Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht des Vorstands

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht-börsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist. Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

Das Börsenjahr 2018 entpuppte sich nach einem vielversprechenden Start in der zweiten Jahreshälfte als sehr herausfordernd. Nahezu alle Anlageklassen schlossen 2018, was eine Art Déjàvu-Erlebnis von 2008 auslöste, im teils deutlich negativen Terrain ab. Am schlechtesten schnitten Aktien und Rohstoffe ab. Deutsche und europäische Staatsanleihen als klassische "sichere Häfen" zeigten sich als die einzige positiv performende Anlageklasse, auch wenn die äußerst geringen Zugewinne nicht ansatzweise die Verluste in den anderen Anlageklassen zu kompensieren vermochten. Selbst das eigentlich als Versicherung für Krisenfälle eingesetzte Gold konnte sich mit einem leichten Minus nicht dem Negativtrend in 2018 entziehen.

Zu Beginn des Jahres herrschte aufgrund der positiven Wachstumsaussichten und der US-Steuerreform zunächst Optimismus, in dessen Zug auch die Renditen und Aktien anstiegen. Ende Januar/Anfang Februar verlor der US-Aktienmärkt jedoch gemessen am S&P 500-Index binnen nur neun Handelstagen 10 % seines Wertes. In Teilsegmenten des Marktes kam es zu einem regelrechten Schock.

Im 2. und 3. Quartal stabilisierten sich zwar die US-Aktienmärkte, aber mit der durch US-Präsident Donald Trump ausgelösten Handelskrieg-Debatte offenbarten sich Risse an den Finanzmärkten und deutliche Divergenzen traten zum Vorschein. Vor dem Hintergrund der festen US-Konjunktur zu Jahresbeginn und den weiter anziehenden US-Leitzinsen wertete der US-Dollar auf und setzte damit Anlagen in den Schwellenländern stark unter Druck. Exportorientierte Unternehmen, darunter auch die hiesigen DAX-Werte, gerieten seitdem in einen kontinuierlichen Abwärtssog. Derweil erklommen US-Aktien unter der Führerschaft der großen US-Technologiekonzerne trotz steigender US-Zinsen, Handelsstreit und sich abschwächendem US-Häusermarkt neue Allzeithochs. Noch gegen Ende des 3. Quartals stand der S&P 500 gegenüber dem Jahresendstand mit komfortablen 9,0 % im Plus, während Schwellenländeraktien gemessen am MSCI EM bei -9,5 % notierten.

Im 4. Quartal erwischte es auch US-Aktien. Die Sorglosigkeit gerade bezüglich der US-Techwerte erlebte ein abruptes Ende. Nach dem 9 %-Einbruch der US-Techbörse Nasdaq in den ersten neun Handelstagen des Quartals ersetzte in Windeseile Pessimismus die zuvor vorherrschende Euphorie der Anleger. Diese Wahrnehmungsänderung überraschte nicht wirklich angesichts der hohen Bewertugen zum Beispiel von Amazon (KGV 2018: 113) und Netflix (KGV 2018: 140). Und bot Parallelen mit den "Nifty Fifty" Mitte der 1960er-Jahre, Anfang der 1970er Jahre. Statt der damaligen Wachstumswerte wie Coca-Cola und McDonald's gehören zu den "Nifty"-Werten des digitalen Zeitalters Unternehmen wie beispielsweise Apple, Amazon, Alphabet/Google, Facebook, Microsoft und Netflix.

Im letzten Monat des Jahres 2018 gab es erneut Befürchtungen vor einer Ausweitung des US-chinesischen Handelskrieges und Sorgen um die Fortsetzung des globalen Aufschwungs. Zusätzlich belasteten die Verhaftung der stellvertretenden Huawei-Vorsitzenden Meng Wanzhou am 6. Dezember in Kanada sowie die Sitzung der US-Notenbank Fed am 19. Dezember, die durch ihr Festhalten an ihrem restriktiven Kurs von weiteren zukünftigen Zinserhöhungen die Märkte enttäuschte. Über die Weihnachtsfeiertage gab es außerdem noch Twitter-Kommentare von US-Präsident Donald Trump, in denen er die Unabhängigkeit des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell in Frage stellte.

Allein im Dezember 2018 verlor der US-amerikanische Leitindex S&P 500 in Summe überdurchschnittliche 9,2 %. Dies ist das schlechteste Monatsergebnis seit 2009 (Februar 2009: -11,0 %) und sogar der schlechteste Dezember seit 1931 (Dezember 1931: -14,5 %). Der Tiefpunkt im S&P 500 wurde an Heiligabend, einem liquiditätsarmen und vor allem durch Algorithmus-Programme beeinflussten Tag, markiert. Der Kursrückgang fiel in etwa so stark wie zuletzt 2011 aus. Dies war das Jahr, in dem die Eurokrise wütete und zweijährige griechische Anleihen bei 30 % notierten. Auf Schlusskursbasis kalkuliert war der jüngste Crash des S&P 500 (-19,8 % vom 20.09. bis 24.12.2018) sogar der größte Kursrückgang der vergangenen zehn Jahre. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verlor im Dezember 5,4 % an Wert und konnte sich damit besser als der US-Aktienmarkt halten. Noch deutlicher war die Outperformance von Schwellenländer-aktien, die im Dezember 2018 mit "nur" 2,9 % Wertverlust lediglich ein Drittel der Verluste am US-Aktienmarkt mitmachten.

Die globale Konjunktur hat sich in den letzten Monaten insgesamt deutlich abgekühlt. Das US-Wachstum dürfte sich von rund 4,0 % Mitte 2018 auf circa 2,6 % im 4. Quartal 2018 verlangsamt haben. Dies liegt immer noch über der von der US-Zentralbank Fed prognostizierten langfristigen potenziellen Wachstumsrate von 1,8 %, die sich aus der Summe des Produktivitätswachstums von 1,3 % und des Wachstums der aktiven Erwerbsbevölkerung von 0,5 % ergibt. Die USA mit ihrem Binnenmarkt von mehr als 330 Mio. Einwohnern sind dabei weiterhin ein Zugpferd und weisen noch vorzeigbare volkswirtschaftliche Daten auf. Der Konsum zieht an, die Löhne steigen und die Unternehmensgewinne wachsen weiterhin.

Aus globalem Blickwinkel sind gegenüber der Jahresmitte 2018 heute viele Einkaufsmanagerindizes im produzierenden Gewerbe schwächer. In Europa weisen inzwischen Frankreich und Italien Werte unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 auf. In den beiden neben Deutschland wichtigen EU-Mitgliedsstaaten gibt es spezifische belastende Entwicklungen: In Frankreich sind die Auswirkungen der "Gelbwesten"-Proteste spürbar und in Italien werden die Nachwirkungen der Haushaltsberatungen sowie die Belastungen aufgrund des regional gestiegenen Zinsniveaus sichtbar. Der globale Einkaufsmanagerindex liegt derzeit mit 51,5 noch im Wachstumsbereich. Im globalen Kontext gibt es aber auch Verbesserungen seitens der Einkaufsmanagerindizes. Ungeachtet der derzeit schlechten Stimmungslage an den Finanzmärkten liegen in den Entwicklungsländern Brasilien, Indien, Indonesien und Russland die Einkaufsmanagerindizes heute höher als vor einem halben Jahr.

Am 19. Dezember 2018 hob die US-Notenbank (Fed) den Leitzins wie erwartet um einen weiteren Viertel-Prozentpunkt auf 2,5 % an und kündigte - entgegen der Markterwartungen -weitere Zinsschritte an. Dies ist inzwischen die neunte Erhöhung seit Dezember 2015. Mit 2,5 % liegt der US-Leitzins über der Kerninflationsrate von derzeit 2,2 % (positiver Realzins). Nach dem "Gewitter" an den Finanzmärkten meinten mehrere Fed-Vertreter, darunter auch der Vorsitzende Jerome Powell, die Zentralbank würde den Märkten "aufmerksam zuhören". Dies wird vom Markt allgemein so interpretiert, als bestünde eine realistische Chance, die Fed würde ihrem Zinsanhebungszyklus eine Pause geben. Dies zeigt sich daran, dass sich die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen mit 2,5 % derzeit exakt auf dem Niveau des Leitzinssatzes befindet. Noch vor Monaten hatten Anleger eingepreist, dass erst bei 3,0 % ein Ende der Leitzinserhöhungen erreicht sein könnte. Auch die Geldmarkt-Forwards signalisieren zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Zinserhöhung durch die Fed, sondern sogar eine Reduzierung des Leitzinses im 1. Halbjahr 2020.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beendete derweil ihre Nettokäufe von Wertpapieren plangemäß zum Jahreswechsel. Die Geldhüter wollen gemäß eigenen Aussagen die Leitzinsen "über den Sommer 2019" nicht antasten und die Geldmarkt-Forwards implizieren eine erste Zinsanhebung um 0,2 % nicht vor Ende 2020. Insgesamt hat sich in der Eurozone die Inflationsrate von 2,2 % im Oktober 2018 auf 1,6 % im Dezember 2018 reduziert. Damit ist die Teuerung wieder von der 2,0%-Zielschwelle der europäischen Währungshüter abgerückt. Die sogenannte Kernrate des Europäischen Verbraucherpreisindex lag nach erster Schätzung im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahr bei 1,0%, was weiterhin einen geringen Preisdruck widerspiegelt. Seit nunmehr fast fünf Jahren liegt die Kernrate nicht höher als 1,2 %. Von Inflationsdruck kann also keine Rede sein und ob es im Herbst 201 9 eine erste Zinserhöhung gibt, steht in den Sternen. In Deutschland erreichte die Inflationsrate im Dezember einen Stand von 1,7 %. Bei einer Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen von 0,2 % ergibt sich für Anleger ein negativer Realzins von -1,5 %.

Marktteilnehmer müssen sich daran gewöhnen, den Übergang von einer Phase massiver Überliquidität zurück in die geldpolitische Normalität und schrumpfende Zentralbank-Bilanzen zu verkraften. Der seit der globalen Finanzkrise gültige Rückenwind von den Zentralbanken, die mit billigem Geld die Märkte fluteten, fällt weg und wird vielleicht sogar zum größten Bremsklotz. Ob die Fed und EZB im Falle einer Krise die Geldschleusen erneut öffnen, bleibt abzuwarten.

Lediglich die Japanische Zentralbank (BoJ) fühlt sich weiterhin ihrem Quantitative-Easing-Kurs verpflichtet. Die Bilanzsumme der Bank of Japan liegt inzwischen bei 99,1 % des BIP und die Zentralbank weist nicht weniger als 45 % aller ausstehenden japanischen Staatsanleihen im eigenen Bestand aus.

Der deutsche Rentenindex REXP wies in 2018 eine Wertentwicklung von 1,5 % auf. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Verlauf des Jahres von 0,4 % auf 0,2 %. Der Gesamtindex von Euro-Staatsanleihen, gemessen am iBoxx Euro Sovereigns Index, entwickelte sich mit 1,0 % etwas schlechter als Bundesanleihen. Das Segment der Staatsanleihen erwies sich in 2018 als einer der wenigen vermeintlich "sicheren Häfen" in einem turbulenten Umfeld.

Unternehmensanleihen schnitten das Jahr 201 8 insgesamt enttäuschend ab. Im europäischen Investmentgrade-Bereich erlitten Anleger, gemessen am iBoxx EUR Liquid Corporate 1 00 Index, mit -1,1 % einen leichten Verlust. Europäische Hochzinsanleihen erzielten dagegen einen Verlust von 3,4 % (iBoxx EUR Liquid High Yield Index). In den USA ergibt sich ein umgekehrtes Bild: Hier schnitten Investmentgrade-Anleihen mit -3,7 % schlechter ab als Hochzinsanleihen mit -1,5 %. Allerdings sind in den USA heute Investmentgrade-Anleihen deutlich riskanter als noch vor wenigen Jahren. Inzwischen haben fast 50 % der Anleihen in diesem Segment ein BBB-Rating. Würden diese Anleihen von den Ratingagenturen nur eine Stufe tiefer bewertet werden, wären diese festverzinslichen Wertpapiere dem Bereich High Yield zuzuordnen.

Positiv erwähnenswert ist die Ausweitung des Universums europäischer Investmentgrade-Unternehmensanleihen. Seit der Globalen Finanzkrise 2008 hat sich das Volumen von 800 Mrd. Euro auf 2.000 Mrd. Euro vergrößert und der Markt ist damit reifer geworden. Im Dezember 2018 gab es im Zuge der aufkommenden Marktpanik im Segment der Hochzins-Unternehmensanleihen kaum noch Neuemissionen, was seit mehr als zehn Jahren nicht vorkam.

Die kurzfristigen Zinsen am Euro-Geldmarkt sind bereits seit April 2015 negativ. Damals durchschritt der 3-Monats-EURIBOR erstmalig die Nullgrenze. Per Jahresende liegt der gleiche Geldmarktsatz wie vor 12 Monaten bei -0,3 %.

2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Nach der Ruhe des Jahres 2017 kam in 2018 nun der Sturm in Form zweier heftiger S&P 500-Rückgänge von -10,2 % (26.01. - 08.02.2018) und -19,8 % (20.09. - 24.12.2018). Im Gesamtjahresverlauf verzeichneten insbesondere exportorientierte Aktienmärkte herbe Wertverluste. Der deutsche Aktienindex DAX schloss das Gesamtjahr 2018 mit -18,3 % ab. Dies ist das schlechteste Jahresergebnis seit zehn Jahren (DAX 2008: -40,4 %). Noch deutlichere Einbußen erlitten chinesische (-27,6 %) und südkoreanische Aktien (-21,4 %). Aber auch der Schwellenländer-Aktienindex MSCI Emerging Markets wies in US-Dollar eine Jahresperformance von -1 6,6 % auf. Der EuroStoxx 50 beendete das Jahr mit -14,3 %. Globale Aktien in Euro gerechnet fielen im Jahresverlauf um moderatere -4,1%. Sowohl der im Aktienkontext noch überschaubare Wertverlust bei US-Aktien als auch eine 5,0 %-Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro milderten den Schaden im globalen Aktienindex MSCI World EUR erheblich ab.

Der Performanceunterschied zwischen der besten und schlechtesten europäischen Branche belief sich auf 26,0 %. Als Branchen mit eher noch geringen Verlusten erwiesen sich die defensiven Branchen Versorger (-2,1 %), Pharma (-2,7 %) und Öl & Gas (-4,6 %). Im Branchenkontext am härtesten traf es dagegen zyklische Bereiche des Marktes und hier vor allem Auto (-28,1 %), Banken (-28,0 %) und Bau (-18,8 %).

Während Energieaktien in der ersten Jahreshälfte noch stabil lagen, kamen der Ölpreis und in der Folge Energieaktien im 2. Halbjahr unter Druck, ebenso wie Tech-Werte, Finanztitel und Zykliker ab dem 4. Quartal ganz allgemein.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2018 wie folgt ab:

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in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX30 -18,3 % -18,3 %
MDAX -17,6 % -17,6 %
SDAX -20,0 % -20,0 %
TecDAX -3,1 % -3,1 %
EuroStoxx 50 -14,3 % -14,3 %
MSCI World -20,1 % -5,9 %
Dow Jones Industrial -5,6 % -0,9 %
S&P 500 -6,2 % -1,5 %
Nasdaq Composite -3,9 % 1,0 %
Nikkei 225 -12,1 % -5,2 %

Quelle: Do Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft)

3 Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2018 verlief für die Scherzer & Co. AG herausfordernd und schloss mit einem Verlust. Damit konnte die Scherzer & Co. AG nicht an die letzten sechs guten Geschäftsjahre anschließen.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei Anteilen der Allerthal-Werke AG, Diebold Nixdorf AG, Energiekontor AG, Freenet AG, GK Software SE, Highlight Communications AG, InVision AG, K+S AG, Lotto24 AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG und ProSiebenSat.1 Media SE.

Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Adler Modemärkte AG, Constantin Medien AG, C-Quadrat Investment AG (Squeeze-out), Francotyp-Postalia Holding AG, Infas Holding AG, MAN SE Stämme und Vorzüge, Oldenburgische Landesbank AG (Squeeze-out), PEH Wertpapier AG, Südzucker AG, Sunrise Communications AG und ZEAL Network SE (Annahme Abfindung).

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die Audi AG, BHS Table-top AG, Biella-Neher Holding AG, Data Modul AG, GK Software SE, Horus AG, InVision AG, Linde AG, McKesson Europe AG, Mühl Product u. Service AG, Weleda AG, Züblin Immobilien Holding AG und Zur Rose Group AG.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Aixtron SE, IFA Hotel & Touristik, Innogy SE, Klöckner & Co. SE, Mediqon Group AG (ehemals Medical Columbus AG), niiio Finance Group AG und Thurella Immobilien AG.

Im Geschäftsjahr 2018 konnten aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte zwei Verfahren erfolgreich beendet werden. Ohne positiven Ergebnisbeitrag endete ein Spruchverfahren. Neu ins Rechteportfolio kamen Oldenburgische Landesbank AG (8.440 TEUR, Squeeze-out), Buwog AG (2.791 TEUR, Squeeze-out), C-Quadrat Investment AG (1.006 TEUR, Squeeze-out) und Diebold Nixdorf AG (490 TEUR, Einreichung Unternehmensvertrag). Insgesamt konnten Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 12.726 TEUR generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 2.047 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2018 beträgt somit 103.814 TEUR nach 93.176 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,47 EUR (Vorjahr: 3,11 EUR).

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchstellenverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchstellenverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

Für Aktien- und Derivatepositionen wurden zum Teil Bewertungseinheiten gebildet. Wirtschaftlich korrespondieren dabei die erhaltenen Prämien aus Stillhaltergeschäften (Verkauf von Call-optionen) mit den anschließenden Veräußerungsverlusten der Aktien des jeweiligen Basiswertes. Im Berichtsjahr stehen so Prämieneinahmen in Höhe von 323 TEUR entsprechenden Veräußerungsverlusten von 335 TEUR gegenüber.

4 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 12.132 TEUR (Vorjahr: 17.819 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 2.554 TEUR (Vorjahr: 8.002 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 6.563 TEUR (Vorjahr: 7.022 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 2.908 TEUR (Vorjahr: 1.228 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr: 1.567 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Lotto24 AG (1.473 TEUR), Pfeiffer Vacuum Technology AG (1.246 TEUR), Oldenburgische Landesbank AG (1.125 TEUR) und ZEAL Network SE (937 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 2.727 TEUR (Vorjahr: 4.937 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 254 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2018 ein Verlust von 2.272 TEUR (Vorjahr: -4.490 TEUR). Relevante negative Ergebnisbeiträge lieferten dabei u.a. K+S AG (838 TEUR), Freenet AG (649 TEUR) und Südzucker AG (417 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 201 TEUR (Vorjahr: -447 TEUR) entstanden.

Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 267 TEUR (Vorjahr: 943 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 65 TEUR (Vorjahr: 630 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 283 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 9.939 TEUR (Vorjahr: 3.796 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 3.130 TEUR (Vorjahr: 1.470 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 6.808 TEUR (Vorjahr: 2.326 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Die Personalkosten lagen 2018 bei 688 TEUR (Vorjahr: 2.686 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen in Höhe von insgesamt 55 TEUR enthalten (Vorjahr: 2.088 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 716 TEUR (Vorjahr: 976 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 2.586 TEUR (Vorjahr: 1.801 TEUR) vereinnahmt.

Zinserträgen in Höhe von 113 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 317 TEUR (Vorjahr 297 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Anleihezinsen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 9 TEUR ausgewiesen.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 855 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss: 7.901 TEUR).

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt -0,03 EUR (Vorjahr: 0,26 EUR).

5 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungs-erfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 31.967 TEUR (Vorjahr: 36.134 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 49.217 TEUR (Vorjahr: 47.365 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 909 TEUR (Vorjahr: 1.375 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (876 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 56.748 TEUR (Vorjahr: 60.597 TEUR). Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um den Jahresfehlbetrag sowie die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 2.994 TEUR. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 18.810 TEUR (Vorjahr: 17.854 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 855 TEUR (Vorjahr Bilanzgewinn: 3.950 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2018 auf 67,3% (Vorjahr: 67,5%).

Die Steuerrückstellungen betragen 732 TEUR (Vorjahr: 258 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 1.096 TEUR (Vorjahr: 3.617 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 946 TEUR (Vorjahr: 1.388 TEUR), Tantiemen 55 TEUR (Vorjahr: 2.097 TEUR) sowie Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25.729 TEUR (Vorjahr: 25.114 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 29 TEUR (Vorjahr: 95 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 27 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR) bestehen aus Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 7 TEUR sowie mit 20 TEUR aus Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.

Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 23.676 TEUR (Vorjahr 24.040 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin in zwei anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

7 Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2019

Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben.

Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und Ziel führend erweist.

Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden.

So können für das Geschäftsjahr 2019 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive Ergebnisse angestrebt, aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht, aber nicht versprochen werden kann. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten sind aus heutiger Sicht noch immer stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben.


Köln, im Februar 2019

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Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Vorstand Vorstand

Bilanz

zum 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, Köln

Aktiva

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Geschäftsjahr Vorjahr


Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen


I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1,00 1,00
II. Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
74.494,00 72.783,00
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66
68.059,66

2. Beteiligungen 2.006.908,50
2.289.699,80

3. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.891.913,04
33.776.436,12



31.966.881,20 36.134.195,58
B. Umlaufvermögen


I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 116.443,57
3.689.773,07

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 599,33
0,00

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.741,20
3.259,30

4. sonstige Vermögensgegenstände 908.856,52
1.374.610,44



1.074.640,42 5.067.642,81
II. Wertpapiere



sonstige Wertpapiere
49.217.470,08 47.365.254,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
2.052.703,81 1.073.731,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten
17.506,75 21.588,27



84.363.697,46 89.735.197,33

Passiva

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Geschäftsjahr Vorjahr


Euro Euro Euro
A. Eigenkapital


I. Gezeichnetes Kapital
29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage
8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen



1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89
80.166,89

2. andere Gewinnrücklagen 18.809.897,92
17.853.538,54



18.890.064,81 17.933.705,43
IV. Bilanzverlust
854.764,13- 3.950.359,38
B. Rückstellungen



1. Steuerrückstellungen 732.157,00
257.589,50

2. sonstige Rückstellungen 1.096.045,00
3.617.433,00



1.828.202,00 3.875.022,50
C. Verbindlichkeiten



1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.728.950,85
25.114.214,62

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 11.928.950,85 (Euro 13.314.214,62)



2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.461,41
95.097,55

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 29.461,41 (Euro 95.097,55)



3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.322,14
0,00

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.322,14 (Euro 0,00)



4. sonstige Verbindlichkeiten 26.604,59
53.942,06



25.787.338,99 25.263.254,23

- davon aus Steuern Euro 18.534,30 (Euro 25.531,74)



- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.115,92 (Euro 1.180,84)



- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 26.604,59 (Euro 53.942,06)





84.363.697,46 89.735.197,33

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, Köln

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Geschäftsjahr Vorjahr


Euro Euro Euro





1. Umsatzerlöse
8.520,92 4.062,62
2. Erträge aus Finanzinstrumenten
12.132.486,25 17.818.547,44
3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten
2.72 7.110,49- 4.937.077,23-
4. sonstige betriebliche Erträge
266.652,23 943.262,30
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 647.060,65-
2.638.678,77-

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 40.442,34-
47.193,07-



687.502,99- 2.685.871,84-
6. Abschreibungen



auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
17.956,29- 10.544,08-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
716.298,54- 975.509,66-
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2.586.295,16 1.800.565,79
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
113.404,80 79.888,80
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
9.938.549,30- 3.795.967,82-
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
317.199,45- 297.401,99-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
1.557.506,43- 33.245,81-
13. Ergebnis nach Steuern
854.764,13- 7.910.708,52
14. sonstige Steuern
0,00 9.989,76-
15. Jahresfehlbetrag
854.764,13- 7.900.718,76
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
956.359,38 735.728,52
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen
956.359,38- 4.686.087,90-
18. Bilanzverlust
854.764,13- 3.950.359,38

Anhang

zum 31. Dezember 2018

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den dort genannten Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 41,465% aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2018 erfolgte zum beizulegenden Wert.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 599,33 Euro. Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 8.741,20 Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aufgrund der Regelungen des BILRUG gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.2.2 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

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Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2017 17.853.538,54 €
+ Einstellung durch Hauptversammlung 2018 956.359,38 €
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2018 18.809.897,92 €

3.2.3 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

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Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2017 3.950.359,38 €
- Gewinnausschüttung in 2018 - 2.994.000,00 €
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2018 - 956.359,38 €
Gewinnvortrag 0,00 €
+ Jahresfehlbetrag 2018 - 854.764,13 €
Bilanzverlust zum 31. Dezember 2018 - 854.764,13 €

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten Jahresabschluss und Steuererklärungskosten (18 TEUR), Rückstellung für Tantieme (55 TEUR), Urlaubsrückstellung (12 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (9 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (6 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (946 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

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Restlaufzeit

Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Gesichert

Euro Euro Euro Euro Euro
gegenüber Kreditinstituten 11.928.950,85 13.800.000,00 0,00 25.728.950,85 25.728.950,85
aus Lieferungen und Leistungen 29.461,41 0,00 0,00 29.461,41 0,00
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 2.322,14 0,00 0,00 2.322,14 0,00
Sonstige 26.604,59 0,00 0,00 26.604,59 0,00
Summe 11.987.338,99 13.800.000,00 0,00 25.787.338,99 25.728.950,85

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 13.314 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 11.800 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 507 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 187 TEUR für Büromiete und 91 TEUR für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (12.133 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 2.554 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 6.563 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 108 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 2.908 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-2.727 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von -255 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste von -2.271 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -201 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (267 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (65 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (133 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (44 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung (23 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (2 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 3.130 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 23.289,56 Euro (Vj.: 320,57 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4.891,23 Euro (Vj.: 154.884,45 Euro).

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann

Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 482.991,25 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro.

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg,

Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main.

Herr Dr. Rüttgers ist außerdem

Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München.

Herr Hauschildt ist außerdem

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Mainz,

Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 212 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 73 TEUR.

RM Rheiner Management AG, Köln

Dieser Anteil wird unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.728 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 701 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor.

Horus AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 2.141.847 von 2.660.000 Aktien bzw. 80,52 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.667 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 1.347 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor.

Smart Equity AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.136 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 172 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 512 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2017 beträgt -153 TEUR, der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2017 beträgt -661 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten. Zu dem Investmentvermögen werden sogenannte I- und R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in Ihrer Gebührenstruktur unterscheiden. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per Ende 2018). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 4.423.230,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 555.024,80 Euro. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der R-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 25.488,21 Euro und entspricht dem Buchwert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter.

5.5 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

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a) für Abschlussprüfungsleistungen 27.500,00 €
b) für Steuerberatungsleistungen 17.510,00 €
Summe 45.010,00 €

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 142 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30% bewertet.


Köln, den 8. Februar 2019

Der Vorstand

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, Köln

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Anschaffungskosten Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen

01.01.2018 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2018 01.01.2018

Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 673,55


673,55 672,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 673,55

0,00 673,55 672,55
II. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.473,61
19.667,29
139.140,90 46.690,61
Summe Sachanlagen 119.473,61
19.667,29
139.140,90 46.690,61
III. Finanzanlagen





1. Verbundene Unternehmen 68.059,66


68.059,66
2. Beteiligungen 2.416.594,40


2.416.594,40 126.894,60
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 37.947.886,82
8.158.156,12 9.882.475,96 36.223.566,98 4.171.450,70
Summe Finanzanlagen 40.432.540,88 0,00 8.158.156,12 9.882.475,96 38.708.221,04 4.298.708,46
Anlagevermögen insgesamt 40.552.688,04 0,00 8.177.823,41 9.882.475,96 38.848.035,49 4.345.708,46
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Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte

Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr 31.12.2018 31.12.2018

Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten



672,55 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00

672,55 1,00
II. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

17.956,29
64.646,90 74.494,00
Summe Sachanlagen 0,00 0,00 17.956,29 0,00 64.646,90 74.494,00
III. Finanzanlagen





1. Verbundene Unternehmen




68.059,66
2. Beteiligungen

282.791,30
409.685,90 2.006.908,50
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
- 622.317,44 2.847.271,90 64.751,22 6.331.653,94 29.891.913,04
Summe Finanzanlagen 0,00 - 622.317,44 3.130.063,20 64.751,22 6.741.339,84 31.966.881,20
Anlagevermögen insgesamt 0,00 -622.317,44 3.148.019,49 64.751,22 6.806.659,29 32.041.376,20
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Buchwerte

31.12.2017

Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.783,00
Summe Sachanlagen 72.783,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66
2. Beteiligungen 2.289.699,80
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.776.436,12
Summe Finanzanlagen 36.134.195,58
Anlagevermögen insgesamt 36.206.979,58

Bericht des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2018 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 16.03.2018, am 04.06.2018, am 05.10.2018 und am 29.11.2018, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten. In der Sitzung am 16.03.2018 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2017 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2018 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2018.

In seiner Sitzung am 05.10.2018 beriet der Aufsichtsrat über die Verlängerung der Vorstandsbestellung und des Anstellungsvertrags von Herrn Hans Peter Neuroth jeweils bis zum 31.12.2021 und stimmte dem einstimmig zu. Herr Neuroth nahm diese Verlängerung der Vorstandsbestellung und seines Anstellungsvertrages an. Der Nachtrag zum Anstellungsvertrag wurde sodann in der Aufsichtsratssitzung am 29.11.2018 unterzeichnet. Der Aufsichtsrat möchte dies zum Anlass nehmen, Herrn Neuroth für die geleisteten Dienste in der Vergangenheit zu danken und ihm für die zukünftige Tätigkeit in bewährter Zusammenarbeit mit seinem Vorstandskollegen Herrn Dr. Georg Issels viel Erfolg zu wünschen.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 04.06.2018 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 05.03.2019 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 19.03.2019 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Herrn Harald Formhals und Frau Stefanie Claire Blome, hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 19.03.2019 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im insgesamt schwierigen Geschäftsjahr 2018.


Köln, den 19.03.2019

Dr. Stephan Göckeler

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch-geführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Köln, den 22.02.2019

Formhals Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Harald Formhals

Wirtschaftsprüfer