Pilkington Deutschland AGGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.2015Lagebericht – 2014/15BaukonjunkturDie Weltwirtschaft ist 2014 mit einem Wachstum von 2,6 % nicht so stark angestiegen wie noch im Jahr 2013. Nach einem verhaltenen Start in das neue Jahr kam es jedoch zu einer Belebung im weiteren Verlauf. Vor allem aber die anhaltenden geopolitischen Krisen belasten die allgemeine Weltwirtschaft. Im Euro-Raum legte die Wirtschaftsleistung leicht um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr zu. Vor allem die Wirtschaftssanktionen der westlichen Länder gegenüber Russland haben zu einer Belastung des Wirtschaftsklimas geführt. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % zurückgegangen. Aufgrund außergewöhnlich vieler Auftragseingänge im Jahr 2013 sank die Baunachfrage im Hochbau um 0,9 % und im Tiefbau um 3,0 %. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes hingegen konnte im letzten Kalenderjahr das Vorjahresniveau um ca. 4,3 % übertreffen. Für das Jahr 2015 wird ein Umsatzplus von 2,0 % bei den Bauinvestitionen erwartet. Treibender Faktor ist dabei der Wohnungsbau, der die zurückhaltenden Investitionen der öffentlichen Hand kompensieren muss. Die erhöhten Steuereinnahmen spiegeln sich nicht in den Bauausgaben des Bundes und der Länder wider. In der Bauwirtschaft wird es entscheidend darauf ankommen, wie sich die Gesamtwirtschaft entwickelt. Investoren reagieren kurzfristiger auf Marktsignale, was die Entwicklung dynamischer macht als in den anderen beiden Sektoren. Umsatz und ErtragIm abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 verzeichnete die Pilkington Deutschland AG einen leichten Umsatzrückgang von 5,3 Mio. € auf 353,9 Mio. €. Der Umsatzrückgang ist durch ein allgemein niedrigeres Preisniveau und eine Belieferung von Kunden im näheren Einzugsgebiet als im Vorjahr begründet. Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 252,2 Mio. €. Der Rückgang von 5,2 Mio. € ist im Wesentlichen auf niedrigere Bezugspreise im Bereich der Energien zurückzuführen. Aufwendungen aus drohenden Verlusten aus Termingeschäften bei der Absicherung des Gaspreises in Höhe von 9,5 Mio. € haben eine deutlich positivere Abweichung verhindert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 101,7 Mio. € liegt mit einer Abweichung von -0,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf den Umsatz ergibt sich ein Verhältnis von 28,7 % im Vergleich zu 28,3 % im Jahr zuvor. Der Rückgang bei den Vertriebskosten um 3,7 Mio. € auf 57,3 Mio. € resultiert vornehmlich aus geringeren Transportkosten. Optimierungen im Logistikbereich sowie die Belieferung von geographisch näher gelegenen Kunden sind hier die wesentlichen Gründe. Die Verwaltungskosten sind bedingt durch höhere Konzernverrechnungen auf 34,1 Mio. € gestiegen. Der Rückgang in den sonstigen betrieblichen Erträgen ist insbesondere durch einen Einmaleffekt im Vorjahr begründet. Im Geschäftsjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Einmaleffekt aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 3,9 Mio. € aufgrund angepasster Berechnungsparameter (insbesondere Gehalts- und Rententrends). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Reduzierung auf 19,8 Mio. € zu verzeichnen. Hauptgrund waren hier Kostennachträge aus Vorjahren, die das vergangene Geschäftsjahr belastet hatten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war mit einem Rückgang von 1,2 Mio. € auf 8,8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Grundsätzlich hat sich hier aber der positive Trend des Vorjahres fortgesetzt. Die o.g. Aufwendungen für Drohverluste aus Termingeschäften von 9,5 Mio. € sowie höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung für Pensionsrückstellungen haben ein deutlich positiveres Ergebnis verhindert. Die Umsatzrendite bezogen auf das Periodenergebnis vor Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre und vor Gewinnabführung ist dadurch leicht auf 1,6 % im Vergleich zu 1,9 % im Geschäftsjahr 2013/14 gesunken. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. € beinhalten wie im Vorjahr 1/15 der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen entsprechend den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Gemäß dem Urteil aus dem Spruchstellenverfahren vom 28. Oktober 2005 beträgt die Ausgleichszahlung an die außen stehenden Aktionäre 22,93 € je Stückaktie abzüglich des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes und Solidaritätszuschlags. Diese Zahlung summiert sich für das Geschäftsjahr 2014/15 auf rund 2,0 Mio. €. Auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurden 3,8 Mio. € an die Pilkington Holding GmbH abgeführt. Der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres konnte nahezu realisiert werden. Die erwartete Ergebnisverbesserung konnte vor dem Hintergrund der nicht geplanten Zuführung in die Drohverlustrückstellung allerdings nicht erreicht werden. Bilanz und KapitalflussrechnungDas Anlagevermögen der Pilkington Deutschland AG ist gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Mio. € auf 212,3 Mio. € gefallen, da die investiven Maßnahmen nicht die Höhe der Abschreibungen erreicht haben. Der Bilanzwert des Vorratsvermögens zum 31. März 2015 beträgt 38,7 Mio. € und liegt damit nahezu auf dem Wert des Vorjahres. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist hingegen auf 6,1 Mio. € gefallen. Der Forderungsverkauf im Rahmen eines Factoring-geschäfts belief sich zum Stichtag auf 5,2 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert nahezu ausschließlich aus der Veränderung des Verrechnungskontos mit der Pilkington Holding GmbH. Das Eigenkapital der Pilkington Deutschland AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben und beträgt zum Bilanzstichtag 308,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,9 % und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 61,0 %. Die Rückstellungen für Pensionen betragen zum Jahresabschluss 114,9 Mio. € und liegen damit um 2,3 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Die übrigen Rückstellungen belaufen sich auf 29,7 Mio. € und liegen damit um 8,4 Mio. € über dem Vorjahr. Der Anstieg ist durch Drohverluste aus Termingeschäften aufgrund des deutlich gefallenen Gaspreises begründet. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. € auf 57,2 Mio. € gestiegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt zum Stichtag 31.03.2015 45,2 Mio. € und liegt damit um 2,7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg setzt damit die positive Entwicklung aus dem Vorjahr weiter fort. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet einen Mittelabfluss in Höhe von 10,1 Mio. € für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Per Saldo sind die Finanzmittel am Ende der Periode nahezu unverändert, da Über- bzw. Unterdeckungen an liquiden Mitteln über das Cash-Pool Konto bei der Pilkington Holding GmbH reguliert werden. Sparte Basisglas und HalbzeugeIn nahezu allen Regionen lag die allgemeine Marktnachfrage nach Flachgläsern auf dem Niveau des Vorjahres. In der ersten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres konnten die Preise aufgrund einer verbesserten Balance zwischen Angebot und Nachfrage zunächst stabilisiert werden. Wie im vergangenen Jahr blieb das traditionelle Herbstgeschäft aus, sodass die vollen Läger nicht abgebaut werden konnten. Dies bewirkte einen erneuten Preisverfall in der Winterperiode. Die im Geschäftsjahr 2013/14 begonnene Marktsegmentierung wurde im Berichtszeitraum weiter fortgesetzt und führte dazu, dass die deutschen Anlagen weiterhin gut ausgelastet waren. Begründet durch die gezielte Kundenrückgewinnung, den Ausbau der guten Kundenbeziehungen sowie langfristige Liefervereinbarungen mit Industriekunden in unterschiedlichen Segmenten lag das insgesamt abgesetzte Gesamtvolumen der Pilkington Deutschland AG oberhalb des Vorjahresniveaus. Das Volumen des Hauptabsatzträgers Pilkington Optifloat™ übertraf die Vorjahresmenge. Dies ist vor allem auf eine deutliche Mengensteigerung im Mainland zurückzuführen. Eine schwächere Nachfrage aus anderen Regionen, verbunden mit einem niedrigen Preisniveau, führte dazu, dass der Umsatz leicht hinter dem Vorjahr zurückblieb. Das hochwertige Pilkington Optiwhite™ verfehlte die Vorjahresmenge leicht. Durch die Realisierung einiger internationaler Großprojekte ist es jedoch gelungen, Fehlmengen in einzelnen Märkten nahezu zu kompensieren. Die Ausführung einiger größerer Objekte mit Sonnenschutzgläsern führte dazu, dass dieses Segment im Absatz leicht oberhalb der Vorjahreswerte abschloss. Der zuletzt deutlich sichtbare Preisverfall setzte sich allerdings auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fort, sodass der Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus lag. Der Bereich der Wärmedämmgläser, welche hauptsächlich im Wohnungsbau Anwendung finden, lag sowohl im Absatz als auch im Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Sicherheitsgläser konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere in Mainland einen deutlichen Zuwachs verzeichnen und lagen über alle Regionen gesehen oberhalb der Vorjahresvolumen und Umsätze. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 konnte im Bereich des Solargeschäfts positiv abgeschlossen werden. Der Photovoltaikmarkt befindet sich weiterhin auf einem schwachen, aber stabilen Niveau. Die Absätze im Solarsegment konnten insgesamt deutlich gesteigert werden. Die Absatzsteigerung resultierte vornehmlich aus zusätzlichen Lieferungen in das Solarspiegelsegment (CSP) für internationale Großkraftwerke, wohingegen die Performance im Photovoltaik-Segment als eher rückläufig zu bezeichnen ist. Der allgemein positive Trend aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr wird sich voraussichtlich auch im neuen Jahr fortsetzen. Sparte BrandschutzglasWeltweit sind Absatz und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Es ist nicht vollständig gelungen, Absatzverluste im Inland durch Steigerungen auf den internationalen Märkten zu kompensieren. Deutschland ist weiterhin der wichtigste Einzelmarkt. Die Bandmaßproduktion war aufgrund der reduzierten Nachfrage nicht vollständig ausgelastet. Die Produktionsleistung eines neuen Lohnveredelers wurde schrittweise seit Juni hochgefahren und erreichte im November 100 % Leistung. Entsprechend wurde die Bearbeitungsproduktion in Gelsenkirchen von drei auf zwei Schichten reduziert und der Personalstand durch Abbau von zeitlichen Befristungen reduziert. Für das kommende Geschäftsjahr liegen die Schwerpunkte nach wie vor auf der Stabilisierung unserer Position im Inland, der Entwicklung neuer Märkte und Segmente sowie auf weiteren innovativen Produktentwicklungen. Bauglasindustrie GmbH, Schmelz an der SaarDie Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2014/15 lagen um 13,2 % unter dem Vorjahr. Dies ist auf einen Rückgang bei höherwertigen und veredelten Produkten zurückzuführen. Durch die Einführung neuer Produkte im folgenden Geschäftsjahr und ein prognostiziertes Wachstum in den ausländischen Märkten wird für das kommende Jahr eine Trendwende erwartet. Eine Heißreperatur der Produktionslinie im September 2014, mit gleichzeitigem Stillstand der Produktion, wurde erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,1 Mio. € (im Vorjahr -0,4 Mio. €) direkt von der Pilkington Holding GmbH übernommen. Pilkington Automotive Deutschland GmbH, WittenDas Jahr 2014 war aus Sicht der deutschen Automobilindustrie geprägt durch Unsicherheiten und geopolitische Konflikte, dennoch war die Lage besser als die grundlegende Stimmung. Dies war auf den Wachstumskurs der drei großen Regionen Westeuropa, China und USA zurückzuführen. Die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie blieb zufriedenstellend, sowohl der Inlands- als auch der Auslandsmarkt wuchsen. Die Umsätze der Pilkington Automotive Deutschland GmbH verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Mio. €. Der Rückgang, der zu rund 90 % im Erstausrüstergeschäft lag, erklärt sich hauptsächlich durch den Auslauf einer Modellreihe und Mengenrückgänge bei zwei weiteren Modellen. Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH schloss das Geschäftsjahr 2014/15 mit einem Überschuss von 9,9 Mio. € (im Vorjahr 0,4 Mio. €) ab, der auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Pilkington Holding GmbH übernommen wurde. Hauptursache hierfür waren sowohl Ersparnisse aus der EEG-Zulage, Auflösungen aus Pensionsrückstellungen sowie veränderte Abwertungsansätze im Vorratsvermögen. Mitarbeiter und Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und AufsichtsratDie Pilkington Deutschland AG beschäftigte am Geschäftsjahresende 1.449 Mitarbeiter (Vorjahr 1.483). Damit wurden gegenüber dem Vorjahr 34 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Der Abbau ist vorrangig dem Bereich Brandschutzglas zuzuschreiben. Er ist damit begründet, dass Zeitverträge von Mitarbeitern, die aufgrund der Insolvenz eines externen Sägepartners abgeschlossen wurden, ausgelaufen sind, da ein externer Partner die Aufgaben übernommen hat. Die Entgelt-Tarifverhandlungen für den Ende Oktober 2014 ausgelaufenen Tarifvertrag konnten am 19. November 2014 erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Dabei einigten sich die Sozialpartner auf eine Laufzeit von 26 Monaten und zwei Entgelterhöhungen jeweils zum 1. April 2015 und 2016 sowie eine schrittweise Erhöhung des Weihnachtsgeldes von derzeit 40 % eines Monatsentgeltes auf dann 55 % eines Monatsentgeltes. Der untere Wert von 15 % bei der für die Erfolgsbeteiligung zu Grunde gelegten Kennzahl „CRONTA“ konnte in diesem Jahr erstmals wieder leicht überschritten werden. Aus diesem Grund wird es zur Ausschüttung einer Prämie an die Mitarbeiter kommen. Wie in den Vorjahren haben eine Vielzahl von ehemaligen Betriebsangehörigen oder deren Hinterbliebene eine Betriebsrente erhalten. Die zur Deckung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Rückstellungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten auf den 31. März 2015 gebildet worden. Im Rahmen der Arbeitssicherheit lag der Fokus erneut auf den hoch risikoreichen Aktivitäten. Zusätzlich zu den bestehenden Schwerpunktthemen Fußgänger- und Fahrzeugsicherheit, Maschinensicherheit sowie Verbesserung der Sicherheit in Zusammenarbeit mit Auftragnehmern wurde die Thematik Arbeiten mit Absturz-/Sturzrisiken in das Programm aufgenommen. Im Rahmen standortübergreifend durchgeführter Cross Audits wurden die Effektivität der Programme sowie die Qualität der umgesetzten Korrekturmaßnahmen überprüft und weiter verbessert. Des Weiteren liegt der Fokus unverändert auf Präventivmaßnahmen und einem hohen Maß an Einbindung der Beschäftigten in Sicherheitsaktivitäten. Neben konsequenten Verhaltensbeobachtungen durch Führungskräfte wurden erneut über 1.300 Arbeitsplatzaudits durchgeführt. Die konsequente Umsetzung der o.g. Themen hat zu einer weiteren Verbesserung der Sicherheitsbedingungen an den Standorten der Pilkington Deutschland AG geführt. Im Geschäftsjahr 2014/15 ereigneten sich insgesamt 5 Arbeitsunfälle (Vorjahr 7), bei denen eine ärztliche Behandlung notwendig wurde und deren Verletzungsschwere eine Ausfallzeit zur Folge hatte. Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgelegt, Führungskräften eine wettbewerbsfähige Entlohnung zu bieten. Die Überprüfung und Festsetzung der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Bei der Festsetzung der Bezüge orientiert sich der Aufsichtsrat an den konzerninternen Richtlinien der NSG Group für die Vergütung des Managements. Die Vergütung des Vorstands enthält sowohl feste als auch variable Bestandteile. Darüber hinaus erhält der Vorstand eine Zusage für die Zahlung einer Pension, die ab Erreichen des vertraglich festgelegten Eintrittsalters fällig wird. Die festen Bestandteile bestehen aus einem Grundgehalt, das monatlich ausgezahlt wird, sowie aus sonstigen Bezügen. Diese Bezüge sind die Nutzung von Dienstfahrzeugen sowie gegebenenfalls die Gewährung eines Zuschusses zu den Beiträgen der sozialen Sicherung. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach der Erreichung bestimmter vordefinierter Ziele. Seit dem Geschäftsjahr 2010/11 erfolgt die Auszahlung der Vergütung durch die Pilkington Holding GmbH mit entsprechender Kostenweiterbelastung an die Pilkington Deutschland AG. Mit dem Vorstand ist keine Entschädigungsvereinbarung für den Fall eines Übernahmeangebotes getroffen worden. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung werden Bezüge des Vorstandes nicht einzeln ausgewiesen. Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der Pilkington Deutschland AG geregelt und besteht aus einer Festvergütung, die jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt wird. InvestitionenIm Geschäftsjahr 2014/15 hat die Pilkington Deutschland AG über 10 Mio. € in die Erhaltung oder Erweiterung ihres Sachanlagevermögens investiert. Neben der Heißreparatur einer Floatglaslinie in Weiherhammer wurde in Gladbeck eine Off-line-Beschichtungsanlage zu Beginn des Jahres erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Forschung und EntwicklungIm Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) wurde im vergangenen Geschäftsjahr die Entwicklung einer verbesserten Pyrodur Plus™ Version erfolgreich abgeschlossen. Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung weiterer Pyroclear™ Varianten unter Einbeziehung vorspannbarer Off-line- Beschichtungen. Eine Vergrößerung des Ofengebäudes, mit dem Ziel einer Erweiterung der Prüfkapazität bei Brandprüfungen, wurde in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres begonnen und auch zum weitaus größten Teil abgeschlossen. Wie in den Vorjahren leistete der Bereich F&E umfangreiche technische Unterstützung sowohl für die produzierenden Betriebe am Standort Gelsenkirchen als auch für die weiterverarbeitenden Betriebe der NSG Group an europäischen Standorten. UmweltschutzDie im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten internen und externen Prüfungen haben die Rechtssicherheit des Umweltmanagementsystems der Pilkington Deutschland AG bestätigt. Im Rahmen dieser Audits konnten weitere Potentiale zur kontinuierlichen Verbesserung des bestehenden Umweltschutzmanagement-systems ermittelt werden. An den Standorten der Pilkington Deutschland AG wurde das im Vorjahr eingeführte Energiemanagementsystem nach ISO 50001 erfolgreich einem Überwachungsaudit unterzogen. Dabei wurden die Effektivität und die positive Weiterentwicklung des Managementsystems bestätigt. Die nächsten Überwachungsaudits sind für den Zeitraum April bis Mai 2015 terminiert worden. Die Pilkington Deutschland AG war auch im Geschäftsjahr 2014/15 in den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten eingebunden. Zum Jahresabschluss hat die Gesellschaft ausreichend CO2-Zertifikate in ihrem Bestand, um die Rückgabeverpflichtung für 2014 vollständig zu erfüllen. Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 289a HGBDas Grundkapital der Pilkington Deutschland AG beträgt unverändert 69.290 Tsd. € und ist voll einbezahlt. Es ist eingeteilt in 2.710.400 nennwertlose Stückaktien. 2.588.972 Stückaktien lauten auf den Namen, 121.428 Stückaktien lauten auf den Inhaber. Bezüglich der Aktien existieren keinerlei Beschränkungen hinsichtlich des Stimmrechts oder der Übertragbarkeit. Zum Bilanzstichtag halten die Dahlbusch Aktiengesellschaft insgesamt 60,498 % und die Pilkington Holding GmbH insgesamt 35,773 % am Aktienkapital der Gesellschaft. Der Vorstand besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat bestimmt. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, kann der Aufsichtsrat eines der Vorstandsmitglieder zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Im Übrigen gelten für die Bestellung und Abberufung des Vorstands die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere §§ 84 ff. AktG. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit drei Vierteln des vertretenen Kapitals. Abweichende Satzungsregelungen bestehen nicht. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der Internetseite www.pilkington.de dauerhaft öffentlich zugänglich. Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs haben sich nach dem Bilanzstichtag 31. März 2015 keinerlei Ereignisse ergeben, die im Zusammenhang mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr stehen und die den Jahresabschluss der Gesellschaft in irgendeiner Form maßgeblich beeinflusst hätten. RisikomanagementDas Risikomanagement der Pilkington Deutschland AG ist ein untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und Geschäftsprozesse. Vor diesem Hintergrund haben wir eine standardisierte Erfassung und Bewertung der strategischen und wesentlichen operativen Risiken im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und quantitative, monetäre Auswirkungen installiert. Dieses System soll die kontinuierliche Bestandsaufnahme und Berücksichtigung sämtlicher Entwicklungen, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, ermöglichen, sodass die Geschäftsführung frühzeitig die sich aus dem operativen Geschäft und dessen Umfeld ergebenden Problemfelder erkennen und gegebenenfalls gegensteuern kann. Die Risikokontrolle erfolgt durch den jeweils zugeordneten Risikoverantwortlichen, der für die Überwachung und Einleitung von Maßnahmen zuständig ist. Unabhängig von den Berichtsterminen sind neu erkannte Risiken unverzüglich zu melden. Neue bestandsgefährdende Risiken nach § 91 Abs.2 AktG sind im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an den Vorstand zu melden. Die komprimierten Ergebnisse des Risikomanagements werden in einer quartalsweise durchgeführten Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine wesentlichen, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken identifiziert worden. In der Zukunft könnten potenzielle Risiken für die Pilkington Deutschland AG in der Entwicklung der Bezugskosten für Rohstoffe und Primärenergien auftreten. Um dem Trend entgegenzuwirken, werden der Rohstoffeinsatz und der Betrieb der Produktionsanlagen so effizient wie möglich gestaltet. Des Weiteren werden für alle wichtigen Rohstoffe und Energien die Preisvereinbarungen mit den Lieferanten möglichst langfristig gestaltet, um die interne Planungssicherheit zu erhöhen. Beim Erdgasbezug wird weiterhin auf die auf Gruppenebene abgeschlossenen Preissicherungsgeschäfte zurückgegriffen. Diese Preissicherungsgeschäfte dienen dazu, den Bezugspreis für einen Teil des zukünftigen Bedarfs an Erdgas festzuschreiben. Als Basis dient dabei der Heren NCG (Net Connect Germany) Day-Ahead Index, der auch für die Preisfestsetzung der physikalischen Lieferungen von Erdgas am virtuellen Handelspunkt NCG herangezogen wird. Bei den Preissicherungsgeschäften handelt es sich um sogenannte Terminkontrakte. Weitere generelle Risiken bestehen in der allgemeinen Entwicklung der Verkaufspreise auf den in- und ausländischen Absatzmärkten der Pilkington Deutschland AG sowie der immer noch unbefriedigenden Kapazitätsauslastung im europäischen Glasmarkt und dem damit verbundenen Preisdruck. Um im nationalen wie internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist die Gesellschaft bestrebt, qualitativ hochwertige Produkte auf Basis einer so gering wie möglich gehaltenen Kostenstruktur anbieten zu können. Dadurch sollte die Pilkington Deutschland AG in der Lage sein, auch bei nachgebenden Verkaufspreisen profitable Umsätze tätigen zu können. Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGemäß § 289 Abs. 5 HGB ist die Pilkington Deutschland AG als kapitalmarktorientiertes Unternehmen verpflichtet, die wesentlichen Merkmale ihres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegung zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Pilkington Deutschland AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung. Bedeutende Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind
Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, führen wir bzw. die Interne Revision des Konzerns regelmäßige Überprüfungen auf der Basis von Stichproben durch. Diese bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen definiert und wirksam sind. Chancen und AusblickDas vergangene Geschäftsjahr hat den erfolgreichen „turn-around“ aus dem Vorjahr weiter bestätigt. Es musste zwar ein leichter Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 10,0 Mio. € auf 8,8 Mio. € im Berichtsjahr hingenommen werden, dieser ist aber auf Drohverlustaufwendungen aus Gastermingeschäften in Höhe von 9,5 Mio. € zurückzuführen. Das vergangene Geschäftsjahr hat bestätigt, dass die Pilkington Deutschland AG mit ausgelasteten Floatanlagen in Kombination mit sukzessiven Kostensenkungsmaßnahmen in der Lage ist, profitabel am Markt zu agieren. Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr werden ähnlich herausfordernd wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15, da die Märkte nach wie vor hart umkämpft sind. Basierend auf der aktuellen Kundenstruktur und weiteren Akquisen sehen wir uns dafür gut aufgestellt und erwarten eine Vollauslastung unserer Floatanlagen in Deutschland. Die Inbetriebnahme der neuen Beschichtungsanlage am Standort Gladbeck ist als voller Erfolg anzusehen. Die Produktionsmengen liegen über Plan und es ist gelungen, die Produktionskosten für unsere Sonnen- und Wärmeschutzgläser weiter zu reduzieren. Vor diesen Hintergründen planen wir im Geschäftsjahr 2015/16 im Vergleich zum Vorjahr mit einer weiteren leichten Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Grundlage hierfür bilden weitere Kostensenkungsmaßnahmen in Kombination mit kontinuierlichen operativen Verbesserungen. Ferner ist für das Geschäftsjahr 2015/16 mit deutlich geringeren Belastungen durch Termingeschäfte zu rechnen. Für die nachfolgenden Geschäftsjahre planen wir unsere Strategie sukzessive voranzutreiben und damit weiter erfolgreich wirtschaftlich am Markt zu operieren. Als Basis hierzu dient eine wettbewerbsfähige Kostenbasis in Verbindung mit ausgelasteten Anlagen, die einen hohen Anteil hochwertiger innovativer Produkte produzieren.
Gelsenkirchen, 18. Mai 2015 Pilkington Deutschland AG Der Vorstand Dr. Christian Quenett Bilanz zum 31. März 2015Aktiva scroll
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Entwicklung des Anlagevermögens 2014/15scroll
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Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2015scroll
Kapitalflussrechnung für 2014/2015scroll
Anhang für 2014/2015(1) Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde ebenso wie der Vorjahresabschluss gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Der Jahresabschluss wird in TEUR aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellungen sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Aus dem gleichen Grund sind Mitzugehörigkeitsvermerke in den Anhang aufgenommen worden. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit eines Vertrages, ergibt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Abschreibungen werden nicht mit angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden und gebäudebezogenen Versorgungsanlagen linear über eine Nutzungsdauer von 14 bis 33 Jahren, bei Öfen linear über 10 bis 15 Jahre und bei Wannen linear über 10 Jahre. Beim übrigen beweglichen Anlagevermögen wird entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 10 bis 19 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Wert von EUR 150,00 bis EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang betrachtet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Wert von unter EUR 150,00 werden als Sofortaufwand im Jahr der Anschaffung oder Herstellung erfasst. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten, Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert, unverzinsliche und minderverzinsliche Darlehen grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf der Grundlage der Fifo-Verbrauchsfolge ermittelt oder zu niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten auf Basis der Ist-Kosten oder zu niedrigeren Zeitwerten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten sind auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in die Bewertung mit einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung kommen nicht zum Ansatz. Wertmindernde Faktoren aus Lagerdauer und Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung. Emmissionszertifikate sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaften erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,37 % (Vorjahr: 4,86 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 1,8 % (Vorjahr: 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,3 % (Vorjahr: 2,0 %) berücksichtigt. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Pensionsrückstellungen ein Fünfzehntel des zum Umstellungszeitpunkt auf die Bewertungsgrundsätze des BilMoG ermittelten Unterschiedsbetrages zwischen der Berechnungsmethode vor und nach Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zuzuführen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme vom 18. November 1998 unter Verwendung der Richttafeln 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von einem Jahr von 2,74 % (Vorjahr: 3,3 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 1,8 % (Vorjahr: 2,5 %) berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Die Jubiläumsgeldrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ auf der Basis eines Rechnungszinses von 4,48 % (Vorjahr: 4,86 %) p.a. ermittelt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) WährungsumrechnungDie Umrechnung der Fremdwährungsforderungen und der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ(in TEUR, sofern nicht anders angegeben) (4) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2014/15 ist im Anlagengitter (Anlage A) dargestellt. (5) Finanzanlagen scroll
(6) Anteilsbesitz scroll
Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH und die Bauglasindustrie GmbH haben einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH abgeschlossen. Gezeigt ist hier jeweils das Ergebnis zum 31. März 2015 vor Ergebnisabführung. Die übrigen drei Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen, deren Ergebnis hier auf den 31. Dezember 2013 angegeben wird. (7) Vorräte scroll
Die Pilkington Deutschland AG hat im Jahr 2014/15 kostenlos zugeteilte Emissionszertifikate (EUAs) für das Kalenderjahr 2015 erhalten. Des Weiteren hat die Gesellschaft zusätzliche EUAs von der NSG UK Enterprises Ltd erworben, die zum 31. März 2015 mit ihrem Wert am Erwerbszeitpunkt unter den Vorräten aktiviert worden sind (TEUR 654). Die Rückgabeverpflichtung für das Jahr 2014 ist mit den zum 31. März 2015 im Bestand befindlichen Zertifikaten während des Monats April 2015 vollständig erfüllt worden. (8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.303 auf TEUR 6.107 verringert. Die Abnahme der Forderungen ist stichtagsbedingt. (9) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 240.179 (Vorjahr TEUR 209.880) die Gesellschafterin Pilkington Holding GmbH und resultieren im Wesentlichen aus Cash-Pool-Guthaben (TEUR 239.057; Vorjahr TEUR 211.434). Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert gezeigt, sofern die Aufrechnungsvoraussetzungen erfüllt sind. Insofern sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auch Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.764 (Vorjahr TEUR 5.023) enthalten. In den ausgewiesenen Beträgen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten bei: scroll
(10) Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden u.a. Erstattungsansprüche aus Mineralölsteuer- und Stromsteuerzahlungen, Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung, kurz- und mittelfristige Darlehen, geleistete Anzahlungen und andere Forderungen außerhalb des Liefer- und Leistungsverkehrs ausgewiesen. (11) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten scroll
Die Entwicklung der liquiden Mittel ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 363 und Zinsen in Höhe von TEUR 152 gezahlt. (12) Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Das Grundkapital der Pilkington Deutschland AG ist voll einbezahlt und eingeteilt in 2.710.400 Stückaktien ohne Nennwert. Über ihre Beteiligung, die Dahlbusch Aktiengesellschaft, Gelsenkirchen, sowie unmittelbar hält die Pilkington Holding GmbH, Gelsenkirchen, die Mehrheit des Aktienkapitals der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen. (13) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Gesellschaft hat Zuschüsse zu Sachanlageninvestitionen am Standort Weiherhammer erhalten. Diese Zuschüsse wurden zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung ertragsneutral passiviert. Sie werden über die Nutzungsdauer der geförderten Sachanlagen parallel zu deren Abschreibungen ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2014/15 waren dies TEUR 760. (14) Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verringerten sich im Geschäftsjahr von TEUR 117.239 auf TEUR 114.925. Ursächlich hierfür ist vor allem die Reduktion der Prozentsätze der Gehalts- und Rententrends. Da die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch macht, den Pensionsrückstellungen ein Fünfzehntel des zum 1. April 2010 ermittelten Unterschiedsbetrages zwischen der Berechnungsmethodik vor und nach Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zuzuführen, verbleibt zum 31. März 2015 ein Unterschiedsbetrag für die Folgejahre von TEUR 20.443. (15) Übrige Rückstellungen scroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Umsatzprämien, Garantieverpflichtungen, Ergebnisbeteiligungen, Abfindungen, Urlaubsentgelt, ausstehende Rechnungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Altersteilzeitverpflichtungen, Überstunden, Provisionen, Beiträge zum Pensionssicherungsverein, Jubiläumsgeldverpflichtungen sowie drohende Verluste aus Termingeschäften. Mittels Termingeschäften werden die Risiken schwankender Energiebezugspreise abgesichert. Deren Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit machte eine signifikante Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen erforderlich, die den Anstieg dieser Position weitgehend bestimmt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) aus der Insolvenzsicherung für Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 390 mit den Rückstellungen in Höhe von TEUR 739 verrechnet. Eine Verrechnung der Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist nicht notwendig, da ausschließlich Aufwendungen angefallen sind. (16) Verbindlichkeiten scroll
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. (17) Haftungsverhältnisse scroll
Die treuhänderisch übernommenen Vermögenswerte und Verpflichtungen betreffen die Pilkington-Stiftung. (18) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Die Gesellschaft hat eine Reihe von Leasingverträgen abgeschlossen, deren Zweck es ist, die Liquidität zu verbessern und das Verwertungsrisiko der genutzten Vermögensgegenstände auszuschließen. Art und Laufzeit der Verträge sind so beschaffen, dass besondere Risiken daraus nicht entstehen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Belastungen aus Leasingverträgen für Maschinen und Gabelstapler auf TEUR 5.952, für PKW auf TEUR 745, für EDV- und Kommunikationsanlagen auf TEUR 1.124 und für Mietverpflichtungen auf TEUR 3.136. (19) Derivative Finanzinstrumente Die Pilkington Deutschland AG sichert über die NSG UK Enterprises Ltd regelmäßig den Bezugspreis für einen Teil der von ihr zukünftig benötigten Gaslieferungen. Die Sicherung basiert auf dem Gas-Index ‚Heren NCG´ (Net Connect Germany). Bei den Preissicherungsgeschäften handelt es sich um zukünftige Terminkontrakte, so genannte Futures. Der anhand der mark-to-market Valuation-Methode ermittelte Zeitwert der positiven Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. März 2015 auf TEUR 4.280. Der Zeitwert der negativen Sicherungsgeschäfte beläuft sich auf TEUR 10.500 und ist unter den übrigen Rückstellungen passiviert. (20) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Nachstehend sind sämtliche Lieferungen und Leistungen zu nahe stehenden Unternehmen aufgeführt. Unübliche Liefer- oder Leistungsbeziehungen bestehen nicht. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(in TEUR, sofern nicht anders angegeben) (21) Umsatzerlöse scroll
Aufgliederung nach Regionen scroll
(22) Bruttoergebnis vom Umsatz scroll
(23) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Kostenweiterbelastungen, Kostengutschriften aus Vorjahren, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Miet- und Pachterträge sowie Erlöse aus Benzinverkäufen. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 6.475 periodenfremd. Diese periodenfremden Erträge umfassen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 5.927) sowie Kostengutschriften aus Vorjahren (TEUR 545). Die Auflösung von Rückstellungen betrifft mit TEUR 3.866 vor allem die Auflösung der Pensionsrückstellung. Hierbei handelt es sich um eine saldierte Größe resultierend aus der Verrechnung der jährlichen Zuführung zu Versorgungsleistungen mit der Auflösung aufgrund der Reduktion der Gehalts- und Rententrends. (24) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen u.a. Personalaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen, sonstige Dienstleistungen, Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, sonstige Abschreibungen, Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing, Kursverluste und Kostennachträge aus Vorjahren. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 879 periodenfremd. Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem Kostennachträge zu Vorjahren. (25) Beteiligungsergebnis scroll
(26) Zinsergebnis scroll
Die Zinsaufwendungen enthalten gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz die Verzinsung der Vorjahresverpflichtungswerte der Pensionen (TEUR 8.194; Vorjahr TEUR 6.558), der Altersteilzeit (TEUR 22; Vorjahr TEUR 40) und des Jubiläumsgeldes (TEUR 30; Vorjahr TEUR 33). (27) Außerordentliche Aufwendungen Unter den außerordentlichen Aufwendungen wird der Verteilungsbetrag (ein Fünfzehntel) der Differenz zwischen den Pensionsverpflichtungen gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und nach HGB a.F. zum 1. April 2010 ausgewiesen. (28) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sonstige Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Körperschaftsteuer auf die Garantiedividenden. In den sonstigen Steuern sind Grundsteuern mit TEUR 672 und Kfz-Steuern mit TEUR 22 enthalten. Latente Steuern sind aufgrund der steuerlichen Organschaft gem. DRS 18 nicht bei der Organgesellschaft zu bilanzieren. (29) Materialaufwand scroll
(30) Personalaufwand/Mitarbeiter scroll
Die Aufwendungen für Altersvorsorge beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf den gezahlten PSV-Beitrag. Der Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung wurde mit der Auflösung der Rückstellung aufgrund der Reduktion der Gehalts- und Rententrends saldiert. Der verbleibende Ertrag (TEUR 3.866) wurde unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. SONSTIGE ANGABEN(31) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Für das Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 59 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 230. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 12.228 zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen TEUR 1.604. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind unter Tz. (36) angegeben. (32) Konzernunternehmen Der Jahresabschluss der Pilkington Deutschland AG wird in den Konzernabschluss zum 31. März 2015 der NSG UK Enterprises Ltd., Lathom, Großbritannien, einbezogen. Die Bekanntmachung dieses Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger in deutscher Sprache. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des Konzernabschlusses entsprechen den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der NSG UK Enterprises Ltd. wird seinerseits in den Konzernabschluss der Nippon Sheet Glass Co. Limited, Tokio, Japan, einbezogen. Dieser Abschluss ist in Tokio erhältlich. Die Pilkington Deutschland AG ist nicht gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verpflichtet, da alle Tochterunternehmen die Kriterien des § 296 HGB zum Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfüllen. Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH und die Bauglasindustrie GmbH als 100-prozentige Tochtergesellschaften der Pilkington Deutschland AG haben einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH abgeschlossen. Damit beeinträchtigen erhebliche und andauernde Beschränkungen für die Pilkington Deutschland AG die Ausübung ihrer Rechte in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung der Pilkington Automotive Deutschland GmbH und der Bauglasindustrie GmbH, sodass die Voraussetzungen des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB für den Verzicht auf eine Einbeziehung gegeben sind. (33) GewinnverwendungNach einer Ausgleichszahlung an außen stehende Aktionäre von TEUR 1.951 verbleibt ein Gewinn von TEUR 3.764. Dieser Gewinn wird auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Pilkington Holding GmbH gemäß § 291 AktG abgeführt. (34) Honorar des Abschlussprüfers Das im Aufwand für das Geschäftsjahr erfasste Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 162. Neben der Jahresabschlussprüfung werden die Anträge auf Befreiung nach KWKG und EEG geprüft. Das Auftragsvolumen hierfür beträgt TEUR 16. (35) Deutscher Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG haben eine Entsprechungs-Erklärung im Sinne des § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, die den Aktionären auf der Website www.pilkington.de der deutschen Pilkington-Gruppe als Mehrheitsanteilseigner der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. (36) Vorstand/Aufsichtsrat VORSTAND
AUFSICHTSRAT
Gelsenkirchen, 18. Mai 2015 Pilkington Deutschland AG Der Vorstand Dr. Christian Quenett Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz oder Satzung obliegenden Aufgaben in vier Sitzungen, abgehalten am 27. Juni 2014, 25. September 2014, 5. Dezember 2014 und am 6. März 2015 wahrgenommen. Dazu hat er sich vom Vorstand eingehend über die Entwicklung der Gesellschaft, insbesondere über deren Absatz-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätslage, berichten lassen und darüber beraten. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bildeten die Auswirkungen der Restrukturierung innerhalb der NSG-Gruppe auf die deutschen Standorte und die konjunkturelle Entwicklung in unseren Märkten sowie deren Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Produkten im Bau- und Automobilglassektor Schwerpunkte ausführlicher Beratungen. Im Rahmen dieser Beratungen wurden auch die Heißreparatur der Floatanlage in Weiherhammer sowie der Inbetriebnahme der Beschichtungsanlage in Gladbeck erörtert. Sämtliche Geschäftsentscheidungen, die nach Gesetz oder Satzung einer Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden aufgrund schriftlicher Vorlagen in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich beraten; sie betrafen im Wesentlichen Investitions- und Personalentscheidungen; in allen Fällen wurde die Zustimmung erteilt. Gegenstand der Berichterstattungen und der Beratungen waren ferner das Risikomanagementsystem für unsere Gesellschaft, die Struktur und Funktionalität der Internen Revision sowie Fragen der fehlenden Eignung der Empfehlungen und Anregungen des deutschen Corporate Governance Kodex für unsere Gesellschaft. Eine aktualisierte Erklärung gemäß § 161 AktG wurde den Aktionären im März 2015 auf der Internetseite zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 5. Dezember 2014 den Abschlussprüfer beauftragt. Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015 wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. September 2014 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und erhielten von dieser den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Jahresabschlussunterlagen, der Entwurf des Geschäftsberichts sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet worden. In seiner Sitzung vom 26. Juni 2015 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss und dem Prüfungsbericht befasst. Bei dieser Sitzung waren die Wirtschaftsprüfer, die den Bericht verantworten und unterzeichnet haben, zugegen und haben ergänzende Erläuterungen erteilt. Als Ergebnis dieser Befassung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Erklärung zur Unternehmensführung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Das Aufsichtsratsmitglied Artur Mika ist zum 27. Februar 2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Aufgrund gerichtlichen Beschlusses des Amtsgerichtes Gelsenkirchen vom 23. Februar 2015 wurde Frau Beate Merkel als Vertreterin der Arbeitnehmer bestellt. Seitdem ist der Aufsichtsrat in seiner personellen Besetzung unverändert. Nähere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates befinden sich auf Seite 23 des Jahresabschlussberichts. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit.
Gelsenkirchen, 26. Juni 2015 Dr. Axel Wiesener, Vorsitzender des Aufsichtsrates Deutscher Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG haben sich mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und angesichts der besonderen Verhältnisse bei der Pilkington Deutschland AG beschlossen, die Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex insgesamt nicht umzusetzen. Die Anteile an der Pilkington Deutschland AG werden zu über 95 % durch die NSG-Gruppe gehalten. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Pilkington Holding GmbH als herrschender Gesellschaft, die die wirtschaftliche und organisatorische Leitungsmacht über die Gesellschaft ausübt. Dem Schutz der außenstehenden Aktionäre wird durch die vertraglichen und gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Rechnung getragen. Vor dem Hintergrund der vorgenannten Strukturen kann ein Großteil der konkreten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – unbeschadet der damit verbundenen generellen Zielsetzung - kaum sinnvoll auf die Verhältnisse bei der Pilkington Deutschland AG übertragen werden. Vorstand und Aufsichtsrat geben daher gemäß § 161 AktG die folgendeEntsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ab: Die Pilkington Deutschland AG entsprach und entspricht insgesamt nicht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“.
Gelsenkirchen, im März 2015 Der Vorstand Der Aufsichtsrat BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 18. Mai 2015 Ernst & Young GmbH Ueberschär, Wirtschaftsprüfer Rees, Wirtschaftsprüfer |
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