7C SOLARPARKEN AG

Bayreuth

Halbjahresbericht 2019

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Im ersten Halbjahr 2019 hat die 7C Solarparken ihr profitables Wachstum fortgesetzt, um sich zu einem tier-zwei Spieler zu entwickeln. Insgesamt ist das Anlagenportfolio im ersten Halbjahr 2019 von 154 MWp um 17 MWp auf 171 MWp gestiegen und bis zum Tag der Veröffentlichung um weitere 16 MWp auf 187 MWp. Damit rückt das gesetzte Ziel von 200 MWp in greifbare Nähe.

Der Fokus bleibt, wie bisher, auf unserem bewährten Konzept: der Entwicklung und dem Erwerb von Projekten bis 750 kWp mit Eispeisevergütung und Ausschreibungsprojekte (FFAV) bis 10 Mwp in Deutschland. Dies wird sich auch mit dem neuen Klimaschutzpaket der Bundesregierung, das den Wegfall des 52 MWp Deckel und in den ersten Jahren eine niedrige Co2 Bepreisung vorsieht, auf absehbare Zeit nicht ändern. Mit dem im Frühjahr 2019 durchgeführten Erwerb des Betriebsführungsgeschäft für 77 MWp operative Solaranlagen, die Drittinvestoren gehören, ist der Grundstein für die eigene Anlagen- und Fondsverwaltung als Aktivität des Konzerns hinzugekommen. Zusätzlich hat der Konzern im ersten Halbjahr 2019 seine erste Investition in einen deutschen Windpark getätigt. Die 2,78 MW Windanlage ist seit 2016 in Betrieb und liegt in Rheinland-Pfalz. Mit dieser Investition hat der Konzern angefangen die Zusammensetzung seiner Einnahmeströme zu diversifizieren. Es ist geplant bis zu 10% Wind-generierten Strom dem bisher ausschließlich aus Solaranlagen bestehenden Anlagevermögen beizumischen.

Unsere finanzielle Disziplin, die in unserer Branche notwendig ist, hat zu einer starken Eigenkapitalratio von 30,7% geführt (trotz negativem Einfluss der erstmaligen IFRS 16 Anwendung i.H.v. 1%). Wir können uns auch über gute Zahlen freuen. Der konsolidierte Umsatz stieg auf EUR 22,8 Mio. im Vergleich zu EUR 20,4 Mio. im ersten Halbjahr 2018. Dieser Anstieg war eine Kombination aus höherer Stromproduktion und einer gesunkenen Durchschnittsvergütung aufgrund der Änderungen im Anlagenportfolio. Die letzten Anlagenerwerbe und Neubauprojekte erhalten tatsächlich niedrigere Einspeisevergütungen als die älteren Anlagen im Anlagenportfolio. Der EBITDA stieg von EUR 18,0 Mio. auf EUR 21,5 Mio. dank höherer Stromverkäufe und einer positiven Auswirkung der IFRS 16 Erstanwendung (+EUR 0,5 Mio.), welche die Miet- und Pachtkosten aus der EBITDA Berechnung herausnimmt und in die Abschreibungen und Finanzaufwendungen neu einordnet.

Der Cash Flow je Aktie hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und stieg auf EUR 0,33 je Aktie im Vergleich zu EUR 0,32 je Aktie im ersten Halbjahr 2018. Obwohl sich die Wetterbedingungen im dritten Quartal 2019 gegenüber dem außergewöhnlich guten Sommer 2018 normalisierten, ist der Vorstand zuversichtlich seine Prognose für das ganze Jahr von mindestens EUR 35 Mio. EBITDA und mindestens EUR 0,50 Cash Flow je Aktie zu erreichen.

Wir freuen uns, dass sie uns auf unserem Wachstumskurs weiterhin begleiten.

Bayreuth, 26. September 2019

Steven De Proost, CEO
Koen Boriau, CFO

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2019 BIS ZUM 30. JUNI 2019

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR

Der 7C Solarparken Konzern (im folgenden kurz 7C Solarparken oder Konzern genannt) hat als Tätigkeitsschwerpunkt den Verkauf von Strom aus Solar/Windanlagen, sowie den Erwerb, den Betrieb und die laufende Optimierung dieser Anlagen. Darüber hinaus baut der Konzern seine Aktivitäten im sog. „PV Estate“ in Deutschland kontinuierlich aus. Seit Anfang des Jahre 2019 gehört auch die Betriebsführung von Anlagen, die Drittinvestoren gehören, zu den Aktivitäten des Konzerns.

Mutterunternehmen des Konzerns ist die 7C Solarparken AG, mit Sitz in Bayreuth. Sie nimmt die Funktion einer operativen Holdinggesellschaft wahr. Ihr obliegt die Steuerung im Rahmen eines aktiven Anlagenmanagements sowie die kaufmännische und technische Betreuung der einzelnen Anlagen. Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen sowie insgesamt 99 inländischen und 9 ausländischen Tochtergesellschaften.

Die 7C Solarparken AG, Bayreuth, stellt in ihrer Funktion als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns einen Konzernzwischenabschluss nach den Regelungen der IFRS sowie den ergänzenden Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB auf. Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2019 stellt sich wie folgt dar:

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WERTSCHÖPFUNGSMODEL

7C Solarparken positioniert sich als unabhängiger Eigentümer/Betreiber von Solar- und Windanlagen (Independent Power Producer oder kurz: IPP) mit Einspeisung hauptsächlich in Deutschland. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert der deutsche Staat feste Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien über einen Zeitraum von 20 Jahren. Investments dieser Art erwirtschaften demzufolge vorhersagbare Cashflows. Da mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Einspeisesatz festgelegt wird - bzw. im Falle einer Ausschreibung schon vor dem Bau - sind Bestandsanlagen nicht von den zunehmenden Reduzierungen der Einspeisevergütungen für neue Anlagen betroffen.

7C Solarparken hat im ersten Quartal vom Berichtszeitraum eine erste deutsche Windanlage erworben. Diese Investition steht vor dem Hintergrund die Schwankungen im Stromertrag des Konzerns zu verringern. Der Vorstand hat festgestellt, dass die Variabilität der Gesamtproduktion abnehmen sollte, wenn dem Solarportfolio bis zu 10% an Windanlagen beigemischt werden, d.h. dass schlechte Einstrahlungsjahre von der Produktion der Windanlagen tendenziell gestützt, gute Einstrahlungsjahre jedoch durch schlechtere Windverhältnisse ebenfalls teilweise kompensiert werden.

Das Unternehmen bietet demnach eine Kombination von sicheren Erträgen für Investoren, die Wert auf Rendite legen sowie risikoarme Optimierung und Expansion des Portfolios für Investoren, denen Wachstum wichtig ist. Die Kernkompetenz des Konzerns ist das professionelle Management von Solar und Windanlagen, beginnend mit der Akquisition, Finanzierung und Optimierung bis hin zum Betrieb der Anlagen.

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Einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfung stellt die Ertragssteigerung durch technische und kaufmännische Optimierung der solaren Anlagen dar.

Dabei achtet das Management in seinen Entscheidungen auf einen Ressourcen schonenden Einsatz, der auf eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung der Anlagen und deren Wert abzielt. Ziel ist es, die Anlagen während der Laufzeit der Einspeisevergütung und soweit möglich darüber hinaus in ihrer Substanz zu erhalten. Angesichts der langfristigen und nachvollziehbaren Cashflows sind die Solarparks der Gesellschaft grundsätzlich in einem Verhältnis von 25 % Eigenkapital und 75 % Fremdkapital finanziert. Dadurch, dass rechtlich unabhängige Projektgesellschaften („SPV´s“) die Solarparks erwerben und betreiben, ergibt sich eine Risikostreuung und Risikominimierung für den Konzern.

Der Konzern verfügt auch über ein Projektentwicklungsgeschäft, das einen zusätzlichen Wachstumskanal für den Ausbau des eigenen Portfolios bildet. Die Aufgaben der Projektentwicklung bestehen im Wesentlichen darin neue PV-Projektansätze bis zur Baureife zu bringen. Insbesondere die Identifizierung von geeigneten Flächen, die Vereinbarung von Pacht- / Nutzungs- / Gestattungsverträgen, die Bauplanung und -genehmigung sowie der Netzanschluss sind Inhalte der Projektentwicklung. Bei den Anlagen, die durch Ausschreibungsverfahren vergeben werden, gehört die Teilnahme an den Anlagenausschreibungsverfahren ebenso zu den Aufgaben der Projektentwicklung.

Gelegentlich engagiert sich die 7C Solarparken bei Neubauprojekten auch in der Bauplanung, der Anschaffung der Hauptkomponenten (z.B. Module; Wechselrichter) sowie der Bauüberwachung, sodass der Konzern von der Wertschöpfung in der Projektentwicklungs- und Realisierungsphase profitieren kann.

Mit dem Erwerb des Betriebsführungsgeschäfts für operative Solaranlagen mit einer Leistung von insgsamt 77 MWp im Februar 2019 hat 7C Solarparken den Grundstein für die Anlagen- und Fondsverwaltung für Drittinvestoren gelegt. Dieser Geschäftsbereich eröffnet 7C Solarparken neue Wachstumsmöglichkeiten. Die mit dieser Transaktion gewonnene Ertrags- und Leistungsperspektive passt in die Vision des Konzerns das Anlagenportfolio bis 2025 auf 500 MWp auszubauen -inklusive der im Rahmen von Betriebsführungsverträgen betreuten Anlagen von Dritten.

Neben der Produktion und dem Verkauf von Strom zu fixen und regulierten Preisen an oft öffentliche und gewerbliche Abnehmer (z.B. Netzbetreiber, Energiehändler und lokale Konsumenten) erwirbt die 7C Solarparken auch „PV Estate“, welches auf Eigentum von Grundstücken und Gebäuden/Hallen in Bezug auf die unternehmenseigenen PV Anlagen abzielt. Diese Investitionen ermöglichen es der Gesellschaft, durch die Einsparung der jährlichen Pachtkosten der PV Parks eine wiederkehrende Rendite zu erzeugen, aber auch, vom Wert der betreffenden PV Anlagen über die Laufzeit der Einspeisevergütungen hinaus zu profitieren. Gelegentlich ermöglicht die PV Estate Aktivität zusätzliche Mieteinnahmen von Drittkunden, welche Teile der konzerneigenen Grundstücke nutzen.

ANLAGENPORTFOLIO

Der strategische Fokus des Geschäftsmodells liegt in der Größenordnung von PV-Anlagen zwischen 1 und 5 MWp. Sollten sich wirtschaftlich interessante Möglichkeiten ergeben, wird aber auch in kleinere Dach- oder Freiflächenanlagen investiert. Zum Ende des Berichtzeitraums 2019H1 umfasste das Solar/Windanlagen-Portfolio eine Leistung von 171 MWp, wovon 2,8 MW Windkraftanlagen sind und sich 5 MWp im Bau und 0,6 MWp im Erwerb befanden. Das Gesamtportfolio produziert pro Jahr ungefähr 172 GWh Energie. Dies reicht aus, um mehr als 49.000 Drei-Personen-Haushalte zu versorgen. Dadurch werden pro Jahr rund 133.000 Tonnen Co2 eingespart.

ANLAGENBESTAND

Zum Bilanzstichtag betrieb 7C Solarparken mehr als 100 Solarparks und eine Windanlage mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 171 MWp. Neben kleineren Investitionen in Dachanlagen in Belgien i.H.v. 4 MWp (2,6%) befindet sich der Großteil des Portfolios an PV-Anlagen und der Windkraftanlage in Deutschland (97,4%). Das Portfolio verteilt sich zum Bilanzstichtag auf folgende Standorte:

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Der Konzern betreibt grundsätzlich Solar/Windanlagen in ganz Deutschland, ist aber vor allem in den sonnenreichen Gebieten in Deutschland tätig: 29% des Portfolios befinden sich in Bayern, 22% in Sachsen-Anhalt sowie 12% in Rheinland-Pfalz und und 10% in Sachsen. Änderungen in der Zusammenstellung der geografischen Zuordnung des Anlagenportfolios (z.B. künftige Investitionen in weniger sonnenreiche deutsche Regionen) kann somit die nicht-finanziellen Kennzahlen, nämlich den spezifischen Ertrag (kWh/kWp) sowie die Performance Ratio (negativ) beeinflussen.

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Der Konzern hat sowohl solare Freiflächen als auch Dachanlagen sowie eine Windanlage in seinem Bestand. Im Vergleich zu anderen größeren Solaranlagenbetreiber auf dem deutschen Markt hat der Konzern mit ca. 44% des Gesamtportfolios einen relativ hohen Anteil an solaren Dachanlagen im Anlagenportfolio. Dachanlagen sind zwar typischerweise operativ schwieriger zu betreiben und ertragsschwächer je installiertem kWp durch eine tendenziell suboptimale Ausrichtung der Module, haben dafür aber eine höhere Einspeisevergütung und nach der Erwartung des Konzerns eine bessere Chance auf einen guten Strompreis nach Ablauf des Einspeisevergütungszeitraums, da sich Stromverbraucher meist in unmittelbarer Nähe (unter) der Solaranlage befinden.

ENTWICKLUNG DES ANLAGENPORTFOLIOS

INVESTITIONEN

Das IPP Portfolio der 7C Solarparken stieg von 154 MWp zum Jahresende 2018 auf 171 MWp zum Ende der Berichtsperiode 2019H1 an. Diese Zunahme setzte sich wie folgt zusammen:

INVESTITIONEN 2019
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Oppin 929
Medard 2 (Windanlage) 2.780
Geesthacht 556
Wallstawe III 747
Umpferstedt II (im Bau) 423
Surya (im Bau) 2.538
Neustadt I & II 853
Bünde 749
Aerzen (im Bau) 749
Q2 Glasewitz 1.507
Blankenberg 1.109
Stephanposching (im Erwerb) 580
Schmidöd 2.000
Plötzky (im Bau) 551
Ludwigsfelde III (im Bau) 749
16.820
INVESTITIONEN 2018
Projekt Leistung (kWp)
Q1 Sömmerda Bestandsanlage 1.200
Umpferstedt Bestandsanlage 999
Mühlheim Neubau 750
Demmin Bestandsanlage 629
Wallstawe I Bestandsanlage 748
Wallstawe II Bestandsanlage 442
Dähre 1 Bestandsanlage 750
Q2 SunX Portolio Bestandsanlagen 9.482
Weißer Weg Bestandsanlagen 2.297
17.295

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum neue Anlagen mit einer Leistung von 17 MWp (2018H1: 17 MWp) gekauft bzw. deren Bau beauftragt. Davon befanden sich 5 MWp am Bilanzstichtag im Bau (2018H1: 7 MWp) und 0,6 MWp im Erwerb (2018H1: 0 MWp).

Im Erstellungszeitraum wurden weitere 16,5 MWp Solar- und Windanlagen erworben bzw. deren Bau beauftragt. Davon befanden sich am Tag der Veröffentlichung noch 2,6 MWp im Bau und weitere 11,0 MWp im Erwerb. Damit belief sich das Gesamtportfolio am Tag der Veröffentlichung des Berichtes auf 187 MWp.

INVESTITIONEN NACH DEM BILANZSTICHTAG 2019
Projekt Leistung (kWp)
Flöha II & III Neubau 1.500
Himmelfürst II Neubau 750
Falkenau II Neubau 750
Gorgast (im Erwerb) Neubau 750
Gumtow (im Erwerb) Bestandanlage 750
Dieburg (im Erwerb) Bestandanlage 6.400
Stetten (Windanlage) (im Erwerb) Windanlage 3.075
Solardach-Bündel (im Bau) Neubau 1.800
Langelsheim (im Bau) Neubau 750
16.525

Das strategische Wachstumsprogramm 2017-19 sieht bis zum Jahresende 2019 ein Wachstum des Anlagenportfolios auf 200 MWp vor. Der Vorstand ist zuversichtlich dieses Ziel bis Ende des Jahres erreichen zu können.

DESINVESTITIONEN

Es wurden im ersten Halbjahr 2019 wie in der Vergleichsperiode keine Solaranlagen veräußert.

PV ESTATE PORTFOLIO

Neben dem Erwerb von Solar/Windanlagen tätigt der Konzern Investitionen in Immobilien, die mit den Solaranlagen in Verbindung stehen, das sog. PV Estate.

PV Estate 7C Solarparken zum 30. Juni 2019
IMMOBILIE TYP REGION GRÖßE LEISTUNG BETREIBER
Sandersdorf Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 9,7 ha 5,1 MWp 7C Solarparken
Zerre Konversionsfläche Sachsen 28,5 ha 8 MWp u.a. inkl. 7C Solarparken
Hausen Logistikhalle Bayern 0,4 ha 0,1 MWp extern
Bayreuth Bürogebäude Bayern 0,2 ha 0,1 MWp 7C Solarparken
Pflugdorf Agrarfläche Bayern 16,5 ha 4,4 MWp 7C Solarparken
Kettershausen Agrarfläche Bayern 5,1 ha 2,4 MWp 7C Solarparken
Stolberg Konversionsfläche NRW 1,0 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Grafentraubach Industriefläche und Bürogebäude Bayern 9,4 ha 2,7 MWp 7C Solarparken
Grube Warndt Konversionsfläche Saarland 6,8 ha 3,8 MWp 7C Solarparken
Großfurra Konversionsfläche Thüringen 6,9 ha 4,0 MWp 7C Solarparken
Mühlgrün Konversionsfläche Sachsen 1,5 ha 1,0 MWp 7C Solarparken
Bitterfeld Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 12,4 ha 4,6 MWp 7C Solarparken
Umpferstedt Gewerbefläche Thüringen 2,8 ha 1,4 MWp 7C Solarparken
Calbe Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 1,8 ha 0,7 MWp 7C Solarparken
Demmin* Gewerbefläche Mecklenburg-Vorpommern 2,2 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Weißenfels Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 1,1 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Zschörnewitz Gewerbe- und Industriefläche Sachsen 4,1 ha 2,6 MWp 7C Solarparken
Brandenburg a.d. Havel Gewerbe- und Industriefläche Brandenburg 5,0 ha 2,4 MWp 7C Solarparken
Osterode Agrarfläche Niedersachsen 10,3 ha 4 MWp extern
Henschleben Grün- und Wegeflächen Thüringen 4 ha 0 MWp -

* behandelt als wirtschaftliches Eigentum infolge einer Kaufoption zum Vorzugspreis gem. IAS 17 am Ende des Pachtvertrages.

Insgesamt besaß der Konzern zum Berichtstichtag 129,4 ha Grundfläche im Eigentum, auf der Solaranlagen mit einer Leistung i.H.v. 49 MWp installiert waren oder sich im Bau befanden. Dies entspricht etwa 29% im Verhältnis zum Gesamtportfolio.

Das PV Estate Portfolio wurde im Berichtszeitraum um eine Gewerbefläche in Brandenburg a.d. Havel mit einer Größe von 5,0 ha, eine Agrarfläche in Osterode (Niedersachsen) mit einer Größe von 10,3 ha sowie einer Grünfläche in Henschleben mit 4 ha erweitert. Auf den Grundstücken in Brandenburg a.d. Havel und in Osterode befinden sich bereits Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 6,4 MWp.

Es wurden im ersten Halbjahr 2019 keine Immobilien veräußert (2018H1: keine Veräußerungen).

ZIELE UND STRATEGIEN

GESCHÄFTSPLANUNGSPROZESS

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat stellt der Vorstand jährlich einen Geschäftsplan für einen drei Jahre umfassenden Zeitraum auf, in dem die strategischen Ziele und Maßnahmen festgelegt werden. Maßgeblich für den Konzern ist die Verfolgung und Erreichung dieses strategischen Plans. Bisher wurden fünf derartige Geschäftspläne veröffentlicht:

GESCHÄFTSPLAN PERIODE STATUS
Ausschöpfung des vollen Potentials bis 2016 2014-2016 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Kapitalzuwachs durch Konsolidierung 2015-2017 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018 2016-2018 Plan wurde teilweise erfolgreich umgesetzt. Plan wird nicht weiterverfolgt und durch den Plan 2018-2020 ersetzt.
Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler 2017-2019 Plan wurde teilweise erfolgreich umgesetzt und teilweise durch den Plan 2018-2020 weiter konkretisiert.
Erhöhung des IPP-Portfolios auf 220 MWp 2018-2020 Umsetzung des Plans ist im Gange.

GESCHÄFTSPLAN „BAUSTEINE EINER STRATEGISCHEN TRANSAKTION BIS 2018“

Die Zielsetzungen aus dem Geschäftsplan 2016-2018 „Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018“ wurden der Öffentlichkeit erstmals auf dem Investorentag im September 2016 vorgestellt.

Die erfolgreiche Umsetzung des Plans hängt dabei von der Verwirklichung der nachfolgenden Transaktion und zweier Bausteine ab:

1.

Konsolidierung: Sämtliche Zielsetzungen zu diesem Punkt wurden bis Ende 2017 erreicht und wurden bereits im Vorjahresbericht ausführlich beschrieben.

2.

Optimierung 2.0: Die technische Verbesserung des eigenen Portfolios wurde bereits bis Ende 2017 umgesetzt und führte zu den erwarteten Verbesserungen des EBITDA. Die Optimierungsmaßnahmen und die Auswirkungen auf das EBITDA wurden im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres ausführlich dargestellt.

3.

Strategische Transaktion 2018: Nachdem die Wachstumsinitiative auf 115 MWp sowie die Optimierung 2.0 vollzogen worden sind, strebte der Vorstand eine strategische Transaktion an, die aus dem „tier-3“ Konzern einen „tier-2“ Unternehmen machen sollte. Der Vorstand hat nach einer intensiven Marktanalyse entschieden, die Strategische Transaktion 2018 (#3) in der oben beschrieben Form nicht zu realisieren. An ihre Stelle tritt der Geschäftsplan 2018-2020 (siehe weiter unten).

GESCHÄFTSPLAN 2017-2019 „ENTWICKLUNG ZU EINEM 200 MWP SPIELER“

Der Geschäftsplan 2017-2019 „Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler“ wurde der Öffentlichkeit zuerst auf dem Investorentag im November 2017 vorgestellt. Während des Geschäftsjahres 2017 hat der Vorstand die Möglichkeiten einer „strategischen Transaktion 2018“ untersucht und infolge dessen die 3. Zielsetzung des Geschäftsplans 2016-2018 in seiner ursprünglichen Form verworfen und eine Neuausrichtung konkretisiert.

Die allgemeine Zielsetzung bleibt beibehalten: Aus dem Unternehmen einen „tier-2“ Spieler zu machen durch die Erhöhung der Leistung auf 200 MWp. Dies soll nun in zwei Schritten erreicht werden:

1.

Strategische Transaktion # 1: Mit diesem Schritt soll ein Wachstum der Leistung des Bestandsportfolios auf 150 MWp erreicht werden. Dazu sollte eine Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler geschlossen sowie eine alternative Finanzierung gesichert werden.

Die Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler soll dem Unternehmen einerseits ermöglichen, eine Pipeline an Solaranlagen zu sichern, andererseits die realisierten Renditen auf Neuanlageninvestitionen zu steigern. Darüber hinaus soll der Anteil von Neuanlagen im Portfolio zunehmen, sodass das Unternehmen von einer Steigerung der Strompreise (ggf. sogar noch während des EEG/FFAV Förderungszeitraums) profitieren kann.

Das Investitionsvolumen für das Erreichen der Leistung i.H.v. 150 MWp wird vom Vorstand auf EUR 50 Mio. geschätzt. Davon sollen EUR 35 Mio. durch Projektfinanzierung finanziert werden. Der Restbetrag i.H.v. EUR 15 Mio. soll durch die Aufnahme einer alternativen Finanzierung dargestellt werden. Diese Fremdfinanzierung sollte als Eigenkapital in den einzelnen Projekten eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird es sich bei der alternativen Finanzierung um ein langfristiges Darlehen auf Ebene der Muttergesellschaft ohne zwischenzeitliche Tilgungen handeln müssen. Der Vorteil einer solchen Finanzierungsstruktur liegt darin, dass diese Finanzierungsart keine Verwässerung der Aktionäre zur Folge hat und die Kapitalstruktur optimiert wird.

2.

Strategische Transaktion # 2: Durch einen zweiten Schritt soll dann das Wachstum bis 200 MWp, d.h. eine zusätzliche Leistung i.H.v. 50 MWp, gesichert werden. Dabei sind sowohl eine M&A Transaktion als auch ein Wachstum mit Unterstützung von Co-Investoren denkbar.

Beim Co-Investorenmodel ist 7C Solarparken bereit sich mit einem nicht beherrschenden Anteil, mit einem Eigenmitteleinsatz i.H.v. bis zu EUR 5 Mio. am Ausbau dieser zusätzlichen Leistung von 50 MWp zu beteiligen.

Es wird beabsichtigt, dass 7C Solarparken Anlagen für Drittinvestoren sichern, akquirieren, ggf. optimieren und danach die Betriebsführung übernehmen wird. Rückkaufoptionen, um ein eigenes „veräußerbares“ Anlagenportfolio zu erreichen, werden dabei auch gezielt verhandelt werden.

Der Geschäftsplan 2017-2019 wurde in seiner Zielsetzung durch den Geschäftsplan 2018-2020 weiter konkretisiert.

GESCHÄFTSPLAN 2018-2020 „ERHÖHUNG DES IPP-PORTFOLIOS AUF 220 MWP“

Der Geschäftsplan 2018-2020 „Erhöhung des IPP-Portfolios auf 220 MWp“ wurde der Öffentlichkeit bereits auf dem deutschen Eigenkapitalforum im November 2018 vorgestellt. Die Kernpunkte sind wie folgt:

Das Erreichen des „tier-2“ Status bleibt das Hauptziel, um von niedrigeren Kapitalkosten und einer verbesserten Unternehmensbewertung zu profitieren.

Der Investitionsplan von über EUR 107 Mio. soll das IPP Portfolio bis 2020 auf 220 MWp anheben:
Das Bestandsportfolio von 153 MWp soll durch einen Mix von Neubauprojekten und Erwerb von Bestandsprojekten sowie durch kleinere M&A Transaktionen und selektive Erwerbschancen im Ausland erweitert werden.
Der Vorstand geht davon aus, dass bei vollständiger Ausführung des Geschäftsplans 2018-20 ein zwölf Monate umfassendes EBITDA i.H.v. EUR 41,3 Mio. und ein Cashflow je Aktie i.H.v. EUR 0,57 erreicht werden können.
Die Eigenkapitalfinanzierung für den Investitionsplan soll aus der bestehenden Liquidität (EUR 19 Mio. inklusive der im November 2018 abgeschlossenen Barkapitalerhöhung mit einem Emissionserlös von rund EUR 5 Mio.) sowie zukünftig durch eine oder mehrere Kapitalerhöhung(en) (EUR 16 Mio.) in 2019-20 generiert werden.

Im Rahmen der langfristigen Geschäftsplanung hat der Vorstand seine Vision zum Ausbau von 220 MWp auf 500 MWp bis 2025 dargestellt. Dieser Ausbau kann nach Einschätzung des Vorstands verschiedene Formen annehmen:

Die Konsolidierung auf dem deutschen Markt vorantreiben, da es bereits im Geschäftsjahr 15 GWp an Solaranlagen von mehr als 1 MWp (mit verschiedensten Eigentümern) gibt;

Die Teilnahme an beabsichtigten deutschen Sonderauktionen (insgesamt 2 GWp) die laut Koalitionsvertrag der deutschen Regierung in den nächsten Jahren stattfinden werden;

Ein Einstieg in den neu aufkommende PPA-Markt (Abschluss von (mittel und langfristigen) Stromabnahmeverträgen) wird einen Trend hin zu größeren Neubauanlagen (> 10 MWp) bieten, da durch die Kostendegression bei zunehmender Anlagengröße der Eintritt in eine marktbasierte Vergütungsstruktur immer attraktiver wird;

Im Jahr 2025 läuft für ca. 4 GWp (Baujahr 2005) an deutschen Bestandsanlagen die Einspeisevergütung aus, sodass sich interessante Möglichkeiten zum Erwerb und Neuinstandsetzung (Repowering) dieser Anlagen ergeben können;

Investition in Neubau- oder Bestandsprojekte in stabilen und entwickelten EU-Ländern außerhalb Deutschlands.

Tendenziell wird nach Auslaufen der Einspeisevergütung (geschätzt in Mitte 2020) ein Trend zu größeren Neubauanlagen gesehen. Dadurch wird sich die Geschwindigkeit des Ausbaus des Portfolios erhöhen.

Der Ausbau auf 500 MWp bis 2025 soll zudem entweder durch Eigeninvestition oder auch durch den Beginn einer Anlagen- und Fondsverwaltung für Drittinvestoren vorangetrieben werden. Geplant ist die individuelle Gestaltung und passgenaue Strukturierung von Investitionen in PV-Anlagen für Drittinvestoren anzubieten sowie der Betrieb der von diesen Investoren gehaltenen Anlagen.

INTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Der Konzern verfügt über ein internes Managementinformationssystem für die Planung, Steuerung und Berichterstattung. Das Managementinformationssystem sichert die Transparenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung und gewährleistet den permanenten Abgleich zur Unternehmensplanung. Die Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und wird kontinuierlich an die Rahmenbedingungen des Marktes angepasst.

Neben der Unternehmensstrategie bilden in erster Linie der Umsatz, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie der CFPS (Cashflow je Aktie) die zentralen Bezugsgrößen für die operative Steuerung. Es erfolgt eine kontinuierliche Sicherstellung der verfügbaren Liquidität der operativen Solarparks durch laufende Kontrolle und Verfolgung der Liquiditätsplanung.

Des Weiteren werden auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, wie Produktion, Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio im Rahmen der Steuerung täglich verfolgt.

Mit dem Geschäftsbericht wird auch die Prognose der wesentlichen Leistungsindikatoren und Entwicklungen für das folgende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese basiert auf detaillierten Planungen für die einzelnen Konzerngesellschaften. Die veröffentlichte Prognose wird monatlich überprüft und bei Bedarf vom Vorstand angepasst.

STEUERUNGSGRÖSSEN / KONTROLLSYSTEM

Formal gilt es darauf hinzuweisen, dass nach den Vorgaben des DRS 20 ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind.

Falls freiwillige Prognosen anderer Kennzahlen erfolgen, sind diese nicht mehr im Prognosebericht, sondern in den entsprechenden Kapiteln des Lageberichts zu finden. Grundsätzlich werden die Kennzahlen auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Andernfalls wäre ein Hinweis auf eine andere Definition angegeben.

STEUERUNGSKENNZAHLEN DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Der Konzern wendet seit dem 1. Januar 2019 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ an. Die Erstanwendung dieses Standards hat auf zwei zentrale finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des Konzerns einen wesentlichen Impakt, nämlich auf den EBITDA sowie (mittelbar über den EBITDA) auf den CFPS.

Der neue Standard IFRS 16 führt ein Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers einerseits als Aktivum (Nutzungsrecht) darzustellen sind, da ein Recht auf die Nutzung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts besteht. Andererseits ist eine Leasingverbindlichkeit bilanziell auszuweisen, die die Verpflichtungen (konkret: diskontierte künftige Pachtzahlungen) widerspiegelt. Diese bilanzielle Verarbeitung führt dazu, dass in der Gewinn- und Verlustrechnung Pacht- und Mietaufwand größtenteils durch die Abschreibungen auf das Aktivum (Nutzungsrecht) aus dem Leasingverhältnis sowie durch Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten ersetzt wird.

Demzufolge wird der EBITDA nach Einschätzung des Konzerns durch die Erstanwendung des neuen Standards IFRS 16 wesentlich beeinflusst. Es entsteht auch die Notwendigkeit die Berechnung des CFPS wie folgt anzupassen:

‚EBITDA‘ = KONZERN EBITDA GEM. IFRS

NETTO CASHFLOW = EBITDA minus effektive Zinszahlungen minus effektive Steuerzahlungen

Bereinigung der effektiven Zins- und Steuerzahlungen, die den Zeitraum vor einer Akquisition betreffen

Bereinigung der einmaligen Zinszahlungen aus Refinanzierung

Bereinigung um den gezahlten Pachtaufwand, der nicht bereits im Betriebsaufwand enthalten war

CFPS = Netto Cashflow dividiert durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien

Für genauere Angaben zum Einfluss der Erstanwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss wird auf den Konzernanhang verwiesen.

STEUERUNGSKENNZAHLEN NICHT FINANZIELLER ART

In Ergänzung zu den finanziellen Kennzahlen setzt 7C Solarparken im Konzern stark auf die individuellen quantitativen Indikatoren der Solaranlagen, Produktion (GWh/ MWh bzw. kWh), Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) und Performance Ratio. Diese werden in monatlichen Budgets erneuert und in einem Management Reporting dargestellt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

DEUTSCHER PHOTOVOLTAIKMARKT

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 2 GWp (2018H1: 1,4 GWp) neu in Deutschland installiert worden, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung der installierten Leistung um 50% entsprach.

Der Anstieg des deutschen Zubaus an Solaranlagen lässt sich laut Bundesnetzagentur mit über 1,8 GWp vor allem bei den Dachanlagen und Freiflächenanlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten (Solaranlage < 750 kWp), beobachten.

Solaranlagen < 750 kWp (Freiflächen- und Dachanlagen) stellten im Jahr 2018 eine hervorragende Investitionsklasse dar, weil die Einspeisevergütungssätze seit Anfang 2017 kaum abgenommen hatten unter deutlich sinkenden Systempreisen. Daher stellten solche Anlagen Ende 2018 eine lukrative Investitionsmöglichkeit dar. Der Gesetzgeber hat diese Entwicklung mit der Verabschiedung des seit 1. Januar 2019 geltenden Energiesammelgesetzes korrigiert. In den Monaten Februar bis April 2019 galten Sonderdegressionen auf Einspeisevergütungen für Anlagen, die ab diesen Monaten in Betrieb genommen wurden. Der erste Entwurf des Energiesammelgesetzes wurde aber bereits im November 2018 bekanntgegeben, sodass eine Vielzahl von Anlagen noch Ende 2018 in Auftrag gegeben wurde, die dann im Januar 2019 in Betrieb gegangen sind (0,6 GWp). Dieser Effekt hat somit erheblich zum Zubau im ersten Halbjahr beigetragen.

Wie aus der unten stehenden Grafik hervorgeht, haben die Einspeisevergütungen sich infolge der Einführung des Energiesammelgesetzes deutlich reduziert. Im Juni lag der anzulegende Wert für Dachanlagen bis 750 kWp noch bei EUR 86,50/MWh und für Freiflächen bis 750 kWp bei EUR 78,50/MWh.

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Für größere Anlagen (> 750 kWp) hingegen ist eine Teilnahme an dem Ausschreibungsverfahren, bei dem man sich um eine Vergütung bewerben muss, Pflicht. Mit der Verabschiedung des Energiesammelgesetzes wurden auch Sonderausschreibungen von insgesamt 4 GWp für die Jahre 2019-21 beschlossen. Die Volumina erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Für 2019 sind zwei zusätzliche Ausschreibungen mit jeweils 500 MWp (für Anlagen > 750 kWp) vorgesehen. Die erste war bereits am 1. März 2019 und die zweite folgt im Dezember 2019. Im Jahr 2020 wird es dann vier Zusatztermine geben mit einem Gesamtvolumen von 1,4 GWp. Und im Jahr 2021 ebenfalls vier Sonderausschreibungen mit insgesamt 1,6 GWp Leistung. In der Solarausschreibung im März 2019 konnte man eine Erholung der Zuschlagswerte im Vergleich zu den sehr niedrigen Werten aus 2018 feststellen. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei EUR 65,9/MWh im Vergleich zu den niedrigsten Werten aus 2018 (EUR 43,3 MWh), wie aus der Grafik hervorgeht. Der Konzern geht dabei davon aus, dass die Zuschlagswerte deswegen steigen, weil die ausgeschriebene Menge zugenommen hat und somit auch Projekte, die mehr Förderung brauchen, um profitabel betrieben werden zu können, den Zuschlag erhalten.

Immerhin sollte beachtet werden, dass Anlagen im Ausschreibungsverfahren wegen ihrer Leistungsklasse deutlich niedrigere Systempreise als die oben beschriebenen Anlagen bis 750 kWp aufweisen. Außerdem kommt hinzu, dass man im Falle einer Investition in eine Anlage, die im Ausschreibungsverfahren einen Zuschlag erhält, sich zuerst die Förderungshöhe sichert und die Anlage mit einer Frist von 18 Monaten bauen kann. Dies im Gegensatz zum Einspeisevergütungssatz, den man erst im Moment der Inbetriebnahme fixiert und somit nachdem der Systempreis als Investitionskosten bereits geleistet worden ist.

KLIMASCHUTZPROGRAMM 2030

Im September 2019 hat die Bundesregierung ein Klimaschutzprogramm 2030 verabschiedet. Es wurden eine Vielzahl an Maßnahmen in diesem Programm beschlossen, die zur Reduzierung der Co2 Emissionen beitragen sollen.

Am Relevantesten für die Solarbranche sowie auch für den Konzern ist die Abschaffung des 52 GWp Deckels für geförderte Solaranlagen sowie die mittelfristige Bepreisung des Co2-Ausstoßes.

Im EEG war bis jetzt ein maximaler Ausbau der Solaranlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten, auf 52 GWp festgelegt. Das bedeutete, dass sobald diese installierte Leistung erreicht ist, keine neuen Anlagen eine Einspeisevergütung beanspruchen können. Dieses Ausbauziel könnte nach Einschätzung des Konzerns bereits im Jahr 2020 erreicht werden. Mit der Aufhebung des 52 GWp Deckels werden somit mehr neue Solaranlagen (< 750 kWp) für einen längeren Zeitraum mit einer (sinkenden) Einspeisevergütung gefördert werden. Da der Konzern vor allem in der Entwicklung und dem Erwerb von kleineren Anlagen (< 750 kWp) aktiv ist, wird dies nach aller Wahrscheinlichkeit mittelfristig als positive Entwicklung einzustufen sein.

Darüber hinaus soll es zu einer Bepreisung von Co2 -kommen. Obwohl es sich gemäß den Medienberichten nicht um eine unmittelbare Steuer auf Co2-Ausstoß handeln wird, sondern vielmehr um eine Intensivierung des Zertifikathandels, wird prinzipiell jegliche Bepreisung von Co2 dazu führen, dass die Produktionskosten von konventionellen Energiequellen zur Stromerzeugung (z.B. Kohle, Gas) steigen werden, sodass der Strompreis tendenziell zunehmen wird. Dies wird Investitionen in den Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen interessanter machen. Der Zeitraum der stufenweise Erhöhung des Co2 Preises, den sich die Bundesregierung dabei gesteckt hat, ist so langfristig, dass sich für den Konzern kurz- bis mittelfristig erstmals nichts ändern wird.

ENTWICKLUNG DER STROMERZEUGUNG IN DEUTSCHLAND IM ERSTEN HALBJAHR 2019

Die Summe der erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse lag im ersten Halbjahr 2019 bei ca. 125,3 TWh. Sie liegen damit um ca. 10% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums mit 113,9 TWh. Der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d.h. dem Stommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, liegt bei ca. 47%. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung beträgt ca. 41%. Die Bruttostromerzeugung enthält auch die Eigenerzeugung der Industrie sowie die internen Verluste der konventionellen Kraftwerke. Beider Anteile werden nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

NETTOSTROMPRODUKTION (TWH) 2019H1 2018H1 VERÄNDERUNG GESAMTANTEIL IN %
Markt 264,1 266,2 -0,8% 100,0%
Kernenergie 34,7 34,8 -0,3% 13,1%
Braunkohle 53,0 66,9 -20,7% 20,1%
Steinkohle 26,4 34,6 -23,7% 10,0%
Erdgas 24,6 21,2 16,3% 9,3%
Erneuerbare Energien 125,3 113,9 10,1% 47,4%
davon:
Wasser 10,5 11,1 -4,9% 4,0%
Wind 67,2 56,4 19,2% 25,4%
PV 25,1 23,8 5,6% 9,5%
Biomasse 22,6 22,6 0% 8,6%

Quelle: Fraunhofer-Institut: Stromerzeugung in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 – Eigene Darstellung

Photovoltaikanlagen speisten im ersten Halbjahr 2019 ca. 25,1 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,3 TWh bzw. 5,6% erhöht.

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2019 ca. 92,3 TWh gegenüber 80,2 TWh im ersten Halbjahr 2018. Damit liegen sie auf dem ersten Platz der Stromquellen und konnten erstmals mehr Strom erzeugen als Braunkohle und Steinkohle in Summe (79,4 TWh).

Signifikant hat die Nettoproduktion der konventionellen Energieträger Braunkohle und Steinkohle abgenommen, was mit den gestiegenen Kosten für Co2-Zertifikate und den gesunkenen Börsenstrompreisen zusammenhängt.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

GESCHÄFTSVERLAUF 2019

Das Anlagenportfolio* generierte im ersten Halbjahr 2019 mit 91 GWh eine um 27% höhere Produktion als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

2019H1 2018H1 Änderung
GWh* 91,0 71,6 27,1%
kWh/kWp* 568 552 2,9%
Gewichtete durchschnittliche Leistung* 158,8 126,6 25,4%

*inkl. Windanlage

Diese rasante Zunahme ist einerseits auf die deutliche Steigerung der gewichteten durchschnittlichen Kapazität (+25,4%) zurückzuführen, steht aber andererseits mit der leichten Zunahme des spezifischen Ertrages in kWh/kWp (+2,9%) in Verbindung. Hauptsächlich haben bessere Witterungsbedingungen im Vergleich zur Vorjahresperiode zu dieser positiven Erhöhung des Ertrages pro installierter Leistungseinheit beigetragen. Dabei ist hervorzuheben, dass das 1. Halbjahr 2018 bereits ein sehr gutes Sonnenhalbjahr war und über dem langjährigen Durchschnitt der Vergleichsjahre liegt.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2017-2019

Während des Geschäftsjahres 2018 wurden die Zielsetzungen des Geschäftsplans 2017-2019 „Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler“ wie folgt umgesetzt:

STRATEGISCHE TRANSAKTION # 1:

ERWERB DES AMATEC-GESCHÄFTSBETRIEBS

Zur Umsetzung der Zusammenarbeit mit einem Entwickler hat die 7C Solarparken im ersten Quartal 2018 den Kauf des Amatec-Geschäftsbetriebs bekannt gegeben. Die Amatec Projects GmbH fokussiert sich auf die Entwicklung von Solaranlagen in Deutschland. Der gekaufte Geschäftsbetrieb besteht aus einer Vielzahl an Projekten in unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit einem Leistungsvolumen von insgesamt 15 MWp. Des Weiteren verfügt der Geschäftsbetrieb über ein Portfolio an Projekten die sich in einer Frühentwicklungsphase befinden und ein Leistungsportfoliopotential von mehr als 40 MWp aufweisen. Im Rahmen des Erwerbs dieses Geschäftsbetriebs hat die 7C Solarparken zudem die Vorkaufsrechte an drei bereits bestehenden Anlagen mit einem Leistungsvolumen von insgesamt 4 MWp erlangt.

Die Amatec Projects GmbH konzentriert sich seit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs auf die Entwicklung von Solaranlagen. Zu diesen Entwicklungsdienstleistungen gehören insbesondere die Sicherung von Pachtflächen durch den Abschluss von Pachtverträgen, die Herbeiführung von den für die Netzreservierung und den Anschluss benötigten Genehmigungen und Verträgen, die baurechtliche Planung der Solaranlage bis hin zur Vergabe und Verfolgung des Baus durch einen dritten Generalunternehmer. Gelegentlich übernimmt die Amatec Projects GmbH für konzerninterne Projekte die Beschaffung von Komponenten für neu zu errichtende Solaranlagen sowie die Planung und Überwachung des Baus von Solaranlagen. Insofern ändert sich durch diesen Erwerb das Risikoprofil der 7C Solarparken in geringem Umfang.

Die Erweiterung um diese Entwicklungsaktivität hat jedoch deutliche Auswirkungen auf die Konzernsteuerungsgrößen „EBITDA“ und „CFPS“. Aufgrund der Besonderheiten des Geschäftsmodells eines Projektentwicklers, der ausschließlich als konzerninterner Dienstleister tätig wird, verringert sich der EBITDA insbesondere durch die anfallenden Personalkosten, denen keine externen Umsatzerlöse bzw. Erträge aus Entwicklungsprämien gegenüberstehen.

Mit dem Erwerb des Amatec Geschäftsbetriebs wurden die wesentlichen Voraussetzungen für das Leistungswachstum auf 150 MWp gem. der strategischen Transaktion # 1 geschaffen, das bereits im dritten Quartal 2018 mit einer Leistung von 153 Mwp erreicht worden ist.

ABSCHLUSS EINER ALTERNATIVEN FINANZIERUNG

Die 7C Solarparken AG hat im ersten Quartal 2018 einen Schuldschein mit einem Volumen i.H.v. EUR 25,0 Mio. begeben. Der Schuldschein hat eine Fälligkeit mit 5 bis 7 Jahren und wird am Ende der Laufzeit getilgt. Der Zinssatz beträgt durchschnittlich 2,78% p.a.

Der Schuldschein ist für die 7C Solarparken insbesondere deshalb attraktiv, weil die hierdurch erhaltenen liquiden Mittel als Eigenmittel bei der Investition in Solaranlagen im Rahmen der konzerninternen Finanzierung zuzüglich zur Projektfinanzierung eingesetzt werden können. Geplant ist, EUR 15 Mio. der alternativen Finanzierung einzusetzen, um zusätzliche EUR 35 Mio. an Projektfinanzierung aufzunehmen, sodass insgesamt EUR 50 Mio. in Solaranlagen finanziert werden können. Damit erfüllt der Schuldschein die Bedingungen für die alternative Finanzierung gem. des strategischen Plans 2017-2019.

Mit dem Restbetrag von EUR 10,0 Mio. hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine teure Projektfinanzierung getilgt, sodass die Nettoverschuldung des Konzerns nicht zu dynamisch zugenommen hat und laufender Zinsaufwand verringert werden konnte.

STRATEGISCHE TRANSAKTION # 2: Co-INVESTMENT MODELL BZW. M&A TRANSAKTION

Im Hinblick auf die geplante zweite strategische Transaktion hat der Vorstand nach einer intensiven Analyse des Marktes entschieden, das Wachstum auf 200 MWp bis Ende 2019 sowie den weiteren Ausbau auf 220 MWp bis Ende 2020 aus eigener Kraft umzusetzen und hat dafür den Geschäftsplan 2018-2020 vorgestellt.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2018-2020

Der Geschäftsplan 2018 – 2020 sieht das Anheben des IPP Portfolios von 154 MWp Ende 2018 auf 220 MWp bis Ende 2020 vor. Rein rechnerisch bedeutet dies für einen Zeitraum von zwei Jahren oder 8 Quartalen eine Zuhnahme von 8,25 MWp pro Quartal. Das Bestandsportfolio erhöhte sich in den ersten 6 Monaten 2019 bereits von 154 MWp auf 171 MWp. Die Erhöhung um 17 MWp liegt also etwas über dem Sollbetrag für zwei Quartale (16,5 MWp). Bis zur Veröffentlichung des 2019H1 Geschäftsberichts ist das Bestandsportfolio weiter auf 187 MWp gewachsen. Damit sieht sich der Vorstand auf gutem Weg, die gesteckten Ziele des Geschäftsplans 2018-2020 zu erreichen.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ

7C Solarparken erzielte in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von EUR 22,8 Mio. (2018H1: EUR 20,4 Mio.). Diese Umsätze wurden zu 99% aus dem Verkauf von Strom aus den Solaranlagen sowie dem dem ersten Windpark Medard 2 erzielt.

Der Erlösanstieg beim Verkauf von Strom um 11,2% auf EUR 22,5 Mio. (2018H1: EUR 20,2 Mio.) resultiert vor allem aus dem erstmaligen Einbezug der im Vorjahr erworbenen Solaranlagen (+EUR 0,9 Mio.), den Umsätzen aller fertiggestellten Neubauten in 2018 und 2019 (+EUR 0,5 Mio.) sowie aus den Ertragsbeiträgen der in der Berichtsperiode erworbenen Solar/Windanlagen (+EUR 0,4 Mio.). Darüber hinaus hat die Erhöhung des spezifischen Ertrags des ersten Halbjahres auf 568 kWh/kWp (2018H1: 552 kWh/kWp) infolge der Witterungsbedingungen zu einer Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 1,8% geführt (+EUR 0,4 Mio.).

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken in Höhe von EUR 1,9 Mio. (2018H1: EUR 1,0 Mio.).

Der Großteil der sonstigen Erträge der Berichtsperiode resultiert aus dem negativen Unterschiedsbetrag aus durchgeführten Unternehmenserwerben i.H.v. EUR 0,8 Mio. (2018H1: Mio. 0,8 Mio.).

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge mit EUR 0,9 Mio. erhöht. Dies steht vor allem mit dem einmaligen Ertrag aus einem Vergleich mit einem Modulhersteller (EUR 0,6 Mio.) in Verbindung.

Darüber hinaus konnten im 2019H1 verschiedene Rückstellungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. aufgelöst werden (2018H1: EUR 0,1 Mio.), unter anderem die Rückstellung für einen überteuerten Mietvertrag aus dem Erwerb des Amatec Geschäftsbetriebs in Höhe von TEUR 102.

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum planmäßig von TEUR 688 auf TEUR 709. Die Zunahme des Personalaufwands ist zum einen auf den Erwerb des Projektentwicklungsteams im Februar des letzten Jahres zurückzuführen, das im ersten Halbjahr 2018 nur anteilig in den Personalkosten enthalten war.

Der Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2019 neben den beiden Vorständen 17 Mitarbeiter (2018H1: 18 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG. Durchschnittlich beschäftigte der Konzern während der Berichtsperiode 17 Mitarbeiter (2018H1: 18 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG.

SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf EUR 2,5 Mio. (2018H1: EUR 2,8 Mio.). Der Rückgang von TEUR 1.457 auf TEUR 935 in den Betriebskosten für die Solar/Windparks ist im Wesentlichen auf die Anwendung von IFRS 16 ab dem 01.01.2019 zurückzuführen. Pachtzinsen und Mieten bezüglich Flächen, auf denen Solar/Windparks betrieben werden, stellten im Vorjahreszeitraum noch Kosten für die Solarparks/Windparks dar, nunmehr bilden sie einen Teil der Tilgung der neuen Bilanzposition „Leasingverbindlichkeiten“. Ohne die Anwendung von IFRS 16 würden die Betriebskosten für die Solar/Windparks im Berichtszeitraum um TEUR 478 steigen. Darüber hinaus, wurden im Vorjahreszeitraum einmalige Reparaturen i.H.v. TEUR 181 getätigt, die die Kosten für Solar/Windparks negativ beeinflusst haben.

Bereinigt um diese zwei Sondereffekten, lägen die Betriebskosten für Solar/Windparks bei TEUR 1.594 (+ 9%), was auf das Wachstum des Portfolios zurückzuführen ist.

Die Kosten für den Betrieb der Solarparks betreffen Aufwendungen wie Reparaturen und Instandhaltung sowie Versicherungen, Eigenstrombedarf, Materialkosten und Kosten für die Rasen-/Grünpflege.

Auch die Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb, unter anderem Kfz-, EDV- und Telekommunikationskosten, sind im sontigen Betriebsaufwand erhalten. Diese Aufwendungen blieben insgesamt in etwa unverändert im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018.

EBITDA

Der 7C Solarparken Konzern hat einen EBITDA von EUR 21,5 Mio. erzielt (2018H1: EUR 18,0 Mio.), was einer deutlichen Steigerung um 19,3% entspricht.

Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 88,2% in 2018H1 auf 94,2% in 2019H1. Die Erhöhung der EBITDA-Marge hängt zum einen mit dem Einmaleffekt aus dem Vergleich mit einem Modulhersteller in 2019H1 i.H.v. EUR 0,6 Mio. zusammen, zum anderen mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16, bei der die Pachtaufwendungen nicht mehr den Betriebsaufwendungen zuzuordnen sind.

ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 11,2 Mio. (2018H1: EUR 9,6 Mio.). Die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen ist auf die Erweiterung des PV/Wind-Anlagen-Portfolios (+EUR 1,0 Mio.) sowie auf die Abschreibungen der Nutzungsrechte (EUR 0,6 Mio.) zurückzuführen. Diese Nutzungsrechte wurden im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ erstmals bilanziell erfasst und beziehen sich hauptsächlich auf das Recht eine gemietete Fläche über eine vertragliche Laufzeit zu nutzen. Die Nutzungsrechte werden über diese Laufzeit abgeschrieben.

EBIT

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist von EUR 8,4 Mio. im ersten Halbjahr 2018 auf EUR 10,3 Mio. im ersten Halbjahr 2019 angestiegen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 45,3% (2018H1: 41,3%).

BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

Während in der Vergleichsperiode 2018H1 Beteiligungs- und Finanzverluste von EUR 4,0 Mio. ausgewiesen wurden, beliefen sich diese in der Berichtsperiode auf EUR 3,0 Mio. Die Abnahme ist einerseits darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode noch eine Vorfälligkeitsentschädigung von EUR 1,0 Mio., hauptsächlich für die vorzeitige Tilgung der Projektfinanzierungen der Säugling Solar GmbH & Co. KG bezahlt wurde. Zweitens ist die Abnahme auf die vollständige Rückzahlung der hochverzinsten Projektfinanzierungen der Solarpark Hohenberg GmbH (Zinssatz: 4,9%) im Laufe des ersten Halbjahr 2019 zurückzuführen. Darüber hinaus hat der Konzern Finanzerträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von EUR 0,3 Mio. und Finanzerträge aus der Auflösung von Zinsswaps i.H.v. EUR 0,1 Mio. erwirtschaftet.

PERIODENERGEBNIS

Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand belief sich im Berichtszeitraum 2019 insgesamt auf EUR 1,8 Mio. (2018H1: Steueraufwand EUR 0,5 Mio.). Das Periodenergebnis von EUR 5,5 Mio. (2018H1: EUR 3,9 Mio.) setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 5.464 sowie dem Ergebnis nicht beherrschender Gesellschafter von TEUR 63 zusammen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage der 7C Solarparken setzt sich zu rund 82% (2018: 84%) aus langfristigen Vermögenswerten zusammen. In der Berichtsperiode nahmen die langfristigen Vermögenswerte einerseits durch die rege Investitionstätigkeit, andererseits durch Bilanzierung von Nutzungsrechte aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ ab 01.01.2019 zu.

Der Konzern hat im Berichtszeitraum EUR 11,2 Mio. in die Erweiterung des Solaranlagenportfolios investiert, EUR 2,5 Mio. an Solaranlagen, die sich am 31.12.2018 im Bau befanden, wurden im Berichtszeitraum fertiggestellt. Gegenläufig hat sich eine Umgliederung von Solaranlagen in die Nutzungsrechte aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 um EUR 3,4 Mio. zum 01.01.2019 ausgewirkt. Es handelt sich dabei um Miet- und Pachtverträge, deren einmalige (d.h. bereits abgegoltene) Pachtzahlung bisher in den Solaranlagen dargestellt wurde. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 10,3 Mio. Demzufolge ist der Buchwert der Solaranlagen in der Summe mit EUR 266,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 266,2 Mio.) konstant geblieben.

Im Berichtszeitraum hat der Konzern eine Investition von EUR 6,5 Mio. in eine erste Windanlage getätigt. Die Solarparks im Bau stiegen in der Summe mit EUR 2,0 Mio. an.

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ ergibt sich bei den langfristigen Vermögenswerten eine neue Position „Nutzungsrechte“. Hier sind sämtliche Vermögenswerte aus Leasingsvereinbarungen des Konzerns erfasst. Der Wert der Nutzungsrechte belief sich zum 30.06.2019 auf EUR 17,1 Mio.

Die immateriellen Vermögenswerte der 7C Solarparken beliefen sich zum 30. Juni 2019 auf EUR 4,8 Mio. (2018: EUR 3,1 Mio.) und beinhalteten insbesondere Projektrechte sowie die Serviceverträge der Betriebsführung von Anlagen von Dritten, die im Zuge der Unternehmenserwerbe in der Berichtsperiode erworben wurden.

Die Grundstücke und Gebäude, d.h. das sog. PV Estate, sind auf EUR 10,2 Mio. (2018: EUR 9,6 Mio.) angewachsen. Bei den Zugängen handelt es sich um Grundstücke in Brandenburg a.d. Havel (Brandenburg), Osterode (Niedersachsen) und Henschleben (Thüringen). Insgesamt vergrößerte sich das PV Estate Portfolio mit diesen Erwerben um 19,2 ha auf 129,4 ha.

Aktive latente Steuern wurden auf Verlustvorträge und auf Neubewertungen der Verbindlichkeiten sowie auf Aufwertungen des Anlagevermögens infolge der Kaufpreisallokation von Unternehmenserwerben angesetzt. Ferner werden in den Parks Sonderabschreibungen nach § 7g EStG sowie degressive Abschreibungen gem. § 235 Abs. 3 HGB (Fassung 2008) geltend gemacht. Die hieraus entstehenden Verlustvorträge können steuerlich genutzt werden.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von EUR 54,8 Mio. am Jahresende 2018 auf EUR 71,5 Mio. zum 30. Juni 2019 erhöht. Dies ist hauptsächlich auf einen Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte, die im Wesentlichen aus einer Forderung i.H.v. EUR 15,2 Mio. gegenüber Investoren zusammensetzt, die in der im Juni 2019 durchgeführten Kapitalerhöhung neue Aktien der 7C Solarparken AG gezeichnet haben.

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Die Netzbetreiber zahlen immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift aus. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag 2019 (EUR 7,1 Mio.) aus Umsätzen aus den sonnenstarken Monaten Mai/Juni zusammen, während die Forderungen zum Ende des Geschäftsjahres 2018 (EUR 1,0 Mio.) aus den einstrahlungsschwachen Monaten November/Dezember resultieren.

Die Modulvorräte haben sich in der Berichtsperiode im Wesentlichen aufgrund des Vergleichs mit einem Modulhersteller um EUR 0,5 Mio. auf EUR 1,5 Mio. erhöht.

Zum 30. Juni 2019 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von EUR 44,7 Mio. (2018: EUR 49,5 Mio.). Hiervon sind EUR 14,9 Mio. (2018: EUR 16,8 Mio.) mit Verfügungsbeschränkungen für Projektreserven und Avale belegt. Der Erlös der Kapitalerhöhung aus Juni 2019 ist in den liquiden Mitteln nicht erhalten, da dieser dem Konzern erst im Juli 2019 zugeflossen ist.

Die Bilanzsumme ist von EUR 345 Mio. auf EUR 389 Mio. angestiegen.

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2019 auf EUR 119,4 Mio. (2018: EUR 104,7 Mio.). Der Anstieg in Höhe von EUR 14,6 Mio. beziehungsweise um 14,0% basiert hauptsächlich auf der im Berichtszeitraum durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen von einer Privatplatzierung (EUR 15,2 Mio.) sowie dem positiven Geschäftsergebnis (EUR 5,5 Mio.) unter Berücksichtigung der Auszahlung einer Dividende i.H.v. EUR 5,9 Mio. Der Erlös dieser Kapitalerhöhung wurde der Muttergesellschaft des Konzerns erst am 02.07.2019 gutgeschrieben.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 30,4% zum 31. Dezember 2018 auf 30,7% zum 30. Juni 2019.

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Konzern beliefen sich zum 30. Juni 2019 insgesamt auf EUR 224,3 Mio. (2018: EUR 209,4 Mio.). Es handelte sich hier um die Darlehen zur Finanzierung der Solarparks und der erworbenen Windkraftanlage, der Immobilien des sog. PV Estate sowie auch des im Vorjahr emittierten Schuldscheins.

Die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 13,8 Mio. (2018: 1,2 Mio.). Die Zunahme ist ausschließlich auf die Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse zurückzuführen. Am 01.01.2019 wurden EUR 11,8 Mio. Leasingverbindlichkeiten, denen in gleicher Höhe Nutzungsrechte zuzuordnen sind, erstmalig bilanziell erfasst. Im Berichtszeitraum haben solche Leasingverbindlichkeiten einerseits durch Unternehmenserwerbe mit EUR 1,4 Mio. zugenommen, andererseits wurden sie durch die Entrichtung von Pachtzahlungen um EUR 0,6 Mio. getilgt.

Der Anstieg der passiven latenten Steuern von EUR 14,0 Mio. auf EUR 15,8 Mio. steht im Zusammenhang mit dem Ansatz des Sachanlagevermögens zum Zeitwert im Rahmen der im Berichtszeitraum durchgeführten Kaufpreisallokationen.

Bei den langfristigen Rückstellungen war eine leichte Zunahme um EUR 0,7 Mio. in den ersten 6 Monaten 2019 im Vergleich zum 31.12.2018 zu verzeichnen. Dies war vor allem auf die Rückbaurückstellungen zurückzuführen, die im Wesentlichen auf Grund der Unternehmenszusammenschlüsse sowie anderen Portfolioveränderungen und Effekten aus der Aufzinsung um EUR 0,8 Mio. anstiegen. Daneben nahm die Drohverlustrückstellung mit EUR 0,1 Mio. ab, weil ein Mietvertrag für ein Bürogebäude frühzeitig beendet werden konnte.

FINANZLAGE UND KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Veränderung des Finanzmittelfonds betrug zum 30.06.2019 EUR -4,9 Mio. (2018H1: EUR 12,6 Mio.). Dabei wurde der Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit i.H.v. EUR 11,0 Mio. eingesetzt, um den Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. EUR 1,8 Mio. und aus der Investitionstätigkeit i.H.v. EUR 14,2 Mio. auszugleichen, was per Saldo zu einer Reduzierung des Finanzmittelfonds führte. Insgesamt verfügte der Konzern zum 30.06.2019 über EUR 44,7 Mio. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die einzelnen Zahlungsmittelzu- bzw. -abflüsse stellten sich wie folgt dar:

Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg mit EUR 11,0 Mio. im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 (EUR 3,9 Mio.) deutlich an. Er setzte sich im Wesentlichen aus dem positiv verlaufenden operativen Geschäft der Solarparks und den hieraus erfolgten Einzahlungen zusammen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug minus EUR 14,2 Mio. (2018H1: minus EUR 12,8 Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus dem Nettozahlungsmittelabbfluss aus den unterschiedlichen Unternehmenserwerben (EUR 5,8 Mio.), den Investitionen in Sachanlagen (EUR 3,7 Mio.) – insbesondere Solaranlagen, Anzahlungen auf Solaranlagen im Bau (EUR 4,4 Mio.), Netto-Investitionen in Finanzanlagen (EUR 0,1 Mio.) sowie dem Erwerb von immatriellen Vermögenswerten (EUR 0,1 Mio.).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus EUR 1,7 Mio. (2018H1: EUR 21,5 Mio.). Die Einzahlung aus der Ausgabe von neuen Aktien i.H.v. EUR 15,2 Mio. (2018H1: EUR 11,9 Mio.), die Ende Juni 2019 durchgeführt wurde, ist in diesen Zahlen noch nicht enthalten, da der Mittelzufluss erst am 02.07.2019 im Konzern festgestellt werden konnte. Dieser Betrag umfasst die Einzahlung aus neuen Finanzierungen i.H.v. EUR 23,7 Mio. (2018H1: EUR 11,9 Mio.). Cash mindernd wirkte sich die Rückzahlung von in Anspruch genommenen Darlehen und Leasingverbindlichkeiten i.H.v. EUR 19,3 Mio. sowie die Auszahlung einer Dividende i.H.v. EUR 5,9 Mio. aus.

Bezüglich der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Der Konzern war zu jeder Zeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Zusammenfassend ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv zu betrachten. Die sich abzeichnende Verbesserung des EBITDA sowie die Erweiterung des Anlagenportfolios spiegelt die Unternehmensplanung und Intention einer nachhaltigen und kontinuierlichen Geschäftsentwicklung erfolgreich wider. Der Vorstand beurteilt diese Entwicklung als positiv und sieht die Möglichkeit der weiteren Verbesserung des Unternehmenserfolgs durch die sukzessive Ausführung der strategischen Pläne.

PROGNOSEBERICHT

Unter Berücksichtigung der Normalisierung der Wetterverhältnisse und der zeitanteiligen Kapazitätserweiterung im Rahmen der im Berichtsjahr getätigten Investitionen, die sich in 2019 erstmalig ganzjährig in der Ertragslage auswirken werden, erwartet der Vorstand für den Konzern eine Steigerung der Umsatzerlöse auf EUR 41,0 Mio. und einen EBITDA von mindestens EUR 35,0 Mio.

Der Vorstand geht bei seiner EBITDA Prognose für das Geschäftsjahr 2019 für den Konzern davon aus, dass der EBITDA, im Vergleich zum EBITDA des Jahres 2018 (EUR 35,1 Mio.) mit mindestens EUR 35,0 Mio. im Minimum nahezu gleich bleiben wird. Belastend auf den EBITDA wirken sich dabei die kalkulierte Normalisierung der Wetterverhältnisse mit EUR 3,0 Mio. sowie eine Reduzierung der Einmaleffekte bei den sonstigen betrieblichen Erträgen mit EUR 0,4 Mio. aus. EBITDA steigernd sind die Volljahreseffekte der Akquisitionen aus 2018 mit EUR 1,2 Mio. sowie die Akquisitionen aus Q1 2019 mit EUR 1,4 Mio. Schließlich bewirkt die IFRS 16 Umstellung ab 2019 einen positiven Effekt auf den EBITDA mit EUR 1,0 Mio.

Der Vorstand prognostiziert den Cash Flow je Aktie für 2019 auf mindestens EUR 0,50 je Aktie. Damit wird sich der Cash Flow je Aktie nach dem außergewöhnlich guten Ergebnis 2018 auf ein nachhaltiges Niveau normalisieren.

Prognose Konzernzahlen 2019
IN MIO. EUR 2018 (IST) 2019 (PROGNOSE)
Umsatz 40,3 41,0
EBITDA 35,1 >35,0
CFPS (EUR) 0,60 >0,50

Die Produktion wird auf 160 GWh und der Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/kWp) auf 1.003 kWh/ kWp prognostiziert. Die Performance Ratio der Anlagen soll in Folge im Geschäftsjahr 2018 bei 80% liegen.

Dieser Ausblick beruht auf folgenden Annahmen:

Keine rückwirkenden regulatorischen Eingriffe;

Keine signifikanten Abweichungen von den langjährigen Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes von April bis Dezember;

Das Bestandsportfolio von 167 MWp (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts) wird für 6 Monate in den prognostizierten Finanzkennzahlen angesetzt;

Der kontinuierliche Ausbau auf 200 MWp bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 trägt zum Umsatz oder EBITDA nicht bei;

Keine weiteren Umfinanzierungen;

Keine weiteren Kapitalerhöhungen.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKEN

Hinsichtlich der Beschreibung des Risikomanagementsystems (RMS) wird auf die im Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts des Geschäftsjahres 2018 gemachten Angaben verwiesen. Die Risiken, denen die 7C Solarparken ausgesetzt ist, wurden ebenfalls detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2018 dargestellt.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichtes 2019 keine bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft bzw. des Konzerns bekannt.

CHANCEN

Die wesentlichen Chancen, die sich der 7C Solarparken bieten, wurden detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2018 dargestellt.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2019 BIS ZUM 30. JUNI 2019

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2019

AKTIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17 1.480 655
Immaterielle Vermögenswerte 17 4.835 3.055
Grundstücke und Gebäude 16 10.168 9.589
Solarparks 6, 16 266.197 266.234
Solarparks im Bau 16 5.319 3.367
Nutzungsrechte 6, 16 17.107 -
Windparks 16 6.346 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 16 322 351
Sonstige langfristige Vermögenswerte 6, 14 319 1.145
Andere Finanzanlagen 811 493
Aktive latente Steuern 4.917 5.291
Summe langfristige Vermögenswerte 317.820 290.181
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 13 1.456 928
Geleistete Anzahlungen 14 384 713
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 7.052 1.033
Steuererstattungsansprüche 252 216
Sonstige Vermögenswerte 14 17.678 2.351
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 44.667 49.533
Summe kurzfristige Vermögenswerte 71.488 54.774
Bilanzsumme 389.307 344.955

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2019

PASSIVA
in TEUR Anhangangabe 30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 18.1 58.733 53.394
Kapitalrücklagen 18.2 36.289 26.649
Sonstiges Ergebnis aus Hedging 18.2 -63 -65
Gewinnrücklagen 18.2 23.826 24.235
Währungsumrechnungsrücklage 18.2 -7 -6
Nicht beherrschende Anteile 591 528
Eigenkapital 119.370 104.735
Schulden
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 20 195.032 185.934
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 6, 20 12.756 1.091
langfristige Rückstellungen 22 11.441 10.739
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 21 121 121
Passive latente Steuern 15.799 14.014
Summe langfristige Schulden 235.148 211.899
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 1.250 1.191
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 20 29.478 24.165
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 20 1.085 148
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 1.699 1.739
Sonstige Verbindlichkeiten 21 1.278 1.077
Summe kurzfristige Schulden 34.790 28.321
Summe Schulden 269.938 240.220
Bilanzsumme 389.307 344.955

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019

in TEUR Anhangangabe 2019H1 2018H1
Umsatzerlöse 9.1 22.783 20.392
Sonstige betriebliche Erträge 9.2 1.909 1.037
Personalaufwand 10.1, 10.3 -709 -688
Sonstige Betriebsaufwendungen 10.2 -2.515 -2.752
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 21.468 17.990
Abschreibungen 16, 17 -11.157 -9.566
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 10.311 8.424
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 349 20
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -3.350 -3.994
Beteiligungs- und Finanzergebnis 11 -3.002 -3.974
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 7.310 4.450
Ertragsteuern -1.784 -506
Periodenergebnis 5.526 3.945
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 5.464 3.911
davon Nicht beherrschende Anteile 63 34
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.1 0,10 0,08
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.2 0,10 0,08

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019

in TEUR 2019H1 2018H1
Periodenergebnis 5.526 3.945
Posten, die in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Marktwertänderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente 4 -4
Währungsumrechnung -1 -
Steuern -1 1
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1 -3
Konzerngesamtergebnis 5.528 3.942
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 5.465 3.907
davon Nicht beherrschende Anteile 63 34

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019

in TEUR Anhangangabe 2019H1 2018H1
Periodenergebnis 5.526 3.945
– Abschreibungen auf Sachanlagen 16 11.077 9.518
– Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 17 80 25
- Wertminderung auf Geschäft- oder Firmenwert 17 - 23
– Negative Unterschiedsbeträge (Kaufpreisallokation) 7 -751 -763
– Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge -245 -130
– Netto-Finanzierungsaufwendungen 11 3.002 3.974
Gewinn oder Verlustanteil aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen bzw. Finanzanlagen sowie aus dem Abgang von Nutzungsrechten -18 -
– (plus) Steueraufwendungen 1.784 506
Veränderungen bei:
– Vorräten 13 -528 709
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 7, 14 -5.748 -4.237
– Geleistete Anzahlungen 7, 14 315 -134
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen 7, 21, 22 36 -5.661
Cash-Zufluss aus der betrieblichen Tätigkeit 14.547 7.774
Gezahlte Zinsen 11 -3.215 -2.710
Gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen 11 - -1.034
Gezahlte Ertragsteuern -290 -101
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 11.043 3.929
Erhaltene Zinsen 11 9 5
Netto-Investition in Finanzanlagen -119 -
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener liquider Mittel 7 -5.811 -9.510
Erwerb von Sachanlagen 16 -3.733 -307
Anzahlungen auf Anlagen im Bau 16 -4.421 -2.829
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 17 -88 -163
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14.162 -12.805
Einzahlungen aus der Ausgabe von Aktien 18 - 11.932
Einzahlungen aus der Ausgabe von Schuldscheinen 22 - 25.000
Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten 22 23.709 11.907
Einzahlungen aus Leasingverbindlichkeiten 6, 22 90 -
Transaktionskosten in Bezug auf Kredite und Ausleihungen 11 -100 -437
Transaktionskosten in Bezug auf Kapitalerhöhungen -277 -172
Rückzahlung von Krediten / Tilgungen 22 -18.613 -22.032
Rückzahlungen von Leasingverbindlichkeiten 22 -682 -35
Gezahlte Dividenden -5.873 -4.679
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.746 21.483
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -4.866 12.607
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar** 15 49.533 34.068
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni** 44.667 46.676

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

**Hinsichtlich der freien Verfügbarkeit der Zahlungsmittel verweisen wir auf die Anhangangabe 15.

VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS*

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Sonstiges Ergebnis aus Hedging Gewinn-
rücklage
Summe
Stand zum 1. Januar 2019 53.394 26.649 -6 -65 24.236 104.207
Gewinn 5.464 5.464
Sonstiges Ergebnis -1 2 1
Gesamtergebnis 0 0 -1 2 5.464 5.465
Transaktionskosten direkt in Equity -237 0 -237
Ausgabe von Stammaktien 5.339 9.878 15.217
Dividenden -5.873 -5.873
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 5.339 9.641 0 0 -5.873 9.107
Stand zum 30. Juni 2019 58.733 36.289 -7 -63 23.826 118.779
Stand zum 1. Januar 2018 46.792 16.545 -12 -60 23.147 86.413
Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 -110 -110
Angepaster Stand zum 1. Januar 2018 46.792 16.545 -12 -60 23.037 86.303
Gewinn 3.911 3.911
Sonstiges Ergebnis 0 -3 -3
Gesamtergebnis 0 0 0 -3 3.911 3.908
Transaktionskosten direkt in Equity -172 0 -172
Ausgabe von Stammaktien 4.679 7.253 11.932
Ausgeübte Optionen 0 0 0
Unternehmenszusammenschluss 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividenden -4.679 -4.679
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens -4.679 7.080 0 0 4.679 7.080
Stand zum 30. Juni 2018 51.471 23.625 -12 -62.861 22.268 97.290
in TEUR Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2019 528 104.735
Gewinn 63 5.526
Sonstiges Ergebnis 0 1
Gesamtergebnis 63 5.528
Transaktionskosten direkt in Equity -237
Ausgabe von Stammaktien 15.217
Dividenden 0 -5.873
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 9.107
Stand zum 30. Juni 2019 591 119.370
Stand zum 1. Januar 2018 482 86.895
Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 0 -110
Angepasster Stand zum 1. Januar 2018 482 86.785
Gewinn 34 3.945
Sonstiges Ergebnis 0 -3
Gesamtergebnis 34 3.942
Transaktionskosten direkt in Equity -172
Ausgabe von Stammaktien 11.932
Ausgeübte Optionen 0
Unternehmeszusammenschluss 0 0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Dividenden 0 -4.679
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 7.080
Stand zum 30. Juni 2018 516 97.806

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

Die Anhangangaben auf Seiten 39 bis 86 sind integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DEN ZEITRAUM VOM
1. JANUAR 2019 BIS ZUM 30. JUNI 2019

7C Solarparken Konzern

1. BERICHTENDES UNTERNEHMEN

Die 7C Solarparken AG (das „Unternehmen“ oder „7C Solarparken“) ist ein Unternehmen mit Sitz in Bayreuth, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet: An der Feuerwache 15, 95445 Bayreuth. Der Konzernzwischenabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als der „Konzern“ und einzeln als „Konzernunternehmen“ bezeichnet). Der Konzern investiert in Solaranlagen und seit diesem Jahr in beschränkten Umfang auch in Windkraftanlagen mit stetigem Kapitalrückfluss und geringem Risiko vor allem in Deutschland und Belgien (siehe Anhangangabe 5 und 8).

Hinsichtlich verwendeter Abkürzungen verweisen wir auf das in den Anhangangabe 26 dargestellte Abkürzungsverzeichnis.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß §37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Standard IAS 34 „Interim Financial Reporting“ (Zwischenberichterstattung) aufgestellt. Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten Vergleichsangaben zum Vorjahreshalbjahr. Die Konzernbilanz enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Grundsätze über Ansatz, Bewertung und Ausweis werden von allen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises einheitlich angewendet. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2018 gelten – insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs -und Bewertungsmethoden entsprechend. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2019 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2019 sind (Siehe Anhangangabe 6).

Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden vom Vorstand am 26. September 2019 zur Veröffentlichung genehmigt.

3. FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Dieser Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der 7C Solarparken AG (Mutterunternehmen) aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) dargestellt, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

4. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

4.1 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden sowie Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, die die im Konzernzwischenabschluss erfassten Beträge wesentlichen beeinflussen bzw. ein beträchtliches Risiko darstellen können, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 6 -- im Hinblick auf die Erstanwendung von IFRS 16 – „Leasingverhältnisse“ wurden für die Erstanwendung am 01.01.2019 sowie die Fortführung des neuen Standards im Wesentlichen Annahmen getroffen bezüglich der Dauer der Nutzungsrechte aus Miet- Pacht- sowie Gestattungsverträgen mit Verlängerungsoptionen, der Diskontierung sowie beim Ausweis der bisher in den Solaranlagen erfassten Werten von Nutzungsverträgen, in denen ein einmaliges Nutzungsentgelt vereinbart wurde.

Anhangangabe 7 -- in Hinblick auf den Erwerb von Tochterunternehmen: in den Fällen der vorläufigen Ermittlung beizulegender Zeitwerte aufgrund unvollständiger Informationen;

Anhangangaben 22 und 23 -- Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie Eventualforderungen und -verbindlichkeiten: Wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenzu- oder -abflusses sowie bei der Diskontierung;

Anhangangabe 25 -- Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Dazu gehört eine hausinterne Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert.

Der Vorstand führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Unternehmen die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, in der diese Bewertungen einzuordnen sind.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;

Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen;

Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 7 – Erwerb Tochterunternehmen.

5. VERZEICHNIS DER TOCHTERUNTERNEHMEN

Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns aufgeführt.

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die 7C Solarparken AG die unmittelbare oder mittelbare Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der 7C Solarparken AG im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 einbezogen:

BEZEICHNUNG SITZ BETEILIGUNG %
Solarpark Oberhörbach GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach M55 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Longuich GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Heretsried GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K40K65 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark CBG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark green GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Solar Energy ApS, Søborg Dänemark 100,00
Amatec Projects Management GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 5. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 11. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 21. Solarprojektgesellschaft mbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tristan Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zschornewitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Surya 1 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Melkor UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Tulkas Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Italia S.R.L., Imola Italien 100,00
ProVireo Projektverwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
ProVireo Solarpark 3. Schönebeck GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solar Park Blankenberg GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Glaswitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon 1. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Pinta Solarparks GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec Grundbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 20 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 21 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 22 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 23 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 25 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Bernsdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Calbe GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 30 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 31 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 32 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 33 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 34 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 35 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 36 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 37 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Derching GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Tangerhütte GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Windpark Medard 2 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Swan Energy NV, Mechelen Belgien 100,00
7C Solarparken NV, Mechelen Belgien 100,00
7C Rooftop Exchange BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Siberië Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Sabrina Solar BVBA, Mechelen Belgien 100,00
Solar4Future Diest NV, Mechelen Belgien 99,99
Solarpark Neudorf GmbH, Kasendorf Deutschland 100,00
Solarpark Hohenberg GmbH, Marktleugast Deutschland 83,00
Erste Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 20,00
Zweite Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 20,00
High Yield Solar Investments BV, Hilversum Niederlande 100,00
Solarpark Gutenberg GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark MGGS Landbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tannhäuser Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Lohengrin Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Solarparken AM GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Helbra Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Leasing GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Solarfonds Zwei Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Solarfonds Drei Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Espenhain Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Energy Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
SonnenSolarpark GmbH, Hausen Deutschland 100,00
Solarparken IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Maisach Deutschland 100,00
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Schauer Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zerre Infrastruktur GbR, Wiesbaden * Deutschland 30,00
Solarpark Zerre IV GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 Haftungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Säugling Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Carport Wolnzach GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sphinx Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
SPI Sachsen I GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Vardar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
7C Solarentwicklung GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Wandersleben GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 84,09
Solardach LLG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Stieten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Steinburg GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Halberstadt GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 51,52
Solardach Bitterfeld II GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Reetz Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Möckern Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin I Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin II Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin III Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trebbin IV Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt I Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt II Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt III Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt IV Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Säritz Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Folcwalding Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarparken Brandholz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00

* Die Hälfte der Beteiligung wird durch Solarpark Zerre IV GmbH & Co KG gehalten.

Folgende Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum umfirmiert:

Neue Firma Vormals
7C Solardentwicklung GmbH Amatec Projects GmbH
Solarparken AM GmbH Assetando New Energy GmbH
Solarpark Espenhain Verwaltungs GmbH WestFonds Gesellschaft für geschlossene Immobilienfonds mbH
Solarparken Energy Verwaltungs GmbH HCI Energy Verwaltungs GmbH
Solardach Gutenberg GmbH & Co. KG Howaldt Energies Solar Oppin GmbH & Co KG

6. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Die 7C Solarparken wendet im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2019 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2019 sind.

Insbesondere wurde zum 1. Januar 2019 der Standard IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ erstmals angewandt. IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Dabei handelt es sich im Konzern vor allem um Pacht- und Mietverträge bezüglich Flächen, die vom Konzern für den Betrieb von Solar/Windanlagen langfristig angepachtet werden. Leasingverhältnisse für den Leasinggeber, z.B. des PV Estate, sind vom neuen Standard nicht wesentlich betroffen.

Demzufolge bilanziert der Konzern als Leasingnehmer ab 01.01.2019 das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Der Konzern wendet für die Erstanwendung von IFRS 16 die modifiziert retrospektive Methode an. Dies beinhaltet, dass die Vorjahreswerte am 31.12.2018 nicht an den neuen Standard angepasst werden, sondern weiterhin gem. dem bisherigen Standard IAS 17 dargestellt werden.

In folgender Tabelle werden die Effekte dargestellt, welche aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 resultieren.

in TEUR 31.12.2018
Wie berichtet
Änderung 01.01.2019
Nach Erstanwendung von IFRS 16
Solaranlagen 266.234 -3.447 262.787
Nutzungsrechte 0 16.087 16.087
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.145 -876 269
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.351 -15 2.336
Leasingverbindlichkeiten 1.239 11.796 13.035
Sonstige Verbindlichkeiten 1.077 -46 1.031
Bilanzsumme 344.955 11.750 356.704
Eigenkapital 104.735 0 104.735
Eigenkapitalquote 30,4% 29,4%

die Solaranlagen werden mit EUR 3,4 Mio. in die Nutzungsrechte umgegliedert. Dies hat den Hintergrund, dass Miet- und Pachtverträge mit Einmalpachtzahlungen, d.h. für die der Pachtzins für die ganze Laufzeit in einer einzigen Zahlung am Anfang des Vertrages entrichtet wurde, und insofern sie erstmals im Rahmen eines Unternehmenserwerbs (IFRS 3) in den Konzern geführt wurden, in der Bewertung als Teil der Solaranlagen bilanziert wurden. Die Nutzungsrechte aus diesen Verträgen werden ab dem 01.01.2019 getrennt in der Bilanz ausgewiesen. Eine Leasingverbindlichkeit besteht für diese Nutzungsrechte nicht, da der Pachtzins für die ganze Laufzeit bereits voll gezahlt wurde.

die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden mit EUR 0,9 Mio. in die Nutzungsrechte umgegliedert. Es handelt sich dabei um Miet- und Pachtverträge mit Einmalpachtzahlungen, die durch den Konzern selber abgeschlossen wurden. Eine Leasingverbindlichkeit besteht für diese Nutzungsrechte nicht, da der Pachtzins für die ganze Laufzeit bereits voll gezahlt wurde.

die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit TEUR 15 in die Nutzungsrechte umgegliedert. Dies betrifft die Leasingzahlungen für Nutzungsverträge, die bereits im Vorjahr bezüglich des Berichtszeitraums gezahlt wurden.

Nutzungsrechte wurden am 01.01.2019 mit insgesamt EUR 16,1 Mio. angesetzt. Es handelt sich einerseits um Umgliederungen aus den obenstehenden Aktiva, sowie andererseits um eine Bilanzverlängerung durch die erstmalige bilanzielle Ausweisung der Rechte aus den Leasingverträgen, die den neuen Leasingverbindlichkeiten aus diesen Leasingverträgen gleichgesetzt werden. Diese Nutzungsrechte werden künftig über die Laufzeit der Leasingverträgen abgeschrieben.

Die Leasingverbindlichkeiten werden durch die Diskontierung von den vertraglichen Zahlungen aus den Leasingverträgen ermittelt. Den Leasingverbindlichkeiten werden ebenfalls sonstige Verbindlichkeiten zugerechnet, die mit der Abgrenzung von Leasingzahlungen am Jahresende in Verbindung stehen. Insgesamt wurden neue Leasingverbindlichkeiten i.H.v. EUR 11,8 Mio. am 01.01.2019 angesetzt.

die sonstigen Verbindlichkeiten werden um TEUR 46 in die Leasingverbindlichkeiten umgegliedert. Es geht dabei um die Abgrenzung von Leasingzahlungen bezüglich des Geschäftsjahr 2018, die jedoch erst im Jahr 2019 bezahlt werden.

Da die Erstanwendung von IFRS 16 zu einer Bilanzverlängerung mit EUR 11,8 Mio. führt, das Eigenkapital unter der gewählten Anwendungsmethode nicht beeinflusst wird, nimmt die Eigenkapitalquote infolge dessen mit 1% ab.

Im Berichtzeitraum wurde die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt von der Anwendung von IFRS 16 beeinflusst:

in TEUR 2019H1
Wie berichtet
Pro Forma ohne IFRS 16 2018H1
Wie berichtet
Sonstige Betriebsaufwendungen -2.507 -2.986 -2.752
Davon i.V.m. Pacht- und Mietzinsen -44 -523 -414
EBITDA 21.468 20.990 17.990
Abschreibungen -11.157 -10.600 -9.566
Davon i.V.m. Nutzungsrechten -557 - -
EBIT 10.311 10.390 8.424
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.002 -2.868 -3.974
Davon i..V.m. Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten -134 - -
EBT 7.310 7.522 4.450

Da die Leasingzahlungen aus Mietverträgen im neuen Standard nicht mehr als operative Kosten aufgenommen werden, hat sich der EBITDA um EUR 0,5 Mio. verbessert im Vergleich zu den bisherigen Bilanzierungs- und Rechnungslegungsmethoden. Die Abschreibungen aber sind um EUR 0,6 Mio. höher ausgefallen, da die Nutzungsrechte aus den Leasingverträgen nun als Sachanlagen aktiviert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden, sodass der EBIT EUR 0,1 Mio. niedriger war im Vergleich zur Anwendung von IAS 17. Schließlich wurden im Berichtszeitraum EUR 0,1 Mio. Zinsaufwand aus der Diskontierung von Leasingverbindlichkeiten verbucht, sodass sich der Gewinn vor Steuern insgesamt um EUR 0,2 Mio. durch die Anwendung von IFRS 16 verschlechtert hat.

7. ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN

In der Regel erfolgt der Erwerb von Solaranlagen durch den Kauf von Unternehmen, welche die Anlagen als Vermögenswerte halten. Da es sich bei den erworbenen Unternehmen um Geschäftsbetriebe handelt, werden diese Erwerbe als Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 bilanziert.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Bei dieser Kaufpreisallokation werden auch die stillen Reserven und Lasten aufgedeckt.

Die Kaufpreisallokation umfasst im Wesentlichen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der folgenden Vermögenswerte und Schulden:

Immaterielle Vermögenswerte, z.B. erworbene Verträge oder Projektrechte für Solaranlagen, die errichtet sind oder deren Errichtung beabsichtigt wird (siehe Anhangangabe 17);

Solaranlagen (siehe Anhangangabe 16);

Gebäude und Grundstücke: Hauptsächlich diejenigen, auf denen die Solaranlagen errichtet wurden oder werden können (siehe Anhangangabe 16);

Fremdfinanzierung: Hierbei handelt es sich meistens um Projektfinanzierungen mit längeren Laufzeiten (siehe Anhangangabe 20);

Verbindlichkeiten gegenüber dem Veräußerer: Im Grundsatz bestehen solche Verbindlichkeiten aus Rechnungen für den Bau oder die Entwicklung der erworbenen Solaranlage;

Rückbauverpflichtungen für die Solaranlagen werden gem. den Bewertungsmethoden (siehe Anhangangabe 22) des Konzerns angesetzt.

In einzelnen Fällen werden auch weitere Verbindlichkeiten oder Vermögenswerte neu bewertet. Folgende identifizierbare Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten werden nicht mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet:

Latente Steueransprüche oder latente Steuerschulden, die gemäß IAS 12 wie Ertragsteuern zu bewerten sind sowie;

Verbindlichkeiten und Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in Verbindung mit Vereinbarungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die gem. IAS 19 wie Leistungen an Arbeitnehmer zu erfassen und zu bewerten sind.

Typische Akquiseobjekte für den Konzern stellen Gesellschaften bzw. deren Anlagen dar, die sich in technisch, finanziell und kaufmännisch komplexen und anspruchsvollen Situationen befinden. Aufgrund der hohen Komplexität und zeitlich zügig umzusetzenden Transaktionsabwicklung kommt es regelmäßig zu negativen Unterschiedsbeträgen, da ein unter diesen Bedingungen festgesetzter Kaufpreis einem aus einem Notverkauf resultierenden Kaufpreis ähnelt.

Aus der Differenz zwischen den identifizierbaren Vermögenswerten und den übernommen Schulden ergibt sich das gesamte identifizierbare erworbene Nettovermögen.

Ein positiver oder negativer Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt sich wie unter Abschnitt 7.1 dargestellt.

Alle in diesem Halbjahresbericht erstmalig bilanzierte Unternehmenserwerbe wurden mit vorläufige Beträge angesetzt. Diese vorläufige Beträge sind während eines Bewertungszeitraum von maximal ein Jahr nach dem Erwerbszeitpunkt retrospektiv zu korrigieren. Dabei sind auch zusätzliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten anzusetzen, um neue Informationen über Fakten und Umstände zu berücksichtigen, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die die Bewertung zu diesem Stichtag angesetzten Beträge beeinflusst hätten, wenn sie bekannt gewesen wären.

Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass es in der prospektiven Schätzung der Erträge, auch in Hinblick auf etwaiges Optimierungspotential, der Solaranlagen, die einer Ermittlung zum Zeitwert im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs unterlagen, noch zu solchen retroaktiven Korrekturen kommen kann.

In diesem Halbjahresbericht werden die Unternehmenserwerbe aus dem Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2019 detailliert dargestellt (siehe Anhangangabe 7.1.). Die folgende Tabelle gibt zunächst einen Kurzüberblick über alle im ersten Halbjahr 2019 durchgeführten Unternehmenserwerbe:

Erwerbsobjekt Solar/Windanlage(n) Erwerbszeitpunkt
Solardach Gutenberg GmbH & Co KG Oppin 24. Januar 2019
Solarfondsverwaltung der Ernst Rust
Solarparken AM GmbH
GSI Helbra Verwaltungs GmbH
GSI Solarfonds Zwei Verwaltungs GmbH
GSI Solarfonds Drei Verwaltungs GmbH Betriebsführung eines 77 MWp Portfolios von Ernst Rust 25. Februar 2019
GSI Leasing GmbH
Solarparken Energy Verwaltungs GmbH
Solarpark Espenhain Verwaltungs GmbH
Anlagenkauf Geesthacht 27. März 2019
Windpark Medard 2 GmbH & Co. KG Medard 18. Februar 2019
Erwerb Blankenberg & Glasewitz Solarpark Blankenberg GmbH & Co. KG Blankenberg 03. Juni 2019
Solarpark Glasewitz GmbH & Co. KG

Für die Unternehmenserwerbe im ersten Halbjahr 2019 ergaben sich negative Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 751 (2018H1: TEUR 763). Im ersten Halbjahr 2019 ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerben in Höhe von insgesamt TEUR 825 (2018H1: TEUR 479).

Die Angaben zu diesen Erwerben werden zum Teil im Rahmen dieses Konzernanhangs erstmals dargestellt. Die gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten, die bei der Bewertung der Solaranlagen angesetzt wurden, liegen für das erste Halbjahr 2019 zwischen 2,3% und 3,1% (2018H1: 2,4% bis 2,7%). Die zukünftigen mit diesen Kapitalkosten diskontierten Cashflows wurden durch die Multiplikation der Einspeisevergütung bzw. den geschätzten künftigen Strompreisen sowie der geschätzten Stromproduktion errechnet. Die Stromproduktion wurde geschätzt, in dem externe Gutachten und der historische Ertrag von Anlagen in der gleichen Region herangezogen wurden. Dabei wird eine angemessene Degradation der Solaranlage ebenfalls berücksichtigt.

7.1 ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR 2019

Im ersten Halbjahr 2019 fanden die folgenden Erwerbe statt, für die eine Kaufpreisallokation durchgeführt wurde.

A. ERWERB DER SOLARDACH GUTENBERG GMBH & CO KG

Mit Wirkung zum 24. Januar 2019 hat der Konzern eine Solardachanlage mit einer Gesamtleistung von 0,9 MWp in Oppin, Sachsen-Anhalt, erworben. Da das Projekt bereits 2010 ans Netz angeschlossen wurde, erhält die neu erworbene PV-Anlage eine Einspeisevergütung von EUR 308/MWh. Die Anlage ist mit Modulen von First Solar und SMA Wechselrichtern ausgestattet.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 1.402 2.038
Nutzungsrechte 451 451
Sonst. Vermögenswerte 182 61
Aktive latente Steuern - 238
Flüssige Mittel 228 228
Finanzverbindlichkeiten -1.286 -1.293
Leasingverbindlichkeiten -451 -451
Langfristige Rückstellungen - -46
Passive latente Steuern -20 -155
Sonst. Verbindlichkeiten -57 -57
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 449 1.014
Kaufpreis
Kaufpreis 1.191
Bedingter Kaufpreis -
Gesamtkaufpreis 1.191
Geschäfts- oder Firmenwert
Kaufpreis 1.191
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 1.014
Geschäfts- oder Firmenwert 177
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -963

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Januar 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 144 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 130 sowie ein Ergebnis von TEUR 13 aus der Anlage generiert. In einem vollständigen Geschäftsjahr würde der Geschäftsbetrieb bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 254, ein EBITDA von TEUR 226 und ein Jahresergebnis von TEUR -7 erzielen.

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 1.014, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 1.191 bezahlt wurde. Der sich als Saldogröße ergebende Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. TEUR 177 wurde vorläufig bilanziell erfasst, da der Unternehmenserwerb in diesem Halbjahresbericht nicht abschließend angesetzt wurde.

B. ERWERB DES ERNST RUST PORTFOLIOS

Im Februar 2019 hat der Konzern von Ernst Rust das Betriebsführungsgeschäft für operative Solaranlagen, die Drittinvestoren gehören, erworben und damit den Grundstein für eine eigene Anlagen- und Fondsverwaltung gelegt. Das betreute Anlagenportfolio besteht aus Freiflächenanlagen mit einer Leistung von insgesamt 77 MWp.

Die Freiflächenanlagen stimmen mit den Bestandsanlagen der 7C Solarparken hinsichtlich geografischer Lage, Komponentenwahl und Leistungskraft sehr gut überein. Das Geschäft wurde durch den Erwerb der Solarparken AM GmbH als Holdinggesellschaft sowie 6 Komplementärgesellschaften zu jeweils 6 Fondsgesellschaften und 15 Projektgesellschaften, in denen die Solarparks mit insgesamt 77 MWp enthalten sind, in den Konzern aufgenommen.

Die erworbenen Gesellschaften erbringen dabei lediglich kaufmännische Dienstleistungen für die Fonds- sowie dazu gehörige Projektgesellschaften. Technische Dienstleistungsverträge werden von Drittfirmen für die Projektgesellschaften erbracht. Künftig werden in einem normalen Geschäftsjahr aus dem erworbenen Geschäft Managementgebühren in Höhe von ca. EUR 0,4 Mio p.a. erwirtschaftet werden. Der Konzern hat in dieser Akquisition keine Mitarbeiter mitübernommen.

Solarparken AM GmbH GSI Helbra Verwaltungs GmbH GSI Solarfonds Zwei Verwaltungs GmbH
in TEUR BW* ZW* BW* ZW* BW* ZW*
Goodwill - - - - - -
Serviceverträge 211 1.324 - 1 - 12
Finanzlangen - - - - - -
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte 23 21 0 0 0 0
Aktive latente Steuern - 1 - - - -
Flüssige Mittel 290 290 22 22 26 26
Finanzverbindlichkeiten - - - - - -
Rückstellungen -5 -5 - - - -
Steuerrückstellungen -31 -31 - - - -
Sonst. Verbindlichkeiten -12 -12 -0 -0 -1 -1
Passive latente Steuern - -327 - -0 - -4
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 476 1.260 22 22 26 34
Kaufpreis
Nicht-bedingter Kaufpreis 2.385
Bedingter Kaufpreis 0
Gesamtkaufpreis 2.385
Geschäfts- oder Firmenwert
Kaufpreis 2.385
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 1.737
Geschäfts- oder Firmenwert 648
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) 1.939
GSI Solarfonds Drei Verwaltungs GmbH GSI Leasing GmbH Solarparken Energy Verwaltungs GmbH
in TEUR BW* ZW* BW* ZW* BW* ZW*
Goodwill - - - - - -
Serviceverträge - 26 - - - 348
Finanzlangen - - 8 8 - -
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte 1 1 0 0 - -
Aktive latente Steuern - - - - - -
Flüssige Mittel 27 27 21 21 31 31
Finanzverbindlichkeiten - - - - - -
Rückstellungen - - - - - -
Steuerrückstellungen - - - - - -
Sonst. Verbindlichkeiten -1 -1 - - -1 -1
Passive latente Steuern - -8 - - - -103
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 27 45 30 30 30 275
Solarpark Espenhain Verwaltungs GmbH SUM
in TEUR BW* ZW* BW* ZW*
Goodwill - - - -
Serviceverträge - 64 211 1.774
Finanzlangen - - 8 8
Sonst. Langfristige Vermögenswerte - - - -
Sonst. Kurzfristige Vermögenswerte 1 1 25 22
Aktive latente Steuern - - - 1
Flüssige Mittel 29 29 446 446
Finanzverbindlichkeiten - - - -
Rückstellungen - - -5 -5
Steuerrückstellungen - - -31 -31
Sonst. Verbindlichkeiten -2 -2 -17 -17
Passive latente Steuern - -19 - -460
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 27 72 636 1.737

BW* Buchwert vor Kaufpreisallokation
ZW* Zeitwert gem. Kaufpreisallokation

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 1.737, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 2.385 bezahlt wurde. Der sich als Saldogröße ergebende positive Differenzbetrag i.H.v. TEUR 648 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziell erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird damit begründet, dass der Konzern durch die Investition Synergiepotential und Skaleneffekte im Einkauf sowie im Einsatz von Ressourcen erreichen wird sowie sich die Möglichkeit schafft zuzügliche (technische) Dienstleistungen für die Projektgesellschaften zu erbringen, und damit die Ertragskraft des Konzerns zu steigern.

C. ERWERB VON GEESTHACHT

Mit Wirkung zum 27. März 2019 wurde eine Dachanlage mit einer Geamtkapazität von 556 kWp in Schleswig-Holstein erworben. Die Dachanlage wurde mit Modulen von Algatec und Wechselrichter von STP ausgetattet. Da die Anlage 2011 errichtet wurde, genießt sie eine Einspeisevergütung von EUR 262/MWh.

In einem 12 Monate umfassenden Geschäftsjahr wird erwartet, dass die erworbene Anlage bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 122, ein EBITDA von TEUR 112 und ein Jahresergebnis von TEUR 36 erzielt.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 1.046 1.222
Nutzungsrechte 72 72
Sonst. Vermögenswerte 13 13
Flüssige Mittel - -
Finanzverbindlichkeiten -642 -672
Leasingverbindlichkeiten -72 -72
Rückstellungen -28
Sonst. Verbindlichkeiten - -
Passive latente Steuern - -35
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 417 501
Kaufpreis
Kaufpreis 429
Gesamtkaufpreis 429
Negativer Unterschiedsbetrag (-)
Kaufpreis 429
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 501
Negativer Unterschiedbetrag -72
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -429

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 55 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 52 sowie ein Jahresergebnis von TEUR 37 aus der Anlage generiert.

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 501, dem ein gezahlter Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 429 gegenübersteht. Der sich als Saldogröße ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 72 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst.

D. ERWERB DER WINDPARK MEDARD 2 GMBH & Co KG

Zum Stichtag 18. Februar 2019 hat die 7C Solarparken ihre erste Investition in einen deutschen Windpark getätigt. Der 2,78 MW Windpark wurde 2016 in Betrieb genommen, befindet sich in Medard, Rheinland-Pfalz und besteht aus einer General Electric Turbine. Die Windturbine erhält eine Einspeisevergütung von EUR 86/MWh.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 5.461 6.516
Nutzungsrechte 460 460
Finanzanlagen 25 25
Sonst. Vermögenswerte 190 169
Flüssige Mittel 159 159
Finanzverbindlichkeiten -4.779 -4.821
Leasingverbindlichkeiten -460 -460
Rückstellungen -9 -140
Passive latente Steuern -16 -105
Sonst. Verbindlichkeiten -103 -114
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 928 1.689
Kaufpreis
Kaufpreis 1.356
Bedingter Kaufpreis 76
Gesamtkaufpreis 1.432
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 1.432
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 1.689
Negativer Unterschiedsbetrag -257
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -1.196

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 209 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 152 sowie ein Jahresergebnis von TEUR -27 aus der erworbenen Windkraftanlage generiert. Die Planung sieht bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen einen jährlichen Umsatz von TEUR 620, ein EBITDA von TEUR 487 und einen Nettogewinn von TEUR 150 vor.

Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 1.689, dem ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 1.432 gegenübersteht. Ein Betrag i.H.v. TEUR 76 von diesem Kaufpreis wurde bedingt auf die Ermittlung der tatsächlichen Mehrwertsteuerverbindlichkeit zurückgehalten. Der bedingte Kaufpreis wurde bis zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt. Der sich als Saldogröße ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 257 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst.

E. ERWERB DES BLANKENBERG/GLASEWITZ PORTFOLIOS

Zum Stichtag 3. Juni 2019 hat die 7C Solarparken in einer Transaktion die zwei Gesellschaften Solarpark Blankenberg GmbH & Co KG und Solarpark Glasewitz GmbH & Co KG mit jeweils einem Freiflächensolarpark mit einer Gesamtleistung von 2,6 MWp in Mecklenburg-Vorpommern erworben. Es wurden in beiden Solarparks NexPower Module und Kaco Wechselrichter verwendet. Die Blankenberg PV-Anlage ist seit dem Jahr 2009 in Betrieb und erhält einen Einspeisetarif i.H.v. EUR 319/MWh. Die Glasewitz PV-Anlage erhält eine Einspeisevergütung in Höhe von EUR 284/MWp (Jahr der Inbetriebnahme: 2010). Beide Anlagen haben einen spezifischen Ertrag von ca. 850 kWh/kWp.

In einem 12 Monate umfassenden Jahr werden die Anlagen bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 683, ein EBITDA von TEUR 611 und ein Jahresergebnis von TEUR 223 erzielen.

in TEUR Buchwert vor Kaufpreisallokation Zeitwert gem. Kaufpreisallokation
Sachanlagen 2.911 5.139
Nutzungsrechte 433 433
Sonst. Vermögenswerte 171 164
Flüssige Mittel 730 730
Finanzverbindlichkeiten -2.916 -3.121
Leasingverbindlichkeiten -433 -433
Langfristige Rückstellungen -101 -131
Passive latente Steuern - -307
Sonst. Verbindlichkeiten -38 -38
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 757 2.437
Kaufpreis
Kaufpreis 2.015
Bedingter Kaufpreis -
Gesamtkaufpreis 2.015
Negativer Unterschiedsbetrag
Kaufpreis 2.015
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 2.437
Negativer Unterschiedsbetrag -422
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -1.285

Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein identifizierbares erworbenes Nettovermögen von insgesamt TEUR 2.437, für das ein Gesamtkaufpreis i.H.v. TEUR 2.015 bezahlt wurde; der sich hieraus ergebende negative Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 422 wurde im Posten sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam erfasst. Insgesamt sind für den Kauf Transaktionskosten i.H.v. TEUR 130 angefallen.

8. GESCHÄFTSSEGMENTE

Der Konzern ist fokussiert auf den Verkauf von Strom, den dieser mit eigenen Solar/Windanlagen produziert, sodass nahezu 99% der Umsatzerlöse aus diesem Geschäft erzielt werden (2018H1: 99%). Daneben gibt es einige Aktivitäten von untergeordneter Bedeutung (1%iger Anteil im Berichtszeitraum, 1%iger Anteil im Vorjahr). Diese Nebenaktivitäten beziehen sich vor allem auf Verträge für technische und kaufmännische Dienstleistungen bzgl. Solaranlagen konzernfremder Dritter im In- und Ausland. Diese Aktivität wurde im Berichtszeitraum durch die Akquise von einem Betriebsführungsgeschäft (siehe Anhangangabe 7.1 B) intensiviert. Darüber hinaus wurden in geringerem Umfang Mieteinnahmen von Dritten aus dem PV-Estate eingenommen (siehe Anhangangabe 9.1).

Das Geschäftssegment „Verkauf von Strom“ besteht aus Sachanlagen, die zur Erzeugung von Strom gebraucht werden: die Solar- und Windparks sowie auch die Nutzungsrechte bezüglich der Anmietung von Flächen, worauf sich die Anlagen befinden. Diese Nutzungsrechte wurden am 01.01.2019 im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ erstmalig als Sachanlage bilanziell erfasst (siehe Anhangangabe 6).

Die Sachanlagen des Geschäfsegments „Verkauf von Strom“ stellen zum Ende des Berichtszeitraums 93% (2018: 93 %) des langfristigen Vermögens (ohne latente Steuern) des Konzerns dar. Die Erstanwendung von IFRS „Leasingverhältnisse“ hat somit nicht zu einer relativen Verringerung des einzigen Geschäftsegments des Konzerns geführt, da die erstmalig bilanziell erfassten Nutzungsrechte im gleichen Verhältnis zu vor dem 01.01.2019 bilanzierten Sachanlagen dem Verkauf von Strom zuzuordnen sind.

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Solarparks 266.197 266.234
Windparks 6.346 -
Nutzungsrechte i.V.m Solar- / Windparks 16.923 -
Geschäftssegment "Verkauf von Strom" 289.465 266.234
Langfristige Vermögenswerte (exkl. latente Steuern) 312.903 284.890
Anteil der Solarparks 93% 93%

Die Fokussierung des Konzerns auf den deutschen Markt spiegelt sich deutlich in den Umsatzanteilen nach geographischen Märkten wider. Im ersten Halbjahr 2019 wurde 96,1% des Umsatzes in Deutschland erzielt (2018H1: 95,4%). Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete der Konzern mit einem Anteil von 3,9% in Belgien (2018H1: 4,6%).

in TEUR 2019H1 2018H1
Umsatz % Umsatz %
Deutschland 21.895 96,1% 19.455 95,4%
Belgien 889 3,9% 936 4,6%
Gesamt 22.783 20.392

Das langfristige Vermögen (ohne latente Steuern und Finanzanlagen) wird in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Vom gesamten langfristigen Vermögen auf Konzernebene waren zum Ende des Berichtszeitraums 97% geographisch Deutschland zuzuordnen (2018: 97%).

30.06.2019

in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert 1.480 - - 1.480
Immaterielle Vermögenswerte 4.835 - - 4.835
Grundstücke und Gebäude 10.168 - - 10.168
Solarparks 256.974 9.223 - 266.197
Solarparks im Bau 5.319 - - 5.319
Nutzungsrechte 15.709 1.398 - 17.107
Windparks 6.346 - - 6.346
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321 1 - 322
Sonstige langfristige Vermögenswerte 313 5 1 319
Gesamt 301.465 10.626 1 312.098
97% 3% 0% 100%

31.12.2018

in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert 655 - - 655
Immaterielle Vermögenswerte 3.055 3.055
Grundstücke und Gebäude 9.589 - - 9.589
Solarparks 256.717 9.717 - 266.234
Solarparks im Bau 3.367 - - 3.367
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350 1 - 351
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.494 144 1 1.638
Gesamt 275.027 9.862 1 284.890
97% 3% 0% 100%

Der Konzern verfügt nur über ein Geschäftssegment, welches, einheitlich durch den Gesamtvorstand gesteuert wird. Die Organisationsstruktur und das interne Reporting des Konzerns erfolgen entsprechend nicht nach unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Darüber hinaus werden im Berichtszeitaum wie im Vorjahreszeitraum 99% des Umsatzes aus dem Verkauf von Strom erzielt. Schließlich dienen insgesamt unmittelbar 93% (2018: 93%) des langfristigen Vermögens dem Geschäftssegment „Verkauf von Strom“. Zwar ist der Konzern seit 2018 in der Projektentwicklung und seit 2019 in der kaufmännischen Betriebsführung von Drittanlagen aktiv, führt daneben auch technische Dienstleistungen für Dritte aus und vermietet PV-Estate. Dennoch erfüllen diese Aktivitäten weder im Einzelnen noch insgesamt betrachtet die Schwellenwerte, um über sie als zusätzliches Geschäftssegment zu berichten.

9. UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

9.1. UMSATZERLÖSE

in TEUR 2019H1 2018H1
Verkaufter Strom 22.487 20.220
Erlöse aus Dienstleistungen 232 108
Mieteinnahmen 56 44
Sonstige 8 20
Gesamt 22.783 20.392

Die Hauptaktivität des Konzerns besteht in der Produktion und dem Verkauf von Strom aus Solaranlagen und Windkraftanlagen. Die Erlöse aus Dienstleistungen haben im Berichtszeitraum insbesondere durch den Erwerb im Februar 2019 eines Betriebsführungsgeschäft für Anlagen von Dritten zugenommen (siehe Anhangangabe 7.1 B). Andere Dienstleistungen betreffen vor allem technische Wartung, die der Konzern für Dritte erbringt. Die Mieteinnahmen betreffen die Einkünfte aus dem sog. PV Estate Portfolio.

9.2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken i.H.v. EUR 1,9 Mio. (2018H1: EUR 1,0 Mio.). Während der negative Differenzbetrag aus Unternehmenserwerben aufgrund der regen Akquisitionstätigkeit vergleichbar mit dem Vorjahreswert war, profitierte der Konzern von einer einmaligen Schadensersatzzahlung eines Modulherstellers in Höhe von EUR 0,6 Mio. (2018 H1: EUR 0).

Darüber hinaus konnten im H1 2019 verschiedene Rückstellungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. aufgelöst werden (H1 2018: EUR 0,1 Mio.), vor allem die Drohverlustrückstellung in Höhe von EUR 0,1 Mio. bezüglich eines Mietvertrages aus dem Erwerb des Amatec Geschäftbetriebs im Jahr 2018.

in TEUR 2019H1 2018H1
Negativer Differenzbetrag aus Unternehmenserwerben 751 763
Auflösung Rückstellungen 136 59
Schadenersatz 852 88
Periodenfremde Erträge 95 96
Sonstige 75 32
Gesamt 1.909 1.037

10. BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

10.1. PERSONALAUFWAND

in TEUR 2019H1 2018H1
Löhne und Gehälter 492 476
Vorstandsvergütung 162 156
Soziale Abgaben 13 13
Sonstiger Personalaufwand 42 42
Gesamt 709 688

Die Personalkosten erhöhten sich in der Berichtsperiode von TEUR 688 in 2018H1 auf TEUR 709 in 2019H1. Die Zunahme des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf das Projektentwicklungsteam aus dem Erwerb des Amatec-Geschäftsbetriebs im Februar 2018 zurückzuführen, das somit im ersten Halbjahr 2018 nur anteilig in den Personalkosten enthalten war, und auf eine leichte Erhöhung der Vorstandsvergütung (2019 H1: TEUR 162; 2018 H1: TEUR 156).

Die Anzahl der neben den zwei Vorständen durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist im Berichtszeitraum mit 17 Mitarbeitern im Vergleich zum Jahr 2018H1 mit 18 Mitarbeitern leicht gesunken. Durchschnittlich beschäftigte der Konzern während der Berichtsperiode 17 Mitarbeiter (2018H1: 18 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG.

Der sonstige Personalaufwand erfasst Aufwendungen für die Altersversorgung, die konstant geblieben sind.

10.2. SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6.1.

in TEUR 2019H1 2018H1
Verwaltungskosten 559 367
Kosten Solarparks/Windparks 935 1.457
Rechts- Beratungs- und Prüfungskosten 406 412
KfZ- und Reisekosten 117 150
Versicherungen 193 153
Sonstige 305 213
Gesamt 2.515 2.752

Der sonstige Betriebsaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 2,5 Mio. (2018H1: EUR 2,8 Mio.). Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solar/Windparks i.H.v. EUR 0,9 Mio. (2018H1: EUR 1,5 Mio.) enthalten. In dieser Position sind vor allem Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Versicherungen, Eigenstrombedarf, Materialkosten und Kosten für die Rasen-/Grünpflege enthalten.

Die Erstanwendung des neuen Standards IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ seit dem 01.01.2019 hat den sonstigen Betriebsaufwand im Berichtszeitraum wesentlich beeinflusst. Pachtzinsen und Mieten, die im Vorjahreszeitraum noch in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung als Kosten Solarparks/Windparks oder (im geringen Umfang) als Verwaltungskosten ausgewiesen wurden, werden nunmehr als (Teil der) Tilgung der neuen Bilanzposition „Leasingverbindlichkeiten“ buchhalterisch erfasst. (siehe Anhangangabe 20)

Pachtzinsen und Mieten sind infolgedessen im Berichtszeitaum um EUR 0,6 Mio. weniger angefallen, im Vergleich zu den Bilanzierungs- und Rechnungslegungsmethoden ohne Anwendung von IFRS 16 (siehe Anhangangabe 6). Der Vorjahreszeitraum wurde jedoch nicht rückwirkend an den Standard IFRS 16 angepasst. Die unterschiedliche buchhalterische Erfassung von Pachtzinsen und Mieten erklärt im Wesentlichen die Reduzierung der Kosten Solar/Windparks. Darüber hinaus wurden im Vorjahreszeitraum einmalige Reparaturen i.H.v.: EUR 0,2 Mio. getätigt, die die Kosten für Solar/Windparks negativ beeinflusst haben. Bereinigt um diese Effekte sind die Kosten Solar/Windparks mit EUR 0,2 Mio. infolge des Portfoliowachstums gestiegen.

10.3. ANDERE LEISTUNGEN AN DIE BESCHÄFTIGTEN

Der Konzern verfügt über keine leistungsorientierten Versorgungspläne im Berichtszeitraum. Ebenfalls bestehen keine beitragsorientierten Versorgungspläne, die über die Zahlungen in die deutsche gesetzliche Rentenversicherung hinausgehen. Vorgenannte Beiträge sind in Anhangangabe 10.1 vollumfänglich in den Soziale Abgaben dargestellt.

11. BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6.

in TEUR 2019H1 2018H1
Zinserträge aus:
- Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente - -
- Sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten 9 5
Gesamtzinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 9 5
Marktwertänderungen des ineffektiven Teils der Zinsswaps - 15
Auflösung von Zinsswaps 64 -
Sonstige Finanzerträge 1 -
Ertrag aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden 275 -
Sonstige Finanzerträge 339 15
Finanzerträge 349 20
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten:
Zinsaufwendungen -2.841 -3.693
Marktwertänderungen des ineffektiven Teils der Zinsswaps -6 -
Aufzinsung der Rückstellungen -207 -145
Bankkosten, Courtagen und sonstige Finanzaufwendungen -163 -149
Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten -134 -
Wâhrungsumrechnungsdifferenzen - -6
Finanzaufwendungen -3.350 -3.994
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.002 -3.974

Der Zinsertrag aus Darlehen und Forderungen betrifft Zinserträge aus flüssigen Mitteln und Darlehen, die der Konzern an Dritte gewährt hat und zu fortgeführten Anschaffungskosten weiterführt.

Die Finanzerträge entstanden im Berichtszeitraum jedoch im Wesentlichen aus Erträgen aus der Bewertung von Aktien und Derivaten zum Zeitwert, die erfolgswirksam zum Zeitwert hergeleitet werden i.H.v. TEUR 275 (2018H1: TEUR 0). Im Vorjahr gab es einen Ertrag aus dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Zinsswap der Swan Energy NV i.H.v. TEUR 15, während sich im Berichtszeitraum aus diesem Zinsswap ein Finanzaufwand i.H.v. TEUR 6 ergeben hat.

Drittens wurde im Laufe des ersten Halbjahrs 2019 der Zinsswap der Solarpark Pflugdorf GmbH & Co. KG abgelöst, woraus sich ein finanzieller Finanzertrag i.H.v. TEUR 64 ergeben hat.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.841 (2018H1: TEUR 3.693) enthalten hauptsächlich den Zinsaufwand für Projektfinanzierungen von Solaranlagen und PV-Estate sowie Finanzierungsleasing von Solaranlagen/Windanlagen. Daneben wurden ebenfalls die Zinsen für das Schuldscheindarlehen i.H.v. TEUR 374 (2018H1: TEUR 249) in diesem Posten erfasst. Die Abnahme der Zinsaufwendungen ist einerseits darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode noch eine Vorfälligkeitsentschädigung von TEUR 1.034, hauptsächlich für die vorzeitige Tilgung der Projektfinanzierungen der Säugling Solar GmbH & Co. KG bezahlt wurde. Andererseits ist die Abnahme auf die vollständige Rückzahlung der hochverzinsten Projektfinanzierungen der Solarpark Hohenberg GmbH (Zinssatz: 4,9%) im Laufe des ersten Halbjahr 2019 zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum wurde erstmals Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten, die im Rahmen der Erstanwendung vom neuen Standard IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ am 01.01.2019 bilanziert wurden, i.H.v. TEUR 134 erfolgswirksam erfasst.

Die Aufzinsung der Rückstellungen betrug im Berichtszeitraum TEUR 207 (2018H1: TEUR 145). Dies betrifft vor allem die Rückbaurückstellungen.

12. ERGEBNIS JE AKTIE

12.1. UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie und des unverwässerten Gesamtergebnisses je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (UNVERWÄSSERT)

in TEUR 2019H1 2018H1
Gewinn, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 5.464 3.911
Gewinn, den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 5.464 3.911

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT)

in Tausend Aktien 2019H1 2018H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 53.394 100% 46.792 100%
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen - 0% - 0%
Auswirkung von Privatplatzierungen 5.339 1% 4.679 3%
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum Ende der Berichtsperiode 53.438 46.935
in EUR 2019H1 2018H1
Ergebnis pro Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,10 0,08

12.2. VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie und des verwässerten Gesamtergebnisses je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (VERWÄSSERT)

in TEUR 2019H1 2018H1
Gewinn, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 5.464 3.911
Gewinn, den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 5.464 3.911

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (VERWÄSSERT)

in Tausend Aktien 2019H1 2018H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 53.394 100% 46.792 100%
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen - 0% - 0%
Auswirkung von Privatplatzierungen 5.339 1% 4.679 3%
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum Ende der Berichtsperiode 53.438 46.935
in EUR 2019H1 2018H1
Ergebnis je Aktie
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,10 0,08

13. VORRÄTE

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Rohstoffe und Verbrauchsgüter 31 27
Module 1.425 901
Gesamt 1.456 928

Der Konzern hält grundsätzlich Module für die Errichtung von Solaranlagen für den Eigenbestand sowie Ersatzteile für (Not-)Reparaturen an PV-Anlagen, z.B. Wechselrichter, Module und Verschleißteile.

Im Berichtszeitraum hat sich der Vorrat an Modulen im Wesentlichen aufgrund eines Vergleichs mit einem Modulhersteller um EUR 0,6 Mio. erhöht.

14. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6.

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Geleistete Anzahlungen 384 713
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.052 1.033
Sonst. langfristige Vermögenswerte 319 1.145
Sonst. kurzfristige Vermögenswerte 17.678 2.351
Gesamt 25.432 5.242
Langfristige Vermögenswerte 319 1.145
Kurzfristige Vermögenswerte 25.113 4.096
Gesamt 25.432 5.242

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Im Vergleich zum Jahresende haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 6,0 Mio. zugenommen, weil die Netzbetreiber immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift auszahlen. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende aus Umsätzen aus den sonnenarmen Monaten November/Dezember zusammen, während die Umsätze zum Ende des ersten Halbjahrs aus den einstrahlungsreichen Monaten Mai/Juni resultieren.

Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ wurden die Einmalpachten, die bisher als langfristige Vermögenswerte bilanziert wurden, zum 01.01.2019 in die Nutzungsrechte umgegliedert (Siehe Anhangangabe 16). Die Reduzierung der sonstigen langfristigen Vermögenswerte ist im wesentlichen auf diese Umgliederung zurückzuführen (siehe Anhangangabe 6). Die verbliebenen langfristigen Vermögenswerte betreffen hauptsächlich (den langfristigen Teil von) Darlehen gegenüber Dritten.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus einer Forderung i.H.v. EUR 15,2 Mio. gegenüber Investoren, die in der im Juni 2019 durchgeführten Kapitalerhöhung neue Aktien der 7C Solarparken AG gezeichnet haben.

Die Zunahme der kurzfristigen Vermögenswerte ist somit vor allem auf die Forderung i.V.m. der Kapitalerhöhung zurückzuführen. Diese Forderung wurde am 02.07.2019 dem Konzern entrichtet.

15. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung 14.858 16.775
Sofort abrufbare Sichteinlagen 29.809 32.758
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 44.667 49.533

Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung handelt es sich um Schuldendienstreservekonten sowie Bausparkonten, die im Rahmen der Finanzverbindlichkeiten (siehe Anhangangabe 20) angespart werden sollen. Diese Konten sind für die jeweilige zugehörige Finanzierung an die Bank oder Leasinggesellschaft als Sicherheit verpfändet.

Es betrifft Projektreservekonten i.H.v. TEUR 13.918 (2018: TEUR 12.591), Bausparkonten i.H.v. TEUR 339 (2018: TEUR 2.926) sowie sonstige Konten i.H.v. TEUR 602 (2018: TEUR 1.259). Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung können grundsätzlich regelmäßig Kapitaldienstzahlungen vorgenommen werden. Aufgrund der guten Liquiditätssituation wurden diese im Berichtszeitraum nicht im Rahmen der gewöhnlichen Kapitaldienstzahlungen in Anspruch genommen.

Der Erlös aus der Kapitalerhöhung i.H.v. EUR 15,2 Mio., die im Juni 2019 durchgeführt wurde, ist erst am 02.07.2019 auf ein Konto des Konzerns gutgeschrieben worden, sodass dieser Erlös nicht in die Zahlungsmittel und Zahlungsmiteläquivalente zum Bilanzstichtag eingeflossen sind.

16. SACHANLAGEN

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6

30.06.2019

in TEUR Grundstücke und Gebäude Solarparks Windparks Nutzungsrechte BGA*
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 31. Dezember 2018 9.868 342.637 - - 916
Abgang/Zugang durch Erstanwendung IFRS 16 -3.447 16.087
Stand zum 1. Januar 2019 9.868 339.191 - 16.087 916
Zugänge d. U.-zusammenschlüsse - 8.400 6.516 1.417 -
Zugänge durch Investitionen 620 2.491 294 24
Sonstige Zugänge - 305 -
Abgänge - - -152 - -
Umgliederung - 2.470 -2.470
Stand zum 30. Juni 2019 10.488 352.856 6.516 17.646 940
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2019 -279 -76.403 - - -565
Abschreibungen -41 -10.256 -170 -557 -53
Abgänge - - - 18 -
Stand zum 30. Juni 2019 -320 -86.659 -170 -539 -618
Buchwert zum 30. Juni 2019 10.168 266.197 6.346 17.107 322
in TEUR Solarparks im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 31. Dezember 2018 3.367 356.789
Abgang/Zugang durch Erstanwendung IFRS 16 12.641
Stand zum 1. Januar 2019 3.367 369.430
Zugänge d. U.-zusammenschlüsse - 16.332
Zugänge durch Investitionen 4.421 7.849
Sonstige Zugänge - 305
Abgänge - -152
Umgliederung -2.470 -
Stand zum 30. Juni 2019 5.319 393.764
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2019 - -77.247
Abschreibungen - -11.077
Abgänge - 18
Stand zum 30. Juni 2019 - -88.306
Buchwert zum 30. Juni 2019 5.319 305.458

31.12.2018

in TEUR Grundstücke und Gebäude Solarparks Windparks Nutzungsrechte BGA*
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2018 8.379 293.544 - - 785
Abgänge durch Verkauf - -859 -36
Zugänge d. U.-zusammenschlüsse 1.036 37.627
Zugänge durch Investitionen 453 7.727 167
Sonstige Zugänge 625
Umgliederung 3.824
Umgliederung aus den immateriellen Vermögenswerten 150
Stand zum 31. Dezember 2018 9.868 342.637 - - -916
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2018 -197 -56.852 - - -505
Abgänge durch Verkauf - - 27
Abschreibungen -82 -19.551 -87
Stand zum 31. Dezember 2018 -279 -76.403 - - -565
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2018 9.589 266.234 - - 351
in TEUR Solarparks im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2018 3.824 306.532
Abgänge durch Verkauf -894
Zugänge d. U.-zusammenschlüsse 38.663
Zugänge durch Investitionen 3.367 11.713
Sonstige Zugänge 625
Umgliederung -3.824 -
Umgliederung aus den immateriellen Vermögenswerten 150
Stand zum 31. Dezember 2018 3.367 356.789
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2018 - -57.553
Abgänge durch Verkauf - 27
Abschreibungen - -19.721
Stand zum 31. Dezember 2018 - -77.247
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2018 3.367 279.542

* Betriebs- und Geschäftsausstattung

17. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE SOWIE GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

30.06.2019

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2019 2.229 740 2.430 91 5.490
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 825 1.774 2.599
Andere Zugänge aus unternehmensexterner Entwicklung 88 88
Stand zum 30. Juni 2019 3.054 2.514 2.517 91 8.176
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2019 -1.574 -108 -26 -73 -1.781
Amortisationen -63 -12 -5 -80
Stand zum 30. Juni 2019 -1.574 -171 -38 -78 -1.861
Buchwerte
Stand zum 30. Juni 2019 1.480 2.343 2.479 13 6.315

31.12.2018

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Erworbene Verträge Projekt-
rechte
Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2018 1.551 653 29 90 2.323
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 678 87 2.142 - 2.906
Zugänge aus sonstigen Konsolidierungskreisänderungen 414 414
Umgliederung in die Sachanlagen -150 -150
Umgliederung -13 -13
Zugänge durch Investitionen 9 1 10
Stand zum 31. Dezember 2018 2.229 740 2.430 91 5.490
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2018 -1.551 -89 - -65 -1.705
Abschreibungen -19 -25 -9 -53
Wertminderung -23 - -13 - -36
Umgliederung 13
Stand zum 31. Dezember 2017 -1.574 -108 -25 -74 -1.781
Buchwerte
Stand zum 31. Dezember 2018 655 632 2.405 17 3.710

18. EIGENKAPITAL

Für eine Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

18.1. GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

A. AUSGABE VON STAMMAKTIEN

Auf Basis des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Juni 2019 und mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand am 25. Juni 2019 eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre durch eine Privatplatzierung im Rahmen des genehmigten Kapitals 2019 in Höhe von EUR 5.339.408 zu einem Ausgabebetrag von EUR 2,85 je Aktie platziert. Ein Betrag i.H.v. EUR 5.339.408 floss in das gezeichnete Kapital ein, der Differenzbetrag i.H.v. EUR 9.877.905 wurde in die Kapitalrücklage überführt.

Zum Ende der Berichtsperiode hat der Konzern keine eigenen Aktien gehalten.

B. ENTWICKLUNG DER ANZAHL DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN ANTEILE

#Tsd. Aktien
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2017 42.464
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2017 4.328
Im Umlauf befindliche Aktien zum 01. Januar 2018 46.792
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2018 6.602
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2019 53.394
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2019 5.339
Im Umlauf befindliche Aktien zum 30. Juni 2019 58.733
davon eigene Aktien gehalten vom Konzern -

C. BEDINGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung hatte am 15. Juli 2016 die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals beschlossen. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 um bis zu EUR 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000,00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Aus dem bedingten Kapital 2016 wurde die Wandlung von 23.521 Stücke der Wandelschuldverschreibung 2016/2017 in 23.521 neue auf den Inhaber lautende Aktien im Oktober 2017 bedient. Am 30. Juni 2019 betrug somit das bedingte Kapital 2016 noch EUR 19.976.479,00.

D. GENEHMIGTES KAPITAL 2019

Die ordentliche Hauptversammlung vom 7. Juni 2019 hat den Vorstand der 7C Solarparken AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juni 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu EUR 26.697.041,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Des Weiteren ist der Vorstand hierbei ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Beschluss wurde am 12. Juni 2019 in das Handelsregister eingetragen.

Die 7C Solarparken AG hat am 25. Juni 2019 eine Kapitalerhöhung von EUR 53.394.083 auf bis zu EUR 58.733.491 durch Ausgabe von bis zu 5.339.408 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet. Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 2,85 je Aktie platziert. Somit beträgt das Genehmigte Kapital 2019 am Bilanzstichtag noch EUR 21.357.633,00.

18.2. ART UND ZWECK DER RÜCKLAGEN

A. KAPITALRÜCKLAGE

in TEUR 2019H1 2018
Stand zu Beginn des Jahres 26.649 16.545
Veränderung des Aufgeldes 9.878 10.330
Transaktionskosten direkt im Eigenkapital erfasst -237 -225
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 36.289 26.649

B. GEWINNRÜCKLAGE

in TEUR 2019H1 2018
Stand zu Beginn des Jahres 24.236 23.147
Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 - -124
Gewinn 5.464 5.891
Dividenden -5.873 -4.679
Stand zum Ende des Berichtzeitraums 23.826 24.236

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNGSRÜCKLAGE

Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben sowie dem wirksamen Teil von etwaigen Fremdwährungsdifferenzen aufgrund von Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Die Entwicklung dieses Kontos wird in der unterstehenden Tabelle dargestellt.

in TEUR
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2018 -12
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2018 5
Währungsumrechnungsrücklage zum 1. Januar 2019 -6
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2019 -1
Währungsumrechnungsrücklage zum 30. Juni 2019 -7

D. SONSTIGES ERGEBNIS AUS HEDGING

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst die kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes, der zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumente bis zur späteren Erfassung der abgesicherten Zahlungsströme sonstigen Ergebnis.

in TEUR
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2018 -60
Marktveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im Jahr 2018 -5
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2019 -65
Marktwertveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im 1. HJ2019 2
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 30. Juni 2019 -63

19. KAPITALMANAGEMENT

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6.

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Fremdkapitalquote erzielt werden könnte und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an.

Der Konzern überwacht das Kapital mit Hilfe des Verhältnisses der bereinigten Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital. Die bereinigte Nettoverschuldung umfasst neben prinzipiell zinstragenden Krediten und Anleihen ebenfalls Leasingverbindlichkeiten, abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Leasingverbindlichkeiten, die sich aus der Anwendung des neuen Standards IFRS 16 „Leasingverhältnisse“, d.h. in Verbindung mit der Bilanzierung von Nutzungsrechten, ergeben. Der Abzug dieser Leasingverbindlichkeiten wurde im Berichtszeitraum erstmalig angewendet, da der Konzern diese Art Verbindlichkeiten wirtschaftlich nicht als finanzielle sondern als operative Verbindlichkeiten ansieht.

Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Bestandteile des Eigenkapitals, mit Ausnahme der Rücklage aus Sicherungsgeschäften.

Das Verhältnis der Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 238.352 211.337
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente* -44.667 -49.533
Abzüglich Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 i.V.m. Nutzungsrechte -12.640 -
Nettoverschuldung 181.044 161.804
Eigenkapital ohne hedging reserve 119.432 104.800
Bilanzsumme 389.307 344.955
>Eigenkapitalquote 30,7 30,4

*davon TEUR 14.478 (2018: TEUR 15.858) mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung.

Die Nettoverschuldung betrug am Bilanzstichtag EUR 181 Mio. (2018: EUR 162 Mio.). Dabei ist zu bemerken, dass der Emissionerlös i.H.v. EUR 15,2 Mio. aus der Kapitalerhöhung, die im Juni 2019 durchgeführt wurde, am Bilanzstichtag noch nicht in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten enthalten war, da er am 02.07.2019 den Konzern entrichtet wurde. Bereinigt um diesem Effekt würde die Nettoverschuldung EUR 166 Mio. betragen.

20. FINANZ- & LEASINGVERBINDLICHKEITEN

Zur Erstanwendung von IFRS 16, siehe Anhangangabe 6.

20.1. KONDITIONEN- UND VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Schulden
Gesicherte Bankdarlehen 170.118 161.011
Ungesicherte Anleihen 24.731 24.678
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden 184 1.091
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 12.756 245
Gesamt 207.788 187.025
Kurzfristige Schulden
Kurzfristig fälliger Teil gesicherter Bankdarlehen 29.478 24.165
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.085 148
Gesamt 30.563 24.313

20.2. BANKDARLEHEN

Die Bankdarlehen sind mit den Photovoltaikanlagen, Grundstücken und Gebäuden (siehe Anhangangabe 16) sowie mit heutigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Stromverkauf oder Mieteinzahlungen (siehe Anhangangabe 14) branchenüblich gesichert. Zudem wurden Sichteinlagen mit einem Buchwert von TEUR 14.257 (2018: TEUR 15.517) (siehe Anhangangabe 15) für bestimmte Bankdarlehen verpfändet. Dies sind die Schuldendienstreservekonten bzw. Bausparkonten auf die im Zuge von planmäßigen Kapitaldiensten zugegriffen werden kann.

20.3. UNGESICHERTE ANLEIHEN

Im Februar 2018 hat die 7C Solarparken AG erstmalig ein Schuldscheindarlehen mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 25 Mio. zu einem überwiegend fixierten durchschnittlichen Zins von ca. 2,78% am Kapitalmarkt begeben. Das Schuldscheindarlehen ist in drei Tranchen mit 5 beziehungsweise 7 Jahren Laufzeit unterteilt.

in TEUR
Tranche
Nominalzinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Tranche A EURIBOR 3M + 2,00 % 2023 1.500 1.481
Tranche B 2,48% 2023 13.500 13.362
Tranche C 3,29% 2025 10.000 9.889
Gesamt 25.000 24.731

Die Zinsen für Tranche B und C des Schuldscheins sind einmal jährlich im Februar fällig. Die Zinsen für Tranche A werden halbjährlich den Schuldscheininvestoren entrichtet (im Februar und August).

20.4. LEASINGVERBINDLICHKEITEN

Infolge der Erstanwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ wurden zum 01.01.2019 erstmalig Leasingverbindlichkeiten, die mit dem Erhalt von Nutzungsrechten für den Zeitraum 2019-48 in Verbindung stehen, i.H.v. EUR 11,8 Mio. bilanziell erfasst. Infolge von Unternehmenserwerben während des Berichtzeitraums sind die vorgenannten Leasingverbindlichkeiten mit EUR 1,4 Mio. angestiegen. Der Abschluss von neuen Nutzungsverträgen hat zu einer Zunahme dieser Leasingverbindlichkeiten mit EUR 0,1 Mio. geführt. Die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Berichtszeitraum betrug EUR 0,1 Mio. Gegenläufig hat sich die Tilgung dieser Leasingverbindlichkeiten mit EUR 0,6 Mio., sowie die vorzeitige Auflösung eines Nutzungsvertrags, für den eine Leasingverbindlichkeit bilanziert war, i.H.v. EUR 0,1 Mio. ausgewirkt.

Darüber hinaus, gab es am Ende des Berichtszeitraums betreffen Leasingverbindlichkeiten i.V.m finanzierte Solaranlagen (TEUR 1.193) in Belgien sowie eine Leasingverbindlichkeit, die infolge einer Kaufoption zum Vorzugspreis auf einem Grundstück in Demmin (TEUR 8) infolge IAS 17 bilanziert wurde.

Die ausstehenden Leasingverbindlichkeiten weisen folgende Konditionen aus:

30.06.2019
in TEUR Währung Zinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Siberië Solar BVBA EUR 5,7% 2019-30 1.193 1.193
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG EUR 2,0% 2032 10 8
Leasingverbindlichkeiten i.V.m. Nutzungsrechten EUR 2,2% 2019-48 15.607 12.640
Gesamt 16.810 13.840
01.01.2019 31.12.2018
in TEUR Nennbetrag Buchwert Nennbetrag Buchwert
Siberië Solar BVBA 1.231 1.231 1.231 1.231
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG 10 8 10 8
Leasingverbindlichkeiten i.V.m. Nutzungsrechten 14.187 11.796 - -
Gesamt 15.428 13.035 1.241 1.238

Es besteht zum Vertragsende eine Kaufoption i.H.v. TEUR 20 für die geleaste Solaranlage in Belgien.

21. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.699 1.739
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 121 121
Sonstige Verbindlichkeiten 1.278 1.077
Gesamt 3.097 2.937

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Ende 2018 in der Summe nicht wesentlich geändert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 1.278 erhöhten sich hauptsächlich wegen einem Anstieg der MwSt.-Verbindlichkeiten von TEUR 278 zum 31.12.2018 auf TEUR 596 zum Bilanzstichtag.

22. LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

30.06.2019

Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Drohverluste Einzel-
risiken
Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Januar 2019 8.531 1.334 107 708 59 10.739
Zunahme aus Unternehmenserwerben 344 - - - - 344
Abnahme infolge Entkonsolidierung - - - - - -
Erhöhung der Rückstellungen 305 - - - 3 308
In Anspruch genommene Rückstellungen - -15 -6 - - -21
Auflösung von Rückstellungen - -34 -102 -1 - -136
Aufzinsung bzw. Abzinsung 169 5 1 33 - 207
Umbuchung - - - - - -
Stand zum 30. Juni 2019 9.349 1.290 0 740 62 11.441

31.12.2018

Rückbau-
verpfl.
Gewähr-
leistung
Drohverluste Einzel-
risiken
Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Januar 2018 6.330 1.429 14 688 47 8.507
Zugang durch Unternehmenserwerb 1.358 - 147 - 5 1.510
Abgang durch Verkauf -37 - - - - -37
Erhöhung der Rückstellungen 625 - - - 9 634
In Anspruch genommene Rückstellungen - -46 -57 - - -102
Auflösung von Rückstellungen - -60 - - -2 -62
Aufzinsung bzw. Abzinsung 255 10 3 20 - 289
Stand zum 31. Dezember 2018 8.531 1.334 107 708 59 10.739

A. RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN

Die Rückbauverpflichtungen betreffen die Kosten, die nach Betriebsende einer Solaranlage, d.h. nach 20 bis 30 Jahren entstehen, wenn diese zurückgebaut wird. Die Rückbaukosten werden vom Konzern geschätzt. Es wird dabei ein vom Markt abgeleiteter Preis je kWp zum Rückbau angenommen, der mit einer geschätzten Preissteigerungsrate bis zum Zeitpunkt des Rückbaus aufgezinst wird. Dieser Betrag wird zum diskontierten Wert in einer Summe angesetzt und jedes Jahr aufgezinst.

B. GEWÄHRLEISTUNGEN

Die Rückstellung für Gewährleistungen bezieht sich hauptsächlich auf Anlagen, die in der Vergangenheit von der COLEXON gebaut wurden und für die es Gewährleistungsrisiken gibt. Die Risiken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit als auch auf den Umfang wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation geschätzt und seit dem Erstansatz kontinuierlich überprüft. Die Inanspruchnahmen dieser Garantien werden nach größter Wahrscheinlichkeit in einem Zeitraum zwischen zwei und drei Jahren stattfinden. Die Schätzungen der Höhe und des Umfangs der Inanspruchnahme beruht auf langjähriger Erfahrung mit Altkunden der COLEXON, die jedoch einer gewissen Unsicherheit unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist eher als hoch einzuschätzen. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich.

C. DROHVERLUSTE

Die zum 31. Dezember 2018 noch bestehenden Drohverluste aus dem Unternehmenserwerb des Amatec Geschäftsbetriebs aufgrund eines unwirtschaftlichen Mietvertrages konnten aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrages vollständig aufgelöst werden.

D. EINZELRISIKEN

Die Einzelrisiken bestehen einerseits aus Eventualverbindlichkeiten, die sich aus Prozessrisiken ergeben, die mit den von der COLEXON gebauten Anlagen zusammenhängen. Der Zeitpunkt der Erfüllung wird nach Schätzung des Konzerns innerhalb von drei Jahren sein. Der Umfang und Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist als sehr hoch einzustufen, obwohl der Ausgang der Verfahren zum Bilanzstichtag äußerst schwer einzuschätzen ist. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen abhängig von den Verfahrensausgängen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher deutlich niedriger oder signifikant höher ausfallen.

Außerdem ergeben sich Einzelrisiken aus Rückkaufverpflichtungen einzelner Anlagen, die ebenfalls von COLEXON gebaut wurden. Die Rückkaufverpflichtungen können erst in 11 Jahren Auswirkungen zeigen. Die Einzelrisiken werden wie Rückstellungen dargestellt, da sie im Rahmen der Kaufpreisallokation gem. IFRS 3 berücksichtigt wurden.

23. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Im Dezember 2018 hat der Konzern die Beherrschung der Projektgesellschaft Surya 1 GmbH & Co. KG erlangt. Die Projektgesellschaft verfügt über ein Portfolio aus Solaranlagen, die sich am Bilanzstichtag in unterschiedlichen Bauphasen befanden. Die Zahlungen des Konzerns für die Projektrechte sind abhängig von Meilensteinen. In den kommenden Quartalen kann es abhängig von der Realisierung des Projektportfolios der Projektgesellschaft zu weiteren Zahlungen i.H.v. von bis zu EUR 0,5 Mio. aus dem Erwerb dieser immateriellen Vermögenswerte bei Umsetzung aller Projekte und unter Erreichung aller Zielsetzungen kommen.

24. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

24.1. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

A. VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst:

in TEUR 2019H1 2018H1
Kurzfristig fällige Leistungen 162 156
Gesamt 162 156

Die Vergütung für den bestehenden Vorstand betrug für die ersten 6 Monate des laufenden Jahres TEUR 162 (2018H1: TEUR 156) für seine Funktionen im Konzern (mittelbar und unmittelbar).

B. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vorstandsmitglieder verfügten zum Bilanzstichtag über 5,2% der Stimmrechtsanteile des Unternehmens.

Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:

in TEUR Werte der Geschäftsvorfälle Salden ausstehend zum 30. Juni
Geschäftsvorfall 2019H1 2019H1 2019H1 2018H1
Umsaterlöse (*) - 1 - 1
Fremdleistung (**) 25 23 - 4

(*) Der Konzern pflegt die Buchführung einer Gesellschaft eines Vorstands und erhält hierfûr eine marktübliche Vergütung.

(**) Der Vorstand stellte dem Konzern mittelbar über eine Gesellschaft eine Mitarbeiterin zur Verfügung. Diese Transaktion wurde als Fremdleistung in den betrieblichen Aufwendungen erfasst und hier separat dargestellt. Die Überlassung von Mitarbeitern wird zu Marktwerten abgegolten.

C. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS

Es gab weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Geschäftsvorfälle oder ausstehende Salden aus solchen Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit Mitgliedern des Aufsichtsrats und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben.

D. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT UNTERNEHMEN, DIE NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTET WERDEN

Es gab zum Bilanzstichtag zwei Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden: die Erste Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG sowie die Zweite Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG. Es betrifft Vorratsgesellschaften, für die Investitionen in Solaranlagen im Geschäftsjahr 2019 realisiert werden. Die Konzerngesellschaft, Sonnendach K19 Haftungs GmbH ist die geschäftsführende Gesellschafterin in den Vorratgesellschaften und hat dafür in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Vergütung von unwesentlicher Bedeutung (< TEUR 1) erhalten.

E. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT SONSTIGEN NAHESTEHENDEN PERSONEN

Im Berichtszeitraum gab es keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Personen.

25. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

ERWERB VON BESTANDSANLAGEN

Im Erstellungszeitraum hat die 7C Solarparken verschiedene bestehende Solaranlagen und Windkraftanlagen erworben, die einen eigenständigen Geschäftsbetrieb darstellen und im Rahmen einer Kaufpreisallokation gem. IFRS 3 im Geschäftsjahr 2019 bilanziert werden.

STEPHANSPOSCHING

Anfang des Geschäftsjahr 2019 hat die 7C Solarparken einen Vertrag bzgl. einer 0,6 MWp Freiflächenanlage in Stephansposching (Bayern) mit Trina Solar Modulen und Kaco Wechselrichtern abgeschlossen. Der Solarpark erhält eine Einspeisevergütung von EUR 355/MWh (Jahr der Inbetriebnahme 2008) und hat einen spezifischen Ertrag von ca. 1.000 kWh/kWp. In einem vollständigen Geschäftsjahr würde der Geschäftsbetrieb bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 207, ein EBITDA von TEUR 182 und ein Jahresergebnis von TEUR 64 erzielen. Am Bilanzstichtag stand der Kaufvertrag noch unter auschiebenden Bedingungen, die allerdings bis zum Tag der Veröffentlichung erfüllt wurden.

WINDPARK STETTEN

3,075 kW Windpark in Stetten, Rheinland-Pfalz. Vergleichbar mit dem bereits im Portfolio befindlichen Windpark Medard wurde diese Anlage ebenfalls von Juwi entwickelt. Die Vestas Turbine ist seit Ende 2015 in Betrieb und hat eine Sollproduktion von über 7,000 MWh pro Jahr. Die Einspeisevergütung für dieses Windprojekt liegt bei EUR 89/MWh. Am Tag der Veröffentlichung stand der Kaufvertrag noch unter marktüblichen aufschiebenden Bedingungen.

DIEBURG

Der Konzern hat die größte Dachsolaranlage in Hessen erworben, die in Dieburg auf einer 90.000 m² Logistik-Halle errichtet wurde. Die PV-Einheit mit 6,4 MWp ist im April 2019 in Betrieb gegangen und wurde mit dem neuen Schletter FixGrid 18-System, PV-Modulen von Hanwah Q-Cells und Stringwechselrichtern von Kaco ausgerüstet. Diese Leistung macht die PV-Anlage Dieburg eine der fünf größten Dachanlagen in Deutschland. Das Projekt hat eine durchschnittliche Vergütung von EUR 61/MWh im Freiflächenausschreibungsverfahren (FFAV) erhalten, aber es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Strom zu höheren Preisen an lokale Abnehmer im Industriegebiet veräußert wird.

Am Tag der Veröffentlichung stand der Kaufvertrag noch unter marktüblichen aufschiebenden Bedingungen.

GUMTOW

Diese 750 kWp Freiflächenanlage in Gumtow/Brandenburg wurde im Juni 2019 mit Komponenten von Astronergy und ABB errichtet und erhält eine Vergütung von EUR 75/MWh. Für diese Anlage sind bei durchschnittlichen Wettervoraussetzungen Umsatzerlöse von TEUR x und ein EBITDA von TEUR y zu erwarten.

In Ergänzung dazu ist auf dem gleichen Gelände die Errichtung einer weiteren 4,5 MWp-Anlage ab Q4 2019 geplant. Die Erweiterung hat einen Zuschlag im Freiflächenausschreibungsverfahren über ca. EUR 60/MWh erhalten. Netzanschluss für die PV-Anlage ist im ersten Halbjahr 2020 vorgesehen.

Am Tag der Veröffentlichung stand der Kaufvertrag noch unter marktüblichen aufschiebenden Bedingungen.

GORGAST

Die 750 kWp PV-Freifläche in Gorgast, Mecklenburg-Vorpommern wurde im April 2019 errichtet. Die Hauptkomponenten der Anlage stammen von Jinko (Module) and ABB (Wechselrichter). Das Projekt erhält eine feste Einspeisevergütung i.H.v. EUR 81/MWh.

Am Tag der Veröffentlichung stand der Kaufvertrag noch unter marktüblichen aufschiebenden Bedingungen.

ERWERB VON SICH IM BAU BEFINDLICHEN ANLAGEN

Nach dem Bilanzstichtag wurden folgende neue Anlagen erworben bzw. zum Bau in Auftrag gegeben:

SOLARDACH BÜNDEL 1 GMBH & CO KG

Ein 1,8 MWp PV-Dachportfolio in Ostdeutschland. Die verschiedenen Dachinstallationen sind ausgestattet mit Yingli und Trina Solar Modulen und sind im Zeitraum zwischen April und Juni 2019 in Betrieb genommen worden. Daher erhalten sie einen durchschnittlichen Einspeisetarif i.H.v. ca. EUR 90/MWh. Der Netzanschluss ist für das vierte Quartal 2019 vorgesehen.

LANGELSHEIM

750 kWp PV-Dachprojekt in Langelsheim, Niedersachsen. Die Anlage ist noch in Bau und wurde im August 2019 in Betrieb genommen mit einem Einspeisetarif i.H.v. ca. EUR 85/MWh für 20 Jahre. Der Konzern hat sich für diese Anlage für Q-Cells Module und SMA Wechselrichter entschieden. Die Anlage wird noch vor Jahresende 2019 ans Stromnetz angeschlossen.

SOLARANLAGEN DIE SICH AM BILANZSTICHTAG IM BAU BEFANDEN MIT ERFOLGTEM NETZANSCHLUSS

Folgende Anlagen im Bau wurden nach dem Bilanzstichtag in Betrieb genommen:

FLÖHA, HIMMELSFÜRST UND FALKENAU (ERWEITERUNGEN)

Ein Volumen von insgesamt 3 MWp an PV-Deponieprojekten in der Nähe von Chemnitz, Sachsen, ist im August 2019 in Betrieb gegangen. Die zusätzliche Kapazität ist eine Erweiterung der drei bestehenden Projekte in Flöha, Himmelsfürst and Falkenau. Der Einspeisetarif wird um die EUR 70/MWh für 20 Jahre liegen. Die Projektmodule wurden von Amerisolar und die Wechselrichter von Sungrow geliefert. Die Projektentwicklung wurde vom eigenen Entwicklungsteam des Konzerns ausgeführt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ACQUISITIONSTÄTIGKEIT

Insgesamt wurde der Bestand der Solaranlagen nach dem Bilanzstichtag mit 16,5 MWp erweitert, wovon sich 13,5 MW zum Tag der Veröffentlichung „im Erwerb“ (11,0 MWp) bzw. „im Bau“ (2,5 MWp) befanden. Weitere 3 MWp waren am Tag der Veröffentlichung bereits ans Stromnetz angeschlossen. Zusammenfassend hatte der Konzern am Tag der Veröffentlichung somit ein Solaranlagenportfolio mit einer Leistung von 187 MWp (inkl. Anlagen im Bau und im Erwerb).

26. ABKÜRZUNGS- UND BEGRIFFSVERZEICHNIS

EPC Steht für Engineering, Procurement and Construction und betrifft den Vertragsgegenstand eines Kauf- oder Werkvertrages, der Design, Komponentenbeschaffung und den Bau einer PV-Anlage zum Vertragsgegenstand hat.
B&W Betrieb und Wartung auch Operation & Maintenance (O&M) genannt
COLEXON Der börsenotierte Konzern oder die Gesellschaft bevor sie am 9. September 2014 übernommen wurde.
Einspeisevergütung Die Vergütung, die für den ins Netz eingespeisten Strom bezahlt wird
Direktvermarktung Stromverkauf auf der EEX-Börse
EEG Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in der jeweils anzuwendenden Fassung z.B. EEG 2017.
kW Kilowatt bezieht sich auf die Leistung von Stromerzeugungsanlagen, insbesondere Windanlagen, im Konzernzwischenlagebericht sowie im Konzernanhang wird aus Vereinfachungsgründen z.T. der Begriff kWp dem KW an einigen Stellen gleichgesetzt. Dies wird auch für die Summenangaben gemacht
MW Megawatt, bezieht sich auf die Leistung von Stromerzeugungsanlagen, insbesondere Windanlagen, im Konzernzwischenlagebericht sowie im Konzernanhang wird aus Vereinfachungsgründen z.T. der Begriff MWp dem MW an einigen Stellen gleichgesetzt. Dies wird auch für die Summenangaben gemacht.
GW Gigawatt, bezieht sich auf die Leistung von Stromerzeugungsanlagen
GWp Gigawatt Peak, Einheit für die Leistung von Solaranlagen
MWp Megawatt Peak, Einheit für die Leistung von Solaranlagen
kWp Kilowatt Peak, Einheit für die Leistung von Solaranlagen
kWh Kilowattstunden, einheit für die Production und den Verbrauch von Strom
MWh Megawattstunden, einheit für die Production und den Verbrauch von Strom
GWh Gigawattstunden, einheit für die Production und den Verbrauch von Strom
AktG Aktiengesetzfestgeleg
HGB Handelsgesetzbuch
IFRS International Financial Reporting Standards
PV-Anlage Photovoltaik-Anlage
PV Estate Erwerb von Immobilienobjekten, die (teilweise) für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.

27. ORGANE DER GESELLSCHAFT

A. MITGLIEDER DES VORSTANDS

Steven De Proost
CEO Seit 01.06.2014
Wohnort Betekom, Belgien
Ausbildung Wirtschaftsingenieur
Koen Boriau
CFO Seit 28.05.2014
Wohnort Antwerpen, Belgien
Ausbildung Master Wirtschaftswissenschaften

B. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Joris de Meester
Mitglied Seit 15. Februar 2013
Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Stellvertretender Vorsitzender Bis 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer OakInvest BVBA, Antwerpen / Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter, HeatConvert U.A., Goor / Niederlande
- Verwalter, PE Event Logistics Invest NV, Leuven / Belgien
Bridget Woods
Mitglied Seit 17. Dezember 2015
Stellvertretender Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Unternehmensberaterin
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalterin Quintel Intelligence Ltd., London, Großbritannien
- Verwalterin Iagree Ltd., Giv’atayim, Israel
- Verwalterin Roby AI Ltd., Leeds, Großbritannien
Paul Decraemer
Mitglied Seit 14. Juli 2017
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer Paul Decraemer BVBA; Lochristi / Belgien
CFO Inbiose NV, Zwijnaarde / Belgien
Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:
- Verwalter, Seelution AB, Göteborg / Schweden
- Verwalter, Capricorn Cleantech Fund NV, Leuven / Belgium
- Verwalter, ABO-Group Environment NV, Gent / Belgium

 

Bayreuth, 26. September 2019

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Bericht zum 30. Juni 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt und dass im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage des Konzerns, so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Bayreuth, 26. September 2019

Steven De Proost
CEO Vorstand

Koen Boriau
CFO Vorstand

DISCLAIMER

Der vorliegende Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf der Überzeugung des Vorstands der 7C Solarparken AG beruhen und dessen aktuelle Annahmen und Schätzungen widerspiegeln. Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Viele derzeit nicht vorhersehbare Fakten könnten bewirken, dass die tatsächliche Leistungen und Ergebnisse der 7C Solarparken AG anders ausfallen. Unter anderem können das sein: die Nichtakzeptanz neu eingeführter Produkte oder Dienstleistungen, Veränderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftssituation, das Verfehlen von Effizienz- oder Kostenreduzierungszielen oder Änderungen der Geschäftsstrategie. Der Vorstand ist der festen Überzeugung, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen stichhaltig und realistisch sind. Sollten jedoch vorgenannte oder andere unvorhergesehene Risiken eintreten, kann die 7C Solarparken AG nicht dafür garantieren, dass die geäußerten Erwartungen sich als richtig erweisen.