Pilkington Deutschland AG

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März .2010

LAGEBERICHT DER PILKINGTON DEUTSCHLAND AG - 2009/10

Baukonjunktur

Nach einer steilen Talfahrt hat sich die Weltkonjunktur im Laufe des Jahres 2009 wieder stabilisieren können. Vor allem der asiatische Raum hatte im Erholungsprozess eine Vorreiterrolle inne die mit dazu beitrug, dass seit dem Frühjahr die globale Produktion wieder angestiegen ist. Im Euro-Raum hat sich die konjunkturelle Lage erst zeitversetzt in der zweiten Jahreshälfte wieder belebt und damit auch zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte beigetragen.

Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr den stärksten Einbruch seit der Nachkriegszeit erlitten, der in einer Reduzierung des Bruttoinlandprodukts von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum mündete. Die Gründe für diese rezessive Entwicklung waren vor allem der rückläufige Export sowie die Zurückhaltung der Unternehmen beim Kauf von Investitionsgütern.

Bei den Bauinvestitionen war ein Rückgang um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen ist die moderate Entwicklung überwiegend auf die gute Auftragslage im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zurückzuführen. Diese profitierte wesentlich stärker als das Bauhauptgewerbe von den staatlichen Konjunkturpaketen. Im Bauhauptgewerbe fiel der Rückgang mit 4,0 % deutlicher aus. Während sich der öffentliche Bau mit einem Anstieg von 3,4 % als fundamentale Stütze der Baukonjunktur präsentierte, musste der Wirtschaftsbau einen deutlich Rückgang von 9,0 % verzeichnen. Der Wohnungsbau erwies sich deutlich robuster als ursprünglich erwartet, musste aber auch ein Defizit von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.

Auch die Pilkington Deutschland AG ist vom wirtschaftlichen Einbruch im Kalenderjahr 2009 nicht verschont geblieben. Die bestehenden Produktionskapazitäten mussten daher im abgeschlossenen Geschäftsjahr, teilweise unter Nutzung von Kurzarbeit, an den allgemeinen Nachfragerückgang angepasst werden.

Umsatz und Ertrag

Bei den Umsatzerlösen musste die Pilkington Deutschland AG aufgrund der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im letzten Geschäftsjahr einen starken Rückgang von 67,6 Mio. € bzw. 14,8 % auf 388,8 Mio. € hinnehmen. Diese Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einem deutlichen Mengenrückgang in allen Produktgruppen, mit Ausnahme der Solarsparte, sowie einem Verfall der Verkaufspreise, die vor allem im ersten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres auf einem sehr niedrigen Niveau lagen.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen fielen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33,1 Mio. € auf 262,8 Mio. €. Diese Einsparung resultiert vorrangig aus der Anpassung der Produktionsmengen an die gesunkenen Absatzmengen, die sich in einem verminderten Rohstoffeinsatz sowie deutlich reduzierten Fremdglaszukäufen niederschlug. Des Weiteren konnten die Einstandspreise für Primärenergien nachhaltig verbessert werden, die aufgrund der äußerst volatilen Entwicklung des Ölpreises in den vergangen Jahren im Vorjahr dramatisch angestiegen waren.

Das hieraus ermittelte Bruttoergebnis vom Umsatz beläuft sich auf 126,0 Mio. € und liegt damit um 34,5 Mio. € unter dem Vorjahreswert. In Relation zum Umsatz ergibt sich ein Verhältnis von 32,4 % im Vergleich zu 35,2 % im Vorjahr.

Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Mio. € gesunken und erreichen dadurch einen Wert von 58,0 Mio. €. Dieser positive Rückgang ist vor allem auf geringere Transportaufwendungen zurückzuführen, die sich aus dem verminderten Absatzvolumen ergeben. Die Verwaltungskosten sind aufgrund höherer Konzernverrechnungen gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. € auf 40,3 Mio. € angestiegen. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen mussten wir einen Rückgang von 1,0 Mio. € auf nunmehr 29,9 Mio. € verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 15,5 Mio. € auf 39,5 Mio. € erhöht. Dieser Anstieg beinhaltet unter anderem außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen sowie eine Zunahme der Kostennachträge aus Vorjahren. Des Weiteren sind in dieser Position die Aufwendungen aufgrund eines Sturm- und Hagelschadens ausgewiesen, der umfangreiche Reparaturen an den Gelsenkirchener Produktionsgebäuden erforderlich machte. Das Zinsergebnis der Pilkington Deutschland AG blieb aufgrund des allgemein sehr niedrigen Zinsniveaus deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück und weist einen Wert von nur noch 1,8 Mio. € aus.

Aus der Summierung der im Vorgang besprochenen Positionen ergibt sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Saldo von 20,0 Mio. € ausweist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Reduzierung in Höhe von 51,4 Mio. €. Die Umsatzrendite lag bei 5,1 % im Vergleich zu 15,6 % im vorangegangenen Geschäftsjahr. Gemäß dem Urteil aus dem Spruchstellenverfahren vom 28. Oktober 2005 beträgt die Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre 22,93 € je Stückaktie abzüglich des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes und Solidaritätszuschlags. Diese Zahlung summiert sich für das Geschäftsjahr 2009/10 auf rund 2,0 Mio. €. Gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wurden 17,2 Mio. € an die Pilkington Holding GmbH abgeführt.

Analyse der Bilanzstruktur

Das Anlagevermögen der Pilkington Deutschland AG ist gegenüber dem Vorjahr um 19,9 Mio. € auf 239,9 Mio. € gesunken. Diese Entwicklung ist vorrangig auf eine restriktive Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen.

Der Bilanzwert des Vorratsvermögens zum 31. März 2010 beträgt 34,8 Mio. € und liegt somit um 8,6 Mio. € unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Hier wurden im Vorjahr entgeltlich erworbene Emissionszertifikate in Höhe von 4,5 Mio. € bilanziert, die im Rahmen der Erfüllung der Abgabepflichten wieder vollständig an die DEHST zurückgegeben wurden. Die restliche Veränderung resultiert aus einem gezielten Abbau der Lagerbestandsmengen an allen Standorten der Gesellschaft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des rückläufigen Umsatzes um 1,6 Mio. € auf 11,0 Mio. € reduziert. Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft nahezu ausschließlich das Verrechnungskonto der Pilkington Holding GmbH.

Das Eigenkapital der Pilkington Deutschland AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben und beträgt zum Bilanzstichtag 308,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 61,9 % und liegt damit über dem Vorjahreswert von 60,5 %.

Die Rückstellungen für Pensionen belaufen sich zum 31. März 2010 auf 109,4 Mio. € und liegen damit um 1,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die übrigen Rückstellungen valutieren zum Bilanzstichtag mit 31,8 Mio. €. Dieser Rückgang in Höhe von 5,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr beinhaltet - korrespondierend zu der Bilanzierung der Emissionszertifikate im Vorratsvermögen im Vorjahr - die Auflösung der Rückgabeverpflichtung für Emissionszertifikate in Höhe von 4,5 Mio. €. Des Weiteren konnte aufgrund der rückläufigen Ölpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr die Rückstellung für drohende Verluste aus Termingeschäften (Gaspreissicherung) von 3,2 Mio. € auf 1,0 Mio. € reduziert werden. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Mio. € auf 45,8 Mio. € gesunken.

Sparte Basisglas und Halbzeuge

Die allgemeine Glasnachfrage im Bereich der Basisgläser und Halbzeuge war geprägt durch die rezessiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im letzten Jahr. Eine deutlich reduzierte Nachfrage nach Automobilglas im ersten Halbjahr 2009 verursachte zusätzliche Produktionskapazitäten für Bauglas. Dies führte zu rasant fallenden Verkaufspreisen, die teilweise unterhalb der Produktionskosten lagen. Nach einer Beruhigung in der zweiten Jahreshälfte konnten mehrere Preiserhöhungen im Markt platziert werden, so dass die Preise wieder auf einem akzeptablen Niveau stabilisiert werden konnten. Trotz dieser Maßnahmen gelang es der Pilkington Deutschland AG nicht, ihr Absatzvolumen zu halten, so dass das Vorjahresergebnis um 8 % verfehlt wurde.

Die Verkaufsmengen unseres Hauptabsatzträgers Pilkington Optifloat™ konnten aufgrund der schwachen Bautätigkeit die Vorjahreswerte nicht wieder erreichen. Auch unser Spezialglas Pilkington Optiwhite™ hat sich diesem negativen Trend nicht entziehen können und es war daher nicht möglich, das sehr gute Ergebnis des Vorjahres wieder zu erreichen. Bei den online beschichteten Gläsern konnten wir wie auch in den vergangenen Jahren wieder eine deutliche Absatzsteigerung realisieren. Dies resultiert vor allem aus steigenden Volumina unseres TEC-Glases für die Solarindustrie. Hier ist es uns im Berichtsjahr gelungen, weiter erfolgreich am wachsenden Markt für Solargläser zu partizipieren. Die Absatzzahlen für unser Wärmedämmglas Pilkington K Glass™ sowie unser selbstreinigendes Glas Pilkington Activ™ blieben aufgrund der schwachen Bautätigkeit hinter den Vorjahreszahlen zurück.

Die Absatzmengen der offline-beschichteten Produkte zeigten im Geschäftsjahr 2009/10 eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Absätze unseres Wärmedämmglases Pilkington Optitherm™, welches hauptsächlich im Wohnungsbau Anwendung findet, deutlich hinter dem Vorjahr lagen, konnten die Mengenverluste bei unserem Sonnenschutzglas Pilkington Suncool™ gegenüber dem Vorjahr begrenzt werden. Da diese Produkte hauptsächlich im Objektbereich Anwendung finden, hat aufgrund der längeren Planungs- und Bauzeiten dieser Gebäude die allgemeine wirtschaftliche Situation diesen Bereich erst gegen Ende des Geschäftsjahres getroffen.

Auch das Segment der Sicherheitsgläser konnte sich den rezessiven Tendenzen nicht entziehen. Diese Entwicklung führte dazu, dass unser Verbundsicherheitsglas Pilkington Optilam™ das Absatzvolumen des Vorjahres nicht wieder erreichen konnte.

Sparte Brandschutzglas

In einem Geschäftsjahr, gezeichnet durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, waren weltweit Defizite sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz nicht zu vermeiden. Die Verkaufsmenge blieb im Inland um 8 % und im Export um 12 % hinter dem Vorjahrszeitraum zurück. Der geringeren Nachfrage entsprechend wurden die Produktionskapazitäten begrenzt und dadurch Kostensteigerungen limitiert.

Dennoch waren in verschiedenen Exportmärkten äußerst positive Tendenzen zu erkennen. Auch die Bearbeitung neuer Märkte, insbesondere China und Spanien, zeigt erste Erfolge, die sich in der Gewinnung von neuen Verarbeitungspartnern niederschlagen. Zukünftig liegt der Schwerpunkt auf der noch stärkeren Verteidigung unserer Position im Inland sowie der Intensivierung der Marktaufbauaktivitäten in neuen Regionen, in denen der transparente Brandschutz teilweise ein Novum darstellt.

Bauglasindustrie GmbH, Schmelz an der Saar

Das Geschäftsjahr 2009/10 der Bauglasindustrie GmbH war, bedingt durch die allgemeine Wirtschaftskrise, von einem deutlichen Rückgang der Investitionsbereitschaft im industriellen Hochbau geprägt. Der Trend zur Nutzung von Profilbauglas im Architekturbereich hat sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen fortgesetzt. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2009/10 machten sich jedoch erste verhaltene Zeichen eines möglichen Aufschwungs bemerkbar.

Trotz dieser positiven Signale zum Geschäftsjahresende musste im Berichtsjahr ein Rückgang der Umsatzerlöse um 24,8 % verzeichnet werden. Durch Kosteneinsparungen und gezielte Erweiterungsinvestitionen konnten jedoch die Herstellkosten gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden. Diese Maßnahmen reichten allerdings nicht aus, um eine negative Abweichung beim Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verhindern.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 1,7 Mio. € (im Vorjahr 3,0 Mio. €) direkt an die Pilkington Holding GmbH abgeführt.

Pilkington Automotive Deutschland GmbH, Witten

In fast allen Absatzmärkten hat die globale Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zu einer rückläufigen Nachfrageentwicklung im Automobilgeschäft geführt. Auf vielen Auslandsmärkten unterstützten jedoch staatliche Anreize das Neuwagengeschäft, so dass der weltweite Pkw-Absatz im Gesamtjahr lediglich um 4 % rückläufig war. In Deutschland sorgten die im abgelaufenen Jahr eingeführten Abwrackprogramme für einen Nachfrageanstieg insbesondere im Kleinwagensegment, so dass mit 4,964 Mio. Fahrzeugen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nur 10 % weniger Pkw als vor Jahresfrist hergestellt worden sind.

Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH konnte sich der rückläufigen Entwicklung auf den europäischen Absatzmärkten nicht entziehen und musste einen moderaten Umsatzrückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Der Jahresüberschuss konnte allerdings um 5,6 Mio. € gesteigert werden, da im Vorjahr Restrukturierungskosten aus der Schließung des Braunschweiger Standortes in Höhe von 4,0 Mio. € das Ergebnis belastet hatten.

Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH hat das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Überschuss von 15,4 Mio. € (im Vorjahr 9,8 Mio. €) abgeschlossen, der gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Pilkington Holding GmbH abgeführt wird.

Mitarbeiter und Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum 31. März 2010 lag die Zahl der Mitarbeiter der Pilkington Deutschland AG bei 1.495 und damit um 6 unter dem Stand zum 31. März 2009. Diese Entwicklung bringt zum Ausdruck, dass es trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelungen ist, die Anzahl der Mitarbeiter, unter Nutzung diverser personalpolitischer Instrumente (z. B. Kurzarbeit), nahezu auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben rund 3.750 ehemalige Betriebsangehörige oder deren Hinterbliebene eine Betriebsrente erhalten. Die zur Deckung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Rückstellungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten auf den 31. März 2010 gebildet worden.

Wie auch in den Vorjahren gab es im Geschäftsjahr 2009/10 wieder eine erfreuliche Mitarbeit seitens der Belegschaft am betrieblichen Verbesserungsvorschlagswesen. Es wurden insgesamt 495 Verbesserungsvorschläge eingereicht (Vorjahr 399), davon erhielten 375 (Vorjahr 171) eine positive Bewertung. Die an die Mitarbeiter ausgeschüttete Prämiensumme lag mit 115 Tsd. € über dem Wert des Vorjahres. Das aus den Vorschlägen resultierende Einsparungspotenzial summiert sich auf rund 200 Tsd. € pro Wirtschaftsjahr.

Im Bereich der Arbeitssicherheit konnten die Sicherheitsverbesserungspläne an allen Standorten der Pilkington Deutschland AG erfolgreich umgesetzt werden. Des Weiteren wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Thema Maschinensicherheit ein neues Schwerpunktprogramm gestartet. Basierend auf umfangreichen Schulungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 40.000 Verhaltensbeobachtungen durchgeführt. Die Intensität, mit der diese Beobachtungen durchgeführt wurden, hat zu einer deutlichen Reduzierung unsicherer Verhaltensweisen geführt. Damit wurde ein weiteres, effektives Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Sicherheitsleistung eingeführt. Mit dem Schwerpunkt auf den Bereich Produktion und Technik haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu 1.500 Arbeitsplatzaudits durchgeführt. Es hat sich wie auch in den Vorjahren gezeigt, dass diese Audits ein wirksames Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Defiziten sind.

Die im Vorgang beschriebenen Aktivitäten bilden die Grundlage für eine seit Jahren stabile Sicherheitsleistung auf hohem Niveau. Im Geschäftsjahr 2009/10 musste die Pilkington Deutschland AG insgesamt 3 Unfälle verzeichnen, die zu einem Arbeitszeitausfall führten. Die Anzahl der Verletzungen, die eine ärztliche Behandlung erforderlich machten, ist mit 6 Verletzungen gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgelegt, Führungskräften eine wettbewerbsfähige Entlohnung zu bieten. Die Überprüfung und Festsetzung der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Personalausschuss des Aufsichtsrates, der neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden aus zwei weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates besteht. Bei der Festsetzung der Bezüge orientiert sich der Ausschuss an den konzerninternen Richtlinien der NSG-Gruppe für die Vergütung des Managements.

Die Vergütung des Vorstands enthält sowohl feste als auch variable Bestandteile. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Vorstandes eine Zusage für die Zahlung einer Pension, welche ab Erreichen des vertraglich festgelegten Eintrittsalters fällig wird. Die festen Bestandteile bestehen aus einem Grundgehalt, welches monatlich ausgezahlt wird, sowie aus sonstigen Bezügen. Diese Bezüge sind die Nutzung von Dienstfahrzeugen sowie die Gewährung eines Zuschusses zu den Beiträgen der sozialen Sicherung. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach der Erreichung bestimmter vordefinierter Finanzziele. Es ist mit keinem der Vorstandsmitglieder eine Entschädigungsvereinbarung für den Fall eines Übernahmeangebotes getroffen worden. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung werden die Bezüge der Vorstandsmitglieder nicht einzeln ausgewiesen.

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der Pilkington Deutschland AG geregelt und besteht aus einer Festvergütung, die jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt wird.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2009/10 hat die Pilkington Deutschland AG insgesamt 15,4 Mio. € in die Erhaltung oder Erweiterung des Anlagevermögens investiert.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag in den Floatwerken Gladbeck und Weiherhammer. In Weiherhammer wurde die Installation einer vollautomatischen Schneidlinie für den Solarbereich erfolgreich abgeschlossen. Des Weiteren wurde die Versorgung der Online-Beschichtungsanlage durch die Anschaffung von Transportcontainern für Rohstoffe noch effizienter ausgerichtet.

Am Gladbecker Standort wurde mit der Installation von Anlagen zur Verbesserung der Rauchgasentstickung begonnen, um auch zukünftig den Umweltauflagen hinsichtlich der NOx-Emission gerecht zu werden. Nach Abschluss der Inbetriebnahme in Gladbeck wird auch in eine Rauchgasentstickung am Standort Weiherhammer investiert werden.

Am Standort Gelsenkirchen beschränkte sich die Investitionstätigkeit auf verschiedene kleinere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, die dazu dienten, die am Standort vorhandenen Produktionsanlagen auf ihrem hohen Leistungsniveau zu erhalten.

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeiten im Bereich Brandschutzglas lagen wie in den Vorjahren in der Entwicklung alternativer neuer Produkte, um das vorhandene Produktportfolio zu erweitern, sowie in der Verbesserung der Produktionsprozesse. So konnte zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 Pilkington Pyroclear, ein vorgespanntes Brandschutzglas mit spezieller Kantenbearbeitung, erfolgreich am Markt eingeführt werden.

Des Weiteren wurde an alternativen Produktionstechniken und an der Verbesserung bestehender Prozesse gearbeitet, um die Qualität der Produkte zu verbessern und um durch eine Verkürzung der Prozesszeiten die bestehenden Produktionskapazitäten zu erweitern.

Umweltschutz

Wie in den vorangegangenen Jahren war das Thema Umweltschutz ein wesentlicher Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. Alle im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten internen und externen Überprüfungen haben die Effektivität des Umweltmanagementsystems der Pilkington Deutschland AG bestätigt.

Die Pilkington Deutschland AG war auch im Geschäftsjahr 2009/10 in den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten eingebunden. Wie in den Vorjahren mussten keine zusätzlichen Zertifikate zugekauft werden, da das Berichtsjahr mit einer positiven CO2-Bilanz abgeschlossen werden konnte. Der Bescheid für das neue Geschäftsjahr weist ebenfalls eine ausreichende Zuteilung von Emissionsberechtigungen aus.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 289a HGB

Das Grundkapital der Pilkington Deutschland AG beträgt unverändert 69.290 Tsd. € und ist voll einbezahlt. Es ist eingeteilt in 2.710.400 nennwertlose Stückaktien. 2.588.972 Stückaktien lauten auf den Namen, 121.428 Stückaktien lauten auf den Inhaber. Bezüglich der Aktien existieren keinerlei Beschränkungen hinsichtlich des Stimmrechts oder der Übertragbarkeit. Zum Bilanzstichtag halten die Dahlbusch Aktiengesellschaft insgesamt 60,498 % und die Pilkington Holding GmbH insgesamt 35,773 % am Aktienkapital der Gesellschaft.

Der Vorstand besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat bestimmt. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, kann der Aufsichtsrat eines der Vorstandsmitglieder zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Im Übrigen gelten für die Bestellung und Abberufung des Vorstands die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere §§ 84 ff. AktG. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit drei Vierteln des vertretenen Kapitals. Abweichende Satzungsregelungen bestehen nicht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der Internetseite www.pilkington.de dauerhaft öffentlich zugänglich.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich nach dem Bilanzstichtag 31. März 2010 keinerlei Ereignisse ergeben, die im Zusammenhang mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr stehen und die den Jahresabschluss der Gesellschaft in irgendeiner Form maßgeblich beeinflusst hätten.

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Pilkington Deutschland AG ist ein untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und Geschäftsprozesse. Vor diesem Hintergrund haben wir eine standardisierte Erfassung und Bewertung der strategischen und wesentlichen, operativen Risiken in Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und quantitative, monetäre Auswirkungen installiert. Dieses System soll die kontinuierliche Bestandsaufnahme und Berücksichtigung sämtlicher Entwicklungen, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, ermöglichen, so dass die Geschäftsführung frühzeitig die sich aus dem operativen Geschäft und dessen Umfeld ergebenden Problemfelder erkennen und gegebenenfalls gegensteuern kann. Die Risikokontrolle erfolgt durch den jeweils zugeordneten Risikoverantwortlichen, der für Überwachung und Einleitung von Maßnahmen zuständig ist. Unabhängig von den Berichtsterminen sind neu erkannte Risiken unverzüglich zu melden. Neue bestandsgefährdende Risiken nach § 91 II AktG sind im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an den Vorstand zu melden. Die komprimierten Ergebnisse des Risikomanagements werden in einer quartalsweise durchgeführten Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine wesentlichen, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken identifiziert worden.

In der Zukunft könnten potentielle Risiken für die Pilkington Deutschland AG in der Entwicklung der Bezugskosten für Rohstoffe und Primärenergien auftreten. Um dem Trend entgegen zu wirken werden der Rohstoffeinsatz und der Betrieb der Produktionsanlagen so effizient wie möglich gestaltet. Des Weiteren werden für alle wichtigen Rohstoffe und Energien die Preisvereinbarungen mit den Lieferanten möglichst langfristig gestaltet, um die interne Planungssicherheit zu erhöhen. Beim Erdgasbezug wird weiterhin auf die auf Gruppenebene abgeschlossenen Preissicherungsgeschäfte zurückgegriffen. Diese Preissicherungsgeschäfte dienen dazu, den Bezugspreis für einen Teil des zukünftigen Bedarfs an Erdgas festzuschreiben. Als Basis dient dabei der HSL Deutschland Index für schweres Heizöl, der als Basis für äquivalente Mengen zum Gas eingesetzt wird. Bei diesen Preissicherungsgeschäften handelt es sich um so genannte Terminkontrakte.

Ein weiteres generelles Risiko besteht in der allgemeinen Entwicklung der Verkaufspreise auf den in- wie ausländischen Absatzmärkten der Pilkington Deutschland AG. Um im nationalen wie internationalen Wettbewerb bestehen zu können ist die Gesellschaft bestrebt, qualitativ hochwertige Produkte auf Basis einer so gering wie möglich gehaltenen Kostenstruktur anbieten zu können. Dadurch sollte die Pilkington Deutschland AG in der Lage sein, auch bei nachgebenden Verkaufspreisen weiterhin profitable Umsätze tätigen zu können.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Gemäß § 289 Abs. 5 HGB ist die Pilkington Deutschland AG als kapitalmarktorientiertes Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale ihres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegung zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Pilkington Deutschland AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung.

Bedeutende Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind

die Identifikation der wesentlichen Risikofelder mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess und die Definition notwendiger Kontrollen, die sowohl durch Mitarbeiter der Pilkington Deutschland AG als auch durch Mitarbeiter des bei der Muttergesellschaft angesiedelten Shared Service Center Finance durchgeführt werden,

die Durchführung von Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Geschäftsbereiche,

die Implementierung präventiver Kontrollmaßnahmen durch eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben mittels Richtlinien zur Bilanzierung und des Vier-Augen-Prinzips sowie einer Funktionstrennung in relevanten Bereichen,

die Einführung und Aufrechterhaltung von Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, führen wir bzw. die Interne Revision des Konzerns regelmäßige Überprüfungen auf der Basis von Stichproben durch. Diese bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen definiert und wirksam sind.

Chancen und Ausblick

Die schwere Wirtschaftskrise, die der deutschen Wirtschaft den stärksten Einbruch seit der Nachkriegszeit zugefügt hat, ist noch nicht vorüber. Auch wenn die Rezession mittlerweile überwunden ist, werden die Unternehmen 2010 immer noch nicht so viel produzieren wie vor der Krise. Erst im darauf folgenden Jahr wird Deutschland voraussichtlich wieder die Wirtschaftskraft von 2008 erlangen, was rein rechnerisch ein Nullwachstum im Zeitraum der letzten drei Jahre bedeuten würde.

Der europäische Markt für Bau- und Automobilglas ist nach wie vor von Überkapazitäten geprägt. Durch die Inbetriebnahme weiterer Floatglasanlagen im Jahr 2009 bleibt noch abzuwarten, wie sich die Auslastung der neuen Anlagen auf die Glasbranche auswirken wird und ob die staatlichen Konjunkturprogramme neue Bedarfsmengen generieren können.

Aus heutiger Sicht kann für das bereits begonnene Geschäftsjahr 2010/11 noch keine fundierte Aussage gemacht werden. Vor dem Hintergrund der immer noch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir auch weiterhin, dass Absatzmengen wie auch Verkaufspreise weiter unter Druck geraten werden. Daher werden wir konsequent unsere Strategie fortsetzen und das margenschwache Geschäft mit Standardprodukten weiter reduzieren und uns gezielt auf den Ausbau unserer Aktivitäten in renditestarken Wachstumsmärkten konzentrieren. Diese Vorgehensweise sollte das Fundament dafür bilden, die Floatanlagen der Pilkington Deutschland AG im laufenden Geschäftsjahr voll auszulasten.

Basierend auf der im Vorfeld beschriebenen strategischen Ausrichtung sowie der nach wie vor überschaubaren Kostenstruktur rechnen wir im Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau sowie einem weiterhin positiven Jahresergebnis. Ob die nachfolgenden Geschäftsjahre einen ähnlichen Verlauf haben werden, hängt auch maßgeblich von der Entwicklung der Produktionskapazitäten auf dem europäischen Glasmarkt ab. Dieser Trend kann allerdings aus heutiger Sicht nicht eindeutig vorhergesagt werden.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2010/11 werden sich neben der Fertigstellung der Anlagen zur Rauchgasentstickung an den Floatanlagen im Wesentlichen auf die Erhaltung und Erweiterung des Sachanlagevermögens konzentrieren.

Der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens wird dabei weiterhin vor allem durch den guten Namen unserer Produkte und die Unterstützung durch unsere Mitarbeiter getragen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Gelsenkirchen, 27. April 2010

Pilkington Deutschland AG

Der Vorstand

BILANZ ZUM 31. März 2010

Aktiva

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    31.03.2010
TEUR
31.03.2009
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (4) 94 135
II. Sachanlagen (4) 192.520 212.347
III. Finanzanlagen (5) 47.334 47.353
    239.948 259.835
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (6) 34.836 43.446
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   11.005 12.561
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (7) 206.210 189.168
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (7) 1.157 1.021
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 797 (Vj. TEUR 767)      
4. Sonstige Vermögensgegenstände (8) 4.941 2.990
    223.313 205.740
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (9) 782 1.196
    258.931 250.382
C. Rechnungsabgrenzungsposten   92 173
    498.971 510.390

Passiva

     
    31.03.2010
TEUR
31.03.2009
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (10) 69.290 69.290
II. Kapitalrücklage (11) 29.743 29.743
III. Gewinnrücklagen (12) 209.584 209.584
    308.617 308.617
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (13) 3.333 3.700
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen   109.441 110.761
2. Steuerrückstellungen (14) 89 154
3. Sonstige Rückstellungen (14) 31.726 37.271
    141.256 148.186
D. Verbindlichkeiten (15) 45.765 49.868
E. Rechnungsabgrenzungsposten   0 19
    498.971 510.390

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR 2009/10

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    2009/10
TEUR
2008/09
TEUR
1. Umsatzerlöse (16) 388.818 456.399
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   262.807 295.924
3. Bruttoergebnis vom Umsatz (17) 126.011 160.475
4. Vertriebskosten   58.021 66.626
5. Allgemeine Verwaltungskosten   40.303 38.440
6. Sonstige betriebliche Erträge (18) 29.932 30.967
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) 39.549 24.067
    18.070 62.309
8. Beteiligungsergebnis (20) 119 81
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen   10 0
10. Zinsergebnis (21) 1.791 8.936
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   19.970 71.326
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (22) 364 363
13. Sonstige Steuern (22) 470 477
14. Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags   1.951 1.951
15. abgeführter Gewinn   17.185 68.535
16. Jahresüberschuss   0 0

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2009/10

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  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.04.2009
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
31.03.2010
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.498 38 0 5 2.541
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 234.885 126 1.128 164 234.047
2. Technische Anlagen und Maschinen 468.117 7.060 2.783 10.806 483.200
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.193 2.471 1.789 1.425 47.300
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.735 5.735 0 -12.400 7.070
  761.930 15.392 5.700 -5 771.617
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.657 0 0 0 44.657
2. Beteiligungen 3.688 0 22 0 3.666
3. Sonstige Ausleihungen 792 0 7 0 785
  49.137 0 29 0 49.108
  813.565 15.430 5.729 0 823.266
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  Kumulierte Abschreibungen
  01.04.2009
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Zuschreibungen
TEUR
31.03.2010
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.363 84 0 0 2.447
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 194.255 3.473 693 0 197.035
2. Technische Anlagen und Maschinen 319.349 27.319 2.717 0 343.951
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.979 3.920 1.788 0 38.111
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  549.583 34.712 5.198 0 579.097
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.017 0 10 0 1.007
3. Sonstige Ausleihungen 767 0 0 0 767
  1.784 0 10 0 1.774
  553.730 34.796 5.208 0 583.318
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  Buchwerte
  31.03.2010
TEUR
31.03.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94 135
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.012 40.630
2. Technische Anlagen und Maschinen 139.249 148.768
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.189 9.214
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.070 13.735
  192.520 212.347
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.657 44.657
2. Beteiligungen 2.659 2.671
3. Sonstige Ausleihungen 18 25
  47.334 47.353
  239.948 259.835

Anhang

(1) Allgemeine Angaben

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellungen sind in der Bilanz und in der Gewinn-und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit eines Vertrages, ergibt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige, nach steuerlichen Vorschriften anerkannte Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Abschreibungen werden nicht mit angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden und gebäudebezogenen Versorgungsanlagen linear über eine Nutzungsdauer von 14 bis 33 Jahren, bei Öfen und Wannen linear über 10 Jahre, beim übrigen beweglichen Anlagevermögen wird entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 10 bis 21 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. in dem Jahr, für dessen Zugänge sie gebildet wurden, und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten, Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert, unverzinsliche und minderverzinsliche Darlehen grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf der Grundlage der Fifo-Verbrauchsfolge ermittelt oder zu niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten auf Basis der Ist-Kosten oder zu niedrigeren Zeitwerten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten sind auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in die Bewertung mit einbezogen. Fremdkapitalzinsen kommen nicht zum Ansatz. Wertmindernde Faktoren aus Lagerdauer und Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Errechnung des Teilwertes der Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaften erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis eines Zinsfußes von 6 % und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(3) Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen erfolgt am Bilanzstichtag zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Briefkurs und die Umrechnung der Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Rückzahlungskurs beim Eingehen der Verbindlichkeiten oder zum höheren Geldkurs.

ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ

(in TEUR, sofern nicht anders angegeben)

(4) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2009/10 ist im Anlagengitter dargestellt.

(5) Finanzanlagen

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in TEUR 31.03.2010 31.03.2009
- Anteile an verbundenen Unternehmen 44.657 44.657
- Beteiligungen 2.659 2.671
- Übrige Finanzanlagen 18 25
  47.334 47.353

Die Minderung des Buchwertes der Beteiligungen betrifft den Verkauf sämtlicher Anteile an der FLACHGLAS Markenkreis GmbH. Die übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Ausleihungen. Ihr Rückgang ist auf planmäßige Tilgungen zurückzuführen.

(6) Vorräte

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in TEUR 31.03.2010 31.03.2009
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.185 6.691
- Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 217 242
- Fertige Erzeugnisse 27.434 32.025
- Emissionszertifikate (CERs) 0 4.488
  34.836 43.446

Im Rahmen eines Swap-Geschäfts hatte die Gesellschaft im Jahr 2008/09 kostenlos zugeteilte Emissionszertifikate (EUAs) gegen Certified Emission Reductions (CERs) eingetauscht. Diese waren zum 31.3.2009 mit ihrem Wert am Tauschzeitpunkt unter den Vorräten aktiviert. Sie wurden im Geschäftsjahr 2009/10 für Emissionen des Kalenderjahres 2008 zurückgegeben. Die Rückgabeverpflichtung war zum 31.3.2009 mit gleichem Wert unter den sonstigen Rückstellungen passiviert.

(7) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 192.842 die Gesellschafterin Pilkington Holding GmbH.

In den ausgewiesenen Beträgen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten bei:

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In TEUR 31.03.2010 31.03.2009
- Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.199 11.563
- Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 360 253

(8) Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden u. a. Erstattungsansprüche aus Schadensfällen und aus Mineralölsteuer- und Stromsteuerzahlungen, Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung, kurz- und mittelfristige Darlehen, geleistete Anzahlungen und andere Forderungen außerhalb des Liefer- und Leistungsverkehrs ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2010 verfügte die Gesellschaft insgesamt über 888.348 Emissionsberechtigungen. Soweit es sich hierbei um kostenlos zugeteilte Berechtigungen handelt (European Unit Allowances), sind diese gegenüber dem Vorjahr unverändert mit einem Erinnerungswert von 1,- € unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Hierin sind auch noch für das Kalenderjahr 2009 zurückzugebende Berechtigungen enthalten. Der Marktwert belief sich zum 31. März 2010 auf 12,57 € je EUA.

(9) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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In TEUR 31.03.2010 31.03.2009
- Kassenbestand 6 3
- Guthaben bei Kreditinstituten 776 1.193
  782 1.196

(10) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Pilkington Deutschland AG von TEUR 69.290 ist voll einbezahlt und gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.710.400 Stückaktien ohne Nennwert.

Über ihre Beteiligung, die Dahlbusch Aktiengesellschaft, Gelsenkirchen, sowie unmittelbar hält die Pilkington Holding GmbH, Gelsenkirchen, die Mehrheit des Aktienkapitals der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen.

(11) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wird gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgewiesen.

(12) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen der Pilkington Deutschland AG setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.03.2010 31.03.2009
Gesetzliche Rücklagen 1.894 1.894
Andere Gewinnrücklagen 207.690 207.690
  209.584 209.584

(13) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Die Gesellschaft hat einen Zuschuss zu Sachanlageninvestitionen am Standort Weiherhammer erhalten. Dieser Zuschuss wurde zum Zeitpunkt seiner Vereinnahmung ertragsneutral passiviert. Er wird über die Nutzungsdauer der geförderten Sachanlagen parallel zu deren Abschreibungen ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2009/10 waren dies TEUR 367.

(14) Übrige Rückstellungen

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in TEUR 31.03.2010 31.03.2009
- Steuerrückstellungen 89 154
- Sonstige Rückstellungen 31.726 37.271
  31.815 37.425

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Gratifikationen, Garantieverpflichtungen, Umsatzprämien, Altersteilzeitverpflichtungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, ausstehende Rechnungen, Beiträge zum Pensionssicherungsverein und Jubiläumsgeldverpflichtungen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsgeld sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis eines Zinsfußes von 5,5 % p.a. ermittelt.

Zum 31.3.2009 enthielten die sonstigen Rückstellungen die Verpflichtung zur Rückgabe der im Rahmen eines Swap-Geschäfts erworbenen Emissionszertifikate für das Kalenderjahr 2008 (siehe Textziffer (6) Vorräte). Diese Verpflichtung ist zum 31.3.2010 aufgrund der zwischenzeitlichen Rückgabe entfallen. Daneben ist hier eine Rückstellung für drohende Verluste aus Termingeschäften im Rahmen der Gasbezugspreisabsicherung passiviert, deren deutlicher Rückgang zusammen mit dem vorgenannten Punkt maßgeblich die Minderung der sonstigen Rückstellungen bestimmt.

(15) Verbindlichkeiten

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in TEUR 31.03.2010 insgesamt davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre 31.03.2009 insgesamt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 34 34 - - 170
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.920 36.920 - - 40.676
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 734 734 - - 674
- davon aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten (734) (734) - - (674)
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.956 192 - 1.764 2.114
- davon aus Lieferungen und Leistungen (192) (192) - - (343)
Verbindlichkeiten aus Steuern 627 627 - - 738
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 443 443 - - 459
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 5.051 4.426 402 223 5.037
  45.765 43.376 402 1.987 49.868*

* davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr TEUR 47.414 davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre TEUR 2.039

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(in TEUR, sofern nicht anders angegeben)

(16) Umsatzerlöse

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in TEUR 2009/10 2008/09
Aufgliederung nach Geschäftsfeldern    
- Basisglas 149.296 202.876
- Bauglas 239.522 253.523
  388.818 456.399

Aufgliederung nach Regionen

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In TEUR 2009/10 2008/09
- Bundesrepublik Deutschland 168.505 236.978
- EG (ohne BRD) 141.857 158.151
- Übriges Europa 13.914 12.579
- Nordamerika 3.665 4.508
- Lateinamerika 24 20
- Asien 60.341 43.665
- Afrika 486 433
- Übrige Übersee 26 65
  388.818 456.399

(17) Bruttoergebnis vom Umsatz

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  2009/10 2008/09
Bruttoergebnis vom Umsatz 32,4 % 35,2 %

(18) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Kostenweiterbelastungen, Kostengutschriften aus Vorjahren, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Miet- und Pachterträge sowie Erlöse aus Benzinverkäufen. Darüber hinaus werden hier Versicherungsentschädigungen für die Sturmschäden der Werke Gladbeck und Gelsenkirchen aus dem Sommer 2009 in Höhe von TEUR 6.743 ausgewiesen. Ein Teil dieser Entschädigungen wird für Reparaturmaßnahmen verwendet werden, die erst im Sommer 2010 ausgeführt werden können. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 5.334 periodenfremd. Diese periodenfremden Erträge umfassen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen sowie Kostengutschriften aus Vorjahren.

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen u. a. Personalaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen, sonstige Dienstleistungen, sonstige Abschreibungen, Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing, Kursverluste und Kostennachträge aus Vorjahren. Zudem sind hier die bisherigen Aufwendungen für die unter der Textziffer (18) genannten Sturmschäden in Höhe von TEUR 5.276 erfasst sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 6.242. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 6.490 periodenfremd. Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Kostennachträge zu Vorjahren, Abschreibungen auf Darlehen des Umlaufvermögens sowie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens.

(20) Beteiligungsergebnis

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in TEUR 2009/10 2008/09
Erträge aus ErgebnisabFührungsverträgen - -
Erträge aus Beteiligungen 119 81
- davon aus assoziierten Unternehmen (60) (34)
  119 81

(21) Zinsergebnis

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in TEUR 2009/10 2008/09
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.864 9.012
- davon aus verbundenen Unternehmen (1.809) (8.952)
- davon aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (30) (45)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73 77
  1.791 8.935

(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sonstige Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Körperschaftsteuer auf die Garantiedividenden.

In den sonstigen Steuern sind Grundsteuern mit TEUR 452 und Kfz-Steuern mit TEUR 19 enthalten.

(23) Materialaufwand

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in TEUR 2009/10 2008/09
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 155.740 189.914
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.538 6.047
  161.278 195.961

(24) Personalaufwand/Mitarbeiter

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in TEUR 2009/10 2008/09
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter 65.474 62.646
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 13.301 12.523
  78.775 75.169
Aufwendungen für Altersversorgung 9.432 8.719
  88.207 83.888
Mitarbeiter    
(Jahresdurchschnitt, ohne Auszubildende) Angestellte 371 373
Gewerbliche 1.119 1.098
  1.490 1.471

(25) Haftungsverhältnisse

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in TEUR 31.03.2010 31.03.2009
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.317 1.331
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 1 15
- davon zugunsten verbundener Unternehmen (-) (-)
Treuhänderische Verpflichtungen 1.211 1.216

Die treuhänderisch übernommenen Vermögenswerte und Verpflichtungen betreffen die Pilkington-Stiftung. Das kartellrechtliche Verfahren zum so genannten FlachglasKartell wurde mit Bußgeldentscheidung der europäischen Kommission im Jahr 2007 beendet. Mit Haftungsfreistellungserklärung vom 4. Juni 2007 hat die Pilkington Group Ltd. sämtliche übrigen Gruppenunternehmen - einschließlich der Pilkington Deutschland AG - von jeglicher Haftung einschließlich möglicher Folgeansprüche Dritter aus und im Zusammenhang mit dem Verfahren vollumfänglich freigestellt.

(26) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in TEUR 31.03.2010
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen  
- fällig bis 31.03.2011 1.250
- fällig ab 01.04.2011 - 31.03.2015 2.269
- fällig ab 01.04.2015 -
- Bestellobligo 3.621
  7.140

Die Gesellschaft hat eine Reihe von Leasingverträgen abgeschlossen, deren Zweck es ist, die Liquidität zu verbessern und das Verwertungsrisiko der genutzten Vermögensgegenstände auszuschließen. Art und Laufzeit der Verträge sind so beschaffen, dass besondere Risiken daraus nicht entstehen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Belastungen aus Leasingverträgen für Maschinen und Gabelstapler auf TEUR 2.563, für Pkw auf TEUR 869 und für EDV- und Kommunikationsanlagen auf TEUR 64. Daneben bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 23.

(27) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Für das Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 59 und die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands TEUR 462. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 12.418 zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen TEUR 1.453.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in der Anlage angegeben.

(28) Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG haben eine EntsprechungsErklärung im Sinne des § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, die den Aktionären auf der Website www.pilkington.de der deutschen Pilkington-Gruppe als Mehrheitsanteilseigner der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist.

(29) Konzernunternehmen

Der Jahresabschluss der Pilkington Deutschland AG wird in den Konzernabschluss zum 31. März 2010 der NSG UK Enterprises Ltd., St. Helens, Großbritannien, einbezogen. Die Bekanntmachung dieses Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des Konzernabschlusses entsprechen den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der NSG UK Enterprises Ltd. wird seinerseits in den Konzernabschluss der Nippon Sheet Glass Co. Limited, Tokio, Japan, einbezogen. Dieser Abschluss ist in Tokio erhältlich.

Die Pilkington Deutschland AG ist nicht gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verpflichtet, da alle Tochterunternehmen die Kriterien des § 296 HGB zum Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfüllen.

Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH und die Bauglasindustrie GmbH als 100-prozentige Tochtergesellschaften der Pilkington Deutschland AG haben einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH abgeschlossen. Damit beeinträchtigen erhebliche und andauernde Beschränkungen für die Pilkington Deutschland AG die Ausübung ihrer Rechte in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung der Pilkington Automotive Deutschland GmbH und der Bauglasindustrie GmbH, so dass die Voraussetzungen des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB für den Verzicht auf eine Einbeziehung gegeben sind.

(30) Gewinnverwendung

Nach einer Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre von TEUR 1.951 verbleibt ein Gewinn von TEUR 17.185. Dieser Gewinn wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Pilkington Holding GmbH gemäß § 291 AktG abgeführt.

(31) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand für das Geschäftsjahr erfasste Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 148. Weitere Leistungen wurden vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr nicht erbracht.

(32) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft unterhält Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und zu sonstigen Beteiligungen. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.

(33) Derivative Finanzinstrumente

Die Pilkington Deutschland AG sichert über die Pilkington Finance Ltd regelmäßig den Bezugspreis für einen Teil der von ihr zukünftig benötigten Gaslieferungen. Die Sicherung basiert auf dem Deutschland-Index für schweres Heizöl, für das zum Gas äquivalente Mengen herangezogen werden. Zum Bilanzstichtag war der Bezug von 125.000 to gesichert. Bei den Preissicherungsgeschäften handelt es sich um zukünftige Terminkontrakte, so genannte Futures. Der anhand der mark-to-market Valuation-Methode ermittelte Zeitwert der positiven Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.3.2010 auf TEUR 10.127. Soweit aus diesen Sicherungsgeschäften Verluste drohen, sind diese unter den sonstigen Rückstellungen passiviert (TEUR 1.001, siehe Textziffer (14) Übrige Rückstellungen).

(34) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

Gelsenkirchen, den 27. April 2010

Pilkington Deutschland AG

Der Vorstand

VORSTAND / AUFSICHTSRAT

Vorstand

Jochen Settelmayer

Heiligenhaus

Aufsichtsratsmandate:

Dahlbusch AG (Vorsitz)

Pilkington Automotive Deutschland GmbH (Vorsitz)

Pilkington Norge AS (Chairman of the Board)

Pilkington Danmark AS (Chairman of the Board)

Pilkington Floatglas Sverige AB (Board Member)

Flachglas Wernberg GmbH

Aufsichtsrat

Dr. Axel Wiesener Berlin

Vorsitzender

Ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank AG, Region Ost, Berlin

Aufsichtsratsmandate:

Pilkington Holding GmbH (Vorsitz)

Schindler Deutschland Holding GmbH

Jürgen Fehst1)

Gladbeck

Stellvertretender Vorsitzender

Bauschlosser

Timothy Roger John Izzett

Aughton, Lancashire, Großbritannien

Vice President

Group Director of Human Resources

Pilkington Group Ltd

Aufsichtsratsmandate:

Pilkington Holding GmbH

Pilkington Automotive Deutschland GmbH

Ronald Hamilton

Rainford St. Helens (Merseyside), Großbritannien

Operations Director BPE

Pilkington Group Ltd

Aufsichtsratsmandat:

Pilkington Holding GmbH

Jonathan Michael Fallows

Northwich, Cheshire, Großbritannien

Procure to Pay Finance Manager

Pilkington Group Ltd

Aufsichtsratsmandat:

Pilkington Holding GmbH

Bernd Kämper1)

Gelsenkirchen

Betriebsrat

1) von den Arbeitnehmern gewählt

ANTEILSBESITZ

Stand: 31. März 2010

Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. Paragraph 285 Nr. 11 HGB

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Name und Sitz der Gesellschaft   Ant. am Kapital
in %
Währung Eigenkapital Ergebnis
- Bauglasindustrie GmbH, Schmelz/Saar 1) 3) 100,00 EUR 3.067.751 1.741.596
- FLACHGLAS WERNBERG GMBH, Wernberg 2) 5) 49,00 EUR 24.492.001 6.039.648
- Pilkington Automotive Deutschland GmbH, Witten 1) 3) 100,00 EUR 40.928.915 15.411.107
- Vereinigte Vopelius'sche und Wentzel'sche Glashütten GmbH (VWG), Aachen 2) 4) 33,33 EUR 3.587.369 37.201
- Flachglas Nord-Ost GmbH, Osterburg 2) 5) 21,00 EUR 1.180.807 900.541

1) Gesellschaften mit Ergebnisabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH (Ergebnis vor Ergebnisabführung)
2) Assoziierte Unternehmen
3) Stand: 31. März 2010
4) Stand: 31. Dezember 2009
5) Stand: 31. Dezember 2008

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 30. April 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lützeler , Wirtschaftsprüfer

Johne, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz oder Satzung obliegenden Aufgaben umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Dazu hat er sich in vier Sitzungen, abgehalten am 26. Juni 2009, 24. September 2009, 4. Dezember 2009 und am 5. März 2010 vom Vorstand eingehend über die Entwicklung der Gesellschaft berichten lassen, insbesondere über deren Absatz-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätslage. Die durch den Konjunktureinbruch infolge der Weltfinanzkrise ausgelöste angespannte Situation für die Realwirtschaft, insbesondere für Preis- und Beschäftigungsentwicklung, war Gegenstand ausführlicher Beratungen. Soweit nach Gesetz oder Satzung für Geschäftsentscheidungen die Zustimmung des Aufsichtsrates vorgesehen ist, wurde diese auf schriftliche Vorlage der betroffenen Maßnahmen hin nach eingehender Beratung in allen Fällen erteilt. Sie betrafen ganz überwiegend Investitions- und Personalentscheidungen.

Gegenstand der Berichterstattungen und der Beratungen waren ferner das Risikomanagementsystem, das Compliance-Programm und die Empfehlungen und Anregungen des deutschen Corporate Governance Kodex für unsere Gesellschaft. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung wurde den Aktionären im März 2010 auf der Internetseite zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat hat sich außerdem mit der Effizienz seiner eigenen Arbeit befasst und im Hinblick auf aktuelle Gesetzesänderungen strukturelle Änderungen vorgenommen. Im Ergebnis wurden sowohl Prüfungs-, als auch Personalausschuss zum Ablauf des 31. Dezember 2009 aufgelöst. Deren Aufgaben werden zukünftig vom Gesamtgremium wahrgenommen.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat im Berichtszeitraum einmal getagt und in seiner Sitzung vom 4. Dezember 2009 den Abschlussprüfer beauftragt. Der Personalausschuss hat über die Anstellungsverträge mit dem Vorstandsmitglied und sonstige Vorstandsangelegenheiten beraten und im Berichtsjahr einmal getagt.

Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. September 2009 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und erhielt von dieser den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Jahresabschlussunterlagen, der Entwurf des Geschäftsberichts sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet worden. In seiner Sitzung vom 25. Juni 2010 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss und dem Prüfungsbericht befasst. Bei dieser Sitzung waren die Wirtschaftsprüfer, die den Bericht verantworten und unterzeichnet haben, zugegen und haben ergänzende Erläuterungen erteilt. Als Ergebnis dieser Befassung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Erklärung zur Unternehmensführung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat blieb während des gesamten Geschäftsjahres in seiner personellen Zusammensetzung unverändert. Nähere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates befinden sich auf Seite 3 des Geschäftsberichts.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistungen.

 

Gelsenkirchen, den 25. Juni 2010

Dr. Axel Wiesener, Vorsitzender des Aufsichtsrates

DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG haben sich mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und angesichts der besonderen Verhältnisse bei der Pilkington Deutschland AG beschlossen, die Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex insgesamt nicht umzusetzen.

Die Anteile an der Pilkington Deutschland AG werden zu über 95 % durch die NSG-Gruppe gehalten. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Pilkington Holding GmbH als herrschender Gesellschaft, die die wirtschaftliche und organisatorische Leitungsmacht über die Gesellschaft ausübt. Dem Schutz der außenstehenden Aktionäre wird durch die vertraglichen und gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Rechnung getragen.

Vor dem Hintergrund der vorgenannten Strukturen kann ein Großteil der konkreten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex - unbeschadet der damit verbundenen generellen Zielsetzung - kaum sinnvoll auf die Verhältnisse bei der Pilkington Deutschland AG übertragen werden.

Vorstand und Aufsichtsrat geben daher gemäß § 161 AktG die folgende

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

ab:

Die Pilkington Deutschland AG entsprach und entspricht insgesamt nicht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex".

 

Gelsenkirchen, im März 2010

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat