Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

die Nabaltec AG kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 mit einem neuen Rekordumsatz zurückblicken. Die Entwicklung zeigt einmal mehr, dass die Markt- und Wettbewerbsposition der Nabaltec AG auf dem Weltmarkt gut gefestigt ist und dass die Treiber in unseren Absatzmärkten weiterhin intakt sind. Gleichwohl lag und liegt das besondere Augenmerk von Aufsichtsrat und Vorstand darauf, die sich schnell ändernden Marktsituationen aufmerksam zu beobachten und jederzeit kurzfristig handlungsfähig zu sein.

Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und entsprechend den Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich ergänzend auch schriftlich und fernmündlich beraten

Im Berichtsjahr 2013 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen, am 19. April 2013, am 20. Juni 2013 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 7. Oktober 2013 und am 12. Dezember 2013, zusammen. 2014 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 10. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2013 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich ergänzend auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2013 wurde in vier Fällen den Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt. Dabei handelte es sich unter anderem um die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe und die Begebung eines Schuldscheindarlehens von bis zu 50 Mio. Euro sowie den Abschluss von Rohstofflieferverträgen.

Der Aufsichtsrat hat die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit mit positivem Ergebnis geprüft

Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2013 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Professor Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, mit positivem Ergebnis geprüft.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurde ihm insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement sowie Fragen der Compliance und Unternehmensstrategie. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2013 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2012 für AG und Konzern einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag

Corporate Governance, insbesondere Änderungen des Kodex vom 13. Mai 2013

Marktpotenziale neuer Produkte

Planung 2014 und mittelfristige Planung bis 2016

Investitions- und Finanzierungsplanung für 2014 bis 2016

Weitere Schwerpunkte der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2013 Zielsetzung und Realisierungsstand von Innovationsprojekten und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2014 die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 8. März 2013 die gemeinsame Entsprechenserklärung abgegeben

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 8. März 2013 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2013 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 12. Dezember 2013 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2014 vorbereitet. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2013

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2013 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Umstände bekannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründeten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, den Aufsichtsrat sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können, sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkt für die Prüfung 2013 wurde der Prozessbereich "Finanzmanagement" festgelegt.

Abschlussprüfer erteilt uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 10. April 2014 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers waren die Beurteilung des Konzernjahresabschlusses der Nabaltec AG sowie der rechnungslegungsbezogenen Kontrollen des Bereichs "Finanzmanagement". Rechnungslegungsbezogene Schwächen in diesem Bereich wurden durch den Abschlussprüfer nicht festgestellt. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat alle Fragen umfassend und zu seiner Zufriedenheit beantwortet.

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Der Aufsichtsrat billigt somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2013. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nabaltec AG, die 2013 einmal mehr ihre Solidarität zum Unternehmen bekundeten sowie durch innovative Ideen erfolgreich agiert und dabei gleichzeitig die dauerhafte Zufriedenheit der Kunden im Blick behalten haben.

 

Schwandorf, 10. April 2014

DR. LEOPOLD VON HEIMENDAHL, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Umweltfreundliche und hochspezialisierte Produkte

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid (ATH) und Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 250.000 Tonnen mit einem Exportanteil von knapp 70 %.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:

flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden

Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren und aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten oder als Flammschutz in der Elektronikindustrie eingesetzt werden

keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie

hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften garantiert Nabaltec-Produkten ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Denn insbesondere im Bereich der funktionalen Füllstoffe können halogenfreie Flammschutzmittel, wie die Produkte von Nabaltec, zunehmend bislang eingesetzte schwermetallhaltige und damit umweltbelastende Füllstoffe ersetzen. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird deshalb in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.

Als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid verfügt Nabaltec über Produktionsstandorte in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA). Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und die wichtigsten Märkte unmittelbar bedienen.

Markt für reaktive Aluminiumoxide entwickelt sich überproportional gut

Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verfügen Nabaltec-Produkte aufgrund der Vielzahl an Anwendungen und relevanten Zielmärkten über sehr gute Wachstumspotenziale. Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist die Basis für eine gezielte, kundenindividuelle Gestaltung und Weiterentwicklung der Produkte.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Nabaltec AG ist mit 51 % an dem Joint Venture Nashtec LLC (USA) beteiligt. Der Partner in diesem Joint Venture ist Sherwin Alumina. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.

Nabaltec gliedert ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche

Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in Marktsegmente bzw. Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden vier Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.

Mit dem Marktsegment "Umwelttechnik" konzentriert sich Nabaltec auf die Entwicklung neuer Rohstoffe für Energiespeicher, Elektromobilität, Katalyse und für die Abgasreinigung von Kraftwerken.

UNTERNEHMENSBEREICHE

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel

Additive

Umwelttechnik

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe

Keramische Massen

DIENSTLEISTUNGSBEREICHE

Kaufmännische Dienste

Controlling/Finanzen

Technische Dienste

Analysenzentrum

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende Ziele und strategische Schwerpunkte:

1. QUALITÄTSFÜHRERSCHAFT UND EINE MARKTPOSITION UNTER DEN JEWEILS DREI FÜHRENDEN ANBIETERN IN DEN ZIELMÄRKTEN

Nabaltec ist einer der führenden Anbieter von flammhemmenden Füllstoffen

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse, u.a. von Roskill. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich bereits einer der führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend, auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.

2. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG AUF WACHSTUMSMÄRKTE

Weltweit setzen sich umweltschonende, ungiftige und sichere Produkte und Verfahren immer stärker durch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von knapp 70% kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den Top-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein.

3. OPTIMIERUNG DES KUNDENNUTZENS DURCH FORTLAUFENDE WEITERENTWICKLUNG DER PRODUKTIONSPROZESSE UND DER PRODUKTQUALITÄT

Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend optimiert

Durch den ständigen Austausch mit den Kunden wird die eigene Produkt- und Prozessentwicklung laufend optimiert und auf kundenspezifische Anforderungen ausgerichtet. Daraus ergeben sich nicht nur für den Kunden Verarbeitungsvorteile, wie z.B. eine einfachere und schnellere Fertigung, sondern auch Kostenvorteile für Nabaltec durch geringere Herstellungs- und Entwicklungskosten. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das eigene Technikum sowie in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und kooperiert bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

4. GEZIELTE ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE

Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio in drei Dimensionen:

durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden, Beispiele sind Additive, Böhmite und Polieroxide

durch gezielte Weiterentwicklung bestehender Produkte in neuen Qualitäten, die speziell auf Kundenanforderungen abgestellt sind

durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für ganz neue Anwendungsfelder

Mit der eigenen Technikumsanlage in Kelheim verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen.

5. FLEXIBLE UND SCHNELLE ANPASSUNG DER KAPAZITÄTEN UND KOSTENSTRUKTUREN DANK HOCHAUFLÖSENDER CONTROLLING-PROZESSE

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen den Absatz- und Losgrößenschwankungen weitgehend anzupassen.

6. SICHERSTELLUNG DER ZUKUNFTSINVESTITIONEN DURCH EINE STARKE FINANZIERUNGSBASIS

Um das Potenzial beider Unternehmensbereiche im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Diese Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Fördermitteln sowie dem im Jahr 2013 platzierten Schuldscheindarlehen zusammensetzt.

1.3 STEUERUNGSSYSTEM

Zielvereinbarungsprozess definiert Verantwortlichkeiten

Die Nabaltec AG hat einen das ganze Unternehmen umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inklusive Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec seit 2003 auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROCE, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

1.4 GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Vergütung des Vorstands und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang näher erläutert.

VORSTAND

Die Vorstandsverträge wurden am 14. Juli 2011 neu gefasst und am 3. Dezember 2013 letztmalig aufgrund eines Aufsichtsratsbeschlusses geändert. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile, wobei sich letztere jährlich wiederkehrend am geschäftlichen Erfolg orientieren und bezogen auf das Jahresfestgehalt nach oben begrenzt sind. Mit der Vergütung ist die gesamte Tätigkeit der jeweiligen Mitglieder des Vorstands für die Gesellschaft und deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgegolten.

Variables Vergütungssystem für Vorstand

Die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung errechnet sich wie folgt: Von dem konsolidierten Jahresüberschuss nach IFRS vor Steuern unter Verrechnung der Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter und nach Abzug eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr erhält jedes Mitglied des Vorstands eine Tantieme von 4% des Betrags, der das 8,33fache des Festgehalts überschreitet. Die variable Vergütung ist auf maximal 100 % des Jahresfestgehalts begrenzt.

Im Rahmen der festen Vergütungsbestandteile gewährt die Gesellschaft dem Vorstand neben dem Festgehalt Nebenleistungen in Form von Dienstwagennutzung, Unfallversicherung, den gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer entsprechenden Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zeitlich begrenzter Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Todesfall. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Vorstands mit Eintritt des Pensionsfalles eine Pension in Höhe von maximal 67 % des zuletzt erreichten Bruttofestgehalts; weiter wird einem hinterbliebenen Ehegatten Witwengeld von bis zu 75 % der Pension gewährt.

Im Rahmen einer D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 17.500.000,00 Euro werden die Vorstände unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts von 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen ihrer festen jährlichen Vergütung mitversichert.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde zuletzt mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 neu gefasst. Die Bezüge setzen sich aus einer festen Vergütung in Höhe von 10.000,00 Euro je Geschäftsjahr und einem Sitzungsgeld von 1.000,00 Euro je Aufsichtsratssitzung zusammen, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats jeweils das Eineinhalbfache der vorstehend genannten Beträge erhält. Beginnt oder endet die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds während eines Geschäftsjahres, steht ihm die feste Vergütung für dieses Geschäftsjahr zeitanteilig zu.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine D&O-Versicherung einbezogen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser abgeschlossenen D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 17.500.000,00 Euro ohne Selbstbeteiligung der versicherten Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt die Gesellschaft.

1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

F&E-Aktivitäten spielen eine zentrale Rolle

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen liegt darauf, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung & Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch die technische Ausbildung der Vertriebsmitarbeiter ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energie- und Prozessoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Projekte mit Forschungspartnern

Die langjährig erarbeitete Inhouse-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem die RWTH in Aachen, das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit, Abteilung Kunststoffe, in Darmstadt, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V., das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) in beiden Unternehmensbereichen.

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec in der Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits siebenmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.

F&E-Aktivitäten orientieren sich an Kunden- und Marktanforderungen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Bei Additiven und Böhmit will Nabaltec die Qualitätsführerschaft einnehmen

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie die Identifizierung und Erschließung neuer Einsatzgebiete. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2013 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ist ein wichtiger Wachstumsmarkt

Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von umweltfreundlichen Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.

Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL® , werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z.B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuen Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf die Zusammenarbeit mit Sumitomo Chemical verwiesen. Gemeinsam mit unserem strategischen Partner erfolgt eine gezielte Anpassung unserer mineralischen Füllstoffe auf den japanischen Markt. Das Augenmerk ist dabei auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften speziell für den japanischen Markt gerichtet.

Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL® -Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.

Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Luftfahrtindustrie. So haben wir Freigaben im Bereich glasfaserverstärkter Kunststoffe für Innenraumanwendungen in Flugzeugen durch Anpassung unserer APYRAL® -AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.

Neue spezielle Qualitäten für technische Thermoplaste

Für technische Thermoplaste führt die Nabaltec AG neue spezielle Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® B (Böhmit) in Anwendungen ein, in denen bis dato noch keine mineralischen Flammschutzmittel großtechnisch im Einsatz waren. Hier zeichnen sich unsere Produkte nicht nur als Flammschutzmittel aus, sondern tragen gezielt zur Verbesserung anderer physikalischer Eigenschaften in den produzierten Fertigteilen bei.

Bezüglich neuer Trends in der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Rohstoffen für alternative Energiespeicher und Elektromobilität. Auch werden verstärkt spezielle Produkte sowohl auf Basis von Aluminiumhydroxid als auch Böhmit in der Katalyse sowie zur Reinigung von Kraftwerksabgasen eingesetzt.

Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Innerhalb des NABALOX® -Produktbereiches lag die Weiterentwicklung verschiedener Qualitäten zur Anwendung als Poliermittel im Mittelpunkt der Tätigkeit. Zur Vorbereitung des großtechnischen Markteintritts wurden Anwendungsuntersuchungen bei Kunden durchgeführt und Freigaben erreicht. Über diesen Zielmarkt hinaus konnte auch das Potenzial der Neuprodukte in anderen Anwendungen gezeigt werden.

Reaktive Aluminiumoxide werden hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt

Die reaktiven Aluminiumoxide von Nabaltec werden derzeit hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt, wo die Produkte bereits heute einen wesentlichen Beitrag bei der Herstellung leistungsfähiger monolithischer und geformter Produkte leisten. Im Ergebnis der fortlaufenden Untersuchungen zur Produktverbesserung konnte eine Neuqualität zur Ergänzung des Portfolios im Markt vorgestellt werden.

Daneben wurden die umfangreichen anwendungstechnischen Untersuchungen im Rahmen des Projektes zur Entwicklung neuer reaktiver Aluminiumoxide mit geändertem Anwendungsprofil weitgehend abgeschlossen. Ein erstes Produkt wurde im Pilotmaßstab erzeugt und im Markt vorgestellt.

Im Rahmen eines AiF-Projektes wurden die Arbeiten zur Charakterisierung und Optimierung technologischer Verarbeitungseigenschaften sprühgranulierter Aluminiumoxide fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Versuchsmaterialien für externe Untersuchungen bereitgestellt. Ein daraus abgeleitetes Optimierungspotenzial soll auf die GRANALOX® -Produktpalette der Nabaltec übertragen werden.

Neben verschiedenen kundenspezifischen Entwicklungen wurde ein Projekt zur Herstellung festigkeitsoptimierter Keramiken bearbeitet.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Weltproduktion wächst 2013 um 2,9 %

Nachdem bereits 2011 mit 3,8 % und 2012 mit 3,1 % ein nur noch recht moderater Anstieg der Weltproduktion verzeichnet werden konnte, lag 2013 nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) die Zunahme der Weltproduktion bei 2,9 %. Damit fiel das weltwirtschaftliche Wachstum im Berichtsjahr zwar geringer aus als in den Vorjahren, unterjährig zeigte sich jedoch eine Belebung der Weltkonjunktur. So konnte im dritten Quartal 2013 die höchste Zuwachsrate der Weltproduktion seit Ende 2010 verzeichnet werden. Wichtige Faktoren dieser Entwicklung waren die fortgeschrittene Konsolidierung im privaten Sektor in den Vereinigten Staaten, erste Erfolge der strukturellen Anpassungsmaßnahmen im Euroraum sowie die wieder anziehende Konjunktur in den Schwellenländern. Trotz dieser Impulse schwächte sich das Wachstum in Summe für das Gesamtjahr 2013 in vielen wichtigen Wirtschaftsregionen etwas ab. In den Vereinigten Staaten legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 lediglich um 1,6% nach 2,8% im vergangenen Jahr zu. In China fiel die Zunahme des BIP mit 7,5 % ebenfalls etwas geringer aus als im Vorjahr mit 7,8 %, während sich die Wachstumsrate in Indien mit 4,0 % (Vorjahr: 3,7 %) leicht erhöhte.

Der Euroraum konnte sich im Berichtsjahr ab dem zweiten Quartal aus der Rezession lösen. Zuvor war die gesamtwirtschaftliche Produktion über einen Zeitraum von sechs Quartalen zurückgegangen. Der konjunkturellen Erholung fehlte es allerdings noch an Schwung, so dass bezogen auf das Gesamtjahr 2013 die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum mit -0,4 % (Vorjahr: -0,7 %) leicht zurückging.

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich weiterhin sehr widerstandsfähig

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich auch weiterhin trotz der Rezession im Euroraum als sehr widerstandsfähig und konnte 2013, wenn auch etwas langsamer als in den Vorjahren, weiter wachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legte das preisbereinigte BIP um 0,4 % zu nach 0,7 % im Jahr 2012 und 3,3 % im Jahr 2011. Belastet wurde die deutsche Wirtschaft laut Statistischem Bundesamt vor allem durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und durch die gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung, was die Binnennachfrage nur bedingt kompensieren konnte. Erschwerend kam noch der negative Außenbeitrag aufgrund erhöhter Importe hinzu. Wesentliche positive Impulse gingen sowohl von den privaten als auch staatlichen Konsumausgaben aus.

2.1.2 BRANCHENSITUATION

Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie lag 2013 mit 188,0 Mrd. Euro um 0,5% leicht über dem Niveau des Vorjahres (Quelle: VCI - Verband der Chemischen Industrie e.V.). Denn obwohl die Produktion der deutschen Chemieindustrie um 1,5 % zulegen konnte, behinderte eine rückläufige Entwicklung der Preise um -1 % das Umsatzwachstum.

Der Inlandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen stieg im Vergleich zu 2012 um 1 % auf 75,0 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz hingegen stagnierte bei 113,0 Mrd. Euro.

Chemiebranche stockt Investitionen auf und investiert 6,4 Mrd. Euro

Nach zwei Jahren nahezu gleichbleibender Investitionen stockte die Chemiebranche 2013 ihre Mittel für Sachanlagen auf. Sie investierte im Inland mit 6,4 Mrd. Euro 2 % mehr als im Jahr davor. Der größte Teil des Zuwachses entfiel dabei auf Kapazitätserweiterungen (42 %). Dennoch übertrafen die Investitionen 2013 nur geringfügig die Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mrd. Euro, was laut VCI stark von den inländischen Investitionsbedingungen abhängt. Geringe Planungssicherheit und lange Planungszeiten bei Großprojekten sowie das große Gefälle bei den Energiekosten sind Gründe dafür, dass Investitionen in der Chemiebranche zurzeit verstärkt nach Asien und vor allem in die USA fließen.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage ist unverändert intakt

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 5 % bis 2017 aus (auf Basis ATH, Quelle: Roskill). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf den Produktbereich feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus. Nabaltec konnte 2013 in allen vier Quartalen an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen und im Produktbereich Feinsthydroxide einen neuen Rekordwert erzielen. Auch für umweltfreundliche Additive in der Kunststoffproduktion und für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern bleiben die Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec AG gut.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt, die auch 2013 weiterhin von einer schwachen Nachfrage belastet war und sich erst in den letzten Wochen des Jahres leicht erholen konnte. Diesem Trend konnte Nabaltec durch Branchendiversifizierung und überproportionale Entwicklung wertschöpfungsstarker Produkte entgegenwirken. Marktexperten erwarten aber weiterhin bei Feuerfestprodukten und in der technischen Keramik ein Wachstum von jährlich rund 3 % (Quelle: Roskill).

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Die Geschäftsentwicklung 2013 verlief für die Nabaltec AG zufriedenstellend. Anders als in den Jahren zuvor wies sie keine nach Halbjahren zweigeteilte, sondern eine weitgehend konstant bleibende Dynamik auf. Sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr konnte der Umsatz die Vergleichswerte aus dem Vorjahr übertreffen. Insgesamt stieg der Umsatz 2013 um 2,9 % auf 132,9 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um 5,0 % auf 10,5 Mio. Euro (2012: 10,0 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie konnte ein Plus von 26,9 % auf 0,33 Euro (2012: 0,26 Euro) verzeichnen, und das Eigenkapital wuchs um 6,1 % auf 50,4 Mio. Euro (2012: 47,5 Mio. Euro).

Die kommunizierten Prognosen bei Umsatz und Gewinn wurden damit erfüllt.

Die Marktstellung der Nabaltec AG hat sich nach Einschätzung des Managements 2013 weiter verbessert. Die jeweiligen Spitzenpositionen unter den Top 3 in den relevanten Zielmärkten konnten bestätigt oder ausgebaut werden.

Erfolgreicher Geschäftsverlauf setzt sich Anfang 2014 fort

Ein überproportionaler Umsatzrückgang war im Dezember 2013 zu verzeichnen. Viele Kunden reduzierten zum Jahresende konsequent ihre Lagerbestände. Aufgrund der Zurückhaltung der Kunden im Dezember sind die Fertigwarenläger der Nabaltec zum Jahresstart gut gefüllt und ermöglichen dem Unternehmen eine stetige Lieferfähigkeit. Im Januar und Februar 2014 konnten wieder deutliche Absatzsteigerungen verzeichnet werden. Nabaltec ist mit dem Produktspektrum und ihrer über die Jahre aufgebauten Reputation bestens für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf 2014 aufgestellt.

2.3 LAGE

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Der Nabaltec-Konzern hat 2013 einen Umsatz von 132,9 Mio. Euro erzielt und somit das Niveau des Vorjahres um 2,9 % übertroffen (2012: 129,2 Mio. Euro). Die Absatzmenge über alle Unternehmensbereiche hinweg konnte deutlich um 6,8 % gesteigert werden. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2013 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote stieg leicht auf 69,2 % nach 69,0 % im Jahr 2012.

Zweites Halbjahr 2013 über Vorjahr

Das erste Halbjahr 2013 blieb, wie bereits auch in den Vorjahren, die treibende Kraft der guten Umsatzentwicklung. Zugleich konnte das zweite Halbjahr im Vergleich zu 2011 und 2012 deutlich an Dynamik hinzugewinnen. Das erste Quartal 2013 übertraf mit einem Umsatz von 34,8 Mio. Euro nochmals den bereits sehr guten Wert des Vorjahresquartals. Das zweite Quartal bestätigte mit 34,0 Mio. Euro fast den Vergleichswert. Im zweiten Halbjahr wurden mit 33,8 Mio. Euro im dritten und 30,3 Mio. Euro im vierten Quartal die Werte aus 2012 deutlich übertroffen, dennoch war im vierten Quartal bezogen auf den Monat Dezember ein Rückgang in der Nachfrage zu verzeichnen. Sowohl die direkten Kunden als auch die weiterverarbeitenden Industrien reduzierten ihre Lagerbestände zum Jahresende auf Minimumwerte.

Über das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 131,5 Mio. Euro. Das Jahr 2013 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 14,9 Mio. Euro.

Der Bereich "Funktionale Füllstoffe" konnte im Geschäftsjahr 2013 den Vorjahresumsatz von 89,9 Mio. Euro um 0,8 % auf 90,6 Mio. Euro steigern. Vor allem eine Zunahme der Absatzmenge trug zu dieser stabilen Entwicklung maßgeblich bei.

Die US-Tochter Nashtec konnte ihre Position im Markt weiter festigen und den Ertrag des Konzerns nachhaltig stützen.

Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" konnte 2013 vorrangig durch eine erhöhte Absatzmenge und den Ausbau wertschöpfungsstarker Produkte einen Umsatz von 42,3 Mio. Euro nach 39,3 Mio. Euro im Vorjahr und damit ein Plus von 7,6 % erreichen.

UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 2013 (in Mio. Euro)

UMSATZ NACH REGIONEN 2013 (in %)

Gesamtleistung stieg um 3,8 %

Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern stieg 2013 um 3,8 % von 129,4 Mio. Euro auf 134,3 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist vor allem der Aufbau der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zu einer Reduzierung im Vorjahr. Die aktivierten Eigenleistungen betrugen 0,2 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,3 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,4 Mio. Euro aufgrund rückläufiger Kursgewinne.

OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG

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(in %) 2013 2012
Materialaufwand 51,8 52,0
Personalaufwand 16,8 16,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,7 17,9

Materialaufwandsquote sank um 0,2 Prozentpunkte

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 51,8 % gesenkt werden. Die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) blieb 2013 mit 49,1 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 49,3 %. In absoluten Zahlen lag das Rohergebnis mit 66,0 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres von 63,8 Mio. Euro.

Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) 2013 blieb unverändert zum Vorjahr bei 16,8 %. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern sank geringfügig von 417 zum 31. Dezember 2012 auf 415 zum 31. Dezember 2013.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 23,2 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich leicht von 17,9 % auf 17,7 %. Während sich die Quoten für Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen konstant zeigten, stieg die Kostenquote für Fremd- und Reparaturleistungen an. Rückläufige Quoten sind gegenüber dem Vorjahr für allgemeine Verwaltung, Beratung, Versicherungen und Personalnebenkosten zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 5,3 % von 18,8 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist vor allem der Anstieg der Gesamtleistung im Geschäftsjahr.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 9,2 Mio. Euro errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 10,5 Mio. Euro nach 10,0 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung basiert ebenso wie beim EBITDA auf einer gestiegenen Gesamtleistung bei weiterhin steigenden Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr.

EBIT (in Mio. Euro)

Einmalige Aufzinsungskosten durch vorzeitige Rückzahlung der Anleihe

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 4,7 Mio. Euro (2012: 4,1 Mio. Euro). Darin enthalten ist das zum Vorjahr nahezu unveränderte Finanzergebnis 2013 in Höhe von -5,9 Mio. Euro. Es setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen von 6,2 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,3 Mio. Euro. Die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe zum 31. Dezember 2013 führte im vierten Quartal 2013 zu einmaligen Aufzinsungskosten (anteilige Platzierungskosten der Anleihe) von 0,6 Mio. Euro. Daneben waren im vierten Quartal zusätzlich die Zinsaufwendungen des im Oktober 2013 begebenen Schuldscheindarlehens zu berücksichtigen. Mit dem Wegfall der Zinsbelastung für die Anleihe ab Januar 2014 wird sich das Finanzergebnis zunehmend verbessern. Die Unternehmensfinanzierung konnte mit der Platzierung des Schuldscheindarlehens langfristig zu guten Konditionen gesichert werden.

Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2013 bei 0,9 Mio. Euro (2012: 1,1 Mio. Euro) und enthält latente Steuern von 0,4 Mio. Euro (2012: 0,6 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei 2,6 Mio. Euro nach 2,1 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,26 Euro im Jahr 2012 auf 0,33 Euro.

Segmentbericht: Entwicklungen in den Unternehmensbereichen

FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE

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(in Mio. Euro) 2013 2012
Umsatz 90,6 89,9
EBITDA 13,4 14,7
EBIT 6,7 8,3
Investitionen 2,4 5,4

Die grundlegenden Markttreiber für Nabaltec-Produkte waren 2013 voll intakt

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2013 um 0,8 % gestiegen. Die Fortführung der sehr guten Entwicklung aus 2011 und 2012 zeigt, dass auch 2013 die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec voll intakt waren und diese über ausgezeichnete Perspektiven verfügen. Weltweit sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit weiterhin auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang eingesetzten halogenierten Alternativen.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

EBITDA im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" sank auf 13,4 Mio. Euro

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" schwächte sich auf Basis des EBITDA um 8,8 % von 14,7 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro im Berichtsjahr ab. Wesentlicher Faktor war die leicht rückläufige Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahr.

Rund 40 % der Gesamtinvestitionen des Nabaltec-Konzerns flossen in den Bereich "Funktionale Füllstoffe", vor allem für die Optimierung von Produktionsprozessen.

TECHNISCHE KERAMIK

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(in Mio. Euro) 2013 2012
Umsatz 42,3 39,3
EBITDA 6,4 4,1
EBIT 3,8 1,7
Investitionen 3,4 3,3

Umsatz im Unternehmensbereich "Technische Keramik" stieg um 7,6 %

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" stieg der Umsatz um 7,6 % von 39,3 Mio. Euro auf 42,3 Mio. Euro im Berichtsjahr. Vor allem in Europa zeigte sich im Bereich der reaktiven Tonerden eine sehr hohe Nachfrage. Auch für diesen Unternehmensbereich sieht Nabaltec vor allem bei den wertschöpfungsstarken Produkten weiterhin intakte Markttreiber.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "TECHNISCHE KERAMIK" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Das EBITDA im Unternehmensbereich "Technische Keramik" legte aufgrund gestiegener Umsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr um 56,1 % von 4,1 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro zu.

60 % der Gesamtinvestitionen flossen in den Bereich "Technische Keramik"

Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" bildete 2013 den Investitionsschwerpunkt im Nabaltec-Konzern. Rund 60 % der Gesamtinvestitionen flossen in diesen Bereich, vor allem in die Kapazitätserweiterung wertschöpfungsstarker Produkte und in die Optimierung von Produktionsprozessen.

2.3.2 FINANZLAGE

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in das Konzern-Liquiditätsmanagement eingebunden.

Auswirkungen von Wechselkursschwankungen konnte weitgehend eliminiert werden

Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro auf die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 7,8 Mio. Euro (2012: 8,7 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).

Nabaltec stellt Finanzierung langfristig sicher

Der Finanzierungsbedarf des Wachstums sowie der getätigten Investitionen wird über langfristige Bankdarlehen sowie seit Oktober 2013 zusätzlich über ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 50 Mio. Euro sichergestellt. Die Laufzeit des Schuldscheindarlehens beträgt drei, fünf und sieben Jahre sowohl in variabler als auch fester Verzinsung. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur. Darüber hinaus wurden Fördermittel der Regierung der Oberpfalz von 4,15 Mio. Euro für Investitionsprojekte genehmigt, wovon 3,15 Mio. Euro im vierten Quartal 2013 ausbezahlt wurden.

Die im Oktober 2010 emittierte Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro hat die Nabaltec AG zum 31. Dezember 2013 gekündigt und zurückbezahlt.

2.3.2.1 KAPITALSTRUKTUR

Eigenkapitalquote sank leicht auf 28,6%

Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2013 von 47,5 Mio. Euro auf 50,4 Mio. Euro. Das Plus resultiert aus der Gewinnentwicklung 2013. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 29,4 % auf 28,6 % durch die Begebung des Schuldscheindarlehens, ein im ersten Quartal 2013 aufgenommenes langfristiges Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. Euro und der dadurch höheren Bilanzsumme. Diese Eigenkapitalausstattung stellt im Branchenvergleich weiterhin eine solide Basis dar.

Langfristige Schulden nahmen auf 94,5 Mio. Euro zu

Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr per Saldo von 76,2 Mio. Euro auf 94,5 Mio. Euro zu. Darin enthalten sind das Schuldscheindarlehen mit netto 49,6 Mio. Euro sowie das langfristige Darlehen von 5,0 Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen entsprechend deutlich um 44,9 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 1,1 Mio. Euro auf 18,9 Mio. Euro im Jahr 2013.

Die kurzfristigen Schulden konnten 2013 von 37,8 Mio. Euro auf 31,4 Mio. Euro gesenkt werden. Gründe hierfür waren vor allem die planmäßige Rückzahlung des Genussrechtskapitals in Höhe von 5,0 Mio. Euro im Januar 2013 sowie geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

STRUKTUR DER PASSIVA (in %)

Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Mit dem Laufzeitende der Verträge zum 29. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 hat Nabaltec auf Basis aktueller Kaufangebote des Leasinggebers die technischen Anlagen und Maschinen erworben. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgte jeweils zum vertraglichen Leistungszeitpunkt am 16. Dezember 2013 bzw. 2. Januar 2014. Die Laufzeiten weiterer Leasingverträge belaufen sich auf bis zu fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.3.2.2 INVESTITIONEN

Nabaltec hat 2013 insgesamt 5,8 Mio. Euro investiert

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses 5,8 Mio. Euro investiert nach 8,7 Mio. Euro im Vorjahr. Schwerpunkte der Investitionen bildeten vor allem die Maßnahmen zur weiteren Prozessoptimierung in beiden Unternehmensbereichen sowie die Kapazitätserweiterung für wertschöpfungsstarke Produkte im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

2.3.2.3 LIQUIDITÄT

Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 40,0 % auf 12,9 Mio. Euro (2012: 21,5 Mio. Euro). Der Rückgang ist ausnahmslos aus Veränderungen im Working Capital generiert. Sowohl die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro, die Bestandserhöhung der Vorräte von 2,6 Mio. Euro als auch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva in Höhe von 2,9 Mio. Euro führten zu einem Cashabfluss im Geschäftsjahr.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -2,6 Mio. Euro (bereinigt um neue Investitionszulagen von 3,2 Mio. Euro) gegenüber -10,6 Mio. Euro im vorangegangenen Jahr.

Vorzeitige Ruckführung der Unternehmensanleihe in Höhe von 30 Mio. Euro

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2013 bei 5,2 Mio. Euro nach -12,9 Mio. Euro im Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Finanzkredite in Höhe von 9,9 Mio. Euro planmäßig getilgt, die Unternehmensanleihe in Höhe von 30 Mio. Euro zurückbezahlt sowie neue Kredite in Höhe von 54,6 Mio. Euro (inklusive Verrechnung der Platzierungskosten für das Schuldscheindarlehen) aufgenommen. Die gezahlten Zinsen blieben mit 4,6 Mio. Euro im Berichtsjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2012: 4,7 Mio. Euro) und beinhalten die Zinszahlung der Anleihe bis zum 31. Dezember 2013.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2013 bei 29,7 Mio. Euro nach 14,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

2.3.2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2013 von 161,5 Mio. Euro auf 176,3 Mio. Euro.

STRUKTUR DER AKTIVA (in %)

In den Aktiva reduzierte sich das Sachanlagevermögen leicht auf 111,8 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 116,0 Mio. Euro). Die Position technische Anlagen und Maschinen sank deutlich, da 2013 insgesamt weniger Investitionen im Laufe des Jahres in Betrieb genommen wurden und zusätzlich erhöhte Abschreibungen erfolgten. Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 112,3 Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von 0,3 Mio. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte erreichten zum 31. Dezember 2013 einen Anteil von 63,7 % der Bilanzsumme, die kurzfristigen Vermögenswerte 36,3 %.

2.4 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Nabaltec AG zieht zusätzlich zu den bereits im Wirtschaftsbericht (Abschnitte 2.2 Geschäftsverlauf und 2.3 Lage) veröffentlichten Ertragskennziffern die nachstehenden finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Konzerns heran. Dieses unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem ermöglicht der Unternehmensführung eine wertorientierte Steuerung des Konzerns.

Wesentliche Renditekennzahlen der Nabaltec AG:

UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN

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(in %) 2013 2012
Eigenkapitalrendite 7,3 6,3
Return on Capital Employed (ROCE) 7,9 7,6

Die Eigenkapitalrendite betrug 7,3 %

Die Eigenkapitalrendite, die sich aus dem Verhältnis von Konzerngewinn zum Eigenkapital ergibt, betrug im Berichtsjahr 7,3 % und lag damit über dem Wert des Vorjahres von 6,3 %. Ursächlich hierfür ist die gute Ergebnisentwicklung.

Der Return on Capital Employed stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital). Im Berichtszeitraum ergab sich für diese Kennzahl ein Wert von 7,9 % nach 7,6 % im Vorjahr.

2.4.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Mitarbeiter

Die Ausbildungsquote lag 2013 bei 11,1 %

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2013 insgesamt 415 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 417). Davon waren 413 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 416) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 46 Auszubildende (31. Dezember 2012: 53). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 11,1 % auch im Geschäftsjahr 2013 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Die Ausbildungsquote lag 2013 leicht unter dem Niveau des Vorjahres, aber weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt . Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in angeboten.

Nabaltec gehört regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand

Die Nabaltec AG gehört laut dem bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleich "TOP JOB" regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Auszeichnungen wie diese, die Nabaltec 2012 bereits zum dritten Mal erhielt, sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

Kundenbeziehungen

Nabaltec konnte während und vor allem auch nach der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals festigen und deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Auch der konsequente Ausbau unserer Beratungskompetenz über Sach- und Personalinvestitionen im Bereich F&E zeichnen die Nabaltec als kompetenten und potenten Lieferanten aus.

Nabaltec-Produkte werden zielgerichtet für die Kundenbedürfnisse entwickelt

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in bedarfsgerechten Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Besonders bei Neuprodukten durchläuft Nabaltec mit den Kunden oft lang andauernde und intensive Freigabeprozeduren. Bei erfolgreichem Abschluss ziehen diese zumeist langfristige Liefervereinbarungen zu verlässlichen Konditionen und Mengen nach sich.

Managementsysteme

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen schon 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 auch ein Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem nach BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2013 wurden Wiederholungsaudits für die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 14001 an den Standorten Schwandorf und Kelheim durchgeführt. Des Weiteren fand ein Überwachungsaudit nach BS OHSAS 18001 statt. Am Standort Corpus Christi wurde ebenfalls ein Wiederholungsaudit für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 erfolgreich durchgeführt.

Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv zu begegnen, hat die Nabaltec AG schon im Jahr 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt. Im Jahr 2012 wurde die Umstellung des zertifizierten Energiemanagementsystems von der Europäischen Norm EN 16001 zur internationalen Norm ISO 50001 vollzogen und 2013 erfolgreich rezertifiziert. Darüber hinaus erfolgte die Reakkreditierung des Analysenzentrums der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Umweltschutz

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise schwermetallhaltige Zusatzstoffe, wie Blei, und halogenhaltige Flammschutzkomponenten, wie Brom, in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an. Ein Beispiel für die Schonung von Ressourcen ist das Betriebswasser, welches aus der Naab entnommen wird. Der Wasserverbrauch ist gegenüber dem Jahr 2011 im Jahr 2012 um ca. 20 % gefallen, und diesen Wert konnten wir auch 2013 halten. Gründe hierfür sind viele kleine Verbesserungen in den Prozessen.

Wesentlicher Anteil des Energiebedarfs wird durch regenerative Energie gedeckt

Wie auch in den Jahren zuvor wurde ein besonderes Augenmerk auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2013 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wurde bis 2016 verlängert. Ziel ist es weiterhin, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

CAHC-Anlage arbeitet vollständig ohne Produktionsabwässer

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.

Kapitalmarkt

Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Belege hierfür sind zum einen die Unternehmensanleihe 2010 sowie das Schuldscheindarlehen 2013. Dieser Zugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.

3. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 nicht eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 PROGNOSEBERICHT

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Gute Zukunftsperspektiven für Schlüsselprodukte

Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2014 durchweg intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage, sollte sich das Umfeld nicht grundlegend ändern. Das Unternehmen nimmt in seinen Märkten eine internationale Spitzenstellung ein. Basierend auf dem weiteren Ausbau der Marktposition 2013 und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für ihre Schlüsselprodukte.

KONJUNKTUR UND BRANCHE

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) erwartet für 2014 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,7 %. Das Wachstum in Asien (ohne Japan) soll überproportional um 6,6 % steigen, für die USA wird ein Plus von 2,3 % erwartet. Voraussetzung für diese Prognosen ist, dass die Zentralbanken in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten und die Notenbankzinsen für die wichtigsten Weltwährungen weiterhin sehr niedrig bleiben.

IfW rechnet 2014 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung im Euroraum

Für den Euroraum rechnet das IfW nach einem Rückgang um 0,4 % im Jahr 2013 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 0,9 % im Jahr 2014, da die Mehrzahl der Krisenländer die Rezession dann wohl hinter sich gelassen haben wird. Einzig Griechenland (-1,0 %) und Zypern (-3,5 %) sollen noch einen negativen Einfluss auf die Entwicklung im Euroraum ausüben.

Für Deutschland prognostiziert das IfW ein Wachstum der Konjunktur von 1,7 %. Die Deutsche Bank rechnet etwas verhaltener mit einem Plus von 1,5 %, wobei sie von einer allgemeinen Belebung der Weltkonjunktur und dem Ausbleiben von größeren Turbulenzen in der Eurozone oder den Emerging Markets ausgeht.

PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR

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(in %) 2014 2015
Welt gesamt 3,7 4,0
USA 2,3 3,0
Euroraum 0,9 1,6
Deutschland 1,7 2,5
Frankreich 0,8 1,4
Italien 0,4 1,0
Vereinigtes Königreich 2,0 2,3
Japan 1,5 1,1
China 7,5 7,0
Indien 5,0 5,0

Quelle: Institut für Weltwirtschaft, "Weltkonjunktur im Winter 2013", 18. Dezember 2013

VCI erwartet 2014 einen Anstieg der Chemieproduktion um 2 %

Nachdem die Produktion der chemischen Industrie 2013 leicht zulegen konnte, der Umsatz aber wegen sinkender Preise nahezu stagnierte, startet die Branche mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2014. Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Zuwachs der Chemieproduktion von 2 %. Bei leicht sinkenden Erzeugerpreisen (-0,5 %) wird der Branchenumsatz um 1,5 % auf 191 Mrd. Euro steigen. Dabei setzt der Chemieverband eine weiter steigende Nachfrage im Inland voraus.

Grundsätzliche Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt

In den wichtigsten Zielmärkten sind die Aussichten nach Meinung von Nabaltec weitestgehend positiv. Die grundsätzlichen Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt. Politische Vorgaben sorgen weiterhin weltweit für zusätzliche Impulse bei umweltfreundlichen Flammschutzmitteln. Die deutsche und europäische Bauindustrie sowie die Automotivindustrie zeigen sich weiterhin stabil. Der Bereich Consumer Electronics ist bisher deutlich hinter den Erwartungen geblieben, die grundsätzlichen Markttreiber sind aber weiterhin intakt und sorgen für konstante Impulse. Speziell gilt dies für die sogenannte "Green Electronic" von namhaften Herstellern, die verstärkt auf umweltfreundliche Bauteile achten. Die Kabelindustrie profitiert von Sonderkonjunkturen, wie z. B. dem Ausbau der Stromnetze, insbesondere durch die Anbindung der dezentral erzeugten erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie. Die Kabelindustrie wird deshalb in Zukunft verstärkt hochwertige halogenfreie, flammhemmende Formulierungen nachfragen - die Domäne der Nabaltec AG.

PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Nabaltec will 2014 ihren Wachstumskurs beibehalten. Der Start in das Jahr 2014 verlief positiv. Der Anstieg im Umsatz soll vorrangig über ein Mengenwachstum in Kombination mit der Zunahme wertschöpfungsstarker Produkte erzielt werden. Allerdings muss abgewartet werden, wie sich das konjunkturelle Umfeld im weiteren Jahresverlauf entwickelt.

Zum 31. Dezember 2013 lag der Auftragsbestand bei 14,9 Mio. Euro.

Innerhalb der funktionalen Füllstoffe werden auch 2014 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben, bei gleichzeitig guten Wachstumsprognosen. Denn die Wachstumstreiber bleiben unverändert intakt, insbesondere gilt dies auch in den Bereichen, in denen die Substitution bislang verwendeter halogenierter Stoffe im Vordergrund steht. Für 2014 erwartet Nabaltec außerdem Impulse aus den jungen Produktbereichen Böhmit und CAHC. Die Perspektiven sind aus Sicht des Unternehmens und auf Basis der Kundenreaktionen vermehrt positiv.

Unter Voraussetzung einer anhaltenden Erholung der Stahlindustrie sehen wir eine weiterhin positive Entwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Nabaltec erwartet ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich

Unter Berücksichtigung einer sich weiter stabilisierenden konjunkturellen Entwicklung erwartet Nabaltec auch für das Jahr 2014 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) prognostiziert das Unternehmen für 2014 eine Marge auf dem Niveau des Vorjahres. Der weiteren Stabilisierung und Verbesserung der Ertragskraft dient ein straffes Kostenmanagement in allen Bereichen.

Für 2014 sollen sich die Investitionen gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorjahres nahezu verdoppeln. Vorrangig sind Investitionen in die Prozessoptimierung und Kapazitätserweiterung sowie Ersatzinvestitionen vorgesehen.

Das Finanzergebnis soll sich 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern, und Nabaltec wird planmäßig Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von rund 9 Mio. Euro tilgen.

HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK

Tatsächliche Entwicklung kann von Prognose abweichen

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflusst die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

4.2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

ABSATZMARKT

Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer und eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

BESCHAFFUNGSMARKT

Versorgung mit den wichtigsten Medien ist durch langfristige Verträge abgesichert

Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt diese Bestrebungen. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Darüber hinaus wird permanent an der Optimierung der Produktionsprozesse zur Senkung des spezifischen Energieverbrauchs gearbeitet. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix. Beispielsweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

FINANZMARKT

Zur Sicherung von Zins- und Devisenkursrisiken werden Swaps eingesetzt

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2013 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Begebung eines Schuldscheindarlehens im Oktober 2013 hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec AG zusätzlich verbessert.

Mit dem Factoring konnte auch 2013 ein wesentlicher Anteil der Forderungen finanziert werden.

PERSONALBEREICH

Intensive Weiterbildungs- und Nachwuchsprogramme

Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.

PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH

Die produktionsspezifischen Risiken sind überschaubar und beherrschbar

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.

UMWELTSCHUTZ

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen aktuell für zusätzliche Marktchancen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

Nabaltec ist als stromintensiver Betrieb, der im internationalen Wettbewerb steht, nach bisher geltendem Recht weitgehend von der EEG-Umlage befreit. Für das Jahr 2014 wurde der Bescheid zur Befreiung von der EEG-Umlage am 10. Dezember 2013 durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Nabaltec zugestellt. Am 18. Dezember 2013 hat die EU-Kommission angekündigt, ein Beihilfeverfahren gegen das deutsche EEG zu eröffnen. Die Veröffentlichung erfolgte am 7. Februar 2014. Die Einigung und Neuregelung über die künftigen Förderrichtlinien bei den erneuerbaren Energien und den Vergünstigungen für energieintensive Unternehmen werden im Verlauf des Jahres erwartet. Für Nabaltec besteht zukünftig das Risiko der Reduzierung der Besonderen Ausgleichsregelung.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Risikomanagement wird ständig weiterentwickelt

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

System der strategischen Planung

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

GESAMTBEURTEILUNG

Derzeit bestehen keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung

Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.

5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

 

Schwandorf, 3. März 2014

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

KONZERNJAHRESABSCHLUSS

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

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(in TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Umsatzerlöse 5.1 132.934 129.213
Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen   1.172 -479
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 223 622
Gesamtleistung   134.329 129.356
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 1.332 1.700
Materialaufwand 5.4 -69.613 -67.304
Rohergebnis   66.048 63.752
Personalaufwand 5.5 -22.518 -21.770
Abschreibungen 5.7 -9.231 -8.806
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 -23.768 -23.155
Betriebsergebnis (EBIT)   10.531 10.021
Zinsen und ähnliche Erträge 5.10 296 419
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.11 -6.173 -6.308
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT)   4.654 4.132
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 -939 -1.110
Konzernergebnis nach Steuern   3.715 3.022
Davon entfallen auf      
Anteilseigner des Mutterunternehmens   2.646 2.055
Nicht kontrollierende Gesellschafter   1.069 967
Konzernergebnis nach Steuern   3.715 3.022
Ergebnis je Aktie (in EUR)* 7.5 0,33 0,26

* siehe hierzu auch 6.8

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(in TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Konzernergebnis nach Steuern   3.715 3.022
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern)   -280 -124
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern)   -303 177
    -583 53
Posten, die nicht anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste   -251 -2.521
    -251 -2.521
Sonstiges Ergebnis   -834 -2.468
Davon entfallen auf      
Anteilseigner des Mutterunternehmens   -972 -2.607
Nicht kontrollierende Gesellschafter   138 139
Gesamtergebnis   2.881 554
Davon entfallen auf      
Anteilseigner des Mutterunternehmens   1.674 -552
Nicht kontrollierende Gesellschafter   1.207 1.106

KONZERNBILANZ

ZUM 31. DEZEMBER 2013

AKTIVA

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(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte   112.346 116.771
Immaterielle Vermögenswerte      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) 6.1 228 232
Sachanlagen   111.817 115.984
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 28.424 29.126
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 77.597 81.626
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 3.054 2.656
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 2.742 2.576
Aktive latente Steuern 5.12 301 555
Kurzfristige Vermögenswerte   63.928 44.729
Vorräte   26.211 23.597
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.3 13.562 12.168
Unfertige Erzeugnisse 6.3 217 261
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.3 12.432 11.168
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen   8.039 6.827
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.4 4.287 3.411
Forderungen aus Ertragsteuern 6.5 62 164
Sonstige Vermögenswerte 6.6 3.690 3.252
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7 29.678 14.305
SUMME AKTIVA   176.274 161.500

PASSIVA

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(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital   50.369 47.488
Gezeichnetes Kapital 6.8 8.000 8.000
Kapitalrücklage 6.8 29.764 29.764
Gewinnrücklage 6.8 9.711 9.711
Ergebnisvortrag   5.647 3.592
Konzernergebnis nach Steuern   2.646 2.055
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.8 -4.628 -3.656
Nicht kontrollierende Gesellschafter 6.8 -771 -1.978
Langfristige Schulden   94.471 76.245
Pensionsrückstellungen 6.9 18.920 17.834
Sonstige Rückstellungen 6.9 742 456
Verbindlichkeiten aus Anleihen 6.10 0 29.181
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 70.583 25.699
Passive latente Steuern 5.12 2.853 3.075
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 1.373 0
Kurzfristige Schulden   31.434 37.767
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.10 703 638
Sonstige Rückstellungen 6.9 156 206
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 9.942 9.668
Genussrechtskapital 6.10 0 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.10 8.707 10.403
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 11.926 11.852
SUMME PASSIVA   176.274 161.500

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

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(in TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit        
Ergebnis vor Steuern     4.654 4.132
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 9.231 8.806
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang   -1 4
- Zinserträge 5.10 -296 -419
+ Zinsaufwendungen 5.11 6.173 6.308
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen     19.761 18.831
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen   353 -28
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind   -1.314 -1.593
+/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte   -2.613 2.722
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind   -2.883 1.612
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern     13.304 21.544
-/+ Gezahlte Ertragsteuern   -416 -54
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit     12.888 21.490
Cashflow aus der Investitionstätigkeit        
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens   11 8
+ Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 6.10 3.150 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 -5.667 -10.499
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen 6.1 -58 -86
Cashflow aus der Investitionstätigkeit     -2.564 -10.577
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit        
- Auszahlungen für die Rückführung von Genussrechtskapital 6.10 -5.000 0
- Auszahlungen für die Rückführung von Anleihen 6.10 -30.000 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.10 54.600 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.10 -9.914 -8.436
- Gezahlte Zinsen   -4.586 -4.727
+ Erhaltene Zinsen   63 277
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit     5.163 -12.886
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente     15.487 -1.973
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds     -114 -69
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   6.7 14.305 16.347
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   6.7 29.678 14.305

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

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(in TEUR) Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital
  Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ergebnisvortrag Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapital-
veränderungen
Summe
Stand 01.01.2012 8.000 29.764 9.711 3.592 -1.049 50.018
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - -2.521 -2.521
Fremdwährungsumrechnung - - - - -158 -158
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - 72 72
Sonstiges Ergebnis - - - - -2.607 -2.607
Konzernergebnis nach Steuern - - - 2.055 - 2.055
Gesamtergebnis - - - 2.055 -2.607 -552
Stand 31.12.2012 8.000 29.764 9.711 5.647 -3.656 49.466
Stand 01.01.2013 8.000 29.764 9.711 5.647 -3.656 49.466
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - -251 -251
Fremdwährungsumrechnung - - - - -317 -317
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - -404 -404
Sonstiges Ergebnis - - - - -972 -972
Konzernergebnis nach Steuern - - - 2.646 - 2.646
Gesamtergebnis - - - 2.646 -972 1.674
Stand 31.12.2013 8.000 29.764 9.711 8.293 -4.628 51.140
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(in TEUR)    
  Nicht kontrollierende Gesellschafter Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2012 -3.084 46.934
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - -2.521
Fremdwährungsumrechnung 34 -124
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 105 177
Sonstiges Ergebnis 139 -2.468
Konzernergebnis nach Steuern 967 3.022
Gesamtergebnis 1.106 554
Stand 31.12.2012 -1.978 47.488
Stand 01.01.2013 -1.978 47.488
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - -251
Fremdwährungsumrechnung 37 -280
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 101 -303
Sonstiges Ergebnis 138 -834
Konzernergebnis nach Steuern 1.069 3.715
Gesamtergebnis 1.207 2.881
Stand 31.12.2013 -771 50.369

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

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(in TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.01.2013 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte 2.255 59 - 0 - 2.314
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.208 10 - 8 - 2.226
Geleistete Anzahlungen 47 49 - -8 - 88
Sachanlagen 170.919 5.716 27 0 -1.085 175.523
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.661 644 - 75 -308 36.072
Technische Anlagen und Maschinen 125.345 1.919 - 1.966 -743 128.487
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.337 935 27 11 -34 8.222
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.576 2.218 - -2.052 - 2.742
Summe Anlagevermögen 173.174 5.775 27 0 -1.085 177.837
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(in TEUR) Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2013 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte 2.023 63 - - 2.086
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.023 63 - - 2.086
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen 54.935 9.168 17 -380 63.706
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.535 1.197 - -84 7.648
Technische Anlagen und Maschinen 43.719 7.437 - -266 50.890
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.681 534 17 -30 5.168
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 56.958 9.231 17 -380 65.792
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(in TEUR) Buchwert Buchwert
  Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 228 232
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140 185
Geleistete Anzahlungen 88 47
Sachanlagen 111.817 115.984
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.424 29.126
Technische Anlagen und Maschinen 77.597 81.626
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.054 2.656
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.742 2.576
Summe Anlagevermögen 112.045 116.216

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

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(in TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.01.2012 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 2.169 86 - - - 2.255
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.168 39 - 1 - 2.208
Geleistete Anzahlungen 1 47 - -1 - 47
Sachanlagen 163.176 8.653 421 0 -489 170.919
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.852 547 - 402 -140 35.661
Technische Anlagen und Maschinen 109.909 5.584 345 10.529 -332 125.345
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.720 507 76 200 -14 7.337
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.695 2.015 - -11.131 -3 2.576
Summe Anlagevermögen 165.345 8.739 421 0 -489 173.174
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(in TEUR) Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2012 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 1.937 86 - - 2.023
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.937 86 - - 2.023
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen 46.777 8.720 409 -153 54.935
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.425 1.144 - -34 6.535
Technische Anlagen und Maschinen 37.097 7.073 345 -106 43.719
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.255 503 64 -13 4.681
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 48.714 8.806 409 -153 56.958
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(in TEUR) Buchwert Buchwert
  Stand 31.12.2012 Stand 31.12.2011
Immaterielle Vermögenswerte 232 232
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185 231
Geleistete Anzahlungen 47 1
Sachanlagen 115.984 116.399
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.126 29.427
Technische Anlagen und Maschinen 81.626 72.812
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.656 2.465
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.576 11.695
Summe Anlagevermögen 116.216 116.631

Konzernanhang

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

1. ALLGEMEINES

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 3. März 2014 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50-52, 92421 Schwandorf, Deutschland

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.

2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2012) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2013 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.

Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG.

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Für das Geschäftsjahr 2013 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

IAS 1 (Änderungen 2011) "Darstellung der Posten des Sonstigen Ergebnisses": Die Änderung fordert, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Posten künftig getrennt gezeigt werden müssen nach Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sogenanntes Recycling), und solchen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen. Die Änderungen betreffen lediglich die Darstellung und wirkten sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus.

Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen sehen neue qualitative und quantitative Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen vor. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben und verfolgt das Ziel einer weiteren Annäherung der IFRS und der US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze (US GAAP). Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

"Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011": Der IASB hat am 3. Mai 2012 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011" (Annual Improvements to IFRSs 2009-2011 Cycle) veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2009-2011 wurden kleinere Änderungen an den Standards IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 vorgenommen, deren Anwendung jedoch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hatte.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im November 2013 Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

IAS 27 (überarbeitet 2011) "Einzelabschlüsse": Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse zu erstellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben.

IAS 28 (überarbeitet 2011) "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im November 2009 hat der IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 ist unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Oktober 2010 hat der IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair-Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Ergänzungen sind unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Die bisher verpflichtende Anwendung des IFRS 9 für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wurde auf Perioden verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner werden Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen bei Übergang auf IFRS 9 anstelle einer Anpassung von Vorjahresangaben zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann, mit aufgenommen. Die in IFRS 9 geforderten zusätzlichen Anhangangaben wurden als Änderung an IFRS 7 hinzugefügt. Die Änderungen der beiden Standards wurden bisher nicht von der EU übernommen.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Im November 2013 hat der IASB die Änderungen "Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" herausgegeben und damit IFRS 9 im Hinblick auf die Aufnahme des neuen Modells für die allgemeine Sicherungsbilanzierung, die Gestattung der vorzeitigen Übernahme der Vorschrift, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus eigenem Kreditrisiko bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden, im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen, und die Streichung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts 1. Januar 2015 geändert. Die gegenwärtige Fassung von IFRS 9 enthält daher keinen Zeitpunkt des Inkrafttretens, steht aber - vorbehaltlich eventuell bestehender Übernahmeprozesse wie in der EU - für die vorzeitige Anwendung zur Verfügung. Ein verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt wird erst dann festgelegt, wenn alle Phasen des Projekts abgeschlossen sind und eine endgültige Fassung von IFRS 9 vorliegt. Auf seiner Sitzung im November 2013 hat der IASB beschlossen, dass IFRS 9 frühestens für Berichtsperioden in Kraft tritt, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Gesellschaft hat die Analyse möglicher Auswirkungen auf den Konzernabschluss noch nicht abgeschlossen.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung, die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13, die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägigen Vorschriften. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Im Juni 2012 hat der IASB "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)" veröffentlicht. Mit den Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im April 2013 von der EU übernommen. Die Erstanwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzern haben.

Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Oktober 2012 hat der IASB die Verlautbarung "Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)" veröffentlicht, mit der eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 "Konzernabschlüsse" gewährt wird. Dies gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Diese Unternehmen würden stattdessen ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 "Finanzinstrumente" oder IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bewerten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im November 2013 von der EU übernommen. Die Erstanwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzern haben.

Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012" und "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013": Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012 (Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle)" und die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2010-2012 wurden kleinere Änderungen an folgenden Standards vorgenommen: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/IAS 18, IAS 24. Das Annual Improvement Projekt 2011-2013 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40. Die jeweiligen Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, und sind nur prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:

IFRS 4 "Versicherungsverträge"

IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"

IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen"

IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen"

IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"

IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"

IAS 41 "Landwirtschaft"

2.3 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

ANZAHL DER UNTERNEHMEN

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  2013 2012
Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen    
Inland 1 1
Ausland 1 1

Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:

TOCHTERUNTERNEHMEN

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  Höhe der Anteile
  in TEUR %
Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) (ehemals Nashtec L.P., Corpus Christi (USA)) 163 51,00

Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.

Die Nabaltec AG war bis zum 1. Januar 2010 zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hielt) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Die Nashtec Management Corporation wurde wegen untergeordneter Bedeutung bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst und die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG ab dem 1. Januar 2010 direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49 % an der Nashtec LLC gehalten werden. Die Anteile der Sherwin Alumina LLC sind daraufhin im Rahmen der Umstrukturierung auf deren Muttergesellschaft, die Allied Alumina LLC, übertragen worden.

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

ANTEILSBESITZ GEMÄSS § 313 ABS. 2 HGB

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  Höhe der Anteile am Kapital Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres* Ergebnis des letzten Geschäftsjahres*
  in % in USD in USD in EUR in USD in EUR
Direkte Beteiligungen            
Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) 51,00 210.266 -2.167.283 -1.574.259,46 2.898.772 2.182.481,55

* Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 (2008) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die Kapitalkonten der nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen.

2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern.

Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten.

Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2013 TEUR 18.920 (Vorjahr: TEUR 17.834). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt.

Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Bewertung der übrigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Buchwert der ausgewiesenen übrigen Rückstellungen TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 152). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen".

Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2013 betrug TEUR 5.195 (Vorjahr: TEUR 5.165).

Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen.

Anteile an einem beherrschten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00 % (Vorjahr 51,00 %) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Mit dem Laufzeitende der Verträge zum 29. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 hat Nabaltec auf Basis aktueller Kaufangebote des Leasinggebers die technischen Anlagen und Maschinen erworben. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgte jeweils zum vertraglichen Leistungszeitpunkt am 16. Dezember 2013 bzw. 2. Januar 2014.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

4.1 UMSATZREALISIERUNG

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.

4.2 AUFWANDSREALISIERUNG

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

Zum 31. Dezember 2013 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).

4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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• EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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• Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

4.6 FREMDKAPITALKOSTEN

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten".

4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.

4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Darlehen und Forderungen

Darlehen und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Darlehen und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 STEUERN

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting für Cashflow Hedges aus Zins- und Devisenabsicherungen angewandt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 EIGENKAPITAL

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet.

4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-)Pensionsverpflichtung - das heißt dem Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens - mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (= unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungs-Komponente in das sonstige Ergebnis ein.

Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.

Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente (service cost) umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.

4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Genussrechtskapital

Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst. Die Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endete im Januar 2013. Das Genussrechtskapital wurde planmäßig in voller Höhe zurückbezahlt.

Verzinsliche Darlehen und Anleihen

Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

5.1 UMSATZERLÖSE

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 622) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 266).

5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2013 2012
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen 257 0
Nutzwasserlieferungen 160 136
Sachbezüge 152 140
Sonstige 144 105
Währungsgewinne 138 528
Zuwendungen der öffentlichen Hand 121 133
Leistungen Analysenzentrum 118 99
Versicherungsentschädigungen 98 229
Personaldienstleistungen 73 110
Magazin- und Schrottverkauf 49 90
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 11 5
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7 118
Rangier- und Gleisarbeiten 4 7
Gesamt 1.332 1.700

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

5.4 MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 68.630 66.206
Aufwendungen für bezogene Leistungen 983 1.098
Gesamt 69.613 67.304

5.5 PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2013 2012
Löhne und Gehälter 18.682 18.125
Sozialabgaben 3.249 3.183
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 414 315
Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 173 147
Gesamt 22.518 21.770

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.485) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 MITARBEITER

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

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  2013 2012
Gewerbliche Mitarbeiter 212 203
Angestellte 145 141
Geringfügig Beschäftigte 11 13
Gesamt 368 357

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 47 Auszubildende (Vorjahr: 50) beschäftigt.

5.7 ABSCHREIBUNGEN

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 kein Abwertungsbedarf.

5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2013 2012
Frachten 9.100 8.775
Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen 5.575 4.960
Verkaufsprovisionen 2.652 2.672
Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) 2.415 2.392
Sonstige Verwaltungskosten 727 866
Versicherungen 689 853
Rechts- und Beratungskosten 517 600
Reisekosten 477 514
Personalnebenkosten 395 456
Übrige 561 421
Währungsverluste 300 405
Werbekosten 300 182
Sonstige Steuern 50 50
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 10 9
Gesamt 23.768 23.155

5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.560 (Vorjahr: TEUR 2.331) als Aufwand erfasst.

5.10 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2013 2012
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 136 142
Erträge aus Zinsswapgeschäften 96 100
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 64 177
Gesamt 296 419

5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2013 2012
Zinsaufwendungen aus Anleihen 1.950 1.950
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 1.895 1.955
Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen 832 277
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 756 752
Zinsaufwendungen Factoring 320 383
Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften 211 143
Zinsaufwendungen Darlehen Allied Alumina 176 196
Zinsaufwendungen Genussrecht 26 405
Avalprovision 7 36
Verluste aus Zinsswapgeschäften 0 211
Gesamt 6.173 6.308

5.12 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

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(in TEUR) 2013 2012
Tatsächliche Ertragsteuern:    
Steueraufwand lfd. Jahr 623 445
Steueraufwand Vorjahre -40 21
Latente Ertragsteuern:    
Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen 32 -340
Davon erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis 324 984
Gesamt 939 1.110

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2013 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer sowie US-Quellensteuer für 2013.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,25 % (Vorjahr: 12,25 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze (34 %, unverändert zum Vorjahr) zugrunde gelegt.

Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:

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(in TEUR) vor Steuern Latente Steuer nach Steuern
  2013 2012 2013 2012 2013 2012
Fremdwährungsumrechnung -280 -124 0 0 -280 -124
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting -529 177 226 0 -303 177
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -349 -3.505 98 984 -251 -2.521
Gesamt -1.158 -3.452 324 984 -834 -2.468

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

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(in TEUR) 2013 2012
Steuersatz 28,08% 28,08%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 4.654 4.132
Erwarteter Steueraufwand    
Abweichungen 1.307 1.160
1. Wertanpassung latente Steuern auf Zinsvorträge USA 0 84
2. Nutzung bislang nicht erfasster Zinsvorträge -99 0
3. Abweichender ausländischer Steuersatz 66 60
4. Anpassung tatsächliche Steuer Vorjahre -40 21
5. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 139 128
6. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen -391 -315
7. Sonstiges -43 -28
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung 939 1.110

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR) Konzernbilanz Konzern- Gesamtergebnisrechnung
  31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
Aktive latente Steuern        
Finanzanlagen 83 0 83 0
Sonstige Vermögenswerte 385 342 43 32
Pensionsrückstellungen 2.328 2.215 113 967
Sonstige Rückstellungen 151 232 -81 -170
Genussrecht 0 0 0 -101
Verlustvortrag 1.976 2.283 -307 -349
Übrige 272 93 179 70
Summe aktive latente Steuern - brutto 5.195 5.165 30 449
Nicht gebildete aktive latente Steuern 0 0 0 0
Summe aktive latente Steuern - netto 5.195 5.165 30 449
Passive latente Steuern        
Anlagevermögen 7.279 7.169 -110 -298
Vorräte 356 267 -89 8
Übrige 112 249 137 181
Summe passive latente Steuern 7.747 7.685 -62 -109
  -2.552 -2.520 -32 340

Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 1.745 auf die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 4.742 (Vorjahr: TEUR 5.659) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:

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(in TEUR) 2013 2012
Verfallsdatum innerhalb von    
1 Jahr 0 0
2 bis 5 Jahren 0 0
6 bis 10 Jahren 0 0
11 bis 20 Jahren 4.742 5.659

Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste. Zum 31. Dezember 2013 wurden in Deutschland auf Verlustvorträge und Zinsvorträge aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 343) aktiviert.

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2013 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 SACHANLAGEN

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.

Vermögenswerte in Höhe von TEUR 37.414 (Vorjahr: TEUR 57.231) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 5.600 (Vorjahr: TEUR 9.690) dienen zum 31. Dezember 2013 als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2013 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 93 aktiviert (Vorjahr: TEUR 266). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 5,60 %.

6.3 VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.562 12.168
Unfertige Erzeugnisse 217 261
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.432 11.168
Gesamt 26.211 23.597

Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 299).

6.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 4.520 3.901
Einzelwertberichtigungen -233 -490
Gesamt 4.287 3.411

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.5 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 164) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren.

6.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Factoring 1.011 1.105
Übrige 529 665
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.540 1.770
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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Umsatzsteuerforderungen 2.061 1.364
Aktive Rechnungsabgrenzungen 89 118
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 2.150 1.482
Gesamt 3.690 3.252

Bei den zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr: TEUR 1.105) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring.

Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Guthaben bei Kreditinstituten 29.677 14.304
Kassenbestand 1 1
Gesamt 29.678 14.305

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2013 keine Unterschiede.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.8 EIGENKAPITAL

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.000 durch die Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat, und dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2011/I).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 um bis zu EUR 4.000.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Anleihebedingungen auch der Ausgabe von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die mit Wandlungspflichten ausgestattet sind.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2013 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurden.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 100.000 und mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren (die "Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen") auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2013 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.711). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Für das Geschäftsjahr 2012 wurden keine Dividendenzahlungen beschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2013 wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,06 pro Aktie auszuschütten.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag, Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen sowie korrespondierenden latenten Steuern werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2013 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR -4.628 (Vorjahr: TEUR -3.656).

Nicht kontrollierende Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2013 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR -771 (Vorjahr: TEUR -1.978) am Eigenkapital der Nashtec LLC.

6.9 KURZ- UND LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

GESCHÄFTSJAHR 2013

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(in TEUR) Stand 01.01.2013 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2013
Rückstellungen aus dem Personalbereich 510 338 77 7 764
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 0 0 0 0 0
Übrige Rückstellungen 152 133 151 0 134
Gesamt 662 471 228 7 898

GESCHÄFTSJAHR 2012

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(in TEUR) Stand 01.01.2012 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2012
Rückstellungen aus dem Personalbereich 459 108 56 1 510
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 126 0 9 117 0
Übrige Rückstellungen 136 151 135 0 152
Gesamt 721 259 200 118 662

Pensionsrückstellungen

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit.

Das durchschnittliche Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen bewegt sich in einer Bandbreite zwischen 50 und 55 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren zugrunde.

In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN

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(in TEUR) 2013 2012
Laufender Dienstzeitaufwand 414 315
Netto-Zinsaufwand 690 676
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 1.104 991
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 62 29

Der Netto-Zinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 734) abzüglich den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 58) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und entwickeln sich wie folgt.

ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/VERLUSTE

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(in TEUR)  
Versicherungsmathematische Verluste zum 1. Januar 2012 -1.050
Gewinne aus Änderung der biometrischen Annahmen -3.295
Erfahrungsbedingte Verluste -181
Verluste aus Planvermögen -28
Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2012 -4.554
Verluste aus Änderung der biometrischen Annahmen -705
Erfahrungsbedingte Gewinne 341
Gewinne aus Planvermögen 14
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zum 31. Dezember 2013 -4.904

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)  
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2012 14.794
Zinsaufwand 734
Laufender Dienstzeitaufwand 315
Gezahlte Leistungen -266
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.476
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 19.053
Zinsaufwand 738
Laufender Dienstzeitaufwand 414
Gezahlte Leistungen -280
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 364
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2013 20.289

Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2013 in Höhe von TEUR 20.289 (Vorjahr: TEUR 19.053) ist ein Verpflichtungsbetrag in Höhe von TEUR 6.570 (Vorjahr: TEUR 5.999) mit einem Deckungskapital in Höhe von TEUR 1.369 (Vorjahr: TEUR 1.219) rückdeckungsversichert.

Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 290 und TEUR 296 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)  
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2012 1.106
Arbeitgeberbeiträge 84
Erwartete Rendite 57
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -28
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2012 1.219
Arbeitgeberbeiträge 88
Erwartete Rendite 48
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 14
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2013 1.369

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2014 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 80.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.369 1.219 1.106 980 864
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 20.289 19.053 14.794 14.033 11.942
Pensionsrückstellungen 18.920 17.834 13.688 13.053 11.078

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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(in %) 2013 2012
Abzinsungssatz 3,70 3,90
Gehaltstrend 2,75 2,75
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation 1,00 1,00

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G

Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:

PENSIONSVERPFLICHTUNG

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(in TEUR) + 25 BP -25 BP
Abzinsungssatz 19.413 21.223
Gehaltstrend 20.507 20.077
Rententrend 20.923 19.683

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Änderungen konstant gehalten werden. In der Realität ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren können.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.

6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

BUCHWERTE

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(in TEUR)   Buchwert davon Laufzeit <1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit>5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2013 0 - - -
  31.12.2012 29.181 - 28.181 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2013 80.525 9.942 53.716 16.867
  31.12.2012 35.367 9.668 25.699 -
Genussrechtskapital 31.12.2013 0 0 - -
  31.12.2012 5.000 5.000 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2013 8.707 8.707 - -
  31.12.2012 10.403 10.403 - -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2013 703 703 - -
  31.12.2012 638 638 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2013 13.299 11.926 1.373 -
  31.12.2012 11.852 11.852 - -
Gesamt 31.12.2013 103.234 31.278 55.089 16.867
  31.12.2012 92.441 37.561 54.880 0

Anleihen

Die Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR 30.000 mit ursprünglicher Laufzeit bis zum 14. Oktober 2015 wurde vorzeitig und fristgerecht gekündigt und einschließlich anteiliger Zinsen zum 31. Dezember 2013 zurückbezahlt. Zum Emissionszeitpunkt betrugen die direkt zuordenbaren Transaktionskosten TEUR 1.341. Nach zeitanteiliger Amortisation der Transaktionskosten unter Berücksichtigung der ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren wurde im vierten Quartal nach rechtlichem Vollzug der Kündigung ein Aufzinsungseffekt in Höhe von TEUR 609 verbucht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich unter anderem um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.

Die Nabaltec AG hat erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 50.000 begeben und langfristig die Finanzierung zu verbesserten Konditionen gesichert. Die Platzierung des Schuldscheins erfolgte in unterschiedlichen Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren sowohl in variabler als auch in fester Verzinsung. 90 % des Gesamtvolumens wurden im fünf- und siebenjährigen Bereich platziert, für den auch eine Zinssicherung erfolgte.

Die Darlehensverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2013 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2013 wirksamen Covenants.

Genussrechtskapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2013 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.000) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endete im Januar 2013. Davor bestand kein ordentliches Kündigungsrecht. Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft. Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10 % des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen. Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag, gegebenenfalls gemindert um eine etwaige Verlustteilnahme, zurückzubezahlen.

Die Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endete im Januar 2013. Das Genussrechtskapital wurde planmäßig in voller Höhe zurückbezahlt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von maximal 90 Tagen.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr und das vorangegangene Geschäftsjahr resultieren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Darlehen Minderheitsgesellschafter 7.663 8.586
Investitionszuwendungen 1.198 0
Negativer Marktwert aus Zinsswapgeschäften 1.074 740
Zinsaufwendungen aus Anleihen 0 411
Übrige 390 288
Berufsgenossenschaft 116 187
Abschluss und Prüfung 149 185
Negativer Marktwert aus Devisentermingeschäften 100 0
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.690 10.397
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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Ausstehender Urlaubsanspruch 611 637
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 332 318
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 214 237
Sonstige Verbrauchsteuern 7 141
Erfindervergütungen 30 100
Demografiebetrag II 18 0
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 24 22
Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 1.236 1.455
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) 11.926 11.852

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen in Höhe von insgesamt TEUR 2.571 (Vorjahr: TEUR 0) eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 0) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt. Vor dem Hintergrund des geplanten Investitionsvolumens wurde die Verpflichtung in einen kurzfristigen Betrag in Höhe von TEUR 1.198 (Vorjahr: TEUR 0) sowie einen langfristigen Betrag in Höhe von TEUR 1.373 (Vorjahr: TEUR 0) aufgeteilt.

7. SONSTIGE ANGABEN

7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 bestehen keine Leasingverträge für verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.415 (Vorjahr: TEUR 2.392) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 575 2.482
Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 692 843
Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre 405 412
Gesamt 1.672 3.737

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2013 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.782 (Vorjahr: TEUR 2.092) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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(in TEUR) Bewertungskategorie gem. IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert
    2013 2012 2013 2012
Finanzielle Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 4.287 3.411 4.287 3.411
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte          
Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte LaR 1.540 1.770 1.540 1.770
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 29.678 14.305 29.678 14.305
Finanzielle Verbindlichkeiten          
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet          
Verbindlichkeiten aus Anleihen FLaC 0 29.181 0 29.181
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaC 80.525 35.367 80.525 35.367
Genussrechtskapital FLaC 0 5.000 0 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaC 8.707 10.403 8.707 10.403
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten          
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten FLaC 10.889 9.657 10.889 9.657
Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) FVtPL 164 260 164 260
Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 910 480 910 480
Negative Marktwerte Devisenderivate (mit Sicherungsbeziehung) - 100 0 100 0

Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

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LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen
HfT Held for Trading Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FVtPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FLaC Financial Liabilities Measured at amortized Cost Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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      aus der Folgebewertung  
    aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2013
Loans and Receivables LaR 64 - -68 257 253
Held for Trading HfT -76 96 - - 20
Other Liabilities FLaC -5.199 - -94 - -5.293
Gesamt 2013   -5.211 96 -162 257 -5.020

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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      aus der Folgebewertung  
    aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2012
Loans and Receivables LaR 177 - -99 - 78
Held for Trading HfT -20 -211 - - -231
Other Liabilities FLaC -5.166 - 222 - -4.944
Gesamt 2012   -5.009 -211 123 - -5.097

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen bzw. Genussrechtskapital.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen für das Geschäftsjahr 2013 TEUR 2.769 (Vorjahr: TEUR 2.203), für Schuldscheindarlehen TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 0) und für das Genussrechtskapital TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 429).

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen Zinseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities resultiert aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Fair-Value-Hierarchie

Zum 1. Januar 2009 wurde für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair-Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair-Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:

31.12.2013

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(in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva        
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva        
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 1.074 0 1.074
Negative Marktwerte Devisenderivate 0 100 0 100

31.12.2012

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(in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva        
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva        
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 740 0 740

Im Geschäftsjahr 2013 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte jeweils über Mark-to-market-Bewertungen der beteiligten Kreditinstitute.

Sicherungsbeziehungen

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite wurden Zinsswaps abgeschlossen. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2013 zur Absicherung von Währungsrisiken aus Rohstoffeinkäufen ein US-Dollar-Devisenderivat abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß den Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2013 Zinsderivate in Höhe von TEUR -910 (Vorjahr: TEUR -480) und Devisenderivate in Höhe von TEUR -100 (Vorjahr: TEUR 0) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats und des Devisenderivats resultieren im Geschäftsjahr 2013 TEUR -430 (Vorjahr: TEUR 178) und TEUR -100 (Vorjahr: TEUR 0), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die durch die Cashfolw-Hedges gesicherten Zahlungsströme treten bei den Zinsderivaten in Folge von regelmäßigen Zinszahlungen und bei dem Devisenderivat in Folge von regelmäßigen Fremdwährungszahlungen in US-Dollar ein.

Das bestehende ergebniswirksame Zinsderivat war zum 31. Dezember 2013 mit einem negativen Marktwert von TEUR -164 (Vorjahr: TEUR -260) bilanziert, woraus ein Gewinn von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR -211) resultierte.

Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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(in TEUR) 2013 2012
Stand 01.01. 490 490
Aufwandswirksame Zuführungen 0 0
Auflösung 257 0
Stand 31.12. 233 490

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR)   weder überfällig noch wertgemindert überfällig, aber nicht wertgemindert
  Buchwert   < 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate > 12 Monate
31.12.2013 4.287 4.287 0 0 0 0
31.12.2012 3.411 3.411 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u.a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE undiskontiert

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(in TEUR)   Gesamt davon Laufzeit <1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit>5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2013 0 - - -
  31.12.2012 35.845 1.950 33.895 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2013 93.275 12.853 62.814 17.608
  31.12.2012 38.052 10.872 27.180 -
Genussrechtskapital 31.12.2013 0 - - -
  31.12.2012 5.110 5.110 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2013 8.707 8.707 - -
  31.12.2012 10.403 10.403 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2013 12.063 10.690 1.373 -
  31.12.2012 10.397 10.397 - -
Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2013 114.045 32.250 64.187 17.608
  31.12.2012 99.807 38.732 61.075 -

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der Devisenderivate zur Absicherung von künftigen Zahlungsströmen.

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  Kursentwicklung
in %
Ergebnisauswirkung vor Steuern
in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital*
in TEUR
2013      
USD +10 330 2.019
USD -10 -330 -1.652
2012      
USD + 10 333 -
USD -10 -333 -

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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  Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Ergebnisauswirkung vor Steuern
in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital*
in TEUR
2013      
Europa + 10 -43 232
USA + 10 -16 5
Europa -10 44 -239
USA -10 16 -5
2012      
Europa + 10 -47 5
USA + 10 -17 9
Europa -10 49 -5
USA -10 17 -9

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

In der Nabaltec AG ist ein Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2013 und 2012 dargestellt:

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  31.12.2013
in TEUR
31.12.2012
in TEUR
Veränderung
in %
Eigenkapital 50.369 47.488 6,07
als % vom Gesamtkapital 36,35 37,80 -3,84
Langfristige Finanzschulden 70.583 54.880 28,61
Kurzfristige Finanzschulden 17.605 23.254 -24,29
Fremdkapital* 88.188 78.134 12,87
als % vom Gesamtkapital 63,65 62,20 2,33
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 138.557 125.622 10,30

* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten aus Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus einem Genussrecht und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.881 auf TEUR 50.369, bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 10.054 auf TEUR 88.188, bedingt im Wesentlichen durch die Aufnahme von langfristigen Bankverbindlichkeiten inklusive Schuldscheindarlehen, erhöht.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2013 zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 36,35 % gegenüber 37,80 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements stieg von 62,20 % zum 31. Dezember 2012 auf 63,65 % zum 31. Dezember 2013.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben, oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige

Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige

Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2013 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 1.086). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 297) getätigt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2013 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 42).

Zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:

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(in TEUR) Forderungen Verbindlichkeiten
  31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 17 19 0 0

Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zum 31. Dezember 2013 in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2013 bzw. 2012 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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in TEUR) Erträge Aufwendungen
  2013 2012 2013 2012
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 5 5
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 74 111 14 18

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstige Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 74, im Vorjahr in Höhe von TEUR 111), Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 10, im Vorjahr in Höhe von TEUR 12) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 4, im Vorjahr in Höhe von TEUR 6).

Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen Anleihe in Höhe von nominal TEUR 30.000 hatte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand in Höhe von nominal TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 904). Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats belief sich die Verbindlichkeit auf nominal TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 405).

Die Unternehmensanleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR 30.000 mit ursprünglicher Laufzeit bis zum 14. Oktober 2015 wurde vorzeitig und fristgerecht gekündigt und inklusive anteiliger Zinsen zum 31. Dezember 2013 zurückbezahlt.

7.5 ERGEBNIS JE AKTIE

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

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  2013 2012
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.000.000 8.000.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt.    
Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.000.000 8.000.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2013 und 2012.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

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  2013 2012
Konzernergebnis nach Steuern - Anteilseigner des Mutterunternehmens (in TEUR) 2.646 2.055
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,33 0,26

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".

7.6 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.

Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen laut Anlagespiegel.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

Geschäftssegmente

Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2013

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(in TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec- Konzern
Umsatzerlöse        
Erlöse mit externen Kunden 90.596 42.338 - 132.934
Segmentergebnis        
EBITDA 13.401 6.361 - 19.762
EBIT 6.746 3.785 - 10.531
Vermögenswerte und Schulden        
Segmentvermögen 103.269 42.964 30.041 176.274
Segmentschulden 10.092 5.149 110.664 125.905
Sonstige Segmentinformationen        
Investitionen        
- Sachanlagen 2.317 3.399 - 5.716
- Immaterielle Vermögenswerte 35 24 - 59
Abschreibungen        
- Sachanlagen 6.618 2.550 - 9.168
- Immaterielle Vermögenswerte 37 26 - 63

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2012

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(in TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec- Konzern
Umsatzerlöse        
Erlöse mit externen Kunden 89.932 39.281 - 129.213
Segmentergebnis        
EBITDA 14.758 4.069 - 18.827
EBIT 8.320 1.701 - 10.021
Vermögenswerte und Schulden        
Segmentvermögen 105.072 41.405 15.023 161.500
Segmentschulden 10.070 4.261 99.681 114.012
Sonstige Segmentinformationen        
Investitionen        
- Sachanlagen 5.331 3.322 - 8.653
- Immaterielle Vermögenswerte 52 34 - 86
Abschreibungen        
- Sachanlagen 6.393 2.327 - 8.720
- Immaterielle Vermögenswerte 45 41 - 86

Informationen nach Regionen

Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2013

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(in TEUR) Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse          
Erlöse mit externen Kunden 40.915 63.606 14.431 13.982 132.934
Sonstige Segmentinformationen          
Segmentvermögen 157.326 - 18.948 - 176.274
Investitionen          
- Sachanlagen 5.478 - 238 - 5.716
- Immaterielle Vermögenswerte 59 - - - 59

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2012

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(in TEUR) Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse          
Erlöse mit externen Kunden 40.023 59.988 14.774 14.428 129.213
Sonstige Segmentinformationen          
Segmentvermögen 141.199 - 20.301 - 161.500
Investitionen          
- Sachanlagen 8.553 - 100 - 8.653
- Immaterielle Vermögenswerte 86 - - - 86

Im Geschäftsjahr 2013 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt TEUR 15.298 und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2012 mit einem Kunden ein Umsatz (TEUR 14.361) von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

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■ Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich)
■ Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich)

Aufsichtsrat

Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)

Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)

Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 FREIWILLIGE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.

7.10 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.11 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS NACH § 314 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2013 (einschließlich des Konzernabschlusses 2013) beläuft sich auf TEUR 87. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 7, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 41 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 5.

 

Schwandorf, 3. März 2014

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Anlagevermögens und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 7. März 2014

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thiermann, Wirtschaftsprüfer

Fischer, Wirtschaftsprüfer