plenum Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVSEITE

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2019 2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.397.834,84 43.652,56
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.407,68 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.169.832,92 23.841,09
2.582.075,44 67.493,65
II. Sachanlagevermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.122,53 145.693,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.542.725,52
2.694.197,97 5.755.912,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 4.195,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.583.799,77 2.549.550,19 1.034.249,58
2. Sonstige Vermögensgegenstände 133.953,59 6.540,88
3.717.753,36 2.556.091,07
III. Guthaben bei Kreditinstituten 2.762.670,84 1.894.908,57
6.484.619,20 4.450.999,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 104.100,88 40.328,27
D. Aktive latente Steuern 1.734.069,92 0,00
11.016.987,97 10.247.240,54

PASSIVSEITE

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2019 2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.697.426,00 1.697.426,00
II. Kapitalrücklage 2.164.513,79 2.164.513,79
III. Bilanzverlust -977.696,03 -1.719.478,20
2.884.243,76 2.142.461,59
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 721.020,46 727.832,54
2. Steuerrückstellungen 74.503,68 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.750.253,56 5.026.960,73
5.545.777,70 5.754.793,27
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.200.000,00 1.500.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen 64.235,53 46.329,28
3. Verbindlicheiten aus Lieferungen und Leistungen 432.621,25 438.491,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 452.146,72 365.164,54
- davon aus Steuern EUR 427.941,37 (Vorjahr: EUR 271.263,24) 2.149.003,50 2.349.985,68
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
D. Passive latente Steuern 437.963,01 0,00
11.016.987,97 10.247.240,54

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 18.360.632,80 11.384.496,58
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 4.195,00 -38.125,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 86.448,22 32.123,81
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.767.436,69 -1.602.946,79
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.914.629,89 -6.252.493,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.573.118,74 -789.036,80
-11.487.748,63 -7.041.530,36
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.224.195,45 -146.262,45
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.106.651,13 -2.127.673,34
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,83 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -107.844,44 -46.505,52
- davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 87.384,93 (Vorjahr: EUR 29.811,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.991.824,05 -276,17
11. Ergebnis nach Steuern 749.225,56 413.300,76
12. Sonstige Steuern -7.443,40 -6.950,98
13. Konzernjahresüberschuss 741.782,16 406.349,78
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.719.478,20 -2.125.827,98
15. Konzernbilanzverlust -977.696,03 -1.719.478,20

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge Unternehmenserwerb Umbuchungen Abgänge
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.156.039,58 17.116,29 3.138.554,77 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 22.630,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 453.632,85 0,00 1.462.291,14 0,00 0,00
4.609.672,43 17.116,29 4.623.475,91 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 348.806,17 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 471.085,81 3.792,25 63.744,00 0,00 6.923,25
819.891,98 3.792,25 63.744,00 0,00 6.923,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.542.725,52 0,00 5.184.745,64 0,00 357.979,88
5.542.725,52 0,00 5.184.745,64 0,00 357.979,88
10.972.289,93 20.908,54 9.871.965,55 0,00 364.903,13
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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
31.12.2019 1.1.2019 Zugänge Unternehmenserwerb Zuschreibungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.311.710,64 4.112.387,00 1.801.488,80 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.630,00 8.222,32 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.915.923,99 429.791,76 316.299,31 0,00 0,00
9.250.264,63 4.542.178,76 2.126.010,43 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 348.806,17 348.806,17 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.698,81 325.392,35 98.185,02 0,00 0,00
880.504,98 674.198,52 98.185,02 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.130.769,61 5.216.377,28 2.224.195,45 0,00 0,00
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Abschreibungen Buchwerte
Abgänge 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 5.913.875,80 1.397.834,84 43.652,58
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8.222,32 14.407,68 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 746.091,07 1.169.832,92 23.841,09
0,00 6.668.189,19 2.582.075,44 67.493,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 348.806,17 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.001,09 419.576,28 112.122,53 145.693,46
4.001,09 768.382,45 112.122,53 145.693,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 5.542.725,52
0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 5.542.725,52
4.001,09 7.436.571,64 2.694.197,97 5.755.912,65

Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

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2019 2018
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis 741 406
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.224 146
3. +/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen -209 0
4. -/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
5. -/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.993 -620
6. +/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.841 -355
7. +/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 108 47
8. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.712 -376
9. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
10. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4 -57
11. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -17 -17
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
13. - Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenserwerbe -415 -1.585
14. + Erhaltene Zinsen -108 -47
15. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -544 -1.706
16. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 1.500
17. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -300 0
18. - Gezahlte Zinsen 0 0
19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -300 1.500
20. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 868 -582
21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.895 2.477
22. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.763 1.895

Konzern-Eigenkapitalspiegel

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Gesellschafter des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31. Dezember 2017 1.697 2.165 -2.126 1.736
Konzernjahresüberschuss 406 406
Stand 31. Dezember 2018 1.697 2.165 -1.719 2.142
Konzernjahresüberschuss 742 742
Stand 31. Dezember 2019 1.697 2.165 -978 2.884
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Minderheitsgesellschafter Gesamt
Eigenkapital Konzerneigenkapital
TEUR TEUR
Stand 31. Dezember 2017 0 1.736
Konzernjahresüberschuss 0 406
Stand 31. Dezember 2018 0 2.142
Konzernjahresüberschuss 0 742
Stand 31. Dezember 2019 0 2.884

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die plenum AG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der plenum AG, Frankfurt am Main und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt, den 15. April 2020

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Arno Kramer, Wirtschaftsprüfer

Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer

Bericht der Geschäftsleitung über die Lage der plenum-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,

im vergangenen Geschäftsjahr ist uns gemeinsam mit der neu zur plenum Gruppe gestoßenen BLUBERRIES GmbH ein erhebliches Umsatz- und Ergebniswachstum geglückt. Trotz der umfangreichen und sehr erfolgreichen Integrationsaktivitäten hat sich das Geschäft sehr positiv entwickelt. Lediglich die im Lichte der politischen Rahmenbedingungen fragile konjunkturelle Stimmung hat belastend auf die sonst gute Entwicklung der plenum AG gewirkt.

Rückblick 2019

Auf dem soliden Auftragsbestand des Vorjahres aufbauend, gelang der plenum AG ein guter Start ins Geschäftsjahr 2019. Dabei stachen die ersten vier Monate durch eine sehr gute Auslastung und einige hochpreisige Projekte besonders hervor.

Bedingt durch die im Zuge der globalen Handelsstreitigkeiten und Brexit Verhandlungen instabilen konjunkturellen Stimmung konnte die plenum AG im zweiten Halbjahr allerdings nicht mehr an der positiven Entwicklung der ersten Monate des Geschäftsjahres anknüpfen. In der Summe gelang uns ein guter Geschäftsverlauf mit einem im Branchenvergleich überproportionalen Umsatzwachstum.

Die BLUBERRIES GmbH verzeichnete hingegen einen zur plenum AG inversen Geschäftsverlauf. Nach einem schwierigen, durch kartellrechtlich bedingte Projektverzögerungen bei den wesentlichen Kernkunden belasteten ersten Halbjahr, hellten sich die Geschäftszahlen mit der steigenden Auslastung im zweiten Halbjahr deutlich auf. In der Gesamtsicht kommt auch die BLUBERRIES GmbH damit auf ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Damit zeigt sich die Logik der neuen Größenordnung der plenum Gruppe bereits im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr in ihrer risikoreduzierenden Wirkung. Die gestiegene Lieferfähigkeit der Gesellschaft in unseren Kernthemen an der Schnittstelle von Business und IT bringt uns darüber hinaus bei vielen Kunden in eine neue, bessere Position und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit einer kontinuierlich hohen Auslastung.

Neben der erfolgreichen Marktentwicklung sind wir stolz darauf, die Integration der BLUBERRIES MitarbeiterIinnen erfolgreich vorangetrieben und viele interne strukturelle und prozessuale Verbesserungen erreicht zu haben. Der Kurs einer behutsamen Integration und kontinuierlichen Optimierung hat sich ausgezahlt.

Wir blicken auf ein in der Summe sehr gutes Geschäftsjahr zurück und können mit unserem neuen Münchener Standort gestärkt ins neue Jahr gehen.

Ausblick 2020

Nach dem weitgehenden Abschluß der Integrationsaktivitäten wollen wir im Geschäftsjahr 2020 die ersten Früchte unserer verbesserten Lieferfähigkeit in den Kompetenzfeldern Digital Advisory, Process Adviory und Risk&Compliance Advisory ernten und unsere Wachstumsstrategie dementsprechend konsequent fortführen. Diese beinhaltet sowohl organisches Wachstum als auch die Wahrnehmung anorganischer Optionen. Die Grundlage für organisches Wachstum ist neben einem guten Recruiting die Vermeidung einer übermäßigen Fluktuationsrate, die im "war for talents" zur erfolgskritischen Größe wird. Wir sehen uns hier auf einem guten Weg und investieren weiter in unser Kern-Asset, unsere Mitarbeiter, und in unsere Attraktivität am Markt. Das frische Coporate Design und die modernisierte Homepage sind hierfür genauso gute Belege wie unsere offene Zusammenarbeitskultur.

Bei der Umsetzung unserer Ziele werden wir in den nächsten Monaten die Entwicklungen rund um die Corona Pandemie im Auge behalten. Die staatlich erlassenen Kontakt- und Reiserestriktionen betreffen uns, unsere Kunden und unsere Mitarbeiter unmittelbar. Durch die große Flexibilität und das verantwortungsvolle Handeln unserer Kunden und Mitarbeiter konnten wir unsere Projektaktivitäten bislang nahezu unvermindert weiterführen. Wir bleiben daher zuversichtlich, die aktuell schwierige Lage gut überwinden zu können und werden ein Stück weit auf Sicht fahren.

Der durch die fortschreidende Digitalisierung oder den intensivierten Wettbewerb forcierte Anpassungsdruck in unseren Kernbranchen Energie & Mobilität, Versicherungen und Kreditwirtschaft und die damit verbundene Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen ist mittelfristig ungebrochen.

Wir sind daher davon überzeugt, uns auf Basis unserer gewachsenen Kundenstrukturen auch in diesem speziellen Geschäftsjahr 2020 und darüber hinaus weiter erfolgreich entwickeln zu können.

 

Frankfurt im April 2020

Der Vorstand der plenum Gruppe

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

VORBEMERKUNG

Der Konzernlagebericht der plenum-Gruppe, bestehend aus der plenum AG - als Muttergesellschaft des plenum-Konzerns - und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, wurde mit dem Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr 2019 zusammengefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). Die Aufstellung und die Prüfung des vorliegenden Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2019 nach HGB erfolgt auf freiwilliger Basis.

I. Grundlage der plenum AG und des Konzerns

Die plenum AG ist eine auf die Schnittstelle von Business und IT fokussierte Management Beratung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Gestaltung der Geschäftsmodelle im Hinblick auf die Potenziale der Digitalisierung sowie der konsistenten Umsetzung regulatorischer Vorgaben.

Das Geschäftsmodell der plenum Gesellschaften ist im Kern auf den Aufbau, die Erhaltung und Vermarktung von aktuellem und lösungsrelevantem Know-how in definierten Themenfeldern und Branchen ausgerichtet. Neben der Durchführung und Begleitung von Veränderungsprojekten der Kunden, die nach zeitlichem Einsatz oder im Festpreis verrechnet werden, beinhaltet das Modell auch die Möglichkeit, darüber hinausgehende, nicht personengebundende Professional Services und Dienstleistungen anzubieten. Im Mittelpunkt steht immer die Befähigung des Kunden selbst.

Das operative Geschäft verteilt sich auf drei Gesellschaften: die plenum AG, die plenum International Management Consulting GmbH (pIMC) und die BLUBERRIES GmbH. Die plenum AG ist die zentrale Organisationseinheit der plenum-Gruppe; sie fungiert als Konzernmutter und Serviceprovider für die Tochtergesellschaften.

Internes Steuerungssystem

Die plenum-Gruppe verfügt über ein etabliertes internes Steuerungssystem in Form eines angemessenen Projekt- und Finanzreportings auf Basis von Microsoft Dynamics NAV 2013 R2. Wesentliche Steuerungsgrößen sind der Umsatz und der Konzern-EBITDA bzw. für die plenum AG der EBITDA. Das Reporting wird inkl. Forecast monatlich aktualisiert und dem erweiterten Management zur Steuerung zur Verfügung gestellt. Im Sinne einer einheitlichen und klaren Steuerung innerhalb der Gruppe wurden die Steuerungsgrößen der plenum AG analog umgesetzt.

Darüber hinaus werden sämtliche liquiden Mittel des Konzerns durch das zentrale Cash Management der plenum AG verwaltet. Geschäftsverlauf, Lage und Risiken des Mutterunternehmens und des Konzerns stimmen weitgehend überein.

Wirtschaftsbericht

II. Markt- und Branchenentwicklung

Beratermarkt

Nach neun Jahren des dynamischen Wachstums von zuletzt 7,3%, ist die Beratungsbranche im Geschäftsjahr 2019 etwas schwächer um 5,7% auf nun 35,7 Mrd. Euro gewachsen. Der Beratungsmarkt konnte sich damit offenbar nicht von der allgmeinen, durch die Handelskonflike der USA und den Brexit Verhandlungen eher stagnierenden Wirtschaft in Deutschland entkoppeln.

Das vergleichsweise noch überproportionale Wachstum im Beratungsmarkt wurde weiterhin durch Investitionen in die Digitale Transformation oder auch in IT-Datensicherheit und Datenschutzvorhaben getragen.

Diese Themen sollten neben ggf. eher kosten- und effizienzgetriebenen Maßnahmen auch in 2020 die wesentlichen Treiber für das Beratungsgeschäft sein. Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2020 wird jedoch letztlich der Einfluss der Corona Pandemie sein, welche aktuell weder in ihrer Dauer noch in ihrer nachhaltigen Wirkungsweise vorhersehbar ist.

III. Geschäftsentwicklung 2019

Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand

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in Tsd. € 2019 2018
Auftragseingang 20.844 11.376
Umsatzerlöse 18.361 11.384
Auftragsbestand 6.611 4.128

Die Umsatzerlöse sind im Zuge der Erstkonsolidierung der BLUBERRIES GmbH signifikant um 61% gestiegen. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2018 konnte der Umsatz des plenum-Konzerns vor der BLUBERRIES-Konsolidierung in 2019 organisch um 836 Tsd. Euro oder 7,3% gesteigert werden. Der darüber hinausgehende Umsatzanstieg i.H.v. 6.141 Tsd. Euro entfällt auf den konsolidierten Umsatz der BLUBERRIES GmbH. Der Auftragseingang liegt mit 20.844 Tsd. Euro 14% über dem erzielten Umsatz 2019 und ist damit gegenüber dem Vorjahr überproportional gestiegen. Der Auftragsbestand ist damit zum Geschäftsjahresende auf einem angemessenen Niveau.

Regionale Umsatzverteilung

Das Auslandsgeschäft ist mit 1.572 Tsd. Euro (2018:684 Tsd. Euro) gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Mit knapp 9% Auslandsanteil am Umsatz (2018: 6%) liegt plenum leicht unter dem durchschnittlichen Umsatz mittelgroßer Unternehmensberatungsgesellschaften von 11%. Aufgrund der nachhaltig hohen Nachfrage am deutschen Beratungsmarkt wurden keine spezifischen Vertriebsaktivitäten im Ausland betrieben. Der Auslandsumsatz entfällt zu 39% auf Österreich sowie zu 37% auf weitere EU Staaten (UK, Niederlande, Luxemburg). Rund ein Viertel des Auslandsumsatzes wird außerhalb der EU in der Schweiz, den CEC Staaten und Georgien erwirtschaftet.

Umsatzverteilung nach Branchen

Der Umsatz wird in den drei Kernbranchen Kreditinstitute (ca. 51 %), Energie & Mobilität (ca. 43 %) und Versicherungen (ca. 6 %) erwirtschaftet.

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Branchen 2019 2018
Kreditinstitute 51,57% 71,20%
Energie & Mobilität 42,60% 21,01%
Versicherungen 5,83% 7,80%

Projekte 2019

In 2019 führte die plenum-Gruppe bei 69 Kunden Projekte durch.

Kreditinstitute:

Das Projektgeschäft in der Kreditwirtschaft wurde neben diversen Digitalisierungsthemen wieder stärker durch regulatorische Umsetzungprojekte bestimmt. Hier sind insbesondere Umsetzungsthemen im Rahmen der MaRisk/​BAIT sowie daraus folgende Themen, wie z.B. Berchtigungsmanagement, Architekturmanagement etc. zu nennen.

Aus fachlicher Perspektive hat plenum strategische und operative Umsetzungsprojekte in den branchenspezifischen Themen der Banksteuerung, des Kreditgeschäfts und des Wertpapierprocessing begleitet und gestaltet. In den Fachbereichen sind gleichermaßen sowohl Prozessoptimierungs- als auch Outsourcingentscheidungen sowie Post Merger Integration Fragestellungen im Zuge der Branchenkonsolidierung die wesentlichen Treiber.

Versicherungen:

In der Versicherungsindustrie standen interne Optimierungsmaßnahmen und regulatorische IT-Vorhaben, wie z.B. die Umsetzung der VAIT im Vordergrund. Daneben wurden verstärkt strategischere Überlegungen zur Positionierung der IT- und Fachabteilungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation sowie der fachlichen und technischen Architektur der Versicherungsunternehmen angestoßen.

Energie & Mobilität:

Die Energiewirtschaft stand wie auch in den letzten Jahren vor großen Herausforderungen und damit verbundenem Veränderungsbedarf. Im Fokus unserer Kunden waren Themen wie neue Geschäftsfeldstrategien, gezielte Digitalisierungsinitiativen und Digitale Organisationsaufstellungen angesagt. Die Digitalisierungsinitiativen beschäftigten sich insbesondere mit ERP-Modernisierungen und Prozessautomatisierungen. Darüber hinaus wurde das Projektgeschäft bestimmt durch regulatorische Umsetzungsprojekte, wie ISMS und DSGVO im Bereich Energie und Mobilität.

IV. Ertragslage

Umsatz

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in Tsd. € 2019 2018
Umsatzerlöse 18.361 11.384

Vor dem Hintergrund der Erstkonsolidierung der BLUBERRIES GmbH steigt der Umsatz der plenum AG im Geschäftsjahr 2019 signifikant von 11.384 Tsd. Euro auf 18.361 Tsd. Euro. Um das anorganische Wachstum bereinigt, erreicht die plenum-Gruppe aufgrund der weiterhin guten Nachfragesituation einen Umsatzzuwachs von 836 Tsd. Euro oder rund 7,3% auf 12.220 Tsd. Euro. Die Vorjahresprognose von leicht steigenden Umsätzen wurde somit im Geschäftsjahr 2019 erreicht. Zur Umsatzsteigerung haben alle Themenfelder und plenum Kernbranchen beigetragen. Der Umsatzzuwachs wurde in großen Teilen durch zusätzlichen Umsatz mit externen Mitarbeitern getragen.

Bestandsveränderung unfertige Erzeugnisse

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in Tsd. € 2019 2018
Bestandsveränderung Unfertige Erzeugnisse 4 -38
in % vom Umsatz 0,0% -0,3%

Die Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse, dabei handelt es sich um bereits erbrachte, aber noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen, sind gegenüber dem Vorjahr um 42 Tsd. Euro höher.

Sonstige betriebliche Erträge

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in Tsd. € 2019 2018
Sonstige betriebliche Erträge 86 32
in % vom Umsatz 0,5% 0,3%

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr leicht um rd. 54 Tsd. Euro gestiegen. Im Wesentlichen enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Personalkosten.

Materialaufwand

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in Tsd. € 2019 2018
Materialaufwand 2.767 1.603
in % vom Umsatz 15,1% 14,1%

Der Materialaufwand beinhaltet die Kosten für externe Mitarbeiter, die zur fachlichen oder kapazitären Ergänzung der eigenen Mitarbeiter auf Kundenprojekten zusätzlich eingesetzt werden. Die Verpflichtung von Externen erfolgt hauptsächlich aus Zwecken der Risikominimierung (Reduzierung der Fertigungstiefe) oder zur Abdeckung kurzfristig erforderlichen Expertenwissens.

Personalaufwand

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in Tsd. € 2019 2018
Personalaufwand 11.488 7.042
in % vom Umsatz 62,6% 61,9%

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2019 stieg entsprechend der steigenden Mitarbeiterzahl durch die Konsolidierung der BLUBERRIES GmbH gegenüber dem Vorjahreswert um 63 % auf 11.488 Tsd. Euro. Die Personalkostenquote ist im Verhältnis zum Umsatz mit 62,6 % um 0,7 Prozentpunkte gestiegen.

Abschreibungen

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in Tsd. € 2019 2018
Abschreibungen 2.224 146
in % vom Umsatz 12,1% 1,3%

Die Abschreibungen sind durch die Konsolidierung der BLUBERRIES GmbH signifikant auf 2.224 Tsd. Euro angewachsen (Vorjahr 146 Tsd. Euro). Zum Tragen kommen hier insbesondere Abschreibungen auf den Firmenwert sowie die Marke BLUBERRIES, die zukünftig nicht mehr als eigenständige Marke verwendet wird.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tsd. € 2019 * 2018 *
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.114 2.135
in % vom Umsatz 17,0% 18,8%

* hier inkl. der sonstigen Steuern

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr entsprechend der gestiegenen Betriebsgröße um 979 Tsd. Euro leicht unterproportional gestiegen. Im Verhältnis zum Umsatz sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht von 18,7% auf 16,9% gefallen.

Finanzergebnis, Steuern

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in Tsd. € 2019 2018
Finanzergebnis -108 -47
Steuern von Einkommen und Ertrag 1.992 0

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 61 Tsd. Euro verändert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind durch die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und die saldierte Auflösung von aktiven und passiven latenten Steuern aus Erstkonsolidierungsvorgängen auf 1.992 Tsd. Euro gestiegen.

Konzernergebnis

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in Tsd. € 2019 2018
EBITDA 1.082 599
EBIT -1.142 453
Konzernergebnis 742 406

Das EBITDA liegt mit 1.082 Tsd. Euro um 81% oder 483 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert von 599 Tsd. Euro.

Das EBIT ist aufgrund der hohen Abschreibungen auf den zwischenzeitlich abgearbeiteten Auftragseingang sowie den Goodwill und die Marke mit 1.142 Tsd. Euro negativ.

Das Konzernergebnis hat sich um 336 Tsd Euro auf 742 Tsd. Euro verbessert und damit die Vorjahresprognose von einem leicht steigendem Jahresüberschuss übertroffen.

Damit hat sich die Umsatz- und Ertragslage parallel zu den intensiven Integrationsaktivitäten positiv entwickelt. Neben der weiterhin hohen Wettbewerbsintensität ist die Beschaffung von qualifiziertem Personal weiterhin der wesentliche limitierende Faktor für die Geschäftsentwicklung.

V. Vermögens- und Finanzlage

Mittelzufluss

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in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Liquide Mittel 2.763 1.895
Veränderung der liquiden Mittel 868 - 582

Die Liquidität hat sich um 868 Tsd. Euro oder 45,8% verbessert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr mit 1.712 Tsd. Euro positiv.

Die Bilanzsumme liegt mit 11.017 Tsd. Euro um 770 Tsd. Euro über dem Vorjahresniveau von 10.247 Tsd. Euro.

Nachdem die BLUBERRIES GmbH zum 01.01.2019 wirtschaftlich auf die plenum AG übergegangen ist, wird diese im Geschäftsjahr 2019 erstmalig voll konsolidiert. Im Geschäftsabschluss 2018 wurde die Gesellschaft noch unter den Finanzanlagen als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Aktivseite der Konzernbilanz ist dementsprechend durch die Auflösung der Finanzanlagen von 5.543 Tsd. Euro sowie die Zuführung in die Immateriellen Vermögensgegenstände (1.412 Tsd. Euro) und den Firmenwert (1.170 Tsd. Euro) deutlich verändert. Das Sachanlagevermögen ist leicht um 34 Tsd. Euro zurückgegangen.

Die Veränderung des Umlaufvermögens ist durch das vergrößerte Geschäftsvolumen geprägt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen i.H.v. 1.034 Tsd. Euro auf 3.584 Tsd. Euro (+41%) im Verhältnis zum Umsatzanstieg (+61%) unterproportional. Die Liquiden Mittel nehmen um 868 Tsd. Euro auf 2.763 Tsd. Euro zu.

Auf der Passivseite verzeichnen wir einen Anstieg des Eigenkapitals in Höhe des Jahresüberschusses um 742 Tsd. Euro auf 2.884 Tsd. Euro.

Der im Rahmen der Finanzierung des Erwerbs der BLUBERRIES GmbH aufgenommene Kredit in Höhe von 1.500 Tsd. Euro wurde im Geschäftsjahr 2019 um 300 Tsd. Euro auf 1.200 Tsd. Euro zurückgeführt. Die in 2015 von der Gesellschaft aufgenommenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 700 Tsd. Euro wurden in 2019 vollständig getilgt (94 Tsd. Euro). Die Verbindlichkeiten sind damit in der Summe um 9% auf 2.149 Tsd. Euro zurückgegangen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind in den Aktiva der Bilanz nicht enthalten.

Die plenum AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben das Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände können bei der plenum AG und ihren Tochtergesellschaften nicht aktiviert werden.

VI. Erläuterungen zur plenum AG

Die plenum AG ist das Mutterunternehmen des plenum-Konzerns. Die plenum AG hält die in 2009 neugegründete plenum International Management Consulting GmbH und die 2011 gegründete BLUBERRIES GmbH zu jeweils 100% als Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der plenum AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Ertragslage der plenum AG

Das Geschäftsjahr wurde wesentlich durch eine schwankende Nachfragesituation im Lichte der wirtschaftspolitischen Einflüsse des Brexit sowie der globalen Handelskonflikte beeinflusst. Die intensive Wettbewerbssituation im Beratungsmarkt und weitere branchenspezifische Herausforderungen wie der Fachkräftemangel sowie der anhaltende Preisdruck bestanden in 2019 unvermindert fort. Darüber hinaus wurde die Integration der BLUBERRIES GmbH mit angemessenem Aufwand vorangetrieben und erfolgreich umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Umsatz- und Ertragslage der plenum AG weiterhin gut entwickelt. Das insbesondere durch einen sehr guten Start in das Geschäftsjahr getragene organische Umsatzwachstum liegt auch im Geschäftsjahr 2019 mit 7,6% deutlich über dem Markt (5,6%). Das Tagessatzniveau konnte stabil gehalten werden. Die durchschnittliche Auslastung ist leicht zurückgegangen, während der Umsatz mit externen Ressourcen zur Bedienung spezifischer Kundenanfragen weiter zugenommen hat.

Der EBITDA der plenum AG liegt mit 263 Tsd. Euro unterhalb der operativen Leistung des Vorjahres (444 Tsd. Euro). Auf Basis der im Zuge des Zusammenschlusses mit der BLUBERRIES GmbH deutlich verbesserten Lieferfähigkeit gehen wir für 2020 von einer positiven Entwicklung der Ertragskraft des Unternehmens aus. Da der Energiebereich der plenum AG zukünftig operativ in einem kombinierten Betrieb mit der BLUBERRIES GmbH geführt wird, können sich allerdings Umsatz- und Ergebnisverschiebungen innerhalb der plenum-Gruppe mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage der plenum AG ergeben. Die Auswirkungen der Corona Pandemie sind hierbei unberücksichtigt.

Vermögenslage der plenum AG

Die Vermögensstruktur gliedert sich zum Bilanzstichtag in Anlagevermögen 54,6 % (56,0 %), Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 26,5 % (26,9 %), Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15,2 % (13,5 %), Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % (0,3 %) und aktive latente Steuern 3,3 % (3,0 %).

Das Eigenkapital ist 2019 von 4.065 Tsd. Euro auf 4.623 Tsd. Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 558 Tsd. Euro (2018: 120 Tsd. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 39 % (2018: 32 %).

Das voll eingezahlte Grundkapital der plenum AG ist eingeteilt in 1.697.426 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

Das durch HV-Beschluss vom 29. August 2012 geschaffene bedingte Kapital ist zum 28. August 2017 verfallen. Das genehmigte Kapital wurde nicht genutzt und ist mit dem HV-Beschluss vom 26. Juli 2017 nicht verlängert worden.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2019 11.758 Tsd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 823 Tsd. Euro.

Die plenum AG betreibt ihr Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren wird Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände sind bei der plenum AG nicht aktiviert.

Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr Herr Volker Elders und Herr Ulf Wohlers bestellt.

Finanzlage der plenum AG

Investitionen der plenum AG

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten Invesitionen getätigt.

Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert, plenum war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr 2019 positiv. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 1.790 Tsd. Euro und sind damit um 86 Tsd. Euro höher als im Vorjahr.

Die in 2015 von der Gesellschaft aufgenommenen Verbindlichkeiten i.H.v. 700 Tsd. Euro wurden in 2019 um 94 Tsd. Euro getilgt und sind vollumfänglich zurückgeführt.

Im Rahmen der Finanzierung des Erwerbs der BLUBERRIES GmbH wurde zum 31.12.2018 ein Kredit in Höhe von 1.500 Tsd. Euro aufgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden davon 300 Tsd. Euro getilgt.

VII. Mitarbeiter

Zum Jahresultimo 2019 wurden 105 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von 35 Mitarbeitern oder von 50%. Die Fluktuationsrate der plenum-Gruppe ist mit rund 20% zwar noch auf branchenüblichen Niveau, aber gemessen an der Planung in 2019 zu hoch. Gezielte Maßnahmen zur verbesserten Personalentwicklung und weitere Investitionen in das Recruiting sollen in 2020 zur Verbesserung der Entwicklung beitragen.

VIII. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Zur Steuerung und Vermeidung von Risiken hat plenum ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. Das operative Risikocontrolling wird vom Vorstand wahrgenommen und innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und laufend an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Der Aufsichtsrat sowie die erweiterte Führung sind in die Berichtsprozesse eingebunden.

Marktrisiken

Die plenum-Gruppe ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken, ausgesetzt. Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Berater wider. Die plenum-Gruppe versucht, diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen.

Das Kundenportfolio hat sich in dieser Hinsicht weiter verbessert. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit 60% deutlich unter dem Niveau von 2018 (74 %). Der größte Kunde im Jahr 2019 steht für rund 20% des Umsatzes. Da es sich jedoch um mehrere unabhängige Vorhaben handelt, ist das mit dem Kunden verbundene Klumpenrisiko überschaubar.

Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht abgeschlossen. Die plenum-Gruppe begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling.

Verwendung von Finanzinstrumenten und deren Risiken

Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die zentrale Finanzabteilung des Konzerns zur Absicherung der Marktzinsänderungen abgeschlossen.

Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:

Preisänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Die Konzernfinanzierung ist darauf ausgerichtet, das niedrige Zinsniveau langfristig zu sichern. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Zinssicherungsgeschäft zur konkreten Absicherung der Zinsänderungsrisiken des Darlehens zur teilweisen Finanzierung der Akquisition der BLUBERRIES GmbH in entsprechender Höhe abgeschlossen. Dabei handelt es sich um einen Cap, der keinerlei Nachschussverpflichtungen für die Gesellschaft definiert. Weitere Sicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden.

Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gruppe nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergeben. Der Fortbestand des Konzerns ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung nicht gefährdert.

Die plenum-Gruppe unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Als weitgehend nur im Euroraum operierendes Unternehmen ist die Gruppe den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt, da sie in der Regel sowohl in Euro einkauft als auch fakturiert. Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögensgegenständen und Schulden Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Dieses Risiko wird bei Bedarf durch den Einsatz von Zinsswaps und Zinscaps abgesichert. Regelmäßig wird analysiert, wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt sich kein nennenswertes über das genannte Zinsabsicherungsgeschäft hinausgehendes Zinsänderungsrisiko.

Corona Pandemie (COVID-19)

Als Managementberatung ist plenum auf den direkten Austausch mit den Entscheidern und Ansprechpartnern in den Kundenorganisationen angewiesen. Die Auswirkungen der Corona Pandemie treffen die plenum-Gruppe damit unmittelbar und bedeuten ein spezielles Risiko für das Geschäftsmodell.

Aufgrund der staatlichen Kontakt- und Reiserestriktionen ist die Durchführung der Beratungsdiensleistungen nicht wie üblich in den Räumen des Kunden möglich. Viele Kunden haben entsprechend eine standortunabhängige "Remote"-Zusammenarbeit ermöglicht, so dass die Leistungen weiterhin erbracht und in Rechnung gestellt werden können. Als Beratungsunternehmen ist plenum auf die dezentrale Zusammenarbeit exzellent eingerichtet. Sollten die staatlichen Institutionen eine Verschärfung der aktuellen Regeln anordnen und damit die Freizügigkeit weiter einschränken oder sich das Kundenverhalten ändern, könnte dies die Leistungserbringung mit entsprechend negativen Auswirkungen auf den Umsatz einschränken. Für die Aktivitäten außerhalb Deutschlands gilt dies aufgrund der aktuellen Ein- und Ausreisebeschränkungen in besonderer Form.

Neben dem direkten Einfluss der staatlichen Restriktionen auf die laufenden Projekte verändert sich das Kundenverhalten in Abhängigkeit zum weiteren Verlauf der Corona Pandemie und der mit dieser in Zusammenhang stehenden Konjunkturentwicklung. Dies kann zum einen die Organisation bereits laufender Projekte, aber auch eine Reallokation bereits vergebener Budgets und die Repriorisierung von Investitionsvorhaben betreffen. Durch die derzeit eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten mit den Ansprechpartnern der Kunden ist zudem der Vertrieb nur eingeschränkt möglich und in der Folge das Neugeschäft belastet. Auswirkungen auf das Zahlungsverhalten bzw. -vermögen der Kunden in den Kernbranchen konnten bislang nicht beobachtet werden. Zukünftig ist dies jedoch nicht auszuschließen.

Die Corona Pandemie kann auch die plenum Mitarbeiter selbst treffen: eine Vielzahl gleichzeitiger Erkrankungen könnte die Verfügbarkeit von Beratern und Verwaltungskräften einschränken und zu Umsatzausfällen oder internen Funktionseinschränkungen führen.

Nicht zuletzt ist der ohnehin durch den Fachkräftemangel erschwerte Aufbau neuer Mitarbeiter durch das Kontaktverbot und die konjunkturelle Verunsicherung nur eingeschränkt möglich. Die Erreichung der geplanten organischen Wachstumsziele ist in dieser Hinsicht erschwert.

Zur Steuerung und Mitigation der mit der Corona Pandemie in Verbindung stehender Risiken hat plenum im März einen Krisenstab eingerichtet, der schnell und effektiv Entscheidungen treffen und umsetzen kann. Staatliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen wurden auf Ihre Relevanz für plenum geprüft und Aktionspläne auf definierte Szenarien vorbereitet. Darüber hinaus wurde das Liquiditäts- und Projekt-Controlling weiter intensiviert.

Weitere Risiken

Die Stärke von plenum ist die Kompetenz und Leistungfähigkeit der Mitarbeiter, der sehr gute Marktzugang sowie das verteilte und ausgewogene Netzwerk mit Kernansprechpartnern bei den Kunden. Es herrscht nach wie vor ein starker Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter in den Branchen, in denen plenum tätig ist. Der künftige Erfolg hängt teilweise davon ab, inwieweit es dauerhaft gelingt, qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger zu gewinnen oder dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Um dies zu erreichen, werden kurzfristig und langfristig wirkende Anreizmodelle sowie umfassende Qualifizierungsmaßnahmen eingesetzt.

Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.

Gesamtrisiko

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die plenum-Gruppe konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen und die weitere Gewinnung/​ Bindung von Kompetenzträgern im Hinblick auf das Gesamtrisiko Bedeutung haben. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum-Gruppe gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.

Die besonderen Herausforderungen in Verbindung mit der Corona Pandemie können zu einer jederzeitigen Neubewertung der Risikosituation führen. Sollte der Lockdown z.B. über den Halbjahresultimo hinaus bestehen bleiben, sind erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft in Form von deutlichen nachfragebedingten Umsatzrückgängen nicht auszuschließen. Soweit möglich wird plenum hierauf mit entsprechenden Risikomitigationsmaßnahmen reagieren.

Chancen

Auf Basis der kontinuierlich positiven Entwicklung der letzten 12 Monate und der verbesserten Liefer- und Leistungsfähigkeit kann plenum zunehmend an der weiterhin positiven Marktentwicklung für Beratungsdienstleistungen partizipieren. Die spezifischen plenum Kernbranchen Kreditinstitute, Versicherungen sowie Energie & Mobilität entwickeln sich im Spannungsfeld von Digitalisierung und Regulatorik im Branchenvergleich überdurchschnittlich.

Diese langfristig positive Bedarfsentwicklung könnte sich nach dem Abklingen der Corona Pandemie weiter beschleunigen. Der Nutzen von Krisen- und Business Continuity Management Systemen sowie von innovativen Ansätzen zur standortübergreifenden Zusammenarbeit (Social Collaboration) wird aktuell deutlich und die Budgetentscheidungen in der Nachkrisenzeit nachhaltig beeinflussen.

IX. Prognosebericht

Beratermarkt

Die aktuelle Marktstudie des BDU prognostiziert für den Beratungsmarkt in Deutschland ein Wachstum von 5,8%. Die Marktsegmente Versicherungen (6,5%), Kreditinstitute (6,1%) und die Energiewirtschaft (5,6%) liegen größtenteils über der Gesamtmarkterwartung. Im Grundatz gehen wir daher weiterhin von einer positiven Nachfrageentwicklung aus. Die großen Veränderungstreiber Digitalisierung und Regulierung der plenum Kernbranchen erscheinen stabil.

Im Kontext der Corona Pandemie steht diese positive Markterwartung natürlich im Grundsatz in Frage. Auch wenn nahezu alle Projekte aktuell "remote" weitergeführt werden, können die Folgen der Krise für das Beratungsgeschäft Stand heute nicht seriös abgeschätzt werden und stellen ein signifikantes Risiko für die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 dar.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit der Corona-Krise scheinen jedoch Themen im Kontext Krisenmanagement und Business Continuity Management sowie im Bereich Social Collaboration und standortübergreifende agile Zusammenarbeit wichtige Themenfelder nach einem Abklingen der aktuellen Ausnahmesituation zu sein.

Die Positionierung von plenum in den sehr aktuellen Themenfeldern rund um die Umsetzung von Business Continuity Management Konzepten sowie der Steuerung von "Non financial Risks-" und Kostenmanagement könnte jedoch dabei helfen, auch nach der Krise mit den richtigen Themen am Markt zu sein.

Geschäftsstrategie 2020

Nach Abschluss der Integration der BLUBERRIES GmbH und der damit verbundenen internen Aufwände im Jahr 2019 liegt der Fokus für das Geschäftsjahr 2020 wieder voll und ganz auf der Mitarbeiter- und Marktentwicklung.

Es gibt somit keine Abkehr von dem mittelfristig eingeschlagenen Weg. Vielmehr wird die plenum Strategie konsequent weiter verfolgt und ausgebaut. Die in 2019 etablierten strukturellen Verbesserungen werden die Umsetzung des Wachstums weiter erleichtern.

Die Themenfelder Digital Advisory, Process Advisory und Risk & Compliance Advisory sind weiterhin die wesentlichen Veränderungstreiber in den Kernbranchen der plenum AG. Die Verankerung in den Branchen Versicherungen aller Größenklassen, Kreditwirtschaft inkl. diverser Spezialistitute wie Förderbanken, Leasing- und Factoringunternehmen oder auch Kapitalanlage- und Asset Servicing-Gesellschaften sowie bei Unternnehmen der Energiewirtschaft, zu denen sowohl die großen Versorgungsunternehmen als auch komunale Stadtwerke und Mobilitätsdienstleister zählen, bleibt ein wesentlicher Faktor unserer Positionierung.

Nach außen tritt plenum zukünftig branchenspezifisch mit der Marke plenum AG Management Consulting für Kreditinstitute und Versicherungen sowie mit der Marke plenum.bluberries für den Bereich Energie & Mobilität auf.

Neue Impulse erwarten wir darüber hinaus von der Marke plenum.unik, in der innovative Digitalisierungsthemen für den breiteren Mittelstand in einem speziell auf dieses Thema ausgerichteten Beratungsansatz kreativ gebündelt und aktiv vermarktet werden.

Vor diesem Hintergrund planen wir weiteres organisches Wachstum in unseren angestammten Märkten und Kompetenzen. Die mit dem Personalaufbau verbundenen Investitionen in Marketing und Recruiting, aber auch in intensivierte Schulungsprogramme und weitere Personalentwicklungsmaßnahmen nehmen wir zu Lasten einer kurzfristigen Ertragsmaximierung weiterhin in Kauf.

Ziel des Wachstums ist neben der Verbesserung der Ertragskraft und Stabilisierung des volatilen Kundenprojektportfolios auch die Stärkung der internen Kompetenzen vor allem in technischen Fragestellungen, die im Zuge der Digitalisierung zunehmend wichtiger werden. Durch ein durchgängiges Verständnis der fachlichen und technischen Strukturen des Kunden sowie der umliegenden Ökosysteme (insb. Servicemärkte) sind wir in der Lage, qualitativ hochwertige Lösungen für die spezifische Kundensituation abzuleiten.

Als etabliertes Unternehmen in diesem Sektor möchten wir an dieser Entwicklung weiter partizipieren und unsere Position als qualitativ hochwertiger Beratungspartner unserer Kunden zur Bewältigung der Herausforderungen der Digitalisierung ausbauen.

Ausblick

Vor dem Hintergrund der Corona Pandemie ist ein konkreter Ausblick derzeit nicht möglich und die planvolle Umsetzung unserer Strategie nur begrenzt möglich. Unsere zu Jahresbeginn sehr positive Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ist aus aktueller Perspektive nicht haltbar. Das Management erfolgt im Lichte der stetig veränderlichen Informationslage auf Sicht. Im Rahmen des seit Mitte März aktivierten Krisenmanagements der plenum AG werden daher geplante Investitionen zurückgestellt und unabhängig von der Jahresplanung situativ entschieden. Das Auslastungs- und Liquiditätsmanagement erfolgt in intensivierter Form. Alle zur Verfügung stehenden Alternativen zur kurz- und mittelfristigen Sicherung der finanziellen Stabilität der Gesellschaft werden geprüft und soweit erforderlich in Anspruch genommen. Dies schließt die eventuelle Inanspruchnahme staatlicher Interventionsprogramme ausdrücklich ein.

Für den weiteren Jahresverlauf unterscheiden wir grundsätzlich zwei Szenarien: Sollte die Krise - im positiven Fall - nach wenigen Monaten überwunden werden, sehen wir gute Gründe dafür, zügig an der positiven Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen zu können. Der Veränderungsbedarf in den Kernbranchen der plenum-Gruppe ist ungebrochen. Die aktuelle Krisensituation unterstreicht darüber hinaus die konkrete Notwendigkeit bereits aufsichtsrechtlich vorgegebene Verfahren rund um die Absicherung der operativen Geschäftsmodelle sowie der ortsungebundenen agilen Zusammenarbeit - Social Collaboration - zu etablieren.

In diesem Positivszenario würden wir im Geschäftsjahr 2020 auch weiteres Personal aufbauen und dementsprechend stabile bis leicht steigende Umsätze der Gesellschaft erwarten. Die gute Marktpositionierung der plenum AG untermauert die positive Umsatzerwartung, so dass wir - im Falle einer schnellen Entspannung der Corona-Krisensituation - weiterhin von stabilen bis leicht steigenden Umsätzen im Konzern und einer gleichsam leicht positiven Konzern EBITDA Entwicklung ausgehen.

Sollte sich die Krise hingegen länger als erhofft hinziehen und sich das Kundenverhalten in diesem Zuge drastisch ändern, kann eine negative Geschäftsentwicklung für den plenum Konzern mit abnehmendem Umsatz und EBITDA nicht ausgeschlossen werden. Zum Schutze der Gesellschaft gehen wir in diesem neagtiven Szenario ab definierten Entscheidungspunkten von der Inanspruchnahme staatlicher Interventionsprogramme und in letzter Instanz von betriebsbedingten Personalanpassungen aus.

Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

Da der Energiesektor zukünftig operativ in einem kombinierten Betrieb aus der plenum AG und der BLUBERRIES GmbH geführt wird, können sich Umsatz- und Ertragsverschiebungen innerhalb der plenum-Gruppe mit entsprechenden Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der plenum AG ergeben. Um diesen Effekt bereinigt erwarten wir auch für die plenum AG für das Geschäftsjahr 2020 im Positivszenario stabile bis leicht steigende Umsatzerlöse entsprechend der Konzernprognose. Ferner gehen wir für den Einzelabschluss nach HGB für das Geschäftsjahr 2020 von einem stabilen bis leicht steigenden EBITDA aus. Im Negativ-Szenario gelten die Aussagen zum Konzern entsprechend.

Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 AktG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

I. Allgemeine Angaben

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen für Dritte sowie der Erwerb, die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts erfolgt auf freiwilliger Basis. Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Konzernabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG.

Die Angaben laut Registergericht lauten:

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Firma: plenum AG
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Frankfurt am Main
Handelsregisternummer: HRB 97164

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt. Die besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen (§§ 264 bis 274 HGB) für Kapitalgesellschaften wurden beachtet.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der plenum AG als Mutterunternehmen zwei inländische Unternehmen, an denen die plenum AG unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist, einbezogen worden. Neben der plenum International Management Consulting GmbH (pIMC), wird erstmalig die BLUBERRIES GmbH in den Konzernabschluss einbezogen, die zum 01.01.2019 zur plenum Gruppe gestossen ist.

Zu den Einzelheiten im Zusammenhang mit dem Konsolidierungskreis verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konzernbilanz wird durch Zusammenfassung der Einzelbilanzen aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erstellt. Die Einbeziehung erfolgt nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung, d.h. sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden mit Ausnahme der Posten, die konsolidiert wurden, mit dem vollen Betrag in die Konzernbilanz übernommen. Die plenum AG besitzt unmittelbar 100 % der Anteile von den konsolidierten Tochterunternehmen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird durch die Zusammenfassung der Einzel-Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Tochterunternehmen erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist.

Die Erstkonsolidierung der in 2018 erworbenen BLUBERRIES GmbH wurde zum 1. Januar 2019 vorgenommen, da ab diesem Zeitpunkt ein beherrschender Einfluss nach § 290 Abs. 2 HGB vorlag. Der bei dieser Kapitalkonsolidierung ermittelte aktive Unterschiedsbetrag von 3.905 Mio. Euro verteilte sich wie folgt:

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3,0 Mio. Euro der Marke "BLUBERRIES"

306 Tsd. Euro aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen

90 Tsd. Euro Auftragsbestand

1,0 Mio. Euro passive latente Steuern

1,462 Mio. Euro Geschäfts- oder Firmenwert

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Die Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den bestehenden Gewinnabführungsverträgen wurden, ebenso wie die Beteiligungserträge von Tochterunternehmen, im Konzernabschluss eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen wurde verzichtet, da Sachverhalte, die zu so einer Zwischenergebniseliminierng geführt hätten, nicht vorlagen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellkosten unter Berücksichtigung angemessener Verwaltungsgemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Das Bankguthaben wird zum Nominalwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern wurde das Aktivierungswahlrecht § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ausgebübt.

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Renten berücksichtigt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen.

Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug zum Stichtag 2,71 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB).

Die Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Soweit es sich dabei um Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB handelt, wird die Rückstellung mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

V. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Konzernanlagespiegel gesondert dargestellt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marken "plenum" und "BLUBERRIES" und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke "plenum" wird über 12 Jahre abgeschrieben und die Marke "BLUBERRIES" wurde einmalig im Geschäftsjahr 2019 zu 50% abgeschrieben, da die Marke zukünftig nur noch als Teil der Submarke "plenum.bluberries" der plenum AG im Energiemarkt und nicht mehr als eigenständige Marke eingesetzt wird. Der Restwert der Marke wird über 10 Jahre abgeschrieben.

Des Weiteren wird der aus der Kapitalkonsolidierung der BLUBERRIES GmbH entstandene Geschäftsoder Firmenwert mit seinen historischen Anschaffungskosten von 1.462 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser wir über 5 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich aus aus der mittelfristigen Integration der Geschäftsbeziehungen in die plenum AG die erwartungsgemäß noch zwei Jahre über den Earnout-Zeitraum hinauswirkt.

2. Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Kundenprojekte.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4. Latente Steuern

Der Stand der latenten Steuern zum 31.12.2019 sowie die erfolgten Änderungen dieser Salden im Geschäftsjahr 2019 entwickelte sich wie folgt (in Tsd. Euro):

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31.12.2019 Veränderung 31.12.2018
Aktive latente Steuern 1.734 1.734 0
Passive latente Steuern 438 438 0

Latente Steuern wurden gebildet auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich im Wesentlichen auf Bewertungsunterschieden im Bereich Anlage- und Umlaufvermögen sowie bei den Pensionsrückstellungen ergeben. Aus einer Saldierung der passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen resultiert ein Aktivüberhang, der aktiviert wurde. Dabei wurde der Steuersatz der Muttergesellschaft verwendet. Dieser beträgt 31,925%.

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die steuerlichen Verlustvorträge 8.593 Tsd. Euro Körperschaftssteuer (Vorjahr: 9.157 Tsd. Euro) und 8.493 Tsd. Euro Gewerbesteuer (Vorjahr 9.058 Tsd. Euro). Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5.431 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro) wurden aktive latente Steuern gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.162 Tsd. Euro körperschaftsteuerlich und 3.062 Tsd. Euro gewerbesteuerlich wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt, da mit ihrer Nutzung voraussichtlich erst nach einem 5-Jahreszeitraum zu rechnen ist.

Im Berichtsjahr wurden steuerliche Verlustvorträge, für die keine aktive latente Steuer gebildet worden war, in Höhe von 565 Tsd. Euro (Vorjahr: 127 Tsd. Euro) genutzt.

Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand

Die plenum AG und ihre Tochtergesellschaften in Deutschland unterliegen mit ihren Ergebnissen der Körperschaftsteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag) und der Gewerbeertragsteuer. Der dem erwarteten Steueraufwand zugrunde liegende Steuersatz von 31,925 Prozent (Vorjahr: 31,925 Prozent) berücksichtigt die für die Besteuerung relevante Gesellschaftsstruktur. Er errechnet sich als gewichteter Steuersatz der Regionen, in denen die wesentlichen Ergebnisse entstanden sind.

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in Mio. Euro 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern -1,24 0,4
Erwarteter Steueraufwand (-)/​-ertrag (+) +0,39 -0,127
Steueranteil auf Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern angesetzt wurden +1,60 0
Inanspruchnahme von Verlustvorträgen, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden 0 +0,127
Tatsächlicher Steuerertrag +1,99 0

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31. Dezember 2017 1.697 2.165 -2.126 1.736
Konzernjahresüberschuss 406 406
Stand 31. Dezember 2018 1.697 2.165 -1.719 2.142
Konzernjahresüberschuss 742 742
Stand 31. Dezember 2019 1.697 2.165 -978 2.884

Am 31. Dezember 2019 betrug das gezeichnete Kapital der plenum AG 1.697.426,00 Euro (Vorjahr: 1.697.426,00 Euro), das in 1.697.426 Stückaktien (Vorjahr: 1.697.426 Stückaktien) eingeteilt war.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkaptial bis zum 18. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 848.713 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 848.713 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlage zu erhöhen.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeiter der plenum Management Consulting GmbH). Vom Gesamtbetrag der Rückstellung für Pensionszusagen entfällt ein Betrag von 295 Tsd. Euro (Vorjahr: 285 Tsd. Euro) an ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Diese Pensionszusage ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Die Entwicklung zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Erfüllungsbetrag der Pensionszusage 295 285
Aktivwert des Deckungsvermögens 230 198
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 230 230
Verrechnete Aufwendungen 8 9
Verrechnete Erträge 32 -32

Zum 31. Dezember 2019 entsprechen die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dem Aktivwert des Deckungsvermögens, woraus ein ausschüttungsgesperrter Differenzbetrag in Höhe von 0 Euro resultiert.

Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 71 Tsd. Euro; insoweit bestünde eine Ausschüttungssperre.

Zudem ergab sich Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für weitere Pensionszusagen in Höhe von 18 Tsd. Euro (Vorjahr 21 Tsd. Euro).

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Erwerb der BLUBERRIES GmbH sowie für Personal und ausstehende Rechnungen enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 300 Tsd. Euro eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 900 Tsd. Euro eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (Vorjahr 1.200 Tsd. Euro). Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 885 Tsd. Euro (Vorjahr 850 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Betriebsmittellinie in Höhe von 1,5 Mio. Euro ist erstrangig durch Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gegen Drittschuldner abgesichert. Der Kreditrahmen wurde bislang nicht in Anspruch genommen.

8. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat aus verschiedenen Miet-, Wartungs-, Service- und Finanzierungsverträgen im folgenden Geschäftsjahr finanzielle Verpflichtungen im Gesamtwert von 229 Tsd. Euro.

Zur Reduzierung des gebundenen Gesamtkapitals und Erhöhung der Liquidität werden Investitionen teilweise über Leasing finanziert.

VI. Angaben zur GuV

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 55 Tsd. Euro (Vorjahr 21 Tsd. Euro) enthalten.

2. Aufwand aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr 10 Tsd. Euro) angefallen.

3. Sonstige Angaben

Im Steuerertrag sind aktive latente Steuern von außergewöhnlicher Größenordnung aus Verlustvorträge in Höhe von 1,596 Mio. Euro enthalten. Diese resultieren aus der eingetretenen Werthaltigkeit von Verlustvorträgen zum 31.12.2019 und vorgenommenen Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge .

In den Abschreibungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Marke BLUBERRIES in Höhe von 1,372 Mio. Euro enthalten.

VII. Sonstige Angaben

1. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde für das Berichtsjahr und das Vorjahr auf der Grundlage des DRS 21 ermittelt. Der Finanzmittelfonds besteht aus Kassen- und Bankguthaben. Täglich fällige Kontokorrentverbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden und insofern nicht in den Finanzmittelfonds zu inkludieren.

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 111 Mitarbeiter (97 Berater, 9 Verwaltungskräfte und 5 Aushilfen) beschäftigt.

3. Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt:

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Name Beruf Mandate *
Dr. Walter Herzog, - Vorsitzender - Unternehmensberater Keine weiteren Mandate
Thies Eggers - stellvertretender Vorsitzender - Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Aufsichtsrat der Allgeier SE, München (stellvertretender Vorsitzender)
Aufsichtsrat der Bayerische Gewerbebau
AG, München (Vorsitzender)
Aufsichtsrat der SBF AG, Leipzig
Dr. Klaus Freihube Dipl.-Kaufmann Keine weiteren Mandate

* Hier werden die Mandate in weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen angegeben.

Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2019 betragen 65 Tsd. Euro (2018: 85 Tsd. Euro).

4. Vorstand

Als Vorstand der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Ulf Wohlers, Sprecher des Vorstands

Herr Volker Elders

Kein Vorstandsmitglied hatte Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften. Die Ressorts verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

Herr Ulf Wohlers leitet die Business Unit Versicherungen und die Business Unit Kreditinstitute. Als Sprecher des Vorstands ist er für die Außenkommunikation und die Unternehmensentwicklung verantwortlich sowie für die internen Funktionen im Rahmen einer COO Funktion. Zudem ist er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig.

Herr Volker Elders ist verantwortlich für die Business Unit Energie & Mobilität. Zudem ist er als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft plenum International Management Consulting GmbH tätig.

5. Angaben zu Beteiligungen

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Anteil am Kapital 31.12.2019
Beteiligungen in %
plenum International Management Consulting GmbH, Frankfurt am Main 100
BLUBERRIES GmbH, Amerang 100

Bei den Gesellschaften BLUBERRIES GmbH und plenum International Management Consulting GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

6. Nachtragsbericht

Aufgrund der aktuellen, weltweiten SARS-CoV-2 Pandemie (COVID-19), genannt Coronavirus, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Beeinträchtigungen der Auftragslage für Beratungsunternehmen kommt. Dies hängt insbesondere an der wirtschaftlichen Entwicklung der für die plenum AG relevanten Branchen Kreditinstitute, Energie & Mobilität sowie Versicherungen. Kosteneinsparungen bei Kunden können zur Verschiebung oder Streichung von Projekten mit Dienstleistern führen. Außerdem ist der Beratermarkt durch Einschränkung der Reisetätigkeit und Homeoffice-Regelungen betroffen. Obwohl die Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits spürbar sind, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt der Einfluss des Coronavirus auf den Umsatz noch nicht quantifizieren.

7. Nahestehende Unternehmen und Personen

Die Geschäfte des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

8. Derivative Finanzinstrumente

Im Berichtsjahr wurde ein CAP zur Zinsabsicherung des Kredites in Höhe von Tsd. 1.350 Euro getätigt.

Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheit um einen Mikro-Hedge. Deshalb ist eine sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmten.

9. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2019 des Mutterunternehmens schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 558 Tsd. Euro ab. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

10. Sonstiges

Die für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 im Konzern berechneten Honorare schlüsseln sich wie folgt auf.

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 23

Steuerberatungsleistungen: TEUR 22

Sonstige Leistungen: TEUR 22

 

Frankfurt, den 15. April 2020

Der Vorstand

Ulf Wohlers

Volker Elders

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der erfolgreiche Wachstumskurs der plenum AG konnte auch mit der neu zur plenum-Gruppe gestoßenen BLUBERRIES GmbH fortgeführt und mit einem über Marktdurchschnitt liegenden Umsatzanstieg der plenum-Gruppe sowie einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden. Dies ist besonders erfreulich vor dem Hintergrund der Integrationsaktivitäten sowie des damit einhergehenden Aufwands und der erforderlichen Investitionen in Infrastruktur und Wachstum. Mit der sehr erfolgreichen Integration der BLUBERRIES GmbH ist die plenum-Gruppe am Ende des Geschäftsjahres 2019 gut aufgestellt für ein weiteres zukünftiges Umsatz- und Ergebniswachstum.

Tätigkeit des Aufsichtsrats und Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Unter den gegebenen, weiterhin herausfordernden Marktbedingungen hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der plenum Aktiengesellschaft beraten und seine Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl inner- als auch außerhalb von Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Unternehmensentwicklung informieren. Im Rahmen der Überwachung wurde insbesondere die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Vorstandsarbeit hinterfragt. Die vom Vorstand übermittelten Informationen umfassten insbesondere die Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung. Zukunftsgerichtete Geschäftsentscheidungen und Planungen wurden mit dem Vorstand auf der Grundlage der vom Vorstand erstatteten Berichte sowie unter Prüfung und Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Geschäftsunterlagen bzw. Vorlagen erörtert.

Vor allem erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die geschäftlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen.

Soweit Entscheidungen des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurde der Aufsichtsrat durch Vorlage der entscheidungserheblichen Informationen und Unterlagen unterrichtet. Erforderliche Zustimmungen wurden nach eingehender Prüfung und Beratung durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats erteilt. Bei Entscheidungen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz war der Vorstand aufgefordert, dem Aufsichtsrat neben der Information im Vorfeld der Entscheidungen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen zu berichten.

Sitzungen des Aufsichtsrats (Schwerpunkte)

In Wahrnehmung seiner Aufgaben tagte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019 in vier Sitzungen:

In der Sitzung vom 2. April 2019 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2018 im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Abschließend stimmte der Aufsichtsrat dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 war damit festgestellt.

Im Folgenden wurde die Geschäftsplanung und -entwicklung für 2019 sowie die Integration der BLUBERRIES GmbH besprochen.

Abschließend wurden die Vorbereitungen für die Hauptversammlung finalisiert und einvernehmlich beschlossen.

In der Sitzung vom 25. Juni 2019 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Neben der aktuellen Auftragslage wurden die Finanzlage, insbesondere die Liquidität, die Vertriebsaktivitäten und Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen behandelt.

In der Sitzung vom 24. September 2019 berichtete der Vorstand über den Gang der Geschäfte bis zum Ende des 3. Quartals und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2019. Des Weiteren wurden die Fortschritte bei der Integration der BLUBERRIES GmbH besprochen und die Planungsprämissen für das Geschäftsjahr 2020 fixiert sowie der eingeschlagene Wachstumskurs bestätigt.

In der Sitzung vom 5. Dezember 2019 berichtete der Vorstand zum Gang der Geschäfte im laufenden Jahr, insbesondere zum voraussichtlichen Umsatz und Ergebnis, dem Auftragsbestand, der Auslastung sowie der Personalentwicklung. Auf den Ergebnissen und Erkenntnissen des laufenden Jahres aufbauend wurden die Verbesserungspotenziale des Unternehmens sowie die aktuelle Geschäftsstrategie eingehender besprochen und der Vorstand gebeten, die strategischen Optionen weiter zu vertiefen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat hat es in 2019 nicht gegeben.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat erfüllt seine Aufgaben stets als Gesamtgremium, das sich aus drei Mitgliedern zusammensetzt. Die Bildung besonderer Ausschüsse erscheint bei einem Aufsichtsrat dieser Größe weder erforderlich noch zweckmäßig.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juni 2019 hat die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 gewählt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses hat der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss zum 31.12.2019 erteilt. Der Abschlussprüfer hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 15. April 2020 erläutert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 waren keine Einwendungen des Abschlussprüfers zu erheben. Der Lagebericht vermittelt nach Feststellung des Abschlussprüfers insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind demnach im Lagebericht zutreffend dargestellt.

Der Jahresabschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, den Jahresabschluss und den Lagebericht selbst geprüft und die Unterlagen im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei ausführlich über das Ergebnis seiner Prüfungen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden von Vorstand und Abschlussprüfer umfassend beantwortet. Nach Erörterung des Jahresabschlusses stimmte der Aufsichtsrat am 15. April 2020 dem Bericht des Abschlussprüfers und dem Ergebnis seiner Prüfungen zu, erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss der plenum Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 ist damit festgestellt.

Gewinnverwendung

Die plenum AG 2019 schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 558 Tsd. Euro ab. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag sowohl mit Blick auf die Vorsorge für die Gesellschaft als auch die Aktionärsinteressen für angemessen und stimmt ihm zu.

Prüfung der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt und von diesem überprüft und gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand Einzelheiten erläutern lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Ebenso wurde der dazugehörige Prüfungsbericht, der von der beauftragten RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt, vorgelegt wurde, im Aufsichtsrat besprochen. Der Abschlussprüfer hat folgenden Vermerk erteilt:

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"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

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1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat sich auch den Prüfungsbericht erläutern lassen und stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.

Der Jahresabschluss und der Bericht nach § 312 AktG sowie die hierzu erstellten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt worden.

Dem Ergebnis der Prüfung des Berichts nach § 312 AktG durch den Abschlussprüfer schloss sich der Aufsichtsrat ebenfalls an. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts nach § 312 AktG, die im Anhang zum Jahresabschluss wiedergegeben ist.

Der Aufsichtsrat der plenum Aktiengesellschaft dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand sehr herzlich für das große und nachhaltige Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Frankfurt, den 15. April 2020

Dr. Walter Herzog, Aufsichtsratsvorsitzender