![]() Scherzer & Co. AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht des Vorstands1 Finanzwirtschaftliches UmfeldVorbemerkungDieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung erstellt. Er wurde in dem
Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht börsennotierte Aktiengesellschaften
nach HGB obligatorisch ist. Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen,
Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen. Rückblick 2024Das Börsenjahr 2024 war geprägt von dynamischen Entwicklungen und starken Zuwächsen
an den Aktienmärkten, besonders bei Werten aus dem Technologiebereich. Treiber waren
robuste US-Konjunkturdaten, der Boom künstlicher Intelligenz (KI) und geopolitische
Impulse. Während Rohstoffe wie Gold und Öl stark zulegten, gerieten langlaufende Anleihen
durch steigende Renditen unter Druck. Turbulenzen, etwa durch die Aufwertung des japanischen
Yen, führten zu erhöhter Volatilität, jedoch stabilisierten sich die Märkte dann auch
wieder rasch. Die Wahl in den USA löste eine Rallye an den US-Börsen aus, während
europäische und asiatische Märkte hinterherhinkten. Zinssenkungen und makroökonomische
Risiken prägten das Jahresende und führten zu einer Konsolidierung an den Kapitalmärkten. Das Kapitalmarktjahr 2024 startete fulminant. Der deutsche Aktienleitindex DAX 40
erzielte in den ersten drei Monaten einen beeindruckenden Zuwachs von rund zehn Prozent
ebenso wie der US-amerikanische Index S&P 500. Der technologielastige Nasdaq 100 legte
um neun Prozent zu, während europäische Aktien, gemessen am EuroStoxx 50, mit einem
Plus von etwa 12% die stärkste Entwicklung zeigten. Auch Edelmetalle und Rohstoffe verzeichneten erhebliche Zugewinne: Ende März lag der
Goldpreis über acht Prozent im Plus, und der Ölpreis war seit Jahresbeginn um mehr
als 20 % gestiegen. Im Gegensatz dazu gerieten festverzinsliche Wertpapiere unter
Druck. Die Renditen von Anleihen mit guter Bonität waren im ersten Quartal überwiegend
angestiegen, was zu negativen Wertentwicklungen in diesem Segment führte. Im zweiten Quartal hielt die Aktienmarkt-Rallye an, allerdings mit einem deutlichen
Rückgang der Marktbreite. Die größten Performancetreiber waren erneut die sogenannten
"Magnificent 7" - sieben Technologieunternehmen (Apple, Nvidia, Alphabet, Meta, Amazon,
Tesla und Microsoft), die die Märkte dominierten. Sie profitierten von der anhaltenden
Euphorie rund um die künstliche Intelligenz (KI). Mehr als die Hälfte der Kurssteigerung
des US-amerikanischen S&P 500 verdankte der Index diesen wenigen Titeln. Die Aktienindizes
EuroStoxx 50 und DAX 40, die im ersten Quartal noch Allzeit- oder Mehrjahreshöchststände
erreichten, bewegten sich währenddessen eher seitwärts. Der ernüchternde Ausgang der
Europawahlen Ende Juni führte zu einer Korrektur an den europäischen Börsen, wobei
der französische Leitindex CAC 40 seine gesamten Jahresgewinne wieder abgab. Wenngleich
die US-Zentralbank den Leitzins im zweiten Quartal unverändert ließ, lockerte sie
ihren restriktiven Kurs leicht, indem sie das Tempo der Bilanzreduzierung und den
damit verbundenen Entzug von Liquidität verlangsamt hat. Ab Juni wurde die monatliche
Höchstgrenze für die Tilgung von US-Staatsanleihen von bisher 60 auf 25 Milliarden
US-Dollar deutlich reduziert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf die deutliche
Beruhigung des Inflationsgeschehens reagiert und im zweiten Quartal 2024 die Zinswende
eingeleitet. Erstmals seit fast fünf Jahren senkte sie den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Anfang August kam es zu heftigen Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten,
ausgelöst durch eine starke Aufwertung des japanischen Yen. Dies zog eine weltweite
Kettenreaktion nach sich. Es kam zu einem der stärksten Anstiege der Volatilität,
gemessen am VIX-Index, dem "Angstbarometer" der Aktienmärkte. Einige der führenden
Indizes, darunter der japanische Nikkei 225 und der US-Technologie-Index Nasdaq 100,
mussten in dieser Phase erhebliche Kursverluste hinnehmen und gaben einen Großteil
ihrer zuvor erzielten Jahresgewinne wieder ab. In der Vergangenheit hätte eine solche
Entwicklung vermutlich zu einer anhaltenden Börsenkorrektur von 15 % bis 20 % geführt.
Jedoch haben sich die Märkte nach der verbalen Intervention der Bank of Japan, die
den Aufwärtstrend des Yen stoppte, eindrucksvoll von dem heftigen und abrupten Einbruch
erholt und sich bereits Mitte August größtenteils stabilisiert. Das Signal für eine
Zinswende in den USA ließ lange auf sich warten. Während des jährlichen Notenbanktreffens
in Jackson Hole Ende August verkündete der US-Notenbankchef Jerome Powell schließlich:
"Es ist an der Zeit, die Geldpolitik anzupassen." Obwohl eine Zinssenkung der US-Zentralbank
traditionell kein positives Zeichen ist, hatten Anleger und Investoren paradoxerweise
monatelang genau auf dieses Signal gewartet. Eine Zinssenkung deutet oft auf eine
Abschwächung der Konjunktur hin, was schwächere Unternehmensdaten wie Umsätze und
Gewinne zur Folge hat und in der Regel zu fallenden Aktienkursen führt. Doch in diesem
Fall setzte sich die Erholung an den Märkten fort, selbst nach der ersten großen Zinssenkung
um 50 Basispunkte Mitte September. Neben der US-Notenbank Fed senkte auch die EZB im September die Zinsen um 25 Basispunkte
auf 3,5%, was den Markt für europäische Staatsanleihen stützte. Auch Unternehmensanleihen
erzielten starke Erträge, insbesondere im Segment der Investment Grade-Anleihen. Gold
profitierte im dritten Quartal überproportional von globalen Unsicherheiten und den
fallenden Zinserwartungen und erreichte dabei wiederholt neue Allzeithochs. Der Start in das vierte Quartal war eher verhalten. Die bevorstehende US-Wahl sorgte
zunächst für Verunsicherung an den Kapitalmärkten. Anleiherenditen stiegen besonders
im Oktober und Anfang November an, da die Anleger mit einem erneuten inflationären
Impuls im Falle einer möglichen Wiederwahl von Donald Trump rechneten. Das Ergebnis
der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten führte schließlich zu einer deutlichen
Rallye an den US-amerikanischen Aktienmärkten: Der S&P 500 durchbrach in einer ersten
Reaktion die Marke von 6.000 Punkten und erreichte ein neues Allzeithoch. Auch Small
& Mid Caps, der US-Dollar und Kryptowährungen wie Bitcoin verzeichneten massive Gewinne.
Im Gegensatz dazu zeigten sich die europäischen und asiatischen Aktienmärkte abgehängt.
Der "Trump Trade" zeigt damit zwei Seiten: Einerseits stützten die Erwartungen einer
möglichen Unternehmenssteuerreform die US-Märkte, andererseits belasteten Befürchtungen
über potenzielle Handelskonflikte die Aktienmärkte in Europa und Asien. Die starke
Reaktion der Kapitalmärkte lässt sich jedoch nicht allein durch den Wahlsieg von Donald
Trump erklären, sondern auch durch die klare Eindeutigkeit des Ergebnisses - ein regelrechter
Erdrutschsieg für die Republikaner. Die weiterhin starken Konjunkturdaten aus den
USA und die anhaltend niedrige Inflation führten dazu, dass die traditionell im Dezember
einsetzende Jahresend-Rallye, die die Aktienmärkte oft bis weit in den Januar hinein
unterstützt, im Jahr 2024 ausgeblieben ist. In den letzten Wochen des Jahres hat der
Kapitalmarkt aufgrund der makroökonomischen Daten damit begonnen, mögliche Zinssenkungen
der US-Notenbank Fed bereits auszupreisen. Dies belastete nicht nur Anleihemärkte,
sondern auch die US-Aktienmärkte. Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2024 wie folgt ab:
Quellen: FGTC Investment GmbH; Bankhaus Metzler 2 GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2024 verlief für die Scherzer & Co. AG erfolgreich und schloss mit
einem Gewinn ab. Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise
oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen
aufgestockt. Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei Aixtron, Centrotec, GK Software, Hensoldt,
Redcare Pharmacy und Zeal Network sowie bei den Rententiteln von Abo Energy und Tele
Columbus. Vollständig veräußert bzw. im Rahmen einer Strukturmaßnahme abgegeben wurden u.a.
die gehaltenen Bestände in Agfa-Gevaert, Albis Leasing, Apontis Pharma, Ceconomy,
Instapro II, Lotto24, Metro Stämme, netfonds, ProSiebenSat.1 Media, Thurella Immobilien
und Züblin Immobilien sowie die niiio-Wandelanleihe. Die Anteile an der Smart Equity
AG wurden bei der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH zur Stärkung der Kapitalrücklage
eingelegt. Die Beteiligung an der TERENTIUS SE konnte im Rahmen einer Manteltransaktion
erfolgreich veräußert werden. Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im
Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere 1&1,
Data Modul, HelloFresh, q.beyond, Rocket Internet, Siltronic und zooplus. Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Compugroup, Deutsche Wohnen, Encavis,
Hornbach Baumarkt, RTL Group und TeamViewer. Im Geschäftsjahr 2024 konnten Nachbesserungserlöse inklusive Zinsen in Höhe von 133
TEUR vereinnahmt werden. Neu ins Rechteportfolio kamen Lotto24 (9.217 TEUR) und Instapro
II (830 TEUR). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Nachbesserungsrechte im Umfang von
10.048 TEUR generiert, bei Abgängen von 1.514 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten
zum Ende des Geschäftsjahres 2024 stieg somit auf 132.497 TEUR nach 123.963 TEUR im
Vorjahr. Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer
Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Aus diesen
Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge
entstehen, sofern im Anschluss an ein gerichtliches Spruchverfahren Nachzahlungen
auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden. Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in
das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des
Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises
gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen.
Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt,
bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtlich überprüft
wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang abgeschlossener
Squeeze-outs und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen,
wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis
anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt,
um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren
über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie
enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden
Parteien. Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren
die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten
kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der
Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis
abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit
überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren. 3 ErtragslageDer positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten"
in Höhe von 14.496 TEUR (Vorjahr: 8.243 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen
aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen
unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens
3.394 TEUR (Vorjahr: 4.934 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
9.456 TEUR (Vorjahr: 2.735 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 1.563 TEUR (Vorjahr:
574 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten
in Höhe von 82 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge
lieferten u. a. Lotto24 (5.471 TEUR), Smart Equity (2.678 TEUR), Apontis Pharma (1.377
TEUR) und Zeal Network (1.257 TEUR). Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 2.688 TEUR (Vorjahr: 4.394 TEUR)
resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren
des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung
von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 9 TEUR (Vorjahr:
247 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens
entstand 2024 ein Verlust von 490 TEUR (Vorjahr: 1.231 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften
ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 2.189 TEUR (Vorjahr: 2.916 TEUR) entstanden. Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.130 TEUR (Vorjahr:
2.604 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 595 TEUR (Vorjahr: 2.361 TEUR), Zuschreibungen
auf Finanzanlagen in Höhe von 282 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR) sowie Erträgen aus der
Veräußerung von Kryptowährungen in Höhe von 242 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Bei Letzteren
handelt es sich um erste Erträge aus dem 2021 angebahnten Technologieprojekt "peaq". Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 10.278 TEUR (Vorjahr: 9.813 TEUR) vorgenommen.
Davon entfielen 582 TEUR (Vorjahr: 2.762 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen
und 9.695 TEUR (Vorjahr: 7.051 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Größere
Abschreibungen fielen bei 1&1, Data Modul, K+S und Siltronic (zusammen 6.548 TEUR)
an. Die Personalkosten lagen 2024 bei 820 TEUR (Vorjahr: 824 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte
zum Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 833 TEUR (Vorjahr: 722 TEUR) ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge
aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.
Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.549 TEUR (Vorjahr: 4.361 TEUR) vereinnahmt.
Der starke Rückgang dieser Position beruht auf außerordentlich hohen Dividendeneinnahmen
im Vorjahr, u.a. Sonderausschüttungen bei 3U Holding, Rocket Internet und Zeal Network. Zinserträgen in Höhe von 185 TEUR (Vorjahr: 111 TEUR) standen Zinsaufwendungen in
Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind in der Position
"sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen, welche im Berichtsjahr im Wesentlichen
aus Anleihezinsen und Zinsen auf erhaltene Nachbesserungen bestehen. Die Zinsaufwendungen
betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und
der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche
Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) ausgewiesen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1.434 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag: 825 TEUR). Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,05 EUR (Vorjahr: -0,03 EUR). 4 Vermögenslage und KapitalstrukturDie Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren
Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des
§ 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 30.728 TEUR (Vorjahr:
28.850 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen
Wertpapiere in Höhe von 44.842 TEUR (Vorjahr: 55.104 TEUR) aktiviert. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.369 TEUR (Vorjahr: 1.864 TEUR) betreffen
im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (1.272 TEUR). Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 69.294 TEUR (Vorjahr: 73.942
TEUR). Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss und verringerte
sich um den Aufwand für den Erwerb eigener Anteile. Das Eigenkapital setzt sich aus
dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR) abzüglich
des rechnerischen Nennwerts der eigenen Anteile (2.744 TEUR), der Kapitalrücklage
in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von
80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 33.428 TEUR (Vorjahr:
36.805 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 183 TEUR (Vorjahr: 1.617 TEUR) zusammen.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Jahresultimo 2024 auf 85,9 % (Vorjahr: 83,6
%). Die Steuerrückstellungen betragen 535 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen
wurden mit 2.305 TEUR (Vorjahr: 4.910 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen
Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 2.029 TEUR (Vorjahr:
4.704 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8.500 TEUR (Vorjahr:
9.338 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere
des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 17 TEUR
(Vorjahr: 150 TEUR) betreffen den Kauf von Wertpapieren und Dienstleistungen. Die
sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 23 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR) betreffen
im Wesentlichen Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten
wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt
in 29.940.000 Stückaktien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der
Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens nicht wesentlich verändert. 5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AGa) BeschreibungDie Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der
Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums
ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen
sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem
installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden
Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht
ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv
Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio
in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen
Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung
öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger,
Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge
Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige
Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen. Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab. b) KreditrisikoDie Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls
auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der
in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten
beträgt 4.843 TEUR (Vorjahr : 7.167 TEUR). Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo
auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen
Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere,
die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis
dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse
derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos
ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben
gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird,
sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können. c) TransaktionsrisikoFür die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten
Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen
zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten
zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments
trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich
hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie
beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist. d) SchuldnerrisikoBei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter
den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen
sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren).
Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter
regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer
& Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken,
da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht
auf dem Sekundärmarkt erworben wurden). Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche
Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern
(passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen. e) PersonenrisikoIm Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.
Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter
mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern
und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung
und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen
auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen
Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft
einhalten zu können. f) ProzessrisikenPassivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht. Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen
Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen und Auskunftserzwingungsverfahren.
Außerdem ist sie Klägerin in drei anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken
hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem
Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert. 6 ChancenChancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen
und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar
noch übertroffen wird. Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen
maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei
über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven. Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft
Ergebnisbeiträge generiert werden. 7 Aussichten für das Geschäftsjahr 2025Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG wird auf der Aufwandsseite geprägt
durch die Kosten des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust abgeschlossene Wertpapiertransaktionen
sowie durch zu bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des Wertpapierbestandes.
Einen wesentlichen Teil der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die Personalkosten
dar, die gegebenenfalls auch variable, überwiegend von der Entwicklung des Nettoinventarwertes
und dem Börsenkurs der Gesellschaft abhängige Komponenten ("erfolgsabhängige Komponenten")
enthalten. Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen des Geschäftsbetriebes
insbesondere um Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige betriebliche
Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
zugeordnet werden können, beliefen sich in den letzten Jahren regelmäßig auf unter
2,0 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2025 wird hier nicht mit einer wesentlichen Änderung
der Höhe dieser Position kalkuliert. Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung enthält insbesondere mit Gewinn
abgeschlossene Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des Wertpapiervermögens vorzunehmende
Zuschreibungen sowie vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem Wertpapierbestand.
Daneben tätigt die Gesellschaft Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere Optionsgeschäfte,
die sowohl positiv als auch negativ zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können.
Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte Nachbesserungen sein, die sich aus
der gerichtlichen Überprüfung von Unternehmenswerten und Umtauschverhältnissen im
Nachgang von Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B. Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen)
ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden gerichtlichen Überprüfungen
("Spruchverfahren") sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen Anfall planbar.
Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich
sogar über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie größtenteils zunächst nur
Merkposten dar, die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder gerichtlicher Vergleich)
zu einem Ertrag, ggfs. sogar in erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0")
führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Realisierung eines Ergebnisses oftmals
von Faktoren abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich
beeinflussen kann. Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer Anzahl von unterschiedlichen Komponenten
bestimmt, die per Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des Jahresüberschusses
oder des Jahresfehlbetrages führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang des
handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung eines Aktienindex, etwa mit dem
des Deutschen Aktienindex (DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes (MDAX,
SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der Scherzer & Co. AG unterscheidet sich
regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der klassischen Indizes. So investiert
die Gesellschaft häufig in Unternehmen, die in keinem dieser Auswahlindizes enthalten
sind oder völlig unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von Unternehmen
der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich auf nichtbörslichen Plattformen gehandelten
Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur fragmentarische Korrelation mit
den Auswahlindizes endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig vorkommendes Phänomen
des Kapitalmarktes ist es, dass gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten,
z. B. die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens betreffend, nicht
unbedingt zu einer Kursbildung bzw. Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt.
Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit unterbleiben, sich aber ebenso
auf nicht nachvollziehbare Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde demgegenüber
eine tatsächliche Berechenbarkeit von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse
in einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung
und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw. unmöglich machen würde. So lassen sich für das Geschäftsjahr 2025 grundsätzlich drei Szenarien planen, die
im Ergebnis zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis führen können: Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario wird dann erreicht, wenn nicht
nur Erträge erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des Geschäftsbetriebes abdecken,
sondern auch darüber hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge kann dann je
nach Ausgang des Geschäftsjahres spürbar, stark oder sehr stark sein und so das Geschäftsjahr
entsprechend als befriedigend, gut oder sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier
spielen sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung des Betrachters
eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung eines einzelnen Geschäftsjahres. Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario läge das operative Ergebnis im
Bereich der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich ein Ergebnis
in der Nähe der Null einstellen würde. Ein "ausgeglichenes" Geschäftsjahresergebnis
wäre die passende Kategorisierung hierzu. Schließlich ließe sich das dritte, negative Szenario annehmen als ein solches, bei
dem das Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario abweicht. Demzufolge
lägen keine ausreichenden Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss führen
und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt. Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung
des negativen Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als unbefriedigend oder
schlecht beschrieben würde. Köln, im Februar 2025
Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
| Euro | Euro | Euro | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 18.025,58 | 20.667,23 | |
| 2. | Erträge aus Finanzinstrumenten | 14.495.743,35 | 8.243.476,84 | |
| 3. | Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | 2.687.813,36- | 4.394.412,68- | |
| 4. | sonstige betriebliche Erträge | 1.130.336,85 | 2.604.403,41 | |
| 5. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 744.534,57- | 762.262,81- | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 75.085,53- | 61.658,09- | ||
| 819.620,10- | 823.920,90- | |||
| 6. | Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 18.168,75- | 21.269,65- | ||
| 7. | sonstige betriebliche Aufwendungen | 833.325,11- | 721.816,31- | |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.549.071,57 | 4.361.087,16 | |
| 9. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 184.985,89 | 111.004,94 | |
| 10. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 10.277.716,33- | 9.813.305,33- | |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 382.098,80- | 375.307,93- | |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 925.342,49- | 15.721,93- | |
| 13. | Ergebnis nach Steuern | 1.434.078,30 | 825.115,15- | |
| 14. | Jahresüberschuss | 1.434.078,30 | 825.115,15- | |
| 15. | Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 1.616.826,24- | 791.711,09- | |
| 16. | Bilanzverlust | 182.747,94- | 1.616.826,24- |
Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des §
266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im
Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss
wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies
erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG
genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den
dort genannten Vorschriften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen
und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten)
sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften
in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten
enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/
Verluste aus Stillhaltergeschäften.
Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender
darstellen zu können.
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet
worden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und
soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen
wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese
beinhalten u. a. die Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung
am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die Beteiligung an der RENAISSANCE
Management & Consulting GmbH, Köln ausgewiesen. Die Scherzer & Co. AG hat mit Gesellschafterbeschluss
vom 17.12.2024 die Kapitalrücklage der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln
gegen Sacheinlage von 122.073 Aktien der Smart Equity AG erhöht. Die Bewertung am
Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten ferner die Beteiligung an der Horus
AG, Köln. Die Beteiligung wurde sukzessive, zuletzt im Geschäftsjahr, auf insgesamt
86,25 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt. Die Bewertung am Bilanzstichtag per
31.12.2024 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Unter den Finanzanlagen wird ferner die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG,
Köln ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995
% aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes
im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024
erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der EoT Labs GmbH, Berlin
ausgewiesen. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte gemäß § 253 Abs.
3 HGB zum beizulegenden Wert.
Unter den sonstigen Ausleihungen wird eine auf CHF lautende Forderung aus Aktionärsdarlehen
(Erinnerungswert) ausgewiesen.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten
bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe
von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.
Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren,
wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder
gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt.
Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.
Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter
Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt;
die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse
des Bilanzstichtages.
Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind größtenteils an die finanzierenden Kreditinstitute
verpfändet.
Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die
gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind, in Höhe von 4.115,11 Euro.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.
Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende
Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt
sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt
in 29.940.000 Stückaktien.
Der Vorstand hat am 16. Oktober 2023 ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gegenwert
von bis zu 1.000.000,00 Euro beschlossen. Unter diesem Programm wurde beabsichtigt,
bis zu 500.000 eigene Aktien bis längstens 29. März 2024 zu erwerben. Am 12. März
2024 wurde die Verlängerung dieses Aktienrückkaufprogramms und die Erhöhung des Volumens
beschlossen. Die Gesellschaft beabsichtigte nunmehr, bis längstens zum 30. Dezember
2024 bis zu 1.000.000 eigene Aktien im Gegenwert von bis zu 2.000.000,00 Euro zu erwerben.
Am 24. Mai 2024 hat der Vorstand beschossen, bis zu 2.500.000 eigene Aktien im Wege
eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots zu einem Preis von 2,25 Euro
je Aktie zurückzukaufen. Die Annahmefrist endete am 26. Juni 2024. Das laufende börsliche
Aktienrückkaufprogramm wurde ausgesetzt.
Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.744.372 eigene Aktien zu durchschnittlichen
Anschaffungskosten von 2,25 Euro. Dies entspricht 9,17 Prozent des Grundkapitals der
Gesellschaft.
Der Nennbetrag eigener Aktien wird offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der über
den Nennbetrag hinausgehende Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) vermindert die frei
verfügbaren Rücklagen (§ 272 Abs. 1a Satz 2 HGB).
Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert.
Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:
| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2023 | 36.804.944,79 Euro |
| - Verrechnung aus Aktienrückkauf | - 3.376.479,34 Euro |
| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2024 | 33.428.465,45 Euro |
Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 | - 1.616.826,24 Euro |
| + Jahresüberschuss 2024 | + 1.434.078,30 Euro |
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2024 | - 182.747,94 Euro |
Es handelt sich um Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (2.029
TEUR), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen (66 TEUR), Rückstellungen für Tantieme
der Mitarbeiter (55 TEUR), für Kosten des Jahresabschlusses/der Steuererklärungen
(20 TEUR), Urlaubsrückstellungen (36 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (54 TEUR),
ausstehende Eingangsrechnungen (32 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (5 TEUR)
sowie für Archivierungsaufwand (7 TEUR).
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben
zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel
zu entnehmen:
| Restlaufzeit | |||||
| Verbindlichkeiten | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | gesichert |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| gegenüber Kreditinstituten | 4.000.000,00 | 4.500.000,00 | 0,00 | 8.500.000,00 | 8.500.000,00 |
| aus Lieferungen und Leistungen | 16.606,55 | 0,00 | 0,00 | 16.606,55 | 0,00 |
| sonstige | 22.960,13 | 0,00 | 0,00 | 22.960,13 | 0,00 |
| Summe | 4.039.566,68 | 4.500.000,00 | 0,00 | 8.539.566,68 | 8.500.000,00 |
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 4.013 TEUR eine Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr und in Höhe von 5.500 TEUR eine Restlaufzeit von 1 -5 Jahren.
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung
von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 463 TEUR inklusive
Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 192 TEUR für Büromiete und 54 TEUR
für Beratungsleistungen, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen
vertraglichen Grundlaufzeit.
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (14.496 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Gewinne in Höhe von 3.394 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens,
Gewinne in Höhe von 9.456 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens,
Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.563 TEUR sowie Erträge aus Nachbesserungsrechten
in Höhe von 82 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (2.688 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Verluste von 9 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste
von 490 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus
Stillhaltergeschäften in Höhe von 2.189 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.130 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:
Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (282 TEUR),
Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögens
(595 TEUR), Erträge aus der Veräußerung von Kryptowährungen (242 TEUR) sowie sonstige
Erträge (13 TEUR).
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere
keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
sind 582 TEUR (Vj.: 2.762 TEUR) für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen
ausgewiesen. Nach unserer Einschätzung sind Wertminderungen in Höhe von 582 TEUR (Vj.:
2.762 TEUR) voraussichtlich nicht von Dauer.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe
von 8.118,59 Euro (Vj.: 42.178,81 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 11.550,96 Euro (Vj.: 16.337,86
Euro).
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wird insgesamt ein Steueraufwand von 925
TEUR ausgewiesen. Dieser setzt sich zusammen aus Steuernachzahlungen für Vorjahre
in Höhe von 106 TEUR und dem Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe
von 820 TEUR. Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund
der Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der
zu erwartende Steueraufwand für das Geschäftsjahr (820 TEUR) mit dem in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand insoweit identisch.
Dr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 553.999,88 Euro.
Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf,
Joachim Schmitt, Investor, Mainz.
Herr Dr. Göckeler ist außerdem
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AC, Schmallenberg |
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
| ― |
Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München |
Herr Hauschildt ist außerdem
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AC i. L., Gronau |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Solventis AC, Mainz |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AC, Köln |
Herr Schmitt ist außerdem
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AC, Mainz |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 66.000,00 Euro.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der
Geschäftsanteil beträgt 25.000,00 Euro bzw. 100,00% am Stammkapital von 25.000,00
Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 160
TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 21 TEUR. Der Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der
Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00
Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 448
TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 78 TEUR. Der Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz
umfasst 109.999 von 220.000 Aktien bzw. 49,99 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 7.811 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag
für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 354 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 364.207 von 1.200.000 Aktien bzw. 30,35 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 27.802 TEUR
aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.453 TEUR. Der geprüfte
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der
Anteilsbesitz umfasst 2.294.165 von 2.660.000 Aktien bzw. 86,25 0%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 4.570 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 296 TEUR.
Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 % und wird mittelbar
über das verbundene Unternehmen RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln gehalten.
Ferner umfasst den Anteilsbesitz 33.000 von 275.000 Aktien bzw. 12,00 %, die mittelbar
über das verbundene Unternehmen Horus AG, Köln gehalten werden. Der Jahresabschluss
zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.706 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag
für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 85 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2024 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte
Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.484 TEUR aus,
der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 123 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 55.664.920 von 253.226.080 Aktien bzw. 21,98 %. Die Gesellschaft
ist seit 2009 insolvent.
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen
mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Anlageziel des Investmentvermögens ist
die Erreichung angemessener Wertzuwachse durch Investition in Aktien, Rentenwerten,
Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich
konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.
Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der
Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand: Investment Reporting per
Ende 2024). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt
werden.
Der Wert i. S. v. § 36 InvG der I-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 4.360.336,00
Euro und übersteigt den Buchwert damit um 980.465,52 Euro. Beschränkungen in der Möglichkeit
der täglichen Rückgabe können sich nach dem Fondsreglement bei umfangreichen Rückgaben
von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen
des Fonds befriedigt werden können.
Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 3 Mitarbeiter.
Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers
setzt sich wie folgt zusammen:
| a) für Abschlussprüfungsleistungen | 32.000,00 Euro |
| b) für Steuerberatungsleistungen | 42.669,35 Euro |
| c) für sonstige Beratungsleistungen | 675,00 Euro |
| Summe | 75.344,35 Euro |
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden - wegen gesetzlicher
Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013 - seit 2014 keine Rückstellungen
für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen
passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses
betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen
Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.
Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 465 TEUR aufgrund der unterschiedlichen
Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden
nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß
§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern
wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die Werthaltigkeit dieser
aktiven Steuerlatenz ist aber letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor
dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei unveränderter Rechtslage und gleichbleibender
Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit Ertragsteuern belastet sein wird.
Köln, den 26. Februar 2025
Der Vorstand
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2024 | Umbuchungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2024 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 190.568,03 | 2.499,75 | 25.563,47 | 167.504,31 | |
| Summe Sachanlagen | 190.568,03 | 0,00 | 2.499,75 | 25.563,47 | 167.504,31 |
| II. Finanzanlagen | |||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 3.246.217,62 | 3.214.077,51 | 3.860,92 | 6.456.434,21 | |
| 2. Beteiligungen | 4.036.020,98 | 4.036.020,98 | |||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 29.400.183,03 | 1.262.685,68 | 2.957.788,36 | 27.705.080,35 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 1,00 | 1,00 | |||
| Summe Finanzanlagen | 36.682.422,63 | 0,00 | 4.476.763,19 | 2.961.649,28 | 38.197.536,54 |
| Anlagevermögen insgesamt | 36.872.990,66 | 0,00 | 4.479.262,94 | 2.987.212,75 | 38.365.040,85 |
| Zuschreibungen /Aufgelaufene Abschreibungen | ||||||
| 01.01.2024 | Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen | Änderungen iZm Abgängen | Abschreibungen im Geschäftsjahr | Zuschreibungen im Geschäftsjahr | 31.12.2024 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 134.011,03 | -25.555,47 | 18.168,75 | 126.624,31 | ||
| Summe Sachanlagen | 134.011,03 | 0,00 | -25.555,47 | 18.168,75 | 0,00 | 126.624,31 |
| II. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 293.501,94 | 15.000,00 | 278.501,94 | |||
| 2. Beteiligungen | 1.005.378,67 | 1.005.378,67 | ||||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.533.523,63 | -663.621,45 | 582.426,81 | 266.501,78 | 6.185.827,21 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Summe Finanzanlagen | 7.832.404,24 | 0,00 | -663.621,45 | 582.426,81 | 281.501,78 | 7.469.707,82 |
| Anlagevermögen insgesamt | 7.966.415,27 | 0,00 | -689.176,92 | 600.595,56 | 281.501,78 | 7.596.332,13 |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 40.880,00 | 56.557,00 |
| Summe Sachanlagen | 40.880,00 | 56.557,00 |
| II. Finanzanlagen | ||
| 1. Verbundene Unternehmen | 6.177.932,27 | 2.952.715,68 |
| 2. Beteiligungen | 3.030.642,31 | 3.030.642,31 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 21.519.253,14 | 22.866.659,40 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 1,00 | 1,00 |
| Summe Finanzanlagen | 30.727.828,72 | 28.850.018,39 |
| Anlagevermögen insgesamt | 30.768.708,72 | 28.906.575,39 |
Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr
2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand
bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft
überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen
war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat
in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die
relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und Weiterentwicklung, über
den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie
über das Risikomanagement.
Im Geschäftsjahr 2024 haben fünf förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden,
nämlich am 22.03.2024, am 03.06.2024, am 25.06.2024, am 04.10.2024 und am 03.12.2024,
an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands
teilnahmen. Lediglich Herr Dr. Göckeler konnte an der Sitzung am 04.10.2024 entschuldigt
nicht teilnehmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse.
Zudem fasste der Aufsichtsrat in Einzelfällen auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.
Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen
und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei
insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger
Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über
die Zustimmung entschieden. Hierzu gehörte in jeder Aufsichtsratssitzung auch immer
eine eingehende Befassung mit den wesentlichen Positionen des Portfolios auf Grundlage
einer tagesaktuellen Aufstellung aller Titel einschließlich Liquidität, Bankverbindlichkeiten
(einschließlich deren Reduzierung) und Kreditrahmen der Gesellschaft sowie der jeweils
aktuellen Kapitalmarktsituation. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen
der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und
Vertragsangelegenheiten.
In der Sitzung am 22.03.2024 befasste sich der Aufsichtsrat zudem vor allem mit dem
Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2023 und dessen Billigung, der Vorbereitung
der Hauptversammlung 2024 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung
2024. Zudem bestätigte der Aufsichtsrat einen bereits zuvor im Umlaufverfahren gefassten
Beschluss, der Verlängerung des Aktienrückkaufprogramms zuzustimmen. In der Sitzung
am 03.06.2024 wählte der Aufsichtsrat im Anschluss an die Wahlen zum Aufsichtsrat
durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am selben Tag Herrn Dr. Göckeler zu seinem
Vorsitzenden und Herrn Dr. Rüttgers zu dessen Stellvertreter. In der Sitzung am 25.06.2024
erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand auch den Verlauf der Hauptversammlung
2024 sowie den Stand des Aktienrückkaufprogramms. Ferner beriet und beschloss der
Aufsichtsrat in den Sitzungen am 04.10.2024 und am 03.12.2024 über die Wiederbestellung
von Herrn Hans Peter Neuroth zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für weitere
drei Jahre bis zum 31.12.2027.
Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 03.06.2024 gewählten
Abschlussprüfer, die Fabig Formhals Lehmkühler GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk erteilt hat.
Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer
mit Schreiben vom 05.03.2025 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des
Aufsichtsrats vom 17.03.2025 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten
durch Frau Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Stefanie Claire Blome sowie Herrn
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Bastian Lehmkühler, M.A., hat an dieser Sitzung
des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte
und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand
vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben,
und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den
Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 17.03.2025 den Jahresabschluss gebilligt,
der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer
& Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen in dem abgelaufenen Geschäftsjahr
2024.
Köln, den 17.03.2025
| Dr. Stephan Göckeler |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG |
Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend
aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom
01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in
allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die
er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als
notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.
h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in
allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen
und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften
zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht
erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. Februar 2025
Fabig Formhals Lehmkühler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
| Bastian Lehmkühler |
| Wirtschaftsprüfer |