7C Solarparken AG

Bayreuth

Quartalsfinanzbericht zum 31.03.2022

7C SOLARPARKEN VERÖFFENTLICHT 3-MONATSZAHLEN 2022

ISIN DE000A11QW68 - DE000A2DAP26

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47%-IGE ZUNAHME DER STROMPRODUKTION IM VERGLEICH ZUM 1. QUARTAL 2021

UMSATZERLÖSE AUS STROMVERKAUF STEIGEN UM 73% AUFGRUND VON WACHSTUM, SPEZIFISCHEM ERTRAG UND PREISEN

KONZERN-EBITDA Q1 2022 i.H.v. EUR 11,9 Mio. STEIGT DEUTLICH (+73%)

OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

STROMPRODUKTION

Die Stromproduktion stieg in Q1 2022 um 47% auf 59 GWh (Q1 2021: 40 GWh), stark unterstützt durch das Wachstum der gewichteten durchschnittlichen Kapazität (+25%) sowie verbesserte Wetterbedingungen, die den spezifischen Ertrags des IPP-Portfolios (+18%) kräftig unterstützten. Der Anstieg des spezifischen Ertrages ist vor allem auf die von niedrigen Windgeschwindigkeiten und langer Schneesaison geprägte Vergleichsperiode sowie die starke Performance des Solarportfolios in der Berichtsperiode zurückzuführen.

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2022 Q1 2021 Q1 Änderung
Gewichtete durchschnittliche Leistung * MWp 336 268 25%
Produktion * GWh 59 40 47%
Spezifischer Ertrag * kWh/​kWp 175 148 18%
Durchschnittlicher Einspeisepreis * EUR /​ MWh 238 201 18%

* inkl. Windanlagen

Der spezifische Ertrag des Solarportfolios stieg um 20% gegenüber einer bundesweiten Steigerung des spezifischen Ertrags von Solaranlagen von 22%. Die Differenz zwischen dem Solarportfolio des Konzerns und dem Gesamtmarkt lässt sich durch eine zunehmende Anzahl von Maßnahmen zur Stabilisierung der Stromversorgung (d.h. Unterregelungen) durch die Netzbetreiber im Rahmen des neuen Redispatch 2.0 erklären.

Quelle: EEX, eigene Darstellung (Preise in EUR pro MWh)

Der durchschnittliche Einspeisepreis für das Gesamtportfolio stieg erstmals um 18% auf EUR 238 /​ MWh im Vergleich zum Vorjahr (EUR 201 /​ MWh). Der Einspeisepreis ist der realisierte Preis beim Verkauf von Strom. Normalerweise entspricht der Einspeisepreis der festen Einspeisevergütung des Portfolios des Konzerns. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verkauft der Konzern jedoch zum höheren Preis aus EEX-PV-Strompreis und der festen Einspeisevergütung. Obwohl sich diese Strompreise im ersten Quartal 2022 gegenüber Dezember 2021 etwas abgekühlt haben, haben sie sich insgesamt verdreifacht gegenüber dem ersten Quartal 2021. Infolgedessen profitierte der Konzern trotz der laufenden Verjüngung des IPP-Portfolios, die durch das Wachstum der gewichteten durchschnittlichen Kapazität belegt wird, erheblich von höheren Strompreisen im ersten Quartal.

ANLAGENPORTFOLIO

Im ersten Quartal 2022 wuchs das Anlagenportfolio um 13 MWp auf 352 MWp an. Dieses Wachstum bestand aus dem Erwerb einer neu errichteten Freiflächenanlage in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Kapazität von 8 MWp. sowie mehreren belgischen Solardachanlagen mit einer Kapazität von insgesamt 5 MWp.

Am Tag der Veröffentlichung befanden sich insgesamt deutsche PV-Projekte mit einer Kapazität von 7,8 MWp sowie belgische PV-Aufdachanlagen mit einer Kapazität von 5,7 MWp im Bau.

OPERATIVE ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse der ersten drei Monate 2022 lagen bei EUR 14,1 Mio., was einer fulminanten Zunahme um 70% im Vergleich zur Vorjahresperiode (EUR 8,3 Mio.) entspricht. Der Anstieg war vollständig auf den Stromverkauf zurückzuführen, der um 73% stieg und beruhte auf den folgenden drei Faktoren: (I) das Portfoliowachstum trug EUR 2,1 Mio. zum Umsatzanstieg bei, während (II) verbesserte Wetterbedingungen EUR 1,6 Mio. beisteuerten. (III) Schließlich wirkten sich die Strompreise auf den Stromverkauf mit EUR 2,2 Mio. aus.

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in TEUR 2022 Q1 2021 Q1 Änderung
Umsatzerlöse 14.137 8.338 70%
Davon durch Verkauf von Strom 13.950 8.076 73%
EBITDA 11.914 6.879 73%

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf EUR 11,9 Mio. im Berichtszeitraum, was einer Zunahme um 73% im Vergleich zu den ersten drei Monaten von 2021 entspricht.

Die sonstigen Betriebsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum von EUR 1,3 Mio. auf EUR 2,1 Mio., hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der Aufwendungen für den Betrieb der Solar- und Windanlagen i.H.v. EUR 0,6 Mio., was mit einer Auslagerung des technischen Betriebes zusammenhängt. Die Personalkosten verringerten sich leicht um ca. EUR 0,1 Mio. im Vergleich mit der Vorjahresperiode.

FINANZLAGE

Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 haben die Finanzverbindlichkeiten leicht um 1,0% auf EUR 238,7 Mio. abgenommen. Im Rahmen von Anlagenerwerben wurden im ersten Quartal Projektfinanzierungen in Höhe von EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Gegenläufig haben sich die Finanzverbindlichkeiten durch die regulären Tilgungen um EUR 8,3 Mio. verringert.

Die Leasingverbindlichkeiten sind in den ersten 3 Monaten des Jahres 2022 leicht um 1,1% auf EUR 26,1 Mio. zurückgegangen, da neue Leasingverträge in Höhe von EUR 0,7 Mio. abgeschlossen wurden und planmäßige Tilgungen in Höhe von EUR 0,9 Mio. erfolgten.

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NETTOVERSCHULDUNG (in TEUR) 31.03.2022 31.12.2021 Änderung
Kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten 238.779 241.091 -1,0%
Kurzfristige und langfristige Leasingverbindlichkeiten 26.060 26.349 -1,1%
Abzüglich Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente * -68.120 -69.332 -1,8%
Abzüglich kurzfristige und langfristige Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 i.V.m. Nutzungsrechten aus Gestattungsverträgen von Solar- und Windparks -21.524 -21.538 -0,5%
Nettoverschuldung 175.195 176.470 -0,7%

* davon TEUR 18.793 verfügungsbeschränkt (2021: TEUR 18.697)

Die liquiden Mittel sind leicht von EUR 69,3 Mio. am Jahresende 2021 auf EUR 68,1 Mio. am Ende des 1. Quartals 2022 gesunken, davon sind EUR 18,8 Mio. (zum Jahresende 2021 EUR 18,7 Mio.) verfügungsbeschränkt. Insgesamt hat sich die Nettoverschuldung des Konzerns leicht um -0,7% auf EUR 175,2 Mio. verbessert.

HAUPTVERSAMMLUNG 2022 - VORSCHLAG DIVIDENDE FÜR DAS JAHR 2021

Die Hauptversammlung wird dieses Jahr am 21. Juli 2022 stattfinden und wieder im virtuellen-Verfahren abgehalten werden.

Der Vorstand wird auf der Hauptversammlung den Aktionären - wie bereits kommuniziert - eine gleichbleibende Ausschüttung von EUR 0,11 je Aktie vorschlagen.

SONSTIGE WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ERSTEN QUARTAL 2022

Im April 2022 hat der Konzern eine Strompreis-Swap-Vereinbarung abgeschlossen, die rund ein Viertel des IPP-Portfolios des Konzerns (93 MWp) abdeckt. Die PV-Anlagen unter dem Vertrag haben eine gewichtete durchschnittliche Einspeisevergütung von EUR 58 pro MWh. Im Rahmen der Swap-Vereinbarung erhält der Konzern für den Zeitraum vom 1. Juni 2022 bis 31. Dezember 2023 einen Festpreis von EUR 149,5 pro MWh anstelle des höheren Preises aus Einspeisevergütung und EEX-Strompreis. Der Swap deckt einen wesentlichen Teil der generierten Stromerzeugung des Konzerns ab und bestätigt die Solidität beider Prognose-Szenarien für 2022 und unterstützt bereits jetzt die Umsatzerlöse aus Stromverkauf und das EBITDA des Konzerns für 2023.

AUSBLICK

Die im zusammengefassten Konzerngeschäftsbericht 2021 dargestellte Zwei-Szenario-Prognose für das Jahr 2022 wird bestätigt. Der Vorstand wird die Prognose weiter verfeinern, sobald sich eine bessere Sicht auf mögliche staatliche Eingriffe angesichts der aktuellen Strompreise ergibt.

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Prognose 2022 Szenario 1 Szenario 2
Umsätze EUR 68,0 Mio. EUR 61,8 Mio.
EBITDA EUR 55,4 Mio. EUR 49,1 Mio.
Cashflow pro Aktie (CFPS) EUR 0,61 EUR 0,53

Die Annahmen der Konzernprognose werden im zusammengefassten Konzerngeschäftsbericht 2021 erläutert. Das zweite Szenario geht von einem staatlichen Eingriff mit einem gedeckelten Strompreis von EUR 70 /​ MWh aus, sofern die feste Einspeisevergütung unter diesem Preis liegt, andernfalls wird diese (höhere) Einspeisevergütung angenommen.

Diese Quartalsveröffentlichung gibt ausschließlich Konzernzahlen (IFRS) wieder, welche keiner prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen wurden.

 

Bayreuth, 26. Mai 2022

Steven De Proost, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Koen Boriau, Vorstand (CFO)