![]() Scherzer & Co. AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht des Vorstands1 Finanzwirtschaftliches UmfeldDieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung
erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht-börsennotierte
Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist. Die Gesellschaft beachtet bei ihrer
Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die
Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen. Das Börsenjahr 2018 entpuppte sich nach einem vielversprechenden Start in der zweiten
Jahreshälfte als sehr herausfordernd. Nahezu alle Anlageklassen schlossen 2018, was
eine Art Déjàvu-Erlebnis von 2008 auslöste, im teils deutlich negativen Terrain ab.
Am schlechtesten schnitten Aktien und Rohstoffe ab. Deutsche und europäische Staatsanleihen
als klassische "sichere Häfen" zeigten sich als die einzige positiv performende Anlageklasse,
auch wenn die äußerst geringen Zugewinne nicht ansatzweise die Verluste in den anderen
Anlageklassen zu kompensieren vermochten. Selbst das eigentlich als Versicherung für
Krisenfälle eingesetzte Gold konnte sich mit einem leichten Minus nicht dem Negativtrend
in 2018 entziehen. Zu Beginn des Jahres herrschte aufgrund der positiven Wachstumsaussichten und der
US-Steuerreform zunächst Optimismus, in dessen Zug auch die Renditen und Aktien anstiegen.
Ende Januar/Anfang Februar verlor der US-Aktienmärkt jedoch gemessen am S&P 500-Index
binnen nur neun Handelstagen 10 % seines Wertes. In Teilsegmenten des Marktes kam
es zu einem regelrechten Schock. Im 2. und 3. Quartal stabilisierten sich zwar die US-Aktienmärkte, aber mit der durch
US-Präsident Donald Trump ausgelösten Handelskrieg-Debatte offenbarten sich Risse
an den Finanzmärkten und deutliche Divergenzen traten zum Vorschein. Vor dem Hintergrund
der festen US-Konjunktur zu Jahresbeginn und den weiter anziehenden US-Leitzinsen
wertete der US-Dollar auf und setzte damit Anlagen in den Schwellenländern stark unter
Druck. Exportorientierte Unternehmen, darunter auch die hiesigen DAX-Werte, gerieten
seitdem in einen kontinuierlichen Abwärtssog. Derweil erklommen US-Aktien unter der
Führerschaft der großen US-Technologiekonzerne trotz steigender US-Zinsen, Handelsstreit
und sich abschwächendem US-Häusermarkt neue Allzeithochs. Noch gegen Ende des 3. Quartals
stand der S&P 500 gegenüber dem Jahresendstand mit komfortablen 9,0 % im Plus, während
Schwellenländeraktien gemessen am MSCI EM bei -9,5 % notierten. Im 4. Quartal erwischte es auch US-Aktien. Die Sorglosigkeit gerade bezüglich der
US-Techwerte erlebte ein abruptes Ende. Nach dem 9 %-Einbruch der US-Techbörse Nasdaq
in den ersten neun Handelstagen des Quartals ersetzte in Windeseile Pessimismus die
zuvor vorherrschende Euphorie der Anleger. Diese Wahrnehmungsänderung überraschte
nicht wirklich angesichts der hohen Bewertugen zum Beispiel von Amazon (KGV 2018:
113) und Netflix (KGV 2018: 140). Und bot Parallelen mit den "Nifty Fifty" Mitte der
1960er-Jahre, Anfang der 1970er Jahre. Statt der damaligen Wachstumswerte wie Coca-Cola
und McDonald's gehören zu den "Nifty"-Werten des digitalen Zeitalters Unternehmen
wie beispielsweise Apple, Amazon, Alphabet/Google, Facebook, Microsoft und Netflix. Im letzten Monat des Jahres 2018 gab es erneut Befürchtungen vor einer Ausweitung
des US-chinesischen Handelskrieges und Sorgen um die Fortsetzung des globalen Aufschwungs.
Zusätzlich belasteten die Verhaftung der stellvertretenden Huawei-Vorsitzenden Meng
Wanzhou am 6. Dezember in Kanada sowie die Sitzung der US-Notenbank Fed am 19. Dezember,
die durch ihr Festhalten an ihrem restriktiven Kurs von weiteren zukünftigen Zinserhöhungen
die Märkte enttäuschte. Über die Weihnachtsfeiertage gab es außerdem noch Twitter-Kommentare
von US-Präsident Donald Trump, in denen er die Unabhängigkeit des Fed-Vorsitzenden
Jerome Powell in Frage stellte. Allein im Dezember 2018 verlor der US-amerikanische Leitindex S&P 500 in Summe überdurchschnittliche
9,2 %. Dies ist das schlechteste Monatsergebnis seit 2009 (Februar 2009: -11,0 %)
und sogar der schlechteste Dezember seit 1931 (Dezember 1931: -14,5 %). Der Tiefpunkt
im S&P 500 wurde an Heiligabend, einem liquiditätsarmen und vor allem durch Algorithmus-Programme
beeinflussten Tag, markiert. Der Kursrückgang fiel in etwa so stark wie zuletzt 2011
aus. Dies war das Jahr, in dem die Eurokrise wütete und zweijährige griechische Anleihen
bei 30 % notierten. Auf Schlusskursbasis kalkuliert war der jüngste Crash des S&P
500 (-19,8 % vom 20.09. bis 24.12.2018) sogar der größte Kursrückgang der vergangenen
zehn Jahre. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verlor im Dezember 5,4 % an Wert
und konnte sich damit besser als der US-Aktienmarkt halten. Noch deutlicher war die
Outperformance von Schwellenländer-aktien, die im Dezember 2018 mit "nur" 2,9 % Wertverlust
lediglich ein Drittel der Verluste am US-Aktienmarkt mitmachten. Die globale Konjunktur hat sich in den letzten Monaten insgesamt deutlich abgekühlt.
Das US-Wachstum dürfte sich von rund 4,0 % Mitte 2018 auf circa 2,6 % im 4. Quartal
2018 verlangsamt haben. Dies liegt immer noch über der von der US-Zentralbank Fed
prognostizierten langfristigen potenziellen Wachstumsrate von 1,8 %, die sich aus
der Summe des Produktivitätswachstums von 1,3 % und des Wachstums der aktiven Erwerbsbevölkerung
von 0,5 % ergibt. Die USA mit ihrem Binnenmarkt von mehr als 330 Mio. Einwohnern sind
dabei weiterhin ein Zugpferd und weisen noch vorzeigbare volkswirtschaftliche Daten
auf. Der Konsum zieht an, die Löhne steigen und die Unternehmensgewinne wachsen weiterhin. Aus globalem Blickwinkel sind gegenüber der Jahresmitte 2018 heute viele Einkaufsmanagerindizes
im produzierenden Gewerbe schwächer. In Europa weisen inzwischen Frankreich und Italien
Werte unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 auf. In den beiden neben Deutschland
wichtigen EU-Mitgliedsstaaten gibt es spezifische belastende Entwicklungen: In Frankreich
sind die Auswirkungen der "Gelbwesten"-Proteste spürbar und in Italien werden die
Nachwirkungen der Haushaltsberatungen sowie die Belastungen aufgrund des regional
gestiegenen Zinsniveaus sichtbar. Der globale Einkaufsmanagerindex liegt derzeit mit
51,5 noch im Wachstumsbereich. Im globalen Kontext gibt es aber auch Verbesserungen
seitens der Einkaufsmanagerindizes. Ungeachtet der derzeit schlechten Stimmungslage
an den Finanzmärkten liegen in den Entwicklungsländern Brasilien, Indien, Indonesien
und Russland die Einkaufsmanagerindizes heute höher als vor einem halben Jahr. Am 19. Dezember 2018 hob die US-Notenbank (Fed) den Leitzins wie erwartet um einen
weiteren Viertel-Prozentpunkt auf 2,5 % an und kündigte - entgegen der Markterwartungen
-weitere Zinsschritte an. Dies ist inzwischen die neunte Erhöhung seit Dezember 2015.
Mit 2,5 % liegt der US-Leitzins über der Kerninflationsrate von derzeit 2,2 % (positiver
Realzins). Nach dem "Gewitter" an den Finanzmärkten meinten mehrere Fed-Vertreter,
darunter auch der Vorsitzende Jerome Powell, die Zentralbank würde den Märkten "aufmerksam
zuhören". Dies wird vom Markt allgemein so interpretiert, als bestünde eine realistische
Chance, die Fed würde ihrem Zinsanhebungszyklus eine Pause geben. Dies zeigt sich
daran, dass sich die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen mit 2,5 % derzeit exakt
auf dem Niveau des Leitzinssatzes befindet. Noch vor Monaten hatten Anleger eingepreist,
dass erst bei 3,0 % ein Ende der Leitzinserhöhungen erreicht sein könnte. Auch die
Geldmarkt-Forwards signalisieren zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Zinserhöhung
durch die Fed, sondern sogar eine Reduzierung des Leitzinses im 1. Halbjahr 2020. Die Europäische Zentralbank (EZB) beendete derweil ihre Nettokäufe von Wertpapieren
plangemäß zum Jahreswechsel. Die Geldhüter wollen gemäß eigenen Aussagen die Leitzinsen
"über den Sommer 2019" nicht antasten und die Geldmarkt-Forwards implizieren eine
erste Zinsanhebung um 0,2 % nicht vor Ende 2020. Insgesamt hat sich in der Eurozone
die Inflationsrate von 2,2 % im Oktober 2018 auf 1,6 % im Dezember 2018 reduziert.
Damit ist die Teuerung wieder von der 2,0%-Zielschwelle der europäischen Währungshüter
abgerückt. Die sogenannte Kernrate des Europäischen Verbraucherpreisindex lag nach
erster Schätzung im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahr bei 1,0%, was weiterhin einen
geringen Preisdruck widerspiegelt. Seit nunmehr fast fünf Jahren liegt die Kernrate
nicht höher als 1,2 %. Von Inflationsdruck kann also keine Rede sein und ob es im
Herbst 201 9 eine erste Zinserhöhung gibt, steht in den Sternen. In Deutschland erreichte
die Inflationsrate im Dezember einen Stand von 1,7 %. Bei einer Rendite zehnjähriger
deutscher Staatsanleihen von 0,2 % ergibt sich für Anleger ein negativer Realzins
von -1,5 %. Marktteilnehmer müssen sich daran gewöhnen, den Übergang von einer Phase massiver
Überliquidität zurück in die geldpolitische Normalität und schrumpfende Zentralbank-Bilanzen
zu verkraften. Der seit der globalen Finanzkrise gültige Rückenwind von den Zentralbanken,
die mit billigem Geld die Märkte fluteten, fällt weg und wird vielleicht sogar zum
größten Bremsklotz. Ob die Fed und EZB im Falle einer Krise die Geldschleusen erneut
öffnen, bleibt abzuwarten. Lediglich die Japanische Zentralbank (BoJ) fühlt sich weiterhin ihrem Quantitative-Easing-Kurs
verpflichtet. Die Bilanzsumme der Bank of Japan liegt inzwischen bei 99,1 % des BIP
und die Zentralbank weist nicht weniger als 45 % aller ausstehenden japanischen Staatsanleihen
im eigenen Bestand aus. Der deutsche Rentenindex REXP wies in 2018 eine Wertentwicklung von 1,5 % auf. Die
Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Verlauf des Jahres von 0,4 % auf 0,2 %.
Der Gesamtindex von Euro-Staatsanleihen, gemessen am iBoxx Euro Sovereigns Index,
entwickelte sich mit 1,0 % etwas schlechter als Bundesanleihen. Das Segment der Staatsanleihen
erwies sich in 2018 als einer der wenigen vermeintlich "sicheren Häfen" in einem turbulenten
Umfeld. Unternehmensanleihen schnitten das Jahr 201 8 insgesamt enttäuschend ab. Im europäischen
Investmentgrade-Bereich erlitten Anleger, gemessen am iBoxx EUR Liquid Corporate 1
00 Index, mit -1,1 % einen leichten Verlust. Europäische Hochzinsanleihen erzielten
dagegen einen Verlust von 3,4 % (iBoxx EUR Liquid High Yield Index). In den USA ergibt
sich ein umgekehrtes Bild: Hier schnitten Investmentgrade-Anleihen mit -3,7 % schlechter
ab als Hochzinsanleihen mit -1,5 %. Allerdings sind in den USA heute Investmentgrade-Anleihen
deutlich riskanter als noch vor wenigen Jahren. Inzwischen haben fast 50 % der Anleihen
in diesem Segment ein BBB-Rating. Würden diese Anleihen von den Ratingagenturen nur
eine Stufe tiefer bewertet werden, wären diese festverzinslichen Wertpapiere dem Bereich
High Yield zuzuordnen. Positiv erwähnenswert ist die Ausweitung des Universums europäischer Investmentgrade-Unternehmensanleihen.
Seit der Globalen Finanzkrise 2008 hat sich das Volumen von 800 Mrd. Euro auf 2.000
Mrd. Euro vergrößert und der Markt ist damit reifer geworden. Im Dezember 2018 gab
es im Zuge der aufkommenden Marktpanik im Segment der Hochzins-Unternehmensanleihen
kaum noch Neuemissionen, was seit mehr als zehn Jahren nicht vorkam. Die kurzfristigen Zinsen am Euro-Geldmarkt sind bereits seit April 2015 negativ. Damals
durchschritt der 3-Monats-EURIBOR erstmalig die Nullgrenze. Per Jahresende liegt der
gleiche Geldmarktsatz wie vor 12 Monaten bei -0,3 %. 2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter AktienindizesNach der Ruhe des Jahres 2017 kam in 2018 nun der Sturm in Form zweier heftiger S&P
500-Rückgänge von -10,2 % (26.01. - 08.02.2018) und -19,8 % (20.09. - 24.12.2018).
Im Gesamtjahresverlauf verzeichneten insbesondere exportorientierte Aktienmärkte herbe
Wertverluste. Der deutsche Aktienindex DAX schloss das Gesamtjahr 2018 mit -18,3 %
ab. Dies ist das schlechteste Jahresergebnis seit zehn Jahren (DAX 2008: -40,4 %).
Noch deutlichere Einbußen erlitten chinesische (-27,6 %) und südkoreanische Aktien
(-21,4 %). Aber auch der Schwellenländer-Aktienindex MSCI Emerging Markets wies in
US-Dollar eine Jahresperformance von -1 6,6 % auf. Der EuroStoxx 50 beendete das Jahr
mit -14,3 %. Globale Aktien in Euro gerechnet fielen im Jahresverlauf um moderatere
-4,1%. Sowohl der im Aktienkontext noch überschaubare Wertverlust bei US-Aktien als
auch eine 5,0 %-Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro milderten den Schaden
im globalen Aktienindex MSCI World EUR erheblich ab. Der Performanceunterschied zwischen der besten und schlechtesten europäischen Branche
belief sich auf 26,0 %. Als Branchen mit eher noch geringen Verlusten erwiesen sich
die defensiven Branchen Versorger (-2,1 %), Pharma (-2,7 %) und Öl & Gas (-4,6 %).
Im Branchenkontext am härtesten traf es dagegen zyklische Bereiche des Marktes und
hier vor allem Auto (-28,1 %), Banken (-28,0 %) und Bau (-18,8 %). Während Energieaktien in der ersten Jahreshälfte noch stabil lagen, kamen der Ölpreis
und in der Folge Energieaktien im 2. Halbjahr unter Druck, ebenso wie Tech-Werte,
Finanztitel und Zykliker ab dem 4. Quartal ganz allgemein. Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2018 wie folgt ab: scroll
Quelle: Do Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft) 3 GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2018 verlief für die Scherzer & Co. AG herausfordernd und schloss
mit einem Verlust. Damit konnte die Scherzer & Co. AG nicht an die letzten sechs guten
Geschäftsjahre anschließen. Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise
oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen
aufgestockt. Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei Anteilen der Allerthal-Werke AG, Diebold Nixdorf
AG, Energiekontor AG, Freenet AG, GK Software SE, Highlight Communications AG, InVision
AG, K+S AG, Lotto24 AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG und ProSiebenSat.1 Media SE. Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Adler Modemärkte AG,
Constantin Medien AG, C-Quadrat Investment AG (Squeeze-out), Francotyp-Postalia Holding
AG, Infas Holding AG, MAN SE Stämme und Vorzüge, Oldenburgische Landesbank AG (Squeeze-out),
PEH Wertpapier AG, Südzucker AG, Sunrise Communications AG und ZEAL Network SE (Annahme
Abfindung). Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im
Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die
Audi AG, BHS Table-top AG, Biella-Neher Holding AG, Data Modul AG, GK Software SE,
Horus AG, InVision AG, Linde AG, McKesson Europe AG, Mühl Product u. Service AG, Weleda
AG, Züblin Immobilien Holding AG und Zur Rose Group AG. Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Aixtron SE, IFA Hotel & Touristik, Innogy
SE, Klöckner & Co. SE, Mediqon Group AG (ehemals Medical Columbus AG), niiio Finance
Group AG und Thurella Immobilien AG. Im Geschäftsjahr 2018 konnten aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte zwei Verfahren
erfolgreich beendet werden. Ohne positiven Ergebnisbeitrag endete ein Spruchverfahren.
Neu ins Rechteportfolio kamen Oldenburgische Landesbank AG (8.440 TEUR, Squeeze-out),
Buwog AG (2.791 TEUR, Squeeze-out), C-Quadrat Investment AG (1.006 TEUR, Squeeze-out)
und Diebold Nixdorf AG (490 TEUR, Einreichung Unternehmensvertrag). Insgesamt konnten
Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 12.726 TEUR generiert werden, bei Abgängen
im Umfang von 2.047 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres
2018 beträgt somit 103.814 TEUR nach 93.176 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie
der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,47 EUR (Vorjahr:
3,11 EUR). Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer
Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen
tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare
Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft
wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchstellenverfahren
Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden. Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in
das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des
Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises
gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen.
Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt,
bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft
wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchstellenverfahren" im Nachgang abgeschlossener
Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und
Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung
zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten
eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche
Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung.
Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden
Parteien. Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren
die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten,
auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft
verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und
lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch
die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen
in größerem Umfang zu partizipieren. Für Aktien- und Derivatepositionen wurden zum Teil Bewertungseinheiten gebildet. Wirtschaftlich
korrespondieren dabei die erhaltenen Prämien aus Stillhaltergeschäften (Verkauf von
Call-optionen) mit den anschließenden Veräußerungsverlusten der Aktien des jeweiligen
Basiswertes. Im Berichtsjahr stehen so Prämieneinahmen in Höhe von 323 TEUR entsprechenden
Veräußerungsverlusten von 335 TEUR gegenüber. 4 ErtragslageDer positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten"
in Höhe von 12.132 TEUR (Vorjahr: 17.819 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen
aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen
unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens
2.554 TEUR (Vorjahr: 8.002 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
6.563 TEUR (Vorjahr: 7.022 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 2.908 TEUR (Vorjahr:
1.228 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten
in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr: 1.567 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge
lieferten u. a. Lotto24 AG (1.473 TEUR), Pfeiffer Vacuum Technology AG (1.246 TEUR),
Oldenburgische Landesbank AG (1.125 TEUR) und ZEAL Network SE (937 TEUR). Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 2.727 TEUR (Vorjahr: 4.937 TEUR)
resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren
des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung
von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 254 TEUR
(Vorjahr: 0 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
entstand 2018 ein Verlust von 2.272 TEUR (Vorjahr: -4.490 TEUR). Relevante negative
Ergebnisbeiträge lieferten dabei u.a. K+S AG (838 TEUR), Freenet AG (649 TEUR) und
Südzucker AG (417 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust
von 201 TEUR (Vorjahr: -447 TEUR) entstanden. Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 267 TEUR (Vorjahr:
943 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen
auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 65 TEUR (Vorjahr: 630 TEUR)
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 283 TEUR). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 9.939 TEUR (Vorjahr: 3.796 TEUR)
vorgenommen. Davon entfielen 3.130 TEUR (Vorjahr: 1.470 TEUR) auf Abschreibungen auf
das Finanzanlagevermögen und 6.808 TEUR (Vorjahr: 2.326 TEUR) auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens. Die Personalkosten lagen 2018 bei 688 TEUR (Vorjahr: 2.686 TEUR). Hierin sind Aufwendungen
für Tantiemen in Höhe von insgesamt 55 TEUR enthalten (Vorjahr: 2.088 TEUR). Die Gesellschaft
beschäftigte zum Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 716 TEUR (Vorjahr: 976 TEUR) ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge
aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.
Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 2.586 TEUR (Vorjahr: 1.801 TEUR) vereinnahmt. Zinserträgen in Höhe von 113 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR) stehen Zinsaufwendungen in Höhe
von 317 TEUR (Vorjahr 297 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der
Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", welche im Berichtsjahr im Wesentlichen
aus Anleihezinsen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten
der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens
und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 9 TEUR ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 855 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss: 7.901 TEUR). Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt -0,03 EUR (Vorjahr: 0,26 EUR). 5 Vermögenslage und KapitalstrukturDie Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren
Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungs-erfordernisse des
§ 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 31.967 TEUR (Vorjahr:
36.134 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen
Wertpapiere in Höhe von 49.217 TEUR (Vorjahr: 47.365 TEUR) aktiviert. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 909 TEUR (Vorjahr: 1.375 TEUR) betreffen
im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (876 TEUR). Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 56.748 TEUR (Vorjahr: 60.597
TEUR). Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um den Jahresfehlbetrag sowie
die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 2.994 TEUR. Das Eigenkapital setzt sich
aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage
in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von
80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 18.810 TEUR (Vorjahr:
17.854 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 855 TEUR (Vorjahr Bilanzgewinn: 3.950
TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2018 auf 67,3%
(Vorjahr: 67,5%). Die Steuerrückstellungen betragen 732 TEUR (Vorjahr: 258 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen
wurden mit 1.096 TEUR (Vorjahr: 3.617 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen
Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 946 TEUR (Vorjahr: 1.388
TEUR), Tantiemen 55 TEUR (Vorjahr: 2.097 TEUR) sowie Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR
(Vorjahr: 43 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25.729 TEUR (Vorjahr:
25.114 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der
Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betragen 29 TEUR (Vorjahr: 95 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere,
deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen
27 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR) bestehen aus Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 7 TEUR sowie
mit 20 TEUR aus Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten
wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt
in 29.940.000 Stückaktien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der
Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens nicht wesentlich verändert. 6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AGa) BeschreibungDie Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der
Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums
ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen
sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem
installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden
Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht
ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv
Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio
in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen
Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung
öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger,
Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge
Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige
Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen. Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab. Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den
Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes
Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen
Kursrückgängen unterworfen waren. b) KreditrisikoDie Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls
auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der
in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten
beträgt 23.676 TEUR (Vorjahr 24.040 TEUR). Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo
auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen
Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere,
die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis
dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse
derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos
ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben
gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird,
sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können. c) TransaktionsrisikoFür die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten
Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen
zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten
zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments
trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich
hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie
beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist. d) SchuldnerrisikoBei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter
den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen
sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren).
Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter
regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer
& Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken,
da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht
auf dem Sekundärmarkt erworben wurden). Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche
Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern
(passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen. e) PersonenrisikoIm Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.
Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter
mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern
und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung
und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen
auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen
Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft
einhalten zu können. f) ProzessrisikenPassivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht. Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen
Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Außerdem ist
sie Klägerin in zwei anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat
die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen
ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert. 7 ChancenChancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen
und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar
noch übertroffen wird. Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen
maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei
über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven. Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft
Ergebnisbeiträge generiert werden. 8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2019Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen
erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis
aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden.
Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen
gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau
zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis
veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis
bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag
aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem
der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf
die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben. Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft
selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn
Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen
über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum
wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums
das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand
nicht wesentlich ändert. Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich
auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn
sich dies als zweckmäßig und Ziel führend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt
in Gesellschaften, die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung
erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem
relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar
sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert
werden. So können für das Geschäftsjahr 2019 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive
Ergebnisse angestrebt, aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise
die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht,
aber nicht versprochen werden kann. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten sind aus
heutiger Sicht noch immer stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs.
Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges
Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft
an ihrem eingeschlagenen Weg fest: durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung
des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben.
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Bilanzzum 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, KölnAktiva
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Gewinn- und Verlustrechnungvom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, Kölnscroll
Anhangzum 31. Dezember 20181. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des JahresabschlussesDie Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des §
266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im
Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss
wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies
erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG
genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den
dort genannten Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen
und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten)
sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften
in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten
enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/
Verluste aus Stillhaltergeschäften. Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender
darstellen zu können. 2. Angaben zur Bewertung und BilanzierungDer Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet
worden. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und
soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen
wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen,
die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG
ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 41,465%
aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes
im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2018 erfolgte
zum beizulegenden Wert. Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten
bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe
von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren,
wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder
gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt.
Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche, die gleichzeitig sonstige
Vermögensgegenstände sind in Höhe von 599,33 Euro. Die Forderungen gegen Unternehmen
mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände
sind in Höhe von 8.741,20 Euro. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.
Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten3.1 Einzelposten des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aufgrund der Regelungen des BILRUG gesetzlicher
Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. 3.2 Angaben zum Kapital3.2.1 Zusammensetzung des GrundkapitalsDas Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. 3.2.2 GewinnrücklagenDie gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten
sich wie folgt: scroll
3.2.3 BilanzgewinnDer Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt: scroll
3.3 Sonstige RückstellungenEs handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten Jahresabschluss
und Steuererklärungskosten (18 TEUR), Rückstellung für Tantieme (55 TEUR), Urlaubsrückstellung
(12 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (9 TEUR), gerichtliche
Verfahrenskosten (6 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen
für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (946 TEUR). 3.4 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben
zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel
zu entnehmen: scroll
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 13.314 TEUR eine Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr und in Höhe von 11.800 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren. Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung
von Wertpapierdepots und Bankguthaben. 3.5 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 507 TEUR inklusive
Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 187 TEUR für Büromiete und 91 TEUR
für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen
Grundlaufzeit. 4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach TätigkeitsbereichenDie Erträge aus Finanzinstrumenten (12.133 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Gewinne in Höhe von 2.554 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens,
Gewinne in Höhe von 6.563 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens,
Erträge aus Nachbesserungsrechten von 108 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften
in Höhe von 2.908 TEUR. Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-2.727 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Verluste von -255 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste
von -2.271 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste
aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -201 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge (267 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge
aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (65 TEUR), Erträge
aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (133
TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (44 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung
(23 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (2 TEUR). 4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf FinanzanlagenAbschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere
keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen
auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 3.130 TEUR für
außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen
enthalten. 4.3 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe
von 23.289,56 Euro (Vj.: 320,57 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4.891,23 Euro (Vj.: 154.884,45 Euro). 5. Sonstige Angaben5.1 Angaben zu den UnternehmensorganenVorstandDr. Georg Issels, Kaufmann Hans Peter Neuroth, Kaufmann Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 482.991,25 Euro. AufsichtsratDr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender), Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender), Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro. Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder: Herr Dr. Göckeler ist außerdem
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
Herr Hauschildt ist außerdem
5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGBRM Rheiner Fondskonzept GmbH, KölnDieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der
Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00
Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 212
TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 73 TEUR. RM Rheiner Management AG, KölnDieser Anteil wird unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst
91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2017
weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.728 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2017 beträgt 701 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2018 liegt noch nicht vor. Horus AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 2.141.847 von 2.660.000 Aktien bzw. 80,52 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.667 TEUR aus,
der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 1.347 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor. Smart Equity AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 %. Der geprüfte Jahresabschluss
zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.136 TEUR aus, der Jahresüberschuss
für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 172 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2018 liegt noch nicht vor. independent capital AG, StuttgartDer Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47%. Der geprüfte Jahresabschluss
zum 31.12.2017 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 512 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag
für das Geschäftsjahr 2017 beträgt -153 TEUR, der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr
2017 beträgt -661 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 liegt
noch nicht vor. 5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen
mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten. Zu dem Investmentvermögen werden sogenannte
I- und R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in Ihrer Gebührenstruktur unterscheiden.
Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse
durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich
zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement
auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten
liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten
investiert (Stand Investment Reporting per Ende 2018). Terminkontrakte, Optionen und/oder
Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile
liegt zum Bilanzstichtag bei 4.423.230,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um
555.024,80 Euro. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der R-Anteile liegt zum Bilanzstichtag
bei 25.488,21 Euro und entspricht dem Buchwert. Beschränkungen in der Möglichkeit
der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben
von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen
des Fonds befriedigt werden können. 5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten ArbeitnehmerDie Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter. 5.5 Angaben zum AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers
setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher
Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für
die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen
passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses
betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen
Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern. 5.6 Latente SteuernAktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 142 TEUR aufgrund der unterschiedlichen
Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden
nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß
§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern
wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30% bewertet.
Der Vorstand AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 Scherzer & Co. AG, Kölnscroll
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Bericht des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AGfür das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr
2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand
bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft
überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen
war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat
in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die
relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung,
über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage
sowie über das Risikomanagement. Im Geschäftsjahr 2018 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden,
nämlich am 16.03.2018, am 04.06.2018, am 05.10.2018 und am 29.11.2018, an denen jeweils
alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In
diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der
Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse. Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen
und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei
insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger
Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über
die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen
der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und
Vertragsangelegenheiten. In der Sitzung am 16.03.2018 befasste sich der Aufsichtsrat
zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2017 und dessen Billigung,
der Vorbereitung der Hauptversammlung 2018 (einschließlich der Beschlussvorschläge)
sowie der Unternehmensplanung 2018. In seiner Sitzung am 05.10.2018 beriet der Aufsichtsrat über die Verlängerung der
Vorstandsbestellung und des Anstellungsvertrags von Herrn Hans Peter Neuroth jeweils
bis zum 31.12.2021 und stimmte dem einstimmig zu. Herr Neuroth nahm diese Verlängerung
der Vorstandsbestellung und seines Anstellungsvertrages an. Der Nachtrag zum Anstellungsvertrag
wurde sodann in der Aufsichtsratssitzung am 29.11.2018 unterzeichnet. Der Aufsichtsrat
möchte dies zum Anlass nehmen, Herrn Neuroth für die geleisteten Dienste in der Vergangenheit
zu danken und ihm für die zukünftige Tätigkeit in bewährter Zusammenarbeit mit seinem
Vorstandskollegen Herrn Dr. Georg Issels viel Erfolg zu wünschen. Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 04.06.2018 gewählten
Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung
der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde unter
Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer
geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer
mit Schreiben vom 05.03.2019 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des
Aufsichtsrats vom 19.03.2019 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten
durch Herrn Harald Formhals und Frau Stefanie Claire Blome, hat an dieser Sitzung
des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte
und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand
vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben,
und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den
Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 19.03.2019 den Jahresabschluss gebilligt,
der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer
& Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im insgesamt schwierigen
Geschäftsjahr 2018.
Dr. Stephan Göckeler Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersPrüfungsurteilWir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend
aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom
01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch-geführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den JahresabschlussDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in
allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die
er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als
notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen
ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in
allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen
und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften
zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht
erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des JahresabschlussesUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen
Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die
auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Harald Formhals Wirtschaftsprüfer |
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