![]() PAUL HARTMANN AGHeidenheim an der BrenzJahresabschluss zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim/BrenzGrundlagen des KonzernsDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der HARTMANN GRUPPE liegt auf Systemlösungen für professionelle Kunden in Medizin und Pflege. Alle wesentlichen organisatorischen Einheiten für die Steuerung der Konzernaktivitäten sind in der PAUL HARTMANN AG zusammengefasst. HARTMANN bietet Komplettlösungen für Medizin und PflegeDie HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten samt unterstützenden Dienstleistungen mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung, Inkontinenzversorgung und Infektionsprophylaxe. Zusätzlich ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Immobilisation und Erste Hilfe sowie zur Selbstdiagnose. Den Schwerpunkt bilden die Systemangebote für professionelle Anwender in Kliniken, Arztpraxen, Pflege- und Altenheimen sowie Produkte für die häusliche Pflege. Um die umfassende und kostengünstige Versorgung sicherzustellen, etwa bei der häuslichen Belieferung mit absorbierenden Inkontinenzprodukten, kooperieren wir verstärkt mit den Trägern der Gesundheitssysteme und Apotheken. Unsere Komplettlösungen mit anwendergerechten Produkten und maßgeschneiderten Serviceleistungen tragen dazu bei, die tägliche Versorgung effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. In der Produktentwicklung verfolgen wir ausschließlich solche Konzepte, die einen breiten Mehrwert für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten schaffen. Unser Portfolio an Systemangeboten basiert auf fundiertem medizinischem Wissen, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse, Anforderungen und Arbeitsabläufe unserer Kunden. HARTMANN verfolgt das Ziel, als zuverlässiger Partner dauerhafte Kundenbeziehungen aufzubauen und in allen Märkten, die über eigene Gesellschaften bedient werden, eine führende Position einzunehmen. Zusätzlich zu den medizinischen Kernsortimenten für professionelle Zielgruppen in Medizin und Pflege führt HARTMANN auch medizinische Sortimente für Endverbraucher, die vorrangig über Apotheken und den Sanitätsfachhandel vertrieben werden. Daneben werden der Markt für Selbstzahler und der Vertrieb über den Einzelhandel an Relevanz gewinnen. Entsprechend der internen Steuerung werden die Geschäftsaktivitäten der HARTMANN GRUPPE in Geschäftssegmenten ausgewiesen, die nach Sortimentsschwerpunkten gegliedert sind: Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement sowie das Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem schwerpunktmäßig die Aktivitäten der Konzerngesellschaften Kneipp, KOB, CMC und NOGE zugeordnet sind. Differenzierte Strategien für profitables WachstumIm Bereich der Wundauflagen hat es sich HARTMANN zum Ziel gesetzt, seine in Europa führende Marktposition sowohl bei klassischen Verbandstoffen als auch bei modernen Therapiekonzepten, weiter auszubauen und seine Marktaktivitäten weiter zu internationalisieren. Der Fokus in den Märkten richtet sich darauf, als Anbieter anwenderfreundlicher Lösungen wahrgenommen zu werden, die eine rasche und effektive Wundheilung bei möglichst geringen Behandlungskosten sicherstellen. Im Markt für Inkontinenzprodukte ergeben sich einerseits Chancen aus dem demografischen Wandel, andererseits steigt der Kostendruck in Gesundheitsmärkten und Versicherungssystemen. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit Produktinnovationen und -aktualisierungen, auf deren Basis wir auch künftig sowohl im Kerngeschäft mit Pflegeeinrichtungen und in der häuslichen Versorgung als auch im wachsenden Markt der selbstzahlenden Endverbraucher profitabel wachsen können. Um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit bei OP-Einwegprodukten zu sichern, setzt HARTMANN verstärkt auf maßgeschneiderte Lösungen, die an den individuellen Kundenbedürfnissen hinsichtlich der Prozessoptimierung bei Operationen im stationären und ambulanten Bereich ausgerichtet sind. Bei Desinfektionsmitteln profitiert HARTMANN vom globalen Marktwachstum, das einerseits vom steigenden Gesundheitsbewusstsein und dem Wissen über die Übertragungswege von Keimen und andererseits von strikteren Vorgaben in der Anwendung und Einhaltung von Hygienestandards getrieben wird. Um die Chancen umfassend zu nutzen, arbeiten wir bei der Entwicklung neuer Hygienestandards eng mit Kliniken, nationalen Hygieneinstituten sowie mit Pflegeeinrichtungen und ambulanten Behandlungszentren zusammen. Gezielte Entwicklungsprojekte für effiziente Lösungen in Medizin und PflegeMit Sortimentsaktualisierungen und Neuentwicklungen stellt HARTMANN den verschiedenen Kundengruppen ein modernes und attraktives Produktportfolio zu Verfügung. Wir arbeiten neben den Initiativen zu den Produkten an der Entwicklung von darüber hinausgehenden Angeboten und Services im Bereich der Logistik und digitaler Prozesse. Kern der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der HARTMANN GRUPPE ist, modernste medizinisch-pflegerische Standards in der Patientenversorgung mit Forderungen nach Kosteneffizienz in den Gesundheitssystemen in Einklang zu bringen. Neben Verbesserungen bezüglich therapeutisch-pflegerischer Eigenschaften und der Vereinfachung von Arbeitsprozessen unserer Kunden steht daher auch die Reduktion der Gesamtkosten einer Behandlung im Fokus. Gleichzeitig sollen durch die Weiterentwicklung des Angebots Kostenvorteile für die HARTMANN GRUPPE generiert werden. In Summe wendete das Unternehmen im Berichtsjahr 58,9 Mio. EUR für Forschung und Entwicklung auf. Um den Marktanforderungen bestmöglich zu entsprechen, setzt die HARTMANN GRUPPE auf ein breit gefächertes, internationales Kompetenznetzwerk. Zum einen arbeiten wir eng mit unseren Kunden in Medizin und Pflege zusammen, um ihre Bedürfnisse hinsichtlich der Entwicklung von Produkteigenschaften und -anwendungen zu verstehen. Zum anderen stehen wir mit führenden Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen in engem Austausch, um in unseren Technologiefeldern richtungsweisende Lösungen zu erarbeiten und zu erproben. Denn nur mit Lösungen, die Kunden überzeugen, gelingt es HARTMANN, seine in vielen Ländern führende Marktposition weiter auszubauen beziehungsweise in neuen Absatzmärkten ein dynamisches Wachstum zu erzielen. Dafür steht unser Markenversprechen "Going further for health". Im Segment Wundmanagement unterstützt ein im Jahr 2015 weiterentwickelter Schaumverband mit einer innovativen Hydrogel-Technologie als Teil unseres HydroTherapy-Behandlungskonzepts die bessere Heilung von Wunden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Segment Inkontinenzmanagement die Sortimente überarbeitet und neu ausgerichtet, das Fundament für Innovationen bei Produkten und Produktionsprozessen gelegt sowie die Kostenoptimierung vorangetrieben. Unter anderem wurde ein Slip entwickelt, der sich schneller und mit wesentlich weniger Kraftaufwand anlegen lässt. Durch die kürzere Verweildauer in gebückter Haltung können Pflegekräfte zudem ihren Rücken schonen. Im Segment Infektionsmanagement hat HARTMANN den Relaunch seines OP-Mäntelsortiments erfolgreich abgeschlossen. Innovationen bei Produkten zur Hände- und Flächendesinfektion ermöglichen unseren Kunden eine noch bessere Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen. In Kooperation mit Universitätskliniken haben wir digitale Anwendungshilfen entwickelt, die dazu beitragen, die Übertragung pathogener Keime zu minimieren. PAUL HARTMANN AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des AktiengesetzesDas gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG setzt sich zum 31. Dezember 2016 unverändert aus insgesamt 3.572.424 Namensstückaktien zusammen. Mit Ausnahme der 20.682 eigenen Aktien sind sämtliche Aktien voll stimmberechtigt. Die HARTMANN-Aktie ist in den Handel des Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Daher ist weder die PAUL HARTMANN AG eine börsennotierte Gesellschaft im Sinne von § 3 Absatz 2 des AktG, noch wird die HARTMANN-Aktie an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Absatz 5 WpHG gehandelt. Demnach gelten allein die Mitteilungspflichten nach §§ 20 und 21 AktG. Vorstandsmitglieder werden gemäß den Regelungen der §§ 84 und 85 AktG bestellt und abberufen. Weiterhin regelt die Satzung, dass der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und er ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bestellen kann. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien besteht derzeit nicht. Jedoch ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2015 bis zum 30. April 2020 ermächtigt, eigene Aktien für das Unternehmen in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und wieder zu veräußern. Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit dem Vorstand hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme oder hinsichtlich Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall einer Übernahme. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGegenüber der gesamten Weltwirtschaft konnte der globale Markt für Medizinprodukte auch im Jahr 2016 überdurchschnittlich wachsen. Der medizinische Fortschritt, die demographische Entwicklung, der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein bleiben zentrale Wachstumstreiber. Stabiles WirtschaftswachstumKräftiger Konsum hat Deutschland das stärkste Wirtschaftswachstum seit fünf Jahren beschert. Das Bruttoinlandsprodukt legte nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2016 um 1,9 % zu. Insbesondere zum Jahresende gewann die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland an Dynamik. Die privaten Konsumausgaben waren im Gesamtjahr preisbereinigt um 2 % höher als im Vorjahr, während die staatlichen Konsumausgaben sogar um 4,2 % stiegen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. Die Inflation blieb auf niedrigem Niveau, wobei jedoch die Teuerungsrate gegen Jahresende wegen gestiegener Energiepreise zunahm. Aufgrund der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge mehr Geld eingenommen als ausgegeben, woraus für 2016 ein Überschuss von 19,2 Milliarden (0,6 % des BIP) resultierte. Neben Deutschland entwickelte sich auch der Euroraum positiv. Die Europäische Zentralbank beziffert das Wirtschaftswachstum in Europa voraussichtlich mit 1,7 % in 2016. Die Weltwirtschaft wuchs laut IWF in 2016 voraussichtlich um 3,1 %. Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten laut Weltbank voraussichtlich ein Wachstum von 3,4 %. Preisverfall bei den Rohstoffen beendetDer Preisverfall bei Rohstoffen hat sich im Jahr 2016 nicht fortgesetzt. Öl, Gas und Industriemetalle zogen im Jahresverlauf preislich an. Die für die HARTMANN GRUPPE wichtigen Rohstoffe Baumwolle und Zellulose haben sich unterschiedlich entwickelt. Der Baumwollpreis stieg um 15 % zum Jahresende. Zellulose blieb im Gesamtjahr 2016 stabil. Markt für Medizinprodukte entwickelte sich weiterhin positivDas Wachstum im Markt für Medizinprodukte basierte auch im Geschäftsjahr 2016 auf medizinischem Fortschritt, der weiter steigenden Zahl älterer Menschen in den Industriestaaten und der daraus resultierenden Zunahme von chronischen Erkrankungen, dem Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie einem generell gestiegenen Gesundheitsbewusstsein. Am Beispiel von Deutschland wird die Dynamik des Marktes deutlich: Ende 2015 waren laut Statistischem Bundesamt rund 2,9 Mio. Menschen pflegebedürftig, 8,9 % mehr als 2013. Bis zum Jahr 2030 soll die Anzahl der Pflegebedürftigen auf 3,5 Mio. zunehmen. Von 2001 bis Ende 2015 ist die Zahl der in Heimen versorgten Pflegebedürftigen um rund 32 % gestiegen. Die Zahl der durch ambulante Pflegedienste Betreuten wuchs im selben Zeitraum um rund 59 %. Gleichzeitig ging der Anteil der von Angehörigen Betreuten auf 38 % zurück. Nach einer Schätzung von GlobalData erreichte der Weltmarkt für Medizintechnologien 2016 ein Volumen von 324 Mrd. EUR. Die USA hatten mit 123 Mrd. EUR mit Abstand den größten Anteil. Der europäische Markt für Medizinprodukte wurde auf rund 86 Mrd. EUR geschätzt; Deutschland war hier mit rund 21 Mrd. EUR erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien. Wundmanagement war auch 2016 ein WachstumsmarktDas Marktvolumen aller Produktkategorien für das Wundmanagement belief sich GlobalData zufolge im Jahr 2016 weltweit auf knapp 21 Mrd. EUR; das jährliche Wachstum lag unverändert bei rund 4 %. Dies ist ebenfalls auf die immer älter werdende Bevölkerung und die drastisch steigende Zahl chronischer Wunden zurückzuführen. Beispielsweise liegt bei Patienten mit einem diabetischen Fuß oder einem venösen Beingeschwür die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Wunde chronisch wird, über bzw. um 50 %. Weiteres Wachstum entsteht durch die zeitgemäße Behandlung der Wunden mit modernen Produkten und Methoden, die zu medizinisch besseren Ergebnissen führen. Der europäische Markt für Wundmanagement wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr laut GlobalData um 4 % und war mit einem Volumen von rund 6,2 Mrd. EUR nach Nordamerika der zweitgrößte Absatzraum weltweit. Deutschland war erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Hohe Wachstumsraten waren 2016 unter anderem bei antimikrobiellen Wundauflagen zu verzeichnen, die jedoch aufgrund wenig aussagekräftiger Evidenzen in vielen Ländern zunehmend in Frage gestellt werden. Gutes Wachstumspotenzial für absorbierende Inkontinenzprodukte in Asien und OsteuropaNach Berechnungen der Unternehmensberatung Price Hanna Consultants (PHC) lag das weltweite Absatzvolumen von absorbierenden Inkontinenzprodukten im Jahr 2016 bei rund 49,3 Mrd. Einheiten. Der asiatische Markt wuchs gegenüber 2015 um rund 14 % auf 19,2 Mrd. Einheiten. Innerhalb Asiens haben im Berichtsjahr vor allem die Märkte China, Indien und Zentralasien stark zugelegt (25,8 %). Japan ist im gleichen Zeitraum um 5,9 % gewachsen. Der europäische Markt verzeichnete ein Mengenwachstum von 7,2 % auf etwa 15 Mrd. Einheiten. Deutschland bildete erneut den größten Einzelmarkt, gefolgt von Italien und Großbritannien. Unterschiedliche Wachstumspotenziale in Europa ergeben sich aus der Marktdurchdringung: Während etwa der Markt für absorbierende Inkontinenzprodukte in Schweden mit einem Wert von 96 % nahezu gesättigt ist, lag die Durchdringungsquote in Zentral- und Osteuropa im Berichtsjahr mit 9 % immer noch im einstelligen Bereich. Mit einer prognostizierten Wachstumsrate von rund 11 % für den Zeitraum 2016-2021 ist Zentral- und Osteuropa nach wie vor der am schnellsten wachsende Markt. Auch die Nachfrage nach Inkontinenzprodukten ist stark getrieben von der demographischen Entwicklung. In Deutschland sind Angaben des Bundesverbands Medizintechnik zufolge 76,3 % aller Alten- und Pflegeheimbewohner inkontinent sowie 53 % der von ambulanten Pflegediensten betreuten Personen. Trend zu OP-Komplettsets, Hände- und Flächendesinfektion hält anDurch die älter werdende Bevölkerung und immer sicherer und effizienter werdende Eingriffe steigt in vielen Ländern die Zahl der Krankenhauseinweisungen. Auch die Sicherheit von Patienten und Personal im Hinblick auf Hygiene- und Infektionsrisiken hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach Einwegprodukten im OP- und Patientenbereich zugenommen hat. Der Weltmarkt für OP-Einwegprodukte belief sich laut GlobalData im Jahr 2016 auf ein Gesamtvolumen von rund 10,4 Mrd. EUR. Europa war, nach Nordamerika, mit einem Anteil am Weltmarkt von knapp 31 % die zweitgrößte Absatzregion. Innerhalb der Produktkategorien hatten OP-Komplettsets, gefolgt von OP-Handschuhen und OP-Abdeckmaterialien, weltweit den größten Umsatzanteil. Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich rund 500 000 Patienten während ihres Aufenthaltes in deutschen Kliniken an einer Infektion. 32.500 dieser nosokomialen Infektionen werden durch multiresistente Erreger (MRE) verursacht. In einigen Fällen bieten Antibiotika dagegen schon heute keinen Schutz mehr. Ein Großteil der Infektionen wird v.a. über die Hände übertragen. Konsequente Hygienemaßnahmen erhalten daher einen hohen Stellenwert, um MRE zu senken. Strategische Initiativen der HARTMANN GRUPPE zur Erhöhung der Hygiene Compliance sorgten für weiterhin erfreuliche Zuwächse bei der Händedesinfektion und sehr dynamischen Umsatzsteigerungen in der Flächendesinfektion. Die bedeutendsten europäischen Märkte für Krankenhaus-Einmalprodukte im Berichtsjahr waren Deutschland, gefolgt von Frankreich und Italien. Diese Märkte verzeichneten laut GlobalData ein durchschnittliches Wachstum von rund 4 %. Umsatz- und ErtragslageDie Umsatzerlöse der PAUL HARTMANN AG in den Geschäftssegmenten stiegen um 13,2 Mio. EUR auf 822,2 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss stieg um 28 % auf 55,7 Mio. EUR. Dabei wirkte sich das Finanzergebnis positiv auf diese Entwicklung aus. Umsatzausweis durch gesetzliche Änderungen beeinflusstDie Umsatzerlöse der PAUL HARTMANN AG stiegen im Geschäftsjahr um 5,6 % auf 857,8 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Ausweisänderungen im Rahmen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) zurückzuführen. Danach sind bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste Leistungsverrechnungen an Konzerngesellschaften und Erlöse aus nicht betriebstypischen Dienstleistungen seit 2016 als Umsatzerlöse auszuweisen. In den nachfolgend dargestellten Geschäftssegmenten der PAUL HARTMANN AG stiegen die Kundenumsätze um 1,6 % auf 822,2 Mio. EUR. Geschäftssegment WundmanagementDie Umsatzerlöse im Segment Wundmanagement stiegen um 4,4 % auf 196,2 Mio. EUR. Wachstumstreiber mit zweistelligen Umsatzzuwächsen waren im Geschäftsjahr 2016 sowohl das innovative Behandlungskonzept HydroTherapy, als auch das Unterdruck-Wundtherapie-System "Vivano" für die Versorgung schwer heilender Wunden. Im Bereich der postoperativen Verbände konnte der langjährige Erfolgskurs fortgesetzt werden. Im ausschreibungsgetriebenen und sehr preisaggressiven Umfeld der klassischen Verbandstoffe, sowie der vorkonfektionierten Wundversorgungs-Sets wurde die starke Marktposition weitgehend verteidigt. Im Bereich Personal Health Care, der ebenfalls dem Segment Wundmanagement zugeordnet ist, wurde das HARTMANN-Sortiment für die Apotheke erfolgreich um die neuen Selbsttests unter der Marke Veroval erweitert. HARTMANN ist damit in vielen Märkten der erste Anbieter einer ganzen Reihe von Tests, mit denen der Kunde sich z.B. auf Allergien und Unverträglichkeiten testen kann. Erfreuliches Umsatzwachstum erzielten außerdem das kontaktlose Fieberthermometer sowie das Pflastersortiment. Geschäftssegment InkontinenzmanagementIm Geschäftssegment Inkontinenzmanagement stiegen die Umsatzerlöse um 0,6 % auf 352,4 Mio. EUR. Auf Sortimentsebene konnte 2016 der Wachstumskurs der Vorjahre bei MoliCare Mobile fortgesetzt werden. Eine weiterhin hohe Kundenakzeptanz fand die Hautpflegeserie Menalind, die sich im Berichtsjahr gut entwickelt hat. Auch Inkontinenzeinlagen zur Versorgung mittlerer und leichter Inkontinenz zeigten ein moderates Wachstum im Berichtsjahr. Inkontinenzslips verzeichneten einen Umsatzrückgang, der im Wesentlichen auf Kurseffekte und hohen Preisdruck zurückzuführen ist. Geschäftssegment InfektionsmanagementIm Segment Infektionsmanagement stiegen die Umsatzerlöse um 1,2 % auf 269,9 Mio. EUR. Im Sortiment für eine ganzheitliche Infektionsprophylaxe verzeichneten die kundenspezifischen OP-Sets sowie die spezifischen Einwegsets für die Patientenpflege ein gutes Wachstum. Eine hohe Kundenakzeptanz im Markt fanden auch die Sortimente der OP-Einweginstrumente und der OP-Handschuhe. Darüber hinaus verbesserten unsere strategischen Initiativen zur Erhöhung der Hygiene Compliance in der Hände- und Flächendesinfektion die bereits starke Marktposition dieser Sortimente, mit weiterhin erfreulichen Zuwächsen in der Händedesinfektion und fortgesetzter sehr dynamischer Umsatzsteigerung in der Flächendesinfektion. Jahresüberschuss auf 55,7 Mio. EUR gestiegenDer Jahresüberschuss der PAUL HARTMANN AG stieg im Geschäftsjahr 2016 um 12,2 Mio. EUR auf 55,7 Mio. EUR. Der Anstieg des Jahresüberschusses im Berichtsjahr wurde im Wesentlichen durch das Finanzergebnis bestimmt. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 17,1 Mio. EUR auf 43,8 Mio. EUR. Positiv wirkten sich insbesondere das Beteiligungsergebnis sowie die Bewertungen von Finanzanlagen aus. So stiegen die Beteiligungserträge unter Berücksichtigung der Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen um 11,4 Mio. EUR. Das Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen sowie aus Beteiligungsbewertungen stieg um 7,5 Mio. EUR. Hohe Volatilitäten bei wichtigen WährungenDie anhaltend hohe Volatilität bei wichtigen Währungen stellt HARTMANN weiterhin vor Herausforderungen. Eine bedeutende Rolle nahm weiterhin der Russische Rubel ein. Geprägt von politischer Instabilität sowie Sanktionen wertete die Währung durchschnittlich um 9,0 % auf 74,2 EUR/RUB ab, wobei die Stabilisierung der Ölpreise zu einer Erholung im Jahresverlauf führte. Das Britische Pfund erfuhr in 2016 als weitere wichtige Handelswährung der HARTMANN GRUPPE durch die Brexit Überlegungen und schließlich dem Referendum Mitte des Jahres eine starke Abwertung. So verlor die Währung gegenüber dem Euro mit einem Jahresdurchschnitt von 0,82 EUR/GBP im Vergleich zum Vorjahr 12,9%. Auf der Beschaffungsseite blieb der USD gegenüber dem EUR im Jahresdurchschnitt mit 1,11 EUR/USD auf Vorjahresniveau. Die Volatilität hielt sich mit einer Schwankungsbreite im Jahresverlauf zwischen 1,04 bis 1,16 EUR/USD. Rohstoffpreise mit unterschiedlichen EntwicklungenBei den für HARTMANN wichtigen Rohstoffen zeigte sich 2016 ein uneinheitliches Bild: Während bei den US-Dollar Preisen für Zellulose im Jahresverlauf nur eine geringe Volatilität zu verzeichnen war, stiegen die Preise für Baumwolle im ersten Halbjahr deutlich an und behaupteten dieses Niveau bis Jahresende. Bei den rohölbasierten Vorprodukten war die Tendenz ebenfalls uneinheitlich. In der zweiten Jahreshälfte kam es in Folge gestiegener Rohölpreise zu einer sukzessiven Verteuerung. Vermögens- und FinanzlageIm Geschäftsjahr 2016 konnte die Bilanzstruktur der PAUL HARTMANN AG weiter gestärkt werden. Bei einem Anstieg der Bilanzsumme von 9,0 Mio. EUR erhöhte sich das Eigenkapital um 31,9 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 47,5 %. Sachinvestitionen um 40 % gestiegenDie Investitionen in das Sachanlagevermögen stiegen im Berichtsjahr um 6,0 Mio. EUR auf 21,0 Mio. EUR, dies entspricht einem Anstieg gegenüber Vorjahr von 40 %. Schwerpunkt der Investitionen bildete die Erweiterung und Optimierung unseres Fertigungsstandortes in Herbrechtingen. Die Eigenkapitalbasis von Konzerngesellschaften wurde im Berichtsjahr weiter gestärkt. Die Finanzanlagen stiegen um 16,9 Mio. EUR auf 366,3 Mio. EUR. Net Working Capital um 1,9 % gesunkenDas kurzfristig gebundene Vermögen der PAUL HARTMANN AG sank im Berichtsjahr um 2,7 Mio. EUR auf 135,9 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Vorratsbestände zurückzuführen. Der Vorratsbestand sank gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Mio. EUR auf 99,3 Mio. EUR. Insbesondere der Bestand von Handelswaren sank gegenüber dem Vorjahr. Die Vorratsreichweite reduzierte sich im Berichtsjahr um 3 Tage auf 72 Tage. Die Forderungen gegen Konzerngesellschaften, die wesentlich durch die Konzernfunktionen der PAUL HARTMANN AG im Bereich der Finanzierung und des konzerninternen Cash-Poolings beeinflusst werden, waren mit 178,4 Mio. EUR leicht rückläufig. Im Berichtsjahr stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden um 6,7 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR. Die bilanzielle Forderungslaufzeit lag mit 22,8 Tagen auf dem Niveau der Vorjahre. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um 7,6 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf das gegenüber Vorjahr gestiegene Einkaufsvolumen im Dezember zurückzuführen. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten lag mit 24,2 Tagen auf Vorjahresniveau. Eigenkapitalquote auf 47,5 % gestiegenIm Jahr 2016 konnte die PAUL HARTMANN AG die Verbindlichkeiten aus der syndizierten Kreditlinie vollständig tilgen. Die Bankverbindlichkeiten sanken um 30,0 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR. In Verbindung mit der gestiegenen Ertragskraft und der hohen Eigenkapitalquote konnte HARTMANN dadurch die finanziellen Handlungsspielräume für künftiges Wachstum sowie für weitere Investitionen und mögliche Akquisitionen weiter ausbauen. Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 31,9 Mio. EUR auf 378,7 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag wies die PAUL HARTMANN AG eine Eigenkapitalquote von 47,5 % aus. scroll
Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Zusammenfassend erklären wir hiermit, dass die PAUL HARTMANN AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten und durch Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, keine Nachteile erlangt haben." Erklärung zur UnternehmensführungMitteilung gemäß § 289a Abs. 4 HGBDer Aufsichtsrat hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat als Zielgröße 16,67 % für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 und für den Vorstand eine Zielgröße von 0 % bis 30. Juni 2017 festgesetzt. Der Vorstand hat für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes eine Zielgröße von 18,18 % und in der zweiten Führungsebene eine Zielgröße von 15,84 % bis zum 30. Juni 2017 festgesetzt. MitarbeiterDie richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz - das ist der zentrale Grundsatz der Personalentwicklung der HARTMANN GRUPPE. Wir investieren in das Wissen und den internationalen Austausch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fördern individuell potenzialstarke Talente und stellen eine global konsistente Führungskräfteentwicklung sicher. So unterstützt die Personalarbeit das weitere Wachstum der HARTMANN GRUPPE. Mitarbeiterzahl in der HARTMANN GRUPPE jeweils zum 31. Dezember ![]() Mitarbeiterzahl gestiegenZum 31. Dezember 2016 beschäftigte die HARTMANN GRUPPE weltweit insgesamt 10.372 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das waren 26 mehr als Ende des Vorjahres. In den europäischen Kernmärkten nahm die Belegschaft um 179 Mitarbeiter zu. Einerseits wurden die Konzernfunktionen weiter ausgebaut, andererseits trug das dynamische Wachstum, insbesondere bei der Kneipp GmbH, zum Beschäftigtenzuwachs bei. Des Weiteren führten produktionsbedingte Anpassungen in Tschechien sowie der Ausbau von Vertriebsfunktionen in Frankreich zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Außerhalb Europas führten Produktionsanpassungen zu einer Reduzierung der Beschäftigtenzahl. Zum Ende des Berichtsjahres durchliefen konzernweit 261 Personen eine berufliche Erstausbildung. 221 junge Menschen wurden im Rahmen eines Ausbildungsberufes oder Dualen Studiums an deutschen Standorten ausgebildet, davon 122 Personen bei der PAUL HARTMANN AG. Die Ausbildungsquote belief sich auf 5,2 %. Überdies waren durchschnittlich 57 Studierende anderer Hochschulen im Rahmen eines Praktikums oder einer Abschlussarbeit bei der HARTMANN GRUPPE tätig. Internationalisierung der Personalarbeit weiter vorangetriebenDie richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz einzusetzen ("Right People Right Place"), zählt nach wie vor zu den zentralen Erfolgsfaktoren für die ehrgeizigen und nachhaltig orientierten Wachstumsziele der HARTMANN GRUPPE. Entsprechend diesem Anspruch wurde zwischen Dezember 2016 und Januar 2017 der Group Leadership Review durchgeführt. Unsere standardisierten Entwicklungsprozesse umfassen die Beurteilung der Leistung und des Potenzials unserer globalen Führungskräfte. Durch das internationale Ausrollen der Group Leadership Review konnten zum Jahresende 2016 weltweit über 90 % aller lokalen Schlüsselfunktionen mit dieser konsistenten Methodik abgedeckt werden. Eine einheitliche Führungskultur sowie der Auf- und Ausbau eines internationalen Führungsnetzwerks sind ebenfalls erfolgskritisch. Im Zuge dessen nahmen ausgewählte Top-Führungskräfte aus unterschiedlichen Regionen, Funktionen und Partnergesellschaften am ersten Leadership Development Program (LDP) teil. Drei von insgesamt fünf Modulen des 18-monatigen Programms wurden im Berichtsjahr durchgeführt. Kerninhalte des Programms sind interaktive Workshops und intensive Lerneinheiten zu Unternehmens-, Mitarbeiter- und Selbstführung. Talent Management im Fokus der MitarbeiterentwicklungDie Auswahl und Weiterentwicklung von Talenten stellt bei der HARTMANN GRUPPE einen weiteren Erfolgsfaktor für die nachhaltige Personalarbeit und letztendlich die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele dar. Im Jahr 2016 startete das global ausgerichtete Talent-Entwicklungsprogramm (Talent Development Program). In drei Modulen und begleitenden Coachings werden Potenzialträger des Unternehmens auf ihren nächsten Karriereschritt vorbereitet. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Programms sind Action-Learning-Projekte, bei denen die Teilnehmer durch die Bearbeitung relevanter Businessthemen einen echten Mehrwert für das Unternehmen schaffen und ihren Lerntransfer sicherstellen. Um die Förderung von Nachwuchskräften zu standardisieren, wird seit Ende 2016 auch das International Graduate Program (IGP) unter dem Dach des Talent Managements geführt. Mit der Implementierung des Programms in Frankreich und Tschechien wurde die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Des Weiteren wurde das Ausbildungskonzept neu ausgerichtet. Unter anderem durchliefen angehende Auszubildende und duale Studenten einen neuen Auswahlprozess, der noch stärker an die Anforderungen der PAUL HARTMANN AG angepasst wurde. Zusätzlich wurde die von Auszubildenden geleitete Juniorfirma Young Talents einbezogen, die u. a. auch den HARTMANN-Mitarbeitershop betreibt. Dies ermöglicht nicht nur, die passenden Kandidaten zu identifizieren, sondern vermittelt diesen auch eine realitätsnahe Perspektive auf die Arbeit sowie die zukünftigen Herausforderungen im späteren Berufsleben. Systematische Mitarbeiterqualifikation ab dem ersten TagUm neue Mitarbeiter bestmöglich in das Unternehmen zu integrieren, wurde das Onboarding-Programm im Berichtszeitraum neu konzipiert. Die Grundlage hierfür bildete das 4-i-Konzept: informativ, innovativ, interaktiv und inspirierend. Wir legen Wert darauf, unsere Mitarbeiter so zu qualifizieren, dass sie den Anforderungen ihrer jeweiligen Stelle gerecht werden können. Der neue globale Standard zur Mitarbeiterqualifizierung beinhaltet regelmäßiges klares Feedback, die konsequente Nutzung von individuellen Entwicklungsplänen und systematische Diskussionen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zum erfolgreichen Transfer des Erlernten in den Arbeitsalltag. Sämtliche unserer Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Mitarbeiter-Potenziale zu identifizieren und zu entwickeln. NachhaltigkeitWir arbeiten beständig daran, unsere Produkte und Prozesse im Hinblick auf neue gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Rahmenbedingungen zu verbessern. Die Weiterentwicklung und Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements trägt hierzu genauso bei, wie stetige Investitionen in Ressourcen- und Energieeffizienz. Darüber hinaus fördern wir den Zugang zu Gesundheitsleistungen im Rahmen von sozialen Projekten. Qualitätsmanagement erfolgreich zertifiziertBasis für die Verkehrsfähigkeit unserer Medizinprodukte im In- und Ausland ist ein effektives Qualitätsmanagementsystem (QM), das Mitte 2016 erneut zertifiziert wurde. Dabei hat HARTMANN erstmals die Betriebe Herbrechtingen und Brück in die zentrale Zertifizierung mit aufgenommen. Die Zertifizierung durch die Benannte Stelle umfasste die Überprüfung der Einhaltung der Qualitätsnormen ISO 9001, ISO 13485 für Medizinprodukte sowie der Konformität mit der Medizinprodukterichtlinie MDD/93/42/EWG. Die Auditoren haben den hohen Standard unseres Managementsystems anerkannt und die Zertifikate uneingeschränkt verlängert. Ebenfalls wurden im Berichtsjahr 38 Betriebs- und Logistikstandorte sowie Vertriebsgesellschaften in 21 Ländern erfolgreich auditiert. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Internationalisierung über Europa hinaus wird das HARTMANN-QM-System in zunehmendem Maße auch von den jeweiligen nationalen Behörden vor Ort intensiv geprüft. Im August 2016 wurde die PAUL HARTMANN AG in Heidenheim durch eine südkoreanische Behörde inspiziert, welche uns die uneingeschränkte Befolgung der "Korean-Good Manufacturing Practices (GMP) for Medical Devices" bestätigte. Globale Steuerung von Regulatory Affairs und QualitätsmanagementHARTMANN verfolgt das Ziel, Prozesse international zu harmonisieren, um diese effizienter zu gestalten. Im Jahr 2016 wurden die globalen Standards an den ersten ausländischen Standorten eingesetzt, so dass das zentrale QM-System nun bereits in fünf Ländern eingeführt wird. Um eine leistungsstarke Qualitätsmanagement- und Regulatory Affairs-Organisation sicherzustellen, haben wir die globalen Ressourcen zentral in einer Matrix gebündelt. Dadurch agieren wir effizienter und können die vorhandene Expertise in Bezug auf Best Practices optimal nutzen. Produktqualität weiter auf hohem NiveauDie Zufriedenheit und das Vertrauen unserer Kunden in die hohe Qualität der HARTMANN-Medizinprodukte stehen im Zentrum unseres effektiven und proaktiven Qualitätsmanagements. Die kontinuierliche Überwachung und ständige Verbesserung von Prozessen sowie regelmäßige interne Audits bildeten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Basis für die hohe Produktqualität. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung und konzernweiten Harmonisierung des HARTMANN-Systems sowie der Qualifizierung und Validierung zur dauerhaften Sicherstellung der Regulatory Compliance. Ein wesentlicher Indikator für die Qualität und die Kundenzufriedenheit ist die Reklamationsquote. Die Beanstandungsquote lag 2016 erfreulicherweise erneut bei nur wenigen Produkten pro einer Million Stück. Die konsequente, weltweite Erfassung von Produktreklamationen, deren sorgfältige Bearbeitung und die schnelle Rückmeldung an unsere Kunden sowie die zeitnahe Umsetzung der daraus abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen sind seit Jahren etabliert. Um Kundenanforderungen noch besser und effizienter zu erfüllen, haben wir 2016 unsere IT-Infrastruktur um ein Qualitätsmodul erweitert. Erhöhte Anforderungen des Marktes und der regulatorischen GegebenheitenDurch die neuen QM-Systemnormen (ISO 9001:2015 und ISO 13485:2016-03) sowie der neu in Kraft tretenden MDR (Medical Device Regulation) und anderen normähnlichen Regularien, z.B.: MEDDEV 2.1/7 Rev.4, ergeben sich in Zukunft zusätzliche regulatorische Anforderungen zur Sicherstellung der Produktsicherheit und -effektivität. Neue Normen und Zertifizierungen im Bereich Arbeits- und UmweltschutzDie bestehenden Zertifizierungen im Bereich Umweltmanagement, Energiemanagement und Arbeitsschutzmanagement wurden erfolgreich aufrechterhalten und ausgebaut. 2016 stand die neue Norm ISO 14001:2015-09 im Fokus, die momentan zu Anpassungen in unseren Systemen führt. 2017 sind dann die ersten Zertifizierungen nach der neuen Norm geplant. Darüber hinaus wurde 2016 insbesondere das zentrale Reporting vorangetrieben. Erfolgreiche Zertifizierung des Bereichs Inkontinenz-Management nach FSC® und PEFC™Die ökologische Nachhaltigkeit von Produkten steht bei Endkunden und in Tender-Ausschreibungen immer mehr im Fokus. Für Holz und Holzprodukte stehen die Chain of Custody-Standards der Organisationen FSC® (Forest Stewardship Council®) und PEFCTM (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) immer stärker im öffentlichen Interesse. Dem Bereich Inkontinenz-Management werden durch die Verwendung von Zellulose in den Produkten diese Anforderungen des Marktes gestellt. Unsere hohen Qualitätsanforderungen an die Zellulose stellen wir dadurch sicher, dass wir diese schon seit vielen Jahren ausschließlich aus kontrollierter Forstwirtschaft beziehen. Die in 2016 erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierungen tragen dazu bei, den nachhaltigen Erfolg von HARTMANN zu sichern. Arbeits- und Gesundheitsschutz hat hohe PrioritätDie Unfallzahlen in den Betrieben der HARTMANN GRUPPE bewegen sich weiterhin auf niedrigem Niveau und sind im Verhältnis zu Umsatz und Mitarbeiterzahl tendenziell rückläufig. Der Austausch der jeweiligen Einheiten zu Best Practices und die zentrale Unterstützung bei lokalen Programmen werden auch im Jahr 2017 maßgeblich zur Prävention beitragen. Daneben wird auch weiterhin medizinische Unterstützung in Form von freiwilligen Impfprogrammen, Beratung und Gesundheitskursen angeboten. Entwicklung unserer RessourceneffizienzIm Berichtsjahr lag der Fokus wie schon in den Vorjahren auf der Optimierung des Energieverbrauchs. Die zentral erfassten Standorte haben im Berichtsjahr rund 160 GWh Strom eingesetzt. Damit entwickelten sich die Stromverbräuche auf vergleichbarer Basis relativ zum Umsatz deutlich rückläufig. Auch künftig liegt der Fokus auf Energieeinsparungen, die ökonomisch und ökologisch gleichermaßen sinnvoll sind. Weitere Verbesserungen werden für 2017 bereits geplant, insbesondere durch den Bau neuer, energieeffizienter Gebäude. Gesellschaftliche VerantwortungUnser seit Jahren etabliertes "Learn and Earn" Programm im pakistanischen Sialkot wurde 2016 von UNICEF ausgezeichnet. Im Rahmen des Welttags gegen Kinderarbeit wurde das Modellprojekt unseres Partners Sudhaar dadurch zusätzlich finanziell unterstützt. Auch unsere Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation CARE setzte sich 2016 fort - unter anderem über die direkte Hilfe von HARTMANN-Mitarbeitern vor Ort in Bolivien. Chancen- und RisikoberichtDas aktive Ergreifen von Chancen ist die Basis des unternehmerischen Handelns der HARTMANN GRUPPE. Die mit dem Geschäft verbundenen Risiken werden im Rahmen des konzernweiten Risikoreduktionsmanagements systematisch identifiziert, bewertet, überwacht und, wenn nötig, durch Gegenmaßnahmen bewältigt. Auf Basis der aktuellen Informationen sehen wir den Fortbestand der HARTMANN GRUPPE als gesichert an. Demografische Entwicklung vergrößert AbsatzmarktDer Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen wächst weltweit stetig an. Für unseren Kernmarkt Europa gehen die Vereinten Nationen nach neuesten Studien von einem Zuwachs bei dieser Altersgruppe von mehr als 36 Millionen (5,2 Prozentpunkte) in den kommenden 14 Jahren aus. Dies bedeutet eine Zunahme von chronischen Krankheiten, wie Diabetes, welche die Anzahl pflegebedürftiger Menschen erhöht. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Ärzten und Pflegekräften - schon heute ist hier aber ein Mangel zu verzeichnen. Insgesamt ist von gleichbleibenden oder sogar sinkenden Ausgaben pro Kopf in den Gesundheitssystemen auszugehen. Dies erzeugt auch in Zukunft einen steigenden Preisdruck in den Gesundheitsmärkten. HARTMANN verfolgt in diesem Zusammenhang einen Ansatz, der Gesundheit ganzheitlich betrachtet. Die zahlreichen Medizinprodukte und Dienstleistungen stellen den direkten praktischen und ökonomischen Nutzen für die Patienten und das handelnde medizinische Personal in den Vordergrund. Daher sehen wir die demografische Entwicklung als Chance, mit weiten Teilen unseres Portfolios an diesem Wachstum zu partizipieren. Wachsende Nachfrage in den SchwellenländernDie Veränderung der gesellschaftlichen Altersstruktur ist auch in Schwellenländern wie Brasilien und China zu beobachten. Dort wird die Zahl der über 65-Jährigen laut UN-Angaben von 2016 bis 2030 sogar um rund 82 % (Brasilien) bzw. 76 % (China) steigen. Zudem eröffnet das Wirtschaftswachstum in solchen Ländern mittelfristig immer mehr Menschen den Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung, wenn auch ausgehend von einem niedrigen Ausgabenniveau pro Person. Die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führt auch zu einem Ausbau der nationalen Gesundheitssysteme und damit zu wachsenden Absatzmärkten für Medizinprodukte. Um unsere Marktposition auszubauen, sind wir auch in Schwellenländern mit eigenen Niederlassungen beziehungsweise mit Vertriebspartnern vertreten. Innovative BehandlungsansätzeInnovationen sind essentieller Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Beispiele hierfür sind unter anderem unser im Markt erfolgreich etabliertes Therapiekonzept HydroTherapy zur einfachen und wirksamen Behandlung von chronischen und schwer heilenden Wunden sowie die von uns neu entwickelten umfassenden Konzepte für die Infektionsprophylaxe. In Gesundheitseinrichtungen erworbene Infektionen und eine zunehmende Antibiotikaresistenz der Erreger stellen Medizin und Pflege vor große Herausforderungen. HARTMANN stellt innovative Desinfektionsprodukte und -systeme sowie Anwendungsprozesse für die Infektionsprophylaxe zur Verfügung. Unterstützt werden diese marktnahen Innovationen durch das BODE SCIENCE CENTER, das national und international als wissenschaftlich fundierter Ansprechpartner rund um den Infektionsschutz anerkannt ist. Risikoreduktion durch DiversifizierungDurch die Diversifizierung unserer Geschäftsaktivitäten in die Bereiche Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und weitere Konzernaktivitäten, verbunden mit der Expansion in unterschiedliche Märkte und Kanäle, vermeiden wir Risikohäufungen. Mithilfe unserer marktnah angesiedelten Vertriebsorganisation sind wir in der Lage, schnell und flexibel auf die Veränderungen in den sich zunehmend wandelnden nationalen Gesundheitssystemen zu reagieren. Marktrisiken mit dynamischer Risikosteuerung begegnenDie HARTMANN GRUPPE ist weltweit in Märkten tätig, die durch starken Wettbewerb und durch eine Verschärfung der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen gekennzeichnet sind. Mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer kontinuierlichen Prozess- und Kostenoptimierung sowie einem Fokus auf medizinische Kompetenz wirken wir Marktrisiken entgegen. Unser Produktportfolio richten wir an individuellen Kundenbedürfnissen aus. Dadurch generieren wir für den Kunden einen Mehrwert, der uns Wettbewerbsvorteile verschafft und die kontinuierliche Erschließung zusätzlicher Marktpotenziale fördert. Die systematische Identifikation von Markttrends und die laufende Analyse des Wettbewerbs stellen sicher, dass wir uns zukunftsorientiert auf unsere Schlüsselmärkte ausrichten. Basis hierfür sind die langjährigen Erfahrungen der HARTMANN GRUPPE in den Gesundheitsmärkten und Prozessen zur Markt- und Wettbewerbsbeobachtung. Absicherung der Finanzrisiken in Zeiten hoher VolatilitätWährungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden durch ein für alle Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE verbindliches Corporate Treasury Management überwacht. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente begrenzt. Diese Instrumente setzen wir unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoeinschätzung ein, wobei wir unsere internen Standards zu ihrer Anwendung beachten. Weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten und -risiken sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Im Rahmen von Akquisitionen prüfen wir potenzielle Risiken im Vorfeld mittels Due Diligence und beobachten Neuerwerbungen nach dem Zukauf durch ein permanentes Beteiligungscontrolling. So werden Planabweichungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet. Die zur Erweiterung des Konzerns notwendigen Investitionen werden in Abhängigkeit von ihrer Bedeutung einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Aktive Risikosteuerung im operativen GeschäftDie Beschaffung von Rohstoffen und Handelswaren unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, strenge Qualitätskontrollen, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren unsere Risiken. Zur Absicherung der Versorgung haben wir ein entsprechendes Bestandsmanagement installiert; wir schließen, wo sinnvoll und möglich, längerfristige Lieferverträge ab und setzen vorzugsweise auf Dual Sourcing. Zusätzlich werden Preisschwankungen bei den für HARTMANN relevanten Rohstoffen oder Ausgangsprodukten durch das zentrale Corporate Treasury Management überwacht und - wo möglich und wirtschaftlich sinnvoll - durch geeignete Instrumente reduziert. Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken in Produktion und Logistik begegnen wir durch ständig verbesserte Verfahren sowie durch kontinuierliche prozessbegleitende Kontrollen zur Erfüllung eigener und internationaler Standards und Normen. Patentrisiken werden laufend beobachtet, analysiert und aktiv gesteuert. Insbesondere die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz unserer IT-Systeme sind grundlegend für unsere tägliche Arbeit. Sie werden systematisch überwacht sowie durch unterschiedliche Support-Levels abgesichert. Der Einsatz von Hard- und Software gewährleistet dabei die Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur. Gleichzeitig werden die Systeme durch ein kontinuierlich optimiertes IT-Sicherheitsmanagement abgesichert. Mit internationalen und länderspezifischen Versicherungsprogrammen sichert unser Corporate Insurance Management wesentliche Risikobereiche ab. Um das Schadenrisiko zu reduzieren, führen wir gemeinsam mit Versicherungsexperten regelmäßig Audits vor Ort durch. Risiken, die dabei identifiziert werden, begegnen wir mit adäquaten Präventionsmaßnahmen. Im ständigen Dialog mit den Versicherern werden die Versicherungsprogramme zeitnah an verändernde Risikoverhältnisse angepasst. Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist nicht zuletzt in hohem Maß davon abhängig, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu binden. Generell begegnet HARTMANN Personalrisiken durch differenzierte, international ausgerichtete Qualifizierungsprogramme, attraktive Vergütungssysteme, eine Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber sowie durch eine offene interne Kommunikationspolitik. Das Risikoreduktionsmanagementsystem hat sich bewährtDas der Risikobewältigung zugrundeliegende Risikoreduktionsmanagementsystem unterstützt die Unternehmensführung bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen in der HARTMANN GRUPPE. Es entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und orientiert sich an den Vorgaben der Norm ISO 31000. Das System trägt wesentlich dazu bei, dass alle relevanten Risiken rechtzeitig erkannt und zeitnah effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. In die strategische Planung des Konzerns fließen auch die chancen- und risikoorientierten Zukunftsanalysen des Risikoreduktionsmanagements ein. Hiervon und von der darauf aufbauenden kurz- und mittelfristigen Planung ausgehend erfolgt ein systematisches Risikocontrolling auf Ebene der Geschäftseinheiten, der Einzelgesellschaften, der Regionen und des Konzerns. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Konzernrevision als Teil unserer internen Kontrollsysteme. Die intensive Zusammenarbeit mit der Internen Revision und dem Beteiligungscontrolling sowie die systematische Einbindung interner Expertengremien sichern eine hohe Risikotransparenz und tragen zu einer ganzheitlichen Betrachtung potenzieller Risikoquellen bei. So stärken sie das Risikobewusstsein in der gesamten Organisation. Indem das Risikoreduktionsmanagement sein Augenmerk verstärkt auf die Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen richtet, reduziert es darüber hinaus potenzielle Schwachstellen. Die quantitativen Risikobewertungsverfahren nach der Value-at-Risk-Methode sowie zusätzlich nach der potenziellen Nettoschadenhöhe helfen, Risiken realistisch einzuschätzen und effektive Maßnahmen einzuleiten. Ganzheitlicher RisikomanagementansatzHalbjährlich erheben wir in der HARTMANN GRUPPE das Gesamtportfolio der Risiken und Präventionsmaßnahmen auf Bereichs-, Funktions- und Konzernebene. Zusätzlich werden jederzeit Ad-hoc-Risikomeldungen erfasst. Die ermittelten Ergebnisse werden auf verschiedenen Konzernebenen konsolidiert, durch das Risikoreduktionsmanagement auf Plausibilität geprüft, von Experten bewertet und anschließend an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Basis hierfür ist die aktuelle, konzernweit standardisierte Risikomanagementsoftware, die von der gesamten Risikoorganisation des Konzerns genutzt wird. PrognoseberichtDie Gesundheitsmärkte werden auch weiterhin durch die demographische Entwicklung, die Zunahme chronischer Erkrankungen und eine wachsende Nachfrage in den Schwellenländern Wachstumschancen bieten. Die HARTMANN GRUPPE ist gut positioniert, diese durch die Entwicklung und den Verkaufpatientengerechter und kostenoptimierter Produkte und Services zu nutzen. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit einem moderaten Plus bei Umsatz und EBIT. Positive Wachstumsprognosen für 2017 - trotz Unsicherheit aus dem politischen UmfeldDie aktuellen Wirtschaftsprognosen deuten auf eine weitgehend positive Konjunkturentwicklung im Jahr 2017 hin. Allerdings sind die Prognosen mit Unsicherheiten behaftet, die vorrangig aus dem politischen Umfeld herrühren. In diesem Jahr stehen Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland an. Die erstarkten europakritischen Bewegungen sowie die politische Lage unter anderem in Italien, Portugal und Griechenland bergen Risiken für die Zukunft Europas. Die Folgen der Brexit-Entscheidung stellen eine weitere potentielle Herausforderung dar. Unsicherheit herrscht derzeit auch in Bezug auf die zukünftige Handelspolitik in den USA und ihre möglichen Auswirkungen auf den freien Warenverkehr für andere geografische Regionen. Trotz dieser Unsicherheiten erwartet der IWF für 2017 eine moderate Beschleunigung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 %. Die Bundesregierung rechnet für Deutschland mit einem im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %. Das leichte Plus wird nach wie vor vom Binnenwachstum getragen. Die Europäische Zentralbank prognostiziert für die Währungsunion ungeachtet zahlreicher Risiken ein stabiles Wachstum von 1,7 % im Jahr 2017. Für die USA erwartet der IWF ein Wachstum von 2,3 %, für China 6,5 % und für Russland 1,1 %. Markt für Medizinprodukte weiterhin auf WachstumskursDer Ausblick für die globale Gesundheitswirtschaft ist insgesamt positiv, wobei das Wachstum regional deutlich unterschiedlich ausfallen dürfte. Die Unternehmensberatung Deloitte prognostiziert für den Zeitraum 2015 bis 2019 ein jährliches Wachstum der Gesundheitsausgaben von 4,6 % in Nordamerika, aber lediglich 1,4 % in der EMEA-Region. Der europäische Gesundheitsmarkt leidet noch immer unter den Folgen der Finanzkrise, die zu einer signifikanten Verlangsamung des Anstiegs der Gesundheitsausgaben geführt hat. Wesentliche Einflussfaktoren für die zukünftige Nachfrage nach Medizinprodukten sind neben der Konjunkturentwicklung insbesondere der demografische Wandel, politische Entscheidungen über die Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie mögliche Verschärfungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen. Nach Angaben von Deloitte werden 2019 weltweit ca. 11 % der Weltbevölkerung über 65 Jahre alt sein, während sich der Anteil in Westeuropa dann auf über 20 % belaufen wird. Folgen sind die Zunahme von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder auch Demenz, die große Herausforderungen für alle nationalen Gesundheitssysteme darstellen. Die International Diabetes Federation schätzt die Anzahl der Menschen mit Diabetes auf 387 Mio. weltweit und erwartet bis zum Jahr 2035 eine Zunahme auf 592 Mio. Das belastet die Gesundheitssysteme genauso wie die steigenden Ansprüche der Patienten, sowie teure neue Behandlungsmethoden. Ebenso steigt die Nachfrage nach Fachkräften im Pflegebereich. Diese trifft allerdings auf einen schon heute spürbaren Mangel an Ärzten und Pflegekräften. Unsere Produkte bieten hier eine Antwort: sie vereinfachen einerseits die Behandlung, andererseits verkürzen sie die Behandlungszeiten. Der Kostendruck auf die Gesundheitssysteme und der Fachkräftemangel lenken den Blick auf einfache und kosteneffiziente Lösungen. Nach Einschätzungen der OECD und der Europäischen Kommission wird der Fokus in Europa in den kommenden Jahren zunehmend auf einer integrierten und patientengerechten medizinischen Grundversorgung liegen. Moderat steigende Umsatzerlöse und moderates Ergebnisplus erwartetUnter Abwägung der Chancen und Risiken, die aus den wesentlichen Einflussfaktoren resultieren, sieht sich die HARTMANN GRUPPE weiterhin gut aufgestellt, um seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Dem starken Wettbewerb in unserer Branche begegnen wir mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer kontinuierlichen Prozess- und Kostenoptimierung sowie einem eindeutigen Fokus auf medizinische Kompetenz. Durch die Individualisierung von Lösungen schaffen wir Wettbewerbsvorteile und erschließen kontinuierlich zusätzliche Marktpotenziale. Den erheblichen Volatilitäten in den Rohstoff- und Währungsmärkten werden wir auch weiterhin aktiv begegnen. Kurzfristig setzen wir den Währungsrisiken Absicherungsmaßnahmen entgegen, die Schwankungen abfedern. Zur Stärkung des organischen Wachstums adressieren wir gezielt Investitionsschwerpunkte in etablierten und neuen Märkten, um unsere Marktposition in Schlüsselsortimenten, zum Beispiel in der modernen Wundbehandlung oder Infektionsprävention, auszubauen. Die HARTMANN GRUPPE setzt außerdem auf Akquisitionen und strategische Partnerschaften, um das Portfolio sinnvoll zu ergänzen und die Marktposition in den Absatzregionen zu verbessern. Investitionen der vergangenen Jahre in interne Prozesse wirken sich sukzessive positiv auf die Ergebnisentwicklung der HARTMANN GRUPPE aus. Die sorgfältige Überprüfung aller internen Prozesse und der damit verbundenen Kosten auf Produktivitätsreserven bleibt eine ständige Aufgabe. Wir gehen davon aus, dass die hohe Volatilität bei Wechselkursen und Rohstoffpreisen im laufenden Jahr anhalten wird, wodurch eine zuverlässige Prognose erschwert wird. Darüber hinaus dürfte sich der Trend zur noch stärkeren Regulierung der Gesundheitssysteme im laufenden Jahr fortsetzen, was für die HARTMANN GRUPPE sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Mittel- und langfristig trägt die weitere Internationalisierung unseres Geschäfts, verbunden mit nachhaltigen Effizienzsteigerungsprogrammen, zu einer stärkeren Risikostreuung bei. Wir beobachten die Marktentwicklungen genau und sind in der Lage, kurzfristig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Unter sorgfältiger Abwägung aller Einflussfaktoren rechnen wir für das laufende Jahr mit einem moderaten Umsatzanstieg und einem ebenfalls moderaten Plus beim EBIT. Auf Basis eines organischen Wachstums planen wir, den Nettofinanzstatus ebenfalls moderat zu verbessern. Jahresabschluss 2016der PAUL HARTMANN AGBilanzder PAUL HARTMANN AGAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung der PAUL HARTMANN AGscroll
Anhangder PAUL HARTMANN AG1 Allgemeine BemerkungenDer Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Sitz der Gesellschaft ist Heidenheim an der Brenz, sie ist unter der Nummer HRB 661090 im Register des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Um eine übersichtlichere Darstellung zu erreichen, wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2 WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit den zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Devisenkursen erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet. 3 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDas immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Erhaltene und auf Anlagegegenstände direkt zuordenbare Investitionszuschüsse werden unmittelbar von den Anschaffungskosten abgesetzt (Nettomethode). Die planmäßigen Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens werden linear, die des Sachanlagevermögens linear oder degressiv berechnet; soweit in den Folgejahren beim beweglichen Anlagevermögen die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt, wird auf die lineare Methode übergegangen. Für Gebäude wurde die lineare Abschreibung beziehungsweise bei einer Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 die Abschreibung gemäß § 7 Abs. 5 EStG in Anspruch genommen. Die Nutzungsdauern des immateriellen Anlagevermögens betragen im Wesentlichen zwischen drei und fünf Jahre. Bei Verwaltungs-, Fabrik- und anderen Bauten wurde grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen im Wesentlichen acht bis zehn Jahre, bei anderen Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen drei bis dreizehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von nicht mehr als 1.000 EUR wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Nicht enthalten sind Finanzierungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zum Nennwert oder zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Im Rahmen der Bewertung wurde erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Zusätzlich wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Weise berücksichtigt. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten; Abwertungen auf den handelsrechtlichen Niederstwert waren nicht erforderlich. Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Erhaltene Investitionszuschüsse, die am Bilanzstichtag nicht einem Anlagegegenstand direkt zurechenbar sind, werden in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über eine unmittelbare Absetzung von den Anschaffungskosten bei der Aktivierung des Anlagegegenstandes. Die Bewertung von Pensionsrückstellungen für Direktzusagen erfolgte nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, der am Bilanzstichtag vorliegenden Informationen über den Verlauf des biometrischen Risikos und des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unmittelbare Pensionszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge ("Bausteinmodell") wurden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren ("PUC") unter Berücksichtigung des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, bewertet. Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftiger Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können. Pensionsrückstellungen für Direktzusagen und Pensionsrückstellungen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge wurden auf der Basis der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck von 2005 G und eines Rechnungszinsfußes von 4,01 % auf Basis eines 10-Jahres Durchschnitts angesetzt. Des Weiteren wurden folgende grundlegende Bewertungsannahmen getroffen: scroll
Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert auf der Basis der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck von 2005 G und eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % bei einer Restlaufzeit von mindestens 1 Jahr angesetzt. In den Sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und ihrem Buchwert im HGB-Abschluss resultieren, erfasst. Aktive und passive Latenzen werden verrechnet; ein aktivischer Überhang wird bilanziell nicht erfasst. Im Abschluss der PAUL HARTMANN AG werden die temporären Differenzen aller Organgesellschaften berücksichtigt. Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die 'Einfrierungsmethode', bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die 'Durchbuchungsmethode', wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode verwendet. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen bleiben unberücksichtigt. 4 Änderungen der Gewinn- und Verlustrechnung durch das BilRUGDurch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 23. Juli 2015 wurden durch die geänderte Definition der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der PAUL HARTMANN AG erforderlich. Durch das BilRUG qualifzieren sich alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung und Verpachtung von Produkten oder der Erbringung von Dienstleistungen als Umsatzerlöse. Dies betrifft insbesondere bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste Leistungsverrechnungen an Konzerngesellschaften und Erlöse aus nicht betriebstypischen Dienstleistungen. Analog werden im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen stehende bezogene Vorleistungen die eindeutig über Primärkosten zugeordnet werden können in den Materialaufwand gegliedert. Zur Wiederherstellung der Vergleichbarkeit zum Vorjahr wurden im Anhang die entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung tabellarisch um eine Vergleichsspalte ergänzt dargestellt. Erläuterungen zur Bilanz5 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens der PAUL HARTMANN AG ist im Anlagenspiegel auf Seite 19 dargestellt. 6 Immaterielle VermögensgegenständeDer aktivierte Betrag umfasst erworbene EDV-Software, Patente, Marken, Kundenstämme und Lizenzen. 7 SachanlagenDie Investitionen im Sachanlagevermögen betrugen brutto Tausend EUR 21.048. 8 FinanzanlagenDer Anteilsbesitz ist in einer gesonderten Übersicht auf Seite 21 dargestellt. 9 Vorrätescroll
10 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristige Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pooling in Höhe von Tausend EUR 33.826 sowie Darlehen in Höhe von Tausend EUR 50.960 enthalten. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben Tausend EUR 155 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: Tausend EUR 3.778). 11 Flüssige MittelDer Bestand an Flüssigen Mitteln sank um Tausend EUR 10.789 auf Tausend EUR 5.272. 12 Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten transitorische Abgrenzungen, insbesondere Entgelte für Nutzungsrechte, einmalige Bereitstellungs- und Arrangierungsgebühren für den Kreditrahmen sowie Lizenz- und Wartungsgebühren für Software. 13 Gezeichnetes KapitalDas Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 91.327.569,38 EUR. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert Tausend EUR 50.828. Es ist eingeteilt in 3.572.424 Namensstückaktien. Die Gesellschaft besitzt 20.682 eigene Namensstückaktien (= 0,6 % der Gesamtzahl) mit einem rechnerischen Nennwert von 528.726,85 EUR. Diese Aktien wurden 1959 zur Abgeltung von ausländischen Forderungen erworben. 14 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt unverändert Tausend EUR 50.828. 15 Gewinnrücklagenscroll
Bei Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 wurden Tausend EUR 25.000 den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. 16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenscroll
Für Verpflichtungen aus mittelbaren Pensionszusagen, die über das Vermögen der Unterstützungskasse in Höhe von Tausend EUR 3.971 hinausgehen, wurde eine Rückstellung in Höhe von Tausend EUR 2.390 gebildet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs.6 HGB zwischen dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren und den vergangenen zehn Jahren beträgt Tausend EUR 9.365. 17 Übrige Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für den Personalbereich enthalten Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, variablen Gehaltsansprüchen, Abfindungen sowie Zuwendungen für Arbeitsjubiläen. Verpflichtungen aus wertpapiergebundenen Versorgungszusagen wurden entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände verrechnet. Zum 31. Dezember 2016 betrugen der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen sowie der Zeitwert des Deckungsvermögens Tausend EUR 5.551; die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände betrugen Tausend EUR 5.619. Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistung sowie für Garantien und Lizenzen. Rückstellungen für Sonstige Verpflichtungen wurden im Wesentlichen für Einkaufsrisiken und ausstehende Eingangsrechnungen gebildet. 18 Verbindlichkeitenscroll
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche dingliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag nicht. 19 Passive latente SteuernPassive latente Differenzen basieren auf dem Anlagevermögen und den Verbindlichkeiten. Aktive latente Differenzen resultieren im Wesentlichen aus den Rückstellungen, der Vorratsbewertung sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Rahmen der saldierten Betrachtung ergibt sich zum 31. Dezember 2016 ein aktiver Überhang, der gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurde. 20 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Für Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB sind im Jahr 2017 voraussichtlich Tausend EUR 69.584 in der AG für Leasing und Bestellobligo aufzuwenden. Die durchschnittliche Laufzeit der Verträge beträgt zwischen zwei und drei Jahre. Die Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen betreffen Patronats- und Garantieerklärungen zugunsten von Tochtergesellschaften und Dritten. Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der PAUL HARTMANN AG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die PAUL HARTMANN AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen. 21 Derivative FinanzinstrumenteDurch ihren Geschäftsbetrieb ist die HARTMANN GRUPPE einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten und bei den Zinssätzen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis zu begrenzen. Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird von der zentralen Treasury-Abteilung der PAUL HARTMANN AG gemäß den vom Vorstand genehmigten Richtlinien durchgeführt. Die Basis bildet die Risikostrategie, die vom Risikokomitee vorgegeben wird. Die Risikostrategie wird quartalsweise überprüft. Die aktuelle Risikostrategie benennt neben Gesamtverlustlimits aus Währungs- und Rohstoffrisiken im Verhältnis zum Plan-EBT auch Sicherungszielgrößen für Einzelrisiken wie USD-Exposure, Planbedarf an Rohstoff Fluff Pulp und variable Zinspositionen. Die Treasury-Abteilung identifiziert die Finanzrisiken, bewertet sie, überwacht die Einhaltung der Verlustlimits und Sicherungsquoten und schließt gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Gesichert werden Portfolios und Netto-Exposures (Macro-Hedges). Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen: scroll
Für Finanzpositionen mit einem negativen Marktwert wurden im Jahresabschluss Rückstellungen gebildet, wenn eine Zuordnung zu Bewertungseinheiten nicht möglich war. Der Gesamtbetrag der Rückstellung beläuft sich auf Tausend EUR 32. Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen dabei die Aufwendungen beziehungsweise Erträge bei einer hypothetischen Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag dar. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten und zu Handelszwecken gehaltenen oder zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten basiert auf internen Mark-to-Market-Bewertungen am Bilanzstichtag, die durch externe Bewertungen verifiziert werden. Der beizulegende Zeitwert wird dabei auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet. Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestehen zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten: scroll
22 BewertungseinheitenEntsprechend der gesetzlichen Regelungen können Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Cash-Flows mit Finanzinstrumenten zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zum 31. Dezember 2016 wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet: Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos aus geplanten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung und konzerninternen Sicherungsgeschäften in Höhe von Tausend EUR 408.088 hat die PAUL HARTMANN AG Termingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2016 waren Devisentermingeschäfte und Devisenswaps in Höhe von Tausend EUR 261.674 als Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwert von Tausend EUR 10.286 und einem negativen Marktwert von Tausend EUR 1.309 im Rahmen von Cash-Flow-Hedges designiert. Cash-Flow-Risiken aus schwankenden Preisen für im Geschäftsjahr 2017 geplante Einkäufe von Rohstoffen in Höhe von Tausend EUR 122.707 wurden über Rohstoffswaps abgesichert. Zum 31. Dezember 2016 waren Rohstoffswaps in Höhe von Tausend EUR 54.727 als Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwert von Tausend EUR 124 und einem negativen Marktwert von Tausend EUR 1.535 abgeschlossen. Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe regelmäßig durchgeführter Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die so genannte "Dollar-Offset-Methode", bei Rohstoffswaps die Regressisonsanalyse zur Anwendung. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hoch effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann. Per 31. Dezember 2016 waren Ineffektivitäten in Höhe von Tausend EUR 1 zu verbuchen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung23 Umsatzerlösescroll
24 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen ErzeugnissenDie Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierten sich um Tausend EUR 127. 25 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Höhe der übrigen Erträge wird wesentlich durch Konzernfunktionen der AG bestimmt. Im Einzelnen setzen sich die übrigen Erträge aus folgenden Positionen zusammen: scroll
Aus der geänderten Legaldefinition der Umsatzerlöse durch das BilRUG werden die Erträge aus der Verrechnung von Leistungen an verbundene Unternehmen und Mieterträge ab dem Jahr 2016 in den Sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesen. Insgesamt sind sonstige betriebliche Erträge des Jahres 2015 in Höhe von Tausend EUR 34.252 als Umsatzerlöse gemäß BilRUG zu qualifizieren. 26 Materialaufwandscroll
27 Personalaufwandscroll
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (nach § 285 Ziffer 7 HGB): scroll
28 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und SachanlagenDie Abschreibungen betrugen Tausend EUR 20.278 (Vorjahr: Tausend EUR 17.686); davon Tausend EUR 2.996 außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (Vorjahr: Tausend EUR 460). Im Einzelnen sind die Abschreibungen aus dem Anlagenspiegel auf Seite 20 ersichtlich. 29 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Im Geschäftsjahr wurden Pauschal- und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf ausgegebene Darlehen in Höhe von Tausend EUR 603 gebildet. Im Geschäftsjahr 2015 waren in der Position übrige Aufwendungen Tausend EUR 1.562 enthalten die nach den Regelungen des BilRUG als Materialaufwand auszuweisen sind. 30 Finanzergebnisscroll
31 Erträge und Aufwendungen aus GewinnabführungsverträgenIm Geschäftsjahr bestanden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der PAUL HARTMANN AG als herrschender Gesellschaft und der CMC Consumer Medical Care GmbH, der HARTMANN Beteiligungen GmbH, der Bode Chemie GmbH sowie der Kneipp GmbH. 32 Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern in Höhe von Tausend EUR 1.664 betreffen im Wesentlichen den Bezug von Energie (Tausend EUR 904) sowie nicht abzugsfähige Vorsteuer (Tausend EUR 398). 33 Jahresüberschuss, Zuführung zu den Gewinnrücklagen, BilanzgewinnDer Jahresüberschuss beträgt Tausend EUR 55.742. Den Anderen Gewinnrücklagen wurden gemäß § 270 Abs. 2 HGB Tausend EUR 25.000 zugeführt, sodass sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von Tausend EUR 7.305 ein Bilanzgewinn von Tausend EUR 38.047 ergibt. 34 NachtragsberichtMit Vertrag vom 1. März 2017 hat HARTMANN die Übernahme der Marke Lindor sowie zugehöriger Vermögenswerte von Procter & Gamble im Rahmen eines Asset Deals vereinbart. Lindor ist eine der bekanntesten Inkontinenzmarken für Erwachsene in Spanien und Portugal mit einem Umsatz von 75 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/2016. Neben der Marke wird HARTMANN von Procter & Gamble alle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Lindor-Produktsortiment, geistiges Eigentum (u.a. Patente) sowie einen 25.000 Quadratmeter großen Produktionsstandort in Montornés, Spanien, erwerben. Ebenso werden alle Mitarbeiter, die bisher für Lindor gearbeitet haben, übernommen. Der Vollzug der Transaktion wird zur Mitte des Jahres 2017 erwartet. Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2016 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PAUL HARTMANN AG zu erwarten ist 35 Mitteilungen nach § 20 Abs. 4 AktGHerr Eduard Schleicher, Ulm, hat uns im August 2014 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft, der PAUL HARTMANN AG, gehört. 36 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beträgt satzungsgemäß Tausend EUR 603. Die Höhe der Vorstandsvergütung richtet sich nach den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen, der wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung und der Zukunftsaussichten der HARTMANN GRUPPE sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die festen und die auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage bezogenen variablen Vergütungsanteile weisen betragsmäßig Höchstgrenzen aus. Hinsichtlich der weiteren variablen Vergütungsanteile, die auf eine einjährige Bemessungsgrundlage abstellen, erfolgt eine Beschränkung des Anspruchs der Vorstandsmitglieder dadurch, dass eine Obergrenze des Zielwertes enthalten ist; die variablen Bestandteile umfassen in einem untergeordneten Umfang eine "mehrjährige Bemessungsgrundlage". Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr beliefen sich auf Tausend EUR 5.143 (davon fix: Tausend EUR 2.122, variabel: Tausend EUR 3.021). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt Tausend EUR 9.565 zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr Tausend EUR 831 Die Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf Seite 24 angegeben. 37 Gebühren des AbschlussprüfersAngaben zu Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Anhang des Konzernabschlusses der PAUL HARTMANN AG. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns:Der Hauptversammlung der PAUL HARTMANN AG wird vorgeschlagen, wie folgt über die Verwendung des Bilanzgewinns zu beschließen: scroll
Heidenheim an der Brenz, den 14. März 2017 PAUL HARTMANN AG Joehle Dr. Heinen Kuehn Dr. Neumann Schulz Anlagenspiegelder PAUL HARTMANN AGscroll
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Anteilsbesitzder PAUL HARTMANN AGscroll
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At Equity konsolidierte Beteiligungen Aufsichtsrat, Vorstand, Beirat im ÜberblickAufsichtsratFritz-Jürgen HeckmannWirtschaftsjurist Vorsitzender des Aufsichtsrats Ralf Willeck*Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Helmut AlthammerGeschäftsführender Gesellschafter der Althammer GmbH u. Co. KG (bis 31. Dezember 2016) Joachim Bader*Freigestellter Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Yvonne Brix*Betriebsratsmitglied der BODE Chemie GmbH Prof. Dr. Angelika C. Bullinger- HoffmannProfessorin für Arbeitswissenschaft und Innovations-management der Technischen Universität Chemnitz (ab 17. Januar 2017) Dr. Werner Casper*Leiter Customer Solution Management Christine Geppert*Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der Karl Otto Braun GmbH & Co. KG Gerhard HirthGeschäftsführer der SCHWENK Geschäftsführungs GmbH Horst Mund*Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall Dr. Rinaldo Riguzzifrüherer Chief Executive Officer und Vorsitzender des Vorstands der PAUL HARTMANN AG Joachim E. Schielkefrüheres Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg und früherer Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank Eduard SchleicherPersönlich haftender Gesellschafter der SCHWENK Zement KG VorstandAndreas JoehleChief Executive Officer und Vorsitzender des Vorstands Dr. Raymund HeinenChief Process Officer Michel KuehnChief Operations Officer Dr. Wolfgang NeumannChief Medical Officer Stephan Schulz ChiefFinancial Officer und Arbeitsdirektor BeiratFritz-Jürgen HeckmannWirtschaftsjurist Vorsitzender des Beirats Prof. Dr. Angelika C. Bullinger- HoffmannProfessorin für Arbeitswissenschaft und Innovations-management der Technischen Universität Chemnitz (bis 31. Dezember 2016) Wolfgang Feilfrüherer Hofkammerdirektor des Hauses Württemberg Hans Kahlichfrüheres Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 14. März 2017 PricewaterhouseCoopers GmbH Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die ErgebnisverwendungDie 103. ordentliche Hauptversammlung vom 5. Mai 2017 hat beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 38.047.191,03 EUR wie folgt zu verwenden:
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die globalen Gesundheitsmärkte stehen vor großen Herausforderungen. Der demografische Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen, die insgesamt zu mehr Pflegebedürftigen führen, treffen auf fehlende Ressourcen auf Seiten des Pflegepersonals. Schon heute ist dieser Missstand deutlich zu erkennen. Gesundheitssysteme müssen neu gedacht und medizinische Fachkräfte besser unterstützt werden. Daran arbeitet die HARTMANN GRUPPE - jeden Tag. Das Unternehmen vermarktet Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen Mehrwert für Patienten und Anwender. Zu den Neuentwicklungen im Jahr 2016 gehörten unter anderem eine digitale Applikation, welche Klinikmitarbeiter in einfacher Weise in der Einhaltung von Handhygiene-Regularien unterstützt, genauso wie Inkontinenzprodukte, welche die körperliche Belastung der Pflegenden stark reduzieren. Hierfür steht HARTMANN in einem konsequenten Austausch mit seinen Kunden. Denn so schafft es das Unternehmen, sein Markenversprechen "Gesundheit ist unser Antrieb" mit Leben zu erfüllen. In diesem Sinne wurde die strategische Neuausrichtung des Unternehmens auf dem Weg zu einem weltweit kompetenten Partner im Bereich der Gesundheitsleistungen weiter forciert. Tätigkeitsschwerpunkte des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016 aufmerksam begleitet und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Hierzu gehörten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Liquiditätslage sowie die Quartalsabschlüsse einschließlich der jeweiligen Plan-Ist-Abweichungen und der Vorschaurechnungen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats dessen Zustimmung erforderten, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Dialog und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. Überdies führte der Aufsichtsratsvorsitzende Regelgespräche mit allen ordentlichen Mitgliedern des Vorstands sowie dem Chief Compliance Officer und dem Vice President Internal Au-dit and Risk Reduction Management der HARTMANN GRUPPE. Der Aufsichtsrat erörterte regelmäßig die Rentabilität einzelner Geschäftssegmente sowie die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung und der Finanzlage. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Gremium vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Ausführlich diskutiert wurden auch die Entwicklungen der Rohstoff- und Währungsmärkte und ihre Auswirkung auf den Geschäftsverlauf sowie die Geschäftslage und die Marktperspektiven einzelner Konzerngesellschaften. Gegenstand der Gespräche waren auch die Strategie des Geschäftssegments Wunde sowie die Strategie im Geschäftsfeld Personal Health Care. Daneben wurden weitere Themen aus den Bereichen Compliance, Akquisitionen, Finanzen, Investitionen und Revision behandelt. Die hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiter bilden eine zentrale Grundlage des Erfolgs des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich deshalb unter anderem mit dem Personalkonzept und dessen Fortentwicklung befasst. Im Rahmen einer Weiterbildung beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den aktuellen Entwicklungen zur Marktmissbrauchsverordnung der Europäischen Union und deren Folgepflichten für das Unternehmen und seine Gremienmitglieder. Der Aufsichtsrat überprüfte in Abwesenheit des Vorstands die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mit entsprechender Schwerpunktbildung und traf Festlegungen für die künftige Arbeit. Auf Basis der Vorprüfung durch den Präsidialausschuss befasste er sich zudem mit der Vorstandsvergütung, insbesondere mit den variablen Bestandteilen für das Geschäftsjahr 2015 und den Vorgaben für 2016. Die Planung für das Jahr 2017 wurde nach Erörterung mit dem Vorstand genehmigt. Die Schwerpunkte der Tätigkeit des Prüfungsausschusses lagen in der Prüfung des Jahresabschlusses der PAUL HARTMANN AG und des Konzernabschlusses der HARTMANN GRUPPE, in der Vorbereitung der Bilanzfeststellungssitzung sowie in der Beratung des Vorstands in Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Außerdem waren die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte im Rahmen der Abschlussprüfung, die Empfehlung über die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und die Überwachung seiner Unabhängigkeit Gegenstand ausführlicher Beratungen. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) durch den Aufsichtsrat. Überdies wurden der Risikoreduktionsbericht sowie die Ergebnisse der im Jahr 2016 durchgeführten Revisionen eingehend erörtert. Über die Arbeit aller Ausschüsse wurde der gesamte Aufsichtsrat in der jeweils nachfolgenden Sitzung unterrichtet. Jahres- und KonzernabschlussDer Prüfungsausschuss hat sich zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers, eingehend mit dem vom Vorstand aufgestellten und erläuterten Jahresabschluss und Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns befasst. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Der Prüfungsausschuss hat sich ferner mit dem vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG beschäftigt. Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzfeststellungssitzung über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Zudem erläuterte er ausführlich die Prüfungsberichte. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert. Grundlagen der Prüfungen des Aufsichtsrats waren die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, die jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zugesandt wurden, und die Berichterstattung des Vorstands. Die von der Hauptversammlung gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (seit 1. März 2017: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Stuttgart, hat unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG sowie den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat ferner, auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und in Anwesenheit der Abschlussprüfer, den vom Vorstand aufgestellten und erläuterten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG und den Konzernabschluss auf der Bilanzfeststellungssitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2016 der PAUL HARTMANN AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,00 EUR pro Aktie, schließt sich der Aufsichtsrat an. Die Kontinuität in einer soliden Ausrichtung des Unternehmens zielt auch weiterhin bestmöglich auf eine Wertsteigerung der Gruppe und eine angemessene Ausschüttung ab. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis seiner Prüfung den Abhängigkeitsbericht gebilligt und schließt sich ferner dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandZum 31. Dezember 2016 schied Herr Helmut Althammer auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen als Vertreter der Anteilseigner aus dem Aufsichtsrat aus. Nach eingehender Erörterung im Nominierungsaus-schuss wurde auf Vorschlag des Unternehmens Frau Professor Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann mit Wirkung vom 17. Januar 2017 gerichtlich zu seiner Nachfolgerin bestellt. Die PAUL HARTMANN AG dankt in besonderer Weise Herrn Althammer, der dem Aufsichtsrat seit dem 30. April 2008 angehört hatte, für seine für das Unternehmen wichtige Mitwirkung und sein persönliches Engagement. Im Übrigen blieb die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die des Vorstands im Berichtsjahr unverändert. Der Geschäftsverteilungsplan des Vorstands wurde im Zuge von organisatorischen Umgestaltungen geringfügig angepasst. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE sowie der Unternehmensleitung für ihren persönlichen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2016. Sie alle erfüllen das Versprechen des Unternehmens, Gesundheit weiter zu denken, mit Leben. Egal ob in der Produktion, in der Zentrale oder beim Kunden - die Initiative jedes Einzelnen trägt dazu bei, HARTMANN zu einem weltweit kompetenten Partner zu machen, der Gesundheit weiter vorantreibt.
Heidenheim, den 14. März 2017 Mit freundlichen Grüßen Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender |
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