Pilkington Deutschland AGGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für 2023/24Konjunkturlage Wie bereits im vergangenen Jahr wurde die Konjunktur, insbesondere in Europa, auch im Jahr 2023 stark durch internationale Konflikte beeinflusst. Trotz im Vergleich zum Vorjahr gefallenen Inflationsraten wirkten sich die deutlich gestiegenen Zinsen sowohl auf den privaten Konsum als auch auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen negativ aus. Nachdem der Leitzins der EZB (Europäische Zentralbank) mehr als sechs Jahre lang bei 0 % gelegen hatte, erhöhte die EZB selbigen im Zeitraum Juli 2022 bis September 2023 schrittweise auf aktuell 4,5 %. Aus diesen Gründen bleiben die Prognosen des IWF (Internationaler Währungsfonds) auch für 2024 gedämpft und sind wie im Vorjahr von hoher Unsicherheit geprägt. Laut IWF ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % gewachsen. Für 2024 wird ein Wachstum in etwa gleicher Höhe prognostiziert. Laut Statistischem Bundesamt sank die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 %. Für 2024 wird nach Prognose des IWF nur ein sehr geringes Wachstum von 0,2 % erwartet. Die Anzahl der Kurzarbeiter ist im vergangenen Jahr gestiegen. Im Januar 2024 waren es laut Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit 0,6 % der in Deutschland Beschäftigten, was zwar unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie liegt, dennoch den Vorjahreswert um 0,2 % übersteigt. Die Arbeitslosenquote ist im Jahresvergleich um 0,3 %-Punkte gestiegen. Im März 2024 betrug diese 6,0 %, während sie im Vorjahresmonat noch bei 5,7 % lag. Im März 2024 lag die Inflationsrate bei 2,2 % und damit auf dem tiefsten Stand seit April 2021. Der Rückgang der hohen Inflationsrate hängt im Wesentlichen mit der Entspannung auf den Energiemärkten zusammen. Für das Jahr 2024 wird in Deutschland eine Inflation von 2,3 % erwartet. Trotz der gesunkenen Inflationsrate wirken sich hohe Zinsen und Materialkosten sowie der Fachkräftemangel negativ auf die gesamte Bauindustrie aus, so dass der ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe), nach einem realen Umsatzrückgang von bereits 5,0 % in 2023, eine weitere Abschwächung um 3,0 % im Jahr 2024 für das Baugewerbe prognostiziert. Dabei wird die Entwicklung im für uns primär relevanten Wohnungsbau noch deutlich schlechter erwartet, denn hier rechnet man mit einem realen Umsatzrückgang von ca. 13,0 % in 2024. Umsatz und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte die Pilkington Deutschland AG Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 404.607 und lag damit deutlich um TEUR 111.236 unter dem Niveau des Vorjahres. Die Absatzmengen waren dabei rückläufig, einen erheblich größeren Anteil am Umsatzrückgang hatte jedoch der stetige Preisverfall infolge der massiven Überkapazitäten in der europäischen Floatglasindustrie. Der Materialaufwand verringerte sich ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 97.282 auf TEUR 241.261, hauptsächlich aufgrund der stark gesunkenen Bezugspreise für Primärenergien, welche um ca. 41 % zurückgegangen sind. Bei energieintensiven Rohstoffen war jedoch weiterhin ein hohes Preisniveau zu verzeichnen. Positiv wirkte sich ein bewilligter Zuschuss der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Teilkompensation außerordentlicher Belastungen im Rahmen des Energiekostendämpfungsprogramm aufgrund der Energiekrise im Vorjahr aus. Beim Personalaufwand war im Gegensatz zu den Vorjahren wieder ein Anstieg zu beobachten. Das seit Januar 2023 wieder geltende planmäßige Weihnachtsgeld, die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie sowie eine tarifliche Erhöhung der Entgelte sind hier ursächlich. Die Pensionsaufwendungen lagen hingegen erneut unter dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der unter dem Abschreibungsniveau liegenden Investitionen der Vorjahre gingen die Abschreibungen noch einmal gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. infolge verringerter Frachtkosten und Konzernumlagen um TEUR 7.609 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten wie in den Vorjahren ein Fünfzehntel der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.044 entsprechend den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Das Betriebsergebnis beläuft sich auf einen Verlust von TEUR 19.942 und liegt damit nochmals um TEUR 3.778 unter dem Vorjahresergebnis. Die negativen Effekte des sehr starken Verfalls der Verkaufspreise, insbesondere im Bereich der Standardprodukte, und der schwächeren Absatzmengen konnten nicht kompensiert werden. Die Gesellschaft erhielt jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich höhere Zinserträge durch die Pilkington Holding GmbH als im Vorjahr. Die Umsatzrendite bezogen auf das negative Periodenergebnis nach Zinsen und Steuern und vor Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre und Gewinnabführung verbesserte sich damit leicht von minus 3,4 % im Vorjahr auf minus 3,0 % im Berichtsjahr. Durch diesen nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlauf wurde die Vorjahresprognose eines leicht positiven Gesamtergebnisses vor Gewinnabführung deutlich verfehlt. Gemäß dem Urteil im Spruchstellenverfahren vom 28. Oktober 2005 beträgt die Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre 22,93 € je Stückaktie abzüglich des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes und Solidaritätszuschlags. Diese Zahlung summiert sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 wiederum auf TEUR 1.951. Auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Verlust in Höhe von TEUR 14.175 durch die Pilkington Holding GmbH ausgeglichen. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr weiter um TEUR 4.307 auf TEUR 157.243. Das Investitionsvolumen lag entsprechend unter den Abschreibungen. Das Vorratsvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert deutlich um TEUR 7.073 auf TEUR 62.890. Im Wesentlichen ist dies auf die Bildung von Wertberichtigungen auf Drohverluste sowie ein restriktives Working Capital Management zurückzuführen. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag aufgrund des deutlichen Preisrückgangs mit TEUR 6.894 um TEUR 1.806 unter dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich im Wesentlichen aus dem Verrechnungskonto mit der Pilkington Holding GmbH zusammensetzen, liegen aufgrund der Cashflow-Entwicklung leicht über dem Niveau des Vorjahres. Das Eigenkapital der Pilkington Deutschland AG hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und liegt weiterhin bei TEUR 238.949 zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote beträgt 40,5 % gegenüber 40,2 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt damit weiterhin über den deutschen Industriestandards. Die Rückstellungen für Pensionen sind mit TEUR 156.481 nahezu unverändert zum Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 29.409 liegen deutlich um TEUR 4.737 unter dem Endsaldo des Vorjahres. Insbesondere ist die Rückstellung für die Rückgabeverpflichtung der zugekauften Emissionszertifikate aufgrund einer Korrektur der Vorjahreszuteilung gesunken. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei TEUR 165.060. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind dabei infolge eines geringeren Energiepreisniveaus im letzten Quartal des Geschäftsjahres weiter zurückgegangen. Dagegen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen an, da die Rechnungen der jährlichen Gruppenbelastungen aus dem Vorjahr sowie aus dem laufenden Jahr zum Bilanzstichtag noch nicht beglichen wurden. Ferner kam es zu einem weiteren Anstieg bei Kundenvorauszahlungen. Sparte Basisglas und Halbzeuge Das vergangene Geschäftsjahr 2023/2024 war geprägt von stark rückläufiger Nachfrage, wachsenden Überkapazitäten am Markt und daraus resultierend stetig sinkenden Preisen. Im Herbst konnte der Rückgang durch eine Preiserhöhung noch kurzfristig abgebremst werden, mit Beginn des neuen Jahres allerdings beschleunigte sich der negative Trend noch einmal dramatisch. Infolgedessen verfehlte der Jahresumsatz der PDAG den Wert des Vorjahres um mehr als 20 %. Die Absatzmengen an Baugläsern waren insbesondere in den Sommermonaten deutlich schwächer als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Sowohl Volumen als auch Umsätze des Hauptabsatzträgers Pilkington OptifloatTM verfehlten die Werte des Vorjahres. Das gleiche gilt für die Versandmengen und Umsätze des höherwertigen Pilkington OptiwhiteTM. Auch bei den Sonnenschutz- sowie den Wärmedämmgläsern konnten die Vorjahresmengen und -umsätze nicht erreicht werden. Die Auswirkungen der stark gesunkenen Preise zeigten sich auch im Bereich der Sicherheitsgläser, denn trotz eines Mengenzuwachses gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz zurück. Aufgrund weiterhin fehlender Großprojekte wurde nur ein sehr geringer Umsatz im Solar-Bereich generiert. Die Mengen an Automotive verfehlten zwar knapp den Wert des Vorjahres, aber infolge höherer interner Transferpreise konnte der Umsatz gesteigert werden. Sparte Brandschutzglas Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen sowohl der Absatz (13,1 %) als auch der Umsatz (14,1 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Auf dem wichtigsten Einzelmarkt Deutschland gingen die Umsätze um 9,9 % und auf den internationalen Märkten um 11,5 % zurück. Die Umsätze der Produktlinien Pilkington Pyroclear und Pilkington Pyroclear Plus reduzierten sich um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend der rückläufigen Nachfrage waren die Produktionsbereiche geringer ausgelastet und Kapazitäten wurden begrenzt. Der Krankenstand war zwar im Jahresmittel etwas geringer als im Vorjahr, ist aber weiter auf einem sehr hohen Niveau. Im Folgenden wird auf die Geschäftsentwicklung der wesentlichen Tochtergesellschaft eingegangen. Pilkington Automotive Deutschland GmbH, Witten Auch das Jahr 2023 bescherte der Automobilindustrie ein schwieriges Umfeld. Das Niveau der Neuzulassungen auf dem europäischen Pkw-Markt blieb nach herausfordernden Vorjahren zwar weiterhin niedrig, konnte in Relation zum Vorjahr jedoch kräftig zulegen. Die im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit führte dazu, dass auf dem europäischen Pkw-Markt im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen wurden. Äquivalent zum Gesamtmarkt entwickelten sich die fünf größten europäischen Einzelmärkte im Vergleich zum Vorjahr positiv: Während in Italien, im Vereinigten Königreich, in Spanien und in Frankreich zweistellige Wachstumsraten erreicht wurden, musste man sich in Deutschland mit einem etwas moderateren Wachstum zufriedengeben. Der chinesische Pkw-Markt konnte 2023 den vierten Anstieg in Folge vorweisen. China war eine zentrale Stütze des Weltmarktes und weiterhin der größte Einzelmarkt mit einem Weltmarktanteil von 29 % im Jahr 2023. Auch der japanische und südkoreanische Markt verzeichneten ein Plus. Der Light Vehicle Markt in den USA erzielte 2023 das größte prozentuale Wachstum des Marktvolumens seit 2012 mit einem Plus von 12 %. Auch in Kanada, Mexiko und dem Mercosur-Raum wurde ein Marktwachstum erreicht. Die deutsche Automobilindustrie konnte trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion im Jahr 2023 erneut steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10 % auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Im globalen Länderranking nach Stückzahlen hat sich Deutschland letztes Jahr auf den fünften Platz hinter China, den USA, Japan und Indien vorgearbeitet und Südkorea überholt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Premiumanteil an den deutschen Standorten überdurchschnittlich hoch ist. In Europa bleibt Deutschland mit deutlichem Abstand das wichtigste Produktionsland. Die Umsätze der Pilkington Automotive Deutschland GmbH stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.782. Die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen zeigt im Erstausrüstergeschäft einen Rückgang von TEUR 7.725 auf TEUR 193.766 und im Ersatzteilgeschäft einen Anstieg von TEUR 19.507 auf TEUR 145.439. Der Rückgang im Erstausrüstergeschäft erklärt sich durch den Auslauf einiger Modelle, geringeren Neuanläufen und Mengenrückgängen bei bestehenden Aufträgen. Dieser Effekt wurde teilweise durch die gestiegenen Transferpreise gegenüber dem Vorjahr kompensiert. Im Ersatzteilgeschäft ergibt sich die Veränderung sowohl aus dem Anstieg der Umsätze mit gruppeninternen Kunden als auch mit Inlandskunden. Das Exportgeschäft lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis vom Umsatz ist von 2,5 % im Geschäftsjahr 2022/23 auf 3,1 % im Geschäftsjahr 2023/24 gestiegen. Die Gesellschaft schloss mit einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 10.221 ab, welches um TEUR 3.112 über dem Vorjahr lag. Die höheren Zinserträge und der Mehrumsatz führten zu einem positiven Ergebniseffekt. Das Ergebnis wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Pilkington Holding GmbH abgeführt. Mitarbeiter Die Pilkington Deutschland AG beschäftigte am 31.03.2024 1.260 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Damit sank der Beschäftigungsstand gegenüber dem Vorjahr um 19 Personen, primär in den beiden Floatwerken Gladbeck und Weiherhammer. Die Fehlzeiten sanken standortübergreifend gegenüber dem Vorjahr nur sehr geringfügig von 11,1 % auf 10,9 %. Während das Niveau der Kurzzeiterkrankungen unverändert bei 7,2 % verblieb, ging die Zahl der Langzeiterkrankungen geringfügig von 3,7 % auf 3,5 % zurück. Die Aktivitäten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements konnten zwar einen Anstieg verhindern, dennoch bleiben die Fehlzeiten deutlich zu hoch. Der erste Teil des Tarifabschlusses vom 19. April 2023 kam im Geschäftsjahr zum Tragen: Mit der Entgeltabrechnung Mai 2023 wurde eine Inflationsausgleichsprämie von € 1.400,- netto ausbezahlt und die Entgelte erhöhten sich zum 1. Juli 2023 um € 200,- brutto. Der untere Wert von 15,0 % bei der für die Erfolgsbeteiligung zu Grunde gelegten Kennzahl „CRONTA“ wurde mit minus 19,0 % deutlich verfehlt. Deshalb kommt es in diesem Jahr zu keiner Prämienausschüttung. Im Geschäftsjahr ereigneten sich an den Standorten der Pilkington Deutschland AG fünf Arbeitsunfälle (Vorjahr vier), bei denen eine ärztliche Behandlung notwendig wurde. Alle fünf Verletzungen hatten aufgrund ihrer Schwere auch eine Ausfallzeit zur Folge. Drei der Verletzungen ereigneten sich bei der Durchführung von Instandhaltungsarbeiten. Die Anzahl aller innerbetrieblichen Verletzungen, einschließlich leichter, beträgt 31. Investitionen Das Investitionsvolumen der Pilkington Deutschland AG ist von TEUR 11.929 im Vorjahr auf TEUR 13.306 im Berichtsjahr angestiegen. Die größten Einzelmaßnahmen waren eine Heißreparatur an einer unserer Floatlinien in Weiherhammer sowie erste vorbereitende Maßnahmen für eine dort ebenfalls anstehende Kaltreparatur und für die Installation einer neuen Produktionsanlage zur Glasveredelung am Standort Gladbeck. Die weiteren Investitionsausgaben verteilen sich auf Verbesserungen der operativen Leistungsfähigkeit sowie auf Projekte zur Reduktion von Emissionen. Gesundheits-/Umweltschutz Unsere Hauptschwerpunktthemen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die Verbesserung der GEMBA WALKS in Bezug auf Quantität und Qualität, die Sicherheit für Fußgänger und Fahrzeuge sowie Instandhaltungsaktivitäten inkl. der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen. Im Bereich der Instandhaltungsaktivitäten stellte sich heraus, dass es notwendig ist, die Verwendung von Spezial- und selbstgebauten Werkzeugen systematisch zu analysieren. Es wurde ein neues Bewertungs- und Analysetool entwickelt, um Verbesserungspotenzial bei der Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen und der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen ermitteln zu können. Bezüglich der GEMBA WALKS ist es gelungen, die Anzahl gegenüber Vorjahr von 434 auf 598 um mehr als 35 % zu steigern. Verbesserungspotenzial besteht aber noch hinsichtlich der Inhalte und Ergebnisse der GEMBA WALKS. Am 18. und 19. April 2023 wurde durch das Auditorenteam der Firma SGS ein externes Audit unseres Umweltmanagementsystems durchgeführt. Im Rahmen der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten internen Audits (Umwelt- und Energiemanagement) konnten Wirksamkeit und Rechtssicherheit des Umweltmanagementsystems der Pilkington Deutschland AG erneut bestätigt werden. Erklärung zur Frauenquote Der Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG hat in seiner Sitzung vom 24. Juni 2022 beschlossen, dass für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Zielgröße von 33,3 % und für den Anteil von Frauen im Vorstand der Gesellschaft eine Zielgröße von 0 % festgelegt wird. Der Vorstand der Pilkington Deutschland AG besteht aktuell aus einer Person, die männlich ist. Es ist derzeit weder beabsichtigt, die Anzahl der Personen im Vorstand im festgelegten Zielerreichungszeitraum bis März 2027 zu erhöhen, noch den derzeit amtierenden Vorstand auszuwechseln. Insofern wird voraussichtlich keine Gelegenheit bestehen, den Anteil an Frauen im Vorstand zu erhöhen. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen endet am 31. März 2027. Der Vorstand der Pilkington Deutschland AG hat am 23. Juni 2022 beschlossen, dass für den Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 10 % und für den Anteil von Frauen in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 30 % festgelegt wird. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen endet am 31. März 2027. Risikomanagement In der Zukunft könnten potenzielle Risiken für die Pilkington Deutschland AG in der Entwicklung der Bezugskosten für Rohstoffe und Primärenergien auftreten. Um dem entgegenzuwirken werden der Rohstoffeinsatz und der Betrieb der Produktionsanlagen so effizient wie möglich gestaltet. Des Weiteren werden für alle wichtigen Rohstoffe und Energien die Preisvereinbarungen mit den Lieferanten möglichst langfristig gestaltet, um die interne Planungssicherheit zu erhöhen. Die NSG Group betreibt ein aktives Risikomanagement, in das auch die Pilkington Deutschland AG einbezogen ist, und sichert das Erdgaspreisrisiko über Termingeschäfte ab. Die Termingeschäfte dienen dazu, den Erdgaspreis für einen Teil des zukünftigen Bedarfs festzuschreiben und können entweder in Form von finanziellen Swaps mit Banken oder Festpreisvereinbarungen mit dem Erdgaslieferanten erfolgen. Als Basis dienen die am virtuellen Handelspunkt „Trading Hub Europe“ (THE) verfügbaren Standardprodukte, die auch für die Preisfestsetzung der physischen Lieferungen von Erdgas herangezogen werden. Weitere generelle Risiken bestehen in der allgemeinen Entwicklung der Verkaufspreise auf den in- und ausländischen Absatzmärkten der Pilkington Deutschland AG sowie in der Kapazitätsauslastung im europäischen Glasmarkt und einem damit verbundenen Preisdruck. Um im nationalen wie internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist die Gesellschaft weiterhin bestrebt, qualitativ hochwertige Produkte auf Basis einer so gering wie möglich gehaltenen Kostenstruktur anbieten zu können. Die Berichtsgesellschaft hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH. Risiken aus möglichen Verlusten übernimmt somit die Holdinggesellschaft. Über das Cash-Pool-System der deutschen Gesellschaften der NSG Group, das von der Pilkington Holding GmbH geführt und bei Bedarf von NSG UK gespeist wird, ist die Liquidität der Berichtsgesellschaft gewährleistet. Chancen und Ausblick Durch den deutlichen Rückgang der Baukonjunktur in ganz Europa und insbesondere in Deutschland und die dadurch sinkende Nachfrage erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr 24/25 eine deutliche Überkapazität an unseren Floatglaslinien. Deshalb wurde entschieden, eine Linie am Standort Weiherhammer bereits im Juni 2024, ca. ein Jahr vor der geplanten Kaltreparatur im Sommer 2025, außer Betrieb zu nehmen. Bestimmte Bedarfsmengen werden auf die anderen deutschen und europäischen Floatanlagen der NSG Group verteilt. Spezialprodukte werden vorproduziert, um den Zeitraum bis zur Wiederinbetriebnahme nach Kaltreparatur zu überbrücken und für den existierenden Kundenstamm lieferfähig zu bleiben. Aufgrund des fortgeschrittenen Wannenalters und der damit verbundenen Restriktionen stellt dies eine besondere Herausforderung für die Produktions- und Logistikplanung dar. Beim Fahrzeugglasabsatz erwarten wir ein Jahr der Stagnation auf einem weiterhin sehr viel niedrigeren Niveau als noch vor der Corona-Pandemie. Insgesamt müssen wir aufgrund der allgemein schwachen Nachfrage bei gleichzeitig immer noch signifikanten Überkapazitäten in der Branche von einem unvermindert harten Wettbewerb und entsprechend niedrigen Verkaufspreisen ausgehen. Auch die zukünftige Entwicklung der Lieferketten der Pilkington Deutschland AG wird weiterhin durch sehr volatile Preise für Energie, Emissionszertifikate und Rohstoffe gekennzeichnet sein. Bei den Energiekosten ist aus heutiger Sicht von einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Geschäftsjahr auszugehen, welches aber immer noch mehr als doppelt so hoch ist wie vor dem Ausbruch des Ukrainekrieges. Die Situation wird für die Gesellschaft weiterhin nicht als bestandsgefährdend angesehen. Zusätzlich wirkt sich die Inflation auf die Entwicklung unserer Personalkosten aus, denn es wird basierend auf unserem Tarifabschluss zu höheren Aufwendungen in diesem Bereich kommen. Um auch hier in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, werden wir unsere Kostenstruktur weiter stetig optimieren und gezielt in Maßnahmen zur Automatisierung, Digitalisierung und Senkung von Energieverbräuchen und Emissionen investieren. Ausgehend von diesen Annahmen erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr leicht sinkende Umsatzerlöse und ein negatives Gesamtergebnis auf Vorjahresniveau der Pilkington Deutschland AG vor Gewinnabführung.
Gelsenkirchen, 22. Mai 2024 Pilkington Deutschland AG Der Vorstand Dr. Christian Quenett Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/24
Anhang für 2023/2024(1) Allgemeine Angaben Die Pilkington Deutschland AG mit Sitz in Gelsenkirchen wird beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter HRB 2707 geführt. Der Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde ebenso wie der Vorjahresabschluss gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Der Jahresabschluss wird in TEUR aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellungen sind in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Aus dem gleichen Grund sind Davon-Vermerke sowie Mitzugehörigkeitsvermerke in den Anhang aufgenommen worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Vertrages, ergibt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - sofern abnutzbar - vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Abschreibungen werden nicht mit angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden und gebäudebezogenen Versorgungsanlagen linear über eine Nutzungsdauer von 14 bis 33 Jahren, bei Öfen und bei Wannen linear über 10 bis 15 Jahre. Beim übrigen beweglichen Anlagevermögen wird entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 10 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind ab dem 1. April 2018 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf der Grundlage der Fifo-Verbrauchsfolge ermittelt oder zu niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten auf Basis der Ist-Kosten oder zu niedrigeren Zeitwerten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten sind auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in die Bewertung mit einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht angesetzt. Wertmindernde Faktoren aus Lagerdauer und Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung. Emissionszertifikate sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung zu Forderungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet erhaltene Investitionszuschüsse für Anlagengüter und wird in einem separaten Bilanzposten passiviert. Dieser Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagengüter aufgelöst. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaften erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer restlichen Laufzeit von pauschal 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,3 % (Vorjahr: 2,2 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % (Vorjahr: 1,9 %) berücksichtigt. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Pensionsrückstellungen ein Fünfzehntel des zum Umstellungszeitpunkt auf die Bewertungsgrundsätze des BilMoG ermittelten Unterschiedsbetrages zwischen der Berechnungsmethode vor und nach Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zuzuführen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme vom 18. November 1998 unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von einem Jahr von 1,08 % (Vorjahr: 0,50 % bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ebenfalls einem Jahr) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,2 % (Vorjahr: 2,2 %) berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungen, welche mit dem Aktivwert bewertet werden. Dieser Wert stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen dar. Der Aktivwert wird aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet. Die Jubiläumsgeldrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der „Projected-Unit-Credit“-Methode auf der Basis eines Rechnungszinses von 1,78 % (Vorjahr: 1,48 %) p.a. ermittelt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) Währungsumrechnung Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen und der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. ERLÄUTERUNGEN DER BILANZ (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) (4) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. (5) Finanzanlagen
(6) Anteilsbesitz
Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH, die Bauglasindustrie Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Colorglas GmbH haben einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH, Gelsenkirchen, abgeschlossen. Gezeigt ist hier jeweils das Ergebnis zum 31. März 2024 vor Ergebnisabführung bzw. vor Verlustübernahme. Die übrigen drei Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen, deren Ergebnis hier auf den 31. Dezember 2022 angegeben wird. (7) Vorräte
Die Gesellschaft hat Emissionszertifikate von der NSG UK Enterprises Ltd. erworben, die zum 31. März 2024 mit ihrem Wert zum Erwerbszeitpunkt unter den Vorräten aktiviert worden sind (TEUR 8.582). Die Rückgabeverpflichtung für das Jahr 2023 ist während des Monats April 2024 vollständig erfüllt worden. (8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 1.806 auf TEUR 6.894 verringert. Die Abnahme der Forderungen ist stichtagsbedingt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (9) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 341.698 (Vorjahr: TEUR 327.705) die Gesellschafterin Pilkington Holding GmbH und resultieren aus Cash-Pool-Guthaben von TEUR 327.596 (Vorjahr: TEUR 308.303). Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert gezeigt, sofern die Aufrechnungsvoraussetzungen erfüllt sind, und resultieren im Wesentlichen aus der Cash-Pool-Beziehung, Ergebnisabführungen und Lieferungen und Leistungen. Insofern sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auch Forderungen aus der Verlustübernahme an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 14.175 (Vorjahr: TEUR 19.559) und Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von TEUR 3.505 (Vorjahr: TEUR 2.463 Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuerorganschaft) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den ausgewiesenen Beträgen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten bei:
(10) Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden u.a. Erstattungsansprüche aus Mineralölsteuer- und Stromsteuerzahlungen, Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung, kurzfristige Darlehen, geleistete Anzahlungen und andere Forderungen außerhalb des Liefer- und Leistungsverkehrs ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (11) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
(12) Eigenkapital Das Grundkapital der Pilkington Deutschland AG ist voll eingezahlt und eingeteilt in 2.710.400 Stückaktien ohne Nennwert. Über ihre Beteiligung, die Dahlbusch Aktiengesellschaft, Gelsenkirchen, sowie unmittelbar hält die Pilkington Holding GmbH, Gelsenkirchen, die Mehrheit des Aktienkapitals der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen. (13) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Gesellschaft hat Zuschüsse zu Sachanlageninvestitionen am Standort Weiherhammer und Gladbeck erhalten. Diese Zuschüsse wurden zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung ertragsneutral passiviert. Sie werden über die Nutzungsdauer der geförderten Sachanlagen parallel zu deren Abschreibungen ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren dies TEUR 97. (14) Rückstellungen für Pensionen Da die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch macht, den Pensionsrückstellungen ein Fünfzehntel des zum 1. April 2010 ermittelten Unterschiedsbetrages zwischen der Berechnungsmethodik vor und nach Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zuzuführen, verbleibt zum 31. März 2024 ein Unterschiedsbetrag für das Folgejahr von TEUR 2.044. Aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 wurden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß der Neufassung des § 253 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst. Die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinsten Verpflichtungen liegen zum 31. März 2024 um TEUR 794 niedriger als die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinsten Verpflichtungen. Der Unterschiedsbetrag unterliegt keiner Abführungssperre. (15) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 29.409 (Vorjahr: TEUR 34.146) betreffen überwiegend drohende Verluste aus Termingeschäften, Umsatzprämien, Urlaubsentgelte, Garantieverpflichtungen, Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge, ausstehende Rechnungen, Jubiläumsgeldverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen, Provisionen, Beiträge zum Pensionssicherungsverein sowie Abfindungen. Mittels Termingeschäften werden die Risiken schwankender Energiebezugspreise abgesichert. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) aus der Insolvenzsicherung für Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 56 mit den Rückstellungen in Höhe von TEUR 193 verrechnet. Eine Saldierung von Aufwendungen und Erträgen ergab sich im laufenden Geschäftsjahr nicht, da aus dem Deckungsvermögen ebenfalls nur Aufwendungen resultierten. (16) Verbindlichkeiten
Im Vorjahr waren in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30.527 enthalten. Im Vorjahr waren in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7 enthalten. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. (17) Haftungsverhältnisse
Die treuhänderisch übernommenen Vermögenswerte und Verpflichtungen betreffen die Pilkington-Stiftung. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da die Pilkington-Stiftung über ausreichende finanzielle Mittel verfügt. (18) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat eine Reihe von Leasingverträgen abgeschlossen, deren Zweck es ist, die Liquidität zu verbessern und das Verwertungsrisiko der genutzten Vermögensgegenstände auszuschließen. Art und Laufzeit der Verträge sind so beschaffen, dass besondere Risiken daraus nicht entstehen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Belastungen aus Leasingverträgen für Maschinen und Gabelstapler auf TEUR 524, für Pkw auf TEUR 1.895, für Mietverpflichtungen auf TEUR 1.310. Zudem wurden im Rahmen eines Factoringvertrages zum Stichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.913 an eine Factoringgesellschaft verkauft. (19) Derivative Finanzinstrumente Die Pilkington Deutschland AG sichert über die NSG UK Enterprises Ltd. regelmäßig den Bezugspreis für einen Teil der von ihr zukünftig benötigten Gaslieferungen. Die Sicherung basiert auf dem Gas-Index „Heren THE“ (Net Connect Germany). Bei den Preissicherungsgeschäften handelt es sich um zukünftige Terminkontrakte, so genannte Futures. Der anhand der mark-to-market Valuation-Methode ermittelte Zeitwert der negativen Sicherungsgeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. März 2024 auf TEUR 3.100. (20) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nachstehend sind sämtliche Lieferungen und Leistungen zu nahestehenden Unternehmen aufgeführt. Unübliche Liefer- oder Leistungsbeziehungen bestehen nicht.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) (21) Umsatzerlöse
(22) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung von Rück-stellungen und Kostengutschriften aus Vorjahren sowie die anteilige Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (siehe auch Textziffer (13)). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 5.964) sowie Kostengutschriften aus Vorjahren (TEUR 11.619) enthalten. Größte Position ist hier ein bewilligter Zuschuss der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Teilkompensation außerordentlicher Belastungen im Rahmen des Energiekostendämpfungsprogramms. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 107. (23) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen u. a. Instandhaltungsaufwendungen, sonstige Dienstleistungen, Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing, Kursverluste und Kostennachträge aus Vorjahren. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 549 periodenfremd. Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Kostennachträge zu Vorjahren. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 155. (24) Erträge aus Beteiligungen
(25) Zinsergebnis
Die Zinserträge sind durch einen höheren Zinssatz angestiegen. Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz die Verzinsung der Vorjahresverpflichtungswerte der Pensionen (TEUR 2.832; Vorjahr: TEUR: 2.950), der Altersteilzeit (TEUR 3; Vorjahr: TEUR 5) und des Jubiläumsgeldes (TEUR 10; Vorjahr: TEUR 9). (26) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens resultieren aus einer Abwertung der Anteile am verbundenen Unternehmen Bauglasindustrie Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Schmelz, um TEUR 2.045 auf TEUR 0. (27) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sonstige Steuern Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 363) gezahlt. Diese beinhalten die Körperschaftsteuer auf die Ausgleichszahlung. In den sonstigen Steuern sind Grundsteuern mit TEUR 838 und Kfz-Steuern mit TEUR 18 enthalten. Latente Steuern sind aufgrund der steuerlichen Organschaft gem. DRS 18 nicht bei der Organgesellschaft zu bilanzieren. SONSTIGE ANGABEN (28) Mitarbeiter
(29) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Für das Geschäftsjahr betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 45. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 29.180 zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen TEUR 1.824. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind unter Textziffer (34) angegeben. (30) Konzernunternehmen Der Jahresabschluss der Pilkington Deutschland AG wird in den Konzernabschluss zum 31. März 2024 der NSG UK Enterprises Ltd., Lathom, Großbritannien, einbezogen (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird). Die Bekanntmachung dieses Konzernabschlusses erfolgt im Unternehmensregister. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des Konzernabschlusses entsprechen den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der NSG UK Enterprises Ltd. wird seinerseits in den Konzernabschluss der Nippon Sheet Glass Co. Limited, Tokio, Japan, einbezogen (Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird). Dieser Abschluss ist in Tokio erhältlich. Die Pilkington Deutschland AG ist gemäß § 290 HGB nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verpflichtet, da alle Tochterunternehmen die Kriterien des § 296 HGB zum Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfüllen. Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH, die Bauglasindustrie Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Colorglas GmbH als 100-prozentige Tochtergesellschaften der Pilkington Deutschland AG haben einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Pilkington Holding GmbH abgeschlossen. Damit beeinträchtigen erhebliche und andauernde Beschränkungen für die Pilkington Deutschland AG die Ausübung ihrer Rechte in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung der Pilkington Automotive Deutschland GmbH, der Bauglasindustrie Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Colorglas GmbH, sodass die Voraussetzungen des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB für den Verzicht auf eine Einbeziehung gegeben sind. (31) Gewinnverwendung Nach einer vorgesehenen Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre von TEUR 1.951 verbleibt ein Verlust von TEUR 14.175. Dieser Verlust wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Pilkington Holding GmbH gemäß § 291 AktG ausgeglichen. (32) Honorar des Abschlussprüfers Das im Aufwand für das Geschäftsjahr erfasste Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 244. Neben der Jahresabschlussprüfung werden die Anträge auf Zuschüsse nach EKDP für die Pilkington Deutschland AG geprüft. Das Auftragsvolumen für diese Aufträge beträgt insgesamt TEUR 50. (33) Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorkommnisse von besonderer Bedeutung ereignet, die die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig beeinflussen könnten. Hinsichtlich der Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die Lage der Gesellschaft verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht. Ein bestandsgefährdendes Risiko sehen wir nicht. (34) Vorstand/Aufsichtsrat VORSTAND
AUFSICHTSRAT
Gelsenkirchen, 22. Mai 2024 Pilkington Deutschland AG Der Vorstand Dr. Christian Quenett Entwicklung des Anlagevermögens 2023/24
Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat der Pilkington Deutschland AG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz oder Satzung obliegenden Aufgaben in drei Sitzungen wahrgenommen, abgehalten am 21. Juni 2023, 16. November 2023 und am 21. März 2024. Dazu hat er sich vom Vorstand eingehend über die Entwicklung der Gesellschaft, insbesondere über deren Absatz-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätslage, berichten lassen und darüber beraten. Im Geschäftsjahr 2023/24 bildeten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die durch eine gestiegene Inflationsrate, die in Deutschland eingetretene Rezession sowie trotz der Entspannung an den Energiemärkten einem hohen Kostenniveau bei den Einkaufspreisen geprägt war, ebenso wesentliche Schwerpunkte der Beratungen, wie der Nachfragerückgang im Bau- und Automobilsektor und die damit einhergehenden Überkapazitäten im Glasmarkt. Das Risikomanagementsystem und dessen Eignung zur Erfassung von potentiellen Schäden, deren Ursachen und Umfang, war ebenfalls Gegenstand der Sitzungen. Sämtliche Geschäftsentscheidungen, die nach Gesetz oder Satzung einer Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden auf Grundlage schriftlicher Vorlagen in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich beraten; in allen Fällen wurde die Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 21. Juni 2023 den Beschluss zur Beauftragung des Abschlussprüfers gefasst. Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. November 2023 und der entsprechenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (nunmehr: EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft und erhielten von dieser den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Jahresabschlussunterlagen, der Entwurf des Geschäftsberichts sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet worden. In seiner Sitzung vom 20. Juni 2024 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss und dem Prüfungsbericht befasst. Bei dieser Sitzung waren die Wirtschaftsprüfer, die den Bericht verantworten und unterzeichnet haben, zugegen und haben ergänzende Erläuterungen erteilt. Als Ergebnis dieser Befassung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Erklärung zur Unternehmensführung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Die Vertreter der Anteilseigner des Aufsichtsrates wurden im November 2023 von der Hauptversammlung und die Vertreter der Arbeitnehmer nach den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes durch die Mitarbeiter neu gewählt. In einer im Anschluss an die Hauptversammlung abgehaltenen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat konstituiert. Der Aufsichtsrat blieb danach im weiteren Berichtszeitraum in seiner personellen Besetzung unverändert. Nähere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates finden sich im Anhang des Jahresabschlussberichts. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit.
Gelsenkirchen, den 20. Juni 2024
Dr. Clemens Miller, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pilkington Deutschland AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pilkington Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 6. Juni 2024 EY GmbH & Co. KG Schlüter, Wirtschaftsprüfer Keil, Wirtschaftsprüfer |
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