bmp Aktiengesellschaft

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009

Das Geschäftsjahr 2009 verlief insgesamt enttäuschend für den Konzern der bmp AG. Das Venture Capital Geschäft verlief verhalten. Nur ein neues Investment wurde über die bmp Media Investors getätigt (Motor Entertainment). Die Beteiligungen an Microshooting, SklepyFirmowe.pl, Salt of Life und Vestcorp wurden im zweiten Halbjahr 2009 veräußert, wobei die Umsatzerlöse aus den Verkäufen, die fast ausschließlich der Vestcorp AG zuzurechnen waren, mit 1,5 Mio. € deutlich hinter 2008 zurück blieben.

Auch das Private Equity Advisory Geschäft konnte sein bisheriges Wachstum nicht fortsetzen. In 2009 wurden keine neuen Kunden gewonnen, und das Platzierungsvolumen des König & Cie. Private Equity Dachfonds war aufgrund der Marktgegebenheiten äußerst verhalten. Somit wurden keine neuen Fondsinvestments getä-tigt, die Assets under Management konnten in diesem Bereich nicht weiter erhöht werden.

Kursverluste bei den börsennotierten Beteiligungen sowie Wertberichtigungen auf das Beteiligungsportfolio sorgten für Wertanpassungen über das gesamte Portfolio von 9.775 T€. Der Hauptanteil entfiel hierbei mit 6.807 T€ auf die Revotar Biopharmaceuticals AG. Trotz aussichtsreicher Einschätzung der Wirkstoffpotenziale durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Revotar AG ist es der Beteiligung bis zum Erstellungsdatum unserer Konzernbilanz nicht gelungen, die für das Jahr 2010 notwendige Finanzierung einzuwerben. Wegen des damit einhergehenden Ausfallrisikos für die bmp AG haben wir den Beteiligungsansatz bis zur Höhe der bestehenden Haftungsfreistellung durch die KfW abgeschrieben.

Belastet durch diese Faktoren hat der bmp Konzern im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust nach IFRS von 10,1 Mio. € erzielt. Das Eigenkapital hat sich auf 14,0 Mio. € bzw. von 87 % auf nunmehr 83 % verringert.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten verminderten sich leicht von 3,4 Mio. € per 31.12.2008 auf nunmehr 3,2 Mio. € per 31.12.2009. Die kurzfristigen börsengängigen Wertpapiere reduzierten sich von 2,1 Mio. € per 31.12.2008 auf 0,4 Mio. € zum 31.12.2009.

Trotz der deutlich negativen Ergebnisentwicklung ist es bmp im Geschäftsjahr 2009 gelungen, die Liquidität mehr oder minder konstant zu halten und parallel über 0,6 Mio. € Refinanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der KfW zurückzuführen. Auch hat sich das Beteiligungsportfolio insgesamt recht positiv entwickelt. Dies ist eine gute Basis, um in 2010 wieder nachhaltig profitabel zu arbeiten.

1. Marktentwicklung und Marktposition

Der Investitionsschwerpunkt im Bereich Direktbeteiligungen liegt für bmp auf den beiden Märkten Deutschland und Polen, wobei die überwiegende Anzahl der Beteiligungen auf Deutschland entfällt.

Nach Angaben des BVK Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Jahresbericht 2009) hat sich die deutsche Private Equity Branche auch in 2009 noch negativ entwickelt.

Fast 1.200 Unternehmen wurden im vergangenen Jahr mit Beteiligungskapital finanziert, lediglich 10 % weniger als im Vorjahr. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich deutlich auf das Volumen der getätigten Private Equity Investitionen ausgewirkt: hier ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um drei Viertel auf 2,36 Mrd. € zu verzeichnen. Allerdings gibt es im Jahresverlauf einen Aufwärtstrend: Mit 961 Mio. € wurde das vierte Quartal das mit Abstand Investitionsstärkste (Q1: 343 Mio. €, Q2: 321 Mio. €, Q3: 736 Mio. €).

Der BVK geht von einer Entspannung der Marktlage im Jahr 2010 aus. Nachdem sich schon im Sommer 2009 eine erhöhte Investitionstätigkeit abzeichnete, untermauert die Entwicklung im vierten Quartal den Aufwärtstrend. Auch die aktuellen Ergebnisse der ‚Private Equity-Prognose 2010 des BVK‘ deuten darauf hin, dass sich dieser Trend fortsetzt: Gut zwei Drittel der befragten BVK-Mitglieder rechnen 2010 mit einem Plus bei den Investitionen. Wenige Impulse werden für den Venture Capital-Markt erwartet. Hier verharrt die Branche auf niedrigen Investitionszahlen, weil es weiterhin zu wenige unabhängige Venture Capital-Fonds in Deutschland gibt.

Investitionsrückgänge waren 2009 in allen Marktbereichen zu verzeichnen. Venture Capital Investitionen gingen von 1.107 Mio. € auf 611 Mio. € im Jahr 2009 zurück, wobei auch hier das vierte Quartal das mit Abstand Investitionsstärkste war.

Wenig überrascht das Jahresergebnis 2009 für das Fundraising. Das Volumen der im Jahresverlauf neu eingeworbenen Mittel erreichte 1,24 Mrd. € und halbierte sich damit gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr (2,69 Mrd. €). Gleichzeitig bedeutet dies einen Rückgang unter das Niveau der ebenfalls konjunkturell schwierigen Jahre 2002 und 2003.

Der Vorstand der bmp AG erwartet für den Jahresverlauf 2010 ein leicht verbessertes Marktumfeld für die Venture Capital Branche. Eine genaue Prognose der zukünftigen Marktentwicklung ist aufgrund der derzeit unsicheren Gesamtmarktverfassung der Finanzmärkte nicht möglich. Die bmp AG wird ihre Marktposition als Financier von innovativen Wachstumsunternehmen durch die angestrebte Investmenttätigkeit halten und blickt verhalten zuversichtlich auf die externen Rahmenbedingungen für Venture Capital in Deutschland und Polen in 2010.

Für den Geschäftsbereich Private Equity Advisory ist der weltweite Private Equity Markt für bmp relevant.

In diesem Markt haben sich in 2009 die folgenden Entwicklungen beobachten lassen: Das weltweite Fundraising Volumen ist gegenüber dem Vorjahr stark gesunken. Gleiches gilt für das Transaktionsvolumen. Im Laufe des Jahres 2009 sind zahlreiche Investoren in Private Equity Fonds selbst in Schwierigkeiten geraten und haben das Volumen für Zusagen an neue Fonds stark eingeschränkt. Gleichzeitig sind im Jahresverlauf in vielen Fonds zum Teil hohe Abwertungen in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Weitere Entwicklungen im Private Equity Markt waren das drastische Zurückgehen von Fremdfinanzierungen im Rahmen von Leveraged Buy Outs und das fast völlige Versiegen von Exits aus den Portfolios.

Gleichzeitig konnte aber durch die anziehenden Kapitalmärkte eine Entspannung im zweiten Halbjahr 2009 verzeichnet werden, die Bewertungen der Portfoliogesellschaften stiegen wieder leicht, erste Exiterfolge konnten erzielt werden. Auch das Fundraising scheint seinen Boden gefunden zu haben.

2. Geschäftsentwicklung

Venture Capital Direktbeteiligungen

Im bmp-Konzern hat sich die Beteiligungsanzahl des Portfolios von 17 auf 13 aktive Beteiligungen reduziert, drei Unternehmen befinden sich seit Ende 2009 im passiven Portfolio (Tembit GmbH, European Telecommunications Holding AG, Shotgun GmbH). Die aktiven Beteiligungen stammen ausschließlich aus den beiden für bmp relevanten Märkten Polen und Deutschland. Mit der Berliner Motor Entertainment GmbH wurde ein neues Investment über die bmp Media Investors eingegangen. Gleichzeitig gab es vier Abgänge aus dem Portfolio: Die polnische Beteiligung SklepyFirmowe.pl Sp. z o.o. wurde an die Beteiligung Nokaut Sp. z o.o. verkauft, die deutsche Beteiligung Microshooting GmbH, die ihren proof of concept nicht erreichen konnte, wurde zu einem symbolischen Preis an das Management veräußert. Weiterhin wurden die beiden Beteiligungen Vestcorp AG und Salt of Life International AG aus dem passiven Portfolio veräußert.

Das aktive Portfolio der bmp AG hat sich demnach auf inzwischen nur noch drei Unternehmen reduziert, die in den kommenden drei Jahren veräußert werden sollen: Newtron AG, ergoTrade AG und Revotar Biopharmaceuticals AG. bmp kommt damit seinem Ziel näher, das Restportfolio der bmp AG mittelfristig vollständig abzubauen.

Die bmp Media Investors AG & Co. KGaA war zum Jahresende in neun aktiven Beteiligungen engagiert, die bmp Eco Investors GmbH & Co. KGaA hielt weiterhin nur ein Investment in der Heliocentris Fuel Cells AG.

Die Gesamtinvestitionen im Bereich Venture Capital Direktinvestments beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 über alle bmp-Gesellschaften auf insgesamt 1,5 Mio. €. Der größte Teil davon (1,2 Mio. €) betraf Investitionen der bmp Media Investors. Hier wurden neben dem oben erwähnten Neuzugang bei einigen der bestehenden Beteiligungen Folgeinvestitionen getätigt. Die bmp AG investierte selbst nicht in die bestehenden Beteiligungen, die bmp Eco Investors beteiligte sich mit einem kleinen Investment an einer Kapitalerhöhung der Heliocentris AG.

Für 2010 werden vor allem Neuinvestitionen im Portfolio der bmp Media Investors geplant. Neuinvestments in der bmp AG und bmp Eco Investors sollen hingegen nicht getätigt werden, hier gilt der Fokus dem bestehenden Portfolio.

Private Equity Advisory

Im Geschäftsbereich Fund-of-Funds und Private Equity Advisory strukturiert und realisiert bmp Private Equity Programme für institutionelle und private Investoren.

Die Investitionen in Fonds werden dabei nicht für die Bilanz und auf Rechnung von bmp getätigt. Vielmehr betätigt sich bmp in diesem Geschäft ausschließlich als Berater. Dementsprechend besteht das Geschäftsmodell für bmp nicht in der Realisierung von Veräußerungsgewinnen, sondern vielmehr in der Vereinnahmung von Gewinnvorabs, Managementgebühren und Beratungshonoraren. Die Vergütung für Managementleistungen kann dabei auch – wie im Fall der Partnerschaft mit König & Cie. – eine erfolgsabhängige Komponente umfassen, ebenso bietet bmp diskretionäre Lösungen mit Einmalgebühren an.

Der wichtigste Partner in diesem Geschäftsfeld ist nach wie vor das Hamburger Emissionshaus König & Cie. Im Rahmen seines Kerngeschäfts hat König & Cie. seit dem Jahr 2005 die Produktpalette um die Anlageklasse Private Equity erweitert. Im Rahmen dieser Aktivitäten arbeitet bmp mit dem Fondsinitiator zusammen und berät bislang zwei Private Equity Dachfonds, die von König & Cie. lanciert wurden. Der erste dieser beiden Dachfonds – die König & Cie. International Private Equity GmbH & Co. KG (INPEQ I) - wurde im Jahr 2005 aufgelegt und im Jahr 2007 mit einem Volumen von rd. 37,5 Mio. € geschlossen.

Der zweite Fonds – INPEQ II – befindet sich seit 2007 in der Platzierung. bmp berät in beiden Fällen den Dachfonds bei der Auswahl und Bewertung der Zielfonds. Die Managementgebühren und Erfolgsvergütungen werden von der König & Cie. Private Equity GmbH erhoben, an der die bmp AG zu 50 % beteiligt ist.

Die Zielfonds, in die bmp für seine Kunden Zusagen gegeben hat, umfassen ein Portfolio von verschiedenen Fondsmanagern. Dazu zählen renommierte Manager aus Europa, Nordamerika und Asien, die darin enthaltenen Strategien reichen von Large Buyout über Wachstumskapital bis zu Venture Capital.

3. Organisation und Mitarbeiter

Das Kernteam von bmp arbeitet nunmehr seit über zehn Jahren zusammen, was eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Gesellschaft darstellt. Alle wichtigen Funktionen für das Direktinvestment- und das Fondsinvestment-Geschäft sind hochqualifiziert besetzt. Die Aufgabenfelder des Vorstandes sind wie folgt verteilt: Dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Borrmann obliegen die Bereiche Gesamtstrategie, Geschäftsbereich Direktinvestments sowie Public und Investor Relations. Ralph Günther trägt Verantwortung für den Geschäftsbereich Private Equity Advisory. Andreas van Bon zeichnet verantwortlich für Finanzen, Controlling, Personal, Recht und EDV. Die bmp AG beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 12 Angestellte und eine Auszubildende. Zum Stichtag arbeiteten 13 fest angestellte Mitarbeiter und eine Auszubildende bei der bmp AG, drei davon als Teilzeitbeschäftigte.

4. Finanzwirtschaftliche Situation

Ertragslage

Der bmp-Konzern weist im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresfehlbetrag von 10.101 T€ nach IFRS aus. Das Ergebnis ist damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, in dem noch ein Jahresüberschuss von 230 T€ nach IFRS ausgewiesen worden war. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren beliefen sich auf 1.501 T€, wobei hier allein über 1,2 Mio. € auf die Veräußerung der Aktien an der Vestcorp AG (vormals TFG Capital AG) entfielen. Im Vorjahr lag der Umsatz aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren noch bei 4.037 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 575 T€ auf von 425 T€.

Der Personalaufwand lag mit 1.196 T€ um 12% unter dem Aufwand für 2008. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 1.603 T€ auf 1.400 T€.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere stiegen von 2.480 T€ auf 9.775 T€.

Die Eigenkapitalrendite, gemessen am Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital, beläuft sich auf -53 %.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns beinhalten die Anteile an Beteiligungsunternehmen und an diese Unternehmen ausgereichte Darlehen oder Stille Beteiligungen. Sie umfassen mit 11.209 T€ rund 96 % der langfristigen Vermögenswerte, der Rest entfällt primär auf verbundene Unternehmen und Joint Ventures. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 27 % von 7.207 T€ auf 5.271 T€, hauptsächlich durch Investitionen in Beteiligungen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 2009 3.171 T€ nach 3.448 T€ in 2008. Die Bilanzsumme hat sich von 27,8 Mio. € auf 16,9 Mio. € reduziert.

Das Eigenkapital ist um 42 % von 24,1 Mio. € auf 14,0 Mio. € gesunken. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von 3.708 T€ auf 2.883 T€. Dabei entfallen 2.483 T€ auf Refinanzierungskredite der KfW für Beteiligungen.

Liquidität

Die kurzfristigen börsengängigen Wertpapiere und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Jahresende 3.551 T€.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Risikomanagement

Private Equity Advisory/Funds-Management

Der Bereich Private Equity Advisory ist heute noch immer von einem Kunden, der König & Cie. in Hamburg, abhängig. Um diese Kundenkonzentration zu überwinden, arbeitet bmp daran, weitere Angebote zu etablieren, um damit neue Kunden zu gewinnen.

Der direkte Wettbewerb im deutschen Markt ist zum einen von großen einheimischen Anbietern, zum anderen von den global agierenden ausländischen Anbietern, wie beispielsweise Partners Group (Schweiz), geprägt.

Weiterhin bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Anforderungen in Zukunft von der Politik an die Akteure im Private Equity Markt gestellt werden. Erst mit Vorliegen konkreter Gesetzesinitiativen kann eine Abschätzung der daraus für das Geschäftsmodell von bmp entstehenden Risiken vorgenommen werden.

Direktinvestments

Venture Capital ist Wagnis- oder Risikokapital, dessen Gewährung die Erlangung hoher Renditen zum Ziel hat. Venture Capital beinhaltet gleichzeitig im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen auch ein deutlich höheres Risikopotenzial. Da die Unternehmen bei Beteiligungseingang teilweise noch keine Erträge erwirtschaften und zu diesem Zeitpunkt ggf. noch von keinem Erfolg bei der Durchsetzung der Geschäftsidee ausgegangen werden kann, ergeben sich hohe Risiken für die Gesellschaft und den bmp-Konzern. Dieses Risiko steigt grundsätzlich mit zunehmender Nähe zur Unternehmensgründung signifikant an.

Zeitpunkt der Veräußerung und erzielbarer Veräußerungserlös

Der bmp-Konzern realisiert heute seine Erträge vornehmlich durch die Veräußerung von Beteiligungen an einen institutionellen oder industriellen Investor (Trade Sale) oder im Rahmen eines Börsengangs. Weiterhin werden einige Beteiligungen als Management Buy-Back an die Gründer oder Mitgesellschafter verkauft. Diese Veräußerungsmöglichkeiten werden auch als Exit-Kanäle bezeichnet. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür übernehmen, dass sich die Veräußerung einer Beteiligung überhaupt bzw. zu einer bestimmten Rendite realisieren lässt. Gerade bei schwachen Kapitalmärkten werden Beteiligungsverkäufe schwieriger und können damit zu negativen Ergebnissen des bmp-Konzerns führen.

Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen

Abschreibungen auf Beteiligungen bis hin zum Totalverlust von Beteiligungen durch Insolvenz lassen sich trotz langjähriger Geschäftserfahrungen und intensivem Beteiligungscontrolling nicht vermeiden und sind insbesondere bei Frühphasenfinanzierungen nicht ungewöhnlich. Die Konzerngesellschaften wirken den finanziellen Auswirkungen eines Wertverfalls von Beteiligungen durch frühzeitige Unterstützungs- und Gegensteuerungsmaßnahmen, durch kontinuierliche Verbesserung der Due Diligence und des Beteiligungscontrollings sowie entsprechende Risikovorsorge (Bildung von Wertberichtigungen) in ihrer bilanziellen Bewertung entgegen.

Finanzierungsrisiken

Der bmp-Konzern hat sich in der Vergangenheit um die Co- und Refinanzierung von Investments aus öffentlichen Förderprogrammen bemüht, um so insbesondere die Ausfallrisiken aus Beteiligungen an Portfoliounternehmen in frühen Unternehmensphasen zu reduzieren. Die Refinanzierungskredite mit einem Restvolumen von noch 2,5 Mio. € haben eine feste Laufzeit von in der Regel 10 Jahren. Diese Kredite waren teilweise in 2009 fällig (1,0 Mio. €) oder werden in 2010 zur Rückzahlung fällig (1,5 Mio. €), sofern die Laufzeit nicht verlängert wird.

Risiko aus Auslandsgeschäften

Die Beteiligungen, die bmp im Ausland hält, unterliegen dem jeweilig landesspezifischen Recht. Zudem unterliegen einzelne von der bmp-Gruppe geschlossene Verträge dem jeweilig landesspezifischen Recht. Die Gesellschaft ist somit den üblichen Gefahren und Risiken einer ausländischen Rechtsordnung ausgesetzt. Die Anwendung ausländischen Rechts sowie die landesspezifischen Gegebenheiten können so zu unvorhergesehenen Risiken führen. Zur Zeit hält bmp nur Auslandsbeteiligungen in Polen.

Haftung bei der Veräußerung von Beteiligungen

Im Rahmen des Verkaufs von Beteiligungen – unter Umständen aber auch bei der Beteiligung weiterer Investoren – kann es sein, dass der bmp-Konzern als Verkäufer oder als Gesellschafter weitreichende Garantien insbesondere in Bezug auf Steuerverbindlichkeiten zugunsten des oder der Käufer abgeben muss. Daneben kann der bmp-Konzern gezwungen sein, auch Freistellungen für bestimmte, unternehmensspezifische Risiken abzugeben. Der bmp-Konzern ist bestrebt, die Haftung aus solchen Garantien und Freistellungen auf einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises zu beschränken. Der bmp-Konzern kann nicht ausschließen, dass sich in Einzelfällen eine solche Haftung realisiert.

Zinsänderungsrisiken

Bei allen Krediten, Stillen Beteiligungen, Darlehen und Optionsanleihen im bmp-Konzern wurden Festzinssätze für die gesamte Laufzeit vereinbart. Sie weisen damit keinerlei Zinsänderungsrisiko auf. Alle kurzfristigen Geldanlagen hingegen sind variabel verzinst.

Währungsrisiken

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit verschiedentlich für den Erwerb einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung bezahlt bzw. bei der Veräußerung einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung erhalten. Je nach Zeitpunkt der Investition und der Veräußerung derselben Beteiligung kann sich zusätzlich zu einem Veräußerungsgewinn bzw. -verlust ein Kursgewinn oder -verlust realisieren.

Abhängigkeit der Gesellschaft von Schlüsselpersonen

Zum erfolgreichen Management einer Private Equity Gesellschaft gehört ein umfangreiches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk aus persönlichen Beziehungen und wichtigen Kontakten. Das Kernteam von bmp verfügt über ein entsprechendes Know-how und ein Netzwerk an persönlichen Beziehungen und wichtigen Kontakten zu Unternehmen und Personen, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft relevant sind. Damit hängt der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von diesen Personen ab.

Abhängigkeit der Gesellschaft von konjunkturellen Einflüssen und Finanzmärkten

Der wirtschaftliche Erfolg des bmp-Konzerns ist im Direktbeteiligungsgeschäft in erster Linie von der Höhe des Preises, zu dem bmp die Beteiligungen erwerben kann, der positiven Entwicklung der Portfoliounternehmen und dem bei einem Verkauf erzielten Veräußerungserlös abhängig. Eine negative wirtschaftliche Entwicklung aller, mehrerer oder einzelner Portfoliounternehmen kann durch verschiedene äußere oder innere Faktoren, auf welche die Gesellschaft bzw. der bmp-Konzern unter Umständen keinen Einfluss nehmen kann, verursacht werden. Damit ist der wirtschaftliche Erfolg des bmp-Konzerns in hohem Maße abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Branchen, in die die Gesellschaften des bmp-Konzerns investiert haben, und der Entwicklung der Finanzmärkte. Dies gilt ebenso für das Fondsbeteiligungsgeschäft.

Gesamteinschätzung und Risikomanagement

Für alle erkennbaren Einzelrisiken hat bmp im Jahresabschluss 2009 umfangreich Vorsorge getroffen. Die Aktivitäten im Bereich Risikomanagement wurden im Jahr 2009 weiter ausgebaut. Es existiert ein Qualitätshandbuch. bmp hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken aus dem Beteiligungsgeschäft ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Beteiligungs- als auch auf Konzernebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting und erfüllt zugleich den Zweck eines Managementinformationssystems.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen wird durch einen intensiven Kontakt zu den Beteiligungen überwacht. Die Wertansätze und die Wertentwicklung der Beteiligungsunternehmen werden quartalsweise mit geeigneten finanzmathematischen Modellen geprüft. Je nach Art und Entwicklungsgrad des Beteiligungsunternehmens werden verschiedene Bewertungsmodelle für die Evaluierung herangezogen, um zu überprüfen, ob der beizulegende Zeitwert oberhalb der fortgeschriebenen Anschaffungskosten liegt. Durch die kontinuierliche Erfassung der beizulegenden Zeitwerte und durch das Beteiligungscontrolling wird die Möglichkeit geschaffen, Fehlentwicklungen in den Beteiligungen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.

Die aktuelle Liquidität der bmp ist für das bestehende Geschäft ausreichend. Aus heutiger Sicht stellt das einzelne oder kumulierte Eintreten der beschriebenen Risiken keine Gefahr für den Fortbestand des bmp-Konzerns dar. Die Existenzfähigkeit des bmp-Konzerns ist aus Sicht des Vorstandes nachhaltig und langfristig gegeben.

Vergütungssystem

Zum 31.12.2009 setzte sich die Gesamtvergütung im Wesentlichen aus Festbezügen und einer variablen Gehaltskomponente zusammen. Die Festbezüge beinhalten

eine Grundvergütung, die als fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung in zwölf Monatsraten ausbezahlt wird, sowie Beiträge zu Versicherungen und Sachbezüge in Form von Dienstwagen, die auch zu privaten Zwecken genutzt werden können. Die variable Gehalts- komponente beinhaltet einen, mit Feststellung des Jahresabschlusses fälligen Tantiemeanspruch, der von der Höhe des erreichten Vorsteuerergebnisses der bmp AG nach HGB abhängig ist und sich wie folgt staffelt:

Ab einem Vorsteuerergebnis von 0,5 Mio. € der bmp AG nach HGB erhält der gesamte Vorstands 10% des Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB. Für das über 2,5 Mio. € hinaus gehende Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB erhält der Vorstand 8,5%. Für das über 3,5 Mio. € hinaus gehende Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB erhält der Vorstand 6%.

Darüber hinaus existiert für Ralph Günther eine Bonusvereinbarung, deren Ziel die Honorierung von Akquisitonsleistungen im Geschäftsbereich Fondsinvestments ist.

Gemäß unserer Satzung haben die Mitglieder unseres Aufsichtsrats neben einem Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen auch einen Anspruch auf Vergütung.

Die Festvergütung des Aufsichtsrats beinhaltet im Einzelnen eine jährliche Basisvergütung und eine Vergütung pro Sitzungstag.

Ein Anspruch auf Erfolgsvergütung besteht, wenn nach dem Jahresabschluss ein Bilanzgewinn nach Handelsgesetzbuch - vermindert um einen Betrag von mindestens vier vom Hundert der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen - ab 20 Cents pro ausstehender Aktie erwirtschaftet wird.

Schließlich hat die Gesellschaft D& O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats abgeschlossen.

Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der bmp Aktiengesellschaft ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung.

Der Vorstand wird gem. § 84 AktG vom Aufsichtsrat der Gesellschaft für eine Dauer von bis zu fünf Jahren bestellt. Lediglich in Ausnahmefällen kann ein Vorstandsmitglied gem. § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Der Vorstand der bmp Aktiengesellschaft besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern. Von den derzeitigen drei Mitgliedern des Vorstands hat der Aufsichtsrat der bmp Aktiengesellschaft - gem. seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Möglichkeiten - eines der Mitglieder zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Bei Vorliegen eines wichtiges Grundes kann der Aufsichtsrat diese Ernennung - ebenso wie die generelle Bestellung zum Vorstand – widerrufen.

Gem. § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Änderung der Satzung grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Lediglich in den Fällen, in denen Änderungen der Satzung nur ihre Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen übertragen. Eine generelle Ermächtigung findet sich in § 17 der Satzung.

Der Beschluss über eine Satzungsänderung bedarf gem. § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Ansonsten werden Beschlüsse gem. § 133 AktG der Hauptversammlung gem. § 22 der Satzung der bmp AG mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Stimmenmehrheit erforderlich ist.

Aktien und Kapital

Zum Bilanzstichtag beträgt das voll eingezahlte Grundkapital 17.500.000,00 €. Es ist eingeteilt in 17.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien verbriefen die gleichen Rechte.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Juni 2011 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 8.750.000,-- € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006/I) und dabei die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Weiterhin ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals von 17,5 Mio. zurückzukaufen.

Weitere Angaben nach § 315 Abs.4 HGB sind nicht zu machen.

Integriertes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das für die Abschlüsse der bmp AG maßgebliche rechnungslegungsbezogene Interne Kontroll- und Risikomanagement-System umfasst Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung solcher Informationen gewährleisten sollen, die für die Aufstellung des Jahresabschlusses der bmp AG sowie des Lageberichts notwendig sind. Diese Maßnahmen sollen das Risiko einer materiellen Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung minimieren.

Das Rechnungswesen ist zentral organisiert. Alle Dienstleistungen rund um das Rechnungswesen und das Controlling werden am Sitz der Gesellschaft erbracht.

Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung auf Grundlage der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften wird durch die zentrale Bearbeitung und die zentralen Bewertungsrichtlinien gewährleistet. Mit der zentralen Bewertungsrichtlinie wird unter Wahrung eines durchgängigen Vier-Augen-Prinzips die sachgerechte Bewertung der Beteiligungen sichergestellt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und Prognosebericht

Im ersten Quartal 2010 wurde ein Teil der Beteiligung an der börsennotierten K2 Internet S.A. an einen Finanzinvestor verkauft. Weiterhin hat bmp die Beteiligung an der Nokaut Sp. z o.o. an einen Finanzinvestor verkauft. Beide Transaktionen führten zu Liquiditätszuflüssen von zusammen über 1,5 Mio. €, so dass sich die Liquiditätssituation weiter verbessert hat.

Weiterhin hat bmp in einer europaweiten Ausschreibung das Mandat für das Management eines Venture Capital Fonds im Land Brandenburg gewonnen. Der BFB Frühphasenfonds hat ein Volumen von 20 Mio. € und eine Laufzeit von 10 Jahren. Mit diesem Fonds kann bmp die Assets under Management im Bereich der Venture Capital Direktinvestments deutlich ausbauen und vereinnahmt eine jährliche Management-Gebühr auf das Fondsvolumen.

Das Marktumfeld wird für 2010 vom Vorstand als verhalten positiv eingeschätzt. Die ersten Exits aus dem Portfolio sowie eine Reihe von Exit-Gesprächen zeigen eine recht klare Entspannung auf der Veräußerungsseite. Aufgrund der vorhandenen Liquidität und des Fondsmanagement-Mandates ist davon auszugehen, dass sich auch die Investitionstätigkeit in 2010 deutlich erhöhen wird.

Ziel für 2010 ist es, einige gute Beteiligungsverkäufe aus dem bestehenden Portfolio des bmp Konzerns zu realisieren und neue Beteiligungen über die bmp Media Investors sowie den neuen Fonds zu tätigen.

Im Bereich Fonds-Management/Private Equity Advisory arbeitet der Vorstand daran, neue Mandate zu gewinnen und das betreute Anlagevolumen weiter auszuweiten. Dadurch erwarten wir in den kommenden Jahren eine Steigerung der von bmp zu vereinnahmenden Managementgebühren.

Aufgrund des guten Starts in das Jahr 2010 ist der Vorstand zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.

 

Berlin, den 14. April 2010

Oliver Borrmann, Vorstand

Ralph Günther, Vorstand

Andreas van Bon, Vorstand

Konzernbilanz zum 31.12.2009

AKTIVA

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  Anhang 2009
2008
T€
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte 12,20 1.500,30 3
Sachanlagen 12,20 29.244,29 43
Offene Beteiligungen 9,21 11.082.531,47 19.074
Stille Beteiligungen und Darlehen 11,21 126.882,75 894
Verbundene Unternehmen und Joint Ventures 22 379.351,00 396
Wertpapiere des Anlagevermögens   0,00 198
    11.619.509,81  
Kurzfristige Vermögenswerte      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 21.230,99 6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23,24 2.078.287,60 3.753
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 25 3.171.434,87 3.448
    5.270.953,46  
Summe Aktiva   16.890.463,27 27.816

PASSIVA

     
  Anhang 2009
2008
T€
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 26 17.500.000,00 17.500
Kapitalrücklage 28 530.600,78 531
Andere Gewinnrücklagen 29 972.256,66 972
Verlustvortrag (Vj.: Gewinnvortrag) 29 -4.995.776,65 5.105
    14.007.080,79  
Langfristige Verbindlichkeiten      
Refinanzierungsverbindlichkeiten 31 0,00 1.521
Langfristige Rückstellungen 34 85.000,00 183
    85.000,00  
Kurzfristige Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   46.627,03 63
Refinanzierungsverbindlichkeiten 32 2.482.570,74 1.607
Sonstige Verbindlichkeiten 33 192.184,71 333
Rückstellungen 34 77.000,00 0
    2.798.382,48  
Summe Passiva   16.890.463,27 27.816

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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  Anhang 2009
2008
T€
Umsatzerlöse      
Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren 35 1.501.119,18 4.037
Sonstige betriebliche Erträge      
Erträge aus Neubewertung   1.466.533,31 1.781
Sonstige betriebliche Erträge 36 424.807,62 575
Beratungs- und Provisionserlöse   26.155,88 85
Buchwertabgang von Beteiligungen und Wertpapieren 37 -1.553.439,45 -1.329
Personalaufwand      
Löhne und Gehälter 38 -1.054.130,82 -1.207
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 38 -141.591,85 -148
Abschreibungen      
auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 20 -16.999,97 -26
Sonstige betriebliche Aufwendungen      
Aufwand aus Neubewertung 42 -9.775.296,24 -2.480
Sonstige betriebliche Aufwendungen 39 -1.399.949,24 -1.603
Betriebsergebnis   -10.522.791,58 -315
Erträge aus Beteiligungen 40 212.089,54 361
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41 380.190,59 393
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43 -170.658,69 -209
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -10.101.170,14 230
Konzernjahresergebnis   -10.101.170,14 230
Sonstiges Gesamtergebnis   0,00 0
Konzern-Gesamtergebnis   -10.101.170,14 230
Ergebnis je Aktie € 47 -0,58 0,01
Verwässertes Ergebnis je Aktie € 47 -0,58 0,01

Konzernkapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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  Anhang 2009
T€
2008
T€
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit      
Konzernjahresergebnis   -10.101 230
Neubewertung Finanzanlagen, Wertpapiere und Forderungen 36, 42 8.309 653
Gewinn aus der Veräußerung von Beteiligungen und Wertpapieren   52 -2.708
Abschreibungen Sachanlagevermögen 20 17 26
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge   -16 -175
    -1.739 -1.974
Abnahme/(-) Zunahme der Aktiva und Zunahme/(-) Abnahme der Passiva      
Forderungen und sonstige Vermögenswerte einschließlich Wertpapiere   3.148 -100
Sonstige Verbindlichkeiten 33 -158 -102
Rückstellungen 34 -21 -19
Summe Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit   1.230 -2.195
Cashflow aus dem Investitionsbereich      
Beteiligungen und verbundenen Unternehmen      
Zugänge Beteiligungen, Stille Beteiligungen, Darlehen und Wertpapiere des Anlagevermögens 21 -1.456 -4.264
Änderung Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures 22 -13 121
Einzahlungen aus Abgängen von Beteiligungen, Wertpapieren, Stillen Beteiligungen und Darlehen 21 608 3.906
    -861 -237
Sachanlagevermögen      
Zugänge Sachanlagevermögen 20 -2 -21
Abgänge zu Nettobuchwerten   1 20
Summe Cashflow aus dem Investitionsbereich   -862 -238
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich      
Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31, 32 -645 -19
Dividende   0 -1.750
Summe Cashflow aus dem Finanzierungsbereich   -645 -1.769
Veränderung liquide Mittel   -277 -4.202
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres   3.448 7.650
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres   3.171 3.448

Konzerneigenkapitalspiegel

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Angaben
in T€
Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag/Verlustvortrag Total
Eigenkapital zum 01.01.2009 26,28,29 17.500 531 972 5.105 24.108
Konzern-Gesamtergebnis   0 0 0 -10.101 -10.101
Eigenkapital zum 31.12.2009 26,28,29 17.500 531 972 -4.996 14.007
Eigenkapital zum 01.01.2008 26,28,29 17.500 531 972 6.625 25.628
Dividende   0 0 0 -1.750 -1.750
Konzern-Gesamtergebnis   0 0 0 230 230
Eigenkapital zum 31.12.2008 26,28,29 17.500 531 972 5.105 24.108

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2009

I. Allgemeine Angaben

1. Geschäftstätigkeit des Konzerns

Die bmp Aktiengesellschaft (im Folgenden auch „bmp AG“ oder „Gesellschaft“) stellt als eine Private Equity Gesellschaft innovativen Wachstumsunternehmen Frühphasen- und Expansionsfinanzierungen primär über die Tochtergesellschaften bmp Media Investors AG & Co. KGaA und bmp Eco Investors GmbH & Co. KGaA zur Verfügung. Hierbei konzentriert sich die bmp AG vornehmlich auf Investments in Deutschland und Polen. Die bmp AG beteiligt sich dabei mit eigenem Geld und verwaltet Fonds für institutionelle Investoren. Erträge werden überwiegend durch die Steigerung des Wertes der von ihr erworbenen Beteiligungen und die Vereinnahmung von Managementgebühren erzielt. Die konsolidierten Tochtergesellschaften sind im selben Geschäft tätig oder sie üben unterstützende Funktionen aus.

Der Sitz der bmp Aktiengesellschaft befindet sich in der Schlüterstraße 38, D-10629 Berlin.

Die bmp Aktiengesellschaft ist die oberste Muttergesellschaft in der bmp-Gruppe und im Handelsregister des Amtsgerichts von Berlin-Charlottenburg, Bundesrepublik Deutschland, unter der Nummer HR-B 64 077 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Kapitalflüsse den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dar.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge kaufmännisch gerundet in Tausend Euro (T€ oder TEUR) angegeben. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der Konzernabschluss wurde von der Gesellschaft aufgestellt und am 15. April 2010 dem Aufsichtsrat übersandt. Wertaufhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zu diesem Tag berücksichtigt. Nach Präsentation der Prüfungsergebnisse durch den Wirtschaftsprüfer auf der Aufsichtsratsitzung am 20.04.2010 und eigener Prüfung wird der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigen und den Bericht des Aufsichtsrates abgeben. Mit Billigung durch den Aufsichtsrat ist der Konzernabschluss zur Veröffentlichung freigegeben.

3. Grundlagen des Konzernabschlusses

Die bmp AG ist nach §290 ff HGB i. V. m. Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung verpflichtet, die nach den Artikeln 2, 3 und 6 der genannten Verordnung übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards anzuwenden. Der vorliegende Konzernjahresabschluss der bmp AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 315a HGB aufgestellt. Dabei wurden alle für den Erstellungszeitraum verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC) beachtet.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften hat die bmp AG in 2009 erstmalig - sofern relevant - angewandt:

IFRS 8 „Operating Segments“, herausgegeben im November 2006, ersetzt den bisherigen IAS 14 „Segmentberichterstattung“. Nach IFRS 8 hat die Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem sogenannten Management Approach zu erfolgen, wonach der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde liegen, die das Management intern für die Bewertung der Segmentperformance und die Ressourcenallokation verwendet. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. IFRS 8 wurde von der EU am 21.11.2007 in EU-Recht übernommen. Die bmp AG erstellt keine Segmentberichterstattung, wir verweisen auf Punkt 50.

IAS 23 „Fremdkapitalkosten“ wurde im März 2007 in einer geänderten Version herausgegeben. Danach sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, zu aktivieren. Die aktuell bestehende Möglichkeit zur sofortigen Aufwandserfassung von Fremdkapitalkosten wird abgeschafft. Der geänderte IAS 23 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen des IAS 23 (2007) am 10.12.2008 in EU-Recht übernommen. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG, da beim Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten im bmp-Konzern keine Fremdkapitalkosten anfallen.

IFRS 2 „Aktienbasierte Vergütung“ wurde im Januar 2008 in einer geänderten Fassung herausgegeben. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Definition von Ausübungsbedingungen und die Regelungen zur Annullierung eines Plans durch eine andere Partei als das Unternehmen. Der geänderte IFRS 2 (2008) ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen des IFRS 2 am 16.12.2008 in EU-Recht übernommen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG haben sich in Ermangelung einer aktienbasierten Vergütung durch die Änderungen nicht ergeben.

IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“, herausgegeben im Juni 2007, regelt die Fragen, wie das kostenlose zur Verfügung stellen von Waren und Dienstleistungen bilanziell abzubilden ist und das Entgelt auf die „award credits“ zu bewerten ist. IFRIC 13 verlangt unter Rückgriff auf IAS 18.13 die Aufteilung des Umsatzes auf das verkaufte Produkt einerseits und die im Zusammenhang mit diesem Kauf gewährten Boni andererseits. Die Umsatzaufteilung hat dabei anhand der Fair Values der Komponenten zu erfolgen. IFRIC 13 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2008 beginnen. Die EU hat IFRIC 13 am 16.12.2008 in EU-Recht übernommen. Da die bmp AG keine Kundenbindungsprogramme hat, ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Eine überarbeitete Version des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“, herausgegeben im September 2007, soll dem Anwender die Analyse und den Vergleich von Abschlüssen erleichtern. Geändert wurden insbesondere die englischen Bezeichnungen der Abschlussbestandteile sowie Darstellung und Zusammensetzung einzelner Abschlussbestandteile (insb. die Gesamtergebnisrechnung sowie die Eigenkapitalveränderungsrechnung). Der in 2007 überarbeitete IAS 1 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen des IAS 1 (2007) am 17.12.2008 in EU-Recht übernommen. Die Anwendung des IAS 1 (2007) hat insbesondere Einfluss auf die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung gehabt. Materielle Auswirkungen sind mit der Änderung des IAS 1 indes nicht verbunden.

Im Rahmen der IASB-Veröffentlichung „Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation“ wurden im Februar 2008 IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ und IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ überarbeitet. Daraus resultieren auch Änderungen von IFRS 7, IAS 39 sowie IFRIC 2. Die Änderungen ermöglichen als Ausnahmefall eine Erweiterung der Eigenkapitalklassifikation für bestimmte kündbare Finanzinstrumente und Finanzinstrumente mit Anspruch auf das anteilige Nettovermögen im Liquidationsfall. Die geänderten Regelungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen am 21.01.2009 endorsed. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG, da sie keine Finanzinstrumente ausgegeben hat, die von der Änderung erfasst werden.

Änderungen zu IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“ und IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ wurden im Mai 2008 veröffentlicht. Die Änderungen sind in der IASB-Publikation „Cost of an Investment in a Subsidiary, Jointly Controlled Entity or Associate“ zusammengefasst und beinhalten auch Änderungen von IAS 18, IAS 21 und IAS 36. Die Änderungen ermöglichen Erleichterungen bei der Bewertung von Beteiligungen im Rahmen der erstmaligen IFRS-Anwendung im Einzelabschluss. Die geänderten Regelungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen am 23.01.2009 endorsed. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG.

Im Mai 2008 wurde im Rahmen des ersten „annual improvements project“ die „Improvements to IFRSs“ zur Änderung einer Reihe von Standards veröffentlicht. Der „Improvements to IFRSs“ Standard enthält neben verschiedenen redaktionellen Änderungen auch Änderungen, die Auswirkungen auf die Darstellung, den Ansatz oder die Bewertung haben können. Die Änderungen sind, soweit im jeweiligen Standard nichts anderes bestimmt ist, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden, wobei eine frühere Anwendung grundsätzlich zulässig ist. Die EU hat die Änderungen am 23.01.2009 endorsed. Materielle Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG haben sich dadurch nicht ergeben.

IFRIC 16 „Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation“, herausgegeben im Juni 2008, regelt drei Fragen, die sich im Zusammenhang der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe nach IAS 21 und IAS 39 ergeben. IFRIC 16 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 4.6.2009. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG haben sich mangels relevanter Sachverhalte nicht ergeben.

IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate“, herausgegeben im Juni 2008, definiert die Kriterien, nach denen sich die Erfassung bei Immobilienprojektentwicklungsgeschäften zu richten hat. IFRIC 15 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 22.07.2009. Für die bmp AG hat IFRIC 15 mangels der entsprechenden Geschäfte keine Relevanz.

Das IASB hat im Oktober 2008 Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 beschlossen. Die Änderungen erweitern die bereits bestehenden Möglichkeiten einer Umwidmung von Finanzinstrumenten nach IAS 39.50-54 bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen. Dies wirkt sich insbesondere auf die Methode der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie den Ausweis der Wertschwankungen in der GuV bzw. im Eigenkapital aus. Am 27.11.2008 hat das IASB eine Aktualisierung der im Oktober 2008 herausgegebenen Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 veröffentlicht, in dem der Anwendungszeitpunkt und die Übergangsvorschriften verdeutlicht wurden. Die EU hat die im Oktober erlassenen Änderungen bereits zum 15.10.2008 in EU-Recht übernommen, während die erneuten Änderungen im November 2008 von der EU erst am 9.9.2009 endorsed wurden. Da die bmp AG in 2008 und 2009 keine nunmehr erlaubten Umklassifizierungen vorgenommen hat, haben die Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2009.

Am 5. März veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 4 „Versicherungsverträge“ und zu IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“. Durch die Änderungen des IFRS 4 und des IFRS 7 werden genauere Angaben zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und zum Liquiditätsrisiko bei Finanzinstrumenten vorgeschrieben. Diese sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2009 beginnen, anzugeben. Das EU-Endorsement erfolgte am 27.11.2009. Sofern relevant, werden diese Angaben erstmals im vorliegenden Abschluss gemacht. Vergleichsinformationen werden im Jahr der ersten Anwendung nicht gefordert.

Am 12.03.2009 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRIC 9 und an IAS 39. Mit den Änderungen an IFRIC 9 und IAS 39 wird klargestellt, wie eingebettete Derivate zu behandeln sind, wenn ein hybrider Vertrag aus der Kategorie „ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ umgegliedert wird. Die Änderungen sind erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 30.06.2009 oder danach endenden Geschäftsjahres anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 30.11.2009. Da die bmp AG in 2008 und 2009 keine entsprechenden Umgliederungen vorgenommen hat, haben die Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2009.

4. Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS

Folgende vom IASB neu herausgegebene bzw. überarbeitete Standards oder Interpretationen, die im vorliegenden Abschluss indes noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, hat die bmp AG nicht freiwillig vorzeitig angewandt; z. T. steht die EU-Übernahme noch aus:

IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ und IAS 27 „Konzern und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ wurden im Januar 2008 in geänderten Fassungen veröffentlicht. Die Änderungen betreffen zahlreiche Aspekte der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen und der Konsolidierung von Tochterunternehmen, insbesondere die Bewertung der Minderheitenanteile, die Erstkonsolidierung bei sukzessivem Unternehmenserwerb, die bilanzielle Behandlung bei Änderungen der Beteiligungsquoten mit und ohne Verlust der Beherrschung, die Behandlung von Anschaffungsnebenkosten, die mögliche Anpassung der Anschaffungskosten aufgrund bedingter Kaufpreiszahlungen sowie Effekte aus der Abwicklung von bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen. Der geänderte IFRS 3 (2008) ist verpflichtend anzuwenden für Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt in Geschäftsjahre fällt, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig, aber begrenzt auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30.6.2007 beginnen. Der geänderte IAS 27 (2008) ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig, sofern auch der geänderte IFRS 3 frühzeitig angewendet wird. Die EU hat die Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 (2008) bisher nicht endorsed. Die bmp AG prüft derzeit die künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Juli 2008 wurden Ergänzungen zum IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ veröffentlicht. Die Ergänzungen stellen klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in zwei speziellen Situationen - der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft - anzuwenden sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden, wobei eine frühere Anwendung grundsätzlich zulässig ist. Die EU hat die Änderungen am 15.09.2009 endorsed. Die bmp AG prüft derzeit die künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Am 27.11.2008 wurde eine überarbeitete Version des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“ veröffentlicht. Die veröffentlichten Änderungen betreffen primär den formalen Aufbau von IFRS 1; der Inhalt des Standards bleibt unverändert. Die geänderten Regelungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen am 25.11.2009 endorsed. Die Änderungen haben nur Relevanz für IFRS-Erstanwender und somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG.

IFRIC 17 „Sachdividende an Eigentümer“, herausgegeben am 27.11.2008, regelt die Bilanzierung einer Verbindlichkeit zur Sachdividendenausschüttung, die zu dem Zeitpunkt anzusetzen ist, ab dem die Ausschüttung nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. IFRIC 17 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 26.11.2009. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Am 29.01.2009 veröffentlichte das IASB IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden“. In IFRIC 18 wird klargestellt und erläutert, wie die Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder Erwerb einer Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist. IFRIC 18 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2009 beginnen anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 27.11.2009. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Am 16.04.2009 wurde im Rahmen des zweiten „annual improvements project“ die „Improvements to IFRSs“ zur Änderung einer Reihe von Standards veröffentlicht. Der „Improvements to IFRSs“Standard enthält insgesamt 15 kleinere Änderungen an bestehenden 10 Standards und 2 Interpretationen. Die Änderungen sind, soweit im jeweiligen Standard nichts anderes bestimmt ist, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.20010 beginnen, verpflichtend anzuwenden, wobei eine frühere Anwendung grundsätzlich zulässig ist. Die EU hat die Änderungen bisher nicht endorsed. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat am 18.06.2009 Änderungen zu IFRS 2 „Group Cashsettled Sharebased Payment Transactions“ veröffentlicht. Mit den Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb des Konzerns im Einzelabschluss klargestellt. Zudem werden mit den Änderungen die Beschlusse gemäß IFRIC 8 und IFRIC 11 in den IFRS 2 integriert. Der geänderte IFRS 2 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat am 23.07.2009 Änderungen zu IFRS 1 „Additional Exemptions for First-time Adopters““ veröffentlicht. Der geänderte IFRS 1 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2010 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die Änderungen haben nur Relevanz für IFRS-Erstanwender und somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der bmp AG.

Das IASB hat am 08.10.2009 Änderungen zu IAS 32 „Classification of Rights Issues“ veröffentlicht. Der geänderte IAS 32 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.2.2010 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 23.12.2009. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat am 4.11.2009 eine überarbeitete Fassung des IAS 24 „Angaben zu Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ veröffentlicht. Die Überarbeitung vereinfacht die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist. Zudem ist die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person grundlegend überarbeitet worden. Der geänderte IAS 24 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Am 12.11.2009 hat das IASB IFRS 9 „Financial Instruments“ neu erlassen. Mit Erlass des IFRS 9 wird die erste Phase der drei Phasen des IASB-Projektes zur Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und damit zum Ersatz von IAS 39. Kernbestandteile des IFRS 9 sind neue, weniger komplexe Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. IFRS 9 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2013 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat am 26.11.2009 Änderungen zu IFRIC 14 „Prepayments of a Minimum Funding Requirements“ erlassen. Der geänderte IFRIC 14 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat am 26.11.2009 Änderungen zu IFRIC 19 „Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments“ erlassen. Der geänderte IFRIC 19 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillig frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die bmp AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

5. Konsolidierungskreis

5.1. Vollkonsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst neben der bmp AG, Berlin, als Mutterunternehmen die Abschlüsse der

bmp Media Investors AG & Co. KGaA, Berlin

bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin

bmp Eco Investors GmbH & Co. KGaA, Berlin

bmp Treuhand- und Verwaltungs GmbH, Berlin

Diese Unternehmen werden gemäß IAS 27 im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, da die bmp AG einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Beherrschung im Sinne des IAS 27 ist dann gegeben, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen. Auf die gehaltenen Venture Capital Beteiligungen trifft dies nicht zu. An den vollkonsolidierten Unternehmen hält die bmp AG als Mutterunternehmen 100 % der Anteile.

5.2. Joint Ventures

Die Anteile an Joint Ventures wurde gemäß IAS 31.38 - Anteile an Joint Ventures - unter Verwendung der Equity-Methode angesetzt. Zum 31.12.2009 bestanden zwei Joint Ventures, die König & Cie. Private Equity Management GmbH und die ECO Investors Germany Management GmbH. An beiden Joint Ventures hält die bmp AG 50 % der Anteile und der Stimmrechte. Der dem Konzern zuzurechnende Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2009 2008
Kurzfristiges Vermögen 1.181 1.047
Langfristiges Vermögen 19 17
Kurzfristige Schulden 555 425
Langfristige Schulden 0 0
Erträge 717 664
Aufwendungen 500 239
Ergebnis 217 425

5.3. Sonstige Tochtergesellschaften

Folgende Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Central & Eastern Europe Venture GmbH, Berlin (vormals bmp Venture Tech GmbH, Berlin)

bmp Polska Sp. z o.o., Warschau

Im Vorjahr bestand zusätzliche eine 100 %ige Beteiligung an der Central & Eastern Europe Venture GmbH, Berlin, die im Geschäftsjahr auf die bmp Venture Tech GmbH, Berlin verschmolzen wurde. Nach der Verschmelzung wurde die bmp Venture Tech GmbH in die Central & Eastern Europe Venture GmbH umfirmiert. Umrechnungsdifferenzen gemäß IAS 21.52 fielen nicht an.

6. Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß den Regelungen des IAS 27.

7. Ertragserfassung

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren werden mit dem Eigentumsübergang an den Erwerber erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist.

Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

8. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Die bmp AG ist das Mutterunternehmen und damit auch gleichzeitig das oberste herrschende Unternehmen der bmp-Gruppe.

Geschäftsvorfälle zwischen der bmp AG und den Tochterunternehmen, die nahe stehende Unternehmen darstellen, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden insofern hier nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahe stehenden Unternehmen und Personen werden im Folgenden offen gelegt.

Der bmp Konzern hat an verschiedene nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen Leistungen verkauft und von diesen bezogen. Geschäftsbeziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen bestanden nicht. Das Geschäftsvolumen sowie die zum Bilanzstichtag noch ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten sind aus Sicht des Konzerns im Folgenden dargestellt:

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in T€ Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen
  2009 2008
Fakturierte Zinsen 160 0
Bezug von Leistungen 92 76
Forderungen 23 21
Verbindlichkeiten 0 0
Einstellung in die EWB auf Forderungen 128 5
Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz 45 191
Zuschreibungen auf den Beteiligungsansatz 0 35

Zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen verweisen wir auf die Angaben zu Organe der Gesellschaft in Punkt 53.

9. Offene Beteiligungen

Die offenen Beteiligungen am Kapital der Portfoliounternehmen sind der Bewertungskategorie „Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss“ zugeordnet. Die Zugangs- und Folgebewertung von Finanzinstrumenten dieser Kategorie erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39 grundsätzlich zum Fair Value. Wertänderungen zwischen der Zugangs- und Folgebewertung sowie zwischen den nachfolgenden Zeitpunkten werden gesondert unter Erträge aus Neubewertung oder unter Aufwendungen aus Neubewertung ausgewiesen.

Zur Umsetzung der Fair Value-Bilanzierung der Beteiligungen wurde eine Bewertungsrichtlinie erarbeitet. Danach werden Anteile an börsennotierten Gesellschaften, für die ein aktiver Markt besteht, mit ihrem Börsenkurs am jeweils liquidesten Börsenplatz zum Bewertungsstichtag bewertet. Unterliegen die Aktien einer Lock-Up Beschränkung werden analog zu den Empfehlungen der EVCA Abschläge von bis zu 20 %, abhängig von der Frist der Handelsbeschränkung, auf den Stichtagskurs angesetzt. Für alle übrigen Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht, wird der Fair Value anhand allgemein anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt, wobei die Schwankungsbreite der Ergebnisse verschiedener Verfahren für die gleiche Beteiligung in einem vertretbaren Rahmen liegen muss. Zu den Bewertungsverfahren gehört - sofern verfügbar - der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern. Diese sogenannten Dritttransaktionen müssen nach internen Richtlinien der bmp-Gruppe bestimmte Kriterien erfüllen, die sich vornehmlich am Volumen und dem zeitlichen Bezug der Transaktion orientieren.

Zu den weiteren Bewertungsverfahren gehören insbesondere der Peergroupvergleich sowie die Discounted Cashflow-Methode. Beim Peergroupvergleich wird der Unternehmenswert auf Basis von Multiplikatoren einer Gruppe von vergleichbaren Unternehmen errechnet. Die wesentliche Voraussetzung für die Anwendung dieser Methode ist die Identifikation von mindestens drei vergleichbaren Unternehmen. Sollte dies nicht möglich sein, können geeignete Branchenmultiplikatoren heran gezogen werden, wenn hierbei verlässliche Daten zur Verfügung stehen und eine weitgehende Branchenzuordnung gewährleistet ist. Wegen des Vergleiches eines nicht börsennotierten Bewertungsobjektes mit einer Gruppe aus börsennotierten Vergleichsunternehmen sind Bewertungsabschläge wegen fehlender Marktgängigkeit auf die ermittelten Werte anzusetzen. Weiterhin können unternehmensspezifische Faktoren diesen Abschlag vermindern oder erhöhen. In der Regel beträgt der Gesamtabschlag (DLOM - Discounts For Lack Of Marketability) zwischen 25 % und 35 %.

Bei der Discounted Cashflow-Methode werden zukünftige Cashflows diskontiert; für den darauf folgenden Zeitraum wird der Barwert einer ewigen Rente berechnet.

Die Bewertungsmethoden entsprechen den Empfehlungen der EVCA (European Private Equity and Venture Capital Association) und NACVA (National Association of Certified Valuation Analysts).

10. Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Hierzu gehören grundsätzlich einerseits originäre Finanzinstrumente und andererseits derivative Finanzinstrumente. Der bmp-Konzern hat in 2009 und 2008 keine derivativen Finanzinstrumente - weder mit noch ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung - gehalten.

11. Stille Beteiligungen und Darlehen

Die Position „Stille Beteiligungen und Darlehen“ umfasst langfristige Ausleihungen mit fester Laufzeit, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Vorsorge berücksichtigt.

12. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte haben wir zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der linearen Methode vorgenommen.

13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die bmp AG hat als Leasingnehmer PKW-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen für solche Operating-Leasingverhältnisse werden als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Die Verträge haben Laufzeiten von 3 Jahren. Im Rahmen der Leasingverträge wurden 2009 Zahlungen in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 34 T€) aufwandswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die nominale Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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in T€ 2009 2008
Fällig innerhalb eines Jahres 14 22
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 12 8
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
Summe 26 30

Die Verpflichtungen aus Mietzahlungen für Mieträume setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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in T€ 2009 2008
Fällig innerhalb eines Jahres 76 74
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 19 95
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
Summe 95 169

14. Rückstellungen

Rückstellungen dürfen nur passiviert werden, wenn eine Verpflichtung besteht und eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Langfristige Rückstellungen sind abzuzinsen, wenn der bei der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

15. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind u. a. als kurzfristig auszuweisen, wenn die Schuld innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig wird. Daher erfolgt in der Bilanz eine Unterteilung zwischen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.

16. Latente Steuern

Latente Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerbilanzwert und dem IFRS-Bilanzwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld anzusetzen. Es besteht bei Vorliegen der Ansatzkriterien sowohl für aktive als auch für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht.

Weiterhin sind zu erwartende Steuerminderungen aus Verlustvorträgen zu aktivieren, wenn in absehbarer Zukunft wahrscheinlich in ausreichendem Umfang zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, womit die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden können.

Auf Grundlage der zur Zeit in Deutschland geltenden steuerlichen Rahmenbedingungen sind Erlöse aus Beteiligungsverkäufen nahezu steuerfrei. Daher wurde auf die Aktivierung von latenten Steuern verzichtet.

17. Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passive Rechnungsabgrenzung erfolgt für Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

18. Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und ggf. angepasst.

Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zu Grunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten.

Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten

Der Konzern überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten. Schätzungsänderungen waren in 2009 und 2008 nicht notwendig.

Beteiligungen

Die Position „offene Beteiligungen“ beinhaltet die Gesellschaftsanteile an den Venture Capital Beteiligungen. Der Wertansatz dieser Beteiligungen ist zu einem sehr großen Teil von Schätzungen in den unterschiedlichsten Bereichen abhängig. Über die Prognose von volkswirtschaftlichen Rahmendaten, Entwicklungen von Märkten und Marktsegmenten, wirtschaftlichen Prognosen auf Basis der Beteiligungen an sich hin zu Kapitalisierungszinsfüßen, Inflationsraten und Wechselkursen ist der ganze Bewertungsbereich von Annahmen und Schätzungen überzogen, die den Wert der Position „offene Beteiligungen“ beeinflussen. Der Buchwertansatz der durch Schätzungen beeinflussten Vermögenswerte beträgt 3.665 T€.

Werthaltigkeit der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage oder eines sonstigen immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte.

Rechtliche Risiken

Konzernunternehmen der bmp-Gruppe sind zwei Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen Unternehmen der bmp-Gruppe oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist. Zum 31.12.2009 waren keine Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten passiviert (Vorjahr: 23 T€).

19. Verbrauchsfolgeverfahren

Sowohl Beteiligungen als auch Wertpapiere werden nach der Durchschnittsmethode bewertet und bei Teilverkäufen entsprechend als Buchwertabgang von Beteiligungen und Wertpapieren berücksichtigt.

II. Erläuterung Bilanz

20. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen ausschließlich erworbene Nutzungsrechte und Güter. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben, der Buchwert ergibt sich aus den Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 20 Jahren.

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  Anschaffungskosten
in T€ 01.01.2009 Abgang Zugang 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 129 0 0 129
Sachanlagen 270 2 2 270
Summe 399 2 2 399
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  Abschreibungen
in T€ 01.01.2009 Abgang Zugang 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 127 0 1 128
Sachanlagen 226 1 16 241
Summe 353 1 17 369
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  Buchwerte
in T€ 01.01.2009 31.12.2009
Immaterielle Vermögenswerte 2 1
Sachanlagen 44 29
Summe 46 30
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  Anschaffungskosten
in T€ 01.01.2008 Abgang Zugang 31.12.2008
Immaterielle Vermögenswerte 130 2 1 129
Sachanlagen 296 46 20 270
Summe 426 48 21 399
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  Abschreibungen
in T€ 01.01.2008 Abgang Zugang 31.12.2008
Immaterielle Vermögenswerte 128 2 1 127
Sachanlagen 227 26 25 226
Summe 355 28 26 353
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  Buchwert
in T€ 01.01.2008 31.12.2008
Immaterielle Vermögenswerte 2 2
Sachanlagen 69 44
Summe 71 46

21. Offene Beteiligungen sowie Stille Beteiligungen und Darlehen

Die Position offene Beteiligungen umfasst offene Beteiligungen am Kapital der Portfoliounternehmen zum beizulegenden Zeitwert. Stille Beteiligungen und Darlehen werden in der Regel nur Unternehmen gewährt, an denen auch eine offene Beteiligung besteht.

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In T€ Offene Beteiligungen Stille Beteiligungen und Darlehen
  2009 2008 2009 2008
1.1. 19.074 16.387 894 657
Zugang 936 3.386 520 926
Abgang -141 -1.113 -519 -85
Umbuchung -1.116 693 -200 -693
Bewertung -7.670 -279 -569 89
31.12. 11.083 19.074 126 894

Die unter „Zugang“ ausgewiesenen offenen Beteiligungen wurden als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ eingestuft.

Für die offenen und stillen Beteiligungen sowie für die Darlehen besteht generell ein Ausfallrisiko, da die wirtschaftliche Entwicklung junger Unternehmen mit einer Vielzahl von Risiken verknüpft ist, die zu einer Insolvenz des Unternehmens führen können. Durch ein weitreichendes Controlling- und Risikomanagementsystem werden die Risikofaktoren fortlaufend beobachtet und beurteilt. Durch die Neubewertung des Beteiligungsansatzes wird gegebenenfalls der Risikoentwicklung Rechnung getragen.

Die Bewertung der offenen Beteiligungen erfolgt wie unter „9. Offene Beteiligungen“ beschrieben. Die Beteiligungen wurden nach folgenden Methoden bewertet.

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in T€ Buchwert Anzahl Bewertung Buchwert Anzahl Bewertung
Bewertungsmethode 2009 2008
Börsennotiert (Stufe I) 2.885 2 -624 3.353 2 -27
Dritttransaktion (Stufe II) 2.463 1 0 11.311 4 1.365
Multiplikatorverfahren (Stufe II) 3.665 4 690 2.975 4 -1.301
Fair Value entspricht Einstiegspreis* (Stufe II) 442 4 2 1.435 7 -71
Fair Value entspricht Einstiegspreis minus Abschlag (Stufe III) 1.628 7 -8.513 0 3 -245
Gesamt 11.083 18 -8.445 19.074 20 -279

* Bewertung resultiert aus Währungseffekten

Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten wurden in folgende Hierarchie eingestuft:

Stufe I: notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten

Stufe II: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind.

Stufe III: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

22. Verbundene Unternehmen und Joint Ventures

Verbundene Unternehmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, Joint Ventures mit dem zustehenden Eigenkapital.

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  Anschaffungskosten Bewertung Buchwerte
in T€ 01.01.2009 Abgang Zugang 31.12.2009 01.01.2009 Bewertungsabgang Bewertung 31.12.2009 01.01.2009 31.12.2009
Verbundene Unternehmen 3.958 0 0 3.958 -3.857 0 -45 -3.902 101 56
Joint Ventures 41 0 13 54 254 0 16 270 295 324
Summe 3.999 0 13 4.012 -3.603 0 -29 -3.632 396 380
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  Anschaffungskosten Bewertung Buchwert
In T€ 01.01.2008 Abgang Zugang 31.12.2008 01.01.2008 Bewertungsabgang Bewertung 31.12.2008 01.01.2008 31.12.2008
Verbundene Unternehmen 4.033 75 0 3.958 -3.811 0 -46 -3.857 222 101
Joint Ventures 41 0 0 41 308 0 -54 254 349 295
Summe 4.074 75 0 3.999 -3.503 0 -100 -3.603 571 396

23. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

23.1. Forderungen aus Lieferung und Leistung

Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten einzeln unter Berücksichtigung der Rückzahlungswahrscheinlichkeit bewertet.

23.2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

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in T€ 2009 2008
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23 21
Forderungen gegen Beteiligungen 22 2
Forderungen gegen Finanzamt 290 601
Darlehen gegen Dritte 13 382
Sonstige Forderungen 21 21
Forderungen gegen Vorstandsmitglieder 0 901
Summe Forderungen 369 1.928
Sonstige Vermögenswerte 13 32

24. Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere

Die zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapiere sind der Bewertungskategorie „Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss“ zugeordnet.

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In T€ Buchwert Anzahl Bewertung Buchwert Anzahl Bewertung
Bewertungsmethode 2009 2008
Börsennotiert 380 1 -25 1.793 4 -482
Dritttransaktion 1.316 1 774 0 0 0
Börsenpreis abzüglich Discount 0 0 0 0 1 0
Gesamt 1.696 2 749 1.793 5 -482

Die börsennotierten zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapiere enthielten im Vorjahr auch Wertpapiere, die zur Geldanlage gehalten werden. Durch Dritttransaktion bewertet wurde die Beteiligung, die im ersten Quartal 2010 veräußert wurde.

25. Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand

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in T€ 2009 2008
Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand 3.171 3.448

Bezüglich der Verwendung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

26. Eigenkapital und Aktien

Alle Aktien der bmp sind auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Alle Aktien sind voll eingezahlt. Die Aktienanzahl betrug in 2008 und 2009 konstant 17,5 Mio.

27. Börsenzulassung

Die Aktien sind in Deutschland zum Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse unter gleichzeitiger Zulassung zum Prime Standard zugelassen. Daneben werden die Aktien in den Freiverkehr der Wertpapierbörsen von Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart einbezogen. Weiterhin sind die Aktien an der Warschauer Wertpapierbörse notiert.

28. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage umfasst Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag erzielt worden sind, sie betrug in 2008 und 2009 konstant 531 T€.

29. Veränderung im Eigenkapital

Bezüglich der Veränderungen im Eigenkapital verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel.

30. Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital betrug zum 31.12.2009 unverändert 8.750.000 €. Die Laufzeit des genehmigten Kapitals endet am 27. Juni 2011.

31. Refinanzierungsverbindlichkeiten (langfristig)

Die langfristigen Refinanzierungsverbindlichkeiten bestanden gegenüber der KfW-Bankengruppe und wurden in kurzfristige Refinanzierungsverbindlichkeiten umgegliedert, da die Kredite innerhalb eines Jahres fällig sind.

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in T€ 2009 2008
Stand 01.01. 1.521 3.147
Umgliederung -1.521 -1.607
Auszahlungen / Aufstockungen 0 0
Tilgungen / Haftungsfreistellungen / Verzichte 0 -19
Stand 31.12. 0 1.521

32. Refinanzierungsverbindlichkeiten (kurzfristig)

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in T€ 2009 2008
Stand 01.01. 1.607 1
Umgliederungen 1.521 1607
Tilgungen -645 -1
Auszahlungen 0 0
Stand 31.12. gesamt 2.483 1.607

Diese Darlehen sind durch die Abtretung aller Ansprüche aus den refinanzierten Beteiligungen an die KfW besichert. Der Buchwert der gestellten Sicherheiten beträgt 913 T€ (Vorjahr 2.570 T€). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

In zwei Fällen hat die bmp AG Enthaftung bei der KfW-Bankengruppe beantragt, über die noch nicht entschieden ist.

33. Sonstige Verbindlichkeiten

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in T€ 2009 2008
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 22 32
Urlaubsansprüche Mitarbeiter 36 54
Ausstehende Rechnungen 11 56
Verbindlichkeiten Abschluss und Prüfung 88 109
Verbindlichkeiten Gehalt und Sozialabgaben 2 2
Vorstandstantiemen 26 68
Miete 7 12
Summe 192 333

34. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für freiwillige Prämienzahlungen an die Mitarbeiter bei erfolgreichen Beteiligungsverkäufen gebildet.

34.1. kurzfristige Rückstellungen

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In T€ 01.01.2009 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Umbuchung 31.12.2009
Rückstellungen für Personal 0 64 0 0 13 77
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In T€ 01.01.2008 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Umbuchung 31.12.2008
Rückstellungen für Personal 119 59 58 41 -79 0

34.2. langfristige Rückstellungen

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in T€ 01.01.2009 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Umbuchung 31.12.2009
Rückstellungen für Personal 183 47 0 132 -13 85
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in T€ 01.01.2008 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Umbuchung 31.12.2008
Rückstellungen für Personal 83 21 0 0 79 183

III. Erläuterung zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

35. Umsatzerlöse

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In T€ 2009 2008
Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen 159 1.736
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren 1.343 2.301
Summe 1.502 4.037

Die Umsätze aus Beteiligungsverkäufen sind realisiert, wenn das wirtschaftliche Eigentum auf den Käufer übergegangen ist. Die Umsätze aus dem Verkauf von Wertpapieren sind am Erfüllungstag realisiert.

36. Sonstige betriebliche Erträge

36.1. Sonstige betriebliche Erträge

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in T€ 2009 2008
Sonstige betriebliche Erträge 115 481
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 144 94
Aufwendungsersatz Vestcorp 150 0
Erträge aus Zuschreibung Joint Ventures 16 0
Summe Sonstige betriebliche Erträge 425 575

36.2. Erträge aus Neubewertung

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in T€ 2009 2008
Erträge aus der Neubewertung von Finanzanlagen 692 1.728
- davon auf Offene Beteiligungen 692 1.445
- davon auf Stille Beteiligungen & Darlehen 0 283
Zuschreibungen auf andere Wertpapiere 774 18
Zuschreibungen auf verbundene Unternehmen 0 35
Summe Erträge aus Neubewertung 1.466 1.781

37. Buchwertabgang von Beteiligungen und Wertpapieren

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in T€ 2009 2008
Buchwertabgang von Beteiligungen 129 344
Buchwertabgang von Wertpapieren 1.424 985
Summe 1.553 1.329

Der Materialaufwand zeigt den zu den Erlösen aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren des Umlaufvermögens korrespondierenden Buchwertabgang der Beteiligungen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, wobei Verkäufe von Aktien, die aus Geldanlagegesichtspunkten erworben wurden, netto unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

38. Personalaufwand

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in T€ 2009 2008
Gehälter 1.054 1.206
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 142 148
Summe 1.196 1.354

Die Zahl der Mitarbeiter betrug zum Jahresende :

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  2009 2008
Anzahl Personen 13 14
Full-Time-Equivalent 12 13
Auszubildende 1 1

Im Durchschnitt wurden im Jahr 2009 13 Mitarbeiter (Vorjahr 14) und eine Auszubildende (Vorjahr eine) beschäftigt.

39. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in T€ 2009 2008
Forderungsverluste und Einstellungen in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen 404 175
Fremdarbeiten 173 343
Raumkosten 101 98
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 86 102
Werbe-, Reise- und Börsenkosten 121 133
Verschiedene betriebliche Kosten 515 752
Summe 1.400 1.603

40. Erträge aus Beteiligungen

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in T€ 2009 2008
Zinserträge aus Stillen Beteiligungen 52 52
Dividenden aus Joint Ventures 156 309
Erträge aus Beteiligungen 4 0
Summe 212 361

41. Zinsen und ähnliche Erträge

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in T€ 2009 2008
Zinserträge aus Geldanlagen bei Banken 29 206
Zinserträge aus Darlehensgewährungen 345 171
Zinserträge aus Steuerguthaben 6 16
Summe 380 393

42. Bewertungsaufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren

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in T€ 2009 2008
Bewertungsaufwendungen aus Finanzanlagen 9.706 1.918
- davon auf Offene Beteiligungen 9.137 1.725
- davon auf Stille Beteiligungen & Darlehen 569 193
Verbundene Unternehmen 45 81
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 25 482
Summe 9.776 2.481

Diese Position enthält Bewertungsaufwendungen auf Offene und Stille Beteiligungen sowie Darlehen, die den Buchwertansatz nicht mehr rechtfertigten, sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens inkl. börsennotierter Anteile, bei denen der Wert oder der Börsenkurs zum Jahresende unter dem Buchwert lag.

43. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

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in T€ 2009 2008
Zinsaufwendungen für KfW-Darlehen 170 208
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 1
Summe 171 209

IV. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung

44. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden gemäß IAS 7 Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform angewendet.

44.1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel am Anfang und am Ende der Periode bestanden in Form von Bankguthaben.

44.2. Cashflow aus Zinsen

Es wurden folgende Zinsen vereinnahmt bzw. gezahlt:

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in T€ 2009 2008
Gezahlte Zinsen 145 209
Von Beteiligungen erhaltene Zinsen 90 68
Von Banken und sonstigen Institutionen erhaltene Zinsen 29 207

V. Sonstige Angaben

45. Risiken und Risikomanagement

Private Equity Advisory/Fonds-Management

Im Bereich Private Equity Advisory ist bmp heute überwiegend von einem Kunden, der König & Cie., abhängig. Um dieses Risiko zu reduzieren, bemüht sich bmp, weitere Kunden für den Geschäftsbereich Private Equity Advisory aufzubauen.

Direktinvestments

Venture Capital ist Wagnis- oder Risikokapital, dessen Gewährung die Erlangung hoher Renditen zum Ziel hat. Venture Capital beinhaltet gleichzeitig im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen auch ein deutlich höheres Risikopotenzial. Da die Unternehmen bei Beteiligungseingang teilweise weder Erträge erwirtschaften noch von einem Erfolg bei der Durchsetzung einer Geschäftsidee zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden kann, ergeben sich hohe Risiken für die Gesellschaft und den bmp-Konzern. Dieses Risiko steigt grundsätzlich mit zunehmender Nähe zur Unternehmensgründung signifikant an.

Zeitpunkt der Veräußerung und erzielbarer Veräußerungserlös

Der bmp-Konzern realisiert heute Erträge vornehmlich durch die Veräußerung von Beteiligungen an einen institutionellen oder industriellen Investor (Trade Sale) oder im Rahmen eines Börsengangs. Weiterhin werden einige Beteiligungen als Management Buy-Back an die Gründer oder Mitgesellschafter verkauft. Diese Veräußerungsmöglichkeiten werden auch als Exit-Kanäle bezeichnet. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür übernehmen, dass sich die Veräußerung einer Beteiligung überhaupt bzw. zu einer bestimmten Rendite realisieren lässt. Gerade bei schwachen Kapitalmärkten werden Beteiligungsverkäufe schwieriger und können damit zu negativen Ergebnissen des bmp-Konzerns führen.

Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen

Abschreibungen auf Beteiligungen bis hin zum Totalverlust von Beteiligungen durch Insolvenz lassen sich trotz langjähriger Geschäftserfahrungen und intensivem Beteiligungscontrolling nicht vermeiden und sind insbesondere bei Frühphasenfinanzierungen nicht ungewöhnlich. Die Konzerngesellschaften wirken den finanziellen Auswirkungen eines Wertverfalls von Beteiligungen durch frühzeitige Unterstützungs- und Gegensteuerungsmaßnahmen, durch kontinuierliche Verbesserung der Due Diligence und des Beteiligungscontrollings sowie entsprechende Risikovorsorge (Bildung von Wertberichtigungen) in ihrer bilanziellen Bewertung entgegen.

Finanzierungsrisiken

Die bmp AG hat sich in der Vergangenheit um die Co- und Refinanzierung von Investments aus öffentlichen Förderprogrammen bemüht, um so insbesondere die Ausfallrisiken aus Beteiligungen an Portfoliounternehmen in frühen Unternehmensphasen zu reduzieren. Die Refinanzierungskredite mit einem Restvolumen von noch 2.483 T€ (Vorjahr 3.128 T€) hatten zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung eine feste Laufzeit von in der Regel 10 Jahren. Diese Kredite sind in 2010 zur Rückzahlung fällig, sofern die Laufzeit nicht verlängert wird.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sowie Vermögenswerte und die gewichteten durchschnittlichen Effektivzinssätze:

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2009 Zinssatz Restlaufzeit  
T€ in % bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6,70-7,12 % 2.483 0 0 2.483
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich 47 0 0 47
Sonstige Verbindlichkeiten unverzinslich 269 85 0 354
Summe   2.799 85 0 2.884

Der Konzern kann darüber hinaus offene Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.000 T€ (Vorjahr: 250 T€). Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash Flows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

Risiko aus Auslandsgeschäften

Die Beteiligungen, die bmp im Ausland hält, unterliegen dem jeweilig landesspezifischen Recht. Zudem unterliegen einzelne von der bmp-Gruppe geschlossene Verträge dem jeweilig landesspezifischen Recht. Die Gesellschaft ist somit den üblichen Gefahren und Risiken einer ausländischen Rechtsordnung ausgesetzt. Die Anwendung ausländischen Rechts sowie die landesspezifischen Gegebenheiten können so zu unvorhergesehenen Risiken führen.

Haftung bei der Veräußerung von Beteiligungen

Im Rahmen des Verkaufs von Beteiligungen - unter Umständen aber auch bei der Beteiligung weiterer Investoren - kann es sein, dass der bmp-Konzern als Verkäufer oder als Gesellschafter weitreichende Garantien insbesondere in Bezug auf Steuerverbindlichkeiten zugunsten des oder der Käufer abgeben muss. Daneben kann der bmp-Konzern gezwungen sein, auch Freistellungen für bestimmte, unternehmensspezifische Risiken abzugeben. Der bmp-Konzern ist bestrebt, die Haftung aus solchen Garantien und Freistellungen auf einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises zu beschränken. Der bmp-Konzern kann nicht ausschließen, dass sich in Einzelfällen eine solche Haftung realisiert.

Zinsänderungsrisiken

Bei allen Krediten, Stillen Beteiligungen, Darlehen und Optionsanleihen im bmp-Konzern wurden Festzinssätze für die gesamte Laufzeit vereinbart. Sie weisen damit keinerlei Zinsänderungsrisiko auf. Alle kurzfristigen Geldanlagen hingegen sind variabel verzinst.

Währungsrisiken

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit verschiedentlich für den Erwerb einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung bezahlt bzw. bei der Veräußerung einer Beteiligung den Kaufpreis in Fremdwährung erhalten. Je nach Zeitpunkt der Investition und der Veräußerung derselben Beteiligung kann sich zusätzlich zu einem Veräußerungsgewinn bzw. -verlust ein Kursgewinn oder -verlust realisieren.

Abhängigkeit der Gesellschaft von Schlüsselpersonen

Zum erfolgreichen Management einer Private Equity Gesellschaft gehört ein umfangreiches Know-how sowie ein gut ausgebautes Netzwerk aus persönlichen Beziehungen und wichtigen Kontakten. Das Kernteam von bmp, das schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet, verfügt über ein entsprechendes Know-how und ein Netzwerk an persönlichen Beziehungen und wichtigen Kontakten zu Unternehmen und Personen, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft relevant sind. Damit hängt der Erfolg der Gesellschaft wesentlich von diesen Personen ab.

Abhängigkeit der Gesellschaft von konjunkturellen Einflüssen und Finanzmärkten

Der wirtschaftliche Erfolg der bmp AG ist im Direktbeteiligungsgeschäft in erster Linie von der Höhe des Preises, zu dem sie die Beteiligungen erwerben kann, der positiven Entwicklung der Portfolio-unternehmen und dem bei einem Verkauf erzielten Veräußerungserlös abhängig. Eine negative wirtschaftliche Entwicklung aller, mehrerer oder einzelner Portfoliounternehmen kann durch verschiedene äußere oder innere Faktoren, auf welche die Gesellschaft bzw. der bmp-Konzern unter Umständen keinen Einfluss nehmen kann, verursacht werden. Damit ist der wirtschaftliche Erfolg des bmp-Konzerns in hohem Maße abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Branchen, in denen die Gesellschaften des bmp-Konzerns investiert haben, und der Entwicklung der Finanzmärkte. Dies gilt ebenso für das Fondsbeteiligungsgeschäft.

Gesamteinschätzung und Risikomanagement

Für alle erkennbaren Einzelrisiken hat bmp im Jahresabschluss 2009 umfangreich Vorsorge getroffen. Die Aktivitäten im Bereich Risikomanagement wurden im Jahr 2009 weiter ausgebaut. Es existiert ein Qualitätshandbuch. bmp hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken aus dem Beteiligungsgeschäft ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Beteiligungs- als auch auf Konzernebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting und erfüllt zugleich den Zweck eines Managementinformationssystems.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen wird durch einen intensiven Kontakt zu den Beteiligungen überwacht. Die Wertansätze und die Wertentwicklung der Beteiligungsunternehmen werden quartalsweise mit geeigneten finanzmathematischen Modellen geprüft. Je nach Art und Entwicklungsgrad des Beteiligungsunternehmens werden verschiedene Bewertungsmodelle für die Evaluierung herangezogen, um zu überprüfen, ob der beizulegende Zeitwert oberhalb der fortgeschriebenen Anschaffungskosten liegt. Durch die kontinuierliche Erfassung der beizulegenden Zeitwerte und durch das Beteiligungscontrolling wird die Möglichkeit geschaffen, Fehlentwicklungen in den Beteiligungen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.

45.1. Angaben zu Finanzinstrumenten

Um die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Finanzlage und die Ertragskraft des bmp-Konzerns und die Wesensart und das Ausmaß der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben, denen der bmp-Konzern während des Berichtszeitraums und zum Berichtszeitpunkt ausgesetzt ist, darzustellen, sind gemäß IFRS 7 ergänzende Angaben zu machen.

Im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist bmp unterschiedlichen o. g. Risiken ausgesetzt. Es ist Unternehmenspolitik, diese Risiken durch Wahl der geeigneten Mittel zu messen, zu kontrollieren und gegebenenfalls zu begrenzen. bmp hat ein integriertes Beteiligungscontrolling entwickelt, das eine Quantifizierung und Qualifizierung der Risiken aus dem Beteiligungsgeschäft ermöglicht. Neben einem Abgleich der Soll- und Ist-Daten, sowohl auf Beteiligungs- als auch auf Konzernebene, ermöglicht das System ein lückenloses Reporting. Über die Veränderung der Wertansätze der Beteiligungen an den Portfoliounternehmen wird der Wertentwicklung Rechnung getragen.

Zur Ermittlung und Darstellung von Risiken aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Im Rahmen der Analyse wurde durch Variation der Risikovariablen innerhalb der jeweiligen Marktpreisrisiken der Effekt auf Eigenkapital und Ergebnis ermittelt. Sämtliche im Folgenden dargestellte Auswirkungen auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wirken sich in gleicher Weise auf das Eigenkapital aus, da die Finanzinstrumente entweder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert oder mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden.

Im bmp-Konzern werden Finanzinstrumente in folgende Klassen eingeteilt:

zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen

Zu den nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 liegenden Finanzinstrumenten zählen nach der Equity-Methode bewertete Joint-Ventures.

Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Finanzinstrumente werden in der folgenden Tabelle gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

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in T€ 2009 2008
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten -7.689 2.055
Ergebnis aus Krediten und Forderungen -859 360
Ergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden -171 -209

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, dem Bewertungsergebnis sowie Wertberichtigungen und Abgangserfolgen.

45.2. Währungsrisiko

Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus offenen Beteiligungen und Wertpapieren, die im Zloty-Währungsraum gehalten werden. Währungssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Wenn zum Bilanzstichtag der Zloty gegenüber dem Euro 10 % höher bewertet worden wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 287 T€ (Vorjahr 267) gestiegen. Wenn zum Bilanzstichtag der Zloty gegenüber dem Euro 10 % niedriger bewertet worden wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 235 T€ (Vorjahr 218 T€) niedriger ausgewiesen worden.

45.3. Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert aus der Änderung der Marktzinssätze, einerseits bei variabel verzinsten Geldanlagen, andererseits durch Änderungen des risikolosen Zins im Kapitalisierungszinsfuß der Discounted cashfow Berechnungen. Zinssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 13 T€ (Vorjahr 50) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte tiefer gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 12 T€ (Vorjahr 49 T€) niedriger ausgewiesen worden.

45.4. Preisrisiko

Das Preisrisiko resultiert aus der Veränderung der Aktienpreisindizes, was einerseits direkten Einfluss auf die Bewertung der börsennotierten Beteiligungen, andererseits indirekten Einfluss auf die Bewertung der börsennotierte Vergleichsgruppe der Beteiligungen, die nach Multiplikatorverfahren bewertet wurden, hat. Kurssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt.

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der Volatilitäten der Beteiligungen bzw. der börsennotierten Vergleichsgruppe gegenüber dem jeweils relevanten Index durchgeführt.

Wenn der relevante Aktienindex um 10 % höher gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 1.486 T€ (Vorjahr 1.473 T€) gestiegen. Wenn der relevante Aktienindex um 10 % niedriger gewesen wäre, wären das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um 1.486 T€ (Vorjahr 1.482 T€) niedriger ausgewiesen worden.

45.5. Überleitung der Bilanzpositionen zu den Klassen der Finanzinstrumente

Der Buchwert der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 stellt sich wie folgt dar :

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in T€ 31.12.2009 31.12.2008
zum Fair Value bewertete Offene Beteiligungen und Wertpapiere 11.083 19.074
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Stille Beteiligungen, Darlehen und Forderungen 3.757 6.410
zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 1.696 1.793
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden 2.722 3.525

In der nachfolgenden Tabelle werden die Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values, zur Bilanz übergeleitet.

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2009
T€
zum Fair Value bewertet Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Buchwert nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 Buchwert Bilanzposten zum 31.12.09
langfristige Vermögenswerte        
Offene Beteiligungen 11.083     11.083
Stille Beteiligungen und Darlehen   127   127
Verbundene Unternehmen und Joint Ventures   56 324 380
Wertpapiere 0     0
kurzfristige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   21   21
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.696 382   2.078
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   3.171   3.171
Summe 12.779 3.757 324 16.860
Langfristige Verbindlichkeiten        
Refinanzierungsverbindlichkeiten   0   0
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   47   47
Refinanzierungsverbindlichkeiten   2.483   2.483
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   0   0
Sonstige Verbindlichkeiten   192   192
Summe 0 2.722 0 2.722
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2008
T€
zum Fair Value bewertet Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Buchwert nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 Buchwert Bilanzposten zum 31.12.08
langfristige Vermögenswerte        
Offene Beteiligungen 19.074     19.074
Stille Beteiligungen und Darlehen   894   894
Verbundene Unternehmen und Joint Ventures   101 295 396
Wertpapiere 198     198
kurzfristige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   6   6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.793 1.961   3.754
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   3.448   3.448
Summe 21.065 6.411 295 27.770
Langfristige Verbindlichkeiten        
Refinanzierungsverbindlichkeiten   1.521   1.521
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   63   63
Refinanzierungsverbindlichkeiten   1.607   1.607
Sonstige Verbindlichkeiten   333   333
Summe 0 3.525 0 3.525

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie flüssige Mittel entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

46. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen des Verkaufs von Anteilen an Beteiligungsunternehmen ist es üblich, dass auch Finanz-investoren den Käufern Garantien und Gewährleistungen geben müssen. Die bmp AG und ihre Tochtergesellschaften haben bei Anteilsverkäufen umfangreiche branchenübliche Garantien und Gewährleistungen übernommen. Derzeit sind keine Ansprüche aus Garantien bekannt.

47. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

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  2009 2008
Jahresergebnis in T€ -10.101 230
Durchschnittliche Aktienanzahl 17.500.000 17.500.000
Ergebnis je Aktie in € -0,58 0,01

48. Kapitalmanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und -möglichkeiten überprüft. Der Konzern hat einen Zielverschuldungsgrad von 10 bis 20 %. Es wird erwartet, dass dieser wie in den Vorjahren realisiert wird.

Die Kapitalstruktur hat sich in den beiden Berichtsjahren wie folgt geändert:

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  31.12.2009 31.12.2008 Änderung
in %
Eigenkapital in T€ 14.007 24.108 -42%
als % vom Gesamtkapital 82,9% 86,7% -4%
Schulden in T€ 2.883 3.708 -22%
als % der Bilanzsumme 17,1% 13,3% 4%
Kurzfristige Schulden in T€ 2.798 2.004 40%
als % der Bilanzsumme 16,6% 7,2% 130%
langfristige Schulden in T€ 85 1.704 -95%
als % der Bilanzsumme 0,5% 6,1% -92%
Verschuldungsgrad 20,6% 15,4% 34%

Das Ziel des Managements des bilanziellen Eigenkapitals von 14,0 Mio. € (Vorjahr 24,1 Mio. €) ist es, sicherzustellen, dass der bmp-Konzern seine Ziele und Strategien im Interesse der Anteilseigner, seiner Mitarbeiter und der übrigen Stakeholder erreichen kann. Insbesondere stehen das Erreichen einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals im Fokus des Vorstands.

Das finanzielle Zielsystem des bmp-Konzerns ist auf die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Wertes der Beteiligungen, der Gebührentragenden Assets under Management und des Unternehmenswertes ausgerichtet. Um den Erfolg der einzelnen Investments zu messen, benutzen wir seit Jahren branchenübliche Messverfahren und Kennziffern.

49. Auszahlungsverpflichtungen und Rechte Dritter

49.1. Auszahlungsverpflichtungen

Es bestehen Auszahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungen von 859 T€, wobei 300 T€ unter aufschiebenden Bedingungen stehen.

49.2. Rechter Dritter

Die bmp Media Investors AG & Co. KGaA ist Stillhalterin einer Put-Option in Aktien der Nugg.ad AG, der Ausübungspreis beträgt 57 T€. Die Laufzeit endet am 30.06.2010.

50. Segmentberichterstattung

Die Geschäftstätigkeit der bmp AG ist derzeit weder von der Größe der Geschäftssegmente noch von der geographischen Ausrichtung her geeignet, segmentiert dargestellt zu werden.

51. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der bmp AG haben die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten der bmp AG zugänglich gemacht.

52. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Honorare des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr 2009 als Aufwand erfasst:

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in T€ 2009 2008
Honorar für Abschluss und Prüfung 56 56
Steuerberatungshonorare 14 35
Sonstige Leistungen 0 0
Summe 70 91

53. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

53.1. Vorstand

Mitglieder des Vorstandes der bmp AG waren im Geschäftsjahr 2009:

Oliver Borrmann, Kaufmann, Vorsitzender

Ralph Günther, Kaufmann

Andreas van Bon, Kaufmann

53.2. Vorstandsvergütung

Die Vorstandsmitglieder der bmp AG erhalten jeweils auf Jahresbasis festgelegte Festbezüge, Sachbezüge und variable Gehaltskomponenten.

Die Festbezüge bestehen aus einem Grundgehalt und Beiträgen zu Versicherungen, die Sachbezüge aus auch zur privaten Nutzung überlassenen Dienstwagen und Arbeitgeberleistungen nach § 3 Nr. 33 EStG. Die variablen Gehaltskomponenten bestehen aus einer Tantieme und gegebenenfalls einem Bonus.

Die Tantieme beträgt für jedes Mitglied des Vorstandes ab einem Vorsteuerergebnis von 0,5 Mio. € der bmp AG nach HGB 3 % auf das Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB, für den Vorstandsvorsitzenden 4 %. Für das über 2,5 Mio. € hinaus gehende Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB erhält jedes Mitglied des Vorstandes 2,55 % auf das Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB, der Vorstandsvorsitzende 3,4 %. Für das über 3,5 Mio. € hinaus gehende Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB erhält jedes Mitglied des Vorstandes 1,8 % auf das Vorsteuerergebnis der bmp AG nach HGB, der Vorstandsvorsitzende 2,4 %.

Mit Herrn Günther besteht außerdem eine Bonusvereinbarung über 3,5 % des Barwertes zukünftiger Cashflows neu akquirierter „Assets under Management“ im Bereich Private Equity Advisory. Der sich ergebende Bonusanspruch besteht nur im Falle eines Tantiemeanspruchs und wird zu 50 % auf den Tantiemenanspruch angerechnet.

Im Einzelnen erhielten:

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In T€ Festbezüge Zuschüsse zu Versicherungen Sachbezug Pkw Variable Vergütung
Oliver Borrmann 158 14 6 0
Ralph Günther 150 14 8 0
Andreas van Bon 150 14 9 0
Summe 458 42 23 0
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In T€ Gesamt 2009 Gesamt 2008
Oliver Borrmann 179 207
Ralph Günther 174 194
Andreas van Bon 173 193
Summe 526 594

53.3. Weitere Mandate der Vorstände

Herr Borrmann ist bei folgenden Gesellschaften Mitglied des Aufsichtsrates:

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ergoTrade AG ganzjährig
Newtron AG ganzjährig
brand eins Medien AG (Vorsitz) ganzjährig
Revotar Biopharmaceuticals AG (Vorsitz) ganzjährig
Heliocentris Fuel Cells AG (Vorsitz) ganzjährig
bmp Media Investors AG & Co. KGaA (Vorsitz) ganzjährig

Weiterhin ist Herr Borrmann Geschäftsführer der Central & Eastern Europe Venture GmbH, der bmp Treuhand- und Verwaltungs GmbH sowie der ECO Investors Germany Management GmbH.

Herr Günther ist Geschäftsführer der Central & Eastern Europe Venture GmbH, der König & Cie. Private Equity Management GmbH und der König & Cie. II. Private Equity Beteiligungs- und Treuhand GmbH.

Herr van Bon ist bei folgenden Gesellschaften Mitglied des Aufsichtsrates:

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bmp Beteiligungsmanagement AG (Vorsitz) ganzjährig
bmp Eco Investors GmbH & Co. KGaA (Vorsitz) ganzjährig

Herr van Bon ist auch Geschäftsführer der König & Cie. Private Equity Management GmbH und der König & Cie. II. Private Equity Beteiligungs- und Treuhand GmbH.

53.4. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der bmp AG gehörten im Geschäftsjahr an:

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Gerd Schmitz-Morkramer, München Rechtsanwalt
Vorsitzender des Aufsichtsrates  
Bernd Brunke, Berlin Partner der Roland Berger Strategy Consultants
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates  
Ulrich Ankele  
Mitglied des Aufsichtsrates Direktor der KfW a. D.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der bmp AG betrugen im Geschäftsjahr 2009 44 T€ (Vorjahr : 50 T€).

Im Einzelnen standen den Aufsichtsräten folgende Vergütungen zu:

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in T€ 2009 2008
Gerd Schmitz-Morkramer 24 27
Bernd Brunke 11 13
Ulrich Ankele 9 10

Herr Schmitz-Morkramer ist bei folgenden Gesellschaften Mitglied des Aufsichtsrates:

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YOC AG (Vorsitz) ganzjährig
Merck Finck & Co. Treuhand AG (Vorsitz) Bis zum 11.05.2009

Herr Brunke und Herr Ankele nehmen keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien wahr.

53.5. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31.12.2009

Mitglieder des Vorstandes hielten 2.965.264 Aktien, die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten keine Aktien.

54. Risikomanagement und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zu den Risikomanagementzielen und -methoden sowie zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen.

55. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

56. Anteilbesitz

Beteiligungsbesitz 31.12.2009 bmp Konzern

Unternehmen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar i. S. von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB beteiligt ist:

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Firma Anteil
in %
Eigenkapital 31.12.2009
in T€
Jahresergebnis 2009
in T€
Tochtergesellschaften:      
bmp Polska Sp.z o.o., Warschau/ Polen 100,00% TPLN 81 TPLN -65
bmp Media Investors AG & Co. KGaA, Berlin 100,00% 4.208 -1.975
bmp Eco Investors GmbH & Co. KGaA, Berlin 100,00% 1.848 -196
bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin 100,00% 39 103
Central & Eastern Europe Venture GmbH, Berlin 100,00% -20.512 -128
bmp Treuhand- und Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00% 21 3

Joint Ventures:

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König & Cie. Private Equity Management GmbH, Hamburg 50,00% 425 (1) 639 (1)
ECO Investors Germany Management GmbH, Berlin 50,00% 22   -3  

Beteiligungen:

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Republika Kobiet Sp. z o.o., Warschau/Polen 74,97% (2) TPLN 1.109 (1) -141 (1)
ergoTrade AG, Oberding 49,99%   1.115 (1) 167 (1)
Greenhanger GmbH, Berlin 49,97%   -342 (1) -940 (1)
Revotar Biopharmaceuticals AG, Henningsdorf 39,43%   6.640 (1) -3.536 (1)
Nokaut Sp. z o.o., Gdynia/Polen 34,26%   TPLN 996 (1) TPLN 405 (1)
Newtron AG, Dresden 31,88%   -1.240 (1) -49 (1)
mando.TV GmbH, Berlin 29,68%   -158 (1) -1.126 (1)
K2 Internet S.A., Warschau/Polen 23,62%   TPLN 15.494 (1) TPLN 2.669 (1)
Nugg.ad AG, Berlin 22,89%   1.824 (1) -2.307 (1)
Brand New World GmbH, München 20,41%   37 (1) -2.207 (1)
Shotgun Pictures GmbH, Stuttgart 20,00%   -922 (1) -45 (1)

(1) Bilanzdaten zum 31.12.2008

(2) Stimmrechte sind < 50 %

 

Berlin, den 14. April 2010

Oliver Borrmann, Vorstand

Ralph Günther, Vorstand

Andreas van Bon, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der bmp Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungssätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Verhülsdonk & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Rainer Grote, Wirtschaftsprüfer

Dr. Steffen Görlitz, Wirtschaftsprüfer

Entsprechungserklärung 2009 zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierten Aktiengesellschaften haben gemäß § 161 AktG jährlich eine Erklärung darüber abzugeben, inwieweit ihre Gesellschaft den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“, wie sie vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht werden, folgt bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Vorstand und Aufsichtsrat hatten zuletzt am 08.12.2009 eine Erklärung gem. § 161 AktG abgegeben. Damit wurde dem, auch durch den Bundesgerichtshof festgestellten Erfordernis der jährlichen Erneuerung, Rechnung getragen.

Seit Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) am 29.05.2009 ist die Entsprechenserklärung als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung auch Teil des Jahresabschlusses. Sie sollte daher das komplette abgelaufene Geschäftsjahr abdecken.

Vor diesem Hintergrund und mit der Absicht, die jährliche Entsprechenserklärung zukünftig - sofern nicht eine unterjährige Aktualisierung notwendig werden sollte - im Rahmen der ersten Aufsichtsratssitzung eines Geschäftsjahres für das abgelaufene Geschäftsjahr zu aktualisieren, erneuern Vorstand und Aufsichtsrat der bmp AG die Entsprechenserklärung 2009. Vorstand und Aufsichtsrat der bmp AG fühlen sich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) grundsätzlich verpflichtet. Einige Empfehlungen wurden und werden - vorrangig aufgrund unternehmensspezifischer Gegebenheiten - gleichwohl nicht angewendet. Vorstand und Aufsichtsrat erklären daher gem. § 161 AktG:

1. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 08.12.2008 eine Entsprechenserklärung darüber abgegeben, inwieweit die bmp AG den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 06.06.2008, wie sie vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht wurde, entsprach bzw. Abweichungen von einzelnen Empfehlungen dargestellt und begründet. Diese Entsprechenserklärung ist den Aktionären auf der Unternehmenshomepage unter www.bmp.com dauerhaft zugänglich.

2. Vorstand und Aufsichtsrat haben danach am 08.12.2009 eine Entsprechenserklärung darüber abgegeben, inwieweit die bmp AG den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 18.06.2009, wie sie vom Bundesministerium der Justiz am 05.08.2009 im Amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht wurde, entsprach bzw. Abweichungen von einzelnen Empfehlungen dargestellt und begründet. Diese Entsprechenserklärung ist den Aktionären ebenfalls auf der Unternehmenshomepage unter www.bmp.com dauerhaft zugänglich.

3. Den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 18.06.2009, wie sie vom Bundesministerium der Justiz am 05.08.2009 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten wurden, hat bmp seit Abgabe der letzten Erklärung am 08.12.2009 bis auf folgende Ausnahmen entsprochen bzw. wird diesen zukünftig bis auf folgende Ausnahmen entsprechen:

Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind (2.3.2).

Die Übermittlung der Hauptversammlungsunterlagen mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Weg setzt die Kenntnis der email-Adressen aller unserer Aktionäre voraus. Zudem bedarf es der ausreichend sicheren Identifizierung und Adressierung der Aktionäre. Beides kann unseres Erachtens zum derzeitigen Zeitpunkt nicht in dem erforderlichen Maße sichergestellt werden - vor diesem Hintergrund folgt bmp dieser Empfehlung nicht.

bmp übermittelt gleichwohl all denjenigen Aktionären, die dies wünschen, die Unterlagen unabhängig von der Mitteilung nach § 125 AktG zu Informationszwecken auch auf elektronischem Weg.

Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren.

In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden (3.8).

Die Versicherungsverträge befinden sich derzeit in einer Umgestaltung und werden zukünftig, spätestens zum 01.07.2010, den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vorsehen.

Grundsätzlich hält bmp eine Vereinbarung über einen Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichheitsgrundsatzes nur einheitlich sein kann, nach wie vor nicht für angemessen und auch nicht der Sache dienlich, berücksichtigt er nämlich die unterschiedlichen privaten Einkommens- und Vermögensverhältnisse der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder eben nicht. bmp wird daher der Empfehlung, einen entsprechenden Selbstbehalt ebenfalls für die Mitglieder des Aufsichtsrates zu vereinbaren, auch weiterhin nicht folgen.

Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden (5.3.1).

Explizit empfiehlt der Kodex die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) (5.3.2.) sowie die Bildung eines Nominierungsausschusses (5.3.3). Zudem finden innerhalb des Kodex der Ausschuss, der die Vorstandsverträge behandelt (4.2.2; 5.2), sowie der Ausschuss, der die Aufsichtsratssitzungen vorbereitet (5.2), Erwähnung. Bei Letzteren soll der Aufsichtsratsvorsitzende Vorsitzender sein (5.2.).

Aufgrund der Unternehmensgröße besteht der Aufsichtsrat der bmp AG sinnvoller Weise aus drei Personen. Ausschüsse werden vor diesem Hintergrund nicht gebildet - den o.g. Empfehlungen kann die Gesellschaft daher nicht folgen.

Bei Wahlen zum Aufsichtsrat sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gemacht werden (5.4.3).

Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz setzt zunächst voraus, dass ein etwaiger Kandidat überhaupt durch die Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde. Zudem obliegt es gemäß § 11 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 107 Abs. 1 AktG dem Aufsichtsrat, in der ersten Sitzung nach seiner Wahl aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter zu wählen.

Diese Sitzung findet in der Regel unmittelbar nach der Hauptversammlung der bmp AG statt, in der die Aufsichtsratsmitglieder von der Hauptversammlung als solche in ihr Amt gewählt werden. Eine Bekanntmachung des Kandidatenvorschlages für den Aufsichtsratsvorsitzenden ist vor diesem Hintergrund nicht umsetzbar.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben wird der Konzernabschluss vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte sollen vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden.

Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein (7.1.2)

Der Konzernabschluss wird innerhalb von 4 Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht, die Quartalsberichte innerhalb von 2 Monaten nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums. Die Kosten für eine schnellere Erstellung und Veröffentlichung stehen in keinem Verhältnis zum Informationsgewinn der Aktionäre.

 

Berlin, den 11.03.2010

Bericht des Aufsichtsrates

der bmp AG

Sehr geehrte Damen und Herren,

die wesentliche Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Der Aufsichtsrat unterliegt dabei gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben.

Der Aufsichtsrat der bmp AG hat die ihm obliegenden Pflichten im Geschäftjahr 2009 umfassend und regelmäßig wahrgenommen. Hierüber und über seine konkreten Tätigkeiten informiert er im folgenden Bericht.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand der bmp AG war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen intensiven, offenen und regelmäßigen Austausch gekennzeichnet. Sofern es geboten erschien, beriet sich der Aufsichtsrat dennoch auch ohne den Vorstand.

Monatlich informierte der Vorstand den Aufsichtsrat in einem schriftlichen Bericht über den Status der Direktinvestments, der Beratungsmandate im Geschäftsbereich Private Equity Advisory, strategischer Projekte und über den Finanzstatus. Bei besonderen Geschäftsvorfällen setzte er den Aufsichtsrat - entweder per email oder telefonisch - zeitnah in Kenntnis.

Darüber hinaus standen Aufsichtsrat und Vorstand in einem regelmäßigen telefonischen Kontakt. Dies erlaubte dem Aufsichtsrat, auch außerhalb seiner Sitzungen, in besonders eilbedürftigen Einzelfällen Beschlüsse zu fassen.

Die Quartals- und Halbjahresberichte bekam der Aufsichtsrat vor ihrer Veröffentlichung zur Verfügung gestellt; sie wurden mit dem Vorstand im Rahmen von Telefonkonferenzen erörtert.

Schließlich hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr - unter Berücksichtung von § 110 Abs. 3 S. 1 AktG - insgesamt fünfmal getagt, der Vorstand nahm an den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig teil.

Die Aufsichtsratssitzungen dienten sowohl der Information als auch der Diskussion von Sachthemen. Die Frage nach der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit geplanter und durchgeführter Maßnahmen - dies sowohl auf Ebene der bmp AG als auch auf Konzernebene - wurde stets mit in die Erörterungen einbezogen. Auch 2009 waren die Aufsichtsratssitzungen damit das wichtigste Forum zum Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

Die für die Erörterung und Beschlussfassungen notwendigen Informationen stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat jederzeit umfassend und mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf zur Verfügung. Hierdurch wurde die effiziente Tätigkeit sowie die sachgemäße und zielorientierte Diskussion und Bewertung aller Themenkomplexe - sei es innerhalb oder außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - sichergestellt.

Die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft der Aufsichtsrat gleichwohl regelmäßig. Auf die Heranziehungen eines externen Beraters wurde hierbei angesichts der Unternehmensgröße auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verzichtet. Der Aufsichtsrat führt die Effizienzprüfung stattdessen im Rahmen kritischer Gespräche innerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch, wodurch etwaig auftauchende Effizienzmängel kurzfristig behoben werden können.

Themenschwerpunkte des Aufsichtsrats

In den Sitzungen des Aufsichtsrats berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den aktuellen Geschäftsverlauf inkl. des Finanzstatus, über die beiden Geschäftsbereiche der bmp AG - Direktinvestment und Private Equity Advisory - und über die Strategie. Hierzu erhielt der Aufsichtsrat im Vorfeld der jeweiligen Sitzung eine Präsentation übersendet, die auch als Grundlage für die Erörterung des Vorstandsberichts diente.

Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat ebenfalls regelmäßig - teilweise auch außerhalb seiner Sitzungen - mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und die Personalangelegenheiten des Vorstandes. Auf die Bildung von Ausschüssen, die sich mit den zuletzt genannten Themenkomplexen separat befassten, verzichtete der Aufsichtsrat aufgrund seiner Größe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Portfoliounternehmen

Über alle Portfoliounternehmen im bmp-Konzern erhält der Aufsichtsrat eine regelmäßige Berichterstattung. Darüber hinausgehend befassten sich Vorstand und Aufsichtsrat gleichwohl in der Sitzung am 24.04.2009 intensiv mit der Teilnahme der bmp Eco Investors an einer Kapitalerhöhung der Heliocentris Fuel Cells AG.

In der Sitzung am 08.07.2009 wurde die Ausweitung des Investments der bmp Media Investors an der nugg.ad AG ausführlich behandelt.

Die weitere Verfahrensweise mit den Anteilen an der Vestcorp AG erörterten Vorstand und Aufsichtsrat umfassend in der Sitzung am 14.09.2009.

In derselben Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat auch - über das regelmäßige Maß hinausgehend - mit der Beteiligung an der Revotar AG als größtem Einzelinvestment der bmp AG. Zu diesem Zweck war der Vorstand der Revotar AG gebeten worden, den aktuellen Status der Gesellschaft dem Aufsichtsrat persönlich zu erläutern.

Hauptversammlung

Der Gesellschaft war im Sommer 2008 eine Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage gegen einzelne Beschlussfassungen der ordentlichen Hauptversammlung 2008 zugegangen. Das Verfahren, über dessen Stand sich der Aufsichtsrat während des gesamten Verlaufs regelmäßig berichten ließ, wurde im Frühjahr 2009 durch Vergleich beigelegt. Vorstand und Aufsichtsrat erörterten den Abschluss des Vergleichs ausführlich in der Sitzung vom 09.03.2009.

Im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 24.04.2009 befassten sich Vorstand und Aufsichtsrat dann umfassend mit der Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung 2009 und den Beschlussvorschlägen der Verwaltung. Behandelt wurden insbesondere der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die vor dem Hintergrund gesetzlicher Anpassungen geplanten Satzungsänderungen.

Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität, Kostenmanagement

Der Aufsichtsrat hat sich - über die übliche Berichterstattung hinausgehend - im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den bmp-Konzern befasst und sich ausführlich mit dem Vorstand über die Entwicklung der Geschäftslage ausgetauscht. Kosteneinsparungspotenziale und Möglichkeiten zur Generierung weiterer Einnahmen waren in allen Sitzungen ein Schwerpunkt und bildeten zudem einen wesentlichen Aspekt bei der Erörterung der Jahresplanung 2010 im Rahmen der Sitzung vom 08.12.2009.

Um auch seinerseits einen Beitrag zu Kosteneinsparungen zu leisten, verzichtete der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 01.07.2009 bis zum 31.12.2009 auf 20% der ihm zustehenden Bezüge.

Vorstandsvergütung

Im August des vergangenen Jahres trat das Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Kraft. Der Aufsichtsrat der bmp AG erhielt hierzu im Vorfeld seiner Sitzung am 14.09.2009 eine umfassende Präsentation und hat sich mit den wesentlichen Inhalten des Gesetzes vertraut gemacht. Diese werden beim Abschluss neuer bzw. bei der Verlängerung bestehender Vorstandsverträge Berücksichtigung finden.

Ausführungen zum bestehenden Vergütungssystem sowie zu der im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Vorstandsvergütung finden sich im Vergütungsbericht 2009, der im Geschäftsbericht auf den Seiten 40ff abgedruckt ist.

Corporate Governance

Die Einhaltung der Corporate Governance sowohl in Deutschland als auch in Polen ist das erklärte Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat.

Nach deutschem Recht haben Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erklären, inwieweit sie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) folgen und einen Bericht hierüber zu erstatten.

Das polnische Kapitalmarktrecht sieht eine jährliche Berichterstattung über die Einhaltung der Empfehlungen des polnischen Pendants (Kodex guter Unternehmensgrundsätze für an der Warschauer Wertpapierbörse gelistete Unternehmen/Dobre Praktyki Spółek Notowanych na GPW - nachfolgend DPS) vor.

Die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG ist innerhalb von 12 Monaten abzugeben.

Vor diesem Hintergrund haben sich Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzung vom 08.12.2009 intensiv mit dem DCGK befasst und die Umsetzbarkeit der Empfehlungen im Rahmen der vorhandenen Gesellschaftsstruktur überprüft. Dabei ergaben sich einige unausweichliche Abweichungen, die in der am 08.12.2009 verabschiedeten jährlichen Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2009 aufgenommen und erläutert wurden. Diese Entsprechenserklärung ist den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG ist seit der Umsetzung des Bilanzmodernisierungsgesetztes (BilMoG) mit in die neue Erklärung zur Unternehmensführung aufzunehmen. Sie wird so Bestandteil des Jahresabschlusses und sollte daher auch das komplette abgelaufene Geschäftsjahr umfassen. Dies war bei der in der Sitzung vom 08.12.2009 abgegebenen Erklärung nicht gegeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben daher vorsorglich die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2009 im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 11.03.2010 erneuert. Diese erneuerte Entsprechenserklärung für das Geschäftsjahr 2009 ist auf Seite 32 des Geschäftsbericht 2009 abgedruckt und zudem den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Inwieweit die Gesellschaft auch den Vorgaben der polnischen Regularien nachgekommen ist, hat der Vorstand geprüft. Abweichungen ergaben sich dabei insbesondere aufgrund unterschiedlicher Anforderungen aus deutschem und polnischem Recht.

Der Vorstand hat hierzu einen Bericht verfasst, der den Aktionären ebenfalls auf der Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht ist.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 - die am 08.07.2009 durch die Hauptversammlung der bmp AG gewählte Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin - hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht ebenso wie den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft.

Der Abschlussprüfer hat sowohl den Einzelabschluss der bmp AG als auch den Konzernabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlüsse wurden im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 20.04.2010 ausführlich erörtert. Der Vorstand hatte dem Aufsichtsrat im Vorfeld der Sitzung die notwendigen Unterlagen, d.h. die Abschlüsse sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers, zukommen lassen. Der Aufsichtsrat war damit in der Lage, die Unterlagen eingehend zu prüfen.

An der Bilanzaufsichtsratssitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil. Er fasste zunächst die diesjährigen Prüfungsschwerpunkt zusammen. Diese lagen auf dem Wertansatz der Beteiligungen, der Veränderung des Beteiligungsportfolios sowie der Prüfung der Umsatzrealisierung. Die Prüfung beinhaltete zudem gem. § 91 Abs. 2 AktG das gem. § 317 Abs. 4 HGB eingerichtete Risikofrüherkennungssystem. Der Abschlussprüfer berichtete dann über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhob nach seiner eigenen Prüfung keine Einwände. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2009 der bmp AG, der damit festgestellt war, sowie den ebenfalls zum 31.12.2009 aufgestellten Konzernabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Berlin, den 20.04.2010

Gerd Schmitz-Morkramer, Vorsitzender des Aufsichtsrats.