Ad-hoc | 23 March 2000 16:22
Ad hoc-Service: Beiersdorf AG
Ad-hoc Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
——————————————————————————
Rekordabschluss am Ende des Jahrhunderts
Der Aufsichtsrat der Beiersdorf AG hat am 23. März 2000
die Jahresabschlüsse des Konzerns und der AG für 1999
geprüft bzw. festgestellt. Der Konzernumsatz ist um 8,7%
auf 7.116 Mio. DM gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss
betrug 343 Mio. DM und der die Dividende bedienende
Jahresüberschuss der AG 128 Mio. DM.
Der Hauptversammlung am 20. Juni 2000 wird
vorgeschlagen, eine Dividende von 0,72 Euro pro Aktie
auszuschütten. Einschließlich der vollen
Körperschaftsteuergutschrift von 0,31 Euro ergibt das
eine Bruttodividende von 1,03 Euro pro Aktie.
Der Konzernabschluss 1999 wurde erstmals nach den Regeln
der International Accounting Standards aufgestellt und
das Vorjahr wurde umgerechnet. Der Jahresüberschuss des
Vorjahres betrug nach IAS 325 Mio. DM, bereinigt um
Sondereffekte 293 Mio. DM. Gegenüber dieser
vergleichbaren Basis stieg der Jahresüberschuss 1999 um
17%. Die Nettoumsatzrendite erhöhte sich von 4,5% auf
4,8%.
Aktive Zukunftsgestaltung
Der Aufsichtsrat beschloss, der Hauptversammlung am 20.
Juni 2000 die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien in
Höhe von bis zu 10% des Grundkapitals und die Schaffung
von genehmigtem Kapital mit und ohne Bezugsrecht in Höhe
von 87 Mio. Euro sowie von bedingtem Kapital in Höhe von
40 Mio. Euro vorzuschlagen. Damit werden Aufsichtsrat
und Vorstand in die Lage versetzt, schnell und flexibel
Kapitalmaßnahmen zur Unterstützung des Wachstums und des
Gesellschaftsausbaus durchzuführen, sobald dies
erforderlich wird.
Beiersdorf fokussiert sich auf den Bereich der
verbrauchernahen Markenartikel und ist hier sehr
erfolgreich. Das Wachstum globaler Marken wie Nivea,
Labello, La Prairie, Futuro, Eucerin, Hansaplast, 8×4
ist beachtlich. Diese Aktivitäten werden im Zentrum der
Geschäftspolitik einschließlich strategischer
Akquisitionen stehen. Ziel ist die Marktführerschaft in
Teilmärkten und Regionen.
Geschäftsfelder, die anderen Marktgesetzen folgen, wie
Teile des medical- und tesa-Geschäftes, werden die ihrem
Geschäft angemessenen Strukturen entwickeln, um
ebenfalls erfolgreich und profitabel zu wachsen.
Aufsichtsrat und Vorstand haben deshalb die folgenden
Maßnahmen beschlossen:
1. Organisatorische und rechtliche Verselbständigung
der tesaSparte (17% vom Konzernumsatz) innerhalb des
BeiersdorfKonzerns. Das tesa-Geschäft wird zukünftig
in einer rechtlich eigenständigen Kapitalgesellschaft
als 100%ige Tochter der Beiersdorf AG geführt. Diese
stärkere Fokussierung wird eine neue Basis für
Wachstum und Ertrag bilden. Die Gründung der tesa-
Gesellschaft ist für Anfang 2001 vorgesehen.
2. Verhandlungen mit Smith & Nephew plc, einer
führenden britischen Gesellschaft im Medizinbereich,
zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Professionalgeschäfts der medical-
Sparte (7% vom Beiersdorf Konzernumsatz). Diese könnte
eine Gemeinschaftsunternehmung (Joint Venture) und den
Austausch von kleineren Geschäftsteilen umfassen. Für
beide Seiten würden diese Schritte die strategische Position stärken.
Verhandlungsergebnisse können zum Ende des 2.
Quartals 2000 erwartet werden.
Positive Ergebnisaussichten – Dividendensicherheit
Der Konzernjahresüberschuss des Jahres 2000, der auf
operativer Basis über 360 Mio. DM liegen dürfte, würde
durch diese Maßnahmen etwas niedriger ausfallen, das
bisherige Dividendenniveau jedoch nicht
beeinträchtigt. Der Konzern erwartet mittel- und
langfristig eine noch stärkere Wettbewerbsfähigkeit
und eine deutlich größere Wachstumsdynamik.
Ende der Mitteilung