7C SOLARPARKEN AG

Bayreuth

Halbjahresbericht 2018

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionär,

Das erste Halbjahr verlief für die 7C Solarparken AG sehr ereignisreich. Das Solaranlagenportfolio wurde auf rund 150 MWp (2017: 118 MWp) ausgebaut. Der Umsatz stieg auf EUR 20,4 Mio. (2017H1: EUR 18,1 Mio.) an. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs auf EUR 18,0 Mio. im Vergleich zu EUR 16,8 Mio. in der Vorjahresperiode. Der Cashflow je Aktie schließlich stieg von EUR 0,28 auf EUR 0,32 je Aktie.

Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit im ersten Halbjahr 2018 lagen in der Realisierung der strategischen Transaktionen auf Finanzierungs- und Investitionsseite. Zur Finanzierung unserer Wachstumsstrategie bis zu 150 MWp führten wir im ersten Halbjahr die Begebung eines Schuldscheindarlehens von insgesamt EUR 25 Mio. zur weiteren Wachstumsfinanzierung durch. Ein Teil dieses Schuldscheindarlehens (EUR 10 Mio.) wurde dazu genutzt teure langfristige Projektfinanzierungen abzulösen. Weiterhin haben wir mit dem Erwerb des Amatec Geschäftsbetriebs auch einen reinen PV Entwickler gekauft. In dieser Transaktion wurde sowohl die Übernahme von den Mitarbeitern als auch einer Pipeline gebündelt, sodass wir auch eigene Anlagen entwickeln können und uns nicht nur auf den Kauf von Bestandsanlagen beschränken müssen.

Die Konzernbilanz bleibt mit einem Eigenkapitalanteil von 29,2% stark. Die Nettoverschuldung klettert trotz der Begebung des Schuldscheindarlehen und dem rasanten Ausbau des Portfolios von EUR 146,6 Mio. am Jahresende 2017 auf nur EUR 163,6 Mio am Bilanzstichtag. Dies unterstreicht, dass die operative Ertragskraft des Konzerns nachhaltig steigt und eine reale Wertschöpfung für die Aktionäre, unabhängig von etwaigen Bewertungsergebnissen, stattfindet.

Die Gesellschaft hat das für das Gesamtjahr ausgegebene Ziel von 150 MWp bereits erreicht. Der geplante Aufbau des Portfolios auf 200 MWp bis zum Ende des Jahres 2019 stellt den nächsten Meilenstein in der Geschichte unserer Gesellschaft dar.

Wir freuen uns, wenn sie uns weiterhin auf unserem Wachstumskurs begleiten.

Bayreuth, 26. September 2018

Steven De Proost, CEO
Koen Boriau, CFO

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2018 BIS ZUM 30. JUNI 2018

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR

Der 7C Solarparken Konzern (im folgenden kurz 7C Solarparken oder Konzern genannt) hat als Tätigkeitsschwerpunkt den Erwerb und Betrieb von PV-Anlagen bei laufender Optimierung der Anlagen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die 7C Solarparken AG, mit Sitz in Bayreuth. Sie nimmt die Funktion einer operativen Holdinggesellschaft wahr. Ihr obliegt die Steuerung im Rahmen eines aktiven Anlagenmanagements sowie die kaufmännische und technische Betreuung der einzelnen Anlagen. Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen sowie insgesamt 82 inländischen und 9 ausländischen Tochtergesellschaften. Der Konzern legt seinen Aktivitätsschwerpunkt auf den Erwerb und den Betrieb von PV-Anlagen sowie auf den sog. „PV Estate“ in Deutschland.

Die 7C Solarparken AG, Bayreuth, stellt in ihrer Funktion als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns einen Konzernzwischenabschluss nach den Regelungen der IFRS sowie den ergänzenden Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB auf. Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2018 stellt sich wie folgt dar:

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WERTSCHÖPFUNGSMODEL

7C Solarparken positioniert sich als unabhängiger Eigentümer/Betreiber von PV-Anlagen (Independent Power Producer oder kurz: IPP) mit Einspeisung hauptsächlich in Deutschland. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert der deutsche Staat feste Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien über einen Zeitraum von 20 Jahren. Investments dieser Art erwirtschaften demzufolge vorhersagbare Cashflows. Da mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Einspeisesatz festgelegt wird, sind Bestandsanlagen nicht von den zunehmenden Reduzierungen der Einspeisevergütungen für neue Anlagen betroffen.

Das Unternehmen bietet demnach eine Kombination von sicheren Erträgen für Investoren, die Wert auf Rendite legen sowie risikoarme Optimierung und Expansion des Portfolios für Investoren, denen Wachstum wichtig ist. Unsere Kernkompetenz ist das professionelle Management von PV-Anlagen, beginnend mit der Akquisition, Finanzierung und Optimierung bis hin zum Betrieb der Anlage.

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Einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfung stellt die Ertragssteigerung durch technische und kaufmännische Optimierung der Anlagen dar.

Dabei achtet das Management in seinen Entscheidungen auf einen Ressourcen schonenden Einsatz, der auf eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung der Anlagen und deren Wert abzielt. Ziel ist es, die Anlagen während der Laufzeit der Einspeisevergütung und soweit möglich darüber hinaus in ihrer Substanz zu erhalten. Angesichts der langfristigen und nachvollziehbaren Cashflows sind die Solarparks der Gesellschaft grundsätzlich in einem Verhältnis von 25 % Eigenkapital und 75 % Fremdkapital finanziert. Dadurch, dass rechtlich unabhängige Projektgesellschaften („SPV´s“) die Solarparks erwerben und betreiben, ergibt sich eine Risikostreuung und Risikominimierung für den Konzern.

Durch den Erwerb des Amatec Geschäftsbetriebes sind die notwendigen Voraussetzungen für eine Intensivierung der Neuprojektentwicklung eingeleitet worden. Dadurch ist dem Konzern gelungen einen neuen Wachstumskanal zu schaffen. Die Aufgaben der Projektentwicklung bestehen im Wesentlichen darin neue PV-Projektansätze bis zur Baureife zu bringen. Insbesondere die Identifizierung von geeigneten Flächen, die Vereinbarung von Pacht- / Nutzungs- / Gestattungsverträgen, die Bauplanung und -genehmigung sowie der Netzanschluss sind Inhalte der Projektentwicklung. Bei den Anlagen, die durch Ausschreibungsverfahren vergeben werden, gehört die Teilnahme an den Anlagenausschreibungsverfahren ebenso zu den Aufgaben der Projektentwicklung.

Gelegentlich engagiert sich die 7C Solarparken bei Neubauprojekten auch in der Bauplanung, der Anschaffung der Hauptkomponenten (z.B. Module; Wechselrichter) sowie der Bauüberwachung, sodass der Konzern von der Wertschöpfung in der Projektentwicklungs- und Realisierungsphase profitieren kann.

Neben der Produktion und dem Verkauf von Strom zu fixen und regulierten Preisen an oft öffentliche und gewerbliche Abnehmer (z.B. Netzbetreiber, Energiehändler und lokale Konsumenten) erwirbt die 7C Solarparken auch „PV Estate“, welches auf Eigentum von Grundstücken und Gebäuden/Hallen in Bezug auf die unternehmenseigenen PV Anlagen abzielt. Diese Investitionen ermöglichen es der Gesellschaft, durch die Einsparung der jährlichen Pachtkosten der PV Parks eine wiederkehrende Rendite zu erzeugen, aber auch, vom Wert der betreffenden PV Anlagen über die Laufzeit der Einspeisevergütungen hinaus zu profitieren. Gelegentlich ermöglicht die PV Estate Aktivität zusätzliche Mieteinnahmen von Drittkunden, welche Teile der konzerneigenen Grundstücke nutzen.

ANLAGENPORTFOLIO

Der strategische Fokus des Geschäftsmodells liegt in der Größenordnung von PV-Anlagen zwischen 1 und 5 MWp. Sollten sich wirtschaftlich interessante Möglichkeiten ergeben, wird aber auch in kleinere Dach- oder Freiflächenanlagen investiert. Zum Ende des Berichtzeitraums 2018H1 umfasste das Anlagen-Portfolio eine Leistung von 150 MWp, wovon 7 MWp sich zum 30. Juni 2018 im Bau und zuzüglich 8 MWp im Erwerb befanden. Das Gesamtportfolio produziert pro Jahr ungefähr 143 GWh Energie. Dies reicht aus, um mehr als 40.000 Drei-Personen-Haushalte zu versorgen. Dadurch werden pro Jahr rund 111.000 Tonnen CO2 eingespart.

ANLAGENBESTAND

Das Anlagenportfolio stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

PV Anlagen 7C Solarparken zum 30. Juni 2018
ANLAGE LAND TYP KWP
Opel Rüsselheim Deutschland Dachanlage 6.660
Moorenweis Deutschland Freifläche 5.938
Sandersdorf Deutschland Freifläche 5.122
Thierhaupten Deutschland Freifläche 4.996
Bitterfeld II Deutschland Freifläche 4.606
Immler Portfolio Deutschland Dachanlage 4.543
Pflugdorf Deutschland Freifläche 4.400
Großfurra Deutschland Freifläche 4.081
Grube Warndt Deutschland Freifläche 3.811
Schönebeck Deutschland Freifläche 3.496
Longuich Deutschland Freifläche 3.162
Hohenberg Deutschland Freifläche 2.798
Zschornewitz (im Bau) Deutschland Freifläche 2.642
Opel Deutschland Dachanlage 2.558
Ramstein Deutschland Dachanlage 2.543
Kettershausen Deutschland Freifläche 2.382
Kissing Deutschland Freifläche 2.376
Weißer Weg Deutschland Freifläche 2.297
Trebbin III-V Deutschland Dachanlage 2.056
Fahrenholz Deutschland Freifläche 2.005
Nobitz Deutschland Freifläche 2.091
Hausen Deutschland Freifläche 2.085
Heretsried Deutschland Freifläche 1.967
Landau Deutschland Dachanlage 1.899
Oberhörbach Deutschland Freifläche 1.888
Toyota Belgien Dachanlage 1.843
Wiesenbach Deutschland Freifläche 1.759
Goldberg II Deutschland Freifläche 1.750
Wolnzach Deutschland Dachanlage 1.696
Zernsdorf Deutschland Freifläche 1.537
Zerre VII Deutschland Freifläche 1.518
Leipzig Deutschland Dachanlage 1.490
Wandersleben Deutschland Dachanlage 1.423
Groß-Stieten Deutschland Dachanlage 1.434
Neudorf Deutschland Freifläche 1.418
Ludwigsfelde Deutschland Dachanlage 1.306
Swan Energy Belgien Dachanlage 1.236
Sömmerda Belgien Freifläche 1.200
Grafentraubach I Deutschland Freifläche 1.199
Dahlen Deutschland Dachanlage 1.152
Lipprandis Deutschland Freifläche 1.106
Hiendorf Deutschland Freifläche 1.059
Glauchau I Deutschland Dachanlage 1.056
Trebbin IV Deutschland Dachanlage 1.054
Trustedt I Deutschland Dachanlage 1.047
Trustedt III Deutschland Dachanlage 1.047
Trustedt IV Deutschland Dachanlage 1.033
Trebbin II Deutschland Dachanlage 1.017
Zerre IV Deutschland Freifläche 1.009
Steinburg Deutschland Dachanlage 1.000
Maisach Deutschland Freifläche 999
Umpferstedt Deutschland Freifläche 999
Aichen Deutschland Dachanlage 979
Mühlgrün Deutschland Freifläche 971
Gessertshausen Deutschland Dachanlage 905
Claussnitz Deutschland Freifläche 902
Schinne Deutschland Dachanlage 894
Neubukow Deutschland Dachanlage 857
Wulfen Deutschland Dachanlage 802
Jezet Belgien Dachanlage 778
Trebbin I Deutschland Dachanlage 754
Lauter Deutschland Freifläche 751
Dähre Deutschland Dachanlage 750
Bernsdorf (im Bau) Deutschland Dachanlage 750
Calbe (im Bau) Deutschland Freifläche 750
Flöha (im Bau) Deutschland Freifläche 750
Himmelfürst (im Bau) Deutschland Freifläche 750
Falkenau (im Bau) Deutschland Freifläche 750
Mühlheim Deutschland Dachanlage 750
Ludwigsfelde II (im Bau) Deutschland Dachanlage 749
Nettgau Deutschland Dachanlage 749
Grafentraubach III Deutschland Freifläche 749
Wallstawe I Deutschland Dachanlage 748
Etzbach Deutschland Dachanlage 736
Stolberg CA2 Deutschland Freifläche 648
Tulkas Deutschland Dachanlage 644
Möckern Deutschland Dachanlage 632
Demmin Deutschland Freifläche 629
Grafentraubach II Deutschland Dachanlage 618
Mockrehna Deutschland Dachanlage 463
Kempten Ludwigstraße Deutschland Dachanlage 446
Wallstawe II Deutschland Dachanlage 442
Trustedt II Deutschland Dachanlage 428
Reetz Deutschland Dachanlage 419
Jet Logistics Belgien Dachanlage 381
Glauchau III Deutschland Dachanlage 372
Welden Deutschland Dachanlage 371
Kempten A.-Einstein-Straße Deutschland Dachanlage 306
Goldberg II Deutschland Freifläche 257
Xanten Deutschland Dachanlage 249
Halberstadt Deutschland Dachanlage 240
Sonst. Anlagen Belgien Dachanlage 188
Augsburg Deutschland Dachanlage 79
Sonst. Anlagen Deutschland Dachanlage 72
Gesamtkonzern 142.245

Darüber hinaus, befanden sich die Anlage Brandholz (1,9 MWp) und Tangerhütte (6,2 MWp) am Bilanzstichtag im Erwerb, sodass das Gesamtportfolio inkl. Anlagen im Bau und im Erwerb am 30. Juni 2018 auf 150 MWp zunahm.

ENTWICKLUNG DES ANLAGENPORTFOLIOS

INVESTITIONEN

Das IPP Portfolio der 7C Solarparken stieg von 118 MWp zum Jahresende 2017 auf 150 MWp zum Ende der Berichtsperiode 2018H1 an. Diese Zunahme setzte sich wie folgt zusammen:

INVESTITIONEN 2018H1
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Sömmerda Bestandsanlage 1.200
Umpferstedt Bestandsanlage 999
Demmin Bestandsanlage 629
Wallstawe I Bestandsanlage 748
Wallstawe II Bestandsanlage 442
Dähre Bestandsanlage 750
Mühlheim Neubau 750
Q2 SunX Portolio Bestandsanlagen 9.487
Weißer Weg Bestandsanlagen 2.297
im Bau Ludwigsfelde II Neubau 749
im Bau Bernsdorf Neubau 750
im Bau Calbe Neubau 750
im Bau Flöha Neubau 750
im Bau Himmelfürst Neubau 750
im Bau Falkenau Neubau 750
im Bau Zschornewitz Neubau 2.624
im Erwerb Brandholz Bestandsanlage 1.881
im Erwerb Tangerhütte Bestandsanlage 6.249
Gesamt 32.554
INVESTITIONEN 2017H1
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Großfurra Neubau 4.081
Q2 Swan Energy Bestandsanlagen 1.236
im Bau Nettgau Neubau 749
im Bau Grafentraubach III Neubau 746
Gesamt 6.812

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 2018 neue Anlagen mit einer Leistung von 33 MWp (2017H1: 7 MWp) gekauft bzw. beauftragt. Davon befanden sich 7 MWp am Bilanzstichtag im Bau (2017H1: 1,5 MWp). Darüber hinaus befanden sich Solaranlagen mit einer Leistung i.H.v. 8 MWp im Erwerb (2017H1: keine).

Im Erstellungszeitraum wurden weitere 1,7 MWp an Solaranlagen erworben und 1,3 MWp zusätzlich zum Bau beauftragt, sodass sich das Gesamtportfolio am Tag der Veröffentlichung des Berichtes auf 153 MWp belief.

Das strategische Wachstumsprogramm 2017-19 sieht bis zum Jahresende 2018 ein Wachstum des Anlagenportfolios auf 150 MWp vor. Der Vorstand hat im August 2018 mitgeteilt, dieses Ziel bereits erreicht zu haben.

DESINVESTITIONEN

Es wurden im ersten Halbjahr 2018 wie in der Vergleichsperiode keine Solaranlagen veräußert.

Die 7C Solarparken AG hat entschieden eine Gelegenheit zu nutzen, um im dritten Quartal 2018 einen Veräußerungsgewinn i.H.v. ca. EUR 0,1 Mio. zu realisieren und hat dafür ihr 750 kWp Dachprojekt in Mühlheim, das im Rahmen der Amatec-Transaktion im Februar 2018 erworben wurde, veräußert.

PV ESTATE PORTFOLIO

Neben dem Erwerb von Solaranlagen tätigt der Konzern Investitionen in Immobilien, die mit den Solaranlagen in Verbindung stehen, das sog. PV Estate.

PV Estate 7C Solarparken zum 30. Juni 2018
IMMOBILIE TYPE REGION GRÖßE LEISTUNG
Sandersdorf Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 9,3 ha 5,1 MWp
Zerre Konversionsfläche Sachsen 28,5 ha 8,0 MWp
Hausen Logistikhalle Bayern n.r. 0,1 MWp
Bayreuth Bürogebäude Bayern n.r. 0,1 MWp
Pflugdorf Agrarfläche Bayern 16,5 ha 4,4 MWp
Kettershausen Agrarfläche Bayern 5,1 ha 2,4 MWp
Stolberg Konversionsfläche NRW 1,0 ha 0,6 MWp
Grafentraubach Konversionsfläche Bayern 6,8 ha 1,2 MWp
Grafentraubach Industrie- und Bürogebäude Bayern 3,6 ha 0,6 MWp
Grube Warndt Konversionsfläche Saarland 6,8 ha 3,8 MWp
Großfurra Konversionsfläche Thüringen 6,9 ha 4,0 MWp
Mühlgrün Konversionsfläche Sachsen 1,5 ha 1,0 MWp
Bitterfeld Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 12,4 ha 4,6 MWp
Umpferstedt Gewerbefläche Thüringen 2,2 ha 1,0 MWp
Demmin* Gewerbefläche Mecklenburg-Vorpommern 2,2 ha 0,6 MWp
Calbe Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 1,8 ha 0,7 MWp
Weißenfels (im Erwerb) Agrarfläche Sachsen-Anhalt 1,1 ha k.A.

* behandelt als wirtschaftliches Eigentum infolge einer Kaufoption zum Vorzugspreis gem. IAS 17 am Ende des Pachtvertrages.

Insgesamt besaß der Konzern zum Berichtstichtag 106 ha. Grundfläche im Eigentum und im Erwerb, auf der Solaranlagen mit einer Leistung i.H.v. 38 MWp installiert waren oder sich im Bau befanden. Dies entspricht etwa einem Viertel im Verhältnis zum Gesamtportfolio.

Das PV Estate Portfolio wurde im Berichtszeitraum um eine Gewerbefläche in Umpferstedt (Thüringen) sowie das Grundstück in Demmin (Mecklenburg-Vorpormmern) je mit einer Größe von 2,2 ha. erweitert. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Amatecs-Geschäftsbetrieberwerbs eine Gewerbefläche in Calbe (Sachsen-Anhalt) mit einer Größe von 1,8 ha erworben. Am Bilanzstichtag befand sich ein zusätzliches Grundstück aus diesem Geschäftserwerb in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) noch im Erwerb.

Es wurden im ersten Halbjahr 2018 keine Immobilien veräußert. Im Vergleichszeitraum hatte der Konzern noch aus der Veräußerung einer Industriefläche einen Gewinn i.H.v. TEUR 105 realisiert.

ZIELE UND STRATEGIEN

GESCHÄFTSPLANUNGSPROZESS

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat stellt der Vorstand jährlich einen Geschäftsplan für einen drei Jahre umfassenden Zeitraum auf, in dem die strategischen Ziele und Maßnahmen festgelegt werden. Maßgeblich für den Konzern ist die Verfolgung und Erreichung dieses strategischen Plans. Bisher wurden vier derartige Geschäftspläne veröffentlicht:

Maßgeblich für den Konzern ist die Verfolgung und Erreichung des strategischen Plans, der jährlich für einen Drei- Jahres-Zeitraum erstellt wird. Bisher wurden drei derartige Geschäftspläne veröffentlicht:

GESCHÄFTSPLAN PERIODE STATUS
Ausschöpfung des vollen Potentials bis 2016 2014-2016 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Kapitalzuwachs durch Konsolidierung 2015-2017 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018 2016-2018 Umsetzung des Plans ist im Gange
Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler 2017-2019 Umsetzung des Plans ist im Gange

GESCHÄFTSPLAN „BAUSTEINE EINER STRATEGISCHEN TRANSAKTION BIS 2018“

Die Zielsetzungen aus dem Geschäftsplan 2016-2018 „Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018“ wurden der Öffentlichkeit erstmals auf dem Investorentag im September 2016 vorgestellt.

Die erfolgreiche Umsetzung des Plans hängt dabei von der Verwirklichung der nachfolgenden Transaktion und zweier Bausteine ab:

1.

Konsolidierung: Wesentliche Zielsetzung des Plans ist es, das Anlagenportfolio bis Ende 2017 auf 115 MWp zu erhöhen. Mit dieser Leistungserhöhung soll eine EBITDA-Erhöhung von EUR 2,0 Mio. erzielt werden. Die Planung geht von Investitionen i.H.v. EUR 23,8 Mio. aus, wovon nominal EUR 16,0 Mio. durch Fremdkapital (Verschuldungsgrad rd. 67 %) und EUR 7,6 Mio. durch Eigenmittel finanziert werden sollen. Darüber hinaus werden noch zusätzliche EUR 1,0 Mio. in die Erweiterung des PV Estate-Portfolio investiert. Die Eigenmittel i.H.v. EUR 8,6 Mio. sollen durch EUR 2,5 Mio. aus einer Wandelanleihe, die schon im Oktober 2016 emittiert wurde, durch weitere Kapitalerhöhungen i.H.v. EUR 3,4 Mio. sowie i.H.v. EUR 2,7 Mio. aus Liquiditätsüberschüssen finanziert werden.

2.

Optimierung 2.0: Die technische Verbesserung des eigenen Portfolios soll zu einer jährlichen Erhöhung des EBITDA um EUR 0,40 Mio. führen. Diese wird, wie oben beschrieben, vor allem durch die Reinigung, den Austausch oder die Neusortierung der Module und die Beseitigung von Isolationsfehlern erreicht werden. Mit dem Programm werden 23,2 MWp oder fast ein Viertel des Gesamtportfolios abgedeckt. Als Investitionskosten für die Optimierung werden EUR 2,2 Mio. erwartet.

3.

Strategische Transaktion 2018: Nachdem die Wachstumsinitiative auf 115 MWp sowie die Optimierung 2.0 vollzogen ist, strebt der Vorstand eine strategische Transkation an, die aus dem Tier-3 Konzern ein Tier-2 Unternehmen machen soll. Dafür ist eine Marktkapitalisierung oberhalb EUR 200 Mio. und oder ein Anlagenportfolio von 200 MWp unentbehrlich. Dies soll entweder durch eine industrielle oder finanzielle Transaktion erreicht werden. Eine industrielle Transaktion könnte sich wie folgt darstellen: (i) Verschmelzung mit einem börsennotierten Erneuerbaren-Energieunternehmen mit risikoarmen Aktiva und Integration / Synergiepotential. (ii) Erwerb oder (umgekehrter) Unternehmenszusammenschluss mit einem nicht börsennotierten PV-Anlagenportfolio mit Optimierungspotential (iii) Übernahme durch eine größere Yieldco, die eine deutsche Plattform erwerben will. Eine finanzielle Transaktion wäre eine Partnerschaft mit Finanzinvestor(en), die Liquiditätsmittel (Eigenkapital, Fremdfinanzierung) zur Verfügung stellen, damit der Konzern seine Kapitalkosten für die Wachstumsinitiativen senken kann.

GESCHÄFTSPLAN 2017-2019 „ENTWICKLUNG ZU EINEM 200 MWP SPIELER“

Der Geschäftsplan 2017-2019 „Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler“ wurde der Öffentlichkeit zuerst auf dem Investorentag im November 2017 vorgestellt. Während des Geschäftsjahres 2017 hat der Vorstand die Möglichkeiten einer „strategischen Transaktion 2018“ untersucht und infolgedessen die 3. Zielsetzung des Geschäftsplans 2016-2018 weiter konkretisiert.

Die allgemeine Zielsetzung bleibt beibehalten: Aus dem Unternehmen einen Tier-2 Spieler zu machen durch die Erhöhung der Leistung auf 200 MWp. Dies soll nun in zwei Schritten erreicht werden:

1.

Strategische Transaktion # 1: Mit diesem Schritt soll ein Wachstum der Leistung des Bestandsportfolios auf 150 MWp erreicht werden. Dazu sollte eine Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler geschlossen sowie eine alternative Finanzierung gesichert werden.

Die Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler soll dem Unternehmen einerseits ermöglichen, eine Pipeline an Solaranlagen zu sichern, andererseits die realisierten Renditen auf Neuanlageninvestitionen zu steigern. Darüber hinaus soll der Anteil von Neuanlagen im Portfolio zunehmen, sodass das Unternehmen von einer Steigerung der Strompreise (ggf. sogar noch während des EEG/FFAV Förderungszeitraums) profitieren kann.

Das Investitionsvolumen für das Erreichen der Leistung i.H.v. 150 MWp wird vom Vorstand auf EUR 50 Mio. geschätzt. Davon sollen EUR 35 Mio. durch Projektfinanzierung finanziert werden. Der Restbetrag i.H.v. EUR 15 Mio. soll durch die Aufnahme einer alternativen Finanzierung dargestellt werden. Diese Fremdfinanzierung sollte als Eigenkapital in den einzelnen Projekten eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird es sich bei der alternativen Finanzierung um ein langfristiges Darlehen auf Ebene der Muttergesellschaft ohne zwischenzeitliche Tilgungen handeln müssen. Der Vorteil einer solchen Finanzierungsstruktur liegt darin, dass diese Finanzierungsart keine Verwässerung der Aktionäre zur Folge hat und die Kapitalstruktur optimiert wird.

2.

Strategische Transaktion # 2: Durch einen zweiten Schritt soll dann das Wachstum bis 200 MWp, d.h. eine zusätzliche Leistung i.H.v. 50 MWp, gesichert werden. Dabei sind sowohl eine M&A Transaktion als auch ein Wachstum mit Unterstützung von Co-Investoren denkbar.

Beim Co-Investorenmodel ist 7c Solarparken bereit sich mit einem nicht beherrschenden Anteil, mit einem Eigenmitteleinsatz in Höhe von bis zu EUR 5 Mio., am Ausbau dieser zusätzlichen Leistung von 50 MWp zu beteiligen.

Es wird beabsichtigt, dass 7C Solarparken die Anlagen für die Drittinvestoren sichern, akquirieren, ggf. optimieren und danach betreiben wird. Rückkaufoptionen, um ein eigenes „veräußerbares“ Anlagenportfolio zu erreichen, werden dabei auch gezielt verhandelt werden.

Beide genannten strategischen Transaktionen #1 und # 2 sollten im Zeitraum 2018 bis 2019 geplant und umgesetzt werden.

Der Vorstand hat sich zu dieser schrittweisen Herangehensweise entschlossen, damit das Unternehmen in seinen Wachstumschancen nicht ausschließlich von externen Entscheidungsprozessen (ggf. von einer Gegenseite) abhängig wird, um die avisierte Leistung von 200 MWp zu erreichen.

INTERNES STEUERUNGSYSTEM

Der Konzern verfügt über ein internes Managementinformationssystem für die Planung, Steuerung und Berichterstattung. Das Managementinformationssystem sichert die Transparenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung und gewährleistet den permanenten Abgleich zur Unternehmensplanung. Die Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und wird kontinuierlich an die Rahmenbedingungen des Marktes angepasst. Der Vorstand hat im Berichtszeitraum eine weitere Automatisierung und Dokumentierung von Buchführungsprozessen und Controlling durchgeführt. Der Vorstand hat ebenfalls die funktionelle Trennung von Rechnungslegung und Controlling verbessert.

Neben der Unternehmensstrategie bilden in erster Linie der Umsatz, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie der CFPS (Cashflow je Aktie) die zentralen Bezugsgrößen für die operative Steuerung.

Es erfolgt eine kontinuierliche Sicherstellung der verfügbaren Liquidität der operativen Solarparks durch laufende Kontrolle und Verfolgung der Liquiditätsplanung.

Des Weiteren werden auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wie Produktion, Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio im Rahmen der Steuerung täglich verfolgt.

Mit dem Geschäftsbericht wird auch die Prognose der wesentlichen Leistungsindikatoren und Entwicklungen für das folgende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese basiert auf detaillierten Planungen für die einzelnen Konzerngesellschaften. Die veröffentlichte Prognose wird monatlich überprüft und bei Bedarf vom Vorstand angepasst.

STEUERUNGSGRÖSSEN / KONTROLLSYSTEM

Formal gilt es darauf hinzuweisen, dass nach den Vorgaben des DRS 20 ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind.

Falls freiwillige Prognosen anderer Kennzahlen erfolgen, sind diese nicht mehr im Prognosebericht, sondern in den entsprechenden Kapiteln des Lageberichts zu finden. Grundsätzlich werden die Kennzahlen auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Andernfalls wäre ein Hinweis auf eine andere Definition angegeben.

STEUERUNGSKENNZAHLEN DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Für die Steuerung des Konzerns sind die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren von zentraler Bedeutung zur zielorientierten und nachhaltigen Umsetzung der Unternehmensplanung und -strategie:

Umsatz

EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)

CFPS (Cashflow je Aktie).

Der CFPS wird wie in untenstehender Tabelle berechnet. Im Vergleich zum Vorjahr wird der Netto Cashflow um die Zins- und Steuerzahlungen, den Zeitraum unmittelbar vor einer Akquisition betreffend, sowie auch um Zinszahlungen bezüglich der Refinanzierung eines Darlehens bereinigt. Dieser wird durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien geteilt, so dass sich der CFPS ergibt.

Die finanziellen Steuerungsgrößen für die 7C Solarparken AG sind im Wesentlichen identisch mit den Steuerungsgrößen, die im Konzern verwendet werden. Der CFPS hat eine unwesentliche Bedeutung für die 7C Solarparken AG und ist daher nur auf konsolidierter Basis relevant.

STEUERUNGSKENNZAHLEN NICHT FINANZIELLER ART

In Ergänzung zu den finanziellen Kennzahlen setzt 7C Solarparken im Konzern stark auf die individuellen quantitativen Indikatoren der Solarkraftwerke wie Produktion (GWh/ MWh bzw. kWh), Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio. Diese werden in monatlichen Budgets erneuert und in einem Management Reporting dargestellt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

DEUTSCHER PHOTOVOLTAIKMARKT

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 36.000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 1,4 GWp neu installiert. Das ist eine Zunahme von mehr als 50% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr.

2017 2018
in MWp H1 H2 Änderung
Zubau 902 876 1.345
Quartalwachstum -3% 54 %
Davon Freiflächenanlagen 239 238 391
Quartalwachstum 0 % 64%

Der Anstieg des Zubaus lässt sich mit fast 1 GWp vor allem bei den Dachanlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten (Solaranlage < 750 kWp), aufzeichnen. Obwohl der Bau von Freiflächenanlagen schneller angestiegen ist, sind ca. ein Viertel dieses Freiflächenzubaus ebenfalls Freiflächenanlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten (Anlage < 750 kWp).

Die Gründe für die Neubelebung des Neubaumarktes in Deutschland liegen somit vor allem daran, dass die Einspeisevergütungssätze seit Anfang 2017 kaum abgenommen haben, unter deutlich sinkenden Systempreisen, sodass Anlagen die eine Einspeisevergütung erhalten (ob nun Dachanlagen oder Freiflächeanlagen) eine deutliche Attraktivität aufwiesen

Die Entwicklung der Einspeisevergütungssätze für Freiflächenanlagen (<750 kWp) zeigt deutlich, dass auf der Einnahmenseite solche neuen Anlage seit Anfang 2017 kaum an Attraktivität verloren haben. Kleine Freiflächeanlagen, die im Januar 2017 in Betrieb genommen wurden, erhielten eine Forderung von 89,10 EUR / MWh, wobei sonstige Solaranlagen, die im Juni 2018 gebaut worden sind, eine kaum geänderte Förderung i.H.v. 88,40 EUR / MWh erhalten.

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Auf der Investitionsseite jedoch haben sich die Modulpreise als wesentlicher Teil (ca. 50%) der Entstehungskostenseit Anfang 2017 durchschnittlich mit gut 13% verbilligt. Auch für die anderen Systemkosten sind die Preise tendenziell zurückgegangen.

Insgesamt hat die Rentabilität von Solaranlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten (< 750 kWp) im letzten Jahr erheblich zugenommen.

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Für größere Anlagen (> 750 kWp) hingegen ist eine Teilnahme an dem Ausschreibungsverfahren, bei dem man sich um eine Vergütung bewerben muss, Pflicht. In den Ausschreibungsverfahren konnte man eine Senkung der Förderungshöhe in der gleichen Periode mit einem Drittel auf 45,88 EUR / MWh wahrnehmen. Dieser Preisverfall ist damit noch deutlich rasanter als die Senkung der Systempreise. Immerhin sollte beachtet werden, dass man im Falle einer Investition in eine Anlage, die im Auschreibungsverfahren einen Zuschlag erhält, sich zuerst die Förderungshöhe sichert und die Anlage mit einer Frist von 18 Monaten bauen kann. Dies im Gegensatz zum Einspeisevergütungssatz, den man erst im Moment der Inbetriebnahme fixiert und somit nachdem der Systempreis als Investitionskosten bereits unveränderlich ist.

In dieser Hinsicht bilden die Zuschlagsätze aus dem Ausschreibungsverfahren einen Erwartungswert über die Entwicklung der Systempreise in den nächsten Quartalen. Somit zeigt die Tendenz für die Entwicklung der Systempreise auch nach dem Bilanzstichtag weiter nach unten. Insbesondere die Bestätigung des Endes der Mindestimportpreise der EU-Kommission Anfang September 2018 trägt dazu bei. Gemäß EU-Kommission lagen die Weltmarktpreise im Juli 2018 noch durchschnittlich etwa 10 – 20% unter dem Niveau des Mindestimportpreises. Seit der Aufhebung des Mindestimportpreises im September 2018 konnte man schon eine deutliche weitere Senkung der Modulpreise auf dem europäischen Markt spüren.

Desweiteren, gehen im Markt mehr und mehr Parteien in den Ausschreibungsverfahren dazu über sich einen „Mindest“-Strompreis zu sichern, den man dann für den Marktpreis austauschen kann, wenn der Strompreis über den Zuschlagspreis ansteigen würde.

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Dies war bisher nur Zukunftsmusik, jedoch ist in den letzten Monaten der EEX Strompreis erstmals über die durchschnittlichen Zuschlagspreise gestiegen. Wenn sich diese Entwicklung weiterfortsetzt, werden die Marktteilnehmer zunehmend ihre Erwartungen bzgl. der Strompreise auf dem freien Strommarkt in Ihren gebotenen Ausschreibungspreis einpreisen.

Dabei gibt es mehrere mittel- bis langfristige Entwicklungen, die steigende Strompreise in Deutschland auslösen könnten: z.B. der Ausstieg aus der Atomkraft, einen eventuellen Ausstieg aus Kohlenkraftwerken, steigende CO2-Preise oder Elektromobilität.

Bisher ist der Konzern nur in beschränkten Umfang in Ausschreibungsverfahren tätig.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

GESCHÄFTSVERLAUF 2018

Das Anlagen-Portfolio generierte im ersten Halbjahr 2018 mit 72 GWh eine um 27 % höhere Produktion als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

2018H1 2017H1 Änderung
GWh 72 57 27%
kWh/kWp 552 547 1%
Gewichtete durchschnittliche Leistung 127 103 23%

Diese rasante Zunahme ist einerseits auf die deutliche Steigerung der gewichteten durchschnittlichen Kapazität (+23%) zurückzuführen, steht aber andererseits mit der leichten Zunahme des spezifischen Ertrages in kWh/kWp (+1%) in Verbindung. Hauptsächlich haben bessere Witterungsbedingungen im 2. Quartal, maßgeblich durch eine 4% höhere globale horizontale Einstrahlung im Vergleich zur Vorjahresperiode zu dieser positiven Erhöhung des Ertrages pro installierter Leistungseinheit beigetragen. Dabei ist hervorzuheben, dass das 1. Halbjahr 2017 bereits ein sehr gutes Sonnenhalbjahr war und über dem langjährigen Durchschnitt der Vergleichsjahre liegt. Die schwachen Vorgaben vom März 2018 wurden durch die sehr guten Wetterdaten im April und Mai 2018 bereits deutlich überkompensiert.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2016-2018
„BAUSTEINE EINER STRATEGISCHEN TRANSAKTION BIS 2018“

Auf dem Analystentag im September 2016 war der strategische Plan „Bausteine für eine strategische Transaktion bis 2018“ vorgestellt worden. Die Zielsetzungen dieses Plans bestanden im Wesentlichen aus den folgenden Punkten:

Zielsetzungen 2017

Konsolidierung: Erweiterung des Solaranlagenportfolios bis auf 115 MWp bis Ende 2017, bestehend aus Erwerben von Neuanlagen und Bestandsanlagen;

Optimierungsprogramm 2.0: Eine tiefgreifende Optimierung von 25 % des Solaranlagenportfolios mit einem kapitalintensiven Programm.

Wie bereits im Geschäftsbericht 2017 erläutert, wurden die Zielsetzungen 2017 in vollem Umfang erreicht.

Zielsetzung 2018

Eine strategische Transaktion mit einem industriellen bzw. finanziellen Partner, die den Konzern von einem Tier 3 zu einem Tier 2 Unternehmen in Ihrem Markt (Besitzer/ Betreiber von Solaranlagen) umwandeln. Konkret bedeutet dies ein Wachstum des Portfolios auf 200 MWp und/ oder das Erreichen einer Marktkapitalisierung von EUR 200 Mio.

Die Zielsetzung 2018 wurde im Rahmen des Geschäftsplans 2017 - 19 weiterentwickelt und verfeinert. Für Details über diese Weiterentwicklung wie auch zur Berichterstattung über die Zielerreichung wird auf den neuesten Geschäftsplan verwiesen.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2017-2019

Die Zielsetzungen des Geschäftsplans 2017-2019 „Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler“ bestehen aus der strategischen Transaktion #1 (Projektentwicklung und Alternative Finanzierung) und aus der strategischen Transaktion #2.

Im ersten Halbjahr 2018 wurde bereits die strategische Transaktion #1 vollumfänglich umgesetzt:

STRATEGISCHE TRANSAKTION # 1:

ERWERB DES AMATEC-GESCHÄFTSBETRIEBS

Zur Umsetzung der Zusammenarbeit mit einem Entwickler hat die 7C Solarparken im ersten Quartal 2018 den Kauf des Amatec-Geschäftsbetriebs bekannt gegeben. Die Amatec Projects GmbH, deren Team aus dem Geschäftsführer sowie seinen vier Mitarbeitern besteht, fokussiert sich auf die Entwicklung von Solaranlagen in Deutschland. Der gekaufte Geschäftsbetrieb besteht aus einer Vielzahl an Projekten in unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit einem Leistungsvolumen von insgesamt 15 MWp. Des Weiteren verfügt der Geschäftsbetrieb über ein Portfolio an Projekten die sich in einer Frühentwicklungsphase befinden und ein Leistungsportfolio von mehr als 40 MWp aufweisen. Im Rahmen des Erwerbs dieses Geschäftsbetriebs hat die 7C Solarparken zudem die Vorkaufsrechte an drei bereits bestehenden Anlagen mit einem Leistungsvolumen von insgesamt 4 MWp erlangt.

Die Amatec Projects GmbH fokussiert sich auch nach dem Erwerb des Geschäftsbetriebs auf die Entwicklung von Solaranlagen. Zu diesen Entwicklungsdienstleistungen gehören insbesondere die Sicherung von Pachtflächen durch den Abschluss von Pachtverträgen, die Herbeiführung von den, für die Netzreservierung und –den Anschluss, benötigter Genehmigungen und Verträgen, die baurechtliche Planung der Solaranlage bis hin zur Vergabe und Verfolgung des Baus durch einen dritten Generalunternehmer. Somit gehören die Beschaffung von Komponenten für neu zu errichtende Solaranlagen sowie der Bau von Solaranlage nicht zu den Aufgaben der Amatec Projects GmbH. Insofern ändert sich durch diesen Erwerb das Risikoprofil der 7C Solarparken nur in geringem Umfang.

Die Erweiterung um diese Entwicklungsaktivität hat jedoch deutliche Auswirkungen auf die Konzernsteuerungsgrößen „EBITDA“ und „CFPS“. Aufgrund der Besonderheiten des Geschäftsmodells eines Projektentwicklers, der ausschließlich als konzerninterner Dienstleister tätig wird, verringert sich das EBITDA insbesondere durch die anfallenden Personalkosten, denen keine externen Umsatzerlöse bzw. Erträge aus Entwicklungsprämien gegenüberstehen. Die EBITDA-Prognose der 7C Solarparken für das Geschäftsjahr 2018 (siehe dazu den Prognosebericht innerhalb dieses Lageberichtes) trägt der Erweiterung dieser Geschäftsaktivitäten bereits Rechnung.

ABSCHLUSS EINER ALTERNATIVEN FINANZIERUNG

Die 7C Solarparken AG hat im ersten Quartal 2018 einen Schuldschein mit einem Nennwert von EUR 25,0 Mio. begeben. Der Schuldschein hat mehrere Tranchen mit einer Fälligkeit zwischen 5 und 7 Jahren und wird am Ende der Laufzeit getilgt. Der Nominalzinssatz beträgt durchschnittlich 2,78 % p.a.

Der Schuldschein ist für die 7C Solarparken deshalb attraktiv, weil er als Eigenmittel eingesetzt werden kann bei der Investition in Solaranlagen, zu denen alternativ auch Projektfinanzierungen aufgenommen werden könnten. Geplant ist, EUR 15 Mio. der alternativen Finanzierung einzusetzen, um zusätzliche EUR 35 Mio. an Projektfinanzierung aufzunehmen, sodass insgesamt EUR 50 Mio. in Solaranlagen finanziert werden können.

Damit erfüllt der Schuldschein die Bedingungen für die alternative Finanzierung gem. des strategischen Plans 2017-2019.

STRATEGISCHE TRANSAKTION # 2: CO-INVESTMENT MODELL BZW. M &A TRANSAKTION

Im Hinblick auf die geplante zweite strategische Transaktion gibt es derzeit noch keine Neuigkeiten zu berichten. Die Vorgehensweise und der Zeitplan zur Umsetzung werden derzeit genauestens von der Gesellschaft geprüft.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ

7C Solarparken erzielte in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von EUR 20,4 Mio. (2017H1: EUR 18,1 Mio.). Diese Umsätze wurden zu 99% aus dem Verkauf von Strom aus dem PV-Anlagevermögen erzielt.

Der Erlösanstieg beim Verkauf von Strom um 12,8% auf EUR 20,2 Mio. (2017H1: EUR 17,9 Mio.) resultiert vor allem aus dem erstmaligen Einbezug der im Vorjahr erworbenen Solaranlagen (+EUR 1,1 Mio.), den Umsätzen aller fertiggestellten Neubauten in 2017 (+EUR 0,3 Mio.) sowie aus den Ertragsbeiträgen der im Berichtsperiode erworbenen Solaranlagen (+ EUR 1,0 Mio.). Erlösmindernd hat sich der Verkauf des einzigen italienischen Solarparks CTG Baal ausgewirkt (- EUR 0,3 Mio.). Darüber hinaus hat die Erhöhung des spezifischen Ertrags des ersten Halbjahres auf 552 kWh/kWp (2017H1: 547 kWh/kWp) infolge der Witterungsbedingungen sowie das Optimierungsprogramms 2.0 zu einer Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 0,9% geführt (+EUR 0,2 Mio.).

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken in Höhe von EUR 1,0 Mio. (2017H1: EUR 1,6 Mio.).

Der Großteil der sonstigen Erträge der Berichtsperiode resultiert aus negativen Unterschiedsbeträgen aus durchgeführten Unternehmenserwerben i.H.v. TEUR 763 (2017H1: TEUR 489). Die Erhöhung der negativen Unterschiedsbeträge ist im Wesentlichen auf das erhöhte Transaktionsvolumen für den Erwerb von PV-Anlagen im ersten Halbjahr 2018 sowie auf die unterschiedlichen wirtschaftlichen Eckdaten der einzelnen Unternehmenserwerbstransaktionen in den beiden Berichtszeiträumen zurückzuführen.

Trotz dieser Zunahme der negativen Unterschiedsbeträge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 mit EUR 0,3 Mio., haben die sonstigen betrieblichen Erträge mit EUR 0,6 Mio. abgenommen. Dies steht vor allem mit dem einmaligen Ertrag aus einem Vergleich mit einem Modulhersteller in der Vergleichsperiode (EUR 0,7 Mio.) in Verbindung.

Darüber hinaus, wurde im ersten Halbjahr 2017 ein Ertrag aus dem Verkauf einer Teilfläche der Immobilie in Grafentraubach realisiert, was in der Vergleichsperiode noch zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag i.H.v. EUR 0,1 Mio. geführt hat.

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum planmäßig von TEUR 501 auf TEUR 688.

Die Erhöhung des Personalsaufwand ist auf die Zunahme der Mitarbeiter zurückzuführen. Der Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2018 neben den beiden Vorständen 18 Mitarbeiter (2017H1: 14 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG. Durchschnittlich beschäftigte der Konzern während der Berichtsperiode 17 Mitarbeiter (2017H1: 14 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG.

Die Zunahme der Mitarbeiterzahl war die Folge der Übernahme des Amatec-Geschäftsbetriebs, der im Bereich der Projektentwicklung von Solaranlagen tätig ist. Fünf neue Amatec-Mitarbeiter werden ab Februar 2018 aus diesem Grund dem Konzern neu zugerechnet.

SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf EUR 2,7 Mio. (2017H1: EUR 2,4 Mio.). Diese enthielten vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks, die sich mit TEUR 1.457 (2017H1: TEUR 1.197) um 22% erhöhten. Dies ist hauptsächlich auf die Zunahme der Gesamtleistung des Portfolios zurückzuführen.

Die Kosten für den Betrieb der Solarparks betreffen Aufwendungen wie Reparaturen und Instandhaltung sowie Pachtzinsen, Mieten, Versicherungen und Kosten für die Rasen-/Grünpflege.

Auch die Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb, unter anderem Kfz-, EDV- und Telekommunikationskosten, sind im sontigen Betriebsaufwand erhalten. Diese Aufwendungen blieben insgesamt in etwa unverändert im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017.

EBITDA

Der 7C Solarparken Konzern hat ein EBITDA von EUR 18,0 Mio. erzielt (2017H1: EUR 16,8 Mio.), was einer sichtlichen Steigerung um 7,1% entspricht.

Die EBITDA Marge reduzierte sich von 92,8% in 2017H1 auf 88,2% in 2018H1. Die Reduzierung der EBITDA-Marge hängt zum einen mit der Übernahme des Amatec-Geschäftsbetriebs und der Übernahme von 5 Mitarbeitern i.H.v. EUR 0,1 Mio. zusammen und zum anderen mit dem Wegfall des Einmaleffekts der sonstigen betrieblichen Erträge in 2017H1 i.H.v. EUR 0,6 Mio. Letztlich hat auch die Erstanwendung von IFRS 9 eine negative Auswirkung auf das EBITDA i.H.v. EUR 0,1 Mio. gehabt.

ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 9,5 Mio. (2017H1: EUR 8,6 Mio.). Die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen ist auf die Erweiterung des PV-Anlagen-Portfolios zurückzuführen.

EBIT

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist von EUR 8,3 Mio. im ersten Halbjahr 2017 auf EUR 8,4 Mio. im ersten Halbjahr 2018 angestiegen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 41,3 % (2017H1: 45,6 %).

BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

Während in der Vergleichsperiode 2017H1 Beteiligungs- und Finanzverluste von EUR 2,1 Mio. ausgewiesen wurden, beliefen sich diese in der Berichtsperiode auf EUR 4,0 Mio. Ursächlich für den erhöhten Wert ist der Wegfall des einmaligen Finanzertrags i.H.v. EUR 0,9 Mio. aus der Refinanzierung der Solaranlagen Moorenweis und Hiendorf im ersten Halbjahr 2017. Die erstmalige Einbeziehung der Zinsen für das Schuldscheindarlehen hat die Zinsaufwendungen mit EUR 0,2 Mio. belastet. Desweiteren haben Vorfälligkeitsentschädigungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. überwiegend für die Immler PV-Portfolio Darlehen (mit Zinssätzen von 4.1% und 5.7%) für eine Zunahme des Zinsaufwands gesorgt. Allerdings wird die Ablösung dieser Darlehen, die bei einer gleichbleibenden Verzinsung eine Laufzeit bis 2025 hatten, allein im Jahr 2018 zu einer Ersparnis der gezahlten Zinsen von mehr als EUR 0,4 Mio. führen.

PERIODENERGEBNIS

Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand belief sich im Berichtszeitraum 2018 insgesamt auf EUR 0,5 Mio. (2017H1: Steueraufwand EUR 1,0 Mio.). Das Periodenergebnis von EUR 3,9 Mio. (2017H1: EUR 5,1 Mio.) setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 3.911 sowie dem Ergebnis nicht beherrschender Gesellschafter von TEUR 34 zusammen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage der 7C Solarparken setzt sich zu rund 83 % (i.VJ: 86 %) aus langfristigen Vermögenswerten zusammen. In der Berichtsperiode spiegelte sich die rege Investitionstätigkeit insbesondere in einer Zunahme der Solarparks (+ EUR 19,2 Mio.) unter einem in etwa gleichbleibenden Betrag an Solarparks im Bau wider.

Die immateriellen Vermögenswerte der 7C Solarparken beliefen sich zum 30. Juni 2018 auf EUR 2,6 Mio. (i.VJ: EUR 0,6 Mio.) und beinhalteten insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert der Unternehmenserwerbe im Berichtszeitraum, Projektrechte sowie Rechte zur Erbringung von Dienstleistungen, die im Zuge der Unternehmenserwerbe in der Berichtsperiode erworben wurden.

Die Grundstücke und Gebäude, d.h. das sog. PV Estate, sind auf EUR 9,2 Mio. (i.VJ: EUR 8,2 Mio.) angewachsen. Bei den Zugängen handelt es sich um Grundstücke aus den Akquisitionen Umpferstedt (TEUR 488) und Grundstücke aus dem Amatec Geschäftsbetrieb (TEUR 457 Mio.) sowie um das wirtschaftliche Eigentum des Grundstücks in Demmin (TEUR 91), das wegen eine Kaufoption zum Vorzusgpreis am Ende des Pachtzeitraums gem. IAS 17 in die Gründstücke und Gebäude einbezogen wurde.

Die Solaranlagen sind mit EUR 255,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 236,7 Mio.) deutlich gestiegen. Die Abschreibungen i.H.v. EUR 9,4 Mio. wurden mehr als ausgeglichen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem Zugang von Photovoltaikanlagen aus Unternehmenserwerbe (EUR 24,3 Mio.), Umgliederungen aus den Anlagen im Bau (EUR 3,8 Mio.), sowie sonstige Investitionen und Zugänge i.H.v. EUR 0,5 Mio.

Aktive latente Steuern wurden auf Verlustvorträge und auf Neubewertungen der Verbindlichkeiten sowie auf Aufwertungen des Anlagevermögens infolge der Kaufpreisallokation von Unternehmenserwerben angesetzt. Ferner werden in den Parks Sonderabschreibungen nach § 7g EStG sowie degressive Abschreibungen gem. § 235 Abs. 3 HGB (Fassung 2008) geltend gemacht. Die hieraus entstehenden Verlustvorträge können steuerlich genutzt werden.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von EUR 39,8 Mio. am Jahresende 2017 auf EUR 55,9 Mio. zum 30. Juni 2018 erhöht. Dies ist hauptsächlich auf einen Anstieg der liquiden Mittel (+ EUR 12,6 Mio.) und einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 4,9 Mio. zurückzuführen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Die Netzbetreiber zahlen immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift aus. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende 2017 aus Umsätzen aus den sonnenarmen Monaten November/Dezember zusammen, während die Umsätze zum Ende des ersten Halbjahrs 2018 aus den einstrahlungsreichen Monaten Mai/Juni resultieren.

Durch die Verwendung der Module in eigenen Projekten, haben sich die Modulvorräte in der Berichtsperiode um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,9 Mio. verringert.

Zum 30. Juni 2018 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von EUR 46,7 Mio. (i.VJ: EUR 34,1 Mio.). Hiervon sind EUR 15,5 Mio. (i.VJ: EUR 15,9 Mio.) mit Verfügungsbeschränkungen für Projektreserven und Avale belegt.

Die Bilanzsumme ist von EUR 294,4 Mio. auf EUR 334,6 Mio. angestiegen.

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2018 auf EUR 97,8 Mio. (i.VJ: EUR 86,9 Mio.). Der Anstieg in Höhe von EUR 10,9 Mio. beziehungsweise um 12,6% basiert hauptsächlich auf der im Berichtszeitraum durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen von einer Privatplatzierung (EUR 11,9 Mio.) sowie dem positiven Geschäftsergebnis (EUR 3,9 Mio.) unter Berücksichtigung der Auszahlung einer Dividende i.H.v. EUR 4,6 Mio. Die Erstanwendung des IFRS 9 hatte mit EUR 0,1 Mio. nur geringen Einfluss auf die Eröffnungsbilanzwert des Eigenkapitals.

Die Eigenkapitalquote ging leicht auf 29,2% zurück (i.VJ: 29,5 %).

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Konzern beliefen sich zum 30. Juni 2018 insgesamt auf EUR 210,3 Mio. (i.VJ: EUR 180,7 Mio.). Es handelte sich hier um die Darlehen und Leasingverträge zur Finanzierung der Solarparks und der Immobilien des sog. PV Estate sowie auch des im Berichtszeitraum emittierten Schuldscheins.

Der Anstieg der passiven latenten Steuern von EUR 11,9 Mio. auf EUR 13,3 Mio. steht im Zusammenhang mit dem Ansatz des Sachanlagevermögens zum Zeitwert im Rahmen der im Berichtszeitraum durchgeführten Kaufpreisallokationen.

Bei den langfristigen Rückstellungen war eine Zunahme um EUR 1,3 Mio. in den ersten 6 Monaten 2018 im Vergleich zum 31.12.2017 zu verzeichnen. Dies war vor allem auf die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen zurückzuführen, die im Wesentlichen auf Grund der Unternehmenszusammenschlüsse sowie anderen Portfolioveränderungen und Effekten aus der Aufzinsung um EUR 1,2 Mio. anstiegen. Daneben nahm auch die Drohverlustrückstellung mit EUR 0,1 Mio. zu, hauptsächlich, weil mit dem Amatec Geschäftsbetrieb ein unwirtschaftlicher Mietvertrag übernommen wurde.

FINANZLAGE UND KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Veränderung des Finanzmittelfonds betrug im Berichtsjahr EUR 12,6 Mio. (2017H1: EUR 4,0 Mio.). Der Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (EUR 21,5 Mio.) und betrieblicher Tätigkeit (EUR 4,0 Mio.) hat den Cashflow aus Investitionstätigkeit (EUR 12,8 Mio.) um EUR 12,6 Mio. überstiegen. Insgesamt verfügte der Konzern zum 30.06.2018 über EUR 46,7 Mio. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die einzelnen Zahlungsmittelzu- bzw. -abflüsse stellten sich wie folgt dar:

Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit blieb mit EUR 4,0 Mio. nahezu gleich. Er setzte sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft der Solarparks und den hieraus erfolgten Einzahlungen zusammen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief minus EUR 12,8 Mio. (2017H1: minus EUR 1,7 Mio.), sodass die Investitionsintensität erheblich zugenommen hat. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Neuinvestitionen auch im zweiten Halbjahr hoch bleiben wird. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Investitionen resultierten im Wesentlichen aus dem Nettozahlungsmittelabfluss aus den unterschiedlichen Unternehmenserwerben (EUR 9,5 Mio.), den Investitionen in Sachanlagen (EUR 0,3 Mio.), insbesondere Solaranlagen sowie den Anzahlungen auf Solaranlagen im Bau i.H.v. EUR 2,8 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf EUR 21,5 Mio. (2017H1: EUR 1,6 Mio.). Dieser Betrag umfasst die Einzahlung aus der Ausgabe des Schuldscheindarlehens i.H.v. EUR 25,0 Mio., die Einzahlung aus der Ausgabe von neuen Aktien i.H.v. EUR 11,9 Mio. (2017H1: EUR 5,2 Mio.) sowie die Einzahlung aus neuen Finanzierungen i.H.v. EUR 11,9 Mio. (2017H1: EUR 19,3 Mio.). Cashflow mindernd wirkten sich die Rückzahlungen von in Anspruch genommenen Darlehen i.H.v. EUR 22,0 Mio. (2017H1: EUR 22,7 Mio.) sowie die erstmalige Auszahlung einer Dividende i.H.v. EUR 4,7 Mio. aus.

Bezüglich der außerbilanziellen Verpflichtungen sowie der zugesagten aber nicht genutzten Kreditlinien wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Der Konzern war zu jeder Zeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Zusammenfassend ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv zu betrachten. Die sich abzeichnende Verbesserung des EBITDA sowie die Erweiterung des Anlagenportfolios spiegelt die Unternehmensplanung und Intention einer nachhaltigen und kontinuierlichen Geschäftsentwicklung erfolgreich wider. Der Vorstand beurteilt diese Entwicklung als positiv und sieht die Möglichkeit der weiteren Verbesserung des Unternehmenserfolgs durch die sukzessive Ausführung der strategischen Pläne und hat entsprechend die EBITDA- sowie die Cash Flow je Aktie-Prognose erhöht.

PROGNOSEBERICHT

Der Vorstand ging bei seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2018 für den Konzern davon aus, dass sich das EBITDA im Vergleich zum EBITDA des Berichtszeitraums 2017 (EUR 29,9 Mio.) leicht auf EUR 29,6 Mio. verringern wird.

Dieser absolute Rückgang war zum einen mit den erweiterten Aktivitäten der 7C Solarparken hinsichtlich der Projektentwicklung und zum anderen mit den überaus positiven Sondereffekten aus dem Berichtszeitraum 2017 begründet worden, die sich sehr positiv auf das EBITDA 2017 und letztendlich auf das Periodenergebnis ausgewirkt hatten.

Prognose Konzernzahlen 2018
in Mio. EUR 2018 Progn. (alt) 2018 Progn. (neu)
Umsatz 35,1 >36,2
EBITDA 29,6 >31,0
CFPS (EUR) 0,49 >0,50

Die Produktion wird auf 122 GWh und der Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) auf 961 kWh/ kWp prognostiziert. Die Performance Ratio der Anlagen soll in Folge im Geschäftsjahr 2018 bei 80% liegen.

Dieser Ausblick beruht auf folgenden Annahmen:

Keine rückwirkenden regulatorischen Eingriffe;

Der Produktion im ersten Quartal 2018, die von schlechten Witterungsbedingungen geprägt war, wurde vollständig Rechnung getragen;

Keine signifikanten Abweichungen von den langjährigen Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes vom April bis Dezember;

Das Bestandsportfolio von 134 MWp (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts) wird für 6 Monate in den prognostizierten Finanzkennzahlen angesetzt;

Der kontinuierliche Ausbau auf 150 MWp bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018 trägt zum Umsatz oder EBITDA nicht bei;

Der Verkauf einer Solaranlage trägt mindestens EUR 0,5 Mio. zum EBITDA bei;

Keine weiteren Umfinanzierungen;

Keine weiteren Kapitalerhöhungen.

Auf Grundlage der positiven Entwicklung des laufenden Jahres erhöht der Vorstand seine Umsatz- und EBITDA- Prognose. Die Umsatz-Prognose wird um EUR 1,1 Mio. von EUR 35,1 Mio. auf einen Wert von mindestens EUR 36,2 Mio. erhöht und die EBITDA Prognose wird um EUR 1,4 Mio. von EUR 29,6 Mio. auf einen Wert von „mindestens EUR 31,0 Mio.“ verbessert. Darüber hinaus, hebt der Vorstand, die Prognose für den Cash Flow je Aktie (CFPS) von EUR 0,49 auf „mindestens EUR 0,50“ an.

Die Gründe für die verbesserte Umsatz-Prognose besteht erstens aus den guten Witterungsbedingungen des zweiten Quartals 2018, die die schlechten Einstrahlungsbedingungen des ersten Quartals mehr als ausgeglichen haben (+EUR 0,8 Mio.), sowie ebenfalls in die Tatsache, dass das Anlagenportfolio bereits zum 30. Juni 2018 eine Leistung von 150 MWp erreicht hatte, eine Ebene, die erst für das Ende des Geschäftsjahres 2018 eingeplant wurde. (+EUR 0,3 Mio.).

Für die Erhöhung der EBITDA- und CFPS- Prognose gelten die oben genannten Effekte gleichermaßen. Darüber hinaus werden negative Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben um EUR 0,3 Mio. mehr am Ergebnis beitragen als in der alten Prognose eingeplant wurden.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKEN

Hinsichtlich der Beschreibung des Risikomanagementsystems (RMS) wird auf die im Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts des Geschäftsjahres 2017 gemachten Angaben verwiesen. Die Risiken, denen die 7C Solarparken ausgesetzt ist, wurden ebenfalls detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2017 dargestellt.

Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2018 das folgende geringfügige Einzelrisiko identifiziert:

Seit dem Erwerb des Amatec-Geschäftsbetriebs betätigt sich der Konzern im Bereich der Projektentwicklung. Die im Rahmen der Projektierung von Solarparks durchgeführten Tätigkeiten (Flächenakquise und -sicherung; Bauleitplanung und Baugenehmigung; Netzanschluss und Trassensicherung) stellen für den Konzern eine neue Risikokategorie dar. Insbesondere kann man z.B. unvorsätzlich gegen öffentliche Genehmigungen verstoßen, weiterhin könnten sich Verträge und Genehmigungen unwirksam zeigen, es könnte zu Fehlinterpretationen von Gesetzen, Verordnungen und öffentlichen Auflagen kommen oder man könnte versehentlich (Form-) Verstöße gegen Fristen, Anzeigen, Meldungen, (…) machen, schließlich könnte sich auch die wirtschaftliche Projektierung als falsch herausstellen, sodass im schlimmsten Fall der Betrieb der selbstentwickelten Anlage und somit die Gesamtinvestition gefährdet ist. Durch die Übernahme eines der erfahrensten Projektentwicklerteams für Solaranlagen in Deutschland schätzt der 7C Solarparken Konzern das Projektierungsrisiko eher gering ein. Darüber hinaus wird das Risiko durch die Einführung des vier Augenprinzips für wesentliche Projektunterlagen minimiert sowie durch den Abschluss von non-recourse Finanzierungen (ca. 75% der Investition) in meist von der Muttergesellschaft sowie anderen Konzerngesellschaften getrennten Zweckgesellschaften. Nach Auffassung des Vorstandes überwiegen im Übrigen die sich aus dem Erwerb des Amatec-Geschäftsbetriebes ergebenden Wachstumschancen wesentlich die Risiken der Projektentwicklung. Aus den vorgenannten Gründen hält der Konzern das mit dieser Aktivität verbundene Gesamtrisiko für den Konzern daher für vertretbar.

Vereinzelt übernimmt der Konzern auch weitergehende Aufgaben bei Neubauprojekten, wie z.B. die Bauüberwachung oder den Erwerb von Hauptkomponenten (Module; Wechselrichter), um von der Wertschöpfungskette zu profitieren. Der Vorstand schätzt die sich ergebenden Risiken aus diesem Bereich als geringfügig ein.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichtes 2018 keine bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft bzw. des Konzerns bekannt.

CHANCEN

Die wesentlichen Chancen, die sich der 7C Solarparken bieten, wurden detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2017 dargestellt.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2018 BIS ZUM 30. JUNI 2018

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2018

AKTIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17 412 -
Immaterielle Vermögenswerte 17 2.553 617
Grundstücke und Gebäude 16 9.177 8.183
Solarparks 16 255.900 236.693
Solarparks im Bau 16 3.838 3.824
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 16 317 280
Andere Finanzanlagen 167 31
Sonstige langfristige Vermögenswerte 14 836 494
Aktive latente Steuern 5.531 4.502
Summe langfristige Vermögenswerte 278.732 254.624
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 13 928 1.637
Geleistete Anzahlungen 14 144 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 5.640 788
Steuererstattungsansprüche 150 322
Sonstige Vermögenswerte 14 2.352 2.987
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15, 22 46.676 34.068
Summe kurzfristige Vermögenswerte 55.889 39.814
Bilanzsumme 334.621 294.438

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2018

PASSIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2018 31.12.2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 18.1 51.471 46.792
Kapitalrücklagen 18.2 23.625 16.545
Sonstiges Ergebnis aus Hedging 18.2 -63 -60
Gewinnrücklagen 18.2 22.268 23.147
Währungsumrechnungsrücklage 18.2 -12 -12
Nicht beherrschende Anteile 516 482
Eigenkapital 97.806 86.895
Schulden
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 22, 23 186.029 161.696
Langfristige Rückstellungen 25 9.813 8.507
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 24 126 132
Passive latente Steuern 13.338 11.859
Summe langfristige Schulden 209.305 182.193
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 438 400
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 22, 23 24.229 19.017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 1.509 4.987
Sonstige Verbindlichkeiten 24 1.334 946
Summe kurzfristige Schulden 27.509 25.350
Summe Schulden 236.815 207.543
Bilanzsumme 334.621 294.438

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2018

in TEUR Anhangangabe 2018H1 2017H1
Umsatzerlöse 9.1 20.392 18.140
Sonstige betriebliche Erträge 9.2 1.037 1.556
Personalaufwand 10.1 -688 -501
Sonstige Betriebsaufwendungen 10.2 -2.752 -2.369
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBITDA) 17.990 16.827
Abschreibungen 16, 17 -9.566 -8.552
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 8.424 8.274
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 20 1.074
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -3.994 -3.168
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.974 -2.094
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 4.450 6.180
Ertragsteuern -506 -1.045
Periodenergebnis 3.945 5.135
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 3.911 5.099
davon Nicht beherrschende Anteile 34 36
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.1 0,08 0,12
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.2 0,08 0,12

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2018

in TEUR Anhangangabe 2018H1 2017H1
Periodenergebnis 3.945 5.135
Posten, die in die Gewinn order Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Marktwertänderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente 18.2 -4 23
Währungsumrechnung 18.2 - 1
Steuern 1 -3
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -3 20
Konzerngesamtergebnis 3.942 5.156

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2018

in TEUR Anhangangabe 1.1.-30.06.2018 1.1-30.06.2017
Periodenergebnis 3.945 5.135
– Abschreibungen auf Sachanlagen 16 9.518 8.524
– Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 17 25 28
- Abschreibung auf Geschäft- oder Firmenwert 16 23 -
– Negative Unterschiedsbeträge (Kaufpreisallokation) 7 -763 -489
– Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge -130 -45
– Netto-Finanzierungsaufwendungen 11 3.974 2.094
Gewinn oder Verlustanteil aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen bzw. Finanzanlagen 16, 17 - -112
– (plus) Steueraufwendungen 506 1.045
Veränderungen bei:
– Vorräten 13 709 -1.005
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen 7, 14 -4.237 -1.826
– Vorauszahlungen 14 -134 712
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen 7, 24, 25 -5.661 -6.284
Cash-Zufluss aus der betrieblichen Tätigkeit 7.774 7.777
Gezahlte Zinsen 11 -2.710 -3.194
Gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen 11 -1.034 -351
Gezahlte Ertragsteuern -101 -140
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.929 4.093
Erhaltene Zinsen 11 5 8
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen/immateriellen Vermögensgegenständen 16, 17 - 188
Verkauf von Anteilen an mit Equity Methode bilanzierte Unternehmen - 26
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener liquider Mittel 7 -9.510 -736
Erwerb von Sachanlagen 16 -307 -361
Anzahlungen auf Anlagen im Bau 16 -2.829 -783
Erweb von Finanzanlagen -163 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.805 -1.658
Einzahlungen aus der Ausgabe von Aktien 18.1 11.932 5.211
Einzahlungen aus der Ausgabe von Schuldscheinen 23.2 25.000 -
Einzahlungen finanzielle Verbindlichkeiten 23.1 11.907 19.283
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen 18.1 - 136
Transaktionskosten in Bezug auf Kredite und Ausleihungen 11 -437 -209
Transaktionskosten in Bezug auf Kapitalerhöhungen -172 -106
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - -21
Rückzahlung von Krediten / Tilgungen 23.1 -22.032 -22.665
Rückzahlungen von Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten 23.1 -35 -33
Gezahlte Dividenden -4.679 -
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 21.483 1.595
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente** 12.607 4.030
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar** 15 34.068 29.896
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni** 46.676 33.926

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen.

**Hinsichtlich der freien Verfügbarkeit der Mittel verweisen wir auf die Anhangangabe 15

VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS*

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Sonstige Ergebnis aus Hedging Gewinn-
rücklage
Summe
Stand zum 1. Januar 2018 46.792 16.545 -12 -60 23.147 86.413
Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 -110 -110
Angepasster Stand zum 1. Januar 2018 46.792 16.545 -12 -60 23.037 86.303
Gewinn 3.911 3.911
Sonstiges Ergebnis 0 -3 -3
Gesamtergebnis 0 0 0 -3 3.911 3.908
Transaktionskosten direkt in Equity -172 0 -172
Ausgabe von Stammaktien 4.679 7.253 11.932
Ausgeübte Optionen 0 0 0
Unternehmenszusammenschluss 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividenden -4.679 -4.679
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 4.679 7.080 0 0 -4.679 7.080
Stand zum 30. Juni 2018 51.471 23.625 -12 -62,861 22.268 97.290
Stand zum 1. Januar 2017 42.464 11.926 -11 -85 16.334 70.628
Gewinn 5.099 5.099
Sonstiges Ergebnis 1 20 20
Gesamtergebnis 0 0 1 20 5.099 5.119
Transaktionskosten direkt in Equity -106 -106
Ausgabe von Stammaktien 2.266 2.945 5.211
Ausgeübte Optionen 68 67 136
Unternehmenszusammenschluss 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 14 14
Dividenden 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 2.334 3.013 0 0 -92 5.255
Stand zum 30. Juni 2017 44.798 14.938 -10 -66 21.342 81.002
in TEUR Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2018 482 86.895
Efekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 0 -110
Angepasster Stand zum 1. Januar 2018 482 86.785
Gewinn 34 3.945
Sonstiges Ergebnis 0 -3
Gesamtergebnis 34 3.942
Transaktionskosten direkt in Equity -172
Ausgabe von Stammaktien 11.932
Ausgeübte Optionen 0
Unternehmenszusammenschluss 0 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividenden 0 -4.679
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 7.080
Stand zum 30. Juni 2018 516 97.806
Stand zum 1. Januar 2017 386 71.014
Gewinn 36 5.135
Sonstiges Ergebnis 20
Gesamtergebnis 36 5.156
Transaktionskosten direkt in Equity -106
Ausgabe von Stammaktien 5.211
Ausgeübte Optionen 136
Unternehmeszusammenschluss 132 132
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -35 -21
Dividenden 0
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 97 5.352
Stand zum 30. Juni 2017 520 81.523

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

Die Anhangangaben auf Seiten 39 bis 86 sind integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2018 BIS ZUM 30. JUNI 2018

7C Solarparken Konzern

1. BERICHTENDES UNTERNEHMEN

Die 7C Solarparken AG (das „Unternehmen“ oder „7C Solarparken“) ist ein Unternehmen mit Sitz in Bayreuth, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet: An der Feuerwache 15, 95445 Bayreuth. Der Konzernzwischenabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als der „Konzern“ und einzeln als „Konzernunternehmen“ bezeichnet). Der Konzern investiert in und betreibt Solaranlagen mit stetigem Kapitalrückfluss und geringem Risiko vor allem in Deutschland und Belgien (siehe Anhangangabe 5 und 8).

Hinsichtlich verwendeter Abkürzungen verweisen wir auf das in den Anhangangabe 29 dargestellte Abkürzungsverzeichnis.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß §37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Standard IAS 34 „Interim Financial Reporting“ (Zwischenberichterstattung) aufgestellt. Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten Vergleichsangaben zum Vorjahreshalbjahr. Die Konzernbilanz enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Grundsätze über Ansatz, Bewertung und Ausweis werden von allen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises einheitlich angewendet. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2017 gelten – insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden entsprechend. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2018 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2018 sind (Siehe Anhangangabe 6).

Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden vom Vorstand am 26. September 2018 zur Veröffentlichung genehmigt.

3. FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Dieser Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der 7C Solarparken AG (Mutterunternehmen) aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) dargestellt, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

4. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

4.1 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden sowie Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, die die im Konzernzwischenabschluss erfassten Beträge wesentlichen beeinflussen bzw. ein beträchtliches Risiko darstellen können, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 6 im Hinblick auf die Erstanwendung von IFRS 9 -- die Einstufung eines Finanzinstruments im anwendbaren Geschäftsmodel, die Annahmen und Einschätzungen bzgl. der Implementierung des neuen Wertminderungsmodel, die Feststellung des Zeitwertes für Finanzinstrumenten die ergebniswirksam dem Zeitwert herbeigeführt werden (FVTPL);

Anhangangabe 7 -- in Hinblick auf den Erwerb von Tochterunternehmen: in den Fällen der vorläufigen Ermittlung beizulegender Zeitwerte aufgrund unvollständiger Informationen;

Anhangangaben 25 und 26 -- Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie Eventualforderungen und -verbindlichkeiten: Wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenzu- oder -abflusses sowie bei der Diskontierung;

Anhangangabe 28 -- Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Dazu gehört eine hausinterne Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert.

Der Vorstand führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Unternehmen die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, in der diese Bewertungen einzuordnen sind.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;

Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen;

Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 7 – Erwerb Tochterunternehmen.

5. VERZEICHNIS DER TOCHTERUNTERNEHMEN

Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns aufgeführt.

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die 7C Solarparken AG die unmittelbare oder mittelbare Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der 7C Solarparken AG im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 einbezogen:

BEZEICHNUNG SITZ BETEILIGUNG %
Solarpark Oberhörbach GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach M55 GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Longuich GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Heretsried GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K40K65 GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark CBG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark green GmbH, BayreuthMelkor Deutschland 100,00
Colexon Solar Energy ApS, Søborg Dänemark 100,00
Amatec Projects Management GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 2. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 5. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 11. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 21. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tristan Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Melkor UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Tulkas Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Italia S.R.L., Imola Italien 100,00
ProVireo Projektverwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
ProVireo Solarpark 3. Schönebeck GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon 1. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Pinta Solarparks GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec Grundbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 20 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 22 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 23 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 25 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 26 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 29 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 30 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 31 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 32 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 33 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 34 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 35 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 36 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
Amatec PV 37 GmbH & Co KG, Hebertsfelden Deutschland 100,00
7C Solarparken NV, Mechelen Belgien 100,00
7C Rooftop Exchange BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Siberië Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Sabrina Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Solar4Future Diest NV, Mechelen Belgien 99,99
Solarpark Neudorf GmbH, Kasendorf Deutschland 100,00
Solarpark Hohenberg GmbH, Marktleugast Deutschland 83,00
High Yield Solar Investments BV, Hilversum Niederlande 100,00
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark MGGS Landbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tannhäuser Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Lohengrin Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
SonnenSolarpark GmbH, Hausen Deutschland 100,00
Solarparken IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Maisach Deutschland 100,00
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Schauer Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zerre Infrastruktur GbR, Wiesbaden * Deutschland 30,00
Solarpark Zerre IV GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 Haftungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Säugling Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Carport Wolnzach GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sphinx Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
SPI Sachsen I GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Vardar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec Projects GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Wandersleben GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 84,09
Solardach LLG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Stieten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Steinburg GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Halberstadt GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 51,52
Solardach Bitterfeld II GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Reetz Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Möckern Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin I Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin II Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin III Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin IV Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt I Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt II Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt III Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt IV Solar GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Swan Energy NV, Mechelen Belgien 100,00
Folcwalding Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00

* Für die Hälfte der Beteiligung durch Solarpark Zerre IV GmbH & Co KG gehalten.

Folgende Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum umfirmiert:

Neue Firma vormals
Amatec Projects GmbH Solardach Wandersleben Haftungs GmbH
Amatec Projects Management GmbH Solardach Teutschenthal GmbH
Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG

6. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Die 7C Solarparken wendet im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2018 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2018 sind.

Inbesondere wurden zum 1. Januar 2018 die Standards IFRS 9 „Finanzinstrumente“ und IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ erstmals angewandt. Im folgenden werden die Effekte angegeben, wie sie aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 resultieren.

6.1. IFRS 15

Gemäß IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ werden Umsatzerlöse dann realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erhält. Weiterhin wird der Umsatz mit dem Betrag der Gegenleistung bewertet, den das Unternehmen zu erhalten erwartet.

Der neue Standard ersetzt die bestehenden Standards IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IAS 18 „Umsatzerlöse“.

Verkauf von Strom: der Konzern erlangt durch die Produktion bzw. den Verkauf von Strom Umsatzerlöse. Der Kunde erhält die Verfügungsmacht über das vereinbarte Gut mit der Einspeisung ins (öffentliche) Netz bzw. durch seinen Verbrauch der verkauften Strom. Dieser Verkauf stellt jeweils eine einzelne Leistungsverpflichtung da. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Strom werden anhand der Messung des ausgehenden Stroms bestimmt und realisiert. Etwaige periodenfremde Erlösvermehrungen und -schmälerungen auf Basis von Messungsabweichungen oder Fehlmessungen des Konzerns im Vergleich zum Kunden, die sich erst nach Abschluss der jeweiligen Berichtsperiode ergeben, werden ebenfalls in den Umsatzerlösen realisiert. Etwaige Abweichungen zwischen den Messungen des Konzerns und des Kunden finden jedoch erfahrungsgemäß nur in sehr beschränktem Umfang statt.

Dienstleistungen: es betrifft hauptsächlich Dienstleistungen für die technische Wartung bzw. kaufmännische Führung von Solaranlagen für Dritte. Der Verkauf von Dienstleistungen stellt im Regelfall nur eine einzelne Leistungsverpflichtung da. Die Erlöse werden entsprechend der Leistungserbringung realisiert.

Mieteinnahmen: der Konzern vermietet im Rahmen der sog. PV Estate Aktivität Grundstücke bzw. Gebäudeteile an Dritte, mit denen Mietverträge zu diesem Zweck abgeschlossen wurden. Diese Verträge unterliegen weiterhin dem Standard IAS 17 „Leasingverhältnisse“. Änderungen durch die Erstanwendung des neuen IFRS 15 Standards ergeben sich daher nicht.

Die Erstanwendung erfolgt nach der modifizierten retrospektiven Methode, d.h. kumulierte Differenzen würden per 1. Januar 2018 gegen die Gewinnrücklagen eingebucht werden. Auswirkungen auf der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage in wesentlichen Umfang ergaben sich keine.

6.2. IFRS 9

Der Effekt der Erstanwendung des neuen Standards IFRS 9 auf die finanziellen Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente wird unten thematisiert dargestellt.

A. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Gem. IAS 39 wurden finanzielle Vermögenswerte eingestuft in die folgenden Kategorien:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)

Kredite und Forderungen (L&R)

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswert (FAHfT)

Gem. IFRS 9 wird ein finanzieller Vermögenswert entsprechend dem Geschäftsmodel und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme nunmehr eingestuft in eine der folgenden Kategorien:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI)

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wenn es folgende Kriterien erfüllt:

Er wird im Rahmen eines Geschäftsbetriebs, dessen Zweck in der Vereinnahmung der vertraglichen Cash Flows liegt, gehalten.

Die verträgliche Cash Flows führen an spezifischen Stichtagen zur Auszahlung von Hauptsumme nebst Zinsen.

Schuldeninstrumente, die diese Kriterien teilweise erfüllen, zuzüglich aber auch einen Veräußerungszweck im Geschäftsbetrieb kennen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, hat der Konzern ein unwiderrufliches Wahlrecht, das alle Wertänderungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Der Konzern hatte weder am Tag der Erstanwendung noch am Bilanzstichtag Schuldeninstrumente, die nicht die Kriterien für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfüllten. Der Konzern hat weder am Tag der Erstanwendung noch am Bilanzstichtag von seinem Wahlrecht Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zu bewerten Gebrauch gemacht.

Aus der geänderten Kategorisierung haben sich folgende Ausweisänderungen zum 1. Januar 2018 ergeben:

in TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Wertansatz zum 31. Dezember 2017 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Gewinnrücklagen zum 01.01.2018 Wertansatz zum 1. Januar 2018
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonst. langfristige Vermögenswerte L&R , k.A. 494 AC, k.A. -14 480
Andere Finanzanlagen L&R 31 FVTPL 0 31
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen L&R 788 AC -39 749
Sonst. kurzfristige Vermögenswerte L&R, k.A. 2.987 AC, k.A. -56 2.931
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalenten L&R 34.068 AC 0 34.068
Summe 38.368 -110 38.259

Gemäß IFRS 9 wurde das Wertberichtigungsmodel der eingetretenen Verluste durch ein Model der erwarteten Kreditausfälle ersetzt. Hierbei werden historische Ausfallraten und aktuelle Informationen und Erwartungen analysiert, um die notwendigen Wertminderungen zu ermitteln. Dieses neue prospektive Wertberichtigungsmodel hat zu einer Erhöhung des Wertminderungskontos i.H.v. TEUR 110 geführt.

Die Erstanwendung des IFRS 9 Standards zum 1. Januar 2018 erfolgt grundsätzlich retrospektiv. Die 7C Solarparken hat das Wahlrecht ausgeübt, die Vergleichsinformationen weiterhin nach IAS 39 darzustellen. Demzufolge wurde die Erhöhung des Wertberichtigungskontos in der Eröffnungsbilanz in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 dargestellt.

B. FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Kategorisierung der finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 9 hat sich nicht wesentlich geändert, sodass die finanziellen Verbindlichkeiten weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Im Fazit-ergaben sich aus der Anwendung des neuen IFRS 9 Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.

C. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Der Konzern hat das Wahlrecht ausgeübt, zur Bilanzierung von bestehenden Sicherungsgeschäften weiterhin die Vorschriften des IAS 39 anstelle der Vorschriften des IFRS 9 anzuwenden; insbesondere bleibt die Hedge Dokumentation und die Effektivitätsbandbreite von 80 % bis 125 % (Korridor) unverändert.

7. ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN

In der Regel erfolgt der Erwerb von Solaranlagen durch den Kauf von Unternehmen, welche die Anlagen als Vermögenswerte halten. Da es sich bei den erworbenen Unternehmen um Geschäftsbetriebe handelt, werden diese Erwerbe als Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 bilanziert.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Bei dieser Kaufpreisallokation werden auch die stillen Reserven und Lasten aufgedeckt.

Die Kaufpreisallokation umfasst im Wesentlichen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der folgenden Vermögenswerte und Schulden:

Immaterielle Vermögenswerte, z.B. erworbene Verträge oder Projektrechte für Solaranlagen, die errichtet sind oder deren Errichtung beabsichtigt wird (siehe Anhangangabe 17);

Solaranlagen (siehe Anhangangabe 16);

Gebäude und Grundstücke: Hauptsächlich diejenigen, auf denen die Solaranlagen errichtet wurden oder werden können (siehe Anhangangabe 16);

Fremdfinanzierung: Hierbei handelt es sich meistens um Projektfinanzierungen mit längeren Laufzeiten (siehe Anhangangabe 23);

Verbindlichkeiten gegenüber dem Veräußerer: Im Grundsatz bestehen solche Verbindlichkeiten aus Rechnungen für den Bau oder die Entwicklung der erworbenen Solaranlage;

Rückbauverpflichtungen für die Solaranlagen werden gem. den Bewertungsmethoden (siehe Anhangangabe 25) des Konzerns angesetzt.

In einzelnen Fällen werden auch weitere Verbindlichkeiten oder Vermögenswerte neu bewertet. Folgende identifizierbare Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten werden nicht mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet:

Latente Steueransprüche oder latente Steuerschulden, die gemäß IAS 12 wie Ertragsteuern zu bewerten sind sowie;

Verbindlichkeiten und Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in Verbindung mit Vereinbarungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die gem. IAS 19 wie Leistungen an Arbeitnehmer zu erfassen und zu bewerten sind.

Typische Akquiseobjekte für den Konzern stellen Gesellschaften bzw. deren Anlagen dar, die sich in technisch, finanziell und kaufmännisch komplexen und anspruchsvollen Situationen befinden. Aufgrund der hohen Komplexität und zeitlich zügig umzusetzenden Transaktionsabwicklung kommt es regelmäßig zu negativen Unterschiedsbeträgen, da ein unter diesen Bedingungen festgesetzter Kaufpreis einem aus einem Notverkauf resultierenden Kaufpreis ähnelt.

Aus der Differenz zwischen den identifizierbaren Vermögenswerten und den übernommen Schulden ergibt sich das gesamte identifizierbare erworbene Nettovermögen.

Ein positiver oder negativer Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt sich wie unter Abschnitt 7.1 dargestellt.

Alle in diesem Halbjahresbericht erstmalig bilanzierte Unternehmenserwerbe wurden mit vorläufige Beträge angesetzt. Diese vorläufige Beträge sind während eines Bewertungszeitraum von maximal ein Jahr nach dem Erwerbszeitpunkt retrospektiv zu korrigieren. Dabei sind auch zusätzliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten anzusetzen, um neue Informationen über Fakten und Umstände zu berücksichtigen, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die die Bewertung zu diesem Stichtag angesetzten Beträge beeinflusst hätten, wenn sie bekannt gewesen wären.

Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass es in der prospektiven Schätzung der Erträge, auch in Hinblick auf etwaiges Optimierungspotential, der Solaranlagen, die einer Ermittlung zum Zeitwert im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs unterlagen, noch zu solchen retroaktiven Korrekturen kommen kann.

In diesem Halbjahresbericht werden die Unternehmenserwerbe aus dem Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2018 detailliert dargestellt (siehe Anhangangabe 7.1.). Die folgende Tabelle gibt zunächst einen Kurzüberblick über alle im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten Unternehmenserwerbe:

Erwerbsobjekt Solaranlage(n) Erwerbszeitpunkt
Anlagenkauf Umpferstedt
Sömmerda
1. Januar 2018
Erwerb Amatec :
Amatec Grundbesitz GmbH
Amatec Geschäftsbetrieb
Amatec PV 25 GmbH & Co KG Mühlheim
Amatec PV 26 GmbH & Co KG Bernsdorf
Amatec PV 29 GmbH & Co KG Calbe
Amatec PV 30 GmbH & Co KG Hebertsfelden 19. Februar 2018
Amatec PV 31 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung
Amatec PV 32 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung
Amatec PV 20 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung*
Amatec PV 21 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung*
Amatec PV 22 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung*
Amatec PV 23 GmbH & Co KG Projekt in Entwicklung*
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG
(vormals: Howaldt Energies Solar Demmin GmbH & Co. KG)
Demmin 6. März 2018

Pinta Solarparks GmbH & Co KG
Wallstawe I
Wallstawe II
Dähre

22. März 2018
SunX Portfolio :
Trebbin I Solar GmbH & Co. KG Trebbin I
Trebbin II Solar GmbH & Co. KG Trebbin II
Trebbin III Solar GmbH & Co. KG Trebbin III
Trebbin IV Solar GmbH & Co. KG Trebbin IV 13. April 2018
Reetz Solar GmbH & Co. KG Reetz
Trüstedt I Solar GmbH & Co. KG Trüstedt I
Trüstedt II Solar GmbH & Co. KG Trüstedt II
Trüstedt III Solar GmbH & Co. KG Trüstedt III
Trüstedt IV Solar GmbH & Co. KG Trüstedt IV
Möckern Solar GmbH & Co. KG Möckern
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co KG Chemnitz Weißer Weg 7. Juni 2018

*Diese Gesellschaften wurden bedingt auf die Erteilung einer Baugenehmigung für das jeweiligen Projekt in Entwicklung dieser Gesellschaft erworben.

Für die Unternehmenserwerbe im ersten Halbjahr 2018 ergaben sich negative Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 763 (2017H1: 489 TEUR ). Im ersten Halbjahr 2018 ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerben in Höhe von insgesamt TEUR 479 (2017H1: TEUR 0).

Die Angaben zu diesen Erwerben werden zum Teil im Rahmen dieses Konzernanhangs erstmals dargestellt. Die gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten, die bei der Bewertung der Solaranlagen angesetzt wurden, liegen für das erste Halbjahr 2018 zwischen 2,4 % und 2,7 % (i.VJ: 2,3 % bis 2,4 %). Die zukünftigen mit diesen Kapitalkosten diskontierten Cashflows wurden durch die Multiplikation der Einspeisevergütung bzw. den geschätzten künftigen Strompreisen sowie der geschätzten Stromproduktion errechnet. Die Stromproduktion wurde geschätzt, in dem externe Gutachten und der historische Ertrag von Anlagen in der gleichen Region herangezogen wurden. Dabei wird eine angemessene Degradation der Solaranlage ebenfalls berücksichtigt.

7.1 ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR 2018

Im ersten Halbjahr 2018 fanden die folgenden Erwerbe statt, für die eine Kaufpreisallokation durchgeführt wurde.

A. ERWERB VON UMPFERSTEDT / SÖMMERDA

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 hat der Konzern in einem Anlagenkauf zwei Freiflächensolaranlagen mit einer Gesamtleistung von 2,2 MWp in Thüringen erworben.

Portrait der Anlagen

Der Kauf umfasst 2 Freiflächen PV- Anlagen in Umpferstedt (1,0 MWp) und Sömmerda (1,2 MWp), welche sich in Thüringen befinden. Da die Projekte bereits 2012 ans Netz angeschlossen wurden, erhalten beide neu erworbenen Projekte eine Einspeisevergütung von EUR 179/MWh. Es sind Module von Solar Frontier und Jinko Solar verbaut. Neben den Solaranlagen wurde ebenfalls, dass Gewerbegrundstück (2,2 ha.), auf der sich die Solaranlage Umpferstedt befindet, miterworben. Die Projekte wurden ohne Projektfinanzierung gekauft.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 3.678 4.729
Rückstellungen -21 -110
Passive latente Steuern - -284
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 3.657 4.335
Kaufpreis
Kaufpreis 3.678
Gesamtkaufpreis 3.678
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 3.678
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 4.335
Negativer Unterschiedsbetrag (-) -658
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -3.678

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Januar 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 236 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 210 sowie ein Ergebnis von TEUR 53 aus dem erworbenen Geschäftsbetrieb generiert. In einem vollständigen Geschäftsjahr würde der Geschäftsbetrieb bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 400, ein EBITDA von TEUR 347 und ein Jahresergebnis von TEUR 90 erzielen.

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 4.335, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 3.678 bezahlt wurde; der sich hieraus ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 658 wurde im ersten Halbjahr 2018 erfolgswirksam im Posten „sonstiger betrieblicher Ertrag“ vereinnahmt.

B. ERWERB DES AMATEC GESCHÄFTSBETRIEBS

Im Rahmen des strategischen Plans 2017-2019 hatte 7C Solarparken eine Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler in Aussicht gestellt. Mit dem Kauf des Amatec Geschäftsbetriebs hat die 7C Solarparken ihren strategischen Wachstumsplan mit dem Kauf einer deutschen Projektentwicklungsgesellschaft erfolgreich umgesetzt.

Mit Wirkung zum 19. Februar 2018 hat die 7C Solarparken einen Kaufvertrag über den Geschäftsbereich Projektentwicklung der Amatec abgeschlossen. Die Transaktion bestand aus einer Kombination zwischen einem Anlagenkauf sowie mehrere Anteilskäufe

Der Amatec Geschäftsbetrieb wurde in einem Anlagenkauf übernommen von der Konzerngesellschaft Amatec Projects GmbH (vormals: Solardach Wandersleben GmbH). Dieser Geschäftsbetrieb betrifft den Projektentwicklungsbereich, der weiterhin vom bisherigen Geschäftsführer und seinen 5 Mitarbeitern geführt wird. Dieser Spezialist für die Entwicklung von deutschen PV-Projekten stellt für 7C Solarparken die eigene Plattform für Investments in neuerrichtete PV-Anlagen dar und bringt zusätzlich ein wertvolles Netzwerk, das Amatec als eines der meist erfahrensten Unternehmen der Solarbranche mit einem Track-Record von 1,2 GWp mitbringt. Miterworben mit dem Projektgeschäfts sind ebenfalls eine Projektpipeline von insgesamt 55 MWp, der noch nicht baureif und damit nicht separate veräußerbar ist. Diese Pipeline wurde demzufolge nicht in der unterstehenden Kaufpreisallokation bewertet.

Es wurden keine Gewährleistungen oder Verträge aus dem alten Projektentwicklungsgeschäfts übernommen. Dennoch wird der Konzern den Aufwand für Bürgschaftsavalen des Alt-Geschäfts wirtschaftlich übernehmen. Ebenfalls wurde im Zuge des Anlagenkaufs einen Mietvertrag mit dem Verkäufer für 3 Jahre abgeschlossen. Insoweit beide Verpflichtungen nicht marküblichen Konditionen entsprechen, wurde hierfür im Rahmen der Kaufpreisallokation eine Verbindlichkeit bilanziert.

Die Amatec Grundbesitz GmbH wurde mit einem Anteilskauf übernommen. Diese Gesellschaft hat Kaufverträge geschlossen bzgl. des Erwerbs von Gewerbegrundstücke in Calbe (1,8 ha) und Weißenfels (1,1 ha), auf die die jeweilige Projekte errichtet werden sollen.

Die Amatec PV 25 GmbH & Co KG wurde mit einem Anteilskauf übernommen und betreibt eine 750 kWp Anlage in Mühlheim an der Ruhr, Nord-Rhein Westfalen. Das Dachprojekt wurde in diesem Jahr mit einem Tarif von EUR 111 / MWh an das Stromnetz angeschlossen.

Es wurde eine Projektpipeline von 15 MWp übernommen, deren Projekte teilweise bereits am Erwerbszeitpunkt baureif, teilweise wurde der Verkauf aufschiebend bedingt auf die Sicherstellung der Baureifheit durch den Erhalt der Baugenehmigung. Der Erwerb dieser Projektpipeline wurde durch den Anteilskauf verschiedener o.g. Gesellschaften sichergestellt. Es hängt einen bedingten Kaufpreis i.H.v. TEUR 902 mit dem Erwerb dieses Teils der Projektpipeline zusammen.

Am Bilanzstichtag dieses Halbjahresberichtes, war lediglich für die Amatec PV 21 GmbH & Co KG diese aufschiebende Bedingung nicht erfüllt, sodass diese Gesellschaft und der damit verbunden bedingten Kaufpreis i.H.v. TEUR 100 in der Kaufpreisallokation noch keine Berücksichtigung gefunden hat. Diese Gesellschaft war auch kein Bestandteil des Konsolidierungskreises des Konzernzwischenabschlusses, da sie zum Bilanzstichtag nicht vom Konzern beherrscht wurde.

Schließlich wurden Vorkaufsrechte auf operative Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 4 MWp. Eine Ermittlung der Zeitwert dieser Vorkaufsrechte wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation, die mit vorläufigen Beträgen angesetzt wurden, noch nicht vorgenommen, da dazu nicht alle dienliche Informationen verfügbar waren.

AMATEC GESCHÄFTSBETRIEB Amatec PV 25 GmbH & Co KG Amatec PV 26 GmbH & Co KG
in TEUR BW* ZW * BW* ZW * BW* ZW *
Goodwill 1.901 - - - - -
Projektrechte - - - - - 166
Sachanlagen - - 653 859 - -
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - 210 - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte - - 28 28 - -
Aktive latente Steuern - 604 - 12 - -
Flüssige Mittel - - - - - -
Finanzverbindlichkeiten - - -634 -634 - -
Rückstellungen - -147 - -37 - -
Sonst. Verbindlichkeiten - - -262 -262 -5 -5
Passive latente Steuern - - - - - -49
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 1.901 457 -6 -35 -5 112
Kaufpreis
Nicht-bedingter Kaufpreis 1.269
Bedingter Kaufpreis 902
Gesamtkaufpreis 2.171
Goodwill
Kaufpreis 2.171
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 2.055
Goodwill 116
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -2.154
Amatec PV 29 GmbH & Co KG Amatec PV 30 GmbH & Co KG Amatec PV 31 GmbH & Co KG
in TEUR BW* ZW * BW* ZW * BW* ZW *
Goodwill - - - - - -
Projektrechte - 218 - - - -
Sachanlagen - - - - - -
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte 5 - - - - -
Aktive latente Steuern - 1 - - - -
Flüssige Mittel - - - - - -
Finanzverbindlichkeiten - - -1 -1 - -
Rückstellungen - - - - - -
Sonst. Verbindlichkeiten -1 -1 -1 -1 -1 -1
Passive latente Steuern - -64 - - - -
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 4 154 -1 -1 -1 -1
Kaufpreis
Nicht-bedingter Kaufpreis
Bedingter Kaufpreis
Gesamtkaufpreis
Goodwill
Kaufpreis
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen
Goodwill
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-)
Amatec PV 32 GmbH & Co KG Amatec Grundbesitz GmbH Amatec PV 20 GmbH & Co KG
in TEUR BW* ZW * BW* ZW * BW* ZW *
Goodwill - - - - - -
Projektrechte - 441 - - 50 73
Sachanlagen - - 237 457 - -
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte - - 13 13 - -
Aktive latente Steuern - - - - - -7
Flüssige Mittel - - 16 16 - -
Finanzverbindlichkeiten - - - - - -
Rückstellungen - - - - - -
Sonst. Verbindlichkeiten -1 -1 -13 -13 -52 -52
Passive latente Steuern - -130 - -65 - -
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen -1 310 253 408 -1 15
Kaufpreis
Nicht-bedingter Kaufpreis
Bedingter Kaufpreis
Gesamtkaufpreis
Goodwill
Kaufpreis
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen
Goodwill
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-)
Amatec PV 22 GmbH & Co KG Amatec PV 23 GmbH & Co KG Summe
in TEUR BW* ZW * BW* ZW * BW* ZW *
Goodwill - - - -
Projektrechte 50 519 50 485 150 1.902
Sachanlagen - - - - 890 1.316
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - 210 -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte - - - - 47 42
Aktive latente Steuern - - - - - 611
Flüssige Mittel - - - - 17 17
Finanzverbindlichkeiten - - - - -635 -635
Rückstellungen - - - - - -184
Sonst. Verbindlichkeiten -52 -52 -52 -52 -302 -439
Passive latente Steuern - -138 - -128 - -575
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen -1 330 -1 305 2.141 2.055
Kaufpreis
Nicht-bedingter Kaufpreis
Bedingter Kaufpreis
Gesamtkaufpreis
Goodwill
Kaufpreis
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen
Goodwill
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-)

BW = Buchwert vor Kaufpreisallokation, * ZW = Zeitwert gem. Kaufpreisallokation

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 2.055. Inklusive des bedingten Kaufpreises i.H.v. TEUR 902, der allerdings nur bei Erreichen von signifikanten Meilensteinen in verschiedenen Projektentwicklungen gezahlt werden muss, beträgt der Kaufpreis TEUR 2.172. Der sich als Saldogröße ergebende Goodwill i.H.v. TEUR 116 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziell erfasst.

Am Bilanzstichtag befanden sich folgende Projekte aus dem Pipeline bereits im Bau (unter Angabe des Umfangs des Bauabschnittes).

Gesellschaft Solaranlage Bauabschnitt (kWp)
Amatec PV 20 GmbH & Co. KG Flöha 750
Amatec PV 22 GmbH & Co. KG Himmelfürst 750
Amatec PV 23 GmbH & Co. KG Falkenau 750
Amatec PV 26 GmbH & Co. KG Bernsdorf 750
Amatec PV 29 GmbH & Co. KG Calbe 750

C. ERWERB DES 9,5 MW SUNX PV-PORTFOLIOS

Mit Wirkung zum 13. April 2018 wurde ein 9,5 MWp PV-Dachanlagenportfolio mit zehn Standorten in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg erworben. Die Dachanlagen befinden sich in verschiedenen Gesellschaften, die oben bereits aufgelistet wurden.

PORTRAIT DER ANLAGEN

Die zehn PV-Anlagen wurden im Zeitraum 2012-16 auf landwirtschaftlichen Dächern errichtet und erhalten einen durchschnittlichen Einspeisetarif von ca. EUR 160/MWh.

Die Anlagen sind mit PV-Modulen von LDK Solar, Tianwei, Canadian Solar und Renesola sowie mit Wechselrichter von Diehl, Power One und Siemens ausgerüstet.

In einem 12 Monate umfassenden Geschäftsjahr wird erwartet, dass die erworbenen Unternehmen bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 1.280, ein EBITDA von TEUR 982 und ein Jahresergebnis von TEUR 58 erzielen.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Immaterielle Vermögenswerte 2 -
Sachanlagen 9.461 13.951
Sonst. Vermögenswerte 1.327 148
Aktive latente steuern - 1.741
Flüssige Mittel 116 116
Finanzverbindlichkeiten -9.208 -9.606
Rückstellungen -474
Sonst. Verbindlichkeiten -1.767 -1.787
Passive latente Steuern -265 -1.642
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen -333 2.447
Kaufpreis
Netto gezahlt 2.523
Bedingter Kaufpreis 220
Gesamtkaufpreis 2.743
Goodwill
Kaufpreis 2.743
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 2.447
Goodwill 296
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -2.408

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Jahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 604 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 541 sowie ein Jahresergebnis von TEUR -182 aus den erworbenen Unternehmen generiert. In einem 12 Monate umfassenden Geschäftsjahr wird erwartet, dass die erworbenen Unternehmen bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 1.280, ein EBITDA von TEUR 982 und ein Jahresergebnis von TEUR 58 erzielen.

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 2.447, dem ein gezahlter Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 2.743 von diesem Kaufpreis gegenübersteht, ist TEUR 220 bedingt auf der Erfüllung einzelner technischen und rechtlichen Meilensteinen. Der sich als Saldogröße ergebende Goodwill i.H.v. TEUR 296 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziell erfasst.

D. ERWERB DER PINTA SOLARPARKS GMBH & CO KG

Zum Stichtag 22. März 2018 hat die 7C Solarparken ein Portfolio von drei neu errichteten PV-Dachanlagen mit insgesamt 2 MWp mit zusätzlichem Erweiterungspotential auf den vorhandenen Dachflächen übernommen. Die Anlagen befinden sich in der Nähe von Salzwedel in Sachsen-Anhalt und sind mit REC PV-Modulen und Huawei Wechselrichtern ausgerüstet.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Immaterielle Vermögenswerte - 206
Sachanlagen 1.895 2.488
Sonst. Vermögenswerte 281 26
Flüssige Mittel 99 99
Finanzverbindlichkeiten -1.820 -1.812
Rückstellungen -3 -97
Sonst. Verbindlichkeiten -58 -58
Passive latente Steuern - -92
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 394 759
Kaufpreis
Kaufpreis 664
Gesamtkaufpreis 664
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 664
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 759
Negativer Unterschiedsbetrag (-) -95
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -565

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Jahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 59 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 53 sowie ein Jahresergebnis von TEUR -27 aus den erworbenen PV Dachanlagen generiert. Die Planung für das Portfolio sieht bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen einen jährlichen Umsatz von TEUR 201, ein EBITDA von TEUR 166 und einen Nettogewinn von TEUR 9 vor.

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 759, dem ein gezahlter Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 664 gegenübersteht. Der sich als Saldogröße ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 95 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst.

E. ERWERB DER SOLARPARK MEYENKREBS GMBH & CO. KG

Zum Stichtag 6. März 2018 hat die 7C Solarparken eine PV-Freiflächenanlage mit 629 kWp in Mecklenburg-Vorpommern erworben. Die PV-Anlage ist seit dem Jahr 2011 im Betrieb und erhält einen Einspeisetarif i.H.v. EUR 219,7/MWh. Es wurden beim Bau NexPower Module und Kaco Wechselrichter verwendet.

In einem 12 Monate umfassenden Jahr wird die Anlage bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 115, ein EBITDA von TEUR 98 und ein Jahresergebnis von TEUR 9 erzielen.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 833 1.149
Sonst. Vermögenswerte 28 8
Aktive latente Steuern - 11
Flüssige Mittel 44 44
Finanzverbindlichkeiten -721 -802
Rückstellungen -18 -31
Sonst. Verbindlichkeiten -5 -5
Passive latente Steuern - -
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 161 374
Kaufpreis
Kaufpreis 370
Gesamtkaufpreis 370
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 370
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 374
Negativer Unterschiedsbetrag (-) -4
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -326

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 374, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 370 bezahlt wurde; der sich hieraus ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 4 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im März 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 59 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 54 sowie ein Jahresergebnis von TEUR 21 aus der erworbenen Freiflächenanlage generiert.

F. ERWERB DER AMATEC PV CHEMNITZ GMBH & CO KG

Die Akquisition der Solaranlage “Weisser Weg” mit 2,3 MWp ist der erste Erfolg aus der Vorkaufrechtvereinbarung, die im Rahmen der Übernahme des Amatec-Projektentwicklungsbetriebs vereinbart wurde. Die Freiflächenanlage in Chemnitz hat eine Einspeisevergütung von EUR 89/MWh (Inbetriebnahmejahr 2016) und besteht aus Komponenten von Talesun und Huawei.

In einem 12 Monate umfassenden Jahr wird die Anlage bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 205, ein EBITDA von TEUR 173 und ein Jahresergebnis von TEUR 13 erzielen.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 2.443 2.623
Sonst. Vermögenswerte 35 35
Aktive latente Steuern - 10
Flüssige Mittel 135 135
Finanzverbindlichkeiten -2.150 -2.182
Rückstellungen - -115
Sonst. Verbindlichkeiten -13 -13
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 451 492
Kaufpreis
Kaufpreis 515
Gesamtkaufpreis 515
Goodwill
Kaufpreis 515
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 492
Goodwill 23
Netto gezahlte Flüssige Mittel während des heutigen Geschäftsjahres (-) -380

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 492, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 515 bezahlt wurde. Für diesen Unternehmenserwerb hat der Konzern in Hinblick auf eine Vertragsanbahnung bzgl. des Erwerbs einer anderen Solaranlage einen Goodwill i.H.v. TEUR 23 bezahlt; dieser wurde nach ihrer Bilanzierung noch im Berichtszeitraum erfolgswirksam wertberichtigt.

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Juni 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 21 sowie ein Jahresergebnis von TEUR 6 aus der erworbenen Freiflächenanlage generiert.

8. GESCHÄFTSSEGMENTE

Der Konzern ist fokussiert auf den Verkauf von Strom, den dieser mit eigenen Solaranlagen produziert, sodass nahezu 99% der Umsatzerlöse aus diesem Geschäft erzielt werden (2017H1: 99%). Daneben gibt es einige Aktivitäten von untergeordneter Bedeutung (1%iger Anteil im Berichtszeitraum, 1%iger Anteil im Vorjahr). Diese Nebenaktivitäten beziehen sich auf Verträge für technische und kaufmännische Dienstleistungen bzgl. Solaranlagen konzernfremder Dritter im In- und Ausland sowie aus Mieteinnahmen von Dritten aus dem PV-Estate (siehe Anhangangabe 9.1).

Die eigenen Solaranlagen stellen zum Ende des Berichtszeitraums 94 % (i.VJ.: 95 %) des langfristigen Vermögens (ohne latente Steuern) des Konzerns dar.

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Solarparks 255.900 236.693
Langfristige Vermögenswerte (exkl. latente Steuern) 273.201 250.122
Anteil der Solarparks 94 % 95 %

Die Fokussierung des Konzerns auf den deutschen Markt spiegelt sich deutlich in den Umsatzanteilen nach geographischen Märkten wider. Im ersten Halbjahr 2018 wurde 95,4% des Umsatzes in Deutschland erzielt (2017H1: 93,8%). Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete der Konzern mit einem Anteil von 4,6% in Belgien (2017H1: 4,7%). Durch den Verkauf der CTG Baal SRL im Dezember 2017 ist der Konzern nicht mehr in der Stromproduktion in Italien tätig. (2017H1: 1,5%).

in TEUR 2018H1 2017H1
Umsatz % Umsatz %
Deutschland 19.455 95,4% 17.014 93,8%
Belgien 936 4,6% 857 4,7%
Italien - 0,0% 269 1,5%
Gesamt 20.392 18.140

Das langfristige Vermögen (ohne latente Steuern) wird in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Vom gesamten langfristigen Vermögen auf Konzernebene waren zum Ende des Berichtszeitraums wie im Vorjahr 96 % geographisch Deutschland zuzuordnen. Die Entkonsolidierung der CTG Baal SRL, das Tochterunternehmen mit dem Betrieb der einzigen italienischen Solaranlage des Konzerns, hat dazu geführt, dass kein langfristiges Vermögen mehr in Italien vorhanden ist .

30.06.2018

in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Geschäfts oder Firmenwert 412 - - 412
Immaterielle Vermögenswerte 2.553 - - 2.553
Grundstücke und Gebäude 9.177 - - 9.177
Solarparks 245.780 10.120 - 255.900
Solarparks im Bau 3.838 - - 3.838
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315 3 - 317
Sonstige langfristige Vermögenswerte 997 5 - 1.002
Gesamt 263.072 10.128 - 273.201
96% 4% 0% 100%

31.12.2017

in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Immaterielle Vermögenswerte 617 - - 617
Grundstücke und Gebäude 8.183 - - 8.183
Solarparks 226.170 10.523 - 236.693
Solarparks im Bau 3.824 - - 3.824
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 276 4 - 280
Sonstige langfristige Vermögenswerte 519 5 1 525
Gesamt 239.589 10.532 1 250.122
96% 4% 0% 100%

Der Konzern verfügt nur über ein Geschäftssegment, welches, bis auf die Projektentwicklung, einheitlich durch den Gesamtvorstand gesteuert wird. Es werden nahezu 99 % des Umsatzes aus dem Verkauf des Stroms erzielt. Insgesamt dienen unmittelbar 94 % (i.VJ.: 95 %) des langfristigen Vermögens der Erzeugung und dem Verkauf des Stroms. Die Organisationsstruktur und das interne Reporting des Konzerns erfolgen entsprechend nicht nach unterschiedlichen Geschäftsbereichen.

9. UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Zur Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018, siehe Anhangangabe 6.1.

9.1. UMSATZERLÖSE

in TEUR 2018H1 2017H1
Verkaufter Strom 20.220 17.930
Erlöse aus Dienstleistungen 108 125
Mieteinnahmen 44 79
Sonstige 20 6
Gesamt 20.392 18.140

Die Hauptaktivität des Konzerns besteht in der Produktion und dem Verkauf von Strom aus Solaranlagen. Übrige Umsätze stammen aus Mieteinnahmen sowie Dienstleistungen, die der Konzern für Dritte erbringt. Die Mieteinnahmen betreffen die Einkünfte aus dem sog. PV Estate Portfolio. Die Dienstleistungen sind technischer und kaufmännischer Art und betreffen vor allem Fernüberwachung, Reparatur und Wartung von Solaranlagen sowie deren Betriebsführung.

9.2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken i.H.v. EUR 1,0 Mio. (2017H1: EUR 1,6 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich somit um 33% deutlich. Auch die Zusammensetzung veränderte sich erheblich. Erträge aus negativen Unterschiedsbeträgen im Rahmen von Kaufpreisallokationen machten mit TEUR 763 (2017H1: TEUR 489) den bedeutendsten Anteil an den sonstigen betrieblichen Erträgen aus. Erträge aus außergerichtlichen Vergleichen (2017H1: EUR 0,7 Mio.) und Erträge aus Verkauf von Anlagevermögen (2017H1: 0,1 Mio.) waren im Gegensatz zur Vergleichsperiode im ersten Halbjahr 2018 nicht zu verzeichnen. Dafür stiegen Erträge aus Schadensersatz und periodenfremde Erträge von TEUR 31 in 2017H1 auf TEUR 88 beziehungsweise von TEUR 32 auf TEUR 96 in der Berichtsperiode.

in TEUR 2018H1 2017H1
Ertrag aus außergerichtlichen Vergleichen - 721
Negative Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben 763 489
Verkauf Anlagevermögen - 105
Auflösung Rückstellungen 59 58
Schadenersatz 88 31
Periodenfremde Erträge 96 32
Sonstige 32 120
Gesamt 1.037 1.556

Bei den periodefremden Erträge handelte es sich weder in der Vorjahresperiode noch im Berichtszeitraum um Erlösvermehrungen, die sowohl im Berichtszeitraum als auch in der Vergleichsperiode in den Umsatzerlösen ausgewiesen wurden.

10. BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

10.1. PERSONALAUFWAND

in TEUR 2018H1 2017H1
Löhne und Gehälter 476 332
Vorstandsvergütung 156 145
Soziale Abgaben 13 12
Sonstiger Personalaufwand 42 12
Gesamt 688 501

Die Personalkosten erhöhten sich in der Berichtsperiode von TEUR 501 in 2017H1 auf TEUR 688 in 2018H1. Der Grund liegt hauptsächlich in dem Erwerb des Amatec Geschäftbetriebs, der in die Amatec Projects GmbH über führt wurde. In der Amatec Projects GmbH arbeiten neben dem Geschäftsführer vier Mitarbeiter. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich dementsprechend im Berichtszeitraum im Vergleich zum Jahr 2017H1 von 14 auf 17 erhöht. Am Ende des Berichtszeitraum wurden 18 Angestellte im Konzern beschäftigt, exklusive dem Vorstand (2017H1: 14 Mitarbeiter).

Der sonstige Personalaufwand erfasst Aufwendungen für die Altersversorgung, die sich mit der Übernahme der Amatec Projects GmbH entsprechend erhöht haben.

10.2. SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

in TEUR 2018H1 2017H1
Verwaltungskosten 367 448
Kosten Solarparks 1.457 1.197
Rechts- Beratungs- und Prüfungskosten 412 328
KfZ- und Reisekosten 150 116
Versicherungen 153 136
Sonstige 213 143
Gesamt 2.752 2.369

Der sonstige Betriebsaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 2,7 Mio. (2017H1: EUR 2,4 Mio.). Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks i.H.v. EUR 1,5 Mio. (2017H1: EUR 1,2 Mio.) enthalten. Unter anderem sind Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Pachtzinsen, Mieten und Kosten für die Rasen-/Grünpflege angefallen. Die Kosten erhöht haben hier zusätzliche Instandhaltungsprogramme für die Anlagen Wandersleben, Halberstadt und Opel Rüsselheim.

Im sonstigen Betriebaufwand ist eine Erhöhung des Wertminderungskonto infolge der Anwendung von IFRS 9 i.H.v. TEUR 63 im Vergleich zum geänderten Eröffnungsbilanzwert (vgl. Anhangangabe 6.1 und 14) erhalten. Die Erhöhung des Wertminderungskonto steht mit der säsonal bedingten Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Verbindung.

10.3. ANDERE LEISTUNGEN AN DIE BESCHÄFTIGTEN

Der Konzern verfügt über keine leistungsorientierten Versorgungspläne im Berichtszeitraum. Ebenfalls bestehen keine beitragsorientierten Versorgungspläne, die über die Zahlungen in die deutsche gesetzliche Rentenversicherung hinausgehen. Vorgenannte Beiträge sind in Anhangangabe 10.1 vollumfänglich in den Soziale Abgaben dargestellt.

11. BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

in TEUR 2018H1 2017H1
Zinsen und ähnliche Erträge 5 8
Gesamtzinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 5 8
Marktwertänderungen des ineffektiven Teils der Zinsswaps 15 156
Sonstige Finanzerträge - 902
Ergebnis aus Finanzanlagen at equity method - 7
Finanzerträge 20 1.074
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten:
Zinsaufwendungen -3.693 -2.880
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -301 -288
Finanzaufwendungen -3.994 -3.168
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.974 -2.094

Der Zinsertrag aus Darlehen und Forderungen betrifft Zinserträge aus flüssigen Mitteln und Darlehen, die das Unternehmen an dritte Parteien gibt. Die sonstigen Finanzerträge entstehen im Wesentlichen im Rahmen der Refinanzierung von Bankdarlehen und dem erfolgswirksam realisierten Unterschied zwischen dem Nennbetrag und den fortgeführten Anschaffungskosten dieses Darlehens. Der Rückzahlungsbetrag der Bankdarlehen liegt dann unter dem Buchwert der Bankdarlehen, sodass für die Differenz ein Ertrag erzielt wird. In der Berichtsperiode gab es keine nennenswerten Finanzerträge.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.693 (2017H1: TEUR 2.880) enthält hauptsächlich den Zinsaufwand Projektfinanzierungen von Solaranlagen und PV-Estate sowie Finanzierungsleasing von Solaranlagen. Daneben wurden im Berichtszeitraum ebenfalls erstmalig die Zinsen für den Schuldscheindarlehen i.H.v. TEUR 231 in diesem Posten erfasst.

Darüber haben vor allem die Aufwendungen für Vorfälligkeitsentschädigungen i.H.v. TEUR 840 (2017H1: TEUR 0) die Zinsaufwendungen ansteigen lassen. Im Berichszeitraum wurdenverschiedene Projektfinanzierungen abgelöst.. Besonderes bemerkenswert war die Ablösung der teueren Bankdarlehen der Säugling Solar GmbH & Co; KG, die aus den Mittel des Schuldscheindarlehen getilgt wurden.

Im 2017H1 hatte die Tilgung der Projektfinanzierung der Renewagy 2. Solarprojektgesellschaft noch zu einer einmaligen Ertrag i.H.v. TEUR 867 geführt.

Der floating for fix Zinsswap der Swan Energy NV hat eine Effektivität von lediglich 75%, sodass für diesen Zinsswap kein Hedge Accounting angewendet wird, weil der Konzern von Ihrem Wahlrecht gebraucht gemacht hat die Regel der IAS 39 in diesem Hinsicht weiter anzuwenden. Der Zinsswap wurde dementsprechend am Bilanzstichtag zum Zeitwert herbeigeführt. Dies hat zu einem Finanzertrag von TEUR 15 (2017H1: TEUR 156) geführt.

12. ERGEBNIS JE AKTIE

12.1. UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie und des unverwässerten Ergebnis je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (UNVERWÄSSERT)

in TEUR 2018H1 2017H1
Gewinn, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 3.911 5.099
Gewinn, den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 3.911 5.099

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT)

In Tausend Aktien 2018H1 2017H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 46.792 100% 42.464 100%
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen - 0% 68 97%
Auswirkung von Privatplatzierungen 4.679 3% 2.266 63%
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum Ende der Berichtsperiode 46.935 43.957
in EUR 2018H1 2017H1
Ergebnis pro Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,08 0,12

12.2. VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie und des verwässerten Gesamtergebnisses je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (VERWÄSSERT)

in TEUR 2018H1 2017H1
Gewinn, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 3.911 5.099
Gewinn, den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 3.911 5.099

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (VERWÄSSERT)

In Tausend Aktien 2018H1 2017H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 46.792 100% 42.464 100%
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen - 0% 68 97%
Auswirkung einer Privatplatzierung 4.679 3% 2.266 63%
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum Ende der Berichtsperiode 46.935 43.957
in EUR 2018H1 2017H1
Ergebnis je Aktie
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,08 0,12

* begrenzt auf die verbleibenden Optionen auf die Optionsschuldverschreibung 2014 welche im Dezember 2016 ausgeübt und für die im Januar 2017 Aktien ausgegeben wurden.

13. VORRÄTE

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Rohstoffe und Verbrauchsgüter 27 27
Module 901 1.610
Gesamt 928 1.637

Der Konzern bevorratet grundsätzlich Ersatzteile für (Not-)Reparaturen an PV-Anlagen, z.B. Wechselrichter, Module und Verschleißteile.

Im Berichtszeitraum hat sich das Vorratsvermögen an Modulen im Vergleich zum Jahresende 2017 aufgrund der Verwendung von Modulen in neuen Projekten (v.a. die PV-Anlage Zschornewitz, die sich am Bilanzstichtag noch im Bau befand) erheblich verringert.

14. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Zur Erstanwendung von IFRS 9, siehe Anhangangabe 6.1.

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Geleistete Anzahlungen 144 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.640 788
Sonst. langfristige Vermögenswerte 836 494
Sonst. kurzfristige Vermögenswerte 2.352 2.986
Gesamt 8.972 4.278
Langfristige Vermögenswerte 836 494
Kurzfristige Vermögenswerte 8.136 3.784
Gesamt 8.972 4.278

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Im Vergleich zum Jahresende haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 5,9 Mio. zugenommen, weil die Netzbetreiber immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift auszahlen. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende aus Umsätzen aus den sonnenarmen Monaten November/Dezember zusammen, während die Umsätze zum Ende des ersten Halbjahrs aus den einstrahlungsreichen Monaten Mai/Juni resultieren.

Die Eröffnungsbilanzwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstige kurzfristige und langfristige Vermögenswerte wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 am 1. Januar 2018, wie dargestellt in Anhangangabe 6.1 mit insgesamt TEUR 110 wertgemindert. Diese Wertminderung wurde gegen der Eröffnungsbilanz der Gewinnrücklagen verbucht.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Dritten (TEUR 878), Forderungen aus Umsatzsteuervorauszahlungen (TEUR 660), Rechnungsabgrenzungen (TEUR 639) sowie sonstige kurzfristige Forderungen (TEUR 590).

Die langfristigen Vermögenswerte betreffen hauptsächlich eine Einmalpacht für das Leasing von Dachanlagen für die Dauer des Leasingverhältnisses i.H.v. TEUR 429 (2017: TEUR 338), TEUR 200 Darlehen der 7C Solarparken AG gegenüber einem Altkunden sowie einen langfristigen Teil eines gewährten Darlehens i.H.v. TEUR 145.

15. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zur Erstanwendung von IFRS 9, siehe Anhangangabe 6.1.

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung 15.517 15.858
Sofort abrufbare Sichteinlagen 31.158 18.211
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 46.676 34.068

Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung handelt es sich um Schuldendienstreservekonten sowie Bausparkonten, die im Rahmen der Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 23) angespart werden sollen. Diese Konten sind für die jeweilige zugehörige Finanzierung an die Bank oder Leasinggesellschaft als Sicherheit verpfändet.

Es betrifft Projektreservekonten i.H.v. TEUR 11.654 (2017: TEUR 12.184), Bausparkonten i.H.v. TEUR 3.041 (2017: TEUR 2.869) sowie sonstige Konten i.H.v. TEUR 823 (2017: TEUR 805). Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung können grundsätzlich regelmäßig Kapitaldienstzahlungen vorgenommen werden. Aufgrund der guten Liquiditätssituation wurden diese im Berichtszeitraum nicht im Rahmen der gewöhnlichen Kapitaldienstzahlungen in Anspruch genommen.

16. SACHANLAGEN

zum 30.06.2017

in TEUR Grundstücke und Gebäude Solarparks BGA* Solar-
parks im Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2018 8.379 293.544 785 3.824 306.532
Abgänge durch Verkauf - - -16 - -16
Konsolidierungskreisänderungen 1.036 24.358 - 859 26.253
Zugänge durch Investitionen - 230 78 2.829 3.137
Sonstige Zugänge - 230 - - 230
Abgänge - - - - -
Umgliederung - 3.824 - -3.824 -
Umgliederung aus den immateriellen Vermögenswerten - - - 150 150
Stand zum 30. Juni 2018 9.415 322.187 847 3.838 336.287
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2018 -197 -56.852 -505 - -57.553
Abgänge durch Verkauf - - 16 - 16
Abschreibungen -42 -9.435 -41 - -9.518
Abgänge - - - - -
Stand zum 30. Juni 2018 -239 -66.287 -529 - -67.055
Buchwert zum 30. Juni 2018 9.177 255.900 317 3.838 269.232

31.12.2017

in TEUR Grundstücke und Gebäude Solarparks BGA* Solarparks im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2017 8.005 269.722 730 4.614 283.071
Abgänge durch Verkauf -83 -3.034 -1 -3.118
Konsolidierungskreisänderungen 338 19.623 19.961
Zugänge durch Investitionen 118 2.263 55 3.824 6.261
Sonstige Zugänge 320 320
Umgliederung 4.614 -4.614 -
Umgliederungen aus den immateriellen Vermögenswerten 37 37
Stand zum 31. Dezember 2017 8.379 293.544 785 3.824 306.532
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2017 -116 -40.399 -426 -40.941
Abgänge durch Verkauf 619 619
Abschreibungen -80 -17.072 -78 -17.231
Stand zum 31. Dezember 2017 -197 -56.852 -505 -57.553
Buchwert zum 31. Dezember 2017 8.183 236.693 280 3.824 248.980

* Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die ausgewiesen Solarparks, Gebäude und Grundstücke dienen zur Sicherung der in Anhangangabe 23 erläuterten Finanzverbindlichkeiten.

17. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SOWIE GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

30.06.2018

in TEUR Geschäfts oder Firmenwert Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2018 1.551 653 29 90 2.323
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 435 87 2.023 2.545
Andere Zugänge aus unternehmensexterner Entwicklung -
Umgliederung -1 1 -
Umgliederung in die Sachanlagen -150 -150
Stand zum 30. Juni 2018 1.986 740 1.901 90 4.718
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2018 -1.551 -89 - -65 -1.705
Amortisationen -23 -9 -11 -5 -48
Umgliederung -
Stand zum 30. Juni 2018 -1.574 -98 -11 -69 -1.752
Buchwerte
Stand zum 30. Juni 2018 412 642 1.890 21 2.965

31.12.2017

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2017 1.551 653 49 91 2.344
Konsolidierungskreisänderungen 16 16
Umgliederung in die Sachanlagen -37 -37
Umgliederung 1 -1 -
Stand zum 31. Dezember 2017 1.551 653 29 90 2.323
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2017 -1.551 -48 -25 -25 -1.649
Abschreibungen -41 -15 -56
Umgliederung 25 -25 -
Stand zum 31. Dezember 2017 -1.551 -89 - -65 -1.705
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2017 - 564 29 25 617

18. EIGENKAPITAL

Für eine Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

18.1. GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

A. AUSGABE VON STAMMAKTIEN

Mit Beschluss des Vorstands und des Aufsichtsrats vom 19. Juni 2018 wurde am gleichen Tag eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre durch eine Privatplatzierung im Rahmen des genehmigten Kapitals 2018 in Höhe von EUR 4.679.182,00 zu einem Ausgabebetrag von EUR 2,55 je Aktie platziert. Ein Betrag i.H.v. EUR 4.679.182,00 floss in das gezeichnete Kapital ein, der Differenzbetrag i.H.v. EUR 7.252.732,10 wurde in die Kapitalrücklage überführt.

Zum Ende der Berichtsperiode hat der Konzern keine eigenen Aktien gehalten.

B. ENTWICKLUNG DER ANZAHL DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN ANTEILE

#Tsd. Aktien
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2016 40.478
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2016 1.986
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2017 42.464
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2017 4.328
Im Umlauf befindliche Aktien zum 01. Januar 2018 46.792
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2018 4.679
Im Umlauf befindliche Aktien zum 30. Juni 2018 51.471
davon eigene Aktien gehalten vom Konzern -

C. BEDINGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung hatte am 15. Juli 2016 die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals beschlossen. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 um bis zu EUR 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000,00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Aus dem bedingten Kapital 2016 wurde die Wandlung von 23.521 Stücke der Wandelschuldverschreibung 2016/2017 in 23.521 neue auf den Inhaber lautende Aktien im Oktober 2017 bedient. Am 30. Juni 2018 betrug somit das bedingte Kapital 2016 noch EUR 19.976.479,00.

D. GENEHMIGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 hat den Vorstand der 7C Solarparken AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 14. Juli 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu EUR 21.179.504,00 durch Ausgabe von bis zu 21.179.504 neuen, auf dem Inhaber lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Des Weiteren ist der Vorstand hierbei ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Beschluss wurde am 21. Juli 2016 in das Handelsregister eingetragen.

Der Vorstand hat im Berichtszeitraum mehrmals von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht, sodass insgesamt 4.236.172 neue auf dem Inhaber lautende Stückaktien aus dem genehmigten Kapital im Jahr 2017 emittiert wurden. Demzufolge betrug das genehmigte Kapital nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 16.943.332,00. Die Hauptversammlung vom 1. Juni 2018 hat die Aufhebung des genehmigten Kapitals 2016 beschlossen. Dieser Beschluss wurde am 6. Juni 2018 in das Handelsregister eingetragen.

E. GENEHMIGTES KAPITAL 2018

Die ordentliche Hauptversammlung vom 1. Juni 2018 hat den Vorstand der 7C Solarparken AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31.05.2023 um insgesamt bis zu EUR 23.395.912 durch Ausgabe von bis zu 23.395.912 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Des Weiteren ist der Vorstand hierbei ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Beschluss wurde am 6. Juni 2018 in das Handelsregister eingetragen. Die 7C Solarparken AG hat am 19. Juni 2018 eine Kapitalerhöhung von EUR 46.791.825,00 auf bis zu EUR 51.471.007,00 durch Ausgabe von bis zu 4.679.182 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet. Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 2,55 je Aktie platziert. Somit beträgt das Genehmigte Kapital 2018 am Bilanzstichtag noch EUR 18.716.730,00.

18.2. ART UND ZWECK DER RÜCKLAGEN

A. KAPITALRÜCKLAGE

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Stand zu Beginn des Jahres 16.545 11.926
Veränderung des Aufgeldes 7.253 5.708
Transaktionskosten direkt im Eigenkapital erfasst -172 -309
Umgliederung Transaktionskosten direkt im Eigenkapital aus Vorjahren - -780
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 23.625 16.545

B. GEWINNRÜCKLAGE

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Stand zu Beginn des Jahres 23.147 16.334
Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 -110 k.A
Gewinn 3.911 6.019
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - 14
Umgliederung Transaktionskosten direkt im Eigenkapital aus Vorjahren - 780
Dividenden -4.679 -
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 22.268 23.147

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNGSRÜCKLAGE

Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben sowie dem wirksamen Teil von etwaigen Fremdwährungsdifferenzen aufgrund von Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Die Entwicklung dieses Kontos wird in der unterstehenden Tabelle dargestellt.

in TEUR
Währungsumrechnungsrücklage zum 1. Januar 2017 -11
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2017 -
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2017 -12
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2018 -
Währungsumrechnungsrücklage zum 30. Juni 2018 -12

D. SONSTIGES ERGEBNIS AUS HEDGING

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst die kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes, der zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumente bis zur späteren Erfassung der abgesicherten Zahlungsströme sonstigen Ergebnis.

in TEUR
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2017 -85
Marktwertveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im Jahr 2017 25
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2018 -60
Marktveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im 1. HJ2018 -3
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 30. Juni 2018 -63

22. KAPITALMANAGEMENT

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Fremdkapitalquote erzielt werden könnte und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an.

Der Konzern überwacht das Kapital mit Hilfe eines Verhältnisses bereinigter Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital. Die bereinigte Nettoverschuldung umfasst neben prinzipiell zinstragenden Krediten und Anleihen ebenfalls Finanzierungsleasing, abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Bestandteile des Eigenkapitals, mit Ausnahme der Rücklage aus Sicherungsgeschäften.

Das Verhältnis der Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Zinstragende Kredite und Anleihen 210.258 180.713
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente* -46.676 -34.068
Nettoverschuldung 163.582 146.643
Eigenkapital ohne hedging reserve 97.869 86.955
Bilanzsumme 334.621 294.438
Eigenkapitalquote 29,2 29,5

*davon TEUR 15.858 (2017: TEUR 13.403) mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung.

23. FINANZVERBINDLICHKEITEN

Zur Erstanwendung von IFRS 9, siehe Anhangangabe 6.1.

23.1. KONDITIONEN- UND VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Langfristige Schulden
Gesicherte Bankdarlehen 184.572 160.198
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden 255 266
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.202 1.232
Gesamt 186.029 161.696
Kurzfristige Schulden
Kurzfristig fälliger Teil gesicherter Bankdarlehen 24.155 18.946
Kurzfristig fälliger Teil der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 73 71
Gesamt 24.229 19.017

BANKDARLEHEN

Die gesicherten Bankdarlehen sind mit den Photovoltaikanlagen, Grundstücken und Gebäuden (siehe Anhangangabe 16) sowie mit heutigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Stromverkauf oder Mieteinzahlungen (siehe Anhangangabe 15) branchenüblich gesichert. Zudem wurden Sichteinlagen mit einem Buchwert von TEUR 15.517 (2017H1: TEUR 15.858) (siehe Anhangangabe 16) für bestimmte Bankdarlehen verpfändet. Dies sind die Schuldendienstreservekonten bzw. Bausparkonten auf die im Zuge von planmäßigen Kapitaldiensten zugegriffen werden kann.

Im Berichtszeitraum wurden beide Projektfinanzierungen der Säugling Solar sowie eine Projektfinanzierungder Sonnendach K40K65 GmbH & Co KG mit einem Darlehensvolumen von insgesamt TEUR 11.247 aus dem im ersten Quartal 2018 emittierten Schuldscheindarlehen getilgt. Bei allen vorzeitigen Darlehenstilgungen fielen Vorfälligkeitsentschädigungen an (siehe Anhangangabe 11).

23.2. PLAZIERUNG EINES SCHULDSCHEINS

Im Februar 2018 hat die 7C Solarparken AG erstmalig ein Schuldscheindarlehen mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 25 Mio. zu einem Großteils fixierten durchschnittlichen Zins von ca. 2,78% am Kapitalmarkt begeben. Das Schuldscheindarlehen ist in drei Tranchen mit 5 beziehungsweise 7 Jahren Laufzeit unterteilt.

in TEUR
Tranche
Nominalzinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Tranche A EURIBOR 3M + 2,00 % 2023 1.500 1.477
Tranche B 2,48% 2023 13.500 13.333
Tranche C 3,29% 2025 10.000 9.875
Gesamt 25.000 24.685

23.3. VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASING

Am Ende des Berichtszeitraums betreffen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing finanzierte Vermögenswerte in Form von Solaranlagen (TEUR 1.950) in Belgien sowie eine Finanzierungsleasing, die infolge einer Kaufoption zum Vorzugspreis auf einem Grundstück in Demmin (TEUR 8) infolge IAS 17 bilanziert wurde.

Die ausstehenden Finanzierungsleasingverbindlichkeiten weisen folgende Konditionen aus:

30.06.2018
in TEUR Währung Zinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Siberië Solar BVBA EUR 5,7% 2017-30 1.267 1.267
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG EUR 2,0% 2032 - 8
Gesamt 1.267 1.274
31.12.2017
in TEUR Nennbetrag Buchwert
Siberië Solar BVBA 1.302 1.302
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG
Gesamt 1.302 1.302

Es besteht zum Vertragsende eine Kaufoption i.H.v. TEUR 20 für die geleaste Solaranlage in Belgien.

24. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Zur Erstanwendung von IFRS 9, siehe Anhangangabe 6.1.

in TEUR 30.06.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.509 4.987
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 126 132
Sonstige Verbindlichkeiten 1.334 946
Gesamt 2.969 6.064

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass am Ende des Berichtszeitraumes 2017 noch eine Solaranlage (TEUR 3.639) gezahlt werden musste.

Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 1.334 bestehen zu TEUR 757 aus MwSt.-Verbindlichkeiten und zu TEUR 577 aus anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten, wobei Einbehalte für die Akquisition des 9,5 MWp Sun-X-Dachportfolios mit TEUR 220, die Aufsichtsratsvergütung mit TEUR 114 sowie Personalrückstellungen mit TEUR 110 die wichtigsten Positionen einnehmen.

In einem Pachtvertrag wurde vereinbart, dass in den ersten sieben Jahren der Vertragsdauer keine Pacht gezahlt wird. In den pachtfreien Jahren wird eine anteilige Rückstellung angesammelt, die während des zukünftigen Pachtzeitraums ratierlich verbraucht wird. Dadurch wird der Pachtaufwand gleichmäßig auf den Pachtzeitraum verteilt. Die Pachtrückstellung wurde im Berichtszeitraum, wie im Vorjahr, unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

25. LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

30.06.2018

Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Drohverlust Einzel-
risiken
Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Januar 2018 6.330 1.429 14 688 47 8.507
Zunahme aus Unternehmenserwerben 845 - 147 - 5 996
Abnahme infolge Entkonsolidierung - - - - - -
Erhöhung der Rückstellungen 230 - - - 2 232
In Anspruch genommene Rückstellungen - -15 -23 - - -37
Auflösung von Rückstellungen - -51 - - - -51
Aufzinsung bzw. Abzinsung 146 5 1 13 - 165
Umbuchung - - - - - -
Stand zum 30. Juni 2018 7.551 1.369 140 701 53 9.813

31.12.2017

Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Drohverlust Einzel-
risiken
Pacht Sonstige
Stand zum 1. Januar 2017 5.443 1.463 98 697 - 44
Zugang durch Unternehmenserwerb 345 - - - - 3
Abgang durch Entkonsolidierung -56 - - - - -
Erhöhung der Rückstellungen 370 107 - - - -
In Anspruch genommene Rückstellungen - -43 -84 - - -
Auflösung von Rückstellungen - -110 - -9 - -
Aufzinsung bzw. Abzinsung 228 12 - - - -
Stand zum 31. Dezember 2017 6.330 1.429 14 688 - 47
Gesamt
Stand zum 1. Januar 2017 7.744
Zugang durch Unternehmenserwerb 348
Abgang durch Entkonsolidierung -56
Erhöhung der Rückstellungen 477
In Anspruch genommene Rückstellungen -128
Auflösung von Rückstellungen -118
Aufzinsung bzw. Abzinsung 240
Stand zum 30. Juni 2017 8.507

A. RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN

Die Rückbauverpflichtungen betreffen die Kosten, die nach Betriebsende einer Solaranlage, d.h. nach 20 bis 30 Jahren entstehen, wenn diese zurückgebaut wird. Die Rückbaukosten werden vom Konzern geschätzt. Es wird dabei ein vom Markt abgeleiteter Preis je kWp zum Rückbau angenommen, der mit einer geschätzten Preissteigerungsrate bis zum Zeitpunkt des Rückbaus aufgezinst wird. Dieser Betrag wird zum diskontierten Wert in einer Summe angesetzt und jedes Jahr aufgezinst.

B. GEWÄHRLEISTUNGEN

Die Rückstellung für Gewährleistungen bezieht sich hauptsächlich auf Anlagen, die in der Vergangenheit von der COLEXON gebaut wurden und für die es Gewährleistungsrisiken gibt. Die Risiken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit als auch auf den Umfang wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation geschätzt und seit dem Erstansatz kontinuierlich überprüft. Die Inanspruchnahmen dieser Garantien werden nach größter Wahrscheinlichkeit in einem Zeitraum zwischen zwei und drei Jahren stattfinden. Die Schätzungen der Höhe und des Umfangs der Inanspruchnahme beruht auf langjähriger Erfahrung mit Altkunden der COLEXON, die jedoch einer gewissen Unsicherheit unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist eher als hoch einzuschätzen. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich.

C. DROHVERLUSTE

Die Drohverluste stammen hauptsächlich aus dem Unternehmenserwerb des Amatec Geschäftsbetriebs und stehen hauptsächlich mit einem unwirtschaftlichen Mietvertrag sowie die Kostenübernahmen von verschiedenen Avalbürschaften in Verbindung.

Am Anfang des Berichtzeitraums bestanden die Drohverluste nur aus einer Ansammlung von verlusttragenden Verträgen im Bereich der betriebstechnischen Wartung von Photovoltaikanlagen der COLEXON. Diese Verträge waren am Bilanzstichtag nahezu abgelaufen.

D. EINZELRISIKEN

Die Einzelrisiken bestehen einerseits aus Eventualverbindlichkeiten, die sich aus Prozessrisiken ergeben, die mit den von der COLEXON gebauten Anlagen zusammenhängen. Zeitpunkt der Erfüllung wird nach Schätzung des Konzerns innerhalb von drei Jahren stattfinden. Der Umfang und Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist als sehr hoch einzustufen, obwohl der Ausgang der Verfahren zum Bilanzstichtag äußerst schwer einzuschätzen ist. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen abhängig von den Verfahrensausgängen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher deutlich niedriger oder signifikant höher ausfallen.

Außerdem ergeben sich Einzelrisiken aus Rückkaufverpflichtungen einzelner Anlagen, die ebenfalls von COLEXON gebaut wurden. Die Rückkaufverpflichtungen können auch erst in 14 Jahren Auswirkungen zeigen. Die Einzelrisiken werden wie Rückstellungen dargestellt, da sie im Rahmen der Kaufpreisallokation gem. IFRS 3 anerkannt wurden.

26. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Am Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

27. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

27.1. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

A. VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst:

in TEUR 2018H1 2017H1
Kurzfristig fällige Leistungen 156 145
Gesamt 156 145

Die Vergütung für den bestehenden Vorstand betrug für das Jahr 2017 TEUR 413 (2017H1: TEUR 381) für seine Funktionen im Konzern (mittelbar und unmittelbar).

B. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vorstandsmitglieder verfügen über 6,0 % der Stimmrechtsanteile des Unternehmens.

Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:

in TEUR Werte der Geschäftsvorfälle Salden ausstehend zum 30. Juni
Geschäftsvorfall 2018H1 2017H1 2018H1 2017H1
Umsaterlöse (*) 1 - 1 -
Fremdleistung (**) 23 5 4 -

(*) Der Konzern pflegt die Buchführung einer Gesellschaft eines Vorstands und erhält hierfûr eine marktübliche Vergütung.

(**) Der Vorstand stellte dem Konzern mittelbar über eine Gesellschaft bis zum Januar 2017 eine Mitarbeiterin zur Verfügung. Diese Transaktion wurde als Fremdleistung in den betrieblichen Aufwendungen erfasst und hier separat dargestellt. Die Überlassung von Mitarbeitern wird zu Marktwerten abgegolten.

C. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS

Es gab weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Geschäftsvorfälle oder ausstehende Salden aus solchen Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit Mitgliedern des Aufsichtsrats und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben.

D. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT UNTERNEHMEN DIE NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTET WERDEN

Es gab zum Bilanzstichtag keine Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Im Vorjahr bestanden mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode im Konzern bilanziert wurden, kurzfristige Forderungen aus Liefer- und Leistungen in Höhe von TEUR 26.

E. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT SONSTIGEN NAHESTEHENDEN PERSONEN

Im Berichtszeitraum gab es keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Personen.

28. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

VOLLZUG DES ERWERBS TANGERHÜTTE

Der Erwerb des Freiflächen-PV-Parks Tangerhütte, der sich zum Bilanzstichtag noch „im Erwerb“ befand, ist im Erstellungszeitraum vollzogen worden. Die Freiflächenanlagen besteht aus zwei Teilen. Eine Leistung von 5,5 MWp wurde in 2017 mit Komponenten von Canadian Solar und Huawei errichtet und genießt eine Einspeisevergütung von EUR 87/MWh, während die kürzlich erfolgte Erweiterung um 750 kWp – bei vergleichbarer Einspeisevergütung - mit PV-Modulen von Q-Cells ausgerüstet ist. Die Anlagen bringen Umsatzerlöse von ca. EUR 0,5 Mio. pro Jahr und wurden zu ca. 75% durch eine Projektfinanzierung finanziert.

INBETRIEBNAHME VON SICH IM BAU BEFINDLICHEN ANLAGEN

Folgende Anlagen im Bau wurden nach dem Bilanzstichtag in Betrieb genommen:

Himmelfürst – Flöha - Falkenau

In Q2 2018 haben die im Rahmen des Amatec-Geschäftsbetriebs erworbene Projekte Himmelfürst, Flöha und Falkenau eine Baugenehmigung erhalten, damit konnte mit dem Bau dieser Freiflächenanlagen auf drei Mülldeponie-Standorten in Chemnitz, Sachsen angefangen werden. Die Projekte werden je in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten von 750 kWp pro Jahr errichtet. Auf Grundlage der derzeitigen Vergütungsregelung erwartet die Projektgesellschaft eine Vergütung von EUR 87/MWh für den ersten Bauabschnitt (3 x 750 kWp). Der erste Bauabschnitt wurde im dritten Quartal 2018 vollendet und die Anlagen in Betrieb genommen.
Neben dem ersten Bauabschnitt ist ein weiterer Bauabschnitt mit 3 x 750 kWp für 2019 geplant und der letzte Bauabschnitt mit 3 x 750 kWp ist für 2020 vorgesehen.

Ludwigsfelde II

Die Aufdachanlage Ludwigsfelde II in Brandenburg mit 749 kWp ging im August 2018 in Betrieb. Die Anlage wurde ausgestattet mit Astroenergy Modulen und Sungrow Wechselrichtern. Die Einspeisevergütung beträgt 111/MWh. Zum Bilanzstichtag befand sich die Anlage noch im Bau.

Calbe

Die Anlage Calbe ist eine Anlage aus der 15 MWp Pipeline des Amatec-Geschäftsbetriebs, für die im Betrachtungszeitraum der Bau gestartet wurde. Das 750 kWp Freiflächenprojekt in Sachsen-Anhalt ist mit PV-Modulen von Talesun und Huawei Wechselrichtern ausgestattet und erhält eine Einspeisevergütung von EUR 88/MWh. Zum Bilanzstichtag befand sich die Anlage noch im Bau.

Bernsdorf

Das 750 kWp Dachprojekt in Sachsen-Anhalt, das ebenfalls von der 100% Tochtergesellschaft Amatec Projects GmbH entwickelt wurde, ist mit PV-Modulen von Talesun und Huawei Wechselrichter ausgestattet und erhält eine Einspeisevergütung von EUR 111/MWh. Zum Bilanzstichtag befand sich die Anlage noch im Bau.

ERWERB VON BESTANDSANLAGEN

Folgende Bestandsanlagen wurden nach dem Bilanzstichtag erworben:

Derching

Die Dachanlage in Derching, in der Nähe von Augsburg in Bayern, wurde im Jahr 2010 mit einer Leistung von 1,1 MWp errichtet und ist mit Modulen von AU Optronics und AEG Wechselrichtern ausgestattet. Diese Anlage hat eine Einspeisevergütung von EUR 303/MWh. Einen normalisierten Ertrag von 1.000 kWh/kWp vorausgesetzt, wird das Asset jährlich Umsatzerlöse von rund EUR 0,3 Mio. erwirtschaften. Es wurde zu rund 80% über eine Projektfinanzierung mit einer Verzinsung von 2,1 % finanziert. Diese Transaktion steht in Verbindung mit dem Kauf des Amatec-Geschäftsbetriebs, durch welchen 7C Solarparken auch Vorkaufsrechte für bestehende Solaranlagen erworben hatte. Nach dem bereits erfolgten Kauf der 2,3 MWp Freiflächenanlage "Weißer Weg" Ende Mai 2018, stellt die Installation in Derching die zweite und letzte Investition in Bezug auf die erworbenen Vorkaufsrechte der Amatec-Geschäftsbetrieb Transaktion dar.

Säritz

Diese Dachanlage (630 kWp) in Brandenburg ist ausgestattet mit Modulen von Canadian Solar und Siemens Wechselrichtern und erhält eine Vergütung von EUR 222/MWh gemäß der EEG-Inbetriebnahme in 2012. Die Anlage wurden mit einem Anteilskauf in August 2018 erworben. Für diese Anlage sind bei durchschnittlichen Wettervoraussetzungen Umsatzerlöse von TEUR 150 und ein EBITDA von TEUR 133 zu erwarten.

ERWERB VON SICH IM BAU BEFINDLICHEN ANLAGEN

Nach dem Bilanzstichtag wurden folgende neue Anlagen erworben bzw. zum Bau in Auftrag gegeben:

Friedrichsholm

7C Solarparken hat im August 2018 mit E.ON einen Kaufvertrag über eine 749 kWp Dachanlage in Friedrichsholm / Schleswig-Holstein geschlossen. Für dieses Projekt, welches auf Dächern von landwirtschaftlichen Gebäuden installiert ist, konnte eine Einspeisevergütung von EUR 111/MWh aufgrund der Inbetriebnahme im Juni 2018 gesichert werden. Die Anlage ist mit Modulen von Trina Solar und Wechselrichtern von Delta ausgestattet.

Flieth-stegelitz

7C Solarparken hat im August 2018 die Projektrechte für eine kleine 0,6 MWp umfassende agrarwirtschaftlichen Dachanlage in Flieth-Stegelitz, Brandenburg erworben und in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten werden von der Berliner "esetup UG" vorgenommen, welche Module von REC Solar in Kombination mit Wechselrichtern von Huawei installieren wird. Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende September 2018 mit einer Einspeisevergütung von EUR 109/MWh vorgesehen.

VERKAUF DER ANLAGE MÜHLHEIM

Über diese Kapazitätserweiterungen hinaus, die das IPP-Portfolio über die 150 MWp wachsen lassen, hat die 7C Solarparken AG entschieden eine Gelegenheit zu nutzen um in 2018 einen ersten Veräußerungsgewinn zu realisieren und hat dafür ihr 750 kWp Dachprojekt in Mühlheim veräußert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ACQUISITIONSTÄTIGKEIT

Land Typ Leistung
(MWp)
VOLLZUG DES ERWERBS IN BESTANDSANLAGEN
Tangerhütte* Deutschland Freifläche / Dachanlage 6,2
INBETRIEBNAHME VON SICH IM BAU BEFINDLICHEN ANLAGEN
Ludwigsfelde II Deutschland Dachanlage 0,7
Calbe Deutschland Freifläche 0,7
Bernsdorf Deutschland Dachanlage 0,7
Himmelfürst Deutschland Freifläche 0,7
Flöha Deutschland Freifläche 0,7
Falkenau Deutschland Freifläche 0,7
Summe der in den Bestand überführten Anlagen, die sich zum 30. Juni 2018 "im Erwerb" und "im Bau" befanden 10,7
ERWERB VON BESTANDSANLAGEN
Säritz* Deutschland Dachanlage 0,6
Derching* Deutschland Dachanlage 1,1
ERWERB VON SICH IM BAU BEFINDLICHEN ANLAGEN
Friedrichsholm Deutschland Dachanlage 0,7
Flieth-Steglitz Deutschland Dachanlage 0,6
VERKAUF VON BESTANDSANLAGEN
Mühlheim Deutschland Dachanlage -0,7
Summe der nach dem Bilanzstichtag erworbenen Anlagen und Berücksichtigung der veräußerten Anlagen 2,3

*Eine Bewertung und Bilanzierung im Sinne von IFRS 3 ist bis zum Tag der Veröffentlichung dieses Konzernzwischenabschlusses noch nicht erfolgt.

Insgesamt wurde der Bestand der Solaranlagen nach dem Bilanzstichtag mit 13,0 MWp erweitert, wovon 10,7 MW die sich zum Bilanzstichtag „im Erwerb“ (6,2 MWp) und „im Bau“ (4,5 MWp) befanden. Zum Tag der Veröffentlichung war die Anlage Brandholz (1,9 MWp) wie am Bilanzstichtag noch im Erwerb. Darüber hinaus wurden Anlagen mit einer Leistung i.H.v. 3,0 MWp im dritten Quartal erworben oder ihr Bau in Auftrag gegeben. Eine Anlage (Mühlheim 0,7 MWp) wurde veräußert. Zusammenfassend hatte der Konzern am Tag der Veröffentlichung somit ein Solaranlagenportfolio mit einer Leistung von 153 MWp (inkl. Anlagen im Bau und im Erwerb).

29. ABKÜRZUNGS- UND BEGRIFFSVERZEICHNIS

EPC Steht für Engineering, Procurement and Construction und betrifft den Vertragsgegenstand eines Kauf- oder Werkvertrages, der Design, Komponentenbeschaffung und den Bau einer PV-Anlage zum Vertragsgegenstand hat.
B&W Betrieb und Wartung auch Operation & Maintenance (O&M) genannt
COLEXON Der börsenotierte Konzern oder die Gesellschaft bevor sie am 9. September 2014 übernommen wurde.
Einspeisevergütung Die Vergütung, die für den ins Netz eingespeisten Strom bezahlt wird
Direktvermarktung Stromverkauf auf der EEX-Börse
EEG Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in der jeweils anzuwendenden Fassung z.B. EEG 2017.
GW Gigawatt
GWp Gigawatt Peak
MWp Megawatt Peak
kWp Kilowatt Peak
AktG Aktiengesetz
HGB Handelsgesetzbuch
IFRS International Financial Reporting Standards
PV-Anlage Photovoltaik-Anlage
PV Estate Erwerb von Immobilienobjekten, die (teilweise) für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.

30. ORGANE DER GESELLSCHAFT

A. MITGLIEDER DES VORSTANDS

Steven De Proost
CEO Seit 01.06.2014
Wohnort Betekom, Belgien
Ausbildung Wirtschaftsingenieur
Koen Boriau
CFO Seit 28.05.2014
Wohnort Antwerpen, Belgien
Ausbildung Master Wirtschaftswissenschaften

B. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Joris de Meester
Mitglied Seit 15. Februar 2013
Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Stellvertretender Vorsitzender Bis 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer OakInvest BVBA, Antwerpen / Belgien
Delegierter Verwalter, Oak3Capital NV, Antwerpen / Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter, HeatConvert U.A., Goor / Niederlande
- Verwalter, Amelia NV Gent / Belgien
- Verwalter, PE Event Logistics Invest NV, Leuven / Belgien
- Verwalter, Polzer NV, Gent / Belgien
- Geschäftsführer Sebiog-Invest BVBA, Brecht / Belgien
- Geschäftsführer ArcasInvest, Antwerpen / Belgien
Bridget Woods
Mitglied Seit 17. Dezember 2015
Stellvertretender Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Unternehmensberaterin
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Keine
Paul Decraemer
Mitglied Seit 14. Juli 2017
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer Paul Decraemer BVBA; Lochristi / Belgien
CFO Inbiose NV, Zwijnaarde / Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter, Seelution AB, Göteborg / Schweden
- Verwalter, Capricorn Cleantech Fund NV, Leuven / Belgium
- Verwalter, ABO-Group Environment NV, Gent / Belgium

 

Bayreuth, 26. September 2018

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Bericht zum 30. Juni 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt und dass im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns, so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Bayreuth, 26. September 2018

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

DISCLAIMER

Der vorliegende Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf der Überzeugung des Vorstands der 7C Solarparken AG beruhen und dessen aktuelle Annahmen und Schätzungen widerspiegeln. Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Viele derzeit nicht vorhersehbare Fakten könnten bewirken, dass die tatsächliche Leistungen und Ergebnisse der 7C Solarparken AG anders ausfallen. Unter anderem können das sein: die Nichtakzeptanz neu eingeführter Produkte oder Dienstleistungen, Veränderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftssituation, das Verfehlen von Effizienz- oder Kostenreduzierungszielen oder Änderungen der Geschäftsstrategie. Der Vorstand ist der festen Überzeugung, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen stichhaltig und realistisch sind. Sollten jedoch vorgenannte oder andere unvorhergesehene Risiken eintreten, kann die 7C Solarparken AG nicht dafür garantieren, dass die geäußerten Erwartungen sich als richtig erweisen.