von Heimendahl |
| Gerhard Witzany | Dr. Dieter J. Braun |
|
|
Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
Nabaltec AG
Alustraße 50 - 52
92421 Schwandorf
Deutschland
Telefon: +49 9431 53-0
Telefax: +49 9431 53-260
www.nabaltec.de