Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht des Vorstands

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld

Vorbemerkung

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nichtbörsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.

Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

Chronologie des Jahres 2019

Die Ende 2018 beginnende globale Abkühlung der mittlerweile längsten konjunkturellen Expansionsphase setzte sich 2019 fort. Dies zeigt, in welchem besonderen Kapitalmarktjahr wir uns befanden. Die OECD erwartete die schwächste BIP-Wachstumsrate seit der Weltfinanzkrise 2008/​2009: +2,9 % (2018: 3,5 %). Seit dieser tiefgreifenden Rezession gab es immer wieder regionale Eintrübungen der Stimmungsindikatoren. Die Phasen 2011 - 2012 (Eurokrise) und 2016 (China Wachstumssorgen) führten allerdings zu keiner globalen Rezession, und schließlich auch nicht die Phase 2018 - 2019 (Handelskonflikt USA/​China und Brexitsorgen).

Denn neben den klassischen Konjunkturdaten existiert seit der Finanzkrise 2008 ein weiterer marktbestimmender Faktor - die Zentralbanken und ihre unkonventionellen Maßnahmen. Diese vollführten in den ersten Monaten des Jahres 2019 im Vergleich zu 2018 eine 180 Grad-Drehung, indem sie den Märkten weitere Liquiditätsmaßnahmen zusagten. Vor allem diese Unterstützungsmaßnahmen führten seit Januar 2019 zu einer starken Erholung an den Kapitalmärkten. Das erste Halbjahr 2019 war durch diese zahlreichen Kontroversen geprägt. Es war eine der stärksten Kapitalmarktentwicklungen seit Jahrzehnten. Die globalen Aktien- und Renten märkte marschierten im Gleichschritt nach oben. In den letzten 150 Monaten gab es genau zwei Monate, in denen alle 40 wichtigen Kapitalmarktindizes (Renten, Aktien und Rohstoffe) gleichzeitig eine positive Monatsperformance aufwiesen, im Januar und Juni 2019. Die amerikanischen und globalen Leitindizes erreichten in dieser Phase neue Allzeit-Höchststände, die Renditen neue Tiefststände. In diesen beiden Monaten äußerten sich die Zentralbanken expansiv: Im Januar machten die Zentralbanker eine Kehrtwende bei ihrem geldpolitischen Kurs, im Juni setzten sie noch eins drauf. Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (FED) und die EZB stellten Zinssenkungen und weitere Anleihekäufe in Aussicht. Diese Ankündigung feierten die Kapitalmärkte. Die Zinsen in Europa verzeichneten neue Rekordtiefststände und die Rendite für 10-jährige amerikanische Staatspapiere durchbrach die 2 %-Marke nach unten. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Aktienmarktentwicklung wider. Durch den anhaltend niedrigen Zins und die Ankündigung weiterer möglicher Zentralbankmaßnahmen wurden risikobehaftete Anlageklassen wie Aktien attraktiver.

Diese Marktreaktion ist nicht neu, dennoch war das Jahr 2019 in dieser Hinsicht besonders, da die Konjunktur weiterhin intakt, die Wachstumsraten zwar rückläufig aber positiv und eine globale Rezession unwahrscheinlich wurde, beziehungsweise von exogenen Schocks wie einem Hard-Brexit oder einer weiteren Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China abhing. Trotzdem reagierten die Zentralbanken heftig auf die konjunkturelle Abkühlung und positionierten präventiv ihr geldpolitisches Arsenal. Es schien, als hätten sie Angst, ins Hintertreffen zu geraten und reagierten lieber zu früh als zu spät. Doch diese Vorgehensweise schürte erheblich die Erwartungen der Marktteilnehmer im ersten Halbjahr 2019.

Die Sommermonate gelten an den Finanzmärkten als ruhige Phase innerhalb des Kalenderjahres, da zahlreiche Marktteilnehmer im Urlaub sind, das Emissionsfenster für Rentenpapiere sich temporär schließt und die Zentralbanken sich ebenfalls in die Sommerferien verabschieden. Allerdings gilt diese Annahme seit Jahren nicht mehr. Es ist vielmehr umgekehrt: Die geringere Liquidität und die zahlreichen geopolitischen Risken sorgen insbesondere in den Sommermonaten für starke Marktbewegungen. Der Verlauf des dritten Quartals 2019 bestätigte die Umkehrung der Sommergleichung an den Finanzmärkten. Die Kapitalmärkte waren durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Die Gründe dafür waren eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, die expansive Zentralbankpolitik, das "Sommertheater" in Italien und die Wahlen in Argentinien. Die Aktienmärkte verzeichneten im Verlauf des Monats August eine starke Korrektur, die insbesondere Länder mit einer hohen Exportorientierung traf. Die Rhetorik im fortwährenden Handelsstreit zwischen den USA und China machte deutlich, dass die USA den Erhalt der eigenen wirtschaftlichen Vormachtstellung priorisierten. Der deutsche Aktienindex DAX 30 verlor im Sommer bis zu 11 %, gemessen von seinem Verlaufshoch im Juli. Allerdings erholten sich die Aktienmärkte im September aufgrund einer Entspannung bei den Zollstreitigkeiten, so dass ein Großteil der Aktienindizes das dritte Quartal 2019 unverändert abschließen konnte.

Der Handelsstreit hatte 2019 und hat auch 2020 neben zahlreichen weiteren geopolitischen und politischen Risiken einen erheblichen Einfluss auf die globalen Wachstumsaussichten. Die hohe Unsicherheit traf viele Unternehmen mit voller Wucht. Sie reduzieren ihre Lagerbestände, fahren Neubestellungen zurück und verschieben Investitionen. Insbesondere exportorientierte Länder wie Deutschland leiden unter der globalen Unsicherheit.

Das eingetrübte konjunkturelle Umfeld und die geopolitischen Risiken riefen die Zentralbanken auf den Plan. Diese ließen ihren Versprechungen Taten folgen und lockerten im Verlauf des dritten Quartals 2019 die Geldpolitik weiter. Die US-Notenbank Fed senkte die Zinsen zweimal hintereinander um 0,25 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im September 2019 beschlossen, ihr Anleihekaufprogramm wieder aufzunehmen und den Einlagensatz um weitere 0,10 % auf -0,50 % herabzusetzen.

Diese stark expansive Zentralbankpolitik gewann sogar noch zu Beginn des 4. Quartals an Fahrt. Neben der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bank of Japan (BoJ) und der Bank of England (BoE) war nun die Federal Reserve der USA (Fed) an den Kapitalmarkt zurückgekehrt und kaufte kurzlaufende Anleihen in einem sagenhaft schnellen Tempo, um den Markt mit Liquidität zu versorgen. Interessanterweise war die Federal Reserve der Meinung, dass ihr Anleihekaufprogramm, englisch "Quantitative Easing" (QE), kein QE sei und nannte es "Not QE".

Der Kapitalmarkt sah dies jedoch anders. Mit Einsetzen der Ausweitung der genannten Zentralbankbilanzen stieg der Aktienmarkt und sprang insbesondere in den USA von einem neuen Allzeithoch zum nächsten. Die Aktienmärkte wiesen allein im 4. Quartal 2019 eine Wertentwicklung auf, die teilweise über der langfristigen Jahresperformance lag. Die flankierenden Gründe für diese Entwicklung waren eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein historischer Wahlsieg für Boris Johnson in Großbritannien, der den Weg für einen geregelten Brexit ebnen konnte, und eine solide Berichtssaison der Unternehmen.

Fazit Aktienmärkte

Die Aktienmarktentwicklung ließ sich 2019 auf nachfolgende vier Einflussfaktoren reduzieren: 1. Zentralbankpolitik, 2. Donald Trump, 3. Aktienrückkäufe und 4. Passive Investments in Form von ETFs (Exchange Traded Funds).

Neben der Zentralbankpolitik beeinflusste Donald Trump die Kapitalmärkte maßgeblich. Kein Präsident der westlichen Welt spaltet die öffentliche Meinung so stark. Er postet täglich bis zu 100 Kurznachrichten über den Nachrichtendienst Twitter. Die US-Investmentbank JP Morgan publizierte einen Index, der den Einfluss von Trump auf die Kapitalmärkte widerspiegelt. Daneben befanden sich die Aktienrückkaufprogramme der börsennotierten Unternehmen auf Rekordniveaus, die zu einer natürlichen Basis-Nachfrage und steigenden Aktienkursen führten. Zusätzlich unterstützten passive Investments die Aktienmärkte in der Breite, da ETFs aufgrund der kostengünstigen Struktur hohe Zuflüsse 2019 erhielten und über den jeweiligen gesamten Aktienmarktindex investieren mussten. Zu den überdurchschnittlichen Gewinnern zählten Unternehmen des Technologie-Sektors, die teilweise atemberaubende Bewertungen aufwiesen. Lediglich Goldminen-Aktien konnten durch den stark angestiegenen Goldpreis den Technologie-Bereich übertreffen.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2019 wie folgt ab:

scrollen
in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX30 25,5 % 25,5 %
MDAX 31,2 % 31,2 %
SDAX 31,6 % 31,6 %
TecDAX 23,1 % 23,1 %
EuroStoxx 50 24,8 % 24,8 %
MSCI World 20,1 % 27,5 %
Dow Jones Industrial 22,3 % 24,6 %
S&P 500 28,9 % 31,2 %
Nasdaq Composite 35,2 % 37,7 %
Nikkei 225 18,2 % 21,5 %

Zinsen

Die Rentenmärkte blieben von den Entwicklungen an den Aktienmärkten nicht unberührt. Die globalen Staatsanleiherenditen konnten ihre Rekordtiefs aus dem Sommer 2019 verlassen. Die positive Kapitalmarktstimmung im 4. Quartal 2019 führte zu steigenden Renditen, überwiegend bei langen Laufzeiten zwischen 10 und 30 Jahren. Zudem verringerten sich die Risikoprämien für Unternehmensanleihen auf Niveaus, die der Wachstumshochphase aus dem Jahr 2017/​18 entsprechen. Trotz der leicht steigenden Staatsanleiherenditen im Verlauf der letzten drei Monate des Jahres wiesen die gängigen Rentenindizes aktienähnliche Jahresrenditen auf. US-Unternehmensanleihen beispielsweise zeigten eine Jahresperformance auf Niveau des japanischen Aktienmarktindex Nikkei 225 auf. Anleihen aus den Schwellenländern konnten sich im letzten Quartal nach den politischen Verwerfungen in Südamerika und Asien erholen.

Rohstoffe

In US-Dollar gemessen stieg der Goldpreis in den vergangenen 12 Monaten um 14 % an. Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin profitierten von der expansiven Zentralbankpolitik und der geopolitischen Unsicherheit. Erdöl konnte nach dem starken Ausverkauf im letzten Quartal 2018 den Preisrückgang aufholen. Die Preise für Agrar- und landwirtschaftliche Erzeugnisse haben im Sommer 2019 aufgrund einer Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China ein mehrjähriges Tief ausgebildet. Seitdem hat sich der Trend umgekehrt.

Quelle: Do Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft)

2 Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2019 verlief für die Scherzer & Co. AG herausfordernd und schloss mit einem Verlust.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei der Aixtron SE, freenet AG, GK Software SE, innogy SE, MAX Automation SE und Zur Rose Group AG.

Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Biella-Neher Holding AG, Klöckner & Co SE, Linde AG, msg life AG und Sachsenmilch AG.

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die Aixtron SE, Data Modul AG, Lotto24 AG und ProSiebenSat.1 Media SE.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. 1&1 Drillisch AG, Agfa-Gevaert N.V., Axel Springer SE, DFV Dt. Familienversicherung AG, NFON AG, Nordex SE, POLUN Holding AG, QSC AG und TX Group AG.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte ein Verfahren erfolgreich beendet werden. Darüber hinaus wurde in einem weiteren Verfahren von der Antragsgegnerin eine freiwillige Vorabzahlung geleistet. Ohne positiven Ergebnisbeitrag endete ein Spruchverfahren. Neu ins Rechteportfolio kam im Wesentlichen die Linde AG (22.792 TEUR). Insgesamt konnten im Geschäftsjahr Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 22.798 TEUR generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 569 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2019 beträgt somit 126.043 TEUR nach 103.814 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 4,21 EUR (Vorjahr: 3,47 EUR).

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an ein gerichtliches Spruchverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

3 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 5.225 TEUR (Vorjahr: 12.132 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 1.731 TEUR (Vorjahr: 2.554 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.893 TEUR (Vorjahr: 6.563 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 1.510 TEUR (Vorjahr: 2.908 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 91 TEUR (Vorjahr: 108 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Sachsenmilch AG (464 TEUR), innogy SE (387 TEUR), GK Software SE (338 TEUR) und Biella-Neher Holding AG (277 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 4.135 TEUR (Vorjahr: 2.727 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wert papieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 17 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2019 ein Verlust von 1.587 TEUR (Vorjahr: 2.272 TEUR). Relevante negative Ergebnisbeiträge lieferten dabei u. a. Aixtron SE (366 TEUR) sowie Linde AG (397 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 2.531 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR) entstanden.

Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.771 TEUR (Vorjahr: 267 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 691 TEUR (Vorjahr: 65 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.026 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 5.263 TEUR (Vorjahr: 9.939 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 131 TEUR (Vorjahr: 3.130 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 5.131 TEUR (Vorjahr: 6.808 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Die Personalkosten lagen 2019 bei 690 TEUR (Vorjahr: 688 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen in Höhe von insgesamt 54 TEUR enthalten (Vorjahr: 55 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 700 TEUR (Vorjahr: 716 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.644 TEUR (Vorjahr: 2.586 TEUR) vereinnahmt.

Zinserträgen in Höhe von 86 TEUR (Vorjahr: 113 TEUR) standen Zinsaufwendungen in Höhe von 253 TEUR (Vorjahr: 317 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Anleihezinsen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) ausgewiesen.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 2.330 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR).

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/​SG beträgt -0,08 EUR (Vorjahr: -0,03 EUR).

4 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 27.271 TEUR (Vorjahr: 31.967 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 52.653 TEUR (Vorjahr: 49.217 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 286 TEUR (Vorjahr: 909 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (255 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 54.418 TEUR (Vorjahr: 56.748 TEUR). Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um den Jahresfehlbetrag. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 18.810 TEUR (Vorjahr: 18.810 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 3.185 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2019 auf 66,8 % (Vorjahr: 67,3 %).

Die Steuerrückstellungen betragen 732 TEUR (Vorjahr: 732 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 2.908 TEUR (Vorjahr: 1.096 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 2.734 TEUR (Vorjahr: 946 TEUR), Tantiemen 54 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) sowie Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 23.323 TEUR (Vorjahr: 25.729 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 43 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 39 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) bestehen aus Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 19 TEUR sowie mit 20 TEUR aus Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein RealtimeInformationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.

Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2019 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 22.621 TEUR (Vorjahr 23.676 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und /​ oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin in zwei anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

6 Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

7 Aussichten für das Geschäftsjahr 2020

Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG wird auf der Aufwandsseite geprägt durch die Kosten des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust abgeschlossene Wertpapiertransaktionen sowie durch zu bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des Wertpapierbestandes. Einen wesentlichen Teil der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die Personalkosten dar, die gegebenenfalls auch variable, überwiegend von der Entwicklung des Nettoinventarwertes und dem Börsenkurs der Gesellschaft abhängige Komponenten ("erfolgsabhängige Komponenten") enthalten. Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen des Geschäftsbetriebes insbesondere um Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zugeordnet werden können, beliefen sich in den letzten Jahren regelmäßig auf unter 2,0 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2020 wird hier nicht mit einer wesentlichen Änderung der Höhe dieser Position kalkuliert.

Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung enthält insbesondere mit Gewinn abgeschlossene Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des Wertpapiervermögens vorzunehmende Zuschreibungen sowie vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem Wertpapierbestand. Daneben tätigt die Gesellschaft Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere Optionsgeschäfte, die sowohl positiv als auch negativ zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können. Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte Nachbesserungen sein, die sich aus der gerichtlichen Überprüfung von Unternehmenswerten und Umtauschverhältnissen im Nachgang von Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B. Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen) ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden gerichtlichen Überprüfungen ("Spruchverfahren") sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen Anfall planbar. Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich sogar über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie größtenteils zunächst nur Merkposten dar, die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder gerichtlicher Vergleich) zu einem Ertrag, ggfs. sogar in erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0") führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann.

Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer Anzahl von unterschiedlichen Komponenten bestimmt, die per Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrages führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung eines Aktienindexes, etwa mit dem des Deutschen Aktienindex (DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes (MDAX, SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der Scherzer & Co. AG unterscheidet sich regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der klassischen Indizes. So investiert die Gesellschaft häufig in Unternehmen, die in keinem dieser Auswahlindizes enthalten sind oder völlig unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von Unternehmen der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich auf nicht börslichen Plattformen gehandelten Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur fragmentarische Korrelation mit den Auswahlindizes endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig vorkommendes Phänomen des Kapitalmarktes ist es, dass gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten, z. B. die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens betreffend, nicht unbedingt zu einer Kursbildung bzw. Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt. Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit unterbleiben, sich aber ebenso auf nicht nachvollziehbare Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde demgegenüber eine tatsächliche Berechenbarkeit von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse in einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw. unmöglich machen würde.

So lassen sich für das Geschäftsjahr 2020 grundsätzlich drei Szenarien planen, die im Ergebnis zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis führen können:

Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario wird dann erreicht, wenn nicht nur Erträge erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des Geschäftsbetriebes abdecken, sondern auch darüber hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge kann dann je nach Ausgang des Geschäftsjahres spürbar, stark oder sehr stark sein und so das Geschäftsjahr entsprechend als befriedigend, gut oder sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier spielt sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung des Betrachters eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung eines einzelnen Geschäftsjahres.

Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario läge das operative Ergebnis im Bereich der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich ein Ergebnis in der Nähe der Null einstellen würde. Ein "ausgeglichenes" Geschäftsjahresergebnis wäre die passende Kategorisierung hierzu.

Schließlich ließe sich das dritte, negative Szenario annehmen als ein solches, bei dem das Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario abweicht. Demzufolge lägen keine ausreichenden Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss führen und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt. Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung des negativen Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als unbefriedigend oder schlecht beschrieben würde.


Köln, im Februar 2020

scrollen
Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Vorstand Vorstand

Bilanz
zum 31. Dezember 2019

Aktiva

scrollen
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
0,00 1,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.096,00 74.494,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.061.642,30 2.006.908,50
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 24.674.643,93 29.891.913,04
4. sonstige Ausleihungen 466.384,51 0,00
27.270.730,40 31.966.881,20
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 116.443,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 599,33
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.274,25 8.741,20
4. sonstige Vermögensgegenstände 286.489,86 908.856,52
292.764,11 1.034.640,62
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 52.653.207,21 49.217.470,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 702.190,60 2.052.703,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 464.620,45 17.506,75
81.465.608,77 84.363.697,46

Passiva

scrollen
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 18.809.897,92 18.809.897,92
18.890.064,81 18.890.064,81
IV. Bilanzverlust 3.184.869,90- 854.764,13-
- davon Verlustvortrag 854.754,13 Euro
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 732.157,00 732.157,00
2. sonstige Rückstellungen 2.907.650,00 1.096.045,00
3.639.807,00 1.828.202,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.322.853,56 25.728.950,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 9.322.853,56 (Euro 11.928.950,85)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.166,55 29.461,41
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 43.166,55 (Euro 29.461,41)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.293,47 2.322,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 2.293,47 (Euro 2.322,14)
4. sonstige Verbindlichkeiten 39.437,49 26.604,59
23.407.751,07 25.787.338,99
- davon aus Steuern Euro 18.908,09 (Euro 18.534,30)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
Euro 1.245,83 (Euro 1.115,92)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 39.437,49 (Euro 26.604,59)
81.465.608,77 84.363.697,46

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

scrollen
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 11.465,10 8.520,92
2. Erträge aus Finanzinstrumenten 5.224.957,26 12.132.486,25
3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten 4.134.646,44- 2.727.110,49-
4. sonstige betriebliche Erträge 1.770.867,35 266.652,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 636.793,04- 647.060,65-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
53.515,95- 40.442,34-
690.308,99- 687.502,99-
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
18.437,25- 17.956,29-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 700.062,22- 716.298,54-
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
1.643.588,30 2.586.295,16
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.383,04 113.404,80
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
5.262.621,03- 9.938.549,30-
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 253.279,02- 317.199,45-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.776,37- 1.557.506,43-
13. Ergebnis nach Steuern 2.329.870,27- 854.764,13-
14. sonstige Steuern 235,50- 0,00
15. Jahresfehlbetrag 2.330.105,77- 854.764,13-
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 854.764,13- 956.359,38
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 0,00 956.359,38-
18. Bilanzverlust 3.184.869,90- 854.764,13-

Anhang
zum 31. Dezember 2019

1. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den dort genannten Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/​Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/​ Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 41,465 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2019 erfolgte zum beizulegenden Wert.

Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf CHF lautende Darlehensforderung aus Aktionärsdarlehen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Umrechnung in Euro erfolgte zum Kurs im Zeitpunkt des Zugangs der Forderung, § 256a S. 1 HGB wurde beachtet. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, insoweit findet § 256a S. 2 HGB keine Anwendung.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/​Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 6.274,25 Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.2.2 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen blieben ebenfalls unverändert.

scrollen
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2018 18.809.897,92 €
+ Einstellung durch Hauptversammlung 2019 0,00 €
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2019 18.809.897,92 €

3.2.3 Bilanzverlust

Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

scrollen
Verlustvortrag zum 31. Dezember 2018 - 854.764,13 €
+ Jahresfehlbetrag 2019 - 2.330.105,77 €
Bilanzverlust zum 31. Dezember 2019 - 3.184.869,90 €

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten Jahresabschluss/​Steuererklärungen (23 TEUR), Rückstellung Tantieme Mitarbeiter (54 TEUR), Urlaubsrückstellung (15 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (7 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (25 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (2.734 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

scrollen
Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Gesichert
Euro
gegenüber Kreditinstituten 9.322.853,56 14.000.000,00 0,00 23.322.853,56 23.322.853,56
aus Lieferungen und Leistungen 43.166,55 0,00 0,00 43.166,55 0,00
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 2.293,47 0,00 0,00 2.293,47 0,00
Sonstige 39.437,49 0,00 0,00 39.437,49 0,00
Summe 9.407.751,07 14.000.000,00 0,00 23.407.751,07 23.322.853,56

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 11.987 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 13.800 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 438 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 127 TEUR für Büromiete und 82 TEUR für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (5.225 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Gewinne in Höhe von 1.731 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 1.893 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 91 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.510 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-4.135 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Verluste von -17 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste von -1.587 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -2.531 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.771 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (691 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (1.026 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (8 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung (44 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (1 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 131 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 43.659,28 Euro (Vj.: 23.289,56 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 2.663,37 Euro (Vj.: 4.891,23 Euro).

4.4 Steueraufwand

Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der zu erwartende Steueraufwand (Euro 0,00) mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand identisch. Der dort ausgewiesene Ertragssteueraufwand betrifft nicht anrechenbare ausländische Kapitalertragsteuern.

4.5 Aperiodische Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten aperiodische Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 479.057,54 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro.

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

scrollen

Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg,

Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main.

Herr Dr. Rüttgers ist außerdem

scrollen

Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München.

Herr Hauschildt ist außerdem

scrollen

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Mainz,

Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 210 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -2 TEUR.

RM Rheiner Management AG, Köln

Dieser Anteil wird unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2018 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.264 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -464 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 liegt noch nicht vor.

Horus AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 2.153.521 von 2.660.000 Aktien bzw. 80,96 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2018 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.148 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -519 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 liegt noch nicht vor.

Smart Equity AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2018 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 875 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -261 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2018 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 446 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -66 TEUR, der Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2018 beträgt -66 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 liegt noch nicht vor.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Zu dem Investmentvermögen werden sogenannte I- und R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in ihrer Gebührenstruktur unterscheiden. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.

Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per Ende 2018). Terminkontrakte, Optionen und/​oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 4.657.165,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 788.959,80 Euro. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der R-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 26.487,38 Euro und entspricht dem Buchwert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter.

5.5 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

scrollen
a) für Abschlussprüfungsleistungen 27.500,00 €
b) für Steuerberatungsleistungen 5.674,45 €
Summe 33.174,45 €

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 246 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die Werthaltigkeit dieser aktiven Steuerlatenz ist aber letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei unveränderter Rechtslage und gleichbleibender Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit Ertragsteuern belastet sein wird.


Köln, den 19. Februar 2020

Der Vorstand

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019
Scherzer & Co. AG, Köln

scrollen
Anschaffungskosten
01.01.2019 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2019
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 673,55 673,55 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 673,55 673,55 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.140,90 26.041,25 9.015,44 156.166,71
Summe Sachanlagen 139.140,90 26.041,25 9.015,44 156.166,71
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.416.594,40 2.416.594,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 36.223.566,98 4.768.065,92 11.866.982,62 29.124.650,28
4. sonstige Ausleihungen 0,00 466.384,51 466.384,51
Summe Finanzanlagen 38.708.221,04 0,00 5.234.450,43 11.866.982,62 32.075.688,85
Anlagevermögen insgesamt 38.848.035,49 0,00 5.260.491,68 11.876.671,61 32.231.855,56
scrollen
Zuschreibungen/​Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2019 Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr 31.12.2019
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 672,55 - 672,55 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 672,55 - 672,55 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.646,90 - 9.013,44 18.437,25 74.070,71
Summe Sachanlagen 64.646,90 0,00 - 9.013,44 18.437,25 0,00 74.070,71
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen
2. Beteiligungen 409.685,90 54.733,80 354.952,10
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.331.653,94 -1.376.508,53 131.325,42 636.464,48 4.450.006,35
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 6.741.339,84 0,00 -1.376.508,53 131.325,42 691.198,28 4.804.958,45
Anlagevermögen insgesamt 6.806.659,29 0,00 -1.386.194,52 149.762,67 691.198,28 4.879.029,16
scrollen
Buchwerte Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
0,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
82.096,00 74.494,00
Summe Sachanlagen 82.096,00 74.494,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.061.642,30 2.006.908,50
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 24.674.643,93 29.891.913,04
4. sonstige Ausleihungen 466.384,51 0,00
Summe Finanzanlagen 27.270.730,40 31.966.881,20
Anlagevermögen insgesamt 27.352.826,40 32.041.376,20

Bericht des Aufsichtsrats
der Scherzer & Co. AG
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2019 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 19.03.2019, am 13.05.2019, am 01.10.2019 und am 28.11.2019, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten. In der Sitzung am 19.03.2019 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2018 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2019 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2019.

In seiner Sitzung am 01.10.2019 beriet der Aufsichtsrat auch über die Verlängerung der Vorstandsbestellung und des Anstellungsvertrags von Herrn Dr. Georg Issels jeweils bis zum 31.12.2022 und stimmte dem einstimmig zu. Herr Dr. Georg Issels nahm diese Verlängerung der Vorstandsbestellung und seines Anstellungsvertrages an. Der Nachtrag zum Anstellungsvertrag wurde sodann in der Aufsichtsratssitzung am 28.11.2019 unterzeichnet. Der Aufsichtsrat möchte dies zum Anlass nehmen, Herrn Dr. Issels für die geleisteten Dienste in der Vergangenheit zu danken und ihm für die zukünftige Tätigkeit in bewährter Zusammenarbeit mit seinem Vorstandskollegen Herrn Hans Peter Neuroth viel Erfolg zu wünschen. In der Aufsichtsratssitzung am 28.11.2019 befasste sich der Aufsichtsrat ferner auch mit der Gesamtentwicklung der Gesellschaft, insbesondere auch im Vergleich zur Entwicklung des DAX im Jahre 2019. Zudem wurden die Schwerpunkte der anstehenden Jahresabschlussprüfung festgelegt.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 13.05.2019 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 28.02.2020 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 12.03.2020 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Herrn Dipl.-Kfm. WP/​StB Harald Formhals und Herrn WP/​StB Bastian Lehmkühler, M.A., hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 12.03.2020 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im insgesamt schwierigen Geschäftsjahr 2019.


Köln, den 12.03.2020

Dr. Stephan Göckeler
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

scrollen

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch-geführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

scrollen

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungs-methoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Köln, den 27.02.2020

Formhals Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bastian Lehmkühler
Wirtschaftsprüfer