![]() OTRS AGOberursel (Taunus) (vormals: Bad Homburg v.d.Höhe)OTRS AG Geschäftsbericht 2017BERICHT DES AUFSICHTSRATESSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr
2017 und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 der OTRS AG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung
und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben in vollem Umfang
wahrgenommen. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
beraten und die Geschäftsführung auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen
Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen sorgfältig überwacht. In alle Entscheidungen
von grundlegender und strategischer Bedeutung war der Aufsichtsrat stets rechtzeitig
und angemessen eingebunden. Kennzeichnend für die Zusammenarbeit war ein intensiver
und jederzeit offener Dialog. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über
alle wichtigen Fragen zur laufenden Geschäftsentwicklung, zur Umsatz,- Ertrags- und
Finanzlage, zu relevanten Aspekten der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz,-
Investitions- und Personalplanung, zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens
sowie über veränderte Risikolagen und das Risikomanagement. Ereignisse von besonderer
Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns wurden stets
zeitgerecht besprochen. Alle Maßnahmen des Vorstands, welche der Zustimmung des Aufsichtsrats
unterliegen, wurden geprüft, beraten und entschieden. Die Zusammenarbeit zwischen
Vorstand und Aufsichtsrat war von großem Vertrauen geprägt. Grundlagen der Arbeit im Geschäftsjahr 2017 waren die Sitzungen des Aufsichtsrats
sowie mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands. Nach eingehender Prüfung
und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des
Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben.
In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat außerhalb von Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen
Verfahren gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende pflegte über die ordentlichen Sitzungen hinaus regelmäßig
Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über die aktuelle Geschäftslage sowie
wichtige Ereignisse. Aufgrund der überschaubaren Größe des Aufsichtsrats mit drei
Mitgliedern wurden auch im Geschäftsjahr 2017 keine Ausschüsse gebildet. Aufsichtsratssitzungen und BeratungsschwerpunkteIm Geschäftsjahr 2017 hielt der Aufsichtsrat zur Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt
zwei Präsenzsitzungen sowie eine fernmündliche Sitzung ab. Die Sitzungen tagten bis
auf die fernmündliche Sitzung am 22. Februar 2017, in der Prof. Dr. Oliver Hein kurzfristig
verhindert war, in vollständiger Besetzung. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und
ihre Entwicklung sowie über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Die Berichtspflichten
nach § 90 Aktiengesetz (AktG) wurden in diesem Zusammenhang eingehalten. Die Präsenzsitzungen
im Jahr 2017 wurden am 11. Mai und 12. Dezember abgehalten. Der Schwerpunkt der Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bezog sich
im Berichtsjahr neben der laufenden Geschäftsentwicklung insbesondere auf die strategische
Ausrichtung des Unternehmens. Darüber hinaus waren wichtige Schwerpunkte der Arbeit
des Aufsichtsrats im Berichtsjahr die Planung 2017 und 2018, die ordentliche Hauptversammlung
sowie die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft. Ebenso thematisierte der Aufsichtsrat in den Sitzungen detaillierte Berichte über
die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Das Gremium beriet umfassend über alle
Gegenstände der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Der Vorstand informierte den
Aufsichtsrat über die Dauer des gesamten Berichtsjahres regelmäßig über die Umsatz-
und Ertragslage sowie über das Risikomanagement. Sofern Abweichungen zu früheren Planungen
und Prognosen auftraten, wurden diese dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. In der fernmündlichen Sitzung vom 22. Februar 2017 stand die Vertragsverlängerung
der Vorstände Sabine Riedel und André Mindermann auf der Tagesordnung, die im Umlaufverfahren
am darauf folgenden Tag beschlossen wurde. In der Präsenzsitzung vom 11. Mai 2017 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und
den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 geprüft und gebilligt. Schwerpunkt der
Sitzung war ebenso die ordentliche Hauptversammlung 2017. Darüber hinaus berichtete
der Vorstand in dieser Sitzung ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik
und Unternehmensplanung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung
bei der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften. Mögliche Abweichungen der tatsächlichen
Entwicklung von früher berichteten Zielen wurden dabei unter Angabe von Gründen, dem
Gang der Geschäfte sowie insbesondere der Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft
und ihrer Tochtergesellschaften eingehend erörtert. In der Präsenzsitzung am 12. Dezember 2017 berichtete der Vorstand ausführlich über
die Geschäftsentwicklung der OTRS Gruppe. Zudem wurde die mögliche Gründung eines
Tochterunternehmens in Ungarn erörtert. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand die
künftigen steuerlichen Risiken bei internationalen Verrechnungspreisen innerhalb der
OTRS Group. Weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die mittelfristige Planung der Kapitalmarktstrategie. Prüfung des Jahresabschlusses 2017Die VEDA WP GmbH Steuerberatungsgesellschaft hat den durch den Vorstand aufgestellten
Jahresabschluss 2017 nach den Vorschriften des HGB nebst Lagebericht geprüft und jeweils
mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Testat des Wirtschaftsprüfers
wurde zum 23. Mai 2018 erstellt. Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlussunterlagen und den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer
rechtzeitig erhalten und ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat
am 23. Mai 2018 auf der Aufsichtsratssitzung über wesentliche Ergebnisse detailliert
und persönlich berichtet und stand dem Gremium für Fragen zur Verfügung. Die Fragen
der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat
hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2017 der Gesellschaft samt Lagebericht
im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zur
Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigte am 23. Mai 2018 gemäß § 172 Satz 1
AktG den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der OTRS AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der OTRS Group seinen Dank für ihren hohen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit
im vergangenen Geschäftsjahr aus. Den Aktionärinnen und Aktionären dankt der Aufsichtsrat
für das Interesse an unserer Gesellschaft und für das entgegengebrachte Vertrauen. Burchard Steinbild Aufsichtsratsvorsitzender Oberursel, im Mai 2018 7 Lagebericht7.1 Grundlagen der OTRS Group7.1.1 StandorteWir, OTRS wachsen - international, weltweit - für unsere Mission und damit für unsere
Kunden. Mit jedem (neuen) Standort verbindet sich die Chance, unser Produktportfolio und unseren
Spirit in einen neuen Kontext aus Wirtschaft und Kultur zu setzen und damit den individuellen
Anforderungen des jeweiligen Landes zu entsprechen. ...und wir wachsen erfolgreich... 7.1.2 Mission StatementWHYWir geben Unternehmen die Freiheit erfolgreich zu sein. Wir glauben daran, dass Unternehmen flexibel sein müssen, um erfolgreich zu bleiben.
Wenn die tägliche Routine gut eingebettet ist in Strukturen, die verlässlich und transparent
sind, entsteht Freiraum für eine Kreativität, die Unternehmen wachsen lässt. HOW
WHATWir bieten unseren Kunden Solution as a Service. Darunter verstehen wir, aus der Vielfalt an Konfigurationsmöglichkeiten und ergänzenden
Features genau jene auszuwählen, die der Kunde für seine individuellen Anforderungen
benötigt, ergänzt um Beratungsleistungen und Training. Lösung = Software + Dienstleistungen Stetige Weiterentwicklung inkl. Anwender Input
Optimale Nutzung und reibungsloser Betrieb Unsere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen:
7.1.3 ZieleGemäß der strategischen Ausrichtung der OTRS Group verfolgen wir parallel mehrere
Ziele: SoftwareWir sind stets bestrebt, die Software permanent zu aktualisieren und an die Erfordernisse,
die in den verschiedenen Einsatzgebieten entstehen, anzupassen. Hierbei wägen wir
ab, ob es sich um kurzfristige Trends oder wesentliche Einschnitte in der IT-Entwicklung
handelt. Da OTRS auf Langfristigkeit ausgelegt ist, bewerten wir auch Trends im Hinblick
auf ihre Nachhaltigkeit für uns und unsere Kunden. Grundsätzlich gilt es zu differenzieren zwischen Veränderungen des OTRS Cores, die
im Wesentlichen für die Performance der Software entscheidend sind, und Funktionalitäten,
die ein Add-on bilden, mit denen sich unterschiedliche Kundenbedürfnisse erfüllen
lassen. In aller Regel bietet ein neues Release Anpassungen auf beiden Ebenen. MarkterschließungUnserem Ziel der internationalen Ausrichtung entsprechen wir durch den strukturierten
Ausbau unseres weltweiten Netzwerkes an Niederlassungen. Maßgeblich sind bei der Entscheidung
für den Aufbau einer Niederlassung die Marktchancen, die sich für OTRS Lösungen ergeben.
Wahlweise stärken wir auch unser Partnernetzwerk und greifen damit auf Kompetenz und
Erfahrung mit örtlichen Gegebenheiten zurück. OrganisationsentwicklungInternationales Wachstum fordert neben der Weiterentwicklung einer global attraktiven
Produktpalette und den entsprechend ausgebauten Vertriebskanälen auch die Grundlage
einer umfassenden Organisationskultur mit dezidierten Prozessen, die Planung, Umsetzung
und Kontrolle nachvollziehbar und abbildbar machen. Dabei stehen Themen wie Corporate Communication, Prozessmanagement und Employer Branding
im Fokus. So können wir die Vision, die wir als Unternehmen verfolgen, nämlich verlässliche
Struktur in einer dynamischen Unternehmenswelt zu schaffen, auch intern umsetzen. 7.2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen7.2.1 Tätigkeitsschwerpunkte &AbsatzmärkteDie OTRS AG ist der weltweit größte Dienstleister für die Service Management Suite
OTRS. Die Gesellschaft berät Kunden weltweit bei der Einführung, Weiterentwicklung
oder im laufenden Betrieb dieser Lösungen. OTRS ist ein Service-Desk-System, das als
Open-Source-Projekt entwickelt wurde, und steht unter der freien Lizenz A-GPL v3 (Affero
General Public License v3). Das OTRS Service-Desk-System dient der effizienten Verwaltung
von E-Mail-Posteingängen und Telefonanfragen in Unternehmen mit hohem Aufkommen an
elektronischen oder telefonischen Anfragen. Die OTRS AG ist Inhaber des Quellcodes. Aufgrund der Komplexität der Software und des Softwareeinsatzes im Unternehmen sowie
des erforderlichen Spezialwissens bedarf es für deren effizienten Einsatz eines speziellen
Know-hows und Supports. Als Quellcode-Inhaber bietet die OTRS AG ihren Kunden daher
ergänzend zu den Softwarelösungen einen umfassenden Business Support. Die OTRS AG
stellt darüber hinaus IT-Service-Management-Lösungen ("ITSM") zur Verfügung. Wir beraten
und unterstützen unsere Kunden hinsichtlich der Integration, Optimierung und Weiterentwicklung
von ITSM-Lösungen sowie der software-gestützten Geschäftsprozessoptimierung. Ein weiteres
Angebot im Portfolio für Kunden der OTRS AG ist die Auslagerung kompletter IT-gestützter
Geschäftsprozesse in technischer, personeller und fachlicher Hinsicht. Zu den OTRS
Nutzern gehören Unternehmen, Behörden sowie Organisationen aller Branchen und aus
allen Ländern. Bislang wurde OTRS weit mehr als 170.000 Mal in 38 Sprachen installiert.
40% der DAX 30 Unternehmen setzen Best-Practice-Service-Management-Lösungen auf Basis
von OTRS Service Desk und OTRS::ITSM ein. Insgesamt wurde OTRS über 1.700.000 Mal
von den eigenen Servern heruntergeladen. Dies stellt nur einen Bruchteil der tatsächlichen
Downloadzahlen dar, da die OTRS Software (Open Source) ebenfalls über andere, nicht
OTRS eigene Server heruntergeladen werden kann. 7.2.2 Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des InformationstechnologiesektorsWie schon in den vergangenen Jahren fordert die Digitalisierung und vor allem deren
Umsetzung Unternehmen in hohem Maße. Interessanterweise bleiben maßgebliche Veränderungen
jedoch aus. Dies ist nicht fehlenden Technologien zuzuschreiben, deren Einführung
weniger Probleme bereitet, als vielmehr der mangelnden Entscheidungskraft, auch Organisationsstrukturen
komplett zu überdenken. Die ab Mai 2018 in Kraft tretende EU-Datenschutzgrundverordnung hat darüber hinaus
viele Organisationen beschäftigt und IT-Sicherheit auf Platz eins der relevanten IT-Themen
katapultiert. Für die OTRS Group ist dies eine wichtige Bestätigung ihrer strategischen
Ausrichtung und Fokussierung. Relevante IT Trends und ihre Bedeutung für die Investitionen von Unternehmen auf den
für uns wichtigen Märkten sind ein wesentlicher Faktor bei der Weiterentwicklung der
Software und der Auswahl der zu berücksichtigenden Funktionalitäten. Ebenso aber auch
für den Ausbau unserer Marktpräsenzen. Denn nur dort, wo wir unsere Aktivitäten wirksam
entfalten können, also einen nachhaltigen Erfolg durch Marketing und für unseren Vertrieb
erkennen können, lohnen sich Investitionen. Nach wie vor befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem kräftigen Aufschwung mit
dem höchsten Wirtschaftswachstum seit 2011. Im vergangenen Jahr nahm das Bruttoinlandsprodukt
stärker zu als in den vorangegangenen Jahren und ist um 2,2% gewachsen, obwohl weniger
Arbeitstage zur Verfügung standen als im Vorjahr. Auch der ITK-Markt wächst laut bitkom weiterhin. Informationstechnik ist mit einem
für 2018 voraussichtlichen erneuten Wachstum von 3,1% und einem Umsatz von 88,8 Milliarden
ein wesentlicher Wachstumstreiber der ITK-Branche. Das Software Segment wird am stärksten
nachgefragt (+6,3%) und voraussichtlich ein Volumen von 24,4 Milliarden Euro erreichen
(Quelle: bitkom: ITK-Marktzahlen, Februar 2018). Der Optimismus, der sich aus verschiedenen Stimmungsindikatoren ableiten lässt, bestätigte
sich in den Zahlen. In den Industriestaaten insgesamt setzte sich der konjunkturelle
Aufschwung fort. Im Euroraum nahm das BIP im dritten Vierteljahr um 0,7%, in den Vereinigten
Staaten um 0,8% zu (Quelle: BMWi Schlaglichter, Februar 2018). Dass die US-amerikanische Steuerreform langfristig Wachstumswirkungen entfaltet, ist
derzeit eher zweifelhaft, ebenso wie ihre positiven Auswirkungen auf den internationalen
Standortwettbewerb. So korrigierte Forrester seine Prognosen für IT-Investitionen
in den USA. Die Ausgaben für IT-Produkte und -Services werden auch in 2018 weniger
stark steigen als ursprünglich angenommen. Als Grund wird der Konjunkturabschwung in den USA gesehen: "Auch wenn es nicht sicher
ist, dass die amerikanische Wirtschaft tatsächlich eine Rezession durchmachen wird,
sind die Risiken doch hoch genug, um eine etwas konservativere Prognose für den IT-Markt
zu rechtfertigen", erklärte Andrew Bartel, Vice President bei Forrester. Nach einer Prognose von 9% zum Ende des Jahres geht man jetzt davon aus, dass die
internationalen Ausgaben für IT-Produkte und IT-Services lediglich um 6% (1,7 Billionen
US-Dollar) steigen. Die Ausgaben für Software hingegen werden sich besser entwickeln
als der Durchschnitt mit einer Steigerung um 8% (Quelle: Forrester Research). 7.2.3 Forschung &EntwicklungIm Geschäftsjahr 2017 wurde die Softwareentwicklung und -Verbesserung vorangetrieben.
In die Weiterentwicklung der OTRS Anwendersoftware wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr
TEUR 1.399 investiert. OTRS 6 FreeProduktivität
Usability
Installation &Administration
OTRS Business Solution™ 6Produktivität
Installation
7.2.4 GeschäftsverlaufOTRS hat als reines Open Source Unternehmen gestartet und sich mit seinem Geschäftsmodell
im harten Konkurrenzkampf zwischen Open und Closed Source erfolgreich behauptet. Inzwischen sind fast 30 Jahre Open-Source-Software-Entwicklung vergangen und die Bedeutung
von Open Source Software im Zeitalter der Trends Utility und Mobile Computing oder
Internet of Things und Big Data hat sich verändert. Zeit ein Resümee zu ziehen: Open Source hat wesentlich zur Innovation in Software Unternehmen beigetragen, z.
B. durch die Integration von Elementen aus dem Open-Source-Software-Entwicklungsprozess. Deutlich ist heute aber auch: Open Source Software ist kein eigenständiges Businessmodell,
sondern die Software muss wie jede andere auch durch ihre Funktion oder besser durch
ihren Wert (Value) für den Anwender überzeugen, denn Open Source Software ist nicht
kostenlos, allerdings steht sie Benutzern ohne Lizenzgebühr zur Verfügung. Die neuen
Internet Services, auch wenn sie nach Open-Source-Kriterien entwickelt wurden und
auch unter einer OSS Lizenz stehen und in jedem Fall meistens komplett auf einem Open
Source Software Stack aufbauen, funktionieren nach dem Stromprinzip: Ich zahle für
den Service, für das, was ich verbrauche in verschiedenen Formen, ob durch eine monatliche
oder Transaktionsgebühr oder das Hinterlassen von Profildaten (Quelle: openBIT, Richard
Seibt, 2014). Die Frage nach Open oder Closed Source stellt sich nicht mehr, es geht um den Nutzen
für den Kunden. OTRS hat dies verstanden und aus dem qualitativ anspruchsvollen und hochwertigen Open-Source-Entwicklungsansatz
eine professionelle und kommerziell einsetzbare Lösung weiterentwickelt, die OTRS
Business Solution™. Diese hat uns die Möglichkeit gegeben, die Kundenbindung zu stärken
und damit langfristige Planungssicherheit zu erreichen. Zusätzlich ist es uns darüber
gelungen, uns neue Märkte - auch international - im Themenumfeld der Digitalen Transformation
zu erschließen. OTRS Business Solution™, als sinnvoller nächster Schritt der OTRS Evolution, hat sich
als Erfolgsmodell herauskristallisiert: mit einem hohen Maß an Flexibilität, die Veränderungen
und die Integration anderer Systeme leichtmacht, bietet die OTRS Business Solution™
für Firmen und Kunden in gleicher Weise einfaches Ticket Management und Tracking. Mit den beiden Varianten OTRS Business Solution™, die Unternehmen auf ihren eigenen
Systemen unterhalten und der OTRS Business Solution™ Managed als Lösung, die von uns
auf Servern in zertifizierten Rechenzentren gehostet und durch uns vollständig gemanagt
wird, decken wir die unterschiedlichen Bedürfnisse der Unternehmen vollständig ab. Aber ebenso wie sich Trends und Märkte weiterentwickeln, wird die Strategie und deren
Umsetzung im Hinblick auf die Produktentwicklung stetig geschärft. So hat die Bedeutung der Auslagerung von Teilbereichen der IT in den letzten Jahren
erheblich zugenommen und wird auch weiterhin eine große Rolle in der Unternehmenswelt
spielen. Denn Managed Services unterstützen die optimale Ressourcenallokation und
-nutzung, was die Rentabilität weiter erhöht und die betriebliche Effizienz verbessert.
Darüber hinaus hat die Verbesserung der betrieblichen Effizienz, die effektive Anpassung
an das dynamische Geschäftsumfeld und die Verbesserung der Gewinnmargen das Marktwachstum
angekurbelt. Die Implementierung von Managed Services reduziert die IT-Kosten erheblich,
was die organisatorische Flexibilität verbessert und ihnen einen technischen Vorteil
verschafft (Quelle: Managed Services Market Analysis, Market Size, Application Analysis,
Regional Outlook, Competitive Strategies And Forecasts, 2014 to 2020). Mit unserer Managed-Lösung folgen wir dieser Entwicklung, die im Zusammenspiel von
Digitaler Transformation und erhöhtem Sicherheitsbedürfnis bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung
große Relevanz zeigt. Unsere Roadmap, der OTRS Evolutionspfad, berücksichtigt nicht nur die Trends in der
IT-Entwicklung sondern adaptiert auch Trends auf internationalen Märkten. So ist unsere
Expansionsstrategie darauf ausgerichtet, Niederlassungen dort zu gründen, wo wir Märkte
identifiziert haben, die wir als risikoarm und langfristig ausbaufähig für unsere
Lösung bewerten. 7.2.5 MitarbeiterDie Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder)
stieg von 51 im Vorjahr auf 56 zum Bilanzstichtag 2017. 7.3 Ertrags-, Finanz- &Vermögenslage7.3.1 ErtragslageDie OTRS AG erzielte im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.645 und
liegt damit leicht unter Plan. Die Steigerung der Umsatzerlöse um TEUR 391 (5,4%)
gegenüber dem Vorjahr (TEUR 7.254) entspricht der Unternehmensstrategie nachhaltigen
Wachstums. Die Wahrnehmung der OTRS Software als ein äußerst nützliches Instrument
zur Unternehmenssteuerung steigert sich stetig. Das größte Umsatzwachstum konnte bei den wiederkehrenden Erlösen (Recurring Revenues)
auf Basis unserer OTRS Business Solution™, welche die OTRS Standardversion mit speziellen
Features, Security und Software Updates und Support verbindet, erreicht werden. Diese
wurden von TEUR 5.156 um TEUR 674 (13,1%) auf TEUR 5.830 gesteigert. Sie betragen
nun 76,3% des Gesamtumsatzes (im Vorjahr: 71,1%). Wiederkehrende Erlöse resultieren
aus bestehenden Verträgen mit festen Laufzeiten nach deren Ablauf in der Regel eine
Vertragsverlängerung erfolgt. Eine Steigerung dieser Verträge mit Bestandskunden indiziert
gleichermaßen zukünftige Umsatzentwicklungen in diesem Segment. Dies zeigt sich auch
in den als passive Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz ausgewiesenen, erhaltenen
Zahlungen, die in den auf den Stichtag folgenden Monaten als Umsatzerlöse ausgewiesen
werden (Deferred Income). Diese passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die künftige
Erlöse repräsentieren, betrugen zum Abschlussstichtag TEUR 3.512 (Vorjahr: TEUR 2.833)
und werden in den Monaten der zugrundeliegenden Laufzeit als Umsatzerlöse ausgewiesen. Durch die Steigerung der wiederkehrenden Erlöse gewinnt OTRS erheblich an Planungssicherheit.
Zudem lassen sich hierdurch Ertragssteigerungen bei unterproportional steigendem Ressourceneinsatz
erwirtschaften, wodurch sich Skaleneffekte nutzen lassen und die Margen und der Rohertrag
gesteigert werden können. Der Rückgang der übrigen Umsatzerlöse, insbesondere aus kundenspezifischen Anpassungen
und Entwicklungen (Customer Engineering) sowie Consultingleistungen im Zusammenhang
mit der Implementierung der OTRS Software von TEUR 2.097 im Geschäftsjahr 2016 um
13,5% auf TEUR 1.815 im Geschäftsjahr 2017 ist grundsätzlich der strategischen Ausrichtung
der OTRS AG geschuldet, sich überwiegend auf die wiederkehrenden Erlöse (Recurring
Revenues) zu fokussieren. Umsatzerlöse aus Customer Engineering und Consulting sind
hierbei als unterstützende Hilfsumsätze zu sehen. Den Hauptanteil der Umsatzerlöse erzielt die OTRS AG mit inländischen Kunden. Diese
konnten von TEUR 4.689 um TEUR 633 (13,5%) auf TEUR 5.322 gesteigert werden. Der Anteil
der Umsatzerlöse mit inländischen Kunden an den gesamten Umsatzerlösen betrug damit
69,6% im Geschäftsjahr 2017 (im Vorjahr: 64,6%). Demgegenüber gab es bei den Umsätzen
mit ausländischen Kunden einen Rückgang von TEUR 2.565 um TEUR 242 auf TEUR 2.323.
Der Umsatz mit ausländischen Kunden bezogen auf die OTRS Group ist jedoch gestiegen. Voraussetzung für das stetige und nachhaltige Wachstum ist die ständige Aktualisierung
und Verbesserung der Software-Funktionalitäten. Daher wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr
die Softwareentwicklung und -verbesserung vorangetrieben. In die Weiterentwicklung
der OTRS Anwendersoftware wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.399 investiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr
2017 auf TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 534). Dabei konnte ein operativer Cashflow in Höhe
von TEUR 1.703 erwirtschaftet werden (Vorjahr: TEUR 981). Hierbei ist jedoch zu beachten,
dass der operative Cashflow infolge einer im Berichtszeitraum durchgeführten Umwandlung
von Forderungen gegen die Tochtergesellschaft OTRS Inc., USA, in Eigenkapital, um
TEUR 487 erhöht ist. Die OTRS Inc. hatte im Berichtszeitraum ihr Eigenkapital um umgerechnet
TEUR 980 erhöht. Die Einlage wurde seitens der OTRS AG teilweise in bar und teilweise
durch Einlage von Forderungen (TEUR 487) erbracht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) betrug TEUR 128 gegenüber TEUR 131 im Vorjahr. Sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der OTRS Software
angefallen sind, gingen zu Lasten von EBITDA, EBIT und Jahresergebnis, da eine Aktivierung
dieser selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände unzulässig ist. Der Hintergrund
dafür liegt in der Eigenschaft der OTRS Software als Open Source Software, die eine
Aktivierung im Ergebnis ausschließt. Die größte Kostenposition bilden naturgemäß für
ein Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf Dienstleistungen die Personalkosten. Diese
betrugen 2017 TEUR 4.348 (Vorjahr: TEUR 3.936), was einer Personalaufwandsquote von
56,8% (im Vorjahr: 54,6%) entspricht. Die durchschnittlichen Personalkosten bezogen
auf den durchschnittlichen Mitarbeiterbestand einschließlich Geschäftsleitung lagen
im Geschäftsjahr 2017 bei TEUR 74,4 gegenüber TEUR 72,2 im Vorjahr. Der Umsatz je
Mitarbeiter verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 133) auf TEUR 131. 7.3.2 Finanz- &VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,6%
von TEUR 5.294 auf TEUR 6.171. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich infolge des
Jahresergebnisses (TEUR 135) von TEUR 1.700 auf TEUR 1.835. Die Eigenkapitalquote
beträgt zum Bilanzstichtag 29,7% (Vorjahr: 32,1%). Bei einem Gesamt-Cashflow in Höhe
von TEUR 571 (im Vorjahr: TEUR 59) verringerte sich die Liquidität 2. Grades (Quick
Ratio) auf 58,9% gegenüber 68,0% im Vorjahr. Die Kennziffer gilt als ein Maß dafür,
inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch liquide Mittel und kurzfristige
Vermögenswerte gedeckt sind. Berücksichtigt man dabei, dass die in den kurzfristigen
Verbindlichkeiten als "Deferred Income" abgegrenzten Supportverträge (TEUR 3.512)
zu keinem künftigen Mittelabfluss führen, sondern künftigen Umsatz darstellen, ergibt
sich eine bereinigte Liquidität 2. Grades von 309,5% gegenüber 321,0% im Vorjahr. Ausgewählte Kennziffernscroll
*
incl. deferred equity from convertible bonds 7.4 Risiko-, Chancen- &Prognosebericht7.4.1 RisikoberichtWie bei jedem unternehmerischen Handeln ist auch die (internationale) Geschäftstätigkeit
der OTRS AG nicht nur mit Chancen, sondern auch mit Risiken verbunden. Die Risikopolitik der OTRS AG zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden
bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und dem verantwortungsvollen Umgang mit ihnen
ab. Das Ziel der OTRS AG ist es daher, den Unternehmenswert im Sinne der Anteilseigner
über ein möglichst optimales Chance-Risiko-Verhältnis zu steigern. Ein Unternehmen,
das seine Risiken kennt, wagt es auch, seine Chancen zu ergreifen. Von uns erkannte
Risiken werden in unser Risikomanagementsystem integriert und bewertet. Die Steuerung und Überwachung der einzelnen Bereiche Consulting, Development und Global
Managed Services sowie die nicht direkt einen Zahlungsstrom generierenden Bereiche
wie Marketing und Administration werden monatlich analysiert und mit der unternehmenseigenen
Planung sowie regelmäßig aktualisierten Forecasts verglichen. Soweit nötig, werden
externe Indikatoren wie Wechselkursschwankungen, Zinsniveau oder Inflationsrate in
die Analyse einbezogen. Das Liquiditätsmanagement beinhaltet einen wöchentlichen Statusbericht
an die Geschäftsleitung. Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen eines Risikofrüherkennungssystems
Frühwarnindikatoren in Form von Kennzahlen definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung
kontinuierlich überprüft werden. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren,
könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch
als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Außerbetriebliche GeschäftsrisikenAußerbetriebliche Geschäftsrisiken betreffen hauptsächlich die Marktakzeptanz des
Geschäftsmodells und bergen nach Ansicht der Geschäftsleitung in erster Linie Chancen. OTRS Lösungen bieten den Nutzern erhebliches Kosteneinsparpotential durch das Fehlen
von Lizenzkosten. Die steigende Verbreitung der OTRS Software und die wachsende Marktpräsenz
des Unternehmens machen das Angebotsportfolio der OTRS AG zunehmend attraktiv und
ermöglichen jedem Unternehmen den Zutritt zu den OTRS Vorteilen, ohne jede Einschränkung. Die Einführung der OTRS Business Solution™ hat OTRS Exklusivität verschafft und die
Kundenbindung deutlich verbessert. Damit konnten wir auch die Konkurrenz mit externen
Software-Dienstleistern auf deren lokalen Heimatmärkten und ebenso international eingrenzen. In einem nächsten Schritt gilt es, OTRS dadurch zu stärken, dass der Unterschied zwischen
der frei verfügbaren und der professionell eingesetzten Version durch den funktionalen
Umfang und die User Experience zunehmend deutlich herausgearbeitet wird. Innerbetriebliche RisikenDie Wertschöpfungskette der OTRS AG umfasst alle Schritte der Geschäftstätigkeit vom
Marketing über die Entwicklung, den Vertrieb, die Beratung bis hin zur Wartung und
Schulung. Störungen innerhalb bzw. zwischen diesen Bereichen könnten zu Problemen
bis hin zum vorübergehenden Erliegen von Arbeitsabläufen in einzelnen oder mehreren
Bereichen führen. Des Weiteren beinhaltet ein zügiges Unternehmenswachstum das Risiko,
dass die Verwaltungsstrukturen sowie die Aufbau- und Ablauforganisation nicht im gleichen
Tempo angepasst werden können. Gerade im Hinblick auf die Weiterentwicklung von wirksamen
Prozessen innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation investieren wir kontinuierlich
und passen uns damit den Bedürfnissen eines wachsenden Unternehmens an. Erfahrene
Mitarbeiter, bewährte Verwaltungs- und Steuerungssysteme, gezielte Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen
sowie das bestehende Risikomanagementsystem, das laufend den aktuellen Entwicklungen
und Erfordernissen angepasst wird, sorgen zusätzlich für ein höchstmögliches Maß an
Kontrolle. Finanzwirtschaftliche RisikenEine Verschlechterung der Liquidität kann für Unternehmen wesentliche bzw. gar bestandsgefährdende
Risiken zur Folge haben. Die OTRS AG verfügt zum Berichtszeitpunkt über eine gute
Liquiditätsausstattung. Neben der mittelfristigen Finanzplanung erstellt die OTRS
AG kontinuierlich eine monatliche Liquiditätsplanung. Aus heutiger Sicht bestehen
nach Einschätzung der Unternehmensleitung keine Risiken aus der Finanzierung oder
sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. ForderungsausfallrisikenForderungsausfälle stellen ein latentes Risiko dar. Diese können in ihrer Kumulation
im Extremfall den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Das Risiko von Forderungsausfällen
kann sich in Zeiten einer Finanzmarktkrise erhöhen. Der wirtschaftliche Erfolg hängt
jedoch nicht von einigen wenigen Kunden ab, vielmehr verfügt die OTRS AG über eine
Vielzahl sehr bedeutender Kunden, damit ist das Forderungsausfallrisiko begrenzt.
Wir achten dabei generell auf eine risikoarme, heterogene Kundenstruktur, konzentrieren
uns also weder auf eine spezielle Branche noch auf eine Organisationsgröße und können
damit auch konjunkturelle Schwankungen gut ausgleichen. Risiken auf WechselkursschwankungenDie internationale Geschäftstätigkeit der OTRS AG bringt Zahlungsströme in unterschiedlichen
Währungen mit sich. Der Großteil der Geschäfte wird jedoch im Euroraum getätigt, weshalb
das Währungsrisiko begrenzt ist. Auslandsgeschäfte werden entsprechend über unsere
Niederlassungen abgewickelt, so dass Wechselkursschwankungen in den entsprechenden
Ländern für die OTRS AG von untergeordneter Bedeutung sind. 7.4.2 ChancenberichtIm Rahmen der weltweiten Geschäftstätigkeit eröffnen sich für die OTRS AG zahlreiche
Chancen. Nachfolgend ein Überblick über mögliche Chancen der künftigen Entwicklung: Internationale ExpansionUnsere internationalen Niederlassungen agieren erfolgreich. Angepasst an die jeweilige
Marktsituation und Kultur können wir unsere Absatzmärkte weiter ausdehnen. Insbesondere
die an die Standortgegebenheiten angepasste Vertriebs- und Servicestruktur hat sich
als zukunftsweisende Strategie erwiesen, die es uns unter anderem ermöglichte, der
brasilianischen Niederlassung kurzfristig zu einem Erfolg zu verhelfen. Wir erkennen
zunehmend, - und dabei ist die OTRS Business Solution™ ein wesentlicher Faktor - dass
wir von den Downloads der freien Version unabhängiger werden, da die Nachfrage von
neuen Interessenten, die bisher OTRS nicht nutzten, weiterwächst. Wir werden auch
im laufenden Geschäftsjahr den eingeschlagenen Pfad, unsere wichtigsten Märkte weiter
auf- und auszubauen, fortsetzen. Hierbei hat sich die von uns eingeschlagene Strategie
für den asiatischen Markt in Hongkong und im Februar 2017 in Singapur 100%ige Töchter
zu gründen, bewährt. Cloud ServicesUnter Cloud Services versteht man die Möglichkeit, eine Software sowie deren Funktionalitäten
zu nutzen, ohne sie auf dem eigenen Rechner zu installieren (Managed-Lösung). Die
Nutzung der Software erfolgt, wie eine Dienstleistung vom Rechner des Anbieters aus
über das Internet (z. B. Google, Facebook, etc.). Die Abrechnung erfolgt nach genutzter
Leistung. OTRS eröffnet sich dadurch auch jenem Nutzerkreis, der über wenig bis keine
technischen Kenntnisse verfügt, um sich Software herunterzuladen und selbständig zu
installieren. Unser Cloud-Angebot wurde zunächst als SaaS-Lösung für den nordamerikanischen Markt
entwickelt, da die Nachfrage in Europa und insbesondere in Deutschland bislang noch
nicht das internationale Niveau erreicht hatte. Wir haben einen Trendwechsel beobachtet, der uns veranlasst hat, die Entwicklung der
SaaS-Lösung erfolgreich in eine hocheffiziente Managed-Lösung zu überführen. SaaS
2.0 wurde im November 2015 fertiggestellt und ist seitdem im produktiven Betrieb.
Zahlende Kunden konnten bereits in der Beta-Phase und nach der Fertigstellung zur
Nutzung des Systems gewonnen werden. Bis Ende 2017 konnten wir die Anzahl der Kunden unserer Managed-Lösung auf 106 erhöhen.
Damit beträgt das Vertragsvolumen unserer Managed-Lösung 30% des Gesamtvertragsvolumens. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Cloud Computing (so lautet der Nachfolgebegriff
von SaaS) die Zukunft gehört. Um hier erfolgreich zu agieren, bedarf es auch neuerer
Technologien. Wenn es darum geht, Cloud Services effizient einzuführen, reden wir
von einem komplexen Prozess, mit dem das einführende Unternehmen leicht überfordert
ist. Softshell-Vorstand Gerald Hahn hat hier einen plastischen Vergleich hergestellt:
Bei Cloud Services gleicht die "IT aus der Steckdose" eher "Starkstrom". Genauso wie
Privatleute ihren E-Herd von einem Elektriker anschließen lassen, sollten Unternehmen
deshalb auf jeden Fall einen IT-Spezialisten hinzuziehen. Die Rolle des Cloud-Anbieters und seine Beratungsleistung sind maßgeblich entscheidend
für den Erfolg eines IT-Projektes und damit ein wichtiger Zukunftsmarkt für OTRS. 7.4.3 PrognoseberichtDie OTRS AG hat nach wie vor ein großes Potenzial für weiteres Wachstum. Mit der OTRS
Business Solution™ haben wir uns einen völlig neuen Markt erschlossen, der uns eine
sehr gute Reputation im Bereich der professionellen Business-Lösungen verschafft.
Dies macht es notwendig, verstärkt an der Optimierung unserer Funktionalitäten zu
arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das solide Fundament der Core-Funktionalitäten
ermöglicht uns, darauf aufzubauen und (auch zukünftig) mit anderen professionellen
Lösungen in einen Konkurrenzkampf zu treten. Der Fakt, dass OTRS weiterhin eine Open
Source Software ist und damit Zugang zu Input aus der Community erhält, wirkt sich
an dieser Stelle verstärkend aus. Von Bedeutung ist hierbei der Schritt, dass wir nicht mehr weiterhin mit Trends mithalten,
sondern vielmehr selbst zur Entwicklung von Trends beitragen und damit zukünftig zum
Vorreiter werden können. Die hierzu notwendige Fachkompetenz unseres Entwicklerteams
haben wir langfristig geplant und umgesetzt und können somit auf Personalressourcen
zurückgreifen, die diese Entscheidung tragfähig machen. Zusätzlich sehen wir einen erheblichen Mehrwert in der Erweiterung unserer globalen
Marketingmaßnahmen, die eng abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Niederlassungen
auch eine weltweite Koordination beinhalten. So werden individuelle Ansprüche der
Märkte im Hinblick auf den Marketingmix erfolgreich abgestimmt und umgesetzt. Für das Geschäftsjahr 2018 sollen die Umsatzerlöse wiederum gesteigert werden. Die
prognostizierten Gesamtumsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 werden erstmals >8
Mio. EUR betragen. Investitionen in die Software werden auch zukünftig ein wichtiger Aspekt beim Erhalt
der Wettbewerbsfähigkeit der OTRS AG sein, zu der u. a. die positive User Experience
den Schlüssel darstellt. Diese beinhaltet zum einen verschiedene Funktionalitäten, die sich bereits seit 2016
in der Planung und Entwicklung befinden und in 2017 und 2018 sukzessive released wurden
und werden, wie zum Beispiel Omnichannel-Kommunikation. Auf der Basis einer umfassenden
Umfrage unter unseren Kunden und unter Bezug auf diverse Studien zum Einsatz von Kommunikationskanälen
erarbeiten wir hier den kontinuierlichen Ausbau und die Priorisierung einzelner Kanäle. Das so genannte Onboarding, also der Erstkontakt mit unseren Produkten über die Nutzung
eines Free Trials haben wir erfolgreich optimiert. Im nächsten Schritt wird dieser
durch von uns als wichtig identifizierte Business-Szenarien erweitert. Damit können
wir unterschiedliche Interessensgruppen mit verschiedenen Bedürfnissen konkret ansprechen
und so den Mehrwert des Einsatzes von OTRS verkaufsfördernd untermauern. Last but not least werden wir auch die Oberfläche unserer Software "renovieren". Genau
wie neue Medien im Hinblick auf grafische, farbliche und strukturelle Gestaltung Trends
unterliegen, benötigt auch eine Software im Verlauf ihrer Produktivität ein Facelift.
Zum einen, weil die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass das Erleben eines Produktes
mittelbar auch an seine Gestaltung und nicht ausschließlich an seinen Nutzen gekoppelt
ist. Zum anderen haben sich die digitalen Nutzungsgewohnheiten stark verändert. Der Wunsch
nach einem zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf Daten hat verschiedensten Endgeräten
einen Markt geschaffen. Dies benötigt neue Bedienkonzepte, die auf Reduzierung und
Simplifizierung setzen, mit anderen Worten: eine schnelle und einfache Bedienung ist
gefordert, welche wir durch eine entsprechende Obeflächengestaltung unterstützen werden. Oberursel, 25. April 2018 scroll
Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktivascroll
Passivascroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2017 bis 31.12.2017scroll
Anlagespiegel 2017scroll
scroll
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der OTRS AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften für Kapitalgesellschaften
des HGB und des AktG, insbesondere §§ 266, 275 HGB, §§ 150 bis 161 AktG. Von größenabhängigen
Erleichterungen des HGB hinsichtlich Gliederung und Ausweis wird teilweise Gebrauch
gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.
Von größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften wird teilweise
Gebrauch gemacht. Die Aktien der Gesellschaft wurden am 23. Dezember 2009 zum Handel im First Quotation
Board der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und sind am 29. Juni 2012 in den
Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen worden. Seit dem 01. März
2017 sind die Aktien der Gesellschaft in das Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse
einbezogen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergerichtscroll
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher MaßnahmenGegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBeim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
im Wesentlichen übernommen werden. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten,
Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht
mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände
und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich
sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden
sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag
und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert
wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt
der Zahlung berücksichtigt worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb
auf Dauer zu dienen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten
aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt werden können und planmäßig
abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht
nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten
gemäß § 255 Abs. 2 a) HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt
werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach
Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen
Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren
Einzelkosten, angemessene Teile der durch die Fertigung veranlassten Gemeinkosten
und Abschreibungen sowie der allgemeinen Verwaltungskosten, soweit diese auf den Zeitraum
der Herstellung entfallen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände
werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplanten Lebenszyklus linear
abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten und gegebenenfalls vermindert um Anschaffungspreisminderungen
sowie vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Als Geschäfts- oder Firmenwert wurde in den Vorjahren der Unterschiedsbetrag angesetzt,
um den die für die Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der
einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt
der Übernahme überstieg. Abschreibungen erfolgen planmäßig über die zu erwartende
Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten
angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren
Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,- werden
im Jahre des Zugangs analog der steuerlichen Regelung gemäß § 6 Abs. 2 S. 1 EStG voll
abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die
Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung
aller erkennbaren Risiken bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand wurden zum Nominalwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen. Das Grundkapital sowie die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung
tragen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie
Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ausgewiesen. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EuroDer Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro
umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs
am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen
darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Aufwendungen
und Erträge aus Kursdifferenzen wurden erfolgswirksam erfasst. Steuerbilanz und latente SteuernAusgangsgröße für die Berechnung der Steuern bildet eine von dem handelsrechtlichen
Jahresabschluss abweichende Steuerbilanz. Die Abweichungen resultieren zum Einen aus
der Abschreibung der in den Vorjahren gebildeten Geschäfts- und Firmenwerte aus der
Einbringung bzw. Verschmelzung der OTRS GmbH und der Enterprise Consulting Beratungsgesellschaft
für Unternehmensorganisation und Informationsmanagement mbH auf die Gesellschaft,
die steuerlich zu Buchwerten erfolgte, sowie zum Anderen aus der Aktivierung und Abschreibung
selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB, für die
steuerlich ein Aktivierungsverbot besteht. Die Gesellschaft macht von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 274 a HGB Gebrauch
und verzichtet auf die Abgrenzung latenter Steuern aus vorstehend genannten Differenzen
bei den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBrutto-Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte einschließlich der Geschäftsjahresabschreibung
je Posten der Bilanz sind dem Anlagenspiegel am Ende des Anhangs zu entnehmen. Forschungs- und EntwicklungskostenDie selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden
entsprechend dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert, sofern und soweit
die Vermögensgegenstandseigenschaft zu bejahen ist und die Entwicklungskosten gemäß
§ 255 Abs. 2 a) HGB abgegrenzt und zugeordnet werden konnten. Die Abschreibung erfolgt
planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich im Berichtsjahr
auf TEUR 1.399. Im Berichtsjahr erfolgte keine Aktivierung von Entwicklungskosten. Abschreibung auf Geschäfts- oder FirmenwertDie in den Vorjahren entgeltlich erworbenen und aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte
werden planmäßig über die entsprechend dem Geschäftsmodell erwartete Nutzungsdauer
von 15 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Berichtsjahr
nicht erforderlich. Angaben zu verbundenen Unternehmen und über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20% der Anteilescroll
Erläuterungen:
1)
= vorläufig Angabe zu VorrätenDie Vorräte betreffen zum Stichtag noch nicht abgerechnete in Arbeit befindliche Aufträge
in Form erbrachter Dienstleistungen für Beratung und Entwicklung im Kundenauftrag. Angabe zu Forderungenscroll
Sonstige VermögensgegenständeDer Posten Sonstige Vermögensgegenstände enthält im Wesentlichen Mietkautionen TEUR
8,7 (Vorjahr: TEUR 8,7), Darlehen an Personal TEUR 7,4 (Vorjahr: TEUR 4,5) sowie übrige
sonstige Vermögensgegenstände TEUR 7,2 (Vorjahr: TEUR 1,7). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 61,4, im Vorjahr: TEUR 43,7) werden Ausgaben
vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen,
ausgewiesen. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. EigenkapitalAngaben über die Gattung der AktienDas Grundkapital von EUR 1.916.300 ist eingeteilt in: scroll
Die Aktien lauten auf den Inhaber. Angaben über das genehmigte KapitalDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Mai 2022 mit Zustimmung
des Aufsichtsrates um bis zu EUR 900.000,00 durch Ausgabe von bis zu 900.000 neuen,
auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder
mehrmals zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand
ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre
in bestimmten Fällen auszuschließen. Angaben und Erläuterungen zu RückstellungenDer Posten sonstige Rückstellungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
Bei erstmaligem Ansatz von Rückstellungen wurde, sofern diese abzuzinsen waren, die
Netto-Methode verwendet. Angabe zu VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen EUR 400.608,52
(Vorjahr: EUR 335.290,58). scroll
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte
gesichert sind, beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 147,4 (Vorjahr: TEUR 134,6), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
in Höhe von TEUR 77,6 (Vorjahr: TEUR 60,0) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit
der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 3). Passive RechnungsabgrenzungspostenDer Posten Passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 3.511,8; im Vorjahr: TEUR 2.832,9)
beinhaltet vereinnahmte Zahlungen für Supportverträge und Serviceleistungen mit Gesamtlaufzeiten
von bis zu einem Jahr, soweit diese auf das Folgejahr entfallen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum
31.12.2017 bestehen keine derartigen Haftungsverhältnisse. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden wie folgt fällig: scroll
Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: scroll
scroll
Angaben in Fortführung des JahresergebnissesDie Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe
von EUR 134.876,92 erwirtschaftet, der mit dem verbleibenden Verlustvortrag verrechnet
wird. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung: scroll
AusschüttungssperreDer Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt
EUR 636.894. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Sonstige PflichtangabenNamen der Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsWährend des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand
an: scroll
Alle Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen
der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: scroll
Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsAuf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gemäß § 288 Abs.
1 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats belaufen sich
auf insgesamt EUR 5.625. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsAn den Vorstand Frau Riedel wurde ein Darlehen in Höhe von EUR 4.448,50 gewährt. Der
Zinssatz beträgt 2,00% p.a.. Sicherheiten wurden für das Darlehen nicht hinterlegt.
An die weiteren Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats wurden weder Vorschüsse
noch Kredite vergeben. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten ArbeitnehmerDie Zahl der in der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne
des § 267 Abs. 5 HGB betrug 56 (im Vorjahr: 51). Zum Stichtag 31.12.2017 betrug die
Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) 56 (im Vorjahr: 50). Oberursel, 25. April 2018 scroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die OTRS AGWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OTRS AG
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung
und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. München, den 23. Mai 2018 VEDA WP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Roland Weigl Wirtschaftsprüfer ImpressumOTRS AG Zimmersmühlenweg 11 61440 Oberursel Deutschland T: +49 6172 681988 0 F: +49 9421 56818 18 E: sales@otrs.com IR-Kontakt OTRS AG T: +49 6172 681988 57 T: +49 6172 681988 26 F: +49 9421 5681818 E: investor-relations@otrs.com IR-Agentur CROSS ALLIANCE communication GmbH Susan Hoffmeister T: +49 89 898 272 27 F: +49 174 300 39 50 E: sh@crossalliance.de Redaktion und Design OTRS AG www.otrs.com |
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