![]() SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AktiengesellschaftBad SchwalbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2024 nach HGBder SCHWALBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG, Bad SchwalbachAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG, Bad Schwalbach
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2024 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG, Bad SchwalbachAllgemeine Angaben Der Konzernabschluss der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG, Bad Schwalbach (Amtsgericht Wiesbaden, HRB 16179) wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie des AktG aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG werden neben der Muttergesellschaft zwei inländische Tochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 31.12.2009 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten „Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung“ nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften, die vor dem 01.01.2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde weiterhin nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F.) durchgeführt. Dabei entstandene aktivische Unterschiedsbeträge (314 T€) und passivische Unterschiedsbeträge (468 T€) wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet sowie Umsatzerlöse und andere Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet und Zwischengewinne eliminiert. Die auf Konzernfremde entfallenden Anteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden als nicht beherrschende Anteile innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden nicht beherrschende Anteile in Höhe von 5% an der SCHWÄLBCHEN Frischdienst Südwest GmbH erworben. Die Transaktion wird als Kapitalvorgang zwischen den Eigenkapitalgebern abgebildet. Der zum Erwerbszeitpunkt entstandene aktivische Unterschiedsbetrag wurde mit den Gewinnrücklagen der Mehrheitsgesellschafter des Konzerns verrechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der SCHWÄLBCHEN AG sowie der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtag des Konzerns aufgestellt. Das (1) Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Die (2) immateriellen Vermögensgegenstände werden linear (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren) abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Der aktivierte (3) Geschäfts- oder Firmenwert wurde entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die (4) Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen einheitliche Nutzungsdauern zugrunde: Betriebs- und Geschäftsgebäude 25-33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 10-20 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 6-20 Jahre, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-14 Jahre. Die (5) Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen werden durchgeführt, falls Ereignisse oder Umstände eingetreten sind, die eine dauerhafte Wertminderung der Vermögensgegenstände erwarten lassen. Bei den (6) Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bzw. niedrigeren Nettoveräußerungswerten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung zum Bilanzstichtag angesetzt. Als Verbrauchsfolgeverfahren kommt die FiFo-Methode zur Anwendung. Finanzierungskosten sind nicht Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. (7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen und für das allgemeine Kreditrisiko Pauschalwertberichtigungen von 1%-2% (Vj. 1%-3%) gebildet. (8) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die (14) Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Als Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Einkommenstrend von 0,0% (Vj. Einkommenstrend 0,0%), ein Rententrend von 2,0% (Vj. 2,0%) und eine Fluktuationsrate von 0,0% (Vj. 0,0%) zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,90% (1,83%) angesetzt. Die erforderliche Zuführung aufgrund der durch das BilMOG geänderten Bewertung bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird bis zum 31. Dezember 2024 mit jährlich 1/15 berücksichtigt (Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). Die (15) Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die (16) Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erläuterungen der Konzernbilanz Die Entwicklung des (1) Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.
1)
Anteilsbesitz der SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH Die (7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 0 T€ (Vj. 0 T€). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind rechtlich noch nicht entstandene Ansprüche aus Steuerentlastungen in Höhe von 190 T€ (Vj. 246 T€) bilanziert. Die bilanzierten (9) aktiven latenten Steuern resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung. Eine Aktivierung von primären latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurde nach § 298 Abs. 1 i.V.m. §274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht vorgenommen. Temporäre Differenzen bestehen beim Anlagevermögen mit 105 T€ (aktiv), bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit 2.493 T€ (aktiv) und bei sonstigen Rückstellungen mit 71 T€ (aktiv). Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 27,90% (15,0% für KSt, 5,5% für SolZ und 10,8% bis 13,5% für GewSt) zugrunde gelegt. Erläuterungen zur Bilanz (1), (2), (3), (4), (5), (17) Entwicklung des Anlagevermögens:
Die Entwicklung des (10) Eigenkapitals für den Konzern ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das (11) Gezeichnete Kapital der SCHWÄLBCHEN AG ist in 1.400.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 2,60 €/Aktie am Grundkapital eingeteilt. Auf (12) Eigene Anteile entfallen 280 T€ des (11) Gezeichneten Kapitals, anteilig 7,68%. Im Geschäftsjahr wurde der Bestand eigener Aktien durch den Erwerb von 5.963 Stück auf 107.563 Stück erhöht. Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, die Stärkung der Eigenkapitalbasis und eine adäquate Verzinsung des Kapitals. Aus den Jahresergebnissen werden regelmäßig Zuführungen zu den Gewinnrücklagen getätigt. In (13) Andere Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresüberschuss 1.300 T€ eingestellt. (14) Rückstellungen für Pensionen werden am Bilanzstichtag aufgrund der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 0 T€ (Vj. 55 T€) nicht angesetzt. Zudem resultiert aus der Abzinsung dieser Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von -56 T€ (Vj. 60 T€). Ein positiver Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die (15) sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Verpflichtungen gegen- über Kunden und Lieferanten aus ausstehenden Abrechnungen und Eingangsrechnungen sowie Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich. Die Kundenverpflichtungen betreffen vor allem Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen. Die Höhe der Lieferantenverpflichtungen bestimmt sich anhand von Einflussfaktoren, die erst im neuen Geschäftsjahr feststehen und geschätzt werden.
(16) Verbindlichkeiten (siehe Tabelle auf Seite 26) Die (17) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.442 T€ durch Grundpfandrechte besichert. Bei (18) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dienen Bankbürgschaften in Höhe von 39 T€ als Sicherheiten. Die (19) Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen in Höhe von 4.296 T€.
2)
In Klammern angegebene Beträge betreffen Vorjahreszahlen Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die (20) Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:
Der Absatzbereich umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und die angrenzenden Gebiete. In den (21) sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.674 T€ vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (1.235 T€) und nachträglichen Rückerstattungsansprüchen gegenüber Lieferanten (390 T€) enthalten. Im (22) Personalaufwand sind 148 T€ (Vj. 550 T€) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Die Gliederung der (23) Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Die (24) sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 15 T€. Die Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB sind in Höhe von 55 T€ (Vj. 55 T€) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. In den (25) Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsanteile aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 96 T€ (Vj. T€ 91) enthalten. Die erwarteten (26) Steuern vom Einkommen und Ertrag würden 2.126 T€ betragen bei Anwendung des relevanten Konzernsteuersatzes von 27,90%. Die Abweichung zu den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag von 2.029 T€ resultiert vor allem aus Steuernachzahlungen für Vorjahre, Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie der Verlustverrechnung. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen, deren Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren beträgt. Aus den abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von insgesamt 696 T€. Davon entfallen auf das Folgejahr 473 T€ und auf die nächsten 2-5 Jahre 223 T€. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 374 Mitarbeiter beschäftigt, davon 120 Angestellte, 249 gewerbliche Arbeitnehmer und 5 Auszubildende. Die Mehrheitsaktionäre der SCHWÄLBCHEN AG haben Darlehen in Höhe von 4.296 T€ zur Verfügung gestellt, die mit 3% p.a. verzinst werden, entsprechend 130 T€ und für die keine Sicherheit bestellt wurde. Herr Günter Berz-List ist zugleich Vorstand der SCHWÄLBCHEN AG. Ein Abhängigkeitsbericht war nicht zu erstellen. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt, wie sie mit konzernfremden Dritten üblich sind, oder zum Vorteil der Gesellschaft gereichen. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der SCHWÄLBCHEN AG belaufen sich auf 24 T€. Der Aufsichtsrat erhielt keine weiteren Bezüge. Mitglieder des Aufsichtsrats waren Herr Stefan Nodewald, Staufenberg (Vorsitzender, Direktor Mittelstandsbank Mitte/Ost Commerzbank AG), Herr Ulf Brückner, Eltville (Stellv. Vorsitzender, Senior Expert Data Governance, Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG) und Frau Susanne Maurer, Nierstein (Sachbearbeiterin Rechnungskontrolle SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH). Vorstand war im Geschäftsjahr Herr Günter Berz-List, Dipl.- Kfm., Wiesbaden. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat im Geschäftsjahr Abschlussprüfungsleistungen von 75 T€ und Steuerberatungsleistungen von 25 T€ erbracht. Ergebnisverwendung Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 1.541.013,94 € einen Betrag in Höhe von 1.033.080,80 € auszuschütten, einen Betrag in Höhe von 400.000,00 € in andere Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 107.933,14 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung von 1.033.080,80 € entspricht einer Dividende von 0,80 € auf 1.291.351 gewinnberechtigte Aktien.
Bad Schwalbach, den 28. Februar 2025 Vorstand und Aufsichtsrat Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Konzern(Angaben in €)
Aufsichtsrat und Vorstand
- Gesamt-Lagebericht - Der Lagebericht der SCHWÄLBCHEN AG und des SCHWÄLBCHEN Konzerns wurden zusammengefasst. Wirtschaftliches Branchenumfeld Der wirtschafts-, gesellschafts- und energiepolitische Status in Deutschland hat im Jahr 2024 einen spürbaren Dämpfer bekommen. Viele politisch komplexe Themen, Auseinandersetzungen und Krisen blieben nicht nur ungelöst, vielmehr sind auf nationaler und internationaler Ebene neue Unsicherheitsfaktoren dazugekommen. Schon früh im Jahr war klar, dass es keine wesentlichen Änderungen der makro- ökonomischen Rahmenbedingungen geben würde. Während einige EU-Nachbarländer ein immerhin leichtes Wirtschaftswachstum vermeldeten, herrschte hierzulande Wirtschaftsflaute, bestenfalls Stagnation. In Anbetracht des makroökonomisch schwierigen Umfelds stand die deutsche Milchwirtschaft im vergangenen Jahr relativ gut da und zeigte sich stabil und verlässlich. Gleichwohl war das Jahr 2024 wieder ein ereignisreiches und herausforderndes Jahr für die Branche. Der Jahresanfang begann mit heftigen Bauernprotesten, mit mancherorts eindrucksvollen Traktor-Kolonnen. Die Landwirte protestierten gegen die finanziellen Kürzungen der Bundesregierung sowie die zunehmenden bürokratischen Auflagen. Das allgemeine Preisniveau am Milchmarkt lag höher als in vorherigen Jahren, maßgeblich gestützt durch rekordhohe Notierungen im Milchfettbereich, allem voran für Butter. Die dadurch einseitig feste Marktlage basierte auch auf niedrigen Anfangsbeständen an Butter, die das Butterangebot von Jahresbeginn an knapp hielten. Mit dem im Jahresverlauf ansteigenden Preisniveau leisteten die Molkereien fortgesetzt hohe Milchgeldzahlungen an die Landwirte, sodass im Jahresdurchschnitt der historisch zweithöchste Auszahlungswert erreicht wurde. Trotz dieses monetären Anreizes zur Milcherzeugung lag in 2024 das Rohstoffaufkommen mit rund 31,3 Mio. t etwas unter der Vorjahreslinie. Während die Anlieferungsmengen bis ins Frühjahr noch leicht expansiv waren, schwächten sie sich zum Sommer ab und gingen danach saisonal stärker als üblich zurück. Dies war auf die Blauzungen-Krankheit bei Milchkühen zurückzuführen, die sich vom Nordwesten her ausbreitete. In Deutschland auffallend waren zudem die niedrigen Fettgehalte, was rohstoffseitig die Verfügbarkeit von Milchfett zusätzlich verknappt hat. In der Europäischen Union blieb die Milchmenge mit rund 146,0 Mio. Tonnen dagegen stabil, die Entwicklung war aber uneinheitlich: in Polen, Frankreich und Italien wurde mehr angeliefert, in den Niederlanden, Irland und Deutschland weniger. Das somit aus mehreren Gründen knappe Butterangebot hat die Butterpreise stark steigen lassen, sei es als 250g-Päckchen oder 25kg-Blockware, sodass es ab Herbst zu neuen Rekordnotierungen kam. Hierbei war festzustellen, dass zwischen den Molkereien die verschiedenen Verwertungsrichtungen immer stärker um das Milchfett konkurrierten. Die Käsepreise legten weniger dynamisch und zeitlich später zu, dafür aber kontinuierlich und übertrafen letztendlich auch den durchschnittlichen Vorjahreswert. Somit konnte auch die rohstoffintensive Käseherstellung den gesamten Milchmarkt festigen. Entgegen der Preishausse bei Milchfett in jedweder Form, sei es als Butter, Versandrahm oder die fettreichen Käsesorten, blieben die Eiweiß-Notierungen auf niedrigem Niveau lediglich stabil. Die entsprechenden Milch- und Molkenpulver-Notierungen lagen mehr oder weniger auf dem Vorjahresniveau. Demzufolge hat sich im Jahr 2024 die Erlös-Schere zwischen der Rohstoffverwertung Milchfett zu Milcheiweiß weit aufgetan. Die für Konsummilch und Frischprodukte im ersten Halbjahr 2024 niedrigeren Abgabepreise brachten zwar höhere Absatzmengen, bedeuteten aber gegenüber den anderen Rohstoffverwendungen einen erheblichen Vermarktungsnachteil. Das betraf vor allem die fettreichen Produkte wie Schlagsahne, Schmand, Saure Sahne und die fetthaltigen Quarksorten. Deren Abgabepreise blieben betreffend den Milchfetterlös weit hinter den Butterpreisen zurück. Kontraktbedingt konnten die Abgabepreise für Milch, Sahne und Quark beim Lebensmittelhandel erst zum zweiten Halbjahr erhöht werden und auch dies nur mäßig. Damit blieb das Preisniveau der fettreichen Frischprodukte im Jahresverlauf unzureichend, wohingegen die Butter- und Versandrahm-Preise im Herbst auf Allzeitrekorde stiegen. Anlieferung und Herstellung von Milcherzeugnissen in Deutschland in Tsd. Tonnen
Quelle: ZMB/MIV, BMELV, BLE Der Branchenumsatz der deutschen Milchindustrie lag in 2024 bei rund 37,0 Mrd. €, was einer Zunahme um 3,1% entsprach. Der daran anteilige Außenhandelsumsatz lag bei etwa 11,8 Mrd. €. Im Vergleich dazu stagnierte der Umsatz des gesamten Ernährungsgewerbes bei rund 185,0 Mrd. €. Damit hat die Milchindustrie 20% Anteil am Ernährungsgewerbe. Der Außer-Haus-Markt und damit das Geschäftsumfeld der SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH hat sich im vergangenen Jahr wertmäßig positiv entwickelt. Der ganzheitlich etwas höhere Branchenumsatz war jedoch auf teuerungsbedingt gestiegene Ausgaben der Gäste zurückzuführen, weniger auf bessere Besuchsfrequenzen in den gastronomischen Einrichtungen. Hierbei zeigten sich die einzelnen Außer-Haus-Segmente in der Entwicklung unterschiedlich: die Umsätze in der Gemeinschaftsgastronomie mit Betriebsverpflegungen und Kantinen verbesserten sich leicht, ähnlich verhielt es sich im Erziehungs- und Bildungsbereich wie in Kitas, Schulen und Hochschulen. Der Versorgungssektor wie in Kliniken und Altenheimen zeigte sich stabil, demgegenüber mussten die Gastronomie und Hotellerie gewisse Rückgänge hinnehmen. Im Rückblick auf 2024 konnte sich die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG insgesamt gut behaupten. Dies obgleich des schwierigen Marktumfelds mit einem sehr zurückhaltenden Kauf- und Konsumverhalten einerseits sowie der in der Rohstoffvergütung benachteiligten Abgabepreise von Konsummilch und Frischprodukten andererseits. So erreichte die AG in 2024 trotz eines Verarbeitungs- und Umsatzrückgangs ein zum Vorjahr stabiles Ergebnis. Bei der SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH ergab sich im sehr wettbewerbsintensiven Außer-Haus-Marktumfeld ein leicht rückläufiger Umsatz sowie das Jahresergebnis von einem sehr hohen Vorjahreswert ausgehend geringer ausfiel. Milchanlieferung und Produktionsprogramm Bei der SCHWÄLBCHEN AG verringerte sich die Milchverarbeitung in 2024 um 15,0% auf 102,49 Mio. kg (Vj. 120,56 Mio. kg), was auf eine reduzierte Eigenanlieferung der Landwirte zurückzuführen war. Dies gegenüber einem bundesweit nur leichten Anlieferungsrückgang.
Bis zum Jahresende wurden die landwirtschaftlichen Betriebe nach dem „QMilch-Tierwohlprogramm QM+“ des QM-Milch e.V. zertifiziert, entsprechend der Haltungsformstufe 2 der „Initiative Tierwohl“. Parallel zu dem geringeren Erzeugermilcheingang wurde der lose Milchversand zurückgeführt. Von anderen Molkereien zugekauft wurden 658 Tsd. kg (Vj. Okg) Rohstoff, vor allem als loser Sahnezukauf. Beim Produktions- und Absatzprogramm der AG kam es im letzten Jahr dazu, dass weniger Produktmengen über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft wurden. Deswegen verringerte sich die Herstellung von Frischer Milch auf 9,77 Mio. kg, die von Speisequark auf 22,13 Mio. kg, lediglich die Sahneherstellung erhöhte sich leicht auf 5,26 Mio. kg. Diese Produktions- und Absatzabnahmen betrafen vorrangig Handelsmarken. Bei dem deutlich geringeren Volumen an Joghurt, Sonstigen Frischprodukten und Milchversand von 65,33 Mio. kg wurde vor allem der Versandmilchanteil planmäßig weiter zurückgeführt. Im letzten Jahr fehlten die für einen guten Abverkauf der To-Go-Milchgetränke erforderlichen witterungsbedingten Absatzimpulse über lange Zeit. Bis auf wenige Wochen war die Wetterlage zu unbeständig. Erst spät im Frühjahr sorgten mildere Temperaturen für eine Belebung der Absatzmengen bei den Kaffeegetränken, Sauermilchprodukten und von Ayran. Auch im vergangenen Geschäftsjahr stellten die teilweise noch angespannten Lieferketten bei Verpackungen, Zutaten, Hilfs- und Betriebsstoffen eine Herausforderung im Tagesgeschäft dar. Die Kooperation mit der Hochwald Foods GmbH bestand fort. An dieser Stelle sei erwähnt, dass am 16. Mai 2024 die Umbenennung in die „Jakob-Berz-Straße“ (vormals „Rothfeld“) stattfand. Folgegemäß lautet die neue Firmenadresse. Damit ehrte die Kreis- und Kurstadt Bad Schwalbach den Unternehmensgründer Jakob Berz, der im Jahr 1938 die Molkerei hier erbaute. Umsatzentwicklung Die Umsätze der SCHWÄLBCHEN AG gingen im Jahr 2024 um -12,7% auf 102,33 Mio. € (Vj. 117,27 Mio. €) zurück, was aber weniger stark als der Mengenrückgang um -15,0% war. Das lag zum einen an dem höheren Sortimentsanteil von Artikeln mit einem besseren Durchschnittserlös pro Kilo Rohstoff, zum anderen an der plangemäß reduzierten Versandmilchmenge, die nur wenig Umsatzwert generiert. Im mehrjährigen Rückblick auf die Entwicklung der Umsatzstruktur konnte der Erlös pro eingesetztem Kilo Rohstoff sukzessiv erhöht werden. Von Vorteil waren dabei der Sortimentsausbau der Milch-Mix-Produkte, wie mit dem Kaltkaffeegetränk CAFFRFEDDO und KÖRFEZ-Ayran, die Forcierung der höherwertigen Produktspezialitäten, aber auch die Abgabe von niedrigpreisigen Handelsmarkenumsätzen. Dass im vergangenen Jahr die Umsätze deutlich niedriger lagen, war neben dem Mengeneffekt auch auf das niedrigere Abgabepreisniveau in der ersten Jahreshälfte zurück zu führen. Des Weiteren auf den witterungsbedingt doch späten Start der Absatzsaison für die To-Go-Getränke. Es ist festzustellen, dass bis zur Jahresmitte das Umsatzminus noch -17% betragen hatte und das Verarbeitungsminus bei -14% lag. ![]() Nachdem die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH im ersten Halbjahr 2024 noch ein Umsatzminus von 2,9% verzeichnete, konnten ab dem Frühsommer die monatlichen Umsätze jedoch aufholen. Von daher ergab sich auf Jahressicht eine abgeschwächte Umsatzminderung von noch 1,8% auf teilkonsolidiert 117,37 Mio. € (Vj. 119,57 Mio. €). Vor dem Hintergrund der im Außer-Haus-Sektor intensiven Konkurrenz sowie des preisorientierten Einkaufverhaltens auch der Großverbraucher war das positiv zu bewerten. Hierzu trugen die Vertriebsmaßnahmen bei Bestands- und Neukunden sowie die Sortimentsoptimierungen bei, ebenso wie die leistungsstarke und zuverlässige Zustelllogistik. Zudem wurde im September 2024 eine gut besuchte Hausmesse veranstaltet. Die Kooperation im nationalen Vertriebsverbund der COMO GmbH bestand fort. Der Umsatzrückgang in der SCHWÄLBCHEN-Gruppe um 7,5% auf 207,79 Mio. € (Vj. 224,55 Mio. €) war somit maßgeblich auf das Molkereigeschäft zurückzuführen. ![]() Investitionen Nach den umfangreichen Investitionen im Vorjahr investierte die SCHWÄLBCHEN AG in 2024 mit 2,081 Mio. € weniger (Vj. 4,297 Mio. €). Die Investitionsausgaben waren insbesondere für die Software und Server-Technik, den Molkenraum, einen Frischmilch-Prozesstank sowie die Parkplatzerweiterung. Die Frischdienst GmbH tätigte Investitionen von zusammen 1,681 Mio. € (Vj. 1,574 Mio. €); die Anschaffungen betrafen hauptsächlich den LKW-Fuhrpark, ein Webshop-System und eine Paletten-Regalanlage. Insgesamt lag das konzernweite Investitionsvolumen von 3,762 Mio. € (Vj. 5,871 Mio. €) unter dem Vorjahr. Die Investitionen wurden aus dem Cash-Flow und den Liquiden Mitteln bezahlt. Personal Auch das vergangene Jahr war von erneut großen Herausforderungen und Anstrengungen geprägt, was die Belegschaft in beiden Geschäftsfeldern sehr gefordert hat. In dem volatilen und von Verdrängungswettbewerb geprägten Marktumfeld sind es die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen und die der mittelständigen SCHWÄLBCHEN-Gruppe den Erfolg ermöglichen. Für das Können, die Motivation und die Bereitschaft zu Verantwortung und Veränderung ist den Beschäftigten ein großer Dank auszusprechen, gerade in dieser von Unsicherheiten und Belastungen geprägten Zeit. Die Mitarbeiteranzahl hat sich bei der Molkerei mit durchschnittlich 164 (Vj. 162) Personen leicht erhöht. Bei der Frischdienst GmbH in Mainz und Ilsfeld lag die Beschäftigtenzahl mit 210 Personen (Vj. 223) unter dem Vorjahr. Die Gesamtzahl aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrug somit im Jahresdurchschnitt 374 (Vj. 385). Die Umsatzleistung je Mitarbeiter lag in der AG mit 624 T€ (Vj. 724 T€) niedriger und bei den Frischdienst-Gesellschaften mit 559 T€ (Vj. 536 T€) höher. Wirtschafts- und Ertragslage Die unzureichenden Abgabepreise für Konsummilch und Frischprodukte betrafen auch die SCHWÄLBCHEN AG, was sich angesichts der haussierenden Milchfett- und Butterpreise in 2024 nachteilig auswirkte. So wurden mit Milch, Sahne und Quark vor allem in der Handelsmarke keine ausreichenden Deckungsbeiträge erzielt, um den deutlich gestiegenen Rohstoffaufwand sowie die höheren Personal-, Energie- und Logistik-Kosten erwirtschaften zu können. Zugleich war aber auch festzustellen, dass von diesem Handelsmarkensegment ein maßvollerer Einfluss auf die Wirtschaftslage der AG ausging. Denn gesamtbetrachtet stand dem 12,7%igen Umsatzrückgang ein um 18,8% und damit stärker zurückgegangener Materialaufwand gegenüber. Demzufolge lagen unter Beachtung der Bestandsveränderungen und der Sonstigen betrieblichen Erträge sowohl der absolute Rohertrag von 35,724 Mio. € (Vj. 33,208 Mio. €) als auch die Rohertragsspanne von 34,5% (Vj. 28,4%) deutlich über dem Vorjahr. Dass die operative Spanne zulegen konnte, war zum einen auf die gute Marktpositionierung mit der Grünen Linie, den regionalen Spezialitäten, Kaffeegetränken und Ayran zurückzuführen. Die aus diesen Sortimentsumsätzen resultierende bessere Wertschöpfung aus dem Rohstoff Milch ermöglichte es, die teuerungsbedingt höheren Kosten auszugleichen. Zum anderen stieg der durchschnittliche Rohertrag infolge des verringerten margenschwachen Versandmilchumsatzes an. Im Weiteren lagen der Personalaufwand mit 10,406 Mio. € (Vj. 10,476 Mio. €) zum Vorjahr gleichauf, die Abschreibungen waren mit 1,611 Mio. € (Vj. 1,303 Mio. €) höher, ebenso die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 21,733 Mio. € (Vj. 19,488 Mio. €). Bei Letzteren stellte der gesamte Vertriebsaufwand die Hauptposition dar. Die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI ist als Vollsortimenter mit einer anerkannt hohen Frische -, Qualitäts- und Markenkompetenz ausgestattet. Folgerichtig wurden in 2024 die Marketingaktivitäten forciert, wobei das Neuprodukt Handkäs-Dip im Fokus einer weitreichenden Mediakampagne mit Funk- und Plakat-Werbung stand. Weitere Sonstige Aufwendungen waren der Frachtaufwand, die Instandhaltungs- und Energiekosten, die Arbeitnehmer-Überlassung sowie die Verpackungs-Lizensierung und -Abgaben. In Anbetracht des schwierigen Branchenumfelds und des schwachen Konsumverhaltens kann das Molkereigeschäft mit einem Operative Betriebsergebnis in Höhe von 1,974 Mio. € (Vj. 1,941 Mio. €) als absolut zufriedenstellend bezeichnet werden. Beim Finanzergebnis wurde der Beteiligungsertrag der Frischdienst GmbH von unverändert 1,425 Mio. € vereinnahmt, der Zinssaldo war mit -180 T€ (Vj. -234 T€) weniger negativ. Somit erzielte die AG im Jahr 2024 nach Steuern vom Einkommen und Ertrag (362 T€/Vj. 120 T€) sowie Sonstigen Steuern (66 T€/Vj. 67 T€) einen leicht geringeren Jahresüberschuss von 2,791 Mio. € (Vj. 2,960 Mio. €). Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH und die Frischdienst Südwest GmbH agierten auch im Jahr 2024 in einem von starkem Verdrängungs-, Preis- und Konditionendruck geprägten Außer-Haus-Marktumfeld. Selbst wenn die Ertragszahlen das Vorjahresniveau nicht wieder erreichten, blieben beide Gesellschaften mit der Waren-Zustellung an die verschiedenen Großverbraucher-Kunden bestens aufgestellt. Sowohl das umfassende GV-Lebensmittelsortiment als auch die hervorragenden Service- und Logistikleistungen waren erneut die Erfolgsfaktoren im Geschäftsfeld Foodservice. Ungeachtet der leichten Umsatzminderung erhöhten sich in 2024 der absolute Rohertrag auf teilkonsolidiert 28,754 Mio. € (Vj. 27,623 Mio. €) und die Rohertragsspanne auf 24,5% (Vj. 23,1%). Die Aufwandspositionen waren aber ebenfalls höher so stiegen der Personalaufwand um 1,5% auf 11,545 Mio. € (Vj. 11,376 Mio.), die Abschreibungen um 11,3% auf 1,201 Mio. € (Vj. 1,080 Mio. €) und der Sonstige betriebliche Aufwand sogar um 21,4% auf 10,067 Mio. € (Vj. 8,295 Mio. €). Bei Letzteren wirkten sich maßgebend die höheren Kosten für Zeitarbeit und Speditionsfrachten aus, während die Strom- und Treibstoffkosten etwas geringer waren. Schließlich erreichte die Frischdienst GmbH im Geschäftsjahr 2024 nach Berücksichtigung des Finanz- und Steuerergebnisses einen teilkonsolidierten Jahresüberschuss in Höhe von 4,217 Mio. € (Vj. 5,312 Mio. €). Von dem sehr hohen Vorjahreswert ausgehend, kann somit auch das 2024er-Jahresergebnis als durchaus zufriedenstellend bezeichnet werden. Gemäß den Einzelergebnissen von Molkerei und Frischdienst führte die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zu einem verminderten Konzernergebnis. Dies aber ebenfalls von einem sehr hohen Vorjahresniveau ausgehend. Demzufolge nahm der Konzern-Rohertrag auf 62,923 Mio. € (Vj. 59,580 Mio. €) zu und der Konzernjahresüberschuss erreichte noch immer beachtliche 5,591 Mio. € (Vj. 6,845 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage Die SCHWÄLBCHEN AG und der Konzern sind mit einer soliden Bilanzstruktur ausgestattet, die lang- und kurzfristig sehr geordnete Vermögens- und Finanzverhältnisse aufweisen. Auf der Aktivseite der AG-Bilanz kam es innerhalb des Anlagevermögens von insgesamt 17,055 Mio. € (Vj. 16,586 Mio. €) zu relativ wenig Änderungen. Die Grundstücke und Bauten beliefen sich auf 6,871 Mio. € (Vj. 6,811 Mio. €). Infolge der Investitionen und der Zuordnung aus den Geleisteten Anzahlungen erhöhten sich die Technischen Anlagen und Maschinen auf 6,507 Mio. € (Vj. 5,662 Mio. €) und die Betriebsvorrichtungen auf 864 T€ (Vj. 734 T€). Durch die Umgliederungen aus den Geleisteten Anzahlungen nahm diese Position auf 406 T€ (Vj. 1,132 Mio. €) ab. Die Finanzanlagen blieben mit 1,943 Mio. € unverändert. Das höhere Umlaufvermögen von 28,590 Mio. € (Vj. 27,270 Mio. €) war auf die stichtagsbedingt höheren Vorräte von 4,273 Mio. € (Vj. 3,930 Mio. €) zurückzuführen, was wiederum an den höher bewerteten Fertigprodukten lag. Dahingegen waren die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit zusammen 11,924 Mio. € (Vj. 13,811 Mio. €) geringer. Die Liquiden Mittel betrugen stichtagsbedingt 12,392 Mio. € (Vj. 9,366 Mio. €), was die solide Finanzlage unterstreicht. Insgesamt kam die Bilanzsumme auf nunmehr 45,658 Mio. € (Vj. 43,855 Mio. €). Auch auf der Passivseite der AG-Bilanz ergaben sich wenig Veränderungen. So nahm mit dem Bilanzgewinn 2024 das Eigenkapital auf insgesamt 22,228 Mio. € (Vj. 20,733 Mio. €) zu. Hierbei blieben das Gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Wesentlichen gleich, wobei die Absetzungen für Eigene Anteile zu beachten sind. Die Angaben zu den Eigenen Aktien sind im Anhang gemacht und betreffen auch jüngere Aktienrückkäufe. Das Eigenkapital finanzierte zum Stichtag 31.12.2024 zu 130,3 % (Vj. 125,0 %) das Anlagevermögen, bezogen auf die Bilanzsumme ergab sich eine Eigenkapitalquote von 48,7 % (Vj. 47,3 %). Auch diese Kennziffern bestätigen die sehr solide Finanzausstattung. Im Weiteren zeigten sich auf der Passivseite die Rückstellungen mit zusammen 10,092 Mio. € (Vj. 10,107 Mio. €) sowie die Verbindlichkeiten von zusammen 13,338 Mio. € (Vj. 13,015 Mio. €) ebenfalls kaum verändert, wobei die Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten von 1,185 Mio. € (Vj. 1,407 Mio. €) gemäß dem Darlehens-Tilgungsplan zurückgeführt wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 7,562 Mio. € (Vj. 7,378 Mio. €) sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten von 4,590 Mio. € (Vj. 4,229 Mio. €) waren jeweils etwas höher. Die wesentlichen Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 8,451 Mio. € (Vj. 10,440 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 7,562 Mio. € (Vj. 7,378 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 1,185 Mio. € (Vj. 1,407 Mio. €). Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen entspricht dem Buchwert. Der Konzernaufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausbuchung von Forderungen betrug 379 T€ (Vj. 387 T€). Dem stand ein Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus abgeschriebenen Forderungen von 610 T€ (Vj. 176 T€) gegenüber. Alle anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden durch fristgerechte Zahlungen erfüllt. Aus den Bilanzrelationen der Einzelgesellschaften und dem Konzernjahresüberschuss folgend, kam es in der zum Stichtag 31.12.2024 erstellten Konzernbilanz zu einer Eigenkapital-Erhöhung auf 41,108 Mio. € (Vj. 36,888 Mio. €). Damit wurde das Anlagevermögen zu 159,1% (Vj. 148,2 %) selbst finanziert; die Eigenkapitalquote lag bezogen auf die Konzernbilanzsumme von 80,308 Mio. € (Vj. 76,818 Mio. €) bei soliden 51,2 % (Vj. 48,0 %). Nachhaltigkeits- und CSRD-Bericht In den kommenden Jahren müssen sich viele Unternehmen auf neue Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit einstellen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) macht die Verpflichtung zur Berichtserstattung an den drei Größenkriterien Umsatz, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl fest, was somit die SCHWÄLBCHEN-Gruppe betreffen wird. Auch Geschäftspartner fordern eine Berichtspflicht gemäß der CSRD ein. Nachhaltigkeit im Sinne der CSRD umfasst die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Als definierter Teil des Lageberichts erfolgt gemäß der CSRD die Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen künftig im Lagebericht, die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer zu prüfen sind. Damit wird die Nachhaltigkeitsberichtserstattung im Prinzip der Finanzberichtserstattung gleichgestellt. Nach letztem Stand galt das erstmals für das Geschäftsjahr 2025. Durch das neue Omnibus-Paket der EU-Kommission und den anschließenden Trilog mit EU-Rat und EU-Parlament sind Änderungen aber möglich. Risiko- und Chancenbericht Das Risikomanagement der SCHWÄLBCHEN-Gruppe ist im Kontext der vielen Krisen in den letzten Jahren stark gefordert gewesen. Nicht vorherseh- oder abschätzbare, extern begründete Krisen wirkten sich auf die Geschäftsfelder aus. Mit den teils heftigen Folgen musste umgegangen werden und letztendlich konnten diese auch bewältigt werden. Dabei war es wichtig, dass die beiden mittelständischen Unternehmen auf diese Krisenereignisse flexibel, unkompliziert und kompetent reagierten. Für die SCHWÄLBCHEN-Gruppe liegen im Absatzbereich die möglichen Risiken in den sehr dynamischen Marktverläufen sowie in den sich schnell verändernden Kauf- und Konsumgewohnheiten. Das gilt seitens der Endverbraucher im Lebensmitteleinzelhandel genauso, wie für Großverbraucher im Außer-Haus-Markt. Ganz entscheidend kommt im Molkereigeschäft hinzu, dass die AG auf dem Vertriebsweg zum Verbraucher zunächst einem hochkonzentrierten Einzelhandel gegenübersteht, der als Nadelöhr bezeichnet werden kann. Die Verhandlungsmacht des Lebensmitteleinzelhandels ist enorm, was sich gerade in den letzten Jahren bei Preis- und Konditionsverhandlungen immer mehr gezeigt hat. Um dieses Ungleichgewicht etwas abzumildern, hat sich die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI mit den Markenkonzepten der Grünen Linie, CAFFREDDO und KÖRFEZ in mehreren Produktsegmenten gut positioniert. Als vierte Umsatzsäule gelten die großvolumigen Gebinde-Einheiten, die auch über die Frischdienst-Gesellschaften vertrieben werden. Die in früheren Lageberichten dargestellten Risiken und Chancen bestehen selbstredend fort, sie sind untrennbar mit den Tätigkeitsfeldern verbunden, besonders im täglichen Ablauf. Dass die Herstellung und der Handel mit verderblichen Lebensmitteln kurzlebig, kleinteilig und arbeitsintensiv ist, gilt für die Molkerei und den Frischdienst gleichermaßen. Prinzipiell werden Chancen- und Risiko-Potentiale identifiziert, analysiert und beurteilt. Hierbei ist bekannt, dass Chancen und Risiken immer eng zusammenliegen. Die Verantwortung und Handhabung von Risiken liegt unmittelbar bei den zuständigen Bereichs-, Abteilungs- und Teamleitungen. Externes Fachwissen und Geschäftspartner werden je nach Sachstand in Abstimmung hinzugezogen. Bei der Molkerei betrifft das zuvorderst eine quantitativ und qualitativ ausreichend verfügbare Rohstoffbasis. Die möglichen Risiken aus dem von Herstellungs- und Abfüllungsprozessen tangierten Produktions- und Technik-Bereich werden über interne Steuerungs- und Kontroll-Systeme überwacht. Um das Risikopotential vorbeugend zu minimieren, werden hohe Mitarbeiterqualifikation, klare Sicherheitsstandards, konsequente Qualitätssicherungen und regelmäßige Anlagenwartungen durchgeführt bzw. vorgegeben. Auch in 2024 wurden die relevanten Zertifizierungen nach ISO 9000, IFS higher-level, Energiemanagement ISO 50001, Gentechnikfrei gemäß VLOG und Halal-konform erfolgreich bestanden. Bei der Frischdienst soll nicht näher auf das geschäftstypisch bekannte Chancen-Risiko-Profil eingegangen werden. Es resultiert aus dem Waren-Einkauf und -Verkauf von Temperatur-geführten Artikeln aus ganz unterschiedlichen Lebensmittelkategorien, ebenso wie aus den speziellen Lager- und Logistikbedingungen des Zustellgroßhandels. Zur Risiko-Streuung werden die Kunden- wie auch Lieferantenstruktur diversifiziert gehalten. Um beim Wareneinkauf mögliche Beschaffungsnachteile als Mittelständler zu vermeiden, wird mit der Für-Sie-Handelsgenossenschaft eG zusammengearbeitet. Um auf der Kundenseite den nationalen Wettbewerbern zu entgegnen, wird über die Vertriebskooperation COMO GmbH das Bundesgebiet abgedeckt. Von den zwei Standorten aus, agiert die Frischdienst im Südwesten Deutschlands mit einem eigenen Vertriebsinnen- und -außendienst, einem regionalgeprägten Vollsortiment sowie mit hohen Service- und Logistikleistungen. Die unternehmensindividuell bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Milchanlieferung und -verarbeitung, die Umsatzerlöse, Roherträge, Rohertragsspannen und die Jahresergebnisse. Durch die mittel- und langfristige Finanzierung werden derzeit keine Zinsänderungsrisiken gesehen. Auf der Absatz- und Beschaffungsseite gibt es keine Währungsrisiken. Rechtlichen Risiken wird durch die Zusammenarbeit mit externen Rechtsanwälten begegnet. Auf Kundenseite können Bonitätsrisiken eintreten, die zu einem möglichen Forderungsausfall führen können. Für alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand ausreichende Rückstellungen gebildet. Zwei getrennte IT-Abteilungen mit physisch eigener IT-Architektur verringern das Risiko eines Cyberangriffs. Um einem erneuten IT-Sicherheitsvorfall vorzubeugen, wurde die Sicherheitsvorkehrungen zu Virenschutz und Datensicherungen zuverlässig verstärkt. Hierzu wird ein externer IT-Dienstleister beschäftigt. Konzernweit bestehen ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um Zahlungsverpflichtungen jederzeit entsprechen zu können. Den Unternehmens-Fortbestand gefährdende Risiken sind nach derzeitiger Einschätzung und Erkenntnis nicht gegeben. Ausblick Ein Ausblick ist immer auf den Zeitpunkt des Verfassens bezogen und deshalb situativ zu werten. Unsicherheit, Unvorhersehbarkeit und Volatilität bleiben im Jahr 2025 bestehen, weshalb dieser Ausblick vollumfänglich unter Vorbehalt steht. In Deutschland wie in der Europäischen Union überhaupt, verändern sich die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen immer mehr von einer Markt- zu einer Nachhaltigkeitspolitik. Gegenwärtig kommt hinzu, dass gerade die Menschen hierzulande mit viel Unsicherheit und Skepsis in das Jahr 2025 gestartet sind. Mit Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Negativ-Nachrichten, sei es auf nationaler oder internationaler Ebene, sowie auf das prognostizierte Nullwachstum verwundert das nicht. In der internationalen Handelspolitik drohen die USA mit Importzöllen, um die heimische Wirtschaft zu schützen, was auch die nicht geringen EU-Exporte an Milch- und Käseerzeugnissen dorthin betreffen kann. China drängt nicht nur in vielen Industriezweigen auf den Weltmarkt, sondern hat mit einer Subventionsuntersuchung bei EU-Milchprodukten wiederum auf Zollerhöhungen der EU reagiert. Selbst wenn die deutsche Milchwirtschaft davon weniger betroffen ist als andere EU-Staaten, sind das keine guten Vorzeichen für die hiesige Milchindustrie. Denn ein stabiler deutscher Milchmarkt ist auf gut laufende Exporte in den Binnenmarkt angewiesen. Zudem führt die in etlichen Industrie- und Dienstleistungsbranchen schlechte Wirtschaftslage früher oder später dazu, dass davon auch die Lebensmittel- und Molkereiindustrie als Konjunkturnachzügler betroffen sein wird. Demzufolge wird die Konsumstimmung hierzulande auch in 2025 gedrückt bleiben. Die Verbraucher haben in den letzten Jahren inflationsbedingte Kaufverhalten entwickelt. Dazu zählen beim Lebensmittelkauf der Griff zu den preisgünstigen Discount- und Handelsmarken, zu Markenartikeln nur bei Aktionsangeboten und ein intensiver Regalpreisvergleich. Obwohl die Reallöhne deutlich gestiegen sind, lässt sich nur langsam feststellen, dass sich die Verbraucher von dem sparsamen Konsum lösen. Daher macht nicht der Pro-Kopf-Verbrauch an Milch- und Käseerzeugnissen nachdenklich, selbst rekordhohe Butterpreise führen zu keinem Verbrauchsrückgang, sondern die Produktspannen in der Wertschöpfungskette sind unzureichend. Es bleibt abzuwarten, wie die Verbraucher die seit dem Jahresanfang bei einigen Milch- und Käseerzeugnissen höheren Verkaufspreise wahrnehmen. Gleichwohl können Markenprodukte und -konzepte erfolgreich sein, wenn sie Konsumtrends innovativ erkennen und/oder wenn sie eine emotionale Bindung zu den Verbrauchern schaffen, um sich damit vom Wettbewerb abzugrenzen. Dann sorgt jeder Produktkontakt, sei es in den Kühlregalen des Lebensmittelhandels oder beim Außer-Haus-Verzehr, für einen wertschätzend-positiven Impuls zugunsten des Markenkaufs. Sofern dieses Jahr keine extremen Wetterbedingungen auftreten, sollte das bundesweite Rohstoffaufkommen auf dem Vorjahresniveau stabil bleiben. Auf die Milcherzeugung stimulierend wirken die aktuell hohen Auszahlungspreise und die betriebliche Leistungssteigerung, dämpfend dahingegen die Blauzungen-Krankheit. Mittel- und langfristig wird die Milchanlieferung aber kaum zunehmen, zu restriktiv wirken die anstehenden Auflagen und Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt, Tierwohl und Nachhaltigkeit. Eher dürfte ein verstärkter Strukturwandel festzustellen sein, mit zurückgehenden Kuhbeständen und Betriebsaufgaben von Landwirten. Die über den Jahreswechsel doch gute Lage auf dem Milchmarkt überschattet der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in einem Brandenburger Rinderbetrieb. Ob und in welchem Maße daraus Preisdruck entstehen kann, weil sich tierische Erzeugnisse aus Fleisch und Milch nicht mehr in Drittländer exportieren lassen, ist nicht vorherzusehen. Einige EU-Länder reagieren bereits mit Importverlagerungen. Solange Deutschland den Status ,MKS-frei‘ nicht zurückerlangt, werden die möglichen Folgen aus der MKS die Märkte noch Wochen beschäftigen. In den zwei Anfangsmonaten liegen die Preise und Notierungen der meisten Milch- und Käseerzeugnisse weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Aber wie dargestellt, bleibt die Situation am Milchmarkt unsicher, anspruchsvoll und herausfordernd sowie die mengen- und preisbezogenen Entwicklungen volatil sind. Um dem konsum- und branchenseitigen Gegenwind erfolgreich begegnen zu können, ist die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG auch im Jahr 2025 gut aufgestellt. Dazu tragen die Marktrelevanz der Grünen Linie und die regionalen Spezialitäten wie Spundekäs, Grüne Soße und Handkäs-Dip bei, ebenso wie die Kaffeegetränke CAFFREDDO und das ethnische KÖRFEZ-Sortiment. Folgerichtig werden die qualitativ hochwertigen Markenprodukte wieder mit einer aufmerksamkeits- und reichweitenstarken Mediakampagne unterstützt. Für das Molkereigeschäft positiv sollten sich die seit Jahresanfang höheren Abgabepreise für Konsummilch und Frischprodukte auswirken, die vor allem bei fetthaltigen Artikeln erreicht werden konnten. Diese gelten zunächst für das erste halbe Jahr. Andererseits liegt auch der Auszahlungspreis an die Milcherzeuger auf einem erheblich höheren Niveau. Wie bekannt, wird das operative Geschäft der AG maßgeblich von der Relation der eigenen Abgabepreise zum Auszahlungspreis bestimmt. Mittlerweile kommt es auch auf einen guten Abverkauf der margenstärkeren Kaffee- und Ayran-Getränke an, für deren positiven Verlauf es einer absatzförderlichen Witterung bedarf. Die Milchverarbeitung der AG sollte sich im Jahresverlauf stabilisieren, wozu eine neue Erzeugergemeinschaft ab April beiträgt. Einhergehend mit den in weiten Sortimentsteilen höheren Abgabepreisen sollten auch die Umsätze in der ersten Jahreshälfte wieder zunehmen können. Hierbei ist anzumerken, dass sich die schweren Preis- und Konditionsverhandlungen mit dem Einzelhandel zuletzt nochmals verschärft haben. Das industrielle Molkereigeschäft wird in vielen Prozessabläufen von nach wie vor hohen Betriebskosten belastet. Aufgrund dessen sollen weitere Maßnahmen zur Rationalisierung und Effizienzsteigerung umgesetzt werden, wobei energetische Verbesserungen im Vordergrund stehen. Letzteres wird auch ein Investitionsschwerpunkt im Jahr 2025 sein. Soweit es absehbar ist, besteht auf Basis der eigenen Wettbewerbsvorteile das Ziel, das zuletzt erreichte operative Geschäftsergebnis im Jahr 2025 fortschreiben zu können. Der für die Außer-Haus-Verpflegung relevante und zukunftsreiche Zustell-Großhandel stellt uneingeschränkt die Geschäftsgrundlage der erfolgreichen SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH dar, lediglich unterbrochen von den zwei Krisenjahren der Pandemie. Seitdem hat die Konkurrenz im Außer-Haus-Sektor nochmals zugenommen, vor allem durch national aufgestellte Wettbewerber und dies besonders in urbanen Ballungsräumen. Hinzu kommt, dass auch der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen To-Go-Formaten im Außer-Haus-Verzehr an Bedeutung gewinnt, wobei der Bon-Unterschied aus Gästesicht wichtig ist. Des Weiteren schwanken die Lebensmittelpreise weiterhin stark. Es bleibt daher für die Frischdienst-Gesellschaften im Jahr 2025 eine Herausforderung, die volatilen Einstandspreise der Höhe und dem Zeitpunkt nach an die Kunden weiterzugeben. Diese Gemengelage aus Wettbewerbs- und Preisdruck hat starken Einfluss auf die betriebliche Handelsspanne. Deswegen soll die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH das erfolgreiche Geschäftsmodell konsequent weiterentwickeln. Hierbei stellt das umfassende Vollsortiment, dessen Vielfalt, Qualität, Regionalität und Frische einen relevanten Wettbewerbsvorteil dar. Zudem wird die Frischdienst GmbH in 2025 eine digitale Vertriebsstrategie im B2B-Kundenbereich aufsetzen, die auf Bestandskunden wie auch Neukunden ausgerichtet ist. Damit soll die Vertriebs- und Serviceausrichtung des gesamten Sortimentsangebotes verstärkt werden, ebenso wie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die E-Commerce-Vertriebsaktivitäten zu bewerkstelligen sind anspruchsvolle und herausfordernde Projekte, aber sie werden die Kundenkontakte zukunftsfähig aufstellen. Damit eng verbunden sind eine kompetente Kundenberatung und die hohe Logistikkompetenz. Letzteres betrifft die vollständige, pünktliche und zuverlässige Belieferung, was für die Kundenzufriedenheit äußerst wichtig ist. Zugleich wird mit einem konsequenten Kostenmanagement angestrebt, bei der Frischdienst GmbH ebenfalls das letztjährige Ertragsniveau beibehalten zu können.
Bad Schwalbach, 28. Februar 2025 Der Vorstand Günter Berz-List Bestätigungsvermerk KonzernPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wiesbaden, den 05. März 2024 TREURATIO GmbH ppa. Kettern, Wirtschaftsprüfer Fischer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich seit der letzten Hauptversammlung in vier Sitzungen mit der Lage und den Perspektiven der Aktiengesellschaft und der Beteiligungsgesellschaften befasst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat dazu regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Die zustimmungspflichtigen Geschäfte und Investitionen wurden genehmigt. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Jahres- und Konzernabschluss der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG sowie die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften zum 31.12.2024 von der TREURATIO GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Wiesbaden, geprüft worden sind. Die Prüfungsgesellschaft hat die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke erteilt und zudem bescheinigt, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernjahresabschluss in Einklang steht. Nach Durchführung seiner eigenen Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss sowie dem Gesamt-Lagebericht der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG für das Geschäftsjahr 2024 zu. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt. Beide werden zur Veröffentlichung freigegeben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 1.541.013,94 € einen Betrag in Höhe von 1.033.080,80 € auszuschütten, einen Betrag in Höhe von 400.000 € in andere Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 107.933,14 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung von 1.033.080,80 € entspricht einer Dividende von 0,80 € auf 1.291.351 gewinnberechtigte Aktien. Im Jahr 2024 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Stagnation. Eine weiterhin hohe Inflation, gestörte globale Lieferketten und die fortgesetzte Unsicherheit durch geopolitische Spannungen waren u.a. hierfür die Gründe. Weitere Herausforderungen sind die Transformation der Industrie, die internationalen Handelsbeziehungen sowie die Anpassung an die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs. Die deutsche Milchwirtschaft zeigte sich 2024 stabil und verlässlich. Das allgemeine Preisniveau lag durch hohe Notierungen im Milchfettbereich über den Vorjahren. Durch das im Jahresverlauf steigende Preisniveau lagen die Milchgeldzahlungen an die Landwirte im Durchschnitt des Jahres auf historisch hohen Auszahlungswerten. Im ersten Halbjahr bestanden jedoch erhebliche Vermarktungsnachteile für Konsummilch- und Frischeprodukte gegenüber u.a. der Butter. Aufgrund der unterschiedlichen Kontraktperioden konnten die Abgabepreise erst im 2. Halbjahr erhöht werden. Dies betraf auch die SCHWÄLBCHEN AG. Insbesondere in der Handelsmarke konnten keine ausreichenden Deckungsbeiträge zur Abdeckung des deutlich höheren Rohstoffaufwands sowie der gestiegenen Personal-, Energie und Logistikkosten erwirtschaftet werden. Trotz dieses schwierigen Branchenumfelds und des schwachen Konsumverhaltens kann das Molkereigeschäft mit dem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau sehr zufrieden stellen. Das Außer-Haus-Marktumfeld war wie in den Vorjahren stark von Verdrängungs-, Preis- und Konditionendruck geprägt. Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH ist hier jedoch mit der Warenzustellung an die verschiedenen Großverbraucher-Kunden sehr gut aufgestellt. Das umfassende Sortiment sowie die hervorragenden Service- und Logistikleistungen sind unverändert die Erfolgsfaktoren in diesem Segment. Der Rohertrag konnte weiter gesteigert werden und somit die weiter gestiegenen Kosten teilkompensieren. Das Ergebnis lag zwar unter dem herausragenden Ergebnis des letzten Jahres, aber immer noch auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. Dem Vorstand, allen Führungskräften und der gesamten Belegschaft gilt der höchste Respekt in dieser Zeit voller Unsicherheit und immer wieder neuen Herausforderungen. Der Aufsichtsrat dankt allen für die hohe Veränderungsbereitschaft und den unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen.
Bad Schwalbach, den 11.03.2025 Der Aufsichtsrat Stefan Nodewald, Vorsitzender |
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