7C SOLARPARKEN AG

Bayreuth

Halbjahresbericht 2017

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionären

Das erste Halbjahr verlief für die 7C Solarparken AG sehr ereignisreich. Das Solaranlagenportfolio wurde auf rund 107 MWp (2016H1: 89 MWp) ausgebaut. Der Umsatz stieg um 19 % auf EUR 18,1 Mio. (2016H1: EUR 15,2 Mio.) an. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 25 % zum Halbjahr auf EUR 16,8 Mio. im Vergleich zu EUR 13,4 Mio. im Vorjahr. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Sonneneinstrahlung im ersten Halbjahr 2016, hat das EBITDA im ersten Halbjahr 2017 deutlich rasanter zugenommen, als das Kapazitätswachstum. Der Cashflow je Aktie stieg schließlich von 0,23 pro Aktie auf 0,28 je Aktie.

Die Nettoverschuldung ist, trotz wesentlichem Ausbau des Solarportfolios im ersten Halbjahr 2017, von EUR 156,7 Mio. am Vorjahresende auf EUR 150,5 Mio. am Bilanzstichtag gesunken. Dies unterstreicht, dass die operative Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig steigt und eine reale Wertschöpfung für die Aktionäre, unabhängig von etwaigen Bewertungsergebnissen, stattfindet.

Die Schwerpunkte der Tätigkeit im ersten Halbjahr 2017 lagen auf der Finanzierungsseite. Zur Finanzierung unserer Wachstumsstrategie bis zu 115 MWp führten wir im ersten Halbjahr zwei Kapitalerhöhungen von insgesamt EUR 5,2 Mio. durch. Des Weiteren haben wir im Rahmen der Neustrukturierung der Projektfinanzierungen, die Zinskonditionen der Anlage Moorenweis von bislang 5,4 % auf einen Festzinssatz von 1,8 % verbessert. Die jährlichen Zinseinsparungen belaufen sich im ersten vollen Jahr auf EUR 0,4 Mio.

Die Gesellschaft ist auf einem guten Weg, die für das Gesamtjahr ausgegebenen Ziele zu erreichen.
Der geplante Aufbau des Portfolios auf 115 MWp bis zum Ende des Jahres 2017, stellt den nächsten Meilenstein in der Geschichte unsere Gesellschaft dar. Sobald dieser Schritt erreicht ist, wird der Vorstand seinen Fokus auf die Festlegung einer strategischen Transaktion im Jahr 2018 verschieben.

Wir freuen uns, wenn sie uns weiterhin auf unserem Wachstumskurs begleiten.

Bayreuth, 27. September 2017

Steven De Proost, CEO
Koen Boriau, CFO

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DIE PERIODE
VOM 1. JANUAR 2017 BIS ZUM 30. JUNI 2017

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR

Der 7C Solarparken Konzern (im folgenden kurz 7C Solarparken oder Konzern genannt) hat als Tätigkeitsschwerpunkt den Erwerb und Betrieb von PV-Anlagen bei ständiger Optimierung der Anlagen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die 7C Solarparken AG, mit Sitz in Bayreuth. Sie nimmt die Funktion einer operativen Holdinggesellschaft wahr. Ihr obliegt die Steuerung im Rahmen eines aktiven Anlagenmanagements, sowie die kaufmännische und technische Betreuung der einzelnen Anlagen. Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen sowie insgesamt 48 inländischen und 10 ausländischen Tochtergesellschaften. Der Konzern legt seinen Aktivitätsschwerpunkt auf den Erwerb und den Betrieb von PV-Anlagen sowie von sog. PV Estate in Deutschland.

Die 7C Solarparken AG, Bayreuth stellt in ihrer Funktion als oberstes Mutterunternehmen der Gruppe einen Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS sowie den ergänzenden Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB auf. Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2017 stellt sich wie folgt dar:

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WERTSCHÖPFUNGSMODEL

7C Solarparken positioniert sich als unabhängiger Eigentümer/Betreiber von PV-Anlagen (Independent Power Producer oder kurz: IPP) mit Einspeisung hauptsächlich in Deutschland. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert der deutsche Staat feste Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien über einen Zeitraum von 20 Jahren. Investments dieser Art erwirtschaften demzufolge vorhersagbare Cashflows. Da mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Einspeisesatz festgelegt wird, sind Bestandsanlagen nicht von den zunehmenden Reduzierungen der Einspeisevergütungen für neue Anlagen betroffen.

Das Unternehmen bietet demnach eine Kombination von sicheren Erträgen für Investoren, die Wert auf Rendite legen, sowie risikoarme Optimierung und Expansion des Portfolios für Investoren, denen Wachstum wichtig ist. Unsere Kernkompetenz ist das professionelle Management von PV-Anlagen beginnend mit der Akquisition, Finanzierung und Optimierung bis hin zum Betrieb der Anlage. Gelegentlich können die Anlagen auch wie ein Neuprojekt entwickelt werden, sodass 7C Solarparken von der Wertschöpfung in der Projektentwicklungsphase profitieren kann.

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Ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung stellt die Ertragssteigerung durch technische und kaufmännische Optimierungen der Anlagen dar.

Dabei achtet das Management in seinen Entscheidungen auf einen resourcenschonenden Einsatz, die auf eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung der Anlagen und deren Wert abzielt. Ziel ist es, die Anlagen während der Laufzeit der Einspeisevergütung und soweit möglich darüber hinaus in ihrer Substanz zu erhalten. Angesichts der langfristigen und nachvollziehbaren Cashflows sind die Solarparks der Gesellschaft grundsätzlich in einem Verhältnis von 25% Eigenkapital und 75% Fremdkapital finanziert. Dadurch, dass rechtlich unabhängige Projektgesellschaften („SPV´s“) die Solarparks erwerben und betreiben, ergibt sich eine Risikostreuung und Risikominierung für den Konzern.

Neben der Produktion und dem Verkauf von Strom, zu fixen und regulierten Preisen an oft öffentliche und gewerbliche Abnehmer (z.B. Netzbetreiber, Energiehändler und lokale Konsumenten), erwirbt die 7C Solarparken Gruppe auch „PV Estate“, welches auf passives Eigentum von Grundstücken und Gebäuden/Hallen im Bezug auf die unternehmenseigenen PV Anlagen abzielt.

Diese Investitionen ermöglichen es der Gesellschaft, durch die Einsparung der jährlichen Pachtkosten der PV Parks eine wiederkehrende Rendite zu erzeugen, aber auch, vom Wert der betreffenden PV Anlagen über die Laufzeit der Einspeisevergütungen hinaus zu profitieren. Gelegentlich ermöglicht die PV Estate Aktivität zusätzliche Mieteinnahmen von Drittkunden, welche Teile der konzerneigenen Grundstücke nutzen.

ANLAGENPORTFOLIO

Der strategische Fokus des Geschäftsmodells liegt in der Größenordnung von PV-Anlagen zwischen 1 und 5 MWp. Sollten sich wirtschaftlich interessante Möglichkeiten ergeben, werden aber auch in kleinere Dach- oder Freiflächenanlagen Investitionen getätigt. Am Ende des ersten Halbjahres 2017 umfasste das Anlagen-Portfolio eine Leistung von 105,8 MWp, welches pro Jahr ungefähr 105 GWh Energie produziert. Dies reicht aus, um mehr als 25.000 Drei Personen Haushalte zu versorgen.
Dadurch werden pro Jahr rund 69.000 Tonnen CO2 eingespart.

ANLAGENBESTAND

Das Anlagenportfolio stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

PV Anlagen 7C Solarparken zum 30. Juni 2017
ANLAGE LAND TYP kWp
Moorenweis Deutschland Freifläche 5.938
Sandersdorf Deutschland Freifläche 5.122
Thierhaupten Deutschland Freifläche 4.996
Immler Portfolio Deutschland Dachanlage 4.543
Pflugdorf Deutschland Freifläche 4.400
Großfurra Deutschland Freifläche 4.081
Grube Warndt Deutschland Freifläche 3.811
Schönebeck Deutschland Freifläche 3.496
Longuich Deutschland Freifläche 3.162
Hohenberg Deutschland Freifläche 2.798
Opel Deutschland Dachanlage 2.558
Ramstein Deutschland Dachanlage 2.543
Kettershausen Deutschland Freifläche 2.382
Kissing Deutschland Freifläche 2.376
Nobitz Deutschland Freifläche 2.091
Hausen Deutschland Freifläche 2.085
Fahrenholz Deutschland Freifläche 2.005
Heretsried Deutschland Freifläche 1.967
Landau Deutschland Dachanlage 1.899
Oberhörbach Deutschland Freifläche 1.888
Toyota Belgien Dachanlage 1.843
Wiesenbach Deutschland Freifläche 1.759
Goldberg Deutschland Freifläche 1.750
Wolnzach Deutschland Dachanlage 1.696
Zernsdorf Deutschland Freifläche 1.537
Zerre VII Deutschland Freifläche 1.518
Leipzig Deutschland Dachanlage 1.490
Groß-Stieten Deutschland Dachanlage 1.434
Wandersleben Deutschland Dachanlage 1.423
Neudorf Deutschland Freifläche 1.418
Ludwigsfelde Deutschland Dachanlage 1.306
Swan Energy Belgien Dachanlage 1.236
Grafentraubach 1 Deutschland Freifläche 1.199
Dahlen Deutschland Dachanlage 1.152
Lipprandis Deutschland Freifläche 1.106
Hiendorf Deutschland Freifläche 1.059
Glauchau I Deutschland Dachanlage 1.056
Zerre IV Deutschland Freifläche 1.009
Steinburg Deutschland Dachanlage 1.000
Maisach Deutschland Freifläche 999
Leo Italien Freifläche 998
Aichen Deutschland Dachanlage 979
Mühlgrün Deutschland Freifläche 971
Gessertshausen Deutschland Dachanlage 905
Claussnitz Deutschland Freifläche 902
Schinne Deutschland Dachanlage 894
Neubukow Deutschland Dachanlage 857
Wulfen Deutschland Dachanlage 802
Jezet Belgien Dachanlage 778
Lauter Deutschland Freifläche 751
Etzbach Deutschland Dachanlage 736
Stolberg CA2 Deutschland Freifläche 648
Tulkas Deutschland Dachanlage 644
Grafentraubach 2 Deutschland Dachanlage 618
Mockrehna Deutschland Dachanlage 463
Kempten Ludwigstraße Deutschland Dachanlage 446
Jet Logistics Belgien Dachanlage 381
Glauchau 3 Deutschland Dachanlage 372
Welden Deutschland Dachanlage 371
Kempten A.-Einstein-Straße Deutschland Dachanlage 306
Xanten Deutschland Dachanlage 249
Halberstadt Deutschland Dachanlage 240
Sonst. Anlagen Belgien Dachanlage 188
Augsburg Deutschland Dachanlage 79
Sonst. Anlagen Deutschland Dachanlage 72
Summe 105.781

Das Investmentportfolio wurde im ersten Quartal 2017 um die 1.236 kWp Dachanlage Swan Energy in Belgien erweitert. Zudem wurde die Freiflächenanlage in Großfurra, Deutschland mit 4.081 kWp fertiggestellt und ans Netz angeschlossen.

Darüber hinaus wurde bereits im dritten Quartal eine Aufdachanlage in Nettgau, Deutschland mit einer Leistung von 749 kWp sowie eine Freiflächenanlage mit einer Leistung von 746 kWp in Grafentraubach zum Portfolio hinzugefügt.

Des Weiteren wurde im dritten Quartal der Bau einiger Solaranlagen beauftragt, die sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts im Bau befanden. Es betraf eine Freiflächenanlage in Bitterfeld (4,6 MWp), eine Erweiterung der Bestandsanlage in Goldberg (0,3 MWp) sowie eine Dachanlage in Teutschenthal (0,7 MWp). Damit betrug das Anlagenportfolio zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichtes 112,9 MWp.

Im Rahmen des Strategischen Plans 2016-2018 wurde das Optimierungsprogramm 2.0 definiert, nach welchem die Anlagen des Bestandsportfolios systematisch technischen Verbesserungen unterzogen werden.
Das Optimierungsprogram wird im Detail in diesem Konzernzwischenlagebericht innerhalb des Wirtschaftsberichtes weiter erläutert, wir verweisen hierzu auf den entsprechenden Abschnitt ‚Geschäftsverlauf‘.

ENTWICKLUNG DES ANLAGENPORTFOLIOS

INVESTITIONEN

Die 7C Solarparken hat im ersten Halbjahr 2017 in folgende Erweiterungen des Solaranlagenportfolios investiert:

INVESTITIONEN 2017H1
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Großfurra Neubau 4.081
Q2 Swan Energy Bestandsanlagen 1.236
im Bau Nettgau
Grafentraubach III
Neubau
Neubau
749
7496
2016H1
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Fahrenholz Neubau 2.005
Q2 Wandersleben
Groß-Stieten
Neubukow
Bestandsanlagen
Bestandsanlagen
Bestandsanlagen
1.423
1.434
857
im Bau keine Anlagen

Das strategische Wachstumsprogramm der 7C Solarparken 2015-2017 sah bis 2017 ein Wachstum auf 105 MWp vor. Die Zielsetzung für 2017 wurde übertroffen, denn das Portfolio erreichte zum Tag der Veröffentlichung dieses Halbjahresberichtes insgesamt 112,9 MWp. Im September 2016 hatte der Vorstand jedoch mit dem Geschäftsplan 2016-2018, die Zielsetzung für das Jahr 2017 auf eine Leistung von 115 MWp erhöht.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr neue Anlagen mit einer Leistung von 5,6 MWp (i.VJ. 2,0 MWp) gekauft oder deren Bau beauftragt. Damit ist der Konzern weiterhin im wesentlichen Umfang im Neubaumarkt tätig. Darüber hinaus wurden 1,2 MWp (i.VJ. 3,7 MWp) an Bestandsanlagen erworben. Insgesamt hat sich das Wachstum mit einer Zunahme des Portfolios um 6,8 MWp (i.VJ. +5,7 MWp) beschleunigt.

Da im dritten Quartal bereits (zuzüglich dem Bau von) Neuanlagen mit einer Leistung von insgesamt 5,7 MWp in Auftrag gegeben wurden, wird für das gesamte Jahr ebenfalls erwartet, dass Neuanlagen einen großen Anteil an der geplanten Leistungszunahme (auf 115 MWp) einnehmen werden.

DESINVESTITIONEN

Es wurden im ersten Halbjahr 2017 keine Solaranlagen veräußert.

PV ESTATE PORTFOLIO

Neben dem Erwerb von Solaranlagen tätigt der Konzern Investitionen in Immobilien, die mit den Solaranlagen in Verbindung stehen, das sog. PV Estate. In der ersten Jahreshälfte von 2017 wurden keine weiteren Grundstücke erworben.

PV Estate 7C Solarparken zum 30. Juni 2017
IMMOBILIE TYP REGION GRÖßE LEISTUNG BETREIBER
Sandersdorf Konversionsfläche Sachsen Anhalt 9,3 ha 5,1 MWp 7C Solarparken
Zerre Konversionsfläche Sachsen 28,5 ha 8,0 MWp u.a. inkl. 7C Solarparken
Hausen Logistikhalle Bayern n.r. 0,1 MWp extern
Bayreuth Bürogebäude Bayern n.r. 0,1 MWp 7C Solarparken
Pflugdorf Agrarfläche Bayern 16,5 ha 4,4 MWp 7C Solarparken
Kettershausen Agrarfläche Bayern 5,1 ha 2,4 MWp 7C Solarparken
Stolberg Konversionsfläche NRW 1,0 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Grafentraubach Konversionsfläche Bayern 5,8 ha 1,2 MWp 7C Solarparken
Grafentraubach Industrie- und Bürogebäude Bayern 3,6 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Grube Warndt Konversionsfläche Saarland 6,8 ha 3,8 MWp 7C Solarparken
Großfurra Konversionsfläche Thüringen 6,9 ha 4,0 MWp 7C Solarparken
Mühlgrün Konversionsfläche Sachsen 1,5 ha 1,0 MWp 7C Solarparken

Im ersten Quartal 2017 hat der Konzern 1,4 ha Industriefläche in Grafentraubach an die Gemeinde veräußert. Aus dieser Transaktion wurde im ersten Quartal 2017 ein Gewinn i.H.v. TEUR 105 realisiert.

ZIELE UND STRATEGIEN

GESCHÄFTSPLANUNGSPROZESS

Maßgeblich für den Konzern ist die Verfolgung und Erreichung des strategischen Plans, der jährlich für einen Drei- Jahres-Zeitraum erstellt wird. Bisher wurden drei derartige Geschäftspläne veröffentlicht:

GESCHÄFTSPLAN PERIODE STATUS
Ausschöpfung des vollen Potentials bis 2016 2014-2016 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Kapitalzuwachs durch Konsolidierung 2015-2017 Alle für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen wurden eingeleitet
Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018 2016-2018 Umsetzung des Plans ist im Gange

GESCHÄFTSPLAN „BAUSTEINE EINER STRATEGISCHEN TRANSAKTION BIS 2018“

Die Zielsetzungen aus dem Geschäftsplan 2016-2018 „Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018“ wurden der Öffentlichkeit erstmals auf dem Investorentag im September 2016 vorgestellt.

Die erfolgreiche Umsetzung des Plans hängt dabei von der Verwirklichung der nachfolgenden Transaktion und zweier Bausteine ab:

1.

Konsolidierung: Wesentliche Zielsetzung des Plans ist es, das Anlagenportfolio bis Ende 2017 auf 115 MWp zu erhöhen. Mit dieser Leistungserhöhung soll eine EBITDA-Erhöhung von EUR 2,0 Mio. erzielt werden. Die Planung geht von Investitionen i.H.v. EUR 23,8 Mio. aus, wovon nominal EUR 16,0 Mio. durch Fremdkapital (Verschuldungsgrad rd. 67 %) und EUR 7,6 Mio. durch Eigenmittel finanziert werden sollen. Darüber hinaus werden noch zusätzliche EUR 1,0 Mio. in die Erweiterung des PV Estate-Portfolio investiert. Die Eigenmittel i.H.v. EUR 8,6 Mio. sollen durch EUR 2,5 Mio. aus einer Wandelanleihe, die schon im Oktober 2016 emittiert wurde, durch weitere Kapitalerhöhungen i.H.v. EUR 3,4 Mio. sowie i.H.v. EUR 2,7 Mio. aus Liquiditätsüberschüssen finanziert werden.

2.

Optimierung 2.0: Die technische Verbesserung des eigenen Portfolios soll zu einer jährlichen Erhöhung des EBITDA um EUR 0,40 Mio. führen. Diese wird, wie oben beschrieben, vor allem durch die Reinigung, den Austausch oder die Neusortierung der Module und die Beseitigung von Isolationsfehlern erreicht werden. Mit dem Programm werden 23,2 MWp oder fast ein Viertel des Gesamtportfolios abgedeckt. Als Investitionskosten für die Optimierung werden EUR 2,2 Mio. erwartet.

3.

Strategische Transaktion 2018: nachdem die Wachstumsinitiative auf 115 MWp sowie die Optimierung 2.0 vollzogen ist, strebt der Vorstand eine strategische Transkation an, die aus dem Tier-3 Konzern ein Tier-2 Unternehmen machen soll. Dafür ist eine Marktkapitalisierung oberhalb EUR 200 Mio. und oder ein Anlagenportfolio von 200 MWp unentbehrlich. Dies soll entweder durch eine industrielle oder finanzielle Transaktion erreicht werden. Eine industrielle Transaktion könnte sich wie folgt darstellen: (i) Verschmelzung mit einem börsennotierten Erneuerbaren-Energieunternehmen mit risikoarmen Aktiva und Integration / Synergiepotential. (ii) Erwerb oder (umgekehrter) Unternehmenszusammenschluss mit einem nicht börsennotierten PV-Anlagenportfolio mit Optimierungspotential (iii) Übernahme durch eine größere Yieldco, die eine deutsche Plattform erwerben will. Eine finanzielle Transaktion wäre eine Partnerschaft mit Finanzinvestor(en), die Liquiditätsmittel (Eigenkapital, Fremdfinanzierung) zur Verfügung stellen, damit der Konzern seine Kapitalkosten für die Wachstumsinitiativen senken kann.

INTERNES STEUERUNGSYSTEM

Der Konzern verfügt über ein internes Managementinformationssystem für die Planung, Steuerung und Berichterstattung. Das Managementinformationssystem sichert die Transparenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung und gewährleistet den permanenten Abgleich zur Unternehmensplanung. Die Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und wird kontinuierlich an die Rahmenbedingungen des Marktes angepasst.

Neben der Unternehmensstrategie bilden in erster Linie der Umsatz, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie der CFPS (Cashflow je Aktie) die zentralen Bezugsgrößen für die operative Steuerung. Zur besseren Vergleichbarkeit und Verdeutlichung der originären Ertragskraft des Konzerns wird daneben das bereinigte EBITDA berücksichtigt und auch publiziert, das um (einmalige oder IFRS-) Effekte aus z.B. dem Verkauf und Kauf von Geschäftsbetrieben korrigiert wird. Es erfolgt eine kontinuierliche Sicherstellung der verfügbaren Liquidität der operativen Solarparks durch laufende Kontrolle und Verfolgung der Liquiditätsplanung.

Des Weiteren werden auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, wie Produktion, Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio im Rahmen der Steuerung täglich verfolgt.

Mit dem Geschäftsbericht wird auch die Prognose der wesentlichen Leistungsindikatoren und Entwicklungen für das folgende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese basiert auf detaillierten Planungen für die einzelnen Konzerngesellschaften. Die veröffentlichte Prognose wird monatlich überprüft und bei Bedarf vom Vorstand angepasst.

STEUERUNGSGRÖSSEN / KONTROLLSYSTEM

Formal gilt es darauf hinzuweisen, dass nach den Vorgaben des DRS 20 ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind.

Falls freiwillige Prognosen anderer Kennzahlen erfolgen, sind diese nicht mehr im Prognosebericht, sondern in den entsprechenden Kapiteln des Lageberichts zu finden. Grundsätzlich werden die Kennzahlen auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Andernfalls wäre ein Hinweis auf eine andere Definition angegeben.

STEUERUNGSKENNZAHLEN DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Für die Steuerung des Konzerns sind die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren von zentraler Bedeutung zur zielorientierten und nachhaltigen Umsetzung der Unternehmensplanung und -strategie:

Umsatz

EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)

CFPS (Cashflow je Aktie).

Wie oben bereits kurz beschrieben werden zur besseren Vergleichbarkeit und Klarstellung der Ertragskraft einmalige Sondereffekte aus der Erstkonsolidierung, Entkonsolidierung sowie (IFRS-) Bewertungseffekte im Rahmen des Kaufs und/ oder Verkaufs von Anlagen eliminiert und daraus ein bereinigtes EBITDA abgeleitet, dessen Ermittlung in der untenstehenden Tabelle aufgeführt ist. In der Berichterstattung wird das bereinigte EBITDA lediglich dargestellt, soweit die Sondereffekte zu einer Verzerrung des Bildes der Ertrags- und Wirtschaftskraft des Konzerns führen würden.

Der CFPS wird wie in untenstehender Tabelle berechnet. Im Vergleich zum Vorjahr wird der Netto Cashflow um die Zins- und Steuerzahlungen, den Zeitraum unmittelbar vor einer Akquisition betreffend, sowie auch um Zinszahlungen bezüglich der Refinanzierung eines Darlehens bereinigt. Dieser wird durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien geteilt, so dass sich der CFPS ergibt. Der Netto Cashflow errechnet sich aus der Differenz zwischen dem bereinigten EBITDA und den effektiven Zins- und Steuerzahlungen. Bei einem Unternehmenserwerb könnte sich dies konkret wie folgt darstellen: wird bei einem Erwerb zum 1. November im Dezember die effektive Zinszahlung für den Zeitraum von Juli bis Dezember geleistet, würde diese den CFPS im Zeitraum Juli bis einschließlich Oktober zu stark vermindern. Aus diesem Grund wird der CFPS um die effektiven Zinszahlungen zwischen Juli und Oktober bereinigt. Im Ergebnis resultiert aus der Anpassung tendenziell ein höherer CFPS. Die Vorjahresangaben bleiben von der Änderung unberührt, da die beschriebenen Anpassungen im Vorjahr nicht einschlägig waren.

Die finanziellen Steuerungsgrößen für die 7C Solarparken AG sind im Wesentlichen identisch mit den Steuerungsgrößen, die im Konzern verwendet werden. Der CFPS hat eine unwesentliche Bedeutung für die 7C Solarparken AG und ist daher nur auf konsolidierter Basis relevant.

BEREINIGTES EBITDA = IFRS EBITDA abzüglich der folgenden Sondereffekte:

Nicht zahlungswirksame Erträge aus dem Erwerb von Anlagen (z.B. PPA, negativer Unterschiedsbetrag)

Nicht zahlungswirksame Verluste aus dem Verkauf von Anlagen

Verbrauch oder Auflösung der Rückstellungen für Gewährleistung

Kosten für Restrukturierung und Schließungen

Einmalige Transaktionskosten (z.B. Unternehmenserwerb

Sonstige Einmaleffekte und periodenfremde Erträge und Aufwendungen

NETTO CASHFLOW = bereinigtes EBITDA minus effektive Zinszahlungen minus effektive Steuerzahlungen

Bereinigung der effektiven Zins- und Steuerzahlungen, die den Zeitraum vor einer Akquisition betreffen

Bereinigung der einmaligen Zinszahlungen aus Refinanzierung

CFPS = Netto Cashflow dividiert durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien

STEUERUNGSKENNZAHLEN NICHT FINANZIELLER ART

In Ergänzung zu den finanziellen Kennzahlen setzt 7C Solarparken im Konzern stark auf die individuellen quantitativen Indikatoren der Solarkraftwerke wie Produktion (GWh, MWh bzw. kWh), Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio. Diese werden in monatlichen Budgets erneuert und in einem Management Reporting dargestellt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

DEUTSCHER PHOTOVOLTAIK-MARKT

2016 2017
in MWp H1 H2 H1
Zubau (alle Größen) 514 1.010 902
Quartalwachstum 96 % -11 %
Zubau ( > 1 MWp) 157 228 314
Quartalwachstum 46 % 38 %

Quelle: Heinconcept / Bundesnetzagentur / eigene Darstellung

In Deutschland wurden während der Berichtsperiode ungefähr 0,9 GWp installiert. Dies ist zwar niedriger als das zweite Halbjahr 2016, liegt jedoch deutlich über dem Zubau der Vergleichsperiode im letztem Jahr.

MODULPREISE SINKEN WEITER…

Im ersten Halbjahr 2017 nahmen die durchschnittlichen Modulpreise unterschiedlicher Qualitätsgraden weiter deutlich ab.

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…VERGÜTUNGSSÄTZE ABER GENAUSO

Seit April 2015 werden in Deutschland Ausschreibungen organisiert, in welcher sich Solaranlagen um eine Fördervergütung in einem Ausschreibungsverfahren bewerben müssen. Zwischen April 2015 bis Dezember 2016 betraf dies alle Freiflächenanlagen, seit dem Januar 2017 betrifft diese Reglung nunmehr alle Dach- und Freiflächenanlagen, die größer sind als 750 kWp. Eine reguläre Einspeisevergütung, die tendenziell über der Ausschreibungsförderung liegt, wurde demzufolge also Dachanlagen von 750 kWp und kleiner im Zeitraum April 2015 bis heute sowie ab Januar 2017 zuzüglich Freiflächenanlagen, die kleiner als 750 kWp sind, gewährt.

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Seit dem 1. Januar 2017 ist in Deutschland das EEG 2017 in Kraft getreten. Seitdem ist es erforderlich, ab einer Leistungsgröße oberhalb 750 kWp erforderlich an Ausschreibungen teilzunehmen. Diese Ausschreibungen werden jedoch bereits seit April 2015 organisiert.

Die Förderhöhen aus dem Ausschreibungsverfahren sind in den letzten Quartalen erheblich gesunken von durchschnittlich EUR 92/MWh auf EUR 57/MWh in der letzten Ausschreibungsrunde oder wie in der obenstehenden Grafik dargestellt eine Senkung um 38 %. Sie wurden nochmals in unterstehender Grafik gesondert dargestellt.

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Die Einspeisevergütung für eine Dachanlage von 749 kWp hat in demselben Zeitraum jedoch nur um 2 % abgenommen. Seit Januar 2017 ist es erneut möglich Freiflächenanlagen (kleiner als 750 kWp) mit einer regulären Einspeisevergütung zu errichten. Für die Periode bis einschließlich Juni 2017 lag diese Vergütung bei EUR 88,7/MWh, was sich aus der unterstehenden Tabelle mit den anzulegenden Einspeisevergütungswerten für die unterschiedlichen Inbetriebnahmeperioden ergibt. Für Dachanlagen stellt sich die Einspeisevergütung wie zuvor aus einen Staffelung der verschiedenen Leistungsschwellen (< 10 kWp, 10-40 kWp, >40 kWp) zusammen.

Installierte Leistung
(Modulleistung)


Inbetriebnahme


Solare Strahlungsenergie


Sogenannte “Gebäudeanlagen”
(§ 48 Abs.2 EEG)
Sog. „Freiflächen-
anlage“

(§ 48 Abs.2 EEG)
(Angaben in ct/kWh) bis 10 kW bis 40 kW bis 750 kW bis 750 kW
Jan. – April 2017 Anzulegender Wert (Direktvermarktung) 12,70 12,36 11,09 8,91
Mai 2017 Anzulegender Wert (Direktvermarktung) 12,67 12,33 11,06 8,89
Juni 2017 Anzulegender Wert (Direktvermarktung) 12,64 12,30 11,03 8,87
Juli – Okt. 2017 Anzulegender Wert (Direktvermarktung) 12,60 12,27 11,01 8,84
Nov. 2017 Anzulegender Wert (Direktvermarktung) Bekanntgabe durch die BNetzA spätestens am 31.10.2017

Quelle: VBEW – eigene Darstellung

Die durchschnittlichen Systemkosten für PV Anlagen sind vor allem aufgrund der Abnahme der Modulpreise seit der Einführung des Ausschreibungsverfahrens ebenfalls gesunken. Gleichwohl ist die Verringerung der Systemkosten mit 12 % keinesfalls in der Lage den großen Förderungsverfall bei den Ausschreibungsverfahren auszugleichen. Dennoch überliegt übertrifft sie deutlich die Senkung der Einspeisevergütungen für Solaranlagen < 750 kWp. Nicht überraschen sollte deshalb, dass der Konzern in den letzten Quartalen einige solcher Anlagen erworben oder gebaut hat (z.B. Nettgau im Berichtszeitraum). Darüber hinaus, ist es unter der neuen EEG-Regelung 2017 ebenfalls möglich, am gleichen Standort mehrere Anlagen kleiner als 750 kWp zu errichten. Es ist zu erwarten, dass diese Investitionspolitik sich in den kommenden Quartalen weiter durchsetzen wird.

WETTBEWERB

Der Vorstand stellt weiterhin fest, dass der Wettbewerb in dem Leistungssegment, in dem 7C Solarparken aktiv ist (1-5 MWp), für Erwerbe von sowohl Bestands- als auch Neuanlagen zunimmt.

Dennoch ist der Vorstand zuversichtlich, dass die geplante Leistung von 115 MWp bis Ende des Geschäftsjahres erfüllt wird.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

GESCHÄFTSVERLAUF 2017

Die Produktion im ersten Halbjahr 2017 war mit 56,5 GWh um 33,2 % höher als der vergleichbare Vorjahrszeitraum. Diese rasante Zunahme ist einerseits auf die Steigerung der gewichteten durchschnittlichen Leistung um 20,1 % zurückzuführen, steht aber andererseits mit einer Zunahme des Ertrages um 11,1 % pro installierter Leistungseinheit (kWh/kWp) in Verbindung.

2017/H1 2016/H1 Änderung
GWh 56,5 42,4 33,2 %
kWh/kWp 547 492 11,1 %
Gewichtete durchschnittliche Leistung 103,4 86,1 20,1 %
Performance Ratio 80,8 % 79,5 % 1,6 %

Hauptsächlich haben bessere Witterungsbedingungen, maßgeblich durch eine rund 10 % höhere globale horizontale Einstrahlung im Vergleich zum Vorjahr, zu dieser positiven Erhöhung des Ertrags pro installierter Leistungseinheit (kWh/kWp) beigetragen. Zudem hat die positive Entwicklung der Performance Ratio (+1,6 %) ebenfalls einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zum erhöhten Ertrag geleistet, unterstützt unter anderem durch die Ergebnisse der im Vorjahr beendeten Optimierung des Miskina-Portfolios. Darüber hinaus werden auch die ersten positiven Effekte der Optimierung 2.0 sichtbar.

STAND DER UMSETZUNG DER STRATEGISCHEN MASSNAHMEN AUS DEM GESCHÄFTSPLAN 2015-2017

Seit der Veröffentlichung des neuen strategischen Plans 2015-2017 im September 2015 hat der Vorstand konsequent Fortschritte im Hinblick auf die Erreichung der Ziele gemacht:

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KONSOLIDIERUNG

Wesentliche Prämisse des Plans ist es, die Asset-Basis bis 2017 auf 105 MWp zu erhöhen. Mit dem Bau und Kauf von Anlagen von 2015 bis zum 1. Halbjahr 2017 wurde dieser Meilenstein erreicht (vgl. Abschnitt oben ‚Anlagenportfolio‘).

Dieses Ziel wurde aber im Rahmen des strategischen Plans 2016-2018 auf 115 MWp bis Ende 2017 angehoben (siehe unten), somit sind bereits weitere Ausweitungen des Portfolios für die nächsten zwei Quartale in Planung.

STRUKTUR & VERKAUF

Die Gesellschaft beabsichtigt, ein aktiveres Portfolio Management durchzuführen, welches durch den Handel von Solaranlagen implementiert wird. Dies bedeutet den aktiven Kauf und Verkauf von Assets. Damit sollte auf Holdingebene ein EBITDA von EUR 0,2 Mio. p.a. erzielt werden. Bisher wurde 2017 noch keine Anlage verkauft. Der Vorstand schließt nicht aus, dass es im Jahr 2017 nicht zu einem Anlagenverkauf kommen wird, da zurzeit Projektmangel auf dem deutschen Markt herrscht, sodass es schwierig ist passende Reinvestitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

RATIONALISIERUNG VON RECHTLICHEN EINHEITEN:

Aufgrund der vorangegangenen Unternehmenszusammenschlüsse hält die 7C Solarparken Beteiligungen in Form von Zwischenholdings, die im Rahmen des strategischen Plans aufgegeben werden können, um die Management Struktur zu vereinfachen und Kosten zu sparen. Bisher wurde der Konzern innerhalb des Planungshorizontes 2015 und 2016 um 5 Konzerngesellschaften verkleinert, sodass der Vorstand die Zielsetzung als erreicht ansieht.

ERREICHUNG DER ZIELSETZUNGEN DES GESCHÄFTSPLANS 2016-2018

Bereits auf dem Analystentag im September 2016 wurde der strategische Plan „Bausteine für eine strategische Transaktion bis 2018“ vorgestellt. Die Zielsetzungen dieses Plans bestanden aus den folgenden Punkten:

Zielsetzungen 2017

Konsolidierung: Erweiterung des Solaranlagenportfolios bis auf 115 MWp bis Ende 2017, bestehend aus Erwerben von Neuanlagen und Bestandsanlagen;

Optimierungsprogramm 2.0: eine tiefgreifende Optimierung von 25 % des Solaranlagenportfolios mit einem kapitalintensiven Programm.

Zielsetzung 2018

Eine strategische Transaktion mit einem industriellen bzw. finanziellen Partner, die den Konzern von einem Tier 3 zu einem Tier 2 Unternehmen in Ihrem Markt (Besitzer/ Betreiber von Solaranlagen) umwandeln. Konkret bedeutet dies ein Wachstum des Portfolios auf 200 MWp und/ oder das Erreichen einer Marktkapitalisierung von EUR 200 Mio.

KONSOLIDIERUNG

Am Tag der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes hat der Konzern ein Solaranlagenportfolio von 105,8 MWp. Darüber hinaus befinden sich 7,1 MWp im Bau. Weitere Zukäufe werden im Laufe des Jahres 2017 erfolgen.

OPTIMIERUNGSPROGRAMM 2.0

Mit dem Businessplan 2016-2018 wurde ein neues Optimierungsprogramm vorgestellt, das rund ein Viertel des gesamten PV-Portfolios betrifft. Mit der Umsetzung der Optimierungen wurde bereits in 2016 begonnen. Die Details dieses Optimierungsplans sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Anlage Problem Leistung
MWp
PR Q3'16
%
Umsatz
EUR Mio
Optimierungs-
kosten
EUR Mio
Target PR 2018
%
1. Defekte Module 14,2 5,7 1,12
Moorenweis Hotspots 5,9 76,8 % 2,4 0,15 78,5 %
Mockrehna Degradation 20 % (TF) 0,6 64,9 % 0,2 0,35 80,0 %
Diverse Immler Anlagen Minderleistung 4,5 75,8 % 1,8 0,24 78,5 %
Grafentraubach Hotspots 1,2 80,2 % 0,5 0,08 82,5 %
Oberhörbach Thermische Moduleffekte 1,9 74,3 % 0,7 0,15 78,5 %
Others Minderleistung n.r. n.r. n.r. 0,15 n.r.
2. R-Iso Fehler 4 1,6 0,88
Groß-Stieten Steckverbindungen & Module 1,4 75,1 % 0,6 0,35 80,5 %
Wandersleben Steckverbindungen & Module 1,4 74,7 % 0,6 0,35 78,5 %
Halberstadt Steckverbindungen 0,2 69,2 % 0,1 - 79,0 %
Neubukow Steckverbindungen & Module 0,9 75,5 % 0,3 0,18 79,0 %
3. String Optimierung 2,1 0,7 0,15
Hausen Verschiedene Modultypen 2,1 77,6 % 0,7 0,15 79,0 %
4. Reinigung 2,9 0,7 0,05
Welden 0,4 74,1 % 0,1 0,01 77,5 %
Opel Kaiserslautern 2,6 71,9 % 0,6 0,04 74,5 %
OPTIMIERUNGSPLAN 2.0 23,2 8,7 2,2
Anlage Problem Ziel-
Umsatzsteigerung
EUR Mio
Status der Zielumsetzung
(Zeitpunkt Mitte April 2017)
1. Defekte Module 0,26
Moorenweis Hotspots 0,05 Im Jahr 2016 erreicht
Mockrehna Degradation 20 % (TF) 0,05 nicht länger geplant
Diverse Immler Anlagen Minderleistung 0,07 geplant 2017
Grafentraubach Hotspots 0,02 Im Jahr 2016 erreicht
Oberhörbach Thermische Moduleffekte 0,04 Im Jahr 2016 erreicht
Others Minderleistung 0,04 Im Jahr 2017 erreicht
neue Maßnahmen geplant
2. R-Iso Fehler 0,1
Groß-Stieten Steckverbindungen & Module 0,04 Im Jahr 2016 erreicht
Wandersleben Steckverbindungen & Module 0,03 Im Jahr 2016 erreicht
Halberstadt Steckverbindungen 0,01 Im Jahr 2017 erreicht
Neubukow Steckverbindungen & Module 0,02 Im Jahr 2016 erreicht
3. String Optimierung 0,01
Hausen Verschiedene Modultypen 0,01 Im Jahr 2017 erreicht
4. Reinigung 0,03
Welden 0,01 Erneute Maßnahmen im Jahr 2017
Opel Kaiserslautern 0,02 Im Jahr 2016 erreicht
OPTIMIERUNGSPLAN 2.0 0,40

Insgesamt wurden Investitionskosten von bis zu EUR 2,2 Mio. geplant, um eine Umsatzsteigerung von EUR 0,4 Mio. pro Jahr zu erreichen. Der Großteil der Optimierungsmaßnahmen betrifft den Austausch, die Neusortierung oder Reinigung der Module aufgrund von Hotspots (d.h. heißer Flecken, die die Leistung verringern) sowie sonstiger thermischer Effekte oder Mismatching.

Am 31. Dezember 2016 wurde die Optimierung verschiedener Anlagen bereits erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden im Jahr 2016 Geldmittel i.H.v. TEUR 719 für die Optimierung 2.0 ausgegeben, die sich zusammensetzen aus TEUR 640 Investitionskosten und TEUR 79 Reparaturkosten.

Für die Erläuterung der Maßnahmen, die im Jahr 2016 ausgeführt wurden, wird auf den zusammengefassten Lagebericht 2016 verwiesen. Während des ersten Halbjahres 2017 wurde im Rahmen des Optimierungsprogramms zusätzlich an den folgenden Solaranlagen gearbeitet.

SOLAR ASSET “OPEL KAISERSLAUTERN”

Die Zielsetzungen für die Solaranlagen Opel Kaiserslautern wurden bereits im Jahr 2016 erreicht. Offen waren noch die defekten Wechselrichter, für die eine Lösung mit dem Hersteller verhandelt und erreicht wurde.
Der Austausch der Wechselrichter wird im Jahr 2017(noch dieses Jahr) erfolgen.

SOLAR ASSET “MOCKREHNA”

Die Solaranlage in Mockrehna sollte neu instandgesetzt werden. Dies sollte bei Investitionskosten von EUR 0,35 Mio. die Ertragskraft der Anlage um EUR 0,2 Mio. p.a. verstärken. Die notwendigen Investitionen jedoch, lagen nach näherer Betrachtung weit über den Planwerten, sodass auf den Umbau der Solaranlage Mockrehna verzichtet wird, was jedoch auch die Ertragskraft der Anlage nicht erhöht.

SOLAR ASSET “WELDEN”

Die Anlage in Welden wurde gründlich gereinigt im Rahmen des Optimierungsprograms 2.0. Erste Analysen hatten eine Umsatzsteigerung mit TEUR 4 in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr 2017 konnte sich diese Umsatzentwicklung jedoch nicht bestätigen. Deshalb wurde die Zielsetzung des Optimierungsprogramms 2.0 für Welden auf den Austausch einzelner Modulen ausgeweitet.

SONSTIGE ANLAGEN

Verschiedene Anlagen erhielten innerhalb des Optimierungsprogramms 2.0 die Chance, die Minderleistung einzelner Module durch deren Austausch zu beheben. Im Jahr 2016 wurden bereits TEUR 8 in eine Anlage bzgl. eines Modulaustauschs investiert, im ersten Halbjahr 2017 kamen noch TEUR 98 hinzu. Im dritten Quartal 2017 wurden schließlich TEUR 50 investiert, sodass das Gesamtbudget von EUR 0,15 Mio. geringfügig überschritten wurde. Die Umsatzsteigerung, die von diesen Investitionen bewirkt wird liegt jedoch bei TEUR 55 (Planwert: TEUR 44), sodass der Modultausch insgesamt besser als geplant bewertet werden kann. Darüber hinaus stellen Verhandlungen mit einem Modulhersteller bezüglich Minderleistung einzelner Module, die im Rahmen des Optimierungsprogramms 2.0 festgestellt wurden, eine zusätzliche Opportunität da.

SOLAR ASSET “WANDERSLEBEN”

Die wesentlichen Investitionen in die Anlage Wandersleben mit einem Modulaustausch und Wechselrichterreparaturen wurden bereits im Jahr 2016 vorgenommen. Im ersten Halbjahr 2017 wurde während der Berichtsperiode zum Schluss noch eine Reinigung (TEUR 12) durchgeführt mit dem Ziel, die Performance Ratio wesentlich zu verbessern. Insgesamt wurden TEUR 258 (Planwert: TEUR 350) in diese Anlage investiert, wovon lediglich die Reinigungskosten in den Aufwand geflossen sind. Insgesamt wird der Umsatz der Solaranlage durch die ergriffenen Maßnahmen um jährlich TEUR 23 (Planwert: TEUR 30) erhöht.

SOLAR ASSET “GROß-STIETEN”

Groß-Stieten wurde seit dem Anfang des Optimierungsprogramms gereinigt und die vorhandenen Isolationsfehler wurden durch den Austausch von Modulen behoben. Während der Berichtsperiode wurde in Groß-Stieten i.H.v. TEUR 118 investiert, zuzüglich zur Vorjahres Investition i.H.v. TEUR 227, sodass die Gesamtinvestitionskosten i.H.v. TEUR 345 sich dem Planwert i.H.v. TEUR 350 annäherten. Diesen Ausgaben zufolge wurde der jährliche Umsatz der Anlage um TEUR 68 erhöht (Planwert: TEUR 40).

SOLAR ASSET “NEUBUKOW”

Die Anlage wurde einer gründlichen Reinigung unterzogen und auch ein Modulaustausch wurde augrund von zahlreichen Isolationsfehlern vorgenommen. Insgesamt wurde zu diesem Zweck im Jahr 2016 TEUR 48 in diese Anlage investiert. Im Jahr 2017 wurde das Programm dann mit weiteren Investitionen i.H.v. TEUR 70 vollendet.
Der Planwert von insgesamt TEUR 180 wurde damit mit den Gesamtinvestitionen i.H.v. TEUR 118 deutlich unterschritten. Die Produktion sollte hierdurch um 4,6 % steigen und somit nach ersten Analysen eine Verbesserung des Ertrags um 10,7 % oder einer Umsatzsteigerung von TEUR 36 (Planwert: 20) mit sich bringen.

SOLAR ASSET “HAUSEN”

Aufgrund von Mismatching-Verlusten (verschiedene Modultypen für den Bau einer Anlage) wurden in Hausen ca. 600 Module aus 8 Strängen neusortiert. Diese Maßnahme wurde ausschließlich mit eigenem Personal und Mitteleinsatz durchgeführt, sodass keine externen Optimierungskosten angefallen sind (Planwert: TEUR 15).
Da die Anlage in Hausen keine Strangüberwachung vorhanden hat, sind die Ergebnisse der Optimierung nicht ablesbar, sondern nur schätzbar, in dem man den Vergleich der optimierten Stränge mit der Vergangenheit oder mit anderen Strängen nur unmittelbar vornehmen kann. Die Verbesserung wird auf eine Erhöhung der Performance Ratio um 0,6 % geschätzt (Planwert: 1,4 %).

BISHERIGE ERGEBNISSE DER OPTIMIERUNG 2.0

Das Optimierungsprogramm 2.0 war am Ende des Berichtszeitraums nahezu vollständig abgeschlossen.
Im ersten Halbjahr 2017 wurden TEUR 307 ausgegeben, wovon TEUR 295 im Berichtszeitraum als Investitionen auf die Solaranlagen aktiviert worden, im dritten Quartal 2017 wurde eine weitere TEUR 50 investiert und aktiviert.

Am Tag der Veröffentlichung des Berichtes sind somit EUR 1,1 Mio. an Geldmitteln in die Optimierung 2.0 geflossen (Gesamtplanwert: EUR 2,2 Mio.), davon vor allem Investitionen (EUR 1,0 Mio.), was einen Restbetrag i.H.v. EUR 0,1 Mio. für betrieblichen Aufwand übrig lässt. Mit den bereits vollendeten Maßnahmen wird eine jährliche Umsatzsteigerung i.H.v. EUR 0,37 Mio. erreicht, sodass der Gesamtplanwert i.H.v. EUR 0,4 Mio. mit dem Stand am Tag der Veröffentlichung des Berichtes der Ausführungen unter deutlich niedrigeren Kosten nahezu erreicht wurde.

STRATEGISCHE TRANSAKTION

Der Vorstand ist, am Tag Veröffentlichung des Geschäftsberichtes mit mehreren industriellen und finanziellen Marktteilnehmern im Gespräch, um eine künftige Zusammenarbeit zu erreichen.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ

7C Solarparken erzielte im ersten Halbjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 18,1 Mio. (2016H1: EUR 15,2 Mio.). Der Erlösanstieg um 19 % resultiert vor allem aus den besseren Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr 2017 (vgl. Geschäftsverlauf), was zu einer Umsatzerhöhung i.H.v. EUR 1,3 Mio. führte. Daneben trug die erstmalig vollständige Einbeziehung der Ertragskraft der im Vorjahr 2016 erworbenen Solaranlagen (+EUR 1,2 Mio.) sowie die Ertragsbeiträge der im Berichtsjahr erworbenen Solaranlagen (+ EUR 0,4 Mio.) zur Umsatzsteigerung bei.

Gegenläufig wirkte sich die Desinvestition der Sonnenbatterie Center Franken GmbH aus. Hierdurch ergab sich eine Verringerung des Umsatzes um TEUR 423 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige Erträge erzielte 7C Solarparken i.H.v. EUR 1,6 Mio. (2016H1: EUR 1,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben somit nahezu unverändert im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016.
Die Zusammensetzung dieser Erträge änderte sich jedoch erheblich.

Der Großteil der sonstigen Erträge im ersten Halbjahr 2017 resultierte aus einem außengerichtlichen Vergleich mit einem Modulhersteller (TEUR 721). Daneben wurden negative Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 489 aus den im Berichtsjahr durchgeführten Unternehmenserwerben erfolgswirksam erfasst. Vergleichsweise betrugen die Erträge aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Unternehmenserwerben im ersten Halbjahr 2016 noch TEUR 825.

Schließlich wurden im ersten Halbjahr 2017 TEUR 105 aus dem Verkauf eines Teils des Grundstückes in Grafentraubach vereinnahmt. Im Vorjahr gab es noch einen Entkonsolidierungsgewinn der veräußerten Tochtergesellschaft Solarpark Sonnenberg GmbH & Co. KG i.H.v. TEUR 432.

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand erhöhte sich geringfügig im Berichtszeitraum auf TEUR 501 im Vergleich zu den Personalkosten des ersten Halbjahres 2016 i.H.v. TEUR 474. Der Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2017 neben den beiden Vorständen 14 Mitarbeiter (2016H1: 17 Mitarbeiter). Durchschnittlich beschäftigte der Konzern während der Berichtsperiode 14 Mitarbeiter (2016H1: 18 Mitarbeiter). Im Vorjahr waren noch 6 Mitarbeiter der Sonnenbatterie Center Franken GmbH, die Anfang 2017 veräußert wurde, in der Mitarbeiterzahl enthalten.

SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 2,4 Mio. (2016H1: EUR 2,9 Mio.).
Diese Senkung wurde trotz des Ausbaus des Solaranlagenportfolios erreicht.

Der sonstige Betriebsaufwand enthält vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks. Unter anderem werden die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Pachtzinsen, Mieten, Versicherungen und Kosten für die Rasen-/Grünpflege im sonstigen Betriebsaufwand erfasst. Auch die Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb, unter anderem Kfz-, EDV- und Telekommunikationskosten, sind hierin enthalten.

EBITDA

Der 7C Solarparken Konzern hat ein EBITDA von EUR 16,8 Mio. erzielt (2016H1: EUR 13,4 Mio.), was einer Steigerung um 25 % entspricht. Die EBITDA Marge verstärkte sich von 87,6 % im Vorjahr auf 92,7 % im Berichtszeitraum. Aufgrund von Einmaleffekten, die sich insbesondere aus dem erstmaligen Vergleich mit einem Modulhersteller (TEUR 721) und aus Unternehmenserwerben (TEUR 489) ergaben, realisierte der Konzern ein bereinigtes EBITDA in Höhe von EUR 15,6 Mio. (2016H1: EUR 12,7 Mio.), das sich wie folgt ermittelt:

in Mio. EUR 2017H1 (IST) 2016H1 (IST)
EBITDA 16,8 13,4
Transaktions- und Restrukturierungskosten 0,1 0,1
Schadenersatz -0,7 0,0
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen -0,1 0,0
Negative Unterschiedsbeträge (Kaufpreisallokation) -0,5 -0,8
Saldo Rückstellungen 0,0 0,0
Bereinigtes EBITDA 15,6 12,7
Nettozinszahlungen -3,2 -3,2
Steuerzahlungen -0,1 0,0
Netto-Cashflow 12,3 9,5
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien 44,0 42,1
Cashflow je Aktie (CFPS) [in EUR] 0,28 0,23

Das bereinigte EBITDA ist somit um 23 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was zu einer Verstärkung der bereinigten EBITDA Marge von 83,3 % im ersten Halbjahr 2016 auf 86,0 % im Berichtszeitraum führte.

Auf Basis des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA ermittelt der Konzern den Cashflow je Aktie (CFPS), der im Berichtszeitraum somit EUR 0,28 (2016H1: EUR 0,23) betrug.

ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 8,6 Mio. (2016H1: EUR 7,7 Mio.). Es gab weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr Wertberichtigungen. Die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen ist auf die Erweiterung des PV-Anlagen-Portfolios zurückzuführen.

EBIT

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist von EUR 5,7 Mio. im ersten Halbjahr 2016 auf EUR 8,3 Mio. im ersten Halbjahr 2017 angestiegen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 45,6 % (2016H1: 37,0 %).

BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

Während in der Vergleichsperiode Beteiligungs- und Finanzverluste von EUR 2,9 Mio. ausgewiesen wurden, ergaben sich im Berichtsjahr Beteiligungs- und Finanzverluste i.H.v. EUR 2,1 Mio. Ursächlich für die Verbesserung des Finanzergebnisses ist im Wesentlichen ein einmaliger Finanzertrag i.H.v. TEUR 847 aus der Refinanzierung der Solaranlagen Moorenweis und Hiendorf. Dieser Finanzertrag ergab sich aus der Differenz zwischen der im Berichtszeitraum entstandenen Vorfälligkeitsentschädigung und dem Unterschied zwischen dem Buchwert und rückzuzahlenden Nennwert des refinanzierten Darlehens.

Die Refinanzierung der Solaranlagen Moorenweis und Hiendorf führt dazu, dass der Zinssatz von 5,6 % auf 1,8 % gesenkt wird. Dies wird sich künftig positiv auf die Ertragslage des Konzerns sowie auf den Cashflow je Aktie auswirken.

PERIODENERGEBNIS

Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand belief sich im Berichtszeitraum insgesamt auf EUR 1,0 Mio. (2016H1: Steueraufwand EUR 0,6 Mio.). Das Periodenergebnis von EUR 5,1 Mio. (2016H1: EUR 2,1 Mio.) setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 5,1 Mio. und dem Ergebnis nicht beherrschender Gesellschafter von minus TEUR 36 zusammen.

Das Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2017 lag somit auf einem Rekordniveau, denn es überschritt sogar das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2016 (EUR 4,7 Mio.) um 9,1 %, während es mehr als doppelt so hoch war als das Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2016 (EUR 2,1 Mio.)

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage der 7C Solarparken wird zu rund 85 % (i.VJ. 87 %) von langfristigen Vermögenswerten bestimmt.

Die immateriellen Vermögenswerte der 7C Solarparken dotierten zum 30. Juni 2017 EUR 0,6 Mio. (i.VJ. EUR 0,7 Mio.) und beinhalten insbesondere Projektrechte sowie Rechte zur Erbringung von Dienstleistungen, die im Zuge der Konzernerweiterungen im Berichtsjahr erworben wurden.

Die Grundstücke und Gebäude, d.h. das sog. PV Estate, betrugen EUR 7,8 Mio. (i.VJ. EUR 7,9 Mio.).

Die Solaranlagen sind mit EUR 230,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 229,3 Mio.) leicht angestiegen, da die Abschreibungen auf die Solaranlagen i.H.v. EUR 8,4 Mio. von Zugängen aus Neuerwerben mehr als ausgeglichen wurden. Die Neuerwerbe beruhen im Wesentlichen auf Photovoltaikanlagen, die durch Unternehmenserwerbe in den Konzern gekommen sind (EUR 3,8 Mio.). Außerdem haben die Solaranlagen durch die erstmalige Vollkonsolidierung der KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG um EUR 0,8 Mio. zugenommen. Darüber hinaus wurde der Bau der Anlagen Großfurra und Ludwigsfelde erfolgreich beendet. Demzufolge wurden EUR 4,6 Mio. aus den sich im Bau befindlichen Solarparks in die Solaranlagen umgegliedert. Andere Zugänge betrugen EUR 0,2 Mio. Zuletzt haben auch die Investitionen, vor allem aus der Optimierung 2.0, zur Erhöhung der Solaranlagen um EUR 0,3 Mio. beigetragen.

Die Anlage Nettgau befand sich zum Ende des Berichtszeitraums noch im Bau (EUR 0,8 Mio.).

Am 30. Juni 2017 bilanzierte die 7C Solarparken keine nach der Equity Methode bewerteten Anteile mehr (i.VJ. TEUR 152). Infolge der Aufnahme der Komplementärstellung in der KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG von einer Konzerngesellschaft, beherrscht der Konzern die KOGEP Gesellschaft seit 27. Januar 2017. Demzufolge wurde eine Vollkonsolidierung der vorgenannten Gesellschaft im Berichtszeitraum vorgenommen. Darüber hinaus, wurde die Beteiligung an der Sonnenbatterie Center Franken GmbH (TEUR 19) im Berichtszeitraum vollständig veräußert.

Aktive latente Steuern wurden auf Verlustvorträge und auf Neubewertungen der Verbindlichkeiten sowie auf Aufwertungen des Anlagevermögens infolge der Kaufpreisallokation von Unternehmenserwerben angesetzt. Ferner werden in den Parks Sonderabschreibungen nach § 7g EStG sowie degressive Abschreibungen gem. § 235 Abs. 3 HGB (Fassung 2008) geltend gemacht. Die hieraus entstehenden Verlustvorträge können steuerlich genutzt werden.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von EUR 36,1 Mio. am Jahresende 2016 auf EUR 42,4 Mio. zum 30. Juni 2017 erhöht. Dies ist hauptsächlich auf die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um EUR 4,0 Mio sowie auch dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 3,9 Mio. und auf einer Erhöhung der Vorräte um EUR 1,0 Mio. zurückzuführen. Die sonstigen Vermögenswerte dahingegen sind durch Umsatzsteuerrückerstattungen um EUR 2,1 Mio., sowie die Anzahlungen um EUR 0,7 Mio. gesunken.

Zum 30. Juni 2017 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von EUR 33,9 Mio. (i.VJ. EUR 29,9 Mio.). Hiervon sind EUR 16,0 Mio. (i.VJ. EUR 13,4 Mio.) mit Verfügungsbeschränkungen für Projektreserven und Avale belegt. Diese Zunahme der verfügungsbeschränkten Konten mit EUR 2,6 Mio. ist einerseits auf die Ansparung von Projektreserven zurückzuführen (EUR 0,6 Mio.), andererseits hat die Refinanzierung der Solaranlagen Moorenweis und Hiendorf zu einem zusätzlichen Projektreservekonto i.H.v. EUR 1,3 Mio. geführt und für die Säugling Solar GmbH & Co. KG wurde am Anfang des Jahres noch ein separates Projektreservekonto geführt (EUR 0,8 Mio.). Zum Ende des Vorjahres wurde dieser Betrag noch als besicherter Teil eines sofort abrufbaren Kontos geführt.

Die Bilanzsumme ist von EUR 285,1 Mio. auf EUR 287,6 Mio. angestiegen.

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2017 auf EUR 81,5 Mio. (i.VJ. EUR 71,0 Mio.). Der Anstieg in Höhe von EUR 10,5 Mio. beziehungsweise um 15 % basiert hauptsächlich auf den im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Kapitalerhöhungen im Rahmen von Privatplatzierungen und Optionsausübungen sowie dem positiven Geschäftsergebnis. Die Eigenkapitalquote betrug 28,4 % (i.VJ. 24,9 %).

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Konzern beliefen sich zum 30. Juni 2017 insgesamt auf EUR 184,4 Mio. (i.VJ. EUR 186,5 Mio.). Es handelte sich hier um die Darlehen und Leasingverträge zur Finanzierung der Solarparks sowie die den Aktionären zur Verfügung gestellte Wandelanleihe.

Der Anstieg der passiven latenten Steuern von EUR 11,0 Mio. auf EUR 11,3 Mio. steht im Zusammenhang mit dem Ansatz des Sachanlagevermögens zum Zeitwert im Rahmen der im Geschäftsjahr durchgeführten Kaufpreisallokationen.

Bei den Rückstellungen war eine geringe Zunahme um EUR 0,3 Mio. im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Dies ist vollständig auf die Zunahme der Rückbauverpflichtungen durch den Ausbau des Solaranlagenportfolios sowie der Effekte der Aufzinsung der Bestandsanlagen zurückzuführen.

FINANZLAGE UND KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Veränderung des Finanzmittelfonds betrug im Berichtsjahr EUR 4,0 Mio. (2016H1 EUR 0,0 Mio.).
Dabei konnte der Zahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit i.H.v. EUR 4,1 Mio. und der Zahlungsmittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. EUR 1,6 Mio. den Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit i.H.v. EUR 1,7 Mio. weitläufig ausgleichen und führten per Saldo zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds. Die einzelnen Zahlungsmittelzu- bzw. Zahlungsmittelabflüsse stellen sich wie folgt dar:

Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich von EUR 3,0 Mio. auf EUR 4,1 Mio. Er setzt sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft der Solarparks und den hieraus erfolgten Einzahlungen zusammen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug minus EUR 1,7 Mio. (2016H1: EUR 3,3 Mio.) und resultiert hauptsächlich aus dem Nettozahlungsmittelabfluss aus den unterschiedlichen Unternehmenserwerben (EUR 0,7 Mio.), den Investitionen in Solaranlagen (EUR 0,4 Mio.), den Anzahlungen auf Solaranlagen im Bau (EUR 0,8 Mio.), sowie dem Nettozahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf eines Teils des Grundstückes in Grafentraubach i.H.v. EUR 0,2 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus EUR 1,6 Mio. (2016H1: EUR 0,3 Mio.). Dieser Betrag umfasst die Rückzahlung der Finanzierung der Anlagen Moorenweis und Hiendorf und den normalen Tilgungen in Höhe von EUR 22,7 Mio. sowie Einzahlungen aus der Erhöhung von Finanzverbindlichkeiten i.H.v. EUR 19,3 Mio. Die Einzahlungen durch die Ausübung von Aktienoptionen betrugen insgesamt EUR 0,1 Mio, während diese durch die Barkapitalerhöhung bei EUR 5,2 Mio. lagen. Bezüglich der außerbilanziellen Verpflichtungen sowie der zugesagten aber nicht genutzten Kreditlinien wird auf die Ausführungen im Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen. Der Konzern war zu jeder Zeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Zusammenfassend ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv zu betrachten. Die sich abzeichnende Verbesserung des bereinigten EBITDA sowie das Periodenergebnis auf Rekordniveau spiegelt die Unternehmensplanung und Intention einer nachhaltigen und kontinuierlichen Geschäftsentwicklung wider. Der Vorstand beurteilt diese Entwicklung als positiv und sieht die Möglichkeit der weiteren Verbesserung des Unternehmenserfolgs durch die Vollendung des Optimierungsprograms 2.0.

PROGNOSEBERICHT

Der Vorstand geht bei seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2017 für den Konzern davon aus, dass sich die positive EBITDA- und CFPS-Entwicklung fortsetzen wird. Unter Berücksichtigung der Kapazitätserweiterung im Rahmen der im Berichtsjahr getätigten Investitionen, die sich in 2017 erstmals ganzjährig auf die Ertragslage auswirken werden, erwartet der Vorstand für den Konzern eine Steigerung der Umsatzerlöse auf mindestens EUR 32,0 Mio. bzw. eine Steigerung des EBITDA auf mindestens EUR 27,0 Mio.

Prognose Konzernzahlen 2016
IN MIO. EUR 2016 (IST) 2017 PROGN.
Umsatz 30,3 >32,0
EBITDA 27,9 >27,0
CFPS (EUR) 0,45 0,48-0,50

Die Produktion wird auf 101,9 GWh und der Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) werden auf 970 kWh/ kWp prognostiziert. Die Performance Ratio der Anlagen soll in Folge der technischen Optimierung 2.0 im Geschäftsjahr 2017 bei über 80,0 % liegen.

Dieser Ausblick beruht auf folgenden Annahmen:

Keine rückwirkenden regulatorischen Eingriffe;

Keine signifikanten Abweichungen von den langjährigen Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes;

Bestandsportfolio von 105,5 MWp;

Eingeplante Investitionen bis 115 MWp bis zum Jahresende 2017, jedoch keine wesentlichen Cash-Beiträge aus den Investitionen in der zweiten Jahreshälfte;

Verwässerungseffekt aus den zwei Barkapitalerhöhungen, sowie die Optionsausübungen im ersten Halbjahr 2017;

Erste Effekte aus dem Optimierungsprogramms 2.0;

Keine weiteren Umfinanzierungen;

Keine weiteren Kapitalerhöhungen.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKEN

Hinsichtlich der Beschreibung des Risikomanagementsystems (RMS) wird auf die im Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts des Geschäftsjahres 2016 gemachten Angaben verwiesen. Die Risiken, denen die 7C Solarparken ausgesetzt ist, wurden ebenfalls detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2016 dargestellt.

Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2017 das folgende mittelschwere Einzelrisiko identifiziert:

Gegenwärtig finden bei drei Tochtergesellschaften sowie der 7C Solarparken AG steuerliche Außenprüfungen statt. Die Außenprüfungen betreffen die Zeiträume 2010 bis 2014. Bis zur Erstellung des Halbjahresfinanzberichtes wurden keine Sachverhalte bekannt bzw. in Frage gestellt die zu einer abweichenden Bilanzierung oder steuerlichen Belastungen führen würden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die bezeichneten Risiken und deren wirtschaftliche Auswirkungen als mittelschwer eingestuft. Die Geschäftsführung kann jedoch das Risiko möglicher zusätzlicher Belastungen in Form von erhöhten Beratungsaufwendungen sowie das Risiko zusätzlicher Steuerzahlungen nicht vollständig ausschließen. Voraussichtlich werden die Außenprüfungen bis zum Jahresende noch nicht abgeschlossen sein.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichtes 2017 keine bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft bzw. des Konzerns bekannt.

CHANCEN

Die wesentlichen Changen, denen die 7C Solarparken ausgesetzt ist, wurden detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2016 dargestellt.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR 2017 BIS ZUM 30. JUNI 2017

7C Solarparken AG, Bayreuth

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2017

AKTIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 16 630 695
Grundstücke und Gebäude 15.1 7.769 7.889
Solarparks 15.1 230.588 229.323
Solarparks im Bau 15.1 783 4.614
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 15.1 281 304
Nach der Equity-Methode bewertete Anteile 17 0 152
Sonstige langfristige Vermögenswerte 13 578 604
Andere Finanzanlagen 18 31 31
Aktive latente Steuern 4.506 5.317
Summe langfristige Vermögenswerte 245.164 248.930
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 12 1.413 408
Geleistete Anzahlungen 13 136 848
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 5.292 1.334
Steuererstattungsansprüche 296 225
Sonstige Vermögenswerte 13 1.330 3.422
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 33.926 29.896
Summe kurzfristige Vermögenswerte 42.392 36.133
Bilanzsumme 287.556 285.063

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsichts eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2017

PASSIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2017 31.12.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19.1 44.798 42.464
Kapitalrücklage 19.2 14.938 11.926
Sonstiges Ergebnis aus Hedging 19.2 -66 -85
Gewinnrücklage 19.2 21.342 16.334
Währungsumrechnungsrücklage 19.2 -10 -11
Nicht beherrschende Anteile 520 386
Summe Eigenkapital 81.523 71.014
Schulden
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen 21 154.411 168.617
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 23 8.006 7.744
Sonstige langfristige Rückstellungen 22 132 132
Passive latente Steuern 11.307 10.961
Summe langfristige Schulden 173.856 187.453
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 305 300
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 21 30.030 17.931
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 1.085 7.622
Sonstige Verbindlichkeiten 22 757 742
Summe kurzfristige Schulden 32.178 26.596
Summe Schulden 206.033 214.049
Bilanzsumme 287.556 285.063

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsichts eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

in TEUR Anhangangabe 30.06.2017 30.06.2016
Umsatzerlöse 8.1 18.140 15.243
Sonstige betriebliche Erträge 8.2 1.556 1.531
Personalaufwand 9.1 -501 -474
Sonstige Betriebsaufwendungen 9.2 -2.369 -2.942
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBITDA) 16.827 13.358
Abschreibungen 15, 16 -8.552 -7.711
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 8.274 5.647
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 1.074 649
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10 -3.168 -3.570
Beteiligungs- und Finanzergebnis -2.094 -2.922
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 6.180 2.726
Ertragsteuern -1.045 -628
Periodenergebnis 5.135 2.097
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 5.099 2.062
davon Nicht beherrschende Anteile 36 35
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 11.1 0,12 0,05
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 11.2 0,12 0,05

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG*

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

in TEUR Anhangangabe 30.06.2017 30.06.2016
Periodenergebnis 5.135 2.097
Posten, die in die Gewinn order Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Marktwertänderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente 19.2 23 -58
Währungsumrechnung 19.2 1 5
Steuern -3 13
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 20 -39
Konzerngesamtergebnis 5.156 2.058
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 5.119 2.023
davon Nicht beherrschende Anteile 36 35
Gesamtergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 11.1 0,12 0,05
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 11.2 0,12 0,05

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG*

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017

in TEUR Anhangangabe 1.1.-30.06.2017 1.1-30.06.2016
Periodenergebnis 5.135 2.079
– Abschreibungen auf Sachanlagen 15 8.524 7.691
– Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 16 28 19
– Negative Unterschiedsbeträge (Kaufpreisallokation) 6 -489 -825
– Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge 45 -159
– Netto-Finanzierungsaufwendungen 10 2.094 2.922
– Gewinn- oder Verlustanteil aus dem Verkauf von Finanzanlagen 10, 17 -7 -
– Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen / immateriellen Vermögenswerte 15, 16 -105 -
– Gewinn aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens nach Steuern - -432
– (plus) Steueraufwendungen 1.045 628
Veränderungen bei:
– Vorräten 12 -1.005 -131
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen 13 -1.826 -3.303
– Vorauszahlungen 13 712 -446
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 22 -6.534 -147
– sonstigen Rückstellungen sowie Vermögenswerten aus und Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 23 250 254
Cash-Zufluss aus der betrieblichen Tätigkeit 7.777 8.168
Gezahlte Zinsen -3.194 -3.210
Gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen -351 -1.916
Gezahlte Ertragsteuern -140 -3
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 4.093 3.039
Erhaltene Zinsen 10 8 5
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen/immateriellen Vermögensgegenständen 15 188 0
Verkauf von Anteilen an mit Equity Methode bilanzierte Unternehmen 17 26 0
Veräußerung eines Tochterunternehmen, abzüglich veräußerter liquider Mittel 0 1.606
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener liquider Mittel 6 -736 -1.706
Erwerb von Sachanlagen 15 -361 -3.138
Anzahlungen auf Anlagen im Bau 15 -783 -
Erwerb von immateriellen Vermögenswerte 16 0 -66
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.659 -3.298
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anteilen 19.1 5.211 2.070
Einzahlungen finanzielle Verbindlichkeiten 19.283 32.048
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen 19.1 136 1.568
Transaktionskosten in Bezug auf Kredite und Ausleihungen 10 -209 -118
Transaktionskosten in Bezug auf Kapitalerhöhungen -106 -250
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 6 -21 0
Rückzahlung von Krediten / Tilgungen 21 -22.665 -34.704
Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten 21 -33 -33
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.595 271
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.030 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 14 29.896 27.336
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 33.926 27.348

*Hinsichtlich der freien Verfügbarkeit der Mittel verweisen wir auf die Anhangangabe 14
* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Sonstige Ergebnis aus Hedging Gewinn-
rücklage
Summe
Stand zum 1. Januar 2017 42.464 11.926 -11 -85 16.334 70.628
Gewinn 5.099 5.099
Sonstiges Ergebnis 1 20 20
Gesamtergebnis 0 0 1 20 5.099 5.119
Transaktionskosten direkt in Equity -106 -106
Ausgabe von Stammaktien 2.266 2.945 5.211
Ausgeübte Optionen 68 67 136
Unternehmenszusammenschluss 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 14 14
Dividenden 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 2.334 3.013 0 0 -92 5.255
Stand zum 30. Juni 2017 44.798 14.938 -10 -66 21.342 81.002
Stand zum 1. Januar 2016 40.478 10.066 -17 -64 11.725 62.190
Gewinn 2.063 2.063
Sonstiges Ergebnis 5 -44 -39
Gesamtergebnis 0 0 5 -44 2.063 2.023
Transaktionskosten direkt in Equity 0 -250 -250
Ausgabe von Stammaktien 1.000 1.070 2.070
Ausgeübte Optionen 881 687 1.568
Unternehmenszusammenschluss 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 219 219
Dividenden 0
Sonstiges 0 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 1.881 1.757 0 0 -31 3.607
Stand zum 30. Juni 2016 42.359 11.823 -12 -108 13.757 67.820
in TEUR Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2017 386 71.014
Gewinn 36 5.135
Sonstiges Ergebnis 0 20
Gesamtergebnis 36 5.156
Transaktionskosten direkt in Equity -106
Ausgabe von Stamaktien 5.211
Ausgeübte Optionen 136
Unternehmenszusammenschluss 132 132
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -35 -21
Dividenden 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 97 5.352
Stand zum 30. Juni 2017 520 81.523
Stand zum 1. Januar 2016 114 62.305
Gewinn 35 2.097
Sonstiges Ergebnis -39
Gesamtergebnis 35 2.058
Transaktionskosten direkt in Equity -250
Ausgabe von Stammaktien 2.070
Ausgeübte Optionen 1.568
Unternehmeszusammenschluss 788 788
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -530 -311
Dividenden 0
Sonstiges 0 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 258 3.865
Stand zum 30. Juni 2016 407 68.226

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR 2017 BIS ZUM 30. JUNI 2017

7C Solarparken AG, Bayreuth

1. BERICHTENDES UNTERNEHMEN

Die 7C Solarparken AG (das „Unternehmen“ oder „7C Solarparken“) ist ein Unternehmen mit Sitz in Bayreuth, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet: An der Feuerwache 15, 95445 Bayreuth. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als der „Konzern“ und einzeln als „Konzernunternehmen“ bezeichnet). Der Konzern betreibt und investiert in Solaranlagen mit stetigem Kapitalrückfluss und geringem Risiko vor allem in Deutschland, Belgien und Italien (siehe Anhangangabe 5 und 7).

Hinsichtlich verwendeter Abkürzungen verweisen wir auf das in Anhangangabe 27 dargestellte Abkürzungsverzeichnis.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß §37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Standard IAS 34 „Interim Financial Reporting“ (Zwischenberichterstattung) aufgestellt. Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung erhalten Vergleichsangaben zum Vorjahreshalbjahr. Die Konzernbilanz enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Grundsätze über Ansatz, Bewertung und Ausweis werden von allen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises einheitlich angewendet. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2016 gelten –insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden entsprechend.

Er wurde vom Vorstand am 27. September 2017 zur Veröffentlichung genehmigt.

3. FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Dieser Konzernabschluss wird in EUR, der funktionalen Währung der 7C SOLARPARKEN AG (Mutterunternehmen) aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) dargestellt, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

4. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

5. VERZEICHNIS DER TOCHTERUNTERNEHMEN

Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns aufgeführt.

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die 7C Solarparken AG die unmittelbare oder mittelbare Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der 7C Solarparken AG im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum 30. Juni 2017 einbezogen:

BEZEICHNUNG SITZ BETEILIGUNG %
Solarpark Oberhörbach GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Longuich GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Heretsried GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark CBG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Green GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Melkor UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Tulkas Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Italia S.R.L., Imola Italien 100,00
ProVireo Projektverwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
ProVireo Solarpark 3 Schönebeck GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon 1. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
CTG Baal S.R.L., Imola Italien 100,00
Colexon Solar Energy ApS, Kopenhagen Dänemark 100,00
Renewagy 1. Solarpark Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 2. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 5. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 11. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 21. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
7C Solarparken NV, Mechelen Belgien 100,00
7C Rooftop Exchange BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Siberië Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Sabrina Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Solar4Future Diest NV, Mechelen Belgien 99,90
Solarpark Neudorf GmbH, Kasendorf Deutschland 100,00
Solarpark Hohenberg GmbH, Marktleugast Deutschland 83,00
High Yield Solar Investments BV, Hilversum Niederlande 100,00
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark MGGS Landbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tannhäuser Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Lohengrin Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
SonnenSolarpark GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarparken IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Maisach Deutschland 100,00
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Schauer Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zerre Infrastruktur GbR, Wiesbaden * Deutschland 30,00
Solarpark Zerre IV GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 Haftungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Säugling Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Carport Wolnzach GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sphinx Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
SPI Sachsen I GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Vardar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Wandersleben GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Wandersleben GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 84,09
Solardach LLG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Stieten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Steinburg GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG, Bayreuth Deutschland 51,52

* Für die Hälfte der Beteiligung durch Solarpark Zerre IV GmbH & Co KG gehalten.

Folgende Gesellschaften wurden infolge des Verkaufs der Gesamtbeteiligung innerhalb des Geschäftsjahres nicht mehr nach der Equity methode in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 einbezogen:

- Sonnenbatterie Center Franken GmbH, Bayreuth, Deutschland

6. ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen entspricht der im Anhang zum Konzernabschluss vom 31. Dezember 2016 angegebenen Vorgehensweise.

Die für die Erstkonsolidierung verwendeten Kaufpreisallokationen sind teilweise nur vorläufig, da sich nach Erstellung der Kaufpreisallokation noch Erkenntnisse ergeben können, die zu einer nachträglichen Anpassung innerhalb eines Jahres nach Erwerb führen können.

In diesem Konzernzwischenlagebericht werden die Unternehmenserwerbe aus dem Berichtszeitraum detailliert dargestellt. Die folgende Tabelle gibt zunächst einen Kurzüberblick über alle im ersten Halbjahr 2017 durchgeführten Unternehmenserwerbe:

Erwerbsobjekt Solaranlage(n) Erwerbszeitpunkt
KOGEP GmbH & Co Solar 122 KG Halberstadt 27. Januar 2017
Swan Energy NV Engels Lokeren
Defranq Roeselare
Defranq Tongeren
6. April 2017

Die gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern, die bei der Bewertung der Solaranlagen angesetzt wurden, liegen für das erste Halbjahr 2017 zwischen 2,40% und 2,70%. Die zukünftigen mit diesen Kapitalkosten diskontierten Cashflows wurden durch die Multiplikation der Einspeisevergütung bzw. den geschätzten zukünftigen Strompreisen sowie der geschätzten Stromproduktion errechnet. Die Produktionsschätzungen erfolgten mit einem Verfahren, in dem externe Gutachten und der historische Ertrag von Anlagen in der gleichen Region einbezogen werden. Dabei wird einer angemessenen Degradation der Solaranlage ebenfalls Rechnung getragen.

A. ERWERB DER SWAN ENERGY NV

Mit Wirkung zum 6. April 2017 wurden 100 % der Anteile der Swan Energy NV, Mechelen/ Belgien erworben.

Portrait der Anlagen

Die Swan Energy Anlage hat ein Dachanlagenportfolio bestehend aus drei Solaranlagen: Defranq Tongeren (204 kWp), Defranq Roeselare (381 kWp) und Engels Lokeren (640 kWp), die alle ihren Standort in Belgien (Region Flandern) haben. Die Aufdachanlagen wurden alle im Jahr 2011 ans Netz angeschlossen. Die Anlage ist bestückt mit Yingli Modulen sowie Wechselrichtern von SMA. Alle Anlagen erhalten ein einer Einspeisevergütung ähnliches Grünstromzertifikat über EUR 330/MWh. Darüber hinaus wird der erzeugte Strom zu einem Preis zwischen EUR 44-54/MWh den Dacheigentümern oder einem Nutzunternehmen verkauft. In den letzten 12 Monaten vor dem Unternehmenszusammenschluss leisteten die Anlagen zwischen 937-1040 kWh/kWp.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 2.077 3.759
Sonst. Vermögenswerte 75 75
Liquide Mittel 392 392
Finanzverbindlichkeiten -1.878 -2.288
Rückstellungen - -
Sonst. Verbindlichkeiten - -
Passive latente Steuern - -285
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 666 1.652
Kaufpreis
Zahlungsmittelabfluss 1.170
Gesamtkaufpreis 1.170
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 1.170
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 1.652
Negativer Unterschiedsbetrag (-) -482
Netto gezahlte Flüssige Mittel (-) -778

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Jahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 180, ein EBITDA in Höhe von TEUR 168 sowie ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 127 aus dem erworbenen Unternehmen generiert. In einem 12 Monate umfassenden Jahr wird die Anlage bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 422, ein EBITDA von TEUR 370 und ein Jahresergebnis von TEUR 142 erzielen.

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 1.652, dem ein gezahlter Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 1.170 gegenübersteht. Der sich als Saldogröße ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 482 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst.

B. ERWERB DER KOGEP GMBH & CO. SOLAR 122 KG

Mit Wirkung zum 27. Januar 2017 hat der Konzern die Beherrschung über die KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG erlangt, weil Ihr Stimmrecht auf der Gesellschafterversammlung 50 % überschritten hat. Die KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG stand bereits im Jahr 2016 zu 51,52 % im Eigentum des Konzerns, dennoch konnte dieser durch verträgliche Reglungen in dieser Gesellschaft keine Beherrschung ausüben. Dies hat sich zum Stichtag 27. Januar 2017 geändert. Demzufolge wird die Beteiligung, die bisher nach der Equity Methode bilanziert wurde, im ersten Halbjahr 2017 erstmalig vollkonsolidiert.

Portrait der Anlage

Im Jahr 2009 wurde eine Dachanlage über 240 kWp in Halberstadt, Sachsen-Anhalt in Betrieb genommen. Es wurden beim Bau First Solar Module sowie Wechselrichter von SMA verwendet. Die Anlage erhält eine Einspeisevergütung von EUR 400/MWh. Der Park leistete im Jahr 2016 837 kWh/kWp.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 558 753
Sonst. Vermögenswerte 10 10
Liquide Mittel 42 42
Finanzverbindlichkeiten -449 -479
Rückstellungen -6 -12
Sonst. Verbindlichkeiten -17 -17
Passive latente Steuern - -25
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 138 272
Kaufpreis
Umgliederung aus den nach der Equity Methode bewerteten Anteilen 133
Nicht beherrschenden Anteile 132
Gesamtkaufpreis 265
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 265
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 272
Negativer Unterschiedsbetrag (-) -7
Netto gezahlte Flüssige Mittel (-) 42

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Jahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 48 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 37 sowie ein Jahresergebnis von TEUR 10 aus dem erworbenen Unternehmen generiert. In einem 12 Monate umfassenden Jahr wird die Anlage bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 84, ein EBITDA von TEUR 72 und ein Jahresergebnis von TEUR 8 erzielen.

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 272, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 265 bezahlt wurde; der sich hieraus ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 7 wurde im Jahr 2017 erfolgswirksam im Posten ‚sonstiger betrieblicher Ertrag‘ vereinnahmt.

C. AUFSTOCKUNG DER SOLARDACH WANDERSLEBEN GMBH & CO. KG

Am 1. Januar 2017 hatte der Konzern eine Beteiligung i.H.v. 81,92 %, die während des ersten Halbjahres 2017 auf 84,09 % aufgestockt wurde. Zu diesem Zweck wurden für TEUR 21, nicht beherrschende Anteile i.H.v. TEUR 35 zurückgekauft. Die Differenz i.H.v. TEUR 14 wird im Eigenkapital unmittelbar den Aktionären der 7C Solarparken AG zugeschrieben.

7. GESCHÄFTSSEGMENTE

Das Unternehmen ist fokussiert auf den Verkauf von Strom, den es mit eigenen Solaranlagen produziert, sodass 98,9 % der Umsatzerlöse aus diesem Geschäft erzielt werden (2016H1: 95,2 %). Daneben gibt es einige Aktivitäten von untergeordneter Bedeutung (1,1 % in der Berichtsperiode, 4,8 % im ersten Halbjahr 2016). Diese Nebenaktivitäten beziehen sich auf externe Dienstleistungsverträge für technische und kaufmännische Services für Solaranlagen im In- und Ausland sowie aus Mieteinnahmen von Dritten aus dem PV-Estate.

Der Konzern ist hauptsächlich in Deutschland tätig, weswegen im ersten Halbjahr 2017 93,8 % des Umsatzes in Deutschland erzielt wurde (2016H1: 94,8 %). Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete der Konzern mit 4,7 % in Belgien (2016H1: 3,7 %), sowie mit 1,5 % in Italien (2016H1: 1,5 %).

Folglich sind im Konzern keine getrennten Geschäftssegmente erkennbar.

8. UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

8.1. UMSATZERLÖSE

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Verkaufter Strom 17.930 14.509
Erlöse aus Dienstleistungen 125 220
Mieteinnahmen 79 85
Sonstige 6 429
Gesamt 18.140 15.243

Die Hauptaktivität des Konzerns besteht in der Produktion und dem Verkauf von Strom aus Solaranlagen. Übrige Umsätze stammen aus Mieteinnahmen sowie Dienstleistungen, die der Konzern für Dritte erbringt. Die Mieteinnahmen betreffen die Einkünfte aus dem sog. PV Estate Portfolio. Die Dienstleistungen sind technischer und kaufmännischer Art und betreffen vor allem Fernüberwachung, Reparatur und Wartung von Solaranlagen sowie deren Betriebsführung. Sonstige Umsatzerlöse im Vorhalbjahr bezogen sich hauptsächlich auf den Verkauf von kleinen Solaranlagen und Batterien der Sonnenbatterie Center Franken GmbH (2016H1: TEUR 423).

8.2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Berichtszeitraum knapp zur Hälfte aus einem außengerichtlichen Vergleich mit einem Modulhersteller (TEUR 721). Daneben trugen negative Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben im ersten Halbjahr (TEUR 489), wie auch in der Vergleichsperiode (2016H1: TEUR 825) zum Ergebnis bei. Im Berichtszeitraum wurde keine Konzernentität veräußert, jedoch führte der Verkauf der Solarpark Sonnenberg GmbH & Co. KG im ersten Halbjahr 2016 noch zu einem Entkonsolidierungsgewinn i.H.v. TEUR 432. Insgesamt blieben trotz ihrer anderen Zusammensetzung, die sonstigen betrieblichen Erträge nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (+1,6%).

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Ertrag aus außergerichtlichen Vergleichen 721 -
Negative Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben 489 825
Verkauf Anlagevermögen 105 -
Auflösung Rückstellungen 58 97
Schadenersatz 31 27
Sonstige Erträge 152 149
Entkonsolidierungsgewinn - 432
Gesamt 1.556 1.531

9. BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

9.1. PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 mit TEUR 501 im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum (2016H1: TEUR 474) leicht.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter des Konzens ist im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 von 17 auf 14 gesunken. Am Ende des Berichtzeitraums beschäftigte der Konzern exklusive dem Vorstand 14 Angestellte (2016H1: 18 Mitarbeiter). Im Vorjahr waren noch 6 Mitarbeiter der Sonnenbatterie Center Franken GmbH, die Anfang 2017 veräußert wurde, in der Mitarbeiterzahl enthalten.

9.2. SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Kosten Solarparks 1.197 1.462
Verwaltungskosten 448 315
Rechts- Beratungs- und Prüfungskosten 328 335
Versicherungen 136 131
KfZ- und Reisekosten 116 132
Sonstige 145 566
Gesamt 2.369 2.942

Der sonstige Betriebsaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf EUR 2,4 Mio. (2016H1: EUR 2,9 Mio.). Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks enthalten. Unter anderem sind Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Pachtzinsen, Mieten, Versicherungen und Kosten für die Rasen-/Grünpflege angefallen.

10. BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Zinserträge aus:
Krediten und Forderungen 8 5
Gesamtzinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 8 5
Marktwertänderungen des ineffektiven Teils der Zinsswaps 156 -
Abzinsung der Rückstellüngen - 2
Ergebnis aus dem Verkauf von nach der Equity Methode bewerteten Anteilen 7 -
Sonstige Finanzerträge 902 642
Finanzerträge 1.074 649
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten:
Zinsaufwendungen -2.880 -3.221
Aufzinsung der Rückstellüngen -113 -170
Bankkosten, Courtagen und sonstige Finanzaufwendungen 175 -179
Finanzaufwendungen -3.168 -3.570
Beteiligungs- und Finanzergebnis -2.094 -2.922

Der Zinsertrag aus Darlehen und Forderungen betrifft Zinserträge aus liquiden Mitteln und Darlehen, die das Unternehmen an Dritte Parteien gibt. Die sonstigen Finanzerträge entstanden im Wesentlichen, in Höhe von TEUR 876, aus der Refinanzierung von Bankdarlehen (2016H1: TEUR 639). Der Rückzahlungsbetrag der Bankdarlehen lag unter dem Buchwert dieser Bankdarlehen, sodass für die Differenz ein Ertrag realisiert wurde.

Da der Konzern für den Zinsswap der Swan Energy NV, der lediglich 75% der variabelen Zinsaufwendungen der Projektfinanzierung effektiv deckt, kein Hedge Accounting anwendet, wird die Änderung des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Im Berichtszeitraum hat diese Marktwertänderung zu einem Finanzertrag i.H.v. TEUR 156 geführt.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.880 (2016H1: TEUR 3.221) betreffen fast ausschließlich Projektfinanzierungen und Finanzierungsleasing von Solaranlagen und PV-Estate.

11. (GESAMT-) ERGEBNIS JE AKTIE

11.1. UNVERWÄSSERTES (GESAMT-) ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie und des unverwässerten Gesamtergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (UNVERWÄSSERT)

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Gewinn (Verlust), den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 5.099 2.062
Gewinn (Verlust), den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 5.099 2.062

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT)

In Tausend Aktien 2017/H1 2016/H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 42.464 100 % 40.478 100 %
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen 68 97 % 881 92 %
Auswirkung von Privatplatzierungen 2.266 63 % 1.000 83 %
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum 30. Juni 43.957 42.124
in EUR 2017/H1 2016/H1
Ergebnis pro Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,12 0,05

11.2. VERWÄSSERTES (GESAMT-) ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie und des verwässerten Gesamtergebnisses je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt:

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (VERWÄSSERT)

in TEUR 2017/H1 2016/H1
Gewinn (Verlust), den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 5.099 2.062
Gewinn (Verlust), den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 5.099 2.062

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (VERWÄSSERT)

In Tausend Aktien 2017/H1 2016/H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 42.464 100 % 40.478 100 %
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen 68 97 % 881 92 %
Auswirkung einer Privatplatzierung 2.266 63 % 1.000 83 %
Auswirkung Ausübung aller in-the-money Optionen - 0 % 264 100 %
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum 31. Dezember 43.957 42.388
in EUR 2017/H1 2016/H1
Ergebnis pro Aktie
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,12 0,05

11.3. OPTIONEN UND BEDINGTES KAPITAL 2014

Die ordentliche Hauptversammlung der 7C Solarparken AG hat am 17. April 2014 durch Beschluss das bedingte Kapital um bis zu EUR 4.436.139,00 durch Ausgabe von bis zu 4.436.139 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien erhöht.

Das bedingte Kapital wurde durch die Hauptversammlung zur Bedienung der 4.436.139 Optionen geschaffen, die durch die Ausgabe der Optionsschuldverschreibung in August 2014 entstanden sind.

Die Optionen, versehen mit schrittweise steigenden Ausübungspreisen, haben eine Laufzeit bis 2016. Im Geschäftsjahr 2014 war eine Ausübung zu EUR 1,56 je Aktie möglich, für das Geschäftsjahr 2015 betrug der Ausübungspreis EUR 1,76 und im Jahr 2016 konnte bis zum 4. Quartal eine Ausübung zu EUR 1,98 je Aktie erklärt werden.

Seit dem ersten Ausübungszeitraum im September 2014 bis zum letzten Ausübungszeitraum im Dezember 2016 wurden 4.345.217 Optionen ausgeübt. Die Restanzahl kann nach 31. Dezember 2016 endgültig nicht mehr ausgeübt werden, sodass es im ersten Halbjahr 2017 nicht mehr zu einer Verwässerung kommen kann.

Bei der obenstehenden Berechnung des gewässerten verwässerten gewichteten Durchschnitts der Stammaktien zum 30. Juni 2016 wurde jedoch die volle Anzahl der zu diesem Stichtag unausgeübten Optionen berücksichtigt. Diese Optionen hätten in 264.045 neue Aktien resultieren müssen, da sich der durchschnittliche Marktwert der Aktien des Unternehmens während des gesamten Vorjahreszeitraums oberhalb des Ausübungspreises von EUR 1,98 je Aktie befand.

11.4. WANDELSCHULDVERSCHREIBUNG UND BEDINGTES KAPITAL 2016

Da sich der durchschnittliche Marktwert der Aktien des Unternehmens während des gesamten Berichtszeitraums unterhalb des Wandelpreises der Wandelschuldverschreibung (Siehe Anhangsangabe 21) i.H.v. EUR 2,50 je Aktie befand, wurde in der Berechnung des gewässerten gewichteten Durchschnitts der Stammaktien zum 30. Juni 2017 keine Aktienausgabe aus der Wandelschuldverschreibung unterstellt.

12. VORRÄTE

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Rohstoffe und Verbrauchsgüter 31 65
Module 1.382 343
Gesamt 1.413 408

Der Konzern bevorratet grundsätzlich Ersatzteile für (Not-)Reparaturen an PV-Anlagen, z.B. Wechselrichter, Module und Verschleißteile. Im Berichtszeitraum hat der Modulbestand um TEUR 1.039 zugenommen, diese werden in den kommenden Quartalen für neuzuerrichtende Anlagen eingesetzt werden.

13. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Geleistete Anzahlungen 136 848
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.292 1.334
Sonst. langfristige Vermögenswerte 578 604
Sonst. kurzfristige Vermögenswerte 1.330 3.422
Gesamt 7.336 6.209
Langfristige Vermögenswerte 578 605
Kurzfristige Vermögenswerte 6.758 5.604
Gesamt 7.336 6.209

Bei den geleisteten Anzahlungen zum 31.12.2016 handelt es sich hauptsächlich um Zahlungen aus dem Erwerb von Modulen (TEUR 721), die im Laufe des ersten Halbjahres geliefert wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftsanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Im Vergleich zum Jahresende haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 4,0 Mio. abgenommen, weil die Netzbetreiber immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift auszahlen. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende aus Umsätzen aus dem sonnenarmen November/Dezember zusammen, während die Umsätze zum Ende des ersten Halbjahr aus dem einstrahlungsreichen Mai/Juni resultieren.

Die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des Geschäftsjahres betreffen hauptsächlich Einmalpacht für das Leasing von Dachanlagen für die Dauer des Finanzierungsleasings i.H.v. TEUR 247 (i.VJ. TEUR 259) sowie einem langfristigen Teil einer Forderung und gewährter Darlehen und Kredite i.H.v. TEUR 175 (i.VJ. TEUR 204). Ferner sind Forderungen aus einem außergerichtlichen Vergleich mit einem Altkunden TEUR 133 (i.VJ. TEUR 133), sowie sonstige langfristige Vermögenswerte TEUR 23 (i.VJ. TEUR 8) ebenfalls darin enthalten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte bestanden zum Jahresende 2016 hauptsächlich aus Vorsteuern für den Ankauf von Solaranlagen, die im Laufe des ersten Halbjahres 2017 erstattet wurden.

14. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung 16.001 13.403
Sofort abrufbare Sichteinlagen 17.926 16.494
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.926 29.896

Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung handelt es sich um Schuldendienstreservekonten sowie Bausparkonten, die im Rahmen der Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 21) angespart werden sollen. Diese Konten sind für die jeweilige zugehörige Finanzierung an die Bank oder Leasinggesellschaft als Sicherheit verpfändet.

Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung handelt es sich um Projektreservekonten i.H.v. TEUR 11.433 (2016: TEUR 9.338) , Bausparkonten i.H.v. TEUR 3.865 (2016: TEUR 3.604) sowie sonstige Konten i.H.v. TEUR 703 (2016: TEUR 461).

15. SACHANLAGEN

15.1. ÜBERLEITUNG DES BUCHWERTES

zum 30.06.2017

in TEUR Anhang-
angabe
Grund-
stücke und Gebäude
Solar-
parks
BGA* Solar-
parks im Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2017 8.005 269.722 730 4.614 283.071
Abgänge durch Verkauf -83 -83
Konsolidierungskreisänderungen 6 4.512 4.512
Zugänge durch Investitionen 2 343 16 783 1.144
Andere Zugänge 23 204 204
Umgliederung zw. den Sachanlagen 4.614 -4.614 -
Umgliederung aus den immateriellen Vermögenswerten 16 37 37
Stand zum 30. Juni 2017 7.924 279.432 746 783 288.885
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2017 -116 -40.399 -426 - -40.941
Abschreibungen -39 -8.446 -39 -8.524
Stand zum 30. Juni 2017 -155 -48.845 -465 - -49.465
Buchwerte
Stand zum 30. Juni 2017 7.769 230.588 281 783 239.420

* Betriebs- und Geschäftsausstattung

zum 31.12.2016

in TEUR Anhang-
angabe
Grund-
stücke und Gebäude
Solar-
parks
BGA* Solar-
parks im Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2016 6.904 246.330 608 - 253.842
Abgänge durch Verkauf -6.337 -6.337
Konsolidierungskreisänderungen 19.985 19.985
Andere Zugänge 1.101 9.841 115 4.614 15.672
Abgänge -90 -90
Umgliederung -97 97
Stand zum 31. Dezember 2017 8.005 269.722 730 4.614 283.071
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2016 -33 -26.217 -308 - -26.558
Abgänge durch Verkauf 1.537 1.537
Abschreibungen -83 -15.719 -177 -15.979
Abgänge 60 60
Stand zum 31. Dezember 2016 -116 -40.399 -426 - -40.941
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2016 7.889 229.323 304 4.614 242.129

Die ausgewiesenen Solarparks, Gebäude und Grundstücke dienen zur Sicherung der in Anhangangabe 21 erläuterten Finanzverbindlichkeiten.

16. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

16.1. ÜBERLEITUNG DES BUCHWERTES

zum 30.06.2017

in TEUR Anhang-
angabe
Geschäfts-
oder Firmenwert
Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2017 1.551 653 49 91 2.344
Umgliederung in die Sachanlagen 15 -37 -37
Umgliederung in den immateriellen Vermögenswerten 28 -28 -
Stand zum 30. Juni 2017 1.551 653 40 65 2.307
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2017 -1.551 -48 -25 -25 -1.649
Abschreibungen -21 -6 -28
Stand zum 30. Juni 2017 -1.551 -69 -25 -31 -1.677
Buchwerte
Stand zum 30. Juni 2017 - 584 15 32 630

zum 31.12.2016

in TEUR Anhang-
angabe
Geschäfts-
oder Firmenwert
Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2016 1.551 307 232 67 2.157
Konsolidierungskreisänderungen 346 346
Abgänge -221 -221
Andere Zugänge 37 24 61
Stand zum 31. Dezember 2016 1.551 653 49 91 2.344
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2016 -1.551 -37 -28 -12 -1.628
Abgänge 28 28
Abschreibungen -11 -25 -13 -49
Stand zum 31. Dezember 2016 -1.551 -48 -25 -25 -1.649
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2016 - 605 24 66 695

16.2. ABSCHREIBUNGEN

Die Projektrechte und die erworbenen Verträge werden über die Laufzeit des Projektes bzw. des Vertrages amortisiert.

17. NACH DER EQUITY-METHODE BERWERTETE ANTEILE

17.1. AUFSTELLUNG DER NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETEN ANTEILE

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
KOGEP GmbH & Co Solar 122 KG - 133
Sonnenbatterie Center Franken GmbH - 19
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen - 152

17.2. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Sonnenbatterie Center Franken GmbH

Der Konzern hielt zum Bilanzstichtag 31.12.2016 eine Beteiligung in Höhe von 19 % an diesem exklusiven Lieferanten von Sonnenbatterien in der Region Oberfranken.

Der Konzern hatte auf die Sonnenbatterie Center Franken GmbH einen maßgeblichen Einfluss, da für alle wesentlichen Beschlüsse der Gesellschaft eine Zustimmung von 82,0 % des gezeichneten Kapitals erforderlich ist. Aufgrund der dargestellten gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen besaß der Konzern somit durch die 19 %ige Beteiligung eine Sperrminorität auf sämtliche wesentlichen Entscheidungen. Demzufolge wurde zum Bilanzstichtag 31.12.2016 die Sonnenbatterie Center Franken GmbH nach der Equity Methode bewertet.

Mit Wirkung zum 22. Februar 2017 wurden sämtliche Anteile an der Sonnenbatterie Center Franken GmbH zu einem Verkaufpreis i.H.v. TEUR 26 veräußert. Der Differenzbetrag mit dem Beteiligungswert (TEUR 19) i.H.v. TEUR 7 wurde als finanzieller Ertrag vereinnahmt.

KOGEP GmbH & Co Solar 122 KG

Der Konzern hat am 17. August 2016 51,52 % der Kommanditanteile der KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG erworben. Diese Gesellschaft betriebt eine Dachanlage mit einer Kapazität von 240 kWp in Halberstadt, Sachsen-Anhalt. Aufgrund handels- und gesellschaftsrechtlicher Bestimmungen konnte der Konzern, trotz seiner Anteile am Kommanditkapital der Gesellschaft i.H.v. 51,52 % keine Beherrschung über diese erlangen sondern lediglich einen maßgeblichen Einfluss ausüben. Demzufolge wurde zum Bilanzstichtag 31.12.2016 die KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG nach der Equity Methode bewertet.

Aufgrund des Komplementäraustauschs zum 27. Januar 2017, hat der Konzern an diesem Stichtag Beherrschung über die Gesellschaft erlangt, sodass die KOGEP GmbH & Co. Solar 122 KG zu diesem Stichtag erstmals vollkonsoldiert wurde (Siehe Anhangangabe 6). Das Unternehmen wurde am beizulegenden Zeitwert bewertet. Die im Vorjahr nach der Equity Methode bewertete Finanzanlage (TEUR 133) wurde dabei, samt Zeitwert der nicht beherrschenden Anteile, als Gesamtkaufpreis angesetzt. Hieraus ergab sich ein negativer Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 7, der als sonstiger betrieblicher Ertrag vereinnahmt wurde.

18. ANDERE FINANZANLAGEN

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Genossenschaftsanteile 31 31
Andere Finanzanlagen 31 31

Der Konzern hält Genossenschaftsanteile in Höhe von TEUR 31 an der GLS Bank

19. EIGENKAPITAL

Für eine schematische Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Im Folgenden wird die Entwicklung des Eigenkapitals der 7C Solarparken detailliert beschrieben.

19.1. GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

A. AUSGABE VON STAMMAKTIEN

Im Januar 2017 wurden 68.487 neue Stückaktien im Rahmen des Ausübungszeitraums der Optionen bis zum 31. Dezember 2016, bei einem Ausgabepreis von EUR 1,98 je Aktie, emittiert. Die 68.487 Aktien, die infolge der Ausübung im Rahmen des Ausübungszeitraums bis zum 31. Dezember 2016, ausgegeben wurden, wurden erst am 5. Januar 2017 in den Depots der Aktionäre verbucht, sodass sie zum Bilanzstichtag 31.12.2016 noch nicht ins Eigenkapital einbezogen wurden. Ein Betrag i.H.v. EUR 68.487,00 floss in das gezeichnete Kapital ein.
Der Differenzbetrag i.H.v. EUR 67.117,26 wurde in die Kapitalrücklage überführt.

Darüber hinaus wurde im Januar 2017 eine Barkapitalerhöhung durch Privatplatzierung durchgeführt. Insgesamt wurden 765.766 neue Aktien zu einem Preis von EUR 2,30 je Aktie platziert. Ein Betrag i.H.v. EUR 767.766,00 floss in das gezeichnete Kapital ein, der Differenzbetrag i.H.v. EUR 995.495,80 wurde in die Kapitalrücklage überführt.

Im April 2017 wurden 1.500.000 neue Aktien zu einem Preis von EUR 2,30 je Aktien im Rahmen einer Barkapitalerhöhung durch Privatplatzierung emittiert. Ein Betrag i.H.v. EUR 1.500.000,00 floss in das gezeichnete Kapital ein, der Differenzbetrag i.H.v. EUR 1.950.000,00 wurde in die Kapitalrücklage überführt.

Zum Ende der Berichtsperiode gab es keine eigenen Aktien im Konzern.

B. ENTWICKLUNG DER ANZAHL DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN ANTEILE

Tsd. Aktien
Gesamtzahl der Aktien zum 1. Januar 2016 40.478
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2016 1.986
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2017 42.464
davon eigene Aktien gehalten vom Konzern -
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2017 2.334
Im Umlauf befindliche Aktien zum 30. Juni 2017 44.798
davon eigene Aktien gehalten vom Konzern -

C. BEDINGTES KAPITAL 2014

Die ordentliche Hauptversammlung vom 17. April 2014 hat die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2014) unter Aufhebung des bisherigen bedingten Kapitals 2005 beschlossen. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. April 2014 um bis zu EUR 4.436.139,00 durch Ausgabe von bis zu 4.436.139 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt, erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Das bedingte Kapital wurde zur Bedienung der ausgeübten Optionen aus der Optionsschuldverschreibung geschaffen. Da nach dem 31. Dezember 2016 eine Ausübung der Optionen nicht länger möglich war, hat die ordentliche Hauptversammlung vom 14. Juli 2017 das bedingte Kapital 2014 aufgehoben. Diese Aufhebung wurde am 27. Juli 2017 im Handelsregister eingetragen.

D. BEDINGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung am 15. Juli 2016 beschloss die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2016). Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 um bis zu EUR 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000,00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt, erhöht (Bedingtes Kapital 2016).

E. GENEHMIGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 hat den Vorstand der 7C Solarparken AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 14. Juli 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu EUR 21.179,504,00 durch Ausgabe von bis zu 21.179.504 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Des Weiteren ist der Vorstand hierbei ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Beschluss wurde am 21. Juli 2016 in das Handelsregister eingetragen.

Der Vorstand hat bereits mehrmals von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht, sodass zum Tag der Veröffentlichung dieses Halbjahrberichtes, das Grundkapital der Gesellschaft im Rahmen des genehmigten Kapitals 2016 noch mit EUR 18.913.738,00 durch Ausgabe von bis zu 18.913.738 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals gegen Bar- und / oder Sacheinlagen erhöht werden kann.

19.2. ART UND ZWECK DER RÜCKLAGEN

A. KAPITALRÜCKLAGE

in TEUR 2017/H1 2016
Stand zu Beginn des Jahres 11.926 10.066
Veränderung des Aufgeldes (siehe Tz. 19.1) 3.013 1.860
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 14.938 11.926

B. GEWINNRUCKLAGE

in TEUR 2017/H1 2016
Stand zu Beginn des Jahres 16.334 11.725
Gewinn 5.099 4.708
Transaktionskosten direkt im Eigenkapital erfasst -106 -261
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 14 163
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 21.342 16.334

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNGSRÜCKLAGE

Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben sowie dem wirksamen Teil von etwaigen Fremdwährungsdifferenzen aufgrund von Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Die Entwicklung dieses Kontos wird in der unterstehenden Tabelle dargestellt.

in TEUR
Währungsumrechnungsrücklage zum 1. Januar 2016 -17
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2016 5
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2016 -11
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im ersten Halbjahr 2017 1
Währungsumrechnungsrücklage zum 30. Juni 2017 -10

D. SONSTIGE ERGEBNIS AUS HEDGING

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst die kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumente bis zur späteren Erfassung der abgesicherten Zahlungsströme des sonstigen Ergebnisses.

in TEUR
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2016 -64
Marktwertveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im Jahr 2016 -22
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 31. Dezember 2016 -86
Marktwertveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im ersten Halbjahr 2017 +20
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 30. Juni 2017 -66

20. KAPITALMANAGEMENT

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Fremdkapitalquote erzielt werden könnte und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an.

Der Konzern überwacht das Kapital mit Hilfe eines Verhältnisses bereinigter Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital. Die bereinigte Nettoverschuldung umfasst neben prinzipiell zinstragenden Krediten und Anleihen ebenfalls Finanzierungsleasing, abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Bestandteile des Eigenkapitals, mit Ausnahme der Rücklage aus Sicherungsgeschäften.

Das Verhältnis der Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Zinstragende Kredite und Anleihen 184.441 186.548
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente -33.926 -29.896
Nettoverschuldung 150.514 156.652
Eigenkapital mit Ausnahme der Rücklage aus Sicherungsgeschäften 81.588 71.099
Bilanzsumme 287.556 285.063
Eigenkapitalquote 0,28 0,25

21. FINANZVERBINDLICHKEITEN

21.1. KONDITIONEN- UND VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

in TEUR Anhang-
angabe
30.06.2017 31.12.2016
Langfristige Schulden
Bankdarlehen 21.2 154.123 168.503
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden 288 114
Gesamt 154.411 168.617
Kurzfristige Schulden
Kurzfristig fälliger Teil Bankdarlehen 21.2 26.297 14.009
Wandelanleihen 21.3 2.298 2.298
Eingebettetes Finanzderivat 21.3 98 254
Kurzfristig fälliger Teil der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 21.4 1.337 1.370
Gesamt 30.030 17.931

21.2. BANKDARLEHEN

Die gesicherten Bankdarlehen sind mit den Photovoltaikanlagen, Grundstücken und Gebäuden (siehe Anhangangabe 15) sowie mit heutigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Stromverkauf oder Mieteinzahlungen (siehe Anhangangabe 13) besichert. Zudem wurden sofort abrufbare Sichteinlagen mit einem Buchwert von TEUR 16.001 (i.VJ.: TEUR 13.403) (siehe Anhangangabe 14) für bestimmte Bankdarlehen verpfändet. Dies sind die Projektreservekonten bzw. Bausparkonten.

21.3. WANDELANLEIHEN

Die 7C Solarparken AG emittierte im Oktober 2016 eine Wandelanleihe in Höhe von nominal 2,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von einem Jahr (bis September 2017) und einem Zinssatz von 2,50 %. Die Anleihebedingungen sehen dabei für den Wandelanleiheinhaber die Möglichkeit der Ausübung des Wandlungsrechtes und den Bezug von insgesamt bis zu 1.000.000 neue Aktien vor. Die Emittentin ihrerseits hat das Recht der Wandlung in Aktien oder in Form eines Barausgleiches, der sich aus dem Durchschnittskurs der XETRA Schlusskurse innerhalb eines Zeitraums von zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen errechnet.

Die durch den Inhaber ausübbare Wandlungsoption räumt der 7C Solarparken AG ein Erfüllungswahlrecht ein, das nicht in allen Erfüllungsvarianten zu Eigenkapitalinstrumenten nach IAS 32 führt. Als Konsequenz wurde die Wandelanleihe zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes als originäres Basisfinanzinstrument mit einem eingebetteten derivativen Finanzinstrument bilanziert. Die Bewertung der Anleihe folgt zum Bilanzstichtag zu fortgeführten Anschaffungskosten, während das eingebettete Derivat erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziert wird.

Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt anhand der effektiven Zinsfußmethode.
Die Bewertung des eingebetteten Finanzderivats (Call option) erfolgt unter Verwendung der Black-Scholes Formel. Dabei wurde ein Marktpreis von 2,37 EUR/ Aktie, ein risikoloser Zins von 1,24 % sowie Standardabweichung von 31,14 % der Wertermittlung zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

21.4. VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASING

Am Ende des Berichtszeitraums betreffen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ausschließlich finanzierte Vermögenswerte in Form von Solaranlagen (TEUR 1.337) in Belgien. Es besteht zum Vertragsende eine Kaufoption i.H.v. TEUR 20 für diese geleaste Solaranlage.

Bedingte Mietzahlungen gab es im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahr nicht.

21.5. VERSTÖßE GEGEN FINANZIERUNGSLEASINGBEDINGUNGEN

Der Konzern wies zum 30. Juni 2017 ein gesichertes Leasingdarlehen mit einem Buchwert von TEUR 1.337 (2016: TEUR 1.370) aus. Gemäß den Vertragsbedingungen ist dieses Darlehen tranchenweise über die nächsten dreizehn Jahre zurückzuzahlen. Allerdings enthält das Darlehen einen Covenant, der von der Gesellschaft Siberië Solar BVBA gebrochen wurde. Die Bank hat weder den Leasingvertrag gekündigt, noch wurde eine Kündigung angedroht. Der Konzern geht deshalb nicht von einer Kündigung aus. Nichtsdestotrotz wurde der Leasingvertrag vollständig den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zugeordnet.

21.6. VERSTÖßE GEGEN COVENANTS AUS FINANZVERBINDLICHKEITEN

CTG BAAL SRL

Der Konzern betreibt die Solaranlage ‚Leo‘ in Italien. Im Jahr 2014 wurde die Einspeisevergütung in Italien für Bestandsanlagen gekürzt. Dies hat dazu geführt, dass ein Covenant der Projektfinanzierung für diese Anlage gebrochen wurde. Gemäß den Vertragsbedingungen ist dieses Darlehen tranchenweise über die nächsten elf Jahre zurückzuzahlen. Die Bank hat weder das Darlehen gekündigt, noch wurde eine Kündigung angedroht. Der Konzern geht deshalb von einer solchen Kündigung nicht aus. Nichtsdestotrotz wurde der Darlehensvertrag vollständig den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zugeordnet.

SABRINA SOLAR BVBA

Die Sabrina Solar BVBA betreibt eine Solaranlage in Belgien, welche durch ein Darlehen finanziert wird. Die Covenants stellen die kleinste Solvenzkennzahl dar, welche übertreten worden sind, weil die Gesellschaft degressive Abschreibungen gemäß belgischen Buchhaltungsregeln angewendet hatte. Des Weiteren ist auch die Schuldendienstdeckungsquote gebrochen. Das Darlehen ist in Abschnitten über die nächsten elf Jahre rückzahlbar. Die Bank hat weder das Darlehen gekündigt, noch wurde eine Kündigung angedroht. Der Konzern geht deshalb von einer solchen Kündigung nicht aus. Nichtsdestotrotz wurde der Darlehensvertrag vollständig den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zugeordnet.

22. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.085 7.622
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 132 131
Sonstige Verbindlichkeiten 757 742
Gesamt 1.973 8.495

Die Senkung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen (TEUR 6.410) aus der Zahlung von im Vorjahr gekauften neuen Solaranlagen zurückzuführen.

23. SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Droh-
verl.
Einzel-
risiken
Sonst. Gesamt
Stand zum 1. Januar 2017 5.443 1.463 98 697 44 7.744
Eingegangener Geschäftszusammenschluss 12 - - - - 12
Auflösung der Rückstellungen - - - -14 -3 -17
Erhöhung der Rückstellungen 211 1 - - - 211
In Anspruch genommene Rückstellungen - -19 -42 - - -61
Aufzinsung bzw. Abzinsung 108 6 - - - 113
Umgliederung - - - - 3 3
Stand zum 30. Juni 2017 5.773 1.451 56 683 44 8.006
Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Droh-
verl.
Einzel-
risiken
Pacht Sonst.
Stand zum 1. Januar 2016 4.672 1.163 256 1.231 113 42
Eingegangener Geschäftszusammenschluss 367 2
Auflösung Geschäftszusammenschluss -168 - - - - -1
Erhöhung der Rückstellungen 401 812 286 -81 18 1
In Anspruch genommene Rückstellungen - -526 -449 -453 - -
Aufzinsung bzw. Abzinsung 171 15 4 - - -
Umgliederung - - - - -132
Stand zum 31. Dezember 2016 5.443 1.463 98 697 - 44
Gesamt
Stand zum 1. Januar 2016 7.477
Eingegangener Geschäftszusammenschluss 369
Auflösung Geschäftszusammenschluss -168
Erhöhung der Rückstellungen 1.436
In Anspruch genommene Rückstellungen -1.430
Aufzinsung bzw. Abzinsung 190
Umgliederung -132
Stand zum 30. Juni 2016 7.744

A. RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN

Die Rückbauverpflichtungen betreffen die Kosten, die nach Betriebsende einer Solaranlage, d.h. nach 20 bis 30 Jahren entstehen, wenn diese zurückgebaut wird. Die Rückbaukosten werden vom Konzern geschätzt. Es wird dabei ein gegenwärtiger Preis je kWp angenommen, der aufgezinst wird mit einer geschätzten Preissteigerungsrate bis zum Zeitpunkt des Rückbaus. Dieser Betrag wird zum diskontierten Wert in einer Summe angesetzt und jedes Jahr aufgezinst.

B. GEWÄHRLEISTUNGEN

Die Rückstellung für Gewährleistungen bezieht sich hauptsächlich auf Anlagen, die in der Vergangenheit von der COLEXON gebaut wurden und für die es Gewährleistungsrisiken gibt. Die Risiken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit als auch auf den Umfang wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation erneut geschätzt. Die Inanspruchnahmen dieser Garantien werden größter Wahrscheinlichkeit nach im Zeitraum bis zum Geschäftsjahr 2018 stattfinden. Die Schätzungen bezüglich der Höhe und des Umfangs der Inanspruchnahme beruht auf langjähriger Erfahrung mit Altkunden der COLEXON, die jedoch einer gewissen Unsicherheit unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist eher als hoch einzuschätzen. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich.

C. DROHVERLUSTE

Die Drohverluste stammen aus einer Ansammlung von verlusttragenden Verträgen im Bereich der betriebstechnischen Wartung von Photovoltaikanlagen der COLEXON. Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von bis zu 16 Jahren und laufen bis zum Geschäftsjahr 2031 nach und nach aus.

Jedoch wurden zahlreiche verlusttragende Verträge im Berichtszeitraum aufgelöst oder sind ausgelaufen. Daraus hat der Vorstand die individuelle Rentabilität der restlichen Verträge neu bewertet. Dies führte zu einem weiteren Ausschluss vieler verlusttragender Verträge da seit dem Erwerb der COLEXON in 2014 die Gruppe die Aufwendungen für einen Teil der bestehenden verlusttragenden Verträge erheblich reduziert hat.

Die Verluste können sich über diese Laufzeit realisieren. Die Wirtschaftlichkeit einzelner Wartungsverträge hängt hauptsächlich von der Qualität und Nachhaltigkeit der zu wartenden Solaranlagen ab sowie auch der Fehlerquote der Anlagen in einem bestimmten Jahr. Dabei ist ebenfalls die konzerninterne Effizienz bei der Ausführung dieser Verträge höchstrelevant für den tatsächlichen Umfang der erzielten Verluste. Langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Verluste aus Wartungsverträgen für dieses Portfolio gut schätzen lassen und dass das Eintreten dieser Verluste sehr wahrscheinlich ist. Die Höhe der Inanspruchnahme konnte auf Basis vergleichbarer Fälle angemessen geschätzt werden.

D. EINZELRISIKEN

Die Einzelrisiken bestehen einerseits aus Eventualverbindlichkeiten, die sich aus Prozessrisiken ergeben, die mit den von der COLEXON gebauten Anlagen zusammenhängen. Zeitpunkt der Erfüllung wird nach Schätzung des Konzerns innerhalb von drei Jahren stattfinden. Der Umfang und Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist als sehr hoch einzustufen, obwohl der Ausgang der Verfahren zum Bilanzstichtag äußerst schwer einzuschätzen ist. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen abhängig von den Verfahrensausgängen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher deutlich niedriger oder signifikant höher ausfallen.

Außerdem ergeben sich Einzelrisiken aus Rückkaufverpflichtungen einzelner Anlagen, die ebenfalls von COLEXON gebaut wurden. Die Rückkaufverpflichtungen können auch erst in 14 Jahren Auswirkungen zeigen. Die Einzelrisiken werden wie Rückstellungen dargestellt, da sie im Rahmen der Kaufpreisallokation gem. IFRS 3 anerkannt wurden.

E. PACHTRÜCKSTELLUNG

In bestimmten Pachtverträgen wurde vereinbart, dass in den ersten sieben Jahren des Pachtvertrages keine Pacht gezahlt wird. In den pachtfreien Jahren wird eine anteilige Rückstellung angesammelt, die während des zukünftigen Pachtzeitraums ratierlich verbraucht wird. Dadurch wird der Pachtaufwand gleichmäßig auf den Pachtzeitraum verteilt.

Die Pachtrückstellung wurde im Vorjahr in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

24. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Es bestanden am Bilanzstichtag keine Eventualverbindlichkeiten.

25. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

25.1. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

A. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vorstandsmitglieder verfügen über 6,97 % der Stimmrechtsanteile des Unternehmens.

Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:

in TEUR Werte der Geschäftsvorfälle Salden ausstehend zum 30. Juni
Geschäftsvorfall 2017/H1 2016/H1 2017/H1 2016/H1
Fremdleistung (*) 5 23 - 5

(*) Der Vorstand stellt dem Konzern mittelbar über eine Gesellschaft eine Mitarbeiterin zur Verfügung. Diese Transaktion wurde als Fremdleistung in den betrieblichen Aufwendungen erfasst und hier separat dargestellt. Die Überlassung von Mitarbeitern wird zu Marktwerten abgegolten.

B. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS

Es gab weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Aufsichtsrats und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss haben.

C. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT UNTERNEHMEN DIE NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTET WERDEN

Es gab keine Geschäftsvorfälle mit Unternehmen, die nach der Equity Methode bewertet werden.
Alle oben genannten Forderungen und Verbindlichkeiten sind kurzfristig.

26. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

ERWERB VERSCHIEDENER SOLARANLAGEN

Nach dem Abschlussstichtag hat der Konzern sein IPP Portfolio um 5,6 MWp durch den Bau von drei neuen Solaranlagen, die von IBC Solar entwickelt, geplant und gebaut wurden, erweitert. Bereits seit letztem Jahr betreibt die 7C Solarparken eine 1,7 MWp Anlage in Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern), deren Leistung nun um 0,3 MWp durch die Installation von IBC Monosol Modulen erhöht wurde. Zudem errichtet der Konzern derzeit eine 4,6 MWp Freiflächenanlage in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt), die nach dem Ausschreibungsverfahren vergütet wird. In Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) wird ein neues Dachprojekt mit rund 750 kWp mit 117,5 Wp First Solar Modulen ausgestattet, das eine reguläre Einspeisevergütung erhält.

Das IPP Portfolio wird nach dem Netzanschluss der neugebauten Anlagen so auf fast 113 MWp ansteigen.

27. ABKÜRZUNGEN- UND BEGRIFFSVERZEICHNIS

Atmender Deckel Zubau neuer Anlagen zur Stromerzeugung aus solarer Strahlungsenergie, der die Degressionsrate bei Einspeisevergütungen beeinflusst.
AktG Aktiengesetz
B&W Betrieb und Wartung auch Operation & Maintenance (O&M) genannt
COLEXON Der börsenotierte Konzern oder die Gesellschaft bevor sie am 9. September 2014 übernommen wurde.
Direktvermarktung Stromverkauf auf der EEX-Börse
EEG Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Einspeisevergütung Die Vergütung der für ins Netz eingespeiste Strom bezahlt wird
EPC Steht für Engineering, Procurement and Construction und betrifft den Vertragsgegenstand eines Kauf- oder Werkvertrages, der Design, Komponentenbeschaffung und den Bau einer PV-Anlage zum Vertragsgegenstand hat.
GW Gigawatt
GWp Gigawatt Peak
HGB Handelsgesetzbuch
IFRS International Financial Reporting Standards
MWp Megawatt Peak
PV-Anlage Photovoltaik-Anlage
PV Estate Erwerb von Immobilienobjekten, die (teilweise) für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.
kWp Kilowatt Peak

28. ORGANE DER GESELLSCHAFT

A. MITGLIEDER DES VORSTANDS

Steven De Proost
CEO Seit 01.06.2014
Wohnort Betekom, Belgien
Ausbildung Wirtschaftsingenieur
Koen Boriau
CFO Seit 28.05.2014
Wohnort Antwerpen, Belgien
Ausbildung Master Wirtschaftswissenschaften

B. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Joris de Meester
Mitglied Seit 15. Februar 2013
Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Stellvertretender Vorsitzender Bis 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer OakInvest, Antwerpen/Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter in der HeatConvert U.A., Goor/ Niederlande
- Verwalter in der Amelia NV Gent/ Belgien
- Verwalter in der PE Event Logistics Invest NV, Leuven/ Belgien
- Verwalter in der Orka Eindhout NV, Nazareth/ Belgien
- Verwalter in der Orka Boom NV, Nazareth/ Belgien
- Verwalter in der Polzer NV, Gent/ Belgien
Bridget Woods
Mitglied Seit 17. Dezember 2015
Stellvertretender Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Unternehmensberaterin
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Kein
Paul Decraemer
Mitglied Vom 14. Juli 2017
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer Paul Decraemer BVBA, Lochristi/Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter, Seelution AB, Göteborg/Schweden
- Verwalter, Capricorn Cleantech Fund NV, Leuven/ Belgien
Andreas Schmidt
Mitglied Seit 15. Juli 2016 bis zum 14. Juli 2017
Berufliche Tätigkeit Investmentbanker
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Kein

 

Bayreuth, 27. September 2017

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Bericht zum 30. Juni 2017 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt und dass im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns, so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Bayreuth, 27. September 2017

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

DISCLAIMER

Der vorliegende Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf der Überzeugung des Vorstandes der 7C Solarparken AG beruhen und dessen aktuelle Annahmen und Schätzungen widerspiegeln. Diesen zukunftsbezogenen Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Viele derzeit nicht vorhersehbare Fakten könnten bewirken, dass die tatsächlichen Leistungen und Ergebnisse der 7C Solarparken AG anders ausfallen. Unter anderem können das sein: die Nichtakzeptanz neu eingeführter Produkte oder Dienstleistungen, Veränderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftssituation, das Verfehlen von Effizienz- oder Kostenreduzierungszielen oder Änderungen der Geschäftsstrategie. Der Vorstand ist der festen Überzeugung, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen stichhaltig und realistisch sind. Sollten jedoch vorgenannte oder andere unvorhergesehene Risiken eintreten, kann die 7C Solarparken AG nicht dafür garantieren, dass die geäußerten Erwartungen sich als richtig erweisen.