![]() Berentzen-Gruppe AktiengesellschaftHaselünneKonzern-Halbjahresfinanzbericht 2016 Berentzen-Gruppe AktiengesesellschaftJanuar bis Juni 2016Konzernzwischenlagebericht(1) Grundlagen des KonzernsDie Berentzen-Gruppe ist eine der führenden Getränkegruppen und mit einer Unternehmensgeschichte
von über 250 Jahren zugleich einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das
oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr
als 25 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht. Das Grundkapital
der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose
Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard)
unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft stand bis zum Frühjahr 2016 im mehrheitlichen,
von dieser direkt und indirekt gehaltenen Besitz der AURELIUS Equity Opportunities
SE & Co. KGaA (vormals: AURELIUS SE & Co. KGaA) mit Sitz in Grünwald, Deutschland,
der Muttergesellschaft der AURELIUS-Unternehmensgruppe. Die Unternehmen der AURELIUS-Unternehmensgruppe
haben Anfang März 2016 eine einem Anteil von rund 21,9 % sowie Ende April 2016 eine
weitere, einem Anteil von rund 10,4 % am Grundkapital entsprechende Anzahl Stammaktien
der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft an institutionelle Investoren veräußert und
hielten im Anschluss daran noch rund 18,8 % des Grundkapitals der Muttergesellschaft
der Berentzen-Gruppe. Nach den für die Beurteilung dessen nicht allein auf das Kriterium
der Stimmrechte bzw. Stimmrechtsmehrheit abstellenden International Financial Reporting
Standards (IFRS) gilt die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft weiterhin als ein indirekt
von der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA beherrschtes Unternehmen. (2) Wirtschaftsbericht(2.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftDer Internationale Währungsfonds (IWF) beobachtete im "World Economic Outlook Update"
vom Juli 2016 ein Weltwirtschaftswachstum, welches sich aus seiner Sicht im ersten
Quartal 2016 zusammengefasst etwas besser als erwartet darstellte, im Einzelnen insbesondere
die Entwicklungen in der Eurozone sowie den Schwellen- und Entwicklungsländern, während
die Wirtschaftsleistung in den USA hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Die
Einschätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) im "DIW
Economic Bulletin" vom Juni 2016 fielen zum Teil davon abweichend aus. Laut DIW habe
sich die Entwicklung der Weltwirtschaft nach einem bereits schwachen letzten Quartal
2015 im ersten Quartal 2016 insgesamt nochmals verlangsamt und sei unterhalb der Marke
von drei Prozent verblieben. Die Ursachen hierfür sieht das DIW insbesondere in einem
abgeschwächten Wachstum in den Schwellenländern. Für die Eurozone konstatierte das
DIW gegenüber dem vierten Quartal 2015 an gleicher Stelle ein Wirtschaftswachstum
von 0,6 % im ersten Quartal 2016, ebenso das statistische Amt der Europäischen Union
(Eurostat) im Juni 2016. Nennenswerte geldmarktpolitische Entwicklungen im ersten Halbjahr 2016 waren die im
März von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene und im Juni bestätigte Senkung
des Leitzinses (Hauptrefinanzierungssatz) auf das Rekordtief von null Prozent, unter
anderem verbunden mit einer Ausweitung des bereits seit März 2015 laufenden Wertpapierkaufprogramms
der EZB, sowie insbesondere die Auswirkungen des überraschenden Votums für den Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) im Rahmen des britischen EU-Referendums
im Juni 2016 ("Brexit"). Als eine der unmittelbaren Reaktionen an den Finanzmärkten
darauf gab der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken deutlich
nach, während er zeitgleich gegenüber dem britischen Pfund deutlich zulegte. Die weiteren,
allgemeinen volkswirtschaftlichen und möglicherweise auch politischen Auswirkungen
dessen sind gegenwärtig noch nicht verlässlich absehbar, spiegeln sich jedoch generell
in gesenkten Prognosen der führenden Währungsorganisationen und Wirtschaftsforschungsinstitute
wie IWF und DIW für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftswachstums sowohl weltweit
als vornehmlich auch in der EU wider. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland hat im ersten Quartal 2016 im
Vergleich zum Schlussquartal 2015 an Dynamik gewonnen. Wie das Statistische Bundesamt
im Mai mitteilte, lag das saison-, preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt
(BIP) um 0,7 % über dem Wert des Vorquartals. Zurückzuführen ist dies vor allem auf
positive Impulse aus dem Inland. Dabei zogen insbesondere die Investitionen zu Jahresbeginn
deutlich an, aber auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte wie die des Staates
legten um 0,4 % bzw. 0,5 % zu. Das DIW rechnet in seinem "Konjunkturbarometer" vom
Juni 2016 für das zweite Quartal 2016 mit einem Anstieg des deutschen BIP um 0,3 %
gegenüber dem Vorquartal. Die Veränderung der Verbraucherpreise in Deutschland lag gemäß Angaben des Statistischen
Bundesamts in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten
insgesamt zwischen -0,1 % und 0,5 %, wobei die Preise in der für die Berentzen-Gruppe
bedeutsamen Kategorie "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" überproportional stiegen:
Die Teuerungsraten lagen hier zwischen 2,1 % und 3,0 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum.
In der Kategorie "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" fiel der tendenzielle
Preisanstieg weniger kräftig aus, die Teuerungsraten in dieser Kategorie bewegten
sich zwischen 0,0 % und 1,1 %. Der deutsche Einzelhandel setzte im Zeitraum Januar bis Juni 2016 preisbereinigt 2,3
% mehr um als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2015. Der Umsatz der Unterkategorie
"Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren" im Einzelhandel verzeichnete ebenfalls ein
Wachstum und stieg real um 2,5 % über den Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Entwicklung am GetränkemarktIn den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 entwickelte sich das Einzelhandelsvolumen
nach Angaben von Eurostat uneinheitlich. Der monatliche Absatz im Euroraum zeigte
laut im Juli erfolgter Veröffentlichung von Eurostat von Januar bis Mai Veränderungsraten
von -0,6 % bis 0,4 %, bezogen auf die gesamte EU wurden Veränderungen gegenüber dem
jeweiligen Vormonat von -0,5 % bis 0,6 % realisiert. In der für die Berentzen-Gruppe
in erster Linie relevanten Kategorie "Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren" lagen
die monatlichen Veränderungsraten sogar zwischen -1,2 % und 0,4 % (Euroraum) bzw.
zwischen -0,9 % und 0,6 % innerhalb der gesamten EU. Nach Angaben des unabhängigen Marktforschungsinstituts The Nielsen Company (Nielsen) lag der nationale Absatz von Spirituosen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres insgesamt unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und bei Drogeriemärkten sank der Absatz um 4,1 %, der Umsatz um 3,6 % von 1,98 auf 1,911) Milliarden Euro. In diesem für die Berentzen-Gruppe wichtigen Vertriebskanal wurden entsprechend 252,6 (263,41) ) Mio. 0,7-l-Flaschen abgesetzt. Der Anteil von Eigenmarken am dortigen Gesamtabsatz betrug laut Nielsen von Januar bis Juni 2016 120,4 (127,7) Mio. 0,7-l-Flaschen, der Anteil am Gesamtumsatz sank parallel dazu von 0,73 auf 0,68 Milliarden Euro. Das heimische Gastgewerbe setzte im Zeitraum Januar bis Mai 2016 real 2,5 % mehr um
als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, so das Statistische Bundesamt. Damit konnte
dieser zweite wichtige Vertriebskanal für Spirituosen und Alkoholfreie Getränke der
Berentzen-Gruppe wie im Vorjahr ein Absatzplus verzeichnen. Korrespondierend hierzu
entwickelte sich auch die spirituosenaffine Unterkategorie "Gastronomie", wo sich
ein Umsatzplus von 1,5 % zeigte. Diese Tendenz spiegelt sich jedoch nicht in der Entwicklung der Absatzzahlen von Spirituosen
in deutschen Cash & Carry Märkten, eine der wesentlichen Bezugsquellen der Gastronomie,
wider. Mit einem Rückgang von 4,0 % in den ersten 26 Kalenderwochen 2016 gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es nach Angaben von Nielsen einen Absatzrückgang
von 20,2 Mio. auf 19,4 Mio. 0,7-l-Flaschen. Dementsprechend sei der Umsatz um 3,0
% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Im Markt für Alkoholfreie Getränke gelten Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks,
CSD) mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 118,7 Litern im Jahr 2015 bei Verbrauchern zwar
nach wie vor als beliebt, doch blieb der Konsum nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung
Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) vom April 2016 um 0,9 % leicht hinter dem Vorjahr
zurück. Dagegen war laut wafg in der Produktkategorie Mineral- und Heilwässer wiederholt
eine Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs in Höhe von 2,7 % auf 147,3 Liter zu verzeichnen.
Nach ebenfalls im April 2016 veröffentlichter Mitteilung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen
e.V. (VDM) steigerte sich der Absatz alkoholfreier Erfrischungsgetränke der deutschen
Brunnen im Jahr 2015 aus Herstellersicht um 3,7 % auf 147,2 Mio. Hektoliter gegenüber
dem Vorjahr. Dabei stieg der Absatz von Mineral- und Heilwässern insgesamt um 4,2
% auf 112,3 Mio. Hektoliter an. Auf den Absatz von Erfrischungsgetränken entfielen
34,8 Mio. Hektoliter, entsprechend einer Absatzsteigerung von 2,2 %. Für das Segment Frischsaftsysteme sind - im Sinne einer alle wesentlichen in diesem
Segment angebotenen Systemkomponenten einschließenden Betrachtung - ganzheitliche,
belastbare Marktdaten nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe praktisch nicht verfügbar.
Ein maßgeblicher, eine Klammerfunktion darstellender Indikator für die Entwicklung
des Segments Frischsaftsysteme insgesamt ist nach Einschätzung der Unternehmensgruppe
die bisherige und zukünftige Verbrauchernachfrage nach frischen Lebensmitteln, speziell
frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies.
Seit mehreren Jahren lässt sich feststellen, dass sich die gesellschaftlichen Trends
von Ernährungsbewusstsein und Gesundheit mehr und mehr annähern und damit das Verhalten
der Konsumenten zunehmend beeinflussen. Werte und Produkteigenschaften wie Frische,
biologische und regionale Herkunft sowie Nachvollziehbarkeit im Entstehungsprozess
gewinnen für den Endkonsumenten vermehrt an Bedeutung. Nicht nur Branchenvertreter
wie der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e. V. (VdF) sehen darin neue bzw.
zunehmende Absatzpotenziale. Nach im Juni 2016 veröffentlichten Mitteilungen des VdF
zeigen insbesondere Direktsäfte eine seit Jahren anhaltende positive Absatzentwicklung
und setzen Impulse im Markt. Eine Marktstudie der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN (Association
of the Industry of Juices and Nectars from Fruits and Vegetables of the European Union)
aus dem Jahr 2016 belegt, dass der Absatz von Fruchtsäften in der Produktgruppe der
Fruchtsäfte mit einem Fruchtgehalt von 100 % in der EU in den Jahren 2011 bis 2015
insgesamt stetig rückläufig war, zuletzt um 1,1 %. Fruchtsäfte, die nicht aus Konzentrat
hergestellt werden, konnten dagegen im genannten Zeitraum als einzige darin einbezogene
Subproduktgruppe in jedem Jahr ein Wachstum verzeichnen, im Jahr 2015 von 4,4 %. Nach
interner Einschätzung geht die Berentzen-Gruppe vor diesem Hintergrund davon aus,
dass sich wegen des anhaltenden Trends zu bewusster und gesunder Ernährung die positive
Absatz- und Umsatzentwicklung auf dem Markt für frische Getränke auch im ersten Halbjahr
2016 fortgesetzt hat. 1)
Vorjahreswerte angepasst aufgrund eines geänderten Erhebungsverfahrens. (2.2) Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage(2.2.1) Überblick über den Geschäftsverlauf und GeschäftsergebnisIm ersten Geschäftshalbjahr 2016 stieg die Konzerngesamtleistung der Berentzen-Gruppe
auf 85,7 (77,3) Mio. Euro, das Konzernbetriebsergebnis erhöhte sich auf 4,0 (2,5)
Mio. Euro. Insgesamt erzielte die Berentzen-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 ein Konzernergebnis in Höhe von 1,5 (1,2) Mio. Euro. (2.2.2) Geschäftsverlauf - Wesentliche Entwicklungen und EreignisseDie für den Geschäftsverlauf der Berentzen-Gruppe entscheidenden Rahmenbedingungen
sind neben der allgemeinen, regional teilweise sehr unterschiedlich ausfallenden Entwicklung
der Gesamtwirtschaft die Entwicklung des Getränkemarkts einschließlich der Entwicklung
der einzelnen Vertriebswege für Getränke und Frischsaftsysteme. Eine wesentliche Rolle
spielt dabei nach wie vor die jeweilige nationale Entwicklung. Vor diesem Hintergrund hatten die nachfolgenden Faktoren einen erheblichen Einfluss
auf die Geschäftsentwicklung der Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr 2016: AbsatzentwicklungSpirituosenDie Entwicklung des Absatzes im Geschäft mit Spirituosen stellt sich in der Übersicht
wie folgt dar: scroll
1)
insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. scroll
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 stieg der Spirituosenabsatz der
Berentzen-Gruppe um 6,7 % auf 39,5 (37,1) Mio. 0,7-l-Flaschen. Der Inlandsabsatz betrug
33,4 (31,3) Mio. 0,7-l-Flaschen, der Auslandsabsatz 6,1 (5,8) Mio. 0,7-l-Flaschen. Mit Markenspirituosen erzielte die Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr im
In- und Ausland einen Absatz von 12,0 (12,2) Mio. 0,7-l-Flaschen. Das Inlandsgeschäft mit den Kernmarken Berentzen und Puschkin lag dabei im Absatz
um 6,4 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Insbesondere die Dachmarke Puschkin
setzte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 ihre positive Absatzentwicklung
fort und verzeichnete eine Absatzsteigerung in Höhe von 10,3 %. Ebenso konnte der
Absatz der Dachmarke Berentzen mit einer Steigerung um 4,7 % weiter verbessert werden.
Im sonstigen Markengeschäft, insbesondere mit Klassischen Spirituosen, waren dagegen
Absatzrückgänge in Höhe von 2,2 % zu verzeichnen. Insgesamt erhöhte sich das Absatzvolumen
des gesamten inländischen Markengeschäfts per 30. Juni 2016 um 2,7 %. Eine dem Segment Spirituosen zugeordnete Distributionsvereinbarung, die die Berentzen-Gruppe
zum Vertrieb der Markenspirituose Vecchia Romagna im Inland berechtigt, wurde seitens
des Lizenzgebers Anfang April 2016 zunächst - nach Auffassung der Berentzen-Gruppe
unberechtigt - vorzeitig gekündigt. Die Vertragsparteien verständigten sich im Anschluss
daran darauf, dass das Vertragsverhältnis bis zum Ende seiner regulären Laufzeit,
d. h. bis zum 31. Dezember 2016, fortgesetzt und erfüllt wird. Insoweit ergaben sich
im ersten Geschäftshalbjahr 2016 keine Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im Geschäft
mit Markenspirituosen im Inland. Das Absatzniveau des internationalen Spirituosenmarkengeschäfts verringerte sich gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 16,2 % auf 2,1 Mio. 0,7-l-Flaschen. Neben den weiterhin anhaltenden
strukturellen Schwächen mit im Einzelnen unterschiedlichen Ausprägungen auf den Märkten
in den Benelux-Staaten, Tschechien sowie in Osteuropa und im Cross-Border-Geschäft
wirkte sich insbesondere die Entwicklung auf dem türkischen Markt nachteilig auf die
Absatzentwicklung aus. Das dortige, operativ von der türkischen Konzerngesellschaft
betreute Spirituosengeschäft bewegte sich wie seit Mitte des Jahres 2015 fortgesetzt
in einem schwierigen Marktumfeld, dies insbesondere als Folge nationaler und internationaler
politischer Ereignisse. Das Ausbleiben russischer Touristen in den Urlaubszentren
verursachte ebenso wie die Auswirkungen der Bürgerkriege in den angrenzenden Nachbarländern
ein rückläufiges Geschäft im lokalen Vertriebskanal des Hotelgewerbes. Die Vertriebsaktivitäten
der türkischen Konzerngesellschaft wurden seitdem auf den Handel konzentriert und
zugleich die Organisation an die geänderten Verhältnisse angepasst. Während die nach
einem militärischen Vorfall im Jahr 2015 verhängten wirtschaftlichen Sanktionen Russlands
gegen die Türkei Ende Juni 2016 aufgehoben wurden, setzten sich die wachsenden Sicherheitsrisiken
durch innenpolitische Unruhen und Terroranschläge über die Jahresmitte 2016 hinaus
fort. Mitte Juli 2016 verhängte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei kurz nach
dem Umsturzversuch von Teilen des türkischen Militärs einen dreimonatigen Ausnahmezustand
über das Land. Aktuell zeigten sich insoweit bislang keine zusätzlichen, wesentlichen
nachteiligen Auswirkungen auf den lokalen Geschäftsverlauf, jedoch unterliegt die
weitere, derzeit nur bedingt einschätzbare politische und wirtschaftliche Entwicklung
einer nochmals intensivierten Beobachtung. Insgesamt waren Absatz und Umsatz auf dem
türkischen Markt jedoch gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich rückläufig. Die Absatzentwicklung im Spirituosengeschäft mit Handels- und Zweitmarken zeigte sich
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich: Insbesondere das Auslandsgeschäft konnte
mit einer Absatzsteigerung in Höhe von 25,5 % deutlich verbessert werden. Darüber
hinaus nahm der Absatz von Handels- und Zweitmarken im Inland um 8,4 % zu. Innovative
Aktionskonzepte einerseits und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur andererseits
bildeten die Grundlage für den erweiterten Zugang zum Markt. Zusammengefasst stieg
der Absatz um 10,6 % auf 27,5 (24,9) Mio. 0,7-l-Flaschen gegenüber dem gleichen Zeitraum
des Vorjahres an. Alkoholfreie GetränkeIm Geschäftsbereich Alkoholfreie Getränke erhöhte sich das Absatzvolumen von Mineralwässern
und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 um
7,9 % auf 0,83 (0,77) Mio. Hektoliter. Insbesondere im Anfang 2015 gestarteten Konzessionsgeschäft
mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe verbesserte sich der Absatz im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 20 %; dabei stieg die Akquisitionsrate
bei der Gewinnung neuer Kunden in der Gastronomie und die dortige Verbraucherakzeptanz
stark an. Im Geschäft mit Lohnfüllungen konnten insgesamt Absatzzugewinne von 7,4
% verzeichnet werden. Mit einem Anstieg um fast 60 % gegenüber dem ersten Geschäftshalbjahr 2015 setzte
sich die weiterhin außerordentlich gute Absatzentwicklung bei den unter der eigenen
Marke Mio Mio vertriebenen Getränken wie Mio Mio Mate, Mio Mio Cola und Mio Mio Cola
Zero fort. Insbesondere die nahezu bundesweite Listung von Mio Mio Mate im Lebensmitteleinzelhandel
trug dazu bei, das Ziel einer Erweiterung des Vertriebsgebiets für die eigenen Marken
des Segments Alkoholfreie Getränke voranzutreiben. Besondere Erfolge bei der weiteren
Umsetzung einer nationalen Distribution wurden mit Mio Mio Cola und der neuen Produktvariante
Mio Mio Mate Banana erzielt. Das Geschäft mit Mineralwässern und Limonaden sowie sonstigen
alkoholfreien Getränken eigener Marken zeigte sich dagegen uneinheitlich: Einer Absatzsteigerung
bei Mineralwässern um 8,4 % stand ein Absatzrückgang bei Limonaden und sonstigen alkoholfreien
Getränken um 7,1 % gegenüber. FrischsaftsystemeDas Segment Frischsaftsysteme verzeichnete mit dem unter der Marke Citrocasa geführten
Gesamtangebot im Hinblick auf alle wesentlichen Systemkomponenten in den ersten sechs
Monaten des laufenden Geschäftsjahres insgesamt eine sehr gute Absatzentwicklung:
Der Absatz von Fruchtpressen (Juicers) einschließlich der im Rahmen von ergänzenden,
geschäftsspezifischen Vertriebsinstrumenten an Kunden überlassen Geräte stieg um über
65 %, auch getragen durch erste Absatzerfolge bei der neu entwickelten, kompakten
Fruchtpresse Revolution. Früchte (Orangen) verzeichneten ein Absatzplus von 14,8 %,
Abfüllgebinde von 25,7 %. Unter Einbeziehung aller Systemkomponenten konnten nennenswerte
Absatzsteigerungen dabei sowohl im Heimatmarkt Österreich als auch im internationalen
Geschäft, dort insbesondere in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, erzielt sowie
ferner neue Distributeure hinzugewonnen werden. Gesamtaussage zur AbsatzentwicklungVor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten Geschäftsentwicklung in den einzelnen
Geschäftsbereichen trug insbesondere die positive Absatzentwicklung in den drei größten
Segmenten Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme zu einer Erhöhung
der Konzernumsatzerlöse bei. Dadurch konnte die nicht zufriedenstellende, rückläufige
Absatzentwicklung im in den Übrigen Segmenten erfassten Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen
aus Ertragssicht mehr als kompensiert werden. BeschaffungsmarktIm Rahmen der Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Getränken stellen die
Materialkosten für den Einkauf von Rohstoffen bzw. im Segment Frischsaftsysteme die
Bezugskosten für die einzelnen Systemkomponenten einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten
dar. Die Rahmenbedingungen zeigten sich insoweit unterschiedlich, marktseitig waren
dabei sowohl Preissteigerungen als auch Preisentspannungen zu verzeichnen. Bei in
US-Dollar zu tätigenden Einkäufen beruhten Preissteigerungen nicht zuletzt auch auf
der anhaltenden Schwäche des Euro. Die Einstandspreise für Rohstoffe zeigten sich
insgesamt weitestgehend stabil. Eine nennenswerte Ausnahme bildeten insoweit die gestiegenen
Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme.
Insbesondere witterungsbedingt schlechte Erntebilanzen und Einschränkungen der Fruchtqualitäten
führten nicht nur zu einer Verknappung der Verfügbarkeit, sondern zwangen zudem zu
zusätzlichen einkaufs- und qualitätssichernden Maßnahmen. Verbindlichkeiten aus BranntweinsteuerIm Geschäftsjahr 2014 hatte die Berentzen-Gruppe zum Geschäftsjahresende eine vorzeitige
Teilzahlung von Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen
und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer in Höhe von 20,0
Mio. Euro vorgenommen. Eine solche Teilzahlung, die sich auf 19,5 Mio. Euro belaufen
hätte, erfolgte im Geschäftsjahr 2015 nicht. Die Unterlassung dieser Maßnahme im vorangegangenen
Geschäftsjahr hatte eine wesentliche Folgewirkung auf den im Wirtschaftsbericht, Abschnitt
(2.2.4) Finanzlage, dargestellten Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im
Vergleich der beiden ersten Geschäftshalbjahre 2016 und 2015. Dagegen blieb die Entwicklung
des Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2016, über den an gleicher Stelle berichtet wird,
aufgrund des entsprechend höheren Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres
2016 davon unberührt. Kapitalmarktbezogene MaßnahmenErwerb eigener AktienDas am 21. Juli 2015 vom Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf der
Grundlage der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. Juli 2015
zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossene und seit dem 27.
Juli 2015 durchgeführte Aktienrückkaufprogramm, nach dem bis auf weiteres Vorzugs-
und, nach dem am 28. September 2015 erfolgten Vollzug der am 20. Juli 2015 von der
außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre
vom gleichen Tag beschlossenen Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien, Stammaktien
der Gesellschaft bis zu einem Gesamtvolumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal
1,5 Mio. Euro über die Börse erworben werden sollten, wurde am 27. Mai 2016 beendet.
Die Gesamtzahl der im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms durch die Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft im Zeitraum vom 27. Juli 2015 bis einschließlich 27. Mai 2016 erworbenen
Aktien beläuft sich auf 206.309 Stückaktien; dies entspricht einem Anteil am Grundkapital
von 2,15 %. Der Erwerbspreis einschließlich Transaktionskosten entfiel in Höhe von
rund 1,2 Mio. Euro auf das Geschäftsjahr 2015 und in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro auf
das erste Geschäftshalbjahr 2016. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung der
Hauptversammlung genannten Zwecken verwendet werden. Der Aktienrückkauf hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Vermögenslage
des Konzerns, während sich insoweit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergaben. (2.2.3) ErtragslageDie nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind
entsprechend der Definition des zur Steuerung des Konzerns verwendeten, normalisierten
Konzern-EBIT einzelne Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung um aufwands- bzw.
ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt. scroll
Konzernumsatzerlöse und KonzerngesamtleistungDie Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe ohne Branntweinsteuer beliefen sich im
ersten Geschäftshalbjahr 2016 auf 82,0 (75,6) Mio. Euro, die Konzernumsatzerlöse inklusive
Branntweinsteuer betrugen 184,3 (175,5) Mio. Euro. Die Umsatzerlöse in den einzelnen Segmenten des Konzerns entwickelten sich wie folgt: scroll
1)
Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. Einschließlich der Bestandsveränderungen von 3,7 (1,7) Mio. Euro ergab sich eine Konzerngesamtleistung
von 85,7 (77,3) Mio. Euro. MaterialaufwandVor dem Hintergrund einer gesteigerten Konzerngesamtleistung erhöhte sich der Materialaufwand
im ersten Geschäftshalbjahr 2016 absolut auf 45,5 (40,3) Mio. Euro, die Materialaufwandsquote
erhöhte sich im Verhältnis dazu auf 53,0 (52,2) %. Während die Einstandspreise für
Rohstoffe mit Ausnahme der gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte
(Orangen) im Segment Frischsaftsysteme insgesamt weitestgehend stabil blieben, spiegeln
sich darin insbesondere absatzursächliche Veränderungen des Produkt- und Kundenmixes
über alle Segmente des Konzerns wider. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge fielen in Summe mit 1,9 (2,8) Mio. Euro im ersten
Geschäftshalbjahr 2016 geringer aus als im Vorjahr. Neben Kosten- und anderen Rückerstattungen
von Geschäftspartnern im Zusammenhang mit Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen in Höhe
von 0,6 (0,5) Mio. Euro sind darin Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten
und Rückstellungen in Höhe von 0,6 (0,3) Mio. Euro sowie aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Anlagevermögens in Höhe von 0,1 (1,0) Mio. Euro enthalten. Letztere bewegten sich
dabei im ersten Geschäftshalbjahr 2016 wieder auf einem üblichen, durchschnittlichen
Niveau, nachdem sie im Vergleichszeitraum des Vorjahres von einem Nachlauf im Zusammenhang
mit dem zum 31. Dezember 2014 erfolgten Veränderungen im Konzessionsgeschäft im Segment
Alkoholfreie Getränke, namentlich dem Wechsel des Konzessionsgebers, positiv beeinflusst
wurden. PersonalaufwandAm 30. Juni 2016 waren im Konzern 491 (486) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr
2016 durchschnittlich 386 (394) Vollzeitkräfte beschäftigt. Stichtagsbezogene Veränderungen
im Personalbestand gegenüber dem 30. Juni 2015 bestanden insbesondere in einem seitdem
erfolgten Personalaufbau bei der Vertriebsorganisation im Segment Frischsaftsysteme.
Der Rückgang des Durchschnitts der in der jeweiligen ersten Geschäftsjahreshälfte
beschäftigten Vollzeitkräfte ist im Wesentlichen auf entsprechende zeitweilige Veränderungen
im Personalbestand des Segments Alkoholfreie Getränke zurückzuführen. Im Ergebnis stieg der Personalaufwand um 6,7 % auf 12,5 (11,7) Mio. Euro an, die Personalaufwandsquote
verringerte sich dagegen auf 14,6 (15,2) % der proportional höher gestiegenen Konzerngesamtleistung.
Die absolute Erhöhung des Personalaufwands beruht vorwiegend auf dem bereits genannten
Personalaufbau im Segment Frischsaftsysteme sowie ferner auf qualifikations- und leistungsbedingten
Veränderungen der Vergütungsstrukturen in den einzelnen Organisationsbereichen. Abschreibungen auf VermögenswerteDie laufenden Abschreibungen reduzierten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016 bei
einem Investitionsvolumen von 1,6 (2,6) Mio. Euro auf 3,2 (3,9) Mio. Euro. Diese Verminderung
resultiert maßgeblich aus geringeren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte,
die auf bei früheren Unternehmenskäufen erworbene Spirituosenmarkenrechte entfielen
und nunmehr ausgelaufen sind. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,7 Mio. Euro auf 22,4 (21,7)
Mio. Euro. Dabei erhöhte sich der Aufwand für Marketing und Handelswerbung auf 8,6
(7,7) Mio. Euro, vornehmlich durch temporär höheren Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten
im Segment Spirituosen. Die Verkehrs- und Vertriebskosten, und hier insbesondere die
Vergütungen für die externe Spirituosenvertriebsorganisation im Inland sowie die Transport-
und Logistikkosten, erhöhten sich auf 7,6 (7,0) Mio. Euro; die Zunahme entfiel dabei
vorrangig auf die Segmente Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme, nicht zuletzt
vor dem Hintergrund des jeweils gesteigerten Geschäftsumfangs. Die Aufwendungen für
Instandhaltungen verringerten sich leicht auf 1,3 (1,4) Mio. Euro. Die übrigen Gemeinkosten
nahmen im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2015 in Summe auf insgesamt 4,9 (5,6)
Mio. Euro ab. BetriebsaufwandDer Betriebsaufwand im Konzern erhöhte sich vor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten
Entwicklungen auf 38,2 (37,3) Mio. Euro, in Relation zur proportional stärker angestiegenen
Konzerngesamtleistung verringerte sich die Quote auf 44,6 (48,2) %. ErgebnissondereffekteErgebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2016Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigenden
Ergebnissondereffekte. Ergebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2015Als Folge der Mitteilung des PepsiCo-Konzerns über die Beendigung der zu diesem Zeitpunkt
noch bestehenden Konzessionsverträge wurde im Geschäftsjahr 2013 ein anlassbezogener
Impairment-Test durchgeführt, welcher zu Wertminderungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens
im Segment Alkoholfreie Getränke in Höhe von 3,2 Mio. Euro führte. Die zum 30. Juni
2015 erneut vorzunehmende Überprüfung der Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte führte
zu einem Ertrag von per Saldo 0,5 Mio. Euro, worin rechnungslegungsbedingt sowohl
Wertaufholungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro als auch zusätzliche Wertminderungen in
Bezug auf seinerzeit abgewertete Vermögenswerte in Höhe von rund 0,1 Mio. Euro berücksichtigt
wurden. Finanz- und BeteiligungsergebnisDas Finanz- und Beteiligungsergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert und verursachte
per Saldo einen Aufwand in Höhe von 2,0 (2,0) Mio. Euro. Maßgeblichen Einfluss darauf
hatte die annähernd konstante Entwicklung des Finanzaufwandes. Dieser beinhaltet insbesondere
zeitanteilig zu berücksichtigende Zinsaufwendungen für die im Oktober 2012 begebene
Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in Höhe von 1,6 (1,6) Mio. Euro sowie
im Rahmen der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen zu erfassenden Zinsaufwand
in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. Euro. ErtragsteueraufwandBezogen auf das erste Geschäftshalbjahr 2016 ergab sich für den Konzern ein Ertragsteueraufwand
in Höhe von 0,6 Mio. Euro, nach Ertragsteuerentlastungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro
im Vorjahresvergleichszeitraum. Dieser berücksichtigt Aufwendungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare
ausländische Ertragsteuern in Höhe von 0,7 Mio. Euro, demgegenüber für die ersten
sechs Monate des Geschäftsjahres 2015 insoweit noch ein Ertrag in Höhe von weniger
als 0,1 Mio. Euro entstanden war. Aus der Bewertung latenter Steuern gemäß IAS 34
i. V. m. IAS 12 ergab sich insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. Euro, der
im Wesentlichen aus einer Verminderung der passiven latenten Steuern in Bezug auf
Vermögenswerte des Anlagevermögens der wesentlichen Inlandsgesellschaften resultierte. KonzernergebnisDas im ersten Geschäftshalbjahr 2016 erzielte Konzernbetriebsergebnis konnte gegenüber
dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 4,0 (2,5) Mio. Euro gesteigert werden. Den
wesentlichen Einflussfaktor bildete dabei die Verbesserung des Konzernrohertrags auf
40,3 (36,9) Mio. Euro. Aufgrund dieser positiven Entwicklung des Konzernbetriebsergebnisses erhöhte sich
das Konzernergebnis unter Berücksichtigung von Ergebnisbelastungen aus dem Finanz-
und Beteiligungsergebnis sowie Ertragsteuern in Höhe von insgesamt 2,5 (1,8) Mio.
Euro auf 1,5 (1,2) Mio. Euro. (2.2.4) FinanzlageFinanzierungsstrukturDie im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellte Gesamtfinanzierung
der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2016 im Wesentlichen
unverändert wie folgt dar: scroll
1)
Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im ersten Geschäftshalbjahr bzw. Geschäftsjahr. Die langfristige Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt seit Oktober 2012 über
eine nicht besicherte Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit einem Emissionsvolumen
von 50,0 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren, welche im Open Market der Deutsche
Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für
Anleihen notiert ist. Der aus der Begebung der mit nominal 6,50 % p.a. verzinslichen
Anleihe zugeflossene Nettoemissionserlös in Höhe von 48,9 Mio. Euro wurde bzw. wird
zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit von im Ausland tätigen Konzernunternehmen
und zum Aufbau marktknapper Rohstoffe und unfertiger Erzeugnisse verwendet. Zu Beginn
des vierten Quartals 2014 erfolgte ferner die aus Mitteln der Anleihe finanzierte
Akquisition der T M P Technic-Marketing-Products GmbH mit Sitz in Linz, Österreich,
einem weltweit agierenden Systemanbieter für frischgepresste Fruchtsäfte, namentlich
Orangensaft, dessen Geschäftstätigkeit je nach Systemkomponente Entwicklung, Vermarktung,
Vertrieb und Handel von Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst. Der Erwerb
dieser Gesellschaft begründete seinerzeit das neue Segment "Frischsaftsysteme" in
der Berentzen-Gruppe. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist die Emittentin und alleinige Schuldnerin
aus den im Rahmen der Anleiheemission begebenen Inhaberschuldverschreibungen. Die
Anleihebedingungen enthalten weder Covenants noch Change-of-Control-Klauseln, statuieren
jedoch Kündigungsrechte der Anleihegläubiger insbesondere für den Fall, dass die Emittentin
das Kapital oder Zinsen nicht rechtzeitig zurück- bzw. auszahlt. Die Anleihegläubiger
sind im Falle einer Kündigung berechtigt, die Schuldverschreibungen zur Rückzahlung
fällig zu stellen und deren sofortige Tilgung zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener
Zinsen zu verlangen. Neben dieser langfristigen Finanzierung bildet die Inanspruchnahme von Factoringlinien
einen weiteren Schwerpunkt der Brutto-Außenfinanzierung. Das der Berentzen-Gruppe
daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei
Factoringvereinbarungen mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2018 beläuft sich auf
45,0 (45,0) Mio. Euro. Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen
von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen mit einer Laufzeit "bis
auf Weiteres". Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 ergab sich hieraus ein durchschnittliches
Bruttofinanzierungsvolumen von 9,9 (8,9) Mio. Euro. Das Finanzierungsvolumen aus Kreditvereinbarungen mit den Betriebsmittelkreditgebern
der Berentzen-Gruppe beläuft sich unter Einbeziehung von zwei ausländischen Konzerngesellschaften
zur Verfügung stehenden Kreditlinien in Höhe von zusammen 1,8 (1,8) Mio. Euro auf
insgesamt 4,3 (4,3) Mio. Euro. Sämtliche Betriebsmittelkreditlinien haben jeweils
eine Laufzeit "bis auf Weiteres". Einschließlich der in ihrer Höhe formal unbegrenzten Factoringverträge mit einem Zentralregulierer
betrug das Brutto-Finanzierungsvolumen aus Factoring und Betriebsmittelkreditlinien
damit zum 30. Juni 2016 59,2 (58,2) Mio. Euro. Diese kurzfristigen Außen- bzw. Kreditfinanzierungen
haben im Wesentlichen Zinsvereinbarungen auf Basis der Referenzzinssätze EURIBOR bzw.
EONIA, die um eine fixe Zinsmarge erhöht werden, im Übrigen sich am lokalen Marktzinsniveau
orientierende oder fest vereinbarte Zinssätze. Die Factoringvereinbarungen, die Zentralregulierungs- und Factoringverträge sowie
die Vereinbarungen über Betriebsmittelkredite bestehen sowohl mit der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft als auch mit jeweils weiteren Konzerngesellschaften der Berentzen-Gruppe. Die der Berentzen-Gruppe gewährten Betriebsmittelkreditlinien sind in Bezug auf ein
Finanzierungsvolumen von 2,7 (2,7) Mio. Euro ohne Gestellung von Sicherheiten eingeräumt.
Für die Inanspruchnahme der einer ausländischen Konzerngesellschaft zur Verfügung
stehenden Kreditrahmen in Höhe von umgerechnet 1,6 (1,6) Mio. Euro sind von dieser
Collaterals, grundsätzlich in Form von vorfällig erhaltenen Zahlungsmitteln oder anderen
Wertpapieren, zu stellen. Sämtliche Betriebsmittelkreditvereinbarungen enthalten Change-of-Control-Klauseln,
die im Falle eines Kontrollwechsels gegebenenfalls zu einer außerordentlichen Kündigung
der betreffenden Finanzierungsverträge berechtigen. Bezüglich eines Finanzierungsvolumens
von 2,5 (2,5) Mio. Euro waren zum 31. Dezember 2015 insoweit ferner Covenants vereinbart,
in denen sich die Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen
verpflichtete; diese Verpflichtung wurde im Rahmen einer Vertragsänderung zu Beginn
des Jahres 2016 ersatzlos aufgehoben. Die Factoringvereinbarungen sind insgesamt frei
von derartigen Klauseln. Verstöße gegen die Covenants oder gegen andere Vereinbarungen
der Finanzierungsverträge führen zu Sonderkündigungsrechten der Kreditgeber. Auszahlungen zur Tilgung langfristiger Fremdmittel fielen im ersten Geschäftshalbjahr
2016 nicht an, die laufende Abwicklung kurz- und mittelfristiger Finanzierungsinstrumente
erfolgte planmäßig. Zur Gesamtfinanzierung des Konzerns rechnen ferner von Kautionsversicherern gestellte
Bürgschaften für Branntweinsteuer in Höhe von 0,8 (0,8) Mio. Euro. Davon unterliegt
ein Finanzierungsvolumen von 0,5 Mio. Euro ebenfalls Covenants, in denen sich die
Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen verpflichtet
und die bei einem Verstoß zu einem Sonderkündigungsrecht des Versicherers führen.
Insoweit ist ferner eine Change-of-Control-Klausel vereinbart. Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern.
Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Saldo der Bilanzposten "Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente" und einem Teil der "Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten". Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei
Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte
Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden
Mittel umfassen ("Kundenabrechnungskonten"). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten
weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika,
insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren
Fremdkapitalanteile angesetzt. scroll
Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitAus der laufenden Geschäftstätigkeit entstand - obgleich sich das Konzernergebnis
auf 1,5 (1,2) Mio. Euro und darauf basierend auch das Konzern-EBITDA auf 7,2 (6,4)
Mio. Euro erhöhten - in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 ein Nettomittelabfluss
in Höhe von 3,3 Mio. Euro, nach einem Nettomittelzufluss in Höhe von 16,6 Mio. Euro
im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren Veränderungen im Bereich des Working Capital
seit dem jeweils vorangegangenen Geschäftsjahresende, und zwar insbesondere solche,
die im Zusammenhang mit dem Rhythmus der Zahlung von Branntweinsteuerverbindlichkeiten
standen: So verursachte die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer
einen Nettomittelabfluss in Höhe von 9,7 Mio. Euro, während im Vorjahresvergleichszeitraum
hieraus noch ein Nettomittelzufluss in Höhe von 8,8 Mio. Euro generiert wurde. Im
Vergleich der beiden ersten Geschäftshalbjahre 2016 und 2015 kumulierte sich dieser
Effekt demnach auf 18,5 Mio. Euro. Hintergrund dessen war insbesondere der unterschiedliche
Bestand der Branntweinsteuerverbindlichkeit zum Bilanzstichtag des jeweils vorangegangenen
Geschäftsjahres: Während im Geschäftsjahr 2014 zum Geschäftsjahresende eine vorzeitige
Teilzahlung von Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen
und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer in Höhe von 20,0
Mio. Euro erfolgte, wurde eine solche vorzeitige Teilzahlung, die sich auf 19,5 Mio.
Euro belaufen hätte, im Geschäftsjahr 2015 nicht vorgenommen. Dadurch stellte sich
zugleich aber auch der Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 2016 gegenüber
dem zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 entsprechend höher dar, so dass dieser zum
30. Juni 2016 allein aus dem hier dargestellten Sachverhalt heraus unbeeinflusst blieb. Aus der Veränderung sonstiger Aktiva - im Wesentlichen Vorräte und Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen - entstand ein Mittelabfluss in Höhe von 2,9 Mio. Euro;
im Vorjahresvergleichszeitraum resultierte daraus ein Mittelzufluss in Höhe von 3,9
Mio. Euro. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,3
(1,0) Mio. Euro führte bei den sonstigen Passiva zu einem positiven Effekt auf den
Cashflow. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDie Investitionstätigkeit des Konzerns führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in
Höhe von 1,4 (3,0) Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
betrugen insgesamt 1,6 (2,6) Mio. Euro, denen Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Anlagevermögens in Höhe von 0,2 (0,9) Mio. Euro gegenüberstanden. Im ersten Geschäftshalbjahr
2015 erfolgten im Zusammenhang mit der im vierten Quartal 2014 erfolgten Akquisition
der T M P Technic-Marketing-Products GmbH zudem noch Auszahlungen für variable, erfolgsabhängige
Kaufpreisbestandteile in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitAus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss von 2,2 (1,5) Mio.
Euro, der - auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung - in
Höhe von 1,9 (1,5) Mio. Euro aus der Dividendenzahlung sowie in Höhe von 0,3 (0,0)
Mio. Euro aus Auszahlungen im Zusammenhang mit dem im Juli 2015 initiierten und im
Mai 2016 beendeten Aktienrückkaufprogramm der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
resultierte. FinanzmittelfondsInsgesamt lag der Finanzmittelfonds zur Mitte des Geschäftsjahres bei 56,2 (53,0)
Mio. Euro, davon 30,0 (32,0) Mio. Euro Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen
zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten.
Zum 30. Juni 2016 bestanden dabei Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw.
als solcher auszuweisenden Finanzierungsinstrumente in Höhe von 0,4 (0,9) Mio. Euro. (2.2.5) VermögenslageDie folgende Strukturbilanz gliedert Aktiva und Passiva danach, innerhalb welcher
Fristigkeiten Vermögenswerte und Schulden gebunden sind: scroll
VermögenswerteGegenüber dem 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme auf 176,0 (180,9) Mio. Euro
vermindert. 59,1 (61,0) Mio. Euro bzw. 33,6 (33,7) % des Konzernvermögens sind in
lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte investiert. Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte23,2 (23,5) % der lang- und mittelfristigen Vermögenswerte sind immateriell. Dieser
Posten umfasst insbesondere die im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten
Erwerb der Geschäftsanteile an der T M P Technic-Marketing-Products GmbH und des damit
im Konzern begründeten Segments Frischsaftsysteme identifizierten immateriellen Vermögenswerte. Das Sachanlagevermögen nahm nach Investitionen von 1,5 Mio. Euro, Abschreibungen von
2,6 Mio. Euro und Abgängen im Buchwert von 0,1 Mio. Euro um insgesamt 1,2 (1,2) Mio.
Euro ab. Im Posten "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte" sind insbesondere Anteile
an nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen und Forderungen aus Finanzierungsleasing
enthalten. Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges
Fremdkapital erhöhte sich auf 180,4 (176,4) %. Kurzfristig gebundene VermögenswerteDie kurzfristig gebundenen Vermögenswerte verminderten sich auf 116,9 (119,9) Mio.
Euro und beinhalten lediglich zu 11,1 (10,4) % Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen
von 45,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei
weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage
waren zum 30. Juni 2016 Brutto-Forderungen in Höhe von rund 45,9 (58,2) Mio. Euro
verkauft. Die Erhöhung des noch bilanzierten Forderungsvolumens im Vergleich zum 31.
Dezember 2015 ist insbesondere stichtagsbedingt, beruht aber auch auf der Erweiterung
des Geschäftsumfangs im Segment Frischsaftsysteme. Der Bestand an Vorräten erhöhte sich auf 36,8 (32,3) Mio. Euro. Neben den üblichen
rein stichtags- und dispositionsbedingten Effekten wirkte sich dabei insbesondere
eine vorgezogene Herstellung von Fertigerzeugnissen an Spirituosen aus, welche zur
Absicherung der Lieferfähigkeit im Vorfeld der Inbetriebnahme neuer Produktionstechnik
an zwei Abfüllanlagen am Standort Minden im Juli und August 2016 erfolgte. Das Zusammenspiel
dessen und der anhaltenden Nachfrage auf dem Absatzmarkt führten zu einem weiteren
Bestandsaufbau an verarbeitetem Whiskey; dagegen blieb der Bestand an unverarbeitetem
Whiskey auf hohem Niveau nahezu unverändert. Nicht nur die Verknappung auf dem Einkaufsmarkt,
sondern auch die zumeist mehrjährigen Lagerzeiten zwingen insoweit zu einer vorausschauenden
Einkaufspolitik in diesem nach wie vor von Beschaffungsknappheit und Verbrauchernachfrage
geprägten Getränkesegment. Ebenfalls im Zuge der Ausweitung des Geschäftsumfangs erhöhten
sich ferner die Vorratsbestände im Segment Frischsaftsysteme. Die übrigen Vermögenswerte enthalten als wesentlichen Posten Sicherheitseinbehalte
aus Factoringtransaktionen in Höhe von 7,3 (9,0) Mio. Euro. Diese verminderten sich
analog zum per 30. Juni 2016 geringeren Volumen an verkauften Brutto-Forderungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 56,6 (63,1) Mio. Euro verminderte sich
insbesondere durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen
negativen Cashflow in Höhe von insgesamt 6,9 Mio. Euro. Eigenkapital und SchuldenEigenkapitalDas Eigenkapital verminderte sich bei einem Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr
2016 von 1,6 Mio. Euro und unter Berücksichtigung der im Mai 2016 von der Hauptversammlung
beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 1,9 (1,5) Mio. Euro sowie der bilanziell
als Abzug vom Eigenkapital auszuweisenden Anschaffungskosten eigener Aktien in Höhe
von 0,3 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und
im Mai 2016 beendeten Aktienrückkaufprogramm der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
auf 43,2 (43,8) Mio. Euro. Langfristige SchuldenWeitere 63,5 (63,8) Mio. Euro standen dem Konzern als langfristiges Fremdkapital zur
Verfügung. Einen wesentlichen Anteil davon bilden die langfristigen Finanzschulden,
welche vollständig auf der im Geschäftsjahr 2012 begebenen Berentzen Anleihe 2012/2017
beruhen. Die Pensionsrückstellungen beliefen sich auf 11,1 (11,5) Mio. Euro. Die sonstigen
langfristigen Verbindlichkeiten entfallen in Höhe von 2,2 (2,3) Mio. Euro auf passive
latente Steuern. Die langfristigen Schulden entsprachen 47,8 (46,6) % der zum 30.
Juni 2016 ausgewiesenen Konzernschulden. Kurzfristige SchuldenDas kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich auf 69,3 (73,3) Mio. Euro - davon 1,1 (0,8)
Mio. Euro kurzfristige Finanzschulden - bzw. 39,4 (40,5) % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer beliefen sich auf 34,6 (44,3) Mio. Euro.
Die Verminderung der im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 9,7 Mio. Euro geringeren
Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige
Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer resultiert vornehmlich aus dem
traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren
Geschäftsumfang in diesen Segmenten zum jeweiligen Geschäftsjahresende. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 12,2 (6,9) Mio. Euro
dispositions- und stichtagsbedingt um 5,3 Mio. Euro höher als zum Geschäftsjahresende
2015. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der kurzfristigen Rückstellungen
blieben mit 21,5 (21,3) Mio. Euro nahezu unverändert. Die darunter erfassten Verbindlichkeiten
aus Marketing- und Vertriebsverpflichtungen sowie Boni betrugen 6,3 (7,8) Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Steuern - vornehmlich Lohn- und Umsatzsteuern - reduzierten
sich auf 4,4 (6,6) Mio. Euro, insbesondere durch eine maßgeblich vom Absatz von Spirituosen
zum jeweiligen Geschäftsjahresende beeinflusste, saisonal bedingte Veränderung der
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern. Demgegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten
aus zeitanteilig abzugrenzenden Zinsaufwendungen für die im Oktober 2012 emittierte
Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zum Stichtag des Geschäftshalbjahres
auf 2,3 (0,7) Mio. Euro. (2.2.6) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsGeschäftsverlaufVor dem Hintergrund eines insgesamt ausgeweiteten Geschäftsumfangs präsentierte sich
der Geschäftsverlauf des Konzerns insgesamt positiv, wenngleich die Entwicklung in
den einzelnen Segmenten nicht einheitlich verlief. Eine erfreuliche Absatzentwicklung zeigte sich in den drei größten Segmenten Spirituosen,
Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme, während der Geschäftsverlauf im in den
Übrigen Segmenten erfassten Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen - wenngleich maßgeblich
durch exogene Faktoren, insbesondere der Entwicklung des Marktumfelds und insoweit
wiederum insbesondere in der Türkei - unbefriedigend verlief. Wirtschaftliche LageZusammengefasst ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns vor dem Hintergrund der
verbesserten Ertragslage als zufriedenstellend zu beurteilen. Die Berentzen-Gruppe schloss das erste Geschäftshalbjahr 2016 mit einem Konzernbetriebsergebnis
in Höhe von 4,0 (2,5) Mio. Euro sowie einem Konzern-EBITDA in Höhe von 7,2 (6,4) Mio.
Euro ab, das Konzernergebnis erhöhte sich auf 1,5 (1,2) Mio. Euro. Die Finanzlage zeigte in der Gesamtschau ebenfalls ein positives Bild: Die Finanzierung
der Unternehmensgruppe ist insbesondere vor dem Hintergrund der dargestellten Gesamtfinanzierung
weiterhin gesichert, und der Konzern verfügt nach wie vor über eine sehr gute Liquiditätsgrundlage
zur Finanzierung des operativen Geschäfts und seiner mittelfristig angelegten Wachstumsstrategie. Solide zeigt sich nach wie vor die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns. Zwar
ergab sich trotz der positiven Entwicklung der Ertragslage eine Verminderung des Konzerneigenkapitals,
unter Berücksichtigung einer um 4,9 Mio. Euro auf 176,0 Mio. Euro geringeren Konzern-Bilanzsumme
erhöhte sich die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote gegenüber dem 31. Dezember 2015
dennoch leicht auf 24,5 (24,2) %. (3) NachtragsberichtNach dem Schluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung,
die eine Auswirkung auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden
Bildes des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage und der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns haben, eingetreten. (4) Risiko- und ChancenberichtAus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an
Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während
Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen
Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen
daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren,
bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten
Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen. (4.1) RisikomanagementsystemDas Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig
zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen
zu begegnen. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht
des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt. Zur Ermittlung möglicherweise für den Konzern bestandsgefährdender Risiken werden
die Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems nach ihrem Risikoausmaß und ihrer
geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Einstufung eines Risikos in
die Risikokategorien "hoch", "mittel" oder "gering" folgt aus der Verknüpfung von
Risikoausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit, die sich in dem daraus abgeleiteten
gewichteten Erwartungswert (nach Risikobegrenzungsmaßnahmen) abbildet. Als Erwartung
ist dabei der Wert definiert, um den das Konzernergebnis und damit das Konzerneigenkapital
aufgrund des Risikos negativ beeinflusst werden könnte. Daraus ergibt sich zum 30.
Juni 2016 folgende Bewertungsmatrix: ![]() (4.2) Risiken und Chancen im zweiten Geschäftshalbjahr 2016Die wesentlichen, zu Kategorien zusammengefassten Risiken, die erhebliche nachteilige
Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
des Konzerns haben können, und die bedeutsamsten Chancen sind ebenfalls im Risiko-
und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr
2015 dargestellt. Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2015 beschriebenen Risiken und Chancen der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016
mit den nachfolgend dargestellten Ausnahmen keine wesentlichen Änderungen bzw. nennenswerten
Beobachtungen ergeben. Finanzwirtschaftliche RisikenDie von der Berentzen-Gruppe beobachteten finanzwirtschaftlichen Risiken umfassen
die Risikoarten Liquiditäts-, Kredit-/ Ausfall- und Marktrisiko. Die nachfolgenden
Ausführungen beschränken sich auf das Kredit-/ Ausfall- sowie das Marktrisiko. Das Kredit- oder Ausfallrisiko berücksichtigt das Risiko eines finanziellen Verlustes,
das dann entsteht, wenn eine Vertragspartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Es umschließt ferner das Länder- bzw. Transferrisiko, welches zum einen die Gefahr
einer wirtschaftlichen oder auch politischen Instabilität im Zusammenhang mit Kapitalanlagen
oder grenzüberschreitenden Finanzierungen von Konzerngesellschaften in sogenannten
Risikoländern, zum anderen aber auch das Risiko aus direkten Lieferungen und Leistungen
an Kunden in diesen Ländern umfasst. Das Marktrisiko ist als jenes Risiko definiert, dass sich der Fair Value zukünftiger
Cashflows aus einem Finanzinstrument aufgrund von Marktpreisschwankungen verändert.
Darin sind Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken enthalten. Fremdwährungsrisiken
entstehen aus der Umrechnung von Fremdwährungen in die funktionale Währung des Konzerns
(Euro) infolge von Veränderungen des Wechselkurses. Aus Konzernsicht unterliegen darüber
hinaus die Werthaltigkeit des Vermögens beziehungsweise die Nennwerte der Verbindlichkeiten
der Berentzen-Gruppe außerhalb des Inlands ebenfalls Fremdwährungsschwankungen. Umrechnungsbedingte
Fremdwährungseffekte werden bei der Umrechnung der Nettovermögenspositionen aus den
Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften erfolgsneutral im Konzerneigenkapital
erfasst, erfolgswirksame - wenngleich auch aus Konzernsicht nicht zahlungswirksame
- Risiken aus Fremdwährungen können insoweit aber auch aus konzerninternen Fremdwährungstransaktionen,
wie insbesondere der Finanzierung der Auslandsgesellschaften aus konzerneigenen Mitteln,
resultieren. Im Rahmen des Risikomanagements der Berentzen-Gruppe wird unterstellt,
dass Investitionen in ihre ausländischen Konzerngesellschaften sowie konzerninterne
Finanzierungen grundsätzlich von unbegrenzter Dauer sind. Im Falle gleichwohl erfolgender
Desinvestitionen können sich Fremdwährungsrisiken aus bisher erfolgsneutral im Konzerneigenkapital
erfassten Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam realisieren. Beide Risikoarten unterliegen damit in nennenswertem Umfang der Entwicklung der allgemeinen
politischen, gesamtwirtschaftlichen und geldmarktpolitischen Rahmenbedingungen. Obgleich
sich aktuell bislang keine zusätzlichen, wesentlichen nachteiligen Auswirkungen der
jüngsten innen- und in der Folge auch außenpolitischen Ereignisse auf den lokalen
Geschäftsverlauf in der Türkei zeigten und wegen der absatzseitig untergeordneten
Bedeutung des britischen Markts für die Berentzen-Gruppe ferner generell keine solchen
Auswirkungen auf das operative Geschäft des Konzerns aus dem sogenannten "Brexit"
erwartet werden, hat sich die Einschätzung in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit
von Fremdwährungsrisiken insgesamt infolge der nicht zuletzt aufgrund dieser Ereignisse
eingetretenen, zum Teil gegenläufigen Veränderungen des Wechselkurses des Euro gegenüber
dem US-Dollar und dem Schweizer Franken einerseits sowie Türkischer Lira und Britischem
Pfund andererseits erhöht. In der von der Berentzen-Gruppe im Rahmen ihres Risikomanagementsystems verwendeten
Bewertungsmatrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß ergab sich daraus
bislang jedoch noch keine Veränderung für die Gesamtbeurteilung aller darunter zusammengefassten
Finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns. Gewichtet verblieben diese wie in der
Risikoberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 in der Risikokategorie "Mittleres
Risiko". Es ist aber nicht vollkommen auszuschließen, dass insbesondere auch die derzeit
insoweit nur bedingt einschätzbare jeweilige weitere Entwicklung, konkret der beiden
genannten Ereignisse, zukünftig zu einer wesentlich veränderten Risikobewertung oder
gegebenenfalls zum Eintritt von Risiken in Bezug auf einzelne darunter zusammengefasste
Risikoarten und damit der Gesamtbeurteilung der Finanzwirtschaftlichen Risiken insgesamt
führen können. UmfeldrisikenDie vorstehenden, speziell auf die potentiellen Folgen der aktuellen Entwicklung in
der Türkei und des Votums für den Austritt Großbritanniens aus der EU im Rahmen des
britischen EU-Referendums für die Beurteilung der Finanzwirtschaftlichen Risiken bezogenen
Ausführungen, gelten entsprechend für die generellen Umfeldrisiken, denen die Berentzen-Gruppe
als international ausgerichteter und agierender Konzern ausgesetzt ist. Dabei handelt
es sich um eine Reihe von Faktoren, die die Unternehmensgruppe nur sehr bedingt oder
gar nicht beeinflussen kann. Dazu zählen u. a. politische, gesellschaftliche, volkswirtschaftliche
oder rechtliche Instabilitäten einschließlich unzureichend entwickelter oder ausdifferenzierter
Rechts- und Verwaltungssysteme, Beschränkungen im Waren- und Kapitalverkehr, regulatorische
Veränderungen oder Einschränkungen, Beeinträchtigungen oder Verlust von Eigentum,
Volatilität der Finanzmärkte und Veränderungen von Wechselkursen sowie darauf beruhende
oder allgemeine Veränderungen des Angebots von Gütern und Dienstleistungen, der Nachfrage
danach oder der Konsumgewohnheiten bzw. des Verbraucherverhaltens. Gewichtet verblieben die Umfeldrisiken wie in der Risikoberichterstattung für das
Geschäftsjahr 2015 in der Risikokategorie "Mittleres Risiko". Analog der Erläuterung
zu den Finanzwirtschaftlichen Risiken ist aber auch bezüglich der Umfeldrisiken nicht
vollkommen auszuschließen, dass diese insbesondere aus den dort genannten Gründen
zukünftig ebenfalls einer wesentlich veränderten Risikobewertung unterliegen oder
es gegebenenfalls zum Eintritt von Risiken in Bezug auf einzelne darunter zusammengefasste
Risikoarten und damit der Gesamtbeurteilung der Umfeldrisiken insgesamt kommen kann. Leistungswirtschaftliche Risiken im Rahmen des GeschäftsmodellsNach der Risikokategorisierung der Berentzen-Gruppe bilden die Leistungswirtschaftlichen
Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells diejenigen Risiken ab, die innerhalb der Wertschöpfungskette,
d. h. im Rahmen der Produktion und des Absatzes auftreten können, soweit diese nicht
insbesondere den betrieblichen und produktbezogenen oder Branchenrisiken zugeordnet
werden. Im Segment Alkoholfreie Getränke entfällt ein wesentlicher Teil des Geschäftsumfangs
auf das eigene Geschäft mit Produkten konzessionierter Marken sowie auf die Abfüllung
konzessionierter oder anderer fremder Marken- und Private Label-Produkte im Rahmen
von Dienstleistungsvereinbarungen. Die Abfüllung konzessionierter oder anderer fremder Marken- und Private Label-Produkte
erfolgt auf der Grundlage mehrerer Dienstleistungsvereinbarungen mit zum Teil kurz-,
zum Teil mittelfristigen Laufzeiten. Eine dieser Dienstleistungsvereinbarungen läuft
vertragsgemäß zum 31. Dezember 2016 aus. Obgleich sich die Berentzen-Gruppe derzeit
in aussichtsreichen Verhandlungen über eine Fortsetzung des betreffenden Geschäfts
befindet, besteht insoweit wie bei allen Vertragsverhältnissen das Risiko, dass dieses
nach Ablauf der vertraglichen Laufzeit nicht weiter oder nur zu für die Berentzen-Gruppe
ungünstigeren Konditionen fortgesetzt wird. Nach der im Risikomanagementsystem vorgenommenen Einschätzung erhöhte sich vor diesem
Hintergrund - bei unveränderter Bewertung des Risikoausmaßes - die Beurteilung in
Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit, so dass die Leistungswirtschaftlichen Risiken
im Rahmen des Geschäftsmodells in der Verknüpfung beider Faktoren nunmehr insgesamt
als "Mittleres Risiko" (bisher: "Geringes Risiko") bewertet sind. Sonstige RisikenUnter den Sonstigen Risiken sind diejenigen Risiken zusammengefasst, die seitens der
Berentzen-Gruppe keiner der übrigen sechs, im Einzelnen im Risiko- und Chancenbericht
des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten
Risikokategorien zugeordnet sind. Unter den Sonstigen Risiken sind unter anderem auch rechtliche Risiken aus vertraglich
vereinbarten Change-of-Control-Klauseln erfasst. Nähere Erläuterungen dazu enthalten
der Risiko- und Chancenbericht, die Übernahmerelevanten Angaben und der Vergütungsbericht
im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015. Konkret im Hinblick
auf die im Verlauf des ersten Geschäftshalbjahres 2016 eingetretene, im Abschnitt
(1) dieses Konzernzwischenlageberichts zu den Grundlagen des Konzerns dargestellte
Veränderung der Mehrheitsverhältnisse bei der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft,
sind bislang keine allein auf solche Klauseln gestützten außerordentlichen bzw. vorzeitigen
Kündigungen wesentlicher Vereinbarungen gegenüber den betreffenden Unternehmen der
Berentzen-Gruppe erfolgt, wenngleich solche je nach Ausgestaltung der vertraglichen
Vereinbarung im Einzelfall gegenwärtig rechtlich möglicherweise noch zulässig sein
mögen. Dementsprechend und unter der Berücksichtigung dessen, dass mit dem - nicht
mehrheitsbegründenden - Erwerb von Anteilen durch institutionelle Investoren keine
Änderung der Geschäftsstrategie der Berentzen-Gruppe oder deren Risikoexposition insgesamt
verbunden ist, hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit in Bezug
auf dieses Risiko vermindert. Gewichtet verblieben die Sonstigen Risiken wie in der Risikoberichterstattung für
das Geschäftsjahr 2015 insgesamt gleichwohl in der Risikokategorie "Geringes Risiko". (4.3) Gesamtbewertung von Risiken und ChancenInsgesamt hat sich die Risikoexposition der Berentzen-Gruppe nach Einschätzung der
Unternehmensleitung gegenüber dem im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2015 dargestellten Stand zwar leicht erhöht, ist aber aus gegenwärtiger
Sicht weiterhin beherrschbar. Auf der Grundlage der vorstehenden und der Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht
des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 sowie im Sinne
der im Abschnitt (4.1) dargestellten Bewertungsmatrix bestehen keine im Rahmen des
Risikomanagementsystems als hohes Risiko bewerteten Risiken. Finanzwirtschaftliche
Risiken sowie Branchen- und Umfeldrisiken sind weiterhin als mittleres Risiko bewertet,
ebenso wie nunmehr auch die Leistungswirtschaftlichen Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells
aufgrund einer um eine Stufe erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit. Hinsichtlich der
übrigen dargestellten Risiken ergaben sich im Einzelnen keine Veränderungen in Bezug
auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, sodass es insoweit bei der
Einschätzung als jeweils geringes Risiko verblieb. Insbesondere gestützt durch die verbesserte Ertragslage sowie die weiterhin gute Finanzlage
der Unternehmensgruppe werden hinsichtlich der im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe
für das Geschäftsjahr 2015 in Verbindung mit dem vorliegenden Konzern-Halbjahresfinanzbericht
für das erste Geschäftshalbjahr 2016 erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten
seitens der Unternehmensleitung keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet,
deren Eintritt die Unternehmensfortführung, d. h. den Bestand des Konzerns oder eines
wesentlichen Konzernunternehmens, in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahrs
voraussichtlich gefährden würde. Die Berentzen-Gruppe verfügt nach wie vor über eine sehr gute Liquiditätssituation
und damit über die Möglichkeiten, ihre im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts
der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 aufgezeigten Chancen und Wachstumspotenziale
zu nutzen sowie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft umzusetzen und
sowohl durch organisches Wachstum als auch durch opportunistische Unternehmensakquisitionen
gezielt in ihre Weiterentwicklung zu investieren. Das Eintreten von Risiken oder die Verwirklichung von Chancen können sich indes auf
die Prognosen des Konzerns auswirken. (5) PrognoseberichtDer Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse,
welche seine zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen
Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung
der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung
im ersten Geschäftshalbjahr 2016 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns
ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen
aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung
dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben. (5.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftDer IWF senkte zuletzt im "World Economic Outlook Update" vom Juli 2016 seine Prognose
für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2016, insbesondere vor dem Hintergrund des
Votums für den Austritt Großbritanniens aus der EU im Rahmen des britischen EU-Referendums
im Juni dieses Jahres, dem "Brexit", auf 3,1 %. Die Einschätzung des DIW ging im vor
diesem Referendum im Juni 2016 erschienenen "DIW Economic Bulletin" noch von einem
Wachstum von 3,2 % aus. In Bezug auf das Wirtschaftswachstum in der für die Berentzen-Gruppe
wichtigen Eurozone prognostizierten sowohl der IWF als auch das DIW an jeweils gleicher
Stelle ein Plus in Höhe von 1,6 %. Hinsichtlich der Auswirkungen des "Brexit" auf die Finanz- und Devisenmärkte rechnen
sowohl das DIW im kurz nach der Entscheidung zugunsten des "Brexit" veröffentlichten
"Konjunkturbarometer" vom Juni 2016 als auch führende deutsche Kreditinstitute mit
möglichen, derzeit kaum zu benennenden Verwerfungen, hohen Unsicherheiten und potenziell
volatilen Marktbewegungen, betonten aber zugleich, dass die Folgen für die Gesamtwirtschaft
sowie die Finanz- und Devisenmärkte maßgeblich von der Ausgestaltung des Austritts
Großbritanniens und dessen weitere Anbindung an die EU abhängt. Hinsichtlich der Kursentwicklung
des Euro gegenüber dem US-Dollar erwarteten die genannten Kreditinstitute zuletzt
mittel- bis langfristig nach wie vor eine Aufwertung des US-Dollar, in einer Bandbreite
zwischen einer noch geraume Zeit anhaltenden, aber volatilen Seitwärtsbewegung bis
hin zur Erreichung der Parität zum Euro bzw. einer Stabilisierung knapp darüber auf
Jahressicht. Für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland rechnet der IWF aktuell ebenfalls
mit einem Konjunkturplus von 1,6 %. Das DIW rechnete bis dato noch mit einem Wachstum
des Bruttoinlandsprodukts von real 1,7 %, wies aber im "Konjunkturbarometer" vom Juni
2016 darauf hin, dass die Konjunktur in Deutschland nach der "Brexit"-Entscheidung
in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Schwung verlieren könnte. Entwicklung am GetränkemarktHinsichtlich der Entwicklung des nationalen und internationalen Spirituosenmarkts
haben sich nach Erkenntnis der Berentzen-Gruppe seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
für das Geschäftsjahr 2015 im März diesen Jahres tendenziell insgesamt keine wesentlichen
Veränderungen ergeben. Vor diesem Hintergrund gelten auf der Grundlage von zur Jahresmitte
weitgehend aktualisierten Daten des britischen Marktforschungsunternehmens Euromonitor
unverändert die dort abgegebenen Prognosen fort, die von einer regional uneinheitlichen
- dabei zwar mit Ausnahmen im Einzelnen, aber tendenziell überwiegend rezessiv verlaufenden
- Entwicklung des Absatzvolumens von Spirituosen im Jahr 2016 in den bedeutsamsten
internationalen Auslandsmärkten der Berentzen-Gruppe ausgehen. Im Einzelnen prognostiziert
Euromonitor für den Spirituosenmarkt in den Niederlanden nach wie vor eine rückläufige
Absatzentwicklung, während diese in Tschechien nunmehr mittelfristig als stabil eingeschätzt
wird. Für den US-amerikanischen Markt erwartet das Marktforschungsunternehmen auch
aktuell Absatzzugewinne im Geschäft mit Spirituosen. In Bezug auf die Türkei bleiben
valide Absatzprognosen nicht nur angesichts anhaltender regulatorischer Hemmnisse
schwierig, gleichwohl hielten die Marktforscher von Euromonitor noch im Juni 2016
aufgrund einer sich bis dahin abzeichnenden Entspannung der politischen und ökonomischen
Lage in der Türkei weiterhin ein leichtes Wachstum des dortigen Spirituosenmarkts
für möglich. Aufgrund der seitdem eingetretenen politischen Entwicklungen sind an
dieser Prognose nach Einschätzung der Berentzen-Gruppe aber zwischenzeitlich berechtigte
Zweifel angebracht. Auf der Grundlage der nationalen Konjunkturerwartungen sowie der möglichen Auswirkungen
externer Einflüsse wie des "Brexit" ist damit zu rechnen, dass im Einzelhandel in
Deutschland der positive Trend der ersten sechs Monate des laufenden Jahres von real
2,3 % Wachstum allenfalls noch stabil bleibt. Gleiches gilt für das vom Statistischen
Bundesamt in der Kategorie "Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren" errechnete reale Umsatzplus
von bislang 2,5 %. Der Absatz von Spirituosen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel
wird allerdings voraussichtlich die Entwicklung des vergangenen Jahres sowie den in
den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gezeigten Rückgang von etwas
mehr als vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres tendenziell fortsetzen.
Unverändert verbleibt es dagegen bei den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr
2015 getroffenen Einschätzungen, dass die allgemeine Marktentwicklung vermutlich nicht
zu einem fühlbaren Wachstumsimpuls im inländischen Spirituosengeschäft mit Markenspirituosen
und Eigen- bzw. Handels- und Zweitmarken führen wird. Keine wesentlichen Veränderungen ergaben sich auch im Hinblick auf die im Geschäftsbericht
2015 für das Geschäftsjahr 2016 getroffene Prognose für die Rahmenbedingungen im Geschäft
mit alkoholfreien Getränken. Die sich aus dem breiten Produktportfolio grundsätzlich
ergebenden Wachstumsperspektiven hängen auch in den letzten sechs Monaten des Geschäftsjahres
nicht zuletzt traditionell von einer für den Konsum von alkoholfreien Getränken günstigen
Wetterlage in den davon umfassten, verbleibenden Sommermonaten ab. Der VDM ging für
das Jahr 2016 zuletzt von einem fortgesetzten positiven Absatztrend für natürliches
Mineralwasser aus, wozu nach Ansicht des VDM auch der Trend zur bewussten Ernährung
und der Wunsch der Verbraucher, sich natürlich, gesund und regional zu ernähren, beiträgt.
Vor diesem Hintergrund und nach den im ersten Geschäftshalbjahres 2016 gezeigten Entwicklungen
sind die Marktaussichten für das Geschäft mit Erfrischungsgetränken nach Einschätzung
der Berentzen-Gruppe weiterhin grundsätzlich eher zurückhaltend zu beurteilen, sodass
der inländische Absatz von alkoholfreien Getränken im Vergleich zum Jahr 2015 insgesamt
voraussichtlich kaum mehr als stabil bleiben wird. Mit Verweis auf die Darstellung der Entwicklung am Getränkemarkt im Wirtschaftsbericht
(Abschnitt 2.1) sind nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe ganzheitliche, belastbare
Marktdaten für das Segment Frischsaftsysteme praktisch nicht verfügbar, so dass indikativ
auf die Marktentwicklung von frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten
Fruchtsäften und auch Smoothies zurückgegriffen wird. Auch im Hinblick auf diesen
Geschäftsbereich haben sich keine Abweichungen zu den im Geschäftsbericht 2015 getroffenen
Prognosen ergeben. Insoweit geht die Berentzen-Gruppe nach interner Einschätzung -
ebenso wie vorstehend der VDM und der VdF für den deutschen Markt - weiterhin davon
aus, dass der bereits langjährig zu beobachtende Trend zu bewusster und gesunder Ernährung
weiter anhalten wird und mit dieser, wenngleich absolut noch auf vergleichsweise geringem
Niveau, die in der Vergangenheit verzeichnete und von der 2016 veröffentlichten Marktstudie
der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN für die Jahre 2011 bis 2015
bestätigte positive Absatz- und Umsatzentwicklung bei frischen Getränken mit entsprechenden
Zuwachsraten insbesondere auf den wesentlichen Märkten in Europa, namentlich in Mitteleuropa. (5.2) Voraussichtliche Entwicklung der ErtragslageVoraussichtliche Entwicklung der Segmentescroll
1)
Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der
einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich insbesondere
auf den Erkenntnissen und der jeweils gezeigten Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr
2016, infolge derer die Prognosen zum Teil und in unterschiedlicher Richtung anzupassen
waren. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Konzern - im Vergleich zur im Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2015 getroffenen Prognose - nach wie vor für jeden der vier
Geschäftsbereiche des Konzerns ein positives Segmentergebnis. Vor dem Hintergrund des in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 gezeigten
und jetzt auch für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten, ausgeweiteten Geschäftsumfangs
sowohl im Geschäft mit Markenspirituosen im Inland als auch im Handels- und Zweitmarkengeschäft
wird im Segment Spirituosen nunmehr anstelle eines leichten Rückgangs von einer leichten
Steigerung des Segmentergebnisses ausgegangen. Dagegen trübten sich die Aussichten in den insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen
umfassenden Übrigen Segmenten ein; zwar verbleibt es grundsätzlich bei der Prognose
einer Steigerung des Segmentergebnisses, diese wird voraussichtlich jedoch nur noch
leicht statt deutlich ausfallen. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die bisherige
und die weitere Entwicklung des Spirituosengeschäfts in der Türkei. Spürbare Verbesserungen
des dortigen Marktumfeldes zeichnen sich trotz der zwischenzeitlich aufgehobenen wirtschaftlichen
Sanktionen Russlands gegenwärtig nicht ab, im Gegenteil haben sich die Planungsunsicherheiten
bei einer nur bedingten Einschätzbarkeit nicht nur der marktseitigen, sondern auch
der generellen Rahmenbedingungen nach den jüngsten Terrorakten und der politischen
Entwicklung seit dem Umsturzversuch Mitte Juli 2016 noch weiter erhöht. Insoweit erfolgt
auf der Grundlage der nochmals intensivierten Beobachtung der weiteren Geschäftsentwicklung
auf dem türkischen Markt unter Einbeziehung sämtlicher Rahmenbedingungen eine zugleich
permanente wie auch zeitnahe, ergebnisoffene Prüfung jeglicher Handlungsoptionen. Im Segment Alkoholfreie Getränke wird - vornehmlich getragen von einer positiven Entwicklung
des Konzessionsgeschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe, bei den
unter der eigenen Marke Mio Mio vertriebenen Getränken sowie im Geschäft mit Mineralwässern
eigener Marken - unverändert von einer deutlichen Steigerung des Segmentergebnisses
ausgegangen. Die Prognose für das Segmentergebnis im Geschäftsbereich Frischsaftsysteme für das
Geschäftsjahr 2016 lautet nunmehr auf eine leichte anstelle einer deutlichen Steigerung.
Diese Veränderung liegt weniger in der Entwicklung des Geschäftsumfangs als vielmehr
insbesondere in den bereits in der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres festzustellenden
Auswirkungen der infolge der witterungsbedingt schlechten Erntebilanzen und Einschränkungen
der Fruchtqualitäten gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen)
sowie spürbaren zusätzlichen Aufwendungen für qualitätssichernde Maßnahmen und durch
Schwund begründet. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist in der zweiten Geschäftsjahreshälfte
insoweit keine die Kosten des Einkaufs begünstigende Veränderung des Preisniveaus
zu erwarten, zumal sich die genannten Ursachen auf alle europäischen und außereuropäischen
Anbaugebiete, aus denen die Früchte je nach Erntesaison bezogen werden, erstrecken. Voraussichtliche Entwicklung der Konzerngesamtleistung und des Konzernbetriebsergebnissesscroll
Für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt die Berentzen-Gruppe ihre im Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2015 getroffenen Prognosen in Bezug auf eine deutliche Verbesserung
des bereinigten Konzernbetriebsergebnisses (Konzern-EBIT), einer spürbaren Erhöhung
des bereinigten Konzernbetriebsergebnisses vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) sowie
einer erheblichen Steigerung der Konzerngesamtleistung. Aus den zuvor dargestellten Veränderungen hinsichtlich der Prognosen einzelner Segmentergebnisse
werden demnach keine Auswirkungen auf die voraussichtliche Entwicklung der ertragsbezogenen
Prognosegrößen für den Konzern insgesamt erwartet. Ungeachtet des Zeitpunkts des Vollzugs des Austritt Großbritanniens aus der EU rechnet
die Berentzen-Gruppe gegenwärtig nicht mit wesentlichen Auswirkungen daraus auf das
operative Geschäft und damit auf die Ertragslage des Konzerns. Insbesondere absatzseitig
ist der britische Markt für die einzelnen Segmente der Unternehmensgruppe bislang
noch von untergeordneter bzw. - speziell für das Segment Alkoholfreie Getränke - ohne
Bedeutung. (5.3) Voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und VermögenslageAuf der Grundlage der vorstehend dargestellten und darin weitgehend bestätigten erwarteten
Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit bleibt die Berentzen-Gruppe bei ihrer
im Geschäftsbericht 2015 für das Geschäftsjahr 2016 getroffenen grundsätzlichen Prognose,
dass sich die bislang gute bzw. solide Finanz- und Vermögenslage des Konzerns insoweit
zusammengefasst nicht wesentlich verändert darstellen wird. Ausgangspunkt ist dabei die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 31. Dezember
2015. Im Einzelnen ergeben sich konkret folgende, zum Teil veränderte Prognosen für
das laufende - und jeweils in Relation zum vorhergehenden - Geschäftsjahr: Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlagescroll
Entsprechend der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung rechnet die Unternehmensgruppe
weiterhin mit einer erheblichen Verbesserung des Erfolgswirtschaftlichen Cashflows. Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslagescroll
Ebenfalls entsprechend der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung erwartet
die Berentzen-Gruppe zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wie bisher absolut betrachtet
eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals. Unter Berücksichtigung der im Rahmen der voraussichtlichen
Ausweitung des Geschäftsumfangs eintretenden Veränderungen der übrigen für die Berechnung
dieser Steuerungskennzahl maßgeblichen Bilanzparameter wird sich die Bereinigte Konzerneigenkapitalquote
nunmehr voraussichtlich leicht steigern. Den Nettoverschuldungsgrad bestimmt die Berentzen-Gruppe als Verhältnis der Nettofinanzschulden
bzw. der Nettoliquidität zum Konzerneigenkapital. Die Nettofinanzschulden bzw. Nettoliquidität
errechnen sich dabei durch Subtraktion der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von den kurz- und langfristigen Finanzschulden des Konzerns. Da die Höhe der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente die Summe der lang- und kurzfristigen Finanzschulden
zum 31. Dezember 2015 überstieg, stellte sich der Nettoverschuldungsgrad infolge der
damit bestehenden Nettoliquidität zu diesem Zeitpunkt negativ dar. Dementsprechend
beschreibt eine Steigerung des Nettoverschuldungsgrades mathematisch die Verringerung
dieser Nettoliquidität, ein Rückgang hingegen deren Zunahme. Aufgrund aktuell vorgesehener
Maßnahmen zur weiteren Optimierung des Working Capitals mit dem Ziel, dieses trotz
einer erwarteten Ausweitung des Geschäftsumfangs weiter zu reduzieren, rechnet die
Berentzen-Gruppe in Auswirkung dessen zum Schluss des Geschäftsjahres 2016 jetzt mit
einem leichten Anstieg der Nettoliquidität im Vergleich zum vorangegangenen Abschlussstichtag.
Aus dem Zusammenspiel der genannten Faktoren mit der erwarteten Erhöhung des Konzerneigenkapitals
resultiert nunmehr rechnerisch ein insgesamt unwesentlicher Rückgang des Nettoverschuldungsgrades,
nachdem diesbezüglich bislang eine erhebliche Steigerung prognostiziert wurde. Nach dem aktuellen Stand der integrierten Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2016
wird sich die Finanzierungsstruktur der Unternehmensgruppe insgesamt weiterhin ausgewogen
darstellen, allerdings unterliegen die zur Steuerung herangezogenen Bestandsgrößen
in nicht unerheblichem Maße auch stichtagsbedingten Effekten. Sowohl die Finanzierungsstruktur
im Allgemeinen als auch die vermögensbezogenen Prognosegrößen bzw. Steuerungskennzahlen
im Besonderen können ferner insbesondere in Abhängigkeit von Art, Höhe und Zeitpunkt
der Inanspruchnahme eines zur zumindest teilweisen Refinanzierung der im Oktober 2017
zur Rückzahlung fälligen Unternehmensanleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
mit einem Emissionsvolumen von 50,0 Mio. Euro verwendeten Fremdfinanzierungsinstruments
wesentlich beeinflusst werden. (5.4) Prognoserelevante Sondereffekte aus Ereignissen im ersten GeschäftshalbjahrIm ersten Geschäftshalbjahr 2016 sind keine prognoserelevanten Sondereffekte, die
in den vorstehenden Prognosen zu berücksichtigen gewesen wären, eingetreten. (5.5) Voraussichtliche Entwicklung des KonzernsInsgesamt hat die Berentzen-Gruppe keine neuen Erkenntnisse darüber, dass sich die
im Geschäftsbericht 2015 für das Geschäftsjahr 2016 abgegebenen wesentlichen Prognosen
und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich verändert
haben, wenngleich wie vorstehend berichtet einzelne Prognosen in unterschiedlicher
Richtung anzupassen waren. Zusammenfassend wird somit weiterhin eine spürbar positive
Entwicklung der Ertragslage sowie - gemessen an den einschlägigen Steuerungskennzahlen
- eine nicht wesentlich veränderte gute bzw. solide Finanz- und Vermögenslage der
Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2016 erwartet. Grundlage dieser Prognosen ist insbesondere eine gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres
2015 unveränderte Konzernstruktur. Dementsprechend können sich wesentliche Abweichungen
davon zunächst aus der Realisierung möglicher Opportunitäten zu weiteren Unternehmensakquisitionen
ergeben. Ferner ist die tatsächliche Geschäftsentwicklung nicht zuletzt vom gesamtwirtschaftlichen
und branchenbezogenen Umfeld abhängig und kann durch weitergehende nachteilige Veränderungen
der dargestellten Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Sowohl positive als
auch negative Abweichungen von den Prognosen können außerdem nicht nur aus den im
vorliegenden und den im Zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern)
und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 enthaltenen
Risiko- und Chancenbericht beschriebenen, sondern auch aus zum Zeitpunkt der Aufstellung
dieses Konzernzwischenlageberichts nicht erkennbaren Risiken und Chancen resultieren. KonzernhalbjahresabschlussKonzernbilanz zum 30. Juni 2016AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Verkürzter Konzernanhang(1) Grundlagen und Methoden(1.1) Informationen zum UnternehmenDie Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach
deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haselünne, Ritterstraße 7, 49740
Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB
120444) eingetragen. Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen
Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse
(General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind. Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen
Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien
Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. (1.2) Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernhalbjahresabschlusses der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Grundlagen der RechnungslegungDer vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2016 wurde gemäß § 37w WpHG
sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den
diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen
Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere
wurde IAS 34 "Zwischenberichterstattung" angewendet; ergänzend wurde der "Deutsche
Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung" beachtet. Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen mit folgender Ausnahme grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses
zum Ende des Geschäftsjahres 2015: In der Zwischenberichtsperiode erfolgt die Ermittlung des Ertragsteueraufwands gemäß
IAS 34 i.V.m. IAS 12 auf der Grundlage der besten Schätzung des aktuell erwarteten
effektiven Ertragsteuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr. Dieser Ertragsteuersatz
wird auf das Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode angewendet. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015,
der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht. Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2016 und der Konzernzwischenlagebericht
für das erste Geschäftshalbjahr 2016 wurden weder einer freiwilligen prüferischen
Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und dem zusammengefassten Lagebericht
der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das
Geschäftsjahr 2015 gelesen werden. Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum
30. Juni 2016 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2016
wurden vom Vorstand am 15. August 2016 zur Veröffentlichung freigegeben. (1.3) Neue IFRS- bzw. geänderte IAS-RechnungslegungsvorschriftenDie folgenden seit dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden Änderungen der
IFRS haben die Darstellung des Konzernhalbjahresabschlusses nicht bzw. nicht wesentlich
beeinflusst: scroll
Nähere Ausführungen zu den Neuerungen sind im Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (1.3) "Neue IFRS- bzw. geänderte IAS-Rechnungslegungsvorschriften",
enthalten. (1.4) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015
unverändert. (1.5) Annahmen und SchätzungenIm Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand
Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung
von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen
Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2016
endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung
zukünftiger Ergebnisse zu. Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2015 mit folgender Ausnahme unverändert: Für die Schätzung der Verbindlichkeit aus Pfandgeldern / Pfandrückstellung für das
Segment Alkoholfreie Getränke ergibt sich saisonal bedingt eine höhere Umschlagshäufigkeit
für Pfandgebinde als zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015. In Folge dessen ist die
Verbindlichkeit um TEUR 233 (30.06.2015: TEUR 206) geringer als bei Anwendung der
Berechnungsmethode zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015. (1.6) Konjunkturelle und saisonale EinflüsseDie Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen
und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) "Segmentberichterstattung"
näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr
in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten.
Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang
der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke
die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung
ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten
Einflüsse festzustellen. Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig
ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr. (2) Erläuterungen zur Konzernbilanz(2.1) Langfristig gebundene VermögenswerteInvestitionenIm ersten Geschäftshalbjahr 2016 sind TEUR 1.628 (1. HJ 2015: TEUR 2.638) in immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte investiert worden. Anschaffungen und Veräußerungen von SachanlagenAls wesentliche in diesem Zeitraum vorgenommene Sachanlageinvestitionen sind zu nennen: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen betrugen insgesamt
TEUR 21 (1. HJ 2015: TEUR 923), der Zufluss liquider Mittel daraus TEUR 74 (1. HJ
2015: TEUR 1.453). Verpflichtungen zum Kauf von SachanlagenZum 30. Juni 2016 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe
von TEUR 329 (31.12.2015: TEUR 800). (2.2) Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbertragungen von finanziellen VermögenswertenIm Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme
von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen
auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 45.000 (31.12.2015:
TEUR 45.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei
weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten,
sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen
Forderungen begrenzt werden. Zum 30. Juni 2016 waren TEUR 45.863 (31.12.2015: TEUR 58.174) Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten.
Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken
und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IAS 39.20a
die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko
wurde zum 30. Juni 2016 ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe
von TEUR 169 (31.12.2015: TEUR 262) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde
eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst. Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten
in Höhe von TEUR 7.313 (31.12.2015: TEUR 9.027) einbehalten, die unter den sonstigen
kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. (2.3) EigenkapitalEigene Anteile / eigene AktienUnter gleichzeitiger Aufhebung der von der Hauptversammlung am 22. Mai 2014 beschlossenen
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde der Vorstand durch Beschluss der außerordentlichen
Hauptversammlung vom 20. Juli 2015 ermächtigt, bis zum 21. Juli 2020 Stamm- bzw. Vorzugsaktien
der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital
von insgesamt bis zu TEUR 2.496 zu erwerben mit der Maßgabe, dass auf die aufgrund
dieser Ermächtigung zu erwerbenden Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft,
welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach §§
71d und 71e AktG zuzurechnen sind, nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals der
Gesellschaft entfallen. Der Handel mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen. Die Ermächtigung
kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums
bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens, einmalig oder verteilt auf verschiedene
Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien, die aufgrund der
vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken
zu verwenden, einschließlich der Veräußerung oder Einziehung. Der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat am 21. Juli 2015 beschlossen,
von der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. Juli 2015 zum
Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen und ab dem 27.
Juli 2015 bis auf weiteres Vorzugs- und, nach Vollzug der am 20. Juli 2015 von der
außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre
vom gleichen Tag beschlossenen Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien, Stammaktien
der Gesellschaft bis zu einem Gesamtvolumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal
TEUR 1.500 über die Börse zu erwerben. Die Ermächtigung bzw. der Erwerb dienen insbesondere dazu, es der Gesellschaft zu
ermöglichen, sich bei einer Veräußerung der eigenen Aktien über die Börse oder im
Rahmen eines öffentlichen Verkaufsangebots unter anderem vereinfacht Mittel zu beschaffen
und damit eine angemessene Eigenkapitalausstattung zu sichern, ferner, die eigenen
Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen,
Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung anbieten und
dabei schnell und flexibel auf sich dazu bietenden Gelegenheiten nutzen zu können.
Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, gegebenenfalls Umtausch-
oder Bezugsrechte oder Wandlungspflichten aus ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen
zu bedienen, ohne dabei auf die Durchführung einer Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital
oder aus genehmigtem Kapital beschränkt zu sein. Angaben zum Bestand an eigenen Aktien sowie über deren Erwerb in den Geschäftsjahren
2015 und 2016 enthält die nachfolgende Übersicht: scroll
1)
Exkl. Transaktionskosten in Höhe von TEUR 7. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 971 zwischen dem rechnerischen Nennbetrag
von TEUR 536 und den Anschaffungskosten erworbener eigener Anteile von TEUR 1.507
wurde im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 775 bzw. im ersten Geschäftshalbjahr
2016 in Höhe von weiteren TEUR 195 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Gewinnverwendung / DividendeNach dem Aktiengesetz bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung
an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss
der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr
2015 in Höhe von rund TEUR 4.572 zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter
Stammaktie für das Geschäftsjahr 2015 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung
vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung
gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entsprach
dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 1.880 und einem Vortrag auf neue Rechnung
in Höhe von rund TEUR 2.691. scroll
(2.4) Langfristige RückstellungenDie langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
PensionsrückstellungenDie unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen stellen sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt
dar: scroll
Den auf leistungsorientierten Plänen beruhenden Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen
inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach
Beendigung des Arbeitsverhältnisses ( Alters-, Invaliden-, und Witwenrente) zugrunde,
die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen
Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder
dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Neu eintretende Mitarbeiter erhalten
derzeit keine Zusagen aus leistungsorientierten Plänen. Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche
Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren
("Projected Unit Credit Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined
Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen
Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate
für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zum 31.
Dezember 2015 unverändert blieben. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation - DBO) zum
30. Juni 2016 zeigt die nachfolgende Tabelle: scroll
Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Andere langfristige RückstellungenFolgende Rückstellungen werden als andere langfristige Rückstellungen in der Bilanz
gesondert ausgewiesen: scroll
Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten
wird auf den Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang
Note (4.9) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen", verwiesen. (2.5) Langfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich im Vergleich zum 31. Dezember
2015 wie folgt: scroll
Seit dem 9. Oktober 2012 ist eine Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
(ISIN: DE000A1RE1V3, WKN: A1RE1V) im Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr
der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für Anleihen notiert. Die
Unternehmensanleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von TEUR 50.000 und einer Laufzeit
von fünf Jahren ist nominal mit 6,50 % p.a. verzinst, die Zinszahlungen sind jeweils
am 18. Oktober eines jeden Jahres während der Laufzeit fällig. Nach Abzug der mit
der Emission verbundenen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.059 ergab sich ein Nettoemissionserlös
in Höhe von TEUR 48.941, bei einem Effektivzins von 7,03 %. (2.6) Verbindlichkeiten aus BranntweinsteuerDie Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer stellen sich im Vergleich zum 31. Dezember
2015 wie folgt dar: scroll
Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2016 betrifft die angemeldete inländische Branntweinsteuer
für die Monate Mai und Juni 2016 in Höhe von insgesamt TEUR 34.584. Der Bilanzausweis
zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 44.258 umfasst die angemeldete inländische
Branntweinsteuer für die Monate November und Dezember 2015, die nach den Vorschriften
des deutschen Branntweinsteuermonopolgesetzes im Januar bzw. Februar 2016 zur Zahlung
fällig war. (2.7) Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie Entwicklung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellt sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 432 (31.12.2015:
TEUR 0) handelt es sich im Wesentlichen um die Kontokorrentverbindlichkeiten eines
ausländischen Konzernunternehmens. (2.8) FinanzinstrumenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher
entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden
Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte von Ausleihungen entsprechen den Barwerten der mit den
Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen
Zinsparameter. Für Finanzinstrumente, die der Kategorie zur "Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
angehören, wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile,
ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht vorhanden. Ihr beizulegender Zeitwert kann nicht
verlässlich ermittelt werden. Eine Veräußerung dieser finanziellen Vermögenswerte
ist derzeit nicht vorgesehen. Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Kurswert der
Gesamtnominale, ermittelt anhand der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Der beizulegende
Zeitwert ist der Ebene 1 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts" zuzuordnen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten
haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie die Verbindlichkeiten
gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen entsprechen ihren Buchwerten,
da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und die Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich
sind. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) wird nach
der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum
Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist
der Ebene 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung
zum Fair Value entstand saldiert ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 29
(1. HJ 2015: negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 101). Die verschiedenen Ebenen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt
dar:
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von FinanzinstrumentenDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzernhalbjahresabschluss
erfassten Finanzinstrumente: scroll
Aggregierte Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von FinanzinstrumentenDie Summen der Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente entsprechend
den Bewertungskategorien des IAS 39 stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
(3) Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(3.1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf das Segment Spirituosen. Sie setzen sich
wie folgt zusammen: scroll
1)
Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. (3.2) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr
des Vorjahres wie folgt dar: scroll
(3.3) Wertminderungen/-aufholungen auf VermögenswerteDie Wertminderungen bzw. Wertaufholungen auf Vermögenswerte ergaben sich wie folgt: scroll
Nachdem zum 30. Juni 2013 - in Folge der Mitteilung des PepsiCo-Konzerns über die
Beendigung der seinerzeit noch bestehenden Konzessionsverträge - ein anlassbezogener
Impairment-Test der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating
Unit - CGU), dem Segment Alkoholfreie Getränke, durchgeführt und dabei ein Wertminderungsbedarf
in Höhe von TEUR 3.225 ermittelt wurde, ergab die gem. IAS 36 vorzunehmende Überprüfung
zum 30. Juni 2015, dass auf die zuvor vorgenommenen Wertminderungen nunmehr Wertaufholungen
in Höhe von TEUR 641 sowie zusätzliche Wertminderungen in Höhe von TEUR 171 vorzunehmen
waren. Die zu erfassenden Wertaufholungen entfielen in Höhe von TEUR 637 auf technische Anlagen
und Maschinen, in Höhe von TEUR 3 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie in Höhe von TEUR 1 auf immaterielle Vermögenswerte. Der zusätzlich ermittelte
Wertminderungsbedarf bezog sich in Höhe von TEUR 79 auf technische Anlagen und Maschinen,
in Höhe von TEUR 2 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von
TEUR 90 auf Grundstücke. Saldiert ergab sich ein positiver Ergebniseffekt in Höhe
von TEUR 470, der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar
bis 30. Juni 2015 unter dem Posten "Wertminderungen/-aufholungen auf Vermögenswerte"
erfasst wurde und ausschließlich dem berichtspflichtigen Segment Alkoholfreie Getränke
zuzuordnen war. Nähere Erläuterungen und Angaben zur vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfung sind im
Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note
(3.7) "Wertminderungen/ -aufholungen auf Vermögenswerte", veröffentlicht. (3.4) ErtragsteueraufwandDer Ertragsteueraufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das erste Geschäftshalbjahr
setzt sich wie folgt zusammen: scroll
(4) Sonstige Erläuterungen(4.1) Verkürzte Konzern-KapitalflussrechnungDie Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im
Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt 2.2.1 Finanzlage auf den
Seiten 17 f. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 36 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts. (4.2) SegmentberichterstattungGeschäftssegmenteDie Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Hierbei
sind die Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen,
deren Segmentergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im
Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und
der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden. Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen
Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl
"Deckungsbeitrag nach Marketingetats". Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der
Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert. Es wurden drei berichtspflichtige Segmente - Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und
Frischsaftsysteme - identifiziert, die sich bezüglich des Produktionsverfahrens und
der Produkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Unter den Übrigen Segmenten
wird im Wesentlichen das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen erfasst. Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich
auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung
der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung. Der Posten "Intersegmentäre Umsätze" umfasst die Konsolidierung von Geschäftsbeziehungen
zwischen den Segmenten. In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Geschäftsfelder
im Geschäft mit Spirituosen, "Marke Inland" sowie "Handels- und Zweitmarken", aufgrund
gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu
einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Der Konzern war im Geschäftsjahr 2015 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016
in folgenden Segmenten tätig:
SegmentdatenDie Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den Intersegmentumsätzen zwischen
den Segmenten und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe
der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die
Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten
Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten. In dem Segmentergebnis "Deckungsbeitrag nach Marketingetats" sind direkt anfallende
Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für
den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling,
Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen
Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Etats vollständig
für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet
wird. Der Erfolgsermittlung liegen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Abgrenzungsgrundsätze wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zugrunde. In der Segmentberichterstattung für das erste Geschäftshalbjahr 2015 wurden in der
Zeile "Korrektur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" die Anpassungen an die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Abgrenzungsgrundsätze, die dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2015 zugrunde lagen, gegenüber der internen Berichterstattung, der
primär eine Steuerungsfunktion zukam, ausgewiesen. Hierbei handelte es sich um wesentliche
betriebliche Aufwendungen für Marketing und Werbung, die unabhängig von ihrem Entstehungszeitpunkt
in der internen Berichterstattung zeitanteilig verteilt wurden. Je nach Aufwandsverlauf
im ersten Halbjahr eines Geschäftsjahrs konnte diese Überleitungsdifferenz gegenüber
der Konzern-Gesamtergebnisrechnung positiv oder negativ sein. Diese zeitliche Überleitungsdifferenz
glich sich zum Jahresende wieder aus. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die interne Berichterstattung
insoweit an die Vorgaben des IAS 34 angepasst, sodass solche Anpassungen in der Segmentberichterstattung
für das erste Geschäftshalbjahr 2016 nicht mehr vorzunehmen waren. Darüber hinaus erfolgte gegenüber der Darstellung in der Vorperiode keine Veränderung
bei der Segmentierung und der Bewertung. Das Vermögen und die Schulden werden im für die Entscheidungsträger des Konzerns vorliegenden
internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt.
Somit erhält der Vorstand in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben
zum Segmentvermögen. Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
1)
Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2015scroll
1)
Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen. (4.3) Eventualverbindlichkeiten und nicht bilanzierte vertragliche VerpflichtungenDie Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt
entwickelt: scroll
Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften
in Höhe von TEUR 776 (31.12.2015: TEUR 776). Zum 30. Juni 2016 wurden durch diese
Bürgschaften tatsächliche Branntweinsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.584
(31.12.2015: TEUR 44.258) besichert. Am 4. März 2013 mit Wirkung zum 1. Februar 2013 sowie am 15. Dezember 2015 mit Wirkung
zum 1. April 2016 schloss die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zwei Dienstleistungsverträge
über die Erbringung von Vertriebsdienstleistungen an die Gesellschaft ab. Diese Dienstleistungsverträge
haben Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2017 bzw. bis zum 31. März 2018. Aus ihnen ergibt
sich zum 30. Juni 2016 eine Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 1.709 (31.12.2015:
TEUR 2.214). Außerdem verpflichtete sich eine ausländische Konzerngesellschaft mit Vertrag vom
4. April 2016, bis zum November 2018 revolvierend Vorauszahlungen für die fortlaufende
Anschaffung von Vorräten an einen Lieferanten zu leisten. Aus diesem Vertrag ergibt
sich zum 30. Juni 2016 noch eine Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 883. (4.4) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Berichterstattung nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen" bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen,
soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende
Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 (revised 2009) gelten insbesondere Unternehmen,
die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen,
die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss
haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen
eine Schlüsselposition bekleiden. Nahestehende UnternehmenDie Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gehört der AURELIUS-Unternehmensgruppe, Grünwald,
Deutschland, an. Damit stehen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft sämtliche der
AURELIUS-Unternehmensgruppe angehörenden Unternehmen im Sinne des IAS 24 nahe. Mutterunternehmen und oberstes beherrschendes MutterunternehmenZum 31. Dezember 2015 hielt das oberste, beherrschende Mutterunternehmen der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft, die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (vormals: AURELIUS
SE & Co. KGaA), Grünwald, direkt und indirekt über die von ihr beherrschte BGAG Beteiligungs
GmbH, Grünwald, dem unmittelbaren Mutterunternehmen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft,
ohne Berücksichtigung der von der Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt gehaltenen eigenen
Aktien rund 51,6 % des Grundkapitals und damit der Stimmrechte an der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft. Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und die BGAG Beteiligungs GmbH hielten
im Anschluss an Anfang März 2016 und Ende April 2016 erfolgte Veräußerungen einer
entsprechenden Anzahl Stammaktien an institutionelle Investoren ohne Berücksichtigung
der von der Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt gehaltenen eigenen Aktien indirekt bzw.
direkt noch rund 18,8 % des Grundkapitals und damit der Stimmrechte an der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft. Die Besetzung des Aufsichtsrats sowie die Gestaltung der gesellschaftsrechtlichen
Kompetenzordnung in der Innenorganisation zwischen den Organen der Berentzen-Gruppe
Aktiengesellschaft blieben seitdem nahezu bzw. gänzlich unverändert. Nach den für
die Beurteilung dessen nicht allein auf das Kriterium der Stimmrechte bzw. Stimmrechtsmehrheit
abstellenden International Financial Reporting Standards gelten damit zum 30. Juni
2016 und weiterhin die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA als oberstes, beherrschendes
Mutterunternehmen und die BGAG Beteiligungs GmbH als unmittelbares Mutterunternehmen
der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft. Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Transaktionenscroll
Forderungen und Verbindlichkeiten aus erbrachten und empfangenen Gütern und Leistungenscroll
Nahestehende PersonenNahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft. VorstandDie Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie
folgt dar: scroll
Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten
Geschäftshalbjahr 2016 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe
von TEUR 52 (1. HJ 2015: TEUR 52). Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt
zum 30. Juni 2016 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 919 (31.12.2015: TEUR 950). AufsichtsratDen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats
kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 59
(1. HJ 2015: TEUR 65) gewährt. Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten
die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig
fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 69 (1. HJ 2015: TEUR 63). Weitere Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2016 offenen Posten gegen bzw. gegenüber
nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für
Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen
bestehen keine Garantien. Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende
Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2016 nicht, dementsprechend sind dafür
keine Rückstellungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 wurde kein
Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
oder Personen erfasst. (4.5) Ereignisse nach dem Stichtag des KonzernhalbjahresabschlussesNach dem Stichtag des Konzernhalbjahresabschlusses sind keine Ereignisse von besonderer
Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
des Konzerns eingetreten. Haselünne, den 15. August 2016 Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
Erklärungen und weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Haselünne, den 15. August 2016 Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
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