Bertrandt Aktiengesellschaft

Ehningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017

Konzernlagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND STRATEGIE

Seit über 40 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Technologie-Partner an 53 Standorten in Europa, Asien und den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Zusätzlich werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. So werden in unseren Technologiezentren, die sich in Kundennähe befinden, Projekte unterschiedlichster Größe gemeinsam vorangetrieben. Diese verfügen über eigene Designstudios, Elektroniklabore sowie Versuchs- und Testeinrichtungen. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller und bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Dabei lassen Beständigkeit, Verlässlichkeit und Investition in Infrastruktur und technische Anlagen Kundenbeziehungen wachsen. Das sind für Bertrandt wesentliche Erfolgsfaktoren.

BASIS DES GESCHÄFTSMODELLS

Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche fortwährend zu. Trends wie beispielsweise umweltfreundliche Mobilität, automatisiertes und vernetztes Fahren oder Komfort und Sicherheit erfordern detailliertes technisches Wissen und ganzeinheitliches Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Marktbedingungen an. Durch die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Aufgrund der fortschreitenden Branchenkonsolidierung und der wachsenden Kunden- und Themenvielfalt prüft Bertrandt auch Opportunitäten im Bereich des anorganischen Wachstums. Für Bertrandt bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends sind im Detail:

UMWELTFREUNDLICHE INDIVIDUELLE MOBILITÄT

Die Verbrauchsreduzierung bei Neuwagen hat in den zurückliegenden Jahren große Fortschritte gemacht. Der Kraftstoffverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß von Neuwagen sind stetig gesunken. Bei der aktuell geltenden Euro-6-Abgasnorm etwa konnten die Schadstoffemissionen gegenüber Euro 0 um rund 95 Prozent gesenkt werden. Die Optimierungsmaßnahmen an klassischen Antrieben haben allerdings Grenzen, weswegen die Hybridisierung der Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung gewinnt. Diese Technologie erlaubt etwa eine Bremsenergie-Rückgewinnung und durch die teilweise elektrische Antriebsunterstützung einen deutlich höheren Grad an Systemoptimierung. So können Effizienzpotenziale gehoben werden, die mit konventionellen Antrieben allein nicht möglich sind. Jedoch werden Technologien, die signifikant zur Verbrauchsreduzierung beitragen, immer aufwendiger. Für die Zukunft ist daher laut dem Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) mit einem deutlichen Anstieg der Entwicklungskosten für diese Technologien zu rechnen.

Speziell die deutsche Automobilindustrie treibt die Entwicklung alternativer Antriebe mit großem Aufwand voran, da beispielsweise Elektrofahrzeuge einen erheblichen Beitrag zur Emissionsvermeidung und zum Umweltschutz leisten können. Der VDA prognostiziert, dass die deutsche Automobilindustrie alleine in die Entwicklung alternativer Antriebe – vor allem in die Elektromobilität – etwa 40 Mrd. EUR bis zum Jahr 2020 investiert. Bis dahin werden deutsche Automobilhersteller das Modellangebot an Elektrofahrzeugen voraussichtlich mehr als verdreifacht haben, von aktuell 30 auf rund 100. Die deutsche Automobilindustrie zählt damit im internationalen Vergleich zu den Leitanbietern in Sachen Elektromobilität.

AUTOMATISIERTES UND VERNETZTES FAHREN

Unter automatisiertem Fahren versteht man das eigenständige, zielgerichtete Fahren eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr mit bordeigenen Sensoren, nachgeschalteter Software und im Fahrzeug gespeicherten Kartenmaterial für die Erfassung der Fahrzeugumgebung. Je nach Situation wird das Fahrzeug so in der Lage sein, die passende Fahraufgabe auszuführen. Automatisierte Fahrfunktionen lassen sich aber durch Vernetzung nochmals deutlich erweitern. Vernetzung und Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs werden daher zukünftig immer wichtiger. Fahrerassistenzsysteme, die ein assistiertes (Längs- oder Querführung) und teilautomatisiertes (fahrerüberwachte Längs- und Querführung) Fahren ermöglichen, sind heute bereits in Serienmodellen erhältlich. In den kommenden Fahrzeuggenerationen wird dann auch die entsprechende Sensorik, Aktuatorik und Informationsverarbeitung verfügbar sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung für spezifische Anwendungsszenarien ermöglichen. In das Kraftfahrzeug integrierte elektronische Systeme unterstützen den Autofahrer bei seiner Fahraufgabe, indem sie informieren, warnen und – falls dafür ausgelegt – aktiv regelnd in das Fahrgeschehen eingreifen. Diese Systeme werden durch eine stetige Verbesserung der Umgebungserfassung und Situationsanalyse fortwährend leistungsfähiger. Das erlaubt zukünftig einen noch höheren Grad der Automatisierung der Assistenzfunktionen.

Die deutsche Automobilindustrie hat momentan bereits einen Anteil von 58 Prozent an den weltweiten Patenten im vernetzten und automatisierten Fahren. Laut den Verbandsexperten des VDA investieren Hersteller und Zulieferer in den nächsten drei bis vier Jahren weitere 16 bis 18 Mrd. EUR in Technologien der Digitalisierung.

MODELL- UND VARIANTENVIELFALT

Modul- und Plattformstrategien sowie Gleichteile ermöglichen Automobilherstellern ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten. Skaleneffekte über mehrere Modelle und Baureihen hinweg erlauben es den Herstellern, auch in kleineren Stückzahlen gewinnbringend zu produzieren. Ziel dieser Strategie ist es, einen Großteil des weltweiten Gesamtmarkts inklusive kleinerer Marktnischen abzudecken. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt für viele Automobilhersteller zudem die Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt.

INDUSTRIE 4.0

Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vollständige Digitalisierung und Integration der industriellen Wertschöpfungskette. Die Verbindung von Informations- und Kommunikationstechno​​logie mit der Automatisierungstechnik zum Internet der Dinge und Dienste ermöglicht immer höhere Grade der Vernetzung in und zwischen Produktionsanlagen, vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Durch die Digitalisierung, also die Überführung analoger in digitale Daten, ändern sich Geschäftsprozesse entscheidend. Neben einer starken Vernetzung von Menschen und Objekten werden dabei zahlreiche Innovationen ermöglicht, die zu branchenübergreifenden Veränderungen führen. Für diese Entwicklung müssen Informationen unterschiedlichster Art digital umgesetzt, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Das ist dann die Basis für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Diese Veränderung in Unternehmen führt dazu, dass Produktionsprozesse und -abläufe durch eine erhöhte Transparenz sowohl flexibilisiert als auch optimiert werden können. Maschinenauslastung oder kundenindividuelle Produktkombinationen können verbessert oder überhaupt erst umgesetzt werden. Das Beratungsunternehmen McKinsey & Company erwartet daher, dass die Digitalisierung die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren fundamental verändern wird. Dies wird sowohl Großkonzerne betreffen, aber auch das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, den Mittelstand. Wenn gerade mittelständische Unternehmen die aus der Digitalisierung resultierenden Chancen konsequent nutzen, resultiert daraus ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von ca. 126 Mrd. EUR im Jahr 2025, schätzen die Experten.

LEISTUNGSSPEKTRUM

Das umfassende Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Als einer der führenden europäischen Entwicklungsspezialisten ist Bertrandt ein verlässlicher Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsangebot

lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche fachspezifische Leistungen, Dienstleistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.

FACHSPEZIFISCHE LEISTUNGEN

Um den Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, sind für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifische Kenntnisse entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung beauftragt werden.

DIENSTLEISTUNGEN

Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts – Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

ENTWICKLUNG MODULE UND DERIVATE

Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Durch die Fokussierung der Hersteller auf ihr Kerngeschäft vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben an externe Partner. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab.

Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.

KONZERNWEITE FACHBEREICHE

Gruppenweites Fachwissen sowie über 40 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.

DESIGN SERVICES/DESIGNMODELLBAU UND RAPID TECHNOLOGIES

Design ist die Verbindung von Form und Funktion mit Emotion. Es nimmt eine kaufentscheidende Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen ein. Damit die Komponenten perfekt zusammenspielen, bietet Bertrandt im Bereich Design Services/Designmodellbau und Rapid Technologies Leistungen in unterschiedlicher Ausprägung an – in Skizzen, virtuell oder als Muster im Modellbau. Unser Kunde definiert das Ziel, Bertrandt berät in der aktiven und kreativen Umsetzung – und realisiert Visionen mittels Virtual Reality, immer auf der Höhe der aktuellen Entwicklungen. Denn neben klassischen Tools nutzen Designer bei Bertrandt Zukunftstechnologien, wie die 3-D-Visualisierung, und fungieren als Forschungspartner von Hochschulen.

KAROSSERIE-ENTWICKLUNG

Die Karosserie-Entwicklung ist geprägt von zukünftigen CO2-Emissionsobergrenzen, Gewichtsreduktion durch Leichtbau in modernen Automobilen oder Flugzeugen, Materialkompetenz bei Faserverbundstoffen, hochfesten Stählen sowie Aluminium oder neuesten Entwicklungen in Licht und Sicht. Bertrandt bietet seinen Kunden kompetente und Erfolg versprechende Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen in der Karosserie-Entwicklung. Das tiefe und breite Leistungsspektrum in der Entwicklung Karosserie basiert bei uns auf den Säulen Rohbau, Exterieur und Interieur.

INTERIEUR-ENTWICKLUNG

Eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen nimmt die Entwicklung des Interieurs ein. Ob Autositz oder Cockpit – Automobilhersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächenbeschaffenheiten im Interieur zunehmend als Differenzierungsmerkmale. Ergonomie, Komfort, Sicherheit und Funktionalität prägen das Design der Innenräume. Komplexe Komponenten- und Modulumfänge im Innenraum – zum Beispiel die Instrumententafel im Cockpit, Verkleidungsteile wie Hard- und Soft-Trim oder komplette Sitzanlagen – werden daher bei Bertrandt durchgängig bearbeitet. Von der Idee bis zur optimalen Lösung.

ELEKTRONIK-ENTWICKLUNG

Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeugentwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovationen, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Die Komplexität der Anforderungen in der Automobil- und Luftfahrtentwicklung nimmt zu. Die Automobil-Elektronik erstreckt sich über den gesamten Bereich des Produktentstehungsprozesses – von der Anforderung über die Elektronik-Entwicklung bis hin zur Integration und Absicherung auf Komponenten-, System- und Fahrzeugebene. Diese Entwicklungsschritte bietet Bertrandt für nahezu alle Fahrzeug-Elektronik-Domänen an. Dabei bewegen wir uns in den klassischen Themengebieten wie Infotainment, Komfort, Fahrwerk, Bordnetze etc. bis hin zu den aktuellen und neuen Herausforderungen rund um elektrifiziertes Fahren und Vernetzung des Fahrzeugs (Car2X) in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, automatisiertes Fahren, Onlinedienste/Apps und Infrastrukturen/IT.

POWERTRAIN-ENTWICKLUNG

Steigende Ansprüche an die Fahrdynamik bei niedrigen Emissionen und geringerem Verbrauch – das sind die Herausforderungen für die Motoren-Entwicklung. Wesentliche Innovationsträger sind neue und alternative Antriebsstränge, beispielsweise Hybrid- oder Elektroantriebe, aber auch der Ausbau vorhandener Konzepte. Vor allem in den Bereichen Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb muss ein Entwicklungsdienstleister fachübergreifende Kompetenz beweisen. Bauteilentwicklung, Thermodynamik, Motorsteuerung und Thermomanagement sind hierfür die wesentlichen Leistungsfelder bei Bertrandt. Entwicklungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Motorapplikation, Abgasnachbehandlung, Reduzierung von Emissionen, Downsizing und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.

FAHRWERKSENTWICKLUNG

Anforderungen an Fahrdynamik, Fahrkomfort und Fahrverhalten prägen den Charakter eines Automobils. Der steigende Einsatz elektronischer Fahrregel- und Fahrerassistenzsysteme bedingt eine starke Einbindung der Elektronik-Entwicklung in den Entwicklungsprozess. Auch Energieeffizienz und Verlustleistungsminimierung im Fahrwerk haben einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Reduzierungspotenziale im Fahrzeug. Unsere Kunden können uns im Bereich Fahrwerk zu allen Teilprozessen beauftragen – von der Entwicklung mechanischer und mechatronischer Komponenten bis hin zur Konzeption und Erprobung von Fahrwerkseigenschaften. Auch in den Bereichen Achsen, Lenkung und Bremsen ist Bertrandt ein verlässlicher Partner.

SIMULATION

Um den Ansprüchen unserer Kunden nach kürzeren Entwicklungszeiten zu entsprechen, wird bei Bertrandt im simultanen Engineering gearbeitet. Durch den gezielten Einsatz virtueller CAE-Methoden stellen unsere Berechnungsingenieure bereits in frühen Entwicklungsstadien die Weichen für das Erreichen der funktionalen Ziele, wie zum Beispiel Crash-Performance, Insassenschutz, Steifigkeits- und Komfortverhalten. Der Fokus im Fachbereich Simulation liegt auf der virtuell getriebenen Entwicklung mit der robusten Erreichung funktionaler Ziele.

VERSUCH/ERPROBUNG

Zukunftsfähigkeit erfordert die Entwicklung und Erprobung neuer Realitäten und Lösungen. Um für unsere Kunden ein optimales und wegweisendes Ergebnis sicherzustellen, prüft, testet und validiert Bertrandt realitätsnah, kompromisslos und ausgesprochen erfinderisch, was die Entwicklung neuer und härtester Testsysteme und -verfahren betrifft: mit dem klaren Ziel und Versprechen, Kunden mit Know-how und wegweisenden Testsystemen zu unterstützen – vom ersten Konzept bis zur kompletten Fahrzeugerprobung. Je besser und früher das Produkt messgenau und reproduzierbar geprüft und einer Validierung unterzogen werden kann, desto kürzer die Entwicklungszeit, desto größer die Kosteneinsparung und desto höher die Wirtschaftlichkeit. Ob es um Funktionsabsicherung und Lebensdauertests geht, um Umweltsimulation, Funktionserprobung von Tanksystemen, Shed-Messungen oder Fahrzeugerprobung – Bertrandt ist in allen Disziplinen ein erfahrener Testing-Partner.

ENTWICKLUNGSBEGLEITENDE DIENSTLEISTUNGEN

Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine große Rolle. Genau hier setzen die Entwicklungsbegleitenden Dienstleistungen von Bertrandt an. Unser Leistungsspektrum gliedert sich in vier Haupt-Kompetenzfelder: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Logistik. Unsere Kunden unterstützen wir entlang der gesamten Prozesskette bis in den Bereich Aftersales, unter anderem bei Datenmanagement, Lean Management, Industrial Engineering, Produktions- und Logistikplanung und der Materialfluss-Simulation.

WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Zu Beginn des Bertrandt-Geschäftsjahres 2016/2017 kam es laut den Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose zu einer spürbaren Aufhellung der Weltkonjunktur. Der globale Handel legte gegen Jahresende kräftig zu, nachdem er über weite Strecken des Jahres 2016 eher stagnierte. Die Industrieproduktion expandierte um den Jahreswechsel ebenfalls deutlich, die Frühindikatoren fielen für fast alle Weltregionen positiv aus. Für die USA verzeichneten die Experten im Kalenderjahr 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten um 1,8 Prozent zulegen. China erreichte als Folge staatlicher Fördermaßnahmen für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent. Deutschland konnte in 2016 seine Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.

Ab dem Frühjahr 2017 expandierte die Weltwirtschaft dem aktuellen Herbstgutachten der Fachleute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose zufolge dann kräftig. Getragen wurde dieser Aufschwung sowohl vom privaten Konsum, als auch von den Investitionen der Unternehmen. Der weltweite Aufschwung dürfte sich nach Expertenmeinung in der zweiten Hälfte 2017 mit geringfügig verminderter Geschwindigkeit fortsetzen. Vor diesem Hintergrund erwarten die Fachleute für 2017 in den USA einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,1 Prozent. China behält aller Voraussicht nach seine Dynamik bei und kommt auf ein Plus von 6,7 Prozent. Die Europäische Union kann der Prognose zufolge um 2,3 Prozent zulegen, das deutsche Bruttoinlandsprodukt der Schätzung nach um 2,2 Prozent.

ENTWICKLUNG AUTOMOBILINDUSTRIE

Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) wuchs der Neuwagenabsatz 2016 weltweit um vier Prozent auf rund 81,6 Mio. Pkw und überschritt damit erstmals die 80-Millionen-Marke. Gemäß den Statistiken des VDA wuchs der Absatz in den Vereinigten Staaten von Amerika gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 17,5 Mio. so genannte Light Vehicles. Damit wurde ein historischer Höchststand erreicht. China war mit einer Steigerungsrate von 18 Prozent erneut größter Einzelmarkt weltweit und verzeichnete mit 23,7 Mio. neu zugelassenen Pkw abermals ein Allzeithoch. Mit einem Plus von 5,8 Prozent setzte auch Westeuropa seinen Wachstumskurs fort und registrierte fast 14 Mio. Neuzulassungen im vergangenen Jahr.

Bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres am 30. September 2017 setzte sich der überwiegend positive Trend für die Automobilbranche weiter fort. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sank der Absatz von Light Vehicles in den USA um -1,9 Prozent auf rund 12,8 Mio. Einheiten. In China hielt die dynamische Entwicklung weiter an, die Neuzulassungszahlen stiegen um 3,3 Prozent auf über 16,7 Mio. Pkw. Der westeuropäische Markt konnte ebenfalls weiter auf rund 11 Mio. Neuzulassungen wachsen und lag damit 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet der VDA mit einem globalen Neuwagenabsatz von rund 83,6 Mio. Pkw.

Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie erreichte nach einer Erhebung des VDA in 2016 mit 404,6 Mrd. EUR annähernd das Vorjahresniveau. Dabei sank der Auslandanteil mit 256,3 Mrd. EUR (minus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr), wohingegen der Inlandsumsatz auf 148,3 Mrd. EUR stieg (plus fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl der Beschäftigten in 2016 um gut zwei Prozent auf 808.491. Damit konnten sechs Jahre in Folge Arbeitsplätze geschaffen werden. Die deutsche Automobilindustrie investiert aufgrund der vielfältigen technologischen Themen laut Matthias Wissmann, Präsident des VDA aktuell in Forschung und Entwicklung weltweit 39 Mrd. EUR pro Jahr – doppelt so viel wie vor zehn Jahren. In einem intensiven globalen Wettbewerbsumfeld schaffen die Unternehmen so die Grundlagen für ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre technologische Spitzenstellung.

ENTWICKLUNG LUFTFAHRTINDUSTRIE

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich laut Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) in 2016 sehr gut entwickelt. Das Umsatzwachstum der Gesamtbranche betrug wie im Vorjahr acht Prozent, der Umsatz erreichte ein neues Allzeithoch von 37,5 Mrd. EUR (Vorjahr 34,7 Mrd. EUR). Auch die Anzahl der Beschäftigten verzeichnete ein leichtes Plus von einem Prozent und stieg damit auf 108.000 (Vorjahr 106.800). Damit wurde neben einem Bestwert beim Branchenumsatz auch ein Allzeithoch bei der Beschäftigtenanzahl markiert. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung waren mit vier Mrd. EUR in 2016 leicht rückläufig (Vorjahr 4,2 Mrd. EUR) und entsprechen einem Anteil von 11 Prozent des Branchenumsatzes.

Als Grund für den Rückgang der Forschungs- und Entwicklungsleistungen führt der Verband den weitestgehenden Abschluss der Entwicklungsleistungen für wichtige Flugzeugprogramme an. Die Branche investiert daher verstärkt in neue Technologien und Produkte im Hinblick auf die Entwicklung der nächsten Generation von Flugzeugen ebenso wie für Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme. Ein wichtiges Thema ist dabei auch die Einführung von Industrie 4.0 und Digitalisierung in Entwicklung, Produktion und Services.

Die beiden großen Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing sehen übereinstimmend den globalen Wachstumstrend in der Zivilluftfahrt nach wie vor intakt. Die jährlich aktualisierte Langfristprognose von Airbus schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an neuen Zivilflugzeugen im Zeitraum von 2017 bis 2036 auf bis zu 34.900 Stück beläuft. Den Marktwert beziffert Airbus dabei auf rund 4,5 Bill. EUR. Boeing geht für den gleichen Zeitraum von einem noch höheren Volumen aus und prognostiziert 41.030 neue zivile Flugzeuge bis 2036. Dies entspricht einem aktuellen Marktwert von annähernd 5,2 Bill. EUR.

ENTWICKLUNG ANDERE INDUSTRIEN

Die geopolitischen Spannungen beeinflussten ebenso wie die Umbrüche im Euroraum und das weiterhin verhaltene Wachstum in den Schwellenländern die exportorientierte deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des Jahres 2016. Es zeigt sich jedoch branchenübergreifend, dass die deutlich verbesserten Rahmenbedingungen des Welthandels zu einer Erholung der wirtschaftlichen Situation in 2017 führen. Für die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie stellt sich die Entwicklung im Einzelnen folgendermaßen dar:

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ermittelte für das Jahr 2016 einen Branchenumsatz von rund 215 Mrd. EUR, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent. Angesichts eines sich erholenden weltwirtschaftlichen Umfelds durch ansteigende Investitionen geht der Verband für 2017 jedoch von einer Steigerung der Produktion um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) berichtete in 2016 einen leicht stagnierenden Umsatz in Höhe von 178,5 Mrd. EUR für die Branche (-0,3 Prozent). Für das Jahr 2017 rechnen die Verbandsexperten aufgrund der deutlich verbesserten Rahmenbedingungen jedoch wieder mit einem Produktionswachstum von 2,5 Prozent.

Der Fachverband Medizintechnik des Deutschen Industrieverbands für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) berechnete einen Gesamtumsatz von 29,2 Mrd. Euro für das Jahr 2016. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2017 erwartet der Branchenverband ein Umsatzwachstum, dass sich zwischen vier und fünf Prozent bewegen soll.

Der Umsatz im Bereich der Energietechnik sank 2016 leicht um rund ein Prozent auf 12,5 Mrd. EUR, wie der Fachverband Energietechnik des ZVEI berichtete. Für 2017 gehen die Branchenexperten von einem Anstieg des globalen Marktes für Energietechnik von drei Prozent aus.

ENTWICKLUNG ENGINEERINGMARKT

Die Fachzeitung Automobilwoche stellte in einer Auswertung fest, dass die führenden 25 Entwicklungsdienstleister ihre Umsätze in 2016 um durchschnittlich 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern konnten. Das Wachstum rührte vor allem von der Modellvielfalt und der steigenden Paketvergabe der Automobilhersteller her. Letztere ist auch Grund für die fortschreitende Konsolidierung innerhalb der Branche. Die Entwicklung des Markts für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland wird von der Firma Lünendonk in einer Studie von 2016 weiterhin positiv gesehen. Die Erwartungen für das Jahr 2017 liegen bei einem Marktwachstum von 4,8 Prozent.

GESCHÄFTSVERLAUF

GESCHÄFTSJAHRESENTWICKLUNG

Die im Risikobericht des vergangenen Jahres dargestellten Risiken haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 teilweise realisiert. Es kam zu fortgesetzten Verzögerungen bei der Vergabe von externen Entwicklungsaufträgen an Engineering-Dienstleister, die das Umsatz- und Ergebniswachstum der Bertrandt AG im Berichtszeitraum maßgeblich beeinflussten. Ferner war die fortgesetzte Anspannung auf der Preisseite deutlich spürbar. Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs des ersten Halbjahres und die der Automobilindustrie hatten den Vorstand der Bertrandt AG dazu bewogen, seine Einschätzung bezüglich der Entwicklung für das Gesamtjahr 2016/2017 im Mai 2017 an die kurzfristig anspruchsvollen Rahmenbedingungen anzupassen.

GESAMTLEISTUNG

Die Gesamtleistung stieg von 992.693 TEUR im Vorjahr auf 993.878 TEUR. Die Umsatzerlöse summierten sich auf 992.276 TEUR (Vorjahr 992.021 TEUR). Während die Segmente Elektrik/Elektronik und Digital Engineering ein Wachstum verzeichneten, reduzierte sich der Umsatz im Segment Physical Engineering. Die Tochtergesellschaften im Ausland entwickelten sich insgesamt weiter positiv und verzeichneten einen Umsatzanstieg von 24,2 Prozent auf 134.300 TEUR (Vorjahr 108.103 TEUR). Zurückzuführen ist dies vor allem auf die sich weiter verbessernde Kundennachfrage in Frankreich und den USA. Die aktivierten Eigenleistungen beliefen sich auf 1.602 TEUR nach 672 TEUR im Vorjahr.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr lag die Umsatzsteigerung damit unterhalb der im vorangegangenen Lagebericht gegebenen Prognose und der vom Management angekündigten Bandbreite von 31 bis 70 Mio. EUR über dem Vorjahr. Bereits die Entwicklung des Geschäftsverlaufs des ersten Halbjahres und die der Automobilindustrie bewogen den Vorstand der Bertrandt AG am 10. Mai 2017, seine Einschätzung bezüglich der Entwicklung für das Gesamtjahr 2016/2017 an die kurzfristig anspruchsvollen Rahmenbedingungen und die teilweise eingetretenen, im Risikobericht antizipierten Risiken anzupassen. Der zum Geschäftsjahresende erzielte Umsatz lag innerhalb der vom Vorstand angepassten Bandbreite.

AUFWANDSKENNZAHLEN

Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2016/2017 wie folgt dar: Der projektbezogene Materialaufwand belief sich auf 105.605 TEUR (Vorjahr 98.097 TEUR). Durch den fortgesetzten Aufbau von qualifizierten Spezialisten stieg der Personalaufwand leicht um 1,1 Prozent auf 703.593 TEUR (Vorjahr 695.681 TEUR). Dies spiegelt sich in einer leicht gestiegenen Personalaufwandsquote von 70,8 Prozent (Vorjahr 70,1 Prozent) wider. Die Abschreibungen stiegen aufgrund des zukunftsorientierten Ausbaus von Infrastruktur und technischen Anlagen in den Vorjahren von 29.725 TEUR auf 33.864 TEUR. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 3,4 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 96.628 TEUR (Vorjahr 87.796 TEUR). Sie nahmen im Berichtszeitraum um 10,1 Prozent aufgrund gestiegener Miet- und Vertriebsaufwendungen und im Vorjahr berücksichtigter positiver Einmaleffekte zu. Aufgrund des geringen Wachstums der Gesamtleistung stiegen sie damit in Relation zu dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 9,7 Prozent (Vorjahr 8,8 Prozent).

EBIT

Im Geschäftsjahr 2016/2017 konnte Bertrandt ein EBIT in Höhe von 62.870 TEUR (Vorjahr 92.865 TEUR) und eine Marge von 6,3 Prozent (Vorjahr 9,4 Prozent) erwirtschaften. Das gesunkene EBIT lässt sich im Wesentlichen auf die verzögerte Auftragsvergabe und den herrschenden Preisdruck zurückführen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein EBIT in Höhe von 10.355 TEUR (Vorjahr 11.611 TEUR). Der operative Ergebnisbeitrag der ausländischen Gesellschaften entwickelte sich damit trotz Anlaufkosten für den Ausbau von sogenannten Best-Cost-Country-Standorten erfreulich, da das EBIT im Vorjahr durch Effekte aus staatlichen Zuschüssen positiv beeinflusst war.

Die Entwicklung des EBIT im Geschäftsjahr 2016/2017 erreichte aufgrund der fortgesetzten Verzögerungen bei der Vergabe von externen Entwicklungsaufträgen an Engineering-Dienstleister und der dadurch entstandenen, teilweisen Unterauslastung einzelner Bereiche nicht die wie im letzten Lagebericht vom Management prognostizierte, positive Ausweitung von bis zu drei Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kam der starke Preisdruck innerhalb der Branche. Aufgrund der Absehbarkeit dieser Entwicklung bereits zum Halbjahr der Berichtsperiode passte der Vorstand der Bertrandt AG am 10. Mai 2017 auch seine Erwartungen an das EBIT an die vorherrschenden Umstände an. Das im Gesamtjahr erreichte EBIT befand sich innerhalb des angepassten Spektrums von sechs und acht Prozent im Verhältnis zum Umsatz.

FINANZERGEBNIS

Saldiert belief sich das Finanzergebnis auf -2.181 TEUR (Vorjahr -1.378 TEUR). Die Finanzierungsaufwendungen stiegen bedingt durch die volle Wirksamkeit des Schuldscheindarlehens und die Übernahme der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und ihrer Darlehen im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 3.452 TEUR (Vorjahr 2.365 TEUR). Das übrige Finanzergebnis belief sich auf 984 TEUR (Vorjahr 1.124 TEUR).

ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit summierte sich auf 60.689 TEUR (Vorjahr 91.487 TEUR). Bei einem Ertragsteuer-Aufwand von 14.125 TEUR (Vorjahr 26.205 TEUR) sank die Steuerquote im Berichtszeitraum auf 24,4 Prozent (Vorjahr 29,2 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 43.866 TEUR (Vorjahr 63.608 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 4,35 Euro (Vorjahr 6,30 Euro).

ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN

Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die Segmente entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 bezüglich ihrer Umsatz- und Ergebnisentwicklung unterschiedlich. Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, erreichte auf Basis der positiven Entwicklung im Ausland einen Umsatz von 581.817 TEUR (Vorjahr 579.985 TEUR). Das EBIT betrug im Berichtszeitraum 29.283 TEUR (Vorjahr 47.835 TEUR) und trägt damit zu 46,6 Prozent zum Konzern-EBIT bei.

Im Segment Physical Engineering werden Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2016/2017 reduzierte sich der Umsatz des Segments auf 200.835 TEUR (Vorjahr 207.344 TEUR). Gegenüber dem Vorjahr sank das EBIT auf 12.976 TEUR (Vorjahr 22.689 TEUR).

Das Segment Elektrik/Elektronik konnte einen Umsatz von 209.624 TEUR (Vorjahr 204.692 TEUR) erzielen. Das EBIT belief sich auf 20.611 TEUR (Vorjahr 22.341 TEUR).

Die Entwicklung der Segmente entsprach damit nicht den Erwartungen aus dem Prognoseteil des letztjährigen Lageberichts. Der Grund hierfür waren die anspruchsvollen Rahmenbedingungen und die teilweise eingetretenen, im Risikobericht antizipierten Risiken. Insbesondere im Bereich Digital und Physical Engineering machten sich die fortgesetzten Verzögerungen bei der Vergabe von externen Entwicklungsaufträgen an Engineering-Dienstleister und der dadurch entstandenen, teilweisen Unterauslastung sowie der weiterhin hohe Preisdruck in der Entwicklung von Umsatz und EBIT deutlich bemerkbar.

VERMÖGENSLAGE

Der Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG im Vergleich zum Vorjahr leicht um zwei Prozent auf 778.800 TEUR (Vorjahr 763.314 TEUR). Auf der Aktiv-Seite nahmen im Vergleich zum Vorjahr die langfristigen Vermögenswerte aufgrund des gestiegenen Sachanlagevermögens um 29.413 TEUR auf 301.203 TEUR zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken von 491.524 TEUR im Vorjahr auf 477.597 TEUR. Maßgeblich dafür ist die Reduzierung der liquiden Mittel von 159.821 TEUR auf 139.266 TEUR. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bewegten sich mit 214.090 TEUR annähernd auf Vorjahresniveau (214.851 TEUR). Auf der Passiv-Seite stiegen die langfristigen Schulden durch den Anstieg der Finanzschulden resultierend aus der Erstkonsolidierung der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG auf 245.438 TEUR (Vorjahr 237.784 TEUR).

SOLIDE EIGENKAPITALBASIS

Die Erhöhung des Eigenkapitals um 18.424 TEUR auf 376.360 TEUR ist auf die konsequente Politik der Thesaurierung in Kombination mit einer attraktiven Dividendenkontinuität zurückzuführen. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 48,3 Prozent (Vorjahr 46,9 Prozent). Damit gehört Bertrandt zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement bei Bertrandt hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.

CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bertrandt verzeichnete im Geschäftsjahr 2016/2017 einen geringeren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aufgrund der gedämpften Geschäftsdynamik. Er belief sich im Berichtszeitraum auf 42.182 TEUR (Vorjahr 90.631 TEUR). Damit war dieser wie prognostiziert positiv und entwickelte sich analog der Geschäftsentwicklung. Bedingt durch die gesunkenen Investitionen sank auch der Cashflow aus Investitionstätigkeit so dass erneut ein positiver Free Cashflow in Höhe von 6.513 TEUR (Vorjahr 10.952 TEUR) erwirtschaftet werden konnte.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich reduziert und der Liquiditätsabfluss belief sich auf insgesamt 34.051 TEUR (Vorjahr 76.372 TEUR). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sanken um 1.849 TEUR auf 3.786 TEUR. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 436 TEUR (Vorjahr 1.397 TEUR). Insgesamt summierten sich die Liquiditätsabflüsse für Investitionen im Berichtszeitraum damit auf 38.302 TEUR (Vorjahr 83.404 TEUR).

Das Ziel dieser Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen ist die kundenorientierte Abrundung unseres Leistungsspektrums. Mit modernen technischen Einrichtungen werden an unseren Standorten bestehende Kompetenzen weiter ausgebaut. Aber auch innovative Themen sollen verstärkt mit neuen Investitionen erschlossen werden, beispielsweise die Bereiche Akustik, Sicherheit oder Antriebstechnologie. Zudem investiert Bertrandt in eigene Kompetenzinitiativen im Bereich elektrifiziertes, vernetztes und automatisiertes Fahren sowie in innovative Lösungen im Themengebiet Leichtbau. Dieses flächendeckende Wachstum in neue wie auch bestehende Kompetenzfelder über die gesamte Bertrandt-Gruppe hinweg ermöglicht es uns, weitere Teile des automobilen Entwicklungsprozesses zu durchdringen und unsere Marktpositionierung als Technologiekonzern weiter zu festigen und auszubauen. Die Finanzierung zukünftiger Investitionen für den Auf- und Ausbau des Leistungsspektrums wird durch die Mittel aus dem Schuldscheindarlehen, gesicherte Kreditlinien und die gute Innenfinanzierungskraft des Bertrandt-Konzerns ermöglicht.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Bertrandt konnte trotz temporär anspruchsvoller Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2016/2017 das Vorjahresniveau in der Gesamtleistung leicht steigern, auch wenn die teilweise Unterauslastung einzelner Bereiche und hoher Preisdruck zu einem spürbaren Rückgang des EBIT führten. Die drei maßgeblichen Einflussfaktoren steigende Modell- und Variantenvielfalt, umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie automatisiertes und vernetztes Fahren sind jedoch langfristig intakt und bieten weiterhin Perspektiven für die Zukunft. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens daher positiv. Mit einer Eigenkapitalquote von 48,3 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

PERSONALMANAGEMENT

Weltweit waren zum Stichtag 12.970 Mitarbeiter (Vorjahr 12.912) bei Bertrandt beschäftigt. Zum 30. September 2017 waren 11.145 Mitarbeiter (Vorjahr 11.363) in Deutschland und 1.825 (Vorjahr 1.549) im Ausland tätig.

Damit erarbeiten annähernd 13.000 Mitarbeiter für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Die zentralen Leitmotive der Bertrandt-Unternehmenskultur sind dabei Teamgeist, flache Hierarchien, ein mitarbeiterfreundliches Umfeld, Flexibilität, Dynamik und Leistung. Sie ermöglichen Wachstum und Vorankommen, die weit über in Zahlen messbare Erfolge hinausgeht.

Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander bei Bertrandt. Doch ein gutes Betriebsklima kann nur dann vorherrschen, wenn die angestrebten Werte auch gelebt werden. Eine Verantwortung, die jeder Mitarbeiter im Unternehmen trägt, jeden Tag und von Anfang an.

Dass Bertrandt ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber ist, bestätigte sich im Berichtszeitraum von unabhängiger Stelle neuerlich: Im trendence Graduate Barometer 2017 – Engineering Edition – wurde das Unternehmen seit 2012 kontinuierlich unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gewählt. Bertrandt verbesserte sich im aktuellen trendence Graduate Barometer im Vergleich zum Vorjahr nochmals und belegt nun Rang 80. Auch Universum zeichnete Bertrandt 2017 wieder als einen der hundert attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands aus. Der Konzern belegt hier Platz 79.

PERSONAL-RECRUITING

Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Vielschichtige Projekte sowie das tiefe und breite Leistungsspektrum bieten Spezialisten, berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern sowie Hochschulabsolventen interessante Aufgaben in technologischen Schlüsselbranchen. Hierzu hat Bertrandt seine Aktivitäten auch im Bereich Social Media im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

WEITERBILDUNG

Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen fortlaufend Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,2 Mio. EUR (Vorjahr 11,3 Mio. EUR) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.

AUSBILDUNG

Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Hochschulen fördert Bertrandt den eigenen Nachwuchs. Beispielsweise bilden wir auch akademische Nachwuchskräfte in der Elektromobilität aus. Zum 30. September 2017 absolvierten 351 Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.

KONZERNORGANISATION UND –STEUERUNG

INTERNATIONALE KONZERNSTRUKTUR

Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der national und international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Österreich, Rumänien, Spanien, der Türkei, Ungarn und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.

WERTSTEIGERUNG IM FOKUS

Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben der Gesamtleistung das EBIT und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die bisherige Steuerungsgröße Umsatz wurde durch die Gesamtleistung ersetzt, da diese aktivierte Eigenleistungen mit berücksichtigt. Letztgenannte werden im Zuge des Wandels des Geschäftsmodells von Bertrandt immer wichtiger und dadurch entsprechend mit einbezogen. Die bisherige Steuerungsgröße Betriebsergebnis war methodisch identisch mit der Ermittlung des EBIT. Aufgrund des gebräuchlicheren Fachausdrucks wird ab dem Geschäftsjahr der Begriff EBIT verwendet.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DES KONZERNS NACH § 315 Abs. 5 HANDELSGESETZBUCH (HGB)

Relevante Unternehmensführungspraktiken

Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.

Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation, sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.

Unser Wertesystem: Das Bertrandt-Leitbild

Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird durch ein klares und eindeutiges Wertesystem geprägt. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das 2017 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter„http://www.bertrandt.com/fileadmin/data/downloads/00_Unternehmen/2017_Bertrandt-Leitbild.pdf“ verfügbar.

Risikomanagement

Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit und Auswahl des Abschlussprüfers.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt (sogenannter „Financial Expert“).

Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung und durch Telefonkonferenzen sowie Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/kalender.html“ zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG bzw. ab dem 3. Juli 2016 nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 bekannt gemacht.

Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.

Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.

Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates finden Sie unter „http://www.bertrandt.com/unternehmen/aufsichtsrat.html“. Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind im Geschäftsbericht 2016/2017 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/finanzberichte.html“ nach seiner Veröffentlichung am 14. Dezember 2017 zugänglich ist.

Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Zielgrößen festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Die Zielgrößen können unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2022 festgelegt werden.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 111 Absatz 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll. Dies entspricht dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße.

Der Vorstand der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 76 Absatz 4 AktG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die jeweils bis zum 30. September 2021 erreicht werden sollen. Die beiden Führungsebenen im Sinne von § 76 Absatz 4 AktG wurden anhand der bestehenden Berichtslinien innerhalb der Gesellschaft unterhalb des Vorstands festgelegt.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2017 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll.

Die zuvor im September 2015 festgelegten Zielgrößen in gleicher Höhe wurden im Vorstand und in der ersten Ebene darunter erreicht, nicht aber in der zweiten Ebene unter dem Vorstand und im Aufsichtsrat. Der Frauenanteil betrug hier erfreulicherweise 38,46% bzw. im Aufsichtsrat 33,33%.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 25. September 2017

„Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 – bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 – („Fassung 2015“) grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.2 Abs. 2, 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex Fassung 2015.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 – bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 und berichtigt am 19. Mai 2017 – („Fassung 2017“) wurde und wird grundsätzlich entsprochen. Seit dem 24. April 2017 nicht angewandt wurden und werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.3 Satz 2, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.3.2 Abs. 3 Sätze 2 und 3, 5.4.1 Abs. 2 und 4, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex Fassung 2017.

Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK Fassungen 2015 und 2017 sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abgeschlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.

Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK Fassung 2017

Die Bertrandt AG hat ein angemessenes, an der Risikolage der Gesellschaft ausgerichtetes Compliance Management System, über das nach Maßgabe der Bestimmungen des

Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) ab dem Geschäftsjahr 2017/2018 auch berichtet werden soll. Im Hinblick auf diese neuen gesetzlichen Bestimmungen wurde und wird von der weitergehenden Offenlegung nach Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK Fassung 2017 abgewichen.

Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK Fassungen 2015 und 2017 wurde und wird abgewichen. Der Aufsichtsrat strebt für die Vorstandsmitglieder kein bestimmtes „Versorgungsniveau“ im Ruhestand an, sondern eine markt- und unternehmenskonforme Vergütung der aktiven Tätigkeit. Versorgungszusagen werden daher grundsätzlich nicht gewährt. Sie bestehen, wie seit vielen Jahren auch im Geschäftsbericht ausgewiesen, lediglich gegenüber einem aktiven und einem ehemaligen Vorstandsmitglied.

Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Von den Empfehlungen aus Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK Fassungen 2015 und 2017 wurde und wird abgewichen, da nach Ansicht der Gesellschaft durch die geltenden gesetzlichen Vorschriften, die uneingeschränkt zur Anwendung kommen, eine hinreichende Transparenz der Vorstandsvergütung erreicht wird.

Ziffer 5.2 Abs. 2 Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK Fassung 2017

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist bereits seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hat sich bewährt, weshalb von Ziffer 5.2 Abs. 2 DCGK Fassung 2015 bzw. der wortgleichen Empfehlung der Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK Fassung 2017 abgewichen wurde und wird.

Ziffer 5.3.2 Satz 3 DCGK Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 2 DCGK Fassung 2017 und Ziffer 5.4.2 Satz 1 DCGK Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz Fassung 2017 sowie Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK Fassung 2017 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachdem aber der Begriff „unabhängige Mitglieder“ in Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK in den Fassungen 2015 und 2017 nicht abschließend definiert wurde, erklärt die Gesellschaft aufgrund des Umstands, dass drei der vier von der Kapitalseite bestellten Mitglieder, unter diesen der Aufsichtsratsvorsitzende, bereits drei und mehr Wahlperioden im Aufsichtsrat sitzen, höchstvorsorglich eine Abweichung von den Ziffern 5.3.2 Satz 3 DCGK in der Fassung von 2015 bzw. Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 2 DCGK in der Fassung 2017 sowie von Ziffer 5.4.2 Satz 1 DCGK in der Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz in der Fassung 2017 und auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK in den Fassungen 2015 und 2017.

Auch von Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK in der Fassung 2017 wurde und wird abgewichen. Das Geschäftsmodell der Bertrandt AG basiert u.a. auf einer verlässlichen Vertraulichkeit im Hinblick auf Entwicklungsprozesse und Innovationszyklen der Kunden sowie auf einen zuverlässigen Schutz der Geschäftsgeheimnisse der Kunden; um das Vertrauen der Kunden in diese Prozesse der Gesellschaft zu bestärken, sitzt kein Vertreter eines einzelnen Aktionärs im Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 DCGK Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK Fassung 2017 sowie Ziffer 4.1.5 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 DCGK Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK Fassung 2017 sowie Ziffer 4.1.5 DCGK Fassungen 2015 und 2017 wurde und wird abgewichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an. Die Gesellschaft ist zwar der Ansicht, dass der Aufsichtsrat auch unter Berücksichtigung der in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK in den Fassungen 2015 und 2017 genannten Gesichtspunkte sachgerecht besetzt ist. Um sich aber bei einer künftigen Kandidatensuche nicht von vornherein einschränken zu müssen, verzichtet der Aufsichtsrat darauf, ein starres Kompetenzprofil oder konkrete Ziele zu beschließen. Mit Rücksicht darauf hat die Gesellschaft auch keine Regelgrenze der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK in den Fassungen 2015 und 2017 festgelegt.

Ohne eine Festlegung konkreter Ziele bzw. eines Kompetenzprofils wurde und wird zwangsläufig auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 3 DCGK in der Fassung 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK in der Fassung 2017 abgewichen.

Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK Fassungen 2015 und 2017

Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eigenständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 Satz 1 DCGK Fassungen 2015 und 2017 geregelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 S. 1 DCGK Fassungen 2015 und 2017 hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur vorübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.

Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK Fassung 2015 bzw. Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK Fassung 2017

Die Bertrandt AG hat den Bericht für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 am 20. Februar 2017, für das 2. Quartal am 31. Mai 2017 und für das 3. Quartal am 30. August 2017 veröffentlicht. Die Bertrandt AG erfüllt mit ihrer Berichterstattung stets die strengen Anforderungen des Prime Standards der Deutschen Börse. Solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards synchronisiert ist, behielt und behält sich die Bertrandt AG vor, von Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK Fassung 2015 bzw. Satz 3 der Fassung 2017 abzuweichen .

 

Ehningen, 25. September 2017

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

 

Ehningen, 11. Dezember 2017

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Maximilian Wölfle, Stellvertretender Vorsitzender

Vergütungsbericht

VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES VORSTANDS

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen/erfolgsunabhängigen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus Festvergütung und Nebenleistungen zusammen. Als Festvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 668 TEUR (Vorjahr 668 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR).

Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns gekoppelt. Die variable Komponente beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt auf 1.571 TEUR (Vorjahr 2.321 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 864 TEUR (Vorjahr 1.260 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt auf 786 TEUR (Vorjahr 1.161 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt auf 786 TEUR (Vorjahr 1.161 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR ) und bei Herrn Markus Ruf insgesamt auf 786 TEUR (Vorjahr 1.161 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR).

Das Vergütungssystem für den Vorstand ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Als variable Komponente erhalten die Vorstandsmitglieder eine erfolgsabhängige Tantieme, die an das sich aus der Rechnungslegung nach IFRS ergebende EBIT des Bertrandt-Konzerns anknüpft. Bemessungsgrundlage der Tantieme ist das erreichte EBIT in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren. Die variable Komponente wird zum kleineren Teil nach dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres ermittelt, überwiegend jedoch erst abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung im darauffolgenden Geschäftsjahr (sogenannte Bonus/Malus-Regelung).

Allen Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind alle Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile der Nebenleistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 13 TEUR (Vorjahr 15 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 23 TEUR (Vorjahr 23 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR).

Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 2.252 TEUR (Vorjahr 3.004 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 1.130 TEUR (Vorjahr 1.505 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 1.139 TEUR (Vorjahr 1.514 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 1.130 TEUR (Vorjahr 1.505 TEUR) und für alle aktiven Vorstandsmitglieder insgesamt 5.651 TEUR (Vorjahr 7.528 TEUR).

Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.

Die vom Aufsichtsrat umgesetzte Vergütungsstruktur sieht grundsätzlich keine Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente gegenüber Vorstandsmitgliedern vor. Dem entsprechend bestehen solche Zusagen auch nur gegenüber einem aktiven (Herr Dietmar Bichler) sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied, wurzelnd in Zusagen aus der Zeit vor dem Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Für Herrn Dietmar Bichler ergibt sich hieraus ein Versorgungsanspruch mit einem Barwert von 4.209 TEUR (Vorjahr 4.559 TEUR). Die Gesellschaft hat hierfür aufgrund von Zinsveränderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 350 TEUR aufgelöst (Vorjahr 1.334 TEUR zurückgestellt).

Bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vom 31. Juli 2009 wurde Herrn Dietmar Bichler eine Abfindung in Höhe der Hälfte der im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr bezogenen festen und variablen Vergütung zugesagt, falls er aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet, ohne dass in seiner Person ein Grund gegeben ist, der eine fristlose Kündigung durch die Gesellschaft rechtfertigen würde und die Nichtverlängerung des Vertrages oder der Widerruf der Bestellung nicht auf den eigenen Wunsch von Herrn Bichler zurückzuführen ist.

VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Februar 2014 geändert. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Bertrandt AG verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 32 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrags. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf insgesamt 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierte Vergütung mehr.

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL UND OFFENLEGUNG VON MÖGLICHEN ÜBERNAHMEHEMMNISSEN (§ 315 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 EUR und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Deutschland: per 15. Juni 2016 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 28,97 Prozent

Friedrich Boysen Holding GmbH, Altensteig, Deutschland: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent

Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Angaben im Konzernanhang unter Ziffer [45]. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 18. Februar 2015 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2020 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.000.000 EUR zu erwerben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).

Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden die relevanten Risiken sowie die Chancen betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS

Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die vorgegebenen Konzernrichtlinien des Bilanzierungshandbuchs gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen sowie die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das vierstufige interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken.

Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Niederlassung und Zentralfunktionen, wie das Konzerncontrolling, eng zusammen. Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten so alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche oder gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet, mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen und die so erarbeitete Strategie zeitnah von der jeweiligen Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den notwendigen Zentralfunktionen umgesetzt.

Die Bewertung und Identifikation der Risiken erfolgt pro Niederlassung anhand der maximalen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe beschreibt die Auswirkung auf das EBIT der jeweiligen Niederlassung.

Die Kategorien „Schadenshöhe“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Schadenshöhe zwischen 50 und 250 TEUR

Mittel entspricht einer Schadenshöhe zwischen 250 und 500 TEUR

Hoch entspricht einer Schadenshöhe zwischen 500 und 1.500 TEUR

Sehr hoch entspricht einer Schadenshöhe über 1.500 TEUR

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent

Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent

Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent

Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Darauf aufbauend erfolgen bei den Risiken eine Brutto- und eine Nettobewertung. Bei der Bruttobewertung wird der Risikofall bewertet ohne Berücksichtigung bereits getroffener Gegenmaßnahmen. Die Nettobewertung berücksichtigt die getroffenen Gegenmaßnahmen und ermöglicht somit, die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen zu beurteilen. Aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet sich dann der Schadenserwartungswert eines Risikos. Aggregiert für den Gesamtkonzern wird so nach A-, B- oder C-Risiken unterschieden:

A-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 3,0 Mio. EUR

B-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 1,5 Mio. EUR – 3,0 Mio. EUR

C-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von < 1,5 Mio. EUR

Die identifizierten Risiken werden mehrmals jährlich aktualisiert und in einem aggregierten Risikobericht dargestellt, der es dem Vorstand ermöglicht, sich einen Überblick der Risikosituation des Konzerns zu verschaffen. Neue Risiken, die zwischen den Aktualisierungsintervallen auftreten, werden gegebenenfalls als Ad-hoc-Risikomeldung erfasst und dem Vorstand berichtet.

Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Diese identifizierten Risiken werden darüber hinaus einer Bewertung unterzogen, um festzustellen, ob es sich um essenzielle Risiken handelt. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, der erwarteten Schadenshöhe und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.

FINANZRISIKEN

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken, Produkthaftungs- und Nachforderungsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Finanzrisiken werden der Kategorie B zugeordnet mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls soll durch präventive Bonitätsprüfungen minimiert werden. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Einem eventuellen Produkthaftungsrisiko

wird durch eine entsprechende Versicherung begegnet. Nachforderungen des Kunden wird durch ein stringentes Projektmanagement entgegengewirkt. Dieses Risiko wird als A-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.

ÄNDERUNG DER OUTSOURCINGSTRATEGIE DER OEM UND UMFANG DER VERGEBENEN PROJEKTE

In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien,

die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Zudem zeichnet sich weiterhin ein Trend zu mehr Werkverträgen ab. Gleichzeitig steigt der Umfang der Projekte und damit auch die Verantwortung für Bertrandt. Das aus den Großprojekten erwachsende Risiko stuft Bertrandt mit B ein, verbunden mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit. Bertrandt begegnet diesem Risiko mit einem stringenten Projektmanagement. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Das Risiko einer kundenseitigen Änderung der Outsourcing-Strategie ist nach Einschätzung von Bertrandt ein Risiko der Kategorie A, verbunden mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie scheint sich aktuell zu vollziehen. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung der Variantenvielfalt münden kann. Entsprechend stellt das Risiko eines Projektstopps oder einer Projektverschiebung für Bertrandt ein B-Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aber als gering eingestuft.

PREISENTWICKLUNG

Unsere Kunden achten permanent auf ihre Effizienz und damit auch auf den Preis zugekaufter Entwicklungsdienstleistungen. Zudem wirkt sich hier auch das gesteigerte Maß an Komplexität als Folge der formaljuristischen Anpassungen im Bereich der Werkverträge aus. Ferner wird kundenseitig auch eine partielle Verlagerung von Entwicklungsumfängen in Länder forciert, die ein günstigeres Lohnniveau aufweisen. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Rahmenbedingungen mit einer optimierten Kostenstruktur, einem hohen Maß an Qualität und einer projektbezogenen Standortdiversifikation im Ausland. Ein preislicher Wettbewerb wird demnach dauerhaft bestehen. Daher stuft Bertrandt dies als A-Risiko ein, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

IMPLEMENTIERUNG NEUER PROZESSE

Fester Bestandteil des Geschäftsmodells eines Entwicklungsdienstleisters wie Bertrandt ist die ständige Orientierung an den technischen Bedürfnissen der Kunden. Das bringt die fortlaufende Implementierung neuer Prozesse, Softwaretools und Systeme mit sich. Die fehlerfreie Umsetzung der Einführung ist notwendig, um die obligatorischen Zertifizierungen zu erhalten. Ferner könnte die mangelhafte Umsetzung neuer Prozesse zu Fehlauslastungen führen.

Um diesem Risiko adäquat zu begegnen, hat Bertrandt ein ganzheitliches Managementsystem installiert, um nicht-finanzielle Leistungsindikatoren regelmäßig zu messen und zu beurteilen. Das dient der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung interner Abläufe. Das Managementsystem fokussiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bertrandt darauf, effektiv und fehlerfrei zu arbeiten und Optimierungspotenzial aufzudecken.

Das Managementsystem wird jährlich von externen Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der folgenden Normen:

DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement

DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement

DIN ISO/IEC 27001 Informationssicherheit mit Prototypenschutz nach VDA

OHSAS 18001 Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement

DIN EN ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüflabore

Die Bewertung der Geschäftsprozesse erfolgt durch das interne Managementsystem aggregiert über die Niederlassungen für den Bertrandt-Konzern. Die Gesamtbewertung repräsentiert den Status der Geschäftsprozesse, die in insgesamt fünf Bewertungsbereiche in Anlehnung an die High-Level-Struktur der neuen Managementsystem-Normen gegliedert ist:

I.

Leistung des Managementsystems (zum Beispiel: Zielprozess des Managementsystems und dessen Erreichung, Ergebnisse externer Audits und Begutachtungen, Steuerung der Ressourcen, Umgang mit Änderungen des Unternehmensumfelds)

II.

Dienstleistungserbringung (zum Beispiel: Rückmeldungen von Kunden, Reklamationsmanagement, Lieferantenbeziehungen, Projektabwicklung)

III.

Kontinuierliche Verbesserung (zum Beispiel: Status von Maßnahmen zur nachhaltigen Fehlerbeseitigung, zur Vorbeugung von potenziellen Fehlern und zur Reaktion auf absehbare Veränderungen, zur Effizienzsteigerung und zum Innovationsmanagement)

IV.

Risikomanagement (zum Beispiel: Status und Umgang mit Prozess-, Sicherheits- und Umweltrisiken, insbesondere deren Vorbeugung und Vermeidung, Unternehmenssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz)

V.

Mitarbeiter und Human Resources (zum Beispiel: Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsquote, betriebliches Gesundheitsmanagement)

Als Grundlage der Bewertung der Geschäftsprozesse dient eine 100-Punkte-Skala, deren Werte nachfolgend mit folgenden Aussagen verknüpft werden:

< 50Der betrachtete Geschäftsprozess weist Abweichungen von den SOLL-Vorgaben auf. Die Ursache für die Abweichung muss ermittelt und nachhaltige Maßnahmen zur Korrektur müssen eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein.

50 – 75Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht. Es ist jedoch mit Änderungen und potenziellen Abweichungen zu rechnen. Es müssen Maßnahmen zur Vorbeugung eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein.

> 75Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht, die Nachhaltigkeit sowie die Wirksamkeit sind sichergestellt. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aufrechterhaltung oder Effizienzsteigerung und Leistungsoptimierung.

Das durchgeführte Bewertungsverfahren der Geschäftsprozesse des Bertrandt-Konzerns ergibt für

das Geschäftsjahr 2016/2017 folgende Ergebnisse für unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:

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Bewertungsbereiche Punkte
I. Leistung des Managementsystems 78
II. Dienstleistungserbringung 93
III. Kontinuierliche Verbesserung 92
IV. Risikomanagement 95
V. Mitarbeiter und Human Resources 85

Die Ergebnisse sind als Indikatoren zur Aussage der Stabilität und der Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des integrierten Managementsystems von Bertrandt zu bewerten. Die Bewertungsbereiche wurden zur Vorbereitung auf den neuen Normstandard der DIN EN ISO 9001:2015 in einer angepassten, detaillierteren Erhebung zusammengestellt. Alle Ergebnisse der Bewertungsbereiche liegen wie im Vorjahr eindeutig über der 75-Punkte-Grenze, die die Geschäftsprozesse als stabil und beherrscht ausweist und die Nachhaltigkeit sicherstellt. Im Kerngeschäft der Dienstleistungserbringung erzielten wir denselben hohen Wert wie im Vorjahr. Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse konnten wir unsere Leistungswerte gegenüber dem Vorjahr wiederum steigern. Modifikationen im Risiko- und Chancenmanagement führten zu einer nachhaltigen Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktivitäten des Managements konzentrieren sich weiterhin auf die Effizienzsteigerung sowie die Leistungsoptimierung der Prozesse im Konzern. Bedingt durch zusätzliche Anforderungen, die sich aus dem Kontext des Unternehmens ergeben, gibt die Kennzahl leicht nach. Entsprechende Maßnahmen sind bereits gestartet und wirken dem Trend entgegen. Die im Vorjahr eingeleiteten Aktivitäten zur Qualifikation und zum nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagement zeigten Wirkung: das Vorjahresniveau wurde gehalten. Bertrandt schätzt das Risiko der Implementierung neuer Prozesse insgesamt als Risiko der Kategorie B ein mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

IT-SICHERHEIT

Als Entwicklungsdienstleister ist Bertrandt in hohem Maße auf eine reibungslos funktionierende und sichere elektronische Datenverarbeitung angewiesen. Auf den stetigen Wandel der Geschäftsprozesse und den Kostendruck müssen wir sehr schnell mit Lösungen reagieren. Die Herausforderung dabei ist, die Gesamtkosten der IT zu optimieren sowie gleichzeitig Funktionalität und Sicherheit zu erhöhen. Seit 2005 sind gruppenweit interne Security-Circles etabliert, die die einheitlichen Sicherheitsstandards definieren und überwachen. Von 2006 an wurden wir an verschiedenen Standorten nach ISO 27001 zertifiziert und haben weitergehende interne IT-Sicherheitsprozesse mit Hilfe einheitlicher Standards implementiert, die auch kontinuierlich mit unseren Kunden abgestimmt werden. Bertrandt setzt fortwährend verschiedene Lösungen ein, um Schwachstellen zu identifizieren, beispielsweise neueste Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder auch sogenannte Content-Scanner. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Verschlüsselungen für Kundenanbindungen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 die Position eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet. Aggregiert auf den Gesamtkonzern ist dieses Risiko der Kategorie A zuzuordnen. Angesichts der umfangreichen präventiven Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen.

PERSONAL

Eine unzureichende Verfügbarkeit sowie die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. In dieser Kategorie werden daher die Knappheit an qualifizierten Bewerbern und das daraus erwachsende Risiko für das Unternehmen subsumiert. Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Bertrandt ist daher stets darauf bedacht, seiner Belegschaft ein attraktives Arbeitsumfeld mit interessanten, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu bieten. Dass Bertrandt zum wiederholten Mal in Folge 2017 als Top-Arbeitgeber im Bereich Engineering ausgezeichnet wurde, zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Dennoch ist beispielsweise ein Wechsel von Mitarbeitern zum Kunden nicht gänzlich auszuschließen, da diese auch sehr attraktive berufliche Perspektiven bieten können. Das Risiko der Fluktuation ist aus Sicht von Bertrandt der Kategorie B zuzuordnen, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko der Knappheit an qualifiziertem Personal ist momentan ebenfalls in die Kategorie B einzuordnen, ebenso mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

GESAMTRISIKO

Das beschriebene Frühwarnsystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar.

CHANCEN

Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die drei wesentlichen Treiber des Bertrandt-Geschäftsmodells sind Modellvielfalt, technologischer Fortschritt und Fremdvergabeverhalten. Im Folgenden wird die mögliche Entwicklung dieser drei Einflussfaktoren aus Sicht der Bertrandt AG dargestellt und die sich daraus ergebenden Chancen für den Konzern abgeleitet.

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ für diese Trends unterteilt Bertrandt wie folgt:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent

Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent

Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent

Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Bezüglich der möglichen finanziellen Auswirkungen der Chancen unterscheidet Bertrandt die folgenden Kategorien:

Unwesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung bis zu zwei Prozent

Moderat entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung zwischen zwei und fünf Prozent

Wesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung von mehr als fünf Prozent

MODELLVIELFALT

Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie- Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie zeichnet sich ab. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung konventionell angetriebener Modelle oder eine Ausweitung alternativer Antriebsvarianten münden kann. Der Ausgang dieser Entwicklung ist nach heutigem Stand nicht abschätzbar und birgt für Bertrandt sowohl Risiken als auch Chancen.

Bertrandt analysiert kontinuierlich die Modellentwicklung seiner aktuellen und potenziellen Kunden im Automobilbereich. Das Marktvolumen besteht zum einen aus den schon am Markt befindlichen Modellen unserer Kunden, die in regelmäßigen zeitlichen Abständen eine Modellpflege und ein Nachfolgemodell erhalten. Hinzu kommen neue Modelle, die bislang keinen Vorgänger hatten. Für unsere bestehenden Kunden erwarten wir ausgehend vom Jahr 2017 bis 2022 nach aktuellem Stand 102 neue Modelle. Das Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Branchenexperten erwarten, dass das Modellwachstum der 13 führenden Automobilhersteller weltweit bis 2022 mehr als acht Prozent betragen wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Szenario schätzt Bertrandt aus diesem Grund hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung nicht verändert.

TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT

Entwicklungsseitig befindet sich das Automobil inmitten des größten Umbruchs seiner Geschichte, wie der VDA in einer Studie zur Situation in der deutschen Automobilindustrie jüngst feststellte. Die digitale Vernetzung und die Globalisierung forcieren demnach kontinuierlich den weltweiten Innovationswettlauf um die besten Technologien. Auf sämtlichen Kontinenten wächst der Mobilitätsbedarf; gefragt sind nachhaltige und umweltfreundliche Fahrzeugkonzepte. In Konsequenz steigen die für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung bei Bertrandt wichtigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der Automobilindustrie weiter an. Die deutsche Automobilindustrie investiert aktuell in Forschung und Entwicklung weltweit 39 Mrd. EUR pro Jahr – doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

Für den zivilen Flugzeugbau gehen die Prognosen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing von einem stabilen Wachstum bis 2036 aus. Dieser Anstieg ist wie in den vorangegangenen Jahren auf die wachsende Internationalisierung und den zunehmenden Tourismus zurückzuführen. Die technologischen Entwicklungstrends werden dabei nach wie vor von Nachhaltigkeit und Komfort bestimmt. Alternative Werkstoffe und neue Triebwerkstechnologien sollen helfen, das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch zu senken. Modernere Kabinen werden den Aufenthalt für die Passagiere so bequem wie möglich machen.

Die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bilden die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten – von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Dies spiegelt sich auch wider in der Entwicklung des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. Die darin erhobenen Erwartungen zu den Entwicklungen in den kommenden Monaten befanden sich seit Jahresbeginn deutlich über dem langfristigen Mittelwert. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Potenziale in den Branchen Energie, Medizin und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau bieten auch Wachstumsmöglichkeiten für externe Entwicklungspartner wie Bertrandt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines weiterhin steigenden technologischen Anspruchs in den Zielbranchen des Bertrandt-Konzerns wird nach heutigem Stand hoch eingeschätzt, bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Diese Beurteilung entspricht der des Vorjahres.

FREMDVERGABEVERHALTEN

Die Entwicklung des Marktes für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland wird von der Firma Lünendonk weiterhin positiv gesehen. Die Erwartungen von 2018 bis 2022 liegen bei einem Marktwachstum von 4,6 Prozent pro Jahr. Die Experten erwarten in diesem Zeitraum eine deutliche Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Software, Embedded Systems sowie Elektrik/Elektronik. Dies bedeutet für Entwicklungsdienstleister wie Bertrandt, dass sie sich den neuen Themenfeldern annehmen und dort Kompetenzen aufbauen müssen, um weiterhin am Markt erfolgreich sein zu können. Denkbar wäre auch, dass ein fortgesetzter Kompetenzaufbau nach sorgfältiger Prüfung erhöhte Investitionen nach sich zieht, wodurch neue Wachstumspotenziale für Bertrandt entstehen können.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiterhin steigenden Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen in der Kernbranche des Bertrandt-Konzerns schätzen wir nach heutigem Stand daher hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Dieser Umstand hat sich seit dem vergangenen Geschäftsjahr nicht verändert.

PROGNOSEBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

In ihrem Herbstgutachten gehen die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute von einer Fortsetzung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Der Schätzung zufolge soll die Weltproduktion in diesem Jahr um 3,1 Prozent und im kommenden Jahr ebenfalls um 3,1 Prozent zunehmen. Der Aufschwung wird dabei aller Voraussicht nach sowohl von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch von den Schwellenländern getragen.

In den USA soll das Wachstum der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr 2,3 Prozent betragen. Für China prognostizieren die Institute, dass sich der Trend der Wachstumsverlangsamung fortsetzt und das reale Bruttoinlandsprodukt um 6,4 Prozent ansteigt. Für die Europäische Union wird ebenfalls mit einer Verlangsamung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Wirtschaftsleistung soll hier um zwei Prozent, gegenüber dem Vorjahr wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2017 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent.

BRANCHENSITUATION

Für das Jahr 2018 geht die Unternehmensberatung AlixPartners von einer weiterhin positiven Marktsituation aus und prognostiziert einen globalen Anstieg der Neuwagenverkäufe auf 97 Mio. Fahrzeuge. In den USA sehen die Experten einen leichten Rückgang auf 16,4 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge für das Gesamtjahr. Die Neuzulassungen in Europa dürften ihr hohes Niveau aus dem Vorjahr von rund 20 Mio. Pkw beibehalten, schätzen die Marktexperten. Der wichtige Absatzmarkt China soll auch im kommenden Jahr einen neuen Absatzrekord erreichen. Nach Expertenschätzung wird sich die Anzahl der Neuwagenverkäufe auf annähernd 31 Mio. steigern, was allerdings den taiwanesischen Markt einschließt. Insgesamt geht AlixPartners bis 2024 von einem jährlichen Marktzuwachs von 2,8 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen aus.

Die Akteure der Automobilbranche sind aktuell aufgefordert, mit technischer Kompetenz und digitalem Know-how die individuelle Mobilität neu zu gestalten. Die Weiterentwicklung der klassischen Antriebe und alternative Kraftstoffe, der Ausbau der Elektromobilität und die digitale Revolution im Automobil bis hin zum automatisierten Fahren sind die zu lösenden Herausforderungen. Der sich vollziehende technologische Wandel innerhalb der Branche ist groß. Die derzeitigen Technologie-Themen haben auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Anforderungen, die an Entwicklungsdienstleister gestellt werden. Durch eine Fokussierung auf neue Geschäftsfelder sowie spezifische Zukunftstechnologien, die ein gesondertes Know-how erfordern, können sich Dienstleister für ihre Auftraggeber weiterhin als strategische Entwicklungspartner positionieren. Auf Basis dieser intakten Markttreiber sieht die Firma Lünendonk mittelfristig weiteres Wachstumspotenzial für die Vergabe von Entwicklungsleistungen an Unternehmen wie Bertrandt.

In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen „Flightpath 2050“-Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die CO2-Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.

Der VDMA geht in seiner Produktionsprognose für 2018 von einem Wachstum in Höhe von drei Prozent aus. Die Verbandsexperten zeigen sich dabei zuversichtlich, dass der Aufschwung bei den Investitionen den deutschen Maschinenbauern Auftrieb verleiht. Für die Elektroindustrie erwarten die Experten des ZVEI 2018 ein Marktwachstum von zwei Prozent in Deutschland. Speziell für den Bereich Energietechnik liegen seitens des ZVEI nur Zahlen für die Entwicklung des Weltmarkts vor. Dieser soll im kommenden Jahr um vier Prozent wachsen. Der Fachverband SPECTARIS erwartet in 2018 eine Umsatzsteigerung in der deutschen Medizintechnikbranche von 3,8 Prozent.

Das Marktwachstum für Technologie-Beratung und Engineering Services der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Firma Lünendonk auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Marktforschungsexperten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Software, Embedded Systems sowie Elektrik und Elektronik. Speziell Automobilhersteller und -zulieferer vollziehen dahingehend eine strategische Neuausrichtung in der Vergabe dieser Themen. Im Ergebnis prognostiziert die Studie bis 2022 ein jährliches Marktwachstum von durchschnittlich 4,6 Prozent.

POTENZIALE

Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Engineering-Dienstleister für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungsweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Verbraucher und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt auch in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiterhin nachhaltig zu festigen und auszubauen. Dies spiegelt sich ebenfalls in den bereits getätigten und noch geplanten Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen wider.

Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden.

Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2017/2018 von einem steigenden Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr aus. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.

GESAMTAUSSAGE ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017/2018 ist weiterhin von zahlreichen Entwicklungen in der Automobilbranche geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2017/2018 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Die drei maßgeblichen Einflussfaktoren steigende Modell- und Variantenvielfalt, umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie automatisiertes und vernetztes Fahren sind intakt und bieten Perspektiven für die Zukunft. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand ein Wachstum der Gesamtleistung zwischen 20 und 50 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017/2018. Das EBIT in diesem Berichtszeitraum soll mindestens 8,1 Mio. EUR über dem Vorjahr liegen und sich im Verhältnis zur Gesamtleistung zwischen sieben und neun Prozent bewegen.

Für alle drei Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik erwartet das Management aller Voraussicht nach eine Gesamtleistungs- und EBIT-Entwicklung gegenüber dem Geschäftsjahr 2016/2017 in Anlehnung und Relation zur Konzernprognose. Dabei dürfte das Segment Digital sowohl bei Gesamtleistung als auch EBIT getragen von der Entwicklung im Ausland den größten Zuwachs zeigen.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im Geschäftsjahr 2017/2018 beizubehalten.

Der Markt bietet auch 2018 unternehmerische Perspektiven. Infolgedessen wird Bertrandt gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und so kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren, denn Technologie-Entwicklung für morgen erfordert moderne Technik. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2017/2018 von einem Investitionsvolumen zwischen 45 und 50 Mio. EUR aus, das bedarfsorientiert auch höher ausfallen könnte. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht korrespondierend mit der EBIT-Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Höhe der Ausweitung ergibt sich in Abhängigkeit der Mittelbindung im Bereich der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Forderungen im Zuge der Gesamtleistungsentwicklung.

 

Ehningen, 30. November 2017

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

Konzern-Bilanz

In TEUR

Aktiva

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Anhang 30.09.2017 30.09.2016
Immaterielle Vermögenswerte [18] 15.740 17.480
Sachanlagen [19] 264.284 235.800
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [20] 1.474 1.540
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen [21] 5.488 5.077
Übrige Finanzanlagen [22] 1.685 2.729
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [23] 8.710 6.691
Latente Steuern [24] 3.822 2.473
Langfristige Vermögenswerte   301.203 271.790
Vorräte [25] 1.182 889
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen [26] 119.607 114.130
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [23] 214.090 214.851
Ertragsteuerforderungen [27] 3.452 1.833
Liquide Mittel [28] 139.266 159.821
Kurzfristige Vermögenswerte   477.597 491.524
Aktiva gesamt   778.800 763.314
Passiva      
Gezeichnetes Kapital [29] 10.143 10.143
Kapitalrücklage [30] 29.374 29.374
Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis [31] 297.319 279.025
Konzern-Bilanzgewinn   39.524 39.394
Eigenkapital   376.360 357.936
Rückstellungen [32] / [33] 9.908 16.927
Finanzschulden [34] 215.737 199.701
Sonstige Verbindlichkeiten [35] 215 246
Latente Steuern [24] 19.578 20.910
Langfristige Schulden   245.438 237.784
Steuerrückstellungen [36] 5.412 7.548
Sonstige Rückstellungen [33] 40.458 46.586
Finanzschulden [34] 5.202 2.367
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [37] 18.257 15.066
Sonstige Verbindlichkeiten [35] 87.673 96.027
Kurzfristige Schulden   157.002 167.594
Passiva gesamt   778.800 763.314

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung

In TEUR

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01.10. bis 30.09. Anhang 2016/2017 2015/2016
I. Gewinn- und Verlustrechnung      
Umsatzerlöse [6] 992.276 992.021
Andere aktivierte Eigenleistungen [7] 1.602 672
Gesamtleistung   993.878 992.693
Sonstige betriebliche Erträge [8] 8.682 11.471
Materialaufwand [9] -105.605 -98.097
Personalaufwand [10] -703.593 -695.681
Abschreibungen [11] -33.864 -29.725
Sonstige betriebliche Aufwendungen [12] -96.628 -87.796
EBIT   62.870 92.865
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen   411 -32
Finanzierungsaufwendungen   -3.452 -2.365
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter   -124 -105
Übriges Finanzergebnis   984 1.124
Finanzergebnis [13] -2.181 -1.378
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   60.689 91.487
Sonstige Steuern [14] -2.698 -1.674
Ergebnis vor Ertragsteuern   57.991 89.813
Steuern vom Einkommen und Ertrag [15] -14.125 -26.205
Ergebnis nach Ertragsteuern   43.866 63.608
- davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG   43.866 63.608
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet   10.091 10.091
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert [16] 4,35 6,30
II. Gesamtergebnis      
Ergebnis nach Ertragsteuern   43.866 63.608
Unterschiede aus Währungsumrechnung1   -727 -542
Neubewertung von Pensionsverpflichtungen   734 -1.179
Steuereffekte auf die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen   -220 354
Sonstiges Ergebnis nach Steuern   -213 -1.367
Gesamtergebnis   43.653 62.241
- davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG   43.653 62.241

1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung In TEUR

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis
Thesaurierte Gewinne Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Neubewertung von Pensions-
verpflichtungen
Gewinn-
rücklagen gesamt
Stand 01.10.2016 10.143 29.374 282.737 -1.096 -2.616 279.025
Ergebnis nach Ertragsteuern            
Sonstiges Ergebnis       -7271 514 -213
Gesamtergebnis       -727 514 -213
Dividendenausschüttung            
Sonstige neutrale Veränderungen     18.507     18.507
Stand 30.09.2017 10.143 29.374 301.244 -1.823 -2.102 297.319
Vorjahr            
Stand 01.10.2015 10.143 28.595 249.144 -554 -1.791 246.799
Ergebnis nach Ertragsteuern            
Sonstiges Ergebnis       -5421 -825 -1.367
Gesamtergebnis       -542 -825 -1.367
Dividendenausschüttung            
Sonstige neutrale Veränderungen     33.593     33.593
Zugang/Abgang eigene Anteile   779        
Stand 30.09.2016 10.143 29.374 282.737 -1.096 -2.616 279.025
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Bilanzgewinn Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
Stand 01.10.2016 39.394 357.936 0 357.936
Ergebnis nach Ertragsteuern 43.866 43.866   43.866
Sonstiges Ergebnis   -213   -213
Gesamtergebnis 43.866 43.653 0 43.653
Dividendenausschüttung -25.229 -25.229   -25.229
Sonstige neutrale Veränderungen -18.507 0   0
Stand 30.09.2017 39.524 376.360 0 376.360
Vorjahr        
Stand 01.10.2015 34.083 319.620 686 320.306
Ergebnis nach Ertragsteuern 63.608 63.608 0 63.608
Sonstiges Ergebnis   -1.367   -1.367
Gesamtergebnis 63.608 62.241   62.241
Dividendenausschüttung -24.704 -24.704   -24.704
Sonstige neutrale Veränderungen -33.593 0 -686 -686
Zugang/Abgang eigene Anteile   779   779
Stand 30.09.2016 39.394 357.936 0 357.936

1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Kapitalflussrechnung In TEUR

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01.10. bis 30.09. 2016/2017 2015/2016
1. Ergebnis nach Ertragsteuern 43.866 63.608
2. Ertragsteueraufwand/-ertrag 14.125 26.205
3. Finanzierungsaufwendungen 3.452 2.365
4. Übriges Finanzergebnis -860 -1019
5. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -411 32
6. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 33.864 29.725
7. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -16.305 -4.335
8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 141 -799
9. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -152 -278
10. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.766 -3.083
11. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.114 3.533
12. Erhaltene/gezahlte Ertragsteuer -20.292 -25.567
13. Gezahlte Zinsen -3.889 -122
14. Erhaltene Zinsen 1.523 366
15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-14.) 42.182 90.631
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.153 2.083
17. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 1.480 1.642
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -34.051 -76.372
19. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.786 -5.635
20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -436 -1.397
21. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -29 0
22. Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.-21.) -35.669 -79.679
23. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 779
24. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -25.229 -24.704
25. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 199.600
26. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -1.452 -39.642
27. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (23.-26.) -26.681 136.033
28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (15.+22.+27.) -20.168 146.985
29. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -387 -232
30. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 159.821 13.068
31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (28.-30.) 139.266 159.821

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangangabe [38] erläutert.

Konzern-Anhang vom 01.10.2016 bis 30.09.2017

[1] Grundlagen und Methoden

Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik sowie Elektronik und Softwareentwicklung.

Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2017 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Alle für das Geschäftsjahr 2016/2017 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.

Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben.

Darstellung des Abschlusses

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß International Accounting Standard (IAS) 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Die Darstellung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen unverändert.

Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden aufgeführt. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Seit dem Geschäftsjahr 2016/2017 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.

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Standard / Interpretation Anwendungspflicht1 Auswirkung
IFRS 11 Änderungen an IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 01.01.2016 keine
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016 keine
IAS 1 Änderungen an IAS 1: Darstellung des Abschlusses - Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten 01.01.2016 keine
IAS 16 und IAS 38 Änderungen an IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016 keine
IAS 16 und IAS 41 Änderungen an IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 keine
IAS 27 Änderungen an IAS 27: Einzelabschlüsse - Equity-Methode im separaten Abschluss 01.01.2016 keine
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2012-2014 01.01.2016 Einzelfallprüfung

1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2016/2017 nicht verpflichtend anzuwenden. Bertrandt wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

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Standard / Interpretation Anwendungspflicht1 Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 2 2 Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen 01.01.2018 keine
IFRS 4 2 Änderungen an IFRS 4: Versicherungsverträge - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 01.01.2018 Derzeit in Prüfung
IFRS 9 3 Änderungen an IFRS 9: Finanzinstrumente Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 2 01.01.2018 01.01.2019 Derzeit in Prüfung, Ausweitung der Anhangangaben
IFRS 15 2,4 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Klarstellungen zu IFRS 15 01.01.2018 Abschließende Prüfung ergibt keine Auswirkungen, Ausweitung der Anhangangaben
IFRS 16 2,5 Leasing 01.01.2019 Derzeit in Prüfung, Ausweitung der Anhangangaben
IFRS 17 2 Versicherungsverträge 01.01.2021 Derzeit in Prüfung
IAS 7 2 Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative 01.01.2017 keine
IAS 12 2 Änderungen an IAS 12: Ertragsteuern - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 01.01.2017 keine
IAS 28 2 Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
IAS 40 2 Änderungen an IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018 Derzeit in Prüfung
IFRIC 22 2 Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen 01.01.2018 Derzeit in Prüfung
IFRIC 23 2 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 01.01.2017 / 01.01.2018 Einzelfallprüfung

1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

2 Noch nicht von der EU genehmigt.

3 Keine wesentlichen Auswirkungen bei der Klassifizierung der Finanzinstrumente erwartet. Auswirkungen zu Änderungen des Wertminderungsmodells derzeit in Prüfung. Abschließende Auswertungen sind für das kommende Geschäftsjahr vorgesehen. Wesentliche Auswirkungen werden nicht erwartet.

4 Mittels eines konzernweiten Projekts wurde durch entsprechende Vertragsanalysen keine von den bisherigen Grundsätzen zeitraumbezogener Umsatzrealisierung abweichende Bilanzierung der Kundenprojekte identifiziert.

5 Grundsätzliche Erfassung aller Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers. Entlastung des operativen Ergebnisses und Belastung des Finanzergebnisses erwartet.

[2] Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt nach den Kriterien des IFRS 10 von der Bertrandt AG beherrscht werden. Diese werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG mit Ausnahme zweier Gesellschaften: der Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., deren Geschäftsjahr aufgrund lokaler gesetzlicher Vorgaben dem Kalenderjahr entspricht, und der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Firmenwert; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann oder Bertrandt an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet, und Zwischenergebnisse werden eliminiert.

[3] Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm und Tappenbeck sowie die Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH in Nufringen, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH, die Bertrandt Services GmbH, die Bertrandt Technikum GmbH in Ehningen und die Bertrandt Technologie GmbHs in Immendingen, Mönsheim und Sassenburg, die Bertrandt Ehningen GmbH in Ehningen, die Bertrandt GmbH in Hamburg, die Bertrandt Verwaltungs GmbH in Mönsheim, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG und die Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG jeweils in Pullach i. Isartal sowie die Bertrandt Energie GmbH in Mönsheim, die Bertrandt München GmbH in München und die Bertrandt Tappenbeck GmbH in Tappenbeck. Des Weiteren wurden die Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Mainz (vormals Appalusa Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH) sowie die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften Bertrandt Beteiligungen GmbH und Bertrandt Solutions GmbH jeweils in Ehningen, die Bertrandt Grundstücks GmbH in Nufringen und die b.professional GmbH in Mannheim erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd. in Shanghai, Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL in Sibiu, Bertrandt France S.A., die Bertrandt S.A.S. jeweils in Paris/Vélizy-Villacoublay, die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi in Istanbul, die Bertrandt Technologie GmbH in Steyr, die Bertrandt UK Limited in Dunton und die Bertrandt US Inc. in Detroit.

Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG jeweils in Pullach i. Isartal sowie mittelbare Beteiligungen an der aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, der MOLLIS automotive GmbH, der NAMENU tool GmbH sowie erstmalig an der MCIP tool GmbH jeweils in Pullach i. Isartal. Des Weiteren werden die Bertrandt Campus GmbH und erstmalig die mittelbare Beteiligung an der Bertrandt Campus Grundbesitz GmbH jeweils in Ehningen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, als Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Detaillierte Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [50] ausgewiesen.

[4] Währungsumrechnung

Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Konzern-Abschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführter monetärer Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

Währungsumrechnung

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Im Verhältnis zu einem
Euro
Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
30.09.2017 30.09.2016 2016/2017 2015/2016
China CNY 7,8400 7,4829 7,5171 7,2526
Großbritannien GBP 0,8827 0,8621 0,8711 0,7820
Rumänien RON 4,5995 4,4520 4,5389 4,4785
Türkei TRY 4,2038 3,3743 3,8855 3,2531
Ungarn HUF 311,1300 308,8900 308,6830 312,2290
USA USD 1,1812 1,1219 1,1048 1,1111

[5] Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.

Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde (insbesondere Dienstleistungsverträge) beziehungsweise der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgte (Werkverträge), der Betrag der Erlöse verlässlich bestimmt und von dessen Ausgleich ausgegangen wird. Die Bilanzierung der Erlöse berücksichtigt sämtliche Erlösschmälerungen wie Skonti und Boni. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam erfasst. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen sowie alle weiteren Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn aus der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.

Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt eines Anzeichens für eine mögliche Wertminderung durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Firmenwerte wird der höhere Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten der betreffenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen. Diese sind bei Bertrandt die nach IFRS 8 definierten Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte werden im Segment Digital Engineering ein WACC vor Steuern von 9,3 Prozent (Vorjahr 8,1 Prozent) und für die ewige Rente von 8,3 Prozent (Vorjahr 7,1 Prozent) zugrunde gelegt. Im Segment Physical Engineering beträgt der WACC vor Steuern 8,9 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent) und für die ewige Rente 7,9 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Eine Veränderung des WACC um +/- vier Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.

Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Darauf aufbauend werden Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen der Umsatzerlöse und der Ergebnisse getroffen. Eine Veränderung sowohl der Umsatzerlöse um +/- fünf Prozent als auch der Ergebnisse um +/- fünf Prozent hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte. Anhand der zugrunde liegenden Annahmen werden die zukünftigen Cashflows bestimmt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus diesen abgeleiteten zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Nutzungswerte ermittelt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.

Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen mitberücksichtigt sind.

Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für Außenanlagen von zehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden erstmalig anteilig zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei Bertrandt betrifft dies die Sachanlagen. Der zugrundeliegende Fremdkapitalkostensatz beträgt 1,4 Prozent (Vorjahr 1,4 Prozent).

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern von 40 Jahren angesetzt.

Aufwendungen aus Wertminderungen

Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen bei Bertrandt folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Kredite und Forderungen inklusive zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden

Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.

Die Überleitung in Ziffer [43] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, sowie Gemeinschaftsunternehmen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode bewertet.

Übrige Finanzanlagen

Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Einzel- und allgemeine Kreditrisiken, wie Insolvenz und Uneinbringlichkeit, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlags, vermindert um etwaige entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen werden zu Auftragswerten bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden mit diesen saldiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die in den liquiden Mitteln enthaltenen Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung sowie von weiteren Derivaten erfolgt zum Fair Value, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam gebucht.

Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.

Vorräte

Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.

Tastächliche und latentes Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die für die Berichtsperiode angefallenen Steueraufwendungen beinhalten tatsächliche Ertragsteuern sowie latente Steuern.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der lokalen Steuervorschriften ermittelt, die am Abschlussstichtag gelten. Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

Anteile anderer Gesellschafter

Anteile anderer Gesellschafter werden in Höhe des entsprechenden Anteils am Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionspläne.

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die beitragsorientierten Zusagen zahlt Bertrandt aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für Bertrandt keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Diese werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.

So nstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.

Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Öffentliche Zuwendungen

Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

Zuschüsse aus öffentlicher Hand für innovative Projekte sowie sonstige Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).

Leasing

Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist.

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

[ 6 ] Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden nach der PoC-Methode bewertete Leistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.

Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 992.276 TEUR (Vorjahr 992.021 TEUR) verteilen sich auf die inländischen Gesellschaften mit 857.976 TEUR (Vorjahr 883.918 TEUR) und mit 134.300 TEUR (Vorjahr 108.103 TEUR) auf die ausländischen Gesellschaften. Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider.

Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 659.910 TEUR (Vorjahr 664.345 TEUR).

Bertrandt erzielte mit zwei Kunden jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen. Die Gesamtumsatzerlöse dieser zwei Kunden belaufen sich auf 341.139 TEUR (Vorjahr 400.045 TEUR) beziehungsweise 220.800 TEUR (Vorjahr 211.918 TEUR).

[ 7 ] Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.

[ 8 ] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2016/2017 gliedern sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Erträge

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Leistungsbezogene Erträge 4.884 5.071
davon Sachbezüge Arbeitnehmer 4.328 4.154
davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung 556 917
Neutrale Erträge 2.456 1.814
davon Erträge aus Anlagenabgang 420 401
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.813 944
davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 223 469
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.342 4.586
davon Schadensersatzleistungen 89 148
davon Erträge aus Währungskursdifferenzen 603 518
davon sonstige 650 3.920
Gesamt 8.682 11.471

Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung enthalten sonstige Mieterträge aus Untermietverträgen in Höhe von 323 TEUR (Vorjahr 684 TEUR) sowie aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR). Für die folgenden Geschäftsjahre werden sonstige Mieterträge in Höhe von 1.342 TEUR (Vorjahr 1.994 TEUR) erwartet. Hieraus entfallen Mieterträge in Höhe von 517 TEUR (Vorjahr 693 TEUR) auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, 755 TEUR (Vorjahr 1.263 TEUR) auf eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 70 TEUR (Vorjahr 38 TEUR) auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Im Berichtsjahr sind keine Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand (Vorjahr 2.778 TEUR) in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

[ 9 ] Materialaufwand

Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:

Materialaufwand

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.728 20.326
Aufwendungen für bezogene Leistungen 86.877 77.771
davon CAD-Kosten 18.473 16.337
davon Fremdleistungen 68.115 61.191
davon Eingangsfrachten 289 243
Gesamt 105.605 98.097

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 7.508 TEUR erhöht.

[ 10 ] Personalaufwand

Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 12.495 Mitarbeiter (Vorjahr 12.518 Mitarbeiter) beschäftigt.

Mitarbeiter im Durchschnitt

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Anzahl 2016/2017 2015/2016
Arbeiter 914 814
Angestellte 10.736 10.817
Auszubildende/Studenten 348 341
Praktikanten/Diplomanden 188 231
Aushilfen 309 315
Gesamt 12.495 12.518

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 581.993 TEUR (Vorjahr 579.496 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 121.600 TEUR (Vorjahr 116.185 TEUR) einschließlich des unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesenen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 58.677 TEUR (Vorjahr 53.982 TEUR) enthalten.

Personalaufwand

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Löhne und Gehälter 581.993 579.496
Aufwendungen für soziale Abgaben 121.600 116.185
davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 62.982 62.050
davon Aufwendungen für Altersversorgung 58.618 54.135
Gesamt 703.593 695.681

In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 1.648 TEUR (Vorjahr 1.231 TEUR) sowie Zuschüsse für innovative Projekte in Höhe von 557 TEUR (Vorjahr 310 TEUR) enthalten, die aufgrund staatlicher Fördermaßnahmen gewährt wurden.

Im Vorjahr wurde im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms der Erwerb von Bertrandt-Aktien für Arbeitnehmer von der Bertrandt AG bezuschusst.

Für diese Aktien besteht eine Verkaufssperrfrist von insgesamt zwei Jahren. Im Geschäftsjahr 2015/2016 resultierte hieraus ein Personalaufwand in Höhe von 390 TEUR. Des Weiteren sind Aufwendungen für das Geschäftsjahr in Höhe von 166 TEUR (Vorjahr 543 TEUR) für ein Führungskräfteprogramm angefallen.

[ 11 ] Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.488 5.594
Sachanlagen 28.310 24.063
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 66 68
Gesamt 33.864 29.725

Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen (Ziffer [18-20]).

[ 12 ] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Sonstige Fertigungsaufwendungen 5.708 5.304
Geschäftsräume und Inventar 38.574 37.847
Sonstige Personalaufwendungen 15.800 16.809
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.346 2.600
Vertriebsaufwendungen 16.444 14.738
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 1.038 593
Neutrale Aufwendungen 2.818 1.690
Übrige Aufwendungen 13.900 8.215
Gesamt 96.628 87.796

Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- sowie Beratungskosten. In den Aufwendungen für Geschäftsräume und Inventar sind Mietaufwendungen in Höhe von 19.416 TEUR (Vorjahr 20.298 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Personalmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2016/2017 in Höhe von 1.882 TEUR (Vorjahr 1.097 TEUR).

Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 376 TEUR (Vorjahr 129 TEUR) in den übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten.

[ 13 ] Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzergebnis

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 411 -32
Finanzierungsaufwendungen -3.452 -2.365
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -124 -105
Übriges Finanzergebnis 984 1.124
Finanzergebnis -2.181 -1.378

Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 3.452 TEUR (Vorjahr 2.365 TEUR) beinhalten Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen in Höhe von 3.333 TEUR (Vorjahr 2.135 TEUR) sowie die darauf entfallenden Erträge aus der Neubewertung des Darlehens der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Höhe von 494 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Des Weiteren sind Zinsen aus Steuerzahlungen in Höhe von 509 TEUR (Vorjahr 120 TEUR), sonstige Zinsen inklusive Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 102 TEUR (Vorjahr 67 TEUR) sowie für kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 43 TEUR) enthalten.

Das übrige Finanzergebnis umfasst Zinsen aus Steuererstattungen in Höhe von 702 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), sonstige Zinserträge in Höhe von 263 TEUR (Vorjahr 394 TEUR), Zinserträge aus Zuschüssen für innovative Projekte aus öffentlicher Hand von 19 TEUR (Vorjahr 708 TEUR) sowie Zinsen aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen und Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 22 TEUR).

[ 14 ] Sonstige Steuern

Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

Sonstige Steuern

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Steueraufwand Inland 449 509
Steueraufwand Ausland 2.249 1.165
Sonstige Steuern 2.698 1.674

[ 1 5 ] Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbesteuer von 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.

Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:

Ertragsteuern

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Tatsächlicher Steueraufwand Inland 15.191 26.999
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 1.938 1.423
Tatsächlicher Steueraufwand 17.129 28.422
Latenter Steueraufwand -3.004 -2.217
Steuern vom Einkommen und Ertrag 14.125 26.205

Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2016/2017 in Höhe von 14.125 TEUR ist um 3.272 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 17.397 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.

Die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Ertragsteuer-Überleitungsrechnung

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 57.991 89.813
Erwarteter Steuersatz 30,0% 30,0%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 17.397 26.944
Besteuerungsunterschiede Ausland -250 -373
Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen -1.482 415
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen -418 -380
Steuereffekte aus der Zuschreibung von Verlustvorträgen -1.076 -342
Konsolidierungssachverhalte -48 -64
Übrige Effekte 2 5
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 14.125 26.205
Effektiver Steuersatz 24,4% 29,2%

Die Position „Besteuerungsunterschiede Ausland“ umfasst unter anderem Wertberichtigungen der latenten Steuern auf Verlustvorträge von 50 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). In der Position „Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen“ sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 232 TEUR (Vorjahr 1.255 TEUR) enthalten. Ein Verbrauch aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte im Geschäftsjahr in Höhe von 89 TEUR (Vorjahr 109 TEUR).

Aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen ergaben sich im Geschäftsjahr Steuereffekte in Höhe von -220 TEUR (Vorjahr 354 TEUR), die im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen sind; kumuliert betragen diese 827 TEUR (Vorjahr 1.047 TEUR).

[ 1 6 ] Ergebnis je Aktie

Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:

Berechnung Ergebnis je Aktie

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Gemäß IAS 33 2016/2017 2015/2016
Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR 43.866 63.608
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR 43.866 63.608
Anzahl Aktien in tausend Stück 10.143 10.143
Anzahl eigener Aktien in tausend Stück -52 -52
Anzahl dividendenberechtigter Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.091 10.091
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert 4,35 6,30

[ 1 7 ] Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf die Gewinn- und Verlustrechnung

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, Währungsumrechnungsergebnissen sowie Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Kredite und Forderungen -402 437
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden -3.084 -2.297
Gesamt -3.486 -1.860

Der Kategorie „Kredite und Forderungen“ sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie liquide Mittel zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Im Berichtszeitraum lagen keine Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte vor.

Gesamtzinserträge und -aufwend ungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Zinserträge 256 396
Zinsaufwendungen -2.976 -2.241
Gesamt -2.720 -1.845

Aufgrund kurzer Laufzeiten führte die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2016/2017 wie im Vorjahr zu keinen Zinsaufwendungen oder -erträgen.

Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 616 TEUR (Vorjahr 357 TEUR).

Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

[ 1 8 ] Immaterielle Vermögenswerte

Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.

Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2016/2017 analog zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.

Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.093 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR).

Immaterielle Vermögenswerte

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In TEUR Konzessionen und Lizenzen Selbst erstellte Software Firmenwerte Selbst erstellte Software im Bau / geleistete Anzahlungen Summe immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2016 46.428 841 9.002 17 56.288
Währungsdifferenzen -48 0 0 0 -48
Zugänge 3.208 0 0 578 3.786
Abgänge 408 52 0 0 460
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2017 49.180 789 9.002 595 59.566
Abschreibungen          
Stand 01.10.2016 37.968 840 0 0 38.808
Währungsdifferenzen -18 0 0 0 -18
Zugänge 5.488 0 0 0 5.488
Abgänge 407 51 0 0 458
Umbuchungen 6 0 0 0 6
Stand 30.09.2017 43.037 789 0 0 43.826
Restbuchwert 30.09.2017 6.143 0 9.002 595 15.740
Restbuchwert 30.09.2016 8.460 1 9.002 17 17.480
Vorjahr          
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2015 40.874 841 9.002 0 50.717
Währungsdifferenzen -14 0 0 0 -14
Zugänge 5.618 0 0 17 5.635
Abgänge 54 0 0 0 54
Umbuchungen 4 0 0 0 4
Stand 30.09.2016 46.428 841 9.002 17 56.288
Abschreibungen          
Stand 01.10.2015 32.443 819 0 0 33.262
Währungsdifferenzen -8 0 0 0 -8
Zugänge 5.573 21 0 0 5.594
Abgänge 44 0 0 0 44
Umbuchungen 4 0 0 0 4
Stand 30.09.2016 37.968 840 0 0 38.808
Restbuchwert 30.09.2016 8.460 1 9.002 17 17.480
Restbuchwert 30.09.2015 8.431 22 9.002 0 17.455

[ 19 ] Sachanlagen

Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich wie im Vorjahr keine. Aufgrund des Erwerbs der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG wurden Sicherheiten in Höhe von 16.711 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) bestellt.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Rechner, Maschinen und Equipment im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen. Die zu aktivierenden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte belaufen sich auf 42 TEUR (Vorjahr 271 TEUR).

Sachanlagen

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In TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2016 144.514 99.944 103.783 25.864 374.105
Währungsdifferenzen 0 0 -149 0 -149
Zugang aus Erstkonsolidierung 20.725 0 0 0 20.725
Zugänge 5.693 7.653 14.219 9.644 37.209
Abgänge 65 899 7.486 0 8.450
Umbuchungen 8.805 7.133 2.204 -18.142 0
Stand 30.09.2017 179.672 113.831 112.571 17.366 423.440
Abschreibungen          
Stand 01.10.2016 14.349 51.903 72.053 0 138.305
Währungsdifferenzen 0 0 -29 0 -29
Zugänge 4.967 9.822 13.514 7 28.310
Abgänge 0 724 6.700 0 7.424
Umbuchungen 5 0 -11 0 -6
Stand 30.09.2016 19.321 61.001 78.827 7 159.156
Restbuchwert 30.09.2017 160.351 52.830 33.744 17.359 264.284
Restbuchwert 30.09.2016 130.165 48.041 31.730 25.864 235.800
Vorjahr          
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.10.2015 91.203 76.202 93.911 42.465 303.781
Währungsdifferenzen 0 0 -57 0 -57
Zugänge 29.384 11.313 14.935 21.244 76.876
Abgänge 960 263 5.268 0 6.491
Umbuchungen 24.887 12.692 262 -37.845 -4
Stand 30.09.2016 144.514 99.944 103.783 25.864 374.105
Abschreibungen          
Stand 01.10.2015 10.845 43.946 64.167 0 118.958
Währungsdifferenzen 0 0 -45 0 -45
Zugänge 3.504 8.174 12.385 0 24.063
Abgänge 0 213 4.454 0 4.667
Umbuchungen 0 -4 0 0 -4
Stand 30.09.2016 14.349 51.903 72.053 0 138.305
Restbuchwert 30.09.2016 130.165 48.041 31.730 25.864 235.800
Restbuchwert 30.09.2015 80.358 32.256 29.744 42.465 184.823

[ 20 ] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Zum 30. September 2017 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog den Firmenwerten (Ziffer [5]) unter Berücksichtigung eines WACC von 8,9 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent) und einer ewigen Rente von 7,9 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR) erzielt, Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich auf 2 TEUR (Vorjahr 18 TEUR).

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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In TEUR Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Anschaffungskosten  
Stand 01.10.2016 4.626
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2017 4.626
Abschreibungen  
Stand 01.10.2016 3.086
Zugänge 66
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2017 3.152
Restbuchwert 30.09.2017 1.474
Restbuchwert 30.09.2016 1.540
Vorjahr  
Anschaffungskosten  
Stand 01.10.2015 4.626
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2016 4.626
Abschreibungen  
Stand 01.10.2015 3.018
Zugänge 68
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2016 3.086
Restbuchwert 30.09.2016 1.540
Restbuchwert 30.09.2015 1.608

[ 21 ] Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Die Equity-Methode wird für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt. Diese entwickelten sich wie folgt:

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

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In TEUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschafts- unternehmen Summe
Anschaffungskosten      
Stand 01.10.2016 117 4.960 5.077
Zugänge 0 0 0
Ergebnisanteil 4 407 411
Ausschüttungen 0 0 0
Stand 30.09.2017 121 5.367 5.488
Abschreibungen      
Stand 01.10.2016 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 30.09.2017 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2017 121 5.367 5.488
Restbuchwert 30.09.2016 117 4.960 5.077
Vorjahr      
Anschaffungskosten      
Stand 01.10.2015 130 4.237 4.367
Zugänge 0 750 750
Ergebnisanteil -5 -27 -32
Ausschüttungen 8 0 8
Stand 30.09.2016 117 4.960 5.077
Abschreibungen      
Stand 01.10.2015 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 30.09.2016 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2016 117 4.960 5.077
Restbuchwert 30.09.2015 130 4.237 4.367

[ 22 ] Übrige Finanzanlagen

Die übrigen Finanzanlagen beinhalten überwiegend Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von drei bis fünf Prozent verzinst werden, und deren Laufzeit zwischen zwei bis acht Jahren liegt. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten. Im Berichtszeitraum wurden Zugänge in Höhe von 436 TEUR (Vorjahr 647 TEUR) sowie Abgänge in Höhe von 1.480 TEUR (Vorjahr 1.642 TEUR) erfasst, der Restbuchwert beträgt 1.685 TEUR (Vorjahr 2.729 TEUR).

[ 23 ] Lang- und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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In TEUR 30.09.2017 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 193.024 193.024 0 0
Sonstige Vermögenswerte 29.776 21.066 6.895 1.815
Gesamt 222.800 214.090 6.895 1.815
Vorjahr        
  30.09.2016 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 189.879 189.879 0 0
Sonstige Vermögenswerte 31.663 24.972 5.029 1.662
Gesamt 221.542 214.851 5.029 1.662

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.815 TEUR (Vorjahr 1.662 TEUR).

Wertberichtigungen wurden in Höhe von 3.611 TEUR (Vorjahr 3.218 TEUR) berücksichtigt. Die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Forderungen ist unter Ziffer [43] ersichtlich.

[ 24 ] Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

Aktive und passive latente Steuern

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Anlagevermögen 1.167 2.754 208 2.094
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 17.281 0 19.997
Pensionsrückstellungen 994 0 1.234 0
Sonstige Rückstellungen 830 0 1.769 0
Verlustvorträge 1.699 0 622 0
Sonstige Posten 416 827 146 325
Gesamt vor Saldierung 5.106 20.862 3.979 22.416
Saldierung -1.284 -1.284 -1.506 -1.506
Latente Steuern 3.822 19.578 2.473 20.910

Von den unsaldierten aktiven latenten Steuern haben 4.559 TEUR (Vorjahr 2.942 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind vor Saldierung 18.094 TEUR (Vorjahr 20.195 TEUR) kurzfristig und 2.768 TEUR (Vorjahr 2.221 TEUR) langfristig.

Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im aktuellen Jahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschaftet haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 160 TEUR (Vorjahr 314 TEUR) aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich ist.

Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen Verlustvorträge in Höhe von 4.175 TEUR (Vorjahr 9.157 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen zwischen fünf und sieben Jahren.

Es wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede von Beteiligungsansätzen in Höhe von 30.043 TEUR (Vorjahr 22.590 TEUR) gebildet, da die Bertrandt AG den zeitlichen Verlauf der Realisierung der temporären Differenzen steuern kann und sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Kurzfristige Vermögenswerte

[ 25 ] Vorräte

Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

Vorräte

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.182 889

Es wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.

[ 2 6 ] Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen stellen sich wie folgt dar:

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Fertigungsaufträge vor Anzahlungsverrechnung 253.817 258.556
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge -134.210 -144.426
Gesamt 119.607 114.130

Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Fertigungsaufträge, deren zu erwartende Verluste die angefallenen Kosten übersteigen, in Höhe von 1.787 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), welche in den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten sind (Ziffer [33]). Anzahlungen wurden für diese Fertigungsaufträge bisher nicht vereinnahmt.

[ 27 ] Kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Der Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens gemäß dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) ist in Höhe von 170 TEUR (Vorjahr 163 TEUR) unter den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 3.282 TEUR (Vorjahr 1.670 TEUR) enthalten.

[ 28 ] Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2017 zugrunde gelegt. Die Entwicklung der liquiden Mittel ist aus der Kapitalflussrechnung sowie aus den Erläuterungen der Kapitalflussrechnungen (Ziffer [38]) nachzuvollziehen.

Passiva

Eigenkapital

[ 29 ] Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2017 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240,00 EUR und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR auf.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017). Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

[ 30 ] Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie den Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile, der die ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigt (Ziffer [31]).

Zum Bilanzstichtag befanden sich 51.951 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 51.951 Stück); dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent). Im Vorjahr wurden beim durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm 4.022 Aktien bezuschusst, deren durchschnittlich gewichteter Zeitwert 96,85 EUR betrug.

[ 3 1 ] Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis

Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral in Höhe von -727 TEUR (Vorjahr -542 TEUR) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die sich aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten im Geschäftsjahr ergebende Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 734 TEUR (Vorjahr -1.179 TEUR) wurde gemäß IAS 19 saldiert mit den darauf entfallenden Steuereffekten in Höhe von -220 TEUR (Vorjahr 354 TEUR) in den Gewinnrücklagen erfasst.

Die eigenen Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und mit den Gewinnrücklagen saldiert. Im Falle eines Verkaufs erfolgt eine Verrechnung, soweit die Erlöse den ursprünglichen Anschaffungskosten entsprechen. Der übersteigende Betrag wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

Langfristige Schulden

[ 32 ] Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:

Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen

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Diverse Angaben 30.09.2017 30.09.2016
Zinssatz 1,20% 0,70%
Gehaltssteigerungstrend 0% / 2,50% 0% / 2,50%
Rentensteigerungstrend 1,50% / 2,50% 1,75% / 2,50%
Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 2005 G 2005 G
Bewertung von Witwenrenten-Anwartschaften Kollektiv Kollektiv
Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre
Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter 5 Jahre 6 Jahre

Zum 30. September 2017 veränderten sich die Pensionsrückstellungen um -794 TEUR (Vorjahr 1.332 TEUR) und betragen 6.056 TEUR (Vorjahr 6.850 TEUR). Die Reduzierung der Pensionsrückstellungen wird in Höhe von 60 TEUR aufwandsmindernd (Vorjahr 153 TEUR aufwandserhöhend) im Personalaufwand und in Höhe von 734 TEUR eigenkapitalerhöhend (Vorjahr 1.179 TEUR eigenkapitalmindernd) im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen 19,6 Jahre (Vorjahr 21,0 Jahre).

Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Barwert zum 01.10. 6.850 5.518
Laufender Dienstzeitaufwand 112 81
Dienstzeitaufwand Vorjahre -161 0
Zinsaufwand 47 115
Ausbezahlte Versorgungsleistungen -58 -43
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung finanzieller Annahmen -564 1.678
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen -170 -499
Barwert zum 30.09. 6.056 6.850

Aus Sicht des Bertrandt-Konzerns ergeben sich aus den Pensionsverpflichtungen keine wesentlichen Risiken.

Die Effekte aus Änderungen der versicherungsmathematischen Parameter auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Rechnungszins wäre der Barwert der Pensionsverpflichtungen um 287 TEUR (Vorjahr 348 TEUR) niedriger beziehungsweise um 306 TEUR (Vorjahr 372 TEUR) höher. Bei einer um ein Jahr längeren (kürzeren) Lebenserwartung wäre er um 271 TEUR niedriger (Vorjahr 334 TEUR höher) beziehungsweise um 272 TEUR höher (Vorjahr 332 TEUR niedriger). Der überwiegende Anteil der Pensionsrückstellungen unterliegt keinen variablen Gehalts- und Rentensteigerungen.

[ 33 ] Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

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In TEUR Personalrückstellungen Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb Gebäuderückstellungen Übrige Rückstellungen Summe sonstige Rückstellungen
Stand 01.10.2016 40.431 600 2.674 12.958 56.663
davon unter 1 Jahr 32.891 600 2.674 10.421 46.586
davon über 1 Jahr 7.540 0 0 2.537 10.077
Währungsdifferenzen -63 0 0 -7 -70
Verbrauch 32.592 0 658 7.213 40.463
Auflösung 4.900 475 424 674 6.473
Zuführung 23.268 1.787 601 8.997 34.653
Stand 30.09.2017 26.144 1.912 2.193 14.061 44.310
davon unter 1 Jahr 24.417 1.912 568 13.561 40.458
davon über 1 Jahr 1.727 0 1.625 500 3.852

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehinderten-Abgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten Garantieverpflichtungen. Auf Rückstellungen für Fertigungsaufträge, deren zu erwartende Verluste die angefallenen Kosten übersteigen, entfällt ein Betrag in Höhe von 1.787 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Die Gebäuderückstellungen beinhalten unter anderem Kosten für Instandhaltung, Mieten, Energie und sonstige Nebenkosten. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.

Der Auflösungsbetrag wird in Höhe von 4.518 TEUR mit dem Personalaufwand (Vorjahr 0 TEUR) und in Höhe von 142 TEUR (Vorjahr 2.923 TEUR) mit den sonstigen Aufwendungen saldiert. Die langfristigen Rückstellungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen von insgesamt 25 TEUR (Vorjahr 64 TEUR), wovon 9 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Darüber hinaus sind in den Personalrückstellungen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 1.561 TEUR (Vorjahr 2.300 TEUR) enthalten. Der Zahlungsmittelabfluss der langfristigen Rückstellungen ist von den jeweiligen Einzelsachverhalten abhängig.

[ 3 4 ] Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die langfristigen Finanzschulden umfassen ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR, dessen Fristigkeiten sich auf fünf, sieben und zehn Jahre belaufen. Bei Fälligkeit ist eine Rückzahlung zu 100 Prozent durchzuführen; Sondertilgungsrechte bestehen nicht. Des Weiteren wird das bestehende Darlehen zur Grundstücksfinanzierung der im Geschäftsjahr erworbenen Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG ausgewiesen.

Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 5.202 TEUR (Vorjahr 2.367 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten, noch nicht bezahlten Zinsen, nicht eingelösten Schecks sowie dem Tilgungsanteil des Darlehens der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.

Die Zinssätze für lang- und kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2017 zwischen 0,4 und 6,3 Prozent (Vorjahr 0,4 und 6,3 Prozent). Die ausgewiesenen Buchwerte der dargestellten kurzfristigen und variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen dem Marktwert.

Die Fristigkeit gliedert sich wie folgt:

Lang- und kurzfristige Finanzschulden

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In TEUR 30.09.2017 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Finanzschulden 220.939 5.202 45.956 169.781
Vorjahr 30.09.2016 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 202.068 2.367 29.951 169.750

[ 35 ] Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Die Buchwerte der sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:

Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

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In TEUR 30.09.2017 < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Steuern 19.790 19.790 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 7.798 7.798 0 0
Sozialversicherung 2.838 2.838 0 0
Lohn und Gehalt 813 813 0 0
Personalverpflichtungen 34.470 34.470 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 9.743 9.743 0 0
Minderheitsgesellschafter 859 859 0 0
Übrige sonstige 11.577 11.362 215 0
Sonstige Verbindlichkeiten 87.888 87.673 215 0
Vorjahr 30.09.2016 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Steuern 22.602 22.602 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 8.199 8.199 0 0
Sozialversicherung 2.431 2.431 0 0
Lohn und Gehalt 678 678 0 0
Personalverpflichtungen 36.750 36.750 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 18.408 18.408 0 0
Minderheitsgesellschafter 791 791    
Übrige sonstige 6.414 6.168 246 0
Sonstige Verbindlichkeiten 96.273 96.027 246 0

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 246 TEUR (Vorjahr 278 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 32 TEUR (Vorjahr 31 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erhaltenen Anzahlungen betrugen insgesamt 143.953 TEUR (Vorjahr 162.834 TEUR); davon wurden 134.210 TEUR (Vorjahr 144.426 TEUR) mit den Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert (Ziffer [26]). Für das Geschäftsjahr 2016/2017 gibt es wie im Vorjahr keine sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer fünf Jahren. Für die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten wird auf Ziffer [43] verwiesen.

Kurzfristige Schulden

[ 36 ] Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern des aktuellen Geschäftsjahres und der Vorjahre.

[ 37 ] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.257 15.066

[ 3 8 ] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 42.182 TEUR (Vorjahr 90.631 TEUR). Die Veränderung des Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus den zahlungswirksamen Veränderungen der folgenden Bilanzposten: künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 5.477 TEUR (Vorjahr -25.212 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.145 TEUR (Vorjahr 22.249 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.191 TEUR (Vorjahr 5.305 TEUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -35.669 TEUR (Vorjahr -79.679 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Der Free Cashflow hat sich mit 6.513 TEUR gegenüber dem Vorjahr (10.952 TEUR) vermindert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -26.681 TEUR (Vorjahr 136.033 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen die gezahlte Dividende sowie im Vorjahr den Zahlungsmittelzufluss aus der Begebung eines Schuldscheindarlehens, und die Tilgung von Krediten. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 139.266 TEUR (Vorjahr 159.821 TEUR).

[ 39 ] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 281.498 TEUR (Vorjahr 254.820 TEUR). Davon entfallen 274.443 TEUR (Vorjahr 249.378 TEUR) auf das Inland und 7.055 TEUR (Vorjahr 5.442 TEUR) auf das Ausland.

Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.

Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.

Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern-Abschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm’s-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.

Segmente

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In TEUR Digital Engineering Physical Engineering
01.10. - 30.09. 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Umsatzerlöse gesamt 607.797 597.389 216.625 219.279
Transfers zwischen den Segmenten 25.980 17.404 15.790 11.935
Segmentumsatzerlöse 581.817 579.985 200.835 207.344
EBIT 29.283 47.835 12.976 22.689
Planmäßige Abschreibungen 10.906 9.448 19.415 18.008
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In TEUR Elektrik/Elektronik Summe nach Geschäftsfeldern
01.10. - 30.09. 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Umsatzerlöse gesamt 221.060 214.133 1.045.482 1.030.801
Transfers zwischen den Segmenten 11.436 9.441 53.206 38.780
Segmentumsatzerlöse 209.624 204.692 992.276 992.021
EBIT 20.611 22.341 62.870 92.865
Planmäßige Abschreibungen 3.543 2.269 33.864 29.725

Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind.

Sonstige Angaben

[ 40 ] Gestellte Sicherheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Grundschulden in Höhe von 16.711 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aufgrund des Erwerbs der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.

[ 41 ] Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestand eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 725 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus einem laufenden Einspruchsverfahren gegen eine ausländische Steuerbehörde.

[ 42 ] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
< 1 Jahr 70.246 60.185
1 - 5 Jahre 43.944 38.048
> 5 Jahre 12.719 13.452
Gesamt 126.909 111.685

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge und damit das wirtschaftliche Eigentum liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 61.819 TEUR (Vorjahr 66.861 TEUR) auf Mietverträge für Immobilien. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Sachanlagen kleiner einem Jahr in Höhe von 2.715 TEUR (Vorjahr 1.903 TEUR), zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 2.085 TEUR (Vorjahr 1.643 TEUR) sowie größer fünf Jahren in Höhe von 107 TEUR (Vorjahr 144 TEUR). Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 565 TEUR (Vorjahr 291 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 26.241 TEUR (Vorjahr 18.364 TEUR).

[ 4 3 ] Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf die Bilanz

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten

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In TEUR Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet Kredite und Forderungen / zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Bilanzposten zum 30.09.2017
Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert
Langfristige Vermögenswerte          
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen       5.488 5.488
Übrige Finanzanlagen   1.685 1.685   1.685
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   2.017 2.017 6.693 8.710
Kurzfristige Vermögenswerte          
Forderungen aus Fertigungsaufträgen   119.607 119.607   119.607
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   199.043 199.043 15.047 214.090
Liquide Mittel   139.266 139.266   139.266
Langfristige Schulden          
Finanzschulden   215.737 228.787   215.737
Sonstige Verbindlichkeiten       215 215
Kurzfristige Schulden          
Finanzschulden   5.202 5.202   5.202
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   18.257 18.257   18.257
Sonstige Verbindlichkeiten   22.321 22.321 65.352 87.673
Vorjahr Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet Kredite und Forderungen / zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Bilanzposten zum 30.09.2016
  Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert  
Langfristige Vermögenswerte          
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen       5.077 5.077
Übrige Finanzanlagen   2.729 2.729   2.729
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   1.988 1.988 4.703 6.691
Kurzfristige Vermögenswerte          
Forderungen aus Fertigungsaufträgen   114.130 114.130   114.130
Forderungen und sonstige Vermögenswerte   192.867 192.867 21.984 214.851
Liquide Mittel   159.821 159.821   159.821
Langfristige Schulden          
Finanzschulden   199.701 211.044   199.701
Sonstige Verbindlichkeiten       246 246
Kurzfristige Schulden          
Finanzschulden   2.367 2.367   2.367
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   15.066 15.066   15.066
Sonstige Verbindlichkeiten   25.961 25.961 70.066 96.027

Gemäß IFRS 13 sind die Finanzinstrumente den drei Levels der Fair Value Hierarchie zuzuordnen. Die Zuordnung richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Die Ermittlung der Fair Values der festverzinslichen Tranchen der langfristigen Finanzschulden, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level zwei). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.

Die Fair Values der Derivate bestimmen sich anhand marktüblicher Methoden. Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen die Fair Values der kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente den Buchwerten. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Fair Value Hierarchie wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte wie im Vorjahr nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.

[ 44 ] Management von Finanzrisiken

Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:

Liquiditätsrisiko

Ausfall- und Kreditrisiko

Marktpreisrisiko

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Eine Konzentration von Finanzrisiken liegt derzeit nicht vor.

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Zur langfristigen Liquiditätssicherung sowie zur Finanzierung der langfristigen Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR aufgenommen. Über die Hausbanken bestehen grundsätzlich Cash-Pooling-Vereinbarungen mit den meisten inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei mittelfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 2.500 TEUR (Vorjahr 2.500 TEUR) den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option, und des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die wie im Vorjahr zu einer Bewertung der Nettoverpflichtung von nahe null führen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

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In TEUR Buchwert Zahlungsverpflichtungen
30.09.2017 2017/2018 2018/2019 bis 2020/2021 2022/2023 ff.
Finanzschulden 220.939 5.484 54.333 176.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.257 18.257 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 22.321 22.321 0 0
  30.09.2016 2016/2017 2017/2018 bis 2019/2020 2021/2022 ff.
Finanzschulden 202.068 2.878 41.417 184.212
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.066 15.066 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 25.961 25.961 0 0

Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel und fix verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem spätesten Zeitraster zugeordnet.

Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend begrenzt. Wesentliche Forderungsausfälle gab es im Geschäftsjahr 2016/2017 nicht. Aufgrund der überwiegend guten Bonität unserer Kunden sowie des aktiven Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt. Die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie sonstigen Ausleihungen in Höhe von 344.092 TEUR (Vorjahr 338.401 TEUR) stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.

In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:

Ausfall- und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten

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In TEUR Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2017
Sonstige Ausleihungen 1.685 0 0 1.685
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 119.607 0 0 119.607
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153.827 38.578 4.080 196.485
Sonstige Vermögenswerte 8.034 0 152 8.186
  283.153 38.578 4.232 325.963
Vorjahr Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2016
Sonstige Ausleihungen 2.729 0 0 2.729
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 114.130 0 0 114.130
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.686 31.775 3.483 192.944
Sonstige Vermögenswerte 4.977 0 152 5.129
  279.522 31.775 3.635 314.932

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte

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In TEUR bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.646 17.946 7.986 38.578
Vorjahr bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.523 10.947 5.305 31.775

Für die fälligen sowie überfälligen nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

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In TEUR 2016/2017 2015/2016
Stand 01.10. 3.218 3.685
Zuführung 616 357
Inanspruchnahme 0 356
Auflösung 223 468
Stand 30.09. 3.611 3.218

Im Geschäftsjahr gab es keine Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen (Vorjahr 39 TEUR); die Erträge aus diesen betrugen 3 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

Der Konzern unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsinstrumente.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und

-aufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 1.282 TEUR höher (Vorjahr 1.490 TEUR höher) gewesen. Bei einem um 100 Basispunkte niedrigeren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 141 TEUR niedriger (Vorjahr 394 TEUR niedriger) gewesen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente, die eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.

Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Forderungen aus Fertigungsaufträgen) werden grundsätzlich über Devisentermingeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor.

[ 45 ] Angaben zum Kapitalmanagement

Bertrandt verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiteren Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie an den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.

Die Strategie des Bertrandt-Konzerns liegt in einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 48,3 Prozent per 30. September 2017 (Vorjahr 46,9 Prozent).

Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

[ 46 ] WpHG Mitteilungen

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6, S. 2 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Mitteilungen nach §§ 21 Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WpHG *

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

 

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;

 

29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

 

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie

 

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind. *

* Hinweis der Gesellschaft: lit a), c) und d) aufgrund nachstehend abgedruckter neuerer Stimmrechtsmitteilungen teilweise überholt, lit. b) entfallen aufgrund freiwilliger Konzernstimmrechtsmitteilung vom 16. Juni 2016.

c) Die Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

 

19. Dezember 2003 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

 

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr.h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

 

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;

 

29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

 

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

 

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

 

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie

 

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit dem Schreiben vom 17. November 2006 hat uns die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 13. November 2006 die Schwellen von 5 Prozent, 10 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und nunmehr 25,01 Prozent beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.343 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden von der Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, gehalten, und der Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.342 Stmmrechte) beträgt.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 28. Februar 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die b.invest AG mit Sitz in Ehningen, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 4,8 Prozent der Stimmrechte (486.876 Stimmrechte) beträgt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 12. August 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland, am 10. August 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und an diesem Tag 25,01 % (das entspricht 2.537.095 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche der vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart, Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, Familien Porsche-Kiesling Beteiligung GmbH, Grünwald und Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

I. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

II. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

III. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

IV. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg; Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung von Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

1. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

2. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

Sämtliche Stimmrechte des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, sind diesem nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das folgende kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt Aktiengesellschaft 3 Prozent oder mehr beträgt: Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Dr. Geraldine Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 Prozent oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Diana Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Diana Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Diana Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 Prozent oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 1. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, sowie Schreiben vom 16. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben uns folgende freiwillige Konzernstimmrechtsmitteilungen aufgrund einer konzerninternen Umstrukturierung von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche, nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 1. Juni 2016 und am 15. Juni 2016 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche nach § 22 WpHG zuzurechnen. Namen der Aktionäre mit 3 Prozent oder mehr Stimmrechte: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit den obersten beherrschenden Personen: Strang 1: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Familie WP Holding GmbH; Dr. Wolfgang Porsche Holding GmbH; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte); Strang 2: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung; Ferdinand Porsche Familien-Holding GmbH, Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 5. Juli 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Konzernstimmrechtsmitteilung von Peter Zaldivar nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Peter Zaldivar an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 26. Juni 2017 5,07 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 514.381 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Peter Zaldivar nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person: Peter Zaldivar, Kabouter Management, LLC (5,07 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 11. Juli 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 5. Juli 2017 5,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 508.295 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen. Die Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, wird weder beherrscht noch beherrscht sie andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 4. August 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die MainFirst SICAV mit Sitz in Senningerberg, Luxemburg, mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 1. August 2017 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,68 Prozent der Stimmrechte (271.771 Stimmrechte) beträgt.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 4. Oktober 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Axxion S.A. mit Sitz in Grevenmacher, Luxemburg erreicht:

Die Axxion S.A. mit Sitz in Grevenmacher, Luxemburg, hat als Mitteilungspflichtige aus dem Grund der Mitteilung „Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten“ mit dem Datum der Schwellenberührung 1. Oktober 2017 Gesamtstimmrechtsanteile gemeldet. Der neue Anteil der Stimmrechte beträgt 4,96 Prozent (letzte Mitteilung n/a), der Anteil der Instrumente 0 Prozent (letzte Mitteilung n/a) und die Summe der Anteile 4,96 Prozent (letzte Mitteilung n/a). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10143240 angegeben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen nach §§ 21, 22 WpHG wurde mitgeteilt ISIN DE000523805 absolut direkt (§ 21 WpHG) 1000, zugerechnet (§ 22 WpHG) 502529, Summe 503529, in Prozent direkt (§ 21 WpHG) 0,01 Prozent, zugerechnet (§ 22 WpHG) 4,95 Prozent, Summe 4,96 Prozent. Ferner wurde mitgeteilt, dass die Mitteilungspflichtige weder beherrscht wird, noch andere Unternehmen mit meldepflichtigen Stimmrechten beherrscht. Ergänzend wurde erläutert: Die Axxion S.A. übernimmt per 1.10.2017 die Verwaltung des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Die Stimmrechte der oben aufgeführten Aktien werden somit von der bisherigen Verwaltungsgesellschaft an die AXXION S.A. übertragen.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland erreicht:

Die BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, hat als Mitteilungspflichtige aus dem Grund der Mitteilung „Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten“ mit dem Datum der Schwellenberührung 1. Oktober 2017 Gesamtstimmrechtsanteile gemeldet. Der neue Anteil der Stimmrechte beträgt 0 Prozent (letzte Mitteilung 3,15 Prozent), der Anteil der Instrumente 0 Prozent (letzte Mitteilung 0 Prozent) und die Summe der Anteile 0 Prozent (letzte Mitteilung 3,15 Prozent). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10143240 angegeben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen nach §§ 21, 22 WpHG wurde mitgeteilt ISIN DE000523805 absolut direkt (§ 21 WpHG) 0, zugerechnet (§ 22 WpHG) 0, Summe 0, in Prozent direkt (§ 21 WpHG) 0,00 Prozent, zugerechnet (§ 22 WpHG) 0,00 Prozent, Summe 0,00 Prozent. Ferner wurde mitgeteilt, dass die Mitteilungspflichtige weder beherrscht wird, noch andere Unternehmen mit meldepflichtigen Stimmrechten beherrscht. Ergänzend wurde erläutert: Die BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft beendete per 01.10.2017 die Verwaltung des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Die Stimmrechte der oben aufgeführten Aktien, die von dem Konto dieses Fonds gehalten werden, werden somit auf die neue Verwaltungsgesellschaft übertragen.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 9. November 2017, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Herrn Hon. Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand Karl Piech erreicht:

Herrn Hon. Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand Karl Piech, Geburtsdatum 17.04.1937, hat uns als Mitteilungspflichtiger aus dem Grund der Mitteilung „Sonstiger Grund: Veräußerung eines Tochterunternehmens“ mit dem Datum der Schwellenberührung 8. November 2017 Gesamtstimmrechtsanteile gemeldet. Der neue Anteil der Stimmrechte beträgt 0 Prozent (letzte Mitteilung 25,01 Prozent), der Anteil der Instrumente 0 Prozent (letzte Mitteilung n/a) und die Summe der Anteile 0 Prozent (letzte Mitteilung n/a). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10143240 angegeben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen nach §§ 21, 22 WpHG wurde mitgeteilt ISIN DE000523805 absolut direkt (§ 21 WpHG) 0, zugerechnet (§ 22 WpHG) 0, Summe 0, in Prozent direkt (§ 21 WpHG) 0,00 Prozent, zugerechnet (§ 22 WpHG) 0,00 Prozent, Summe 0,00 Prozent. Ferner wurde mitgeteilt, dass die Mitteilungspflichtige weder beherrscht wird, noch andere Unternehmen mit meldepflichtigen Stimmrechten beherrscht. Ergänzend wurde erläutert: Diese Stimmrechtsmitteilung erfolgt gleichzeitig mit befreiender Wirkung für die Dipl. Ing. Dr. h.c. Ferdinand K. Piech GmbH, Salzburg, und die Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Salzburg. Auf Grund der Veräußerung der Beteiligungen an der Auto 2015 Beteiligungs GmbH durch die Dipl. Ing. Dr. h.c. Ferdinand K. Piech GmbH, Salzburg, werden auch der Dipl. Ing. Dr. h.c. Ferdinand K. Piech GmbH, Salzburg, und der Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Salzburg, keine Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mehr zugerechnet.

[ 47 ] Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/corporate-governance.html“.

[ 4 8 ] Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Bertrandt AG haben.

[ 4 9 ] Angaben zu Organen der Gesellschaft

Die Organe der Gesellschaft sind nahestehende Personen im Sinne des IAS 24.

Vorstand

Dietmar Bichler

Vorsitzender des Vorstands

Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay

Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen

Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart

Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau

Hans-Gerd Claus

Mitglied des Vorstands

Technik

Michael Lücke

Mitglied des Vorstands

Vertrieb

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay

Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Limited, Dunton

Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit

Markus Ruf

Mitglied des Vorstands

Finanzen

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay

Die Gesamtbezüge für aktive Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen 5.651 TEUR (Vorjahr 7.528 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts enthalten. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 112 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 81 TEUR). Darüber hinaus wurden für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.351 TEUR (Vorjahr 1.714 TEUR) passiviert und 58 TEUR (Vorjahr 43 TEUR) im Geschäftsjahr an Ruhegehältern ausbezahlt.

Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2016/2017 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

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Stück Stand 30.09.2017 Stand 30.09.2016
Dietmar Bichler 400.000 400.000
Hans-Gerd Claus 0 0
Michael Lücke 0 0
Markus Ruf 0 0
Gesamt 400.000 400.000

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jost-Global GP S.à.r.l., Luxemburg (bis 27.10.2016)

Maximilian Wölfle

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co. KG, Stuttgart

Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart

Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart

Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart

Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Horst Binnig

Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG, Neckarsulm

Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf

Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co., Ltd., Shanghai

Vice Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Shanghai Piston Co., Ltd., Shanghai

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS HUAYU AluTech GmbH, Neckarsulm

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH, St.-Leon-Rot

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg GmbH, Neuss

Vice Chairman des Board of Directors der Pierburg HUAYU Pump Technology Co. Ltd., Shanghai

Director der KSPG Holding USA, Inc., Marinette

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg Pump Technology GmbH, Neuss

Chairman des Board of Directors der KSPG (China) Investment Co., Ltd., Shanghai

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn

Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien

Vorstand des Instituts für Managementwissenschaften (IMW) der TU Wien, Wien

Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien

Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn

Mitglied des Beirats der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Karlsbad Ittersbach

Mitglied des Beirats der Karl Klink GmbH, Niefern-Öschelbronn

Mitglied des Beirats der Wittenstein AG, Harthausen

Mitglied des Beirats der EVN AG, Maria Enzersdorf

Stefanie Blumenauer

Arbeitnehmervertreterin

Kaufmännische Sachbearbeiterin

Astrid Fleischer

Arbeitnehmervertreterin

CAD-Konstrukteurin

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:

Aufsichtsratsvergütung

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In EUR Fixum 2016/2017
Dr. Klaus Bleyer 112.000
Maximilian Wölfle 64.000
Horst Binnig 40.000
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 40.000
Stefanie Blumenauer 32.000
Astrid Fleischer 32.000
Gesamt 320.000

Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter inklusive gesetzlicher Sozialabgaben. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016/2017 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:

Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder

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Stück Stand 30.09.2017 Aktien Stand 30.09.2016 Aktien
Dr. Klaus Bleyer 0 0
Maximilian Wölfle 0 0
Horst Binnig 0 0
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 0 0
Stefanie Blumenauer 0 0
Astrid Fleischer 98 98
Gesamt 98 98

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

[ 50 ] Anteilsbesitz der Bertrandt AG

Anteilsbesitz der Bertrandt AG

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In % Anteil am Eigenkapital
Inland  
Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Ehningen GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Energie GmbH, Mönsheim 100,0
Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH, Nufringen1 100,0
Bertrandt GmbH, Hamburg1 100,0
Bertrandt Grundstücks GmbH, Nufringen 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck1 100,0
Bertrandt München GmbH, München 100,0
Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Services GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Solutions GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Tappenbeck GmbH, Tappenbeck 100,0
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Immendingen1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Mönsheim1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Sassenburg1 100,0
Bertrandt Verwaltungs GmbH, Mönsheim1 100,0
b.professional GmbH, Mannheim1 100,0
Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 94,9
Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 94,9
Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 94,9
Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG (vormals Appalusa Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH), Mainz 94,8
Bertrandt Campus GmbH, Ehningen 50,0
Bertrandt Campus Grundbesitz GmbH, Ehningen 50,0
Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Pullach i. Isartal 30,0
aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 24,9
aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
MCIP tool GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
MOLLIS automotive GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
NAMENU tool GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
Ausland  
Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China 100,0
Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL, Sibiu, Rumänien 100,0
Bertrandt France S.A., Paris/Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100,0
Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 100,0
Bertrandt S.A.S., Paris/Vélizy-Villacoublay, Frankreich 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Steyr, Österreich 100,0
Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien 100,0
Bertrandt US Inc., Detroit, USA 100,0

1 Auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 30.09.2017 wird gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB verzichtet.

Die Verteilung der Stimmrechte stimmt im Wesentlichen mit den Kapitalverhältnissen überein.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 erwarb die Bertrandt Grundstücks GmbH in Nufringen 94,8 Prozent der Geschäftsanteile der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG (vormals Appalusa Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH), Mainz, für 29 TEUR. Der Unternehmensgegenstand ist im Wesentlichen die Vermietung von Grundvermögen. Mit dem Erwerb sichert der Bertrandt-Konzern die langfristige Standortentwicklung ab.

Zum Erwerbszeitpunkt verfügte die Gesellschaft über Sachanlagen in Höhe von 20.725 TEUR, sonstige Vermögenswerte in Höhe von 85 TEUR, aktive latente Steuern in Höhe von 490 TEUR, finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 20.644 TEUR, Rückstellungen in Höhe von 60 TEUR und passive latente Steuern in Höhe von 566 TEUR. Die Bilanzierung der Vermögenswerte erfolgte in Höhe des Zeitwerts. Die Anteile anderer Gesellschafter beliefen sich zum Erwerbszeitpunkt auf 1 TEUR und wurden in Höhe des entsprechenden Anteils am Eigenkapital des erworbenen Unternehmens bewertet. Im vorliegenden Konzernabschluss entfallen auf die Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG (vormals Appalusa Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH) ausschließlich konzerninterne Erträge aus der Vermietung des Grundstücks in Höhe von 2.079 TEUR sowie ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 1.343 TEUR.

Die Vermögens- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage von Gemeinschaftsunternehmen

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Langfristige Vermögenswerte 39.398 33.385
Kurzfristige Vermögenswerte 2.455 6.800
davon liquide Mittel 2.353 5.499
Langfristige Schulden 29.057 30.109
Kurzfristige Schulden 2.037 154
Ertragsteueraufwand -154 9
Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis 814 -53

Der Buchwert der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen beläuft sich auf 5.367 TEUR (Vorjahr 4.960 TEUR).

Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage von assoziierten Unternehmen

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In TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Vermögenswerte 57.804 34.423
Schulden 57.397 34.025
Umsatzerlöse 19.585 13.175
Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis 183 -47

Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen beläuft sich auf 121 TEUR (Vorjahr 117 TEUR).

Die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, die NAMENU tool GmbH, die MCIP tool GmbH und die MOLLIS automotive GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der BertrandtEntwicklungen AG & Co. OHG sowie der Bertrandt Campus GmbH und der Campus Grundbesitz GmbH entsprechen die Bilanzstichtage dem des Bertrandt-Konzerns.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 13 TEUR (Vorjahr 313 TEUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 13 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 75 TEUR (Vorjahr 1.612 TEUR).

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, hat am 2. Juli 2014 ihren Anteil an der Bertrandt AG um knapp vier Prozentpunkte erhöht. Nach dem Erwerb hält Volkswagen mittelbar rund 29 Prozent der stimmrechtsberechtigten Anteile von Bertrandt. Eine Einflussnahme auf den Aufsichtsrat oder den Vorstand der Bertrandt AG wird unverändert nicht angestrebt. Im Volkswagen Konzern wird die Bertrandt AG ab dem Erwerbszeitpunkt der weiteren Anteile als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen. Demzufolge ist der Volkswagen Konzern als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren. Sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Bertrandt und dem Volkswagen Konzern wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit allen zum Volkswagen Konzern gehörenden Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 341.139 TEUR (Vorjahr 400.045 TEUR). Daneben sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr 194 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 3.174 TEUR (Vorjahr 2.743 TEUR) erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 71.638 TEUR (Vorjahr 86.236 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr 290 TEUR). Forderungswertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 nicht vorgenommen (Vorjahr 0 TEUR).

[ 5 1 ] Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Honorar für den Abschlussprüfer

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in TEUR 2016/2017 2015/2016
Abschlussprüfung 281 294
Steuerberatungsleistungen 12 44
Sonstige Leistungen 171 314
Gesamt 464 652

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Bertrandt AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen Anfragen im Zusammenhang mit Gesetzesänderungen sowie der Betriebsprüfung. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend die Bearbeitung von Anfragen im Rahmen der grenzüberschreitenden Mitarbeiterentsendung, zu Änderungen der Rechnungslegung nach HGB beziehungsweise IFRS sowie zu Konsolidierungssachverhalten.

[ 5 2 ] Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2017 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016/2017 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.523.737,13 EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 14.165.637,13 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

[ 5 3 ] Dividende für das Geschäftsjahr 2015/2016

Die Hauptversammlung hat dem letztjährigen Dividendenvorschlag des Vorstands in Höhe von 2,50 EUR entsprochen.

[ 5 4 ] Tag der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 11. Dezember 2017 darüber entscheiden wird.

 

Ehningen, 30. November 2017

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs-grundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Ehningen, 30. November 2017

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft. Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 HGB sowie den Corporate Governance-Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Konzernerklärung zur Unternehmensführung und des Corporate Governance-Berichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstim- mung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschrif- ten und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor- derungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtge- mäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgenderSachverhalt am bedeutsamsten für die Prüfung:

1 Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Püferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen

1 Im Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, zum 30. September 2017 sind künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von € 119,6 Mio. ausgewiesen. Der Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 15,4 %. Die Position beinhaltet künftige Forderungen aus zum Bilanzstichtag noch unfertigen sowie aus fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen. Die Bewertung der künftigen Forderungen erfolgt mit den Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigungsstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlags, vermindert um etwaige entstehende Verluste, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigstellungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).

Die Kalkulation der Gesamtkosten sowie die Schätzung der zu erwartenden Erlöse und damit des zu erwartenden Gewinns vor Beginn des Auftrags sind mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der inhärenten Unsicherheit bei Schätzungen und aufgrund der Bedeutung des Postens für den Konzernabschluss war dieser Posten im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen, die internen Prozesse und Kontrollen bei der Ermittlung der Gesamtkosten und der zu erwartenden Erlöse gewürdigt. Weiter haben wir das Vorgehen und die systemtechnische Ausgestaltung zur Erfassungder angefallenen Ist-Kosten gewürdigt, die manuellen sowie im System implementierten Kontrollen zu den jeweiligen Aufträgen untersucht, und die eingerichteten Prüfschritte und Kontrollen zur Ermittlung eventueller Wertminderungen nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Systeme, Verfahren und Kontrollen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen sind aus unserer Sicht insgesamt geeignet, eine sachgerechte und stetige Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen vorzunehmen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass sowohl die Schätzungen als auch die zu eventuellen Schätzungsänderungen führenden Ereignisse und Maßnahmen hinreichend dokumentiert sind.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind unter den Ziffern 5 und 26 des Konzernanhangs enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Kon- zerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Ver- stößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschun- gen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuel- len Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. Februar 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 als Konzernabschlussprüfer der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Angelika Kraus.

 

Stuttgart, den 30. November 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kraus, Wirtschaftsprüferin

ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin

AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2016/2017

Das Geschäftsjahr 2016/2017 entwickelte sich aufgrund der anhaltend anspruchsvollen branchenspezifischen Rahmenbedingungen weniger dynamisch als erwartet. Die Abgaskrise, Unternehmensübernahmen und der Transformationsprozess in der Automobilindustrie führten zu Projektverschiebungen beziehungsweise zu verzögerten Kapazitätsabrufen und zu einem steigenden Preisdruck. Vor diesem Hintergrund konnte der Bertrandt-Konzern seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiter festigen und ausbauen.

Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2016/2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt von einem offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden, die bei Bedarf auch neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen stattfand, erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, sodass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung von Bertrandt sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf Bertrandt informieren. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG sowie des Bertrandt-Konzerns beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat setzte sich mit dem internen Kontrollsystem auseinander und hat dessen Funktionsfähigkeit überprüft. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen: am 12. Dezember 2016, am 23. Februar 2017, am 29. Mai 2017 und am 25. September 2017. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 12. Dezember 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben den regelmäßigen Themen unter anderem mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns. Außerdem wurden im Rahmen dieser Sitzung die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, die am 23. Februar 2017 in Sindelfingen stattfand, verabschiedet. Der Aufsichtsrat beriet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über den Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016/2017. Vom Wirtschaftsprüfer wurde eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung eingeholt. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit und verabschiedete den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In der Sitzung am 23. Februar 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben anderem mit den Konzernkennzahlen und den Berichten der Niederlassungen.

In der Sitzung am 29. Mai 2017 befasste sich der Aufsichtsrat neben den Berichten des Vorstands mit dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ und den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Darüber hinaus wurden die Aufsichtsräte zu aktuellen gesetzlichen Änderungen geschult. Behandelt wurden unter anderem der neue Bilanzierungsstandard IFRS 16.

In der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2017 wurde unter anderem die Konzern-Planung für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. Die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde beschlossen.

In der Sitzung am 11. Dezember 2017 hat der Aufsichtsrat diesen Bericht beschlossen und den Vorsitzenden zu dessen Unterzeichnung beauftragt und bevollmächtigt.

ORGANISATION UND ARBEIT DER AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben den Personal- und den Prüfungsausschuss gebildet. Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Herr Dr. Klaus Bleyer ist Financial Expert und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 beriet sich der Prüfungsausschuss sechs Mal. In der Sitzung am 12. Dezember 2016 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsinhalten,

- schwerpunkten und -ergebnissen. Darüber hinaus wurden die Prüfungsschwerpunkte für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. In den telefonisch durchgeführten Sitzungen am 6. Februar 2017, am 12. Mai 2017 und am 21. August 2017 wurden unter anderem die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Finanzberichte hinsichtlich Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung erörtert. In der Sitzung am 29. Mai 2017 hat sich der Prüfungsausschuss über die Gefahren für die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers und die von diesen angewendeten und zu dokumentierenden Schutzmaßnahmen beraten. In der Sitzung am 25. September 2017 wurde unter anderem die Umsetzung von Änderungen im Hinblick auf das Abschlussprüfungsreformgesetz (AReG) erörtert.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016/2017 am 12. Dezember 2016 und am 29. Mai 2017. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Begriff Corporate Governance steht für die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. In den Sitzungen am 12. Dezember 2016, 29. Mai 2017 und 25. September 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Rahmen der Sitzung am 25. September 2017 beschloss der Aufsichtsrat die aktuelle Fassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Bis auf wenige Ausnahmen folgt die Gesellschaft den Empfehlungen des Kodex. Die Abweichungen werden in der Entsprechenserklärung erläutert. Neben dem Geschäftsbericht ist insbesondere auch die Entsprechenserklärung auf der Bertrandt-Website unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich.

PRÜFUNG DER JAHRESABSCHLÜSSE

Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 23. Februar 2017 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016/2017. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2016/2017, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachdem sich der Prüfungsausschuss vorbereitend mit den Themen auseinandergesetzt hatte, befasste sich der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 11. Dezember 2017 mit dem Prozess der Abschlusserstellung sowie mit dem Rechnungslegungsergebnis. An dieser Sitzung nahmen die den Jahres- und Konzern-Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte, die unternehmensspezifischen, besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (sogenannte Key Audit Matters) und andere wesentliche Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung, die zu keinen Einwendungen führte, nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzern-Abschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2016/2017 der Bertrandt Aktiengesellschaft.

DANK

Der Aufsichtsrat dankt allen Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns im In- und Ausland für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sie haben mit großem Engagement in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld ein gutes Ergebnis erzielt.

 

Ehningen, 11. Dezember 2017

DR. KLAUS BLEYER, Vorsitzender des Aufsichtsrats