Ad-hoc | 23 April 1997 09:04
Ad hoc-Service: Beiersdorf AG
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Ad hoc-Service: Beiersdorf AG
Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
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Mitteilung über die Aufsichtsratssitzung vom 22. April 1997
Der Aufsichtsrat der Beiersdorf AG hat am 22. April 1997 den
Jahresabschluß 1996 festgestellt. Wie schon im März veröffentlicht,
ist der Konzernumsatz um 8,1 % auf 5.778,2 Mio. DM gewachsen.
Der Konzernjahresüberschuß betrug 233,8 Mio. DM und der die Dividende
bedienende Jahresüberschuß der AG 167,8 Mio. DM.
Der Hauptversammlung am 30. Juni 1997 wird vorgeschlagen, eine Dividende
von 1,- DM pro Aktie im Nennwert von 5,- DM auszuschütten, was die
Ausschüttung von etwa der Hälfte des Jahresüberschusses der AG
bedeutet (84 Mio. DM). Die andere Hälfe wird in die Rücklagen ein-
gestellt.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 1997 wuchs der
Konzernumsatz der Beiersdorf Gruppe um 3,3 %. Im internationalen
Geschäft wuchs der Umsatz um 9,1 %, während er in Deutschland um
5,8 % zurückging. Alle drei Sparten waren in Deutschland von diesem
Rückgang betroffen.
Wegen der nachhaltigen Ertragsschwäche der tesa Sparte ermächtigt
der Aufsichtsrat den Vorstand, tiefgreifende Restrukturierungsmaß-
nahmen durchzuführen, insbesondere:
1. die Konzentration auf eine wesentlich verringerte Zahl von
Geschäftsfeldern,
2. eine deutliche Sortimentsstraffung, die erhebliche Auswirkungen auf
den Verbund von Produktion, Logistik, Vertrieb und Verwaltung haben
wird, und
3. hierdurch notwendige Personalfreisetzungen, sowohl im internationalen
als auch im deutschen Geschäft, die über die nächsten drei Jahre
erfolgen und erhebliche außerordentliche Aufwendungen nach sich
ziehen werden.
In Deutschland sind hiervon über drei Jahre bis zu 450 Mitarbeiter in
der Produktion (Harrislee, Hausbruch und Offenburg) und bis zu 250
Mitarbeiter in Außendienst, Marketing, Logistik und Verwaltung (über-
wiegend in Hamburg) betroffen. Die Geschäftsleitung wird unverzüglich
die Beratungen mit den zuständigen Betriebsräten aufnehmen.
Durch die geplanten und mehrfach angekündigten Restrukturierungen wird
das Konzernergebnis im Jahr 1997 voraussichtlich mit einem einmaligen
außerordentlichen Rückstellungsaufwand von ca. 200 Mio. DM vor Steuern
belastet. Der Konzern kann diese Belastungen wegen seiner gesunden
Struktur erfolgversprechend angehen und erwartet keine Beeinträchtigung
des gegenwärtigen Dividendenniveaus. Der Vorstand erwartet durch diese
Maßnahmen die Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit der tesa Sparte
und die Wiederherstellung der Ertragsdynamik des Beiersdorf Konzerns.
Ende der Mitteilung