Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht des Vorstands

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nichtbörsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist. Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

Das Börsenjahr 2017 kann als ein besonderes eingestuft werden. Dies liegt weniger an der Wertentwicklung globaler Aktien, welche in Euro gerechnet auf Basis des globalen Aktienindex MSCI World um 8 % stiegen. Bei genauerer Betrachtung ist es jedoch das zweitschlechteste Aktienjahr seit Beginn des neunjährigen Aufwärtstrends im Jahr 2009. Das Besondere an 2017 stellte die ausgeprägte Ruhe und das Ausbleiben jeglicher Korrekturen an den globalen Finanzmärkten dar. Der deutsche Aktienindex DAX, der in 2017 Anlegern einen Gewinn von 13 % bescherte, lag beispielsweise im gesamten Jahr 2017 durchgehend im Plus. Wir erinnern uns noch an 2016, als der DAX nach sechs Wochen 19 % tiefer als zu Jahresbeginn stand. Eine Konstellation ohne einen zwischenzeitlichen DAX-Verlust in einem laufenden Kalenderjahr gab es bisher lediglich in den Jahren 1996 und 2012. Auch sanken die Volatilitäten auf historische Tiefstände. Der VIX, der die erwartete Schwankungsbreite des US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 ausdrückt, fiel im November 2017 auf ein neues Rekordtief in seiner seit 1990 bestehenden Historie.

Das Jahr 2017 kann in die Annalen der Wirtschaftshistorie als bestes Jahr der Weltwirtschaft seit der großen Finanzkrise 2008/09 eingehen. Der globale Konjunkturaufschwung verläuft so synchron wie selten zuvor. Auf Basis der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe ist Südafrika im Augenblick das einzige Land, in welchem der Index nicht über der Wachstumsschwelle von 50 notiert. Es ist eine Art "Goldilock-Szenario", also ein geradezu perfektes Umfeld: Die Wirtschaft wächst ordentlich, die Unternehmensgewinne expandieren (teilweise mit zweistelligen Jahreswachstumsraten), die Inflation liegt mehrheitlich unter dem Zielwert von 2 % und die Zinsen notieren weiterhin nahe am Rekordtief. Auch die steigenden Rohstoffpreise bremsen die robuste Konjunkturdynamik bis dato nicht ab.

In Europa blühte die Wirtschaft im vergangenen Jahr endlich auf. Entgegen historischen Mustern fielen die Konjunkturdaten im gesamten Jahr kontinuierlich über den Konsenserwartungen aus. Gemessen am seit 2003 berechneten Citi Economic Surprise Index gab es das bisher in keinem einzigen Jahr. Die überzeugende Konjunkturentwicklung in der Eurozone (Q4 2017: 2,7 % BIP-Wachstum ggü. Vorjahresquartal) stellte sogar das sonst üblicherweise höhere US-Wachstum in den Schatten. Ausgewählte Konjunkturindizes wie der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex erreichten Rekordwerte. Der Konjunkturklimaindex der EU-Kommission befand sich zum Jahreswechsel auf dem höchsten Stand seit 17 Jahren. Erst vor vier Jahren befreite sich die Eurozone aus der Rezession.

Im Gegensatz dazu befindet sich die US-Wirtschaft bereits im neunten Jahr eines Konjunkturaufschwungs und damit im spätzyklischen Stadium. In der seit 1854 vorliegenden US-Historie von insgesamt 33 Konjunkturaufschwüngen ist die seit Juni 2009 mit 105 Monaten alte Expansion der drittlängste Aufschwung. Lediglich die beiden Expansionsphasen von 1961 bis 1970 (106 Monate) und von 1991 bis 2001 (120 Monate) dauerten noch länger.

In den USA ging in der Präsidentschaftswahl Donald Trump mit seinem Wahlkampfslogan "Make America great again" vor mehr als einem Jahr überraschend als Sieger hervor. Nach seiner Wahl fanden sich Vergleiche mit US-Präsident Ronald Reagan, welcher Anfang der 1980er Jahre die rezessionsgeplagte US-Konjunktur mit Steuersenkungen und Erhöhungen der Staatsausgaben wieder auf Kurs brachte. Die Umsetzung vieler von Trump im Wahlkampf angekündigter Maßnahmen scheiterte allerdings oftmals im US-Senat. Lediglich die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump ist kurz vor Jahresende noch unter Dach und Fach gebracht worden. Vermögende Privatpersonen sind große Nutznießer der Steuerreform und das Paket bringt auch eine deutliche Entlastung für Unternehmen mit sich - die Körperschaftsteuer sinkt von 35 % auf 21 %. Dies könnte die Unternehmensgewinne in 2018 stützen. Die derzeitige Konsenserwartung für die Gewinne der im S&P 500 zusammengefassten größten US-Unternehmen in 2018 liegt bei etwa +11 %. Da die amerikanische Wirtschaft bereits nahe der Kapazitätsgrenze operiert, könnte diese zusätzliche Stimulierung auch zu einem Anziehen der US-Inflation führen.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöhte daher erwartungsgemäß im Dezember das dritte Mal im Jahr 2017 die Zinsen um 0,25 % und signalisierte weitere Zinserhöhungen für 2018. Die US-Währungshüter konstatierten zudem in ihrer Dezember-Sitzung eine robuste Konjunkturentwicklung sowie eine Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt. Unter der Ägide des neuen Notenbankchefs Jerome Powell, der im Februar 2018 die Nachfolge von Janet Yellen angetreten hat, dürfte die Notenbankpolitik von Kontinuität geprägt sein.

Die Europäische Zentralbank (EZB) behielt im Gegensatz zur Fed ihren expansiven geldpolitischen Kurs noch bei. Seit Januar 2018 wird jedoch statt der bisherigen 60 Mrd. Euro pro Monat für nur noch 30 Mrd. Euro gekauft. Die konkrete Entscheidung über die Einstellung des QE-Programms (englisch: QE = Quantitative Easing, deutsch: quantitative Lockerung, d.h. Ausweitung der Geldbasis) soll erst Mitte 2018 getroffen werden. Ab 2019 könnte auch die EZB mit ihrem Bilanzabbau beginnen. Die Währungshüter versprachen weiterhin, die Leitzinsen noch für lange Zeit auf dem aktuell tiefen Niveau zu belassen. Mithin soll der Leitzinserhöhungszyklus erst nach dem Ende des QE-Programms beginnen.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe verdoppelte sich in 2017 von 0,21 % auf 0,43 %. Im Jahresverlauf schwankte die Rendite in einer Bandbreite von 0,16 % und 0,62 %. Immerhin notierten zehnjährige Bundesanleihen zwischenzeitlich nicht mehr mit einer negativen Verzinsung. Der deutsche Rentenindex REXP schloss das Jahr mit einem Verlust von -1,0 % ab. Obwohl dies nur ein moderater Rückgang ist, handelt es sich hierbei um das drittschlechteste Jahresergebnis in der Historie des Index (1994: -2,5 %; 1999: -1,9 %).

Die exzellente Verfassung der Euro-Konjunktur lieferte dem Euro deutlichen Rückenwind. Euro-Anleger erlitten teilweise massive Verluste, sofern sie Währungsengagements nicht absicherten. Der US-Dollar verzeichnete dabei gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung mit -12,4 % den deutlichsten Verlust im G10-Bereich. Aber auch die Verluste anderer Fremdwährungen fielen mehrheitlich erheblich aus (z.B. Japanischer Yen: -9,2 %; Schweizer Franken: -8,4 %; Norwegische Krone: -7,6 %; Singapur-Dollar: -5,2 %; Britisches Pfund: -3,9 %). Ausgewählte osteuropäische Währungen stellten sich gegen den massiven Eurostärketrend und werteten gegenüber dem Euro auf. Anzuführen sind hier neben dem Polnischen Zloty (+5,5 %) auch die Tschechische Krone (+5,9 %). Schwellenländer-Währungen mussten teilweise erhebliche Verluste hinnehmen (z.B. Türkische Lire: -18,4 %; Brasilianischer Real: -13,9 %).

Wie stark der Einfluss von Währungsverschiebungen in 2017 ausfiel, wird am globalen Aktienindex MSCI World deutlich. Dieser wird standardmäßig in US-Dollar gemessen und stieg in 2017 inklusive Dividenden um +22,4 %. Wenn allerdings der Währungsverlust des US-Dollar gegenüber dem Euro Berücksichtigung findet, schafft es der in Euro umgerechnete und nicht währungsgesicherte MSCI World lediglich auf +7,5 % Performance. Anders ausgedrückt: Etwa zwei Drittel der Kursentwicklung eines in US-Dollar gerechneten weltweiten Aktienportfolios wurden durch Währungsverluste aufgehoben. Eine derartige Underperformance eines währungsungesicherten versus eines währungsgesicherten Portfolios gab es zuletzt vor 14 Jahren, also im Jahr 2003 (-22 %).

Der CRB-Rohstoffindex stieg im Jahr 2017 minimal um 1 %. Der Anstieg seit 2016 (2016: +9 %) wirkt daher wie ein Tropfen auf den heißen Stein nach den vorherigen fünf Verlustjahren (2015: -23 %; 2014: -18 %; 2013: -5 %; 2012: -3 %; 2011: -8 %). Gegenüber dem Allzeithoch vor mehr als sechs Jahren steht dieser breite Rohstoffindex damit heute immer noch 48 % tiefer als im April 2011.

Rohöl als wohl wichtigster Rohstoff der Welt kostete gemessen an der Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) am Ende des Jahres wieder 60 US-Dollar. Dies ist 12 % teurer als zu Jahresbeginn. Gegenüber dem Preishoch im Juni 2014 (damals 107 US-Dollar) notiert der Ölpreis jedoch immer noch um 44 % tiefer.

Auf der Edelmetallseite funkelte im Jahr 2017 auf US-Dollarbasis Palladium, das um beachtliche 56 % zulegte. Silber war dagegen mit +7 % nur moderat im Plus, Gold legte um 14 % zu. Im Bereich der Industriemetalle stieg Kupfer - das auch als Gradmesser für die globale Konjunktur dient - deutlich um 32 %. Auch andere Industriemetalle (z.B. Aluminium und Zink) zeichnen ein ähnlich positives Bild. Der für die Textilindustrie wichtige Baumwollpreis erhöhte sich in 2017 um +11 %.

2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Handelstage mit stärkeren Aktienschwankungen suchten Anleger in 2017 vergebens. Der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 fiel im gesamten Jahr 2017 an lediglich vier (!) Handelstagen um mehr als -1,0 %. Der größte Tagesverlust lag in 2017 bei lediglich -1,8 % und die größte zwischenzeitliche Kurskorrektur belief sich im Jahresverlauf auf gerade einmal -2,8 %.

Eine überzeugende Performance lieferte der US-amerikanische Aktienmarkt ab. Der S&P 500 schaffte im Jahresverlauf mit +19 % das zweitbeste Jahresergebnis seit 2013 (damals +30 %). In den USA schnitten Aktien von kleinkapitalisierten Unternehmen (Small Caps; Russell 2000: +13 %) etwas schlechter ab als die im S&P 500 zusammengefassten großkapitalisierten Unternehmen. Die Spitze in der Dynamik des Kursaufschwungs nahmen Wachstumsaktien ein. Growth-Aktien (Russell 3000 Growth: +28 %) lieferten fast eine dreimal höhere Performance als Value-Aktien (Russell 3000 Value: +10 %). In 2017 führte an Technologieaktien kein Weg vorbei. Die hinter dem Akronym FAANG verborgenen, populären Tech-Börsenstars der Ietzten Jahre schnitten in 2017 erneut deutlich besser ab als der Gesamtmarkt (Facebook: +54 %; Apple: +46 %; Amazon: +56 %; Netflix: +55 %; Google (Alphabet): +36 %). Diese fünf Aktien bringen es auf eine stolze Gesamtmarktkapitalisierung von 2,8 Billionen US-Dollar. Allein Apple als größtes Unternehmen der Welt ist mit zurzeit 0,9 Billionen US-Dollar mehr wert als die von der Marktkapitalisierung größten fünf DAX-Werte (SAP, Siemens, Bayer, BASF, Allianz), die es auf "nur" 0,6 Billionen US-Dollar bringen.

Es gab in 2017 noch eine "Steigerungsform" der FAANGs. Dies sind die sogenannten BATs. Hinter diesem Akronym verbergen sich die chinesischen Internetwerte Baidu (+42 %), Alibaba (+96 %) und Tencent (+112 %).

Der europäische Aktienmarkt schnitt, gemessen am EuroStoxx 50, mit +7 % unterdurchschnittlich ab. Deutschland profitierte von der Weltkonjunktur und seiner exponierten Exportstellung. Der DAX, der viele exportorientierte deutsche Unternehmen enthält, schnitt mit 13 % deutlich besser als der EuroStoxx 50 ab. Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen (MDAX) lagen mit +18 % noch besser als der große Bruder DAX. Technologieorientierte deutsche Titel (TecDAX) erlebten nach einem enttäuschenden 2016-Ergebnis von -1 % ihr Comeback und avancierten in 2017 um beachtliche +40 %.

Der japanische Aktienmarkt, gemessen am Nikkei 225, lieferte mit +19 % ebenso ein solides Ergebnis.

Nach einer längeren Phase der Underperformance der Schwellenländer kehrte sich das Bild erstmalig in 2016 um (4 % Outperformance der Emerging Markets gegenüber den entwickelten Märkten). In 2017 baute sich die jüngste Outperformance der Emerging Markets weiter aus und betrug in 2017 beachtliche 14 % (MSCI Emerging Markets: +34 % vs. MSCI World: +22 %).

Europäische Branchen verzeichneten im Verhältnis zu den Vorjahren eine Divergenz in der Performance. Der Unterschied zwischen der besten und schlechtesten Branche belief sich auf 23 % (2016: 78 %; 2015: 54 %; 2014: 35 %). Von ihrer besten Seite zeigten sich Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Technologie (+19 %) gefolgt von den Branchen Rohstoffe (+19 %) und Finanzdienstleistungen (+17 %). Auf der Verliererseite finden sich dagegen die Branchen Telekommunikation (-4 %), Einzelhandel (-3 %) und Medien (-2 %).

Wir befinden uns in den USA in einem fortgeschrittenen Stadium eines Hausse-Marktes. In den neun Jahren von 2009 bis 2017 erzielten Anleger im US-Aktienindex S&P 500 inklusive Dividenden und deren unterstellter Wiederanlage eine jährliche Rendite von 15 % - beim technologielastigen US-Aktienindex Nasdaq 100 sind es sogar 21% p.a. Der DAX lieferte im gleichen Zeitraum 11 % p.a., der EuroStoxx 50 immerhin noch 8 % p.a. (jeweils inklusive Dividendenzahlungen).

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2017 wie folgt ab:

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in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX30 12,5 % 12,5 %
MDAX 18,1 % 18,1 %
SDAX 24,9 % 24,9 %
TecDAX 39,6 % 39,6 %
EuroStoxx 50 6,5 % 6,5 %
MSCI World 20,1 % 5,5 %
Dow Jones Industrial 25,1 % 9,9 %
S&P 500 19,4 % 4,9 %
Nasdaq Composite 28,2 % 12,7 %
Nikkei 225 19,1 % 8,3 %

Quelle: Do Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft)

3 Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2017 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und schloss mit einem Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an die letzten fünf guten Geschäftsjahre anschließen.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei Anteilen der Francotyp-Postalia Holding AG, Freenet AG, GK Software SE, Homag Group AG, K+S AG, Lotto24 AG, MAX Automation SE, Mobotix AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, Thurella AG und Zur Rose Group AG.

Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Biotest AG Stämme, conwert Immobilien Invest SE, Data Modul AG, Exceet Group SE, Foris AG, Heidelberger Druckmaschinen AG, Leoni AG, Strabag AG, GAGFAH/Vonovia SE und Wüstenrot & Württembergische AG.

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die Audi AG, GK Software SE, InVision AG, K+S AG, MAX Automation SE, Mobotix AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, Thurella AG und Zur Rose Group AG.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile an der Amaysym Australia Ltd., Biella-Neher Holding AG, conwert Immobilien Invest SE, GK Software SE Wandelanleihe, Linde AG, Max21 AG, McKesson Europe AG, msg life AG, Oldenburgische Landesbank AG, Qualcomm Inc., Südzucker AG, Uniwheels AG, Weleda AG Partizipationsscheine und Züblin Immobilien Holding AG.

Im Geschäftsjahr 2017 konnten aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte vier Verfahren erfolgreich beendet werden. Ohne positive Ergebnisbeiträge endeten drei Spruchverfahren des Portfolios. Neu ins Rechteportfolio kamen u.a. conwert Immobilien Invest SE (2.344 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out), Strabag AG (1.647 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out) und IVG Immobilien AG. Insgesamt konnten Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 4.547 TEUR generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 7.190 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2017 beträgt somit 93.176 TEUR nach 95.819 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,11 EUR (Vorjahr: 3,20 EUR).

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

Für Aktien- und Derivatepositionen wurden zum Teil Bewertungseinheiten gebildet. Wirtschaftlich korrespondieren dabei die erhaltenen Prämien aus Stillhaltergeschäften (Verkauf von Calloptionen) mit den anschließenden Veräußerungsverlusten der Aktien des jeweiligen Basiswertes. Im Berichtsjahr stehen so Prämieneinahmen in Höhe von 2.754 TEUR entsprechenden Veräußerungsverlusten von 3.002 TEUR gegenüber.

4 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 17.819 TEUR (Vorjahr: 6.718 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 8.002 TEUR (Vorjahr: 2.931 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 7.022 TEUR (Vorjahr: 3.512 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 1.228 TEUR (Vorjahr: 265 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 1.567 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Data Modul AG (1.615 TEUR), GK Software SE (1.707 TEUR), Lotto24 AG (3.078 TEUR), Wüstenrot & Württembergische AG (1.648 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 4.937 TEUR (Vorjahr: 730 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr kein Verlust zu verzeichnen (Vorjahr: -112 TEUR). Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2017 ein Verlust von 4.490 TEUR (Vorjahr: -618 TEUR). Relevante negative Ergebnisbeiträge lieferten dabei Anteile der InVision AG (828 TEUR) und der Mobotix AG (1.100 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 447 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) entstanden.

Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 943 TEUR (Vorjahr: 910 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 630 TEUR (Vorjahr: 663 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 283 TEUR (Vorjahr: 234 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 3.796 TEUR (Vorjahr: 1.809 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 1.470 TEUR (Vorjahr: 472 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 2.326 TEUR (Vorjahr: 1.337 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Die Personalkosten lagen 2017 bei 2.686 TEUR (Vorjahr: 1.278 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen an die Vorstände und Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 2.088 TEUR enthalten (Vorjahr: 667 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 976 TEUR (Vorjahr: 581 TEUR) ausgewiesen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und gestiegenen Rechts- und Beratungskosten.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.801 TEUR (Vorjahr: 1.664 TEUR) vereinnahmt.

Zinserträgen in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 144 TEUR) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 297 TEUR (Vorjahr 287 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Anleihezinsen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Erstmalig wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 4 TEUR ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Umsatzerlöse gemäß § 19 UStG (sog. Kleinunternehmerregelung). Der Jahresüberschuss beträgt 7.901 TEUR (Vorjahr 4.465 TEUR). Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/ SG beträgt 0,26 EUR (Vorjahr 0,15 EUR).

5 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 36.134 TEUR (Vorjahr: 44.521 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 47.365 TEUR (Vorjahr: 30.119 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.375 TEUR (Vorjahr: 506 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (1.337 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 60.597 TEUR (Vorjahr: 54.194 TEUR). Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss. Gegenläufig war hierzu die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 1.497 TEUR. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 17.854 TEUR (Vorjahr: 13.167 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 3.950 TEUR (Vorjahr: 2.233 TEUR) zusammen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2017 auf 67,5 % (Vorjahr: 71,4 %).

Die Steuerrückstellungen betragen 258 TEUR (Vorjahr: 836 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 3.617 TEUR (Vorjahr: 1.934 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen 2.097 TEUR (Vorjahr: 670 TEUR), Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 1.388 TEUR (Vorjahr: 1.127 TEUR), Prozesskosten 44 TEUR (Vorjahr: 46 TEUR) und Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25.114 TEUR (Vorjahr: 18.810 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 95 TEUR (Vorjahr: 52 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 54 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) bestehen aus Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 27 TEUR sowie mit 27 TEUR aus Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. In der Hauptversammlung vom 3. Juni 2013 wurde der Vorstand durch eine entsprechende Satzungsänderung ermächtigt, in der Zeit bis zum 2. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.970.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab. Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 24.040 TEUR (Vorjahr 18.571 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden, oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Segment Scale (seit 01. März 2017, bis 28. Februar 2017 Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin in einem anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

7 Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei über die Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2018

Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben.

Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist.

Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden.

So können für das Geschäftsjahr 2018 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive Ergebnisse angestrebt, aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht, aber nicht versprochen werden kann. Jedenfalls sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten aus heutiger Sicht (immer noch) stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: Durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben.

Köln, im März 2018

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Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Vorstand Vorstand

Bilanz
zum 31. Dezember 2017
Scherzer & Co. AG, Köln

Aktiva

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen


I. Immaterielle Vermögensgegenstände


entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1,00 1,00
II. Sachanlagen


andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
72.783,00 17.023,00
III. Finanzanlagen


1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66
68.059,66
2. Beteiligungen 2.289.699,80
2.034.275,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.776.436,12
42.418.837,70


36.134.195,58 44.521.172,76
B. Umlaufvermögen


I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.689.773,07
432.623,52
2. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
3.259,30
1.577,51
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.374.610,44
506.129,00


5.067.642,81 940.330,03
II. Wertpapiere


sonstige Wertpapiere
47.365.254,87 30.118.873,12
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
1.073.731,80 239.086,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten
21.588,27 20.883,61


89.735.197,33 75.857.370,24

Passiva

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro
A. Eigenkapital


I. Gezeichnetes Kapital
29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage
8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen


1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89
80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 17.853.538,54
13.167.450,64


17.933.705,43 13.247.617,53
IV. Bilanzgewinn
3.950.359,38 2.232.728,52
B. Rückstellungen


1. Steuerrückstellungen 257.589,50
836.307,00
2. sonstige Rückstellungen 3.617.433,00
1.933.786,00


3.875.022,50 2.770.093,00
C. Verbindlichkeiten


1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.114.214,62
18.809.708,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 13.314.214,62 (Euro 5.809.708,08)


2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.097,55

52.300,87
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 95.097,55 (Euro 52.300,87)


3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00

3.209,82
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 3.209,82)


4. sonstige Verbindlichkeiten 53.942,06
28.856,63


25.263.254,23 18.894.075,40
- davon aus Steuern Euro 25.531,74 (Euro 20.952,93)


- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.180,84 (Euro 1.119,35)


- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 53.967,06 (Euro 28.856,63)




89.735.197,33 75.857.370,24

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
Scherzer & Co. AG, Köln

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro




1. Umsatzerlöse
4.062,62 0,00
2. Erträge aus Finanzinstrumenten
17.818.547,44 6.718.464,00
3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten
4.937.077,23- 730.448,27-
4. sonstige betriebliche Erträge
943.262,30 909.502,82
5. Personalaufwand


a) Löhne und Gehälter 2.638.678,77-
1.241.469,71 -
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 47.193,07-
36.640,37-


2.685.871,84- 1.278.110,08-
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

10.544,08- 7.433,65-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
975.509,66- 581.489,78-
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
1.800.565,79 1.663.605,16
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
79.888,80 144.100,92
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
3.795.967,82- 1.809.294,30-
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
297.401,99- 287.418,66-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
33.245,81- 276.021,12-
13.Ergebnis nach Steuern
7.910.708,52 4.465.457,04
14.sonstige Steuern
9.989,76- 0,00
15.Jahresüberschuss
7.900.718,76 4.465.457,04
16.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
735.728,52 1.162.364,37
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen
4.686.087,90- 3.395.092,89-
18. Bilanzgewinn
3.950.359,38 2.232.728,52

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Hauptversammlung vom 04.06.2018 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 3.950.359,38 wie folgt zu verwenden:

a) Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 0,10 je für das Geschäftsjahr 2017 dividendenberechtigter Stückaktie, damit insgesamt EUR 2.994.000,00.

b) Einstellung in die Gewinnrücklagen: EUR 956.359,38.

Anhang
zum 31. Dezember 2017

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gem. dem erstmals anwendbaren § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben mehr zu den dort genannten Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde bis Ende 2016 auf 41,465 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2017 erfolgte zum beizulegenden Wert.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aufgrund der Regelungen des BILRUG erstmals gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.2.2 Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt 14.970.000,00 Euro, eingeteilt in 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.

3.2.3 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

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Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2016 13.167.450,64 €
+ Einstellung durch Hauptversammlung 2017 735.728,52 €
+ Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2017 3.950.359,38 €
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2017 17.853.538,54 €

3.2.4 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

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Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2016 2.232.728,52 €
- Gewinnausschüttung in 2017 - 1.497.000,00 €
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2017 - 735.728,52 €
Gewinnvortrag 0,00 €
+ Jahresüberschuss 2017 + 7.900.718,76 €
- Einstellung in Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss - 3.950.359,38 €
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 3.950.359,38 €

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten Jahresabschluss und Steuererklärungskosten (18 TEUR), Rückstellung für Tantieme (2.097 TEUR), Urlaubsrückstellung (15 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (7 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (44 TEUR), Aufwand für Archivierung (2 TEUR), unterlassene Instandhaltung (3 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (1.388 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

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Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Gesichert
Euro
gegenüber Kreditinstituten 13.314.214,62 11.800.000,00 0,00 25.114.214,62 25.114.214,62
aus Lieferungen und Leistungen 95.097,55 0,00 0,00 95.097,55 0,00
Sonstige 53.942,06 0,00 0,00 53.942,06 0,00
Summe 13.463.254,23 11.800.000,00 0,00 25.263.254,23 25.114.214,62

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 5.894 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 13.000 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 529 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 317 TEUR für Büromiete und 90 TEUR für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (17.819 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 8.002 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 7.022 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 1.567 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.228 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-4.937 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von -4.490 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -447 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (943 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (630 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (283 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (29 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (2 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 1.470 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 320,57 Euro (Vj.: 2.221,60 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 154.884,45 Euro (Vj.: 3.157,07 Euro).

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann

Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 2.498.542,10 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro.

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg,

Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main.

Herr Dr. Rüttgers ist außerdem

Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München.

Herr Hauschildt ist außerdem

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt am Main,

Mitglied des Aufsichtsrats der ProAktiva Vermögensverwaltung AG, Hamburg,

Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 212 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 73 TEUR.

RM Rheiner Management AG, Köln

Dieser Anteil wird unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.026 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 383 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 liegt noch nicht vor.

Allerthal-Werke AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 252.764 von 1.200.000 Aktien bzw. 21,06 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 17.369 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1.689 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 liegt noch nicht vor.

Horus AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 2.072.761 von 2.660.000 Aktien bzw. 77,92 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.320 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 184 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 666 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 4 TEUR, der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2016 beträgt -508 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 liegt noch nicht vor.

Aldea Assekuranzmakler AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 367.919 von 1.500.000 Aktien bzw. 24,53 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 132 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 29 TEUR, der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2016 beträgt -1.427 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 liegt noch nicht vor.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 28.12.2017). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 4.468.000,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 1.349.269,00 Euro. Die Ergebnisse des Investmentvermögens werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr vier Mitarbeiter.

5.5 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

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a) für Abschlussprüfungsleistungen 27.500,00 €
b) für Steuerberatungsleistungen 16.542,93 €
Summe 44.042,93 €

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, so dass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 126 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet.

5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 31.12.2017 nicht ergeben.

5.8 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2017 vor:

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Verteilung an die Aktionäre: 1.497.000,00 €
Einstellung in Gewinnrücklagen: 2.453.359,38 €
Gewinnvortrag: 0,00 €
Bilanzgewinn: 3.950.359,38 €

Köln, den 28. Februar 2018

Der Vorstand

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017
Scherzer & Co. AG, Köln

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Anschaffungskosten Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen

01.01.2017 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2017 01.01.2017

Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 673,55

474,81 198,74 672,55
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
673,55

474,81 198,74 672,55
II. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.452,94
66.305,08 284,41 119.473,61 36.429,94
Summe Sachanlagen 53.452,94
66.305,08 284,41 119.473,61 36.429,94
III. Finanzanlagen





1. Verbundene Unternehmen 68.059,66


68.059,66
2. Beteiligungen 2.416.594,40


2.416.594,40 382.319,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 45.514.898,22
8.509.328,29 16.076.339,69 37.947.886,82 3.096.060,52
Summe Finanzanlagen 47.999.552,28 0,00 8.509.328,29 16.076.339,69 40.432.540,88 3.478.379,52
Anlagevermögen insgesamt 48.053.678,77 0,00 8.575.633,37 16.077.098,91 40.552.213,23 3.515.482,01
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Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte

Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr 31.12.2017 31.12.2017

Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
- 473,81

198,74 0,00
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände

- 473,81

198,74 0,00
II. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- 283,41 10.544,08
46.690,61 72.783,00
Summe Sachanlagen 0,00 - 283,41 10.544,08 0,00 46.690,61 72.783,00
III. Finanzanlagen





1. Verbundene Unternehmen




68.059,66
2. Beteiligungen


255.424,40 126.894,60 2.289.699,80
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
- 19.546,08 1.469.596,15 374.659,89 4.171.450,70 33.776.436,12
Summe Finanzanlagen 0,00 - 19.546,08 1.469.596,15 630.084,29 4.298.345,30 36.134.195,58
Anlagevermögen insgesamt 0,00 - 20.303,30 1.480.140,23 630.084,29 4.345.234,65 36.206.978,58
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Buchwerte

31.12.2016

Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.023,00
Summe Sachanlagen 17.023,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66
2. Beteiligungen 2.034.275,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.418.837,70
Summe Finanzanlagen 44.521.172,76
Anlagevermögen insgesamt 44.538.196,76

Bericht des Aufsichtsrats
der Scherzer & Co. AG
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2017 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 31.03.2017, am 29.05.2017, am 29.09.2017 und am 30.11.2017, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten. In der Sitzung am 31.03.2017 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2016 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2017 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2017. In der Sitzung am 29. Mai 2017 wählte der Aufsichtsrat nach seiner Wahl durch die Hauptversammlung am selben Tage Herrn Dr. Stephan Göckeler zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats (Wiederwahl) und Herrn Dr. Dirk Rüttgers zu dessen Stellvertreter (als Nachfolger von Herrn Rolf Hauschildt). Der Aufsichtsrat möchte dies zum Anlass nehmen, Herrn Rolf Hauschildt, der dem Aufsichtsrat als Mitglied weiter zur Verfügung steht, für seine langjährige, aktive und verdienstvolle Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender zu danken.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.05.2017 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 5. März 2018 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 16.03.2018 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Herrn Harald Formhals, hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 16.03.2018 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2017.


Köln, den 16.03.2018

Dr. Stephan Göckeler

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."


Köln, den 02.03.2018

Formhals Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

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Harald Formhals ppa. Stefanie Claire Blome
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer