![]() OTRS AGBad Homburg v.d.HöheJahresabschluss 2015Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr
2015 und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2015 der OTRS AG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung
und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben in vollem Umfang
wahrgenommen. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
beraten und die Geschäftsführung auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen
Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen sorgfältig überwacht. In alle Entscheidungen
von grundlegender und strategischer Bedeutung war der Aufsichtsrat stets rechtzeitig
und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über
alle wichtigen Fragen zur laufenden Geschäftsentwicklung, zur Umsatz,- Ertrags- und
Finanzlage, zu relevanten Aspekten der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz,-
Investitions- und Personalplanung, zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens
sowie über veränderte Risikolagen und das Risikomanagement. Ereignisse von besonderer
Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns wurden stets
zeitgerecht besprochen. Alle Maßnahmen des Vorstands, welche der Zustimmung des Aufsichtsrats
unterliegen, wurden geprüft, beraten und entschieden. Die Zusammenarbeit zwischen
Vorstand und Aufsichtsrat war von großem Vertrauen geprägt. Grundlagen der Arbeit im Geschäftsjahr 2015 waren die Sitzungen des Aufsichtsrats
sowie mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands. Nach eingehender Prüfung
und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des
Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben.
In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat außerhalb von Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen
Verfahren gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende pflegte über die ordentlichen Sitzungen hinaus regelmäßig
Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über die aktuelle Geschäftslage sowie
wichtige Ereignisse. Auf Grund der überschaubaren Größe des Aufsichtsrats mit drei
Mitgliedern wurden auch im Geschäftsjahr 2015 keine Ausschüsse gebildet. AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND BERATUNGSSCHWERPUNKTEIm Geschäftsjahr 2015 hielt der Aufsichtsrat zur Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt
3 Präsenzsitzungen ab. Die Sitzungen tagten in vollständiger Besetzung. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und
ihre Entwicklung sowie über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Die Berichtspflichten
nach § 90 Aktiengesetz (AktG) in diesem Zusammenhang wurden eingehalten. Die Präsenzsitzungen
im Jahr 2015 wurden am 15. April, 1. Oktober und 9. Dezember abgehalten. Der Schwerpunkt der Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bezog sich
im Berichtsjahr neben der laufenden Geschäftsentwicklung insbesondere auf die strategische
Ausrichtung des Unternehmens. Darüber hinaus waren wichtige Schwerpunkte der Arbeit
des Aufsichtsrats im Berichtsjahr die Planung 2015 und 2016, die ordentliche Hauptversammlung
sowie die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft. Ebenso thematisierte
der Aufsichtsrat in den Sitzungen detaillierte Berichte über die Geschäftsentwicklung
der Gesellschaft. Das Gremium beriet umfassend über alle Gegenstände der strategischen Ausrichtung des
Konzerns. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die Dauer des gesamten Berichtsjahres
regelmäßig über die Umsatz- und Ertragslage sowie über das Risikomanagement. Sofern
Abweichungen zu früheren Planungen und Prognosen auftraten, wurden diese dem Aufsichtsrat
ausführlich erläutert. In der Präsenzsitzung vom 15. April 2015 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss
und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 geprüft und gebilligt. Darüber hinaus
berichtete der Vorstand in dieser Sitzung ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik
und Unternehmensplanung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung
bei der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften. Mögliche Abweichungen der tatsächlichen
Entwicklung von früher berichteten Zielen wurden dabei unter Angabe von Gründen, dem
Gang der Geschäfte sowie insbesondere der Umsatz und die Ertragslage der Gesellschaft
und ihrer Tochtergesellschaften eingehend erörtert. Zudem wurde in dieser Sitzung
ein neuer umfassender Entwurf des Risiko-Management-Systems analysiert. In der Präsenzsitzung vom 01. Oktober 2015 berichtete der Vorstand über die weitere
Produkt-Strategie der OTRS Business Solution™ sowie über die Geschäftsentwicklung,
insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften.
Im Vordergrund stand unter anderem die beabsichtigte Eröffnung einer Niederlassung
in Brasilien und die damit erfolgende Ausdehnung des latein-amerikanischen Geschäfts. In der letzten Sitzung des Jahres vom 9. Dezember 2015 informierte der Vorstand den
Aufsichtsrat ausführlich über den Gang der Geschäfte im Berichtsjahr 2015 sowie über
die beabsichtigte Geschäftspolitik. Kernpunkt der Sitzung waren die Erörterung und
Billigung des Dokuments bzgl. des Risiko-Managements der OTRS AG. PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2015Die ifact WP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den durch den Vorstand aufgestellten
Jahresabschluss 2015 nach den Vorschriften des HGB nebst Lagebericht geprüft und jeweils
mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Testat des Wirtschaftsprüfers
wurde zum 06. Mai 2016 erstellt. Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlussunterlagen und den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer
rechtzeitig erhalten und ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat
am 14. April 2016 auf der Aufsichtsratssitzung über wesentliche Ergebnisse detailliert
und persönlich berichtet und stand dem Gremium für Fragen zur Verfügung. Die Fragen
der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat
hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2015 der Gesellschaft samt Lagebericht
im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zur
Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigte am 10.05.2016 gemäß § 172 Satz 1 AktG
den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der OTRS AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der OTRS Gruppe seinen Dank für ihren hohen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit
im vergangenen Geschäftsjahr aus. Den Aktionärinnen und Aktionären dankt der Aufsichtsrat
für das Interesse an unserer Gesellschaft und für das entgegengebrachte Vertrauen.
Burchard Steinbild Bad Homburg, im Mai 2016 Lagebericht der OTRS AG, Bad Homburg v.d. Höhe für das Geschäftsjahr 20151. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNG1.1. TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE UND ABSATZMÄRKTEDie OTRS AG ist der führende Anbieter von (IT-)Service Management Lösungen auf Basis
der Open Source Software OTRS (Open Ticket Request System). Die Gesellschaft berät
Kunden im In- und Ausland bei der Einführung, Weiterentwicklung oder im laufenden
Betrieb dieser Lösungen. OTRS ist ein Help Desk-System, das als Open Source-Projekt
entwickelt wird und unter der freien Lizenz A-GPL v3 (Affero General Public License
v3) steht. Das OTRS Help Desk-System dient der effizienten Verwaltung von E-Mail-Posteingängen
und Telefonanfragen in Unternehmen mit hohem Aufkommen an elektronischen oder telefonischen
Anfragen. Die Installation und Nutzung der OTRS-Software ist unentgeltlich möglich
und der Quellcode, dessen Inhaber die OTRS AG stets bleibt, jedem zugänglich. Aufgrund
der Komplexität der Software und des Softwareeinsatzes im Unternehmen sowie des erforderlichen
Spezialwissens bedarf es für deren effizienten Einsatz eines speziellen Know-hows
und Supports. Als Quellcode-Inhaber des Open Source-Projektes OTRS.org bietet die
OTRS AG ihren Kunden daher ergänzend zu den Softwarelösungen einen umfassenden Business
Support. Die OTRS AG stellt darüber hinaus IT-Service Management-Lösungen ("ITSM") zur Verfügung.
Das Unternehmen berät und unterstützt seine Kunden hinsichtlich der Integration, Optimierung
und Weiterentwicklung von ITSM-Lösungen sowie der softwaregestützten Geschäftsprozessoptimierung.
Ein weiteres Angebot im Portfolio für Kunden der OTRS AG ist die Auslagerung kompletter
IT-gestützter Geschäftsprozesse in technischer, personeller und fachlicher Hinsicht.
Zu den OTRS Nutzern gehören Unternehmen, Behörden sowie Organisationen aller Branchen
und aus allen Ländern. Bislang wurde OTRS bereits über 150.000 Mal in 36 Sprachen installiert. 40% der DAX
30 Unternehmen setzen Best Practice Service Management-Lösungen auf Basis von OTRS
Service Desk und OTRS::ITSM ein. 28% der Software-Downloads erfolgen dabei aus Deutschland und 8% aus den USA, Die
übrigen 64% verteilen sich auf den Rest der Welt. Repräsentativ für Südamerika verzeichnete
Brasilien seit 2009 einen signifikanten Anstieg der Downloadzahlen von 3% auf 7% in
2015. Insgesamt wurde OTRS in 2015 mehr als 212.000 Mal von den eigenen Servern herunter
geladen. Dies stellt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Downloadzahlen dar, da
die OTRS-Software (Open-Source) ebenfalls über andere, nicht OTRS eigene Server heruntergeladen
werden kann. 1.2. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTENIm April 2002 war die erste offizielle Version (Version 0.5) verfügbar, nachdem das
OTRS.org-Projekt 2001 ins Leben gerufen wurde. Seitdem wurde OTRS ständig weiterentwickelt,
verbessert und erweitert. Seit Oktober 2015 ist die Version 5 verfügbar. Lösungen auf Basis von OTRS zeichnen sich durch einen modularen Aufbau der Architektur
aus. Dadurch lässt sich OTRS mit neuen Modulen und Features flexibel erweitern. Veränderungen der Märkte und der Nachfrage erfordern eine schnelle Neuausrichtung
der Geschäftsprozesse in Unternehmen. Dies hat auch maßgeblichen Einfluss auf die
Anforderungen an eine optimale IT-Unterstützung der Prozesse. OTRS ist als Framework
Grundlage für die ITIL-konforme IT-Service Management-Lösung OTRS::ITSM und die Security
& CERT-Lösung für IT Security Incident Handling SIRIOS. Als der GNU Affero General Public Licence v3 (A-GPL v3) unterliegende Open Source-Software
stehen sowohl Software als auch der Zugang zum Sourcecode jedem kostenlos zur Verfügung,
sofern die Weitergabe von modifizierten Versionen durch Externe ebenfalls der GNU
General Public Licence (GPL) unterstellt wird. Hiervon machen die OTRS Nutzer regen
Gebrauch und tragen damit ganz erheblich zur ständigen Weiterentwicklung und Perfektionierung
der Software bei. Die OTRS AG verwaltet den Zugriff auf die Software und den Quellcode,
prüft Modifikationen von Externen und entscheidet welche Funktionalitäten - ggf. nach
Modifikation zur Qualitätssicherung oder der Beseitigung von Fehlern - in das Produkt
aufgenommen werden. Die hauptsächliche Entwicklung und Weiterentwicklung erfolgt jedoch
originär durch das OTRS-Team. Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die OTRS AG mehr als 13% ihres Umsatzes
in die Weiterentwicklung der Software zu deren Erweiterung um neue Funktionalitäten
und zur Implementierung von Verbesserungen durch die Open Source Community. Dass diese
Entscheidung strategisch richtig ist, zeigt sich in der deutlichen Steigerung der
Nachfrage nach OTRS. Wir sehen hierin großes Potenzial, OTRS zu einem weltweit führenden
Business Process Management Tool zu entwickeln und haben uns daher entschieden, die
Investition in die Weiterentwicklung neuer Funktionalitäten, aber auch der Konsolidierung
bzw. Anpassung von Core-Funktionen nochmals zu steigern. Wir werden somit in 2016
25% mehr in die Weiterentwicklung von OTRS investieren als im Vorjahr. REPORT 2015
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Optimierung von OTRS für die Nutzung auf verschiedenen Typen und Größen von mobilen Geräten. |
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Modernisierung von Einfach- und Mehrfachauswahlfelder, zusätzlich mit Such- und Filterfunktionen. |
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Einfügen von Bildern per Drag & Drop/Copy & Paste in den WYSIWYG-Editor (Browser- und Plug-In-unabhängig). |
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Verbesserte Benachrichtigungen für Tickets: Es ist nun möglich, Ticket-Benachrichtigungen mit eigenen Auslösebedingungen und Empfängern zu konfigurieren. |
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Erneuerung der grafischen Benutzeroberfläche für Statistiken. Dadurch vereinfachtes und beschleunigtes Erstellen von Statistiken. Zusätzlich unterstützen Statistiken die Zeiträume "Vierteljahr" und "Halbjahr". |
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Es ist nun möglich, Links zu Ticket-Aktionen in der Ticket-Detailansicht zu gruppieren. Weniger genutzte Links können in Untergruppen zusammen gefasst werden, was die Übersicht und Nutzbarkeit der Ansicht verbessert. |
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Ticketübersichten zeigen auch Daten der Kundenfirma. |
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Die Transition Action "TicketCreate" kann in Ticket-Prozessen nun Tickets ohne Artikel erzeugen. |
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Der neue OTRS-Daemon verwaltet alle asynchronen und wiederkehrenden Aufgaben und ersetzt sämtliche Cronjobs aus früheren OTRS-Versionen. In geclusterten Umgebungen wird die Last automatisch auf alle Knoten verteilt. |
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Für aufwändige Berechnungen (z.B. für Statistiken oder Volltext-Suchvorgänge) lassen sich mehrere Nur-Lesen-Datenbanken (Slaves) definieren, welche die Last solcher Vorgänge dann gleichmäßig verteilen. |
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Ein neuer Zwei-Faktor-Authentifikations-Layer ermöglicht zusätzliche Sicherheit bei der Anmeldung. |
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Wenn die Eingabe eines festen Benutzernamens und eines dazugehörigen Passworts nicht den Sicherheitsanforderungen entspricht, lässt sich zusätzlich der offene Standard für zeitlich beschränkte Einmalpasswörter nutzen (RfC 6238, auch bekannt als der "Google Authenticator"). |
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Nachdem die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeschaltet wurde, können Agenten und Kunden in ihren persönlichen Einstellungen ein "shared secret" hinzufügen und sofort Einmalpasswörter für die Anmeldung nutzen. Jeder Nutzer kann dazu die kompatible Generierungs-Methode seiner Wahl festlegen (z.B. die Google Authenticator-App für Android). |
Ein neues XSLT-basiertes Mapping-Modul für das Generic Interface erlaubt nun beliebig
komplexe benutzerdefinierte Daten-Mappings.
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Die neue OTRS-Konsole erleichtert das Arbeiten auf der Kommandozeile. Alle Kommandos verfügen über ein einheitliches Interface, nützliche Dokumentation und eine hilfreiche, farbige Ausgabe. |
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Administratoren können einen Minimum-Log-Level festlegen, um das Log-Aufkommen zu reduzieren. |
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Übersichten im Adminbereich zeigen ungültige Einträge in grau. So wird das Auffinden von Einträgen insgesamt erleichtert. |
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Mit dem neuen Report-Generator können auf einfache Weise frei konfigurierbare PDF-Reports mit Statistik-Serien erstellt werden. Diese Reports lassen sich automatisch erzeugen und per E-Mail versenden. |
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Das Prozessmanagement wird nun mit einigen Best Practice-Beispielen für Prozesse ausgeliefert, die sehr einfach übernommen und aktiviert werden können. |
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Die neuen Ticket-Benachrichtigungen können auch per SMS und/oder WebAnsicht zugestellt
werden, d.h.:
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Chat-Verbesserungen
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Die folgenden Funktionalitäten sind Teil von OTRS::ITSM 5, das am 20.10.2015 in der
ersten stabilen Version veröffentlicht wurde.
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Anpassung des Codes für OTRS 5 |
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Verbesserungen und Bugfixes für OTRS::ITSM 5. |
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"Configitems" und "Change Search Input Fields" wurden modernisiert. |
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"Configitems" und "Change Search Input Fields" wurden modernisiert. |
Die OTRS AG plant in 2016/17 die weitere Verbesserung der OTRS-Produktpalette mit
der Ergänzung maßgeblicher Features und Core-Verbesserungen, wie z.B.
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Omnichannel-Kommunikation |
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Prozessmanagement, angelehnt an BPMN 2.0, ein von Unternehmen sehr häufig verwendeter Notationsstandard zu Abbildung von Prozessen. |
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SysConfig in der Datenbank |
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Web RTC |
Die Anfangsjahre der OTRS AG standen im Zeichen der Open Source-Bewegung und zeigten
sich erfolgreich, weil Anwender von OTRS davon überzeugt werden konnten, qualitativ
hochwertige Services des Unternehmens in Anspruch zu nehmen, um damit die Anwendung
von OTRS in ihrem Unternehmen auf ein höheres Niveau zu heben. Der Ruf von Open Source
Software implizierte geringere Verlässlichkeit sowie mangelhafte Qualität und Professionalität.
OTRS konnte zeigen, dass auch eine Open Source Software state-of-the-art sein kann
und damit viele Anwender überzeugen, sich für freie Open Source Lösungen als Alternative
zu lizenzpflichtigen Produkten zu entscheiden. Schließlich gilt die Software mit offenem
Quellcode mittlerweile als zuverlässiger und innovativer als proprietäre Software
- und das zu deutlich geringeren Kosten.
Jedoch zeigt sich in letzter Zeit vermehrt, dass Unternehmen bereit sind, zu investieren,
um im Wettbewerb um den Kunden zu bestehen. Eine persönliche Ansprache, schnelle Reaktionszeiten
und hochwertige, verlässliche und unbürokratische Problemlösungswege sind hierbei
Schlagworte, die genannt werden. Das geht damit einher, dass bei einem so hohen Anspruchsniveau
einer kostenfreien Lösung Grenzen gesetzt sind, die im professionellen Umfeld überwunden
werden müssen. Deswegen hat sich die OTRS AG entschieden, basierend auf der Open Source-Lösung
die OTRS Business Solution™ anzubieten, die genau diesen Ansprüchen an eine professionelle
Business-Lösung gerecht werden kann.
Der Fokus der OTRS AG richtet sich bereits seit vielen Jahren nicht mehr nur ausschließlich
auf Europa sondern ist vielmehr global. Dieser Entwicklung entsprechen wir mit der
strategischen Platzierung von Niederlassungen im internationalen Ausland. Die Bestätigung
dieser Ausrichtung lässt sich aus einem Umsatz von ca. 39% ablesen, der mit Kunden
außerhalb Deutschlands erwirtschaftet wurde.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer stieg von 44 im Vorjahr
auf 49 (ohne Vorstandsmitglieder).
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz mit ausländischen Kunden gesteigert
werden. Dieser erhöhte sich von TEUR 2.046 um TEUR 425 auf TEUR 2.471. Auch der Inlandsumsatz
steigerte sich von TEUR 3.215 um TEUR 675 auf TEUR 3.891. Insgesamt konnte der Umsatz
somit von TEUR 5.261 um 20,9% auf TEUR 6.361 gesteigert werden.
Die Wahrnehmung der OTRS-Software als ein äußerst nützliches Instrument zur Unternehmenssteuerung
steigert sich stetig. Voraussetzung hierfür ist die ständige Aktualisierung und Verbesserung
der Software-Funktionalitäten. Daher wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die
Software-Entwicklung und Verbesserung vorangetrieben. In die Verbesserung der OTRS
Anwendersoftware wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 819 investiert. Zusätzlich
wurden TEUR 56 in den Ausbau der Infrastrukturplattform investiert, mittels der die
Software den Kunden "on demand" zur Verfügung gestellt werden kann.
Besonders erfreulich ist, dass die wiederkehrenden Erlöse (renewable revenues) auf
Basis jährlicher Service-, Wartungs- und Supportverträge, auch weiterhin gesteigert
werden konnten. Diese stiegen von TEUR 3.417 um 30,0% auf TEUR 4.442. Sie betragen
nun 69,8% des Gesamtumsatzes (im Vorjahr: 64,9%). Es ist beabsichtigt, diesen Trend
auch in Zukunft fortzuführen.
Supportleistungen und andere "Managed Services" resultieren aus bestehenden Verträgen
mit festen Laufzeiten nach deren Ablauf in der Regel eine Vertragsverlängerung erfolgt.
Eine Steigerung dieser Verträge an Bestandskunden indiziert damit gleichermaßen zukünftige
Umsatzentwicklungen in diesem Segment. Dies zeigt sich auch in den als passive Rechnungsabgrenzungsposten
in der Bilanz ausgewiesenen, erhaltenen Zahlungen, die in den auf den Stichtag folgenden
Monaten als Umsatzerlöse ausgewiesen werden (deferred income). Diese passiven Rechnungsabgrenzungsposten,
die künftige Erlöse repräsentieren, betrugen zum Abschlussstichtag TEUR 2.348 (Vorjahr:
TEUR 1.924) und werden in den Monaten der zugrunde liegenden Laufzeit als Umsatzerlöse
ausgewiesen.
Durch die Steigerung der wiederkehrenden Erlöse gewinnt OTRS erheblich an Planungssicherheit.
Zudem lassen sich hierdurch Ertragssteigerungen bei unterproportional steigendem Ressourceneinsatz
erwirtschaften, wodurch sich Skaleneffekte nutzen lassen und die Margen und der Rohertrag
stetig gesteigert werden können.
Die übrigen Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Anpassungen und Entwicklungen (Development)
sowie Consultingleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung der OTRS-Software
konnten dagegen im Geschäftsjahr 2015 nur moderat gesteigert von TEUR 1.844 um 3,9%
auf TEUR 1.919 gesteigert werden.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr
2015 auf TEUR 458 (Vorjahr: TEUR 484). Dabei konnte ein operativer Cashflow in Höhe
von TEUR 828 erwirtschaftet werden (Vorjahr: TEUR 439). Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) betrug TEUR 58 gegenüber TEUR 147 im Vorjahr. Aufgrund der im abgelaufenen
Geschäftsjahr durchgeführten Wandelung der verbliebenen 66.300 Wandelschuldverschreibungen
im Nennbetrag von EUR 596.700 erhöhte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag
2015 auf 28,7% (2014: 20,5%).
Sowohl Jahresergebnis als auch EBIT sind durch planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts-
und Firmenwert, resultierend aus den Verschmelzungen der OTRS GmbH auf die OTRS AG
im Jahr 2007 sowie der ECO auf die OTRS AG im Jahr 2009, in Höhe von insgesamt TEUR
95 gemindert.
Sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der OTRS-Software
angefallen sind, gingen zu Lasten von EBITDA, EBIT und Jahresergebnis, da eine Aktivierung
dieser selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände unzulässig ist. Der Hintergrund
dafür liegt in der Eigenschaft der OTRS-Software als Open Source Software, die eine
Aktivierung im Ergebnis ausschließt. Lediglich für die Entwicklung der Technologie
Plattform SaaS/IaaS Version 2.0 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 56 aktiviert
(Vorjahr: TEUR 185). Die Plattform wurde Ende 2015 fertiggestellt. Für 2016 fallen
daher keine weiteren zu aktivierenden Herstellungskosten mehr an. Aktivierte selbsterstellte
Software wurde im Geschäftsjahr 2015 mit TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 204) abgeschrieben.
Die größte Kostenposition bilden naturgemäß für ein Unternehmen mit einem Schwerpunkt
auf Dienstleistungen die Personalkosten. Diese betrugen 2015 TEUR 3.671 (Vorjahr:
TEUR 3.020). Die durchschnittlichen Personalkosten bezogen auf den durchschnittlichen
Mitarbeiterbestand einschließlich Geschäftsleitung lagen im Geschäftsjahr 2015 bei
TEUR 72,5 gegenüber TEUR 65,8 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter erhöhte sich gegenüber
dem Vorjahr (TEUR 115) auf TEUR 126.
Weitere Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Anhang
unter "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung".
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,8%
von TEUR 5.212 auf TEUR 5.565. Die in 2009 begebenen Wandelschuldverschreibungen im
Gesamtnennbetrag von EUR 2,5 Mio. wurde in den vergangenen Geschäftsjahren mit TEUR
1.650 und im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 250 zurückgezahlt.
Die verbliebenen 66.300 Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von TEUR 597
wurden im Geschäftsjahr in Aktien gewandelt. Dementsprechend erhöhte sich das Eigenkapital
von TEUR 1.067 auf TEUR 1.598 und die Eigenkapitalquote auf 28,7% (Vorjahr: 20,5%).
Die Liquidität 2. Grades (Quick ratio) sank leicht auf 65,7% gegenüber 73,0% im Vorjahr.
Die Kennziffer gilt als ein Maß dafür, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten
durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt sind. Berücksichtigt
man dabei, dass die in den kurzfristigen Verbindlichkeiten als "deferred income" abgegrenzten
Supportverträge (TEUR 2.348) zu keinem künftigen Mittelabfluss führen, sondern künftigen
Umsatz darstellen, ergibt sich eine bereinigte Liquidität 2. Grades von 183,0% gegenüber
318,9% im Vorjahr.
| Kennzahl | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 |
| Umsatzwachstum in % im Vergleich zum Vorjahr | 20,9% | 4,7% | 20,6% | ./. 2,1% | 6,1% |
| Kapitalstruktur |
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| Equity Ratio | 28,7% | 20,5% | 19,4% | 17,8% | 22,3% |
| Equity to Assets Ratio | 52,0% | 32,0% | 30,8% | 27,8% | 34,2% |
| Finanz-/Liquiditätsstruktur |
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| Quick Ratio | 65,8% | 73,0% | 91,93% | 101,1% | 106,9% |
| Rentabilität |
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| EBIT (in T€) | 58 | 147 | 257 | ./. 51 | ./. 243 |
| EBITDA (in T€) | 458 | 484 | 586 | 288 | 63 |
| Deferred income (in T€) | 2.348 | 1.924 | 1.453 | 1.329 | 984 |
| Umsatz pro Mitarbeiter (in T€) | 125 | 115 | 138 | 123 | 124 |
| Andere: |
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| R & D cost (in T€) | 876 | 905 | 529 | 369 | 1.125 |
| R & D cost ratio | 13,8% | 17,2% | 10,54% | 8,9% | 28,1% |
Nach dem Bilanzstichtag am 31. Dezember 2015 sind keine Ereignisse eingetreten, welche
zu einer veränderten Beurteilung der OTRS AG führen könnten.
Im Rahmen der weltweiten Geschäftstätigkeit sieht sich die OTRS AG solchen Risiken
ausgesetzt, die direkt mit dem unternehmerischen Handeln einhergehen. Nachfolgend
ein Überblick über das Risikomanagementsystem und die als wesentlich eingestuften
Risiken:
Die Risikopolitik der OTRS AG zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden
bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und dem verantwortungsvollen Umgang mit ihnen
ab. Natürlich stehen unternehmerischen Chancen auch immer entsprechende Risiken gegenüber.
Das Ziel der OTRS AG ist es daher, den Unternehmenswert im Sinne der Anteilseigner
über ein möglichst optimales Chance-Risikoverhältnis zu steigern. Ein Unternehmen,
das seine Risiken kennt, wagt es auch, seine Chancen zu ergreifen.
Die Steuerung und Überwachung der einzelnen Bereiche Consulting, Development und Managed
Services sowie die nicht direkt Zahlungsstrom generierenden Bereiche wie Marketing
und Administration werden monatlich analysiert und mit der unternehmenseigenen Planung
sowie regelmäßig aktualisierten Forecasts verglichen. Soweit nötig, werden externe
Indikatoren wie Wechselkursschwankungen, Zinsniveau oder Inflationsrate in die Analyse
einbezogen. Das Liquiditätsmanagement beinhaltet einen wöchentlichen Statusbericht
an die Geschäftsleitung.
Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen eines Risikofrüherkennungs-Systems
Frühwarnindikatoren in Form von Kennzahlen definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung
kontinuierlich überprüft werden.
Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren, könnten Risiken, die derzeit noch
nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden,
die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.
Außerbetriebliche Geschäftsrisiken betreffen hauptsächlich die Marktakzeptanz des
Geschäftsmodells und bergen nach Ansicht der Geschäftsleitung in erster Linie Chancen.
OTRS-Lösungen bieten den Nutzern erhebliches Kosteneinsparpotential.
Die steigende Verbreitung der OTRS-Software macht Service-Dienstleistungen zu den
OTRS-Lösungen und damit das Angebotsportfolio der OTRS AG auch für andere Unternehmen
zunehmend attraktiver.
Aber auch externe Software-Dienstleister könnten daher künftig auf ihren lokalen Heimatmärkten,
aber auch international zunehmend in Konkurrenz zu OTRS treten. Dem wirkt die OTRS
AG durch ihre internationale Expansion erfolgreich entgegen.
Die Wertschöpfungskette der OTRS AG umfasst alle Schritte der Geschäftstätigkeit vom
Marketing über die Entwicklung, den Vertrieb, die Beratung bis hin zur Wartung und
Schulung. Störungen innerhalb bzw. zwischen diesen Bereichen könnten zu Problemen
bis hin zum vorübergehenden Erliegen von Arbeitsabläufen in einzelnen oder mehreren
Bereichen führen.
Des Weiteren beinhaltet ein zügiges Unternehmenswachstum das Risiko, dass die Verwaltungsstrukturen
sowie die Aufbau- und Ablauforganisation nicht im gleichen Tempo angepasst werden
können. Erfahrene Mitarbeiter, bewährte Verwaltungs- und Steuerungssysteme, gezielte
Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen sowie das bestehende Risikomanagementsystem,
das laufend den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen angepasst wird, sorgen
hier für ein höchstmögliches Maß an Kontrolle.
Eine Verschlechterung der Liquidität kann für Unternehmen wesentliche bzw. gar bestandsgefährdende
Risiken zur Folge haben. Die OTRS AG verfügt zum Berichtszeitpunkt über eine sehr
gute Liquiditätsausstattung. Neben der mittelfristigen Finanzplanung erstellt die
OTRS AG kontinuierlich eine monatliche Liquiditätsplanung.
Aus heutiger Sicht bestehen nach Einschätzung der Unternehmensleitung keine Risiken
aus der Finanzierung oder sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden
könnten.
Forderungsausfälle stellen ein latentes Risiko dar. Diese können in ihrer Kumulation
im Extremfall den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Das Risiko von Forderungsausfällen
kann sich in Zeiten einer Finanzmarktkrise erhöhen. Der wirtschaftliche Erfolg der
OTRS AG hängt jedoch nicht von einigen wenigen Kunden ab, vielmehr verfügt die OTRS
AG über eine Vielzahl sehr bedeutender Kunden, damit ist das Forderungsausfallrisiko
begrenzt.
Die internationale Geschäftstätigkeit der OTRS AG bringt Zahlungsströme in unterschiedlichen
Währungen mit sich. Der Großteil der Geschäfte wird jedoch im Euro-Raum getätigt,
weshalb das Währungsrisiko begrenzt ist.
Im Rahmen der weltweiten Geschäftstätigkeit eröffnen sich für die OTRS AG zahlreiche
Chancen. Nachfolgend ein Überblick über mögliche Chancen der künftigen Entwicklung:
Unsere internationalen Niederlassungen agieren erfolgreich. Angepasst an die jeweilige
Marktsituation und Kultur können wir unsere Absatzmärkte weiter ausdehnen. Insbesondere
die an die Standortgegebenheiten angepasste Vertriebs- und Servicestruktur hat sich
als zukunftsweisende Strategie erwiesen, die es uns nun auch ermöglicht, der brasilianischen
Neugründung kurzfristig zu einem Erfolg zu verhelfen. Wir erkennen zunehmend, - und
dabei ist die OTRS Business Solution™ ein wesentlicher Faktor - dass wir von den Downloads
der freien Version unabhängiger werden, da die Nachfrage von neuen Interessenten,
die bisher OTRS nicht nutzten, weiter wächst.
Wir werden auch im laufenden Geschäftsjahr den eingeschlagenen Pfad, unsere wichtigsten
Märkte weiter auf- und auszubauen, fortsetzen. Die Gründung einer weiteren Niederlassung
ist jedoch zurzeit erst für 2017 vorgesehen.
Unter Cloud Services versteht man die Möglichkeit, eine Software sowie deren Funktionalitäten
zu nutzen, ohne sie auf dem eigenen Rechner zu installieren (Managed-Lösung). Die
Nutzung der Software erfolgt, wie eine Dienstleistung, vom Rechner des Anbieters aus
über das Internet (z.B. Google, Facebook, etc.). Die Abrechnung erfolgt nach genutzter
Leistung. OTRS eröffnet sich dadurch auch jenen Nutzerkreis, der über wenig bis keine
technischen Kenntnisse verfügt, um sich Software herunterzuladen und selbständig zu
installieren.
Die Softwarenutzung über Cloud Services gilt als Modell der Zukunft. Anbieter wie
Google, Amazon, IBM, SAP, Microsoft u.v.m. haben den Trend schon vor Jahren erkannt
und ihre Lizenzmodelle entsprechend umgebaut.
Unser Cloud-Angebot wurde zunächst als SaaS-Lösung für den nordamerikanischen Markt
entwickelt, da die Nachfrage in Europa und insbesondere in Deutschland bislang noch
nicht das internationale Niveau erreicht hatte.
Wir haben einen Trendwechsel beobachtet, der uns veranlasst hat, die Entwicklung der
SaaS-Lösung erfolgreich in eine hocheffiziente Managed-Lösung zu überführen. SaaS
2.0 wurde im November 2015 fertig gestellt und ist seitdem im produktiven Betrieb.
Zahlende Kunden konnten bereits in der Beta-Phase und nach der Fertigstellung zur
Nutzung des Systems gewonnen werden. Bis Ende März 2016 konnten wir die Anzahl der
zahlenden Kunden auf ca. 50 erhöhen.
Der OTRS AG hat nach wie vor ein großes Potenzial für weiteres Wachstum. Mit der OTRS
Business Solution™ haben wir uns einen völlig neuen Markt erschlossen, der uns eine
sehr gute Reputation im Bereich der professionellen Business-Lösungen verschafft.
Dies macht es notwendig, verstärkt an der Optimierung unserer Funktionalitäten zu
arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das solide Fundament der Core-Funktionalitäten
ermöglicht uns, darauf aufzubauen und (auch zukünftig) mit anderen professionellen
Lösungen in einen Konkurrenzkampf zu treten. Der Fakt, dass OTRS weiterhin eine Open
Source Software ist und damit Zugang zu Input aus der Community erhält, wirkt sich
an dieser Stelle verstärkend aus. Von Bedeutung ist hierbei der Schritt, dass wir
nicht mehr weiterhin mit Trends mithalten sondern vielmehr selbst zur Entwicklung
von Trends beitragen und damit zukünftig zum Vorreiter werden können.
Die hierzu notwendige Fachkompetenz unseres Entwicklerteams haben wir langfristig
geplant und umgesetzt und können somit auf Personalressourcen zurückgreifen, die diese
Entscheidung tragfähig machen.
Zusätzlich sehen wir einen erheblichen Mehrwert in der Erweiterung unserer globalen
Marketingmaßnahmen, die eng abgestimmt auf die jeweiligen Bedarfe der Niederlassungen
auch eine weltweite Koordination beinhalten. So werden individuelle Ansprüchen der
Märkte im Hinblick auf den Marketingmix erfolgreich abgestimmt und umgesetzt.
Für das Geschäftsjahr 2016 sollen insbesondere die Umsatzerlöse der OTRS Business
Solution™ Managed und der Cloud Services weiter ausgebaut werden. Die prognostizierten
Gesamtumsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2016 betragen TEUR 7.201 bei einem EBITDA
in Höhe von TEUR 488 und einem Ergebnis (EBT) von TEUR 55.
Der Zuwachs der Umsatzerlöse wird zu einem nicht unerheblichen Teil in die Weiterentwicklung
unserer Software investiert werden. In 2016 werden wir die Investitionen nochmals
um 25% erhöhen.
Dies ist vor allem auch deswegen sinnvoll, weil die OTRS AG plant, in 2016/17 die
OTRS-Produktpalette mit der Ergänzung maßgeblicher Features und Core-Optimierungen
zu verbessern. Wie bereits beschrieben, werden diese Veränderungen einen wesentlichen
Beitrag dazu leisten, die Produkte OTRS Business Solution™ und OTRS Business Solution™
Managed nachhaltig auf dem Markt zu etablieren und den durch sie erzielbaren Umsatz
deutlich zu steigern.
Die neu zu entwickelnden Funktionalitäten umfassen unter anderem:
| ― |
Web RTC |
| ― |
Omnichannel-Kommunikation |
| ― |
Prozessmanagement, angelehnt an BPMN 2.0, ein von Unternehmen sehr häufig verwendeter Notationsstandard zu Abbildung von Prozessen. |
| ― |
SysConfig in der Datenbank |
Mit dieser innovativen Ausgestaltung der OTRS Produkte wird es gelingen in 2017 durchzustarten.
Bad Homburg v. d. Höhe, 5. Mai 2016
| André Mindermann | Christopher Kuhn | Sabine Riedel |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | Vorstand |
|
|
|
|
Geschäftsjahr | Vorjahr |
|
|
|
EUR | EUR | EUR |
| A. | ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.107.539,00 |
|
1.272.809,69 |
|
|
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.935,50 |
|
5.364,50 |
|
|
3. Geschäfts- oder Firmenwert | 629.796,00 |
|
725.075,00 |
|
|
|
|
1.740.270,50 | 2.003.249,19 |
| II. | Sachanlagen |
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
111.515,03 | 83.404,03 |
| III. | Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.218.134,32 |
|
1.245.713,32 |
|
|
3. Beteiligungen | 1.242,99 |
|
1.242,99 |
|
|
|
|
1.219.377,31 | 1.246.956,31 |
| B. | UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
| I. | Vorräte |
|
|
|
|
|
1. in Arbeit befindliche Aufträge |
|
43.914,00 | 34.004,75 |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 957.542,26 |
|
817.053,25 |
|
|
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 530.673,09 |
|
584.218,83 |
|
|
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 101.002,31 |
|
99.749,57 |
|
|
4. sonstige Vermögensgegenstände | 28.718,65 |
|
21.837,80 |
|
|
|
|
1.617.936,31 | 1.522.859,45 |
| III. |
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
|
791.391,66 | 298.365,79 |
| C. | RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
|
41.055,27 | 23.579,37 |
|
|
|
|
5.565.460,08 | 5.212.418,89 |
|
|
|
|
Geschäftsjahr | Vorjahr |
|
|
|
EUR | EUR | EUR |
| A. | EIGENKAPITAL |
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital |
|
1.850.000,00 | 1.850.000,00 |
| II. | Kapitalrücklage |
|
210.000,00 | 210.000,00 |
| III. | Bilanzverlust |
|
-1.058.304,34 | -992.513,96 |
| B. | ZUR DURCHFÜHRUNG DER BESCHLOSSENEN KAPITALERHÖHUNG AUS BEDINGTEM KAPITAL GELEISTETE EINLAGE (DAVON AUF DAS NENNKAPITAL EUR 66.300 (EUR 0,00)) |
|
596.700,00 | 0,00 |
| C. | RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
| 1. | sonstige Rückstellungen |
|
478.174,71 | 290.267,91 |
| D. | VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
|
|
1. Anleihen | 0,00 |
|
846.450,00 |
|
|
- davon konvertibel EUR 0,00 (EUR 846.450,00) |
|
|
|
|
|
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 122.801,59 |
|
105.958,67 |
|
|
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 122.801,59 (EUR 105.958,67) |
|
|
|
|
|
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 31.647,89 |
|
31.339,69 |
|
|
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 31.647,89 (EUR 31.339,69) |
|
|
|
|
|
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
2.767,95 |
|
0,00 |
|
|
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.767,95 (EUR 0,00) |
|
|
|
|
|
5. sonstige Verbindlichkeiten | 984.075,66 |
|
946.934,34 |
|
|
|
|
1.141.293,09 | 1.930.682,70 |
|
|
- davon aus Steuern EUR 140.595,42 (EUR 111.465,00) |
|
|
|
|
|
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.970,01 (EUR 4.145,42) |
|
|
|
|
|
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 681.519,18 (EUR 143.448,12) |
|
|
|
| E. | RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
|
2.347.596,62 | 1.923.982,24 |
|
|
|
|
5.565.460,08 | 5.212.418,89 |
|
|
|
|
Geschäftsjahr | Vorjahr |
|
|
|
EUR | EUR | EUR |
| 1. | Umsatzerlöse |
|
6.361.269,04 | 5.261.296,67 |
| 2. | Erhöhung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge |
|
9.909,25 | -15.481,59 |
| 3. | andere aktivierte Eigenleistungen |
|
56.440,00 | 185.491,52 |
| 4. | sonstige betriebliche Erträge |
|
273.430,25 | 323.456,76 |
|
|
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 21.897,45 (EUR 14.442,62) |
|
|
|
| 5. | Materialaufwand |
|
|
|
|
|
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -4,64 |
|
1.944,36 |
|
|
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 984.733,91 |
|
838.376,45 |
|
|
|
|
984.729,27 | 840.320,81 |
| 6. | Personalaufwand |
|
|
|
|
|
a) Löhne und Gehälter | 3.188.833,43 |
|
2.634.645,39 |
|
|
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 482.194,60 |
|
385.432,18 |
|
|
|
|
3.671.028,03 | 3.020.077,57 |
|
|
- davon für Altersversorgung EUR 14.444,02 (EUR 14.375,46) |
|
|
|
| 7. | Abschreibungen |
|
|
|
|
|
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
361.097,67 | 336.990,08 |
| 8. | sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
1.580.713,67 | 1.403.121,96 |
|
|
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.626,46 (EUR 4.346,27) |
|
|
|
| 9. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
285,49 | 32.335,14 |
|
|
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (EUR 30.337,49) |
|
|
|
| 10. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
|
39.179,00 | 0,00 |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
123.812,17 | 155.657,60 |
| 12. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
-59.225,78 | 30.930,48 |
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -0,40 |
|
-0,17 |
| 14. | sonstige Steuern | 6.565,00 | 6.564,60 | 6.753,69 |
| 15. | Jahresfehlbetrag |
|
65.790,38 | -24.176,96 |
| 16. | Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
992.513,96 | 1.016.690,92 |
| 17. | Bilanzverlust |
|
1.058.304,34 | 992.513,96 |
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.1.2015 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.15 | kumulierte Abschreibungen 1.1.2015 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.052.943,01 | 56.440,00 |
|
|
2.109.383,01 | 780.133,32 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.143,29 |
|
|
|
27.143,29 | 21.778,79 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.428.466,57 |
|
|
|
1.428.466,57 | 703.391,57 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.508.552,87 | 56.440,00 |
|
|
3.564.992,87 | 1.505.303,68 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 581.245,41 | 70.574,48 | 12.211,90 | 4.779,50 | 644.387,49 | 497.841,38 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
4.779,50 |
|
-4.779,50 |
|
|
| Sachanlagen | 581.245,41 | 75.353,98 | 12.211,90 |
|
644.387,49 | 497.841,38 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.245.713,32 | 11.600,00 |
|
|
1.257.313,32 |
|
| 2. Beteiligungen | 1.242,99 |
|
|
|
1.242,99 |
|
| Finanzanlagen | 1.246.956,31 | 11.600,00 |
|
|
1.258.556,31 |
|
|
|
5.336.754,59 | 143.393,98 | 12.211,90 |
|
5.467.936,67 | 2.003.145,06 |
|
|
Abschreibungen Geschäftsjahr | Abgänge | Umbuchungen | kumulierte Abschreibungen 31.12.15 |
Zuschreibungen Geschäftsjahr | Buchwert 31.12.15 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 221.710,69 |
|
|
1.001.844,01 |
|
1.107.539,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.429,00 |
|
|
24.207,79 |
|
2.935,50 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 95.279,00 |
|
|
798.670,57 |
|
629.796,00 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 319.418,69 |
|
|
1.824.722,37 |
|
1.740.270,50 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.678,98 | 6.647,90 |
|
532.872,46 |
|
111.515,03 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
|
|
|
|
|
| Sachanlagen | 41.678,98 | 6.647,90 |
|
532.872,46 |
|
111.515,03 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 39.179,00 |
|
|
39.179,00 |
|
1.218.134,32 |
| 2. Beteiligungen |
|
|
|
|
|
1.242,99 |
| Finanzanlagen | 39.179,00 |
|
|
39.179,00 |
|
1.219.377,31 |
|
|
400.276,67 | 6.647,90 |
|
2.369.773,83 |
|
3.071.162,84 |
Der Jahresabschluss der OTRS AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang
gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften für Kapitalgesellschaften
des HGB und des AktG, insbesondere §§ 266, 275 HGB, §§ 150 bis 161 AktG. Von größenabhängigen
Erleichterungen des HGB hinsichtlich Gliederung und Ausweis wird teilweise Gebrauch
gemacht.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.
Von größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften wird teilweise
Gebrauch gemacht.
Seit dem 29. Juni 2012 ist die OTRS AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapier
Börse gelistet. Zuvor war sie am Open Market-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse
zum Handel zugelassen und notierte dort am First Quotation Board.
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten,
Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht
mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände
und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich
sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden
sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag
und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur
berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen
und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt
worden.
Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb
auf Dauer zu dienen.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht
nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten
gemäß § 255 Abs. 2 a) HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt
werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach
Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen
Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren
Einzelkosten, angemessene Teile der durch die Fertigung veranlassten Gemeinkosten
und Abschreibungen sowie der allgemeinen Verwaltungskosten, soweit diese auf den Zeitraum
der Herstellung entfallen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände
werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplanten Lebenszyklus linear
abgeschrieben.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten und gegebenenfalls vermindert um Anschaffungspreisminderungen
sowie vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen
auf deren zum Stichtag niedrigere beizulegende Werte werden vorgenommen, wenn die
Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.
Als Geschäfts- oder Firmenwert wurde in den Vorjahren gemäß § 255 Abs. 4 S. 1 HGB
i. d. F. vom 19. Dezember 1985 der Unterschiedsbetrag angesetzt, um den die für die
Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände
des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme überstieg. Der
Posten wird planmäßig über die jeweils zu erwartende Nutzungsdauer gemäß § 255 Abs.
4 S. 3 HGB i. d. F. vom 19. Dezember 1985 abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten
angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren
Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,--werden
im Jahre des Zugangs analog der steuerlichen Regelung gemäß § 6 Abs. 2 S. 1 EStG voll
abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
| ― |
Anteile an verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zu Anschaffungskosten |
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die
Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung
aller erkennbaren Risiken bewertet.
Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand wurden zum Nominalwert bilanziert.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen vor dem Stichtag, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen.
Das Grundkapital sowie die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag bilanziert.
Als Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital geleistete
Einlage wurden die im Geschäftsjahr gewandelten Teilschuldverschreibungen aus einer
Wandelanleihe mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen und der davon auf das Nennkapital entfallende
Betrag als "Davon-Posten" vermerkt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung
tragen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie
Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem
Vorjahr fand nicht statt.
Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro
umgerechnet wurden.
Die Währungsumrechnung von Geschäftsvorfällen in Fremdwährung in Euro erfolgt zum
Tageskurs. Valutaverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Briefwechselkurs
(Mittelkurs) angesetzt, sofern er den Kurs am Tag der Schuldaufnahme übersteigt. Fremdwährungsforderungen
werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Geldwechselkurs (Mittelkurs) angesetzt,
sofern dieser unter dem Kurs am Tag der Forderungsentstehung liegt. Aufwendungen und
Erträge aus Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Ausgangsgröße für die Berechnung der Steuern bildet eine von dem handelsrechtlichen
Jahresabschluss abweichende Steuerbilanz. Die Abweichungen resultieren zum Einen aus
der Abschreibung der in den Vorjahren gebildeten Geschäfts- und Firmenwerte aus der
Einbringung bzw. Verschmelzung der OTRS GmbH und der Enterprise Consulting Beratungsgesellschaft
für Unternehmensorganisation und Informationsmanagement mbH auf die Gesellschaft,
die steuerlich zu Buchwerten erfolgte, sowie zum Anderen aus der Aktivierung und Abschreibung
selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB, für die
steuerlich ein Aktivierungsverbot besteht.
Die Gesellschaft macht von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 274 a HGB Gebrauch
und verzichtet auf die Abgrenzung latenter Steuern aus vorstehend genannten Differenzen
bei den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden
entsprechend dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert, sofern und soweit
die Vermögensgegenstandseigenschaft zu bejahen ist und die Entwicklungskostengemäß
§ 255 Abs. 2 a) HGB abgegrenzt und zugeordnet werden konnten.
Von den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 876, entfallen
TEUR 56 auf Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens. Vorliegend handelt es sich um die Entwicklung einer Plattform
zur Verbreitung von Software im Wege des SaaS (Software as a Service) bzw. IaaS (Infrastructure
as a Service) in der Version 2.0. Die Entwicklung wurde zum 31.11.2015 abgeschlossen.
Die Abschreibung erfolgt ab 01. Dezember 2015 über die erwartete Nutzungsdauer von
voraussichtlich fünf Jahren.
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen,
der dem Anhang beigefügt ist.
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu
entnehmen.
Die in den Vorjahren entgeltlich erworbenen und aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte
werden planmäßig über die entsprechend anhand des Geschäftsmodells erwartete Nutzungsdauer
von 15 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Berichtsjahr
nicht erforderlich.
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Bilanzansatz | Anteilshöhe | Ergebnis | Eigenkapital |
| Verbundenes Unternehmen: | Euro | % | TEUR | TEUR |
| OTRS Inc., Cupertino, USA | 1.202.855,57 | 100,0 | 1) 46 | 1) -459 |
| OTRS S.A. de C.V., Mexico | 1.476,50 | 50,0 | 2), 3) | 2), 3) |
| OTRS LAB S.A. de C.V., Mexico | 2.201,25 | 75,0 | 2), 3) | 2), 3) |
| OTRS BV, Niederlande | 1,00 | 100,0 | -3,5 | -30 |
| OTRS DO Brasil Solucoes Ltda | 11.600,00 | 50,0 | 2), 3) | 2), 3) |
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1.218.134,32 |
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Bilanzansatz | Anteilshöhe | Ergebnis | Eigenkapital |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis: | Euro | % | TEUR | TEUR |
| OTRS Limited, Hong Kong | 76,99 | 50,0 | 2), 3) | 2), 3) |
| OTRS Shd Bdn, Malaysia | 1.166,00 | 49,0 | 2), 3) | 2), 3) |
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1.242,99 |
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Erläuterungen:
1)
= vorläufig
2)
= Wert stand zum Bilanzerstellungszeitpunkt noch nicht fest
3)
= Angabe ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter
Bedeutung und kann daher gemäß § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 HGB unterbleiben.
Die Vorräte betreffen zum Stichtag noch nicht abgerechnete, in Arbeit befindliche
Aufträge in Form erbrachter Dienstleistungen für Beratung und Entwicklung im Kundenauftrag.
| Art der Forderung zum 31.12.2015 | Gesamtbetrag | davon mit einer Restlaufzeit | |
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31.12.2015 | kleiner 1 Jahr | größer 1 Jahr |
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TEUR | TEUR | TEUR |
| aus Lieferungen und Leistungen | 957,5 | 957,5 | - |
| gegen Verbundunternehmen | 530,7 | 530,7 | - |
| gegen Beteiligungen | 101,0 | 101,0 | - |
| Sonstige Vermögensgegenstände: |
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| - übrige | 28,7 | 28,7 | - |
| Gesamt | 1.617,9 | 1.617,9 | - |
Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände enthält im Wesentlichen Mietkautionen (TEUR
8,7), das Verrechnungskonto des Vorstandes Herrn Mindermann (TEUR 18,5), debitorische
Kreditoren (TEUR 1,2) sowie übrige sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 0,3).
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 41) werden Zahlungen vor dem Stichtag,
soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen.
Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.
Der Posten sonstige Rückstellungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| Rückstellung für: | 01.01.2015 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | 31.12.2015 |
| ausstehende Rechnungen | 109.859,83 | 107.970,87 | 1.888,89 | 151.955,62 | 151.955,62 |
| Personalkosten | - | - | - | 109.000,00 | 109.000,00 |
| Umsatzsteuer Vorjahre | - | - | - | 8.000,00 | 8.000,00 |
| Zinsen | - | - | - | 20.000,00 | 20.000,00 |
| Resturlaub | 76.359,47 | 69.801,19 | - | 81.320,06 | 87.878,34 |
| Mitarbeiterboni/-provisionen | 38.219,60 | 38.219,60 | - | 32.223,79 | 32.223,79 |
| Aufbewahrungspflichten | 16.896,00 | - | - | - | 16.896,00 |
| Jahresabschlussprüfung | 16.400,00 | 16.200,00 | 200,00 | 16.800,00 | 16.800,00 |
| Jahresabschlusskosten | 12.000,00 | 10.697,30 | 1.302,70 | 12.000,00 | 12.000,00 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 8.125,00 | 3.750,00 | - | 5.625,00 | 10.000,00 |
| Berufsgenossenschaft | 7.800,00 | 7.800,00 | - | 7.800,00 | 7.800,00 |
| Finanzbuchhaltung | 4.608,00 | 4.608,00 | - | 5.620,95 | 5.620,95 |
| Gesamt | 290.267,91 | 259.046,96 | 3.391,59 | 450.345,42 | 478.174,71 |
Bei erstmaligen Ansatz von Rückstellungen wurde sofern diese abgezinst werden die
Netto-Methode verwendet.
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen EUR 838.736,61
(Vorjahr: EUR 284.891,90).
| Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2015 | Gesamtbetrag | davon mit einer Restlaufzeit | ||
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31.12.2015 | kleiner 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | größer 5 Jahre |
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TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Wandelanleihe | 0,0 | - | - | - |
| aus Lieferungen und Leistungen | 122,8 | 122,8 | - | - |
| gegen Verbundunternehmen | 31,6 | 31,6 | - | - |
| gegen Beteiligungen | 2,8 | 2,8 | - | - |
| sonstige Verbindlichkeiten | 984,1 | 681,5 | 302,6 | - |
| Gesamt | 1.141,3 | 838,7 | 302,6 | 0,0 |
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte
gesichert sind beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: 0,00).
Die Wandelanleihe (vgl. auch Anhang, letzte Seite) betraf ursprünglich insgesamt 277.500
Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 9, insgesamt TEUR 2.498. Bis zum
31.12.2014 waren Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von TEUR 1.651 zurückgezahlt.
Die Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen betrugen zum 31.12.2014 noch TEUR 847. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag
von TEUR 250 zurückgezahlt. Die danach verbliebenen noch nicht zurückgezahlten Teilschuldverschreibungen
(66.300 Stück mit einem Nennbetrag in Höhe von TEUR 597, lfd. Nummern 211.201. bis
277.500) wurden seitens der Gesellschaft mit Schreiben vom 23.07.2015 mit Wirkung
zum 31.08.2015 gekündigt. Die Tilgung dieser Teilschuldverschreibungen erfolgte entsprechend
durch Lieferung von Aktien aus bedingtem Kapital im Januar 2016.
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus zwei Darlehen in Höhe
von jeweils TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400), Umsatzsteuernachzahlung TEUR 88,5 (Vorjahr:
TEUR 68,6) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 52,0
(Vorjahr: TEUR 42,2).
Der Posten Passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 2.347,6 im Vorjahr: TEUR 1.923,8)
beinhaltet vereinnahmte Zahlungen für Supportverträge und Serviceleistungen mit Gesamtlaufzeiten
von bis zu einem Jahr, soweit diese auf das Folgejahr entfallen.
Zum 31.12.2015 bestehen keine derartigen Haftungsverhältnisse.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden wie folgt fällig:
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Fälligkeit | |||
| Art der Verpflichtung: | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 74 | 43 | 43 | 43 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 122 | 127 | 64 | 17 |
| Gesamt | 196 | 170 | 107 | 60 |
Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
| nach Tätigkeitsbereich: | 2015 | 2014 |
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Euro | Euro |
| Managed IT Services und Support | 4.442.218 | 3.416.840 |
| Consulting Services | 1.470.226 | 1.309.271 |
| Customer Development | 441.516 | 526.135 |
| Übrige | 7.309 | 9.050 |
| Gesamt | 6.361.269 | 5.261.296 |
| nach geographisch bestimmtem Markt: | 2015 | 2014 |
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Euro | Euro |
| Inland | 3.890.651 | 3.215.462 |
| Ausland | 2.470.618 | 2.045.834 |
| Gesamt | 6.361.269 | 5.261.296 |
Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe
von Euro 65.790,38 erwirtschaftet, der mit dem verbleibenden Verlustvortrag verrechnet
wird.
In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:
| Posten der Ergebnisverwendung: | 2015 | 2014 |
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Euro | Euro |
| Jahresüberschuss | -65.790 | 24.177 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -992.514 | -1.016.691 |
| = Bilanzverlust | -1.058.304 | -992.514 |
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt
Euro 1.107.539. Dieser gliedert sich m Einzelnen wie folgt:
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2015 | 2014 |
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Euro | Euro |
| Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 1.107.539 | 1.272.810 |
| Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre | 1.107.539 | 1.272.810 |
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand
an:
| Herr André Mindermann (Vorstandsvorsitzender) |
Frankfurt am Main | Diplom Kaufmann |
| Herr Christopher Kuhn (Vorstand) |
Bogen | Kaufmann |
| Frau Sabine Riedel (Vorstand) |
Friedrichsdorf | Diplom Kauffrau |
Alle Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
| Herr Burchard Steinbild (Vorsitzender) |
Beckeln | Kaufmann |
| Herr Thomas Stewens (stellvertretender Vorsitzender) |
Bad Vilbel | Kaufmann |
| Herr Prof. Dr. Oliver Hein (Aufsichtsratsmitglied) |
Frankfurt am Main | Kaufmann |
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gemäß § 288 Abs.
1 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats belaufen sich
auf insgesamt Euro 5.625.
Für den Vorstand Herrn Mindermann wird ein Verrechnungskonto geführt, welches einen
Saldo von EUR 18.473,60 ausweist. Der Stand des Verrechnungskontos zum 01.01.2015
betrug EUR -5.453,05. Im Geschäftsjahr wurden EUR 39.995,09 dem Verrechnungskonto
zugeführt, sowie EUR 16.068,44 von Herrn Mindermann privat verauslagt. Betreffend
dem Verrechnungskonto wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Der Zinssatz
beträgt 2,00%. Die Laufzeit des Verrechnungskontos ist unbestimmt. Die Tilgung erfolgt
regelmäßig zum 31.12. eines jeden Jahres. Sicherheiten für das Verrechnungskonto wurden
nicht hinterlegt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden weder Vorschüsse noch Kredite vergeben.
Die Zahl der in der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne
des § 267 Abs. 5 HGB betrug 49 (im Vorjahr: 44). Zum Stichtag 31.12.2015 betrug die
Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) 51 (im Vorjahr: 46).
Das Grundkapital von Euro 1.850.000 ist eingeteilt in:
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Euro | Euro |
| 1.850.000 Stück Stammaktien zum rechnerischen Nennwert von je | 1,00 | 1.850.000,00 |
| 0 Stück Vorzugsaktien zum Nennwert von je | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt |
|
1.850.000,00 |
| davon aus bedingter Kapitalerhöhung |
|
0,00 |
| davon aus genehmigter Kapitalerhöhung |
|
0,00 |
Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Im Geschäftsjahr wurden 66.300 Inhaberaktien im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1
je Aktie aus dem bedingten Kapital infolge der Wandelung von 66.300 Teilschuldverschreibungen
im Verhältnis 1:1 gezeichnet. Die Durchführung der Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital
erfolgte durch Auslieferung der Aktien im Januar 2016. Die aus der Wandelung resultierende
Einlageleistung wird gesondert in der Bilanz in dem Posten "Zur Durchführung der beschlossenen
Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital geleistete Einlage" ausgewiesen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31.07.2015 mit Zustimmung des
Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig
oder mehrmals bis zu insgesamt TEUR 425 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre
ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2010/II).
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31.07.2017 mit Zustimmung des
Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig
oder mehrmals bis zu insgesamt TEUR 500 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre
ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2012/I).
Das Grundkapital ist bedingt erhöht um bis zu
| ― |
TEUR 50 durch Beschluss der Hauptversammlung v. 14.12.2007 (Bedingtes Kapital 2007/I) sowie |
| ― |
TEUR 137,5 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06.08.2009 mit Abänderung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2010 (Bedingtes Kapital 2009/I), jeweils zur Bedienung von Bezugsrechten aus den Aktienoptionsprogrammen 2007 bzw. 2009. |
Weiterhin ist das Grundkapital bedingt erhöht um bis zu TEUR 600 durch Beschluss der
Hauptversammlung vom 06.08.2009 (Bedingtes Kapital 2009/II) zur Gewährung von Umtauschrechten
an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, deren Ausgabe ebenfalls in der Hauptversammlung
vom 06.08.2009 beschlossen worden ist. Im Geschäftsjahr wurden infolge der Wandelung
von 66.300 Teilschuldverschreibungen 66.300 Aktien aus dem bedingten Kapital 2009/II
gezeichnet. Es handelt sich um Inhaber-Stückaktien im rechnerischen Nennbetrag von
je EUR 1. Die Durchführung der Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital durch Lieferung
der Aktien erfolgte im Januar 2016.
Der Vorstand hatte mit Beschluss vom 21.12.2009 unter Zustimmung des Aufsichtsrates
277.500 Stück Wandelschuldverschreibungen begeben. Die Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen
erfolgte zu ihrem Nennbetrag in Höhe von je Euro 9,00 in zehn Tranchen (Teilschuldverschreibungen),
in der Zeit vom 1.02.2010 bis zum 01.04.2012.
Sie wurden mit 8,5% verzinst und enden am 31.01.2016. Die Gesellschaft konnte die
Tilgung der Wandelschuldverschreibungen nach eigenem Ermessen durch Zahlung des Nennbetrages
oder der Lieferung von Aktien (aus dem bedingten Kapital 2009/II) vornehmen. Das Umtauschverhältnis
betrug vorbehaltlich einer diesbezüglich notwendigen Änderung infolge bestimmter Kapitalmaßnahmen
1:1. Auf die Wandelanleihe im Gesamtbetrag von TEUR 2.498 waren bis August 2015 TEUR
1.901 durch Rückzahlung getilgt.
Die verbliebenen 66.300 Stück Teilschuldverschreibungen (Gesamtwert EUR 596.700) wurden
seitens der Gesellschaft im Geschäftsjahr gekündigt und durch Lieferung von Aktien
im Januar 2016 getilgt.
Bad Homburg v.d.H., 23. März 2016
| André Mindermann | Christopher Kuhn | Sabine Riedel |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand | Vorstand |
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