Bertrandt AG

Ehningen

Halbjahresfinanzbericht 2018/2019

Q2

Geschäftsjahr 2018/2019
Bericht zum 1. Halbjahr
1. Oktober 2018 bis 31. März 2019

Bertrandt AG
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Das erste Halbjahr auf einen Blick

GUV, CASHFLOW, BILANZ, AKTIE, MITARBEITER

TABELLE 01

IFRS 01.10.2018 -
31.03.2019
Veränderung
zum Vorjahr
in %
01.10.2017 -
31.03.2018
GuV


Gesamtleistung (in TEUR) 524.971 4,8 501.142
EBIT (in TEUR) 35.822 -0,7 36.065
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (in TEUR) 34.415 -0,9 34.721
Ergebnis nach Ertragsteuern (in TEUR) 23.368 -3,5 24.223
Cashflow


Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (in TEUR) 46.049 -14,4 53.809
Cashflow aus Investitionstätigkeit (in TEUR) -38.328 56,5 -24.487
Free Cashflow (in TEUR) 7.721 -73,7 29.322
Investitionen (in TEUR) 39.491 53,3 25.765
Bilanz


Eigenkapital (in TEUR) 402.612 7,4 374.846
Eigenkapitalquote (in %) 52,2 4,4 50,0
Bilanzsumme (in TEUR) 771.458 2,9 749.699
Aktie


Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,31 -3,8 2,40
Börsenkurs am 31.03. (in EUR)1 63,15 -31,8 92,65
Höchster Börsenkurs (in EUR)2 80,65 -26,2 109,30
Niedrigster Börsenkurs (in EUR)2 59,40 -35,6 92,20
Ausgegebene Aktien am 31.03. (Stück) 10.143.240 - 10.143.240
Marktkapitalisierung am 31.03. (in Mio. EUR) 640,5 -31,8 939,8
Mitarbeiter


Anzahl der Mitarbeiter jeweils zum 31.03. im Bertrandt-Konzern gesamt 13.400 2,7 13.047


1 Schlusskurs im Xetra-Handel.
2 Im Xetra-Handel.


Überblick

Die Entwicklung der Technologie-Trends autonomes Fahren, Vernetzung, Elektromobilität und Internet der Dinge macht den stattfindenden Wandel und den Transformationsprozess in der Automobilindustrie spürbar. Neue Technologien und Konzepte sowie die Optimierung des gesamten Wertschöpfungsprozesses stellen Hersteller und Zulieferer vor Herausforderungen. Gleichzeitig bietet diese Themenvielfalt entsprechendes Potenzial für Engineering-Dienstleister und ist wesentliche Grundlage einer mittelfristig positiven Geschäftsentwicklung. Bertrandt übernimmt mit umfassender Lösungs-, Steuerungs- und Projektmanagement-Kompetenz im Entwicklungsprozess immer mehr Verantwortung in allen gefragten Disziplinen. Neben den angestammten Kernkompetenzen ergeben sich für Bertrandt auch neue Leistungsfelder, insbesondere im Bereich der wachsenden Überlagerung von Mobilität und Daten. Diesen Rahmenbedingungen begegnet Bertrandt durch zielgerichtete Investitionen in Infrastruktur und Know-how, aber auch mit innovativen Lösungsansätzen und steigender Projektverantwortung und entwickelt damit auch zukünftig die beste Lösung für seine Kunden.

Die wichtigsten unternehmerischen Kennzahlen entwickelten sich vor diesem Hintergrund im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 wie folgt:

Die Gesamtleistung stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/2019 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 524.971 TEUR (Vorjahr 501.142 TEUR).

Das EBIT belief sich im ersten Halbjahr auf 35.822 TEUR (Vorjahr 36.065 TEUR).
Dies entspricht einer Marge von 6,8 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent).

Das im Berichtszeitraum erwirtschaftete Ergebnis nach Ertragsteuern bezifferte sich auf 23.368 TEUR (Vorjahr 24.223 TEUR).

Das Ergebnis pro Aktie betrug im ersten Halbjahr 2,31 EUR (Vorjahr 2,40 EUR).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl um 353 auf 13.400 (Vorjahr 13.047).

Die Investitionen beliefen sich auf 39.491 TEUR (Vorjahr 25.765 TEUR).

Der Free Cashflow betrug 7.721 TEUR (Vorjahr 29.322 TEUR).

Mit einer Eigenkapitalquote von 52,2 Prozent (50,6 Prozent zum 30. September 2018) gehört Bertrandt nach wie vor zu den substanzstarken Unternehmen der Branche.

Die Bilanzsumme betrug zum Ende des Berichtzeitraums 771.458 TEUR (788.395 TEUR zum 30. September 2018).

Bertrandt passt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Marktbedingungen an, um aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings zu erfüllen. Der zunehmenden Komplexität begegnet Bertrandt mit interdisziplinärer Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen und sichert sich damit seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien bildet dabei die Basis zur Umsetzung und Weiterentwicklung von individuellen Entwicklungslösungen auch in neuen Branchen.

Halbjahresbericht

Konzern-Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell und Strategie

Seit über 40 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Technologiepartner an 56 Standorten in Europa, Asien und den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Zusätzlich werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. So werden in unseren Technologiezentren, die sich in Kundennähe befinden, Projekte unterschiedlichster Größe gemeinsam vorangetrieben. Diese verfügen über eigene Designstudios, Elektroniklabore sowie Versuchs- und Testeinrichtungen. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller und viele Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Dabei lassen Beständigkeit, Verlässlichkeit und Investition in Infrastruktur und technische Anlagen Kundenbeziehungen wachsen. Das sind für Bertrandt wesentliche Erfolgsfaktoren.

Auslandsaktivitäten

Mit seinen 14 Auslandsstandorten in Europa, den USA und Asien verfolgt Bertrandt die Strategie, eine hohe Kundenorientierung durch projektbezogene Standortdiversifikation sicherzustellen. In enger organisatorischer Verzahnung mit den deutschen Niederlassungen bietet Bertrandt so seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum an, um weltweit schnell und effizient Entwicklungslösungen zu erarbeiten.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Abkühlung der Weltwirtschaft hat sich seit Frühjahr 2018 angekündigt und wird zu Beginn des Jahres 2019 aufgrund der wirtschaftspolitischen Risiken sowie der verschlechterten Finanzierungsbedingungen in vielen Schwellenländern weiterhin bestätigt. Der Welthandel wuchs im zweiten Halbjahr 2018 langsamer als zuvor, im ersten Quartal 2019 gehen die Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose von einer weiteren Verlangsamung aus. Das Statistische Bundesamt geht von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,8 Prozent in 2019 aus und damit ebenfalls von einer abnehmenden Dynamik. Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession wird allerdings als gering eingeschätzt, die Konjunktur stabilisiere sich wohl auf diesem Niveau.

56 Standorte weltweit gehören zum Bertrandt-Konzern.

Branchenentwicklung

Weltweit ging der Automobilabsatz im Jahr 2018 laut LMC Automotive um 0,7 Prozent auf rund 94,6 Mio. Einheiten zurück. Dabei haben sich die Automobilmärkte heterogen entwickelt. Aufgrund der Einflüsse der neuen WLTP-Regularien hat sich vor allem der europäische Pkw-Markt im letzten Quartal 2018 schwächer als erwartet entwickelt. Der Absatz in China ist seit Juli 2018 rückläufig, 2018 wurden hier 3,1 Prozent weniger abgesetzt als im Vorjahr. Der US-amerikanische Markt konnte sein Vorjahresniveau halten.

Der Transformationsprozess in der Automobilbranche wird im Wesentlichen von den Erfordernissen hinsichtlich Klimaschutz und des erhöhten Mobilitätsbedarfs beeinflusst. Daher wird die Entwicklung neuer Antriebslösungen, insbesondere die Elektromobilität, aber auch von Technologien zur weiteren Digitalisierung und Vernetzung, mit großem Engagement und entsprechenden Investitionsprogrammen in die Zukunft vorangetrieben. Diesen Herausforderungen begegnen die Hersteller in heterogener Weise, parallel werden Restrukturierungs- und Kosteneinsparprogramme gestartet.

In der zivilen Luftfahrt sind die Wachstumstreiber wie in den Vorjahren das globale Wirtschaftswachstum, der staatlich reglementierte Umweltschutz und die Treibstoffpreise. Einen globalen Wachstumstrend sehen die beiden großen Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing auf dieser Basis weiterhin gegeben. Airbus rechnet in den kommenden 20 Jahren mit einem weiter steigenden Bedarf an Verkehrsflugzeugen. In den Jahren 2018 bis 2037 würden weltweit voraussichtlich rund 37.400 neue Passagier- und Frachtmaschinen benötigt, was einem Marktwert von rund 5,2 Mrd. EUR entspricht. Boeing geht im gleichen Zeitraum von einem noch höheren Volumen aus und prognostiziert 42.700 neue zivile Flugzeuge bis 2037. Den Marktwert beziffert Boeing dabei auf rund 5,6 Mrd. EUR.

In den vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie hält die Unsicherheit an. Der für die Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie den Maschinen- und Anlagenbau wichtige Ceschäftsklima-Index des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. - für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland stieg im März auf 99,6 Punkte nach 98,7 Punkten im Februar, im Dezember wurde die aktuelle Geschäftslage noch mit 101 Punkten bewertet. Die Entwicklung in diesen Branchen wird wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bildet die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten - von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Potenziale in den Branchen Energie, Medizin und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau bieten auch Wachstumsmöglichkeiten für externe Entwicklungspartner wie Bertrandt.

524.971 TEUR betrug die Gesamtleistung des Bertrandt Konzerns im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019.

GESCHÄFTSVERLAUF

Entwicklung des ersten Halbjahres im Geschäftsjahr 2018/2019

Anhaltende Wachstumsdynamik in kundenspezifischen und technologischen Segmenten einerseits sowie parallele Verzögerungen in der Projektvergabe andererseits stellen heterogene Rahmenbedingungen für Bertrandt dar. Diese spiegeln sich in der Entwicklung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/2019 wider. Bertrandt investiert nachhaltig in die Zukunftsfelder Elektromobilität und autonomes Fahren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wies das erste Halbjahr einen Arbeitstag mehr auf als im Geschäftsjahr 2017/2018.

Gesamtleistung

Die Gesamtleistung hat sich im Berichtszeitraum von 501.142 TEUR auf 524.971 TEUR gesteigert. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 4,8 Prozent.

Aufwandskennzahlen

Die Aufwendungen entwickelten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 wie folgt: Der Materialaufwand reduzierte sich auf 45.495 TEUR (Vorjahr 48.906 TEUR). Durch den fortgesetzten Aufbau von Mitarbeitern und eine allgemeine Lohnsteigerung erhöhte sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum auf 377.035 TEUR (Vorjahr 354.923 TEUR). Die Personalaufwandsquote betrug 71,8 Prozent (Vorjahr 70,8 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem aufgrund höherer Flächen-, Personalbeschaffungs- und -qualifizierungskosten auf 54.918 TEUR (Vorjahr 49.076 TEUR) gestiegen.

EBIT

Das EBIT von Bertrandt belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 auf 35.822 TEUR (Vorjahr 36.065 TEUR). Dies entspricht einer Marge von 6,8 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent). Aufgrund von Anlaufkosten für neue technische Einrichtungen, Einarbeitung neuer Mitarbeiter und kundenspezifischen Auslastungsschwankungen bewegte sich das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis belief sich nahezu unverändert auf -1.407 TEUR (Vorjahr -1.344 TEUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 34.415 TEUR (Vorjahr 34.721 TEUR). Bei einer Ertragsteuerquote von 28,6 Prozent (Vorjahr 26,8 Prozent) wurde ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 23.368 TEUR (Vorjahr 24.223 TEUR) erzielt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. März 2019 auf 771.458 TEUR (788.395 TEUR zum 30. September 2018). Auf der Aktiv-Seite stiegen aufgrund der fortgesetzten Investitionstätigkeit die langfristigen Vermögenswerte zum Stichtag auf 339.855 TEUR (318.914 TEUR zum 30. September 2018). Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 431.603 TEUR (469.481 TEUR zum 30. September 2018). Der Rückgang resultiert im Saldo aus gestiegenen Vertragsforderungen sowie reduzierten kurzfristigen Forderungen und Zahlungsmitteln. Auf der Passiv-Seite addierten sich die kurzfristigen Schulden auf 142.093 TEUR (166.911 TEUR zum 30. September 2018), wobei sich insbesondere die sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen reduzierten. Die langfristigen Schulden beliefen sich auf 226.753 TEUR (222.608 TEUR zum 30. September 2018). Das Eigenkapital stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/2019 auf 402.612 TEUR (398.876 TEUR zum 30. September 2018) trotz der Auszahlung einer Dividende an die Anteilseigner in Höhe von 20.190 TEUR. Die Eigenkapitalquote erreichte 52,2 Prozent (50,6 Prozent zum 30. September 2018).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 46.049 TEUR (Vorjahr 53.809 TEUR). Dieser ist im Wesentlichen beeinflusst durch das positive Periodenergebnis sowie die Umkehr der zum 30.09.2018 erhöhten Mittelbindung in den finanziellen Forderungen und den Vertragsforderungen. Korrelierend zur Umsatzsteigerung und der damit einhergehenden höheren Mittelbindung hat sich der operative Cashflow im direkten Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Ausgaben für Investitionen stiegen im Vergleich zum Vorjahr weiter an, wodurch sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit -38.328 TEUR (Vorjahr -24.487 TEUR) ergab. Zum Ende des ersten Halbjahres ergab sich damit ein Free Cashflow von 7.721 TEUR (Vorjahr 29.322 TEUR).

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden bedarfsorientiert 37.919 TEUR in Gebäude und technische Anlagen investiert (Vorjahr 22.663 TEUR). Die Schwerpunkte lagen dabei vorwiegend auf Testeinrichtungen für Elektromobilität und der Ausrüstung für mobile Emissionsmessung. Das Unternehmen möchte so gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und damit kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren.

Personal

Bertrandt verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 erneut einen Mitarbeiteraufbau. Zum 31. März 2019 waren 13.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 wuchs die Belegschaft um 171 Personen (13.229 zum 30. September 2018).

13.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zum Stichtag bei Bertrandt beschäftigt.

Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern um 353 Personen (13.047 zum 31. März 2018). Aktuelle Informationen zum Personalmanagement finden Sie auf der Bertrandt-Homepage www.bertrandt. com unter der Rubrik Karriere.

Risikobericht

Bertrandt ist als international tätiger Ingenieurdienstleister unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Über die relevanten Fakten wurde im Geschäftsbericht 2017/2018 ausführlich berichtet. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2018/2019 wird, wie dort beschrieben, weiterhin von zahlreichen Entwicklungen in der Automobilbranche beeinflusst, deren Fortgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im laufenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Insgesamt hat sich die Unsicherheit bezüglich der volkswirtschaftlichen und kundenseitigen Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr erhöht. Die Auswirkungen auf das Vergabeverhalten der Automobilhersteller sind nur schwer und nicht abschließend abzuschätzen. Der Vorstand der Bertrandt AG sieht daher eine gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass sich die im Chancen- und Risikobericht erwähnten Risiken auf den Geschäftsverlauf bei Bertrandt auswirken könnten. Perspektiven in den Kernbranchen von Bertrandt und deren zugrundeliegenden Technologietrends sind jedoch nach wie vor intakt. Eine breite strategische Ausrichtung sowie die solide finanzielle Basis des Konzerns bilden auch zukünftig ein stabiles Fundament für die Geschäftsentwicklung.

Potenziale

Der Wandel und der Transformationsprozess in der Automobilindustrie sind spürbar, dies spiegelt sich in der Entwicklung der Technologie-Trends autonomes Fahren, Vernetzung, Elektromobilität und Internet der Dinge wider. Neue Technologien und Konzepte sowie die Optimierung bestehender Abläufe stellen Hersteller und Zulieferer vor Herausforderungen. Die Vielfalt der Themen nimmt weiterhin zu und fordert Bertrandt als Generalist wie auch als Spezialist. Als lösungsorientiertes Engineering-Unternehmen richtet sich der Konzern an Markt- und Kundenanforderungen aus und investiert daher ebenso in die Infrastruktur wie in die Kompetenz seiner Mitarbeiter. Neben den angestammten Geschäftsfeldern ergeben sich dadurch auch neue Themen, Leistungen und Kooperationsmöglichkeiten, die Bertrandt zunehmend nutzt, um die jeweils beste Lösung für seine Kunden zu entwickeln. Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, um sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden. Zudem setzt Bertrandt hier auf agile Einheiten mit Start-up-Charakter und fokussiert Branchen und Kunden in den Bereichen Medizintechnik, Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning oder Big Data.

84,9 Mio. Automobile sollen laut VDA im laufenden Kalenderjahr neu zugelassen werden.

Prognosebericht und Ausblick

Die weltweite konjunkturelle Entwicklung für das erste Halbjahr 2019 lässt sich laut den Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose nicht eindeutig prognostizieren. Die Stimmung und die Auftragseingänge in der Industrie sind gesunken, dämpfend auf die US-Produktion wirkt sich wohl auch die dortige Haushaltssperre zu Beginn des Jahres aus. Allerdings sind Aktienkurse und Rohstoffpreise seit Jahresanfang wieder gestiegen. Es deutet darauf hin, dass der Aufschwung in den USA weiter andauert und die wirtschaftspolitischen Maßnahmen in China allmählich Wirkung zeigen. In den Jahren 2019 und 2020 wird jeweils mit einer Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion in den USA, in China und dem Euroraum von insgesamt 2,7 Prozent gerechnet. Die US-Wirtschaft soll im laufenden Jahr um 2,3 Prozent wachsen. In China wird ein im Vergleich zum Vorjahr niedrigerer Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts mit 6,2 Prozent prognostiziert. Die Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union soll um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2019 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent. Solange sich die politischen Risiken nicht ausweiten, halten die Institute die Gefahr einer ausgeprägten Rezession aber bislang für gering.

In der Automobilindustrie wird 2019 laut LMC Automotive mit einem weltweiten Wachstum des Absatzes um 0,1 Prozent gerechnet. Der Anteil Chinas an den globalen Automobilverkäufen ist mit rund 29 Prozent entscheidend. Das Marktumfeld ist aufgrund der Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung der internationalen Handelskonflikte sowie der Konjunktur weiterhin angespannt. Der Branchenverband VDA rechnet momentan mit 84,9 Mio. neu zugelassenen Automobilen weltweit für das laufende Kalenderjahr. Im jüngst erschienenen "Stimmungsbarometer Automotive" von PwC Strategy& bewerten 200 deutsche Manager aus der Automobilbranche die Bereiche Batterietechnologie, Effizienz und Schadstoffreduzierung von Verbrennungsmotoren sowie autonomes Fahren als die wesentlichen Innovations- und Entwicklungsfelder für die Branche. Im Bereich der Elektromobilität wird von zwei Dritteln der befragten Unternehmen mit einem Wachstum der Neuzulassungen bis 2020 um mehr als 10 Prozent gerechnet. Branchenübergreifende Kooperationen sind für 90 Prozent ein wichtiger Ansatzpunkt zur Weiterentwicklung in der Batterietechnologie. Die für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung bei Bertrandt wichtige Fremdvergabe von Entwicklungsaufträgen in der Automobilindustrie setzt sich laut Experten weiter fort. Die Unternehmensberatung Berylls prognostiziert in einer aktuellen Studie hierfür ein globales Marktwachstum von 11,1 Mrd. EUR in 2017 auf 18,3 Mrd. EUR in 2023. Speziell der deutsche Markt steigt in diesem Zeitraum von 4,1 Mrd. EUR auf 6,3 Mrd. EUR, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent entspricht.

In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen "Flightpath 2050"-Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die CO2 -Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.

In den übrigen Branchen außerhalb der Automobilindustrie sind die Prognosen, beeinflusst von den herrschenden wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten, vorsichtig. Die Unternehmen blicken aber laut Geschäftsklima-Index des ifo Instituts merklich optimistischer auf die kommenden sechs Monate. Für die deutsche Elektroindustrie erwarten die Experten des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) in 2019 ein Marktwachstum von einem Prozent. Herausforderungen sind die Transformation bestehender und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Hinblick auf die Digitalisierung, der Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Anwendungen von künstlicher Intelligenz im Industrie- und B2B-Bereich. Der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) erwartet für 2019 ein Wachstum des Weltmarkts in den Hightech-Branchen in Höhe von drei bis vier Prozent. Die deutsche Medizintechnik, die hoch innovativ, gut positioniert und international wettbewerbsfähig ist, kann von dieser Entwicklung profitieren, so die Experten.

Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2018/2019 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends umweltfreundliche individuelle Mobilität, autonomes und vernetztes Fahren sowie steigende Modell- und Variantenvielfalt sind intakt und bieten Perspektiven für die Zukunft. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand die kommunizierte Einschätzung des Wachstums der Gesamtleistung zwischen 20 und 50 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018/2019. Das EBIT in diesem Berichtszeitraum soll sich im Verhältnis zur Gesamtleistung zwischen sieben und neun Prozent bewegen. Daraus ergibt sich ein EBIT zwischen 72,9 und 96,4 Mio. EUR. Im zweiten Halbjahr 2019 wird mit einer Reduzierung der Anlaufkosten und einer verbesserten Auslastung gerechnet, sodass analog den verbesserten Erwartungen der globalen Wirtschaftsentwicklung und unserer Kunden weiterhin von einer positiven Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen wird. Maßgeblich wird hierfür insbesondere das vierte Quartal des Bertrandt Geschäftsjahres mit 66 Arbeitstagen sein.

Der Markt bietet auch 2019 unternehmerische Perspektiven. Infolgedessen wird Bertrandt gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und so kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren, wie beispielsweise mit der Eröffnung des Hochvolt-Batterie-Prüfzentrums in Ehningen im dritten Quartal. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2018/2019 von einem Investitionsvolumen zwischen 60 und 80 Mio. EUR aus, das bedarfsorientiert auch höher ausfallen könnte. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht korrespondierend mit der EBIT-Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Höhe der Ausweitung ergibt sich in Abhängigkeit der Mittelbindung im Bereich der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Forderungen im Zuge der Gesamtleistungsentwicklung.

60 - 80 Mio. EUR sollen im Geschäftsjahr 2018/2019 investiert werden.

Die Bertrandt-Aktie

Der DAX eröffnete am 2. Januar 2019 mit 10.477 Punkten das zweite Quartal des Bertrandt-Geschäftsjahres 2018/2019 und schloss am letzten Handelstag auf 11.526 Punkte. Im selben Zeitraum startete der SDAX mit 9.510 Punkten und stieg bis zum Ende der Periode auf 10.932 Punkte. Der Prime Automobile Performance-Index bewegte sich zwischen 1.222 und 1.298 Punkten.

Die Bertrandt-Aktie startete mit einem Eröffnungswert von 67,9 EUR im Xetra-Handel in das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019. Der Tiefstwert von 59,40 EUR im Berichtszeitraum wurde am 28. März 2019 markiert. Ihr Hoch erreichte die Aktie am 1. Oktober 2018 mit einem Wert von 80,65 EUR. Am letzten Handelstag schloss die Bertrandt-Aktie im Xetra-Handel mit einem Wert von 63,15 EUR. Das durchschnittliche Handelsvolumen pro Tag belief sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 auf 6.423 Stück (Vorjahreszeitraum 15.679 Stück).

Einschätzungen von Analysten zur Kursentwicklung der Bertrandt-Aktie und zum Unternehmen finden Sie auf der Bertrandt-Homepage www. bertrandt.com unter der Rubrik Investor Relations.

Konzern-Halbjahresabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUST- SOWIE GESAMTERGEBNISRECHNUNG

TABELLE 09

In TEUR Q2 Q2 Q1 + Q2 Q1 + Q2
01.10. bis 31.03. 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
I. Gewinn- und Verlustrechnung



Umsatzerlöse 262.505 250.916 524.577 499.408
Andere aktivierte Eigenleistungen 207 1.088 394 1.734
Gesamtleistung 262.712 252.004 524.971 501.142
Sonstige betriebliche Erträge 2.234 2.319 4.522 4.335
Materialaufwand -20.993 -25.056 -45.495 -48.906
Personalaufwand -190.700 -178.853 -377.035 -354.923
Abschreibungen -8.212 -8.235 -16.223 -16.507
Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.550 -23.883 -54.918 -49.076
EBIT 17.491 18.296 35.822 36.065
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 124 113 252 208
Zinserträge 72 57 116 235
Finanzierungsaufwendungen -841 -1.013 -1.780 -1.788
Übriges Finanzergebnis 5 0 5 1
Finanzergebnis -640 -843 -1.407 -1.344
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.851 17.453 34.415 34.721
Sonstige Steuern -884 -852 -1.707 -1.618
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.967 16.601 32.708 33.103
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4.525 -4.142 -9.340 -8.880
Ergebnis nach Ertragsteuern 11.442 12.459 23.368 24.223
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG 11.442 12.459 23.368 24.223
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.095 10.091 10.095 10.091
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert 1,13 1,23 2,31 2,40
II. Gesamtergebnis



Ergebnis nach Ertragsteuern 11.442 12.459 23.368 24.223
Unterschiede aus Währungsumrechnung1 345 -267 445 -467
Neubewertung von Pensionsverpflichtungen -30 234 -60 -60
Steuereffekte auf die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen 9 -70 18 18
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 324 -103 403 -509
Gesamtergebnis 11.766 12.356 23.771 23.714
davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG 11.766 12.356 23.771 23.714


1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.


KONZERN-BILANZ

TABELLE 10

Aktiva

In TEUR 31.03.2019 30.09.2018
Immaterielle Vermögenswerte 13.571 13.724
Sachanlagen 304.359 282.104
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.375 1.408
Nach der Equity-Methode bewertete Anteile 6.109 5.874
Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.711 3.585
Sonstige Forderungen 8.573 8.895
Latente Ertragsteueransprüche 2.157 3.324
Langfristige Vermögenswerte 339.855 318.914
Vorräte 3.920 1.156
Vertragsforderungen 139.734 121.100
Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte 182.150 240.384
Sonstige Forderungen 17.625 14.515
Ertragsteuerforderungen 13.019 3.921
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 75.155 88.405
Kurzfristige Vermögenswerte 431.603 469.481
Aktiva gesamt 771.458 788.395


Passiva

In TEUR
31.03.2019 30.09.2018
Gezeichnetes Kapital 10.143 10.143
Kapitalrücklage 29.713 29.713
Gewinnrücklagen 323.316 323.161
Sonstiges Ergebnis -3.502 -3.905
Konzern-Bilanzgewinn 42.942 39.764
Eigenkapital 402.612 398.876
Finanzschulden 199.838 199.810
Sonstige Verbindlichkeiten 421 447
Rückstellungen 10.000 9.740
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 16.494 12.611
Langfristige Schulden 226.753 222.608
Finanzschulden 15.695 18.339
Vertragsverbindlichkeiten 14.309 6.354
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.197 17.849
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.920 22.517
Sonstige Verbindlichkeiten 55.616 64.648
Sonstige Rückstellungen 21.570 36.433
Ertragsteuerrückstellungen 786 771
Kurzfristige Schulden 142.093 166.911
Passiva gesamt 771.458 788.395


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

TABELLE 11

In TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstiges Ergebnis




Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Neubewertung von
Pensionsverpflichtungen
Gesamt
Stand 30.09.2018 10.143 29.713 323.161 -1.893 -2.012 -3.905
Umstellungseffekt IFRS 9

155


Stand 01.10.2018 10.143 29.713 323.316 -1.893 -2.012 -3.905
Ergebnis nach Ertragsteuern





Sonstiges Ergebnis nach Steuern


4451 -42 403
Gesamtergebnis


445 -42 403
Dividendenausschüttung





Stand 31.03.2019 10.143 29.713 323.316 -1.448 -2.054 -3.502
Vorjahr





Stand 01.10.2017 10.143 29.374 301.244 -1.823 -2.102 -3.925
Ergebnis nach Ertragsteuern





Sonstiges Ergebnis nach Steuern


-4671 -42 -509
Gesamtergebnis


-467 -42 -509
Dividendenausschüttung





Stand 31.03.2018 10.143 29.374 301.244 -2.290 -2.144 -4.434


In TEUR Bilanzgewinn Gesamt



Stand 30.09.2018 39.764 398.876
Umstellungseffekt IFRS 9
155
Stand 01.10.2018 39.764 399.031
Ergebnis nach Ertragsteuern 23.368 23.368
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
403
Gesamtergebnis 23.368 23.771
Dividendenausschüttung -20.190 -20.190
Stand 31.03.2019 42.942 402.612
Vorjahr

Stand 01.10.2017 39.524 376.360
Ergebnis nach Ertragsteuern 24.223 24.223
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
-509
Gesamtergebnis 24.223 23.714
Dividendenausschüttung -25.228 -25.228
Stand 31.03.2018 38.519 374.846


1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

TABELLE 12

In TEUR
01.10. bis 31.03.
2018/2019 2017/2018
1. Ergebnis nach Ertragsteuern 23.368 24.223
2. Ertragsteueraufwand/ertrag 9.340 8.880
3. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -252 -208
4. Zinserträge -116 -235
5. Finanzierungsaufwendungen 1.780 1.788
6. Übriges Finanzergebnis -5 -1
7. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.223 16.507
8. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -14.923 -12.516
9. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -124 -448
10. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -70 -284
11. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 52.487 29.446
12. Zunahme/Abnahme der Vertragsforderungen -18.634 9.409
13. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.288 -8.923
14. Gezahlte Ertragsteuer -12.392 -10.803
15. Erhaltene Ertragsteuer 0 307
16. Gezahlte Zinsen -3.444 -3.442
17. Erhaltene Zinsen 99 109
18. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-17.) 46.049 53.809
19. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 866 626
20. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 297 652
21. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -37.919 -22.663
22. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.345 -2.912
23. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -227 -190
24. Cashflow aus Investitionstätigkeit (19.-23.) -38.328 -24.487
25. Dividendenauszahlungen -20.190 -25.228
26. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzschulden -968 -968
27. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (25.-26.) -21.158 -26.196
28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (18.+24.+27.) -13.437 3.126
29. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 187 -256
30. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 88.405 139.266
31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (28.-30.) 75.155 142.136


KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN

Tabelle 13

In TEUR Digital Engineering Physical Engineering Elektrik/Elektronik
01.10. bis 31.03. 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
Umsatzerlöse gesamt 317.777 308.866 113.967 110.944 114.817 107.465
Transfers zwischen den Segmenten 12.475 14.964 4.478 7.442 5.031 5.461
Segmentumsatzerlöse 305.302 293.902 109.489 103.502 109.786 102.004
Andere aktivierte Eigenleistungen 138 232 194 46 62 1.456
Segmentgesamtleistung 305.440 294.134 109.683 103.548 109.848 103.460
EBIT 17.268 18.006 8.017 8.181 10.537 9.878
01.01. bis 31.03. 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
Umsatzerlöse gesamt 160.492 152.343 53.010 54.132 58.083 53.272
Transfers zwischen den Segmenten 5.714 3.289 1.771 3.819 1.595 1.723
Segmentumsatzerlöse 154.778 149.054 51.239 50.313 56.488 51.549
Andere aktivierte Eigenleistungen 25 115 138 17 44 956
Segmentgesamtleistung 154.803 149.169 51.377 50.330 56.532 52.505
EBIT 7.909 9.455 4.228 3.677 5.354 5.164


In TEUR Summe nach Geschäftsfeldern
01.10. bis 31.03. 2018/2019 2017/2018
Umsatzerlöse gesamt 546.561 527.275
Transfers zwischen den Segmenten 21.984 27.867
Segmentumsatzerlöse 524.577 499.408
Andere aktivierte Eigenleistungen 394 1.734
Segmentgesamtleistung 524.971 501.142
EBIT 35.822 36.065
01.01. bis 31.03. 2018/2019 2017/2018
Umsatzerlöse gesamt 271.585 259.747
Transfers zwischen den Segmenten 9.080 8.831
Segmentumsatzerlöse 262.505 250.916
Andere aktivierte Eigenleistungen 207 1.088
Segmentgesamtleistung 262.712 252.004
EBIT 17.491 18.296


AKTIENBESITZ DER ORGANMITGLIEDER

TABELLE 14

Stück Aktien Aktien

Stand 31.03.2019 Stand 30.09.2018
Organmitglieder mit Aktienbesitz

Dietmar Bichler (bis 20.02.2019 Vorstand, seit 20.02.2019 Aufsichtsrat) 400.000 400.000
Astrid Fleischer (bis 20.02.2019 Aufsichtsrat) 101 101
Gesamt 400.101 400.101


Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Die übrigen Organmitglieder halten keine Aktien der Bertrandt AG.

Verkürzter Konzern-Anhang

GRUNDLAGEN

Der Konzern-Abschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart), zum 30. September 2018 wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

In dem vorliegenden ungeprüften Konzern-Halbjahresabschluss zum 31. März 2019, der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 ("Interim Financial Reporting") erstellt wurde, kamen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden zur Anwendung wie im Konzern-Abschluss für das Geschäftsjahr 2017/2018. Die ergänzend nach § 315e Absatz 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften, alle für das Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex wurden berücksichtigt.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzern-Abschlusses des Geschäftsberichts 2017/2018 veröffentlicht. Dieser ist auch im Internet unter www.bertrandt.com abrufbar.

Der Halbjahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

Seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.

TABELLE 15

Standard/
Interpretation

Anwendungspflicht1 Auswirkung
IFRS 2 Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen 01.01.2018 keine
IFRS 4 Änderungen an IFRS 4: Versicherungsverträge - Anwendung von IFRS 9
Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge
01.01.2018 keine
IFRS 9 Änderungen an IFRS 9: Finanzinstrumente 01.01.2018 Ausweitung der Anhangangaben
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Klarstellungen zu IFRS 15 01.01.2018 Ausweitung der Anhangangaben
IAS 40 Änderungen an IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018 keine
IFRIC 22 Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen 01.01.2018 keine
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 01.01.2018 Einzelfallprüfung


1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.


Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2018/2019 nicht verpflichtend anzuwenden. Bertrandt wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

TABELLE 16

Standard/
Interpretation

Anwendungspflicht1 Voraussichtliche
Auswirkung
IFRS 32 Änderung an IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse - Klarstellungen zur Definition eines Geschäftsbetriebs 01.01.2020 keine
IFRS 9 Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
IFRS 172 Versicherungsverträge 01.01.2021 keine
IAS 1 und IAS 82 Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition der Wesentlichkeit 01.01.2020 Derzeit in Prüfung
IAS 19 Änderungen an IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer - Planänderung, -kürzung oder -abgeltung 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
IAS 28 Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 01.01.2019 Derzeit in Prüfung,
Ausweitung der Anhangangaben
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019 Derzeit in Prüfung
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015-2017
Änderungen am Conceptual Framework der IFRS-Standards2
01.01.2019/
01.01.2020
Einzelfallprüfung


1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
2 Noch nicht von der EU genehmigt.


IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der aus der Erstanwendung von IFRS 9 resultierende Umstellungseffekt wurde zum Erstanwendungszeitpunkt im Eigenkapital erfasst. Insgesamt ergab sich durch die erstmalige Anwendung von IFRS 9 eine Erhöhung des Eigenkapitals zum 30.09.2018 nach Berücksichtigung von latenten Steuern in Höhe von 155 TEUR, welche vollständig auf die Verminderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen waren. Die Erstanwendung von IFRS 9 hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine Anpassung der Vergleichsangaben des Vorjahres wird nicht vorgenommen. Weitere Erläuterungen zu den allgemeinen Änderungen nach IFRS 9 können der Seite 82 des Geschäftsberichts 2017/2018 entnommen werden.

In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung der Wertberichtigungen zum 1. Oktober 2018 sowie deren Fortentwicklung zum 31. März 2019 dargestellt:

ÜBERLEITUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN

TABELLE 17

In TEUR Wertberichtigung
gem. IAS 39
Neubewertung Wertberichtigung
gem. IFRS 9
Veränderung
Wertberichtigung
Wertberichtigung
gem. IFRS 9

30.09.2018
01.10.2018 Q2 2018/2019 31.03.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.103 -260 843 219 1.062
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 39 39 -5 34
Gesamt 1.103 -221 882 214 1.096


IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

Nach Analyse der Kundenverträge im Bertrandt-Konzern wurde festgestellt, dass die Umsetzung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzern-Abschluss führen wird.

Der neue Standard führt lediglich zu einer Umbenennung der folgenden Bilanzpositionen:

"Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen" werden als "Vertragsforderungen" ausgewiesen

"Sonstige Verbindlichkeiten" werden aufgeteilt in "Sonstige Verbindlichkeiten" und "Vertragsverbindlichkeiten"

Erhaltene Anzahlungen, die in Vorperioden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, werden ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen

Weitere Erläuterungen zu den allgemeinen Änderungen nach IFRS 15 können dem Geschäftsbericht 2017/2018 auf den Seiten 82-83 entnommen werden.

Darstellung des Halbjahresabschlusses

Zum besseren Verständnis wird die Bilanz ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 auf der Aktiv- und Passivseite um folgende Bilanzposten erweitert: "Finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Sonstige Forderungen" und "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten". Die finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die im Anwendungsbereich des IFRS 7 liegenden Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Die bisherigen übrigen Finanzanlagen werden unter den langfristigen finanziellen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Einstufung nach Fristigkeiten entspricht dem Vorjahr. Innerhalb des Eigenkapitals erfolgt der Ausweis der Gewinnrücklagen und des sonstigen Ergebnisses separat.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen.

Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen und Gesellschaften, bei denen sich Bertrandt mittelbar oder unmittelbar die Beherrschung teilt, als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Die Zusammensetzung des Bertrandt-Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

KONSOLIDIERUNGSKREIS

TABELLE 18

01.10.- 31.03. 2018/2019
Bertrandt AG und vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 48
Inland 39
Ausland 9
Assoziierte Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen 15
Inland 15
Ausland 0
Gesamt 63


Folgende neu gegründete Gesellschaften wurden erstmalig in den Konzern-Abschluss mit einbezogen: die Bertrandt Development GmbH in Ehningen, die Bertrandt Innovation GmbHs in München und Tappenbeck, die Bertrandt Medizintechnik GmbH in Ehningen, die Bertrandt Mobility GmbH in Ehningen, die Bertandt Neo GmbH in Tappenbeck und die Bertrandt Technologie GmbH in Regensburg.

Des Weiteren wurden die assoziierten Unternehmen SADONA tool GmbH und SIDENO tool GmbH jeweils in Pullach i. Isartal erstmalig in den Konzern-Abschluss mit einbezogen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Bei Tochtergesellschaften, die ihren Halbjahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Halbjahresabschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs des Berichtszeitraums umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführter monetärer Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

TABELLE 19

Im Verhältnis zu einem Euro
Mittlerer Stichtagskurs Halbjahresdurchschnittskurs


31.03.2019 31.03.2018 2018/2019 2017/2018
China CNY 7,5618 7,7690 7,7781 7,8045
Großbritannien GBP 0,8570 0,8765 0,8802 0,8854
Rumänien RON 4,7628 4,6583 4,6972 4,6379
Türkei TRY 6,3496 4,9204 6,1976 4,5858
Ungarn HUF 321,1900 312,4000 320,5370 311,3040
USA USD 1,1230 1,2323 1,1389 1,2033


ANGABEN NAHESTEHENDE PERSONEN

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, hat am 2. Juli 2014 ihren Anteil an der Bertrandt AG um knapp vier Prozentpunkte erhöht. Nach dem Erwerb hält Volkswagen mittelbar rund 29 Prozent der stimmrechtsberechtigten Anteile von Bertrandt. Eine Einflussnahme auf den Aufsichtsrat oder den Vorstand der Bertrandt AG wird unverändert nicht angestrebt. Im Volkswagen Konzern wird die Bertrandt AG ab dem Erwerbszeitpunkt der weiteren Anteile als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen. Demzufolge ist der Volkswagen Konzern als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren. Sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Bertrandt und dem Volkswagen Konzern wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit allen zum Volkswagen Konzern gehörenden Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 162.541 TEUR (Vorjahr 168.749 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 66.176 TEUR (Vorjahr 61.114 TEUR).

FAIR-VALUE-ANGABEN

Die Prinzipien und Methoden zur Fair-Value-Bewertung sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2017/2018 unverändert.

Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen bei den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Schulden die beizulegenden Zeitwerte nahezu den Buchwerten. Bei den langfristigen Finanzschulden betragen die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der Zinsentwicklung zum 31. März 2019 209.573 TEUR (Vorjahr 226.087 TEUR).

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden umfassen grundsätzlich derivative Finanzinstrumente. Diese werden im Bertrandt-Konzern zur Begrenzung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt.

Die Marktwerte der Derivate werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist. Der beizulegende Zeitwert sämtlicher zum 31. März 2019 im Bertrandt-Konzern bestehender zum Fair Value bewerteter Bilanzpositionen beträgt 0 TEUR (0 TEUR zum 30. September 2018). In der Berichtsperiode lagen keine Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte vor.

Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie richtet sich gemäß IFRS 13 nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Die langfristigen Finanzschulden sind dem Level zwei zugeordnet. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Für die in Stufe drei der Fair-Value-Hierarchie eingeordneten Derivate führte diese Analyse im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 wie im Vorjahr nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER BERICHTSPERIODE

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019 lagen nicht vor.

DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG sind auf der Internetseite www.bertrandt.com zugänglich.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 37Y WPHG I. V. M. § 37W ABS. 2 NR. 3 WPHG

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.


Ehningen, den 23. Mai 2019

Der Vorstand

HANS-GERD CLAUS MICHAEL LÜCKE MARKUS RUF
Mitglied des Vorstands Technik Mitglied des Vorstands Vertrieb Mitglied des Vorstands Finanzen


Quartale im Überblick

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

TABELLE 20

In TEUR Q2 18/19 Q1 18/19 Q4 17/18 Q3 17/18 Q2 17/18
Umsatzerlöse 262.505 262.072 269.324 251.182 250.916
Andere aktivierte Eigenleistungen 207 187 -936 308 1.088
Gesamtleistung 262.712 262.259 268.388 251.490 252.004
Sonstige betriebliche Erträge 2.234 2.288 2.452 1.807 2.319
Materialaufwand -20.993 -24.502 -28.428 -23.054 -25.056
Personalaufwand -190.700 -186.335 -185.410 -183.638 -178.853
Abschreibungen -8.212 -8.011 -8.221 -8.294 -8.235
Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.550 -27.368 -25.990 -25.026 -23.883
EBIT 17.491 18.331 22.791 13.285 18.296
Finanzergebnis -640 -767 -836 -803 -843
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.851 17.564 21.955 12.482 17.453
Sonstige Steuern -884 -823 -1.480 -760 -852
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.967 16.741 20.475 11.722 16.601
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4.525 -4.815 -5.183 -3.852 -4.142
Ergebnis nach Ertragsteuern 11.442 11.926 15.292 7.870 12.459
- davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG 11.442 11.926 15.292 7.870 12.459
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.095 10.095 10.095 10.091 10.091
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert 1,13 1,18 1,51 0,78 1,23


Finanzkalender

14. Capital Market Day

6. Juni 2019

3. Quartalsbericht 2018/2019

28. August 2019

Geschäftsbericht 2018/2019 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz

12. Dezember 2019

Hauptversammlung

19. Februar 2020
10:30 Uhr
Stadthalle Sindelfingen

Roadshows und Konferenzen

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