![]() Berentzen-Gruppe AktiengesellschaftHaselünneHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025A. Konzernzwischenlagebericht(1) Grundlagen des KonzernsMit einer Unternehmensgeschichte von über 265 Jahren ist die Berentzen-Gruppe einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr als 20 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht. Das Geschäft der Berentzen-Gruppe ist in die Segmente Spirituosen, Alkoholfreie Getränke, Frischsaftsysteme und die Übrigen Segmente aufgegliedert. Für eine detaillierte Beschreibung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie der Aufteilung in die Segmente wird auf den Geschäftsbericht 2024 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Zusammengefasster Lagebericht Abschnitt (1) „Grundlagen des Konzerns“ verwiesen. (2) Wirtschaftsbericht(2.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftDie Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal 2025 abgeschwächt – eine Entwicklung, die sich voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf neue Handelskonflikte, insbesondere weitreichende US-Zölle und entsprechende Gegenmaßnahmen wichtiger Handelspartner, die den Welthandel belasten. Wie das ifo Institut im Juni berichtete, stieg die Wirtschaftsleistung im Euroraum zu Jahresbeginn zwar merklich, dieses war jedoch maßgeblich auf Sondereffekte im Außenhandel, insbesondere vorgezogene Pharmaexporte aus Irland in die USA, zurückzuführen. Die Konsumnachfrage blieb hingegen trotz günstiger Rahmenbedingungen verhalten: Die Inflation lag zuletzt nur noch knapp über 2 %, die Realeinkommen stiegen weiter und die Arbeitslosigkeit blieb niedrig. Zudem hat die EZB ihre Leitzinsen in den vergangenen Monaten spürbar gesenkt. Wie das Statistische Bundesamt im Mai mitteilte, zeigte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2025 eine leichte Erholung. Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 0,4 % über dem Wert des Vorquartals, allerdings 0,2 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Positive Impulse gingen dabei vom Außenhandel aus: Die Exporte stiegen deutlich, während auch die Importe zunahmen. Zudem erhöhten sich die privaten Konsumausgaben, während die staatlichen Konsumausgaben leicht sanken. Entwicklung am Getränkemarkt
1) Stat. Bundesamt. Die Verbraucherpreise in Deutschland zeigten sich von Januar bis Juni 2025 insgesamt leicht über dem Vorjahresniveau, wobei sich die Teuerung zuletzt abgeschwächt hat. Rückläufige Energiepreise wirkten dabei dämpfend auf die Gesamtinflation. Dennoch blieb der Preisauftrieb in einzelnen Bereichen bestehen: Besonders im Dienstleistungssektor kam es weiterhin zu deutlichen Preissteigerungen. Bei Nahrungsmitteln standen auffälligen Preiserhöhungen zugleich auch spürbare Preisrückgänge gegenüber, was die Teuerung in diesem Bereich insgesamt abmilderte. In den für die Berentzen-Gruppe relevanten Kategorien, darunter alkoholische Getränke und Tabakwaren, war damit erneut eine erhöhte Teuerung zu beobachten.
1) Stat. Bundesamt, Pressemitteilung v. 30.05.2025. Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist von Januar bis April 2025 real um 2,4 % gestiegen, wobei der Zuwachs im Lebensmitteleinzelhandel mit 0,9 % geringer ausfiel. Nominal erhöhte sich der Einzelhandelsumsatz um 3,4 %, der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel stieg nominal um 3,3 % und damit nahezu gleich stark.
1) Stat. Bundesamt, Pressemitteilung v. 21.07.2025. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel ist das deutsche Gastgewerbe ein weiterer Vertriebskanal für Spirituosen und alkoholfreie Getränke der Berentzen-Gruppe. In diesem Vertriebskanal sind die Umsätze im Zeitraum von Januar bis Mai 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärker gesunken, wobei im Monat Mai mit -4,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat der stärkste Umsatzeinbruch der letzten drei Jahre verzeichnet wurde. Spirituosen
1) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH >= 200 qm (inkl. HD) + DM + C&C + GAM. 2) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH + DM. Im Spirituosenmarkt im Handel führte die verstärkte Konsumzurückhaltung zu sinkenden Absatzzahlen. Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch deutlicher zurück. Sowohl Handels- als auch Herstellermarken waren von der rückläufigen Entwicklung betroffen: Während die Absatz- und Umsatzzahlen der Handelsmarken moderat zurückgingen, verzeichneten die Herstellermarken deutlich stärkere Rückgänge. Auch im Lebensmitteleinzelhandel sowie in Drogeriemärkten waren sowohl Absatz als auch Umsatz rückläufig. Alkoholfreie Getränke
1) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH >= 200 qm + DM + GAM + C&C. Für alkoholfreie Getränke im Handel zeigte sich ein leichter Absatzanstieg, wohingegen die Umsätze deutlich stärker zulegten – was vor allem auf Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind ganzheitliche, belastbare Marktdaten nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe praktisch nicht verfügbar. Die Gruppe sieht die Verbrauchernachfrage nach frischen Lebensmitteln, insbesondere Direktsäften, frisch gepressten Säften und Smoothies, als Indikator für dieses Segment. Der Trend zu bewusster Ernährung prägt weiterhin das Konsumverhalten, wobei Frische, Herkunft und Nachvollziehbarkeit eine große Rolle spielen. Im Geschäftsjahr 2024 stiegen die Preise für Orangensaftkonzentrat und Fertigsäfte erheblich, während die Preise für unbehandelte Orangen stabil blieben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die Verbraucherpreise für Orangensaft und vergleichbare Fruchtsäfte in Deutschland auch in der ersten Hälfte des Jahres 2025 weiter an. (2.2) Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage(2.2.1) Geschäftsverlauf – Wesentliche Entwicklungen und EreignisseFür den Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Berentzen-Gruppe wesentliche Ereignisse sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. (2.2.2) ErtragslageDie nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind entsprechend der Definition des normalisierten Konzern-EBIT einzelne Posten um aufwands- bzw. ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt. Das im Zusammenhang mit der hochinflationären Volkswirtschaft in der Türkei stehende „Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ ist gleichfalls nicht Bestandteil des normalisierten Konzern-EBIT. Bisher wurden Erträge und Aufwendungen aus bestimmten Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die sich aus Abweichungen zwischen der gebildeten und der tatsächlichen Höhe ergeben, im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Das Management ist jedoch der Ansicht, dass es sachgerechter ist, die dadurch entstehenden Erträge und Aufwendungen in der Position der Gesamtergebnisrechnung auszuweisen, in der die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Bildung der Verbindlichkeiten bzw. Rückstellung erfasst wurden. Daher wurde der Ausweis zum 30. Juni 2025 geändert.
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Konzernumsatzerlöse
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Umsatzentwicklung in den einzelnen SegmentenDie Umsatzentwicklung der Produktgruppen und ‑kategorien stellt einen wesentlichen Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf dar. Um eine Überleitung der produktgruppenbezogenen Umsatzerlöse in den Segmenten Spirituosen und Alkoholfreie Getränke zu den in der Segmentberichterstattung dargestellten Umsatzerlösen zu ermöglichen, wurden die sog. Kundenvertriebsetats mit abgebildet. Dabei handelt es sich gemäß IFRS 15 um direkt den Umsatz kürzende Zuschüsse, die zwar den jeweiligen Kunden zugeordnet werden können, jedoch nicht den im Folgenden dargestellten Produkten, Produktgruppen oder Geschäftskategorien. Spirituosen
Die dargestellte Umsatzentwicklung im Segment Spirituosen basiert auf einem insgesamt rückläufigen Absatzvolumen. Im Geschäft mit den Fokusmarken zeigte sich im Berichtszeitraum eine deutlich negative Umsatzentwicklung, wobei sowohl die Marke Berentzen als auch die Marke Puschkin wesentliche Umsatzrückgänge verzeichneten. Hintergrund dieser Entwicklung war insbesondere, dass Vermarktungsmaßnahmen im Discount-Lebensmitteleinzelhandel im zweiten Quartal 2025 nicht realisiert werden konnten. Im Vorjahreszeitraum hatten dagegen solcherart anlassbezogene Aktionsgeschäfte maßgeblich zum Umsatz beigetragen. Darüber hinaus blieb im aktuellen Berichtszeitraum der wachstumsfördernde Effekt von Promotionen hinter dem des ersten Halbjahres 2024 zurück. Der Umsatz mit den Sonstigen Marken, die insbesondere sog. klassische Spirituosen (u. a. Strothmann, Bommerlunder usw.) umfassen, entwickelte sich gleichfalls deutlich rückläufig. Das Export- und Handelsmarkengeschäft zeigte eine uneinheitliche Entwicklung: Während das Umsatzvolumen mit den Premium- und Medium-Handelsmarken – und dabei insbesondere mit Bourbon Whiskey – ein deutliches Plus verzeichnete, verringerte sich der Umsatz im Geschäft mit den Standard-Handelsmarken. Hintergrund dessen war die aktive Entscheidung hin zu einem selektiven Produktmix, welcher bei geringeren Umsätzen die Gesamtmarge dieser Kategorie verbessert hat. Im Exportgeschäft mit Markenspirituosen wurde insbesondere in den Märkten BeNeLux, USA und Japan ein Umsatzrückgang verzeichnet. Alkoholfreie Getränke
Im Segment Alkoholfreie Getränke sank der Umsatz mit Mineralwässern und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 deutlich. Diese Entwicklung ist überwiegend auf die Veräußerung des Standorts Grüneberg zurückzuführen. Als Folge der Transaktion sind zwei Marken (Märkisch Kristall und Grüneberg Quelle) seit dem 1. November 2024 nicht länger Bestandteil des Markenportfolios. Deren Umsatzerlöse betrugen im ersten Halbjahr 2024 etwa 3,9 Mio. Euro. Im Markengeschäft verzeichnete die Kategorie der Fokusmarken eine deutlich positive Entwicklung. Im Geschäft mit den Getränken der Marke Mio Mio kam es erneut zu einem wesentlichen Umsatzwachstum. Die erfolgreiche Markteinführung des Dosengebindes hat zu dieser Entwicklung maßgeblich beigetragen. Das Konzessions- und Lohnfüllgeschäft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr einen deutlichen Umsatzrückgang, der auf die Beendigung des Konzessionsgeschäfts mit der Erfrischungsgetränkemarke Sinalco zum 31. Dezember 2024 zurückzuführen ist. Im Rahmen einer neuen Vertriebsdienstleistungsvereinbarung werden weiterhin – allerdings in wesentlich verringertem Umfang – Umsatzerlöse generiert. Diese werden unter „Übrige und interne Umsätze“ ausgewiesen. Frischsaftsysteme
Der im Zusammenhang mit Fruchtpressen und deren Ersatzteil- und Servicegeschäft generierte Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 deutlich. Wesentliche Ursache dafür waren die höheren Absatzvolumina in den Märkten Österreich und Skandinavien sowie ein umfangreicher Großauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da Neukunden gewonnen werden konnten, wurde im Geschäft mit Abfüllgebinden gleichfalls eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt, wohingegen sich das Geschäft mit Früchten (insbesondere Orangen) überwiegend im Absatzmarkt Österreich in einem wesentlichen Ausmaß negativ entwickelte. Übrige Segmente
Das in den Übrigen Segmenten enthaltene Spirituosengeschäft in der Türkei konnte aufgrund eines in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen ökonomischen Umfeldes, welches hemmend auf das Konsumverhalten der Endverbraucher wirkte, sowie eines nachteiligen Produktmixes nicht an das starke Niveau des Vorjahres anknüpfen. Die Folge dessen war ein deutlicher Umsatzrückgang. Materialaufwand und KonzernrohertragEiner um 11,0 Mio. Euro geringeren Konzerngesamtleistung stand ein um 6,3 Mio. Euro reduzierter Materialaufwand gegenüber. Infolgedessen reduzierte sich der Konzernrohertrag um 4,7 Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote sank dabei unwesentlich auf 55,6 % (55,8 %). Entsprechend erhöhte sich die Konzernrohertragsmarge leicht um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In nahezu allen wesentlichen Rohstoff- und Verpackungsmaterialgruppen zeigten sich die Bezugskosten leicht rückläufig bis stabil. So sanken beispielsweise die Preise für Glasflaschen, während die Kosten für Etiketten leicht anstiegen. In der Materialgruppe Alkohol wurden – mit Ausnahme von Bourbon Whiskey – rückläufige Bezugskosten verzeichnet. Sonstige betriebliche ErträgeDer Umfang der sonstigen betrieblichen Erträge war im ersten Geschäftshalbjahr 2025 mit einer Summe von 0,9 Mio. Euro (2,0 Mio. Euro) deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum: Anders als in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 fielen im Vorjahresvergleichszeitraum im Segment Frischsaftsysteme Erträge aus der Pfandverrechnung in Höhe von 0,6 Mio. Euro an. In der Gesamtposition sind im Übrigen Erträge aus Devisenkursgewinnen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 0,2 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro) enthalten. BetriebsaufwandDer Betriebsaufwand verringerte sich um 10,2 % deutlich auf insgesamt 33,8 Mio. Euro nach 37,7 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum. Aufgrund eines im Vergleich dazu stärkeren Rückgangs der Konzerngesamtleistung um 11,9 % auf 81,2 Mio. Euro (92,2 Mio. Euro) erhöhte sich die Betriebsaufwandsquote jedoch leicht auf 41,7 % (40,9 %). Der Personalaufwand verringerte sich um 1,5 Mio. Euro auf 14,3 Mio. Euro, die Personalaufwandsquote stieg dabei jedoch leicht auf 17,6 % (17,2 %). Der deutlich reduzierte Personalaufwand steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Betriebsstandorts Grüneberg: Die dort zu allokierenden Personalaufwendungen betrugen im ersten Geschäftshalbjahr 2024 etwa 1,6 Mio. Euro. Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren im Konzern 435 (495) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2025 durchschnittlich 359 (432) Vollzeitkräfte beschäftigt. Die laufenden Abschreibungen zeigten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2025 bei einem bis dahin getätigten, geringeren Investitionsvolumen in Höhe von 2,2 Mio. Euro (3,0 Mio. Euro) mit 4,3 Mio. Euro (4,4 Mio. Euro) auf dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum auf 15,2 Mio. Euro (17,5 Mio. Euro). Dabei verminderten sich insbesondere die Verkehrs- und Vertriebskosten um insgesamt 1,6 Mio. Euro, wohingegen der Aufwand für Marketing und Handelswerbung um 0,8 Mio. Euro anstieg. Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29Die Türkei wird als Hochinflationsland gemäß IAS 29 eingestuft, weshalb dieser Standard auf den Einzelabschluss der türkischen Tochtergesellschaft mit der funktionalen Währung Türkische Lira angewendet wird. In dem Posten „Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ werden die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung erfasst, was im ersten Geschäftshalbjahr 2025 zu einem negativen Ergebnis in Höhe von 0,6 Mio. Euro (0,9 Mio. Euro) führte. Dem stand ein positiver Effekt aus der Hochinflationsanpassung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie deren Umrechnung zum Stichtag in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro) gegenüber. Insgesamt wirkte sich die Anwendung des IAS 29 in Höhe von 0,5 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) negativ auf das Konzernergebnis aus. ErgebnissondereffekteIm ersten Geschäftshalbjahr 2025 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigende Ergebnissondereffekte. Im ersten Geschäftshalbjahr 2024 ergab sich im Zusammenhang mit dem Veräußerungsprozess für den Betriebsstandort Grüneberg im Segment Alkoholfreie Getränke ein als solcher zu berücksichtigender Ergebnissondereffekt. Zum einen unterlagen die Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion veräußert wurden, zum 30. Juni 2024 den Regelungen des IFRS 5. Gemäß diesem Rechnungslegungsstandard stellten diese Vermögenswerte und Schulden eine Veräußerungsgruppe dar, die mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten war. Aus dieser Bewertung ergab sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 3,6 Mio. Euro, der als Ergebnissondereffekt erfasst wurde. Zum anderen wurden im Zuge des Verkaufsprozesses sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro als Ergebnissondereffekt erfasst. In Summe ergab sich infolge des Veräußerungsprozesses ein Ergebnissondereffekt in Höhe von 4,6 Mio. Euro. Finanz- und BeteiligungsergebnisDas Finanz- und Beteiligungsergebnis zeigte sich mit einem Aufwand in Höhe von 1,7 Mio. Euro (2,3 Mio. Euro) per Saldo deutlich unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Der gesunkene Aufwand ist auf eine vorteilhafte Entwicklung der wesentlichen Referenzzinssätze sowie eine im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2025 niedrigere Nettofinanzverschuldung zurückzuführen. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand in Höhe von 0,3 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro) beinhaltet 0,4 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2025. Aus der Bewertung latenter Steuern ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro). KonzernergebnisVor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Entwicklungen verbesserte sich das Konzernergebnis
deutlich auf 0,6 Mio. Euro (2.2.3) FinanzlageFinanzierungsstrukturDie im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2024 dargestellte Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2025 im Wesentlichen unverändert dar. Ergänzend dazu sei jedoch angeführt, dass im Juni 2025 zwei bereits bestehende Factoringvereinbarungen mit einem unveränderten Gesamtfinanzierungsvolumen in Höhe von 60,0 Mio. Euro vorzeitig um drei Jahre bis zum 31. März 2030 prolongiert werden konnten.
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1) Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im Geschäfts(halb)jahr. 2) Darin enthaltene Betriebsmittelkredite in Fremdwährung umgerechnet zum jeweiligen Stichtag. Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern. Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Bilanzposten „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ und einem Teil der „Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten“. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden Mittel umfassen („Kundenabrechnungskonten“). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika, insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren Fremdkapitalanteile angesetzt.
Erfolgswirtschaftlicher Cashflow und Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Das negative Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2024 war von einer Vielzahl nicht zahlungswirksamer Bestandteile geprägt. Vor dem Hintergrund dessen verringerte sich der Erfolgswirtschaftliche Cashflow in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025, obschon das Konzernergebnis um 3,5 Mio. Euro deutlich verbessert werden konnte. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst zusätzlich Zahlungsbewegungen im sog. Working Capital, welche in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 zu einem Mittelabfluss in Höhe von 12,0 Mio. Euro (12,4 Mio. Euro) führten. Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren die nachfolgenden Sachverhalte: Die Veränderung des sog. Trade Working Capitals – d. h. dem Teilbereich des Working Capitals, der die Zahlungsbewegungen ausschließlich bei den Vorräten, Forderungen inklusive Factoring, Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfasst – führte per Saldo zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 10,2 Mio. Euro (10,8 Mio. Euro). Wesentliches Element des diesbezüglichen Zahlungsmittelabflusses war die saisonal bedingte Verminderung von Alkoholsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 7,4 Mio. Euro (7,9 Mio. Euro). Aus der Veränderung der sonstigen Vermögenswerte, der übrigen Passivposten sowie aus sonstigen zahlungsunwirksamen Effekten resultierte ein weiterer Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1,8 Mio. Euro (1,5 Mio. Euro). Cashflow aus der Investitionstätigkeit Die Investitionstätigkeit des Konzerns – insbesondere für Investitionen in das Sachanlagevermögen – führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in Höhe von 2,2 Mio. Euro (3,0 Mio. Euro). Der Mittelabfluss entfiel im ersten Halbjahr 2025 erneut im Wesentlichen auf Investitionen in Leergutbehälter und -kisten im Segment Alkoholfreie Getränke. ![]() Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Aus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss in Höhe von 1,8 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro). Der Abfluss resultierte aus der Dividendenzahlung in Höhe von 1,0 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) sowie aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 in Höhe von 0,8 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro). Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds lag zur Mitte des Geschäftsjahres 2025 bei -2,3 Mio. Euro (-2,6 Mio. Euro), davon waren 0,7 Mio. Euro (0,5 Mio. Euro) Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten. Zum 30. Juni 2025 bestanden dabei Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw. als solche auszuweisende Finanzierungsinstrumente in Höhe von 4,3 Mio. Euro (5,6 Mio. Euro). (2.2.4) Vermögenslage
VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte Der Wert des Sachanlagevermögens verringerte sich um 1,1 Mio. Euro; Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 3,2 Mio. Euro stand ein Investitionsvolumen in Höhe von 2,1 Mio. Euro gegenüber. Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital blieb mit 117,5 % (117,3 %) stabil. Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Vorräte, deren wertmäßiger Bestand sich mit 47,9 Mio. Euro (47,9 Mio. Euro) unverändert zeigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 15,3 Mio. Euro (14,2 Mio. Euro). Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen von 60,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage waren zum 30. Juni 2025 Brutto-Forderungen in Höhe von 33,4 Mio. Euro (44,2 Mio. Euro) verkauft. Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Sicherheitseinbehalte aus Factoringtransaktionen sanken dementsprechend auf 2,7 Mio. Euro (4,9 Mio. Euro). Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 2,0 Mio. Euro (9,3 Mio. Euro) verringerte sich durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen negativen Gesamt-Cashflow in Höhe von insgesamt 9,6 Mio. Euro. Eigenkapital und SchuldenEigenkapital Das Eigenkapital verringerte sich, da einem Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2025 in Höhe von 0,3 Mio. Euro (-2,2 Mio. Euro) die im Mai 2025 von der Hauptversammlung beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von 1,0 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) gegenüberstand. Langfristige Schulden Darunter erfasst werden im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11,6 Mio. Euro (11,5 Mio. Euro) sowie die Pensionsrückstellungen in Höhe von 5,7 Mio. Euro (5,9 Mio. Euro). Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden beinhalten mit 24,8 Mio. Euro (32,2 Mio. Euro) im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern. Die Verminderung der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Alkoholsteuer resultiert vornehmlich aus dem traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren Geschäftsumfang zum Geschäftsjahresende. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 11,4 Mio. Euro (13,2 Mio. Euro) dispositions- und stichtagsbedingt ebenfalls geringer als zum Geschäftsjahresende 2024. Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich auf 6,6 Mio. Euro (4,5 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine höhere Inanspruchnahme von Kontokorrentverbindlichkeiten innerhalb des Konsortialkredits in Höhe von 2,6 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro) zurückzuführen. Vor dem Hintergrund gesunkener Nettofinanzschulden und einem zugleich prozentual stärkeren Rückgang des Konzern-EBITDA der zurückliegenden 12 Monate hat sich der Dynamische Verschuldungsgrad mit einem Wert von 0,93 (0,91) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht erhöht. (2.2.5) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDas erste Geschäftshalbjahr 2025 war geprägt von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld mit Konsumzurückhaltung, insbesondere im Geschäft mit Markenspirituosen. Infolgedessen sowie unter Berücksichtigung der durch die Veräußerung des Standorts Grüneberg rund 3,9 Mio. Euro geringeren Umsatzerlöse im Segment Alkoholfreie Getränke zeigten sich die Konzernumsatzerlöse mit einem Wert in Höhe von 79,9 Mio. Euro (88,4 Mio. Euro) insgesamt rückläufig. Vor dem Hintergrund eines um 4,7 Mio. Euro gesunkenen Konzernrohertrags, um 3,8 Mio. Euro verringerten Betriebsaufwendungen und um 1,1 Mio. Euro niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen schloss die Berentzen-Gruppe das erste Geschäftshalbjahr 2025 mit einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) in Höhe von 3,2 Mio. Euro (5,1 Mio. Euro) sowie einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) in Höhe von 7,4 Mio. Euro (9,4 Mio. Euro) ab. Das Konzernergebnis erhöhte sich deutlich auf 0,6 Mio. Euro (-2,9 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf einen den Vorjahresvergleichszeitraum belastenden Ergebnissondereffekt in Höhe von 4,6 Mio. Euro sowie ein verbessertes Finanz- und Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Die Finanz- und Vermögenslage zeigt sich weiterhin solide, d. h. der Konzern operiert auf der Grundlage einer ausreichenden Eigen- und Fremdmittelfinanzierung. Der Erfolgswirtschaftliche Cashflow zeigte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2025 mit 6,4 Mio. Euro (7,4 Mio. Euro) zwar etwas geringer, zur Innenfinanzierung von Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände war er indes mehr als ausreichend. Als Folge einer leicht gesunkenen bilanziellen Nettofinanzverschuldung und eines zugleich gesunkenen Konzern-EBITDAs der zurückliegenden 12 Monate zeigt sich der Dynamische Verschuldungsgrad mit einem Wert von 0,93 (0,91) weitestgehend stabil. Das Konzerneigenkapital verringerte sich absolut um 0,7 Mio. Euro; unter Berücksichtigung einer um 11,4 Mio. Euro auf 125,4 Mio. Euro gesunkenen Konzern-Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenmittelquote gegenüber dem 31. Dezember 2024 daher auf 36,1 % (33,6 %). (3) Risiko- und ChancenberichtAus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren, bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen. Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 dargestellt. Zum 30. Juni 2025 ergibt sich die folgende Bewertungsmatrix: ![]() Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 haben sich im Vergleich zu den Erläuterungen im Geschäftsbericht 2024 einzelne Risikokategorien in ihrer Klassifizierung verändert. Innerhalb der Risikokategorie „Branchenrisiken“ ist derzeit eine zunehmende Risikowahrnehmung festzustellen, so dass nun eine Einstufung als „Mittleres Risiko“ erfolgt. Diese Entwicklung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den herausfordernden Marktbedingungen im Bereich Spirituosen. Die anhaltende, teils zunehmende Konsumzurückhaltung der Verbraucher im Hinblick auf alkoholhaltige Produkte hat dazu geführt, dass der deutsche Spirituosenmarkt im bisherigen Jahresverlauf von spürbaren Absatz- und Umsatzrückgängen geprägt ist. Die Einstufung der Umfeldrisiken wurde ebenfalls auf „Mittleres Risiko“ angehoben. Ursächlich hierfür ist die angespannte geopolitische Lage, insbesondere im Hinblick auf die Zollpolitik der USA. Diese Entwicklung wirkt sich auf das US-Geschäft der Gruppe aus, wobei insbesondere das Geschäft mit Fruchtpressen der Tochtergesellschaft Citrocasa betroffen ist. Zudem könnten sich Einfuhrzölle nachteilig auf die Vermarktung von Bourbon-Whiskey auswirken. Demgegenüber erfolgt in der Risikokategorie „Leistungswirtschaftliche Risiken“ im Vergleich zum Stand vom 31. Dezember 2024 nun eine Einstufung als „Geringes Risiko“. Maßgeblich hierfür ist das verringerte Wertminderungspotenzial im Segment Alkoholfreie Getränke infolge der im Geschäftsjahr 2024 durchgeführten Veräußerung des Betriebsstandorts Grüneberg, wenngleich das Risiko weiterer Wertminderungen weiterhin relevant ist. Abgesehen von den genannten Punkten haben sich keine wesentlichen Änderungen gegenüber den im Geschäftsbericht 2024 dargestellten Risiken und Chancen ergeben. Die dort getroffene Gesamtbewertung bleibt weiterhin gültig. (4) PrognoseberichtDer Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse, welche die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2025 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2025 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben. (4.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaft
1) Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update v. 29.07.2025. 2) DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.), Wochenbericht Nr. 24/2025. Die Weltwirtschaft zeigt laut IWF und DIW trotz anhaltender Unsicherheit und geopolitischer Spannungen zwar eine leichte Erholung, das globale Wachstum dürfte sich jedoch verlangsamen. Unterstützt wird die Erholung voraussichtlich durch gelockerte Finanzierungsbedingungen, fiskalische Impulse in einzelnen Volkswirtschaften und eine insgesamt rückläufige Entwicklung der globalen Inflation. Insbesondere mit Blick auf die Inflation werden jedoch zwischen den Volkswirtschaften unterschiedliche Entwicklungen erwartet: In den USA dürften sich die Zölle allmählich auf die US-Verbraucherpreise durchschlagen und die Inflation belasten, während für die Inflation im Euroraum aufgrund von Währungsaufwertung und einmaligen fiskalischen Maßnahmen eine gedämpfte Entwicklung angenommen wird. Risiken wie mögliche Zollsteigerungen, politische Spannungen und die hohe Staatsverschuldung – insbesondere in den USA – belasten den Ausblick. Für das Jahr 2025 erwartet das DIW ein leichtes Wirtschaftswachstum im Euroraum. Die Erholung wird vor allem vom privaten Konsum getragen, der durch steigende Reallöhne gestützt wird. Belastend wirkt hingegen die US-Handelspolitik und deren negative Auswirkungen auf die Exportentwicklung. Der stabile Arbeitsmarkt bleibt eine wichtige Stütze der Konjunktur. Für die deutsche Wirtschaft prognostiziert das DIW für 2025 einen verhaltenen Aufschwung. Während höhere Investitionen und eine gestiegene reale Kaufkraft der Haushalte positive Impulse liefern, zeigen sich am Arbeitsmarkt Schwächen: Die Zahl der Erwerbstätigen stagniert und die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Besonders im Verarbeitenden Gewerbe setzt sich der Personalabbau fort. Entwicklung am GetränkemarktDie zuvor dargestellten erwarteten zukünftigen Entwicklungen in der internationalen und insbesondere nationalen Wirtschaft wirken sich in unterschiedlichem Ausmaß auch auf die Absatzmärkte aller Segmente der Berentzen-Gruppe aus. Für den nationalen Spirituosenabsatz im Handel erwartet die Berentzen-Gruppe insgesamt eine anhaltend gedämpfte Nachfrage über alle Produktkategorien hinweg; ausgenommen sind lediglich die sog. Ready-to-Drink-Mixgetränke. Gründe hierfür sind ein sinkender Pro-Kopf-Alkoholverbrauch, anhaltend hohe Preise und wirtschaftliche Unsicherheiten, die weiterhin zu einer spürbaren Konsumzurückhaltung führen. Eine nachhaltige Trendumkehr ist aktuell noch nicht erkennbar. Zudem werden Markenprodukte zunehmend im Rahmen von Promotionsaktionen nachgefragt, was insbesondere Premium-Spirituosen unter Druck setzt und den Wettbewerb im mittleren Preissegment weiter intensiviert. Im Geschäft mit alkoholfreien Getränken im Handel ist insbesondere der Teilmarkt Mineralwasser in starkem Maße von der Wetterlage abhängig. Eine vergleichbare Wetterlage wie im Geschäftsjahr 2024 unterstellt, geht die Berentzen-Gruppe von einem stabilen bis verhalten wachsenden Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke aus. Die gestiegene Preissensibilität der Verbraucher führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Mineralwasser im Preiseinstiegssegment sowie nach Leitungswasser. Gleichzeitig führt die permanente Erweiterung des Marktangebots an karbonisierten Süß- und Sportgetränken mittels Innovationen zu einem intensiveren Wettbewerb, begleitet von harten Preis- und Konditionsverhandlungen. Für das Segment Frischsaftsysteme wird auf die Marktentwicklung von Frischgetränken wie Direktsäften, Smoothies und frischgepressten Fruchtsäften zurückgegriffen. Laut dem aktuellen Future Market Insights NFC-Juice-Report (Stand April 2025) bleibt die steigende Nachfrage nach gesunden Getränken weiterhin bestehen und die Konsumenten bevorzugen natürliche, möglichst unverarbeitete Getränke mit klarem Inhaltsfokus. Gleichzeitig wächst das Interesse an Premiumsegmenten – Verbraucher sind bereit, mehr zu zahlen für qualitativ hochwertige, gesundheitsorientierte Säfte. Jedoch verzeichnet die Nachfrage nach klassischem Orangensaft Rückgänge. (4.2) Voraussichtliche Entwicklung der ErtragslageVoraussichtliche Entwicklung der Segmente
Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich auf den Erkenntnissen der internen Planungs- und Prognoseprozesse, in denen die jeweils gezeigte Geschäftsentwicklung in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2025 sowie die Einschätzungen für die bis zum Geschäftsjahresende 2025 verbleibende Periode reflektiert sind. Auf dieser Basis war die Prognose in zwei Fällen unterjährig anzupassen. Im Segment Spirituosen wird die Erwartung an die Höhe des Deckungsbeitrags nach Marketingetats reduziert. Trotz positiver Produktmixeffekte blieb das Deckungsbeitragsvolumen im ersten Geschäftshalbjahr hinter den Erwartungen zurück. Grund hierfür sind die deutlich rückläufigen Umsätze im Markenspirituosengeschäft. Der Mitteleinsatz für Marketing und Handelswerbung wird sich gegenüber der ursprünglichen Annahme insgesamt reduzieren, dabei jedoch weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. In den Übrigen Segmenten wird – bedingt durch das darin enthaltene Geschäft mit Spirituosen in der Türkei – weiterhin von einer rückläufigen Entwicklung des Deckungsbeitrags im Geschäftsjahr 2025 ausgegangen. Im Rahmen eines nach wie vor von wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit geprägten Umfelds blieb die Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2025 hinter den Erwartungen zurück. Die Prognose für das Segmentergebnis wird daher nun entsprechend angepasst. Voraussichtliche Entwicklung der Konzernumsatzerlöse und des Konzernbetriebsergebnisses
Am 21. Juli 2025 hat die Berentzen-Gruppe eine Ad-hoc-Mitteilung über den vorläufigen Konzernumsatz und die vorläufigen ertragsbezogenen Konzernsteuerungskennzahlen zum 30. Juni 2025 veröffentlicht und im Zuge dessen die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 angepasst. Vor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Entwicklung der einzelnen Segmente und dabei insbesondere der rückläufigen Umsatzerlöse im Markenspirituosengeschäft erwartet die Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2025 nunmehr Konzernumsatzerlöse in einer Bandbreite von 172,0 Mio. Euro bis 178,0 Mio. Euro. In Verbindung damit sowie infolge gestiegener Aufwendungen für Marketing und Handelswerbung werden auch die Prognosen für das bereinigte Konzern-EBIT und das bereinigte Konzern-EBITDA im Vergleich zur bisherigen Prognose korrigiert. (4.3) Voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und VermögenslageTrotz der vorstehend dargestellten Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit wird davon ausgegangen, dass sich die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns weiterhin insgesamt solide zeigen wird. Dabei zeigt sich die Prognose zur Entwicklung der Kennzahlen unverändert. Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage
Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslage
B. KonzernhalbjahresabschlussKonzernbilanz zum 30. Juni 2025
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Zu näheren Erläuterungen siehe Note (1.2). Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025
Verkürzter Konzernanhang(1) Grundlagen und Methoden(1.1) Informationen zum UnternehmenDie Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Ritterstraße 7, 49740 Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB 120444) eingetragen. Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind. Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. (1.2) Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernhalbjahresabschlusses der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Grundlagen der RechnungslegungDer vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2025 wurde gemäß § 117 Nr. 2 WpHG i.V.m. § 115 WpHG sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere wurde IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ angewendet; ergänzend wurde der „Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung“ beachtet. Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit folgenden Ausnahmen grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres 2024:
Aus der Ausweisänderungen ergeben sich folgende Effekte auf die Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024:
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Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht. Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2025 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2025 wurden weder einer freiwilligen prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 und dem zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 gelesen werden. Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2025 wurden vom Vorstand am 14. August 2025 zur Veröffentlichung freigegeben. (1.3) Neue bzw. geänderte IFRS-RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2025 wurden keine wesentlichen neuen bzw. geänderten IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstmals angewendet. (1.4) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 unverändert. (1.5) Annahmen und SchätzungenIm Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2025 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu. Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 unverändert. (1.6) Konjunkturelle und saisonale EinflüsseDie Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) „Segmentberichterstattung“ näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten. Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten Einflüsse festzustellen. Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr. (2) Erläuterungen zur Konzernbilanz(2.1) Langfristig gebundene VermögenswerteInvestitionenIm ersten Geschäftshalbjahr 2025 sind TEUR 2.198 (1. HJ 2024: TEUR 2.997) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert worden. Verpflichtungen zum Kauf von SachanlagenZum 30. Juni 2025 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 557 (31.12.2024: TEUR 0). (2.2) Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbertragungen von finanziellen VermögenswertenIm Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 60.000 (31.12.2024: TEUR 60.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten, sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen Forderungen begrenzt wird. Zum 30. Juni 2025 waren TEUR 33.429 (31.12.2024: TEUR 44.210) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten. Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IFRS 9.3.2.6 a) die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko wurde zum 30. Juni 2025 ein sog. anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 312 (31.12.2024: TEUR 503) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst. Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten in Höhe von TEUR 2.703 (31.12.2024: TEUR 4.946) einbehalten. Diese werden unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. (2.3) EigenkapitalGewinnverwendung / DividendeNach dem Aktiengesetz (AktG) bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Auf der Hauptversammlung vom 23. Mai 2025 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von rund TEUR 7.598 (Vorjahr: TEUR 6.890) zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,11 (Vorjahr: EUR 0,09) je dividendenberechtigter Stammaktie für das Geschäftsjahr 2024 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entspricht dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 1.033 (Vorjahr: TEUR 845) und einem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund TEUR 6.564 (Vorjahr: TEUR 6.044). Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und HochinflationIAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ ist auf den Einzelabschluss der türkischen Tochtergesellschaft anzuwenden. Die Hochinflationsanpassung wirkte sich zum 30. Juni 2025 mit TEUR 526 (1. HJ 2024: TEUR 845) negativ auf das Konzernergebnis aus. Zusammen mit der im sonstigen Ergebnis erfassten Kaufkraftanpassung der Eigenkapitalposten in Höhe von TEUR 599 (1. HJ 2024: TEUR 874) führte dies insgesamt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 73 (1. HJ 2024: TEUR 29). (2.4) Langfristige Rückstellungen
PensionsrückstellungenDen Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Alters-, Invaliden- und Witwenrente) zugrunde, die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Im Wesentlichen handelt es sich um ungedeckte Versorgungspläne, deren Verpflichtungen das Unternehmen selbst nachkommt, sobald sie fällig sind. Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 im Vergleich zum 31. Dezember 2024 unverändert blieben. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation – DBO) zum 30. Juni 2025 zeigt die nachfolgende Tabelle:
Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt zusammen:
Andere langfristige Rückstellungen
Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten wird auf Note (4.5) „Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“, sowie auf die Beschreibung des Vergütungssystems für den Vorstand im Vergütungsbericht verwiesen. (2.5) Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer
Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2025 betrifft die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate Mai und Juni 2025. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2024 umfasst die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate November und Dezember 2024, die nach den Vorschriften des deutschen Alkoholsteuergesetzes im Januar bzw. Februar 2025 zur Zahlung fällig war. (2.6) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(2.7) FinanzinstrumenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Für bestimmte Finanzinstrumente der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“, wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile, stellen die fortgeführten Anschaffungskosten die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht aufgrund seiner zum Teil variablen Verzinsung auf Basis von Referenzzinssätzen näherungsweise dem bilanzierten Wert. Die beizulegenden Zeitwerte der weiteren kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, wie die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, entsprechen ihren Buchwerten, da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente wird nach der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Ebene 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung zum Fair Value entstand saldiert kein Ergebniseffekt (1. HJ 2024: kein Ergebniseffekt). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die verschiedenen Ebenen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten
1) Amortised cost. 2) Fair Value through Profit & Loss. (3) Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(3.1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden im Wesentlichen zeitpunktbezogen aus dem Verkauf von Gütern in verschiedenen geographischen Regionen und innerhalb verschiedener Produktgruppen generiert.
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Zu näheren Erläuterungen siehe Note (1.2). (3.2) Sonstige betriebliche Erträge
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Zu näheren Erläuterungen siehe Note (1.2). (3.3) Wertminderungen auf Vermögenswerte
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 war kein anlassbezogener Impairment-Test nach den Vorschriften des IAS 36 durchzuführen, so dass auch keine Wertminderungen auf Vermögenswerte erfasst wurden. Die Wertminderungen auf Vermögenswerte im ersten Geschäftshalbjahr 2024 sind im Zusammenhang mit dem Veräußerungsprozess der Betriebsstätte in Grüneberg entstanden. Für weitere Informationen wird auf den Konzern-Halbjahresfinanzbericht 2024 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Verkürzter Konzernanhang Note (3.3) „Wertminderungen auf Vermögenswerte“, verwiesen. (3.4) Sonstige betriebliche Aufwendungen
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Zu näheren Erläuterungen siehe Note (1.2). (3.5) Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29
Die Türkei wird als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. In dem Posten „Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ werden die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung erfasst. (3.6) Ertragsteuern
(4) Sonstige Erläuterungen(4.1) Konzern-KapitalflussrechnungDie Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt (2.2.3) Finanzlage auf den Seiten 14 ff. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 26 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts. (4.2) SegmentberichterstattungGeschäftssegmenteDie Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 „Geschäftssegmente“ aufgestellt. Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl „Deckungsbeitrag nach Marketingetats“. Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert. Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung. In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Geschäftsbereiche „Marke Inland“ sowie „Export- und Handelsmarken“ aufgrund gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Der Konzern war im Geschäftsjahr 2024 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 in folgenden Segmenten tätig:
SegmentdatenDie Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den intersegmentären Umsätzen und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten. In dem Segmentergebnis „Deckungsbeitrag nach Marketingetats“ sind direkt anfallende Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling, Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Marketingetats vollständig für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet wird. Das Vermögen und die Schulden werden im für den Hauptentscheidungsträger des Konzerns vorliegenden internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt. Somit erhält der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zum Segmentvermögen. Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025
Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024
1) Wert für den Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund von Ausweisänderung angepasst. Zu näheren Erläuterungen siehe Note (1.2). (4.3) Eventualverbindlichkeiten
Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 776 (31.12.2024: TEUR 776). Zum 30. Juni 2025 wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Alkoholsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.846 (31.12.2024: TEUR 32.208) besichert. (4.4) RechtsstreitigkeitenDie Unternehmen der Berentzen-Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, ferner können bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet oder weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet werden. Für die daran beteiligten Unternehmen der Berentzen-Gruppe können sich daraus Zahlungsverpflichtungen zur Leistung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages) oder Verpflichtungen zur Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen ergeben. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei öffentlichen Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust von behördlichen Erlaubnissen oder Genehmigungen resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. Die Berentzen-Gruppe erwartet aus Rechtsstreitigkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sofern die aus den Verfahren resultierende Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, wurde eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Da die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten jedoch grundsätzlich nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl negative Auswirkungen eintreten können, die durch die getroffene Risikovorsorge nicht vollständig gedeckt sind. (4.5) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Berichterstattung nach IAS 24 bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen eine Schlüsselposition bekleiden. Nahestehende PersonenNahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft. Vorstand Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar:
Grundlage dessen sind die im jeweiligen Zeitraum für die einzelnen Vergütungsbestandteile relevanten Vergütungssysteme für die Vorstandsmitglieder. Diese umfassen jeweils erfolgsunabhängige (feste) und kurz- und langfristige erfolgsabhängige (variable) Bestandteile. Die kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile sind allein von finanziellen Erfolgsparametern, die langfristigen variablen Vergütungsbestandteile dagegen sind sowohl von finanziellen als auch von nichtfinanziellen Erfolgsparametern abhängig. Dabei sind die finanziellen Erfolgsparameter der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile zum Teil, die der langfristigen variablen Vergütungsbestandteile insgesamt aktienbasiert. Im Rahmen dessen sind die finanziellen, aktienbasierten Erfolgsparameter der kurzfristigen variablen Vergütungsbestandteile zum Teil dividendenbezogen, die der langfristigen variablen Vergütungsbestandteile zum Teil kurs- und zum Teil auch kurs- und dividendenbezogen. Grundlage der Bewertung der kursbezogenen aktienbasierten bzw. anteilsbasierten langfristigen variablen Vergütungsbestandteile sind jeweils den Anforderungen des IFRS 2 entsprechende Black-Scholes-Modelle mit Monte-Carlo-Simulationen. Auf Basis dessen wurde für anteilsbasierte langfristige variable Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Vorstands für das erste Geschäftshalbjahr 2025 ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 92 (1. HJ 2024: TEUR 172) ermittelt und entsprechend passiviert. Aufgrund einer entsprechenden Veränderung der dafür maßgeblichen Parameter wurde die Einschätzung in Bezug auf die voraussichtliche Höhe der anteilsbasierten langfristigen variablen Vergütungsbestandteile für die Geschäftsjahre 2022 bis 2024 entsprechend angepasst (TEUR -15). Einschließlich der anteiligen anteilsbasierten langfristigen variablen Vergütungsbestandteile für das Geschäftsjahr 2025 wurden dafür zum 30. Juni 2025 in Summe TEUR 899 (31.12.2024: TEUR 1.116) passiviert. Zuzüglich der passivierten Vergütungsbestandteile für nichtfinanzielle Erfolgsparameter in Höhe von TEUR 236 ergibt sich eine langfristige Rückstellung von insgesamt TEUR 1.135 (31.12.2024: TEUR 1.331). Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten Geschäftshalbjahr 2025 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von TEUR 15 (1. HJ 2024: TEUR 14). Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt zum 30. Juni 2025 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 266 (31.12.2024: TEUR 266). Aufsichtsrat Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 94 (1. HJ 2024: TEUR 98) gewährt. Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 67 (1. HJ 2024: TEUR 59). Weitere Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2025 offenen Posten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien. Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2025 nicht, dementsprechend sind dafür keine Wertminderungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2025 wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen erfasst. (4.6) Ereignisse nach dem Stichtag des KonzernhalbjahresabschlussesNach dem Bilanzstichtag wurde im Rahmen des steuerlichen Investitionssofortprogramms eine schrittweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland beschlossen. Der Körperschaftsteuersatz soll ab dem Jahr 2028 jährlich um einen Prozentpunkt von derzeit 15 % auf 10 % im Jahr 2032 gesenkt werden. Dies machte eine Neubewertung der latenten Steuerpositionen gemäß IAS 12 erforderlich, woraus ein Steuerertrag in Höhe von rund TEUR 31 erwartet wird. Haselünne, den 14. August 2025 Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft Der Vorstand Ralf Brühöfner, Vorstand Oliver Schwegmann, Vorstand C. Erklärungen und weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Haselünne, den 14. August 2025 Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft Der Vorstand Ralf Brühöfner, Vorstand Oliver Schwegmann, Vorstand |
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