Scherzer & Co. AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Lagebericht des Vorstands 20131. Finanzwirtschaftliches Umfeld* Mit Blick auf die Entwicklung der Kapitalmärkte 2013 könnte man glauben, dass es ein relativ ereignisloses und – aus Investorensicht – einfaches Jahr war. Doch weit gefehlt: Eine Fülle von (geld-) politischen Ereignissen und Entscheidungen dominierte die Tagesabläufe der Marktteilnehmer. Den Anfang machte die japanische Notenbank (BoJ) im Januar und April mit der Bekanntgabe der lange erwarteten Details ihrer neuen Ausrichtung der Geldpolitik. Japan betreibt seitdem nahezu ohne zeitliche und volumenstechnische Beschränkung die relativ ausgeprägteste geldpolitische Lockerung der großen Industrieländer und versucht gleichzeitig über ein aufwendiges Konjunkturprogramm die Wirtschaft zu stimulieren. Damit hat nun neben dem Quantitative-Easing-Programm der US-Notenbank (Fed) und den unkonventionellen Rettungs- und Stützungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) die dritte bedeutende Zentralbank ein außergewöhnliches geldpolitisches Stimulusprogramm gestartet. In Europa verlief der Jahresauftakt im Vergleich dazu etwas ruhiger: Die Ankündigung mehrerer europäischer Banken, ca. 137 Mrd. Euro aus den sogenannten LTRO-Hilfsprogrammen („Long Term Refinancing Operations“) der EZB zurückzuzahlen, sorgte für wohlwollende Aufmerksamkeit. Die hiervon ausgehende positive Stimmungslage änderte sich aber im weiteren Verlauf des ersten Quartals: Im Februar stufte Moody´s das Länderrating von Großbritannien herab, entzog dem Land damit die Bestnote für seine Kreditwürdigkeit (nach Frankreich und den USA in 2012) und erinnerte die Märkte daran, dass auch außerhalb der Eurozone ähnliche Probleme, wie hohe Verschuldung und eine stagnierende Konjunktur, existent sind. In Italien fanden die ersten Wahlen seit der Implementierung von Mario Monti als Premierminister statt. Das Ergebnis dieser Parlamentswahl hätte kaum schlimmer ausfallen können. Es führte aufgrund der extrem unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien zu einer instabilen Regierung und zu einer Abstufung Italiens durch die Ratingagentur Fitch auf nur noch BBB+ mit negativem Ausblick. Nachdem Zypern bereits im Jahr 2012 EU-Hilfen beantragt hatte, kam es im März bei den Verhandlungen über die Bedingungen für die Auszahlung der Hilfsgelder zu einem Eklat. Grund hierfür war die Forderung der Troika sowie verschiedener EU-Staaten, Gläubiger von Staatsanleihen über einen Schuldenschnitt zu beteiligen und darüber hinaus die Bankeinlagen der Kleinsparer von Einschnitten nicht auszunehmen. Für zusätzliche Brisanz sorgten die Annahmen über die Herkunft großer Teile des in Zypern angelegten Vermögens in Verbindung mit der relativ steuerfreundlichen Struktur des zypriotischen Bankensystems. Es kam zu Demonstrationen, das zypriotische Parlament lehnte das vorgeschlagene Rettungspaket einstimmig ab. Als Folge wurden erstmalig in einem Land der EU Kapitalverkehrsbeschränkungen eingeführt, das Bankensystem für eine Woche geschlossen und Einlagenbesitzer teilweise enteignet. Selbst die katastrophalen Arbeitsmarktdaten – vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Italien und Griechenland – gerieten unter diesen Umständen kurzzeitig aus dem Fokus. Ebenso wurden die sich immer weiter verschlechternden Bedingungen in Frankreich, wie das Verfehlen der neuen Defizitgrenze, Rekordarbeitslosigkeit, schrumpfende Wirtschaft und die schwindende Unterstützung für den Präsidenten kaum am Markt gewürdigt. Zu sehr dominierte das Thema Zypern. Der seit Ende 2012 befürchtete Sturz von der sogenannten „Fiskalklippe“ in den USA und die damit automatisch erzeugten Steuererhöhungen und Budgetkürzungen wurden Anfang des Jahres ebenso wie die Diskussion um die erneut erreichte Schuldenobergrenze verschoben. Lediglich abgeschwächte Budgetkürzungen traten Anfang März in Kraft. Gegen Ende des zweiten Quartals kam die Unsicherheit an die Märkte zurück: Nachdem es bis Mitte Mai aus den USA nahezu keine erwähnenswerten Nachrichten zu vermelden gab, „verursachte“ wieder einmal der Vorsitzende der US-Notenbank Fed Ben Bernanke am 22. Mai sowie am 19. Juni signifikante Marktbewegungen. Letztendlich wurden seine Äußerungen (in deren Zusammenhang der Begriff des „Tapering“ geprägt wurde) von den Marktteilnehmern als der Beginn des Ausstieges aus der ultralockeren Geldpolitik und als potentielles Ende des nunmehr über 30 Jahre andauernden Zyklus fallender Zinsen interpretiert. Jede Konjunkturnachricht wurde in der Folge mit Argusaugen beobachtet und mit auf den ersten Blick manchmal paradoxen Reaktionen begleitet. Schlechte Nachrichten wurden gefeiert, da die Hoffnung auf eine Beibehaltung des aktuellen Kurses stieg, während insbesondere gute Arbeitsmarktdaten eher mit Sorgen vor der angekündigten geldpolitischen Straffung kommentiert wurden. Zusätzlich sorgten die schlechter als erwartet ausfallenden Konjunkturdaten und die restriktivere Geldpolitik in China für Verunsicherung und führten zu starken Verkäufen bei Schwellenländeranleihen und -aktien sowie bei den Hauptwährungen der Emerging Markets wie beispielsweise Brasilianischer Real, Indische Rupie und Türkische Lira. In Europa schienen sich die politischen Ereignisse die Waage zu halten, obwohl sie genauer betrachtet, nahezu durchweg negativ zu interpretieren waren. Beispielhaft hierfür waren: Portugals Oberster Gerichtshof lehnte Teile des Sparhaushaltes ab und verursachte damit vermutlich weitere Einsparungen in „bevölkerungsnahen“ Bereichen. In Italien wurde nach langem Tauziehen eine Regierung gebildet, jedoch stellte diese mit der EU vereinbarte Sparziele sofort in Frage. Auch die Ratingagenturen waren nicht untätig: Während Slowenien von Moody´s auf „Ramsch“ mit negativem Ausblick abgestuft wurde, stufte die Agentur Fitch Griechenland von CCC auf B- herauf. „Kommando zurück“ war das Motto im dritten Quartal. Nachdem die US-Notenbank die Kapitalmärkte nun nahezu vier Monate auf eine Reduzierung ihrer ultralockeren Geldpolitik vorbereitet hatte, sorgte die Ankündigung, dies nun doch nicht zu tun, für Erleichterung. Kaum hatten die Märkte erkannt, dass der Kurswechsel in der Geldpolitik (zunächst) ausbleibt, wurden sie mit zwei weiteren Problemfeldern konfrontiert: Zum einen führte der andauernde Budgetstreit in der US-Regierung Ende September zu einer zwangsweisen Lahmlegung der Verwaltung und gleichzeitig drohte den USA Mitte Oktober 2013 aufgrund der erreichten Schuldenobergrenze erneut die Zahlungsunfähigkeit. Die Insolvenz der Stadt Detroit Mitte Juni sorgte kurzfristig in den speziellen Anleihemärkten für Kommunalanleihen in den USA für Verunsicherung. In Europa kehrte temporär Ruhe ein. Der Mangel an makroökonomischen Nachrichten und die tendenziell etwas besser ausgefallenen Konjunkturdaten (z.B. fallende Lohnstückkosten in Spanien) führten zu einer abnehmenden Risikoaversion und einem positiven Kapitalmarktumfeld. Auch die weiter rückläufige Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde positiv interpretiert. Gegen Ende des Quartals sorgte Silvio Berlusconi in Italien kurzzeitig für Verunsicherung, die sich jedoch nach seinem Einlenken rasch wieder legte. Die Ergebnisse der Bundestagswahl in Deutschland waren zum Teil zwar etwas überraschend, jedoch führte die relativ hohe Wahrscheinlichkeit einer weiter bestehenden bürgerlichen Regierung zu keiner relevanten Marktreaktion. Im vierten Quartal verstetigte sich diese Entwicklung und es gab kaum noch global marktbeeinflussende Ereignisse. In Europa und auch den USA manifestierte sich die neu gewonnene Zuversicht bezüglich der weiteren konjunkturellen Erholung in weiter steigenden (Aktien-) Kursen. Ebenso einigten sich US-Kongress und Senat und verschoben die Diskussion über Schuldengrenze und Haushaltsbudget ins Jahr 2014. Überraschend – und auch in Folge durchaus kritisiert – nahm die EZB im November noch eine Leitzinssenkung auf nunmehr 0,25 % vor und begründete dies mit dem schwachen Preisauftrieb im Euroraum. Letztendlich kam es dann doch, das „Tapering“ in den USA, wenn auch eher schrittweise. Am 18.12. gab die Fed in ihrer letzten Sitzung des Jahres eine Senkung des monatlichen Ankaufvolumens von 85 Mrd. USD auf 75 Mrd. USD bekannt. Die Marktreaktionen darauf waren jedoch marginaler Natur. Dafür sorgte wohl auch Janet Yellen, die als Bernanke-Nachfolgerin an der Spitze der US-Notenbank das mittelfristige Festhalten an der „Null-Zins-Politik“ betonte. Die Staatsanleihemärkte in Europa und den USA bewegten sich zunächst per Saldo seitwärts. In Deutschland wurden sogar die Renditetiefs von Mitte des Jahres 2012 wieder erreicht. Dies galt trotz der geschilderten Situation auch für die Peripheriemärkte wie beispielsweise Italien, Spanien und Frankreich. Dank des „Draghi-Puts“ konnten auch annähernd alle Anleiheauktionen erfolgreich durchgeführt werden. Dies änderte sich Anfang Mai. Den restriktiveren Äußerungen der Fed und der eigentlich positiven Leitzinssenkung der EZB folgte eine relativ starke Abwärtsbewegung. So stiegen die jeweiligen 10-jährigen Referenzrenditen in den USA und Deutschland von 1,6% auf 2,6% respektive von 1% auf 1,5%. Analog zu den Staatsanleihen gab es auch bei den Unternehmensanleihen einen starken Verkaufsdruck. Besonders stark traf es jedoch die Emerging Markets. Hier verloren vor allem die Anleihen der Staaten mit hohen Leistungsbilanzdefiziten wie beispielsweise Indien, Brasilien, Indonesien und der Türkei zweistellig an Wert. Im weiteren Jahresverlauf entspannte sich die Situation dann wieder. Die Diskussionen jenseits des Atlantiks um die US-Schuldengrenze, die Stilllegung der US-Regierung sowie die Signale der Notenbanken sorgten für Schwankungen, schienen aber die Marktteilnehmer nicht nachhaltig zu beunruhigen. (*Quelle: DO Investment AG, Do-RM Special Situations Total Return I; Bericht der Verwaltungsgesellschaft) 2. Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes Mit einem deutlichen Plus von 25,5% konnte sich der deutsche Leitindex (Dax) in diesem Umfeld gut entwickeln und ein weiteres überdurchschnittliches Jahresergebnis verbuchen. Die Small- und Midcap-Indizes konnten diese Entwicklung sogar noch übertreffen und gingen mit einem Zuwachs von 39,1% für den MDax bzw. 29,3% für den SDax aus dem Handel. Spitzenreiter war in 2013 der TecDax, der stolze 40,9% zulegen konnte. Die weltweiten Aktienmärkte haben sich in diesem Umfeld ebenfalls gut entwickelt. Stellvertretend sei an dieser Stelle der MSCI World genannt, der in Euro gerechnet um 18,7% angestiegen ist. Etwas schwächer aber ebenfalls mit einer überdurchschnittlichen Performance entwickelten sich die europäischen Indizes. Der prominente EuroStoxx 50 verbesserte sich um 17,9%. Der Dow Jones Industrial konnte im Vergleich hierzu 21,0% zulegen. Herausragend war im Jahre 2013 die Entwicklung des Nikkei 225. In lokaler Währung stand eine außergewöhnliche Jahresperformance von 56,7% zu Buche. Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2013 wie folgt ab: scroll
Nicht nur bei Investitionen in Japan galt es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr, die Währungsseite zu beachten. Der Euro hat ab dem zweiten Quartal nahezu kontinuierlich gegenüber allen „Fluchtwährungen“ aufgewertet. Auf Jahressicht gewann er z.B. gegenüber der Norwegischen Krone 14%, dem Singapur-Dollar 8% und dem Australischen Dollar 21%. Die größten Bewegungen fanden jedoch im Japanischen Yen (aufgrund der oben beschriebenen Geldpolitik der Bank of Japan -27% versus Euro) und in den Währungen der großen Emerging Markets statt. Diese litten unter Kapitalabflüssen, verursacht durch politische Unruhen und die Sorge um zu hohe Leitungsbilanzdefizite. Der Brasilianische Real verlor 20%, die Indische Rupie 18% und die Türkische Lira 26% gegenüber dem Euro. Rohstoffanleger hatten in 2013 per Saldo kein gutes Jahr. Trotz teilweise recht unterschiedlicher Bewegungen pro Quartal schlossen fast alle Teilsektoren in deutlich negativem Terrain. Besonders hoch fielen die Verluste bei den Edelmetallen Gold und Silber aus. Nachdem insbesondere Gold über 10 Jahre nahezu kontinuierlich gestiegen war, gab es zum Anfang und zum Ende des zweiten Quartals deutliche Verluste. Hauptgrund hierfür waren die massiven Abflüsse aus Gold ETFs. Diese konnten nicht durch die nach wie vor hohe Nachfrage nach physischem Gold von Seiten der Retailkunden, auch insbesondere in den Emerging Markets, kompensiert werden. Der Goldpreis fiel im Jahresverlauf von über 1.600 USD je Unze auf das Niveau von 1.200 USD zum Jahresende, der Silberpreis von über 30 USD je Feinunze auf unter 20 USD zum Jahresende. 3. Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2013 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und schloss mit einem deutlichen Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an das gute Geschäftsjahr 2012 anschließen. Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt. Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei den Anteilen an der Biotest AG, Lotto24 AG, Rhön-Klinikum AG, InVision AG, FORTEC Elektronik AG, Easy Software AG, exceet Group SE und Klöckner & Co. SE. Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Generali Deutschland Holding AG, Pironet NDH AG, Aixtron SE, Schuler AG und Telefonica Deutschland AG. Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere (alphabetisch) Colonia Real Estate AG, Edel AG, GK Software AG, Highlight Communications AG, IBS AG, Lotto24 AG, MS Industrie AG, Nordwest Handel AG, Tipp24 SE und Württembergische Leben AG. Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile der Curanum AG, DMG Mori Seiki AG, Francotyp Postalia AG, Generali Deutschland Holding AG („neue Runde“), Max21 Management und Beteiligungen AG und Metro AG (Vorzugsaktien). Daneben gab es die „Stammpositionen“ im Portfolio, die als Wertbasis auf Sicht interessante Ergebnisbeiträge liefern können: Die Scherzer & Co. AG engagierte sich erneut bei der Generali Deutschland Holding AG (vormals AMB Generali Holding AG), die zu mehr als 96% zur italienischen Generali-Gruppe gehört. Nach Überschreiten der 95%-Schwelle konnte das Squeeze-out-Verlangen gestellt werden und die Hauptversammlung im Dezember 2013 über den Übertrag der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Großaktionärin beschließen. Die verbliebenen Minderheitsaktionäre sind nun in der Lage, nach Eintragung des Squeeze-outs im Handelsregister, auf den erfolgreichen Ausgang eines zu erwartenden Spruchstellenverfahrens zu spekulieren. Die Beteiligung an der Biotest AG geht weiter erfolgreich ihren Weg. Biotest ist ein Spezialist in der Herstellung von Blutersatzstoffen. Zusätzliche Phantasie ergibt sich aus der klinischen Entwicklung so genannter monoklonaler Antikörper. Sollte es Biotest gelingen, eine der in Entwicklung befindlichen Substanzen bis zur Zulassung als Medikament zu bringen, besteht die Chance, dass die Gesellschaft in neue Bewertungsdimensionen wächst. Weiterhin besteht die Möglichkeit eines Teil- oder Komplettverkaufs der Anteile der Mehrheitsgesellschafterin. Die Stammaktien sind mehrheitlich in Familienbesitz. Sehr erfreulich entwickelte sich auch die Beteiligung an der WMF AG. Der bekannte Küchengerätehersteller, dessen Anteile mehrheitlich beim Private Equity-Investor KKR liegen (71,56% der Stammaktien, 6% der Vorzugsaktien), konnte sich trotz der Belastungen aus dem Verkauf der Kleinteilesparte Princess börslich sehr gut entwickeln. Auch wenn hohe Dividendenzahlungen aufgrund der geplanten Expansionsstrategie in den Hintergrund getreten sind, sollte die erwartete hohe Umsatzrendite von 7% zumindest stabilisierend wirken. Im Geschäftsjahr 2013 ist das Portfolio der Nachbesserungsrechte erneut ausgebaut worden. Per Saldo konnten Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 5,6 Mio. EUR generiert werden. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2013 beträgt somit 87.894 TEUR nach 82.308 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 2,94 EUR (Vorjahr: 2,75 EUR). Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss in Spruchstellenverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis festgesetzt werden. Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten „Gerichtlichen Spruchstellenverfahren“ im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien. Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchstellenverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch „Abfindungsergänzungsansprüche“ genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den, zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren, Nachbesserungszahlungen, in größerem Umfang zu partizipieren. 4. Ertragslage Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung „Erträge aus Finanzinstrumenten“ in Höhe von 8.842 TEUR (Vorjahr 6.308 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 660 TEUR (Vorjahr: 1.228 TEUR) und bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 7.645 TEUR (Vorjahr: 4.490 TEUR) sowie aus Stillhalterschäften 537 TEUR (Vorjahr 590 TEUR) Gewinn erwirtschaftet worden. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Generali Deutschland Holding AG (1.544 TEUR), Pironet NDH AG (1.308 TEUR), Biotest AG (502 TEUR), Lotto24 AG (466 TEUR), Rhön-Klinikum AG (448 TEUR), Aixtron SE (405 TEUR), InVision AG (298 TEUR) und FORTEC Elektronik AG (247 TEUR). Aus der Veräußerung von Unternehmensanleihen konnten Kursgewinne von 235 TEUR (Vorjahr: 163 TEUR) erzielt werden. Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 1.679 TEUR resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 88 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand in 2013 ein Verlust von 903 TEUR (Vorjahr: 1.722 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 688 TEUR (Vorjahr 539 TEUR) entstanden. Die G + V Position „Sonstige betriebliche Erträge“ in Höhe von 976 TEUR (Vorjahr 2.247 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 260 TEUR (Vorjahr: 1.740 TEUR), auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens 715 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.441 TEUR (Vorjahr 2.181 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 132 TEUR (Vorjahr 605 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 1.309 TEUR (Vorjahr 1.576 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Personalkosten lagen in 2013 bei 452 TEUR (Vorjahr 336 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigt am Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter. Daneben wurde die allgemeine Verwaltung der Gesellschaft auch durch Fremdleistungen erbracht, die mit 27 TEUR (Vorjahr 25 TEUR) innerhalb der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 416 TEUR (Vorjahr 590 TEUR) ausgewiesen. Der deutliche Rückgang der Höhe dieser Aufwandsposition hängt direkt mit dem Wegfall der Kosten zusammen, die mit dem bis Ende 2012 bestandenen Kooperations- und Poolvertrag in Zusammenhang stehen. Hier waren im Vorjahr 235 TEUR an Kosten verbucht worden. Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position „Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens“ enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 937 TEUR (Vorjahr 1.056 TEUR) vereinnahmt. Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 243 TEUR (Vorjahr: 425 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 451 TEUR (Vorjahr 477 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position „Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ in der G + V ausgewiesen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013 beträgt 6.552 TEUR (Vorjahr 4.185 TEUR); der Jahresüberschuss beträgt 5.975 TEUR (Vorjahr 3.908 TEUR). Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,20 EUR (Vorjahr 0,13 EUR). 5. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 21.119 TEUR (Vorjahr 15.876 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 47.801 TEUR (Vorjahr 30.770 TEUR) aktiviert. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 491 TEUR (Vorjahr: 755 TEUR) betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Forderungen aus Wertpapierverkäufen (221 TEUR), abgegrenzte Stückzinserträge (133 TEUR) und Steuererstattungsansprüche (128 TEUR). Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 43.627 TEUR (Vorjahr: 37.652 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 4.834 TEUR (Vorjahr: Bilanzverlust 1.141 TEUR) zusammen. Die Steuerrückstellungen betragen 457 TEUR (Vorjahr 65 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 1.629 TEUR (Vorjahr 270 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen die Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 1.516 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR), Jahresabschluss- und Prüfungskosten 36 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR) und die Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen 27 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 24.028 TEUR (im Vorjahr 10.672 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 173 TEUR (Vorjahr 1.297 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 27 TEUR (Vorjahr 30 TEUR) betreffen überwiegend Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. In der Hauptversammlung vom 3. Juni 2013 wurde der Vorstand durch eine entsprechende Satzungsänderung ermächtigt, in der Zeit bis zum 02.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.970.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2013 auf 62,4% (Vorjahr 75,3%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert. 6. Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG a) Beschreibung Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen. Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch den Kauf von Put-Optionen ab. Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren. b) Kreditrisiko Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 24.028 TEUR (Vorjahr 10.672). Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können. c) Transaktionsrisiko Die Kreditkrise hat auch dazu geführt, dass Finanzierungen von Unternehmensüber-nahmen schwieriger darstellbar sind, als dies noch bis Mitte 2007 der Fall war. Dies trifft insbesondere auf die Aktivitäten von Private-Equity–Gesellschaften zu, die Unternehmensübernahmen in der Regel mit einem hohen Fremdkapitalanteil finanzieren. Dadurch könnte sich für die Scherzer & Co. AG die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich Unternehmen, welche sich in Sondersituationen befinden, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. d) Schuldnerrisiko Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptge- sellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen, sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchstellenverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert. Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen. e) Personenrisiko Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können. f) Prozessrisiken Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht. Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert. 7. Chancen Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird. Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen werden bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt. Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden. 8. Aussichten für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag gebildet werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen, mit der Erleichterung zu vorgenanntem, dass auf unterjährig erworbene Positionen Zuschreibungen im Jahr der Anschaffung nicht vorgenommen werden dürfen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben. Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert. Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und Ziel führend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter „Corporate Action“ stärkere Veränderung erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden. So können für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive Ergebnisse angestrebt aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht aber nicht versprochen werden kann. Jedenfalls sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten aus heutiger Sicht stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: Durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben. 9. Wesentliche Vorgänge in 2014 Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind in der Unternehmenssphäre der Scherzer & Co. AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Köln, im Februar 2014 Dr. Georg Issels Vorstand Hans Peter Neuroth Vorstand BilanzAktiva scroll
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Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungIn der Hauptversammlung vom 19.05.2014 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 4.834.204,71 in voller Höhe in die Gewinnrücklage einzustellen. AnhangInhaltsverzeichnis 1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses 2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung 3.1 Einzelposten des Anlagevermögens 3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals 3.2.2 Genehmigtes Kapital 3.2.3 Bilanzverlust 3.3 Sonstige Rückstellungen 3.4 Verbindlichkeiten 4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen 4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen 5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 30.12.2013). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei Euro 2.671.200,00 und übersteigt den Buchwert damit um Euro 339.931,00. Die Ergebnisse des Investmentvermögens werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können. 5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften. Anders als in Vorjahren haben wir die Erträge und Aufwendungen zur transparenteren Darstellung nicht mehr in einem einzigen Posten zusammengefasst, sondern gesondert ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Erträge aus Stillhaltergeschäften noch unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können. 2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten 3.1 Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. 3.2 Angaben zum Kapital 3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals Das Grundkapital beträgt Euro 29.940.000,00. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien (davon durch genehmigtes Kapital im Vorjahr gezeichnet: 2.720.501 Stückaktien). 3.2.2 Genehmigtes Kapital Das genehmigte Kapital beträgt Euro 14.970.000,00, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen. 3.2.3 Bilanzverlust Der Bilanzgewinn-/ -verlust entwickelte sich wie folgt: scroll
3.3 Sonstige Rückstellungen Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (T€ 27), Kosten des Jahresabschlusses und der Prüfung (T€ 36), Tantieme Mitarbeiter (T€ 15), ausstehenden Eingangsrechnungen (T€ 8), gerichtliche Verfahrenskosten (T€ 25), Aufwand für Archivierung (T€ 2), sowie Prämienaufwand für Stillhalterpositionen (T€ 1.516). 3.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen: scroll
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben. 4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen Die Erträge aus Finanzinstrumenten (TEUR 8.842) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von TEUR 660 aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von TEUR 7.645 aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Gewinne in Höhe von TEUR 537 aus Stillhaltergeschäften. Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (TEUR 1.679) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von TEUR -88 aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Verluste in Höhe von TEUR -903 aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens und Verlust aus Stillhaltergeschäften in Höhe von TEUR -688. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 976) setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Finanzanlagevermögen (TEUR 715), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Wertpapiere Umlaufvermögen (TEUR 260) und Sonstige (TEUR 1). 4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine „planmäßigen“ Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher TEUR 132 für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen Vorstand: Dr. Georg Issels, Kaufmann Hans Peter Neuroth, Kaufmann Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen Euro 363.842,39. Aufsichtsrat: Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender), seit 02.01.2013, Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München. Herr Dr. Göckeler ist außerdem
Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main (seit 26.08.2013). Herr Hauschildt ist außerdem
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf Euro 26.775,00. 5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00% am Stammkapital von Euro 50.000,00. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 63 aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2012 beträgt TEUR 12. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 liegt noch nicht vor. RM Rheiner Management AG, Köln Der Anteilsbesitz umfasst 55.001 von 220.000 Aktien bzw. 25,00%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 2.849 aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2012 beträgt TEUR -101. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 liegt noch nicht vor. Allerthal-Werke AG, Köln Der Anteilsbesitz umfasst 280.816 von 1.200.000 Aktien bzw. 23,40%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2013 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 12.770 aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2013 beträgt TEUR 2.034. Horus AG, Köln Der Anteilsbesitz umfasst 1.650.501 von 2.660.000 Aktien bzw. 62,05%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 2.853 aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2012 beträgt TEUR 114. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 liegt noch nicht vor. Q2M Managementberatung AG, Stuttgart Der Anteilsbesitz umfasst 173.000 von 553.514 Aktien bzw. 31,25%. Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 53 aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2011 beträgt TEUR -8. Die Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 liegen noch nicht vor. independent capital AG, Stuttgart Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 1.167 aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2012 beträgt TEUR -137. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 liegt noch nicht vor. Aldea Assekuranzmakler AG, Stuttgart Der Anteilsbesitz umfasst 367.919 von 1.500.000 Aktien bzw. 24,53%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von TEUR 772 aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2012 beträgt TEUR -85. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 liegt noch nicht vor. 5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB) In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 30.12.2013). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei Euro 2.671.200,00 und übersteigt den Buchwert damit um Euro 339.931,00. Die Ergebnisse des Investmentvermögens werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können. 5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr vier Mitarbeiter.
Köln, den 24.02.2014 Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31.12.2013Scherzer & Co. AG, Kölnscroll
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Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis 31.12.2013der SCHERZER & CO. AGDer Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat auch im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Im Geschäftsjahr 2013 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 18.03.2013, am 03.06.2013, am 27.09.2013 und am 06.12.2013. In diesen Sitzungen und in schriftlichen Umlaufverfahren fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat am 08.01.2013 fernmündliche Beschlüsse, u.a. über die Wahl des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Engagements geprüft und über die Zustimmung entschieden. Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand im Geschäftsjahr ferner mehrfach den Einsatz von Finanzinstrumenten zur teilweisen Absicherung des Portfolios und legte hierzu entsprechende Richtlinien fest. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personalangelegenheiten. In der Sitzung am 08.03.2013 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2012 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2013 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2013. Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 03.06.2013 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 07.03.2014 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 21.03.2014 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer Harald Formhals hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 21.03.2014 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2013.
Köln, den 21.03.2014 Dr. Stephan Göckeler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2014 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 25.02.2014 Formhals Harald Formhals, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefanie Claire Blome, Wirtschaftsprüfer |
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