Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

München

Konzern-/Jahresabschluss zum 31.12.2012

Munich Re

Rückversicherung bietet gesamte Produktpalette - von traditioneller Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen

ERGO setzt Expansion in der Wachstumsregion Asien fort

Munich Health bündelt die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands und die Krankenrückversicherung weltweit unter einem Dach

Struktur der Gruppe

Munich Re kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Gleichzeitig hebt die Gruppe Synergien bei Erträgen und Kosten und mindert durch die bessere Diversifikation das notwendige Risikokapital. Alle Rückversicherungseinheiten treten weltweit unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Versicherungsgruppe (ERGO) engagiert sich in nahezu allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Unter dem Dach der Marke Munich Health sind die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands zusammengeführt. Zudem ist Munich Re im Assetmanagement aktiv.

Die Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Zweigen der Rückversicherung tätig. Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer in Nischensegmenten, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt.

Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Versicherungsgruppe AG und ihren Töchtern.

In der Erstversicherung von Munich Re bündeln wir alle Aktivitäten bei ERGO mit Ausnahme der Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands, die Munich Health verantwortet. ERGO engagiert sich in nahezu allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Etwa 77% der gebuchten Bruttobeiträge erwirtschaftet sie in Deutschland, 23% stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittel- und osteuropäischen Geschäft. Mittlerweile engagiert sich ERGO auch auf asiatischen Märkten wie Indien, China oder Vietnam.

Munich Health ist in der Rückversicherung weltweit aktiv und nimmt in der Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands in ausgewählten Wachstumsmärkten wie der Golfregion, in Indien und in den USA Geschäftschancen wahr.

Die Münchener Rück AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt.

Segmentierung

1 Krankenversicherungsgeschäft in Deutschland sowie Reiseversicherungsgeschäft.
2 Weltweites Krankenrückversicherungsgeschäft sowie Krankenerstversicherungsgeschäft außerhalb Deutschlands.

Rückversicherung

Die Rückversicherung betreibt die Lebens- sowie die Schaden- und Unfallrückversicherung. Ferner erfassen wir in der Rückversicherung unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von den Ressorts der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, und auch sogenannte Managing General Agencies (MGA).

Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit den Erstversicherern, über Makler und zunehmend im Rahmen exklusiver, strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns über das Leistungsfeld Risk Solutions am Erstversicherungsgeschäft von Industriekunden, an Versicherungspools, Public Private Partnerships sowie Geschäft in spezialisierten Nischensegmenten. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind unsere Risikoexpertise und unsere ausgeprägte Lösungsorientierung, die wir unter das Motto "NOT IF, BUT HOW" stellen.

Die Ressorts der Rückversicherung

Unser weltweites Geschäft in der Lebensrückversicherung wird im Ressort Life gezeichnet.

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa (ausgenommen Deutschland) sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig.

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Deutschland sowie in Afrika, Asien, Australien und der pazifischen Inselwelt.

Das Ressort Special and Financial Risks betreut die Sparten Kreditrisiken, Luft- und Raumfahrt, Agro-, Unternehmer- und Sonderrisiken sowie das Alternative-Markets-Geschäft. Die Verbriefung von Versicherungsrisiken und den Risikotransfer auf den Kapitalmarkt übernimmt der Bereich Risk Trading. Zudem ist das Ressort für unsere eigene Rückversicherung (Retrozession) zuständig.

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen und zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten sowie Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt. Es ist zuständig für die dort angesiedelten Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich. Hinzu kommt weltweites Geschäft in Spezialsparten wie der Arbeiterunfall- und der Transportversicherung sowie unsere Beteiligungen im Lloyd's Markt über die Syndikate Watkins und MSF Pritchard.

Die Rückversicherung im Überblick1

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Ressort Ausgewählte Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands2
Life Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia Munich Re, Tokyo (Life Branch) Munich Re, Toronto (Life Branch) Munich Reinsurance Company of Australasia Limited - New Zealand Branch, Auckland Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., Sydney Munich Re, London (Life Branch)
Europe and Latin America Bell & Clements (London) Ltd., London Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo3 Munich Re, Madrid3 Munich Re, Milan3 Munich Re, Paris Munich Re, London (General Branch)
Germany, Asia Pacific and Africa Great Lakes Australia Branch, Sydney Great Lakes Reinsurance (UK) PLC New Zealand Branch, Auckland Munich Re, Sydney Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis Munich Re, Kuala Lumpur Munich Re, Kuala Lumpur (Retakaful Branch) Munich Re, Beijing3 Munich Re, Hong Kong3 Munich Re, Seoul3 Munich Re, Auckland Munich Reinsurance Company of Africa Ltd., Johannesburg Munich Re, Singapore3
Special and Financial Risks Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London3 Great Lakes Switzerland Branch, Zurich Great Lakes Reinsurance Ireland Branch, Dublin Great Lakes Reinsurance Italian Branch, Milan Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex3 New Reinsurance Company Ltd., Zurich3
Global Clients and North America American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware3 American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma Beaufort Underwriting Agency Ltd., London First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio Global Standards, LLC, Wilmington, Delaware Groves, John & Westrup Limited, London HSB Engineering Insurance Limited, London HSB Group, Inc., Hartford, Connecticut HSB Solomon Associates LLC, Wilmington, Delaware HSB Professional Loss Control, Inc., Tennessee MSP Underwriting Ltd., London Munich Re Capital Limited, London Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware3 Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto N.M.U. Group Limited, London The Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois Temple Insurance Company, Toronto The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware The Midland Company, Cincinnati, Ohio Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hong Kong Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapore

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang.
2 Nur Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands mit einem Eigenkapital von in der Regel mehr als 5 Millionen € sind aufgeführt.
3 Einheiten, die auch Geschäfte in Munich Health betreiben und der Rückversicherung daher anteilig zugeordnet werden.

Erstversicherung

Der zweite Pfeiler von Munich Re ist die Erstversicherung bei ERGO. Über ERGO bieten wir Produkte aus allen wesentlichen Versicherungssparten an. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen und einer individuellen Beratung decken sie den Bedarf von Privat- und Firmenkunden ab. Zu den vielfältigen Vertriebskanälen von ERGO gehören neben den erfolgreichen eigenen Vermittlerorganisationen und dem Direktvertrieb auch der Maklervertrieb und Vertriebskooperationen wie die umfassende Kooperation mit der UniCredit Group.

Im internationalen Geschäft hat ERGO den Weg der Expansion in der Wachstumsregion Asien fortgesetzt. Im Frühjahr 2012 hat ERGO in der chinesischen Provinz Shandong mit dem Aufbau eines Joint Venture mit einem lokalen Partner zum Vertrieb von Lebensversicherungen begonnen. Die ERGO China Life Insurance Company Ltd. soll, wenn die behördliche Genehmigung vorliegt, voraussichtlich 2013 den Geschäftsbetrieb aufnehmen. In Indien wurde im November 2012 der Aufbau eines Joint Venture in der Lebensversicherung mit der Avantha Gruppe vereinbart. Mit dem Joint Venture HDFC ERGO bieten wir in Indien bereits Sachversicherungen an. Im schwierigen südkoreanischen Markt trennte sich ERGO von dem Sachversicherer ERGO Daum Direct General Insurance Co. Ltd. (ERGO Daum).

Die Erstversicherung im Überblick1

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Segment Ausgewählte Tochtergesellschaften2
Leben Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Fürth ERGO Lebensversicherung AG, Hamburg ERGO Insurance N.V., Brüssel ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf ERGO Previdenza S.p.A., Mailand ERGO Versicherung AG, Wien Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf Vorsorge Lebensversicherung AG, Düsseldorf Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach
Gesundheit DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Köln ERGO Direkt Krankenversicherung AG, Fürth EUROPÄISCHE Reiseversicherung AG, München Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen
Schaden/Unfall D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-Aktiengesellschaft, München DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam D.A.S. Österreichische Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Wien D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand ERGO Direkt Versicherung AG, Fürth ERGO General Insurance Company S.A., Athen ERGO Russ Versicherung AG, St. Petersburg ERGO SIGORTA A.S., Istanbul ERGO Versicherung AG, Düsseldorf MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Sopot Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang.
2 Nur Tochtergesellschaften mit einem Prämienvolumen von mehr als 50 Millionen € sind aufgeführt.

Munich Health

Der globale Gesundheitsmarkt ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige. Dies gilt gleichermaßen für den Versorgungs- und den Versicherungsbereich. Um die damit verbundenen Chancen zu nutzen, hat Munich Re die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands unter der Marke Munich Health zusammengeführt. Munich Health deckt weite Teile der Wertschöpfungskette im Gesundheitsbereich ab und wird seit 2010 als eigenständiges Segment ausgewiesen.

Die Wachstumsdynamik im Gesundheitsmarkt und die gute Positionierung von Munich Health ermöglichen dem Segment den Zugang zu neuen Märkten. 2012 hat Munich Health seine Erstversicherungsaktivitäten mit der Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar, auf dem jungen und wachstumsträchtigen Markt der MEA Region (Naher Osten und Afrika) ausgeweitet. Zudem will Munich Health in Saudi-Arabien mithilfe der zusammen mit Partnern gegründeten Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah, in das lokale Krankenerstversicherungsgeschäft einsteigen.

Munich Health im Überblick1

Gesellschaften, die Munich Health vollständig zugeordnet werden

Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Hyderabad

Daman - National Health Insurance Company, Abu Dhabi

Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar

DKV Belgium S.A., Brussels DKV Luxembourg S.A., Luxembourg

DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa

ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid

ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa

Globality S.A., Luxembourg

Marina Salud S.A., Alicante

MedNet Holding GmbH, Munich

Munich Health Holding AG, Munich

Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware

Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware

Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañía de Seguros, Saragossa

Windsor Health Group, Inc., Brentwood, Tennessee

Gesellschaften, die Geschäfte in mehreren Segmenten betreiben und Munich Health anteilig zugeordnet werden

American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware

Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London

Munich Re do Brasil Reseguradora S.A., São Paulo

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Munich

Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex

Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware

New Reinsurance Company Ltd., Zurich

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang. Nur Konzerngesellschaften mit einem Eigenkapital von in der Regel mehr als 5 Millionen € sind aufgeführt.

Assetmanagement

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) steht für alle Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Darüber hinaus bietet sie ihr umfassendes Knowhow externen institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Die MEAG ist in Europa, Asien und Nordamerika präsent und verwaltet alle wichtigen Anlageklassen wie festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien.

Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung

Wertorientierte Unternehmensführung - die Steuerungsphilosophie von Munich Re

Ziel von Munich Re ist es, Risiken in all ihren Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und mit an den Risiken gemessen hohen Gewinnen nachhaltig Wert für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Den Börsenkurs der Münchener-Rück-Aktie nachhaltig zu steigern ist maßgebliche Richtschnur unseres unternehmerischen Denkens und Handelns. Diesem Ziel dient unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Verwendung wertorientierter Steuerungssysteme.

Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Neben wertbasierten Größen beachten wir bei der Steuerung unseres Geschäfts eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen; situationsbedingt können sie kurzfristig die Ausrichtung einer Einheit bestimmen. Dazu gehören Regelungen örtlicher Rechnungslegungssysteme, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Diese Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

Geschäftliche Aktivitäten werden nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.

Mit wertorientierten Steuerungsgrößen stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher.

Verantwortlichkeiten weisen wir klar zu und zeigen Management und Mitarbeitern die Stellgrößen für die Wertsteigerung auf.

Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte zu berücksichtigen und abzuwägen: Einerseits sollten sie nicht zu komplex sein, damit die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit verständlich sind. Andererseits liegt die Herausforderung darin, die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abzubilden und das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten. Die Zusammenhänge sind vielschichtig, ein Nebeneinander verschiedener Messgrößen ist unvermeidbar.

Während wir auf Gruppenebene die ökonomische Wertschaffung in einer einheitlichen Metrik, den "Economic Earnings", abbilden, verwenden wir in den Geschäftsfeldern spezifische Steuerungsgrößen wie den Wertbeitrag (Schaden- und Unfallversicherung, Krankenrückversicherung) und den Market Consistent Embedded Value (Lebensversicherung, Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts), die den Eigenarten des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen und die Auswirkungen des Asset-Liability-Managements einbeziehen. Darüber hinaus berücksichtigen wir in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Krankenrückversicherung auch die Schaden-Kosten-Quote.

Economic Earnings und Return on Risk adjusted Capital

Den Wert, den wir in einer Periode auf Gruppenebene geschaffen haben, ermitteln wir - weitgehend im Einklang mit dem künftigen Aufsichtsregime "Solvency II" - mit den Economic Earnings, wobei wir noch an Verbesserungen und Verfeinerungen von Methodik und Datenbasen arbeiten. Ausgangspunkt für die Ermittlung der Economic Earnings ist die Veränderung des ökonomischen Eigenkapitals in einer Periode. Diese wird um Kapitalein- und -auszahlungen einschließlich Dividenden angepasst.

Um die Wertorientierung von Munich Re, die wir in den internen Steuerungsinstrumenten umsetzen, in der externen Kommunikation ebenfalls zu betonen, verwenden wir als Konzernziel die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern, den Return on Risk adjusted Capital (RoRaC). Der RoRaC als risikoorientierte Zielgröße wird bestimmt, indem wir das Konzernergebnis in Relation zum erforderlichen Risikokapital (Economic Risk Capital) setzen. Die Höhe des Risikokapitals ermitteln wir mit unserem internen Risikomodell. Damit orientieren wir uns an den ökonomischen Standards, die teilweise schon die aktuellen, jedenfalls aber die künftigen Anforderungen von Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen prägen. Die Verbindung zum IFRS-Konzernergebnis bleibt damit gewahrt.

Der RoRaC ist wie folgt definiert:

Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuern (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die - bei gegebener Risikotoleranz - auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Als Bezugsgröße für die Bereinigung dient das Kapital, das über das notwendige Risikokapital hinausgeht, das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital"; unter Umständen kann es für Rating- und Solvenzzwecke sowie für profitables Wachstum erforderlich sein. Das zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital wird in der hier vorgestellten Systematik risikolos verzinst, weil sämtliche Risikokomponenten der Kapitalanlagen und der Versicherungstechnik durch das interne Risikomodell mit Risikokapital unterlegt und mit Renditeanforderungen verbunden sind. Übersteigt das Risikokapital das vorhandene ökonomische Eigenkapital, setzen wir den Korrekturposten in der RoRaC-Formel auf null.

Der RoRaC ist eine pragmatische Mischung aus nicht miteinander konsistenten Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Erst wenn die Anforderungen an die Kapitalausstattung und an die Performance-Rechnung nach Solvency II verlässlich feststehen, wollen wir unsere Ziele an diesen Messgrößen ausrichten. Ungeachtet der von uns hervorgehobenen risikobasierten Betrachtungsweisen streben wir stets an, dass die Rendite auf das uns überlassene gesamte Kapital, der sogenannte Return on Equity (RoE), den berechtigten hohen Erwartungen unserer Investoren entspricht.

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenrückversicherung ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein - mit relativ unbedeutenden Ausnahmen wie etwa der deutschen Feuerschutzsteuer. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen.

Interpretation der Schaden-Kosten-Quote

Bei der Interpretation der Schaden-Kosten-Quote sind die besonderen Umstände des einzelnen Versicherungszweigs zu berücksichtigen. Von erheblicher Bedeutung ist unter anderem, wie sich das Portfolio zusammensetzt. So sind beispielsweise folgende Zusammenhänge wichtig:

Je stärker die Schadenbelastung im Zeitablauf schwankt, desto größer ist das Risiko und desto höher müssen die Beiträge sein, die erforderlich sind, um das Risiko zu decken. Dies bedeutet, dass die Schadenquoten in guten Jahren niedrig sind und ebenso die durchschnittlichen Schadenquoten, die dem Rückversicherer eine angemessene Vergütung für die Übernahme des Risikos gewähren. Das gilt besonders für die Exponierung gegenüber seltenen, aber schweren Naturkatastrophen.

Bedeutsam ist die Zeitspanne zwischen dem Eingang der Beiträge und der Schadenzahlung. Je länger dieser Zeitraum ist, desto länger können die eingenommenen Prämien auf dem Kapitalmarkt angelegt werden. So stehen hohen Schaden-Kosten-Quoten in Sparten mit einer langen Schadenabwicklung (zum Beispiel Haftpflicht) regelmäßig höhere Ergebnisse aus Kapitalanlagen gegenüber, mit denen die Schadenrückstellungen bedeckt sind. Diese Erträge spiegeln sich in der Schaden-Kosten-Quote nicht wider.

Deshalb ist die Schaden-Kosten-Quote isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei die Vergleichbarkeit wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden und verschiedener Portfoliozusammensetzungen beeinträchtigt wird. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote jedoch durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Wertbeitrag

Im Rahmen unseres ökonomischen Steuerungssystems kommt die Wertbeitragsrechnung für die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenrückversicherung zur Anwendung. Die jeweiligen, hierfür um Zufallsschwankungen bereinigten Wertbeiträge werden wie folgt ermittelt:

Das angepasste Ergebnis orientiert sich an der Gewinn- und Verlustrechnung und setzt sich im Wesentlichen aus dem versicherungstechnischen Ergebnis, dem normalisierten Kapitalanlageergebnis sowie dem übrigen nicht versicherungstechnischen Ergebnis zusammen. Es beinhaltet wertorientierte Anpassungen, etwa um die Belastung aus Großschäden über die Zeit zu glätten und die Schadenaufwendungen bei späterer Zahlung in Höhe ihrer Barwerte zu berücksichtigen.

Dem so angepassten Ergebnis stellen wir die Eigenkapitalkosten als Sollgröße gegenüber. Bei deren Berechnung hat das Risikokapital, das wir mit unserem internen Kapitalmodell bestimmen, einen wesentlichen Einfluss. Für das Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft sowie das Krankenrückversicherungsgeschäft wird ein positiver Wertbeitrag erzielt, sofern das jeweils für ein Kalenderjahr gemessene angepasste Ergebnis die Eigenkapitalkosten übersteigt.

Market Consistent Embedded Value

Die Produkte der Lebensversicherung sowie der Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts sind geprägt durch ihre Langfristigkeit und den über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis. Derartige lang laufende Geschäftsportfolios, deren Erfolg sich nicht sinnvoll in einer Einjahressicht messen lässt, bewerten wir auf der Grundlage der European Insurance CFO Forum Market Consistent Embedded Value (MCEV) Principles ©1 ; diese wurden vom CFO-Forum in ihrer aktuellen Fassung im Oktober 2009 veröffentlicht.

Der MCEV setzt sich zusammen aus dem im Unternehmen vorhandenen Eigenkapital und dem sogenannten Bestandswert. Letzterer ist der Barwert der nach finanz- und versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten zukünftigen Nettoerträge aus dem Versicherungsbestand und den damit verbundenen Kapitalanlagen unter Berücksichtigung des Zeitwerts der finanziellen Optionen und Garantien sowie der explizit berechneten Kapitalkosten.

Der MCEV bezieht sich dabei auf das zum Bewertungsstichtag vorhandene Portfolio. Von unserem Lebensrückversicherungsgeschäft werden 100% und von unserem Lebenserst- und deutschen Krankenerstversicherungsgeschäft 97% abgebildet. Der Wert des zukünftigen Neugeschäfts wird hingegen nicht berücksichtigt. Allerdings erfolgt die Bewertung unter der Annahme, dass die Geschäftstätigkeit fortgeführt wird. Optionen und Garantien - vor allem die der Versicherungsnehmer in der Erstversicherung - bewerten wir explizit über stochastische Simulationen. Im MCEV wird der Barwert aller Zahlungsströme für alle maßgeblichen Währungsräume auf Basis der Swap-Zinsen und der impliziten Volatilitäten zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2012 bestimmt. Die Bewertung von Vermögenswerten, die auf dem Kapitalmarkt gehandelt werden, fußt auf den zum Bewertungsstichtag beobachteten Marktwerten. Selbst nach Kapitalmarktverwerfungen verzichten wir bisher auf die Anwendung von Zinszuschlägen wie Illiquiditätsprämien oder Anpassungen der Kapitalanlagewerte, zumindest so lange, bis die endgültigen Festlegungen für Solvency II vorliegen. Damit wählen wir eine für die Bewertung unseres Erstversicherungsbestands betont konservative Methodik.

Die Entwicklung des Versicherungsbestands modellieren wir unter Berücksichtigung der aktuellen Erwartungen für Biometrie (zum Beispiel Sterblichkeit und Morbidität), Storno und Kosten. In der Erstversicherung modellieren wir die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Überschüssen gemäß der aktuellen Planung und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Für die jeweiligen Einzelgesellschaften verwenden wir bei der Kalkulation Steuersätze und Bemessungsgrundlagen, die den nationalen Vorschriften entsprechen; ebenso berücksichtigen wir steuerliche Verlustvorträge. Quellensteuern auf Dividenden von Konzerngesellschaften werden nicht erfasst. Die Kapitalkosten umfassen neben den Kosten der Kapitalanlageverwaltung und Steuern auch die nicht explizit modellierten Risiken des Geschäfts und für die Krankenerstversicherung die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Erträgen aus Kapitalanlagen, die dem Eigenkapital gegenüberstehen.

Die Änderung des MCEV innerhalb eines Jahres - ohne die Effekte aus Währungskursschwankungen, Unternehmenskäufen oder -verkäufen sowie Ausschüttungen bzw. Kapitaleinschüssen - weisen wir als Embedded-Value-Gesamtertrag aus. Bereinigt man diesen zusätzlich um Einflüsse aus Änderungen der steuerlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen, spricht man vom operativen Embedded-Value-Ertrag: Er ist das Maß für den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit eines Jahres. Diese Erfolgsgröße lässt sich unter anderem aufteilen in den Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts.

1 © Stichting CFO Forum Foundation 2008.

Asset-Liability-Management

Das Asset-Liability-Management (ALM) steht im Mittelpunkt der Kapitalanlagestrategie von Munich Re und ist ein grundlegender Pfeiler unseres wertorientierten Steuerungssystems. Wir berücksichtigen dabei wichtige Eigenschaften von versicherungstechnischen und anderen Verpflichtungen bei der Zusammenstellung unseres Kapitalanlageportfolios und messen die Risiken aus der Kapitalanlage nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu Wertänderungen bei den Verpflichtungen. Mit dem ALM streben wir an, dass die Veränderung volkswirtschaftlicher Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflussen wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dies verringert unsere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten und stabilisiert unser Eigenkapital. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. In Bezug auf die Währungspositionierung wirken sich somit Wechselkursschwankungen gleichermaßen auf Vermögenswerte wie Verbindlichkeiten aus. Verluste aus der Währungsumrechnung von Kapitalanlagen werden durch Gewinne aus der Umrechnung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten ökonomisch weitgehend ausgeglichen, obwohl dieser Zusammenhang nach den ökonomisch unvollkommenen Regeln der Rechnungslegung nicht immer adäquat abgebildet wird. Abweichungen gegenüber der Struktur unserer Verpflichtungen gehen wir in diesem Ansatz bewusst und unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und erzielbaren Risikoprämien ein. In einem beschränkten Ausmaß richten wir unser Kapitalanlageportfolio auch so aus, dass es bei steigenden Inflationsraten an Wert gewinnt. Hierbei investieren wir in inflationssensitive Anlageklassen wie Inflationsanleihen und -swaps sowie Sachwerte.

Um das ökonomische ALM so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein, um uns gegen Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten abzusichern. Diese erfassen wir in der IFRS-Rechnungslegung ergebniswirksam, also als Aufwand und Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung. Eine solche ergebniswirksame Erfassung ist bei den zugehörigen Grundgeschäften jedoch in der Regel nicht möglich. Derartige Inkonsistenzen in der Rechnungslegung sowie weitere Unterschiede zwischen ökonomischer und bilanzieller Sicht können insbesondere in Zeiten mit erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten zu starken Ausschlägen im IFRS-Kapitalanlagen-, Währungs- bzw. Konzernergebnis führen, trotz der ökonomisch gut ausgebildeten Balance unseres Versicherungs- und Kapitalanlageportfolios.

Nicht finanzielle Steuerungselemente

Neben diesen rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nicht finanzielle Faktoren eine Rolle, etwa Innovationen, Prozessgeschwindigkeit, Ausbildungsstand der Mitarbeiter sowie Kundenzufriedenheit. Langfristig kann ein Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es nachhaltig wirtschaftet und zukunftsgerichteten qualitativen Faktoren Rechnung trägt. Auf der Basis eines umfassenden Verständnisses von Wertschaffung mit kurzfristigen und langfristigen, finanziellen und nicht finanziellen Kenngrößen verknüpfen wir Strategie und operative Planung eng miteinander, indem wir unsere Strategien in strukturierten Übersichten darstellen (den sogenannten Scorecards) und aus diesen Initiativen, Messgrößen und Verantwortlichkeiten ableiten. Die Scorecards umfassen vier Dimensionen: Finanzen, Märkte und Kunden, Prozesse sowie Mitarbeiter. Dabei fördern wir das unternehmerische Denken und Handeln unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten eindeutig zuweisen und nach Möglichkeit deutlich machen, wie viel der Einzelne, eine Einheit oder ein Geschäftsfeld zur langfristigen Wertsteigerung beiträgt. Unsere Anreizsysteme für Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstand unterstützen diese Ausrichtung, wobei die Vergütung grundsätzlich mit steigender Hierarchieebene zunehmend vom Erfolg abhängt.

Unternehmensleitung

Vorstand

Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender des Vorstands) (Vorsitzender des Konzernausschusses)

Group Development

Group Investments

Group Communications

Group Compliance

Group Audit

Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen

Germany, Asia Pacific and Africa Services

Dr. rer. pol. Thomas Blunck

Special and Financial Risks

Reinsurance Investments

Central Procurement

Georg Daschner

Europe and Latin America

Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek (Vorsitzender des Rückversicherungsausschusses)

Reinsurance Development

Corporate Underwriting

Accounting, Controlling and Central

Reserving for Reinsurance

Information Technology

Global Business Architecture

Geo Risks Research/Corporate Climate Centre

Dr. rer. pol. Peter Röder

Global Clients and North America

Dr. jur. Jörg Schneider

Group Reporting

Group Controlling

Corporate Finance M&A

Integrated Risk Management

Group Legal

Group Taxation

Investor and Rating Agency Relations

Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (Arbeitsdirektor i. S. von § 33 MitbestG)

HealthCare

Human Resources

Dr. oec. publ. Joachim Wenning

Life

Aufsichtsrat

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender, Vorsitzender bis 31.12.2012)

Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013)

Mitglied seit 17.4.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der D.A.S. Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG

Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied seit 3.1.2013

Wissenschaftliche Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies

(CEFS) an der Technischen Universität München

Herbert Bach

Mitglied seit 9.12.1994,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Mitarbeiter der Münchener Rück AG

Dina Bösch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands

Annika Falkengren

Mitglied seit 20.4.2011

President und Chief Executive Officer der Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ)

Frank Fassin

Mitglied seit 22.4.2009

Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen der ver.di Nordrhein-Westfalen

Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner

Mitglied seit 12.2.2010

Aufsichtsrätin und Präsidentin der Stiftung EU-LAC

Christian Fuhrmann

Mitglied seit 22.4.2009

Geschäftsbereichsleiter der Münchener Rück AG

Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann

Mitglied seit 22.7.1999,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Präsident der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Peter Löscher

Mitglied seit 22.4.2009

Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG

Wolfgang Mayrhuber

Mitglied seit 13.12.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG

Silvia Müller

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiterin der ERGO Versicherungsgruppe AG

Marco Nörenberg

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Reinhard Pasch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Anton van Rossum

Mitglied seit 22.4.2009

Ehemaliger Chief Executive Officer und

ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats von Fortis

Andrés Ruiz Feger

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en

España

Richard Sommer

Mitglied seit 22.4.2009

Gewerkschaftssekretär und ehemaliger Leiter der Bundesfachgruppe Versicherungen der ver.di

Dr. phil. Ron Sommer

Mitglied seit 5.11.1998,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats der MTS OJSC, Russland

Besetzung der Ausschüsse

Ständiger Ausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (seit 1.1.2013) Wolfgang Mayrhuber

Personalausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Wolfgang Mayrhuber (seit 1.1.2013)

Prüfungsausschuss

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (Vorsitzender) Christian Fuhrmann Marco Nörenberg Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (seit 1.1.2013) Anton van Rossum Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (bis 31.12.2012)

Nominierungsausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann Peter Löscher (seit 1.1.2013)

Vermittlungsausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (seit 1.1.2013)

Von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltene Mandate

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Vorstand1 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender) COMMERZBANK AG ERGO Versicherungsgruppe AG2 (Vorsitz) Munich Health Holding AG2 (Vorsitz) -
Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen - -
Dr. rer. pol. Thomas Blunck - Global Aerospace Underwriting Managers Ltd. (GAUM), Großbritannien (Vorsitz) New Reinsurance Company Ltd., Schweiz2 (Vorsitz)
Georg Daschner - -
Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek - -
Dr. rer. pol. Peter Röder EXTREMUS Versicherungs-AG Munich Re America Corp., USA2 (Vorsitz) Munich Reinsurance America, Inc., USA2 (Vorsitz)
Dr. jur. Jörg Schneider MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH2 (Vorsitz) -
Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl - Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Indien
Dr. oec. publ. Joachim Wenning - -

1 Stand: 31.12.2012.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

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Aufsichtsrat1 Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender, Vorsitzender bis 31.12.2012) METRO AG UniCredit S.p.A., Italien (bis 11.5.2012)
Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) METRO AG (bis 23.5.2012) Tetra-Laval International S.A. Group, Schweiz
Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender) D.A.S. Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-AG2 ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Herbert Bach - -
Dina Bösch - -
Annika Falkengren Volkswagen AG Securitas AB (publ), Schweden
Frank Fassin ERGO Versicherungsgruppe AG2 Provinzial NordWest Holding AG -
Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner - Gamesa Corporación Tecnológica S.A., Spanien Alpine Bau Holding GmbH, Österreich
Christian Fuhrmann - Munich Re Holding Company (UK) Ltd., Großbritannien2
Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss Siemens AG Actelion Ltd., Schweiz
Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann Bayerische Motoren-Werke AG Deutsche Bank AG Deutsche Post AG Franz Haniel & Cie. GmbH Nokia Corporation, Finnland Wipro Ltd., Indien
Peter Löscher Deutsche Bank AG TBG Ltd. (Thyssen-Bornemisza Group), Malta
Wolfgang Mayrhuber Bayerische Motoren-Werke AG Infineon Technologies AG (Vorsitz) Lufthansa-Technik AG AUA Austrian Airlines, Österreich Österreichische Luftverkehrsholding GmbH, Österreich Heico Corporation, USA UBS AG, Schweiz
Silvia Müller ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Marco Nörenberg ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Reinhard Pasch - -
Anton van Rossum - Credit Suisse Groupe AG, Schweiz Royal Vopak NV, Niederlande (Vorsitz) Solvay S.A., Belgien
Andrés Ruiz Feger - -
Richard Sommer ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Dr. phil. Ron Sommer - JSFC Sistema, Russland (bis 30.6.2012) Sistema Shyam Teleservices Ltd., Indien Tata Consultancy Services Ltd., Indien

1 Stand: 31.12.2012.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

Vergütungsbericht

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) stellen wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Münchener Rück AG und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten dar.

Entsprechend Ziffer 4 des DCGK wird das Vergütungssystem für den Vorstand vom Aufsichtsratsplenum beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Plenum vor.

Das derzeit gültige System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zum 1. Januar 2012 wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

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Bestandteil Anteil1 Bemessungsgrundlage/ Parameter Korridor Voraussetzung für Zahlung Auszahlung
Grundvergütung zzgl. Sachbezüge/ Nebenleistungen (Dienstwagen, Gesundheitsvorsorge, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen) 30% Funktion, Verantwortung, Dauer der Vorstandszugehörigkeit fix vertragliche Regelungen monatlich
Variable Vergütung 70% Gesamterfolg des Unternehmens, Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit, Individueller Erfolgsbeitrag      
30% Jahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Konzernziel, Gesellschaftsziel, Ressortziele, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Jahresziele im 2. Jahr, davon für 50% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 4-jähriger Sperrfrist
70% Mehrjahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Ziele für die Geschäftsfelder - Rückversicherung - Erstversicherung - Munich Health, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Dreijahresziele im 4. Jahr, davon für 25% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 2-jähriger Sperrfrist
Altersversorgung a) leistungsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten) - Pensionsfähige Grundvergütung (= 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung2), Dienstjahre im Vorstand Festbetrag > Pensionierung> Versorgungsfall> Vorzeitige Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags unter bestimmten Voraussetzungen -
b) beitragsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und ab 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder) - Ziel-Gesamtdirektvergütung2 Versorgungsbeitrag   -

1 Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung bei der variablen Vergütung.
2 Die Ziel-Gesamtdirektvergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und der variablen Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung.

Fixe Bestandteile

Grundvergütung

Die feste jährliche Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausbezahlt.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Sachbezüge und Nebenleistungen richten sich nach der Funktion und sind im Vergleich zum Markt (DAX-30-Gesellschaften) angemessen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Variable Vergütung

Die variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Organisationseinheiten sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für ihre Höhe ist damit, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden.

Um die Zielvorgaben festzulegen und die Zielerreichungen zu bewerten, wurden Prozesse definiert, deren Einhaltung zusätzlich einer Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen wird. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden dem Aufsichtsrat gegenüber transparent gemacht.

Die Zielerreichung wird jeweils nach Ende der Betrachtungszeiträume gemessen; während dieser Zeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf des einjährigen bzw. des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung des Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, 50% bzw. 25% der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren.

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

Für die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden Jahresziele festgelegt, die als Bemessungsgrundlage auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), Gesellschaftsergebnis (Schaden- und Unfallrückversicherung), Ressortergebnis sowie individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 35%-70%    
Konzernziel   Abgeleitet aus Kennzahlen der externen Rechnungslegung sowie weiteren wichtigen Bestands- und Erfolgsgrößen Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC)
Gesellschaftsziel (Schaden-/Unfall- Rückversicherung)   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag3
Individueller Erfolgsbeitrag 30%-65%    
Ressortziele   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall und Munich Health - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2 , Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts4
Individuelle Ziele   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Preis- und Zyklusmanagement - Kundenmanagement - Kosten

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
2 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 50% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

Für die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health sowie auf individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 75%    
Geschäftsfeldziele (3-Jahres-Durchschnitt)      
Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2 , Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts2
Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
Munich Health   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 25%    
Individuelle Ziele (3-Jahres-Zeitraum)   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Personalentwicklung, hier auch Diversity - Strategieentwicklung - nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Aufgaben

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
2 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 25% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Volle und anteilige Auslobung der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance

Basis für die volle und zeitanteilige Auslobung der variablen Vergütung ist das erste Jahr. Es werden nur die vollen "berechtigten" Monate in diesem Jahr berücksichtigt (pro rata temporis). Bei Übertritt in den Ruhestand, eintretender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Tod sowie vorzeitigem Ausscheiden aus der Gesellschaft aus sonstigen Gründen finden die Regelungen für volle und anteilige Auslobung Anwendung.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, die während der Berichtsperiode noch in Kraft waren

Langfristiger Incentive-Plan

Diese Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zielt auf die nachhaltige Steigerung des Aktienkurses ab. Der langfristige Incentive-Plan wurde ab 1999 jährlich neu aufgelegt, für die Mitglieder des Vorstands letztmalig im Jahr 2009, für die übrigen Berechtigten letztmalig im Jahr 2010. Die Berechtigten erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten. Sie können nur ausgeübt werden, wenn eine zweijährige Sperrfrist eingehalten wird, die Münchener-Rück-Aktie seit Planbeginn um mindestens 20% stieg und die Entwicklung des EURO STOXX 50-Index wenigstens zweimal über einen Zeitraum von drei Monaten während der Planlaufzeit geschlagen wurde.

Ob und wann die Wertsteigerungsrechte tatsächlich ausgeübt werden können, steht nicht fest. Ausübung und Erlös hängen von der Aktienkursentwicklung und der Erfüllung der Ausübungsbedingungen ab. Die zukünftigen Verpflichtungen des Unternehmens aus den langfristigen Incentive-Plänen werden zum Teil abgesichert. Ziel ist dabei, den Aufwand, der aus einem Wertzuwachs der Wertsteigerungsrechte resultiert, durch einen Wertanstieg des Aktienbestands ökonomisch möglichst zu neutralisieren. Die Höhe des Ertrags aus den Wertsteigerungsrechten ist begrenzt. Bisher konnten aus den Plänen, die 1999, 2003 bis 2006 und 2009 aufgelegt wurden, Wertsteigerungsrechte ausgeübt werden.

Gewichtung der Vergütungsbestandteile

Bei hundertprozentiger Zielerreichung (Jahres-Performance und Mehrjahres-Performance) stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an der Gesamtvergütung 2012 wie folgt dar: Grundvergütung etwa 30%, variable Vergütung rund 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehrjahres-Performance. Jahres-, Mehrjahresziele und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung der Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt.

Insgesamt hat das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder den für 2012 geltenden Empfehlungen des DCGK entsprochen. Es wird insbesondere auch der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (Versicherungs-Vergütungsverordnung - VersVergV) vom 6. Oktober 2010 gerecht.

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung) der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld erhoben und die Relationen zu den übrigen Beschäftigten der Münchener Rück AG geprüft. Neue Vorstandsmitglieder werden in der Regel so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Sonstiges

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die von der Gesellschaft ausdrücklich als persönlich anerkannt werden.

Die Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten dürfen. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abzustellen.

Bei einem "Change of Control" sehen lediglich die Bedingungen des langfristigen Incentive-Plans besondere Ausübungsmöglichkeiten vor.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags, dessen Höhe sich nach ihrer Grundvergütung und ihren Dienstjahren im Vorstand richtete. Der Versorgungsgrad begann bei 30% und konnte maximal 60% der jährlichen Grundvergütung erreichen.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Wesentliches Ziel dieser Umstellung war, alle versorgungsspezifischen Risiken möglichst komplett aus der Bilanz der Gesellschaft auszulagern. Diese sehr weitgehende Risikoauslagerung wurde dadurch erreicht, dass Anwartschaftszuwächse ausschließlich durch die Einzahlung von Beiträgen in eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden. Die Leistungen aus der Altersversorgung sind insoweit nicht mehr von der Gesellschaft zu tragen, sondern ergeben sich aus der Rückdeckungsversicherung. Das Langlebigkeitsrisiko, die biometrischen Risiken vorzeitiger Versorgungsfälle wie Invalidität und Tod des aktiven Vorstandsmitglieds sowie das Kapitalmarktrisiko wurden damit auf den Rückdeckungsversicherer und das einzelne Vorstandsmitglied übertragen.

Seit 2009 erhalten somit neu bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags des Vorstandsmitglieds für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der sich 2009 an der Grundvergütung orientierte, ab 2010 an der Ziel-Gesamtdirektvergütung. Der Versorgungsbeitrag wird an den Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die garantierte Verzinsung des Rückdeckungsversicherers beträgt 2,25% (für ab 2012 neu bestellte Vorstandsmitglieder 1,75%). Die Versicherungsleistung, die aus den Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer resultiert, sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Leistung zu. Für ab 1. Januar 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder ist ein einheitlicher Versorgungsbeitragssatz in Höhe von 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Vorstandsmitglieder, die zum Ende des Jahres 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Seit 1. Januar 2009 erhalten diese Vorstandsmitglieder für die künftigen Dienstjahre eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente), die sich grundsätzlich am beitragsorientierten System für neue Vorstandsmitglieder orientiert. Da die Umstellung des Versorgungssystems im Rahmen laufender Vorstandsverträge erfolgte, wurden die Versorgungsbeiträge so berechnet, dass die Summe aus Besitzstands-, Versorgungskassen- und Zuwachsrente bei realistischer Einschätzung die erwartete Rente im Alter 60 nach vorheriger Pensionsregelung ergibt.

Vorstandsmitglieder, die zum Umstellungszeitpunkt das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten, wurden nicht auf das beitragsorientierte System umgestellt und erhalten weiterhin eine leistungsorientierte Pensionszusage nach dem vorherigen System.

Aufgrund der zum 1. Januar 2010 erfolgten Erhöhung des Anteils der Grundvergütung an der Gesamtvergütung von 25% auf 30% wurde die Bemessungsgrundlage für die Altersversorgung geändert. Andernfalls hätte dies zu einer nicht beabsichtigten Erhöhung der Versorgung geführt. Bei der Festsetzung der leistungsorientierten Pensionszusage wird daher seit 1. Januar 2010 auf die sogenannte "pensionsfähige Grundvergütung" abgestellt, die 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung entspricht. Bei beitragsorientierten Leistungszusagen wird der Beitragssatz auf Basis der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 bestellt wird, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie Verrentung oder Auszahlung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System.

Bei leistungsorientierten Zusagen: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung.

Ruhegeld aufgrund Arbeitsunfähigkeit

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit einvernehmlich aufgehoben, von der Gesellschaft gekündigt oder infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird; die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Arbeitsunfähigkeit oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG): Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat.

Höhe der Leistung:

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.

Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5a BetrAVG). Diese Anwartschaft wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Verbesserte unverfallbare Anwartschaft: Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft wird gewährt, wenn der Anstellungsvertrag aufgrund Nichtverlängerung (durch die Gesellschaft) endet und weder grobe Pflichtverletzung noch eine Eigenkündigung vorliegen. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass das Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und der Beginn der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht nicht für Vorstandsmitglieder, die seit 2009 bestellt werden. Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern gilt die verbesserte unverfallbare Anwartschaft nur für den Teil der Altersversorgung, der sich aus der leistungsorientierten Pensionszusage ergibt.

Höhe der Leistung:

Im Anschluss an das Ausscheiden für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Für den Anteil aus der leistungsorientierten Zusage: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um je 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 60. Lebensjahres gekürzt wird.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Die Hinterbliebenen eines Vorstandsmitglieds, das während der aktiven Dienstzeit oder nach der Pensionierung verstorben ist, erhalten anschließend diese Leistungen:

Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners in Höhe von 60% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds. Ist die Ehefrau/der Ehemann oder die eingetragene Lebenspartnerin/der eingetragene Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als das Vorstandsmitglied, so wird die Hinterbliebenenversorgung aus der Besitzstandsrente für jedes Jahr des Altersunterschieds um 2% gekürzt, jedoch höchstens um 50%.

Waisenrente in Höhe von 20% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds pro Waise.

Verdoppelung der Waisenrente, wenn keine Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners zu bezahlen ist.

Die Hinterbliebenenleistungen dürfen zusammen das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen. Gegebenenfalls werden die Waisenrenten anteilig gekürzt.

Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Witwe/den Witwer oder die eingetragene Lebenspartnerin/den eingetragenen Lebenspartner, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft erst zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, zu dem das Vorstandsmitglied bereits Ruhegeld bezog, und für Waisen, wenn sie erst nach diesem Zeitpunkt geboren wurden. Der Anspruch für Waisen entfällt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres (20. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Für Waisen, die in Schul- oder Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst sind oder bei denen eine körperliche oder geistige Behinderung vorliegt, verlängert sich der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (27. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Die Hinterbliebenenversorgung aus der beitragsorientierten Zusage entfällt, wenn dem Vorstandsmitglied die Rente daraus in Form eines Einmalbetrags ausbezahlt wurde. Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Hinterbliebenen mit ihrem Tod.

Anpassung Altersversorgung

Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen werden überprüft, wenn die Tarifgehälter der Versicherungswirtschaft nach dem Durchschnitt der Endgehälter aller Tarifklassen seit der letzten Festsetzung um mehr als 12% gestiegen sind oder wenn seit der letzten Festsetzung drei Jahre vergangen sind. Dabei ist eine Anpassung mindestens in Höhe der Steigerung der Lebenshaltungskosten nach dem Verbraucherpreisindex vorzusehen. Diese Regelung gilt auch für Vorstandsmitglieder, die in der Zeit von 2009 bis 31. März 2012 neu bestellt wurden und die erstmalig vor dem 1. Januar 1999 eine Pensionszusage von der Gesellschaft erhalten haben. Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für ab 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 1999 keine Pensionszusage von der Gesellschaft erhielten, und für ab 1. April 2012 bestellte Vorstandsmitglieder werden ab Bezug des Ruhegelds oder der Hinterbliebenenversorgung gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG um jährlich 1 % angepasst. Unverfallbare Anwartschaften werden nicht angepasst.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010). Demnach wird die Vergütung für die Jahres-Performance mit den dafür gebildeten Rückstellungen ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist nach dem Standard DRS 17 erst im Jahr der Auszahlung einzubeziehen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 13,3 (9,8) Millionen €. Die Gesamtbezüge erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere, dass die Gesamtzielerreichung für die Jahres-Performance 2012 nach aktueller Schätzung wesentlich höher ausfällt als für das Vorjahr.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

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Name Geschäftsjahr Grundvergütung
Sachbezüge/
Nebenleistungen
Jahres-
Performance1
Gesamt
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 1.200.000 32.376 1.160.670 2.393.046
  2011 1.140.000 34.205 525.294 1.699.499
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 570.000 47.975 706.440 1.324.415
  2011 519.000 37.527 280.521 837.048
Dr. Thomas Blunck 2012 570.000 33.340 642.281 1.245.621
  2011 540.000 27.832 450.222 1.018.054
Georg Daschner 2012 585.000 35.806 684.623 1.305.429
  2011 585.000 32.296 507.762 1.125.058
Dr. Torsten Jeworrek 2012 855.000 35.860 945.417 1.836.277
  2011 780.000 33.682 532.658 1.346.340
Dr. Peter Röder 2012 570.000 34.829 749.419 1.354.248
  2011 519.000 33.308 274.137 826.445
Dr. Jörg Schneider 2012 855.000 35.394 778.680 1.669.074
  2011 810.000 36.426 369.180 1.215.606
Dr. Wolfgang Strassl 2012 570.000 32.990 345.081 948.071
  2011 540.000 30.276 289.341 859.617
Dr. Joachim Wenning 2012 540.000 34.921 613.339 1.188.260
  2011 480.000 26.083 325.382 831.465
Gesamt 2012 6.315.000 323.491 6.625.950 13.264.441
  2011 5.913.000 291.635 3.554.497 9.759.132

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
Für die Jahres-Performance 2011 wurden insgesamt 542.129 € mehr ausbezahlt als im Geschäftsjahr 2011 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard 51.870 €, Arnoldussen 86.593 €, Blunck 22.434 €, Daschner 48.464 €, Jeworrek 94.349 €, Röder 147.627 €, Schneider -11.340 €, Strassl 4.574 €, Wenning 97.558 €. Danach ergeben sich folgende tatsächliche Bonuszahlungen für 2011: von Bomhard 454.860 €, Arnoldussen 326.970 €, Blunck 415.800 €, Daschner 483.210 €, Jeworrek 584.220 €, Röder 392.364 €, Schneider 300.510 €, Strassl 257.040 €, Wenning 396.480 €.
Die für die Jahres-Performance 2012 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2012 und dem entsprechenden Mehraufwand für 2011.
Der 2012 erfasste Gesamtaufwand (Rückstellungszuführung/-auflösung aufgrund der Wertentwicklung der Wertsteigerungsrechte aus den Plänen 2005-2009) für die langfristigen Incentive-Pläne betrug für: von Bomhard 556.542 €, Arnoldussen 104.454 €, Blunck 162.104 €, Daschner 597.881 €, Jeworrek 934.562 €, Röder 479.135 €, Schneider 1.120.157 €, Strassl 257.977 €, Wenning 326.388 €.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei voller Zielerreichung (= 100%) gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

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Name Zusage für Jahres- Performance1
Mehrjahres- Performance2
Summe Zusagen
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 2013 840.000 1.960.000 2.800.000
  2011 2012 840.000 1.960.000 2.800.000
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Thomas Blunck 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Georg Daschner 2012 2013 409.500 955.500 1.365.000
  2011 2012 409.500 955.500 1.365.000
Dr. Torsten Jeworrek 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Peter Röder 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Jörg Schneider 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Wolfgang Strassl 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Joachim Wenning 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 378.000 882.000 1.260.000
Gesamt 2012 2013 4.441.500 10.363.500 14.805.000
  2011 2012 4.420.500 10.314.500 14.735.000

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen in der Tabelle auf der vorhergehenden Seite.
2 Die für 2012 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist zahlbar 2015, die für 2013 zugesagte Vergütung 2016.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen von 5,0 (4,5) Millionen €, wovon 1,5 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 3,5 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems sind die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

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  Leistungsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Pensionszusage1 €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen2
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 407.100 10.424.872 398.602
  2011 407.100 10.412.551 319.688
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 157.500 1.673.940 286.621
  2011 157.500 1.502.957 226.720
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 120.000 1.656.569 127.849
  2011 120.000 1.630.021 100.102
Georg Daschner6 2012 224.250 6.547.091 0
  2011 214.500 6.756.582 0
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 171.000 3.356.607 155.570
  2011 171.000 3.356.026 122.991
Dr. Peter Röder7,9 2012 90.000 1.817.959 82.165
  2011 90.000 1.827.576 64.825
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 275.000 6.210.367 264.544
  2011 275.000 6.215.238 210.611
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 120.000 3.142.012 135.120
  2011 120.000 3.117.191 108.982
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 - - 19.112
  2011 - - 16.169
Gesamt 2012 1.564.850 34.829.417 1.469.583
  2011 1.555.100 34.818.142 1.170.088

Pensionsanwartschaften

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Beitragsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Versorgungsbeitragssatz der Ziel-Gesamtdirektvergütung
%
Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 17,00 104.839 3.329.161 680.000
  2011 17,00 77.665 1.561.179 646.000
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 14,75 45.339 1.411.130 280.250
  2011 14,75 33.315 601.565 255.175
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 16,25 53.774 1.625.620 308.750
  2011 16,25 39.903 664.197 292.500
Georg Daschner6 2012 - - - -
  2011 - - - -
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 19,50 88.696 2.733.764 555.750
  2011 19,50 64.975 1.161.020 507.000
Dr. Peter Röder7,9 2012 20,25 57.526 1.827.358 384.750
  2011 20,25 41.499 793.720 350.325
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 16,50 74.453 2.334.148 470.250
  2011 16,50 55.273 1.580.633 445.500
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 21,00 61.489 1.952.601 399.000
  2011 21,00 45.544 915.466 378.000
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 25,50 58.957 -10 459.000
  2011 25,50 41.712 - 408.000
Gesamt 2012   545.073 15.213.782 3.537.750
  2011   399.886 7.277.780 3.282.500

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008, bei Daschner leistungsorientierter Pensionszusage zum 31.12. des Berichtsjahres.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf verbesserte unverfallbare Anwartschaft.
6 Keine Umstellung auf beitragsorientiertes System, da zum Umstellungszeitpunkt bereits das 55. Lebensjahr vollendet war. Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
8 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 2.1.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 3.1.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
9 Hat bei Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.
10 Defined Contribution Plan im Sinne des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, daher kein Barwert angegeben.

Ausblick

Zum 1. Januar 2013 wurde das Vergütungssystem für den Vorstand im Hinblick auf die variable Vergütungskomponente angepasst. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Vereinfachung des bisherigen Incentivierungssystems bei weiterhin angemessener Systematik gelegt. Außerdem sollte für den Aufsichtsrat die Möglichkeit geschaffen werden, flexibel auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können.

Das Aufsichtsratsplenum hat auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats beschlossen, dass für die variable Vergütung auf Basis Jahres-Performance das bisherige Gesellschaftsziel (Schaden- und Unfallrückversicherung) ab 2013 durch ein Gesamtziel für das Geschäftsfeld Rückversicherung (einschließlich Lebensrückversicherung) abgelöst wird. Je nach Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder wird zudem das Ergebnis für das Geschäftsfeld Erstversicherung auf Jahresbasis verzielt.

Bei der Vereinbarung von individuellen persönlichen Zielen wird ein stärkerer Fokus auf weniger, dafür aber besonders relevante Ziele gelegt. Neu eingeführt wurde die Komponente "Würdigung der Gesamtleistung", die in der Jahres- und Mehrjahres-Performance zum Tragen kommt. Der Aufsichtsrat erhält dadurch einen größeren Beurteilungsspielraum und kann die im jeweiligen Beurteilungszeitraum erbrachte Gesamtleistung - also auch nicht konkret verzielte Leistungen - einzelner Vorstandsmitglieder und des Gesamtvorstands künftig stärker berücksichtigen. Die Bewertung dieser Komponente führt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 Aktiengesetz und des Deutschen Corporate Governance Kodex durch.

Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten

Die leitenden Angestellten der Münchener Rück AG erhalten als fixe Bestandteile eine feste jährliche Grundvergütung, die als monatliches Gehalt ausbezahlt wird, sowie marktübliche Sachbezüge und Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagen und betriebliche Altersversorgung). Die variablen Bestandteile setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Komponenten Leistungsvariable und Company-Result-Bonus sowie der längerfristigen aktienkursbasierten Komponente Mid-Term Incentive Plan.

Für die Leistungsvariable bilden quantitative und qualitative Zielvorgaben die Basis. Bei den quantitativen Zielen kommen Größen aus der operativen Planung zum Einsatz, für den qualitativen Anteil werden persönliche Ziele vereinbart.

Beim Company-Result-Bonus handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für den Company-Result-Bonus wird der RoRaC als Größe verwendet. Die Vorgaben entsprechen dem Konzernziel bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Hier wird je nach der jeweiligen Zielerreichung des RoRaC eine Gesamtsumme ermittelt, die als Bonus an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden kann. Mit steigender Managementebene nimmt der Anteil des Company-Result-Bonus zu. Seine Funktionsweise stellt sicher, dass der Konzernerfolg systematisch in die Vergütung der Mitarbeiter einfließt und die Bonussumme in einem angemessenen Verhältnis zum Erfolg des Gesamtunternehmens steht.

Der Mid-Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von drei Jahren legt die gleichen Zielvorgaben zugrunde wie der Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder der Münchener Rück AG. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Total Shareholder Returns berücksichtigt. Neben den leitenden Angestellten in München nehmen auch ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation der Münchener Rück AG am Mid-Term Incentive Plan teil.

Die einzelnen variablen Komponenten werden in unterschiedlicher Gewichtung auf allen Managementebenen gewährt. Ausgehend von der Gesamtvergütung (Fixum und alle variablen Vergütungsbestandteile) beträgt der Anteil aller variablen Vergütungsbestandteile für die erste Führungsebene unter dem Vorstand mehr als 50%; dieser Anteil nimmt auf den folgenden Managementebenen sukzessive ab und beträgt für die unterste Managementebene ca. ein Drittel. Die kurz- und langfristigen Komponenten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand beträgt der Anteil des Mid-Term Incentive Plans als längerfristiger Vergütungsbestandteil ca. 25% der Gesamtvergütung. Dies entspricht mehr als 50% der variablen Vergütung insgesamt, sodass ein nachhaltiges Anreizsystem sichergestellt ist. Auf variable Vergütungsbestandteile besteht keine Garantie.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die seit dem Geschäftsjahr 2009 geltende Regelung sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied jährlich eine feste Vergütungskomponente von 50.000 € vor; hinzu kommen eine variable ergebnisabhängige und eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütungskomponente. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält jeweils das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütungen.

Die variablen ergebnisabhängigen Vergütungen berechnen sich nach dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen, das wir im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 4.000 € für jeden vollen Euro, um welchen das Ergebnis pro Aktie den Betrag von 12 € übersteigt, höchstens jedoch 40.000 €. Bei einem Ergebnis pro Aktie von 17,98 € wird für das Geschäftsjahr 2012 eine variable erfolgsabhängige Vergütung von 20.000 € ausbezahlt. Die erfolgsorientierte Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung wurde in Übereinstimmung mit dem DCGK eingeführt. Sie beträgt 10.000 € und wird gezahlt, wenn das Ergebnis pro Aktie des Vergütungsjahres das Ergebnis pro Aktie des dem Vergütungsjahr vorgehenden dritten Geschäftsjahres um mindestens 30% übertrifft. Für das Vergütungsjahr 2012 fällt diese langfristige Vergütungskomponente an.

Mitglieder von Ausschüssen erhalten für ihre Tätigkeit einen Zuschlag von 50% der Festvergütung, Vorsitzende eines Ausschusses erhalten 100% der Festvergütung. Auf diese Weise wird dem erheblichen Arbeitsaufwand Rechnung getragen.

Die jährliche Gesamtvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied ist auf das Dreifache der festen Vergütung begrenzt. Dies stellt sicher, dass die Gesamtvergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder der Höhe nach angemessen ist, auch für den Fall, dass weitere Ausschüsse gebildet werden.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1

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      Feste Vergütung Erfolgs- orientierte Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung  
Name Geschäftsjahr Jährlich
Für Ausschuss-
tätigkeiten
Jährlich
Jährlich
Gesamt
Dr. Hans-Jürgen Schinzler Vorsitzender 2012 125.000,00 139.000,00 50.000,00 25.000,00 339.000,00
  2011 125.000,00 137.000,00 0,00 0,00 262.000,00
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2012 75.000,00 25.000,00 30.000,00 15.000,00 145.000,00
  2011 75.000,00 25.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Herbert Bach 2012 50.000,00 50.000,00 20.000,00 10.000,00 130.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Dina Bösch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Annika Falkengren 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 35.068,49 - 0,00 0,00 35.068,49
Frank Fassin 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Benita Ferrero-Waldner 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Christian Fuhrmann 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Prof. Dr. Peter Gruss 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Prof. Dr. Henning Kagermann 2012 50.000,00 64.000,00 20.000,00 10.000,00 144.000,00
  2011 50.000,00 62.000,00 0,00 0,00 112.000,00
Peter Löscher 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Wolfgang Mayrhuber 2012 50.000,00 25.000,00 20.000,00 10.000,00 105.000,00
  2011 50.000,00 25.000,00 0,00 0,00 75.000,00
Silvia Müller 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Marco Nörenberg 2012 50.000,00 35.000,00 20.000,00 10.000,00 115.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Reinhard Pasch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Bernd Pischetsrieder 2012 50.000,00 52.000,00 20.000,00 10.000,00 132.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Anton van Rossum 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Andrés Ruiz Feger 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Richard Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Ron Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Gesamt 2012 1.100.000,00 464.000,00 440.000,00 220.000,00 2.224.000,00
  2011 1.085.068,49 460.000,00 0,00 0,00 1.545.068,49

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gem. § 15 Abs. 6 der Satzung.
2 Bei Mitgliedern des Prüfungsausschusses und/oder Nominierungsausschusses jeweils einschließlich Sitzungsgeld gemäß § 15 Abs. 4 der Satzung.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte
Vergütung
 
Name Geschäftsjahr Jährlich2
Für Ausschuss-
tätigkeiten2
Jährlich
Gesamt
Hans Peter Claußen, stellvertr. Vorsitzender 2012 38.499,88 2.231,24 0,00 40.731,12
  2011 49.777,00 6.750,00 0,00 56.527,00
Frank Fassin 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Silvia Müller 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Marco Nörenberg 2012 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
  2011 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
Richard Sommer 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Gesamt 2012 146.499,88 8.981,24 0,00 155.481,12
  2011 157.777,00 13.500,00 0,00 171.277,00

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften.
2 Jeweils einschließlich Sitzungsgeld, soweit dies gemäß den entsprechenden Satzungsbedingungen für die Teilnahme an Sitzungen vorgesehen ist.

Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

Erwerben oder veräußern Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft sowie bestimmte mit ihnen in enger Beziehung stehende Personen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, müssen sie dies der Gesellschaft unverzüglich mitteilen. Mitteilungspflichtig sind Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte, die 5.000 € im Kalenderjahr erreichen oder übersteigen.

Die Münchener Rück AG muss entsprechende Mitteilungen unverzüglich auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Der Gesamtbesitz, den alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien und an darauf bezogenen Finanzinstrumenten der Münchener Rück AG halten, beträgt weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Rahmenbedingungen

Rezession in der Eurozone und Abkühlung in China dämpfen Weltwirtschaftswachstum

Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone verunsichert weiterhin Finanzmärkte und Realwirtschaft

Niedrigzinsumfeld belastet Versicherungswirtschaft

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Umfeld unserer Geschäftstätigkeit wird von mehreren langfristig wirksamen, globalen Trends bestimmt. Der demografische Wandel stellt besonders in den Industrieländern die Sozialversicherungs- und Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist demgegenüber nicht nur ein rasches Bevölkerungswachstum zu beobachten, sondern auch ein schneller Wohlstandsanstieg breiter Bevölkerungsschichten. Besonders die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens gewinnen dadurch weltwirtschaftlich und geopolitisch an Bedeutung. Technischer Fortschritt und Digitalisierung beschleunigen die globale Vernetzung von Kapitalströmen und Lieferketten und erhöhen die Komplexität der Weltwirtschaft.

In diesem Umfeld beobachten wir eine steigende Anzahl von Naturkatastrophenschadenereignissen. Die versicherten Schäden nehmen in einigen Regionen im Verhältnis zur wirtschaftlichen Aktivität überproportional zu. Die Gründe dafür sind vor allem ein Anstieg von Werten in exponierten Gebieten und wachsende Versicherungsdichten gegen Naturkatastrophen. Bei wetterbedingten Katastrophen spielt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch der Klimawandel eine gewisse Rolle, da sich vielerorts Häufigkeiten und Intensitäten von Wetterextremen ändern. So entstehen neue Risikopotenziale und Kumulgefahren, die eine ständige Weiterentwicklung der Versicherungstechnik unerlässlich machen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur

Das Jahr 2012 war geprägt von der andauernden Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone und einer weiteren Abkühlung der globalen konjunkturellen Dynamik. Die Geldpolitik in den großen Industrieländern blieb expansiv, die Renditen für US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen gingen weiter zurück, und die Inflationsraten blieben weltweit moderat. Die Aktienmärkte legten zu.

Reales Bruttoinlandsprodukt (BIP)

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Wachstum in % 2012 (Schätzung) 2011 2010 2009 2008
Welt1 3,2 3,9 5,1 -0,6 2,8
Industrieländer1 1,3 1,6 3,0 -3,5 0,1
Schwellen- und Entwicklungsländer1 5,1 6,3 7,4 2,7 6,1
USA 2,3 1,8 2,4 -3,1 -0,3
Eurozone -0,4 1,4 2,0 -4,4 0,4
Deutschland 0,9 3,1 4,0 -5,1 0,8
China 7,8 9,3 10,4 9,2 9,6
Japan 2,0 -0,6 4,5 -5,5 -1,0

1 Nationale Wirtschaftsleistungen zur Aggregation gewichtet mit Kaufkraftparitäten.
Quelle: Internationaler Währungsfonds.

Die Weltwirtschaft wuchs erneut nur moderat. Hauptgrund dafür war die weiterhin schwelende Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone, die Finanzmärkte und Realwirtschaft immer wieder verunsicherte. Die Eurozone insgesamt war bereits Ende 2011 in eine Rezession geglitten, aus der sie sich im Laufe des Berichtszeitraums nicht befreien konnte. Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung wirkten wachstumsdämpfend, gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote weiter an und erreichte mit 11,4% im Jahresdurchschnitt ein Rekordniveau. Auch die Konjunktur in Deutschland, die zu Beginn des Jahres noch kaum von der Krise beeinträchtigt schien, kam in der zweiten Jahreshälfte ins Stocken.

Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft verlangsamte sich deutlich, unter anderem aufgrund der nachlassenden Exportnachfrage. Auch die Konjunktur in Japan schwächte sich im Jahresverlauf ab. Die Impulse der Wiederaufbauaktivitäten nach dem Erdbeben 2011 liefen aus, und die geringere Exportnachfrage aus Europa und China hinterließ Spuren. Das moderate Wirtschaftswachstum der USA wirkte indes als Stütze der globalen Konjunktur. Am Markt für Wohnimmobilien gab es erste Anzeichen der Verbesserung, auch der private Konsum legte zu. Allerdings ging die Arbeitslosenquote nur leicht zurück und lag im Jahresdurchschnitt bei 8,1 %. Die US-Notenbank sah sich zu einer Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik veranlasst.

Veränderung des Konsumentenpreisindex

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% 2012 2011 2010 2009 2008
  (Schätzung)        
Welt 4,0 4,9 3,7 2,4 6,0
Industrieländer 2,0 2,7 1,5 0,1 3,4
Schwellen- und Entwicklungsländer 6,1 7,2 6,1 5,1 9,3
USA 2,1 3,2 1,6 -0,4 3,8
Eurozone 2,5 2,7 1,6 0,3 3,3
Deutschland 2,0 2,3 1,1 0,4 2,6
China 2,6 5,4 3,3 -0,7 5,9
Japan - -0,3 -0,7 -1,4 1,4

Quelle: Internationaler Währungsfonds, nationale Statistikämter und statistisches Amt der Europäischen Union.

Kapitalmärkte

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten spiegelte im Jahresverlauf das Auf und Ab der Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone wider. In den ersten Monaten des Jahres sorgten zunächst einige Maßnahmen zur Krisenbekämpfung für Entspannung, zum Beispiel die Einrichtung des dauerhaften Rettungsschirms European Stability Mechanism (ESM) und die erfolgreichen EU-Verhandlungen über den "Fiskalvertrag". Im März stimmten die privaten Gläubiger des griechischen Staates einem Schuldenschnitt in Höhe von mehr als 100 Milliarden € zu. Außerdem stellte die Europäische Zentralbank (EZB) den europäischen Banken im ersten Quartal 2012 ein weiteres Mal Liquidität in großem Umfang zu niedrigen Zinsen zur Verfügung.

Das Vertrauen der Investoren schwand, als einige Wochen nach den griechischen Wahlen im April die Koalitionsverhandlungen für gescheitert erklärt und Neuwahlen angekündigt worden waren. Außerdem nährten Schwierigkeiten im spanischen Bankensektor erneut die Zweifel an der Tragbarkeit der Schulden und ließen die Sorgen um die Ansteckungsgefahren für weitere Länder wachsen. Wichtige Aktienindizes sanken deutlich, der Euro verlor gegenüber den meisten Währungen der Welt an Wert, und Anleger flüchteten wieder in US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen. Die Renditen der Titel mit zehn Jahren Restlaufzeit sanken im Juli auf unter 1,4% (USA) bzw. unter 1,2% (Deutschland).

Renditeentwicklung zehnjähriger Staatsanleihen

In der zweiten Jahreshälfte kehrte das Vertrauen zurück. Dies lag vor allem an der Ankündigung der EZB, unter bestimmten Umständen unbegrenzt kurz laufende Staatsanleihen der Krisenländer am Sekundärmarkt aufzukaufen. Die Renditen für deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen erhöhten sich daraufhin ein wenig - lagen zum Jahresende aber immer noch unter ihrem Jahresanfangsniveau und wiesen weiterhin eine negative Realverzinsung auf, blieben also unter den Inflationsraten. Der Euro gewann im zweiten Halbjahr gegenüber US-Dollar, japanischem Yen und Pfund Sterling wieder an Wert. Die Aktienmärkte der USA, Japans, Deutschlands und sogar der Eurozone insgesamt schlossen 2012 deutlich im Plus ab.

Entwicklung wichtiger Aktienindizes 1.1.2012 = 100

Die Geldpolitik in den großen Industrieländern war weiterhin stark expansiv ausgerichtet. Die Federal Reserve in den USA beließ die Bandbreite ihres Leitzinses bei 0% bis 0,25%, die Bank of England blieb bei einem Zinssatz von 0,5% und die japanische Zentralbank ließ die Zinsen unverändert in einer Bandbreite von 0% bis 0,1 %. Die Europäische Zentralbank nahm ihren Leitzins Anfang Juli von 1,0% auf 0,75% zurück. Darüber hinaus beschlossen die genannten Notenbanken weitere Maßnahmen, vor allem Anleihekäufe, um die Konjunktur anzukurbeln und die Finanzmärkte zu stabilisieren.

Versicherungswirtschaft

Die globalen Nicht-Leben-Beitragseinnahmen wuchsen 2012 inflationsbereinigt stärker als in den Vorjahren. Zwar dämpfte die Konjunkturschwäche in Europa die Nachfrage nach Versicherung. Gestützt wurde die Prämienentwicklung dagegen durch einen leichten Anstieg der Preise in der Schaden- und Unfallversicherung und durch die erneut sehr dynamisch ansteigende Nachfrage nach Versicherungsschutz in vielen Schwellenländern. Die globalen Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung gingen inflationsbereinigt leicht zurück. Ursache dafür war vor allem das schrumpfende Prämienvolumen in Europa und das schwache Wachstum in den USA und in China.

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt die Versicherer wegen des Rückgangs der Kapitalerträge vor erhebliche Herausforderungen. Belastet sind vor allem Lebensversicherer, die Zinsgarantien bedienen müssen.

Auch in den Haftpflicht- und Sachversicherungssparten drückte das niedrige Zinsniveau auf die Margen und machte vor allem für das langfristige Geschäft Prämienerhöhungen erforderlich.

Das ausgewiesene Eigenkapital der meisten Erst- und Rückversicherer wuchs 2012 unterdessen unter anderem wegen des niedrigen Zinsniveaus, weil nach gültiger Rechnungslegung festverzinsliche Kapitalanlagen höher bewertet wurden, während Marktzinsveränderungen kaum Einfluss auf die Bewertung der Verpflichtungen haben. Diese optische Kapitalverstärkung wirkte sich dämpfend auf die Nachfrage und stimulierend auf das Angebot von Rückversicherungsschutz aus. Während die Preise für Rückversicherung auch wegen der außergewöhnlichen Häufung großer Schäden im Vorjahr im ersten Halbjahr deutlich gestiegen waren, ergaben sich bereits bei den Erneuerungen zum 1. Juli im Durchschnitt nur noch leichte Preissteigerungen. Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2013 blieben die Preise im Durchschnitt annähernd gleich.

Nach vorläufigen Schätzungen stagnierten die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2012 inflationsbereinigt. Während die Beiträge in der privaten Krankenversicherung und in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich zulegten, gingen die Beiträge in der Lebensversicherung inflationsbereinigt zurück. Ursächlich dafür war ein weiterer Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung, das 2009 und 2010 außerordentlich stark gewachsen war.

Geschäftsverlauf

Steigerung der Bruttobeiträge um 5,1 %

Unterdurchschnittliche Großschadenbelastung, aber auch bereinigt um Großschäden guter Geschäftsverlauf

Gutes Ergebnis aus Kapitalanlagen

Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) von 13,2% nach Steuern

Erhöhung der Dividende auf 7,00 (6,25) € je Aktie geplant

Überblick und wichtige Kennzahlen

Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC)

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% 2012 2011 2010
RoRaC 13,2 3,2 13,5
langfristiges Ziel 15,0 15,0 15,0

Dividende

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    2012 2011 2010
gesamte Dividendenausschüttung Mrd. € 1,3 1,1 1,1
Höhe der Dividende 7,00 6,25 6,25

Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC) betrug für das Gesamtjahr 2012 13,2% nach 3,2% im Vorjahr. Der RoRaC 2012 lag somit nur erfreulich wenig unter unserem langfristigen Ziel von 15%, das wir uns erstmals 2006 bei einem deutlich höheren Marktzinsniveau vorgenommen hatten. Den Zielwert für das Jahr 2012 eines Jahresüberschusses von 2,5 Milliarden € - das entspricht einem RoRaC von etwa 10% - konnten wir weit übertreffen.

An unserem erfreulichen Unternehmenserfolg wollen wir wieder unsere Aktionäre beteiligen: Daher schlagen wir der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 7,00 (6,25) € je gewinnberechtigter Aktie zu zahlen.

Wichtige Kennzahlen1,2

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    2012 2011 2010 2009 2008
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 52,0 49,5 45,5 41,4 37,8
Schaden-Kosten-Quote            
Rückversicherung Schaden/Unfall3 % 91,0 113,8 100,5 95,3 99,4
Erstversicherung Schaden/Unfall % 98,7 99,1 96,8 93,2 90,9
Munich Health4 % 100,2 99,5 99,7 99,4  
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 3.876 186 1.965 2.747 2.756
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 8.436 6.756 8.642 7.883 5.916
Nicht versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 1.474 994 2.013 1.974 1.078
Operatives Ergebnis Mio. € 5.350 1.180 3.978 4.721 3.834
Ertragsteuern Mio. € 866 -552 692 1.264 1.372
Konzernergebnis Mio. € 3.211 712 2.430 2.564 1.579
Kapitalanlagen Mrd. € 213,8 201,7 193,1 182,2 174,9
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) Mrd. € 186,1 181,2 171,1 163,9 157,1
Eigenkapital Mrd. € 27,4 23,3 23,0 22,3 21,1

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".
2 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2008 bis 2010 ist dadurch eingeschränkt.
3 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.
4 Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Die Bruttobeitragseinnahmen konnten wir trotz unserer hohen Anforderungen an Profitabilität steigern.

Aufgrund der unterdurchschnittlichen Belastung aus Naturkatastrophen lag die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallerstversicherung ging leicht zurück.

Konzernumsatz

Bis 2011 wurden die Segmentbilanz und die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung vor der Eliminierung von konzerninternem Geschäft dargestellt, ergänzt um eine eigene Spalte, welche die Konsolidierung aufzeigte. Ab 2012 wird die Segmentberichterstattung nach Eliminierung von konzerninternem Geschäft ausgewiesen, die Vorjahreswerte haben wir angepasst.

Konzernergebnis1

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  2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Rückversicherung Leben 495 334 48,2
Rückversicherung Schaden/Unfall 2.561 169 >1.000,0
Erstversicherung Leben 164 67 144,8
Erstversicherung Gesundheit 87 23 278,3
Erstversicherung Schaden/Unfall -4 65 -
Munich Health -92 36 -
Assetmanagement - 18 -100,0

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst.

Die Entwicklung im Rückversicherungssegment Leben war erfreulich. Die Schaden- und Unfallrückversicherung erzielte ein ausgezeichnetes Konzernergebnis.

Zur Verbesserung der Beratungsqualität will ERGO die unterschiedlichen Beratungs- und Betreuungsansätze der Vertriebsorganisationen vereinheitlichen, die Komplexität in den Vertriebsstrukturen reduzieren und damit auch die Kosten deutlich senken. Hierfür sollen aus fünf bestehenden Vertriebsorganisationen zwei werden, die unter dem Dach einer Vertriebsgesellschaft zusammengeführt werden. ERGO wird dadurch ab 2014 Kosteneinsparungen erzielen; ihr gesamtes Volumen ab 2015 soll sich auf über 160 Millionen € brutto pro Jahr belaufen. Für diese Reorganisation hat ERGO im Berichtsjahr Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen gebildet. Sie betragen über alle Segmente hinweg 258 Millionen € und belasteten das Konzernergebnis in der Erstversicherung mit insgesamt 128 Millionen €.

Munich Health erzielte ein negatives Konzernergebnis.

Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz1

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% 2012 2011 2010
Rückversicherung Leben 97 96 96
Rückversicherung Schaden/Unfall 96 95 93
Erstversicherung Leben 25 25 24
Erstversicherung Gesundheit 4 5 4
Erstversicherung Schaden/Unfall 42 43 43
Munich Health 98 99 99

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Während wir in den Rückversicherungssegmenten und bei Munich Health weltweit tätig sind, erwirtschaften wir in den Erstversicherungssegmenten den Großteil des Umsatzes im Inland.

Im Berichtsjahr weisen wir eine Steuerquote von 21,2 (-345,0)% aus. Neben der erfreulichen Ergebnisentwicklung von Tochtergesellschaften in Ländern mit niedrigeren Steuersätzen trugen steuerfreie Erträge aus Kapitalanlagen zur geringen Steuerquote im Jahr 2012 bei. Hinzu kommen die positiven Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften in den USA. Diese konnten mit steuerlichen Verlustvorträgen der Vorjahre, auf die noch keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, verrechnet werden. Im Ergebnis wurden die Gewinne unserer amerikanischen Tochtergesellschaften ohne Steuerbelastung vereinnahmt. Ein Vergleich der Steuerquote des Berichtsjahres mit der Steuerquote des Vorjahres ist wenig aussagekräftig, da die Vorjahresquote stark durch das niedrige Ergebnis geprägt war.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Rückversicherung Leben

Anstieg der Beitragseinnahmen um 17,4% auf 11,1 Milliarden €, unterstützt durch Wachstum in Asien

Sehr zufriedenstellendes versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von 420 Millionen €

Gutes Kapitalanlageergebnis in Höhe von 913 Millionen €

Erfreuliches Konzernergebnis in Höhe von 495 Millionen €

Kräftig gestiegener Market Consistent Embedded Value (MCEV) bei 10.616 Millionen €, beeinflusst insbesondere durch hervorragenden Neugeschäftswert von 573 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge1 Mio. € 11.130 9.481 7.901 6.796
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung1 % 39,5 36,4 33,5 31,2
Operatives Ergebnis1 Mio. € 719 629 434 718
Konzernergebnis1 Mio. € 495 334 293 465
MCEV Mio. € 10.616 9.992 8.284 6.773

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Umsatz

Mit einem Bruttobeitragsvolumen von 11.130 (9.481) Millionen € stieg der Umsatz in der Lebensrückversicherung im Vergleich zum Vorjahr um 17,4% . Dies lag unter anderem an der anhaltend dynamischen Entwicklung der expandierenden Erstversicherungsmärkte in Asien, an der wir aufgrund unserer guten Marktposition als Rückversicherer partizipieren. Die Lebensversicherungsmärkte in Asien werden auch in Zukunft ein wesentlicher Motor für unsere Geschäftsentwicklung bleiben. Die erfreuliche Umsatzentwicklung über die vergangenen Jahre wird zudem getragen durch eine Reihe großvolumiger Verträge, bei denen Rückversicherung primär als Kapitalersatz fungiert. Hierbei profitieren wir von unseren langfristigen Kundenbeziehungen als kapitalstarker Partner und Anbieter von maßgeschneiderten Lösungen. Wir übernehmen dabei biometrische Risiken, die zu einer verbesserten Kapitalstruktur und Solvenzentlastung bei unseren Kunden führen. Auf der anderen Seite belastete in vielen entwickelten Regionen eine schwache Konjunktur die Geschäftsentwicklung unserer Kunden und reduzierte damit das Geschäftspotenzial für die Rückversicherung. Zusätzlich bremsen Selbstbehaltserhöhungen unserer Kunden das Wachstum unseres traditionellen Neugeschäfts in verschiedenen großen Märkten, allen voran in Nordamerika und Europa.

Wir erwirtschaften einen Großteil unseres Umsatzes außerhalb der Eurozone. Die Euro-Schwäche über längere Phasen des Jahres 2012 kam dem Wachstum des in Euro ausgedrückten Umsatzes zugute. Rund 9,9 Milliarden € oder 89% der Beiträge wurden in Fremdwährung gezeichnet, davon 43% in Kanadischen Dollar und 18% in US-Dollar. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen um 9,6% gestiegen.

Ergebnis

Das Rückversicherungsgeschäft im Segment Leben verlief 2012 erfreulich. Das versicherungstechnische Ergebnis belief sich auf 420 (354) Millionen €; damit konnten wir unser Ziel von ca. 0,4 Milliarden € übertreffen. Das operative Ergebnis betrug 719 (629) Millionen €, das Konzernergebnis 495 (334) Millionen €.

Ausschlaggebend dafür war ein insgesamt erfreulicher Schadenverlauf in unseren Kernmärkten. Das Invaliditäts- und Pflegefallgeschäft, das in den vergangenen zwei Jahren zu Ergebnisbelastungen geführt hatte, hat sich 2012 verbessert. Die volumenstarken Verträge, die in den vergangenen Jahren abgeschlossen wurden, trugen anhaltend positiv zum Ergebnis bei.

Das Kapitalanlageergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr und lag bei 913 (883) Millionen €. Dabei profitierten wir von geringeren Abschreibungen auf Aktien sowie einem positiven Abgangsergebnis aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Die laufenden Erträge gingen aufgrund des niedrigen Zinsumfelds erwartungsgemäß zurück, zudem verbuchten wir Verluste auf Derivate.

Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) des Lebensrückversicherungsgeschäfts erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 10.616 (9.992) Millionen €. Neben insgesamt positiven Auswirkungen des Kapitalmarkts steuerte ein erneut starker operativer MCEV-Ertrag von 939 (1.109) Millionen € zu dem MCEV-Gesamtertrag von 1.172 (1.513) Millionen € bei. Dazu gehörte abermals ein hoher Neugeschäftswert von 573 (643) Millionen €. Dieser basiert vor allem auf nachhaltigem laufendem Neugeschäft verschiedener Märkte; aber auch eine Reihe von Einzeltransaktionen trugen zu dem Erfolg bei. Letztere waren volumenmäßig geringer als im Rekordjahr 2011, wodurch sich der im Vergleich zum Vorjahr geringere Neugeschäftswert erklärt.

Entwicklung auf einzelnen wichtigen Märkten

In Deutschland ging der Umsatz leicht auf 346 (356) Millionen € zurück. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Umstellung von einigen Verträgen auf rein risikobasierte Deckungsformen. Insgesamt stagniert in Deutschland das Lebensversicherungsgeschäft seit einigen Jahren; im Bereich der Abdeckung biometrischer Risiken sehen wir jedoch weiterhin Wachstumschancen. Dieses Geschäftsfeld möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden durch die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Produktkonzepte etwa im Bereich der Arbeitskraftabsicherung weiter erschließen. Die Rückdeckung der Todesfall- und Berufsunfähigkeitsrisiken und die Unterstützung unserer Kunden bei den aktuariellen Grundlagen, der Risikoprüfung und im Schadenmanagement bleiben dabei die zentralen Bestandteile unseres Geschäfts. Diese ergänzen wir durch nachhaltige und passgenaue Rückversicherungslösungen zur Stärkung der Risikotragfähigkeit. Das versicherungstechnische Ergebnis ist weiterhin auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau.

In den USA konnte unsere Tochtergesellschaft Munich American Reassurance Company die Bruttobeiträge auf 1,9 (1,7) Milliarden € erhöhen. Wir behaupten damit unsere Position unter den führenden Lebensrückversicherungsunternehmen auf diesem wichtigen Markt. Trotz des intensiven Wettbewerbs sehen wir gute Chancen, bei Todesfalldeckungen weiterhin moderat und profitabel zu wachsen, indem wir unseren Kunden auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Rückversicherungskapazität anbieten. Geschäftsmöglichkeiten erwarten wir uns auch von der Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft Munich Re Automation Solutions Limited, die Erstversicherern Dienstleistungen bei der Automatisierung der Risikoprüfung anbietet. Das Schadenaufkommen lag im abgelaufenen Kalenderjahr etwas über unserer Erwartung, allerdings im Rahmen der normalen Schwankungsbreite. Entsprechend blieb das versicherungstechnische Ergebnis in den USA hinter unserer Erwartung zurück.

Für unsere Niederlassung in Kanada war 2012 erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Munich Re, Toronto (Life), ist in allen Sparten ihrer Geschäftstätigkeit (Leben, Invalidität, Gesundheit, Critical Illness und Pflegeversicherung) Marktführerin. Die Beitragseinnahmen stiegen auf 4,5 (3,6) Milliarden €. Zum herausragenden versicherungstechnischen Ergebnis trugen das weiterhin hohe Neugeschäft sowie der erfreuliche Schadenverlauf bei.

In Asien setzte sich die positive Entwicklung des Neugeschäfts fort. Die Beitragseinnahmen kletterten auf 1,2 (1,0) Milliarden €. Das versicherungstechnische Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Wir betrachten Asien weiterhin als eine unserer wichtigsten Wachstumsregionen.

Unsere Niederlassung in Großbritannien, Munich Re, London (Life), konnte ihr Beitragsvolumen auf 0,9 (0,8) Milliarden € erhöhen. Das versicherungstechnische Ergebnis ist wie auch in den Vorjahren auf einem sehr guten Niveau. Bei den reinen Todesfalldeckungen hält der Preisdruck durch ein Überangebot an Rückversicherungskapazität unvermindert an. Unsere Geschäftspolitik orientiert sich strikt daran, risikoadäquate Preise zu erzielen. Die Neugeschäftsentwicklung war im abgelaufenen Jahr zurückhaltend, da sich der Erstversicherungsmarkt auf die Einführung von Unisex-Tarifen vorbereitete. Für die Zukunft erwarten wir daraus positive Impulse für unser Geschäft. Unsere Strategie besteht weiterhin darin, unseren Kunden durch eine Ausweitung der Produktpalette Mehrwert zu bieten. Ein Beispiel ist die Übernahme von Langlebigkeitsrisiken, die naturgemäß besonders schwer einzuschätzen sind. Um unser Portfolio noch besser zu diversifizieren, engagieren wir uns seit 2011 behutsam in diesem Segment.

Unsere Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., über die wir unser Lebensrückversicherungsgeschäft in Australien und Neuseeland zeichnen, wies in den vergangenen Jahren starkes Wachstum auf. 2012 stiegen die Prämieneinnahmen auf 629 (487) Millionen €. Durch unsere ausgezeichnete Positionierung nehmen wir an der dynamischen Entwicklung des Erstversicherungsmarkts teil. Das versicherungstechnische Ergebnis war nach der Belastung im Jahr 2011 im Invaliditätsgeschäft wieder zufriedenstellend.

Auf dem afrikanischen Kontinent konnte unsere Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. ihre Beiträge von 173 (175) Millionen € trotz negativer Währungseffekte weitestgehend stabil halten. Obwohl sich der Wettbewerb intensivierte, haben wir damit unsere Position unter den führenden Rückversicherern behauptet. Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich erfreulich. Mittelfristig rechnen wir damit, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigt und damit auch der Versicherungsbedarf steigt. Wir haben unsere Strategie darauf ausgerichtet und fokussieren uns auf die Märkte mit den höchsten wirtschaftlichen Zuwachsraten.

Rückversicherung Schaden/Unfall

Erhöhung der Beitragseinnahmen um 3,0% auf 17,1 Milliarden €, beeinflusst durch Wechselkurseffekte

Hervorragende Schaden-Kosten-Quote von 91,0%

Gutes Kapitalanlageergebnis in Höhe von 2.148 Millionen €

Ausgezeichnetes Konzernergebnis in Höhe von 2.561 Millionen €

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 17.052 16.557 15.701 14.987
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung % 60,5 63,6 66,5 68,8
Schadenquote2 % 61,0 83,4 69,3 65,8
davon: Großschäden2 %-Punkte 10,8 32,7 15,7 8,3
Kostenquote % 30,0 30,4 31,2 29,5
Schaden-Kosten-Quote2 % 91,0 113,8 100,5 95,3
Operatives Ergebnis Mio. € 3.596 -250 2.509 3.381
Konzernergebnis Mio. € 2.561 169 1.806 2.111

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.

Umsatz

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2012 einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 3,0% auf 17,1 (16,6) Milliarden €. Das Portfolio wird zu 14% in Euro sowie zu 86% in Fremdwährung gezeichnet, davon 45 Prozentpunkte in US-Dollar und 16 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen beeinflusste unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 1.031 Millionen € positiv. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen um 3,2% gesunken.

Der wechselkursbereinigte Beitragsrückgang ist größtenteils auf den Wegfall von großvolumigen Verträgen in China zurückzuführen. Hingegen wirkten sich das organische Wachstum im Autoversicherungsgeschäft im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner sowie der Ausbau unseres weltweiten Agro-Portfolios positiv auf das Beitragsvolumen aus.

Die Verhandlungen zur Erneuerung der Rückversicherungsverträge verliefen insgesamt sehr zufriedenstellend. Dank unserer Kapitalstärke und der Fähigkeit, komplexe und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, konnten wir gute Konditionen erzielen und die Profitabilität unseres Portfolios deutlich steigern. In den meisten Branchen und Regionen steht weiter ausreichend Kapazität zur Verfügung. Wir setzten unsere fokussierte und disziplinierte Zeichnungspolitik fort und reduzierten insbesondere europäisches Sachgeschäft, traditionelles Transportgeschäft sowie ausgewählte Teilportfolios im nicht proportionalen Haftpflicht- und Kraftfahrtgeschäft.

In der Feuerversicherung waren Ratensteigerungen vor allem in den schadenbelasteten Regionen Australien, Asien und Japan zu verzeichnen. Außerdem konnten wir für die Versicherung von Naturkatastrophenrisiken in den USA und Lateinamerika signifikante Preiserhöhungen erzielen. Hingegen blieben die Raten im Luftfahrtgeschäft weiterhin unter Druck. Auch im Kredit- und Kautionsgeschäft verzeichneten wir ausgehend von einem guten Niveau eine leichte Ratenverschlechterung. In den meisten anderen Regionen und Sparten entwickelten sich die Preise tendenziell seitwärts.

Ergebnis

In der Schaden- und Unfallrückversicherung konnten wir das Konzernergebnis in Höhe von 2.561 (169) Millionen € deutlich gegenüber dem großschadenbelasteten Vorjahr verbessern. Das operative Ergebnis, in welches das Kapitalanlageergebnis und das versicherungstechnische Ergebnis einfließen, erhöhte sich auf 3.596 (-250) Millionen €. Das Kapitalanlageergebnis beläuft sich auf 2.148 (1.871) Millionen €. Das versicherungstechnische Ergebnis betrug 2.788 (-813) Millionen €. Diese erfreulichen Ergebnisse sind einem leicht unterdurchschnittlichen Großschadenverlauf zu verdanken, vor allem aber auch dem im Übrigen guten Geschäftsverlauf. Aus der üblichen Überprüfung der Rückstellungen ergab sich für das Gesamtjahr eine Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren im Umfang von rund 900 Millionen €; dies entspricht rund 5,5 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung betraf viele Zeichnungsjahre, vor allem aber die Jahre 2005 bis 2009 und bezog sich im Wesentlichen auf die Sparten Sach, Transport und Luftfahrt. Über das Jahr betrachtet hat sich das Sicherheitsniveau der Rückstellungen trotz der Auflösungen leicht erhöht.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag aufgrund des niedrigeren Schadenaufkommens aus Naturkatastrophen mit 1.799 (5.048) Millionen € nach Retrozession und vor Steuern wesentlich unter dem Vorjahreswert.

Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen betrug 1.284 (4.538) Millionen €. Das entspricht 7,7 (29,4) Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge. Insbesondere Sturm Sandy (etwa 800 Millionen €), der sich über dem Karibischen Meer im Oktober bildete und dann nordwärts über Jamaika, Kuba und die Bahamas in den Nordosten der USA zog, verursachte signifikante Schäden. Zudem belasteten uns Schäden aus Ernteausfall-Versicherungen infolge der anhaltenden Dürre in großen landwirtschaftlichen Anbaugebieten in den USA (rund 160 Millionen €) sowie aus schweren Erdbeben in Norditalien (150 Millionen €). Weitere Schäden größeren Ausmaßes verursachten Tornados Anfang März (68 Millionen €) und im April (38 Millionen €) sowie Hurrikan Isaac (70 Millionen €) im August in den USA. Darüber hinaus haben wir unsere Schadeneinschätzung für die sich im vergangenen Jahr ereigneten Überschwemmungen in Thailand um rund 80 Millionen € erhöht.

Die von Menschen verursachten Großschäden lagen mit 515 (510) Millionen € auf dem Vorjahresniveau und machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 3,1 (3,3) Prozentpunkte aus. Schäden erhöhten Ausmaßes verursachten unter anderem das Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia", das am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio in Italien havarierte, sowie eine Explosion in einem deutschen Industriepark im März. Beide Schadenereignisse kosten uns nach derzeitigen Schätzungen jeweils einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse pro Ressort

Germany, Asia Pacific and Africa

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.508 3.980 3.268 2.836
Schaden-Kosten-Quote % 84,5 201,3 102,5 100,1

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa zeichnet Geschäft in Deutschland, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika. Bezogen auf den Umsatz des Ressorts entfallen auf Deutschland ungefähr 10%, Australien/Neuseeland und Japan zusammen etwa 40% und Greater China etwa 25% des Geschäfts. Während in Australien/Neuseeland und Japan der Schwerpunkt auf der Deckung von Naturgefahren liegt, ist Greater China stark durch das Autoversicherungsgeschäft geprägt.

Insgesamt sank das Beitragsvolumen des Ressorts auf 3.508 (3.980) Millionen €. Dies ist insbesondere zurückzuführen auf den Wegfall von großvolumigen Verträgen in China von ca. 700 Millionen € sowie auf bewusste Portfolioreduzierungen, sofern keine risikoadäquaten Preise und Bedingungen erzielt werden konnten. Durch profitables Neugeschäft sowie zum Teil substanzielle Ratenverbesserungen für Naturkatastrophendeckungen insbesondere in schadenbetroffenen Regionen konnten wir das Portfolio weiter optimieren. Wir stellten eine konstante Kapazität für die Deckung von Naturgefahren, insbesondere Erdbeben und Taifunen, bereit und konnten unsere starke Marktposition in Japan und Australien verteidigen.

Aufgrund des moderaten Großschadenanfalls, der konsequenten Portfoliooptimierung und der Auflösung von Schadenrückstellungen sank die Schaden-Kosten-Quote des Ressorts signifikant auf 84,5 (201,3) %.

Europe and Latin America

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.861 3.697 3.472 3.378
Schaden-Kosten-Quote % 92,7 90,4 110,8 87,2

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Das Ressort Europe and Latin America zeichnet Geschäft in Europa (ausgenommen Deutschland) sowie in der Karibik und in Mittel- und Südamerika. Bezogen auf den Umsatz des Ressorts entfallen auf das europäische Geschäft ungefähr 80%, davon etwa die Hälfte auf Großbritannien. Während in der Karibik und in Mittel- und Südamerika der Schwerpunkt auf Feuergeschäft, insbesondere im Bereich Naturgefahrendeckungen liegt, ist das europäische Geschäft stark durch das Autoversicherungsgeschäft in Großbritannien geprägt.

Insgesamt konnte das Beitragsvolumen des Ressorts auf 3.861 (3.697) Millionen € gesteigert werden. Dies ist insbesondere auf das organische Wachstum im Autoversicherungsgeschäft im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner zurückzuführen sowie auf den Ausbau von Naturkatastrophendeckungen, bei denen wir neben organischem Wachstum eine erneute Steigerung der Raten erreichen konnten. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Europa sowie unsere konsequent ergebnisorientierte Zeichnungspolitik führten dagegen insbesondere im Feuergeschäft sowie für technische Versicherungen zu rückläufigen Beiträgen.

Das Ressort Europe and Latin America verzeichnete als größte Schadenereignisse die beiden Erdbeben in Italien. Verglichen mit dem nur gering durch Großschäden belasteten Vorjahr stieg die Schaden-Kosten-Quote auf 92,7 (90,4)% .

Global Clients and North America

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 6.275 5.750 6.140 6.058
Schaden-Kosten-Quote % 93,6 95,8 99,6 88,8

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Das Ressort Global Clients and North America zeichnet internationales Geschäft definierter globaler Kunden (20%), weltweites Lloyd's-Geschäft (20%) sowie Schaden-/Unfallgeschäft in den USA und Kanada (60%).

Zum Stichtag betrug das Beitragsvolumen des Ressorts 6.275 (5.750) Millionen €. Der Zuwachs resultiert sowohl aus Preissteigerungen für naturgefahrenexponiertes Geschäft, die wir aufgrund der Naturkatastrophen aus 2011 durchsetzen konnten, als auch aus dem Neugeschäft. Steigerungen konnten vor allem bei den globalen Kunden, Watkins-Syndikat bei Lloyd's sowie den Erstversicherungsgesellschaften erzielt werden. Unsere Erstversicherungsgesellschaften American Modern und Hartford Steam Boiler Group (HSB Group) haben aktuell ein Prämienaufkommen von 889 (892) Millionen € bzw. 687 (616) Millionen €. Sie tragen damit zu mehr als 40% zu unserem Umsatz in Nordamerika bei. Darüber hinaus stammen 2.226 (2.183) Millionen € von Munich Reinsurance America. Die Strategie der Kombination von Erst- und Rückversicherungsaktivitäten hat sich bewährt, und wir werden weiter diesen Weg gehen.

Die Schaden-Kosten-Quote lag im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von Schadenrückstellungen mit 93,6% unter dem Vorjahreswert von 95,8%.

Special and Financial Risks

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.408 3.130 2.812 2.713
Schaden-Kosten-Quote2 % 92,3 77,1 89,2 112,6

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 6,6 Prozentpunkten.

Das Ressort Special and Financial Risks zeichnet Geschäft in den Spezialbranchen Agroversicherungen (ca. 30%), Kredit- und Kautionsversicherung (ca. 20%) sowie Luft- und Raumfahrtrisiken (ca. 15%). Zudem sind die Einheiten Corporate Insurance Partner (ca. 20%) und die Risk Trading Unit, in der auch der Retrozessionsschutz der gesamten Rückversicherung verbucht wird, dem Ressort zugeordnet. Des Weiteren gehört das Schweizer Tochterunternehmen New Re Insurance Company Ltd. (New Re) zu diesem Ressort (ca. 15%).

Die Beitragseinnahmen erhöhten sich auf 3.408 (3.130) Millionen €, unterstützt durch steigende Agrargüterpreise und einen weiteren Ausbau in der Agroversicherung sowie des Geschäfts über New Re.

Die Schaden-Kosten-Quote des Ressorts normalisierte sich auf 92,3% gegenüber dem Vorjahreswert von 77,1 %, der durch außergewöhnlich hohe Auflösungen von Rückstellungen und hohe Erträge aus dem Retrozessionsschutz geprägt war.

Die große Dürre in den USA führte für die Agroversicherung zu einer überdurchschnittlichen Schadenbelastung. Unabhängig von den zufallsbedingten Dürreschäden gehört die Agroversicherung zu unserem attraktiven Kerngeschäft. Das Versicherungsprodukt SystemAgro verbindet zum Beispiel im US-amerikanischen Markt im Rahmen einer Public Private Partnership die Interessen des Staates, der Landwirte sowie der Versicherungswirtschaft. Wir wollen dieses Versicherungssystem in weiteren Märkten anbieten und den eingeschlagenen Wachstumspfad dort fortsetzen.

Bei Luft- und Raumfahrtrisiken hält der Druck auf die Marktraten weiter an. Aufgrund sinkender Preise insbesondere im Luftfahrtgeschäft zogen wir uns aus ausgewählten Luftfahrtsegmenten weiter zurück. Dank unserer Position als Marktführer konnten wir im Raumfahrtgeschäft profitables Neugeschäft zeichnen. Infolge unserer selektiven Zeichnungspolitik und begünstigt durch eine unterdurchschnittliche Großschadenbelastung erzielten wir trotz des schwierigen Marktumfelds ein erfreuliches versicherungstechnisches Ergebnis.

In unserem Geschäftsfeld Financial Risks ist die Kredit- und Kautionsrückversicherung die wichtigste Sparte. Sie ist eng an die weltweite wirtschaftliche Entwicklung, aber auch an regionale ökonomische Tendenzen gekoppelt. Trotz der auf gutem Niveau leicht verschlechterten Raten konnten wir das Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr konstant halten. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise zeigte das Geschäftsfeld eine insgesamt erfreuliche Entwicklung. Jedoch normalisierte sich das versicherungstechnische Ergebnis gegenüber dem Jahr 2011, das durch außergewöhnliche hohe Rückstellungsauflösungen und wenige Großschäden geprägt war.

In der Einheit Corporate Insurance Partner bieten wir unseren Kunden im Industrie- und Großprojektgeschäft ein breites Spektrum an Versicherungsprodukten, maßgeschneiderten Lösungen und Services an, die auf unserem ausgewiesenen industrie- und risikospezifischen Wissen fußen. Unterstützt von gezielten und erfolgreichen Portfoliomaßnahmen, erwirtschaftete die Einheit im Geschäftsjahr 2012 ein erfreuliches versicherungstechnisches Ergebnis.

Neben dem traditionellen Geschäft mit Schwerpunkt auf Naturgefahrendeckungen hat sich New Re auf strukturierte, maßgeschneiderte Versicherungslösungen spezialisiert. Begünstigt durch einen unterdurchschnittlichen Großschadenverlauf, erzielte New Re wie bereits im Vorjahr ein positives versicherungstechnisches Ergebnis.

Die Einheit Risk Trading platziert Versicherungsrisiken auf dem Kapital- sowie dem Retrozessionsmarkt. Die Services dieser Einheit bieten wir primär unseren Kunden an, nutzen sie jedoch ebenso für eigene Zwecke, um auf Basis unserer definierten Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen. Im Rahmen von zwei großen Kundentransaktionen wurden im Jahr 2012 Haftungskapazitäten bei Investoren in Höhe von 585 Millionen US$ platziert.

Erstversicherung Leben

Gesamte Beitragseinnahmen deutlich niedriger bei 7,3 Milliarden € (-7,9%); Rückgang vor allem im Einmalbeitragsgeschäft

Versicherungstechnisches Ergebnis auf 17 Millionen € verbessert

Stark gestiegenes Kapitalanlageergebnis in Höhe von 3.626 Millionen €

Konzernergebnis in Höhe von 164 Millionen € - starkes internationales Geschäft

Market Consistent Embedded Value (MCEV) auf 260 Millionen € deutlich verbessert

Wichtige Kennzahlen

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    2012 2011 2010 2009
Gesamte Beitragseinnahmen1,2 Mio. € 7.268 7.893 8.158 7.874
Gebuchte Bruttobeiträge2 Mio. € 5.798 6.142 6.484 6.294
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung2 % 33,9 35,2 37,1 37,9
Operatives Ergebnis2 Mio. € 367 101 355 218
Konzernergebnis2 Mio. € 164 67 172 27
MCEV Mio. € 260 -872 2.375 3.155

1 Die gesamten Beitragseinnahmen enthalten über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den statutorischen Bilanzierungsrichtlinien des Heimatlandes des Versicherers.
2 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Umsatz

Die gesamten Beitragseinnahmen in der Lebenserstversicherung - darin sind die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukte enthalten - sanken im Jahr 2012 auf 7,3 (7,9) Milliarden €. Das ist ein Rückgang von 7,9% im Vergleich zum Vorjahr. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 5,8 (6,1) Milliarden €, das sind 5,6% weniger als im Vorjahr. In diesen Entwicklungen spiegeln sich die verbreitete wirtschaftliche Unsicherheit im In- und Ausland sowie die niedrigen Zinsen, die sich auch in der Anpassung von Gewinnbeteiligungen der Lebensversicherer niederschlagen.

In Deutschland erzielten wir gesamte Beitragseinnahmen von 5,4 (5,9) Milliarden €. Besonders stark gingen die Einmalbeiträge zurück (-24,8%), vor allem in dem eher kurzfristigen Kapitalisierungsprodukt MaxiZins; dort hatten wir die Zinskonditionen zurückgenommen und 242 Millionen € weniger Einmalbeiträge geschrieben als im Vorjahr. Auch das Neugeschäft zu laufenden Beiträgen ging um 3,4% zurück; offenkundig machte sich bemerkbar, dass marktweit der Höchstrechnungszins zum 1. Januar 2012 auf 1,75% gesenkt worden war. Insgesamt ergab sich ein um 20,7% niedrigeres Neugeschäft als 2011; in der international gebräuchlicheren Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) gemessen betrug der Rückgang 9,7%. Die gebuchten Bruttobeiträge in Deutschland beliefen sich auf 4,4 (4,6) Milliarden €.

Im internationalen Geschäft lagen die gesamten Beitragseinnahmen mit 1,8 (2,0) Milliarden € um 8,4% unter dem Vorjahreswert. Auch im internationalen Geschäft erzielten wir deutlich geringere Einmalbeiträge, vor allem in der fondsgebundenen Lebensversicherung in Österreich. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge waren um 2,7% höher als im Vorjahr. Insgesamt ging das Neugeschäft um 15,1 % zurück, in APE gerechnet um 3,5%. Die gebuchten Bruttobeiträge im internationalen Geschäft reduzierten sich auf 1,4 (1,5) Milliarden € (-6,3%).

Neugeschäft Lebensversicherung

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  2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Deutschland      
Laufende Beiträge 340 352 -3,4
Einmalbeiträge 1.093 1.454 -24,8
Gesamt 1.433 1.806 -20,7
Jahresbeitragsäquivalent1 449 497 -9,7
International      
Laufende Beiträge 187 182 2,7
Einmalbeiträge 607 753 -19,4
Gesamt 794 935 -15,1
Jahresbeitragsäquivalent1 248 257 -3,5

1 Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge.

Ergebnis

Das Konzernergebnis in der Lebenserstversicherung stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 164 (67) Millionen €. Noch stärker wuchs das operative Ergebnis: Es kletterte um 263,4% auf 367 (101) Millionen €. Das versicherungstechnische Ergebnis lag bei 17 (-59) Millionen €. In diesen Entwicklungen schlugen sich gegenläufige Faktoren nieder: Das Kapitalanlageergebnis fiel mit 3.626 (2.427) Millionen € deutlich höher aus; im Vorjahr war es maßgeblich beeinflusst durch die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen. Gegenläufig wirkten die Restrukturierungsaufwendungen für das Qualitäts- und Effizienzprogramm im Vertrieb; sie belasteten das Konzernergebnis im Segment Lebenserstversicherung mit 46 Millionen €.

Die dauerhaft niedrigen Marktzinsen stellen Lebensversicherungsunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Dies liegt vor allem an den langfristigen Zinsgarantien, die sie ihren Kunden bieten. Bereits seit 2005 haben wir uns durch den erheblichen Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung des Wiederanlagerisikos, sogenannter Swaptions, auf lang andauernde Niedrigzinsphasen vorbereitet. Von diesem Absicherungsprogramm profitieren unsere Versicherten und unsere Aktionäre gleichermaßen. Gleichwohl hinterlässt das Niedrigzinsumfeld seine Spuren in der Rechnungslegung. Während wir die in Deutschland rechtlich vorgegebene "Zinszusatzreserve" nur in den HGB-Jahresabschlüssen auf der Ebene der jeweiligen Lebenserstversicherungsunternehmen bilden, ergab sich dort im IFRS-Konzernabschluss eine Ergebnisbelastung von 16 (34) Millionen € aus Abschreibungen auf aktivierte Abschlusskosten, die wir insbesondere wegen der niedrigeren Erwartungen für künftige Zinserträge während der jeweiligen Betrachtungsperioden vorgenommen haben. Zudem haben wir die Annahme, wie stark die Versicherungsnehmer im deutschen Geschäft an Überschüssen partizipieren, für die Zukunft erhöht. Dies wirkt sich bei den Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS aus. Der Ergebniseffekt im Jahr 2012 belief sich auf -55 Millionen €.

Die Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf unser ökonomisches Rechenwerk, bei dem wir die künftigen Aktionärserträge aus unseren Lebensversicherungsbeständen über deren gesamte Laufzeit simulieren, hatten sich bereits in den Vorjahren massiv bemerkbar gemacht. Den MCEV des Lebenserstversicherungsgeschäfts berechnen wir wie in den Vorjahren unter Anwendung der strikten Vorschriften einer marktkonsistenten Bewertung mit Swap-Zinsen ohne Anpassungen zum Stichtag 31. Dezember 2012. Dieser Bewertungsansatz ist im aktuellen Umfeld betont konservativ. Der MCEV lag zum Ende des Geschäftsjahres 2012 bei 260 (-872) Millionen €. Dazu trug vor allem bei, dass die Risikoaufschläge auf festverzinsliche Wertpapiere, insbesondere für Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer, zum Jahresende 2012 zurückgegangen sind; dieser Effekt wirkte stärker als das nochmals leicht gesunkene Zinsniveau. Der MCEV-Gesamtertrag betrug 1.115 (-3.115) Millionen €. Der Ertrag aus der operativen Tätigkeit, der einen Großteil der Effekte aus der Kapitalmarktentwicklung ausklammert, lag bei -684 (771) Millionen €. Der Neugeschäftswert stieg auf 42 (-13) Millionen €.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 14. November 2012 in einem Urteil gegen die ERGO Lebensversicherung AG Versicherungsbedingungen in Bezug auf Rückkaufswerte, Stornoabzug und die Verrechnung von Abschlusskosten für unwirksam erklärt. Im Speziellen kann dies Auswirkungen haben bei Kündigung und Beitragsfreistellung von kapitalbildenden Lebensversicherungen, aufgeschobenen und fondsgebundenen Rentenversicherungen. Vorsorglich haben wir 2012 die bereits frühzeitig gebildeten Rückstellungen erhöht. Zum Stichtag belaufen sie sich insgesamt auf 92 Millionen €.

Die ERGO Versicherungsgruppe hat am 1. November 2012 mit der Avantha Gruppe in Indien ein Joint-Venture-Abkommen unterzeichnet. Das neue Unternehmen wird Lebensversicherungen für Privatkunden anbieten. Die zukünftige "Avantha ERGO Life Insurance Company" wird ihren Sitz in Mumbai haben. Der Geschäftsbetrieb soll 2014 starten, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. ERGO wird an dem Joint Venture zunächst mit 26 Prozent beteiligt sein.

Seit dem Frühjahr 2012 arbeitet ERGO intensiv an dem Aufbau von ERGO China Life Insurance Company Ltd., einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Shandong State-owned Assets Investment Holding Company, als starkem lokalem Partner.

Erstversicherung Gesundheit

Leichter Anstieg der Beitragseinnahmen um 0,4% auf 5,7 Milliarden €

Gesunkenes versicherungstechnisches Ergebnis von guten 389 Millionen €

Erfreuliches Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1.239 Millionen €

Positives Konzernergebnis in Höhe von 87 Millionen €

Gestiegener Market Consistent Embedded Value (MCEV) bei 2.468 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge1 Mio. € 5.732 5.710 5.499 5.171
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung1 % 33,6 32,7 31,5 31,2
Operatives Ergebnis1 Mio. € 238 94 236 216
Konzernergebnis1 Mio. € 87 23 165 83
MCEV Mio. € 2.468 1.747 1.733 1.971

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Umsatz

Die Beiträge im Segment Gesundheit lagen im Geschäftsjahr 2012 mit 5,73 (5,71) Milliarden € nur leicht (+0,4%) über dem Vorjahreswert. In der Ergänzungsversicherung wuchs das Geschäft im Vorjahresvergleich um 3,8%, während die Beitragseinnahmen in der Krankheitskostenvollversicherung stabil blieben (+0,5%). Dort machten sich die für unsere Kunden erfreulich geringen Beitragsanpassungen bemerkbar. Erwartungsgemäß fiel in der Vollversicherung der Zugang 2012 niedriger aus (-28,5%); im Vorjahr hatte sich in der Vollversicherung der Wegfall der Drei-Jahres-Wechselsperre zum 1. Januar 2011 positiv bemerkbar gemacht. In unserem Geschäftsfeld Reiseversicherung, das wir im Segment Gesundheit ausweisen und im In- und Ausland betreiben, gingen die Beitragseinnahmen um 5,2% zurück.

Ergebnis

Das Konzernergebnis im Erstversicherungssegment Gesundheit stieg deutlich auf 87 (23) Millionen €. Der Ergebniseffekt der Aufwendungen für die Restrukturierung im Vertrieb betrug in diesem Segment 6 Millionen €. Zu beachten ist, dass sich durch die Umstellung der Darstellung auf vollkonsolidierte Werte der Vorjahreswert besonders stark verändert hat. Denn im Vorjahr hatte eine konzerninterne Transaktion das Ergebnis in der alten Konsolidierung stark positiv beeinflusst: ERGO hatte am Jahresende 2011 ihre Anteile an den ausländischen Krankenversicherern der DKV-Gruppe an die Munich Health Holding veräußert. Dieser Effekt ist durch die Anpassung der Vorjahreszahlen auf die neue Konsolidierungsmethode nicht mehr sichtbar. Das operative Ergebnis stieg 2012 ebenfalls kräftig auf 238 (94) Millionen €. Demgegenüber sank das versicherungstechnische Ergebnis auf 389 (453) Millionen €. Neben höheren Aufwendungen für Versicherungsleistungen aufgrund der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen lag das an einem niedrigeren technischen Zinsertrag. Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich mit 1.239 (1.011) Millionen € erfreulich. Auch in diesem Segment machte sich der Wegfall der Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen positiv bemerkbar.

Der MCEV belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf 2.468 (1.747) Millionen €. Wichtige Effekte waren die erstmalige Berücksichtigung der ERGO Direkt Krankenversicherung, stabile Ergebnisse der Krankenerstversicherungsgesellschaften sowie diverse Modellverfeinerungen. In diesem Geschäft werden keine Zinsgarantien gegeben. Einkalkulierte Zinssätze können bei den Änderungen der Tarifbeiträge, wie sie regelmäßig aufgrund von steigenden Leistungen im Gesundheitswesen erforderlich sind, angepasst werden. Daher wirkt sich das Zinsumfeld hier anders aus als in der Lebenserstversicherung. Der MCEV-Gesamtertrag erhöhte sich auf 410 (137) Millionen €; der operative MCEV-Ertrag betrug 356 (547) Millionen €. Der Neugeschäftswert lag bei 104 (50) Millionen €; der starke Anstieg ist auch auf das erstmals enthaltene Neugeschäft der ERGO Direkt Krankenversicherung zurückzuführen.

In der deutschen Krankenvollversicherung bestehen vielfältige Versicherungsnehmeroptionen, wodurch sich ein signifikanter Einfluss des Versicherungsnehmerverhaltens auf den MCEV ergibt. Beispiele hierfür sind das Recht zum Wechsel des Anbieters unter teilweiser Mitnahme der Alterungsrückstellungen, eine Leistungspflicht gegenüber Nichtzahlern ohne Kündigungsmöglichkeit sowie Tarifwechsel. Dies wird im MCEV-Modell zwar auf Basis derzeitiger Erfahrungen berücksichtigt, das künftige Kundenverhalten ist jedoch schwer einzuschätzen. Die Diskussionen über das deutsche Gesundheitssystem halten an, auch eventuell bevorstehende gesetzliche Änderungen könnten naturgemäß zu erheblichen Veränderungen in unseren MCEV-Zahlen führen.

Erstversicherung Schaden/Unfall

Beitragseinnahmen mit 5,6 Milliarden € fast auf Vorjahresniveau

Leicht verbesserte Schaden-Kosten-Quote von 98,7%

Kapitalanlageergebnis mit 376 Millionen € etwas unter Vorjahr; bereinigt um Vorjahreseffekt verbessert

Konzernergebnis von -4 Millionen € durch Restrukturierungsaufwendungen und einige Großschäden belastet

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 5.554 5.595 5.498 5.131
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung % 32,5 32,1 31,4 30,9
Schadenquote % 64,7 65,0 63,1 60,3
Kostenquote % 34,0 34,1 33,7 32,9
Schaden-Kosten-Quote % 98,7 99,1 96,8 93,2
Operatives Ergebnis Mio. € 290 385 678 474
Konzernergebnis Mio. € -4 65 319 257

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.

Umsatz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten wir in der Schaden- und Unfallerstversicherung ein im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stabiles Beitragsvolumen. Das deutsche Geschäft legte um 1,6% auf 3,3 (3,2) Milliarden € zu. Wachstumstreiber war weiterhin vor allem das Gewerbe- und Industriegeschäft (+6,0%). Auch in der Kraftfahrtversicherung erhöhten sich die Beiträge leicht um 0,3%. In der Unfallversicherung gingen sie dagegen um 1,4% zurück, vor allem weil wir weniger Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung abschlossen. Dieses Produkt stellten wir zum Jahresende 2012 ganz ein. Im deutschen Rechtsschutzmarkt erzielten wir ein Beitragsvolumen auf Vorjahresniveau (-0,4%).

Im internationalen Geschäft gab es zwei Effekte, die sich dämpfend auf die Beitragseinnahmen auswirkten. Zum einen sind das Unternehmensverkäufe: Im Vorjahr veräußerten wir unsere portugiesische Tochtergesellschaft, deren Beiträge 2011 noch in den Zahlen enthalten waren. Im Berichtsjahr verkauften wir die südkoreanische ERGO Daum. Damit haben wir der anhaltend schwierigen Marktsituation im koreanischen Kraftfahrtversicherungsmarkt Rechnung getragen. Die Veräußerung wurde zum 1. Oktober 2012 wirksam. Zum anderen haben unser Fokus auf Verbesserung der Profitabilität und damit einhergehende Preiserhöhungen in einigen internationalen Märkten zu Druck auf die Beitragseinnahmen geführt. Gutes Wachstum konnten wir vor allem in der Rechtsschutzversicherung in Großbritannien erwirtschaften. Insgesamt verzeichneten wir im internationalen Geschäft einen Rückgang der Beiträge von 3,9% auf 2,3 (2,4) Milliarden €.

Ergebnis

Das Konzernergebnis in der Schaden- und Unfallerstversicherung lag bei -4 (65) Millionen €. Rückstellungen für die Restrukturierung unseres deutschen Vertriebs belasteten das Konzernergebnis dieses Segments mit 76 Millionen € erheblich. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich kräftig auf 226 (192) Millionen €. Demgegenüber ging das operative Ergebnis auf 290 (385) Millionen € zurück. Dies lag vor allem an einem Rückgang des Kapitalanlageergebnisses auf 376 (408) Millionen €. Im Vorjahr hatte der Verkauf einer Konzerngesellschaft mit einem Immobilienkomplex in Singapur ergebnissteigernd gewirkt. Im Gegenzug waren auch hohe Abschreibungen auf Aktien und Derivate angefallen, die im Geschäftsjahr deutlich geringer ausfielen.

Die Schaden-Kosten-Quote lag 2012 mit 98,7% der verdienten Nettobeiträge leicht unter dem Vorjahreswert von 99,1 %. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von zusammen 3.429 (3.407) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 1.802 (1.789) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 5.301 (5.246) Millionen € gegenüber.

Im deutschen Geschäft betrug die Schaden-Kosten-Quote 98,0 (95,5)%. Verbesserungen in der Kraftfahrtversicherung standen hohe Frostschäden aus der späten Kälteperiode im Februar und einige zufallsbedingte Großschäden im Sommer gegenüber. Durch die neue vollkonsolidierte Segmentdarstellung wird die Entlastung durch die konzerninterne Rückversicherung im Segment nicht mehr sichtbar. Des Weiteren haben wir innerhalb der Bandbreite der aktuariellen Schätzungen Risikovorsorge getroffen und die Schadenrückstellungen einzelner Sparten aufgestockt.

Im internationalen Geschäft senkten wir die Schaden-Kosten-Quote im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich auf 99,8 (104,5)%. In Polen, das 2010 durch Naturkatastrophenschäden stark belastet war, lag sie mit 95,2 (99,9)% wieder auf einem sehr guten Niveau. Auch die Ergebnisverbesserung in der Türkei machte Fortschritte: Durch unsere Konsolidierungsmaßnahmen lag die Schaden-Kosten-Quote mit 122,3 (131,6)% deutlich unter dem Vorjahreswert - aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Munich Health

Deutliches Beitragswachstum um 12,3% auf 6,7 Milliarden €

Hohe Schaden-Kosten-Quote von 100,2%

Zufriedenstellendes Kapitalanlageergebnis von 115 Millionen €

Negatives Konzernergebnis im Berichtsjahr von -92 Millionen €

Wichtige Kennzahlen1

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    2012 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 6.703 5.967 5.140 3.974
Schadenquote2 % 81,8 80,2 78,5 80,0
Kostenquote2 % 18,4 19,3 21,2 19,4
Schaden-Kosten-Quote2 % 100,2 99,5 99,7 99,4
Operatives Ergebnis Mio. € 108 159 131 133
Konzernergebnis Mio. € -92 36 63 27

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2009 und 2010 ist dadurch eingeschränkt.
2 Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Unter der Marke Munich Health bündelt Munich Re ihre globale Gesundheitsexpertise in der Erst- und Rückversicherung, ausgenommen sind die zu ERGO gehörenden deutschen Krankenversicherer. Mit über 5.000 Mitarbeitern an 26 Standorten, bieten wir unseren internationalen Kunden innovative Lösungen sowie individuelle Service- und Beratungsleistungen entlang der Wertschöpfungskette der Gesundheitsversicherung.

Umsatz

Die gebuchten Bruttobeiträge konnten gegenüber dem Vorjahr um 12,3% auf 6,7 (6,0) Milliarden € weiter gesteigert werden.

Bruttobeiträge nach Geschäftsverantwortung1

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst.

In der Rückversicherung ist der Zuwachs der gebuchten Bruttobeiträge um 11,0% auf 4,4 (4,0) Milliarden € im Wesentlichen auf höhere Beiträge aus Großverträgen sowie auf organisches Wachstum insbesondere in Nordamerika zurückzuführen. In der Erstversicherung verzeichneten wir sowohl bei den europäischen Erstversicherungsgesellschaften als auch in Nordamerika einen Beitragszuwachs auf insgesamt 2,3 (2,0) Milliarden €, ein Plus von 15,0%. Bei unveränderten Wechselkursen wären die Bruttobeiträge von Munich Health im Berichtsjahr um 5,8% gestiegen.

Ergebnis

Das Konzernergebnis betrug -92 (36) Millionen €. Ausschlaggebend für den Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr waren Verluste im US-amerikanischen Medicare-Geschäft (private Krankenversicherung für Senioren) bei Windsor Health Group (WHG), die mit einem IFRS-Ergebnis von -86 Millionen € in das Segmentergebnis einging. Aufgrund der mittelfristig eingetrübten Ertragssituation bei WHG wurden Abschreibungen in Höhe von 166 Millionen € auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Segments ausgelöst. Das operative Ergebnis ging auf 108 (159) Millionen € zurück. Beim Kapitalanlageergebnis verzeichneten wir mit 115 (119) Millionen € einen leichten Rückgang um 3,4%. Das versicherungstechnische Ergebnis betrug 36 (59) Millionen €.

Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 100,2 (99,5)%. Diese Kennzahl bezieht sich naturgemäß nur auf das kurzfristige Krankenversicherungsgeschäft und nicht auf das nach Art der Lebensversicherung betriebene Geschäft. Letzteres machte im Berichtsjahr 7,3 (7,9) % der gebuchten Bruttobeiträge aus.

In der Rückversicherung ergab sich eine niedrigere Schaden-Kosten-Quote von 99,2 (99,4)% wegen des günstigen Schadenverlaufs im Bestand und durch den Abschluss profitablen Neugeschäfts.

Für die Erstversicherung lag die Schaden-Kosten-Quote bei unbefriedigenden 102,8 (99,7) %. Die Verschlechterung ist auf das US-Medicare-Geschäft zurückzuführen, eine Folge der hohen Aufwendungen aus reinen Kostenerstattungsprodukten, aber auch der gestiegenen Belastungen aus dem Managed-Care-Geschäft der WHG. Für im Jahr 2013 erwartete Verluste aus diesem Geschäft haben wir eine Rückstellung in Höhe von 42 Millionen € gebildet. Inzwischen wurden umfangreiche und tief greifende Maßnahmen bei WHG eingeleitet, um die Ergebnissituation deutlich zu verbessern. Im übrigen Erstversicherungsgeschäft von Munich Health verlief die Entwicklung sehr positiv. In Spanien konnte das Ergebnis trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage durch den Ausbau der Gruppenversicherung weiter erhöht werden. Auch in Belgien wurde das Vorjahresergebnis leicht verbessert.

Entwicklung der Kapitalanlagen

Hohes Gewicht von Staatsanleihen mit sehr guter Bonität; gesunkenes Zinsniveau lässt Marktwerte steigen

Bestand an festverzinslichen Wertpapieren südeuropäischer Staaten sowie Irlands wesentlich reduziert

Positives Abgangsergebnis und niedrige Abschreibungen

Ergebnis aus Kapitalanlagen von 8,4 Milliarden €

Kapitalanlageverzinsung trotz sinkender Zinsen mit 3,9% über Vorjahresniveau

Kapitalanlagen nach Anlagearten

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 245 257 1.224 1.187 1.393 1.445
Anteile an verbundenen Unternehmen 20 14 89 62 22 31
Anteile an assoziierten Unternehmen 1 75 686 391 110 101
Darlehen 18 14 52 56 34.977 33.910
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - 7 13
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 14.376 13.594 49.933 46.664 35.101 32.584
Nicht festverzinslich 1.023 895 4.718 4.691 2.050 1.768
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - 644 508 58 59
Nicht festverzinslich - - 32 28 - -
Derivate 605 549 366 373 947 765
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - 167 161
Nicht festverzinslich - - - - 2 4
Depotforderungen 7.240 7.784 1.181 1.196 147 165
Sonstige Kapitalanlagen 242 193 1.142 943 583 925
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 5.957 5.092
Gesamt 23.770 23.375 60.067 56.099 81.521 77.023
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall  
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 777 796 95 109 30 31
Anteile an verbundenen Unternehmen 12 12 40 76 2 11
Anteile an assoziierten Unternehmen 139 86 174 150 91 71
Darlehen 17.138 16.934 2.210 2.323 23 23
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 14.664 12.686 5.612 5.656 3.436 3.864
Nicht festverzinslich 928 387 736 433 166 216
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - - - - -
Nicht festverzinslich - 3 - - 1 -
Derivate 155 67 22 9 16 9
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - - -
Nicht festverzinslich - - - - - 1
Depotforderungen 1 1 4 4 394 280
Sonstige Kapitalanlagen 82 76 594 139 66 114
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 1 1
Gesamt 33.896 31.048 9.487 8.899 4.226 4.621
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67 64 3.831 3.889
Anteile an verbundenen Unternehmen 9 8 194 214
Anteile an assoziierten Unternehmen 72 66 1.273 940
Darlehen - - 54.418 53.260
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - 7 13
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 377 171 123.499 115.219
Nicht festverzinslich 76 68 9.697 8.458
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände        
Festverzinslich - - 702 567
Nicht festverzinslich - - 33 31
Derivate - - 2.111 1.772
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert        
Festverzinslich - - 167 161
Nicht festverzinslich - - 2 5
Depotforderungen - - 8.967 9.430
Sonstige Kapitalanlagen 255 265 2.964 2.655
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 5.958 5.093
Gesamt 856 642 213.823 201.707

Trotz der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro- und Schuldenkrise beruhigten sich die Kapitalmärkte im Verlauf des Jahres 2012, blieben aber von anhaltender Nervosität gekennzeichnet. Die Risikoaufschläge für die festverzinslichen Wertpapiere sanken, aber auch die Volatilität an den Aktienmärkten ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Der EURO STOXX 50 legte im Berichtszeitraum etwa um 14% zu, der DAX 30 sogar um 29%. Besonders die Zinsen auf deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen sowie Pfandbriefe sanken weiter und fielen auf ein historisch niedriges Niveau, auch bei den Unternehmensanleihen verzeichneten wir geringere Zinsen, zudem einen Rückgang der Risikoaufschläge.

Verteilung der Kapitalanlagen nach Anlagearten

Gesamt: 214 (202) Mrd. €

Wir orientieren uns bei der Auswahl unserer Kapitalanlagen nach ökonomischen Kriterien an den Charakteristika unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zusätzlich setzen wir zur Portfoliosteuerung und Absicherung von Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten derivative Finanzinstrumente ein. Volatilitäten an den Märkten führen zu Wertänderungen bei den Derivaten, die wir in der IFRS-Rechnungslegung ergebniswirksam erfassen.

Der Bilanzwert unserer Kapitalanlagen hat sich seit Jahresbeginn erhöht: Das gesunkene Zinsniveau wirkte sich positiv auf die Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere aus; vor allem Staatsanleihen und Pfandbriefe konnten hiervon profitieren. Zudem ging ein größeres Versicherungsgeschäftsvolumen mit einem Anstieg der Kapitalanlagen einher. Des Weiteren führte die Entwicklung der weltweiten Währungskurse gegenüber dem Euro zu einer leichten Erhöhung. Unseren Bestand an südeuropäischen Staatsanleihen und Pfandbriefen reduzierten wir bereits im Jahr 2011 deutlich. Durch weitere Verkäufe im laufenden Geschäftsjahr und vermehrte Investitionen in Staatsanleihen höchster Bonität konnten wir die Sicherheit unseres Anlageportfolios weiter erhöhen.

Die Verzinsung unserer Kapitalanlagen (RoI) stieg auf 3,9 (3,4)%. Im Vorjahr war das Ergebnis vor allem von Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen belastet worden.

Nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste

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  Beizulegende Zeitwerte Nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten1 8.048 8.013 1.826 1.739 6.222 6.274
Assoziierte Unternehmen 1.621 1.250 364 326 1.257 924
Darlehen 63.248 56.893 8.830 3.633 54.418 53.260
Sonstige Wertpapiere 8 13 1 - 7 13
Anlagen in regenerative Energien 500 267 - 7 500 260
Gesamt 73.425 66.436 11.021 5.705 62.404 60.731

1 Inklusive eigengenutzten Grundbesitzes.

Die bilanzierten und nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste ohne eigengenutzten Grundbesitz, die erst bei Veräußerung der Kapitalanlagen als Gewinne ausgewiesen würden, kletterten von 11,2 Milliarden € auf 22,5 Milliarden €.

Zum Stichtag wurde unser Bestand an Kapitalanlagen weiterhin maßgeblich bestimmt von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und kurzfristigen festverzinslichen Anlagen. Von diesen sind 48% Staatsanleihen und staatlich garantierte Titel; 54% davon entfallen auf Eurostaaten.

Den Bestand an südeuropäischen sowie irischen Staatsanleihen reduzierten wir im Geschäftsjahr 2012 weiter um 0,8 Milliarden € auf 5,0 Milliarden € und investierten im europäischen Raum hauptsächlich in Anleihen supranationaler Institutionen wie EFSF und EU. Von Portugal und Griechenland halten wir keine Staatsanleihen mehr im Portfolio. Nur noch etwa 3% unserer Staatsanleihen entfallen auf Italien sowie weitere je 1 % auf Irland und Spanien; diese Bestände werden nahezu vollständig von den Erstversicherern gehalten.

Den Bestand an US-amerikanischen Staatsanleihen haben wir weiter erhöht. Auch Neuanlagen in Staatsanleihen aus Schwellenländern gehören zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie.

Um unsere Portfoliostruktur zu optimieren, halten wir zudem in kleinem Umfang Credit Default Swaps gegenüber dem französischen und niederländischen Staat. Das Gesamtexposure an Staatsanleihen erhöht sich damit um 12 Millionen €.

Bestand an Staatsanleihen und staatlich garantierten Titeln der Eurostaaten1,2

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Mio. € Fortgeführte Anschaffungskosten Bilanzwerte Beizulegende Zeitwerte Unrealisierte Gewinne und Verluste3
Darlehen        
Belgien 803 803 999 196
Deutschland 16.647 16.647 19.219 2.572
Finnland 685 685 837 152
Frankreich 55 55 63 8
Irland 106 106 114 8
Italien 255 255 266 11
Niederlande - - - -
Österreich 1.363 1.363 1.630 267
Spanien 915 915 636 -279
Übrige Eurostaaten - - - -
  20.829 20.829 23.764 2.935
Sonstige Wertpapiere        
Jederzeit veräußerbar        
Belgien 1.041 1.190 1.190 149
Deutschland 10.825 11.989 11.989 1.164
Finnland 877 963 963 86
Frankreich 2.770 3.082 3.082 312
Irland 986 1.038 1.038 52
Italien 2.357 2.378 2.378 21
Niederlande 1.789 1.935 1.935 146
Österreich 1.496 1.660 1.660 164
Spanien 606 561 561 -45
Übrige Eurostaaten 883 911 911 28
  23.630 25.707 25.707 2.077
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Belgien - - - -
Deutschland 42 42 42 -
Finnland 2 2 2 -
Frankreich 3 3 3 -
Irland - - - -
Italien - - - -
Niederlande 1 1 1 -
Österreich 16 16 16 -
Spanien - - - -
Übrige Eurostaaten 1 1 1 -
  65 65 65 -
Gesamt 44.524 46.601 49.536 5.012

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.
2 Dargestellt sind die Eurostaaten, bei denen unser Bestand an Staatsanleihen und staatlich garantierten Titeln zu Bilanzwerten mehr als 1 Milliarde € beträgt.
3 Betrifft bei "Darlehen" nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste und bei der Kategorie "jederzeit veräußerbar" bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ziehen wir grundsätzlich Preisnotierungen auf aktiven Märkten heran ("Level 1"). Sofern diese nicht vorliegen sowie für unsere Darlehen, bestimmt sich der Zeitwert nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip ("Level 2").

Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Staatsanleihen und staatlich garantierten Titel der Eurostaaten zu einem Level der Bewertungshierarchie1

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Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar 23.047 2.660 - 25.707
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 65 - - 65
Gesamt 23.112 2.660 - 25.772

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Zum Bilanzstichtag werden rund 90% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Staatsanleihen und staatlich garantierten Titel der Eurostaaten dem Level 1 zugeordnet, 10% dem Level 2. Bei den dem Level 2 zugeordneten Beständen der Kategorie "jederzeit veräußerbar" handelt es sich überwiegend um Schuldscheindarlehen von deutschen Bundesländern.

Unser gesamtes Eurostaaten-Anleiheportfolio zeichnet sich durch eine gute Ratingstruktur aus: Am 31. Dezember 2012 waren 89% in die Ratingklassen AAA bis A eingestuft.

Rating der Staatsanleihen und staatlich garantierten Titel der Eurostaaten auf der Basis der Bilanzwerte1

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Mio. € AAA AA A BBB Niedriger Kein Rating Gesamt
Belgien - 1.686 307 - - - 1.993
Deutschland 14.446 13.954 268 - - 10 28.678
Finnland 1.650 - - - - - 1.650
Frankreich 355 2.782 3 - - - 3.140
Irland 70 - - 1.057 17 - 1.144
Italien - - 145 2.488 - - 2.633
Niederlande 1.936 - - - - - 1.936
Österreich 2.249 739 51 - - - 3.039
Spanien - - - 954 522 - 1.476
Übrige Eurostaaten 15 94 803 - - - 912
Gesamt 20.721 19.255 1.577 4.499 539 10 46.601

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Vertragliche Restlaufzeit der Staatsanleihen und staatlich garantierten Titel der Eurostaaten auf der Basis der Bilanzwerte1

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Mio. € Bilanzwerte
Bis zu einem Jahr 2.890
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 2.781
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 3.776
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 2.697
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 2.097
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 9.763
Mehr als zehn Jahre 22.597
Gesamt 46.601

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Von den Staatsanleihen und staatlich garantierten Titeln mit einer vertraglichen Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betreffen 19,6 Milliarden € bzw. rund 60% deutsche Staatsanleihen. Die vertragliche Restlaufzeit unserer Anleihen von irischen, italienischen und spanischen Emittenten stellt sich wie folgt dar:

Vertragliche Restlaufzeit der Staatsanleihen und staatlich garantierten Titel von irischen, italienischen und spanischen Emittenten auf Basis der Bilanzwerte1

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Mio. € Irland Italien Spanien Gesamt
Bis zu einem Jahr 16 146 217 379
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre - 54 49 103
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 23 91 44 158
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 168 119 113 400
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre - 160 5 165
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 684 595 198 1.477
Mehr als zehn Jahre 253 1.468 850 2.571
Gesamt 1.144 2.633 1.476 5.253

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Zinsträgerportfolio nach ökonomischen Kategorien1

Gesamt: 194 (178) Mrd. €

1 Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen einschließlich Einlagen und Guthaben bei Kreditinstituten zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.
2 Inklusive sonstiger öffentlicher Emittenten sowie staatlich garantierter Bankanleihen.

28% unseres Zinsträgerportfolios waren zum Stichtag Pfandbriefe sowie sonstige besicherte Wertpapiere und Forderungen; davon entfielen rund 38% auf deutsche Pfandbriefe. Im Laufe des Geschäftsjahres haben wir Teile unserer spanischen Pfandbriefe (Cedulas) veräußert und in britische und französische Pfandbriefe umgeschichtet. Wir investierten wieder vermehrt in Unternehmensanleihen: Zum Stichtag machten diese 10% unseres Zinsträgerportfolios aus. Dabei profitierten wir auch von sinkenden Zinsen und Risikoaufschlägen, die für einen zusätzlichen Marktwertanstieg unseres Bestands sorgten. Weiterhin halten wir in kleinem Umfang Kreditderivate und erhöhen damit unsere Exponierung vor allem gegenüber Unternehmen um einen weiteren Prozentpunkt.

Festverzinsliche Wertpapiere: Bankanleihen1

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% 31.12.2012 Vorjahr
Senior Bonds 82 82
Verlusttragende Anleihen 6 7
Nachranganleihen 12 11

1 Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Unser limitiertes Engagement in Bankanleihen haben wir weiter auf 3 (4)% unseres Zinsträgerportfolios verringert. Der Anteil unserer Bankanleihen aus südeuropäischen Staaten sowie Irland lag zum Stichtag bei nur 5% des Bankanleihenbestands. Insgesamt dominierten sogenannte Senior Bonds, das sind Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen beliefen sich auf lediglich 1 % unseres Zinsträgerportfolios. Nahezu die Hälfte unserer gesamten Forderungen gegenüber Kreditinstituten entfiel auf Zahlungsmittelbestände.

Unser Bestand an Kreditstrukturen, den hauptsächlich unsere Rückversicherer halten, stieg um 1,3 Milliarden € auf 7,5 Milliarden €. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (sogenannte "Asset Backed Securities" oder "Mortgage Backed Securities"), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen, Konsumentenkrediten oder Studentendarlehen. Rund 62% unserer Kreditstrukturen sind mit einem Rating von AAA bewertet.

Im gegenwärtigen Umfeld von niedrigen Zinsen und höherer Volatilität trägt auch unser aktives Durationsmanagement zur Risikoreduzierung bei. Während in der Rückversicherung die durchschnittlichen Laufzeiten der festverzinslichen Kapitalanlagen die der Verpflichtungen übersteigen, liegen die Laufzeiten der festverzinslichen Wertpapiere in der Erstversicherung unter denen der Verpflichtungen. Per saldo reduzieren wir durch diese Diversifikation entgegengesetzter Positionierungen das Zinsänderungsrisiko für die Gruppe als Ganzes.

Der Bestand unseres Aktienportfolios vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen zu Marktwerten belief sich auf 8,4 (6,7) Milliarden € oder 3,7 (3,2)% der Kapitalanlagen. Im zweiten Halbjahr 2012 haben wir große Teile der Derivate verkauft, die zur Absicherung dieses Aktienportfolios dienen. Zum Stichtag stieg damit unser Aktienexposure nach Absicherung und betrug 3,4 (2,0)% der Kapitalanlagen.

Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab: Mit Inflationsanleihen von 6,8 (6,1) Milliarden € und Inflationsswaps in Höhe von 5,2 (4,0) Milliarden € (Nominalwert) sowie Sachwerten wie Aktien, Immobilien, Rohstoffen, Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastruktur geht auch ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen

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  2012
Mio. €
Rendite1
%
Vorjahr
Mio. €
Rendite1
%
Laufende Erträge 7.755 3,6 8.039 4,0
Zu-/Abschreibungen 8 0,0 -1.625 -0,8
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 652 0,3 1.244 0,6
Sonstige Erträge/Aufwendungen 21 0,0 -902 -0,4
Gesamt 8.436 3,9 6.756 3,42

1 Rendite auf den Mittelwert des zu Quartalsstichtagen zu Marktwerten bewerteten Kapitalanlagebestands in % p. a.
2 3,3% ohne Einbeziehung des im Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesenen Ertrags aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt.

Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten

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  2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Grundvermögen 309 292 5,8
Anteile an verbundenen Unternehmen -21 251 -
Anteile an assoziierten Unternehmen 81 101 -19,8
Hypothekendarlehen und übrige Darlehen 2.300 2.207 4,2
Sonstige Wertpapiere 5.322 4.392 21,2
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 326 229 42,4
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 603 -263 -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 484 453 6,8
Gesamt 8.436 6.756 24,9

Laufende Erträge

Die laufenden Erträge sind wegen des höheren Gewichts an Staatsanleihen und Pfandbriefen mit guter Bonität bei gleichzeitig niedrigerer Verzinsung gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Durch unsere vergleichsweise lange Duration konnten wir den Effekt niedriger Zinsen auf den laufenden Zinsertrag abmildern.

Zu- und Abschreibungen

Im Ergebnis aus Zu- und Abschreibungen verzeichneten wir per saldo mit 8 (-1.625) Millionen € geringe Zuschreibungen. Von unseren Swaptions und anderen Zinsderivaten konnten wir profitieren, da diese aufgrund des fallenden Zinsniveaus an Marktwert gewannen. Die Swaptions dienen der Absicherung langfristig festgeschriebener Zinsgarantien gegenüber den Kunden in der Lebenserstversicherung. Die Marktwertveränderungen unserer Derivate schlagen sich, selbst wenn wir sie nicht verkaufen, im Ergebnis aus Zu- und Abschreibungen nieder. Im Vorjahr wurde das Ergebnis vor allem von Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen belastet.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen

Im Geschäftsjahr 2012 verbuchten wir per saldo Abgangsgewinne in Höhe von 652 (1.244) Millionen €, vor allem durch Gewinne aus der Umschichtung von Aktien, Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen. Den Bestand an Aktienderivaten, mit denen wir unser Aktienportfolio gegen Kursrückschläge absichern, haben wir zu großen Teilen mit Abgangsverlusten veräußert.

Versicherungsderivate

In den Kapitalanlagen werden auch Anlageformen verbucht, mit denen wir über eine Kapitalmarktdeckung versicherungstechnisches Risiko weitergeben oder übernehmen. Hierunter fallen zum Beispiel Katastrophenanleihen und besondere Formen der fondsgebundenen Lebensversicherung (Variable Annuities). Regelmäßige Einnahmen oder Ausgaben, realisierte Ergebnisse sowie Zu- und Abschreibungen, die sich aus Wertveränderungen unserer Kapitalmarktdeckungen ergeben, werden als Ergebnis aus Derivaten im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen. Solche Deckungen trugen mit etwa 17 Millionen € zum Kapitalanlageergebnis des laufenden Jahres bei, während im Vorjahr nach dem Erdbeben in Japan ein besonders hoher positiver Saldo bei den Zu- und Abschreibungen von rund 200 Millionen € erzielt wurde.

Assetmanagement für Kunden

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) ist der Vermögensverwalter von Munich Re. Neben ihrer Funktion als Assetmanager des Konzerns bietet die MEAG privaten und institutionellen Kunden ihre Kompetenz an. Insgesamt verwalten wir für nicht dem Konzern angehörige Anleger 11,5 (10,4) Milliarden €, davon 2,2 (1,9)Milliarden € in unseren vor allem von den privaten Sparern geschätzten Investmentfonds. Das verwaltete Vermögen der PICC Asset Management Company Ltd. (PAMC), Shanghai, die zu 81 % der PICC People's Insurance Company of China und zu 19% der MEAG gehört, kletterte auf 45,1 (39,8) Milliarden €.

Im Assetmanagement verwaltetes Drittvermögen

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  31.12.2012
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
Veränderung
%
Kapitalanlagen aus dem Drittgeschäft 11,5 10,4 10,6
davon: Externe institutionelle Anleger 9,3 8,5 9,4
davon: Privatkundengeschäft 2,2 1,9 15,8
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  2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Konzernergebnis Assetmanagement - 18 -100,0

Finanzlage

Signifikante Erhöhung des Eigenkapitals durch gutes Konzernergebnis und positiven Saldo aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Kapitalanlagen

Verschuldungsgrad bleibt niedrig

Solvabilitätsanforderung auf Gruppenebene mehr als 2,7-fach überdeckt

Finanzstärke

Die Finanzstärke von Munich Re bewerten die führenden Ratingagenturen weiterhin im Einklang mit ihrer jeweils zweithöchsten Ratingkategorie.

Finanzstärkeratings von Munich Re

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Ratingagentur Bewertung Ausblick
A.M. Best A+ (Superior) stabil
Fitch AA- (Very strong) stabil
Moody's Aa3 (Excellent) stabil
Standard & Poor's AA- (Very strong) stabil

Analyse der Kapitalstruktur

Unser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt unsere Bilanz: Da wir unsere Gruppe konsequent auf Wertschöpfung im Kerngeschäft ausgerichtet haben, dienen die Kapitalanlagen auf der Aktivseite der Bilanz der Bedeckung versicherungstechnischer Rückstellungen (74,3% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (10,6% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (2,2% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Konzerneigenkapital

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage 7.390 7.388 7.388
Gewinnrücklagen 10.946 11.588 10.735
Übrige Rücklagen 5.650 3.384 2.238
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.195 702 2.422
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 242 247 245
Gesamt 27.423 23.309 23.028

Neben dem Konzernergebnis war für die Erhöhung des Eigenkapitals im Wesentlichen ein angestiegener positiver Saldo aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten verantwortlich. Dieser resultierte hauptsächlich aus unseren festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie "jederzeit veräußerbar". Eigenkapitalmindernd wirkte vor allem die Dividendenausschüttung.

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzierungsmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur zu verdeutlichen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad, der im Wettbewerbervergleich erfreulich niedrig ist: Er definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital und strategischem Fremdkapital. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Rückstellungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen.

Verschuldungsgrad

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    2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Strategisches Fremdkapital   5.796 5.219 11,1
Konzerneigenkapital   27.423 23.309 17,6
Gesamt   33.219 28.528 16,4
Verschuldungsgrad % 17,4 18,3  

Teile unserer Nachranganleihen erkennt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Eigenmittel an. Berücksichtigt man dies bei der Berechnung des strategischen Fremdkapitals, so reduziert sich Letzteres auf 1.737 Millionen € und es ergibt sich lediglich ein Verschuldungsgrad von 6,0%.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Zu den versicherungstechnischen Rückstellungen tragen die Rückversicherung etwa 33% bei, das Erstversicherungsgeschäft rund 66% und Munich Health etwa 1 %. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt vor allem für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar und das Pfund Sterling die wichtigsten Valuten.

Verfügungsbeschränkungen

Da wir ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sind, unterliegen einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 9,5 (11,0) Milliarden €. Zudem bestanden Eventualverbindlichkeiten.

Asset-Liability-Management

Die Struktur der versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten bildet die Grundlage unserer Kapitalanlagestrategie. Im Mittelpunkt steht das Asset-Liability-Management.

Kapitalmanagement

Mit unserem aktiven Kapitalmanagement stellen wir sicher, dass die Kapitalausstattung von Munich Re stets angemessen ist. So müssen die vorhandenen Eigenmittel den Kapitalbedarf decken, den wir anhand unseres internen Risikomodells sowie der Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen bestimmen. Unsere Finanzkraft soll dabei profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns aber ebenso, dass das ökonomische Eigenkapital unserer Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigt. Eine derart definierte bedarfs- und risikogerechte Kapitalisierung trägt entscheidend dazu bei, unsere Disziplin in allen Geschäftsprozessen zu gewährleisten.

Unser ökonomisches Eigenkapital leiten wir über verschiedene Anpassungen aus dem IFRS-Eigenkapital ab. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären vorrangig über attraktive Dividenden zurück; vorausgesetzt die Höhe der nach deutschem Handelsrecht ermittelten Gewinnrücklagen der obersten Konzernmuttergesellschaft Münchener Rück AG lässt das zu und unsere strategische Flexibilität sowie Kapitalstärke werden insgesamt nicht beeinträchtigt. Grundsätzlich halten wir Aktienrückkäufe neben Dividendenzahlungen auch weiterhin für ein wichtiges Instrument eines aktiven Kapitalmanagements, wenn wir sie auch derzeit mit Blick auf das aktuelle Umfeld und die Chancen für einen profitablen organischen Ausbau unseres Geschäfts nicht fortsetzen. Einschließlich Dividenden und der von 2006 bis 2012 getätigten Aktienrückkäufe gaben wir seit 2006 über 13 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück.

Im Sinne eines aktiven Kapitalmanagements kauften wir im Berichtszeitraum nominal 0,7 Milliarden € unserer Nachranganleihe 2003/2023 von insgesamt Ende 2011 ausstehenden 1,7 Milliarden € zurück. Ferner emittierten wir im Berichtszeitraum zwei Nachranganleihen im Nominalvolumen von 900 Millionen € und 450 Millionen Pfund Sterling.

Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen nach deutscher HGB-Rechnungslegung ermittelten Bilanzgewinn von 1.255 Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 3.629 (2.436) Millionen €. Das in HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 6,6 Milliarden € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis dieser nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2012 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine Dividende in Höhe von 7,00 € je Aktie bzw. insgesamt 1,3 Milliarden € ausschütten.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2012 in insgesamt 179.341.212 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Die Aktien sind - mit Ausnahme von 813.942 eigenen Aktien, die sich zum 31. Dezember 2012 im Bestand von Munich Re befanden (§ 71b AktG) - voll stimm- und gewinnberechtigt. Jede stimmberechtigte Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück und ist in der Versicherungsbranche weit verbreitet. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte sehr effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Warren E. Buffett und Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns zuletzt mit Stand 12. Oktober 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen gemäß § 21 WpHG angezeigt, die 10% an den Stimmrechten der Münchener Rück AG überschreiten:

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

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% Direkte Beteiligung Indirekte Beteiligung
Warren E. Buffett, USA 0,053 10,191
Berkshire Hathaway Inc., Omaha, USA   10,191
OBH LLC, Omaha, USA   10,191
National Indemnity Company, Omaha, USA 10,191  

Warren E. Buffett und die genannten Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns mit Schreiben vom 15. Oktober 2010 ferner mitgeteilt, dass die Investition der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele dient.

Berkshire Hathaway Inc. weist in einer Veröffentlichung vom März 2013 seine Beteiligung an der Münchener Rück AG zum 31.12.2012 mit rund 20 Millionen Aktien aus, was einem rechnerischen Stimmrechtsanteil von 11,2% entspricht. Weitere Veränderungen sind uns nicht mitgeteilt worden oder sonst zur Kenntnis gelangt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung, §§ 13 und 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und kann sie - falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder auch gerichtlich bestellt werden.

Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 2, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor.

Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 19. April 2016 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Eigene Aktien bis maximal 5% des Grundkapitals können dabei auch durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden; unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen.

Die Hauptversammlung hat am 28. April 2010 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2015 einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Nennbetrag von bis zu 3 Milliarden € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu; der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen können Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 117 Millionen € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewährt werden; zur Absicherung besteht in § 4 Abs. 3 der Satzung ein bedingtes Kapital von 117 Millionen € (Bedingtes Kapital 2010).

Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats befugt, das Grundkapital bis zum 21. April 2014 um bis zu 280 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2009) zu erhöhen. Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen.

Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 19. April 2016 um insgesamt bis zu 10 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen (Genehmigtes Kapital 2011) zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen, um die neuen Aktien an die Mitarbeiter der Münchener Rück AG und ihrer verbundenen Unternehmen auszugeben.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Auch der langfristige Incentive-Plan der Münchener Rück AG sieht im Fall eines Kontrollwechsels besondere Ausübungsmöglichkeiten vor. Er betrifft Vorstandsmitglieder sowie das obere Management einschließlich der wichtigsten Führungskräfte der Außenorganisation und ist im Vergütungsbericht näher erläutert.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Gruppensolvabilität

Munich Re unterliegt neben den aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die für einzelne Versicherungsunternehmen gelten, auch einer Beaufsichtigung auf Gruppenebene.

Ferner hat die Münchener Rück AG als Konzernmutter angemessene Kontrollverfahren eingeführt und meldet ergänzende Aspekte aus Gruppensicht (zum Beispiel Beteiligungsverhältnisse, konsolidierte Finanzdaten oder gruppeninterne Geschäfte) an die BaFin, die für die Gruppe zuständig ist.

Solvabilität ist die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen dauerhaft zu erfüllen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschriften zur bereinigten Solvabilität zielen darauf, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Die berücksichtigungsfähigen Eigenmittel bestimmt man, indem man das Eigenkapital nach IFRS anpasst und insbesondere um Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten erhöht bzw. um die immateriellen Vermögenswerte verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel von Munich Re sind mehr als 2,7-mal so hoch wie gesetzlich gefordert.

Bereinigte Solvabilität

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    31.12.2012 Vorjahr Veränderung
%
Berücksichtigungsfähige Konzerneigenmittel Mrd. € 27,1 22,8 18,9
Bedeckungssatz % 277,8 245,3  

Der Bedeckungssatz hat sich von 245,3% im Vorjahr auf 277,8% im Jahr 2012 erhöht. Die Erhöhung ist wesentlich auf den Anstieg der Eigenmittel zurückzuführen.

Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Zahlungsmittelfluss von Munich Re ist stark geprägt von unserem Geschäft als Erst- und Rückversicherer: Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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  2012
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.535 6.075 -8,9
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -4.733 -3.525 -34,3
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -466 -2.974 84,3
Veränderung des Zahlungsmittelbestands 336 -424 -

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird das Konzernergebnis von 3.211 Millionen € auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übergeleitet. Das Konzernergebnis wird um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 2.528 Millionen € korrigiert. Der - zur Bereinigung des Konzerngewinns vom Mittelfluss abzuziehende - positive Saldo aus den Gewinnen und Verlusten durch den Abgang von Kapitalanlagen stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf jederzeit veräußerbarer Wertpapiere und aus Derivaten.

Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmten den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Sie überstiegen die Einzahlungen aus dem Verkauf oder der Endfälligkeit von Kapitalanlagen um 4.217 Millionen €. Im Geschäftsjahr 2012 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an einer Photovoltaik-Solarparkbetriebsgesellschaft in Spanien, an einer Solarparkgesellschaft in Italien, an sechs Windparkgesellschaften in Deutschland und an drei Windparks in Großbritannien für insgesamt 274 Millionen €. Die Kaufpreise verrechneten wir in der Kapitalflussrechnung mit den Zahlungsmittelbeständen der erworbenen Gesellschaften.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2012.

Insgesamt stieg im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 370 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 2.860 Millionen €; es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 44 (45) Millionen €.

Weitere Erfolgsfaktoren

Munich Re erste Adresse für alle Risikofragen unserer Kunden

ERGO setzt Kundenversprechen "Versichern heißt verstehen" weiter um

Kontinuierliche Entwicklung innovativer Deckungskonzepte für neue und komplexe Risiken

Unternehmerische Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt

Kunden und Kundenbeziehungen

Munich Re hat in der Erst- und Rückversicherung unterschiedliche Kundenstämme: So arbeitet die Rückversicherung weltweit mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen. Unsere Erstversicherer im ERGO Teilkonzern betreuen über 35 Millionen überwiegend private Kunden in mehr als 30 Ländern mit einem Schwerpunkt auf Europa und Asien. Das Geschäftsfeld Munich Health hat mehr als sechs Millionen Erstversicherungskunden und 400 Kunden in der Rückversicherung.

Rückversicherung

Als Rückversicherer setzen wir unser umfassendes Risikowissen ein, um für unsere Kunden individuelle Lösungen bei vielschichtigen Fragestellungen zu entwickeln und Mehrwert zu schaffen. Wir kennen die Bedürfnisse unserer Zedenten, entwickeln mit ihnen innovative Risikotransferlösungen und wollen den Ausbau der Risikokompetenz durch strategische Kooperationen weiter vorantreiben. Daher bieten wir unseren Zedenten die gesamte Bandbreite versicherungstechnischer Produkte an. Wir nehmen immer wieder eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Deckungskonzepten ein, etwa bei der Vorbereitung europäischer Zedenten auf die Einführung von Solvency II. Auch bieten wir unseren Kunden Beratungs- und Serviceleistungen rund um das Thema "Risiko" an. Wir erschließen neue Kundengruppen über unser Leistungsfeld Risk Solutions und offerieren spezielle Lösungen für Großkunden und Industrieunternehmen. Über spezialisierte Agenturen (sogenannte MGAs) generieren wir Geschäft vor allem in Nordamerika, aber auch in der Region Asien-Pazifik. Darüber hinaus zählen Public Private Partnerships und Versicherungspools ebenfalls zu unserer Zielgruppe. Mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in aller Welt finden unsere Kunden uns dort, wo sie uns brauchen.

Erstversicherung

In der Erstversicherung betreuen wir Privatkunden wie gewerbliche und industrielle Kunden; die privaten Kunden stellen das Gros. Ihnen bietet ERGO Produkte und Dienstleistungen für Altersvorsorge und Vermögensbildung, den Schutz von Hab und Gut sowie Gesundheits-, Rechts- und Reiseschutz an. Dank der Vielfalt unserer Vertriebswege können uns unsere Kunden über selbstständige hauptberufliche Vermittler, über Makler, im Internet, am Telefon im Direktvertrieb und über verschiedene Vertriebspartner erreichen.

Im Jahr 2012 hat ERGO ihr Kundenversprechen "Versichern heißt verstehen" weiter in die Tat umgesetzt. Es steht für das Selbstverständnis und das Ziel der Erstversicherungsgruppe, sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten und sich so vom Wettbewerb abzuheben. Ein wichtiges Verbraucheranliegen ist eine klare und verständliche Kommunikation. Im Rahmen ihrer Klartext-Initiative hat ERGO im Jahr 2012 die Versicherungsbedingungen weiterer Produkte deutlich reduziert und vereinfacht, um Missverständnissen bei Kunden vorzubeugen. Zudem wurde der größte Teil der zentral erstellten Kundenanschreiben überarbeitet.

ERGO setzt zur Verbesserung ihres Angebots auf das Feedback von Kunden und Verbrauchern, etwa den Mitgliedern des ERGO Kundenbeirats oder den Teilnehmern der ERGO Kundenwerkstatt im Internet. Wenn Kunden mit einer Antwort auf eine Beschwerde nicht zufrieden sind, können sie sich an den ERGO Kundenanwalt wenden. Er versucht innerhalb der ERGO zu klären und zu schlichten. Der erste ERGO Kundenbericht vom Mai 2012 zeichnet die Umsetzung des Kundenversprechens in verschiedenen Bereichen nach. Aus vielen Anregungen, Ideen und Kritik, die ERGO in Briefen, Gesprächen, E-Mails, Feedback-Formularen im Internet oder auf Facebook von Verbrauchern erreicht haben, wurden Fragen formuliert und gut verständlich beantwortet.

2012 hat ERGO die Zuständigkeit für Compliance aus der Rechtsabteilung herausgelöst und einen eigenständigen Compliance-Bereich eingerichtet. Dieser wurde direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt und in der Folge deutlich ausgebaut. Die Maßnahmen zur Compliance wurden ausgearbeitet und verstärkt. Zuvor war ERGO wegen überwiegend länger zurückliegender Verfehlungen und Versäumnisse massiver öffentlicher Kritik ausgesetzt. Um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, hat ERGO im Oktober 2012 eine Transparenz-Initiative gestartet. Das Unternehmen veröffentlichte die Prüfungsergebnisse zu Fehlverhalten auf Wettbewerbsreisen und anderen Veranstaltungen im Internet und nannte die Konsequenzen, die ERGO gezogen hat.

Munich Health

Munich Re bündelt ihre globale Gesundheitsexpertise in der Erst- und Rückversicherung und im Gesundheitsmanagement unter der Marke Munich Health. Unter diesem Dach entwickeln wir integrierte Lösungen, die passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden auf den jeweiligen Märkten zugeschnitten sind, um das stark wachsende Geschäftspotenzial zu nutzen.

Die Wachstumsdynamik im Gesundheitsmarkt und unsere gute lokale Positionierung im Mittleren Osten ermöglichten es uns, 2012 in Qatar die Geschäftstätigkeit als Krankenerstversicherer über die Daman Health Insurance - Qatar LLC aufzunehmen. In Saudi-Arabien haben wir in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern den Erstversicherer Saudi Enaya Cooperative Insurance Company gegründet.

Assetmanagement

Die MEAG steht für alle Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Ihre besondere Kompetenz liegt im bedürfnisgerechten Investieren für die Gesellschaften unseres Konzerns und in der entsprechend strengen Ausrichtung der Kapitalanlage an den Zahlungsverpflichtungen unserer Gruppe (Liability-Driven-Investments). Damit hält sie unsere Kapitalanlagerisiken in engen Grenzen und schafft so die Basis für unser nachhaltig profitables Kerngeschäft. Darüber hinaus bietet sie ihr umfassendes Knowhow externen institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Die MEAG ist in Europa, Asien und Nordamerika präsent und verwaltet alle wichtigen Anlageklassen wie festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien. Ihre Anlageexperten verfolgen einen stringenten und risikokontrollierten Investmentansatz mit dem Ziel, eine langfristig überdurchschnittliche Performance zu erwirtschaften. Grundlagen sind die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mandanten in der Gruppe und anderen institutionellen Anlegern, guter Service für Privatanleger sowie die langjährige Erfahrung der MEAG im Umgang mit Kapitalanlagerisiken. Ihre Innovationskraft belegt die MEAG, indem sie in erneuerbare Energien und neue Technologien sowie Infrastruktur investiert und so unsere Zukunftsfähigkeit sichert.

Forschung und Entwicklung

Umfassendes Risikoverständnis ist die Grundlage unseres Geschäfts. Daher untersuchen wir bekannte Risiken fortlaufend auf Veränderungen bei Struktur und Eintrittswahrscheinlichkeit. Wir konzentrieren uns darauf, neue Risiken frühzeitig zu erkennen und Lösungen für bekannte, aber bisher nicht versicherbare Risiken anzubieten.

Rückversicherung

In der Rückversicherung setzt Munich Re auch zukünftig auf neue Lösungen im Bereich Klimawandel und Energie. Bei neuen Windkraftanlagen versichert Munich Re beispielsweise den Hersteller gegen Schäden aus Garantie- und Wartungsverträgen bei einem Serienschaden. Auch gegen die finanziellen Folgen unerwarteter Abweichungen des Wetters vom langjährigen Mittel bietet Munich Re Versicherungslösungen an.

Des Weiteren nutzt Munich Re verschiedene Einheiten, zum Beispiel die Special-Enterprise-Risk-Einheit oder die Produktentwickler von American Modern und Hartford Steam Boiler, als Innovationsplattformen, die fortlaufend in strategischen Kooperationen mit ihren Industrie- und Erstversicherungskunden neue Deckungskonzepte entwickeln. Ein Beispiel dafür ist eine neue Reputationsschadenversicherung: Sie deckt den Schaden, wenn der Ruf eines Unternehmens aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses erheblich beeinträchtigt wird. Voraussetzung ist, dass dies zu einem messbaren Rückgang des Geschäftserfolgs geführt hat. Nach der Einführung der neuen Unisex-Tarife in der Europäischen Union und dem damit einhergehenden Wegfall der Geschlechtsdifferenzierung unterstützt Munich Re in der Lebensrückversicherung ihre Kunden zudem bei der Anwendung neuer Differenzierungskriterien, zum Beispiel Berufsgruppe oder Gesundheitsbewusstsein.

Ein weiteres wichtiges Entwicklungsfeld ist der Einsatz von Rückversicherungslösungen zur Kapitaloptimierung: Trotz der erneuten Verzögerungen bei der Einführung von Solvency II besteht bei vielen Erstversicherern ein wachsender Bedarf nach Stabilisierung ihrer Eigenkapitalbasis. Munich Re hat ihre Anstrengungen auf diesem Feld forciert und die dafür notwendige Kompetenz breit in der Organisation verankert. Darüber hinaus entwickelt unsere Einheit Financial Solutions in der Lebensrückversicherung Spezialangebote zur Kapitalentlastung bei Garantieprodukten.

Zunehmend eröffnen sich uns auch attraktive Möglichkeiten im öffentlichen Sektor. Das betrifft zum einen Poollösungen für bestimmte Risiken wie Naturkatastrophen, aber auch die Deckung von Risiken öffentlicher Infrastrukturprojekte, zum Beispiel via Public Private Partnerships. Munich Re hat 2012 ihre Aktivitäten rund um Deckungen für den öffentlichen Sektor gebündelt, um dieses Potenzial für profitables Wachstum ausschöpfen zu können.

Erstversicherung

Um Verbraucherbedürfnisse umfassend abzudecken, legt ERGO auch in der Entwicklung von Produkten großen Wert auf die Meinung der Kunden. So wurde ein neu vorgestelltes Unfallschutz-Produkt gezielt nach deren Wünschen und Erwartungen ausgerichtet: Die Assistance-Leistungen der individuellen Produktvarianten orientieren sich an der Lebenssituation und dem Grad der Verletzung der Betroffenen. Ein durchgängiger Beratungsservice begleitet sie nach dem Unfall. Die neuen Bedingungen sind klar und verständlich formuliert. Auch für die Entwicklung der neuen Produktgeneration in der Lebensversicherung, die ERGO 2013 an den Markt bringt, wurden umfangreiche Studien zu den Erwartungen der Kunden an Sicherheit, Flexibilität und Ertrag durchgeführt.

Munich Health

Die strategische Bündelung unserer Erfahrung und Expertise für Krankenrückversicherung, internationale Krankenerstversicherung und Risikomanagement-Services in einem Geschäftsfeld nutzen wir, um neue und innovative Lösungen zu entwickeln. Für die Analyse von Gesundheitsrisiken stellt Munich Health seinen Rückversicherungskunden Programme und Werkzeuge zur standardisierten medizinischen Risikobewertung zur Verfügung. Um die Effizienz interner Abläufe zu erhöhen, bietet Munich Health neue Automatisierungsmöglichkeiten und Prüfalgorithmen, zum Beispiel in der Datenübermittlung von Schadenmeldungen sowie in der Schadenbearbeitung. Mit ihrer Hilfe können Abrechnungsfehler und Missbrauchsfälle frühzeitig aufgedeckt sowie medizinische und Verwaltungskosten verringert werden.

Mitarbeiter

Entscheidender Faktor für unseren Erfolg sind unsere Mitarbeiter, die mit ihrer Expertise, kontinuierlicher Innovationsbereitschaft und hohem Engagement unser Geschäft voranbringen. Dafür schaffen wir Rahmenbedingungen, die ihre persönliche Weiterentwicklung und hohe Leistungsbereitschaft fördern und fordern. Tragender Bestandteil dieser Bedingungen sind Führungskräfte, die diese Ausrichtung vorleben und ihren Mitarbeitern Anreize und Raum dafür geben. 2012 haben wir in der Rückversicherung und Munich Health das im zweijährigen Turnus stattfindende sogenannte "Leadership-Monitoring" auf alle weltweiten Einheiten ausgedehnt. 10.436 Mitarbeiter haben 1.758 Führungskräften im Durchschnitt sehr positive Rückmeldung zu ihrem Führungsverhalten gegeben und dadurch eine solide Grundlage für die gezielte Weiterentwicklung der Führungskultur geschaffen. In der Erstversicherung hat die Mitarbeiterbefragung in Deutschland das 2011 gestartete "Leitbild Führung" thematisiert, das weiter in der Erstversicherung umgesetzt wird. Für die Topmanager des Konzerns formulieren wir mit neu geschaffenen Führungswerten klare Erwartungen an das Verhalten und die Persönlichkeit. In die erste Konferenz für diese spezifische Zielgruppe, bei welcher der strategische Austausch im Vordergrund stand, haben wir diese Werte aktiv eingebunden und bei den Teilnehmern verankert.

Unser klares Ziel ist, dass wir global und lokal die besten Talente identifizieren, entwickeln und binden. Auf Konzernebene haben wir deshalb erstmals die Talente für das Topmanagement geschäftsfeldübergreifend diskutiert und dadurch die Transparenz über unser gruppenweites Potenzial deutlich erhöht. In der Rückversicherung und bei Munich Health wurde die Initiative "Career @ Munich Re" auch international umgesetzt und so ein weltweit einheitliches Karriereverständnis geschaffen. Dieses bildet auch die Grundlage für eine verstärkte Rotation im Unternehmen. Die MEAG vereinfachte die Bewerbungsprozesse vor allem mit Blick auf hoch qualifizierte Berufseinsteiger und verstärkte das Hochschulmarketing.

Um die Förderung von Vielfalt noch stärker zu unterstützen, haben wir 2011 das Diversity-Management gruppenweit neu definiert. 2012 standen Maßnahmen und Initiativen zur Umsetzung im Vordergrund. Zum Beispiel haben wir bei ERGO unser Förderund Mentorenprogramm für Frauen mit Entwicklungspotenzial in die zweite Runde geführt und einen neuen Personalprozess zur fördernden Begleitung der Elternzeit eingeführt. In einem Pilotprojekt prüfen wir die notwendigen Rahmenbedingungen von Teilzeitbeschäftigung auch für Führungskräfte im oberen Management. Mit Blick auf die Auswirkungen der demografischen Entwicklung befassen wir uns mit lebens- und berufsphasenorientierten Angeboten für unsere Mitarbeiter. Unser Diversity-Seminar für Auszubildende wurde mit einem ersten Preis beim InnoWard 2012, dem Bildungspreis der Deutschen Versicherungswirtschaft, ausgezeichnet.

Bei der Rückversicherung und bei Munich Health haben wir in weltweiten Workshops die Führungskräfte für die Bedeutung von Diversity-Management sensibilisiert und systematisch die aus unserem Geschäft resultierenden Anforderungen herausgearbeitet. Darauf bauen jetzt zahlreiche Initiativen auf. So wird mit der Einführung des weltweiten Trainee-Programms die internationale Vielfalt unserer Nachwuchskräfte gezielt verstärkt. Dem gleichen Ziel dient "Emerge International", ein Programm, das Mitarbeiter aus der internationalen Organisation auf die Übernahme von ersten Führungspositionen außerhalb ihres Heimatlands vorbereitet. Ein Mentoring-Programm für die weiblichen Teilnehmer unserer Entwicklungsprogramme und eine unabhängige Entwicklungsberatung für Mitarbeiterinnen verbessern die Karrieremöglichkeiten für Frauen. Außerdem bauen wir unsere seit Jahren verfügbaren Initiativen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter aus. So gilt die 2011 umfassend erweiterte Betriebsvereinbarung "Familie & Beruf" jetzt auch angepasst für alle leitenden Angestellten. Diversity-Management ist aufgrund der Themenbreite und kulturellen Verankerung kein kurzfristiges Thema. Die Wertschätzung und gezielte Förderung unterschiedlicher Denkweisen, Mentalitäten, Erfahrungen und Fachkenntnisse werden weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt für unsere Personalarbeit bilden.

Ebenso von einer langfristigen Perspektive geprägt sind unsere Investitionen in die Entwicklung unserer Mitarbeiter. Hierfür haben wir in der Rückversicherung unser Instrumentarium zur strategischen Personalplanung auf internationale Standorte ausgeweitet. So ergibt sich ein umfassendes Bild der zukünftigen Qualifikations- und Entwicklungsbedarfe. Unser erklärtes Ziel ist, zukünftig die Qualifikation noch stärker entlang strategischer Orientierungspunkte wie Märkte, Produkte und Kunden auszurichten.

Dass veränderte Marktanforderungen zu strukturellen Anpassungen und gravierenden Eingriffen führen, verdeutlicht das 2012 gestartete Qualitäts- und Effizienzprogramm in den deutschen Vertriebsorganisationen von ERGO. Damit werden drei wesentliche Ziele verfolgt: Qualitätssteigerung, Komplexitätsreduktion und Kostensenkung. Dabei sollen die heute fünf Ausschließlichkeitsorganisationen von ERGO in Deutschland unter dem Dach einer ERGO Vertriebsgesellschaft zu zwei homogenen Organisationen zusammengeführt werden, die jeweils über eine angemessene Größe und einheitliche Strukturen verfügen. Die vorgesehene Reduktion auf bundesweit 120 Regionaldirektionen sowie eine neue Ausrichtung der vertriebsorientierten Zentralbereiche führen auch zu einem verringerten Personalbedarf. ERGO strebt hierzu eine sozialverträgliche Umsetzung an und hat die Verhandlungen mit den Mitbestimmungsgremien aufgenommen.

Mitarbeiter

Gesamt: 45.437 (47.206)

Durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit

Durchschnittsalter

Frauenquote

Frauenquote in Führungspositionen

Weiterbildungsinvestitionen1

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    2012 Vorjahr
Weiterbildungsinvestitionen Mio. € 22,4 25,7
Weiterbildungsinvestitionen pro Mitarbeiter 946 1.096

1 Basis sind die wesentlichen Gruppenunternehmen in Deutschland.

Corporate Responsibility

Corporate Responsibility (CR), das heißt vorausschauendes und verantwortungsbewusstes Handeln in allen Aktivitäten, ist integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Neben der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters haben wir drei thematische Schwerpunkte für die Gruppe definiert:

die verstärkte Integration von ökologischen und sozialen Aspekten sowie eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung sowohl bei unserer Kapitalanlage als auch im Versicherungsgeschäft,

unsere Bestrebungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen durch das Umweltmanagementsystem und die Klimaneutralität der gesamten Gruppe bis 2015,

unser gesellschaftliches Engagement.

Für die gruppenweite Steuerung dieser Aktivitäten wurde Ende 2012 entschieden, ein geschäftsfeldübergreifendes Corporate Responsibility Committee zu gründen.

Durch die Unterzeichnung internationaler Leitlinien haben wir unser Verständnis unternehmerischer Verantwortung untermauert. Dazu zählt in erster Linie der UN Global Compact, dem wir 2007 beigetreten sind. Seine zehn Prinzipien bilden den grundlegenden Rahmen unserer Corporate-Responsibility-Strategie. Richtlinien für eine an Nachhaltigkeitskriterien orientierte Kapitalanlage geben uns die Principles for Responsible Investment (PRI), die wir über unseren Vermögensverwalter MEAG umsetzen. Mindestens 80% der von uns gehaltenen Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen sowie Immobilien (ab Baujahr 2010) sollen nachhaltigen Kriterien entsprechen. Seit 2010 gehören auch Investitionen in erneuerbare Energien und neue Technologien (RENT) zu unserer auf nachhaltigen Ertrag ausgerichteten Kapitalanlagestrategie. Die MEAG hat für uns in diesem Bereich etwa 1 Milliarde € angelegt. Wir planen, mittelfristig unser Engagement auf bis zu 2,5 Milliarden € auszuweiten; zusätzlich wollen wir insgesamt rund 1,5 Milliarden € in Infrastrukturprojekte - beispielsweise Energieversorgung, Transport sowie Telekommunikation - investieren. Bis zum Jahresende 2012 haben wir hier bereits 500 Millionen € investiert.

Munich Re hat sich in den vergangenen Jahren aktiv an der Entwicklung der Principles for Sustainable Insurance (PSI) der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen beteiligt. Im Juni 2012 wurden die PSI im Rahmen der RIO+20 UN-Konferenz offiziell vorgestellt und unterzeichnet. Munich Re zählt - wie bei den PRI als erstes deutsches Unternehmen - zu den Erstunterzeichnern. Wir werden die PSI als Orientierungsrahmen nutzen, um Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung noch stärker in unser Kerngeschäft zu integrieren. Gleichzeitig verbessern wir dadurch unser Risikomanagement.

Das Engagement zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Corporate-Responsibility-Strategie, denn der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens ist untrennbar mit der Vorsorge für Mensch und Umwelt verbunden. Dafür erfassen wir unsere Umweltdaten immer genauer: Bereits 80% aller Mitarbeiter in 31 Einheiten von Munich Re wurden bis 2012 in das Umweltmanagement-System eingebunden und 30% arbeiten in Einheiten, die inzwischen ISO-14001- zertifiziert wurden.

Um mehr Bewusstsein für den Klimawandel in der Öffentlichkeit zu schaffen, gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran: Bis zum Jahr 2015 wird der Geschäftsbetrieb im gesamten Konzern klimaneutral gestellt. In einem ersten Schritt werden die Emissionen bis dahin gruppenweit um mindestens 10% pro Mitarbeiter auf der Grundlage der Emissionen im Jahr 2009 gesenkt. In einem zweiten Schritt neutralisieren wir die unvermeidbaren CO2 -Emissionen über entsprechende Zertifikate. Der Standort München ist schon seit 2009 CO2 -neutral, die größten Standorte von ERGO Deutschland sind seit 2011 CO2 -neutral und für die gesamte Rückversicherung wurde das Ziel bereits mit dem Bilanzjahr 2012 erreicht. So versorgen über 4.000 Quadratmeter Solarpanels die Bürogebäude von Munich Re America in Princeton seit Ende 2012 mit 2,5 Megawatt Strom pro Jahr. Unsere Tochtergesellschaft DKV Seguros in Spanien hat das Ziel schon 2007 erreicht und wurde im vergangenen Geschäftsjahr als erster europäischer Versicherer sogar für die CO2 -Neutralisierung ihrer Produkte zertifiziert. Insgesamt haben wir seit 2009 bereits mehr als 5.500 Tonnen CO2 weltweit durch konsequentes Umweltmanagement eingespart.

Unsere gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten an den Unternehmensstandorten werden wir in Zukunft noch zielgerichteter gestalten. Mit einem Corporate-Citizenship-Konzept unterlegen wir unser Engagement deshalb mit Expertise aus unseren unternehmerischen Aktivitäten. So haben wir beispielsweise im vergangenen Jahr ein zweijähriges Erdbebenpräventionsprojekt in Indien ins Leben gerufen. Zu den Maßnahmen vor Ort gehören Verhaltenstrainings im Erdbebenfall und die bauliche Sicherung staatlicher Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und anderer wichtiger Infrastrukturen. Dieser projektbezogene Ansatz wird durch die Arbeit unserer drei Unternehmensstiftungen ergänzt. Die Münchener Rück Stiftung fördert beispielsweise ein Vorhaben in Mosambik zum Aufbau effektiver Fluteindämmungsmethoden. Zudem veranstaltete die Stiftung 2012 erneut die jährliche Internationale Mikroversicherungskonferenz mit mehr als 400 Teilnehmern aus 50 Ländern, die weltweit größte Plattform zu diesem Thema. Die beruflichen und persönlichen Chancen von Jugendlichen in Deutschland zu verbessern, hat sich die ERGO Stiftung Jugend & Zukunft zum Ziel gesetzt. Die 2004 gegründete Dr. Hans-Jürgen Schinzler Stiftung fördert das Engagement der Mitarbeiter von Munich Re und bündelt die Corporate-Volunteering-Aktivitäten am Standort München. Hier wurden im Jahr 2012 beispielsweise mehr als 1.500 Stunden an gemeinnütziger Freiwilligenarbeit "gespendet".

Um unseren Corporate-Responsibility-Ansatz transparent zu machen, steht Munich Re aktiv mit Socially-Responsible-Investment-Ratingagenturen sowie interessierten Investoren in Kontakt und informiert ausführlich über ihre Aktivitäten, neben dem konzernweiten CR-Portal zum ersten Mal 2012 auch in Form eines eigenen Nachhaltigkeitsberichts der ERGO. Unsere verbesserten Ergebnisse bei mehreren Ratings sowie die wiederholte Aufnahme in die international renommiertesten Indizes zur Nachhaltigkeit bestätigen die Richtigkeit unseres Vorgehens. So ist Munich Re seit 2001 ununterbrochen in den anerkannten Indizes FTSE4Good und Dow Jones Sustainability Index vertreten. Seit der Unterzeichnung des UN Global Compact im Jahr 2007 berichten wir zudem über Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien im Rahmen einer jährlichen Communication on Progress gemäß den Richtlinien der Global-Reporting-Initiative.

Corporate Responsibility bietet für Munich Re die Chance, das Vertrauen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und Öffentlichkeit in unser Unternehmen weiter zu stärken und sich den globalen Herausforderungen von morgen erfolgreich zu stellen.

Risikobericht

Risikolage von Munich Re 2012 tragfähig und kontrolliert

Solvabilitätskoeffizient weiterhin komfortabel

Weltweit integriertes System zum Management von Risiken

Risk Governance und Risikomanagement-System

Risikomanagement-Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten

Organisatorischer Aufbau

Um ein effizientes Risikomanagement zu gewährleisten, hat Munich Re besondere Risikomanagement-Funktionen und -Gremien eingerichtet. Die Funktion Integrated Risk Management (IRM) verantwortet das gruppenweite Risikomanagement und baut dabei auf dezentrale Strukturen in allen Bereichen der Gruppe. IRM steht der Chief Risk Officer (CRO) vor, in einzelnen Gesellschaften leistet dies ein dezentraler CRO. Unterstützt wird der CRO - ebenso wie der dezentrale CRO - von interdisziplinären Teams hoch qualifizierter Mitarbeiter. Dank umfassender Dokumentationen, Richtlinien und Anweisungen sind die Mitarbeiter der Risikomanagement-Organisation sowie der gesamten Gruppe über unsere Risikostrategie sowie ihre Aufbau- und Ablauforganisation informiert. Dies ermöglicht eine aktive Steuerung der eingegangenen Risiken.

Risk Governance

Die Risk Governance von Munich Re fördert Entwicklung und Erhalt einer wirksamen Risiko- und Kontrollkultur, die alle materiellen Risikokategorien umfasst. Gremien auf Gruppen- und Segmentebene unterstützen sie:

Gruppenebene

Der CRO ist ständiges Mitglied im Konzernausschuss, dem zentralen Gremium für konzernübergreifende Angelegenheiten, für Strategieentwicklung und Steuerung, finanzielle Steuerung sowie Risikomanagement und Investmentfragen.

Der Konzernausschuss tagt - zusammen mit weiteren fachkundigen Mitgliedern der Geschäftsfelder - vierteljährlich als Group Risk Committee und behandelt die Risikothemen der gesamten Gruppe.

Ebenfalls vierteljährlich tagt der Konzernausschuss - zusammen mit Investmentverantwortlichen der Geschäftsfelder - als Group Investment Committee. Es ist das zentrale Steuerungsgremium für wesentliche konzernübergreifende Themen, welche die Kapitalanlagen einschließlich spezifischer Kapitalanlagerisiken der Gruppe betreffen.

Daneben gibt es das Group Compliance Committee (GCC). Das GCC ist ein Fachgremium, das sich mit Compliance-Risiken sowie mit Reputationsfragen und -risiken auf Gruppenebene befasst, um auf eine gruppeneinheitliche Behandlung dieser Risiken hinzuwirken. Im Gegensatz zum Group Corporate Responsibility Committee (GCRC), das sich abstrakt mit der Identifizierung sensibler Themen und der Positionierung der Munich Re Gruppe dazu befasst, konzentriert sich das GCC auf konkrete Reputationsrisiken, die aus einzelnen oder mehreren Sachverhalten resultieren oder Gegenstand von Anfragen aus den Geschäftseinheiten sind.

Der Vergütungsausschuss (nach der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich, VersVergV) hat die Aufgabe, das System zur Vergütung der Mitarbeiter auszugestalten, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei stehen die Risiken aus den variablen Anreizelementen im Mittelpunkt.

Segmentebene

Für die Rückversicherung wurde als spezielles Risikogremium das Global Underwriting and Risk Committee (GURC) gebildet, das mit Mitgliedern des Rückversicherungsausschusses besetzt ist.

Das Risikomanagement für die Erstversicherung erfolgt in erster Linie dezentral bei ERGO IRM; es wird von Risikomanagement-Strukturen in allen Bereichen von ERGO unterstützt. Als Entscheidungsgremium hat der ERGO Vorstand das ERGO Risk Committee etabliert.

Für Risikothemen im Segment Munich Health ist das Munich Health Risk Committee zuständig.

Festlegung der Risikostrategie

Die Übernahme von Risiken ist ein wesentlicher Teil unserer Geschäftsstrategie. Die Risikostrategie legt fest, in welchem Ausmaß wir Risiken für unsere Kunden und Aktionäre eingehen; ihre Entwicklung ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsstrategie eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet, regelmäßig mit dem Aufsichtsrat erörtert und hat folgende Ziele:

Die Risikostrategie wird bestimmt durch definierte Toleranzen für eine Reihe von Risikokriterien. Diese Toleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn innerhalb bestimmter Volatilitätsgrenzen und sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe:

Gesamtportfolio-Kriterien: Sie beziehen sich auf das gesamte Portfolio von Munich Re und zielen darauf ab, unsere Kapitalstärke sicherzustellen und die Wahrscheinlichkeit eines ökonomischen Jahresverlusts zu begrenzen. Hier ist besonders das Kriterium Economic Earnings at Risk (EEaR) zu nennen. Mit diesem Kriterium richten wir das Risikoprofil der Gruppe so aus, dass bei Verwerfungen des Geschäftsverlaufs, wie sie statistisch etwa alle zehn Jahre vorkommen, die Risikotragfähigkeit eine definierte Schwelle nicht unterschreitet. Die Economic Earnings at Risk zum 31. Dezember 2012 betragen 4,8 Milliarden €.

Ergänzende Kriterien: Sie begrenzen die Schäden aufgrund einzelner Risikoarten und Kumule, zum Beispiel für Naturgefahren, Terrorismus- oder Pandemie-Risiken, aber auch für Markt- und Kreditrisiken, welche die Überlebensfähigkeit von Munich Re gefährden könnten, falls sie eintreten.

Weitere Kriterien: Sie haben das Ziel, die Reputation von Munich Re zu bewahren und damit künftiges Geschäftspotenzial zu schützen. Sie umfassen die Limitierung von Einzelrisiken, die nicht die Existenz des Unternehmens gefährden, aber das Vertrauen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern in das Unternehmen nachhaltig beschädigen könnten, falls sie eintreten.

Die jeweils gewählte Risikotoleranz sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschäftschancen und eingegangenen Risiken. Unsere Vorgaben der Risikostrategie bewährten sich in der Finanzkrise und der Länderschuldenkrise. Mit unserem Geschäftsmodell aus der Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach sind wir stets in der Lage, auch in besonders schwierigen Märkten unseren Kunden ein starker Partner und eine stabile Investition für unsere Aktionäre zu sein. Mit unserem breit diversifizierten Portfolio der Kapitalanlagen sind wir gut gewappnet für alle realistisch vorstellbaren und damit auch für extreme Marktszenarien.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Der vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem ist nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen zu verfahren; diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte in Einklang gebracht werden. Gegebenenfalls werden Risiken durch Rückversicherung, Derivate oder sonstige Formen der Risikoentlastung abgegeben oder gesichert.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Messung, Analyse und Bewertung von Risiken und daraus abgeleitet die Risikoberichterstattung, -limitierung (Verringerung auf ein gewolltes Maß) und -überwachung. Dabei haben wir alle wesentlichen Risiken im Blick.

Die Risikoidentifikation erfolgt über geeignete Systeme und Kennzahlen (quantitativer Teil) sowie über verschiedene Risikoerhebungen, die ergänzt werden durch Expertenmeinungen und die Einschätzung ausgewählter und besonders erfahrener Führungskräfte (qualitativer Teil). Mithilfe unseres Ad-hoc-Meldeprozesses können unsere Mitarbeiter Risiken jederzeit bei unserem zentralen Risikomanagement (IRM) anzeigen. Die Instrumente der Risikomessung, die auf das jeweilige Segment zugeschnitten sind, werden ständig weiterentwickelt. Unser primäres Risikomaß fußt auf ökonomischen Grundsätzen. Regelmäßig vergleichen wir unsere Risikomodellergebnisse mit den entsprechenden Ergebnissen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und gewerblichen Modellierungsagenturen. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise nach Gruppe, Segment, Unternehmen und Risikoart. Regelmäßig führen wir Benchmarkings unserer Risikomodellergebnisse durch und nehmen an Branchenumfragen teil, um unsere Instrumente zu prüfen und zu verfeinern.

Unsere Finanzstärke ist ein wichtiges Kriterium unseres Geschäftserfolgs. Bei Bewertungen unserer Finanzstärke durch für uns wesentliche Ratingagenturen streben wir bis auf Weiteres eine Einstufung in der jeweils zweithöchsten Ratingkategorie an. Die Erfüllung dieses Ziels ist eine Nebenbedingung unserer Unternehmenssteuerung und wird in regelmäßigen Abständen überwacht. Wir gehen derzeit davon aus, dass unsere Finanzstärke, unsere gute Wettbewerbsposition und unser hoch entwickeltes Risikomanagement auch zukünftig durch entsprechend hohe Ratings Anerkennung finden werden.

Unser internes Risikomodell vergleichen wir mit dem aktuellen Stand von Solvency II und nehmen an den sogenannten quantitativen Auswirkungsstudien (Quantitative Impact Studies) sowie an Stresstests (European Insurance Stress Test) teil.

Risikoanalyse und -bewertung werden auf oberster Ebene in IRM in Form einer konsolidierten Gruppensicht unter Berücksichtigung von Beschränkungen der Kapitalfungibilität vorgenommen. Sie beruhen auf den Analysen, welche die Risikomanagement-Einheiten der Rückversicherung, von ERGO, von Munich Health und des Assetmanagements erstellen. Daneben ist IRM verantwortlich, die Analysen vorgelagerter Instanzen zu plausibilisieren und zu validieren. Zu diesem Zweck arbeitet IRM eng mit zahlreichen Bereichen und Experten zusammen. So erhalten wir eine quantitative und qualitative Bewertung, die mögliche Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigt.

Die Risikolimitierung ergibt sich aus der Risikostrategie. Ausgehend von den definierten Risikotoleranzen werden Limite, Regeln und - sofern notwendig - risikoverringernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Identifiziert ein Geschäftsbereich ein attraktives Geschäft, das seine Risikovorgaben überschreiten würde, analysieren die zuständigen Risikomanagement-Abteilungen und IRM die möglichen Auswirkungen auf das Gruppenportfolio und die Risikotoleranz der Gesamtgruppe. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse und der Ertragserwartungen aus dem Geschäft entwickeln wir ein Konzept, mit dem wir das Risiko gegebenenfalls in unsere Bücher nehmen können.

Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt, etwa von der MEAG für die Kapitalanlagen oder von ERGO IRM, und dann zentral zusammengeführt. Risiken, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser internes Risikokontrollsystem (IKS) ist ein weltweites, über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes System zum Management von operationellen Risiken. Es entspricht neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch den jeweiligen lokalen Vorschriften.

Die gruppenweite Verantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand und ist organisatorisch dem CRO zugewiesen. Die inhaltliche Verantwortung tragen die Experten und Mitarbeiter der Fachbereiche, die mindestens jährlich die Risiko- und Kontrollbeurteilungen vornehmen. Das IKS liefert für jedes Geschäftsfeld von Munich Re eine Risikolandkarte, das heißt eine systematische Verknüpfung der wesentlichen Risiken und Prozesse. Dort sind alle relevanten Risikokontrollpunkte markiert. Diese Transparenz über unsere Risikosituation ermöglicht uns, auf Schwachstellen oder veränderte interne und externe Anforderungen kurzfristig gezielt zu reagieren. So können wir Risiken frühzeitig erkennen, Kontrolldefizite umgehend zuordnen und wirksam gegensteuern.

Die wesentlichen Risiken im Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, alle Positionen in den verschiedenen Bestandteilen des Abschlusses korrekt auszuweisen und zu bewerten sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Anhang zu gewährleisten. Hierzu ist es erforderlich, neue gesetzliche Anforderungen fristgerecht umzusetzen, was auch die stetige Erweiterung des Bilanzierungshandbuchs und des Kontenplans beinhaltet. Der Rechnungslegungsprozess ist in hohem Maße von IT-Systemen abhängig, die vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen sind und laufenden Kontrollen unterliegen, um die Effektivität und Stabilität der Informations- und Kommunikationsflüsse zu gewährleisten. Ergänzend stellen wir eine korrekte Berichterstattung gegenüber dem Aufsichtsrat sicher.

Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen differenzierte Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen sicherzustellen. Diese Grenzen werden anhand der Kriterien Größe, Risikoerfahrung und Compliance ermittelt. Alle Risiken, die aus Gruppensicht für die Finanzberichterstattung wesentlich sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das IKS aufgenommen. Die IKS-Risikolandkarte wird einmal jährlich von den Risikoträgern auf Aktualität geprüft und angepasst.

Munich Re gibt durch ein Bilanzierungshandbuch und regelmäßige Informationen über Änderungsanforderungen konzernweit einheitliche Regeln für Ansatz, Bewertung und Ausweis aller Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der weiteren Bestandteile des Abschlusses vor. Änderungen unterliegen einem zwingenden Prozess in Bezug auf zeitliche Regelungen, Verantwortlichkeiten und Informationswege.

Die Konzernabschlusserstellung beruht auf einer zentralen IT-Lösung, die auf konzernweit weitgehend einheitlichen Hauptbüchern aufsetzt. Sie fußt auf harmonisierten Stammdaten, einheitlichen Prozessen und Buchungsregeln sowie einer standardisierten Schnittstelle für die Datenlieferung an den Konzern oder Teilkonzern. Berechtigungskonzepte regeln den Zugriff auf die Rechnungslegungssysteme.

Unsere Hauptrisiken werden auf mehreren Ebenen kontrolliert. Überwiegend sehen wir inhaltliche und automatisierte, systemtechnische Überprüfungen unserer definierten Prozesse vor.

Unser IKS kann jedoch, trotz sorgfältiger Ausgestaltung und Anwendung, nur eine hinreichende, jedoch keine vollständige Sicherheit in Bezug auf die Abdeckung aller Risiken gewährleisten. Mit den eingerichteten Kontrollen, gruppenweit abgestimmten Prozessen und unterstützenden IT-Lösungen können Fehler oder einzelne Betrugsfälle nicht vollständig vermieden werden.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats lässt sich regelmäßig über die Wirkungsweise des rechnungslegungsbezogenen IKS und Veränderungen der Risikolandkarte im Vergleich zum Vorjahr berichten. Dabei werden, mithilfe der Berichte unseres Abschlussprüfers und der Konzernrevision, die angewandten Kontrollmaßnahmen erläutert und dargelegt, dass alle für notwendig gehaltenen Kontrollen korrekt durchgeführt wurden. Hierzu werden risikoorientierte Prüfungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vorgenommen und die Ergebnisse in internen Prüfungsberichten zusammengefasst. Im Jahr 2012 erbrachte die Überprüfung, dass der Aufbau des IKS zweckmäßig ist und das Design und die Qualität der Kontrollen wirksam ausgestaltet sind. Durch fortlaufendes Prüfen, Überarbeiten und Weiterentwickeln streben wir an, dass die Funktionsfähigkeit unseres IKS auch zukünftig gewährleistet sein wird.

Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht von Munich Re für das Geschäftsjahr 2011 wurden im Zeitraum von März bis November 2012 einer Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) unterzogen; aus der Prüfung ergaben sich keine Feststellungen.

Risikoberichterstattung

Die interne Risikoberichterstattung informiert den Gesamtvorstand regelmäßig über die Risikolage, und zwar in Bezug auf die einzelnen Risikokategorien (fortlaufend) und die Lage der gesamten Gruppe (vierteljährlich). Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und die BaFin erhalten den vierteljährlichen internen Risikobericht. So ist über Frühwarnmechanismen sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Ziel unserer externen Risikoberichterstattung ist es, Kunden und Aktionären einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gruppe zu verschaffen. Hierzu gehören die Informationen über unsere Risikomanagement-Methoden und -Prozesse, die Risk Governance und die einzelnen Risiken, denen Munich Re ausgesetzt ist.

Wesentliche Risiken

Als "wesentlich" bezeichnen wir Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Munich Re auswirken können. Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Wesentliche Risiken entstehen aus folgenden Risikokategorien:

Versicherungstechnisches Risiko: Schaden- und Unfallversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass die versicherten Schäden im Schaden- und Unfallgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen wurden, nicht ausreichend bemessen sind.

Beitragsrisiko

In erster Linie ist das operative Management dafür verantwortlich, das Beitragsrisiko zu kontrollieren: Die operativen Führungskräfte vergeben Zeichnungsvollmachten und definieren interne Prozesse so, wie es die Qualitätssicherung gebietet; dabei berücksichtigen sie einerseits die spezifischen Exponierungen ihres Geschäfts, andererseits das Wissen und die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter. Für besonders kritische Sachverhalte werden die Zeichnungsvollmachten der operativen Einheiten durch gruppenweite verbindliche Vorgaben oder durch begrenzte Kapazitätsbudgets eingeschränkt.

Wegen der Vielfalt und starken Verzweigung des Geschäfts von Munich Re kann es kein Regelwerk geben, das für Akzeptentscheidungen relevante Risiken vollständig abdeckt. Deshalb ist das Knowhow unserer operativen Underwriter von hoher Bedeutung. Dem tragen wir Rechnung, indem wir Fortbildungsmaßnahmen organisieren, IT-Systeme für Risikoeinschätzung und Tarifierung bereitstellen, Informationspapiere und Underwriting-Empfehlungen intern veröffentlichen sowie Arbeitsgruppen einsetzen, die Underwriting-Wissen erarbeiten und vermitteln.

Reserverisiko

Die Schätzung der Rückstellungen ist mit Unsicherheiten behaftet, denn die Regulierung von Schäden, die vor dem Bilanzstichtag eingetreten sind, hängt von künftigen Ereignissen und Entwicklungen ab. Nicht vorhersehbare Schadentrends, die sich ergeben aufgrund von Gerichtsentscheidungen, veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, Unterschieden in der Schadenregulierungspraxis, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie infolge von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, beispielsweise der Inflation, können sich erheblich auf das Abwicklungsergebnis auswirken.

Wir bestimmen die Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten nach den Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis auf der Grundlage fundierter Annahmen, Methoden und Bewertungen. Diese Annahmen werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Über gruppenweit geltende Reservierungsregelungen werden die weitgehende Zuverlässigkeit und Beständigkeit dieses Vorgehens sichergestellt. Zusätzlich führen wir gruppenweit interne Prüfungen durch, ob diese Regelungen eingehalten werden und die Rückstellungen angemessen sind.

Versicherungstechnisches Risiko: Lebens- und Krankenversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders das biometrische und das Stornorisiko von Bedeutung. Wir unterscheiden hier zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken.

Zufällige jährliche Schwankungen der Versicherungsleistungen oder des Stornoverhaltens können kurzfristig den Wert des Portfolios senken. Dies gilt vor allem für höhere Aufwendungen durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse, zum Beispiel Pandemien.

Änderungen der Biometrie und des Stornoverhaltens der Kunden sind langfristig auf den Wert des Portfolios einwirkende Risiken, die Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen erforderlich machen. In der Krankenversicherung sind naturgemäß die Morbiditätsrisiken, in der Lebensversicherung sind vor allem die Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Bedeutung. Bei den kurzfristig einwirkenden Pandemie-Szenarien und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeits-Szenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt. Im deutschen Krankenerstversicherungsgeschäft, vor allem in der Krankenvollversicherung, bestehen zusätzliche Unsicherheiten, weil sich seit 2009 die Optionen der Versicherungsnehmer verändert haben. Dazu zählen unter anderem

der Storno unter Mitgabe von Übertragungswerten (Alterungsrückstellungen),

die Leistungspflicht ohne Kündigungsmöglichkeit gegenüber Nichtzahlern,

das Recht zum Tarifwechsel.

Die Veränderungen resultieren aus dem deutschen Gesundheitsreform-Gesetz (WSG). Die neuen Versicherungsnehmer-Optionen werden im Bewertungsmodell gemäß den bisherigen Erfahrungen berücksichtigt. Durch die Neuregelung der Optionen der Versicherungsnehmer ist es beispielsweise nicht mehr möglich, Versicherungsverträge aufgrund der Nichtzahlung von Beiträgen zu kündigen.

Die Erläuterungen zu den Zeichnungsrichtlinien und -limiten der Schaden- und Unfallversicherung gelten auch für die Lebens- und Krankenrückversicherung. In der Erstversicherung sind die regelmäßige Überprüfung der Rechnungsgrundlagen durch Aktuare und gegebenenfalls Anpassungen der Tarifierungsregeln geeignete Maßnahmen, um Risiken und Prozesse wirkungsvoll zu steuern. Verändern sich in der Krankenerstversicherung die Rechnungsgrundlagen nachhaltig, können bei langfristigen Verträgen in der Regel die Beiträge angepasst werden.

Marktrisiko

Wir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der risikolosen Zinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen berücksichtigt, zum Beispiel Kreditrisikoaufschläge auf Staatsanleihen oder Kreditausfall-Swaps (CDS: Credit Default Swaps). Darüber hinaus zählen wir das Risiko, dass sich Inflationsraten verändern, ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch unsere versicherungstechnischen Verpflichtungen. Dies ist vor allem in der Lebenserstversicherung der Fall. Aufgrund der teilweise langfristigen Zinsgarantien und der vielfältigen Optionen der Versicherten in der traditionellen Lebensversicherung hängt der Wert der Verpflichtungen sehr stark von den Kapitalmärkten ab.

Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme sowie unser Asset-Liability-Management. Zur Absicherung von Marktpreisrisiken setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Mit Stresstests sowie Sensitivitäts- und Durationsanalysen simulieren wir gezielt Marktschwankungen und entwickeln Strategien, um bei Bedarf gegensteuern zu können.

Unsere Kapitalanlagen müssen gruppenweiten Mindeststandards genügen. Diese Anforderungen haben wir in unseren General Investment Guidelines (GIG) festgelegt.

Darüber hinaus sind die risikorelevanten Restriktionen für die Kapitalanlagen zu berücksichtigen, die sich aus der Risikostrategie ergeben.

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert, zum Beispiel eines Emittenten von Wertpapieren oder eines anderen Schuldners mit Verpflichtungen gegenüber unserer Gruppe.

Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir das Kreditrisiko auch aktiv durch die Zeichnung von Erst- und Rückversicherungsgeschäft ein. Beispiele hierfür sind die Kredit- oder Finanzrückversicherung.

Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem: Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Anlagen in strukturierten Produkten werden vollständig und Wertpapierleiheaktivitäten zum überwiegenden Teil hiervon getrennt überwacht und über Volumenlimite gesteuert. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei OTC-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko.

Um neben dem Kreditrisiko von Staatsanleihen weitere Länderrisiken zu berücksichtigen, erstellt unsere Beratungseinheit für strategische und ökonomische Themen, Group Development, zusätzlich zum reinen Ausfallrating ein spezielles Länderscoring. Dieses bildet die wesentlichen politischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Risiken in einem Land ab und erlaubt uns, Länderrisiken - die für einzelne Geschäftsfelder von unterschiedlicher Bedeutung sind - zusätzlich umfassend einzuschätzen.

Im Bereich Retrozessionen steuern wir das Ausfallrisiko mithilfe des Retro Security Committee. Seine Experten überprüfen unabhängig und anhand verschiedener Kriterien (zum Beispiel Mindestratings, Marktdaten oder Eigenkapitalanforderungen) die Qualität unserer wesentlichen Retrozessionäre. Sie vergeben auf der Grundlage einer vom Risikomanagement vorgegebenen Zeichnungsrichtlinie angemessene Limite für die Kontrahenten.

Operationelles Risiko

Munich Re versteht unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern. Diese Risiken werden qualitativ mithilfe des IKS identifiziert und gesteuert.

Außerdem definiert unser Security & Continuity Risk Management Framework die Rahmenvorgaben für ein gruppenweit einheitliches Vorgehen bei der Erkennung und Bewertung von Sicherheitsrisiken für Menschen, Informationen und Sachwerte. Unser Ziel ist, die störungsfreie Fortführung unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Wir bemühen uns intensiv darum, die Mitarbeiter zur Erkennung möglicher Sicherheitsgefahren zu sensibilisieren und damit eine angemessene Risikokultur zu entwickeln. Dazu zählt die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und diese als Chance zur Verbesserung zu erkennen.

Die Quantifizierung operationeller Risiken erfolgt jährlich durch Expertenschätzungen im Rahmen von Szenarioanalysen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko steuern wir über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht.

Das Liquiditätsrisiko-Management berücksichtigt unter anderem

bekannte und erwartete Auszahlungsverpflichtungen durch eine regelmäßige, detaillierte Liquiditätsplanung auf Ebene der Einzelunternehmen und ein zentrales Cashflow-Reporting,

kurzfristige Nachschussverpflichtungen und Besicherungspflichten aus Derivatepositionen,

unerwartet hohe Belastungen, etwa infolge von Kumulschäden, die weit über das normale Maß der Schadenerwartung hinausgehen.

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln im Konzern optimieren wir ferner mithilfe interner Finanzierungen und eines Cash-Pools, der von den Gruppenunternehmen gespeist wird. Durch strenge Verfügbarkeitsanforderungen, die auch die aufsichtsrechtlichen Regelungen berücksichtigen, stellen wir sicher, dass jede Einheit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Strategisches Risiko

Munich Re definiert strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Sie bergen die Gefahr, dass der Unternehmenswert nachhaltig und deutlich abnimmt.

Diesem Risiko begegnen wir, indem wir wesentliche strategische Themen und Entscheidungen im Strategieausschuss diskutieren und ihre Implementierung regelmäßig nachhalten. Dem Strategieausschuss gehören die Mitglieder des Konzernausschusses und damit auch der CRO sowie die Chief Executive Officers (CEOs) der Geschäftsfelder und der Leiter der Einheit Group Development an. Dadurch verzahnen wir strategische Entscheidungsprozesse und Risikomanagement eng. IRM ist zusätzlich in die operative Geschäftsplanung ebenso wie in die Prozesse bei Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen eingebunden.

Reputationsrisiko

Wir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten) verschlechtert.

Wir überwachen das Reputationsrisiko, indem wir an verschiedenen Stellen im Haus Prozesse zu seiner Identifikation etabliert haben. Diese reichen von der allgemeinen Erfassung der Risiken im Rahmen des IKS, über die Einrichtung eines Hinweisgeber-Systems bis hin zu unserem Ad-hoc-Meldeprozess. Die Beurteilung konkreter Einzelfälle, die Reputationsfragen aufwerfen können, wird in den Geschäftsfeldern entweder in einem Reputational Risk Committee (RRC) oder im Rahmen eines vergleichbaren Prozesses vorgenommen, in dem die Konsultation von Experten durch eine koordinierende Stelle sichergestellt ist. Bei allen Fragen zur Einschätzung von Reputationsrisiken ist im Zweifelsfall der Compliance Officer der jeweiligen Einheit ein Ansprechpartner. Im Group Compliance Committee (GCC) werden Reputationsrisiken zusätzlich auf Gruppenebene betrachtet, um eine gruppeneinheitliche Analyse und Behandlung sicherzustellen. Ferner werden sensible Themen, die auch in Reputationsrisiken münden können, in unserem Group Corporate Responsibility Committee (GCRC) geschäftsfeldübergreifend behandelt.

Im Jahr 2012 gab es erneut Presseberichte über Fehlverhalten bei ERGO im Zusammenhang mit Incentive-Reisen oder Vorwürfe zur Umdeckung von Versicherungspolicen. Diese haben die Reputation von ERGO - und damit auch von Munich Re - belastet. ERGO hat darauf unter anderem mit der Offenlegung umfangreicher Informationen zu Fehlverhalten auf Wettbewerbsreisen und anderen Vertriebsveranstaltungen auf ihrer Webseite reagiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen entwickelt, um vergleichbare Fälle nach Möglichkeit künftig zu verhindern. Neben der Änderung zentraler Verhaltens- und Organisationsrichtlinien bei ERGO wurde bereits 2011 vor allem die Compliance-Funktion gestärkt und im Berichtsjahr weiter ausgebaut.

Ökonomisches Risikokapital

Übersicht Risikolage

Im Risikomanagement schätzen wir unsere Risikolage anhand qualitativer und quantitativer Faktoren ein. Die Risikolage von Munich Re war während des gesamten Berichtszeitraums tragfähig und kontrolliert. Unsere gut eingeführten modernen Risikomanagement-Prozesse, verbunden mit unserer soliden Kapitalausstattung, haben die Leistungs- und Überlebensfähigkeit des Unternehmens im Sinne unserer Kunden und Aktionäre jederzeit gewährleistet. Neben den versicherungstechnischen und Kapitalmarktrisiken, die zu unserem Geschäftsmodell gehören, gibt es eine Vielzahl von weiteren Risiken, denen Munich Re - wie andere Unternehmen auch - unweigerlich ausgesetzt ist. Ihr Auftreten ist zufällig und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen sind zumeist schlecht einzuschätzen. Wir beobachten daher unsere Umwelt und unser Unternehmen sehr genau, um auch diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Schadenabwehr treffen zu können.

Internes Risikomodell

Munich Re steuert ihr Geschäft auf Basis der konsolidierten Gruppensicht. Dazu verfügen wir über ein eigenes integriertes Risikomodell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können.

Unser Risikomodell gibt die Gewinn- und Verlustverteilung der verfügbaren Eigenmittel über einen Einjahreshorizont an. Es fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden und Unfall, Leben und Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Diese Verteilungsannahmen überprüfen wir regelmäßig, etwa mit real eingetretenen Schadenereignissen, und passen sie bei Bedarf entsprechend an.

Im Rück- wie Erstversicherungssegment wird jede Risikokategorie dargestellt. Im Segment Munich Health werden die Risikokategorien Leben/Gesundheit sowie operationelle Risiken gezeigt, nicht jedoch das Markt- und Kreditrisiko. Diese Risiken weisen wir entsprechend unserer internen Risikosteuerung in den Rück- und Erstversicherungssegmenten aus.

Ebenfalls zeigen wir Diversifikationseffekte, die einerseits durch unsere breite Aufstellung über die verschiedenen Risikokategorien (Versicherungstechnik, Markt, Kredit) und andererseits durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei berücksichtigen wir mittels (Tail-)Abhängigkeiten, dass die verschiedenen Risiken nicht unabhängig voneinander sind. Daraus ergibt sich im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit ein geringerer Diversifikationseffekt.

Eine zentrale Größe, die im Rahmen des internen Modells berechnet wird, ist das ökonomische Risikokapital (Economic Risk Capital, ERC). Unter dem ökonomischen Risikokapital von Munich Re verstehen wir den Betrag an verfügbaren Eigenmitteln, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Um das ökonomische Risikokapital von Munich Re zu bestimmen, verwenden wir die ökonomische Gewinn-Verlust-Verteilung über alle Risikosegmente. Das ökonomische Risikokapital entspricht dem 1,75-Fachen des Value-at-Risk dieser Verteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Sicherheitsniveau von 99,5%. Der Value-at-Risk zum Sicherheitsniveau von 99,5% gibt den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen statistisch in höchstens einem von 200 Jahren überschritten wird. Er beschreibt die zukünftige Risikotoleranz unter Solvency II. Indem unsere Gruppe für sich den 1,75-fachen Kapitalbedarf gegenüber dieser Risikotoleranz errechnet, folgt sie einem konservativen Ansatz; damit bietet sie ihren Kunden ein hohes Sicherheitsniveau.

Ökonomische Verluste können sich unterschiedlich auf die einzelnen rechtlichen Einheiten von Munich Re verteilen. Die Möglichkeiten einer Einheit, eine andere im Schadenfall finanziell zu unterstützen, sind jedoch rechtlich teilweise eingeschränkt. Bei der Bestimmung des Kapitalbedarfs von Munich Re werden daher rechtliche oder regulatorische Beschränkungen der Kapitalfungibilität berücksichtigt.

Ökonomisches Risikokapital (ERC)

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  31.12.2012
Mrd. € Gruppe Rückversicherung Erstversicherung Munich Health Segment- Diversifikation
Schaden/Unfall 9,7 9,6 0,6 - -0,5
Leben/Gesundheit 7,2 5,3 2,8 0,7 -1,6
Markt 14,0 6,1 11,1 - -3,2
Kredit 6,7 4,4 2,6 - -0,3
Operationelle Risiken 1,4 1,0 0,6 0,1 -0,3
Summe 39,0 26,4 17,7 0,8 -5,9
Diversifikationseffekt -11,7 -9,3 -3,4 - -
Gesamt 27,3 17,1 14,3 0,8 -4,9
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Vorjahr Veränderung
Mrd. € Gruppe Rückversicherung Erstversicherung Munich Health Segment- Diversifikation Gruppe
Schaden/Unfall 9,5 9,4 0,6 - -0,5 0,2
Leben/Gesundheit 6,6 4,8 2,5 0,6 -1,3 0,6
Markt 11,4 5,7 8,5 - -2,8 2,6
Kredit 6,7 4,5 2,2 - - -
Operationelle Risiken 1,2 0,9 0,6 0,1 -0,4 0,2
Summe 35,4 25,3 14,4 0,7 -5,0 3,6
Diversifikationseffekt -11,0 -8,8 -3,1 - - -0,7
Gesamt 24,4 16,5 11,3 0,7 -4,1 2,9

Die Tabelle zeigt das ökonomische Risikokapital von Munich Re und ihrer Risikokategorien zum 31. Dezember 2012. Im Lauf des vergangenen Jahres erhöhte sich das ökonomische Risikokapital um 2,9 Milliarden €. Folgende Effekte trugen dazu bei:

Das ökonomische Risikokapital für das Lebens- und Gesundheitsgeschäft stieg um 0,6 Milliarden €. Der Anstieg in der Erstversicherung resultiert dabei aus den insbesondere im Euroraum weiter gesunkenen Zinsen. Darüber hinaus führen verminderte Risikopuffer, beispielsweise aus zukünftigen Überschussbeteiligungen, zu einer verstärkten Risikoübernahme des Versicherers. In der Rückversicherung treibt vor allem das deutlich gestiegene Neugeschäft in Asien und Kanada die Veränderung. Für Munich Health wächst das ERC durch eine genauere Modellierung des Pandemierisikos. Außerdem passten wir das Modell an die höheren Unsicherheiten im US-Krankenversicherungsmarkt an.

Das ökonomische Risikokapital für Marktrisiken stieg um 2,6 Milliarden €. Ursächlich hierfür ist zum einen der Aufbau von Aktien- und Fremdwährungsexposure, zum anderen das gesunkene Zinsniveau, das zu einem Anstieg des Risikokapitals insbesondere in der Lebenserstversicherung führt. Zusätzlich erhöhend wirkt eine verbesserte Abbildung der Spreadrisiken im Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft.

Das ökonomische Risikokapital für Kreditrisiken blieb aufgrund der stabilen Portfoliozusammensetzung im Jahresvergleich annähernd konstant.

Bei der Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs für das operationelle Risiko verwendeten wir - wie im vergangenen Jahr - Szenarien. Verschiedene Expertenteams unserer Gruppe erarbeiteten diese Szenarien und verfeinern sie jährlich. Die Änderung des ökonomischen Risikokapitals ist auf die aktualisierten Expertenschätzungen zurückzuführen.

Der Diversifikationseffekt zwischen den Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/ Gesundheit, Markt, Kredit und operationelles Risiko stieg um 0,7 Milliarden €. Grund hierfür ist vor allem die um 3,6 Milliarden € auf 39,0 Milliarden € gestiegene Summe des ökonomischen Risikokapitalbedarfs der einzelnen Risikokategorien.

Eine separate Auswertung zum Jahresende 2012 ergab, dass alle Änderungen am Modell das ökonomische Risikokapital der Gruppe insgesamt um etwa 5 % erhöhten.

Schaden/Unfall

Das versicherungstechnische Risikokapital für Schaden und Unfall setzt sich folgendermaßen zusammen:

Ökonomisches Risikokapital (ERC) Schaden/Unfall

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  31.12.2012 Vorjahr
Mrd. € Gruppe Rückversicherung Erstversicherung Segment- Diversifikation Gruppe Rückversicherung
Basisschäden 4,8 4,6 0,5 -0,3 3,9 3,8
Groß- und Kumulschäden 9,0 8,9 0,3 -0,2 9,0 9,0
Summe 13,8 13,5 0,8 -0,5 12,9 12,8
Diversifikationseffekt -4,1 -3,9 -0,2   -3,4 -3,4
Gesamt 9,7 9,6 0,6 -0,5 9,5 9,4
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  Vorjahr Veränderung
Mrd. € Erstversicherung Segment- Diversifikation Gruppe
Basisschäden 0,5 -0,4 0,9
Groß- und Kumulschäden 0,2 -0,2 -
Summe 0,7 -0,6 0,9
Diversifikationseffekt -0,1 - -0,7
Gesamt 0,6 -0,5 0,2

Schäden, deren Aufwand auf Gruppenebene 10 Millionen € übersteigt, werden als Großschäden bezeichnet. Kumulschäden sind Schäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen. Alle anderen Schäden bezeichnen wir als Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir analytische Methoden, die auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Bei den Basisschäden hat die jährliche Neuanpassung der Modelle zu einem erhöhten Bedarf an ökonomischem Risikokapital geführt, in erster Linie getrieben durch eine Neukalibrierung der Abhängigkeiten zwischen den Segmenten.

Munich Re steuert ihre Risikoexponierung aktiv. Dazu gehört, dass wir unsere Exponierung begrenzen, zum Beispiel indem wir Naturkatastrophenrisiken limitieren und budgetieren. Dafür entwickeln unsere Experten Szenarien für mögliche Naturereignisse, die naturwissenschaftliche Faktoren, Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Schadenhöhe berücksichtigen. Ausgehend von diesen Modellen werden die Auswirkungen verschiedener Ereignisse auf unser Portfolio ermittelt und in Form eines stochastischen Modells mathematisch erfasst. Diese Modelle dienen als Grundlage der ERC-Berechnung für die Kategorie Groß- und Kumulschäden, die neben Naturgefahrenszenarien auch mögliche von Menschen verursachte Schäden enthält, sowie der Limitierung und Budgetierung von Kumulschäden.

Im Rahmen der vierteljährlichen ERC-Berechnungen werden die Exponierungen des Rückversicherungssegments aktualisiert; diese Daten nutzen wir, um die stochastischen Modelle der Naturgefahren anzupassen. Dabei wird die aktuelle Limitauslastung durch einen Bottom-up-Prozess bestimmt. Da ihr Portfolio stabiler ist, wird die Exponierung von ERGO nur einmal jährlich aktualisiert.

Das ökonomische Risikokapital für Groß- und Kumulschäden bleibt durch sich ausgleichende Effekte fast unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die größte Naturgefahrenexponierung besteht für Munich Re wie im Jahr 2011 mit 3,3 Milliarden € (Value-at-Risk zur Wiederkehrperiode von 200 Jahren) im Selbstbehalt derzeit im Szenario "Atlantic Hurricane". Das zweitgrößte Szenario ist mit 2,7 Milliarden € im Selbstbehalt das Szenario "Cyclone Australia". Die Modellierung des Szenarios wurde grundlegend überarbeitet, was zu einer Erhöhung des entsprechenden Value-at-Risk führt. Neben einer geografischen Ausdehnung des Szenarios wurden Risiken aus zusätzlichen Sparten und Gefahren im Modell abgebildet und die Portfoliostruktur bei verschiedenen Wiederkehrperioden genauer berücksichtigt. Zudem wurde Geschäft, das gegenüber diesem Szenario exponiert ist, ausgebaut. Unsere Exponierung gegenüber europäischen Stürmen haben wir anhand der von uns aufgesetzten Szenarien mit 2,0 Milliarden € im Selbstbehalt quantifiziert.

Die Grafiken zeigen, wie wir unsere Exponierung gegenüber den Spitzenszenarien bei einer Wiederkehrperiode von 200 Jahren einschätzen:

Atlantic Hurricane aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Cyclone Australia aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Sturm Europa aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Als weltweit handelnder Risikoträger können wir die Einzelrisiken breit mischen und streuen; so verringern wir die Volatilität der Summe aller versicherungstechnischen Zahlungen erheblich und steigern die Wertschöpfung aller Geschäftsbereiche deutlich.

Leben/Gesundheit

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft berücksichtigt die Risikomodellierung sowohl kurz- als auch langfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen bei den Risikotreibern, die den Wert des Geschäfts beeinflussen.

Als kurzfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen modellieren wir neben dem einfachen Zufallsrisiko höherer Schadenbelastungen im Einzeljahr vor allem die Überschäden, die sich durch seltene, aber kostenintensive Ereignisse wie Pandemien ergeben könnten.

Speziell die Produkte der Lebensversicherung sowie ein Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts zeichnen sich jedoch durch ihre Langfristigkeit und den über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis aus. Für derartig lang laufende Geschäftsportfolios weisen wir einen Bestandswert und Wertsensitivitäten im Konzernanhang aus. Dabei können langfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen von Risikotreibern, etwa Änderungen der prognostizierten Sterblichkeits- und Invalidisierungstrends, den Wert des versicherten Portfolios senken (Trendrisiken). Die Risikomodellierung unterlegt dann die einzelnen Annahmeänderungen mit Wahrscheinlichkeiten und erzeugt somit eine vollständige Gewinn- und Verlustverteilung.

Marktrisiken

Marktrisiken werden bestimmt durch eine szenariobasierte Simulationsrechnung. Die Szenarien werden mit langjährigen Datenreihen kalibriert.

Ökonomisches Risikokapital (ERC) Markt

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  31.12.2012 Vorjahr
Mrd. € Gruppe Rückversicherung Erstversicherung Segment- Diversifikation Gruppe Rückversicherung
Aktienrisiko 5,7 4,4 1,3 - 3,8 2,6
Allgemeines Zinsrisiko 8,3 3,2 9,0 -3,9 7,8 3,7
Spezifisches Zinsrisiko 6,1 2,1 5,2 -1,2 4,1 2,1
Immobilienrisiko 2,1 1,3 0,8 - 2,2 1,2
Währungsrisiko 1,9 1,8 0,2 -0,1 0,9 0,8
Summe 24,1 12,8 16,5 -5,2 18,8 10,4
Diversifikationseffekt -10,1 -6,7 -5,4 - -7,4 -4,7
Gesamt 14,0 6,1 11,1 -3,2 11,4 5,7
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  Vorjahr Veränderung
Mrd. € Erstversicherung Segment- Diversifikation Gruppe
Aktienrisiko 1,4 -0,2 1,9
Allgemeines Zinsrisiko 7,2 -3,1 0,5
Spezifisches Zinsrisiko 2,8 -0,8 2,0
Immobilienrisiko 1,0 - -0,1
Währungsrisiko 0,1 - 1,0
Summe 12,5 -4,1 5,3
Diversifikationseffekt -4,0 - -2,7
Gesamt 8,5 -2,8 2,6

Aktienrisiko

Der Marktwert unserer Aktien einschließlich der Beteiligungen belief sich am 31. Dezember 2012 auf 8,4 (6,7) Milliarden €. Zu diesem Zeitpunkt lag die Aktienquote auf Marktwertbasis vor Berücksichtigung von Derivaten bei 3,7 (3,2) %, nach Berücksichtigung von Derivaten bei 3,4 (2,0) %. Dieser Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist der Grund für das höhere Risikokapital für Aktien.

Zinsrisiken

In der Rückversicherung beträgt das Zinsänderungsrisiko der festverzinslichen Kapitalanlagen in Einheiten von modifizierter Duration (Zinssatzsensitivität) 6,7, während die modifizierte Duration der Verbindlichkeiten 4,1 ausmacht. Die Sensitivität der verfügbaren Eigenmittel zu einem parallelen Anstieg aller Zinskurven um einen Basispunkt (sogenannter DV01) beträgt -13,3 Millionen €. Dies bedeutet, dass sich die verfügbaren Eigenmittel bei der angegebenen Parallelverschiebung der Zinskurve um den angegebenen Betrag verändern.

Die festverzinslichen Kapitalanlagen weisen in der Erstversicherung eine modifizierte Duration von 8,1 und die Verpflichtungen von 9,2 auf. Diese Exponierung zu fallenden Zinsen stammt weitgehend aus den langfristigen Optionen und Garantien des Lebensversicherungsgeschäfts. Das umfassende Zinsrisiko-Absicherungsprogramm, das erstmals 2005 umgesetzt wurde, verringert diese Zinsrisiken maßgeblich. Die Sensitivität der verfügbaren Eigenmittel bei einer parallelen Verschiebung aller Zinskurven um einen Basispunkt (DV01) beträgt 16,1 Millionen €.

Der Anstieg des allgemeinen Zinsrisikos ist im Wesentlichen auf das gegenüber dem Vorjahr verringerte Zinsniveau und dessen Auswirkung auf das Lebenserstversicherungsgeschäft zurückzuführen. Das spezifische Zinsrisiko erhöhte sich aufgrund einer verbesserten Abbildung der Spreadrisiken im Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko hat sich gegenüber dem Vorjahresendstand erhöht. Ursache hierfür ist eine etwas stärkere Exponierung in Fremdwährungen im Rückversicherungsportfolio.

Kreditrisiken

Kreditrisiken ermittelt Munich Re mit einem Portfoliomodell, das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Kalibriert wird das Modell dabei über einen Kreditzyklus.

Der Marktwert der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen betrug zum 31. Dezember 2012 188,4 Milliarden € und entsprach 83,9% des Marktwerts der Kapitalanlagen von Munich Re; diese Wertpapiere machten damit den größten Teil der Bestände aus.

In unserem internen Risikomodell berechnen und allokieren wir auch Risikokapital für sehr gut geratete Staatsanleihen.

Zum 31. Dezember 2012 waren unsere in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären folgenden Ratingklassen zugeordnet:

In Rückdeckung gegebene versicherungstechnische Rückstellungen nach Rating

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% 31.12.2012 Vorjahr
AAA 4,6 4,1
AA 50,2 52,8
A 40,0 34,8
BBB und niedriger 1,6 1,5
Kein Rating verfügbar 3,6 6,8

Die Verschiebungen beruhen hauptsächlich auf der Veränderung des Ratings weniger Rückversicherer bzw. Retrozessionäre.

Verfügbare Eigenmittel

Dem ökonomischen Risikokapital als Anforderung an den Kapitalbedarf von Munich Re stellen wir die verfügbaren Eigenmittel gegenüber, mit denen Schadenereignisse bedeckt werden können, die höher ausfallen als erwartet. Diese verfügbaren Eigenmittel sind die Summe des sogenannten ökonomischen Eigenkapitals und des verfügbaren Hybridkapitals. Das ökonomische Eigenkapital basiert im Wesentlichen auf dem IFRS-Eigenkapital von Munich Re, wird jedoch um verschiedene ökonomisch angemessene Bereinigungen adjustiert.

Die Bewertungsreserven enthalten Anpassungen zu Positionen im Schaden-/Unfall-Bereich und bei Munich Health, die gemäß IFRS nicht zum "Fair Value" bewertet werden; diese betreffen insbesondere Grundstücke und Bauten sowie Darlehen. Bei der Bewertung in Schaden/Unfall sowie Leben/Gesundheit nehmen wir unterschiedliche Adjustierungen vor: In der Schaden-/Unfall-Sparte der Rückversicherung projizieren wir die künftigen Schadenzahlungen mittels aktuarieller Methoden. Wir zinsen geschätzte Zahlungsströme im Schaden-/Unfall-Bereich sowie bei Munich Health ab und fügen eine nach streng ökonomischen Grundsätzen hergeleitete Risikomarge hinzu. Für Geschäft, für das wir einen marktkonsistenten Embedded Value (MCEV) ausweisen, betrachten wir diesen als werthaltiges, zur Abfederung von Risiken bereitstehendes Kapital und berücksichtigen den Teil, der nicht schon im IFRS-Eigenkapital enthalten ist. Demgegenüber sind aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Teil des IFRS-Eigenkapitals der Gruppe. Da ihre Werthaltigkeit in Krisensituationen beeinträchtigt sein könnte, ziehen wir sie bei der Bestimmung des ökonomischen Eigenkapitals ab. Gleichermaßen verfahren wir mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nach IFRS, sofern sie nicht durch einen Überhang an passiven latenten Steuern bei der jeweiligen Gesellschaft bzw. der US-Steuergruppe gedeckt sind.

Verfügbare Eigenmittel

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Mrd. € 31.12.2012 Vorjahr Veränderung
IFRS-Eigenkapital 27,4 23,3 4,1
Bewertungsreserven 1,2 0,9 0,3
Bewertungsanpassungen Schaden/Unfall und Leben/Gesundheit 5,3 4,0 1,3
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte -4,1 -4,2 0,1
Steuern und Sonstiges1 -0,1 -0,4 0,3
Ökonomisches Eigenkapital 29,7 23,6 6,1
Hybridkapital2 6,8 4,7 2,1
Verfügbare Eigenmittel 36,5 28,3 8,2

1 Für die Werthaltigkeitsprüfung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wird erstmalig die US-Steuergruppe berücksichtigt (entsprechend angepasster Vorjahreswert bei 0,04 Mrd. €).
2 Neben nachrangigen Verbindlichkeiten werden in der Position Hybridkapital erstmalig die Bestandsfinanzierungsmittel der deutschen Lebenserstversicherungsgesellschaften ausgewiesen (der entsprechend angepasste Vorjahreswert beträgt 5,9 Milliarden €).

Das Hybridkapital setzt sich zusammen aus nachrangigen Verbindlichkeiten und den Bestandsfinanzierungsmitteln deutscher Lebenserstversicherungsgesellschaften. Letztere werden im Hinblick auf die zukünftigen Solvency-II-Regelungen marktüblich erstmalig zum 31. Dezember 2012 berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um die freien Mittel zur Finanzierung des künftigen Neugeschäfts durch den Bestand, die weder dem Aktionär noch den Versicherungsnehmern zugeordnet werden.

Der ökonomische Kapitalpuffer zeigt, um welchen Betrag die verfügbaren Eigenmittel das ökonomische Risikokapital übersteigen. Der ökonomische Solvabilitätskoeffizient ergibt sich als Quotient der verfügbaren Eigenmittel (abzüglich angekündigter, aber noch nicht vollzogener Kapitalmaßnahmen, zum Beispiel der Dividendenausschüttung für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr) und des ökonomischen Risikokapitals. Im Zeitverlauf stellt sich die Situation so dar:

Ökonomische Solvabilitätskoeffizient-Komponenten

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    31.12.2012 Vorjahr Veränderung
(A) Ökonomisches Eigenkapital Mrd. € 29,7 23,6 6,1
(B) Verfügbare Eigenmittel Mrd. € 36,5 28,3 8,2
(C) Verfügbare Eigenmittel (nach Dividende und Aktienrückkauf) Mrd. € 35,2 27,2 8,0
(D) Ökonomisches Risikokapital Mrd. € 27,3 24,4 2,9
(B) minus (D): Ökonomischer Kapitalpuffer Mrd. € 9,2 3,9 5,3
(C) dividiert durch (D): Ökonomischer Solvabilitätskoeffizient % 129 111  

Der ökonomische Solvabilitätskoeffizient von 129 (111)% ist gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozentpunkte gestiegen und bringt die Kapitalstärke von Munich Re zum Ausdruck. Das ökonomische Risikokapital von Munich Re, das zum obigen Solvabilitätskoeffizienten führt, entspricht dem 1,75-Fachen des Kapitals, das unter Solvency II auf Basis des internen Risikomodells voraussichtlich notwendig ist. Ein Verzicht auf den Sicherheitsaufschlag von 75% auf den Value-at-Risk zu einem Sicherheitsniveau von 99,5% - und die damit einhergehende Übereinstimmung mit dem Solvency-II-Standard - würde zu einem ökonomischen Solvabilitätskoeffizienten von 225 (195)% führen.

Um den RoRaC zu berechnen, ist ferner das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital" relevant: Es ist die Differenz des ökonomischen Eigenkapitals und des ökonomischen Risikokapitals und betrug am 31. Dezember 2012 2,4 (-0,8) Milliarden €.

Ausgewählte Risikokomplexe

Übergreifende Kumulrisiken

Auswirkungen der Länderschuldenkrise

Als Versicherer und Rückversicherer verwalten wir neben unserem eigenen Geldvermögen vor allem auch das Vermögen unserer Kunden. Dies gilt insbesondere für die Personenerstversicherung. Bei der Kapitalanlage müssen wir neben den klassischen Marktrisiken auch das Risiko von Bonitätsverschlechterungen und Ausfällen von Schuldnern in Kauf nehmen. Offensichtlich ist das bei Unternehmensanleihen. Doch auch die in der Vergangenheit scheinbar sicheren Staatsanleihen bergen beträchtliche Risiken. Die Eurozone ist unser Heimatmarkt. Entsprechend stark sind wir - breit diversifiziert und als natürliche Gegenposition zu unseren Euro-Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft - im Euro investiert. Vor allem in der Lebens- und Krankenerstversicherung nutzen wir Staatsanleihen zur währungskongruenten Anlage entsprechend unseren versicherungstechnischen Verbindlichkeiten.

Trotz der sich im zweiten Halbjahr 2012 deutlich verbesserten Stimmung an den Kapitalmärkten ist auch im Jahr 2013 eine Fortsetzung der Euro-Schuldenkrise zu erwarten. Das Maßnahmenarsenal der Politik zur Gegensteuerung hat sich zwar vergrößert und auch die EZB hat neue Instrumente eingeführt. So hat zum Beispiel der EZB-Rat am 6. September 2012 die Modalitäten für die Durchführung von geldpolitischen Outrightgeschäften festgelegt. Das sind Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen an den Sekundärmärkten. Trotz dieser Maßnahmen ist die fundamentale Situation der Staatsfinanzen in einigen Ländern weiterhin kritisch. Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung und eine Ausdehnung der Sparmaßnahmen trotz Rezession und hoher Arbeitslosigkeit stellen insbesondere die nationalen politischen Mandatsträger vor große Herausforderungen. Die Anleiherenditen von Ländern, deren Ausfallrisiko als niedrig betrachtet wird, sind weiter auf einem historisch niedrigen Niveau. Dies gilt insbesondere für Emissionen Deutschlands und der USA. Das weiterhin niedrige Zinsniveau vor allem in der Eurozone stellt insbesondere Lebensversicherungsgesellschaften vor große Herausforderungen. Das Erwirtschaften von Kapitalanlagerenditen, die den Versicherungskunden garantiert wurden oder zumindest den Erwartungen der Kunden gerecht werden, wird zunehmend schwieriger. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten unserer Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten an den Bewertungsstichtagen. Diesen Risiken wirken wir, neben einem engen Monitoring, mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen entgegen.

Im Erst- und Rückversicherungsgeschäft überprüfen wir, ob die in unseren Bewertungs- und Pricingsystemen errechneten technischen Preise dem aktuellen Zinsumfeld genügend Rechnung tragen. Geschäftliche Aktivitäten der Rückversicherung mit wesentlichen Risiken in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld werden überprüft und gegebenenfalls eingeschränkt.

Bei der Überwachung der Länderrisiken verlassen wir uns nicht nur auf die gängigen Ratings, sondern analysieren eigenständig die politische, wirtschaftliche und fiskalische Situation in den für die Kapitalanlage in Betracht kommenden Staaten. Zudem werten unsere Experten die Informationen aus, die sich aus den Börsenkursbewegungen der von den Staaten emittierten Anleihen ableiten lassen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, über die das Group Risk Committee entscheidet. Diese Limite sind konzernweit bei der Vermögensanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend; Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch das Group Risk Committee. Auch aufgrund dieses engen Monitorings sind unsere direkten und indirekten Exponierungen in den Staaten der Euro-Peripherie gering.

Auf Basis von definierten Stress-Szenarien bezüglich der weiteren Entwicklungen in der Länderschuldenkrise prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen und die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte.

Pandemie

Ein weiteres Beispiel für übergreifende Kumule ist der Fall einer schweren Pandemie, bei dessen Eintreten Munich Re (wie andere Unternehmen der Versicherungswirtschaft) Risiken aus deutlich erhöhter Mortalität und Morbidität sowie Verwerfungen auf den Kapitalmärkten ausgesetzt wäre. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend analysieren (Szenarioanalyse) und geeignete Limite definieren.

Klimawandel

Der Klimawandel ist eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft. In unserem Corporate Climate Centre entwickeln wir hierzu einen ganzheitlichen strategischen Ansatz und analysieren und bewerten dieses Risiko. Die Ergebnisse stehen allen Geschäftsbereichen der Rückversicherungsgruppe, dem Asset-Liability-Management sowie ERGO zur Verfügung.

Wir können die bekannten Risiken unseres Bestands auf der Basis des aktuellen Stands der Klimaforschung angemessen beurteilen. Allerdings sind die wissenschaftlichen Forschungsgebiete zu Klimawandelfragen vielschichtig, und das politisch-regulatorische Umfeld entwickelt sich dynamisch; daher sind wir zur Vorsicht gezwungen, wenn wir neue oder sich ändernde Risiken identifizieren und bewerten. Für sie verwenden wir einen fachübergreifenden Ansatz, der - je nach Risikosituation - das relevante Wissen und die Erfahrung unserer Naturwissenschaftler, Underwriting-Experten, Juristen, Ökonomen, Soziologen und Aktuare nutzt und bündelt. Erforderliche Anpassungen in der Risikobewertung aufgrund neuer Ergebnisse in der Klimaforschung oder tatsächlicher Schadenentwicklungen können wir wegen der meist einjährigen Vertragslaufzeit bei unseren Naturgefahrendeckungen zeitnah umsetzen.

Veränderte physische Umweltbedingungen und neue regulatorische Rahmenbedingungen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, öffnen uns jedoch auch viele Geschäftschancen. Auf der Grundlage unseres Wissens, das wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben, nutzen wir diese Chancen: zum Beispiel mit neuen Versicherungsprodukten für Technologien im Bereich erneuerbarer Energien.

Neue und komplexe Risiken

Unsere Risikofrüherkennung erfasst unter anderem Emerging Risks, also Risiken, die entstehen, weil sich rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische Rahmenbedingungen ändern, sodass sie noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Bei ihnen ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit naturgemäß sehr hoch.

Trends und schwache Signale identifizieren wir auf vielfältige Weise, zum Beispiel mithilfe einer systematischen Trendforschung, unseres Knowledge-Managements oder regelmäßiger strukturierter Diskussionen im "Emerging Risks Think Tank", einer Gruppe von Experten, die Emerging Risks auf mögliche Auswirkungen auf Munich Re untersucht. Dabei geht es auch um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Risiken sowie um weitergehende Folgen, die - auch indirekt - mit den Emerging Risks verbunden sind. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen das interne Frühwarnsystem, beispielsweise die Emerging-Risk-Initiative des CRO-Forums.

Da die globalen Abhängigkeiten zunehmen und sich technologische Innovationen rasch verbreiten, treten vermehrt Ereignisse auf, die sich dem klassischen Risikomanagement über Szenarien entziehen. Sowohl das Auftreten eines Ereignisses als auch die möglichen Folgewirkungen sind zunehmend schwer vorhersehbar. Beispiele aus der Vergangenheit sind das Erdbeben in Japan und die Überschwemmung in Thailand aus dem Jahr 2011. Beide Naturkatastrophen wirkten sich nicht nur verheerend auf Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft in den betroffenen Regionen aus, sondern betrafen auch die weltweiten Lieferketten. Die Naturkatastrophe führte damit mittelbar zu Betriebsunterbrechungen im verarbeitenden Gewerbe in weit entfernten Ländern. Derartige Ereignisketten werden in der Zukunft wichtiger werden. Mithilfe eines systembasierten Ansatzes analysieren wir daher auch Abhängigkeiten in komplexen Risiken. Munich Re hat hierfür den Complex Accumulation Risk Explorer (CARE) entwickelt. Mit dieser Methode können Risiken und deren Wechselwirkung transparent gemacht und zumindest ansatzweise quantifiziert werden. Mit CARE können wir die Identifikation und Strukturierung komplexer Kumulrisiken in unserem eigenen Risikomanagement verbessern und unsere Kunden unterstützen. Damit kommen wir auch der steigenden Nachfrage nach der Rückversicherung derartiger Risiken entgegen.

Rechtliche, aufsichtsrechtliche und steuerrechtliche Risiken

Rechtsrisiken

Die Verfahren, welche die spanische Kartellbehörde (CNC - Comisión Nacional de la Competencia) seit 2009 gegen mehrere Erst- und Rückversicherer, darunter die Münchener Rück Sucursal España y Portugal, wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Absprachen im spanischen Decennale-Geschäft (Pflichtversicherung für Gewährleistungsansprüche bei Bauleistungen) führt, dauern an. Die Münchener Rück Sucursal España y Portugal hat im Dezember 2009 gegen den Bußgeldbescheid der CNC in Höhe von 15,9 Millionen € Berufung eingelegt, der das Gericht inzwischen stattgegeben hat. Die CNC hat hiergegen fristgerecht Rechtsmittel eingelegt.

Nach dem Scheitern des bundesstaatlichen Gesetzgebungsverfahrens zum Fairness in Asbestos Injury Resolution Act im Februar 2006 wurden in mehreren US-Bundesstaaten Gesetzesinitiativen (Tort Reform) verabschiedet, die sich aus unserer Sicht positiv auf die Regulierung von Asbestschäden auswirken können. Aufgrund von Enthüllungen über häufig fragwürdige Asbesterkrankungsdiagnosen und den daraus folgenden Klagen befassen sich einige Untersuchungsausschüsse mit der Aufklärung der Umstände. Ähnlich fragwürdige Praktiken wurden bei Silikose-Klagen aufgedeckt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass man in der US-Rechtspraxis missbräuchlichen Haftpflichtklagen zunehmend entschlossen entgegentritt. Ob und inwieweit dies die Schadenentwicklungen in der Versicherungswirtschaft künftig vorteilhaft beeinflusst, lässt sich derzeit nicht sagen, zumal die Klägeranwaltschaft große Anstrengungen unternimmt, die Initiativen der Tort Reform zurückzudrängen. Zurzeit belasten uns noch immer teilweise hohe Nachmeldungen für Schäden aus Asbesterkrankungen und ähnlichen Haftungskomplexen. Wir können zwar beobachten, dass die Anzahl der Asbestklagen insgesamt rückläufig ist, die Anzahl schwerer Mesothelioma- und anderer Krebsfälle blieb in den vergangenen Jahren jedoch relativ konstant.

Ehemalige Minderheitsaktionäre der ERGO Versicherungsgruppe AG versuchen, in einem Spruchverfahren eine Nachbesserung ihrer Barabfindung zu erreichen. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 237.000 Stück) und das obere Ende der Bandbreite, innerhalb derer man den Unternehmenswert der ERGO Versicherungsgruppe AG zum Bewertungsstichtag festsetzen kann. Wir schätzen das Risiko auf einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

Drei unserer Aktionäre leiteten nach der Hauptversammlung 2012 jeweils Anfechtungs- und Auskunftsverfahren gegen die Münchener Rück AG ein. Beide Klagen wurden im Dezember 2012 abgewiesen. Bei der Auskunftsklage sind keine Rechtsmittel zugelassen, gegen die Abweisung der Anfechtungsklage wurde Berufung eingelegt. Wir gehen davon aus, dass das Rechtsmittel erfolglos bleibt.

Zwischen einigen ehemaligen Versicherungsvermittlern und der ERGO Lebensversicherung AG bestehen Rechtsstreitigkeiten, die mittlerweile zum großen Teil abgeschlossen sind. Im Zusammenhang mit weitreichenden Forderungen der ehemaligen Vermittler kam es seit Mai 2011 in den Medien zu schweren Vorwürfen, bei denen auch über Fehlverhalten bei Incentive-Reisen sowie über Fehler beim Vertrieb von Versicherungsprodukten durch ERGO berichtet wurde. Dazu gab es umfangreiche Prüfungen der Konzernrevision und der Revision von ERGO. ERGO hat eine Korrektur von Fehlern in die Wege geleitet und für etwaige Verpflichtungen Rückstellungen gebildet. Gegen ERGO und Munich Re wurden zudem aufgrund des gesamten Vorgangs zusätzliche Schadenersatzansprüche angekündigt. Finanzielle Belastungen und Reputationsschäden für Unternehmen der Gruppe im Zusammenhang mit den Vorwürfen sind auch künftig nicht auszuschließen.

Bei Gericht anhängig sind eine Reihe von Verfahren gegen verschiedene Ideenkapital-Gesellschaften. Kläger sind Fondsanleger, die im Wesentlichen Prospekt und Produktmängel geltend machen. Die bisher erhobenen Klagen haben kumuliert einen Streitwert von rund 6 Millionen €. Die Ideenkapital wehrt sich gegen diese Ansprüche. Weitere Klagen sind allerdings nicht auszuschließen.

Aufsichtsrechtliche Risiken

Bei der American Modern Insurance Group (American Modern) wurde festgestellt, dass durch von American Modern beauftragte Vermittler im Bereich Financial Institutions Tarife verwendet und Beiträge von Versicherungsnehmern erhoben wurden, die teilweise unter, überwiegend aber über den aufsichtsrechtlich genehmigten Tarifen lagen. Unsere Konzernrevision prüft derzeit die für die Produkte eingerichteten Prozesse und Kontrollen. American Modern hat die Ratenabweichungen ihrer zuständigen Aufsichtsbehörde in Ohio angezeigt und bereitet gemeinsam mit dieser einen "Corrective Action Plan" vor.

Steuerrisiken

Als Reaktion auf die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise ist europaweit eine Tendenz zur Erhöhung der Unternehmenssteuerbelastung erkennbar. In Deutschland werden vor allem die Einführung einer Finanztransaktionsteuer, der Vermögensteuer und die Abschaffung der Steuerbefreiung für Dividenden und Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen im Streubesitz diskutiert. Welche dieser Konzepte tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Jährliche steuerliche Mehrbelastungen im unteren dreistelligen Millionenbereich sind nicht ausgeschlossen.

Regulatorische Entwicklungen

Die künftigen regulatorischen Anforderungen sind unter anderem durch das Voranschreiten des Solvency-II-Projekts der Europäischen Union im Jahr 2012 wieder etwas deutlicher geworden. Dennoch bleiben weiterhin Unsicherheiten, vor allem hinsichtlich der Fristen zum Übergang von Solvency I auf Solvency II. In Bezug auf die erste Säule von Solvency II sind die Entwicklungen mit Ausnahme des zentralen Aspekts der Bewertung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten bereits sehr weit fortgeschritten. Die noch nicht entschiedenen offenen Fragen haben insbesondere für die Lebenserstversicherung weitreichende Auswirkungen auf die Kapitalisierung unter Solvency II. Das Risiko einer Nichterfüllung der Kapitalanforderungen kann auch für unsere Lebenserstversicherungsgesellschaften noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Was die qualitativen Anforderungen an Versicherungsunternehmen und Aufsichtsbehörden betrifft, die in der zweiten Säule von Solvency II dargestellt sind, schafft der Entwurf der Durchführungsbestimmungen der Solvency II Expert Group (SEG) zunehmend Klarheit. Allerdings sind diese Bestimmungen noch nicht verabschiedet worden.

Auf nationaler Ebene wird durch die Umsetzung der Solvency-II-Richtlinie auch das deutsche Aufsichtsrecht einen Wandel erfahren. Allerdings verzögert sich der nationale Gesetzgebungsprozess aufgrund der offenen Fragen auf europäischer Ebene im laufenden Solvency-II-Projekt. Im zweiten Quartal 2012 hat die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Überarbeitung der Richtlinie über Versicherungsvermittlung (IMD 2) veröffentlicht. Kernpunkte, die sich auch auf unsere Geschäftsmodelle auswirken können, sind die Vorschläge zur Vergütung, namentlich ein Verbot für Versicherungsunternehmen, Vermittler, die dem Kunden eine unabhängige Beratung über Versicherungsanlageprodukte anbieten, zu vergüten, die umfassenden Informationspflichten über die Vergütung von Versicherungsvermittlern und ihren Angestellten sowie die Neuregelungen zu Interessenkonflikten, zur Beurteilung von Eignung und Zweckmäßigkeit sowie zu Berichtspflichten in Bezug auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten. Wir gehen derzeit von einem Inkrafttreten der IMD 2 im Jahr 2015 aus.

Auf globaler Ebene wird an zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen für systemisch relevante Finanzdienstleister (Sifi) gearbeitet. Systemische Relevanz zielt hier nicht auf die grundsätzliche Bedeutung einer Branche für die Volkswirtschaft ab, sondern auf die Auswirkungen, welche die Insolvenz eines einzelnen Unternehmens für die globale Realwirtschaft haben kann. Der Schwerpunkt der Diskussionen, die in erster Linie vom Financial Stability Board (FSB) geführt werden, liegt zurzeit bei der Bankenwirtschaft. Die Untersuchungen für den Versicherungssektor wurden zeitlich von denen für die Banken entkoppelt und werden von der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) geleitet. Die Versicherungswirtschaft ist der Auffassung, dass von ihrem Kerngeschäft keine systemische Gefahr ausgeht. Munich Re beteiligt sich aktiv an den Konsultationen. Erste zuverlässige Einschätzungen, ob die Versicherungswirtschaft insgesamt und insbesondere die Rückversicherungsunternehmen und Munich Re von zusätzlichen Anforderungen betroffen sein könnten, werden sich voraussichtlich erst im Sommer 2013 treffen lassen. Die Spannbreite möglicher Sifi-spezifischer Anforderungen reicht von zusätzlichen Berichtspflichten bis zu erhöhten Eigenmittelanforderungen.

Sonstige Rechtsentwicklungen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 1. März 2011 eine Grundsatzentscheidung zur geschlechtsbezogenen Differenzierung im Bereich des Versicherungswesens getroffen: Demnach ist eine europarechtliche Regelung mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 aufgehoben, die es den Mitgliedstaaten erlaubt Unterschiede bei der Berechnung von Versicherungsleistungen und -prämien von Männern und Frauen zuzulassen. Dies gilt auch dann, wenn die Berücksichtigung des Geschlechts auf einer Risikobewertung fußt, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht. Die darauf basierenden Gesetze der Mitgliedstaaten, unter anderem in Deutschland, müssen dieser Rechtsprechung angepasst werden. Das Urteil führt zu erheblichen Änderungen bei der Berechnung von Versicherungsleistungen und -prämien. Durch Anwendung der Hinweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) werden die Risiken ausreichend begrenzt bzw. eliminiert.

Die anhaltenden Diskussionen zum deutschen Gesundheitssystem könnten zu weiteren Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen führen. Hier ist insbesondere die sogenannte Bürgerversicherung zu nennen. Würden alle Personen in die Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen, würde die Bürgerversicherung zumindest das Neugeschäft der privaten Krankenversicherer in der Vollversicherung beenden. Wir beobachten dieses Risiko schon seit vielen Jahren. Für die gesetzliche Pflegeversicherung gibt es mit der "Pflegebürgerversicherung" analoge Vorschläge.

Zusammenfassung

Die Leitungsgremien von Munich Re haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2012 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für beherrschbar und kontrolliert.

Chancenbericht

Technischer Fortschritt, demografischer Wandel und regulatorische Änderungen ermöglichen profitable Wachstumschancen

Entwicklung der Schwellenländer bietet Chancen zum Ausbau und zur weiteren Diversifizierung des Portfolios

Alternative Energieerzeugung schafft zusätzlichen Deckungsbedarf im Sachgeschäft

Das von Munich Re verfolgte Geschäftsmodell besteht aus einer Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Wir sind vom Zukunftspotenzial der traditionellen Rückversicherung überzeugt; mit den aus dem Rückversicherungssegment betriebenen Erstversicherungsaktivitäten sowie unserem Engagement bei ERGO und Munich Health haben wir uns aber profitable Wachstumschancen erschlossen, die sich einem reinen Rückversicherer voraussichtlich nicht bieten werden. Wir übernehmen Risiken aus den verschiedensten Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens und bieten finanziellen Schutz und Risikomanagement. Im Kapitel Ausblick geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter realistischen Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame, globale Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können jedoch niemals ganz ausgeschlossen werden. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein ausgefeiltes Risikomanagement etabliert, das im Kapitel Risikobericht ausführlich beschrieben wird. Gleichzeitig sind wir auch gut gerüstet, um unvorhergesehene Chancen zum Nutzen unseres Unternehmens ergreifen zu können.

So eröffnen sich uns offenkundig erweiterte Geschäftsmöglichkeiten, wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen. Eine stärkere Erholung der US-Konjunktur oder eine rasche Stabilisierung der Situation in der Eurozone neben ungebremster Wachstumsdynamik in den Schwellenländern würde einen Nachfragesog und einen Umsatzanstieg in den meisten Versicherungssparten auslösen. Zudem könnte eine solche Entwicklung zu einer allmählichen Normalisierung an den Anleihemärkten und damit zu langsam wieder ansteigenden Renditen für US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen führen. Dies würde für unser Kapitalanlageergebnis kurzfristig Belastungen, langfristig aber Mehrerträge mit sich bringen und käme damit unserem langfristigen Versicherungsgeschäft zugute.

Weitere Trends und Umwälzungen, die den Versicherungsbedarf der Kunden oder das Angebot prägen, sind der technische Fortschritt, der demografische Wandel sowie Veränderungen des rechtlichen Umfelds wie insbesondere regulatorische Eingriffe. Munich Re könnte davon in all ihren Geschäftsfeldern auf der Basis ihrer guten Kapitalausstattung sowie ihrer hohen Fachkompetenz und mit einer schnellen Anpassung der Produktportfolios an den neu entstehenden Märkten partizipieren.

Regeln im Versicherungsaufsichtsrecht und für die Rechnungslegung, die wirtschaftliche Verhältnisse richtig abbilden und international harmonisiert sind, nutzen Kunden und Anbietern.

Im Geschäftsfeld Rückversicherung gibt es dadurch trotz der Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld viele Chancen zur Weiterentwicklung. Beispielsweise benötigen Erstversicherer aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen zunehmend Lösungen zur Verstetigung ihrer Vermögens- und Ertragslage sowie zu einer nachhaltigen Optimierung ihrer Kapitalausstattung. Munich Re kann ihnen als langfristiger strategischer Partner mit einer starken Kapitalbasis und einem ganzheitlichen Angebot von der übergreifenden Beratung bis zum kompletten Spektrum an Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen einen signifikanten Mehrwert bieten.

Einen großen Einfluss auf unser Geschäft haben auch die Trends bei der Entwicklung von schweren Naturkatastrophen. Wir gehen langfristig von einer durch den Klimawandel beeinflussten Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen und der Schäden daraus aus, wobei sich regional und je nach Gefährdungsart unterschiedliche Entwicklungen ergeben. Wo nötig, passen wir unsere Risikomodelle und unser Risikomanagement entsprechend an. Durch Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergeben sich erhebliche Geschäftschancen für Munich Re, da der Einsatz neuer Technologien etwa im Bereich der erneuerbaren Energien durch neuartige Risikotransferlösungen erleichtert wird.

Unabhängig davon ergeben sich langfristig Chancen zur Geschäftsausweitung im Kerngeschäft der Rückversicherung, da die Werte in vielen naturgefahrenexponierten Regionen stark steigen und somit der Bedarf an Versicherung wächst. Munich Re ist hier durch ihre Kompetenz in der Analyse von Großschadensereignissen hervorragend positioniert.

Erfolgreiche Neuentwicklungen zur Versicherung bisher nicht versicherter wirtschaftlicher Risiken sind eine weitere Möglichkeit für zusätzliches profitables Geschäft. Wir arbeiten permanent gemeinsam mit unseren Kunden daran, die Grenzen der Versicherbarkeit zu erweitern.

Die rasante Entwicklung der Schwellenländer bietet ebenfalls Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung unseres Geschäftsportfolios. In vielen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas ist Munich Re als Rückversicherer führend und zunehmend auch als Erstversicherer mit aussichtsreichen Unternehmungen präsent.

Darüber hinaus sehen wir in der Schaden- und Unfallversicherung Chancen im Spezialversicherungsgeschäft. So bietet sich zum Beispiel in den USA als größtem Einzelmarkt weiteres Potenzial für organisches Wachstum über eine Ausweitung des Produktangebots und eine Erweiterung des Kundenportfolios über strategische Allianzen.

Zudem gibt es Chancen in attraktiven Nischen. So wächst zum Beispiel die Ernteausfallversicherung auf Basis von Public Private Partnerships stark, weil die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und der Klimawandel den Bedarf der Landwirte nach einer Absicherung ihrer finanziellen Risiken erhöhen. Hier hat Munich Re als Marktführer Kompetenzen aufgebaut und gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden und den Erstversicherern nachhaltige Versicherungskonzepte etabliert. Attraktive Nischen erschließt Munich Re auch im Industrieversicherungsgeschäft, auf Feldern, bei denen wir unser Knowhow aus dem Rückversicherungsgeschäft nutzen können, zum Beispiel in Zusammenhang mit der Energieerzeugung und anspruchsvollen technischen Großprojekten.

In der Lebensversicherung ergeben sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Herausforderungen und Chancen aus dem Altersvorsorgebedarf einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung bei gleichzeitig immer stärker schwankenden Kapitalmärkten. Als Rückversicherer ist Munich Re über ein spezifisches Angebot an Absicherungslösungen für Kapitalanlagen ("Asset Protection") ein kompetenter Partner für Lebenserstversicherungsunternehmen. Behutsame Wachstumspotenziale sehen wir auch bei der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken.

In der Erstversicherung setzt ERGO mit dem Markenversprechen "Versichern heißt verstehen" ein positives Zeichen im Markt. Auf diesem für Kunden komplexen Gebiet kann ERGO die Marktposition hinsichtlich Beratung, Service und Produkt stärken und ausbauen. Verbraucher fühlen sich in Versicherungsfragen mit ihren Anliegen häufig nicht ernst genommen. Befragungen zeigen, dass sie die Unverständlichkeit von Produkten und Leistungen beklagen. Mit einer klaren, verständlichen Kommunikation, unter anderem durch verkürzte Vertragstexte, schafft ERGO die Basis für einen partnerschaftlichen Umgang.

Beim Kauf von Versicherungsschutz nutzen Verbraucher verstärkt mehrere Wege. ERGO ist bereits ein bewährter Partner für Banken und baut das Feld weiter aus. Chancen auf profitable Marktanteilsgewinne ergeben sich auch im Internetvertrieb, da ERGO über ERGO Direkt dort schon über viel Erfahrung verfügt und diese Position konsequent ausbaut.

Turbulente Kapitalmärkte bei niedrigen Zinsen führen dazu, dass Kunden verstärkt nach Sicherheit für die Kapitalanlage suchen. Den Wunsch der Kunden nach garantierten Leistungen werden wir aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mit neuen Produkten unserer Lebenserstversicherungsunternehmen decken. Diese werden einerseits eine angemessene Teilhabe an der Kapitalmarktperformance, andererseits aber Garantien im notwendigen Umfang bieten, wobei wir diese Verpflichtungen am Kapitalmarkt absichern können.

Auch ERGO kann ein steigendes Regulierungsniveau mittelbar zugutekommen. Wenn Risiken gerade aus lang laufenden Lebens- und Krankenversicherungsverträgen künftig besser zu messen, damit transparent zu machen und mit Kapitalanforderungen zu unterlegen sind, dürfte dies zu mehr Disziplin im Wettbewerb sowie zur Beschränkung auf Produkte führen, die für Kunden und Anbieter Wert schaffen. Damit könnte gerade die bei niedrigen Marktzinsen besonders herausfordernde Lebensversicherung auch für uns langfristig wieder an Attraktivität gewinnen.

Im Sachgeschäft schafft die alternative Energieerzeugung zusätzlich Deckungsbedarf - sowohl für Schäden an Anlagen als auch für den Ertragsausfall. Zunehmend können, insbesondere im Industriegeschäft, auch Kapazitäten im europäischen Binnenmarkt angeboten werden. Darüber hinaus nutzt ERGO in den Wachstumsmärkten Europas und Asiens breites Knowhow in Produkten und Vertriebswegen, um das jeweils beste Geschäftsmodell auf den Weg zu bringen und so im internationalen Geschäft weiter zu wachsen.

Der von Munich Health bearbeitete globale Gesundheitsmarkt ist nach wie vor ein stark wachsender Wirtschaftszweig. Dies gilt gleichermaßen für den Versorgungs- und den Versicherungsbereich. Wesentliche Gründe dafür sind das weltweite Bevölkerungswachstum und der Anstieg der Lebenserwartung, verbunden mit steigendem Wohlstand breiter Bevölkerungsgruppen vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Diese Entwicklungen werden durch den medizinischen Fortschritt noch verstärkt. Damit ergeben sich für einen global agierenden Krankenversicherer zwei wesentliche Möglichkeiten für Wachstum: In den Industrieländern steigt der Reformdruck auf die historisch gewachsenen Gesundheits- und Sozialsysteme. Privatwirtschaftliche Lösungen gewinnen dadurch an Attraktivität. Die Entwicklungs- und Schwellenländer indes stehen der Herausforderung gegenüber, in kurzer Zeit Gesundheitssysteme zu entwickeln, die breiten Teilen der Bevölkerung den Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung ermöglichen. Wir erwarten, dass Munich Health dank seiner globalen Aufstellung und der Bündelung des Knowhows aus Erst- und Rückversicherung von dieser Entwicklung profitieren wird.

Ausblick

Konzernergebnisziel für 2012 von ursprünglich 2,5 Milliarden € mit 3,2 Milliarden € deutlich übertroffen

Dividendenvorschlag für 2012: 7,00 € je Aktie

Weiterhin Herausforderungen für die Gruppe aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch Chancen dank Finanzstärke und Lösungskompetenz

Erwartete Kapitalanlagerendite für 2013 von rund 3,3%

Langfristig ausgerichtetes Ergebnisziel einer risikoadjustierten Rendite (RoRaC) von 15% nach Steuern über den Zyklus gilt unverändert

Angestrebtes Konzernergebnis für 2013 von annähernd 3 Milliarden €

Die kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Gegenüberstellung des Ausblicks für 2012 mit dem erreichten Ergebnis 2012

Ab 2012 haben wir die Segmentberichterstattung umgestellt, um den Ausweis an die interne Steuerung anzugleichen und die Transparenz unserer Erfolgsrechnung weiter zu erhöhen. Bisher wurden die Segmentbilanz und die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung vor der Eliminierung von konzerninternem Geschäft dargestellt, ergänzt um eine eigene Spalte, welche die Konsolidierung aufzeigte. Seit dem ersten Quartal 2012 werden diese beiden Bestandteile des Segmentberichts nach Eliminierung von konzerninternem Geschäft ausgewiesen. Deshalb lässt sich der Ausblick für 2012, den wir im Geschäftsbericht 2011 für die Segmente Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health gegeben haben, nicht mehr unmittelbar mit Werten in diesem Geschäftsbericht für diese Segmente vergleichen. Grundsätzlich sind die Segmentbeiträge und das Segmentergebnis im Vergleich zu der Darstellung vor Eliminierung von konzerninternem Geschäft geringer oder maximal gleichbleibend.

Munich Re (Gruppe)

Vergleich Zielgrößen Munich Re (Gruppe) 2012 mit erreichtem Ergebnis

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    Ziel 2012 Ergebnis 2012
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 48-50 52,0
Konzernergebnis Mrd. € ca. 2,5 3,2
Kapitalanlagerendite % ca. 3,5 3,9
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15 13,2

Die Bruttobeiträge lagen mit 52 Milliarden € rund 2 Milliarden € über der Obergrenze des Zielkorridors 2012; der Mehrbeitrag kam aus der Rückversicherung und Munich Health.

Das Konzernergebnisziel wurde dank eines im Vergleich zum Ziel noch besseren versicherungstechnischen Ergebnisses in der Rückversicherung und eines höheren Kapitalanlageergebnisses deutlich übertroffen. Dem Kapitalanlageergebnis kamen erhöhte Abgangsgewinne zugute, weil das Zinsniveau niedriger und die Kurswerte der veräußerten festverzinslichen Finanzinstrumente folglich höher waren als erwartet.

Deshalb lag die Verzinsung der Kapitalanlagen mit 3,9% über dem Zielwert, obwohl die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen zurückgingen.

Das Ziel einer Rendite von 15% auf unser risikoadjustiertes Eigenkapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg ist im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld schwer zu erreichen. 2012 kam der RoRaC mit 13,2% diesem Langfristziel erfreulich nahe.

Rückversicherung

Die Rückversicherung hat sich 2012 sehr positiv entwickelt und sowohl bei den Bruttobeiträgen mit 28,2 Milliarden € als auch beim Konzernergebnis mit 3,1 Milliarden € die Ziele von 25 bis 27 Milliarden € bzw. 1,9 bis 2,1 Milliarden € deutlich übertroffen.

Zum Anstieg der Bruttobeiträge trugen beide Segmente bei. Vor allem die Lebensrückversicherung steigerte die Bruttobeiträge, insbesondere durch Großverträge, auf 11,1 Milliarden €, das Ziel 2012 lag bei rund 10 Milliarden €.

Das versicherungstechnische Ergebnis in der Lebensrückversicherung übertraf mit 420 Millionen € den erwarteten Zielwert für 2012 von ca. 0,4 Milliarden € um 5%. Der Neugeschäftswert in Leben, der anhand einer marktkonsistenten Bestandsbewertung berechnet wird, betrug ausgezeichnete 573 Millionen €. Der Zielwert, den wir bis zum Jahr 2015 erwirtschaften wollen, beträgt jährlich 450 Millionen €.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung war mit 91,0% unter anderem auch dank der Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren deutlich besser als die über den Markt- und Zinszyklus hinweg angestrebte Quote von rund 96%.

Das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich auf 3,1 Milliarden €. Dazu trugen hauptsächlich das gestiegene Kapitalanlageergebnis und das bessere versicherungstechnische Ergebnis bei.

Erstversicherung

Die gesamten Beitragseinnahmen in der Erstversicherung betrugen 18,6 Milliarden € und lagen somit unter dem Zielwert 2012 von etwas über 19 Milliarden €, hauptsächlich bedingt durch den Rückgang des deutschen Lebensversicherungsgeschäfts. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten mit 17,1 Milliarden € den angestrebten Zielkorridor von 17 bis 18 Milliarden €.

In der Lebenserstversicherung betrugen die gesamten Beitragseinnahmen 7,3 Milliarden €, die Zielgröße 2012 lag etwas über 7,5 Milliarden €. Die gebuchten Bruttobeiträge summierten sich auf 5,8 Milliarden €, angestrebt waren etwas unter 6 Milliarden €. Im Erstversicherungssegment Gesundheit betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 5,7 Milliarden €; zu Jahresbeginn wurden etwas unter 6 Milliarden € erwartet. In der Schaden- und Unfallerstversicherung beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 5,6 Milliarden €, die Zielgröße 2012 lag bei etwas unter 6 Milliarden €.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung lag mit 98,7% über dem angestrebten Ziel von unter 95%, weil die tatsächlich eingetretenen Schäden im Inland - unter Berücksichtigung der normalen Schwankungen - deutlich über unseren Erwartungen lagen.

In der Erstversicherung erzielten wir ein Konzernergebnis von 247 Millionen €, für den ERGO Teilkonzern von 289 Millionen €. Zum Jahresbeginn hatten wir ein Ergebnis für den ERGO Teilkonzern von rund 400 Millionen € angestrebt. Die Abweichung vom Zielwert resultiert hauptsächlich aus Restrukturierungsaufwendungen für die Neuordnung des Vertriebs, die das Ergebnis mit 128 Millionen € belasteten.

Munich Health

Die Bruttobeiträge lagen mit 6,7 Milliarden € deutlich über dem Ziel von etwas über 6 Milliarden €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus beitragsstarken Rückversicherungsverträgen.

Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 100,2% über unserem Ziel von rund 99%. Die Hauptursache dafür sind erhöhte medizinische Kosten in den USA.

Das Konzernergebnis von Munich Health betrug -92 Millionen €. Unser angestrebtes Gewinnziel von 50 bis 100 Millionen € verfehlten wir bei Weitem. Ursächlich sind Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte, die aufgrund der mittelfristig verschlechterten Ertragssituation unserer US-Erstversicherungstochter Windsor Health Group (WHG) im Segment Munich Health vorzunehmen waren.

Ausblick 2013

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur

Voraussichtlich wird die Weltwirtschaft auch 2013 nur moderat wachsen. Die Konsolidierung der Staatsfinanzen und die hohe Arbeitslosigkeit dürften die konjunkturelle Dynamik in vielen Industrieländern schwächen. In der Eurozone rechnen wir auf Jahresbasis allenfalls mit einer leichten Erholung, für die USA erwarten wir nur mäßiges Wachstum. In den Schwellenländern, vor allem in China, Indien und Brasilien, gehen wir von einem stärkeren Wachstum als 2012 aus. Dementsprechend wird die Inflation in den meisten Industrieländern moderat ausfallen und nur in einigen Schwellenländern ein erhöhtes Niveau erreichen.

Der wirtschaftliche Ausblick ist von großen Unsicherheiten überschattet. In einigen Industrieländern ist ein Einbruch der Konjunktur bis hin zu einer länger anhaltenden Stagnation nicht auszuschließen. Ein dauerhaftes Niedrigzinsumfeld würde die Lage der Lebensversicherungsunternehmen sehr erheblich und die von in anderen Sparten aktiven Versicherern spürbar beeinträchtigen. Der hohe Verschuldungsgrad vieler Staaten, eine Eskalation des haushaltspolitischen Streits in den USA oder Verwerfungen in der Eurozone könnten das globale Finanzsystem und die Weltwirtschaft zum Nachteil der Versicherungswirtschaft weiter destabilisieren.

Die erheblichen Interventionen der Zentralbanken und die damit verbundene Ausweitung der Geldmenge könnten bei einer überraschend starken konjunkturellen Erholung eine höhere Inflation mit einer entsprechenden Verteuerung der Schadenkosten für die Versicherer nach sich ziehen.

Mögliche geopolitische Auseinandersetzungen, etwa im Nahen und Mittleren Osten oder in Ostasien, bleiben unverändert ein nennenswertes Risiko für die Weltwirtschaft und damit für die Versicherungswirtschaft.

Kapitalmärkte

Eine langsame Belebung der wirtschaftlichen Aktivität im Jahresverlauf 2013 - getrieben durch weitere expansive Maßnahmen der EZB in Verbindung mit einer allmählich nachlassenden Kreditklemme in der Eurozone - sollte die Lage an den Märkten für risikobehaftete Wertpapiere stützen. Im Gegenzug dürften die Renditen für deutsche Staatsanleihen, die momentan außerordentlich niedrig sind, wieder steigen. An den Aktienmärkten sind, ausgehend von den zuletzt sehr niedrigen Volatilitäten, höhere Schwankungen zu erwarten, da die politische Unsicherheit weiter hoch bleibt. Zudem rechnet derzeit ein Teil der Marktteilnehmer damit, dass Spanien 2013 einen offiziellen Hilfsantrag stellt, um sich dadurch für unbegrenzte Staatsanleihekäufe durch die EZB zu qualifizieren. Auch in den USA stehen weitere fiskalpolitische Entscheidungen an, die stärkere Marktbewegungen auslösen könnten. Aufgrund der anhaltenden Krise in der Eurozone und der höheren Wachstumsdynamik in den USA sollte der US-Dollar gegenüber dem Euro an Attraktivität gewinnen.

Versicherungswirtschaft

In der Europäischen Union steht die staatliche Aufsicht über Erst- und Rückversicherer aufgrund der geplanten Regelungen durch Solvency II vor tief greifenden Veränderungen. Die Erstanwendung der neuen Aufsichtsregeln, welche die Versicherungsunternehmen vor erhöhte Kapital-, Risikomanagement- und Berichtsanforderungen stellen werden, wurde zunächst auf den 1. Januar 2014 verschoben; inzwischen zeichnen sich weitere Verzögerungen ab. Die Europäische Union hat eine Studie zu den Auswirkungen verschiedener Maßnahmen bei der Bewertung langfristiger Garantien in Versicherungsverträgen in die Wege geleitet, ein sogenanntes Long Term Guarantee Assessment. Aufgrund des Umfangs dieser Studie wird die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA ihren Ergebnisbericht erst im Verlauf des Jahres 2013 vorlegen können. Dadurch dürfte sich die Erstanwendung der Kapitalanforderungen von Solvency II um mindestens zwei weitere Jahre auf 2016 verschieben. Angesichts der zeitlichen Verschiebung bis zur endgültigen Anwendung von Solvency II gibt es derzeit Überlegungen von EIOPA und nationalen Aufsehern, einzelne Aspekte aus dem Solvency-II-Regelwerk bereits vor 2016 einzuführen. Unabhängig davon wird Solvency II voraussichtlich schon im Vorfeld seiner rechtlich maßgeblichen Implementierung das Angebot von Versicherungsschutz sowie die Nachfrage beeinflussen. Dies eröffnet Munich Re neue Chancen in der Erst- und Rückversicherung, welche die Herausforderungen aus vielfältigen zusätzlichen Belastungen übersteigen.

Auch bei der Bilanzierung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten in unserem Konzernabschluss sind mittelfristig umfassende Änderungen absehbar, die erhebliche Auswirkungen auf die Erst- und Rückversicherungsmärkte haben werden. Nach bereits mehrmaliger Anpassung seines Arbeitsprogramms wird das International Accounting Standards Board (IASB) voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 seine überarbeiteten Vorschläge für die künftige Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlichen, die erstmals eine konsequente internationale Vereinheitlichung der Abbildung von Versicherungsverträgen im Abschluss bringen sollen. Mit der endgültigen Verabschiedung dieser Regelungen rechnen wir jedoch nicht vor Mitte 2014. Bezüglich der neuen Regelungen für die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9, die derzeit von EU-Unternehmen noch nicht angewendet werden dürfen, hat das IASB Ende November 2012 einen überarbeiteten Vorschlag für eine Erweiterung der zulässigen Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte vorgelegt, ein weiterer Standardentwurf für die neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen ist für das erste Quartal 2013 angekündigt. Die Neuregelung der Abbildung von Sicherungsbeziehungen ist abgeschlossen, sodass wir derzeit damit rechnen, dass der vollständige IFRS 9 Ende des laufenden Jahres verabschiedet wird.

Das erwartete moderate Wachstum der Weltwirtschaft wird voraussichtlich zu einer soliden Zunahme der weltweiten Versicherungsnachfrage führen, allerdings mit deutlichen Unterschieden in einzelnen Regionen und Segmenten. Insgesamt erwarten wir in der Schaden- und Unfallerstversicherung eine Wachstumsrate der globalen Prämien mindestens in Höhe des Weltwirtschaftswachstums. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Lebensversicherungsschutz 2013 erholen dürfte.

Jedoch stellt das äußerst niedrige Zinsumfeld insbesondere bei deutschen und US-amerikanischen Staatsanleihen eine Herausforderung für die Versicherungsunternehmen dar, weil sich die Zinserträge auf die Kapitalanlage für den Zeitraum zwischen Prämienempfang und Erbringen der Versicherungsleistung spürbar verringert haben. Gerade bei lang laufenden Verträgen verschärft sich dadurch die Notwendigkeit, die Preise zu erhöhen. Umgekehrt begrenzt die gedämpfte wirtschaftliche Dynamik die Nachfrage nach Versicherungsschutz und damit die Preiserhöhungsspielräume.

Ausblick von Munich Re

Zielgrößen Munich Re (Gruppe)

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    Ziel 2013
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 50-52
Konzernergebnis Mrd. € annähernd 3
Kapitalanlagerendite % rund 3,3
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15

Grenzen der Prognostizierbarkeit von Ergebnissen

Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Auch die ausgeprägte Volatilität der Kapitalmärkte und Währungskurse sowie die Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung erschweren eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- bzw. Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben: Insbesondere wird ein steigendes Zinsniveau zunächst zu tendenziell niedrigeren, ein sinkendes Zinsniveau zu höheren Ergebnissen führen als in diesem Ausblick prognostiziert. Abgangsgewinne bzw. -verluste aus Derivaten, die wir als Sicherungsinstrument sowie zur Feinsteuerung der Kapitalanlagen einsetzen, könnten das Ergebnis ebenso beeinflussen, wie deren Marktwertveränderungen. Währungskursbewegungen beeinflussen unsere Ergebnisse in unterschiedliche Richtungen abhängig davon, welche Fremdwährungen von den jeweiligen Schwankungen betroffen sind, obwohl wir ökonomisch keine großen offenen Währungspositionen halten.

Rückversicherung

Die Rückversicherung ist und bleibt ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld, das uns vielfältige Ertragsmöglichkeiten eröffnet. Munich Re bietet ihren Zedenten spezialisierte Beratung und umfassende Lösungsansätze, auch für Aufgaben wie Bilanzsteuerung, Risikomodellierung oder Asset-Liability-Management. Rückversicherung ist eine flexible und effiziente Möglichkeit, Erstversicherer vor Großschaden- und Kumulbelastungen zu schützen oder deren Kapitalbasis zu stärken. Zusätzlich entwickeln wir innovative Deckungskonzepte, die über das Angebot der traditionellen Rückversicherung hinausgehen. Ebenso begleiten wir unsere Kunden bei der oft aufwendigen Anpassung an aufsichtsrechtliche Anforderungen, die in vielen Ländern in den kommenden Jahren spürbar verändert werden.

In der Lebensrückversicherung sehen wir weiter gute Wachstumschancen. Impulse werden besonders ausgehen von dem dynamischen Wachstum der Lebensversicherungsmärkte in Asien sowie den fortschreitenden Privatisierungstendenzen bei der Alters-, Pflege- und Berufsunfähigkeitsvorsorge. Hier prüfen wir im Detail, wie die damit verbundenen Produktmerkmale in unsere Risikostrategie passen.

Steigenden Bedarf sehen wir auch beim Management von Kapitalanlagerisiken in Lebensversicherungsprodukten. Wir bieten unseren Kunden umfassende Lösungskonzepte bei der Absicherung von kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien.

Für 2013 rechnen wir mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 10 und 11 Milliarden € und einem versicherungstechnischen Ergebnis von ca. 0,4 Milliarden €.

Im Jahr 2010 hatten wir uns vorgenommen, bis 2015 auf der Grundlage einer marktkonsistenten Bestandsbewertung, den sogenannten MCEV Principles, nachhaltig einen Neugeschäftswert von 450 Millionen € im Jahr zu erwirtschaften. Mit dem erneut sehr guten Ergebnis im abgelaufenen Jahr sehen wir uns für diese Zielsetzung gut positioniert.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung, die erfahrungsgemäß Marktzyklen ausgesetzt ist, bleibt Munich Re bei ihrer klaren, auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und übernimmt Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen.

Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2013 fand wieder in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld statt. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz war aufgrund der guten Kapitalausstattung der Erstversicherer insgesamt relativ stabil. Gleichzeitig ist das Wachstum auf der Erstversicherungsseite immer noch beeinflusst durch das schwierige konjunkturelle Umfeld, blieb insgesamt jedoch weitestgehend konstant. Demgegenüber wurde vonseiten der Rückversicherer ausreichend Kapazität zur Verfügung gestellt, da die Kapitalbasis der Rückversicherer im Jahr 2012 weiter zugenommen hat.

Die Preise bewegten sich auf breiter Front seitwärts. Ratenanstiege waren lediglich in schadenbelasteten Segmenten zu erzielen. Insbesondere in der Transportversicherung konnten aufgrund des Sturms Sandy und des Schiffsunglücks der "Costa Concordia" signifikante Preisanstiege erreicht werden. Im US-amerikanischen Naturkatastrophengeschäft blieb eine breite Marktverhärtung trotz Sandy aus. Für schadenbelastete Verträge stiegen die Preise jedoch an; sonst blieben die Raten weitestgehend stabil. Erneut waren auch leichte Ratenanstiege in Lateinamerika zu verzeichnen. In Australien konnten die Preise auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Das Marktumfeld für Naturkatastrophenrisiken in Europa gestaltete sich hingegen eher schwierig; es waren vereinzelt weitere Preisrückgänge zu verzeichnen. Im Kredit- und Kautionsgeschäft ist nach dem Abflauen der letzten Finanzkrise ein gewisser Ratendruck spürbar, jedoch bleiben die Raten auf einem auskömmlichen Niveau.

Im Januar standen 9,2 Milliarden € Prämie unseres Vertragsgeschäfts zur Erneuerung an. Das Prämienvolumen reduzierte sich leicht um rund 135 Millionen €. Gemäß unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik wurde auch dieses Jahr Geschäft, das unseren Preisvorstellungen nicht entsprach, nicht erneuert. So reduzierten wir beispielsweise weiterhin zyklusbedingt europäisches Sachversicherungsgeschäft. Insgesamt konnten wir die Preise für unser Naturkatastrophengeschäft moderat steigern, und in der Haftpflichtversicherung führte das anhaltende niedrige Zinsumfeld zu Preisanstiegen. Die Profitabilität unseres Portfolios konnten wir in einem kompetitiven Marktumfeld erneut um rund 0,5 % erhöhen.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2013 (Japan und Korea) sowie zum 1. Juli 2013 (Teile des US-Markts, Australiens und Lateinamerikas) steht ein Geschäftsvolumen von rund 3,3 Milliarden € Prämie zur Erneuerung an. Beide Erneuerungsrunden sind stärker durch das Naturkatastrophengeschäft geprägt als die Januar-Erneuerung. Insgesamt erwarten wir, dass die Märkte sich auf gutem Niveau seitwärts bewegen. Bei Ausbleiben von größeren Schadenereignissen gehen wir in der Naturkatastrophenversicherung von stabilen Raten aus. In der Haftpflichtversicherung hingegen würde das weitere Anhalten der Niedrigzinsphase die positive Preisentwicklung unterstützen.

Für 2013 erwarten wir in der Schaden- und Unfallrückversicherung gebuchte Bruttobeiträge von rund 17 Milliarden €. Wir streben eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% der verdienten Nettobeiträge an. Unwägbarkeiten dieser Schätzung beruhen unter anderem auf dem zufallsbedingten Großschadenanfall.

Die gesamte Rückversicherung dürfte 2013 Bruttobeiträge zwischen 27 und 28 Milliarden € erwirtschaften, vorausgesetzt die Wechselkurse entwickeln sich konstant. Das Konzernergebnis in der Rückversicherung sollte 2013 zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden € liegen.

Erstversicherung

Wir sehen gute Zukunftschancen in den sich entwickelnden Auslandsmärkten, durchaus aber auch in verschiedenen Bereichen unseres deutschen Heimatmarkts. Im Konzernabschluss von Munich Re weisen wir das von ERGO verantwortete Geschäft in den drei Erstversicherungssegmenten Leben, Gesundheit und Schaden/Unfall aus. Wir rechnen für 2013 damit, dass sich die Beiträge in den einzelnen Segmenten unterschiedlich entwickeln.

In der Lebenserstversicherung dürften die Gesamtbeiträge erneut unter dem Niveau des Vorjahres bei etwas über 7 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge etwas über 5,5 Milliarden €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklungen im deutschen und internationalen Geschäft stark vom hinsichtlich seines Aufkommens volatilen Einmalbeitragsgeschäft abhängen. Abzuwarten bleibt, ob die Kunden die Senkungen der Gewinnbeteiligungen als im Sinne von Sicherheit und Nachhaltigkeit notwendig verstehen. Des Weiteren gehen wir davon aus, mit unseren neuen Produkten erfolgreich zu sein.

Im Erstversicherungssegment Gesundheit wird die Beitragsanpassung, die wir zum 1. April 2013 vornehmen, stärker ausfallen als im Vorjahr. Im Neugeschäft steigen die Preise ebenfalls deutlich, unter anderem durch die Anpassung des Rechnungszinses und die Einführung von Unisex-Tarifen. Dies könnte die Gewinnung von neuen Kunden ebenso belasten wie die politischen Diskussionen um die private Krankenversicherung. In der Ergänzungsversicherung erwarten wir ein weiteres Wachstum, hierzu wird auch die Einführung der geförderten Pflegeversicherung beitragen. Deshalb rechnen wir mit einem leichten Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge auf etwas unter 6 Milliarden €.

In der Schaden- und Unfallerstversicherung erwarten wir gebuchte Bruttobeiträge von etwas über 5,5 Milliarden €, davon entfallen rund 3,3 Milliarden € auf das Inland. Dort wollen wir ein leichtes Wachstum erzielen. Weiterhin legen wir großen Wert auf risikoadäquate Preise, die sich im Geschäft mit gewerblichen und industriellen Kunden im aktuellen Marktumfeld nicht überall durchsetzen lassen. Nachholpotenzial sehen wir im Kraftfahrtbereich. Im internationalen Geschäft sollten wir im laufenden Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Allerdings werden uns 2013 die Beiträge der südkoreanischen ERGO Daum fehlen, die wir im Berichtsjahr verkauft haben. Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung dürfte bei rund 95% liegen.

Die gesamten Beitragseinnahmen der Erstversicherung sollten 2013 bei ca. 18,5 Milliarden € liegen. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen rechnen wir mit etwas über 17 Milliarden €.

Für die Erstversicherung erwarten wir für 2013 ein Konzernergebnis zwischen 400 und 500 Millionen €, für den ERGO Teilkonzern einen Betrag zwischen 350 und 450 Millionen €. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist hauptsächlich auf konzerninterne Geschäfte zwischen Erst- und Rückversicherung zurückzuführen.

Munich Health

Das Konzernergebnis 2012 ist stark negativ beeinflusst von den Belastungen aus dem US-Medicare-Geschäft der Windsor Health Group (WHG). Die mittelfristig eingetrübte Ertragssituation bei WHG führte zu Abschreibungen. Aufgrund der Restrukturierungskosten und Investitionen zur Verbesserung des Managed-Care Geschäfts wird für 2013 voraussichtlich ein erneuter Verlust bei WHG anfallen.

In der Rückversicherung erwarten wir einen Zuwachs sowohl durch steigende Versichertenzahlen unserer Kunden als auch aufgrund weiteren Bedarfs an nicht-klassischen Rückversicherungslösungen (zum Beispiel Kapitalersatzlösungen).

Die gebuchten Bruttobeiträge dürften 2013 etwas über 6,5 Milliarden € liegen. Die Schaden-Kosten-Quote sollte bei rund 100% liegen. Aufgrund der schwierigen Situation bei WHG kann für 2013 ein erneuter Verlust für Munich Health nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt sind wir trotz der Entwicklung in den USA unverändert davon überzeugt, dass die internationalen Gesundheitsmärkte aufgrund des medizinischen Fortschritts und einer steigenden Lebenserwartung vielfältige Wachstumsmöglichkeiten für Munich Health bieten. Diese Chancen wollen wir nutzen.

Kapitalanlagen

Das Geschäftsjahr 2012 war geprägt von Unsicherheiten in der Politik und sich daraus ergebenden Volatilitäten an den Kapitalmärkten. Auch für 2013 gehen wir von einer unbeständigen Situation aus. Die größten Risiken liegen in der weiteren Entwicklung der Staatsschulden- und Bankenkrise. Ein Zusammenbruch des europäischen Finanzsystems, vor allem der ungeordnete Ausfall großer Banken sowie ein anhaltend niedriges Zinsniveau mit zugleich ansteigender Inflation, würde die gesamte Versicherungswirtschaft wie auch alle großen Kapitalanleger hart treffen. Wir begrenzen gezielt unsere Risiken, bemühen uns um eine ausgewogene Exponierung und sehen uns deshalb gut gerüstet. Vermögenseinbußen bei einzelnen Anlagen sind infolge der breiten Diversifikation bei jedem Szenario zu erwarten; sie würden jedoch in aller Regel mit Vermögenszuwächsen an anderer Stelle einhergehen. Denn die Diversifikationseffekte sowie das gruppenweite Asset-Liability-Management sollten mögliche negative Effekte ökonomisch wirkungsvoll dämpfen. Unsere diversifizierende Kapitalanlagestrategie des vergangenen Jahres hat sich in diesem Umfeld bewährt und soll deshalb im Jahr 2013 weiterverfolgt werden. So planen wir, unseren Bestand an Staatsanleihen entwickelter Länder weiter zu reduzieren und in einem moderaten Umfang Unternehmensanleihen und Anleihen aus Emerging Markets aufzubauen. Unsere Aktienquote hat sich im Jahr 2012 bereits leicht erhöht. Sollten sich entsprechende Chancen am Markt ergeben, ist eine weitere, sehr maßvolle Erhöhung der Aktienquote möglich.

Unsere Kapitalanlagen richten sich in ihrer Struktur an der Laufzeit unserer Verbindlichkeiten aus. Hierdurch wird das Zinsänderungsrisiko der Gruppe begrenzt. Für 2013 planen wir in der Rückversicherung eine leichte Reduzierung der Duration. In der Erstversicherung, deren Kapitalanlagen von der Lebenserstversicherung dominiert werden, wollen wir die durchschnittliche Anlagedauer leicht verlängern. So stimmen wir unsere Positionierung noch genauer auf das Profil unserer Verbindlichkeiten ab. Neben dem Zinsänderungsrisiko berücksichtigen wir auch Inflationsrisiken in unserer Kapitalanlage. Dabei decken wir einen Teil unserer inflationssensitiven Verbindlichkeiten durch inflationsgeschützte Anleihen und Inflationsswaps ab. Der Gesamtbestand an inflationssensitiven Anlagen soll aktuell konstant gehalten werden. Unsere Investitionen in Rohstoffe planen wir leicht aufzustocken.

Auch 2013 wollen wir, eine angemessene Rentabilität vorausgesetzt, unsere finanziellen Engagements in erneuerbare Energien sowie neue Technologien weiter ausbauen. 2012 konnten wir das Portfolio von Munich Re bereits substanziell auf rund 1 Milliarde € erweitern. Wir setzen auch weiterhin stark auf eine regionale und technologische Diversifikation unserer Investitionen, um die wesentlichen Risikotreiber des Portfolios, technische und politische Risiken, breiter zu streuen. Einen zusätzlichen Schwerpunkt legen wir dabei in den nächsten Jahren auf Infrastrukturprojekte. Munich Re hat bis zum Jahresende 2012 bereits rund 500 Millionen € investiert. Unseren Immobilienbestand wollen wir in Volumen und Ausrichtung im Jahr 2013 unverändert lassen.

Wir gehen für das kommende Jahr nicht von einer schnellen und deutlichen Steigerung der Kapitalmarktzinsen aus und rechnen deshalb auch für das Geschäftsjahr 2013 mit vergleichsweise niedrigen laufenden Erträgen aus unseren Kapitalanlagen von rund 3,5%. Einschließlich des Ergebnisses aus dem Abgang von Kapitalanlagen, der Zu- und Abschreibungen sowie der sonstigen Erträge und Aufwendungen rechnen wir mit einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3,3%.

Munich Re (Gruppe)

Für 2013 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge zwischen 50 und 52 Milliarden €, vorausgesetzt die Wechselkurse verändern sich nicht signifikant gegenüber dem Jahresende 2012.

An unserem langfristigen Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg halten wir fest. Es ist jedoch angesichts der gegenwärtig niedrigen Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen nur schwer zu erreichen.

Für das Jahr 2013 rechnen wir bei stabilen Preisen in der Rückversicherung und einem durchschnittlichen Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von Munich Re auf dem Niveau von 2012.

Wir streben ein Konzernergebnis von annähernd 3 Milliarden € an. Für 2014 rechnen wir damit, das Konzernergebnis weiter steigern zu können. Diese Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte.

Unsere Aktionäre können sich über die Dividende für 2012 freuen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 75 Cent auf 7,00 € je Aktie steigen.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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  Anhang 31.12.2012 Vorjahr Veränderung
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
A. Immaterielle Vermögenswerte              
I. Geschäfts- oder Firmenwert (1)   3.376   3.511 -135 -3,8
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (2)   1.518   1.581 -63 -4,0
        4.894 5.092 -198 -3,9
B. Kapitalanlagen              
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (3)   3.831   3.889 -58 -1,5
davon:              
Zur Veräußerung gehalten (17)   -   13 -13 -100,0
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen (4)   1.467   1.154 313 27,1
davon:              
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet     1.257   924 333 36,0
III. Darlehen (5)   54.418   53.260 1.158 2,2
IV. Sonstige Wertpapiere              
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit (6) 7     13 -6 -46,2
2. Jederzeit veräußerbar (8) 133.196     123.677 9.519 7,7
davon:              
Zur Veräußerung gehalten   -     52 -52 -100,0
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet (9) 3.015     2.536 479 18,9
      136.218   126.226 9.992 7,9
V. Depotforderungen (10)   8.967   9.430 -463 -4,9
VI. Sonstige Kapitalanlagen (11)   2.964   2.655 309 11,6
        207.865 196.614 11.251 5,7
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen       5.958 5.093 865 17,0
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (12)     5.730 5.634 96 1,7
davon:              
Zur Veräußerung gehalten       - 13 -13 -100,0
E. Forderungen              
I. Laufende Steuerforderungen     572   802 -230 -28,7
II. Sonstige Forderungen (13)   11.475   11.292 183 1,6
        12.047 12.094 -47 -0,4
F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand       2.860 2.490 370 14,9
G. Aktivierte Abschlusskosten (14)            
Brutto     9.256   9.386 -130 -1,4
Anteil der Rückversicherer     74   44 30 68,2
Netto       9.182 9.342 -160 -1,7
H. Aktive Steuerabgrenzung (15)     6.219 7.547 -1.328 -17,6
I. Übrige Aktiva (16)     3.605 3.674 -69 -1,9
Summe der Aktiva       258.360 247.580 10.780 4,4

Passiva

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  Anhang 31.12.2012 Vorjahr Veränderung
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
A. Eigenkapital (18)          
I. Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage   7.390   7.388 2 0,0
II. Gewinnrücklagen   10.946   11.588 -642 -5,5
III. Übrige Rücklagen   5.650   3.384 2.266 67,0
IV. Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend   3.195   702 2.493 355,1
V. Nicht beherrschende Anteile   242   247 -5 -2,0
      27.423 23.309 4.114 17,6
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (19)   5.504 4.683 821 17,5
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge (20) 8.134   8.391 -257 -3,1
davon:            
Zur Veräußerung gehalten   -   24 -24 -100,0
II. Deckungsrückstellung (21) 109.769   108.477 1.292 1,2
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (22) 53.751   54.392 -641 -1,2
davon:            
Zur Veräußerung gehalten   -   16 -16 -100,0
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen (23) 13.935   10.162 3.773 37,1
      185.589 181.422 4.167 2,3
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) (24)   6.258 5.373 885 16,5
E. Andere Rückstellungen (25)   4.425 3.522 903 25,6
F. Verbindlichkeiten            
I. Anleihen (26) 259   263 -4 -1,5
II. Depotverbindlichkeiten (27) 2.947   2.726 221 8,1
III. Laufende Steuerverbindlichkeiten   3.931   3.388 543 16,0
IV. Sonstige Verbindlichkeiten (28) 13.240   13.051 189 1,4
      20.377 19.428 949 4,9
G. Passive Steuerabgrenzung (15)   8.784 9.843 -1.059 -10,8
Summe der Passiva     258.360 247.580 10.780 4,4

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 20121

Posten

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  Anhang 2012 Vorjahr Veränderung
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
Gebuchte Bruttobeiträge   51.969     49.452 2.517 5,1
1. Verdiente Beiträge (29)            
Brutto   52.189     49.014 3.175 6,5
Abgegeben an Rückversicherer   1.690     1.722 -32 -1,9
Netto     50.499   47.292 3.207 6,8
2. Technischer Zinsertrag (30)   6.918   5.797 1.121 19,3
3. Leistungen an Kunden (31)            
Brutto   41.837     42.203 -366 -0,9
Anteil der Rückversicherer   846     1.289 -443 -34,4
Netto     40.991   40.914 77 0,2
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (32)            
Brutto   12.906     12.305 601 4,9
Anteil der Rückversicherer   356     316 40 12,7
Netto     12.550   11.989 561 4,7
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.)       3.876 186 3.690 >1.000,0
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen (33)            
Erträge aus Kapitalanlagen   14.024     16.571 -2.547 -15,4
Aufwendungen für Kapitalanlagen   5.588     9.815 -4.227 -43,1
Gesamt     8.436   6.756 1.680 24,9
davon:              
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet     82   100 -18 -18,0
7. Sonstige operative Erträge (34)   879   843 36 4,3
8. Sonstige operative Aufwendungen (34)   923   808 115 14,2
9. Umgliederung technischer Zinsertrag     -6.918   -5.797 -1.121 -19,3
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.)       1.474 994 480 48,3
11. Operatives Ergebnis       5.350 1.180 4.170 353,4
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis (35)     -836 -707 -129 -18,2
13. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (35)     140 25 115 460,0
14. Finanzierungsergebnis (35)     -297 -288 -9 -3,1
15. Ertragsteuern (36)     866 -552 1.418 -
16. Konzernergebnis       3.211 712 2.499 351,0
davon:              
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend       3.195 702 2.493 355,1
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend (18)     16 10 6 60,0
  Anhang     %
Ergebnis je Aktie (53)     17,98 3,94 14,04 356,3

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Konzernergebnis 3.211 712
Währungsumrechnung    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -67 390
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 2.936 1.942
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -589 -1.192
Veränderung aus der Equity-Bewertung    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 26 5
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Veränderung aus Cashflow Hedges    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) - 1
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 1 5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen -382 -135
Sonstige Veränderungen 16 -3
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 1.941 1.013
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 5.152 1.725
davon:    
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 5.121 1.713
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 31 12

Konzern-Eigenkapitalentwicklung

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  Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile
  Gewinnrücklagen Übrige Rücklagen
Mio. € Ausgegebenes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen vor Kürzung eigener Aktien Bestand an eigenen Aktien Unrealisierte Gewinne und Verluste Rücklage aus der Währungs-
umrechnung
Stand 31.12.2010 588 6.800 11.581 -846 2.850 -610
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - 1.312 - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - -135 - 753 387
Währungsumrechnung - - - - - 387
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - - 750 -
Veränderung aus der Equity-Bewertung - - 2 - 3 -
Veränderung aus Cashflow Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -137 - - -
Sonstige Veränderungen - - - - - -
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - -135 - 753 387
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -1 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Ausschüttung - - - - - -
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien - - - -323 - -
Einzug eigener Aktien - - -999 999 - -
Stand 31.12.2011 588 6.800 11.758 -170 3.603 -223
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - -408 - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - -340 - 2.343 -69
Währungsumrechnung - - - - - -69
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - - 2.336 -
Veränderung aus der Equity-Bewertung - - 28 - 7 -
Veränderung aus Cashflow Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -374 - - -
Sonstige Veränderungen - - 6 - - -
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - -340 - 2.343 -69
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -13 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Ausschüttung - - - - - -
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien -3 5 26 93 - -
Einzug eigener Aktien - - - - - -
Stand 31.12.2012 585 6.805 11.023 -77 5.946 -292
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  Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital Gesamt
  Übrige Rücklagen Konzernergebnis    
Mio. € Bewertungsergebnis aus Cashflow Hedges      
Stand 31.12.2010 -2 2.422 245 23.028
Einstellung in die Gewinnrücklagen - -1.312 - -
Konzernergebnis - 702 10 712
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 6 - 2 1.013
Währungsumrechnung - - 3 390
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - 750
Veränderung aus der Equity-Bewertung - - - 5
Veränderung aus Cashflow Hedges 6 - - 6
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - 2 -135
Sonstige Veränderungen - - -3 -3
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 6 702 12 1.725
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -1 -2
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Ausschüttung - -1.110 -9 -1.119
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien - - - -323
Einzug eigener Aktien - - - -
Stand 31.12.2011 4 702 247 23.309
Einstellung in die Gewinnrücklagen - 408 - -
Konzernergebnis - 3.195 16 3.211
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -8 - 15 1.941
Währungsumrechnung - - 2 -67
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - 11 2.347
Veränderung aus der Equity-Bewertung -9 - - 26
Veränderung aus Cashflow Hedges 1 - - 1
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -8 -382
Sonstige Veränderungen - - 10 16
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -8 3.195 31 5.152
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -33 -46
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Ausschüttung - -1.110 -3 -1.113
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien - - - 121
Einzug eigener Aktien - - - -
Stand 31.12.2012 -4 3.195 242 27.423

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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Mio. € 2012 Vorjahr
Konzernergebnis 3.211 712
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) 2.528 9.857
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten 152 -249
Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten 1.858 -2.544
Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten -630 -1.073
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -651 -1.244
Veränderung bei Wertpapieren im Handelsbestand -584 -1.120
Veränderung sonstiger Bilanzposten 379 -176
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -728 1.912
I. Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.535 6.075
Veränderung aus dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen 35 498
Veränderung aus der Übernahme der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen -260 -310
Veränderung aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen -4.217 -3.223
Veränderung aus dem Erwerb sowie dem Verkauf von Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung -361 -489
Sonstige 70 -1
II. Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -4.733 -3.525
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen und von nicht beherrschenden Anteilseignern 121 -
Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Anteilseigner 43 345
Dividendenzahlungen 1.113 1.119
Veränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit 569 -1.510
III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -466 -2.974
Veränderung des Zahlungsmittelbestands (I. + II. + III.) 336 -424
Währungseinfluss auf den Zahlungsmittelbestand 34 14
Zahlungsmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2.490 2.900
Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.860 2.490
Zusatzinformationen    
Ertragsteuerzahlungen (per saldo) 242 845
Erhaltene Dividenden 399 416
Erhaltene Zinsen 6.892 7.144
Gezahlte Zinsen 621 738

Konzernanhang

Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards erstellt. Beachtet wurden die nach den Artikeln 2, 3 und 6 der genannten Verordnung übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards sowie die in § 315a Abs. 1 HGB bezeichneten Regelungen des Handelsgesetzbuchs. Der Konzernabschluss erfüllt zugleich sämtliche Anforderungen der IFRS.

Seit 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsstandards als "International Financial Reporting Standards (IFRS)" bezeichnet; die Vorschriften aus früheren Jahren tragen weiterhin den Namen "International Accounting Standards (IAS)".

Die versicherungstechnischen Posten werden im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 4 auf der Basis der US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben im November 2012 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet dauerhaft zugänglich gemacht.

Bilanzierung und Bewertung

Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessen auszuüben sowie Schätzungen und Annahmen zu treffen. Diese wirken sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten aus.

Gerade in der Erst- und Rückversicherung ist für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen der Einsatz von Schätzverfahren von erheblicher Bedeutung, zumal die Bewertung stets auf Modellen beruht und die Entwicklung der künftigen Zahlungsströme von Versicherungsverträgen nicht ex ante abschließend vorhersehbar ist. Jedoch spielen Ermessensentscheidungen und Schätzwerte auch bei weiteren Positionen eine erhebliche Rolle.

Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Basis für die Wertermittlung sind die besten Erkenntnisse des Managements zu den jeweiligen Sachverhalten zum Abschlussstichtag. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Positionen, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind.

Wegen der bestehenden Unsicherheiten bei der Schätzung enthalten die zu treffenden Ermessensentscheidungen stets eine subjektive Komponente. Dies kann dazu führen, dass vergleichbare Sachverhalte bei Munich Re mit einem von anderen Unternehmen abweichenden Wert angesetzt werden, zumal die Bandbreite realistischer Annahmen im Einzelfall relativ groß sein kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bewertung nicht sachgerecht erfolgt, sondern spiegelt neben unterschiedlichen Erkenntnissen auch die abweichende Einschätzung künftiger Entwicklungen wider.

Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den folgenden Positionen von Bedeutung und werden in den Erläuterungen dieser Positionen näher beschrieben:

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Zeitwerte und Wertminderungen von Finanzinstrumenten

Aktivierte Abschlusskosten

Versicherungstechnische Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Steuerabgrenzung

Eventualverbindlichkeiten

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, welche als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und in der Konzernbilanz gesondert dargestellt.

Berichtswährung

Berichtswährung ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.

Vorjahreszahlen

Änderungen gemäß den Vorschriften des IAS 8 machten es erforderlich, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2011 und die entsprechenden Posten der Erläuterungen im Konzernanhang rückwirkend anzupassen, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Außerdem wurde die Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt; dies wird im Abschnitt "Segmentberichterstattung" erläutert. Die übrigen Vorjahreswerte wurden auf derselben Grundlage ermittelt wie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2012.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen

Die Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt dem Prinzip der Stetigkeit.

Im Geschäftsjahr 2012 waren folgende neue oder geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Die Änderungen zu IFRS 7 (rev. 10/2010), Finanzinstrumente: Angaben, Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten, enthalten erweiterte Angabepflichten zur Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Betroffen sind solche Sachverhalte, bei denen ein Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert zwar auf eine Vertragspartei überträgt, aber noch bestimmte Rechte oder Pflichten aus diesem zurückbehält. Dadurch soll der Einfluss derartiger Transaktionen auf die Risikoexponierung und damit auf die finanzielle Lage von Unternehmen transparenter gemacht werden. Diese Änderung hat derzeit keine praktische Relevanz für Munich Re.

Die Änderungen zu IAS 12 (rev. 12/2010), Ertragsteuern - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte, betreffen den Sachverhalt, dass die Bewertung latenter Steuern davon abhängt, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Diese Abgrenzung ist in der Praxis häufig nicht eindeutig. Durch die Einführung einer widerlegbaren Vermutung wird nun klargestellt, dass die Realisierung des Buchwerts im Normalfall durch Veräußerung erfolgt. Grundsätzlich sind diese Änderungen verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen; ihre Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Dezember 2012. Da diese Klarstellung für Munich Re derzeit keine praktische Relevanz hat, ergaben sich aus dieser Verzögerung keine Konsequenzen.

Seit dem ersten Quartal 2012 haben wir die Berechnungsmethodik des technischen Zinses in den Erstversicherungs-Segmenten modifiziert. Davon ist insbesondere das Segment Erstversicherung Leben betroffen. Es werden nunmehr zusätzlich zu den bisher verwendeten Komponenten die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als neue Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert. Diese Änderung führt zu einer treffenderen Darstellung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Durch die Änderung ist der technische Zinsertrag im Geschäftsjahr 2012 im Segment Erstversicherung Leben höher, als er nach der bisherigen Methode gewesen wäre. Aufgrund des unangemessenen Umsetzungsaufwands kann der exakte Erhöhungsbetrag für die aktuelle Periode nicht ermittelt werden, für die Vorperiode ergab sich eine Steigerung von 55 Millionen €. Darin enthalten ist der Effekt aus der ebenfalls rückwirkend durchgeführten Korrektur einer Konsolidierungsbuchung. Darüber hinaus wurde der technische Zinsertrag im Segment Erstversicherung Gesundheit für die Vorperiode um 155 Millionen € verringert. Dies resultiert aus der Anpassung der Buchungslogik beim technischen Zins im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung aufgrund der durchkonsolidierten Segmentberichterstattung. Gemäß IAS 8.22 haben wir die Änderungen rückwirkend angewandt und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Außerdem wurde die Schätzung für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer verfeinert; diese wird seit dem ersten Quartal 2012 gemäß IAS 8.32 für zukünftige Perioden angewandt.

Die Reserveprämie der Produkte eines ausländischen Tochterunternehmens, die unter FAS 97 fallen, wurde bisher entsprechend den lokalen Rechnungslegungsvorschriften als Beitragseinnahme ausgewiesen. Diese Reserveprämie haben wir nun analog den Vorschriften des FAS 97 wie eine Depoteinlage erfolgsneutral erfasst. Gemäß IAS 8.41 haben wir die Änderung rückwirkend angewandt und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Diese Anpassung wirkt sich nicht auf die Konzernbilanz aus. Die Anpassungen gemäß IAS 8 hatten auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2011 folgende Auswirkungen:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Mio. € 2011 wie ursprünglich ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 im Jahr 2011 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 49.572 -120 49.452
1. Verdiente Beiträge      
Brutto 49.134 -120 49.014
Netto 47.412 -120 47.292
2. Technischer Zinsertrag 5.897 -100 5.797
3. Leistungen an Kunden      
Brutto 42.323 -120 42.203
Netto 41.034 -120 40.914
5. Versicherungstechnisches Ergebnis 286 -100 186
9. Umgliederung Technischer Zinsertrag -5.897 100 -5.797
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis 894 100 994

Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards

Alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards beabsichtigt Munich Re erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden.

Aufgrund der Änderung von IAS 1 (rev. 06/2011), Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses, sind im sonstigen Gesamtergebnis nun die Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, und solche, bei denen dies nicht der Fall ist, getrennt voneinander auszuweisen. Damit soll die Darstellung dieser Posten verbessert und eine Angleichung von IFRS und US GAAP erreicht werden. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen; sie wurden im Juni 2012 in das europäische Recht übernommen.

Sofern im Folgenden nicht gesondert angegeben, sind die aufgeführten Standards erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Lediglich die Änderungen im Rahmen des Jährlichen Verbesserungsprozesses, des IFRS 9, Finanzinstrumente, sowie die Folgeänderungen an den gruppenspezifischen Standards (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und IAS 27) wurden noch nicht in europäisches Recht übernommen. Für die übrigen Standards erfolgte die Übernahme im Juni bzw. Dezember 2012.

Mit IFRS 9 (11/2009 sowie rev. 10/2010), Finanzinstrumente, werden die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten abgelöst. Wegen seiner Komplexität ist das gesamte Projekt in drei Phasen unterteilt. Die bislang in IFRS 9 verabschiedeten Neuregelungen aus der ersten Phase des Projekts betreffen insbesondere die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Demnach soll für finanzielle Vermögenswerte künftig grundsätzlich nur noch zwischen einer Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu beizulegenden Zeitwerten mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen unterschieden werden. Die Unterscheidung ist auf Basis des Geschäftsmodells des Unternehmens sowie der vertraglichen Zahlungsströme der Vermögenswerte zu treffen. Zusätzlich ist für Eigenkapitalinstrumente auch eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten ohne Buchung über die Gewinn- und Verlustrechnung möglich. Allerdings ist es dann nicht zulässig, einmal erfolgsneutral erfasste Wertänderungen erfolgswirksam umzubuchen. Die Möglichkeit einer freiwilligen Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Option) bleibt ebenfalls erhalten. Für finanzielle Verbindlichkeiten ändern sich die Bewertungsvorschriften nicht, mit der Ausnahme, dass bei Nutzung der Fair Value Option Wertänderungen aufgrund der Änderung der Bonität des Unternehmens künftig erfolgsneutral zu erfassen sind.

Die beiden anderen Phasen des Projekts befassen sich mit den Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Während die Diskussion zur Erfassung von Sicherungsbeziehungen praktisch abgeschlossen ist und diese Neuregelung kurzfristig in den IFRS 9 integriert werden soll, wird das IASB für die Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen zunächst einen weiteren Standardentwurf veröffentlichen.

Außerdem hat das IASB im November 2012 einen Standardentwurf veröffentlicht, der eine erneute Änderung der neuen Bewertungsvorschriften vorsieht. Demnach soll ermöglicht werden, in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen sowie einem zusätzlich definierten Geschäftsmodell, das eine Veräußerungsabsicht beinhaltet, auch künftig bestimmte Schuldtitel erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Ursprünglich sah IFRS 9 eine verpflichtende Erstanwendung der neuen Regelungen ab 2013 vor. Da sich die Diskussionen der noch offenen Projektphasen länger hinziehen als ursprünglich geplant, wurde dieser Zeitpunkt über einen Standard zur Änderung von IFRS 9 und IFRS 7 (rev. 12/2011) auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

IFRS 10 (05/2011), Konzernabschlüsse, ersetzt die Regelungen von IAS 27 und SIC 12 und schafft eine einheitliche Definition für Beherrschung, die unabhängig davon ist, ob diese aufgrund von gesellschaftsrechtlichen, vertraglichen oder wirtschaftlichen Gegebenheiten vorliegt. Eigenständige Regelungen für Zweckgesellschaften gibt es nicht mehr. Beherrschung liegt dann vor, wenn ein Investor die für den wirtschaftlichen Erfolg relevanten Geschäftsaktivitäten einer Einheit bestimmen kann und ihm die daraus resultierenden Rückflüsse zustehen. Des Weiteren adressiert IFRS 10 bisher nicht geregelte Einzelsachverhalte. Hierzu zählt insbesondere die Regelung, dass im Fall von Präsenzmehrheit regelmäßig auch ohne Stimmrechtsmehrheit Beherrschung vorliegen kann. Die Auswirkungen des neuen Standards auf den Konsolidierungskreis von Munich Re werden derzeit geprüft.

IFRS 11 (05/2011), Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements), definiert gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und regelt deren bilanzielle Abbildung. Die Änderungen gegenüber IAS 31, Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, betreffen insbesondere die Abschaffung des Wahlrechts zur Quotenkonsolidierung von Joint Ventures, die geänderte Definition von gemeinschaftlicher Führung (Joint Control) sowie die Erweiterung des Anwendungsbereichs einer Joint Operation. Hierunter können jetzt auch in ein separates Vehikel ausgelagerte Sachverhalte fallen. Die Abschaffung der Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung hat für Munich Re keine Auswirkungen, da wir von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch machen. Vielmehr wenden wir bereits heute grundsätzlich die Equity-Methode an. Die Auswirkungen der beiden anderen Änderungen werden derzeit analysiert.

IFRS 12 (05/2011), Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, bündelt die Anhangangaben zu Sachverhalten der Anwendungsbereiche von IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28. Zielsetzung des Standards ist, Information über Art, Risiko und Implikation der Anteile an anderen Unternehmen auf den Konzernabschluss anzugeben. Entsprechend sind umfassendere Angaben als bisher gefordert. Insbesondere verlangt IFRS 12 Angaben zu nicht konsolidierten Zweckgesellschaften, nicht beherrschenden Anteilen, Ermessensspielräumen und Annahmen bei der Einschätzung der Art der Unternehmensverbindung sowie detaillierte Angaben zu jedem wesentlichen Joint Arrangement. In welchem Umfang Munich Re im Detail von den erweiterten Offenlegungspflichten betroffen ist, wird derzeit geprüft.

IAS 27 (rev. 05/2011), Einzelabschlüsse, regelt nun ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Anteilen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen nach IFRS, einschließlich der relevanten Anhangangaben. Die Definition von Beherrschung sowie die bilanzielle Abbildung von Tochterunternehmen in Konzernabschlüssen werden jetzt durch IFRS 10 bestimmt. Der Standard hat keine Auswirkung auf Munich Re, da die Regelungen für Einzelabschlüsse nach IFRS unverändert geblieben sind.

IAS 28 (rev. 05/2011), Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, enthält insbesondere Folgeänderungen aus der Veröffentlichung von IFRS 11 und IFRS 12. Unter anderem wurden die bilanzielle Abbildung von Joint Ventures sowie die bisher in SIC 13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen, geregelten Sachverhalte in den Standard integriert. Auch sind Anteile an assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures, die beispielsweise von offenen Investmentfonds oder fondsgebundenen Versicherungen gehalten werden, nicht mehr vom Anwendungsbereich des Standards ausgeschlossen. Vielmehr besteht für diese nun ein Wahlrecht zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen für Munich Re.

Nach den Vorgaben des IASB wären IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sowie die Änderungen an IAS 27 und IAS 28 erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Bei der Übernahme in das europäische Recht wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt jedoch um ein Jahr verschoben, sodass die betreffenden Standards von Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union erstmals verpflichtend anzuwenden sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen; eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Im Juni 2012 hat das IASB einen IFRS "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen" (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) (06/2012) veröffentlicht, mit dem klargestellt wird, dass eine retrospektive Anpassung bei Erstanwendung dieser Standards lediglich für eine Periode durchzuführen ist. Sofern die Erstanwendung keine Änderung der Einbeziehungspflicht einer Einheit - zum Zeitpunkt der Erstanwendung - herbeiführt, ist außerdem keine retrospektive Anpassung durchzuführen. Darüber hinaus wurde die Pflicht zur retrospektiven Anpassung für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten aufgehoben. Die Auswirkungen der Änderungen für Munich Re werden derzeit analysiert. Die Änderungen sind grundsätzlich verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in europäisches Recht rechnen wir jedoch damit, dass auch für diese Änderungen der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt in der Europäischen Union um ein Jahr verschoben wird.

Mit dem IFRS "Investmentgesellschaften" (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) (10/2012) wird eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften eingeführt und geregelt, dass Investmentgesellschaften künftig grundsätzlich von der Verpflichtung befreit werden, ihre Tochterunternehmen zu konsolidieren. Vielmehr müssen sie diese zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten. Für Mutterunternehmen von Investmentgesellschaften, die selbst keine Investmentgesellschaft darstellen, gilt die Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nicht. Außerdem werden zusätzliche Offenlegungspflichten für Investmentgesellschaften ergänzt. Für Munich Re haben die Änderungen keine Relevanz; sie sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IFRS 13 (05/2011), Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, regelt, wie die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zu erfolgen hat, sofern ein anderer Standard eine derartige Zeitwertbewertung oder eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts im Anhang vorschreibt. Das heißt, der Standard regelt nicht, welche Positionen zum Zeitwert zu bewerten sind. Dabei ändert IFRS 13 die Definition des beizulegenden Zeitwerts dahingehend, dass dieser nun als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen charakterisiert wird. Der Standard enthält detaillierte Vorgaben, wie die Zeitwerte für verschiedene Arten von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten zu ermitteln sind. Zusätzlich werden weitergehende Anhangangaben gefordert, beispielsweise wird die Angabe der Bewertungshierarchie, die bislang nach IFRS 7 nur für Finanzinstrumente erforderlich ist, nun auf alle zum Zeitwert bewerteten Positionen ausgedehnt. Auf Grundlage von IFRS 13 haben wir geprüft, ob die Ermittlung der Zeitwerte bei Munich Re mit den neuen Vorschriften in Einklang steht; sofern erforderlich, werden wir Anpassungen bei der Bewertung vornehmen. Außerdem sind die neuen Anhangangaben umzusetzen.

Die Änderungen, die im Projekt "Jährliche Verbesserungen an den IFRS" im Mai 2012 veröffentlicht wurden, betreffen IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, wobei dieser nur Regelungen für IFRS-Erstanwender enthält und damit für Munich Re grundsätzlich ohne Relevanz ist, sowie IAS 1, Darstellung des Abschlusses, IAS 16, Sachanlagen, IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, IAS 34, Zwischenberichterstattung, und als Folgeänderung die Interpretation IFRIC 2, Geschäftsanteile an Genossenschaften und ähnliche Instrumente. Lediglich die Änderung des IAS 1, Darstellung des Abschlusses, ist für Munich Re von praktischer Bedeutung, wobei es sich hierbei um eine Erleichterung gegenüber den bisherigen Regelungen handelt. Sofern bei einer rückwirkenden Änderung der Bilanzierungsmethoden oder bei einer rückwirkenden Anpassung oder Umgliederung von Abschlusspositionen nach IAS 8 eine verpflichtende dritte Vergleichsbilanz zu veröffentlichen ist, ist es nicht mehr erforderlich, die zugehörigen Anhangangaben zu erstellen.

Durch die Änderungen des IAS 19 (rev. 06/2011), Leistungen an Arbeitnehmer, wird das Wahlrecht für die Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, insbesondere die Korridormethode, abgeschafft. Diese Gewinne und Verluste müssen nun zwingend erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Weiterhin wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei rückwirkenden Planänderungen sofort erfolgswirksam erfasst. Die Erträge des Planvermögens werden nun anhand des Diskontierungszinssatzes für den Barwert der Verpflichtung bestimmt. Verwaltungskosten und Steuern, die der Plan zahlen muss, sind von den Erträgen abzuziehen. Die Vorschriften für die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts wurden integriert und präzisiert. Außerdem werden zusätzliche Angaben im Anhang gefordert, zum Beispiel eine Analyse der Pensionsverpflichtung in Bezug auf ihre Risiken und Sensitivitätsanalysen für die versicherungsmathematischen Annahmen. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf Munich Re haben. Die erweiterten Anhangangaben sind umzusetzen.

Mit der Änderung von IAS 32 (rev. 12/2011), Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, und IFRS 7 (rev. 12/2011), Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, erfolgt die Klarstellung einiger Details in Bezug auf die Zulässigkeit der Saldierung von Finanzaktiva und -passiva. Zusätzlich werden neue Angaben im Anhang eingeführt. Anzugeben sind die Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die jedoch nicht den bilanziellen Saldierungsanforderungen genügen. Die neuen Pflichtangaben sind ab 1. Januar 2013, die Klarstellungen ab 1. Januar 2014 verpflichtend. Derzeit gehen wir davon aus, dass diese Änderungen für Munich Re keine praktische Bedeutung haben.

IFRIC Interpretation 20 (10/2011), Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks, stellt klar, in welchen Fällen Abraumbeseitigungskosten zu aktivieren sind und wie der daraus resultierende Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz sowie in den Folgeperioden zu bewerten ist. Diese Interpretation hat für Munich Re keine praktische Relevanz.

Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss beziehen wir gemäß IAS 27 die Münchener Rück AG (Mutterunternehmen) und alle Unternehmen ein, an denen die Münchener Rück AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt (Tochterunternehmen). Zweckgesellschaften, zum Beispiel Spezialfonds, werden gemäß SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogen, wenn die wirtschaftliche Betrachtung zeigt, dass seitens Munich Re Beherrschung vorliegt.

Anzahl konsolidierter Tochterunternehmen1

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 98 233 331
Zugänge 10 22 32
Abgänge - 15 15
31.12. Geschäftsjahr 108 240 348

1 Zudem wurden 62 inländische und 2 ausländische Spezialfonds in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe tabellarisch dargestellt:

Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschung

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Mio. € 2012 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -274 -348
Nicht zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung - -
Zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -274 -348
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung erlangt wurde 14 38
Gesamt -260 -310

Übernommenes Nettovermögen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativer Unterschiedsbetrag 19 44
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 190 130
Kapitalanlagen 253 250
Zahlungsmittel 14 38
Sonstige Vermögenswerte 41 80
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) - 29
Sonstige Schulden -243 -70
Gesamt 274 501

Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschung

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Mio. € 2012 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für den Verlust der Beherrschung 39 534
Nicht zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung - -
Zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung 39 534
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung verloren wurde -4 -36
Gesamt 35 498

Abgehendes Nettovermögen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert - -
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 6
Kapitalanlagen 172 595
Zahlungsmittel 4 36
Sonstige Vermögenswerte 37 51
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) -95 -373
Sonstige Schulden -41 -286
Gesamt 79 29

Aus dem Verkauf unserer vollkonsolidierten Tochtergesellschaften American Modern Life Insurance Company, Amelia, Ohio, und Southern Pioneer Life Insurance Company, Jonesboro, Arkansas, resultiert ein Abgangsgewinn in Höhe von insgesamt 4 Millionen €, aus dem Verkauf der ERGO Daum Direct General Insurance Co. Ltd., Seoul, ein Verlust in Höhe von 25 Millionen €. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Ferner war aus dem Verkauf der ERGO Daum Direct General Insurance Co. Ltd., Seoul, ein Verlust von 6 Millionen €, der in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten war, von den übrigen Rücklagen ins sonstige nicht operative Ergebnis umzugliedern.

Weitere Erläuterungen zu unseren Abgängen aus dem Verlust der Beherrschung finden Sie im Abschnitt Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva unter (17) Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte.

Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres

Am 6. Juni 2012 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Solarparkbetriebsgesellschaft Magaz Fotovoltaica, S.L.U. (Magaz), Alcobendas, Spanien, von der BP Solar España (BP Solar), S.A.U., Alcobendas, Spanien, sowie die Photovoltaik-Anlage der BP Solar. Die Photovoltaik-Anlage gehört mit der Transaktion zum Vermögen der Magaz.

Für den Erwerb der Magaz und der Photovoltaik-Anlage wurde ein Kaufpreis von 26,2 Millionen € gezahlt. Bedingte Kaufpreisanpassungen wurden vertraglich nicht vereinbart. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Erwerb der Anteile der erworbenen Gesellschaft in Höhe von 4,6 Millionen € sowie aus einer Barkapitalerhöhung bei der Magaz für den Erwerb der Photovoltaik-Anlage in Höhe von 21,6 Millionen €. Den aus der Transaktion rechnerisch resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert von 5,2 Millionen € haben wir nach Werthaltigkeitsprüfung in voller Höhe abgeschrieben.

Am 29. Juni 2012 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Solarparkgesellschaft Sun Energy & Partners S.r.l. (SunEnergy), Brindisi, Italien, von SunEdison Solar B.V., Amsterdam, Niederlande. SunEnergy betreibt eine Photovoltaik-Anlage in der Nähe des Stadtgebiets von Brindisi (Lecce, Region Apulien, Italien). Für den Erwerb der SunEnergy wurde ein Kaufpreis von 75,2 Millionen € gezahlt. Bedingte Kaufpreisanpassungen wurden vertraglich nicht vereinbart. Der aus der Transaktion rechnerisch resultierende negative Unterschiedsbetrag von 4,6 Millionen € wurde nach gutachterlicher Überprüfung aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Am 6. Juli 2012 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an sechs Windparkgesellschaften. Das Windparkportfolio besteht aus bereits in Betrieb befindlichen Windparks, die in verschiedenen Regionen Deutschlands liegen und mit insgesamt 19 Windkraftanlagen über eine installierte Leistung von 48 Megawatt verfügen.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag über Kommanditanteile und Vereinbarung über den Wechsel der Komplementärgesellschaften hat die MR RENT-Investment GmbH, München, von der wpd onshore GmbH & Co. KG, Bremen, jeweils sämtliche Kommanditanteile folgender Windparkgesellschaften (wpd) erworben:

Windpark Borghorst-Laer GmbH & Co. KG, Bremen

Windpark Westeregeln GmbH & Co. KG, Bremen

Windpark Markee 6 GmbH & Co. KG, Bremen

Windpark Dargelütz GmbH & Co. KG, Bremen

Windpark Kladrum-Zölkow GmbH & Co. KG, Schwerin

Einzelanlage Frauenmark I GmbH & Co. KG, Bremen

Der Kaufpreis für die Windparkgesellschaften beträgt 27,3 Millionen € und wurde in bar bezahlt. Der Kaufpreis enthält verschiedene bedingte Kaufpreiskomponenten in unwesentlicher Höhe. Den aus der Transaktion rechnerisch resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert von 1,4 Millionen € haben wir nach Werthaltigkeitsprüfung in voller Höhe abgeschrieben.

Am 10. August 2012 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften MR RENT UK Investment Limited, London, und Bagmoor Holdings Limited, London, 100% der stimmberechtigten Anteile an drei Windparks in Großbritannien. Das übernommene Portfolio umfasst die Windparks Tir Mostyn in North Wales, Scout Moor in der Nähe von Manchester und Bagmoor in Lincolnshire.

Das Windparkportfolio (Bagmoor/Scout Moor/Tir Mostyn) setzt sich aus den folgenden Gesellschaften zusammen:

Bagmoor Wind Limited, Bristol

Scout Moor Group Limited, Manchester

Scout Moor Wind Farm Limited, Manchester

Scout Moor Holdings (No.1) Limited, Manchester

Scout Moor Holdings (No.2) Limited, Manchester

Scout Moor Wind Farm (No.2) Limited, Manchester

UK Wind Holdings Limited, London

Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London

Für den Erwerb der Windparks wurde ein Kaufpreis von 114,3 Millionen £ (145,6 Millionen €) in bar und vollständig aus eigenen Mitteln gezahlt. Bedingte Kaufpreisanpassungen wurden vertraglich nicht vereinbart. Den aus der Transaktion rechnerisch resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert von 17,6 Millionen € haben wir nach Werthaltigkeitsprüfung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Unternehmenserwerbe sind Teil des Programms RENT (Renewable Energy and New Technologies), durch das Munich Re in erneuerbare Energien und neue Umwelttechnologien investiert.

Die beizulegenden IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaften zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

Beizulegende IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt

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Mio. € Magaz SunEnergy wpd Bagmoor/ Scout Moor/ Tir Mostyn
Kaufpreis 26 75 27 146
Zahlungsmittel 26 75 27 146
Eingegangene Schulden - - - -
Erworbene Vermögenswerte 22 90 85 301
Immaterielle Vermögenswerte 8 19 21 142
Kapitalanlagen 9 52 54 138
Forderungen1 1 10 1 1
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand - - 4 10
Aktive Steuerabgrenzung 4 5 5 8
Weitere Aktiva - 4 - 2
Übernommene Schulden 1 10 59 173
Sonstige Rückstellungen - - 1 2
Verbindlichkeiten - 3 53 124
Passive Steuerabgrenzung 1 7 5 47
Weitere Passiva2 - - - -
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossene Erlöse seit Erwerbszeitpunkt 2 6 3 8
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossenes Ergebnis seit Erwerbszeitpunkt - 2 -2 -4
Beiträge zu den Konzernerlösen, wäre der Unternehmens- zusammenschluss am 1. Januar 2012 erfolgt3 4 11 7 22

1 Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Transaktionen erworbenen Forderungen entspricht dem Buchwert. Zum Erwerbszeitpunkt werden keine Forderungsausfälle erwartet.
2 Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten, bedingte Leistungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 identifiziert.
3 Die Veränderung des Konzernergebnisses kann aufgrund der fehlenden Datengrundlage zum Jahresanfang nicht verlässlich bestimmt werden.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Bilanzstichtag der einbezogenen Unternehmen ist grundsätzlich der 31. Dezember. Spezialfonds haben zum Teil andere Bilanzstichtage; diese Fonds werden auf der Basis von Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Um das Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ermitteln, setzen wir die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens oder der Zweckgesellschaft mit ihren beizulegenden Zeitwerten an. Die im Austausch für die erworbenen Anteile übertragene Gegenleistung wird mit dem auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Jahresergebnisse, welche die Tochterunternehmen oder Zweckgesellschaften nach der Erstkonsolidierung erwirtschaftet haben, sind im Eigenkapital des Konzerns enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus konzerninternen Geschäften resultieren, werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Assoziierte Unternehmen

Als assoziiert gelten nach IAS 28 alle Unternehmen, die nicht Tochter- oder Gemeinschaftsunternehmen sind und bei denen die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben. Bei Anteilen an Unternehmen zwischen 20% und 50% der Stimmrechte wird davon ausgegangen, dass es sich um assoziierte Unternehmen handelt, es sei denn, die Vermutung des maßgeblichen Einflusses ist widerlegt.

Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 21 28 49
Zugänge 2 4 6
Abgänge - 3 3
31.12. Geschäftsjahr 23 29 52

Anzahl der übrigen assoziierten Unternehmen (nicht nach der Equity-Methode bewertet)

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 43 11 54
Zugänge - - -
Abgänge 1 1 2
31.12. Geschäftsjahr 42 10 52

Erläuterungen zu den Bewertungsmethoden der Anteile an assoziierten Unternehmen finden Sie unter Aktivposten B - Kapitalanlagen.

Aktivseite

A Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden planmäßig mindestens einmal jährlich sogenannten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) gemäß IAS 36 unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir zusätzlich außerplanmäßige Werthaltigkeitstests durch. Zur Werthaltigkeitsprüfung sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf ergibt sich aus dem Vergleich des Buchwerts (inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren erzielbarem Betrag. Der erzielbare Betrag ist das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Soweit der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert, wird in Höhe der Differenz eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfasst. Ist der Wertminderungsbedarf einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten größer als der Buchwert der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, so wird die Differenz grundsätzlich anteilig auf die anderen relevanten Vermögenswerte der Einheit oder Gruppe von Einheiten auf Basis von deren Buchwerten verteilt. Hierbei werden die Buchwerte jedoch maximal auf den höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, Nutzungswert und null vermindert.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend erworbene Versicherungsbestände, selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen.

Die erworbenen Versicherungsbestände setzen wir bei Erwerb mit dem Bestandsbarwert (PVFP - Present Value of Future Profits) an. Dieser bestimmt sich als der Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt entsprechend der Realisierung der Überschüsse aus den Versicherungsbeständen, die der PVFP-Berechnung zugrunde liegen. Die erworbenen Versicherungsbestände werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 (Liability Adequacy Test) auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen zu Passivposten C. Die Abschreibungen weisen wir unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb aus.

Selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Selbst geschaffene und sonstige Software wird linear mit 20% bis 33% über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, im Ausnahmefall mit mindestens 10% über einen Zeitraum bis zu zehn Jahren, planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und planmäßigen Abschreibungssätze der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenstämme betragen 2 bis 17 Jahre bzw. 6% bis 50%, die der Markennamen 1 bis 30 Jahre bzw. 3% bis 100%; die planmäßige Abschreibung erfolgt einheitlich nach der linearen Methode. Sofern erforderlich, werden die Bestände außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Ab- und Zuschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die Aufwendungen für Kapitalanlagen, auf die Leistungen an Kunden und auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verteilt. Sofern keine Zuordnung auf die Funktionsbereiche möglich ist, werden die Ab- und Zuschreibungen unter den sonstigen nicht operativen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen.

B Kapitalanlagen

Grundstücke und Bauten in den Kapitalanlagen betreffen fremdgenutzte Objekte. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Unterhaltskosten erfassen wir als Aufwand. Bauliche Maßnahmen werden grundsätzlich ab 5% der bisherigen historischen Gebäudeanschaffungs-/-herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen überwiegend zwischen 40 und 55 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfassen wir in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen für Kapitalanlagen, Zuschreibungen als Erträge aus Kapitalanlagen.

Anteile an verbundenen Unternehmen, die wir wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidieren, setzen wir grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Soweit die Anteile an einer Börse notiert sind, verwenden wir die Börsenwerte zum Bilanzstichtag (Marktwerte); bei nicht notierten Anteilen wird der beizulegende Zeitwert nach dem Ertragswert- oder dem Net-Asset-Value-Verfahren bestimmt. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts verbuchen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten.

Anteile an assoziierten Unternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital, das auf den Konzern entfällt. Der Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens, der den Konzern betrifft, ist im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen; bei Jahresabschlüssen wesentlicher assoziierter Unternehmen werden gemäß IAS 28.27 für den Konzernabschluss angemessene Anpassungen an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Munich Re vorgenommen; außerordentliche Sachverhalte werden phasengleich berücksichtigt, wenn sie für die zutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind. Anteile an assoziierten Unternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Um diesen zu bestimmen, verwenden wir die Börsenwerte zum Bilanzstichtag, falls die Anteile an einer Börse notiert sind; bei nicht notierten Anteilen wird der beizulegende Zeitwert nach dem Ertragswert- oder dem Net-Asset-Value-Verfahren ermittelt. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts verbuchen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten.

Darlehen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Abschreibungen nehmen wir insoweit vor, als mit der Rückzahlung eines Darlehens nicht mehr zu rechnen ist.

Festverzinsliche Wertpapiere, die wir mit der Absicht erwerben, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen werden, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Liegen als Zeitwerte keine Preisnotierungen auf aktiven Märkten vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern und der Beträge, die bei Lebens- und Krankenversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Handelsbestände umfassen alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die wir erworben haben, um damit zu handeln und kurzfristig Gewinne aus Kursveränderungen und Kursdifferenzen zu erzielen. Zudem gehören alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen, sowie positive Zeitwerte von Versicherungsderivaten und von derivativen Bestandteilen, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden, zu den Handelsbeständen. Bei den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, handelt es sich um strukturierte Wertpapiere. Diese Klassifizierung kann nur zum Zugangszeitpunkt vorgenommen werden; eine Umgliederung in diese Kategorie in späteren Perioden ist nicht möglich.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Zeitwerte keine Preisnotierungen auf aktiven Märkten vor, bestimmen sich die Wertansätze insbesondere bei Derivaten nach anerkannten Bewertungsmethoden. Dabei verwendet Munich Re eine Vielzahl von Bewertungsmodellen; Einzelheiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Bewertungsmodelle

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Derivate Preismethode Parameter Preismodell
Aktien- und Indexrisiken      
Börsennotierte Aktienoptionen Notierter Kurs - -
OTC Aktienoptionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Dividendenrendite Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.) Monte-Carlo-Simulation
Aktien-Forwards Theoretischer Kurs Geldmarktzinssatz Aktienkurs Dividendenrendite Barwert-Methode
Aktien-/Index-Futures Notierter Kurs - -
Zinsrisiken      
Zins-Swaps Theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Swaptions/Zinsgarantie Theoretischer Kurs At the money-Volatilitätsmatrix und Skew Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Black-76
Zins-Währungs-Swaps Theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Devisenkassakurse Barwert-Methode
Zins-Futures Notierter Kurs - -
Inflations-Swaps Theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap Sätze Geldmarkt-Zinsstrukturkurve, Swap-Kurve Barwert-Methode
Renten-Futures Notierter Kurs - -
Börsennotierte Optionen auf Renten-Futures Notierter Kurs - -
Währungsrisiken      
Devisenoptionen Theoretischer Kurs At the money-Volatilität Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Garman-Kohlhagen
Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Sonstige Geschäfte      
Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) Theoretischer Kurs Marktwerte der Katastrophenanleihen Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Versicherungsderivate (Variable Annuities) Theoretischer Kurs Biometrische Raten und Stornoraten Volatilitäten Zinsstrukturkurve Devisenkassakurse Barwert-Methode
Credit-Default-Swaps Theoretischer Kurs Credit Spreads Recovery-Rates Zinsstrukturkurve Barwert-Methode ISDA CDS Standard Model
Total-Return-Swaps auf Commodities Theoretischer Kurs Notierung Underlying Index Indexverhältnisberechnung
Commodity-Optionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)

Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots; wir bilanzieren sie mit dem Nominalbetrag.

Die sonstigen Kapitalanlagen setzen sich zusammen aus Einlagen bei Kreditinstituten, Anlagen in regenerative Energien sowie Forstinvestments. Die Einlagen bei Kreditinstituten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Anlagen in regenerative Energien bilanzieren wir grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten; die planmäßige Abschreibung erfolgt linear mit mindestens 5% über eine Nutzungsdauer von höchstens 20 Jahren. Außerdem werden diese Bestände zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und, sofern erforderlich, außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Forstinvestments werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bewertet.

Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihe

Im Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr wird eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den Sonstigen Kapitalanlagen, Einlagen bei Kreditinstituten, ausgewiesen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Bilanz aus, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben; von uns entliehene Wertpapiere werden beim Verleiher bilanziert. Gebühren aus der Wertpapierleihe zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Ansatz von Finanzinstrumenten

Wir erfassen finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

IAS 39 definiert als Zeitwert eines Finanzinstruments den Betrag, zu dem finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht oder beglichen werden können.

Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 7 zu. Diese Bewertungshierarchie sieht drei Levels für die Bewertung vor. Basis der Zuordnung ist zunächst die ökonomische Anlageklasse. Nur wenn diese nicht zu einer sachgerechten Zuordnung führt, weichen wir im Einzelfall von dieser Vorgehensweise ab.

Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt.

Bei Level 1 handelt es sich um unbereinigte notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Ein Markt gilt als aktiv, sofern Transaktionen in ausreichender Häufigkeit und ausreichendem Umfang stattfinden und somit laufend Kursinformationen zur Verfügung stehen. Da ein notierter Preis auf einem aktiven Markt die zuverlässigste Indikation des beizulegenden Zeitwerts bestimmt, ist dieser bei Verfügbarkeit stets zu berücksichtigen. Wir haben dieser Hierarchiestufe überwiegend Aktien, Investmentfonds (mit Ausnahme von Immobilienfonds) und festverzinsliche Wertpapiere (Inhaberschuldverschreibungen) zugeordnet, für die entweder ein Börsenkurs verfügbar ist oder für die Preise von einem Preisanbieter zur Verfügung gestellt werden, die auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Ebenso ordnen wir börsengehandelte Derivate Level 1 zu.

Bei den Kapitalanlagen, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Hierzu verwenden wir für das zu bewertende Finanzinstrument Parameter, die am Markt - direkt oder indirekt - zu beobachten sind, bei denen es sich jedoch nicht um notierte Marktpreise handelt. Sofern das Instrument eine festgelegte Vertragslaufzeit besitzt, müssen die für die Bewertung verwendeten Parameter über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Dieser Hierarchiestufe haben wir überwiegend Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere sowie nicht börsengehandelte Derivate zugeordnet.

Bei Kapitalanlagen, die Level 3 zugeordnet werden, verwenden wir Bewertungsmethoden, die auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basieren. Dies ist nur zulässig, sofern keine beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Annahmen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten verfügbaren Informationen, einschließlich unternehmensinterner Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um Investitionen in Private Equity, in regenerative Energien (RENT) sowie Immobilienfonds, um bestimmte Kreditstrukturen und um Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Auch die Versicherungsderivate sowie derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden, ordnen wir Level 3 zu.

Veränderungen einzelner Parameter können aufgrund ihrer Hebelwirkung den ausgewiesenen Zeitwert der nach Level 3 bewerteten Instrumente erheblich beeinflussen. Wenn wir im Einzelfall derartige Anpassungen bei der Bewertung vornehmen, erläutern wir die daraus resultierenden Auswirkungen.

Nettoergebnis aus Kapitalanlagen

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode, das heißt, eventuell vorhandene Auf- oder Abgelder werden den Anschaffungskosten bis zur Fälligkeit ergebniswirksam ab- oder hinzugerechnet.

Wertminderungen (Impairment)

Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten bzw. Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Wertminderungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste derartiger Hinweise auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen werden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gehen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert im Betrachtungszeitpunkt mindestens 20% oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen liegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen werden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen.

Wir ermitteln die Anschaffungskosten auf der Basis der durchschnittlichen Gesellschaftseinstandskurse. Die Abschreibung erfolgt bei Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag, das heißt grundsätzlich auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Bereits einmal wertberichtigte Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter werden bei einem weiteren Absinken des beizulegenden Zeitwerts sofort erfolgswirksam abgeschrieben. Diese erfolgswirksam erfassten Wertminderungen dürfen nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht werden. Fallen die Gründe für die Abschreibung bei festverzinslichen Wertpapieren oder Darlehen weg, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor.

C Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Hierbei handelt es sich um Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Wir bilanzieren sie zum Marktwert. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen berücksichtigt. Ihnen stehen Veränderungen der entsprechenden versicherungstechnischen Rückstellungen (Passivposten D) in gleicher Höhe gegenüber, die in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen werden. In die Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen gehen zudem noch Veränderungen aus zusätzlichen Beitragsbestandteilen ein, die zu passivieren sind. Indem wir diese Kapitalanlagen erfolgswirksam zu Marktwerten bewerten, vermeiden wir Bewertungsinkongruenzen, die sich ansonsten durch die abweichende Bewertung der korrespondierenden Rückstellungen ergeben würden.

D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile unserer Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ermitteln wir gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den jeweiligen versicherungstechnischen Rückstellungen; siehe die Erläuterungen zu Passivposten C. Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.

E Forderungen

Wir setzten die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Bei der Werthaltigkeitsprüfung unserer Forderungen prüfen wir grundsätzlich zunächst, ob einzelne Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind. Ist dies nicht der Fall sowie bei unwesentlichen Posten, führen wir die Werthaltigkeitsprüfung auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen durch. Dabei werden solche Forderungen nicht berücksichtigt, für die bereits eine Einzelwertberichtigung gebildet wurde. Die Höhe des voraussichtlichen Verlusts ergibt sich aus der jeweiligen Differenz der fortgeführten Anschaffungskosten und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Wertminderungen setzen wir grundsätzlich direkt aktivisch - ohne ein Wertberichtigungskonto einzuschalten - von den betroffenen Positionen ab. Fallen die Gründe für die Abschreibung weg, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor.

Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen.

F Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Die Zahlungsmittelbestände weisen wir mit ihrem Nennwert aus.

G Aktivierte Abschlusskosten

In den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die unmittelbar bei Abschluss oder Verlängerung von Versicherungsverträgen anfallen. In der Lebensversicherung sowie der langfristigen Krankenerstversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Dies geschieht entweder nach FAS 60 proportional zu den Beitragseinnahmen oder nach FAS 97 und FAS 120 proportional zu den erwarteten Bruttomargen der jeweiligen Verträge, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Zuordnung der einzelnen Verträge zu den relevanten FAS ist in den Erläuterungen zu Passivposten C dargestellt. Bei der Bestimmung des Abschreibungsbetrags berücksichtigen wir eine rechnungsmäßige Verzinsung sowie eine Bestandsveränderung durch den Abgang von Verträgen. In der Schaden- und Unfallversicherung, der kurzfristigen Krankenerstversicherung sowie der Krankenrückversicherung schreiben wir die aktivierten Abschlusskosten linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren ab. Die aktivierten Abschlusskosten werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 (Liability Adequacy Test) auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen zu Passivposten C.

H Aktive Steuerabgrenzung

Aktive latente Steuern müssen nach IAS 12 dann bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Steuersatz- und Steuergesetzänderungen, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, beachten wir. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit eine Realisierung wahrscheinlich ist.

I Übrige Aktiva

Übrige Aktiva bilanzieren wir grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die unter Übrige Aktiva ausgewiesenen eigengenutzten Grundstücke und Bauten werden bewertet wie unter B Kapitalanlagen - Grundstücke und Bauten dargestellt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird überwiegend linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen zwischen 1 und 50 Jahre. Sofern erforderlich, werden die eigengenutzten Grundstücke und Bauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Abschreibungen sowie die Zuschreibungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt.

Passivseite

A Eigenkapital

Der Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Die eigenen Aktien, welche die Münchener Rück AG zum Bilanzstichtag im Bestand hat, werden in Höhe des rechnerischen Werts vom Gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Teil der Anschaffungskosten, der über den rechnerischen Wert hinaus geht, wird von den Gewinnrücklagen abgezogen. Die Kapitalrücklage wird durch die extern verursachten Kosten, die unmittelbar mit Eigenkapitalmaßnahmen zusammenhängen, nach Berücksichtigung der Steuereffekte gemindert. Weiterhin enthält die Kapitalrücklage Gewinne aus der Veräußerung eigener Aktien durch die Münchener Rück AG.

Als Gewinnrücklagen weisen wir die Gewinne aus, die Konzernunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zu Munich Re erzielt und nicht ausgeschüttet haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst.

Die eigenen Aktien, die Tochterunternehmen von Munich Re zum Bilanzstichtag im Bestand haben, werden direkt von den Gewinnrücklagen abgesetzt.

Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von jederzeit veräußerbaren sonstigen Wertpapieren zu beizulegenden Zeitwerten, aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie an assoziierten Unternehmen, die wir nicht nach der Equity-Methode bewerten, werden in den übrigen Rücklagen berücksichtigt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen und die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in den übrigen Rücklagen ausgewiesen, ebenso das Bewertungsergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare sonstige Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter in diesem Eigenkapitalposten erfasst.

Die nicht beherrschenden Anteile bilanzieren wir als Teil des Eigenkapitals. Diese umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital konsolidierter Tochterunternehmen, die nicht zu 100% direkt oder indirekt der Münchener Rück AG gehören. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und Personengesellschaften werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den Anteil am Ergebnis, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, weisen wir im Konzernergebnis aus.

B Nachrangige Verbindlichkeiten

Nachrangige Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden dürfen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, das heißt vor Abzug des Anteils, der auf unsere Rückversicherer entfällt; siehe Erläuterungen zu Aktivposten D. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Abschlusskosten aus Versicherungsverträgen aktivieren wir und verteilen sie über die Laufzeit der Verträge; siehe Erläuterungen zu Aktivposten G. Grundlage für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen sind die Standards FAS 60, FAS 97 und FAS 120 der US GAAP. Kreditversicherungen werden nach den Vorschriften des IFRS 4 bilanziert.

Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Beiträge werden in der Erstversicherung für jeden Versicherungsvertrag taggenau abgegrenzt; in der Rückversicherung verwenden wir zum Teil Pauschalsätze, soweit die Daten nicht vorliegen, die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlich sind. Die Bildung von Beitragsüberträgen ist auf kurzfristiges Versicherungsgeschäft beschränkt, bei langfristigem Geschäft wird eine Deckungsrückstellung gebildet. Dies betrifft die Schadenversicherung sowie Teile der Unfall- und Krankenversicherung.

Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. Dies betrifft die Lebensversicherung sowie Teile der Kranken- und der Unfallversicherung, soweit das Geschäft nach Art des Lebensversicherungsgeschäfts betrieben wird. Bewertet wird in der Regel nach der prospektiven Methode, indem die Differenz der Barwerte der zukünftigen Leistungen und der zukünftigen Beiträge gebildet wird. In die Berechnung gehen biometrische Rechnungsgrundlagen ein, insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität, sowie Annahmen zur Kapitalanlageverzinsung, zum Storno und zu Kosten. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen adäquate Sicherheitsmargen, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigen.

In der Rückversicherung erfolgt die Bewertung teilweise individuell für jedes Einzelrisiko und teilweise kollektiv für rückgedeckte Bestände. Dafür werden biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, die auf Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen basieren. Sie werden für den jeweiligen rückversicherten Bestand an die beobachteten Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines Versicherungsfalls angepasst. Zinssätze werden so gewählt, dass sie die bestmögliche Schätzung der erwarteten Kapitalerträge widerspiegeln, abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Für den Großteil des Bestands werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und über die Laufzeit nicht verändert.

In der Erstversicherung wird in der Regel jedes Risiko individuell bewertet. In der deutschen Lebenserstversicherung werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet. Im übrigen Erstversicherungsgeschäft kommen hauptsächlich die Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen zum Einsatz. Diskontiert wird in der Lebenserstversicherung mit einem Rechnungszins, der durch den jeweiligen aufsichtsrechtlichen Höchstrechnungszins begrenzt ist. In der Krankenerstversicherung werden Zinssätze so gewählt, dass sie der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Kapitalerträge abzüglich eines Sicherheitsabschlags entsprechen.

Die Rechnungsgrundlagen werden angepasst, wenn dies aufgrund eines Angemessenheitstests nach IFRS 4 angezeigt ist.

Die Bewertung der Deckungsrückstellung erfolgt je nach Art des Vertrags nach FAS 60 (Lebenserstversicherung ohne erfolgsabhängige Überschussbeteiligung, Krankenerstversicherung sowie der überwiegende Teil der Rückversicherungsverträge), nach FAS 97 (Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Lebensrückversicherung für übernommene Verträge nach FAS 97) oder nach FAS 120 (Lebenserstversicherung mit erfolgsabhängiger Überschussbeteiligung).

Für Verträge nach FAS 60 ergibt sich die Deckungsrückstellung aus dem Barwert der geschätzten künftigen Versicherungsleistungen (einschließlich Schadenregulierungskosten) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung zukünftiger Versicherungsleistungen benötigt wird. Die Bewertung von Lebenserstversicherungsverträgen mit abgekürzter Beitragszahlung nach FAS 97 erfolgt grundsätzlich analog.

Bei allen übrigen Verträgen nach FAS 97 wird ein Konto geführt, auf dem Reserveprämien und Zinsgewinne gutgeschrieben sowie Risikobeiträge und Verwaltungskosten belastet werden; dabei sind nicht alle Gutschriften und Belastungen bei Vertragsabschluss vertraglich festgelegt. Die Deckungsrückstellung für Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung), wird unter Passivposten D gesondert ausgewiesen.

Bei Verträgen nach FAS 120 setzt sich die Deckungsrückstellung aus einer Rückstellung für Garantieleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der garantierten Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungskosten) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämien. Die Reserveprämie berechnet sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Beitragsanteils. Die Rechnungsgrundlagen stimmen im Regelfall mit denen der Beitragskalkulation überein. Die Rückstellung für Schlussüberschüsse wird anteilig mit einer festen Quote der erwarteten Bruttomargen aufgebaut. Dafür wird das gleiche Verfahren angewendet, nach dem die Tilgungsbeträge der aktivierten Abschlusskosten bestimmt werden.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Bilanzstichtag gebildet für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellung betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die wir individuell bestimmte Rückstellungen bilden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, deren Eintritt noch nicht bekannt ist (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar bekannt sind, aber deren Ausmaß später umfangreicher ist, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwendungen für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren) berücksichtigt. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden überwiegend nicht abgezinst; Ausnahmen gelten bei einigen Rückstellungen für Berufsunfähigkeitsrenten, Renten in der Arbeiterunfallversicherung und anderen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung, die wir diskontieren. Munich Re verwendet bei der Bestimmung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle eine Reihe aktuarieller Projektionsmethoden. Sie umfassen das Chain-Ladder- und das Bornhuetter-Ferguson-Verfahren. Bei der Anwendung der statistischen Verfahren betrachten wir Großschäden gesondert. Die von uns genutzten aktuariellen Standardverfahren werden sowohl auf die Abwicklungsdreiecke der Zahlungen als auch auf die Abwicklungsdreiecke der berichteten Schäden angewandt, sodass wir eine Bandbreite von Schätzungen für den Endschaden erhalten. Innerhalb dieser Bandbreite wird ein realistischer Schätzwert für den Endschaden festgelegt.

Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten überwiegend die Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Erstversicherung und die Rückstellung für Gewinnanteile in der Rückversicherung. Rückstellungen für Beitragsrückerstattung werden in der Lebens- und Krankenerstversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht unwiderruflich den einzelnen Verträgen zugeordnet sind. Soweit diese Rückstellungen nach nationalen Vorschriften gebildet werden, verwendet man in der Regel einen retrospektiven Ansatz auf der Grundlage aufsichtsrechtlicher oder einzelvertraglicher Regelungen. Nach nationalen Vorschriften ist die Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausschließlich für das deutsche Erstversicherungsgeschäft zu bilden. In der deutschen Krankenerstversicherung werden darüber hinaus die Beitragszuschlagsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Für Lebensversicherungsunternehmen, Krankenversicherungsunternehmen und Pensionsfonds, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterstehen, sind dabei die aufsichtsrechtlichen Vorschriften gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz und entsprechenden Verordnungen zu beachten.

Daneben werden Rückstellungen gebildet für latente Beitragsrückerstattung für die auf Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und lokaler Rechnungslegung. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Quoten zur Überschussbeteiligung zugrunde gelegt. Für unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Kapitalanlagen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (siehe Aktivposten B), bilden wir die resultierende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral; ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam.

Alle versicherungstechnischen Rückstellungen werden in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 regelmäßig überprüft. Wenn aktuelle Erfahrungen zeigen, dass die auf der Grundlage der ursprünglichen Annahmen gebildeten Rückstellungen abzüglich der aktivierten Abschlusskosten und der Barwert der zugehörigen Beiträge nicht ausreichen, um die erwarteten zukünftigen Leistungen zu decken, passen wir die betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgswirksam an und weisen dies in den Erläuterungen zur Konzernbilanz als außerplanmäßige Veränderungen aus; siehe (2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte, (14) Aktivierte Abschlusskosten und (21) Deckungsrückstellung. Die Angemessenheit der Beitragsüberträge sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überprüfen wir in Bezug auf den aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrag, die Angemessenheit der Deckungsrückstellung prüfen wir auf der Basis aktueller realistischer Schätzungen der Rechnungsgrundlagen, des anteiligen Ergebnisses aus Kapitalanlagen sowie (für überschussbeteiligte Verträge) der künftigen Überschussbeteiligung.

D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto)

Dieser Posten umfasst die Deckungsrückstellung zu Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung). Der Wert der Deckungsrückstellung entspricht im Wesentlichen dem Marktwert der jeweiligen Kapitalanlagen, die unter Aktivposten C ausgewiesen werden. Zudem sind wie bei der Deckungsrückstellung nach FAS 97 unter Umständen zusätzliche Beitragsbestandteile zu passivieren; siehe Erläuterungen zu Passivposten C. Die Veränderungen dieser Rückstellung werden vollständig im versicherungstechnischen Ergebnis berücksichtigt. Soweit sie auf unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Marktwertveränderungen der zugehörigen Kapitalanlagen beruhen, stehen diesen gegenläufige Veränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen gegenüber. Indem wir diese Rückstellungen erfolgswirksam zu Marktwerten bewerten, vermeiden wir Bewertungsinkongruenzen, die sich sonst durch die abweichende Bewertung der korrespondierenden Kapitalanlagen ergeben würden.

E Andere Rückstellungen

Der Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen von Munich Re geben ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich nach den jeweiligen Versorgungsordnungen. Sie basieren zumeist auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual-Trust-Agreements in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), so sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch unter den sonstigen Forderungen auszuweisen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) und fußt auf versicherungsmathematischen Gutachten. Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern man berücksichtigt auch ihre zukünftige Entwicklung.

Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Anleihen von Emittenten bester Bonität gelten (zum Beispiel Industrie- oder Staatsanleihen). Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf. Sie werden sofort erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs; sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst.

F Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen Anleihen, Depotverbindlichkeiten, laufende Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten bilanzieren wir grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivate (derivative Finanzinstrumente sowie Versicherungsderivate und derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden) werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Details zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter dem Aktivposten B dargestellt.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Steuerverbindlichkeiten für tatsächliche Steuern werden ohne Abzinsung entsprechend den voraussichtlichen Steuernachzahlungen für das Berichtsjahr und für Vorjahre angesetzt.

Latente Steuerverpflichtungen werden unter dem Passivposten G ausgewiesen.

Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und an Personengesellschaften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

G Passive Steuerabgrenzung

Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen); siehe Erläuterungen zu Aktivposten H.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€). Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir gemäß dem Konzept der funktionalen Währung mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfasst.

Dagegen werden Umrechnungsdifferenzen in den Einzelabschlüssen unserer Tochterunternehmen überwiegend erfolgswirksam ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um die Umrechnung von Fremdwährungspositionen in die jeweilige funktionale Währung gemäß IAS 21. Eine Überdeckung, also ein Überschuss der Aktiva über die Passiva in einer bestimmten Fremdwährung, führt bei steigenden Fremdwährungskursen im Saldo zu einem positiven Ergebnisbeitrag, fallende Fremdwährungskurse verursachen im Saldo einen negativen Ergebnisbeitrag. Bei einer Unterdeckung ergeben sich gegenläufige Effekte.

Ziel unseres Asset-Liability-Managements ist es, Über- und Unterdeckungen in Fremdwährungen in der Gruppe ökonomisch zu minimieren. Sofern dies über Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen funktionalen Währungen hinweg erfolgt, ergeben sich ökonomisch nicht vorhandene Schwankungen im Konzernergebnis. Soweit es bei der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in die jeweilige Landeswährung der Konzernunternehmen zu Währungsgewinnen oder -verlusten kommt, werden diese in den sonstigen nicht operativen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Darüber hinaus spiegeln sich Effekte aus Währungsschwankungen bei Periodenvergleichen in allen anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wider.

Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen lauten folgendermaßen:

Umrechnungskurse

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  Bilanz Erfolgsrechnung
1 € entspricht: 31.12.2012 Vorjahr Q4 2012 Q3 2012 Q2 2012 Q1 2012
Australischer Dollar 1,26990 1,26620 1,24945 1,20458 1,27053 1,24301
Kanadischer Dollar 1,31270 1,32185 1,28592 1,24578 1,29628 1,31298
Pfund Sterling 0,81110 0,83530 0,80782 0,79195 0,81098 0,83444
Rand 11,18580 10,48050 11,27420 10,33260 10,41550 10,17240
Schweizer Franken 1,20680 1,21390 1,20783 1,20345 1,20146 1,20792
US-Dollar 1,31840 1,29815 1,29740 1,25111 1,28368 1,31077
Yen 113,9960 99,8797 105,3770 98,3731 102,8660 103,9420
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  Erfolgsrechnung
1 € entspricht: Q4 2011 Q3 2011 Q2 2011 Q1 2011
Australischer Dollar 1,33147 1,34548 1,35471 1,36117
Kanadischer Dollar 1,37857 1,38415 1,39349 1,34905
Pfund Sterling 0,85711 0,87730 0,88272 0,85434
Rand 10,90820 10,08520 9,77872 9,56836
Schweizer Franken 1,22905 1,16407 1,25180 1,28747
US-Dollar 1,34715 1,41210 1,43956 1,36872
Yen 104,1610 109,6890 117,3950 112,5780

Segmentberichterstattung

Die Basis für die Segmentierung unserer Geschäftstätigkeit bildet entsprechend dem "Management-Approach" die interne Steuerung von Munich Re.

Danach haben wir sieben berichtspflichtige Segmente identifiziert:

Rückversicherung Leben (weltweites Lebensrückversicherungsgeschäft)

Rückversicherung Schaden/Unfall (weltweites Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Leben (weltweites Lebenserstversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Gesundheit (deutsches Krankenerstversicherungsgeschäft und weltweites Reiseversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Schaden/Unfall (weltweites Schaden- und Unfallerstversicherungsgeschäft)

Munich Health (weltweites Krankenrückversicherungsgeschäft sowie Krankenerstversicherungsgeschäft außerhalb Deutschlands)

Assetmanagement (Vermögensverwaltung für die Gruppe und für externe Anleger)

In den Erstversicherungssegmenten erfassen wir dabei die Aktivitäten der ERGO Versicherungsgruppe (ERGO). Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet.

Beginnend mit dem ersten Quartal 2012 wurde die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt, um den Ausweis an die interne Steuerung anzugleichen. Damit werden auch die Ergebnisbeiträge der einzelnen Segmente transparenter dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Durch die Umstellung ergeben sich keine Änderungen des Konzernergebnisses. Aufgrund der Anpassungen kommt es zu Verschiebungen innerhalb und zwischen den Segmenten. Dies betrifft sowohl versicherungstechnische als auch nicht versicherungstechnische Positionen.

Die Segmente nach IFRS 8 werden nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle (im Wesentlichen Dividendenzahlungen, Verkäufe, Rückversicherungsbeziehungen, Forderungen sowie korrespondierende Zinserträge) ausgewiesen (durchkonsolidierte Sicht).

Die Konventionen zur Allokation von Rückstellungen für Beitragsrückerstattung wurden konzerneinheitlich definiert. Dabei ist bei konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, bei denen eine Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu bilden ist, diese immer im abgebenden Segement auszuweisen. Im Falle der Übertragung der DKV-Auslandsgesellschaften an die Munich Health Holding im Jahr 2011 wurde eine latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 50 Millionen € im aufnehmenden Segment Munich Health ausgewiesen. Diese Rückstellung wurde rückwirkend auf das Segment Erstversicherung Gesundheit übertragen und der Ausweis des Jahres 2011 entsprechend angepasst.

Konzerninterne Darlehen werden in der Bilanz durch die Konsolidierung vollständig eliminiert. Dagegen werden die Aufwendungen der Darlehensnehmer oder Erträge der Darlehensgeber unkonsolidiert in der Position "Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis" der jeweiligen Segmente ausgewiesen. Sämtliche konzerninternen Beteiligungsverhältnisse werden konsolidiert. Alle erwirtschafteten Erträge und Aufwendungen werden im Segment der Tochtergesellschaft ausgewiesen.

Segmentaktiva

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 170 169 2.050 2.007 1.031 1.104
B. Kapitalanlagen            
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 245 257 1.224 1.187 1.393 1.445
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - - - 13
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 21 89 775 453 132 132
davon:            
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 1 75 682 386 109 101
III. Darlehen 18 14 52 56 34.977 33.910
IV. Sonstige Wertpapiere            
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - 7 13
2. Jederzeit veräußerbar 15.399 14.489 54.651 51.355 37.151 34.352
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - 52 - -
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 605 549 1.042 909 1.174 989
  16.004 15.038 55.693 52.264 38.332 35.354
V. Depotforderungen 7.240 7.784 1.181 1.196 147 165
VI. Sonstige Kapitalanlagen 242 193 1.142 943 583 925
  23.770 23.375 60.067 56.099 75.564 71.931
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 5.957 5.092
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 1.140 929 2.186 2.517 1.862 1.816
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - 13 - -
E. Übrige Segmentaktiva 6.019 5.877 9.765 11.153 7.893 8.354
Summe der Segmentaktiva 31.099 30.350 74.068 71.776 92.307 88.297
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall  
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 677 683 932 911 23 199
B. Kapitalanlagen            
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 777 796 95 109 30 31
davon: Zur Veräußerung gehalten - - - - - -
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 151 98 214 226 93 82
davon:            
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 138 86 172 148 90 71
III. Darlehen 17.138 16.934 2.210 2.323 23 23
IV. Sonstige Wertpapiere            
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
2. Jederzeit veräußerbar 15.592 13.073 6.348 6.089 3.602 4.080
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - - - -
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 155 70 22 9 17 10
  15.747 13.143 6.370 6.098 3.619 4.090
V. Depotforderungen 1 1 4 4 394 280
VI. Sonstige Kapitalanlagen 82 76 594 139 66 114
  33.896 31.048 9.487 8.899 4.225 4.620
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 1 1
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 22 11 340 310 180 51
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - - - -
E. Übrige Segmentaktiva 3.575 3.459 4.456 3.938 2.085 2.229
Summe der Segmentaktiva 38.170 35.201 15.215 14.058 6.514 7.100
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 11 19 4.894 5.092
B. Kapitalanlagen        
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67 64 3.831 3.889
davon:        
Zur Veräußerung gehalten - - - 13
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 81 74 1.467 1.154
davon:        
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 65 57 1.257 924
III. Darlehen - - 54.418 53.260
IV. Sonstige Wertpapiere        
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - 7 13
2. Jederzeit veräußerbar 453 239 133.196 123.677
davon:        
Zur Veräußerung gehalten - - - 52
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet - - 3.015 2.536
  453 239 136.218 126.226
V. Depotforderungen - - 8.967 9.430
VI. Sonstige Kapitalanlagen 255 265 2.964 2.655
  856 642 207.865 196.614
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 5.958 5.093
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - 5.730 5.634
davon:        
Zur Veräußerung gehalten - - - 13
E. Übrige Segmentaktiva 120 137 33.913 35.147
Summe der Segmentaktiva 987 798 258.360 247.580

Segmentpassiva

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.343 1.350 3.838 3.041 75 72
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge 37 45 5.776 6.070 15 8
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - 24 - -
II. Deckungsrückstellung 13.352 13.682 32 - 69.508 69.334
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 5.652 5.087 39.097 40.670 1.648 1.581
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - 16 - -
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 432 489 81 79 4.688 2.378
  19.473 19.303 44.986 46.819 75.859 73.301
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - - - 6.257 5.372
D. Andere Rückstellungen 198 164 721 672 590 506
E. Übrige Segmentpassiva 6.600 5.778 10.406 11.132 6.973 7.234
Summe der Segmentpassiva 27.614 26.595 59.951 61.664 89.754 86.485
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall    
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten - - - - 248 220
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge 99 97 1.755 1.728 452 443
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - - - -
II. Deckungsrückstellung 25.544 24.216 425 409 908 836
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 917 944 5.483 5.034 954 1.076
davon:            
Zur Veräußerung gehalten - - - - - -
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 8.475 7.009 149 152 110 55
  35.035 32.266 7.812 7.323 2.424 2.410
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - - - 1 1
D. Andere Rückstellungen 293 222 2.396 1.756 178 160
E. Übrige Segmentpassiva 1.108 1.160 2.233 2.126 1.682 1.751
Summe der Segmentpassiva 36.436 33.648 12.441 11.205 4.533 4.542
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12. 2012 Vorjahr 31.12. 2012 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten - - 5.504 4.683
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)        
I. Beitragsüberträge - - 8.134 8.391
davon:        
Zur Veräußerung gehalten - - - 24
II. Deckungsrückstellung - - 109.769 108.477
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - - 53.751 54.392
davon:        
Zur Veräußerung gehalten - - - 16
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - 13.935 10.162
  - - 185.589 181.422
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - 6.258 5.373
D. Andere Rückstellungen 49 42 4.425 3.522
E. Übrige Segmentpassiva 159 90 29.161 29.271
Summe der Segmentpassiva 208 132 230.937 224.271
  Eigenkapital   27.423 23.309
  Summe der Passiva   258.360 247.580

Segment-Gewinn- und Verlustrechnung1

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge 11.130 9.481 17.052 16.557 5.798 6.142
1. Verdiente Beiträge            
Brutto 11.139 9.489 17.323 16.284 5.791 6.141
Abgegeben an Rückversicherer 450 427 650 857 135 137
Netto 10.689 9.062 16.673 15.427 5.656 6.004
2. Technischer Zinsertrag 658 647 1.323 1.385 3.289 2.250
3. Leistungen an Kunden            
Brutto 8.536 7.170 10.393 13.724 7.816 7.107
Anteil der Rückversicherer 286 222 193 786 97 91
Netto 8.250 6.948 10.200 12.938 7.719 7.016
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb            
Brutto 2.831 2.540 5.085 4.803 1.228 1.314
Anteil der Rückversicherer 154 133 77 116 19 17
Netto 2.677 2.407 5.008 4.687 1.209 1.297
davon:            
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 3 6 - - 43 45
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 420 354 2.788 -813 17 -59
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen            
Erträge aus Kapitalanlagen 1.966 2.523 5.077 6.439 4.613 4.634
Aufwendungen für Kapitalanlagen 1.053 1.640 2.929 4.568 987 2.207
Gesamt 913 883 2.148 1.871 3.626 2.427
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 728 751 1.520 1.615 2.792 2.973
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3 23 13 104 3 29
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 636 892 1.107 1.684 260 1.375
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 616 711 1.041 1.298 404 725
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet - 13 16 62 -5 -
7. Sonstige operative Erträge 133 96 263 278 127 116
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 95 19 39 34 6 35
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 11 23 27 53 33 2
8. Sonstige operative Aufwendungen 89 57 280 201 114 133
davon:            
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38 12 49 16 14 20
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 4 5 13 11 10 18
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -658 -647 -1.323 -1.385 -3.289 -2.250
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 299 275 808 563 350 160
11. Operatives Ergebnis 719 629 3.596 -250 367 101
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -126 -148 -344 -383 -128 -36
13. Ertragsteuern 98 147 691 -802 75 -2
14. Konzernergebnis 495 334 2.561 169 164 67
davon:            
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 495 335 2.561 173 165 69
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - -1 - -4 -1 -2
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall    
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge 5.732 5.710 5.554 5.595 6.703 5.967
1. Verdiente Beiträge            
Brutto 5.729 5.696 5.514 5.450 6.693 5.954
Abgegeben an Rückversicherer 48 22 214 206 193 73
Netto 5.681 5.674 5.300 5.244 6.500 5.881
2. Technischer Zinsertrag 1.372 1.314 224 158 52 43
3. Leistungen an Kunden            
Brutto 6.016 5.859 3.653 3.540 5.423 4.803
Anteil der Rückversicherer 23 11 157 118 90 61
Netto 5.993 5.848 3.496 3.422 5.333 4.742
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb            
Brutto 689 692 1.843 1.822 1.230 1.134
Anteil der Rückversicherer 18 5 41 34 47 11
Netto 671 687 1.802 1.788 1.183 1.123
davon:            
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 5 5 - 1 - -
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 389 453 226 192 36 59
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen            
Erträge aus Kapitalanlagen 1.587 1.783 564 893 196 262
Aufwendungen für Kapitalanlagen 348 772 188 485 81 143
Gesamt 1.239 1.011 376 408 115 119
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 1.277 1.250 291 310 101 126
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 9 1 9 - 3
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 74 431 77 141 32 54
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 81 144 33 46 19 26
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 5 5 46 -4 14 3
7. Sonstige operative Erträge 59 49 147 149 100 88
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 17 2 2 5 21 14
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 6 1 10 2 9 14
8. Sonstige operative Aufwendungen 77 105 235 206 91 64
davon:            
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20 28 59 53 26 6
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 6 10 33 41 4 4
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -1.372 -1.314 -224 -158 -52 -43
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) -151 -359 64 193 72 100
11. Operatives Ergebnis 238 94 290 385 108 159
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -101 -39 -344 -313 -222 -79
13. Ertragsteuern 50 32 -50 7 -22 44
14. Konzernergebnis 87 23 -4 65 -92 36
davon:            
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 87 23 -18 49 -95 35
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - 14 16 3 1
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge - - 51.969 49.452
1. Verdiente Beiträge        
Brutto - - 52.189 49.014
Abgegeben an Rückversicherer - - 1.690 1.722
Netto - - 50.499 47.292
2. Technischer Zinsertrag - - 6.918 5.797
3. Leistungen an Kunden        
Brutto - - 41.837 42.203
Anteil der Rückversicherer - - 846 1.289
Netto - - 40.991 40.914
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb        
Brutto - - 12.906 12.305
Anteil der Rückversicherer - - 356 316
Netto - - 12.550 11.989
davon:        
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände     51 57
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) - - 3.876 186
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen        
Erträge aus Kapitalanlagen 21 37 14.024 16.571
Aufwendungen für Kapitalanlagen 2 - 5.588 9.815
Gesamt 19 37 8.436 6.756
davon:        
Zinsen und ähnliche Erträge 5 8 6.714 7.033
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - 22 177
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 2 1 2.188 4.578
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 2 3 2.196 2.953
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 6 21 82 100
7. Sonstige operative Erträge 50 67 879 843
davon:        
Zinsen und ähnliche Erträge 3 9 183 118
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte - - 96 95
8. Sonstige operative Aufwendungen 37 42 923 808
davon:        
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 1 207 136
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte - 1 70 90
9. Umgliederung technischer Zinsertrag - - -6.918 -5.797
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 32 62 1.474 994
11. Operatives Ergebnis 32 62 5.350 1.180
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -8 -22 -1.273 -1.020
13. Ertragsteuern 24 22 866 -552
14. Konzernergebnis - 18 3.211 712
davon:        
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend - 18 3.195 702
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - 16 10

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Langfristige Vermögenswerte nach Ländern1

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Deutschland 7.601 7.721
USA 1.915 2.109
Großbritannien 548 296
Österreich 390 441
Italien 273 201
Schweden 253 245
Polen 163 129
Frankreich 157 159
Niederlande 145 160
Spanien 127 161
Schweiz 96 99
Portugal 66 69
Übrige 259 287
Gesamt 11.993 12.077

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Geschäfts- oder Firmenwert), den eigen- und fremdgenutzten Grundbesitz sowie Anlagen in regenerative Energien (RENT).

Investitionen in langfristige Vermögenswerte pro Segment1

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Rückversicherung Leben 97 89
Rückversicherung Schaden/Unfall 434 330
Erstversicherung Leben 52 69
Erstversicherung Gesundheit 13 26
Erstversicherung Schaden/Unfall 161 182
Munich Health 28 115
Assetmanagement 2 7
Gesamt 787 818

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Geschäfts- oder Firmenwert), den eigen- und fremdgenutzten Grundbesitz sowie Anlagen in regenerative Energien (RENT).

Gebuchte Bruttobeiträge1,2

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  Rückversicherer Erstversicherer Munich Health
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Europa            
Deutschland 1.081 1.155 13.086 13.228 117 40
Großbritannien 4.451 3.951 237 212 401 395
Belgien 35 31 447 419 445 429
Spanien 455 468 56 63 664 628
Polen 8 8 1.009 1.012 - -
Übrige 2.750 2.611 2.121 2.327 192 109
  8.780 8.224 16.956 17.261 1.819 1.601
Nordamerika            
USA 7.510 7.014 - - 1.249 1.046
Kanada 4.866 3.912 2 - 3.167 2.892
  12.376 10.926 2 - 4.416 3.938
Asien und Australasien            
Australien 1.632 1.308 - - - -
China 1.061 1.664 1 1 51 53
Japan 712 660 1 1 2 2
Taiwan 567 395 - - 43 14
Übrige 689 636 114 173 96 71
  4.661 4.663 116 175 192 140
Afrika, Naher und Mittlerer Osten            
Südafrika 425 406 - - - -
Vereinigte arabische Emirate 16 39 1 1 187 151
Übrige 349 320 2 3 71 68
  790 765 3 4 258 219
Lateinamerika 1.575 1.460 7 7 18 69
Gesamt 28.182 26.038 17.084 17.447 6.703 5.967
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  Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr
Europa    
Deutschland 14.284 14.423
Großbritannien 5.089 4.558
Belgien 927 879
Spanien 1.175 1.159
Polen 1.017 1.020
Übrige 5.063 5.047
  27.555 27.086
Nordamerika    
USA 8.759 8.060
Kanada 8.035 6.804
  16.794 14.864
Asien und Australasien    
Australien 1.632 1.308
China 1.113 1.718
Japan 715 663
Taiwan 610 409
Übrige 899 880
  4.969 4.978
Afrika, Naher und Mittlerer Osten    
Südafrika 425 406
Vereinigte arabische Emirate 204 191
Übrige 422 391
  1.051 988
Lateinamerika 1.600 1.536
Gesamt 51.969 49.452

1 Die Zuordnung der Beiträge erfolgt in der Regel nach dem Ort des versicherten Risikos.
2 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva

1 Geschäfts- oder Firmenwert

Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts

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Mio. € Rückversicherung Erstversicherung Munich Health Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America 2012 Übrige 2012 ERGO Versicherungsgruppe 2012 Übrige 2012 Übrige 2012 2012
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.062 435 1.754 554 154 3.959
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr - 27 - 381 40 448
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 1.062 408 1.754 173 114 3.511
Währungsänderungen -16 -5 - - 2 -19
Zugänge - 24 - - - 24
Umgliederungen - - - - - -
Abschreibungen außerplanmäßig - 24 - - 116 140
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 1.046 403 1.754 173 - 3.376
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr - 51 - 381 156 588
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.046 454 1.754 554 156 3.964
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Mio. €
Rückversicherung Erstversicherung Munich Health Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America Vorjahr Übrige Vorjahr ERGO Versicherungsgruppe Vorjahr Übrige Vorjahr Übrige Vorjahr Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.028 427 1.754 554 113 3.876
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr - 22 - 361 40 423
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 1.028 405 1.754 193 73 3.453
Währungsänderungen 34 11 - - 2 47
Zugänge - 5 - - 39 44
Umgliederungen - -8 - - - -8
Abschreibungen außerplanmäßig - 5 - 20 - 25
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 1.062 408 1.754 173 114 3.511
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr - 27 - 381 40 448
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.062 435 1.754 554 154 3.959

Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit bzw. die Gruppe von Einheiten, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. In der Rückversicherung haben wir die Geschäfts- oder Firmenwerte den Ressorts bzw. Gruppen von Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung den legalen Einheiten bzw. Gruppen von legalen Einheiten. Für Munich Health sind die Geschäfts- oder Firmenwerte dem gleichlautenden Segment zugeordnet.

Unsere Geschäfts- oder Firmenwerte wurden vollständig den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

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Mio. € Segment Rückversicherung Schaden/Unfall ERGO Diverse zahlungsmittelgenerierende Einheiten
Geschäfts- oder Firmenwert zum 31.12.2012 1.433 1.754 189

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Segment Rückversicherung Schaden/Unfall" zugeordnet. Der ausgewiesene Buchwert beinhaltet außerdem weitere Geschäfts- oder Firmenwerte, deren Werthaltigkeitsprüfung auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Ebene der Ressorts bzw. Gruppen von Ressorts innerhalb des Segments erfolgt. Die jeweils zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht signifikant im Vergleich zum Gesamtbestand. Die erzielbaren Beträge dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basieren in der Regel auf den gleichen wesentlichen Annahmen, die in der nachfolgenden Tabelle für das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall angegeben sind. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Anteilen an der ERGO Versicherungsgruppe wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "ERGO" zugeordnet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die den übrigen diversen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden, sind jeweils nicht signifikant im Vergleich zum Gesamtbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts. Sofern die erzielbaren Beträge dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von Einheiten auf den gleichen wesentlichen Annahmen basieren, ist die Summe der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte nicht signifikant. Als signifikant im Sinne von IAS 36.134 und IAS 36.135 betrachten wir Beträge, die 10% oder mehr des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen.

Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen

Die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein wesentlicher Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet wurde, wurden auf Basis folgender Annahmen durchgeführt:

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Zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Segment Rückversicherung Schaden/Unfall ERGO
Methode für die Berechnung des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert
Wesentliche Annahmen in Bezug auf die Zahlungsstromplanung (zum Zeitpunkt der Planung) In der Detailplanungsphase (2 Jahre) rechneten wir mit leicht steigenden Beitragseinnahmen bei einer Verbesserung der Schadenquoten. Für die Detailplanung (3 Jahre) erwarteten wir einen Anstieg der Ergebnisse.
  Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus. Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus.
Wachstumsraten, die zur Extrapolation jenseits der Zahlungsstromplanung auf der Basis von Finanzplänen/Vorhersagen verwendet werden 0,5% 0,5%
Diskontzinssätze 9,6% 10,0%

Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf Grundlage von Zahlungsstromprognosen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben. Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Wachstum durch eine Extrapolation der angepassten Zahlungsströme des letzten Planjahres.

Die Diskontzinssätze wurden in Form der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ermittelt, wobei die anteiligen Eigenkapitalkosten mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitet wurden. Die Berechnungen erfolgten auf Basis von Zahlungsströmen nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In obiger Tabelle wurde für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Zinssatz vor Steuern angegeben. Für die Diskontzinssätze, die Wachstumsraten zur Extrapolation und die Zahlungsströme wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Dabei wurde kein potenzieller Wertminderungsbedarf identifiziert.

Wertminderungsaufwand der Periode

Bei der Werthaltigkeitsprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde im Geschäftsjahr 2012 eine Wertminderung von 140 Millionen € ermittelt. Diese wurde erfolgswirksam in der Position Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst und ist insbesondere auf folgende Sachverhalte zurückzuführen:

Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Munich Health, die dem berichtspflichtigen Segment entspricht, wurde der Geschäfts- oder Firmenwert im vierten Quartal 2012 vollständig abgeschrieben. Dies ist sowohl auf die verschlechterte Ertragssituation im US-Erstversicherungsmarkt als auch auf das allgemein niedrige Zinsumfeld zurückzuführen. Der Wertminderungsbedarf wurde durch die Ermittlung des Nutzungswerts identifiziert, dabei betrug der Abzinsungssatz vor Steuern 9,6 (9,3) %. Der Wertminderungsaufwand in Höhe von 116 Millionen € wurde im Segment Munich Health erfasst.

Den aus unseren Erwerben im Rahmen des Programms RENT rechnerisch resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert von 24 Millionen € haben wir nach Werthaltigkeitsprüfung in voller Höhe abgeschrieben.

2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

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  Erworbene Versicherungsbestände   Software
    Selbst geschaffen Sonstige
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.359 1.378 342 329 814 774
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 826 774 184 152 605 567
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 533 604 158 177 209 207
Währungsänderungen -4 -1 - - 2 -2
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse - - - - - 1
Sonstige - 4 8 18 90 74
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - 3 1 1 1 2
Sonstige 16 - 1 2 7 2
Umgliederungen - - - - - -
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig 66 70 34 32 63 62
Außerplanmäßig - 1 - 2 - 5
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 447 533 130 158 230 209
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 864 826 220 184 659 605
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.311 1.359 350 342 889 814
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Erworbene Markennamen Erworbene Vertriebsnetze/ Kundenstämme Erworbene Lizenzen/Patente
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 286 272 744 997 122 41
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 201 185 311 524 12 8
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 85 87 433 473 110 33
Währungsänderungen - 2 -1 7 - 1
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse 1 11 - 35 177 80
Sonstige 1 2 - - - 1
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - - - - - -
Sonstige 2 - - - - -
Umgliederungen - - - 6 - -
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig 17 16 60 80 8 5
Außerplanmäßig 27 1 29 8 7 -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 41 85 343 433 272 110
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 242 201 367 311 19 12
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 283 286 710 744 291 122
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  Übrige Gesamt
  Selbst geschaffen Sonstige    
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 5 5 82 70 3.754 3.866
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 5 3 29 20 2.173 2.233
Bilanzwert 31.12. Vorjahr - 2 53 50 1.581 1.633
Währungsänderungen - - 1 - -2 7
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse - - 12 3 190 130
Sonstige - - - 6 99 105
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - - - - 2 6
Sonstige - - 4 - 30 4
Umgliederungen - - - - - 6
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig - - 7 5 255 270
Außerplanmäßig - 2 - 1 63 20
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr - - 55 53 1.518 1.581
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr - 5 28 29 2.399 2.173
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr - 5 83 82 3.917 3.754

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Erstversicherung entfallen - (19) Millionen € auf Schaden/Unfall und 13 (1) Millionen € auf Leben sowie 50 (-) Millionen € auf Munich Health.

Bei Munich Health wurden die immateriellen Vermögenswerte aus den Akquisitionen der Sterling Life Insurance Company und der Windsor Health Group, Inc. vollständig abgeschrieben. Für die immateriellen Vermögenswerte wurden beizulegende Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten mithilfe von Bewertungsverfahren ermittelt, die bereits bei der Kaufpreisallokation verwendet wurden. Diese wurden mit den jüngsten Markt- und Planzahlen aktualisiert und führten aufgrund der mittelfristig eingetrübten Ertragssituation der US-Erstversicherungstochter Windsor Health Group zur vollständigen Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte. Der Wertminderungsaufwand in Höhe von 50 Millionen € wurde im Segment Munich Health erfasst.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von - (5) Millionen €. Verpflichtungen zum Erwerb sonstiger immaterieller Vermögenswerte belaufen sich auf 3 (4) Millionen €. Bei Software-Projekten wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von 4 (20) Millionen € nicht aktiviert, sondern als Aufwand erfasst.

3 Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Entwicklung der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

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Mio. € 2012 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 4.903 5.142
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 1.014 895
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 3.889 4.247
Währungsänderungen 9 -4
Zugänge    
Unternehmenszusammenschlüsse - 4
Sonstige 32 56
Abgänge    
Verlust der Beherrschung - 260
Sonstige 36 41
Zuschreibungen 33 7
Abschreibungen    
Planmäßig 77 88
Außerplanmäßig 40 57
Umgliederung 21 25
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 3.831 3.889
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.081 1.014
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 4.912 4.903

Die Zuschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 4 (1) Millionen € und auf Schaden/Unfall 18 (1) Millionen €, in der Erstversicherung auf Leben 9 (5) Millionen €, auf Gesundheit 1 (-) Million € und auf Schaden/Unfall 1 (-) Million €.

Zuschreibungen sind im Wesentlichen durch inländische Immobilien induziert, deren Wertaufholung durch die Wachstumsphase des deutschen Marktes ausgelöst wurde.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben - (2) Millionen € und auf Schaden/Unfall -(5) Millionen €, in der Erstversicherung auf Leben 36 (46) Millionen €, auf Gesundheit 3 (3) Millionen € und auf Schaden/Unfall 1 (1) Million €.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen wurden im Wesentlichen durch Leerstände, sinkende Marktmieten sowie Risikoaufschläge auf Immobilienrenditen ausgelöst.

Der beizulegende Zeitwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt zum Bilanzstichtag 5.350 (5.324) Millionen €. Bewertungen führen für den direkt gehaltenen Bestand konzerninterne Gutachter sowie für den indirekt gehaltenen Bestand externe Gutachter entsprechend den Vorschriften des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften durch. Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der Nachhaltigkeit von Einnahmen- und Ausgabenströmen unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am jeweiligen Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Art und Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 3,00% bis 5,50%, für Bürogebäude von 4,00% bis 8,00% sowie für Einzelhandel von 4,00% bis 8,25% verwendet.

Für den Grundbesitz bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 724 (742) Millionen €. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag 31 (37) Millionen €; die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 35 (18) Millionen €.

4 Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen

Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Verbundene Unternehmen    
zum beizulegenden Zeitwert bewertet 194 214
Assoziierte Unternehmen    
nach der Equity-Methode bewertet 1.257 924
zum beizulegenden Zeitwert bewertet 16 16
Gesamt 1.467 1.154

Der beizulegende Zeitwert der Anteile an assoziierten Unternehmen, bewertet nach der Equity-Methode, beträgt zum Stichtag 1.621 (1.250) Millionen €. Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten assoziierter Unternehmen von 4 (11) Millionen € bilanziell nicht erfasst. Insgesamt betragen die bilanziell nicht erfassten Verluste 30 (26) Millionen €.

Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen aggregiert 9.301 (8.429) Millionen €, die Schulden 5.759 (5.585) Millionen €, die Jahresergebnisse 149 (122) Millionen € sowie die Umsätze 2.285 (1.603) Millionen €. Für die nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 149 (160) Millionen €, Schulden von 116 (85) Millionen €, Jahresergebnisse von 3 (-) Millionen € und Umsätze von 127 (120) Millionen €.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

5 Darlehen

Zusammensetzung der Darlehen

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Hypothekendarlehen 4.439 4.421
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 605 602
Übrige Darlehen 49.374 48.237
Gesamt 54.418 53.260

Bei den übrigen Darlehen handelt es sich überwiegend um Pfandbriefe, Staatsanleihen sowie Schuldscheindarlehen von Banken.

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Er beträgt zum Stichtag 63.248 (56.893) Millionen €.

Vertragliche Restlaufzeit

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 1.252 2.011
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 1.985 1.361
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 2.980 2.118
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 2.015 3.015
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 2.550 2.194
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 13.034 13.394
Mehr als zehn Jahre 30.602 29.167
Gesamt 54.418 53.260

Rating der übrigen Darlehen auf der Basis der Bilanzwerte

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
AAA 21.951 23.957
AA 20.553 17.251
A 4.085 4.712
BBB und niedriger 2.295 925
Kein Rating 490 1.392
Gesamt 49.374 48.237

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Darlehen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag. Bei den Hypothekendarlehen sowie den Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine besteht praktisch kein Kreditrisiko.

6 Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit

Unter der Kategorie "Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit" weisen wir zum 31. Dezember 2012 Schuldtitel von Kreditinstituten von 7 (13) Millionen € aus. Der beizulegende Zeitwert dieser Schuldtitel beträgt 8 (13) Millionen €. Diesen bestimmen wir nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter.

Vertragliche Restlaufzeit

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  Bilanzwerte Beizulegende Zeitwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 3 6 3 6
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 4 3 5 3
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre - 4 - 4
Gesamt 7 13 8 13

Orientiert an den Ratingkategorien der führenden internationalen Ratingagenturen haben die hier ausgewiesenen Schuldtitel ein Rating von A. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

7 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen

Zum 31. Dezember 2012 werden rund 83% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zugeordnet, 14% Level 2 und 3 % Level 3.

Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen1 zu einem Level der Bewertungshierarchie

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  31.12.2012
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 194 194
Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 16 16
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 104.453 16.928 2.118 123.499
Nicht festverzinslich 7.651 68 1.978 9.697
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände 754 2.368 33 3.155
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert - 169 - 169
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 5.958 - - 5.958
Gesamt 118.816 19.533 4.339 142.688
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Vorjahr
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 214 214
Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 16 16
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 94.746 19.847 626 115.219
Nicht festverzinslich 6.661 595 1.202 8.458
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände 815 1.808 8 2.631
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert - 166 - 166
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 5.093 - - 5.093
Gesamt 107.315 22.416 2.066 131.797

1 Einschließlich der Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter.

Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Levels der Bewertungshierarchie finden Sie in den Erläuterungen zu Aktivposten unter B - Kapitalanlagen, Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte.

Im Geschäftsjahr haben wir weitere Teile der Residual Mortgage-backed Securities (RMBS) in unserem Bestand von Level 3 auf Level 2 umgegliedert. Bei der Bewertung dieser Bestände konnte nun aufgrund der gestiegenen Liquidität wieder ausschließlich auf beobachtbare Marktparameter zurückgegriffen werden. Gleichzeitig erfolgte eine Umgliederung von Credit Linked Obligations (CLO) sowie von Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS) von Level 2 in Level 3, da wir bei deren Bewertung im Geschäftsjahr aufgrund fehlender Liquidität an den Märkten auch nicht am Markt beobachtbare Parameter berücksichtigt haben.

Bei den Handelsbeständen, die Level 3 zugeordnet werden, handelt es sich ausschließlich um Derivate. Der starke Anstieg der Level 3 zugeordneten festverzinslichen Wertpapiere resultiert überwiegend aus der veränderten Beurteilung im Hinblick auf die Levelzuordnung von CMBS in Höhe von 1.800 Millionen €. Demgegenüber führte die Neubeurteilung der Levelzuordnung der RMBS zu einem weitaus geringeren Rückgang von lediglich 256 Millionen €.

Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die Kapitalanlagen, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Kapitalanlagen

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      Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
  Festverzinslich Nicht festverzinslich
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 626 549 1.202 1.078
Gewinne und Verluste 12 37 27 4
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) -3 -6 -30 11
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 15 43 57 -7
Erwerb 459 194 834 301
Verkäufe 523 38 168 424
Übertragung in/aus Level 3 1.544 -116 82 243
Marktwertänderung Derivate - - 1 -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.118 626 1.978 1.202
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesene Kapitalanlagen entfallen 3 - -28 4
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Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 214 194 16 18
Gewinne und Verluste 30 -26 - -1
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) -8 -26 -2 -1
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 38 - 2 -
Erwerb 7 283 1 -
Verkäufe 60 21 2 1
Übertragung in/aus Level 3 3 -216 1 -
Marktwertänderung Derivate - - - -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 194 214 16 16
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen -8 -14 -2 -
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Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet Gesamt
  Handelsbestände Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert    
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 8 17 - - 2.066 1.856
Gewinne und Verluste -12 222 - - 57 236
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) -12 222 - - -55 200
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) - - - - 112 36
Erwerb 11 - - - 1.312 778
Verkäufe - 221 - - 753 705
Übertragung in/aus Level 3 26 -10 - - 1.656 -99
Marktwertänderung Derivate - - - - 1 -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 33 8 - - 4.339 2.066
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen -12 8 - - -47 -2

8 Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

Zusammensetzung der sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

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  Bilanzwerte Unrealisierte Gewinne/Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere            
Staatsanleihen            
Deutschland 10.682 11.222 1.066 746 9.616 10.476
Übrige EU 22.162 21.761 1.610 -187 20.552 21.948
USA 13.546 12.927 1.407 1.225 12.139 11.702
Sonstige 13.062 11.955 1.055 996 12.007 10.959
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 52.501 47.398 3.907 1.648 48.594 45.750
Sonstige 11.546 9.956 935 464 10.611 9.492
  123.499 115.219 9.980 4.892 113.519 110.327
Nicht festverzinsliche Wertpapiere            
Aktien 6.177 4.911 1.247 553 4.930 4.358
Investmentfonds            
Aktienfonds 329 308 35 18 294 290
Rentenfonds 1.224 1.552 69 22 1.155 1.530
Immobilienfonds 536 529 18 11 518 518
Sonstige 1.431 1.158 134 89 1.297 1.069
  9.697 8.458 1.503 693 8.194 7.765
Gesamt 133.196 123.677 11.483 5.585 121.713 118.092

Bei mehr als der Hälfte der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften handelt es sich um Pfandbriefe sowie Emissionen von Förderbanken und vergleichbaren Instituten; der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Emissionen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, wobei jedes Einzelrisiko weniger als 1 % ausmacht, Anleihen von Banken sowie von Landesbanken (mit Gewährträgerhaftung) und Asset-backed Securities/Mortgage-backed Securities, die weitgehend implizite Staatsgarantien oder ein überdurchschnittliches Rating aufweisen.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 8.503 (10.142) Millionen €. 1.303 (1.419) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere sind an Dritte verliehen. Diese Papiere werden nicht ausgebucht, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin bei Munich Re bleiben. Von den unrealisierten Gewinnen und Verlusten von 11.483 (5.585) Millionen € sind 5.709 (3.404) Millionen € - nach Abzug der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, latenter Steuern, von nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital und der Konsolidierungseffekte - im Eigenkapital (übrige Rücklagen) enthalten.

Erlöse aus Veräußerungen im Geschäftsjahr

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Mio. € 2012 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere 46.079 57.885
Nicht festverzinsliche Wertpapiere    
Börsennotiert 14.393 17.779
Nicht börsennotiert 986 1.354
Gesamt 61.458 77.018

Realisierte Gewinne und Verluste

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Mio. € 2012 Vorjahr
Gewinne aus dem Abgang 1.850 2.480
Festverzinsliche Wertpapiere 1.129 1.621
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 721 859
Verluste aus dem Abgang 832 1.182
Festverzinsliche Wertpapiere 635 860
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 197 322
Gesamt 1.018 1.298

Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere

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  Bilanzwerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 11.526 10.914 12.131 10.846
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 8.747 9.429 8.501 9.282
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 10.858 10.303 10.259 10.019
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 10.599 9.920 9.984 9.667
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 10.679 9.411 10.030 8.862
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 34.145 32.131 30.897 31.066
Mehr als zehn Jahre 36.945 33.111 31.717 30.585
Gesamt 123.499 115.219 113.519 110.327

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
AAA 54.883 56.747
AA 32.735 27.779
A 17.935 16.427
BBB 15.576 10.739
Niedriger 2.229 3.362
Kein Rating 141 165
Gesamt 123.499 115.219

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

9 Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet

Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere umfassen Handelsbestände von 2.846 (2.370) Millionen € und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, von 169 (166) Millionen €.

Die Handelsbestände enthalten festverzinsliche Wertpapiere von 702 (567) Millionen €, nicht festverzinsliche Wertpapiere von 33 (31) Millionen € sowie Derivate von 2.111 (1.772) Millionen €. Von den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, entfallen 167 (161) Millionen € auf festverzinsliche Wertpapiere und 2 (5) Millionen € auf nicht festverzinsliche Wertpapiere.

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
AAA 392 306
AA 233 222
A 199 157
BBB 45 32
Niedriger - -
Kein Rating - 11
Gesamt 869 728

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Dies geschieht innerhalb der einzelnen Konzernunternehmen im Rahmen der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zusätzlicher innerbetrieblicher Richtlinien. Ein Ausfallrisiko ist bei börsengehandelten Produkten praktisch nicht gegeben. Die außerbörslich abgeschlossenen Over-the-Counter-Derivate enthalten hingegen ein theoretisches Risiko in Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Daher wählt Munich Re für diese Geschäfte nur solche Kontrahenten aus, die eine sehr hohe Bonität aufweisen.

Munich Re hält zum 31. Dezember 2012 für Derivate Sicherheiten in Form von Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA, die veräußert oder als Sicherheit weitergereicht werden dürfen. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherheiten beträgt 1.154 (668) Millionen €.

Ausweis der Derivate nach Bilanzposten

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Mio. €     31.12.2012 Vorjahr
Beizulegender Zeitwert Bilanzierung als Sicherungsbeziehung Bilanzausweis    
Positiv Nein Kapitalanlagen, sonstige Wertpapiere, Handelsbestände 2.111 1.772
  Ja Übrige Aktiva 309 261
Negativ Nein Ja Verbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten -969 -1.344
Gesamt     1.451 689

In der folgenden Tabelle zeigen wir die beizulegenden Zeitwerte sowie die zugehörigen Nominalwerte unserer gesamten offenen Positionen, gegliedert nach Risikoarten. Positive und negative Zeitwerte haben wir saldiert. Mit 1.451 (689) Millionen € betrugen die offenen Positionen am 31. Dezember 2012 0,6 (0,3)% der Bilanzsumme.

Offene Positionen

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Fälligkeit in Jahren < 1 1-2 2-3 3-4 4-5 > 5
Mio. €            
Zinsrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 6 - - - - -
Nominalwerte 8.609 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte 65 107 75 87 301 676
Nominalwerte 525 2.283 1.120 4.719 3.048 16.843
Summe Zinsrisiken            
Zeitwerte 71 107 75 87 301 676
Nominalwerte 9.134 2.283 1.120 4.719 3.048 16.843
Währungsrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte - - - - - -
Nominalwerte 21 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte -11 - - - - -3
Nominalwerte 20.008 - - - - 218
Summe Währungsrisiken            
Zeitwerte -11 - - - - -3
Nominalwerte 20.029 - - - - 218
Aktien- und Indexrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 38 - - - - -
Nominalwerte 2.014 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte - 1 16 - - -
Nominalwerte 290 48 63 3 - -
Summe Aktien- und Indexrisiken            
Zeitwerte 38 1 16 - - -
Nominalwerte 2.304 48 63 3 - -
Kreditrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte - - - - -10 4
Nominalwerte 17 67 18 20 2.513 197
Wetterrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte 6 - - - - -
Nominalwerte 51 3 - - - -
Rohstoffrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte - 9 9 3 1 -
Nominalwerte 1.015 282 331 135 41 -
Versicherungsrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte -87 9 41 54 51 65
Nominalwerte 1.934 596 934 1.019 1.054 9.322
Sonstige Risiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte - - - - - -62
Nominalwerte - - - - - 1.156
Summe aller Risiken            
Zeitwerte 17 126 141 144 343 680
Nominalwerte 34.484 3.279 2.466 5.896 6.656 27.736
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Fälligkeit in Jahren 31.12. 2012 Vorjahr
Mio. €    
Zinsrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 6 41
Nominalwerte 8.609 4.660
Over-the-Counter    
Zeitwerte 1.311 725
Nominalwerte 28.538 19.535
Summe Zinsrisiken    
Zeitwerte 1.317 766
Nominalwerte 37.147 24.195
Währungsrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte - -
Nominalwerte 21 20
Over-the-Counter    
Zeitwerte -14 -35
Nominalwerte 20.226 17.691
Summe Währungsrisiken    
Zeitwerte -14 -35
Nominalwerte 20.247 17.711
Aktien- und Indexrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 38 69
Nominalwerte 2.014 5.575
Over-the-Counter    
Zeitwerte 17 13
Nominalwerte 404 284
Summe Aktien- und Indexrisiken    
Zeitwerte 55 82
Nominalwerte 2.418 5.859
Kreditrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte -6 -111
Nominalwerte 2.832 4.639
Wetterrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte 6 -28
Nominalwerte 54 95
Rohstoffrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte 22 16
Nominalwerte 1.804 1.829
Versicherungsrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte 133 71
Nominalwerte 14.859 17.257
Sonstige Risiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte -62 -72
Nominalwerte 1.156 1.214
Summe aller Risiken    
Zeitwerte 1.451 689
Nominalwerte 80.517 72.799

Unter der Risikoart Versicherungsrisiken subsumieren wir für Schaden/Unfall im Wesentlichen die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen, individuell ausgestaltete Versicherungsderivate sowie derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Für Leben/Gesundheit enthält die Risikoart Versicherungsrisiken im Wesentlichen die derivativen Bestandteile aus Verbriefungen von Mortalitäts- und Morbiditätsrisiken sowie Variable Annuities. Die Absicherung von Variable Annuities wird ebenfalls unter der Risikoart Versicherungsrisiken ausgewiesen.

Zinsrisiken in der Lebensversicherung werden durch Swaptions und Total-Return-Swaps abgesichert. Diese Derivate auf Erhalt eines festen Zinssatzes werden in der Kategorie Zinsrisiken/Over-the-Counter ausgewiesen. Zum Stichtag betragen die beizulegenden Zeitwerte der genannten Derivate 427 (537) Millionen €, die zugrunde liegenden Nominalwerte 2.841 (5.090) Millionen €. Das Kapitalanlageergebnis aus Derivaten enthält einen Ertrag aus Wertschwankungen dieser Positionen in Höhe von 125 (355) Millionen €.

Obwohl Munich Re Derivate grundsätzlich dazu einsetzt, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, erfüllt nur ein Anteil von 296 (254) Millionen € die Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung.

IAS 39 unterscheidet zwischen der Absicherung beizulegender Zeitwerte (Fair-Value-Hedge) und der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge).

Fair-Value-Hedge

Bei der Absicherung beizulegender Zeitwerte wird die Änderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments zusammen mit der Änderung des Zeitwerts des abgesicherten Instruments erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich unter den Posten Erträge oder Aufwendungen für Kapitalanlagen ausgewiesen. Im Fall der gesicherten Nachranganleihe der Münchener Rück AG erfolgt der Ausweis im Finanzierungsergebnis. Bei Munich Re werden Sicherungsbeziehungen in Form einer Absicherung beizulegender Zeitwerte eingesetzt, um gezielt und effizient Risiken aus Zins- und sonstigen Marktpreisänderungen zu mindern. Für die Absicherungen werden im Wesentlichen Swaps und Forwards verwendet. Der beizulegende Zeitwert der hierfür eingesetzten Derivate beträgt zum Stichtag 249 (215) Millionen €. 2012 erfassten wir Wertänderungen für die Sicherungsinstrumente von 34 Millionen € sowie für die zugehörigen Grundgeschäfte von -33 Millionen € erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Cashflow Hedge

Die Absicherung von Zahlungsströmen spielt bei Schwankungen eine Rolle, die beispielsweise durch variable Zinszahlungen verursacht werden. Bei Munich Re werden mit Cashflow Hedges überwiegend Zinsrisiken abgesichert. Hierfür setzen wir hauptsächlich Zinsswaps ein. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments verbuchen wir zu diesem Zweck erfolgsneutral im Eigenkapital. Erst mit dem tatsächlichen Kapitalab- oder -zufluss, den der abgesicherte Sachverhalt verursacht, wird die so gebildete Eigenkapitalposition erfolgswirksam aufgelöst.

Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen.

Zum Stichtag ergibt sich eine Eigenkapitalposition aus der Absicherung von Zahlungsströmen von -4 (4) Millionen €. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die in diese Kategorie fallen, beläuft sich zum Stichtag auf 47 (39) Millionen €.

Restlaufzeit und Höhe der am Bilanzstichtag abgesicherten Zahlungsströme

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Mio. € < 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre > 5 Jahre
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen - 25 - 25 25 314
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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen 389 389

10 Depotforderungen

Die Depotforderungen dienen unmittelbar als Sicherheit für die von den Zedenten in Rückdeckung übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Sie lösen keine Zahlungsströme aus und können von den Zedenten nicht unabhängig verwertet werden. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Höhe und Veränderungen der Depotforderungen im Geschäftsjahr leiten sich im Regelfall aus dem Wert der Veränderungen der zugehörigen versicherungstechnischen Rückstellungen für das in Rückdeckung genommene Versicherungsgeschäft ab. Insofern haben Depotforderungen keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

11 Sonstige Kapitalanlagen

Die sonstigen Kapitalanlagen enthalten Einlagen bei Kreditinstituten von 2.461 (2.392) Millionen €, Anlagen in regenerative Energien von 500 (260) Millionen € und Forstinvestments von 3 (3) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 142 (104) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus.

Da die Einlagen bei Kreditinstituten überwiegend eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte weitgehend den Buchwerten. Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 19 (31) Millionen €.

Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert dieser sonstigen Kapitalanlagen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Entwicklung der Anlagen in regenerative Energien

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Mio. € 2012 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 282 55
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 22 9
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 260 46
Währungsänderungen - -
Zugänge    
Unternehmenszusammenschlüsse 259 203
Sonstige 2 20
Abgänge    
Verlust der Beherrschung - -
Sonstige - -
Zuschreibungen 1 -
Abschreibungen    
Planmäßig 22 12
Außerplanmäßig - -
Umgliederung - 3
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 500 260
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 45 22
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 545 282

Der beizulegende Zeitwert der Anlagen in regenerative Energien beträgt zum Bilanzstichtag 500 (267) Millionen €. Für diese Anlagen bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 219 (97) Millionen €.

12 Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Beitragsüberträge - - 124 134
Deckungsrückstellung 743 645 - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 387 278 2.053 2.383
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 10 6 9 -
Gesamt 1.140 929 2.186 2.517
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Beitragsüberträge 1 - 12 3 72 67
Deckungsrückstellung 1.845 1.806 - - - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 16 10 10 8 264 220
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - - - 4 23
Gesamt 1.862 1.816 22 11 340 310
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Beitragsüberträge 95 9 304 213
Deckungsrückstellung 7 7 2.595 2.458
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 78 35 2.808 2.934
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - 23 29
Gesamt 180 51 5.730 5.634

Details zu den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind dargestellt unter den Erläuterungen zu den Posten (20) Beitragsüberträge, (21) Deckungsrückstellung, (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, (23) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen sowie (39) Bonitätsrisiken aus passivem Rückversicherungsgeschäft.

13 Sonstige Forderungen

Zusammensetzung der sonstigen Forderungen

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.427 1.552
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 4.731 4.909
Zinsen und Mieten 2.872 2.880
Übrige Forderungen 2.445 1.951
Gesamt 11.475 11.292

Von den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 460 (672) Millionen € auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern. In den übrigen Forderungen enthalten sind Forderungen von 708 (519) Millionen €, die aus Verträgen ohne signifikanten Risikotransfer resultieren. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 4.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der übrigen Forderungen bestehen in Höhe von 78 (-) Millionen €.

Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Forderungen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Vertragliche Restlaufzeit der sonstigen Forderungen

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 10.474 10.578
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 109 50
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 272 233
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 136 84
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 77 28
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 69 88
Mehr als zehn Jahre 338 231
Gesamt 11.475 11.292

Da der weitaus größte Teil der sonstigen Forderungen eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweist, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte dieser Forderungen weitgehend den Buchwerten.

Zum 31. Dezember 2012 verteilten sich unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Geschäft in Anlehnung an die Ratingklassifikation von Standard & Poor's folgendermaßen:

Rating der Abrechnungsforderungen

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
AAA - 9
AA 384 158
A 38 109
BBB und geringer 1 8
Ohne externes Rating 181 147

Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 429 (331) Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle der vergangenen drei Jahre belaufen sich auf 158 (144) Millionen €.

14 Aktivierte Abschlusskosten

Aktivierte Abschlusskosten

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 1.984 1.947 1.271 1.431
Anteil der Rückversicherer 1 -14 29 26
Netto 1.983 1.961 1.242 1.405
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 3.430 3.502 1.721 1.679 748 702
Anteil der Rückversicherer 7 10 4 1 14 6
Netto 3.423 3.492 1.717 1.678 734 696
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 102 125 9.256 9.386
Anteil der Rückversicherer 19 15 74 44
Netto 83 110 9.182 9.342

Entwicklung der aktivierten Abschlusskosten (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 1.947 1.848 1.431 1.322
Währungsänderungen 14 50 7 29
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges - - -7 -
Neu aktivierte Abschlusskosten 340 309 1.982 1.861
Veränderungen        
Planmäßig -327 -259 -2.142 -1.785
Außerplanmäßig 10 -1 - 4
Stand 31.12. Geschäftsjahr 1.984 1.947 1.271 1.431
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 3.502 3.623 1.679 1.583 702 663
Währungsänderungen 4 -4 - - 21 -25
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges - -4 - -1 -2 -2
Neu aktivierte Abschlusskosten 350 372 235 260 380 356
Veränderungen            
Planmäßig -257 -236 -193 -163 -330 -290
Außerplanmäßig -169 -249 - - -23 -
Stand 31.12. Geschäftsjahr 3.430 3.502 1.721 1.679 748 702
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 125 126 9.386 9.165
Währungsänderungen -14 3 32 53
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges - - -9 -7
Neu aktivierte Abschlusskosten 277 176 3.564 3.334
Veränderungen        
Planmäßig -286 -180 -3.535 -2.913
Außerplanmäßig - - -182 -246
Stand 31.12. Geschäftsjahr 102 125 9.256 9.386

In den planmäßigen Veränderungen ist neben Abschreibungen auch eine planmäßige Verzinsung enthalten. Unter die außerplanmäßigen Veränderungen fallen Zu- und Abschreibungen aufgrund von Änderungen der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, die eine Anpassung der Bewertung erforderlich machen.

Im Segment Erstversicherung Leben erfolgte 2012 eine Anpassung der Annahmen über das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Die nun geringere Zinsmarge und die Anpassung weiterer Annahmen führten zu außerplanmäßigen Abschreibungen der aktivierten Abschlusskosten.

15 Steuerabgrenzung

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzpositionen:

Steuerabgrenzung

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. € Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Aktiva        
A. Immaterielle Vermögenswerte 205 331 203 345
B. Kapitalanlagen 1.809 3.678 3.100 4.643
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - 3 - 2
E. Forderungen 84 35 228 21
I. Übrige Aktiva 595 783 547 790
Gesamt Aktiva 2.693 4.830 4.078 5.801
Passiva        
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) 1.836 3.480 2.024 3.525
E. Andere Rückstellungen 923 450 582 483
F. Verbindlichkeiten 259 24 340 34
Gesamt Passiva 3.018 3.954 2.946 4.042
Außerbilanziell        
Verlustvorträge und Steuergutschriften 508 - 523 -
Gesamt 6.219 8.784 7.547 9.843

In den Steuerabgrenzungen für versicherungstechnische Rückstellungen sind die Steuerabgrenzungen für aktivierte Abschlusskosten sowie 1.916 (1.888) Millionen € für Schwankungsrückstellungen, die nach IFRS nicht gebildet werden, enthalten.

Der Überschuss der passiven über die aktiven latenten Steuern beträgt 2.565 (2.296) Millionen €. Die Veränderung von -269 (804) Millionen € wurde in Höhe von -579 (-367) Millionen € erfolgsneutral und in Höhe von 358 (1.184) Millionen € erfolgswirksam gebucht. Die restliche Veränderung resultiert aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung sowie aus Währungsumrechnungen.

Auf temporäre Differenzen von 48 (45) Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, sogenannte Outside Basis Differences, wurden keine latenten Steuern gebildet.

Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung eine Verwertung mit ausreichender Sicherheit zu erwarten ist. Nachfolgend haben wir die vorhandenen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie die Verlustvorträge selbst aufgegliedert:

Entwicklung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und Steuergutschriften

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Mio. € Vorjahr Nachträgliche Zu- und Abgänge aufgrund geänderter Wertberichtigungen Zugänge aufgrund neuer Verluste Verbrauch/ Abgang 31.12.2012
Aktive latente Steuer auf          
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge 424 106 38 154 414
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge 62 6 13 27 54
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten - - 2 - 2
Steuergutschriften 37 - 1 - 38
Gesamt 523 112 54 181 508

In der Spalte "Verbrauch/Abgang" sind auch Änderungen aufgrund des Verlusts der Beherrschung und Währungsänderungen erfasst.

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. € Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Gesamt Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Gesamt
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 30 192 222 27 81 108
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 856 520 1.376 224 83 307
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 67 396 463 765 1.147 1.912
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 476 827 1.303 390 997 1.387
  1.429 1.935 3.364 1.406 2.308 3.714
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge            
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 330 132 462 370 169 539
  330 132 462 370 169 539
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 9 - 9 - - -
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig - - - - - -
  9 - 9 - - -
Steuergutschriften            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig - - - - - -
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 38 - 38 37 - 37
  38 - 38 37 - 37

16 Übrige Aktiva

Die übrigen Aktiva enthalten im Wesentlichen eigengenutzte Grundstücke und Bauten von 2.391 (2.385) Millionen €, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 273 (294) Millionen €, vorausgezahlte Versicherungsleistungen von 393 (437) Millionen €, Derivate von 309 (261) Millionen €, sonstige Rechnungsabgrenzungsposten von 130 (129) Millionen € sowie Rückforderungen gegenüber Versicherungsnehmern von 23 (25) Millionen €. Von den eigengenutzten Grundstücken und Bauten betreffen 15 (18) Millionen € Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

Entwicklung der Sachanlagen

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Mio. € Eigengenutzte Grundstücke und Bauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Übrige Gesamt
  2012 2012 2012 2012
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.385 976 57 4.418
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 1.000 682 30 1.712
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.385 294 27 2.706
Währungsänderungen 3 2 -1 4
Zugänge        
Unternehmenszusammenschlüsse - - - -
Sonstige 75 90 2 167
Abgänge        
Verlust der Beherrschung - - - -
Sonstige 7 9 2 18
Zuschreibungen 27 - - 27
Abschreibungen        
Planmäßig 60 104 5 169
Außerplanmäßig 15 - - 15
Umgliederung -17 - - -17
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.391 273 21 2.685
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.026 689 34 1.749
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.417 962 55 4.434
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Mio. €
Eigengenutzte Grundstücke und Bauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Übrige Gesamt
  Vorjahr Vorjahr Vorjahr Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.353 948 54 4.355
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 942 664 25 1.631
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.411 284 29 2.724
Währungsänderungen 2 2 1 5
Zugänge        
Unternehmenszusammenschlüsse - 1 - 1
Sonstige 88 131 4 223
Abgänge        
Verlust der Beherrschung 5 2 - 7
Sonstige 6 17 1 24
Zuschreibungen 8 - - 8
Abschreibungen        
Planmäßig 56 108 6 170
Außerplanmäßig 34 2 - 36
Umgliederung -23 5 - -18
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.385 294 27 2.706
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.000 682 30 1.712
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.385 976 57 4.418

Die Zuschreibungen verteilen sich auf folgende Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 2 (2) Millionen € und auf Schaden/Unfall 2 (5) Millionen €, in der Erstversicherung betragen die Zuschreibungen in Leben 16 (-) Millionen € und in Gesundheit 6 (-) Millionen € sowie bei Munich Health 1 (1) Million €.

Zuschreibungen auf eigengenutzte Grundstücke und Bauten sind im Wesentlichen durch inländische Immobilien induziert, deren Wertaufholung durch die Wachstumsphase des deutschen Markts ausgelöst wurde.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf folgende Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 5 (8) Millionen € und auf Schaden/Unfall 6 (14) Millionen €, in der Erstversicherung betragen die außerplanmäßigen Abschreibungen in Leben 2 (1) Millionen €, in Gesundheit - (7) Millionen € und in Schaden/Unfall - (2) Millionen € sowie bei Munich Health 2 (4) Millionen €.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf eigengenutzte Grundstücke und Bauten wurden im Wesentlichen durch Leerstände, sinkende Marktmieten sowie Risikoaufschläge auf Immobilienrenditen ausgelöst.

Der beizulegende Zeitwert der Grundstücke und Bauten beläuft sich auf 2.698 (2.689) Millionen €. Die Methodik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ist unter (3) Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beschrieben.

Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betragen 158 (133) Millionen € für Grundbesitz und 17 (16) Millionen € für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz machen 33 (22) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 (16) Millionen € aus. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von - (3) Millionen €.

17 Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Im zweiten Quartal 2011 beschlossen wir die Veräußerung unserer vollkonsolidierten Tochtergesellschaften American Modern Life Insurance Company, Amelia, Ohio, und Southern Pioneer Life Insurance Company, Jonesboro, Arkansas. Ein Vertrag über den Verkauf dieser Gesellschaften mit wirtschaftlicher Wirkung im Januar 2012 wurde im dritten Quartal 2011 unterzeichnet; der Verkaufspreis betrug rund 26 Millionen €.

Im vierten Quartal 2011 veräußerte die ERGO Versicherungsgruppe mit wirtschaftlicher Wirkung im März 2012 eine fremdgenutzte Büroimmobilie mit einem Buchwert von 13 Millionen €. Der Verkaufspreis betrug 52 Millionen €.

Im ersten Quartal 2012 beschloss die ERGO Versicherungsgruppe den Verkauf der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft San Marino Life Impresa sammarinese di assicurazione sulla vita S.p.A., San Marino. Ein Vertrag über den Verkauf dieser Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung im Juli 2012 wurde im zweiten Quartal 2012 unterzeichnet; der Verkaufspreis betrug 5 Millionen €.

Im zweiten Quartal 2012 veräußerte die ERGO Versicherungsgruppe mit wirtschaftlicher Wirkung im Oktober 2012 ihre Anteile an der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft ERGO Daum Direct General Insurance Co. Ltd., Seoul.

Die Zuordnung der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen auf die Segmente finden Sie in der Segmentberichterstattung.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva

18 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2012 in insgesamt 179.341.212 volleingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Aktien im Umlauf

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Stückzahl 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 177.588.750 180.378.583
Zugänge    
Veräußerung aus Absicherung der Wertsteigerungsrechte der langfristigen Incentive-Pläne 1.020.083 247.758
Abgänge    
Erwerb zur Einziehung (Aktienrückkaufprogramm) - 3.037.591
Erwerb zur Absicherung der Wertsteigerungsrechte der langfristigen Incentive-Pläne 81.563 -
Stand 31.12. Geschäftsjahr 178.527.270 177.588.750

Am 31. Dezember 2012 waren 813.942 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 2,7 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von rund 0,5%.

Von der am 20. April 2011 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung hat der Vorstand der Münchener Rück AG - wegen potenzieller Auswirkungen des anhaltend volatilen Kapitalmarktumfelds und möglichen Kapitalbedarfs für organisches Wachstum - lediglich im Rahmen der Absicherungen von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan Gebrauch gemacht.

Im Jahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt, weder für Mitarbeiter der Münchener Rück AG noch für Mitarbeiter von abhängigen oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen. Aus alten Mitarbeiteraktienprogrammen gibt es keinen Restbestand.

Ein Tochterunternehmen, das zu Jahresbeginn 1.423.055 Aktien hielt, um Wertsteigerungsrechte abzusichern, die seit 1999 an Vorstand und oberes Management der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ausgegeben worden waren, hat im Kalenderjahr 2012 seinen gesamten Bestand an Münchener-Rück-Aktien auf die Münchener Rück AG übertragen. Die Münchener Rück AG wiederum hat 2012 zur Absicherung von Verpflichtungen aus langfristigen Incentive-Plänen keine weiteren Aktien erworben. Im Rahmen der Auflösung dieser Absicherungen hat die Münchener Rück AG jedoch begonnen, Aktien an den Markt zu verkaufen, und hat deshalb im Berichtsjahr insgesamt 711.055 Stück zu einem Durchschnittskurs von 130,59 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 92,9 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet. Zum 31.12.2012 beträgt der Restbestand 712.000 Aktien.

Im Geschäftsjahr 2012 haben die Gesellschaften der ERGO Versicherungsgruppe für zukünftige Verpflichtungen aus den langfristigen Incentive-Plänen, die seit 2002 aufgelegt wurden, ebenfalls - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen dieser Verpflichtungen - keine Aktien erworben, jedoch insgesamt 155.633 Aktien zu je 126,69 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 19,7 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet. Zusammen mit den Münchener-Rück-Aktien, die in den Vorjahren zur Absicherung ausgegebener Wertsteigerungsrechte erworben worden waren und im Bestand verblieben sind, ergibt sich bei der ERGO Versicherungsgruppe zum 31. Dezember 2012 ein Gesamtbestand von 21.835 Stück.

Die MEAG Munich ERGO AssetManagement GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 im Rahmen der Absicherungen von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan 81.563 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 124,46 € gekauft sowie 153.395 Aktien je 124,52 € verkauft und hält damit nun einen Restbestand von 80.107 Münchener-Rück-Aktien. Aus dem Verkauf wurde ein Veräußerungserlös von 19,1 Millionen € erzielt, der zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet wurde.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 79.304.499,26 €.

Für das Geschäftsjahr 2011 wurden im Berichtsjahr 1.110 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 6,25 € je gewinnberechtigter Aktie.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals

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Mio. € 31.12.2012
Genehmigtes Kapital 2009 (bis zum 21. April 2014) 280
Genehmigtes Kapital 2011 (bis zum 19. April 2016) 10
Gesamt 290

Zusammensetzung des bedingten Kapitals

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Mio. € 31.12.2012
Bedingtes Kapital 2010 (bis zum 27. April 2015) 117
Gesamt 117

Eigenkapitalzusammensetzung

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Ausgegebenes Kapital 585 588
Kapitalrücklage 6.805 6.800
Gewinnrücklagen 10.946 11.588
Übrige Rücklagen 5.650 3.384
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.195 702
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 242 247
Eigenkapital gesamt 27.423 23.309

Die von der Kapitalrücklage nach Berücksichtigung der Steuereffekte abgesetzten extern verursachten Kosten, die unmittelbar mit Eigenkapitalmaßnahmen zusammenhängen, betragen 31 Millionen €.

Die Gewinnrücklagen sind in Höhe von 2.374 (1.317) Millionen € der Münchener Rück AG zuzuordnen.

Ferner sind in den Gewinnrücklagen 5.243 (4.791) Millionen € Schwankungsrückstellungen enthalten. Diese Rückstellungen werden nach nationalen Vorschriften gebildet, um Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre auszugleichen. Bei der Bilanzierung nach IFRS werden sie im Eigenkapital berücksichtigt.

Die übrigen Rücklagen enthalten -292 (-223) Millionen € aus der Währungsumrechnung und -4 (4) Millionen € aufgrund des Bewertungsergebnisses aus Cashflow Hedges. Außerdem sind in den übrigen Rücklagen unrealisierte Gewinne und Verluste enthalten, die sich wie folgt auf die verschiedenen Posten verteilen:

Unrealisierte Gewinne und Verluste

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Nicht konsolidierte verbundene und nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen 175 143
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen 79 72
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar    
Festverzinslich 9.980 4.892
Nicht festverzinslich 1.503 693
Abzüglich    
Erfolgsneutral gebildete Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 3.696 847
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 2.005 1.276
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 20 10
Konsolidierungs- und Währungseffekte 70 64
Gesamt 5.946 3.603

Steuereffekte, die in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sind

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  2012 Vorjahr
Mio. € Vor Steuern Steuer Nach Steuern Vor Steuern Steuer Nach Steuern
Währungsumrechnung -67 - -67 390 - 390
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 3.076 729 2.347 1.421 671 750
Veränderung aus der Equity-Bewertung 26 - 26 5 - 5
Veränderung aus Cashflow Hedges 1 - 1 9 3 6
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen -553 -171 -382 -209 -74 -135
Sonstige Veränderungen 16 - 16 -3 - -3
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 2.499 558 1.941 1.613 600 1.013

Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern in Höhe von 558 (600) Millionen € beinhalten laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne in den Kapitalanlagen in Höhe von -21 (233) Millionen € und mit dem Restbetrag von 579 (367) Millionen € latente Steuern.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Unrealisierte Gewinne und Verluste 20 10
Konzernergebnis 16 10
Übriges Eigenkapital 206 227
Gesamt 242 247

Im Wesentlichen handelt es sich bei den nicht beherrschenden Anteilen um Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital einzelner Gesellschaften der Erstversicherungsgruppe. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und Personengesellschaften weisen wir unter den sonstigen Verbindlichkeiten aus. Im Geschäftsjahr 2012 erwarben wir weitere 25,4% der Anteile an der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien (vormals VICTORIA-VOLKSBANKEN Versicherungsaktiengesellschaft, Wien).

Angaben zum Kapitalmanagement finden Sie im Lagebericht unter Finanzlage - Kapitalmanagement und zu den Mindestkapitalanforderungen unter Finanzlage - Gruppensolvabilität.

19 Nachrangige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeiten

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Mio. € Kennnummer A.M. Best Fitch Moody's S&P 31.12.2012 Vorjahr
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,25%, anschließend variabel, 900 Millionen €, Anleihe 2012/2042 WKN: A1ML16 ISIN: XS0764278528 Reuters: DE076427852= Bloomberg: MUNRE a+ A   A 892 -
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,625%, anschließend variabel, 450 Millionen £, Anleihe 2012/2042 WKN: A1ML15 ISIN: XS0764278288 Reuters: DE076427828= Bloomberg: MUNRE a+ A   A 552 -
Münchener Rück AG, München, bis 2021 6,00%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €, Anleihe 2011/2041 WKN: A1KQYJ ISIN: XS0608392550 Reuters: DE060839255= Bloomberg: MUNRE a+ A   A 989 987
Münchener Rück AG, München, bis 2017 5,767%, anschließend variabel, 1.349 Millionen €, Anleihe 2007/ unbegrenzte Laufzeit WKN: A0N4EX ISIN: XS0304987042 Reuters: DE030498704= Bloomberg: MUNRE a+ A A3 (hyb) A 1.596 1.562
Münchener Rück AG, München, bis 2013 6,75%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €1 , Anleihe 2003/2023 WKN: 843278 ISIN: XS0166965797 Reuters: DE016696579= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A 995 1.669
Münchener Rück AG, München, bis 2018 7,625%, anschließend variabel, 300 Millionen £, Anleihe 2003/2028 WKN: 843449 ISIN: XS0167260529 Reuters: DE016726052= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A 368 357
Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien, 4,95%, 50 Millionen €, Namensschuldverschreibungen 2004/2014   - - - - 51 51
Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 12 Millionen €2 , Namensschuldverschreibung 2001/unbegrenzte Laufzeit   - - - - 12 10
Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 13 Millionen €3 , Namensschuldverschreibung 1998/unbegrenzte Laufzeit   - - - - 12 11
HSB Group Inc., Delaware, LIBOR +91 BP, 76 Millionen US$, Anleihe 1997/2027   - - - - 37 36
Gesamt           5.504 4.683

1 Im Geschäftsjahr 2012 hat die Emittentin Anleihen im Nominalwert von 678 Millionen € zurückgekauft.
2 Die ERGO International AG hält Anleihen mit einem Nominalwert von 3 Millionen € im Bestand; das ausstehende Volumen ist entsprechend reduziert.
3 Die ERGO Versicherungsgruppe AG hält Anleihen mit einem Nominalwert von 3 Millionen € im Bestand; das ausstehende Volumen ist entsprechend reduziert.

Am 29. März 2012 emittierten wir zwei Nachranganleihen über 900 Millionen € und 450 Millionen £. Beide Anleihen haben eine Laufzeit von 30 Jahren und werden bis zum ersten Kündigungstermin am 26. Mai 2022 mit 6,25% bzw. 6,625% pro Jahr fest, danach variabel verzinst. Im Rahmen unseres aktiven Kapitalmanagements kauften wir im Berichtszeitraum nominal 678 Millionen € der Nachranganleihe 2003/2023 der Münchener Rück AG zurück.

Bis zum Zeitpunkt der frühesten Kündigungsmöglichkeit in den Jahren 2022, 2021, 2017, 2013 und 2018 erfolgen bei den Anleihen der Münchener Rück AG Liquiditätsabflüsse in Höhe der jeweiligen Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr betrugen diese 278 Millionen €. Danach sind die Liquiditätsabflüsse variabel und hängen vom jeweiligen Zinsniveau ab. Bei der Namensschuldverschreibung der Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG von 2004 beträgt der jährliche Liquiditätsabfluss 2 Millionen €. Für deren Namensschuldverschreibung von 2001 betrug der Mittelabfluss für die ersten zehn Jahre jährlich 1 Million €, seitdem ist dieser ebenso wie der Mittelabfluss der Namensschuldverschreibung von 1998 sowie der Anleihe der HSB Group variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Zinsniveau.

Der beizulegende Zeitwert der Nachranganleihe der Münchener Rück AG vom Juni 2007 wird in Bezug auf den risikolosen Zins über einen Zinsswap abgesichert. Die abgesicherten Wertveränderungen der nachrangigen Anleihe sowie des Zinsswaps werden jeweils erfolgswirksam im Finanzierungsergebnis ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 5.953 (4.254) Millionen €. Für die Anleihen der Münchener Rück AG liegen als beizulegende Zeitwerte die Börsenwerte vor. Für die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten ziehen wir Barwertverfahren unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter heran, um die beizulegenden Zeitwerte zu ermitteln.

20 Beitragsüberträge

Beitragsüberträge

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 37 45 5.776 6.070
Anteil der Rückversicherer - - 124 134
Netto 37 45 5.652 5.936
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 15 8 99 97 1.755 1.728
Anteil der Rückversicherer 1 - 12 3 72 67
Netto 14 8 87 94 1.683 1.661
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 452 443 8.134 8.391
Anteil der Rückversicherer 95 9 304 213
Netto 357 434 7.830 8.178

Entwicklung der Beitragsüberträge (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 45 52 6.070 5.600
Währungsänderungen 1 1 - 197
Veränderung Konsolidierungskreis - - -23 -
Gebuchte Beiträge 11.130 9.481 17.052 16.557
Verdiente Beiträge 11.139 9.489 17.323 16.284
Stand 31.12. Geschäftsjahr 37 45 5.776 6.070
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr1 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 8 1 97 96 1.728 1.687
Währungsänderungen - 6 -1 -6 62 -84
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -7 -75 -20
Gebuchte Beiträge 5.798 6.142 5.732 5.710 5.554 5.595
Verdiente Beiträge 5.791 6.141 5.729 5.696 5.514 5.450
Stand 31.12. Geschäftsjahr 15 8 99 97 1.755 1.728
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 443 443 8.391 7.879
Währungsänderungen -1 -13 61 101
Veränderung Konsolidierungskreis - - -98 -27
Gebuchte Beiträge 6.703 5.967 51.969 49.452
Verdiente Beiträge 6.693 5.954 52.189 49.014
Stand 31.12. Geschäftsjahr 452 443 8.134 8.391

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

21 Deckungsrückstellung

Deckungsrückstellung

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 13.352 13.682 32 -
Anteil der Rückversicherer 743 645 - -
Netto 12.609 13.037 32 -
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 69.508 69.334 25.544 24.216 425 409
Anteil der Rückversicherer 1.845 1.806 - - - -
Netto 67.663 67.528 25.544 24.216 425 409
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 908 836 109.769 108.477
Anteil der Rückversicherer 7 7 2.595 2.458
Netto 901 829 107.174 106.019

Deckungsrückstellung nach Art des Versicherungsschutzes (brutto)

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Leben 82.860 83.016
Rückversicherung 13.352 13.682
Erstversicherung 69.508 69.334
Risiko-Lebensversicherung 2.937 2.889
Sonstige Lebensversicherung 36.331 37.530
Rentenversicherung 29.027 27.763
Berufsunfähigkeitsversicherung 1.194 1.138
Verträge mit Kombination mehrerer Risiken 19 14
Gesundheit 26.452 25.052
Munich Health 908 836
Erstversicherung 25.544 24.216
Schaden/Unfall 457 409
Rückversicherung 32 -
Erstversicherung 425 409
Gesamt 109.769 108.477

Die Deckungsrückstellung in der Lebensrückversicherung bezieht sich zum größten Teil auf Verträge mit dominierendem Todesfall- oder Invaliditätsrisiko. In der Rückversicherung haben Rentenversicherungen ein deutlich geringeres Gewicht als in der Erstversicherung.

Um die Deckungsrückstellung im Bestandsgeschäft zu bewerten, werden im Wesentlichen die gleichen Rechnungsgrundlagen verwendet wie im Vorjahr. In der deutschen Erstversicherung, auf die ca. 87% der Deckungsrückstellung für die Erstversicherung entfallen, werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet.

Der Bundesgerichtshof hat 2012 über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Kündigung von Lebensversicherungsverträgen entschieden. Wesentliche Punkte der Entscheidung betreffen die Verrechnung der Abschlusskosten sowie die Höhe der Rückkaufswerte. Die Deckungsrückstellung in der deutschen Lebenserstversicherung wurde aufgrund dieses Urteils erhöht.

Weitere Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken und Diskontzinsen finden Sie unter (37) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (38) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft.

Entwicklung der Deckungsrückstellung (brutto)

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 108.477 104.413
Währungsänderungen -194 81
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstiges 559 3.680
Veränderungen    
Planmäßig 899 289
Außerplanmäßig 28 14
Stand 31.12. Geschäftsjahr 109.769 108.477

Die unter Sonstiges ausgewiesene Veränderung betrifft mit 453 Millionen € Sparbeiträge für Kapitalisierungsprodukte und mit 170 Millionen € Portfolioein- und -austritte. In den planmäßigen Veränderungen der Deckungsrückstellung sind die aus der prospektiven Kalkulation resultierenden Veränderungen aufgrund von Beitragszahlungen, Leistungsfällen und der Abwicklung der Diskontierung im Berichtsjahr enthalten.

22 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 5.652 5.087 39.097 40.670
Anteil der Rückversicherer 387 278 2.053 2.383
Netto 5.265 4.809 37.044 38.287
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 1.648 1.581 917 944 5.483 5.034
Anteil der Rückversicherer 16 10 10 8 264 220
Netto 1.632 1.571 907 936 5.219 4.814
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Brutto 954 1.076 53.751 54.392
Anteil der Rückversicherer 78 35 2.808 2.934
Netto 876 1.041 50.943 51.458

Art der Rückstellung (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 3.402 3.057 252 245
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 958 883 18.783 19.766
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 1.292 1.147 20.062 20.659
Gesamt 5.652 5.087 39.097 40.670
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 1.172 1.103 1 1 413 372
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 287 289 859 893 3.845 3.589
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 189 189 57 50 1.225 1.073
Gesamt 1.648 1.581 917 944 5.483 5.034
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 34 34 5.274 4.812
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 580 278 25.312 25.698
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 340 764 23.165 23.882
Gesamt 954 1.076 53.751 54.392

Die Rentendeckungsrückstellung bezieht sich auf regelmäßige Zahlungen für Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsfälle und wickelt sich für gewöhnlich langfristig ab. Ein Großteil dieser Rückstellung wird in den Segmenten Rückversicherung Leben und Erstversicherung Leben für zukünftige Rentenzahlungen gebildet, ein kleiner Teil bezieht sich auf Rentenzahlungen für Unfall-, Haftpflicht- und Arbeiterunfallversicherung. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind aktuariell angemessen gewählt. Rentendeckungsrückstellungen werden als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungen berechnet. Die verwendeten Diskontzinsen werden unter (37) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und unter (38) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ausgewiesen.

Die Einzelschadenrückstellung ist der Betrag, der erwartungsgemäß benötigt wird, um die Schäden zu regulieren, die am Bilanzstichtag bekannt sind und bereits gemeldet wurden. Der größte Teil dieser Rückstellung wird zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellung für Spätschäden wird mithilfe aktuarieller Methoden auf der Basis historischer Schadenentwicklungsdaten und unter Berücksichtigung absehbarer zukünftiger Trends berechnet.

Erwartete Auszahlungen aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (nur Schaden/Unfall)

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  Rückversicherung Erstversicherung
% 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 30,6 31,4 36,5 39,2
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 44,2 44,1 39,6 38,6
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 13,7 13,2 14,1 13,0
Mehr als zehn Jahre und bis zu fünfzehn Jahre 5,3 5,0 5,9 5,2
Mehr als fünfzehn Jahre 6,2 6,3 3,9 4,0

Die Ermittlung der erwarteten Auszahlungstermine aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle kann mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein.

Entwicklung der Schadenrückstellung im Segment Schaden/Unfall

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  2012 Vorjahr
Mio. € Brutto Anteil der Rückversicherer Netto Brutto Anteil der Rückversicherer Netto
Stand 31.12. Vorjahr 45.704 2.603 43.101 41.540 2.310 39.230
Währungsänderungen -158 -6 -152 1.039 26 1.013
Veränderung Konsolidierungskreis -38 -11 -27 -53 -4 -49
Schadenaufwendungen            
Für das Berichtsjahr 14.898 365 14.533 17.931 895 17.036
Für Vorjahre -1.019 -15 -1.004 -809 41 -850
Gesamte Schadenaufwendungen 13.879 350 13.529 17.122 936 16.186
Aufzinsung der diskontierten Rückstellungen 59 3 56 82 3 79
Abzüglich Zahlungen            
Für das Berichtsjahr 6.120 110 6.010 5.930 172 5.758
Für Vorjahre 8.746 512 8.234 8.096 496 7.600
Gesamte Zahlungen 14.866 622 14.244 14.026 668 13.358
Stand 31.12. Geschäftsjahr 44.580 2.317 42.263 45.704 2.603 43.101

Die dargestellten Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr umfassen sowohl die für das Berichtsjahr geleisteten Zahlungen als auch Aufwendungen zur Bildung der Rückstellung für die Schadenfälle des Berichtsjahres. Die Rückstellungen für Schäden aus Vorjahren werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Exposure- und Schadeninformationen sowie der Schadenerfahrungen der Vergangenheit als bestmögliche Schätzungen aktualisiert. Die zugehörige Veränderung gegenüber dem Vorjahresstand zeigen wir unter "Schadenaufwendungen für Vorjahre".

Die meisten Branchen verzeichneten im Berichtsjahr eine vergleichsweise geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte.

Nettoabwicklungsergebnis Schaden/Unfall

Die Werte in den folgenden Abwicklungsdreiecken beziehen sich auf mehr als 99% des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts unseres Konzerns.

Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)

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Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr ≤ 2002 2003 2004 2005 2006 2007
2002 10.851          
2003 6.805 4.078        
2004 4.435 2.210 3.871      
2005 2.760 921 2.881 3.487    
2006 2.061 404 916 3.587 3.341  
2007 1.704 415 401 1.665 2.489 4.165
2008 1.835 317 460 507 1.343 2.791
2009 1.426 240 249 484 547 1.245
2010 1.016 251 249 261 434 796
2011 1.458 153 135 157 274 504
2012 794 99 81 102 171 198
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Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr 2008 2009 2010 2011 2012 Gesamt
2002            
2003            
2004            
2005            
2006            
2007            
2008 4.217          
2009 3.182 4.351        
2010 1.611 3.142 4.882      
2011 598 1.283 3.252 5.779    
2012 424 485 1.580 4.255 5.689 13.878

Schadenrückstellungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

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Mio. € Anfalljahr
Datum ≤ 2002 2003 2004 2005 2006 2007
31.12.2002 29.138          
31.12.2003 23.091 8.276        
31.12.2004 19.416 5.776 7.650      
31.12.2005 17.873 4.076 4.867 8.957    
31.12.2006 16.100 3.528 3.974 5.519 7.449  
31.12.2007 15.119 2.776 3.350 3.941 4.859 7.760
31.12.2008 13.717 2.299 2.544 3.039 3.422 5.193
31.12.2009 12.334 1.995 2.036 2.545 2.722 3.890
31.12.2010 11.685 1.719 1.488 1.848 1.985 2.986
31.12.2011 10.189 1.566 1.345 1.521 1.617 2.436
31.12.2012 9.367 1.461 1.182 1.223 1.291 1.886
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Mio. € Anfalljahr
Datum 2008 2009 2010 2011 2012 Gesamt
31.12.2002            
31.12.2003            
31.12.2004            
31.12.2005            
31.12.2006            
31.12.2007            
31.12.2008 8.769          
31.12.2009 5.834 8.539        
31.12.2010 4.193 5.349 8.536      
31.12.2011 3.328 3.687 5.506 11.770    
31.12.2012 2.799 3.110 3.793 7.716 8.502 42.330

Endschadenstand für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

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Mio. € Anfalljahr
Datum ≤ 2002 2003 2004 2005 2006 2007
31.12.2002 39.989          
31.12.2003 40.747 12.354        
31.12.2004 41.507 12.064 11.521      
31.12.2005 42.724 11.285 11.619 12.444    
31.12.2006 43.012 11.141 11.642 12.593 10.790  
31.12.2007 43.735 10.804 11.419 12.680 10.689 11.925
31.12.2008 44.168 10.644 11.073 12.285 10.595 12.149
31.12.2009 44.211 10.580 10.814 12.275 10.442 12.091
31.12.2010 44.578 10.555 10.515 11.839 10.139 11.983
31.12.2011 44.540 10.555 10.507 11.669 10.045 11.937
31.12.2012 44.512 10.549 10.425 11.473 9.890 11.585
Nettoabwicklungsergebnis -4.523 1.805 1.096 971 900 340
Veränderung 2011 auf 2012 28 6 82 196 155 352
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Mio. € Anfalljahr
Datum 2008 2009 2010 2011 2012 Gesamt
31.12.2002            
31.12.2003            
31.12.2004            
31.12.2005            
31.12.2006            
31.12.2007            
31.12.2008 12.986          
31.12.2009 13.233 12.890        
31.12.2010 13.203 12.842 13.418      
31.12.2011 12.936 12.463 13.640 17.549    
31.12.2012 12.831 12.371 13.507 17.750 14.191 169.084
Nettoabwicklungsergebnis 155 519 -89 -201 n/a 973
Veränderung 2011 auf 2012 105 92 133 -201 n/a 948

Der Endschaden eines Anfalljahres enthält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, sowie die zu diesem Zeitpunkt verbleibende Schadenrückstellung. Bei vollständiger Kenntnis aller bis zum Bilanzstichtag verursachten Schäden würde der Endschadenstand für jedes Anfalljahr unverändert bleiben. In der Praxis zeigt sich aber, dass der auf Schätzung beruhende Endschadenstand Schwankungen ausgesetzt ist, die den wachsenden Kenntnisstand über die Schadenfälle reflektieren. Jedoch können auch Änderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere Zugänge, oder die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente den Endschadenstand beeinflussen.

Die Abwicklungsdreiecke beruhen auf währungsbereinigten Größen. Zu diesem Zweck wurden alle Werte von der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung (Euro) umgerechnet, wobei durchgehend die Währungskurse zum Ende des Berichtsjahres (Kurse vom 31. Dezember 2012) verwendet wurden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Währungsumrechnung zu keinen Abwicklungseffekten führt.

23 Übrige versicherungstechnische Rückstellungen

Zusammensetzung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen

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  Rückversicherung Erstversicherung1 Munich Health1
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften 3 - 6.400 5.711 - -
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - - 6.817 3.709 7 3
davon: aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) - - 3.687 873 15 3
davon: aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) - - 3.130 2.836 -8 -
Rückstellung für Gewinnanteile 483 566 - - 13 20
Sonstige 27 2 95 119 90 32
Gesamt (brutto) 513 568 13.312 9.539 110 55
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  Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften 6.403 5.711
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 6.824 3.712
davon: aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) 3.702 876
davon: aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 3.122 2.836
Rückstellung für Gewinnanteile 496 586
Sonstige 212 153
Gesamt (brutto) 13.935 10.162

1 Vorjahreswerte angepasst wegen Übertragung zwischen den Segmenten, siehe Abschnitt "Segmentberichterstattung".

Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften entfallen 85 (74) Millionen € auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wird ausschließlich in der Lebens- und Krankenversicherung gebildet.

Der Anteil der Rückversicherer an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beträgt 23 (29) Millionen €, davon entfällt 1 (1) Million € auf die in Rückdeckung gegebene Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften.

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 5.711 5.213
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Zuführung/Entnahme 692 498
Stand 31.12. Geschäftsjahr 6.403 5.711

Entwicklung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 3.712 3.557
Veränderung Konsolidierungskreis - -8
Veränderung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) 2.826 258
Veränderung aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 286 -95
Stand 31.12. Geschäftsjahr 6.824 3.712

Die Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen reflektiert den auf die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entfallenden Anteil an der im vergangenen Jahr eingetretenen Veränderung der Marktwerte. Veränderungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sind nur insoweit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, als sie aus erfolgswirksam erfassten Bewertungsdifferenzen resultieren.

In der deutschen Lebenserstversicherung wurde nach lokalen Vorschriften eine sogenannte Zinszusatzreserve gebildet. Sie ist für Verträge, deren Garantiezins höher als ein nach lokalen Vorschriften bestimmter Referenzzins ist, zu bilden. Dadurch erhöhen sich die erfolgswirksam erfassten Bewertungsdifferenzen und damit die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung. In der belgischen Lebenserstversicherung wird eine ähnliche Reserve nach lokalen Vorschriften gebildet. Um den auf die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entfallenden Anteil der Bewertungsdifferenzen zu bestimmen, werden Quoten zwischen 50% und 92,5% nach Steuern verwendet. Die Annahme, in welchem Maße die Versicherungsnehmer in der deutschen Erstversicherung in Zukunft an Überschüssen partizipieren werden, haben wir erhöht. Die Quoten für die Ermittlung der Zuführung zur Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wurden entsprechend angepasst.

24 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto)

Entwicklung der Rückstellung (brutto)

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 5.373 5.210
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse 8 22
Sparbeiträge 760 782
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Fondsvermögen 603 -259
Entnahme für Kosten und Risiko 79 73
Entnahme für Leistungen 407 309
Stand 31.12. Geschäftsjahr 6.258 5.373

Diese Rückstellungen werden retrospektiv bewertet. Die Entnahme für versicherungstechnische Risiken aus den Beiträgen und der Deckungsrückstellung erfolgt auf der Grundlage vorsichtiger Annahmen in Bezug auf die erwartete Sterblichkeit und Invalidisierung. Dabei verwenden wir analog zur Deckungsrückstellung für die nicht fondsgebundene Lebensversicherung Rechnungsgrundlagen auf der Basis bester Schätzwerte mit angemessenen Sicherheitszuschlägen.

Die Rückstellungen werden unmittelbar bedeckt durch die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen. Geringe Differenzbeträge zu diesen Kapitalanlagen ergeben sich aus passivierten, noch nicht verdienten Beitragsanteilen in den Rückstellungen.

25 Andere Rückstellungen

Zusammensetzung der anderen Rückstellungen

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.324 1.691
Übrige Rückstellungen 2.101 1.831
Gesamt 4.425 3.522

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung.

Der Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 66 (56) Millionen €. Der Aufwand für Beiträge an staatliche Pläne betrug im Geschäftsjahr 122 Millionen €.

Bei leistungsorientierten Pensionszusagen hängt die Höhe der zugesagten Leistungen überwiegend von Gehalt und erbrachter Dienstzeit ab. Diese Leistungen können teilweise oder vollständig durch Planvermögen finanziert werden.

Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 3.345 2.952
Währungsänderungen -6 31
Veränderung Konsolidierungskreis - -2
Dienstzeitaufwand 100 107
Zinsaufwand 140 133
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 787 210
Gezahlte Versorgungsleistungen -115 -103
Plankürzungen -2 -3
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 16 9
Übrige -31 11
Stand 31.12. Geschäftsjahr 4.234 3.345

Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen auch Leistungen für medizinische Versorgung. Der Barwert der erdienten Ansprüche für diese Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag 223 (163) Millionen €.

Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 1.725 1.449
Währungsänderungen 1 18
Veränderung Konsolidierungskreis - -4
Erwartete Erträge 74 73
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 174 26
Kapitalübertrag auf Planvermögen 96 214
Gezahlte Versorgungsleistungen -41 -48
Übrige -29 -3
Stand 31.12. Geschäftsjahr 2.000 1.725

Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 143 126
Erwartete Erträge 7 6
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 24 -1
Kapitalübertrag 13 14
Gezahlte Versorgungsleistungen -4 -2
Übrige -16 -
Stand 31.12. Geschäftsjahr 167 143

Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Nicht über Planvermögen finanzierte Pensionszusagen    
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 2.032 1.445
Nicht berücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 10 12
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 2.042 1.457
Ganz oder teilweise über Planvermögen finanzierte Pensionszusagen    
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 2.202 1.900
Planvermögen -2.000 -1.725
Sonstige Forderungen 78 56
Übrige 2 3
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 282 234
Gesamte bilanzierte Nettoverbindlichkeit 2.324 1.691

Entwicklung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 1.691 1.562
Währungsänderungen -7 15
Veränderung Konsolidierungskreis - 2
Aufwand 173 168
Gezahlte Versorgungsleistungen -70 -53
Kapitalübertrag auf Planvermögen -96 -214
Übertrag auf sonstige Forderungen 21 13
Im Eigenkapital verrechnete versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 597 196
Übrige 15 2
Stand 31.12. Geschäftsjahr 2.324 1.691

Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwands

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Mio. € 2012 Vorjahr
Dienstzeitaufwand 100 107
Zinsaufwand 140 133
Abzüglich    
Erwartete Erträge aus Planvermögen -74 -73
Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen -7 -6
Tilgung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand 15 9
Auswirkungen von Plankürzungen -1 -3
Übrige - 1
Gesamt 173 168

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 248 (99) Millionen €, die tatsächlichen Erträge aus Erstattungsansprüchen 31 (5) Millionen €.

Die Aufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Leistungen an Kunden ausgewiesen.

In der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen wurden im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung von Währungsschwankungen versicherungsmathematische Verluste von 585 (211) Millionen € ausgewiesen, kumuliert 1.397 (812) Millionen € versicherungsmathematische Verluste.

Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen

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% 31.12.2012 Vorjahr
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 19,5 20,3
Festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen 78,3 78,0
Immobilien 0,1 0,1
Übrige 2,1 1,6
Gesamt 100,0 100,0

Im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens sind keine eigenen Aktien enthalten.

Die Konzernunternehmen legen bei der Bewertung ihrer Pensionsverpflichtungen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde:

Versicherungsmathematische Annahmen

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% 2012 Vorjahr
Rechnungszins 3,1 4,2
Erwartete Rendite des Planvermögens 4,2 4,9
Erwartete Rendite der Erstattungsansprüche 3,5 4,9
Anwartschafts-/Gehaltstrend 2,3 2,3
Rententrend 1,6 1,5
Kostentrend für medizinische Versorgung 4,1 4,4

Die erwartete Rendite des Planvermögens wird bestimmt auf der Grundlage langfristig erwarteter Kapitalrenditen.

Für das Geschäftsjahr 2013 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 57 (72) Millionen € erwartet.

Eine Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgung um einen Prozentpunkt würde sich folgendermaßen auf den Barwert der erdienten Pensionsansprüche und den Pensionsaufwand auswirken:

Auswirkung der Änderung des Kostentrends für medizinische Versorgung

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Mio. € Erhöhung um einen Prozentpunkt Senkung um einen Prozentpunkt
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 36 -27
Pensionsaufwand 3 -2

Sonstige Angaben für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Barwert der erdienten Pensionsansprüche (ohne Leistungen für medizinische Versorgung) 4.011 3.182 2.807 2.489 2.178
Planvermögen -2.000 -1.725 -1.449 -1.229 -989
Nicht durch Planvermögen gedeckt 2.011 1.457 1.358 1.260 1.189
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Verpflichtung 23 14 -3 -44 7
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 177 20 52 20 -100

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen

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Mio. € Vorjahr Zugänge Inanspruchnahme Auflösung Übrige Veränderungen 31.12.2012
Restrukturierung 262 287 61 7 2 483
Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit 196 8 30 - -44 130
Provisionen 180 777 806 11 64 204
Ausstehende Rechnungen 149 146 126 22 1 148
Gratifikationen 137 75 76 4 - 132
Jubiläumsleistungen 75 13 3 1 2 86
Urlaubs- und Zeitguthaben 59 51 42 3 - 65
Sonstige 773 542 363 62 -37 853
Gesamt 1.831 1.899 1.507 110 -12 2.101

Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen das Projekt "Kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition" mit 219 (244) Millionen € sowie den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen mit 258 (-) Millionen € der ERGO Gruppe. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte, darunter 91 (50) Millionen € für mittel- und langfristige Incentive-Pläne, Gehaltsverpflichtungen mit 106 (61) Millionen €, sonstige Innen- und Außendienstvergütung mit 57 (44) Millionen €, Spartenwettbewerbe mit 17 (21) Millionen € sowie Prozessrisiken mit 46 (28) Millionen €.

Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen und mittel- sowie langfristige Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, ausstehende Rechnungen, Gratifikationen, Urlaubs- und Zeitguthaben sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind.

26 Anleihen

Zusammensetzung der Anleihen

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Mio. € Kennnummer A.M. Best Fitch Moody's S&P 31.12.2012 Vorjahr
Munich Re America Corporation, Wilmington, 7,45%, 342 Millionen US$, Anleihe 1996/2026 CUSIP-Nr.: 029163AD4 ISIN, Reuters: - Bloomberg: AMER RE CORP MUNRE a- A+ A2 A- 259 263
Gesamt           259 263

Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. Diese betrugen im Geschäftsjahr 25 Millionen US$. Den beizulegenden Zeitwert der Anleihe ermitteln wir anhand eines anerkannten Bewertungsverfahrens unter Verwendung verfügbarer beobachtbarer Marktparameter. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag 340 (304) Millionen €.

27 Depotverbindlichkeiten

Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

28 Sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 3.648 3.788
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 5.097 4.146
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 493 616
Übrige Verbindlichkeiten 4.002 4.501
Gesamt 13.240 13.051

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, die aus angesammelten Überschussanteilen, Beitragsdepots und Verträgen der Erstversicherer ohne signifikanten Risikotransfer resultieren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 174 Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen des Programms RENT (Renewable Energy and New Technologies) erworben hat.

Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten von 415 (312) Millionen €, die sich aus Verträgen der Rückversicherer ohne signifikanten Risikotransfer ergeben, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von 508 (871) Millionen € und negative Zeitwerte von Versicherungsderivaten, von derivativen Bestandteilen, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden, sowie von Absicherungsderivaten von Variable Annuities von insgesamt 461 (473) Millionen €. In den übrigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 14 (15) Millionen € und Zins- und Mietverbindlichkeiten von 250 (227) Millionen € enthalten.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die vertraglichen Fälligkeiten unserer sonstigen Verbindlichkeiten. Da Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft untrennbar mit dem zugrunde liegenden Versicherungsgeschäft verbunden sind, analysieren wir das daraus resultierende Liquiditätsrisiko gemeinsam mit den korrespondierenden Versicherungsverträgen. Dies gilt derzeit auch für die im Variable-Annuity-Geschäft enthaltenen Derivate; siehe hierzu (37) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (38) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Die hier aufgeführten Derivate sind mit ihren Marktwerten berücksichtigt.

Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten auf der Basis von Bilanzwerten (ohne Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne Verbindlichkeiten aus derivativen Bestandteilen von Variable Annuities)

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 7.739 7.801
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 53 47
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 47 73
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 85 36
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 60 136
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 556 730
Mehr als zehn Jahre 597 440
Gesamt 9.137 9.263

Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrifft unverzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen Bilanzwerte und undiskontierte Zahlungsströme identisch sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 42 (258) Millionen €, von denen aus Derivaten 537 (648) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Gegebenenfalls bestehende Abweichungen bei den Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr zu den undiskontierten Zahlungsströmen sind für die Darstellung der Bedeutung der finanziellen Verbindlichkeiten für unsere Finanzlage und unseren Unternehmenserfolg unwesentlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie.

Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1 Level 2
Sonstige Verbindlichkeiten            
Derivate 29 749 191 969 27 1.074
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  Vorjahr
Mio. € Level 3 Gesamt
Sonstige Verbindlichkeiten    
Derivate 243 1.344

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten bewerten wir derzeit nur Derivate mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert. Von diesen ordnen wir die derivativen Bestandteile von Katastrophenanleihen, Wetterderivate sowie die derivativen Bestandteile von Variable Annuities Level 3 der Bewertungshierarchie zu.

Die Überleitungsrechnung von Anfangs- auf den Endbestand für die sonstigen Verbindlichkeiten, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten sonstigen Verbindlichkeiten

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  Sonstige Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 243 19
Gewinne und Verluste 51 -71
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 51 -71
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) - -
Erwerb 38 8
Verkäufe 39 52
Übertragung in/aus Level 3 - 211
Marktwertänderung Derivate - 14
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 191 243
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 49 -36

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

29 Beiträge

Beiträge1

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 11.130 9.481 17.052 16.557
Gebuchte Bruttobeiträge 11.130 9.481 17.052 16.557
Veränderung Beitragsüberträge Brutto -9 -8 -271 273
Verdiente Beiträge (brutto) 11.139 9.489 17.323 16.284
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 450 427 650 697
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer - - - -160
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 450 427 650 857
Verdiente Beiträge (netto) 10.689 9.062 16.673 15.427
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 7.268 7.893 5.732 5.710 5.554 5.595
Gebuchte Bruttobeiträge 5.798 6.142 5.732 5.710 5.554 5.595
Veränderung Beitragsüberträge Brutto 7 1 3 14 40 145
Verdiente Beiträge (brutto) 5.791 6.141 5.729 5.696 5.514 5.450
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 135 137 58 23 222 217
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer - - 10 1 8 11
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 135 137 48 22 214 206
Verdiente Beiträge (netto) 5.656 6.004 5.681 5.674 5.300 5.244
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 6.703 5.967 53.439 51.203
Gebuchte Bruttobeiträge 6.703 5.967 51.969 49.452
Veränderung Beitragsüberträge Brutto 10 13 -220 438
Verdiente Beiträge (brutto) 6.693 5.954 52.189 49.014
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 280 75 1.795 1.576
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer 87 2 105 -146
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 193 73 1.690 1.722
Verdiente Beiträge (netto) 6.500 5.881 50.499 47.292

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Die gesamten Bruttobeiträge enthalten neben den gebuchten Bruttobeiträgen insbesondere auch Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten. Beiträge aus dem langfristigen Versicherungsgeschäft, insbesondere im Segment Erstversicherung Leben, werden bei Fälligkeit in voller Höhe als verdiente Beiträge berücksichtigt und als Ertrag erfasst. Aus dem fondsgebundenen Geschäft sind unter den gebuchten Bruttobeiträgen nur die Risiko- und Kostenbeiträge erfasst.

Von den gebuchten Beiträgen aus dem kurzfristigen Versicherungsgeschäft werden anteilig Beitragsüberträge abgegrenzt, siehe (20) Beitragsüberträge. Die Beitragsüberträge werden entsprechend der Risikoentlastung über die Dauer der Verträge aufgelöst.

30 Technischer Zinsertrag

Technischer Zinsertrag1

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 658 647 1.323 1.385
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 3.289 2.250 1.372 1.314 224 158
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 52 43 6.918 5.797

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Der technische Zinsertrag entspricht dem Betrag, den wir im Versicherungsgeschäft aus der überwiegend risikolosen Anlage der Kapitalanlagen erwirtschaften, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen bedecken. In den Erstversicherungssegmenten werden zudem die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert.

Je nach Art des betriebenen Versicherungsgeschäfts und den damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist der technische Zinsertrag bezogen auf die Bedeckung der versicherungstechnischen Rückstellungen segmentspezifisch unterschiedlich zu interpretieren:

In den Segmenten Erst- und Rückversicherung Schaden/Unfall tragen wir der Tatsache Rechnung, dass in früheren Jahren gebildete Rückstellungen durch Kapitalanlagen mit höheren Zinsen bedeckt werden, als es dem heutigen Marktzinsniveau entspricht. Daher entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung unserer diskontierten versicherungstechnischen Rückstellungen zum jeweils historischen Zins, unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit und Währung. Bilanzielle Rückstellungen oberhalb der diskontierten Rückstellungen werden kurzfristig verzinst.

Für das Segment Rückversicherung Leben basiert die Verzinsung der Rückstellungen im Wesentlichen auf vertraglich vereinbarten Zinszuführungen (das entspricht zum Beispiel für Deutschland mindestens der Garantieverzinsung).

Für das Segment Erstversicherung Leben setzt sich der technische Zinsertrag für deutsche Lebenserstversicherungsgesellschaften zusammen aus den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung, der Garantieverzinsung und der anhand der nicht technischen Ergebnisquellen ermittelten Überschussbeteiligung. Für die Auslandsgesellschaften entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung der Deckungsrückstellung mit dem jeweils länderspezifischen Zins, den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung und der Überschussbeteiligung, soweit entsprechende Vertragsmodelle vorliegen.

Im Segment Erstversicherung Gesundheit entspricht der technische Zinsertrag für inländisches Erstversicherungsgeschäft der Zinszuführung zur Alterungsrückstellung (Rechnungszins) sowie der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Diese beruht auf der Zinszuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, dem den Rechnungszins überschreitenden Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den sonstigen nicht versicherungstechnischen Ergebnisbestandteilen.

Im Segment Munich Health beruht der technische Zinsertrag für ausländisches Erstversicherungsgeschäft auf der Verzinsung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen risikolosen Zinssatz und, soweit vorhanden, auf der Zinszuführung zur Deckungsrückstellung. Bei langfristigen Rückversicherungsverträgen entspricht die Verzinsung den vertraglich vereinbarten Zinszuführungen. Bei kurzfristigem Rückversicherungsgeschäft wird der technische Zinsertrag anhand der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen Zinssatz berechnet.

31 Leistungen an Kunden

Leistungen an Kunden1

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Brutto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 7.993 6.479 11.714 10.747
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung -45 179 - -5
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 581 511 -1.364 2.931
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 6 10
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 7 1 37 41
Leistungen an Kunden (brutto) 8.536 7.170 10.393 13.724
Anteil der Rückversicherer        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 272 298 497 560
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung -67 -38 - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 108 -9 -304 261
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -27 -29 - -35
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 286 222 193 786
Netto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 7.721 6.181 11.217 10.187
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung 22 217 - -5
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 473 520 -1.060 2.670
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 6 10
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 34 30 37 76
Leistungen an Kunden (netto) 8.250 6.948 10.200 12.938

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Brutto            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 6.374 7.029 3.906 3.912 3.152 3.279
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung 327 -689 1.074 1.068 16 2
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 67 78 -29 13 436 247
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 867 504 1.067 871 27 30
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 181 185 -2 -5 22 -18
Leistungen an Kunden (brutto) 7.816 7.107 6.016 5.859 3.653 3.540
Anteil der Rückversicherer            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 117 108 22 6 125 108
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung 40 62 - - - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 7 -9 1 5 35 10
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - 1 - - -2 -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -67 -71 - - -1 -
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 97 91 23 11 157 118
Netto            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 6.257 6.921 3.884 3.906 3.027 3.171
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung 287 -751 1.074 1.068 16 2
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 60 87 -30 8 401 237
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 867 503 1.067 871 29 30
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 248 256 -2 -5 23 -18
Leistungen an Kunden (netto) 7.719 7.016 5.993 5.848 3.496 3.422
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Brutto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 5.400 4.707 38.539 36.153
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung 72 78 1.444 633
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -112 18 -421 3.798
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - -1 1.967 1.414
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 63 1 308 205
Leistungen an Kunden (brutto) 5.423 4.803 41.837 42.203
Anteil der Rückversicherer        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 47 34 1.080 1.114
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung - - -27 24
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 43 27 -110 285
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - -2 1
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - - -95 -135
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 90 61 846 1.289
Netto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 5.353 4.673 37.459 35.039
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung 72 78 1.471 609
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -155 -9 -311 3.513
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - -1 1.969 1.413
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 63 1 403 340
Leistungen an Kunden (netto) 5.333 4.742 40.991 40.914

Die Veränderung der Deckungsrückstellung (netto) enthält 603 (-259) Millionen € unrealisierte Gewinne/Verluste aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Leistungen an Kunden schließen Aufwendungen für die Überschussbeteiligung an Versicherungsnehmer ein. Davon entfallen 966 (972) Millionen € auf die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, 286 (42) Millionen € auf die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sowie 251 (397) Millionen € auf die Direktgutschrift. Das sonstige versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich in der Lebenserstversicherung überwiegend aus der Verzinsung des Ansammlungsguthabens von Versicherungsnehmern.

Aufwendungen für eine Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung werden nicht unter den Leistungen an Kunden ausgewiesen, sondern unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

32 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 2.609 2.265 3.770 3.844
Verwaltungsaufwendungen 314 310 1.179 1.077
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände -92 -35 136 -118
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 2.831 2.540 5.085 4.803
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 152 139 65 86
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung 2 -6 12 30
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 154 133 77 116
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 2.677 2.407 5.008 4.687
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 854 894 568 618 1.178 1.185
Verwaltungsaufwendungen 246 250 158 167 712 702
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 128 170 -37 -93 -47 -65
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 1.228 1.314 689 692 1.843 1.822
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 16 15 21 5 43 34
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung 3 2 -3 - -2 -
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 19 17 18 5 41 34
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 1.209 1.297 671 687 1.802 1.788
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 1.023 959 10.002 9.765
Verwaltungsaufwendungen 185 170 2.794 2.676
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 22 5 110 -136
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 1.230 1.134 12.906 12.305
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 72 11 369 290
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung -25 - -13 26
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 47 11 356 316
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 1.183 1.123 12.550 11.989

33 Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten und Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 22 108 107
Anteile an verbundenen Unternehmen 4 7 6 -9
Anteile an assoziierten Unternehmen - 13 16 62
Darlehen - 2 -1 5
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 571 580 1.931 1.858
Nicht festverzinslich 91 71 428 316
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände        
Festverzinslich - - 10 11
Nicht festverzinslich - - 3 -
Derivate 13 -63 -219 -268
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert        
Festverzinslich - - - -
Nicht festverzinslich - - - -
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 265 285 42 -46
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 51 34 176 165
Gesamt 913 883 2.148 1.871
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 108 57 52 59 14 40
Anteile an verbundenen Unternehmen 3 5 -11 -20 -26 263
Anteile an assoziierten Unternehmen -5 - 5 5 46 -4
Darlehen 1.539 1.465 663 635 98 100
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - 1 - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 1.214 792 520 395 227 183
Nicht festverzinslich 104 -24 10 3 52 -38
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich 10 11 - - - -
Nicht festverzinslich - - - - - -
Derivate 191 563 53 -6 -17 -107
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich 22 -7 - - - -
Nicht festverzinslich - -3 - - - -
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 9 -8 1 -5 7 -2
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 603 -263 - - - -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 172 162 54 55 25 27
Gesamt 3.626 2.427 1.239 1.011 376 408
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 3 5 4 309 292
Anteile an verbundenen Unternehmen - 1 3 4 -21 251
Anteile an assoziierten Unternehmen 14 4 5 21 81 101
Darlehen 1 - - - 2.300 2.207
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - 1
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 107 118 5 5 4.575 3.931
Nicht festverzinslich - 10 - - 685 338
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - - - 20 22
Nicht festverzinslich - - - - 3 -
Derivate -4 -9 - - 17 110
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - 22 -7
Nicht festverzinslich - - - - - -3
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 1 1 1 4 326 229
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 603 -263
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 6 9 - 1 484 453
Gesamt 115 119 19 37 8.436 6.756

Das Ergebnis aus Grundstücken und Bauten enthält Mieterträge von 334 (340) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Grundstücken und Bauten von 57 (43) Millionen € enthalten. Zinserträge wurden erzielt aus Darlehen in Höhe von 2.242 (2.174) Millionen € sowie aus sonstigen Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, von - (1) Millionen €. Sonstige Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind, erzielten laufende Erträge von 4.425 (4.647) Millionen €.

Erträge aus Kapitalanlagen nach Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Laufende Erträge 910 942 1.933 1.977
davon:        
Zinserträge 728 751 1.520 1.615
Erträge aus Zuschreibungen 616 711 1.041 1.298
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 440 870 2.103 3.164
Sonstige Erträge - - - -
Gesamt 1.966 2.523 5.077 6.439
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Laufende Erträge 2.994 3.186 1.412 1.414 368 350
davon:            
Zinserträge 2.792 2.973 1.277 1.250 291 310
Erträge aus Zuschreibungen 404 725 81 144 33 46
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 564 586 94 225 162 496
Sonstige Erträge 651 137 - - 1 1
Gesamt 4.613 4.634 1.587 1.783 564 893
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Munich Health Assetmanagement Gesamt  
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Laufende Erträge 123 140 15 30 7.755 8.039
davon:            
Zinserträge 101 126 5 8 6.714 7.033
Erträge aus Zuschreibungen 19 26 2 3 2.196 2.953
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 54 96 2 1 3.419 5.438
Sonstige Erträge - - 2 3 654 141
Gesamt 196 262 21 37 14.024 16.571

Aufwendungen für Kapitalanlagen nach Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 636 892 1.107 1.684
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 325 684 1.599 2.613
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 92 64 223 271
davon:        
Zinsaufwendungen 3 23 13 104
Gesamt 1.053 1.640 2.929 4.568
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 260 1.375 74 431 77 141
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 504 242 209 267 88 310
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 223 590 65 74 23 34
davon:            
Zinsaufwendungen 3 29 2 9 1 9
Gesamt 987 2.207 348 772 188 485
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 32 54 2 1 2.188 4.578
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 42 78 - - 2.767 4.194
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 7 11 - -1 633 1.043
davon:            
Zinsaufwendungen - 3 - - 22 177
Gesamt 81 143 2 - 5.588 9.815

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 117 145
Anteile an verbundenen Unternehmen 33 22
Anteile an assoziierten Unternehmen 52 6
Darlehen 9 62
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar 205 1.721
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 1.747 2.610
Sonstige Kapitalanlagen 25 12
Gesamt 2.188 4.578

34 Sonstiges operatives Ergebnis

Sonstiges operatives Ergebnis

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 133 96 263 278
Sonstige operative Aufwendungen 89 57 280 201
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 127 116 59 49 147 149
Sonstige operative Aufwendungen 114 133 77 105 235 206
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 100 88 50 67 879 843
Sonstige operative Aufwendungen 91 64 37 42 923 808

Die sonstigen operativen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 491 (486) Millionen €, Zinsen und ähnliche Erträge von 183 (118) Millionen €, Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen von 135 (181) Millionen € sowie Erträge aus eigengenutzten Grundstücken und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 49 (45) Millionen €.

Die sonstigen operativen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen von 356 (335) Millionen € im Wesentlichen Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 207 (136) Millionen €, sonstige Abschreibungen von 60 (63) Millionen € sowie sonstige Steuern von 43 (47) Millionen €. Zudem sind Aufwendungen für eigengenutzte Grundstücke und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 17 (44) Millionen € enthalten.

35 Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis

Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 826 587 1.056 1.034
Sonstige nicht operative Aufwendungen 882 676 1.242 1.273
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 4 1 20 4
Finanzierungsergebnis1 -66 -58 -138 -140
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 141 153 434 299 254 264
Sonstige nicht operative Aufwendungen 311 231 541 349 476 432
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - - 20
Finanzierungsergebnis1 42 42 6 11 -122 -125
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 467 392 6 7 3.184 2.736
Sonstige nicht operative Aufwendungen 559 457 9 25 4.020 3.443
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 116 - - - 140 25
Finanzierungsergebnis1 -14 -14 -5 -4 -297 -288

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Die sonstigen nicht operativen Erträge und Aufwendungen stehen nicht in Zusammenhang mit dem Abschluss, der Verwaltung oder der Regulierung von Versicherungsverträgen oder der Verwaltung von Kapitalanlagen.

Die sonstigen nicht operativen Erträge enthalten neben Währungskursgewinnen von 3.040 (2.582) Millionen € sonstige nicht versicherungstechnische Erträge von 144 (154) Millionen €.

Die sonstigen nicht operativen Aufwendungen enthalten neben Währungskursverlusten von 3.229 (2.812) Millionen € Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von 154 (110) Millionen € sowie sonstige nicht versicherungstechnische Aufwendungen, zum Beispiel periodenfremde Aufwendungen, Projektkosten und sonstige nicht anders zuordenbare Beträge und Restrukturierungsaufwendungen von 637 (521) Millionen €.

Unter Finanzierungsergebnis verstehen wir sämtliche Zinsaufwendungen, Zinserträge und sonstige Aufwendungen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital zusammenhängen. Darin enthalten sind auch Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Finanzierungen, die sich im Saldo eliminieren. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalien, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen.

Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumenten

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Mio. € 2012 Vorjahr
Nachrangige Verbindlichkeiten der Münchener Rück AG, München -266 -241
Anleihe der Munich Re America Corporation, Wilmington -20 -26
Nachrangige Verbindlichkeiten der BACAV AG, Wien -6 -6
Bankverbindlichkeit der Münchener Rück AG, München -1 -12
Übrige -4 -3
Gesamt -297 -288

Informationen zum strategischen Fremdkapital finden Sie im Lagebericht sowie unter (19) Nachrangige Verbindlichkeiten und (26) Anleihen.

36 Ertragsteuern

In dieser Position werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein.

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Inland/Ausland

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Mio. € 2012 Vorjahr
Tatsächliche Steuern 1.224 631
Deutschland 735 381
Ausland 489 250
Latente Steuern -358 -1.183
Deutschland -210 -965
Ausland -148 -218
Ertragsteuern 866 -552

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr 1.159 984
Periodenfremde tatsächliche Steuern 65 -353
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder Umkehrung temporärer Unterschiede -369 -798
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder des Verbrauchs von Verlustvorträgen 127 76
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -111 -462
Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf latente Steuern -5 1
Ertragsteuern 866 -552

Die tatsächlichen Steuern für das Berichtsjahr resultieren aus den steuerlichen Ergebnissen des Geschäftsjahres, auf welche die lokalen Steuersätze der jeweiligen Konzerngesellschaft angewendet werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490%.

Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertrag

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Mio. € 2012 Vorjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) 4.077 160
Konzernsteuersatz in % 33,0 33,0
Erwartete Ertragsteuern 1.346 53
Steuerauswirkung von    
Steuersatzdifferenzen -188 -129
Steuerfreien Erträgen -466 -59
Nicht abzugsfähigen Aufwendungen 330 253
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -111 -462
Änderungen der Steuersätze und Steuergesetzgebung -5 1
Steuern Vorjahre -114 -250
Gewerbesteuerliche Korrekturen 28 1
Sonstigem 46 40
Ausgewiesene Ertragsteuern 866 -552

Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Berichtsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 21 %, im Vorjahr eine Steuerentlastung von 345%.

Die steuerfreien Erträge beziehen sich auf steuerfreie Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, auf steuerfreie Dividendenerträge sowie sonstige steuerfreie Einkünfte.

In den nicht abzugsfähigen Aufwendungen sind vor allem Veräußerungsverluste aus Aktien, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Zinsen auf Steuernachzahlungen enthalten.

Der Überleitungseffekt aus Änderungen der Wertberichtigungen auf latente Steuern/ Verlustvorträge in Höhe von -111 (-462) Millionen € betrifft in Höhe von -7 (-300) Millionen € Erträge aus dem nachträglichen Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge der Vorjahre sowie in Höhe von -105 (-180) Millionen € Steuereinsparungen aus der Verrechnung von positivem zu versteuernden Einkommen mit steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bisher keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt wurden. Der Restbetrag betrifft gegenläufige Effekte aus der Änderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern aus temporären Differenzen.

Die Erträge aus geänderten Steuersätzen und geänderter Steuergesetzgebung betreffen in erster Linie Großbritannien.

Die Steuern für Vorjahre betreffen tatsächliche und erwartete Änderungen von Steuerbescheiden der Vorjahre und beinhalten periodenfremde latente Steuern in Höhe von -179 (103) Millionen € sowie tatsächliche periodenfremde Steuern in Höhe von 65 (-353) Millionen €.

Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten

Munich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist:

IFRS 4 erfordert Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken, die aus Versicherungsverträgen resultieren. Nach IFRS 7 sind analoge Ausführungen zu Risiken erforderlich, die aus Finanzinstrumenten herrühren. Daneben fordert § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB für den Lagebericht ebenfalls Angaben zu den Risikomanagementzielen und -methoden, zu Sicherungsgeschäften sowie zu Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten. Diese Anforderungen werden über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 15 zur Lageberichterstattung sowie DRS 5 und DRS 5-20 zur Risikoberichterstattung und zur Risikoberichterstattung bei Versicherungsunternehmen noch weiter präzisiert.

Die Berichterstattung über Risiken betrifft nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re. Um beiden Perspektiven gerecht zu werden, werden Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht innerhalb des Lageberichts als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten sowie in den jeweiligen Erläuterungen zu Finanzinstrumenten im Anhang gemacht. Dabei fokussieren die Angaben im Risikobericht weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert ausführlich die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt detailliert das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital sowie die verfügbaren Eigenmittel. Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen runden den Bericht ab.

Der Anhang geht im Detail auf die unterschiedlichen Risiken aus Versicherungsverträgen ein und beschreibt die Unsicherheiten bei deren Bewertung. Gemäß den Vorgaben von IFRS 4 werden außerdem die Auswirkungen bei Änderung von Annahmen bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und im Marktumfeld quantifiziert. Für Risiken aus Finanzinstrumenten enthalten die Erläuterungen im Anhang darüber hinaus entsprechend den Vorschriften des IFRS 7 Angaben zur maximalen Kreditrisikoexposition, zu den Restlaufzeiten und zum Rating sowie eine Sensitivitätsanalyse zum Marktpreisrisiko. Diese Angaben sind für die Einschätzung des Risikos ebenfalls von Bedeutung.

Um einen vollständigen Überblick über die Risiken zu erhalten, denen Munich Re ausgesetzt ist, sind sowohl der Risikobericht als auch die Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten im Anhang zu berücksichtigen, ergänzt um weitere Ausführungen in den Erläuterungen zu den Einzelpositionen. Soweit erforderlich, verweisen wir dementsprechend im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Positionen auf die korrespondierenden Ausführungen.

37 Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken betreffen Geschäft aus den Segmenten Erstversicherung Leben und Gesundheit, Rückversicherung Leben sowie Munich Health. Im Segment Munich Health sind Erst- und Rückversicherungsverträge enthalten. Da die Erläuterungen auf die Darstellung der jeweiligen Risiken abstellen, wird Munich Health nicht separat aufgeführt, sondern findet sich nach Art des Geschäfts in der Erst- oder Rückversicherung wieder.

Für diese Versicherungsverträge sind primär biometrische Risiken, Zinsrisiken sowie Stornorisiken von Bedeutung. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen und der aktivierten Abschlusskosten basiert auf biometrischen Rechnungsgrundlagen, das heißt auf Annahmen zur Entwicklung der Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität sowie auf vertrags- oder tarifspezifischen Diskont- bzw. Rechnungszinsen. Darüber hinaus gehen in die Bewertung Annahmen über die Stornowahrscheinlichkeit und die Überschussbeteiligung ein. Daneben sind sonstige Marktrisiken aus fondsgebundenen Verträgen und Risiken aus eingebetteten Derivaten sowie das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen.

Biometrische Risiken

Je nach Art der Versicherungsverträge sind unsere Bestände biometrischen Risiken in unterschiedlichem Maß ausgesetzt:

Biometrische Risiken

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Produktkategorie Charakteristika Wichtige Risiken
Lebenserstversicherung    
Lebensversicherung (Todesfallschutz) - Langfristige Verträge mit einer Todesfallleistung Sterblichkeit (kurzfristig):
  - Überwiegend mit einer Kapitalauszahlung bei Ablauf - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Umstände (z. B. Pandemien)
  - Bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen, Beitragsanpassungen nicht möglich Sterblichkeit (langfristig):
    - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch eine nachhaltige Zunahme der Sterblichkeit im Bestand
Rentenversicherung - Überwiegend lebenslange garantierte Rentenzahlung Langlebigkeit:
  - Überwiegend bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen - Zunahme des für die Zukunft erwarteten Aufwands für Altersrenten durch eine nachhaltige Zunahme der Lebenserwartung im Bestand
Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsversicherung - Langfristige Verträge mit einer garantierten zeitlich befristeten Rente im Invaliditätsfall Invalidisierung:
  - Bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen - Erhöhter Aufwand durch Zunahme der Fälle von Invalidität im Bestand sowie eine Verringerung des durchschnittlichen Alters, in dem ein Versicherungsfall eintritt
    Langlebigkeit:
    - Erhöhter Aufwand durch Anstieg der durchschnittlichen Dauer des Rentenempfangs
Lebensrückversicherung    
  - Großteils langfristige Verträge, durch die überwiegend Todesfall-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Zedenten übernommen werden Sterblichkeit (kurzfristig):
    - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Umstände (z. B. Pandemien)
    Sterblichkeit (langfristig):
    - Erhöhter Aufwand für Versicherungsfälle durch eine nachhaltige Zunahme der Sterblichkeit in den Beständen der Zedenten
    Invalidisierung:
    - Erhöhter Aufwand für Invaliditätsversicherungen in den Beständen der Zedenten
    Langlebigkeit:
    - Zunahme des für die Zukunft erwarteten Aufwands für Altersrenten durch eine nachhaltige Zunahme der Lebenserwartung in den Beständen der Zedenten
Krankenerstversicherung    
  - Überwiegend langfristige Verträge, welche die Übernahme von Kosten für medizinische Behandlung garantieren; zur Deckung erhöhter Kosten im Alter werden Rückstellungen gebildet Morbidität:
  - Variable Rechnungsgrundlagen, Beitragsanpassung bei nachhaltigen Veränderungen der Kostenstruktur in der Regel möglich  
    - Zunahme der Kosten für medizinische Behandlung, die nicht durch Beitragsanpassungen aufgefangen werden können
    - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse (z.B. Pandemien)
Krankenrückversicherung    
  - Überwiegend kurzfristige Verträge, durch die Morbiditätsrisiken von Zedenten übernommen werden Morbidität (kurzfristig):
    - Zunahme der Kosten für medizinische Behandlung innerhalb der Risikoperiode
    - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse (z.B. Pandemien)

Die Struktur unseres Geschäfts ist in den Erläuterungen unter (21) Deckungsrückstellung quantitativ dargestellt.

Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch die länderspezifischen Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt.

Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. Dies kann dazu führen, dass sich die in den Rechnungsgrundlagen jeweils berücksichtigte Sicherheitsmarge verändert. Die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen und der aktivierten Abschlusskosten beeinflusst dies nicht unmittelbar, solange Sicherheitsmargen vorhanden sind. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, die wir verwenden, sind nach Einschätzung der Verantwortlichen Aktuare ausreichend. Jedoch gehen wir bei der langfristigen Krankenversicherung auch künftig davon aus, dass sich die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verbessern werden, was höhere Kosten nach sich ziehen kann. Für dieses Geschäft besteht dann in der Regel die Möglichkeit, veränderte Rechnungsgrundlagen durch eine Beitragsanpassung auszugleichen.

Für das kurzfristige Krankenversicherungsgeschäft besteht dagegen vor allem das Risiko, dass einmalige außergewöhnliche Ereignisse kurzfristig zu höheren Aufwendungen führen.

Gesetzgeberische und gerichtliche Eingriffe in die den Vertragsabschlüssen zugrunde liegenden Chancen- und Risikoverteilungen zwischen den Partnern von Versicherungsverträgen können die dargestellten biometrischen Risiken überlagern und gegebenenfalls erhöhen. Dadurch kann eine Anpassung der Rückstellung erforderlich werden.

Die Sensitivität gegenüber Veränderungen der biometrischen Annahmen in der Lebensversicherung sowie bei langfristigen Verträgen in der Krankenversicherung messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Zinsrisiken

Zu unterscheiden sind Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie von Teilen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Entsprechend den bilanziellen Bewertungsvorschriften wird der Diskontzins zu Vertragsbeginn fixiert und in der Regel im Vertragsverlauf nicht mehr angepasst. Insofern hängt die bilanzielle Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen zunächst nicht unmittelbar von der Höhe der Marktzinsen ab.

Ökonomisch resultiert jedoch prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften.

In der Rückversicherung verwenden wir für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle folgende Zinssätze:

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Rückversicherung (brutto)

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Ohne Verzinsung 2.616 2.625
Zins ≤ 1,5% 184 435
1,5% < Zins ≤ 2,5% 210 284
2,5% < Zins ≤ 3,5% 1.758 172
3,5% < Zins ≤ 4,5% 1.551 2.405
4,5% < Zins ≤ 5,5% 4.119 4.044
5,5% < Zins ≤ 6,5% 1.176 1.120
6,5% < Zins ≤ 7,5% 473 453
Zins> 7,5% 128 126
Mit Depotforderungen bedeckt 7.351 7.815
Gesamt 19.566 19.479

Bedecken Depotforderungen die Rückstellungen, ist die Verzinsung unmittelbar durch einen Zufluss von Kapitalerträgen sichergestellt, den die Zedenten in der Regel garantieren. Folglich besteht für die Rückstellungen, für die von den Zedenten mindestens der Diskontzinssatz garantiert wird, kein Zinsrisiko. Für Depotforderungen in Höhe von 1.078 (1.096) Millionen € geben die Zedenten keine Zinsgarantie. Deshalb wird für den verbleibenden Bestand aller Rückstellungen, deren Verzinsung nicht durch den Zedenten garantiert ist, mit dem Angemessenheitstest nach IFRS 4 unter anderem sichergestellt, dass die erwarteten Kapitalerträge aus den Kapitalanlagen, die den versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüberstehen, ausreichen, um insgesamt die zukünftigen Verpflichtungen erfüllen zu können.

In der Lebenserstversicherung wird in der Regel über die gesamte Laufzeit eine implizite oder explizite Zinsgarantie auf der Basis eines zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fixierten Zinssatzes gewährt. Der zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendete Diskontzins ist für den überwiegenden Teil der Verträge in unseren Beständen identisch mit diesem Zinssatz. Aus dem Kapitalanlageergebnis ist - eventuell unter Einbeziehung des versicherungstechnischen Ergebnisses - eine entsprechende Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen langfristig zu erwirtschaften. In der Krankenerstversicherung wird ebenfalls ein kalkulatorischer Diskontzins verwendet, um die Deckungsrückstellung zu bestimmen; dieser kann aber für langfristiges Geschäft grundsätzlich bei einer Beitragsanpassung verändert werden. Für das kurzfristige Geschäft besteht kein unmittelbares Zinsrisiko.

Die für den Bestand relevanten Diskontzinsen für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle stellen sich wie folgt dar:

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Erstversicherung (brutto)

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  Leben Gesundheit Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Ohne Verzinsung 4.205 4.516 1.456 1.450 5.661 5.966
Zins ≤ 2,0% 2.302 1.816 18 17 2.320 1.833
2,0% < Zins ≤ 2,5% 7.154 5.550 33 32 7.187 5.582
2,5% < Zins ≤ 3,0% 16.125 18.244 2 15 16.127 18.259
3,0% < Zins ≤ 3,5% 27.398 26.644 2.745 1.288 30.143 27.932
3,5% < Zins ≤ 4,0% 13.915 14.100 2.903 2.706 16.818 16.806
4,0% < Zins ≤ 4,5% 38 26 2.728 2.720 2.766 2.746
4,5% < Zins ≤ 5,0% 6 5 17.774 18.026 17.780 18.031
Zins> 5,0% 13 14 102 108 115 122
Gesamt 71.156 70.915 27.761 26.362 98.917 97.277

In der deutschen Krankenerstversicherung wird darüber hinaus für die Beitragszuschlagsrückstellung und für die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter in Höhe von insgesamt 3.783 (3.480) Millionen €, die Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind, ein kalkulatorischer Diskontzins von 3,5 (3,5)% angewendet; dieser kann jedoch prinzipiell bei einer Beitragsanpassung verändert werden.

Den Rückstellungen, die nicht durch Depotforderungen bedeckt sind, stehen in der Rück- und Erstversicherung bedeckende Kapitalanlagen gegenüber. Das Hauptrisiko ergibt sich beim Auseinanderfallen der Laufzeiten dieser Kapitalanlagen und denen der Verpflichtungen ("Durations-Mismatch") daraus, dass bei deutlich sinkenden Zinsen über die verbleibende Abwicklungsdauer der Verpflichtungen die Wiederanlageerträge hinter den Diskontzinsen zurückbleiben und sich daraus weitere Aufwendungen ergeben. Ein vollkommenes Laufzeiten-Matching der Verpflichtungen durch festverzinsliche Kapitalanlagen gleicher Laufzeiten wäre indes nicht sinnvoll, weil bei deutlich steigenden Zinsen die Versicherungsnehmer verstärkt ihre Stornorechte ausüben könnten und sich ein Liquiditätsbedarf für vorzeitige Auszahlungen ergeben würde.

Die Sensitivität gegenüber dem Zinsrisiko messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Sonstige Marktrisiken und eingebettete Derivate

In der Rückversicherung sind sonstige Marktrisiken durch eine geeignete Vertragsgestaltung im Allgemeinen ausgeschlossen. In einigen Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt bewertet und deren Wertveränderungen im Kapitalanlageergebnis erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist aktienkurs-, wechselkurs- und zinssensitiv, wobei diese Sensitivitäten dadurch nahezu vollständig kompensiert werden, dass diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen.

In der Erstversicherung sind neben der Zinsgarantie, die wir bei der Darstellung des Zinsrisikos analysieren, insbesondere Risiken aus der fondsgebundenen Lebensversicherung sowie das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung zu berücksichtigen. Andere eingebettete Derivate sind wirtschaftlich unwesentlich.

Für die fondsgebundenen Versicherungsverträge in unseren Beständen werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen.

Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird. Beim Angemessenheitstest der versicherungstechnischen Rückstellungen, der nach IFRS 4 vorgeschrieben ist, wird diese Option ausdrücklich berücksichtigt.

Stornorisiken

In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko primär aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen.

In der Lebenserstversicherung ist bei Verträgen mit Rückkaufrecht die bilanzierte versicherungstechnische Rückstellung grundsätzlich mindestens so hoch wie die zugehörigen Rückkaufswerte. Wie bereits für das Kapitalwahlrecht von aufgeschobenen Rentenversicherungen dargestellt, ergibt sich bei einem höherem Zinsniveau als bei der Kalkulation angesetzt ein potenzielles Stornorisiko. Dem wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen. Die Fortschreibung der aktivierten Abschlusskosten in der Lebenserst- und -rückversicherung erfolgt unter Beachtung erwarteter Rückkäufe. Das Recht des Versicherungsnehmers auf eine beitragsfreie Fortführung des Vertrags bei angepassten garantierten Leistungen, das bei einigen Verträgen besteht, entspricht einem partiellen Storno und wird kalkulatorisch analog behandelt. In Abhängigkeit von den rechtlichen Rahmenbedingungen werden erwartete Übertragungswerte bei der Kalkulation der Rückstellungen in der Krankenerstversicherung berücksichtigt. Die hier jeweils zugrunde gelegten Annahmen werden regelmäßig überprüft.

Die Sensitivität gegenüber einer Veränderung der Stornowahrscheinlichkeit in der Lebensversicherung sowie bei langfristigen Verträgen in der Krankenversicherung messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Liquiditätsrisiken

Für Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Für unser größtenteils langfristiges Geschäft analysieren wir daher den zukünftig erwarteten Saldo aus Zahlungszuflüssen durch Beitragszahlungen und aus Zahlungsabflüssen durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen und Kosten.

Am Bilanzstichtag ergeben sich dabei die in der Tabelle dargestellten zukünftig erwarteten versicherungstechnischen Zahlungssalden (einschließlich der von Variable Annuities) nach Laufzeitbändern. Da nur versicherungstechnische Zahlungsströme betrachtet werden, gehen Rückflüsse, die aus Kapitalerträgen und frei werdenden Kapitalanlagen resultieren, nicht in die Quantifizierungen ein. Unter Berücksichtigung der Rückflüsse aus Kapitalanlagen, deren Zahlungsströme durch unser Asset-Liability-Management weitgehend mit denjenigen der Verpflichtungen abgestimmt sind, entstehen in den zukünftigen Erwartungen durchweg positive Positionen, sodass das Liquiditätsrisiko dieser Versicherungsverträge entsprechend minimiert ist.

Erwarteter zukünftiger versicherungstechnischer Zahlungsstrom (brutto)1

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr -2.088 -1.485
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre -11.264 -10.336
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre -18.094 -17.828
Mehr als zehn Jahre und bis zu zwanzig Jahre -41.988 -39.712
Mehr als zwanzig Jahre2 -96.065 -120.086

1 Beiträge abzüglich zum Bilanzstichtag garantierter Leistungen und Kosten (ohne Berücksichtigung fondsgebundener Produkte).
2 Der Rückgang dieser Schätzung vom Jahr 2011 auf das Jahr 2012 ist auf eine Anpassung der zugrunde liegenden Annahmen zurückzuführen.

Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können.

Weitere Angaben zum Liquiditätsrisiko finden sich im Risikobericht.

Maßnahmen zur Risikominderung

In der Rückversicherung steuern wir durch eine risikoadäquate Zeichnungspolitik die Übernahme biometrischer Risiken. Dabei erfolgt eine Risikobegrenzung durch geeignete Vertragsgestaltungen, speziell durch eine Limitierung der Deckung bei nicht proportionalem Geschäft. Insbesondere ist die Übernahme von Langlebigkeitsrisiken aus in Rückdeckung genommenen Beständen strikt begrenzt. Die Übernahme von Zins- und sonstigen Marktrisiken wird häufig durch eine Deponierung der Rückstellungen beim Zedenten mit garantierter Verzinsung des Depots ausgeschlossen. Darüber hinaus werden diese Risiken in Einzelfällen durch geeignete Kapitalmarktinstrumente abgesichert.

In der Erstversicherung sorgt die Produktgestaltung für eine substanzielle Risikominderung. Überwiegend werden vorsichtige Rechnungsgrundlagen zur Festlegung der garantierten Leistungen verwendet; die Versicherungsnehmer erhalten über die garantierten Leistungen hinaus eine erfolgsabhängige Überschussbeteiligung. Mehr als 97 (98)% der unter (21) Deckungsrückstellung ausgewiesenen Beträge entfallen auf derartige Verträge. Aufgrund der entsprechenden Margen in den Rechnungsgrundlagen ist es auch unter moderat veränderten Annahmen möglich, die ausgesprochenen Garantien zu erbringen, ohne die Rückstellungen anpassen zu müssen. Bei adversen Entwicklungen tragen Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, Teile der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund sonstiger Umbewertungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, aufgrund derer wir Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung gebildet haben, erheblich zum Risikoausgleich bei. Siehe (23) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen.

In der Krankenerstversicherung besteht zusätzlich bei den meisten langfristigen Verträgen die Möglichkeit, die Beiträge anzupassen. Sofern abzusehen ist, dass die Annahmen der Kalkulation nachhaltig nicht ausreichen, den Aufwand für Versicherungsfälle zu decken oder die tatsächlichen Sterblichkeiten wesentlich von den kalkulierten abweichen, können die Beiträge in der Regel entsprechend angehoben werden. Dadurch sind die wirtschaftlichen und bilanziellen Auswirkungen sowohl von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen als auch von nachhaltigen Veränderungen der Morbidität eng begrenzt.

Unsere Risikomanagement-Prozesse beschreiben wir im Risikobericht.

Auswirkungen auf das Eigenkapital sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mit einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 werden die versicherungstechnischen Rückstellungen und die aktivierten Abschlusskosten regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Wenn sich dabei herausstellt, dass die mit den bisherigen Annahmen über die biometrischen Rechnungsgrundlagen, über die Diskontierung der Rückstellungen und über das Storno kalkulierten Beträge insgesamt nicht mehr ausreichend sind, erfolgt eine Anpassung. Dabei sind insbesondere in der Erstversicherung die Möglichkeiten zur Überschussanpassung zu berücksichtigen.

Sofern eine Anpassung erforderlich ist, erfassen wir einen Fehlbetrag erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Quantitative Auswirkungen von Veränderungen der Annahmen auf das langfristige Versicherungsgeschäft

Munich Re misst die Sensitivität ihres langfristigen Lebens- und Krankenversicherungsgeschäfts mithilfe einer ökonomischen Bewertung, basierend auf den Market Consistent Embedded Value Principles and Guidance des CFO-Forums. Dabei werden in der Rückversicherung 100 (100)% und in der Erstversicherung 97 (94) % des langfristigen Versicherungsgeschäfts abgedeckt.

Die hier angegebenen Sensitivitäten messen die Auswirkung von Veränderungen der Kalkulationsgrundlagen und der Kapitalmarktparameter auf den berechneten ökonomischen Wert unseres Geschäfts. Dabei sind Maßnahmen zur Risikominderung sowie steuerliche Effekte berücksichtigt.

Munich Re hält unverändert an den strengen Vorschriften einer marktkonsistenten Bewertung zum Jahresende fest. Das niedrige Zinsniveau und die hohe Volatilität zum Stichtag 31. Dezember 2012 führen vor allem in der Lebenserstversicherung aufgrund der lang laufenden Zinsgarantien zu Verwerfungen. Nähere Erläuterungen hierzu siehe Lagebericht.

Embedded-Value-Sensitivitäten

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  Rückversicherung Erstversicherung
Mio. € 2012 Vorjahr 2012 Vorjahr
Embedded Value am Bilanzstichtag 10.616 9.992 2.728 875
Veränderung bei einem nachhaltigen Zinsanstieg um 100 BP -503 -337 2.298 2.369
Veränderung bei einem nachhaltigen Zinsrückgang um 100 BP 388 230 -3.769 -4.009
Veränderung bei einem Rückgang des Werts von Aktien und Grundbesitz um 10% -9 -17 -176 -210
Veränderung bei einem Anstieg der Sterblichkeit um 5% bei Verträgen mit überwiegendem Sterblichkeitsrisiko -1.515 -1.647 -42 -48
Veränderung bei einem Rückgang der Sterblichkeit um 5% bei Verträgen mit überwiegendem Langlebigkeitsrisiko -70 -53 -180 -186
Veränderung bei einem Anstieg der Morbidität um 5% -292 -272 -73 -85
Veränderung bei einem Anstieg der Stornowahrscheinlichkeit um 10% -319 -570 140 112

38 Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken betreffen Geschäft aus den Segmenten Erst- und Rückversicherung Schaden/Unfall.

Für diese Versicherungsverträge ist insbesondere das Schätzrisiko in Bezug auf die Höhe des erwarteten Schadenbedarfs für zukünftige Schäden aus laufenden Versicherungsverträgen (Beitragsrisiko) sowie für bereits eingetretene Versicherungsfälle (Reserverisiko) von Bedeutung. Um den Schadenbedarf zu schätzen, werden auch Kostensteigerungen berücksichtigt. Für Teile des Bestands besteht ein Zinsrisiko. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen.

Grundlage für die Bewertung des übernommenen Risikos ist eine Einschätzung der Schadenhäufigkeit, die für einen Vertrag oder ein Portfolio von Verträgen erwartet wird. Daneben ist die Schätzung der Schadenhöhe erforderlich, aus der sich eine mathematische Verteilung der erwarteten Schäden ergibt. Als Ergebnis liefern diese beiden Schritte eine Schätzung für den erwarteten Gesamtschaden in einem Portfolio. Als drittes Element sind die erwarteten Zahlungsströme für die Abwicklung eingetretener Schäden zu schätzen, die sich häufig über mehrere Jahre erstreckt.

Da der Anteil des in Rückdeckung gegebenen Geschäfts gering ist, folgt die nachfolgende Analyse der versicherungstechnischen Risiken überwiegend einer Bruttobetrachtung.

Beitragsrisiken

Je nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Schätzrisiken ausgesetzt. Aus den Schadenquoten und den Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die historischen Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen. Die Volatilitäten sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch der Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen.

Beiträge sowie Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigen1,2

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  2012 2011 2010 2009 2008
Bruttobeiträge in Mio. €          
Rückversicherung          
Haftpflicht 2.326 2.061 2.112 2.162 2.118
Unfall 246 226 278 353 503
Kraftfahrt 3.190 3.544 2.793 2.218 2.441
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 1.915 1.787 1.838 1.900 1.836
Feuer 4.816 4.501 4.350 4.339 3.998
Technische Versicherung 1.573 1.536 1.658 1.536 1.457
Kreditversicherung 705 696 744 632 825
Sonstige Versicherungszweige 2.281 2.206 1.928 1.847 1.561
Erstversicherung 5.554 5.595 5.498 5.131 5.105
Schadenquote in %          
Rückversicherung          
Haftpflicht 85,8 84,3 101,1 108,7 80,0
Unfall 37,6 159,4 114,4 102,7 108,6
Kraftfahrt 70,2 70,2 74,6 66,7 86,6
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 47,1 52,5 65,2 64,6 69,9
Feuer3 49,6 132,2 62,8 35,4 57,1
Technische Versicherung 52,0 53,6 63,2 46,6 58,5
Kreditversicherung 56,4 -0,7 48,1 131,1 59,4
Sonstige Versicherungszweige 67,8 63,6 50,7 70,3 63,3
Erstversicherung 64,7 65,0 63,1 60,3 58,4
Schaden-Kosten-Quote in %          
Rückversicherung          
Haftpflicht 115,6 113,9 133,1 139,3 114,2
Unfall 74,8 197,5 144,3 144,7 148,8
Kraftfahrt 101,7 100,1 102,0 92,2 111,6
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 75,7 82,4 94,1 90,8 96,1
Feuer3 73,7 157,3 89,8 61,0 84,6
Technische Versicherung 93,2 93,9 104,0 83,2 89,7
Kreditversicherung 94,9 41,4 82,4 173,4 98,3
Sonstige Versicherungszweige 98,0 95,1 89,8 102,3 94,3
Erstversicherung 98,7 99,1 96,8 93,2 90,9

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".
3 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 4,9 Prozentpunkten.

Bei der Abschätzung und Preiskalkulation übernommener Risiken spielt in allen Versicherungszweigen die Einschätzung der technischen, sozialen und demografischen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. In der Haftpflichtversicherung, der Arbeiterunfallversicherung, der Kreditversicherung und in Teilen der Kraftfahrtversicherung kann darüber hinaus die Entwicklung der ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Bedeutung sein; in erster Linie in den Versicherungszweigen Unfall, Feuer und Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und der Erstversicherung besteht eine hohe Sensitivität bei den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. Wir beziehen bei der Abschätzung dieser Risiken erwartete Trends in unsere Überlegungen mit ein. Dabei spielt die genaue Analyse klimabedingter Veränderungen des Risikoprofils eine herausragende Rolle. Nachfolgend dargestellt sind die Schaden-Kosten-Quoten des Segments Rückversicherung Schaden/Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Naturkatastrophen.

Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung der vergangenen 10 Jahre1

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% 2012 2011 2010 2009 2008 2007
Mit Naturkatastrophen2 91,0 113,8 100,5 95,3 99,4 96,4
Ohne Naturkatastrophen 83,3 84,4 89,5 93,9 93,2 91,7
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% 2006 2005 2004 2003
Mit Naturkatastrophen2 92,6 111,7 98,9 96,5
Ohne Naturkatastrophen 91,6 92,5 93,9 94,8

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.

Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 10 Millionen € verstehen, haben für das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft im Rückversicherungsbereich Relevanz. Die unten aufgeführte Analyse zeigt, dass die Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Jahre in dieser Schadenkategorie überwiegend auf die jeweilige Intensität der Naturkatastrophenbelastung zurückzuführen ist; die sonstigen Kumulrisiken weisen einen deutlich weniger volatilen Verlauf auf.

Großschäden in der Rückversicherung nach einzelnen Kalenderjahren (netto)1

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Großschäden 1.799 5.048 2.228 1.158 1.509
davon: Schäden aus Naturkatastrophen 1.284 4.538 1.564 196 832
davon: Sonstige Kumulschäden2 515 510 664 962 677

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Sondereffekt für das Jahr 2009: Ausfälle in der Kredit- und Kautionsversicherung, die durch die Finanzkrise bedingt waren, haben hier zu einer Schadenbelastung von 510 Millionen € geführt.

Weitere Angaben zu Risiken aus Groß- und Kumulschäden finden Sie im Risikobericht.

Reserverisiken

Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle besteht die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung (Reserverisiko). Dabei wird insbesondere auf Situationen geachtet, in denen die Mittel, die für künftige Schadenzahlungen zurückgestellt wurden, möglicherweise unzureichend sind.

Grundlage für die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind Annahmen, die auf einer Analyse der historischen Schadenentwicklungsdaten von verschiedenen Versicherungszweigen beruhen. Um diese Daten zu analysieren und zu bewerten, setzen wir verschiedene etablierte aktuarielle Methoden ein. Diese berücksichtigen die unterschiedlichen Preis-, Deckungs-, Leistungs- und Inflationsniveaus. Dabei nutzen wir das in unseren Schaden- und Underwriting-Abteilungen vorhandene Spezialwissen und berücksichtigen alle bereits absehbaren zukünftigen Trends. Wir beobachten unsere Abwicklungsergebnisse kontinuierlich und gewährleisten dadurch, dass die Annahmen, welche der Bewertung der Rückstellungen zugrunde liegen, immer den aktuellen Kenntnisstand widerspiegeln. Folglich kann sich bei der Abwicklung der Rückstellungen die Notwendigkeit ergeben, die ursprünglichen Einschätzungen des Schadenbedarfs zu revidieren und die Rückstellungen anzupassen.

Die Entwicklung unserer Schadenrückstellungen sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind unter (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt.

Eine besondere Sensitivität besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können. Darüber hinaus können Änderungen in der Rechtsprechung, Sammelklagen, Preissteigerungen für medizinische Leistungen sowie Veränderungen der allgemeinen Lebenserwartung die Bewertung der Rückstellungen beeinflussen. Im Folgenden beschreiben wir Bereiche des aktuellen Rückstellungsbestands, die bei der angemessenen Reserveeinschätzung der größten Unsicherheit unterliegen.

Asbesthaftungen, die vorwiegend aus den USA und einigen europäischen Ländern herrühren, bereiten der gesamten Versicherungswirtschaft Sorge. Weltweit tätige Industrieversicherer wurden seit Mitte der 1980er-Jahre mit Asbestschäden aus Versicherungsverträgen konfrontiert, die zum Teil vor mehreren Jahrzehnten gezeichnet worden waren. Dies trifft auch auf Munich Re zu. Unsere Policen decken vor allem Schäden, die mit einer zeitlichen Verzögerung von 30 bis 50 Jahren auftreten. Demzufolge haben wir auch Rückstellungen gebildet für Schadenbelastungen aus längst gekündigten Haftpflichtpolicen, die vor dem Hintergrund der damaligen rechtlichen Rahmenbedingungen einen entsprechenden Versicherungsschutz boten.

Zeitliche Verzögerungen bei der Schadenabwicklung können insbesondere in der Rückversicherung signifikante Ausmaße annehmen. Die Meldung eines Schadens steht oft erst am Ende einer langen Kette von Ereignissen: die Exponierung des versicherten Risikos, der Schadeneintritt, eine mögliche Klageerhebung und Urteilsfindung, die Schadenmeldung und -zahlung durch den Erstversicherer und schließlich die Abwicklung durch den Rückversicherer. Daher beobachten wir nicht nur, wie sich einzelne Schäden entwickeln, sondern verfolgen auch den branchenweiten Trend, der ein wichtiger Frühindikator sein kann.

Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. €1 Brutto Netto Brutto Netto
Asbest 1.896 1.543 1.800 1.467
Umwelt 406 308 426 328

1 Die Vorjahreszahlen wurden um die Wechselkurseinflüsse angepasst.

Daneben gibt es Schadenszenarien, die sehr stark beeinflusst werden von der sich stetig wandelnden Rechtsprechung zum Haftungsrecht, aber auch durch eine steigende Anzahl von Gruppenklagen. Betroffen sind in erster Linie die Branchen Produkthaftpflicht und Berufshaftpflicht in den USA. Darüber hinaus sehen wir durch die massiven Änderungen in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestiegene Unsicherheiten in der Einschätzung der Haftungsszenarien für reine Vermögensschäden. Wir beobachten diese Entwicklungen weiterhin aufmerksam und werden bei neueren Erkenntnissen geeignete Maßnahmen ergreifen.

Bei Personenschäden hält Munich Re beträchtliche Rückstellungen für Anspruchsteller vor, die schwere Verletzungen erlitten haben und umfangreiche individuelle medizinische SpezialVersorgung und -pflege benötigen. Solche Schäden betreffen insbesondere das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft sowie in einigen Ländern Europas das Kfz-Haftpflichtgeschäft. In beiden Fällen wird Deckungsschutz für Geschädigte gewährt, bei denen von einer längeren Lebenserwartung und umfassender medizinischer Betreuung auszugehen ist. Die Schadenrückstellungen sind daher stark abhängig von Preissteigerungen bei medizinischen Leistungen, speziell bei den Pflegekosten, und von der Entwicklung der allgemeinen Lebenserwartung. Wegen unerwartet hoher Preissteigerungen mussten wir in der Vergangenheit diese Rückstellungen wiederholt anheben. Den tatsächlich erhaltenen Schadenmeldungen stellen wir die prognostizierten Schadensummen gegenüber und prüfen so, ob die angewendeten Schadenentwicklungsmuster auch weiterhin geeignet sind, künftige Schadenzahlungen zu projizieren.

Maßnahmen zur Risikominderung

Durch eine Zeichnungspolitik, die auf eine systematische Diversifikation abzielt, also die möglichst breite Mischung und Streuung von Einzelrisiken, reduzieren wir die Volatilität für unser Versicherungsportfolio insgesamt erheblich.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Steuerung versicherungstechnischer Risiken ist, einen Teil unseres Risikos über Rückversicherung oder Retrozession an andere Risikoträger abzugeben. Siehe hierzu auch (12) Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen und (29) Beiträge. Für alle unsere Unternehmen besteht gruppeninterner und/oder externer Rückversicherungs- und Retrozessionsschutz. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine Kumulschadendeckung, die Sachschäden aus Naturkatastrophen abdeckt. Ihre Dimensionierung fußt auf den Analysen unserer Kumulbudgets in den Regionen der Erde, die im Hinblick auf Naturkatastrophen exponiert sind. Der Retrozessionsschutz kommt zum Zug, wenn uns ein extrem hoher Schaden trifft.

Durch die Begebung von Katastrophenanleihen diversifizieren wir unsere Risikomanagement-Instrumente weiter.

Unsere Risikomanagement-Prozesse werden beschrieben im Risikobericht.

Zinsrisiken

Ökonomisch resultiert prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Bilanziell betrifft das Zinsrisiko nur die Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen, die diskontiert werden und für die nicht von den Zedenten mindestens in gleicher Höhe ein garantierter Zufluss von Kapitalerträgen aus Depotforderungen sichergestellt ist.

Diskontierte versicherungstechnische Rückstellungen nach Zinssätzen (brutto)

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  Rückversicherung Erstversicherung Gesamt
Mio. € 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr 31.12.2012 Vorjahr
Zins ≤ 2,5% 15 20 244 197 259 217
2,5% < Zins ≤ 3,5% 172 201 535 554 707 755
3,5% < Zins ≤ 4,5% 1.418 1.561 58 63 1.476 1.624
Zins> 4,5% - - - - - -
Gesamt 1.605 1.782 837 814 2.442 2.596

Der überwiegende Teil der diskontierten Rückstellungen in der Rückversicherung wird für das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft gebildet. Die Diskontzinssätze für dieses Geschäft sind aufsichtsrechtlich reguliert und werden pro Anfalljahr prospektiv festgelegt. Derzeit rechnen wir nicht damit, dass sich an diesem Genehmigungsverfahren durch die amerikanische Aufsicht etwas ändert. Auf einen nachhaltigen Rückgang des Marktzinsniveaus reagieren wir mit konservativen Diskontzinsannahmen für zukünftige Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Würde der Diskontzins nachträglich um 100 BP gesenkt, ergäbe sich ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf von 170 (169) Millionen €, der erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen wäre.

Die Diskontierung der Rückstellungen in der Erstversicherung ist ebenfalls überwiegend aufsichtsrechtlich geregelt. Ein Zinsrisiko ergibt sich für uns dabei vornehmlich für Rentenversicherungsfälle. Da jedoch lediglich ca. 14,2 (15,0)% der in diesem Zusammenhang zu betrachtenden Deckungs- und Schadenrückstellungen der Erstversicherung Schaden/Unfall diskontiert sind, ist dieses Risiko als gering einzuschätzen. Falls die Kapitalerträge die Aufwände, die durch die Diskontierung entstehen, nicht decken würden, entstünden nicht einkalkulierte Verluste. In diesem Fall könnte eine Reserveanpassung erforderlich werden. Umgekehrt würden bei höheren Kapitalerträgen unvorhergesehene Gewinne entstehen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken könnten sich für Munich Re ergeben, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. In der Schaden- und Unfallversicherung ist zu differenzieren zwischen Zahlungen für Versicherungsfälle, für die bereits in den Vorjahren Schadenrückstellungen gebildet wurden, und unmittelbaren Zahlungen, das heißt Zahlungen für Schäden, die im laufenden Geschäftsjahr angefallen sind. Soweit für Versicherungsfälle Schadenrückstellungen gebildet werden, lässt sich das Liquiditätsrisiko durch unser Asset-Liability-Management, bei dem sich die Kapitalanlage am Charakter der Verpflichtungen orientiert, minimieren. Die unmittelbaren Zahlungen, deren Anteil nach unseren Erfahrungen im Zeitablauf stabil ist, stellen nur einen Teil der insgesamt zu leistenden Zahlungen dar, sodass sich auch diesbezüglich die Liquiditätsrisiken durch das Asset-Liability-Management entsprechend reduzieren lassen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den zurückliegenden Kalenderjahren durchweg eine positive Liquiditätssituation vorlag. In den unten aufgeführten Daten ist nicht explizit berücksichtigt, dass aufgrund unseres weitgehenden Asset-Liability-Managements für Zahlungen für Versicherungsfälle der Vorjahre auch extremste Größtschäden (aus Naturkatastrophen- und Nicht-Naturkatastrophenszenarien) durch unsere Liquiditätsposition gedeckt sind. Außerdem verfolgen wir in unserer Kapitalanlagestrategie einen konsequenten Asset-Liability-Management-Ansatz: Die Struktur und Charakteristika der Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sind entscheidend bei der Auswahl der Kapitalanlagen. Das gilt auch in Bezug auf die jederzeitige Erfüllbarkeit von Schockszenarien. Insoweit simulieren wir regelmäßig die Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation; die dort modellierten Belastungen übersteigen sowohl in absoluter Höhe als auch in der Abwicklungsgeschwindigkeit sehr große, bislang aufgetretene Schäden, etwa aus Erdbeben, Hurrikanen und dem Anschlag auf das World Trade Center.

Zahlungsflüsse und liquide Mittel der einzelnen Kalenderjahre (brutto)

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Prämieneingang 22.606 22.152 20.834 19.759 19.491
Schadenzahlungen Geschäftsjahr 5.968 5.930 5.213 4.378 4.393
Schadenzahlungen Vorjahre 8.898 8.096 8.613 7.589 7.675
Kosten 6.839 6.808 6.517 5.956 5.728
Liquide Mittel 901 1.318 491 1.836 1.695

Weitere Angaben zum Liquiditätsrisiko finden Sie im Risikobericht.

Auswirkungen von Veränderungen der versicherungstechnischen Annahmen auf das Eigenkapital sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Bei der Überwachung unseres Bestands überprüfen wir, ob die ursprünglichen Annahmen anzupassen sind. Mit dem Angemessenheitstest nach IFRS 4 überprüfen wir den unter aktualisierten Annahmen erwarteten Schadenbedarf. Dabei werden unsere Maßnahmen zur Risikominderung berücksichtigt. Ist es erforderlich, die versicherungstechnischen Rückstellungen anzupassen, erfassen wir dies in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

39 Bonitätsrisiken aus passivem Rückversicherungsgeschäft

Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft ist darüber hinaus das Ausfallrisiko relevant. Für unsere extern zu platzierenden Rückversicherungen und Retrozessionen kommen als Geschäftspartner nur Gesellschaften infrage, die den Anforderungen unserer Retro Security Guideline und analoger Regelungen genügen.

Die Bonitäten unserer Retrozessionäre und Rückversicherer, die sich für die in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen ergeben, sind im Risikobericht dargestellt..

Von den in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen sind 51 (48)% unmittelbar durch Depots besichert. Ein Bonitätsrisiko für diesen Anteil entfällt.

Darüber hinaus bestehen Bonitätsrisiken aus der Zeichnung von Kreditrückversicherungsverträgen. Angaben hierzu finden sich unter (38) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. In der Erstversicherung wird kein aktives Kreditversicherungsgeschäft betrieben.

40 Marktpreisrisiko aus Finanzinstrumenten - Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Effekt von Kapitalmarktereignissen auf den Wert der Kapitalanlagen sowie die entsprechenden Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Aktien- und Zinssensitivitäten werden unabhängig voneinander durchgeführt, das heißt ceteris paribus. Die Basis dafür ist die Bestimmung der Marktwertänderung unter ausgewählten Kapitalmarktszenarien, die wie folgt durchgeführt wird:

Der Analyse der Aktien und Aktienderivate liegt eine Marktwertänderung von ±10% und ±30% des deltagewichteten Exposure zugrunde. Für zinssensitive Instrumente hingegen wird die Marktwertänderung einer globalen Zinsänderung in Höhe von +100 BP, ±50 BP und -25 BP über Duration und Konvexität bestimmt. Aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus würden bei einem angenommenen Rückgang der Zinsen um 100 BP die Zinssätze teilweise negativ. Demgegenüber ist ein Zinsanstieg um 100 BP nicht unrealistisch, was zu der asymmetrischen Darstellung des Marktzinsrisikos zinssensitiver Kapitalanlagen führt. Die Reaktion von Zinsderivaten auf die Marktwertänderung des Underlyings wird über das Delta des Derivats berücksichtigt. Alternative Anlagen (Private Equity, Hedgefonds und Commodities) werden zusammen mit den Aktien analysiert.

Die im Folgenden aufgeführten Effekte der Kapitalmarktereignisse berücksichtigen weder die Steuer noch die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Bruttodarstellung). Das heißt, die Analyse berücksichtigt nicht die Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personenerstversicherung ergeben. Die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital würden sich bei Berücksichtigung dieser Effekte erheblich reduzieren. Es wird auch davon ausgegangen, dass die Änderungen am Kapitalmarkt instantan eintreten und damit Limitsysteme und aktives Gegensteuern nicht greifen. Bei der Analyse wurden ca. 99% der Kapitalanlagen von Munich Re berücksichtigt.

Marktpreisrisiko Aktien

Die Auswirkung einer Veränderung der Aktienmärkte in absoluten Beträgen hat sich im Berichtsjahr erhöht. Der Gründe dafür sind ein Aufbau von aktienkurssensitiven Kapitalanlagen sowie der Abbau von derivativen Absicherungsmaßnahmen. Eine Änderung des Aktienmarkts um 10% zieht einen Effekt von 10,8 (8,2)% auf den Marktwert des Aktienportfolios nach sich.

Die nicht linearen Effekte von Aktienoptionen oder anderen asymmetrischen Strategien sind wegen des gewählten deltagewichteten Ansatzes in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.

Marktwertveränderung aktienkurssensitiver Kapitalanlagen

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Aktienkursveränderung 31.12.2012 Vorjahr
Mrd. € Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt
Anstieg um 30% 0,284 2,128 3,002 -0,325 1,774 1,905
Anstieg um 10% 0,084 0,709 0,990 -0,123 0,591 0,620
Rückgang um 10% -0,381 -0,410 -0,988 -0,334 -0,134 -0,620
Rückgang um 30% -1,543 -0,827 -2,960 -1,063 -0,341 -1,859
Marktwerte     9,159     7,541

1 Brutto vor Steuer und Überschussbeteiligung.

Marktpreisrisiko Zinsen

Die Berechnung der Marktpreisveränderung der zinssensitiven Kapitalanlagen erfolgt durch eine Parallelverschiebung der Zinskurve und eine Neubewertung der festverzinslichen Wertpapiere und Zinsderivate aufgrund ihrer Duration und Konvexität. Zahlungsmittelbestände und andere Derivate gehen in die Berechnung nicht ein.

Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Vergleich zu den Auswirkungen auf das Eigenkapital bei Zinsänderungen gering, da der größte Teil der Wertänderungen der festverzinslichen Anlagen erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht wird. Auch wird rund ein Drittel der bei dieser Analyse berücksichtigten Kapitalanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sodass Veränderungen der Marktwerte im Abschluss keine Auswirkungen haben.

Ökonomisch steht dem Eigenkapitaleffekt der festverzinslichen Kapitalanlagen die Änderung des ökonomischen Werts der Verbindlichkeiten gegenüber. Deshalb steuert unser Asset-Liability-Management die Kapitalanlagen so, dass sich die Wirkung von Zinsänderungen auf den Wert der Kapitalanlagen und auf den ökonomischen Wert der Verbindlichkeiten weitgehend aufhebt. Diese Gegenposition ist jedoch bilanziell nicht wirksam, da bilanziell wesentliche Teile der Verbindlichkeiten nicht auf der Basis der aktuellen Zinskurven bewertet werden.

Marktwertveränderung zinssensitiver Kapitalanlagen

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Zinsveränderung 31.12.2012 Vorjahr
Mrd. € Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt
Anstieg um 100 BP -0,578 -7,285 -13,539 -0,539 -6,454 -11,521
Anstieg um 50 BP -0,317 -3,772 -7,056 -0,277 -3,362 -5,997
Rückgang um 25 BP 0,179 1,983 3,743 0,159 1,766 3,176
Rückgang um 50 BP 0,373 4,032 7,629 0,364 3,558 6,471
Marktwerte     190,024     171,288

1 Brutto vor Steuer und Überschussbeteiligung.

Sonstige Angaben

41 Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, Königinstraße 107, 80802 München.

Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland.

Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns.

42 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie im Vergütungsbericht sowie unter (46) Vergütungsbericht. Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen.

Für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung hat die Münchener Rück AG ein Contractual Trust Agreement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet. Die Münchener Rück Versorgungskasse gilt als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen, siehe die Ausführungen zu (25) Andere Rückstellungen.

Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe (18) Eigenkapital.

43 Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen:

Zusammensetzung der Personalaufwendungen

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Mio. € 2012 Vorjahr
Löhne und Gehälter 2.727 2.532
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 490 457
Aufwendungen für Altersversorgung 217 214
Gesamt 3.434 3.203

44 Langfristiger Incentive-Plan

Die Münchener Rück AG legte von 1999 bis 2010 jährlich langfristige Incentive-Pläne mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren auf. Von 1999 bis 2009 setzte sich der Teilnehmerkreis aus den Mitgliedern des Vorstands, dem oberen Management in München sowie den wichtigsten Führungskräften der Auslandsorganisation zusammen. 2010 wurde dieser aktienkursbezogene Vergütungsplan nur noch für Mitglieder des oberen Managements in München sowie ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation aufgelegt.

Im Rahmen eines langfristigen Incentive-Plans erhielten die Teilnehmer eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights).

Der maßgebliche Basiskurs der Wertsteigerungsrechte ermittelte sich aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Münchener-Rück-Aktie aus dem Frankfurter Xetra-Handel der letzten drei Monate vor dem jeweiligen Planbeginn. Die Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan werden zum Teil mit Aktien der Münchener Rück AG abgesichert.

Der aus den Wertsteigerungsrechten resultierende Personalaufwand oder Ertrag wird auf der Grundlage der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Optionsrechte berechnet. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem inneren Wert (Differenz zwischen Aktien- und Basiskurs der Wertsteigerungsrechte) zusätzlich die Möglichkeit des Wertzuwachses bis zum Zeitpunkt des Verfalls der Rechte und wird unter Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen anhand anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Zu jedem Bilanzstichtag wird der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte berechnet und zurückgestellt; dieser Betrag wird in voller Höhe erfasst. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf für die Münchener Rück AG von 20,7 (12,0) Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2012 ein Aufwand von 35,0 (-18,3) Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2012 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug 109,45 € für das Planjahr 2005, 131,38 € für das Planjahr 2006, 120,60 € für das Planjahr 2009 und 131,59 € für das Planjahr 2010. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 18,3 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2005-2010 der Münchener Rück AG

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  Incentive- Plan 2005 Incentive- Plan 2006 Incentive- Plan 2007 Incentive- Plan 2008 Incentive- Plan 2009 Incentive- Plan 2010
Planbeginn 1.7.2005 1.7.2006 1.7.2007 1.7.2008 1.7.2009 1.7.2010
Planende 30.6.2012 30.6.2013 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2016 30.6.2017
Basiskurs 88,10 € 108,87 € 134,07 € 121,84 € 97,57 € 109,11 €
Innerer Wert 2012 für ein Recht 46,30 € 25,53 € 0,33 € 12,56 € 36,83 € 25,29 €
Beizulegender Zeitwert 2012 für ein Recht - 25,53 € 7,06 € 12,99 € 36,83 € 25,29 €
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2005 485.527 - - - - -
Zugang - 443.609 - - - -
Verfallen - 1.019 - - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006 485.527 442.590 - - - -
Zugang - 6.123 341.737 - - -
Ausgeübt 84.329 - - - - -
Verfallen 3.892 8.514 503 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007 397.306 440.199 341.234 - - -
Zugang - - 4.013 444.104 - -
Ausgeübt 31.716 - - - - -
Verfallen - 5.388 5.848 3.063 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008 365.590 434.811 339.399 441.041 - -
Zugang - - - 463 459.271 -
Ausgeübt 19.213 - - - - -
Verfallen 715 2.904 2.804 4.194 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009 345.662 431.907 336.595 437.310 459.271 -
Zugang - - - - - 675.029
Ausgeübt 72.662 - - - - -
Verfallen 1.936 1.653 1.379 1.462 1.287 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010 271.064 430.254 335.216 435.848 457.984 675.029
Zugang - - - - - 6.546
Ausgeübt 122.681 - - - - -
Verfallen 957 4.631 5.333 7.623 7.338 16.266
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011 147.426 425.623 329.883 428.225 450.646 665.309
Ausgeübt 147.426 403.618 - - 320.709 365.529
Verfallen - - 783 1.422 1.253 3.655
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012 - 22.005 329.100 426.803 128.684 296.125
Ausübbar am Jahresende - 22.005 329.100 426.803 128.684 296.125

Die ERGO Versicherungsgruppe AG und einzelne ihrer Tochterunternehmen sowie die MEAG-Gesellschaften legten 2002 bis 2009 ebenfalls im jährlichen Abstand langfristige Incentive-Pläne auf, deren Laufzeit jeweils auf sieben Jahre ausgerichtet ist. Die zur Teilnahme berechtigten Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer und im Einzelfall auch Führungskräfte der obersten Ebene erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten auf die Münchener-Rück-Aktie. 2010 wurden diese aktienkursbasierten Vergütungspläne nur noch für die Mitglieder des oberen Managements der MEAG-Gesellschaften sowie für die Geschäftsführer der MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH aufgelegt. Die Pläne sind genauso ausgestaltet wie die Münchener-Rück-Pläne und werden analog bilanziert. Die Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan werden mit Aktien der Münchener Rück AG oder Optionen auf Münchener-Rück-Aktien abgesichert. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf für die ERGO- und MEAG-Gesellschaften in Höhe von 4,3 (2,8) Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2012 ein Aufwand von 2,5 (-3,2) Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2012 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug für das Planjahr 2005 107,72 €, für das Planjahr 2006 131,54 €, für das Planjahr 2009 118,39 € und für das Planjahr 2010 131,20 €. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 3,5 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2005-2010 der ERGO- und MEAG-Gesellschaften

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  Incentive- Plan 2005 Incentive- Plan 2006 Incentive- Plan 2007 Incentive- Plan 2008 Incentive- Plan 2009 Incentive- Plan 2010
Planbeginn 1.7.2005 1.7.2006 1.7.2007 1.7.2008 1.7.2009 1.7.2010
Planende 30.6.2012 30.6.2013 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2016 30.6.2017
Basiskurs 88,10 € 108,87 € 134,07 € 121,84 € 97,57 € 109,11 €
Innerer Wert 2012 für ein Recht 46,30 € 25,53 € 0,33 € 12,56 € 36,83 € 25,29 €
Beizulegender Zeitwert 2012 für ein Recht - 25,53 € 7,06 € 12,99 € 36,83 € 25,29 €
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2005 187.530 - - - - -
Zugang - 173.682 - - - -
Verfallen 3.072 - - - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006 184.458 173.682 - - - -
Zugang - - 121.821 - - -
Ausgeübt 34.879 - - - - -
Verfallen - 7.483 10.422 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007 149.579 166.199 111.399 - - -
Zugang - - - 173.153 - -
Ausgeübt 24.219 - - - - -
Verfallen - 3.966 1.597 601 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008 125.360 162.233 109.802 172.552 - -
Zugang - - - - 148.834 -
Ausgeübt 14.851 - - - - -
Verfallen - 2.046 1.578 1.803 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009 110.509 160.187 108.224 170.749 148.834 -
Zugang - - - - - 39.046
Ausgeübt 45.130 - - - - -
Verfallen - 241 1.856 2.506 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010 65.379 159.946 106.368 168.243 148.834 39.046
Zugang - - - - - -
Ausgeübt 37.021 - - - - -
Verfallen - 281 176 275 255 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011 28.358 159.665 106.192 167.968 148.579 39.046
Ausgeübt 28.358 152.672 - - 127.974 19.266
Verfallen - 322 4.985 1.798 306 668
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012 - 6.671 101.207 166.170 20.299 19.112
Ausübbar am Jahresende - 6.671 101.207 166.170 20.299 19.112

Jedes Wertsteigerungsrecht befugt den Inhaber, die Differenz zwischen dem Kurs der Münchener-Rück-Aktie zum Zeitpunkt seiner Ausübung und dem Basiskurs in bar zu beziehen. Die Wertsteigerungsrechte können erst nach einer zweijährigen Sperrfrist und dann nur bei einem Kursanstieg um mindestens 20% gegenüber dem Basiskurs ausgeübt werden. Zusätzlich muss die Münchener-Rück-Aktie zweimal den EURO STOXX 50-Index am Ende eines Zeitraums von drei Monaten während der Planlaufzeit übertreffen. Der Bruttobetrag, der aus der Ausübung der Wertsteigerungsrechte erzielt werden kann, ist begrenzt auf eine Steigerung um maximal 150% des Basiskurses.

Nach Ausübung von Wertsteigerungsrechten wird der Ertrag von dem Unternehmen ausgezahlt, das diese gewährt hat, und zwar in der jeweiligen Landeswährung. Die am letzten Börsentag der Planlaufzeit nicht ausgeübten Rechte werden für den Planteilnehmer ausgeübt, soweit die Ausübungsvoraussetzungen vorliegen. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, verfallen die Wertsteigerungsrechte. Sofern ein anderes Unternehmen die Kontrolle über die Münchener Rück AG erlangt oder sich der Aktionärskreis der Gesellschaft aufgrund einer Verschmelzung oder eines vergleichbaren Umwandlungsvorgangs oder Zusammenschlusses wesentlich verändert (Change of Control), können alle Planteilnehmer von Munich Re ihre Wertsteigerungsrechte innerhalb von 60 Tagen nach dessen Wirksamkeit ausüben, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Ausübungsvoraussetzungen noch nicht vorliegen.

45 Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich sind das obere Management in München sowie 2009 einmalig auch die Mitglieder des Vorstands. Auch die ERGO Versicherungsgruppe AG und einzelne ihrer Tochterunternehmen sowie die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH haben für ihre Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer einmalig 2009 einen entsprechenden Plan aufgelegt. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt.

Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet.

Die aktienkursbasierte Größe TSR stellt die gesamte Rendite der Aktie dar und umfasst die Aktienkursentwicklung plus die reinvestierten Dividenden über einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Der TSR-Anfangswert und der TSR-Endwert werden aus dem Durchschnitt der letzten 60 Kalendertage vor Planbeginn bzw. vor Planende ermittelt.

Bei Planbeginn erfolgte die Zuteilung der PSU-Rechte auf der Grundlage des festgelegten Zusagebetrags bei 100% Zielerreichung und des TSR-Anfangswerts. Für den TSR ist der Total-Return-Index der Xetra-Notierung der Münchener-Rück-Aktie mit Startdatum 22. Januar 1996 maßgeblich. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr.

Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer auf 150% des Zusagebetrags begrenzt, für das obere Management auf 300%.

Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert.

Mid-Term Incentive Pläne 2009-2012 von Munich Re

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  Incentive- Plan 2009 Incentive- Plan 2010 Incentive- Plan 2011 Incentive- Plan 2012
Planbeginn 1.1.2009 1.1.2010 1.1.2011 1.1.2012
Planende 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
Beizulegender Zeitwert 2012 für ein Recht - 262,45 € 274,89 € 287,88 €
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2009 87.347 - - -
Zugang 89 - - -
Verfallen - - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2009 87.436 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2010 87.436 38.284 - -
Zugang - - - -
Verfallen 245 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2010 87.191 38.284 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2011 87.191 38.284 63.769 -
Zugang - - - -
Verfallen 842 843 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2011 86.349 37.441 63.769 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2012 86.349 37.441 63.769 78.568
Zugang - - 185 -
Ausgeübt 86.349 - - -
Verfallen - 184 424 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2012 - 37.257 63.530 78.568

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Aufwand in Höhe von 43,8 (8,5) Millionen € aus dem Mid-Term Incentive Plan erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 65,9 (35,1) Millionen €.

46 Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 13,3 (9,8) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,2 (1,5) Millionen €; nicht darin enthalten sind 0,2 (0,2) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen, sodass sich insgesamt 2,4 (1,7) Millionen € ergaben.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 5,8 (5,8) Millionen €.

Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden keine Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene.

Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht.

Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Außerdem wurden keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden über die oben erwähnten Vergütungen als Aufsichtsratsmitglieder bei Konzernunternehmen hinaus keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Sinne von Ziffer 5.4.6 Abs. 3 Deutscher Corporate Governance Kodex gewährt.

Alle weiteren Angaben zu Organbezügen, Aktiengeschäften und -besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Vergütungsbericht.

47 Mitarbeiterzahl

Zum Jahresende waren in Deutschland 23.700 (24.299) und im Ausland 21.737 (22.907) Mitarbeiter beschäftigt.

Zusammensetzung der Mitarbeiterzahl

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  31.12.2012 Vorjahr
Rückversicherung 11.094 11.163
Erstversicherung 29.768 31.311
Munich Health 3.766 3.927
Assetmanagement 809 805
Gesamt 45.437 47.206

Der Rückgang ist vor allem auf den Verkauf der ERGO Daum Direct General Insurance zurückzuführen.

48 Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, und deren verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst:

Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorare

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Tausend
2012 Vorjahr
Abschlussprüfungen1 8.343 7.374
Andere Bestätigungsleistungen1 2.477 2.767
Steuerberatungsleistungen 1.324 1.368
Sonstige Leistungen 1.599 918
Summe 13.743 12.427

1 Davon 7.549 (7.227) Tausend € Honorare der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft.

Die verbundenen Unternehmen der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG umfassen folgende Gesellschaften: KPMG Deutschland, KPMG Spanien, KPMG Schweiz, KPMG LLP (UK), KPMG Belgien, KPMG Niederlande, KPMG Luxemburg, KPMG Türkei, KPMG Russland, KPMG Georgien, KPMG Ukraine, KPMG Armenien, KPMG Kasachstan, KPMG Kirgistan, KPMG Norwegen, KPMG Kuwait, KPMG Jordanien und KPMG Saudi-Arabien.

49 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Munich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Dabei betragen die Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien insgesamt 68 (68) Millionen €, aus Rechtsstreitigkeiten 1 (30) Million € sowie aus Patronatserklärungen 4 (4) Millionen €. Zusätzlich ist Munich Re eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einem assoziierten Unternehmen von 25 Millionen € eingegangen. Die Zahlung ist im Falle einer Überschuldung zu leisten. Alle Angaben zu Risiken aus Rechtsstreitigkeiten finden Sie im Risikobericht.

Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben.

Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben einer laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 114 (111) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG; mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut.

Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 220 (205) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 1.082 (1.037) Millionen €. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen in Höhe von 47 (507) Millionen € gegeben. Die genannten Beträge sind jeweils nicht abgezinste Nennwerte. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 5 (4) Millionen €.

Weitere finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, bestehen nicht. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen.

50 Beschränkungen des Finanzmitteltransfers

Unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company weist zum 31. Dezember 2012 in seinem Abschluss, der nach lokalen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (Statutory Accounting Principles) erstellt wurde, negative Gewinnrücklagen aus. Aus diesem Grund kann die Gesellschaft zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren.

51 Leasing

Munich Re als Leasingnehmer

Zum Bilanzstichtag bestehen insgesamt 414 (406) Millionen € offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen.

Fälligkeiten

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 92 106
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 204 214
Mehr als fünf Jahre 118 86
Gesamt 414 406

Die Verträge betreffen insbesondere Büro- und Geschäftsräume des Konzerns sowie Grundstücke, die wir im Rahmen unseres Programms RENT nutzen. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Im Berichtszeitraum wurden 86 (82) Millionen € Mindestleasingzahlungen sowie 6 (7) Millionen € bedingte Leasingzahlungen als Aufwand erfasst. Die Summe der zukünftig erwarteten Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen beträgt zum Stichtag 22 (22) Millionen €.

Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse betreffen insbesondere Mieten für Büro- und Geschäftsräume des Konzerns. Sie beinhalten Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember des Geschäftsjahres zukünftig fälligen Mindest-Leasingzahlungen und deren Barwerte aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen:

Fälligkeiten

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. € Mindestleasing-
zahlungen
Zinsanteil Barwert der
Mindestleasing-
zahlungen
Mindestleasing-
zahlungen
Zinsanteil Barwert der
Mindestleasing-
zahlungen
Bis zu einem Jahr 7 - 7 7 - 7
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 26 2 24 27 3 24
Mehr als fünf Jahre 1 -1 2 8 - 8
Gesamt 34 1 33 42 3 39

Die Summe der zukünftig erwarteten Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen beträgt zum Stichtag 1 (1) Million €.

Munich Re als Leasinggeber

Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Grundstücke und Bauten. Der aus der Vermietungstätigkeit resultierende Gesamtbetrag der künftigen Mietzahlungsansprüche aus unkündbaren Mietverhältnissen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 957 (974) Millionen €.

Fälligkeiten

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Mio. € 31.12.2012 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 177 175
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 501 474
Mehr als fünf Jahre 279 325
Gesamt 957 974

Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen:

Fälligkeiten

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  31.12.2012 Vorjahr
Mio. € Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition
Mindestleasingzahlungen bis zu einem Jahr - - - 1 1 -
Mindestleasingzahlungen mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 2 - 2 2 - 2
Mindestleasingzahlungen mehr als fünf Jahre 74 57 17 74 57 17
Gesamte Mindestleasingzahlungen 76 57 19 77 58 19
Nicht garantierte Restwerte 41 37 4 41 37 4
Gesamt 117 94 23 118 95 23

Die Nettoinvestitionen in die Leasingverhältnisse entsprechen den Buchwerten der Leasingforderungen zum Bilanzstichtag.

52 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

53 Ergebnis je Aktie

Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden.

Ergebnis je Aktie

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    2012 Vorjahr
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend Mio. € 3.195 702
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien   177.709.667 177.982.144
Ergebnis je Aktie 17,98 3,94

Während sich im Vorjahr die Anzahl der ausstehenden Aktien aufgrund des Rückkaufs von insgesamt 2.789.833 Aktien verringert hat, erhöhte sich die Anzahl der ausstehenden Aktien im Geschäftsjahr 2012 um 938.520 Aktien. Der Anstieg resultiert aus Verkäufen von eigenen Aktien, welche im Zusammenhang mit dem langfristigen Incentive-Plan getätigt wurden und welche die entsprechenden Rückkäufe überkompensierten.

54 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2012 der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 1.255.388.484,00 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 7,00 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 gemäß § 313 Abs. 2 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen, soweit sie 20% und mehr am Kapital ausmachen, sowie um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB, soweit sie 5% der Stimmrechte überschreiten.

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Name und Sitz %-Anteil am Kapital
Konsolidierte Tochterunternehmen  
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000
ADB ERGO Lietuva, Vilnius 100,0000
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas, S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000
AEVG 2004 GmbH, Frankfurt/Main4 0,0000
aktiva Vermittlung von Versicherungen und Finanz-Dienstleistungen GmbH, Köln 100,0000
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000
almeda GmbH, München 100,0000
almeda Versicherungs-Aktiengesellschaft, München 100,0000
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000
Amicus Legal Ltd., Bristol 100,0000
Arkansas Life Insurance Company, Phoenix, Arizona 100,0000
avanturo GmbH, Düsseldorf 100,0000
B&C International Insurance, Hamilton, Bermuda 100,0000
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000
Bagmoor Wind Limited, Bristol 100,0000
Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien 90,0000
Beaufort Dedicated No. 1 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No. 2 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No. 5 Ltd., London 100,0000
Beaufort Underwriting Agency Limited, London 100,0000
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Bell & Clements (London) Ltd, London 100,0000
Bell & Clements (USA) Inc, Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Inc, Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Ltd, London 100,0000
Bos Incasso B.V., Groningen 89,7640
CAPITAL PLAZA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 100,0000
Capitol Life & Accident Insurance Company, Jonesboro, Arkansas 100,0000
CJSIC "European Travel Insurance", Moskau 100,0000
Compagnie Européenne d'Assurances, Nanterre 100,0000
Compania Europea de Seguros S.A., Madrid 99,9985
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros - Internacional, S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000
D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, München 100,0000
D.A.S. HELLAS Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Athen 99,9983
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000
D.A.S. Luxemburg Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung S.A., Strassen 99,9500
D.A.S. Oigusabikulude Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000
D.A.S. Österreichische Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 99,9800
D.A.S. poist'ovna právnej ochrany, a.s., Bratislava 100,0000
D.A.S. pojišt'ovna právní ochrany, a.s., Prag 100,0000
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 99,9800
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 99,9524
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar 100,0000
DAS Assistance Limited, Bristol 100,0000
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000
DAS Legal Protection Insurance Company Ltd., Toronto 100,0000
DAS LEGAL SERVICES LIMITED, Bristol 100,0000
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000
DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Luzern 100,0000
DAS Services Limited, Bristol 100,0000
DAS Support B.V., Amsterdam 100,0000
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000
DB Platinum IV SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I2D), Luxemburg4 100,0000
DKV BELGIUM S.A., Brüssel 100,0000
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln 100,0000
DKV Luxembourg S.A., Luxemburg 75,0000
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000
DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa 100,0000
EIG, Co., Wilmington, Delaware 100,0000
Einzelanlage Hohenseefeld GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
ERGO ASIGURARI DE VIATA SA, Bukarest 100,0000
ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000
ERGO DIREKT Krankenversicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO DIREKT Lebensversicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Schwechat 100,0000
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Élétbiztosító Zrt., Budapest 100,0000
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Emeklilik ve Hayat A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Eurosolar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
ERGO Eurosolar S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
ERGO Funds AS, Tallinn 100,0000
ERGO General Insurance Company S.A., Athen 99,9999
ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid 100,0000
ERGO Grubu Holding A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 14.Victoria & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 5.Hamburg-Mannheimer & Co.KG, Kreien 100,0000
ERGO Insurance N.V., Brüssel 99,9999
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Invest SIA, Riga 95,0000
ERGO Italia Business Solutions S.c.r.l., Mailand 100,0000
ERGO Italia Direct Network s.r.l., Mailand 100,0000
ERGO Italia S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000
ERGO Latvija Versicherung AG (ERGO Latvija Apdrosinasanas Akciju Sabiedriba), Riga 100,0000
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg 100,0000
ERGO Life Insurance Company S.A., Thessaloniki 100,0000
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO osiguranje d.d, Zagreb 100,0000
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO pojišt´ovna, a.s., Prag 100,0000
ERGO Previdenza S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Equity Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Equity Komposit GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Equity Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO RUSS Versicherung AG, St. Petersburg 100,0000
ERGO Shisn, Moskau 100,0000
ERGO SIGORTA A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 100,0000
ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima, Saragossa 100,0000
ERGO Zivljenjska zavarovalnica d. d., Ljubljana 100,0000
ERGO životná poistovna, a. s., Bratislava 100,0000
ERGO Zivotno osiguranje d.d, Zagreb 100,0000
ERGO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 99,9999
ERV Försäkringsaktiebolag (publ), Stockholm 100,0000
ERV pojišt'ovna, a.s., Prag 90,0000
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000
EUROPÄISCHE Reiseversicherung Aktiengesellschaft, München 100,0000
European International Holding A/S, Kopenhagen 100,0000
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000
FAIRANCE GmbH, Düsseldorf 100,0000
First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000
FOTOUNO S.r.l., Turin 100,0000
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Turin 100,0000
Geschlossene Aktiengesellschaft Europäische Reiseversicherung, Kiew 99,9999
GF 65, Wien4 100,0000
Global Standards LLC, Dover, Delaware 100,0000
Globality S.A., Luxembourg 100,0000
Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London 100,0000
Great Lakes Services Ltd., London 100,0000
Group Risk Services Limited, London 100,0000
Groves, John & Westrup Limited, London 100,0000
Habiriscos - Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A., Lissabon 100,0000
Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg 100,0000
Hartford Steam Boiler (M) Sdn. Bhd, Kuala Lumpur 100,0000
Hartford Steam Boiler (Singapore), PTE Ltd., Singapur 100,0000
Hartford Steam Boiler International India Pyt Ltd., Kolkata 100,0000
Hartford Steam Boiler International-GmbH, Rheine 100,0000
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000
HSB Engineering Finance Corporations, Dover, Delaware 100,0000
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000
HSB Engineering Insurance Services Limited, Oldham 100,0000
HSB Group, Inc., Dover, Delaware 100,0000
HSB Japan KK, Minato-KU, Tokio 100,0000
HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee 100,0000
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
HSB Technical Consulting & Services (Shanghai) Company, Ltd., Shanghai 100,0000
Hyneman Life Corporation, Jonesboro, Arkansas 100,0000
Ibero Property Portugal - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
Ibero Property Trust S.A., Madrid 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477
iii, München4 100,0000
IK Einkauf Objekt Eins gmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5532
Imofloresmira - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
InsuranceAssistance FLLC, Minsk 50,1000
IRIS Capital Fund II German Investors GmbH & Co. KG, Düsseldorf 85,7143
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf 100,0000
Itus Verwaltungs AG, Grünwald 100,0000
Joint Stock Insurance Company ERGO, Minsk 61,5405
Jordan Health Cost Management Services W.L.L., Amman 100,0000
K & P Pflegezentrum IMMAC Uelzen Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445
KA Köln Assekuranz.Agentur GmbH, Köln 100,0000
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000
Landelijke Associatie van Gerechtsdeurwaarders B.V., Groningen12 89,7640
LAVG Associatie van Gerechtsdeurwaarders Zuid Holding B.V., Breda12 80,0000
LEGIAL AG, München 100,0000
LifePlans Inc., Waltham, Massachusetts 100,0000
LifePlans LTC Services, Inc., Toronto, Ontario 100,0000
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100,0000
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000
MAGAZ FOTOVOLTAICA, S.L.U., Alcobendas 100,0000
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000
MEAG Adam, München4 100,0000
MEAG ANGLO CELTIC Fund, München4 100,0000
MEAG Bavaria, München4 100,0000
MEAG Benedict, München4 100,0000
MEAG BLN 2, München4 100,0000
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000
MEAG EDL CurryGov, München4 100,0000
MEAG EDL EuroValue, München4 100,0000
MEAG EDS AGIL, München4 100,0000
MEAG EUR Global 1, München4 100,0000
MEAG Eurak, München4 100,0000
MEAG Euro 1, München4 100,0000
MEAG Euro 2, München4 100,0000
MEAG EURO-FONDS, München4 100,0000
Meag Eurostar (Spezialfonds), München4 100,0000
MEAG EURO-Yield, München4 100,0000
MEAG GBP Equities, München4 100,0000
MEAG GBP-Global-STAR, München4 100,0000
MEAG German Prime Opportunities (GPO), München4 100,0000
MEAG Gilagrent, München4 100,0000
MEAG Golf 1, München4 100,0000
MEAG HBG 1, München4 100,0000
MEAG HM Renten, München4 100,0000
MEAG HM Sach 1, München4 100,0000
MEAG HM Sach Rent 1, München4 100,0000
MEAG HM2000, München4 100,0000
MEAG HMR1, München4 100,0000
MEAG HMR2, München4 100,0000
MEAG IREN, München4 100,0000
MEAG Kapital 2, München4 100,0000
MEAG Kapital 5, München4 100,0000
MEAG Lambda EUR 2, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda EUR EM Local, München4 100,0000
MEAG Lambda EUR, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda GBP, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda USD, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda USD-COP, Grünwald4 100,0000
MEAG Multi Sach 1, München4 100,0000
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 100,0000
MEAG Munich Re Placement, Grünwald4 100,0000
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
MEAG NOK-Fonds, München4 100,0000
MEAG Olympia, München4 100,0000
MEAG OptiMAX, München4 100,0000
MEAG PK-NORD, München4 100,0000
MEAG PK-WEST, München4 100,0000
MEAG Premium, München4 100,0000
MEAG RenditePlus, München4 100,0000
MEAG REVO, München4 100,0000
MEAG SAG 1, München4 100,0000
MEAG Sustainability, München4 100,0000
Meag Tandem (Spezialfonds), München4 100,0000
MEAG UK Reserve 1, München4 100,0000
MEAG US Dollar Bond, München4 100,0000
MEAG US Real Estate Management Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
MEAG US Reserve, München4 100,0000
MEAG USD Equities, München4 100,0000
MEAG Vidas 4, München4 100,0000
MEAG Vidas Rent 3, München4 100,0000
MEAG Vigifonds, München4 100,0000
MEAG VLA, München4 100,0000
MedNet Bahrain W.L.L., Bahrain 100,0000
MedNet Greece S.A., Athen 78,1419
MedNet Holding GmbH, München 100,0000
MedNet International Ltd., Nicosia 100,0000
MedNet Saudi Arabia LLC, Riyadh 100,0000
MedNet UAE FZ L.L.C., Dubai 100,0000
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 100,0000
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000
Midwest Enterprises, Inc., Miami, Florida 100,0000
Modern Life Insurance Company of Arizona, Inc., Phoenix, Arizona 100,0000
MR Beteiligungen 1. GmbH, München3 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Infrastructure Investment GmbH, Grünwald 100,0000
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000
MR RENT-Investment GmbH, München 100,0000
MR Solar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA SRL, Bozen 100,0000
MSP Underwriting Ltd., London 100,0000
MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczeniowe S. A., Sopot 100,0000
MU068 MR Placem (FCP), München4 99,5500
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Atlanta Financial Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Health Alpha GmbH, München 100,0000
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000
Munich Health Holding AG, München3 100,0000
Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney 100,0000
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis 100,0000
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000
Munich Re Capital Limited, London 100,0000
Munich Re Capital Markets New York, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo 100,0000
Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London 100,0000
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 99,9999
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 99,9999
Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000
Munich Re Underwriting Limited, London 100,0000
Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000
Munichre General Services Limited, London 100,0000
Munichre New Zealand Service Ltd., Auckland 100,0000
N.M.U. (Holdings) Limited, Leeds 100,0000
Neckermann Lebensversicherung AG, Fürth 100,0000
Neckermann Versicherung AG, Nürnberg 100,0000
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000
Nightingale Legal Services Ltd., Bristol 100,0000
NMU Group Limited, London 100,0000
Northern Marine Underwriters Limited, Leeds 100,0000
OIK Mediclin, Wiesbaden4 66,6672
Olympic Health Management Services Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Olympic Health Management Systems, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
P.A.N. GmbH & Co. KG, Grünwald2 99,0000
Princeton Eagle Holding (Bermuda) Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000
Princeton Eagle Insurance Company Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000
Princeton Eagle West (Holding) Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Princeton Eagle West Insurance Company Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Queensley Holdings Limited, Singapur4 100,0000
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000
Roanoke Real Estate Holdings Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke Trade Services Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Scout Moor Group Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 1) Ltd., Manchester 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Wind Farm (No. 2) Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Wind Farm Limited, Manchester 100,0000
Seminaris Hotel- und Kongreßstätten-Betriebsgesellschaft mbH, Lüneburg 100,0000
Silvanus Vermögensverwaltungsges.mbH, München 100,0000
Solomon Associates Limited, London 100,0000
Sopocki Instytut Ubezpieczen S.A., Sopot 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000
Sterling Life Insurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
SunEnergy & Partners S.r.l. , Brindisi 100,0000
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000
The Atlas Insurance Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000
The Polytechnic Club, Inc., Hartford, Connecticut 100,0000
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000
The Roanoke Companies Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000
UK Wind Holdings Ltd, London 100,0000
Union Beteiligungsholding GmbH, Wien 100,0000
Union Life Insurance Company, Jonesboro, Arkansas 100,0000
Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañia de Seguros, Saragossa 100,0000
Van Arkel Gerechtsdeurwaarders B.V., Leiden12 79,0000
Venus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000
VICTORIA Investment Properties Two L.P., Atlanta, Georgia 100,0000
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
Victoria US Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
VICTORIA US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA US Property Zwei GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH S Co. KG, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA-VOLKSBANKEN Eletbiztosító Zrt., Budapest 100,0000
VICTORIA-VOLKSBANKEN Poist´ovna, a.s., Bratislava 100,0000
VICTORIA-VOLKSBANKEN Biztosító Zrt., Budapest 100,0000
Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach 100,0000
Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hong Kong 67,0000
Watkins Syndicate Labuan Limited (WSLAB), Labuan 100,0000
Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai 100,0000
Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapur 100,0000
welivit AG, Nürnberg 100,0000
WFB Stockholm Management AB, Stockholm4 50,0000
Windpark Borghorst-Laer GmbH & Co.KG, Bremen 100,0000
Windpark Dargelütz GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000
Windpark Frauenmark GmbH & Co., Bremen 100,0000
Windpark Geisleiden GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Großberendten 2 GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Hilmersdorf GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Kladrum-Zölkow GmbH & Co.KG, Bremen 100,0000
Windpark Klein Bünzow GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Kruge GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Langengrassau GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Markee 6 GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000
Windpark Marwitz GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Mittelhausen GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Sassenberg GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
Windpark Westeregeln GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000
Windsor Health Group, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Windsor Health Plan of Georgia, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Windsor Health Plan of Louisiana, Inc., Lafayette, Louisiana 100,0000
Windsor Health Plan, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Windsor HomeCare Network, LLC, Atlanta, Georgia 100,0000
Windsor Management Services, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
wpd Windpark Wergzahna GmbH & Co KG, Bremen 100,0000
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Fürth 75,1243
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen  
50 Plus Strategies, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
80e LIMITED, Bristol 100,0000
Acalater 140014 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Aitesacho 5005 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Albulzaga 8008 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Aleama 150015 S.L., Madrid 100,0000
Amicus Ltd., Bristol 100,0000
Amladeza 7007 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Arridabra 130013 S.L., Madrid 100,0000
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000
ArztPartner almeda AG, München 100,0000
Associated Asset Management Corporation B.V., 's-Hertogenbosch 51,0000
B&D Acquisition B.V., Amsterdam 80,0000
B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000
Badozoc 1001 S.L., Madrid 100,0000
Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000
Baqueda 7007 S.L., Madrid 100,0000
Beaufort Dedicated No.3 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.4 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.6 Ltd, London 100,0000
Beaufort Underwriting Services Limited, London 100,0000
Bell & Clements Underwriting Managers Ltd, London 100,0000
BioEnergie Elbe-Elster GmbH & Co. KG, Elsterwerda 100,0000
BioEnergie Verwaltungs-GmbH, Elsterwerda 100,0000
Blitz 01-807 GmbH, München 100,0000
Bobasbe 6006 S.L., Madrid 100,0000
Botedazo 8008 S.L., Madrid 100,0000
Bureau voor kredietinformaties Janssen B.V., s-Gravenhage 100,0000
Bureau voor kredietinformaties Janssen Holding B.V., s-Gravenhage 100,0000
Callopio 5005 S.L., Madrid 100,0000
Camcichu 9009 S.L., Madrid 100,0000
CAPITAL PLAZA Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000
Caracuel Solar Catorce S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Cinco S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Cuatro S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Diez S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Doce S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dos S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Nueve S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Ocho S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Once S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Quince S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Seis S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Siete S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Trece S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Tres S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Uno S.L., Madrid 100,0000
CarePlus Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH, Köln 100,0000
Chobocuga 150015 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Ciborum GmbH, München 100,0000
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000
Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan 100,0000
Corion Pty Limited, Sydney 100,0000
Cotatrillo 100010 S.L., Madrid 100,0000
DAS Consultancy & Detachering Rotterdam B.V., Rotterdam 75,0200
DAS Financial Services B.V., Amsterdam 51,0000
DAS Incasso Arnhem B.V., Arnheim 100,0000
DAS Incasso Eindhoven B.V., s-Hertogenbosch 80,0000
DAS Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 80,0000
DAS Law Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Protection Ireland Limited, Dublin 100,0000
DAS Legal Protection Limited, Christchurch 100,0000
DAS Legal Protection Limited, Vancouver, British Columbia 100,0000
DAS Legal Protection Pty. Ltd., Sydney 100,0000
DAS Lex Assistance, S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000
De Wit Vissers Incasso Holding B.V., Breda 95,0000
Diana Vermögensverwaltungs AG, München 100,0000
DKV - Beta Vermögensverwaltungs GmbH, Köln 100,0000
DKV Gesundheits Service GmbH, Köln 100,0000
DKV Immobilienverwaltungs GmbH, Köln 100,0000
DKV Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100,0000
DKV Servicios, S.A., Saragossa 100,0000
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000
DRA Debt Recovery Agency B.V., s-Gravenhage 100,0000
E&S Claims Management Inc., Reston, Virginia4 0,0000
Economic Data Research B.V., Leidschendam 100,0000
Economic Data Resources B.V., Leidschendam 100,0000
EDR Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000
EDR Credit Services B.V., s-Gravenhage 100,0000
ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Asia Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000
ERGO GmbH, Herisau 100,0000
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 1. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 15.Victoria & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 4. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 6.Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 7.Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-Verwaltungs-GmbH, Kreien 100,0000
ERGO Insurance Service GmbH, Wien 99,6000
ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000
ERGO PORTFÖY YÖNETIMI A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Pro Sp. z o.o., Warschau 100,0000
ERGO Pro, spol. s r.o., Prag 100,0000
ERGO Specialty GmbH, Hamburg 100,0000
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERIN Sigorta Aracilik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul 99,9950
ERV (China) Travel Service and Consulting Ltd., Beijing 100,0000
ERV (India) Travel Service and Consulting Private Limited, Mumbal 99,9999
ERV Seyahat Sigorta Aracilik Hizmetleri ve Danismanlik Ltd.Sti., Istanbul 99,0000
Esoleme 120012 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Etics, s.r.o., Prag 100,0000
Etoblete 160016 S.L., Madrid 100,0000
Etogibon 100010 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Etolede 6006 S.L., Playa del Inglés 100,0000
EUREKA GmbH, Düsseldorf 99,9999
Euro Alarm Assistance Prague, Prag 100,0000
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000
Euro-Center (Thailand) Co. Ltd., Bangkok 100,0000
Euro-Center Cape Town (Pty.) Ltd., Cape Town 100,0000
Euro-Center China (HK) Co., Ltd., Peking 100,0000
Euro-Center Holding A/S, Kopenhagen 83,3330
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000
Euro-Center Ltda., Rio de Janeiro 100,0000
Euro-Center USA, Inc., New York, New York 100,0000
Euro-Center Yerel Yardim, Istanbul 100,0000
Euro-Center, S.A. (Spain), Palma de Mallorca 100,0000
Europäische (UK) Ltd., London 100,0000
European Assistance Holding GmbH, München 100,0000
Evaluación Médica TUW, S.L., Barcelona 100,0000
EVV Logistik Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
Exolvo GmbH, Hamburg 100,0000
First Legal Protection Limited, Bristol 100,0000
First Marine Financial Services, Amelia, Ohio 100,0000
Forst Ebnath AG, Ebnath 96,7315
Gamaponti 140014 S.L., Madrid 100,0000
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,0000
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000
GEMEDA Gesellschaft für medizinische Datenerfassung und Auswertung sowie Serviceleistungen für freie Berufe mbH, Köln 100,0000
goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000
goMedus Gesellschaft für Qualität in der Medizin mbH, Köln 100,0000
goMedus GmbH & Co. KG, Köln 100,0000
GRANCAN Sun-Line S.L., Madrid 100,0000
Great Lakes Marine Insurance Agency Pty Ltd i.L., Sydney 100,0000
Great Lakes Re Management Company (Belgium) S.A., Brüssel 100,0000
Guanzu 2002 S.L., Madrid 100,0000
Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg 100,0000
Hamburg-Mannheimer ForsikringService A/S, Kopenhagen 100,0000
Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz Schaden-Service GmbH, Hamburg 100,0000
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda., Bogotá 100,0000
Health OÜ, Tallinn 100,0000
Hestia Advanced Risk Solutions Sp. z.o.o., Sopot 100,0000
Hestia Loss Control Sp. z o.o., Sopot 100,0000
HMI S.r.l., Verona 100,0000
Horbach GmbH Versicherungsvermittlung und Finanzdienstleistungen, Düsseldorf 70,1000
HSB Associates, Inc, New York, New York 100,0000
HSB Inspection Quality, Limited, Oldham 100,0000
HSB Investment Corporation, Hartford, Connecticut 100,0000
HSB Ventures, Inc., Dover, Delaware 100,0000
Humanity B.V., s-Gravenhage 100,0000
Ibero Property Guadalix S.A., Madrid 100,0000
IDEENKAPITAL Anlagebetreuungs GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Client Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK FE Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest DREI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest ZWEI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
InterAssistance Gesellschaft für Dienstleistungen mit beschränkter Haftung, München 100,0000
Janus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Jupiter Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Juventus Vermögensverwaltungs AG, Hamburg 100,0000
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000
K & P Objekt München Hufelandstraße GmbH, Düsseldorf 100,0000
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Fürth 100,0000
Kuik & Partners Gerechtsdeurwaarders & Incassobureau B.V., Eindhoven 100,0000
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
LAVG Zuid B.V., Breda 100,0000
LawAssist Limited, Bristol 100,0000
Legal Net GmbH, München 100,0000
m:editerran POWER FRANCE GmbH, Nürnberg 100,0000
m:editerran POWER GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
MAM Munich Asset Management GmbH, München 100,0000
Marbury Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
MAYFAIR Financing GmbH, München 100,0000
MAYFAIR Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000
MEAG Hong Kong Limited, Hong Kong 100,0000
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000
MEAG Property Management GmbH, München 100,0000
MEAG Real Estate Erste Beteiligungsgesellschaft, München 100,0000
Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Dritte Film GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Vierte Medien GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000
MedNet Europa GmbH, München 100,0000
MedNet Gulf E.C., Manama 100,0000
MedNet International Offshore SAL, Beirut 99,6700
MedWell Gesundheits-AG, Köln 100,0000
MESA ASISTENCIA, S.A., Madrid 99,9000
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd., Ta' Xbiex 99,9999
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 99,9999
miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000
miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000
miCura Pflegedienste München/Dachau GmbH, Dachau 51,0000
miCura Pflegedienste München GmbH, München 100,0000
miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000
MR Beteiligungen 14. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 15. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 16. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000
MR ERGO Beteiligungen GmbH, München 100,0000
MR Parkview Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
MR RENT-Management GmbH, München 100,0000
MR Solar Beneixama GmbH, Nürnberg 100,0000
Münchener Consultora Internacional S.R.L., Santiago de Chile 100,0000
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S. R. L., Buenos Aires 100,0000
Münchener de Colombia S.A. Corredores de Reaseguros, Santa Fe de Bogotá D.C. 100,0000
Münchener de Mexico S. A., Mexico 100,0000
Münchener de Venezuela C.A. Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000
Münchener Ecoconsult GmbH i.L., München 100,0000
Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München 100,0000
Münchener Vermögensverwaltung GmbH, München 100,0000
Munich American Reassurance Company PAC, Inc., Atlanta, Georgia4 0,0000
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000
Munich Columbia Square Corp., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000
Munich Re America Brokers, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re America Management Ltd., London 100,0000
Munich Re Automation Solutions GmbH, Grünwald 100,0000
Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Automation Solutions KK, Tokio 100,0000
Munich Re Automation Solutions Pty Limited, Sydney 100,0000
Munich Re Capital Markets GmbH , München 100,0000
Munich Re General (UK) Limited i.L., London 100,0000
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000
Munich Re Japan Services K. K., Tokio 100,0000
Munich Re Life and Health (UK) Plc., London 100,0000
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Limited, Dubai 100,0000
Munich-American Global Services (Munich) GmbH i.L., München 100,0000
Munich-American Risk Partners GmbH, München 100,0000
Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
MunichFinancialGroup AG Holding, München 100,0000
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000
MunichFinancialServices AG Holding, München 100,0000
Munichre Service Limited, Hong Kong 100,0000
Naretoblera 170017 S.L., Madrid 100,0000
Nassau Incasso Services Den Haag B.V., s-Gravenhage 100,0000
Nerruze 120012 S.L., Madrid 100,0000
Nicamballo 1001 S.L., Playa del Inglés 100,0000
OHM Services of Texas, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Olbodeca 4004 S.L., Playa del Inglés 100,0000
One State Street Intermediaries, Hartford, Connecticut 100,0000
Oracuet 160016 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Oragulno 9009 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Oraunte 130013 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Orrazipo 110011 S.L., Madrid 100,0000
Otusleme 3003 S.L., Playa del Inglés 100,0000
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 99,0000
PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000
ProContact Sp. z o.o., Gdansk 100,0000
PRORENDITA DREI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA ZWEI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
ProVictor Immobilien GmbH, Düsseldorf7 50,0000
ProVictor Property Fund IV Management, Inc., Atlanta, Georgia 51,0000
ProVictor Property Fund V Management, Inc., Atlanta, Georgia 51,0000
ProVictor Property Fund VI Management, Inc., Atlanta, Georgia 51,0000
ProVictor US Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000
Quirinus AG, Düsseldorf 100,0000
Reaseguradora de las Américas S. A., La Habana 100,0000
Roanoke International Insurance Agency Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke Trade Insurance Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke Trade Services of Texas Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Strasbourg 100,0000
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer 100,0000
Schrömbgens & Stephan GmbH, Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000
Seldac 1. Kommunaler-Rendite-Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
Seldac 1. Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
Solarfonds Garmisch-Partenkirchen 2011 GmbH & Co. KG, Nürnberg 99,7500
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp. z o.o., Sopot 100,0000
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000
Sydney Euro-Center Pty. Ltd., Sydney 100,0000
Synkronos Italia SRL, Milano 60,1000
TAS Assekuranz Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
TAS Touristik Assekuranz Service International GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
TAS Touristik Assekuranzmakler und Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
Teginago 2002 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Tennessee Utilities Assistance Fund, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000
Tenoslema 110011 S.L., Playa del Inglés 100,0000
TGR Biztosítás Többesügynöki Zrt., Budapest 100,0000
The National Senior Membership Group, Atlanta, Georgia 100,0000
Three Lions Underwriting Ltd., London 100,0000
Tillobesta 180018 S.L., Madrid 100,0000
TIS Holdings Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Titus AG, Düsseldorf 100,0000
Trade Insurance Services Inc, Schaumburg, Illinois 100,0000
Trusted Documents GmbH, Nürnberg 100,0000
US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
VB VICTORIA Zastupanje u Osiguranju d.o.o., Zagreb 74,9000
Verwaltungsgesellschaft "PORT VICTORIA" GmbH, Hamburg 100,0000
VFG Vorsorge-Finanzierungsconsulting GmbH, Wien 100,0000
VICTORIA Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Immobilien Management GmbH, München 100,0000
VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA US Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria VIP II, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Viwis GmbH, München 100,0000
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000
VV-Consulting Többesügynöki Kft., Budapest 100,0000
welivit New Energy GmbH, Fürth 100,0000
welivit Solar España GmbH, Nürnberg 100,0000
Welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000
Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen 83,3300
Windsor DME Operations, Inc., Atlanta, GA 100,0000
Windsor Long Term Care, LLC, Atlanta, GA 100,0000
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg 100,0000
Zacobu 110011 S.L., Madrid 100,0000
Zacuba 6006 S.L., Madrid 100,0000
Zacubacon 150015 S.L., Madrid 100,0000
Zafacesbe 120012 S.L., Madrid 100,0000
Zagacobi 180018 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Zapaceba 170017 S.L., Playa del Inglés 100,0000
Zapacubi 8008 S.L., Madrid 100,0000
Zarzucolumbu 100010 S.L., Madrid 100,0000
Zetaza 4004 S.L., Madrid 100,0000
Zicobucar 140014 S.L., Madrid 100,0000
Zucaelo 130013 S.L., Madrid 100,0000
Zucampobi 3003 S.L., Madrid 100,0000
Zucarrobiso 2002 S.L., Madrid 100,0000
Zucobaco 7007 S.L., Madrid 100,0000
Zulazor 3003 S.L., Madrid 100,0000
Zumbicobi 5005 S.L., Madrid 100,0000
Zumcasba 1001 S.L., Madrid 100,0000
Zuncabu 4004 S.L., Madrid 100,0000
Zuncolubo 9009 S.L., Madrid 100,0000
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen  
13th & F associates Limited Partnership, Washington D.C.9 80,0000
Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad 25,6800
BHS tabletop AG, Selb1 (BW 38 Mio. €) 28,9134
Bloemers Beheer B.V., Rotterdam 23,1824
Consorcio Internacional de Aseguradores de Crédito, S.A., Madrid5 19,4982
Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920
DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi 20,0000
Dovull SPV GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 20,0597
ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan 50,0000
Europai Utazasi Biztosito Rt., Budapest 26,0000
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 40,0000
Global Insurance Company, Ho-Chi-Minh-Stadt 25,0000
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 26,0000
HighTech Beteiligungen GmbH und Co. KG, Düsseldorf 23,1000
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH, Düsseldorf 50,0000
MAYFAIR Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 71,4285
MCAF Verwaltungs-GmbH & Co.KG, Düsseldorf 50,0000
MDP Ventures I L.L.C., New York, New York 50,0000
MEAG Pacific Star Holdings Ltd., Hong Kong 50,0000
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg1 (BW 197 Mio. €) 35,0042
MEGA 4 GbR, Berlin 34,2569
Millennium Entertainment Partners II L.P., New York, New York 42,2992
Millennium Entertainment Partners L.P., New York, New York 27,5400
Millennium Partners LLC, New York, New York 20,3039
PICC Asset Management Company Ltd., Shanghai5 19,0000
Property Finance France S.A., Luxemburg 45,4605
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH, Frankfurt/Main 33,3333
RP Vilbeler Fondsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main 40,0000
Sana Kliniken AG, München 21,7025
SAS Le Point du Jour, Paris 50,0000
Saudi National Insurance Company B.S.C.(c), Manama 22,5000
SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 48,9931
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000
Suramericana S.A., Medellín5 18,8669
TERTIANUM Besitzgesellschaft Berlin Passauer Strasse 5-7 mbH, München 25,0000
TERTIANUM Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 und Sigismundstrasse 5-9 mbH, München 25,0000
TERTIANUM Besitzgesellschaft München Jahnstrasse 45 mbH, München 33,3333
T-Solar Global Operating Assets S.L.U., Madrid 37,0000
U.S. Property Fund IV GmbH & Co. KG, München 21,7286
U.S. Property Management II L.P., Atlanta, Georgia 33,3333
U.S. Property Management III L.P., Atlanta, Georgia 20,0000
Uelzener Lebensversicherungs-AG, Uelzen 23,9750
US PROPERTIES VA GmbH & Co. KG, Düsseldorf 46,0939
VICTORIA-VOLKSBANKEN Pensionskassen Aktiengesellschaft, Wien 47,5028
VICTORIA-VOLKSBANKEN Vorsorgekasse AG, Wien 50,0000
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 43,7516
VV Immobilien GmbH & Co. United States KG, München 28,9514
VV Immobilien GmbH & Co. US City KG, München 23,0999
VV Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Zentraleuropa KG, München 20,4082
WISMA ATRIA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 65,0000
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen  
"PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Hamburg 31,9658
"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Hamburg 25,8178
Agricultural Management Services S.r.l., Verona 33,3333
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600
BF.direkt AG, Stuttgart 27,2000
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000
Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 39,3354
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000
Hannover Finanz-Umwelt Beteiligungsgesellschaft mbH, Hillerse 20,0000
Hartford Research LLC, Wilmington, Delaware 41,7500
IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co.KG, Düsseldorf 36,6889
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000
MCAF Management GmbH, Düsseldorf 50,0000
MSMR Parkview LLC, Dover, Delaware 38,4600
PERILS AG, Zürich5 11,1100
POOL Sp. z o.o., Warschau 33,7500
Reisegarant, Vermittler von Insolvenzversicherungen mbH, Hamburg 24,0000
RM 2264 Vermögensverwaltungs GmbH, München 25,0000
Rumba GmbH & Co. KG, München 25,0000
Rural Affinity Insurance Agency Pty Limited, Sydney 50,0000
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000
TERTIANUM Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH, München 33,3333
TERTIANUM Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz 25,0000
Trend Capital GmbH & Co. Solarfonds 2 KG, Mainz 34,4234
Triple IP B.V., Amsterdam 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "Port Hedland" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT KELANG" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "Port Lincoln" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MAUBERT" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MELBOURNE" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MENIER" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOODY" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MORESBY" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT NELSON" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT SAID" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT STANLEY" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT UNION" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "Port Williams" mbH, Hamburg 50,0000
VisEq GmbH, Grünwald 34,0000
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319
VV Immobilien GmbH & Co. GB KG, Düsseldorf 40,9241
VV Immobilien Verwaltungs GmbH, München 30,0000
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000
WISMA ATRIA Holding GmbH, Düsseldorf 50,0000
Sonstige Beteiligungen ab 20%  
ARIES, Wilmington, Delaware10 (EK in T€: 1.881; JE in T€: -804) 21,6000
Capital Dynamics Champion Ventures VI, L.P., Woodside, California11 (EK in T€: 68.480; JE in T€: 7.359) 27,3400
FIA Timber Partners II L.P., Wilmington, Delaware6 (EK in T€: 39.582; JE in T€: -233) 39,0800
HRJ Capital Global Buy-Out III (U.S.), L.P., Woodside, California11 (EK in T€: 84.306; JE in T€: 7.342) 44,8788
ORM Timber Fund III (Foreign) LLC, Wilmington, Delaware8 (EK in T€: 1.132; JE in T€: -83) 39,1000
"RMS Forest Growth International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands8 (EK in T€: 26.173; JE in T€: ---)" 40,3000
Sonstige Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimmrechte  
Admiral Group plc, Cardiff 10,2000
Best Doctors, Health Resources and Technology, Inc., Boston, Massachusetts 5,9400
Credit Guarantee Insurance Corporation, Johannesburg 7,1037
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 16,0000
Jordan Insurance Co. p.l.c., Amman 10,0000
New National Assurance Company Ltd., Durban 16,0000
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 10,7597
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah 15,0000
Swaziland Royal Insurance Corporation, Mbabane 16,0000
Wataniya Cooperative Insurance Company, Jeddah 10,0000

1 Der Börsenwert (BW) zum 31.12.2012 dieser Gesellschaft beträgt "XX" Millionen €.
2 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2012 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
3 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2012 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
4 Beherrschung aufgrund des Vorliegens einer Zweckgesellschaft gemäß SIC 12, an der Munich Re die wesentlichen Chancen und Risiken behält.
5 Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Zugehörigkeiten von Munich Re zum Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan oder einem sonstigen gleichartigen Leitungsorgan des assoziierten Unternehmens.
6 Kein maßgeblicher Einfluss, da weder personelle noch sachliche Verflechtungen gemäß IAS 28.7 mit Munich Re bestehen.
7 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
8 Kein maßgeblicher Einfluss, da reines Finanzinvestment unter Managementverantwortung eines externen Assetmanagers.
9 Maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.
10 Kein maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.
11 Kein maßgeblicher Einfluss, da Satzung, Gesellschaftsvertrag oder eine sonstige Vereinbarung alle wesentlichen Entscheidungen betreffend die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens an ein Quorum binden, welches seitens des Mehrheitsgesellschafters ohne Zustimmung der nicht beherrschenden Gesellschafter erreicht werden kann.
12 Beherrschung, obwohl Stimmrechtsanteil unter 50%, da gemäß Satzung oder einer sonstigen Vereinbarung, wie z.B. eines Beherrschungsvertrages, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens bestimmt werden kann.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 1. März 2013.

 

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Konzern-Eigenkapitalentwicklung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 4. März 2013

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Klaus Becker, Wirtschaftsprüfer

Martin Berger, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

 

München, den 11. März 2013

von Bomhard

Arnoldussen

Blunck

Daschner

Jeworrek

Röder

Schneider

Strassl

Wenning

Die Münchener Rück AG

Struktur

Munich Re kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Gleichzeitig hebt die Gruppe Synergien bei Erträgen und Kosten und mindert durch die bessere Diversifikation das notwendige Risikokapital. Alle Rückversicherungseinheiten treten weltweit unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Versicherungsgruppe engagiert sich in nahezu allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Unter dem Dach der Marke Munich Health sind die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands zusammengeführt. Zudem ist Munich Re im Assetmanagement aktiv. Die Münchener Rück AG ist die Muttergesellschaft von Munich Re.

Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen.

Die Münchener Rück AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt.

Dieser Lagebericht fasst die Geschäftstätigkeit der Münchener Rück AG zusammen.

Die Ressorts der Rückversicherung

Unser weltweites Geschäft in der Lebensrückversicherung wird im Ressort Life gezeichnet.

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa (ausgenommen Deutschland) sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig.

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Deutschland sowie in Afrika, Asien, Australien und der pazifischen Inselwelt.

Das Ressort Special and Financial Risks betreut die Sparten Kreditrisiken, Luft- und Raumfahrt, Agro-, Unternehmer- und Sonderrisiken sowie das Alternative-Markets-Geschäft. Die Verbriefung von Versicherungsrisiken und den Risikotransfer auf den Kapitalmarkt übernimmt der Bereich Risk Trading. Zudem ist das Ressort für unsere eigene Rückversicherung (Retrozession) zuständig.

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen und zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten sowie Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt. Es ist zuständig für die dort angesiedelten Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich. Hinzu kommt weltweites Geschäft in Spezialsparten wie der Arbeiterunfall- und der Transportversicherung sowie unsere Beteiligungen im Lloyd's-Markt über die Syndikate Watkins und MSF Pritchard.

Die Rückversicherung im Überblick1

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Ressort Ausgewählte Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands2
Life Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia Munich Re, Tokyo (Life Branch) Munich Re, Toronto (Life Branch) Munich Reinsurance Company of Australasia Limited - New Zealand Branch, Auckland Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., Sydney Munich Re, London (Life Branch)
Europe and Latin America Bell & Clements (London) Ltd., London Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo3 Munich Re, Madrid3 Munich Re, Milan3 Munich Re, Paris Munich Re, London (General Branch)
Germany, Asia Pacific and Africa Great Lakes Australia Branch, Sydney Great Lakes Reinsurance (UK) PLC New Zealand Branch, Auckland Munich Re, Sydney Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis Munich Re, Kuala Lumpur Munich Re, Kuala Lumpur (Retakaful Branch) Munich Re, Beijing3 Munich Re, Hong Kong3 Munich Re, Seoul3 Munich Re, Auckland Munich Reinsurance Company of Africa Ltd., Johannesburg Munich Re, Singapore3
Special and Financial Risks Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London3 Great Lakes Switzerland Branch, Zurich Great Lakes Reinsurance Ireland Branch, Dublin Great Lakes Reinsurance Italian Branch, Milan Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex3 New Reinsurance Company Ltd., Zurich3
Global Clients and North America American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware3 American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma Beaufort Underwriting Agency Ltd., London First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio Global Standards, LLC, Wilmington, Delaware Groves, John & Westrup Limited, London HSB Engineering Insurance Limited, London HSB Group, Inc., Hartford, Connecticut HSB Solomon Associates LLC, Wilmington, Delaware HSB Professional Loss Control, Inc., Tennessee MSP Underwriting Ltd., London Munich Re Capital Limited, London Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware3 Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto N.M.U. Group Limited, London The Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois Temple Insurance Company, Toronto The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware The Midland Company, Cincinnati, Ohio Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hong Kong Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapore

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Anhang.
2 Nur Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands mit einem Eigenkapital von in der Regel mehr als 5 Millionen € sind aufgeführt.
3 Einheiten, die auch Geschäfte in Munich Health betreiben und der Rückversicherung daher anteilig zugeordnet werden.

Der globale Gesundheitsmarkt ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige. Dies gilt gleichermaßen für den Versorgungs- und den Versicherungsbereich. Um die damit verbundenen Chancen zu nutzen, hat Munich Re die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands unter der Marke Munich Health zusammengeführt. Munich Health deckt weite Teile der Wertschöpfungskette im Gesundheitsbereich ab und wird seit 2010 als eigenständiges Segment ausgewiesen.

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) steht für alle Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Darüber hinaus bietet sie ihr umfassendes Knowhow externen institutionellen Anlegern und Privatkunden an.

Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung

Maßgeblich für unsere Unternehmenssteuerung ist die Gruppensicht, in der die Münchener Rück AG ein bedeutender Bestandteil ist. Aufgrund der gesellschaftsübergreifenden Steuerung unserer Geschäftsfelder ist es schwierig, die Münchener Rück AG aus diesem Gesamtkontext zu extrahieren. Im Folgenden wird daher durchgängig die Steuerungssystematik des Konzerns und der Rückversicherungsgruppe beschrieben. Falls nicht explizit von der Münchener Rück AG gesprochen wird, ist der Konzern oder die Rückversicherungsgruppe gemeint. Im letzten Absatz wird die Auswirkung der Konzernziele auf die Kerngrößen der Münchener Rück AG erläutert.

Wertorientierte Unternehmensführung - die Steuerungsphilosophie von Munich Re

Ziel von Munich Re ist es, Risiken in all ihren Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und mit an den Risiken gemessen hohen Gewinnen nachhaltig Wert für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Den Börsenkurs der Münchener-Rück-Aktie nachhaltig zu steigern ist maßgebliche Richtschnur unseres unternehmerischen Denkens und Handelns. Diesem Ziel dient unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Verwendung wertorientierter Steuerungssysteme.

Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Neben wertbasierten Größen beachten wir bei der Steuerung unseres Geschäfts eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen; situationsbedingt können sie kurzfristig die Ausrichtung einer Einheit bestimmen. Dazu gehören Regelungen örtlicher Rechnungslegungssysteme, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Diese Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

Geschäftliche Aktivitäten werden nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.

Mit wertorientierten Steuerungsgrößen stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher.

Verantwortlichkeiten weisen wir klar zu und zeigen Management und Mitarbeitern die Stellgrößen für die Wertsteigerung auf.

Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte zu berücksichtigen und abzuwägen: Einerseits sollten sie nicht zu komplex sein, damit die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit verständlich sind. Andererseits liegt die Herausforderung darin, die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abzubilden und das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten. Die Zusammenhänge sind vielschichtig, ein Nebeneinander verschiedener Messgrößen ist unvermeidbar.

Während wir auf Gruppenebene die ökonomische Wertschaffung in einer einheitlichen Metrik, den Economic Earnings, abbilden, verwenden wir in den Geschäftsfeldern spezifische Steuerungsgrößen wie den Wertbeitrag (Schaden- und Unfallversicherung, Krankenrückversicherung) und den Market Consistent Embedded Value (Lebensversicherung, Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts), die den Eigenarten des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen und die Auswirkungen des Asset-Liability-Managements einbeziehen. Darüber hinaus berücksichtigen wir in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Krankenrückversicherung auch die Schaden-Kosten-Quote.

Economic Earnings und Return on Risk adjusted Capital

Den Wert, den wir in einer Periode auf Gruppenebene geschaffen haben, ermitteln wir - weitgehend im Einklang mit dem künftigen Aufsichtsregime "Solvency II" - mit den Economic Earnings, wobei wir noch an Verbesserungen und Verfeinerungen von Methodik und Datenbasen arbeiten. Ausgangspunkt für die Ermittlung der Economic Earnings ist die Veränderung des ökonomischen Eigenkapitals in einer Periode. Diese wird um Kapitalein- und auszahlungen einschließlich Dividenden angepasst.

Um die Wertorientierung von Munich Re, die wir in den internen Steuerungsinstrumenten umsetzen, in der externen Kommunikation ebenfalls zu betonen, verwenden wir als Konzernziel die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern, den Return on Risk adjusted Capital (RoRaC). Der RoRaC als risikoorientierte Zielgröße wird bestimmt, indem wir das Konzernergebnis in Relation zum erforderlichen Risikokapital (Economic Risk Capital) setzen. Die Höhe des Risikokapitals ermitteln wir mit unserem internen Risikomodell. Damit orientieren wir uns an den ökonomischen Standards, die teilweise schon die aktuellen, jedenfalls aber die künftigen Anforderungen von Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen prägen. Die Verbindung zum IFRS-Konzernergebnis bleibt damit gewahrt.

Der RoRaC ist wie folgt definiert:

Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuer (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die - bei gegebener Risikotoleranz - auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Als Bezugsgröße für die Bereinigung dient das Kapital, das über das notwendige Risikokapital hinausgeht, das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital"; unter Umständen kann es für Rating- und Solvenzzwecke sowie für profitables Wachstum erforderlich sein. Das zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital wird in der hier vorgestellten Systematik risikolos verzinst, weil sämtliche Risikokomponenten der Kapitalanlagen und der Versicherungstechnik durch das interne Risikomodell mit Risikokapital unterlegt und mit Renditeanforderungen verbunden sind. Übersteigt das Risikokapital das vorhandene ökonomische Eigenkapital, setzen wir den Korrekturposten in der RoRaC-Formel auf null.

Der RoRaC ist eine pragmatische Mischung aus nicht miteinander konsistenten Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Erst wenn die Anforderungen an die Kapitalausstattung und an die Performance-Rechnung nach Solvency II verlässlich feststehen, wollen wir unsere Ziele an diesen Messgrößen ausrichten. Ungeachtet der von uns hervorgehobenen risikobasierten Betrachtungsweisen streben wir stets an, dass die Rendite auf das uns überlassene gesamte Kapital, der sogenannte Return on Equity (RoE) den berechtigten hohen Erwartungen unserer Investoren entspricht.

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenrückversicherung ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein - mit relativ unbedeutenden Ausnahmen, etwa der deutschen Feuerschutzsteuer. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen.

Bei der Interpretation der Schaden-Kosten-Quote sind die besonderen Umstände des einzelnen Versicherungszweigs zu berücksichtigen. Von erheblicher Bedeutung ist unter anderem, wie sich das Portfolio zusammensetzt. So sind beispielsweise folgende Zusammenhänge wichtig:

Je stärker die Schadenbelastung im Zeitablauf schwankt, desto größer ist das Risiko und desto höher müssen die Beiträge sein, die erforderlich sind, um das Risiko zu decken. Dies bedeutet, dass die Schadenquoten in guten Jahren niedrig sind und ebenso die durchschnittlichen Schadenquoten, die dem Rückversicherer eine angemessene Vergütung für die Übernahme des Risikos gewähren. Das gilt besonders für die Exponierung gegenüber seltenen, aber schweren Naturkatastrophen.

Bedeutsam ist die Zeitspanne zwischen dem Eingang der Beiträge und der Schadenzahlung. Je länger dieser Zeitraum ist, desto länger können die eingenommenen Prämien auf dem Kapitalmarkt angelegt werden. So stehen hohen Schaden-Kosten-Quoten in Sparten mit einer langen Schadenabwicklung (zum Beispiel Haftpflicht) regelmäßig höhere Ergebnisse aus Kapitalanlagen gegenüber, mit denen die Schadenrückstellungen bedeckt sind. Diese Erträge spiegeln sich in der Schaden-Kosten-Quote nicht wider.

Deshalb ist die Schaden-Kosten-Quote isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei die Vergleichbarkeit wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden und verschiedener Portfoliozusammensetzungen beeinträchtigt wird. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote jedoch durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Wertbeitrag

Im Rahmen unseres ökonomischen Steuerungssystems kommt die Wertbeitragsrechnung für die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenrückversicherung zur Anwendung. Die jeweiligen, hierfür um Zufallsschwankungen bereinigten Wertbeiträge werden wie folgt ermittelt:

Das angepasste Ergebnis orientiert sich an der Gewinn- und Verlustrechnung und setzt sich im Wesentlichen aus dem versicherungstechnischen Ergebnis, dem normalisierten Kapitalanlageergebnis sowie dem übrigen nicht versicherungstechnischen Ergebnis zusammen. Es beinhaltet wertorientiert Anpassungen, etwa um die Belastung aus Großschäden über die Zeit zu glätten und die Schadenaufwendungen bei späterer Zahlung in Höhe ihrer Barwerte zu berücksichtigen.

Dem so angepassten Ergebnis stellen wir die Eigenkapitalkosten als Sollgröße gegenüber. Bei deren Berechnung hat das Risikokapital, das wir mit unserem internen Kapitalmodell bestimmen, einen wesentlichen Einfluss. Für das Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft sowie das Krankenrückversicherungsgeschäft wird ein positiver Wertbeitrag erzielt, sofern das jeweils für ein Kalenderjahr gemessene angepasste Ergebnis die Eigenkapitalkosten übersteigt.

Market Consistent Embedded Value

Die Produkte der Lebensversicherung sowie der Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts sind geprägt durch ihre Langfristigkeit und den über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis. Derartige lang laufende Geschäftsportfolios, deren Erfolg sich nicht sinnvoll in einer Einjahressicht messen lässt, bewerten wir auf der Grundlage der European Insurance CFO Forum Market Consistent Embedded Value (MCEV) Principles ©1 ; diese wurden vom CFO-Forum in ihrer aktuellen Fassung im Oktober 2009 veröffentlicht.

Der MCEV setzt sich zusammen aus dem im Unternehmen vorhandenen Eigenkapital und dem sogenannten Bestandswert. Letzterer ist der Barwert der nach finanz- und versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten zukünftigen Nettoerträge aus dem Versicherungsbestand und den damit verbundenen Kapitalanlagen unter Berücksichtigung des Zeitwerts der finanziellen Optionen und Garantien sowie der explizit berechneten Kapitalkosten.

Der MCEV bezieht sich dabei auf das zum Bewertungsstichtag vorhandene Portfolio. Von unserem Lebensrückversicherungsgeschäft werden 100% und von unserem Lebenserst- und deutschen Krankenerstversicherungsgeschäft mehr als 97% abgebildet. Der Wert des zukünftigen Neugeschäfts wird hingegen nicht berücksichtigt. Allerdings erfolgt die Bewertung unter der Annahme, dass die Geschäftstätigkeit fortgeführt wird. Optionen und Garantien - vor allem die der Versicherungsnehmer in der Erstversicherung - bewerten wir explizit über stochastische Simulationen. Im MCEV wird der Barwert aller Zahlungsströme für alle maßgeblichen Währungsräume auf Basis der Swap-Zinsen und der impliziten Volatilitäten zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2012 bestimmt. Die Bewertung von Vermögenswerten, die auf dem Kapitalmarkt gehandelt werden, fußt auf den zum Bewertungsstichtag beobachteten Marktwerten. Selbst nach Kapitalmarktverwerfungen verzichten wir bisher auf die Anwendung von Zinszuschlägen wie Illiquiditätsprämien oder Anpassungen der Kapitalanlagewerte, zumindest so lange, bis die endgültigen Festlegungen für Solvency II vorliegen. Damit wählen wir eine für die Bewertung unseres Erstversicherungsbestands betont konservative Methodik.

Die Entwicklung des Versicherungsbestands modellieren wir unter Berücksichtigung der aktuellen Erwartungen für Biometrie (zum Beispiel Sterblichkeit und Morbidität), Storno und Kosten. In der Erstversicherung modellieren wir die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Überschüssen gemäß der aktuellen Planung und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Für die jeweiligen Einzelgesellschaften verwenden wir bei der Kalkulation Steuersätze und Bemessungsgrundlagen, die den nationalen Vorschriften entsprechen; ebenso berücksichtigen wir steuerliche Verlustvorträge. Quellensteuern auf Dividenden von Konzerngesellschaften werden nicht erfasst. Die Kapitalkosten umfassen neben den Kosten der Kapitalanlageverwaltung und Steuern auch die nicht explizit modellierten Risiken des Geschäfts und für die Krankenerstversicherung die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Erträgen aus Kapitalanlagen, die dem Eigenkapital gegenüberstehen.

Die Änderung des MCEV innerhalb eines Jahres - ohne die Effekte aus Währungskursschwankungen, Unternehmenskäufen oder -verkäufen sowie Ausschüttungen bzw. Kapitaleinschüssen - weisen wir als Embedded-Value-Gesamtertrag aus. Bereinigt man diesen zusätzlich um Einflüsse aus Änderungen der steuerlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen, spricht man vom operativen Embedded-Value-Ertrag: Er ist das Maß für den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit eines Jahres. Diese Erfolgsgröße lässt sich unter anderem aufteilen in den Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts.

1 © Stichting CFO Forum Foundation 2008.

Asset-Liability-Management

Das Asset-Liability-Management (ALM) steht im Mittelpunkt der Kapitalanlagestrategie von Munich Re und ist ein grundlegender Pfeiler unseres wertorientierten Steuerungssystems. Wir berücksichtigen dabei wichtige Eigenschaften von versicherungstechnischen und anderen Verpflichtungen bei der Zusammenstellung unseres Kapitalanlageportfolios und messen die Risiken aus der Kapitalanlage nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu Wertänderungen bei den Verpflichtungen. Mit dem ALM streben wir an, dass die Veränderung volkswirtschaftlicher Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflussen wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dies verringert unsere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten und stabilisiert unser Eigenkapital. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. In Bezug auf die Währungspositionierung wirken sich somit Wechselkursschwankungen gleichermaßen auf Vermögenswerte wie Verbindlichkeiten aus. Verluste aus der Währungsumrechnung von Kapitalanlagen werden durch Gewinne aus der Umrechnung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten ökonomisch weitgehend ausgeglichen, obwohl dieser Zusammenhang nach den ökonomisch unvollkommenen Regeln der Rechnungslegung nicht immer adäquat abgebildet wird. Abweichungen gegenüber der Struktur unserer Verpflichtungen gehen wir in diesem Ansatz bewusst und unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und erzielbaren Risikoprämien ein. In einem beschränkten Ausmaß richten wir unser Kapitalanlageportfolio auch so aus, dass es bei steigenden Inflationsraten an Wert gewinnt. Hierbei investieren wir in inflationssensitive Anlageklassen wie Inflationsanleihen und -swaps sowie Sachwerte.

Um das ökonomische ALM so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein, um uns gegen Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten abzusichern. Diese erfassen wir in der IFRS-Rechnungslegung ergebniswirksam, also als Aufwand und Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung. Eine solche ergebniswirksame Erfassung ist bei den zugehörigen Grundgeschäften jedoch in der Regel nicht möglich. Derartige Inkonsistenzen in der Rechnungslegung sowie weitere Unterschiede zwischen ökonomischer und bilanzieller Sicht können insbesondere in Zeiten mit erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten zu starken Ausschlägen im IFRS-Kapitalanlagen-, Währungs- bzw. Konzernergebnis führen, trotz der ökonomisch gut ausgebildeten Balance unseres Versicherungs- und Kapitalanlageportfolios.

Nicht finanzielle Steuerungselemente

Neben diesen rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nicht finanzielle Faktoren eine Rolle, etwa Innovationen, Prozessgeschwindigkeit, Ausbildungsstand der Mitarbeiter sowie Kundenzufriedenheit. Langfristig kann ein Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es nachhaltig wirtschaftet und zukunftsgerichteten qualitativen Faktoren Rechnung trägt. Auf Basis eines umfassenden Verständnisses von Wertschaffung mit kurzfristigen und langfristigen, finanziellen und nicht finanziellen Kenngrößen verknüpfen wir Strategie und operative Planung eng miteinander, indem wir unsere Strategien in strukturierten Übersichten darstellen (den sogenannten Scorecards) und aus diesen Initiativen, Messgrößen und Verantwortlichkeiten ableiten. Die Scorecards umfassen vier Dimensionen: Finanzen, Märkte und Kunden, Prozesse sowie Mitarbeiter. Dabei fördern wir das unternehmerische Denken und Handeln unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten eindeutig zuweisen und nach Möglichkeit deutlich machen, wie viel der Einzelne, eine Einheit oder ein Geschäftsfeld zur langfristigen Wertsteigerung beiträgt. Unsere Anreizsysteme für Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstand unterstützen diese Ausrichtung, wobei die Vergütungen grundsätzlich mit steigender Hierarchieebene zunehmend vom Erfolg abhängt.

Was bedeuten diese Konzernziele für den Einzelabschluss der Münchener Rück AG?

Die Münchener Rück AG wird zwar nicht als eigene Einheit im Konzern gesteuert, parallel zur gruppenbezogenen Geschäftssteuerung werden allerdings Einzelabschlussspezifika, beispielsweise die Berechnung der Schwankungsrückstellung bzw. die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips auf die Kapitalanlagen und deren Auswirkung auf das HGB-Ergebnis, regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls Maßnahmen zur Ergebnissteuerung ergriffen. Aus den Konzernzielen lassen sich aber Indikationen für das Ergebnis der Einzelgesellschaft ableiten.

In der Versicherungstechnik gehen wir aufgrund der soliden Qualität unseres Geschäfts davon aus, dass wir in Analogie zu den Konzernzielen für die Münchener Rück AG eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% unserer verdienten Nettobeiträge erreichen können. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Ausgehend vom vergangenen Geschäftsjahr rechnen wir für das Jahr 2013 - bei einem ähnlich günstigen Schadenverlauf - mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Wegen der derzeitigen Lage auf den Kapitalmärkten dürfte die Kapitalanlagerendite der Münchener Rück AG das Niveau des Berichtsjahres unterschreiten. Insgesamt gehen wir daher nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2013 und auch 2014 ein sehr gutes HGB-Ergebnis erreichen werden.

Rahmenbedingungen

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Umfeld unserer Geschäftstätigkeit wird von mehreren langfristig wirksamen, globalen Trends bestimmt. Der demografische Wandel stellt besonders in den Industrieländern die Sozialversicherungs- und Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist demgegenüber nicht nur ein rasches Bevölkerungswachstum zu beobachten, sondern auch ein schneller Wohlstandsanstieg breiter Bevölkerungsschichten. Besonders die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens gewinnen dadurch weltwirtschaftlich und geopolitisch an Bedeutung. Technischer Fortschritt und Digitalisierung beschleunigen die globale Vernetzung von Kapitalströmen und Lieferketten und erhöhen die Komplexität der Weltwirtschaft.

In diesem Umfeld beobachten wir eine steigende Anzahl von Naturkatastrophenschadenereignissen. Die versicherten Schäden nehmen in einigen Regionen im Verhältnis zur wirtschaftlichen Aktivität überproportional zu. Die Gründe dafür sind vor allem ein Anstieg von Werten in exponierten Gebieten und wachsende Versicherungsdichten gegen Naturkatastrophen. Bei wetterbedingten Katastrophen spielt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch der Klimawandel eine gewisse Rolle, da sich vielerorts Häufigkeiten und Intensitäten von Wetterextremen ändern. So entstehen neue Risikopotenziale und Kumulgefahren, die eine ständige Weiterentwicklung der Versicherungstechnik unerlässlich machen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur

Das Jahr 2012 war geprägt von der andauernden Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone und einer weiteren Abkühlung der globalen konjunkturellen Dynamik. Die Geldpolitik in den großen Industrieländern blieb expansiv, die Renditen für US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen gingen weiter zurück, und die Inflationsraten blieben weltweit moderat. Die Aktienmärkte legten zu.

Die Weltwirtschaft wuchs erneut nur moderat. Hauptgrund dafür war die weiterhin schwelende Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone, die Finanzmärkte und Realwirtschaft immer wieder verunsicherte. Die Eurozone insgesamt war bereits Ende 2011 in eine Rezession geglitten, aus der sie sich im Laufe des Berichtszeitraums nicht befreien konnte. Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung wirkten wachstumsdämpfend, gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote weiter an und erreichte mit 11,4% im Jahresdurchschnitt ein Rekordniveau. Auch die Konjunktur in Deutschland, die zu Beginn des Jahres noch kaum von der Krise beeinträchtigt schien, kam in der zweiten Jahreshälfte ins Stocken.

Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft verlangsamte sich deutlich, unter anderem aufgrund der nachlassenden Exportnachfrage. Auch die Konjunktur in Japan schwächte sich im Jahresverlauf ab. Die Impulse der Wiederaufbauaktivitäten nach dem Erdbeben 2011 liefen aus und die geringere Exportnachfrage aus Europa und China hinterließ Spuren. Das moderate Wirtschaftswachstum der USA wirkte indes als Stütze der globalen Konjunktur. Am Markt für Wohnimmobilien gab es erste Anzeichen der Verbesserung, auch der private Konsum legte zu. Allerdings ging die Arbeitslosenquote nur leicht zurück und lag im Jahresdurchschnitt bei 8,1 %. Die US-Notenbank sah sich zu einer Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik veranlasst.

Kapitalmärkte

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten spiegelte im Jahresverlauf das Auf und Ab der Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone wider. In den ersten Monaten des Jahres sorgten zunächst einige Maßnahmen zur Krisenbekämpfung für Entspannung, zum Beispiel die Einrichtung des dauerhaften Rettungsschirms European Stability Mechanism (ESM) und die erfolgreichen EU-Verhandlungen über den "Fiskalvertrag". Im März stimmten die privaten Gläubiger des griechischen Staates einem Schuldenschnitt in Höhe von mehr als 100 Milliarden € zu. Außerdem stellte die Europäische Zentralbank (EZB) den europäischen Banken im ersten Quartal 2012 ein weiteres Mal Liquidität in großem Umfang zu niedrigen Zinsen zur Verfügung.

Das Vertrauen der Investoren schwand, als einige Wochen nach den griechischen Wahlen im April die Koalitionsverhandlungen für gescheitert erklärt und Neuwahlen angekündigt worden waren. Außerdem nährten Schwierigkeiten im spanischen Bankensektor erneut die Zweifel an der Tragbarkeit der Schulden und ließen die Sorgen um die Ansteckungsgefahren für weitere Länder wachsen. Wichtige Aktienindizes sanken deutlich, der Euro verlor gegenüber den meisten Währungen der Welt an Wert, und Anleger flüchteten wieder in US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen. Die Renditen der Titel mit zehn Jahren Restlaufzeit sanken im Juli auf unter 1,4% (USA) bzw. unter 1,2% (Deutschland).

In der zweiten Jahreshälfte kehrte das Vertrauen zurück. Dies lag vor allem an der Ankündigung der EZB, unter bestimmten Umständen unbegrenzt kurz laufende Staatsanleihen der Krisenländer am Sekundärmarkt aufzukaufen. Die Renditen für deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen erhöhten sich daraufhin ein wenig - lagen zum Jahresende aber immer noch unter ihrem Jahresanfangsniveau und wiesen weiterhin eine negative Realverzinsung auf, blieben also unter den Inflationsraten. Der Euro gewann im zweiten Halbjahr gegenüber US-Dollar, japanischem Yen und Pfund Sterling wieder an Wert. Die Aktienmärkte der USA, Japans, Deutschlands und sogar der Eurozone insgesamt schlossen 2012 deutlich im Plus ab.

Die Geldpolitik in den großen Industrieländern war weiterhin stark expansiv ausgerichtet. Die Federal Reserve in den USA beließ die Bandbreite ihres Leitzinses bei 0% bis 0,25%, die Bank of England blieb bei einem Zinssatz von 0,5% und die japanische Zentralbank ließ die Zinsen unverändert in einer Bandbreite von 0% bis 0,1 %. Die Europäische Zentralbank nahm ihren Leitzins Anfang Juli von 1,0% auf 0,75% zurück. Darüber hinaus beschlossen die genannten Notenbanken weitere Maßnahmen, vor allem Anleihekäufe, um die Konjunktur anzukurbeln und die Finanzmärkte zu stabilisieren.

Versicherungswirtschaft

Die globalen Nicht-Leben-Beitragseinnahmen wuchsen 2012 inflationsbereinigt stärker als in den Vorjahren. Zwar dämpfte die Konjunkturschwäche in Europa die Nachfrage nach Versicherung. Gestützt wurde die Prämienentwicklung dagegen durch einen leichten Anstieg der Preise in der Schaden- und Unfallversicherung und durch die erneut sehr dynamisch ansteigende Nachfrage nach Versicherungsschutz in vielen Schwellenländern. Die globalen Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung gingen inflationsbereinigt leicht zurück. Ursache dafür war vor allem das schrumpfende Prämienvolumen in Europa und das schwache Wachstum in den USA und in China.

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt die Versicherer wegen des Rückgangs der Kapitalerträge vor erhebliche Herausforderungen. Belastet sind vor allem Lebensversicherer, die Zinsgarantien bedienen müssen.

Auch in den Haftpflicht- und Sachversicherungssparten drückte das niedrige Zinsniveau auf die Margen und machte vor allem für das langfristige Geschäft Prämienerhöhungen erforderlich.

Das ausgewiesene Eigenkapital der meisten Erst- und Rückversicherer wuchs 2012 unterdessen unter anderem wegen des niedrigen Zinsniveaus, weil nach gültiger Rechnungslegung festverzinsliche Kapitalanlagen höher bewertet wurden, während Marktzinsveränderungen kaum Einfluss auf die Bewertung der Verpflichtungen haben. Diese optische Kapitalverstärkung wirkte sich dämpfend auf die Nachfrage und stimulierend auf das Angebot von Rückversicherungsschutz aus. Während die Preise für Rückversicherung auch wegen der außergewöhnlichen Häufung großer Schäden im Vorjahr im ersten Halbjahr deutlich gestiegen waren, ergaben sich bereits bei den Erneuerungen zum 1. Juli im Durchschnitt nur noch leichte Preissteigerungen. Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2013 blieben die Preise im Durchschnitt annähernd gleich.

Nach vorläufigen Schätzungen stagnierten die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2012 inflationsbereinigt. Während die Beiträge in der privaten Krankenversicherung und in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich zulegten, gingen die Beiträge in der Lebensversicherung inflationsbereinigt zurück. Ursächlich dafür war ein weiterer Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung, das 2009 und 2010 außerordentlich stark gewachsen war.

Überblick und wichtige Kennzahlen

Das Geschäftsjahr 2012 war geprägt von einer leicht unterdurchschnittlichen Großschadenbelastung, aber auch einem insgesamt guten Geschäftsverlauf. Das stark verbesserte versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen spiegelt die guten Rahmenbedingungen wider.

Die Entwicklung in der Lebensrückversicherung war erfreulich. Auch die Schaden- und Unfallrückversicherung erzielte ein höheres Ergebnis, was dem moderaten Großschadenverlauf zu verdanken ist.

Im Geschäftsjahr 2012 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 25,5 (23,3) Milliarden €; dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 9,6 (14,2)%. Die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen beeinflusste unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 1,6 Milliarden € positiv. Währungsbereinigt wäre das Beitragsvolumen im Geschäftsjahr um 2,7% gewachsen. Etwa 21,4 (18,9) Milliarden € oder 84 (81)% der Beiträge wurden in Fremdwährung gezeichnet, und zwar 31 (29)% in Kanadischen Dollar, 18 (17)% in US-Dollar und 10 (9)% in Pfund Sterling. 16 (19)% unseres Umsatzes generierten wir in Euro. Auf ausländische Kunden entfielen insgesamt 94 (93)% des Umsatzes.

Wir erzielten im Berichtsjahr erneut merkliche Beitragssteigerungen in der Lebens- sowie in der Krankenrückversicherung. In der Lebensrückversicherung konnten wir die Bruttobeiträge um 17,8% auf 9,2 (7,8) Milliarden € erhöhen, in der Krankenrückversicherung verbuchten wir Beitragseinnahmen von 4,2 (3,9) Milliarden €; das entspricht einem Zuwachs von 9,7%. Dies lag unter anderem an der anhaltend dynamischen Entwicklung der expandierenden Erstversicherungsmärkte in Asien sowie an großvolumigen Verträgen, bei denen Rückversicherung primär als Instrument des Kapitalmanagements genutzt wird. Hierbei profitieren wir von unseren langfristigen Kundenbeziehungen als kapitalstarker Partner und Anbieter von maßgeschneiderten Lösungen. Wir übernehmen biometrische Risiken, die zu einer verbesserten Kapitalstruktur und Solvenzentlastung bei unseren Kunden führen.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2012 einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 4,1 % auf 12,1 (11,7) Milliarden €.

Die Verhandlungen zur Erneuerung der Rückversicherungsverträge verliefen in 2012 insgesamt sehr zufriedenstellend. Dank unserer Kapitalstärke und der Fähigkeit, komplexe und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, konnten wir gute Konditionen erzielen und die Profitabilität unseres Portfolios steigern. Dabei setzten wir unsere fokussierte und disziplinierte Zeichnungspolitik fort und trennten uns von Geschäft, das unseren Preisanforderungen nicht genügte.

In der Feuerversicherung waren Ratensteigerungen vor allem in den schadenbelasteten Regionen Australien, Asien und Japan zu verzeichnen. Außerdem konnten wir für die Versicherung von Naturkatastrophenrisiken in den USA und Lateinamerika signifikante Preiserhöhungen erzielen. Hingegen blieben die Raten im Luftfahrtgeschäft weiterhin unter Druck. Auch im Kredit- und Kautionsgeschäft verzeichneten wir ausgehend von einem guten Niveau eine leichte Ratenverschlechterung. In den meisten anderen Regionen und Sparten entwickelten sich die Preise tendenziell seitwärts.

Beim versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen erzielten wir im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis von 656 Millionen €; im Vorjahr wurde ein Verlust von -1,5 Milliarden € ausgewiesen. Dieses erfreuliche Ergebnis ist im Wesentlichen einem nach Anzahl und Volumen moderaten Großschadenverlauf zu verdanken. Im Zuge der üblichen Überprüfung der Rückstellungen haben wir über das Jahr betrachtet das nach wie vor solide Gesamtniveau der Rückstellungen weiter gestärkt, und zwar im Wesentlichen in den Sparten Haftpflicht und Kraftfahrt.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag aufgrund des niedrigeren Schadenaufkommens aus Naturkatastrophen mit 1,3 (4,71) Milliarden € nach Retrozession und vor Steuern weit unter dem Vorjahreswert.

Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen betrug 0,8 (4,22) Milliarden €. Das entspricht 5,3 (28,03) Prozent der verdienten Nettobeiträge. Insbesondere Sturm Sandy (449 Millionen €), der sich über dem Karibischen Meer im Oktober bildete und dann nordwärts über Jamaika, Kuba und die Bahamas in den Nordosten der USA zog, verursachte signifikante Schäden. Zudem belasteten uns Schäden aus Ernteausfall-Versicherungen infolge der anhaltenden Dürre in großen landwirtschaftlichen Anbaugebieten in den USA (158 Millionen €) sowie aus schweren Erdbeben in Norditalien (136 Millionen €). Weitere Schäden größeren Ausmaßes verursachten Tornados Anfang März (10 Millionen €) und im April (35 Millionen €) sowie Hurrikan Isaac (44 Millionen €) im August in den USA. Darüber hinaus haben wir unsere Schadeneinschätzung für die sich im vergangenen Jahr ereigneten Überschwemmungen in Thailand um 84 Millionen € erhöht.

Die von Menschen verursachten Großschäden lagen mit 0,5 (0,5) Milliarden € auf dem Niveau des Vorjahres und machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 3,0 (3,1) Prozentpunkte aus. Schäden erhöhten Ausmaßes verursachten unter anderem das Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia", das am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio in Italien havarierte, sowie eine Explosion in einem deutschen Industriepark im März. Beide Schadenereignisse kosten uns nach derzeitigen Schätzungen jeweils einen höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

1 4,5 Milliarden € unter Berücksichtigung des ökonomischen Risikotransfers in den Kapitalmarkt.
2 4,0 Milliarden € unter Berücksichtigung des ökonomischen Risikotransfers in den Kapitalmarkt.
3 26,6 % unter Berücksichtigung des ökonomischen Risikotransfers in den Kapitalmarkt.

Die Schaden-Kosten-Quote (oder Combined Ratio), die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 97,3 (112,11 )%. Ohne Belastungen aus Naturkatastrophen beläuft sie sich auf 92,0 (84,1) %. Aufgrund der gemäßigten Belastung aus Naturkatastrophen lag die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die folgende Tabelle zeigt unsere Großschadenbelastung in den vergangenen fünf Jahren mit ihrem Anteil an Naturkatastrophenschäden:

Großschäden über 10 Millionen € (netto)

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Mio. € 2012 20111 2010 2009 2008
Großschäden gesamt 1.329 4.665 2.097 1.038 1.286
Davon Naturkatastrophen 845 4.197 1.510 171 622

1 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 211 Millionen €.

Trotz der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro- und Schuldenkrise beruhigten sich die Kapitalmärkte im Verlauf des Jahres 2012, blieben aber von anhaltender Nervosität gekennzeichnet. Die Risikoaufschläge für die festverzinslichen Wertpapiere sanken, aber auch die Volatilität an den Aktienmärkten ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Der EURO STOXX 50 legte im Berichtszeitraum etwa um 14% zu, der DAX 30 sogar um 29%. Besonders die Zinsen auf deutsche und US-Staatsanleihen sowie Pfandbriefe sanken weiter und fielen auf ein historisch niedriges Niveau; auch bei den Unternehmensanleihen verzeichneten wir geringere Zinsen, zudem einen Rückgang der Risikoaufschläge.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen liegt mit 3.315 (2.562) Millionen € deutlich über Vorjahresniveau. Nach den handelsrechtlichen Vorschriften wurden 525 (490) Millionen € des Kapitalanlageergebnisses in der versicherungstechnischen Rechnung als technischer Zinsertrag erfasst.

Die Rendite der Kapitalanlagen inklusive Depotforderungen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten belief sich im Geschäftsjahr auf 4,5% (3,42)%.

Ergebnis der Münchener Rück AG

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Versicherungstechnisches Ergebnis 84 -48 104 1.225 520
Ergebnis aus Kapitalanlagen ohne technischen Zins 2.790 2.072 2.539 2.450 3.566
Sonstiges Ergebnis 169 -319 -451 -297 -439
Steuern -653 -654 -832 -920 -660
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.390 1.051 1.360 2.458 2.987
Bilanzgewinn 1.255 1.119 1.178 1.291 1.567

Im Geschäftsjahr 2012 weisen wir einen Jahresüberschuss von 2.390 Millionen € aus. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 8 Millionen € und Einstellung von 1.143 Millionen € in die Gewinnrücklagen beträgt der Bilanzgewinn 1.255 Millionen €. Wir beabsichtigen für das Geschäftsjahr 2012, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 7,00 € je gewinnberechtigter Aktie auszuschütten.

1 110,7% unter Berücksichtigung des ökonomischen Risikotransfers in den Kapitalmarkt.
2 3,1 % ohne Einbeziehung des im Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesenen Ertrags aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Versicherungszweige

In der Lebensrückversicherung stieg das Bruttobeitragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Der Anstieg ist zu weiten Teilen durch die Entwicklung der Währungskurse bedingt. Darüber hinaus profitierten wir von der anhaltend dynamischen Entwicklung der expandierenden Erstversicherungsmärkte in Asien, an der wir aufgrund unserer guten Marktposition als Rückversicherer partizipieren. Über die vergangenen Jahre tragen zudem eine Reihe großvolumiger Verträge, bei denen Rückversicherung primär als Kapitalersatz fungiert, zur Umsatzsteigerung bei. Auf der anderen Seite belastete in vielen entwickelten Regionen eine schwache Konjunktur die Geschäftsentwicklung bei unseren Kunden und reduzierte damit das Geschäftspotenzial für die Rückversicherung. Zusätzlich bremsen Selbstbehaltserhöhungen unserer Kunden das Wachstum unseres traditionellen Neugeschäfts in verschiedenen großen Märkten, allen voran in Nordamerika und Europa.

Für das Lebensrückversicherungsgeschäft verlief 2012 sehr zufriedenstellend, wir erzielten ein gutes Ergebnis, das jedoch unter dem des Vorjahres lag. Der Ergebnisrückgang resultiert im Wesentlichen aus Verlusten bei einzelnen Verträgen im Invaliditätsgeschäft sowie aus einem schlechteren Geschäftsverlauf in den USA. Die volumenstarken Verträge, die in den vergangenen Jahren abgeschlossen wurden, und ein insgesamt erfreulicher Schadenverlauf in unseren übrigen Kernmärkten trugen dagegen positiv zum Ergebnis bei.

In der Krankenversicherung konnte im Berichtsjahr das Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, wobei das reine Umsatzwachstum erheblich von der Wechselkursentwicklung verstärkt wurde. Der Zuwachs der gebuchten Bruttobeiträge ist im Wesentlichen auf höhere Beiträge aus Großverträgen über unsere Niederlassung in Kanada sowie auf organisches Wachstum insbesondere in Nordamerika zurückzuführen.

Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert.

Auch im Schaden- und Unfall-Versicherungsgeschäft erhöhten sich die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Währungsbereinigt wären die Umsätze leicht zurückgegangen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen fiel auch nach Großschadenbelastungen und Reserveverstärkungen im Berichtszeitraum deutlich positiv aus.

In der Unfallversicherung blieb das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau.

Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen fiel geringer als im Vorjahr aus, dennoch erzielten wir auch im Geschäftsjahr wieder einen erfreulichen Gewinn. Im Vorjahr hatte ein positiver Effekt aus Reserveauflösungen im Zusammenhang mit US-Arbeiter-Unfallgeschäft zur Ergebnisverbesserung beigetragen.

In der Haftpflichtversicherung konnten wir im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen steigern.

Nach einem geringen Verlust im Vorjahr fiel das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen im Berichtsjahr stark negativ aus. Dies liegt im Wesentlichen an den Reservestärkungen für frühere Zeichnungsjahre, die wir in diesem Geschäftsfeld vornahmen.

In der Kraftfahrtversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen merklichen Beitragsrückgang, der vor allem auf den Wegfall von großvolumigen Verträgen in China zurückzuführen ist. Positiv auf den Umsatz wirkte sich dagegen das organische Wachstum im Autoversicherungsgeschäft in Großbritannien im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner aus.

Wir verbuchten im Berichtsjahr einen versicherungstechnischen Verlust vor Schwankungsrückstellungen. Ausschlaggebend dafür waren neben dem gesunkenen Beitragsvolumen insbesondere die Reservestärkungen für frühere Zeichnungsjahre, die wir in dieser Branche vornahmen.

In der Transportversicherung zeigte sich ein deutlicher Beitragsanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass das Beitragsvolumen des Vorjahres aufgrund des Portfolioaustritts einer großvolumigen konzerninternen Retrozession stark abgesenkt war.

Wir erzielten ein positives Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte. Begünstigt wurde diese Entwicklung insbesondere durch Reserveauflösungen, die wir im Berichtsjahr im Zuge der aktuariellen Überprüfung vornahmen.

Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, sind im Geschäftsjahr leicht gestiegen, während der Druck auf die Marktraten anhält. Aufgrund sinkender Preise insbesondere im Luftfahrtgeschäft zogen wir uns aus ausgewählten Segmenten zurück. Dank unserer Position als Marktführer konnten wir im Raumfahrtgeschäft profitables Neugeschäft zeichnen.

Das Ergebnis in der Luftfahrtversicherung verbesserte sich deutlich gegenüber dem vergangenen Jahr. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch unsere selektive Zeichnungspolitik, Reserveauflösungen aus früheren Zeichnungsjahren und eine unterdurchschnittliche Großschadenbelastung.

In der Feuerversicherung konnten wir das hohe Beitragsniveau des Vorjahres nochmals steigern. Wir optimierten unser Portfolio durch profitables Neugeschäft sowie zum Teil substanzielle Ratenverbesserungen für Naturkatastrophendeckungen insbesondere in schadenbetroffenen Regionen. Für die Deckung von Naturgefahren, vor allem Erdbeben und Taifunen, stellten wir eine konstante Kapazität bereit und konnten unsere starke Marktposition in Japan und Australien verteidigen.

Aufgrund der im Vorjahresvergleich deutlich geringeren Großschadenbelastung, der konsequenten Portfoliooptimierung und der Preissteigerungen im Naturgefahrensegment, konnten wir das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen erheblich verbessern. Zudem konnten wir im Berichtsjahr im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation Rückstellungen auflösen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte die überaus hohe Großschadenbelastung aufgrund zahlreicher Naturkatastrophen zu einem hohen Verlust in der Feuerversicherung geführt.

In den technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) konnten wir das Beitragsniveau des Vorjahres nahezu konstant halten.

Das versicherungstechnische Ergebnis fiel im Berichtsjahr negativ aus. Wie bereits im Vorjahr lag dies im Wesentlichen an der ungünstigen Großschadenentwicklung sowie an Reservestärkungen, die wir für frühere Zeichnungsjahre vornahmen.

Unter "Sonstige" subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung:

Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene Gebäudeversicherung; außerdem fallen hierunter die Kredit- und die Vertrauensschadenversicherung.

Vor allem durch den Geschäftszuwachs in der Agroversicherung stiegen die Prämieneinnahmen, da wir insbesondere US-Neugeschäft akquirieren und Ratensteigerungen durchsetzen konnten.

Beim zusammengefassten versicherungstechnischen Ergebnis der Sparte Sonstige Versicherungen verbuchten wir im Geschäftsjahr einen Verlust, nachdem wir im Vorjahr einen erfreulichen Gewinn erzielt hatten. Dieser stammte zum Großteil aus der Auflösung von Reserven aus früheren Zeichnungsjahren in der Kreditversicherung. Im Berichtsjahr führte dagegen die große Dürre in den USA für die Agroversicherung zu einer überdurchschnittlichen Schadenbelastung.

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  Bruttobeiträge Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä.
Mio. € 2012 2011 2012 2011
Leben 9.168 7.783 228 279
Kranken 4.234 3.861 37 25
Unfall 210 206 86 159
Haftpflicht 1.648 1.518 -608 -20
Kraftfahrt 2.224 2.716 -397 -18
Transport 572 391 87 44
Luftfahrt 536 515 302 180
Feuer 4.057 3.547 1.109 -2.551
Technik 921 929 -56 -42
Sonstige 1.971 1.839 -132 395
Zusammen (ohne Leben) 16.373 15.522 428 -1.828
Gesamt 25.541 23.305 656 -1.549

Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen können das versicherungstechnische Ergebnis erheblich beeinflussen; ihre Berechnung und ihr Ansatz sind weitgehend gesetzlich geregelt.

Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet und dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden. Die Anpassung errechnet sich anhand des Unterschieds der tatsächlichen zur mittleren Schadenquote und wird pro Versicherungszweig ermittelt. Die Höhe der Schwankungsrückstellung wird durch den Sollbetrag begrenzt.

Versicherungszweige, die trotz homogenen Versicherungsbestands hohe Schwankungen im Schadenverlauf der aktuellen Rechnungsperiode aufweisen, erreichen durch die erfolgsabhängigen Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine Stabilisierung ihrer Ergebnisse. Die finanziellen Auswirkungen von zufallsbedingt auftretenden Unter- und Überschäden in den verschiedenen Geschäftsjahren werden damit auf Basis einer statistischen Vergangenheitsbetrachtung nivelliert. Unter der Position ähnliche Rückstellungen werden Großrisikenrückstellungen zusammengefasst, die für den versicherungstechnischen Ausnahmefall gebildet werden, dass sich kein versicherungstechnisches Kollektiv finden lässt, das groß und homogen genug ist, um das Risiko innerhalb eines bestimmbaren Betrachtungszeitraums auszugleichen. Die Beiträge zu einer Großrisikenrückstellung haben den Charakter von Vorleistungen auf den Schadenfall und sind so lange in eine Rückstellung einzustellen, bis der nach versicherungsmathematischen Modellen bestimmte Höchstbetrag eines möglichen Totalschadens bzw. die maximale Haftung erreicht ist. Großrisiken sind nur versicherbar, wenn ein Risikoausgleich in der Zeit in der Weise geschaffen wird, dass über mehrere Geschäftsjahre Rückstellungen gebildet werden können. Eine Großrisikenrückstellung dient daher nicht dem Ausgleich von Jahresschwankungen, sondern von sehr seltenen Einzelereignissen mit außergewöhnlichem Schadenpotenzial. Unter dieser Position werden die Rückstellungen für Großrisiken in Form der Rückstellungen für Atomanlagenrisiken, Pharma-Produkthaftpflichtrisiken und Terrorrisiken zusammengefasst.

Die Bilanzposition Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 572 Millionen € auf 6.982 (6.410) Millionen €, gegenüber einer Verringerung im Vorjahr um 1.501 Millionen €. Durch positive Ergebnisse konnten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in der Sparte Feuer 1.226 (-2.571) Millionen €, darüber hinaus in Luftfahrt 91 (-72) Millionen €, in Transport 41 (-230) Millionen € und in Kredit 36 (421) Millionen €.

Dagegen wurde aufgrund von reduzierten Prämieneinnahmen und der damit verbundenen Verringerung der maximal möglichen Höchstbeträge die Schwankungsrückstellung in der Sparte Unfall um 84 Millionen € reduziert; im Vorjahr verzeichneten wir in Unfall eine Erhöhung um 256 Millionen €. Ebenfalls führten negative Ergebnisse zu Entnahmen aus der Schwankungsrückstellung, und zwar in der Sparte Haftpflicht in Höhe von 171 (-356) Millionen €, Kraftfahrt 126 (-355) Millionen €, Technik 64 (73) Millionen € und in den Sonstigen Sparten 394 (-34) Millionen €. Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind in den Sparten Luftfahrt, Transport und Unfall zu 100% und in den Sparten Kraftfahrt und Kredit zu mehr als 50% erreicht. In der Feuerversicherung konnte im Berichtsjahr die Schwankungsrückstellung ausgehend vom Sollbetragsniveau wieder auf einen Stand von mehr als 33% angehoben werden, nachdem sie im Vorjahr auf 21 % abgesunken war. Außerdem verstärkten wir im Geschäftsjahr 2012 noch die Rückstellung für Terrorrisiken um 18 (17) Millionen € und die Rückstellung für Atomanlagenrisiken um 3 (2) Millionen €. Der Rückstellung für Pharma-Produkthaftpflichtrisiken wurden aufgrund von erhöhten Schadenaufwendungen im Geschäftsjahr 3 Millionen € entnommen, nach einer Zuführung von 4 Millionen € im Vorjahr.

Kapitalanlagen

Anlagegrundsätze

Bei unserer Anlagestrategie beachten wir selbstverständlich aufsichtsrechtliche Vorschriften, um möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung zu gewährleisten. Darüber hinaus beachten wir alle weiteren gesetzlichen Anforderungen. Wir investieren nur in Vermögenswerte, von denen wir eine angemessene Rendite erwarten, wobei unser Anlagemanagement neben der strengen Beachtung der Risikotragfähigkeit der Münchener Rück AG auch das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt. Währungsrisiken begrenzen wir, indem wir die erwarteten Verpflichtungen grundsätzlich mit Kapitalanlagen in den entsprechenden Währungen abdecken. Außerdem achten wir bei unseren festverzinslichen Wertpapieren darauf, die Laufzeiten an der Fälligkeitenstruktur der Verbindlichkeiten auszurichten.

Liquidität

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf.

Kapitalanlagen nach Anlagearten

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.019 998 1.018 900 863
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 33.656 32.208 27.840 27.014 23.675
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 170 177 1.556 1.799 2.002
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 5.596 5.796 6.434 5.002 5.163
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.392 19.770 20.540 20.927 21.707
Andere Kapitalanlagen 864 838 1.200 717 815
Gesamt 62.697 59.787 58.588 56.359 54.225

Entwicklung und Struktur der Kapitalanlagen

Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG (ohne Depotforderungen) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 4,9% auf 62,7 Milliarden €. Im Folgenden wird auf die wesentlichen Veränderungen eingegangen.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken

Bei unseren Immobilienanlagen zielen wir darauf ab, aus laufenden Erträgen und Wertzuwächsen eine angemessene Rendite zu erwirtschaften. Dabei überprüfen wir bestehende Objekte und Fonds laufend auf ihre langfristige Ertragsstärke und ihre Standort- und Objektrisiken. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in unserem Immobilienbestand.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Buchwerte haben sich um 1,4 Milliarden € erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer Kapitalerhöhung bei der Munich Holdings of Australasia von 0,7 Milliarden € und Kapitaleinschüssen von insgesamt 0,6 Milliarden € in Beteiligungsgesellschaften, die in erneuerbare Energien und Infrastruktur investieren.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Buchwerte liegen bei 0,2 Milliarden € und sind damit nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere

Der Rückgang von 0,2 Milliarden € betrifft den direkt gehaltenen Aktienbestand. In unserem Portfolio halten wir größtenteils Aktien europäischer Unternehmen.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere verzeichnen mit 21,4 Milliarden € im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,6 Milliarden € und haben einen Anteil von 34,1 % an den Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen).

Von den Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind über 77% Staatsanleihen oder Instrumente mit Haftung öffentlicher Institutionen; 42 % davon entfallen auf Eurostaaten. Von Portugal, Griechenland und Spanien halten wir keine Staatsanleihen mehr im Portfolio. Der Bestand an irischen und italienischen Staatsanleihen liegt bei unter 1 %.

Darüber hinaus sind etwa 10% unserer Inhaberpapiere erstklassig besicherte Wertpapiere und Forderungen; dabei handelt es sich im Wesentlichen um deutsche und europäische Pfandbriefe.

Zum Stichtag machten Unternehmensanleihen 5% unserer Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere aus.

Um uns gegen die Risiken einer künftigen Inflation und den Zinsanstieg, der damit typischerweise verbunden ist, zu schützen, halten wir rund 8% Anleihen, deren Verzinsung und Rückzahlungsbeträge an die Inflationsrate gekoppelt sind (inflationsgeschützte Anleihen).

Unser Zinsträgerportfolio zeichnet sich durch eine sehr gute Ratingstruktur aus. Am 31. Dezember 2012 hatten 99% unserer festverzinslichen Wertpapiere ein Investmentgrade-Rating, rund 96% waren mit "A" oder besser eingestuft.

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

Die Depotforderungen weisen zum 31. Dezember 2012 einen Stand von 12,9 Milliarden € aus.

Bewertungsreserven

Gemäß § 54 RechVersV sind für die ausgewiesenen Kapitalanlagen die Bewertungsreserven anzugeben. Unsere außerbilanziellen Bewertungsreserven, also der Unterschied zwischen Buch- und Zeitwerten, sanken im Geschäftsjahr um 3,5%, das sind 0,4 Milliarden €. Eine detaillierte Aufgliederung der Reserven findet sich im Anhang.

Bewertungsreserven

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Grundvermögen 1.586 1.525 1.338 1.344 1.303
Dividendenwerte 8.112 8.745 6.849 4.920 3.878
Festverzinsliche Wertpapiere1 1.769 1.618 1.053 918 829
Gesamt 11.467 11.888 9.240 7.182 6.010

1 Seit 2007 werden neben den zu Anschaffungskosten auch die zum Nennwert bilanzierten Kapitalanlagen berücksichtigt.

Die Verminderung der Bewertungsreserven bei den Dividendenwerten ist im Wesentlichen auf die Beteiligung an der ERGO Versicherungsgruppe AG zurückzuführen. Bei den festverzinslichen Wertpapieren resultiert die Erhöhung der Bewertungsreserven hauptsächlich aus einem rückläufigen Zinsniveau bei deutschen Staatsanleihen.

Ergebnis

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen erhöhte sich auf 3.315 (2.562) Millionen € aufgrund von Verbesserungen in allen Teilbereichen.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Laufende Erträge 3.276 3.083 2.655 2.480 3.751
Zu-/Abschreibungen -261 -280 189 3 -643
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 541 239 661 1.005 1.647
Sonstige Erträge/Aufwendungen -241 -480 -438 -384 -726
Gesamt 3.315 2.562 3.067 3.104 4.029

Nach Anlagearten setzt sich das Kapitalanlageergebnis der vergangenen fünf Geschäftsjahre wie folgt zusammen:

Kapitalanlageergebnis nach Anlagearten

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Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Grundvermögen 84 84 120 -3 35
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1.031 1.391 1.425 718 1.350
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8 28 48 69 73
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 461 80 142 900 1.507
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.048 1.078 1.019 1.132 724
Andere Kapitalanlagen 683 -99 313 288 340
Gesamt 3.315 2.562 3.067 3.104 4.029

Finanzlage

Analyse der Kapitalstruktur

Die Kapitalanlagen auf der Aktivseite der Bilanz bedecken in erster Linie versicherungstechnische Rückstellungen (65,4% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (13,7% der Bilanzsumme) sowie die nachrangigen Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (6,4% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 787 Millionen € erhöht. Detailliert analysiert wird die Fremdkapitalstruktur im Abschnitt "Strategisches Fremdkapital".

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses ist das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2012 um 1.196 Millionen € gestiegen.

Eigenkapital

Im Berichtsjahr erhöhte sich unser Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 1.196 Millionen € oder 12,1 % auf 11.051 Millionen €. Vom Bilanzgewinn des Vorjahres wurden 1.110 Millionen € als Dividende an unsere Anteilseigner ausgeschüttet.

Dieser Ausschüttung steht der im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete Jahresüberschuss von 2.390 Millionen € entgegen. Von diesem wurden 1.143 Millionen € vom Vorstand in die Gewinnrücklagen eingestellt, um das Eigenkapital zu stärken. Die verbleibenden 1.255 Millionen € sollen als Dividende ausgezahlt werden.

Eigenkapital

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 11.051 9.855 10.265 10.760 9.782

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzierungsmittel und sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist.

Strategisches Fremdkapital

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Mio. € 31.12.2012
Nachranganleihe 2003/2023, 1.000 Millionen €1 1.000
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £ 370
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €2 1.349
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen € 1.000
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen € 900
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £ 554
Gesamt 5.173

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 3.000 Millionen € (davon ausstehend 1.000 Millionen €).
2 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

Die Nachranganleihe mit einem Volumen von anfänglich 1,5 Milliarden €, welche die Münchener Rück AG im Juni 2007 emittierte, hat eine unbegrenzte Laufzeit; wir können sie allerdings nach Ablauf von zehn Jahren erstmals ordentlich kündigen. Die 2003, 2011 sowie 2012 herausgegebenen Nachranganleihen der Münchener Rück AG sind befristet. Die im Jahr 2003 emittierten Nachranganleihen mit den ursprünglichen Nennwerten 3,0 Milliarden € bzw. 300 Millionen £ laufen bis 2023 (Euro-Nachranganleihe) bzw. 2028 (Pfund-Nachranganleihe) und können am 21. Juni 2013 (Euro-Nachranganleihe) bzw. 21. Juni 2018 (Pfund-Nachranganleihe) erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2011 herausgegebene Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1,0 Milliarden € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit einem Nennwert von 0,9 Milliarden € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden.

Im Sinne eines aktiven Kapitalmanagements kauften wir in 2012 nominal 0,7 Milliarden € unserer Nachranganleihe 2003/2023 von insgesamt Ende 2011 ausstehenden 1,7 Milliarden € zurück.

Mit diesen nachrangigen Anleihen stärkt die Münchener Rück AG ihre Kapitalausstattung. Teile davon erkennt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Eigenmittel an.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt wird, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar, das Pfund Sterling und der Kanadische Dollar die wichtigsten Währungen.

Verfügungsbeschränkungen

Da wir ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sind, unterliegen einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 5,9 (6,6) Milliarden €.

Asset-Liability-Management

Die Struktur der versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten bildet die Grundlage unserer Kapitalanlagestrategie. Im Mittelpunkt steht das Asset-Liability-Management.

Kapitalmanagement

Mit unserem aktiven Kapitalmanagement stellen wir sicher, dass die Kapitalausstattung der Münchener Rück AG stets angemessen ist. So müssen die vorhandenen Eigenmittel den Kapitalbedarf decken, den wir anhand unseres internen Risikomodells sowie der Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen bestimmen. Unsere Finanzkraft soll dabei profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns aber ebenso, dass das ökonomische Eigenkapital unserer Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigt. Eine derart definierte bedarfs- und risikogerechte Kapitalisierung trägt entscheidend dazu bei, unsere Disziplin in allen Geschäftsprozessen zu gewährleisten.

Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären vorrangig über attraktive Dividenden zurück, sofern die Höhe der Gewinnrücklagen der Münchener Rück AG das zulässt und dies unsere strategische Flexibilität sowie Kapitalstärke insgesamt nicht beeinträchtigt. Grundsätzlich halten wir Aktienrückkäufe neben Dividendenzahlungen auch weiterhin für ein wichtiges Instrument eines aktiven Kapitalmanagements, wenn wir sie auch derzeit mit Blick auf das aktuelle Umfeld und die Chancen für einen profitablen organischen Ausbau unseres Geschäfts nicht fortsetzen. Einschließlich Dividenden und der von 2006 bis 2012 getätigten Aktienrückkäufe gaben wir seit 2006 über 13 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück.

Im Sinne eines aktiven Kapitalmanagements kauften wir 2012 nominal 0,7 Milliarden € unserer Nachranganleihe 2003/2023 von insgesamt Ende 2011 ausstehenden 1,7 Milliarden € zurück. Ferner emittierten wir im Geschäftsjahr 2012 zwei Nachranganleihen im Nominalvolumen von 900 Millionen € und 450 Millionen £.

Im Geschäftsjahr 2012 erzielten wir einen Bilanzgewinn von 1.255 Millionen €. Einschließlich des Bilanzgewinns betrugen die Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 3.629 (2.436) Millionen €. Das Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 6.559 Millionen € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis dieser nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2012, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 7,00 € je Aktie bzw. insgesamt 1.255 Millionen € ausschütten.

Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2012 in insgesamt 179.341.212 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Die Aktien sind - mit Ausnahme von 813.942 eigenen Aktien, die sich zum 31. Dezember 2012 im Bestand von Munich Re befanden (§ 71b AktG) - voll stimm- und gewinnberechtigt. Jede stimmberechtigte Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück und ist in der Versicherungsbranche weit verbreitet. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte sehr effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Warren E. Buffett und Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns zuletzt mit Stand 12. Oktober 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen gemäß § 21 WpHG angezeigt, die 10% an den Stimmrechten der Münchener Rück AG überschreiten:

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

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% Direkte Beteiligung Indirekte Beteiligung
Warren E. Buffett, USA 0,053 10,191
Berkshire Hathaway Inc., Omaha, USA   10,191
OBH LLC, Omaha, USA   10,191
National Indemnity Company, Omaha, USA 10,191  

Warren E. Buffett und die genannten Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns mit Schreiben vom 15. Oktober 2010 ferner mitgeteilt, dass die Investition der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele dient.

Berkshire Hathaway Inc. weist in einer Veröffentlichung vom Februar 2012 seine Beteiligung an der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2011 mit rund 20 Millionen Aktien aus, was einem rechnerischen Stimmrechtsanteil von 11,2% entspricht. Weitere Veränderungen sind uns nicht mitgeteilt worden oder sonst zur Kenntnis gelangt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung, §§ 13 und 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und kann sie - falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder auch gerichtlich bestellt werden.

Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 2, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor.

Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 19. April 2016 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Eigene Aktien bis maximal 5% des Grundkapitals können dabei auch durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden; unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen.

Die Hauptversammlung hat am 28. April 2010 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2015 einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Nennbetrag von bis zu 3 Milliarden € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu; der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen können Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 117 Millionen € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewährt werden; zur Absicherung besteht in § 4 Abs. 3 der Satzung ein bedingtes Kapital von 117 Millionen € (Bedingtes Kapital 2010).

Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats befugt, das Grundkapital bis zum 21. April 2014 um bis zu 280 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2009) zu erhöhen. Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen.

Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 19. April 2016 um insgesamt bis zu 10 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen (Genehmigtes Kapital 2011) zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen, um die neuen Aktien an die Mitarbeiter der Münchener Rück AG und ihrer verbundenen Unternehmen auszugeben.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Auch der langfristige Incentive-Plan der Münchener Rück AG sieht im Fall eines Kontrollwechsels besondere Ausübungsmöglichkeiten vor. Er betrifft Vorstandsmitglieder sowie das obere Management einschließlich der wichtigsten Führungskräfte der Außenorganisation und ist im Vergütungsbericht näher erläutert.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Solvabilität

Solvabilität ist die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen, die in den Verträgen eingegangen wurden, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Um die Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des Jahresabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Um die berücksichtigungsfähigen Eigenmittel zu bestimmen, wird das Eigenkapital angepasst; insbesondere wird es um Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten erhöht sowie um die immateriellen Vermögensgegenstände und um Beteiligungen an Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen verringert. Die Eigenmittelausstattung der Münchener Rück AG entspricht auch weiterhin einem Mehrfachen der gesetzlichen Mindestanforderung.

Analyse des Zahlungsmittelflusses

Der Zahlungsmittelfluss der Münchener Rück AG ist stark vom operativen Geschäft geprägt. Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit war insgesamt weiterhin deutlich positiv. Deutlich erhöhte schadenbedingte Auszahlungen, vor allem im Zuge der Abwicklung von im vorangegangenen Geschäftsjahr eingetretenen Naturkatastrophen, konnten durch einen Anstieg des Prämienvolumens weitestgehend kompensiert werden. Zudem konnten in einem unverändert anhaltenden Niedrigzinsumfeld wiederum substanzielle laufende Erträge aus Kapitalanlagen erzielt werden. Überdies entwickelte sich der Saldo der aus Geschäftsbeziehungen mit Zedenten resultierenden Depot- und Abrechnungsforderungen sowie korrespondierenden Verbindlichkeiten erneut deutlich rückläufig.

Auszahlungen aus Kapitalzuführungen bei verbundenen Unternehmen sowie Bestandserhöhungen bei festverzinslichen Wertpapieren trugen wesentlich zum Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit bei.

Gegenläufige Entwicklungen führten im Ergebnis zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit. Insgesamt überstiegen schwerpunktmäßig die Dividendenausschüttung der Münchener Rück AG für das vorangegangene Geschäftsjahr betreffenden Auszahlungen die vor allem aus der Erhöhung langfristiger nachrangiger Verbindlichkeiten resultierenden Einzahlungen.

Insgesamt sank im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 16 Millionen € auf 422 Millionen €.

Weitere Erfolgsfaktoren

Kunden und Kundenbeziehungen

Die Münchener Rück AG arbeitet weltweit mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen.

Als Rückversicherer setzen wir unser umfassendes Risikowissen ein, um für unsere Kunden individuelle Lösungen bei vielschichtigen Fragestellungen zu entwickeln und Mehrwert zu schaffen. Wir kennen die Bedürfnisse unserer Zedenten, entwickeln mit ihnen innovative Risikotransferlösungen und wollen den Ausbau der Risikokompetenz durch strategische Kooperationen weiter vorantreiben. Daher bieten wir unseren Zedenten die gesamte Bandbreite versicherungstechnischer Produkte an. Wir nehmen immer wieder eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Deckungskonzepten ein, etwa bei der Vorbereitung europäischer Zedenten auf die Einführung von Solvency II. Auch bieten wir unseren Kunden Beratungs- und Serviceleistungen rund um das Thema "Risiko" an. Wir erschließen neue Kundengruppen über unser Leistungsfeld Risk Solutions und offerieren spezielle Lösungen für Großkunden und Industrieunternehmen. Über spezialisierte Agenturen (sogenannte MGAs) generieren wir Geschäft vor allem in Nordamerika, aber auch in der Region Asien-Pazifik. Darüber hinaus zählen Public Private Partnerships und Versicherungspools ebenfalls zu unserer Zielgruppe. Mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in aller Welt finden unsere Kunden uns dort, wo sie uns brauchen.

Forschung und Entwicklung

Umfassendes Risikoverständnis ist die Grundlage unseres Geschäfts. Daher untersuchen wir bekannte Risiken fortlaufend auf Veränderungen bei Struktur und Eintrittswahrscheinlichkeit. Wir konzentrieren uns darauf, neue Risiken frühzeitig zu erkennen und Lösungen für bekannte, aber bisher nicht versicherbare Risiken anzubieten.

Die Münchener Rück AG setzt auch zukünftig auf neue Lösungen im Bereich Klimawandel und Energie. Bei neuen Windkraftanlagen versichern wir beispielsweise den Hersteller gegen Schäden aus Garantie- und Wartungsverträgen bei einem Serienschaden. Auch gegen die finanziellen Folgen unerwarteter Abweichungen des Wetters vom langjährigen Mittel bietet Munich Re Versicherungslösungen an.

Des Weiteren nutzt Munich Re verschiedene Einheiten, zum Beispiel die Special-Enterprise-Risk-Einheit oder die Produktentwickler bei den Tochtergesellschaften American Modern und Hartford Steam Boiler, als Innovationsplattformen, die fortlaufend in strategischen Kooperationen mit ihren Industrie- und Erstversicherungskunden neue Deckungskonzepte entwickeln. Ein Beispiel dafür ist eine neue Reputationsschadenversicherung: Sie deckt den Schaden, wenn der Ruf eines Unternehmens aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses erheblich beeinträchtigt wird. Voraussetzung ist, dass dies zu einem messbaren Rückgang des Geschäftserfolgs geführt hat. Nach der Einführung der neuen Unisex-Tarife in der Europäischen Union und dem damit einhergehenden Wegfall der Geschlechtsdifferenzierung unterstützt Munich Re in der Lebensrückversicherung ihre Kunden zudem bei der Anwendung neuer Differenzierungskriterien, zum Beispiel Berufsgruppe oder Gesundheitsbewusstsein.

Ein weiteres wichtiges Entwicklungsfeld ist der Einsatz von Rückversicherungslösungen zur Kapitaloptimierung: Trotz der erneuten Verzögerungen bei der Einführung von Solvency II besteht bei vielen Erstversicherern ein wachsender Bedarf nach Stabilisierung ihrer Eigenkapitalbasis. Munich Re hat ihre Anstrengungen auf diesem Feld forciert und die dafür notwendige Kompetenz breit in der Organisation verankert. Darüber hinaus entwickelt unsere Einheit Financial Solutions in der Lebensrückversicherung Spezialangebote zur Kapitalentlastung bei Garantieprodukten.

Zunehmend eröffnen sich uns auch attraktive Möglichkeiten im öffentlichen Sektor. Das betrifft zum einen Poollösungen für bestimmte Risiken wie Naturkatastrophen, aber auch die Deckung von Risiken öffentlicher Infrastrukturprojekte, zum Beispiel via Public Private Partnerships. Munich Re hat 2012 ihre Aktivitäten rund um Deckungen für den öffentlichen Sektor gebündelt, um dieses Potenzial für profitables Wachstum ausschöpfen zu können.

Mitarbeiter

Entscheidender Faktor für unseren Erfolg sind unsere Mitarbeiter, die mit ihrer Expertise, kontinuierlicher Innovationsbereitschaft und hohem Engagement unser Geschäft voranbringen. Dafür schafft die Münchener Rück AG Rahmenbedingungen, die ihre persönliche Weiterentwicklung und hohe Leistungsbereitschaft fördern und fordern. Tragender Bestandteil dieser Bedingungen sind Führungskräfte, die diese Ausrichtung vorleben und ihren Mitarbeitern Anreize und Raum dafür geben. 2012 haben wir das im zweijährigen Turnus stattfindende sogenannte "Leadership-Monitoring" durchgeführt. Die Mitarbeiter haben ihren Führungskräften im Durchschnitt sehr positive Rückmeldung zu ihrem Führungsverhalten gegeben und dadurch eine solide Grundlage für die gezielte Weiterentwicklung der Führungskultur geschaffen. Für die Topmanager formulieren wir mit neu geschaffenen Führungswerten klare Erwartungen an das Verhalten und die Persönlichkeit. In die erste Konferenz für diese spezifische Zielgruppe, bei welcher der strategische Austausch im Vordergrund stand, haben wir diese Werte aktiv eingebunden und bei den Teilnehmern verankert.

Unser klares Ziel ist, dass wir global und lokal die besten Talente identifizieren, entwickeln und binden. Auf Konzernebene haben wir deshalb erstmals die Talente für das Topmanagement geschäftsfeldübergreifend diskutiert und dadurch die Transparenz über unser gruppenweites Potenzial deutlich erhöht. In der Rückversicherung und bei Munich Health wurde die Initiative "Career @ Munich Re" auch international umgesetzt und so ein weltweit einheitliches Karriereverständnis geschaffen. Dieses bildet auch die Grundlage für eine verstärkte Rotation im Unternehmen.

Um die Förderung von Vielfalt noch stärker zu unterstützen, haben wir 2011 das Diversity-Management gruppenweit neu definiert. 2012 standen Maßnahmen und Initiativen zur Umsetzung im Vordergrund. In einem Pilotprojekt prüfen wir die notwendigen Rahmenbedingungen von Teilzeitbeschäftigung auch für Führungskräfte im oberen Management. Mit Blick auf die Auswirkungen der demografischen Entwicklung befassen wir uns mit lebens- und berufsphasenorientierten Angeboten für unsere Mitarbeiter. Unser Diversity-Seminar für Auszubildende wurde mit einem ersten Preis beim InnoWard 2012, dem Bildungspreis der Deutschen Versicherungswirtschaft, ausgezeichnet.

Zudem haben wir in weltweiten Workshops die Führungskräfte für die Bedeutung von Diversity-Management sensibilisiert und systematisch die aus unserem Geschäft resultierenden Anforderungen herausgearbeitet. Darauf bauen jetzt zahlreiche Initiativen auf. So wird mit der Einführung des weltweiten Trainee-Programms die internationale Vielfalt unserer Nachwuchskräfte gezielt verstärkt. Dem gleichen Ziel dient "Emerge International", ein Programm, das Mitarbeiter aus der internationalen Organisation auf die Übernahme von ersten Führungspositionen außerhalb ihres Heimatlands vorbereitet. Ein Mentoring-Programm für die weiblichen Teilnehmer unserer Entwicklungsprogramme und eine unabhängige Entwicklungsberatung für Mitarbeiterinnen verbessern die Karrieremöglichkeiten für Frauen. Außerdem bauen wir unsere seit Jahren verfügbaren Initiativen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter aus. So gilt die 2011 umfassend erweiterte Betriebsvereinbarung "Familie & Beruf" jetzt auch angepasst für alle leitenden Angestellten. Diversity-Management ist aufgrund der Themenbreite und kulturellen Verankerung kein kurzfristiges Thema. Die Wertschätzung und gezielte Förderung unterschiedlicher Denkweisen, Mentalitäten, Erfahrungen und Fachkenntnisse werden weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt für unsere Personalarbeit bilden.

Ebenso von einer langfristigen Perspektive geprägt sind unsere Investitionen in die Entwicklung unserer Mitarbeiter. Hierfür haben wir unser Instrumentarium zur strategischen Personalplanung auf internationale Standorte ausgeweitet. So ergibt sich ein umfassendes Bild der zukünftigen Qualifikations- und Entwicklungsbedarfe. Unser erklärtes Ziel ist, zukünftig die Qualifikation noch stärker entlang strategischer Orientierungspunkte wie Märkte, Produkte und Kunden auszurichten.

Bei der Münchener Rück AG waren 2012 durchschnittlich 4.114 (4.157) Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden lag durchschnittlich bei 29 (36). Zudem nahmen 2012 im Durchschnitt 19 Mitarbeiter an einem ausbildungsintegrierten Studiengang zum Master of Science teil.

Corporate Responsibility

Corporate Responsibility (CR), das heißt vorausschauendes und verantwortungsbewusstes Handeln in allen Aktivitäten, ist integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Für die gruppenweite Steuerung dieser Aktivitäten wurde Ende 2012 entschieden, ein geschäftsfeldübergreifendes Corporate Responsibility Committee zu gründen. Die CR-Aktivitäten der Münchener Rück AG sind Teil der Gruppenstrategie. Neben der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters haben wir drei thematische Schwerpunkte für die Gruppe definiert:

die verstärkte Integration von ökologischen und sozialen Aspekten sowie eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung sowohl bei unserer Kapitalanlage als auch im Versicherungsgeschäft,

unsere Bestrebungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen durch das Umweltmanagementsystem und die Klimaneutralität der gesamten Gruppe bis 2015,

unser gesellschaftliches Engagement.

Durch die Unterzeichnung internationaler Leitlinien haben wir unser Verständnis unternehmerischer Verantwortung untermauert. Dazu zählt in erster Linie der UN Global Compact, dem wir 2007 beigetreten sind. Seine zehn Prinzipien bilden den grundlegenden Rahmen unserer Corporate-Responsibility-Strategie. Richtlinien für eine an Nachhaltigkeitskriterien orientierte Kapitalanlage geben uns die Principles for Responsible Investment (PRI), die wir über unseren Vermögensverwalter MEAG umsetzen. Mindestens 80% der gehaltenen Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen sowie Immobilien (ab Baujahr 2010) sollen nachhaltigen Kriterien entsprechen. Seit 2010 gehören auch Investitionen in erneuerbare Energien und neue Technologien (RENT) zu unserer auf nachhaltigen Ertrag ausgerichteten Kapitalanlagestrategie. Die MEAG hat für uns in diesem Bereich etwa 1 Milliarde € angelegt. Wir planen, mittelfristig unser Engagement auf bis zu 2,5 Milliarden € auszuweiten; zusätzlich wollen wir insgesamt rund 1,5 Milliarden € in Infrastrukturprojekte - beispielsweise Energieversorgung, Transport sowie Telekommunikation - investieren. Bis zum Jahresende 2012 haben wir hier bereits 500 Millionen € investiert.

Munich Re hat sich in den vergangenen Jahren aktiv an der Entwicklung der Principles for Sustainable Insurance (PSI) der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen beteiligt. Im Juni 2012 wurden die PSI im Rahmen der RIO+20 UN-Konferenz offiziell vorgestellt und unterzeichnet. Munich Re zählt - wie bei den PRI als erstes deutsches Unternehmen - zu den Erstunterzeichnern. Wir werden die PSI als Orientierungsrahmen nutzen, um Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung noch stärker in unser Kerngeschäft zu integrieren. Gleichzeitig verbessern wir dadurch unser Risikomanagement.

Das Engagement zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Corporate-Responsibility-Strategie, denn der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens ist untrennbar mit der Vorsorge für Mensch und Umwelt verbunden. Dafür erfassen wir unsere Umweltdaten immer genauer: Bereits 80% aller Mitarbeiter in 31 Einheiten von Munich Re (Gruppe) wurden bis 2012 in das Umweltmanagement-System eingebunden und 30% arbeiten in Einheiten, die inzwischen IS0-14001- zertifiziert wurden.

Um mehr Bewusstsein für den Klimawandel in der Öffentlichkeit zu schaffen, gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran: Bis zum Jahr 2015 wird der Geschäftsbetrieb im gesamten Konzern klimaneutral gestellt. In einem ersten Schritt werden die Emissionen bis dahin gruppenweit um mindestens 10% pro Mitarbeiter auf der Grundlage der Emissionen im Jahr 2009 gesenkt. In einem zweiten Schritt neutralisieren wir die unvermeidbaren CO2 -Emissionen über entsprechende Zertifikate. Der Standort München ist bereits seit 2009 CO2 -neutral und für die gesamte Rückversicherung wurde das Ziel schon mit dem Bilanzjahr 2012 erreicht. Insgesamt haben wir seit 2009 in der Gruppe bereits mehr als 5.500 Tonnen CO2 weltweit durch konsequentes Umweltmanagement eingespart.

Unsere gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten an den Unternehmensstandorten werden wir in Zukunft noch zielgerichteter gestalten. Mit einem Corporate-Citizenship-Konzept unterlegen wir unser Engagement deshalb mit Expertise aus unseren unternehmerischen Aktivitäten. So haben wir beispielsweise im vergangenen Jahr ein zweijähriges Erdbebenpräventionsprojekt in Indien ins Leben gerufen. Zu den Maßnahmen vor Ort gehören Verhaltenstrainings im Erdbebenfall und die bauliche Sicherung staatlicher Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und anderer wichtiger Infrastrukturen. Dieser projektbezogene Ansatz wird durch die Arbeit unserer drei Unternehmensstiftungen ergänzt. Die Münchener Rück Stiftung fördert beispielsweise ein Vorhaben in Mosambik zum Aufbau effektiver Fluteindämmungsmethoden. Zudem veranstaltete die Stiftung 2012 erneut die jährliche Internationale Mikroversicherungskonferenz mit mehr als 400 Teilnehmern aus 50 Ländern, die weltweit größte Plattform zu diesem Thema. Die 2004 gegründete Dr. Hans-Jürgen Schinzler Stiftung fördert das Engagement der Mitarbeiter von Munich Re und bündelt die Corporate-Volunteering-Aktivitäten am Standort München. Hier wurden im Jahr 2012 beispielsweise mehr als 1.500 Stunden an gemeinnütziger Freiwilligenarbeit "gespendet".

Um unseren Corporate-Responsibility-Ansatz transparent zu machen, steht Munich Re aktiv mit Socially-Responsible-Investment-Ratingagenturen sowie interessierten Investoren in Kontakt und informiert ausführlich über ihre Aktivitäten. Unsere verbesserten Ergebnisse bei mehreren Ratings sowie die wiederholte Aufnahme in die international renommiertesten Indizes zur Nachhaltigkeit bestätigen die Richtigkeit unseres Vorgehens. So ist Munich Re seit 2001 ununterbrochen in den anerkannten Indizes FTSE4Good und Dow Jones Sustainability Index vertreten. Seit der Unterzeichnung des UN Global Compact im Jahr 2007 berichten wir zudem über Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien im Rahmen einer jährlichen Communication on Progress gemäß den Richtlinien der Global Reporting Initiative.

Corporate Responsibility bietet für Munich Re die Chance, das Vertrauen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und Öffentlichkeit in unser Unternehmen weiter zu stärken und sich den globalen Herausforderungen von morgen erfolgreich zu stellen.

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance Bericht1

Gute Corporate Governance schafft nachhaltigen Wert. Daher legen wir an unser Handeln die höchsten Maßstäbe und entsprechen sämtlichen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Zusätzlich haben wir uns auf einen eigenen Verhaltenskodex mit hohen ethischen und rechtlichen Anforderungen verpflichtet. Weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens sind in der Erklärung zur Unternehmensführung (EzU) enthalten. Die EzU ist gem. § 289a HGB Bestandteil des Lageberichts der Münchener Rück AG.

Unser Verständnis von Corporate Governance

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Damit wollen wir das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und Öffentlichkeit fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und nachvollziehbare Unternehmenskommunikation für uns von großer Wichtigkeit.

Unsere gute Corporate Governance laufend zu verbessern ist ein Anliegen, das unser unternehmerisches Handeln leitet.

Welche Regeln gelten für Munich Re?

Aufgrund ihrer internationalen Organisation stellt sich Munich Re den Corporate-Governance-Regeln verschiedener Rechtsordnungen. Neben den nationalen Standards beachten wir die international anerkannten Best Practices. In Deutschland, am Sitz der Münchener Rück AG, sind die Corporate-Governance-Regeln vor allem im Aktiengesetz (AktG) und im Deutschen Corporate Governance Kodex verankert. Das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) normiert spezielle Anforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen und an die Qualifikation ihrer Geschäftsleiter sowie Mitglieder des Aufsichtsrats. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber im VAG besondere Regelungen für die Vergütungssysteme in Versicherungsunternehmen getroffen, auf deren Basis das Bundesministerium der Finanzen die Versicherungs-Vergütungsverordnung erlassen hat.

1 Gemäß Textziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex

Ferner gelten für die Münchener Rück AG das Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung (MgVG) sowie eine Mitbestimmungsvereinbarung.

Der DCGK zeigt die wesentlichen gesetzlichen Regelungen auf, die deutsche börsennotierte Gesellschaften zu beachten haben. Außerdem gibt er Empfehlungen und Anregungen, die auf national und international anerkannten Standards für gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung beruhen. Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rück AG erklären jedes Jahr, inwieweit den Empfehlungen des DCGK entsprochen wurde und wird.

Unternehmensverfassung

Die Münchener Rück AG ist eine Aktiengesellschaft gemäß deutschem Aktiengesetz. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Deren Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung und der Mitbestimmungsvereinbarung. Der Grundsatz der paritätischen Mitbestimmung im Aufsichtsrat wurde in der Mitbestimmungsvereinbarung aufrechterhalten und durch Berücksichtigung der Mitarbeiter, die im europäischen Ausland beschäftigt sind, gestärkt.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt Ziele und Strategie fest. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und verpflichtet, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand ist für ein angemessenes Risikomanagement und -controlling im Unternehmen verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien eingehalten werden (Compliance). Wir haben die Compliance-Organisation unserer Gesellschaft Mitte 2012 direkt dem Vorstandsvorsitzenden der Münchener Rück AG unterstellt und diese dadurch gestärkt.

Gemäß § 16 der Satzung muss der Vorstand aus mindestens zwei Personen bestehen; im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Der Vorstand der Münchener Rück AG besteht aus neun Mitgliedern.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Bestimmte Arten von Geschäften darf er nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn dabei. Er ist nicht befugt, anstelle des Vorstands Maßnahmen der Geschäftsführung zu ergreifen. Der Aufsichtsrat bestellt zudem den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss sowie für den Halbjahresfinanzbericht.

Der Aufsichtsrat hat gemäß der Satzung 20 Mitglieder: Die eine Hälfte setzt sich aus Vertretern der Eigentümer zusammen und wird von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte besteht aus gewählten Vertretern der Mitarbeiter des Unternehmens im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung, Vielfalt (Diversity) und Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat sich gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK folgende Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt:

Maßgebliche Kriterien für die Auswahl der künftigen Mitglieder sind die Ausrichtung auf die nachhaltige Gewinnerzielung des Unternehmens, die Fähigkeiten, Talente, Erfahrungen, vor allem mit internationaler Ausrichtung, sowie die Unabhängigkeit, Sachkenntnis und der unternehmerische Geist der nominierten Personen.

Dem Aufsichtsrat sollen mindestens 16 unabhängige Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 des DCGK angehören, darunter mindestens acht Anteilseignervertreter. Alle Aufsichtsratsmitglieder sollen frei sein von relevanten Interessenkonflikten.

Der Aufsichtsrat soll bei der Auswahl der Kandidaten für die Mitgliedschaft auf Vielfalt (Diversity) achten, insbesondere hinsichtlich des Alters, der Internationalität und des Geschlechts seiner Mitglieder. Dabei sollen zum Beginn der nächsten Amtszeit (voraussichtlich 2014) mindestens 20% der Mitglieder und zum Beginn der darauf folgenden Amtszeit (voraussichtlich 2019) mindestens 30% der Mitglieder weiblich sein.

Die vorstehend genannten Ziele gelten für den gesamten Aufsichtsrat. Anteilseigner und Arbeitnehmervertreter werden ihren Teil dazu beitragen, dass sie erfüllt werden. Die Gremien, die nach der Mitbestimmungsvereinbarung für die Wahlvorschläge an das "Europäische Wahlgremium" zuständig sind, werden gebeten, diese im Rahmen der geltenden Regelungen zu berücksichtigen.

Darüber hinaus sieht die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats für Wahlvorschläge eine Soll-Altersgrenze von 70 Jahren vor.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum unverändert vier Frauen an; je zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer und der Anteilseigner. Seit 3. Januar 2013 ist der Aufsichtsrat mit fünf Frauen besetzt, davon drei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass derzeit alle 20 Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK einzuschätzen sind. Geschäftliche oder persönliche Beziehungen der Aufsichtsratsmitglieder zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen könnten, sind nicht erkennbar. Der Aufsichtsrat geht dabei davon aus, dass die nach dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung in Verbindung mit der Mitbestimmungsvereinbarung gewählten Aufsichtsratsmitglieder grundsätzlich unabhängig sind.

Hauptversammlung

Zu den regelmäßigen Zuständigkeiten der Hauptversammlung gehören die Entscheidung über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus wählt die Hauptversammlung die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat und beschließt insbesondere über Satzungsänderungen und bestimmte Kapitalmaßnahmen. Außerdem werden bestimmte Unternehmensverträge nur mit Zustimmung der Hauptversammlung wirksam.

Bei der Münchener Rück AG gilt das Prinzip "one share, one vote", also eine Stimme je Aktie. Die Gesellschaft möchte den Aktionären die Vertretung ihrer Rechte und die Stimmrechtsausübung erleichtern; sie ermöglicht auch die Online-Teilnahme an der Hauptversammlung und die Stimmabgabe mit (elektronischer) Briefwahl.

Vergütungsbericht

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) stellen wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Münchener Rück AG und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten dar.

Entsprechend Ziffer 4 des DCGK wird das Vergütungssystem für den Vorstand vom Aufsichtsratsplenum beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Plenum vor.

Das derzeit gültige System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zum 1. Januar 2012 wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

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Bestandteil Anteil1 Bemessungsgrundlage/ Parameter Korridor Voraussetzung für Zahlung Auszahlung
Grundvergütung zzgl. Sachbezüge/ Nebenleistungen (Dienstwagen, Gesundheitsvorsorge, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen) 30% Funktion, Verantwortung, Dauer der Vorstandszugehörigkeit fix vertragliche Regelungen monatlich
Variable Vergütung 70% Gesamterfolg des Unternehmens, Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit, Individueller Erfolgsbeitrag      
30% Jahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Konzernziel, Gesellschaftsziel, Ressortziele, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Jahresziele im 2. Jahr, davon für 50% des Nettoauszahlungs-betrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 4-jähriger Sperrfrist
70% Mehrjahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Ziele für die Geschäftsfelder - Rückversicherung - Erstversicherung - Munich Health, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Dreijahresziele im 4. Jahr, davon für 25% des Nettoauszahlungs-betrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 2-jähriger Sperrfrist
Altersversorgung a) leistungsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten) - Pensionsfähige Grundvergütung (= 25% der Ziel-Gesamt-direktvergütung2), Dienstjahre im Vorstand Festbetrag > Pensionierung> Versorgungsfall> Vorzeitige Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags unter bestimmten Voraussetzungen -
b) beitragsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und ab 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder) - Ziel-Gesamtdirekt-vergütung2 Versor-gungs-beitrag   -

1 Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung bei der variablen Vergütung.
2 Die Ziel-Gesamtdirektvergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und der variablen Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung.

Fixe Bestandteile

Grundvergütung

Die feste jährliche Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausbezahlt.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Sachbezüge und Nebenleistungen richten sich nach der Funktion und sind im Vergleich zum Markt (DAX-30-Gesellschaften) angemessen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Variable Vergütung

Die variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Organisationseinheiten sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für ihre Höhe ist damit, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden.

Um die Zielvorgaben festzulegen und die Zielerreichungen zu bewerten, wurden Prozesse definiert, deren Einhaltung zusätzlich einer Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen wird. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden dem Aufsichtsrat gegenüber transparent gemacht.

Die Zielerreichung wird jeweils nach Ende der Betrachtungszeiträume gemessen; während dieser Zeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf des einjährigen bzw. des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung des Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, 50% bzw. 25% der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren.

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

Für die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden Jahresziele festgelegt, die als Bemessungsgrundlage auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), Gesellschaftsergebnis (Schaden- und Unfallrückversicherung), Ressortergebnis sowie individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 35-70%    
Konzernziel   Abgeleitet aus Kennzahlen der externen Rechnungslegung sowie weiteren wichtigen Bestands- und Erfolgsgrößen Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC)
Gesellschaftsziel (Schaden-/Unfall- Rückversicherung)   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 30-65%    
Ressortziele   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall und Munich Health - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2, Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts2
Individuelle Ziele   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Preis- und Zyklusmanagement - Kundenmanagement - Kosten

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
2 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 50% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

Für die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health sowie auf individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 75%    
Geschäftsfeldziele (3-Jahres-Durchschnitt)      
Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2 , Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts2
Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
Munich Health   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 25%    
Individuelle Ziele (3-Jahres-Zeitraum)   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Personalentwicklung, hier auch Diversity - Strategieentwicklung - nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Aufgaben

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
3 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 25% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Volle und anteilige Auslobung der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance

Basis für die volle und zeitanteilige Auslobung der variablen Vergütung ist das erste Jahr. Es werden nur die vollen "berechtigten" Monate in diesem Jahr berücksichtigt (pro rata temporis). Bei Übertritt in den Ruhestand, eintretender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Tod sowie vorzeitigem Ausscheiden aus der Gesellschaft aus sonstigen Gründen finden die Regelungen für volle und anteilige Auslobung Anwendung.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, die während der Berichtsperiode noch in Kraft waren

Langfristiger Incentive-Plan

Diese Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zielt auf die nachhaltige Steigerung des Aktienkurses ab. Der langfristige Incentive-Plan wurde ab 1999 jährlich neu aufgelegt, für die Mitglieder des Vorstands letztmalig im Jahr 2009, für die übrigen Berechtigten letztmalig im Jahr 2010. Die Berechtigten erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten. Sie können nur ausgeübt werden, wenn eine zweijährige Sperrfrist eingehalten wird, die Münchener-Rück-Aktie seit Planbeginn um mindestens 20% stieg und die Entwicklung des EURO STOXX 50-Index wenigstens zweimal über einen Zeitraum von drei Monaten während der Planlaufzeit geschlagen wurde.

Ob und wann die Wertsteigerungsrechte tatsächlich ausgeübt werden können, steht nicht fest. Ausübung und Erlös hängen von der Aktienkursentwicklung und der Erfüllung der Ausübungsbedingungen ab. Die zukünftigen Verpflichtungen des Unternehmens aus den langfristigen Incentive-Plänen werden zum Teil abgesichert. Ziel ist dabei, den Aufwand, der aus einem Wertzuwachs der Wertsteigerungsrechte resultiert, durch einen Wertanstieg des Aktienbestands ökonomisch möglichst zu neutralisieren. Die Höhe des Ertrags aus den Wertsteigerungsrechten ist begrenzt. Bisher konnten aus den Plänen, die 1999, 2003 bis 2006 und 2009 aufgelegt wurden, Wertsteigerungsrechte ausgeübt werden.

Gewichtung der Vergütungsbestandteile

Bei hundertprozentiger Zielerreichung (Jahres-Performance und Mehrjahres-Performance) stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an der Gesamtvergütung 2012 wie folgt dar: Grundvergütung etwa 30%, variable Vergütung rund 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehrjahres-Performance. Jahres-, Mehrjahresziele und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung der Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt.

Insgesamt hat das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder den für 2012 geltenden Empfehlungen des DCGK entsprochen. Es wird insbesondere auch der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (Versicherungs-Vergütungsverordnung - VersVergV) vom 6. Oktober 2010 gerecht.

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung) der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld erhoben und die Relationen zu den übrigen Beschäftigten der Münchener Rück AG geprüft. Neue Vorstandsmitglieder werden in der Regel so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Sonstiges

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die von der Gesellschaft ausdrücklich als persönlich anerkannt werden.

Die Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten dürfen. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abzustellen.

Bei einem "Change of Control" sehen lediglich die Bedingungen des langfristigen Incentive-Plans besondere Ausübungsmöglichkeiten vor.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags, dessen Höhe sich nach ihrer Grundvergütung und ihren Dienstjahren im Vorstand richtete. Der Versorgungsgrad begann bei 30% und konnte maximal 60% der jährlichen Grundvergütung erreichen.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Wesentliches Ziel dieser Umstellung war, alle versorgungsspezifischen Risiken möglichst komplett aus der Bilanz der Gesellschaft auszulagern. Diese sehr weitgehende Risikoauslagerung wurde dadurch erreicht, dass Anwartschaftszuwächse ausschließlich durch die Einzahlung von Beiträgen in eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden. Die Leistungen aus der Altersversorgung sind insoweit nicht mehr von der Gesellschaft zu tragen, sondern ergeben sich aus der Rückdeckungsversicherung. Das Langlebigkeitsrisiko, die biometrischen Risiken vorzeitiger Versorgungsfälle wie Invalidität und Tod des aktiven Vorstandsmitglieds sowie das Kapitalmarktrisiko wurden damit auf den Rückdeckungsversicherer und das einzelne Vorstandsmitglied übertragen.

Seit 2009 erhalten somit neu bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags des Vorstandsmitglieds für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der sich 2009 an der Grundvergütung orientierte, ab 2010 an der Ziel-Gesamtdirektvergütung. Der Versorgungsbeitrag wird an den Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die garantierte Verzinsung des Rückdeckungsversicherers beträgt 2,25% (für ab 2012 neu bestellte Vorstandsmitglieder 1,75%). Die Versicherungsleistung, die aus den Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer resultiert, sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Leistung zu. Für ab 1. Januar 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder ist ein einheitlicher Versorgungsbeitragssatz in Höhe von 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Vorstandsmitglieder, die zum Ende des Jahres 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Seit 1. Januar 2009 erhalten diese Vorstandsmitglieder für die künftigen Dienstjahre eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente), die sich grundsätzlich am beitragsorientierten System für neue Vorstandsmitglieder orientiert. Da die Umstellung des Versorgungssystems im Rahmen laufender Vorstandsverträge erfolgte, wurden die Versorgungsbeiträge so berechnet, dass die Summe aus Besitzstands-, Versorgungskassen- und Zuwachsrente bei realistischer Einschätzung die erwartete Rente im Alter 60 nach vorheriger Pensionsregelung ergibt.

Vorstandsmitglieder, die zum Umstellungszeitpunkt das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten, wurden nicht auf das beitragsorientierte System umgestellt und erhalten weiterhin eine leistungsorientierte Pensionszusage nach dem vorherigen System.

Aufgrund der zum 1. Januar 2010 erfolgten Erhöhung des Anteils der Grundvergütung an der Gesamtvergütung von 25% auf 30% wurde die Bemessungsgrundlage für die Altersversorgung geändert. Andernfalls hätte dies zu einer nicht beabsichtigten Erhöhung der Versorgung geführt. Bei der Festsetzung der leistungsorientierten Pensionszusage wird daher seit 1. Januar 2010 auf die sogenannte "pensionsfähige Grundvergütung" abgestellt, die 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung entspricht. Bei beitragsorientierten Leistungszusagen wird der Beitragssatz auf Basis der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 bestellt wird, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie Verrentung oder Auszahlung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System.

Bei leistungsorientierten Zusagen: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung.

Ruhegeld aufgrund Arbeitsunfähigkeit

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit einvernehmlich aufgehoben, von der Gesellschaft gekündigt oder infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird; die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Arbeitsunfähigkeit oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG): Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat.

Höhe der Leistung:

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.

Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5a BetrAVG). Diese Anwartschaft wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Verbesserte unverfallbare Anwartschaft: Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft wird gewährt, wenn der Anstellungsvertrag aufgrund Nichtverlängerung (durch die Gesellschaft) endet und weder grobe Pflichtverletzung noch eine Eigenkündigung vorliegen. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass das Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und der Beginn der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht nicht für Vorstandsmitglieder, die seit 2009 bestellt werden. Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern gilt die verbesserte unverfallbare Anwartschaft nur für den Teil der Altersversorgung, der sich aus der leistungsorientierten Pensionszusage ergibt.

Höhe der Leistung:

Im Anschluss an das Ausscheiden für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Für den Anteil aus der leistungsorientierten Zusage: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um je 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 60. Lebensjahres gekürzt wird.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Die Hinterbliebenen eines Vorstandsmitglieds, das während der aktiven Dienstzeit oder nach der Pensionierung verstorben ist, erhalten anschließend diese Leistungen:

Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners in Höhe von 60% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds. Ist die Ehefrau/der Ehemann oder die eingetragene Lebenspartnerin/der eingetragene Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als das Vorstandsmitglied, so wird die Hinterbliebenenversorgung aus der Besitzstandsrente für jedes Jahr des Altersunterschieds um 2% gekürzt, jedoch höchstens um 50%.

Waisenrente in Höhe von 20% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds pro Waise.

Verdoppelung der Waisenrente, wenn keine Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners zu bezahlen ist.

Die Hinterbliebenenleistungen dürfen zusammen das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen. Gegebenenfalls werden die Waisenrenten anteilig gekürzt.

Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Witwe/den Witwer oder die eingetragene Lebenspartnerin/den eingetragenen Lebenspartner, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft erst zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, zu dem das Vorstandsmitglied bereits Ruhegeld bezog, und für Waisen, wenn sie erst nach diesem Zeitpunkt geboren wurden. Der Anspruch für Waisen entfällt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres (20. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Für Waisen, die in Schul- oder Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst sind oder bei denen eine körperliche oder geistige Behinderung vorliegt, verlängert sich der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (27. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Die Hinterbliebenenversorgung aus der beitragsorientierten Zusage entfällt, wenn dem Vorstandsmitglied die Rente daraus in Form eines Einmalbetrags ausbezahlt wurde. Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Hinterbliebenen mit ihrem Tod.

Anpassung Altersversorgung

Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen werden überprüft, wenn die Tarifgehälter der Versicherungswirtschaft nach dem Durchschnitt der Endgehälter aller Tarifklassen seit der letzten Festsetzung um mehr als 12% gestiegen sind oder wenn seit der letzten Festsetzung drei Jahre vergangen sind. Dabei ist eine Anpassung mindestens in Höhe der Steigerung der Lebenshaltungskosten nach dem Verbraucherpreisindex vorzusehen. Diese Regelung gilt auch für Vorstandsmitglieder, die in der Zeit von 2009 bis 31. März 2012 neu bestellt wurden und die erstmalig vor dem 1. Januar 1999 eine Pensionszusage von der Gesellschaft erhalten haben. Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für ab 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 1999 keine Pensionszusage von der Gesellschaft erhielten, und für ab 1. April 2012 bestellte Vorstandsmitglieder werden ab Bezug des Ruhegelds oder der Hinterbliebenenversorgung gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG um jährlich 1 % angepasst. Unverfallbare Anwartschaften werden nicht angepasst.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010). Demnach wird die Vergütung für die Jahres-Performance mit den dafür gebildeten Rückstellungen ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist nach dem Standard DRS 17 erst im Jahr der Auszahlung einzubeziehen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 13,3 (9,8) Millionen €. Die Gesamtbezüge erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere, dass die Gesamtzielerreichung für die Jahres-Performance 2012 nach aktueller Schätzung wesentlich höher ausfällt als für das Vorjahr.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

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Name Geschäftsjahr Grundvergütung
Sachbezüge/
Nebenleistungen
Jahres- Performance1
Gesamt
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 1.200.000 32.376 1.160.670 2.393.046
  2011 1.140.000 34.205 525.294 1.699.499
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 570.000 47.975 706.440 1.324.415
  2011 519.000 37.527 280.521 837.048
Dr. Thomas Blunck 2012 570.000 33.340 642.281 1.245.621
  2011 540.000 27.832 450.222 1.018.054
Georg Daschner 2012 585.000 35.806 684.623 1.305.429
  2011 585.000 32.296 507.762 1.125.058
Dr. Torsten Jeworrek 2012 855.000 35.860 945.417 1.836.277
  2011 780.000 33.682 532.658 1.346.340
Dr. Peter Röder 2012 570.000 34.829 749.419 1.354.248
  2011 519.000 33.308 274.137 826.445
Dr. Jörg Schneider 2012 855.000 35.394 778.680 1.669.074
  2011 810.000 36.426 369.180 1.215.606
Dr. Wolfgang Strassl 2012 570.000 32.990 345.081 948.071
  2011 540.000 30.276 289.341 859.617
Dr. Joachim Wenning 2012 540.000 34.921 613.339 1.188.260
  2011 480.000 26.083 325.382 831.465
Gesamt 2012 6.315.000 323.491 6.625.950 13.264.441
  2011 5.913.000 291.635 3.554.497 9.759.132

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
Für die Jahres-Performance 2011 wurden insgesamt 542.129 € mehr ausbezahlt als im Geschäftsjahr 2011 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard 51.870 €, Arnoldussen 86.593 €, Blunck 22.434 €, Daschner 48.464 €, Jeworrek 94.349 €, Röder 147.627 €, Schneider -11.340 €, Strassl 4.574 €, Wenning 97.558 €. Danach ergeben sich folgende tatsächliche Bonuszahlungen für 2011: von Bomhard 454.860 €, Arnoldussen 326.970 €, Blunck 415.800 €, Daschner 483.210 €, Jeworrek 584.220 €, Röder 392.364 €, Schneider 300.510 €, Strassl 257.040 €, Wenning 396.480 €.
Die für die Jahres-Performance 2012 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2012 und dem entsprechenden Mehraufwand für 2011.
Der 2012 erfasste Gesamtaufwand (Rückstellungszuführung/-auflösung aufgrund der Wertentwicklung der Wertsteigerungsrechte aus den Plänen 2005-2009) für die langfristigen Incentive-Pläne betrug für: von Bomhard 556.542 €, Arnoldussen 104.454 €, Blunck 162.104 €, Daschner 597.881 €, Jeworrek 934.562 €, Röder 479.135 €, Schneider 1.120.157 €, Strassl 257.977 €, Wenning 326.388 €.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei voller Zielerreichung (= 100%) gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

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Name Zusage für Jahres- Performance1
Mehrjahres- Performance2
Summe Zusagen
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 2013 840.000 1.960.000 2.800.000
  2011 2012 840.000 1.960.000 2.800.000
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Thomas Blunck 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Georg Daschner 2012 2013 409.500 955.500 1.365.000
  2011 2012 409.500 955.500 1.365.000
Dr. Torsten Jeworrek 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Peter Röder 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Jörg Schneider 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Wolfgang Strassl 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Joachim Wenning 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 378.000 882.000 1.260.000
Gesamt 2012 2013 4.441.500 10.363.500 14.805.000
  2011 2012 4.420.500 10.314.500 14.735.000

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
2 Die für 2012 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist zahlbar 2015, die für 2013 zugesagte Vergütung 2016.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen von 11,0 (-2,4) Millionen €, wovon 8,7 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 2,3 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems sind die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

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  Leistungsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Pensionszusage1 €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen2
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 407.100 8.054.910 2.618.407
  2011 407.100 10.083.711 -1.727.784
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 157.500 1.211.429 496.209
  2011 157.500 1.445.010 -329.539
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 120.000 1.179.386 515.384
  2011 120.000 1.563.805 -334.956
Georg Daschner6 2012 224.250 5.372.309 1.095.380
  2011 214.500 6.594.931 -690.126
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 171.000 2.471.632 974.520
  2011 171.000 3.231.784 -629.328
Dr. Peter Röder7,9 2012 90.000 1.344.385 518.698
  2011 90.000 1.761.306 -351.295
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 275.000 4.691.530 1.671.684
  2011 275.000 6.003.580 -1.104.539
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 120.000 2.445.012 769.359
  2011 120.000 3.020.955 -498.240
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 - - 23.990
  2011 - - 19.288
Gesamt 2012 1.564.850 26.770.593 8.683.631
  2011 1.555.100 33.705.082 -5.646.519

Pensionsanwartschaften

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Beitragsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Versorgungs-
beitragssatz der Ziel-
Gesamtdirekt-
vergütung
%
Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 17,00 104.839 2.186.772 502.317
  2011 17,00 77.665 1.518.619 586.103
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 14,75 45.339 840.803 205.684
  2011 14,75 33.315 581.397 220.925
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 16,25 53.774 914.033 221.568
  2011 16,25 39.903 639.469 265.335
Georg Daschner6 2012 - - - -
  2011 - - - -
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 19,50 88.696 1.629.943 405.365
  2011 19,50 64.975 1.122.138 461.779
Dr. Peter Röder7,9 2012 20,25 57.526 1.131.822 261.705
  2011 20,25 41.499 769.088 322.573
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 16,50 74.453 1.474.799 66.429
  2011 16,50 55.273 1.533.511 664.440
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 21,00 61.489 1.282.754 295.596
  2011 21,00 45.544 890.509 341.919
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 25,50 58.957 854.219 302.278
  2011 25,50 41.712 571.054 387.991
Gesamt 2012 - 545.073 10.315.145 2.260.942
  2011 - 399.886 7.625.785 3.251.065

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008, bei Daschner leistungsorientierter Pensionszusage zum 31.12. des Berichtsjahres.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf verbesserte unverfallbare Anwartschaft.
6 Keine Umstellung auf beitragsorientiertes System, da zum Umstellungszeitpunkt bereits das 55. Lebensjahr vollendet war. Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
8 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 2.1.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 3.1.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
9 Hat bei Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.

Ausblick

Zum 1. Januar 2013 wurde das Vergütungssystem für den Vorstand im Hinblick auf die variable Vergütungskomponente angepasst. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Vereinfachung des bisherigen Incentivierungssystems bei weiterhin angemessener Systematik gelegt. Außerdem sollte für den Aufsichtsrat die Möglichkeit geschaffen werden, flexibel auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können.

Das Aufsichtsratsplenum hat auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats beschlossen, dass für die variable Vergütung auf Basis Jahres-Performance das bisherige Gesellschaftsziel (Schaden- und Unfallrückversicherung) ab 2013 durch ein Gesamtziel für das Geschäftsfeld Rückversicherung (einschließlich Lebensrückversicherung) abgelöst wird. Je nach Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder wird zudem das Ergebnis für das Geschäftsfeld Erstversicherung auf Jahresbasis verzielt.

Bei der Vereinbarung von individuellen persönlichen Zielen wird ein stärkerer Fokus auf weniger, dafür aber besonders relevante Ziele gelegt. Neu eingeführt wurde die Komponente "Würdigung der Gesamtleistung", die in der Jahres- und Mehrjahres-Performance zum Tragen kommt. Der Aufsichtsrat erhält dadurch einen größeren Beurteilungsspielraum und kann die im jeweiligen Beurteilungszeitraum erbrachte Gesamtleistung - also auch nicht konkret verzielte Leistungen - einzelner Vorstandsmitglieder und des Gesamtvorstands künftig stärker berücksichtigen. Die Bewertung dieser Komponente führt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 Aktiengesetz und des Deutschen Corporate Governance Kodex durch.

Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten

Die leitenden Angestellten der Münchener Rück AG erhalten als fixe Bestandteile eine feste jährliche Grundvergütung, die als monatliches Gehalt ausbezahlt wird, sowie marktübliche Sachbezüge und Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagen und betriebliche Altersversorgung). Die variablen Bestandteile setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Komponenten Leistungsvariable und Company-Result-Bonus sowie der längerfristigen aktienkursbasierten Komponente Mid-Term Incentive Plan.

Für die Leistungsvariable bilden quantitative und qualitative Zielvorgaben die Basis. Bei den quantitativen Zielen kommen Größen aus der operativen Planung zum Einsatz, für den qualitativen Anteil werden persönliche Ziele vereinbart.

Beim Company-Result-Bonus handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für den Company-Result-Bonus wird der RoRaC als Größe verwendet. Die Vorgaben entsprechen dem Konzernziel bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Hier wird je nach der jeweiligen Zielerreichung des RoRaC eine Gesamtsumme ermittelt, die als Bonus an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden kann. Mit steigender Managementebene nimmt der Anteil des Company-Result-Bonus zu. Seine Funktionsweise stellt sicher, dass der Konzernerfolg systematisch in die Vergütung der Mitarbeiter einfließt und die Bonussumme in einem angemessenen Verhältnis zum Erfolg des Gesamtunternehmens steht.

Der Mid-Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von drei Jahren legt die gleichen Zielvorgaben zugrunde wie der Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder der Münchener Rück AG. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Total Shareholder Returns berücksichtigt. Neben den leitenden Angestellten in München nehmen auch ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation der Münchener Rück AG am Mid-Term Incentive Plan teil.

Die einzelnen variablen Komponenten werden in unterschiedlicher Gewichtung auf allen Managementebenen gewährt. Ausgehend von der Gesamtvergütung (Fixum und alle variablen Vergütungsbestandteile) beträgt der Anteil aller variablen Vergütungsbestandteile für die erste Führungsebene unter dem Vorstand mehr als 50%; dieser Anteil nimmt auf den folgenden Managementebenen sukzessive ab und beträgt für die unterste Managementebene ca. ein Drittel. Die kurz- und langfristigen Komponenten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand beträgt der Anteil des Mid-Term Incentive Plans als längerfristiger Vergütungsbestandteil ca. 25% der Gesamtvergütung. Dies entspricht mehr als 50% der variablen Vergütung insgesamt, sodass ein nachhaltiges Anreizsystem sichergestellt ist. Auf variable Vergütungsbestandteile besteht keine Garantie.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die seit dem Geschäftsjahr 2009 geltende Regelung sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied jährlich eine feste Vergütungskomponente von 50.000 € vor; hinzu kommen eine variable ergebnisabhängige und eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütungskomponente. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält jeweils das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütungen.

Die variablen ergebnisabhängigen Vergütungen berechnen sich nach dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen, das wir im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 4.000 € für jeden vollen Euro, um welchen das Ergebnis pro Aktie den Betrag von 12 € übersteigt, höchstens jedoch 40.000 €. Bei einem Ergebnis pro Aktie von 17,98 € wird für das Geschäftsjahr 2012 eine variable erfolgsabhängige Vergütung von 20.000 € ausbezahlt. Die erfolgsorientierte Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung wurde in Übereinstimmung mit dem DCGK eingeführt. Sie beträgt 10.000 € und wird gezahlt, wenn das Ergebnis pro Aktie des Vergütungsjahres das Ergebnis pro Aktie des dem Vergütungsjahr vorgehenden dritten Geschäftsjahres um mindestens 30% übertrifft. Für das Vergütungsjahr 2012 fällt diese langfristige Vergütungskomponente an.

Mitglieder von Ausschüssen erhalten für ihre Tätigkeit einen Zuschlag von 50% der Festvergütung, Vorsitzende eines Ausschusses erhalten 100% der Festvergütung. Auf diese Weise wird dem erheblichen Arbeitsaufwand Rechnung getragen.

Die jährliche Gesamtvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied ist auf das Dreifache der festen Vergütung begrenzt. Dies stellt sicher, dass die Gesamtvergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder der Höhe nach angemessen ist, auch für den Fall, dass weitere Ausschüsse gebildet werden.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung  
Name Geschäftsjahr Jährlich
Für Ausschusstätigkeiten
Jährlich
Jährlich
Gesamt
Dr. Hans-Jürgen Schinzler Vorsitzender 2012 125.000,00 139.000,00 50.000,00 25.000,00 339.000,00
  2011 125.000,00 137.000,00 0,00 0,00 262.000,00
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2012 75.000,00 25.000,00 30.000,00 15.000,00 145.000,00
  2011 75.000,00 25.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Herbert Bach 2012 50.000,00 50.000,00 20.000,00 10.000,00 130.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Dina Bösch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Annika Falkengren 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 35.068,49 - 0,00 0,00 35.068,49
Frank Fassin 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Benita Ferrero-Waldner 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Christian Fuhrmann 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Prof. Dr. Peter Gruss 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Prof. Dr. Henning Kagermann 2012 50.000,00 64.000,00 20.000,00 10.000,00 144.000,00
  2011 50.000,00 62.000,00 0,00 0,00 112.000,00
Peter Löscher 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Wolfgang Mayrhuber 2012 50.000,00 25.000,00 20.000,00 10.000,00 105.000,00
  2011 50.000,00 25.000,00 0,00 0,00 75.000,00
Silvia Müller 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Marco Nörenberg 2012 50.000,00 35.000,00 20.000,00 10.000,00 115.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Reinhard Pasch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Bernd Pischetsrieder 2012 50.000,00 52.000,00 20.000,00 10.000,00 132.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Anton van Rossum 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Andrés Ruiz Feger 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Richard Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Ron Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Gesamt 2012 1.100.000,00 464.000,00 440.000,00 220.000,00 2.224.000,00
  2011 1.085.068,49 460.000,00 0,00 0,00 1.545.068,49

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß § 15 Abs. 6 der Satzung.
2 Bei Mitgliedern des Prüfungsausschusses und/oder Nomierungsausschusses jeweils einschließlich Sitzungsgeld gemäß § 15 Abs. 4 der Satzung.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung  
Name Geschäftsjahr Jährlich2
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Gesamt
Hans Peter Claußen, stellvertr. Vorsitzender 2012 38.499,88 2.231,24 0,00 40.731,12
  2011 49.777,00 6.750,00 0,00 56.527,00
Frank Fassin 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Silvia Müller 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Marco Nörenberg 2012 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
  2011 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
Richard Sommer 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Gesamt 2012 146.499,88 8.981,24 0,00 155.481,12
  2011 157.777,00 13.500,00 0,00 171.277,00

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften.
2 Jeweils einschließlich Sitzungsgeld, soweit dies gemäß den entsprechenden Satzungsbedingungen für die Teilnahme an Sitzungen vorgesehen ist.

Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

Erwerben oder veräußern Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft sowie bestimmte mit ihnen in enger Beziehung stehende Personen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, müssen sie dies der Gesellschaft unverzüglich mitteilen. Mitteilungspflichtig sind Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte, die 5.000 € im Kalenderjahr erreichen oder übersteigen.

Die Münchener Rück AG muss entsprechende Mitteilungen unverzüglich auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Der Gesamtbesitz, den alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien und an darauf bezogenen Finanzinstrumenten der Münchener Rück AG halten, beträgt weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Münchener Rück AG hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch abgegeben.

Arbeitsweise des Vorstands

Allgemeine Ausführungen zu den Aufgaben des Vorstands finden sich im Corporate Governance Bericht. Die Arbeit des Vorstands, vor allem die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen werden durch eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung geregelt. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorgeschrieben ist. Das sind vor allem Angelegenheiten, in denen die Zustimmung des Aufsichtsrats einzuholen ist, die der Hauptversammlung vorzulegen sind, die grundlegende Leitungsaufgaben darstellen oder die eine außergewöhnlich große Bedeutung haben einschließlich wichtiger Personalangelegenheiten der ersten Führungsebene.

Vorstandssitzungen finden nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Monat statt. Die Vorstandsmitglieder arbeiten zum Wohl des Unternehmens vertrauensvoll zusammen und streben einstimmige Entscheidungen an.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vorstands-Ausschüsse

Der Vorstand hat je einen Ausschuss für Konzernangelegenheiten und für Angelegenheiten aus dem Geschäftsfeld Rückversicherung, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern.

Konzernausschuss (KA)

Dem Konzernausschuss gehören der Vorsitzende des Vorstands sowie mindestens ein weiteres Mitglied des Vorstands an; dies sind Nikolaus von Bomhard und Jörg Schneider. Weiteres Mitglied ist der Chief Risk Officer der Münchener Rück AG, Joachim Oechslin. Der Vorsitzende des Vorstands führt auch im Ausschuss den Vorsitz. Der Konzernausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Ressorts seiner stimmberechtigten Mitglieder, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidungen vor, die diesem vorbehalten sind.

Rückversicherungsausschuss (RVA)

Dem Rückversicherungsausschuss gehören die Mitglieder des Vorstands an, die nicht im Konzernausschuss sitzen: Torsten Jeworrek, Ludger Arnoldussen, Thomas Blunck, Georg Daschner, Peter Röder, Wolfgang Strassl und Joachim Wenning. Weiteres Mitglied ist der Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung, Hermann Pohlchristoph. Der Vorsitzende des Ausschusses wird vom Aufsichtsrat bestimmt; hierbei handelt es sich um Torsten Jeworrek. Der Rückversicherungsausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten des Geschäftsfelds Rückversicherung, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist.

Sitzungen von KA und RVA finden nach Bedarf statt, in der Regel in zweiwöchigem Turnus. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder des Vorstands. Näheres regelt die jeweilige vom Gesamtvorstand beschlossene Geschäftsordnung.

Untergremien von KA und RVA

Sowohl der Konzern- als auch der Rückversicherungsausschuss haben Unterausschüsse gebildet. Diesen Gremien gehören auch sonstige Führungskräfte der Münchener Rück AG und des Konzerns an. Hierbei handelt es sich um das Group Investment Committee (KA), das Group Risk Committee (KA), den Strategieausschuss (KA) und um das Global Underwriting and Risk Committee (RVA). In diesen Gremien sind nur die Mitglieder des Vorstands stimmberechtigt. Die Arbeitsweise dieser Gremien wird weitgehend in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Das Group Investment Committee ist für alle wesentlichen Themen, welche die Kapitalanlagen des Konzerns betreffen, zuständig. Sowohl das Group Risk Committee als auch das Global Underwriting and Risk Committee befassen sich - in unterschiedlichem Rahmen - mit Risikofragen. Näheres dazu können Sie dem Risikobericht entnehmen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung sowie alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Bestimmte Arten von Geschäften (zum Beispiel Investitionen und Desinvestitionen von erheblichem Umfang sowie einzelne Kapitalmaßnahmen, etwa gemäß § 4 der Satzung) darf der Vorstand grundsätzlich nur vornehmen, wenn der Aufsichtsrat zustimmt. Des Weiteren berichtet der Vorstand dem Prüfungsausschuss über spezielle Themen im Rahmen von dessen Zuständigkeit.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Allgemeine Ausführungen zur Zuständigkeit des Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance Bericht.

§ 12 und § 13 der Satzung enthalten Bestimmungen zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und (weitere) Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind. Daneben beschloss er eine eigene Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert worden sind und entweder zehn Mitglieder, darunter der Vorsitzende, oder 15 Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies bestimmt, können Sitzungen des Aufsichtsrats ganz oder teilweise auch unter Nutzung von Mitteln der Telekommunikation durchgeführt werden.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist befugt, aufgrund vorheriger Beschlüsse Erklärungen für den Aufsichtsrat abzugeben.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG hat fünf Ausschüsse gebildet: den Ständigen Ausschuss, den Personalausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. Das Aufsichtsratsplenum wird vom jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse unterrichtet. Die Ausschüsse treffen ihre Entscheidung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Im Ständigen Ausschuss, im Personalausschuss und im Prüfungsausschuss gibt bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden des Ausschusses den Ausschlag.

Die wesentlichen Zuständigkeiten der Ausschüsse sind:

Ständiger Ausschuss

Der Ständige Ausschuss bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, soweit dafür kein anderer Ausschuss zuständig ist. Er entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die der Aufsichtsrat genehmigen muss, soweit hierfür nicht das Aufsichtsratsplenum oder ein anderer Ausschuss zuständig ist. Er nimmt Satzungsänderungen vor, die nur die Fassung betreffen, und entscheidet darüber, ob und wann Gäste zu Aufsichtsratssitzungen hinzugezogen werden. Darüber hinaus bereitet er die jährliche Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und die Berichterstattung des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht über die Corporate Governance des Unternehmens vor. Er überprüft jährlich die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum gegebenenfalls Vorschläge. Des Weiteren muss er bestimmte Kreditgeschäfte der Gesellschaft, insbesondere mit Prokuristen und Aufsichtsratsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften, außerdem sonstige Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats genehmigen. Mitglieder des Ständigen Ausschusses im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen, Wolfgang Mayrhuber und Bernd Pischetsrieder.

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor und sorgt zusammen mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Er bereitet ebenfalls die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Ferner vertritt der Personalausschuss die Gesellschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und ist für die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig, soweit sie nicht dem Aufsichtsratsplenum zugewiesen sind. Er muss Kreditgeschäfte zwischen der Gesellschaft und Vorstandsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen genehmigen, desgleichen wesentliche Geschäfte zwischen der Gesellschaft oder der mit ihr verbundenen Unternehmen und Mitgliedern des Vorstands sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften. Er entscheidet auch über Nebentätigkeiten und Mandate der Vorstände bei anderen Gesellschaften. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach und Bernd Pischetsrieder.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor; er prüft die Finanzberichterstattung, erörtert die Quartalsberichte und nimmt die Prüfungsberichte sowie andere Berichte und Erklärungen des Abschlussprüfers entgegen. Der Ausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems, die Wirksamkeit des Compliance-Systems sowie des Systems der Internen Revision der Gesellschaft. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidung über die Bestellung des Abschlussprüfers vor und kontrolliert dessen Unabhängigkeit und Qualität. Er beauftragt den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss, legt Prüfungsschwerpunkte fest und vereinbart die Vergütung; dasselbe gilt für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts. Zudem bereitet der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die jährliche Erörterung der Risikostrategie vor dem Aufsichtsrat vor und diskutiert mit dem Vorstand unterjährige Änderungen der Risikostrategie sowie Abweichungen. Der Prüfungsausschuss lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den Compliance Officer, den Leiter der Internen Revision, den Chief Risk Officer und durch den Justitiar unterrichten. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Henning Kagermann (Vorsitzender), Christian Fuhrmann, Marco Nörenberg, Anton van Rossum und Hans-Jürgen Schinzler.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung. Als Grundlage hat er einen Kriterienkatalog erarbeitet und beschlossen. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Henning Kagermann und Bernd Pischetsrieder.

Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum Personalvorschläge, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommt, um Vorstandsmitglieder zu bestellen oder abzuberufen. Seine Zuständigkeit ist auch unter der Mitbestimmungsvereinbarung unverändert und nunmehr in Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegt. Die Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen und Bernd Pischetsrieder.

Nähere Ausführungen zur Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz vom November 2012

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 (bekannt gemacht am 15. Juni 2012) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2011 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekannt gemacht am 2. Juli 2010) entsprochen.

Weitere Praktiken der Unternehmensführung

Munich Re Verhaltenskodex

Zusätzlich haben wir uns auf einen eigenen Verhaltenskodex mit hohen ethischen und rechtlichen Anforderungen verpflichtet, den Sie wie die Entsprechenserklärung auf unserer Internetseite finden.

Darin präzisieren wir unsere Vorstellungen von integrem, das heißt rechtlich korrektem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten im Unternehmen. Der Verhaltenskodex enthält verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter, einschließlich der Geschäftsleitungsorgane von Munich Re.

Als zusätzlicher Ansprechpartner steht den Mitarbeitern ein externer und unabhängiger Ombudsmann zur Verfügung. Er berichtet dem Fraud Prevention Committee, das aus dem Fraud Prevention Officer und dem Compliance Officer besteht, über gemeldete Verdachtsfälle und unterstützt damit das Anti-Fraud-Management von Munich Re.

Global Compact

Um ihr Werteverständnis und damit auch ihre Unternehmensverantwortung nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, ist Munich Re 2007 dem "Global Compact" der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipien dieser Erklärung sind für uns Maßstab unseres Handelns in allen Geschäftsbereichen und bilden damit den grundlegenden Rahmen für unsere Corporate Responsibility. Der jährliche Fortschrittsbericht zum UN Global Compact ist in das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite integriert.

Principles for Responsible Investment

Munich Re gehörte 2006 als erstes deutsches Unternehmen zu den Unterzeichnern der UN Principles for Responsible Investment (PRI). Die PRI sind über das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite verlinkt. Dort berichten wir ebenfalls, wie wir diese Grundsätze für nachhaltiges Investment umsetzen.

Risikobericht

Risk Governance und Risikomanagement-System

Rückversicherungsrisiken gezielt zu übernehmen steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells. Sowohl die internen Revisionsabteilungen als auch der Abschlussprüfer bei den Jahresabschlussprüfungen kontrollieren als unabhängige Instanzen regelmäßig die Gesetzeskonformität unseres Risikofrüherkennungssystems. In Verbindung mit unserem internen Risikomanagement sind wir daher in der Lage, Risikosituationen angemessen zu beurteilen; das zunehmend komplexe und dynamische Umfeld setzt dem jedoch natürliche Grenzen. Der Risikobericht ist in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 5-20 aufgebaut.

Risikomanagement-Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten

Auftrag und Ziel

Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Neben der Funktion, die Finanzstärke zu erhalten, um die Ansprüche unserer Kunden zu sichern und für unsere Aktionäre nachhaltig Wert zu schaffen, ist es ebenfalls Aufgabe des Risikomanagements, die Reputation von Munich Re zu schützen. Dies erreichen wir durch ein weltweites, alle Bereiche umfassendes Risikomanagement. Die Münchener Rück AG ist dabei ein Bestandteil des Risikomanagements im Rückversicherungssegment.

Organisatorischer Aufbau

Um ein effizientes Risikomanagement zu gewährleisten, hat Munich Re besondere Risikomanagement-Funktionen und -Gremien eingerichtet. Die Funktion Integrated Risk Management (IRM) verantwortet das gruppenweite Risikomanagement und baut dabei auf dezentrale Strukturen in allen Bereichen der Gruppe. IRM steht der Chief Risk Officer (CRO) vor, in einzelnen Gesellschaften leistet dies ein dezentraler CRO. Unterstützt wird der CRO - ebenso wie der dezentrale CRO - von interdisziplinären Teams hoch qualifizierter Mitarbeiter. Dank umfassender Dokumentationen, Richtlinien und Anweisungen sind die Mitarbeiter der Risikomanagement-Organisation sowie der gesamten Gruppe über unsere Risikostrategie sowie ihre Aufbau- und Ablauforganisation informiert. Dies ermöglicht eine aktive Steuerung der eingegangenen Risiken.

Risk Governance

Die Risk Governance von Munich Re fördert Entwicklung und Erhalt einer wirksamen Risiko- und Kontrollkultur, die alle materiellen Risikokategorien umfasst. Folgende Gremien unterstützen sie:

Der CRO ist ständiges Mitglied im Konzernausschuss, dem zentralen Gremium für konzernübergreifende Angelegenheiten, für Strategieentwicklung und Steuerung, finanzielle Steuerung sowie Risikomanagement und Investmentfragen.

Der Konzernausschuss tagt - zusammen mit weiteren fachkundigen Mitgliedern der Geschäftsfelder - vierteljährlich als Group Risk Committee und behandelt die Risikothemen der gesamten Gruppe.

Ebenfalls vierteljährlich tagt der Konzernausschuss - zusammen mit Investmentverantwortlichen der Geschäftsfelder - als Group Investment Committee. Es ist das zentrale Steuerungsgremium für wesentliche konzernübergreifende Themen, welche die Kapitalanlagen einschließlich spezifischer Kapitalanlagerisiken der Gruppe betreffen.

Daneben gibt es das Group Compliance Committee (GCC). Das GCC ist ein Fachgremium, das sich mit Compliance-Risiken sowie Reputationsfragen und -risiken auf Gruppenebene befasst, um auf eine gruppeneinheitliche Behandlung dieser Risiken hinzuwirken. Im Gegensatz zum Group Corporate Responsibility Committee (GCRC), das sich abstrakt mit der Identifizierung sensibler Themen und der Positionierung der Munich Re Gruppe dazu befasst, konzentriert sich das GCC auf konkrete Reputationsrisiken, die aus einzelnen oder mehreren Sachverhalten resultieren oder Gegenstand von Anfragen aus den Geschäftseinheiten sind.

Der Vergütungsausschuss (nach der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich, VersVergV) hat die Aufgabe, das System zur Vergütung der Mitarbeiter auszugestalten, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei stehen die Risiken aus den variablen Anreizelementen im Mittelpunkt.

Für die Rückversicherung wurde als spezielles Risikogremium das Global Underwriting and Risk Committee (GURC) gebildet, das mit Mitgliedern des Rückversicherungsausschusses besetzt ist.

Für Risikothemen im Segment Munich Health ist das Munich Health Risk Committee zuständig.

Festlegung der Risikostrategie

Die Übernahme von Risiken ist ein ganz wesentlicher Teil unserer Geschäftsstrategie. Die Risikostrategie legt fest, in welchem Ausmaß wir Risiken für unsere Kunden und Aktionäre eingehen; ihre Entwicklung ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsstrategie eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet, regelmäßig mit dem Aufsichtsrat erörtert und hat folgende Ziele:

Die Risikostrategie wird bestimmt durch definierte Toleranzen für eine Reihe von Risikokriterien. Diese Toleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn innerhalb bestimmter Volatilitätsgrenzen und sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe.

Gesamtportfolio-Kriterien: Sie beziehen sich auf das gesamte Portfolio von Munich Re und zielen darauf ab, unsere Kapitalstärke sicherzustellen und die Wahrscheinlichkeit eines ökonomischen Jahresverlusts zu begrenzen. Hier ist besonders das Kriterium Economic Earnings at Risk (EEaR) zu nennen. Mit diesem Kriterium richten wir das Risikoprofil der Gruppe so aus, dass bei Verwerfungen des Geschäftsverlaufs, wie sie statistisch etwa alle zehn Jahre vorkommen, die Risikotragfähigkeit eine definierte Schwelle nicht unterschreitet. Die Economic Earnings at Risk zum 31. Dezember 2012 betragen 4,8 Milliarden €.

Ergänzende Kriterien: Sie begrenzen die Schäden aufgrund einzelner Risikoarten und Kumule, zum Beispiel für Naturgefahren, Terrorismus- oder Pandemie-Risiken, aber auch für Markt- und Kreditrisiken, welche die Überlebensfähigkeit von Munich Re gefährden könnten, falls sie eintreten.

Weitere Kriterien: Sie haben das Ziel, die Reputation von Munich Re zu bewahren und damit künftiges Geschäftspotenzial zu schützen. Sie umfassen die Limitierung von Einzelrisiken, die nicht die Existenz des Unternehmens gefährden, aber das Vertrauen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern in das Unternehmen nachhaltig beschädigen könnten, falls sie eintreten.

Die jeweils gewählte Risikotoleranz sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschäftschancen und eingegangenen Risiken. Unsere Vorgaben der Risikostrategie bewährten sich in der Finanzkrise und der Länderschuldenkrise. Mit unserem Geschäftsmodell aus der Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach sind wir stets in der Lage auch in besonders schwierigen Märkten unseren Kunden ein starker Partner und eine stabile Investition für unsere Aktionäre zu sein. Mit unserem breit diversifizierten Portfolio der Kapitalanlagen sind wir gut gewappnet für alle realistisch vorstellbaren und damit auch für extreme Marktszenarien.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Der vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem ist nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen zu verfahren; diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte in Einklang gebracht werden. Gegebenenfalls werden Risiken durch Rückversicherung, Derivate oder sonstige Formen der Risikoentlastung abgegeben oder gesichert.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst die Identifikation, Messung, Analyse und Bewertung von Risiken und daraus abgeleitet die Risikoberichterstattung, -limitierung (Verringerung auf ein gewolltes Maß) und -überwachung. Dabei haben wir alle wesentlichen Risiken im Blick.

Die Risikoidentifikation erfolgt über geeignete Systeme und Kennzahlen (quantitativer Teil) sowie über verschiedene Risikoerhebungen, die ergänzt werden durch Expertenmeinungen und die Einschätzung ausgewählter und besonders erfahrener Führungskräfte (qualitativer Teil). Mithilfe unseres Ad-hoc-Meldeprozesses können unsere Mitarbeiter Risiken jederzeit bei unserem zentralen Risikomanagement (IRM) anzeigen.

Die Instrumente der Risikomessung, die auf das jeweilige Segment zugeschnitten sind, werden ständig weiterentwickelt. So können auch die Risiken der Münchener Rück AG als Bestandteil des Rückversicherungssegments angemessen beurteilt werden. Unser primäres Risikomaß fußt auf ökonomischen Grundsätzen.

Regelmäßig vergleichen wir unsere Risikomodellergebnisse mit den entsprechenden Ergebnissen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und gewerblichen Modellierungsagenturen. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise nach Gruppe, Segment, Unternehmen und Risikoart. Regelmäßig führen wir Benchmarkings unserer Risikomodellergebnisse durch und nehmen an Branchenumfragen teil, um unsere Instrumente zu prüfen und zu verfeinern.

Unsere Finanzstärke ist ein wichtiges Kriterium unseres Geschäftserfolgs. Bei Bewertungen unserer Finanzstärke durch für uns wesentliche Ratingagenturen streben wir bis auf Weiteres eine Einstufung in der jeweils zweithöchsten Ratingkategorie an. Die Erfüllung dieses Ziels ist eine Nebenbedingung unserer Unternehmenssteuerung und wird in regelmäßigen Abständen überwacht. Wir gehen derzeit davon aus, dass unsere Finanzstärke, unsere gute Wettbewerbsposition und unser hoch entwickeltes Risikomanagement auch zukünftig durch entsprechend hohe Ratings Anerkennung finden werden.

Unser internes Risikomodell vergleichen wir mit dem jeweils aktuellen Stand von Solvency II und nehmen an den sogenannten quantitativen Auswirkungsstudien (Quantitative Impact Studies) sowie an Stresstests (European Insurance Stress Test) teil.

Risikoanalyse und -bewertung werden auf oberster Ebene in IRM in Form einer konsolidierten Gruppensicht unter Berücksichtigung von Beschränkungen der Kapitalfungibilität vorgenommen. Sie beruhen auf den Analysen, welche die Risikomanagement-Einheiten der Rückversicherung, von Munich Health und des Assetmanagements erstellen. Daneben ist IRM verantwortlich, die Analysen vorgelagerter Instanzen zu plausibilisieren und zu validieren. Zu diesem Zweck arbeitet IRM eng mit zahlreichen Bereichen und Experten zusammen. So erhalten wir eine quantitative und qualitative Bewertung, die mögliche Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigt.

Die Risikolimitierung ergibt sich aus der Risikostrategie. Ausgehend von den definierten Risikotoleranzen werden Limite und Regeln und - sofern notwendig - risikoverringernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Identifiziert ein Geschäftsbereich ein attraktives Geschäft, das seine Risikovorgaben überschreiten würde, analysieren die zuständigen Risikomanagement-Abteilungen und IRM die möglichen Auswirkungen auf das Gruppenportfolio und die Risikotoleranz der Gesamtgruppe. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse und der Ertragserwartungen aus dem Geschäft entwickeln wir ein Konzept, mit dem wir das Risiko gegebenenfalls in unsere Bücher nehmen können.

Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt, etwa von der MEAG für die Kapitalanlagen, und dann zentral zusammengeführt. Risiken, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser internes Risikokontrollsystem (IKS) ist ein weltweites, über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes System zum Management von operationellen Risiken. Es entspricht neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch den jeweiligen lokalen Vorschriften.

Die gruppenweite Verantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand und ist organisatorisch dem CRO zugewiesen. Die inhaltliche Verantwortung tragen die Experten und Mitarbeiter der Fachbereiche, die mindestens jährlich die Risiko- und Kontrollbeurteilungen vornehmen.

Das IKS liefert für jedes Geschäftsfeld von Munich Re eine Risikolandkarte, das heißt eine systematische Verknüpfung der wesentlichen Risiken und Prozesse. Dort sind alle relevanten Risikokontrollpunkte markiert. Diese Transparenz über unsere Risikosituation ermöglicht uns, auf vermutete Schwachstellen oder veränderte interne und externe Anforderungen kurzfristig gezielt zu reagieren. So können wir Risiken frühzeitig erkennen, Kontrolldefizite umgehend zuordnen und wirksam gegensteuern.

Die wesentlichen Risiken im Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, alle Positionen in den verschiedenen Bestandteilen des Abschlusses korrekt auszuweisen und zu bewerten sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Anhang zu gewährleisten. Hierzu ist es erforderlich, neue gesetzliche Anforderungen fristgerecht umzusetzen, was auch die stetige Erweiterung des Bilanzierungshandbuchs und des Kontenplans beinhaltet. Der Rechnungslegungsprozess ist in hohem Maße von IT-Systemen abhängig, die vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen sind und laufenden Kontrollen unterliegen, um die Effektivität und Stabilität der Informations- und Kommunikationsflüsse zu gewährleisten. Ergänzend stellen wir eine korrekte Berichterstattung gegenüber dem Aufsichtsrat sicher.

Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen differenzierte Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen sicherzustellen. Diese Grenzen werden anhand der Kriterien Größe, Risikoerfahrung und Compliance ermittelt. Alle Risiken, die aus Sicht der Münchener Rück AG für die Finanzbuchhaltung wichtig sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das IKS aufgenommen. Die IKS-Risikolandkarte wird einmal jährlich von den Risikoträgern auf Aktualität geprüft und angepasst.

Munich Re gibt durch ein Bilanzierungshandbuch und regelmäßige Informationen über Änderungsanforderungen gruppenweit einheitliche Regeln für Ansatz, Bewertung und Ausweis aller Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung vor. Änderungen unterliegen dabei einem stringenten Prozess in Bezug auf zeitliche Regelungen, Verantwortlichkeiten und Informationswege.

Der Prozess der Abschlusserstellung unter Fast-Close-Bedingungen basiert auf einer zentralen Systemlösung. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den einbezogenen Zweigniederlassungen unter Verwendung eines global einheitlichen Hauptbuchs mit harmonisierten Stammdaten, einheitlichen Prozessen und Buchungsregeln sowie standardisierten Schnittstellen zum versicherungstechnischen und zum Kapitalanlagennebenbuch. Die Zugriffsregelungen in den Rechnungslegungssystemen sind mithilfe von Berechtigungskonzepten klar geregelt.

Unsere Hauptrisiken werden auf mehreren Ebenen kontrolliert. Überwiegend sehen wir inhaltliche und automatisierte, systemtechnische Überprüfungen unserer definierten Prozesse vor.

Unser IKS kann jedoch, trotz sorgfältiger Ausgestaltung und Anwendung, nur eine hinreichende, jedoch keine vollständige Sicherheit in Bezug auf die Abdeckung aller Risiken gewährleisten. Mit den eingerichteten Kontrollen, gruppenweit abgestimmten Prozessen und unterstützenden IT-Lösungen können Fehler oder einzelne Betrugsfälle nicht vollständig vermieden werden.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats lässt sich regelmäßig über die Wirkungsweise des rechnungslegungsbezogenen IKS und Veränderungen der Risikolandkarte im Vergleich zum Vorjahr berichten. Dabei werden, mithilfe der Berichte unseres Abschlussprüfers und der Konzernrevision, die angewandten Kontrollmaßnahmen erläutert und dargelegt, dass alle für notwendig gehaltenen Kontrollen korrekt durchgeführt wurden. Hierzu werden risikoorientierte Prüfungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vorgenommen und die Ergebnisse in internen Prüfungsberichten zusammengefasst. Im Jahr 2012 erbrachte die Überprüfung, dass der Aufbau des IKS zweckmäßig ist und das Design und die Qualität der Kontrollen wirksam ausgestaltet sind. Durch fortlaufendes Prüfen, Überarbeiten und Weiterentwickeln streben wir an, dass die Funktionsfähigkeit unseres IKS auch zukünftig gewährleistet sein wird.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr 2011 wurden im Zeitraum von März bis November 2012 einer Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) unterzogen; aus der Prüfung ergaben sich keine Feststellungen.

Risikoberichterstattung

Die interne Risikoberichterstattung informiert den Gesamtvorstand regelmäßig über die Risikolage, und zwar in Bezug auf die einzelnen Risikokategorien (fortlaufend) und die Lage der gesamten Gruppe (vierteljährlich). Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und die BaFin erhalten den vierteljährlichen internen Risikobericht.

So ist über Frühwarnmechanismen sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Ziel unserer externen Risikoberichterstattung ist es, Kunden und Aktionären einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Münchener Rück AG zu verschaffen. Hierzu gehören die Informationen über unsere Risikomanagement-Methoden und -Prozesse, die Risk Governance und die einzelnen Risiken, denen die Münchener Rück AG ausgesetzt ist.

Wesentliche Risiken

Als "wesentlich" bezeichnen wir Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Münchener Rück AG auswirken können. Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche übertragen.

Wesentliche Risiken entstehen aus folgenden Risikokategorien:

Versicherungstechnisches Risiko: Schaden- und Unfallversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass die versicherten Schäden im Schaden- und Unfallgeschäft über unseren Erwartungen liegen können.

Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet.

Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen wurden, nicht ausreichend bemessen sind.

Beitragsrisiko

In erster Linie ist das operative Management dafür verantwortlich, das Beitragsrisiko zu kontrollieren: Die operativen Führungskräfte vergeben Zeichnungsvollmachten und definieren interne Prozesse so, wie es die Qualitätssicherung gebietet; dabei berücksichtigen sie einerseits die spezifischen Exponierungen ihres Geschäfts, andererseits das Wissen und die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter.

Für besonders kritische Sachverhalte werden die Zeichnungsvollmachten der operativen Einheiten durch gruppenweite verbindliche Vorgaben oder durch begrenzte Kapazitätsbudgets eingeschränkt.

Wegen der Vielfalt und starken Verzweigung des Geschäfts von Munich Re kann es kein Regelwerk geben, das für Akzeptentscheidungen relevante Risiken vollständig abdeckt. Deshalb ist das Knowhow unserer operativen Underwriter von hoher Bedeutung. Dem tragen wir Rechnung, indem wir Ausbildungsmaßnahmen organisieren, IT-Systeme für Risikoeinschätzung und Tarifierung bereitstellen, Informationspapiere und Underwriting-Empfehlungen intern veröffentlichen sowie Arbeitsgruppen einsetzen, die Underwriting-Wissen erarbeiten und vermitteln.

Reserverisiko

Die Schätzung der Rückstellungen ist mit Unsicherheiten behaftet, denn die Regulierung von Schäden, die vor dem Bilanzstichtag eingetreten sind, hängt von künftigen Ereignissen und Entwicklungen ab. Nicht vorhersehbare Schadentrends, die sich ergeben aufgrund von Gerichtsentscheidungen, veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, Unterschieden in der Schadenregulierungspraxis, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie infolge von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, beispielsweise der Inflation, können sich erheblich auf das Abwicklungsergebnis auswirken.

Wir bestimmen die Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten nach den Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis auf der Grundlage fundierter Annahmen, Methoden und Bewertungen. Diese Annahmen werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Über gruppenweit geltende Reservierungsregelungen werden die weitgehende Zuverlässigkeit und Beständigkeit dieses Vorgehens sichergestellt. Zusätzlich führen wir gruppenweit interne Prüfungen durch, ob diese Regelungen eingehalten werden und die Rückstellungen angemessen sind.

Wir sind davon überzeugt, dass die von uns gestellten Reserven ordentlichen aktuariellen Grundsätzen entsprechen und ausreichend sind für alle unbezahlten Schäden sowie aktuariellen Verpflichtungen, welche die Münchener Rück AG auf Basis ihrer Vertragskonditionen und -vereinbarungen zu leisten hat.

Der Abwicklungsverlust netto (ohne Leben) nach Nachverrechnungsbeiträgen beträgt im Berichtsjahr 336 Millionen €, nachdem wir im Vorjahr einen Abwicklungsgewinn von 759 Millionen € verzeichneten. Wesentliche Abwicklungsverluste nach Nachverrechnungsbeiträgen ergaben sich im Geschäftsjahr in den Sparten Haftpflicht-, Kraftfahrt- und Technische Versicherung. Ausschlaggebend für die Verluste in diesen drei Versicherungssparten sind die Reserveverstärkungen früherer Zeichnungsjahre, die zur Aufrechterhaltung unserer soliden Reservesituation vorgenommen wurden.

Abwicklungsgewinne sind vor allem in den Sparten Feuer, Luftfahrt, Transport und Unfall zu verzeichnen. Positiv wirkten insbesondere auf die Sparten Feuer, Transport und Luftfahrt die Reserveauflösungen, die wir im Berichtsjahr nach Überprüfung der Schadeneinschätzungen vornehmen konnten.

Bei der Betrachtung des Prämien-Leistungs-Risikos in der Schaden-/Unfall-Rückversicherung spielt neben anderen Kennzahlen die Schaden-Kosten-Quote eine wichtige Rolle.

Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen 10 Jahre

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% 2012 20113 2010 2009 2008 20072
Mit Naturkatastrophen 97,3 112,1 101,4 98,2 102,4 95,9
Ohne Naturkatastrophen 92,0 84,2 89,8 96,8 97,1 91,5
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% 2006 20051 2004 2003
Mit Naturkatastrophen 97,9 117,0 96,4 93,8
Ohne Naturkatastrophen 96,6 97,5 91,2 92,3

1 Davon Effekt aus der Übernahme diskontierter Schadenrückstellungen von Munich Re America: 8,7%.
2 2007 angepasst infolge der Anhebung der Großschadengrenze.
3 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.

Versicherungstechnisches Risiko: Lebens- und Krankenversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind insbesondere das biometrische und das Stornorisiko von Bedeutung. Wir unterscheiden hier zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken.

Zufällige jährliche Schwankungen der Versicherungsleistungen oder des Stornoverhaltens können kurzfristig den Wert des Portfolios senken. Dies gilt vor allem für höhere Aufwendungen durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse, zum Beispiel Pandemien.

Änderungen der Biometrie und des Stornoverhaltens der Kunden sind langfristig auf den Wert des Portfolios einwirkende Risiken, die Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen erforderlich machen. In der Krankenversicherung sind naturgemäß die Morbiditätsrisiken, in der Lebensversicherung sind vor allem die Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Bedeutung. Bei den kurzfristig einwirkenden Pandemie-Szenarien und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeits-Szenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt.

Die Erläuterungen zu Zeichnungsrichtlinien und -limiten der Schaden- und Unfallversicherung gelten auch für die Lebens- und Krankenrückversicherung.

Marktrisiko

Wir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der risikolosen Zinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen berücksichtigt, zum Beispiel Kreditrisikoaufschläge auf Staatsanleihen oder Kreditausfall-Swaps (CDS: Credit Default Swaps). Darüber hinaus zählen wir das Risiko, dass sich Inflationsraten verändern, ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch unsere versicherungstechnischen Verpflichtungen.

Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme sowie unser Asset-Liability-Management. Wir setzen auch Derivate ein, vorwiegend um Teilbestände abzusichern, zur Ertragsoptimierung und um Kauf- und Verkaufsabsichten zu verwirklichen. Dabei gelten in Bezug auf Risikobegrenzung und Partnerauswahl strikte Vorgaben, deren Einhaltung wir laufend überwachen.

Darüber hinaus dienen derivative Finanzinstrumente in Einzelfällen dazu, in der Versicherungstechnik übernommene Risiken abzusichern. Als Instrument für den Risikotransfer gewinnen die Verbriefung von Versicherungsrisiken und ihre Platzierung auf dem Kapitalmarkt als Ergänzung zur traditionellen Rückversicherung zunehmend an Bedeutung. Hierbei wird das versicherungstechnische Risiko im Rahmen eines Retrozessionsvertrags (Swap-Vertrag) an eine Zweckgesellschaft weitergegeben (Versicherungsderivate I). Die Zweckgesellschaft deckt eventuelle Verbindlichkeiten aus dem Vertrag durch Ausgabe von Versicherungsrisikoanleihen (Cat-Bonds). Ferner hat die Münchener Rück AG ihrerseits Cat-Bonds im Bestand. Diese enthalten wiederum eine bilanziell gesondert abzubildende derivative Komponente (Versicherungsderivate II). Die Optionen auf Katastrophen- bzw. Rückversicherungsrisiken (Versicherungsderivate III) dienen ebenfalls der Absicherung. Weitere Angaben zu Buch- und Zeitwerten der Derivate finden sich im Anhang.

Bei den Derivaten handelt es sich - mit Ausnahme der Aktien-, Aktienindex-, Bund- und Zins-Futures - um außerbörslich gehandelte Finanzgeschäfte (OTC-Produkte).

Mit Stresstests sowie Sensitivitäts- und Durationsanalysen simulieren wir gezielt Marktschwankungen und entwickeln Strategien, um bei Bedarf gegensteuern zu können.

Unsere Kapitalanlagen müssen gruppenweiten Mindeststandards genügen. Diese Anforderungen haben wir in unseren General Investment Guidelines (GIG) festgelegt. Darüber hinaus sind die risikorelevanten Restriktionen für die Kapitalanlagen zu berücksichtigen, die sich aus der Risikostrategie ergeben.

Die Sensitivitätsanalysen für Marktpreisrisiken, die im Folgenden aufgeführt werden, dienen dazu, potenzielle Wertveränderungen im Kapitalanlagebestand mit hypothetischen Marktszenarien zu schätzen. Basis der Betrachtung ist der Kapitalanlagebestand ohne Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, Holding- und Servicegesellschaften der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2012. Bei einer Aktienkursveränderung von ±10 bzw. ±20%, die in diesen Szenarien unterstellt wird, einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um ±100 bzw. ±200 Basispunkte (BP) und einer Veränderung der Wechselkurse um 10% würden sich die Marktwerte der Kapitalanlagen folgendermaßen ändern:

Marktpreisrisiko Aktien

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Aktienkursveränderung Marktwertveränderung aktienkurssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 20% 1,571 Mrd. €
Anstieg um 10% 0,785 Mrd. €
Rückgang um 10% -0,784 Mrd. €
Rückgang um 20% -1,569 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2012 6,528 Mrd. €

Marktpreisrisiko Zinsen

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Zinsveränderung Marktwertveränderung zinssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 200 BP -5,049 Mrd. €
Anstieg um 100 BP -2,782 Mrd. €
Rückgang um 100 BP 3,298 Mrd. €
Rückgang um 200 BP 7,111 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2012 38,197 Mrd. €

Marktpreisrisiko Wechselkurse

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Wechselkursveränderung Marktwertveränderung währungssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 10% 2,686 Mrd. €
Rückgang um 10% -2,686 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2012 29,761 Mrd. €

Risiken aus unserem Beteiligungsbesitz steuern wir durch die enge Einbindung der Gesellschaften in den konzernweiten Planungs- und Controlling-Prozess.

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für die Münchener Rück AG entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert, zum Beispiel eines Emittenten von Wertpapieren oder eines anderen Schuldners mit Verpflichtungen gegenüber unserer Gruppe.

Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir das Kreditrisiko auch aktiv durch die Zeichnung von Rückversicherungsgeschäft ein. Beispiele hierfür sind die Kredit- oder Finanzrückversicherung.

Unser internes Risikomodell bildet zahlreiche Faktoren ab, die das Risiko ökonomischer Verluste aus unseren Kreditexponierungen analysieren. Dabei werden Bonitätsrisiken aus dem Versicherungsgeschäft und den Kapitalanlagen berücksichtigt. Auf der Versicherungsseite modellieren wir vor allem die Risiken aus der Warenkredit-, Kautionsrückversicherung sowie aus der Rückversicherung von politischen Risiko-Deckungen. Auch Bonitätsrisiken, die mit unseren Forderungen gegen Versicherungsunternehmen, zum Beispiel aus Retrozessionen, zusammenhängen, tragen wir unter Beachtung vorhandener Besicherungen Rechnung. Bonitätsrisiken im Anlageportfolio messen wir auf der Grundlage eines Credit-Value-at-Risk-Ansatzes (CVaR). Seine wichtigsten Parameter sind das Anlagevolumen, die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Ratingklassen, Zinskurven sowie die Wiedereinbringungsraten bei insolventen Schuldnern. Die korrelierten Übergänge zwischen den Ratingklassen sowie die Ausfälle einzelner Emittenten werten wir mit Simulationstechniken aus. Die Neubewertung unserer Kapitalanlagen unter diesen Szenarien führt zu einer künftigen Gewinn- und Verlustverteilung. So ermitteln wir den adäquaten Kapitalbedarf für das Bonitätsrisiko und steuern unser Portfolio im Hinblick auf erwartete und unerwartete Schäden.

Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem: Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Anlagen in strukturierten Produkten werden vollständig und Wertpapierleiheaktivitäten zum überwiegenden Teil hiervon getrennt überwacht und über Volumenlimite gesteuert. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei OTC-Derivaten oder bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das daraus resultierende Kreditrisiko.

Um neben dem Kreditrisiko von Staatsanleihen weitere Länderrisiken zu berücksichtigen, erstellt unsere Beratungseinheit für strategische und ökonomische Themen, Group Development, zusätzlich zum reinen Ausfallrating ein spezielles Länderscoring. Dieses Scoring bildet die wesentlichen politischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Risiken in einem Land ab und erlaubt uns, Länderrisiken - die für einzelne Geschäftsfelder von unterschiedlicher Bedeutung sind - zusätzlich umfassend einzuschätzen.

Im Bereich Retrozessionen steuern wir das Ausfallrisiko mithilfe des Retro Security Committee. Seine Experten überprüfen unabhängig und anhand verschiedener Kriterien (zum Beispiel Mindestratings, Marktdaten oder Eigenkapitalanforderungen) die Qualität unserer wesentlichen Retrozessionäre. Sie vergeben auf der Grundlage einer vom Risikomanagement vorgegebenen Zeichnungsrichtlinie angemessene Limite für die Kontrahenten.

In Rückdeckung gegebene Schadenrückstellungen und Deckungsrückstellungen

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% 31.12.2012 Vorjahr
AAA 0,3 -
AA 69,9 77,9
A 22,6 13,3
BBB und geringer 0,4 0,3
kein Rating verfügbar 6,8 8,4

Zum 31. Dezember 2012 waren unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Geschäft folgenden Ratingklassen zugeordnet:

Rating der Abrechnungsforderungen

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Mio. € 31.12.2012
AAA 0,2
AA 370,0
A 17,0
BBB und geringer 0,3
ohne externes Rating 49,2

Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 2,7 Milliarden € waren am Bilanzstichtag 52,0 Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle für die vergangenen drei Jahre zusammen belaufen sich auf 4,3 Millionen €.

Operationelles Risiko

Munich Re versteht unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern. Diese Risiken werden qualitativ mithilfe des IKS identifiziert und gesteuert.

Außerdem definiert unser Security & Continuity Risk Management Framework die Rahmenvorgaben für ein gruppenweit einheitliches Vorgehen bei der Erkennung und Bewertung von Sicherheitsrisiken für Menschen, Informationen und Sachwerte. Unser Ziel ist, die störungsfreie Fortführung unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Wir bemühen uns intensiv darum, die Mitarbeiter zur Erkennung möglicher Sicherheitsgefahren zu sensibilisieren und damit eine angemessene Risikokultur zu entwickeln. Dazu zählt die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und diese als Chance zur Verbesserung zu erkennen.

Die Quantifizierung operationeller Risiken erfolgt jährlich durch Expertenschätzungen im Rahmen von Szenarioanalysen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko steuern wir über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht.

Das Liquiditätsrisiko-Management berücksichtigt unter anderem

bekannte und erwartete Auszahlungsverpflichtungen durch eine regelmäßige, detaillierte Liquiditätsplanung auf Ebene der Einzelunternehmen und ein zentrales Cashflow-Reporting;

kurzfristige Nachschussverpflichtungen und Besicherungspflichten aus Derivatepositionen;

unerwartet hohe Belastungen, etwa infolge von Kumulschäden, die weit über das normale Maß der Schadenerwartung hinausgehen.

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln im Konzern optimieren wir ferner mithilfe interner Finanzierungen und eines Cash-Pools, der von den Gruppenunternehmen gespeist wird. Durch strenge Verfügbarkeitsanforderungen, die auch die aufsichtsrechtlichen Regelungen berücksichtigen, stellen wir sicher, dass jede Einheit ihre Zahlungsverpflichtung erfüllen kann.

Strategisches Risiko

Munich Re definiert strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale von Munich Re und ihrer Geschäftsfelder. Sie bergen die Gefahr, dass der Unternehmenswert nachhaltig und deutlich abnimmt.

Diesem Risiko begegnen wir, indem wir wesentliche strategische Themen und Entscheidungen im Strategieausschuss diskutieren und ihre Implementierung regelmäßig nachhalten. Dem Strategieausschuss gehören die Mitglieder des Konzernausschusses und damit auch der CRO sowie die Chief Executive Officers (CEOs) der Geschäftsfelder und der Leiter der Einheit Group Development an. Dadurch verzahnen wir strategische Entscheidungsprozesse und Risikomanagement eng. IRM ist zusätzlich in die operative Geschäftsplanung ebenso wie in die Prozesse bei Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen eingebunden.

Reputationsrisiko

Wir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten) verschlechtert.

Wir überwachen das Reputationsrisiko, indem wir an verschiedenen Stellen im Haus Prozesse zu seiner Identifikation etabliert haben. Diese reichen von der allgemeinen Erfassung der Risiken im Rahmen von IKS, über die Einrichtung eines Hinweisgeber-Systems bis hin zu unserem Ad-hoc-Meldeprozess. Die Beurteilung konkreter Einzelfälle, die Reputationsfragen aufwerfen können, wird in den Geschäftsfeldern entweder in einem Reputational Risk Committee (RRC) oder im Rahmen eines vergleichbaren Prozesses vorgenommen, in dem die Konsultation von Experten durch eine koordinierende Stelle sichergestellt ist. Bei allen Fragen zur Einschätzung von Reputationsrisiken ist im Zweifelsfall der Compliance Officer der jeweiligen Einheit ein Ansprechpartner. Im Group Compliance Committee (GCC) werden Reputationsrisiken zusätzlich auf Gruppenebene betrachtet, um eine gruppeneinheitliche Analyse und Behandlung sicherzustellen. Ferner werden sensible Themen, die auch in Reputationsrisiken münden können, in unserem Group Corporate Responsibility Committee (GCRC) geschäftsübergreifend behandelt.

Im Jahr 2012 gab es erneut Presseberichte über Fehlverhalten bei ERGO im Zusammenhang mit Incentive-Reisen oder Vorwürfe zur Umdeckung von Versicherungspolicen. Diese haben die Reputation von ERGO - und damit auch von Munich Re - belastet. ERGO hat darauf unter anderem mit der Offenlegung umfangreicher Informationen zu Fehlverhalten auf Wettbewerbsreisen und anderen Vertriebsveranstaltungen auf ihrer Webseite reagiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen entwickelt, um vergleichbare Fälle nach Möglichkeit künftig zu verhindern. Neben der Änderung zentraler Verhaltens- und Organisationsrichtlinien bei ERGO wurde bereits 2011 vor allem die Compliance-Funktion gestärkt und im Berichtsjahr weiter ausgebaut.

Übersicht Risikolage

Im zentralen Risikomanagement schätzen wir unsere Risikolage anhand qualitativer und quantitativer Faktoren ein. Die Risikolage von Munich Re war während des gesamten Berichtszeitraums tragfähig und kontrolliert. Unsere gut eingeführten modernen Risikomanagement-Prozesse, verbunden mit unserer soliden Kapitalausstattung, haben die Leistungs- und Überlebensfähigkeit des Unternehmens im Sinne unserer Kunden und Aktionäre jederzeit gewährleistet. Neben den versicherungstechnischen und Kapitalmarktrisiken, die zu unserem Geschäftsmodell gehören, die wir gut einschätzen können und daher bewusst eingehen, gibt es eine Vielzahl anderer Risiken, denen Munich Re - wie andere Unternehmen auch - unweigerlich ausgesetzt ist. Ihr Auftreten ist zufällig und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen sind zumeist schlecht einzuschätzen. Wir beobachten daher unsere Umwelt und unser Unternehmen sehr genau, um auch diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Schadenabwehr treffen zu können.

Internes Risikomodell

Um die Gesamtrisikosituation quantitativ zu beurteilen, nutzen wir unser internes Risikomodell, dem ein Bottom-up-Ansatz zugrunde liegt. Der gruppenweite Risikokapitalbedarf wird auf Geschäftsjahresbasis ermittelt. Das Risikokapital, das für diesen Zeitraum vorgehalten wird, leitet sich aus unserer Risikotoleranz ab. Allen Risiken, die über diesen einjährigen Zeithorizont hinausgehen, wird mit Kosten für das Vorhalten von Risikokapital während der weiteren Abwicklung Rechnung getragen. Bei der Berechnung orientieren wir uns am sogenannten Kapitalkostenansatz. Bei der Risikokapitalbestimmung untersuchen wir die Risikosegmente Versicherung, Markt, Kredit sowie berücksichtigen auch operationelle Risiken. Die Versicherungsrisiken unterteilen wir in Schaden/Unfall- sowie Lebens- und Krankenrisiken. Diese Risikoarten sind in weitere Unterkategorien gegliedert. Im Rückversicherungssegment Schaden/Unfall zum Beispiel unterscheiden wir nach Schäden aus Naturgefahren, anderen Kumulschäden (etwa Terrorismus oder Haftpflichtkumule), Großschäden und Basisschäden. Diese Risiken werden zunächst separat modelliert. Um das Gesamtrisiko zu evaluieren, verwenden wir anschließend statistische Aggregationsmethoden, die auch Risiken aufgrund von "Tail-Abhängigkeiten" berücksichtigen (das heißt, dass Extremereignisse gleichzeitig unterschiedliche Sparten, Orte und Risikoarten betreffen).

Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen

Die Münchener Rück AG erfüllt die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsbestimmungen, die eine festgelegte Mindestausstattung an Eigenmitteln fordern und durch spezifische Ratings der führenden Ratingagenturen ergänzt werden. Weitere Informationen dazu enthält der Abschnitt Finanzlage.

Ausgewählte Risikokomplexe

Übergreifende Kumulrisiken

Auswirkungen der Länderschuldenkrise

Als Rückversicherer verwalten wir neben unserem eigenen Vermögen auch das Vermögen unserer Kunden. Bei der Kapitalanlage müssen wir neben den klassischen Marktrisiken auch das Risiko von Bonitätsverschlechterungen und Ausfällen von Schuldnern in Kauf nehmen. Offensichtlich ist das bei Unternehmensanleihen. Doch auch die in der Vergangenheit scheinbar sicheren Staatsanleihen bergen beträchtliche Risiken. Die Eurozone ist unser Heimatmarkt. Entsprechend stark sind wir - breit diversifiziert und als natürliche Gegenposition zu unseren Euro-Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft - im Euro investiert.

Trotz der sich im zweiten Halbjahr 2012 deutlich verbesserten Stimmung am Kapitalmarkt ist auch im Jahr 2013 eine Fortsetzung der Euro-Schuldenkrise zu erwarten. Das Maßnahmenarsenal der Politik zur Gegensteuerung hat sich zwar vergrößert und auch die EZB hat neue Instrumente eingeführt. So hat zum Beispiel der EZB-Rat am 6. September 2012 die Modalitäten für die Durchführung von geldpolitischen Outright-Geschäften festgelegt. Das sind Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen an den Sekundärmärkten. Trotz dieser Maßnahmen ist die fundamentale Situation der Staatsfinanzen in einigen Ländern weiterhin kritisch. Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung und eine Ausdehnung der Sparmaßnahmen trotz Rezession und hoher Arbeitslosigkeit stellen insbesondere die nationalen politischen Mandatsträger vor große Herausforderungen. Die Anleiherenditen von Ländern, deren Ausfallrisiko als niedrig betrachtet wird, sind weiter auf einem historisch niedrigen Niveau. Dies gilt insbesondere für Emissionen Deutschlands und der USA. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten unserer Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten an den Bewertungsstichtagen. Diesen Risiken wirken wir, neben einem engen Monitoring, mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen entgegen.

Im Rückversicherungsgeschäft überprüfen wir, ob die in unseren Bewertungs- und Pricingsystemen errechneten technischen Preise dem aktuellen Zinsumfeld genügend Rechnung tragen. Geschäftliche Aktivitäten mit wesentlichen Risiken in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld werden überprüft und gegebenenfalls eingeschränkt.

Bei der Überwachung der Länderrisiken verlassen wir uns nicht nur auf die gängigen Ratings, sondern analysieren eigenständig die politische, wirtschaftliche und fiskalische Situation in den für die Kapitalanlage in Betracht kommenden Staaten. Zudem werten unsere Experten die Informationen aus, die sich aus den Börsenkursbewegungen der von den Staaten emittierten Anleihen ableiten lassen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, über die das Group Risk Committee entscheidet. Diese Limite sind konzernweit bei der Vermögensanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend; Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch das Group Risk Committee. Auch aufgrund dieses engen Monitorings sind unsere direkten und indirekten Exponierungen in den Staaten der Euro-Peripherie gering.

Auf Basis von definierten Stress-Szenarien bezüglich der weiteren Entwicklungen in der Länderschuldenkrise prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen und die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte.

Pandemie

Ein weiteres Beispiel für übergreifende Kumule ist der Fall einer schweren Pandemie, bei dessen Eintreten Munich Re (wie andere Unternehmen der Versicherungswirtschaft) Risiken aus deutlich erhöhter Mortalität und Morbidität sowie Verwerfungen auf den Kapitalmärkten ausgesetzt wäre. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend analysieren (Szenarioanalyse) und geeignete Limite definieren.

Klimawandel

Der Klimawandel ist eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft.

In unserem Corporate Climate Centre entwickeln wir hierzu einen ganzheitlichen strategischen Ansatz und analysieren und bewerten dieses Risiko. Die Ergebnisse stehen allen Geschäftsbereichen und dem Asset-Liability-Management zur Verfügung.

Wir können die bekannten Risiken unseres Bestands auf der Basis des aktuellen Stands der Klimaforschung angemessen beurteilen. Allerdings sind die wissenschaftlichen Forschungsgebiete zu Klimawandelfragen vielschichtig, und das politisch-regulatorische Umfeld entwickelt sich dynamisch; daher sind wir zur Vorsicht gezwungen, wenn wir neue oder sich ändernde Risiken identifizieren und bewerten. Für sie verwenden wir einen fachübergreifenden Ansatz, der - je nach Risikosituation - das relevante Wissen und die Erfahrung unserer Naturwissenschaftler, Underwriting-Experten, Juristen, Ökonomen, Soziologen und Aktuare nutzt und bündelt. Erforderliche Anpassungen in der Risikobewertung aufgrund neuer Ergebnisse in der Klimaforschung oder tatsächlicher Schadenentwicklungen können wir wegen der meist einjährigen Vertragslaufzeit bei unseren Naturgefahrendeckungen zeitnah umsetzen.

Veränderte physische Umweltbedingungen und neue regulatorische Rahmenbedingungen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, öffnen uns jedoch auch viele Geschäftschancen. Auf der Grundlage unseres Wissens, das wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben, nutzen wir diese Chancen: zum Beispiel mit neuen Versicherungsprodukten für Technologien im Bereich erneuerbarer Energien.

Neue und komplexe Risiken

Unsere Risikofrüherkennung erfasst unter anderem Emerging Risks; also Risiken, die entstehen, weil sich rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische Rahmenbedingungen ändern, sodass sie noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Bei ihnen ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit naturgemäß sehr hoch.

Trends und schwache Signale identifizieren wir auf vielfältige Weise, zum Beispiel mithilfe einer systematischen Trendforschung, unseres Knowledge-Managements oder regelmäßiger strukturierter Diskussionen im "Emerging Risks Think Tank", einer Gruppe von Experten, die Emerging Risks auf mögliche Auswirkungen auf Munich Re untersucht. Dabei geht es auch um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Risiken sowie um weitergehende Folgen, die - auch indirekt - mit den Emerging Risks verbunden sind. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen das interne Frühwarnsystem, beispielsweise die Emerging-Risk-Initiative des CRO Forums.

Da die globalen Abhängigkeiten zunehmen und sich technologische Innovationen rasch verbreiten, treten vermehrt Ereignisse auf, die sich dem klassischen Risikomanagement über Szenarien entziehen. Sowohl das Auftreten eines Ereignisses als auch die möglichen Folgewirkungen sind zunehmend schwer vorhersehbar. Beispiele aus der Vergangenheit sind das Erdbeben in Japan und die Überschwemmung in Thailand aus dem Jahr 2011. Beide Naturkatastrophen wirkten sich nicht nur verheerend auf Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft in den betroffenen Regionen aus, sondern betrafen auch die weltweiten Lieferketten. Die Naturkatastrophe führte damit mittelbar zu Betriebsunterbrechungen im verarbeitenden Gewerbe in weit entfernten Ländern. Derartige Ereignisketten werden in der Zukunft wichtiger werden. Mithilfe eines systembasierten Ansatzes analysieren wir daher auch Abhängigkeiten in komplexen Risiken. Munich Re hat hierfür den Complex Accumulation Risk Explorer (CARE) entwickelt. Mit dieser Methode können Risiken und deren Wechselwirkungen transparent gemacht und zumindest ansatzweise quantifiziert werden. Mit CARE können wir die Identifikation und Strukturierung komplexer Kumulrisiken in unserem eigenen Risikomanagement verbessern und unsere Kunden unterstützen. Damit kommen wir auch der steigenden Nachfrage nach der Rückversicherung derartiger Risiken entgegen.

Rechtliche und aufsichtsrechtliche Risiken

Rechtsrisiken

Die Verfahren, welche die spanische Kartellbehörde (CNC - Comisión Nacional de la Competencia) seit 2009 gegen mehrere Erst- und Rückversicherer, darunter die Münchener Rück Sucursal España y Portugal, wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Absprachen im spanischen Decennale-Geschäft (Pflichtversicherung für Gewährleistungsansprüche bei Bauleistungen) führt, dauern an. Die Münchener Rück Sucursal España y Portugal hat im Dezember 2009 gegen den Bußgeldbescheid der CNC in Höhe von 15,9 Millionen € Berufung eingelegt, der das Gericht inzwischen stattgegeben hat. Die CNC hat hiergegen fristgerecht Rechtsmittel eingelegt.

Nach dem Scheitern des bundesstaatlichen Gesetzgebungsverfahrens zum Fairness in Asbestos Injury Resolution Act im Februar 2006 wurden in mehreren US-Bundesstaaten Gesetzesinitiativen (Tort Reform) verabschiedet, die sich aus unserer Sicht positiv auf die Regulierung von Asbestschäden auswirken können. Aufgrund von Enthüllungen über häufig fragwürdige Asbesterkrankungsdiagnosen und daraus folgenden Klagen befassen sich einige Untersuchungsausschüsse mit der Aufklärung der Umstände. Ähnlich fragwürdige Praktiken wurden bei Silikoseklagen aufgedeckt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass man in der US-Rechtspraxis missbräuchlichen Haftpflichtklagen zunehmend entschlossen entgegentritt. Ob und inwieweit dies die Schadenentwicklungen in der Versicherungswirtschaft künftig vorteilhaft beeinflusst, lässt sich derzeit nicht sagen, zumal die Klägeranwaltschaft große Anstrengungen unternimmt, die Initiativen der Tort Reform zurückzudrängen. Zurzeit belasten uns noch immer teilweise hohe Nachmeldungen für Schäden aus Asbesterkrankungen und ähnlichen Haftungskomplexen. Wir können zwar beobachten, dass die Zahl der Asbestklagen insgesamt rückläufig ist, die Anzahl schwerer Mesothelioma- und anderer Krebsfälle blieb in den vergangenen Jahren jedoch relativ konstant.

Ehemalige Minderheitsaktionäre der ERGO Versicherungsgruppe AG versuchen, in einem Spruchverfahren eine Nachbesserung ihrer Barabfindung zu erreichen. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 237.000 Stück) und das obere Ende der Bandbreite, innerhalb derer man den Unternehmenswert der ERGO Versicherungsgruppe AG zum Bewertungsstichtag festsetzen kann. Wir schätzen das Risiko auf einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

Drei unserer Aktionäre leiteten nach der Hauptversammlung 2012 jeweils Anfechtungs- und Auskunftsverfahren gegen die Münchener Rück AG ein. Beide Klagen wurden im Dezember 2012 abgewiesen. Bei der Auskunftsklage sind keine Rechtsmittel zugelassen, gegen die Abweisung der Anfechtungsklage wurde Berufung eingelegt. Wir gehen davon aus, dass das Rechtsmittel erfolglos bleibt.

Zwischen einigen ehemaligen Versicherungsvermittlern und der ERGO Lebensversicherung AG bestehen Rechtsstreitigkeiten, die mittlerweile zum großen Teil abgeschlossen sind. Im Zusammenhang mit weitreichenden Forderungen der ehemaligen Vermittler kam es seit Mai 2011 in den Medien zu schweren Vorwürfen, bei denen auch über Fehlverhalten bei Incentive-Reisen sowie über Fehler beim Vertrieb von Versicherungsprodukten durch ERGO berichtet wurde. Dazu gab es umfangreiche Prüfungen der Konzernrevision und der internen Revision von ERGO. ERGO hat eine Korrektur von Fehlern in die Wege geleitet und für etwaige Verpflichtungen Rückstellungen gebildet. Gegen ERGO und Munich Re wurden zudem aufgrund des gesamten Vorgangs zusätzliche Schadenersatzansprüche angekündigt. Finanzielle Belastungen und Reputationsschäden für Unternehmen der Munich Re Gruppe im Zusammenhang mit den Vorwürfen sind auch künftig nicht auszuschließen.

Steuerrisiken

Als Reaktion auf die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise ist europaweit eine Tendenz zur Erhöhung der Unternehmensteuerbelastung erkennbar. In Deutschland werden vor allem die Einführung einer Finanztransaktionsteuer, der Vermögensteuer und die Abschaffung der Steuerbefreiung für Dividenden und Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen im Streubesitz diskutiert. Welche dieser Konzepte tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Jährliche steuerliche Mehrbelastungen im unteren dreistelligen Millionenbereich sind nicht ausgeschlossen.

Regulatorische Entwicklungen

Die künftigen regulatorischen Anforderungen sind unter anderem durch das Voranschreiten des Solvency-II-Projekts der Europäischen Union im Jahr 2012 wieder etwas deutlicher geworden. Dennoch bleiben weiterhin Unsicherheiten, vor allem hinsichtlich der Fristen zum Übergang von Solvency I auf Solvency II. In Bezug auf die erste Säule von Solvency II sind die Entwicklungen mit Ausnahme des zentralen Aspekts der Bewertung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten bereits sehr weit fortgeschritten. Die noch nicht entschiedenen offenen Fragen haben insbesondere für die Lebenserstversicherung weitreichende Auswirkungen auf die Kapitalisierung unter Solvency II. Was die qualitativen Anforderungen an Versicherungsunternehmen und Aufsichtsbehörden betrifft, die in der zweiten Säule von Solvency II dargestellt sind, schafft der Entwurf der Durchführungsbestimmungen der Solvency II Expert Group (SEG) zunehmend Klarheit. Allerdings sind diese Bestimmungen noch nicht verabschiedet worden.

Auf nationaler Ebene wird durch die Umsetzung der Solvency-II-Richtlinie auch das deutsche Aufsichtsrecht einen Wandel erfahren. Allerdings verzögert sich der nationale Gesetzgebungsprozess aufgrund der offenen Fragen auf europäischer Ebene im laufenden Solvency-II-Projekt.

Auf globaler Ebene wird an zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen für systemisch relevante Finanzdienstleister (Sifi) gearbeitet. Systemische Relevanz zielt hier nicht auf die grundsätzliche Bedeutung einer Branche für die Volkswirtschaft ab, sondern auf die Auswirkungen, welche die Insolvenz eines einzelnen Unternehmens für die globale Realwirtschaft zur Folge haben kann. Der Schwerpunkt der Diskussionen, die in erster Linie vom Financial Stability Board (FSB) geführt werden, liegt zurzeit bei der Bankenwirtschaft. Die Untersuchungen für den Versicherungssektor wurden zeitlich von denen für die Banken entkoppelt und werden von der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) geleitet. Die Versicherungswirtschaft ist der Auffassung, dass von ihrem Kerngeschäft keine systemische Gefahr ausgeht. Munich Re beteiligt sich aktiv an den Konsultationen. Erste zuverlässige Einschätzungen, ob die Versicherungswirtschaft insgesamt und insbesondere die Rückversicherungsunternehmen und Munich Re von zusätzlichen Anforderungen betroffen sein könnten, werden sich voraussichtlich erst im Sommer 2013 treffen lassen. Die Spannbreite möglicher Sifi-spezifischer Anforderungen könnte von zusätzlichen Berichtspflichten bis zu erhöhten Eigenmittelanforderungen reichen.

Sonstige Rechtsentwicklungen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 1. März 2011 eine Grundsatzentscheidung zur geschlechtsbezogenen Differenzierung im Bereich des Versicherungswesens getroffen: Demnach ist eine europarechtliche Regelung mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 aufgehoben, welche es den Mitgliedstaaten erlaubt Unterschiede bei der Berechnung von Versicherungsleistungen und -prämien von Männern und Frauen zuzulassen. Dies gilt auch dann, wenn die Berücksichtigung des Geschlechts auf einer Risikobewertung fußt, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht. Die darauf basierenden Gesetze der Mitgliedstaaten, unter anderem in Deutschland, müssen dieser Rechtsprechung angepasst werden. Das Urteil führt zu erheblichen Änderungen bei der Berechnung von Versicherungsleistungen und -prämien. Durch Anwendung der Hinweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) werden die Risiken ausreichend begrenzt bzw. eliminiert.

Die anhaltenden Diskussionen zum deutschen Gesundheitssystem könnten zu weiteren Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen führen. Hier ist insbesondere die sogenannte Bürgerversicherung zu nennen. Würden alle Personen in die Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen, würde die Bürgerversicherung zumindest das Neugeschäft der privaten Krankenversicherer in der Vollversicherung beenden. Wir beobachten dieses Risiko schon seit vielen Jahren. Für die gesetzliche Pflegeversicherung gibt es mit der "Pflegebürgerversicherung" analoge Vorschläge.

Zusammenfassung

Die Leitungsgremien von Munich Re haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2012 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für beherrschbar und kontrolliert.

Chancenbericht

Das von Munich Re (Gruppe) verfolgte Geschäftsmodell besteht aus einer Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Wir sind vom Zukunftspotenzial der traditionellen Rückversicherung überzeugt; mit den aus dem Rückversicherungssegment betriebenen Erstversicherungsaktivitäten sowie unserem Engagement bei ERGO und Munich Health haben wir uns aber profitable Wachstumschancen erschlossen, die sich einem reinen Rückversicherer voraussichtlich nicht bieten werden. Wir übernehmen Risiken aus den verschiedensten Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens und bieten finanziellen Schutz und Risikomanagement. Im Kapitel Ausblick geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter realistischen Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame, globale Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können jedoch niemals ganz ausgeschlossen werden. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein ausgefeiltes Risikomanagement etabliert, das im Kapitel Risikobericht ausführlich beschrieben wird. Gleichzeitig sind wir auch gut gerüstet, um unvorhergesehene Chancen zum Nutzen unseres Unternehmens ergreifen zu können.

So eröffnen sich uns offenkundig erweiterte Geschäftsmöglichkeiten, wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen. Eine stärkere Erholung der US-Konjunktur oder eine rasche Stabilisierung der Situation in der Eurozone neben ungebremster Wachstumsdynamik in den Schwellenländern würde einen Nachfragesog und einen Umsatzanstieg in den meisten Versicherungssparten auslösen. Zudem könnte eine solche Entwicklung zu einer allmählichen Normalisierung an den Anleihemärkten und damit zu langsam wieder ansteigenden Renditen für US-amerikanische und deutsche Staatsanleihen führen. Dies würde für unser Kapitalanlageergebnis kurzfristig Belastungen, langfristig aber Mehrerträge mit sich bringen und käme damit unserem langfristigen Versicherungsgeschäft zugute.

Weitere Trends und Umwälzungen, die den Versicherungsbedarf der Kunden oder das Angebot prägen, sind der technische Fortschritt, der demografische Wandel sowie Veränderungen des rechtlichen Umfelds wie insbesondere regulatorische Eingriffe. Munich Re könnte davon in all ihren Geschäftsfeldern auf der Basis ihrer guten Kapitalausstattung sowie ihrer hohen Fachkompetenz und mit einer schnellen Anpassung der Produktportfolios an den neu entstehenden Märkten partizipieren.

Regeln im Versicherungsaufsichtsrecht und für die Rechnungslegung, die wirtschaftliche Verhältnisse richtig abbilden und international harmonisiert sind, nutzen Kunden und Anbietern.

Für die Münchener Rück AG gibt es dadurch trotz der Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld viele Chancen zur Weiterentwicklung. Beispielsweise benötigen Erstversicherer aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen zunehmend Lösungen zur Verstetigung ihrer Vermögens- und Ertragslage sowie zu einer nachhaltigen Optimierung ihrer Kapitalausstattung. Munich Re kann ihnen als langfristiger strategischer Partner mit einer starken Kapitalbasis und einem ganzheitlichen Angebot von der übergreifenden Beratung bis zum kompletten Spektrum an Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen einen signifikanten Mehrwert bieten.

Einen großen Einfluss auf unser Geschäft haben auch die Trends bei der Entwicklung von schweren Naturkatastrophen. Wir gehen langfristig von einer durch den Klimawandel beeinflussten Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen und der Schäden daraus aus, wobei sich regional und je nach Gefährdungsart unterschiedliche Entwicklungen ergeben. Wo nötig passen wir unsere Risikomodelle und unser Risikomanagement entsprechend an. Durch Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergeben sich erhebliche Geschäftschancen für Munich Re, da der Einsatz neuer Technologien etwa im Bereich der erneuerbaren Energien durch neuartige Risikotransferlösungen erleichtert wird.

Unabhängig davon ergeben sich langfristig Chancen zur Geschäftsausweitung im Kerngeschäft der Rückversicherung, da die Werte in vielen naturgefahrenexponierten Regionen stark steigen und somit der Bedarf an Versicherung wächst. Munich Re ist hier durch ihre Kompetenz in der Analyse von Großschadenereignissen hervorragend positioniert.

Erfolgreiche Neuentwicklungen zur Versicherung bisher nicht versicherter wirtschaftlicher Risiken sind eine weitere Möglichkeit für zusätzliches profitables Geschäft. Wir arbeiten permanent gemeinsam mit unseren Kunden daran, die Grenzen der Versicherbarkeit zu erweitern. Nähere Informationen dazu finden Sie in dem Kapitel Forschung und Entwicklung.

Die rasante Entwicklung der Schwellenländer bietet ebenfalls Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung unseres Geschäftsportfolios. In vielen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas ist Munich Re als Rückversicherer führend.

Zudem gibt es Chancen in attraktiven Nischen. So wächst zum Beispiel die Ernteausfallversicherung auf Basis von Public Private Partnerships stark, weil die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und der Klimawandel den Bedarf der Landwirte nach einer Absicherung ihrer finanziellen Risiken erhöhen. Hier hat Munich Re als Marktführer Kompetenzen aufgebaut und gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden und den Erstversicherern nachhaltige Versicherungskonzepte etabliert. Attraktive Nischen erschließt Munich Re auch im Industrieversicherungsgeschäft, auf Feldern, bei denen wir unser Knowhow aus dem Rückversicherungsgeschäft nutzen können, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Energieerzeugung und anspruchsvollen technischen Großprojekten.

In der Lebensversicherung ergeben sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Herausforderungen und Chancen aus dem Altersvorsorgebedarf einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung bei gleichzeitig immer stärker schwankenden Kapitalmärkten. Als Rückversicherer ist Munich Re über ein spezifisches Angebot an Absicherungslösungen für Kapitalanlagen ("Asset Protection") ein kompetenter Partner für Lebenserstversicherungsunternehmen. Behutsame Wachstumspotenziale sehen wir auch bei der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken.

Ausblick

Die kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Bereits im Abschnitt "Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung" haben wir darauf verwiesen, dass für unsere Unternehmenssteuerung die Gruppensicht, in der die Münchener Rück AG ein bedeutender Bestandteil ist, maßgeblich ist. Aufgrund der gesellschaftsübergreifenden Steuerung unserer Geschäftsfelder ist es schwierig, die Münchener Rück AG aus diesem Gesamtkontext zu extrahieren. Im Folgenden werden daher durchgängig die Einschätzungen des Konzerns und der Rückversicherungsgruppe beschrieben. Falls nicht explizit von der Münchener Rück AG gesprochen wird, ist daher der Konzern oder die Rückversicherungsgruppe gemeint.

Gegenüberstellung des Ausblicks für 2012 mit dem erreichten Ergebnis 2012

Ab 2012 haben wir im Konzern die Segmentberichterstattung umgestellt, um den Ausweis an die interne Steuerung anzugleichen und die Transparenz unserer Erfolgsrechnung weiter zu erhöhen. Bisher wurden die Segmentbilanz und die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung vor der Eliminierung von konzerninternem Geschäft dargestellt, ergänzt um eine eigene Spalte, welche die Konsolidierung aufzeigte. Seit dem ersten Quartal 2012 werden diese beiden Bestandteile des Segmentberichts nach Eliminierung von konzerninternem Geschäft ausgewiesen. Deshalb lässt sich der Ausblick für 2012, den wir im Geschäftsbericht 2011 für die Segmente Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health gegeben haben, nicht mehr unmittelbar mit Werten in diesem Geschäftsbericht für diese Segmente vergleichen. Grundsätzlich sind die Segmentbeiträge und das Segmentergebnis im Vergleich zu der Darstellung vor Eliminierung von konzerninternem Geschäft geringer oder maximal gleichbleibend.

Munich Re (Gruppe)

Vergleich Zielgrößen Munich Re (Gruppe) 2012 mit erreichtem Ergebnis

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    Ziel 2012 Ergebnis 2012
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 48-50 52,0
Konzernergebnis Mrd. € ca. 2,5 3,2
Kapitalanlagerendite % ca. 3,5 3,9
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15 13,2

Die Bruttobeiträge lagen mit 52 Milliarden € rund 2 Milliarden € über der Obergrenze des Zielkorridors 2012; der Mehrbeitrag kam aus der Rückversicherung und Munich Health.

Das Konzernergebnisziel wurde dank eines im Vergleich zum Ziel noch besseren versicherungstechnischen Ergebnisses in der Rückversicherung und eines höheren Kapitalanlageergebnisses deutlich übertroffen. Dem Kapitalanlageergebnis kamen erhöhte Abgangsgewinne zugute, weil das Zinsniveau niedriger und die Kurswerte der veräußerten festverzinslichen Finanzinstrumente folglich höher waren als erwartet.

Deshalb lag die Verzinsung der Kapitalanlagen mit 3,9% über dem Zielwert, obwohl die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen zurückgingen.

Das Ziel einer Rendite von 15% auf unser risikoadjustiertes Eigenkapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg ist im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld schwer zu erreichen. 2012 kam der RoRaC mit 13,2% diesem Langfristziel erfreulich nahe.

Ausblick 2013

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur

Voraussichtlich wird die Weltwirtschaft auch 2013 nur moderat wachsen. Die Konsolidierung der Staatsfinanzen und die hohe Arbeitslosigkeit dürften die konjunkturelle Dynamik in vielen Industrieländern schwächen. In der Eurozone rechnen wir auf Jahresbasis allenfalls mit einer leichten Erholung, für die USA erwarten wir nur mäßiges Wachstum. In den Schwellenländern, vor allem in China, Indien und Brasilien, gehen wir von einem stärkeren Wachstum als 2012 aus. Dementsprechend wird die Inflation in den meisten Industrieländern moderat ausfallen und nur in einigen Schwellenländern ein erhöhtes Niveau erreichen.

Der wirtschaftliche Ausblick ist von großen Unsicherheiten überschattet. In einigen Industrieländern ist ein Einbruch der Konjunktur bis hin zu einer länger anhaltenden Stagnation nicht auszuschließen. Ein dauerhaftes Niedrigzinsumfeld würde die Lage der Lebensversicherungsunternehmen sehr erheblich und die von in anderen Sparten aktiven Versicherern spürbar beeinträchtigen. Der hohe Verschuldungsgrad vieler Staaten, eine Eskalation des haushaltspolitischen Streits in den USA oder Verwerfungen in der Eurozone könnten das globale Finanzsystem und die Weltwirtschaft zum Nachteil der Versicherungswirtschaft weiter destabilisieren.

Die erheblichen Interventionen der Zentralbanken und die damit verbundene Ausweitung der Geldmenge könnten bei einer überraschend starken konjunkturellen Erholung eine höhere Inflation mit einer entsprechenden Verteuerung der Schadenkosten für die Versicherer nach sich ziehen.

Mögliche geopolitische Auseinandersetzungen, etwa im Nahen und Mittleren Osten oder in Ostasien, bleiben unverändert ein nennenswertes Risiko für die Weltwirtschaft und damit für die Versicherungswirtschaft.

Kapitalmärkte

Eine langsame Belebung der wirtschaftlichen Aktivität im Jahresverlauf 2013 - getrieben durch weitere expansive Maßnahmen der EZB in Verbindung mit einer allmählich nachlassenden Kreditklemme in der Eurozone - sollte die Lage an den Märkten für risikobehaftete Wertpapiere stützen. Im Gegenzug dürften die Renditen für deutsche Staatsanleihen, die momentan außerordentlich niedrig sind, wieder steigen. An den Aktienmärkten sind, ausgehend von den zuletzt sehr niedrigen Volatilitäten, höhere Schwankungen zu erwarten, da die politische Unsicherheit weiter hoch bleibt. Zudem rechnet derzeit ein Teil der Marktteilnehmer damit, dass Spanien 2013 einen offiziellen Hilfsantrag stellt, um sich dadurch für unbegrenzte Staatsanleihekäufe durch die EZB zu qualifizieren. Auch in den USA stehen weitere fiskalpolitische Entscheidungen an, die stärkere Marktbewegungen auslösen könnten. Aufgrund der anhaltenden Krise in der Eurozone und der höheren Wachstumsdynamik in den USA sollte der US-Dollar gegenüber dem Euro an Attraktivität gewinnen.

Versicherungswirtschaft

In der Europäischen Union steht die staatliche Aufsicht über Erst- und Rückversicherer aufgrund der geplanten Regelungen durch Solvency II vor tief greifenden Veränderungen. Die Erstanwendung der neuen Aufsichtsregeln, welche die Versicherungsunternehmen vor erhöhte Kapital-, Risikomanagement- und Berichtsanforderungen stellen werden, wurde zunächst auf den 1. Januar 2014 verschoben; inzwischen zeichnen sich weitere Verzögerungen ab. Die Europäische Union hat eine Studie zu den Auswirkungen verschiedener Maßnahmen bei der Bewertung langfristiger Garantien in Versicherungsverträgen in die Wege geleitet, ein sogenanntes Long Term Guarantee Assessment. Aufgrund des Umfangs dieser Studie wird die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA ihren Ergebnisbericht erst im Verlauf des Jahres 2013 vorlegen können. Dadurch dürfte sich die Erstanwendung der Kapitalanforderungen von Solvency II um mindestens zwei weitere Jahre auf 2016 verschieben. Angesichts der zeitlichen Verschiebung bis zur endgültigen Anwendung von Solvency II gibt es derzeit Überlegungen von EIOPA und nationalen Aufsehern, einzelne Aspekte aus dem Solvency-II-Regelwerk bereits vor 2016 einzuführen. Unabhängig davon wird Solvency II voraussichtlich schon im Vorfeld seiner rechtlich maßgeblichen Implementierung das Angebot von Versicherungsschutz sowie die Nachfrage beeinflussen. Dies eröffnet Munich Re neue Chancen in der Erst- und Rückversicherung, welche die Herausforderungen aus vielfältigen zusätzlichen Belastungen übersteigen.

Auch bei der Bilanzierung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten in unserem Konzernabschluss sind mittelfristig umfassende Änderungen absehbar, die erhebliche Auswirkungen auf die Erst- und Rückversicherungsmärkte haben werden. Nach bereits mehrmaliger Anpassung seines Arbeitsprogramms wird das International Accounting Standards Board (IASB) voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 seine überarbeiteten Vorschläge für die künftige Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlichen, die erstmals eine konsequente internationale Vereinheitlichung der Abbildung von Versicherungsverträgen im Abschluss bringen sollen. Mit der endgültigen Verabschiedung dieser Regelungen rechnen wir jedoch nicht vor Mitte 2014. Bezüglich der neuen Regelungen für die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9, die derzeit von EU-Unternehmen noch nicht angewendet werden dürfen, hat das IASB Ende November 2012 einen überarbeiteten Vorschlag für eine Erweiterung der zulässigen Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte vorgelegt, ein weiterer Standardentwurf für die neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen ist für das erste Quartal 2013 angekündigt. Die Neuregelung der Abbildung von Sicherungsbeziehungen ist abgeschlossen, sodass wir derzeit damit rechnen, dass der vollständige IFRS 9 Ende des laufenden Jahres verabschiedet wird.

Das erwartete moderate Wachstum der Weltwirtschaft wird voraussichtlich zu einer soliden Zunahme der weltweiten Versicherungsnachfrage führen, allerdings mit deutlichen Unterschieden in einzelnen Regionen und Segmenten. Insgesamt erwarten wir in der Schaden- und Unfallerstversicherung eine Wachstumsrate der globalen Prämien mindestens in Höhe des Weltwirtschaftswachstums. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Lebensversicherungsschutz 2013 erholen dürfte.

Jedoch stellt das äußerst niedrige Zinsumfeld insbesondere bei deutschen und US-amerikanischen Staatsanleihen eine Herausforderung für die Versicherungsunternehmen dar, weil sich die Zinserträge auf die Kapitalanlage für den Zeitraum zwischen Prämienempfang und Erbringen der Versicherungsleistung spürbar verringert haben. Gerade bei lang laufenden Verträgen verschärft sich dadurch die Notwendigkeit, die Preise zu erhöhen. Umgekehrt begrenzt die gedämpfte wirtschaftliche Dynamik die Nachfrage nach Versicherungsschutz und damit die Preiserhöhungsspielräume.

Ausblick von Munich Re

Zielgrößen Munich Re (Gruppe)

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    Ziel 2013
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 50-52
Konzernergebnis Mrd. € annähernd 3
Kapitalanlagerendite % rund 3,3
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15

Grenzen der Prognostizierbarkeit von Ergebnissen

Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Auch die ausgeprägte Volatilität der Kapitalmärkte und Währungskurse sowie die beschriebenen Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung erschweren eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- bzw. Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben: Insbesondere wird ein steigendes Zinsniveau zunächst zu tendenziell niedrigeren, ein sinkendes Zinsniveau zu höheren Ergebnissen führen als in diesem Ausblick prognostiziert. Abgangsgewinne bzw. -verluste aus Derivaten, die wir als Sicherungsinstrument sowie zur Feinsteuerung der Kapitalanlagen einsetzen, könnten das Ergebnis ebenso beeinflussen wie deren Marktwertveränderungen. Währungskursbewegungen beeinflussen unsere Ergebnisse in unterschiedliche Richtungen abhängig davon, welche Fremdwährungen von den jeweiligen Schwankungen betroffen sind, obwohl wir ökonomisch keine großen offenen Währungspositionen halten.

Rückversicherung

Die Rückversicherung ist und bleibt ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld, das uns vielfältige Ertragsmöglichkeiten eröffnet. Munich Re bietet ihren Zedenten spezialisierte Beratung und umfassende Lösungsansätze, auch für Aufgaben wie Bilanzsteuerung, Risikomodellierung oder Asset-Liability-Management. Rückversicherung ist eine flexible und effiziente Möglichkeit, Erstversicherer vor Großschaden- und Kumulbelastungen zu schützen oder deren Kapitalbasis zu stärken. Zusätzlich entwickeln wir innovative Deckungskonzepte, die über das Angebot der traditionellen Rückversicherung hinausgehen. Ebenso begleiten wir unsere Kunden bei der oft aufwendigen Anpassung an aufsichtsrechtliche Anforderungen, die in vielen Ländern in den kommenden Jahren spürbar verändert werden.

In der Lebensrückversicherung sehen wir weiter gute Wachstumschancen. Impulse werden besonders ausgehen von dem dynamischen Wachstum der Lebensversicherungsmärkte in Asien sowie den fortschreitenden Privatisierungstendenzen bei der Alters-, Pflege- und Berufsunfähigkeitsvorsorge. Hier prüfen wir im Detail, wie die damit verbundenen Produktmerkmale in unsere Risikostrategie passen.

Steigenden Bedarf sehen wir auch beim Management von Kapitalanlagerisiken in Lebensversicherungsprodukten. Wir bieten unseren Kunden umfassende Lösungskonzepte bei der Absicherung von kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien.

Für 2013 rechnen wir mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 10 und 11 Milliarden € und einem versicherungstechnischen Ergebnis von ca. 0,4 Milliarden €.

Im Jahr 2010 hatten wir uns vorgenommen, bis 2015 auf der Grundlage einer marktkonsistenten Bestandsbewertung, den sogenannten MCEV Principles, nachhaltig einen Neugeschäftswert von 450 Millionen € im Jahr zu erwirtschaften. Mit dem erneut sehr guten Ergebnis im abgelaufenen Jahr sehen wir uns für diese Zielsetzung gut positioniert.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung, die erfahrungsgemäß Marktzyklen ausgesetzt ist, bleibt Munich Re bei ihrer klaren, auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und übernimmt Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen.

Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2013 fand wieder in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld statt. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz war aufgrund der guten Kapitalausstattung der Erstversicherer insgesamt relativ stabil. Gleichzeitig ist das Wachstum auf der Erstversicherungsseite immer noch beeinflusst durch das schwierige konjunkturelle Umfeld, blieb insgesamt jedoch weitestgehend konstant. Demgegenüber wurde vonseiten der Rückversicherer ausreichend Kapazität zur Verfügung gestellt, da die Kapitalbasis der Rückversicherer im Jahr 2012 weiter zugenommen hat.

Die Preise bewegten sich auf breiter Front seitwärts. Ratenanstiege waren lediglich in schadenbelasteten Segmenten zu erzielen. Insbesondere in der Transportversicherung konnten aufgrund des Sturms Sandy und des Schiffsunglücks der "Costa Concordia" signifikante Preisanstiege erreicht werden. Im US-amerikanischen Naturkatastrophengeschäft blieb eine breite Marktverhärtung trotz Sandy aus. Für schadenbelastete Verträge stiegen die Preise jedoch an; sonst blieben die Raten weitestgehend stabil. Erneut waren auch leichte Ratenanstiege in Lateinamerika zu verzeichnen. In Australien konnten die Preise auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Das Marktumfeld für Naturkatastrophenrisiken in Europa gestaltete sich hingegen eher schwierig; es waren vereinzelt weitere Preisrückgänge zu verzeichnen. Im Kredit- und Kautionsgeschäft ist nach dem Abflauen der letzten Finanzkrise ein gewisser Ratendruck spürbar, jedoch bleiben die Raten auf einem auskömmlichen Niveau.

Im Januar standen 9,2 Milliarden € Prämie unseres Vertragsgeschäfts zur Erneuerung an. Das Prämienvolumen reduzierte sich leicht um rund 135 Millionen €. Gemäß unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik wurde auch dieses Jahr Geschäft, das unseren Preisvorstellungen nicht entsprach, nicht erneuert. So reduzierten wir beispielsweise weiterhin zyklusbedingt europäisches Sachversicherungsgeschäft. Insgesamt konnten wir die Preise für unser Naturkatastrophengeschäft moderat steigern, und in der Haftpflichtversicherung führte das anhaltende niedrige Zinsumfeld zu Preisanstiegen. Die Profitabilität unseres Portfolios konnten wir in einem kompetitiven Marktumfeld erneut um rund 0,5% erhöhen.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2013 (Japan und Korea) sowie zum 1. Juli 2013 (Teile des US-Markts, Australiens und Lateinamerikas) steht ein Geschäftsvolumen von rund 3,3 Milliarden € Prämie zur Erneuerung an. Beide Erneuerungsrunden sind stärker durch das Naturkatastrophengeschäft geprägt als die Januar-Erneuerung. Insgesamt erwarten wir, dass die Märkte sich auf gutem Niveau seitwärts bewegen. Bei Ausbleiben von größeren Schadenereignissen gehen wir in der Naturkatastrophenversicherung von stabilen Raten aus. In der Haftpflichtversicherung hingegen würde das weitere Anhalten der Niedrigzinsphase die positive Preisentwicklung unterstützen.

Für 2013 erwarten wir in der Schaden- und Unfallrückversicherung gebuchte Bruttobeiträge von rund 17 Milliarden €. Wir streben eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% der verdienten Nettobeiträge an. Unwägbarkeiten dieser Schätzung beruhen unter anderem auf dem zufallsbedingten Großschadenanfall.

Die gesamte Rückversicherung dürfte 2013 Bruttobeiträge zwischen 27 und 28 Milliarden € erwirtschaften, vorausgesetzt die Wechselkurse entwickeln sich konstant. Das Konzernergebnis in der Rückversicherung sollte 2013 zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden € liegen.

Kapitalanlagen

Das Geschäftsjahr 2012 war geprägt von Unsicherheiten in der Politik und sich daraus ergebenden Volatilitäten an den Kapitalmärkten. Auch für 2013 gehen wir von einer unbeständigen Situation aus. Die größten Risiken liegen in der weiteren Entwicklung der Staatsschulden- und Bankenkrise. Ein Zusammenbruch des europäischen Finanzsystems, vor allem der ungeordnete Ausfall großer Banken sowie ein anhaltend niedriges Zinsniveau mit zugleich ansteigender Inflation, würde die gesamte Versicherungswirtschaft wie auch alle großen Kapitalanleger hart treffen. Wir begrenzen gezielt unsere Risiken, bemühen uns um eine ausgewogene Exponierung und sehen uns deshalb gut gerüstet. Vermögenseinbußen bei einzelnen Anlagen sind infolge der breiten Diversifikation bei jedem Szenario zu erwarten; sie würden jedoch in aller Regel mit Vermögenszuwächsen an anderer Stelle einhergehen. Denn die Diversifikationseffekte sowie das gruppenweite Asset-Liability-Management sollten mögliche negative Effekte ökonomisch wirkungsvoll dämpfen. Unsere diversifizierende Kapitalanlagestrategie des vergangenen Jahres hat sich in diesem Umfeld bewährt und soll deshalb im Jahr 2013 weiterverfolgt werden. So planen wir, unseren Bestand an Staatsanleihen entwickelter Länder weiter zu reduzieren und in einem moderaten Umfang Unternehmensanleihen und Anleihen aus Emerging Markets aufzubauen. Unsere Aktienquote hat sich im Jahr 2012 bereits leicht erhöht. Sollten sich entsprechende Chancen am Markt ergeben, ist eine weitere, sehr maßvolle Erhöhung der Aktienquote möglich.

Unsere Kapitalanlagen richten sich in ihrer Struktur an der Laufzeit unserer Verbindlichkeiten aus. Hierdurch wird das Zinsänderungsrisiko der Gruppe begrenzt. Für 2013 planen wir in der Rückversicherung eine leichte Reduzierung der Duration. In der Erstversicherung, deren Kapitalanlagen von der Lebenserstversicherung dominiert werden, wollen wir die durchschnittliche Anlagedauer leicht verlängern. So stimmen wir unsere Positionierung noch genauer auf das Profil unserer Verbindlichkeiten ab. Neben dem Zinsänderungsrisiko berücksichtigen wir auch Inflationsrisiken in unserer Kapitalanlage. Dabei decken wir einen Teil unserer inflationssensitiven Verbindlichkeiten durch inflationsgeschützte Anleihen und Inflationsswaps ab. Der Gesamtbestand an inflationssensitiven Anlagen soll aktuell konstant gehalten werden. Unsere Investitionen in Rohstoffe planen wir leicht aufzustocken.

Auch 2013 wollen wir, eine angemessene Rentabilität vorausgesetzt, unsere finanziellen Engagements in erneuerbare Energien sowie neue Technologien weiter ausbauen. 2012 konnten wir das Portfolio von Munich Re bereits substanziell auf rund 1 Milliarde € erweitern. Wir setzen auch weiterhin stark auf eine regionale und technologische Diversifikation unserer Investitionen, um die wesentlichen Risikotreiber des Portfolios, technische und politische Risiken, breiter zu streuen. Einen zusätzlichen Schwerpunkt legen wir dabei in den nächsten Jahren auf Infrastrukturprojekte. Munich Re hat bis zum Jahresende 2012 bereits rund 500 Millionen € investiert. Unseren Immobilienbestand wollen wir in Volumen und Ausrichtung im Jahr 2013 unverändert lassen.

Wir gehen für das kommende Jahr nicht von einer schnellen und deutlichen Steigerung der Kapitalmarktzinsen aus und rechnen deshalb auch für das Geschäftsjahr 2013 mit vergleichsweise niedrigen laufenden Erträgen aus unseren Kapitalanlagen von rund 3,5%. Einschließlich des Ergebnisses aus dem Abgang von Kapitalanlagen, der Zu- und Abschreibungen sowie der sonstigen Erträge und Aufwendungen rechnen wir mit einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3,3%.

Munich Re (Gruppe) und Münchener Rück AG

Für 2013 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge zwischen 50 und 52 Milliarden €, vorausgesetzt die Wechselkurse verändern sich nicht signifikant gegenüber dem Jahresende 2012.

An unserem langfristigen Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg halten wir fest. Es ist jedoch angesichts der gegenwärtig niedrigen Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen nur schwer zu erreichen.

Für das Jahr 2013 rechnen wir bei stabilen Preisen in der Rückversicherung und einem durchschnittlichen Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von Munich Re auf dem Niveau von 2012.

Wir streben ein Konzernergebnis von annähernd 3 Milliarden € an. Für 2014 rechnen wir damit, das Konzernergebnis weiter steigern zu können. Diese Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte.

Die Münchener Rück AG sollte 2013 Bruttobeiträge zwischen 25 und 26 Milliarden € erwirtschaften - bei der Annahme konstanter Wechselkurse. In der Versicherungstechnik gehen wir aufgrund der soliden Qualität unseres Geschäfts davon aus, dass wir in Analogie zu den Konzernzielen für die Münchener Rück AG eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% unserer verdienten Nettobeiträge erreichen können. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Ausgehend vom vergangenen Geschäftsjahr rechnen wir für das Jahr 2013 - bei einem ähnlich günstigen Schadenverlauf - mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Wegen der derzeitigen Lage auf den Kapitalmärkten dürfte die Kapitalanlagerendite der Münchener Rück AG das Niveau des Berichtsjahres unterschreiten. Insgesamt gehen wir daher nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2013 und auch 2014 ein sehr gutes HGB-Ergebnis erreichen werden.

Unsere Aktionäre können sich über die Dividende für 2012 freuen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 75 Cent auf 7,00 € je Aktie steigen.

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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  Anhang T€ T€ T€ Vorjahr
T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände (1)     20.260 28.779
B. Kapitalanlagen (2, 3)        
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken     1.019.151   997.707
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   33.398.046     31.971.174
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   144.698     151.682
3. Beteiligungen   258.268     237.481
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   25.197     24.474
      33.826.209   32.384.811
III. Sonstige Kapitalanlagen          
1. Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere   5.595.952     5.795.929
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere   21.391.717     19.769.849
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen   1.416     1.839
4. Sonstige Ausleihungen   61     62
5. Einlagen bei Kreditinstituten   543.403     543.159
6. Andere Kapitalanlagen   319.137     293.404
      27.851.686   26.404.242
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft     12.920.752   12.877.372
        75.617.798 72.664.132
C. Forderungen          
I. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft     2.694.641   2.877.878
davon Forderungen an          
- verbundene Unternehmen: 378.129 (319.924) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 71.469 (68.667) T€          
II. Sonstige Forderungen     1.015.405   1.023.708
davon Forderungen an          
- verbundene Unternehmen: 134.638 (104.582) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 1.688 (2.840) T€          
        3.710.046 3.901.586
D. Sonstige Vermögensgegenstände          
I. Sachanlagen und Vorräte     30.149   30.221
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand     421.688   438.364
        451.837 468.585
E. Rechnungsabgrenzungsposten          
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten     421.805   378.772
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (4)   40.536   42.021
        462.341 420.793
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (5)     246.859 41.157
Summe der Aktiva (12)     80.509.141 77.525.032

Passiva

         
Anhang T€ T€ T€ Vorjahr
T€
A. Eigenkapital (6)        
I. Ausgegebenes Kapital          
1. Gezeichnetes Kapital   587.725     587.725
2. davon ab: Rechnerischer Wert eigener Anteile   -2.335     -
      585.390   587.725
II. Kapitalrücklage     6.836.403   6.832.037
III. Gewinnrücklagen     2.373.602   1.316.806
IV. Bilanzgewinn     1.255.388   1.118.843
        11.050.783 9.855.411
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (7)     5.173.283 4.385.920
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (8)        
I. Beitragsüberträge          
1. Bruttobetrag   3.767.715     4.091.846
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   358.484     306.736
      3.409.231   3.785.110
II. Deckungsrückstellung          
1. Bruttobetrag   10.655.398     10.637.662
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   1.052.818     919.917
      9.602.580   9.717.745
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle          
1. Bruttobetrag   34.765.193     36.342.114
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   2.414.060     2.829.956
      32.351.133   33.512.158
IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung          
1. Bruttobetrag   5.803     4.567
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   -     -
      5.803   4.567
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen     6.981.992   6.409.650
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen          
1. Bruttobetrag   340.153     420.593
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   9.274     5.736
      330.879   414.857
        52.681.618 53.844.087
D. Andere Rückstellungen (9)        
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     13.042   12.043
II. Steuerrückstellungen     2.667.957   2.193.720
III. Sonstige Rückstellungen     667.395   976.982
        3.348.394 3.182.745
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft       2.120.189 1.181.830
F. Andere Verbindlichkeiten          
I. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft     4.857.994   3.637.316
davon Verbindlichkeiten gegenüber          
- verbundenen Unternehmen: 1.126.563 (972.107) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 24.016 (32.890) T€          
II. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (10)   -   203.192
III. Sonstige Verbindlichkeiten     1.040.045   1.077.625
davon Verbindlichkeiten gegenüber          
- verbundenen Unternehmen: 873.606 (693.441) T€          
davon aus Steuern: 52.733 (142.976) T€          
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 811 (541) T€          
        5.898.039 4.918.133
G. Rechnungsabgrenzungsposten (11)     236.835 156.906
Summe der Passiva (12)     80.509.141 77.525.032

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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  Anhang T€ T€ T€ Vorjahr
T€
I. Versicherungstechnische Rechnung          
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung          
a) Gebuchte Bruttobeiträge   25.540.658     23.305.055
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge   -1.920.881     -1.629.155
      23.619.777   21.675.900
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge   328.065     -48.486
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen   50.511     97.137
      378.576   48.651
        23.998.353 21.724.551
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung (14)     476.267 455.142
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung       17.202 8.644
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung          
a) Zahlungen für Versicherungsfälle          
aa) Bruttobetrag   -19.894.609     -17.138.126
ab) Anteil der Rückversicherer   1.464.137     1.075.515
      -18.430.472   -16.062.611
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle          
ba) Bruttobetrag   1.455.330     -2.759.433
bb) Anteil der Rückversicherer   -417.177     1.251.614
      1.038.153   -1.507.819
        -17.392.319 -17.570.430
5. Veränderung der übrigen versicherungs- technischen Nettorückstellungen          
a) Nettodeckungsrückstellung     -231.375   -188.509
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen     -226   -375
        -231.601 -188.884
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung       -7.206 -11.160
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (15, 19, 20, 22)        
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb     -6.543.947   -6.213.226
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft     357.298   272.304
        -6.186.649 -5.940.922
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung       -17.637 -26.040
9. Zwischensumme       656.410 -1.549.099
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen (13)     -572.341 1.501.259
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (13)     84.069 -47.840

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  Anhang T€ T€ T€ T€ Vorjahr
T€
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung            
1. Erträge aus Kapitalanlagen (16)          
a) Erträge aus Beteiligungen            
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.314.405 (1.516.909) T€     1.335.099     1.563.419
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen            
davon aus verbundenen Unternehmen: 641.487 (194.669) T€            
ba) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   124.975       124.991
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen   1.815.683       1.394.973
      1.940.658     1.519.964
c) Erträge aus Zuschreibungen     75.452     460.029
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen     1.496.648     1.862.471
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen     49.996     16.706
        4.897.853   5.422.589
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen (15, 17, 19, 20, 22)          
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen     -289.509     -496.615
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen     -336.354     -739.790
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen     -955.704     -1.624.154
d) Aufwendungen aus Verlustübernahmen     -1.135     -6
        -1.582.702   -2.860.565
        3.315.151   2.562.024
3. Technischer Zinsertrag       -525.502   -490.424
          2.789.649 2.071.600
4. Sonstige Erträge (21)       1.232.556 755.411
5. Sonstige Aufwendungen (21, 22)       -1.063.262 -1.074.856
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit         3.043.012 1.704.315
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag       -647.417   -649.326
8. Sonstige Steuern       -5.792   -4.184
          -653.209 -653.510
9. Jahresüberschuss         2.389.803 1.050.805
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr         8.654 68.038
11. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen         - 350.352
12. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen         -1.143.069 -
13. Verrechnung mit zur Einziehung erworbenen Aktien         - -350.352
14. Bilanzgewinn         1.255.388 1.118.843

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Bilanzierung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) unter Beachtung konservativer Bewertungsgrundsätze erstellt.

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Kapitalanlagen

Wir bewerten den Grundbesitz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten; erforderliche Abschreibungen auf einen auf Dauer niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Hypothekendarlehen und andere Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen, festverzinsliche und nichtfestverzinsliche Wertpapiere sowie andere Kapitalanlagen bewerten wir zu den Anschaffungskosten oder wir legen ihnen den niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag zugrunde. Wertpapiere, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, wurden zwar nach § 341b HGB klassifiziert, aber trotz des Wahlrechts gemäß dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Für unsere gesamten Kapitalanlagen haben wir die niedrigeren Wertansätze aus den Vorjahren dann beibehalten, wenn es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Sofern zum Bilanzstichtag der Verkehrswert über den letztjährigen Wertansätzen lag, haben wir Zuschreibungen bis zu den Anschaffungskosten beziehungsweise den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Forderungen

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung genommenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen weisen wir mit dem Nennwert aus, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Vorräte haben wir mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu den Anschaffungskosten unter Abzug der zulässigen Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir über eine Laufzeit von fünf Jahren ab.

Steuerabgrenzung

Für temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen ermittelt. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB haben wir nicht ausgeübt. Es erfolgt somit kein Ansatz der sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung. Bei der Berechnung werden rechtskreisübergreifend temporäre Differenzen über alle Staaten, in denen steuerliche Betriebstätten bestehen, addiert.

Für die Gesellschaft wesentlich sind die in Deutschland bestehenden temporären Differenzen. In Deutschland übersteigen die abzugsfähigen die zu versteuernden temporären Differenzen um 5.707 Millionen €. Die abzugsfähigen temporären Differenzen ergeben sich vor allem aus gebuchten Wertminderungen in den Kapitalanlagen, welche aufgrund der strengeren Bestimmungen in der Steuerbilanz nicht ansatzfähig waren, sowie aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die in der Steuerbilanz tendenziell niedriger bewertet werden als in der Handelsbilanz. Daneben bestanden noch abzugsfähige temporäre Differenzen aus immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der umfassenderen Aktivierung von selbst erstellten EDV-Programmen in der Steuerbilanz sowie aus sonstigen in der Handelsbilanz angesetzten, steuerlich aber nicht oder nicht in gleicher Höhe anerkannten Rückstellungen. Die bestehenden zu versteuernden temporären Differenzen sind im deutschen Steuerrechtskreis von untergeordneter Bedeutung.

Der für den deutschen Steuerrechtskreis anzuwendende latente Steuersatz beträgt gerundet 33,0%. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8% und der Gewerbesteuer von 17,2% zusammen. Der anzuwendende Steuersatz in der kanadischen Betriebstätte beträgt 26,6%, in unserer Betriebstätte in Großbritannien 23,0% und in der italienischen Betriebstätte 34,3%.

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft hat insgesamt steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.015 Millionen €, welche in Höhe von 275 Millionen € auf den deutschen Steuerrechtskreis entfallen. Die restlichen Verlustvorträge sind in den ausländischen Betriebstätten entstanden. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 478 Millionen € werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht sein.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wird unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind", mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte den Betrag der Verpflichtung, so ist der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gem. § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert zu aktivieren.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die versicherungstechnischen Rückstellungen bilden wir nach handelsrechtlichen Erfordernissen. In allen Fällen haben wir dabei berücksichtigt, dass die dauernde Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sichergestellt ist.

Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese haben wir nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelt - teilweise anhand der Angaben unserer Zedenten, teilweise nach Pauschalsätzen. Soweit sich die Beitragsüberträge nach Pauschalsätzen bemessen, entsprechen diese langjährigen Erfahrungen und dem neuesten Kenntnisstand. Von der berechneten Beitragsübertragskomponente werden Kosten für Rückversicherungsprovisionen mit einem Anteil von 92,5% in Abzug gebracht.

Die Deckungsrückstellung setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Für eingetretene, aber noch nicht bzw. nicht ausreichend gemeldete Schäden bilden wir angemessene Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Methoden.

In die Berechnung gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung, Storno sowie Kosten ein. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen werden dann angepasst, wenn die ursprünglichen Sicherheitsmargen als nicht mehr ausreichend anzusehen sind.

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Diese werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gebildet, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlungen noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellungen betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die individuell bestimmte Rückstellungen gebildet werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, die noch nicht bekannt sind (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar grundsätzlich bekannt sind, aber deren Ausmaß sich später als umfangreicher darstellt, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwände für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Parameter) berücksichtigt und geeignete versicherungsmathematische Methoden angewendet. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden nicht abgezinst, sondern mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Der Posten "Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen" enthält, soweit dies handelsrechtlich vorgeschrieben ist, die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre und die Rückstellungen für Großrisiken.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen solche für Gewinnanteile.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen, die auf das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft entfallen, kalkulieren wir so, wie dies vertraglich vereinbart ist.

Andere Rückstellungen

Aufgrund der unter gewissen Voraussetzungen vorgeschriebenen Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (siehe "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") ist - sofern diese Voraussetzungen vorliegen - eine Pensionsrückstellung nur noch in der Höhe auszuweisen, in welcher der Verpflichtungsbetrag die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände übersteigt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Aufgrund von Untersuchungen im Rentnerbestand wurden die Sterblichkeiten in den derzeit verwendeten Richttafeln Heubeck 2005 G modifiziert. Die Berechnung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgte anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode).

Für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen und der Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Jubiläumszahlungen verwenden wir einen Abzinsungssatz von 5,05%. Für die zukünftige Entwicklung bestehender Anwartschaften wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 3,50% angenommen. Für die zukünftige Entwicklung laufender Renten wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 2,00% angenommen.

Die übrigen Rückstellungen bilden wir in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Ihrer Laufzeit entsprechend verwenden wir zur Abzinsung die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten, die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen wir mit ihrem Erfüllungsbetrag an.

Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten für Währungsrisiken

Grundsätzlich erfassen wir alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung und stellen diese umgerechnet zum aktuell gültigen Tageskurs in Euro dar. Die fortgeführten Fremdwährungswerte in der Bilanz werden mit dem Stichtagskurs zum Jahresende neu bewertet.

Pro Währung werden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie kongruent bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva und primär Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Die Umrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, werden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen werden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und ebenfalls grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergeben sich nachhaltige Überdeckungen ausschließlich beim Kanadischen Dollar.

Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Durchbuchungsmethode angewendet.

Nicht nachhaltige Überdeckungen sowie (nachhaltige und nicht nachhaltige) Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheiten pro Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden deshalb gemäß § 256a HGB ohne die Restriktionen des Anschaffungs- und Realisationsprinzips bewertet. Gleiches gilt für Rückstellungen, deren Restlaufzeit für die Nichtbeachtung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips jedoch unerheblich ist.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar (1 € entspricht dem jeweiligen Wert):

Währungsumrechnung

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  31.12.2012 Vorjahr
Australischer Dollar 1,26990 1,26620
Japanischer Yen 113,9960 99,87970
Kanadischer Dollar 1,31270 1,32185
Pfund Sterling 0,81110 0,83530
Taiwan Dollar 38,2850 39,30670
US-Dollar 1,31840 1,29815
Yuan Renminbi 8,21405 8,17055

Bewertungseinheiten

Neben den oben dargestellten Bewertungseinheiten für Währungsrisiken haben wir für die durch einen Zins-Swap gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Nachranganleihe aus dem Jahr 2007 ebenfalls das Wahlrecht nach § 254 HGB ausgeübt, die ökonomische Sicherungsbeziehung durch Bildung einer Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen. Der wirksame Teil der gebildeten Bewertungseinheit wird nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Wie im Risikobericht des Lageberichts dargestellt, werden darüber hinaus im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche weitere Risiken durch ökonomische Sicherungsbeziehungen abgesichert. Diese werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

1, 2 Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagen

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  Bilanzwerte
31.12.2011
T€
Währungseffekte
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
(1) Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 28.779 - 4.096 -4
(2) Kapitalanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 997.707 - 30.010 -290
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.971.174 -52.180 2.710.030 -1.184.640
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 151.682 1.746 722.571 -728.501
Beteiligungen 237.481 -262 35.181 -10.980
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24.474 723 - -
  32.384.811 -49.973 3.467.782 -1.924.121
Sonstige Kapitalanlagen        
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 5.795.929 -6.822 5.121.189 -5.171.168
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 19.769.849 101.650 15.547.282 -14.000.086
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1.839 - - -423
Sonstige Ausleihungen 62 4 - -5
Einlagen bei Kreditinstituten 543.159 747 - -503
Andere Kapitalanlagen 293.404 - 7.268.383 -7.234.551
  26.404.242 95.579 27.936.854 -26.406.736
Kapitalanlagen (2) gesamt 59.786.760 45.606 31.434.646 -28.331.147
Insgesamt (1) + (2) 59.815.539 45.606 31.438.742 -28.331.151
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  Zuschreibungen
T€
Abschreibungen
T€
Bilanzwerte
31.12.2012
T€
(1) Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 200 -12.811 20.260
(2) Kapitalanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.909 -23.185 1.019.151
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.503 -55.841 33.398.046
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - -2.800 144.698
Beteiligungen - -3.152 258.268
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - 25.197
  9.503 -61.793 33.826.209
Sonstige Kapitalanlagen      
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 72.188 -215.364 5.595.952
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 20.713 -47.691 21.391.717
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen - - 1.416
Sonstige Ausleihungen - - 61
Einlagen bei Kreditinstituten - - 543.403
Andere Kapitalanlagen - -8.099 319.137
  92.901 -271.154 27.851.686
Kapitalanlagen (2) gesamt 117.313 -356.132 62.697.046
Insgesamt (1) + (2) 117.513 -368.943 62.717.306

Der Anlagespiegel wird zu Stichtagskursen vom 31. Dezember 2012 dargestellt.

Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vor allem um entgeltlich erworbene Versicherungsbestände und Software.

Der Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke und Bauten beträgt 240 Millionen €.

Von unseren Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) im Bilanzwert von insgesamt 62.697 Millionen € sind 5.918 Millionen € bei Zedenten oder ausländischen Regierungen hinterlegt oder der Verwaltung durch Treuhänder unterstellt, die wir ernannt haben.

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Derivate Bilanzposition Buchwert
T€
Zeitwert
T€
Nominalvolumen
T€
Aktien- und Indexrisiken        
Aktienoptionen Short Sonstige Verbindlichkeiten -13 -29 468
  Sonstige Rückstellungen -23    
Aktien-/Index-Futures - - 239 33.894
Zinsrisiken        
Zins-Swaps Sonstige Rückstellungen -18.447 176.066 8.020.738
Zins-Swap (Nachranganleihe) Sonstige Rückstellungen - 248.843 1.349.050
Inflation-Swaps Sonstige Rückstellungen -87.463 -63.871 5.077.221
Bund-Futures Sonstige Rückstellungen -12.453 9.544 4.526.927
Währungsrisiken        
Devisenoptionen Long Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 565 606 499.926
Devisenoptionen Short Sonstige Verbindlichkeiten -87 -52 12.704
Devisentermingeschäfte Sonstige Rückstellungen -199.679 -83.842 14.831.986
Devisentermingeschäfte (Absicherung CAD) Sonstige Verbindlichkeiten - 26.947 1.444.649
Sonstige Geschäfte        
Versicherungsderivate I (Swaps) Sonstige Rückstellungen -5.150 -5.150 534.739
Versicherungsderivate II (Cat Bonds) Sonstige Rückstellungen -4 579 55.801
  Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 1    
  Rechnungsabgrenzungsposten passiv -13    
Versicherungsderivate III (Optionen Long) andere Kapitalanlagen 1.206 1.206 45.510
Versicherungsderivate III (Optionen Short) Sonstige Verbindlichkeiten -479 -208 14.533
Versicherungsderivate IV (Total Return Swaps Insurance Linked) Sonstige Rückstellungen -36 1.647 134.335
Wetterderivate I (Wetteroptionen Short) Sonstige Verbindlichkeiten -2.446 -1.156 12.720
Wetterderivate II (Total Return Swaps Wetter) - - 4.220 20.479
Single Credit Default Swaps Sonstige Rückstellungen -1.277 3.927 419.527
  Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 7.860    
  Rechnungsabgrenzungsposten passiv -5.796    
Basket Credit Default Swaps Rechnungsabgrenzungsposten passiv -1.156 323 50.000
Commodity Swaps Sonstige Rückstellungen -11.822 22.078 1.789.703

Derivative Finanzinstrumente (Derivate) sind vertragliche Vereinbarungen, die sich auf bestimmte originäre Finanzinstrumente (Basiswert bzw. Underlying) beziehen.

Derivate bewerten wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Upfront-Zahlungen werden aktiviert und über die Laufzeit amortisiert.

Die Buchwerte der Versicherungsderivate (Swap-Verträge, Optionen sowie in Cat Bonds eingebettete Derivate) leiten sich von den Marktwerten der entsprechenden Basiswerte ab.

Ein Zins-Swap (Nominalvolumen: 1.349 Millionen €) zur Absicherung der Nachranganleihe aus dem Jahr 2007 gegen Zinsänderungsrisiken wurde aufgrund der Einbeziehung in eine bilanzielle Bewertungseinheit nach § 254 HGB und Anwendung der Einfrierungsmethode nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Marktwertänderung des Zins-Swaps wird bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Bewertungseinheit berücksichtigt. Der positive Marktwert des Zins-Swaps beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 249 Millionen €. Um die beizulegenden Zeitwerte der nicht börsengehandelten Derivate zu ermitteln, werden anerkannte Bewertungsmethoden verwendet. Einzelheiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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Derivate Preismethode Parameter Preismodell
Aktien- und Indexrisiken      
OTC-Aktienoptionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Dividendenrendite Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)
Aktien-/Index-Futures Notierter Kurs    
Zinsrisiken      
Zins-Swaps Theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Inflation-Swaps Theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap-Sätze Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Bund-Futures Notierter Kurs    
Währungsrisiken      
Devisenoptionen Theoretischer Kurs At-The-Money Volatilität Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Garman-Kohlhagen (europ.)
Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Sonstige Geschäfte      
Versicherungsderivate Theoretischer Kurs Marktwerte der Cat-Bonds Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Credit Default Swaps Theoretischer Kurs Credit Spreads Recovery Rates Zinsstrukturkurve Barwert-Methode ISDA CDS Standard Model
Commodity Swaps Theoretischer Kurs Notierung Underlying Index Indexverhältnisberechnung
Commodity-Optionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Black-Scholes (europ.) Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)
Wetterderivate Theoretischer Kurs Ereignisschätzungen Historische Daten Monte Carlo

Der Zeitwert der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) beträgt 74.164 Millionen €. Der Bilanzwert liegt bei 62.697 Millionen €. Hieraus ergeben sich für das Geschäftsjahr 2012 Bewertungsreserven von 11.467 Millionen €.

Die Bewertungsreserven enthalten stille Lasten aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 21 Millionen €. Diese entfallen auf eine Anlage im Bau, bei der nach aktuellem Bewertungsgutachten davon auszugehen ist, dass die stille Last keine nachhaltige Wertminderung darstellt.

Die Bewertungsreserven enthalten ferner stille Lasten aus Beteiligungen in Höhe von 9 Millionen €. Diese entfallen auf eine Beteiligungsgesellschaft, deren alleiniger Grund das Halten von Aktien an einer börsennotierten Gesellschaft ist. Der Börsenkurs dieser Aktie ist jedoch wegen der geringen Umsätze und des niedrigen Free Float nicht aussagekräftig. Eine Abschreibung wurde nicht vorgenommen, weil der Net Asset Value je Aktie über dem Börsenkurs und auch über dem Buchwert je zugrunde liegende Aktie in der Beteiligungsgesellschaft liegt.

Außerdem sind in den Bewertungsreserven stille Lasten von 8 Millionen € für Ausleihungen enthalten. Wegen einer nur vorübergehenden Wertminderung wurden keine Abschreibungen vorgenommen, da die Buchwerte den Rückzahlungsbeträgen der Ausleihungen entsprechen.

Zeitwerte des Grundvermögens ermitteln wir einmal im Jahr und geben in der Regel Ertragswerte an; bei Neubauten berücksichtigen wir den Anschaffungswert am Bilanzstichtag. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Aktien, Investmentanteilen und anderen nichtfestverzinslichen Wertpapieren verwenden wir die Börsenkurse am Bilanzstichtag, sofern Börsennotierungen vorhanden sind. Liegen keine Kurse vor, berechnen wir Ertragswerte oder verwenden Net-Asset-Values. Bei nichtbörsennotierten Neuerwerbungen setzen wir den Anschaffungskurs an.

Den Zeitwert börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere ermitteln wir anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag. Bei nichtbörsennotierten festverzinslichen Wertpapieren bestimmen wir die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip auf Basis von Zinsstrukturkurven.

Zeitwerte und Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

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Mio. € Bilanzwerte 31.12.2012 Zeitwerte 31.12.2012 Bewertungs- reserven 31.12.2012
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.019 2.605 1.586
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.398 40.514 7.116
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 145 138 -7
Beteiligungen 258 500 242
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25 37 12
  33.826 41.189 7.363
Sonstige Kapitalanlagen      
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 5.596 6.351 755
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.392 23.156 1.764
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1 1 0
Einlagen bei Kreditinstituten 544 544 0
Andere Kapitalanlagen 319 318 -1
  27.852 30.370 2.518
Kapitalanlagen gesamt 62.697 74.164 11.467

Die Gesellschaft hält am 31. Dezember 2012 bei mehreren inländischen und ausländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10%.

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Mio. € Marktwert Buchwert Differenz Im Geschäftsjahr erhaltene Ausschüttung
Aktienfonds 4.015 4.012 3 385
Rentenfonds 1.249 929 320 20
Gesamt 5.264 4.941 323 405

3 Angaben zum Anteilsbesitz

4 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten schließt einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB von 14 Millionen € für Verbindlichkeiten ein.

5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Einem Erfüllungsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtungen von insgesamt 792 Millionen € steht ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 1.026 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergibt sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 247 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 13 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen 843 Millionen €. Die Erträge dieser Vermögensgegenstände sowie der Zinsertrag der Pensionsrückstellungen und vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen betragen im Geschäftsjahr 80 Millionen € beziehungsweise 131 Millionen €.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus der Pensionsverpflichtung und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen

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T€ 2012
Aufwand aus der Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen 28.640
Ertrag aus der Reduzierung von Altersversorgungsverpflichtungen 159.608
Ertrag aus mit Altersversorgungsverpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenständen 80.109
Nettoertrag aus Altersversorgungsverpflichtungen 211.077
Aufwand aus der Abzinsung von Altersteilzeitverpflichtungen 2.320
Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Altersteilzeitverpflichtungen 94
Ertrag aus mit Altersteilzeit zu verrechnenden Vermögensgegenständen 758
Nettoaufwand aus Altersteilzeitverpflichtungen 1.656

Die Nachschussverpflichtung aus der CTA-Vereinbarung hat sich infolge des Rückgangs des IAS-Rechnungszinses verringert. Die dafür gebildeten Aufwandsrückstellungen wurden noch vor Einführung des BilMoG gebildet und werden gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB insoweit weitergeführt. Es handelt sich dabei um eine Nachschussverpflichtung aus der Treuhand-Vereinbarung zur Ausfinanzierung der Pensionszusagen auf der Basis der DBO nach IAS 19. Der oben angegebene Ertrag resultiert im Wesentlichen aus einer teilweisen Auflösung dieser Aufwandsrückstellung. Daneben ist ein geringer Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes enthalten.

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

6 Eigenkapital

Das Grundkapital von 588 Millionen € gliedert sich zum 31. Dezember 2012 in insgesamt 179.341.212 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals:

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Mio. € 31.12.2012
Genehmigtes Kapital 2009 (bis zum 21. April 2014) 280
Genehmigtes Kapital 2011 (bis zum 19. April 2016) 10
Gesamt 290

Zusammensetzung des bedingten Kapitals:

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Mio. € 31.12.2012
Bedingtes Kapital 2010 (bis zum 27. April 2015) 117
Gesamt 117

Vom gezeichneten Kapital wird in Höhe von 2 Millionen € der rechnerische Wert der am 31. Dezember 2012 im Bestand befindlichen eigenen Anteile offen abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert hinausgehende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile von 86 Millionen € wird von den Gewinnrücklagen abgezogen.

Aus dem Jahresüberschuss 2012 wurden durch den Vorstand 1.143 Millionen € in die Gewinnrücklagen eingestellt. In den Gewinnrücklagen ist eine Rücklage wegen eigener Anteile in Höhe von 2 Millionen € enthalten. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 8 Millionen €. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert und der Rücklage für eigene Anteile unterliegen 191 Millionen € einer Ausschüttungssperre.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2010 war die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft bis zum 27. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat diesen Beschluss erneuert und damit den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. April 2016 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben.

Am 31. Dezember 2012 waren 813.942 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von rund 2,7 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5%.

Von der am 20. April 2011 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat der Vorstand der Münchener Rück AG - wegen potenzieller Auswirkungen des anhaltend volatilen Kapitalmarktumfelds und möglichen Kapitalbedarfs für organisches Wachstum - lediglich im Rahmen der Absicherungen von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan in äußerst geringem Umfang Gebrauch gemacht.

Im Jahr 2012 wurden - erneut wie im Vorjahr - keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt, weder für Mitarbeiter der Münchener Rück AG noch für Mitarbeiter von abhängigen oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen. Aus früheren Mitarbeiteraktienprogrammen besteht kein Restbestand.

Ein Tochterunternehmen, das zu Jahresbeginn 1.423.055 Aktien hielt, um Wertsteigerungsrechte abzusichern, die seit 1999 an Vorstand und oberes Management der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ausgegeben wurden, hat im Kalenderjahr 2012 seinen gesamten Bestand an Münchener-Rück-Aktien auf die Münchener Rück AG übertragen. Diese wiederum hat 2012 zur Absicherung dieser Programme keine weiteren Aktien erworben, jedoch im Rahmen der Auflösung von LIP-Absicherungen begonnen, Aktien an den Markt zu verkaufen, und hat deshalb im Berichtsjahr insgesamt 711.055 Stück zu einem Durchschnittskurs von 130,59 € veräußert. Der dabei entstandene Veräußerungsgewinn von 4 Millionen € wurde gem. § 272 Abs. 1b HGB in die Kapitalrücklage der Münchener Rück AG eingestellt. Zum 31. Dezember 2012 beträgt der Restbestand 712.000 Aktien.

Im Geschäftsjahr 2012 haben die Gesellschaften der ERGO Versicherungsgruppe im Rahmen von zukünftigen Verpflichtungen aus langfristigen Incentive-Plänen, die seit 2002 aufgelegt werden, ebenfalls - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen - keine Aktien erworben, jedoch insgesamt 155.633 Aktien zu je 126,69 € veräußert. Zusammen mit den Münchener-Rück-Aktien, die in den Vorjahren zur Absicherung ausgegebener Wertsteigerungsrechte erworben wurden und im Bestand verblieben sind, ergibt sich bei der ERGO Versicherungsgruppe zum 31. Dezember 2012 ein Gesamtbestand von 21.835 Stück.

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 im Rahmen der Absicherung von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan 81.563 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 124,46 € gekauft sowie 153.395 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 124,52 € verkauft und hält damit 80.107 Münchener-Rück-Aktien.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 79,3 Millionen €.

Der Gesellschaft liegen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen nach § 21 WpHG vor (Stand 31. Dezember 2012):

Warren E. Buffett, USA, hat uns im Oktober 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 10% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und am 12. Oktober 2010 10,244% (19.306.100 Stimmrechte) betrug. Davon sind Herrn Warren E. Buffett 10,191 % (19.206.100 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte werden über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Berkshire Hathaway Inc., OBH LLC und National Indemnity Company. Hinsichtlich der mit dem Erwerb der Stimmrechte verfolgten Ziele und der Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel haben uns Warren E. Buffett und die vorgenannten Gesellschaften am 15. Oktober 2010 nach § 27a Abs. 1 WpHG jeweils Folgendes mitgeteilt: Die Investition dient der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele. Es ist beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte zu erlangen. Es wird keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganen unserer Gesellschaft angestrebt. Es wird keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur unserer Gesellschaft, insbesondere nicht im Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung, oder der Dividendenpolitik angestrebt. Die zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte an unserer Gesellschaft verwendeten Mittel sind Eigenmittel. Seit der Mitteilung von Oktober 2010 haben wir keine weitere Stimmrechtsmitteilung von Warren E. Buffett bzw. seinen Unternehmen erhalten. Berkshire Hathaway Inc hat aber am 1. März 2013 in ihrem jährlichen "Letter to Shareholders" an unserem Unternehmen per 31.12.2012 einen Stand von 20.060.390 Aktien veröffentlicht, dies entspricht 11,2 % von unserem Grundkapital.

Die BlackRock Inc., New York, USA, hat uns im Mai 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 6. Mai 2010 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 6,15% (11.592.279 Stimmrechte) betrug. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Folgende Unternehmen der Black Rock-Gruppe haben uns in diesem Zusammenhang mitgeteilt, dass sie am 6. Mai 2010 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten haben:

BlackRock International Holdings Inc. (4,10%),

BR Jersey International Holdings L.P. (4,10%) und

BlackRock Advisors Holdings Inc. (4,10%).

Ergänzend wurde uns im Oktober 2012 mitgeteilt, dass die Schwelle von 3% der Stimmrechte am 25. Juli 2011 ebenfalls überschritten wurde von

BlackRock Group Limited (3,02%).

Ebenfalls wurde uns im Oktober 2012 ergänzend mitgeteilt, dass die Schwelle von 5 % der Stimmrechte am 20. April 2011 ebenfalls überschritten wurde von

BlackRock Financial Management, Inc. (5,29%) und

BlackRock Holdco 2, Inc. (5,29%).

Diese Stimmrechte sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die People's Bank of China/SAFE, Beijing, China, hat uns im September 2011 namens und mit Vollmacht der Volksrepublik China gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Volksrepublik China am 5. August 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 3,04% (5.450.911 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 3,04% (5.450.911 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, die über die von ihr kontrollierte People's Bank of China/State Administration of Foreign Exchange (SAFE) gehalten werden, deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft 3% oder mehr beträgt. Seit der Mitteilung von September 2011 haben wir keine weiteren Informationen erhalten.

7 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die im Jahr 2003 emittierten Nachranganleihen mit den Nennwerten von 3.000 Millionen € bzw. 300 Millionen £ haben eine Laufzeit bis 2023 (Euro-Tranche) bzw. 2028 (Pfund-Tranche) und können am 21. Juni 2013 (Euro-Tranche) bzw. 21. Juni 2018 (Pfund-Tranche) erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2011 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.000 Millionen € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden.

Im Juni 2007 hat die Münchener Rück AG eine weitere Nachranganleihe von 1.500 Millionen € emittiert. Das Zinsänderungsrisiko haben wir über den Nominalbetrag der Anleihe durch einen Zins-Swap abgesichert und vollziehen diese Sicherungsbeziehung bilanziell durch Bildung einer Bewertungseinheit nach. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit, kann aber nach Ablauf von frühestens 10 Jahren ordentlich gekündigt werden.

Im Sinne eines aktiven Kapitalmanagements kauften wir 2012 nominal 678 Millionen € unserer Nachranganleihe 2003/2023 von insgesamt Ende 2011 ausstehenden 1.678 Millionen € zurück.

Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 5.173 Millionen € beträgt mehr als 5 Jahre.

Nachrangige Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2012
Nachranganleihe 2003/2023, 1.000 Millionen €1, bis 2013 6,75% p.a., anschließend variabel 1.000
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £, bis 2018 7,625% p.a., anschließend variabel 370
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €2, bis 2017 5,767% p.a., anschließend variabel 1.349
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00% p.a., anschließend variabel 1.000
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25% p.a., anschließend variabel 900
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625% p.a., anschließend variabel 554
Gesamt 5.173

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 3.000 Millionen € (davon ausstehend 1.000 Millionen €).
2 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

Die Nachranganleihen der Münchener Rück AG erhielten von den führenden Ratingagenturen folgende Noten:

Rating

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Anleihen Kennnummer A.M. Best Fitch Moody's S&P
Nachranganleihe 2003/2023, 1.000 Millionen €1, bis 2013 6,75% p.a., anschließend variabel WKN: 843278 ISIN: XS0166965797 Reuters: DE016696579= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £, bis 2018 7,625% p.a., anschließend variabel WKN: 843449 ISIN: XS0167260529 Reuters: DE016726052= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €2, bis 2017 5,767% p.a., anschließend variabel WKN: A0N4EX ISIN: XS0304987042 Reuters: DE030498704= Bloomberg: MUNRE a+ A A3 (hyb) A
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00% p.a., anschließend variabel WKN: A1KQYJ ISIN: XS0608392550 Reuters: DE060839255= Bloomberg: MUNRE a+ A - A
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25% p.a., anschließend variabel WKN: A1ML16 ISIN: XS0764278528 Reuters: DE076427852= Bloomberg: MUNRE a+ A - A
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625% p.a., anschließend variabel WKN: A1ML15 ISIN: XS0764278288 Reuters: DE076427828= Bloomberg: MUNRE a+ A - A

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 3.000 Millionen € (davon ausstehend 1.000 Millionen €).
2 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

8 Versicherungstechnische Rückstellungen nach Versicherungszweigen

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Mio. € Beitragsüberträge Deckungsrückstellung Schadenrückstellung Schwankungs-
rückstellungen u.Ä.
Leben 494 8.612 1.162 12
Kranken 157 991 275 5
Unfall 21 - 2.641 374
Haftpflicht 270 - 11.602 686
Kraftfahrt 673 - 5.767 716
Transport 116 - 854 349
Luftfahrt 203 - 991 1.053
Feuer 661 - 5.597 2.157
Technik 569 - 2.258 206
Sonstige 245 - 1.204 1.424
Zusammen (ohne Leben) 2.915 991 31.189 6.970
Gesamt 3.409 9.603 32.351 6.982
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Mio. € Übrige Rückstellung Gesamt Reservesatz in % der Nettobeiträge
Leben 383 10.663 133
Kranken 154 1.582 39
Unfall -56 2.980 2.629
Haftpflicht -13 12.545 767
Kraftfahrt -101 7.055 321
Transport -9 1.310 228
Luftfahrt -3 2.244 432
Feuer 34 8.449 227
Technik 6 3.039 354
Sonstige -58 2.815 154
Zusammen (ohne Leben) -46 42.019 269
Gesamt 337 52.682 223

Die dargestellten Schadenrückstellungen sind sowohl von Zahlungen beeinflusst, die im Berichtsjahr geleistet wurden, als auch von Aufwendungen zur Erhöhung bzw. Erträgen aus der Verringerung der Rückstellung.

Die Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr abzüglich der im selben Jahr bereits geleisteten Zahlungen erhöhen die Rückstellungen. Die Rückstellungen für die Vorjahre reduzieren sich um die Zahlungen, die im Berichtsjahr für diese Jahre geleistet wurden. Da es sich bei den Rückstellungen um Werte handelt, die aufgrund bestmöglicher Schätzungen - auf der Grundlage der Schadeninformationen und -erfahrungen der Vergangenheit sowie Einschätzungen der zukünftigen Schadenentwicklung - bestimmt werden, ist es unvermeidbar, dass sich auch die Schätzung regelmäßig ändert, wenn das Wissen über die Schadenfälle im laufenden Berichtsjahr zunimmt.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

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T€ 31.12.2012 31.12.2011
Schwankungsrückstellung 6.559.147 6.005.521
Rückstellung für Großrisiken 422.845 404.130
Davon:    
Für Atomanlagenrisiken 81.040 77.693
Für Pharma-Produkthaftpflichtrisiken 80.393 83.415
Für Terrorrisiken 261.412 243.022
Gesamt 6.981.992 6.409.651

9 Andere Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2012 ergibt sich für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen eine Rückstellung vor Saldierung von 792 Millionen €. Dem steht vor Saldierung ein Vermögen von 1.026 Millionen € entgegen. Zum 31. Dezember 2011 ergab sich für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 41 Millionen €, der sich bis zum 31. Dezember 2012 auf 247 Millionen € erhöhte. Des Weiteren ergab sich zum 31. Dezember 2011 eine Pensionsrückstellung von 12 Millionen €, die sich bis zum 31. Dezember 2012 auf 13 Millionen € erhöhte.

Bei den Altersteilzeitverpflichtungen steht einem Erfüllungsbetrag von 48 Millionen € ein zu verrechnendes Vermögen von 27 Millionen € gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen 27 Millionen €.

Fast alle Mitarbeiter haben für sich und ihre Hinterbliebenen Versorgungszusagen erhalten, die von der Gesellschaft selbst, von der Münchener Rück Versorgungskasse und dem Allianz Pensions Management e.V. zu erfüllen sind.

Für am Bilanzstichtag noch nicht fällige Personalaufwendungen wurden Rückstellungen von 269 Millionen € gebildet.

Aus Derivaten ergeben sich Drohverlustrückstellungen von 338 Millionen €.

10 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die in 2009 von der Munich Re America Corporation übernommene strategische Verbindlichkeit in Höhe von 250 Millionen US$ wurde planmäßig 2012 getilgt.

11 Rechnungsabgrenzungsposten

In der Rechnungsabgrenzung ist ein Ausgleichsposten für unrealisierte Währungskursgewinne in Höhe von 212 Millionen € enthalten. Dieser wird planmäßig bis 2014 aufgelöst.

12 Bewertungseinheiten

Folgende ökonomische Sicherungsbeziehungen werden bilanziell durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen:

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Art der Bewertungseinheiten Grundgeschäfte Arten und Volumina Absicherungsgeschäfte Arten und Volumina Art der Risiken Höhe der abgesicherten Risiken
Porfolio-Hedges Fremdwährungspassiva Fremdwährungsaktiva Währungs- kursrisiken Währungsergebnis aus den abgesicherten Fremdwährungspassiva Ausweis effektiver Wertänderung von Grundgeschäften und Absicherungsgeschäften in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund Anwendung Durchbuchungsmethode bei gebildeten Bewertungseinheiten
  Zum Bilanzstichtag sind folgende - hinsichtlich der Volumina größte - Bewertungseinheiten gebildet worden: - US-Dollar: 20.460 Mio. (15.519 Mio. €) - Pfund Sterling: 4.988 Mio. (6.150 Mio. €) - Australischer Dollar: 4.683 Mio. (3.687 Mio. €) - Kanadischer Dollar: 4.667 Mio. (3.535 Mio. €) - VR-China Renminbiyuan: 11.151 Mio. (1.358 Mio. €) - Japanischer Yen: 91.333 Mio. (801 Mio. €) - Neuseeland Dollar: 1.265 Mio. (792 Mio. €) - Norwegische Krone: 2.937 Mio. (400 Mio. €) - Schweizer Franken: 374 Mio. (310 Mio. €)      
Porfolio-Hedge Variabler Bestand Wertpapiere (Kanadische Dollar) im Depot MXA016F100 Absicherung erfolgt mittels Devisentermingeschäften (Verkauf CAD gegen Kauf EUR) Absicherung immer jährlich mit regelmäßigen Anpassungen an veränderten Buchwert im Depot Währungs- kursrisiko Währungsergebnis aus dem abgesicherten Wertpapierdepot MXA016F100 Ausweis effektiver Wertänderung von Grundgeschäften und Absicherungsgeschäften in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund Anwendung Durchbuchungsmethode bei gebildeter Bewertungseinheit
  Buchwert (Basis für Absicherung) per 31.12.2012: 1.893 Millionen CAD (1.442 Millionen €) Offene Devisentermingeschäfte per 31.12.2012: Verkauf 1.896 Millionen CAD gegen Kauf 1.453 Millionen €    
Mikro-Hedge Nachranganleihe XS0304987042 2007/ unbegrenzte Laufzeit; Nominalvolumen/Buchwert 1.349 Millionen € bis 2017 5,767% p. a. Zins-Swap; Nominalvolumen 1.349 Mio. € Marktwert 31.12.2012: 249 Millionen € Receive Fix 5,767% p. a., Pay EURIBOR 3 Months+ Spread 101,35 BP Zins- ände- rungs- risiko Nennwertbilanzierung aufgrund Anwendung Einfrierungsmethode; Eigenemission bei MR AG; daher keine Bewertung des Zinsrisikos und keine unterlassene Zu- oder Abschreibung wegen Bildung bilanzieller Bewertungseinheit
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→ Angaben zur Effektivität
Grund Umfang Zeitraum Methode zur Messung der Effektivität
Währungsidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen nach Fristigkeit Passiva Critical term match-Methode, prospektiv
Basiswertidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Beginn am 1.10.2011 Critical term match-Methode, prospektiv
Währungsidentität   Laufzeit unbegrenzt  
Volumen der Absicherung wird regelmäßig an Depotbestand angepasst Effektivität 85,4% Ineffektivität resultiert v. a. aus Swap-Prämien (Differenz Terminkurs zu Kassakurs in den Devisentermingeschäften)   Dollar Offset-Methode, retrospektiv
Basiswertidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Laufzeit bis Juni 2017 Critical term match-Methode, prospektiv
Währungsidentität      
identische Parameter Effektivität 99,5%   Dollar Offset-Methode, retrospektiv

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

13 Ergebnis der Rückversicherung nach Versicherungszweigen

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  Bruttobeiträge Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u. Ä. Veränderung der Schwankungsrückstellung u. Ä.
Mio. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Leben 9.168 7.783 228 279 -1 -1
Kranken 4.234 3.861 37 25 - -
Unfall 210 206 86 159 84 -256
Haftpflicht 1.648 1.518 -608 -20 172 -362
Kraftfahrt 2.224 2.716 -397 -18 126 -355
Transport 572 391 87 44 -40 230
Luftfahrt 536 515 302 180 -90 72
Feuer 4.057 3.547 1.109 -2.551 -1.243 2.556
Technik 921 929 -56 -42 64 73
Sonstige 1.971 1.839 -132 395 356 -456
Zusammen (ohne Leben) 16.373 15.522 428 -1.828 -571 1.502
Gesamt 25.541 23.305 656 -1.549 -572 1.501
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  Schaden- Kosten-Quote
in %
Mio. € 2012 2011
Leben - -
Kranken 99,1 99,4
Unfall 32,3 16,1
Haftpflicht 138,1 101,4
Kraftfahrt 116,0 100,7
Transport 84,6 90,8
Luftfahrt 44,1 63,9
Feuer 70,2 177,81
Technik 106,1 104,6
Sonstige 106,8 135,9
Zusammen (ohne Leben) 97,3 112,1
Gesamt - -

1 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 6,4 Prozentpunkten.

14 Technischer Zinsertrag

Den technischen Zinsertrag haben wir gemäß § 38 RechVersV berechnet und - wie dort vorgeschrieben - von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung übertragen.

15 Personalaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen beziehen folgende Personalaufwendungen mit ein:

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T€ 2012 Vorjahr
Löhne und Gehälter 495.613 392.463
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 67.412 67.056
Aufwendungen für Altersversorgung 71.240 96.689
Gesamt 634.265 556.208

16 Erträge aus Kapitalanlagen

Die Zuschreibungen resultieren aus der Wertaufholung aufgrund nicht mehr gebotener Abschreibungen.

17 Aufwendungen für Kapitalanlagen

Von den Abschreibungen entfielen 253 Millionen € auf außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB.

18 Steuerliche Bilanzierungseinflüsse

Steuerliche Bilanzierungseinflüsse bestehen nicht.

19 Langfristiger Incentive-Plan

Die Münchener Rück AG legte von 1999 bis 2010 jährlich langfristige Incentive-Pläne mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren auf. Von 1999 bis 2009 setzte sich der Teilnehmerkreis aus den Mitgliedern des Vorstands, dem oberen Management in München sowie den wichtigsten Führungskräften der Auslandsorganisation zusammen. 2010 wurde dieser aktienkursbasierte Vergütungsplan nur noch für Mitglieder des oberen Managements in München sowie ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation aufgelegt.

Im Rahmen eines langfristigen Incentive-Plans erhielten die Teilnehmer eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights).

Der maßgebliche Basiskurs der Wertsteigerungsrechte ermittelte sich aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Münchener-Rück-Aktie aus dem Frankfurter Xetra-Handel der letzten drei Monate vor dem jeweiligen Planbeginn. Die Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan werden zum Teil mit Aktien der Münchener Rück AG abgesichert.

Der aus den Wertsteigerungsrechten resultierende Personalaufwand oder Ertrag wird auf der Grundlage der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Optionsrechte berechnet. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem inneren Wert (Differenz zwischen Aktien- und Basiskurs der Wertsteigerungsrechte) zusätzlich die Möglichkeit des Wertzuwachses bis zum Zeitpunkt des Verfalls der Rechte und wird unter Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen anhand anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Zu jedem Bilanzstichtag wird der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte berechnet und zurückgestellt; dieser Betrag wird in voller Höhe erfasst. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf von 20,7 Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2012 ein Aufwand von 35,0 Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2012 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug 109,45 € für das Planjahr 2005, 131,38 € für das Planjahr 2006, 120,60 € für das Planjahr 2009 und 131,59 € für das Planjahr 2010. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 18,3 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2005-2010 der Münchener Rück AG

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  Incentive- Plan 2005 Incentive- Plan 2006 Incentive- Plan 2007 Incentive- Plan 2008 Incentive- Plan 2009 Incentive- Plan 2010
Planbeginn 1.7.2005 1.7.2006 1.7.2007 1.7.2008 1.7.2009 1.7.2010
Planende 30.6.2012 30.6.2013 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2016 30.6.2017
Basiskurs € 88,10 108,87 134,07 121,84 97,57 109,11
Innerer Wert 2012 für ein Recht € 46,30 25,53 0,33 12,56 36,83 25,29
Beizulegender Zeitwert 2012 für ein Recht € - 25,53 7,06 12,99 36,83 25,29
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2005 485.527 - - - - -
Zugang - 443.609 - - - -
Verfallen - 1.019 - - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006 485.527 442.590 - - - -
Zugang - 6.123 341.737 - - -
Ausgeübt 84.329 - - - - -
Verfallen 3.892 8.514 503 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007 397.306 440.199 341.234 - - -
Zugang - - 4.013 444.104 - -
Ausgeübt 31.716 - - - - -
Verfallen - 5.388 5.848 3.063 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008 365.590 434.811 339.399 441.041 - -
Zugang - - - 463 459.271 -
Ausgeübt 19.213 - - - - -
Verfallen 715 2.904 2.804 4.194 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009 345.662 431.907 336.595 437.310 459.271 -
Zugang - - - - - 675.029
Ausgeübt 72.662 - - - - -
Verfallen 1.936 1.653 1.379 1.462 1.287 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010 271.064 430.254 335.216 435.848 457.984 675.029
Zugang - - - - - 6.546
Ausgeübt 122.681 - - - - -
Verfallen 957 4.631 5.333 7.623 7.338 16.266
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011 147.426 425.623 329.883 428.225 450.646 665.309
Ausgeübt 147.426 403.618 - - 320.709 365.529
Verfallen - - 783 1.422 1.253 3.655
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012 - 22.005 329.100 426.803 128.684 296.125
Ausübbar am Jahresende - 22.005 329.100 426.803 128.684 296.125

Jedes Wertsteigerungsrecht befugt den Inhaber, die Differenz zwischen dem Kurs der Münchener-Rück-Aktie zum Zeitpunkt seiner Ausübung und dem Basiskurs in bar zu beziehen. Die Wertsteigerungsrechte können erst nach einer zweijährigen Sperrfrist und dann nur bei einem Kursanstieg um mindestens 20% gegenüber dem Basiskurs ausgeübt werden. Zusätzlich muss die Münchener-Rück-Aktie zweimal den EURO STOXX 50-Index am Ende eines Zeitraums von drei Monaten während der Planlaufzeit übertreffen. Der Bruttobetrag, der aus der Ausübung der Wertsteigerungsrechte erzielt werden kann, ist begrenzt auf eine Steigerung um maximal 150% des Basiskurses.

Die am letzten Börsentag der Planlaufzeit nicht ausgeübten Rechte werden für den Planteilnehmer ausgeübt, soweit die Ausübungsvoraussetzungen vorliegen. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, verfallen die Wertsteigerungsrechte. Sofern ein anderes Unternehmen die Kontrolle über die Münchener Rück AG erlangt oder sich der Aktionärskreis der Gesellschaft aufgrund einer Verschmelzung oder eines vergleichbaren Umwandlungsvorgangs bzw. Zusammenschlusses wesentlich verändert (Change in Control), können alle Planteilnehmer ihre Wertsteigerungsrechte innerhalb von 60 Tagen nach dessen Wirksamkeit ausüben, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Ausübungsvoraussetzungen noch nicht vorliegen.

20 Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich sind das obere Management in München sowie 2009 einmalig auch die Mitglieder des Vorstands. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt.

Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet.

Die aktienkursbasierte Größe TSR stellt die gesamte Rendite der Aktie dar und umfasst die Aktienkursentwicklung plus die reinvestierten Dividenden über einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Der TSR-Anfangswert und der TSR-Endwert werden aus dem Durchschnitt der letzten 60 Kalendertage vor Planbeginn bzw. vor Planende ermittelt.

Bei Planbeginn erfolgte die Zuteilung der PSU-Rechte auf der Grundlage des festgelegten Zusagebetrags bei 100% Zielerreichung und des TSR-Anfangswerts. Für den TSR ist der Total-Return-Index der Xetra-Notierung der Münchener-Rück-Aktie mit Startdatum 22. Januar 1996 maßgeblich. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr.

Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer auf 150% des Zusagebetrags begrenzt, für das obere Management auf 300%.

Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert.

Mid-Term Incentive Pläne 2009-2012 der Münchener Rück AG

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    Incentive- Plan 2009 Incentive- Plan 2010 Incentive- Plan 2011 Incentive- Plan 2012
Planbeginn   1.1.2009 1.1.2010 1.1.2011 1.1.2012
Planende   31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
Beizulegender Zeitwert 2012 für ein Recht - 261,98 264,54 266,48
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2009   56.741 - - -
Zugang   - - - -
Verfallen   - - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2009   56.741 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2010   56.741 38.284 - -
Zugang   - - - -
Verfallen   245 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2010   56.496 38.284 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2011   56.496 38.284 63.769 -
Zugang   - - - -
Verfallen   842 843 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2011   55.654 37.441 63.769 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2012   55.654 37.441 63.769 78.568
Zugang   - - 185 -
Ausgeübt   55.654 - - -
Verfallen   - 184 424 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2012   - 37.257 63.530 78.568

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Aufwand in Höhe von 39,2 Millionen € aus den Mid-Term Incentive Plänen erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 58,0 Millionen €.

21 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung wurden unter den sonstigen Erträgen 811 Millionen € und unter den sonstigen Aufwendungen 377 Millionen € erfasst.

22 Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 13,3 Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,2 Millionen €, nicht darin enthalten sind 0,2 Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen. Alle weiteren Angaben zu Organbezügen und -krediten, Aktiengeschäften und -besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Vergütungsbericht.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen bezifferten sich auf 5,8 Millionen €.

Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden keine Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen.

Zum 31. Dezember 2012 betrugen die verbleibenden Pensionsrückstellungen und die Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) 0 €. Der Wert der Verpflichtung beträgt 97,0 Millionen €.

Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse und Kredite; Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personenkreise bestehen nicht.

23 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender des Vorstands) (Vorsitzender des Konzernausschusses)

Group Development

Group Investments

Group Communications

Group Compliance

Group Audit

Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen

Germany, Asia Pacific and Africa Services

Dr. rer. pol. Thomas Blunck

Special and Financial Risks

Reinsurance Investments

Central Procurement

Georg Daschner

Europe and Latin America

Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek (Vorsitzender des Rückversicherungsausschusses)

Reinsurance Development

Corporate Underwriting

Accounting, Controlling and Central

Reserving for Reinsurance

Information Technology

Global Business Architecture

Geo Risks Research/Corporate Climate Centre

Dr. rer. pol. Peter Röder

Global Clients and North America

Dr. jur. Jörg Schneider

Group Reporting

Group Controlling

Corporate Finance M&A

Integrated Risk Management

Group Legal

Group Taxation

Investor and Rating Agency Relations

Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (Arbeitsdirektor i. S. von § 33 MitbestG)

HealthCare

Human Resources

Dr. oec. publ. Joachim Wenning

Life

Aufsichtsrat

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender, Vorsitzender bis 31.12.2012)

Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013)

Mitglied seit 17.4.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der D.A.S. Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG

Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied seit 3.1.2013

Wissenschaftliche Direktorin des Center

for Entrepreneurial and Financial Studies

(CEFS) an der Technischen Universität

München

Herbert Bach

Mitglied seit 9.12.1994,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Mitarbeiter der Münchener Rück AG

Dina Bösch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands

Annika Falkengren

Mitglied seit 20.4.2011

President und Chief Executive Officer der

Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ)

Frank Fassin

Mitglied seit 22.4.2009

Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen

der ver.di Nordrhein-Westfalen

Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner

Mitglied seit 12.2.2010

Aufsichtsrätin und Präsidentin der Stiftung EU-LAC

Christian Fuhrmann

Mitglied seit 22.4.2009

Geschäftsbereichsleiter der Münchener Rück AG

Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident der Max-Planck-Gesellschaft

zur Förderung der Wissenschaften e. V.

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann

Mitglied seit 22.7.1999,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Präsident der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Peter Löscher

Mitglied seit 22.4.2009

Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG

Wolfgang Mayrhuber

Mitglied seit 13.12.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG

Silvia Müller

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiterin der ERGO Versicherungsgruppe AG

Marco Nörenberg

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Reinhard Pasch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Anton van Rossum

Mitglied seit 22.4.2009

Ehemaliger Chief Executive Officer und

ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats von Fortis

Andrés Ruiz Feger

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en España

Richard Sommer

Mitglied seit 22.4.2009

Gewerkschaftssekretär und ehemaliger

Leiter der Bundesfachgruppe Versicherungen der ver.di

Dr. phil. Ron Sommer

Mitglied seit 5.11.1998,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats der MTS OJSC, Russland

Besetzung der Ausschüsse

Ständiger Ausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (seit 1.1.2013) Wolfgang Mayrhuber

Personalausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Wolfgang Mayrhuber (seit 1.1.2013)

Prüfungsausschuss

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (Vorsitzender) Christian Fuhrmann Marco Nörenberg Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (seit 1.1.2013) Anton van Rossum Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (bis 31.12.2012)

Nominierungsausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann Peter Löscher (seit 1.1.2013)

Vermittlungsausschuss

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender seit 1.1.2013) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann (seit 1.1.2013)

Über die Vergütung der Unternehmensleitung berichten wir im Vergütungsbericht.

Von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltene Mandate

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Vorstand1 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender) COMMERZBANK AG ERGO Versicherungsgruppe AG2 (Vorsitz) Munich Health Holding AG2 (Vorsitz) -
Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen - -
Dr. rer. pol. Thomas Blunck - Global Aerospace Underwriting Managers Ltd. (GAUM), Großbritannien (Vorsitz) New Reinsurance Company Ltd., Schweiz2 (Vorsitz)
Georg Daschner - -
Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek - -
Dr. rer. pol. Peter Röder EXTREMUS Versicherungs-AG Munich Re America Corp., USA2 (Vorsitz) Munich Reinsurance America, Inc., USA2 (Vorsitz)
Dr. jur. Jörg Schneider MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH2 (Vorsitz) -
Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl - Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Indien
Dr. oec. publ. Joachim Wenning - -

1 Stand: 31.12.2012.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

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Aufsichtsrat1 Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender, Vorsitzender bis 31.12.2012) METRO AG UniCredit S.p.A., Italien (bis 11.5.2012)
Dr. Ing. e.h. Dipl.-Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender ab 1.1.2013) METRO AG (bis 23.5.2012) Tetra-Laval International S.A. Group, Schweiz
Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender) D.A.S. Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-AG2 ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Herbert Bach - -
Dina Bösch - -
Annika Falkengren Volkswagen AG Securitas AB (publ), Schweden
Frank Fassin ERGO Versicherungsgruppe AG2 Provinzial NordWest Holding AG -
Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner - Gamesa Corporación Tecnológica S.A., Spanien Alpine Bau Holding GmbH, Österreich
Christian Fuhrmann - Munich Re Holding Company (UK) Ltd., Großbritannien2
Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss Siemens AG Actelion Ltd., Schweiz
Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. e.h. Henning Kagermann Bayerische Motoren-Werke AG Deutsche Bank AG Deutsche Post AG Franz Haniel & Cie. GmbH Nokia Corporation, Finnland Wipro Ltd., Indien
Peter Löscher Deutsche Bank AG TBG Ltd. (Thyssen-Bornemisza Group), Malta
Wolfgang Mayrhuber Bayerische Motoren-Werke AG Infineon Technologies AG (Vorsitz) Lufthansa-Technik AG AUA Austrian Airlines, Österreich Österreichische Luftverkehrsholding GmbH, Österreich Heico Corporation, USA UBS AG, Schweiz
Silvia Müller ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Marco Nörenberg ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Reinhard Pasch - -
Anton van Rossum - Credit Suisse Groupe AG, Schweiz Royal Vopak NV, Niederlande (Vorsitz) Solvay S.A., Belgien
Andrés Ruiz Feger - -
Richard Sommer ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Dr. phil. Ron Sommer - JSFC Sistema, Russland (bis 30.6.2012) Sistema Shyam Teleservices Ltd., Indien Tata Consultancy Services Ltd., Indien

1 Stand: 31.12.2012.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

24 Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2012 haben wir in München und bei unseren ausländischen Stützpunkten durchschnittlich 4.114 (4.157) Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 247 (256) leitende Mitarbeiter und 3.867 (3.901) Mitarbeiter im nichtleitenden Bereich.

25 Abschlussprüferhonorare

Informationen zu den Abschlussprüferhonoraren finden Sie im Konzernbericht von Munich Re.

26 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Münchener Rück AG hat für gewisse Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsbeziehungen der Munich American Reassurance Company (MARC Life) eine Ausfallhaftung übernommen.

Zwischen der Münchener Rück AG und der Munich American Capital Markets existiert eine Vereinbarung, die eine angestrebte Mindestkapitalausstattung sowie die Liquidität der Tochter garantiert.

Die Münchener Rück AG verpflichtet sich gegenüber einer ausländischen Tochtergesellschaft, bei deren Ausfall Zahlungen im Rahmen bestimmter Versicherungsverträge zu erfüllen.

Für drei ausländische Tochterunternehmen haben wir die Haftung für Büromieten in Höhe eines Gesamtbetrags von umgerechnet rund 7 Millionen € p.a. übernommen.

Ferner hat die Münchener Rück AG für die Pensionsverpflichtung einer kleinen inländischen Tochtergesellschaft gegenüber einem früheren Mitglied des Vorstands eine Bürgschaft in Höhe von 0,5 Millionen € übernommen.

In Einzelfällen haben wir beim Verkauf und Kauf von Investments befristete Garantieversprechen abgegeben, welche die Richtigkeit einzelner kaufvertraglich zugesicherter Eigenschaften betreffen. Zum Teil enthalten diese Garantien zusätzlich eine Pflicht zum Nachteilsausgleich.

Die Münchener Rück AG garantiert für ein Tochterunternehmen die Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen aus dem Verkauf von Aktien und Anteilen und für ein anderes Tochterunternehmen eine Bürgschaft in Höhe von 10 Millionen € für finanzielle Verpflichtungen.

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft sowie der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft haben wir uns verpflichtet, wenn eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, im Rahmen unserer Quote dessen Leistungsverpflichtungen zu übernehmen.

Im Falle einer Rückforderung öffentlicher Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 0,5 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG die ausreichende Kapitalausstattung eines Tochterunternehmens; zur Sicherung eines Rückerstattungsanspruchs in Höhe von rund 4,9 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG für ein Tochterunternehmen die Erfüllung der Zahlung.

Für eventuelle unternehmensvertragliche Verpflichtungen eines Tochterunternehmens zum Verlustausgleich bei anderen Konzerngesellschaften hat die Münchener Rück AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 400 Millionen € je Anspruch übernommen.

Zusätzlich ist die Münchener Rück AG eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einer Beteiligung von umgerechnet rund 25 Millionen € eingegangen.

Bei den genannten Sachverhalten ist nicht mit einem erhöhten Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen.

Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 819 Millionen € (davon 739 Millionen € gegenüber verbundenen Unternehmen). Sie ergeben sich insbesondere aus Einzahlungsverpflichtungen in mehrere Investmentfonds, abgeschlossenen Geschäftsbesorgungs- und Leasingverträgen sowie begonnenen Investitionsvorhaben.

27 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rück AG haben im November 2012 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben; sie ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich.

28 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn, über den die Hauptversammlung verfügen kann, beträgt 1.255.388.484,00 €. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 7,00 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen, soweit sie 20% und mehr am Kapital ausmachen, sowie um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB, soweit sie 5% der Stimmrechte überschreiten.

Die Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen nach nationalen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, überwiegend denen zum 31. Dezember 2011, entnommen. Sollten diese nicht verfügbar sein, wurden HB II-Werte verwendet.

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Firma und Sitz %-Anteil am Kapital Eigenkapital
in T€
Jahresergebnis
in T€
Verbundene Unternehmen      
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000 36.851 -3.079
50 Plus Strategies, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 17 8
80e LIMITED, Bristol5 100,0000 1 0
Acalater 140014 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
ADB ERGO Lietuva, Vilnius 100,0000 24.735 259
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas, S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000 29.500 1.012
Aitesacho 5005 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
aktiva Vermittlung von Versicherungen und Finanz-Dienstleistungen GmbH, Köln 100,0000 3.167 1.203
Albulzaga 8008 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Aleama 150015 S.L., Madrid 100,0000 -123 -37
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000 113 13
almeda GmbH, München1 100,0000 5.484 0
almeda Versicherungs-Aktiengesellschaft, München1 100,0000 3.200 0
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 118.496 19.430
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 126.777 -4.940
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 249.300 2.773
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000 3.022 157
American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida 100,0000 6.610 -282
American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio 100,0000 120.821 53.112
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000 2.737 218
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 31.232 473
American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 21.856 -1.092
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 28.395 480
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000 49.076 -798
Amicus Legal Ltd., Bristol 100,0000 2.123 640
Amicus Ltd., Bristol5 100,0000 1 0
Amladeza 7007 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Arkansas Life Insurance Company, Phoenix, Arizona 100,0000 298 -54
Arridabra 130013 S.L., Madrid 100,0000 -123 -33
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000 5 -1.397
ArztPartner almeda AG, München 100,0000 1.237 0
Associated Asset Management Corporation B.V., 's-Hertogenbosch 51,0000 623 -71
avanturo GmbH, Düsseldorf 100,0000 10.013 417
B&C International Insurance, Hamilton, Bermuda 100,0000 2.017 -15
B&D Acquisition B.V., Amsterdam 80,0000 1.087 -480
B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000 516 348
Badozoc 1001 S.L., Madrid 100,0000 -86 -16
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000 1 -
Bagmoor Wind Limited, Bristol 100,0000 1 -
Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG, Wien 90,0000 113.168 16.504
Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000 520 331
Baqueda 7007 S.L., Madrid 100,0000 -125 -36
Beaufort Dedicated No. 1 Ltd, London 100,0000 178 -6
Beaufort Dedicated No. 2 Ltd, London 100,0000 20.808 558
Beaufort Dedicated No. 3 Ltd, London 100,0000 718 0
Beaufort Dedicated No. 4 Ltd, London 100,0000 70 0
Beaufort Dedicated No. 5 Ltd., London 100,0000 -145 -599
Beaufort Dedicated No. 6 Ltd, London 100,0000 -87 -7
Beaufort Underwriting Agency Limited, London 100,0000 9.748 2.533
Beaufort Underwriting Services Limited, London 100,0000 1 0
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 2.002 -10
Bell & Clements (London) Ltd, London 100,0000 721 6
Bell & Clements (USA) Inc, Reston, Virginia 100,0000 57 0
Bell & Clements Inc, Reston, Virginia 100,0000 547 183
Bell & Clements Ltd, London 100,0000 3.130 90
Bell & Clements Underwriting Managers Ltd, London 100,0000 6 0
BioEnergie Elbe-Elster GmbH & Co. KG, Elsterwerda 100,0000 0 -10
BioEnergie Verwaltungs-GmbH, Elsterwerda 100,0000 23 -2
Blitz 01-807 GmbH, München5 100,0000 25 0
Bobasbe 6006 S.L., Madrid 100,0000 -135 -32
Bos Incasso B.V., Groningen 89,7640 13.397 1.342
Botedazo 8008 S.L., Madrid 100,0000 -127 -38
Bureau voor kredietinformaties Janssen B.V., s-Gravenhage 100,0000 -111 -12
Bureau voor kredietinformaties Janssen Holding B.V., s-Gravenhage 100,0000 -63 -443
Callopio 5005 S.L., Madrid 100,0000 -129 -34
Camcichu 9009 S.L., Madrid 100,0000 -125 -37
CAPITAL PLAZA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 100,0000 13.121 175.974
CAPITAL PLAZA Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000 32 0
Capitol Life & Accident Insurance Company, Jonesboro, Arkansas 100,0000 269 19
Caracuel Solar Catorce S.L., Madrid 100,0000 -133 -50
Caracuel Solar Cinco S.L., Madrid 100,0000 -145 -55
Caracuel Solar Cuatro S.L., Madrid 100,0000 -130 -54
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Madrid 100,0000 -118 -48
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Madrid 100,0000 -124 -55
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Madrid 100,0000 -136 -52
Caracuel Solar Diez S.L., Madrid 100,0000 -126 -50
Caracuel Solar Doce S.L., Madrid 100,0000 -129 -56
Caracuel Solar Dos S.L., Madrid 100,0000 -123 -54
Caracuel Solar Nueve S.L., Madrid 100,0000 -130 -56
Caracuel Solar Ocho S.L., Madrid 100,0000 -127 -49
Caracuel Solar Once S.L., Madrid 100,0000 -127 -50
Caracuel Solar Quince S.L., Madrid 100,0000 -129 -52
Caracuel Solar Seis S.L., Madrid 100,0000 -139 -56
Caracuel Solar Siete S.L., Madrid 100,0000 -136 -56
Caracuel Solar Trece S.L., Madrid 100,0000 -126 -55
Caracuel Solar Tres S.L., Madrid 100,0000 -133 -54
Caracuel Solar Uno S.L., Madrid 100,0000 -72 -21
CarePlus Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH, Köln 100,0000 -41 -29
Chobocuga 150015 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Ciborum GmbH, München5 100,0000 25 0
CJSIC "European Travel Insurance", Moskau 100,0000 5.099 759
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000 25 -
Compagnie Européenne d'Assurances, Nanterre 100,0000 4.215 -1.051
Compania Europea de Seguros S.A., Madrid 99,9985 11.265 1.611
Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan5 100,0000 0 0
Corion Pty Limited, Sydney 100,0000 5.325 276
Cotatrillo 100010 S.L., Madrid 100,0000 -126 -36
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros - Internacional, S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000 3.422 58
D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs- Aktiengesellschaft, München1 100,0000 255.972 0
D.A.S. HELLAS Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Athen 99,9983 4.073 272
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000 3.540 477
D.A.S. Luxemburg Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung S.A., Strassen 99,9500 3.108 374
D.A.S. Oigusabikulude Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000 2.688 -267
D.A.S. Österreichische Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs- Aktiengesellschaft, Wien 99,9800 56.988 2.476
D.A.S. poist'ovna právnej ochrany, a.s., Bratislava 100,0000 5.101 0
D.A.S. pojišt'ovna právní ochrany, a.s., Prag 100,0000 6.311 807
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 99,9800 14.778 2.012
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 99,9524 2.831 141
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar 100,0000 15.839 -1.916
DAS Assistance Limited, Bristol 100,0000 652 566
DAS Consultancy & Detachering Rotterdam B.V., Rotterdam 75,0200 -502 -526
DAS Financial Services B.V., Amsterdam 51,0000 18 -
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000 163.079 27.320
DAS Incasso Arnhem B.V., Arnheim 100,0000 -116 -112
DAS Incasso Eindhoven B.V., 's-Hertogenbosch 80,0000 -1.624 -596
DAS Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 80,0000 3.328 -237
DAS Law Limited, Bristol5 100,0000 1 0
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000 5.874 -2.480
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000 59.779 5.715
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000 52.154 5.149
DAS Legal Protection Insurance Company Ltd., Toronto 100,0000 8.344 -3.338
DAS Legal Protection Ireland Limited, Dublin5 100,0000 1 0
DAS Legal Protection Limited, Christchurch5 100,0000 0 0
DAS Legal Protection Limited, Vancouver, British Columbia5 100,0000 1 0
DAS Legal Protection Pty. Ltd., Sydney5 100,0000 0 0
DAS LEGAL SERVICES LIMITED, Bristol 100,0000 208 202
DAS Lex Assistance, S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000 40 -10
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000 104.637 22.716
DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Luzern 100,0000 12.666 1.283
DAS Services Limited, Bristol 100,0000 -6.989 976
DAS Support B.V., Amsterdam 100,0000 -958 -627
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000 26.573 325
De Wit Vissers Incasso Holding B.V., Breda 95,0000 -271 -111
Diana Vermögensverwaltungs AG, München5 100,0000 68 0
DKV - Beta Vermögensverwaltungs GmbH, Köln5 100,0000 25 0
DKV BELGIUM S.A., Brüssel 100,0000 126.939 12.301
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln1 100,0000 506.766 0
DKV Gesundheits Service GmbH, Köln 100,0000 163 -250
DKV Immobilienverwaltungs GmbH, Köln5 100,0000 25 0
DKV Luxembourg S.A., Luxemburg 75,0000 16.015 -1.260
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000 5.378 -362
DKV Residenz am Tibusplatz GmbH, Münster 100,0000 1.459 105
DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa 100,0000 157.343 69.756
DKV Servicios, S.A., Saragossa 100,0000 890 105
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000 -1.270 -2
DRA Debt Recovery Agency B.V., s-Gravenhage 100,0000 2.274 9
Economic Data Research B.V., Leidschendam 100,0000 -1.522 158
Economic Data Resources B.V., Leidschendam 100,0000 548 398
EDR Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000 3.389 -153
EDR Credit Services B.V., s-Gravenhage 100,0000 787 109
EIG, Co., Wilmington, Delaware 100,0000 111.991 18.075
Einzelanlage Hohenseefeld GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 568 -21
ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000 27 2
ERGO Asia Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000 494 0
ERGO ASIGURARI DE VIATA SA, Bukarest 100,0000 5.013 -1.358
ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand 100,0000 53.562 -8.199
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000 386.756 -53.618
ERGO DIREKT Krankenversicherung AG, Fürth1 100,0000 80.048 0
ERGO DIREKT Lebensversicherung AG, Fürth1 100,0000 73.980 0
ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Schwechat 100,0000 6.550 7
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth1 100,0000 50.499 0
ERGO Élétbiztosító Zrt., Budapest 100,0000 5.246 -470
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 30 1
ERGO Emeklilik ve Hayat A.S., Istanbul 100,0000 9.145 -5.943
ERGO Eurosolar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 35.164 44
ERGO Eurosolar S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 21.554 -86
ERGO Funds AS, Tallinn 100,0000 4.678 165
ERGO General Insurance Company S.A., Athen 99,9999 70.637 4.170
ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid 100,0000 16.729 3.457
ERGO GmbH, Herisau 100,0000 5.197 -110
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000 427 401
ERGO Grubu Holding A.S., Istanbul 100,0000 462.785 266
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 100,0000 226.260 19.942
ERGO Immobilien-GmbH 1. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000 -1 -1
ERGO Immobilien-GmbH 14.Victoria & Co. KG, Kreien 100,0000 98.483 2.748
ERGO Immobilien-GmbH 15.Victoria & Co. KG, Kreien5 100,0000 0 0
ERGO Immobilien-GmbH 4. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000 -1 0
ERGO Immobilien-GmbH 5.Hamburg-Mannheimer & Co.KG, Kreien 100,0000 184.214 6.562
ERGO Immobilien-GmbH 6.Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien5 100,0000 0 0
ERGO Immobilien-GmbH 7.Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien5 100,0000 0 0
ERGO Immobilien-Verwaltungs-GmbH, Kreien 100,0000 36 11
ERGO Insurance N.V., Brüssel 99,9999 73.391 -15.324
ERGO Insurance Service GmbH, Wien 99,6000 607 -27
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 100,0000 1.752.660 38
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf1 100,0000 25 0
ERGO Invest SIA, Riga 100,0000 5.342 98
ERGO Italia Business Solutions S.c.r.l., Mailand 100,0000 14.366 0
ERGO Italia Direct Network s.r.l., Mailand 100,0000 4.400 4.088
ERGO Italia S.p.A., Mailand 100,0000 318.720 -26.069
ERGO Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000 53.973 -1.938
ERGO Latvija Versicherung AG (ERGO Latvija Apdrosinasanas Akciju Sabiedriba), Riga 100,0000 16.896 1.727
ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000 26 1
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg1 100,0000 609.070 0
ERGO Life Insurance Company S.A., Thessaloniki 100,0000 5.804 235
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000 24.613 1.937
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 24 -1
ERGO osiguranje d.d, Zagreb 100,0000 3.767 -100
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000 3.379 -445
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000 4.434 -83
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100,0000 52.749 2.100
ERGO poist'ovna, a.s., Prag 100,0000 13.949 -330
ERGO PORTFÖYYÖNETIMI A.S., Istanbul 100,0000 973 254
ERGO Previdenza S.p.A., Mailand 100,0000 219.513 9.445
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 160.000 4.711
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000 28 3
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 267.719 7.509
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 34 -4
ERGO Private Equity Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000 104.571 2.269
ERGO Private Equity Komposit GmbH, Düsseldorf 100,0000 85.491 919
ERGO Private Equity Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000 102.407 4.240
ERGO Pro Sp. z o.o., Warschau 100,0000 1.137 125
ERGO Pro, spol. s r.o., Prag 100,0000 726 74
ERGO RUSS Versicherung AG, St. Petersburg 100,0000 26.240 6.805
ERGO Shisn, Moskau 100,0000 11.423 -5.484
ERGO SIGORTA A.S., Istanbul 100,0000 111.573 -26.525
ERGO Specialty GmbH, Hamburg 100,0000 137 11
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 100,0000 702.732 0
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 100,0000 50.865 -10.495
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000 651 290
ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf 100,0000 2.024.366 179.407
ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima, Saragossa 100,0000 34.271 -451
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 25 0
ERGO Zivljenjska zavarovalnica d. d., Ljubljana 100,0000 5.453 -1.867
ERGO životná poistovna, a. s., Bratislava 100,0000 6.801 -696
ERGO Zivotno osiguranje d.d, Zagreb 100,0000 4.598 -60
ERGO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 99,9999 33 152
ERIN Sigorta Aracilik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul 99,9950 1.609 -438
ERV (China) Travel Service and Consulting Ltd., Beijing 100,0000 447 285
ERV (India) Travel Service and Consulting Private Limited, Mumbai 99,9999 89 -15
ERV Försäkringsaktiebolag (publ), Stockholm 100,0000 1.899 36
ERV pojišt'ovna, a.s., Prag 90,0000 9.051 1.416
ERV Seyahat Sigorta Aracilik Hizmetleri ve Danismanlik Ltd.Sti., Istanbul 99,0000 64 -37
Esoleme 120012 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Etics, s.r.o., Prag 100,0000 71 2
Etoblete 160016 S.L., Madrid 100,0000 -127 -36
Etogibon 100010 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Etolede 6006 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
EUREKA GmbH, Düsseldorf 99,9999 223 165
Euro Alarm Assistance Prague, Prag 100,0000 648 224
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000 381 37
Euro-Center (Thailand) Co. Ltd., Bangkok 100,0000 671 10
Euro-Center Cape Town (Pty.) Ltd., Cape Town 100,0000 117 37
Euro-Center China (HK) Co., Ltd., Peking 100,0000 239 123
Euro-Center Holding A/S, Kopenhagen 83,3330 5.487 694
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000 15 42
Euro-Center Ltda., Rio de Janeiro 100,0000 64 -29
Euro-Center USA, Inc., New York, New York 100,0000 479 54
Euro-Center Yerel Yardim, Istanbul 100,0000 555 189
Euro-Center, S.A. (Spain), Palma de Mallorca 100,0000 494 113
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000 32.977 -8
Europäische (UK) Ltd., London5 100,0000 1 0
EUROPÄISCHE Reiseversicherung Aktiengesellschaft, München1 100,0000 62.806 0
European Assistance Holding GmbH, München 100,0000 20 -1
European International Holding A/S, Kopenhagen 100,0000 51.299 882
Evaluación Médica TUW, S.L., Barcelona 100,0000 1.519 -404
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000 1.354 718
EVV Logistik Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 16 -2
Exolvo GmbH, Hamburg 100,0000 29 11
FAIRANCE GmbH, Düsseldorf1 100,0000 63.880 0
First Legal Protection Limited, Bristol 100,0000 81 452
First Marine Financial Services, Amelia, Ohio5 100,0000 0 0
First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 5.711 -173
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000 6.073 398
Forst Ebnath AG, Ebnath 96,7315 9.622 639
FOTOUNO S.r.l., Turin 100,0000 -79.458 -1.732
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Turin 100,0000 -42.233 -1.280
Gamaponti 14OO14 S.L., Madrid 100,0000 -126 -37
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,0000 14 -223
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000 167 142
GEMEDA Gesellschaft für medizinische Datenerfassung und Auswertung sowie Serviceleistungen für freie Berufe mbH, Köln 100,0000 212 5
Geschlossene Aktiengesellschaft Europäische Reiseversicherung, Kiew 99,9999 1.197 32
Global Standards LLC, Dover, Delaware 100,0000 58.479 9.748
Globality S.A., Luxembourg 100,0000 9.019 -4.409
goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000 -642 -871
goMedus Gesellschaft für Qualität in der Medizin mbH, Köln 100,0000 100 3
goMedus GmbH S Co. KG, Köln 100,0000 666 -3.205
GRANCAN Sun-Line S.L., Madrid 100,0000 -5.642 -1.065
Great Lakes Marine Insurance Agency Pty Ltd i.L., Sydney 100,0000 1.644 175
Great Lakes Re Management Company (Belgium) S.A., Brüssel5 100,0000 0 0
Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London 100,0000 426.686 50.926
Great Lakes Services Ltd., London5 100,0000 0 0
Group Risk Services Limited, London 100,0000 3.548 -9.716
Groves, John & Westrup Limited, London 100,0000 22 0
Guanzu 2OO2 S.L., Madrid 100,0000 -117 -34
Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg5 100,0000 31 0
Hamburg-Mannheimer ForsikringService A/S, Kopenhagen 100,0000 93 2
Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg 100,0000 32.775 1.000
Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz Schaden-Service GmbH, Hamburg 100,0000 36 -16
Hartford Steam Boiler (M) Sdn. Bhd, Kuala Lumpur 100,0000 537 57
Hartford Steam Boiler (Singapore), PTE Ltd., Singapur 100,0000 257 -19
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda., Bogotá 100,0000 475 19
Hartford Steam Boiler International India Pyt Ltd., Kolkata 100,0000 153 27
Hartford Steam Boiler International-GmbH, Rheine 100,0000 2.970 173
Health OÜ, Tallinn5 100,0000 3 0
Hestia Advanced Risk Solutions Sp. z.o.o., Sopot 100,0000 10 -16
Hestia Loss Control Sp. z o.o., Sopot 100,0000 97 6
HMI S.r.l., Verona 100,0000 -83 -94
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000 5.552 -7.244
Horbach GmbH Versicherungsvermittlung und Finanzdienstleistungen, Düsseldorf 70,1000 96 25
HSB Associates, Inc, New York, New York 100,0000 834 -64
HSB Engineering Finance Corporations, Dover, Delaware 100,0000 -13.174 -1
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000 135.935 21.476
HSB Engineering Insurance Services Limited, Oldham 100,0000 5.209 0
HSB Group, Inc., Dover , Delaware 100,0000 513.418 122.365
HSB Inspection Quality, Limited , Oldham5 100,0000 0 0
HSB Investment Corporation, Hartford, Connecticut 100,0000 23 -9
HSB Japan KK, Minato-KU, Tokio 100,0000 1.649 351
HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee 100,0000 804 -401
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000 7.608 2.052
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 37.893 -10
HSB Technical Consulting & Services (Shanghai) Company, Ltd., Shanghai 100,0000 1.739 1.141
HSB Ventures, Inc., Dover, Delaware5 100,0000 0 0
Humanity B.V., s-Gravenhage 100,0000 -81 -238
Hyneman Life Corporation, Jonesboro, Arkansas 100,0000 106 19
IDEENKAPITAL Anlagebetreuungs GmbH, Düsseldorf 100,0000 37 12
Ideenkapital Client Service GmbH, Düsseldorf1 100,0000 26 0
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 38 4
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000 624 0
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 562 0
Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 35 5
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000 2.345 1.682
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000 350 -152
Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 99 -4
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477 50.672 -5.922
IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 34 6
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 41 6
IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 16 -66
Ideenkapital Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 16 -4
Ideenkapital Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 -16
IK Einkauf Objekt Eins gmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 8.370 429
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000 12 -2
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 27 4
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387 9.494 369
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 32 3
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 56 1
IK FE Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 66 -15
IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000 837 4
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000 33 4
IK Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH, Düsseldorf 100,0000 22 -3
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 27 3
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 -10.743 -1.789
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 -14.380 -391
IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 32 2
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 40 2
IK US Portfolio Invest DREI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 36 1
IK US Portfolio Invest Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 35 2
IK US Portfolio Invest ZWEI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 3
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5532 12.148 309
InsuranceAssistance FLLC, Minsk 100,0000 585 -
InterAssistance Gesellschaft für Dienstleistungen mit beschränkter Haftung, München 100,0000 27 0
IRIS Capital Fund II German Investors GmbH & Co. KG, Düsseldorf 85,7143 28.739 -13
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf1 100,0000 23.754 0
Itus Verwaltungs AG, Grünwald 100,0000 531.791 9.940
Janus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München5 100,0000 34 -1
Joint Stock Insurance Company ERGO, Minsk 92,3110 1.474 149
Jordan Health Cost Management Services W.L.L., Amman 100,0000 1.498 133
Jupiter Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 149 2
Juventus Vermögensverwaltungs AG, Hamburg5 100,0000 51 1
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000 33 2
K & P Objekt München Hufelandstraße GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 2
K & P Pflegezentrum IMMAC Uelzen Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445 984 -737
KA Köln Assekuranz.Agentur GmbH, Köln 100,0000 226 -1.634
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000 5.521 0
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Fürth 100,0000 491 9
Kuik & Partners Gerechtsdeurwaarders & Incassobureau B.V., Eindhoven 100,0000 -466 -14
Landelijke Associatie van Gerechtsdeurwaarders B.V., Groningen 89,7640 24.272 7.585
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 279 12
LAVG Associatie van Gerechtsdeurwaarders Zuid Holding B.V., Breda 80,0000 9.187 1.789
LAVG Zuid B.V., Breda 100,0000 9 2
LawAssist Limited, Bristol5 100,0000 1 0
Legal Net GmbH, München 100,0000 25 0
LEGIAL AG, München 100,0000 5.055 1.193
LifePlans Inc., Waltham, Massachusetts 100,0000 13.365 853
LifePlans LTC Services, Inc., Toronto, Ontario 100,0000 154 146
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100,0000 1 0
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.167 537
m:editerran POWER FRANCE GmbH, Nürnberg 100,0000 2.630 5
m:editerran POWER GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 12.922 -103
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 8.373 -46
MAGAZ FOTOVOLTAICA, S.L.U., Alcobendas 100,0000 19.622 563
MAM Munich Asset Management GmbH, München5 100,0000 24 0
Marbury Agency, Inc., Amelia, Ohio5 100,0000 0 0
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000 7.071 -9.921
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000 16.357 128
MAYFAIR Financing GmbH, München 100,0000 530 -9
MAYFAIR Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000 32 1
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000 87 62
MEAG Hong Kong Limited, Hong Kong 100,0000 4.924 -16
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000 901 -146
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000 121.446 50.285
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München1 100,0000 19.665 0
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 7.629 -740
MEAG Property Management GmbH, München1 100,0000 108 0
MEAG Real Estate Erste Beteiligungsgesellschaft, München 100,0000 33 1
MEAG US Real Estate Management Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 2.957 420
Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000 28 0
Mediastream Dritte Film GmbH, Grünwald 100,0000 18 -19
Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000 33 -2
Mediastream Vierte Medien GmbH, Grünwald 100,0000 33 3
Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000 5 -36
MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100,0000 1.364 45
MedNet Europa GmbH, München 100,0000 18 -1
MedNet Greece S.A., Athen 78,1419 1.024 239
MedNet Gulf E.C., Manama 100,0000 -1.633 0
MedNet Holding GmbH, München 100,0000 30.076 5.603
MedNet International Ltd., Nicosia 100,0000 5.486 2.013
MedNet International Offshore SAL, Beirut5 99,6700 0 0
MedNet Saudi Arabia LLC, Riyadh 100,0000 491 -54
MedNet UAE FZ L.L.C., Dubai 100,0000 1.474 -8
MedWell Gesundheits-AG, Köln 100,0000 434 -19
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf1 100,0000 6.547 0
MESA ASISTENCIA, S.A., Madrid 99,9000 207 19
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd.,Ta' Xbiex 99,9999 102 -
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 99,9999 76 -
miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000 -175 -96
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000 205 125
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000 358 112
miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000 -202 -96
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000 -105 -19
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000 223 63
miCura Pflegedienste München/Dachau GmbH, Dachau 51,0000 45 -17
miCura Pflegedienste München GmbH, München 100,0000 -259 -92
miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000 -85 44
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000 315 153
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000 127 -41
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000 76.091 17.754
Midwest Enterprises, Inc., Miami, Florida 100,0000 -2.408 -792
Modern Life Insurance Company of Arizona, Inc., Phoenix, Arizona 100,0000 1.276 51
MR Beteiligungen 1. GmbH, München3 100,0000 206.273 0
MR Beteiligungen 14. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 15. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 16. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald2 100,0000 63.303 -107
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000 26 1
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000 50.086 1.098
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 380.689 15.972
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 353.659 5.409
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000 662 39
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 5.580.774 161.078
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 1.685.945 88.179
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 5.859.144 311.781
MR ERGO Beteiligungen GmbH, München 100,0000 65 -3.081
MR Infrastructure Investment GmbH, Grünwald 100,0000 30 0
MR Parkview Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 1 0
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000 1 -
MR RENT-Investment GmbH, München1 100,0000 418.591 0
MR RENT-Management GmbH, München 100,0000 34 10
MR Solar Beneixama GmbH, Nürnberg 100,0000 47 -10
MR Solar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 44.347 443
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA SRL, Bozen 100,0000 14.627 265
MSP Underwriting Ltd., London 100,0000 21.798 0
MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczeniowe S. A., Sopot 100,0000 35.838 7.264
Münchener Consultora Internacional S.R.L., Santiago de Chile 100,0000 774 101
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S. R. L., Buenos Aires 100,0000 15 4
Münchener de Colombia S.A. Corredores de Reaseguros, Santa Fe de Bogotá D.C. 100,0000 1.574 15
Münchener de Mexico S. A., Mexico 100,0000 1.813 279
Münchener de Venezuela C.A. Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000 204 101
Münchener Ecoconsult GmbH i.L., München5 100,0000 60 0
Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München5 100,0000 52 0
Münchener Vermögensverwaltung GmbH, München5 100,0000 26 0
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 7.099.026 164.307
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 15.549 -41
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 620.463 -16.045
Munich Atlanta Financial Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000 13.710 714
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000 1 0
Munich Columbia Square Corp., Wilmington, Delaware 100,0000 21 1
Munich Health Alpha GmbH, München 100,0000 129.231 0
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000 23.477 5.913
Munich Health Holding AG, München1,3 100,0000 639.795 0
Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 992 -280.263
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 264.526 36.026
Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney 100,0000 257.890 -535
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 -9.282 1.300
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000 1.599 1.142
Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis 100,0000 34.993 -2.398
Munich Re America Brokers, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 2.177 0
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 2.680.017 617.183
Munich Re America Management Ltd., London 100,0000 3.927 3.472
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 15.049 227
Munich Re Automation Solutions GmbH, Grünwald 100,0000 16 8
Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 -112 12
Munich Re Automation Solutions KK, Tokio 100,0000 -64 42
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000 8.248 1.718
Munich Re Automation Solutions Pty Limited, Sydney 100,0000 -56 41
Munich Re Capital Limited, London 100,0000 -11.317 16.524
Munich Re Capital Markets GmbH , München 100,0000 1.102 128
Munich Re Capital Markets New York, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 12.517 1.610
Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo 100,0000 58.977 5.095
Munich Re General (UK) Limited i.L., London5 100,0000 62 0
Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London 100,0000 45.040 267
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000 572 218
Munich Re Japan Services K. K., Tokio 100,0000 2.008 13
Munich Re Life and Health (UK) Plc., London5 100,0000 62 0
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 99,9999 1.414.686 117.035
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 99,9999 1.597.019 120.322
Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 3.143 1.999
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000 29.424 -3.380
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Limited, Dubai 100,0000 1.532 376
Munich Re Underwriting Limited, London 100,0000 1.065 -143
Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 3.232.737 448.725
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000 168.079 15.084
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000 251.221 -71.751
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 236.225 35.543
Munich-American Global Services (Munich) GmbH i.L., München 100,0000 397 418
Munich-American Risk Partners GmbH, München 100,0000 57 -1
Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 4 0
MunichFinancialGroup AG Holding, München5 100,0000 52 0
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000 37 0
MunichFinancialServices AG Holding, München5 100,0000 52 0
Munichre General Services Limited, London 100,0000 2.870 610
Munichre New Zealand Service Ltd., Auckland 100,0000 1.096 51
Munichre Service Limited, Hong Kong 100,0000 45 49
N.M.U. (Holdings) Limited, Leeds 100,0000 186 0
Naretoblera 170017 S.L., Madrid 100,0000 -123 -35
Nassau Incasso Services Den Haag B.V., s-Gravenhage 100,0000 363 -66
Neckermann Lebensversicherung AG, Fürth 100,0000 20.898 2.300
Neckermann Versicherung AG, Nürnberg 100,0000 20.970 3.110
Nerruze 120012 S.L., Madrid 100,0000 -124 -37
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000 675.416 90.392
Nicamballo 1001 S.L., Playa del Inglés 100,0000 -2 0
Nightingale Legal Services Ltd., Bristol 100,0000 -134 -22
NMU Group Limited, London 100,0000 2.466 0
Northern Marine Underwriters Limited, Leeds 100,0000 178 0
OHM Services of Texas, Inc., Atlanta, Georgia5 100,0000 0 0
Olbodeca 4004 S.L., Playa del Inglés 100,0000 -1 -1
Olympic Health Management Services Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 6 -109
Olympic Health Management Systems, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 4.869 703
One State Street Intermediaries, Hartford, Connecticut 100,0000 13 0
Oracuet 160016 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Oragulno 9009 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Oraunte 130013 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Orrazipo 110011 S.L., Madrid 100,0000 -126 -37
Otusleme 3003 S.L., Playa del Inglés 100,0000 -1 -1
P.A.N. GmbH & Co. KG, Grünwald2 99,0000 294.450 -35.878
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 99,0000 52 2
PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000 33 0
Princeton Eagle Holding (Bermuda) Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000 1.113 -63
Princeton Eagle Insurance Company Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000 576 -50
Princeton Eagle West (Holding) Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 1.128 0
Princeton Eagle West Insurance Company Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 1.086 -106
ProContact Sp. z o.o., Gdansk 100,0000 635 -176
PRORENDITA DREI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 36 5
PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 35 5
PRORENDITA Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 36 5
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 35 5
PRORENDITA ZWEI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 36 5
Proserpina Vermögensverwaltungsges. mbH, München 100,0000 65.225 693
ProVictor Immobilien GmbH, Düsseldorf4 50,0000 1.272 6
ProVictor Property Fund IV Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor Property Fund V Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor Property Fund VI Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor US Corporation, Atlanta, Georgia5 100,0000 1 -1
Queensley Holdings Limited, Singapur 100,0000 1.030 -8.251
Quirinus AG, Düsseldorf 100,0000 50 -
Reaseguradora de las Américas S. A., La Habana5 100,0000 619 0
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000 1.235 732
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000 906 594
Roanoke International Insurance Agency Inc., Schaumburg, Illinois5 100,0000 1 0
Roanoke Real Estate Holdings Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 206 15
Roanoke Trade Insurance Inc., Schaumburg,Illinois5 100,0000 1 0
Roanoke Trade Services Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 9.317 178
Roanoke Trade Services of Texas Inc., Schaumburg, Illinois5 100,0000 1 0
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Strasbourg 100,0000 -66 -71
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer1 100,0000 3.438 0
Schrömbgens & Stephan GmbH, Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000 195 -165
Scout Moor Group Limited, Manchester 100,0000 50.045 -
Scout Moor Holdings (No.1) Ltd., Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Holdings (No.2) Limited, Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Wind Farm (No.2) Limited, Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Wind Farm Limited, Manchester 100,0000 1.726 -
Seldac 1. Kommunaler-Rendite-Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 1 -17
Seldac 1. Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 25 -2
Seminaris Hotel- und Kongreßstätten-Betriebsgesellschaft mbH, Lüneburg 100,0000 2.407 258
Silvanus Vermögensverwaltungsges.mbH, München1 100,0000 36.579 0
Solarfonds Garmisch-Partenkirchen 2011 GmbH & Co. KG, Nürnberg 99,7500 1.594 79
Solomon Associates Limited, London 100,0000 689 41
Sopocki Instytut Ubezpieczen S.A., Sopot 100,0000 1.611 19
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp. z o.o., Sopot 100,0000 23 3
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 200.428 24.199
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 40.600 6.101
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000 170 9
Sterling Life Insurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 71.151 -14.825
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000 169 29
SunEnergy & Partners S.r.l. , Brindisi 100,0000 32.256 1.789
Sydney Euro-Center Pty. Ltd., Sydney 100,0000 212 27
Synkronos Italia SRL, Milano 60,1000 1.469 -53
TAS Assekuranz Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000 36 2
TAS Touristik Assekuranz Service International GmbH, Frankfurt/Main1 100,0000 34 0
TAS Touristik Assekuranzmakler und Service GmbH, Frankfurt/Main1 100,0000 256 0
Teginago 2002 S.L., Playa del Inglés 100,0000 -1 -1
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000 115.559 11.742
Tennessee Utilities Assistance Fund, Inc., Atlanta, Georgia5 100,0000 7 0
Tenoslema 110011 S.L., Playa del Inglés 100,0000 -1 -1
TGR Biztosítás Többesügynöki Zrt., Budapest 100,0000 -808 -994
The Atlas Insurance Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000 480 -313
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 59.100 15.909
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000 51.958 10.654
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 669.223 108.395
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000 50.801 46.828
The National Senior Membership Group, Atlanta, Georgia5 100,0000 0 0
The Polytechnic Club, Inc., Hartford, Connecticut5 100,0000 0 0
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000 43.943 7.588
The Roanoke Companies Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 11.254 427
Three Lions Underwriting Ltd., London 100,0000 1.065 -17
Tillobesta 180018 S.L., Madrid 100,0000 -122 -35
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000 1 -
TIS Holdings Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 1 0
Titus AG, Düsseldorf 100,0000 84 29
Trade Insurance Services Inc, Schaumburg, Illinois 100,0000 1 0
Trusted Documents GmbH, Nürnberg 100,0000 183 -3
UK Wind Holdings Ltd, London 100,0000 1 -
Union Beteiligungsholding GmbH, Wien 100,0000 231 13
Union Life Insurance Company, Jonesboro, Arkansas 100,0000 88 -6
Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañia de Seguros, Saragossa 100,0000 5.292 506
US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 -2
Van Arkel Gerechtsdeurwaarders B.V., Leiden 79,0000 9.979 1.072
VB VICTORIA Zastupanje u Osiguranju d.o.o., Zagreb 74,9000 12 0
Venus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 128.659 -5.235
Verwaltungsgesellschaft "PORT VICTORIA" GmbH, Hamburg 100,0000 132 -50
VFG Vorsorge-Finanzierungsconsulting GmbH, Wien 100,0000 706 -357
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 13.625 45
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000 8.825 -38
VICTORIA Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 337 -48
VICTORIA Immobilien Management GmbH, München 100,0000 641 60
VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000 229 -132
VICTORIA Investment Properties Two L.P., Atlanta, Georgia 100,0000 9.498 -303
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000 261 7.835
VICTORIA Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 100,0000 551.686 0
VICTORIA US Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0000 19 -1
Victoria US Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 10.036 58
VICTORIA US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000 3.095 -1.906
VICTORIA US Property Zwei GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.661 24
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 573 184
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 61.994 4.094
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 25 1
Victoria VIP II, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 9 0
VICTORIA-VOLKSBANKEN Eletbiztosító Zrt., Budapest 100,0000 4.036 33
VICTORIA-VOLKSBANKEN Poistovna, a.s., Bratislava 100,0000 9.615 -833
VICTORIA-VOLKSBANKEN Biztosító Zrt., Budapest 100,0000 2.884 59
Viwis GmbH, München1 100,0000 2.013 0
Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 100,0000 27.746 0
Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach 100,0000 18.730 2.813
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 398 -251
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000 239 25
VV-Consulting Többesügynöki Kft., Budapest 100,0000 57 1
Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hong Kong 67,0000 123 0
Watkins Syndicate Labuan Limited (WSLAB), Labuan 100,0000 129 -
Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai 100,0000 465 64
Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapur 100,0000 178 0
welivit AG, Nürnberg 100,0000 3.847 757
welivit New Energy GmbH, Fürth 100,0000 602 245
welivit Solar España GmbH, Nürnberg 100,0000 36 0
Welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000 303 -92
WFB Stockholm Management AB, Stockholm7 50,0000 48.771 -2.919
Windpark Borghorst-Laer GmbH & Co.KG, Bremen 100,0000 1.400 -
Windpark Dargelütz GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 3.365 -
Windpark Frauenmark GmbH & Co., Bremen 100,0000 905 -
Windpark Geisleiden GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 902 144
Windpark Großberendten 2 GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 2.036 84
Windpark Hilmersdorf GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 -48 72
Windpark Kladrum-Zölkow GmbH & Co.KG, Bremen 100,0000 3.002 -
Windpark Klein Bünzow GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 -2.614 806
Windpark Kruge GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 527 98
Windpark Langengrassau GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 2.525 -85
Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen5 83,3300 0 0
Windpark Markee 6 GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 200 0
Windpark Marwitz GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 1.535 154
Windpark Mittelhausen GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 3.706 -13
Windpark Osterhausen-Mittelhausen Infrastruktur GbR, Bremen 60,0000 -205 -35
Windpark Sassenberg GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 2.099 94
Windpark Westeregeln GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 3.305 -
Windsor DME Operations, Inc., Atlanta, Georgia5 100,0000 0 0
Windsor Health Group, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 126.049 -862
Windsor Health Plan of Georgia, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 2.351 0
Windsor Health Plan of Louisiana, Inc., Lafayette, Louisiana 100,0000 3.037 3
Windsor Health Plan, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 57.531 -38.317
Windsor HomeCare Network, LLC, Atlanta, Georgia 100,0000 3.084 1.466
Windsor Long Term Care, LLC, Atlanta, Georgia 100,0000 17 0
Windsor Management Services, Inc., Atlanta, Georgia 100,0000 7.721 -34.719
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 -725 -164
Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg1 100,0000 102 0
wpd Windpark Wergzahna GmbH & Co KG, Bremen 100,0000 1.385 49
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Fürth 75,1243 5.504 -9.132
Zacobu 110011 S.L., Madrid 100,0000 -209 -45
Zacuba 6006 S.L., Madrid 100,0000 -208 -43
Zacubacon 150015 S.L., Madrid 100,0000 -209 -43
Zafacesbe 120012 S.L., Madrid 100,0000 -204 -40
Zagacobi 180018 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Zapaceba 170017 S.L., Playa del Inglés 100,0000 1 -1
Zapacubi 8008 S.L., Madrid 100,0000 -207 -42
Zarzucolumbu 10010 S.L., Madrid 100,0000 -205 -41
Zetaza 4004 S.L., Madrid 100,0000 -127 -36
Zicobucar 140014 S.L., Madrid 100,0000 -206 -41
Zucaelo 130013 S.L., Madrid 100,0000 -205 -41
Zucampobi 3003 S.L., Madrid 100,0000 -206 -41
Zucarrobiso 2002 S.L., Madrid 100,0000 -203 -36
Zucobaco 7007 S.L., Madrid 100,0000 -209 -36
Zulazor 3003 S.L., Madrid 100,0000 -121 -35
Zumbicobi 5005 S.L., Madrid 100,0000 -207 -43
Zumcasba 1001 S.L., Madrid 100,0000 -126 14
Zuncabu 4004 S.L., Madrid 100,0000 -205 -41
Zuncolubo 9009 S.L., Madrid 100,0000 -210 -43
Assoziierte Unternehmen      
"PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Hamburg 31,9658 10.217 806
"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Hamburg 25,8178 -4.696 -1.092
13th & F associates Limited Partnership, Washington D.C.9 80,0000 91.317 10.456
Agricultural Management Services S.r.l., Verona 33,3333 132 4
Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd. , Hyderabad 25,6800 63.821 -6.909
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600 1.114 104
BF.direkt AG, Stuttgart 27,2000 619 235
BHS tabletop AG, Selb 28,9134 31.542 1.911
Bloemers Beheer B.V., Rotterdam 23,1824 39.627 -105
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000 2.726 46
Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027 55.689 7.070
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920 17.520 2.761
DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi8 20,0000 - -
Dovull SPV GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 20,0597 15.441 -49.162
ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan 50,0000 73.046 -
Europai Utazasi Biztosito Rt., Budapest 26,0000 6.777 1.484
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100 10.890 2.608
Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 39,3354 1.003 0
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000 4.196 394
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 40,0000 34.036 8.391
Global Insurance Company, Ho-Chi-Minh-Stadt 25,0000 24.402 1.358
Hannover Finanz-Umwelt Beteiligungsgesellschaft mbH, Hillerse 20,0000 -2.038 940
Hartford Research LLC, Wilmington, Delaware5 41,7500 0 0
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 26,0000 73.573 -5.782
HighTech Beteiligungen GmbH und Co. KG, Düsseldorf 23,1000 3.191 -14.565
IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000 21 -228
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co.KG, Düsseldorf 36,6889 4.269 -900
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH, Düsseldorf 50,0000 832 178
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000 441 115
MAYFAIR Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 71,4285 8.614 522
MCAF Management GmbH, Düsseldorf 50,0000 35 1
MCAF Verwaltungs-GmbH & Co.KG, Düsseldorf 50,0000 100 -94
MDP Ventures I L.L.C., New York, New York 50,0000 7.617 1.110
MEAG Pacific Star Holdings Ltd., Hong Kong 50,0000 12.731 4.196
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg 35,0042 194.601 3.296
MEGA 4 GbR, Berlin 34,2569 78.456 -552
Millennium Entertainment Partners II L.P., New York, New York 42,2992 25.292 4.238
Millennium Entertainment Partners L.P., New York, New York 27,5400 2.755 1.786
Millennium Partners LLC, New York, New York 20,3039 -37.352 -35.397
MSMR Parkview LLC, Dover, Delaware 38,4600 32.598 1.560
POOL Sp. z o.o., Warschau5 33,7500 1 0
Property Finance France S.A., Luxemburg 45,4605 570 479
Reisegarant, Vermittler von Insolvenzversicherungen mbH, Hamburg 24,0000 209 75
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH, Frankfurt/Main5 33,3333 0 0
RM 2264 Vermögensverwaltungs GmbH, München5 25,0000 21 -1
RP Vilbeler Fondsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main 40,0000 831 -1.958
Rumba GmbH & Co. KG, München 25,0000 275 909
Rural Affinity Insurance Agency Pty Limited, Sydney 50,0000 205 9
Sana Kliniken AG, München 21,7025 273.589 14.994
Saudi National Insurance Company B.S.C.(c), Manama 22,5000 28.770 2.322
SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 48,9931 155.957 4.945
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000 24.296 4.995
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000 52 27
TERTIANUM Besitzgesellschaft Berlin Passauer Strasse 5-7 mbH, München 25,0000 24.232 -264
TERTIANUM Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 und Sigismundstrasse 5-9 mbH, München 25,0000 31.188 657
TERTIANUM Besitzgesellschaft München Jahnstrasse 45 mbH, München 33,3333 42.620 1.459
TERTIANUM Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH, München 33,3333 733 -251
TERTIANUM Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz 25,0000 258 3
Trend Capital GmbH & Co. Solarfonds 2 KG, Mainz 34,4234 49 -218
Triple IP B.V., Amsterdam 50,0000 -748 -78
T-Solar Global Operating Assets S.L.U., Madrid 37,0000 248.958 678
U.S. Property Fund IV GmbH & Co. KG, München 21,7286 129.564 -1.721
U.S. Property Management II L.P., Atlanta, Georgia 33,3333 93 22
U.S. Property Management III L.P., Atlanta, Georgia 20,0000 563 7.750
Uelzener Lebensversicherungs-AG, Uelzen 23,9750 2.929 17
US PROPERTIES VA GmbH & Co. KG, Düsseldorf 46,0939 21.074 -1.027
Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Hamburg 50,0000 36 5
Verwaltungsgesellschaft "Port Hedland" mbH, Hamburg 50,0000 19 -3
Verwaltungsgesellschaft "PORT KELANG" mbH, Hamburg 50,0000 35 5
Verwaltungsgesellschaft "Port Lincoln" mbH, Hamburg 50,0000 19 -3
Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" GmbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MAUBERT" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MELBOURNE" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MENIER" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOODY" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MORESBY" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT NELSON" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" GmbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT SAID" GmbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT STANLEY" GmbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT UNION" mbH, Hamburg 50,0000 34 5
Verwaltungsgesellschaft "Port Williams" mbH, Hamburg 50,0000 18 -3
VICTORIA-VOLKSBANKEN Pensionskassen Aktiengesellschaft, Wien 47,5028 15.288 85
VICTORIA-VOLKSBANKEN Vorsorgekasse AG, Wien 50,0000 4.282 470
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 43,7516 472.968 -
VisEq GmbH, Grünwald 34,0000 545 -55
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319 3.288 237
VV Immobilien GmbH & Co. GB KG, Düsseldorf 40,9241 623 9
VV Immobilien GmbH & Co. United States KG, München 28,9514 16.640 -8.574
VV Immobilien GmbH & Co. US City KG, München 23,0999 82.999 12.147
VV Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Zentraleuropa KG, München 20,4082 1.299 -1.405
VV Immobilien Verwaltungs GmbH, München 30,0000 261 -8
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000 1.305 34
WISMA ATRIA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 65,0000 6.919 108
WISMA ATRIA Holding GmbH, Düsseldorf 50,0000 32 1
Sonstige Beteiligungen ab 20%      
ARIES, Wilmington, Delaware 21,6000 1.881 -804
Capital Dynamics Champion Ventures VI, L.P., Woodside, California 27,3400 68.480 7.359
FIA Timber Partners II L.P., Wilmington, Delaware 39,0800 39.582 -233
HRJ Capital Global Buy-Out III (U.S.), L.P., Woodside, California 44,8788 84.306 7.342
ORM Timber Fund III (Foreign) LLC, Wilmington, Delaware 39,1000 1.132 -83
RMS Forest Growth International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands 40,3000 26.173 -
Sonstige Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimmrechte      
Admiral Group plc, Cardiff 10,2000 207.619 -9.122
Best Doctors, Health Resources and Technology, Inc., Boston, Massachusetts 5,9400 22.261 2.377
Credit Guarantee Insurance Corporation, Johannesburg 7,1037 43.346 16.908
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 16,0000 66.540 2.400
Jordan Insurance Co. p.l.c., Amman 10,0000 47.327 3.342
New National Assurance Company Ltd., Durban 16,0000 13.972 1.638
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 10,7597 85.572 3.456
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah 15,0000 72.015 -9.108
Suramericana S.A., Medellin 18,8669 666.468 84.864
Swaziland Royal Insurance Corporation, Mbabane 16,0000 45.010 9.405
Wataniya Cooperative Insurance Company, Jeddah 10,0000 16.866 -175

1 Bei diesem Unternehmen bestehen Ergebnisabführungsverträge.
2 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2012 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
3 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2012 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
4 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
5 Kein aktiver Geschäftsbetrieb.
6 Derzeit nicht belegt.
7 Beherrschung aufgrund des Vorliegens einer Zweckgesellschaft gemäß SIC 12, an der Munich Re die wesentlichen Chancen und Risiken behält.
8 Kein Abschluss veröffentlicht.
9 Maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 1. März 2013.

 

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 4. März 2013

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Klaus Becker, Wirtschaftsprüfer

Martin Berger, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

 

München, den 11. März 2013

von Bomhard

Arnoldussen

Blunck

Daschner

Jeworrek

Röder

Schneider

Strassl

Wenning

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr seinen Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt nachgekommen. Wir haben die Geschäftsführung des Vorstands fortlaufend und sorgfältig überwacht und dabei den Vorstand nach bestem Wissen beraten. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren zu keinem Zeitpunkt erforderlich.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand basierte auf einem offenen und konstruktiven Dialog. So war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorstand informierte uns regelmäßig mündlich und schriftlich über alle wichtigen Geschäftsvorgänge und hat damit seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat umfassend erfüllt.

Sechs Mal trat das Aufsichtsratsplenum im Berichtsjahr zusammen und befasste sich dabei eingehend mit der Ausrichtung und Entwicklung des Geschäfts sowie den Vorstandsangelegenheiten. Wir tauschten uns mit dem Vorstand über alle für das Unternehmen wichtigen Fragen aus, insbesondere zu Strategie, Unternehmensplanung, Risikolage, Risikomanagement und Compliance. Wir prüften die vom Vorstand vorgelegten Informationen und setzten uns - wo erforderlich - kritisch damit auseinander. Der Vorstand nahm an den Sitzungen teil, soweit es nicht um Themen ging, die in seiner Abwesenheit zu behandeln waren.

Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah über wichtige Angelegenheiten im Konzern, unter anderem über die erste Schätzung zur Havarie der "Costa Concordia", eine Kapitalmanagement-Transaktion und die Entwicklung der in der Presse publizierten Vorfälle bei ERGO.

Zwischen den Sitzungen hielt der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Kontakt. Dabei standen einzelne Fragen der strategischen Entwicklung und des Risikomanagements sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens im Vordergrund. Darüber hinaus wurde er vom Vorstandsvorsitzenden über wichtige Ereignisse im Konzern informiert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Professor Dr. Henning Kagermann, tauschte sich außerhalb der Sitzungen mit dem für die konzernweite Rechnungslegung zuständigen Vorstandsmitglied, Dr. Jörg Schneider, über wichtige Entwicklungen aus. Zudem fanden sich die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer vor den Sitzungen regelmäßig zu jeweils separaten Gesprächen zusammen, in denen sie wichtige Themen mit dem Vorstandsvorsitzenden erörterten.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Die Ergebnisentwicklung von Munich Re (Gruppe) stand in fünf der sechs Aufsichtsratssitzungen auf der Agenda und wurde jeweils ausführlich besprochen. Wir diskutierten die strategischen Überlegungen des Vorstands und loteten die Risiken der einzelnen Geschäftsfelder aus. Wie schon in den Vorjahren verfolgten wir die Situation an den Kapitalmärkten und befassten uns mit den Auswirkungen der Staatsschulden- und Bankenkrise auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens. Turnusmäßig berichtete uns der Vorstand über die Entwicklung der Kapitalanlagen der Gesellschaft. Wir verfolgten weiterhin die von ERGO ergriffenen Maßnahmen zur Aufklärung der Vorfälle, die auch 2012 weiterhin Gegenstand teils intensiver Berichterstattung in den Medien waren, und ließen uns über die einzelnen Schritte zur Behebung etwaiger Missstände informieren. Ebenso berichtete uns der Vorstand regelmäßig über den letzten Stand der Einführung des geplanten neuen europäischen Aufsichtssystems Solvency II und die Diskussion einer möglichen Systemrelevanz der Versicherer, deren Auswirkungen für Munich Re wir ausführlich diskutierten.

In der März-Sitzung 2012 standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2012 im Mittelpunkt unserer Beratungen. Hierüber hatten wir bereits in unserem Bericht für das Geschäftsjahr 2011 ausführlich berichtet. Darüber hinaus beschlossen wir, zwei Vorstandsbestellungen - hierbei auch die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden - zu verlängern. Weiterhin haben wir Beschlüsse zur Anpassung der Altersversorgung an veränderte gesetzliche Altersgrenzen für die betriebliche Altersversorgung gefasst. Ferner legten wir die individuellen Ziele für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für 2012 fest. Auch ließen wir uns turnusmäßig über Compliance und das Anti-Fraud-Management berichten. Schließlich bestellten wir den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012.

Zu einer Sitzung im April standen ausschließlich Vorstandsangelegenheiten auf der Agenda: Wir bewerteten die Umsetzung der finanziellen und individuellen Jahresziele des Vorstands und legten die Bonuszahlungen der Vorstandsmitglieder für 2011 fest. Zudem beschlossen wir den Zielerreichungsgrad beim wertorientierten Mid-Term Incentive Plan 2009-2011 und die Bonuszahlungen hieraus an den Vorstand. In einer weiteren Sitzung im April, unmittelbar vor der Hauptversammlung, ließen wir uns, wie üblich, über den Stand der Geschäftsentwicklung 2012 berichten.

In der Sitzung im Juli stellte uns der Vorstandsvorsitzende der ERGO Direkt Versicherungen das Geschäftsmodell seiner Gesellschaft vor. Wir erörterten die Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern und ließen uns den Vergütungsbericht 2011 gemäß den Vorgaben der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) erläutern. Außerdem änderten wir die Geschäftsverteilung des Vorstands dahingehend, dass der Bereich Compliance als eigener Zentralbereich dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet ist.

In der Sitzung im Oktober befassten wir uns eingehend mit Themen der Corporate Governance (siehe weiter unten in diesem Bericht). Zudem änderten wir die Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss in zwei Punkten: Erstens ergänzten wir diese um einen weiteren Berichterstatter in diesem Ausschuss, den Leiter der versicherungsmathematischen Funktion. Zweitens wurden die Auswahl des Abschlussprüfers und die Erläuterung der Prüfungsplanung konkretisiert. Schließlich setzten wir uns in dieser Sitzung nach einem Sonderreferat zu Lateinamerika ausführlich mit der Strategie des Rückversicherers in diesen Ländern auseinander.

In der Dezember-Sitzung, bei der routinemäßig zwei Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu Gast waren, befassten wir uns eingehend mit Aufsichtsratsangelegenheiten. Aufgrund des Ausscheidens von Dr. Hans-Jürgen Schinzler als Aufsichtsratsvorsitzender zum 31. Dezember 2012 wählten wir seinen Nachfolger und entschieden über die erforderlichen Nachbesetzungen. Zudem erörterten wir einen Vorschlag zur Anpassung der Aufsichtsratsvergütung und befassten uns mit Fragen des persönlichen Risikomanagements von Aufsichtsratsmitgliedern. Nach eingehender Beratung beschloss der Aufsichtsrat Änderungen der Vergütungssystematik für den Vorstand ab 1. Januar 2013 und dessen Vergütung ab 2013. Darüber hinaus legten wir die Bemessungsgrundlagen für die finanziellen Ziele 2013 der Jahres- und Mehrjahres-Vergütung fest. Auf Basis des Berichts des Chief Risk Officers (CRO) der Gruppe zur Risikolage und Risikotragfähigkeit des Unternehmens erörterten wir mit ihm eingehend die Risikostrategie des Konzerns. Im Rahmen der vom Vorstand vorgetragenen Konzernplanung 2013 bis 2015 hinterfragten wir auch Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von der Planung für das Berichtsjahr. Schließlich konnten wir uns anhand eines Sonderreferats ein Bild machen über den Status und die Entwicklung von ERGO International.

Arbeit der Ausschüsse

Die vom Aufsichtsrat etablierten fünf Ausschüsse bereiten vor allem die im Aufsichtsratsplenum zu behandelnden Themen und die dort zu fassenden Beschlüsse vor. In jeder Aufsichtsratssitzung berichteten die Vorsitzenden der Ausschüsse dem Plenum ausführlich über die in den Ausschüssen besprochenen Angelegenheiten und die Ergebnisse ihrer Erörterungen.

Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum sechs Mal. Anfang des Jahres beriet er über die Vorschläge an das Plenum zur Festlegung der individuellen Ziele für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder im Jahr 2012. Außerdem beschloss er, dem Aufsichtsrat die Vertragsverlängerung für zwei Vorstandsmitglieder, hierbei auch die Verlängerung der Bestellung des Vorstandsvorsitzenden, vorzuschlagen. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Vorbereitung der Vorschläge an das Plenum zur Anpassung der Altersversorgung an veränderte gesetzliche Altersgrenzen. Der Ausschuss diskutierte die Vorschläge an das Plenum zur Bewertung der Jahres-Performance 2011 hinsichtlich der individuellen und finanziellen Ziele der Vorstandsmitglieder sowie deren Bonuszahlungen. Gleichzeitig entschied er über den Vorschlag an das Plenum zur Bewertung der Zielerreichung bezüglich des Mid-Term Incentive Plans 2009-2011. Der Ausschuss ließ sich detailliert die im Geschäftsbericht 2011 ausgewiesenen Gehaltsnebenleistungen und Sachbezüge für den Vorstand erläutern. Ferner informierte er sich eingehend über den Nachfolgeplanungsprozess für die Mitglieder des Vorstands und bereitete den Vorschlag für die Änderung der Geschäftsverteilung des Vorstands vor. Der Ausschuss genehmigte in seinen Sitzungen Veränderungen bei Aufsichtsrats- oder Beiratsmandaten sowie vergleichbaren Aufgaben der Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder des Ausschusses informierten und berieten sich eingehend über Änderungen der Vergütungssystematik für den Vorstand ab 1. Januar 2013, bevor sie einen entsprechenden Vorschlag dem Plenum zur Entscheidung empfahlen. Am Ende des Berichtszeitraums befasste sich der Ausschuss mit dem Vorschlag an das Plenum zur Vorstandsvergütung ab 2013. Darüber hinaus bereitete er für die finanziellen Ziele im Rahmen der variablen Vergütung 2013 Vorschläge an das Plenum zu den Gewichtungen der einzelnen Zielkategorien sowie zu den Bemessungsgrundlagen vor.

Der Ständige Ausschuss kam zu vier Sitzungen zusammen, die jeweils in erster Linie zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzung dienten. Großen Raum nahmen dabei Themen der Corporate Governance ein. So beschloss der Ständige Ausschuss, die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr anhand eines umfangreichen Fragebogens zu überprüfen. Nach Auswertung der Umfrage erörterte er das Ergebnis und verständigte sich dabei auf eine Reihe von Verbesserungsmaßnahmen, die der Aufsichtsratsvorsitzende dem Plenum vortrug. Ferner ließ sich der Ausschuss in einer Sitzung über die Aufwendungen für Spenden und Sponsoring im Jahr 2011 berichten. Regelmäßig wurde er über den aktuellen Stand des Aktienregisters informiert.

Der Prüfungsausschuss hielt im Berichtszeitraum sechs Sitzungen ab, an zwei Sitzungen nahm auch der Abschlussprüfer teil. Er setzte sich ausführlich mit dem Jahres- und Konzernabschluss, dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 auseinander. Des Weiteren befasste er sich eingehend mit den Quartalsfinanzberichten 2012 und - in Gegenwart des Prüfers - mit dem Halbjahresfinanzbericht 2012.

Turnusmäßig ließ sich der Prüfungsausschuss vom Leiter Group Audit über das Ergebnis der Prüfungen 2011 und über die Prüfungsplanung 2012 berichten. Auch der Compliance Officer erstattete wie üblich Bericht vor dem Ausschuss. Darüber hinaus war der Prüfungsausschuss regelmäßig mit Themen der Compliance befasst. Unter anderem verfolgte er weiterhin die Maßnahmen zu den in der Presse gegenüber ERGO erhobenen Vorwürfen und prüfte mögliche Konsequenzen im Zusammenhang mit einem Betrugsfall in der Rückversicherung. Die Entwicklung der Embedded Values im Lebensrückversicherungs- sowie im Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft war ebenfalls Thema der Beratungen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Auswirkungen der anhaltenden Staatsschulden- und Bankenkrise vor allem auf das Kapitalanlagemanagement von Munich Re. Der Ausschuss überwachte die Risikolage der Gesellschaft: Neben den vierteljährlichen schriftlichen Berichten stand ihm der CRO in drei Sitzungen Rede und Antwort. Mit ihm zusammen erörterten die Prüfungsausschussmitglieder eingehend die Entwicklungen im Risikomanagement und die Risikostrategie. Der CRO gab darüber hinaus detailliert Einblick in das interne Kontrollsystem und den Stand der Umsetzung im Konzern. Ferner erbat sich der Ausschuss einen Bericht über die wesentlichen Neuerungen und Anpassungen der Kernelemente des Risikomodells der Gruppe. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss einmal grundsätzlich mit Form und Inhalt der Berichterstattung an ihn.

Der Prüfungsausschuss überprüfte und überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. In diesem Zusammenhang ließ er sich vom Abschlussprüfer über Prüfungsleistungen und prüfungsfremde Tätigkeiten berichten. Weiterhin bereitete er für das Aufsichtsratsplenum die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 vor und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest. Nach Beschluss des Plenums erteilte der Vorsitzende des Ausschusses den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2012 und beauftragte den Abschlussprüfer mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2012. Ferner konkretisierte der Ausschuss in einem Beschluss die Auswahl des Abschlussprüfers und die Erläuterung der Prüfungsplanung. Diese beiden Änderungen sowie die Einführung des Leiters "versicherungsmathematische Funktion" als künftiger Berichterstatter an den Prüfungsausschuss flossen in einen entsprechenden Vorschlag zur Anpassung der Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss an das Aufsichtsratsplenum ein.

Der Nominierungsausschuss befasste sich ab Mitte des Berichtsjahres mit Überlegungen zur Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und beriet - unter Berücksichtigung des Kriterienkatalogs und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Ziele zur Zusammensetzung des Gremiums - über geeignete Kandidaten zur Zuwahl in den Aufsichtsrat. Er verständigte sich darauf, den Anteilseignern Professor Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Wissenschaftliche Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der TU München, als Kandidatin vorzuschlagen. Auf Vorschlag des Ausschusses und mit Zustimmung der Aktionärsvertreter beantragte der Vorstand die gemäß Ziff. 5.4.3 DCGK bis zur nächsten Hauptversammlung befristete registergerichtliche Bestellung von Achleitner. Der Aufsichtsrat schlägt sie der Hauptversammlung 2013 für die restliche Amtszeit des Aufsichtsrats zur Wahl vor.

Der Vermittlungsausschuss gemäß Ziff. 7.5 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht tagen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit den im Berichtsjahr beschlossenen Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), insbesondere mit dem Thema "Unabhängigkeit" der Aufsichtsratsmitglieder, und ergänzte die bereits 2010 festgelegten Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats um dieses Kriterium.

Der Ständige Ausschuss unterrichtete das Plenum über das Ergebnis der Effizienzprüfung. Die Rückmeldungen zur Umfrage überzeugten den Aufsichtsrat davon, dass die Berichterstattung durch den Vorstand und die Arbeit im Aufsichtsrat angemessen und effizient sind.

Auch 2012 nutzten fast alle Mitglieder des Aufsichtsrats die von der Gesellschaft angebotene interne Informationsveranstaltung, die sich diesmal mit Themen der Rückversicherung, der Rechnungslegung und - ganz explizit - der Relevanz des Zinsniveaus im Erst- und Rückversicherungsgeschäft befasste.

Vorstand und Aufsichtsrat gaben im November 2012 die jährlich erforderliche Erklärung gemäß § 161 AktG ab, wobei sie erneut allen Empfehlungen des DCGK entsprochen haben und auch beabsichtigen, ihnen zukünftig zu entsprechen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Zum Ende des Berichtsjahres legte der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Hans-Jürgen Schinzler, sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft nieder. Wir danken Dr. Schinzler für sein großes Engagement, mit dem er das Gremium über acht Jahre verantwortungsvoll und umsichtig geleitet hat. Er war dem Vorstand, dem er selbst über viele Jahre angehörte, zehn Jahre davon als dessen Vorsitzender, ein sehr erfahrener Ratgeber. Dr. Schinzler hat die Entwicklung von Munich Re über eine lange Zeit entscheidend mitgestaltet. Hierfür gebührt ihm großer Dank und Anerkennung. Aufgrund seiner Verdienste hat ihn der Aufsichtsrat zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannt.

Zur Ergänzung des Aufsichtsrats bestellte das Registergericht Professor Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner am 3. Januar 2013 zum ordentlichen Mitglied des Aufsichtsrats.

Jahres- und Konzernabschluss 2012

Die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2012 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Danach gingen die entsprechenden Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns umgehend den Aufsichtsratsmitgliedern zu. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 4. Februar 2013 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2012. Am 10. März 2013 bereitete er den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Am Tag darauf, in der Bilanzsitzung, informierte der Prüfungsausschussvorsitzende das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der Beratungen.

Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse und Lageberichte der Münchener Rück AG und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Auf Basis dieser Prüfung und nach Anhörung des Abschlussprüfers stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und hatte keine Einwendungen zu erheben. Am 11. März 2013 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt allen Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit, die zu einem sehr erfreulichen Geschäftsergebnis 2012 geführt hat.

 

München, den 11. März 2013

Für den Aufsichtsrat

Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance Bericht1

Gute Corporate Governance schafft nachhaltigen Wert. Daher legen wir an unser Handeln die höchsten Maßstäbe und entsprechen sämtlichen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Zusätzlich haben wir uns auf einen eigenen Verhaltenskodex mit hohen ethischen und rechtlichen Anforderungen verpflichtet. Weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens sind in der Erklärung zur Unternehmensführung (EzU) enthalten. Die EzU ist gem. § 289a HGB Bestandteil des Lageberichts der Münchener Rück AG.

Unser Verständnis von Corporate Governance

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Damit wollen wir das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und Öffentlichkeit fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und nachvollziehbare Unternehmenskommunikation für uns von großer Wichtigkeit.

Unsere gute Corporate Governance laufend zu verbessern ist ein Anliegen, das unser unternehmerisches Handeln leitet.

Welche Regeln gelten für Munich Re?

Aufgrund ihrer internationalen Organisation stellt sich Munich Re den Corporate-Governance-Regeln verschiedener Rechtsordnungen. Neben den nationalen Standards beachten wir die international anerkannten Best Practices. In Deutschland, am Sitz der Münchener Rück AG, sind die Corporate-Governance-Regeln vor allem im Aktiengesetz (AktG) und im Deutschen Corporate Governance Kodex verankert. Das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) normiert spezielle Anforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen und an die Qualifikation ihrer Geschäftsleiter sowie Mitglieder des Aufsichtsrats. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber im VAG besondere Regelungen für die Vergütungssysteme in Versicherungsunternehmen getroffen, auf deren Basis das Bundesministerium der Finanzen die Versicherungs-Vergütungsverordnung erlassen hat.

Ferner gelten für die Münchener Rück AG das Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung (MgVG) sowie eine Mitbestimmungsvereinbarung.

Der DCGK zeigt die wesentlichen gesetzlichen Regelungen auf, die deutsche börsennotierte Gesellschaften zu beachten haben. Außerdem gibt er Empfehlungen und Anregungen, die auf national und international anerkannten Standards für gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung beruhen. Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rück AG erklären jedes Jahr, inwieweit den Empfehlungen des DCGK entsprochen wurde und wird.

1 Gemäß Textziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex.

Unternehmensverfassung

Die Münchener Rück AG ist eine Aktiengesellschaft gemäß deutschem Aktiengesetz. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Deren Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung und der Mitbestimmungsvereinbarung. Der Grundsatz der paritätischen Mitbestimmung im Aufsichtsrat wurde in der Mitbestimmungsvereinbarung aufrechterhalten und durch Berücksichtigung der Mitarbeiter, die im europäischen Ausland beschäftigt sind, gestärkt.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt Ziele und Strategie fest. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und verpflichtet, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand ist für ein angemessenes Risikomanagement und -controlling im Unternehmen verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien eingehalten werden (Compliance). Wir haben die Compliance-Organisation unserer Gesellschaft Mitte 2012 direkt dem Vorstandsvorsitzenden der Münchener Rück AG unterstellt und diese dadurch gestärkt.

Gemäß § 16 der Satzung muss der Vorstand aus mindestens zwei Personen bestehen; im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Der Vorstand der Münchener Rück AG besteht aus neun Mitgliedern.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Bestimmte Arten von Geschäften darf er nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn dabei. Er ist nicht befugt, anstelle des Vorstands Maßnahmen der Geschäftsführung zu ergreifen. Der Aufsichtsrat bestellt zudem den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss sowie für den Halbjahresfinanzbericht.

Der Aufsichtsrat hat gemäß der Satzung 20 Mitglieder: Die eine Hälfte setzt sich aus Vertretern der Eigentümer zusammen und wird von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte besteht aus gewählten Vertretern der Mitarbeiter des Unternehmens im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung, Vielfalt (Diversity) und Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat hat sich gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK folgende Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt:

Maßgebliche Kriterien für die Auswahl der künftigen Mitglieder sind die Ausrichtung auf die nachhaltige Gewinnerzielung des Unternehmens, die Fähigkeiten, Talente, Erfahrungen, vor allem mit internationaler Ausrichtung, sowie die Unabhängigkeit, Sachkenntnis und der unternehmerische Geist der nominierten Personen.

Dem Aufsichtsrat sollen mindestens 16 unabhängige Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 des DCGK angehören, darunter mindestens acht Anteilseignervertreter. Alle Aufsichtsratsmitglieder sollen frei sein von relevanten Interessenkonflikten.

Der Aufsichtsrat soll bei der Auswahl der Kandidaten für die Mitgliedschaft auf Vielfalt (Diversity) achten, insbesondere hinsichtlich des Alters, der Internationalität und des Geschlechts seiner Mitglieder. Dabei sollen zum Beginn der nächsten Amtszeit (voraussichtlich 2014) mindestens 20% der Mitglieder und zum Beginn der darauf folgenden Amtszeit (voraussichtlich 2019) mindestens 30% der Mitglieder weiblich sein.

Die vorstehend genannten Ziele gelten für den gesamten Aufsichtsrat. Anteilseigner und Arbeitnehmervertreter werden ihren Teil dazu beitragen, dass sie erfüllt werden. Die Gremien, die nach der Mitbestimmungsvereinbarung für die Wahlvorschläge an das "Europäische Wahlgremium" zuständig sind, werden gebeten, diese im Rahmen der geltenden Regelungen zu berücksichtigen.

Darüber hinaus sieht die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats für Wahlvorschläge eine Soll-Altersgrenze von 70 Jahren vor.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum unverändert vier Frauen an; je zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer und der Anteilseigner. Seit 3. Januar 2013 ist der Aufsichtsrat mit fünf Frauen besetzt, davon drei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass derzeit alle 20 Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK einzuschätzen sind. Geschäftliche oder persönliche Beziehungen der Aufsichtsratsmitglieder zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen könnten, sind nicht erkennbar. Der Aufsichtsrat geht dabei davon aus, dass die nach dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung in Verbindung mit der Mitbestimmungsvereinbarung gewählten Aufsichtsratsmitglieder grundsätzlich unabhängig sind.

Hauptversammlung

Zu den regelmäßigen Zuständigkeiten der Hauptversammlung gehören die Entscheidung über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus wählt die Hauptversammlung die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat und beschließt insbesondere über Satzungsänderungen und bestimmte Kapitalmaßnahmen. Außerdem werden bestimmte Unternehmensverträge nur mit Zustimmung der Hauptversammlung wirksam.

Bei der Münchener Rück AG gilt das Prinzip "one share, one vote", also eine Stimme je Aktie. Die Gesellschaft möchte den Aktionären die Vertretung ihrer Rechte und die Stimmrechtsausübung erleichtern; sie ermöglicht auch die Online-Teilnahme an der Hauptversammlung und die Stimmabgabe mit (elektronischer) Briefwahl.

Vergütungsbericht

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) stellen wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Münchener Rück AG und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten dar.

Entsprechend Ziffer 4 des DCGK wird das Vergütungssystem für den Vorstand vom Aufsichtsratsplenum beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Plenum vor.

Das derzeit gültige System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zum 1. Januar 2012 wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

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Bestandteil Anteil1 Bemessungsgrundlage/ Parameter Korridor Voraussetzung für Zahlung Auszahlung
Grundvergütung zzgl. Sachbezüge/ Nebenleistungen (Dienstwagen, Gesundheitsvorsorge, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen) 30% Funktion, Verantwortung, Dauer der Vorstandszugehörigkeit fix vertragliche Regelungen monatlich
Variable Vergütung 70% Gesamterfolg des Unternehmens, Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit, Individueller Erfolgsbeitrag      
30 % Jahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Konzernziel, Gesellschaftsziel, Ressortziele, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Jahresziele im 2. Jahr, davon für 50% des Nettoauszahlungs-betrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 4-jähriger Sperrfrist
70% Mehrjahres-Performance (bei 100% Zielerreichung)   Ziele für die Geschäftsfelder - Rückversicherung - Erstversicherung - Munich Health, Individuelle Ziele 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Dreijahresziele im 4. Jahr, davon für 25% des Nettoauszahlungs-betrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 2-jähriger Sperrfrist
Altersversorgung a) leistungsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten) - Pensionsfähige Grundvergütung (= 25% der Ziel-Gesamt-direktvergütung2), Dienstjahre im Vorstand Festbetrag > Pensionierung> Versorgungsfall> Vorzeitige Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags unter bestimmten Voraussetzungen -
b) beitragsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und ab 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder) - Ziel-Gesamtdirekt-vergütung2 Versor-gungs-beitrag   -

1 Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung bei der variablen Vergütung.
2 Die Ziel-Gesamtdirektvergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und der variablen Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung.

Fixe Bestandteile

Grundvergütung

Die feste jährliche Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausbezahlt.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Sachbezüge und Nebenleistungen richten sich nach der Funktion und sind im Vergleich zum Markt (DAX-30-Gesellschaften) angemessen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Variable Vergütung

Die variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Organisationseinheiten sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für ihre Höhe ist damit, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden.

Um die Zielvorgaben festzulegen und die Zielerreichungen zu bewerten, wurden Prozesse definiert, deren Einhaltung zusätzlich einer Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen wird. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden dem Aufsichtsrat gegenüber transparent gemacht.

Die Zielerreichung wird jeweils nach Ende der Betrachtungszeiträume gemessen; während dieser Zeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf des einjährigen bzw. des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung des Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, 50% bzw. 25% der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren.

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

Für die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden Jahresziele festgelegt, die als Bemessungsgrundlage auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), Gesellschaftsergebnis (Schaden- und Unfallrückversicherung), Ressortergebnis sowie individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 35%-70%    
Konzernziel   Abgeleitet aus Kennzahlen der externen Rechnungslegung sowie weiteren wichtigen Bestands- und Erfolgsgrößen Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC)
Gesellschaftsziel (Schaden-/Unfall- Rückversicherung)   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag3
Individueller Erfolgsbeitrag 30%-65%    
Ressortziele   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall und Munich Health - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2, Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts4
Individuelle Ziele   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Preis- und Zyklusmanagement - Kundenmanagement - Kosten

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
2 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 50% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

Für die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health sowie auf individuelle Ziele abstellen. Hierfür stehen bei voller Zielerreichung (= 100%) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 75%    
Geschäftsfeldziele (3-Jahres-Durchschnitt)      
Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen: - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Wertbeitrag Neugeschäftswert2, Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts2
Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
Munich Health   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 25%    
Individuelle Ziele (3-Jahres-Zeitraum)   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Personalentwicklung, hier auch Diversity - Strategieentwicklung - nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Aufgaben

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
2 Die genannten Größen werden unter Zugrundelegung der Market Consistent Embedded Value (MCEV)-Principles ermittelt. Eine ausführliche Darstellung des MCEV mit Informationen zu den Kenngrößen Neugeschäftswert ("Value of new business") und Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts (unter anderem sogenannte "Assumption changes" und "Experience variances" als Komponenten des operativen Embedded-Value-Ertrags) finden Sie im "Market Consistent Embedded Value Report" auf der Internetseite von Munich Re.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 25% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Volle und anteilige Auslobung der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance

Basis für die volle und zeitanteilige Auslobung der variablen Vergütung ist das erste Jahr. Es werden nur die vollen "berechtigten" Monate in diesem Jahr berücksichtigt (pro rata temporis). Bei Übertritt in den Ruhestand, eintretender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Tod sowie vorzeitigem Ausscheiden aus der Gesellschaft aus sonstigen Gründen finden die Regelungen für volle und anteilige Auslobung Anwendung.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, die während der Berichtsperiode noch in Kraft waren

Langfristiger Incentive-Plan

Diese Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zielt auf die nachhaltige Steigerung des Aktienkurses ab. Der langfristige Incentive-Plan wurde ab 1999 jährlich neu aufgelegt, für die Mitglieder des Vorstands letztmalig im Jahr 2009, für die übrigen Berechtigten letztmalig im Jahr 2010. Die Berechtigten erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten. Sie können nur ausgeübt werden, wenn eine zweijährige Sperrfrist eingehalten wird, die Münchener-Rück-Aktie seit Planbeginn um mindestens 20% stieg und die Entwicklung des EURO STOXX 50-Index wenigstens zweimal über einen Zeitraum von drei Monaten während der Planlaufzeit geschlagen wurde.

Ob und wann die Wertsteigerungsrechte tatsächlich ausgeübt werden können, steht nicht fest. Ausübung und Erlös hängen von der Aktienkursentwicklung und der Erfüllung der Ausübungsbedingungen ab. Die zukünftigen Verpflichtungen des Unternehmens aus den langfristigen Incentive-Plänen werden zum Teil abgesichert. Ziel ist dabei, den Aufwand, der aus einem Wertzuwachs der Wertsteigerungsrechte resultiert, durch einen Wertanstieg des Aktienbestands ökonomisch möglichst zu neutralisieren. Die Höhe des Ertrags aus den Wertsteigerungsrechten ist begrenzt. Bisher konnten aus den Plänen, die 1999, 2003 bis 2006 und 2009 aufgelegt wurden, Wertsteigerungsrechte ausgeübt werden.

Gewichtung der Vergütungsbestandteile

Bei hundertprozentiger Zielerreichung (Jahres-Performance und Mehrjahres-Performance) stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an der Gesamtvergütung 2012 wie folgt dar: Grundvergütung etwa 30%, variable Vergütung rund 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehrjahres-Performance. Jahres-, Mehrjahresziele und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung der Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt.

Insgesamt hat das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder den für 2012 geltenden Empfehlungen des DCGK entsprochen. Es wird insbesondere auch der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (Versicherungs-Vergütungsverordnung - VersVergV) vom 6. Oktober 2010 gerecht.

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung) der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld erhoben und die Relationen zu den übrigen Beschäftigten der Münchener Rück AG geprüft. Neue Vorstandsmitglieder werden in der Regel so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Sonstiges

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die von der Gesellschaft ausdrücklich als persönlich anerkannt werden.

Die Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten dürfen. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abzustellen.

Bei einem "Change of Control" sehen lediglich die Bedingungen des langfristigen Incentive-Plans besondere Ausübungsmöglichkeiten vor.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags, dessen Höhe sich nach ihrer Grundvergütung und ihren Dienstjahren im Vorstand richtete. Der Versorgungsgrad begann bei 30% und konnte maximal 60% der jährlichen Grundvergütung erreichen.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Wesentliches Ziel dieser Umstellung war, alle versorgungsspezifischen Risiken möglichst komplett aus der Bilanz der Gesellschaft auszulagern. Diese sehr weitgehende Risikoauslagerung wurde dadurch erreicht, dass Anwartschaftszuwächse ausschließlich durch die Einzahlung von Beiträgen in eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden. Die Leistungen aus der Altersversorgung sind insoweit nicht mehr von der Gesellschaft zu tragen, sondern ergeben sich aus der Rückdeckungsversicherung. Das Langlebigkeitsrisiko, die biometrischen Risiken vorzeitiger Versorgungsfälle wie Invalidität und Tod des aktiven Vorstandsmitglieds sowie das Kapitalmarktrisiko wurden damit auf den Rückdeckungsversicherer und das einzelne Vorstandsmitglied übertragen.

Seit 2009 erhalten somit neu bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags des Vorstandsmitglieds für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der sich 2009 an der Grundvergütung orientierte, ab 2010 an der Ziel-Gesamtdirektvergütung. Der Versorgungsbeitrag wird an den Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die garantierte Verzinsung des Rückdeckungsversicherers beträgt 2,25% (für ab 2012 neu bestellte Vorstandsmitglieder 1,75%). Die Versicherungsleistung, die aus den Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer resultiert, sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Leistung zu. Für ab 1. Januar 2009 neu bestellte Vorstandsmitglieder ist ein einheitlicher Versorgungsbeitragssatz in Höhe von 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Vorstandsmitglieder, die zum Ende des Jahres 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Seit 1. Januar 2009 erhalten diese Vorstandsmitglieder für die künftigen Dienstjahre eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente), die sich grundsätzlich am beitragsorientierten System für neue Vorstandsmitglieder orientiert. Da die Umstellung des Versorgungssystems im Rahmen laufender Vorstandsverträge erfolgte, wurden die Versorgungsbeiträge so berechnet, dass die Summe aus Besitzstands-, Versorgungskassen- und Zuwachsrente bei realistischer Einschätzung die erwartete Rente im Alter 60 nach vorheriger Pensionsregelung ergibt.

Vorstandsmitglieder, die zum Umstellungszeitpunkt das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten, wurden nicht auf das beitragsorientierte System umgestellt und erhalten weiterhin eine leistungsorientierte Pensionszusage nach dem vorherigen System.

Aufgrund der zum 1. Januar 2010 erfolgten Erhöhung des Anteils der Grundvergütung an der Gesamtvergütung von 25% auf 30% wurde die Bemessungsgrundlage für die Altersversorgung geändert. Andernfalls hätte dies zu einer nicht beabsichtigten Erhöhung der Versorgung geführt. Bei der Festsetzung der leistungsorientierten Pensionszusage wird daher seit 1. Januar 2010 auf die sogenannte "pensionsfähige Grundvergütung" abgestellt, die 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung entspricht. Bei beitragsorientierten Leistungszusagen wird der Beitragssatz auf Basis der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 bestellt wird, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie Verrentung oder Auszahlung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System.

Bei leistungsorientierten Zusagen: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung.

Ruhegeld aufgrund Arbeitsunfähigkeit

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit einvernehmlich aufgehoben, von der Gesellschaft gekündigt oder infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird; die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Arbeitsunfähigkeit oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG): Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat.

Höhe der Leistung:

Bei beitragsorientierten Zusagen für Neueintritte ab 2009: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.

Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5a BetrAVG). Diese Anwartschaft wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Verbesserte unverfallbare Anwartschaft: Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft wird gewährt, wenn der Anstellungsvertrag aufgrund Nichtverlängerung (durch die Gesellschaft) endet und weder grobe Pflichtverletzung noch eine Eigenkündigung vorliegen. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass das Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und der Beginn der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht nicht für Vorstandsmitglieder, die seit 2009 bestellt werden. Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern gilt die verbesserte unverfallbare Anwartschaft nur für den Teil der Altersversorgung, der sich aus der leistungsorientierten Pensionszusage ergibt.

Höhe der Leistung:

Im Anschluss an das Ausscheiden für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Für den Anteil aus der leistungsorientierten Zusage: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um je 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 60. Lebensjahres gekürzt wird.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Die Hinterbliebenen eines Vorstandsmitglieds, das während der aktiven Dienstzeit oder nach der Pensionierung verstorben ist, erhalten anschließend diese Leistungen:

Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners in Höhe von 60% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds. Ist die Ehefrau/der Ehemann oder die eingetragene Lebenspartnerin/der eingetragene Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als das Vorstandsmitglied, so wird die Hinterbliebenenversorgung aus der Besitzstandsrente für jedes Jahr des Altersunterschieds um 2% gekürzt, jedoch höchstens um 50%.

Waisenrente in Höhe von 20% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds pro Waise.

Verdoppelung der Waisenrente, wenn keine Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners zu bezahlen ist.

Die Hinterbliebenenleistungen dürfen zusammen das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen. Gegebenenfalls werden die Waisenrenten anteilig gekürzt.

Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Witwe/den Witwer oder die eingetragene Lebenspartnerin/den eingetragenen Lebenspartner, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft erst zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, zu dem das Vorstandsmitglied bereits Ruhegeld bezog, und für Waisen, wenn sie erst nach diesem Zeitpunkt geboren wurden. Der Anspruch für Waisen entfällt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres (20. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Für Waisen, die in Schul- oder Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst sind oder bei denen eine körperliche oder geistige Behinderung vorliegt, verlängert sich der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (27. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Die Hinterbliebenenversorgung aus der beitragsorientierten Zusage entfällt, wenn dem Vorstandsmitglied die Rente daraus in Form eines Einmalbetrags ausbezahlt wurde. Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Hinterbliebenen mit ihrem Tod.

Anpassung Altersversorgung

Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen werden überprüft, wenn die Tarifgehälter der Versicherungswirtschaft nach dem Durchschnitt der Endgehälter aller Tarifklassen seit der letzten Festsetzung um mehr als 12% gestiegen sind oder wenn seit der letzten Festsetzung drei Jahre vergangen sind. Dabei ist eine Anpassung mindestens in Höhe der Steigerung der Lebenshaltungskosten nach dem Verbraucherpreisindex vorzusehen. Diese Regelung gilt auch für Vorstandsmitglieder, die in der Zeit von 2009 bis 31. März 2012 neu bestellt wurden und die erstmalig vor dem 1. Januar 1999 eine Pensionszusage von der Gesellschaft erhalten haben. Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für ab 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 1999 keine Pensionszusage von der Gesellschaft erhielten, und für ab 1. April 2012 bestellte Vorstandsmitglieder werden ab Bezug des Ruhegelds oder der Hinterbliebenenversorgung gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG um jährlich 1 % angepasst. Unverfallbare Anwartschaften werden nicht angepasst.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010). Demnach wird die Vergütung für die Jahres-Performance mit den dafür gebildeten Rückstellungen ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist nach dem Standard DRS 17 erst im Jahr der Auszahlung einzubeziehen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 13,3 (9,8) Millionen €. Die Gesamtbezüge erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere, dass die Gesamtzielerreichung für die Jahres-Performance 2012 nach aktueller Schätzung wesentlich höher ausfällt als für das Vorjahr.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

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Name Geschäftsjahr Grundvergütung
Sachbezüge/ Nebenleistungen
Jahres- Performance1
Gesamt
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 1.200.000 32.376 1.160.670 2.393.046
  2011 1.140.000 34.205 525.294 1.699.499
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 570.000 47.975 706.440 1.324.415
  2011 519.000 37.527 280.521 837.048
Dr. Thomas Blunck 2012 570.000 33.340 642.281 1.245.621
  2011 540.000 27.832 450.222 1.018.054
Georg Daschner 2012 585.000 35.806 684.623 1.305.429
  2011 585.000 32.296 507.762 1.125.058
Dr. Torsten Jeworrek 2012 855.000 35.860 945.417 1.836.277
  2011 780.000 33.682 532.658 1.346.340
Dr. Peter Röder 2012 570.000 34.829 749.419 1.354.248
  2011 519.000 33.308 274.137 826.445
Dr. Jörg Schneider 2012 855.000 35.394 778.680 1.669.074
  2011 810.000 36.426 369.180 1.215.606
Dr. Wolfgang Strassl 2012 570.000 32.990 345.081 948.071
  2011 540.000 30.276 289.341 859.617
Dr. Joachim Wenning 2012 540.000 34.921 613.339 1.188.260
  2011 480.000 26.083 325.382 831.465
Gesamt 2012 6.315.000 323.491 6.625.950 13.264.441
  2011 5.913.000 291.635 3.554.497 9.759.132

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
Für die Jahres-Performance 2011 wurden insgesamt 542.129 € mehr ausbezahlt als im Geschäftsjahr 2011 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard 51.870 €, Arnoldussen 86.593 €, Blunck 22.434 €, Daschner 48.464 €, Jeworrek 94.349 €, Röder 147.627 €, Schneider -11.340 €, Strassl 4.574 €, Wenning 97.558 €. Danach ergeben sich folgende tatsächliche Bonuszahlungen für 2011: von Bomhard 454.860 €, Arnoldussen 326.970 €, Blunck 415.800 €, Daschner 483.210 €, Jeworrek 584.220 €, Röder 392.364 €, Schneider 300.510 €, Strassl 257.040 €, Wenning 396.480 €.
Die für die Jahres-Performance 2012 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2012 und dem entsprechenden Mehraufwand für 2011.
Der 2012 erfasste Gesamtaufwand (Rückstellungszuführung/-auflösung aufgrund der Wertentwicklung der Wertsteigerungsrechte aus den Plänen 2005-2009) für die langfristigen Incentive-Pläne betrug für: von Bomhard 556.542 €, Arnoldussen 104.454 €, Blunck 162.104 €, Daschner 597.881 €, Jeworrek 934.562 €, Röder 479.135 €, Schneider 1.120.157 €, Strassl 257.977 €, Wenning 326.388 €.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei voller Zielerreichung (= 100%) gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

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Name Zusage für Jahres- Performance1
Mehrjahres- Performance2
Summe Zusagen
Dr. Nikolaus von Bomhard 2012 2013 840.000 1.960.000 2.800.000
  2011 2012 840.000 1.960.000 2.800.000
Dr. Ludger Arnoldussen 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Thomas Blunck 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Georg Daschner 2012 2013 409.500 955.500 1.365.000
  2011 2012 409.500 955.500 1.365.000
Dr. Torsten Jeworrek 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Peter Röder 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Jörg Schneider 2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
  2011 2012 598.500 1.396.500 1.995.000
Dr. Wolfgang Strassl 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 399.000 931.000 1.330.000
Dr. Joachim Wenning 2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
  2011 2012 378.000 882.000 1.260.000
Gesamt 2012 2013 4.441.500 10.363.500 14.805.000
  2011 2012 4.420.500 10.314.500 14.735.000

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2012 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen in der Tabelle auf der vorhergehenden Seite.
2 Die für 2012 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist zahlbar 2015, die für 2013 zugesagte Vergütung 2016.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen von 5,0 (4,5) Millionen €, wovon 1,5 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 3,5 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems sind die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

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  Leistungsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Pensionszusage1 €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen2
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 407.100 10.424.872 398.602
  2011 407.100 10.412.551 319.688
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 157.500 1.673.940 286.621
  2011 157.500 1.502.957 226.720
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 120.000 1.656.569 127.849
  2011 120.000 1.630.021 100.102
Georg Daschner6 2012 224.250 6.547.091 0
  2011 214.500 6.756.582 0
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 171.000 3.356.607 155.570
  2011 171.000 3.356.026 122.991
Dr. Peter Röder7,9 2012 90.000 1.817.959 82.165
  2011 90.000 1.827.576 64.825
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 275.000 6.210.367 264.544
  2011 275.000 6.215.238 210.611
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 120.000 3.142.012 135.120
  2011 120.000 3.117.191 108.982
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 - - 19.112
  2011 - - 16.169
Gesamt 2012 1.564.850 34.829.417 1.469.583
  2011 1.555.100 34.818.142 1.170.088

Pensionsanwartschaften

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Beitragsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Versorgungs-
beitragssatz
der Ziel-
Gesamtdirekt-
vergütung
%
Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand
Dr. Nikolaus von Bomhard3,9 2012 17,00 104.839 3.329.161 680.000
  2011 17,00 77.665 1.561.179 646.000
Dr. Ludger Arnoldussen4,9 2012 14,75 45.339 1.411.130 280.250
  2011 14,75 33.315 601.565 255.175
Dr. Thomas Blunck5,9 2012 16,25 53.774 1.625.620 308.750
  2011 16,25 39.903 664.197 292.500
Georg Daschner6 2012 - - - -
  2011 - - - -
Dr. Torsten Jeworrek7,9 2012 19,50 88.696 2.733.764 555.750
  2011 19,50 64.975 1.161.020 507.000
Dr. Peter Röder7,9 2012 20,25 57.526 1.827.358 384.750
  2011 20,25 41.499 793.720 350.325
Dr. Jörg Schneider7,9 2012 16,50 74.453 2.334.148 470.250
  2011 16,50 55.273 1.580.633 445.500
Dr. Wolfgang Strassl7,9 2012 21,00 61.489 1.952.601 399.000
  2011 21,00 45.544 915.466 378.000
Dr. Joachim Wenning8,9 2012 25,50 58.957 -10 459.000
  2011 25,50 41.712 - 408.000
Gesamt 2012   545.073 15.213.782 3.537.750
  2011   399.886 7.277.780 3.282.500

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008, bei Daschner leistungsorientierter Pensionszusage zum 31.12. des Berichtsjahres.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf verbesserte unverfallbare Anwartschaft.
6 Keine Umstellung auf beitragsorientiertes System, da zum Umstellungszeitpunkt bereits das 55. Lebensjahr vollendet war. Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
8 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 2.1.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 3.1.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
9 Hat bei Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.
10 Defined Contribution Plan im Sinne des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, daher kein Barwert angegeben.

Ausblick

Zum 1. Januar 2013 wurde das Vergütungssystem für den Vorstand im Hinblick auf die variable Vergütungskomponente angepasst. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Vereinfachung des bisherigen Incentivierungssystems bei weiterhin angemessener Systematik gelegt. Außerdem sollte für den Aufsichtsrat die Möglichkeit geschaffen werden, flexibel auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können.

Das Aufsichtsratsplenum hat auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats beschlossen, dass für die variable Vergütung auf Basis Jahres-Performance das bisherige Gesellschaftsziel (Schaden- und Unfallrückversicherung) ab 2013 durch ein Gesamtziel für das Geschäftsfeld Rückversicherung (einschließlich Lebensrückversicherung) abgelöst wird. Je nach Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder wird zudem das Ergebnis für das Geschäftsfeld Erstversicherung auf Jahresbasis verzielt.

Bei der Vereinbarung von individuellen persönlichen Zielen wird ein stärkerer Fokus auf weniger, dafür aber besonders relevante Ziele gelegt. Neu eingeführt wurde die Komponente "Würdigung der Gesamtleistung", die in der Jahres- und Mehrjahres-Performance zum Tragen kommt. Der Aufsichtsrat erhält dadurch einen größeren Beurteilungsspielraum und kann die im jeweiligen Beurteilungszeitraum erbrachte Gesamtleistung - also auch nicht konkret verzielte Leistungen - einzelner Vorstandsmitglieder und des Gesamtvorstands künftig stärker berücksichtigen. Die Bewertung dieser Komponente führt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 Aktiengesetz und des Deutschen Corporate Governance Kodex durch.

Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten

Die leitenden Angestellten der Münchener Rück AG erhalten als fixe Bestandteile eine feste jährliche Grundvergütung, die als monatliches Gehalt ausbezahlt wird, sowie marktübliche Sachbezüge und Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagen und betriebliche Altersversorgung). Die variablen Bestandteile setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Komponenten Leistungsvariable und Company-Result-Bonus sowie der längerfristigen aktienkursbasierten Komponente Mid-Term Incentive Plan.

Für die Leistungsvariable bilden quantitative und qualitative Zielvorgaben die Basis. Bei den quantitativen Zielen kommen Größen aus der operativen Planung zum Einsatz, für den qualitativen Anteil werden persönliche Ziele vereinbart.

Beim Company-Result-Bonus handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für den Company-Result-Bonus wird der RoRaC als Größe verwendet. Die Vorgaben entsprechen dem Konzernziel bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Hier wird je nach der jeweiligen Zielerreichung des RoRaC eine Gesamtsumme ermittelt, die als Bonus an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden kann. Mit steigender Managementebene nimmt der Anteil des Company-Result-Bonus zu. Seine Funktionsweise stellt sicher, dass der Konzernerfolg systematisch in die Vergütung der Mitarbeiter einfließt und die Bonussumme in einem angemessenen Verhältnis zum Erfolg des Gesamtunternehmens steht.

Der Mid-Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von drei Jahren legt die gleichen Zielvorgaben zugrunde wie der Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder der Münchener Rück AG. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Total Shareholder Returns berücksichtigt. Neben den leitenden Angestellten in München nehmen auch ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation der Münchener Rück AG am Mid-Term Incentive Plan teil.

Die einzelnen variablen Komponenten werden in unterschiedlicher Gewichtung auf allen Managementebenen gewährt. Ausgehend von der Gesamtvergütung (Fixum und alle variablen Vergütungsbestandteile) beträgt der Anteil aller variablen Vergütungsbestandteile für die erste Führungsebene unter dem Vorstand mehr als 50%; dieser Anteil nimmt auf den folgenden Managementebenen sukzessive ab und beträgt für die unterste Managementebene ca. ein Drittel. Die kurz- und langfristigen Komponenten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand beträgt der Anteil des Mid-Term Incentive Plans als längerfristiger Vergütungsbestandteil ca. 25% der Gesamtvergütung. Dies entspricht mehr als 50% der variablen Vergütung insgesamt, sodass ein nachhaltiges Anreizsystem sichergestellt ist. Auf variable Vergütungsbestandteile besteht keine Garantie.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die seit dem Geschäftsjahr 2009 geltende Regelung sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied jährlich eine feste Vergütungskomponente von 50.000 € vor; hinzu kommen eine variable ergebnisabhängige und eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütungskomponente. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält jeweils das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütungen.

Die variablen ergebnisabhängigen Vergütungen berechnen sich nach dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen, das wir im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 4.000 € für jeden vollen Euro, um welchen das Ergebnis pro Aktie den Betrag von 12 € übersteigt, höchstens jedoch 40.000 €. Bei einem Ergebnis pro Aktie von 17,98 € wird für das Geschäftsjahr 2012 eine variable erfolgsabhängige Vergütung von 20.000 € ausbezahlt. Die erfolgsorientierte Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung wurde in Übereinstimmung mit dem DCGK eingeführt. Sie beträgt 10.000 € und wird gezahlt, wenn das Ergebnis pro Aktie des Vergütungsjahres das Ergebnis pro Aktie des dem Vergütungsjahr vorgehenden dritten Geschäftsjahres um mindestens 30% übertrifft. Für das Vergütungsjahr 2012 fällt diese langfristige Vergütungskomponente an.

Mitglieder von Ausschüssen erhalten für ihre Tätigkeit einen Zuschlag von 50% der Festvergütung, Vorsitzende eines Ausschusses erhalten 100% der Festvergütung. Auf diese Weise wird dem erheblichen Arbeitsaufwand Rechnung getragen.

Die jährliche Gesamtvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied ist auf das Dreifache der festen Vergütung begrenzt. Dies stellt sicher, dass die Gesamtvergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder der Höhe nach angemessen ist, auch für den Fall, dass weitere Ausschüsse gebildet werden.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung  
Name Geschäftsjahr Jährlich
Für Ausschusstätigkeiten
Jährlich
Jährlich
Gesamt
Dr. Hans-Jürgen Schinzler Vorsitzender 2012 125.000,00 139.000,00 50.000,00 25.000,00 339.000,00
  2011 125.000,00 137.000,00 0,00 0,00 262.000,00
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2012 75.000,00 25.000,00 30.000,00 15.000,00 145.000,00
  2011 75.000,00 25.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Herbert Bach 2012 50.000,00 50.000,00 20.000,00 10.000,00 130.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Dina Bösch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Annika Falkengren 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 35.068,49 - 0,00 0,00 35.068,49
Frank Fassin 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Benita Ferrero-Waldner 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Christian Fuhrmann 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Prof. Dr. Peter Gruss 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Prof. Dr. Henning Kagermann 2012 50.000,00 64.000,00 20.000,00 10.000,00 144.000,00
  2011 50.000,00 62.000,00 0,00 0,00 112.000,00
Peter Löscher 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Wolfgang Mayrhuber 2012 50.000,00 25.000,00 20.000,00 10.000,00 105.000,00
  2011 50.000,00 25.000,00 0,00 0,00 75.000,00
Silvia Müller 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Marco Nörenberg 2012 50.000,00 35.000,00 20.000,00 10.000,00 115.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Reinhard Pasch 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Bernd Pischetsrieder 2012 50.000,00 52.000,00 20.000,00 10.000,00 132.000,00
  2011 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00 100.000,00
Anton van Rossum 2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
  2011 50.000,00 37.000,00 0,00 0,00 87.000,00
Andrés Ruiz Feger 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Richard Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Dr. Ron Sommer 2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
  2011 50.000,00 - 0,00 0,00 50.000,00
Gesamt 2012 1.100.000,00 464.000,00 440.000,00 220.000,00 2.224.000,00
  2011 1.085.068,49 460.000,00 0,00 0,00 1.545.068,49

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gem. § 15 Abs. 6 der Satzung.
2 Bei Mitgliedern des Prüfungsausschusses und/oder Nomierungsausschusses jeweils einschließlich Sitzungsgeld gemäß § 15 Abs. 4 der Satzung.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1

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    Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung  
Name Geschäftsjahr Jährlich2
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Gesamt
Hans Peter Claußen, stellvertr. Vorsitzender 2012 38.499,88 2.231,24 0,00 40.731,12
  2011 49.777,00 6.750,00 0,00 56.527,00
Frank Fassin 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Silvia Müller 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Marco Nörenberg 2012 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
  2011 27.000,00 6.750,00 0,00 33.750,00
Richard Sommer 2012 27.000,00 - 0,00 27.000,00
  2011 27.000,00 - 0,00 27.000,00
Gesamt 2012 146.499,88 8.981,24 0,00 155.481,12
  2011 157.777,00 13.500,00 0,00 171.277,00

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften.
2 Jeweils einschließlich Sitzungsgeld, soweit dies gemäß den entsprechenden Satzungsbedingungen für die Teilnahme an Sitzungen vorgesehen ist.

Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

Erwerben oder veräußern Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft sowie bestimmte mit ihnen in enger Beziehung stehende Personen Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, müssen sie dies der Gesellschaft unverzüglich mitteilen. Mitteilungspflichtig sind Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte, die 5.000 € im Kalenderjahr erreichen oder übersteigen.

Die Münchener Rück AG muss entsprechende Mitteilungen unverzüglich auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Der Gesamtbesitz, den alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien und an darauf bezogenen Finanzinstrumenten der Münchener Rück AG halten, beträgt weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Münchener Rück AG hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch abgegeben.

Arbeitsweise des Vorstands

Allgemeine Ausführungen zu den Aufgaben des Vorstands finden sich im Corporate Governance Bericht. Die Arbeit des Vorstands, vor allem die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen werden durch eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung geregelt. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorgeschrieben ist. Das sind vor allem Angelegenheiten, in denen die Zustimmung des Aufsichtsrats einzuholen ist, die der Hauptversammlung vorzulegen sind, die grundlegende Leitungsaufgaben darstellen oder die eine außergewöhnlich große Bedeutung haben einschließlich wichtiger Personalangelegenheiten der ersten Führungsebene.

Vorstandssitzungen finden nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Monat statt. Die Vorstandsmitglieder arbeiten zum Wohl des Unternehmens vertrauensvoll zusammen und streben einstimmige Entscheidungen an.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vorstands-Ausschüsse

Der Vorstand hat je einen Ausschuss für Konzernangelegenheiten und für Angelegenheiten aus dem Geschäftsfeld Rückversicherung, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern.

Konzernausschuss (KA)

Dem Konzernausschuss gehören der Vorsitzende des Vorstands sowie mindestens ein weiteres Mitglied des Vorstands an; dies sind Nikolaus von Bomhard und Jörg Schneider. Weiteres Mitglied ist der Chief Risk Officer der Münchener Rück AG, Joachim Oechslin. Der Vorsitzende des Vorstands führt auch im Ausschuss den Vorsitz. Der Konzernausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Ressorts seiner stimmberechtigten Mitglieder, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidungen vor, die diesem vorbehalten sind.

Rückversicherungsausschuss (RVA)

Dem Rückversicherungsausschuss gehören die Mitglieder des Vorstands an, die nicht im Konzernausschuss sitzen: Torsten Jeworrek, Ludger Arnoldussen, Thomas Blunck, Georg Daschner, Peter Röder, Wolfgang Strassl und Joachim Wenning. Weiteres Mitglied ist der Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung, Hermann Pohlchristoph. Der Vorsitzende des Ausschusses wird vom Aufsichtsrat bestimmt; hierbei handelt es sich um Torsten Jeworrek. Der Rückversicherungsausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten des Geschäftsfelds Rückversicherung, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist.

Sitzungen von KA und RVA finden nach Bedarf statt, in der Regel in zweiwöchigem Turnus. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder des Vorstands. Näheres regelt die jeweilige vom Gesamtvorstand beschlossene Geschäftsordnung.

Untergremien von KA und RVA

Sowohl der Konzern- als auch der Rückversicherungsausschuss haben Unterausschüsse gebildet. Diesen Gremien gehören auch sonstige Führungskräfte der Münchener Rück AG und des Konzerns an. Hierbei handelt es sich um das Group Investment Committee (KA), das Group Risk Committee (KA), den Strategieausschuss (KA) und um das Global Underwriting and Risk Committee (RVA). In diesen Gremien sind nur die Mitglieder des Vorstands stimmberechtigt. Die Arbeitsweise dieser Gremien wird weitgehend in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Das Group Investment Committee ist für alle wesentlichen Themen, welche die Kapitalanlagen des Konzerns betreffen, zuständig. Sowohl das Group Risk Committee als auch das Global Underwriting and Risk Committee befassen sich - in unterschiedlichem Rahmen - mit Risikofragen. Näheres dazu können Sie dem Risikobericht entnehmen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung sowie alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Bestimmte Arten von Geschäften (zum Beispiel Investitionen und Desinvestitionen von erheblichem Umfang sowie einzelne Kapitalmaßnahmen, etwa gemäß § 4 der Satzung) darf der Vorstand grundsätzlich nur vornehmen, wenn der Aufsichtsrat zustimmt. Des Weiteren berichtet der Vorstand dem Prüfungsausschuss über spezielle Themen im Rahmen von dessen Zuständigkeit.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Allgemeine Ausführungen zur Zuständigkeit des Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance Bericht.

§ 12 und § 13 der Satzung enthalten Bestimmungen zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und (weitere) Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind. Daneben beschloss er eine eigene Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert worden sind und entweder zehn Mitglieder, darunter der Vorsitzende, oder 15 Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies bestimmt, können Sitzungen des Aufsichtsrats ganz oder teilweise auch unter Nutzung von Mitteln der Telekommunikation durchgeführt werden.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist befugt, aufgrund vorheriger Beschlüsse Erklärungen für den Aufsichtsrat abzugeben.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG hat fünf Ausschüsse gebildet: den Ständigen Ausschuss, den Personalausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. Das Aufsichtsratsplenum wird vom jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse unterrichtet. Die Ausschüsse treffen ihre Entscheidung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Im Ständigen Ausschuss, im Personalausschuss und im Prüfungsausschuss gibt bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden des Ausschusses den Ausschlag.

Die wesentlichen Zuständigkeiten der Ausschüsse sind:

Ständiger Ausschuss

Der Ständige Ausschuss bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, soweit dafür kein anderer Ausschuss zuständig ist. Er entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die der Aufsichtsrat genehmigen muss, soweit hierfür nicht das Aufsichtsratsplenum oder ein anderer Ausschuss zuständig ist. Er nimmt Satzungsänderungen vor, die nur die Fassung betreffen, und entscheidet darüber, ob und wann Gäste zu Aufsichtsratssitzungen hinzugezogen werden. Darüber hinaus bereitet er die jährliche Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und die Berichterstattung des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht über die Corporate Governance des Unternehmens vor. Er überprüft jährlich die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum gegebenenfalls Vorschläge. Des Weiteren muss er bestimmte Kreditgeschäfte der Gesellschaft, insbesondere mit Prokuristen und Aufsichtsratsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften, außerdem sonstige Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats genehmigen. Mitglieder des Ständigen Ausschusses im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen, Wolfgang Mayrhuber und Bernd Pischetsrieder.

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor und sorgt zusammen mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Er bereitet ebenfalls die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Ferner vertritt der Personalausschuss die Gesellschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und ist für die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig, soweit sie nicht dem Aufsichtsratsplenum zugewiesen sind. Er muss Kreditgeschäfte zwischen der Gesellschaft und Vorstandsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen genehmigen, desgleichen wesentliche Geschäfte zwischen der Gesellschaft oder der mit ihr verbundenen Unternehmen und Mitgliedern des Vorstands sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften. Er entscheidet auch über Nebentätigkeiten und Mandate der Vorstände bei anderen Gesellschaften. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach und Bernd Pischetsrieder.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor; er prüft die Finanzberichterstattung, erörtert die Quartalsberichte und nimmt die Prüfungsberichte sowie andere Berichte und Erklärungen des Abschlussprüfers entgegen. Der Ausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems, die Wirksamkeit des Compliance-Systems sowie des Systems der Internen Revision der Gesellschaft. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidung über die Bestellung des Abschlussprüfers vor und kontrolliert dessen Unabhängigkeit und Qualität. Er beauftragt den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss, legt Prüfungsschwerpunkte fest und vereinbart die Vergütung; dasselbe gilt für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts. Zudem bereitet der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die jährliche Erörterung der Risikostrategie vor dem Aufsichtsrat vor und diskutiert mit dem Vorstand unterjährige Änderungen der Risikostrategie sowie Abweichungen. Der Prüfungsausschuss lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den Compliance Officer, den Leiter der Internen Revision, den Chief Risk Officer und durch den Justitiar unterrichten. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Henning Kagermann (Vorsitzender), Christian Fuhrmann, Marco Nörenberg, Anton van Rossum und Hans-Jürgen Schinzler.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung. Als Grundlage hat er einen Kriterienkatalog erarbeitet und beschlossen. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Henning Kagermann und Bernd Pischetsrieder.

Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum Personalvorschläge, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommt, um Vorstandsmitglieder zu bestellen oder abzuberufen. Seine Zuständigkeit ist auch unter der Mitbestimmungsvereinbarung unverändert und nunmehr in Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegt. Die Mitglieder im Geschäftsjahr 2012 waren Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen und Bernd Pischetsrieder.

Nähere Ausführungen zur Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz vom November 2012

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 (bekannt gemacht am 15. Juni 2012) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2011 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekannt gemacht am 2. Juli 2010) entsprochen.

Weitere Praktiken der Unternehmensführung

Munich Re Verhaltenskodex

Zusätzlich haben wir uns auf einen eigenen Verhaltenskodex mit hohen ethischen und rechtlichen Anforderungen verpflichtet, den Sie wie die Entsprechenserklärung auf unserer Internetseite finden.

Darin präzisieren wir unsere Vorstellungen von integrem, das heißt rechtlich korrektem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten im Unternehmen. Der Verhaltenskodex enthält verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter, einschließlich der Geschäftsleitungsorgane von Munich Re.

Als zusätzlicher Ansprechpartner steht den Mitarbeitern ein externer und unabhängiger Ombudsmann zur Verfügung. Er berichtet dem Fraud Prevention Committee, das aus dem Fraud Prevention Officer und dem Compliance Officer besteht, über gemeldete Verdachtsfälle und unterstützt damit das Anti-Fraud-Management von Munich Re.

Global Compact

Um ihr Werteverständnis und damit auch ihre Unternehmensverantwortung nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, ist Munich Re 2007 dem "Global Compact" der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipien dieser Erklärung sind für uns Maßstab unseres Handelns in allen Geschäftsbereichen und bilden damit den grundlegenden Rahmen für unsere Corporate Responsibility. Der jährliche Fortschrittsbericht zum UN Global Compact ist in das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite integriert.

Principles for Responsible Investment

Munich Re gehörte 2006 als erstes deutsches Unternehmen zu den Unterzeichnern der UN Principles for Responsible Investment (PRI). Die PRI sind über das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite verlinkt. Dort berichten wir ebenfalls, wie wir diese Grundsätze für nachhaltiges Investment umsetzen.