solar-pur AG

Saldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

solar-pur AG, Saldenburg

Die solar-pur AG (nachfolgend „solar-pur“) bietet Planungs-, Installations- und Serviceleistungen im Bereich Photovoltaik an. Neben Projektentwicklung und Realisierung von PV-Anlagen sowie die Einrichtung von Peripherietechnik sowie Ladeinfrastrukturen und Wallbox-Systemen umfasst das Geschäftsfeld noch Speicher- und Notstromlösungen sowie Smarttechnik für Gebäude. Auch die Wartung und Betreuung von bestehenden Anlagen und Netzwerken zählt zu den Aufgabengebieten.

Der Elektrotechnikbereich umfasst im Wesentlichen die Planung und Installation von elektrischen Anlagen in Gewerbe- und Privatbauten sowie die dazugehörigen Reparatur- und Wartungsleistungen.

Als inhabergeführtes Familienunternehmen haben wir die Philosophie, Tradition und handwerkliches Know-how mit modernster Technik, höchster Servicequalität und einem engen Kundenkontakt zu verbinden. Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, Waren und Produkte aus unseren Geschäftsbereichen über einen Online-Shop zu erwerben.

1. Wirtschaftsbericht

Die Photovoltaik gehört mittlerweile in den meisten Regionen zu den kostengünstigsten Stromquellen. Beispielhaft sind hier solare Großprojekte im Mittleren Osten zu nennen, in denen Solarstrom bereits zu Kosten von weniger als 2 USD-Cent pro kWh erzeugt wird. Dies zeigt den Weg zu einem Umfeld, in dem die Branche auch aus rein kommerziellen Gesichtspunkten weiter wächst. Im Zuge des Wandels der globalen Energieversorgungsstrukturen geht es aktuell und in Zukunft darum, ganzheitliche Lösungen anzubieten, die verschiedene Technologien intelligent miteinander zu verknüpfen, die erzeugte Energie zwischenzuspeichern und zu steuern sowie die Nutzer in den Energiemarkt einzubinden. Dies ist die Basis für eine verlässliche und kostengünstige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Deutschland war 2024 mit mehr als 16 GW neu gemeldeter PV-Leistung, wie im Vorjahr, erneut der wichtigste Markt in Europa (2023: 15 GW). Trotz einer Abschwächung der Wachstumsdynamik lagen die PV-Neuinstallationen in vielen europäischen Markten auf oder leicht über dem Vorjahresniveau, während in wenigen Markten wie zum Beispiel den Niederlanden ein deutlicher Rückgang der PV-Neuinstallationen zu verzeichnen war.

Auch die solar-pur war in 2024 gut beauftragt. Dies umfasst beide Bereiche mit PV und Elektrotechnik, wobei die Photovoltaik ein deutlich größeres Volumen umfasst. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Anzahl der Angebotsanfragen wieder ein moderates Wachstum aufweisen und zweistellige Zuwachsraten eher der Vergangenheit angehören. Hier stellt sich im Wesentlichen wieder eine normale Entwicklung ein, die jedoch mit mehr Nachhaltigkeit geprägt ist. Gleiches gilt für die Bezugspreise von Material und PV-Technik. Die volatilen Preisentwicklungen nehmen ab oder weisen eine „Entkrampfung“ auf bis hin zu fallenden Einkaufpreisen. Gegenteilig hierzu entwickeln sich Personalkosten, da aufgrund der Teuerungsraten aus den Vorjahren nach wie vor ein Nachholbedarf herrscht und qualifizierte Facharbeiten immer noch rar sind, ergibt sich eine überdurchschnittliche Teuerung. Die Wettbewerbssituation am Markt zieht ebenfalls an und führt bei den Angebotspreisen zu einem fallenden Niveau.

In Summe konnte aufgrund der vorstehenden Entwicklungen das gute Vorjahr nicht ganz erreicht werden, wobei man mit dem erwirtschafteten Ergebnis mehr als zufrieden ist. Insbesondere im Elektrotechnikbereich forderte die Ausweitung des Geschäftsfelds Vorleistungen, die sich in den kommenden zwei Jahren erst wieder amortisieren. Das Vorsteuerergebnis liegt mit rund 1,42 Mio. € auf einem absolut guten Niveau und zeugt davon, dass das Unternehmen profitabel arbeiten kann.

Ertragslage

Rohertrag und Rohergebnis lagen um TEUR 290 bzw. TEUR 203 unter dem Vorjahr, aber deutlich über 2022. Gesamtleistung sowie Materialanteil fielen und führten zu einer saldierten Abnahme von 3,5 %, was im Wesentlichen auf gefallene Verkaufspreise begründet ist.

Die Personalaufwendungen lagen um TEUR 432 über dem Vorjahresniveau, da Lohnerhöhungen und Personalzuwächse vorlagen. Man versucht damit die hoch qualifizierten Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

Nach Berücksichtigung von überwiegend Ersatzinvestitionen bei den technischen Anlagen sind die Abschreibungen über dem Vorjahresniveau. Die übrigen sonstigen Aufwendungen reduzierten sich umsatzbedingt, unterlagen aber einer inflationsbedingten Teuerung. Per Saldo führte dies zu einem EBIT von TEUR 1.412, das mit TEUR 305 niedriger gegenüber dem Vorjahr ausfiel.

Aufgrund des positiven Finanzergebnisses sowie einer gefallenen Ertragsteuerbelastung lag der Jahresüberschuss nur noch um TEUR 149 niedriger gegenüber dem Vorjahreswert.

Nachfolgend sind die Ertragskennzahlen geschlossen aufgeführt:

2024
in TEUR
2023
in TEUR
Rohertrag 8.045 8.335
Rohergebnis 8.210 8.413
EBITDA 1.757 2.021
EBIT 1.412 1.717
Jahresergebnis 1.023 1.172

Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Neben dem Erwerb werden Betriebsmittel auch mittels Leasingfinanzierung angeschafft. Öffentliche Zuschüsse kürzen die anfallenden Anschaffungs- und Herstellungskosten im Zeitpunkt des Zugangs.

Trotz hohem Leistungsniveau bleibt das Umlaufvermögen konstant, dabei fielen die Kundenforderungen und das Vorratsvermögen um nahezu den Wert, den die liquiden Mittel zunahmen.

Trotz Anstieg der Bilanzsumme erhöhte sich das Eigenkapital absolut und relativ. Die Eigenkapitalquote stellt mit 63,5 % (Vj. 53,9 %) einen ordentlichen positiven Wert dar. Der GmbH ist eine nachhaltige Vermögenslage zu attestieren.

Somit kann auch vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, die Gesellschaft für sämtliche Ausgaben, einschließlich der laufenden Aufwendungen für die Erweiterungsinvestition, immer einen Eigenanteil bei der Finanzierung zur Verfügung stellen.

Die Geschäftsleitung verfolgt dabei die Strategie, dass neben eigenfinanzierten Anschaffungen auch für ausgewählte Investitionen Fremdfinanzierungen vorliegen, damit in der Gesamtbetrachtung eine entsprechende Mischfinanzierungquote realisiert wird. Die Steuerung dieser Quote ist abhängig vom Liquiditätsbedarf sowie dem aktuellen Zinsniveau.

Im Berichtsjahr lagen planmäßigen Tilgungen bei den Darlehen vor, somit reduzierten sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 175 (Vj. TEUR 1.087). Die übrigen Passiva nahmen in Summe ab. Damit ist das langfristige Vermögen ausnahmslos durch Eigenmittel gedeckt.

Das eingesetzte Fremdkapital ist hinsichtlich der Laufzeit und Zinsbindung auf die Nutzungsdauer der anzuschaffenden Vermögenswerte ausgerichtet. Dabei liegen die bestehenden Vereinbarungen zwischen 1,0 % und 1,65 % p.a. bei einer Restlaufzeit von bis zu 7 Jahren. Darüber hinaus werden investitionsabhängig Leasingvereinbarungen getroffen, die ausschließlich den aktuellen Marktkonditionen entsprechen.

Eine Kennzahlenübersicht der Vermögenslage ist nachfolgend dargestellt:

2024
in TEUR
2023
in TEUR
Anlagevermögen 1.653 1.305
Umlaufvermögen 4.336 4.318
Eigenkapital 3.801 3.028
Fremdkapital 2.188 2.595
Bilanzsumme 5.989 5.623
2024
in %
2023
in %
Aktiva
Anlagevermögen 27,6 23,2
Umlaufvermögen 72,4 76,8
Passiva
Eigenkapital 63,5 53,9
Fremdkapital 36,5 46,1

Finanzlage

Das gute Jahresergebnis und die Abnahme beim Nettobetriebsvermögens (operatives Umlaufvermögen ohne Finanzmittel abzüglich kurzfristiger Schulden) führten zu einen Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, der weit über dem Vorjahresniveau liegt.

Bei dem Cash-Flow aus Investitionstätigkeit handelt es sich im Wesentlichen um technische Anlagen und Betriebsmittel.

Die Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit umfassen die planmäßigen Darlehensrückführungen sowie Dividendenzahlungen.

Insgesamt konnten die sämtliche Mittelabflüsse durch die Innenfinanzierung gedeckt werden. Darüber hinaus stiegen die liquiden Mittel stichtagsbedingt um TEUR 2.429.

In nachfolgender Übersicht sind die betroffenen Werte zahlenmäßig aufgeführt:

2024
in TEUR
2023
in TEUR
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.291 1.199
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -700 -269
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.162 -898
Cash-Flow gesamt 2.429 32

Gesamt

Das Geschäftsjahr 2024 war für die solar-pur AG ein herausforderndes Jahr. Ursache waren der gestiegene Wettbewerbsdruck sowie sinkende Preise auf der Nachfragenseite. Gleichzeitig besteht bei den Personalaufwendungen ein Kostendruck und die Bezugspreise für die Material und Waren gaben nur allmählich nach. Mitarbeiter und Geschäftsleitung konnten die Herausforderungen aber gut meistern, das Geschäftsergebnis ist auf einem guten Niveau, die Finanz- und Liquiditätslage stellt sich als nachhaltig dar und die Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sind fast ausschließlich innenfinanziert. Die GmbH belegt einmal mehr, die hohe unternehmerische Resilienz in bewegt Zeiten.

Die Geschäftsleitung ist mit dem Geschäftsjahr 2024 mehr als zufrieden und man war jederzeit in der Lage, die Verpflichtungen zu erfüllen.

2. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement-System

Zur Umsetzung der Unternehmensstrategie und der damit verbundenen Chancen geht die solar-pur AG bewusst beherrschbare Risiken ein. Darüber hinaus ist die Gesellschaft einer Vielzahl von potenziellen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft negativ beeinflussen können. Die Risiken werden von der Geschäftsleitung in strategische, operative, finanzielle und rechtliche Risiken unterteilt.

Die Geschäftsleitung definiert Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Planabweichung führen können, während Chancen künftige Entwicklungen oder Ereignisse sind, die in einer positiven Planabweichung resultieren.

Die Erfassung und Steuerung von Risiken erfolgen innerhalb der solar-pur AG mit Hilfe eines Risikomanagement-Systems. Die unternehmerischen Chancen werden im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Strategiegespräche ermittelt.

Da das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der jährlichen strategischen Planung und der Umsetzung der Geschäftsstrategie ist, wird die Risikopolitik durch die Geschäftsleitung vorgegeben.

Die Angemessenheit des Risikomanagementsystems wird laufend überprüft, erforderliche Anpassungen werden umgehend durchgeführt.

Der Prozess des Risikomanagements vollzieht sich als Regelkreislauf und erfolgt in den Phasen Risikoidentifikation, Risikoanalyse/-bewertung, Risikosteuerung und Risikokontrolle/-überwachung.

Strategische Risiken

Zu den strategischen Risiken zählen wir insbesondere Risiken aus Marktveränderungen. Entscheidungen im Rahmen der strategischen Ausrichtung bergen immer das Risiko, dass Marktentwicklungen und technologische Neuerungen nicht rechtzeitig erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Um dem vorzubeugen, werden neben einer Marktbeobachtung auch routinemäßig Strategiegespräche mit unseren größten Kunden geführt und hierbei Trends analysiert sowie die Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie untersucht.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken gehören insbesondere die folgenden Risiken:

Absatzrisiko: Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen wird maßgeblich durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Insbesondere die Nachfrage der jeweiligen Branchen und Sektoren, auf denen unsere Kunden tätig sind, geben hierbei die Nachfrage vor. Gleichzeitig können die Rahmenbedingungen insbesondere im Markt für erneuerbare Energien durch gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme zu starken Schwankungen bei den Kundennachfragen führen.

Beschaffungsrisiken: Derartige Risiken entstehen zum einen aus Marktpreisschwankungen, zum anderen aus der fehlenden Verfügbarkeit von Rohstoffen in geeigneter Qualität und Menge. Diesen Risiken wird mit einer systematischen Lieferantenauswahl und -bewertung begegnet. Gegen die Volatilität bei Rohstoffpreisen sichert sich die GmbH durch Rahmenvereinbarungen bei Lieferanten und Preis-Gleitklauseln bei den Kunden ab. Im Geschäftsjahr konnte hier eine abnehmende Dynamik bei der Preisentwicklung festgestellt werden.

Gewährleistungsrisiken: Den Risiken, dass Produkte mit mangelnder Qualität zur Auslieferung kommen und diese zu Kundenreklamationen führen, wird mit einem Qualitätsmanagement begegnet. Darüber hinaus ist man konsequent dabei, flankierend zur Qualitätssicherung qualitätsverbessernde Prozesse auch in Zusammenarbeit mit dem Kunden anzustoßen. Für Risiken werden hier entsprechenden Rückstellungen berücksichtigt, damit bei etwaiger Inanspruchnahme keine Auswirkungen bei der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlagen gegeben sind.

Personalrisiken: Der nachhaltige Erfolg sowie das weitere Wachstum der solar-pur AG hängen vor allem davon ab, geeignetes Personal zu rekrutieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter ist nach wie vor groß, was die Anwerbung neuer Mitarbeiter erschwert. Hier setzt die Geschäftsleitung Maßnahmen zur zielgerichteten Personalentwicklung und Weiterbildung ein, die Qualifikation, Motivation sowie Bindung der Mitarbeiter an die Unternehmung fördern.

Rechtliche Risiken

Aus der Geschäftstätigkeit entstehen rechtliche Risiken, die z. B. aus der Nichtbeachtung von für die Geschäftstätigkeit relevanten Vorschriften resultieren können. Derzeit bestehen in diesem Bereich keine Rechtsstreitigkeiten. Darüber hinaus bestehen Prozesskostenrisiken aus Zahlungsforderungen, die nur eine geringe Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Finanzielle Risiken

Zu den finanziellen Risiken gehören u. a. Liquiditäts- und Zinsrisiken.

Das Risiko, dass die Gesellschaft ihre Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllen kann, wird als Liquiditätsrisiko bezeichnet. Für mittel- und langfristige Liquiditätsrisiken werden bei der solar-pur AG Eigenkapital, Festzinskredite und Kreditlinien zur Verfügung gestellt. Zur Sicherstellung ausreichender kurzfristiger Liquidität verfügt die GmbH zum Bilanzstichtag über Kreditlinien in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. EUR, die sich aus verschiedenen Geschäftsbanken zusammensetzen. Die Verzinsung lag zwischen 6,4 und 8,5 %. Die Linie ist zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzt.

Nur bei den Kreditlinien werden durch die Gesellschaft variable Zinsvereinbarungen abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen ausschließlich Festzinsvereinbarungen.

Strategische und operative Chancen

Das Know-how, auf sich schnell wandelnde Anforderungen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld flexibel und dynamisch zu reagieren, stärkt unsere Position als Anbieter gegenüber den Kunden.

Ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem ist für uns eine Grundvoraussetzung, die an unsere Leistungen und unsere Lieferanten gestellten Qualitätsanforderungen zielgenau und wirtschaftlich zu erfüllen. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass unsere Dienstleistungen und Produkte immer auf dem aktuellen Stand des technisch Machbaren sind.

Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Langsamer als bisher erwartet wird sich der Euroraum entwickeln. Hier wird nur ein moderates Wachstum von 1,0 Prozent in diesem Jahr und 1,4 Prozent im nächsten Jahr (2024:0,8 Prozent) erwartet. Die Gründe sind neben einer schwachen Dynamik, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, auch das geringe Verbrauchervertrauen. Schlusslicht bleibt Deutschland. Nach zwei Rezessionsjahren 2023 und 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft lediglich um 0,3 Prozent zulegen. Damit wurde die Schätzung aus Oktober 2024 um 0,5 Punkte nach unten korrigiert. 2026 soll die deutsche Wirtschaft um 1,1 Prozent wachsen. Im laufenden Jahr wird ein starkes Wachstum für Spanien (2025: 2,3 Prozent) erwartet, aber auch Frankreich (2025: 0,8 Prozent) und Italien (2025: 0,7 Prozent) sollen sich besser entwickeln als Deutschland.

Ausblick

Für die solar-pur AG startete das Geschäftsjahr 2025 mit weiterhin guten Auftragseingängen und einer hohen Auslastung. Der Mitarbeiterbestand ist ausreichend, jedoch besteht nach wie vor Bedarf für einen Ausgleich der Folgen aus der Hochinflationsphase. Die Bezugskosten für Rohstoffe normalisieren sich, teilweise fällt das Preisniveau auch deutlich ab. Für das zweite Halbjahr rechnet man aufgrund einer gewissen Marktsättigung für PV-Anlagen rückläufige Auftragseingänge. Gleiches gilt für die Entwicklung im Elektronikbereich, da die Krise in der Baubranche sich langsamer auflöst, als die Prognosen dies vorhergezeichnet haben.

Das wirtschaftliche Umfeld sowie die Entwicklung der für die GmbH maßgebenden Branchen weisen nach wie vor eine hohe Unsicherheit auf und es fehlt auch vor dem Hintergrund von globalen geopolitischen Krisen an wesentlichen Wachstumsentwicklungen. Deshalb rechnet die Geschäftsleitung mit einem vorsichtig positiven Zuwachs bei Rohertrag und Jahresergebnis, wobei man überzeugt ist, die Ergebnisse vom Geschäftsjahr 2024 nicht wesentlich zu unterschreiten.

 

Saldenburg, den 30. Juni 2025

Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.653.108,44 1.305.206,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1.653.107,44 1.305.205,38
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 651.868,00 703.190,00
2. technische Anlagen und Maschinen 121.891,00 78.119,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.567,00 513.647,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 224.781,44 10.248,88
B. Umlaufvermögen 4.134.204,12 4.068.452,05
I. Vorräte 410.288,19 2.415.741,96
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.286.121,28 6.563.114,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.031.718,89 1.389.504,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.692.197,04 263.205,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 201.942,93 249.414,22
Aktiva 5.989.255,49 5.623.072,65

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 3.801.273,76 3.028.485,09
I. Gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
II. Gewinnrücklagen 90.100,00 90.100,00
III. Bilanzgewinn 3.660.173,76 2.887.385,09
davon Gewinnvortrag 2.887.385,09 1.914.958,43
B. Rückstellungen 985.030,84 654.205,77
C. Verbindlichkeiten 1.193.985,17 1.925.475,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 174.826,08 1.087.254,89
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.019.159,09 838.220,80
D. Passive latente Steuern 8.965,72 14.906,10
Passiva 5.989.255,49 5.623.072,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 8.209.955,90 8.413.247,90
2. Personalaufwand 4.717.291,50 4.285.312,13
a) Löhne und Gehälter 3.919.401,79 3.535.227,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 797.889,71 750.085,04
davon für Altersversorgung 77.121,88 71.473,32
3. Abschreibungen 343.860,43 288.345,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 343.860,43 288.345,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.736.889,17 2.122.115,44
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.735,38 7.292,66
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.909,35 102.971,93
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 386.666,16 442.172,05
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.940,38 5.681,41
8. Ergebnis nach Steuern 1.029.074,67 1.179.623,66
9. sonstige Steuern 6.286,00 7.197,00
10. Jahresüberschuss 1.022.788,67 1.172.426,66
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.887.385,09 1.914.958,43
12. Ausschüttung 250.000,00 200.000,00
13. Bilanzgewinn 3.660.173,76 2.887.385,09

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

der solar-pur AG

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die solar-pur AG hat ihren Sitz in Saldenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau HRB 7223.

Der Jahresabschluss wurde aufgestellt auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie ergänzend den Regelungen des Aktien-Gesetzes.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den gewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagengegenstände bis EUR 800 Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden sofort abgeschrieben.

Öffentlichen Zuschüsse werden im Zeitpunkt der Anschaffung des geförderten Sachanlagevermögens von den Anschaffungskosten gekürzt.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung, Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen.

Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen Leistungen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert vermindert um notwendige Wertberichtigungen ausgewiesen.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuer werden gebildet für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert und der Saldo entsprechend ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Die Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert, Ausnahmen werden gesondert erläutert.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum 1.1. - 31.12.2024 ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Vorräte

2024
EUR
2023
EUR
unfertige Leistungen 3.487.433,00 5.551.030,00
fertige Erzeugnisse und Waren 1.204.603,47 3.240.904,61
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 4.373,00 6.921,96
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 4.286.121,28 - 6.663.114,61
gesamt 410.288,19 2.415.741,96

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2024
EUR
2023
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 601.795,23 949.217,44
sonstige Vermögensgegenstände 429.923,66 440.286,76
gesamt 1.031.718,89 1.389.504,20

4. Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 51.000,00 EUR und ist eingeteilt in 51.000 Aktien im Nennwert von je 1,00 EUR. Die Aktien wurden als vinkulierte Namensaktien ausgegeben.

5. Rückstellungen

2024
EUR
2023
EUR
Steuerrückstellungen 642.333,84 438.316,63
sonstige Rückstellungen 342.697,00 215.889,14
gesamt 985.030,87 654.205,77

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalkosten, Aufwendungen für Gewährleistungen und Prozesskostenrisiken.

6. Verbindlichkeiten

Gesamt mit einer Restlaufzeit davon durch
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
von mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
TEUR
von mehr als 5 Jahren
TEUR
Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 175 47 105 23 170 )1
Vj. 1.087 914 127 46 277 )1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 560 560
Vj. 406 406
Sonstige Verbindlichkeiten 459 459
Vj. 433 433
1.194 1.066 105 23
Vj. 1.926 1.753 127 46

)1 Sicherungsübereignung, Forderungszession

7. Passive latente Steuern

Beginn Geschäftsjahr
EUR
Veränderung im Geschäftsjahr
EUR
Ende Geschäftsjahr
EUR
14.906,10 - 5.940,38 8.965,72
(Vj. 20.587,51) (Vj -. 5.681,41) (Vj. 14.906,10)

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

• Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen TEUR 441 (Vj. TEUR 445)

Bei den Verpflichtungen handelt es sich um Fahrzeug-, Maschinen und Geräteleasingverträge mit einer Laufzeit bis maximal 2028.

9. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Vertrags- und Gewährleistungsbürgschaften über TEUR 477. Derzeit rechnet die Gesellschaft mit keiner Inanspruchnahme.

C. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

1. Allgemeines

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

2024
TEUR
2023
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 5 21
betriebliche Erträge periodenfremd 110 0
Mitarbeitersachbezüge 42 38
Sonstige Erträge 8 19

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2024
TEUR
2023
TEUR
Raumkosten 155 161
Versicherungen, Beiträge, Abgaben 91 148
Reparaturen, Instandhaltungen 62 100
Fahrzeugkosten 469 495
Vertriebskosten 178 198
Kosten der Warenabgabe 290 566
verschiedene betriebliche Kosten 462 390
sonstige Kosten 27 49

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Vorstand

Werner Simmet (Vorsitzender)

Eduard Englmaier (Technik)

Florian Mühldorfer (Finanzen)

Gegenüber einem Mitglied des Vorstands bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 268) sowie Verbindlichkeiten von TEUR 31 (Vj. TEUR 0), die jeweils mit 1,5 % p.a. verzinst sind.

2. Aufsichtsrat

Karl-Heinz Simmet (Vorsitzender)

Helga Simmet (stellvertretende Vorsitzende)

Christian Hierbeck

3. Personal

Im Geschäftsjahr waren 58 (Vj. 53) Mitarbeiter beschäftigt.

4. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.022.788,67 EUR nach Verrechnung mit abgeflossenen Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen und als Bilanzgewinn in Höhe von 3.660.173,76 EUR auszuweisen.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. Dezember 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet werden.

 

Saldenburg, den 10. Juli 2025

Vorstand

01.01.2024
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2024 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.831,50 38.831,50 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.023.848,88 2.054,75 1.025.903,63 651.868,00
2. technische Anlagen und Maschinen 150.824,80 76.150,71 226.975,51 121.891,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.032.508,59 416.107,47 129.381,88 1.319.234,18 654.567,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.248,88 214.532,56 224.781,44 224.781,44
2.217.431,15 708.845,49 129.381,88 0,00 2.796.894,76 1.653.107,44
2.256.262,65 708.845,49 129.381,88 0,00 2.835.726,26 1.653.108,44
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2024
EUR
des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.830,50 38.830,50 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 320.658,88 53.376,75 374.035,63 703.190,00
2. technische Anlagen und Maschinen 72.705,80 32.378,71 105.084,51 78.119,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 518.861,09 258.104,97 112.298,88 664.667,18 513.647,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.248,88
912.225,77 343.860,43 112.298,88 0,00 1.143.787,32 1.305.205,38
951.056,27 343.860,43 112.298,88 0,00 1.182.617,82 1.305.206,38

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

der solar-pur AG

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2024 umfassend mit dem operativen Geschäftsverlauf und der weiteren strategischen Entwicklung von der solar-pur AG. In Erfüllung seiner ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Überwachungsfunktionen hat der Aufsichtsrat die Tätigkeit des Vorstands im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre laufend überwacht und diesen beratend begleitet. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung.

Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die bedeutsamen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands in seinen Sitzungen behandelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert.

Gegenstand der Beratungen und Umfang der laufenden Berichte an den Aufsichtsrat waren folgende Themen:

Aktuelle Geschäftsentwicklung Gegenstand der laufenden Beratungen zur aktuellen Geschäftsentwicklung waren insbesondere:

§ Umsatz- und Ergebnisentwicklung,

§ Status aktueller Lieferantenbeziehungen und -projekte,

§ vertriebliche Aktivitäten,

§ Mitarbeiterentwicklung, Personalbedarf,

§ Organisationsentwicklung,

§ Risikomanagement und

§ Zielsetzung und Strategie für die nächsten 36 Monate.

Unternehmensprognose für das Geschäftsjahr 2025

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat laufend über ein monatliches Finanzwesen und steht unterjährig außerhalb der Sitzungen in stetem persönlichem Kontakt mit dem Aufsichtsrat und informiert diesen über aktuelle Themen und Ereignisse. Zu allen besprochenen Themen wurden dem Aufsichtsrat umfassende Unterlagen vorgelegt. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich besprochen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2 Sitzungen abgehalten.

Die Nirschl, Grössl & Koll. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat ferner den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 geprüft und ebenfalls einen uneingeschränkten Prüfungsvermerk erteilt.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden in der Sitzung am 27. November 2025 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht nach § 162 AktG geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss wurde gebilligt. Damit ist der vom Vorstand der solar-pur AG aufgestellte Jahresabschluss festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat die Beschlussvorschläge des Vorstands für die Hauptversammlung eingehend geprüft; er schließt sich diesen Vorschlägen an.

 

Saldenburg, den 27. November 2025

Karl-Heinz Simmet

Christian Hierbeck

Helga Simmet

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die solar-pur AG, Saldenburg.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der solar-pur AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der solar-pur AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter Webadresse:

https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie

eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Eging a. See, den 27. November 2025

Nirschl, Grössl & Koll. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Nirschl, Wirtschaftsprüfer