![]() Scherzer & Co. AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht des Vorstands1 Finanzwirtschaftliches Umfeld*Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung
erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht
börsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist. Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen,
Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen. Das Jahr 2016 bleibt zurück als ein Jahr mit zahlreichen politischen Überraschungen.
Wer sah Anfang des Jahres voraus, dass die Briten für den Brexit stimmen würden? Wer
traute Donald Trump zu, dass er im Kampf ums Weiße Haus Hillary Clinton hinter sich
lassen würde? Wirtschaftliche Ereignisse und geldpolitische Entscheidungen standen
nicht im Vordergrund. Blicken wir zurück: Am Tag des (unerwarteten) Brexit-Votums
der Briten im Juni übernahm bei Wertpapierhändlern blitzschnell die Amygdala das Sagen.
Dies ist ein Bereich im Gehirn, der für das Furcht- und Aggressionsempfinden des Menschen
verantwortlich ist. Aus Angst vor dramatischen Verlusten nach der Entscheidung zum
EU-Austritt Großbritanniens überfluteten die Investoren den Markt mit Verkaufsorders.
Der DAX rauschte um -10 % in den Keller. Nach zwei Tagen "Verdauungsphase" drehte
der Aktienmarkt und das Ereignis galt als börsentechnisch abgehakt. Im Juli folgte
in der Türkei ein gescheiterter Putsch von Teilen des türkischen Militärs gegen Präsident
Erdoğan. Dann die größte Überraschung: Im November wählte Amerika Donald Trump, einen
Mann ohne politische Vorerfahrung, Selfmade-Milliardär und Immobilienmogul, zum 45.
US-Präsidenten. Meinungsforscher erlebten ein Déjà-vu-Erlebnis: Lagen diese schon
beim Brexit völlig daneben, schüttelten sie nun im Fall Donald Trump versus Hillary
Clinton ihren Kopf. Als weiterer Höhepunkt des Jahres folgte im Dezember die Ablehnung
der Verfassungsreform durch die Italiener. Der italienische Ministerpräsident Matteo
Renzi reichte seinen Rücktritt ein und Paolo Gentiloni übernahm die Rolle des Regierungschefs.
Im Rückblick bestimmten diese vier Ereignisse (Brexit, türkischer Putschversuch, Trump-Wahl,
italienisches Referendum) die politische Großwetterlage. Zur Börsenentwicklung: Die Börse bescherte den Anlegern in 2016 zunächst einen der
schlechtesten Börsenstarts in der Finanzhistorie. Nach etwa sechs Wochen stand der
DAX 19 % und der S&P 500 11 % tiefer als zu Jahresbeginn. Konjunktursorgen bis hin
zu Rezessionsängsten regierten das Parkett und weitere Kursverluste drohten. Das Anlagegeschäft
wird grundsätzlich vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden. Heute wissen wir: Nach
dem Ausrutscher zu Jahresbeginn folgte eine fulminante Erholung nach einer extremen
Ausverkaufssituation. Mithin hellte sich auch die Konjunktur in den USA und China
wieder auf und der Risikoappetit der Anleger kehrte zurück. Vor der Wahl von Donald Trump zeigten sich die Aktienmärkte über Wochen hinweg lethargisch.
Nach der Wahl von Trump setzte eine Aktienkursrallye ein und am Ende des Jahres markierten
die US-Börsen neue Allzeithochs. Anleger setzten auf positive Wachstumsimpulse durch
geplante fiskalische Maßnahmen, wie Steuererleichterungen und erhöhte Infrastrukturausgaben
durch die neue Regierung, aber auch einen Abbau von unnötiger Bürokratie. Volkswirte
erhöhen seitdem reihum ihre Wachstums- und Inflationserwartungen für die USA. Viele
erwarten jetzt einen Wechsel von der stützenden Geldpolitik hin zu einer expansiven
Fiskalpolitik mit weniger Steuern und mehr Ausgaben und damit einem steigenden Budgetdefizit.
Hinzu kommt eine mögliche Neuordnung in der Geopolitik hin zu mehr Protektionismus.
Nach Trump gerieten jedoch, spiegelbildlich zu den Aktien, die Rentenmärkte unter
erheblichen Druck. Die globale Konjunktur gemessen an den G20-Staaten dürfte mit +2,4 % in 2016 etwas
unter der stabilen jährlichen Wachstumsrate von 3 % in den letzten fünf Jahren (2011-2015)
ausfallen. Für das Gesamtjahr 2016 dürfte das US-Wachstum bei etwa 1,6 % liegen (2015:
2,6 %). Seit Ende 2016 befindet sich auch die Eurozone wieder auf Wachstumskurs. Das BIP des
Euroraums expandierte im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um
1,7 %. Zum Jahresende zeichnete sich eine Beschleunigung des Wachstums in der Eurozone
ab. Der Einkaufsmanager-Index für das produzierende Gewerbe in der Eurozone stieg
im Dezember 2016 auf 54,4 und damit auf den höchsten Wert seit Mai 2011. Japan bleibt aus konjunktureller Sicht das ewige Sorgenkind. Seit 2008 wechseln sich
Expansions- und Kontraktionsphasen stetig ab. In den letzten neun Jahren erlitten
die Japaner vier Rezessionen (definiert als BIP-Rückgang in mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Quartalen). Im Gesamtjahr 2016 dürfte Japan nur um 0,9 % wachsen (2015: 1,2 %). Auch die Schwellenländer glänzten 2016 nicht mit Wachstum. Nach aktueller Konsensus-Schätzung
der von Bloomberg befragten Volkswirte dürften diese mit nur 3,8 % wachsen und damit
die geringste Wachstumsrate seit 2009 (+3,0 %) aufweisen. Unter den BRIC-Staaten befindet
sich neben Brasilien (BIP 2016 erwartet: -3,5 %) auch Russland (BIP 2016 erwartet:
-0,5 %) noch in einer Rezession. Beiden Ländern sollte das Jahr 2017 endlich wieder
Wachstum bescheren. In China kühlt sich die wirtschaftliche Expansion des Landes im
sechsten Jahr in Folge ab - auf geschätzte 6,7 % in 2016 (2015: +6,9 %). Zweistellige
chinesische Wachstumsraten wie zuletzt in 2010 (+10,6 %) und 2007 (+14,2 %) gehören
der Vergangenheit an. Unter den BRIC-Staaten meistert es nur Indien, sein Wachstum
zu steigern - von 7,2 % in 2015 auf geschätzte 7,6 % in 2016. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöhte wie erwartet im Dezember die Zinsen
um weitere 0,25 % und signalisierte drei weitere Zinserhöhungen für 2017. Dabei räumte
die Fed etwaig erhöhte Inflationserwartungen als Folge der angekündigten expansiveren
Fiskalpolitik unter der Trump-Regierung ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) behielt
dagegen ihren expansiven geldpolitischen Kurs bei und kündigte eine zeitliche Ausweitung
ihres QE-Programms von März 2017 bis Dezember 2017 an (englisch: QE= quantitative
easing, deutsch: quantitative Lockerung, also Ausweitung der Geldbasis). Auch wenn
die EZB eine Reduktion der monatlichen Anleihekäufe von 80 Mrd. Euro auf 60 Mrd. Euro
beschloss, stellten die Europäischen Währungshüter klar, dass nicht mit einem schnellen
Ende des billigen Geldes zu rechnen sei. Der Wendepunkt in der Euro-Geldpolitik wird
damit weiter auf die lange Bank geschoben. Die durch die EZB verursachten Niedrigzinsen
stellen eine Belastung für Banken, Sparer und Vorsorgesysteme dar. Die derzeitige
divergente Zentralbankpolitik bringt relative Bewertungen wie Zinsunterschiede (Spreads)
deutlich durcheinander. So ist beispielsweise der US-Zinsvorteil gegenüber der Eurozone
im zehnjährigen Staatsanleihebereich zum Jahresende 2016 auf die historische Höhe
von über 2 % angestiegen. 2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter AktienindizesUm es vorweg zu nehmen: Ohne Trump wäre 2016 kein Aktienjahr gewesen. Erst mit der
Wahl von Donald Trump entzündete sich ein globales Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten.
Am Tag vor dem Wahlergebnis, am 8. November 2016, stand beispielsweise der DAX in
Bezug auf Ende 2015 noch bei -2 %, der Euro Stoxx 50 noch bei -8 % und auch der MSCI
World in Euro bei "nur" +2 %. Aber blicken wir nun auf die Jahresergebnisse inklusive der letzten acht Wochen des
Jahres. Wer sich das Jahr im Rückblick anschaut, wird feststellen: An der Aktienhausse
2016 nahmen nicht alle teil. Außen vor blieb neben dem europäischen Aktienmarkt (Euro
Stoxx 50: +1 %) auch der japanische Aktienmarkt (Nikkei225: 0 %). Deutsche Aktien
zeigten überwiegend ein moderates Bild: Sie legten gemessen am DAX (exakt wie im Vorjahr)
um 7 % zu. Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen (MDAX) lagen mit +7 % auf Augenhöhe
mit dem großen Bruder DAX. Technologielastige deutsche Titel enttäuschten (TecDAX:
-1 %). Eine überzeugende Performance lieferte der US-amerikanische Aktienmarkt ab. Der Dow
Jones Industrial Average schaffte mit +13 % das zweitbeste Jahresergebnis in den letzten
acht Jahren (nur in 2013 erreichte der Index mit +27 % noch mehr Performance). In
den USA schnitten Aktien von kleinkapitalisierten Unternehmen (Small Caps; Russell
2000: +20 %) doppelt so gut ab wie Aktien von großkapitalisierten Unternehmen (Large
Caps; S&P 500: +10 %). Zudem lieferten Value-Aktien (Russell 3000 Value: +15 %) eine
um den Faktor drei bessere Performance als Growth-Aktien (Russell 3000 Growth: +6
%). Die hinter dem Akronym FANG verborgenen populären Tech-Börsenstars der letzten
Jahre schnitten in 2016 schwächer ab als der Gesamtmarkt (Facebook: +10 % nach +34
% in 2015; Amazon: +11 % nach +118 % in 2015; Netflix: +8 % nach +134 % in 2015; Google
bzw. Alphabet: +2 % nach +47 % in 2015). Die Schwellenländer liefen gemessen am MSCI World Emerging Markets in den letzten
beiden Jahren (um 14 % in 2015 und um 8 % in 2014) deutlich schlechter als die Industrieländer
(MSCI World). In 2016 kehrte sich dieses Bild um. Der MSCI Emerging Markets wies einen
Gewinn von 9 % aus, wogegen der MSCI World um lediglich 5 % anstieg (jeweils in US-Dollar
gerechnet). Die Schwellenländer profitierten unter anderem von Preissteigerungen im
Rohstoffbereich (CRB-Index: +9 % in 2016 nach -23 % in 2015). Sehr zufrieden konnten
Anleger sein, die bereit waren, in Aktien der von Rezessionen geprägten Schwellenländer
Brasilien und Russland zu investieren. Hier schossen die Aktiennotierungen um etwa
40 bis 50 % in die Höhe und sicherten sich damit die vordersten Plätze im globalen
Länder-Ranking. Europäische Branchen verzeichneten die seit Jahren höchste Divergenz in der Performance.
Der Unterschied zwischen der besten und schlechtesten Branche belief sich auf unglaubliche
78 % (2015: 54 %; 2014: 35 %). Von ihrer sonnigen Seite zeigten sich Aktien von Unternehmen
aus den Bereichen Rohstoffe (+62 %), Öl & Gas (+23 %) und Bau (+9 %). Auf der Verliererseite
finden sich dagegen die Branchen Telekommunikation (-16 %), Reisen & Freizeit (-20
%) und Gesundheit (-10 %). Im Rückblick erscheint das Jahr 2016 wie ein Spiegelbild
von 2015. Die damaligen größten Verlustbringer Rohstoffe (2015: -35 %) und Öl & Gas
(2015: -8 %) erlebten in 2016 den größten Kursanstieg unter allen Aktien. Die USA befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium eines Hausse-Marktes. Ende
2008 stand der S&P 500 bei 903 Indexpunkten, per Jahresende 2016 liegt der Index bei
2.239. In acht Jahren ist der US-Aktienindex damit um 148 % angestiegen. Werden noch
die Dividenden berücksichtigt, ergibt sich ein Plus von 194 %, was einer jährlichen
Rendite von 14 % entspricht. Der DAX lieferte im gleichen Zeitraum 12 % p. a., der
Euro Stoxx 50 immerhin noch 8 % p. a. (inklusive Dividendenzahlungen). Auch aufgrund der zunehmend beschränkten organischen Wachstumsmöglichkeiten spielt
die M&A-Aktivität (Fusionen und Übernahmen) eine wesentliche Rolle für Unternehmen.
In 2016 dürfte das globale M&A-Volumen bei etwa 3.100 Mrd. US-Dollar liegen. Dies
ist etwa 22 % weniger als noch im Vorjahr 2015. Insbesondere die prominenten Unsicherheitsfaktoren
um die Brexit-Abstimmung und die US-Präsidentschaftswahl bremsten das Volumen aus.
Im Monat Mai 2016 belief sich das M&A- Volumen auf hohe 454 Mrd. US-Dollar. Dies stellt
den zweitgrößten Monatswert seit Mai 2007 dar (damals betrug das Volumen 547 Mrd.
US-Dollar). Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2016 wie folgt ab: scroll
Der CRB-Rohstoffindex stieg in 2016 um 9 % an, nachdem dieser zuvor fünf Jahre in
Folge fiel. Gegenüber dem Allzeithoch vor mehr als fünf Jahren steht dieser breite
Rohstoffindex damit heute immer noch 48 % tiefer als im April 2011. Rohöl als wohl wichtigster Rohstoff der Welt kostete gemessen an der Rohölsorte West
Texas Intermediate (WTI) am Ende des Jahres wieder 52 US-Dollar (nach 26 US-Dollar
im Februar). Per Saldo liegt dieser Preis 45 % höher als Anfang des Jahres, wenn auch
noch um die Hälfte tiefer als am Preishoch im Juni 2014 (damals 107 US-Dollar). Auf der Edelmetallseite performten sowohl Silber mit +15 % als auch Gold mit +9 %.
Der Preisverlauf verlief aber nicht geradlinig. So wies der Goldpreis im jüngsten,
vierten Quartal 2016 mit -13 % den schlechtesten Verlauf seit Q2 2013 auf (-23 %).
Hintergrund ist der massive Renditeanstieg nach der Wahl von Donald Trump. Die Rendite
zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg in den letzten drei Monaten des Jahres um 85
Basispunkte an. Das gelbe Edelmetall reagierte damit wie in der Vergangenheit auf
den drastischen Renditeanstieg mit einem Verlust. Ein Goldinvestment gibt dem Anleger
keine Cashflows und in Phasen steigender Anleihezinsen schichten Anleger vom zinslosen
Gold in verzinste Anleihen um oder anders ausgedrückt: Die Opportunitätskosten einer
Goldanlage steigen. Im Bereich der Industriemetalle stieg Kupfer - das auch als Gradmesser für die globale
Konjunktur dient - um 17 %. Der für die Textilindustrie wichtige Baumwollpreis erhöhte
sich in 2016 um 12 %.
*
Quelle: DO Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft) 3 GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2016 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und schloss
mit einem Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an die letzten vier guten
Geschäftsjahre anschließen. Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise
oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen
aufgestockt. Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei den Anteilen an der Demire AG, Fair Value
Reit AG, Francotyp-Postalia Holding AG, GK Software AG, Highlight Communications AG,
Homag Group AG, InVision AG und Lotto24 AG. Vollständig veräußert wurden u. a. die gehaltenen Bestände in Centrotec Sustainable
AG, Delticom AG, DVB Bank SE, Elexis AG, Fidor Bank AG, Goldbach Group AG, Klöckner
& Co. SE, Manz AG, Max21 AG, MLP AG und VBH Holding AG. Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im
Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die
Adler Modemärkte AG, AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur, Diebold
Nixdorf AG, Gagfah SA, Infas Holding AG, K+S AG, MAX Automation AG, Mobotix AG, Pfeiffer
Vacuum Technology AG, RM Rheiner Management AG und Syzygy AG. Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile an der Audi AG, Braas Monier
Building Group SA, Foris AG, freenet AG, Kabel Deutschland AG, Leoni AG, Sachsenmilch
AG, Sunrise Communications Group AG, UMT AG und Zur Rose Group AG. Im Geschäftsjahr 2016 konnte aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte nur ein Verfahren
erfolgreich beendet werden: Es handelt sich dabei um das Spruchverfahren der Phoenix
AG im Nachgang des verschmelzungsrechtlichen Squeeze-outs. Ohne positives Ergebnis
endete das Spruchverfahren der PC-Ware AG. Neu ins Rechteportfolio kamen Elexis AG
(23 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out), VBH AG (261 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out)
und Einreichungen zum Unternehmensvertrag bei der MAN SE (41 TEUR). Insgesamt konnten
Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 325 TEUR generiert werden, bei Abgängen im
Umfang von 686 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres
2016 beträgt somit 95.819 TEUR nach 96.180 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie
der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,20 EUR (Vorjahr:
3,21 EUR). Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer
Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen
tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare
Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft
wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchstellenverfahren
Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden. Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in
das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des
Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises
gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen.
Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt,
bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft
wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchstellenverfahren" im Nachgang abgeschlossener
Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und
Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung
zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten
eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche
Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung.
Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden
Parteien. Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchstellenverfahren
die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten,
auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft
verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und
lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch
die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen
in größerem Umfang zu partizipieren. 4 ErtragslageDer positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten"
in Höhe von 6.719 TEUR (Vorjahr: 10.904 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen
aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen
unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens
2.931 TEUR (Vorjahr: 1.774 TEUR) und bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
3.512 TEUR (Vorjahr: 6.744 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 265 TEUR (Vorjahr:
271 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten
in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 2.115 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge
lieferten u. a. Fidor Bank AG (2.937 TEUR), Lotto24 AG (783 TEUR), Francotyp Postalia
Holding AG (647 TEUR), GK Software AG (270 TEUR), Homag AG (257 TEUR), Thurella AG
(211 TEUR) und InVision AG (692 TEUR). Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 730 TEUR (Vorjahr: 5.456 TEUR)
resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren
des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung
von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 112 TEUR
(Vorjahr: -1.469 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
entstand in 2016 ein Verlust von 618 TEUR (Vorjahr: -2.951 TEUR). Einen relevanten
negativen Ergebnisbeitrag lieferte die Manz AG (176 TEUR). Im Geschäftsjahr waren
keine Stillhalterverluste zu verzeichnen (Vorjahr -1.036 TEUR). Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 910 TEUR (Vorjahr:
1.870 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen
auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 663 TEUR (Vorjahr: 1.012 TEUR)
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 234 TEUR (Vorjahr: 821 TEUR). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.809 TEUR (Vorjahr: 1.502 TEUR)
vorgenommen. Davon entfielen 472 TEUR (Vorjahr: 645 TEUR) auf Abschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen und 1.337 TEUR (Vorjahr: 857 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Personalkosten lagen in 2016 bei 1.278 TEUR (Vorjahr: 780 TEUR). Hierin sind Aufwendungen
für Tantiemen an die Vorstände und Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 667 TEUR enthalten
(Vorjahr: 216 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag fünf eigene
Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 581 TEUR (Vorjahr:
476 TEUR) ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge
aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.
Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.664 TEUR (Vorjahr: 1.589 TEUR) vereinnahmt. Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr: 981 TEUR) Zinsaufwendungen
in Höhe von 287 TEUR (Vorjahr 420 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen
in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und bestehen im Berichtsjahr
im Wesentlichen aus den Zinsen aus Anleihepositionen. Die Zinsaufwendungen betreffen
im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere
des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"
in der G + V ausgewiesen. Der Jahresüberschuss beträgt 4.465 TEUR (Vorjahr 5.319 TEUR). Das Ergebnis je Aktie
nach DVFA/SG beträgt 0,15 EUR (Vorjahr 0,18 EUR). 5 Vermögenslage und KapitalstrukturDie sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 506 TEUR (Vorjahr: 650 TEUR) betreffen
im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (443 TEUR) und abgegrenzte Stückzinserträge
(59 TEUR). Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 54.194 TEUR (Vorjahr: 51.225
TEUR). Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss.
Gegenläufig war hierzu die Ausschüttung der Dividende. Das Eigenkapital setzt sich
aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage
in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von
80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13.167 TEUR (Vorjahr:
9.772 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.233 TEUR (Vorjahr: 2.659 TEUR) zusammen.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2016 auf 71,4 % (Vorjahr:
73,1 %). Die Steuerrückstellungen betragen 836 TEUR (Vorjahr: 728 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen
wurden mit 1.934 TEUR (Vorjahr: 820 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen die
Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 1.170 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR), Rückstellungen
für Tantiemen 670 TEUR (Vorjahr: 218 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr:
43 TEUR) und Prozesskosten 38 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.810 TEUR (Vorjahr:
17.234 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der
Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betragen 52 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere,
deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen
29 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR) betreffen im Wesentlichen mit 22 TEUR Steuern und Sozialabgaben.
Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt
in 29.940.000 Stückaktien. In der Hauptversammlung vom 3. Juni 2013 wurde der Vorstand
durch eine entsprechende Satzungsänderung ermächtigt, in der Zeit bis zum 2. Juni
2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder
mehrmals um bis zu insgesamt 14.970.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 14.970.000
auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der
Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens nicht wesentlich verändert. 6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AGa) BeschreibungDie Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der
Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums
ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen
sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem
installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden
Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht
ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv
Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio
in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen
Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung
öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger,
Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge
Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige
Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen. Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab. Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den
Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes
Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen
Kursrückgängen unterworfen waren. b) KreditrisikoDie Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls
auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der
in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten
beträgt 18.571 TEUR (Vorjahr 15.405 TEUR). Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo
auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen
Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere,
die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis
dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse
derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos
ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben
gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird,
sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können. c) TransaktionsrisikoFür die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten
Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen
zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten
zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments
trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich
hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie
beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist. d) SchuldnerrisikoBei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter
den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen,
sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchstellenverfahren).
Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter
regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer
& Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken,
da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn Sie nicht
auf dem Sekundärmarkt erworben wurden). Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche
Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern
(passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen. e) PersonenrisikoIm Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.
Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Mitarbeiter
mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern
und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung
und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen
auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen
Vorschriften einer im Entry Standard in 2016 und im Segment Scale (ab 01. März 2017)
der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können. f) ProzessrisikenPassivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht. Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen
Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus
resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand
nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert. 7 ChancenChancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen
und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar
noch übertroffen wird. Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen
maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen werden bei über den Anschaffungskosten
hinausgehenden Kurswerten stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt. Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft
Ergebnisbeiträge generiert werden. 8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2017Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen
erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis
aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden.
Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen
gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau
zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis
veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis
bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag
aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem
der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf
die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben. Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft
selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn
Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen
über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum
wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums
das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand
nicht wesentlich ändert. Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich
auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn
sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig
auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften,
die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt dazu,
dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs
oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall
kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden. So können für das Geschäftsjahr 2017 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive
Ergebnisse angestrebt aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise
die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht
aber nicht versprochen werden kann. Jedenfalls sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten
aus heutiger Sicht (immer noch) stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen
Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes
und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit
hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: Durch nachhaltigen Vermögenszuwachs
die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben. Köln, im März 2017 scroll
Bilanzzum 31. Dezember 2016Scherzer & Co. AG, KölnAktivascroll
Passivascroll
Gewinn- und Verlustrechnungvom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016Scherzer & Co. AG, Kölnscroll
ErgebnisverwendungsbeschlussIn der Hauptversammlung vom 29.05.2017 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft
von EUR 2.232.728,52 wie folgt zu verwenden: a) Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 0,05
je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie, damit insgesamt EUR
1.497.000,00. b) Einstellung in Gewinnrücklagen: EUR 735.728,52. Anhangzum 31. Dezember 20161. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des JahresabschlussesDie Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des §
266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im
Sinne des § 267 Abs. 1 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie
für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte
insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt.
Da insoweit zulässig, erfolgen gem. dem erstmals anwendbaren § 160 Abs. 3 AktG keine
Angaben mehr zu den dort genannten Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen
und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten)
sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften
in den Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten
enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/
Verluste aus Stillhaltergeschäften. Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender
darstellen zu können. Aufgrund erstmaliger Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BILRUG)
geänderten Vorschriften des HGB entfällt in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten
"Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit"; neu eingefügt wurde dagegen der erstmals
gesetzlich vorgeschriebene Posten "Ergebnis nach Steuern". 2. Angaben zur Bewertung und BilanzierungDer Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden
sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und
soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen
wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen,
die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG
ausgewiesen, deren Anteile im Vorjahr noch unter den Wertpapieren des Anlagevermögens
erfasst waren. Die Beteiligung wurde bis Ende 2016 auf 41,465 % aufgestockt und ist
auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne
des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2016 erfolgte zum beizulegenden
Wert. Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten
bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe
von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren,
wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder
gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt.
Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert
(Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken
waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten3.1 Einzelposten des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aufgrund der Regelungen des BILRUG erstmals
gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. 3.2 Angaben zum Kapital3.2.1 Zusammensetzung des GrundkapitalsDas Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. 3.2.2 Genehmigtes KapitalDas genehmigte Kapital beträgt 14.970.000,00 Euro, eingeteilt in 14.970.000 auf den
Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung
vom 03.06.2013 beschlossen. 3.2.3 GewinnrücklagenDie gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten
sich wie folgt: scroll
3.2.4 BilanzgewinnDer Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt: scroll
3.3 Sonstige RückstellungenEs handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten des Jahresabschlusses
(17 TEUR), Rückstellung für Tantieme (670 TEUR), Urlaubsrückstellung (22 TEUR), Rückstellungen
für ausstehende Eingangsrechnungen (6 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (46 TEUR),
Aufwand für Archivierung (2 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen
(1.127 TEUR). 3.4 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben
zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel
zu entnehmen: scroll
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 6.292 TEUR eine Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr und in Höhe von 11.000 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren. Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung
von Wertpapierdepots und Bankguthaben. 3.5 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 215 TEUR inklusive
Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 73 TEUR für Büromiete und 47 TEUR
für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen
Grundlaufzeit. 4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach TätigkeitsbereichenDie Erträge aus Finanzinstrumenten (6.719 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne
in Höhe von 2.931 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne
in Höhe von 3.512 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge
aus Nachbesserungsrechten von 11 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe
von 265 TEUR. Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-730 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Verluste in Höhe von -112 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
und Verluste in Höhe von -618 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die sonstigen betrieblichen Erträge (910 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge
aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (664 TEUR), Erträge
aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (234
TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (8 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnungen
(2 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (2 TEUR). 4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf FinanzanlagenAbschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere
keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen
auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 472 TEUR für
außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten. 4.3 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe
von 2.221,60 Euro (Vj.: 21.448,52 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.157,07 Euro (Vj.: 3.394,87
Euro). 5. Sonstige Angaben5.1 Angaben zu den UnternehmensorganenVorstandDr. Georg Issels, Kaufmann Hans Peter Neuroth, Kaufmann Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 1.107.448,23 Euro. AufsichtsratDr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender), Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro. Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:Herr Dr. Göckeler ist außerdemMitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg, Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main. Herr Hauschildt ist außerdemVorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ProAktiva Vermögensverwaltung AG, Hamburg, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln. Herr Dr. Rüttgers ist außerdemMitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München. 5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGBRM Rheiner Fondskonzept GmbH, KölnDieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der
Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00
Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 105
TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 15 TEUR. Der Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor. RM Rheiner Management AG, KölnDieser Anteil wird seit dem Jahr 2016 unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz
umfasst 91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.643 TEUR aus, der Jahresüberschuss
für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 1.022 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor. Allerthal-Werke AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 253.764 von 1.200.000 Aktien bzw. 21,15 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von17.369 TEUR aus,
der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1.689 TEUR. Horus AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 2.072.761 von 2.660.000 Aktien bzw. 77,92 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.136 TEUR aus,
der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 236 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor. independent capital AG, StuttgartDer Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 661 TEUR aus,
der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2015 beträgt -25 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor. Aldea Assekuranzmakler AG, StuttgartDer Anteilsbesitz umfasst 367.919 von 1.500.000 Aktien bzw. 24,53 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 103 TEUR aus,
der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2015 beträgt -33 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor. 5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen
mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens
ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten,
Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich
konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.
Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der
Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 30.12.2016).
Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden.
Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 3.016.200,00 Euro
und übersteigt den Buchwert damit um 684.930,00 Euro. Die Ergebnisse des Investmentvermögens
werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können
sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die
nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt
werden können. 5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten ArbeitnehmerDie Firma beschäftigte im Geschäftsjahr fünf Mitarbeiter. 5.5 Angaben zum AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers
setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher
Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für
die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen
passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses
betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen
Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern. 5.6 Latente SteuernAktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 73 TEUR aufgrund der unterschiedlichen
Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden
nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß
§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern
wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. 5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 31.12.2016 nicht ergeben. 5.8 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns
des Geschäftsjahres 2016 vor: scroll
Köln, den 28. Februar 2017 Der Vorstand AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016Scherzer & Co. AG, Kölnscroll
scroll
scroll
Bericht des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AGfür das Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr
2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand
bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft
überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen
war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat
in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die
relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung,
über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage
sowie über das Risikomanagement. Im Geschäftsjahr 2016 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden,
nämlich am 04.04.2016, am 31.05.2016, am 30.09.2016 und am 01.12.2016. In diesen Sitzungen
fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch
außerhalb von Sitzungen Beschlüsse. Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen
und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments und zur Verlängerung von
Bankkrediten beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat
bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe geprüft und
über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen
der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und
Vertragsangelegenheiten. Dies mündete u. a. darin, dass Herr Dr. Georg Issels in der
Aufsichtsratssitzung am 30.09.2016 ab dem 01.01.2017 für drei weitere Jahre zum Mitglied
des Vorstands bestellt werden konnte. In der Sitzung am 04.04.2016 befasste sich der
Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2015 und
dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2016 (einschließlich der Beschlussvorschläge)
sowie der Unternehmensplanung 2016. In den Sitzungen am 30.09.2016 und am 01.12.2016
überprüfte der Aufsichtsrat auch den nach § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu erlassenen Katalog
zustimmungspflichtiger Maßnahmen und passte diesen an. Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31.05.2016 gewählten
Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung
der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde unter
Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer
geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer
mit Schreiben vom 13.03.2017 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des
Aufsichtsrats vom 31.03.2017 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer Harald
Formhals hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat
für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung
des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine
Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis
der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 31.03.2017
den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer
& Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2016. Köln, den 31.03.2017 Dr. Stephan Göckeler Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer
& Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen
in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar. Köln, den 14.03.2017 Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft scroll
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