Bertrandt Aktiengesellschaft

Ehningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009

Konzernlagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des Jahres 2008 deutlich eingetrübt. Die globale Konjunkturlage verschlechterte sich vor allem im vierten Quartal 2008 aufgrund der sich ausweitenden internationalen Finanzmarktkrise, mit gravierenden Folgen für die Realwirtschaft. Das reale Bruttoinlandsprodukt veränderte sich weltweit im Jahr 2008 laut dem Herbstgutachten 2009 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose um 1,9 Prozent. Die Wirtschaft in Europa und Deutschland entwickelte sich mit 0,9 Prozent und 1,3 Prozent relativ schwach. Die Wachstumsstärke in den Schwellenländern verlor darüber hinaus an Dynamik.

Die ersten Monate 2009 waren geprägt von einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftstätigkeit und einer großen Verunsicherung über die zukünftige Entwicklung. Zur Gegensteuerung wurden umfangreiche staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt, um Kaufanreize, wie zum Beispiel durch die Einführung der Umweltprämie, zu schaffen. Der private Konsum entwickelte sich in vielen Ländern stabil. Gleichzeitig haben die großen Industrieländer aufgrund der eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen den Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems verhindert. Diese umfangreichen Handlungen führten im zweiten Quartal 2009 zu einer Stabilisierung der Konjunktur. Die Auswirkungen der Krise spiegelten sich dennoch in vielen Industrieländern auf dem Arbeitsmarkt wider. Laut der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose scheint der Tiefpunkt einer der schwersten wirtschaftlichen Rezessionen im Herbst 2009 erreicht. Aktuell wird für das Gesamtjahr 2009 ein Rückgang der Weltproduktion von 2,5 Prozent prognostiziert. Der Weltwirtschaftsklimaindikator des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) zeigt die Entwicklung der letzten Quartale.

In den USA lassen verschiedene Frühindikatoren, wie beispielsweise die rückläufige Zahl der Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung und eine positivere Erwartung der Unternehmen, ein Ende der Rezession vermuten. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose geht für 2009 von einem Rückgang der amerikanischen Wirtschaftsleistung um 2,6 Prozent aus. Im Euroraum mehren sich ebenfalls die Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung. In den beiden größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich stieg das Bruttoinlandsprodukt seit Mitte 2009; in Spanien und Italien hingegen war die Entwicklung erneut rückläufig. Für den Euroraum prognostiziert die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose im Gesamtjahr 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 4,0 Prozent. Erste positive Zeichen einer leichten Erholung zeichnen sich auch in der exportorientierten deutschen Wirtschaft ab. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlief aufgrund der geänderten Bedingungen für die Kurzarbeit bislang moderat. Das private Konsumverhalten wirkte neben einer langsam ansteigenden Auslandsnachfrage vor allem aus dem asiatischen Raum stabilisierend. Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland ist seit Mitte 2009 wieder positiv. Für Deutschland wird dennoch laut der Projektgruppe Gemeinschaftsprognose für 2009 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 5,0 Prozent prognostiziert.

Entwicklung Automobilindustrie

Die Automobilindustrie erlebt seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende des Jahres 2008 einen der schwersten Einbrüche. Die weltweite Automobilproduktion lag im Gesamtjahr 2008 mit 69 Millionen Fahrzeugen rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert, die weltweite Nachfrage sank um fünf Prozent auf rund 63 Millionen Fahrzeuge. Dabei waren alle wichtigen Märkte von dem Nachfragerückgang betroffen. Die USA verzeichneten einen Absatzrückgang von 18 Prozent. Auch in Westeuropa brachen vor allem im zweiten Halbjahr die Absatzzahlen ein. In Folge wurden im Gesamtjahr 2008 rund acht Prozent weniger Autos zugelassen. Die bisher hohe Absatzstärke in den Schwellenländern verlor darüber hinaus deutlich an Dynamik.

Die deutschen Automobilhersteller fertigten mit 12 Millionen Einheiten annähernd so viele Fahrzeuge wie im Vorjahr. Dabei konnte der Marktanteil in den USA und in Westeuropa weiter ausgebaut werden. In China wurden erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft. Dies entspricht einer Steigerung von neun Prozent.

Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie reduzierte sich im Jahr 2008 von 290 auf 284 Milliarden Euro. Eine große Herausforderung war dabei der schwache US-Dollar. Die Zulassungszahlen in Deutschland lagen in 2008 bei 3,1 Millionen Personenkraftwagen und gingen somit um rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

In 2009 war die Verunsicherung über die weitere Entwicklung der internationalen Finanzmarktkrise in der Automobilbranche noch deutlicher zu spüren. Weltweit haben die Hersteller ihre Produktionskapazitäten flexibel angepasst. In den USA ist noch keine nachhaltige Erholung in der Automobilbranche zu erkennen. Die großen asiatischen Automobilmärkte entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2009 hingegen wieder stabiler. Indien konnte bis September eine Absatzsteigerung von neun Prozent erreichen. Japan liegt noch mit 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau – allerdings wurde im September das zweite Absatzplus in Folge gemeldet. Der Absatz in Westeuropa verzeichnete aufgrund der eingeleiteten staatlichen Maßnahmen im dritten Quartal 2009 einen Zuwachs von neun Prozent. Im Jahresverlauf ergibt sich dennoch ein Absatzrückgang von fünf Prozent.

Die Automobilindustrie hat für Deutschland als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige eine besondere Bedeutung. Mit umfangreichen Maßnahmen, wie der Kfz-Steuerreform, einem Kredit- und Bürgschaftsprogramm und einer reformierten Kurzarbeiterregelung, hat die Politik schnell auf die sich veränderten Marktgegebenheiten reagiert. Die im Januar eingeführte Umweltprämie hat bis zum September 2009 zu einer Absatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr um rund 26 Prozent geführt, von der vor allem Hersteller kleinerer Autos profitiert haben. Aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Exportzahlen um 27 Prozent wurden in diesem Zeitraum mit 3,6 Millionen Einheiten dennoch rund 18 Prozent weniger Pkw produziert. Es mehren sich jedoch die Anzeichen, dass sich der Export stabilisiert.

Entwicklung Luftfahrtindustrie

Die Luftfahrtindustrie ist stark abhängig vom wirtschaftlichen Umfeld. In 2008 hinterließen die hohen Schwankungen von Ölpreis und Wechselkursen tiefe Spuren. Im letzten Quartal 2008 ging das Wachstum in der zivilen Luftfahrtindustrie deutlich zurück. Der Frachtverkehr war dabei im Dezember stark rückläufig. Insgesamt lag das Wachstum im Passagierverkehr 2008 deutlich hinter dem Wachstum in 2007. Die Entwicklung im Jahr 2009 war auch im Luftfahrtverkehr stark geprägt von den Auswirkungen der weltweit rückläufigen Konjunktur. Die Association of European Airlines (AEA) meldet bis zum August 2009 einen Einbruch des Passagiervolumens im Vergleich zum Vorjahr um rund acht Prozent. Der Frachtverkehr verzeichnete sogar einen Rückgang von etwa 20 Prozent.

Engineering-Markt

Die Automobilindustrie befindet sich nach wie vor in einer der anspruchsvollsten Situationen der letzten Jahrzehnte. Die Hersteller reagieren auf den schwachen Absatz mit einer Anpassung der Produktionskapazitäten und mit Kostenoptimierungsprogrammen, die sich auch auf dem Engineering-Markt in Form von Projektverschiebungen und Preisverhandlungen widerspiegeln. Eine grundsätzliche Trendumkehr der Modellvielfalt ist allerdings nicht erkennbar. Die Hersteller bestätigen weiterhin eine Aufspreizung der Varianten – vor allem im Kleinwagen-Segment. Gleichzeitig muss durch den Einsatz von neuen Technologien den steigenden Anforderungen zu den Themen Umwelt, Sicherheit und Komfort Rechnung getragen werden. Durch diese intakten Markttreiber bietet der Markt für Entwicklungsdienstleistungen mittelfristig gute Chancen. Die Aufwendungen der deutschen Automobilhersteller für Forschung und Entwicklung lagen im Jahr 2008 laut dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bei 18,2 Milliarden Euro. Strategische Partnerschaften sind in diesen anspruchsvollen Projekten weiterhin gefragt.

Die Luftfahrtindustrie zeigt eine ähnliche Entwicklung. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes ist der Technologiedruck auf die Hersteller von Flugzeugen groß. Vor dem Hintergrund der anhaltenden CO2-Diskussion und der Klimaschutzdebatte fordert der Markt effizientere und umweltfreundlichere Lösungen. Der Einsatz von neuen Technologien und Materialien spielt auch hier eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus gibt es nach wie vor eine Vielzahl von individuellen Anforderungen an Flugzeuge in Bezug auf Reichweite, Fassungsvermögen und Passagiervolumen. Die Zunahme der Modellvielfalt wird auch in der Luftfahrtindustrie bestätigt. Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft ein zusätzlicher Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht. Bertrandt konnte sich in diesem anspruchsvollen Umfeld nachhaltig positionieren und seine führende Stellung in Deutschland behaupten.

Geschäftsmodell und Leistungsspektrum

Als einer der führenden Engineeringpartner in Europa erarbeitet Bertrandt an 30 Standorten mit dem Kunden direkt vor Ort individuelle und maßgeschneiderte Lösungen. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Entwicklung einzelner Komponenten über komplexe Module bis hin zu kompletten Derivaten mit angrenzenden Dienstleistungen. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller sowie zahlreiche bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden mit der Bertrandt Services GmbH technische und kaufmännische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsbranche in Zukunftsbranchen wie beispielsweise Energie, Maschinen-/Anlagenbau und Chemie/Pharma deutschlandweit angeboten. Beständigkeit und Vertrauen lassen Kundenbeziehungen wachsen und sind für Bertrandt maßgebliche Erfolgsfaktoren.

Basis des Geschäftsmodells

Geprägt von einer hohen Modell- und Variantenvielfalt, verkürzten Entwicklungszeiten und neuen Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche kontinuierlich zu. So erfordern beispielsweise Trends wie mehr Komfort, Sicherheit und umweltfreundliche Fortbewegung übergreifendes technisches Know-how und vernetztes Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukunftsfähiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden sowie den sich ändernden Marktbedingungen an. Um komplexe Anforderungen an neue Materialien, intelligente Elektroniksysteme oder moderne Antriebe zu erfüllen, hat Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Durch die fachbereichsübergreifende Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien bildet für die Bertrandt Services eine solide Basis, um maßgeschneiderte Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Nachfolgend beschriebene Markttrends sind für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung maßgeblich:

Fahrzeugsicherheit

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein zentrales Thema für Hersteller, Systemlieferanten und Ingenieurdienstleister. Um Fahrzeuginsassen besser zu schützen und Unfälle zu vermeiden, gibt es immer mehr zusätzliche Verordnungen der EU-Sicherheitsgesetzgebung. So sollen beispielsweise ab 2011/2012 Ausstattungen wie Tagfahrlicht oder Reifendruck-Überwachungssysteme in Europa zur Pflicht werden. Außerdem sind Spurhalte-Assistenten für Pkw und Lkw sowie Notbremssysteme für Nutzfahrzeuge ab 2012 vorgesehen.

Umweltschonende Mobilität

Um eine höhere Effizienz von Fahrzeugsystemen zu erreichen und somit Umweltauflagen nachzukommen, arbeitet die Automobilindustrie fortlaufend an neuen Entwürfen für zukünftige Modelle. Die Prioritäten liegen zum einen auf alternativen Antriebskonzepten mit einem verbesserten Verbrennungsprozess und zum anderen auf der Verringerung des Fahrzeuggewichts. Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung leistet der Leichtbau einen wesentlichen Anteil zur nachhaltigen CO2-Emmissionsreduzierung. Der Entwicklungstrend liegt dabei auf effizienten Mischbaustrukturen mit anforderungsgerechten und gewichtsorientierten Materialien wie Aluminium, Magnesium und faserverstärkten Kunststoffen. Weiterentwickelte und neue Materialien stehen genauso im Fokus wie moderne Technologien, um innovative Entwicklungen von der Idee bis zur Serienreife umsetzen zu können.

Elektronik in allen Bereichen

Der Elektronikanteil im Automobil nimmt weiterhin zu. Vernetzte Kommunikationssysteme spielen eine entscheidende Rolle bei der Unfallreduktion im Straßenverkehr. Sensoren erkennen dabei unfallträchtige Situationen und melden diese Gefahren an Assistenz- oder Schutzsysteme. Kurze Wege für eine schnelle Kommunikation tragen vor allem in Verknüpfung mit anderen Verkehrsteilnehmern, wie beispielsweise Fußgängern, entscheidend zur Sicherheit bei.

Des Weiteren findet sich Elektronik zunehmend auch außerhalb der Mobilitätsindustrie. Daher möchte Bertrandt durch die Zusammenarbeit des Fachbereichs Elektronik und mit der Bertrandt Services gezielt den Elektronikbereich im Energiesektor und Maschinen-/ Anlagenbau ausbauen.

Leistungsspektrum

Das umfangreiche Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen an. Als einer der führenden europäischen Ingenieurdienstleister ist Bertrandt ein zuverlässiger und stabiler Partner für aktuelle und zukünftige Projekte, in allen Projektphasen des Engineerings oder bei technischen und kaufmännischen Dienstleistungen auch außerhalb der Mobilitätsindustrie. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsspektrum lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche Dienstleistungen, fachspezifische Leistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.

Dienstleistungen

Parallel zum Entwicklungsprozess fallen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projektes – Bertrandt bietet seinen Kunden einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Fachspezifische Leistungen

Um unseren Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, ist für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifisches Know-how entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in der Modulentwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung gebucht werden.

Entwicklung Module und Derivate

Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Da sich die Hersteller zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, vergeben sie immer komplexere Entwicklungsaufgaben. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivateentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab. Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Konzernweite Fachbereiche

Gruppenweites Fachwissen sowie die über 30 Jahre gesammelten Erfahrungen von Bertrandt stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Niederlassungen zur Verfügung. Trends zu mehr Komfort, Sicherheit und umweltfreundlicher Mobilität sowie eine zunehmende Komplexität in Entwicklungsprojekten erfordern heute übergreifendes Denken. Deshalb wurden bei Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.

Elektronik

Sicherheit und Komfort sind wesentliche Zukunftstrends für die Automobilindustrie und führen zu einer Steigerung der Elektronikanwendungen im gesamten Fahrzeug. Die Entwicklung von Systemen für eine vernetzte Kommunikation, wie beispielsweise der „Car-to-Car“-Kommunikation, eröffnet neue Dimensionen der Fahrzeugsicherheit. Zudem werden Navigations- und Infotainment-Funktionen für einen größtmöglichen Komfort des Fahrers kontinuierlich ausgebaut. Als zuverlässiger Partner mit langjähriger Erfahrung unterstützt Bertrandt seine Kunden durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um Trends und Gesetzesanforderungen bestmöglich umzusetzen, baut Bertrandt sein Leistungsspektrum fortlaufend aus und nutzt seine Schnittstellenkompetenz und Integrationsfähigkeit für optimale Kundenlösungen.

Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen

Der Fachbereich Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen unterstützt den Kunden in vielen Querschnittsfunktionen, die parallel zur eigentlichen Entwicklung und Produktion ablaufen. In der aktuell angespannten Marktlage hat insbesondere das Qualitätsmanagement an Bedeutung gewonnen. Bertrandt hat in diesem Umfeld fundierte Erfahrungen und kann kurzfristig Experten aus unterschiedlichen Entwicklungsbereichen aus dem Bertrandt-Netzwerk einbinden. Zusammen mit dem Kunden optimiert Bertrandt kritische Serienabläufe und Prozesse und ermöglicht ihm, nachhaltig Entwicklungsressourcen zu entlasten.

Interieur

Der Innenraum eines Fahrzeuges rückt als zentrales Element der Markendifferenzierung zunehmend in den Mittelpunkt. Im Fokus des Endkunden stehen neben Komfort und Funktionalität auch Design und Qualität. Um diesen steigenden Anforderungen der Insassen gerecht zu werden, bedarf es innovativer Ideen und einer hohen Interieur-Kompetenz. Der Fachbereich Interieur unterstützt bei der Entwicklung künftiger Fahrzeug-Innenräume als Ideengeber, Lösungsfinder und Umsetzer. Vom Design bis zur funktionellen Serienlösung steht Bertrandt seinen Kunden als kompetenter Partner zur Seite.

Karosserie

Ob Stoßfänger, Licht und Sicht oder Toleranzmanagement – im Fachbereich Karosserie vereinen sich Rohbau und Exterieur. Bertrandt unterstützt seine Kunden entlang des gesamten Karosserie-Entstehungsprozesses: bei der Werkstoffauswahl, bei den kinetischen Anforderungen sowie bei den Funktionsentwicklungen für den Fußgängerschutz. Wesentlicher Treiber sind Materialinnovationen zur Gewichtsreduktion sowie verbesserte Fertigungsverfahren. Priorität haben dabei stets kostenoptimierte, designorientierte und gesetzeskonforme Lösungen.

Powertrain

„Green-Powertrain“ dominiert den Markt. Maßgeblich stehen dabei die Entwicklung neuer und alternativer Antriebsentwürfe sowie die Weiterentwicklung vorhandener Motorenkonzepte im Vordergrund. Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen zu reduzieren, die Leistung jedoch auf hohem Niveau beizubehalten. Der Fachbereich Powertrain begleitet den Kunden während des gesamten Produktentstehungsprozesses. Die interne Vernetzung der Fachbereiche ermöglicht eine schnelle Umsetzung neuer Ideen und Entwicklungen, vom Konzept bis hin zur Berechnung und Erprobung.

Modellbau und Rapid Technologies

„Entwicklung greifbar machen“ ist das zentrale Motto im Bereich Modellbau und Rapid Technologies. Neben virtuellen Konstruktionsmethoden ist ein dreidimensionales Modell zur Verifizierung der Bauteile ein wichtiger Faktor im Produktentstehungsprozess. Somit dienen die Prototypen bereits im frühen Entwicklungsstadium der Datenkontrolle, Design- und Funktionsbeurteilung. Die Produktentwicklung wird nachhaltig unterstützt und der Kunde spart wertvolle Zeit.

Simulation

Um innovative Ideen erfolgreich und effizient umsetzen zu können, sind virtuelle Konstruktionsmethoden im heutigen Engineering fest verankert. Ob im Fachbereich Rohbau, Powertrain oder bei der Entwicklung des Gesamtfahrzeuges – die Simulation stellt bereits im frühen Entwicklungsstadium die Weichen zur Erreichung funktionaler Ziele und ressourcenoptimierter Lösungen für den Kunden.

Versuch

Die Belastbarkeit einzelner Komponenten und Module ist entscheidend für Sicherheit und Komfort der zukünftigen Insassen. Daher werden während des gesamten Entwicklungsprozesses kontinuierlich Testabläufe unter realitätsnahen Bedingungen durchgeführt. Bertrandt möchte jedoch nicht nur den Anforderungen seitens der Gesetzgeber nachkommen, sondern darüber hinaus gemeinsam mit dem Kunden aktuelle Standards beständig und nachhaltig verbessern. Die Steigerung der aktiven und passiven Sicherheit sowie die Gewährleistung umweltschonender Mobilität sind dabei zentrale Themen.

Luftfahrt

Die Vergabe von Entwicklungsprojekten an externe Dienstleister hat auch in der Luftfahrtbranche zugenommen. Parallel steigen der Komplexitätsgrad in den Projekten und damit der Anspruch an Entwicklungspartner wie Bertrandt. Diese Wachstumschancen nutzt Bertrandt effektiv mit dem im Juli 2008 gegründeten Joint Venture „Bertrandt Aeroconseil GmbH“. Gemeinsam decken die beiden Gesellschaften die gesamte Entwicklungsprozesskette der Luftfahrtindustrie ab und können im Gesamtverbund auf das Know-how von mehr als 1.200 Luftfahrt-Spezialisten zugreifen. Das Leistungsspektrum im Luftfahrtbereich umfasst dabei unter anderem die Struktur- und Interieur-Entwicklung, Hardwareumfänge sowie entwicklungsbegleitende Dienstleistungen.

Bertrandt Services

In einer globalisierten Welt wird Flexibilität für die Unternehmen immer wichtiger. Um individuelle Kundenbedürfnisse auch außerhalb der Mobilitätsindustrie zu bedienen, wurde 2007 die Tochtergesellschaft Bertrandt Services GmbH gegründet. Mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen erschließt sie mit 16 Standorten neue Geschäftsfelder in den Bereichen Technik, Office, Finanzen und IT. Die langjährige Projekterfahrung und die hohe Schnittstellenkompetenz des Konzerns kommen der Bertrandt Services zugute. Ob Fachleute oder Spezialisten - Ziel ist die optimale Kombination von Kundenanforderungen und Mitarbeiter-Know-how. Mit diesem neuen Standbein unterstützt Bertrandt nun auch die Kunden außerhalb der Mobilitätsbranchen dabei, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Konzernorganisation und -steuerung

Internationale Konzernstruktur

Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebstätten in Deutschland, England, Frankreich, Schweden, Spanien, der Türkei und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.

Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzerninteressen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.

Wertsteigerung im Fokus

Das Steuerungssystem des Bertrandt-Konzerns zielt auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns ab. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung des Bertrandt-Konzerns erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene und basiert auf der Ebene des Betriebsergebnisses. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben dem Betriebsergebnis bestimmte segment- und niederlassungsspezifische Renditegrößen.

Personalmanagement

Rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten erarbeiten für Kunden im In- und Ausland individuell zugeschnittene Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Ihren Leistungen und dem engagierten Einsatz ist es zu verdanken, dass Bertrandt weiterhin erfolgreich am Markt positioniert ist. Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Kunden und sind Garant für ein kontinuierlich hohes Qualitätsniveau.

Beschäftigungszahlen

Zum 30. September 2009 beschäftigte Bertrandt weltweit 5.431 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 6.080). Davon waren in Deutschland 4.975 (Vorjahr 5.552) und im Ausland 456 (Vorjahr 528) tätig. Um Arbeitsplätze im Unternehmen langfristig zu sichern und qualifiziertes Personal halten zu können, wurde an allen inländischen Standorten sowie in Frankreich Kurzarbeit angemeldet. Während dieser Zeit wird das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch am Kundenbedarf orientierte Qualifikationsmaßnahmen gezielt gefördert.

Bertrandt als interessanter Arbeitgeber

Angefangen von der ersten Idee bis zur Betreuung der Serie bietet Bertrandt umfassende Entwicklungsdienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die besten Voraussetzungen für erfahrene Fachkräfte und motivierte Absolventen, die eine interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit in allen Bereichen des Engineerings suchen. Das breit angelegte Leistungsspektrum von Bertrandt eröffnet den Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten, ihr vorhandenes Wissen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln sowie ihre Stärken gezielt auszubauen.

Personalmarketing

Ziel der Personalbeschaffung bei Bertrandt ist es, hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern, die ihr Wissen in den Dienst des Kunden stellen möchten. Neben technischem und/oder kaufmännischem Know-how ist hierbei selbstverständlich auch die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Auch in Zeiten, in denen der Personalbeschaffung nicht die Bedeutung der vergangenen Jahre zukommt, ist es für das Unternehmen wichtig, das Personalmarketing konsequent fortzuführen. Durch Kooperationen und gezieltes Hochschulmarketing gelingt es Bertrandt, sich bei der Zielgruppe der Studierenden und Absolventen als interessanten Arbeitgeber zu positionieren. Dem Kontaktaufbau zu Berufserfahrenen wird durch die Präsenz auf fachspezifischen Jobmessen Rechnung getragen. Somit spricht das Unternehmen verschiedene Zielgruppen an, um eine möglichst große Bandbreite und damit ein ausgewogenes Verhältnis von Spezialisten und Berufseinsteigern zu gewährleisten. Darüber hinaus wird eine Vielzahl an Praktika und Diplomandenstellen vergeben.

Weiterbildungsmaßnahmen

Die Engineering-Branche ist von jeher durch hohen Innovationsdruck und die Ausrichtung auf die Wünsche und Bedarfe der Kunden geprägt. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst und sichert den Erfolg des Unternehmens durch die Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Um dies gewährleisten zu können, wird das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig entwickelt und jeder Einzelne optimal gefördert. Zu diesem Zweck führt das Unternehmen kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen angeboten.

Insgesamt hat Bertrandt im Geschäftsjahr 2008/2009 4,3 Millionen Euro (Vorjahr 6,2 Millionen Euro) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.

Bertrandt bildet aus

Die Nachwuchsförderung spielt bei Bertrandt seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle. So stellt das Unternehmen eine Vielzahl an Ausbildungsplätzen bereit. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat Bertrandt sein Ausbildungsprogramm weiter ausgebaut und 48 neue Auszubildende eingestellt. Insgesamt absolvieren derzeit über 150 junge Kolleginnen und Kollegen eine technische oder kaufmännische Ausbildung in den Bertrandt-Niederlassungen und der Holding. Neben den Ausbildungsgängen werden auch Studiengänge der Dualen Hochschule Baden-Württemberg angeboten.

2. Die wirtschaftliche Entwicklung des Bertrandt-Konzerns

Ertragslage

Unter schwierigen konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen behauptete sich Bertrandt im Geschäftsjahr 2008/2009. Basis für die erzielten Ergebnisse ist die strategische Ausrichtung des Bertrandt-Konzerns, die eine kunden- und niederlassungsorientierte Marktbearbeitung mit konzernübergreifenden Fachbereichen in einer Matrix-Organisation verbindet. Eine gezielte und konsequente Kapazitätssteuerung, ein wirkungsvolles Kostenmanagement sowie Programme zur Effizienzsteigerung sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Ertragslage von Bertrandt.

Umsatzentwicklung von den Rahmenbedingungen geprägt

Die veränderten Rahmenbedingungen haben sich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung zum 30. September 2009 ausgewirkt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 384.599 TEUR (Vorjahr 434.216 TEUR). Dies entspricht einem Rückgang von 11,4 Prozent. Die Unternehmensbereiche des Bertrandt-Konzerns Digital Engineering und Physical Engineering entwickelten sich entsprechend dem gesamten Geschäftsverlauf. Das Segment Elektrik/Elektronik erzielte ein Wachstum im Umsatz. Die Auslandsniederlassungen verzeichneten einen deutlichen Umsatzrückgang von 31,6 Prozent auf 26.667 TEUR (Vorjahr 39.007 TEUR) und erzielten ein Betriebsergebnis in Höhe von 659 TEUR (Vorjahr 2.390 TEUR).

Aufwandskennzahlen

Die Aufwandskennzahlen stellten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Der Materialaufwand entwickelte sich mit einer Materialaufwandsquote von 8,9 Prozent projektbezogen und reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 11.698 TEUR auf 34.222 TEUR. Der Personalaufwand verringerte sich um 9.140 TEUR auf 272.769 TEUR (Vorjahr 281.909 TEUR). Die Personalaufwandsquote lag mit 70,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 64,9 Prozent). Die Gründe hierfür sind eine schwankende Kapazitätsauslastung sowie die Auswirkungen der Kurzarbeit im Konzern. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2008/2009 betrugen 10.953 TEUR (Vorjahr 8.855 TEUR). Dies entspricht einer Abschreibungsquote von 2,9 Prozent. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich aufgrund eines restriktiven Kostenmanagements im Berichtszeitraum um 13,6 Prozent auf 46.254 TEUR (Vorjahr 53.543 TEUR).

Betriebsergebnis zufriedenstellend

Im Geschäftsjahr 2008/2009 konnte ein Betriebsergebnis von 32.769 TEUR (Vorjahr 51.312 TEUR) und eine Marge von 8,5 Prozent (Vorjahr 11,8 Prozent) erzielt werden. Verringerte Geschäftsvolumen und eine schwankende Auslastung in den operativen Einheiten haben sich auf das Ergebnis ausgewirkt. Ein nachhaltiges und wirkungsvolles Kostenmanagement sowie eine gezielte Kapazitätssteuerung beeinflussten die Ergebnisentwicklung jedoch positiv.

Positive Entwicklung des Finanzergebnisses

Das Finanzergebnis entwickelte sich positiv und belief sich auf 784 TEUR (Vorjahr 679 TEUR). Die konsequente Entschuldung in den letzten Jahren, verbunden mit dem nachhaltig positiven Free Cashflow, führte zu einer weiteren Verbesserung der Liquiditätssituation des Bertrandt-Konzerns. Infolgedessen konnten die Finanzaufwendungen um 39 TEUR auf 281 TEUR reduziert werden. Das übrige Finanzergebnis erhöhte sich auf 1.030 TEUR (Vorjahr 910 TEUR).

Ergebnis nach Ertragssteuern

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 33.553 TEUR (Vorjahr 51.991 TEUR) und hat sich somit um 18.438 TEUR verringert. Bei einer Steuerquote in Höhe von 25,5 Prozent ergab sich ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 8.443 TEUR. Die Steuerquote reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr unter anderem aufgrund eines im Ausland steuerfrei gewährten Zuschusses. Bertrandt antwortete auf die veränderten Rahmenbedingungen mit wirkungsvollen Steuerungsmaßnahmen und dadurch betrug das Ergebnis nach Ertragsteuern 24.605 TEUR (Vorjahr 36.181 TEUR). Das Ergebnis je Aktie lag bei 2,45 EUR (Vorjahr 3,57 EUR).

Entwicklung in den Segmenten

Bertrandt segmentiert seine Geschäftsfelder in die Bereiche Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die oben beschriebene Umsatz- und Ergebnisentwicklung spiegelt sich in den Geschäftsfeldern Digital Engineering und Physical Engineering wider. Der Geschäftsbereich Elektrik/Elektronik konnte ein Wachstum im Umsatz verzeichnen.

Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten umfasst, erzielte einen Umsatz in Höhe von 235.318 TEUR (Vorjahr 274.309 TEUR). Dies entspricht einem Rückgang von 14,2 Prozent. Das Betriebsergebnis in diesem Segment trägt mit 18.055 TEUR (Vorjahr 32.647 TEUR) maßgeblich zum Konzernergebnis bei.

Im Segment Physical Engineering sind die Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugbaus, des Rapid Prototypings und des Rapid Toolings sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst. Diese werkstattnahen Bereiche konnten Umsatzerlöse in Höhe von 66.033 TEUR (Vorjahr 83.632 TEUR) realisieren. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 21,0 Prozent. Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.052 TEUR auf 6.086 TEUR reduziert.

Das Segment Elektrik/Elektronik, welches die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze oder Software vereint, entwickelte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 9,1 Prozent positiv. Die Umsatzerlöse steigerten sich auf 83.248 TEUR (Vorjahr 76.275 TEUR) und das Betriebsergebnis belief sich auf 8.628 TEUR (Vorjahr 9.527 TEUR). Der Rückgang des Betriebsergebnisses wurde durch getätigte Erweiterungsinvestitionen und Auslastungsschwankungen verursacht.

Finanz- und Vermögenslage

Bertrandt verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 13,3 Prozent auf 198.942 TEUR (Vorjahr 229.385 TEUR) verringert.

Die geringere Bilanzsumme zeigt sich im Wesentlichen in folgenden Positionen: Auf der Aktiv-Seite haben sich die langfristigen Vermögenswerte um 3.015 TEUR im Vergleich zum Vorjahr auf 68.335 TEUR erhöht. Dies resultiert unter anderem aus einem Beteiligungserwerb. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 31.914 TEUR auf 72.387 TEUR (Vorjahr 104.301 TEUR) verringert. Die Gründe hierfür liegen in einem geringeren Umsatzvolumen und vor allem auch in einem weiterhin konsequenten Forderungsmanagement. Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen betrugen 13.279 TEUR (Vorjahr 28.444 TEUR). Aufgrund eines positiven Free Cashflows verzeichneten die liquiden Mittel einen Anstieg auf 44.355 TEUR (Vorjahr 30.463 TEUR).

Solide Eigenkapitalbasis

Die Erhöhung des Eigenkapitals auf der Passiv-Seite um 8.748 TEUR auf 114.114 TEUR ist im Wesentlichen auf das erwirtschaftete Ergebnis zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote verzeichnete mit 57,4 Prozent (Vorjahr 45,9 Prozent) einen deutlichen Anstieg. Bertrandt gehört damit zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche. Die kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich um 21.211 TEUR auf 33.031 TEUR (Vorjahr 54.242 TEUR).

Nachhaltiger Free Cashflow

Erfreulich ist, dass Bertrandt mit 34.782 TEUR (Vorjahr 26.537 TEUR) einen um 8.245 TEUR höheren Free Cashflow als im vergangenen Geschäftsjahr erzielen konnte. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde aufgrund der Mittelfreisetzung in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten auf 48.800 TEUR (Vorjahr 48.710 TEUR) erhöht. Bertrandt war auch in diesem Geschäftsjahr in der Lage, die getätigten Investitionen in Höhe von 14.786 TEUR (Vorjahr 22.945 TEUR) vollständig aus dem erwirtschafteten Cashflow zu finanzieren.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 9.796 TEUR und beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 9.447 TEUR. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 678 TEUR, die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 4.661 TEUR. Vor dem Hintergrund einer restriktiven Investitionstätigkeit lag der Fokus auf strategischen Investitionen, einem Ausbau der Infrastruktur an den Bertrandt-Standorten sowie dem Beteiligungserwerb an der Aeroconseil S.A.

*inkl. Leasing bis 2005/2006

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr gekoppelt und wird im darauf folgenden Geschäftsjahr ausgezahlt. Die Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2008/2009 für beide Vorstandsmitglieder insgesamt 1.887TEUR (Vorjahr 2.076 TEUR), wobei der variable Anteil über dem Fixum lag. Die Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder erfolgt aus Wettbewerbsgründen nicht individualisiert.

Beiden Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind beide Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente bestehen gegenüber einem aktiven sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde in der Hauptversammlung im Jahr 2003 beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das 1 ½-fache dieses Betrages. Der Aufsichtsrat erhält darüber hinaus eine veränderliche Vergütung, die sich an der Höhe der Dividende orientiert. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2008/2009 auf insgesamt 167 TEUR (Vorjahr 197 TEUR).

Angaben zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen (§ 315 Abs. 4 HGB)

Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 Euro und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die im Bericht separat ausgewiesenen eigenen Anteile.

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Stimmrechtsanteil 25,01 Prozent

Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH: Stimmrechtsanteil 24,99 Prozent

eine Tochtergesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg –

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen.

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz in Verbindung mit § 6 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 18. Februar 2009 ermächtigt worden, bis zum 31. Juli 2010 bis zu 1.000.000 eigene Aktien zu erwerben. Der Vorstand ist berechtigt, gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Bertrandt AG bis zum 31. Januar 2014 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 4.000.000,00 Euro zu erhöhen.

Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels („Change-of-Control“) beinhaltet: Eine unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarung sieht ein außerordentliches Kündigungsrecht des Kreditgebers vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

3. Nachtragsbericht

In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Derartige Vorgänge haben nach dem 30. September 2009 nicht stattgefunden.

4. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- oder bestandsgefährdende Risiken. Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Eine regelmäßige Risikoerhebung bewertet alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche beziehungsweise gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet und zeitnah umgesetzt. Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.

Volkswirtschaftliche Risiken

Die wirtschaftlichen Rahmen- und Branchenbedingungen haben sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/2009 wesentlich verschärft. Die aufgelegten Maßnahmenpakete der einzelnen Regierungen sowie die massiven Leitzinssenkungen der Zentralbanken haben zumindest seit Mitte 2009 zu einer Stabilisierung der Märkte beigetragen. Ob es zu einer nachhaltigen Belebung der Konjunktur kommt und inwieweit sich Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ergeben, ist derzeit schwer einzuschätzen. Die Automobilindustrie hängt insbesondere nach dem Auslaufen der Umweltprämie in Deutschland entscheidend von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab.

Finanzrisiken

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen in der Automobilbranche hat sich das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls erhöht. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele verbunden mit der bestehenden Kreditversicherung werden die Ausfallrisiken weitestgehend ausgegrenzt.

Veränderung der Outsourcing-Strategie

In den vergangenen Jahren hat die Automobilindustrie durch die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Bertrandt hat von dieser Entwicklung profitiert. Die aktuell weiterhin angespannte Wirtschafts- und Marktsituation erhöht das Risiko, dass die Hersteller die bisher an externe Dienstleister vergebenen Entwicklungsleistungen künftig wieder in Teilbereichen selbst erbringen oder die Modellvielfalt reduziert wird. Das Risiko für Bertrandt liegt in einer Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens, welche sich entsprechend negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Infolgedessen wären auch Konsequenzen auf die Geschäfts- sowie Vermögens- und Finanzlage von Bertrandt nicht auszuschließen.

Zeitliche Verschiebungen beziehungsweise Einstellung von Entwicklungsaufträgen

Die temporäre Verschiebung von Entwicklungsaufträgen kann in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen führen, die möglicherweise nur bedingt kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen in den Konzernstrukturen können bei den Automobil- und Flugzeugherstellern zu einer Überprüfung der Modellpalette und einer veränderten Projektstruktur führen. Das Risiko hat sich aufgrund der schwierigen Branchenbedingungen und volatiler Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Personalmanagement

Nur eine stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in technischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen sichert die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows. Durch unzureichende Schulung oder durch die Fluktuation qualifizierten Personals könnten sich negative Auswirkungen auf die erfolgreiche Abwicklung von Projekten ergeben.

Preisentwicklung

Die schwierige Branchensituation hat eine rückläufige Ertragssituation bei den Herstellern zur Folge. Dabei wird versucht, diese Entwicklung über Preisverhandlungen mit Lieferanten zu kompensieren. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Forderungen mit einer optimierten Kostenstruktur und einem hohen Maß an Qualität.

Großprojekte

Bei der Bearbeitung und beim Umgang mit Großprojekten entsteht eine mit Risiken behaftete Dreiecksbeziehung zwischen Kunde, Lieferant und Bertrandt. Mangelhafte Prozess- und Qualitätssicherung sowie das Verfehlen vorgegebener Termine können einen reibungslosen Projektablauf gefährden. Durch den Einsatz eines effizienten Projektmanagements und die Einhaltung vereinbarter Meilensteine und Quality-Gates reduziert Bertrandt dieses Risiko.

Gesamtrisiko

Mit Hilfe eines bei Bertrandt implementierten Frühwarnsystems kann das Management bestehende Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Wie im Vorjahr unterlag das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar. Aufgrund der schwierigen Branchenentwicklung hat das Risikovolumen im Verlauf des Geschäftsjahres 2008/2009 insgesamt zugenommen.

5. Prognosebericht

Prognose zu den Rahmenbedingungen

Aufgrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ist es schwer prognostizierbar, wann die Weltwirtschaft nachhaltig an Fahrt gewinnt und sich die Märkte erholen. Das Herbstgutachten 2009 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose geht für das laufende Jahr 2009 von einer weltweit rückläufigen Wirtschaftstätigkeit von minus 2,5 Prozent aus und erwartet für das kommende Jahr ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent. Für den Wirtschaftsraum der USA und Europa prognostiziert die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose im laufenden Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts von minus 2,6 Prozent beziehungsweise minus 4,0 Prozent. In 2010 wird in den USA ein Anstieg von 1,5 Prozent und in Europa ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet. Für Deutschland rechnet die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose im Jahr 2009 mit einem Rückgang von minus 5,0 Prozent und im Folgejahr mit einem Anstieg von 1,2 Prozent. Mögliche Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung liegen im Wesentlichen in einer zurückhaltenden Kreditversorgung sowie in einer länger anhaltenden Rezession, die zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit führen kann. Staatliche Konjunkturpakete geben den Industrien jedoch Impulse und die weltweit niedrigen Leitzinsen der Notenbanken wirken sich positiv auf die Wirtschaft aus.

Branchensituation

Die Automobilindustrie wurde durch die Krise besonders hart getroffen und befindet sich immer noch in einem angespannten Marktumfeld. Verschiedene Hersteller und Zulieferer reagieren mit Anpassung ihrer Produktionskapazitäten und gezielten Programmen zur Kostenreduzierung. Eine nachhaltige Erholung der Absatzmärkte lässt sich noch nicht eindeutig feststellen. Es zeichnet sich jedoch eine Stabilisierung der Märkte ab. So hat laut dem Verband der Automobilindustrie der Auftragseingang aus dem Ausland in den Monaten August und September erstmals nach einem Jahr um zwei beziehungsweise fünf Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat zugenommen. In Deutschland haben sich die Maßnahmenpakete der Bundesregierung wie beispielsweise die Umweltprämie kurzfristig positiv ausgewirkt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Nachfrage zukünftig entwickeln wird – vor allem im Kleinwagensegment, welches besonders von der Umweltprämie profitiert hat. Führende Hersteller in der Automobilindustrie erwarten auch für das kommende Jahr schwierige Rahmenbedingungen und große Herausforderungen. Die Branche steht vor einem strukturellen Wandel im Hinblick auf verbrauchsgünstigere und umweltfreundlichere Fahrzeuge. Der Trend zu mehr Kommunikation, Sicherheit und Komfort im Fahrzeug steigt. Die Automobilhersteller haben eine Erweiterung der Modellpalette angekündigt, um den Wünschen der Kunden nach mehr Individualität nachzukommen. Vor diesem Hintergrund rechnet Bertrandt damit, dass die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der Automobilindustrie weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben werden. Strategische Partnerschaften werden dabei aufgrund des Innovationsdrucks und des Bedarfs an Effizienzsteigerung sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie eine wichtige Rolle spielen.

Potenziale

Bertrandt ist europaweit eines der führenden Entwicklungsdienstleistungsunternehmen rund um das Thema Mobilität. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Partner für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung von technologischen Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Konsumenten und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung nachhaltig zu festigen. Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen in den Branchen wie beispielsweise Energie, Maschinen- und Anlagenbau, IT sowie Medizintechnik am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur steht Bertrandt als vertrauensvoller Partner in unmittelbarer Nähe zum Kunden. Die Wünsche des Kunden können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden.

Auslandsaktivitäten

Bertrandt verfolgt die Strategie, mit seinen Auslandsstandorten eine bestmögliche Kundenorientierung sicherzustellen und die internationale Ausrichtung fortzusetzen. In enger organisatorischer Verzahnung mit den deutschen Standorten plant Bertrandt weiterhin seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum anzubieten, um schnell und effizient Lösungen zu erarbeiten.

Personal

Die Qualifikationen und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für Bertrandt eine wichtige Ressource dar. Mit kontinuierlichen Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, dass Bertrandt den hohen Kundenanforderungen gerecht und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen wird. Kreativität und verantwortungsvolles Handeln werden gefördert und bestärkt. Dadurch versucht Bertrandt, auch zukünftig junge Nachwuchs- sowie erfahrene Fach- und Führungskräfte für sich zu begeistern. Das Personalmanagement zielt darauf ab, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell im Bertrandt-Netzwerk zu integrieren, um damit Kundenprojekte effizient zu gestalten.

Mittelfristiger Ausblick

Bertrandt steht als vertrauensvoller Partner seinen Kunden mit leistungsstarken Lösungen zur Seite. Ziel ist Bertrandt nachhaltig am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites Geschäftsmodell sowie eine bertrandtweiten Kompetenz in nahezu allen Entwicklungsbereichen weiter zu festigen. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum mit gezielten Investitionen, um den Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig zu steigern. Ein effizientes und konsequentes Kosten- und Kapazitätsmanagement ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Führende Prognoseinstitute gehen in den kommenden Jahren von einer leichten Belebung der Märkte aus. Im Oktober hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr von 2,5 Prozent im April auf 3,1 Prozent angepasst. Für Unternehmen und Investoren ist die Aussicht auf weiterhin niedrige Zinsen ein positiver Anreiz für Investitionen und Konsum. Dennoch stellen ein potenzieller Rückgang des Privatkonsums und eine zurückhaltende Kreditversorgung mögliche Risikofaktoren für die Automobilindustrie vor allem in Europa und den USA dar. Dies kann sich nachteilig auf die Investitionen im Forschungs- und Entwicklungsbereich auswirken. Ein potenziell anhaltend schwacher Absatz und weitere Restrukturierungsprogramme der Hersteller können zu einer geringeren Vergabe von Entwicklungsleistungen führen, was die Geschäftsentwicklung von Bertrandt ungünstig beeinflussen kann.

Sofern sich die Konjunktur jedoch nachhaltig erholt, die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der Automobilindustrie auf einem hohen Niveau bleiben und Entwicklungsleistungen an Zulieferer vergeben werden, rechnet Bertrandt für das Geschäftsjahr 2009/2010 mit einem stabilen Niveau von Umsatz und Ergebnis. Aufgrund des Trends zum verstärkten Einsatz von Elektronikentwicklungen sieht Bertrandt gutes Potenzial für eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Bereich Elektrik/Elektronik. Die Segmente Digital Engineering und Physical Engineering können durch mögliche Kapazitätsschwankungen beeinflusst werden und entwickeln sich voraussichtlich entsprechend dem gesamten Geschäftsverlauf. Technologische Trends in Richtung umweltschonende Mobilität, eine kontinuierliche Ausweitung der Modellpalette sowie die Erwartung einer nachhaltigen Konjunkturerholung bieten im Folgejahr gute Perspektiven für ein Wachstum bei Bertrandt. Auf Basis einer soliden Eigenkapitalausstattung erwartet Bertrandt auch zukünftig eine zufriedenstellende Finanzlage.

 

Ehningen, den 25. November 2009

Der Vorstand

Rechtlicher Hinweis

Dieser Lagebericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht, noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

Soweit dieser Lagebericht Äußerungen Dritter, namentlich Analystenschätzungen, in Bezug nimmt, macht sich die Gesellschaft diese weder zu eigen, noch werden diese hierdurch in anderer Weise gewertet oder kommentiert, noch wird insoweit der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Konzern-Bilanz

Aktiva

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Immaterielle Vermögenswerte 11.417 13.226
Sachanlagen 41.621 40.833
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.891 5.109
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen 804 281
Übrige Finanzanlagen 4.539 802
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.532 1.583
Ertragsteuerforderungen 973 1.091
Latente Steuern 2.558 2.395
Langfristige Vermögenswerte 68.335 65.320
Vorräte 416 466
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 13.279 28.444
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 72.387 104.301
Ertragsteuerforderungen 170 340
Liquide Mittel 44.355 30.463
Kurzfristige Vermögenswerte 130.607 164.014
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 51
Aktiva gesamt 198.942 229.385

Passiva

   
In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Gezeichnetes Kapital 10.143 10.143
Kapitalrücklagen 26.625 26.625
Gewinnrücklagen 62.383 53.670
Konzern-Bilanzgewinn 14.960 14.926
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 114.111 105.364
Anteile anderer Gesellschafter 3 2
Eigenkapital 114.114 105.366
Rückstellungen 5.932 6.010
Finanzschulden 0 4.723
Sonstige Verbindlichkeiten 559 591
Latente Steuern 5.211 7.213
Langfristige Schulden 11.702 18.537
Steuerrückstellungen 11.177 17.973
Sonstige Rückstellungen 21.854 36.269
Finanzschulden 105 708
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.879 7.797
Sonstige Verbindlichkeiten 34.111 42.735
Kurzfristige Schulden 73.126 105.482
Passiva gesamt 198.942 229.385

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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In TEUR GJ 2008/2009 GJ 2007/2008
Umsatzerlöse 384.599 434.216
Andere aktivierte Eigenleistungen 201 219
Gesamtleistung 384.800 434.435
Sonstige betriebliche Erträge 12.167 7.104
Materialaufwand -34.222 -45.920
Personalaufwand -272.769 -281.909
Abschreibungen -10.953 -8.855
Sonstige betriebliche Aufwendungen -46.254 -53.543
Betriebsergebnis 32.769 51.312
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 35 89
Finanzierungsaufwendungen -281 -320
Übriges Finanzergebnis 1.030 910
Finanzergebnis 784 679
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 33.553 51.991
Sonstige Steuern -505 -495
Ergebnis vor Ertragsteuern 33.048 51.496
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8.443 -15.315
Ergebnis nach Ertragsteuern 24.605 36.181
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -1 0
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG 24.604 36.181
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert / unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.023 10.123
Ergebnis je Aktie - verwässert/unverwässert (in EUR) 2,45 3,57

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

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      Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapital-
rücklage
TEUR
thesaurierte Gewinne
TEUR
Währungs-
umrechnungs-
rücklage
TEUR
Eigene Anteile
TEUR
Stand 01.10.2008 10.143 26.625 55.506 -1.424 -412
Dividendenausschüttung          
Ergebnis nach Ertragsteuern          
Sonstige neutrale Veränderungen     11.132 -904  
Zugang / Abgang eigene Anteile         -1.515
Stand 30.09.2009 10.143 26.625 66.638 -2.328 -1.927
Stand 01.10.2007 10.143 26.625 32.099 -243 -573
Dividendenausschüttung          
Ergebnis nach Ertragsteuern          
Sonstige neutrale Veränderungen     23.407 -1.181  
Zugang / Abgang eigene Anteile         161
Stand 30.09.2008 10.143 26.625 55.506 -1.424 -412
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Bilanzgewinn
TEUR
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter
TEUR
Anteile anderer Gesellschafter
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand 01.10.2008 14.926 105.364 2 105.366
Dividendenausschüttung -14.032 -14.032   -14.032
Ergebnis nach Ertragsteuern 24.605 24.605   24.605
Sonstige neutrale Veränderungen -10.539 -311 1 -310
Zugang / Abgang eigene Anteile   -1.515   -1.515
Stand 30.09.2009 14.960 114.111 3 114.114
Stand 01.10.2007 9.508 77.559 2 77.561
Dividendenausschüttung -8.099 -8.099   -8.099
Ergebnis nach Ertragsteuern 36.181 36.181   36.181
Sonstige neutrale Veränderungen -22.664 -438   -438
Zugang / Abgang eigene Anteile   161   161
Stand 30.09.2008 14.926 105.364 2 105.366

Konzern-Kapitalflussrechnung

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In TEUR GJ 2008/2009 GJ 2007/2008
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 24.605 36.181
2. Ertragsteueraufwand/-ertrag 8.443 15.315
3. Finanzierungsaufwendungen 281 320
4. Übriges Finanzergebnis -1.030 -910
5. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -35 -89
6. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.953 8.855
7. Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -14.913 8.692
8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge -161 -283
9. Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 202 110
10. Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 47.469 -25.177
11. Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -10.574 9.746
12. Erhaltene / Gezahlte Ertragsteuer -17.043 -4.640
13. Gezahlte Zinsen -334 -386
14. Erhaltene Zinsen 937 976
15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-14.) 48.800 48.710
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 118 307
17. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 650 465
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.447 -19.243
19. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -678 -3.244
20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -4.661 -458
21. Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.-20.) -14.018 -22.173
22. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 161
23. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -14.032 -8.099
24. Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien -1.515 0
25. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 0
26. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -5.326 -2.393
27. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (22.-26.) -20.873 -10.331
28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (15.+21.+27.) 13.909 16.206
29. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -17 -11
30. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 30.463 14.268
31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (28.-30.) 44.355 30.463

Segmentberichterstattung

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  Digital Engineering Physical Engineering
  2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 240.209 275.977 68.828 86.024
Transfers zwischen den Segmenten 4.891 1.668 2.795 2.392
Konzernumsatzerlöse 235.318 274.309 66.033 83.632
Betriebsergebnis 18.055 32.647 6.086 9.138
Betriebsergebnis-Rendite 7,7% 11,9% 9,2% 10,9%
langfristige Segmentvermögenswerte 28.588 29.206 23.029 25.271
kurzfristige Segmentvermögenswerte 47.063 72.414 15.525 28.097
langfristige Segmentschulden 2.482 3.014 837 844
kurzfristige Segmentschulden 34.075 55.227 11.486 15.459
Investitionen 3.078 12.264 5.302 8.794
planmäßige Abschreibungen 3.498 5.238 4.871 2.938
außerplanmäßige Abschreibung 125 0 17 0
Zahlungswirksame Aufwendungen 490 2.785 136 159
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  Elektrik/Elektronik Summ der
  2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 85.341 78.658 394.378 440.659
Transfers zwischen den Segmenten 2.093 2.383 9.779 6.443
Konzernumsatzerlöse 83.248 76.275 384.599 434.216
Betriebsergebnis 8.628 9.527 32.769 51.312
Betriebsergebnis-Rendite 10,4% 12,5% 8,5% 11,8%
langfristige Segmentvermögenswerte 6.313 4.691 57.930 59.168
kurzfristige Segmentvermögenswerte 17.843 24.315 80.431 124.826
langfristige Segmentschulden 1.186 880 4.505 4.738
kurzfristige Segmentschulden 16.283 16.116 61.844 86.802
Investitionen 1.745 1.887 10.125 22.945
      0 0
planmäßige Abschreibungen 2.434 680 10.803 8.856
außerplanmäßige Abschreibung 8 0 150 0
Zahlungswirksame Aufwendungen 136 4 762 2.948

Segmentberichterstattung nach Regionen

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  Inland
  2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 358.615 395.968
Transfers zwischen den Segmenten 683 759
Konzernumsatzerlöse 357.932 395.209
Betriebsergebnis 32.110 48.922
Betriebsergebnis-Rendite 9,0% 12,4%
langfristige Segmentvermögenswerte 57.382 58.383
kurzfristige Segmentvermögenswerte 74.044 114.242
langfristige Segmentschulden 4.385 4.624
kurzfristige Segmentschulden 54.106 77.121
Investitionen 10.035 22.445
planmäßige Abschreibungen 10.482 8.535
  150 0
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  Ausland Summe der Geschäftsfelder
  2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse 28.025 42.375 386.640 438.343
Transfers zwischen den Segmenten 1.358 3.368 2.041 4.127
Konzernumsatzerlöse 26.667 39.007 384.599 434.216
Betriebsergebnis 659 2.390 32.769 51.312
Betriebsergebnis-Rendite 2,5% 6,1% 8,5% 11,8%
langfristige Segmentvermögenswerte 548 785 57.930 59.168
kurzfristige Segmentvermögenswerte 6.387 10.584 80.431 124.826
langfristige Segmentschulden 120 114 4.505 4.738
kurzfristige Segmentschulden 7.738 9.681 61.844 86.802
Investitionen 90 501 10.125 22.946
planmäßige Abschreibungen 321 320 10.803  
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Konzern-Anhang

[1] Grundlagen und Methoden

Die Bertrandt AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art bezüglich Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten, Verkehrssystemen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Sondermaschinen.

Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2009 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Alle für das Geschäftsjahr 2008/2009 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.

Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Darstellung des Abschlusses

Die Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Positionen der Konzern-Bilanz sowie der Konzern-Segmentberichterstattung sind gemäß den International Accounting Standards (IAS) 1 in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert.

Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wir in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten aus. Rückstellungen für Pensionen zeigen wir ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden

Der vorliegende Konzern-Abschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:

Anteilige Gewinnrealisierung gemäß dem Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11),

Verrechnung eigener Anteile mit dem Eigenkapital,

Umrechnung von Valutaforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und ergebniswirksame Behandlung der daraus resultierenden Wertänderungen,

Bilanzierung latenter Steuern nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode, Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist,

Verzicht auf die Bildung sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 Prozent liegt,

Aktivierung von Vermögenswerten und die entsprechende Passivierung der Restverbindlichkeiten bei Finanzierungsleasingverträgen nach den Zuordnungskriterien des IAS 17,

Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehaltsentwicklungen und der Korridorregel gemäß IAS 19,

Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung und Durchführung einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung gemäß IFRS 3 und IAS 36,

Aktivierung von selbstgeschaffenen, immateriellen Vermögenswerten,

Anpassung der Abschreibungsdauer des Sachanlagevermögens an die wirtschaftliche Nutzungsdauer,

Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten zum Marktwert sowie Abbildung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2008/2009 nicht verpflichtend anzuwenden. Die Bertrandt AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

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Standard/ Interpretation   Anwendungspflicht Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 1 und IAS 27 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochtergesellschaft, Joint Ventures oder assoziierten Unternehmen 01.01.2009 keine
IFRS 2 aktienbasierte Vergütung 01.01.2009 keine
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 01.07.2009 Konsolidierung
IFRS 8 Operative Segmente 01.01.2009 Segmentberichterstattung
IAS 1 Darstellung Jahresabschluss 01.01.2009 Neugliederung der Abschlussbestandteile
IAS 23 Fremdkapitalkosten 01.01.2009 keine
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 01.07.2009 Bilanzierung von Anteilen ohne Beherrschungscharakter
IAS 32 und IAS 1 Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen 01.01.2009 keine
IAS 39 Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung 01.07.2009 keine
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen 30.03.2009 keine
IFRIC 13 Kundentreueprogramme 01.01.2009 keine
IFRIC 14 IAS 19 - die Obergrenze eines leistungsorientierten Pensionsfonds, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung 01.01.2009 keine
IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien 01.01.2009 keine
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 01.07.2009 keine
Änderungen im Rahmen des Improvement-Prozesses      
IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche 01.07.2009 keine
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 01.01.2009 Anhangsangaben
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 01.01.2009 keine
IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler 01.01.2009 keine
IAS 10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 01.01.2009 keine
IAS 16 Sachanlagen 01.01.2009 keine
IAS 18 Erträge 01.01.2009 keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2009 keine
IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand 01.01.2009 keine
IAS 23 Fremdkapitalkosten 01.01.2009 keine
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 01.01.2009 keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 01.01.2009 keine
IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern 01.01.2009 keine
IAS 31 Anteile an Joint Ventures 01.01.2009 keine
IAS 34 Zwischenberichterstattung 01.01.2009 keine
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten 01.01.2009 Anhangsangaben
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte 01.01.2009 keine
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung 01.01.2009 keine
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 01.01.2009 keine
IAS 41 Landwirtschaft 01.01.2009 keine

[2] Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm, Tappenbeck sowie die Bertrandt Technikum GmbH, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH und die Bertrandt Services GmbH in Ehningen; des Weiteren wurde die ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Mit Wirkung zum 1. August 2009 gingen sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG im Rahmen einer Anwachsung auf die Bertrandt AG über.

Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres und die Bertrandt S.A.S. in Paris/Bièvres (vormals Bertrandt S.A.), die mit Wirkung zum 12. Februar 2009 in eine vereinfachte Aktiengesellschaft umgewandelt wurde sowie die Bertrandt UK Ltd. in Dunton, die Bertrandt Sweden AB in Trollhättan, die Bertrandt US Inc. in Detroit und erstmalig die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd. Sti. in Istanbul.

Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH sowie die Bertrandt Aeroconseil GmbH.

Detailliertere Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [ 50 ] ausgewiesen.

[3] Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Goodwill, dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall und wird somit auch bei Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IAS 31 angewandt. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

[4] Währungsumrechnung

Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Konzern-Abschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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    Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
    30.09.2009 30.09.2008 2008/2009 2007/2008
Großbritannien GBP 0,9093 0,7903 0,8759 0,7633
Schweden SEK 10,2320 9,7943 10,6024 9,3817
Türkei TRY 2,1734 1,8136 2,1201 1,8314
USA USD 1,4643 1,4303 1,3543 1,5030

[5] Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Aufgrund der aktuellen Krise auf den Finanz- und Absatzmärkten sind unsere Annahmen und Schätzungen großen Risiken ausgesetzt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.

Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglichen geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Die Abschlüsse der Bertrandt AG, deren in- und ausländische Tochtergesellschaften sowie die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden gemäß IAS 27 beziehungsweise IAS 28 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse beziehungsweise sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit dem Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, Erträge und Aufwendungen mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten keine Fremdkapitalzinsen.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.

Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 nicht mehr linear abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse durchgeführt. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die detaillierte Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, welcher zur Betätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Außerdem wird je nach Beurteilung der Beta-Faktoren ein Abzinsungssatz zwischen 10,5 Prozent (Vorjahr 11,1 Prozent) und 11,5 Prozent (Vorjahr 12,5 Prozent) zugrunde gelegt. Bei einer Veränderung des Abzinsungssatzes um +/- 5 Prozent ist die Werthaltigkeit des Firmenwertes gewährleistet.

Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus den abgeleiteten zukünftigen Cashflows der Cash-Generating-Units Nutzungswerte ermittelt. Die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik stellen die Cash-Generating-Units dar. Liegen die Nutzungswerte unter dem Buchwert, wird eine entsprechende außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen mit berücksichtigt sind.

Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen von fünf bis zu 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 25 und 40 Jahren angesetzt.

Aufwendungen aus Wertminderungen

Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel: Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen bei der Bertrandt AG folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte und Schulden,

Kredite und Forderungen,

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden,

zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte.

Die Zuordnung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden. Eine Überprüfung wird nach erstmaliger Festsetzung zu jedem Stichtag vorgenommen.

Die Überleitung in Ziffer [ 43 ] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Des Weiteren werden Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert.

Übrige Finanzanlagen

Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, soweit sie nicht zum Fair Value zu bewerten sind oder der Fair Value nicht bestimmt werden kann.

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Fertige und unfertige Leistungen werden als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden saldiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die in den flüssigen Mitteln enthaltenen Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Vermögenswerte werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat unterhalb der kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Wert positiv ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.

Vorräte

Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.

Aktive und passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Korridor-Ansatzes gemäß IAS 19 gebildet.

Die beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die laufenden Ertragsteuern werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.

Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Öffentliche Zuwendungen

Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss im selben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).

Leasing

Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Wird das wirtschaftliche Eigentum dem Bertrandt-Konzern zugerechnet, so erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Barwert der Leasingraten.

Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die Nutzungsdauer beziehungsweise die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter der Bilanzposition Finanzschulden passiviert.

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen, darunter auch Gebäude. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

[6] Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen, die auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode ermittelt wurden, unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.

[7] Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.

[8] Sonstige betriebliche Erträge

Die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2008/2009 ergibt:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Leistungsbezogene Erträge 5.161 4.442
davon Sachbezüge Arbeitnehmer 2.143 1.903
davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung 3.018 2.539
Neutrale Erträge 2.912 1.927
davon Erträge aus Anlagenabgang 20 109
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.606 1.536
davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 286 281
davon Erträge aus Eingängen ausgebuchter Forderungen 0 1
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.094 735
davon Schadensersatzleistungen 77 24
davon Erträge aus Währungskursdifferenzen 198 292
davon sonstige 3.819 419
Gesamt 12.167 7.104

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Forschungszuschuss in Höhe von 2.833 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten.

[9] Materialaufwand

Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.732 4.449
Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.490 41.471
davon CAD-Kosten 7.152 7.485
davon Fremdleistungen 22.209 33.936
davon Eingangsfrachten 129 50
Gesamt 34.222 45.920

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 11.698 TEUR reduziert.

[10] Personalaufwand

Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 5.723 Mitarbeiter beschäftigt:

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  2008/2009 2007/2008
Arbeiter 410 442
Angestellte 4.901 4.683
Auszubildende/BA-Studenten 132 91
Praktikanten/Diplomanten 176 209
Aushilfen 104 118
Gesamt 5.723 5.543

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 228.377 TEUR (Vorjahr 239.126 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 44.392TEUR (Vorjahr 42.783 TEUR) einschließlich des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 22.184 TEUR (Vorjahr 20.986 TEUR) enthalten:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Löhne und Gehälter 228.377 239.126
Aufwendungen für soziale Abgaben 44.392 42.783
davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 22.085 21.655
davon Aufwendungen Altersversorgung 22.307 21.128
Gesamt 272.769 281.909

In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 1.090 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten, die im Rahmen der staatlichen Konjunkturpakete gewährt wurden.

[11] Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  2008/2009 2007/2008
Abschreibungen in TEUR auf    
immaterielle Vermögenswerte 2.486 2.131
Sachanlagevermögen 8.249 6.497
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 218 227
Gesamt 10.953 8.855

Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangsangaben zu entnehmen. (Ziffern [18-21])

[12] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Sonstige Fertigungsaufwendungen 2.792 2.747
Geschäftsräume und Inventar 16.503 17.452
Sonstige Personalaufwendungen 8.076 11.445
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.244 1.469
Vertriebsaufwendungen 6.615 9.200
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 215 77
Neutrale Aufwendungen 3.526 1.143
Übrige Aufwendungen 7.283 10.010
Gesamt 46.254 53.543

Die sonstigen neutralen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Personalmaßnahmen über 2.543 TEUR (Vorjahr 494 TEUR).

Die übrigen sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- sowie Beratungskosten.

[13] Finanzergebnis

Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um rund 105 TEUR weiter verbessert werden und weist erneut einen positiven Saldo aus.

Im Finanzergebnis sind Beteiligungserträge aus Equity-Konsolidierungen in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr 89 TEUR) enthalten.

Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 281 TEUR (Vorjahr 320 TEUR) beinhalten Zinsaufwendungen für langfristige Bankverbindlichkeiten von 232 TEUR (Vorjahr 304 TEUR).

Im übrigen Finanzergebnis wurden im Berichtszeitraum Zinserträge in Höhe von 903 TEUR (Vorjahr 910 TEUR), die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente mit -173 TEUR (Vorjahr -102 TEUR) sowie Erträge aus Beteiligungen von 300 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) erfasst.

Im Einzelnen setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 35 89
Finanzierungsaufwendungen -281 -320
Übriges Finanzergebnis 1.030 910
Finanzergebnis 784 679

[14] Sonstige Steuern

Der Steueraufwand Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Steueraufwand Inland 196 141
Steueraufwand Ausland 309 354
Sonstige Steuern 505 495

[15] Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15,0 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbeertragsteuer von 14,0 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.

Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Tatsächlicher Steueraufwand Inland 10.668 13.940
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 0 0
Tatsächlicher Steueraufwand 10.668 13.940
Latenter Steueraufwand -2.225 1.375
Steuern vom Einkommen und Ertrag 8.443 15.315

Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2008/2009 in Höhe von 8.443 TEUR ist um 1.471 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 9.914 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr 30,0 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.

Die Überleitung des erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
Ergebnis vor Ertragsteuern 33.048 51.496
Erwarteter Steuersatz 30,0% 30,0%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 9.914 15.449
Besteuerungsunterschiede Ausland -282 -119
Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen -216 16
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen -840 542
Unterschiedliche Besteuerung von Gesellschaftsformen -89 -652
Übrige Effekte -44 79
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 8.443 15.315
Effektiver Steuersatz (%) 25,5% 29,7%

In den Positionen „Besteuerungsunterschiede Ausland“ und „Unterschiedliche Besteuerung von Gesellschaftsformen“ sind Steuereffekte aufgrund wertberichtigter Verlustvorträge von insgesamt 1.052 TEUR (Vorjahr 488 TEUR) enthalten. Der Verbrauch der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr 375 TEUR (Vorjahr 325 TEUR). In der Position „Besteuerungsunterschiede Ausland“ sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 1.451 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten.

[16] Ergebnis je Aktie

Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:

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  2008/2009 2007/2008
Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR 24.605 36.181
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter in TEUR -1 0
Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG TEUR 24.604 36.181
Anzahl eigener Aktien in Tausend Stück -120 -20
Anzahl der Aktien in Tausend Stück – verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet – 10.023 10.123
Ergebnis je Aktie in EUR – verwässert/unverwässert – 2,45 3,57

[17] Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 7 (Finanzinstrumente )

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte -140 62
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 300 0
Kredite und Forderung 502 -16
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden -326 851
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden 0 -378
Gesamt 336 519

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, der Fair Value-Bewertung von Finanzinstrumenten, Währungsumrechnungs- sowie Beteiligungsergebnissen, Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Derivate zur Zinssicherung. Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte beinhalten sonstige Beteiligungen. Der Kategorie „Kredite und Forderungen“ sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie liquide Mittel zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Gesamtzinserträge und -aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Zinserträge 806 855
Zinsaufwendungen -314 -373
Gesamt 492 482

Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 667 TEUR (Vorjahr 351 TEUR).

Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

[18] Immaterielle Vermögenswerte

Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.

Die immateriellen Vermögenswerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im laufenden Geschäftsjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.

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In TEUR Konzessionen und Lizenzen Selbst erstellte Software Firmenwerte Summe Immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- und Herstellungskosten        
Stand 01.10.2008 20.389 572 8.973 29.934
Währungsdifferenzen -5 0 0 -5
Zugänge 678 0 0 678
Abgänge 427 0 0 427
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 30.09.2009 20.635 572 8.973 30.180
Abschreibungen        
Stand 01.10.2008 16.136 572 0 16.708
Währungsdifferenzen -4 0 0 -4
Zugänge 2.486 0 0 2.486
Zugänge aus Wertminderungen 0 0 0 0
Abgänge 427 0 0 427
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 30.09.2009 18.191 572 0 18.763
Restbuchwert 30.09.2009 2.444 0 8.973 11.417
Restbuchwert 30.09.2008 4.253 0 8.973 13.226
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Vorjahr
In TEUR
Konzessionen und Lizenzen Selbst erstellte Software Firmenwerte Summe Immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- und Herstellungskosten        
Stand 01.10.2007 17.463 3.733 8.973 30.169
Währungsdifferenzen -3 0 0 -3
Zugänge 3.244 0 0 3.244
Abgänge 315 3.161 0 3.476
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 30.09.2008 20.389 572 8.973 29.934
Abschreibungen        
Stand 01.10.2007 14.315 3.710 0 18.025
Währungsdifferenzen -3 0 0 -3
Zugänge 2.120 11 0 2.131
Zugänge aus Wertminderungen 0 0 0 0
Abgänge 296 3.149 0 3.445
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 30.09.2008 16.136 572 0 16.708
Restbuchwert 30.09.2008 4.253 0 8.973 13.226
Restbuchwert 30.09.2007 3.148 23 8.973 12.144

[19] Sachanlagen

Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Im Rahmen von regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr für einzelne Sachanlagen mangels Nutzbarkeit Wertminderungen über 150 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), die sich auf alle drei Segmente verteilen. Für Grundstücke und Bauten sind die bestellten Sicherheiten erloschen (Vorjahr 5.313 TEUR).

Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Maschinen, Maschinen im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen.

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In TEUR Grundstücke u. Bauten Techn. Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2008 17.854 32.571 44.871 862 96.158
Währungsdifferenzen 0 0 -37 0 -37
Zugänge 1.757 1.893 4.677 1.120 9.447
Abgänge 65 659 2.800 0 3.524
Umbuchungen 46 754 24 -824 0
Stand 30.09.2009 19.592 34.559 46.735 1.158 102.044
Abschreibungen          
Stand 01.10.2008 2.760 23.356 29.209 0 55.325
Währungsdifferenzen 0 0 -33 0 -33
Zugänge 689 2.177 5.383 0 8.249
Zugänge aus Wertminderungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 639 2.479 0 3.118
Umbuchungen 50 0 -50 0 0
Stand 30.09.2009 3.499 24.894 32.030 0 60.423
Restbuchwert 30.09.2009 16.093 9.665 14.705 1.158 41.621
Restbuchwert 30.09.2008 15.094 9.215 15.662 862 40.833
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Vorjahr
In TEUR
Grundstücke u. Bauten Techn. Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2007 22.741 29.228 35.680 1.476 89.125
Währungsdifferenzen 0 0 -39 0 -39
Zugänge 4.384 3.241 10.823 795 19.243
Abgänge 0 810 1.792 28 2.630
Umbuchungen -9.271 912 199 -1.381 -9.541
Stand 30.09.2008 17.854 32.571 44.871 862 96.158
Abschreibungen          
Stand 01.10.2007 6.444 22.093 26.752 0 55.289
Währungsdifferenzen 0 0 -34 0 -34
Zugänge 521 1.799 4.177 0 6.497
Zugänge aus Wertminderungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 536 1.686 0 2.222
Umbuchungen -4.205 0 0 0 -4.205
Stand 30.09.2008 2.760 23.356 29.209 0 55.325
Restbuchwert 30.09.2008 15.094 9.215 15.662 862 40.833
Restbuchwert 30.09.2007 16.297 7.135 8.928 1.476 33.836

[20] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Zum 30. September 2009 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Ermittlung erfolgt nach anerkannten Bewertungsmethoden. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 785 TEUR (Vorjahr 832 TEUR) angefallen.

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In TEUR Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Vorjahr
In TEUR
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Anschaffungskosten   Anschaffungskosten  
Stand 01.10.2008 9.541 Stand 01.10.2007 0
Zugänge 0 Zugänge 0
Abgänge 0 Abgänge 0
Umbuchungen 0 Umbuchungen 9.541
Stand 30.09.2009 9.541 Stand 30.09.2008 9.541
Abschreibungen   Abschreibungen  
Stand 01.10.2008 4.432 Stand 01.10.2007 0
Zugänge 218 Zugänge 227
Abgänge 0 Abgänge 0
Umbuchungen 0 Umbuchungen 4.205
Stand 30.09.2009 4.650 Stand 30.09.2008 4.432
Restbuchwert 30.09.2009 4.891 Restbuchwert 30.09.2008 5.109
Restbuchwert 30.09.2008 5.109 Restbuchwert 30.09.2007 0

[21] Nach der Equity-Methode bewertete und übrige Finanzanlagen

Die Equity-Methode wurde in dieser Berichtsperiode für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt.

Der Ergebnisanteil der Bertrandt AG an diesen Beteiligungen belief sich im Geschäftsjahr auf 35 TEUR (Vorjahr 94 TEUR). Die sonstigen Beteiligungen werden mangels verlässlich ermittelbaren Cashflows mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den langfristigen Ausleihungen handelt es sich um Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von bis zu 5,0 Prozent verzinst werden. Diese haben eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten.

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In TEUR Equity- Beteiligungen sonstige Beteiligungen Langfristige Ausleihungen Summe Finanzanlagen
Anschaffungskosten        
Stand 01.10.2008 281 0 802 1.083
Zugänge 523 3.750 423 4.696
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 436 436
Stand 30.09.2009 804 3.750 789 5.343
Abschreibungen        
Stand 01.10.2008 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2009 0 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2009 804 3.750 789 5.343
Restbuchwert 30.09.2008 281 0 802 1.083
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Vorjahr
In TEUR
Equity- Beteiligungen sonstige Beteiligungen Langfristige Ausleihungen Summe Finanzanlagen
Anschaffungskosten        
Stand 01.10.2007 288 0 809 1.097
Zugänge 89 0 458 547
Umbuchungen -96 0 0 -96
Abgänge 0 0 465 465
Stand 30.09.2008 281 0 802 1.083
Abschreibungen        
Stand 01.10.2007 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2008 0 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2008 281 0 802 1.083
Restbuchwert 30.09.2007 288 0 809 1.097

[22] Lang- und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:

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In TEUR 30.09.2009 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.737 66.737 0 0
Sonstige Vermögenswerte 7.182 5.650 141 1.391
Gesamt 73.919 72.387 141 1.391
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In TEUR 30.09.2008 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 95.917 95.917 0 0
Sonstige Vermögenswerte 9.967 8.384 176 1.407
Gesamt 105.884 104.301 176 1.407

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.330 TEUR (Vorjahr 1.195 TEUR) undderivative Finanzinstrumente in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr 234 TEUR). Der Buchwert stellt das maximale Ausfallrisiko für die derivativen Finanzinstrumente dar.

Wertberichtigungen wurden in Höhe von 1.858 TEUR (Vorjahr 1.460 TEUR) berücksichtigt.

[23] Lang- und kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Die Position beinhaltet den Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens gemäß dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG).

[24] Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus temporär unterschiedlichen Wertansätzen der nach IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz, aus der Bewertung nach IFRS sowie aus voraussichtlich realisierbaren Verlustvorträgen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte dabei nach den Vorschriften des IAS 12. Danach wurden die latenten Steuern auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden.

Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

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In TEUR 30.09.2009 aktivisch 30.09.2008 passivisch 1-5 Jahre aktivisch > 5 Jahre passivisch
Anlagevermögen 47 2.123 68 2.029
Vorräte 0 1.751 0 3.794
Pensionsrückstellungen 10 0 8 13
Sonstige Rückstellungen 1.839 0 1.369 0
Verlustvorträge 322 0 503 0
Konsolidierungen 0 1.052 0 1.052
Sonstige Posten 340 285 447 325
Gesamt 2.558 5.211 2.395 7.213

Von den aktivisch latenten Steuern haben 963 TEUR (Vorjahr 1.057 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passivisch latenten Steuern sind 1.903 TEUR (Vorjahr 4.119 TEUR) kurzfristig und 3.308 TEUR (Vorjahr 3.094 TEUR) langfristig.

Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen inländische und ausländische Verlustvorträge in Höhe von 8.193 TEUR (Vorjahr 11.989 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen auf 15 Jahre.

Kurzfristige Vermögenswerte

[25] Vorräte

Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 416 466

[26] Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, enthalten eine Gewinnrealisierung nach Maßgabe des Fertigungsfortschritts. Bei der Berechnung des Fertigungsgrades werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen wurden zu Auftragswerten bewertet.

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge 14.482 16.798
Abgeschlossene Fertigungsaufträge 5.998 15.842
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge -7.201 -4.196
Gesamt 13.279 28.444

[27] Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzernwährung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2009 zugrunde gelegt. Die liquiden Mittel haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten. Die Entwicklung der liquiden Mittel ist aus der Kapitalflussrechnung nachzuvollziehen.

[28] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bilanziert (Vorjahr 51 TEUR).

Passiva

Eigenkapital

[29] Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2009 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG 10.143.240 Euro und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich somit in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro auf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Januar 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um einen Betrag von 4.000 TEUR mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats

a) das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig oder mehrmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 1.000 TEUR, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den durchschnittlichen Kurs der Aktie der Bertrandt AG während der fünf Börsenhandelstage, die dem Tag des Beschlusses des Vorstands über die Ausgabe der neuen Stückaktien vorausgehen, um höchstens fünf Prozent unterschreitet. Als maßgebliche Kurse gelten hierbei jeweils die Schlusskurse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Aktie der Bertrandt AG;

b) das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig oder mehrmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 3.000 TEUR, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt;

c) Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

[30] Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich das Agio aus Kapitalerhöhungen.

[31] Gewinnrücklagen

Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Zum Bilanzstichtag befanden sich aufgrund von Aktienrückkäufen 119.884 Stück eigene Anteile im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 19.884 Stück), die mit ihren Anschaffungskosten von 1.928 TEUR (Vorjahr 412 TEUR) mit den Gewinnrücklagen saldiert wurden.

Diese eigenen Anteile bilden einen Anteil am Grundkapital von 1,2 Prozent (Vorjahr 0,2 Prozent).

[32] Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter werden als Bestandteil des Eigenkapitals dargestellt. Sie entfallen auf Minderheitsgesellschafter.

Langfristige Schulden

[33] Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:

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  30.09.2009 30.09.2008
Zinssatz 5,40% 6,75%
Gehaltssteigerungstrend 0 - 2,50% 0 - 2,50%
Rentensteigerungstrend 1,75 -2,50% 1,75 - 2,50%
Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 2005G 2005G
Bewertung von Witwen-/Witwenrenten-Anwartschaften Kollektiv Kollektiv
Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre
Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter 13 - 15 Jahre 13 -16 Jahre

Per 30. September 2009 erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 123 TEUR (Vorjahr 142 TEUR) auf 1.986 TEUR (Vorjahr 1.863 TEUR).

Die Nettoaufwendungen für Pensionspläne während des Geschäftsjahres 2008/2009 gliedern sich wie folgt:

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In TEUR 2008/2009 2007/2008
laufender Dienstzeitaufwand 32 40
Zinsaufwand 104 102
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste -13 0
Gesamt 123 142

Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Barwert zu Beginn des Jahres 1.532 1.850
laufender Dienstzeitaufwand 32 40
Zinsaufwand 104 102
Versicherungsmathematischer Gewinn (-)/Verlust (+) 491 -460
Barwert am Ende des Jahres 2.159 1.532

Zum 30. September 2007 betrug der versicherungsmathematische Barwert der Verpflichtungen der Vorjahre 1.850 TEUR. Zum 30. September 2006 waren dies 2.183 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen -14 TEUR, -14 TEUR in 2007/2008,-13 TEUR in 2006/2007 und -12 TEUR in 2005/2006.

Die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen unterteilt sich per 30. September 2009 folgendermaßen:

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Versicherungsmathematischer Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 2.159 1.532
Anpassungsbetrag nicht verrechneter versicherungsmathematischer Gewinne (im Vorjahr Verluste) -173 331
Nettoverpflichtung der Pensionspläne nach IAS 19 1.986 1.863

[34] Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten beziehungsweise eine faktische Verpflichtung bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führt, der zuverlässig geschätzt werden konnte. Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

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In TEUR Personalrückstellungen Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb Übrige Rückstellungen Summe sonstige Rückstellungen davon unter 1 Jahr davon über 1 Jahr
Stand 01.10.2008 26.937 4.917 8.562 40.416 36.269 4.147
Währungsdifferenz -7 0 -6 -13    
Verbrauch 22.797 3.231 4.102 30.130    
Auflösung 1.522 17 1.067 2.606    
Zuführung 8.679 3.907 5.547 18.133    
Stand 30.09.2009 11.290 5.576 8.934 25.800 21.854 3.946

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen sowie Beiträge für Schwerbehinderten-Abgaben und die Berufsgenossenschaft enthalten.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten überwiegend solche für Garantieverpflichtungen und aus schwebenden Geschäften. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken. In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind insgesamt Restrukturierungsverpflichtungen von 439 TEUR enthalten (Vorjahr 0 TEUR).

[35] Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag bestanden aufgrund der vollständigen Rückführung keine langfristigen Finanzschulden. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing existierten zum 30. September 2009 ebenfalls nicht (Vorjahr 0 TEUR). Die zur Verfügung stehenden Kontokorrentkreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Laufende Investitionen wurden wie im Vorjahr aus dem Cashflow finanziert. Die ausgewiesenen kurzfristigen Finanzschulden beinhalten noch nicht eingelöste Schecks.

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In TEUR 30.09.2009 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 105 105 0 0
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Vorjahr
In TEUR
30.09.2008 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 5.431 708 3.499 1.224

Die Zinssätze für kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2009 zwischen 1,5 und 6,9 Prozent (Vorjahr 5,1 und 9,0 Prozent). Der ausgewiesene Buchwert der dargestellten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht dem Marktwert.

[36] Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 30.09.2009 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Steuern 4.907 4.907 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 3.223 3.223 0 0
Sozialversicherung 828 828 0 0
Lohn- und Gehalt 423 423 0 0
Personalverpflichtungen 15.324 15.324 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 7.275 7.275 0 0
Übrige Sonstige 2.690 2.131 559 0
Sonstige Verbindlichkeiten 34.670 34.111 559 0
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Vorjahr
In TEUR
30.09.2008 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Steuern 7.693 7.693 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 3.890 3.890 0 0
Sozialversicherung 1.081 1.081 0 0
Lohn- und Gehalt 810 810 0 0
Personalverpflichtungen 16.219 16.219 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 11.458 11.458 0 0
Übrige Sonstige 2.175 1.584 591 0
Sonstige Verbindlichkeiten 43.326 42.735 591 0

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 591 TEUR (Vorjahr 625 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 35 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst.

Kurzfristige Schulden

[37] Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Positionen der Bilanz ausgewiesen.

[38] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.879 7.797

[39] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 48.800 TEUR (Vorjahr 48.710 TEUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -14.018 TEUR (Vorjahr -22.173 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -20.873 TEUR (Vorjahr -10.331 TEUR) beinhaltet Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Finanzkrediten. Der positive Free Cashflow in Höhe von 34.782 TEUR (Vorjahr 26.537 TEUR) führte zu einem Anstieg der Liquiden Mittel auf 44.355 TEUR (Vorjahr 30.463 TEUR).

[40] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im primären Berichtsformat erfolgt eine Aufteilung in die Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik.

Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.

Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototypings und des Rapid Toolings sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.

Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze und von Software sowie die Einsatzsimulation.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.

Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen somit grundsätzlich den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen („Arm’s Length-Prinzip“).

Das ausgewiesene Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Positionen Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Vorräte und Forderungen. In den Segmentverbindlichkeiten sind die sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.064 TEUR (Vorjahr 6.064 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR).

Die Überleitung aus der Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern und Regionen auf die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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  Summe der Geschäftsfelder und Regionen Überleitung Konzern
Zahlen
in TEUR
2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008 2008/2009 2007/2008
Langfristige Vermögenswerte 57.930 59.168 10.405 6.152 68.335 65.320
Kurzfristige Vermögenswerte 80.431 124.826 50.176 39.188 130.607 164.014
zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vernögenswerte 0 0 0 51 0 51
Langfristige Schulden 4.505 4.738 7.197 13.799 11.702 18.537
Kurzfristige Schulden 61.844 86.802 11.282 18.680 73.126 105.482

Sonstige Angaben

[41] Bestellte Sicherheiten

Mit Rückführung der langfristigen Finanzschulden sind die bestellten Sicherheiten erloschen (Vorjahr 5.313 TEUR).

[42] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:

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In TEUR 30.09.2009 30.09.2008
< 1 Jahr 23.661 21.847
1 - 5 Jahre 22.297 20.591
> 5 Jahre 19.288 22.094
Gesamt 65.246 64.532

Die Gesamtsumme resultiert im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien in Höhe von 49.500 TEUR (Vorjahr 50.198 TEUR).

[43] Weitere Erläuterungen zur Bilanz nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

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  Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bilanzposten zum 30.09.2009
  Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert  
in TEUR            
Langfristige Vermögenswerte            
nach der Equity-Methode bew. Finanzanlagen         804 804
Übrige Finanzanlagen   4.539 789 *   4.539
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 61 1.471 1.471     1.532
kurzfristige Vermögenswerte            
Forderungen aus Fertigungsaufträgen   13.279 13.279     13.279
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   69.422 69.422   2.965 72.387
Liquide Mittel   44.355 44.355     44.355
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte           0
Langfristige Schulden            
Finanzschulden           0
Sonstige Verbindlichkeiten         559 559
Kurzfristige Schulden            
Finanzschulden   105 105     105
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   5.879 5.879     5.879
Sonstige Verbindlichkeiten   9.595 9.595   24.516 34.111

* die Abweichung betrifft die sonstigen Beteiligungen, für die kein Fair Value verlässlich ermittelt werden kann.

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Vorjahr Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bilanzposten zum 30.09.2008
in TEUR Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert  
Langfristige Vermögenswerte          
nach der Equity-Methode bew. Finanzanlagen       281 281
Übrige Finanzanlagen   802 802   802
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 234 1.349 1.349   1.583
kurzfristige Vermögenswerte          
Forderungen aus Fertigungsaufträgen   28.444 28.444   28.444
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   99.757 99.757 4.544 104.301
Liquide Mittel   30.463 30.463   30.463
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte       51 51
Langfristige Schulden          
Finanzschulden   4.723 4.723   4.723
Sonstige Verbindlichkeiten       591 591
Kurzfristige Schulden          
Finanzschulden   708 708   708
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   7.797 7.797   7.797
Sonstige Verbindlichkeiten   13.548 13.548 29.187 42.735

[44] Management von Finanzrisiken

Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:

Liquiditätsrisiko

Ausfall- und Kreditrisiko

Marktpreisrisiko

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegt nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzerngesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Kontokorrentverträge ist dabei über eine Laufzeit von 36 Monaten gesichert.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich:

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  Buchwert Zahlungsverpflichtungen
In TEUR 30.09.2009 2009/2010 20011/2012 bis 2012/2013 2013/2014 ff.
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten        
Finanzschulden 105 105 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.879 5.879 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 34.670 34.111 559 0
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Vorjahr Buchwert Zahlungsverpflichtungen
In TEUR 30.09.2008 2008/2009 2009/2010 bis 2011/2012 2012/2013 ff.
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten        
Finanzschulden 5.431 962 2.331 3.554
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.797 7.797 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 43.326 42.735 591 0

Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Ausfall- und Kreditrisiko

Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass grundsätzlich Geschäfte nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen werden. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend ausgegrenzt. Bis zum Bilanzstichtag kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen, und aufgrund einer bestehenden Kreditversicherung wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft gering eingestuft. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt.Der Buchwert in Höhe von 74.708 TEUR (Vorjahr 106.686 TEUR) der in der Bilanz angesetzten Forderungen, sonstiger Vermögenswerte sowie sonstiger Ausleihungen umfasst das maximale Ausfallrisiko.

Bei den übrigen Finanzanlagen und den sonstigen Vermögensgegenständen ist das Risiko zu vernachlässigen. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.

In der nachfolgenden Tabelle ist das Kredit- und Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:

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in TEUR Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2009
Sonstige Ausleihungen 789 0 0 789
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.131 18.106 2.282 68.519
Sonstige Vermögensgegenstände 7.106 0 152 7.258
  56.026 18.106 2.434 76.566
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Vorjahr
in TEUR
Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2008
Sonstige Ausleihungen 802 0   802
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.468 33.302 1.607 97.377
Sonstige Vermögensgegenstände 9.967 0 0 9.967
  73.237 33.302 1.607 108.146

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

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in TEUR bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2009
Übrige Finanzanlagen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.928 8.605 1.573 18.106
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
  7.928 8.605 1.573 18.106
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Vorjahr
in TEUR
bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2008
Übrige Finanzanlagen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.318 12.782 2.202 33.302
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
  18.318 12.782 2.202 33.302

Für die überfälligen, nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Wertberichtigungen    
Stand 01.10. 1.460 1.534
Zuführung 838 223
Inanspruchnahme 30 126
Auflösung 409 156
Währungsdifferenz -1 -15
Stand 30.09. 1.858 1.460

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen 33 TEUR (Vorjahr 128 TEUR) und die Erträge aus eingegangenen ausgebuchten Forderungen 0 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

Marktpreisrisiko

Das Unternehmen unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Langfristige Finanzierungsvorhaben werden deshalb in der Regel festverzinslich vereinbart. Darüber hinaus sichert das Konzern-Treasury mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind. Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte sowie kombinierte Zins- und Währungsswaps eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury.

Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, welche Sicherungsinstrumente zum Stichtag bestanden:

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  Nominalvolumen Marktwert
In TEUR 30.09.2009 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2008
Caps 5.000 5.000 61 234
< 1 Jahr 2.000 0 0 0
1 - 5 Jahre 0 2.000 0 23
5 - 10 Jahre 3.000 3.000 61 211

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen dar. Bei einem um 100 Basispunkte höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 513 TEUR höher beziehungsweise 487 TEUR niedriger gewesen (Vorjahr 453 TEUR höher beziehungsweise 422 TEUR niedriger).

Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, also eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.

Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis.

[45] Angaben zum Kapitalmanagement

Der Bertrandt-Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiterer Adressaten dieses Geschäftsberichtes zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.

Der Bertrandt-Konzern steht für die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Das Eigenkapital des Bertrandt-Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug per 30. September 2009 57,4 Prozent (Vorjahr 45,9 Prozent).

Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht (ab Seite 57) sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

[46] WpHG Mitteilungen

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, vertreten durch ihren Gesellschafter-Geschäftsführer Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 25.08.2004 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25.08.2004 stehen ihr 6,82 % der Stimmrechte zu.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

Herr Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass er am 25.08.2004 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25.08.2004 stehen ihm 7,81 % der Stimmrechte zu. Davon sind ihm 6,82 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen über die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 4. Oktober 2005 hat uns der Absolute Return Europe Fund, George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 31. August 2005 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 2,89 % beträgt.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 u. Nr. 6, Satz 2 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 % unterschritten hat und nun 3,77 % beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 u. Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 u. Nr. 6 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5% unterschritten hat und nun 3,77 % beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 u. Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 21, Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und §§ 41 Abs. 3, 41 Abs. 2 S. 1 WpHG

1. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 Satz 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

26. Februar 2002 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25% erreicht hatte und dann 25,00% betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25% überschritten hat, dann 25,01% betrug und nunmehr 25,14% beträgt

und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

b) Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

30. Dezember 2002 die Schwellen von 5% und 10% überschritten hatte und dann 24,99% betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25% erreicht hatte und dann 25,00% betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug; sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25% überschritten hat, dann 25,01% betrug und nunmehr 25,14% beträgt

und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

c) Die Familie Porsche-Daxer-Piёch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piёch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

19. Dezember 2003 die Schwellen von 5% und 10% überschritten hatte und dann 24,99% betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug; sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25% überschritten hat, dann 25,01% betrug und nunmehr 25,14% beträgt

und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche-Daxer-Piёch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

26. Februar 2002 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25% erreicht hatte und dann 25,00% betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,998% betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25% überschritten hatte und dann 25,01% betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25% unterschritten hatte und dann 24,99% betrug sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25% überschritten hat, dann 25,01% betrug und nunmehr 25,14% beträgt

und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

2. Mitteilungen nach § 41 Abs. 2 Satz 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass am 1. April 2002 deren jeweiliger Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG 24,99% betrug und dass dieser Stimmrechtsanteil den vorgenannten Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen war.

b) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 41 Abs. 2 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass am 1. April 2002 deren jeweiliger Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG 24,99% betrug und dass dieser Stimmrechtsanteil den vorgenannten Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen war.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1. WpHG

Mit dem Schreiben vom 17.11.2006 hat uns die Familie Porsche Privatstiftung mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, sowie die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil beider Mitteilender an der Bertrandt AG am 13. November 2006 jeweils die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,01% beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 26 Abs. 1, 21 Abs. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 14.11.2007, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft in Stuttgart folgende Meldung erreicht:

Hintergrund der nachfolgenden Meldung ist die am 13. November 2007 erfolgte Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft auf die Porsche Vermögensverwaltung AG unter gleichzeitiger Umwandlung der übertragenden Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft in die „Porsche Automobil Holding SE“ und der ebenfalls gleichzeitig erfolgten Umfirmierung der Porsche Vermögensverwaltung AG in „Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft“, Stuttgart.

Namens und in Vollmacht der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart (vormals firmierend als „Porsche Vermögensverwaltung AG“), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter HRB 722287, teilen wir Ihnen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft an der Bertrandt Aktiengesellschaft, Birkensee 1, 71139 Ehningen am 13. November 2007 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,01% der Stimmrechte (2.537.095 Stimmrechte) beträgt.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 9. September 2008, eingegangen am 9. September 2008, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart (Deutschland), erreicht:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Landesbank Baden-Württemberg an der Bertrandt AG am 09.09.2008 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% überschritten hat und zu diesem Tag 24,99% (2.534.795 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind uns in vollem Umfang nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die uns zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von uns kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH, Stuttgart, Deutschland

Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH an der Bertrandt AG am 09.09.2008 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% überschritten hat und zu diesem Tag 24,99% (2.534.795 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH in vollem Umfang nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH an der Bertrandt AG am 09.09.2008 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% überschritten hat und zu diesem Tag 24,99% (2.534.795 Stimmrechte) betragen hat.

Die Anschrift der Landesbank Baden-Württemberg lautet:

Landesbank Baden-Württemberg

70173 Stuttgart

Deutschland

Die Anschrift der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH lautet:

LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH

70173 Stuttgart

Deutschland

Die Anschrift der Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH lautet:

Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH

70173 Stuttgart

Deutschland

[47] Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht (www.bertrandt.com).

[48] Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 lagen nicht vor.

[49] Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dietmar Bichler

Vorsitzender des Vorstands

Präsident des Verwaltungsrats und Direktor der Bertrandt France S.A., Bièvres

Mitglied des Verwaltungsrats und Direktor der Bertrandt S.A., Bièvres (bis 12.02.2009)

Mitglied des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Bielefeld (bis 16.01.2009)

Mitglied des Beirats der Kreissparkasse Böblingen, Böblingen

Ulrich Subklew

Mitglied des Vorstands, Markt und Kunde

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres

Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt S.A., Bièvres (bis 12.02.2009)

Präsident der Bertrandt S.A.S., Bièvres (seit 12.02.2009; ehemals Bertrandt S.A., Bièvres)

Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit

Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Ltd., Dunton

Vorsitzender des Board of Directors der Bertrandt Sweden AB, Trollhättan

Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2008/2009 betragen 1.887 TEUR (Vorjahr 2.076 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 25 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 31 TEUR).

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 833 TEUR (Vorjahr 832 TEUR) passiviert.

Die Veränderung des Bestands der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres

2008/2009 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:

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  Stand 30.09.2009 Stand 30.09.2008
Stück Aktien Aktien
Dietmar Bichler 801.094 801.094
Ulrich Subklew 51.449 51.449
Gesamt 852.543 852.543

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Faurecia Automotive GmbH, Frankfurt (bis 17.04.2009)

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ravensburger AG, Ravensburg

Mitglied des Aufsichtsrats der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart

Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Ulm, Ulm

Maximilian Wölfle

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglied des Verwaltungsrats der Westiform Holding AG, Bern-Niederwangen

Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co., Stuttgart

Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart

Mitglied des Beirats der Kaiser-Brauerei W. Kumpf GmbH & Co. KG, Geislingen/Steige

Mitglied des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart

Mitglied des Beirats der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart

Horst Binnig

Vorsitzender der Geschäftsführung der KS Aluminium-Technologie GmbH, Neckarsulm

Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG GmbH, Neckarsulm

Mitglied der Geschäftsführung der KS ATAG Bearbeitungsgesellschaft mbH, Neckarsulm

Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG Beteiligungsgesellschaft mbH, Neckarsulm

Mitglied des Aufsichtsrats der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co. Ltd. (KPSNC), Shanghai

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn

Institutsvorstand und Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien

Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien (seit 28.11.2008)

Leiter der Fraunhofer Projektgruppe für Produktionsmanagement und Logistik, Wien

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rohwedder AG, Bermatingen (bis 30.06.2009)

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN AG, Harthausen

Mitglied des Verwaltungsrats der Baumer Holding AG, Frauenfeld

Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn (seit 27.3.2009)

Daniela Brei

Arbeitnehmervertreterin

Kaufmännische Sachbearbeiterin

Martin Diepold

Arbeitnehmervertreter

Konstrukteur

Auf Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009 insgesamt 167 TEUR (Vorjahr 197 TEUR). Darin enthalten sind 99TEUR fixe (Vorjahr 99 TEUR) und 68 TEUR variable Vergütung (Vorjahr 98 TEUR).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:

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  2008/2009
In EUR Fixum Variabler Bestandteil Gesamt
Dr. Klaus Bleyer 27.500 18.000 45.500
Maximilian Wölfle 22.000 13.500 35.500
Horst Binnig 13.750 9.000 22.750
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 13.750 9.000 22.750
Martin Diepold 11.000 9.000 20.000
Daniela Brei 11.000 9.000 20.000
Gesamt 99.000 67.500 166.500

Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:

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Stück Stand 30.09.2009 Aktien Stand 30.09.2008 Aktien
Dr. Klaus Bleyer 0 0
Maximilian Wölfle 0 0
Horst Binnig 0 0
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 0 0
Martin Diepold 25 25
Daniela Brei 142 142
Gesamt 167 167

[50] Anteilsbesitz der Bertrandt AG

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  Anteil am Eigenkapital
In %
Inland  
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg 100,00
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck 100,00
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen 100,00
Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen 100,00
Bertrandt Services GmbH, Ehningen 100,00
ZR - Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH, Ehningen 100,00
Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Eschborn 15,00
Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Sindelfingen 30,00
aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Eschborn 24,80
aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Eschborn 24,80
Bertrandt Aeroconseil GmbH, Hamburg 50,00
Ausland  
Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich 99,91
Bertrandt S.A.S., Bièvres, Frankreich 99,90
Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien 100,00
Bertrandt Sweden AB, Trollhättan, Schweden 100,00
Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd. Sti., Istanbul, Türkei 100,00
Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA 100,00
Aeroconseil S.A. Toulouse, Frankreich 5,00

Die Verteilung der Stimmrechte stimmt mit den Kapitalverhältnissen überein.

Die Beurteilung der maßgeblichen Einflussnahme der Bertrandt AG bei der Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG erfolgt auf Basis der Bereitstellung von bedeutenden technischen Informationen sowie der Möglichkeit zur Einflussnahme auf wesentliche Geschäftsvorfälle.

Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Vermögenswerte 3.072 16.211
Schulden 1.847 15.005
Umsatzerlöse 7.299 25.808
Jahresergebnis -35 414

Die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der BertrandtEntwicklungen AG & Co. OHG entspricht der Bilanzstichtag dem des Bertrandt-Konzerns.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Gesellschaften wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Das Nettoumsatzvolumen belief sich im Berichtszeitraum bei der Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG auf 1.816 TEUR (Vorjahr 1.947 TEUR). Die Gesellschaft wurde nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Die Vermögens- und Ertragslage des Gemeinschaftsunternehmens stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Vermögenswerte 2.623 32
Schulden 1.609 13
Umsatzerlöse 1.870 0
Jahresergebnis 19 -5

Der Bilanzstichtag der Bertrandt Aeroconseil GmbH entspricht dem des Bertrandt-Konzerns. Das Nettoumsatzvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf 1.657 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

[51] Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Abschlussprüfung 180 155
Steuerberatungsleistungen 59 74
Sonstige Leistungen 122 108
Gesamt 361 337

[52] Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2009 der Bertrandt AG ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der Bertrandt AG in Höhe von 14.959.624,17 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 4.816.384,17 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt AG zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

[53] Tag der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 7. Dezember 2009 darüber entscheiden wird.

 

Ehningen, den 25. November 2009

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Ulrich Subklew

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Ehningen, den 25. November 2009

Bertrandt AG

Der Vorstand

Dietmar Bichler

Ulrich Subklew

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 25. November 2009

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Franz Wagner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Volker Engesser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009

Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens informiert haben. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat vollständig nachgekommen.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist offen und lösungsorientiert. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden erfolgte intensiv und ist geprägt von einem kontinuierlichen Dialog. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, so dass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Hauptversammlung hat am 18. Februar 2009 die Herren Horst Binnig, Dr. Klaus Bleyer, Prof. Dr. Wilfried Sihn und Maximilian Wölfle als Mitglieder des Aufsichtsrats wiedergewählt. In der konstituierenden Sitzung direkt im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer zum Vorsitzenden und Herrn Maximilian Wölfle zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Im Berichtszeitraum fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt: am 1. Dezember 2008, am 18. Februar 2009, am 11. Mai 2009, am 30. Juli 2009 sowie am 21. September 2009. An der September-Sitzung konnte ein Mitglied nicht teilnehmen.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat verfolgte während des gesamten Geschäftsjahres die Handlungen des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Entwicklung der Automobilbranche und die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Bertrandt AG und des Konzern informieren lassen. Es wurden grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik beziehungsweise der strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung und die Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich neben der wirtschaftlichen Entwicklung der AG und des Konzerns auch mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften und überprüfte die Auslandsaktivitäten. Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.

Am 30. Juli 2009 beschloss der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses die Wiederbestellung beider Mitglieder des Vorstands.

Organisation und Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Steigerung der Effizienz seiner Arbeit mit dem Prüfungs- und Personalausschuss zwei Ausschüsse gebildet. Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr.

Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer, Horst Binnig und Maximilian Wölfle an. Der Prüfungsausschuss tagte am 1. Dezember 2008 und beschäftigte sich im Beisein der Wirtschaftsprüfer mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns. Darüber hinaus beriet der Ausschuss mit dem Wirtschaftsprüfer die Prüfungsschwerpunkte für die kommenden Jahre. Der Halbjahres- sowie die Quartalsfinanzberichte für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurden vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand vor der Veröffentlichung erörtert. Dies fand am 5. Februar 2009, am 30. April 2009 und am 27. Juli 2009 statt.

Der Personalausschuss, der sich mit Personalangelegenheiten des Vorstands beschäftigt, tagte am 1. Dezember 2008, 30. Juli 2009 und 21. September 2009. Mitglieder des Personalausschusses sind die Herren Dr. Klaus Bleyer, Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn und Maximilian Wölfle.

Corporate Governance

Der Begriff „Corporate Governance“ steht für die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 21. September 2009 mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Die Gesellschaft erfüllt eine Vielzahl der Empfehlungen des Kodex. Die wenigen Abweichungen werden auch im Corporate-Governance-Bericht (auch abgedruckt auf Seite 130 f. des Geschäftsberichts) erläutert. Zudem prüfte der Aufsichtsrat erneut die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit.

Prüfung der Jahresabschlüsse

Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 18. Februar 2009 die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart als Abschlussprüfer. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung die Abschlüsse und Lageberichte, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Mit diesen Unterlagen befassten sich zunächst vorbereitend der Prüfungsausschuss und danach der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 07. Dezember 2009. An diesen Sitzungen nahmen die den Jahres- und Konzernabschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Dieser nahm den Prüfungsbericht daher zustimmend zur Kenntnis und billigte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für die Bertrandt AG sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2008/2009 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgt dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, wonach 14.959.624,17 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie ausbezahlt und der verbleibende Betrag von 4.816.384,17 Euro auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sie haben mit großem Engagement in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld und vor dem Hintergrund einer deutlichen Konjunktureintrübung ein gutes Ergebnis erzielt.

 

Ehningen, den 7. Dezember 2009

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats