plenum AktiengesellschaftFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014I. Allgemeine AngabenGegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten sowie die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind. Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG. Durch die zum 01.01.2014 vollzogene Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH (100 % Tochter der plenum AG) weist die Gesellschaft zum Abschlussstichtag erstmals die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen. Die sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, die, soweit sie unverzinslich sind, auf den Bilanzstichtag abgezinst wurden. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei der Organtochter bestehen, an der die plenum AG als Gesellschafter beteiligt ist. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern besteht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht macht die plenum AG keinen Gebrauch. Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei der Pensionsrückstellung pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Damit wurde bei der Berechnung dieser Rückstellung ein Zinssatz von 4,58 % angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwandt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen. Der Rententrend wurde mit 1,5 %, 1,9 % bzw. 0,0 % p.a. angenommen. Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Angaben zur BilanzAufgrund der zum 01.01.2014 erfolgten Verschmelzung der plenum Management Consulting GmbH auf die plenum AG sind die Beträge in der Bilanz sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit den ausgewiesenen Vorjahresbeträgen vergleichbar. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marke „plenum", der Firmenwert aus der Verschmelzung und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke „plenum" wird über 12 Jahre abgeschrieben. Ein weiterer immaterieller Vermögensgegenstand, welcher sich aus der Verschmelzung ergeben hat, ist der Firmenwert. Der Firmenwert wurde im Hinblick auf das Vorsichtsgebot außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben. 2. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich wie folgt im Berichtsjahr verändert: Die plenum Management Consulting GmbH, eine 100 % Beteiligung der plenum AG, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auf die plenum AG verschmolzen. Die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden sind im Jahresabschluss nach §§ 253 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB mit den tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt worden. Als Anschaffungskosten wurde, entsprechend den Tauschgrundsätzen, der Buchwert der untergehenden Anteile (2.623 Tsd. Euro) angesetzt. Die im Jahr 2009 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung an der plenum FZ LLC, Dubai (107 Tsd. Euro) auf einen Buchwert in Höhe von 0 Tsd. Euro bleibt unverändert bestehen. Die Gesellschaft wurde zum 15.07.2014 in Dubai deregistriert. Der Buchwert der Beteiligung an der plenum International Management Consulting GmbH beträgt 25 Tsd. Euro. Die plenum International Management Consulting GmbH erzielte in 2014 einen Jahresüberschuss von 91 Tsd. Euro, d.h. die Werthaltigkeit der Beteiligung ist gegeben. Zum Anteilsbesitz siehe im Übrigen Textziffer IV.4. Anlagespiegelscroll
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Im Zuge der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH kam es hauptsächlich durch die Aktivierung der Marke „plenum" in Höhe von 2.208 Tsd. Euro und des Firmenwertes in Höhe von 606 Tsd. Euro zu wesentlichen Zugängen. Ein weiterer Zugang aus der Verschmelzung ist das Softwareprodukt „Pisa", welches unter den Vorräten ausgewiesen wird, da ein Verkauf des Produktes geplant ist. 3. Vorräte Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Kundenprojekte. Die unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen Erzeugnisse betreffen ein durch die Verschmelzung übernommenes Softwareprodukt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.014 Tsd. Euro (31. Dezember 2013: 1.171 Tsd. Euro) bestehen hauptsächlich aus einem kurzfristigen Darlehen an die plenum International Management Consulting GmbH in Höhe von 946 Tsd. Euro (31. Dezember 2013: 1.096 Tsd. Euro). Das Darlehen wird seit dem 1. Oktober 2014 verzinst. Daneben werden hier die Verrechnungskonten mit den Tochtergesellschaften und übrigen verbundenen Unternehmen erfasst. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist zum 31. Dezember 2014 das abgezinste Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 268 Tsd. Euro (31. Dezember 2013: 314 Tsd. Euro) enthalten, das beginnend im Jahr 2008 bis zum Jahr 2017 zurückerstattet wird. Die Restlaufzeit der Forderungen ist in der nachstehenden Tabelle erläutert: scroll
5. Aktive latente Steuern Durch die Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH entstand zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro. Diese ergab sich aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung der zum 01.01.2014 durchgeführten Verschmelzung und wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge in der plenum AG sind zum 01.01.2014 in gleicher Höhe zwingend aktive latente Steuern zu bilden. Der Steuersatz beträgt 31,925 %. 6. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt: scroll
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31.07.2014 wurde das Grundkapital von 9.699.581 Euro um Euro 1,00 herabgesetzt und der Betrag in die Kapitalrücklage gem. § 237 Abs. 5 AktG eingestellt. Die Herabsetzung erfolgte zum Zwecke der Abrundung des Grundkapitals zur Vorbereitung auf eine vereinfachte Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 2:1, durch Einziehung einer Aktie, die der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Die Herabsetzung erfolgt nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung nach §§229 ff. AktG. Die Verwendung der Beträge aus der Kapitalherabsetzung und der Entnahme aus den Rücklagen dienten zum Ausgleich von Wertminderung und Deckung sonstiger Verluste in Höhe von Euro 5.434.806,25 (Verlustvortrag und Jahresfehlbetrag 2014). Zum Ende des abgelaufenen und des vorangegangenen Geschäftsjahres betrugen genehmigtes und bedingtes Kapital: scroll
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Juli 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31.07.2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2.424.895,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2012/I) in Höhe von EUR 546.958 wurde durch die Hauptversammlung vom 29. August 2012 als Aktienoptionsprogramm 2012 beschlossen. Sie dient ausschließlich der Erfüllung von Optionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. August 2012 bis 28. August 2017 gewährt werden, und wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionen von ihrem Aktienbezugsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Optionen keine eigenen Aktien oder einen Barausgleich gewährt. 7. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeiter der plenum Management Consulting GmbH). Die Rückstellung für die Pensionszusage der ehemaligen Angestellten betrug zum 31.12.2013 633 Tsd. Euro und wurde im Zuge der Verschmelzung übernommen. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen an ein ehemaliges Vorstandsmitglied sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG treuhänderisch angelegt sind. Die Vermögensgegenstände wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um eine verpfändete Rückdeckungsversicherung, sie ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungspflichten. Für den Ausweis in der Bilanz ergeben sich nach Verrechnung für diese Verpflichtung: scroll
Frühere Vorstandsmitglieder erhielten Gesamtbezüge aus Pensionszusagen i.H.v. 12 Tsd. Euro. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen wurden wie folgt verrechnet: scroll
Zudem ergab sich Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für weitere Pensionszusagen in Höhe von 30 Tsd. Euro (Vorjahr 31 Tsd. Euro). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal und Rabatte enthalten. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres und des Vorjahres weisen sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (31. Dezember 2013: 1.394 Tsd. Euro). Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 bestanden hauptsächlich aus Kostenweiterbelastungen sowie aus dem Cash-Pooling mit der Tochtergesellschaft plenum Management Consulting GmbH, welche nach der Verschmelzung nicht mehr anfallen. 9. Passive latente Steuern Im Rahmen der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH ist zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro entstanden. Diese wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Die wesentliche Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht aus der Aktivierung der Marke „plenum" in der Handelsbilanz, welche für die nächsten 12 Jahre abgeschrieben wird. Der Zinssatz beträgt 31,925 %. 10. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen Durch die Verschmelzung der plenum Management Consulting GmbH auf die plenum AG zum 01.01.2014 bestehen keine Haftungsverhältnisse mehr gem. § 251 HGB. Für Büroräume besteht ein Mietverhältnis bis mindestens Dezember 2016. Die Verpflichtungen belaufen sich auf rund 221 Tsd. Euro pro Jahr. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungBezüglich der Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung macht die Gesellschaft von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 94 Tsd. Euro (2013: 45 Tsd. Euro). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, insbesondere für variable Gehälter in Höhe von 67 Tsd. Euro (2013: 24 Tsd. Euro). 2. Abschreibungen In den Abschreibungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung i.H.v. 605 Tsd Euro enthalten. 3. Außerordentliches Ergebnis Die plenum FZ LLC in Dubai (100 % Tochter der plenum AG) war in das Cash-Pooling der plenum AG einbezogen. Nach Aufgabe des operativen Geschäftes in Dubai im Jahr 2010 mussten die Cash-Pool Forderungen der plenum AG gegenüber der plenum FZ LLC in Höhe von 2.154 Tsd. Euro wertberichtigt werden. Nach finaler Liquidation der plenum FZ LLC in 2014 konnte die plenum AG einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 193 Tsd. Euro vereinnahmen. V. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2014 und im Vorjahr ergab sich folgende Anzahl beschäftigter Mitarbeiter: scroll
2. Aufsichtsrat Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt: scroll
Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2014 betragen 66 Tsd. Euro (2013: 65 Tsd. Euro). 3. Vorstand Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:
Kein Vorstandsmitglied hatte Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften. Die Ressorts verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
Die von der plenum AG für das Geschäftsjahr 2014 gewährten Gesamtbezüge (Barvergütung, einschließlich variabler Bezüge und geldwerte Vorteile) des Vorstandes betragen 932 Tsd. Euro (2013: 967 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2014 wurden variable Anteile von 171 Tsd. Euro bezahlt (2013: 217 Tsd. Euro). 4. Angaben zu Beteiligungen scroll
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Die Gesellschaft wurde zum 15.07.2014 in Dubai deregistriert und geschlossen 5. Einbeziehung in Konzernabschluss Seit dem Gesellschafterwechsel im Geschäftsjahr 2014 ist die plenum AG in keinen Konzernabschluss mehr einbezogen. 6. Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Am 01.04.2014 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25 % des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG übernommen hat. Die SF Holding GmbH hält mittelbar über die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25 % des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG.
Frankfurt, 25. März 2015 Der Vorstand Ulf Wohlers Volker Elders Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der plenum AGDie plenum AG ist im Bereich Unternehmensberatung tätig und unterhält eine Hauptniederlassung in Frankfurt am Main. I. BranchenentwicklungBeratermarkt Nach einer Marktstudie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater e. V. (BDU) ist der Umsatz in der Consultingbranche im Jahr 2014 um 6,4 % auf 25,2 Milliarden Euro gestiegen. Die ursprüngliche Umsatzerwartung zu Beginn des letzten Jahres hatte bei vorsichtigeren 5,5 % gelegen. Gemäß der Studie wurde die positive Geschäftsentwicklung durch die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderungen in der deutschen Wirtschaft und Indutrie beflügelt. Die hierfür auf der Beraterseite erforderliche Themen- und Lösungskompetenz gestalten die Unternehmensberatungen sowohl strategisch als auch organisatorisch mit hoher Intensität. Laut BDU arbeiten in Deutschland etwa 106.000 Unternehmensberater (+8,3 %) in knapp 15.400 Beratungsfirmen. Insgesamt waren rund 130.000 Mitarbeiter in der Consultingbranche in Deutschland beschäftigt. II. Geschäftsentwicklung 2014Internes Steuerungssystem Um Informationen über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens zu gewinnen, haben wir ein komplexes Kennzahlencockpit entwickelt, welches rollierend den Ausblick auf die nächsten sechs Monate zeigt. Die Daten aus den Themenfeldern Vertrieb, Projekte, Finanzen und Verwaltung wurden bis November 2014 aus einem auf Lotus Notes basierten Vertriebsinformationssystem (VIS) und aus SAP R/3 generiert. Seit dem Systemwechsel im Dezember 2014 werden diese Daten aus Microsoft Dynamics NAV 2013 R2 gewonnen. Wichtigste Kennzahlen sind hier, jeweils im Ist und im Forecast, gegenüber Plan: Umsatz, EBIT, Auftragseingang, durchschnittliche Honorarsätze, Projektdeckungsbeitrag, Auslastung der Berater, Sachkosten und Verwaltungsquoten. Das Cockpit wird von dem zentralen Controlling erstellt und monatlich aktualisiert, Teilbereiche davon sogar alle zwei Wochen, und direkt an die Führungskräfte adressiert. Im Rahmen eines monatlichen Geschäftsleiter-Meetings werden die Zahlen besprochen und Aktivitäten fixiert. Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand scroll
Die Umsatzentwicklung ist durch die laufende Personalreduktion (pro forma) im Zuge der Restrukturierung der plenum Gruppe im Jahre 2014 rückläufig. Die Marktsituation in unseren Kernbrachen Kreditinstitute, Energie und Versicherungen ist zwar von weiterhin steigendem Bedarf geprägt, aber auch durch intensiven Preiswettbewerb. Vor diesem Hintergrund ist der externe Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr (pro forma) um rund 21,3 % von 11.934 Tsd. Euro auf 9.388 Tsd. Euro gesunken, während die externen Umsatzerlöse sich um 15,1 % von 10.774 Tsd. Euro auf 9.152 Tsd. Euro verringerten. Der Auftragsbestand ist um 8,7 % bzw. 236 Tsd. Euro auf 2.944 Tsd. Euro gestiegen. Von den 9.152 Tsd. Euro externen Umsatzerlösen des abgelaufenen Geschäftsjahres entfielen rd. 1.622 Tsd. Euro (pro forma 2013: 567 Tsd. Euro), das sind 17,7 % (pro forma 2013: 5,3 %), auf das Ausland. Die Auslandsumsätze in 2014 werden nahezu vollständig in Österreich generiert. Das Auslandsgeschäft spielt damit im Vergleich zu dem Vorjahr eine größere Rolle. In 2015 gehen wir von einem weiteren Anstieg unseres Geschäftes in Österreich aus. Neben den externen Umsätzen erzielte die plenum AG noch Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen (interne Umsätze) der plenum Gruppe in Höhe von 274 Tsd. Euro. Die Gesamtleistung (externe und interne Umsatzerlöse zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen) ist mit 9.365 Tsd. Euro um 1.798 Tsd. Euro niedriger als in 2013 (pro Forma inkl. plenum Management Consulting GmbH). Umsatzverteilung nach Branchen Die Branchenverteilung der Umsatzanteile wird weiter deutlich von den Banken und Sparkassen dominiert, obwohl ihr Anteil von 59,4 % im Vorjahr (pro forma) leicht auf 54,2 % in 2014 gesunken ist. Die zweite stärkste Branche ist der Energieversorgersektor. Im Berichtsjahr ist deren Umsatzbeitrag von 20,2 % im Vorjahr (pro forma) auf 24,8 % leicht gestiegen. Die Versicherungsbranche wurde im Jahr 2014 grundlegend neu aufgestellt und nimmt mit 13,7 % des in 2014 erzielten Umsatzes (pro forma 2013: 9,2 %) den dritten Platz ein. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit 64,1 % unter dem Niveau von 2013 (pro forma) mit 75,7 %. Generell hat sich die Kundenbasis in 2014 leicht vergrößert, so liegt der Umsatzanteil der zwanzig größten Kunden in 2014 bei 87,9 % gegenüber 92,9 % in 2013 (pro forma). scroll
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pro forma inkl. der zum 01.01.2014 verschmolzenen plenum Management Consulting Wichtige Projekte 2014 In 2014 wurde die plenum AG mit ca. 110 Projekten bei ca. 50 Kunden in unseren fokussierten Märkten Kreditinstitute, Versicherungen und Energieversorger beauftragt. Kreditinstitute: Für einen der größten europäischen Zahlungsdienstleister hatte die plenum die konzeptionelle Aufgabe der Entwicklung und Implementierung eines Reporting- und Steuerungsformats. Aufgrund des großen organisatorischen Wandels bei diesem Kunden hat die plenum ein evolutionäres Implementierungsvorgehen ausgearbeitet, das sich von einer berichtenden Funktion immer mehr in Richtung Steuerung bewegt. Die knapp 200 Projekte in 11 Programm- und drei Business-Centern können anhand aussagekräftiger Kennzahlensysteme systematisch gesteuert und Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden. Durch den Portfoliomanager wird die Ausrichtung der Programme an die Geschäftsstrategie sichergestellt. Defizite in der Ressourcenplanung können durch die zentrale Überwachung rechtzeitig festgestellt und an das Board of Directors / Supervisory Board eskaliert werden. Übergreifende Projektabhängigkeiten werden identifiziert und deren Folgen gemanaged. Versicherungen: Der Versicherungsmarkt ist in vielerlei Hinsicht großem Veränderungsdruck unterworfen. Die Herausforderungen der Niedrigzinsphase sowie der zunehmende Aufwand zur Bewältigung der wachsenden regulatorischen Anforderungen erhöhen den Druck auf der Kostenseite. Zudem werden die historisch gewachsenen Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung bedroht. Deutlich verändertes Kundenverhalten sowie neue, vielfach branchenfremde Wettbewerber sorgen für hohe Unsicherheit in der zukünftigen Positionierung der Versicherungsunternehmen. Die plenum AG konnte in 2014 trotz der eigenen Neuaufstellung im Geschäftsbereich Versicherungen diverse interessante Vorhaben bei großen- und mittelständischen Versicherungsunternehmen mitgestalten. Im Vordergrund standen in 2014 Architekturprojekte sowie IT Management Themen wie z.B. das Redesign der Testorganisation einer internationalen Versicherungsgruppe. Darüber hinaus nimmt das Thema „Digitale Agenda" sowohl in strategischer Perspektive als auch in Umsetzungsprojekten einen größeren Raum ein. Hier werden speziell Projekte im Bereich Kunden- und Vertriebsmanagement an die plenum herangetragen. Energieversorger: Die sinkenden Margen und die Wechselbereitschaft der Kunden zwingen die Unternehmen der Energiewirtschaft im Hinblick auf die strategische Ausrichtung und Organisation zum Umdenken. Aus diesem Hintergrund wurde plenum 2014 von einem Energieversorger zur Analyse und Neuausrichtung des Vertriebs mandatiert. Bestehende Vertriebs- und Ressortstrukturen mussten gebrochen werden, um aus einem Spartenvertrieb einen kundenzentrierten Vertrieb aufzustellen. Mit dem Projekt wurde die Grundlage geschaffen, dass unser Kunde seine Marktanteile durch eine kundengruppengerechte Ansprache und ein entsprechendes Angebotsportfolio steigert. Insbesondere wurde das Produktportfolio im Rahmen der innovativen Geschäftsmodelle gestärkt. III. Darstellung der LageVermögenslage Die Vermögensstruktur gliedert sich zum Bilanzstichtag in Anlagevermögen (27,7 %), Vorräte (2,9 %), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (29,7 %), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (29,2 %), Rechnungsabgrenzungsposten (2,0 %) und aktive latente Steuern (8,4 %). Es liegen weder wesentliche stille Reserven noch wesentliche stille Lasten vor. Die Anlageintensität liegt mit 36,2 % auf einem für die Gesellschaft erwartungsgemäß niedrigen Niveau. Das Eigenkapital hat sich in 2014 von 6.194 Tsd. Euro auf 5.187 Tsd. Euro verringert. Das gezeichnete Kapital beträgt 4.850 Tsd. Euro, eingeteilt in 4.849.790 Stückaktien. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 1.007 Tsd. Euro (2013: 1.108 Tsd. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 61,7 % (2013: 72,9 %). Insgesamt blieb die Bilanzsumme im Vergleich zum 31.12.2013 mit 8.403 Tsd. Euro stabil. Die Investitionstätigkeit der plenum AG ist unverändert zurückhaltend. In 2014 wurde die durch den „Alteigentümer" Cor&FJA AG bereitgestellte SAP Standardsoftware durch die Einführung von Microsoft Dynamics NAV 2013 R2 abgelöst sowie die gesamte IT-Infrastruktur neu aufgestellt. Die entsprechenden Einführungs- und die Lizenzkosten in Höhe von rd. 151 Tsd. Euro wurden aktiviert und werden gem. der aktuellen Rechtsprechung über 5 Jahre abgeschrieben. Ansonsten wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen getätigt. Neben den erforderlichen Ersatzinvestitionen sind auch in 2015 keine bedeutenden Investitionen geplant. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind in den Aktiva der Bilanz nicht enthalten. Die plenum AG betreibt ihr Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren wird Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände sind bei der plenum AG nicht aktiviert. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war in 2014 noch negativ. Die Liquiden Mittel belaufen sich auf 2.453 Tsd. Euro, und sind damit um 1.110 Tsd. Euro geringer als im Vorjahr. Die Gesellschaft hat weder kurzfristige noch langfristige Bankverbindlichkeiten. Über eigene Kreditlinien verfügt die Gesellschaft aktuell nicht, wir erwarten, dass sie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit in 2015 auch nicht notwendig sein werden. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Ertragslage 2014 war für plenum ein Jahr des Umbruchs. Als Folge der strategischen Unsicherheit im Geschäftsjahr 2013, die bis in erste Halbjahr 2014 hinein andauerte, stieg die Fluktuation im ersten Halbjahr deutlich an. Daraus resultierende negative Folgen für den Umsatz konnten nicht vermieden werden. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch den erforderlichen Restrukturierungsaufwand sowie durch die organisatorische und technische Entkoppelung aus der MSG Gruppe belastet. Der bereits im Jahr 2013 gestartete Verkaufsprozess des ehemaligen Hauptaktionärs COR&FJA hat die Ertragslage der plenum AG damit auch in 2014 weiter belastet. Der Jahresfehlbetrag betrug rd. 1.007 Tsd. Euro nach rd. 1.108 Tsd. Euro im Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von -10,68 %. In dem Ergebnis sind außerordentliche Erträge in Höhe von 193 Tsd. Euro enthalten, welche im Rahmen der Liquidation einer Gesellschaft in Dubai entstanden sind. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich mit -1.962 Tsd. Euro gegenüber 2013 (-1.107 Tsd. Euro) noch einmal insbesondere durch die außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwertes verschlechtert. Die strukturellen Probleme der Gesellschaft wurden im Jahresverlauf nahezu vollständig adressiert und somit eine deutlich verbesserte Ausgangsbasis für 2015 geschaffen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2014 und im Vorjahr ergab sich folgende Anzahl beschäftigter Angestellter in der plenum AG: scroll
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exklusive Vorstände Der Tabelle ist zu entnehmen, dass die Zahl der Mitarbeiter sowohl absolut als auch nach Mitarbeiterkapazitäten zurückging. Dabei wirkte sich vor allem die natürliche Fluktuation aus. Die verbliebenen Kapazitäten waren in 2014 etwas geringer ausgelastet als in 2013. Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2014 sank gegenüber dem Vorjahreswert (pro forma) um 13,9 % auf 6.572 Tsd. Euro. Die Personalkostenquote im Verhältnis zum Umsatz ist mit 69,7 % gegenüber dem Vorjahreswert (pro forma) von 68,0 % leicht gestiegen. Der Personalaufwand pro Mitarbeiter (Mitarbeiter nach Zeitanteil inklusive Geschäftsführung) liegt mit durchschnittlich 115,3 Tsd. Euro ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (pro forma) rd. 117,4 Tsd. Euro. IV. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung wurde in unwesentlichem Umfang für die Weiterentwicklung des Leistungsportfolios betrieben. V. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Berichtszeitraum sind nicht zu verzeichnen. VI. Risiko- und ChancenberichtEin detaillierter Planungs- und Steuerungsprozess sowie ein systematisches Risikomanagement unterstützen bei der plenum AG die Früherkennung auftretender Risiken sowie die Früherkennung und Vermeidung möglicher Risiken. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen und ist in die interne Berichterstattungsstruktur eingebunden. Die Geschäftsführung trägt die direkte Verantwortung für Früherkennung und Steuerung von Risiken. Das operative Risikomanagement erfolgt ebenfalls im Wesentlichen durch die Geschäftsführung. Neben einer monatlichen Berichterstattung über bestehende und absehbare Risiken wird das Risikomanagement durch umfangreiche Reporting- und Controllingstrukturen unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den Finanzrisiken, auf der Optimierung der Unternehmensfinanzierung sowie auf den Marktrisiken, wodurch insbesondere Preisänderungs- Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erfasst werden. Das Risikomonitoring umfasst auch die Planung, die Durchführung und die Erfolgskontrolle geeigneter Gegenmaßnahmen. Das Risikomanagement wird innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und an die jeweils aktuellen Erfordernisse angepasst. Marktrisiken Die plenum AG ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt. Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Berater wider. Die plenum AG versucht diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit 64,1 % unter dem Niveau von 2013 (pro forma: 75,7 %). Generell hat sich die Kundenbasis in 2014 leicht verbreitert, so liegt der Umsatzanteil der zwanzig größten Kunden in 2014 bei 87,9 % und in 2013 (pro forma) bei 92,9 %. Hierin liegt noch ein gewisses Klumpenrisiko. Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2014 nicht abgeschlossen. Die plenum AG begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling. Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die liquiden Mittel liegen mit 2.453 Tsd. Euro auf einem angemessenen Niveau. Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist 2014 negativ. Die Schaffung einer Basis zur Erzielung nachhaltiger Gewinne ist daher vorrangiges Ziel unserer Gesellschaft. Zur Begrenzung des Finanzierungsrisikos wurden Investitionen, Neueinstellungen von Mitarbeitern und laufende operative Kosten weiter streng budgetiert und systematisch kontrolliert. Strenge Kostenreduzierung hat bei schwer planbarer wirtschaftlicher Entwicklung weiterhin oberste Priorität. Die finanzielle Unabhängigkeit zu erhalten, steht nach wie vor im Fokus der Unternehmensleitung. Ein professionelles Cash- und Forderungsmanagement sowie eine kurzfristige und risikofreie Anlagepolitik unterstützen diese Zielsetzung. Für bestehende Forderungsrisiken wurde bilanziell angemessen Vorsorge getroffen, insoweit ihr Eintritt wahrscheinlich ist. Generell sorgt die vorhandene Kundenbasis im Inlandsgeschäft jedoch für ein relativ geringes Risiko aus diesem Bereich. Ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen trägt zur Reduzierung des Delkredererisikos bei. Für drohende Forderungsverluste wurden Wertberichtigungen in Höhe von rund 27 Tsd. Euro gebildet (pro forma 2013: 0 Tsd. Euro). Im Rahmen des Management Buy Out der Agentur DOM GmbH in 2009 wurden an den ehemaligen Geschäftsführer Darlehen vergeben. Das damit verbundene Risiko ist durch vertragliche Verpflichtungen und die Hinterlegung von Sicherheiten auf ein marktübliches Maß beschränkt. Das Darlehen wird regelmäßig getilgt. Weitere Risiken Die plenum AG hat in ihrer Bilanz zum 31.12.2014 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Sie geht dabei davon aus, dass trotz dem in 2014 erfolgten Gesellschafterwechsel noch ausreichend Verlustvorträge vorhanden sind. Die Stärke unseres Unternehmens ist die Leistung der Mitarbeiter, der sehr gute Marktzugang sowie das verteilte und ausgewogene Netzwerk mit Kernansprechpartnern bei den Kunden. Es herrscht nach wie vor ein starker Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter in den Branchen, in denen unser Unternehmen tätig ist. Unser künftiger Erfolg hängt teilweise davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger zu gewinnen oder dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Um dies zu erreichen, werden kurzfristig und langfristig wirkende Anreizmodelle sowie umfassende Qualifizierungsmaßnahmen eingesetzt. Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor. Gesamtrisiko Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die plenum AG konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen und der weiteren Gewinnung/Bindung von Kompetenzträgern Bedeutung haben. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum AG gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen. Chancen Die Auslastung der Berater der plenum AG lag in 2014 deutlich unter den möglichen Kapazitäten, d.h. auf Basis der aktuellen Kostenstruktur könnten deutlich höhere Umsätze und damit Erträge erzielt werden, bei Vorlage ausreichender Aufträge. VII. PrognoseberichtBeratermarkt Auch für das laufende Jahr bleiben die Unternehmensberater optimistisch. Laut BDU erwarten Dreiviertel der Beratungsgesellschaften 2015 steigende Umsätze. Hieraus ergibt sich für das laufende Jahr eine Wachstumsprognose für den Gesamtmarkt von 7,4 %. Wichtige Impulsgeber für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 werden aus Sicht der Consultingfirmen vor allem drei Branchen sein: der Maschinenbau (Prognose 2015: + 8,2 %), die Finanzdienstleister (Prognose 2015: + 8,1 %) sowie die Energie- und Wasserversorgung (Prognose 2015: + 8,0 %). Besonders die Finanzdienstleister und die Energieversorger würden vor großen Herausforderungen stehen. Mit Unterstützung von Unternehmensberatern müssten Kernbereiche bei Banken und Versicherungen schnell angepasst werden und kompensierende Erträge in neuen Segmenten geschaffen werden. Und auch die Energieversorger würden intensiv an neuen Strategien und Geschäftsmodellen arbeiten, die geeignet sind, das alte und zunehmend erodierende Stammgeschäft zu ersetzen. Geschäftsstrategie 2015 Nach mehreren, durch viele Sondersituationen geprägten, schwierigen Geschäftsjahren, beabsichtigt plenum im laufenden Geschäftsjahr 2015 wieder an der positiven Gesamtmarktentwicklung zu partizipieren. Die Ausrichtung auf die wesentlichen Hauptwachstumssegmente des Beratungsmarktes Finanzdienstleistungen und Energiewirtschaft unterstützt unseren Ansatz dabei nachhaltig. Auf Basis der im Jahr 2014 verabschiedeten Wachstumsplanung „p17" für die Jahre 2015 bis 2017 wurden in 2014 die internen Strukturen entschlackt und neue marktbezogene Themenschwerpunkte herausgebildet. Aufbauend auf den historischen Stärken im Bereich ..Operational Excellence" und IT-Management stehen zukünftig die Themen
im Vordergrund der plenum Beratung. Hiermit adressiert plenum die wesentlichen Veränderungstreiber in den drei Kernmärkten und positioniert sich mit klaren Kompetenzen in einem stabilen wachsenden Marktumfeld. Darüber hinaus wird plenum zukünftig das Thema SAP mit dem Schwerpunkt Architektur & Konzeption adressieren. Die Wachstumsstrategie wird durch einen qualitätsgetriebenen Personalaufbau begleitet. Neben der gezielten Stärkung der Beratungsqualität sowie der Technologie- und Fachkompetenz steht im Hinblick auf die Wachstumsgeschwindigkeit die Balance mit der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells im Vordergrund. Regional konzentrieren wir uns wie bisher auch auf den DACH-Markt (Deutschland, Österreich und Schweiz). Ausblick Nach dem Konsolidierungsjahr 2014 erwarten wir für 2015 eine erste Stabilisierung des Geschäfts. Ziel ist es mit leicht steigenden Umsätzen zunächst ein leicht verbessertes Ergebnis ggüb. den Vorjahren zu erreichen. Neben den markt- und umsatzbezogenen Wachstumszielen werden darüber hinaus die Restrukturierungserfolge (Kostenstraffung) aus dem Jahr 2014 in 2015 positiv zum Geschäftserfolg beitragen. Für 2016 erwarten wir weiter steigende Umsatzerlöse, ein positives Ergebnis (EBIT) und einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Zudem ist auf die unverändert anhaltende, erhöhte Prognoseunsicherheit hinzuweisen, die seit der weltweiten Finanzkrise zu beobachten ist. Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Frankfurt, 25. März 2015 Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PLENUM AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 18. Mai 2015 PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft S. Varughese, Wirtschaftsprüfer S. Gurowitz, Wirtschaftsprüfer |
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