Scherzer & Co. AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht des Vorstands1 Finanzwirtschaftliches UmfeldVorbemerkungDieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung,
jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in
dem Umfang aufgestellt, in welchem er für
mittelgroße, nichtbörsennotierte
Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.
Die Gesellschaft beachtet bei ihrer
Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von
Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die
Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils
beeinflussen.
Das Börsenjahr 2021Das Jahr 2021 stand trotz einer erfolgsversprechenden
globalen Impfkampagne erneut im Schatten der
Covid-19-Pandemie. Die neuartigen Virusvarianten "Delta"
und "Omikron" stellten das Gesundheitssystem, die
Gesellschaft und die Wirtschaft vor neue Herausforderungen.
Die Kapitalmärkte wirkten einen Großteil des
Jahres unbeeindruckt von diesen Entwicklungen.
Genügend Unterstützung boten die Zentralbank- und
Fiskalpolitik für die internationalen Börsen. Der
breite amerikanische Aktienindex S&P 500 eilte von
einem Allzeit-Hoch zum nächsten. Über 70
Allzeit-Höchststände und zum dritten Mal in Folge
eine zweistellige Jahres-Performance konnte der Index in
2021 verzeichnen. Doch nicht nur die erfreuliche
Entwicklung an den Aktienmärkten war
rekordverdächtig, sondern auch die Inflationsdynamik
erreichte durch die Geldfluten und die Lockdown-bedingten
Materialengpässe Höchststände, wie wir sie
seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben. Volatilität
und stärkere Marktkorrekturen bei den breiten
Aktienmarktindizes waren über lange Phasen im letzten
Jahr nicht vorhanden.
Seit der Finanzkrise wurde Investoren noch nie so stark
vor Augen geführt, wie weit sich die Finanzwelt von
der Realwirtschaft entfernt hat. Kleinanleger, die sich
über Social-Media-Plattformen zusammenschließen,
um Hedge-Fonds unter Druck zu setzen, Mega-Caps, die mit
ihren Bitcoin-Investitionen mehr verdienen als mit ihrem
Kerngeschäft oder zahlreiche unprofitable Unternehmen
mit Rekordbewertungen. Und das alles inmitten einer
Pandemie.
Aufgrund wachsender Inflationserwartungen stieg die
richtungsweisende Rendite 10-jähriger
US-Staatsanleihen bis Ende März 2021 auf den
Höchststand der vorangegangenen vierzehn Monate. Dies
sorgte für mehrere Rücksetzer am Aktienmarkt, da
gerade die großen Tech-Unternehmen negativ auf
steigende Renditen reagieren.
Neben zahlreichen verbalen Interventionen der
Zentralbanken wie der Betonung des Fed-Chefs Jerome Powell,
die Geldpolitik weiter locker zu gestalten, fluteten die
Zentralbanken die Märkte weiter mit neuem Geld.
Dadurch erreichte die Zentralbankbilanz der EZB ein neues
Allzeithoch. Berauscht durch neue Liquidität bildeten
die Leitindizes neue historische Höchststände
aus. Ob verbale oder reale Interventionen, die
Zentralbanken geben weiterhin die Richtung für die
Kapitalmärkte vor. Jedoch führen die
zentralbankpolitischen Maßnahmen zu Nebeneffekten:
Die extrem lockere Geldpolitik und die anhaltend expansive
Fiskalpolitik haben zu starken Überbewertungen oder
sogar Blasen in einigen Sektoren geführt.
Unterstützt wurde diese Entwicklung von bekannten
Persönlichkeiten wie Elon Musk, die sich einen
Spaß daraus machen, Aktien oder Kryptowährungen
durch eine einfache Nennung bei Twitter nach oben
schießen zu lassen. Zahlreiche Stimulus-Checks
sorgten dafür, dass das tägliche Handelsvolumen
der Retail-Trader mittlerweile so groß ist wie das
der Hedgefonds und Investmentfonds zusammen. Die
erhöhte Risikobereitschaft, mit "geschenktem"
Stimulus-Geld am Aktienmarkt zu "zocken", trifft auf einen
Herdentrieb, der durch Social-Media-Plattformen noch
angefeuert wird. Ergebnisse sind ein konstant hohes Level
von zum Teil maßlos überbewerteten Aktien,
zahlreiche Rekorde bei der Erstnotiz von neuen
börsengelisteten Unternehmen und der SPAC-Boom.
Trotz anfänglich schleppender
Pandemiebekämpfung in Deutschland und ganz Europa
konnten die europäischen Aktienmärkte die
US-Märkte in den ersten drei Monaten 2021
übertreffen. Gründe hierfür waren in einer
Sektorenrotation zu finden, da es vor allem deutsche Aktien
Exportunternehmen sind, welche vom Konjunkturaufschwung in
den USA und Asien profitierten. Hier fand eine Reallokation
von technologielastigen Wachstumswerten hin zu zyklischen
Substanzwerten statt. Hiervon profitierte zum einen der
MSCI World Value Index aber auch die europäischen
Märkte, da diese traditionell besonders valuelastig
sind. Vor allem der deutsche Aktienindex (DAX) konnte trotz
verhaltener Konjunkturaussichten eine regelrechte Rallye
hinlegen. Zu den großen Gewinnern zählte die
deutsche Automobilbranche.
Das zweite Quartal 2021 war ebenfalls durch eine
höhere Preisdynamik gekennzeichnet. So konnte der
Technologiesektor im Gegensatz zum ersten Quartal erneut
anziehen, gestützt durch eine sinkende Rendite
zehnjähriger US-Staatsanleihen. Valuelastige Indizes,
wie beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX, bewegten
sich hingegen in einem Seitwärtskanal. Der Goldpreis
konnte nicht nachhaltig aus dem bestehenden
Abwärtskanal ausbrechen.
Die Kapitalmärkte haben im 3. Quartal 2021 ihren
Aufwärtstrend fortgesetzt. Grundsätzlich blicken
wir auf eine sehr erfolgreiche Kapitalmarkphase seit Anfang
2019 zurück. Investoren wurden in den letzten drei
Jahren mit überdurchschnittlich hohen Renditen
verwöhnt. Die jährliche Über-Rendite in den
letzten drei Kalenderjahren lag gemessen am S&P 500
Index bei 8 % p.a. im Vergleich zum Zeitraum 2008 bis 2018.
Ähnliches gilt für nahezu alle wesentlichen
Aktienmarktindizes der westlichen Industrieländer.
Die chinesischen Aktienmärkte entwickeln sich seit
Anfang 2021 entgegengesetzt zum allgemeinen Trend. Die
Erklärung für die negative Entwicklung liegt in
der Regulierung von chinesischen Technologieunternehmen.
Dabei geht es letztendlich um die Macht über die Daten
von 1,4 Mrd. Chinesen. Zudem belastete die nahende
Insolvenz des Immobilienentwicklers Evergrande. Der
Immobiliensektor war wichtig für die chinesische
Konjunktur und machte 30 % des Bruttoinlandsproduktes aus.
Eine wesentliche Erklärung für die historisch
überdurchschnittliche Entwicklung in den USA und
Europa im Verhältnis zu anderen Regionen lag in der
stark expansiven Zentralbankpolitik. Die global wichtigen
Zentralbanken haben nach einem Wachstumseinbruch im Jahr
2018 bereits in 2019 ihre Geldpolitik expansiver gestaltet.
Bedingt durch die Covid-19-Pandemie wurde diese Politik
dann in 2020 noch verstärkt. Dies führte zu
steigenden Preisen in nahezu allen Asset-Klassen.
Schließlich wollten die Zentralbanken nun im
Jahresverlauf ebenfalls zu einer gewissen Normalität
zurückkehren und ihre expansive Geldpolitik
reduzieren.
Im 4. Quartal des Jahres 2021 wurden dann die
Kapitalmärkte erneut mit diversen Risikofaktoren
konfrontiert. Risse im chinesischen Immobilienmarkt, die
sich schon im September abzeichneten, führten Anfang
Oktober 2021 zu einem Rücksetzer an den
Aktienmärkten. Diesen Einbruch konnten die Märkte
aber relativ schnell abschütteln und es folgte Mitte
November eine Rallye zu neuen
Allzeit-Höchstständen. Gold konnte aufgrund der
steigenden Inflationserwartungen, die durch die
Preisdynamik bei Energieträgern wie Öl, Gas und
Kohle gestützt wurden, aus seinem Seitwärtskanal
kurzzeitig ausbrechen.
Die Omikron-Variante, die zum ersten Mal Mitte November
2021 in Südafrika auftrat, führte letztlich zu
einer stärkeren Risikoaversion an den
Kapitalmärkten. Die wichtigen globalen
Aktienmarktindizes korrigierten um 5-10 %. Gold gab
ebenfalls seine in den Monaten Oktober und November 2021
aufgebauten Gewinne ab. Die Kryptowährung Bitcoin
korrigierte um über 30 %. Diese Korrektur hielt an den
Aktienmärkten bis Mitte Dezember 2021 an.
Ausbruchversuche wurden von den Investoren durch
Abverkäufe ausgebremst. Mit den ersten Hinweisen auf
einen potentiell milderen Krankheitsverlauf der neuen
Omikron-Variante brachen die Aktienmärkte kurz vor den
Weihnachtstagen zur Jahresend-Rallye auf. Weitere
Risiko-Assets wie Gold und Bitcoin konnten mit den
Aktienmärkten nicht Schritt halten. Staatsanleihen
waren während des 4. Quartals gefragt, da die
Risikowahrnehmung der Investoren erhöht war.
Während der letzten Handelstage sah sich der Markt
dann mit steigenden Renditen konfrontiert. Die
rekordverdächtigen Inflationsdaten waren der
Auslöser für diesen Renditeanstieg.
Die wesentlichen Aktienmarktindizes konnten im Jahr 2021
zweistellige Wertentwicklungen erzielen. Von der
konjunkturellen Erholung profitierten zyklische
europäische Indizes, auch wenn die Lieferengpässe
ab dem Sommer das produzierende Gewerbe belasteten. Die
Aktienmärkte in den Schwellenländern entwickelten
sich im Vergleich zu den Industrieländern
schwächer, da die Belastungen durch die
Covid-19-Pandemie weiterhin überwogen haben. Die
wichtigen US-Indizes weisen ähnliche Performancewerte
wie ihre europäischen Pendants für das Jahr 2021
auf. Die großen Technologiewerte, angeführt von
Apple, Google, Facebook, Amazon und Microsoft, haben dazu
beigetragen, dass der MSCI World oder der US-amerikanische
Index S&P 500 ihren jeweiligen Wert um rund 30 %
steigern konnten. Dahingegen gehörten unprofitable
Technologieunternehmen spätestens seit den
Sommermonaten zu den Verlierern des Jahres mit Verlusten
von bis zu 70 %, gemessen vom jeweiligen Höchststand.
Die chinesischen und andere asiatische Aktienindizes
konnten an ihre gute Entwicklung im Jahr 2020 nicht
anknüpfen. Der Immobilienmarkt in China und die
Regulierung von chinesischen Technologieunternehmen
führte zu einer erheblichen Minderentwicklung im Jahr
2021. Im Bereich der Sektoren gehörten Öl &
Gas zu den Gewinnern in 2021.
Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr
2021 wie folgt ab:
scrollen
ZinsenDie Entwicklung an den Rentenmärkten glich in den
vergangenen 12 Monaten einer Achterbahnfahrt. Das Jahr
begann mit einem Renditeanstieg, gefolgt von einem
Renditerückgang im Sommer. Nach einer volatilen Phase
endete das Jahr mit steigenden Renditen.
Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen ist
im Jahr 2021 um 40 Basispunkte, für US-Anleihen gar um
75 Basispunkte angestiegen. Aufgrund der hohen
Inflationsraten befinden sich die Realrenditen dennoch auf
historischen Tiefstständen. Diese Entwicklung ist der
Zentralbankpolitik geschuldet. Trotz steigender
Inflationsraten behielten EZB, Fed und Bank of Japan ihren
expansiven geldpolitischen Kurs bei. Allerdings mussten
Investoren auf der Rentenseite überwiegend
Kursverluste hinnehmen. Lediglich Hochzinsanleihen konnten
sich dem Renditeanstieg entziehen, da diese weniger von der
Entwicklung bei Staatsanleihen abhängig sind. Zudem
konnten Hochzinsanleihen vom zyklischen Aufschwung
profitieren. Schwellenländeranleihen in der jeweiligen
Landeswährung gehörten zu den größten
Verlierern im Rentenbereich. Die starke Inflationsdynamik,
die relativ schwachen Wachstumsraten und der starke
US-Dollar haben Schwellenländer-Währungen stark
belastet.
RohstoffeDie Rohstoffmärkte haben von dem positiven
Marktumfeld ebenfalls profitiert. Die Performance von
Öl, Gas und Kohle im Jahr 2021 war stark positiv, da
die Investitionsausgaben in diesem Sektor auf einem
Allzeit-Tief lagen und die Nachfrage im Vergleich zu 2020
erheblich angestiegen war. Diese positive Preisentwicklung
findet sich auch bei Agrar-, Industrie- und Baurohstoffen
wieder und führte bereits seit August 2020 zu
steigenden Inflationserwartungen in Europa und den USA.
Auch Gold profitierte in der ersten Phase von dieser
Entwicklung. Die massiven Zentralbankinterventionen haben
zu einem sinkenden Vertrauen in das Finanzsystem und zu
einer erhöhten Nachfrage nach Goldbarren und
Goldmünzen geführt. Die steigenden
Inflationserwartungen unterstützen diese Entwicklung
zusätzlich. Das Gleiche gilt für Silber.
Allerdings weisen Edelmetalle im letzten Jahr eine negative
Jahres-Performance auf. Der starke US-Dollar, die
steigenden Renditen und der konjunkturelle Aufschwung haben
den "sicheren Hafen" Gold und die weiteren Edelmetalle
belastet.
WährungenDer Euro hat handelsgewichtet ungefähr 4 % an Wert
gegenüber seinen wichtigen Handelswährungen
verloren. Ein Großteil dieses Wertverlustes
lässt sich durch die Zentralbankpolitik und das
jeweilige Zinsdifferenzial erklären. Das global
wichtigste Währungspaar ist der Euro / US-Dollar. Der
US-Dollar konnte in den vergangenen 12 Monaten um rund 8,6
% gegenüber dem Euro aufwerten, da die
US-amerikanische Zentralbank Fed ihre expansive Geldpolitik
ab März 2022 zurückfahren will und drei
Zinserhöhungen plant. Die EZB wird wahrscheinlich
zögerlicher agieren und maximal ihre Anleihekäufe
reduzieren. Eine ähnliche Erklärung gilt für
das Währungspaar Euro / Britisches Pfund. Zudem haben
die Zentralbanken von Schwellenländern wie Russland
und Indien die Zinsen im vergangenen Jahr erhöht, um
die steigende Inflation einzudämmen. Lediglich die
Türkei ist bis jetzt einen sonderbaren Weg gegangen.
Auf eine ausufernde Inflation hat die türkische
Zentralbank mit Zinssenkungen reagiert. Die Investoren
haben dies mit einem Vertrauensentzug quittiert.
Quelle: Do Investment AG (Bericht der
Verwaltungsgesellschaft)
2 GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2021 verlief für die
Scherzer & Co. AG sehr erfolgreich und schloss mit
einem deutlichen Gewinn ab.
Im Berichtsjahr gab es verschiedene
Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise
oder auch vollständig veräußert, neue
Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen
aufgestockt.
Teilveräußerungen fanden u. a. statt bei
1&1 AG, Agfa-Gevaert N.V., DFV Dt. Familienversicherung
AG, Freenet AG, GK Software SE, Highlight Communications
AG, InVision AG, Metro AG, Mobotix AG, NFON AG, Valora
Holding AG und Veganz Group AG.
Vollständig veräußert wurden u. a. die
gehaltenen Bestände in Amaysim Australia Ltd., MAN SE,
Mediqon Group AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, q.beyond
AG, Swiss Steel Holding AG, SynBiotic SE und TX Group AG.
Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden
dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt,
Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere
Allane SE (ehem. Sixt Leasing SE), Allerthal-Werke AG,
Centrotec SE, Data Modul AG, Greiffenberger AG, Horus AG,
Kabel Deutschland Holding AG, K+S AG, Lotto24 AG, Mühl
Product & Service AG, RM Rheiner Management AG und
Rocket Internet SE.
Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. 3U Holding
AG, Advanced Blockchain AG (Aktie und Wandelanleihe),
Cannovum AG, Centralschweizerische Kraftwerke AG, Clearvise
AG, Deutsche Wohnen SE, Drägerwerk GmbH & Co. KGaA
Vz., Eifelhöhen-Klinik AG, Elumeo SE, GAG Immobilien
AG, Hella GmbH & Co. KGaA, MyHammer Holding AG, Noratis
AG, Romande Energie Holding SA, TeamViewer AG, Teck
Resources Ltd., United Internet AG und Volkswagen AG Vz.
Im Geschäftsjahr 2021 konnte aus dem Portfolio der
Nachbesserungsrechte ein Gewinn vor Steuern von 302 TEUR
erzielt werden. Ohne positiven Ergebnisbeitrag endeten drei
Spruchverfahren. Neu ins Rechteportfolio kamen MAN SE
(13.964 TEUR), Axel Springer SE (87 TEUR), Isra Vision AG
(65 TEUR) und HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (14 TEUR).
Insgesamt konnten im Geschäftsjahr
Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 14.130 TEUR
generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 4.788
TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des
Geschäftsjahres 2021 beträgt somit 121.971 TEUR
nach 112.629 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der
Scherzer & Co. AG entspricht dies einem
Nachbesserungsvolumen von 4,07 EUR (Vorjahr: 3,76 EUR).
Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt
der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme
betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten
Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom
Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte
verfügbare Börsenkurs. Aus diesen
Nachbesserungsrechten können für die Scherzer
& Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge
entstehen, sofern im Anschluss an ein gerichtliches
Spruchverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder
auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.
Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung
eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur
Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des
Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag
entsprechend des festgelegten Abfindungspreises
gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren
zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem
formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer
Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich
regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag
gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so
genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang
abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer
Kapitalstrukturmaßnahmen, wie
Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird
untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine
Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu
werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten
eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären.
Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele
Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen
inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem
abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem
Vergleich der teilnehmenden Parteien.
Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co.
AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere
Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das
Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch
"Abfindungsergänzungsansprüche" genannt,
kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet
dabei bewusst auf den in der Regel höheren
Verkaufserlös an der Börse und lässt sich
zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so
eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest
in der Vergangenheit häufig höheren
Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu
partizipieren.
Für Aktien- und Derivatepositionen wurde eine
Bewertungseinheit gebildet. Wirtschaftlich korrespondieren
dabei die erhaltenen Prämien aus
Stillhaltergeschäften (Verkauf von Call-Optionen) mit
den anschließenden Veräußerungsverlusten
der Aktien des jeweiligen Basiswertes. Im Berichtsjahr
stehen so Prämieneinahmen in Höhe von 51 TEUR
entsprechenden Veräußerungsverlusten von 51 TEUR
gegenüber.
3 ErtragslageDer positive Saldo der Position der Gewinn- und
Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in
Höhe von 18.154 TEUR (Vorjahr: 21.229 TEUR) setzt sich
im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw.
vollständigen jeweils mit Gewinn erfolgten
Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen
unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der
Veräußerung von Wertpapieren des
Anlagevermögens 4.033 TEUR (Vorjahr: 6.950 TEUR), aus
der Veräußerung von Wertpapieren des
Umlaufvermögens 12.053 TEUR (Vorjahr: 5.526 TEUR)
sowie aus Stillhaltergeschäften 1.895 TEUR (Vorjahr:
3.023 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem
wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe
von 173 TEUR (Vorjahr: 5.730 TEUR) vereinnahmt. Relevante
positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. MAN SE
(5.466 TEUR), GK Software SE (4.216 TEUR) und Freenet AG
(1.606 TEUR).
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von
3.034 TEUR (Vorjahr: 8.528 TEUR) resultieren aus den mit
Verlust abgeschlossenen
Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des
Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus
Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von
Wertpapieren des Anlagevermögens war im
Geschäftsjahr ein Verlust von 30 TEUR (Vorjahr: 381
TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von
Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2021 ein
Verlust von 943 TEUR (Vorjahr: 4.647 TEUR). Aus
Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein
Verlust von 2.061 TEUR (Vorjahr: 3.500 TEUR) entstanden.
Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge"
in Höhe von 1.698 TEUR (Vorjahr: 2.177 TEUR) besteht
im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen
Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 606 TEUR
(Vorjahr: 355 TEUR) sowie auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens in Höhe von 1.015 TEUR (Vorjahr:
1.790 TEUR).
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 2.960 TEUR
(Vorjahr: 3.851 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 446 TEUR
(Vorjahr: 956 TEUR) auf Abschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen und 2.514 TEUR (Vorjahr: 2.895
TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Die Personalkosten lagen in 2021 bei 2.924 TEUR
(Vorjahr: 794 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für
Tantiemen in Höhe von insgesamt 2.084 TEUR enthalten
(Vorjahr: 104 TEUR). Maßgeblich für den Anstieg
der Tantieme war die gute Entwicklung des Aktienkurses der
Gesellschaft, die unmittelbare Wirkung auf die Höhe
der Vorstandstantieme hat. Die Gesellschaft
beschäftigte zum Bilanzstichtag drei eigene
Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit
1.077 TEUR (Vorjahr: 1.528 TEUR) ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge
vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen
Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt
wurden hier Erträge in Höhe von 1.815 TEUR
(Vorjahr: 607 TEUR) vereinnahmt.
Zinserträgen in Höhe von 172 TEUR (Vorjahr:
3.486 TEUR) standen Zinsaufwendungen in Höhe von 173
TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) gegenüber. Die
Zinserträge sind in der Position "sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge" ausgewiesen, welche im
Berichtsjahr im Wesentlichen aus Zinsen auf erhaltene
Nachbesserungen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im
Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des
Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des
Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und
ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe
von 51 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) ausgewiesen.
Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 11.650
TEUR (Vorjahr: 12.576 TEUR).
Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,39 EUR
(Vorjahr: 0,42 EUR).
4 Vermögenslage und KapitalstrukturDie Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein
zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des
Bilanzstichtages (unter Beachtung der
Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB)
bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 43.325
TEUR (Vorjahr: 27.948 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen
sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen
Wertpapiere in Höhe von 55.933 TEUR (Vorjahr: 55.938
TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in
Höhe von 353 TEUR (Vorjahr: 602 TEUR) betreffen im
Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (308 TEUR).
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft
beträgt 77.147 TEUR (Vorjahr: 66.994 TEUR). Das
Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den
Jahresüberschuss und verringerte sich um die
Ausschüttung der Dividende in Höhe von 1.497
TEUR. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten
Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940
TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR
(Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in
Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen
Gewinnrücklagen in Höhe von 32.529 TEUR (Vorjahr:
23.505 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 5.825
TEUR (Vorjahr: 4.696 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote
stellt sich zum Jahresultimo 2021 auf 75,9 % (Vorjahr: 77,8
%).
Die Steuerrückstellungen betragen 90 TEUR (Vorjahr:
71 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit
6.324 TEUR (Vorjahr: 2.720 TEUR) dotiert. Sie betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten
für Stillhaltergeschäfte 3.908 TEUR (Vorjahr:
2.482 TEUR) und Tantiemen 2.086 TEUR (Vorjahr: 104 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 18.011 TEUR (Vorjahr: 16.227 TEUR) beziehen
sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens
und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die sonstigen
Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 26 TEUR (Vorjahr: 57
TEUR) betreffen Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich
der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben
im Anhang verwiesen.
Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt
29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000
Stückaktien.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer
& Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren
finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich
die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich
verändert.
5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AGa) BeschreibungDie Volatilität der Aktienmärkte führt
dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft
insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines
nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist.
Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden
Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer
& Co. AG hat deshalb ein Risiko- und
Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage
versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus
ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu
antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein
Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft,
schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio
umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio
in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer
Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von
werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System
basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher
Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem
Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet.
Außerdem wird das System ergänzt durch die enge
Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den
Banken und durch regelmäßige Besuche von
Unternehmen, Hauptversammlungen und
Kapitalmarktkonferenzen.
Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch
Derivate ab.
Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit
verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben
dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen
ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt
wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen
Kursrückgängen unterworfen waren.
b) KreditrisikoDie Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz
ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die
Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen
Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2021
ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten
beträgt 16.088 TEUR (Vorjahr 15.026 TEUR).
Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme
darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch
Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen
Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt
oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen
Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies
soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei
größeren und länger andauernden
Kursrückgängen an der Börse derart
kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten,
überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes
Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG
darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die
Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt,
dass auch Gesellschaften, denen eine hohe
Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls
den Kursverwerfungen nicht entziehen können.
c) TransaktionsrisikoFür die Scherzer & Co. AG kann sich die
Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten
Investmentsegmente, nämlich von
Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei
denen zukünftige Strukturmaßnahmen
wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten
zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer
& Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments
trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will.
Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als
mit Umsetzung der
Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim
Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu
veröffentlichen ist.
d) SchuldnerrisikoBei umgesetzten bzw. abgeschlossenen
Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter
den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung,
gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine
potenzielle Nachbesserung
(Abfindungsergänzungsansprüche aus
Spruchverfahren). Wegen der Dauer von
Überprüfungsverfahren im Anschluss an
Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter
regelmäßig über längere Zeiträume
dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer &
Co. AG bestehen im Falle von
Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen
Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht
bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem
Sekundärmarkt erworben wurden).
Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem
Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche
Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer
& Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch
(aktiv) von Strukturmaßnahmen.
e) PersonenrisikoIm Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch
zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus
beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen
Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen
Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von
Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter
könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung
und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken.
Dies bezieht sich gleichermaßen auf die
Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche
gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im
Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse
notierten Gesellschaft einhalten zu können.
f) ProzessrisikenPassivprozesse: Passivprozesse sind weder
rechtsanhängig noch sind solche angedroht.
Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in
verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur
Überprüfung der Angemessenheit von
Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin
in einem anhängigen Verfahren. Für die
resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach
Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach
kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge
in der Bilanz reserviert.
6 ChancenChancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte
positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch
mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt
oder diese sogar noch übertroffen wird.
Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener
Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen
maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen
entstehen im Wertpapierbestand bei über den
Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille
Reserven.
Zudem können durch mögliche Erträge aus
den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft
Ergebnisbeiträge generiert werden.
7 Aussichten für das Geschäftsjahr 2022Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG
wird auf der Aufwandsseite geprägt durch die Kosten
des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust
abgeschlossene Wertpapiertransaktionen sowie durch zu
bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des
Wertpapierbestandes. Einen wesentlichen Teil der
Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die
Personalkosten dar, die gegebenenfalls auch variable,
überwiegend von der Entwicklung des
Nettoinventarwertes und dem Börsenkurs der
Gesellschaft abhängige Komponenten
("erfolgsabhängige Komponenten") enthalten.
Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen
des Geschäftsbetriebes insbesondere um
Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige
betriebliche Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der
Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zugeordnet
werden können, beliefen sich in den letzten Jahren
regelmäßig auf unter 2,0 Mio. EUR. Für das
Geschäftsjahr 2022 wird hier nicht mit einer
wesentlichen Änderung der Höhe dieser Position
kalkuliert.
Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung
enthält insbesondere mit Gewinn abgeschlossene
Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des
Wertpapiervermögens vorzunehmende Zuschreibungen sowie
vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem
Wertpapierbestand. Daneben tätigt die Gesellschaft
Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere
Optionsgeschäfte, die sowohl positiv als auch negativ
zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können.
Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte
Nachbesserungen sein, die sich aus der gerichtlichen
Überprüfung von Unternehmenswerten und
Umtauschverhältnissen im Nachgang von
Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B.
Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen)
ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden
gerichtlichen Überprüfungen ("Spruchverfahren")
sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen
Anfall planbar. Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von
mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich sogar
über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie
größtenteils zunächst nur Merkposten dar,
die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder
gerichtlicher Vergleich) zu einem Ertrag, ggfs. sogar in
erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0")
führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die
Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren
abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht
oder nur unwesentlich beeinflussen kann.
Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer
Anzahl von unterschiedlichen Komponenten bestimmt, die per
Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des
Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrages
führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang
des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung
eines Aktienindex, etwa mit dem des Deutschen Aktienindex
(DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes
(MDAX, SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der
Scherzer & Co. AG unterscheidet sich
regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der
klassischen Indizes. So investiert die Gesellschaft
häufig in Unternehmen, die in keinem dieser
Auswahlindizes enthalten sind oder völlig
unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von
Unternehmen der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich
auf nicht-börslichen Plattformen gehandelten
Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur
fragmentarische Korrelation mit den Auswahlindizes
endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig
vorkommendes Phänomen des Kapitalmarktes ist es, dass
gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten, z. B.
die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens
betreffend, nicht unbedingt zu einer Kursbildung bzw.
Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt.
Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit
unterbleiben, sich aber ebenso auf nicht nachvollziehbare
Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde
demgegenüber eine tatsächliche Berechenbarkeit
von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse in
einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben
beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung
und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw.
unmöglich machen würde.
So lassen sich für das Geschäftsjahr 2022
grundsätzlich drei Szenarien planen, die im Ergebnis
zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis
führen können:
Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario
wird dann erreicht, wenn nicht nur Erträge
erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des
Geschäftsbetriebes abdecken, sondern auch darüber
hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge
kann dann je nach Ausgang des Geschäftsjahres
spürbar, stark oder sehr stark sein und so das
Geschäftsjahr entsprechend als befriedigend, gut oder
sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier spielen
sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung
des Betrachters eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung
eines einzelnen Geschäftsjahres.
Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario
läge das operative Ergebnis im Bereich der Höhe
der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich
ein Ergebnis in der Nähe der Null einstellen
würde. Ein "ausgeglichenes"
Geschäftsjahresergebnis wäre die passende
Kategorisierung hierzu.
Schließlich ließe sich das dritte, negative
Szenario annehmen als ein solches, bei dem das
Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario
abweicht. Demzufolge lägen keine ausreichenden
Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss
führen und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt.
Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung des negativen
Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als
unbefriedigend oder schlecht beschrieben würde.
Köln, im Februar 2022
scrollen
Bilanz zum 31. Dezember 2021 Scherzer & Co. AG, KölnAktivascrollen
Passivascrollen
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021scrollen
Anhang zum 31. Dezember 20211. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des JahresabschlussesDie Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln
und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter
der Nummer HRB 56235 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung
der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den
ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als
eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267
Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren
Jahresabschluss wie für große, nicht
kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt:
Dies erfolgte insoweit, als es den
Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem.
§ 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig,
erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine
Angaben zu den dort genannten Vorschriften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die
Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus
Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2
(Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste
aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus
Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3
(Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst.
Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus
Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des
Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus
Stillhaltergeschäften.
Diese Darstellung ist erforderlich, um die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender
darstellen zu können.
2. Angaben zur Bewertung und BilanzierungDer Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum
Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden unter
Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
linear vorgenommen.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten die Beteiligung
an der Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung
per 31.12.2021 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die
Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting
GmbH, Köln ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte eine
außerplanmäßige Abschreibung auf die
Anschaffungskosten, da von einer dauernden Wertminderung
der in 2020 erworbenen Anteile auszugehen ist. Gründe
für eine Zuschreibung waren im Geschäftsjahr 2021
nicht erkennbar. Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgte
insoweit weiterhin gemäß § 253 Abs. 3 HGB
zum beizulegenden Wert.
Unter den Finanzanlagen wird ferner die Beteiligung an
der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung
wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995 %
aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die
Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des
§ 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per
31.12.2021 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die
Beteiligung an der Peaq Technology GmbH, Berlin
ausgewiesen. Die Bewertung der in 2021 erworbenen Anteile
erfolgte per 31.12.2021 zu Anschaffungskosten.
Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf
CHF lautende Darlehensforderung aus Aktionärsdarlehen
ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte eine
außerplanmäßige Abschreibung wegen
teilweise vorgenommenen Rangrücktritts auf die
Darlehensforderung. Der Rangrücktritt besteht
weiterhin. Die Bewertung zum 31.12.2021 erfolgte insoweit
zum beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3
HGB. Die Umrechnung der Fremdwährungsforderung in Euro
erfolgte zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung von
§ 256a HGB. Währungsbedingt erfolgte zum
Bilanzstichtag eine Zuschreibung.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens
wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten
bewertet; soweit für deren Ermittlung eine
Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/
Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde
nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.
Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die
Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende
Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen.
Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung
Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB
durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt
bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf
fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die
Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen
Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt;
die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter
Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des
Bilanzstichtages.
Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die
finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten
solche, die gleichzeitig sonstige
Vermögensgegenstände sind in Höhe von
7.154,48 Euro.
Die Forderungen gegen Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die
gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind
in Höhe von 6.403,18 Euro.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert
ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht
vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände
wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten3.1 Einzelposten des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens ist
gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus
dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
3.2 Angaben zum Kapital3.2.1 Zusammensetzung des GrundkapitalsDas Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist
eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
3.2.2 GewinnrücklagenDie gesetzliche Rücklage blieb unverändert.
Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie
folgt:
scrollen
3.2.3 BilanzgewinnDer Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
scrollen
3.3 Sonstige RückstellungenEs handelt sich um Kosten der
Aufsichtsratsvergütungen (36 TEUR), Kosten für
Jahresabschluss/ Steuererklärungen (25 TEUR),
Rückstellung Tantieme Vorstand (1.961 TEUR),
Rückstellung Tantieme Mitarbeiter (125 TEUR),
Urlaubsrückstellung (186 TEUR), Rückstellungen
für Depotgebühren (7 TEUR), ausstehende
Eingangsrechnungen (54 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten
(15 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie
Rückstellungen für Prämienaufwand aus
Stillhalterpositionen (3.908 TEUR).
3.4 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen
gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur
Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden
Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
scrollen
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe
von 6.286 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und
in Höhe von 10.000 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5
Jahren.
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von
Wertpapierdepots und Bankguthaben.
3.5 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen beträgt 513 TEUR inklusive
Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 188 TEUR
für Büromiete und 82 TEUR für Beratung,
jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende
der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.
4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach TätigkeitsbereichenDie Erträge aus Finanzinstrumenten (18.154 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von
4.033 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des
Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 12.053 TEUR
aus Verkäufen von Wertpapieren des
Umlaufvermögens, Erträge aus
Nachbesserungsrechten von 173 TEUR sowie Gewinne aus
Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.895 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-3.034 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von -30 TEUR aus
Verkäufen von Wertpapieren des
Finanzanlagevermögens, Verluste von -943 TEUR aus
Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens
sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe
von -2.061 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.698 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen: Erträge aus
Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des
Finanzanlagevermögens (634 TEUR), Erträge aus
Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren
des Umlaufvermögen (1.015 TEUR), Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen (4 TEUR),
Erträge aus Währungsumrechnung (40 TEUR) sowie
sonstige Erträge (5 TEUR).
4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf FinanzanlagenAbschreibungen auf Wertpapiere sind immer
außerplanmäßige Abschreibungen, da
für Wertpapiere keine "planmäßigen"
Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind 446 TEUR
(Vj.: 956 TEUR) für außerplanmäßige
Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Nach unserer
Einschätzung sind Wertminderungen in Höhe von 446
TEUR (Vj.: 537 TEUR) voraussichtlich nicht von Dauer.
4.3 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
solche aus Währungsumrechnung in Höhe von
39.615,24 Euro (Vj.: 1.935,15 Euro). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus
Währungsumrechnung in Höhe von 1.286,65 Euro
(Vj.: 1.979,09 Euro).
4.4 SteueraufwandUnter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wird nach
Saldierung von Steueraufwendungen mit Steuererträgen
insgesamt ein Steueraufwand von 48 TEUR ausgewiesen. Dieser
setzt sich zusammen aus Steuerzahlungen für Vorjahre
in Höhe von 27 TEUR und dem Steueraufwand für das
laufende Geschäftsjahr von 21 TEUR. Auf Basis des
handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund der
Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag
gültigen Fassung ist der zu erwartende Steueraufwand
für das Geschäftsjahr (21 TEUR) mit dem in der
Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand
insoweit identisch.
4.5 aperiodische Erträge und AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
aperiodische Erträge aus der Auflösung von
sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4 TEUR sowie
aus Rückerstattungen von Beiträgen für
frühere Jahre in Höhe von 4 TEUR. Des Weiteren
enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
aperiodische Aufwendungen aus kapitalmarktrechtlichen
Beratungsleistungen, die wirtschaftlich dem Vorjahr
zuzuordnen sind, in Höhe von 55 TEUR.
5. Sonstige Angaben5.1 Angaben zu den UnternehmensorganenVorstandDr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen
2.458.269,28 Euro.
AufsichtsratDr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef
(Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter,
München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf.
Herr Dr. Göckeler ist außerdem
scrollen
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
scrollen
Herr Hauschildt ist außerdem
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Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich
auf 36.000,00 Euro.
5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGBRENAISSANCE Management & Consulting GmbH, KölnDieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil
beträgt 25.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital
von 25.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2020
weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 145 TEUR
aus, der Jahresfehlbetrag das Geschäftsjahr 2020
beträgt -304 TEUR. Der Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
RM Rheiner Fondskonzept GmbH, KölnDieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil
beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital
von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2020
weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 249 TEUR
aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2020 beträgt 21 TEUR. Der
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt
noch nicht vor.
RM Rheiner Management AG, KölnDieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen
ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 109.999 von 220.000
Aktien bzw. 49,9995 %. Der geprüfte Jahresabschluss
zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges
Eigenkapital von 5.727 TEUR aus, der Jahresüberschuss
für das Geschäftsjahr 2020 beträgt 2.178
TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Allerthal-Werke AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 336.342 von 1.200.000 Aktien
bzw. 28,03 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 26.147 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2020 beträgt 5.445 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Horus AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 2.236.970 von 2.660.000 Aktien
bzw. 84,10 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 3.583 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das
Geschäftsjahr 2020 beträgt -569 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Smart Equity AG, KölnDer Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien
bzw. 44,39 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 1.567 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2020 beträgt 739 TEUR. Der
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt
noch nicht vor.
independent capital AG, AlthengstettDer Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien
bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 211 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das
Geschäftsjahr 2020 beträgt -137 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Arcandor AG i.I. / i.L., EssenDer Anteilsbesitz umfasst 55.664.920 von 253.226.080
Aktien bzw. 21,98 %. Die Gesellschaft ist seit 2009
insolvent.
5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens
sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem
Anteil von mehr als 10 % enthalten. Zu dem
Investmentvermögen werden sogenannte I- und
R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in Ihrer
Gebührenstruktur unterscheiden. Das Anlageziel des
Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener
Wertzuwächse durch Investition in Aktien,
Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen
gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im
Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf
Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.
Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield
Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln
nationaler Emittenten investiert (Stand: Investment
Reporting per Ende 2021). Terminkontrakte, Optionen
und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt
werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile liegt
zum Bilanzstichtag bei 6.381.735,00 Euro und
übersteigt den Buchwert damit um 2.513.529,80 Euro.
Der Wert i.S.v. § 36 InvG der R-Anteile liegt zum
Bilanzstichtag bei 36.235,72 Euro und übersteigt den
Buchwert damit um 6.238,09 Euro. Beschränkungen in der
Möglichkeit der täglichen Rückgabe
können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen
Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den
flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen
des Fonds befriedigt werden können.
5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten ArbeitnehmerDie Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 3
Mitarbeiter.
5.5 Angaben zum AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr oder frühere
Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des
Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
scrollen
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu
§ 249 HGB werden, wegen gesetzlicher
Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013,
seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar
satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich
vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert,
sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die
Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben
sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von
einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in
Rechnung gestellten Umsatzsteuern.
5.6 Latente SteuernAktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd.
124 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von
Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten
Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende
Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts
gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell
nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden
mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die
Werthaltigkeit dieser aktiven Steuerlatenz ist aber
letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor
dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei
unveränderter Rechtslage und gleichbleibender
Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit
Ertragsteuern belastet sein wird.
5.7 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt gem. § 170 Abs. 2 AktG
folgende Verwendung des Bilanzgewinns des
Geschäftsjahres 2021 vor:
scrollen
Köln, den 22. Februar 2022
Der Vorstand
AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021scrollen
scrollen
scrollen
Bericht
des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG
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| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durch-geführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung
des Jahresabschlusses, der den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für
die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungs-methoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 24. Februar 2022
Formhals Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer
Die Hauptversammlung der Scherzer & Co AG hat am 23. Mai 2022 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 von EUR 5.824.964,80 die Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende von EUR 0,05 je Stückaktie, damit insgesamt EUR 1.497.000,00, vorzunehmen und einen Betrag von EUR 4.327.964,80 in die Gewinnrücklagen einzustellen.