plenum Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz für das Geschäftsjahr 2016

der plenum Aktiengesellschaft

Aktiva, Euro

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Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände III.1.    
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte   1.740.979,69 1.955.407,67
    1.740.979,69 1.955.407,67
II. Sachanlagen      
1. Mietereinbauten   0,00 4.420,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung   75.399,65 99.803,74
    75.399,65 104.224,36
III. Finanzanlagen III.2.    
Anteile an verbundenen Unternehmen   25.000,00 25.000,00
    25.000,00 25.000,00
    1.841.379,34 2.084.632,03
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte III.3.    
Unfertige Leistungen   2.000,00 1.904,00
    2.000,00 1.904,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III.4.    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   997.516,44 1.144.388,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   1.120.325,81 1.135.589,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände   110.657,15 318.067,96
    2.228.499,40 2.598.046,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.791.507,69 1.319.249,06
    4.022.007,09 3.919.199,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten   100.744,45 109.876,39
D. Aktive latente Steuern III.5. 528.695,33 587.439,25
    6.492.826,21 6.701.146,83

Passiva, Euro

     
  Anhang 31.12.2016 31.12.2015
A. Eigenkapital III.6.    
I. Gezeichnetes Kapital      
969.958 Stückaktien   969.958,00 969.958,00
Bedingtes Kapital: 546.958 EUR      
II. Kapitalrücklage   1.982.646,79 4.216.904,85
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   0,00 0,00
IV. Bilanzgewinn/-verlust   0,00 -1.927.284,43
    2.952.604,79 3.259.578,42
B. Rückstellungen III.7.    
1. Rückstellungen für Pensionen   787.000,00 836.728,00
2. Sonstige Rückstellungen   905.502,13 603.264,10
    1.692.502,13 1.439.992,10
C. Verbindlichkeiten III.8.    
1. Erhaltene Anzahlungen   35.501,73 28.603,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   240.512,82 473.741,44
3. Darlehen   757.241,94 715.241,94
4. Sonstige Verbindlichkeiten   285.767,47 196.549,90
davon aus Steuern: EUR 285.767,47 (Vorjahr: EUR 196.549,90)      
    1.319.023,96 1.414.137,06
D. Passive latente Steuern III.9. 528.695,33 587.439,25
    6.492.826,21 6.701.146,83

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

der plenum Aktiengesellschaft

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Euro 1.1. - 31.12.2016 1.1.31.12.2015
1. Umsatzerlöse 8.277.651,64 7.213.980,02
2. Erhöhung bzw. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 96,00 -54.581,25
3. Sonstige betriebliche Erträge 180.952,12 430.219,62
4. Materialaufwand    
Aufwand für bezogene Leistungen -1.489.529,88 -1.605.938,17
5. Personalaufwand    
a) Gehälter -4.768.252,72 -5.059.453,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -586.942,63 -646.557,55
davon für Altersversorgung: EUR 68.578,08 (Vorjahr: EUR 65.995,39)    
6. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -243.252,69 -248.452,86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.604.904,38 -1.915.318,04
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.592,20 15.144,17
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.177,07 (Vorjahr: EUR 5.329,00)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -71.734,70 -47.828,94
davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 29.128 (Vorjahr: EUR 32.144,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 295,42 -1.882,36
11. Ergebnis nach Steuern -300.029,62 -1.920.669,00
12. sonstige Steuern -6.944,01 -6.615,43
13. Jahresfehlbetrag -306.973,63 -1.927.284,43
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.927.284,43 0,00
15. Entnahme aus der Kapitalrücklage 2.234.258,06 0,00
16. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 -1.927.284,43

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

I. Allgemeine Angaben

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen für Dritte sowie der Erwerb, die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind.

Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Angaben laut Registergericht lauten:

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Firma: plenum Aktiengesellschaft
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Frankfurt am Main
Handelsregisternummer: HRB 97164

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sind die für das Berichtsjahr ausgewiesenen Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Ein Vergleich mit dem Jahresabschluss des Vorjahres ist damit nicht möglich. Hätten die rechtlichen Bestimmungen des BilRUG bereits für das Geschäftsjahr 2015 Anwendung gefunden, betrügen die Umsatzerlöse in 2015 7.261.980,02 Euro und die sonstigen betrieblichen Erträge 382.219,62 Euro.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern besteht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht macht die plenum AG keinen Gebrauch.

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bzw. bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der letzten zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei der Pensionsrückstellung pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Damit wurde bei der Berechnung dieser Rückstellung ein Zinssatz von 4,01 % angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwandt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen. Der Rententrend wurde für diese mit 1,5%, 1,9 % bzw. 0,0 % p.a. angenommen.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marke „plenum" und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke „plenum" wird über 12 Jahre abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Die plenum Management Consulting GmbH, eine 100% Beteiligung der plenum AG, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auf die plenum AG verschmolzen. Die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden sind im Jahresabschluss 2014 nach §§ 253 Abs. 1,255 Abs. 1 HGB mit den tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt worden. Als Anschaffungskosten wurde, entsprechend der Tauschgrundsätze, der Buchwert der untergehenden Anteile (2.623 Tsd. Euro) angesetzt.

Der Buchwert der Beteiligung an der plenum International Management Consulting GmbH beträgt 25 Tsd. Euro.

Zum Anteilsbesitz siehe im Übrigen Textziffer IV.4.

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2016 Euro Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2016 Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 6.616.008,45 0,00 0,00 6.616.008,45
II. SACHANLAGEN        
1. Mietereinbauten 348.806,17 0,00 0,00 348.806,17
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 421.768,17 0,00   421.768,17
  770.574,34 0,00 0,00 770.574,34
III. FINANZANLAGEN        
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
  25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Anlagevermögen insgesamt 7.411.582,79 0,00 0,00 7.411.582,79
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Abschreibungen
Stand 01.01.2016 Euro Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2016 Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 4.660.600,78 214.427,98 0,00 4.875.028,76
II. SACHANLAGEN        
1. Mietereinbauten 344.385,55 4.420,62 0,00 348.806,17
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.964,43 24.404,09   346.368,52
  666.349,98 28.824,71 0,00 695.174,69
III. FINANZANLAGEN        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 5.326.950,76 243.252,69 0,00 5.570.203,45
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Restbuchwerte
Stand 31.12.2016 Euro Stand 31.12.2015 Euro
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 1.740.979,69 1.955.407,67
II. SACHANLAGEN    
1. Mietereinbauten 0,00 4.420,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.399,65 99.803,74
  75.399,65 104.224,36
III. FINANZANLAGEN    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
  25.000,00 25.000,00
Anlagevermögen insgesamt 1.841.379,34 2.084.632,03

3. Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Kundenprojekte.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.120Tsd. Euro (31. Dezember 2015: 1.136 Tsd. Euro) bestehen hauptsächlich aus einem Darlehen an die plenum International Management Consulting GmbH in Höhe von 1.016 Tsd. Euro (31. Dezember 2015: 1.066 Tsd. Euro). Das Darlehen wird seit dem 1. Oktober 2014 verzinst und hat eine Fälligkeit von über fünf Jahren. Daneben werden hier die Verrechnungskonten mit der Tochtergesellschaft erfasst.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist zum 31. Dezember 2016 das abgezinste Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 92 Tsd. Euro (31. Dezember 2015: 181 Tsd. Euro) enthalten, das beginnend im Jahr 2008 bis zum Jahr 2017 zurückerstattet wird.

Die Forderungen haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Im Vorjahr beliefen sich die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf 91 Tsd. Euro und entfielen ausschließlich auf die sonstigen Vermögensgegenstände.

5. Aktive latente Steuern

Durch die Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH entstand zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro. Diese ergab sich aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung der zum 01.01.2014 durchgeführten Verschmelzung und wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge in der plenum AG sind zum 01.01.2014 in gleicher Höhe zwingend aktive latente Steuern zu bilden. Der Steuersatz beträgt 31,925%.

Stand der passiven latenten Steuern per 31.12.2016: 529 Tsd. Euro (31. Dezember 2015: 587 Tsd. Euro). Die Änderung der Steuersalden wird unter Nr. 111.9 dargestellt.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:

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Euro 31.12.2015 Jahresfehlbetrag 2016 Entnahme aus der Kapitalrücklage 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital 969.958,00 0,00 0,00 969.958,00
Kapitalrücklage 4.216.904,85 0,00 -2.234.258,06 1.982.646,79
Bilanzgewinn/-verlust -1.927.284,43 -306.973,63 2.234.258,06 0,00
Eigenkapital 3.259.578,42 -306.973,63 0,00 2.952.604,79

Aufgrund der vom Vorstand beschlossenen Entnahme aus der Kapitalrücklage beträgt diese zum 31.12.2016 EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,2 Mio.).

Zum Ende des abgelaufenen und des vorangegangenen Geschäftsjahres betrugen genehmigtes und bedingtes Kapital:

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Euro 2016 2015
genehmigtes Kapital 2014/1 2.424.895,00 2.424.895,00
bedingtes Kapital I 2012/1 546.958,00 546.985,00

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Juli 2014 weiterhin ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31.07.2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2.424.895,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/1).

Die bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2012/1) in Höhe von EUR 546.958 wurde durch die Hauptversammlung vom 29. August 2012 als Aktienoptionsprogramm 2012 beschlossen. Sie dient ausschließlich der Erfüllung von Optionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. August 2012 bis 28. August 2017 gewährt werden, und wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionen von ihrem Aktienbezugsrecht Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Optionen keine eigenen Aktien oder einen Barausgleich gewährt.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeiter der plenum Management Consulting GmbH). Die Rückstellung für die Pensionszusage der ehemaligen Angestellten betrug zum 31.12.2016 625 Tsd. Euro.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen an ein ehemaliges Vorstandsmitglied sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG treuhänderisch angelegt sind. Die Vermögensgegenstände wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um eine verpfändete Rückdeckungsversicherung; sie ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungspflichten. Für den Ausweis in der Bilanz ergeben sich nach Verrechnung für diese Verpflichtung:

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Euro 31.12.2016 31.12.2015
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 326.000 339.000
Aktivwert der Rückdeckungsversicherung 164.000 155.000
Bilanzausweis Rückstellungen für Pensionen 162.000 184.000

Frühere Vorstandsmitglieder erhielten Gesamtbezüge aus Pensionszusagen i.H.v. 47 Tsd. Euro. Davon wurden 31 Tsd. Euro über die Rückdeckungsgesellschaft Swiss Life abgedeckt.

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen wurden wie folgt verrechnet:

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Euro 2016 2015
Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung 13.000 13.000
Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen 8.000 9.000
Ausweis in der Gewinn- und (unter „Znsen und ähnliche Aufwendungen") 5.000 4.000

Zudem ergab sich Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für weitere Pensionszusagen in Höhe von 24 Tsd. Euro (Vorjahr 28 Tsd. Euro).

Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs.2 S. 1 HGB beträgt 78.580 Euro; insoweit bestünde eine Ausschüttungssperre. Im Vorjahr wurde das Wahlrecht zur vorzeitigen Ausübung der Neubewertung nicht ausgeübt.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal und ausstehende Rechnungen enthalten.

8. Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 460 Tsd. Euro enthalten (Vorjahr 700 Tsd. Euro). Die Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres in Höhe von 859 Tsd. Euro und des Vorjahres (714 Tsd. Euro) weisen ansonsten alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Zum 31. Dezember 2016 bestanden ebenso wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

9. Passive latente Steuern

Im Rahmen der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH ist zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro entstanden. Diese wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres auf 529 Tsd. Euro angepasst (31.12.2015: 587 Tsd. Euro). Die wesentliche Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht aus der Aktivierung der Marke „plenum" in der Handelsbilanz, welche für die nächsten 12 Jahre abgeschrieben wird. Der Zinssatz beträgt 31,925%.

Die Steuersalden (in Tsd. Euro) haben sich wie folgt geändert:

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31.12.2015 Veränderung 31.12.2016
Aktive latente Steuern 587 -58 529
Passive latente Steuern 587 -58 529

10. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Büroräume besteht ein Mietverhältnis bis Dezember 2021. Die Verpflichtungen belaufen sich auf rund 150 Tsd. Euro pro Jahr.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich 49 Mitarbeiter (45 Berater und 4 Verwaltungskräfte) beschäftigt.

2. Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt:

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Name Beruf Mandate *
Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt (Aktien-, Konzern- und Kapitalmarktrecht) in einer Sozietät Aufsichtsrat der Lang & Schwarz AG, Düsseldorf (Vorsitzender)
- Vorsitzender -    
(bis 31.8.2016)    
Dr. Walter Herzog, Unternehmensberater Keine weiteren Mandate
- Vorsitzender -    
(ab 1.9.2016)    
Thies Eggers Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Aufsichtsrat der Allgeier SE, München
- stellvertretender   (stellvertretender Vorsitzender)
Vorsitzender -   Aufsichtsrat der Allgeier Nagarro Holding AG, München
    Aufsichtsrat der Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender)
    Aufsichtsrat der SBF AG, Leipzig - seit dem 22.01.2016
Dr. Klaus Freihube Dipl.-Kaufmann Keine weiteren Mandate

* Hier werden die Mandate in weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen angegeben.

Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2016 betragen 77 Tsd. Euro (2015: 57 Tsd. Euro).

3. Vorstand

Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt: Herr Ulf Wohlers, Sprecher des Vorstands Herr Volker Elders

Kein Vorstandsmitglied hatte Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften. Die Ressorts verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

Herr Ulf Wohlers leitet die Business Unit Versicherungen und die Business Unit Kreditinstitute. Als Sprecher des Vorstands ist er für die Außenkommunikation und die Unternehmensentwicklung verantwortlich sowie für die internen Funktionen im Rahmen einer COO Funktion. Zudem ist er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig. Herr Volker Elders ist verantwortlich für die Business Unit Energie. Zudem ist er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig.

4. Angaben zu Beteiligungen

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Beteiligungen Anteil am Kapital 31.12.2016
in %
Eigenkapital 31.12.2016
Tsd. Euro
Ergebnis 2016
Tsd. Euro
plenum International Management Consulting GmbH, Frankfurt am Main 100 -951 42

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

6. Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Am 01.04.2014 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG übernommen hat. Die SF Holding GmbH hält mittelbar über die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG.

 

Frankfurt, den 24. März 2017

Der Vorstand

Ulf Wohlers Volker Elders

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der plenum AG

Die plenum AG ist im Bereich Unternehmensberatung tätig und unterhält eine Hauptniederlassung in Frankfurt am Main.

I. Branchenentwicklung

Beratermarkt

Der Beratungsmarkt hat sich auch im Jahr 2016 gut entwickelt. Gemäß der jährlichen Befragung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater e. V. (BDU) ist der Beratungsmarkt in Deutschland im Jahr 2016 um rund 7,4% auf 29,0 Milliarden Euro gewachsen. Die größten Wachstumsfelder waren 2016 die Prozessoptimierung und Performance Management sowie die IT-Governance & und Compliance Beratung.

Auf Basis der weiterhin guten Konjunkturaussichten wird für das Jahr 2017 von einem vergleichbaren, maßgeblich von der Digitalen Transformation getriebenen Wachstum ausgegangen.

II. Geschäftsentwicklung 2016 Internes

Steuerungssystem

Die plenum AG verfügt über ein etabliertes internes Steuerungssystem in Form eines angemessenen Projekt- und Finanzreportings auf Basis von Microsoft Dynamics NAV 2013 R2. Wesentliche Steuerungsgrößen sind die Auslastung der Mitarbeiter sowie der durchschnittliche Tagessatz. Das Reporting wird inkl. Forecast monatlich aktualisiert und dem erweiterten Management zur Steuerung zur Verfügung gestellt.

Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand

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in Tsd. Euro 2016 2015
Auftragseingang 9.458 5.974
Externe Umsatzerlöse 7.850 7.038
Auftragsbestand 3.488 1.880

Der Umsatz im Beratungsbereich der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2016 deutlich gesteigert werden. Neben den Bestandskunden wurden vermehrt neue Kunden mit unseren Kernthemen an der Schnittstelle zwischen Business und IT gewonnen.

Das Geschäft hat sich im Jahresverlauf nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal kontinuierlich verbessert. In der Summe konnte der Umsatz von zuletzt 7.038 Tsd. Euro auf 7.850 Tsd. Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 11,5% in der plenum AG. Die konsequente Weiterentwicklung der drei Geschäftsbereiche trägt damit zum erfolgreichen Wachstum bei.

Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in dem gegenüber dem Vorjahr signifikant um 58% oder 3.484 Tsd. Euro gestiegenen Auftragseingang von 9.458 Tsd. Euro wider. Der Auftragsbestand zum Jahresultimo ist mit rund 3.488 Tsd. Euro ebenfalls entsprechend deutlich gegenüber dem Vorjahr (1.880 Tsd. Euro) gestiegen.

Das Auslandsgeschäft ist mit 813 Tsd. Euro (2015: 1.789 Tsd. Euro) durch Wegfall eines Großprojektes gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, jedoch konnte eine Vielzahl von Neukunden gewonnen werden. Der Auslandsumsatz verteilt sich zu 47% auf Österreich, 42% auf Luxemburg und zu 11% auf die Schweiz.

Neben den externen Umsätzen erzielte die plenum AG Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen (interne Umsätze) der plenum Gruppe in Höhe von 428 Tsd. Euro.

Die Gesamtleistung in der Beratung (externe und interne Umsatzerlöse zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen) ist mit 8.278 Tsd. Euro um 1.119 Tsd. Euro oder 13,5% höher als in 2015.

Umsatzverteilung nach Branchen

Der Umsatz wird zu rd. 95% in den drei Kernbranchen mit Banken & Sparkassen (ca. 55%), Energieversorgern (ca. 24%) und Versicherungen (ca. 16%) erwirtschaftet. Die sonstigen Umsätze entstammen in 2016 aus weiteren Branchen. Hier hat plenum im wesentlichen Projektsteuerungsund IT-Managementberatungsfunktionen übernommen.

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Branchen 2016 2015
Banken/Sparkassen 54,50% 49,40%
Energieversorger 24,20% 36,30%
Versicherungen 16,20% 7,40%
Sonstige 5,20% 6,90%

Wichtige Projekte 2016

In 2016 hat die plenum Gruppe bei 49 Kunden Projekte durchgeführt.

Kreditinstitute:

In der Bankenbranche standen in 2016 weiterhin aufsichtsrechtlich getriebene Projekte im Vordergrund. Wesentliche Themen sind die Umsetzung der MaRisk sowie Mifid-II im IT- sowie Wertpapier- und Banksteuerungsumfeld. Darüber hinaus hat sich plenum im Themenfeld Kredit weiter mit innovativen Projekten etabliert.

Der zweite Veränderungstreiber in der Finanzindustrie ist die Digitalisierung. Mit der Positionierung an der Schnittstelle zwischen Geschäftsbereich und IT ist plenum hier gefragter Partner bei der Konzeption und Umsetzung innovativer Projekte im Kontext agiler Architekturen und Organisationen sowie im Bereich Prozessautomatisierung (Robotics).

Versicherungen:

Die Beratungsthemen im Versicherungsumfeld werden maßgeblich vom hohen Wettbewerbs- und Kostendruck getrieben. Die Versicherungsunternehmen streben vor diesem Hintergrund verstärkt in innovative Technologien und Methoden, um die Betriebsorganisationen für die Zukunft zu stärken.

Bei der Optimierung und Weiterentwicklung der Versicherungsstrukturen konnte plenum diverse interessante Digitalisierungsprojekte begleiten. Ein wesentliches Vorhaben war u.a. die „digitale" Optimierung der kompletten Organisations- und Applikationsstruktur vom Vertrieb bzw. Versicherungsprodukt bis zur Infrastruktur im Bereich Komposit eines internationalen Versicherungsunternehmens.

Darüber hinaus hat plenum innovative Projekte im Umfeld Architektur- und Datamanagement, wie z.B. mit der semantischen Textanalyse sowie im Themenfeld Sourcing, begleitet. Hier z.B. die Optimierung von Leistungs- und Kostenstrukturen in laufenden Sourcingverträgen.

Energieversorger:

Die Energieversorgungsbranche steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Neben strategischen Themen sind Regulatorik und Digitalisierung die Treiber für Veränderungen. Gerade die Digitalisierung der Energiewirtschaft erfordert eine enge Verzahnung der von uns fokussierten Kompetenzfelder an der Schnittstelle zwischen Business und IT. plenum ist aufgrund der langjährigen Erfahrung im IT-Umfeld und der Prozessexpertise ein gefragter Partner und hat eine Vielzahl von Projekten in dieser Richtung begleitet. Da die IT ein immer größerer Erfolgsfaktor ist, sind gerade im letzten Jahr IT-Strategien, IT-Compliance Aufgabenstellungen, IT-Sourcing und IT­Effizienz durch unser Haus begleitet worden. Sowohl große als auch mittlere und kleine Energieversorger gehören zu unseren Kunden.

III. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur gliedert sich zum Bilanzstichtag in Anlagevermögen 28,4% (30,9%), Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34,4 % (39,2%), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 27,6% (19,5%), Rechnungsabgrenzungsposten 1,6% (1,6%) und aktive latente Steuern 8,1% (8,7%). Es liegen weder wesentliche stille Reserven noch wesentliche stille Lasten vor.

Der Großteil des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Buchwert der Marke „plenum".

Das Eigenkapital hat sich in 2016 von 3.260 Tsd. Euro auf 2.953 Tsd. Euro verringert. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 307 Tsd. Euro (2015: 1.927 Tsd. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 46% (2015: 49%).

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2016 6.493 Tsd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 208 Tsd. Euro.

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt.

Die plenum AG betreibt ihr Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren wird Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände sind bei der plenum AG nicht aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Vorstand entschieden, 2,2 Mio. Euro aus der Kapitalrücklage zu entnehmen, um den Bilanzverlust auszugleichen.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr 2016 wieder positiv. Die Liquiden Mittel belaufen sich auf 1.792 Tsd. Euro und sind damit um 473 Tsd. Euro höher als im Vorjahr. Die Gesellschaft hat in 2016 Verbindlichkeiten i.H.v. 700 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren aufgenommen. Langfristige Bankverbindlichkeiten existieren nicht. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Ertragslage

Entsprechend unserer Planung ist der Umsatz in 2016 wieder angestiegen. Neben der weiterhin guten Marktlage für Beratungsdienstleistungen, hat sich plenum auch intern weiterentwickelt und eine nachhaltige Basis für eine verbesserte Ertragslage geschaffen. Die konsequente Themenfokussierung und Kompetenzentwicklung der Berater trägt zu einer signifikant verbesserten Auslastung bei und rechtfertigt darüber hinaus ein steigendes, von unseren Kunden akzeptiertes Niveau der Tagessätze.

Im Geschäftsjahr 2016 haben diese Investitionen das Ergebnis gleichwohl noch einmal belastet. Der Jahresfehlbetrag betrug rd. 307 Tsd. Euro nach rd. 1.927 Tsd. Euro im Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von -4%. In dem Ergebnis sind neben diversen nicht operativen Altlasten i.H.v. rund 300 Tsd. Euro als Sondereffekt Erträge in Höhe von 79 Tsd. Euro enthalten, welche aus der gesetzlich bedingten Neubewertung der Pensionsrückstellungen resultieren.

Das EBIT (Jahresfehlbetrag ohne Steuern vom Einkommen und Ertrag und ohne Zinsaufwand) hat sich mit -235 Tsd. Euro gegenüber 2015 (-1.877 Tsd. Euro) deutlich verbessert. Der EBITDA ist mit 8 Tsd. Euro leicht positiv.

Auf Basis der stetigen Verbesserung der Geschäftslage in 2016 gehen wir von einem nachhaltigen Turnaround aus, der auch im Geschäftsjahr 2017 weiter trägt. Für Jahr 2017 erwarten wir daher nunmehr ein positives Geschäftsergebnis.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter berechnet nach Köpfen inkl. Vorstand betrug zum 31.12.2016 51 Mitarbeiter (2015: ebenfalls 51 Mitarbeiter) und im Durchschnitt 49,3 Mitarbeiter (2015: 55 Mitarbeiter).

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Beratung Verwaltung Summe
1. Quartal 42 4 46
2. Quartal 46 4 50
3. Quartal 46 4 50
4. Quartal 48 3 51
Mittelwert 45,50 3,75 49,25

Nach dem deutlichen Rückgang der Belegschaft zu Jahresbeginn ist die Zahl der Mitarbeiter im Jahresverlauf um über 10% wieder auf das Vorjahresniveau gestiegen.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016 sank entsprechend der verringerten Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahreswert um 6,2% auf 5.355 Tsd. Euro. Die Personalkostenquote ist durch die bessere Auslastung der Berater und die gestraffte Verwaltung im Verhältnis zum Umsatz mit 64,7% gegenüber dem Vorjahreswert 79,1% gesunken. Der Personalaufwand pro Mitarbeiter (Mitarbeiter nach Zeitanteil inklusive Vorstand) liegt gleichwohl mit durchschnittlich 118,2 Tsd. Euro über dem Niveau des Vorjahres mit 107,7 Tsd. Euro.

IV. Forschung und Entwicklung

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurde in 2016 intensiv in die Forschung und Entwicklung investiert. Neben der qualitativen Weiterentwicklung des plenum Leistungsportfolios stand die laufende Qualifizierung der Berater durch interne und externe Maßnahmen im Vordergrund der Bemühungen.

V. Risiko- und Chancenbericht

Zur Steuerung- und Vermeidung von Risiken hat die plenum AG ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. Das operative Risikocontrolling wird vom Vorstand wahrgenommen. Der Aufsichtsrat sowie die erweiterte Führung sind in die Berichtsprozesse eingebunden.

Das Risikomanagement wird innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und laufend an die aktuellen Erfordernisse angepasst.

Marktrisiken

Die plenum AG ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken, ausgesetzt. Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Berater wider. Die plenum AG versucht, diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen.

Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit 73% etwa auf dem Niveau von 2015 (65,6%). Der größte Kunde in 2016 steht für rund 20% des Umsatzes. Da es sich jedoch um mehrere unabhängige Vorhaben handelt, ist das mit dem Kunden verbundene Klumpenrisiko überschaubar.

Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2015 nicht abgeschlossen. Die plenum AG begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Die liquiden Mittel liegen mit 1.792 Tsd. Euro auf einem im Hinblick auf das Geschäftsvolumen noch angemessenen Niveau.

Zur Begrenzung des Finanzierungsrisikos wurden Investitionen, Neueinstellungen von Mitarbeitern und laufende operative Kosten weiter streng budgetiert und systematisch kontrolliert. Strenge Kostenreduzierung hat bei schwer planbarer wirtschaftlicher Entwicklung weiterhin oberste Priorität.

Die finanzielle Unabhängigkeit zu erhalten, steht nach wie vor im Fokus der Unternehmensleitung. Ein professionelles Cash- und Forderungsmanagement sowie eine kurzfristige und risikofreie Anlagepolitik unterstützen diese Zielsetzung.

Für bestehende Forderungsrisiken wurde bilanziell angemessen Vorsorge getroffen, insoweit ihr Eintritt wahrscheinlich ist. Generell sorgt die vorhandene Kundenbasis im Inlandsgeschäft jedoch für ein relativ geringes Risiko aus diesem Bereich. Ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen trägt zur Reduzierung des Delkredererisikos bei. Für drohende Forderungsverluste mussten keine Wertberichtigungen gebildet werden (2015: 4 Tsd. Euro).

Weitere Risiken

Die plenum AG hat in ihrer Bilanz zum 31.12.2014 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Sie geht dabei davon aus, dass trotz des in 2014 erfolgten Gesellschafterwechsels noch ausreichend Verlustvorträge vorhanden sind.

Die Stärke unseres Unternehmens ist die Leistung der Mitarbeiter, der sehr gute Marktzugang sowie das verteilte und ausgewogene Netzwerk mit Kernansprechpartnern bei unseren Kunden. Es herrscht nach wie vor ein starker Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter in den Branchen, in denen unser Unternehmen tätig ist. Unser künftiger Erfolg hängt teilweise davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger zu gewinnen oder dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Um dies zu erreichen, werden kurzfristig und langfristig wirkende Anreizmodelle sowie umfassende Qualifizierungsmaßnahmen eingesetzt.

Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.

Gesamtrisiko

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die plenum AG konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen und die weitere Gewinnung/Bindung von Kompetenzträgern im Hinblick auf das Gesamtrisiko Bedeutung haben. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum AG gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.

Chancen

Auf Basis der kontinuierlich positiven Entwicklung der letzten 12 Monate kann plenum zunehmend an der positiven Marktentwicklung für Beratungsdienstleistungen partizipieren. Die spezifischen plenum Kernbranchen Kreditinstitute, Versicherungen und Energiewirtschaft entwickeln sich im Spannungsfeld von Digitalisierung und Regulatorik im Branchenvergleich überdurchschnittlich.

Auf der Marktseite sind damit die Voraussetzungen für eine weiterhin hohe Auslastung, steigende Tagessätze und dementsprechend weiteres Wachstum günstig. Eine nur verhaltene Fortschreibung dieser Entwicklung zeigt ein solides Ertrags- und Umsatzpotenzial für die folgenden Geschäftsjahre.

VI. Prognosebericht Beratermarkt

Auch für das laufende Jahr bleiben die Unternehmensberater optimistisch. Laut BDU erwarten rund drei Viertel der Beratungsgesellschaften 2017 steigende Umsätze. Hieraus ergibt sich für das laufende Jahr eine Wachstumsprognose für den Gesamtmarkt von 8,3%. In den plenum Kernbranchen Kreditinstitute, Versicherungen und Energie wird ebenfalls von einem steigenden Wachstum von rund 8% in 2017 ausgegangen.

Die Beratungsfelder werden in 2017 weiterhin von der Digitalen Transformation dominiert. Nach der Umsetzung vieler Einzelvorhaben steht nun zunehmend die ganzheitliche Anpassung der Strategie und Geschäftsmodelle auf die neuen Anforderungen im Vordergrund. Besondere Schwerpunkte werden gemäß der BDU Studie im Changemanagement, Business Development & Innovation sowie im CRM gesehen.

Neben der Digitalisierung wird die Vielzahl verbindlich umzusetzender regulatorischer Anforderungen den Beratungsmarkt weiter treiben.

Geschäftsstrategie 2017

Das Geschäftsjahr 2017 steht klar im Zeichen von struktureller Kontinuität und Wachstum in den bestehenden Geschäftsfeldern und Branchen. Im Vordergrund steht weiterhin organisches Wachstum über den Auf- und Ausbau des plenum Teams sowie der bestehenden Kundenbeziehungen.

Anorganische Wachstumsoptionen, z.B. die Akquisition von Teams in spezifischen Themenfeldern, werden opportunistisch wahrgenommen.

Mit dem aktuellen Themenportfolio an der Schnittstelle von Geschäftsbereich und IT ist plenum exzellent am Markt positioniert und partizipiert an den aktuell dynamisch wachsenden Marktsegmenten Digitalisierung und der komplexen Regulatorik.

Innerhalb dieser übergreifenden Trendthemen wird das Beratungsportfolio auch in 2017 weiterhin laufend an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst und qualitativ und quantitativ gezielt weiterentwickelt. Ein konkreter Vertiefungsschwerpunkt ist das Thema Sourcing. Durch den mit der Digitalisierung verbundenen Zerfall der Wertschöpfungsketten wird die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in Zukunft in nahezu allen Branchen intensiver und komplexer. Mit der steigenden Bedeutung des Themas erwarten wir einen vergleichbaren Anstieg des Beratungsbedarfs in diesem Themenfeld.

Als weiterer Ansatzpunkt ist der Ausbau der aktuellen Beratungsdienstleistungen in Richtung laufender, beratungsnaher Services vorgesehen.

Regional konzentrieren wir uns wie bisher auf den DACH-Markt (Deutschland, Österreich und Schweiz) sowie Luxemburg.

Ausblick

In 2017 erwarten wir einen steigenden Beratungsbedarf im Bereich IT-Security & Compliance, Unternehmensarchitektur & -steuerung und Sourcing. Mit dem Aufbau eines Speziallistenteams im Bereich Sourcing haben wir bereits zu Beginn des Jahres unseren Anspruch unterstrichen, diese Marktchancen aktiv zu nutzen. Beflügelt durch die solide Marktentwicklung, hat plenum die Restrukturierung der letzten Jahre gestärkt überwunden und kann nun optimistisch in das neue Geschäftsjahr blicken.

Auf Basis des guten Geschäftsverlaufs in 2016 erwarten wir ein anhaltendes Personal- und Umsatzwachstum für die Gesellschaft in 2017. Der solide Auftragsbestand zu Jahresbeginn untermauert zudem unsere optimistischen Erwartungen eines deutlich wachsenden Umsatzes in 2017.

Die Ergebnisentwicklung wird verhalten positiv eingeschätzt, da der geplante Personalaufbau zunächst mit Investitionen und einem Anstieg der laufenden Kosten verbunden ist. Ein nachhaltiges dynamisches Ertragswachstum wird sich daher erst im weiteren Verlauf des Geschäfts auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre entwickeln. Wir erwarten daher für das Geschäftsjahr 2017 einen leicht positiven Jahresüberschuss.

Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Zudem ist auf die unverändert anhaltende, erhöhte Prognoseunsicherheit hinzuweisen, die seit der weltweiten Finanzkrise zu beobachten ist.

Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Frankfurt, den 24. März 2017

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 25. April 2017

PKF FASSELT SCHLAGE
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

A. Kramer, Wirtschaftsprüfer

S. Varughese, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der plenum Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

nach den sehr schwierigen Vorjahren ist es 2016 wieder gelungen, Wachstum zu erzeugen und in nahezu allen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2016 kann daher trotz eines am Ende negativen Geschäftsergebnisses als Erfolg gewertet werden. Der Umsatz in der Beratung ist deutlich gestiegen und das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Operativ wurde eine „Schwarze Null" geschrieben. Lediglich einige nicht-operative Faktoren haben das Ergebnis noch einmal ins Minus gezogen.

Die Ursachen für die positive Geschäftsentwicklung liegen vor allem in der wiedererlangten Stabilität in der Organisation. Die Mitarbeiterfluktuation ist deutlich zurückgegangen. Die Investitionen in Produkte und die Kompetenz der Berater haben zugenommen.

Rückblickend lässt sich feststellen, dass die positive Geschäftsentwicklung trotz einiger kleinerer Schwankungen kontinuierlich verlaufen ist und von allen Geschäftsbereichen gleichermaßen getragen wurde.

Wir sehen hierin die Folge der verbesserten internen Steuerung der Gesellschaft, die Themen und die Steuerung der Gesellschaft klar auf die Marktinteressen auszurichten.

Gemeinsam mit dem Vorstand sind wir daher der Auffassung, dass die plenum Aktiengesellschaft auf einem guten Weg ist und dass die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung anhalten sollte.

Tätigkeit des Aufsichtsrats und Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Unter den gegebenen, weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der plenum Aktiengesellschaft beraten und seine Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl inner- als auch außerhalb von Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Unternehmensentwicklung berichten. Im Rahmen der Überwachung wurde insbesondere die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Vorstandsarbeit hinterfragt. Die vom Vorstand übermittelten Informationen umfassten insbesondere die Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung. Ergänzend kontrollierte der Aufsichtsrat die vom Vorstand entfalteten Tätigkeiten. Zukunftsgerichtete Geschäftsentscheidungen und Planungen wurden mit dem Vorstand auf der Grundlage der von diesem erstatteten Berichte sowie unter Prüfung und Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Geschäftsunterlagen bzw. Vorlagen erörtert.

Vor allem erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die geschäftlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen.

Soweit Entscheidungen des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurde der Aufsichtsrat durch Vorlage der entscheidungserheblichen Informationen und Unterlagen unterrichtet. Eine erforderliche Zustimmung wurde sodann nach eingehender Beratung durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats erteilt. Bei Entscheidungen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz war der Vorstand aufgefordert, dem Aufsichtsrat neben der Information im Vorfeld der Entscheidungen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen zu berichten.

Sitzungen des Aufsichtsrats (Schwerpunkte)

In Wahrnehmung seiner Aufgaben tagte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 in vier Sitzungen:

In einer Telefonkonferenz wurde am 15. Januar 2016 außerhalb der turnusmäßigen Sitzungen die Planung für das Geschäftsjahr 2016 verabschiedet.

In der Sitzung vom 27. Mai 2016 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2015 im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Abschließend stimmte der Aufsichtsrat dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu, erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 war damit festgestellt.

Im Folgenden wurde die Geschäftsentwicklung besprochen und potenzielle Finanzierungsbedarfe diskutiert, um ein stabiles Umfeld für die weitere Entwicklung der Gesellschaft sicherzustellen. Der Vorstand wurde diesbezüglich gebeten, einige Alternativen zu konkretisieren.

Die Vorbereitungen für die Hauptversammlungen wurden ebenfalls in dieser Aufsichtsrats-Sitzung finalisiert und einvernehmlich beschlossen.

Nach der Ankündigung durch Herrn Schwartzkopff, sein Amt im Laufe des Geschäftsjahres niederlegen zu wollen, wurde beschlossen, die Suche nach einem geeigneten Nachfolger aufzunehmen.

In der Sitzung vom 11. Juli 2016 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Neben der aktuellen Auftragslage wurden die Finanzlage, insbesondere die Liquidität, die Vertriebsaktivitäten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen behandelt. Die vom Vorstand erhobenen Finanzierungsalternativen wurden besprochen und sollen weiter verfolgt werden. Aufgrund des auslaufenden Mietvertrages wurde darüber hinaus die Standortfrage diskutiert. Der Vorstand wurde gebeten, im Frankfurter Raum Alternativen zu erheben und für die nächste Aufsichtsrats-Sitzung vorzubereiten.

In der Sitzung vom 10. Oktober 2016 berichtete der Vorstand über den Gang der Geschäfte bis zum Ende des 3. Quartals und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2016.

Darüber hinaus wurden die Planungsprämissen für das Geschäftsjahr 2017 fixiert und die über den Sommer vorbereitete Standortentscheidung getroffen. Der Sitz der Gesellschaft bleibt am Standort „The Squaire" in Frankfurt bestehen. Die erhobenen Finanzierungsoptionen werden im Lichte einer konkreten Kosten-Nutzenbetrachtung und der konkret positiven Geschäftsentwicklung zunächst nicht weiterverfolgt.

In der Sitzung vom 08. Dezember 2016 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte 2016, insb. zum voraussichtlichen Umsatz und Ergebnis, dem Auftragsbestand, der Auslastung sowie der Personalentwicklung. Hier wurde insbesondere über die Option mehrerer Teamakquisition gesprochen und beschlossen das Thema weiter zu treiben.

Nach der Vorstellung der Jahresplanung 2017 wurde diese einvernehmlich durch den Aufsichtsrat bewilligt.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat erfüllt seine Aufgaben stets als Gesamtgremium, das sich aus drei Mitgliedern zusammensetzt. Die Bildung besonderer Ausschüsse erscheint bei einem Aufsichtsrat dieser Größe weder erforderlich noch zweckmäßig.

Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Juli 2016 hat die PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte, Berlin, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 gewählt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses hat der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss zum 31.12.2016 erteilt. Der Abschlussprüfer hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses waren keine Einwendungen des Abschlussprüfers zu erheben. Der Lagebericht vermittelt nach Feststellung des Abschlussprüfers insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind demnach im Lagebericht zutreffend dargestellt.

Der Jahresabschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Ferner hat der Abschlussprüfer den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Bericht nach § 312 AktG") geprüft. Auf Grund der Prüfung des Berichts nach § 312 AktG sowie des Jahresabschlusses und des Lageberichtes und der dabei gewonnenen Erkenntnisse hat der Abschlussprüfer die Überzeugung erlangt, dass der Bericht des Vorstands über Beziehungen mit verbundenen Unternehmen die nach § 312 Abs. 1 AktG vorgeschriebenen Angaben enthält und die Berichterstattung einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaftslegung entspricht. Da gegen den vorgelegten Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen zu erheben waren, hat der Abschlussprüfer den in § 313 Abs. 3 AktG vorgeschriebenen Bestätigungsvermerk mit folgendem Wortlaut erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Jahresabschluss und der Bericht nach § 312 AktG sowie die hierzu erstellten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt worden.

Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen selbst geprüft und in der Bilanzsitzung vom 26. April 2017 im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei ausführlich über das Ergebnis seiner Prüfungen.

Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden von Vorstand und Abschlussprüfer umfassend beantwortet.

Nach Erörterung des Jahresabschlusses stimmte der Aufsichtsrat am 26. April 2017 dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu, erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 ist damit festgestellt.

Dem Ergebnis der Prüfung des Berichts nach § 312 AktG durch den Abschlussprüfer schloss sich der Aufsichtsrat ebenfalls an. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts nach § 312 AktG, die im Anhang zum Jahresabschluss wiedergegeben ist.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Herr Schwartzkopff ist am 31. August 2016 auf eigenen Wunsch hin aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Aufsichtsrat und Vorstand danken Herrn Schwartzkopff für sein aktives Engagement und seinen sehr positiven Beitrag in den sieben Jahren seiner Mitgliedschaft.

Herr Dr. Walter Herzog wurde im Wege gerichtlicher Bestellung zum 05. September 2016 als Nachfolger in den Aufsichtsrat berufen. Am 10. Oktober 2016 wurde Herr Dr. Herzog zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der plenum Aktiengesellschaft gewählt.

Im Berichtsjahr ist es zu keinen Änderungen im Vorstand gekommen.

Als Aufsichtsrat danken wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand sehr herzlich für das große und nachhaltige Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Frankfurt, den 26. April 2017

Dr. Walter Herzog, Aufsichtsratsvorsitzender