Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

München

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Munich Re

Rückversicherung bietet die gesamte Produktpalette - von traditioneller Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen

Großteil der Erstversicherungsaktivitäten ist in der ERGO Versicherungsgruppe gebündelt

Munich Health fasst die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands und die Krankenrückversicherung weltweit unter einem Dach zusammen

Struktur der Gruppe

Munich Re kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Gleichzeitig hebt sie Synergien bei Erträgen und Kosten und mindert durch die breite Diversifikation das notwendige Risikokapital. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten weltweit unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Versicherungsgruppe (ERGO) engagiert sich in fast allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Unter dem Dach der Marke Munich Health sind die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands zusammengeführt. Zudem ist Munich Re im Assetmanagement aktiv.

Die Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Zweigen der Rückversicherung tätig. Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer in Nischensegmenten, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt. Sie sind bei ihrem Marktauftritt durch den Zusatz Risk Solutions gekennzeichnet.

Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Versicherungsgruppe AG und ihren Töchtern.

In der Erstversicherung von Munich Re bündeln wir alle Aktivitäten bei ERGO mit Ausnahme der Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands, die Munich Health verantwortet. Etwa 78 (77) % der gebuchten Bruttobeiträge erwirtschaftet ERGO in Deutschland, 22 (23)% stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittel- und osteuropäischen Geschäft. Auch auf asiatischen Märkten wie Indien, China oder Vietnam engagiert sie sich mittlerweile.

Munich Health ist in der Rückversicherung weltweit aktiv und nimmt in der Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands in ausgewählten Wachstumsmärkten wie der Golfregion, in Indien sowie in etablierten Märkten wie Spanien Geschäftschancen wahr.

Die Münchener Rück AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt.

Segmentierung

1 Krankenversicherungsgeschäft in Deutschland sowie Reiseversicherungsgeschäft.

2 Weltweites Krankenrückversicherungsgeschäft sowie Krankenerstversicherungsgeschäft außerhalb Deutschlands.

Rückversicherung

Die Rückversicherung betreibt die Lebens- sowie die Schaden- und Unfallrückversicherung. Ferner erfassen wir hier unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von den Ressorts der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, sowie Managing General Agencies (MGA).

Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit den Erstversicherern, über Makler und zunehmend im Rahmen exklusiver, strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns über das Leistungsfeld Risk Solutions am Erstversicherungsgeschäft von Industriekunden. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind unsere Risikoexpertise und unsere ausgeprägte Lösungsorientierung, die wir unter das Motto "NOT IF, BUT HOW" stellen.

Die Ressorts der Rückversicherung

Unser Geschäft ist in fünf Ressorts organisiert.

Unser weltweites Geschäft in der Lebensrückversicherung wird im Ressort Life gezeichnet.

Vier weitere Ressorts widmen sich der Schaden- und Unfallrückversicherung. Mit verschiedenen strukturellen Anpassungen werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Sie sollen bis Ende 2014 umgesetzt werden.

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen und zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten sowie Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt. Es ist zuständig für die dort angesiedelten Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich. Hinzu kommt weltweites Geschäft in Spezialsparten wie der Arbeiterunfallversicherung.

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa (ausgenommen Deutschland) sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig. Künftig werden hier vier Marktbereiche zu dreien zusammengefasst; der genaue Zuschnitt wird im ersten Halbjahr 2014 festgelegt.

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Deutschland sowie in Afrika, Asien, Australien und der pazifischen Inselwelt. Das fakultative Geschäft, also die Rückversicherung von Einzelrisiken, soll - wie bereits im Ressort Global Clients and North America gehandhabt - nun auch in den Ressorts Europe and Latin America und Germany, Asia Pacific and Africa jeweils gebündelt werden.

Das Ressort Special and Financial Risks betreut die Sparten Kreditrisiken, Luft- und Raumfahrt, Agro-, Unternehmer- und Sonderrisiken sowie Risk Solutions für Industriekunden. Die Verbriefung von Versicherungsrisiken und den Risikotransfer auf den Kapitalmarkt übernimmt der Bereich Risk Trading. Zudem ist das Ressort für unsere eigene Rückversicherung (Retrozession) zuständig. Im Rahmen der Strukturanpassung wird die zentralisierte Verantwortung für das Transportgeschäft diesem Ressort in einem neuen Bereich zugeordnet werden. Durch die Bündelung wollen wir die Qualität des Underwritings, den Service für unsere weltweiten Kunden sowie die Produktentwicklung weiter stärken.

Die Rückversicherung im Überblick1

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Ressort Ausgewählte Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands2
Life Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia Munich Re, Tokio (Life Branch) Munich Re, Toronto (Life Branch) Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd. - New Zealand Branch, Auckland Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., Sydney Munich Re, London (Life Branch)
Global Clients and North America American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware3 American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma Beaufort Underwriting Agency Ltd., London Bell & Clements (London) Ltd., London First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio Global Standards, LLC, Wilmington, Delaware Groves, John & Westrup Ltd., London HSB Engineering Insurance Ltd., London HSB Group, Inc., Dover, Delaware HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut MSP Underwriting Ltd., London Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware3 Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto Munich Re Underwriting Ltd., London NMU Group Ltd., London Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois Temple Insurance Company, Toronto The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware The Midland Company, Cincinnati, Ohio
Europe and Latin America Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo3 Munich Re, Madrid3 Munich Re, Milan Munich Re, Paris Munich Re, London (General Branch)
Germany, Asia Pacific and Africa Great Lakes, Sydney Great Lakes, Auckland Munich Re, Sydney Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis Munich Re, Kuala Lumpur Munich Re, Kuala Lumpur (Retakaful Branch) Munich Re, Beijing3 Munich Re, Hongkong3 Munich Re, Seoul3 Munich Re, Auckland Munich Reinsurance Company of Africa Ltd., Johannesburg Munich Re, Singapore3
Special and Financial Risks Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London3 Great Lakes, Zurich Great Lakes, Dublin Great Lakes, Milan Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex3 New Reinsurance Company Ltd., Zurich3 Munich Re Weather & Commodity Risk Advisors, Wilmington, Delaware

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang.
2 Aufgeführt sind überwiegend Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands mit einem Eigenkapital von mehr als 5 Millionen €.
3 Einheiten, die auch Geschäfte in Munich Health betreiben und der Rückversicherung daher anteilig zugeordnet werden.

Erstversicherung

Der zweite Pfeiler von Munich Re ist die Erstversicherung bei ERGO. Über ERGO bieten wir Produkte aus allen wesentlichen Versicherungssparten an, mit verschiedenen Geschäftsmodellen in allen Formen der Lebens-, Renten- und Krankenversicherung und nahezu sämtlichen Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung decken sie den Bedarf von Privat- und Firmenkunden ab.

Unter der Marke ERGO vertreibt der Erstversicherer Lebens-, Schaden- und Unfallversicherungen. Das breite Angebot ergänzen ihre Spezialisten wie die D.A.S. für Rechtsschutz, die DKV für Gesundheit, die ERV für den Schutz rund ums Reisen oder ERGO Direkt für den Direktvertrieb. Zu den vielfältigen Vertriebskanälen von ERGO gehören neben den erfolgreichen eigenen Vermittlerorganisationen und dem Direktvertrieb über Telefon und Internet auch der Maklervertrieb und Vertriebskooperationen wie die umfassende Kooperation mit der UniCredit Group.

Integrierte Steuerung der Geschäftsfelder

In Deutschland strebt ERGO mit einer weitgehend integrierten Steuerung aller Geschäftsfelder und Verwaltungsprozesse eine hohe Servicequalität für Kunden und Vertriebspartner sowie eine hohe Profitabilität an. Ein einheitlicher Innendienst unterstützt die verschiedenen Gesellschaften und Vertriebsorganisationen von ERGO. Unternehmensfunktionen wie Rechnungswesen, Finanzen, Personal, Informationstechnologie oder Vertriebssteuerung sind in zentral zuständigen Bereichen und Ressorts organisiert. Das internationale Geschäft wird mit Ausnahme der Reiseversicherung übergreifend von einem Vorstandsressort geleitet.

Im neuen Ressort Kunden- und Vertriebsservice bündelt ERGO ab 1. April 2014 alle kundenorientierten Innendienst- sowie Leistungs- und Schadenservice-Funktionen wie Antrags- und Vertragsbearbeitung. Zudem leitet ERGO die Lebens- und Krankenversicherung in Deutschland ab 1. April 2014 aus einem gemeinsamen Ressort Personenversicherung.

Die Erstversicherung im Überblick1

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Segment Ausgewählte Tochtergesellschaften2
Leben ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Fürth ERGO Lebensversicherung AG, Hamburg ERGO Insurance N.V., Brüssel ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf ERGO Previdenza S.p.A., Mailand ERGO Versicherung AG, Wien Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf Vorsorge Lebensversicherung AG, Düsseldorf Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach
Gesundheit DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Köln ERGO Direkt Krankenversicherung AG, Fürth EUROPÄISCHE Reiseversicherung AG, München Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen
Schaden/Unfall D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, München DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam D.A.S. Rechtsschutz Aktiengesellschaft, Wien D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand ERGO Direkt Versicherung AG, Fürth ERGO General Insurance Company S.A., Athen ERGO Russ Versicherung AG, St. Petersburg ERGO SIGORTA A.S., Istanbul ERGO Versicherung AG, Düsseldorf MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczeniowe S.A., Sopot Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang.
2 Nur Tochtergesellschaften mit einem Prämienvolumen von mehr als 50 Millionen € sind aufgeführt.

Munich Health

Der globale Gesundheitsmarkt ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige. Dies gilt gleichermaßen für den Versorgungs- und den Versicherungsbereich. Um die damit verbundenen Chancen zu nutzen, hat Munich Re die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands unter der Marke Munich Health zusammengeführt. Munich Health deckt weite Teile der Wertschöpfungskette im Gesundheitsbereich ab und wird seit 2010 als eigenständiges Segment ausgewiesen.

Die Aufstellung von Munich Health

Munich Health steht auf drei Säulen. Unser weltweites Rückversicherungsgeschäft im Bereich Gesundheit betreiben wir unter der Marke Munich Re. In der Erstversicherung sind wir in vielen internationalen Märkten mit Tochtergesellschaften, aber auch Beteiligungen und Joint Ventures aktiv. Gegenüber unseren Kunden treten wir dabei unter unseren bewährten lokalen Marken auf, wie DKV in Spanien und Belgien oder Daman Health Insurance in Abu Dhabi. Im Bereich Managed Care schließlich unterstützt Munich Health lokale Versicherungsunternehmen mit maßgeschneiderten Services bei der Kosten- und Qualitätskontrolle.

Unsere weltweiten Aktivitäten steuern wir dezentral über fünf Stützpunkte: Von München aus werden sowohl die Regionen Nord-, Ost- und Zentraleuropa als auch Südeuropa und Lateinamerika gesteuert. Für Nordamerika liegt der Sitz in Princeton. Hier hat es eine wichtige Veränderung gegeben: Zum Jahresende haben wir uns in den USA vom Erstversicherungsgeschäft getrennt, das in der Verantwortung von Windsor Health Group (WHG) lag. Den Nahen Osten und Afrika steuern wir von Abu Dhabi und Dubai aus, die Region Asien Pazifik über unseren Stützpunkt Singapur.

Munich Health im Überblick1

Gesellschaften, die Munich Health vollständig zugeordnet werden

Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Hyderabad

Daman - National Health Insurance Company, Abu Dhabi

Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar

DKV Belgium S.A., Brussels

DKV Luxembourg S.A., Luxembourg

DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa

ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid

ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa

Globality S.A., Luxembourg

Marina Salud S.A., Alicante

MedNet Holding GmbH, Munich

Munich Health Holding AG, Munich

Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware

Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware

Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañía de Seguros, Saragossa

Gesellschaften, die Geschäfte in mehreren Segmenten betreiben und Munich Health anteilig zugeordnet werden

American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware

Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London

Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Munich

Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex

Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware

New Reinsurance Company Ltd., Zurich

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Konzernanhang. Nur Konzerngesellschaften mit einem Eigenkapital von in der Regel mehr als 5 Millionen € sind aufgeführt.

Assetmanagement

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) steht für alle Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Darüber hinaus bietet sie ihr umfassendes Knowhow externen institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Die MEAG ist in Europa, Asien und Nordamerika präsent und verwaltet alle wichtigen Anlageklassen wie festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien.

Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung

Wertorientierte Unternehmensführung - die Steuerungsphilosophie von Munich Re

Ziel von Munich Re ist es, Risiken in all ihren Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und mit an den Risiken gemessen hohen Gewinnen nachhaltig Wert für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Den Börsenkurs der Münchener-Rück-Aktie nachhaltig zu steigern ist maßgebliche Richtschnur unseres unternehmerischen Denkens und Handelns. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Verwendung wertorientierter Steuerungssysteme.

Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement sind die verfügbaren Eigenmittel, welche die ökonomische Kapitalausstattung von Munich Re beschreiben. Daneben beachten wir bei der Steuerung unseres Geschäfts eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen; situationsbedingt können sie kurzfristig die Ausrichtung einer Einheit bestimmen. Dazu gehören Regelungen örtlicher Rechnungslegungssysteme, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Diese Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

Geschäftliche Aktivitäten werden nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.

Mit wertorientierten Steuerungsgrößen stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher.

Verantwortlichkeiten weisen wir klar zu und nennen Management und Mitarbeitern die Stellgrößen für die Wertsteigerung.

Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte zu berücksichtigen und abzuwägen: Einerseits sollten sie einfach sein, damit die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit verständlich bleiben. Andererseits liegt die Herausforderung darin, die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abzubilden und das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten. Unsere Geschäftsaktivitäten sind vielfältig, ein Nebeneinander verschiedener Messgrößen ist unvermeidbar.

Die Steuerungsgrößen in der Gruppe

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC).

Economic Earnings

Ausgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung einer Periode. Den in einer Periode geschaffenen Wert ermitteln wir auf Gruppenebene anhand der zentralen Steuerungsgröße Economic Earnings und damit weitgehend in Einklang mit dem künftigen Aufsichtsregime Solvency II. Die Economic Earnings stellen die Veränderung des ökonomischen Eigenkapitals in einer Periode dar, das um Kapitalein- und -auszahlungen einschließlich Dividenden und Aktienrückkäufe angepasst wird.

Die zentrale Steuerung erfolgt getrennt nach den Bereichen Versicherungstechnik und Kapitalanlagen. Zu den wesentlichen Einflussgrößen zählen neben den Wertänderungen aus unserem Neugeschäft vor allem die Veränderungen aus dem Marktrisiko (Zinsen, Aktien und Wechselkurse), aus dem Kreditrisiko (Risikozuschläge, Bonitätseinstufungen und Forderungsausfälle), aus dem Marktumfeld des Kranken- und Lebensversicherungsgeschäfts (Sterblichkeit, Morbidität, Langlebigkeit und Storno) sowie der Schaden- und Kostenentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung.

Im Rahmen des gruppeneinheitlichen Steuerungsmodells der Economic Earnings verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende Steuerungsansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts und Verantwortlichkeiten Rechnung tragen: Dies sind der Wertbeitrag für die Schaden- und Unfallrückversicherung und für Munich Health und die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit (Asset-Liability-Management). Im Bereich der Lebensversicherung sowie für den Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts kommen darüber hinaus der Neugeschäftswert und die Veränderung des Bestandsgeschäfts basierend auf dem Market Consistent Embedded Value (MCEV) zur Anwendung. Für das Erstversicherungsgeschäft von ERGO wird die Steuerungsgröße Economic Earnings direkt verwendet, da hierfür keine geschäftsfeldindividuellen Anpassungen notwendig sind. Die Konzernsteuerung ist so ausgerichtet, dass wir in der Lage sind, die Wertschaffung zu maximieren und dabei auch Nebenbedingungen zu beachten.

Return on Risk adjusted Capital (RoRaC)

Auch mit der risikoadjustierten Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) als Konzernsteuerungsgröße, die wir einheitlich auf Gesamtkonzernebene anwenden, wollen wir die Wertorientierung von Munich Re betonen. Der RoRaC setzt die am Kapitalmarkt gängige Erfolgsgröße IFRS-Konzernergebnis, die wir um die Verzinsung des zusätzlich vorhandenen Eigenkapitals bereinigen, in Relation zum erforderlichen Risikokapital (Economic Risk Capital). Die Höhe des Risikokapitals ermitteln wir mit unserem internen, ökonomisch geprägten und an den künftigen Aufsichtsvorschriften orientierten Risikomodell.

Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuern (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die - bei gegebener Risikotoleranz - auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Als Bezugsgröße für die Bereinigung dient das Kapital, das über das notwendige Risikokapital hinausgeht, das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital"; unter Umständen kann es für Rating- und Solvenzzwecke sowie für profitables Wachstum erforderlich sein. Das zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital wird in der hier vorgestellten Systematik risikolos verzinst, weil sämtliche Risikokomponenten der Kapitalanlagen und der Versicherungstechnik durch das interne Risikomodell mit Risikokapital unterlegt und mit spezifischen Renditeanforderungen verbunden sind. Übersteigt das Risikokapital das vorhandene ökonomische Eigenkapital, setzen wir den Korrekturposten in der RoRaC-Formel auf null.

Der RoRaC ist eine pragmatische Mischung aus Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Erst wenn die Anforderungen an die Kapitalausstattung und an die Performance-Rechnung nach Solvency II verlässlich feststehen und erprobt sind, wollen wir unsere Ziele an diesen Messgrößen ausrichten. Ungeachtet der von uns hervorgehobenen risikobasierten Betrachtungsweisen streben wir stets an, dass die Rendite auf das uns überlassene gesamte Kapital, der sogenannte Return on Equity (RoE), den berechtigten hohen Erwartungen unserer Investoren entspricht.

Weitere Steuerungsgrößen

Market Consistent Embedded Value (MCEV)

Für die Lebensversicherung sowie den Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts erfolgt die Umsetzung der Steuerung in Anlehnung an den MCEV, der auf der Grundlage der European Insurance CFO Forum Market Consistent Embedded Value Principles ©1 bewertet wird. Die Änderung des MCEV innerhalb eines Jahres - ohne die Effekte aus Währungskursschwankungen, Unternehmenskäufen oder -verkäufen sowie Ausschüttungen oder Kapitaleinschüssen - weisen wir als Embedded-Value-Gesamtertrag aus. Nach einer weiteren Bereinigung um Einflüsse aus Änderungen der steuerlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen spricht man vom operativen Embedded-Value-Ertrag. Er ist das Maß für den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit eines Jahres. Diese Erfolgsgröße lässt sich unter anderem aufteilen in den Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts. Diese beiden Größen gehen in unsere Steuerung als Zielgrößen ein.

1 © Stichting CFO Forum Foundation 2008.

Wertbeitrag

Als Komponente der Economic Earnings in der Steuerung verwenden wir für die Schaden- und Unfallrückversicherung sowie Munich Health den Wertbeitrag. Die jeweiligen, hierfür um Zufallsschwankungen bereinigten Wertbeiträge werden wie folgt ermittelt:

Das angepasste Ergebnis orientiert sich an der Gewinn- und Verlustrechnung und setzt sich im Wesentlichen aus dem versicherungstechnischen Ergebnis, dem normalisierten Kapitalanlageergebnis sowie dem übrigen nicht versicherungstechnischen Ergebnis zusammen. Es beinhaltet wertorientierte Anpassungen, etwa um die Belastung aus Großschäden über die Zeit zu glätten und die Schadenaufwendungen bei späterer Zahlung in Höhe ihrer Barwerte zu berücksichtigen.

Dem so angepassten Ergebnis stellen wir die Kapitalkosten auf Basis des Risikokapitals als Sollgröße gegenüber.

IFRS-Konzernergebnis

Das IFRS-Konzernergebnis ist ein Erfolgsmaß, das sich aus unserer externen Konzernrechnungslegung ergibt. Es dient Investoren, Analysten und der Öffentlichkeit als wichtiges Kriterium zur Bewertung des Unternehmenserfolgs der Gruppe und unserer Segmente. Durch den Rückgriff auf eine einheitliche Datenbasis ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis den Vergleich mit den Wettbewerbern am Kapitalmarkt und stellt somit eine Steuerungsgröße auf Grundlage der Finanzberichterstattung von Munich Re dar.

Asset-Liability-Management

Die ökonomische Wertschaffung des Kapitalanlageergebnisses wird für die Rückversicherung und Munich Health aufgrund der gemeinsamen Kapitalanlagesteuerung übergreifend errechnet. Für die Kapitalanlagesteuerung ist das Asset-Liability-Management (ALM) eine grundlegende Säule unseres wertorientierten Steuerungssystems und steht im Mittelpunkt der Kapitalanlagestrategie von Munich Re. Bei der Zusammenstellung unseres Kapitalanlageportfolios berücksichtigen wir dabei wichtige Eigenschaften von versicherungstechnischen und anderen Verpflichtungen. So streben wir mit unserem ALM an, dass die Veränderung volkswirtschaftlicher Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflusst wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Dies verringert unsere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten und stabilisiert unsere ökonomische Kapitalausstattung.

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung sowie das internationale Krankenversicherungsgeschäft ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt: nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen.

Die Schaden-Kosten-Quote ist isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei die Vergleichbarkeit wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden und verschiedener Portfoliozusammensetzungen beeinträchtigt wird. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote jedoch durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Nicht finanzielle Steuerungselemente

Neben diesen rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nicht finanzielle Faktoren eine Rolle, etwa Innovationen, Prozessgeschwindigkeit, Ausbildungsstand der Mitarbeiter sowie Kundenzufriedenheit. Langfristig kann ein Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es nachhaltig wirtschaftet und zukunftsgerichteten qualitativen Faktoren Rechnung trägt. Auf der Grundlage eines umfassenden Verständnisses von Wertschaffung mit kurzfristigen und langfristigen, finanziellen und nicht finanziellen Kenngrößen verknüpfen wir Strategie und operative Planung eng miteinander, indem wir unsere Strategien in strukturierten Übersichten darstellen (den sogenannten Scorecards) und aus diesen Initiativen, Messgrößen und Verantwortlichkeiten ableiten. Die Scorecards umfassen vier Dimensionen: Finanzen, Märkte und Kunden, Prozesse sowie Mitarbeiter. Dabei fördern wir das unternehmerische Denken und Handeln unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten eindeutig zuweisen und nach Möglichkeit deutlich machen, wie viel der Einzelne, eine Einheit oder ein Geschäftsfeld zur langfristigen Wertsteigerung beiträgt. Unsere Anreizsysteme für Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstand unterstützen diese Ausrichtung, wobei die Vergütung grundsätzlich mit steigender Hierarchieebene zunehmend vom Erfolg abhängt.

Unternehmensleitung

Vorstand

Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender des Vorstands) (Vorsitzender des Konzernausschusses)

Group Development

Group Investments

Group Communications

Group Compliance

Group Audit

Health (seit 1.10.2013; bis 31.12.2013

zusammen mit Dr. Strassl)

Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen

Germany, Asia Pacific and Africa Services

Dr. rer. pol. Thomas Blunck

Special and Financial Risks

Reinsurance Investments

Central Procurement

Georg Daschner

Europe and Latin America

Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek (Vorsitzender des Rückversicherungsausschusses)

Reinsurance Development

Corporate Underwriting

Corporate Claims (seit 1.1.2014)

Accounting, Controlling and Central

Reserving for Reinsurance

Information Technology

Global Business Architecture

Geo Risks Research/

Corporate Climate Centre

Dr. rer. pol. Peter Röder

Global Clients and North America

Dr. jur. Jörg Schneider (Chief Financial Officer)

Group Reporting

Group Controlling

Corporate Finance M&A

Integrated Risk Management

Group Legal

Group Taxation

Investor and Rating Agency Relations

Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (bis 31.12.2013) (Arbeitsdirektor) (bis 30.9.2013)

Health (ab 1.10.2013 zusammen mit Dr. von Bomhard)

Human Resources (bis 30.9.2013)

Dr. oec. publ. Joachim Wenning (Arbeitsdirektor) (seit 1.10.2013)

Life

Human Resources (seit 1.10.2013)

Aufsichtsrat

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender)

Mitglied von 2.1.2004 bis 31.12.2012

Vorsitzender von 26.5.2004 bis 31.12.2012

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender)

Mitglied seit 17.4.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der

Volkswagen AG

Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der D.A.S. Deutscher Automobil

Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG

Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied seit 3.1.2013

Wissenschaftliche Direktorin des Center

for Entrepreneurial and Financial Studies

(CEFS) an der Technischen Universität

München

Herbert Bach

Mitglied seit 9.12.1994,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Mitarbeiter der Münchener Rück AG

Dina Bösch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands

Annika Falkengren

Mitglied seit 20.4.2011

President und Chief Executive Officer der

Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ)

Frank Fassin

Mitglied seit 22.4.2009

Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen

der ver.di Nordrhein-Westfalen

Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner

Mitglied seit 12.2.2010

Aufsichtsrätin und Präsidentin der

Stiftung EU-LAC

Christian Fuhrmann

Mitglied seit 22.4.2009

Geschäftsbereichsleiter der

Münchener Rück AG

Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident der Max-Planck-Gesellschaft

zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann

Mitglied seit 22.7.1999,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Präsident der acatech - Deutsche

Akademie der Technikwissenschaften

Peter Löscher

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident des Stiftungsrats der Siemens

Stiftung und ehemaliger Vorstandsvorsitzender

der Siemens AG

Wolfgang Mayrhuber

Mitglied seit 13.12.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Deutschen Lufthansa AG

Silvia Müller

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiterin der ERGO Versicherungsgruppe AG

Marco Nörenberg

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Reinhard Pasch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Anton van Rossum

Mitglied seit 22.4.2009

Ehemaliger Chief Executive Officer und

ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats von Fortis

Andrés Ruiz Feger

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en

España

Richard Sommer

Mitglied seit 22.4.2009

Gewerkschaftssekretär und ehemaliger

Leiter der Bundesfachgruppe Versicherungen der ver.di

Dr. phil. Ron Sommer

Mitglied seit 5.11.1998,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats der

MTS OJSC, Russland

Besetzung der Ausschüsse

Ständiger Ausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Wolfgang Mayrhuber

Personalausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Wolfgang Mayrhuber

Prüfungsausschuss

Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann (Vorsitzender) Christian Fuhrmann Marco Nörenberg Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Anton van Rossum

Nominierungsausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Peter Löscher

Vermittlungsausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann

Von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltene Mandate

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Vorstand1 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender) COMMERZBANK AG ERGO Versicherungsgruppe AG2 (Vorsitz) Munich Health Holding AG2 (Vorsitz) -
Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen - -
Dr. rer. pol. Thomas Blunck - Global Aerospace Underwriting Managers Ltd. (GAUM), Großbritannien (Vorsitz) New Reinsurance Company Ltd., Schweiz2 (Vorsitz)
Georg Daschner - -
Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek - -
Dr. rer. pol. Peter Röder EXTREMUS Versicherungs-AG Munich Re America Corp., USA2 (Vorsitz) Munich Reinsurance America, Inc., USA2 (Vorsitz)
Dr. jur. Jörg Schneider MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH2 (Vorsitz) -
Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (bis 31.12.2013) - Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Indien
Dr. oec. publ. Joachim Wenning - -

1 Stand: 31.12.2013.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

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Aufsichtsrat1 Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Ing. E. h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) - Tetra-Laval International S.A. Group, Schweiz
Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender) D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-AG2 -
Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner METRO AG Linde AG GDF SUEZ S.A., Frankreich
Herbert Bach - -
Dina Bösch - -
Annika Falkengren Volkswagen AG Securitas AB (publ), Schweden
Frank Fassin ERGO Versicherungsgruppe AG2 Provinzial NordWest Holding AG -
Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner - Gamesa Corporación Tecnológica S.A., Spanien (bis Februar 2013) Alpine Bau Holding GmbH, Österreich (bis April 2013)
Christian Fuhrmann - Munich Re Holding Company (UK) Ltd., Großbritannien2
Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss Siemens AG Actelion Ltd., Schweiz
Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E. h. Henning Kagermann Bayerische Motoren-Werke AG Deutsche Bank AG Deutsche Post AG Franz Haniel & Cie. GmbH Nokia Corporation, Finnland Wipro Ltd., Indien
Peter Löscher Deutsche Bank AG TBG Ltd. (Thyssen-Bornemisza Group), Malta
Wolfgang Mayrhuber Bayerische Motoren-Werke AG Infineon Technologies AG (Vorsitz) Deutsche Lufthansa AG (Vorsitz) Lufthansa-Technik AG (bis Juni 2013) AUA Austrian Airlines, Österreich (bis Juni 2013) Österreichische Luftverkehrsholding GmbH, Österreich (bis Juni 2013) Heico Corporation, USA UBS AG, Schweiz (bis Mai 2013)
Silvia Müller ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Marco Nörenberg ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Reinhard Pasch - -
Anton van Rossum - Credit Suisse Groupe AG, Schweiz Royal Vopak NV, Niederlande (Vorsitz) Solvay S.A., Belgien
Andrés Ruiz Feger - -
Richard Sommer ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Dr. phil. Ron Sommer - Sistema Shyam Teleservices Ltd., Indien Tata Consultancy Services Ltd., Indien

1 Stand: 31.12.2013.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

Vergütungsbericht

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) stellen wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Münchener Rück AG und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten dar.

Entsprechend Ziffer 4 des DCGK wird das Vergütungssystem für den Vorstand vom Aufsichtsratsplenum beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Aufsichtsratsplenum vor.

Das System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zum 1. Januar 2013 wurden im Hinblick auf die variable Vergütungskomponente Anpassungen vorgenommen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Vereinfachung des bisherigen Zielsystems gelegt, indem man sich noch stärker auf die wichtigsten persönlichen Ziele konzentrierte. Außerdem wurde für den Aufsichtsrat die Möglichkeit geschaffen, auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können.

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

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Bestandteil Anteil1 Bemessungsgrundlage/ Parameter Korridor Voraussetzung für Zahlung Auszahlung
Grundvergütung zzgl. Sachbezüge/ Nebenleistungen (Dienstwagen, Gesundheitsvorsorge, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen) 30% Funktion, Verantwortung, Dauer der Vorstandszugehörigkeit fix vertragliche Regelungen monatlich
Variable Vergütung 70% Gesamterfolg des Unternehmens, Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit, Individueller Erfolgsbeitrag      
30 % Jahres-Performance (bei 100% Zielerreichung/ Bewertung)   Konzernziel, Geschäftsfeldziele, Ressortziele, Persönliche Ziele, Gesamtleistung 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Jahresziele im 2. Jahr, davon für 50% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 4-jähriger Sperrfrist
70% Mehrjahres-Performance (bei 100% Zielerreichung/ Bewertung)   Ziele für die Geschäftsfelder - Rückversicherung - Erstversicherung - Munich Health, Persönliche Ziele, Gesamtleistung 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Dreijahresziele im 4. Jahr, davon für 25% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 2-jähriger Sperrfrist
Altersversorgung       > Pensionierung> Versorgungsfall> Vorzeitige Beendigung  
a) leistungsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten) - Pensionsfähige Grundvergütung (= 25 % der Ziel-Gesamtdirektvergütung2 ), Dienstjahre im Vorstand Festbetrag oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags unter bestimmten Voraussetzungen -
b) beitragsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder) - Ziel-Gesamtdirektvergütung2 Versorgungsbeitrag   -

1 Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung/Bewertung bei der variablen Vergütung.
2 Die Ziel-Gesamtdirektvergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und der variablen Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung/Bewertung.

Fixe Bestandteile

Grundvergütung

Die feste jährliche Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausbezahlt.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Sachbezüge und Nebenleistungen richten sich nach der Funktion und sind im Vergleich zum Markt (DAX-30-Gesellschaften) angemessen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Variable Vergütung

Die variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Organisationseinheiten sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für die Höhe ist, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden und wie die 2013 neu eingeführte Komponente "Würdigung der Gesamtleistung", mit der die Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands zum Tragen kommt, jeweils bewertet wird.

Um die Zielvorgaben festzulegen und die Zielerreichungen zu bewerten, wurden Prozesse definiert, die auch eine Einbindung des Abschlussprüfers vorsehen. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Der Aufsichtsrat wird über die Ergebnisse der Prüfung informiert.

Die Zielerreichung und die Würdigung der Gesamtleistung werden jeweils nach Ende der Betrachtungszeiträume festgelegt; während der Beurteilungszeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf des einjährigen bzw. des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung des Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, 50% bzw. 25% der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren.

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

Für die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden zum einen Jahresziele festgelegt, die hinsichtlich ihrer Bemessungsgrundlagen auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), die Geschäftsfeldergebnisse Rück- und Erstversicherung, die Ressortergebnisse sowie auf persönliche Ziele abstellen. Zum anderen beurteilt der Aufsichtsrat für Geschäftsjahre ab 2013 die Gesamtleistung -insbesondere die in den Zielen nicht berücksichtigte Leistung - des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Für die Jahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 30% -60%    
Konzernziel   Abgeleitet aus Kennzahlen der externen Rechnungslegung sowie weiteren wichtigen Bestands- und Erfolgsgrößen Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC)
Geschäftsfeldziele      
- Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
- Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
Individueller Erfolgsbeitrag 20%-50%    
Ressortziele   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall und Munich Health - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
Persönliche Ziele   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Preis- und Zyklusmanagement - Kundenmanagement
Würdigung der Gesamtleistung 20% Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands, die im Rahmen der Ziele nicht berücksichtigt wurde oder auf unterjährigen Entwicklungen beruht Beurteilung durch Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 AktG und DCGK

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 50% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

Für die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health sowie auf persönliche Ziele abstellen. Zusätzlich sehen seit 2013 aufgelegte Mehrjahres-Performance-Pläne eine Beurteilung der Gesamtleistung des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat vor. So kann auf vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des dreijährigen Beurteilungszeitraums reagiert und auch die in Zielvereinbarungen nicht erfasste Leistung entsprechend berücksichtigt werden. Für die Mehrjahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 20%-60%    
Geschäftsfeldziele (3-Jahres-Durchschnitt)      
- Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
- Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
- Munich Health   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Komponente der Economic Earnings: - Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 20%-60%    
Persönliche Ziele (3-Jahres-Zeitraum)   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Personalentwicklung, hier auch Diversity - nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Aufgaben
Würdigung der Gesamtleistung 20% Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands, die im Rahmen der Ziele nicht berücksichtigt wurde oder auf unterjährigen Entwicklungen beruht Beurteilung durch Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 AktG und DCGK

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 25% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Volle und anteilige Auslobung der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance

Grundlage für die volle und zeitanteilige Auslobung der variablen Vergütung ist das erste Jahr. Es werden nur die "berechtigten" Monate in diesem Jahr berücksichtigt (pro rata temporis). Bei Übertritt in den Ruhestand, eintretender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Tod oder vorzeitigem Ausscheiden aus der Gesellschaft aus sonstigen Gründen finden die Regelungen für volle und anteilige Auslobung Anwendung.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, die während der Berichtsperiode noch in Kraft waren

Langfristiger Incentive-Plan

Diese Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zielte auf die nachhaltige Steigerung des Aktienkurses ab. Der langfristige Incentive-Plan wurde ab 1999 jährlich neu aufgelegt, für die Mitglieder des Vorstands letztmalig im Jahr 2009. Die Berechtigten erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten. Diese konnten nur ausgeübt werden, wenn eine zweijährige Sperrfrist eingehalten wurde, die Münchener-Rück-Aktie seit Planbeginn um mindestens 20% gestiegen war und die Entwicklung des EURO STOXX 50-Index wenigstens zweimal über einen Zeitraum von drei Monaten während der Planlaufzeit geschlagen wurde.

Ausübung und Erlös hingen von der Aktienkursentwicklung und der Erfüllung der Ausübungsbedingungen ab. Die Höhe des Ertrags aus den Wertsteigerungsrechten war begrenzt. Die Vorstandsmitglieder konnten aus den Plänen, die 1999 und 2003 bis 2009 aufgelegt wurden, Wertsteigerungsrechte ausüben. Zum 31. Dezember 2013 existierten keine weiteren ausübbaren Wertsteigerungsrechte.

Gewichtung der Vergütungsbestandteile

Bei Bewertung der Ziele und der Gesamtleistung mit 100% (Jahres-Performance und Mehrjahres-Performance) stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an der Gesamtvergütung 2013 wie folgt dar: Grundvergütung etwa 30%, variable Vergütung rund 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehrjahres-Performance. Jahres- und Mehrjahresziele, Würdigung der Gesamtleistung und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung der Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt.

Insgesamt hat das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder den für 2013 geltenden Empfehlungen des DCGK entsprochen. Es wird insbesondere auch der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (Versicherungs-Vergütungsverordnung - VersVergV) vom 6. Oktober 2010 gerecht.

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Gesamtbewertung) der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei der Münchener Rück AG gilt. Der Aufsichtsrat berücksichtigt hierbei das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung und legt für die Gegenüberstellung fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld erhoben. Neue Vorstandsmitglieder werden in der Regel so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Sonstiges

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die von der Gesellschaft ausdrücklich als persönlich anerkannt werden.

Die Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten dürfen. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abzustellen.

Bei einem "Change of Control" sahen lediglich die Bedingungen des langfristigen Incentive-Plans besondere Ausübungsmöglichkeiten vor.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags, dessen Höhe sich nach ihrer Grundvergütung und ihren Dienstjahren im Vorstand richtete. Der Versorgungsgrad begann bei 30% und konnte maximal 60% der jährlichen Grundvergütung erreichen.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Wesentliches Ziel dieser Umstellung war, alle versorgungsspezifischen Risiken möglichst komplett aus der Bilanz der Gesellschaft auszulagern. Diese sehr weitgehende Risikoauslagerung wurde dadurch erreicht, dass Anwartschaftszuwächse ausschließlich durch die Einzahlung von Beiträgen in eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden. Die Leistungen aus der Altersversorgung sind insoweit nicht mehr von der Gesellschaft zu tragen, sondern ergeben sich aus der Rückdeckungsversicherung. Das Langlebigkeitsrisiko, die biometrischen Risiken vorzeitiger Versorgungsfälle wie Invalidität und Tod des aktiven Vorstandsmitglieds sowie das Kapitalmarktrisiko wurden damit auf den Rückdeckungsversicherer und das einzelne Vorstandsmitglied übertragen.

Seit 2009 erhalten somit erstmals bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags des Vorstandsmitglieds für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der sich an der Ziel-Gesamtdirektvergütung orientiert. Der Versorgungsbeitrag wird an den Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die garantierte Verzinsung des Rückdeckungsversicherers beträgt 2,25% (für ab 2012 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder 1,75%). Die Versicherungsleistung, die aus den Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer resultiert, sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Leistung zu. Für ab 1. Januar 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder ist ein einheitlicher Versorgungsbeitragssatz in Höhe von 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Vorstandsmitglieder, die zum Ende des Jahres 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Seit 1. Januar 2009 erhalten diese Vorstandsmitglieder für die künftigen Dienstjahre eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente), die sich grundsätzlich am beitragsorientierten System für erstmals ab 2009 bestellte Vorstandsmitglieder orientiert. Da die Umstellung des Versorgungssystems im Rahmen laufender Vorstandsverträge erfolgte, wurden die Versorgungsbeiträge so berechnet, dass die Summe aus Besitzstands-, Versorgungskassen- und Zuwachsrente bei realistischer Einschätzung die erwartete Rente im Alter 60 nach vorheriger Pensionsregelung ergibt.

Vorstandsmitglieder, die zum Umstellungszeitpunkt das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten, wurden nicht auf das beitragsorientierte System umgestellt und erhalten weiterhin eine leistungsorientierte Pensionszusage nach dem vorherigen System.

Bei der Festsetzung der leistungsorientierten Pensionszusage wird auf die "pensionsfähige Grundvergütung" abgestellt, die 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung entspricht. Bei beitragsorientierten Leistungszusagen wird der Beitragssatz auf der Grundlage der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt. Für die Versorgungszusagen aus leistungs- und beitragsorientierter Altersversorgung bestimmt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - und berücksichtigt den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 erstmals bestellt wird, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie Verrentung oder Auszahlung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System.

Bei leistungsorientierten Zusagen: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung.

Ruhegeld aufgrund Arbeitsunfähigkeit

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit einvernehmlich aufgehoben, von der Gesellschaft gekündigt oder infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird. Die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Arbeitsunfähigkeit oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG):

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat.

Höhe der Leistung:

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.

Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5a BetrAVG). Diese Anwartschaft wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Verbesserte unverfallbare Anwartschaft:

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft wird gewährt, wenn der Anstellungsvertrag aufgrund Nichtverlängerung (durch die Gesellschaft) endet und weder grobe Pflichtverletzung noch eine Eigenkündigung vorliegen. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass das Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und der Beginn der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht nicht für Vorstandsmitglieder, die seit 2009 erstmals bestellt werden. Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern gilt die verbesserte unverfallbare Anwartschaft nur für den Teil der Altersversorgung, der sich aus der leistungsorientierten Pensionszusage ergibt.

Höhe der Leistung:

Im Anschluss an das Ausscheiden für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Für den Anteil aus der leistungsorientierten Zusage: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um je 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 60. Lebensjahres gekürzt wird.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Die Hinterbliebenen eines Vorstandsmitglieds, das während der aktiven Dienstzeit oder nach der Pensionierung verstorben ist, erhalten anschließend diese Leistungen:

Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners in Höhe von 60% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds. Ist die Ehefrau/der Ehemann oder die eingetragene Lebenspartnerin/der eingetragene Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als das Vorstandsmitglied, so wird die Hinterbliebenenversorgung aus der Besitzstandsrente für jedes Jahr des Altersunterschieds um 2% gekürzt, jedoch höchstens um 50%.

Waisenrente in Höhe von 20% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds pro Waise.

Verdoppelung der Waisenrente, wenn keine Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners zu bezahlen ist.

Die Hinterbliebenenleistungen dürfen zusammen das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen. Gegebenenfalls werden die Waisenrenten anteilig gekürzt.

Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Witwe/den Witwer oder die eingetragene Lebenspartnerin/den eingetragenen Lebenspartner, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft erst zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, zu dem das Vorstandsmitglied bereits Ruhegeld bezog, und für Waisen, wenn sie erst nach diesem Zeitpunkt geboren wurden. Der Anspruch für Waisen entfällt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres (20. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Für Waisen, die in Schul- oder Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst sind oder bei denen eine körperliche oder geistige Behinderung vorliegt, verlängert sich der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (27. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Die Hinterbliebenenversorgung aus der beitragsorientierten Zusage entfällt, wenn dem Vorstandsmitglied die Rente daraus in Form eines Einmalbetrags ausbezahlt wurde. Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Hinterbliebenen mit deren Tod.

Anpassung Altersversorgung

Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene werden überprüft, wenn die Tarifgehälter der Versicherungswirtschaft nach dem Durchschnitt der Endgehälter aller Tarifklassen seit der letzten Festsetzung um mehr als 12% gestiegen sind oder wenn seit der letzten Festsetzung drei Jahre vergangen sind. Dabei ist eine Anpassung mindestens in Höhe der Steigerung der Lebenshaltungskosten nach dem Verbraucherpreisindex vorzusehen. Diese Regelung gilt auch für Vorstandsmitglieder, die in der Zeit von 1. Januar 2009 bis 31. März 2012 erstmals bestellt wurden und die erstmalig vor dem 1. Januar 1999 eine Pensionszusage von der Gesellschaft erhalten haben. Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 1999 keine Pensionszusage von der Gesellschaft erhielten, und für ab 1. April 2012 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder werden ab Bezug des Ruhegelds oder der Hinterbliebenenversorgung gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG um jährlich 1 % angepasst. Unverfallbare Anwartschaften werden nicht angepasst.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010). Demnach wird die Vergütung für die Jahres-Performance 2013 mit den dafür gebildeten Rückstellungen ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2010-2012 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2013, einzubeziehen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 24,7 (13,3) Millionen €. Sie erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr gerundet um 11,5 Millionen €. Ausschlaggebend für den Anstieg der Gesamtbezüge ist insbesondere, dass gemäß DRS 17 seit 2009 erstmals wieder Bezüge für die Mehrjahreskomponente ausgewiesen werden, die sich auf 12,8 Millionen € belaufen. Die Grundvergütung und die Sachbezüge/Nebenleistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Millionen €, während sich die Auszahlung für die Jahres-Performance voraussichtlich um 1,6 Millionen € reduziert, da die Gesamtzielerreichung nach aktueller Schätzung niedriger ausfällt als im Vorjahr.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

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Name Geschäftsjahr Grundvergütung
Sachbezüge/ Nebenleistungen
Jahres- Performance1
Mehrjahres- Performance2
Gesamt
Nikolaus von Bomhard 2013 1.200.000 30.992 1.038.240 2.158.156 4.427.388
  2012 1.200.000 32.376 1.160.670 - 2.393.046
Ludger Arnoldussen 2013 570.000 46.856 505.333 1.313.935 2.436.124
  2012 570.000 47.975 706.440 - 1.324.415
Thomas Blunck 2013 570.000 37.862 413.763 1.296.981 2.318.606
  2012 570.000 33.340 642.281 - 1.245.621
Georg Daschner 2013 585.000 32.692 485.871 1.443.050 2.546.613
  2012 585.000 35.806 684.623 - 1.305.429
Torsten Jeworrek 2013 855.000 34.418 690.070 1.898.750 3.478.238
  2012 855.000 35.860 945.417 - 1.836.277
Peter Röder 2013 570.000 37.459 467.528 1.230.880 2.305.867
  2012 570.000 34.829 749.419 - 1.354.248
Jörg Schneider3 2013 855.000 177.690 719.397 1.567.020 3.319.107
  2012 855.000 35.394 778.680 - 1.669.074
Wolfgang Strassl3 2013 570.000 125.134 324.826 796.838 1.816.798
  2012 570.000 32.990 345.081 - 948.071
Joachim Wenning 2013 570.000 33.695 416.619 1.063.300 2.083.614
  2012 540.000 34.921 613.339 - 1.188.260
Gesamt 2013 6.345.000 556.798 5.061.647 12.768.910 24.732.355
  2012 6.315.000 323.491 6.625.950 - 13.264.441

Der 2013 erfasste Gesamtaufwand (Rückstellungszuführung/-auflösung aufgrund der Wertentwicklung der Wertsteigerungsrechte aus den Plänen 2006-2009) für die langfristigen Incentive-Pläne betrug für: von Bomhard 818.075 €, Arnoldussen 308.570 €, Blunck 356.314 €, Daschner 538.881 €, Jeworrek 653.965 €, Röder 361.585 €, Schneider 949.572 €, Strassl 356.314 €, Wenning 114.771 €.

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2013 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
Für die Jahres-Performance 2012 wurden insgesamt 169.276 € weniger ausbezahlt als im Geschäftsjahr 2012 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard 42.000 €, Arnoldussen -21.347 €, Blunck -69.227 €, Daschner -54.669 €, Jeworrek -43.093 €, Röder -47.182 €, Schneider 23.940 €, Strassl -9.337 €, Wenning 9.639 €. Danach ergeben sich folgende tatsächliche Bonuszahlungen für 2012: von Bomhard 1.150.800 €, Arnoldussen 598.500 €, Blunck 550.620 €, Daschner 581.490 €, Jeworrek 807.975 €, Röder 554.610 €, Schneider 813.960 €, Strassl 331.170 €, Wenning 525.420 €.
Die für die Jahres-Performance 2013 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2013 und dem entsprechenden Mehr-/Minderaufwand für 2012.
2 Die 2013 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2010-2012.
3 Sachbezüge/Nebenleistungen 2013 einschließlich Jubiläumszahlung.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100% gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

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Name Zusage für Jahres- Performance1 ,3
Mehrjahres- Performance2 ,3
Summe Zusagen
Nikolaus von Bomhard 2013 2014 861.000 2.009.000 2.870.000
  2012 2013 840.000 1.960.000 2.800.000
Ludger Arnoldussen 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Thomas Blunck 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Georg Daschner 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 409.500 955.500 1.365.000
Torsten Jeworrek 2013 2014 609.000 1.421.000 2.030.000
  2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
Peter Röder 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Jörg Schneider 2013 2014 609.000 1.421.000 2.030.000
  2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
Wolfgang Strassl 2013 2014 - - -
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Joachim Wenning 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Gesamt 2013 2014 4.179.000 9.751.000 13.930.000
  2012 2013 4.441.500 10.363.500 14.805.000

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2013 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.
2 Die für 2013 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist zahlbar 2016, die für 2014 zugesagte Vergütung 2017.
3 Die Angaben zu den Bemessungsgrundlagen und Parametern für die Zusagen für 2013 gelten auch für die Zusagen für 2014.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 5,0 (5,0) Millionen €, wovon 1,4 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 3,6 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems sind die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

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  Leistungsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Pensionszusage1 €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen2
Nikolaus von Bomhard3 ,10 2013 407.100 10.474.789 384.766
  2012 407.100 10.424.872 398.602
Ludger Arnoldussen4 ,10 2013 157.500 1.850.243 269.261
  2012 157.500 1.673.940 286.621
Thomas Blunck5 ,10 2013 120.000 1.670.842 120.889
  2012 120.000 1.656.569 127.849
Georg Daschner6 2013 234.000 6.544.532 0
  2012 224.250 6.547.091 0
Torsten Jeworrek7 ,10 2013 171.000 3.324.450 149.074
  2012 171.000 3.356.607 155.570
Peter Röder7 ,10 2013 90.000 1.832.183 78.369
  2012 90.000 1.817.959 82.165
Jörg Schneider7 ,10 2013 275.000 6.222.950 253.987
  2012 275.000 6.210.367 264.544
Wolfgang Strassl8 2013 120.000 3.838.013 130.685
  2012 120.000 3.142.012 135.120
Joachim Wenning9 ,10 2013 - - 20.316
  2012 - - 19.112
Gesamt 2013 1.574.600 35.758.002 1.407.347
  2012 1.564.850 34.829.417 1.469.583

Pensionsanwartschaften

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Beitragsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Versorgungsbeitragssatz der Ziel-Gesamtdirektvergütung
%
Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand
Nikolaus von Bomhard3 ,10 2013 17-00 131.714 4.009.204 680.000
  2012 17,00 104.839 3.329.161 680.000
Ludger Arnoldussen4 ,10 2013 14-75 57.111 1.662.863 280.250
  2012 14,75 45.339 1.411.130 280.250
Thomas Blunck5 ,10 2013 16-25 67.373 1.882.123 308.750
  2012 16,25 53.774 1.625.620 308.750
Georg Daschner6 2013 - - - -
  2012 - - - -
Torsten Jeworrek7 ,10 2013 19-50 111.923 3.233.034 555.750
  2012 19,50 88.696 2.733.764 555.750
Peter Röder7 ,10 2013 20-25 73.236 2.193.184 384.750
  2012 20,25 57.526 1.827.358 384.750
Jörg Schneider7 ,10 2013 16-50 93.303 2.782.075 470.250
  2012 16,50 74.453 2.334.148 470.250
Wolfgang Strassl8 2013 21-00 77.258 2.317.935 399.000
  2012 21,00 61.489 1.952.601 399.000
Joachim Wenning9 ,10 2013 25-50 76.807 -11 484.500
  2012 25,50 58.957 - 459.000
Gesamt 2013   688.725 18.080.418 3.563.250
  2012   545.073 15.213.782 3.537.750

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008, bei Daschner leistungsorientierter Pensionszusage zum 31.12. des Berichtsjahres.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 7.3.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 8.3.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
6 Keine Umstellung auf beitragsorientiertes System, da zum Umstellungszeitpunkt bereits das 55. Lebensjahr vollendet war. Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
8 Ist zum 31.12.2013 infolge regulärer Beendigung seiner Tätigkeit aus dem Unternehmen ausgeschieden und hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld in Höhe von 175.560 € p.a.
9 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 2.1.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 3.1.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
10 Hat bei Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.
11 Defined Contribution-Plan im Sinne des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer, daher kein Barwert angegeben.

Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten

Die leitenden Angestellten der Münchener Rück AG erhalten als fixe Bestandteile eine feste jährliche Grundvergütung, die als monatliches Gehalt ausbezahlt wird, sowie marktübliche Sachbezüge und Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagen und betriebliche Altersversorgung). Die variablen Bestandteile setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Komponenten Leistungsvariable und Company-Result-Bonus sowie der längerfristigen aktienkursbasierten Komponente Mid-Term Incentive Plan.

Für die Leistungsvariable bilden quantitative und qualitative Zielvorgaben die Basis. Bei den quantitativen Zielen kommen Größen aus der operativen Planung zum Einsatz, für den qualitativen Anteil werden persönliche Ziele vereinbart.

Beim Company-Result-Bonus handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für den Company-Result-Bonus wird der RoRaC als Bezugsgröße verwendet. Die Vorgaben entsprechen dem Konzernziel bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Hier wird je nach Zielerreichung des RoRaC eine Gesamtsumme ermittelt, die als Bonus an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden kann. Mit steigender Managementebene nimmt der Anteil des Company-Result-Bonus zu. Seine Funktionsweise stellt sicher, dass der Konzernerfolg systematisch in die Vergütung der Mitarbeiter einfließt und die Bonussumme in einem angemessenen Verhältnis zum Erfolg des Gesamtunternehmens steht.

Der Mid-Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von drei Jahren legt die gleichen Zielvorgaben zugrunde wie der Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder der Münchener Rück AG. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Total Shareholder Return berücksichtigt. Neben den leitenden Angestellten in München nehmen auch ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation der Münchener Rück AG am Mid-Term Incentive Plan teil.

Die einzelnen variablen Komponenten werden in unterschiedlicher Gewichtung auf allen Managementebenen gewährt. Ausgehend von der Gesamtvergütung (Fixum und alle variablen Vergütungsbestandteile) beträgt der Anteil aller variablen Vergütungsbestandteile für die erste Führungsebene unter dem Vorstand mehr als 50%; dieser Anteil nimmt auf den folgenden Managementebenen sukzessive ab und beträgt für die unterste Managementebene ca. ein Drittel. Die kurz- und langfristigen Komponenten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand beträgt der Anteil des Mid-Term Incentive Plans als längerfristiger Vergütungsbestandteil ca. 25% der Gesamtvergütung. Dies entspricht mehr als 50% der variablen Vergütung insgesamt, sodass ein nachhaltiges Anreizsystem sichergestellt ist. Auf variable Vergütungsbestandteile besteht keine Garantie.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die seit dem Geschäftsjahr 2009 geltende Regelung sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied jährlich eine feste Vergütungskomponente von 50.000 € vor; hinzu kommen eine variable ergebnisabhängige und eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütungskomponente. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält jeweils das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütungen.

Die variablen ergebnisabhängigen Vergütungen berechnen sich nach dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen, das wir im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 4.000 € für jeden vollen Euro, um welchen das Ergebnis pro Aktie den Betrag von 12 € übersteigt, höchstens jedoch 40.000 €. Bei einem Ergebnis pro Aktie von 18,50 € wird für das Geschäftsjahr 2013 eine variable erfolgsabhängige Vergütung von 24.000 € ausbezahlt. Die erfolgsorientierte Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung wurde in Übereinstimmung mit dem DCGK eingeführt. Sie beträgt 10.000 € und wird gezahlt, wenn das Ergebnis pro Aktie des Vergütungsjahres das Ergebnis pro Aktie des dem Vergütungsjahr vorgehenden dritten Geschäftsjahres um mindestens 30% übertrifft. Für das Vergütungsjahr 2013 fällt diese langfristige Vergütungskomponente an.

Mitglieder von Ausschüssen erhalten für ihre Tätigkeit einen Zuschlag von 50% der Festvergütung, Vorsitzende eines Ausschusses erhalten 100% der Festvergütung. Auf diese Weise wird dem erheblichen Arbeitsaufwand Rechnung getragen.

Die jährliche Gesamtvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied ist auf das Dreifache der festen Vergütung begrenzt. Dies stellt sicher, dass die Gesamtvergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder der Höhe nach angemessen ist, auch für den Fall, dass weitere Ausschüsse gebildet werden.

Die von der Hauptversammlung 2013 beschlossene Umstellung der Vergütung des Aufsichtsrats auf eine reine Festvergütung gilt erstmals für die für das Geschäftsjahr 2014 zu zahlende Vergütung.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung  
Name Geschäftsjahr Jährlich
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Jährlich
Gesamt
Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Ehrenvorsitzender 2013 - - - - -
  2012 125.000,00 139.000,00 50.000,00 25.000,00 339.000,00
Bernd Pischetsrieder Vorsitzender (ab 1.1.2013) 2013 125.000,00 149.000,00 60.000,00 25.000,00 359.000,00
  2012 50.000,00 52.000,00 20.000,00 10.000,00 132.000,00
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2013 75.000,00 25.000,00 36.000,00 15.000,00 151.000,00
  2012 75.000,00 25.000,00 30.000,00 15.000,00 145.000,00
Ann-Kristin Achleitner (ab 3.1.2013) 2013 49.726,03 - 23.868,50 9.945,21 83.539,74
  2012 - - - - -
Herbert Bach 2013 50.000,00 50.000,00 24.000,00 10.000,00 134.000,00
  2012 50.000,00 50.000,00 20.000,00 10.000,00 130.000,00
Dina Bösch 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Annika Falkengren 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Frank Fassin 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Benita Ferrero-Waldner 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Christian Fuhrmann 2013 50.000,00 43.000,00 24.000,00 10.000,00 127.000,00
  2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
Peter Gruss 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Henning Kagermann 2013 50.000,00 99.000,00 1.000,003 0,003 150.000,003
  2012 50.000,00 64.000,00 20.000,00 10.000,00 144.000,00
Peter Löscher 2013 50.000,00 6.000,00 24.000,00 10.000,00 90.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Wolfgang Mayrhuber 2013 50.000,00 50.000,00 24.000,00 10.000,00 134.000,00
  2012 50.000,00 25.000,00 20.000,00 10.000,00 105.000,00
Silvia Müller 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Marco Nörenberg 2013 50.000,00 41.000,00 24.000,00 10.000,00 125.000,00
  2012 50.000,00 35.000,00 20.000,00 10.000,00 115.000,00
Reinhard Pasch 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Anton van Rossum 2013 50.000,00 43.000,00 24.000,00 10.000,00 127.000,00
  2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
Andrés Ruiz Feger 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Richard Sommer 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Ron Sommer 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Gesamt 2013 1.099.726,03 506.000,00 504.868,50 209.945,21 2.320.539,74
  2012 1.100.000,00 464.000,00 440.000,00 220.000,00 2.224.000,00

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gem. § 15 Abs. 6 der Satzung (Fassung 09/2013).
2 Bei Mitgliedern des Prüfungsausschusses und/oder Nominierungsausschusses jeweils einschließlich Sitzungsgeld gem. § 15 Abs. 4 der Satzung (Fassung 09/2013).
3 Nach Kappung gem. § 15 Abs. 5 der Satzung (Fassung 09/2013).

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1

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    Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung  
Name Geschäftsjahr Jährlich2
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Gesamt
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2013 24.895,00 - 0 24.895,00
  2012 38.499,88 2.231,24 0 40.731,12
Frank Fassin 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Silvia Müller 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Marco Nörenberg 2013 27.000,00 6.750,00 0 33.750,00
  2012 27.000,00 6.750,00 0 33.750,00
Richard Sommer 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Gesamt 2013 132.895,00 6.750,00 0 139.645,00
  2012 146.499,88 8.981,24 0 155.481,12

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften.
2 Jeweils einschließlich Sitzungsgeld, soweit dies gemäß den entsprechenden Satzungsbedingungen für die Teilnahme an Sitzungen vorgesehen ist.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nur moderates Wachstum der Weltwirtschaft

Leichter Anstieg der langfristigen Zinsen, aber immer noch Niedrigzinsumfeld

Euro gewinnt an Wert

Globale Beitragseinnahmen: Schaden/Unfall-Versicherung wächst kräftig, Lebensversicherung verhaltener

Raten in der Rückversicherung Schaden/Unfall leicht rückläufig

2013 wuchs die Weltwirtschaft wie schon im Vorjahr nur moderat. Die Volkswirtschaften der USA, Japans und Großbritanniens expandierten. Dagegen ging die Wirtschaftsleistung der Eurozone im Jahresdurchschnitt zurück: Die Rezession endete zwar bereits im zweiten Quartal, aber vor dem Hintergrund der weiterhin schwelenden Staatsschulden- und Bankenkrise verlief die Erholung nur schwach. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht. In den großen Schwellenländern war das Wirtschaftswachstum zwar gedämpft, die Zuwachsraten der asiatischen Schwellenländer waren jedoch im globalen Vergleich weiterhin hoch.

Kapitalmärkte

Die Geldpolitik war in den wichtigsten Volkswirtschaften nach wie vor stark expansiv ausgerichtet. So senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahresverlauf zweimal den Leitzins. Jedoch stellte die US-Zentralbank im ersten Halbjahr in Aussicht, im Fall einer weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung bereits 2013 mit dem allmählichen Ausstieg aus den Anleihekäufen zu beginnen ("Tapering"). Im Dezember kündigte sie dann schließlich an, ihre monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Die Langfristzinsen in den USA und in Deutschland stiegen im Jahresverlauf. Am Jahresende standen die Renditen für Anleihen der USA und Deutschlands mit zehn Jahren Restlaufzeit bei 3,0% bzw. 1,9%, im Vergleich zu 1,8% bzw. 1,3% Ende 2012. Der Zinsanstieg wirkte sich negativ auf den Marktwert festverzinslicher Anleihen aus. Historisch betrachtet blieb das Zinsumfeld weiterhin niedrig und stellte die Versicherer vor erhebliche Herausforderungen. Die laufenden Zinserträge gingen erneut zurück, weil Neuanlagen in festverzinsliche Wertpapiere mit guter Bonität selbst nach dem Anstieg der Marktzinsen eine deutlich niedrigere Verzinsung ausweisen als der Durchschnitt der auslaufenden oder verkauften Wertpapiere. Belastet waren vor allem Lebensversicherer, die Zinsgarantien bedienen müssen.

Renditeentwicklung zehnjähriger Staatsanleihen in %

Der Euro-Kurs stieg um 4% von 1,32 US$ zu Jahresbeginn auf 1,37 US$ zum Jahresende. Der Euro gewann deutlich an Wert gegenüber dem japanischen Yen (26%) und dem kanadischen Dollar (12%) und leicht gegenüber dem Pfund Sterling (2%). Da wir einen großen Teil unseres Geschäfts außerhalb des Euroraums zeichnen, verzerrt die Aufwertung des Euros die ausgewiesene Entwicklung der Beitragseinnahmen nach unten. Auch der Wert der Kapitalanlagen wird dadurch entsprechend beeinflusst.

Versicherungswirtschaft

In der Erstversicherung wuchsen die globalen Beitragseinnahmen in den Sparten Schaden/Unfall und Kranken 2013 inflationsbereinigt noch etwas stärker als im Vorjahr. Zwar dämpfte die schwache Konjunktur in der Eurozone die Nachfrage nach Versicherung und damit auch das Geschäftspotenzial für Rückversicherung. Jedoch stützte die erneut sehr dynamisch ansteigende Nachfrage nach Versicherungsschutz in vielen Schwellenländern die Prämienentwicklung. Positiv wirkten sich auch Preisanstiege auf dem US-Markt aus, dem mit Abstand größten Schaden/Unfall-Versicherungsmarkt der Welt. Weltweit war die Entwicklung der Raten uneinheitlich: Vor allem in der Industrieversicherung gingen die Preise in vielen Regionen zurück. Die globalen Beitragseinnahmen in der Lebenserstversicherung wuchsen inflationsbereinigt nur moderat. Dies ist vor allem auf das schwache Prämienwachstum in einigen großen Schwellenländern zurückzuführen.

Nach vorläufigen Schätzungen stiegen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2013 spürbar an. In der Schaden- und Unfallversicherung legten sie wie in den Vorjahren zu. Nach einer Stagnation im Vorjahr stiegen nun auch die Beiträge in der Lebensversicherung.

Das ausgewiesene Eigenkapital der meisten Rückversicherer ging 2013 zunächst hauptsächlich wegen des Zinsanstiegs leicht zurück, weil nach IFRS-Rechnungslegung festverzinsliche Kapitalanlagen niedriger bewertet wurden. Im Laufe des Jahres verbesserte sich dann die Kapitalausstattung unter anderem dank der guten Ergebnisse. Das Kapazitätsangebot im Naturkatastrophengeschäft erhöhte sich sowohl durch etablierte als auch durch neue Marktteilnehmer, was zu einem Rückgang der Raten führte. Während das Preisniveau für Rückversicherung bei den Erneuerungen im Januar und April 2013 noch stabil geblieben war, ging es bei den Erneuerungen zum 1. Juli leicht zurück. Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2014 setzte sich dieser allgemeine Trend fort. Vor allem in Regionen und Sparten mit erhöhter Schadenfrequenz kam es aber auch vereinzelt zu Preiserhöhungen.

Geschäftsverlauf

Bruttobeiträge währungsbedingt um 1,7% gefallen

Großschadenbelastung unter den Erwartungen

Rückgang des Ergebnisses aus Kapitalanlagen

Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) von 12,2 (13,2)% nach Steuern

Erhöhung der Dividende auf 7,25 (7,00) € je Aktie vorgeschlagen

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gruppe

Der Konzerngewinn des vergangenen Jahres liegt über unseren Erwartungen. Mit 3,3 Milliarden € erreichten wir erneut ein sehr gutes Ergebnis, auch dank einer besonders niedrigen Steuerbelastung. In der Schaden- und Unfallrückversicherung war der Gewinn mit 2,4 Milliarden € wieder sehr hoch, wobei die Großschäden unter unseren Erwartungen blieben. Auch die Lebensrückversicherung trug erfreuliche 0,4 Milliarden € bei, trotz belastender Sondereffekte. Der Ergebnisbeitrag von ERGO mit 0,4 Milliarden € ist als sehr positiv zu bewerten, da er über den Erwartungen liegt und einige belastende Faktoren zu verkraften waren. Das Ergebnis von Munich Health war mit 0,15 Milliarden € beachtlich hoch; der Verkauf der Windsor Health Group (WHG) lief am Ende besser als erwartet.

Geschäftsverlauf von Munich Re im Überblick und wichtige Kennzahlen

Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (RoRaC) und Economic Earnings

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
RoRaC % 12,2 13,2  
Economic Earnings Mrd. € 4,2 7,1 -40,0

Dividende

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gesamte Dividendenausschüttung Mrd. € 1,3 1,3 0,9
Höhe der Dividende 7,25 7,00 3,6

Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC) betrug für das Gesamtjahr 2013 12,2% nach 13,2% im Vorjahr. Der RoRaC 2013 lag somit unter unserem langfristigen Ziel von 15%. Im gegenwärtigen Umfeld niedriger Zinsen ist dieser Zielwert, den wir uns erstmals 2006 bei einem deutlich höheren Marktzinsniveau vorgenommen hatten, sehr schwer erreichbar. Unser Ergebnisziel für das Jahr 2013, einen Jahresüberschuss von annähernd 3 Milliarden € zu realisieren - das entspricht einem RoRaC von etwa 11 % -, haben wir damit deutlich übertroffen.

Die Economic Earnings im aktuellen Geschäftsjahr lassen sich im Wesentlichen durch Effekte aus dem Neu- und Bestandsgeschäft erklären, die der Versicherungstechnik zuzuordnen sind. Beeinflusst wurden diese im Geschäftsjahr durch Parameteränderungen, insbesondere durch die Anpassung der Bewertung des Kundenverhaltens im Lebenserstversicherungsgeschäft sowie durch Anpassungen in der Krankenerstversicherung. Während 2012 maßgeblich Zinseffekte die ökonomische Wertschaffung beeinflusst haben, wurden in diesem Jahr die positiven Effekte aus Aktien und Zinsen durch Währungsverluste sowie sonstige negative Effekte kompensiert.

An unserem erfreulichen Unternehmenserfolg wollen wir wieder unsere Aktionäre beteiligen. Daher schlagen wir der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 7,25 (7,00) € je gewinnberechtigter Aktie zu zahlen.

Wichtige Kennzahlen1

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 51,1 52,0 -1,7
Schaden-Kosten-Quote        
Rückversicherung Schaden/Unfall % 92,1 91,0  
Erstversicherung Schaden/Unfall % 97,2 98,7  
Munich Health2 % 98,3 100,2  
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 3.656 3.859 -5,3
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 7.657 8.442 -9,3
Operatives Ergebnis Mio. € 4.409 5.349 -17,6
Ertragsteuern Mio. € 108 878 -87,7
Konzernergebnis Mio. € 3.342 3.204 4,3
Kapitalanlagen Mrd. € 209,5 213,8 -2,0
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) Mrd. € 187,7 186,1 0,9
Eigenkapital Mrd. € 26,2 27,4 -4,4

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".
2 Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Die Bruttobeitragseinnahmen haben sich gegenüber dem Vorjahr währungsbedingt vermindert. Bereinigt um den Einfluss der Währung konnten wir trotz unserer hohen Anforderungen an die Profitabilität den Umsatz leicht steigern.

Die Belastung aus Großschäden, insbesondere aus Naturkatastrophen, lag unter unseren Erwartungen. Das spiegelt sich auch in der Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung wider, die mit 92,1 (91,0)% unseren Erwartungswert für 2013 von rund 94% sogar leicht unterschritten hat.

Konzernumsatz

Konzernergebnis

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  2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Rückversicherung Leben 413 496 -16,7
Rückversicherung Schaden/Unfall 2.384 2.559 -6,8
Erstversicherung Leben 134 155 -13,5
Erstversicherung Gesundheit 130 89 46,1
Erstversicherung Schaden/Unfall 169 -4 -
Munich Health 150 -91 -
Assetmanagement -38 - -
Gesamt 3.342 3.204 4,3

Im Geschäftsjahr 2013 konnten wir unseren Gewinn auf 3,3 (3,2) Milliarden € steigern. Das verbesserte Ergebnis ist vor allem auf das Erstversicherungsgeschäft von ERGO und Munich Health zurückzuführen.

Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz

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% 2013 Vorjahr
Rückversicherung Leben 97 97
Rückversicherung Schaden/Unfall 95 96
Erstversicherung Leben 25 25
Erstversicherung Gesundheit 4 4
Erstversicherung Schaden/Unfall 40 42
Munich Health 99 98

Während wir in den Rückversicherungssegmenten und bei Munich Health weltweit tätig sind, erwirtschaften wir in den Erstversicherungssegmenten den Großteil des Umsatzes im Inland.

Munich Re verzeichnete im Gesamtjahr eine besonders niedrige Steuerbelastung, eine Folge vor allem einer Neuberechnung von Steuern für Vorjahre und der Nutzung von Verlustvorträgen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im November 2013 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis zum 6. März 2014 weitere 2,8 Millionen Aktien im Wert von 434 Millionen € zurückgekauft.

Rückversicherung Leben

Rückgang der Beitragseinnahmen um 2,7% auf 10,8 Milliarden €, beeinflusst durch Wechselkurseffekte

Zufriedenstellendes versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von 370 Millionen €

Gesunkenes Kapitalanlageergebnis in Höhe von 826 Millionen €

Erfreuliches Konzernergebnis in Höhe von 413 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 10.829 11.130 -2,7
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung % 38,9 39,5  
Operatives Ergebnis Mio. € 551 721 -23,6
Konzernergebnis Mio. € 413 496 -16,7

Umsatz

Mit einem Bruttobeitragsvolumen in Höhe von 10.829 (11.130) Millionen € lag der Umsatz in der Lebensrückversicherung leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend für den Rückgang waren ausschließlich Wechselkurseffekte aufgrund des erstarkten Euro. Wir erwirtschaften rund 88% des Beitragsaufkommens in Fremdwährungen, davon 42 Prozentpunkte in kanadischen Dollar und 19 Prozentpunkte in US-Dollar. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen um 2,2% gestiegen.

Einen maßgeblichen Einfluss auf die positive Umsatzentwicklung über die vergangenen Jahre hat eine Reihe großvolumiger Verträge, bei denen Rückversicherung primär als Kapitalersatz fungiert. Als kapitalstarker Partner bieten wir maßgeschneiderte Lösungen an, durch die wir die Kapitalstruktur unserer Kunden und deren Solvenz verbessern. Auch 2013 konnten wir wiederum eine Reihe solcher Verträge abschließen oder erneuern. Naturgemäß kann die Umsatzentwicklung in diesem Teilbereich unseres Geschäfts aber volatil sein.

Zusätzlich verzeichneten wir auch eine leicht positive Entwicklung in unserem Kerngeschäft, nämlich der gezielten Übernahme von versicherungstechnischen Risiken. Dies lag unter anderem an der anhaltend dynamischen Entwicklung der expandierenden Erstversicherungsmärkte in Asien, an der wir aufgrund unserer guten Positionierung als Rückversicherer partizipieren. Auch in Nordamerika konnten wir gegen den stagnierenden Trend in der Erstversicherung eine leicht positive Entwicklung verzeichnen. Auf der anderen Seite belastete in vielen entwickelten Regionen die schwache Konjunktur die Geschäftsentwicklung unserer Kunden und reduzierte damit das Geschäftspotenzial für die Rückversicherung.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis lag bei 370 (420) Millionen €. Wir kamen unserem Ziel von ca. 0,4 Milliarden € damit erfreulich nah. Das operative Ergebnis betrug 551 (721) Millionen €, das Konzernergebnis 413 (496) Millionen €.

In Australien kam es im Gruppen-Invaliditätsgeschäft marktweit zu vermehrten Leistungsfällen. Zudem mussten wir auch im Bereich der Individual-Invaliditätsversicherung aufgrund vermehrter und teurerer Leistungsfälle bei einzelnen Verträgen zusätzliche Vorsorge treffen. In den USA verzeichneten wir vor allem in den ersten drei Quartalen erhöhte Todesfallleistungen. Diese resultierten insbesondere aus Verträgen, die im vergangenen Jahrzehnt gezeichnet worden waren. Zudem war die Belastung aus hochsummigen Policen höher als in den Vorjahren.

Dem gegenüber stehen besonders erfreuliche Ergebnisentwicklungen in Kanada und Asien, wo unsere Erwartung aufgrund guter Schadenverläufe übertroffen wurde. Die volumenstarken Verträge, die in den vergangenen Jahren abgeschlossen wurden, trugen ebenfalls wieder positiv zum Ergebnis bei.

Das Kapitalanlageergebnis lag mit 826 (913) Millionen € unter dem Vorjahresniveau. Ursache für den Rückgang sind vor allem geringere Veräußerungsgewinne aus Umschichtungen unserer festverzinslichen Wertpapiere. Zudem gingen die laufenden Zinserträge aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus zurück.

Entwicklung auf einzelnen wichtigen Märkten

In der Lebensrückversicherung sind wir weltweit tätig, in den wichtigsten Märkten zudem in der Regel über lokale Präsenzen. Unser Geschäftsmodell orientiert sich am jeweiligen Kundenbedarf in den einzelnen Märkten. Im Mittelpunkt stehen traditionelle Rückversicherungslösungen, bei denen wir versicherungstechnische Risiken übernehmen, bei Bedarf abgerundet durch ein breites Serviceangebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Kunden. Dies beinhaltet beispielsweise Software-Lösungen zur Automatisierung der Risikoprüfung, die wir weltweit über unsere Tochtergesellschaft Munich Re Automation Solutions Limited anbieten. Zusätzlich bieten wir maßgeschneiderte strukturierte Konzepte an, die auf die Optimierung der Liquidität oder von Bilanzpositionen unserer Kunden ausgerichtet sind. Mit diesen Konzepten sind wir vor allem in Europa, Asien und Kanada erfolgreich. Darüber hinaus entwickelt sich seit einigen Jahren ein zunehmender Bedarf im Management von Kapitalmarktrisiken als Teil von Lebensversicherungsprodukten. Hier haben wir die Infrastruktur geschaffen, um ganzheitliche Lösungskonzepte bei der Absicherung von kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien anbieten zu können. Die damit einhergehende Exponierung sichern wir unsererseits am Kapitalmarkt ab. Bei allen Säulen unserer Geschäftstätigkeit profitieren unsere Kunden von unserer globalen Expertise rund um Versicherungsprodukte und biometrische Risiken, unserem Strukturierungs-Knowhow sowie insbesondere auch unserer Kapitalstärke.

In Deutschland erhöhte sich der Umsatz leicht auf 353 (346) Millionen €. Im Hinblick auf das seit einigen Jahren stagnierende Lebensversicherungsgeschäft werten wir dies als Erfolg. Die Rückdeckung von Todesfall- und Berufsunfähigkeitsrisiken und die Unterstützung unserer Kunden bei den versicherungstechnischen Grundlagen, der Risikoprüfung und im Leistungsmanagement bleiben dabei die zentralen Bestandteile unseres Geschäfts. Das versicherungstechnische Ergebnis ist weiterhin auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau.

In den USA konnte unsere Tochtergesellschaft Munich American Reassurance Company die Bruttobeiträge auf 2,0 (1,9) Milliarden € erhöhen. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere Wachstum im Gruppengeschäft. Wir behaupten damit unsere Position unter den führenden Lebensrückversicherungsunternehmen auf diesem weltweit größten Rückversicherungsmarkt. Trotz des intensiven Wettbewerbs und der anhaltenden Selbstbehaltserhöhungen unserer Kunden sehen wir weiterhin gute Chancen, unser Geschäft profitabel auszubauen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Übernahme von Todesfallrisiken. Unterstützung erwarten wir uns dabei von der Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft Munich Re Automation Solutions Limited, die Erstversicherern Dienstleistungen bei der Automatisierung der Risikoprüfung anbietet. Das versicherungstechnische Ergebnis blieb im abgelaufenen Kalenderjahr hinter unserer Erwartung zurück. Ursache hierfür sind erhöhte Todesfallleistungen insbesondere aus Verträgen, die im vergangenen Jahrzehnt gezeichnet worden waren. Die Rückstellungen dafür mussten jedoch nicht angepasst werden. Zudem belastete eine zufallsbedingte Häufung einiger hochsummiger Todesfallleistungen das Ergebnis.

Für unsere Niederlassung in Kanada war 2013 erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Munich Re, Toronto (Life), festigte ihre Position als Marktführer in allen Sparten ihrer Geschäftstätigkeit (Leben, Invalidität, Gesundheit, Critical Illness und Pflegeversicherung). Das im Rückversicherungssegment Leben ausgewiesene Beitragsaufkommen1 belief sich auf 4,3 (4,5) Milliarden €. Der Rückgang erklärt sich ausschließlich durch Währungseffekte; in Originalwährung ist der Umsatz um 3,2% gestiegen. Das hohe Beitragsniveau und ein wiederum sehr günstiger Schadenverlauf haben zu einem erneut herausragenden versicherungstechnischen Ergebnis beigetragen.

1 3,1 (3,2) Milliarden € werden im Segment Munich Health ausgewiesen.

Asien ist weltweit eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen. Wir erwarten nachhaltig positive Impulse auf unsere Geschäftsentwicklung. Über eine breite regionale Infrastruktur mit Niederlassungen insbesondere in den Kernmärkten China, Singapur und Japan haben wir uns in den vergangenen Jahren in der Region als einer der führenden Rückversicherer positioniert. Auch 2013 setzte sich die positive Entwicklung des Neugeschäfts fort. Zwar gingen die Beiträge auf 0,7 (1,2) Milliarden € zurück, dies erklärt sich jedoch durch Wechselkurseffekte sowie den planmäßigen Auslauf einiger großvolumiger Verträge zur Optimierung der Bilanzkraft unserer Kunden. Maßgeblich verantwortlich für den Erfolg sind ein breit gefächertes Produktangebot sowie umfassende Expertise, mit der wir flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden und auch der verschiedenen Märkte eingehen können. Das versicherungstechnische Ergebnis war erneut sehr zufriedenstellend.

Unsere Niederlassung in Großbritannien, Munich Re, London (Life), konnte ihr Beitragsvolumen in Höhe von 0,9 (0,9) Milliarden € trotz des überaus kompetitiven und stagnierenden Marktumfelds stabil halten. Bei den reinen Todesfalldeckungen hält der Preisdruck durch ein Überangebot an Rückversicherungskapazität unvermindert an. Unsere Geschäftspolitik orientiert sich strikt daran, risikoadäquate Preise zu erzielen. Darüber hinaus setzen wir auf einen Ausbau der Produktpalette, um für uns neue Geschäftspotenziale zu erschließen. Ein Beispiel ist die Übernahme von Langlebigkeitsrisiken. Um unser Geschäft noch besser zu diversifizieren, engagieren wir uns seit 2011 behutsam in diesem Segment. Das versicherungstechnische Ergebnis ist wie auch in den Vorjahren auf einem sehr guten Niveau.

Unsere Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., über die wir unser Lebensrückversicherungsgeschäft in Australien und Neuseeland zeichnen, wies in den vergangenen Jahren starkes Wachstum auf. 2013 stiegen die Prämieneinnahmen auf 698 (629) Millionen €. Dabei profitieren wir maßgeblich von der dynamischen Entwicklung des Erstversicherungsmarkts. Das versicherungstechnische Ergebnis war nach einem zufriedenstellenden Verlauf im vergangenen Jahr aufgrund negativer Entwicklungen im Invaliditätsgeschäft enttäuschend. Im Bereich von Gruppenpolicen verschlechterte sich die Schadensituation marktweit. Zudem verzeichneten wir im Individualgeschäft eine Zunahme der Anzahl und Höhe von Leistungsfällen. Hier arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden an einer Sanierung des Geschäfts. In beiden Fällen mussten wir zusätzliche Vorsorge über eine Erhöhung der Rückstellungen treffen.

Auf dem afrikanischen Kontinent gingen die Beiträge unserer südafrikanischen Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. auf 156 (173) Millionen € zurück. Auch in diesem Fall ist die Entwicklung ausschließlich durch Wechselkurse bedingt. In Originalwährung konnten wir unseren Umsatz ausbauen. Trotz des starken Wettbewerbs haben wir damit unsere Position unter den führenden Rückversicherern behauptet. Mittelfristig rechnen wir damit, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigt und damit auch der Versicherungsbedarf steigt. Wir haben unsere Strategie darauf ausgerichtet und fokussieren uns auf die Märkte mit den höchsten Zuwachsraten. Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich wie auch in den Vorjahren erfreulich.

Rückversicherung Schaden/Unfall

Geringfügiger Rückgang der Beitragseinnahmen um 0,2% auf 17,0 Milliarden €, beeinflusst durch Wechselkurseffekte

Sehr gute Schaden-Kosten-Quote von 92,1 %

Kapitalanlageergebnis auf 1.762 Millionen € gesunken

Sehr hohes Konzernergebnis von 2.384 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 17.013 17.052 -0,2
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung % 61,1 60,5  
Schadenquote % 61,7 61,0  
davon: Großschäden %-Punkte 10,4 10,8  
Kostenquote % 30,4 30,0  
Schaden-Kosten-Quote % 92,1 91,0  
Operatives Ergebnis Mio. € 2.993 3.597 -16,8
Konzernergebnis Mio. € 2.384 2.559 -6,8

Umsatz

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2013 einen geringfügigen Rückgang der Beitragseinnahmen um 0,2% auf 17,0 (17,1) Milliarden €. Das Portfolio wird zu 14% in Euro sowie zu 86% in Fremdwährung gezeichnet, davon 46 Prozentpunkte in US-Dollar und 15 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen beeinflusste unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 665 Millionen € negativ. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen um 3,7% gestiegen.

Die wechselkursbereinigte Beitragserhöhung ist größtenteils auf den Ausbau unseres Autoversicherungsgeschäfts und das Wachstum unseres Agroportfolios in den USA zurückzuführen. Auch die Entwicklung des traditionellen Geschäfts in den USA beeinflusste das Beitragsvolumen positiv. Gegenläufig wirkten bewusste Portfolioreduzierungen, sofern risikoadäquate Preise und Bedingungen nicht erzielt werden konnten.

Die Erneuerungsrunden 2013 fanden in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld statt. Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz war aufgrund der guten Kapitalausstattung der Erstversicherer insgesamt relativ stabil. Gleichzeitig ist das Wachstum auf der Erstversicherungsseite immer noch beeinflusst durch das schwierige konjunkturelle Umfeld, blieb jedoch weitestgehend konstant. Demgegenüber wurde vonseiten der Rückversicherer ausreichend Kapazität zur Verfügung gestellt. Im Bereich der nicht proportionalen Naturkatastrophendeckungen erleben wir eine zunehmende Angebotskapazität von neu in den Markt eintretenden Kapitalgebern. Insbesondere Pensionsfonds halten Rückversicherung für eine attraktive Anlagealternative, um Risiken zu diversifizieren und Renditeanforderungen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld zu erfüllen. Dies führt vor allem auf dem US-Markt zu steigendem Ratendruck.

Vor diesem Hintergrund ist es als positiv zu bewerten, dass das Preisniveau für Rückversicherungsschutz in unserem Portfolio insgesamt stabil blieb. Ratenanstiege waren in schadenbelasteten Segmenten zu erzielen, zum Beispiel in der Transportversicherung, die vom Sturm Sandy und dem Schiffsunglück der "Costa Concordia" stark betroffen war. Im Feuergeschäft führte Sturm Sandy nicht zu einer breiten Marktverhärtung, verhinderte aber zumindest den erwarteten leichten Preisabrieb in den USA.

Auf allen anderen Märkten waren die Preise nahezu unverändert. Ausgenommen hiervon ist die Kreditversicherung, in der ein gewisser Ratendruck spürbar ist; jedoch bleiben die Preise auf einem auskömmlichen Niveau.

Das im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesunkene Zinsniveau zum Zeitpunkt der Erneuerung konnte weitestgehend durch höhere Preise kompensiert werden.

Als Konsequenz unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik waren wir auch 2013 bereit, Geschäft aufzugeben, das unseren Renditeanforderungen nicht entsprach. So reduzierten wir beispielsweise weiterhin zyklusbedingt europäisches Sachversicherungsgeschäft.

Ergebnis

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verringerte sich das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr auf 2.384 (2.559) Millionen €. Das operative Ergebnis, in welches das Kapitalanlageergebnis und das versicherungstechnische Ergebnis einfließen, reduzierte sich auf 2.993 (3.597) Millionen €. Das versicherungstechnische Ergebnis betrug 2.468 (2.788) Millionen €. Dabei lag die Belastung aus Großschäden unter unseren Erwartungen. Aus der üblichen Überprüfung der Rückstellungen ergab sich für das Gesamtjahr eine Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren im Umfang von rund 800 Millionen €; dies entspricht rund 4,7 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung bezog sich im Wesentlichen auf die Sparten Sach und Transport. Über das Jahr betrachtet blieb das Sicherheitsniveau der Rückstellungen unverändert hoch, da Munich Re bei der Bestimmung der Schadenrückstellungen und deren Adjustierung an ihrer sorgfältigen Handhabung festhielt.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag mit 1.689 (1.799) Millionen € nach Retrozession und vor Steuern unter dem Vorjahreswert. 2013 ist geprägt von einer Vielzahl von Großschäden, wobei Einzelereignisse mit außergewöhnlichem Umfang ausblieben.

Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen betrug 764 (1.284) Millionen €. Das entspricht 4,7 (7,7) Prozentpunkten der verdienten Nettoprämie. Die beiden größten Einzelschäden im Jahr 2013 waren das Hochwasser in Mitteleuropa im Frühsommer (178 Millionen €) sowie ein Hagelsturm in Südwestdeutschland im Juli (159 Millionen €). Außerdem belasteten uns die beiden Hurrikane Manuel und Ingrid mit 151 Millionen €, die im September nahezu gleichzeitig an den Küsten von Mexiko wüteten. In Europa verursachten die Stürme Christian (80 Millionen €) und Xaver (50 Millionen €) zusätzliche Schäden. Ein weiteres Schadenereignis war Mitte Juni eine Überschwemmung in Kanada, für die 71 Millionen € reserviert wurden. Eine Überschwemmungskatastrophe ereignete sich auch in Argentinien nach heftigen Regenfällen im April. Die Flutschäden sowie der wegen des Unwetters ausgebrochene Brand in einer Erdölraffinerie führten für Munich Re zu einer Belastung in Höhe von 64 Millionen €. Haiyan, einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, verursachte Schäden von 64 Millionen € auf den Philippinen, in China und Vietnam.

Die von Menschen verursachten Großschäden lagen 2013 mit 925 (515) Millionen € deutlich über dem Vorjahresniveau. Sie machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 5,7 (3,1) Prozentpunkte aus. Schäden größeren Ausmaßes entstanden durch die Evakuierung und den Produktionsausfall in einer Mine in den USA (93 Millionen €) sowie aufgrund einer Explosion in einem Werk eines chinesischen Speicherherstellers (90 Millionen €). Für die Beschädigung eines Wasserkraftwerks in Russland wurden 75 Millionen € reserviert. Ein Schaden aus Bürgschaftsversicherungen für den Wohnungsbau in Spanien führt zu Belastungen von 68 Millionen €. Darüber hinaus wird unser Ergebnis durch einen Haftpflichtschaden über 65 Millionen € belastet.

Das Kapitalanlageergebnis beläuft sich auf 1.762 (2.148) Millionen €. Grund für den Rückgang sind geringere Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren wegen des noch immer niedrigen Zinsniveaus. Zudem verzeichneten wir hohe Abschreibungen, vor allem auf unsere Infiations- und Aktienderivate sowie auf unseren Bestand an physischem Gold.

Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse pro Ressort

Germany, Asia Pacific and Africa

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.524 3.508 0,5
Schaden-Kosten-Quote % 86,8 84,5  

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa zeichnet Geschäft in Deutschland, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika. Bezogen auf den Umsatz des Ressorts entfallen auf Australien/Neuseeland und Japan zusammen ca. 35%, Greater China ca. 30% sowie Afrika/MENA ca. 10% des Geschäfts. Während in Australien/Neuseeland und Japan der Schwerpunkt auf der Deckung von Naturgefahren liegt, ist Greater China stark durch das Autoversicherungsgeschäft geprägt.

Insgesamt steigt das Beitragsvolumen des Ressorts leicht auf 3.524 (3.508) Millionen €. Das ist hauptsächlich zurückzuführen auf unser Portfolio in China und Australien, wo einerseits geringere Rückversicherungsabgaben bei einzelnen Großverträgen und -kunden zu einem Geschäftsabrieb führten, diese Entwicklung andererseits aber über profitables Neugeschäft deutlich überkompensiert werden konnte. Ferner konnte das Geschäft im deutschen Markt ausgebaut und das Portfolio in Japan, trotz des teilweise wieder ansteigenden Preisdrucks, erfolgreich erneuert werden. Dagegen sind unsere Beiträge in Afrika gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Insgesamt verfolgen wir weiterhin konsequent die Strategie, Wachstumschancen aus diesen Märkten zu nutzen, zugleich aber unser Portfolio dort bewusst zu reduzieren, wo keine risikoadäquaten Preise und Bedingungen erzielt werden. Aus diesem Grund konnten wir, trotz eines gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Großschadenanfalls, eine sehr gute Schaden-Kosten-Quote von 86,8 (84,5)% erreichen. Dies wird zudem durch die positive Abwicklung von Schadenrückstellungen für zurückliegende Zeichnungsjahre unterstützt.

Europe and Latin America

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.677 3.861 -4,8
Schaden-Kosten-Quote % 88,5 92,7  

Das Ressort Europe and Latin America zeichnet Geschäft in Europa (ausgenommen Deutschland) sowie in der Karibik und in Mittel- und Südamerika. Bezogen auf den Umsatz des Ressorts entfallen auf das europäische Geschäft ungefähr 75%, davon knapp die Hälfte auf Großbritannien. Während in der Karibik und in Mittel- und Südamerika der Schwerpunkt auf Sachversicherungen insbesondere im Bereich Naturgefahrendeckungen liegt, ist das europäische Geschäft stark durch das Autoversicherungsgeschäft in Großbritannien geprägt.

Insgesamt sank das Beitragsvolumen des Ressorts auf 3.677 (3.861) Millionen €. Dies ist hauptsächlich auf bewusste Portfolioreduzierungen zurückzuführen, sofern keine risikoadäquaten Preise und Bedingungen erzielt werden konnten. Durch profitables Neugeschäft sowie den Ausbau von Naturkatastrophendeckungen konnten wir das Portfolio aber weiter optimieren. Wir stellten eine konstante Kapazität für die Deckung von Naturgefahren bereit, insbesondere für Sturm und Erdbeben, und konnten unsere starke Marktposition in der Karibik und Lateinamerika verteidigen.

Das Ressort Europe and Latin America verzeichnete eine unterdurchschnittliche Belastung durch Großschäden. Größte Schadenereignisse waren die Hurrikane Manuel und Ingrid in Mexiko, der Sturm Christian in Nordeuropa und ein Wasserkraftwerksschaden in Russland. Zusammen mit der konsequenten Portfoliooptimierung und der Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Zeichnungsjahre sank die bereits im Vorjahr niedrige Schaden-Kosten-Quote weiter auf 88,5 (92,7)%.

Global Clients and North America

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 6.471 6.275 3,1
Schaden-Kosten-Quote % 94,9 93,6  

Das Ressort Global Clients and North America zeichnet internationales Geschäft definierter globaler Kunden (ca. 20%), weltweites Lloyd's-Geschäft (ca. 20%) sowie das Schaden- und Unfallgeschäft in den USA und Kanada (ca. 60%).

Das Beitragsvolumen des Ressorts betrug 6.471 (6.275) Millionen €. Der Zuwachs resultiert aus Wachstum der Erstversicherungsgesellschaften, insbesondere von American Modern, und dem Watkins-Syndikat bei Lloyd's. Zudem verzeichneten wir auch Wachstum aus der traditionellen Rückversicherung - vor allem im US-Markt. Es konnte selektiv profitables Geschäft gezeichnet werden, obwohl in einigen Branchen vermehrt Druck auf die Rückversicherungspreise vorhanden war. Unsere Erstversicherungsgesellschaften American Modern und Hartford Steam Boiler Group (HSB Group) erwirtschafteten ein Prämienaufkommen in Höhe von 967 (889) Millionen € bzw. 712 (687) Millionen €. Sie tragen damit zu etwa 40% zu unserem Umsatz in Nordamerika bei. Darüber hinaus stammen 2.300 (2.226) Millionen € von Munich Reinsurance America. Auch die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften in den USA entwickelten sich sehr erfreulich. 2013 zahlten sie eine Dividende von insgesamt 335 Millionen US$ an die Konzernmuttergesellschaft Münchener Rück AG. Die Strategie der Kombination von Erst- und Rückversicherungsaktivitäten hat sich bewährt, und wir werden weiter diesen Weg gehen.

Die Schaden-Kosten-Quote für das Ressort beläuft sich auf 94,9% und liegt somit leicht über dem Vorjahreswert von 93,6%. Wir profitierten zwar von einem etwas besseren Großschadenverlauf, jedoch liegen die Auflösungen von Schadenrückstellungen für frühere Jahre unter dem Niveau des Vorjahres.

Special and Financial Risks

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.341 3.408 -2,0
Schaden-Kosten-Quote % 96,7 92,3  

Das Ressort Special and Financial Risks zeichnet Geschäft in den Spezialbranchen Agroversicherungen (ca. 35%), Kredit- und Kautionsrückversicherungen (ca. 20%) sowie Luft- und Raumfahrtrisiken (ca. 10%). Zudem sind diesem Ressort neben der Einheit Corporate Insurance Partner (ca. 20%) auch die Risk Trading Unit zugeordnet. Des Weiteren gehört unser Schweizer Tochterunternehmen New Reinsurance Company Ltd. (New Re) zu diesem Ressort (ca. 15%).

In der Einheit Corporate Insurance Partner bieten wir unseren Kunden im Industrie- und Großprojektgeschäft ein breites Spektrum an Versicherungsprodukten an. Diese maßgeschneiderten Lösungen und Services basieren auf unserem ausgewiesenen industrie- und risikospezifischen Wissen. New Re hat sich neben dem traditionellen Geschäft mit Schwerpunkt auf Naturgefahrendeckung besonders auf strukturierte, individuelle Rückversicherungslösungen spezialisiert.

Die Risk Trading Unit platziert Versicherungsrisiken auf dem Kapital- sowie dem Retrozessionsmarkt. Die Leistungen dieser Einheit bieten wir primär unseren Kunden an. Wir nutzen diese ebenso für eigene Zwecke, um auf Basis unserer definierten Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen. Im Rahmen von zwei großen Kundentransaktionen wurden im Jahr 2013 Haftungskapazitäten in Höhe von insgesamt 900 Millionen US$ bei Investoren platziert.

Die Beitragseinnahmen des Ressorts gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.341 (3.408) Millionen € zurück. Einem Ausbau der Agroversicherungen mit ausgewählten Kunden in den USA nach dem Großschaden im vergangenen Jahr steht eine Politik des konsequenten, mit Beitragseinbußen verbundenen Zyklusmanagements im Luft- und Raumfahrtgeschäft gegenüber.

Trotz des insgesamt erfreulichen Großschadenverlaufs im aktuellen Jahr ist die Schaden-Kosten-Quote im Ressort von 96,7 (92,3) % im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Auflösungen von Schadenrückstellungen erhöht.

Erstversicherung Leben

Gesamte Beitragseinnahmen deutlich niedriger bei 6,9 Milliarden €; Rückgang vor allem im Einmalbeitragsgeschäft

Versicherungstechnisches Ergebnis auf -36 Millionen € gesunken

Rückgang des Kapitalanlageergebnisses auf 3,3 Milliarden €

Gutes Konzernergebnis in Höhe von 134 Millionen € , insbesondere durch starkes deutsches Geschäft

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gesamte Beitragseinnahmen1 Mio. € 6.851 7.268 -5,7
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 5.489 5.798 -5,3
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung % 32,9 33,9  
Operatives Ergebnis Mio. € -18 360 -
Konzernergebnis Mio. € 134 155 -13,5

1 Die gesamten Beitragseinnahmen enthalten über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den statutorischen Bilanzierungsrichtlinien des Heimatlandes des Versicherers.

Umsatz

Die gesamten Beitragseinnahmen in der Lebenserstversicherung - darin sind die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukte enthalten - sanken im Jahr 2013 auf 6,9 (7,3) Milliarden €. Das ist ein Rückgang von 5,7% im Vergleich zum Vorjahr. Die gebuchten Bruttobeiträge erreichten 5,5 (5,8) Milliarden €, das sind 5,3% weniger als im Vorjahr. In diesen Entwicklungen spiegeln sich die verbreitete wirtschaftliche Unsicherheit im In- und Ausland sowie die niedrigen Zinsen.

In Deutschland beliefen sich die gesamten Beitragseinnahmen auf 5,1 (5,4) Milliarden €, ein Rückgang um 5,6%. Die Einmalbeiträge gingen um 19,0% zurück, vor allem im Geschäft mit dem Kapitalisierungsprodukt MaxiZins und im Kollektivgeschäft wegen niedrigerer Beiträge aus dem deutschen Pensions-Sicherungs-Verein. Auch das Neugeschäft zu laufenden Beiträgen lag um 23,8% niedriger als im Vorjahr; insgesamt ergab sich seit Januar 2013 ein Rückgang um 20,2% auf 1.144 (1.433) Millionen €. In der unter Investoren gebräuchlicheren Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE: laufende Beiträge plus ein Zehntel der Einmalbeiträge) gemessen lag das Neugeschäft um 22,5% niedriger. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen in Deutschland war insgesamt ein Rückgang um 5,1 % auf 4,1 (4,4) Milliarden € zu verzeichnen.

Anfang Juni 2013 stellte ERGO der Öffentlichkeit eine komplett neu entwickelte Generation von Lebensversicherungsprodukten vor. Seit dem 1. Juli 2013 wird das Produkt in zwei Varianten verkauft. Die ERGO Rente Garantie bietet ab Laufzeiten von 15 Jahren eine Garantie der gezahlten Bruttobeiträge zum Rentenbeginn sowie garantierte Rentenzahlungen. In der Ansparphase gibt es keine garantierten Rückkaufwerte. Eine konzerninterne Rückversicherung durch die New Reinsurance Company Ltd. stabilisiert bei schlechten Kapitalmarktentwicklungen im Fall vorzeitiger Kündigung die Rückkaufwerte für die Kunden. Der Kunde bekommt in diesem Fall den vertragsindividuellen Wert der Absicherung zusätzlich ausgezahlt. Zum Rentenbeginn sichert die Rückversicherung die garantierten Bruttobeiträge ab. Ergänzend wird eine zweite Variante angeboten, die ERGO Rente Chance, eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantien, aber in der Ansparphase genauso flexibel wie das Garantieprodukt. Für die Entwicklung unseres Lebensversicherungsgeschäfts ist die neu entwickelte Generation von Produkten von großer Bedeutung und soll mittelfristig einen hohen Anteil des Neugeschäfts ausmachen. Auf die Geschäftszahlen 2013 hatte der Verkauf der neuen Produkte noch keinen wesentlichen Einfluss.

Im internationalen Geschäft lagen die gesamten Beitragseinnahmen mit 1,7 (1,8) Milliarden € um 6,0% unter dem Vorjahreswert. In Polen erwirtschafteten wir weniger Beitragseinnahmen über den Bankenvertrieb. In Österreich erzielten wir geringere Einmalbeiträge, insbesondere in der fondsgebundenen Lebensversicherung. Das internationale Neugeschäft ging um 0,3% auf 792 (794) Millionen € zurück. In APE gemessen lag der Rückgang hingegen bei 2,0%; ursächlich hierfür sind die laufenden Beiträge (-2,7%), vor allem in der Türkei und in Österreich. Die gebuchten Bruttobeiträge im internationalen Geschäft reduzierten sich auf 1,35 (1,44) Milliarden € (-6,0%).

ERGO bietet jetzt auch auf dem chinesischen Markt Lebensversicherungen an: Das Joint Venture ERGO China Life hat Anfang September 2013 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. ERGO China Life ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ERGO und dem staatlichen Finanzinvestor SSAIH und konzentriert sich auf die wirtschaftlich attraktive Provinz Shandong. Diese stellt mit ihren rund 97 Millionen Bewohnern den drittgrößten Versicherungsmarkt in China dar. Das nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen hat keinen Einfluss auf die gebuchten Beiträge im Konzern, ist aber eine wichtige Initiative, um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen.

Neugeschäft Lebensversicherung

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  2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Deutschland      
Laufende Beiträge 259 340 -23,8
Einmalbeiträge 885 1.093 -19,0
Gesamt 1.144 1.433 -20,2
Jahresbeitragsäquivalent1 348 449 -22,5
International      
Laufende Beiträge 182 187 -2,7
Einmalbeiträge 610 607 0,5
Gesamt 792 794 -0,3
Jahresbeitragsäquivalent1 243 248 -2,0

1 Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen rückläufig; es betrug -36 (5) Millionen €. Das Kapitalanlageergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 3,3 (3,6) Milliarden €. Der Rückgang lag unter anderem am Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste in der fondsgebundenen Lebensversicherung, der im Berichtszeitraum deutlich geringer ausgefallen ist und somit das Kapitalanlageergebnis reduzierte; dieser Rückgang ist insgesamt nicht ergebniswirksam. Auch aus unserem Zinsabsicherungsprogramm ergab sich aufgrund des leicht gestiegenen Marktzinsniveaus ein negativer Effekt auf das Kapitalanlageergebnis. Um im deutschen Geschäft die Zuführung zur handelsrechtlichen Zinszusatzreserve im Geschäftsjahr 2013 zu finanzieren, veräußerten wir festverzinsliche Wertpapiere, realisierten dabei Gewinne und legten den gesamten Erlös wieder an. Für das verminderte operative Ergebnis in Höhe von -18 (360) Millionen € war zusätzlich zu den vorgenannten Gründen auch die Belastung aus der Beteiligung unserer Versicherungsnehmer an einer erwarteten Steuererstattung verantwortlich. Das Konzernergebnis sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 134 (155) Millionen €.

Erstversicherung Gesundheit

Leichter Rückgang der Beitragseinnahmen um 1,1 % auf 5,7 Milliarden €

Gestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis von 400 Millionen €

Erfreuliches Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1,3 Milliarden €

Gutes Konzernergebnis in Höhe von 130 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 5.671 5.732 -1,1
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung % 34,0 33,6  
Operatives Ergebnis Mio. € 284 240 18,3
Konzernergebnis Mio. € 130 89 46,1

Umsatz

Die Beiträge im Segment Gesundheit lagen im Geschäftsjahr 2013 mit 5,67 (5,73) Milliarden € nur leicht (-1,1 %) unter dem Vorjahreswert. Hier hat auch die Einführung des sogenannten Notlagentarifs zum 1. August 2013 eine Rolle gespielt. Die Beiträge in der Ergänzungsversicherung wuchsen im Vorjahresvergleich um 3,2%, während sie in der Krankheitskostenvollversicherung um 2,6% zurückgingen. Beim Neugeschäft zeigte sich, dass im Vorfeld der Bundestagswahl intensiv über die Zukunft der privaten Krankenversicherung debattiert wurde. Diese Diskussion verunsicherte potenzielle Neukunden. Ferner wirkten sich die deutlichen Preissteigerungen infolge der Umstellung auf die neu kalkulierten Unisex-Tarife auf das Neugeschäft aus. Der Zugang ging in der Vollversicherung gegenüber dem Jahr 2012 daher erwartungsgemäß deutlich zurück (-15,0%). In der Ergänzungsversicherung fiel der Rückgang mit 15,7% etwas stärker aus, unter anderem weil das saisonale Jahresendgeschäft 2013 schwächer verlief als im Vorjahr. In unserem Geschäftsfeld Reiseversicherung, das wir im In- und Ausland betreiben und im Segment Gesundheit ausweisen, gingen die Beitragseinnahmen um 1,1 % zurück.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis betrug im Geschäftsjahr 400 (384) Millionen €. Zu dem Anstieg trug unter anderem eine verbesserte Schadensituation in der Reiseversicherung im In- und Ausland bei. Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich mit 1.321 (1.245) Millionen € ebenfalls erfreulich. Hier machten sich insbesondere höhere laufende Erträge positiv bemerkbar. Das operative Ergebnis in Höhe von 284 (240) Millionen € konnten wir gegenüber dem Vorjahr verbessern. Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 130 (89) Millionen €.

Erstversicherung Schaden/Unfall

Leicht rückläufige Beitragseinnahmen von 5,5 Milliarden €

Schaden-Kosten-Quote von 97,2% durch Elementarschäden belastet

Kapitalanlageergebnis mit 389 Millionen € über Vorjahr

Konzernergebnis legt auf 169 Millionen € zu

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 5.507 5.554 -0,8
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Erstversicherung % 33,1 32,5  
Schadenquote % 62,5 64,7  
Kostenquote % 34,7 34,0  
Schaden-Kosten-Quote % 97,2 98,7  
Operatives Ergebnis Mio. € 427 290 47,2
Konzernergebnis Mio. € 169 -4 -

Umsatz

In der Schaden- und Unfallerstversicherung sanken die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 0,8% auf 5,5 (5,6) Milliarden €. Im deutschen Geschäft steigerten wir das Beitragsaufkommen um 1,3% auf 3,31 (3,27) Milliarden €. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Versicherungszweigen im Jahr 2013 unterschiedlich. Das Gewerbe- und Industriegeschäft ging aufgrund von Sanierungsmaßnahmen in der Sach- und Transportversicherung um 0,4% leicht zurück. Dagegen erzielten wir im Haftpflicht-Gewerbegeschäft und Haftpflicht-Industriegeschäft einen deutlichen Beitragszuwachs, der unter anderem aus der sehr guten Neugeschäftsentwicklung resultiert. Im privaten Sachversicherungsgeschäft konnten wir ein Plus von 1,3% verbuchen, in der Kraftfahrtversicherung von 4,0%. Dagegen verzeichneten wir in der Rechtsschutzversicherung (-1,9%) und in der Unfallversicherung (-1,8%) Beitragsrückgänge. Letzteres lag vor allem daran, dass wir das Produkt Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung (UBR) Ende 2012 vom Markt genommen haben und uns nunmehr deutlicher auf die Risikounfallversicherung und die Sicherung der Lebensqualität durch umfangreiche Assistenzleistungen konzentrieren.

Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft wirkte sich vor allem der Verkauf unserer südkoreanischen Tochtergesellschaft ERGO Daum Direct General Insurance Co. Ltd. (ERGO Daum) negativ aus, deren Beiträge in Höhe von 105 Millionen € im Geschäftsjahr 2012 noch erfasst wurden. Wachstum erzielten wir besonders in Polen und im britischen Rechtsschutzgeschäft. Dabei wurde erfreuliches organisches Wachstum teilweise von negativen Währungskurseffekten überlagert. Insgesamt verzeichneten wir im internationalen Geschäft einen Rückgang der Beiträge um 3,9% auf 2,2 (2,3) Milliarden €.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis in der Schaden- und Unfallerstversicherung verbesserte sich auf 319 (226) Millionen € und das Kapitalanlageergebnis - vor allem wegen höherer Abgangsgewinne - auf 389 (376) Millionen €. Dies führte zum Anstieg des operativen Ergebnisses auf 427 (290) Millionen €. Das Konzernergebnis erhöhte sich entsprechend auf 169 (-4) Millionen €.

Die Schaden-Kosten-Quote lag 2013 mit 97,2% der verdienten Nettobeiträge unter dem Vorjahreswert von 98,7%. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von zusammen 3.286 (3.429) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 1.828 (1.802) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 5.261 (5.301) Millionen € gegenüber.

Im deutschen Geschäft belief sich die Schaden-Kosten-Quote auf 96,3 (98,0)% und lag damit um 1,7 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahreszeitraums. Trotz der Elementarschäden aus der schweren Flutkatastrophe im zweiten Quartal und der Starkregenereignisse und Hagelstürme im dritten Quartal erzielten wir eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, das durch hohe Frostschäden aus der späten Kälteperiode im Februar und einige zufallsbedingte Großschäden im Sommer gekennzeichnet war. Unsere Sanierungsmaßnahmen im Inland haben zu greifen begonnen, sodass wir die Auswirkungen aus den Elementarereignissen im abgelaufenen Geschäftsjahr kompensieren konnten.

Im internationalen Geschäft erreichten wir eine verbesserte Schaden-Kosten-Quote von 98,7 (99,8)%. Als Gründe sind im Wesentlichen ein abermals verbesserter Schadenverlauf in der Türkei sowie die Veräußerung von ERGO Daum zu nennen. Die Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, die wir in den vergangenen Jahren ergriffen haben, zeigen Wirkung.

Munich Health

Bruttobeiträge von 6,6 Milliarden € leicht unter Vorjahresniveau

Verbesserte Schaden-Kosten-Quote von 98,3% im Berichtsjahr

Rückläufiges Kapitalanlageergebnis von 95 Millionen €

Gestiegenes Konzernergebnis von 150 Millionen €

Wichtige Kennzahlen

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    2013 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 6.551 6.703 -2,3
Schadenquote1 % 79,8 81,8  
Kostenquote1 % 18,5 18,4  
Schaden-Kosten-Quote1 % 98,3 100,2  
Operatives Ergebnis Mio. € 167 109 53,2
Konzernergebnis Mio. € 150 -91 -

1 Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Unter der Marke Munich Health bündelt Munich Re das globale Gesundheitsgeschäft aus der Erst- und Rückversicherung; ausgenommen sind die zu ERGO gehörenden deutschen Krankenversicherer. Weltweit bieten wir unseren internationalen Kunden innovative Versicherungslösungen sowie individuelle Service- und Beratungsleistungen. Der Ende August vereinbarte Verkauf sowie das operative Ergebnis der Windsor Health Group (WHG) belasten das Ergebnis von Munich Re insgesamt nicht wesentlich. Die Verluste aus dem Verkauf belaufen sich auf rund 25 Millionen €. Der Eigentumsübergang wurde zum Jahresende wirksam, weshalb die Erträge und Aufwendungen des Unternehmens noch für das ganze Jahr 2013 im Segment Munich Health erfasst sind.

Umsatz

Die gebuchten Bruttobeiträge sind aufgrund negativer Wechselkurseffekte gegenüber dem Vorjahr um 2,3% auf 6,6 (6,7) Milliarden € leicht gesunken.

Bruttobeiträge nach Geschäftsverantwortung

In der Rückversicherung verzeichneten wir Beiträge von 4,6 (4,7) Milliarden €. Darin enthalten sind Beiträge aus Großverträgen zur Kapitalentlastung unserer Kunden in Nordamerika; sie werden über unsere Niederlassung in Kanada, Munich Re, Toronto (Life), gezeichnet. Der Beitragsrückgang resultiert aus negativen Wechselkurseffekten. In der Erstversicherung ergab sich ein Beitragsrückgang in Höhe von 4,4% insbesondere beim US-Medicare-Geschäft der WHG nach Beendigung des verlustbringenden Geschäfts mit reinen Kostenerstattungsprodukten. Bei insgesamt unveränderten Wechselkursen wären die Bruttobeiträge von Munich Health im Berichtsjahr um 1,4% gestiegen.

Ergebnis

Das Konzernergebnis betrug 150 (-91) Millionen €. Das Vorjahresergebnis war belastet durch Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Segments. Das operative Ergebnis stieg auf 167 (109) Millionen €. Aus den Kapitalanlagen wurde ein Ergebnis in Höhe von 95 (115) Millionen € erwirtschaftet, ein Rückgang um 17,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, insbesondere bedingt durch den Abgangsverlust aus dem Verkauf der WHG. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg auf 135 (36) Millionen €.

Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich und lag bei 98,3 (100,2)%. Diese Kennzahl bezieht sich naturgemäß nur auf das kurzfristige Krankenversicherungsgeschäft und nicht auf das nach Art der Lebensversicherung betriebene Geschäft. Letzteres machte im Berichtsjahr 7,8 (7,3) % der gebuchten Bruttobeiträge aus.

In der Rückversicherung betrug die Schaden-Kosten-Quote 99,8 (99,1)%. Für die Erstversicherung lag die Schaden-Kosten-Quote im Berichtsjahr bei 93,5 (103,3)%. Die Verbesserung ist insbesondere auf die Beendigung des Verkaufs reiner Kostenerstattungsprodukte im US-Medicare-Geschäft der WHG zurückzuführen.

Entwicklung der Kapitalanlagen

Hohes Gewicht von Staatsanleihen mit sehr guter Bonität; gestiegenes Zinsniveau lässt Marktwerte sinken

Saldo aus bilanzierten und nicht bilanzierten unrealisierten Gewinnen und Verlusten gesunken, aber mit 15,2 Milliarden € weiter auf hohem Niveau

Ergebnis aus Kapitalanlagen erreicht 7,7 Milliarden €

Kapitalanlageverzinsung (Return on Investment, RoI) 3,5%

Kapitalanlagen nach Anlagearten

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 263 245 1.218 1.224 1.358 1.393
Anteile an verbundenen Unternehmen 19 20 81 89 44 22
Anteile an assoziierten Unternehmen - 1 737 686 93 110
Darlehen 34 18 125 52 35.185 34.977
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - 5 7
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 12.822 14.376 43.156 49.933 33.037 35.101
Nicht festverzinslich 1.273 1.023 6.096 4.718 2.537 2.050
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - 595 644 52 58
Nicht festverzinslich - - 36 32 - -
Derivate 650 605 406 366 823 947
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - 163 167
Nicht festverzinslich - - - - 1 2
Depotforderungen 7.847 7.240 1.279 1.181 128 147
Sonstige Kapitalanlagen 409 242 1.451 1.142 901 583
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 6.698 5.957
Gesamt 23.317 23.770 55.180 60.067 81.025 81.521
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall  
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 755 777 93 95 10 30
Anteile an verbundenen Unternehmen 11 12 49 40 1 2
Anteile an assoziierten Unternehmen 169 169 163 154 93 91
Darlehen 17.916 17.138 1.961 2.210 22 23
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 15.179 14.664 5.929 5.612 2.858 3.436
Nicht festverzinslich 1.053 928 1.071 736 125 166
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - - - - -
Nicht festverzinslich - - - - 1 1
Derivate 127 155 31 22 2 16
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - - -
Nicht festverzinslich - - - - - -
Depotforderungen 1 1 5 4 376 394
Sonstige Kapitalanlagen 207 82 323 594 80 66
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 1 1
Gesamt 35.418 33.926 9.625 9.467 3.569 4.226
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65 67 3.762 3.831
Anteile an verbundenen Unternehmen 9 9 214 194
Anteile an assoziierten Unternehmen 45 72 1.300 1.283
Darlehen 2 - 55.245 54.418
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - 5 7
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 690 377 113.671 123.499
Nicht festverzinslich 76 76 12.231 9.697
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände        
Festverzinslich - - 647 702
Nicht festverzinslich - - 37 33
Derivate - - 2.039 2.111
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert        
Festverzinslich - - 163 167
Nicht festverzinslich - - 1 2
Depotforderungen - - 9.636 8.967
Sonstige Kapitalanlagen 453 255 3.824 2.964
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 6.699 5.958
Gesamt 1.340 856 209.474 213.833

Trotz der Unsicherheit über den Verlauf der Staatsschuldenkrise kam es im Verlauf des Jahres 2013 zu einer weiteren Entspannung der Kapitalmärkte. Die Risikoaufschläge für die festverzinslichen Wertpapiere sanken, aber auch die Volatilität an den Aktienmärkten ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Der EURO STOXX 50 legte im Berichtszeitraum um etwa 18% zu, der Dow-Jones-Index und der DAX 30 erhöhten sich um jeweils etwa 26%. Ausgehend von einem historisch niedrigen Niveau sind besonders die Zinsen auf deutsche, US-amerikanische und britische Staatsanleihen sowie Pfandbriefe gestiegen. Auch bei den Unternehmensanleihen waren höhere Zinsen zu verzeichnen trotz eines Rückgangs der Risikoaufschläge.

Verteilung der Kapitalanlagen nach Anlagearten

Wir wählen unsere Kapitalanlagen nach ökonomischen Kriterien aus und orientieren sie an den Charakteristika unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zusätzlich setzen wir zur Portfoliosteuerung und Absicherung von Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten derivative Finanzinstrumente ein. Volatilitäten an den Kapitalmärkten führen zu Wertänderungen bei den Derivaten, die wir in der IFRS-Rechnungslegung ergebniswirksam erfassen.

Der Bilanzwert unserer Kapitalanlagen hat sich seit Jahresbeginn verringert: Der Zinsanstieg verbessert die ökonomische Position unserer Gruppe, wirkte sich aber negativ auf die Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere aus. Gerade Staatsanleihen hoher Bonität verloren im Vergleich zum Vorjahr an Marktwert. Die Entwicklung der Währungskurse führte ebenfalls zu einem Rückgang der Marktwerte.

Die Verzinsung unserer Kapitalanlagen (Return on Investment, RoI) fiel auf 3,5 (3,9)%.

Nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste

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  Beizulegende Zeitwerte Nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten1 8.353 8.048 2.172 1.826 6.181 6.222
Assoziierte Unternehmen 1.721 1.621 430 354 1.291 1.267
Darlehen 61.316 63.248 6.071 8.830 55.245 54.418
Sonstige Wertpapiere 5 8 - 1 5 7
Gesamt 71.395 72.925 8.673 11.011 62.722 61.914

1 Inklusive eigengenutzten Grundbesitzes.

Die bilanzierten und nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste ohne eigengenutzten Grundbesitz, die erst bei Veräußerung der Kapitalanlagen als Gewinne ausgewiesen würden, fielen von 22,5 Milliarden € auf 15,2 Milliarden €.

Zinsträgerportfolio nach ökonomischen Kategorien1

1 Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen einschließlich Einlagen und Guthaben bei Kreditinstituten zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

2 Inklusive sonstiger öffentlicher Emittenten sowie staatlich garantierter Bankanleihen.

Unser Bestand an Kapitalanlagen wird maßgeblich bestimmt von Zinsträgern. Im Berichtszeitraum haben wir unsere Investitionen in Staatsanleihen verringert und vermehrt in kurz laufende Anlagen investiert.

Der größte Anteil entfällt mit 46% auf Staatsanleihen und staatlich garantierte Titel; davon beträgt der Anteil aller Eurostaaten rund 56%; auf Italien entfallen etwa 4Prozentpunkte, auf Irland und Spanien jeweils ca. 2 Prozentpunkte. Von Portugal und Griechenland halten wir keine Staatsanleihen mehr.

Im europäischen Raum investierten wir im Berichtszeitraum überwiegend in Anleihen supranationaler Institutionen wie Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und EU. Auch Neuanlagen in Staatsanleihen aus Schwellenländern gehören zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Abgebaut haben wir vor allem deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen.

Der Anteil der Pfandbriefe an unseren festverzinslichen Titeln liegt bei 29%. Das Hauptgewicht liegt mit rund 36% weiterhin bei deutschen Pfandbriefen trotz eines Rückgangs überwiegend durch planmäßige Tilgungen.

10% des Zinsträgerportfolios entfallen auf Unternehmensanleihen. Mit Derivaten erhöhen wir unsere Kreditexponierung um einen weiteren Prozentpunkt.

Staatsanleihen1 , Pfandbriefe und Unternehmensanleihen nach Ländern2 auf Basis beizulegender Zeitwerte3

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Mrd. € 31.12.2013 Vorjahr Veränderung
Staatsanleihen      
Deutschland 27,9 31,7 -3,8
USA 11,8 15,2 -3,4
Supranationale Institutionen4 6,1 5,4 0,7
Kanada 5,0 6,1 -1,1
Großbritannien 3,8 4,9 -1,1
Österreich 3,3 3,3 -
Italien 3,1 2,6 0,5
Frankreich 3,1 3,2 -0,1
Belgien 2,5 2,2 0,3
Australien 2,0 3,0 -1,0
Niederlande 2,0 2,2 -0,2
Finnland 1,8 1,9 -0,1
Spanien 1,6 1,2 0,4
Polen 1,5 1,4 0,1
Pfandbriefe      
Deutschland 19,0 21,2 -2,2
Frankreich 9,5 9,5 -
Großbritannien 4,8 5,4 -0,6
Niederlande 3,5 3,8 -0,3
Schweden 3,1 3,5 -0,4
Spanien 3,0 2,8 0,2
Norwegen 2,9 2,9 -
Irland 1,7 1,5 0,2
Unternehmensanleihen      
USA 7,8 8,4 -0,6
Niederlande 2,0 2,1 -0,1
Großbritannien 1,7 1,5 0,2
Frankreich 1,6 1,6 -

1 Inklusive sonstiger öffentlicher Emittenten sowie staatlich garantierter Bankanleihen.
2 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.
3 Länderexponierungen mit jeweils mehr als 1,5 Milliarden € innerhalb dieser Anlageklassen.
4 Insbesondere EU und EFSF.

Unser Portfolio aus Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen zeichnet sich durch eine gute Ratingstruktur aus: Am 31. Dezember 2013 waren ca. 85% in die Ratingklassen AAA bis A eingestuft.

Rating der Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen nach Ländern1 auf Basis der Bilanzwerte

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Mrd. € AAA AA A BBB Niedriger Kein Rating
Deutschland 22,5 20,1 1,5 0,5 0,1 -
USA 11,2 1,0 3,0 3,5 0,7 -
Frankreich 5,0 6,8 0,4 0,9 0,1 -
Großbritannien 4,3 4,1 0,6 1,0 - -
Niederlande 4,9 0,5 0,7 0,9 0,2 -
Supranationale Institutionen 3,5 2,5 - - - -
Kanada 1,7 2,6 1,4 0,2 - -
Spanien - - 1,8 2,6 0,6 -
Österreich 2,8 1,0 0,3 0,1 0,1 -
Italien - - 0,2 3,5 0,2 -
Irland - - 1,3 2,0 0,1 -
Schweden 2,9 0,1 0,1 0,1 - -
Norwegen 2,9 0,2 - - - -
Australien 2,5 0,3 0,2 0,1 - -
Belgien 0,1 2,1 0,4 - - -
Finnland 2,2 - 0,1 - - -
Polen - - 1,5 - - -
Dänemark 1,4 - - 0,1 - -
Übrige 0,7 2,1 2,4 3,9 0,6 0,1
Gesamt 68,6 43,4 15,9 19,4 2,7 0,1
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Mrd. € Gesamt
Deutschland 44,7
USA 19,4
Frankreich 13,2
Großbritannien 10,0
Niederlande 7,2
Supranationale Institutionen 6,0
Kanada 5,9
Spanien 5,0
Österreich 4,3
Italien 3,9
Irland 3,4
Schweden 3,2
Norwegen 3,1
Australien 3,1
Belgien 2,6
Finnland 2,3
Polen 1,5
Dänemark 1,5
Übrige 9,8
Gesamt 150,1

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

Vertragliche Restlaufzeit der Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen1 auf Basis der Bilanzwerte

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Mrd. € Bilanzwerte
Bis zu einem Jahr 10,4
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 12,8
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 12,1
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 11,9
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 10,2
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 40,8
Mehr als zehn Jahre 51,9
Gesamt 150,1

1 Darstellung beruht auf Approximation und ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Unser limitiertes Engagement in Bankanleihen beträgt 3% unseres Zinsträgerportfolios. Der Anteil unserer Bankanleihen aus südeuropäischen Staaten sowie Irland lag zum Stichtag bei 7% des Bankanleihenbestands. Insgesamt lag das Hauptgewicht auf sogenannten Senior Bonds; das sind Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen beliefen sich auf 16% unseres Bankanleihenbestands.

Festverzinsliche Wertpapiere: Bankanleihen1

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% 31.12.2013 Vorjahr
Senior Bonds 84 82
Verlusttragende Anleihen 5 6
Nachranganleihen 11 12

1 Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.

Unser Bestand an Kreditstrukturen zu Marktwerten sank leicht um 0,4 Milliarden € auf 7,1 (7,5) Milliarden €. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen, Konsumentenkrediten oder Studentendarlehen. Rund 55% unserer Kreditstrukturen sind mit einem Rating von AAA bewertet.

Im Laufe des Jahres reduzierten wir in der Rückversicherung die Duration unserer festverzinslichen Anlagen absolut und relativ zu unseren versicherungstechnischen Verpflichtungen. Ausschlaggebend dafür waren zum einen taktische Zurückhaltung am Rentenmarkt in Erwartung leicht steigender Zinsen und zum anderen die Auflösung einer zusätzlichen Zinsposition, die in der Rückversicherung zum Ausgleich einer gegenläufigen Position in der Lebenserstversicherung nicht länger gehalten werden musste. Zum Jahresende lag die Duration der festverzinslichen Anlagen in der Rückversicherung etwas unter der Duration der versicherungstechnischen Verpflichtungen. In der Erstversicherung haben sich die Duration der festverzinslichen Anlagen und der versicherungstechnischen Verpflichtungen weiter angenähert. Dabei sank in einem Umfeld leicht steigender Zinsen die Duration der Verpflichtungen stärker als die Duration der festverzinslichen Anlagen. Auf Ebene der Gruppe liegt die Duration unserer festverzinslichen Anlagen zum Ende des Jahres leicht unter der Duration der versicherungstechnischen Verpflichtungen.

Der Bestand unseres Aktienportfolios vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen zu Marktwerten hat sich im Laufe des Jahres erhöht. Die Aktienquote betrug 4,6 (3,7) %. Die zur Absicherung unseres Aktienportfolios eingesetzten Derivate haben wir reduziert. Inklusive der Absicherung beträgt die Aktienquote 4,5 (3,4)%. Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab. Dazu halten wir Inflationsanleihen in Höhe von 6,8 (6,8) Milliarden € und Inflationsswaps von 4,5 (5,2) Milliarden € (Nominalwert). Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Investitionen in erneuerbare Energien sowie Infrastruktur. Im Berichtsjahr investierten wir etwa 0,4 Milliarden € in physisches Gold. Darüber hinaus geht mit unserem Engagement in Sachwerten auch ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen1

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  2013
Mio. €
Rendite2
%
Vorjahr
Mio. €
Rendite2
%
Laufende Erträge 7.498 3,4 7.761 3,6
Zu-/Abschreibungen -670 -0,3 8 0,0
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.059 0,5 652 0,3
Sonstige Erträge/Aufwendungen -230 -0,1 21 0,0
Gesamt 7.657 3,5 8.442 3,9

1 Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten finden Sie im Konzernanhang.
2 Rendite auf den Mittelwert des zu Quartalsstichtagen zu Marktwerten bewerteten Kapitalanlagebestands in % p.a.

Laufende Erträge

Die laufenden Erträge sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Höhere Dividendeneinnahmen konnten die geringeren Zinszahlungen aus festverzinslichen Wertpapieren nur zum Teil kompensieren. Trotz des Zinsanstiegs im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt die Verzinsung von Neuinvestitionen noch deutlich unter der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Anlagen.

Zu- und Abschreibungen

Wir verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr per saldo Abschreibungen von 670 (-8) Millionen € vor allem auf unsere Inflations- und Aktienderivate sowie Swaptions. Letztere dienen der Absicherung langfristig festgeschriebener Zinsversprechen gegenüber den Kunden in der Lebenserstversicherung. Wegen der negativen Entwicklung des Goldpreises im Geschäftsjahr 2013 mussten wir auf unseren Goldbestand mit ursprünglichen Anschaffungskosten von rund 400 Millionen € einen Betrag von 108 Millionen € abschreiben.

Der wesentliche Grund für die im Vergleich zum Vorjahr höheren Abschreibungen ist, dass sich die Marktwerte unserer Swaptions und Zinsderivate durch das steigende Zinsniveau im abgelaufenen Geschäftsjahr verringert haben. Die Wertveränderungen der Derivate schlagen sich, auch wenn sie nicht verkauft werden, im Ergebnis aus Zu- und Abschreibungen nieder. Auf unsere Inflationsderivate mussten wir ebenfalls deutlich höhere Abschreibungen vornehmen als im Vorjahr.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen

Im Geschäftsjahr 2013 verbuchten wir bei aktivem Kapitalanlagemanagement per saldo Abgangsgewinne von 1.059 (652) Millionen € insbesondere bei unserem Bestand an festverzinslichen Wertpapieren, allen voran Staatsanleihen, sowie bei Aktien. Dagegen verzeichneten wir bei Aktienderivaten und festverzinslichen Derivaten Abgangsverluste. Die Verbesserung unseres Abgangsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf höhere Gewinnrealisationen in unserem Aktienportfolio zurückzuführen.

Versicherungsderivate

Versicherungsderivate

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  31.12.2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Versicherungsderivate in Kapitalanlagen 569 532 7,0
Verbindlichkeiten aus Versicherungsderivaten 427 461 -7,4
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  2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Ergebnis aus Versicherungsderivaten 4 17 -76,5

Den Versicherungsderivaten ordnen wir die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen und aus Verbriefungen von Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken, individuell ausgestaltete Versicherungsderivate sowie derivative Bestandteile zu, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Enthalten sind hier auch die in derivater Form abgeschlossenen Retrozessionen, die der Absicherung übernommener Versicherungsrisiken dienen. Zudem werden hier in Variable Annuities eingebettete Derivate und die Absicherungsderivate von Variable Annuities aufgeführt. Sämtliche Erträge und Aufwendungen, die sich aus unseren Versicherungsderivaten ergeben, werden als Ergebnis aus Derivaten im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen.

Assetmanagement für Kunden

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) ist der Vermögensverwalter von Munich Re. Daneben bietet die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbh privaten und institutionellen Kunden ihre Kompetenz an. Das Volumen des für Dritte verwalteten Vermögens ist um 1,4 Milliarden € auf 12,9 Milliarden € gestiegen. Besonders erfreulich ist der Zuwachs bei den für institutionelle Anleger gemanagten Beständen von 9,3 Milliarden € auf 10,2 Milliarden €.

Im Assetmanagement verwaltetes Drittvermögen

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  31.12.2013
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
Veränderung
%
Kapitalanlagen aus dem Drittgeschäft 12,9 11,5 12,1
davon: Externe institutionelle Anleger 10,2 9,3 10,5
davon: Privatkundengeschäft 2,7 2,2 18,4

Finanzlage

Rückgang des Eigenkapitals insbesondere durch verminderte unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen

Verschuldungsgrad weiter zurückgegangen

Solvabilitätsanforderung auf Gruppenebene mehr als 2,6-fach überdeckt

Finanzstärke

Die Finanzstärke von Munich Re bewerten die führenden Ratingagenturen weiterhin mit ihrer jeweils zweithöchsten Ratingkategorie.

Finanzstärkeratings von Munich Re

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Ratingagentur Bewertung Ausblick
A.M. Best A+ (Superior) stabil
Fitch AA- (Very strong) stabil
Moody's Aa3 (Excellent) stabil
Standard & Poor's AA- (Very strong) stabil

Analyse der Kapitalstruktur

Unser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt unsere Bilanz: Da wir unsere Gruppe konsequent auf Wertschöpfung im Kerngeschäft ausgerichtet haben, dienen die Kapitalanlagen auf der Aktivseite der Bilanz der Bedeckung versicherungstechnischer Rückstellungen (76% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (10% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (2% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Konzerneigenkapital

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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  31.12.2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage 7.426 7.421 0,1
Gewinnrücklagen 12.875 10.938 17,7
Übrige Rücklagen 2.369 5.650 -58,1
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.313 3.188 3,9
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 243 242 0,4
Gesamt 26.226 27.439 -4,4

Für die Verminderung des Eigenkapitals war neben der Dividendenausschüttung im Wesentlichen der Rückgang der unrealisierten Gewinne verantwortlich. Dieser resultierte hauptsächlich aus unseren festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie "jederzeit veräußerbar". Eigenkapitalerhöhend wirkte vor allem das Konzernergebnis.

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzierungsmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur zu verdeutlichen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad, der im Wettbewerbervergleich erfreulich niedrig ist: Er definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital und strategischem Fremdkapital. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Rückstellungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen.

Verschuldungsgrad

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    31.12.2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Strategisches Fremdkapital   4.734 5.796 -18,3
Konzerneigenkapital   26.226 27.439 -4,4
Gesamt   30.960 33.235 -6,8
Verschuldungsgrad % 15,3 17,4  

Teile unserer Nachranganleihen erkennt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Eigenmittel an. Berücksichtigt man dies bei der Berechnung des strategischen Fremdkapitals, so reduziert sich Letzteres auf 685 Millionen € und es ergibt sich lediglich ein Verschuldungsgrad von 2,5%.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Von den versicherungstechnischen Rückstellungen sind der Rückversicherung etwa 32% zuzuordnen. Der Anteil der Erstversicherung beträgt rund 67%; auf Munich Health entfällt etwa 1%. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt vor allem für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar und das britische Pfund Sterling die wichtigsten Valuten.

Verfügungsbeschränkungen

Da wir ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sind, unterliegen einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 8,4 (9,5) Milliarden €. Zudem sind wir Eventualverbindlichkeiten eingegangen.

Asset-Liability-Management

Die Struktur der versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten bildet die Grundlage unserer Kapitalanlagestrategie. Im Mittelpunkt steht das Asset-Liability-Management (ALM): Mit ihm streben wir an, dass volkswirtschaftliche Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflussen wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dies stabilisiert unsere Position gegen Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren.

Abweichungen gegenüber der Struktur unserer Verbindlichkeiten gehen wir in diesem Ansatz bewusst und unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und erzielbaren Risikoprämien ein. Sie haben das Ziel, Erträge zu erwirtschaften, die über der erwarteten Verzinsung der Mittel zur Bedeckung der Verbindlichkeiten liegen. Eingegangene Risiken aus der Kapitalanlage messen wir daher nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu Wertänderungen bei den Verpflichtungen. In Bezug auf die Währungspositionierung wirken sich durch diesen Ansatz Wechselkursschwankungen gleichermaßen auf Vermögenswerte wie Verbindlichkeiten aus. Verluste aus der Währungsumrechnung von Kapitalanlagen werden durch Gewinne aus der Umrechnung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten ökonomisch weitgehend ausgeglichen. Dieser Zusammenhang wird nach den aus ökonomischer Sicht unvollkommenen Regeln der Rechnungslegung nicht immer adäquat abgebildet. In einem beschränkten Ausmaß richten wir unser Kapitalanlageportfolio auch so aus, dass es bei steigenden Inflationsraten an Wert gewinnt. Hierbei investieren wir in inflationssensitive Anlageklassen wie Inflationsanleihen und -swaps sowie Sachwerte.

Wir setzen auch derivative Finanzinstrumente ein, um das ökonomische ALM so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten. Diese Anlageprodukte verwenden wir, um uns gegen Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten abzusichern. Schwankungen dieser derivativen Produkte erfassen wir in der IFRS-Rechnungslegung ergebniswirksam, also als Aufwand und Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung. Eine solche ergebniswirksame Erfassung ist bei den zugehörigen Grundgeschäften jedoch in der Regel nicht möglich. Trotz der ökonomisch gut ausgebildeten Balance unseres Versicherungs- und Kapitalanlageportfolios können derartige Abweichungen in der Rechnungslegung sowie weitere Unterschiede zwischen ökonomischer und bilanzieller Sicht zu starken Ausschlägen im IFRS-Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis führen. Dies gilt insbesondere in Zeiten mit erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten.

Kapitalmanagement

Mit unserem aktiven Kapitalmanagement stellen wir sicher, dass die Kapitalausstattung von Munich Re stets angemessen ist. So müssen die vorhandenen Eigenmittel den Kapitalbedarf decken, den wir anhand unseres internen Risikomodells sowie der Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen bestimmen. Unsere Finanzkraft soll dabei profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns aber ebenso, dass das ökonomische Eigenkapital unserer Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigt. Eine derart definierte bedarfs- und risikogerechte Kapitalisierung trägt entscheidend dazu bei, unsere Disziplin in allen Geschäftsprozessen zu gewährleisten.

Unser ökonomisches Eigenkapital leiten wir über verschiedene Anpassungen aus dem IFRS-Eigenkapital ab. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären vorrangig über attraktive Dividenden zurück; vorausgesetzt die Höhe der nach deutschem Handelsrecht ermittelten Gewinnrücklagen der Konzernmuttergesellschaft Münchener Rück AG lässt das zu und unsere strategische Flexibilität sowie Kapitalstärke werden insgesamt nicht beeinträchtigt. Zudem halten wir Aktienrückkäufe neben Dividendenzahlungen auch weiterhin für ein wichtiges Instrument eines aktiven Kapitalmanagements. Im November 2013 haben wir ein Rückkaufprogramm von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2014 angekündigt. Bis zum 6. März 2014 haben wir Aktien im Wert von 734 Millionen € zurückgekauft. Einschließlich Dividenden und der von 2006 bis 2013 getätigten Aktienrückkäufe gaben wir seit 2006 14,7 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück.

Zum 21. Juni 2013 kündigten wir unsere Nachranganleihe 2003/2023 zum ersten ordentlichen Kündigungstermin und zahlten nach vorangegangenen Teilrückkäufen den noch ausstehenden Nennwert von rund 1 Milliarde € zurück.

Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen nach deutscher HGB-Rechnungslegung ermittelten Bilanzgewinn von 1.300 Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 3.812 (3.629) Millionen €. Das in HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 7,7 Milliarden € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis dieser nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2013 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine Dividende in Höhe von 7,25 € je Aktie bzw. insgesamt 1,3 Milliarden € ausschütten.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG in Höhe von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2013 in insgesamt 179.341.212 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Die Aktien sind - mit Ausnahme von 1.919.312 eigenen Aktien, die sich zum 31. Dezember 2013 im Bestand von Munich Re befanden (§ 71b AktG) - voll stimm- und gewinnberechtigt. Jede stimmberechtigte Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf deren Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte sehr effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt.

Es bestehen vertragliche Vereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands über zwei- oder vierjährige Veräußerungssperren zu Aktien der Gesellschaft, die diese im Rahmen aktienbasierter Vergütungsprogramme erwerben müssen.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Warren E. Buffett und Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns zuletzt mit Stand 12. Oktober 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen gemäß § 21 WpHG angezeigt, die 10% an den Stimmrechten der Münchener Rück AG überschreiten:

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

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% Direkte Beteiligung Indirekte Beteiligung
Warren E. Buffett, USA 0,053 10,191
Berkshire Hathaway Inc., Omaha, USA   10,191
OBH LLC, Omaha, USA   10,191
National Indemnity Company, Omaha, USA 10,191  

Warren E. Buffett und die genannten Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns mit Schreiben vom 15. Oktober 2010 mitgeteilt, dass die Investition der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele dient.

Berkshire Hathaway Inc. weist in einer Veröffentlichung vom März 2014 eine Beteiligung an der Münchener Rück AG zum 31.12.2013 mit rund 20 Millionen Aktien aus, was einem rechnerischen Stimmrechtsanteil von 11,2% entspricht. Weitere Veränderungen sind uns nicht mitgeteilt worden oder sonst zur Kenntnis gelangt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung §§ 13 und 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Derzeit sind acht Mitglieder des Vorstands bestellt. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie - falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 4 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschuss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 2, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor.

Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 19. April 2016 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Eigene Aktien bis maximal 5% des Grundkapitals können dabei auch durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien mit Beschluss vom 7. November 2013 Gebrauch gemacht. Bis zum 31. Dezember 2013 wurden rund 1,9 Millionen Aktien zu einem Kaufpreis von 300 Millionen € erworben.

Die Hauptversammlung hat am 28. April 2010 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2015 einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Nennbetrag von bis zu 3 Milliarden € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen können Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals in Höhe von bis zu 117 Millionen € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewährt werden. Zur Absicherung besteht in § 4 Abs. 3 der Satzung ein bedingtes Kapital von 117 Millionen € (Bedingtes Kapital 2010).

Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats befugt, das Grundkapital bis zum 24. April 2018 um bis zu 280 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2013) zu erhöhen. Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen.

Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 19. April 2016 um insgesamt bis zu 10 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen (Genehmigtes Kapital 2011) zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen, um die neuen Aktien an die Mitarbeiter der Münchener Rück AG und deren verbundener Unternehmen auszugeben.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Auch der langfristige Incentive-Plan der Münchener Rück AG sieht im Fall eines Kontrollwechsels besondere Ausübungsmöglichkeiten vor. Er betrifft Vorstandsmitglieder sowie das obere Management einschließlich der wichtigsten Führungskräfte der Außenorganisation und ist im Vergütungsbericht näher erläutert.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Gruppensolvabilität

Munich Re unterliegt neben den aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die für einzelne Versicherungsunternehmen gelten, auch einer Beaufsichtigung auf Gruppenebene.

Ferner hat die Münchener Rück AG als Konzernmutter angemessene Kontrollverfahren eingeführt und meldet ergänzende Aspekte aus Gruppensicht (zum Beispiel Beteiligungsverhältnisse, konsolidierte Finanzdaten oder gruppeninterne Geschäfte) an die BaFin, die für die Gruppe zuständig ist.

Solvabilität ist die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen dauerhaft zu erfüllen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschriften zur bereinigten Solvabilität zielen darauf, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Die berücksichtigungsfähigen Eigenmittel bestimmt man, indem man das Eigenkapital nach IFRS anpasst und insbesondere um Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten erhöht bzw. um die immateriellen Vermögenswerte verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel von Munich Re liegen 2,6-mal höher als gesetzlich gefordert.

Bereinigte Solvabilität

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    31.12.2013 Vorjahr Veränderung
%
Berücksichtigungsfähige Konzerneigenmittel Mrd. € 26,2 27,1 -3,5
Bedeckungssatz % 262,4 277,8  

Der Bedeckungssatz hat sich von 277,8% im Vorjahr auf 262,4% im Jahr 2013 verringert. Die Verminderung ist wesentlich auf den Rückgang der Eigenmittel zurückzuführen.

Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Zahlungsmittelfluss von Munich Re ist stark geprägt von unserem Geschäft als Erst- und Rückversicherer: Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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  2013
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Veränderung
%
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.187 5.535 -60,5
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit 292 -4.733 -
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -2.558 -466 -448,9
Veränderung des Zahlungsmittelbestands -79 336 -

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird das Konzernergebnis in Höhe von 3.342 Millionen € auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übergeleitet. Das Konzernergebnis wird um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen von 4.049 Millionen € korrigiert. Der - zur Bereinigung des Konzerngewinns vom Mittelfluss abzuziehende - positive Saldo aus den Gewinnen und Verlusten durch den Abgang von Kapitalanlagen stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf jederzeit veräußerbarer Wertpapiere und aus Derivaten.

Die Einzahlungen aus dem Verkauf oder der Endfälligkeit von Kapitalanlagen bestimmten den Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit. Sie überstiegen die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen um 752 Millionen €. Mit wirtschaftlicher Wirkung im vierten Quartal 2013 veräußerten wir die vollkonsolidierte Gesellschaft Windsor Health Group, Inc., Atlanta, Georgia, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. Den Verkaufspreis verrechneten wir in der Kapitalflussrechnung mit dem Zahlungsmittelbestand. Im Geschäftsjahr 2013 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an einem Windpark in Schweden für insgesamt 47 Millionen €. Den Kaufpreis verrechneten wir in der Kapitalflussrechnung mit dem Zahlungsmittelbestand der erworbenen Gesellschaft.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2013 und der Tilgung einer Nachranganleihe.

Insgesamt sank im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 40 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 2.820 Millionen €. Es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 26 (44) Millionen €.

Interessensgruppen

Munich Re erste Adresse für alle Risikofragen ihrer Kunden

Kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern

Weiterentwicklung der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt des Personalmanagements

Konzernweites Umweltmanagement kontinuierlich ausgebaut und positive Impulse für die Gesellschaft erzielt

Für Munich Re ist der Austausch mit Kunden, Maklern, Anteilseignern, Investoren, Mitarbeitern und der Gesellschaft, in der wir als Unternehmen agieren, eine wichtige Voraussetzung, um neue Herausforderungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und passende Lösungen zu entwickeln.

Kunden und Kundenbeziehungen

Munich Re hat in der Erst- und Rückversicherung unterschiedliche Kundenstämme: So arbeitet die Rückversicherung weltweit mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen. Unsere Erstversicherer im ERGO Teilkonzern betreuen über 35 Millionen überwiegend private Kunden in mehr als 30 Ländern mit einem Schwerpunkt auf Europa und Asien. Das Geschäftsfeld Munich Health hat mehr als sechs Millionen Erstversicherungskunden und 400 Kunden in der Rückversicherung. Unser Assetmanager MEAG bietet seine Kompetenz in Deutschland neben rund 80.000 privaten auch über 60 institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe an, etwa Versicherern, Versorgungseinrichtungen, Pensionskassen, kirchlichen Organisationen, Stiftungen, Kommunen und Industrieunternehmen.

Wir verkaufen ein unsichtbares, manchmal schwer verständliches Produkt. Deshalb müssen wir nahe am Kunden sein, seinen Bedarf verstehen und ihn umfassend beraten. Vor allem der enge Austausch und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Vertriebspartnern stehen bei allen drei Geschäftsfeldern im Vordergrund mit dem Ziel, ihnen optimale Lösungen zu bieten. Wir wollen ihnen ein kompetenter, verlässlicher und transparenter Partner sein, dem sie vertrauen können.

Rückversicherung

Als Rückversicherer setzen wir unser umfassendes Risikowissen ein, um für unsere Kunden individuelle Lösungen bei vielschichtigen Fragestellungen zu entwickeln und Mehrwert zu schaffen. Wir kennen die Bedürfnisse unserer Zedenten, entwickeln mit ihnen innovative Risikotransferlösungen und wollen den Ausbau der Risikokompetenz durch strategische Kooperationen weiter vorantreiben. Daher bieten wir unseren Zedenten die gesamte Bandbreite versicherungstechnischer Produkte an. Darüber hinaus können Kunden auf eine breite Auswahl an Services zurückgreifen: Unser Serviceangebot umfasst neben unserer eigenen Kundenplattform (connect) und speziellen Produktpublikationen unter anderem Instrumente zur Verbesserung der Geschäftsabläufe, individuelle Beratungsangebote und Kundenseminare zu vielen Aspekten der Versicherungstechnik.

Wir arbeiten mit unseren Kunden direkt oder über von den Kunden mandatierte Rückversicherungsmakler, je nach Wunsch des Kunden. Wir unterhalten mit allen relevanten Rückversicherungsmaklern Beziehungen auf lokaler operativer und auf strategischer Ebene und entwickeln diese gezielt, um sie den sich verändernden Gegebenheiten anzupassen. Wir sehen Makler als kompetente Vertreter der Kunden und wichtige Knowhow-Partner für die Entwicklung neuer, kundenorientierter Lösungen.

Spezialisierte Kundenmanager kümmern sich darum, die Bedürfnisse der Kunden möglichst genau zu erfassen und passgenaue Lösungen und Unterstützung anzubieten. Dafür legen wir unser gesamtes Wissen und unsere Innovationskraft in die Waagschale und scheuen auch nicht vor ungewöhnlichen Wegen zurück - getreu unserem Anspruch NOT IF, BUT HOW. Beispielsweise nehmen wir immer wieder eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Deckungskonzepten ein, etwa bei der Vorbereitung europäischer Zedenten auf die Einführung von Solvency II. Auch bieten wir unseren Kunden Beratungs- und Serviceleistungen rund um das Thema "Risiko" an. Wir erschließen neue Kundengruppen über unser Leistungsfeld Risk Solutions und offerieren spezielle Lösungen für Großkunden und Industrieunternehmen. Über eigene Zeichnungsagenturen (sogenannte MGAs) generieren wir Geschäft vor allem in Nordamerika, aber auch in der Region Asien-Pazifik. Darüber hinaus zählen Public Private Partnerships und Versicherungspools zu unserer Zielgruppe. Mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in aller Welt finden unsere Kunden uns dort, wo sie uns brauchen.

Erstversicherung

In der Erstversicherung betreuen wir Privatkunden sowie gewerbliche und industrielle Kunden; die privaten Kunden stellen das Gros. Ihnen bietet ERGO Produkte und Dienstleistungen für Altersvorsorge und Vermögensbildung, den Schutz von Eigentum sowie Gesundheits-, Rechts- und Reiseschutz an. Dank der Vielfalt unserer Vertriebswege können uns unsere Kunden über selbstständige hauptberufliche Vermittler, über Makler, im Internet, am Telefon im Direktvertrieb und über verschiedene Vertriebspartner erreichen.

Das Kundenversprechen von ERGO "Versichern heißt verstehen" steht für das Selbstverständnis und das Ziel der Erstversicherungsgruppe, sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten und sich so vom Wettbewerb abzuheben. Über seine Umsetzung berichten wir jährlich im ERGO Kundenbericht, der im Mai 2013 zum zweiten Mal erschienen ist.

Auf den Verbraucherwunsch nach klarer und verständlicher Kommunikation antwortet ERGO seit 2011 mit ihrer Klartext-Initiative. Versicherungsbedingungen und Produktinformationen wurden vereinfacht und gekürzt, Kundenanschreiben überarbeitet und verbindliche Schreibregeln ausgegeben. Als erster deutscher Versicherer hat ERGO das Unternehmen vom TÜV Saarland nach einem aufwendigen Prüfverfahren auf Verständlichkeit hin prüfen lassen und erhielt 2013 das TÜV-Siegel für verständliche Kommunikation. Die TÜV-Experten werden auch die weiteren Ergebnisse der Klartext-Initiative begleiten und bewerten.

ERGO setzt zur Verbesserung ihres Angebots auf das Feedback von Kunden und Verbrauchern, etwa den Mitgliedern des ERGO Kundenbeirats oder den Teilnehmern der ERGO Kundenwerkstatt im Internet. Ihre Meinung anzuhören ist fester Prozessbestandteil bei der Entwicklung neuer Produkte. Bei der Ausweitung des Angebots für die wachsende Zahl internetaffiner Verbraucher nutzt ERGO auch ihre langjährige Erfahrung im Direktvertrieb. 2013 kamen beispielsweise ein Online-Tarifcheck für Tarifwechsler in der privaten Krankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung, die online individuell gestaltet und abgeschlossen werden kann, sowie eine App zur sofortigen Schadenmeldung nach einem Unfall hinzu.

Auch bei der Verbesserung von internen Prozessen baut ERGO auf die Rückmeldungen von Kunden. Um Kundenprozesse noch konsequenter nach ihren Bedürfnissen auszurichten, entwickelt ERGO einen Kundenzufriedenheitsindex. Er basiert auf umfangreichen Befragungen und misst die Leistungen des Unternehmens an einer Vielzahl von Kontaktpunkten. So wird möglicher Verbesserungsbedarf identifiziert. Im April 2014 wird die Verantwortung für die wichtigsten Kundenprozesse im neuen Ressort Kunden- und Vertriebsservice gebündelt.

Munich Health

Munich Re bündelt ihre globale Gesundheitsexpertise in der Erst- und Rückversicherung und im Gesundheitsmanagement unter der Marke Munich Health und kann dadurch ein sehr breites Kundenspektrum bedienen. Unter diesem Dach entwickeln wir integrierte Lösungen, die passgenau auf die Bedürfnisse der Kunden auf den einzelnen Märkten zugeschnitten sind, um das stark wachsende Geschäftspotenzial zu nutzen.

In der Erstversicherung bieten wir beispielsweise Individualpolicen (für Privatpersonen) und Gruppenpolicen (zum Beispiel für Unternehmen, Arbeitnehmer bzw. Bedienstete öffentlicher Arbeitgeber) an. Hierbei unterstützen teilweise Makler die Geschäftsvermittlung und Kundenbetreuung. Für Marktanbieter, die kein eigenes Krankenversicherungsgeschäft betreiben, etwa Banken, entwickelt Munich Health Krankenversicherungsprodukte und übernimmt ihre administrative Abwicklung. Die umfassende Kernexpertise im Gesundheitssektor von Munich Health fließt in die globale Angebotsentwicklung ein, um aktuellen Kundenbedarfen begegnen und auf neue Trends eingehen zu können. Hierzu gehören zum Beispiel Serviceangebote zum Management schwerwiegender Krankheitsverläufe.

In der Rückversicherung werden unsere Zedenten rund um den Globus vor Ort durch unser Kundenmanagement der regionalen Niederlassungen betreut. Wir liefern unseren Kunden passgenaue Daten- und Rückversicherungsmodelle. Neben unseren spezialisierten Kundenmanagern (Client Manager) stehen unseren Kunden weitere Spezialisten zur Verfügung, um sie direkt bei der Geschäftsentwicklung zu beraten und spezifische Leistungspakete anzubieten. Dazu gehören Underwriter für die Produktgestaltung, Aktuare für die Preisgestaltung und Schadenspezialisten für die operative Geschäftsabwicklung. Für erfolgskritische Geschäftsprozesse, beispielsweise die Schadenbearbeitung, bietet Munich Health den Kunden unterstützende IT-Programme mit automatisierten Prüfalgorithmen an. In die Weiterentwicklung unserer Angebote fließt das Feedback unserer Kunden maßgeblich ein.

Assetmanagement

Die MEAG steht als Assetmanager für die Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Zu ihrem Leistungsspektrum gehören die Beratung zur strategischen Asset-Allokation, deren taktische Umsetzung und die Auswahl der einzelnen Kapitalanlagen. Zudem bietet sie ihre Kompetenz auch anderen institutionellen Investoren und privaten Anlegern an. Die MEAG ist in Europa, Nordamerika (MEAG New York) und Asien (MEAG Hongkong) vertreten und managt alle wichtigen Assetklassen. Dazu gehören neben den eher traditionellen Arten wie Anleihen, Aktien, Währungen und Immobilien seit einigen Jahren auch Rohstoffe, Forst, erneuerbare Energien und Infrastruktur sowie zwei Nachhaltigkeitsfonds.

Die Anlageexperten der MEAG verfolgen einen stringenten, risikobasierten Ansatz mit dem Ziel, bei gleichem Risiko eine Überrendite im Vergleich zu den Zielvorgaben ihrer Mandanten im Konzern und außerhalb zu erwirtschaften. Die Versicherungseinheiten von Munich Re leiten ihre Zielvorgaben im Asset Management von ihren Zahlungsverpflichtungen im Kerngeschäft ab (Asset-Liability-Management) und geben darüber hinaus ihre Risiko- und Renditepräferenzen vor. Spezialisten der MEAG beraten bei der Portfoliostrukturierung der Zielvorgaben. Abhängig von der Anlageklasse und dem Anlageziel leitet die MEAG auf der Grundlage fundamentaler Indikatoren Investitionsportfolios ab, die dann nach dem "Top-down"-Ansatz gemanagt werden.

Das Mandatemanagement der MEAG ist die Schnittstelle zwischen den verschiedenen Einheiten der MEAG einerseits und den Versicherungsunternehmen der Gruppe sowie den externen Kunden der MEAG andererseits. Es berät die Gruppe in strategischen Fragen der Kapitalanlage und ist zuständig für die taktische Steuerung im Anlagemanagement. Etwa 70 erfahrene Portfoliomanager wählen qualitativ hochwertige Wertpapiere aus. Der disziplinierte Investmentprozess führt auch dazu, dass die Wertentwicklung der MEAG Publikumsfonds in der Regel überdurchschnittlich verläuft und von unabhängigen Fondsrating-Agenturen ausgezeichnet wird.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind für unseren Erfolg entscheidend. Mit ihrem Fachwissen, ihrem Engagement und kontinuierlicher Innovationsbereitschaft bringen sie unser Geschäft voran. Dafür schaffen wir Rahmenbedingungen, die ihre persönliche Weiterentwicklung und Leistungsfähigkeit in allen Bereichen fördern. Hohe Expertise und breite Erfahrung im Konzern zu entwickeln und zu binden ist somit eines der wichtigsten Ziele.

Aus diesem Grund wurde die im Vorjahr etablierte einheitliche Nachfolgeplanung für das Topmanagement ausgeweitet. Dabei rückt das konzerneinheitliche Talent Management für die obersten Führungspositionen im Sinne einer gezielten Entwicklung auf definierte Zielpositionen stärker in den Vordergrund. Die resultierende Transparenz verbessert dabei auch die Basis für geschäftsfeldübergreifende Besetzungen.

Die Rotationen von Mitarbeitern und Führungskräften innerhalb des Konzerns unterstützen den Erfahrungsaufbau und Wissenstransfer. Im Berichtsjahr wurden in der Rückversicherung Wechsel in andere Bereiche und Geschäftsfelder sowie ins Ausland im Rahmen des Prozesses zur Leistungsbeurteilung und Mitarbeiterentwicklung gezielt initiiert. Je nach Geschäftsbedarf erfolgen die Wechsel auf Basis flexibler Modelle - im gegenseitigen Austausch, längerfristig und auch projektbezogen. Auf diese Weise werden neben dem fachlichen Wissen auch die interkulturellen Kompetenzen ausgebaut.

Die Positionierung von Munich Re als Wissensführer wird durch die systematische Entwicklung von herausragenden Spezialisten in geschäftsrelevanten Wissensgebieten gefördert. Die bereits existierende Fachkarriere in der Rückversicherung wurde durch die Schaffung eines leitenden Fachexperten zu einem durchgängigen Entwicklungsweg ergänzt. Somit wird eine Parallelität zur Führungskarriere bis auf Ebene des Senior Managements hergestellt. Potenzialkandidaten für diese exponierten Fachfunktionen werden durch Entwicklungsprogramme vorbereitet. Für leitende Fachexperten wird seit diesem Jahr ein Qualifizierungsprogramm mit individuellen Maßnahmen zur Weiterentwicklung angeboten.

Die umfassende Weiterentwicklung der Führungskultur und -kompetenz steht im Mittelpunkt der im Herbst gestarteten zweijährigen Initiative "ERGO Fokus Führung". Alle ca. 2.600 Führungskräfte von ERGO in Deutschland durchlaufen im Rahmen dieses sogenannten "Führungskräftetriathlons" ein verbindliches, mehrstufiges Entwicklungsprogramm. Parallel dazu wird im Rahmen einer Aufwärtsbeurteilung eine systematische Rückmeldung durch die Mitarbeiter durchgeführt. Als Basis für diese umfassende Initiative dient dabei das bereits eingeführte "ERGO Leitbild Führung", das durch Impulse aus der Mitarbeiterbefragung 2012 entwickelt wurde. Diese Initiative verdeutlicht auch die Bereitschaft, in die Entwicklung von Mitarbeitern zu investieren.

Ein langfristig wichtiger Aspekt für Mitarbeiter und Unternehmen ist der Erhalt der Gesundheit. In allen Bereichen des Konzerns gehören Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit zum etablierten Angebot für die Mitarbeiter. In der Rückversicherung in München können sich die Mitarbeiter seit April in beruflichen und persönlichen Krisensituationen von externen Spezialisten anonym beraten lassen. Dieses "Employee Assistance Programm" geht über die etablierten internen Möglichkeiten zur adäquaten Unterstützung hinaus. In der MEAG wurde das Topmanagement in speziellen Workshops im Gesundheitsmanagement trainiert, während ERGO mit neuen Gruppencoachings und Trainings zur Stressprävention bereits mehr als 1.000 Mitarbeiter direkt erreicht hat.

Die Berücksichtigung von beruflichen und privaten Bedürfnissen spielt auch in anderen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Wie diese sich in verschiedenen Lebensphasen verändern können und wie darauf reagiert werden kann, ist ein Thema der Generationenwerkstätten und des Diversity-Parcours von ERGO. Diese Veranstaltungen, die im Rahmen der Kommunikationsoffensive zu Diversity bei ERGO angeboten wurden, sind auch ein Beispiel für das im gesamten Konzern weiter ausgebaute Diversity-Management. In diesem Rahmen wurde 2013 ein regionales Diversity Council für die Rückversicherung in Nordamerika eingerichtet. Bei ERGO wurde ferner eine Initiative zur Führung in Teilzeit im oberen Management pilotiert, während die oberen Führungsebenen der Rückversicherung in Deutschland bereits einen fest verankerten Anspruch auf "Führen in Teilzeit" nutzen können.

Internationalität ist ein Hauptschwerpunkt des Diversity-Managements insbesondere in der Rückversicherung. In diesem Zusammenhang wurde die Anzahl der Entsendungen, Jobrotationen und internationalen Projektbesetzungen 2013 weiter gesteigert. Ein anderer, direkt messbarer Erfolg des Diversity Managements ist die im Konzern seit drei Jahren kontinuierlich steigende Quote von Frauen in Führungspositionen. Dies verdeutlicht sich auch daran, dass 2013 41,9% aller neuen Führungskräfte der Rückversicherung in Deutschland Frauen waren.

Die Mitarbeiterzahl im Konzern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% (772) verringert. Größter Einflussfaktor waren die Sanierung und der Verkauf der Windsor Health Group im Geschäftsfeld Munich Health, die zum Jahresende 2012 noch 968 Mitarbeiter beschäftigte.

Erste Auswirkungen auf den Personalbestand hat auch das 2012 begonnene Qualitäts- und Effizienzprogramm "Initiative Zukunft Vertrieb" von ERGO in Deutschland, mit dem bis Ende 2014 ein Abbau von rund 1.100 Stellen verbunden ist. Hier ist es 2013 dank intensiver Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung gelungen, eine aus sozialer und unternehmerischer Perspektive tragbare Lösung für alle Mitarbeiter zu finden, deren Arbeitsplatz wegfällt oder deren Arbeitsort sich ändert.

Mitarbeiter

Altersstruktur der Mitarbeiter

Unternehmenszugehörigkeit der Mitarbeiter

Anteil Frauen am Personalbestand

Anteil Frauen in Führungspositionen

Anteilseigner

Unser Aktienregister verzeichnete zum Ende des Jahres rund 155.000 (im Vorjahr: 143.000) Aktionäre. Der weitaus größte Teil der Aktien lag bei institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen oder Investmentgesellschaften; rund 12,0(11,4)% hielten private Investoren. Der Anteil der ausländischen Investoren lag mit rund 74% zum Jahresende auf dem Niveau des Vorjahres. Zu unseren Anteilseignern gehören auch nachhaltig orientierte Investoren, mit denen wir im regen Dialog stehen.

Größter Anteilseigner war zum Jahresende weiterhin Warren E. Buffett, der über mehrere Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe Berkshire Hathaway Inc., OBH Inc., National Indemnity Co. rund 11,2 Prozent an der Münchener Rück AG hält. Der Vermögensverwalter BlackRock belegt mit rund 6,2% Rang 2 unter unseren größten Anteilseignern. Die Volksrepublik China, vertreten durch die People's Bank of China/SAFE, China, liegt mit rund 3% auf dem dritten Rang.

Regionale Verteilung1

1 Anteil am Grundkapital; Stand: 31.12.2013.

Quelle: Münchener-Rück-Aktienregister

Unsere auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensstrategie begleiten wir durch eine kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Wesentliche Aufgabe von Investor & Rating Agency Relations bei Munich Re ist die Pflege bestehender Aktionärskontakte und die Gewinnung neuer Anleger. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die Meinungen und Präferenzen unserer Investoren im internen Entscheidungsprozess angemessen berücksichtigt werden. Wir nutzen vor allem Roadshows und Investorenkonferenzen, um den Dialog mit institutionellen Investoren aufzunehmen und zu vertiefen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Finanzplätzen in Europa und Nordamerika; verstärkt widmen wir uns inzwischen auch den aufstrebenden Finanzzentren Asiens und Arabiens. Die Investor-Relations-Aktivitäten ergänzen wir regelmäßig um Sonderveranstaltungen; beispielsweise präsentierten wir unser Geschäftsfeld ERGO International im Detail und führten erstmals einen Investorentag zum Thema Corporate Responsibility in München durch. Des Weiteren bieten wir regelmäßig einen einschlägig geprägten Austausch für Investoren an, die ihre Anlagestrategie gezielt an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten.

Unsere Investor-Relations-Arbeit erfährt nach wie vor positive Resonanz: In mehreren branchenübergreifenden Analysen zur Qualität des Investorendialogs nimmt Munich Re 2013 erneut führende Positionen ein; vor allem Konsistenz und Transparenz unserer Berichterstattung werden von unseren Gesprächspartnern geschätzt. Sämtliche Präsentationen, die wir in Analysten- und Investorengesprächen, auf Konferenzen und Roadshows vorstellen, veröffentlichen wir zeitgleich im Internet und versenden diese auf Wunsch an interessierte Aktionäre. Viele dieser Veranstaltungen übertragen wir live über Webstreaming. Anfragen, die uns über die telefonische Aktionärshotline oder per E-Mail erreichen, beantwortet unser Team umgehend. Die Serviceseiten unseres Aktionärsportals im Internet bieten unseren im Aktienregister eingetragenen Aktionären zudem viele weitere Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten.

Rund 4.500 Aktionäre und Aktionärsvertreter nahmen an der 126. ordentlichen Hauptversammlung am 25. April 2013 teil. 34% des stimmberechtigten Grundkapitals beteiligten sich an den Abstimmungen. Die Beschlussvorschläge wurden jeweils mit klarer Mehrheit angenommen. Mit Online-Teilnahme an der Hauptversammlung und (elektronischer) Briefwahl bot die Münchener Rück AG ihren Aktionären erneut alle Möglichkeiten, ihre Stimme zu den Tagesordnungspunkten abzugeben.

Umwelt und Gesellschaft

Die Themen Umwelt und gesellschaftliches Engagement sind neben den Aktivitäten von Corporate Responsibility im Kerngeschäft wesentliche Aktionsfelder unserer Corporate-Responsibility-Strategie.

Umwelt

Auch 2013 haben wir intensiv daran gearbeitet, dass unser gruppenweites Umweltmanagement-System konsequent umgesetzt wird und unser Ziel, 75% aller Mitarbeiter von Munich Re einzubinden, erreicht wird. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Qualität der Datenerfassung sich stetig verbessert. 17 der erfassten Standorte sind nach dem internationalen Standard ISO 14001 zertifiziert. Um den Ausstoß von Kohlendioxid-Emissionen zu verringern, haben wir uns zudem gruppenweite Ziele gesetzt - so werden diese Emissionen von 2009 bis 2015 um 10% reduziert und der gesamte Konzern wird bis zum Jahr 2015 klimaneutral gestellt. Der größte Anteil der Kohlendioxid-Emissionen resultiert aus unserem Energieverbrauch und unseren Geschäftsreisen.

Verteilung CO2-Emissionen am Beispiel Munich Re München 2013

Daher fokussieren wir Reduktionsmaßnahmen auf diese beiden Bereiche. So investieren wir in energieeffizientere Technologien und vermeiden Reisen durch die Nutzung digitaler Kommunikation. Wirkungsvolle Maßnahmen sind zum Beispiel die Umstellung der Dienstwagenflotte von ERGO Deutschland auf treibstoffsparende Fahrzeugklassen, die Installation von Solarpanels in Princeton sowie die Aufgabe von ineffizienten Gebäuden in München, um unsere Emissionen zu verringern.

Die unvermeidbaren Kohlendioxid-Emissionen neutralisieren wir über Zertifikate. Die Auswahl dieser erfolgt nach bestmöglichem Standard und positivem sozialem Einfluss durch ausgewählte Projekte. Unsere bisherigen Erfolge auf dem Weg zur konzernweiten "Klimaneutralität" 2015:

Seit 2009 ist der Standort von Munich Re in München klimaneutral;

seit 2011 die größten Standorte der ERGO Gruppe Deutschland;

seit 2012 die gesamte Rückversicherung und ERGO Gruppe Deutschland.

2014 werden wir unsere Umweltziele weiter konsequent umsetzen, indem wir die einzelnen Standorte beraten und mit ihnen eng kooperieren.

Gesellschaft

Auch mit unserem bürgerschaftlichen Engagement bringen wir uns überall dort ein, wo wir geschäftlich tätig sind.

Um einen sinnvollen Rahmen für unser internationales gesellschaftliches Engagement zu schaffen, haben wir ein gruppenweites Corporate-Citizenship-Konzept mit konkret definierten Förderinhalten erstellt. Hier setzen wir klare Schwerpunkte auf die geschäftsnahen Themen Umwelt, Naturkatastrophenprävention, demografischen Wandel und Gesundheit sowie auf die Förderung von Wissenschaft und Bildung und kultureller Vorhaben an unseren Unternehmensstandorten. Jüngstes Beispiel dafür ist ein neues Kooperationsprojekt mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, bei dem die Verantwortlichen beider Häuser inhaltlich zusammenarbeiten und gemeinsam verschiedene Ausstellungs-, Lehr-, Publikations- und Veranstaltungsformate entwickeln, die auch im Rahmen von Mitarbeiter- und Kundenveranstaltungen genutzt werden.

Im Themenbereich Umwelt setzen wir uns im Rahmen der von Water Benefit Partners (WBP) und der Schweizer Agentur für internationale Zusammenarbeit (DEZA) ins Leben gerufenen Private Public Partnership (PPP) gemeinsam mit 14 weiteren Partnern dafür ein, einen innovativen Finanzierungsmechanismus - den sogenannten Water Benefit Standard - für Wasserprojekte in Regionen mit großer Wasserknappheit zu entwickeln.

Unsere Mitarbeiter engagieren sich weltweit in vielfältiger Weise gemeinnützig. Am Standort München und in den internationalen Einheiten der Rückversicherungsgruppe fördern wir zahlreiche ihrer Initiativen im Rahmen der Dr. Hans-Jürgen Schinzler-Stiftung. 2013 haben unsere Mitarbeiter mehr als 2.000 Stunden an freiwilligem Engagement geleistet. Die beiden weiteren Unternehmensstiftungen, die Münchener Rück Stiftung und die ERGO Stiftung "Jugend & Zukunft", ergänzen mit ihren verschiedenen Projekten unseren konzernweiten Corporate-Citizenship-Ansatz. Ihr Stiftungskapital beläuft sich auf insgesamt 80 Millionen €. Die daraus generierten Stiftungsmittel werden neben verschiedenen Förderprojekten an den Unternehmensstandorten unter anderem für langfristige Aktivitäten im Mikroversicherungsbereich, bei der Naturkatastrophenprävention, für innovative Formen der Wassergewinnung sowie für Jugend- und Bildungsprojekte verwendet. So veranstaltet die Münchener Rück Stiftung die weltweit größte Internationale Mikroversicherungskonferenz und vergibt zusammen mit den Vereinten Nationen den RISK Award. Dieser hochdotierte Preis fördert wegweisende Projekte der Katastrophenvorsorge.

Ausführliche Informationen über die konzernweiten Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility sowie unser Verständnis von unternehmerischer Verantwortung legt unser Corporate-Responsibility-Portal dar. Die dort detailliert aufgelisteten Kennzahlen und die Beschreibung der ergriffenen Maßnahmen zeigen unsere Leistungen und erläutern, wie wir diese Verantwortung in unserem Geschäft täglich leben.

Risikobericht

Risikolage von Munich Re 2013 tragfähig und kontrolliert

Kapitalausstattung weiterhin komfortabel

Integriertes, gruppenweit einheitliches System zum Management von operationellen Risiken

Risk Governance und Risikomanagement-System

Risikomanagement-Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten

Organisatorischer Aufbau

Um ein effizientes Risikomanagement zu gewährleisten, hat Munich Re besondere Risikomanagement-Funktionen und -Gremien eingerichtet. Die Funktion Integrated Risk Management (IRM) verantwortet das gruppenweite Risikomanagement und baut dabei auf dezentrale Strukturen der Gruppe auf. IRM steht der Chief Risk Officer (CRO) vor, in einzelnen Gesellschaften leistet dies jeweils ein dezentraler CRO. Unterstützt werden sie von interdisziplinären Teams hoch qualifizierter Mitarbeiter. Dank umfassender Dokumentationen, Richtlinien und Anweisungen sind die Mitarbeiter der Risikomanagement-Organisation sowie der gesamten Gruppe über unsere Risikostrategie sowie ihre Aufbau- und Ablauforganisation informiert. Dies ist die Grundlage einer aktiven Steuerung der eingegangenen Risiken.

Risk Governance

Die Risk Governance von Munich Re fördert Entwicklung und Erhalt einer wirksamen Risiko- und Kontrollkultur, die alle materiellen Risikokategorien umfasst. Gremien auf Gruppen- und Segmentebene unterstützen sie:

Gruppenebene

Zu den wichtigsten Aufgaben des Konzernausschusses des Vorstands gehören die Wahrung und die Fortentwicklung des Risikomanagements und der Risk Governance auf Konzernebene. Vierteljährlich tagt er zusammen mit dem CRO und weiteren fachkundigen Mitgliedern der Geschäftsfelder als Group Risk Committee und behandelt in dieser Formation grundlegende Risikothemen der gesamten Gruppe. Ebenfalls vierteljährlich tagt der Konzernausschuss zusammen mit dem CRO und den Investmentverantwortlichen der Geschäftsfelder als Group Investment Committee, das zentrale Steuerungsgremium für wesentliche konzernübergreifende Themen, welche die Kapitalanlagen einschließlich spezifischer Kapitalanlagerisiken der Gruppe betreffen.

Daneben gibt es das Group Compliance Committee (GCC). Das GCC ist ein Fachgremium, das sich mit Compliance-Risiken sowie mit Reputationsfragen und -risiken auf Gruppenebene befasst, um auf eine gruppeneinheitliche Behandlung dieser Risiken hinzuwirken. Im Gegensatz zum Group Corporate Responsibility Committee (GCRC), das sich abstrakt mit dem Erfassen sensibler Themen und der Positionierung von Munich Re dazu beschäftigt, konzentriert sich das GCC auf konkrete Reputationsrisiken, die aus einzelnen oder mehreren Sachverhalten resultieren oder Gegenstand von Anfragen aus den Geschäftseinheiten sind.

Der Vergütungsausschuss (nach der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich, VersVergV) hat die Aufgabe, das System zur Vergütung der Mitarbeiter auszugestalten, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei stehen die Risiken aus den variablen Anreizelementen im Mittelpunkt.

Segmentebene

Für die Rückversicherung wurde als spezielles Risikogremium das Global Underwriting and Risk Committee (GURC) gebildet, das mit Mitgliedern des Rückversicherungsausschusses des Vorstands besetzt ist.

Für Risikothemen im Segment Munich Health ist das Munich Health Risk Committee zuständig.

Das Risikomanagement für die Erstversicherung erfolgt in erster Linie dezentral bei ERGO IRM; es wird dabei von lokalen Risikomanagement-Einheiten unterstützt. Als Entscheidungsgremium wurde das ERGO Risk Committee etabliert, das sich aus Vorstandsmitgliedern, dem CRO und dem CRO von Munich Re zusammensetzt.

Festlegung der Risikostrategie

Die Übernahme von Risiken ist ein wesentlicher Teil unserer Geschäftsstrategie. Die Risikostrategie legt fest, in welchem Ausmaß wir Risiken für unsere Kunden und Aktionäre eingehen. Ihre Entwicklung ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsstrategie eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet, regelmäßig mit dem Aufsichtsrat erörtert und hat folgende Ziele:

Die Risikostrategie wird bestimmt durch definierte Toleranzen für eine Reihe von Risikokriterien. Diese Toleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn innerhalb bestimmter Volatilitätsgrenzen und sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe.

Gesamtportfolio-Kriterien: Sie beziehen sich auf das gesamte Portfolio von Munich Re und zielen darauf ab, unsere Kapitalstärke sicherzustellen und die Wahrscheinlichkeit eines ökonomischen Jahresverlusts zu begrenzen. Hier ist besonders das Kriterium Economic Earnings at Risk (EEaR) zu nennen. Mit diesem Kriterium richten wir das Risikoprofil der Gruppe so aus, dass bei Verwerfungen des Geschäftsverlaufs, wie sie statistisch etwa alle zehn Jahre vorkommen, die Risikotragfähigkeit eine definierte Schwelle nicht unterschreitet. Die Economic Earnings at Risk zum 31. Dezember 2013 betragen 4,3 Milliarden €.

Ergänzende Kriterien: Sie begrenzen die Schäden aufgrund einzelner Risikoarten und Kumule, zum Beispiel für Naturgefahren, Terrorismus- oder Pandemierisiken, aber auch für Markt- und Kreditrisiken, welche die Überlebensfähigkeit von Munich Re gefährden könnten, falls sie eintreten.

Weitere Kriterien: Sie haben das Ziel, die Reputation von Munich Re zu bewahren und damit künftiges Geschäftspotenzial zu schützen. Sie umfassen die Limitierung von Einzelrisiken, die nicht die Existenz des Unternehmens gefährden, aber das Vertrauen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern in das Unternehmen nachhaltig beschädigen könnten, falls sie eintreten.

Die jeweils gewählte Risikotoleranz sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschäftschancen und eingegangenen Risiken. Unsere Vorgaben der Risikostrategie bewährten sich in der Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise. Mit unserem Geschäftsmodell aus der Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach sind wir stets in der Lage, auch in besonders schwierigen Märkten unseren Kunden ein starker Partner und eine stabile Investition für unsere Aktionäre zu sein. Mit unserem breit diversifizierten Portfolio der Kapitalanlagen sind wir gut gewappnet für alle realistisch vorstellbaren und damit auch für extreme Marktszenarien.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Der vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem ist nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen zu verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte in Einklang gebracht werden. Gegebenenfalls werden Risiken durch Rückversicherung, Derivate oder sonstige Formen der Risikoentlastung abgegeben oder gesichert.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Messung, Analyse und Bewertung von Risiken und daraus abgeleitet die Risikoberichterstattung, -limitierung (Beschränkung auf ein gewolltes Maß) und -überwachung. Dabei haben wir alle wesentlichen Risiken im Blick.

Die Risikoidentifikation erfolgt über geeignete Systeme und Kennzahlen (quantitativer Teil) sowie über verschiedene Risikoerhebungen, die ergänzt werden durch Expertenmeinungen und die Einschätzung ausgewählter und besonders erfahrener Führungskräfte (qualitativer Teil). Mithilfe unseres Ad-hoc-Meldeprozesses können unsere Mitarbeiter Risiken jederzeit bei unserem zentralen Risikomanagement (IRM) anzeigen.

Die Instrumente der Risikomessung, die auf das jeweilige Segment zugeschnitten sind, werden ständig weiterentwickelt. Unser primäres Risikomaß fußt auf ökonomischen Grundsätzen. Regelmäßig vergleichen wir unsere Risikomodellergebnisse mit den entsprechenden Ergebnissen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und gewerblichen Modellierungsagenturen. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise auf Gruppen-, Segment- und Unternehmensebene oder auch nach Risikoart. Regelmäßig führen wir Benchmarkings unserer Risikomodellergebnisse durch und nehmen an Branchenumfragen teil, um unsere Instrumente zu prüfen und zu verfeinern.

Unsere Finanzstärke ist ein wichtiges Kriterium unseres Geschäftserfolgs. Bei Bewertungen unserer Finanzstärke durch für uns wesentliche Ratingagenturen streben wir bis auf Weiteres eine Einstufung in der jeweils zweithöchsten Ratingkategorie an. Die Erfüllung dieses Ziels ist eine Nebenbedingung unserer Unternehmenssteuerung und wird in regelmäßigen Abständen überwacht. Wir gehen derzeit davon aus, dass unsere Finanzstärke, unsere gute Wettbewerbsposition und unser hoch entwickeltes Risikomanagement auch zukünftig durch entsprechend hohe Ratings Anerkennung finden werden.

Unser internes Risikomodell vergleichen wir mit der Standardformel von Solvency II und nehmen an den sogenannten quantitativen Auswirkungsstudien (Quantitative Impact Studies) sowie an Stresstests (zum Beispiel European Insurance Stress Test) teil.

Risikoanalyse und -bewertung werden auf oberster Ebene in IRM in Form einer konsolidierten Gruppensicht unter Berücksichtigung von Beschränkungen der Kapitalfungibilität vorgenommen. Sie beruhen auf den Analysen, welche die Risikomanagement-Einheiten der Rückversicherung, von ERGO, von Munich Health und des Assetmanagements erstellen. Daneben ist IRM verantwortlich, die Analysen vorgelagerter Instanzen zu plausibilisieren und zu validieren. Zu diesem Zweck arbeitet IRM eng mit zahlreichen Bereichen und Experten zusammen. So erhalten wir eine quantitative und qualitative Bewertung, die mögliche Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigt.

Die Risikolimitierung ergibt sich aus der Risikostrategie. Ausgehend von den definierten Risikotoleranzen werden Limite, Regeln und - sofern notwendig - risikoverringernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Identifiziert ein Geschäftsbereich ein attraktives Geschäft, das seine Risikovorgaben überschreiten würde, analysieren die zuständigen Risikomanagement-Abteilungen und IRM die möglichen Auswirkungen auf das Gruppenportfolio und die Risikotoleranz der Gesamtgruppe. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse und der Ertragserwartungen aus dem Geschäft entwickeln wir ein Konzept, mit dem wir das Risiko gegebenenfalls in unsere Bücher nehmen können.

Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt, etwa von der MEAG für die Kapitalanlagen oder von ERGO IRM, und dann zentral zusammengeführt. Risiken, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral.

Das Risikomanagement-System ist Prüfungsgegenstand der Internen Revision. Entsprechend dem Prüfungsplan der Internen Revision werden jährlich verschiedene Teilfunktionen geprüft.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser internes Risikokontrollsystem (IKS) ist ein über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes, gruppenweit einheitliches System zum Management von operationellen Risiken. Es adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften.

Die Risiko- und Kontrollbeurteilungen werden von den Führungskräften, Experten und Mitarbeitern der Fachbereiche mindestens einmal jährlich vorgenommen.

Das IKS liefert auf Prozessebene für jedes Geschäftsfeld von Munich Re eine Risikolandkarte, das heißt, es verknüpft systematisch die wesentlichen Risiken und Kontrollen in den Prozessen. Diese Transparenz über unsere Risikosituation ermöglicht uns, auf Schwachstellen oder veränderte interne und externe Anforderungen gezielt zu reagieren. So können wir operationelle Risiken frühzeitig erkennen, Kontrolldefizite umgehend zuordnen und wirksam gegensteuern.

Im Hinblick auf Kontrollen, die auf Unternehmensebene durchgeführt werden, orientiert sich das IKS an COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einem in der Finanzwirtschaft anerkannten Standard für unternehmensinterne Kontrollen. Für Kontrollen auf IT-Ebene wird das maßgebende Framework COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein international anerkanntes Framework zur IT-Governance.

Unser IKS hat ein hohes Niveau erreicht, kann aber, trotz sorgfältiger Ausgestaltung und Anwendung, nur eine hinreichende, jedoch keine vollständige Sicherheit in Bezug auf die Abdeckung aller operationellen Risiken gewährleisten. Mit den eingerichteten Kontrollen, gruppenweit abgestimmten Prozessen und unterstützenden IT-Lösungen können Fehler oder einzelne Betrugsfälle nicht vollständig vermieden werden. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir mit unseren Kontroll- und Dokumentationsaktivitäten größtmögliches Vertrauen bei unseren Interessensgruppen erzielen.

Wesentliche Voraussetzung für die Verlässlichkeit des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Einzelunternehmen ist die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess. Der korrekte Ausweis und die zweckgerechte Bewertung sämtlicher Positionen des Abschlusses sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben in Anhang und Lagebericht sind zu gewährleisten.

Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen sorgfältig bestimmte Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen mit einem adäquaten Aufwand-Nutzen-Verhältnis sicherzustellen. Diese Grenzen werden anhand der Kriterien Größe, Risikoerfahrung und Compliance ermittelt. Alle Risiken, die aus Gruppensicht für die Finanzberichterstattung wesentlich sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das IKS aufgenommen. Die IKS-Risikolandkarte wird einmal jährlich von den Risikoträgern auf Aktualität geprüft und angepasst.

Wesentliches Merkmal des Rechnungslegungsprozesses ist die fristgerechte Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen in der Berichterstattung von Munich Re. Munich Re gibt durch ein Bilanzierungshandbuch und regelmäßige Informationen über Änderungsanforderungen konzernweit einheitliche Regeln für Ansatz, Bewertung und Ausweis sämtlicher Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der weiteren Bestandteile des Abschlusses vor. Änderungen unterliegen einem zwingenden Prozess in Bezug auf zeitliche Regelungen, Verantwortlichkeiten und Informationswege.

Der Rechnungslegungsprozess ist in hohem Maße von IT-Systemen abhängig, die vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen sind und laufenden Kontrollen unterliegen, um die Effektivität und Stabilität der Informations- und Kommunikationsflüsse zu gewährleisten. Die Konzernabschlusserstellung beruht auf einer zentralen IT-Lösung, die auf konzernweit weitgehend einheitlichen Hauptbüchern aufsetzt. Sie fußt auf harmonisierten Stammdaten, einheitlichen Prozessen und Buchungsregeln sowie einer standardisierten Schnittstelle für die Datenlieferung an den Konzern oder Teilkonzern. Berechtigungskonzepte regeln den Zugriff auf die Rechnungslegungssysteme. Die Ordnungsmäßigkeit der Datenbewirtschaftung in den Rechnungslegungssystemen wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Unsere operationellen Hauptrisiken werden auf mehreren Ebenen kontrolliert. Überwiegend sehen wir inhaltliche und automatisierte, systemtechnische Überprüfungen unserer definierten Prozesse vor.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats lässt sich regelmäßig über die Wirkungsweise des IKS und Veränderungen der Risikolandkarte im Vergleich zum Vorjahr berichten. Dabei werden mithilfe der Berichte unseres Abschlussprüfers und der Konzernrevision die angewandten Kontrollmaßnahmen erläutert und dargelegt, ob alle für notwendig gehaltenen Kontrollen korrekt durchgeführt wurden. Hierzu werden risikoorientierte Prüfungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vorgenommen und die Ergebnisse in internen Prüfungsberichten zusammengefasst.

Risikoberichterstattung

Die interne Risikoberichterstattung informiert den Vorstand regelmäßig über die Risikolage, und zwar in Bezug auf die einzelnen Risikokategorien (fortlaufend) und die Lage der gesamten Gruppe (vierteljährlich). So ist über Frühwarnmechanismen sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und die BaFin erhalten den vierteljährlichen internen Risikobericht.

Ziel unserer externen Risikoberichterstattung ist es, Kunden und Aktionären einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gruppe zu verschaffen. Hierzu gehören die Informationen über unsere Risikomanagement-Methoden und -Prozesse, die Risk Governance und die einzelnen Risiken, denen Munich Re ausgesetzt ist.

Wesentliche Risiken

Allgemein definieren wir Risiko als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als "wesentlich" bezeichnen wir Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Munich Re auswirken können. Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Wesentliche Risiken entstehen aus folgenden Risikokategorien:

Versicherungstechnisches Risiko: Schaden- und Unfallversicherung

Die Risikokategorie Schaden- und Unfallversicherung umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sind.

Beitragsrisiko

In erster Linie ist das operative Management dafür verantwortlich, das Beitragsrisiko zu kontrollieren. Die operativen Führungskräfte gestalten interne Prozesse so, wie es die Qualitätssicherung gebietet. Dabei berücksichtigen sie einerseits die spezifischen Exponierungen ihres Geschäfts, andererseits das Wissen und die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter.

Für besonders kritische Sachverhalte werden die Zeichnungsvollmachten der operativen Einheiten durch gruppenweite verbindliche Vorgaben oder durch begrenzte Budgets eingeschränkt.

Wegen der Vielfalt und starken Verzweigung des Geschäfts von Munich Re kann es kein Regelwerk geben, das für Akzeptentscheidungen relevante Risiken vollständig abdeckt. Deshalb ist das Knowhow unserer operativen Underwriter, insbesondere in der Rückversicherung, von hoher Bedeutung. Dem tragen wir Rechnung, indem wir Fortbildungsmaßnahmen organisieren, IT-Systeme für Risikoeinschätzung und Tarifierung bereitstellen, Informationspapiere und Underwriting-Empfehlungen intern veröffentlichen sowie Arbeitsgruppen einsetzen, die Underwriting-Wissen erarbeiten und vermitteln.

Reserverisiko

Die Schätzung der Rückstellungen ist mit Unsicherheiten behaftet, denn die Regulierung von Schäden, die vor dem Bilanzstichtag eingetreten sind, hängt von künftigen Ereignissen und Entwicklungen ab. Nicht vorhersehbare Schadentrends, die sich ergeben aufgrund von Gerichtsentscheidungen, veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, Unterschieden in der Schadenregulierungspraxis, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie infolge von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, beispielsweise der Inflation, können sich erheblich auf das Abwicklungsergebnis auswirken.

Wir bestimmen die Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten nach den Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis auf der Grundlage fundierter Annahmen, Methoden und Bewertungen. Diese Annahmen werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Über gruppenweit geltende Reservierungsregelungen werden die weitgehende Zuverlässigkeit und Beständigkeit dieses Vorgehens sichergestellt. Zusätzlich führen wir gruppenweit interne Prüfungen durch, ob diese Regelungen eingehalten werden und die Rückstellungen angemessen sind.

Versicherungstechnisches Risiko: Lebens- und Krankenversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders das biometrische und das Stornorisiko von Bedeutung. Wir unterscheiden hier zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken.

Zufällige jährliche Schwankungen der Versicherungsleistungen oder des Stornoverhaltens können kurzfristig den Wert des Portfolios senken. Dies gilt vor allem für höhere Aufwendungen durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse, zum Beispiel Pandemien.

Änderungen der Biometrie und des Stornoverhaltens der Kunden sind langfristig auf den Wert des Portfolios einwirkende Risiken, die Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen erforderlich machen. In der Krankenversicherung sind naturgemäß die Morbiditätsrisiken, in der Lebensversicherung vor allem die Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Bedeutung. Bei den kurzfristig einwirkenden Pandemie- und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeitsszenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt. Im deutschen Krankenerstversicherungsgeschäft, vor allem in der Krankenvollversicherung, bestehen zusätzliche Unsicherheiten, weil sich seit dem Jahr 2009 die Optionen der Versicherungsnehmer verändert haben. Dazu zählen unter anderem

das Storno unter Mitgabe von Übertragungswerten (Alterungsrückstellungen),

die Leistungspflicht ohne Kündigungsmöglichkeit gegenüber Nichtzahlern sowie der zum 1. August 2013 eingeführte Notlagentarif,

das Recht zum Tarifwechsel.

Die Veränderungen resultieren aus dem deutschen Gesundheitsreformgesetz (GKV-WSG). Die neuen Versicherungsnehmer-Optionen werden im Bewertungsmodell gemäß den bisherigen Erfahrungen berücksichtigt.

Die Erläuterungen zu den Zeichnungsrichtlinien und -limiten der Schaden- und Unfallversicherung gelten auch für die Lebens- und Krankenrückversicherung. In der Erstversicherung sind die regelmäßige Überprüfung der Rechnungsgrundlagen durch Aktuare und gegebenenfalls Anpassungen der Tarifierungsregeln geeignete Maßnahmen, um Risiken und Prozesse wirkungsvoll zu steuern. Verändern sich in der Krankenerstversicherung die Rechnungsgrundlagen nachhaltig, können bei langfristigen Verträgen in der Regel die Beiträge angepasst werden.

Marktrisiko

Wir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der risikolosen Zinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen berücksichtigt, zum Beispiel auf Staatsanleihen oder Kreditausfall-Swaps (CDS: Credit Default Swaps). Darüber hinaus zählen wir das Risiko, dass sich Inflationsraten verändern, ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch unsere versicherungstechnischen Verpflichtungen. Dies ist vor allem in der Lebenserstversicherung der Fall. Aufgrund der teilweise langfristigen Zinsgarantien und der vielfältigen Optionen der Versicherten in der traditionellen Lebensversicherung hängt der Wert der Verpflichtungen sehr stark von den Kapitalmärkten ab.

Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements. Mit Stresstests sowie Sensitivitäts- und Durationsanalysen simulieren wir gezielt Marktschwankungen und entwickeln Strategien, um bei Bedarf eingreifen zu können. Diese Steuerung findet nicht zuletzt durch den Einsatz von Derivaten wie Aktienfutures, Optionen und Zinsswaps statt, die insbesondere bei einer Absicherung von Exposures zum Einsatz kommen.

Unsere Kapitalanlagen müssen gruppenweiten Mindeststandards genügen. Diese Anforderungen haben wir in unseren General Investment Guidelines (GIG) festgelegt. Darüber hinaus sind die risikorelevanten Restriktionen für die Kapitalanlagen zu berücksichtigen, die sich aus der Risikostrategie ergeben.

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert, zum Beispiel eines Emittenten von Wertpapieren oder eines anderen Schuldners mit Verpflichtungen gegenüber unserer Gruppe.

Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir das Kreditrisiko auch aktiv durch die Zeichnung von Erst- und Rückversicherungsgeschäft ein. Beispiele hierfür sind die Kredit- oder Finanzrückversicherung.

Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem: Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Anlagen in Asset Backed Securities (ABS) werden ebenfalls getrennt vom Kontrahentenlimitsystem über Volumenlimite gesteuert. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei OTC-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko. Über ein Financial Sektor Limit wird auf Gruppenebene das Zinsträger- und CDS-Exposure gegenüber Emittenten aus dem Finanzsektor zusätzlich limitiert.

Zur Steuerung von Kreditrisiken setzen wir auch Kreditderivate, insbesondere CDS, ein.

Um neben dem Kreditrisiko von Staatsanleihen weitere Länderrisiken zu berücksichtigen, erstellt unsere Beratungseinheit für strategische und ökonomische Themen, Group Development, zusätzlich zum reinen Ausfallrating ein spezielles Länderscoring. Dieses bildet die wesentlichen politischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Risiken in einem Land ab und erlaubt uns, Länderrisiken - die für einzelne Geschäftsfelder von unterschiedlicher Bedeutung sind - zusätzlich umfassend einzuschätzen.

Im Bereich Retrozessionen und externer Rückversicherung im Erstversicherungssegment steuern wir das Ausfallrisiko mithilfe des Retro Security Committee. Seine Experten überprüfen unabhängig und anhand verschiedener Kriterien (zum Beispiel Mindestratings, Marktdaten oder Eigenkapitalanforderungen) die Qualität unserer wesentlichen Retrozessionäre und Rückversicherungskontrahenten. Sie vergeben auf der Grundlage einer vom Risikomanagement vorgegebenen Zeichnungsrichtlinie angemessene Limite für die Kontrahenten.

Operationelles Risiko

Munich Re versteht unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern.

Zur Quantifizierung operationeller Risiken verwenden wir Szenarioanalysen. Diese werden jährlich mit erfahrenen Mitarbeitern in allen Geschäftsfeldern und relevanten Gesellschaften im Rahmen von Workshops erstellt bzw. aktualisiert. Die Ergebnisse fließen in die Modellierung des ökonomischen Risikokapitals für operationelle Risiken ein. Zur Validierung dieser Ergebnisse werden verschiedene Instrumente, beispielsweise Ergebnisse des IKS (Internes Kontrollsystem) oder interne und externe Schadendaten, herangezogen.

Das Management von operationellen Risiken findet hauptsächlich mithilfe des IKS statt.

Außerdem definiert unser Security & Continuity Risk Management (SCRM) Framework Rahmenvorgaben für ein gruppenweit einheitliches Vorgehen insbesondere bei der Erkennung, Bewertung und Steuerung von Sicherheitsrisiken für Menschen, Informationen und Sachwerte. Unser Ziel ist, den Schutz unserer Beschäftigten, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sowie den störungsfreien Betrieb unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Wir verfügen daher auch über ein ganzheitliches Business Continuity Management System. Es ist Bestandteil der Geschäftsstrategie und gehört damit zu den unmittelbaren Unternehmenszielen und umfasst unter anderem Notfall- und Wiederanlaufpläne zur Fortführung der Geschäftsprozesse und des EDV-Betriebs. Dieses System ist an allen Unternehmensstandorten eingeführt und wird regelmäßig getestet.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko steuern wir über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht.

Das Liquiditätsrisiko-Management berücksichtigt unter anderem

bekannte und erwartete Auszahlungsverpflichtungen durch eine regelmäßige, detaillierte Liquiditätsplanung auf Ebene der Einzelunternehmen und ein zentrales Cashflow-Reporting,

kurzfristige Nachschussverpflichtungen und Besicherungspflichten aus Derivatepositionen,

unerwartet hohe Belastungen, etwa infolge von Kumulschäden, die weit über das normale Maß der Schadenerwartung hinausgehen.

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln im Konzern optimieren wir ferner mithilfe interner Finanzierungen. Durch strenge Verfügbarkeitsanforderungen, die auch die aufsichtsrechtlichen Regelungen berücksichtigen, stellen wir sicher, dass jede Einheit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Strategisches Risiko

Munich Re definiert strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Sie bergen die Gefahr, dass der Unternehmenswert nachhaltig und deutlich abnimmt.

Diesem Risiko begegnen wir, indem wir wesentliche strategische Themen und Entscheidungen im Strategieausschuss diskutieren und ihre Implementierung regelmäßig nachhalten. Dem Strategieausschuss gehören die Mitglieder des Konzernausschusses sowie die Chief Executive Officers (CEOs) der Geschäftsfelder und der Leiter der Einheit Group Development an. IRM ist zusätzlich in die operative Geschäftsplanung ebenso wie in die Prozesse bei Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen eingebunden.

Reputationsrisiko

Wir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten) verschlechtert.

Die Maßnahmen zur Überwachung und Eindämmung des Reputationsrisikos reichen von der allgemeinen Erfassung der Risiken im Rahmen des IKS über die Einrichtung eines Hinweisgebersystems bis hin zu unserem Ad-hoc-Meldeprozess. Die Beurteilung konkreter Einzelfälle, die Reputationsfragen aufwerfen können, wird in den Geschäftsfeldern entweder in einem Reputational Risk Committee (RRC) oder im Rahmen eines vergleichbaren Prozesses vorgenommen, in dem die Konsultation von Experten durch eine koordinierende Stelle sichergestellt ist. Bei allen Fragen zur Einschätzung von Reputationsrisiken ist im Zweifelsfall der Compliance Officer der jeweiligen Einheit ein Ansprechpartner. Im Group Compliance Committee (GCC) werden Reputationsrisiken zusätzlich auf Gruppenebene betrachtet, um eine gruppeneinheitliche Analyse und Behandlung sicherzustellen. Ferner werden sensible Themen, die auch in Reputationsrisiken münden können, in unserem Group Corporate Responsibility Committee (GCRC) geschäftsfeldübergreifend behandelt.

Ökonomisches Risikokapital

Übersicht Risikolage

Im Risikomanagement schätzen wir unsere Risikolage anhand qualitativer und quantitativer Faktoren ein. Die Risikolage von Munich Re war während des gesamten Berichtszeitraums tragfähig und kontrolliert. Unsere gut eingeführten modernen Risikomanagement-Prozesse, verbunden mit unserer soliden Kapitalausstattung, haben die Leistungs- und Überlebensfähigkeit des Unternehmens im Sinne unserer Kunden und Aktionäre jederzeit gewährleistet. Neben den versicherungstechnischen und Kapitalmarktrisiken, die zu unserem Geschäftsmodell gehören, gibt es eine Vielzahl von weiteren Risiken, denen Munich Re - wie andere Unternehmen auch - unweigerlich ausgesetzt ist. Ihr Auftreten ist zufällig und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen sind zumeist schlecht einzuschätzen. Wir beobachten daher unsere Umwelt und unser Unternehmen sehr genau, um auch diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Schadenabwehr treffen zu können.

Internes Risikomodell

Munich Re steuert ihr Geschäft auf der Grundlage der konsolidierten Gruppensicht. Dazu verfügen wir über ein internes Risikomodell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können.

Unser Risikomodell gibt die Gewinn- und Verlustverteilung der verfügbaren Eigenmittel über einen Einjahreshorizont an. Es fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden und Unfall, Leben und Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Diese Verteilungsannahmen überprüfen wir regelmäßig, etwa mit real eingetretenen Schadenereignissen, und passen sie bei Bedarf an.

Im Rück- wie Erstversicherungsgeschäftsfeld wird jede Risikokategorie dargestellt. Im Segment Munich Health werden die Risikokategorien Leben/Gesundheit sowie operationelle Risiken gezeigt, nicht jedoch das Markt- und Kreditrisiko. Diese Risiken weisen wir entsprechend unserer internen Risikosteuerung in den Rück- und Erstversicherungssegmenten aus.

Ebenfalls zeigen wir Diversifikationseffekte, die einerseits durch unsere breite Aufstellung über die verschiedenen Risikokategorien (Versicherungstechnik, Markt, Kredit) und andererseits durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei berücksichtigen wir mittels (Tail-)Abhängigkeiten, dass die verschiedenen Risiken nicht unabhängig voneinander sind. Daraus ergibt sich im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit ein geringerer Diversifikationseffekt.

Eine zentrale Größe, die im Rahmen des internen Modells berechnet wird, ist das ökonomische Risikokapital (Economic Risk Capital, ERC). Unter dem ökonomischen Risikokapital von Munich Re verstehen wir den Betrag an verfügbaren Eigenmitteln, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Um das ökonomische Risikokapital von Munich Re zu bestimmen, verwenden wir die ökonomische Gewinn- und Verlustverteilung über alle Risikosegmente. Das ökonomische Risikokapital entspricht dem 1,75-Fachen des Value-at-Risk dieser Verteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Sicherheitsniveau von 99,5%. Der Value-at-Risk zum Sicherheitsniveau von 99,5% gibt den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen statistisch in höchstens einem von 200 Jahren überschritten wird. Er beschreibt die zukünftige Risikotoleranz unter Solvency II. Indem unsere Gruppe für sich den 1,75-fachen Kapitalbedarf gegenüber dieser Risikotoleranz errechnet, folgt sie einem konservativen Ansatz. Damit bietet sie ihren Kunden ein hohes Sicherheitsniveau.

Ökonomische Verluste können sich unterschiedlich auf die einzelnen rechtlichen Einheiten von Munich Re verteilen. Die Möglichkeiten einer Einheit, eine andere im Schadenfall finanziell zu unterstützen, sind teilweise rechtlich eingeschränkt. Bei der Bestimmung des Kapitalbedarfs von Munich Re werden daher rechtliche und regulatorische Beschränkungen der Kapitalfungibilität berücksichtigt.

Ökonomisches Risikokapital (ERC)

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Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
31.12.2013
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
31.12.2013
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
Schaden/Unfall 8,9 9,6 0,6 0,6 - -
Leben/Gesundheit 4,4 5,3 2,1 2,8 0,5 0,7
Markt 6,6 6,1 7,1 11,1 - -
Kredit 4,3 4,4 2,1 2,6 - -
Operationelle Risiken 1,1 1,0 0,5 0,6 0,1 0,1
Summe 25,3 26,4 12,4 17,7 0,6 0,8
Diversifikationseffekt -8,5 -9,3 -2,8 -3,4 -0,1 -
Gesamt 16,8 17,1 9,6 14,3 0,5 0,8
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Segment-Diversifikation Gruppe    
  31.12.2013
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
31.12.2013
Mrd. €
Vorjahr
Mrd. €
Veränderung
Mrd. €
%
Schaden/Unfall -0,5 -0,5 9,0 9,7 -0,7 -7,2
Leben/Gesundheit -1,2 -1,6 5,8 7,2 -1,4 -19,4
Markt -2,1 -3,2 11,6 14,0 -2,4 -17,1
Kredit -0,1 -0,3 6,3 6,7 -0,4 -6,0
Operationelle Risiken -0,3 -0,3 1,4 1,4 - -
Summe -4,2 -5,9 34,1 39,0 -4,9 -12,6
Diversifikationseffekt - - -10,4 -11,7 1,3 -11,1
Gesamt -3,2 -4,9 23,7 27,3 -3,6 -13,2

Die Tabelle zeigt das ökonomische Risikokapital von Munich Re und ihrer Risikokategorien zum 31. Dezember 2013. Im Lauf des vergangenen Jahres sank das ökonomische Risikokapital um 3,6 Milliarden €. Folgende Effekte trugen dazu bei:

Die Hauptursache für die Reduzierung des ökonomischen Risikokapitals in der Kategorie Schaden/Unfall um 0,7 Milliarden € ist das Groß- und Kumulschadenrisiko. Durch die Abwertung des US-Dollars, des australischen Dollars und des japanischen Yens kam es hier zu einer Verminderung des in Euro ausgewiesenen Risikokapitals. Der Rückgang wird zum Teil durch den Anstieg des Basisschadenrisikos kompensiert.

Ein gestiegenes Zinsniveau sowie die Abwertung aller Hauptwährungen, insbesondere des kanadischen Dollars und des US-Dollars, gegenüber dem Euro sind ursächlich für den Rückgang des ökonomischen Risikokapitals in der Risikokategorie Leben/Gesundheit um 1,4 Milliarden €. Bei Munich Health vermindert vor allem der Verkauf der Windsor Health Group das ERC.

Das ökonomische Risikokapital für Marktrisiken sank um 2,4 Milliarden €. Hauptgründe hierfür sind das gestiegene Zinsniveau und die Anpassung der Bewertung des Kundenverhaltens in der Lebens- und Krankenerstversicherung, die zu einer Reduktion der Mismatch-Position und damit zu einem Rückgang des Zinsrisikos im Erstversicherungssegment führte. Diesem wirkt der Ausbau des Aktienexposures im Rückversicherungssegment entgegen.

Das ökonomische Risikokapital für Kreditrisiken reduzierte sich um 0,4 Milliarden €, unter anderem aufgrund der oben beschriebenen Anpassung der Bewertung des Kundenverhaltens.

Die geringfügige Änderung des ökonomischen Risikokapitals für operationelle Risiken beruht auf der Aktualisierung der zugrunde liegenden Expertenschätzungen.

Der Diversifikationseffekt zwischen den Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/ Gesundheit, Markt, Kredit und operationelles Risiko ist um 1,3 Milliarden € gesunken. Grund hierfür ist vor allem die um 4,9 Milliarden € auf 34,1 Milliarden € gesunkene Summe des ökonomischen Risikokapitalbedarfs der einzelnen Risikokategorien, die in der Folge auch den absoluten Wert der Diversifikation sinken lässt.

Schaden/Unfall

Das versicherungstechnische Risikokapital für Schaden und Unfall setzt sich folgendermaßen zusammen:

Ökonomisches Risikokapital (ERC) Schaden/Unfall

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  Rückversicherung Erstversicherung Segment-Diversifikation
  31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
Basisschäden 4,9 4,6 0,5 0,5 -0,3 -0,3
Groß- und Kumulschäden 8,0 8,9 0,3 0,3 -0,1 -0,2
Summe 12,9 13,5 0,8 0,8 -0,4 -0,5
Diversifikationseffekt -4,0 -3,9 -0,2 -0,2 - -
Gesamt 8,9 9,6 0,6 0,6 -0,5 -0,5
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Gruppe    
  31.12.2013 Vorjahr Veränderung
  Mrd.
Mrd.
Mrd.
%
Basisschäden 5,1 4,8 0,3 6,3
Groß- und Kumulschäden 8,2 9,0 -0,8 -8,9
Summe 13,3 13,8 -0,5 -3,6
Diversifikationseffekt -4,3 -4,1 -0,2 4,9
Gesamt 9,0 9,7 -0,7 -7,2

Schäden, deren Aufwand in einem Geschäftsfeld 10 Millionen € übersteigt, werden als Großschäden bezeichnet. Kumulschäden sind Schäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen. Alle anderen Schäden bezeichnen wir als Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir analytische Methoden, die auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Bei den Basisschäden hat die jährliche Neuanpassung der Modelle zu einem erhöhten Bedarf an ökonomischem Risikokapital geführt, in erster Linie getrieben durch die stärkere Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen den Vertragsjahren.

Munich Re steuert ihre Risikoexponierung aktiv. Dazu gehört, dass wir unsere Exponierung begrenzen, zum Beispiel indem wir Naturkatastrophenrisiken limitieren und budgetieren. Dafür entwickeln unsere Experten Szenarien für mögliche Naturereignisse, die naturwissenschaftliche Faktoren, Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Schadenhöhe berücksichtigen. Ausgehend von diesen Modellen werden die Auswirkungen verschiedener Ereignisse auf unser Portfolio ermittelt und in Form eines stochastischen Modells mathematisch erfasst. Diese Modelle dienen als Grundlage der ERC-Berechnung für die Kategorie Groß- und Kumulschäden, die neben Naturgefahrenszenarien auch mögliche von Menschen verursachte Schäden enthält, sowie der Limitierung und Budgetierung von Kumulschäden.

Im Rahmen der vierteljährlichen ERC-Berechnungen werden die Exponierungen aktualisiert. Diese Daten nutzen wir, um die stochastischen Modelle der Naturgefahren anzupassen. Dabei wird die aktuelle Limitauslastung durch einen Bottom-up-Prozess bestimmt. Da ihr Portfolio stabiler ist, wird die Exponierung von ERGO nur einmal jährlich aktualisiert.

Das ökonomische Risikokapital für Groß- und Kumulschäden ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Das ist in erster Linie auf die Abwertung des US-Dollars, des australischen Dollars und des japanischen Yens gegenüber dem Euro zurückzuführen, was zu einem Rückgang des Risikos bei einigen großen Naturgefahrenszenarien führt. Zudem hat sich der Anteil externer Retrozession leicht erhöht. Die größte Naturgefahrenexponierung besteht für Munich Re wie im Jahr 2012 mit 2,9 Milliarden € (Value-at-Risk zur Wiederkehrperiode von 200 Jahren) im Selbstbehalt derzeit im Szenario "Atlantic Hurricane". Das zweitgrößte Szenario ist mit 2,0 Milliarden € im Selbstbehalt das Szenario "Sturm Europa". Der Selbstbehalt für das drittgrößte Szenario "Cyclone Australia" sank auf 1,9 Milliarden €, was hauptsächlich auf die Abwertung des australischen Dollars zurückzuführen ist.

Die Grafiken zeigen, wie wir unsere Exponierung gegenüber den Spitzenszenarien bei einer Wiederkehrperiode von 200 Jahren einschätzen:

Atlantic Hurricane aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Sturm Europa aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Cyclone Australia aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt

Als weltweit handelnder Risikoträger können wir die Einzelrisiken breit mischen und streuen. So verringern wir die Volatilität der Summe aller versicherungstechnischen Zahlungen erheblich und steigern die Wertschöpfung aller Geschäftsbereiche deutlich.

Leben/Gesundheit

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft berücksichtigt die Risikomodellierung sowohl kurz- als auch langfristige Entwicklungen bei den Risikotreibern, die den Wert des Geschäfts beeinflussen.

Als kurzfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen modellieren wir neben dem einfachen Zufallsrisiko höherer Schadenbelastungen im Einzeljahr vor allem die Überschäden, die sich durch seltene, aber kostenintensive Ereignisse wie Pandemien ergeben könnten.

Speziell die Produkte der Lebensversicherung sowie ein Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts zeichnen sich jedoch durch ihre Langfristigkeit und den über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis aus. Dabei können langfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen von Risikotreibern, etwa Änderungen der prognostizierten Sterblichkeits- und Invalidisierungstrends, den Wert des versicherten Portfolios senken (Trendrisiken). Die Risikomodellierung unterlegt dann die einzelnen Annahmeänderungen mit Wahrscheinlichkeiten und erzeugt somit eine vollständige Gewinn- und Verlustverteilung. Für derartig lang laufende Geschäftsportfolios weisen wir einen Bestandswert und Wertsensitivitäten im Konzernanhang aus.

Ökonomisches Risikokapital (ERC) Markt

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  Rückversicherung Erstversicherung Segment-Diversifikation
  31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
31.12.2013 Mrd.
Vorjahr Mrd.
Aktienrisiko 5,0 4,4 1,5 1,3 - -
Allgemeines Zinsrisiko 2,7 3,2 4,9 9,0 -2,5 -3,9
Spezifisches Zinsrisiko 1,7 2,1 3,5 5,2 -0,6 -1,2
Immobilienrisiko 1,4 1,3 1,1 0,8 -0,1 -
Währungsrisiko 1,4 1,8 0,2 0,2 -0,1 -0,1
Summe 12,2 12,8 11,2 16,5 -3,3 -5,2
Diversifikationseffekt -5,6 -6,7 -4,1 -5,4 - -
Gesamt 6,6 6,1 7,1 11,1 -2,1 -3,2
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Gruppe    
  31.12.2013 Vorjahr Veränderung
  Mrd.
Mrd.
Mrd.
%
Aktienrisiko 6,5 5,7 0,8 14,0
Allgemeines Zinsrisiko 5,1 8,3 -3,2 -38,6
Spezifisches Zinsrisiko 4,6 6,1 -1,5 -24,6
Immobilienrisiko 2,4 2,1 0,3 14,3
Währungsrisiko 1,5 1,9 -0,4 -21,1
Summe 20,1 24,1 -4,0 -16,6
Diversifikationseffekt -8,5 -10,1 1,6 -15,8
Gesamt 11,6 14,0 -2,4 -17,1

Marktrisiken

Marktrisiken werden bestimmt durch eine szenariobasierte Simulationsrechnung. Die Szenarien werden mit langjährigen Datenreihen kalibriert.

Aktienrisiko

Der Marktwert unserer Aktien einschließlich der Beteiligungen belief sich am 31. Dezember 2013 auf 10,1 (8,4) Milliarden €. Zu diesem Zeitpunkt lag die Aktienquote auf Marktwertbasis vor Berücksichtigung von Derivaten bei 4,6 (3,7)%, nach Berücksichtigung von Derivaten bei 4,5 (3,4)%. Dieser Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist der Grund für das höhere Risikokapital für Aktien.

Zinsrisiken

In der Rückversicherung beträgt das Zinsänderungsrisiko der festverzinslichen Kapitalanlagen in Einheiten von modifizierter Duration (Zinssatzsensitivität) 4,4, während die modifizierte Duration der Passivseite 3,1 ausmacht. Die Sensitivität der verfügbaren Eigenmittel zu einem parallelen Anstieg aller Zinskurven um einen Basispunkt (DV01) beträgt -4,1 Millionen €. Dies bedeutet, dass sich die verfügbaren Eigenmittel bei der angegebenen Parallelverschiebung der Zinskurve um den angegebenen Betrag verändern.

Die festverzinslichen Kapitalanlagen weisen in der Erstversicherung eine modifizierte Duration von 7,4 und die Verpflichtungen von 8,1 auf. Dies führt zu einer Exponierung zu fallenden Zinsen, die weitgehend aus den langfristigen Optionen und Garantien des Lebensversicherungsgeschäfts stammt. Das umfassende Zinsrisiko-Absicherungsprogramm, das erstmals 2005 umgesetzt wurde, verringert diese Zinsrisiken maßgeblich. Die Sensitivität der verfügbaren Eigenmittel bei einem parallelen Anstieg aller Zinskurven um einen Basispunkt (DV01) beträgt 10,3 Millionen €.

Der Rückgang des allgemeinen Zinsrisikos ist auf das verbesserte Marktumfeld sowie die geänderte Modellierung des Kundenverhaltens zurückzuführen. Diese Aktualisierung führt zum Beispiel zu einem kürzeren Auszahlungsprofil von Annuitäten-Policen, was zu einer Reduktion der Zins-Sensitivität führt. Das erhöhte allgemeine Zinsniveau, sowie die beschriebene Überarbeitung des Kundenverhaltens bewirken ebenfalls einen Rückgang des spezifischen Zinsrisikos.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko hat sich gegenüber dem Vorjahresendstand reduziert. Ursache hierfür ist der verringerte Fremdwährungsmismatch im Rückversicherungsportfolio.

Kreditrisiken

Kreditrisiken ermittelt Munich Re mit einem Portfoliomodell, das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Kalibriert wird das Modell dabei über einen Kreditzyklus.

Der Marktwert der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen betrug zum 31. Dezember 2013 176,6 Milliarden € und entsprach 81,1 % des Marktwerts der Kapitalanlagen von Munich Re. Diese Wertpapiere machten damit den größten Teil der Bestände aus.

In unserem internen Risikomodell berechnen und allokieren wir auch Risikokapital für sehr gut geratete Staatsanleihen.

Zum 31. Dezember 2013 waren unsere in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären folgenden Ratingklassen zugeordnet:

In Rückdeckung gegebene versicherungstechnische Rückstellungen nach Rating

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% 31.12.2013 Vorjahr
AAA 4,8 4,6
AA 50,3 50,2
A 36,9 40,0
BBB und niedriger 4,7 1,6
Kein Rating verfügbar 3,3 3,6

Die Verschiebungen beruhen hauptsächlich auf der Veränderung des Ratings weniger Rückversicherer und Retrozessionäre.

Verfügbare Eigenmittel

Dem ökonomischen Risikokapital als Anforderung an den Kapitalbedarf von Munich Re stellen wir die verfügbaren Eigenmittel gegenüber, mit denen Schadenereignisse bedeckt werden können, die höher ausfallen als erwartet. Diese verfügbaren Eigenmittel sind die Summe des sogenannten ökonomischen Eigenkapitals und des verfügbaren Hybridkapitals. Das ökonomische Eigenkapital basiert im Wesentlichen auf dem IFRS-Eigenkapital von Munich Re, wird jedoch um verschiedene ökonomisch angemessene Bereinigungen angepasst.

Die nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste enthalten Anpassungen für Positionen in Schaden/Unfall und bei Munich Health, die nicht zum Marktwert bewertet werden. Diese betreffen insbesondere Grundstücke und Bauten sowie Darlehen. Bei der Bewertung in Schaden/Unfall sowie Leben/Gesundheit nehmen wir unterschiedliche Adjustierungen vor: In Schaden/Unfall projizieren wir die künftigen Schadenzahlungen mittels aktuarieller Methoden. Wir zinsen geschätzte Zahlungsströme in Schaden/Unfall sowie bei Munich Health ab und fügen eine nach streng ökonomischen Grundsätzen hergeleitete Risikomarge hinzu. Für Geschäft, für das wir einen marktkonsistenten Embedded Value (MCEV) ausweisen, betrachten wir diesen als werthaltiges, zur Abfederung von Risiken bereitstehendes Kapital und berücksichtigen den Teil, der nicht schon im IFRS-Eigenkapital enthalten ist. Demgegenüber sind aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Teil des IFRS-Eigenkapitals der Gruppe. Da ihre Werthaltigkeit in Krisensituationen beeinträchtigt sein könnte, ziehen wir sie bei der Bestimmung des ökonomischen Eigenkapitals ab. Gleichermaßen verfahren wir mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nach IFRS, sofern sie nicht durch einen Überhang an passiven latenten Steuern bei der jeweiligen Gesellschaft bzw. der US-Steuergruppe gedeckt sind.

Verfügbare Eigenmittel

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Mrd. € 31.12.2013 Vorjahr Veränderung
IFRS-Eigenkapital 26,2 27,4 -1,2
Nicht bilanzierte unrealisierte Gewinne und Verluste 1,3 1,2 0,1
Bewertungsanpassungen Schaden/Unfall und Leben/Gesundheit1 9,1 5,3 3,8
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte -4,0 -4,1 0,1
Steuern und Sonstiges -0,2 -0,1 -0,1
Ökonomisches Eigenkapital 32,4 29,7 2,7
Hybridkapital 5,8 6,8 -1,0
Verfügbare Eigenmittel 38,2 36,5 1,7

1 Die Veränderung der Bewertungsanpassungen ist im Wesentlichen auf Annahmeänderungen bei der MCEV-Berechnung der Lebens- und Krankenerstversicherung zurückzuführen.

Das Hybridkapital setzt sich zusammen aus nachrangigen Verbindlichkeiten und den Bestandsfinanzierungsmitteln deutscher Lebenserstversicherungsgesellschaften. Hierbei handelt es sich um die freien Mittel zur Finanzierung des künftigen Neugeschäfts durch den Bestand, die weder dem Aktionär noch den Versicherungsnehmern zugeordnet werden.

Der ökonomische Kapitalpuffer zeigt, um welchen Betrag die verfügbaren Eigenmittel das ökonomische Risikokapital übersteigen. Der ökonomische Solvabilitätskoeffizient ergibt sich als Quotient der verfügbaren Eigenmittel (abzüglich angekündigter, aber noch nicht vollzogener Kapitalmaßnahmen, zum Beispiel der Dividendenausschüttung für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr) und des ökonomischen Risikokapitals. Im Zeitverlauf stellt sich die Situation so dar:

Ökonomische Solvabilitätskoeffizient-Komponenten

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    31.12.2013 Vorjahr Veränderung
(A) Ökonomisches Eigenkapital Mrd. € 32,4 29,7 2,7
(B) Verfügbare Eigenmittel Mrd. € 38,2 36,5 1,7
(C) Verfügbare Eigenmittel (nach Dividende und Aktienrückkauf) Mrd. € 36,2 35,2 1,0
(D) Ökonomisches Risikokapital Mrd. € 23,7 27,3 -3,6
(B) minus (D): Ökonomischer Kapitalpuffer Mrd. € 14,5 9,2 5,3
(C) dividiert durch (D): Ökonomischer Solvabilitätskoeffizient % 153 129  

Der ökonomische Solvabilitätskoeffizient von 153 (129)% ist gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozentpunkte gestiegen und bringt die Kapitalstärke von Munich Re zum Ausdruck. Das ökonomische Risikokapital von Munich Re, das zum obigen Solvabilitätskoeffizienten führt, entspricht dem 1,75-Fachen des Kapitals, das unter Solvency II auf Basis des internen Risikomodells voraussichtlich notwendig ist. Ein Verzicht auf den Sicherheitsaufschlag von 75% auf den Value-at-Risk zu einem Sicherheitsniveau von 99,5% - und die damit einhergehende Übereinstimmung mit dem Solvency-II-Standard -würde zu einem ökonomischen Solvabilitätskoeffizienten von 267 (225)% führen.

Um den RoRaC zu berechnen, ist ferner das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital" relevant: Es ist die Differenz des ökonomischen Eigenkapitals und des ökonomischen Risikokapitals und betrug am 31. Dezember 2013 8,7 (2,4) Milliarden €.

Ausgewählte Risikokomplexe

Übergreifende Kumulrisiken

Auswirkungen der Staatsschuldenkrise

Als Versicherer und Rückversicherer verwalten wir neben unserem eigenen Vermögen vor allem Vermögen unserer Kunden. Dies gilt insbesondere für die Personenerstversicherung. Bei der Kapitalanlage müssen wir neben den klassischen Marktrisiken auch das Risiko von Bonitätsverschlechterungen und Ausfällen von Schuldnern eingehen. Offensichtlich ist das bei Unternehmensanleihen. Doch auch bisher als weitgehend sicher wahrgenommene Anlageformen haben in der jüngeren Vergangenheit Risiken offenbart, beispielsweise die Beteiligung privater Gläubiger im Falle griechischer Staatsanleihen oder die Beteiligung von Spareinlagen an den Kosten der Bankenrettung in Zypern.

Munich Re ist stark im Euroraum investiert. Dabei legen wir Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen als Gegenposition zu unseren Euro-Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Vor allem in der Lebens- und Krankenerstversicherung nutzen wir Staatsanleihen zur währungs- und laufzeitkongruenten Anlage entsprechend unseren versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Staatsschuldenkrise in der Eurozone hat sich im Jahr 2013 leicht entspannt. Gleichwohl besteht nach wie vor eine Vielzahl politischer und ökonomischer Unsicherheiten. Die Renditeaufschläge von Staatsanleihen der Peripherieländer gegenüber deutschen Bundesanleihen haben sich weiter reduziert und die Eurozone als Ganzes konnte die Rezession überwinden. Dennoch ist die fundamentale Situation der Staatsfinanzen in vielen Ländern weiterhin kritisch. Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung und eine Ausdehnung der Sparmaßnahmen trotz schwachen Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit stellen insbesondere die nationalen politischen Mandatsträger vor große Herausforderungen. In den USA resultiert derzeit das Hauptausfallrisiko aus der Polarisierung der politischen Lager, insbesondere durch die Notwendigkeit der immer wiederkehrenden Anhebung der Staatsschuldenobergrenze. Dennoch sehen wir das Ausfallrisiko der USA weiterhin als niedrig an, weil den Parteien die zu erwartenden schwerwiegenden Folgewirkungen auch für das Weltfinanzsystem bewusst sind und jüngst die Kompromissbereitschaft in Fragen der Haushaltspolitik wieder spürbar zugenommen hat.

Trotz des Zinsanstiegs im Jahr 2013 befinden sich die Anleiherenditen von Ländern, deren Ausfallrisiko als gering betrachtet wird, weiter auf relativ niedrigen Niveaus. Das Niedrigzinsumfeld stellt vor allem Lebensversicherungsgesellschaften im Euroraum vor große Herausforderungen. Zudem besteht das Risiko, dass hochverschuldete Staaten ihre Probleme auf Kosten von Sparern lösen. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten unserer Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten an den Bewertungsstichtagen. Diesen Risiken wirken wir mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen entgegen.

Bei der Überwachung der Länderrisiken verlassen wir uns nicht nur auf die gängigen Ratings, sondern analysieren eigenständig die politische, wirtschaftliche und fiskalische Situation in den wichtigsten für die Kapitalanlage in Betracht kommenden Staaten. Zudem werten unsere Experten die Informationen aus, die sich aus den Börsenkursbewegungen der von den Staaten emittierten Anleihen oder Derivaten ableiten lassen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, über die das Group Investment Committee entscheidet. Diese Limite sind konzernweit bei der Vermögensanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch den Konzernausschuss.

Auf der Grundlage von definierten Stress-Szenarien bezüglich der weiteren Entwicklungen in der Euro-Staatsschuldenkrise prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen, die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte.

Pandemie

Ein weiteres Beispiel für übergreifende Kumule ist der Fall einer schweren Pandemie, bei dessen Eintreten Munich Re (wie andere Unternehmen der Versicherungswirtschaft) Risiken aus deutlich erhöhter Sterblichkeit und Morbidität sowie Verwerfungen auf den Kapitalmärkten ausgesetzt wäre. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend analysieren (Szenarioanalyse) und geeignete Limite definieren.

Klimawandel

Der Klimawandel ist langfristig eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft. In unserem Corporate Climate Centre entwickeln wir hierzu einen ganzheitlichen strategischen Ansatz und analysieren und bewerten dieses Risiko. Die Ergebnisse stehen allen Geschäftsbereichen von Munich Re zur Verfügung.

Wir können die bekannten Risiken unseres Bestands auf der Basis des aktuellen Stands der Klimaforschung angemessen beurteilen. Allerdings sind die wissenschaftlichen Forschungsgebiete zu Klimawandelfragen vielschichtig, und das politisch-regulatorische Umfeld entwickelt sich dynamisch. Deshalb sind wir zur Vorsicht gezwungen, wenn wir neue oder sich ändernde Risiken abstecken und bewerten. Dafür verwenden wir einen fachübergreifenden Ansatz, der - je nach Risikosituation - das notwendige Wissen und die Erfahrung unserer Naturwissenschaftler, Underwriting-Experten, Juristen, Ökonomen und Aktuare nutzt und bündelt. Erforderliche Anpassungen in der Risikobewertung aufgrund neuer Ergebnisse in der Klimaforschung oder tatsächlicher Schadenentwicklungen können wir wegen der meist einjährigen Vertragslaufzeit bei unseren Naturgefahrendeckungen zeitnah umsetzen.

Neue und komplexe Risiken

Unsere Risikofrüherkennung erfasst unter anderem Emerging Risks, also Risiken, die entstehen, weil sich rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische Rahmenbedingungen ändern oder neu ergeben, sodass sie noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Bei diesen Risiken ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit naturgemäß sehr hoch.

Trends und schwache Signale erkennen wir auf vielfältige Weise, zum Beispiel mithilfe einer systematischen Trendforschung, unseres Wissensmanagements oder regelmäßiger strukturierter Diskussionen im "Emerging Risks Think Tank" und der weltweiten "Emerging Risk Community", einer Gruppe von Experten, die Emerging Risks auf mögliche Auswirkungen auf Munich Re untersucht. Dabei geht es auch um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Risiken sowie um weitergehende Folgen, die - auch indirekt - mit den Emerging Risks verbunden sind. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen das interne Frühwarnsystem, beispielsweise die Emerging-Risk-Initiative des CRO-Forums.

Da die globalen Abhängigkeiten zunehmen und sich technologische Innovationen rasch verbreiten, treten vermehrt Ereignisse auf, die das klassische Risikomanagement über Szenarien an seine Grenzen bringen. Sowohl das Auftreten eines Ereignisses als auch die möglichen Folgewirkungen sind zunehmend schwer vorhersehbar. Beispiele aus der Vergangenheit sind das Erdbeben in Japan und die Überschwemmung in Thailand aus dem Jahr 2011. Beide Naturkatastrophen wirkten sich nicht nur verheerend auf Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft in den betroffenen Regionen aus, sondern betrafen auch die weltweiten Lieferketten. Die Naturkatastrophe führte damit mittelbar zu Betriebsunterbrechungen im verarbeitenden Gewerbe in weit entfernten Ländern. Derartige Ereignisketten werden in der Zukunft wichtiger werden. Mithilfe eines systembasierten Ansatzes analysieren wir daher auch Abhängigkeiten in vielschichtigen Risiken. Munich Re hat hierfür den Complex Accumulation Risk Explorer (CARE) entwickelt.

Mit dieser Methode können Risiken und deren Wechselwirkung transparent gemacht und zumindest ansatzweise quantifiziert werden. Mit CARE können wir die Identifikation und Strukturierung komplexer Kumulrisiken in unserem eigenen Risikomanagement verbessern und unsere Kunden unterstützen. Damit kommen wir auch der steigenden Nachfrage nach der Rückversicherung derartiger Risiken entgegen.

Rechtliche, aufsichtsrechtliche, bilanzielle und steuerrechtliche Risiken

Rechtsrisiken

Die Münchener Rück Sucursal España y Portugal hat im Dezember 2009 gegen einen Bußgeldbescheid der spanischen Kartellbehörde CNC in Höhe von 15,9 Millionen € wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Absprachen Rechtsmittel eingelegt, dem das Gericht inzwischen stattgegeben hat. Die CNC hat hiergegen wiederum fristgerecht Rechtsmittel eingelegt. Die EU-Kommission ist dem Verfahren mittlerweile als "amicus curiae" beigetreten.

Nach dem Scheitern des bundesstaatlichen Gesetzgebungsverfahrens zum Fairness in Asbestos Injury Resolution Act im Februar 2006 wurden in mehreren US-Bundesstaaten Gesetzesinitiativen (Tort Reform) verabschiedet, die sich aus unserer Sicht positiv auf die Regulierung von Asbestschäden auswirken können. Aufgrund von Enthüllungen über häufig fragwürdige Asbesterkrankungsdiagnosen und den daraus folgenden Klagen befassen sich einige Untersuchungsausschüsse mit der Aufklärung der Umstände. Ähnlich fragwürdige Praktiken wurden bei Silikose-Klagen aufgedeckt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass man in der US-Rechtspraxis missbräuchlichen Haftpflichtklagen zunehmend entschlossen entgegentritt. Ob und inwieweit dies die Schadenentwicklungen in der Versicherungswirtschaft künftig vorteilhaft beeinflusst, lässt sich derzeit nicht sagen, zumal die Klägeranwaltschaft große Anstrengungen unternimmt, die Initiativen der Tort Reform zurückzudrängen. Zurzeit belasten uns noch immer teilweise hohe Nachmeldungen für Schäden aus Asbesterkrankungen und ähnlichen Haftungskomplexen. Wir können zwar beobachten, dass die Anzahl der Asbestklagen insgesamt rückläufig ist, die Anzahl schwerer Mesothelioma- und anderer Krebsfälle blieb in den vergangenen Jahren jedoch relativ konstant.

Ehemalige Minderheitsaktionäre der ERGO Versicherungsgruppe AG versuchen, in einem Spruchverfahren eine Nachbesserung ihrer Barabfindung zu erreichen. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 237.000 Stück) und das obere Ende der Bandbreite, innerhalb derer man den Unternehmenswert der ERGO Versicherungsgruppe AG zum Bewertungsstichtag festsetzen kann.

Drei unserer Aktionäre leiteten nach der Hauptversammlung 2012 jeweils Anfechtungs- und Auskunftsverfahren gegen die Münchener Rück AG ein. Beide Klagen wurden im Dezember 2012 abgewiesen. Bei der Auskunftsklage sind keine Rechtsmittel zugelassen, gegen die Abweisung der Anfechtungsklage wurde Berufung eingelegt. Wir gehen davon aus, dass das Rechtsmittel erfolglos bleibt. Auch gegen Beschlüsse der Hauptversammlung 2013 wurden Anfechtungsklagen eingereicht, die ebenfalls im Dezember 2013 abgewiesen wurden. Berufung ist möglich.

Zwischen einigen ehemaligen Versicherungsvermittlern und der ERGO Lebensversicherung AG bestehen Rechtsstreitigkeiten, die mittlerweile zum großen Teil abgeschlossen sind. Im Zusammenhang mit weitreichenden Forderungen der ehemaligen Vermittler kam es seit Mai 2011 in den Medien zu schweren Vorwürfen, bei denen auch über Fehlverhalten bei Incentive-Reisen sowie über Fehler beim Vertrieb von Versicherungsprodukten durch ERGO berichtet wurde. Dazu gab es umfangreiche Prüfungen der Konzernrevision und der Revision von ERGO. ERGO hat eine Korrektur von Fehlern in die Wege geleitet und für etwaige Verpflichtungen Rückstellungen gebildet. Gegen ERGO und Munich Re wurden zudem aufgrund des gesamten Vorgangs zusätzliche Schadenersatzansprüche angekündigt. Finanzielle Belastungen und Reputationsschäden für Unternehmen der Gruppe im Zusammenhang mit den Vorwürfen sind auch künftig nicht auszuschließen.

Bei Gericht anhängig sind eine Reihe von Verfahren gegen verschiedene Gesellschaften der Ideenkapital Gruppe. Diese hat geschlossene Fonds konzipiert und insbesondere über Banken an private Anleger vertrieben. Zum Portfolio gehören Medien-, Immobilien-, Lebensversicherungs- und Schiffsfonds. Kläger sind Fondsanleger, die im Wesentlichen Prospekt- und Produktmängel geltend machen. Weitere Klagen und damit verbundene Reputationsrisiken sind nicht auszuschließen.

Aufsichtsrechtliche Risiken

Bei der American Modern Insurance Group (American Modern) wurde festgestellt, dass durch von American Modern beauftragte Vermittler im Bereich Financial Institutions Tarife verwendet und Beiträge von Versicherungsnehmern erhoben wurden, die teilweise unter, teilweise aber auch über den aufsichtsrechtlich genehmigten Tarifen lagen. American Modern hat die Ratenabweichungen den zuständigen Aufsichtsbehörden angezeigt und bereitet in Abstimmung mit diesen einen "Corrective Action Plan" vor.

Bilanzielle Risiken

Unter bilanziellem Risiko verstehen wir das Risiko einer negativen Beeinflussung unseres Jahresergebnisses bzw. des bilanziellen Eigenkapitals infolge von unvorhergesehenen Wertberichtigungen der bilanziellen Aktiva bzw. Erhöhungen der Passiva. Bilanzielle Risiken ergeben sich vor allem aus Veränderungen von Kapitalmarktparametern sowie unvorhergesehenem Anpassungsbedarf bei den Annahmen der versicherungstechnischen Verpflichtungen, die zu Nachreservierungen führen können. Darüber hinaus können auch Veränderungen im allgemeinen makroökonomischen Umfeld die aus Aktivpositionen erzielbaren Cashflows beeinflussen. Zu diesen Positionen sind auch die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen zu zählen, die regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen werden. Aus den Veränderungen von Annahmen, die wir als Basis für unsere Berechnungen verwendeten, können sich Wertminderungen dieser Positionen in der Zukunft ergeben.

Steuerrisiken

Als Reaktion auf die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise ist europaweit eine Tendenz zur Erhöhung der Unternehmensteuerbelastung erkennbar. In Deutschland werden vor allem die Einführung einer Finanztransaktionsteuer und die Einschränkung der Besteuerungsprivilegien von Investmentfonds diskutiert. Nach der bereits erfolgten Abschaffung der Steuerfreiheit der Streubesitzdividenden ist eine zukünftige Besteuerung der Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen im Streubesitz nicht unwahrscheinlich. Welche dieser Konzepte tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Jährliche steuerliche Mehrbelastungen im unteren dreistelligen Millionenbereich sind nicht ausgeschlossen.

Regulatorische Entwicklungen

Nach jahrelangen Beratungen haben Europäischer Rat, Europäisches Parlament und EU-Kommission entschieden, dass Solvency II ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden sein wird. Die Umsetzung der Solvency-II-Richtlinie durch die Mitgliedstaaten soll spätestens bis zum 31. März 2015 erfolgen. Eine Genehmigung unseres internen Modells sollten wir somit ab April 2015 beantragen können. Für die Übergangsphase bis zum Start von Solvency II hat EIOPA für Solvency-II-Anforderungen sogenannte Preparatory Guidelines herausgegeben.

Die Beratungen über die Vorschläge der EU-Kommission zur Neufassung der Richtlinie über Versicherungsvermittlung (IMD2), Revision der Finanzmarktrichtlinie (MiFID2) und Verordnung zu Basisinformationsblättern für Anlageprodukte (PRIPs-Verordnung) im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat dauern an. Kontroverse Positionen bestehen insbesondere zur Frage der Vergütungstransparenz und zu Provisionsverboten. Hier versuchen vor allem die skandinavischen Länder, die Niederlande und Großbritannien ihre Regulierungen EU-weit zu etablieren. Die Bundesregierung spricht sich demgegenüber bisher für eine Minimalharmonisierung aus, die Raum für nationale Vertriebsstrukturen lässt.

Auf globaler Ebene gehen die Arbeiten an zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen für systemrelevante Finanzunternehmen (Sifi) weiter. Dabei zielt systemische Relevanz nicht auf die grundsätzliche Bedeutung einer Branche für die Volkswirtschaft ab, sondern auf die Auswirkungen, welche die Insolvenz eines einzelnen Unternehmens für die globalen Finanzmärkte und die Realwirtschaft haben kann. Die Versicherungswirtschaft ist der Auffassung, dass vom Kerngeschäft eines Erst- oder Rückversicherers keine systemische Gefahr ausgeht. Vielmehr haben die Versicherer während der Finanzkrise zu mehr Stabilität beigetragen. Gleichwohl hat das Financial Stability Board (FSB) eine Liste mit neun global tätigen Erstversicherungsunternehmen veröffentlicht, die es als systemrelevant einstuft - sogenannte G-SIIs (Globally Systemically Important Insurers). Die Entscheidung über eine mögliche Systemrelevanz von Rückversicherern wurde um ein Jahr verschoben und wird im Juli 2014 erwartet. Möglicherweise schließt sich an die globale Diskussion eine nationale an. Darüber hinaus könnten bestimmte Rechtsfolgen mittelbar auch auf nicht systemrelevante Unternehmen anzuwenden sein. So ist zum Beispiel davon auszugehen, dass bestimmte Teile eines Sanierungs- und Abwicklungsplans letztlich von allen größeren Versicherungsunternehmen vorzuhalten sein werden. Unter Aufsichtsexperten und von vielen Aufsichtsbehörden werden derartige Pläne schon heute als Teil eines guten Risikomanagements angesehen.

Nachdem der G-20-Gipfel in Pittsburgh im Jahr 2009 beschlossen hatte, den außerbörslichen (over the counter, OTC) Derivatehandel transparenter und sicherer zu gestalten, trat im August 2012 die Verordnung Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (European Market Infrastructure Regulation, EMIR) in Kraft. Darin wird eine Clearingpflicht eingeführt, das heißt, standardisierte OTC-Derivate müssen über zentrale Gegenparteien (sogenannte CCPs) abgewickelt werden. Für nicht clearingfähige OTC-Derivate gelten bilaterale Risikominderungstechniken, etwa die Pflicht zum Austausch von Sicherheiten oder zur täglichen Bewertung ausstehender Kontrakte. Des Weiteren sieht die Verordnung vor, dass Derivatekontrakte an Transaktionsregister zu melden sind. Diese Pflichten werden durch diverse Detailregelungen, sogenannte Technische Standards, konkretisiert, die teilweise erst noch erstellt werden müssen.

Sonstige Rechtsentwicklungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vorgelegt, ob die Ausschlussfrist des sogenannten Policenmodells (§ 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F.) mit den europäischen Richtlinien zur Lebensversicherung in Einklang steht. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hatte der EuGH entschieden, dass die Regelung gegen das europäische Recht verstößt. Zu den Auswirkungen auf die betroffenen Verträge hat das Gericht keine Aussagen gemacht. Hierüber muss nun der BGH entscheiden. Von der Entscheidung betroffen sind Lebensversicherungen, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 1. Januar 2008 abgeschlossen wurden und bei denen nicht ordnungsgemäß über das Widerspruchsrecht belehrt wurde bzw. bei denen nicht alle Vertragsinformationen bei Vertragsschluss ausgehändigt wurden. Auf andere Sparten als die Lebensversicherung kann die Entscheidung nicht übertragen werden.

Die anhaltenden Diskussionen zum deutschen Gesundheitssystem könnten zu weiteren Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen führen. Hier ist insbesondere die sogenannte Bürgerversicherung zu nennen. Würden alle Personen in die Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen, würde die Bürgerversicherung zumindest das Neugeschäft der privaten Krankenversicherer in der Vollversicherung beenden. Wir beobachten dieses Risiko schon seit vielen Jahren. Für die gesetzliche Pflegeversicherung gibt es mit der "Pflegebürgerversicherung" analoge Vorschläge.

Zusammenfassung

Die Leitungsgremien von Munich Re haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2013 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für beherrschbar und kontrolliert.

Chancenbericht

Technischer Fortschritt, demografischer Wandel und regulatorische Änderungen ermöglichen profitable Wachstumschancen

Entwicklung der Schwellenländer bietet Chancen zum Ausbau und zur weiteren Diversifizierung des Portfolios

Gezielter Auf- und Ausbau von Expertise eröffnet neue Lösungen für unsere Kunden in Zukunftsfeldern wie erneuerbaren Energien und Wetterrisiken

Das von Munich Re verfolgte Geschäftsmodell kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Wir sind vom Zukunftspotenzial der traditionellen Rückversicherung überzeugt. Mit den aus dem Rückversicherungssegment betriebenen Erstversicherungsaktivitäten sowie mit unseren Geschäftsfeldern ERGO und Munich Health haben wir uns zusätzlich profitable Wachstumschancen erschlossen. Wir übernehmen Risiken aus den verschiedensten Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens und bieten finanziellen Schutz und Risikomanagement. Im Kapitel Ausblick geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter realistischen Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame, globale Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können jedoch niemals ganz ausgeschlossen werden. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein ausgefeiltes Risikomanagement etabliert, das im Risikobericht ausführlich beschrieben wird. Gleichzeitig sind wir auch gut gerüstet, um unvorhergesehene Chancen zum Nutzen unseres Unternehmens ergreifen zu können.

So eröffnen sich uns offenkundig erweiterte Geschäftsmöglichkeiten, wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen. Stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA oder schnellere Erfolge von Reformprogrammen in der Eurozone mit einer rascheren Konjunkturerholung neben ungebremster Wachstumsdynamik in den Schwellenländern würden einen Nachfragesog und einen Umsatzanstieg in den meisten Versicherungssparten auslösen. Zudem könnte eine solche Entwicklung die allmähliche Normalisierung an den Anleihemärkten unterstützen und damit zu einer Fortsetzung des langsamen Renditeanstiegs US-amerikanischer und deutscher Staatsanleihen beitragen. Dies würde für unser Kapitalanlageergebnis kurzfristig Belastungen, langfristig aber Mehrerträge mit sich bringen, und käme damit unserem langfristigen Versicherungsgeschäft zugute.

Weitere Trends und Umwälzungen, die den Versicherungsbedarf der Kunden oder das Angebot prägen, sind der technische Fortschritt, der demografische Wandel sowie Veränderungen des rechtlichen Umfelds wie insbesondere regulatorische Eingriffe. Munich Re könnte daran in all ihren Geschäftsfeldern auf der Basis ihrer guten Kapitalausstattung sowie ihrer hohen Fachkompetenz partizipieren. Dies kommt auch unseren Kunden zugute, die von einer schnellen Anpassung von Produktlösungen an die Gegebenheiten neu entstehender oder sich verändernder Märkte profitieren.

Regeln im Versicherungsaufsichtsrecht und für die Rechnungslegung, die wirtschaftliche Verhältnisse richtig abbilden und international harmonisiert sind, nutzen Kunden und Anbietern.

Im Geschäftsfeld Rückversicherung gibt es dadurch trotz der Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld viele Chancen zur Weiterentwicklung. Beispielsweise benötigen Erstversicherer aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen zunehmend Lösungen zur Verstetigung ihrer Vermögens- und Ertragslage sowie zu einer nachhaltigen Optimierung ihrer Kapitalausstattung. Munich Re kann ihnen als langfristiger strategischer Partner mit einer starken Kapitalbasis und einem ganzheitlichen Angebot von der übergreifenden Beratung bis zum kompletten Spektrum an Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen einen signifikanten Mehrwert bieten.

Einen großen Einfluss auf unser Geschäft haben auch die Trends bei der Entwicklung von schweren Naturkatastrophen. Wir gehen langfristig von einer durch den Klimawandel beeinflussten Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen und der Schäden daraus aus, wobei sich regional und je nach Gefährdungsart unterschiedliche Entwicklungen ergeben. Wo nötig, passen wir unsere Risikomodelle und unser Risikomanagement entsprechend an. Zudem nehmen wir signifikante Investitionen in unser Tool zur Einschätzung der Schadenexponierung (Exposure Roadmap) zur besseren Risikobeurteilung vor. Durch Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergeben sich erhebliche Geschäftschancen für Munich Re, da der Einsatz neuer Technologien etwa im Bereich der erneuerbaren Energien durch neuartige Risikotransferlösungen erleichtert wird.

Unabhängig davon ergeben sich langfristig Chancen zur Geschäftsausweitung im Kerngeschäft der Rückversicherung, da die Sachwerte in vielen naturgefahrenexponierten Regionen stark steigen und somit der Bedarf an Versicherung voraussichtlich mindestens so stark wächst wie die Angebotskapazität von traditionellen Rückversicherern und Kapitalmarktinstrumenten. Munich Re ist hier durch ihre Kompetenz in der Analyse von Großschadenereignissen und die auf dieser Basis möglichen Produktlösungen für unsere Kunden hervorragend positioniert.

Erfolgreiche Neuentwicklungen zur Versicherung bisher nicht versicherter wirtschaftlicher Risiken sind eine weitere Möglichkeit für zusätzliches profitables Geschäft. Wir arbeiten permanent gemeinsam mit unseren Kunden daran, die Grenzen der Versicherbarkeit zu erweitern (zum Beispiel die Versicherbarkeit von Betriebsausfallrisiken ohne vorhergehenden physischen Schaden oder von Cyberrisiken).

Die rapide Entwicklung der Schwellenländer bietet ebenfalls Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung unseres Geschäftsportfolios. Um unsere Kunden weltweit umfassend zu unterstützen, ist Munich Re in vielen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas bereits als einer der führenden Rückversicherer aktiv und zunehmend auch als Erstversicherer präsent.

Zudem gibt es Chancen in attraktiven Nischen. So wächst zum Beispiel die Ernteausfallversicherung auf Basis von Public Private Partnerships stark, weil die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und die Auswirkungen des Klimawandels den Bedarf der Landwirte nach einer Absicherung ihrer finanziellen Risiken erhöhen. Hier hat Munich Re als Marktführer Kompetenzen aufgebaut und gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden und den Erstversicherern nachhaltige Versicherungskonzepte etabliert. Attraktive Nischen erschließt Munich Re auch im Industrieversicherungsgeschäft auf Feldern, bei denen wir unser Knowhow aus dem Rückversicherungsgeschäft nutzen können, zum Beispiel in Zusammenhang mit der Energieerzeugung und anspruchsvollen technischen Großprojekten. Dies gilt auch für den Erwerb der RenRe Energy Advisors Ltd. (REAL), eines US-Spezialisten für Wetterrisiken. Unter dem neuen Gesellschaftsnamen Munich Re Weather & Commodity Risk Advisors LLC bauen wir unsere Expertise zur Übernahme und zum Handel von Wetterrisiken konsequent aus. Ein weiteres Beispiel für die gezielte Erschließung attraktiver Nischen stellt die Risikotransferlösung für ein großes Solarkraftwerk in Marokko dar, die wir gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern GCube und Marsh anbieten.

In der Lebensversicherung ergeben sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Herausforderungen und Chancen aus dem Altersvorsorgebedarf einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung bei gleichzeitig volatilen, von nachhaltigen Niedrigzinsen geprägten Kapitalmärkten. Als Rückversicherer ist Munich Re über ein spezifisches Angebot an Absicherungslösungen für Kapitalanlagen ("Asset Protection") ein kompetenter Partner für Lebenserstversicherungsunternehmen. Wachstumspotenziale sehen wir auch bei der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken; bei ihrer Nutzung gehen wir wegen der Schwierigkeiten robuster Trendeinschätzungen indes bewusst nur sehr behutsam und selektiv vor. Unsere Rückversicherer haben zudem ERGO bei der Strukturierung der 2013 im Markt eingeführten neuen Produktfamilie mit den Produkten ERGO Rente Garantie und ERGO Rente Chance eng begleitet.

In der Erstversicherung setzt ERGO den mit dem Markenversprechen "Versichern heißt verstehen" eingeschlagenen Weg konsequent fort. Dabei stellt die starke Orientierung an Kundenbedürfnisse ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Markt dar und eröffnet uns zusätzliche Wachstumschancen.

In der Kooperation mit ihren Vertriebspartnern setzt ERGO auf einen einheitlichen Beratungsansatz, der auf einer Analyse der persönlichen Lebensumstände des Kunden basiert. Mit der breiten Anwendung dieses Instruments in allen Vertriebsorganisationen, die im Jahr 2013 begonnen hat, wird ein einheitlicher hoher Standard in der Kundenberatung sichergestellt. Darüber hinaus nutzt ERGO systematisch die Rückmeldungen ihrer Versicherungsnehmer zu Verbesserungen in den operativen Unternehmensbereichen.

Beim Kauf von Versicherungen nutzen Verbraucher zunehmend klassische und Online-Kanäle parallel. Um diese wachsende Zielgruppe zu bedienen, wird ERGO den Direktvertrieb ausbauen und Produkte bedarfsgerecht auf verschiedenen Kanälen anbieten. Im Jahr 2013 konnten bereits erste Produkte aus der Gesundheits- und Sachversicherung zusätzlich online abgeschlossen werden. Dabei baut ERGO in hohem Maß auf die Kompetenz von ERGO Direkt und nutzt den gruppeninternen Wissensaustausch. Die zunehmende Verwendung von Online- und digitalen Kanälen findet auch in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von ERGO Berücksichtigung. Daher investiert ERGO in hohem Maße in die Entwicklung sogenannter E-Services. Ziel ist es, den Kunden in den verschiedenen Vertriebskanälen jeweils den bedarfsgerechten Zugang zu ermöglichen.

Die anhaltende Kapitalmarktphase niedriger Zinsen in Kombination mit der demografiebedingten Belastung der staatlichen Altersvorsorge steigert die Nachfrage von Verbrauchern nach privater Absicherung durch alternative Deckungskonzepte. Mit der Einführung der fondsgebundenen Rentenversicherungen ERGO Rente Garantie und ERGO Rente Chance bietet ERGO seit dem Sommer 2013 zwei Ausprägungen eines bislang marktweit einzigartigen Produkts an. Die neue Produktlinie trägt zentralen Kundenbedürfnissen nach Flexibilität, Sicherheit und Rendite Rechnung. Das dynamische Anlagekonzept erlaubt insbesondere in einem sich erholenden Kapitalmarktumfeld deutlich verbesserte Renditechancen für unsere Kunden. Hierin sehen wir auch für uns Wachstumschancen.

Wachstumschancen ergeben sich darüber hinaus in den noch nicht gesättigten Märkten Osteuropas sowie in China, Indien und Südostasien. ERGO hat mit ihrer Strategie der Internationalisierung primär diese wachstumsstarken Märkte im Blick und erreichte im Jahr 2013 bereits wesentliche Meilensteine. In China wurde im Herbst 2013 der Geschäftsbetrieb in der Lebensversicherung aufgenommen. In Indien arbeiten wir am Aufbau eines Joint Ventures mit der Avantha Group, mit dem ERGO den Eintritt in den indischen Lebensversicherungsmarkt erreicht. Darüber hinaus wollen wir einige der attraktiven Märkte Südostasiens erschließen.

Der von Munich Health bearbeitete globale Gesundheitsmarkt ist nach wie vor ein stark wachsender Wirtschaftszweig. Wesentliche Gründe dafür sind das weltweite Bevölkerungswachstum und der Anstieg der Lebenserwartung, verbunden mit steigendem Wohlstand breiter Bevölkerungsgruppen vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Diese Entwicklungen werden durch den medizinischen Fortschritt noch verstärkt.

Für ein global agierendes Krankenerst- und Rückversicherungsunternehmen gibt es je nach Entwicklungsstand der internationalen Gesundheitsmärkte vielfältige Möglichkeiten für Wachstum. Munich Health kann hierbei aufgrund seiner globalen Aufstellung und durch Bündelung des Knowhows aus Erst- und Rückversicherung unterschiedlichste Kundenbedarfe bedienen.

In den Industrieländern steigt der Reformdruck auf die historisch gewachsenen Gesundheits- und Sozialsysteme. Daher bieten sich für Munich Health trotz des Rückzugs aus dem US-amerikanischen Erstversicherungsgeschäft mit Privatkunden Chancen in den hochentwickelten Märkten. Beispielsweise stellt Munich Health für die Analyse von Gesundheitsrisiken seinen Rückversicherungskunden moderne Programme und Werkzeuge zur standardisierten medizinischen Risikobewertung zur Verfügung. Um die Effizienz interner Abläufe zu erhöhen, bietet Munich Health neue Automatisierungsmöglichkeiten und Prüfalgorithmen, zum Beispiel in der Datenübermittlung von Schadenmeldungen sowie in der Schadenbearbeitung.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer stehen der Herausforderung gegenüber, in kurzer Zeit Gesundheitssysteme zu entwickeln, die breiten Teilen der Bevölkerung den Zugang zu adäquater, bezahlbarer medizinischer Versorgung ermöglichen. Privatwirtschaftliche Versicherungsangebote, gegebenenfalls eng verzahnt mit staatlichen Programmen, können in dieser Situation einen wertvollen Beitrag leisten, um die erforderlichen Finanzierungsmittel bereitzustellen. Munich Health hat für seine internationale Expansion erfolgreiche Konzepte entwickelt, die kontinuierlich weiter verbessert werden. Beispielsweise ist es Munich Health im Nahen Osten in sehr kurzer Zeit gelungen, seine Präsenz - mithilfe intelligenter Konzepte zur Nutzung gemeinsamer Infrastruktur und Prozesse - von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Saudi-Arabien und Katar auszuweiten.

Unser Assetmanager MEAG bietet seine Produkte und Dienstleistungen nicht nur den Versicherungsunternehmen unserer Gruppe an, sondern managt mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung Publikumsfonds für Privatkunden sowie Kapitalanlage-Portfolios institutioneller Anleger. Auf der Basis der für die Gruppenunternehmen etablierten Methoden und Prozesse für die Portfoliosteuerung, das Reporting und das Risikomanagement sehen wir beachtliche Wachstumschancen im Geschäft mit institutionellen Kunden, deren Anforderungen aufgrund spezifischer Bedürfnisse und Präferenzen ähnlich konservativ und sicherheitsorientiert wie die von Versicherungsunternehmen sind. Dazu gehören Pensionskassen, Versorgungswerke, aber auch kirchliche Institute, Stiftungen sowie ausgewählte Kreditinstitute und Industrieunternehmen.

Ausblick

Konzernergebnisziel für 2013 von annähernd 3 Milliarden € mit mehr als 3,3 Milliarden € übertroffen

Dividendenvorschlag für 2013: 7,25 € je Aktie

Erwartete Kapitalanlagerendite für 2014 von rund 3,3%

Konzernergebnis für 2014 von 3 Milliarden € angestrebt

Die kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Vergleich des Ausblicks für 2013 mit dem erreichten Ergebnis

Munich Re (Gruppe)

Vergleich Zielgrößen Munich Re (Gruppe) 2013 mit erreichtem Ergebnis

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    Ziel 2013 Ergebnis 2013
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 50-52 51,1
Konzernergebnis Mrd. € annähernd 3 3,3
Kapitalanlagerendite % rund 3,3 3,5
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15 12,2

Die Bruttobeiträge lagen mit 51,1 Milliarden € in der Mitte des Zielkorridors 2013 von 50 bis 52 Milliarden €.

Das Konzernergebnisziel von annähernd 3 Milliarden € wurde mit mehr als 3,3 Milliarden € klar übertroffen. Ursächlich hierfür waren eine unter unserer Erwartung liegende Großschadenbelastung in der Schaden- und Unfallrückversicherung und die Auflösung von Schadenrückstellungen aus früheren Anfalljahren. Darüber hinaus verzeichneten wir 2013 eine sehr niedrige Steuerbelastung, eine Folge vor allem einer Neuberechnung von Steuern für Vorjahre und der Nutzung von Verlustvorträgen. Währungseffekte wirkten sich 2013 insgesamt negativ aus.

Das Ziel einer Rendite von 15% auf unser risikoadjustiertes Eigenkapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg ist im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld schwer zu erreichen. Mit dem für 2013 erzielten RoRaC von 12,2% sind wir sehr zufrieden; das Gleiche gilt für die Verzinsung auf das gesamte IFRS-Kapital (Return on Equity, ROE) von 12,5%.

Rückversicherung

Die gesamte Rückversicherung hat 2013 bei den Bruttobeiträgen mit 27,8 Milliarden € das Ziel von 27 bis 28 Milliarden € erreicht. Die Lebensrückversicherung lag mit Bruttobeiträgen in Höhe von 10,8 Milliarden € im Zielkorridor von 10 bis 11 Milliarden €. Die Schaden- und Unfallrückversicherung traf mit 17 Milliarden € genau die ursprüngliche Prognose von rund 17 Milliarden €. Sowohl in Leben als auch in Schaden und Unfall wirkten sich 2013 Währungseffekte in Höhe von 0,5 Milliarden € bzw. 0,7 Milliarden € negativ aus.

Das versicherungstechnische Ergebnis in der Lebensrückversicherung lag bei 370 Millionen €. Wir kamen unserem erwarteten Zielwert für 2013 von ca. 0,4 Milliarden € damit erfreulich nah.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung lag mit 92,1 % besser als die angestrebte Quote von rund 94%.

Das Konzernergebnis 2013 übertraf mit 2,8 Milliarden € den Zielkorridor von 2,3 bis 2,5 Milliarden € deutlich.

Erstversicherung

Die gesamten Beitragseinnahmen in der Erstversicherung betrugen 18 Milliarden € und lagen somit unter dem Zielwert 2013 von ca. 18,5 Milliarden €, hauptsächlich bedingt durch den Rückgang der Beiträge im deutschen Lebensversicherungsgeschäft. Die gebuchten Bruttobeiträge blieben mit 16,7 Milliarden € leicht unter dem prognostizierten Wert von etwas über 17 Milliarden €.

In der Lebenserstversicherung betrugen die gesamten Beitragseinnahmen 6,9 Milliarden €, unser ursprünglicher Ausblick lag bei etwas über 7 Milliarden €. Die gebuchten Bruttobeiträge summierten sich auf 5,5 Milliarden €, angestrebt waren etwas über 5,5 Milliarden €. Im Erstversicherungssegment Gesundheit betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 5,7 Milliarden €, zu Jahresbeginn wurden etwas unter 6 Milliarden € erwartet. In der Schaden- und Unfallerstversicherung beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 5,5 Milliarden €, die Zielgröße 2013 lag bei etwas über 5,5 Milliarden €.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung lag mit 97,2% über dem angestrebten Ziel von rund 95%, weil die tatsächlich eingetretenen Schäden in Deutschland aufgrund von Starkregenereignissen und Hagelstürmen über unseren Erwartungen lagen.

Zum Jahresbeginn hatten wir in der Erstversicherung ein Ergebnis von 400 bis 500 Millionen €, für den ERGO Teilkonzern von 350 bis 450 Millionen € angestrebt. Diese Zielwerte wurden erreicht, wir wiesen in der gesamten Erstversicherung ein Ergebnis von 433 Millionen € aus, für den ERGO Teilkonzern waren es 436 Millionen €.

Munich Health

Die Bruttobeiträge lagen mit 6,6 Milliarden € fast genau auf dem Ziel von etwas über 6,5 Milliarden €.

Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 98,3% unter unserem Ziel von rund 100%. Ursächlich hierfür war vor allem ein deutlich verbesserter Schadenverlauf bei der Windsor Health Group (WHG).

Das Konzernergebnis von Munich Health betrug 150 Millionen €. Ursprünglich hatten wir aufgrund der schwierigen Situation bei der WHG für 2013 ein niedrigeres Ergebnis erwartet und sogar einen Verlust für Munich Health nicht ausgeschlossen. Nach erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen verbesserte sich das Resultat bei der WHG und wir konnten das Unternehmen schließlich zu Konditionen verkaufen, die spürbar über unseren Planungsannahmen lagen.

Ausblick 2014

In der Europäischen Union steht die staatliche Aufsicht über Erst- und Rückversicherer aufgrund des Regelwerks von Solvency II vor tief greifenden Veränderungen. Nach langjährigen Verhandlungen haben sich die an der EU-Gesetzgebung beteiligten Institutionen (Parlament, Kommission und Rat) auf Standards geeinigt, die zum 1. Januar 2016 in Kraft treten sollen und schon im Vorfeld die Aufsichtspraxis prägen werden. Nahezu zeitlich parallel werden die EU-Richtlinie "Omnibus II", die delegierten Rechtsakte, die technischen Durchführungsstandards und die Umsetzung in die jeweiligen nationalen Rechtsordnungen zu verabschieden sein. Die neuen Aufsichtsregeln werden die Versicherungsunternehmen vor erhöhte Kapital-, Risikomanagement- und Berichtsanforderungen stellen. Für 2014 und 2015 hat die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA eine vorstrukturierte "Preparation Phase" eingeführt, in der bei den nationalen Aufsichtsbehörden eine vorgezogene Berichterstattung für ausgewählte Sachverhalte angefordert wird. Ziel ist es, die Vorbereitungen bei Versicherern und Behörden zu forcieren und die Schlüsselelemente des neuen Aufsichtsregimes innerhalb Europas konsistent zu gestalten: Dazu zählen die Governance-Regeln, die Anforderungen an eine unternehmenseigene Risiko- und Solvenzbeurteilung (Forward looking assessment of own risks, FLAOR) sowie die Voraussetzungen für die Verwendung von internen Modellen. Auch die Details ausgewählter quantitativer Angaben, wie zur ökonomischen Bilanz und zu den Eigenmitteln, wurden definiert.

Für die Rechnungslegung, insbesondere für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten, sind mittelfristig umfassende Änderungen absehbar, die sich erheblich auf die Erst- und Rückversicherungsmärkte auswirken werden. Für die künftige Bilanzierung von Versicherungsverträgen hat das International Accounting Standards Board (IASB) im Juni 2013 seine überarbeiteten Vorschläge veröffentlicht, die erstmals eine international einheitliche Abbildung derartiger Verträge im Abschluss gewährleisten sollen. Für die neuen Regelungen zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 soll der endgültige Standard im ersten Halbjahr 2014 veröffentlicht werden.

Obwohl die Anforderungen der neuen Regelwerke Solvency II sowie IFRS 4 und IFRS 9 noch nicht im Detail feststehen und erst in den Folgejahren verpflichtend werden, müssen alle betroffenen Versicherungsunternehmen große Anstrengungen zu deren Erfüllung entfalten und beginnen, sich an deren Auswirkungen auszurichten. Wegen dieser tief greifenden Veränderungen der Rahmenbedingungen rechnen wir schon vor den offiziellen Einführungsterminen mit einem erheblichen Einfluss auf die Produktlandschaft und Marktverhältnisse der Versicherungswirtschaft.

Zielgrößen Munich Re (Gruppe)

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    Ziel 2014
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € rund 50
Konzernergebnis Mrd. € 3
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % rund 94
Schaden-Kosten-Quote Erstversicherung Schaden/Unfall % rund 95
Kapitalanlagerendite % rund 3,3
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15

Grenzen der Prognostizierbarkeit von Ergebnissen

Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Auch die ausgeprägte Volatilität der Kapitalmärkte und Währungskurse sowie die Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung erschweren eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben:

Insbesondere würde auf der Basis unserer Positionierung zu Jahresbeginn ein maßvoll steigendes Zinsniveau zunächst zu tendenziell etwas höheren, ein sinkendes Zinsniveau zu niedrigeren Ergebnissen führen als in diesem Ausblick prognostiziert. Auch Marktwertveränderungen sowie Abgangsgewinne oder -verluste aus Derivaten, die wir als Sicherungsinstrument sowie zur Feinsteuerung der Kapitalanlagen einsetzen, könnten erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Währungskursbewegungen beeinflussen unsere Umsätze und Ergebnisse in unterschiedliche Richtungen, abhängig davon, welche Fremdwährungen von den jeweiligen Schwankungen betroffen sind. Die Ausschläge können bei stark schwankenden Wechselkursen beträchtlich sein, obwohl wir ökonomisch relativ zum Volumen unseres Geschäfts und unserer Kapitalanlagen nur in überschaubarem Maß offene Währungspositionen halten.

Rückversicherung

Die Rückversicherung ist und bleibt ein attraktives Geschäftsfeld, das uns vielfältige Ertragsmöglichkeiten eröffnet. Obwohl die Versicherungsdichte in den westlichen Industrieländern und in den seit Jahrzehnten weit entwickelten Staaten Asiens bereits hoch ist, ergibt sich selbst in diesen Märkten zusätzlicher Absicherungsbedarf, weil beispielsweise die Gefährdung infolge wetterbedingter Naturgefahren mit der Klimaveränderung wächst. In den sich wirtschaftlich rasant entwickelnden Regionen besteht unverändert eine erhebliche Nachfrage nach Versicherungsschutz für die großen Zentren hochwertiger industrieller Fertigungskapazitäten und den wachsenden privaten Wohlstand der Bevölkerung. Schon deshalb trifft die stetig zunehmende Angebotskapazität der Erst- und Rückversicherungswirtschaft in vielen Sparten auf ein in weiten Teilen unerschöpftes Geschäftspotenzial.

Munich Re bietet ihren Zedenten spezialisierte Beratung und umfassende Lösungsansätze, auch für Aufgaben wie Bilanzsteuerung, Risikomodellierung oder Asset-Liability-Management. Rückversicherung schützt Erstversicherer flexibel und effizient vor Großschaden- und Kumulbelastungen und stärkt deren Kapitalbasis. Zusätzlich entwickeln wir innovative Deckungskonzepte, die über das Angebot der traditionellen Rückversicherung und verstärkt auch über die herkömmlichen Grenzen der Versicherbarkeit hinausreichen. Ebenso begleiten wir unsere Kunden bei der oft aufwendigen Anpassung an aufsichtsrechtliche Anforderungen, die in vielen Ländern in den kommenden Jahren spürbar verändert werden.

In der Lebensrückversicherung sehen wir deshalb weiter gute Entwicklungschancen. Impulse werden vor allem vom dynamischen Wachstum der Lebensversicherungsmärkte in Asien sowie von den fortschreitenden Privatisierungstendenzen bei der Alters-, Pflege- und Berufsunfähigkeitsvorsorge ausgehen. Dabei gestalten wir unsere Produkte so, dass sie den Kundenbedarf bei Wahrung unserer Risikostrategie bestmöglich decken.

Eine steigende Nachfrage erwarten wir beim Management von Kapitalanlagerisiken in Lebensversicherungsportfolios. Gerade in der Lebensrückversicherung werden zudem Lösungen, die auf die Kapital- oder Bilanzoptimierung abstellen, weiterhin gefragt sein. Trotz eines prinzipiell intakten Wachstumstrends sind unter dem Einfluss einer schwachen Konjunktur und als Ausdruck einer durch die Finanzkrise reduzierten Vorsorgebereitschaft kurzfristig stagnierende Erstversicherungsvolumina in vielen für unser Geschäft wichtigen Regionen zu verzeichnen, was auch die Dynamik der Nachfrage nach Rückversicherung dämpft.

Für 2014 rechnen wir in der Lebensrückversicherung mit gebuchten Bruttobeiträgen in der Größenordnung von rund 10,5 Milliarden € und einem versicherungstechnischen Ergebnis von über 400 Millionen €. Dies unterstellt, dass sich aus den oben genannten Faktoren eine stabile Nachfrage nach Rückversicherung ergibt.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung, die erfahrungsgemäß Preiszyklen und zufallsbedingten Schwankungen bei der Höhe von Großschäden ausgesetzt ist, bleibt Munich Re bei ihrer klaren, auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und übernimmt Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen. Wir verzeichnen derzeit eine Zunahme der Wettbewerbsintensität. Infolge ihrer guten Kapitalausstattung gaben Erstversicherer weniger Risiken in Rückversicherung. Zugleich konnten Rückversicherer ausreichend Kapazität zur Verfügung stellen, da sich auch ihre Kapitalausstattung im Jahr 2013 dank guter Ergebnisse weiter verbesserte. Es gab also einen Überhang auf der Angebotsseite. Auf der Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten investieren schließlich institutionelle Anleger, wie Pensionsfonds, verstärkt in Verbriefungen von Versicherungsrisiken (Insurance Linked Securities). Dieses Kapital geht vor allem in das nicht proportionale Katastrophengeschäft, wie etwa Deckungen für Schäden aus Hurrikanen in den USA, während sich bisher auf dieses Segment fokussierte Rückversicherer um eine Diversifikation in andere Segmente bemühen. Die Preise für Rückversicherungsschutz im nicht proportionalen Katastrophengeschäft gerieten bei den Erneuerungsrunden 2013 entsprechend unter Druck. Das Portfolio von Munich Re ist davon nicht so stark betroffen, weil das proportionale Vertragsgeschäft mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln am Beitragsvolumen der traditionellen Sachversicherung deutlich überwiegt. Zumindest temporär hat jedoch der Wettbewerb in allen Sparten zugenommen, wobei ein schwaches Wachstum in vielen traditionell hoch versicherten Märkten durch steigende Nachfrage aus den Wachstumsregionen nicht ausgeglichen wird.

Als gut diversifizierter Rückversicherer mit umfassendem Knowhow sind wir, anders als die meisten Anbieter, in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Hierzu zählen auch Mehrjahresverträge, manchmal mit Deckungen über mehrere Sparten und Regionen, retroaktive Rückversicherungslösungen, Transaktionen zur Kapitalentlastung, umfassende Beratung zum Kapitalmanagement und das Versichern komplexer Haftpflicht-, Kredit- und großer Industrierisiken. Zudem können wir auf der Basis unserer technischen Kompetenz und unseres Risikowissens rasch wachsende Industrien begleiten und mit bedarfsgerecht gestalteten Deckungen die Grenzen der Versicherbarkeit mit Augenmaß ausdehnen.

Bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2014 konnten wir uns deshalb in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld gut behaupten. Im Januar standen Verträge mit 8,7 Milliarden € Prämie zur Erneuerung an, also etwas mehr als die Hälfte unseres im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall erfassten Vertragsgeschäfts. Unser Prämienvolumen stieg um 235 Millionen € oder 2,7%. Dieses Plus ist vor allem individuellen, maßgeschneiderten Risikotransferlösungen für Bestandskunden in Asien und Australien zu verdanken. Geschäft, das unseren Profitabilitätsvorstellungen nicht entsprach, haben wir nicht erneuert.

Insgesamt sind die Preise in unserem Portfolio um ungefähr 1,5% gesunken, vor allem im Naturkatastrophengeschäft, in Nordamerika stärker als in Europa. Das Preisniveau in der Haftpflicht- sowie in der Kredit- und Kautionsversicherung war alles in allem leicht rückläufig. In der Transport- und Luftfahrtversicherung sanken die Preise stärker als im Durchschnitt der Sparten. Dass für Munich Re die Preiseinbußen im Marktvergleich relativ gering ausfielen, unterstreicht die konsequent auf Profitabilität ausgerichtete Zeichnungspolitik.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2014 (vor allem Japan) sowie zum 1. Juli 2014 (Teile des US-Markts, Australiens und Lateinamerikas) wird ein Geschäftsvolumen von rund 3,2 Milliarden € aus dem Rückversicherungs-Vertragsgeschäft neu verhandelt. Beide Runden werden stärker durch das Naturkatastrophengeschäft geprägt als die Januar-Erneuerung. Munich Re erwartet, dass das Umfeld wettbewerbsintensiv bleibt, sollten größere Schadenereignisse ausbleiben.

Für 2014 erwarten wir in der Schaden- und Unfallrückversicherung gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von rund 17,5 Milliarden € und damit etwas über dem Vorjahresniveau. Wir streben weiterhin eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% der verdienten Nettobeiträge an; das entspräche der Quote von 2013, wenn 2013 nicht zufallsbedingt weniger Großschäden als erwartet angefallen wären. Auch für 2014 bringt der in einzelnen Jahren schwankende Großschadenanfall Unwägbarkeiten mit sich; wir gehen bei unseren Schätzungen von Großschäden im Umfang von rund 2 Milliarden € aus, das entspricht 12 % der verdienten Nettobeiträge.

Die gesamte Rückversicherung dürfte 2014 Bruttobeiträge von rund 28 Milliarden € erwirtschaften und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen, wobei Wechselkurseffekte erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben können. Das Konzernergebnis in der Rückversicherung sollte 2014 zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden € liegen. Der Mittelwert dieses Ergebniskorridors liegt damit rund 0,4 Milliarden € unterhalb des auch steuerlich bedingt besonders guten Ergebnisses aus 2013.

Erstversicherung

Für die Erstversicherung sehen wir gute Zukunftschancen in den sich entwickelnden Auslandsmärkten, durchaus aber auch in verschiedenen Bereichen des deutschen Markts.

Zukünftig wird sich die ERGO Versicherungsgruppe noch konsequenter an Kundenbedürfnissen ausrichten. Im neuen Ressort Kunden- und Vertriebsservice bündelt ERGO ab 1. April 2014 alle kundenorientierten Innendienst- sowie Leistungs-/Schadenservice-Funktionen wie Antrags- und Vertragsbearbeitung. Zudem leitet ERGO die Lebens- und Krankenversicherung in Deutschland ab 1. April 2014 aus einem gemeinsamen Ressort Personenversicherung.

Im Konzernabschluss von Munich Re weisen wir das von ERGO verantwortete Geschäft in den drei Erstversicherungssegmenten Leben, Gesundheit und Schaden/ Unfall aus.

In der Lebenserstversicherung dürften unsere gesamten Beitragseinnahmen leicht unter dem Niveau des Vorjahres bei etwas unter 7 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge in einer Spanne von 5 bis 5,5 Milliarden €. Angesichts der weltweit weiterhin niedrigen Zinsen und eines dadurch für die private Altersvorsorge ungünstigen Klimas bleibt das Umfeld herausfordernd. Die Entwicklung wird erheblich vom volatilen, stark zinsabhängigen Einmalbeitragsgeschäft abhängen. Mit der im Sommer 2013 auf den deutschen Markt gebrachten Produktgeneration sehen wir gute Chancen, uns in diesem schwierigen Markt aussichtsreich zu positionieren.

Im Erstversicherungssegment Gesundheit gehen wir davon aus, dass die gebuchten Bruttobeiträge in etwa auf Vorjahresniveau, also bei etwas über 5,5 Milliarden € verharren. In der privaten Krankenversicherung wird die Beitragsanpassung, die wir im Geschäftsjahr 2014 vornehmen, deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Die sinkende Versichertenzahl in unserem Portfolio führt zu einem Rückgang der Beiträge in der Vollversicherung. In der Ergänzungsversicherung hingegen sehen wir insgesamt gute Wachstumschancen, insbesondere im Bereich der ergänzenden Pflege- sowie der betrieblichen Krankenversicherung. Wir rechnen daher mit einem leichten Anstieg der Beiträge in diesem Teil unseres Portfolios.

In der Schaden- und Unfallerstversicherung dürften die gebuchten Bruttobeiträge etwas über 5,5 Milliarden € liegen, für das deutsche Geschäft rechnen wir mit einem leichten Anstieg auf etwas unter 3,5 Milliarden €. Weiterhin legen wir großen Wert auf risikoadäquate Preise. Gerade auf dem besonders wettbewerbsintensiven deutschen Kraftfahrtmarkt setzen wir Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragssituation konsequent um. Im internationalen Geschäft gehen wir davon aus, dass sich das Bruttobeitragsvolumen mit 2,2 Milliarden € seitwärts bewegt. Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung sollte um etwa 2 Prozentpunkte sinken und mit rund 95% ein gutes Niveau erreichen, wobei zur Verbesserung vor allem das Inlandsgeschäft beiträgt.

Wie im Vorjahr sollten die gesamten Beitragseinnahmen der Erstversicherung 2014 etwas über 18 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge bei gut 16,5 Milliarden €.

Für die Erstversicherung erwarten wir für 2014 ein Konzernergebnis zwischen 400 und 500 Millionen €, für den ERGO Teilkonzern einen Betrag zwischen 350 und 450 Millionen €. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist hauptsächlich auf konzerninterne Geschäfte zwischen Erst- und Rückversicherung zurückzuführen. Der Mittelwert der beiden Ergebnisspannen liegt jeweils etwas unter dem Konzernergebnis aus 2013.

Munich Health

Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die internationalen Gesundheitsmärkte aufgrund des medizinischen Fortschritts und einer steigenden Lebenserwartung vielfältige Wachstumsmöglichkeiten für Munich Health bieten. Diese Chancen wollen wir nach einer Anpassung unserer strategischen Ausrichtung zukünftig noch gezielter nutzen. In der Rückversicherung erwarten wir einen Zuwachs sowohl infolge steigender Versichertenzahlen unserer Kunden als auch aufgrund weiteren Bedarfs an maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen. Entsprechend den Ergebnissen der Haupterneuerung im Januar rechnen wir mit einer leichten Stärkung der Profitabilität. Nach dem Verkauf der WHG erwarten wir eine stabile Entwicklung des Erstversicherungsgeschäfts, geprägt von der weiter hohen Profitabilität unserer großen Tochtergesellschaften in Spanien und Belgien. Insgesamt erwarten wir für 2014 einen Gewinn von rund 100 Millionen € und damit unterhalb des Vorjahresniveaus, das von positiven Sondereffekten geprägt wurde.

Die gebuchten Bruttobeiträge dürften 2014 etwas über 5,5 Milliarden € liegen. Der Rückgang im Vergleich zu 2013 ist auf den Verkauf der WHG zurückzuführen.

Die Schaden-Kosten-Quote sollte leicht über dem Niveau des Vorjahres bei rund 99% liegen.

Kapitalanlagen

Im aktuellen Umfeld ausgeprägter politischer Unsicherheit und sich daraus immer wieder ergebender Kursschwankungen am Kapitalmarkt setzen wir weiterhin auf ein breit diversifiziertes Kapitalanlageportfolio. Die größten Risiken sehen wir im laufenden Jahr im Kontext der weiteren Entwicklung der Staatsschulden- und Bankenkrise. Das absehbar weiterhin niedrige Zinsumfeld wird die gesamte Versicherungsbranche sowie andere große Kapitalanleger stark belasten.

Dank unserer stark diversifizierten Anlagen sind wir für unterschiedliche Kapitalmarktszenarien gut gerüstet. In jedem Szenario sind zwar Verluste bei einzelnen Anlageklassen zu erwarten. Durch die Diversifizierung unseres Portfolios gehen wir aber davon aus, dass diese Verluste durch Wertsteigerungen bei anderen Anlageklassen aufgefangen werden. Diese ausgewogene Kapitalanlagestrategie hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Für 2014 planen wir, den Bestand an Staatsanleihen einzelner Industrieländer weiter zu reduzieren und den Bestand an Unternehmensanleihen sowie Anleihen aus Schwellenländern moderat auszubauen.

Die Duration des Kapitalanlageportfolios ist eine wichtige Stellschraube in unserem Asset-Liability-Management. Wir wählen die Duration der Kapitalanlagen dabei nah zur Duration unserer Verbindlichkeiten. Dadurch reagieren beide Seiten der uns wichtigen ökonomischen, risikobasierten Bilanz ähnlich stark auf Zinsänderungen, während sich in der IFRS-Konzernbilanz durchaus erhebliche Ausschläge ergeben können. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Duration im Rückversicherungssegment leicht reduziert. Im Grundsatz wollen wir 2014 die Duration konstant halten. In der Lebenserstversicherung wollen wir die durchschnittliche Anlagedauer im neuen Geschäftsjahr leicht verlängern. Neben der Duration berücksichtigen wir bei der Entwicklung unserer Kapitalanlagestrategie die Währungen und Inflationssensitivität unserer Verbindlichkeiten. Für 2014 planen wir, den Bestand an inflationsindexierten Anleihen leicht abzubauen. Im Jahresverlauf werden wir die Feinsteuerung unserer Anlagen von unseren jeweils aktuellen Markteinschätzungen abhängig machen, dabei aber an unserer grundsätzlichen Ausrichtung an der Struktur der Verpflichtungen unbedingt festhalten.

Im Jahr 2013 erhöhten wir unsere Investitionen und Investitionszusagen für Eigenkapitalanlagen in Infrastruktur sowie erneuerbare Energien und neue Technologien (RENT) auf etwa 1,5 Milliarden €. Dieses Engagement wollen wir 2014 weiter ausbauen, sofern wir verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden und eine angemessene Rendite erzielen können. Wir setzen dabei weiterhin stark auf eine regionale und segmentspezifische Diversifikation dieser Investitionen. Dadurch streuen wir die technischen und politischen Risiken und damit die wesentlichen Risikotreiber dieses Portfolios. Einen zusätzlichen Schwerpunkt wollen wir 2014 auf Anleihen und Darlehen für Infrastrukturprojekte setzen. Unseren Immobilienbestand planen wir, abhängig von der Marktentwicklung, in den kommenden Jahren leicht zu erhöhen.

Für 2014 gehen wir von einem gleichbleibend niedrigen Zinsniveau und somit etwas geringeren laufenden Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen aus. Auch unsere mit 4,5% relativ geringe Aktienquote wollen wir nicht wesentlich erhöhen, sodass die Abschreibungsrisiken gering bleiben, ebenso wie die Chancen auf Veräußerungsgewinne. Die laufenden Erträge aus unseren Kapitalanlagen sollten bei etwa 3,2% liegen; das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus dem Abgang von Kapitalanlagen, der Zu- und Abschreibungen sowie der sonstigen Erträge und Aufwendungen gehen wir von einem Kapitalanlageergebnis aus, das mit knapp 7,5 Milliarden € nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte und einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3,3% entspräche; das wäre ein Rückgang von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Munich Re (Gruppe)

Für 2014 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge von rund 50 Milliarden €, das ist rund 1 Milliarde € weniger als 2013, vor allem eine Folge absehbarer negativer Währungskurseffekte und des Verkaufs der WHG.

An unserem langfristigen Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg halten wir fest. Es ist jedoch angesichts der gegenwärtig sehr niedrigen Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen nur schwer zu erreichen.

Für die ökonomische Wertschaffung erwarten wir, gemessen auf Basis der Economic Earnings, ein erfreuliches, wenn auch gegenüber 2013 rückläufiges Ergebnis, das sich für die Gruppe und die Geschäftsfelder auf der Höhe der erwarteten IFRS-Ergebnisse bewegen sollte. Diese Prognose basiert auf der Annahme unveränderter Kapitalmärkte und Modellierungs-Parameter sowie eines normalen Großschadenaufkommens; bereinigt um Sondereinflüsse im abgelaufenen Jahr bewegen sich die Economic Earnings damit auf dem Niveau von 2013.

Für das Jahr 2014 rechnen wir bei durchschnittlichem Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis für Munich Re, das auf der Höhe des Vorjahres, also bei 3,7 Milliarden €, liegt.

Wir streben für 2014 ein Konzernergebnis in Höhe von 3 Milliarden € an, etwa 0,3 Milliarden € unterhalb des besonders guten Ergebnisses aus 2013. Diese Prognose versteht sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte. Dabei rechnen wir mit einer gegenüber dem Vorjahr wieder normalisierten Steuerquote von 20 bis 25 %.

Im Zeitraum von Mitte November 2013 bis Ende Februar 2014 haben wir Aktien im Wert von rund 700 Millionen € zurückgekauft; weitere 300 Millionen € sollen bis zur Hauptversammlung am 30. April 2014 folgen. Mit dem Einzug dieser Aktien geben wir nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. Trotz des Rückkaufs ermöglicht es uns unsere gute Kapitalausstattung auch weiterhin, eine attraktive Dividende zu zahlen und gezielt Chancen für profitables Wachstum zu nutzen. Seit November 2006 hat Munich Re Aktienrückkäufe im Volumen von 6,7 Milliarden € getätigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 25 Cent auf 7,25 € je Aktie steigen.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 20131

Aktiva

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  Anhang 31.12.2013 Vorjahr
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
A. Immaterielle Vermögenswerte          
I. Geschäfts- oder Firmenwert (1)   3.292   3.376
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (2)   1.380   1.564
        4.672 4.940
B. Kapitalanlagen          
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (3)   3.762   3.831
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen (4)   1.514   1.477
davon:          
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet     1.291   1.267
III. Darlehen (5)   55.245   54.418
IV. Sonstige Wertpapiere          
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit (6) 5     7
2. Jederzeit veräußerbar (8) 125.902     133.196
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet (9) 2.887     3.015
      128.794   136.218
V. Depotforderungen (10)   9.636   8.967
VI. Sonstige Kapitalanlagen (11)   3.824   2.964
        202.775 207.875
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen       6.699 5.958
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (12)     5.305 5.730
E. Forderungen          
I. Laufende Steuerforderungen     602   572
II. Sonstige Forderungen (13)   11.357   11.475
        11.959 12.047
F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand       2.820 2.860
G. Aktivierte Abschlusskosten (14)        
Brutto     9.603   9.256
Anteil der Rückversicherer     61   74
Netto       9.542 9.182
H. Aktive Steuerabgrenzung (15)     6.989 6.219
I. Übrige Aktiva (16)     3.527 3.605
Summe der Aktiva       254.288 258.416
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  Veränderung
  Mio. € %
A. Immaterielle Vermögenswerte    
I. Geschäfts- oder Firmenwert -84 -2,5
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte -184 -11,8
  -268 -5,4
B. Kapitalanlagen    
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -69 -1,8
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 37 2,5
davon:    
Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 24 1,9
III. Darlehen 827 1,5
IV. Sonstige Wertpapiere    
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit -2 -28,6
2. Jederzeit veräußerbar -7.294 -5,5
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet -128 -4,2
  -7.424 -5,5
V. Depotforderungen 669 7,5
VI. Sonstige Kapitalanlagen 860 29,0
  -5.100 -2,5
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 741 12,4
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen -425 -7,4
E. Forderungen    
I. Laufende Steuerforderungen 30 5,2
II. Sonstige Forderungen -118 -1,0
  -88 -0,7
F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand -40 -1,4
G. Aktivierte Abschlusskosten    
Brutto 347 3,7
Anteil der Rückversicherer -13 -17,6
Netto 360 3,9
H. Aktive Steuerabgrenzung 770 12,4
I. Übrige Aktiva -78 -2,2
Summe der Aktiva -4.128 -1,6

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Passiva

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  Anhang 31.12.2013 Vorjahr Veränderung
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
A. Eigenkapital (18)          
I. Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage   7.426   7.421 5 0,1
II. Gewinnrücklagen   12.875   10.938 1.937 17,7
III. Übrige Rücklagen   2.369   5.650 -3.281 -58,1
IV. Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend   3.313   3.188 125 3,9
V. Nicht beherrschende Anteile   243   242 1 0,4
      26.226 27.439 -1.213 -4,4
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (20)   4.424 5.504 -1.080 -19,6
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge (21) 7.994   8.134 -140 -1,7
II. Deckungsrückstellung (22) 111.427   109.769 1.658 1,5
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (23) 53.061   53.751 -690 -1,3
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen (24) 13.519   13.960 -441 -3,2
      186.001 185.614 387 0,2
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) (25)   7.043 6.258 785 12,5
E. Andere Rückstellungen (26)   4.169 4.318 -149 -3,5
F. Verbindlichkeiten            
I. Anleihen (27) 248   259 -11 -4,2
II. Depotverbindlichkeiten (28) 2.762   2.947 -185 -6,3
III. Laufende Steuerverbindlichkeiten   2.795   4.038 -1.243 -30,8
IV. Sonstige Verbindlichkeiten (29) 12.432   13.240 -808 -6,1
      18.237 20.484 -2.247 -11,0
G. Passive Steuerabgrenzung (15)   8.188 8.799 -611 -6,9
Summe der Passiva     254.288 258.416 -4.128 -1,6

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 20131

Posten

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  Anhang 2013 Vorjahr
    Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Gebuchte Bruttobeiträge   51.060     51.969
1. Verdiente Beiträge (30)        
Brutto   50.840     52.189
Abgegeben an Rückversicherer   1.668     1.690
Netto     49.172   50.499
2. Technischer Zinsertrag (31)   6.764   6.918
3. Leistungen an Kunden (32)        
Brutto   40.698     41.842
Anteil der Rückversicherer   782     846
Netto     39.916   40.996
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (33)        
Brutto   12.690     12.918
Anteil der Rückversicherer   326     356
Netto     12.364   12.562
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.)       3.656 3.859
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen (34)        
Erträge aus Kapitalanlagen   13.196     14.030
Aufwendungen für Kapitalanlagen   5.539     5.588
Gesamt     7.657   8.442
davon:          
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet     7   88
7. Sonstige operative Erträge (35)   782   839
8. Sonstige operative Aufwendungen (35)   922   873
9. Umgliederung technischer Zinsertrag     -6.764   -6.918
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.)       753 1.490
11. Operatives Ergebnis       4.409 5.349
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis (36)     -673 -830
13. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (36)     29 140
14. Finanzierungsergebnis (36)     -257 -297
15. Ertragsteuern (37)     108 878
16. Konzernergebnis       3.342 3.204
davon:          
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend       3.313 3.188
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend (18)     29 16
  Anhang    
Ergebnis je Aktie (54)     18,50 17,94
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  Veränderung
  Mio. € %
Gebuchte Bruttobeiträge -909 -1,7
1. Verdiente Beiträge    
Brutto -1.349 -2,6
Abgegeben an Rückversicherer -22 -1,3
Netto -1.327 -2,6
2. Technischer Zinsertrag -154 -2,2
3. Leistungen an Kunden    
Brutto -1.144 -2,7
Anteil der Rückversicherer -64 -7,6
Netto -1.080 -2,6
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb    
Brutto -228 -1,8
Anteil der Rückversicherer -30 -8,4
Netto -198 -1,6
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) -203 -5,3
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen    
Erträge aus Kapitalanlagen -834 -5,9
Aufwendungen für Kapitalanlagen -49 -0,9
Gesamt -785 -9,3
davon:    
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet -81 -92,0
7. Sonstige operative Erträge -57 -6,8
8. Sonstige operative Aufwendungen 49 5,6
9. Umgliederung technischer Zinsertrag 154 2,2
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) -737 -49,5
11. Operatives Ergebnis -940 -17,6
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis 157 18,9
13. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -111 -79,3
14. Finanzierungsergebnis 40 13,5
15. Ertragsteuern -770 -87,7
16. Konzernergebnis 138 4,3
davon:    
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 125 3,9
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 13 81,3
  %
Ergebnis je Aktie 0,56 3,1

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2013

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Mio. € 2013 Vorjahr
Konzernergebnis 3.342 3.204
Währungsumrechnung    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -714 -67
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -1.572 2.936
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -1.040 -589
Veränderung aus der Equity-Bewertung    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 35 27
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Veränderung aus Cashflow Hedges    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -1 -
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - 1
Sonstige Veränderungen 2 16
I. Positionen, bei denen direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -3.290 2.324
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen 184 -382
Sonstige Veränderungen - -
II. Positionen, bei denen direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 184 -382
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (I. + II.) -3.106 1.942
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 236 5.146
davon:    
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 228 5.115
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 8 31

Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2013

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  Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile
  Ausgegebenes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Übrige Rücklagen
Mio. €     Gewinnrücklagen vor Kürzung eigener Aktien Bestand an eigenen Aktien Unrealisierte Gewinne und Verluste Rücklage aus der Währungsumrechnung
Stand 31.12.2011 588 6.831 11.755 -170 3.603 -223
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - -414 - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - -339 - 2.343 -69
Währungsumrechnung - - - - - -69
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - - 2.336 -
Veränderung aus der Equity-Bewertung - - 29 - 7 -
Veränderung aus Cashflow Hedges - - - - - -
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -374 - - -
Sonstige Veränderungen - - 6 - - -
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - -339 - 2.343 -69
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -13 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Ausschüttung - - - - - -
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien -3 5 26 93 - -
Einzug eigener Aktien - - - - - -
Stand 31.12.2012 585 6.836 11.015 -77 5.946 -292
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - 1.933 - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - 196 - -2.578 -710
Währungsumrechnung - - - - - -710
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - - -2.599 -
Veränderung aus der Equity-Bewertung - - 6 - 21 -
Veränderung aus Cashflow Hedges - - - - - -
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - 188 - - -
Sonstige Veränderungen - - 2 - - -
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 196 - -2.578 -710
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - 2 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Ausschüttung - - - - - -
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien -4 9 24 -218 - -
Einzug eigener Aktien - - - - - -
Stand 31.12.2013 581 6.845 13.170 -295 3.368 -1.002
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  Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital Gesamt
  Übrige Rücklagen Konzernergebnis    
Mio. € Bewertungsergebnis aus Cashflow Hedges      
Stand 31.12.2011 4 696 247 23.331
Einstellung in die Gewinnrücklagen - 414 - -
Konzernergebnis - 3.188 16 3.204
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -8 - 15 1.942
Währungsumrechnung - - 2 -67
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - 11 2.347
Veränderung aus der Equity-Bewertung -9 - - 27
Veränderung aus Cashflow Hedges 1 - - 1
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -8 -382
Sonstige Veränderungen - - 10 16
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -8 3.188 31 5.146
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -33 -46
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Ausschüttung - -1.110 -3 -1.113
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien - - - 121
Einzug eigener Aktien - - - -
Stand 31.12.2012 -4 3.188 242 27.439
Einstellung in die Gewinnrücklagen - -1.933 - -
Konzernergebnis - 3.313 29 3.342
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 7 - -21 -3.106
Währungsumrechnung - - -4 -714
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - -13 -2.612
Veränderung aus der Equity-Bewertung 8 - - 35
Veränderung aus Cashflow Hedges -1 - - -1
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen - - -4 184
Sonstige Veränderungen - - - 2
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 7 3.313 8 236
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - - -4 -2
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Ausschüttung - -1.255 -3 -1.258
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien - - - -189
Einzug eigener Aktien - - - -
Stand 31.12.2013 3 3.313 243 26.226

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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Mio. € 2013 Vorjahr
Konzernergebnis 3.342 3.204
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) 4.049 2.533
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -360 152
Veränderung der Depotforderungen und -Verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -Verbindlichkeiten -856 1.858
Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten -2.325 -646
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -1.058 -651
Veränderung bei Wertpapieren im Handelsbestand -839 -584
Veränderung sonstiger Bilanzposten 249 391
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -15 -722
I. Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.187 5.535
Veränderung aus dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen -34 35
Veränderung aus der Übernahme der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen -74 -260
Veränderung aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen 752 -4.217
Veränderung aus dem Erwerb sowie dem Verkauf von Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung -343 -361
Sonstige -9 70
II. Mittelfluss aus Investitionstätigkeit 292 -4.733
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen und von nicht beherrschenden Anteilseignern 107 121
Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Anteilseigner 296 43
Dividendenzahlungen 1.258 1.113
Veränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit -1.111 569
III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -2.558 -466
Veränderung des Zahlungsmittelbestands (I. + II. + III.) -79 336
Währungseinfluss auf den Zahlungsmittelbestand 39 34
Zahlungsmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2.860 2.490
Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.820 2.860
Zusatzinformationen    
Ertragsteuerzahlungen (per saldo) - enthalten im Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.223 265
Erhaltene Dividenden 519 399
Erhaltene Zinsen 6.496 6.932
Gezahlte Zinsen 552 671

Konzernanhang

Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards erstellt. Beachtet wurden die nach den Artikeln 2, 3 und 6 der genannten Verordnung übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards sowie die in § 315a Abs. 1 HGB bezeichneten Regelungen des Handelsgesetzbuchs.

Seit 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsstandards als "International Financial Reporting Standards (IFRS)" bezeichnet; die Vorschriften aus früheren Jahren tragen weiterhin den Namen "International Accounting Standards (IAS)".

Die versicherungstechnischen Posten werden im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 4 auf der Grundlage der US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben im November 2013 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet dauerhaft zugänglich gemacht.

Bilanzierung und Bewertung

Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessen auszuüben sowie Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen. Diese wirken sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten aus.

Gerade in der Erst- und Rückversicherung ist für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen der Einsatz von Schätzverfahren von erheblicher Bedeutung, zumal die Bewertung stets auf Modellen beruht und die Entwicklung der künftigen Zahlungsströme von Versicherungsverträgen nicht ex ante abschließend vorhersehbar ist. Jedoch spielen Ermessensentscheidungen und Schätzwerte auch bei weiteren Positionen eine erhebliche Rolle.

Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Grundlage für die Wertermittlung sind die besten Erkenntnisse des Managements zu den jeweiligen Sachverhalten zum Abschlussstichtag. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Positionen, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind.

Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den folgenden Positionen von Bedeutung und werden in den Erläuterungen dieser Positionen näher beschrieben:

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Zeitwerte und Wertminderungen von Finanzinstrumenten

Aktivierte Abschlusskosten

Versicherungstechnische Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Steuerabgrenzung

Eventualverbindlichkeiten

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, welche als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und in der Konzernbilanz gesondert dargestellt.

Berichtswährung

Berichtswährung ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.

Vorjahreszahlen

Änderungen gemäß den Vorschriften des IAS 8 machten es erforderlich, die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2012 und die entsprechenden Posten der Erläuterungen im Konzernanhang rückwirkend anzupassen, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Die übrigen Vorjahreswerte wurden auf derselben Grundlage ermittelt wie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen

Die Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt dem Prinzip der Stetigkeit.

Im Geschäftsjahr 2013 waren folgende neue oder geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Aufgrund der Änderung von IAS 1 (rev. 06/2011), Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses, sind im sonstigen Gesamtergebnis nun getrennt voneinander auszuweisen: Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, und solche, bei denen dies nicht der Fall ist. Damit soll deren Darstellung verbessert und eine Angleichung von IFRS und US GAAP erreicht werden. Wir haben die erforderliche Anpassung in der "Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen" vorgenommen.

IFRS 13 (05/2011), Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, regelt, wie die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zu erfolgen hat, sofern ein anderer Standard eine derartige Zeitwertbewertung oder eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts im Anhang vorschreibt. Das heißt, der Standard regelt nicht, welche Positionen zum Zeitwert zu bewerten sind. Dabei ändert IFRS 13 die Definition des beizulegenden Zeitwerts: Dieser wird nun als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen charakterisiert. Der Standard enthält detaillierte Vorgaben, wie die Zeitwerte für verschiedene Arten von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten zu ermitteln sind. Zusätzlich werden weitergehende Anhangangaben gefordert, beispielsweise wird die Angabe der Bewertungshierarchie, die bislang nach IFRS 7 nur für Finanzinstrumente erforderlich war, nun auf alle zum Zeitwert bewerteten Positionen ausgedehnt. Auf Grundlage von IFRS 13 haben wir geprüft, ob die Ermittlung der Zeitwerte bei Munich Re mit den neuen Vorschriften in Einklang steht. Diese Prüfung hat ergeben, dass Anpassungen bei der Bewertung überwiegend nicht erforderlich waren.

Die Änderungen, die im Projekt "Jährliche Verbesserungen an den IFRS" im Mai 2012 veröffentlicht wurden, betreffen IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, wobei dieser nur Regelungen für IFRS-Erstanwender enthält und damit für Munich Re grundsätzlich ohne Relevanz ist, sowie IAS 1, Darstellung des Abschlusses, IAS 16, Sachanlagen, IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, IAS 34, Zwischenberichterstattung, und als Folgeänderung die Interpretation IFRIC 2, Geschäftsanteile an Genossenschaften und ähnliche Instrumente. Lediglich die Änderung des IAS 1, Darstellung des Abschlusses, ist für Munich Re von praktischer Bedeutung, wobei es sich hierbei um eine Erleichterung im Vergleich zu den bisherigen Regelungen handelt. Bei einer rückwirkenden Änderung der Bilanzierungsmethoden oder bei einer rückwirkenden Anpassung oder Umgliederung von Abschlusspositionen nach IAS 8 ist eine verpflichtende dritte Vergleichsbilanz nur dann zu veröffentlichen, wenn die Änderung wesentliche Auswirkungen hat. Sofern eine derartige verpflichtende dritte Vergleichsbilanz zu veröffentlichen ist, sind die zugehörigen Anhangangaben nicht mehr erforderlich.

Durch die Änderungen des IAS 19 (rev. 06/2011), Leistungen an Arbeitnehmer, wird das Wahlrecht für die Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, insbesondere die Korridormethode, abgeschafft. Diese Gewinne und Verluste müssen nun zwingend erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Weiterhin wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand bei rückwirkenden Planänderungen sofort erfolgswirksam erfasst. Die Erträge des Planvermögens werden nun anhand des Diskontierungszinssatzes für den Barwert der Verpflichtung bestimmt. Verwaltungskosten und Steuern, die der Plan zahlen muss, sind von den Erträgen abzuziehen. Die Vorschriften für die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts wurden integriert und präzisiert. Außerdem werden zusätzliche Angaben im Anhang gefordert, zum Beispiel eine Analyse der Pensionsverpflichtung in Bezug auf deren Risiken und Sensitivitätsanalysen für die versicherungsmathematischen Annahmen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf Munich Re, da wir versicherungsmathematische Gewinne und Verluste seit 2006 erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Daher wenden wir die Änderungen prospektiv an, da auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten eine retrospektive Anwendung nicht angezeigt schien. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand aus einer Plankürzung von 12 Millionen € wurde im ersten Quartal als Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erträge aus dem Planvermögen, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, fallen auf Basis einer Schätzung im Geschäftsjahr um 18 Millionen € niedriger aus, als es nach der bisherigen Methode der Fall gewesen wäre. Der Unterschied zu den tatsächlichen Erträgen ist entsprechend um 18 Millionen € höher und wird erfolgsneutral als Neubewertung im Eigenkapital erfasst. Im Dezember 2012 veröffentlichte das DRSC einen Anwendungshinweis "Einzelfragen zur Bilanzierung von Altersteilzeitverhältnissen nach IFRS", der sich auf den überarbeiteten IAS 19 bezieht. Diesen Anwendungshinweis wenden wir aus Wesentlichkeitsgründen und auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten ebenfalls prospektiv an. Daraus ergab sich eine Reduzierung der übrigen Rückstellungen von 5 Millionen €, die wir im ersten Quartal als Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten.

Mit der Änderung von IFRS 7 (rev. 12/2011), Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, wurden neue Angaben im Anhang für derartige Sachverhalte eingeführt. Anzugeben sind die Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die jedoch nicht den bilanziellen Saldierungsanforderungen genügen. Die Änderung hat derzeit für Munich Re keine praktische Bedeutung.

IFRIC Interpretation 20 (10/2011), Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks, stellt klar, in welchen Fällen Abraumbeseitigungskosten zu aktivieren sind und wie der daraus resultierende Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz sowie in den Folgeperioden zu bewerten ist. Diese Interpretation hat für Munich Re keine praktische Relevanz.

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir den folgenden geänderten IFRS freiwillig vorgezogen angewendet:

IAS 36 (rev. 05/2013), Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten, betrifft Korrekturen und Erweiterungen der Angabepflichten, falls der erzielbare Betrag eines wertgeminderten Vermögenswerts dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Die Änderungen können zu erweiterten Angaben in überschaubarem Ausmaß führen.

Mit Beginn des ersten Quartals haben wir die Berechnungsmethodik des technischen Zinses weiter verfeinert. Der Anteil der Kapitalerträge, der den Depotzinsaufwendungen entspricht, wird nunmehr auch in allen Rückversicherungssegmenten und im Segment Munich Health als Komponente in den technischen Zins und somit in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen. Diese Änderung führt zu einer zutreffenderen Darstellung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Durch die Änderung sind die technischen Zinserträge im Geschäftsjahr 2013 um 1 Million € höher, als sie nach der bisherigen Methode gewesen wären. Aufgrund der Unwesentlichkeit der Beträge wurde die Verfeinerung in Einklang mit IAS 8.8 für zukünftige Perioden angewandt.

Folgende Änderungen haben wir rückwirkend angewandt und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst, um relevantere Informationen bereitzustellen und eine bessere Darstellung und Vergleichbarkeit des Abschlusses zu erreichen:

a) Ab dem ersten Quartal haben wir eine Änderung des Ausweises von Kosten vorgenommen, die mit Eigenkapitalmaßnahmen zusammenhängen. Bislang wurden extern verursachte Kosten, die unmittelbar mit derartigen Maßnahmen zusammenhängen, nach Berücksichtigung der Steuereffekte in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Der Ausweis dieser Kosten erfolgt nun unter den Gewinnrücklagen. Der Informationsfunktion des Konzernabschlusses wird dadurch in höherem Maße Rechnung getragen, dass Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage der Münchener Rück AG direkt aus dem Konzernabschluss ersichtlich sind. Durch die Änderung ist die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2013 um 31 Millionen € höher als sie nach bisherigem Ausweis gewesen wäre. Entsprechend ist die Gewinnrücklage zum 31. Dezember 2013 um 31 Millionen € geringer.

Im vierten Quartal haben wir folgende Änderungen rückwirkend angewandt:

b) Zinsen auf Ertragsteuerforderungen und -schulden weisen wir unter den korrespondierenden ertragsteuerlichen Posten aus. Durch die Änderung sind die Steuerverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 um 43 Millionen € höher, die sonstigen Rückstellungen entsprechend niedriger. In der Gewinn- und Verlustrechnung verzeichnen wir für 2013 ein um 53 Millionen € höheres sonstiges operatives Ergebnis bei entsprechend höheren Ertragsteuern.

c) Bei der Berechnung der Abschreibung des erworbenen Versicherungsbestands (Present Value of Future Profits, PVFP) wurde die latente Steuer nicht korrekt berücksichtigt. Die Berechnung der Abschreibungen und der latenten Steuern wurde angepasst.

d) Die laufende Überprüfung der Bewertung assoziierter, nach der Equity-Methode bewerteter Unternehmen hatte ergeben, dass der in den Konzernabschluss einzubeziehende Buchwert zu korrigieren ist. Eine Konsolidierungsbuchung wurde korrigiert.

Die Änderungen a) und b) wurden im Einklang mit IAS 8.14 und IAS 8.22 vorgenommen. Die Anpassungen wirken sich folgendermaßen auf die Konzernbilanz des Geschäftsjahrs 2012 aus:

Konzernbilanz

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Mio. € 31.12.2012 wie ursprünglich ausgewiesen a) Veränderungen aus Anpassungen im Jahr 2012 b) c) d) 31.12.2012
Aktiva            
A. II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.518   - 46 - 1.564
B. II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 1.467   - - 10 1.477
davon: Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 1.257   - - 10 1.267
Passiva            
A. I. Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage 7.390 31 - - - 7.421
A. II. Gewinnrücklagen 10.946 -31 - 39 -16 10.938
A. IV. Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.195   - -8 1 3.188
C. IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 13.935   - - 25 13.960
E. Andere Rückstellungen 4.425   -107 - - 4.318
F. III. Laufende Steuerverbindlichkeiten 3.931   107 - - 4.038
G. Passive Steuerabgrenzung 8.784   - 15 - 8.799

Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2012 ergaben sich folgende Auswirkungen:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Mio. € 2012 wie ursprünglich ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen im Jahr 2012 b) c) d) 2012
3. Leistungen an Kunden          
brutto 41.837 - - 5 41.842
netto 40.991 - - 5 40.996
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb          
brutto 12.906 - 12 - 12.918
netto 12.550 - 12 - 12.562
5. Versicherungstechnisches Ergebnis 3.876 - -12 -5 3.859
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen          
Erträge aus Kapitalanlagen 14.024 - - 6 14.030
Gesamt 8.436 - - 6 8.442
davon: Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 82 - - 6 88
7. Sonstige operative Erträge 879 -40 - - 839
8. Sonstige operative Aufwendungen 923 -50 - - 873
10. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 1.474 10 - 6 1.490
11. Operatives Ergebnis 5.350 10 -12 1 5.349
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis -836 6 - - -830
15. Ertragsteuern 866 16 -4 - 878
16. Konzernergebnis 3.211 - -8 1 3.204
davon: auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.195 - -8 1 3.188

Die entsprechenden Posten der Segmentinformation und die Erläuterungen im Konzernanhang wurden für das Vorjahr angepasst.

Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards

Munich Re beabsichtigt, sofern nicht anders angegeben, alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden.

Sofern im Folgenden nicht gesondert angegeben, sind die aufgeführten Standards erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Lediglich die IFRIC Interpretation 21, Abgaben, wurde noch nicht in europäisches Recht übernommen. Für die übrigen Standards erfolgte die Übernahme im März, April, November bzw. Dezember 2013.

IFRS 10 (05/2011), Konzernabschlüsse, ersetzt die Regelungen von IAS 27 und SIC 12 und schafft eine einheitliche Definition für Beherrschung, die unabhängig davon ist, ob diese aufgrund von gesellschaftsrechtlichen, vertraglichen oder wirtschaftlichen Gegebenheiten vorliegt. Eigenständige Regelungen für Zweckgesellschaften gibt es nicht mehr. Beherrschung liegt dann vor, wenn ein Investor die für den wirtschaftlichen Erfolg relevanten Geschäftsaktivitäten einer Einheit bestimmen kann und ihm die daraus resultierenden Rückflüsse zustehen. Des Weiteren adressiert IFRS 10 bisher nicht geregelte Einzelsachverhalte. Hierzu zählt insbesondere die Regelung, dass im Fall von Präsenzmehrheit regelmäßig auch ohne Stimmrechtsmehrheit Beherrschung vorliegen kann. Die Änderungen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis von Munich Re.

IFRS 11 (05/2011), Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements), definiert gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und regelt deren bilanzielle Abbildung. Die Änderungen gegenüber IAS 31, Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, betreffen insbesondere die Abschaffung des Wahlrechts zur Quotenkonsolidierung von Joint Ventures, die geänderte Definition von gemeinschaftlicher Führung (Joint Control) sowie die Erweiterung des Anwendungsbereichs einer Joint Operation. Hierunter können jetzt auch in ein separates Vehikel ausgelagerte Sachverhalte fallen. Die Abschaffung der Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung hat für Munich Re keine Auswirkungen, da wir von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch machen. Vielmehr wenden wir bereits jetzt grundsätzlich die Equity-Methode an. Die beiden anderen Änderungen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen für Munich Re.

IFRS 12 (05/2011), Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, bündelt die Anhangangaben zu Sachverhalten der Anwendungsbereiche von IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28. Zielsetzung des Standards ist, Information über Art, Risiko und Implikation der Anteile an anderen Unternehmen auf den Konzernabschluss anzugeben. Entsprechend sind umfassendere Angaben als bisher gefordert. Insbesondere verlangt IFRS 12 Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen, Ermessensspielräumen und Annahmen bei der Einschätzung der Art der Unternehmensverbindung sowie detaillierte Angaben zu jedem wesentlichen Joint Arrangement und assoziiertem Unternehmen. Munich Re wird im Wesentlichen von den erweiterten Offenlegungspflichten bezüglich nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, Anteilen an Joint Arrangements und assoziierten Unternehmen sowie Ermessensspielräumen und Annahmen betroffen sein.

IAS 27 (rev. 05/2011), Einzelabschlüsse, regelt nun ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Anteilen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen nach IFRS, einschließlich der relevanten Anhangangaben. Die Definition von Beherrschung sowie die bilanzielle Abbildung von Tochterunternehmen in Konzernabschlüssen werden jetzt durch IFRS 10 bestimmt. Der Standard hat keine Auswirkung auf Munich Re.

IAS 28 (rev. 05/2011), Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, enthält insbesondere Folgeänderungen aus der Veröffentlichung von IFRS 11 und IFRS 12. Unter anderem wurden die bilanzielle Abbildung von Joint Ventures sowie die bisher in SIC 13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen, geregelten Sachverhalte in den Standard integriert. Auch sind Anteile an assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures, die beispielsweise von offenen Investmentfonds oder fondsgebundenen Versicherungen gehalten werden, nicht mehr vom Anwendungsbereich des Standards ausgeschlossen. Vielmehr besteht für diese nun ein Wahlrecht zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen für Munich Re.

Im Juni 2012 hat das IASB einen IFRS "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsbestimmungen" (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12) (06/2012) veröffentlicht, der klarstellt, dass eine retrospektive Anpassung bei Erstanwendung dieser Standards lediglich für eine Periode durchzuführen ist. Sofern die Erstanwendung eine Änderung der Einbeziehungspflicht einer Einheit nur für die Vergleichsperiode nach sich zieht, ist keine retrospektive Anpassung durchzuführen. Darüber hinaus wurde die Pflicht zur Offenlegung von Vorjahresangaben für nicht konsolidierte strukturierte Einheiten aufgehoben.

Nach den Vorgaben des IASB wären IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sowie die Änderungen an IAS 27 und IAS 28 einschließlich der Übergangsbestimmungen zu diesen Standards erstmals verpflichtend anzuwenden gewesen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Bei der Übernahme in das europäische Recht wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt jedoch um ein Jahr verschoben, sodass die betreffenden Standards von Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union erstmals verpflichtend anzuwenden sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig. Munich Re hat sich für eine Erstanwendung ab 1. Januar 2014 entschieden.

Mit dem IFRS "Investmentgesellschaften" (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) (10/2012) wird eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften eingeführt und geregelt, dass Investmentgesellschaften künftig grundsätzlich von der Verpflichtung befreit werden, ihre Tochterunternehmen zu konsolidieren. Vielmehr müssen sie diese zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten. Für Mutterunternehmen von Investmentgesellschaften, die selbst keine Investmentgesellschaft darstellen, gilt die Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nicht. Außerdem werden zusätzliche Offenlegungspflichten für Investmentgesellschaften ergänzt. Für Munich Re haben die Änderungen keine Relevanz.

Mit der Änderung von IAS 32 (rev. 12/2011), Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, erfolgt die Klarstellung einiger Details in Bezug auf die Zulässigkeit der Saldierung von Finanzaktiva und -passiva. Derzeit gehen wir davon aus, dass diese Änderungen für Munich Re keine praktische Bedeutung haben.

Die Änderung des IAS 39 (rev. 06/2013), Finanzinstrumente: Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung, regelt, dass die Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung führt. Die Zwischenschaltung einer zentralen Gegenpartei ist für bereits bestehende Geschäfte nicht verpflichtend. Die Änderung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf Munich Re haben.

IFRIC Interpretation 21 (05/2013), Abgaben, konkretisiert den Ansatzzeitpunkt von Schulden im Anwendungsbereich des IAS 37 hinsichtlich staatlich erhobener Abgaben, die ohne unmittelbare Gegenleistung des Staates sind und nicht in den Anwendungsbereich anderer IFRS fallen. Neben der Festlegung des Ansatzzeitpunkts stellt die Interpretation klar, wie die Definition "gegenwärtige Verpflichtung" im Sinne von IAS 37 bei diesen Abgaben auszulegen ist. Diese Interpretation ist für Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

Die im folgenden aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sind erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. Die relevanten Daten werden gesondert angegeben. Diese Rechtsänderungen wurden ausnahmslos noch nicht in europäisches Recht übernommen.

Mit IFRS 9 (11/2009 sowie rev. 10/2010), Finanzinstrumente, werden die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten abgelöst. Wegen seiner Komplexität ist das gesamte Projekt in drei Phasen unterteilt. Die bislang in IFRS 9 verabschiedeten Neuregelungen aus der ersten Phase des Projekts betreffen insbesondere die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Demnach ist für finanzielle Vermögenswerte künftig grundsätzlich nur noch zwischen einer Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu beizulegenden Zeitwerten mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist auf Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens sowie der vertraglichen Zahlungsströme der Vermögenswerte zu treffen. Zusätzlich ist für Eigenkapitalinstrumente auch eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten ohne Buchung über die Gewinn- und Verlustrechnung möglich. Allerdings ist es dann nicht zulässig, einmal erfolgsneutral erfasste Wertänderungen erfolgswirksam umzubuchen.

Die Möglichkeit einer freiwilligen Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Option) bleibt ebenfalls erhalten. Für finanzielle Verbindlichkeiten ändern sich die Bewertungsvorschriften nicht, mit der Ausnahme, dass bei Nutzung der Fair Value Option Wertänderungen aufgrund der Änderung der Bonität des Unternehmens künftig erfolgsneutral zu erfassen sind.

Die beiden anderen Phasen des Projekts befassen sich mit den Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Diskussion zur Erfassung von Sicherungsbeziehungen ist bereits abgeschlossen, diese Neuregelung wurde im November 2013 in den IFRS 9 integriert. Für die Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen hatte das IASB im März 2013 einen weiteren Standardentwurf veröffentlicht, der bis Juli 2013 kommentiert werden konnte.

Außerdem hatte das IASB im November 2012 einen Standardentwurf veröffentlicht, der eine erneute Änderung der Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten vorsieht. Damit soll ermöglicht werden, in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen sowie einem zusätzlich definierten Geschäftsmodell, das eine Veräußerungsabsicht beinhaltet, auch künftig bestimmte Schuldtitel erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Die Beratungen zu diesen beiden Entwürfen wurden Anfang 2014 abgeschlossen, sodass nach aktuellem Zeitplan des IASB der endgültige und vollständige IFRS 9 im zweiten Quartal 2014 veröffentlicht werden soll.

Ursprünglich sah IFRS 9 eine verpflichtende Erstanwendung der neuen Regelungen ab 2013 vor. Da sich die Diskussionen der noch offenen Projektphasen länger hingezogen hatten als ursprünglich geplant, wurde dieser Zeitpunkt über einen Standard zur Änderung von IFRS 9 und IFRS 7 (rev. 12/2011) auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Aufgrund der anhaltenden Diskussionen in dem Projekt war absehbar, dass auch dieser Termin nicht realistisch ist. Daher hat das IASB im Februar 2014 vorläufig beschlossen, den Zeitpunkt für die verpflichtende Erstanwendung von IFRS 9 festzulegen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Im November 2013 veröffentlichte das IASB eine Änderung an IAS 19 (rev. 11/2013), Leistungen an Arbeitnehmer, mit der die Vorschriften klargestellt werden, die sich auf die Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, zu Dienstleistungsperioden beziehen. Diese Änderung ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, und wird auf Munich Re voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen haben.

Die Änderungen, die im Projekt "Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 20102012" im Dezember 2013 veröffentlicht wurden, betreffen IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütungen, IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 8, Geschäftssegmente, IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, IAS 16, Sachanlagen, IAS 24, Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, sowie IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte. Bei den Änderungen handelt es sich überwiegend um Klarstellungen von einzelnen Regelungen, die sich in der Praxis als nicht eindeutig erwiesen haben; sie sind für Munich Re voraussichtlich nicht relevant. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

Ebenfalls im Dezember 2013 hat das IASB das Projekt "Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011-2013" mit der Veröffentlichung der geänderten Standards abgeschlossen. Von diesen Änderungen betroffen sind IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, sowie IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. In diesen Standards wurden ebenfalls Klarstellungen einzelner Sachverhalte vorgenommen, die sich in der Praxis als nicht eindeutig erwiesen hatten; sie sind für Munich Re voraussichtlich nicht relevant. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

Im Januar 2014 hat das IASB den IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten, veröffentlicht. Dieser Interimsstandard, der für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, verpflichtend ist, ist jedoch nur für IFRS-Erstanwender von Bedeutung und hat daher keine Auswirkungen für Munich Re.

Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss beziehen wir gemäß IAS 27 die Münchener Rück AG (Mutterunternehmen) und alle Unternehmen ein, an denen die Münchener Rück AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt (Tochterunternehmen). Zweckgesellschaften, zum Beispiel Spezialfonds, werden gemäß SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogen, wenn die wirtschaftliche Betrachtung zeigt, dass seitens Munich Re Beherrschung vorliegt.

Anzahl konsolidierter Tochterunternehmen1

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 108 240 348
Zugänge 14 9 23
Abgänge 22 23 45
31.12. Geschäftsjahr 100 226 326

1 Zudem wurden 62 inländische und 3 ausländische Spezialfonds in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe dargestellt:

Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschung

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Mio. € 2013 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -95 -274
Nicht zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung - -
Zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -95 -274
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung erlangt wurde 21 14
Gesamt -74 -260

Übernommenes Nettovermögen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativer Unterschiedsbetrag -2 19
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9 190
Kapitalanlagen 72 253
Zahlungsmittel 21 14
Sonstige Vermögenswerte 46 41
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) - -
Sonstige Schulden -51 -243
Gesamt 95 274

Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschung

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Mio. € 2013 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für den Verlust der Beherrschung 98 39
Nicht zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung - -
Zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung 98 39
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung verloren wurde -132 -4
Gesamt -34 35

Abgehendes Nettovermögen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert - -
Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 2
Kapitalanlagen 42 172
Zahlungsmittel 132 4
Sonstige Vermögenswerte 126 37
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) -82 -95
Sonstige Schulden -60 -41
Gesamt 158 79

Weitere Erläuterungen zu unseren Abgängen aus dem Verlust der Beherrschung finden Sie im Abschnitt Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (17) Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte.

Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres

Am 10. Juli 2013 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Windparkgesellschaft Vingkraft Hakarp AB (VH AB), Hässleholm, Schweden, von Eolus Vind AB, Hässleholm, Schweden. Vingkraft Hakarp AB betreibt drei fertiggestellte und an das Stromnetz angeschlossene schwedische Windparks (Hakarp, Kaptensberget und Äsen). Die Windparks wurden vor der Transaktion als Sacheinlage von Eolus Vind AB in die Vingkraft Hakarp AB eingebracht. Vingkraft Hakarp AB wurde direkt nach dem Erwerb in Wind Farms Götaland Svealand AB (WFGS) umbenannt. Der Kaufpreis für die Windparkgesellschaft beträgt 47,2 Millionen € (411,5 Millionen SEK) und wurde in bar bezahlt.

Der Unternehmenserwerb ist Teil des Programms RENT (Renewable Energy and New Technologies), durch das Munich Re in erneuerbare Energien und neue Technologien investiert.

Die beizulegenden IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

Beizulegende IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt

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Mio. € WFGS
Kaufpreis 47
Zahlungsmittel 47
Eingegangene Schulden -
Erworbene Vermögenswerte 49
Immaterielle Vermögenswerte 9
Kapitalanlagen 38
Forderungen1 -
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand -
Aktive Steuerabgrenzung 2
Weitere Aktiva -
Übernommene Schulden 2
Sonstige Rückstellungen -
Verbindlichkeiten -
Passive Steuerabgrenzung 2
Weitere Passiva2 -
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossene Erlöse seit Erwerbszeitpunkt 2
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossenes Ergebnis seit Erwerbszeitpunkt -
Beiträge zu den Konzernerlösen, wäre der Unternehmenszusammenschluss am 1. Januar 2013 erfolgt3 2

1 Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Transaktionen erworbenen Forderungen entspricht dem Buchwert. Zum Erwerbszeitpunkt werden keine Forderungsausfälle erwartet.
2 Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten, bedingte Leistungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 identifiziert.
3 Die Veränderung des Konzernergebnisses kann aufgrund der fehlenden Datengrundlage zum Jahresanfang nicht verlässlich bestimmt werden.

Am 1. Oktober 2013 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft Dallas Acquisition Corporation, Delaware, durch Barzahlung 100% der stimmberechtigten Anteile an der RenRe Commodity Advisors LLC, Delaware (RCA). Die Tochtergesellschaft der RCA, Renaissance Trading Ltd., Bermuda, übernimmt und handelt mit Wetterrisiken (Derivate). Das Geschäft der Renaissance Trading beinhaltet auch Handel mit Warenkontrakten auf Öl und Gas, um Risikolösungen aus einer Hand anbieten zu können. Mit dem Erwerb der RCA bauen wir unser Knowhow und unser Produktspektrum bei Wetterrisiken gezielt aus und erweitern die Diversifikation bei Wetterderivaten, da zusätzliche Regionen und Branchen abgedeckt werden. Nach dem Erwerb haben wir die RenRe Commodity Advisors in Munich Re Weather & Commodity Risk Holding umfirmiert und die Rechtsform in eine Inc. geändert. Die Renaissance Trading haben wir in Munich Re Trading umfirmiert, die Rechtsform in eine LLC geändert und den Firmensitz nach Delaware verlegt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Der Bilanzstichtag der einbezogenen Unternehmen ist grundsätzlich der 31. Dezember. Spezialfonds haben zum Teil andere Bilanzstichtage; diese Fonds werden auf der Basis von Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Um das Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ermitteln, setzen wir die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens oder der Zweckgesellschaft mit ihren beizulegenden Zeitwerten an. Die im Austausch für die erworbenen Anteile übertragene Gegenleistung wird mit dem auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet; ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Jahresergebnisse, welche die Tochterunternehmen oder Zweckgesellschaften nach der Erstkonsolidierung erwirtschaftet haben, sind im Eigenkapital des Konzerns enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus konzerninternen Geschäften resultieren, werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Assoziierte Unternehmen

Als assoziiert gelten nach IAS 28 alle Unternehmen, die nicht Tochter- oder Gemeinschaftsunternehmen sind und bei denen die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben. Bei Anteilen an Unternehmen zwischen 20% und 50% der Stimmrechte wird davon ausgegangen, dass es sich um assoziierte Unternehmen handelt, es sei denn, die Vermutung des maßgeblichen Einflusses ist widerlegt.

Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 23 29 52
Zugänge - 3 3
Abgänge 1 7 8
31.12. Geschäftsjahr 22 25 47

Anzahl der übrigen assoziierten Unternehmen (nicht nach der Equity-Methode bewertet)

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  Inland Ausland Gesamt
31.12. Vorjahr 42 10 52
Zugänge 1 - 1
Abgänge 4 - 4
31.12. Geschäftsjahr 39 10 49

Erläuterungen zu den Bewertungsmethoden der Anteile an assoziierten Unternehmen finden Sie unter Aktivseite B - Kapitalanlagen.

Aktivseite

A Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden planmäßig mindestens einmal jährlich sogenannten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) gemäß IAS 36 unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir zusätzlich außerplanmäßige Werthaltigkeitstests durch. Zur Werthaltigkeitsprüfung sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf ergibt sich aus dem Vergleich des Buchwerts (inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren erzielbarem Betrag. Der erzielbare Betrag ist das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Soweit der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert, wird in Höhe der Differenz eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfasst. Ist der Wertminderungsbedarf einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten größer als der Buchwert der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, so wird die Differenz grundsätzlich anteilig auf die anderen relevanten Vermögenswerte der Einheit oder Gruppe von Einheiten auf Basis von deren Buchwerten verteilt. Hierbei werden die Buchwerte jedoch maximal auf den höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, Nutzungswert und null vermindert.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend erworbene Versicherungsbestände, selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen.

Die erworbenen Versicherungsbestände setzen wir bei Erwerb mit dem Bestandsbarwert (PVFP - Present Value of Future Profits) an. Dieser bestimmt sich als der Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt entsprechend der Realisierung der Überschüsse aus den Versicherungsbeständen, die der PVFP-Berechnung zugrunde liegen. Die erworbenen Versicherungsbestände werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Die Abschreibungen weisen wir unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb aus.

Selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Selbst geschaffene und sonstige Software wird linear mit 20% bis 33% über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, im Ausnahmefall mit mindestens 10% über einen Zeitraum bis zu zehn Jahren, planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und planmäßigen Abschreibungssätze der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenstämme betragen 2 bis 17 Jahre bzw. 6% bis 50%, die der Markennamen 1 bis 30 Jahre bzw. 3% bis 100%; die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. Sofern erforderlich, werden die Bestände außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Ab- und Zuschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die Aufwendungen für Kapitalanlagen, auf die Leistungen an Kunden und auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verteilt. Sofern keine Zuordnung auf die Funktionsbereiche möglich ist, werden die Ab- und Zuschreibungen unter den sonstigen nicht operativen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen.

B Kapitalanlagen

Grundstücke und Bauten in den Kapitalanlagen betreffen fremdgenutzte Objekte. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Unterhaltskosten erfassen wir als Aufwand. Bauliche Maßnahmen werden grundsätzlich ab 5% der bisherigen historischen Gebäudeanschaffungs-/-herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen überwiegend zwischen 40 und 55 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfassen wir in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen für Kapitalanlagen, Zuschreibungen als Erträge aus Kapitalanlagen.

Anteile an verbundenen Unternehmen, die wir wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidieren, setzen wir grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Soweit die Anteile an einer Börse notiert sind, verwenden wir die Börsenwerte zum Bilanzstichtag (Marktwerte); bei nicht notierten Anteilen wird der beizulegende Zeitwert nach dem Ertragswert- oder dem Net-Asset-Value-Verfahren bestimmt. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts verbuchen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten.

Anteile an assoziierten Unternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital, das auf den Konzern entfällt. Der Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens, der den Konzern betrifft, ist im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen; bei Jahresabschlüssen wesentlicher assoziierter Unternehmen werden für den Konzernabschluss angemessene Anpassungen an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Munich Re vorgenommen; außerordentliche Sachverhalte werden phasengleich berücksichtigt, wenn sie für die zutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind. Anteile an assoziierten Unternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Um diesen zu bestimmen, verwenden wir die Börsenwerte zum Bilanzstichtag, falls die Anteile an einer Börse notiert sind; bei nicht notierten Anteilen wird der beizulegende Zeitwert nach dem Ertragswert- oder dem Net-Asset-Value-Verfahren ermittelt. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts verbuchen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten.

Darlehen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Abschreibungen nehmen wir insoweit vor, als mit der Rückzahlung eines Darlehens nicht mehr zu rechnen ist.

Festverzinsliche Wertpapiere, die wir mit der Absicht erwerben, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen werden, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Liegen als Zeitwerte keine Preisnotierungen auf aktiven Märkten vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern und der Beträge, die bei Lebens- und Krankenversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Handelsbestände umfassen alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die wir erworben haben, um damit zu handeln und kurzfristig Gewinne aus Kursveränderungen und Kursdifferenzen zu erzielen. Zudem gehören zu den Handelsbeständen alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen. Dazu gehören auch positive Zeitwerte von Versicherungsderivaten und derivativen Bestandteilen, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Bei den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, handelt es sich um strukturierte Wertpapiere. Diese Klassifizierung kann nur zum Zugangszeitpunkt vorgenommen werden, eine Umgliederung in diese Kategorie in späteren Perioden ist nicht möglich.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Zeitwerte keine Preisnotierungen auf aktiven Märkten vor, bestimmen sich die Wertansätze insbesondere bei Derivaten nach anerkannten Bewertungsmethoden. Dabei verwendet Munich Re eine Vielzahl von Bewertungsmodellen. Erläuterungen zu den Bewertungsmodellen sowie zu den Bewertungsprozessen finden Sie unter (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen.

Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Wir bilanzieren sie mit dem Nominalbetrag.

Die sonstigen Kapitalanlagen setzen sich zusammen aus Einlagen bei Kreditinstituten, Anlagen in regenerative Energien, aus physischem Gold, physischem Gas sowie Forstinvestments. Die Einlagen bei Kreditinstituten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Anlagen in regenerative Energien bilanzieren wir grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten; die planmäßige Abschreibung erfolgt linear mit mindestens 5% über eine Nutzungsdauer von höchstens 20 Jahren. Außerdem werden diese Bestände zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und, sofern erforderlich, außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Physisches Gold bewerten wir mit den Anschaffungskosten; sofern der erzielbare Betrag geringer ist als der Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Bei anschließenden Wertsteigerungen nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal bis zu den Anschaffungskosten vor. Das physische Gas sowie die Forstinvestments werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bewertet.

Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihe

Im Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer gegen Zahlung eines Betrages Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr ist in Höhe des gezahlten Betrags eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den sonstigen Kapitalanlagen, Einlagen bei Kreditinstituten, auszuweisen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Bilanz aus, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben. Von uns entliehene Wertpapiere zeigen wir folglich nicht in der Bilanz. Gebühren aus der Wertpapierleihe werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst.

Ansatz von Finanzinstrumenten

Wir erfassen finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Alle Kapitalanlagen und übrige Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche Kapitalanlagen und übrige Positionen, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Diese Bewertungshierarchie sieht drei Levels für die Bewertung vor.

Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt.

Bei Level 1 handelt es sich um unbereinigte notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Ein Markt gilt als aktiv, sofern Transaktionen in ausreichender Häufigkeit und ausreichendem Umfang stattfinden und somit laufend Kursinformationen zur Verfügung stehen. Da ein notierter Preis auf einem aktiven Markt die zuverlässigste Indikation des beizulegenden Zeitwerts bestimmt, ist dieser bei Verfügbarkeit stets zu berücksichtigen. Wir haben dieser Hierarchiestufe überwiegend Aktien sowie Teile der Investmentfonds (mit Ausnahme von Immobilienfonds) zugeordnet, für die entweder ein Börsenkurs verfügbar ist oder für die Preise von einem Preisanbieter zur Verfügung gestellt werden, die auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Ebenso ordnen wir börsengehandelte Derivate und börsengehandelte Nachranganleihen Level 1 zu.

Bei den Kapitalanlagen, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Hierzu verwenden wir für das zu bewertende Finanzinstrument Parameter, die am Markt - direkt oder indirekt - zu beobachten sind, bei denen es sich jedoch nicht um notierte Marktpreise handelt. Sofern das Instrument eine festgelegte Vertragslaufzeit besitzt, müssen die für die Bewertung verwendeten Parameter über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Außerdem ordnen wir diesem Level solche Kapitalanlagen zu, für die Preise von Preisanbietern zur Verfügung gestellt werden, aber nicht nachweisbar ist, dass diese auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Im Wesentlichen haben wir dieser Hierarchiestufe Inhaberschuldverschreibungen und Rentenfonds, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere, nicht börsengehandelte Derivate sowie physisches Gas zugeordnet.

Bei Kapitalanlagen, die Level 3 zugeordnet werden, verwenden wir Bewertungsmethoden, die auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basieren. Dies ist nur zulässig, sofern keine beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Annahmen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten verfügbaren Informationen, einschließlich unternehmensinterner Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um Grundstücke und Gebäude sowie Immobilienfonds, um Investitionen in Private Equity, um bestimmte Kreditstrukturen und um Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Auch die Versicherungsderivate sowie derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden, ordnen wir Level 3 zu.

Für Darlehen und Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, sowie Bankverbindlichkeiten und passivische Anleihen, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, entscheiden wir im Einzelfall, welchem Level der Bewertungshierarchie die vorliegenden Zeitwerte entsprechen.

Veränderungen einzelner Parameter können aufgrund ihrer Hebelwirkung den ausgewiesenen Zeitwert der nach Level 3 bewerteten Instrumente erheblich beeinflussen. Wenn wir im Einzelfall derartige Anpassungen bei der Bewertung vornehmen, erläutern wir die daraus resultierenden Auswirkungen.

Nettoergebnis aus Kapitalanlagen

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode. Das heißt, eventuell vorhandene Auf- oder Abgelder werden den Anschaffungskosten bis zur Fälligkeit ergebniswirksam ab- oder zugeschrieben.

Wertminderungen (Impairment)

Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten und Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Wertminderungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste derartiger Hinweise auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen werden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gehen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert im Betrachtungszeitpunkt mindestens 20% oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen liegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen werden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen.

Wir ermitteln die Anschaffungskosten auf Basis der durchschnittlichen Gesellschaftseinstandskurse. Die Abschreibung erfolgt bei Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag, das heißt grundsätzlich auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Bereits einmal wertberichtigte Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter werden bei einem weiteren Absinken des beizulegenden Zeitwerts sofort erfolgswirksam abgeschrieben. Diese erfolgswirksam erfassten Wertminderungen dürfen nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht werden. Fallen die Gründe für die Abschreibung bei festverzinslichen Wertpapieren oder Darlehen weg, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor.

C Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Hierbei handelt es sich um Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Wir bilanzieren sie zum Marktwert. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen berücksichtigt. Ihnen stehen Veränderungen der entsprechenden versicherungstechnischen Rückstellungen (siehe Passivseite - D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird) in gleicher Höhe gegenüber, die in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen werden. In die Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen gehen zudem Veränderungen aus zusätzlichen Beitragsbestandteilen ein, die zu passivieren sind. Indem wir diese Kapitalanlagen erfolgswirksam zu Marktwerten bewerten, vermeiden wir Bewertungsinkongruenzen, die sich ansonsten durch die abweichende Bewertung der korrespondierenden Rückstellungen ergeben würden.

D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile unserer Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ermitteln wir gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den jeweiligen versicherungstechnischen Rückstellungen; siehe unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.

E Forderungen

Wir setzten die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Bei der Werthaltigkeitsprüfung unserer Forderungen prüfen wir grundsätzlich zunächst, ob einzelne Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind. Ist dies nicht der Fall sowie bei unwesentlichen Posten, führen wir die Werthaltigkeitsprüfung auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen durch. Dabei werden solche Forderungen nicht berücksichtigt, für die bereits eine Einzelwertberichtigung gebildet wurde. Die Höhe des voraussichtlichen Verlusts ergibt sich aus der jeweiligen Differenz der fortgeführten Anschaffungskosten und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Wertminderungen setzen wir grundsätzlich direkt aktivisch - ohne ein Wertberichtigungskonto einzuschalten - von den betroffenen Positionen ab. Entfallen die Gründe für die Abschreibung, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor.

Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern und gegebenenfalls Zinsen auf Steuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen.

F Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Die Zahlungsmittelbestände weisen wir mit ihrem Nennwert aus.

G Aktivierte Abschlusskosten

In den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die unmittelbar bei Abschluss oder Verlängerung von Versicherungsverträgen anfallen. In der Lebensversicherung sowie der langfristigen Krankenerstversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Dies geschieht entweder nach FAS 60 proportional zu den Beitragseinnahmen oder nach FAS 97 und FAS 120 proportional zu den erwarteten Bruttomargen der jeweiligen Verträge, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Zuordnung der einzelnen Verträge zu den relevanten FAS ist unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto) dargestellt. Bei der Bestimmung des Abschreibungsbetrags berücksichtigen wir eine rechnungsmäßige Verzinsung sowie eine Bestandsveränderung durch den Abgang von Verträgen. In der Schaden- und Unfallversicherung, der kurzfristigen Krankenerstversicherung sowie der Krankenrückversicherung schreiben wir die aktivierten Abschlusskosten linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren ab. Die aktivierten Abschlusskosten werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto).

H Aktive Steuerabgrenzung

Aktive latente Steuern müssen nach IAS 12 bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Änderungen des Steuersatzes und der Steuergesetze, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, beachten wir. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit eine Realisierung wahrscheinlich ist.

I Übrige Aktiva

Übrige Aktiva bilanzieren wir grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die unter Übrige Aktiva ausgewiesenen eigengenutzten Grundstücke und Bauten werden bewertet wie unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Grundstücke und Bauten dargestellt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird überwiegend linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen zwischen 1 und 50 Jahre. Sofern erforderlich, werden die eigengenutzten Grundstücke und Bauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Abschreibungen sowie die Zuschreibungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt.

Passivseite

A Eigenkapital

Der Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Das Ausgegebene Kapital beinhaltet das Gezeichnete Kapital abzüglich des rechnerischen Werts der eigenen Aktien, welche die Münchener Rück AG zum Bilanzstichtag im Bestand hat. Der Teil der Anschaffungskosten, der über den rechnerischen Wert hinausgeht, wird von den Gewinnrücklagen abgezogen. Die Kapitalrücklage enthält Gewinne aus der Veräußerung eigener Aktien durch die Münchener Rück AG.

Als Gewinnrücklagen weisen wir die Gewinne aus, die Konzernunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zu Munich Re erzielt und nicht ausgeschüttet haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst. Die Gewinnrücklage wird durch die extern verursachten Kosten, die unmittelbar mit Eigenkapitalmaßnahmen zusammenhängen, nach Berücksichtigung der Steuereffekte gemindert.

Die eigenen Aktien, die Tochterunternehmen von Munich Re zum Bilanzstichtag im Bestand haben, werden direkt von den Gewinnrücklagen abgesetzt.

Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von jederzeit veräußerbaren sonstigen Wertpapieren zu beizulegenden Zeitwerten, aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie an assoziierten Unternehmen, die wir nicht nach der Equity-Methode bewerten, werden in den übrigen Rücklagen berücksichtigt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen und die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in den übrigen Rücklagen ausgewiesen, ebenso das Bewertungsergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). Zudem werden bei Wegfall einer Wertminderung Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare sonstige Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter erfolgsneutral vorgenommen und in diesem Eigenkapitalposten erfasst.

Die nicht beherrschenden Anteile bilanzieren wir als Teil des Eigenkapitals. Diese umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital konsolidierter Tochterunternehmen, die nicht zu 100% direkt oder indirekt der Münchener Rück AG gehören. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und Personengesellschaften werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den Anteil am Ergebnis, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, weisen wir im Konzernergebnis aus.

B Nachrangige Verbindlichkeiten

Nachrangige Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden dürfen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, das heißt vor Abzug des Anteils, der auf unsere Rückversicherer entfällt; siehe unter Aktivseite - D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Abschlusskosten aus Versicherungsverträgen aktivieren wir und verteilen sie über die Laufzeit der Verträge; siehe unter Aktivseite -G Aktivierte Abschlusskosten. Grundlage für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen sind die Standards FAS 60, FAS 97 und FAS 120 der US GAAP Kreditversicherungen werden nach den Vorschriften des IFRS 4 bilanziert.

Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Beiträge werden in der Erstversicherung für jeden Versicherungsvertrag taggenau abgegrenzt; in der Rückversicherung verwenden wir zum Teil Pauschalsätze, soweit die Daten nicht vorliegen, die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlich sind. Die Bildung von Beitragsüberträgen ist auf kurzfristiges Versicherungsgeschäft beschränkt, bei langfristigem Geschäft wird eine Deckungsrückstellung gebildet. Dies betrifft die Schadenversicherung sowie Teile der Unfall- und Krankenversicherung.

Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. Dies betrifft die Lebensversicherung sowie Teile der Kranken- und der Unfallversicherung, soweit das Geschäft nach Art des Lebensversicherungsgeschäfts betrieben wird. Bewertet wird in der Regel nach der prospektiven Methode, indem die Differenz der Barwerte der zukünftigen Leistungen und der zukünftigen Beiträge gebildet wird. In die Berechnung gehen biometrische Rechnungsgrundlagen ein, insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität, sowie Annahmen zur Kapitalanlageverzinsung, zum Storno und zu Kosten. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen adäquate Sicherheitsmargen, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigen.

In der Rückversicherung erfolgt die Bewertung teilweise individuell für jedes Einzelrisiko und teilweise kollektiv für rückgedeckte Bestände. Dafür werden biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, die auf Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen basieren. Sie werden für den jeweiligen rückversicherten Bestand an die beobachteten Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines Versicherungsfalls angepasst. Zinssätze werden so gewählt, dass sie die bestmögliche Schätzung der erwarteten Kapitalerträge widerspiegeln, abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Für den Großteil des Bestands werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und über die Laufzeit nicht verändert.

In der Erstversicherung wird in der Regel jedes Risiko individuell bewertet. In der deutschen Lebenserstversicherung werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet. Im übrigen Erstversicherungsgeschäft kommen hauptsächlich die Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen zum Einsatz. Diskontiert wird in der Lebenserstversicherung mit einem Rechnungszins, der durch den jeweiligen aufsichtsrechtlichen Höchstrechnungszins begrenzt ist. In der Krankenerstversicherung werden Zinssätze so gewählt, dass sie der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Kapitalerträge abzüglich eines Sicherheitsabschlags entsprechen.

Die Rechnungsgrundlagen werden angepasst, wenn dies aufgrund eines Angemessenheitstests angezeigt ist.

Die Bewertung der Deckungsrückstellung erfolgt je nach Art des Vertrags nach FAS 60 (Lebenserstversicherung ohne erfolgsabhängige Überschussbeteiligung, Krankenerstversicherung sowie der überwiegende Teil der Rückversicherungsverträge), nach FAS 97 (Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Lebensrückversicherung für übernommene Verträge nach FAS 97) oder nach FAS 120 (Lebenserstversicherung mit erfolgsabhängiger Überschussbeteiligung).

Für Verträge nach FAS 60 ergibt sich die Deckungsrückstellung aus dem Barwert der geschätzten künftigen Versicherungsleistungen (einschließlich Schadenregulierungskosten) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung zukünftiger Versicherungsleistungen benötigt wird. Die Bewertung von Lebenserstversicherungsverträgen mit abgekürzter Beitragszahlung nach FAS 97 erfolgt grundsätzlich analog.

Bei allen übrigen Verträgen nach FAS 97 wird ein Konto geführt, auf dem Reserveprämien und Zinsgewinne gutgeschrieben sowie Risikobeiträge und Verwaltungskosten belastet werden; dabei sind nicht alle Gutschriften und Belastungen bei Vertragsabschluss vertraglich festgelegt. Die Deckungsrückstellung für Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung), wird unter Passivseite - D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto), gesondert ausgewiesen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird.

Bei Verträgen nach FAS 120 setzt sich die Deckungsrückstellung aus einer Rückstellung für Garantieleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der garantierten Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungskosten) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämien. Die Reserveprämie berechnet sich als Nettoprämie abzüglich des Beitragsanteils, der für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehen ist. Die Rechnungsgrundlagen stimmen im Regelfall mit denen der Beitragskalkulation überein. Die Rückstellung für Schlussüberschüsse wird anteilig mit einer festen Quote der erwarteten Bruttomargen aufgebaut. Dafür wird das gleiche Verfahren angewendet, nach dem die Tilgungsbeträge der aktivierten Abschlusskosten bestimmt werden.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Bilanzstichtag gebildet für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellung betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die wir individuell bestimmte Rückstellungen bilden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, deren Eintritt noch nicht bekannt ist (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar bekannt sind, deren Ausmaß aber später umfangreicher ist, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwendungen für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren) berücksichtigt. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden überwiegend nicht abgezinst; Ausnahmen gelten bei einigen Rückstellungen für Berufsunfähigkeitsrenten, Renten in der Arbeiterunfallversicherung und anderen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung, die wir diskontieren. Munich Re verwendet bei der Bestimmung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle eine Reihe aktuarieller Projektionsmethoden. Sie umfassen das Chain-Ladder- und das Bornhuetter-Ferguson-Verfahren. Bei der Anwendung der statistischen Verfahren betrachten wir Großschäden gesondert. Die von uns genutzten aktuariellen Standardverfahren werden sowohl auf die Abwicklungsdreiecke der Zahlungen als auch auf die Abwicklungsdreiecke der berichteten Schäden angewandt, sodass wir eine Bandbreite von Schätzungen für den Endschaden erhalten. Innerhalb dieser Bandbreite wird ein realistischer Schätzwert für den Endschaden festgelegt.

Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten überwiegend die Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Erstversicherung und die Rückstellung für Gewinnanteile in der Rückversicherung. Rückstellungen für Beitragsrückerstattung werden in der Lebens- und Krankenerstversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht unwiderruflich den einzelnen Verträgen zugeordnet sind. Soweit diese Rückstellungen nach nationalen Vorschriften gebildet werden, verwendet man in der Regel einen retrospektiven Ansatz auf der Grundlage aufsichtsrechtlicher oder einzelvertraglicher Regelungen. Nach nationalen Vorschriften ist die Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausschließlich für das deutsche Erstversicherungsgeschäft zu bilden. In der deutschen Krankenerstversicherung werden darüber hinaus die Beitragszuschlagsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Für Lebensversicherungsunternehmen, Krankenversicherungsunternehmen und Pensionsfonds, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterstehen, sind dabei die aufsichtsrechtlichen Vorschriften gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz und entsprechenden Verordnungen zu beachten.

Daneben werden Rückstellungen gebildet für latente Beitragsrückerstattung für die auf Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und lokaler Rechnungslegung. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Quoten zur Überschussbeteiligung zugrunde gelegt. Für unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Kapitalanlagen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (siehe unter Aktivseite - B Kapitalanlagen), bilden wir die resultierende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral; ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam.

Alle versicherungstechnischen Rückstellungen werden in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 (Liability Adequacy Test) regelmäßig überprüft. Wenn aktuelle Erfahrungen zeigen, dass die auf der Grundlage der ursprünglichen Annahmen gebildeten Rückstellungen abzüglich der aktivierten Abschlusskosten und der Barwert der zugehörigen Beiträge nicht ausreichen, um die erwarteten zukünftigen Leistungen zu decken, passen wir die betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgswirksam an und weisen dies in den Erläuterungen zur Konzernbilanz als außerplanmäßige Veränderungen aus; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte, Aktiva (14) Aktivierte Abschlusskosten und Passiva (22) Deckungsrückstellung. Die Angemessenheit der Beitragsüberträge sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überprüfen wir in Bezug auf den aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrag, die Angemessenheit der Deckungsrückstellung prüfen wir auf der Basis aktueller realistischer Schätzungen der Rechnungsgrundlagen, des anteiligen Ergebnisses aus Kapitalanlagen sowie (für überschussbeteiligte Verträge) der künftigen Überschussbeteiligung.

D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto)

Dieser Posten umfasst die Deckungsrückstellung zu Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung). Der Wert der Deckungsrückstellung entspricht im Wesentlichen dem Marktwert der jeweiligen Kapitalanlagen, die unter Aktivseite - C Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen ausgewiesen werden. Zudem sind wie bei der Deckungsrückstellung nach FAS 97 unter Umständen zusätzliche Beitragsbestandteile zu passivieren; siehe Erläuterungen unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Die Veränderungen dieser Rückstellung werden vollständig im versicherungstechnischen Ergebnis berücksichtigt. Soweit sie auf unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Marktwertveränderungen der zugehörigen Kapitalanlagen beruhen, stehen diesen gegenläufige Veränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen gegenüber. Indem wir diese Rückstellungen erfolgswirksam zu Marktwerten bewerten, vermeiden wir Bewertungsinkongruenzen, die sich sonst durch die abweichende Bewertung der korrespondierenden Kapitalanlagen ergeben würden.

E Andere Rückstellungen

Der Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen von Munich Re geben ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich nach den jeweiligen Versorgungsordnungen. Sie basieren zumeist auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die Beiträge, die das Unternehmen zur Finanzierung zu zahlen hat, sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual Trust Agreements in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), so sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch unter den Sonstigen Forderungen auszuweisen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) und fußt auf versicherungsmathematischen Gutachten. Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch ihre zukünftige Entwicklung berücksichtigt.

Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Anleihen von Emittenten bester Bonität gelten (zum Beispiel Industrie- oder Staatsanleihen).

Neubewertungen der Pensionsverpflichtung können sich ergeben aus Änderungen der demografischen oder der finanziellen Annahmen oder aus der Veränderung der Auswirkung der Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts. Sie werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs. Sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst.

F Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen Anleihen, Depotverbindlichkeiten, laufende Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten bilanzieren wir grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivate (derivative Finanzinstrumente sowie Versicherungsderivate und derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden) werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Details zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter Aktivseite - B Kapitalanlagen dargestellt.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern und Steuerzinsen der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Steuerverbindlichkeiten für tatsächliche Steuern werden ohne Abzinsung entsprechend den voraussichtlichen Steuernachzahlungen für das Berichtsjahr und für Vorjahre angesetzt.

Latente Steuerverpflichtungen werden unter dem Passivposten G ausgewiesen.

Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und an Personengesellschaften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

G Passive Steuerabgrenzung

Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen); siehe Erläuterungen unter Aktivseite - H Aktive Steuerabgrenzung.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€). Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir gemäß dem Konzept der funktionalen Währung mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfasst.

Dagegen werden Umrechnungsdifferenzen in den Einzelabschlüssen unserer Tochterunternehmen überwiegend erfolgswirksam ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um die Umrechnung von Fremdwährungspositionen in die jeweilige funktionale Währung gemäß IAS 21. Eine Überdeckung, also ein Überschuss der Aktiva über die Passiva in einer bestimmten Fremdwährung, führt bei steigenden Fremdwährungskursen im Saldo zu einem positiven Ergebnisbeitrag, fallende Fremdwährungskurse verursachen im Saldo einen negativen Ergebnisbeitrag. Bei einer Unterdeckung ergeben sich gegenläufige Effekte.

Ziel unseres Asset-Liability-Managements ist es, Über- und Unterdeckungen in Fremdwährungen in der Gruppe ökonomisch zu minimieren. Sofern dies über Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen funktionalen Währungen hinweg erfolgt, resultieren daraus ökonomisch nicht vorhandene Schwankungen im Konzernergebnis. Soweit es bei der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in die jeweilige Landeswährung der Konzernunternehmen zu Währungsgewinnen oder -verlusten kommt, werden diese in den sonstigen nicht operativen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Darüber hinaus spiegeln sich Effekte aus Währungsschwankungen bei Periodenvergleichen in allen anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wider.

Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen lauten:

Umrechnungskurse

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  Bilanz Erfolgsrechnung
1 € entspricht: 31.12.2013 Vorjahr Q4 2013 Q3 2013 Q2 2013 Q1 2013
Australischer Dollar 1,54020 1,26990 1,46934 1,44637 1,31878 1,27085
Kanadischer Dollar 1,46405 1,31270 1,42889 1,37610 1,33657 1,33091
Pfund Sterling 0,83200 0,81110 0,84087 0,85436 0,85048 0,85064
Rand 14,43230 11,18580 13,82880 13,22540 12,37200 11,81310
Schweizer Franken 1,22550 1,20680 1,22920 1,23438 1,23101 1,22778
US-Dollar 1,37795 1,31840 1,36146 1,32442 1,30583 1,32006
Yen 144,8300 113,9960 136,7610 130,9720 128,9230 121,6110
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  Erfolgsrechnung
1 € entspricht: Q4 2012 Q3 2012 Q2 2012 Q1 2012
Australischer Dollar 1,24945 1,20458 1,27053 1,24301
Kanadischer Dollar 1,28592 1,24578 1,29628 1,31298
Pfund Sterling 0,80782 0,79195 0,81098 0,83444
Rand 11,27420 10,33260 10,41550 10,17240
Schweizer Franken 1,20783 1,20345 1,20146 1,20792
US-Dollar 1,29740 1,25111 1,28368 1,31077
Yen 105,3770 98,3731 102,8660 103,9420

Segmentberichterstattung

Die Basis für die Segmentierung unserer Geschäftstätigkeit bildet entsprechend dem "Management-Approach" die interne Steuerung von Munich Re.

Danach haben wir sieben berichtspflichtige Segmente identifiziert:

Rückversicherung Leben (weltweites Lebensrückversicherungsgeschäft)

Rückversicherung Schaden/Unfall (weltweites Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Leben (weltweites Lebenserstversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Gesundheit (deutsches Krankenerstversicherungsgeschäft und weltweites Reiseversicherungsgeschäft)

Erstversicherung Schaden/Unfall (weltweites Schaden- und Unfallerstversicherungsgeschäft)

Munich Health (weltweites Krankenrückversicherungsgeschäft sowie Krankenerstversicherungsgeschäft außerhalb Deutschlands)

Assetmanagement (Vermögensverwaltung für die Gruppe und für externe Anleger)

In den Erstversicherungssegmenten erfassen wir dabei die Aktivitäten der ERGO Versicherungsgruppe (ERGO). Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet.

Munich Re zieht unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performancegrößen heran. Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie die risikokapitaladjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC). Zusätzlich sind die IFRS-Ergebnisbeiträge Grundlage der Planung und Strategie aller Segmente. Daher dient als einheitliche Bemessungsgrundlage für die Segmentergebnisgröße ein operatives Ergebnis, das um nicht operative Bestandteile bereinigt wird. Das operative Ergebnis spalten wir in die Teilergebnisgrößen versicherungstechnisches und nicht versicherungstechnisches Ergebnis. Hierbei wird der Versicherungstechnik eine Zinskomponente in Form des Technischen Zinsertrages zugewiesen (vgl. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung - (31) Technischer Zinsertrag). Die Segmente nach IFRS 8 werden nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle (im Wesentlichen Dividendenzahlungen, Verkäufe, Rückversicherungsbeziehungen, Forderungen sowie korrespondierende Zinserträge) ausgewiesen. Es erfolgt eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte.

Bei konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, bei denen eine Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu bilden ist, wird diese immer im abgebenden Segment ausgewiesen.

Konzerninterne Darlehen werden in der Bilanz durch die Konsolidierung vollständig eliminiert. Dagegen werden die Aufwendungen der Darlehensnehmer oder Erträge der Darlehensgeber unkonsolidiert in der Position "Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis" der jeweiligen Segmente ausgewiesen. Sämtliche konzerninternen Beteiligungsverhältnisse werden konsolidiert. Alle erwirtschafteten Erträge und Aufwendungen werden im Segment der Tochtergesellschaft ausgewiesen.

Segmentaktiva

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 159 170 1.920 2.050 953 1.077
B. Kapitalanlagen            
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 263 245 1.218 1.224 1.358 1.393
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 19 21 818 775 137 132
davon: Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet - 1 733 682 92 109
III. Darlehen 34 18 125 52 35.185 34.977
IV. Sonstige Wertpapiere            
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - 5 7
2. Jederzeit veräußerbar 14.095 15.399 49.252 54.651 35.574 37.151
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 650 605 1.037 1.042 1.039 1.174
  14.745 16.004 50.289 55.693 36.618 38.332
V. Depotforderungen 7.847 7.240 1.279 1.181 128 147
VI. Sonstige Kapitalanlagen 409 242 1.451 1.142 901 583
  23.317 23.770 55.180 60.067 74.327 75.564
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 6.698 5.957
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 1.096 1.140 1.932 2.186 1.700 1.862
E. Übrige Segmentaktiva 6.885 6.019 10.041 9.765 8.082 7.893
Summe der Segmentaktiva 31.457 31.099 69.073 74.068 91.760 92.353
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall    
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 672 677 945 932 12 23
B. Kapitalanlagen            
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 755 777 93 95 10 30
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 180 181 212 194 94 93
davon: Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 168 168 161 152 93 90
III. Darlehen 17.916 17.138 1.961 2.210 22 23
IV. Sonstige Wertpapiere            
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
2. Jederzeit veräußerbar 16.232 15.592 7.000 6.348 2.983 3.602
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 127 155 31 22 3 17
  16.359 15.747 7.031 6.370 2.986 3.619
V. Depotforderungen 1 1 5 4 376 394
VI. Sonstige Kapitalanlagen 207 82 323 594 80 66
  35.418 33.926 9.625 9.467 3.568 4.225
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 1 1
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 20 22 386 340 171 180
E. Übrige Segmentaktiva 3.674 3.575 4.411 4.456 1.667 2.085
Summe der Segmentaktiva 39.784 38.200 15.367 15.195 5.419 6.514
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 11 11 4.672 4.940
B. Kapitalanlagen        
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65 67 3.762 3.831
II. Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen 54 81 1.514 1.477
davon: Assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 44 65 1.291 1.267
III. Darlehen 2 - 55.245 54.418
IV. Sonstige Wertpapiere        
1. Gehalten bis zur Endfälligkeit - - 5 7
2. Jederzeit veräußerbar 766 453 125.902 133.196
3. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet - - 2.887 3.015
  766 453 128.794 136.218
V. Depotforderungen - - 9.636 8.967
VI. Sonstige Kapitalanlagen 453 255 3.824 2.964
  1.340 856 202.775 207.875
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 6.699 5.958
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - 5.305 5.730
E. Übrige Segmentaktiva 77 120 34.837 33.913
Summe der Segmentaktiva 1.428 987 254.288 258.416

Segmentpassiva

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.138 1.343 3.177 3.838 73 75
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge 28 37 5.587 5.776 30 15
II. Deckungsrückstellung 13.633 13.352 27 32 69.182 69.508
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 5.948 5.652 37.847 39.097 1.758 1.648
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 396 432 49 81 4.458 4.688
  20.005 19.473 43.510 44.986 75.428 75.859
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - - - 7.042 6.257
D. Andere Rückstellungen 201 198 589 721 524 531
E. Übrige Segmentpassiva 5.468 6.600 10.123 10.406 6.451 7.047
Summe der Segmentpassiva 26.812 27.614 57.399 59.951 89.518 89.769
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  Erstversicherung Munich Health Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall    
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten - - 2 - 34 248
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)            
I. Beitragsüberträge 99 99 1.766 1.755 484 452
II. Deckungsrückstellung 27.175 25.544 434 425 976 908
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 941 917 5.730 5.483 837 954
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 8.405 8.500 136 149 75 110
  36.620 35.060 8.066 7.812 2.372 2.424
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - - - 1 1
D. Andere Rückstellungen 291 288 2.344 2.353 169 178
E. Übrige Segmentpassiva 1.189 1.113 1.925 2.276 1.132 1.682
Summe der Segmentpassiva 38.100 36.461 12.337 12.441 3.708 4.533
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten - - 4.424 5.504
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)        
I. Beitragsüberträge - - 7.994 8.134
II. Deckungsrückstellung - - 111.427 109.769
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - - 53.061 53.751
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - 13.519 13.960
  - - 186.001 185.614
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto) - - 7.043 6.258
D. Andere Rückstellungen 51 49 4.169 4.318
E. Übrige Segmentpassiva 137 159 26.425 29.283
Summe der Segmentpassiva 188 208 228.062 230.977
  Eigenkapital   26.226 27.439
  Summe der Passiva   254.288 258.416

Segment-Gewinn- und Verlustrechnung

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  Rückversicherung Erstversicherung
  Leben Schaden/Unfall Leben
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge 10.829 11.130 17.013 17.052 5.489 5.798
1. Verdiente Beiträge            
Brutto 10.836 11.139 16.920 17.323 5.472 5.791
Abgegeben an Rückversicherer 462 450 683 650 118 135
Netto 10.374 10.689 16.237 16.673 5.354 5.656
2. Technischer Zinsertrag 683 658 1.183 1.323 3.240 3.289
3. Leistungen an Kunden            
Brutto 8.312 8.536 10.211 10.393 7.555 7.816
Anteil der Rückversicherer 225 286 198 193 83 97
Netto 8.087 8.250 10.013 10.200 7.472 7.719
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb            
Brutto 2.749 2.831 5.009 5.085 1.176 1.240
Anteil der Rückversicherer 149 154 70 77 18 19
Netto 2.600 2.677 4.939 5.008 1.158 1.221
davon: Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 3 3 - - 85 55
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 370 420 2.468 2.788 -36 5
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen            
Erträge aus Kapitalanlagen 1.843 1.966 4.675 5.077 4.219 4.613
Aufwendungen für Kapitalanlagen 1.017 1.053 2.913 2.929 944 987
Gesamt 826 913 1.762 2.148 3.275 3.626
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 738 728 1.326 1.520 2.696 2.792
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 3 16 13 1 3
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 558 636 1.231 1.107 394 260
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 552 616 932 1.041 125 404
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet - - -28 16 8 -5
7. Sonstige operative Erträge 108 121 264 246 103 127
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 74 83 28 22 5 6
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 4 11 21 27 28 33
8. Sonstige operative Aufwendungen 70 75 318 262 120 109
davon:            
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21 24 36 31 16 9
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 2 4 6 13 10 10
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -683 -658 -1.183 -1.323 -3.240 -3.289
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 181 301 525 809 18 355
11. Operatives Ergebnis 551 721 2.993 3.597 -18 360
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -111 -126 -452 -344 -31 -123
13. Ertragsteuern 27 99 157 694 -183 82
14. Konzernergebnis 413 496 2.384 2.559 134 155
davon:            
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 413 496 2.377 2.559 135 156
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - 7 - -1 -1
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  Erstversicherung Munich Health
  Gesundheit Schaden/Unfall    
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge 5.671 5.732 5.507 5.554 6.551 6.703
1. Verdiente Beiträge            
Brutto 5.672 5.729 5.450 5.514 6.490 6.693
Abgegeben an Rückversicherer 46 48 191 214 168 193
Netto 5.626 5.681 5.259 5.300 6.322 6.500
2. Technischer Zinsertrag 1.410 1.372 209 224 39 52
3. Leistungen an Kunden            
Brutto 5.977 6.021 3.457 3.653 5.186 5.423
Anteil der Rückversicherer 24 23 131 157 121 90
Netto 5.953 5.998 3.326 3.496 5.065 5.333
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb            
Brutto 704 689 1.851 1.843 1.201 1.230
Anteil der Rückversicherer 21 18 28 41 40 47
Netto 683 671 1.823 1.802 1.161 1.183
davon: Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 5 5 1 - - -
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 400 384 319 226 135 36
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen            
Erträge aus Kapitalanlagen 1.725 1.593 565 564 152 196
Aufwendungen für Kapitalanlagen 404 348 176 188 57 81
Gesamt 1.321 1.245 389 376 95 115
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 1.284 1.277 248 291 80 101
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3 2 - 1 - -
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 110 74 65 77 3 32
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 62 81 37 33 11 19
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet 14 11 22 46 6 14
7. Sonstige operative Erträge 37 55 146 147 70 93
davon:            
Zinsen und ähnliche Erträge 1 13 3 2 12 14
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 4 6 3 10 7 9
8. Sonstige operative Aufwendungen 64 72 218 235 94 83
davon:            
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16 15 53 59 19 18
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 6 6 19 33 12 4
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -1.410 -1.372 -209 -224 -39 -52
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) -116 -144 108 64 32 73
11. Operatives Ergebnis 284 240 427 290 167 109
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -76 -101 -276 -343 -2 -222
13. Ertragsteuern 78 50 -18 -49 15 -22
14. Konzernergebnis 130 89 169 -4 150 -91
davon:            
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 130 89 147 -18 149 -94
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - 22 14 1 3
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  Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gebuchte Bruttobeiträge - - 51.060 51.969
1. Verdiente Beiträge        
Brutto - - 50.840 52.189
Abgegeben an Rückversicherer - - 1.668 1.690
Netto - - 49.172 50.499
2. Technischer Zinsertrag - - 6.764 6.918
3. Leistungen an Kunden        
Brutto - - 40.698 41.842
Anteil der Rückversicherer - - 782 846
Netto - - 39.916 40.996
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb        
Brutto - - 12.690 12.918
Anteil der Rückversicherer - - 326 356
Netto - - 12.364 12.562
davon: Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände - - 94 63
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) - - 3.656 3.859
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen        
Erträge aus Kapitalanlagen 17 21 13.196 14.030
Aufwendungen für Kapitalanlagen 28 2 5.539 5.588
Gesamt -11 19 7.657 8.442
davon:        
Zinsen und ähnliche Erträge 3 5 6.375 6.714
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - 24 22
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 28 2 2.389 2.188
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen - 2 1.719 2.196
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet -15 6 7 88
7. Sonstige operative Erträge 54 50 782 839
davon:        
Zinsen und ähnliche Erträge 1 3 124 143
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte - - 67 96
8. Sonstige operative Aufwendungen 38 37 922 873
davon:        
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 1 162 157
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte - - 55 70
9. Umgliederung technischer Zinsertrag - - -6.764 -6.918
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 5 32 753 1.490
11. Operatives Ergebnis 5 32 4.409 5.349
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis -11 -8 -959 -1.267
13. Ertragsteuern 32 24 108 878
14. Konzernergebnis -38 - 3.342 3.204
davon:        
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend -38 - 3.313 3.188
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - 29 16

Langfristige Vermögenswerte nach Ländern1

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Deutschland 7.798 7.601
USA 1.798 1.915
Großbritannien 511 548
Österreich 358 390
Schweden 287 253
Italien 234 273
Polen 182 163
Niederlande 156 145
Frankreich 154 157
Spanien 123 127
Schweiz 92 96
Portugal 61 66
Übrige 237 259
Gesamt 11.991 11.993

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Geschäfts- oder Firmenwert), den eigen- und fremdgenutzten Grundbesitz sowie Anlagen in regenerative Energien (RENT).

Investitionen in langfristige Vermögenswerte pro Segment

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Mio. € 2013 Vorjahr
Rückversicherung Leben 105 97
Rückversicherung Schaden/Unfall 377 434
Erstversicherung Leben 405 52
Erstversicherung Gesundheit 5 13
Erstversicherung Schaden/Unfall 154 161
Munich Health 46 28
Assetmanagement 5 2
Gesamt 1.097 787

Gebuchte Bruttobeiträge1

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  Rückversicherer Erstversicherer Munich Health
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Europa            
Deutschland 1.138 1.081 12.827 13.086 68 117
Großbritannien 3.830 4.451 286 237 207 401
Belgien 79 35 415 447 466 445
Spanien 535 455 50 56 658 664
Polen 8 8 1.012 1.009 - -
Übrige 2.685 2.750 2.061 2.121 391 192
  8.275 8.780 16.651 16.956 1.790 1.819
Nordamerika            
USA 8.189 7.510 - - 1.120 1.249
Kanada 4.709 4.866 3 2 3.111 3.167
  12.898 12.376 3 2 4.231 4.416
Asien und Australasien            
Australien 1.602 1.632 - - - -
China 1.348 1.061 1 1 42 51
Japan 516 712 - 1 2 2
Taiwan 327 567 - - 42 43
Übrige 659 689 6 114 100 96
  4.452 4.661 7 116 186 192
Afrika, Naher und Mittlerer Osten            
Südafrika 326 425 - - - -
Vereinigte arabische Emirate 15 16 - 1 230 187
Übrige 363 349 1 2 85 71
  704 790 1 3 315 258
Lateinamerika 1.513 1.575 5 7 29 18
Gesamt 27.842 28.182 16.667 17.084 6.551 6.703
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  Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr
Europa    
Deutschland 14.033 14.284
Großbritannien 4.323 5.089
Belgien 960 927
Spanien 1.243 1.175
Polen 1.020 1.017
Übrige 5.137 5.063
  26.716 27.555
Nordamerika    
USA 9.309 8.759
Kanada 7.823 8.035
  17.132 16.794
Asien und Australasien    
Australien 1.602 1.632
China 1.391 1.113
Japan 518 715
Taiwan 369 610
Übrige 765 899
  4.645 4.969
Afrika, Naher und Mittlerer Osten    
Südafrika 326 425
Vereinigte arabische Emirate 245 204
Übrige 449 422
  1.020 1.051
Lateinamerika 1.547 1.600
Gesamt 51.060 51.969

1 Die Zuordnung der Beiträge erfolgt in der Regel nach dem Ort des versicherten Risikos.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva

1 Geschäfts- oder Firmenwert

Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts

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  Rückversicherung Erstversicherung
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America Übrige ERGO Versicherungsgruppe
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.046 1.062 454 435 1.754 1.754
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr - - 51 27 - -
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 1.046 1.062 403 408 1.754 1.754
Währungsänderungen -45 -16 -16 -5 - -
Zugänge - - 2 24 - -
Umgliederungen - - - - - -
Abschreibungen außerplanmäßig - - - 24 - -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 1.001 1.046 389 403 1.754 1.754
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr - - 51 51 - -
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.001 1.046 440 454 1.754 1.754
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Erstversicherung Munich Health Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Übrige Übrige    
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 554 554 156 154 3.964 3.959
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 381 381 156 40 588 448
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 173 173 - 114 3.376 3.511
Währungsänderungen - - - 2 -61 -19
Zugänge 3 - - - 5 24
Umgliederungen - - - - - -
Abschreibungen außerplanmäßig 28 - - 116 28 140
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 148 173 - - 3.292 3.376
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 409 381 156 156 616 588
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 557 554 156 156 3.908 3.964

Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit bzw. die Gruppe von Einheiten, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. In der Rückversicherung haben wir die Geschäfts- oder Firmenwerte den Ressorts oder Gruppen von Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung den legalen Einheiten oder Gruppen von legalen Einheiten. Für Munich Health sind die Geschäfts- oder Firmenwerte dem gleichlautenden Segment zugeordnet. Die Ressorts sind im Lagebericht erläutert.

Unsere Geschäfts- oder Firmenwerte wurden vollständig den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

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Mio. € Segment Rückversicherung Schaden/Unfall ERGO Diverse zahlungsmittel generierende Einheiten
Geschäfts- oder Firmenwert zum 31.12.2013 1.374 1.754 164

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America wurde einer Gruppe von Ressorts (zahlungsmittelgenerierender Einheiten) zugeordnet, die zusammen dem "Segment Rückversicherung Schaden/Unfall" entsprechen. Der hierüber ausgewiesene Buchwert beinhaltet außer dem Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America weitere Geschäfts- oder Firmenwerte, deren Werthaltigkeitsprüfung auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Ebene der Ressorts oder Gruppen von Ressorts innerhalb des Segments erfolgt. Diese weiteren Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht signifikant im Vergleich zum gesamten Geschäfts- oder Firmenwert und werden auf Basis der gleichen wesentlichen Annahmen auf ihre Werthaltigkeit überprüft wie der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Re America. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Anteilen an der ERGO Versicherungsgruppe wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "ERGO" zugeordnet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die den übrigen diversen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden, sind einzeln und in Summe nicht signifikant im Vergleich zum gesamten Geschäfts- oder Firmenwert. Als signifikant im Sinne von IAS 36.134 und IAS 36.135 betrachten wir Beträge, die 10% oder mehr des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen.

Wesentliche Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen

Die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein wesentlicher Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet wurde, wurden auf Grundlage folgender Annahmen durchgeführt:

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Zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Segment Rückversicherung Schaden/Unfall ERGO
Grundlage für die Berechnung des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert
Wesentliche Annahmen in Bezug auf die Planungsrechnung (zum Zeitpunkt der Planung) In der Detailplanungsphase (3 Jahre) rechneten wir mit steigenden Beitragseinnahmen bei einer etwa konstanten Schaden-Kosten-Quote. Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus. Für die Detailplanung (3 Jahre) erwarteten wir zunächst fallende Ergebnisse. Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus.
Wachstumsraten nach Detailplanungsphase 1,5% 1,5%
Diskontzinssätze 9,8% 11,2%

Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf der Grundlage von ausschüttungsfähigen Planergebnissen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben. Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Planergebnis auf Basis eines angepassten letzten Planjahres und einer unter Berücksichtigung von makroökonomischen Prognosen abgeleiteten Wachstumsrate.

Als Diskontzinssätze wurden mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensätze verwendet. Die Berechnungen erfolgten auf Basis von ausschüttungsfähigen Planergebnissen nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In obiger Tabelle wird für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Diskontsatz vor Steuern angegeben. Es wurden Sensitivitätsanalysen für die Diskontsätze, die Wachstumsraten und die ausschüttungsfähigen Planergebnisse durchgeführt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "ERGO" liegt ca. 450 Millionen € über ihrem Buchwert. Eine Erhöhung des Diskontsatzes um 105 BP vor Steuern würde bei gleichbleibenden ausschüttungsfähigen Planergebnissen dazu führen, dass der Nutzungswert dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht. Soweit die Erhöhung des Diskontsatzes auf einer Zinssteigerung beruht, ist zu beachten, dass die positiven Effekte aus einer Zinssteigerung auf das Kapitalanlageergebnis und auf das versicherungstechnische Ergebnis in dieser Schätzung nicht enthalten sind.

Wertminderungsaufwand der Periode

Bei der Werthaltigkeitsprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde im Geschäftsjahr 2013 eine Wertminderung ermittelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der ERGO Previdenza wurde im vierten Quartal 2013 in Höhe von 28 Millionen € abgeschrieben. Dies ist hauptsächlich auf ein rückläufiges Geschäftsvolumen der ERGO Previdenza zurückzuführen. Der Wertminderungsaufwand wurde erfolgswirksam in der Position Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Erstversicherung Leben erfasst.

2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

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  Erworbene Versicherungsbestände   Software
    Selbst geschaffen Sonstige
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.311 1.359 350 342 889 814
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 818 768 220 184 659 605
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 493 591 130 158 230 209
Währungsänderungen -3 -4 - - -4 2
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse - - - - - -
Sonstige 1 - 11 8 105 90
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - - - 1 - 1
Sonstige - 16 - 1 3 7
Umgliederungen - - - - - -
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig 63 78 35 34 65 63
Außerplanmäßig 43 - 4 - 4 -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 385 493 102 130 259 230
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 924 818 256 220 697 659
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.309 1.311 358 350 956 889
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Erworbene Markennamen Erworbene Vertriebsnetze/ Kundenstämme Erworbene Lizenzen/Patente
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 283 286 710 744 291 122
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 242 201 367 311 19 12
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 41 85 343 433 272 110
Währungsänderungen -1 - -8 -1 -5 -
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse - 1 - - 9 177
Sonstige - 1 1 - - -
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - - - - - -
Sonstige 1 2 - - - -
Umgliederungen - - - - - -
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig 8 17 40 60 13 8
Außerplanmäßig - 27 - 29 10 7
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 31 41 296 343 253 272
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 192 242 317 367 36 19
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 223 283 613 710 289 291
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Übrige Gesamt
  Selbst geschaffen Sonstige    
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr - 5 83 82 3.917 3.754
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr - 5 28 29 2.353 2.115
Bilanzwert 31.12. Vorjahr - - 55 53 1.564 1.639
Währungsänderungen - - -1 1 -22 -2
Zugänge            
Unternehmenszusammenschlüsse - - - 12 9 190
Sonstige - - 8 - 126 99
Abgänge            
Verlust der Beherrschung - - - - - 2
Sonstige - - - 4 4 30
Umgliederungen - - - - - -
Zuschreibungen - - - - - -
Abschreibungen            
Planmäßig - - 8 7 232 267
Außerplanmäßig - - - - 61 63
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr - - 54 55 1.380 1.564
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr - - 34 28 2.456 2.353
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr - - 88 83 3.836 3.917

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Rückversicherung entfallen 3 (-) Millionen € auf Leben und 11 (-) Millionen € auf Schaden/Unfall, in der Erstversicherung 43 (13) Millionen € auf Leben und 1 (-) Million € auf Schaden/Unfall. Das Segment Munich Health ist mit 3 (50) Millionen € von außerplanmäßigen Abschreibungen betroffen.

Die immateriellen Vermögenswerte aus dem Erwerb von Versicherungsbeständen wurden aufgrund von Änderungen der Annahmen über das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert, um 43 Millionen € abgeschrieben. Die Wertminderung wurde im Segment Erstversicherung Leben erfasst. Weiterhin wurden immaterielle Vermögenswerte aus Investitionen in regenerative Energien um 10 Millionen € abgeschrieben. Die Wertminderung ist auf eingetretene und erwartete Änderungen der Regulierung von Solarenergie in Spanien zurückzuführen und wurde in den Segmenten Rückversicherung Leben (2 Millionen €) und Rückversicherung Schaden/Unfall (8 Millionen €) erfasst.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 160 (-) Millionen €. Verpflichtungen zum Erwerb sonstiger immaterieller Vermögenswerte belaufen sich auf 7 (3) Millionen €. Bei Software-Projekten wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von 3 (4) Millionen € nicht aktiviert, sondern als Aufwand erfasst.

3 Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Entwicklung der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

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Mio. € 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 4.912 4.903
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 1.081 1.014
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 3.831 3.889
Währungsänderungen -12 9
Zugänge    
Unternehmenszusammenschlüsse - -
Sonstige 38 32
Abgänge    
Verlust der Beherrschung - -
Sonstige 11 36
Zuschreibungen 20 33
Abschreibungen    
Planmäßig 80 77
Außerplanmäßig 14 40
Umgliederung -10 21
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 3.762 3.831
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.130 1.081
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 4.892 4.912

Die Zuschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 1 (4) Million € und auf Schaden/Unfall 4 (18) Millionen €, in der Erstversicherung auf Leben 13 (9) Millionen €, auf Gesundheit 2 (1) Millionen € und auf Schaden/Unfall - (1) Millionen €.

Zuschreibungen sind im Wesentlichen auf Wertzuwächse aufgrund abgeschlossener Revitalisierung von Immobilien zurückzuführen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf die folgenden Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 1 (-) Millionen € und auf Schaden/Unfall 2 (-) Millionen €, in der Erstversicherung auf Leben 11 (36) Millionen €, auf Gesundheit - (3) Millionen € und auf Schaden/Unfall - (1) Millionen €.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen wurden im Wesentlichen durch den überschrittenen Lebenszyklus von Immobilien ausgelöst.

Der beizulegende Zeitwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt zum Bilanzstichtag 5.525 (5.350) Millionen €. Bewertungen führen für den direkt gehaltenen Bestand konzerninterne Gutachter und für den indirekt gehaltenen Bestand externe Gutachter durch. Die Bewertungen erfolgen gemäß den Vorschriften von IFRS 13. Die Grundstücke und Bauten sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen. Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der Nachhaltigkeit von Einnahmen- und Ausgabenströmen unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Objektart und objektindividuellem Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 3,00% bis 5,50%, für Bürogebäude von 4,00% bis 8,00% sowie für Einzelhandel von 4,00% bis 8,25% verwendet.

Für den Grundbesitz bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 838 (724) Millionen €. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag - (31) Millionen €. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 14 (35) Millionen €.

4 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen

Alle Kapitalanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche Kapitalanlagen, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Levels der Bewertungshierarchie finden Sie in den Erläuterungen unter Aktivseite B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung unserer Kapitalanlagen zu den Levels der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor.

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Modelle, anhand derer die beizulegenden Zeitwerte unserer Bestände ermittelt werden:

Bewertungsmodelle

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Anleihen Preismethode Parameter Preismodell
Zinsrisiken      
Schuldscheindarlehen/ Namensschuldverschreibungen theoretischer Kurs Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Katastrophenanleihe (Host) theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Mortgage Loans theoretischer Kurs Sektorenspezifische Zinsstrukturkurve Barwertmethode
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Derivate Preismethode Parameter Preismodell
Aktien- und Indexrisiken      
OTC Aktienoptionen theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Dividendenrendite Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.) Monte-Carlo-Simulation
Aktien-Forwards theoretischer Kurs Notierung Underlying Geldmarktzinssatz Dividendenrendite Barwertmethode
Zinsrisiken      
Zins-Swaps theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Swaptions/Zinsgarantie theoretischer Kurs At-The-Money Volatilitätsmatrix und Skew Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Black-76
Zins-Währungs-Swaps theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Devisenkassakurse Barwertmethode
Inflation-Swaps theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap Sätze Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Währungsrisiken      
Devisenoptionen theoretischer Kurs At-The-Money Volatilität Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Garman-Kohlhagen (europ.)
Devisentermingeschäfte theoretischer Kurs Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Sonstige Geschäfte      
Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) theoretischer Kurs Marktwerte Katastrophenanleihen Historische Ereignisdaten Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Versicherungsderivate (Variable Annuities) theoretischer Kurs Biometrische Raten und Stornoraten Volatilitäten Zinsstrukturkurve Devisenkassakurse Barwertmethode
Credit-Default-Swaps theoretischer Kurs Credit Spreads Recovery Rates Zinsstrukturkurve Barwertmethode ISDA CDS Standard Model
Total-Return-Swaps auf Commodities theoretischer Kurs Notierung Underlying Index Indexverhältnisberechnung
Commodity-Optionen theoretischer Kurs Notierung Underlying Effektive Volatilitäten Geldmarktzinssatz Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)
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Anleihen mit eingebetteten Derivaten Preismethode Parameter Preismodell
Kündbare Anleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Hull-White Modell
CMS Floater theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Hull-White Modell
Zero-to-Coupon Switchable Anleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Hull-White Modell
Zero-to-CMS Switchable Anleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Libor-Market Modell
Volatilitätsanleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Libor-Market Modell
CMS Floater mit variablen Cap theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Replikationsmodell (Hagan)
CMS Steepener theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Korrelationsmatrix Replikationsmodell (Hagan)
Dax-Cliquet theoretischer Kurs Notierung Underlying Volatilitäten Emittentenspezifische Spreads Geld markt-/Swap-Zinsstrukturkurve Black-Scholes (europ.), Barwertmethode
Konvergenzanleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurven Emittentenspezifische Spreads Volatilitätsmatrix Korrelationsmatrix Libor-Market Modell
Multitranchen theoretischer Kurs At-The-Money Volatilitätsmatrix und Skew Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Kurve Black-76, Barwertmethode
FIS-Schuldscheindarlehen theoretischer Kurs At-The-Money Volatilitätsmatrix und Skew Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Kurve Black-76, Barwertmethode
Swaption Notes theoretischer Kurs At-The-Money Volatilitätsmatrix und Skew Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Kurve Black-76, Barwertmethode
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Fonds Preismethode Parameter Preismodell
Immobilienfonds - - Net-Asset-Value
Private Equity Fonds - - Net-Asset-Value

Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) werden Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Für die derivativen Bestandteile aus Katastrophenbonds basiert deren Bewertung auf den durch Broker zugelieferten Werten für die zugehörigen Anleihen, weshalb eine Quantifizierung der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter nicht möglich ist. Falls für individuell ausgestaltete Versicherungsderivate keine beobachtbaren Eingabeparameter zur Verfügung stehen, werden die Bewertungen mittels Barwertmethode anhand aktueller Zinsstrukturkurven und historischer Ereignisdaten vorgenommen. Aufgrund des geringen Volumens sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen unwesentlich.

Die Bewertung von Variable Annuities erfolgt bei Munich Re auf einer vollständig marktkonsistenten Basis. Die für die Bewertung zu berücksichtigenden Parameter sind biometrische Raten und Stornoraten, Volatilitäten, Zinsstrukturkurven und Devisenkassakurse. Die verwendeten Stornoraten werden dynamisch modelliert und liegen zwischen 0,5% und 20%, abhängig vom spezifischen Versicherungsprodukt und von den aktuellen Kapitalmärkten. Die Annahmen zur Sterblichkeit basieren auf den veröffentlichten Sterbetafeln, die im Hinblick auf die Zielmärkte und die Erwartungen der Aktuare angepasst werden. Die Abhängigkeit zwischen unterschiedlichen Kapitalmarktparametern wird durch entsprechende Korrelationsmatrizen dargestellt. Da bei der Bewertung auch Parameter verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, ordnen wir diese Produkte Level 3 der Bewertungshierarchie zu.

Bei den übrigen Kapitalanlagen mit Zuordnung auf Level 3 handelt es sich überwiegend um externe Fondsanteile (insbesondere Private Equity sowie Immobilien) sowie relativ illiquide Kreditstrukturen (insbesondere Collateralized Mortgage-Backed Securities sowie Credit Linked Obligations). Für Erstere gibt es keine regelmäßige Kursversorgung, sondern es werden von den jeweiligen Assetmanagern die Net Asset Values (NAVs) zugeliefert. Für Letztere existieren ebenfalls keine ausreichend guten Kursquellen bei Marktdaten-Providern; wir greifen bei der Bewertung daher auf Broker-Bewertungen zurück. Bei diesen Kapitalanlagen findet somit durch uns keine eigene Bewertung anhand nicht beobachtbarer Parameter statt; diese erfolgt vielmehr durch die zuliefernden Broker. Wir führen eine regelmäßige Plausibilisierung der zugelieferten Bewertungen anhand vergleichbarer Kapitalanlagen durch.

Zum 31. Dezember 2013 werden rund 12 (83)% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zugeordnet, 84 (14)% Level 2 und 4(3)% Level 3.

Zuordnung der Kapitalanlagen zu einem Level der Bewertungshierarchie

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  31.12.2013
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Kapitalanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet 38 - 176 214
Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 9 9
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 769 110.125 2.777 113.671
Nicht festverzinslich 8.092 2.032 2.107 12.231
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter1 783 2.092 77 2.952
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert - 164 - 164
Sonstige Kapitalanlagen - 31 - 31
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 6.135 564 - 6.699
Gesamt 15.817 115.008 5.146 135.971
Kapitalanlagen, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden2        
Darlehen 25 60.456 619 61.100
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - 5 - 5
Gesamt 25 60.461 619 61.105
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  Vorjahr
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Kapitalanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 194 194
Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet - - 16 16
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 104.453 16.928 2.118 123.499
Nicht festverzinslich 7.651 68 1.978 9.697
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter1 754 2.368 33 3.155
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert - 169 - 169
Sonstige Kapitalanlagen - - - -
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 5.958 - - 5.958
Gesamt 118.816 19.533 4.339 142.688

1 Enthalten sind die unter den übrigen Aktiva ausgewiesenen Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter in Höhe von 229 (309) Millionen €.
2 Da die Angaben zu nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen erstmalig für das Geschäftsjahr 2013 zu erheben waren, liegen Vorjahresvergleichswerte nicht vor.

Zum Ende des Geschäftsjahrs haben wir aufgrund einer vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) erfolgten Weiterentwicklung der Interpretation der Vorschriften des IFRS 13 einen Großteil unserer Anleihen sowie Rentenfonds von Level 1 nach Level 2 umgegliedert. Dadurch berücksichtigen wir nun konsequent die Tatsache, dass am Anleihemarkt im Regelfall kein aktiver Handel über Börsen erfolgt, sondern Kurse von Preisserviceagenturen bzw. Brokern zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet, im Einzelfall ist nicht nachweisbar, ob die Anforderungen an Level 1 tatsächlich erfüllt wurden, sodass nach den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer bei vorsichtiger Interpretation die erfolgte Umgliederung als erforderlich angesehen wird.

Darüber hinaus haben wir Teile der sonstigen Mortgage-Backed Securities (MBS) in unserem Bestand von Level 3 auf Level 2 umgegliedert. Bei der Bewertung dieser Bestände werden nun ausschließlich beobachtbare Marktparameter verwendet. Gleichzeitig erfolgte eine Umgliederung von Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) von Level 2 in Level 3, da wir bei deren Bewertung aufgrund fehlender Liquidität an den Märkten auch nicht am Markt beobachtbare Parameter berücksichtigt haben.

Bei den Handelsbeständen, die Level 3 zugeordnet werden, handelt es sich ausschließlich um Derivate.

Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die Kapitalanlagen, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Kapitalanlagen

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  Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet Anteile an assoziierten Unternehmen, zum Zeitwert bewertet
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 194 214 16 16
Gewinne und Verluste -15 30 -7 -
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) -4 -8 -6 -2
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -11 38 -1 2
Erwerb 21 7 - 1
Verkäufe 10 60 - 2
Übertragung in Level 3 5 34 - 1
Übertragung aus Level 3 19 31 - -
Marktwertänderung Derivate - - - -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 176 194 9 16
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen -4 -8 -6 -2
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  Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
  Festverzinslich Nicht festverzinslich
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.118 626 1.978 1.202
Gewinne und Verluste -3 12 45 27
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 27 -3 -18 -30
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -30 15 63 57
Erwerb 1.895 459 299 834
Verkäufe 1.627 523 214 168
Übertragung in Level 3 488 1.800 1 82
Übertragung aus Level 3 93 256 1 -
Marktwertänderung Derivate -1 - -1 1
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.777 2.118 2.107 1.978
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 33 3 -21 -28
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Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet Gesamt
  Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert    
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 33 8 - - 4.339 2.066
Gewinne und Verluste 38 -12 - - 58 57
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 39 -12 - - 38 -55
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -1 - - - 20 112
Erwerb 14 11 - - 2.229 1.312
Verkäufe 9 - - - 1.860 753
Übertragung in Level 3 - 26 - - 494 1.943
Übertragung aus Level 3 - - - - 113 287
Marktwertänderung Derivate 1 - - - -1 1
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 77 33 - - 5.146 4.339
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 36 -12 - - 38 -47

5 Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen

Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Anteile an verbundenen Unternehmen    
zum beizulegenden Zeitwert bewertet 214 194
Anteile an assoziierten Unternehmen    
nach der Equity-Methode bewertet 1.291 1.267
zum beizulegenden Zeitwert bewertet 9 16
Gesamt 1.514 1.477

Der beizulegende Zeitwert der Anteile an assoziierten Unternehmen, bewertet nach der Equity-Methode, beträgt zum Stichtag 1.721 (1.621) Millionen €. Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten assoziierter Unternehmen von 2 (4) Millionen € bilanziell nicht erfasst. Insgesamt betragen die bilanziell nicht erfassten Verluste 4 (30) Millionen €.

Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen aggregiert 9.537 (9.945) Millionen €, die Schulden 5.581 (6.146) Millionen €, die Jahresergebnisse 372 (187) Millionen € sowie die Umsätze 4.130 (3.877) Millionen €. Für die nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 142 (149) Millionen €, Schulden von 110 (116) Millionen €, Jahresergebnisse von - (3) Millionen € und Umsätze von 134 (127) Millionen €.

Abschreibungen in Höhe von 101 (52) Millionen € resultieren überwiegend aus eingetretenen und erwarteten Änderungen der Regulierung von Solarenergie in Spanien.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

6 Darlehen

Zusammensetzung der Darlehen

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Hypothekendarlehen 4.482 4.439
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 593 605
Übrige Darlehen 50.170 49.374
Gesamt 55.245 54.418

Bei den übrigen Darlehen handelt es sich überwiegend um Pfandbriefe, Staatsanleihen sowie Schuldscheindarlehen von Banken.

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter, siehe hierzu unter (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Er beträgt zum Stichtag 61.316 (63.248) Millionen €.

Vertragliche Restlaufzeit

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 2.016 1.252
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 2.723 1.985
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 1.947 2.980
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 2.498 2.015
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 2.209 2.550
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 13.394 13.034
Mehr als zehn Jahre 30.458 30.602
Gesamt 55.245 54.418

Rating der übrigen Darlehen auf der Basis der Bilanzwerte

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
AAA 23.784 21.951
AA 18.277 20.553
A 4.743 4.085
BBB und niedriger 2.770 2.295
Kein Rating 596 490
Gesamt 50.170 49.374

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Darlehen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag. Bei den Hypothekendarlehen sowie den Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine besteht praktisch kein Kreditrisiko.

7 Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit

Unter der Kategorie "Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit" weisen wir zum 31. Dezember 2013 Schuldtitel von Kreditinstituten von 5 (7) Millionen € aus. Der beizulegende Zeitwert dieser Schuldtitel beträgt 5 (8) Millionen €. Diesen bestimmen wir nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter.

Vertragliche Restlaufzeit

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  Bilanzwerte Beizulegende Zeitwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 5 3 5 3
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre - 4 - 5
Gesamt 5 7 5 8

Orientiert an den Ratingkategorien der führenden internationalen Ratingagenturen haben die hier ausgewiesenen Schuldtitel ein Rating von A. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

8 Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

Zusammensetzung der sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

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  Bilanzwerte Unrealisierte Gewinne/Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere            
Staatsanleihen            
Deutschland 7.858 10.682 302 1.066 7.556 9.616
Übrige EU 21.751 22.162 920 1.610 20.831 20.552
USA 10.784 13.546 254 1.407 10.530 12.139
Sonstige 11.933 13.062 265 1.055 11.668 12.007
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 50.322 52.501 2.330 3.907 47.992 48.594
Sonstige 11.023 11.546 590 935 10.433 10.611
  113.671 123.499 4.661 9.980 109.010 113.519
Nicht festverzinsliche Wertpapiere            
Aktien 7.700 6.177 1.683 1.247 6.017 4.930
Investmentfonds            
Aktienfonds 438 329 44 35 394 294
Rentenfonds 2.019 1.224 65 69 1.954 1.155
Immobilienfonds 540 536 26 18 514 518
Sonstige 1.534 1.431 157 134 1.377 1.297
  12.231 9.697 1.975 1.503 10.256 8.194
Gesamt 125.902 133.196 6.636 11.483 119.266 121.713

Bei mehr als der Hälfte der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften handelt es sich um Pfandbriefe sowie Emissionen von Förderbanken und vergleichbaren Instituten. Der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Emissionen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, wobei jedes Einzelrisiko weniger als 1 % ausmacht, Anleihen von Banken sowie von Landesbanken (mit Gewährträgerhaftung) und Asset-Backed Securities/ Mortgage-Backed Securities, die weitgehend in die Ratingkategorie A oder besser eingestuft werden. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 7.309 (8.503) Millionen €. 1.525 (1.303) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere sind an Dritte verliehen. Diese Papiere werden nicht ausgebucht, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin bei Munich Re bleiben. Von den unrealisierten Gewinnen und Verlusten von 6.636 (11.483) Millionen € sind 3.121 (5.709) Millionen € - nach Abzug der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, latenter Steuern, von nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital und der Konsolidierungs- und Währungseffekte - im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) enthalten.

Erlöse aus Veräußerungen im Geschäftsjahr

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Mio. € 2013 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere 43.641 46.079
Nicht festverzinsliche Wertpapiere    
Börsennotiert 20.491 14.393
Nicht börsennotiert 789 986
Gesamt 64.921 61.458

Realisierte Gewinne und Verluste

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Mio. € 2013 Vorjahr
Gewinne aus dem Abgang 2.083 1.850
Festverzinsliche Wertpapiere 1.043 1.129
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.040 721
Verluste aus dem Abgang 441 832
Festverzinsliche Wertpapiere 250 635
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 191 197
Gesamt 1.642 1.018

Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere

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  Bilanzwerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 8.812 11.526 8.737 12.131
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 10.109 8.747 9.862 8.501
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 11.224 10.858 10.785 10.259
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 10.546 10.599 10.079 9.984
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 9.775 10.679 9.278 10.030
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 32.712 34.145 31.154 30.897
Mehr als zehn Jahre 30.493 36.945 29.115 31.717
Gesamt 113.671 123.499 109.010 113.519

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
AAA 39.968 54.883
AA 35.486 32.735
A 15.897 17.935
BBB 19.071 15.576
Niedriger 3.064 2.229
Kein Rating 185 141
Gesamt 113.671 123.499

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

9 Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet

Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere umfassen Handelsbestände von 2.723 (2.846) Millionen € und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, von 164 (169) Millionen €.

Die Handelsbestände enthalten festverzinsliche Wertpapiere von 647 (702) Millionen €, nicht festverzinsliche Wertpapiere von 37 (33) Millionen € sowie Derivate von 2.039 (2.111) Millionen €. Von den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, entfallen 163 (167) Millionen € auf festverzinsliche Wertpapiere und 1 (2) Millionen € auf nicht festverzinsliche Wertpapiere. 188 Millionen € der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
AAA 472 392
AA 107 233
A 136 199
BBB 95 45
Niedriger - -
Kein Rating - -
Gesamt 810 869

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Wertpapiere die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Dies geschieht innerhalb der einzelnen Konzernunternehmen im Rahmen der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zusätzlicher innerbetrieblicher Richtlinien. Ein Ausfallrisiko ist bei börsengehandelten Produkten praktisch nicht gegeben. Die außerbörslich abgeschlossenen Over-the-Counter-Derivate enthalten hingegen ein theoretisches Risiko in Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Daher wählt Munich Re für diese Geschäfte nur solche Kontrahenten aus, die eine sehr hohe Bonität aufweisen.

Munich Re hält zum 31. Dezember 2013 für Derivate Sicherheiten in Form von Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA, die veräußert oder als Sicherheit weitergereicht werden dürfen. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherheiten beträgt 1.056 (1.154) Millionen €.

Ausweis der Derivate nach Bilanzposten

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Beizulegender Zeitwert Bilanzierung als Sicherungsbeziehung Bilanzausweis    
Positiv Nein Kapitalanlagen, sonstige Wertpapiere, Handelsbestände 2.039 2.111
  Ja Übrige Aktiva 229 309
Negativ Nein Verbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten -955 -969
  Ja      
Gesamt     1.313 1.451

In der folgenden Tabelle zeigen wir die beizulegenden Zeitwerte sowie die zugehörigen Nominalwerte unserer gesamten offenen Positionen, gegliedert nach Risikoarten. Positive und negative Zeitwerte haben wir saldiert. Mit 1.313 (1.451) Millionen € betrugen die offenen Positionen am 31. Dezember 2013 0,5 (0,6)% der Bilanzsumme.

Offene Positionen

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Fälligkeit in Jahren < 1 1-2 2-3 3-4 4-5 > 5
Mio. €            
Zinsrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 9 - - - - -
Nominalwerte 8.283 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte 34 23 23 212 -2 746
Nominalwerte 2.096 831 3.538 2.096 386 16.426
Summe Zinsrisiken            
Zeitwerte 43 23 23 212 -2 746
Nominalwerte 10.379 831 3.538 2.096 386 16.426
Währungsrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte - - - - - -
Nominalwerte 20 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte -5 - - - - 17
Nominalwerte 19.619 - - - - 219
Summe Währungsrisiken            
Zeitwerte -5 - - - - 17
Nominalwerte 19.639 - - - - 219
Aktien- und Indexrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 26 21 - - - -
Nominalwerte 5.692 772 - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte -7 15 - - - -
Nominalwerte 144 9 1 - - -
Summe Aktien- und Indexrisiken            
Zeitwerte 19 36 - - - -
Nominalwerte 5.836 781 1 - - -
Kreditrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte - - - - 57 -
Nominalwerte 71 32 24 22 2.449 -
Wetterrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 1 - - - - -
Nominalwerte 3 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte -1 - - - - -
Nominalwerte 50 - 3 - - -
Summe Wetterrisiken            
Zeitwerte - - - - - -
Nominalwerte 53 - 3 - - -
Rohstoffrisiken            
Börsengehandelt            
Zeitwerte 1 - - - - -
Nominalwerte 200 - - - - -
Over-the-Counter            
Zeitwerte 2 - -1 - - -
Nominalwerte 638 362 135 38 - -
Summe Rohstoffrisiken            
Zeitwerte 3 - -1 - - -
Nominalwerte 838 362 135 38 - -
Versicherungsrisiken            
Over-the-Counter            
Zeitwerte -59 11 44 65 40 41
Nominalwerte 1.412 788 839 996 951 8.438
Summe aller Risiken            
Zeitwerte 1 70 66 277 95 804
Nominalwerte 38.228 2.794 4.540 3.152 3.786 25.083
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Fälligkeit in Jahren 31.12.2013 Vorjahr
Mio. €    
Zinsrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 9 6
Nominalwerte 8.283 8.609
Over-the-Counter    
Zeitwerte 1.036 1.311
Nominalwerte 25.373 28.538
Summe Zinsrisiken    
Zeitwerte 1.045 1.317
Nominalwerte 33.656 37.147
Währungsrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte - -
Nominalwerte 20 21
Over-the-Counter    
Zeitwerte 12 -14
Nominalwerte 19.838 20.226
Summe Währungsrisiken    
Zeitwerte 12 -14
Nominalwerte 19.858 20.247
Aktien- und Indexrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 47 38
Nominalwerte 6.464 2.014
Over-the-Counter    
Zeitwerte 8 17
Nominalwerte 154 404
Summe Aktien- und Indexrisiken    
Zeitwerte 55 55
Nominalwerte 6.618 2.418
Kreditrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte 57 -6
Nominalwerte 2.598 2.832
Wetterrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 1 -
Nominalwerte 3 -
Over-the-Counter    
Zeitwerte -1 6
Nominalwerte 53 54
Summe Wetterrisiken    
Zeitwerte - 6
Nominalwerte 56 54
Rohstoffrisiken    
Börsengehandelt    
Zeitwerte 1 -
Nominalwerte 200 -
Over-the-Counter    
Zeitwerte 1 22
Nominalwerte 1.173 1.804
Summe Rohstoffrisiken    
Zeitwerte 2 22
Nominalwerte 1.373 1.804
Versicherungsrisiken    
Over-the-Counter    
Zeitwerte 142 71
Nominalwerte 13.424 16.015
Summe aller Risiken    
Zeitwerte 1.313 1.451
Nominalwerte 77.583 80.517

Unter der Risikoart Versicherungsrisiken subsumieren wir für Schaden/Unfall im Wesentlichen die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen, individuell ausgestaltete Versicherungsderivate sowie derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Für Leben/Gesundheit enthält die Risikoart Versicherungsrisiken im Wesentlichen die derivativen Bestandteile aus Verbriefungen von Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken sowie Variable Annuities. Die Absicherung von Variable Annuities wird ebenfalls unter der Risikoart Versicherungsrisiken ausgewiesen.

Zinsrisiken in der deutschen Lebenserstversicherung werden durch Swaptions, Zins-Swaps und Total-Return-Swaps abgesichert. Diese Derivate werden in der Kategorie Zinsrisiken/Over-the-Counter ausgewiesen. Um Zinsgarantien gegenüber den Kunden erfüllen zu können, sichern wir uns gegen fallende Zinsen ab. Zum Stichtag betragen die beizulegenden Zeitwerte für diese Derivate 411 (502) Millionen €, die zugrunde liegenden Nominalwerte 3.553 (3.991) Millionen €. Gleichzeitig sichern wir uns gegen steigende Zinsen ab, da bei steigendem Zinsniveau der Marktwert festverzinslicher Wertpapiere sinkt. Die beizulegenden Zeitwerte für diese Derivate belaufen sich auf 111 (33) Millionen €, die zugrunde liegenden Nominalwerte auf 3.913 (1.328) Millionen €. Das Kapitalanlageergebnis aus Derivaten enthält einen Aufwand aus Wertschwankungen dieser Positionen in Höhe von 57 (-116) Millionen €.

Obwohl Munich Re Derivate grundsätzlich dazu einsetzt, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, erfüllt nur ein Anteil von 219 (296) Millionen € die Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung.

IAS 39 unterscheidet zwischen der Absicherung beizulegender Zeitwerte (Fair-Value-Hedge) und der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge).

Fair-Value-Hedge

Bei der Absicherung beizulegender Zeitwerte wird die Änderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments zusammen mit der Änderung des Zeitwerts des abgesicherten Instruments erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich unter den Posten Erträge oder Aufwendungen für Kapitalanlagen ausgewiesen. Im Fall der gesicherten Nachranganleihe der Münchener Rück AG erfolgt der Ausweis im Finanzierungsergebnis. Bei Munich Re werden Sicherungsbeziehungen in Form einer Absicherung beizulegender Zeitwerte eingesetzt, um gezielt und effizient Risiken aus Zins- und sonstigen Marktpreisänderungen zu mindern. Für die Absicherungen werden im Wesentlichen Swaps und Forwards verwendet. Der beizulegende Zeitwert der hierfür eingesetzten Derivate beträgt zum Stichtag 184 (249) Millionen €. 2013 erfassten wir Wertänderungen für die Sicherungsinstrumente von -65 Millionen € sowie für die zugehörigen Grundgeschäfte von 65 Millionen € erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Cashflow Hedge

Die Absicherung von Zahlungsströmen spielt bei Schwankungen eine Rolle, die beispielsweise durch variable Zinszahlungen verursacht werden. Bei Munich Re werden mit Cashflow Hedges überwiegend Zinsrisiken abgesichert. Hierfür setzen wir hauptsächlich Zinsswaps ein. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments verbuchen wir zu diesem Zweck erfolgsneutral im Eigenkapital. Erst mit dem tatsächlichen Kapitalab- oder -zufluss, den der abgesicherte Sachverhalt verursacht, wird die so gebildete Eigenkapitalposition erfolgswirksam aufgelöst.

Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen.

Zum Stichtag ergibt sich eine Eigenkapitalposition aus der Absicherung von Zahlungsströmen von 3 (-4) Millionen €. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die in diese Kategorie fallen, beläuft sich zum Stichtag auf 35 (47) Millionen €.

Restlaufzeit und Höhe der am Bilanzstichtag abgesicherten Zahlungsströme

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Mio. € < 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre > 5 Jahre
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen 25 - 25 25 - 314
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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen 389 389

10 Depotforderungen

Die Depotforderungen dienen unmittelbar als Sicherheit für die von den Zedenten in Rückdeckung übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Sie lösen keine Zahlungsströme aus und können von den Zedenten nicht unabhängig verwertet werden. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Höhe und Veränderungen der Depotforderungen im Geschäftsjahr leiten sich im Regelfall aus dem Wert der Veränderungen der zugehörigen versicherungstechnischen Rückstellungen für das in Rückdeckung genommene Versicherungsgeschäft ab. Insofern haben Depotforderungen keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

11 Sonstige Kapitalanlagen

Die sonstigen Kapitalanlagen enthalten Einlagen bei Kreditinstituten von 3.006 (2.461) Millionen €, Anlagen in regenerative Energien von 498 (500) Millionen €, physisches Gold von 290 (-) Millionen €, physisches Gas von 21 (-) Millionen € und Forstinvestments von 10 (3) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 144 (142) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus.

Von den Einlagen bei Kreditinstituten sind 2.993 (2.454) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Bei diesen Einlagen entspricht der beizulegende Zeitwert deshalb weitgehend den Buchwerten. Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 10 (19) Millionen €.

Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert dieser sonstigen Kapitalanlagen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Entwicklung der Anlagen in regenerative Energien

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Mio. € 2013 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 545 282
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 45 22
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 500 260
Währungsänderungen -3 -
Zugänge    
Unternehmenszusammenschlüsse 38 259
Sonstige 4 2
Abgänge    
Verlust der Beherrschung - -
Sonstige - -
Zuschreibungen - 1
Abschreibungen    
Planmäßig 31 22
Außerplanmäßig 10 -
Umgliederung - -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 498 500
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 86 45
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 584 545

Die Wertminderungen sind auf eingetretene und erwartete Änderungen der Regulierung von Solarenergie in Spanien zurückzuführen.

Für Anlagen in regenerative Energien bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 253 (219) Millionen €.

12 Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Beitragsüberträge - - 109 124
Deckungsrückstellung 736 743 - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 363 387 1.817 2.053
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen -3 10 6 9
Gesamt 1.096 1.140 1.932 2.186
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Beitragsüberträge 1 1 10 12 82 72
Deckungsrückstellung 1.667 1.845 - - - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 32 16 10 10 304 264
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - - - - 4
Gesamt 1.700 1.862 20 22 386 340
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Beitragsüberträge 74 95 276 304
Deckungsrückstellung 7 7 2.410 2.595
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 90 78 2.616 2.808
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - - 3 23
Gesamt 171 180 5.305 5.730

Details zu den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind dargestellt unter den Erläuterungen zu (21) Beitragsüberträge, (22) Deckungsrückstellung, (23) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, (24) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen sowie unter (40) Bonitätsrisiken aus passivem Rückversicherungsgeschäft.

13 Sonstige Forderungen

Zusammensetzung der sonstigen Forderungen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.345 1.427
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 4.237 4.731
Zinsen und Mieten 2.722 2.872
Übrige Forderungen 3.053 2.445
Gesamt 11.357 11.475

Von den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 498 (460) Millionen € auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern. In den übrigen Forderungen enthalten sind Forderungen von 887 (708) Millionen €, die aus Verträgen ohne signifikanten Risikotransfer resultieren. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 4.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der übrigen Forderungen bestehen in Höhe von 437 (79) Millionen €.

Abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise repräsentiert gemäß IFRS 7 der Buchwert der Forderungen die maximale Kreditexponierung zum Bilanzstichtag.

Vertragliche Restlaufzeit der sonstigen Forderungen auf der Basis von Bilanzwerten

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 10.043 10.474
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 91 109
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 100 272
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 386 136
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 24 77
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 87 69
Mehr als zehn Jahre 626 338
Gesamt 11.357 11.475

Da der weitaus größte Teil der sonstigen Forderungen eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweist, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte dieser Forderungen weitgehend den Buchwerten.

Zum 31. Dezember 2013 verteilten sich unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft in Anlehnung an die Ratingkategorien von Standard & Poor's folgendermaßen:

Rating der Abrechnungsforderungen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
AAA - -
AA 26 384
A 61 38
BBB und geringer 1 1
Ohne externes Rating 113 181

Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 367 (429) Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle der vergangenen drei Jahre belaufen sich auf 161 (158) Millionen €.

14 Aktivierte Abschlusskosten

Aktivierte Abschlusskosten

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 2.365 1.984 1.327 1.271
Anteil der Rückversicherer 1 1 31 29
Netto 2.364 1.983 1.296 1.242
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 3.334 3.430 1.731 1.721 754 748
Anteil der Rückversicherer 2 7 1 4 13 14
Netto 3.332 3.423 1.730 1.717 741 734
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 92 102 9.603 9.256
Anteil der Rückversicherer 13 19 61 74
Netto 79 83 9.542 9.182

Entwicklung der aktivierten Abschlusskosten (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 1.984 1.947 1.271 1.431
Währungsänderungen -150 14 -59 7
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges - - - -7
Neu aktivierte Abschlusskosten 729 340 1.573 1.982
Veränderungen        
Planmäßig -198 -327 -1.458 -2.142
Außerplanmäßig - 10 - -
Stand 31.12. Geschäftsjahr 2.365 1.984 1.327 1.271
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 3.430 3.502 1.721 1.679 748 702
Währungsänderungen -2 4 - - -9 21
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges -11 - - - -3 -2
Neu aktivierte Abschlusskosten 308 350 212 235 366 380
Veränderungen            
Planmäßig -320 -257 -202 -193 -348 -330
Außerplanmäßig -71 -169 - - - -23
Stand 31.12. Geschäftsjahr 3.334 3.430 1.731 1.721 754 748
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 102 125 9.256 9.386
Währungsänderungen -7 -14 -227 32
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges - - -14 -9
Neu aktivierte Abschlusskosten 173 277 3.361 3.564
Veränderungen        
Planmäßig -176 -286 -2.702 -3.535
Außerplanmäßig - - -71 -182
Stand 31.12. Geschäftsjahr 92 102 9.603 9.256

In den planmäßigen Veränderungen ist neben Abschreibungen auch eine planmäßige Verzinsung enthalten. Unter die außerplanmäßigen Veränderungen fallen Zu- und Abschreibungen aufgrund von Änderungen der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, die eine Anpassung der Bewertung erforderlich machen.

Im Segment Erstversicherung Leben erfolgte 2013 eine Anpassung der Annahmen über die zukünftige Sterblichkeit, das zukünftige Storno und die zukünftige Gewinnbeteiligung sowie das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Außerdem wurden die Urteile des Bundesgerichtshof zur Verrechnung von Abschlusskosten und zur Höhe der Rückkaufswerte bei Lebensversicherungen aus dem Jahr 2012 berücksichtigt. Diese Anpassungen führten insgesamt zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten.

15 Steuerabgrenzung

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzpositionen:

Steuerabgrenzung

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  31.12.2013 Vorjahr
Mio. € Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Aktiva        
A. Immaterielle Vermögenswerte 179 288 205 346
B. Kapitalanlagen 2.324 2.652 1.809 3.678
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - 2 - 3
E. Forderungen 20 96 84 35
I. Übrige Aktiva 663 912 595 783
Gesamt Aktiva 3.186 3.950 2.693 4.845
Passiva        
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) 2.157 3.856 1.836 3.480
E. Andere Rückstellungen 765 373 923 450
F. Verbindlichkeiten 335 9 259 24
Gesamt Passiva 3.257 4.238 3.018 3.954
Außerbilanziell        
Verlustvorträge und Steuergutschriften 546 - 508 -
Gesamt 6.989 8.188 6.219 8.799

In den Steuerabgrenzungen für versicherungstechnische Rückstellungen sind die Steuerabgrenzungen für aktivierte Abschlusskosten sowie 2.207 (1.916) Millionen € für Schwankungsrückstellungen, die nach IFRS nicht gebildet werden, enthalten.

Der Überschuss der passiven über die aktiven latenten Steuern beträgt 1.199 (2.580) Millionen €. Die Veränderung von 1.381 (-265) Millionen € wurde in Höhe von 1.008 (-579) Millionen € erfolgsneutral und in Höhe von 419 (362) Millionen € erfolgswirksam gebucht. Die restliche Veränderung resultiert aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung sowie aus Währungsumrechnungen.

Auf temporäre Differenzen von 42 (48) Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, sogenannte Outside Basis Differences, wurden keine latenten Steuern gebildet.

Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung eine Verwertung mit ausreichender Sicherheit zu erwarten ist. Nachfolgend haben wir die vorhandenen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie die Verlustvorträge selbst aufgegliedert:

Entwicklung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und Steuergutschriften

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Mio. € Vorjahr Nachträgliche Zu- und Abgänge aufgrund geänderter Wertberichtigungen Zugänge aufgrund neuer Verluste Verbrauch/ Abgang 31.12.2013
Aktive latente Steuer auf          
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge 414 248 106 279 489
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge 54 1 2 38 19
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten 2 - - 2 -
Steuergutschriften 38 - 2 2 38
Gesamt 508 249 110 321 546

In der Spalte "Verbrauch/Abgang" sind auch Änderungen aufgrund des Verlusts der Beherrschung und Währungsänderungen erfasst.

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

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  31.12.2013 Vorjahr
Mio. € Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Gesamt Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Gesamt
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 84 98 182 30 192 222
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 489 64 553 856 520 1.376
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 469 17 486 67 396 463
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 563 683 1.246 476 827 1.303
  1.605 862 2.467 1.429 1.935 3.364
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge            
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 121 135 256 330 132 462
  121 135 256 330 132 462
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig - - - 9 - 9
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig - 18 18 - - -
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig - - - - - -
  - 18 18 9 - 9
Steuergutschriften            
Bis zu drei Jahre vortragsfähig - - - - - -
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig - - - - - -
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 38 - 38 38 - 38
  38 - 38 38 - 38

16 Übrige Aktiva

Die übrigen Aktiva enthalten im Wesentlichen eigengenutzte Grundstücke und Bauten von 2.419 (2.391) Millionen €, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 249 (273) Millionen €, vorausgezahlte Versicherungsleistungen von 389 (393) Millionen €, Derivate von 229 (309) Millionen €, sonstige Rechnungsabgrenzungsposten von 134 (130) Millionen € sowie Rückforderungen gegenüber Versicherungsnehmern von 33 (23) Millionen €. Von den eigengenutzten Grundstücken und Bauten betreffen 12 (15) Millionen € Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

Entwicklung der Sachanlagen

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Mio. € Eigengenutzte Grundstücke und Bauten 2013 Betriebs- und Geschäftsausstattung 2013 Übrige 2013 Gesamt 2013
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.417 962 55 4.434
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 1.026 689 34 1.749
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.391 273 21 2.685
Währungsänderungen -11 -4 - -15
Zugänge        
Unternehmenszusammenschlüsse - - - -
Sonstige 84 95 7 186
Abgänge        
Verlust der Beherrschung - - - -
Sonstige - 7 3 10
Zuschreibungen 7 - - 7
Abschreibungen        
Planmäßig 58 105 5 168
Außerplanmäßig 4 2 - 6
Umgliederung 10 -1 - 9
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.419 249 20 2.688
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.091 729 31 1.851
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.510 978 51 4.539
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→ Mio. € Eigengenutzte Grundstücke und Bauten Vorjahr Betriebs- und Geschäftsausstattung Vorjahr Übrige Vorjahr Gesamt Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.385 976 57 4.418
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr 1.000 682 30 1.712
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.385 294 27 2.706
Währungsänderungen 3 2 -1 4
Zugänge        
Unternehmenszusammenschlüsse - - - -
Sonstige 75 90 2 167
Abgänge        
Verlust der Beherrschung - - - -
Sonstige 7 9 2 18
Zuschreibungen 27 - - 27
Abschreibungen        
Planmäßig 60 104 5 169
Außerplanmäßig 15 - - 15
Umgliederung -17 - - -17
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.391 273 21 2.685
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr 1.026 689 34 1.749
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.417 962 55 4.434

Die Zuschreibungen verteilen sich auf folgende Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben 1 (2) Million € und auf Schaden/Unfall 1 (2) Million €, in der Erstversicherung betragen die Zuschreibungen in Leben 3 (16) Millionen € und in Gesundheit 2 (6) Millionen € sowie bei Munich Health - (1) Millionen €.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen verteilen sich auf folgende Segmente: In der Rückversicherung entfallen auf Leben - (5) Millionen € und auf Schaden/Unfall - (6) Millionen €, in der Erstversicherung betragen die außerplanmäßigen Abschreibungen in Leben - (2) Millionen €, in Gesundheit 4 (-) Millionen € und in Schaden/Unfall 1 (-) Million € sowie bei Munich Health 1 (2) Millionen €.

Die Grundstücke und Bauten sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen.

Der beizulegende Zeitwert der Grundstücke und Bauten beläuft sich auf 2.828 (2.698) Millionen €. Die Methodik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ist unter (3) Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beschrieben.

Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betragen 78 (158) Millionen € für Grundbesitz und 15 (17) Millionen € für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz machen 33 (33) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 13 (12) Millionen € aus. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen für Betriebs- und Geschäftsausstattung nicht.

17 Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Im dritten Quartal 2013 veräußerten wir mit wirtschaftlicher Wirkung im vierten Quartal 2013 die vollkonsolidierte Gesellschaft Windsor Health Group, Inc., Atlanta, Georgia, einschließlich Tochtergesellschaften. Der Verlust aus dem Verkauf dieser Gesellschaften betrug 25 Millionen €. Dieser wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten Ergebnis aus Kapitalanlagen und Sonstiges nicht operatives Ergebnis ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva

18 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2013 in insgesamt 179.341.212 volleingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Aktien im Umlauf

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Stückzahl 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 178.527.270 177.588.750
Zugänge    
Veräußerung aus Absicherung der Wertsteigerungsrechte der langfristigen Incentive-Pläne 816.883 1.020.083
Abgänge    
Erwerb zur Einziehung (Aktienrückkaufprogramm) 1.905.838 -
Erwerb zur Absicherung der Wertsteigerungsrechte der langfristigen Incentive-Pläne 16.415 81.563
Stand 31.12. Geschäftsjahr 177.421.900 178.527.270

Am 31. Dezember 2013 waren 1.919.312 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 6,3 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von rund 1,1 %.

Am 7. November 2013 hat der Vorstand der Münchener Rück AG ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen und damit von der am 20. April 2011 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung Gebrauch gemacht. Vom 14. November 2013 bis zum 31. Dezember 2013 wurden 1.905.838 Aktien der Münchener Rück AG über die Börse zu einem Durchschnittskurs von 157,41 € erworben.

Die Münchener Rück AG hat im Geschäftsjahr 2013 den kompletten Jahresanfangsbestand in Höhe von 712.000 Münchener-Rück-Aktien, die zur Absicherung der Wertsteigerungsrechte, welche seit 1999 an Vorstand und oberes Management der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ausgegeben worden waren - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen dieser Verpflichtungen - zu einem Durchschnittskurs von 136,02 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 96,8 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet.

Im Geschäftsjahr 2013 haben die Gesellschaften der ERGO Versicherungsgruppe für zukünftige Verpflichtungen aus den langfristigen Incentive-Plänen, die seit 2002 aufgelegt wurden, ebenfalls - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen dieser Verpflichtungen - 16.415 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 133,35 € erworben und insgesamt 38.250 Aktien zu je 142,64 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 5,5 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet. Zum 31.12.2013 werden keine Münchener-Rück-Aktien mehr für diese Incentive-Pläne gehalten.

Die MEAG Munich ERGO AssetManagement GmbH hat im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Absicherung von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan 66.633 Münchener-Rück-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 151,36 € verkauft. Aus dem Verkauf wurde ein Veräußerungserlös von 10,1 Millionen € erzielt, der zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet wurde. Zusammen mit den Münchener-Rück-Aktien, die in den Vorjahren zur Absicherung ausgegebener Wertsteigerungsrechte erworben worden waren und im Bestand verblieben sind, ergibt sich bei der MEAG zum 31. Dezember 2013 ein Gesamtbestand von 13.474 Aktien.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 301.688.353,67 €.

Für das Geschäftsjahr 2012 wurden im Berichtsjahr 1.255 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 7,00 € je gewinnberechtigter Aktie.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals

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Mio. € 31.12.2013
Genehmigtes Kapital 2011 (bis zum 19. April 2016) 10
Genehmigtes Kapital 2013 (bis zum 24. April 2018) 280
Gesamt 290

Zusammensetzung des bedingten Kapitals

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Mio. € 31.12.2013
Bedingtes Kapital 2010 (bis zum 27. April 2015) 117
Gesamt 117

Eigenkapitalzusammensetzung

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Ausgegebenes Kapital 581 585
Kapitalrücklage 6.845 6.836
Gewinnrücklagen 12.875 10.938
Übrige Rücklagen 2.369 5.650
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 3.313 3.188
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 243 242
Eigenkapital gesamt 26.226 27.439

Die von der Gewinnrücklage nach Berücksichtigung der Steuereffekte abgesetzten extern verursachten Kosten, die unmittelbar mit Eigenkapitalmaßnahmen zusammenhängen, betragen 31 Millionen €. Die Gewinnrücklagen sind in Höhe von 2.512 (2.374) Millionen € der Münchener Rück AG zuzuordnen.

Ferner sind in den Gewinnrücklagen 6.084 (5.243) Millionen € Schwankungsrückstellungen enthalten. Diese Rückstellungen werden nach nationalen Vorschriften gebildet, um Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre auszugleichen. Bei der Bilanzierung nach IFRS werden sie im Eigenkapital berücksichtigt.

Die übrigen Rücklagen enthalten -1.002 (-292) Millionen € aus der Währungsumrechnung und 3 (-4) Millionen € aufgrund des Bewertungsergebnisses aus Cashflow Hedges. Außerdem sind in den übrigen Rücklagen unrealisierte Gewinne und Verluste enthalten, die sich wie folgt auf die verschiedenen Posten verteilen:

Unrealisierte Gewinne und Verluste

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Nicht konsolidierte verbundene und nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen 158 175
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen 100 79
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar    
Festverzinslich 4.661 9.980
Nicht festverzinslich 1.975 1.503
Abzüglich    
Erfolgsneutral gebildete Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 2.754 3.696
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 796 2.005
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 8 20
Konsolidierungs- und Währungseffekte -32 70
Gesamt 3.368 5.946

Steuereffekte, die in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sind

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  2013 Vorjahr
Mio. € Vor Steuern Steuer Nach Steuern Vor Steuern Steuer Nach Steuern
Währungsumrechnung -714 - -714 -67 - -67
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen -3.821 -1.209 -2.612 3.076 729 2.347
Veränderung aus der Equity-Bewertung 35 - 35 27 - 27
Veränderung aus Cashflow Hedges -1 - -1 1 - 1
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungszusagen 282 98 184 -553 -171 -382
Sonstige Veränderungen 2 - 2 16 - 16
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -4.217 -1.111 -3.106 2.500 558 1.942

Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern in Höhe von -1.111 (558) Millionen € beinhalten laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne in den Kapitalanlagen in Höhe von -103 (-21) Millionen € und mit dem Restbetrag von -1.008 (579) Millionen € latente Steuern.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Unrealisierte Gewinne und Verluste 8 20
Konzernergebnis 29 16
Übriges Eigenkapital 206 206
Gesamt 243 242

Im Wesentlichen handelt es sich bei den nicht beherrschenden Anteilen um Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital einzelner Gesellschaften der Erstversicherungsgruppe. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und Personengesellschaften weisen wir unter den sonstigen Verbindlichkeiten aus. Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine wesentlichen Änderungen der Beteiligungsquote an konsolidierten Tochterunternehmen.

Angaben zum Kapitalmanagement finden Sie im Lagebericht unter Finanzlage -Kapitalmanagement und zu den Mindestkapitalanforderungen unter Finanzlage -Gruppensolvabilität.

19 Bewertungshierarchie Verbindlichkeiten

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche finanziellen Verbindlichkeiten, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu.

Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung dieser Verbindlichkeiten zu den Levels der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor.

Für die zur Bewertung von Derivaten verwendeten Bewertungsmodelle verweisen wir auf die Tabelle und Erläuterungen unter (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Die Bewertung der Nachranganleihen, für die keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt anhand von Barwertverfahren unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Für die Anleihe in unserem Bestand verwenden wir für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die von Preisprovidern zur Verfügung gestellten Marktwerte der korrespondierenden Aktiva.

Für einen Großteil der Bankverbindlichkeiten liegen keine beizulegenden Zeitwerte vor; diese sind dementsprechend in der folgenden Tabelle nicht berücksichtigt.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie.

Zuordnung der Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie

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  31.12.2013
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten        
Sonstige Verbindlichkeiten        
Derivate 127 681 147 955
Gesamt 127 681 147 955
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten1        
Nachrangige Verbindlichkeiten 4.716 112 - 4.828
Anleihen 309 - - 309
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 8 30 38
Gesamt 5.025 120 30 5.175

Im Abschluss bewerten wir derzeit nur Derivate mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert. Von diesen ordnen wir die derivativen Bestandteile von Katastrophenanleihen, Wetterderivate sowie die derivativen Bestandteile von Variable Annuities Level 3 der Bewertungshierarchie zu.

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  Vorjahr
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten        
Sonstige Verbindlichkeiten        
Derivate 29 749 191 969
Gesamt 29 749 191 969

1 Da die Angaben zu nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten erstmalig für das Geschäftsjahr 2013 zu erheben waren, liegen Vorjahresvergleichswerte nicht vor.

Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die sonstigen Verbindlichkeiten, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Verbindlichkeiten

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  Sonstige Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 191 243
Gewinne und Verluste 84 51
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 78 51
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 6 -
Erwerb 68 38
Verkäufe 29 39
Übertragung in Level 3 - -
Übertragung aus Level 3 - -
Marktwertänderung Derivate 1 -
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 147 191
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen 72 49

20 Nachrangige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeiten

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Mio. € Kennnummer A.M. Best Fitch Moody's S&P 31.12.2013
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,25%, anschließend variabel, 900 Millionen €, Anleihe 2012/2042 WKN: A1ML16 ISIN: XS0764278528 Reuters: DE076427852= Bloomberg: MUNRE a+ A - A 893
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,625%, anschließend variabel, 450 Millionen £, Anleihe 2012/2042 WKN: A1ML15 ISIN: XS0764278288 Reuters: DE076427828= Bloomberg: MUNRE a+ A - A 539
Münchener Rück AG, München, bis 2021 6,00%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €, Anleihe 2011/2041 WKN: A1KQYJ ISIN: XS0608392550 Reuters: DE060839255= Bloomberg: MUNRE a+ A - A 990
Münchener Rück AG, München, bis 2017 5,767%, anschließend variabel, 1.349 Millionen €, Anleihe 2007/ unbegrenzte Laufzeit WKN: A0N4EX ISIN: XS0304987042 Reuters: DE030498704= Bloomberg: MUNRE a+ A A3 (hyb) A 1.531
Münchener Rück AG, München, bis 2013 6,75%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €1 , Anleihe 2003/2023 WKN: 843278 ISIN: XS0166965797 Reuters: DE016696579= Bloomberg: MUNRE - - - - -
Münchener Rück AG, München, bis 2018 7,625%, anschließend variabel, 300 Millionen £, Anleihe 2003/2028 WKN: 843449 ISIN: XS0167260529 Reuters: DE016726052= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A 359
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, 4,95%, 50 Millionen €, Namensschuldverschreibungen 2004/2014   - - - - 50
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 12 Millionen €2 , Namensschuldverschreibung 2001/unbegrenzte Laufzeit   - - - - 12
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 13 Millionen €3 , Namensschuldverschreibung 1998/unbegrenzte Laufzeit   - - - - 13
HSB Group Inc., Delaware, LIBOR +91 BP, 76 Millionen US$, Anleihe 1997/2027   - - - - 37
Gesamt           4.424
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Mio. € Vorjahr
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,25%, anschließend variabel, 900 Millionen €, Anleihe 2012/2042 892
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,625%, anschließend variabel, 450 Millionen £, Anleihe 2012/2042 552
Münchener Rück AG, München, bis 2021 6,00%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €, Anleihe 2011/2041 989
Münchener Rück AG, München, bis 2017 5,767%, anschließend variabel, 1.349 Millionen €, Anleihe 2007/ unbegrenzte Laufzeit 1.596
Münchener Rück AG, München, bis 2013 6,75%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €1 , Anleihe 2003/2023 995
Münchener Rück AG, München, bis 2018 7,625%, anschließend variabel, 300 Millionen £, Anleihe 2003/2028 368
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, 4,95%, 50 Millionen €, Namensschuldverschreibungen 2004/2014 51
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 12 Millionen €2 , Namensschuldverschreibung 2001/unbegrenzte Laufzeit 12
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 13 Millionen €3 , Namensschuldverschreibung 1998/unbegrenzte Laufzeit 12
HSB Group Inc., Delaware, LIBOR +91 BP, 76 Millionen US$, Anleihe 1997/2027 37
Gesamt 5.504

1 Im 2. Quartal 2013 hat die Emittentin Anleihen im Nominalwert von 1.000 Millionen € getilgt.
2 Die ERGO International AG hält Anleihen mit einem Nominalwert von 3 Millionen € im Bestand; das ausstehende Volumen ist entsprechend reduziert.
3 Die ERGO Versicherungsgruppe AG hält Anleihen mit einem Nominalwert von 3 Millionen € im Bestand; das ausstehende Volumen ist entsprechend reduziert.

Am 25. April 2013 haben wir unsere Nachranganleihe 2003/2023 mit einem noch ausstehenden Nominalvolumen von 1 Milliarde € gekündigt und am 21. Juni 2013 vollständig getilgt.

Bis zum Zeitpunkt der frühesten Kündigungsmöglichkeit in den Jahren 2022, 2021, 2017 und 2018 erfolgen bei den Anleihen der Münchener Rück AG Liquiditätsabflüsse in Höhe der jeweiligen Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr betrugen diese 338 Millionen €. Danach sind die Liquiditätsabflüsse variabel und hängen vom jeweiligen Zinsniveau ab. Bei den Namensschuldverschreibungen der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, von 2004 beträgt der jährliche Liquiditätsabfluss 2 Millionen €. Für deren Namensschuldverschreibungen von 2001 und 1998 sowie für die Anleihe der HSB Group ist der Mittelabfluss variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Zinsniveau.

Der beizulegende Zeitwert der Nachranganleihe der Münchener Rück AG vom Juni 2007 wird in Bezug auf den risikolosen Zins über einen Zinsswap abgesichert. Die abgesicherten Wertveränderungen der nachrangigen Anleihe sowie des Zinsswaps werden jeweils erfolgswirksam im Finanzierungsergebnis ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 4.828 (5.953) Millionen €. Für die Anleihen der Münchener Rück AG liegen als beizulegende Zeitwerte die Börsenwerte vor. Für die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten ziehen wir Barwertverfahren unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter heran, um die beizulegenden Zeitwerte zu ermitteln.

21 Beitragsüberträge

Beitragsüberträge

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 28 37 5.587 5.776
Anteil der Rückversicherer - - 109 124
Netto 28 37 5.478 5.652
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 30 15 99 99 1.766 1.755
Anteil der Rückversicherer 1 1 10 12 82 72
Netto 29 14 89 87 1.684 1.683
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 484 452 7.994 8.134
Anteil der Rückversicherer 74 95 276 304
Netto 410 357 7.718 7.830

Entwicklung der Beitragsüberträge (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 37 45 5.776 6.070
Währungsänderungen -2 1 -282 -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -23
Gebuchte Beiträge 10.829 11.130 17.013 17.052
Verdiente Beiträge 10.836 11.139 16.920 17.323
Stand 31.12. Geschäftsjahr 28 37 5.587 5.776
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 15 8 99 97 1.755 1.728
Währungsänderungen -2 - 1 -1 -14 62
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - -32 -75
Gebuchte Beiträge 5.489 5.798 5.671 5.732 5.507 5.554
Verdiente Beiträge 5.472 5.791 5.672 5.729 5.450 5.514
Stand 31.12. Geschäftsjahr 30 15 99 99 1.766 1.755
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 452 443 8.134 8.391
Währungsänderungen -29 -1 -328 61
Veränderung Konsolidierungskreis - - -32 -98
Gebuchte Beiträge 6.551 6.703 51.060 51.969
Verdiente Beiträge 6.490 6.693 50.840 52.189
Stand 31.12. Geschäftsjahr 484 452 7.994 8.134

22 Deckungsrückstellung

Deckungsrückstellung

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 13.633 13.352 27 32
Anteil der Rückversicherer 736 743 - -
Netto 12.897 12.609 27 32
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 69.182 69.508 27.175 25.544 434 425
Anteil der Rückversicherer 1.667 1.845 - - - -
Netto 67.515 67.663 27.175 25.544 434 425
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 976 908 111.427 109.769
Anteil der Rückversicherer 7 7 2.410 2.595
Netto 969 901 109.017 107.174

Deckungsrückstellung nach Art des Versicherungsschutzes (brutto)

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Leben 82.815 82.860
Rückversicherung 13.633 13.352
Erstversicherung 69.182 69.508
Risiko-Lebensversicherung 2.975 2.937
Sonstige Lebensversicherung 35.676 36.331
Rentenversicherung 29.286 29.027
Berufsunfähigkeitsversicherung 1.221 1.194
Verträge mit Kombination mehrerer Risiken 24 19
Gesundheit 28.151 26.452
Munich Health 976 908
Erstversicherung 27.175 25.544
Schaden/Unfall 461 457
Rückversicherung 27 32
Erstversicherung 434 425
Gesamt 111.427 109.769

Die Deckungsrückstellung in der Lebensrückversicherung bezieht sich zum größten Teil auf Verträge mit dominierendem Todesfall- oder Invaliditätsrisiko. In der Rückversicherung haben Rentenversicherungen ein deutlich geringeres Gewicht als in der Erstversicherung.

Um die Deckungsrückstellung im Bestandsgeschäft zu bewerten, werden im Wesentlichen die gleichen Rechnungsgrundlagen verwendet wie im Vorjahr. In der deutschen Erstversicherung, auf die ca. 88% der Deckungsrückstellung für die Erstversicherung entfallen, werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet.

Weitere Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken und Diskontzinsen finden Sie unter (38) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (39) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft.

Entwicklung der Deckungsrückstellung (brutto)

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 109.769 108.477
Währungsänderungen -571 -194
Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstiges 2.220 559
Veränderungen    
Planmäßig 9 899
Außerplanmäßig - 28
Stand 31.12. Geschäftsjahr 111.427 109.769

Die unter Sonstiges ausgewiesene Veränderung betrifft mit 361 (453) Millionen € Sparbeiträge für Kapitalisierungsprodukte und mit 1.266 (170) Millionen € Portfolioein- und -austritte. In den planmäßigen Veränderungen der Deckungsrückstellung sind die aus der prospektiven Kalkulation resultierenden Veränderungen aufgrund von Beitragszahlungen, Leistungsfällen und der Abwicklung der Diskontierung im Berichtsjahr enthalten.

23 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 5.948 5.652 37.847 39.097
Anteil der Rückversicherer 363 387 1.817 2.053
Netto 5.585 5.265 36.030 37.044
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 1.758 1.648 941 917 5.730 5.483
Anteil der Rückversicherer 32 16 10 10 304 264
Netto 1.726 1.632 931 907 5.426 5.219
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Brutto 837 954 53.061 53.751
Anteil der Rückversicherer 90 78 2.616 2.808
Netto 747 876 50.445 50.943

Art der Rückstellung (brutto)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 3.520 3.402 260 252
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 951 958 16.970 18.783
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 1.477 1.292 20.617 20.062
Gesamt 5.948 5.652 37.847 39.097
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 1.231 1.172 1 1 470 413
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 340 287 884 859 4.012 3.845
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 187 189 56 57 1.248 1.225
Gesamt 1.758 1.648 941 917 5.730 5.483
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Munich Health Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 38 34 5.520 5.274
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 352 580 23.509 25.312
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 447 340 24.032 23.165
Gesamt 837 954 53.061 53.751

Die Rentendeckungsrückstellung bezieht sich auf regelmäßige Zahlungen für Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsfälle und wickelt sich für gewöhnlich langfristig ab. Ein Großteil dieser Rückstellung wird in den Segmenten Rückversicherung Leben und Erstversicherung Leben für zukünftige Rentenzahlungen gebildet, ein kleiner Teil bezieht sich auf Rentenzahlungen für Unfall-, Haftpflicht- und Arbeiterunfallversicherung. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind aktuariell angemessen gewählt. Rentendeckungsrückstellungen werden als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungen berechnet. Die verwendeten Diskontzinsen werden unter (38) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und unter (39) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft erläutert.

Die Einzelschadenrückstellung ist der Betrag, der erwartungsgemäß benötigt wird, um die Schäden zu regulieren, die am Bilanzstichtag bekannt sind und bereits gemeldet wurden. Der größte Teil dieser Rückstellung wird zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellung für Spätschäden wird mithilfe aktuarieller Methoden auf der Basis historischer Schadenentwicklungsdaten und unter Berücksichtigung absehbarer zukünftiger Trends berechnet.

Erwartete Auszahlungen aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (nur Schaden/Unfall)

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  Rückversicherung Erstversicherung
% 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 29,8 30,6 37,3 36,5
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 44,7 44,2 39,4 39,6
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 14,3 13,7 13,3 14,1
Mehr als zehn Jahre und bis zu fünfzehn Jahre 5,4 5,3 4,9 5,9
Mehr als fünfzehn Jahre 5,8 6,2 5,1 3,9

Die Ermittlung der erwarteten Auszahlungstermine aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle kann mit beträchtlicher Unsicherheit verbunden sein.

Entwicklung der Schadenrückstellung im Segment Schaden/Unfall

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  2013 Vorjahr
Mio. € Brutto Anteil der Rückversicherer Netto Brutto Anteil der Rückversicherer Netto
Stand 31.12. Vorjahr 44.580 2.317 42.263 45.704 2.603 43.101
Währungsänderungen -1.604 -55 -1.549 -158 -6 -152
Veränderung Konsolidierungskreis -25 -1 -24 -38 -11 -27
Schadenaufwendungen            
Für das Berichtsjahr 14.501 343 14.158 14.898 365 14.533
Für Vorjahre -926 -12 -914 -1.019 -15 -1.004
Gesamte Schadenaufwendungen 13.575 331 13.244 13.879 350 13.529
Aufzinsung der diskontierten Rückstellungen 56 2 54 59 3 56
Abzüglich Zahlungen            
Für das Berichtsjahr 5.617 72 5.545 6.120 110 6.010
Für Vorjahre 7.388 401 6.987 8.746 512 8.234
Gesamte Zahlungen 13.005 473 12.532 14.866 622 14.244
Stand 31.12. Geschäftsjahr 43.577 2.121 41.456 44.580 2.317 42.263

Die dargestellten Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr umfassen sowohl die für das Berichtsjahr geleisteten Zahlungen als auch Aufwendungen zur Bildung der Rückstellung für die Schadenfälle des Berichtsjahres. Die Rückstellungen für Schäden aus Vorjahren werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Exposure- und Schadeninformationen sowie der Schadenerfahrungen der Vergangenheit als bestmögliche Schätzungen aktualisiert. Die zugehörige Veränderung gegenüber dem Vorjahresstand zeigen wir unter "Schadenaufwendungen für Vorjahre".

Die meisten Branchen verzeichneten im Berichtsjahr eine vergleichsweise geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte. Davon ausgenommen waren der Latenzschadenkomplex Asbest sowie einzelne Haftpflichtgroßschäden, für die eine Stärkung der Rückstellungen vorgenommen wurde.

Nettoabwicklungsergebnis Schaden/Unfall

Die Werte in den folgenden Abwicklungsdreiecken beziehen sich auf mehr als 99% des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts unseres Konzerns.

Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)

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Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr ≤ 2003 2004 2005 2006 2007 2008
2003 10.542          
2004 6.477 3.756        
2005 3.561 2.754 3.408      
2006 2.374 886 3.485 3.273    
2007 2.032 387 1.612 2.423 4.062  
2008 2.068 448 482 1.302 2.703 4.115
2009 1.601 239 462 535 1.208 3.115
2010 1.231 242 255 421 775 1.570
2011 1.550 130 151 264 482 577
2012 860 78 97 164 194 409
2013 762 17 55 25 38 188
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Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr 2009 2010 2011 2012 2013 Gesamt
2003            
2004            
2005            
2006            
2007            
2008            
2009 4.234          
2010 3.053 4.709        
2011 1.242 3.147 5.539      
2012 475 1.518 4.001 5.482    
2013 331 664 1.876 2.804 5.417 12.177

Schadenrückstellungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

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Mio. € Anfalljahr
Datum ≤ 2003 2004 2005 2006 2007 2008
31.12.2003 30.425          
31.12.2004 24.401 7.340        
31.12.2005 21.237 4.708 8.721      
31.12.2006 18.949 3.851 5.287 7.375    
31.12.2007 17.318 3.238 3.816 4.757 7.552  
31.12.2008 15.513 2.467 2.933 3.340 5.037 8.534
31.12.2009 13.812 1.954 2.436 2.631 3.748 5.639
31.12.2010 13.013 1.442 1.794 1.952 2.901 4.062
31.12.2011 11.452 1.312 1.478 1.601 2.380 3.224
31.12.2012 10.545 1.157 1.194 1.291 1.842 2.712
31.12.2013 9.776 1.062 1.065 1.298 1.607 2.340
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Mio. € Anfalljahr
Datum 2009 2010 2011 2012 2013 Gesamt
31.12.2003            
31.12.2004            
31.12.2005            
31.12.2006            
31.12.2007            
31.12.2008            
31.12.2009 8.246          
31.12.2010 5.164 8.212        
31.12.2011 3.527 5.268 11.145      
31.12.2012 2.978 3.643 7.187 8.202    
31.12.2013 2.655 3.061 5.036 5.231 8.355 41.486

Endschadenstand für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

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Mio. € Anfalljahr
Datum ≤ 2003 2004 2005 2006 2007 2008
31.12.2003 40.967          
31.12.2004 41.420 11.096        
31.12.2005 41.817 11.218 12.129      
31.12.2006 41.903 11.247 12.180 10.648    
31.12.2007 42.304 11.021 12.321 10.453 11.614  
31.12.2008 42.567 10.698 11.920 10.338 11.802 12.649
31.12.2009 42.467 10.424 11.885 10.164 11.721 12.869
31.12.2010 42.899 10.154 11.498 9.906 11.649 12.862
31.12.2011 42.888 10.154 11.333 9.819 11.610 12.601
31.12.2012 42.841 10.077 11.146 9.673 11.266 12.498
31.12.2013 42.834 9.999 11.072 9.705 11.069 12.314
Nettoabwicklungsergebnis -1.867 1.097 1.057 943 545 335
Veränderung 2012 auf 2013 7 78 74 -32 197 184
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Mio. € Anfalljahr
Datum 2009 2010 2011 2012 2013 Gesamt
31.12.2003            
31.12.2004            
31.12.2005            
31.12.2006            
31.12.2007            
31.12.2008            
31.12.2009 12.480          
31.12.2010 12.451 12.921        
31.12.2011 12.056 13.124 16.684      
31.12.2012 11.982 13.017 16.727 13.684    
31.12.2013 11.990 13.099 16.452 13.517 13.772 165.823
Nettoabwicklungsergebnis 490 -178 232 167 n/a 2.821
Veränderung 2012 auf 2013 -8 -82 275 167 n/a 860

Der Endschaden eines Anfalljahres enthält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, sowie die zu diesem Zeitpunkt verbleibende Schadenrückstellung. Bei vollständiger Kenntnis aller bis zum Bilanzstichtag verursachten Schäden würde der Endschadenstand für jedes Anfalljahr unverändert bleiben. In der Praxis zeigt sich aber, dass der auf Schätzung beruhende Endschadenstand Schwankungen ausgesetzt ist, die den wachsenden Kenntnisstand über die Schadenfälle reflektieren. Jedoch können auch Änderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere Zugänge, oder die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente den Endschadenstand beeinflussen.

Die Abwicklungsdreiecke beruhen auf währungsbereinigten Größen. Zu diesem Zweck wurden alle Werte von der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung (Euro) umgerechnet, wobei durchgehend die Währungskurse zum Ende des Berichtsjahres (Kurse vom 31. Dezember 2013) verwendet wurden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Währungsumrechnung zu keinen Abwicklungseffekten führt.

24 Übrige versicherungstechnische Rückstellungen

Zusammensetzung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen

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  Rückversicherung Erstversicherung Munich Health
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften 3 3 6.649 6.400 - -
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - - 6.238 6.842 5 7
davon: aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) - - 2.736 3.687 14 15
davon: aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) - - 3.502 3.155 -9 -8
Rückstellung für Gewinnanteile 414 483 - - 21 13
Sonstige 28 27 112 95 49 90
Gesamt (brutto) 445 513 12.999 13.337 75 110
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  Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften 6.652 6.403
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 6.243 6.849
davon: aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) 2.750 3.702
davon: aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 3.493 3.147
Rückstellung für Gewinnanteile 435 496
Sonstige 189 212
Gesamt (brutto) 13.519 13.960

Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften entfallen 84 (85) Millionen € auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wird ausschließlich in der Lebens- und Krankenversicherung gebildet.

Der Anteil der Rückversicherer an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beträgt 3 (23) Millionen €, davon entfallen 2 (1) Millionen € auf die in Rückdeckung gegebene Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften.

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 6.403 5.711
Veränderung Konsolidierungskreis -33 -
Zuführung/Entnahme 282 692
Stand 31.12. Geschäftsjahr 6.652 6.403

Entwicklung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 6.849 3.732
Veränderung Konsolidierungskreis -231 -
Veränderung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) -952 2.826
Veränderung aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 577 291
Stand 31.12. Geschäftsjahr 6.243 6.849

Die Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen reflektiert den auf die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entfallenden Anteil an der im vergangenen Jahr eingetretenen Veränderung der Marktwerte. Veränderungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sind nur insoweit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, als sie aus erfolgswirksam erfassten Bewertungsdifferenzen resultieren.

Um den auf die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entfallenden Anteil der Bewertungsdifferenzen zu bestimmen, werden Quoten zwischen 50% und 92,5% nach Steuern verwendet.

25 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (brutto)

Entwicklung der Rückstellung (brutto)

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 6.258 5.373
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse 107 8
Sparbeiträge 780 760
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Fondsvermögen 401 603
Entnahme für Kosten und Risiko 80 79
Entnahme für Leistungen 423 407
Stand 31.12. Geschäftsjahr 7.043 6.258

Diese Rückstellungen werden retrospektiv bewertet. Die Entnahme für versicherungstechnische Risiken aus den Beiträgen und der Deckungsrückstellung erfolgt auf der Grundlage vorsichtiger Annahmen in Bezug auf die erwartete Sterblichkeit und Invalidisierung. Dabei verwenden wir analog zur Deckungsrückstellung für die nicht fondsgebundene Lebensversicherung Rechnungsgrundlagen auf der Basis bester Schätzwerte mit angemessenen Sicherheitszuschlägen.

Die Rückstellungen werden unmittelbar bedeckt durch die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen. Geringe Differenzbeträge zu diesen Kapitalanlagen ergeben sich aus passivierten, noch nicht verdienten Beitragsanteilen in den Rückstellungen.

26 Andere Rückstellungen

Zusammensetzung der anderen Rückstellungen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.140 2.324
Übrige Rückstellungen 2.029 1.994
Gesamt 4.169 4.318

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Dabei werden regionale Besonderheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung. Die Pensionsverpflichtungen umfassen Zusagen sowohl an aktive oder mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedene Anwärter als auch laufende Rentenleistungen. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden sowohl intern über Pensionsrückstellungen als auch extern finanziert. Die externe Finanzierung erfolgt über Fonds oder Rückdeckungsversicherungen.

Für beitragsorientierte Pensionszusagen betrug der Aufwand im Geschäftsjahr 69 (66) Millionen €. Der Aufwand für Beiträge an staatliche Pläne betrug im Geschäftsjahr 117 (122) Millionen €.

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen beträgt 3.992 (4.234) Millionen €, das zu saldierende Planvermögen beträgt 2.012 (2.000) Millionen €. Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen folgende wesentliche Pläne:

Auf die Pensionszusagen der Münchener Rück AG München entfallen 1.014 (1.135) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.022 (1.069) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die bis 31. Dezember 2007 erteilten Leistungszusagen werden über einen Fonds finanziert. Für Neueintritte ab 1. Januar 2008 erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Sowohl der Fonds als auch die Rückdeckungsversicherungen wurden in ein Contractual Trust Agreement (CTA-Modell) eingebracht.

Auf die Pensionszusagen der ERGO Versicherungsgruppe entfallen 1.966 (1.959) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 194 (178) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die Zusagen sind gewöhnlich über Pensionsrückstellungen finanziert. Für Neueintritte erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über konzerneigene Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung.

Auf die Pensionszusagen von Munich Re America entfallen 524 (617) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 326 (298) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für Ruhegelder für die Mitarbeiter und deren Hinterbliebene. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel am ruhegeldfähigen Gehalt und der Dienstzeit. Der Plan ist über einen Fonds und über Pensionsrückstellungen finanziert. Er wurde für Eintritte ab dem 1. Januar 2006 geschlossen. Für die verbliebenen Begünstigten wurde der Plan dann zum 31. Dezember 2011 ebenfalls geschlossen. Für alle Begünstigten erfolgt die Versorgung ab dem 1. Januar 2012 über einen beitragsorientierten Plan. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung im Alter.

Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 4.234 3.345
Währungsänderungen -60 -6
Veränderungen Konsolidierungskreis -1 -
Laufender Dienstzeitaufwand 125 100
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 10 16
Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen - -2
Arbeitnehmerbeiträge 5 -
Zinsaufwand 132 140
Zahlungen -110 -115
Zahlungen aus Planabgeltungen -2 -
Übertragung von Verpflichtungen 6 -
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Änderung demografischer Annahmen 2  
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Änderung finanzieller Annahmen -319 759
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Erfahrungsbedingte Anpassungen -34 28
Übrige 4 -31
Stand 31.12. Geschäftsjahr 3.992 4.234

Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen auch Leistungen für medizinische Versorgung. Der Barwert der erdienten Ansprüche für diese Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag 207 (223) Millionen €.

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen verteilt sich wie folgt:

Aufteilung des Barwerts

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% 31.12.2013 Vorjahr
Aktive Anwärter 50 52
Ausgeschiedene Anwärter 13 12
Leistungsempfänger 37 36
Gesamt 100 100

Die Konzernunternehmen legen bei der Bewertung ihrer Pensionsverpflichtungen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde:

Versicherungsmathematische Annahmen

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% 2013 Vorjahr
Rechnungszins 3,6 3,1
Anwartschafts-/Gehaltstrend 2,0 2,3
Rententrend 1,5 1,6
Kostentrend für medizinische Versorgung 3,9 4,1

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet. Diese werden in der Regel auf unternehmensspezifische Verhältnisse angepasst.

Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 2.000 1.725
Währungsänderungen -43 1
Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Zinsertrag 67 74
Erträge ohne Zinsertrag -54 174
Übertragene Beträge - Arbeitgeber 75 92
Übertragene Beträge - Arbeitnehmer 5 4
Zahlungen -33 -41
Zahlungen aus Planabgeltungen -4 -
Übertragung von Vermögenswerten 1 -
Übrige -2 -29
Stand 31.12. Geschäftsjahr 2.012 2.000

Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen

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% 31.12.2013 Vorjahr
Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt    
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 2
Eigenkapitalinstrumente 11 11
Schuldinstrumente 52 54
Grundstücke und Bauten - -
Derivate - -
Wertpapierfonds 17 15
Forderungsbesicherte Wertpapiere - -
Strukturierte Schulden - -
Versicherungsverträge 17 17
Übrige 1 1
Gesamt 100 100

Im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens sind wie im Vorjahr keine eigenen Aktien enthalten.

Für das Geschäftsjahr 2014 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 63 (57) Millionen € erwartet.

Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 167 143
Zinsertrag 5 7
Erträge ohne Zinsertrag -12 24
Übertragene Beträge - Arbeitgeber 15 13
Übertragene Beträge - Arbeitnehmer - -
Zahlungen -5 -4
Übertragung von Vermögenswerten 7 -
Übrige - -16
Stand 31.12. Geschäftsjahr 177 167

Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern.

Es ergaben sich keine Effekte aus der Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen    
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 1.968 2.032
Übrige - 10
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 1.968 2.042
Über Planvermögen finanzierte Pensionszusagen    
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 2.024 2.202
Planvermögen -2.012 -2.000
Vermögenswerte aus leistungsorientierter Pensionszusage 160 78
Begrenzung des leistungsorientierten Vermögenswerts - -
Übrige - 2
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 172 282
Pensionszusagen unabhängig von der Finanzierung    
Barwert der erdienten Pensionsansprüche 3.992 4.234
Planvermögen -2.012 -2.000
Vermögenswerte aus leistungsorientierter Pensionszusage 160 78
Begrenzung des leistungsorientierten Vermögenswerts - -
Übrige - 12
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 2.140 2.324

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten leistungsorientierten Pensionszusagen und als Vorsorge für künftige Mittelabflüsse. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern erfolgt die Bereitstellung von Planvermögen auf freiwilliger Basis.

Das Verhältnis von beizulegendem Zeitwert des Planvermögens zum Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird als Finanzierungsgrad bezeichnet. Übersteigt der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen den jeweiligen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, stellt dies eine Unterdeckung dar, die dann über Pensionsrückstellungen finanziert wird. Übersteigt der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen, entsteht ein Vermögenswert aus der leistungsorientierten Pensionszusage. Da diese Betrachtung für jeden Plan einzeln durchgeführt wird, kann in Summe sowohl eine Pensionsrückstellung als auch ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Pensionszusagen entstehen.

Aufgrund von Marktschwankungen kann es im Zeitablauf zu Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens kommen. Durch Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Rechnungszins) oder durch Abweichungen des tatsächlichen Risikoverlaufs vom angenommenen Risikoverlauf kann es zu Veränderungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen kommen. Beide Faktoren können damit zu Schwankungen des Finanzierungsgrads führen. Um diese Schwankungen möglichst zu vermeiden, wird bei der Wahl der Kapitalanlage darauf geachtet, dass sich bei der Veränderung von bestimmten Einflussfaktoren die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens mit den Schwankungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen so weit wie möglich ausgleichen (Asset-Liability-Matching).

Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwands

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Mio. € 2013 Vorjahr
Nettozinsaufwand 60 59
Dienstzeitaufwand 140 114
Übrige -11 -
Gesamt 189 173

Die Aufwendungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Leistungen an Kunden ausgewiesen.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 13 (248) Millionen €, die tatsächlichen Verluste aus Erstattungsansprüchen 7 (tatsächliche Erträge 31) Millionen €.

In der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen wurden im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung von Währungsschwankungen versicherungsmathematische Gewinne von 305 (versicherungsmathematische Verluste von 585) Millionen € ausgewiesen, kumuliert 1.092 (1.397) Millionen € versicherungsmathematische Verluste.

Vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 119 112
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 537 529
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 788 795
Mehr als zehn Jahre und bis zu zwanzig Jahre 2.106 2.037
Mehr als zwanzig Jahre 6.442 6.578
Gesamt 9.992 10.051

Die gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen beträgt 18 (19) Jahre.

Ein Anstieg oder Rückgang folgender wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen beeinflusst den Barwert der erdienten Pensionsansprüche:

Sensitivitätsanalyse

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Erhöhung des Rechnungszinses um 50 BP -316 -
Verminderung des Rechnungszinses um 50 BP 364 -
Erhöhung des Gehaltstrends um 10 BP 15 -
Verminderung des Gehaltstrends um 10 BP -14 -
Erhöhung des Rententrends um 10 BP 35 -
Verminderung des Rententrends um 10 BP -36 -
Erhöhung des Kostentrends für medizinische Versorgung um 100 BP 28 -
Verminderung des Kostentrends für medizinische Versorgung um 100 BP -24 -
Erhöhung der Sterblichkeitsrate um 10% -77 -
Verminderung der Sterblichkeitsrate um 10% 84 -

Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen separat aufzuzeigen.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen

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Mio. € Vorjahr Zugänge Inanspruchnahme Auflösung Übrige Veränderungen 31.12.2013
Restrukturierung 483 136 90 4 4 529
Provisionen 204 900 880 6 2 220
Ausstehende Rechnungen 148 205 120 68 2 167
Gratifikationen 132 83 60 12 -5 138
Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit 130 14 49 1 -1 93
Jubiläumsleistungen 86 5 2 - 1 90
Urlaubs- und Zeitguthaben 65 58 48 4 -1 70
Sonstige 746 473 402 89 -6 722
Gesamt 1.994 1.874 1.651 184 -4 2.029

Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen das Projekt "Kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition" mit 178 (219) Millionen € sowie den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen mit 343 (258) Millionen € der ERGO Gruppe. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte, darunter 92 (91) Millionen € für mittel- und langfristige Incentive-Pläne, Gehaltsverpflichtungen mit 94 (106) Millionen €, sonstige Innen- und Außendienstvergütung mit 57 (57) Millionen €, Spartenwettbewerbe mit 19 (17) Millionen € sowie Prozessrisiken mit 43 (46) Millionen €.

Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen und mittel- sowie langfristige Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, ausstehende Rechnungen, Gratifikationen, Urlaubs- und Zeitguthaben sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind.

27 Anleihen

Zusammensetzung der Anleihen

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Mio. € Kennnummer A.M. Best Fitch Moody's S&P 31.12.2013
Munich Re America Corporation, Wilmington, 7,45%, 342 Millionen US$, Anleihe 1996/2026 CUSIP-Nr.: 029163AD4 ISIN, Reuters: - Bloomberg: AMER RECORPMUNRE a- A+ A2 A- 248
Gesamt           248
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Mio. € Vorjahr
Munich Re America Corporation, Wilmington, 7,45%, 342 Millionen US$, Anleihe 1996/2026 259
Gesamt 259

Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. Diese betrugen im Geschäftsjahr 25 Millionen US$. Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihe greifen wir auf die von Preisprovidern zur Verfügung gestellten Preise zurück. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag 309 (340) Millionen €.

28 Depotverbindlichkeiten

Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

29 Sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 3.358 3.648
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 4.491 5.097
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 462 493
Übrige Verbindlichkeiten 4.121 4.002
Gesamt 12.432 13.240

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, die aus angesammelten Überschussanteilen, Beitragsdepots und Verträgen der Erstversicherer ohne signifikanten Risikotransfer resultieren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 176 Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen des Programms RENT (Renewable Energy and New Technologies) erworben hat.

Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten von 230 (415) Millionen €, die sich aus Verträgen der Rückversicherer ohne signifikanten Risikotransfer ergeben, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von 528 (508) Millionen € und negative Zeitwerte von Versicherungsderivaten, von derivativen Bestandteilen, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden, sowie von Absicherungsderivaten von Variable Annuities von insgesamt 427 (461) Millionen €. In den übrigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 17 (14) Millionen € und Zins- und Mietverbindlichkeiten von 199 (250) Millionen € enthalten.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die vertraglichen Fälligkeiten unserer sonstigen Verbindlichkeiten. Da Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft untrennbar mit dem zugrunde liegenden Versicherungsgeschäft verbunden sind, analysieren wir das daraus resultierende Liquiditätsrisiko gemeinsam mit den korrespondierenden Versicherungsverträgen. Dies gilt derzeit auch für die im Variable-Annuity-Geschäft enthaltenen Derivate, siehe (38) Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (39) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Die hier aufgeführten Derivate sind mit ihren Marktwerten berücksichtigt.

Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten auf der Basis von Bilanzwerten (ohne Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne Verbindlichkeiten aus derivativen Bestandteilen von Variable Annuities)

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  Bilanzwerte
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 6.633 7.739
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre 126 53
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre 130 47
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre 179 85
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre 35 60
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 531 556
Mehr als zehn Jahre 864 597
Gesamt 8.498 9.137

Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrifft unverzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen Bilanzwerte und undiskontierte Zahlungsströme identisch sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 56 (42) Millionen €, von denen aus Derivaten 389 (537) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Gegebenenfalls bestehende Abweichungen bei den Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr zu den undiskontierten Zahlungsströmen sind für die Darstellung der Bedeutung der finanziellen Verbindlichkeiten für unsere Finanzlage und unseren Unternehmenserfolg unwesentlich.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

30 Beiträge

Beiträge

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 10.829 11.130 17.013 17.052
Gebuchte Bruttobeiträge 10.829 11.130 17.013 17.052
Veränderung Beitragsüberträge Brutto -7 -9 93 -271
Verdiente Beiträge (brutto) 10.836 11.139 16.920 17.323
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 462 450 677 650
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer - - -6 -
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 462 450 683 650
Verdiente Beiträge (netto) 10.374 10.689 16.237 16.673
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 6.851 7.268 5.671 5.732 5.507 5.554
Gebuchte Bruttobeiträge 5.489 5.798 5.671 5.732 5.507 5.554
Veränderung Beitragsüberträge Brutto 17 7 -1 3 57 40
Verdiente Beiträge (brutto) 5.472 5.791 5.672 5.729 5.450 5.514
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 118 135 43 58 206 222
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer - - -3 10 15 8
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 118 135 46 48 191 214
Verdiente Beiträge (netto) 5.354 5.656 5.626 5.681 5.259 5.300
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Gesamte Bruttobeiträge 6.551 6.703 52.422 53.439
Gebuchte Bruttobeiträge 6.551 6.703 51.060 51.969
Veränderung Beitragsüberträge Brutto 61 10 220 -220
Verdiente Beiträge (brutto) 6.490 6.693 50.840 52.189
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge 150 280 1.656 1.795
Veränderung Beitragsüberträge - Anteil der Rückversicherer -18 87 -12 105
Verdiente Beiträge - Abgegeben an Rückversicherer 168 193 1.668 1.690
Verdiente Beiträge (netto) 6.322 6.500 49.172 50.499

Die gesamten Bruttobeiträge enthalten neben den gebuchten Bruttobeiträgen insbesondere auch Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten. Beiträge aus dem langfristigen Versicherungsgeschäft, insbesondere im Segment Erstversicherung Leben, werden bei Fälligkeit in voller Höhe als verdiente Beiträge berücksichtigt und als Ertrag erfasst. Aus dem fondsgebundenen Geschäft sind unter den gebuchten Bruttobeiträgen nur die Risiko- und Kostenbeiträge erfasst.

Von den gebuchten Beiträgen aus dem kurzfristigen Versicherungsgeschäft werden anteilig Beitragsüberträge abgegrenzt, siehe (21) Beitragsüberträge. Die Beitragsüberträge werden entsprechend der Risikoentlastung über die Dauer der Verträge aufgelöst.

31 Technischer Zinsertrag

Technischer Zinsertrag

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 683 658 1.183 1.323
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 3.240 3.289 1.410 1.372 209 224
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Technischer Zinsertrag 39 52 6.764 6.918

Der technische Zinsertrag entspricht dem Betrag, den wir im Versicherungsgeschäft aus der überwiegend risikolosen Anlage der Kapitalanlagen erwirtschaften, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen bedecken. Zudem werden die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert.

Je nach Art des betriebenen Versicherungsgeschäfts und den damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist der technische Zinsertrag bezogen auf die Bedeckung der versicherungstechnischen Rückstellungen segmentspezifisch unterschiedlich zu interpretieren:

In den Segmenten Erst- und Rückversicherung Schaden/Unfall tragen wir der Tatsache Rechnung, dass in früheren Jahren gebildete Rückstellungen durch Kapitalanlagen mit höheren Zinsen bedeckt werden, als es dem heutigen Marktzinsniveau entspricht. Daher entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung unserer diskontierten versicherungstechnischen Rückstellungen zum jeweils historischen Zins, unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit und Währung. Bilanzielle Rückstellungen oberhalb der diskontierten Rückstellungen werden kurzfristig verzinst.

Im Segment Rückversicherung Leben entspricht der technische Zinsertrag der risikofreien Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen. Für deponierte Rückstellungen entspricht der technische Zinsertrag dem vertraglich vereinbarten Zins.

Im Segment Erstversicherung Leben setzt sich der technische Zinsertrag für deutsche Lebenserstversicherungsgesellschaften zusammen aus den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung, der Garantieverzinsung und der anhand der nicht technischen Ergebnisquellen ermittelten Überschussbeteiligung. Für die Auslandsgesellschaften entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung der Deckungsrückstellung mit dem jeweils länderspezifischen Zins, den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung und der Überschussbeteiligung, soweit entsprechende Vertragsmodelle vorliegen.

Im Segment Erstversicherung Gesundheit entspricht der technische Zinsertrag für inländisches Erstversicherungsgeschäft der Zinszuführung zur Alterungsrückstellung (Rechnungszins) sowie der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Diese beruht auf der Zinszuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, dem den Rechnungszins überschreitenden Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den sonstigen nicht versicherungstechnischen Ergebnisbestandteilen.

Im Segment Munich Health beruht der technische Zinsertrag für ausländisches Erstversicherungsgeschäft auf der Verzinsung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen risikolosen Zinssatz und, soweit vorhanden, auf der Zinszuführung zur Deckungsrückstellung. Bei langfristigen Rückversicherungsverträgen entspricht die Verzinsung den vertraglich vereinbarten Zinszuführungen. Bei kurzfristigem Rückversicherungsgeschäft wird der technische Zinsertrag anhand der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen Zinssatz berechnet.

32 Leistungen an Kunden

Leistungen an Kunden

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 8.024 7.993 9.896 11.714
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung -431 -45 -5 -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 711 581 316 -1.364
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 5 6
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 8 7 -1 37
Leistungen an Kunden (brutto) 8.312 8.536 10.211 10.393
Anteil der Rückversicherer        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 356 272 394 497
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung -76 -67 - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -20 108 -195 -304
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -35 -27 -1 -
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 225 286 198 193
Netto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 7.668 7.721 9.502 11.217
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung -355 22 -5 -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 731 473 511 -1.060
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 5 6
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 43 34 - 37
Leistungen an Kunden (netto) 8.087 8.250 10.013 10.200
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 6.376 6.374 4.033 3.906 3.109 3.152
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung -171 327 992 1.074 8 16
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 114 67 24 -29 310 436
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.114 867 932 1.072 30 27
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 122 181 -4 -2 - 22
Leistungen an Kunden (brutto) 7.555 7.816 5.977 6.021 3.457 3.653
Anteil der Rückversicherer            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 153 117 23 22 79 125
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung -14 40 - - - -
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 16 7 1 1 55 35
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - - - 1 -2
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -72 -67 - - -4 -1
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 83 97 24 23 131 157
Netto            
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 6.223 6.257 4.010 3.884 3.030 3.027
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen            
Deckungsrückstellung -157 287 992 1.074 8 16
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 98 60 23 -30 255 401
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.114 867 932 1.072 29 29
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 194 248 -4 -2 4 23
Leistungen an Kunden (netto) 7.472 7.719 5.953 5.998 3.326 3.496
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 5.151 5.400 36.589 38.539
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung 94 72 487 1.444
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -2 -112 1.473 -421
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 2.081 1.972
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -57 63 68 308
Leistungen an Kunden (brutto) 5.186 5.423 40.698 41.842
Anteil der Rückversicherer        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 98 47 1.103 1.080
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung - - -90 -27
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 23 43 -120 -110
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 1 -2
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - - -112 -95
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 121 90 782 846
Netto        
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 5.053 5.353 35.486 37.459
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen        
Deckungsrückstellung 94 72 577 1.471
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -25 -155 1.593 -311
Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 2.080 1.974
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -57 63 180 403
Leistungen an Kunden (netto) 5.065 5.333 39.916 40.996

Die Veränderung der Deckungsrückstellung (netto) enthält 401 (603) Millionen € unrealisierte Gewinne/Verluste aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Leistungen an Kunden schließen Aufwendungen für die Überschussbeteiligung an Versicherungsnehmer ein. Davon entfallen 1.135 (966) Millionen € auf die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, 337 (292) Millionen € auf die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sowie 173 (251) Millionen € auf die Direktgutschrift. Das sonstige versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich in der Lebenserstversicherung überwiegend aus der Verzinsung des Ansammlungsguthabens von Versicherungsnehmern.

Aufwendungen für eine Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung werden nicht unter den Leistungen an Kunden ausgewiesen, sondern unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

33 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto        
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 3.023 2.609 3.987 3.770
Verwaltungsaufwendungen 275 314 1.171 1.179
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände -549 -92 -149 136
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 2.749 2.831 5.009 5.085
Anteil der Rückversicherer        
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 152 152 69 65
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung -3 2 1 12
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 149 154 70 77
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 2.600 2.677 4.939 5.008
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto            
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 747 854 537 568 1.160 1.178
Verwaltungsaufwendungen 244 246 172 158 705 712
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 185 140 -5 -37 -14 -47
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 1.176 1.240 704 689 1.851 1.843
Anteil der Rückversicherer            
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 13 16 18 21 29 43
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung 5 3 3 -3 -1 -2
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 18 19 21 18 28 41
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 1.158 1.221 683 671 1.823 1.802
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Munich Health Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Brutto        
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen 1.012 1.023 10.466 10.002
Verwaltungsaufwendungen 173 185 2.740 2.794
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 16 22 -516 122
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) 1.201 1.230 12.690 12.918
Anteil der Rückversicherer        
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 36 72 317 369
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung 4 -25 9 -13
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -Anteil der Rückversicherer 40 47 326 356
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 1.161 1.183 12.364 12.562

34 Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten und Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19 20 95 108
Anteile an verbundenen Unternehmen - 4 - 6
Anteile an assoziierten Unternehmen - - -28 16
Darlehen 1 - 3 -1
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar        
Festverzinslich 489 571 1.585 1.931
Nicht festverzinslich 147 91 704 428
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet        
Handelsbestände        
Festverzinslich - - 3 10
Nicht festverzinslich - - 2 3
Derivate -20 13 -414 -219
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert        
Festverzinslich - - - -
Nicht festverzinslich - - - -
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 283 265 -34 42
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 93 51 154 176
Gesamt 826 913 1.762 2.148
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 98 108 61 52 6 14
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 3 -14 -11 12 -26
Anteile an assoziierten Unternehmen 8 -5 14 11 22 46
Darlehen 1.561 1.539 723 663 85 98
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 1.478 1.214 598 520 224 227
Nicht festverzinslich 155 104 88 10 102 52
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich -6 10 - - - -
Nicht festverzinslich - - - - - -
Derivate -261 191 -78 53 -42 -17
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich 3 22 - - - -
Nicht festverzinslich - - - - - -
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 11 9 - 1 9 7
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 400 603 - - - -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 173 172 71 54 29 25
Gesamt 3.275 3.626 1.321 1.245 389 376
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 2 4 5 284 309
Anteile an verbundenen Unternehmen -44 - 3 3 -42 -21
Anteile an assoziierten Unternehmen 6 14 -20 5 2 87
Darlehen 1 1 - - 2.374 2.300
Sonstige Wertpapiere, gehalten bis zur Endfälligkeit - - - - - -
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar            
Festverzinslich 118 107 3 5 4.495 4.575
Nicht festverzinslich 9 - -2 - 1.203 685
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet            
Handelsbestände            
Festverzinslich - - - - -3 20
Nicht festverzinslich - - - - 2 3
Derivate 7 -4 - - -808 17
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert            
Festverzinslich - - - - 3 22
Nicht festverzinslich - - - - - -
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 1 1 1 1 271 326
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - 400 603
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen 4 6 - - 524 484
Gesamt 95 115 -11 19 7.657 8.442

Das Ergebnis aus Grundstücken und Bauten enthält Mieterträge von 339 (334) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Grundstücken und Bauten von 74 (57) Millionen € enthalten. Zinserträge wurden erzielt aus Darlehen in Höhe von 2.250 (2.242) Millionen €. Aus sonstigen Wertpapieren, die jederzeit veräußerbar sind, sind laufende Erträge von 4.160 (4.425) Millionen € entstanden. Zudem stammen laufende Erträge von 194 (232) Millionen € aus Derivaten.

Erträge aus Kapitalanlagen nach Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Laufende Erträge 893 910 1.783 1.933
davon: Zinserträge 738 728 1.326 1.520
Erträge aus Zuschreibungen 552 616 932 1.041
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 398 440 1.960 2.103
Sonstige Erträge - - - -
Gesamt 1.843 1.966 4.675 5.077
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Laufende Erträge 2.914 2.994 1.503 1.418 304 368
davon: Zinserträge 2.696 2.792 1.284 1.277 248 291
Erträge aus Zuschreibungen 125 404 62 81 37 33
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 559 564 160 94 223 162
Sonstige Erträge 621 651 - - 1 1
Gesamt 4.219 4.613 1.725 1.593 565 564
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Laufende Erträge 89 123 12 15 7.498 7.761
davon: Zinserträge 80 101 3 5 6.375 6.714
Erträge aus Zuschreibungen 11 19 - 2 1.719 2.196
Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 52 54 3 2 3.355 3.419
Sonstige Erträge - - 2 2 624 654
Gesamt 152 196 17 21 13.196 14.030

Aufwendungen für Kapitalanlagen nach Segmenten (vor Umgliederung technischer Zins)

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 558 636 1.231 1.107
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 314 325 1.486 1.599
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 145 92 196 223
davon: Zinsaufwendungen 4 3 16 13
Gesamt 1.017 1.053 2.913 2.929
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 394 260 110 74 65 77
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 155 504 210 209 82 88
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 395 223 84 65 29 23
davon: Zinsaufwendungen 1 3 3 2 - 1
Gesamt 944 987 404 348 176 188
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 3 32 28 2 2.389 2.188
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 49 42 - - 2.296 2.767
Verwaltungsaufwendungen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen 5 7 - - 854 633
davon: Zinsaufwendungen - - - - 24 22
Gesamt 57 81 28 2 5.539 5.588

Abschreibungen auf Kapitalanlagen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94 117
Anteile an verbundenen Unternehmen 4 33
Anteile an assoziierten Unternehmen 101 52
Darlehen 4 9
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar 110 205
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 1.929 1.747
Sonstige Kapitalanlagen 147 25
Gesamt 2.389 2.188

35 Sonstiges operatives Ergebnis

Sonstiges operatives Ergebnis

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 108 121 264 246
Sonstige operative Aufwendungen 70 75 318 262
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 103 127 37 55 146 147
Sonstige operative Aufwendungen 120 109 64 72 218 235
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 70 93 54 50 782 839
Sonstige operative Aufwendungen 94 83 38 37 922 873

Die sonstigen operativen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 470 (491) Millionen €, Zinsen und ähnliche Erträge von 124 (143) Millionen €, Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen von 120 (135) Millionen € sowie Erträge aus eigengenutzten Grundstücken und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 42 (49) Millionen €.

Die sonstigen operativen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen von 370 (356) Millionen € im Wesentlichen Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 162 (157) Millionen €, sonstige Abschreibungen von 44 (60) Millionen € sowie sonstige Steuern von 89 (43) Millionen €. Zudem sind Aufwendungen für eigengenutzte Grundstücke und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 18 (17) Millionen € enthalten.

36 Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis

Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis

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  Rückversicherung
  Leben Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 593 826 1.225 1.056
Sonstige nicht operative Aufwendungen 643 882 1.558 1.242
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - 4 1 20
Finanzierungsergebnis -61 -66 -118 -138
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Erstversicherung
  Leben Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 143 141 480 434 249 254
Sonstige nicht operative Aufwendungen 187 306 560 541 410 475
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 28 - - - - -
Finanzierungsergebnis 41 42 4 6 -115 -122
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Munich Health Assetmanagement Gesamt
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Sonstige nicht operative Erträge 39 467 6 6 2.735 3.184
Sonstige nicht operative Aufwendungen 38 559 12 9 3.408 4.014
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - 116 - - 29 140
Finanzierungsergebnis -3 -14 -5 -5 -257 -297

Die sonstigen nicht operativen Erträge und Aufwendungen stehen nicht in Zusammenhang mit dem Abschluss, der Verwaltung oder der Regulierung von Versicherungsverträgen oder der Verwaltung von Kapitalanlagen.

Die sonstigen nicht operativen Erträge enthalten neben Währungskursgewinnen von 2.558 (3.040) Millionen € sonstige nicht versicherungstechnische Erträge von 177 (144) Millionen €.

Die sonstigen nicht operativen Aufwendungen enthalten neben Währungskursverlusten von 2.868 (3.229) Millionen € Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von 87 (154) Millionen € sowie sonstige nicht versicherungstechnische Aufwendungen, zum Beispiel sonstige nicht anders zuordenbare Beträge und Restrukturierungsaufwendungen von 453 (631) Millionen €.

Unter Finanzierungsergebnis verstehen wir sämtliche Zinsaufwendungen, Zinserträge und sonstige Aufwendungen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital zusammenhängen. Darin enthalten sind auch Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Finanzierungen, die sich im Saldo eliminieren. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalien, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen.

Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumenten

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Mio. € 2013 Vorjahr
Nachrangige Verbindlichkeiten der Münchener Rück AG, München -232 -266
Anleihe der Munich Re America Corporation, Wilmington -19 -20
Nachrangige Verbindlichkeiten der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien -3 -6
Übrige -3 -5
Gesamt -257 -297

Informationen zum strategischen Fremdkapital finden Sie im Lagebericht sowie unter (20) Nachrangige Verbindlichkeiten und (27) Anleihen.

37 Ertragsteuern

In dieser Position werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag und Steuerzinsen) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein.

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Inland/Ausland

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Mio. € 2013 Vorjahr
Tatsächliche Steuern 527 1.240
Deutschland 59 751
Ausland 468 489
Latente Steuern -419 -362
Deutschland -319 -214
Ausland -100 -148
Ertragsteuern 108 878

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr 1.440 1.159
Periodenfremde tatsächliche Steuern -913 81
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder Umkehrung temporärer Unterschiede -389 -373
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder des Verbrauchs von Verlustvorträgen 211 127
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -229 -111
Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf latente Steuern -12 -5
Ertragsteuern 108 878

Die tatsächlichen Steuern für das Berichtsjahr resultieren aus den steuerlichen Ergebnissen des Geschäftsjahres, auf welche die lokalen Steuersätze der jeweiligen Konzerngesellschaft angewendet werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490%.

Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertrag

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Mio. € 2013 Vorjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) 3.450 4.082
Konzernsteuersatz in % 33 33
Erwartete Ertragsteuern 1.138 1.347
Steuerauswirkung von    
Steuersatzdifferenzen -143 -188
Steuerfreien Erträgen -254 -466
Nicht abzugsfähigen Aufwendungen 494 324
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -229 -111
Änderungen der Steuersätze und Steuergesetzgebung -12 -5
Steuern Vorjahre -946 -98
Gewerbesteuerliche Korrekturen 11 28
Sonstigem 49 47
Ausgewiesene Ertragsteuern 108 878

Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Berichtsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 3,1 %, im Vorjahr von 21,5%.

Die steuerfreien Erträge beziehen sich auf steuerfreie Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, auf steuerfreie Dividendenerträge sowie sonstige steuerfreie Einkünfte.

In den nicht abzugsfähigen Aufwendungen sind vor allem steuerlich nicht abzugsfähige Währungsverluste, Aufwendungen im Zusammenhang mit steuerfreien Einkünften sowie Zinsen auf Steuernachzahlungen enthalten.

Der Überleitungseffekt aus Änderungen der Wertberichtigungen auf latente Steuern/ Verlustvorträge von -229 (-111) Millionen € betrifft in Höhe von -38 (-7) Millionen € Erträge aus dem nachträglichen Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge der Vorjahre sowie in Höhe von -211 (-105) Millionen € Steuereinsparungen aus der Verrechnung von positivem zu versteuerndem Einkommen mit steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bisher keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt wurden. Der Restbetrag betrifft gegenläufige Effekte aus der Änderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern aus temporären Differenzen.

Die Erträge aus geänderten Steuersätzen und geänderter Steuergesetzgebung betreffen in erster Linie Großbritannien und Schweden.

Die Steuern für Vorjahre betreffen tatsächliche und erwartete Änderungen von Steuerbescheiden der Vorjahre und beinhalten periodenfremde latente Steuern von -33 (-179) Millionen € sowie tatsächliche periodenfremde Steuern von -913 (81) Millionen €. Latente Steuern ergeben sich aufgrund der Anpassungen von Steuerbilanzen nach Abgabe der Steuererklärungen oder abgeschlossenen Betriebsprüfungen. Tatsächliche Steuern ergeben sich insbesondere aus der Anpassung der Steuerrückstellungen für alle noch nicht endgültig veranlagten Jahre an aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung, an Änderungen der Verwaltungsmeinung sowie an laufende Betriebsprüfungen. Betroffen waren im abgelaufenen Jahr alle Regionen und Geschäftsbereiche.

Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten

Munich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist:

IFRS 4 erfordert Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken, die aus Versicherungsverträgen resultieren. Nach IFRS 7 sind analoge Ausführungen zu Risiken erforderlich, die aus Finanzinstrumenten herrühren. Daneben fordert § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB für den Lagebericht ebenfalls Angaben zu den Risikomanagementzielen und -methoden, zu Sicherungsgeschäften sowie zu Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten. Diese Anforderungen werden über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 20 zur Lageberichterstattung noch weiter präzisiert.

Die Berichterstattung über Risiken betrifft nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re. Um beiden Perspektiven gerecht zu werden, stehen Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht innerhalb des Lageberichts als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten sowie in den jeweiligen Erläuterungen zu Finanzinstrumenten im Anhang. Dabei erstrecken sich die Angaben im Risikobericht weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert ausführlich die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt detailliert das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital sowie die verfügbaren Eigenmittel. Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen runden den Bericht ab.

Der Anhang geht im Detail auf die unterschiedlichen Risiken aus Versicherungsverträgen ein und beschreibt die Unsicherheiten bei deren Bewertung. Gemäß den Vorgaben von IFRS 4 werden außerdem die Auswirkungen bei Änderung von Annahmen bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und im Marktumfeld quantifiziert. Für Risiken aus Finanzinstrumenten enthalten die Erläuterungen im Anhang darüber hinaus entsprechend den Vorschriften des IFRS 7 Angaben zur maximalen Kreditrisikoexposition, zu den Restlaufzeiten und zum Rating sowie eine Sensitivitätsanalyse zum Marktpreisrisiko. Diese Angaben sind für die Einschätzung des Risikos ebenfalls von Bedeutung.

Um einen vollständigen Überblick über die Risiken zu erhalten, denen Munich Re ausgesetzt ist, sind sowohl der Risikobericht als auch die Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten im Anhang zu berücksichtigen, ergänzt um weitere Ausführungen in den Erläuterungen zu den Einzelpositionen. Soweit erforderlich, verweisen wir dementsprechend im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Positionen auf die korrespondierenden Ausführungen.

38 Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken betreffen Geschäft aus den Segmenten Erstversicherung Leben und Gesundheit, Rückversicherung Leben sowie Munich Health. Im Segment Munich Health sind Erst- und Rückversicherungsverträge enthalten. Da die Erläuterungen auf die Darstellung der jeweiligen Risiken abstellen, wird Munich Health nicht separat aufgeführt, sondern findet sich nach Art des Geschäfts in der Erst- oder Rückversicherung wieder.

Für diese Versicherungsverträge sind primär biometrische Risiken, Zinsrisiken sowie Stornorisiken von Bedeutung. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen und der aktivierten Abschlusskosten basiert auf biometrischen Rechnungsgrundlagen, das heißt auf Annahmen zur Entwicklung der Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität sowie auf vertrags- oder tarifspezifischen Diskont- bzw. Rechnungszinsen. Darüber hinaus gehen Annahmen über die Stornowahrscheinlichkeit und die Überschussbeteiligung in die Bewertung ein. Daneben sind sonstige Marktrisiken aus fondsgebundenen Verträgen und Risiken aus eingebetteten Derivaten sowie das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen.

Biometrische Risiken

Je nach Art der Versicherungsverträge sind unsere Bestände biometrischen Risiken in unterschiedlichem Maß ausgesetzt:

Biometrische Risiken

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Produktkategorie Charakteristika Wichtige Risiken
Lebenserstversicherung    
Lebensversicherung (Todesfallschutz) - Langfristige Verträge mit einer Todesfallleistung - Überwiegend mit einer Kapitalauszahlung bei Ablauf - Bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen, Beitragsanpassungen nicht möglich Sterblichkeit (kurzfristig): - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Umstände (z.B. Pandemien) Sterblichkeit (langfristig): - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch eine nachhaltige Zunahme der Sterblichkeit im Bestand
Rentenversicherung - Überwiegend lebenslange garantierte Rentenzahlung - Überwiegend bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen Langlebigkeit: - Zunahme des für die Zukunft erwarteten Aufwands für Altersrenten durch eine nachhaltige Zunahme der Lebenserwartung im Bestand
Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsversicherung - Langfristige Verträge mit einer garantierten zeitlich befristeten Rente im Invaliditätsfall - Bei Vertragsabschluss fixierte Rechnungsgrundlagen Invalidisierung: - Erhöhter Aufwand durch Zunahme der Fälle von Invalidität im Bestand sowie eine Verringerung des durchschnittlichen Alters, in dem ein Versicherungsfall eintritt Langlebigkeit: - Erhöhter Aufwand durch Anstieg der durchschnittlichen Dauer des Rentenempfangs
Lebensrückversicherung    
  - Großteils langfristige Verträge, durch die überwiegend Todesfall-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Zedenten übernommen werden Sterblichkeit (kurzfristig): - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Umstände (z.B. Pandemien) Sterblichkeit (langfristig): - Erhöhter Aufwand für Versicherungsfälle durch eine nachhaltige Zunahme der Sterblichkeit in den Beständen der Zedenten Invalidisierung: - Erhöhter Aufwand für Invaliditätsversicherungen in den Beständen der Zedenten Langlebigkeit: - Zunahme des für die Zukunft erwarteten Aufwands für Altersrenten durch eine nachhaltige Zunahme der Lebenserwartung in den Beständen der Zedenten
Krankenerstversicherung    
  - Überwiegend langfristige Verträge, welche die Übernahme von Kosten für medizinische Behandlung garantieren; zur Deckung erhöhter Kosten im Alter werden Rückstellungen gebildet - Variable Rechnungsgrundlagen, Beitragsanpassung bei nachhaltigen Veränderungen der Kostenstruktur in der Regel möglich Morbidität: - Zunahme der Kosten für medizinische Behandlung, die nicht durch Beitragsanpassungen aufgefangen werden können - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse (z. B. Pandemien)
Krankenrückversicherung    
  - Überwiegend kurzfristige Verträge, durch die Morbiditätsrisiken von Zedenten übernommen werden Morbidität (kurzfristig): - Zunahme der Kosten für medizinische Behandlung innerhalb der Risikoperiode - Zunahme des Aufwands für Versicherungsfälle durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse (z. B. Pandemien)

Die Struktur unseres Geschäfts ist in den Erläuterungen unter (22) Deckungsrückstellung quantitativ dargestellt.

Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch die länderspezifischen Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt.

Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. Dies kann dazu führen, dass sich die in den Rechnungsgrundlagen jeweils berücksichtigte Sicherheitsmarge verändert. Die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen und der aktivierten Abschlusskosten beeinflusst dies nicht unmittelbar, solange Sicherheitsmargen vorhanden sind. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen, die wir verwenden, sind nach Einschätzung der Verantwortlichen Aktuare ausreichend. Jedoch gehen wir bei der langfristigen Krankenversicherung auch künftig davon aus, dass sich die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verbessern werden, was höhere Kosten nach sich ziehen kann. Für dieses Geschäft besteht dann in der Regel die Möglichkeit, veränderte Rechnungsgrundlagen durch eine Beitragsanpassung auszugleichen.

Für das kurzfristige Krankenversicherungsgeschäft besteht dagegen vor allem das Risiko, dass einmalige außergewöhnliche Ereignisse kurzfristig zu höheren Aufwendungen führen.

Gesetzgeberische und gerichtliche Eingriffe in die den Vertragsabschlüssen zugrunde liegenden Chancen- und Risikoverteilungen zwischen den Partnern von Versicherungsverträgen können die dargestellten biometrischen Risiken überlagern und gegebenenfalls erhöhen. Dadurch kann eine Anpassung der Rückstellung erforderlich werden.

Die Sensitivität gegenüber Veränderungen der biometrischen Annahmen in der Lebensversicherung sowie bei langfristigen Verträgen in der Krankenversicherung messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Zinsrisiken

Zu unterscheiden sind Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie von Teilen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Entsprechend den bilanziellen Bewertungsvorschriften wird der Diskontzins zu Vertragsbeginn fixiert und in der Regel im Vertragsverlauf nicht mehr angepasst. Insofern hängt die bilanzielle Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen zunächst nicht unmittelbar von der Höhe der Marktzinsen ab.

Ökonomisch resultiert jedoch prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften.

In der Rückversicherung verwenden wir für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle folgende Zinssätze:

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Rückversicherung (brutto)

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Ohne Verzinsung 2.663 2.616
Zins ≤ 1,5% 38 184
1,5% < Zins ≤ 2,5 % 199 210
2,5% < Zins ≤ 3,5 % 2.026 1.758
3,5% < Zins ≤ 4,5 % 2.319 1.551
4,5% < Zins ≤ 5,5 % 3.310 4.119
5,5% < Zins ≤ 6,5 % 1.095 1.176
6,5% < Zins ≤ 7,5 % 438 473
Zins> 7,5% 176 128
Mit Depotforderungen bedeckt 7.875 7.351
Gesamt 20.139 19.566

Bedecken Depotforderungen die Rückstellungen, ist die Verzinsung unmittelbar durch einen Zufluss von Kapitalerträgen sichergestellt, den die Zedenten in der Regel garantieren. Folglich besteht für die Rückstellungen, für die von den Zedenten mindestens der Diskontzinssatz garantiert wird, kein Zinsrisiko. Für Depotforderungen in Höhe von 1.035 (1.078) Millionen € geben die Zedenten keine Zinsgarantie. Deshalb wird für den verbleibenden Bestand aller Rückstellungen, deren Verzinsung nicht durch den Zedenten garantiert ist, mit dem Angemessenheitstest nach IFRS 4 unter anderem sichergestellt, dass die erwarteten Kapitalerträge aus den Kapitalanlagen, die den versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüberstehen, ausreichen, um insgesamt die zukünftigen Verpflichtungen erfüllen zu können.

In der Lebenserstversicherung wird in der Regel über die gesamte Laufzeit eine implizite oder explizite Zinsgarantie auf der Basis eines zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fixierten Zinssatzes gewährt. Der zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendete Diskontzins ist für den überwiegenden Teil der Verträge in unseren Beständen identisch mit diesem Zinssatz. Aus dem Kapitalanlageergebnis ist - eventuell unter Einbeziehung des versicherungstechnischen Ergebnisses - eine entsprechende Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen langfristig zu erwirtschaften. In der Krankenerstversicherung wird ebenfalls ein kalkulatorischer Diskontzins verwendet, um die Deckungsrückstellung zu bestimmen. Dieser kann aber für langfristiges Geschäft grundsätzlich bei einer Beitragsanpassung verändert werden. Für das kurzfristige Geschäft besteht kein unmittelbares Zinsrisiko.

Die für den Bestand relevanten Diskontzinsen für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle stellen sich wie folgt dar:

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Erstversicherung (brutto)

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  Leben Gesundheit Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Ohne Verzinsung 3.599 4.205 1.364 1.456 4.963 5.661
Zins ≤ 2,0% 3.211 2.302 17 18 3.228 2.320
2,0% < Zins ≤ 2,5% 8.981 7.154 34 33 9.015 7.187
2,5% < Zins ≤ 3,0% 15.855 16.125 251 2 16.106 16.127
3,0% < Zins ≤ 3,5% 25.925 27.398 6.779 2.745 32.704 30.143
3,5% < Zins ≤ 4,0% 13.319 13.915 2.964 2.903 16.283 16.818
4,0% < Zins ≤ 4,5% 27 38 2.575 2.728 2.602 2.766
4,5% < Zins ≤ 5,0% 11 6 15.290 17.774 15.301 17.780
Zins>5,0% 12 13 97 102 109 115
Gesamt 70.940 71.156 29.371 27.761 100.311 98.917

In der deutschen Krankenerstversicherung wird darüber hinaus für die Beitragszuschlagsrückstellung und für die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter, die beide Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind, für einen Betrag von 4.066 (3.783) Millionen € ein kalkulatorischer Diskontzins von 3,5 (3,5) % angewendet sowie für einen Betrag von 86 (-) Millionen € ein kalkulatorischer Diskontzins von 2,75%. Diese Zinssätze können bei einer Beitragsanpassung jedoch prinzipiell verändert werden.

Den Rückstellungen, die nicht durch Depotforderungen bedeckt sind, stehen in der Rück- und Erstversicherung bedeckende Kapitalanlagen gegenüber. Das Hauptrisiko ergibt sich beim Auseinanderfallen der Laufzeiten dieser Kapitalanlagen und denen der Verpflichtungen ("Durations-Mismatch") daraus, dass bei deutlich sinkenden Zinsen über die verbleibende Abwicklungsdauer der Verpflichtungen die Wiederanlageerträge hinter den Diskontzinsen zurückbleiben. Daraus können sich weitere Aufwendungen ergeben. Ein vollkommenes Laufzeiten-Matching der Verpflichtungen durch festverzinsliche Kapitalanlagen gleicher Laufzeiten wäre indes nicht sinnvoll, weil bei deutlich steigenden Zinsen die Versicherungsnehmer verstärkt ihre Stornorechte ausüben könnten und sich ein Liquiditätsbedarf für vorzeitige Auszahlungen ergeben würde.

Die Sensitivität gegenüber dem Zinsrisiko messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Sonstige Marktrisiken und eingebettete Derivate

In der Rückversicherung sind sonstige Marktrisiken durch eine geeignete Vertragsgestaltung im Allgemeinen ausgeschlossen.

In einigen Erst- und Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt vom zugrunde liegenden Vertrag bewertet und deren Wertveränderungen im Kapitalanlageergebnis erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist aktienkurs-, wechselkurs- und zinssensitiv, wobei diese Sensitivitäten dadurch nahezu vollständig kompensiert werden, dass diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen.

Darüber hinaus sind in der Erstversicherung neben der Zinsgarantie, die wir bei der Darstellung des Zinsrisikos analysieren, insbesondere Risiken aus der fondsgebundenen Lebensversicherung sowie das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung zu berücksichtigen. Andere eingebettete Derivate sind wirtschaftlich unwesentlich.

Für die fondsgebundenen Versicherungsverträge in unseren Beständen werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen.

Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird. Beim Angemessenheitstest der versicherungstechnischen Rückstellungen, der nach IFRS 4 vorgeschrieben ist, wird diese Option ausdrücklich berücksichtigt.

Stornorisiken

In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko primär aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen.

In der Lebenserstversicherung ist bei Verträgen mit Rückkaufrecht die bilanzierte versicherungstechnische Rückstellung grundsätzlich mindestens so hoch wie die zugehörigen Rückkaufswerte. Wie bereits für das Kapitalwahlrecht von aufgeschobenen Rentenversicherungen dargestellt, ergibt sich bei einem höheren Zinsniveau als bei der Kalkulation angesetzt ein potenzielles Stornorisiko. Dem wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen. Die Fortschreibung der aktivierten Abschlusskosten in der Lebenserst- und -rückversicherung erfolgt unter Beachtung erwarteter Rückkäufe. Das Recht des Versicherungsnehmers auf eine beitragsfreie Fortführung des Vertrags bei angepassten garantierten Leistungen, das bei einigen Verträgen besteht, entspricht einem partiellen Storno und wird kalkulatorisch analog behandelt. In Abhängigkeit von den rechtlichen Rahmenbedingungen werden erwartete Übertragungswerte bei der Kalkulation der Rückstellungen in der Krankenerstversicherung berücksichtigt. Die hier jeweils zugrunde gelegten Annahmen werden regelmäßig überprüft.

Die Sensitivität gegenüber einer Veränderung der Stornowahrscheinlichkeit in der Lebensversicherung sowie bei langfristigen Verträgen in der Krankenversicherung messen wir im Rahmen einer Embedded-Value-Analyse.

Liquiditätsrisiken

Für Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Für unser größtenteils langfristiges Geschäft analysieren wir daher den zukünftig erwarteten Saldo aus Zahlungszuflüssen durch Beitragszahlungen und aus Zahlungsabflüssen durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen und Kosten.

Am Bilanzstichtag ergeben sich dabei die in der Tabelle dargestellten zukünftig erwarteten versicherungstechnischen Zahlungssalden (einschließlich der von Variable Annuities) nach Laufzeitbändern. Da nur versicherungstechnische Zahlungsströme betrachtet werden, gehen Rückflüsse, die aus Kapitalerträgen und frei werdenden Kapitalanlagen resultieren, nicht in die Quantifizierungen ein. Unter Berücksichtigung der Rückflüsse aus Kapitalanlagen, deren Zahlungsströme durch unser Asset-Liability-Management weitgehend mit denjenigen der Verpflichtungen abgestimmt sind, entstehen in den zukünftigen Erwartungen durchweg positive Positionen, sodass das Liquiditätsrisiko dieser Versicherungsverträge entsprechend minimiert ist.

Erwarteter zukünftiger versicherungstechnischer Zahlungsstrom (brutto)1

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr -2.738 -2.088
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre -11.208 -11.264
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre -17.518 -18.094
Mehr als zehn Jahre und bis zu zwanzig Jahre -40.326 -41.988
Mehr als zwanzig Jahre -95.349 -96.065

1 Beiträge abzüglich zum Bilanzstichtag garantierter Leistungen und Kosten (ohne Berücksichtigung fondsgebundener Produkte).

Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können.

Weitere Angaben zum Liquiditätsrisiko finden Sie im Risikobericht.

Maßnahmen zur Risikominderung

In der Rückversicherung steuern wir durch eine risikoadäquate Zeichnungspolitik die Übernahme biometrischer Risiken. Dabei erfolgt eine Risikobegrenzung durch geeignete Vertragsgestaltungen, speziell durch eine Limitierung der Deckung bei nicht proportionalem Geschäft. Insbesondere ist die Übernahme von Langlebigkeitsrisiken aus in Rückdeckung genommenen Beständen strikt begrenzt. Die Übernahme von Zins- und sonstigen Marktrisiken wird häufig durch eine Deponierung der Rückstellungen beim Zedenten mit garantierter Verzinsung des Depots ausgeschlossen. Darüber hinaus werden diese Risiken in Einzelfällen durch geeignete Kapitalmarktinstrumente abgesichert.

In der Erstversicherung sorgt die Produktgestaltung für eine substanzielle Risikominderung. Überwiegend werden vorsichtige Rechnungsgrundlagen zur Festlegung der garantierten Leistungen verwendet. Die Versicherungsnehmer erhalten über die garantierten Leistungen hinaus eine erfolgsabhängige Überschussbeteiligung. Mehr als 96 (97)% der unter (22) Deckungsrückstellung ausgewiesenen Beträge entfallen auf derartige Verträge. Aufgrund der entsprechenden Margen in den Rechnungsgrundlagen ist es auch unter moderat veränderten Annahmen möglich, die ausgesprochenen Garantien zu erbringen, ohne die Rückstellungen anpassen zu müssen. Bei adversen Entwicklungen tragen Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, Teile der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund sonstiger Umbewertungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, aufgrund derer wir Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung gebildet haben, erheblich zum Risikoausgleich bei; siehe (24) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen.

In der Krankenerstversicherung besteht zusätzlich bei den meisten langfristigen Verträgen die Möglichkeit, die Beiträge anzupassen. Sofern abzusehen ist, dass die Annahmen der Kalkulation nachhaltig nicht ausreichen, den Aufwand für Versicherungsfälle zu decken, oder die tatsächlichen Sterblichkeiten wesentlich von den kalkulierten abweichen, können die Beiträge in der Regel entsprechend angehoben werden. Dadurch sind die wirtschaftlichen und bilanziellen Auswirkungen sowohl von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen als auch von nachhaltigen Veränderungen der Morbidität eng begrenzt.

Unsere Risikomanagement-Prozesse beschreiben wir im Risikobericht.

Auswirkungen auf das Eigenkapital sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mit einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 werden die versicherungstechnischen Rückstellungen und die aktivierten Abschlusskosten regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Wenn sich dabei herausstellt, dass die mit den bisherigen Annahmen über die biometrischen Rechnungsgrundlagen, über die Diskontierung der Rückstellungen und über das Storno kalkulierten Beträge insgesamt nicht mehr ausreichend sind, erfolgt eine Anpassung. Dabei sind insbesondere in der Erstversicherung die Möglichkeiten zur Überschussanpassung zu berücksichtigen.

Sofern eine Anpassung erforderlich ist, erfassen wir einen Fehlbetrag erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Quantitative Auswirkungen von Veränderungen der Annahmen auf das langfristige Versicherungsgeschäft

Munich Re misst die Sensitivität ihres langfristigen Lebens- und Krankenversicherungsgeschäfts mithilfe einer ökonomischen Bewertung, basierend auf den Market Consistent Embedded Value Principles and Guidance des CFO-Forums. Dabei werden in der Rückversicherung 100 (100)% und in der Erstversicherung 97 (97) % des langfristigen Versicherungsgeschäfts abgedeckt.

Die hier angegebenen Sensitivitäten messen die Auswirkung von Veränderungen der Kalkulationsgrundlagen und der Kapitalmarktparameter auf den berechneten ökonomischen Wert unseres Geschäfts. Dabei sind Maßnahmen zur Risikominderung sowie steuerliche Effekte berücksichtigt.

Munich Re hält unverändert an den strengen Vorschriften einer marktkonsistenten Bewertung zum Jahresende fest und verzichtet auf die Anwendung von Zinszuschlägen wie Illiquiditätsprämien, bis die endgültigen Festlegungen für Solvency II vorliegen. Das niedrige Zinsniveau und die hohe Volatilität zum Stichtag 31. Dezember 2013 führen vor allem in der Lebenserstversicherung aufgrund der lang laufenden Zinsgarantien zu Verwerfungen und hohen Kapitalmarktsensitivitäten.

Im Vergleich zu 2012 hat sich der Großteil der Sensitivitäten in der Lebenserstversicherung stark reduziert, da das Kundenverhalten für die Modelle der Lebenserstversicherung in Deutschland auf Basis von aktuellen Analysen des Verhaltens der Bestandskunden angepasst wurde.

Embedded-Value-Sensitivitäten

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  Rückversicherung Erstversicherung
Mio. € 2013 Vorjahr 2013 Vorjahr
Embedded Value am 31.12. 9.382 10.616 5.949 2.728
Veränderung bei einem nachhaltigen Zinsanstieg um 100 BP -421 -503 1.229 2.298
Veränderung bei einem nachhaltigen Zinsrückgang um 100 BP 435 388 -1.727 -3.769
Veränderung bei einem Rückgang des Werts von Aktien und Grundbesitz um 10% -8 -9 -205 -176
Veränderung bei einem Anstieg der Sterblichkeit um 5% bei Verträgen mit überwiegendem Sterblichkeitsrisiko -1.449 -1.515 -26 -42
Veränderung bei einem Rückgang der Sterblichkeit um 5% bei Verträgen mit überwiegendem Langlebigkeitsrisiko -80 -70 -93 -180
Veränderung bei einem Anstieg der Morbidität um 5% -286 -292 -41 -73
Veränderung bei einem Anstieg der Stornowahrscheinlichkeit um 10% -252 -319 37 140

39 Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken betreffen Geschäft aus den Segmenten Erst- und Rückversicherung Schaden/Unfall.

Für diese Versicherungsverträge ist insbesondere das Schätzrisiko in Bezug auf die Höhe des erwarteten Schadenbedarfs für zukünftige Schäden aus laufenden Versicherungsverträgen (Beitragsrisiko) sowie für bereits eingetretene Versicherungsfälle (Reserverisiko) von Bedeutung. Um den Schadenbedarf zu schätzen, werden auch Kostensteigerungen berücksichtigt. Für Teile des Bestands besteht ein Zinsrisiko. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen.

Grundlage für die Bewertung des übernommenen Risikos ist eine Einschätzung der Schadenhäufigkeit, die für einen Vertrag oder ein Portfolio von Verträgen erwartet wird. Daneben ist die Schätzung der Schadenhöhe erforderlich, aus der sich eine mathematische Verteilung der erwarteten Schäden ergibt. Als Ergebnis liefern diese beiden Schritte eine Schätzung für den erwarteten Gesamtschaden in einem Portfolio. Als drittes Element sind die erwarteten Zahlungsströme für die Abwicklung eingetretener Schäden zu schätzen, die sich häufig über mehrere Jahre erstreckt.

Da der Anteil des in Rückdeckung gegebenen Geschäfts gering ist, folgt die nachfolgende Analyse der versicherungstechnischen Risiken überwiegend einer Bruttobetrachtung.

Beitragsrisiken

Je nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Schätzrisiken ausgesetzt. Aus den Schadenquoten und den Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die historischen Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen. Die Volatilitäten sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch der Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen.

Beiträge sowie Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigen1

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  2013 2012 2011 2010 2009
Bruttobeiträge in Mio. €          
Rückversicherung          
Haftpflicht 2.348 2.326 2.061 2.112 2.162
Unfall 275 246 226 278 353
Kraftfahrt 3.377 3.190 3.544 2.793 2.218
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 1.639 1.915 1.787 1.838 1.900
Feuer 4.560 4.816 4.501 4.350 4.339
Technische Versicherung 1.490 1.573 1.536 1.658 1.536
Kreditversicherung 709 705 696 744 632
Sonstige Versicherungszweige 2.615 2.281 2.206 1.928 1.847
Erstversicherung 5.507 5.554 5.595 5.498 5.131
Schadenquote in %          
Rückversicherung          
Haftpflicht 91,8 85,8 84,3 101,1 108,7
Unfall 65,2 37,6 159,4 114,4 102,7
Kraftfahrt 75,0 70,2 70,2 74,6 66,7
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 45,3 47,1 52,5 65,2 64,6
Feuer2 51,0 49,6 132,2 62,8 35,4
Technische Versicherung 39,4 52,0 53,6 63,2 46,6
Kreditversicherung 64,5 56,4 -0,7 48,1 131,1
Sonstige Versicherungszweige 58,1 67,8 63,6 50,7 70,3
Erstversicherung 62,5 64,7 65,0 63,1 60,3
Schaden-Kosten-Quote in %          
Rückversicherung          
Haftpflicht 122,3 115,6 113,9 133,1 139,3
Unfall 102,2 74,8 197,5 144,3 144,7
Kraftfahrt 105,1 101,7 100,1 102,0 92,2
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 75,1 75,7 82,4 94,1 90,8
Feuer2 76,0 73,7 157,3 89,8 61,0
Technische Versicherung 82,2 93,2 93,9 104,0 83,2
Kreditversicherung 101,7 94,9 41,4 82,4 173,4
Sonstige Versicherungszweige 89,0 98,0 95,1 89,8 102,3
Erstversicherung 97,2 98,7 99,1 96,8 93,2

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 4,9 Prozentpunkten.

Bei der Abschätzung und Preiskalkulation übernommener Risiken spielt in allen Versicherungszweigen die Einschätzung der technischen, sozialen und demografischen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. In der Haftpflichtversicherung, der Arbeiterunfallversicherung, der Kreditversicherung und in Teilen der Kraftfahrtversicherung kann darüber hinaus die Entwicklung der ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Bedeutung sein. In erster Linie in den Versicherungszweigen Unfall, Feuer und Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und der Erstversicherung besteht eine hohe Sensitivität bei den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. Wir beziehen bei der Abschätzung dieser Risiken erwartete Trends in unsere Überlegungen mit ein. Dabei spielt die genaue Analyse klimabedingter Veränderungen des Risikoprofils eine herausragende Rolle. Nachfolgend dargestellt sind die Schaden-Kosten-Quoten des Segments Rückversicherung Schaden/ Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Schäden aus Naturkatastrophen.

Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung der vergangenen 10 Jahre1

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% 2013 2012 2011 2010 2009 2008
Mit Naturkatastrophen2 92,1 91,0 113,8 100,5 95,3 99,4
Ohne Naturkatastrophen 87,4 83,3 84,4 89,5 93,9 93,2
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% 2007 2006 2005 2004
Mit Naturkatastrophen2 96,4 92,6 111,7 98,9
Ohne Naturkatastrophen 91,7 91,6 92,5 93,9

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.

Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 10 Millionen € verstehen, haben für das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft im Rückversicherungsbereich Relevanz. Die unten aufgeführte Analyse zeigt, dass die Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Jahre in dieser Schadenkategorie überwiegend auf die jeweilige Intensität der Naturkatastrophenbelastung zurückzuführen ist. Die sonstigen Kumulrisiken weisen einen deutlich weniger volatilen Verlauf auf.

Großschäden in der Rückversicherung nach einzelnen Kalenderjahren (netto)1

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Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
Großschäden 1.689 1.799 5.048 2.228 1.158
davon: Schäden aus Naturkatastrophen 764 1.284 4.538 1.564 196
davon: Sonstige Kumulschäden2 925 515 510 664 962

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt.
2 Sondereffekt für das Jahr 2009: Ausfälle in der Kredit- und Kautionsversicherung, die durch die Finanzkrise bedingt waren, haben hier zu einer Schadenbelastung von 510 Millionen € geführt.

Weitere Angaben zu Risiken aus Groß- und Kumulschäden finden Sie in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie im Risikobericht.

Reserverisiken

Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle besteht die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung (Reserverisiko). Dabei wird insbesondere auf Situationen geachtet, in denen die Mittel, die für künftige Schadenzahlungen zurückgestellt wurden, möglicherweise unzureichend sind.

Grundlage für die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind Annahmen, die auf einer Analyse der historischen Schadenentwicklungsdaten von verschiedenen Versicherungszweigen beruhen. Um diese Daten zu analysieren und zu bewerten, setzen wir verschiedene etablierte aktuarielle Methoden ein. Diese berücksichtigen die unterschiedlichen Preis-, Deckungs-, Leistungs- und Inflationsniveaus. Dabei nutzen wir das in unseren Schaden- und Underwriting-Abteilungen vorhandene Spezialwissen und berücksichtigen alle bereits absehbaren zukünftigen Trends. Wir beobachten unsere Abwicklungsergebnisse fortlaufend und gewährleisten dadurch, dass die Annahmen, welche der Bewertung der Rückstellungen zugrunde liegen, immer den aktuellen Kenntnisstand widerspiegeln. Folglich kann sich bei der Abwicklung der Rückstellungen die Notwendigkeit ergeben, die ursprünglichen Einschätzungen des Schadenbedarfs zu revidieren und die Rückstellungen anzupassen.

Die Entwicklung unserer Schadenrückstellungen sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind unter (23) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt.

Eine besondere Sensitivität besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können. Darüber hinaus können Änderungen in der Rechtsprechung, Sammelklagen, Preissteigerungen für medizinische Leistungen sowie Veränderungen der allgemeinen Lebenserwartung die Bewertung der Rückstellungen beeinflussen. Im Folgenden beschreiben wir Bereiche des aktuellen Rückstellungsbestands, die bei der angemessenen Reserveeinschätzung der größten Unsicherheit unterliegen.

Asbesthaftungen, die vorwiegend aus den USA und einigen europäischen Ländern herrühren, bereiten der gesamten Versicherungswirtschaft Sorge. Weltweit tätige Industrieversicherer wurden seit Mitte der 1980er-Jahre mit Asbestschäden aus Versicherungsverträgen konfrontiert, die zum Teil vor mehreren Jahrzehnten gezeichnet worden waren. Dies trifft auch auf Munich Re zu. Unsere Policen decken vor allem Schäden, die mit einer zeitlichen Verzögerung von 30 bis 50 Jahren auftreten. Demzufolge haben wir auch Rückstellungen gebildet für Schadenbelastungen aus längst gekündigten Haftpflichtpolicen, die vor dem Hintergrund der damaligen rechtlichen Rahmenbedingungen einen entsprechenden Versicherungsschutz boten.

Zeitliche Verzögerungen bei der Schadenabwicklung können insbesondere in der Rückversicherung signifikante Ausmaße annehmen. Die Meldung eines Schadens steht oft erst am Ende einer langen Kette von Ereignissen: die Exponierung des versicherten Risikos, der Schadeneintritt, eine mögliche Klageerhebung und Urteilsfindung, die Schadenmeldung und -zahlung durch den Erstversicherer und schließlich die Abwicklung durch den Rückversicherer. Daher beobachten wir nicht nur, wie sich einzelne Schäden entwickeln, sondern verfolgen auch den branchenweiten Trend, der ein wichtiger Frühindikator sein kann.

Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden

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  31.12.2013 Vorjahr
Mio. €1 Brutto Netto Brutto Netto
Asbest 1.839 1.523 1.818 1.479
Umwelt 370 278 389 295

1 Die Vorjahreszahlen wurden um die Wechselkurseinflüsse angepasst.

Daneben gibt es Schadenszenarien, die sehr stark beeinflusst werden von der sich stetig wandelnden Rechtsprechung zum Haftungsrecht, aber auch durch eine steigende Anzahl von Gruppenklagen. Betroffen sind in erster Linie die Branchen Produkthaftpflicht und Berufshaftpflicht in den USA. Darüber hinaus sehen wir durch die massiven Änderungen in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestiegene Unsicherheiten in der Einschätzung der Haftungsszenarien für reine Vermögensschäden. Wir beobachten diese Entwicklungen weiterhin aufmerksam und werden bei neueren Erkenntnissen geeignete Maßnahmen ergreifen.

Bei Personenschäden hält Munich Re beträchtliche Rückstellungen für Anspruchsteller vor, die schwere Verletzungen erlitten haben und umfangreiche individuelle medizinische Spezialversorgung und -pflege benötigen. Solche Schäden betreffen insbesondere das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft sowie in einigen Ländern Europas das Kfz-Haftpflichtgeschäft. In beiden Fällen wird Deckungsschutz für Geschädigte gewährt, bei denen von einer längeren Lebenserwartung und umfassender medizinischer Betreuung auszugehen ist. Die Schadenrückstellungen sind daher stark abhängig von Preissteigerungen bei medizinischen Leistungen, speziell bei den Pflegekosten, und von der Entwicklung der allgemeinen Lebenserwartung. Wegen unerwartet hoher Preissteigerungen mussten wir in der Vergangenheit diese Rückstellungen wiederholt anheben. Den tatsächlich erhaltenen Schadenmeldungen stellen wir die prognostizierten Schadensummen gegenüber und prüfen so, ob die angewandten Schadenentwicklungsmuster auch weiterhin geeignet sind, künftige Schadenzahlungen zu projizieren.

Maßnahmen zur Risikominderung

Durch eine Zeichnungspolitik, die auf eine systematische Diversifikation abzielt, also die möglichst breite Mischung und Streuung von Einzelrisiken, reduzieren wir die Volatilität für unser Versicherungsportfolio insgesamt erheblich.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Steuerung versicherungstechnischer Risiken ist, einen Teil unseres Risikos über Rückversicherung oder Retrozession an andere Risikoträger abzugeben; siehe hierzu auch (12) Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen und (30) Beiträge. Für alle unsere Unternehmen besteht gruppeninterner und/oder externer Rückversicherungs- und Retrozessionsschutz. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine Kumulschadendeckung, die Sachschäden aus Naturkatastrophen abdeckt. Ihre Dimensionierung fußt auf den Analysen unserer Kumulbudgets in den Regionen der Erde, die im Hinblick auf Naturkatastrophen exponiert sind. Der Retrozessionsschutz kommt zum Zug, wenn uns ein extrem hoher Schaden trifft.

Durch die Begebung von Katastrophenanleihen diversifizieren wir unsere Risikomanagement-Instrumente weiter.

Unsere Risikomanagement-Prozesse werden beschrieben im Risikobericht.

Zinsrisiken

Ökonomisch resultiert prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Bilanziell betrifft das Zinsrisiko nur die Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen, die diskontiert werden und für die nicht von den Zedenten mindestens in gleicher Höhe ein garantierter Zufluss von Kapitalerträgen aus Depotforderungen sichergestellt ist.

Diskontierte versicherungstechnische Rückstellungen nach Zinssätzen (brutto)

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  Rückversicherung Erstversicherung Gesamt
Mio. € 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr
Zins ≤ 2,5% 30 15 304 244 334 259
2,5% < Zins ≤ 3,5% 175 172 545 535 720 707
3,5% < Zins ≤ 4,5% 1.260 1.418 54 58 1.314 1.476
Zins>4,5% - - - - - -
Gesamt 1.465 1.605 903 837 2.368 2.442

Der überwiegende Teil der diskontierten Rückstellungen in der Rückversicherung wird für das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft gebildet. Die Diskontzinssätze für dieses Geschäft sind aufsichtsrechtlich reguliert und werden pro Anfalljahr prospektiv festgelegt. Derzeit rechnen wir nicht damit, dass sich an diesem Genehmigungsverfahren durch die amerikanische Aufsicht etwas ändert. Auf einen nachhaltigen Rückgang des Marktzinsniveaus reagieren wir mit angemessenen Diskontzinsannahmen für zukünftige Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Würde der Diskontzins nachträglich um 100 BP gesenkt, ergäbe sich ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf von 157 (170) Millionen €, der erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen wäre.

Die Diskontierung der Rückstellungen in der Erstversicherung ist ebenfalls überwiegend aufsichtsrechtlich geregelt. Ein Zinsrisiko ergibt sich für uns dabei vornehmlich für Rentenversicherungsfälle. Da jedoch lediglich ca. 14,6 (14,2)% der in diesem Zusammenhang zu betrachtenden Deckungs- und Schadenrückstellungen der Erstversicherung Schaden/Unfall diskontiert sind, ist dieses Risiko als gering einzuschätzen. Falls die Kapitalerträge die Aufwände, die durch die Diskontierung entstehen, nicht decken würden, entstünden nicht einkalkulierte Verluste. In diesem Fall könnte eine Reserveanpassung erforderlich werden. Umgekehrt würden bei höheren Kapitalerträgen unvorhergesehene Gewinne entstehen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken könnten sich für Munich Re ergeben, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. In der Schaden- und Unfallversicherung ist zu differenzieren zwischen Zahlungen für Versicherungsfälle, für die bereits in den Vorjahren Schadenrückstellungen gebildet wurden, und unmittelbaren Zahlungen, das heißt Zahlungen für Schäden, die im laufenden Geschäftsjahr angefallen sind. Soweit für Versicherungsfälle Schadenrückstellungen gebildet werden, lässt sich das Liquiditätsrisiko durch unser Asset-Liability-Management minimieren, bei dem sich die Kapitalanlage am Charakter der Verpflichtungen orientiert. Die unmittelbaren Zahlungen, deren Anteil nach unseren Erfahrungen im Zeitablauf stabil ist, stellen nur einen Teil der insgesamt zu leistenden Zahlungen dar, sodass sich auch diesbezüglich die Liquiditätsrisiken durch das Asset-Liability-Management entsprechend reduzieren lassen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den zurückliegenden Kalenderjahren in der Versicherungstechnik durchweg eine positive Liquiditätssituation vorlag. Daneben stehen uns zur Erfüllung unserer Liquiditätsverpflichtungen auch umfangreiche, ausreichend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung. In unserer Kapitalanlagestrategie verfolgen wir einen konsequenten Asset-Liability-Management-Ansatz: Die Struktur und Charakteristika der Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sind entscheidend bei der Auswahl der Kapitalanlagen. Zudem simulieren wir regelmäßig die Auswirkungen aus extremsten Größtschäden auf unsere Liquiditätssituation; Einzelheiten über unsere Risikotragfähigkeit hinsichtlich besonders großer Schäden und Kumulsituationen finden Sie im Risikobericht.

Versicherungstechnische Zahlungsflüsse der einzelnen Kalenderjahre (brutto)

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Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
Prämieneingang 22.520 22.606 22.152 20.834 19.759
Schadenzahlungen Geschäftsjahr 5.617 5.968 5.930 5.213 4.378
Schadenzahlungen Vorjahre 7.388 8.898 8.096 8.613 7.589
Kosten 7.024 6.839 6.808 6.517 5.956
Saldo 2.491 901 1.318 491 1.836

Auswirkungen von Veränderungen der versicherungstechnischen Annahmen auf das Eigenkapital sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Bei der Überwachung unseres Bestands überprüfen wir, ob die ursprünglichen Annahmen anzupassen sind. Mit dem Angemessenheitstest nach IFRS 4 überprüfen wir den unter aktualisierten Annahmen erwarteten Schadenbedarf. Dabei werden unsere Maßnahmen zur Risikominderung berücksichtigt. Ist es erforderlich, die versicherungstechnischen Rückstellungen anzupassen, erfassen wir dies in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

40 Bonitätsrisiken aus passivem Rückversicherungsgeschäft

Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft ist das Ausfallrisiko relevant. Für unsere extern platzierten Rückversicherungen und Retrozessionen kommen als Geschäftspartner nur Gesellschaften infrage, die den Anforderungen unserer Retro Security Guideline und analoger Regelungen genügen.

Die Bonitäten unserer Retrozessionäre und Rückversicherer, die sich für die in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen ergeben, sind im Risikobericht dargestellt.

Von den in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen sind 52 (51)% unmittelbar durch Depots besichert. Ein Bonitätsrisiko für diesen Anteil entfällt.

Darüber hinaus bestehen Bonitätsrisiken aus der Zeichnung von Kreditrückversicherungsverträgen. Angaben hierzu finden sich unter (39) Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. In der Erstversicherung wird kein aktives Kreditversicherungsgeschäft in materiellem Umfang betrieben.

41 Marktpreisrisiko aus Finanzinstrumenten - Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Effekt von Kapitalmarktereignissen auf den Wert der Kapitalanlagen sowie die entsprechenden Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Aktien- und Zinssensitivitäten werden unabhängig voneinander durchgeführt, das heißt ceteris paribus. Die Basis dafür ist die Bestimmung der Marktwertänderung unter ausgewählten Kapitalmarktszenarien, die wie folgt durchgeführt wird:

Zur Analyse der Aktien und Aktienderivate wird die Marktwertänderung von ±10% und ±30% auf Basis des Deltas des Portfolios berechnet. Nicht lineare Effekte von Aktienoptionen oder anderen asymmetrischen Strategien werden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Für zinssensitive Instrumente hingegen wird die Marktwertänderung einer globalen Zinsänderung in Höhe von +100 BP, ±50 BP und -25 BP über Duration und Konvexität bestimmt. Aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus würden bei einem angenommenen Rückgang der Zinsen um 100 BP die Zinssätze teilweise negativ. Demgegenüber ist ein Zinsanstieg um 100 BP nicht unrealistisch, was zu der asymmetrischen Darstellung des Marktzinsrisikos zinssensitiver Kapitalanlagen führt. Die Reaktion von Zinsderivaten auf die Marktwertänderung des Underlyings wird über das Delta des Derivats berücksichtigt. Alternative Anlagen (Private Equity, Hedgefonds und Commodities) werden zusammen mit den Aktien analysiert.

Die hier aufgeführten Effekte der Kapitalmarktereignisse berücksichtigen weder die Steuer noch die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Bruttodarstellung). Das heißt, die Analyse berücksichtigt nicht die Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personenerstversicherung ergeben. Die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital würden sich bei Berücksichtigung dieser Effekte erheblich reduzieren. Es wird auch davon ausgegangen, dass die Änderungen am Kapitalmarkt instantan eintreten und damit Limitsysteme und aktives Gegensteuern nicht greifen. Bei der Analyse wurden ca. 99% der Kapitalanlagen von Munich Re berücksichtigt.

Marktpreisrisiko Aktien

Die Auswirkung einer Veränderung der Aktienmärkte in absoluten Beträgen auf den Marktwert aktienkurssensitiver Kapitalanlagen und auf das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr erhöht. Die Gründe dafür sind die gute Entwicklung der Aktienmärkte im Berichtsjahr. Eine Änderung des Aktienmarkts um 10% zieht einen Effekt von 10,4 (10,8)% auf den Marktwert der aktienkurssensitiven Kapitalanlagen nach sich.

Marktwertveränderung aktienkurssensitiver Kapitalanlagen

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Aktienkursveränderung 31.12.2013 Vorjahr
Mrd. € Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt
Anstieg um 30% 0,255 2,851 3,839 0,284 2,128 3,002
Anstieg um 10% 0,054 0,950 1,249 0,084 0,709 0,990
Rückgang um 10% -0,391 -0,641 -1,248 -0,381 -0,410 -0,988
Rückgang um 30% -1,728 -1,370 -3,743 -1,543 -0,827 -2,960
Marktwerte     12,021     9,159

1 Brutto vor Steuer und Überschussbeteiligung.

Marktpreisrisiko Zinsen

Die Berechnung der Marktwertveränderung der zinssensitiven Kapitalanlagen erfolgt durch eine Parallelverschiebung der Zinskurve und eine Neubewertung der festverzinslichen Wertpapiere und Zinsderivate aufgrund ihrer Duration und Konvexität. Zahlungsmittelbestände und andere Derivate gehen in die Berechnung nicht ein.

Die Zinssensitivität der Kapitalanlagen von Munich Re ist im Berichtsjahr gesunken. Umschichtungen bei zur Absicherung verwendeten Zinsderivaten führen zum Stichtag zu den dargestellten Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Vergleich zu den Auswirkungen auf das Eigenkapital bei Zinsänderungen gering, da der größte Teil der Wertänderungen der festverzinslichen Anlagen erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht wird. Auch wird rund ein Drittel der bei dieser Analyse berücksichtigten Kapitalanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sodass Veränderungen der Marktwerte im Abschluss keine Auswirkungen haben.

Ökonomisch steht dem Eigenkapitaleffekt der festverzinslichen Kapitalanlagen die Änderung des ökonomischen Werts der Verbindlichkeiten gegenüber. Deshalb steuert unser Asset-Liability-Management die Kapitalanlagen so, dass sich die Wirkung von Zinsänderungen auf den Wert der Kapitalanlagen und auf den ökonomischen Wert der Verbindlichkeiten weitgehend aufhebt. Diese Gegenposition ist jedoch bilanziell nicht wirksam, da bilanziell wesentliche Teile der Verbindlichkeiten nicht auf der Basis der aktuellen Zinskurven bewertet werden.

Marktwertveränderung zinssensitiver Kapitalanlagen

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Zinsveränderung 31.12.2013 Vorjahr
Mrd. € Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt Auswirkung auf den Gewinn/ Verlust1 Auswirkung auf das Eigenkapital1 Marktwertveränderung insgesamt
Anstieg um 100 BP 0,089 -6,218 -11,050 -0,578 -7,285 -13,539
Anstieg um 50 BP 0,037 -3,210 -5,830 -0,317 -3,772 -7,056
Rückgang um 25 BP -0,012 1,682 3,144 0,179 1,983 3,743
Rückgang um 50 BP -0,020 3,414 6,440 0,373 4,032 7,629
Marktwerte     179,492     190,024

1 Brutto vor Steuer und Überschussbeteiligung.

Sonstige Angaben

42 Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, Königinstraße 107, 80802 München.

Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland.

Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns.

43 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie im Vergütungsbericht. Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen.

Für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung hat die Münchener Rück AG ein Contractual Trust Agreement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet. Die Münchener Rück Versorgungskasse gilt als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen, siehe die Ausführungen zu (26) Andere Rückstellungen. Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe (18) Eigenkapital.

44 Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen:

Zusammensetzung der Personalaufwendungen

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Mio. € 2013 Vorjahr
Löhne und Gehälter 2.733 2.727
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 487 490
Aufwendungen für Altersversorgung 215 217
Gesamt 3.435 3.434

45 Langfristiger Incentive-Plan

Die Münchener Rück AG legte von 1999 bis 2010 jährlich langfristige Incentive-Pläne mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren auf. Von 1999 bis 2009 setzte sich der Teilnehmerkreis aus den Mitgliedern des Vorstands, dem oberen Management in München sowie den wichtigsten Führungskräften der Auslandsorganisation zusammen. 2010 wurde dieser aktienkursbezogene Vergütungsplan nur noch für Mitglieder des oberen Managements in München sowie ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation aufgelegt.

Im Rahmen eines langfristigen Incentive-Plans erhielten die Teilnehmer eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights).

Der maßgebliche Basiskurs der Wertsteigerungsrechte ermittelte sich aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Münchener-Rück-Aktie aus dem Frankfurter Xetra-Handel der letzten drei Monate vor dem jeweiligen Planbeginn.

Der aus den Wertsteigerungsrechten resultierende Personalaufwand oder Ertrag wird auf der Grundlage der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Optionsrechte berechnet. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem inneren Wert (Differenz zwischen Aktien- und Basiskurs der Wertsteigerungsrechte) zusätzlich die Möglichkeit des Wertzuwachses bis zum Zeitpunkt des Verfalls der Rechte und wird unter Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen anhand anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Zu jedem Bilanzstichtag wird der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte berechnet und in voller Höhe zurückgestellt. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf für die Münchener Rück AG von 10,9 (20,7) Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2013 ein Aufwand von 18,6 (35,0) Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2013 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug 139,72 € für das Planjahr 2006, 161,00 € für das Planjahr 2007, 147,84 € für das Planjahr 2008, 145,44 € für das Planjahr 2009 und 144,67 € für das Planjahr 2010. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 11,0 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2006-2010 der Münchener Rück AG

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  Incentive-Plan 2006 Incentive-Plan 2007 Incentive-Plan 2008 Incentive-Plan 2009 Incentive-Plan 2010
Planbeginn 1.7.2006 1.7.2007 1.7.2008 1.7.2009 1.7.2010
Planende 30.6.2013 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2016 30.6.2017
Basiskurs 108,87 € 134,07 € 121,84 € 97,57 € 109,11 €
Innerer Wert 2013 für ein Recht 48,03 € 22,83 € 35,06 € 59,33 € 47,79 €
Beizulegender Zeitwert 2013 für ein Recht - 22,83 € 35,06 € 59,33 € 47,79 €
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006 442.590 - - - -
Zugang 6.123 341.737 - - -
Verfallen 8.514 503 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007 440.199 341.234 - - -
Zugang - 4.013 444.104 - -
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 5.388 5.848 3.063 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008 434.811 339.399 441.041 - -
Zugang - - 463 459.271 -
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 2.904 2.804 4.194 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009 431.907 336.595 437.310 459.271 -
Zugang - - - - 675.029
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 1.653 1.379 1.462 1.287 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010 430.254 335.216 435.848 457.984 675.029
Zugang - - - - 6.546
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 4.631 5.333 7.623 7.338 16.266
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011 425.623 329.883 428.225 450.646 665.309
Zugang - - - - -
Ausgeübt 403.618 - - 320.709 365.529
Verfallen - 783 1.422 1.253 3.655
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012 22.005 329.100 426.803 128.684 296.125
Ausgeübt 22.005 269.776 385.298 90.862 168.961
Verfallen - 7.842 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2013 - 51.482 41.505 37.822 127.164
Ausübbar am Jahresende - 51.482 41.505 37.822 127.164

Die ERGO Versicherungsgruppe AG und einzelne ihrer Tochterunternehmen sowie die MEAG-Gesellschaften legten 2002 bis 2009 ebenfalls im jährlichen Abstand langfristige Incentive-Pläne auf, deren Laufzeit jeweils auf sieben Jahre ausgerichtet ist. Die zur Teilnahme berechtigten Mitglieder des Vorstands, Geschäftsführer und im Einzelfall auch Führungskräfte der obersten Ebene erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten auf die Münchener-Rück-Aktie. 2010 wurden diese aktienkursbasierten Vergütungspläne nur noch für die Mitglieder des oberen Managements der MEAG-Gesellschaften sowie für die Geschäftsführer der MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH aufgelegt. Die Pläne sind genauso ausgestaltet wie die Münchener-Rück-Pläne und werden analog bilanziert. Die Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan werden mit Optionen auf Aktien der Münchener Rück AG abgesichert. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf für die ERGO- und MEAG-Gesellschaften in Höhe von 1,2 (4,3) Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2013 ein Ertrag von 0,5 (-2,5) Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2013 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug für das Planjahr 2006 147,82 €, für das Planjahr 2007 161,01 €, für das Planjahr 2008 148,22 €, für das Planjahr 2009 145,90 € und für das Planjahr 2010 149,39 €. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 3,5 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2006-2010 der ERGO- und MEAG-Gesellschaften

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  Incentive-Plan 2006 Incentive-Plan 2007 Incentive-Plan 2008 Incentive-Plan 2009 Incentive-Plan 2010
Planbeginn 1.7.2006 1.7.2007 1.7.2008 1.7.2009 1.7.2010
Planende 30.6.2013 30.6.2014 30.6.2015 30.6.2016 30.6.2017
Basiskurs 108,87 € 134,07 € 121,84 € 97,57 € 109,11 €
Innerer Wert 2013 für ein Recht 48,03 € 22,83 € 35,06 € 59,33 € 47,79 €
Beizulegender Zeitwert 2013 für ein Recht - 22,83 € 35,06 € 59,33 € 47,79 €
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006 173.682 - - - -
Zugang - 121.821 - - -
Verfallen 7.483 10.422 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007 166.199 111.399 - - -
Zugang - - 173.153 - -
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 3.966 1.597 601 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008 162.233 109.802 172.552 - -
Zugang - - - 148.834 -
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 2.046 1.578 1.803 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009 160.187 108.224 170.749 148.834 -
Zugang - - - - 39.046
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 241 1.856 2.506 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010 159.946 106.368 168.243 148.834 39.046
Zugang - - - - -
Ausgeübt - - - - -
Verfallen 281 176 275 255 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011 159.665 106.192 167.968 148.579 39.046
Zugang - - - - -
Ausgeübt 152.672 - - 127.974 19.266
Verfallen 322 4.985 1.798 306 668
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012 6.671 101.207 166.170 20.299 19.112
Ausgeübt 6.671 83.046 160.030 16.913 12.024
Verfallen - 198 296 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2013 - 17.963 5.844 3.386 7.088
Ausübbar am Jahresende - 17.963 5.844 3.386 7.088

Jedes Wertsteigerungsrecht befugt den Inhaber, die Differenz zwischen dem Kurs der Münchener-Rück-Aktie zum Zeitpunkt seiner Ausübung und dem Basiskurs in bar zu beziehen. Die Wertsteigerungsrechte können erst nach einer zweijährigen Sperrfrist und dann nur bei einem Kursanstieg um mindestens 20% gegenüber dem Basiskurs ausgeübt werden. Zusätzlich muss die Münchener-Rück-Aktie zweimal den EURO STOXX 50-Index am Ende eines Zeitraums von drei Monaten während der Planlaufzeit übertreffen. Der Bruttobetrag, der aus der Ausübung der Wertsteigerungsrechte erzielt werden kann, ist begrenzt auf eine Steigerung um maximal 150% des Basiskurses.

Nach Ausübung von Wertsteigerungsrechten wird der Ertrag von dem Unternehmen ausgezahlt, das diese gewährt hat, und zwar in der jeweiligen Landeswährung. Die am letzten Börsentag der Planlaufzeit nicht ausgeübten Rechte werden für den Planteilnehmer ausgeübt, soweit die Ausübungsvoraussetzungen vorliegen. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, verfallen die Wertsteigerungsrechte. Sofern ein anderes Unternehmen die Kontrolle über die Münchener Rück AG erlangt oder sich der Aktionärskreis der Gesellschaft aufgrund einer Verschmelzung oder eines vergleichbaren Umwandlungsvorgangs oder Zusammenschlusses wesentlich verändert (Change of Control), können alle Planteilnehmer von Munich Re ihre Wertsteigerungsrechte innerhalb von 60 Tagen nach dessen Wirksamkeit ausüben, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Ausübungsvoraussetzungen noch nicht vorliegen.

46 Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich sind das obere Management in München sowie 2009 einmalig auch die Mitglieder des Vorstands. Auch die ERGO Versicherungsgruppe AG und einzelne ihrer Tochterunternehmen sowie die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH haben für ihre Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer einmalig 2009 einen entsprechenden Plan aufgelegt. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt.

Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet.

Die aktienkursbasierte Größe TSR stellt die gesamte Rendite der Aktie dar und umfasst die Aktienkursentwicklung plus die reinvestierten Dividenden über einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Der TSR-Anfangswert und der TSR-Endwert werden aus dem Durchschnitt der letzten 60 Kalendertage vor Planbeginn bzw. vor Planende ermittelt.

Bei Planbeginn erfolgte die Zuteilung der PSU-Rechte auf der Grundlage des festgelegten Zusagebetrags bei 100% Zielerreichung und des TSR-Anfangswerts. Für den TSR ist der Total-Return-Index der Xetra-Notierung der Münchener-Rück-Aktie mit Startdatum 22. Januar 1996 maßgeblich. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr.

Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag war für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer auf 150% des Zusagebetrags und ist für das obere Management auf 300% begrenzt.

Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert.

Mid-Term Incentive Pläne 2010-2013 von Munich Re

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  Incentive-Plan 2010 Incentive-Plan 2011 Incentive-Plan 2012 Incentive-Plan 2013
Planbeginn 1.1.2010 1.1.2011 1.1.2012 1.1.2013
Planende 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015
Beizulegender Zeitwert 2013 für ein Recht - 320,78 € 334,57 € 348,89 €
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2010 38.284 - - -
Zugang - - - -
Verfallen - - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2010 38.284 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2011 38.284 63.769 - -
Zugang - - - -
Verfallen 843 - - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2011 37.441 63.769 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2012 37.441 63.769 78.568 -
Zugang - 185 - -
Verfallen 184 424 - -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2012 37.257 63.530 78.568 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2013 37.257 63.530 78.568 51.168
Zugang - 761 977 -
Ausgeübt 37.257 - - -
Verfallen - 2.147 2.891 -
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2013 - 62.144 76.654 51.168

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aufwand in Höhe von 26,6 (43,8) Millionen € aus dem Mid-Term Incentive Plan erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 79,5 (65,9) Millionen €.

47 Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 24,7 (13,3) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,3 (2,2) Millionen €; nicht darin enthalten sind 0,1 (0,2) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen, sodass sich insgesamt 2,4 (2,4) Millionen € ergaben.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 5,7 (5,8) Millionen €.

Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden keine Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene.

Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht.

Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer des Konzerns erhielten Aufsichtsräte Vergütungen in Höhe von 1,3 (1,2) Millionen €. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt.

Alle weiteren Angaben zu Organbezügen und zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Vergütungsbericht. Informationen zu Aktiengeschäften und -besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Corporate Governance Bericht.

48 Mitarbeiterzahl

Zum Jahresende waren in Deutschland 23.131 (23.700) und im Ausland 21.534 (21.737) Mitarbeiter beschäftigt.

Zusammensetzung der Mitarbeiterzahl

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  31.12.2013 Vorjahr
Rückversicherung 11.315 11.094
Erstversicherung 29.595 29.768
Munich Health 2.913 3.766
Assetmanagement 842 809
Gesamt 44.665 45.437

Der Rückgang ist vor allem auf den Verkauf der Windsor Health Group zurückzuführen.

49 Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, und deren verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst:

Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorare

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Tausend € 2013 Vorjahr
Abschlussprüfungen1 7.858 8.343
Andere Bestätigungsleistungen1 2.497 2.477
Steuerberatungsleistungen 1.250 1.324
Sonstige Leistungen 1.431 1.599
Summe 13.036 13.743

1 Davon 7.520 (7.549) Tausend € Honorare der KPMG Bayerische Treuhandgesellschatt AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft.

Die verbundenen Unternehmen der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG umfassen folgende Gesellschaften: KPMG Deutschland, KPMG Spanien, KPMG Schweiz, KPMG LLP (UK), KPMG Niederlande, KPMG Luxemburg, KPMG Türkei, KPMG Russland, KPMG Georgien, KPMG Ukraine, KPMG Armenien, KPMG Aserbaidschan, KPMG Kasachstan, KPMG Kirgistan, KPMG Norwegen, KPMG Jordanien und KPMG Saudi-Arabien.

50 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Munich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Dabei betragen die Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien insgesamt 50 (68) Millionen €, aus Rechtsstreitigkeiten 3 (1) Millionen € sowie aus Patronatserklärungen 5 (4) Millionen €. Zusätzlich ist Munich Re eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einem assoziierten Unternehmen von 20 Millionen Pfund Sterling eingegangen. Die Zahlung ist im Falle einer Überschuldung zu leisten. Alle Angaben zu Risiken aus Rechtsstreitigkeiten finden Sie im Risikobericht.

Gesellschaften von ERGO haben für ausschließlich in ihrem Auftrag tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme durch den Kunden. Für den Fall einer Inanspruchnahme besteht grundsätzlich eine Regressmöglichkeit bei dem Vermittler bzw. über dessen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -Verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben.

Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben der laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 129 (114) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG. Mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut.

Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 192 (220) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 831 (1.082) Millionen €. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen von 385 (1) Millionen € gegeben. Die genannten Beträge sind jeweils nicht abgezinste Nennwerte. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von - (5) Millionen €.

Weitere finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, bestehen nicht. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen.

51 Beschränkungen des Finanzmitteltransfers

Unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company weist zum 31. Dezember 2013 in seinem Abschluss, der nach lokalen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (Statutory Accounting Principles) erstellt wurde, negative Gewinnrücklagen aus. Aus diesem Grund kann die Gesellschaft zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren.

52 Leasing

Munich Re als Leasingnehmer Zum Bilanzstichtag bestehen insgesamt 446 (414) Millionen € offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen.

Fälligkeiten

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 90 92
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 222 204
Mehr als fünf Jahre 134 118
Gesamt 446 414

Die Verträge betreffen insbesondere Büro- und Geschäftsräume des Konzerns, IT-Ausstattung sowie Grundstücke, die wir im Rahmen unseres Programms RENT nutzen. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Im Berichtszeitraum wurden 89 (86) Millionen € Mindestleasingzahlungen sowie 9 (6) Millionen € bedingte Leasingzahlungen als Aufwand erfasst. Die Summe der zukünftig erwarteten Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen beträgt zum Stichtag 16 (22) Millionen €.

Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse betreffen insbesondere Mieten für Büro- und Geschäftsräume des Konzerns. Sie beinhalten Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember des Geschäftsjahres zukünftig fälligen Mindestleasingzahlungen und deren Barwerte:

Fälligkeiten

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  31.12.2013 Vorjahr
Mio. € Mindest-
leasingzahlungen
Zinsanteil Barwert der Mindest-
leasingzahlungen
Mindest-
leasingzahlungen
Zinsanteil Barwert der Mindest-
leasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 7 1 6 7 - 7
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 20 2 18 26 2 24
Mehr als fünf Jahre - - - 1 -1 2
Gesamt 27 3 24 34 1 33

Die Summe der zukünftig erwarteten Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen beträgt zum Stichtag 1 (1) Million €.

Munich Re als Leasinggeber

Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Grundstücke und Bauten. Der aus der Vermietungstätigkeit resultierende Gesamtbetrag der künftigen Mietzahlungsansprüche aus unkündbaren Mietverhältnissen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 911 (957) Millionen €.

Fälligkeiten

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Mio. € 31.12.2013 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 186 177
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 477 501
Mehr als fünf Jahre 248 279
Gesamt 911 957

Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen:

Fälligkeiten

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  31.12.2013 Vorjahr
Mio. € Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition
Mindestleasingzahlungen bis zu einem Jahr - - - - - -
Mindestleasingzahlungen mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 2 - 2 2 - 2
Mindestleasingzahlungen mehr als fünf Jahre 74 57 17 74 57 17
Gesamte Mindestleasingzahlungen 76 57 19 76 57 19
Nicht garantierte Restwerte 41 37 4 41 37 4
Gesamt 117 94 23 117 94 23

Die Nettoinvestitionen in die Leasingverhältnisse entsprechen den Buchwerten der Leasingforderungen zum Bilanzstichtag.

53 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im November 2013 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis zum 6. März 2014 weitere 2,8 Millionen Aktien im Wert von 434 Millionen € zurückgekauft.

54 Ergebnis je Aktie

Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden.

Ergebnis je Aktie

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    2013 Vorjahr
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend Mio. € 3.313 3.188
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien   179.065.855 177.709.667
Ergebnis je Aktie 18,50 17,94

Die Anzahl der ausstehenden Aktien verringerte sich im Geschäftsjahr 2013 aufgrund des Aktienrückkaufprogramms um 1.105.370 Aktien, während sie sich im Vorjahr um 938.520 erhöhte. Der Anstieg im Vorjahr resultierte aus Verkäufen von eigenen Aktien, welche im Zusammenhang mit dem langfristigen Incentive-Plan getätigt wurden und welche die entsprechenden Rückkäufe überkompensierten.

55 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2013 der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 1.300.223.787,00 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 7,25 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013 gemäß § 313 Abs. 2 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen, soweit sie 20% und mehr am Kapital ausmachen, sowie um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB, soweit sie 5% der Stimmrechte überschreiten.

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Name und Sitz %-Anteil am Kapital
Konsolidierte Tochterunternehmen  
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas, S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000
AEVG 2004 GmbH, Frankfurt4 0,0000
AGC Gerechtsdeurwaarders & Incasso B.V., Stadskanaal 100,0000
aktiva Vermittlung von Versicherungen und Finanz-Dienstleistungen GmbH, Köln 100,0000
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000
Amicus Legal Ltd., Bristol 100,0000
ArztPartner almeda AG, München 100,0000
avanturo GmbH, Düsseldorf 100,0000
B&C International Insurance, Hamilton, Bermuda 100,0000
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000
Bagmoor Wind Limited, Bristol 100,0000
Beaufort Dedicated No.1 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.2 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.5 Ltd, London 100,0000
Beaufort Underwriting Agency Limited, London 100,0000
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Bell & Clements (London) Ltd, London 100,0000
Bell & Clements (USA) Inc, Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Inc, Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Ltd, London 100,0000
Bos Incasso B.V., Groningen 89,7640
CAPITAL PLAZA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 100,0000
CJSIC "European Travel Insurance", Moskau 100,0000
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000
Compagnie Européenne d'Assurances, Nanterre 100,0000
Compania Europea de Seguros S.A., Madrid 99,9985
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros - Internacional, S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000
D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-Aktiengesellschaft, München3 100,0000
D.A.S. HELLAS Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Athen 99,9983
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000
D.A.S. Luxemburg Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung S.A., Strassen 99,9500
D.A.S. Oigusabikulude Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000
D.A.S. pojišt'ovna právní ochrany, a.s., Prag 100,0000
D.A.S. Rechtsschutz Aktiengesellschaft, Wien 99,9800
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 99,9900
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 99,9524
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Katar 100,0000
DAS Assistance Limited, Bristol 100,0000
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000
DAS Law Solicitors Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000
DAS Legal Protection Insurance Company Ltd., Toronto 100,0000
DAS LEGAL SERVICES LIMITED, Bristol 100,0000
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000
DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Luzern 100,0000
DAS Services Limited, Bristol 100,0000
DAS Support B.V., Amsterdam 100,0000
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000
DB Platinum IV SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I2 D), Luxemburg4 100,0000
DB Platinum IV SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I4 D), Luxemburg4 100,0000
DKV BELGIUM S.A., Brüssel 100,0000
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln3 100,0000
DKV Luxembourg S.A., Luxemburg 75,0000
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000
DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa 100,0000
EIG, Co., Wilmington, Delaware 100,0000
ERGO ASIGURARI DE VIATA SA, Bukarest 100,0000
ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO DIREKT Krankenversicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO DIREKT Lebensversicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Schwechat 100,0000
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Életbiztosító Zrt., Budapest 100,0000
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Emeklilik ve Hayat A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Funds AS, Tallinn 100,0000
ERGO General Insurance Company S.A., Athen 99,9999
ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid 100,0000
ERGO Grubu Holding A.Ş., Istanbul 100,0000
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 14. Victoria & Co. KG, Kreien2 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 5. Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien2 100,0000
ERGO Insurance N.V., Brüssel 99,9999
ERGO Insurance SE, Tallinn 100,0000
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Invest SIA, Riga 100,0000
ERGO Italia Business Solutions S.c.r.l., Mailand 100,0000
ERGO Italia Direct Network s.r.l., Mailand 100,0000
ERGO Italia S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg3 100,0000
ERGO Life Insurance Company S.A., Thessaloniki 100,0000
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO osiguranje d.d., Zagreb 100,0000
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Poist'ovna, a.s., Bratislava 100,0000
ERGO pojišt'ovna, a.s., Prag 100,0000
ERGO Previdenza S.p.A., Mailand 100,0000
ERGO Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO RUSS Versicherung AG, St. Petersburg 100,0000
ERGO Shisn, Moskau 100,0000
ERGO SIGORTA A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 93,4536
ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima, Saragossa 100,0000
ERGO Zivljenjska zavarovalnica d.d., Ljubljana 100,0000
ERGO Zivotno osiguranje d.d., Zagreb 100,0000
ERGO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 99,9999
ERV Försäkringsaktiebolag (publ), Stockholm 100,0000
ERV pojišt'ovna, a.s., Prag 90,0000
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000
EUROPÄISCHE Reiseversicherung Aktiengesellschaft, München3 100,0000
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000
FAIRANCE GmbH, Düsseldorf 100,0000
First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000
FOTOUNO S.r.l., Turin 100,0000
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Turin 100,0000
Geschlossene Aktiengesellschaft Europäische Reiseversicherung, Kiew 99,9999
GF 65, Wien4 100,0000
Global Standards, LLC, Dover, Delaware 100,0000
Globality S.A., Luxemburg 100,0000
Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London 100,0000
Group Risk Services Limited, London 100,0000
Groves, John & Westrup Limited, London 100,0000
Habiriscos - Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A., Lissabon 100,0000
Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg 100,0000
Hartford Steam Boiler (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 100,0000
Hartford Steam Boiler (Singapore) PTE Ltd, Singapore 100,0000
Hartford Steam Boiler International India Pvt. Ltd., Kolkata 100,0000
Hartford Steam Boiler International-GmbH, Rheine 100,0000
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000
HSB Brasil Servicos de Engenharia e Inspecao, Ltda., São Paulo 100,0000
HSB Engineering Finance Corporation, Dover, Delaware 100,0000
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000
HSB Engineering Insurance Services Limited, London 100,0000
HSB Group, Inc., Dover, Delaware 100,0000
HSB Japan KK, Minato-KU, Tokio 100,0000
HSB Solomon Associates Canada Ltd., Saint John, Province of New Brunswick 100,0000
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
HSB Technical Consulting & Service (Shanghai) Company, Ltd, Shanghai 100,0000
Ibero Property Portugal - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
Ibero Property Trust S.A., Madrid 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477
iii, München4 100,0000
IK Einkauf Objekt Eins GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5708
Imofloresmira - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
InterAssistance GmbH, München3 100,0000
IRIS Capital Fund II German Investors GmbH & Co. KG, Düsseldorf 85,7143
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf3 100,0000
Joint Stock Insurance Company ERGO, Minsk 92,3114
Jordan Health Cost Management Services W.L.L., Amman 100,0000
K & P Pflegezentrum IMMAC Uelzen Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445
KA Köln Assekuranz.Agentur GmbH, Köln 100,0000
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000
Landelijke Associatie van Gerechtsdeurwaarders B.V., Groningen12 89,7640
LAVG Associatie van Gerechtsdeurwaarders Zuid Holding B.V., Breda12 80,0000
LEGIAL AG, München 100,0000
LifePlans Inc., Waltham, Massachusetts 100,0000
LifePlans LTC Services, Inc., Toronto, Ontario 100,0000
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100,0000
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000
m:editerran POWER GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
MAGAZ FOTOVOLTAICA, S.L.U., Alcobendas 100,0000
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000
MEAG Adam, München4 100,0000
MEAG ANGLO CELTIC Fund, München4 100,0000
MEAG ATLAS, München4 100,0000
MEAG Bavaria, München4 100,0000
MEAG Benedict, München4 100,0000
MEAG BLN 2, München4 100,0000
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000
MEAG EDL CurryGov, München4 100,0000
MEAG EDL EuroValue, München4 100,0000
MEAG EDS AGIL, München4 100,0000
MEAG ESUS 1, München4 100,0000
MEAG EUR Global 1, München4 100,0000
MEAG Eurak, München4 100,0000
MEAG Euro 1, München4 100,0000
MEAG Euro 2, München4 100,0000
MEAG EURO-FONDS, München4 100,0000
Meag Eurostar (Spezialfonds), München4 100,0000
MEAG EURO-Yield, München4 100,0000
MEAG GBP Equities, München4 100,0000
MEAG GBP-Global-STAR, München4 100,0000
MEAG German Prime Opportunities (GPO), München4 100,0000
MEAG Gilagrent, München4 100,0000
MEAG Golf 1, München4 100,0000
MEAG HBG 1, München4 100,0000
MEAG HM Sach 1, München4 100,0000
MEAG HM Sach Rent 1, München4 100,0000
MEAG HM2000 , München4 100,0000
MEAG HMR1 , München4 100,0000
MEAG HMR2 , München4 100,0000
MEAG HYDRA, München4 100,0000
MEAG IREN, München4 100,0000
MEAG Kapital 2, München4 100,0000
MEAG Kapital 5, München4 100,0000
MEAG Lambda EUR 2, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda EUR EM Local, München4 100,0000
MEAG Lambda EUR, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda GBP, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda USD, Grünwald4 100,0000
MEAG Lambda USD-COP, Grünwald4 100,0000
MEAG Multi Sach 1, München4 100,0000
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 100,0000
MEAG Munich Re Placement, Grünwald4 100,0000
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
MEAG NOK-Fonds, München4 100,0000
MEAG Olympia, München4 100,0000
MEAG OptiMAX, München4 100,0000
MEAG PK-NORD, München4 100,0000
MEAG PK-WEST, München4 100,0000
MEAG Premium, München4 100,0000
MEAG RenditePlus, München4 100,0000
MEAG REVO, München4 100,0000
MEAG SAG 1, München4 100,0000
MEAG Sustainability, München4 100,0000
Meag Tandem (Spezialfonds), München4 100,0000
MEAG UK Reserve 1, München4 100,0000
MEAG US Real Estate Management Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
MEAG US Reserve Fund II, München4 100,0000
MEAG US Reserve, München4 100,0000
MEAG USD Equities, München4 100,0000
MEAG Vidas 4, München4 100,0000
MEAG Vidas Rent 3, München4 100,0000
MEAG Vigifonds, München4 100,0000
MEAG VLA, München4 100,0000
MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100,0000
MedNet Greece S.A., Athen 78,1419
MedNet Holding GmbH, München 100,0000
MedNet International Ltd., Nicosia 100,0000
MedNet Saudi Arabia LLC, Riad 100,0000
MedNet UAE FZ L.L.C., Dubai 100,0000
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 100,0000
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd., Ta' Xbiex 99,9999
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 99,9999
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000
Midwest Enterprises, Inc., Miami, Florida 100,0000
MR Beteiligungen 1. GmbH, München3 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000
MR ERGO Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000
MR Infrastructure Investment GmbH, Grünwald 100,0000
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000
MR RENT-Investment GmbH, München 100,0000
MR Solar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA SRL, Bozen 100,0000
MSP Underwriting Ltd., London 100,0000
MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczeniowe S.A., Sopot 100,0000
MU068 MR Placem (FCP), München4 100,0000
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Atlanta Financial Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Health Alpha GmbH, München3 100,0000
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000
Munich Health Holding AG, München3 100,0000
Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney 100,0000
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis 100,0000
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000
Munich Re Capital Limited, London 100,0000
Munich Re Capital Markets New York, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo 100,0000
Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London 100,0000
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 99,9999
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 99,9999
Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Trading LLC, Wilmington, DE 100,0000
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000
Munich Re Underwriting Limited, London 100,0000
Munich Re Weather & Commodity Risk Advisors LLC, Wilmington, DE 100,0000
Munich Re Weather & Commodity Risk Holding, Inc., Wilmington, DE 100,0000
Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000
Munichre General Services Limited i.L., London 100,0000
Munichre New Zealand Service Ltd., Auckland 100,0000
N.M.U. (Holdings) Limited, Leeds 100,0000
Neckermann Versicherung AG, Nürnberg 100,0000
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000
Nightingale Legal Services Ltd., Bristol 100,0000
NMU Group Limited, London 100,0000
Northern Marine Underwriters Limited, Leeds 100,0000
OIK Mediclin, Wiesbaden4 66,6672
P.A.N. GmbH & Co. KG, Grünwald2 99,0000
Princeton Eagle Holding (Bermuda) Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000
Princeton Eagle Insurance Company Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000
Princeton Eagle West (Holding) Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Princeton Eagle West Insurance Company Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Proserpina Vermögensverwaltungsges. mbH, München 100,0000
Queensley Holdings Limited, Singapur4 100,0000
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000
Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke Insurance Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000
Scout Moor Group Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 1) Limited., Manchester 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Wind Farm (No. 2) Limited, Manchester 100,0000
Scout Moor Wind Farm Limited, Manchester 100,0000
Seminaris Hotel- und Kongreßstätten-Betriebsgesellschaft mbH, Lüneburg 100,0000
Silvanus Vermögensverwaltungsges. mbH, München 100,0000
Solomon Associates Limited, London 100,0000
Sopocki Instytut Ubezpieczeń S.A., Sopot 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000
SunEnergy & Partners S.r.l., Brindisi 100,0000
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000
The Atlas Insurance Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000
The Polytechnic Club, Inc., Hartford, Connecticut 100,0000
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000
UK Wind Holdings Ltd, London 100,0000
Union Beteiligungsholding GmbH, Wien 100,0000
Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañía de Seguros, Saragossa 100,0000
Van Arkel Gerechtsdeurwaarders B.V., Leiden12 79,0000
Venus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000
Victoria Investment Properties Two L.P., Atlanta, Georgia 100,0000
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000
Victoria US Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
VICTORIA US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA US Property Zwei GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA-VOLKSBANKEN Biztosító Zrt., Budapest 100,0000
Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000
Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach 100,0000
Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hongkong 67,0000
Watkins Syndicate Labuan Limited (WSLAB), Labuan 100,0000
Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai 100,0000
Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapur 100,0000
welivit GmbH, Nürnberg 100,0000
welivit Solarfonds GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
welivit Solarfonds S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
WFB Stockholm Management AB, Stockholm4 50,0000
Wind Farms Götaland Svealand AB, Hässleholm 100,0000
Windpark MR-B GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000
Windpark MR-D GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000
Windpark MR-N gmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000
Windpark MR-S GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000
Windpark MR-T GmbH & Co.KG, Bremen2 100,0000
Windsor Health Plan of Georgia, Inc., i.L., Atlanta, Georgia 100,0000
Windsor Health Plan of Louisiana, Inc., i.L., Lafayette, Louisiana 100,0000
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Fürth 75,1243
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen  
80e LIMITED, Bristol 100,0000
Aleama 150015 S.L., Madrid 100,0000
Amicus Ltd., Bristol 100,0000
Arridabra 130013 S.L., Madrid 100,0000
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000
Associated Asset Management Corporation B.V., 's-Hertogenbosch 51,0000
B&D Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000
B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000
Badozoc 1001 S.L., Madrid 100,0000
Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000
Baqueda 7007 S.L., Madrid 100,0000
Beaufort Dedicated No.3 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.4 Ltd, London 100,0000
Beaufort Dedicated No.6 Ltd, London 100,0000
Beaufort Underwriting Services Limited, London 100,0000
BioEnergie Verwaltungs-GmbH, Elsterwerda 100,0000
Blitz 01-807 GmbH, München 100,0000
Bobasbe 6006 S.L., Madrid 100,0000
Botedazo 8008 S.L., Madrid 100,0000
Callopio 5005 S.L., Madrid 100,0000
Camcichu 9009 S.L., Madrid 100,0000
CAPITAL PLAZA Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000
Caracuel Solar Catorce S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Cinco S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Cuatro S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Diez S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Doce S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Dos S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Nueve S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Ocho S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Once S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Quince S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Seis S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Siete S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Trece S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Tres S.L., Madrid 100,0000
Caracuel Solar Uno S.L., Madrid 100,0000
CarePlus Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH, Köln 100,0000
Ciborum GmbH, München 100,0000
Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan 100,0000
Corion Pty Limited, Sydney 100,0000
Cotatrillo 100010 S.L., Madrid 100,0000
D.A.S. Prawo i Finanse Sp. z o.o., Warschau 100,0000
D.A.S., Tomasz Niedzinski Kancelaria Prawna Spolka komandytowa, Warschau 95,0000
DAS Consultancy & Detachering Rotterdam B.V., Rotterdam 85,0200
DAS Financial Services B.V., Amsterdam 51,0000
DAS Incasso Arnhem B.V., Arnheim 100,0000
DAS Incasso Eindhoven B.V., 's-Hertogenbosch 80,0000
DAS Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 80,0000
DAS Law Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Protection Ireland Limited, Dublin 100,0000
DAS Legal Protection Limited, Christchurch, Neuseeland 100,0000
DAS Legal Protection Limited, Vancouver 100,0000
DAS Legal Protection Pty. Ltd., Sydney 100,0000
DAS Lex Assistance, S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000
De Wit Vissers Incasso Holding B.V., Breda 95,0000
Diana Vermögensverwaltungs AG, München 100,0000
DKV - Beta Vermögensverwaltungs GmbH, Köln 100,0000
DKV Gesundheits Service GmbH, Köln 100,0000
DKV Immobilienverwaltungs GmbH, Köln 100,0000
DKV Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100,0000
DKV Servicios, S.A., Saragossa 100,0000
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000
DRA Debt Recovery Agency B.V., 's-Gravenhage 100,0000
E&S Claims Management Inc., Reston, Virginia4 0,0000
Economic Data Research B.V., Leidschendam 100,0000
Economic Data Resources B.V., Leidschendam 100,0000
EDR Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000
EDR Credit Services B.V., 's-Gravenhage 100,0000
ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Asia Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000
ERGO GmbH, Herisau 100,0000
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 15. Victoria & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 4. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-GmbH 7. Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien 100,0000
ERGO Immobilien-Verwaltungs-GmbH, Kreien 100,0000
ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000
ERGO PORTFÖY YÖNETIMI A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO PRO S.r.l., Verona 100,0000
ERGO Pro Sp. z o.o., Warschau 100,0000
ERGO Pro, spol. & r.o., Prag 100,0000
ERGO Specialty GmbH, Hamburg 100,0000
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERIN Sigorta Aracilik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul 99,9950
ERV (China) Travel Service and Consulting Ltd., Beijing 100,0000
ERV (India) Travel Service and Consulting Private Limited, Mumbal 99,9999
ERV Seyahat Sigorta Aracilik Hizmetleri ve Danismanlik Ltd.Sti., Istanbul 99,0000
Etics, s.r.o., Prag 100,0000
Etoblete 160016 S.L., Madrid 100,0000
EUREKA GmbH, Düsseldorf 99,9999
Euro Alarm Assistance Prague, s.r.o., Prag 100,0000
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000
Euro-Center (Thailand) Co. Ltd., Bangkok 100,0000
Euro-Center Cape Town (Pty.) Ltd., Kapstadt 100,0000
Euro-Center China (HK) Co., Ltd., Beijing 100,0000
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000
Euro-Center Holding SE, Prag 83,3330
Euro-Center Ltda., São Paulo 100,0000
Euro-Center North Asia Consulting Services (Beijing) Co., Ltd., Beijing 100,0000
Euro-Center USA, Inc., New York City, New York 100,0000
Euro-Center Yerel Yardim, Istanbul 100,0000
Euro-Center, S.A. (Spain), Palma de Mallorca 100,0000
Europäische (UK) Ltd., London 100,0000
European Assistance Holding GmbH, München 100,0000
Evaluación Médica TUW, S.L., Barcelona 100,0000
EVV Logistik Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
Exolvo GmbH, Hamburg 100,0000
First Legal Protection Limited, Bristol 100,0000
First Marine Financial Services, Amelia, Ohio 100,0000
Forst Ebnath AG, Ebnath 96,7315
Gamaponti 140014 S.L., Madrid 100,0000
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,7826
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000
GEMEDA Gesellschaft für medizinische Datenerfassung und Auswertung sowie Serviceleistungen für freie Berufe mbH, Köln 100,0000
goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000
goMedus Gesellschaft für Qualität in der Medizin mbH, Köln 100,0000
goMedus GmbH & Co. KG, Köln 100,0000
GRANCAN Sun-Line S.L., Madrid 100,0000
Great Lakes Re Management Company (Belgium) S.A., Brüssel 100,0000
Guanzu 2002 S.L., Madrid 100,0000
Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg 100,0000
Hamburg-Mannheimer ForsikringService A/S, Kopenhagen 100,0000
Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz Schaden-Service GmbH, Hamburg 100,0000
Hands On Arnhem B.V., Arnheim 100,0000
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda, Bogotá 100,0000
Hestia Advanced Risk Solutions Sp. z o.o., Sopot 100,0000
Hestia Loss Control Sp. z o.o., Sopot 100,0000
Horbach GmbH Versicherungsvermittlung und Finanzdienstleistungen, Düsseldorf 70,1000
HSB Associates, Inc., New York, New York 100,0000
HSB Inspection Quality Limited, Chelmsford 100,0000
HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee 100,0000
HSB Ventures, Inc., Dover, Delaware 100,0000
Humanity B.V., 's-Gravenhage 100,0000
Ibero Property Guadalix S.A., Madrid 100,0000
IDEENKAPITAL Anlagebetreuungs GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Client Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
Ideenkapital Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest DREI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK US Portfolio Invest ZWEI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
InterAssistance Gesellschaft für Dienstleistungen mit beschränkter Haftung, München 100,0000
Janus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Jupiter Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Juventus Vermögensverwaltungs AG, Hamburg 100,0000
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000
K & P Objekt München Hufelandstraße GmbH, Düsseldorf 100,0000
Koole & Sennef Gerechtsdeurwaarders kantoor B.V., s-Gravenhage 100,0000
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Fürth 100,0000
Kuik & Partners Gerechtsdeurwaarders & Incassobureau B.V., Eindhoven 100,0000
Kuik & Partners Credit Management BVBA, Brüssel 98,9000
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
LAVG Zuid B.V., Breda 100,0000
LawAssist Limited, Bristol 100,0000
Legal Net GmbH, München 100,0000
m:editerran POWER FRANCE GmbH, Nürnberg 100,0000
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
MAM Munich Asset Management GmbH, München 100,0000
Marbury Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000
MAYFAIR Financing GmbH, München 100,0000
MAYFAIR Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000
MEAG Hong Kong Limited, Hongkong 100,0000
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000
MEAG Real Estate Erste Beteiligungsgesellschaft, München 100,0000
Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Dritte Film GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Vierte Medien GmbH, Grünwald 100,0000
Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000
MedNet Europa GmbH, München 100,0000
MedNet Gulf E.C., Manama 100,0000
MedNet International Offshore SAL, Beirut 99,6700
MedWell Gesundheits-AG, Köln 100,0000
MESA ASISTENCIA, S.A., Madrid 99,9000
miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000
miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000
miCura Pflegedienste München / Dachau GmbH, Dachau 51,0000
miCura Pflegedienste München GmbH, München 100,0000
miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000
MR Beteiligungen 14. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 15. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 16. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000
MR Parkview Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
MR RENT-Management GmbH, München 100,0000
MR Solar Beneixama GmbH, Nürnberg 100,0000
Münchener Consultora Internacional S.R.L., Santiago de Chile 100,0000
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S. R. L., Buenos Aires 100,0000
Münchener de Colombia S.A. Corredores de Reaseguros i.L., Santa Fe de Bogota D.C. 100,0000
Münchener de Mexico S. A., Mexiko 100,0000
Münchener de Venezuela C.A. Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000
Münchener Ecoconsult GmbH i.L., München 100,0000
Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München 100,0000
Münchener Vermögensverwaltung GmbH, München 100,0000
Munich American Reassurance Company PAC, Inc., Atlanta, Georgia4 0,0000
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000
Munich Columbia Square Corp., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000
Munich Re America Brokers, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re America Management Ltd., London 100,0000
Munich Re Automation Solutions GmbH, München 100,0000
Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Automation Solutions KK, Tokio 100,0000
Munich Re Automation Solutions Pty Limited, Sydney 100,0000
Munich Re Capital Markets GmbH, München 100,0000
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000
Munich Re Japan Services K. K., Tokio 100,0000
Munich Re Life and Health (UK) Plc. i.L., London 100,0000
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Limited, Dubai 100,0000
Munich-American Global Services (Munich) GmbH i.L., München 100,0000
Munich-American Risk Partners GmbH, München 100,0000
Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
MunichFinancialGroup AG Holding, München 100,0000
MunichFinancialServices AG Holding, München 100,0000
Munichre Service Limited, Hongkong 100,0000
Naretoblera 170017 S.L., Madrid 100,0000
Nerruze 120012 S.L., Madrid 100,0000
One State Street Intermediaries, Inc., Hartford, Connecticut 100,0000
Orrazipo 110011 S.L., Madrid 100,0000
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 99,0000
PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000
ProContact Sp. z o.o., Danzig 100,0000
PRORENDITA DREI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
PRORENDITA ZWEI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
ProVictor Immobilien GmbH, Düsseldorf7 50,0000
ProVictor Property Fund IV Management, Inc., Atlanta 51,0000
ProVictor Property Fund V Management, Inc., Atlanta 51,0000
ProVictor Property Fund VI Management, Inc., Atlanta 51,0000
ProVictor US Corporation, Atlanta 100,0000
Reaseguradora de las Américas S. A., La Habana 100,0000
Roanoke Trade Insurance Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Straßburg 100,0000
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer 100,0000
Schrömbgens & Stephan GmbH, Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000
Seldac 1. Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
Sensus Group B.V., Stadskanaal 100,0000
Solarfonds Garmisch-Partenkirchen 2011 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp. z o.o., Sopot 100,0000
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000
Sydney Euro-Center Pty. Ltd., Sydney 100,0000
Synkronos Italia SRL, Mailand 60,1000
TAS Assekuranz Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
TAS Touristik Assekuranz Service International GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
TAS Touristik Assekuranzmakler und Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000
TGR Biztosítás Többesügynöki Zrt., Budapest 100,0000
Three Lions Underwriting Ltd., London 100,0000
Tillobesta 180018 S.L., Madrid 100,0000
Titus AG, Düsseldorf 100,0000
Trusted Documents GmbH, Nürnberg 100,0000
US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
VB VICTORIA Zastupanje u Osiguranju d.o.o., Zagreb 74,9000
Verwaltungsgesellschaft "PORT VICTORIA" GmbH, Düsseldorf 100,0000
VFG Vorsorge-Finanzierungsconsulting GmbH, Wien 100,0000
VICTORIA Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Immobilien Management GmbH, München 100,0000
VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA US Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0000
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria VIP II, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Viwis GmbH, München 100,0000
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000
VV-Consulting Többesügynöki Kft., Budapest 100,0000
welivit New Energy GmbH, Fürth 100,0000
welivit Solar España GmbH, Nürnberg 100,0000
Welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000
Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen 83,3300
Windpark Osterhausen-Mittelhausen Infrastruktur GbR, Bremen 60,0000
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000
Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg 100,0000
Zacobu 110011 S.L., Madrid 100,0000
Zacuba 6006 S.L., Madrid 100,0000
Zacubacon 150015 S.L., Madrid 100,0000
Zafacesbe 120012 S.L., Madrid 100,0000
Zapacubi 8008 S.L., Madrid 100,0000
Zarzucolumbu 100010 S.L., Madrid 100,0000
Zetaza 4004 S.L., Madrid 100,0000
Zicobucar 140014 S.L., Madrid 100,0000
Zucaelo 130013 S.L., Madrid 100,0000
Zucampobi 3003 S.L., Madrid 100,0000
Zucarrobiso 2002 S.L., Madrid 100,0000
Zucobaco 7007 S.L., Madrid 100,0000
Zulazor 3003 S.L., Madrid 100,0000
Zumbicobi 5005 S.L., Madrid 100,0000
Zumcasba 1001 S.L., Madrid 100,0000
Zuncabu 4004 S.L., Madrid 100,0000
Zuncolubo 9009 S.L., Madrid 100,0000
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen  
13th & F associates Limited Partnership, Washington D.C.9 80,0000
Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad 25,5800
Avantha ERGO Life Insurance Company, Mumbai 26,0000
BHS tabletop AG, Selb1 (BW 35 Mio. EUR) 28,9134
Bloemers Beheer B.V., Rotterdam 23,1824
Consorcio Internacional de Aseguradores de Crédito, S.A., Madrid5 15,4588
Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920
DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi 20,0000
EGM Wind SAS, Paris 40,0000
ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan, 50,0000
Europai Utazasi Biztosito Rt., Budapest 26,0000
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 40,0000
Global Insurance Company, Ho-Chi-Minh-Stadt 35,0000
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 26,0000
HighTech Beteiligungen GmbH und Co. KG, Düsseldorf 23,1000
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH, Düsseldorf 50,0000
Marchwood Power Limited, Marchwood 50,0000
MAYFAIR Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 71,4285
MCAF Verwaltungs-GmbH & Co.KG, Düsseldorf 50,0000
MEAG Pacific Star Holdings Ltd., Hongkong 50,0000
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg1 (BW 209 Mio. EUR) 35,0042
MEGA 4 GbR, Berlin 34,2569
PICC Asset Management Company Ltd., Shanghai5 19,0000
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH, Frankfurt a.M. 33,3333
RP Vilbeler Fondsgesellschaft mbH, Frankfurt a. M. 40,0000
Sana Kliniken AG, München 21,7025
SAS Le Point du Jour, Paris 50,0000
Saudi National Insurance Company B.S.C. (c), Manama 22,5000
SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 44,7969
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000
Suramericana S.A., Medellin5 18,8669
TERTIANUM Besitzgesellschaft Berlin Passauer Strasse 5-7 mbH, München 25,0000
TERTIANUM Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 und Sigismundstrasse 5-9 mbH, München 25,0000
TERTIANUM Besitzgesellschaft München Jahnstrasse 45 mbH, München 33,3333
T-Solar Global Operating Assets S.L.U., Madrid 37,0000
U.S. Property Fund IV GmbH & Co. KG, München 21,7286
U.S. Property Management III L.P., Atlanta 20,0000
US PROPERTIES VA GmbH & Co. KG, Düsseldorf 46,0939
VICTORIA-VOLKSBANKEN Pensionskassen Aktiengesellschaft, Wien 47,5028
VICTORIA-VOLKSBANKEN Vorsorgekasse AG, Wien 50,0000
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 43,7516
VV Immobilien GmbH & Co. United States KG, München 28,9514
VV Immobilien GmbH & Co. US City KG, München 23,0999
VV Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Zentraleuropa KG, München 20,4082
WISMA ATRIA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 65,0000
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen  
"PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Hamburg 31,9660
"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Hamburg 25,8178
"REISEGARANT" Gesellschaft für die Vermittlung von Insolvenzversicherungen mbH, Hamburg 24,0000
Agricultural Management Services S.r.l., Verona 33,3333
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600
BF.direkt AG, Stuttgart 27,2000
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000
Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 39,3354
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000
Grundeigentümer - Interessengemeinschaft City Nord GmbH, Hamburg 20,0000
Hannover Finanz-Umwelt Beteiligungsgesellschaft mbH, Hillerse 20,0000
Hartford Research, LLC, Lewes, Delaware 41,7500
IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co.KG, Düsseldorf 36,6889
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000
MCAF Management GmbH, Düsseldorf 50,0000
MSMR Parkview LLC, Dover, Delaware 38,4600
PERILS AG, Zürich5 11,1100
POOL Sp. z o.o., Warschau 33,7500
RM 2264 Vermögensverwaltungs GmbH, München 25,0000
Rumba GmbH & Co. KG, München 25,0000
Rural Affinity Insurance Agency Pty Limited, Sydney 50,0000
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000
Secundi CVBA, Brüssel 33,0000
TERTIANUM Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH, München 33,3333
TERTIANUM Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz 25,0000
Trend Capital GmbH & Co. Solarfonds 2 KG, Mainz 34,4234
Triple IP B.V., Amsterdam 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT KELANG" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MAUBERT" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MELBOURNE" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MENIER" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOODY" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MORESBY" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT NELSON" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT SAID" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT STANLEY" GmbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Hamburg 50,0000
Verwaltungsgesellschaft "PORT UNION" mbH, Hamburg 50,0000
VisEq GmbH, Grünwald 34,0000
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319
VV Immobilien GmbH & Co. GB KG, Düsseldorf 40,9241
VV Immobilien Verwaltungs GmbH, München 30,0000
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000
WISMA ATRIA Holding GmbH, Düsseldorf 50,0000
Sonstige Beteiligungen ab 20 %  
Capital Dynamics Champion Ventures VI, L.P., Woodside, California11 (EK in T€: 73.254; JE in T€: 6.150) 27,3400
FIA Timber Partners II L.P., Wilmington, Delaware6 (EK in T€: 82.501; JE in T€: -1.085) 39,0800
Hines Pan-European Core Fund FCP-FIS, Luxemburg11 (EK in T€: 222.841; JE in T€: 274) 20,7500
HRJ Capital Global Buy-Out III (U.S.), L.P., Woodside, California11 (EK in T€: 85.560; JE in T€: 15.467) 44,8788
ORM Timber Fund III (Foreign) LLC, Wilmington, Delaware8 (EK in T€: 1.083; JE in T€: -81) 39,1000
RMS Forest Growth International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands8 (EK in T€: 25.042; JE in T€: ---) 43,4700
Sonstige Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimmrechte  
Admiral Group plc, Cardiff 10,1033
Best Doctors, Health Resources and Technology, Inc., Boston, Massachusetts 5,6100
Credit Guarantee Insurance Corporation, Johannesburg 7,1037
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 16,0000
Jordan Insurance Co. p.l.c., Amman 10,0000
New National Assurance Company Ltd., Durban, South Africa 16,0000
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 10,7597
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah 15,0000
Swaziland Royal Insurance Corporation, Mbabane 16,0000
Wataniya Cooperative Insurance Company, Jeddah 10,0000

1 Der Börsenwert (BW) zum 31.12.2013 dieser Gesellschaft beträgt "XX" Millionen €.
2 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2013 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
3 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2013 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
4 Beherrschung aufgrund des Vorliegens einer Zweckgesellschaft gemäß SIC 12, an der Munich Re die wesentlichen Chancen und Risiken behält.
5 Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Zugehörigkeiten von Munich Re zum Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan oder einem sonstigen gleichartigen Leitungsorgan des assoziierten Unternehmens.
6 Kein maßgeblicher Einfluss, da weder personelle noch sachliche Verpflechtungen gemäß IAS 28.7 mit Munich Re bestehen.
7 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
8 Kein maßgeblicher Einfluss, da reines Finanzinvestment unter Managementverantwortung eines externen Assetmanagers.
9 Maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.
10 Kein maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.
11 Kein maßgeblicher Einfluss, da Satzung, Gesellschaftsvertrag oder eine sonstige Vereinbarung alle wesentlichen Entscheidungen betreffend die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens an ein Quorum binden, welches seitens des Mehrheitsgesellschafters ohne Zustimmung der nicht beherrschenden Gesellschafter erreicht werden kann.
12 Beherrschung, obwohl Stimmrechtsanteil unter 50%, da gemäß Satzung oder einer sonstigen Vereinbarung, zum Beispiel eines Beherrschungsvertrages, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens bestimmt werden kann.

 

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 10. März 2014.

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Konzern-Eigenkapitalentwicklung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 12. März 2014

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Frank Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer

Roland Hansen, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

 

München, den 19. März 2014

von Bomhard

Arnoldussen

Blunck

Daschner

Jeworrek

Röder

Schneider

Wenning

Die Münchener Rück AG

Struktur

Munich Re kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Gleichzeitig hebt sie Synergien bei Erträgen und Kosten und mindert durch die breite Diversifikation das notwendige Risikokapital. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten weltweit unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Versicherungsgruppe (ERGO) engagiert sich in nahezu allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Unter dem Dach der Marke Munich Health sind die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands zusammengeführt. Zudem ist Munich Re im Assetmanagement aktiv. Die Münchener Rück AG ist die Muttergesellschaft von Munich Re.

Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen.

Die Münchener Rück AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt.

Dieser Lagebericht fasst die Geschäftstätigkeit der Münchener Rück AG zusammen.

Die Ressorts der Rückversicherung

Unser Geschäft ist in fünf Ressorts organisiert.

Unser weltweites Geschäft in der Lebensrückversicherung wird im Ressort Life gezeichnet.

Vier weitere Ressorts widmen sich der Schaden- und Unfallrückversicherung. Mit verschiedenen strukturellen Anpassungen werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Sie sollen bis Ende 2014 umgesetzt werden.

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen und zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten sowie Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt. Es ist zuständig für die dort angesiedelten Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich. Hinzu kommt weltweites Geschäft in Spezialsparten wie der Arbeiterunfallversicherung.

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa (ausgenommen Deutschland) sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig. Künftig werden hier vier Marktbereiche zu dreien zusammengefasst; der genaue Zuschnitt wird im ersten Halbjahr 2014 festgelegt.

Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Deutschland sowie in Afrika, Asien, Australien und der pazifischen Inselwelt. Das fakultative Geschäft, also die Rückversicherung von Einzelrisiken, soll - wie bereits im Ressort Global Clients and North America gehandhabt - nun auch in den Ressorts Europe and Latin America und Germany, Asia Pacific and Africa jeweils gebündelt werden.

Das Ressort Special and Financial Risks betreut die Sparten Kreditrisiken, Luft- und Raumfahrt, Agro-, Unternehmer- und Sonderrisiken sowie Risk Solutions für Industriekunden. Die Verbriefung von Versicherungsrisiken und den Risikotransfer auf den Kapitalmarkt übernimmt der Bereich Risk Trading. Zudem ist das Ressort für unsere eigene Rückversicherung (Retrozession) zuständig. Im Rahmen der Strukturanpassung wird die zentralisierte Verantwortung für das Transportgeschäft diesem Ressort in einem neuen Bereich zugeordnet werden. Durch die Bündelung wollen wir die Qualität des Underwritings, den Service für unsere weltweiten Kunden sowie die Produktentwicklung weiter stärken.

Die Rückversicherung im Überblick1

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Ressort Ausgewählte Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands2
Life Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia Munich Re, Tokio (Life Branch) Munich Re, Toronto (Life Branch) Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd. - New Zealand Branch, Auckland Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., Sydney Munich Re, London (Life Branch)
Global Clients and North America American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware3 American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma Beaufort Underwriting Agency Ltd., London Bell & Clements (London) Ltd., London First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio Global Standards, LLC, Wilmington, Delaware Groves, John & Westrup Ltd., London HSB Engineering Insurance Ltd., London HSB Group, Inc., Dover, Delaware HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut MSP Underwriting Ltd., London Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware3 Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto Munich Re Underwriting Ltd., London NMU Group Ltd., London Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois Temple Insurance Company, Toronto The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware The Midland Company, Cincinnati, Ohio
Europe and Latin America Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo3 Munich Re, Madrid3 Munich Re, Milan Munich Re, Paris Munich Re, London (General Branch)
Germany, Asia Pacific and Africa Great Lakes, Sydney Great Lakes, Auckland Munich Re, Sydney Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis Munich Re, Kuala Lumpur Munich Re, Kuala Lumpur (Retakaful Branch) Munich Re, Beijing3 Munich Re, Hongkong3 Munich Re, Seoul3 Munich Re, Auckland Munich Reinsurance Company of Africa Ltd., Johannesburg Munich Re, Singapore3
Special and Financial Risks Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London3 Great Lakes, Zurich Great Lakes, Dublin Great Lakes, Milan Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex3 New Reinsurance Company Ltd., Zurich3 Munich Re Weather & Commodity Risk Advisors, Wilmington, Delaware

1 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes finden Sie im Anhang.
2 Nur Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlands mit einem Eigenkapital von in der Regel mehr als 5 Millionen € sind aufgeführt.
3 Einheiten, die auch Geschäfte in Munich Health betreiben und der Rückversicherung daher anteilig zugeordnet werden.

Der globale Gesundheitsmarkt ist einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige. Dies gilt gleichermaßen für den Versorgungs- und den Versicherungsbereich. Um die damit verbundenen Chancen zu nutzen, hat Munich Re die Krankenrückversicherung weltweit und die Krankenerstversicherung außerhalb Deutschlands unter der Marke Munich Health zusammengeführt. Munich Health deckt weite Teile der Wertschöpfungskette im Gesundheitsbereich ab und wird seit 2010 als eigenständiges Segment ausgewiesen.

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH (MEAG) steht für alle Kapitalanlageaktivitäten von Munich Re und ERGO. Darüber hinaus bietet sie ihr umfassendes Knowhow externen institutionellen Anlegern und Privatkunden an.

Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung

Maßgeblich für unsere Unternehmenssteuerung ist die Gruppensicht, in der die Münchener Rück AG ein bedeutender Bestandteil ist. Aufgrund der gesellschaftsübergreifenden Steuerung unserer Geschäftsfelder ist es schwierig, die Münchener Rück AG aus diesem Gesamtkontext zu extrahieren. Im Folgenden wird daher durchgängig die Steuerungssystematik des Konzerns und der Rückversicherungsgruppe beschrieben. Falls nicht explizit von der Münchener Rück AG gesprochen wird, ist der Konzern oder die Rückversicherungsgruppe gemeint. Im letzten Absatz wird die Auswirkung der Konzernziele auf die Kerngrößen der Münchener Rück AG erläutert.

Wertorientierte Unternehmensführung - die Steuerungsphilosophie von Munich Re

Ziel von Munich Re ist es, Risiken in all ihren Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und mit an den Risiken gemessen hohen Gewinnen nachhaltig Wert für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Den Börsenkurs der Münchener-Rück-Aktie nachhaltig zu steigern ist maßgebliche Richtschnur unseres unternehmerischen Denkens und Handelns. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Verwendung wertorientierter Steuerungssysteme.

Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement sind die verfügbaren Eigenmittel, welche die ökonomische Kapitalausstattung von Munich Re beschreiben. Daneben beachten wir bei der Steuerung unseres Geschäfts eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen; situationsbedingt können sie kurzfristig die Ausrichtung einer Einheit bestimmen. Dazu gehören Regelungen örtlicher Rechnungslegungssysteme, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Diese Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

Geschäftliche Aktivitäten werden nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.

Mit wertorientierten Steuerungsgrößen stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher.

Verantwortlichkeiten weisen wir klar zu und nennen Management und Mitarbeitern die Stellgrößen für die Wertsteigerung.

Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte zu berücksichtigen und abzuwägen: Einerseits sollten sie einfach sein, damit die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit verständlich bleiben. Andererseits liegt die Herausforderung darin, die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abzubilden und das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten. Unsere Geschäftsaktivitäten sind vielfältig, ein Nebeneinander verschiedener Messgrößen ist unvermeidbar.

Die Steuerungsgrößen in der Gruppe

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC).

Economic Earnings

Ausgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung einer Periode. Den in einer Periode geschaffenen Wert ermitteln wir auf Gruppenebene anhand der zentralen Steuerungsgröße Economic Earnings und damit weitgehend in Einklang mit dem künftigen Aufsichtsregime Solvency II. Die Economic Earnings stellen die Veränderung des ökonomischen Eigenkapitals in einer Periode dar, das um Kapitalein- und -auszahlungen einschließlich Dividenden und Aktienrückkäufe angepasst wird.

Die zentrale Steuerung erfolgt getrennt nach den Bereichen Versicherungstechnik und Kapitalanlagen. Zu den wesentlichen Einflussgrößen zählen neben den Wertänderungen aus unserem Neugeschäft vor allem die Veränderungen aus dem Marktrisiko (Zinsen, Aktien und Wechselkurse), aus dem Kreditrisiko (Risikozuschläge, Bonitätseinstufungen und Forderungsausfälle), aus dem Marktumfeld des Kranken- und Lebensversicherungsgeschäfts (Sterblichkeit, Morbidität, Langlebigkeit und Storno) sowie der Schaden- und Kostenentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung.

Im Rahmen des gruppeneinheitlichen Steuerungsmodells der Economic Earnings verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende Steuerungsansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts und Verantwortlichkeiten Rechnung tragen: Dies sind der Wertbeitrag für die Schaden- und Unfallrückversicherung und für Munich Health und die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit (Asset-Liability-Management). Im Bereich der Lebensversicherung sowie für den Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts kommen darüber hinaus der Neugeschäftswert und die Veränderung des Bestandsgeschäfts basierend auf dem Market Consistent Embedded Value (MCEV) zur Anwendung. Für das Erstversicherungsgeschäft von ERGO wird die Steuerungsgröße Economic Earnings direkt verwendet, da hierfür keine geschäftsfeldindividuellen Anpassungen notwendig sind. Die Konzernsteuerung ist so ausgerichtet, dass wir in der Lage sind, die Wertschaffung zu maximieren und dabei auch Nebenbedingungen zu beachten.

Return on Risk adjusted Capital (RoRaC)

Auch mit der risikoadjustierten Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) als Konzernsteuerungsgröße, die wir einheitlich auf Gesamtkonzernebene anwenden, wollen wir die Wertorientierung von Munich Re betonen. Der RoRaC setzt die am Kapitalmarkt gängige Erfolgsgröße IFRS-Konzernergebnis, die wir um die Verzinsung des zusätzlich vorhandenen Eigenkapitals bereinigen, in Relation zum erforderlichen Risikokapital (Economic Risk Capital). Die Höhe des Risikokapitals ermitteln wir mit unserem internen, ökonomisch geprägten und an den künftigen Aufsichtsvorschriften orientierten Risikomodell.

Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuern (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die - bei gegebener Risikotoleranz - auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Als Bezugsgröße für die Bereinigung dient das Kapital, das über das notwendige Risikokapital hinausgeht, das "zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital"; unter Umständen kann es für Rating- und Solvenzzwecke sowie für profitables Wachstum erforderlich sein. Das zusätzlich vorhandene ökonomische Eigenkapital wird in der hier vorgestellten Systematik risikolos verzinst, weil sämtliche Risikokomponenten der Kapitalanlagen und der Versicherungstechnik durch das interne Risikomodell mit Risikokapital unterlegt und mit spezifischen Renditeanforderungen verbunden sind. Übersteigt das Risikokapital das vorhandene ökonomische Eigenkapital, setzen wir den Korrekturposten in der RoRaC-Formel auf null.

Der RoRaC ist eine pragmatische Mischung aus Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Erst wenn die Anforderungen an die Kapitalausstattung und an die Performance-Rechnung nach Solvency II verlässlich feststehen und erprobt sind, wollen wir unsere Ziele an diesen Messgrößen ausrichten. Ungeachtet der von uns hervorgehobenen risikobasierten Betrachtungsweisen streben wir stets an, dass die Rendite auf das uns überlassene gesamte Kapital, der sogenannte Return on Equity (RoE), den berechtigten hohen Erwartungen unserer Investoren entspricht.

Weitere Steuerungsgrößen

Market Consistent Embedded Value (MCEV)

Für die Lebensversicherung sowie den Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts erfolgt die Umsetzung der Steuerung in Anlehnung an den MCEV, der auf der Grundlage der European Insurance CFO Forum Market Consistent Embedded Value Principles ©1 bewertet wird. Die Änderung des MCEV innerhalb eines Jahres - ohne die Effekte aus Währungskursschwankungen, Unternehmenskäufen oder -verkäufen sowie Ausschüttungen oder Kapitaleinschüssen - weisen wir als Embedded-Value-Gesamtertrag aus. Nach einer weiteren Bereinigung um Einflüsse aus Änderungen der steuerlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen spricht man vom operativen Embedded-Value-Ertrag. Er ist das Maß für den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit eines Jahres. Diese Erfolgsgröße lässt sich unter anderem aufteilen in den Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts. Diese beiden Größen gehen in unsere Steuerung als Zielgröße ein.

1 © Stichting CFO Forum Foundation 2008.

Wertbeitrag

Als Komponente der Economic Earnings in der Steuerung verwenden wir für die Schaden- und Unfallrückversicherung sowie Munich Health den Wertbeitrag. Die jeweiligen, hierfür um Zufallsschwankungen bereinigten Wertbeiträge werden wie folgt ermittelt:

Das angepasste Ergebnis orientiert sich an der Gewinn- und Verlustrechnung und setzt sich im Wesentlichen aus dem versicherungstechnischen Ergebnis, dem normalisierten Kapitalanlageergebnis sowie dem übrigen nicht versicherungstechnischen Ergebnis zusammen. Es beinhaltet wertorientierte Anpassungen, etwa um die Belastung aus Großschäden über die Zeit zu glätten und die Schadenaufwendungen bei späterer Zahlung in Höhe ihrer Barwerte zu berücksichtigen.

Dem so angepassten Ergebnis stellen wir die Kapitalkosten auf Basis des Risikokapitals als Sollgröße gegenüber.

IFRS-Konzernergebnis

Das IFRS-Konzernergebnis ist ein Erfolgsmaß, das sich aus unserer externen Konzernrechnungslegung ergibt. Es dient Investoren, Analysten und der Öffentlichkeit als wichtiges Kriterium zur Bewertung des Unternehmenserfolgs der Gruppe und unserer Segmente. Durch den Rückgriff auf eine einheitliche Datenbasis ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis den Vergleich mit den Wettbewerbern am Kapitalmarkt und stellt somit eine Steuerungsgröße auf Grundlage der Finanzberichterstattung von Munich Re dar.

Asset-Liability-Management

Die ökonomische Wertschaffung des Kapitalanlageergebnisses wird für die Rückversicherung und Munich Health aufgrund der gemeinsamen Kapitalanlagesteuerung übergreifend errechnet. Für die Kapitalanlagesteuerung ist das Asset-Liability-Management (ALM) eine grundlegende Säule unseres wertorientierten Steuerungssystems und steht im Mittelpunkt der Kapitalanlagestrategie von Munich Re. Bei der Zusammenstellung unseres Kapitalanlageportfolios berücksichtigen wir dabei wichtige Eigenschaften von versicherungstechnischen und anderen Verpflichtungen. So streben wir mit unserem ALM an, dass die Veränderung volkswirtschaftlicher Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflusst wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Dies verringert unsere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten und stabilisiert unsere ökonomische Kapitalausstattung.

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung sowie das internationale Krankenversicherungsgeschäft ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt: nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen.

Die Schaden-Kosten-Quote ist isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei die Vergleichbarkeit wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden und verschiedener Portfoliozusammensetzungen beeinträchtigt wird. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote jedoch durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Nicht finanzielle Steuerungselemente

Neben diesen rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nicht finanzielle Faktoren eine Rolle, etwa Innovationen, Prozessgeschwindigkeit, Ausbildungsstand der Mitarbeiter sowie Kundenzufriedenheit. Langfristig kann ein Unternehmen nur erfolgreich sein, wenn es nachhaltig wirtschaftet und zukunftsgerichteten qualitativen Faktoren Rechnung trägt. Auf der Grundlage eines umfassenden Verständnisses von Wertschaffung mit kurzfristigen und langfristigen, finanziellen und nicht finanziellen Kenngrößen verknüpfen wir Strategie und operative Planung eng miteinander, indem wir unsere Strategien in strukturierten Übersichten darstellen (den sogenannten Scorecards) und aus diesen Initiativen, Messgrößen und Verantwortlichkeiten ableiten. Die Scorecards umfassen vier Dimensionen: Finanzen, Märkte und Kunden, Prozesse sowie Mitarbeiter. Dabei fördern wir das unternehmerische Denken und Handeln unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten eindeutig zuweisen und nach Möglichkeit deutlich machen, wie viel der Einzelne, eine Einheit oder ein Geschäftsfeld zur langfristigen Wertsteigerung beiträgt. Unsere Anreizsysteme für Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstand unterstützen diese Ausrichtung, wobei die Vergütung grundsätzlich mit steigender Hierarchieebene zunehmend vom Erfolg abhängt.

Was bedeuten diese Konzernziele für den Einzelabschluss der Münchener Rück AG?

Die Münchener Rück AG wird zwar nicht als eigene Einheit im Konzern gesteuert, parallel zur gruppenbezogenen Geschäftssteuerung werden allerdings Einzelabschlussspezifika, beispielsweise die Berechnung der Schwankungsrückstellung bzw. die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips auf die Kapitalanlagen und deren Auswirkung auf das HGB-Ergebnis, regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls Maßnahmen zur Ergebnissteuerung ergriffen. Aus den Konzernzielen lassen sich aber Indikationen für das Ergebnis der Einzelgesellschaft ableiten.

In der Versicherungstechnik gehen wir aufgrund der soliden Qualität unseres Geschäfts davon aus, dass wir in Analogie zu den Konzernzielen für die Münchener Rück AG eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% unserer verdienten Nettobeiträge erreichen können. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Ausgehend vom vergangenen Geschäftsjahr rechnen wir für das Jahr 2014 - bei einem ähnlich günstigen Schadenverlauf - mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Wegen der derzeitigen Lage auf den Kapitalmärkten dürfte die Kapitalanlagerendite der Münchener Rück AG das Niveau des Berichtsjahres geringfügig unterschreiten. Insgesamt gehen wir daher nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2014 ein gutes HGB-Ergebnis erreichen werden.

Organe der Gesellschaft

Die Münchener Rück AG ist eine Aktiengesellschaft gemäß deutschem Aktiengesetz. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Deren Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung und der Mitbestimmungsvereinbarung. Genaue Angaben zu den Organen der Gesellschaft finden Sie im Anhang.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt Ziele und Strategie fest. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und verpflichtet, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Gemäß § 16 der Satzung muss der Vorstand aus mindestens zwei Personen bestehen; im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Der Vorstand der Münchener Rück AG bestand im Berichtszeitraum aus neun Mitgliedern.

Der Aufsichtsrat hat gemäß der Satzung 20 Mitglieder: Die eine Hälfte setzt sich aus Vertretern der Eigentümer zusammen und wird von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte besteht aus gewählten Vertretern der Mitarbeiter des Unternehmens im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsleitung des Vorstands und berät ihn dabei. Er ist nicht befugt, anstelle des Vorstands Maßnahmen der Geschäftsführung zu ergreifen. Der Aufsichtsrat bestellt zudem den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss sowie für den Halbjahresfinanzbericht.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Bestimmte Arten von Geschäften darf er nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen.

Vergütungsbericht

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) stellen wir im Folgenden die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Münchener Rück AG und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten dar.

Entsprechend Ziffer 4 des DCGK wird das Vergütungssystem für den Vorstand vom Aufsichtsratsplenum beschlossen und regelmäßig überprüft. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Aufsichtsratsplenum vor.

Das System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Zum 1. Januar 2013 wurden im Hinblick auf die variable Vergütungskomponente Anpassungen vorgenommen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Vereinfachung des bisherigen Zielsystems gelegt, indem man sich noch stärker auf die wichtigsten persönlichen Ziele konzentrierte. Außerdem wurde für den Aufsichtsrat die Möglichkeit geschaffen, auf unterjährige Entwicklungen reagieren zu können.

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

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Bestandteil Anteil1 Bemessungsgrundlage/ Parameter Korridor Voraussetzung für Zahlung Auszahlung
Grundvergütung zzgl. Sachbezüge/ Nebenleistungen (Dienstwagen, Gesundheitsvorsorge, Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen) 30% Funktion, Verantwortung, Dauer der Vorstandszugehörigkeit fix vertragliche Regelungen monatlich
Variable Vergütung 70% Gesamterfolg des Unternehmens, Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit, Individueller Erfolgsbeitrag      
30 % Jahres-Performance (bei 100% Zielerreichung/ Bewertung)   Konzernziel, Geschäftsfeldziele, Ressortziele, Persönliche Ziele, Gesamtleistung 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Jahresziele im 2. Jahr, davon für 50% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 4-jähriger Sperrfrist
70% Mehrjahres-Performance (bei 100% Zielerreichung/ Bewertung)   Ziele für die Geschäftsfelder - Rückversicherung - Erstversicherung - Munich Health, Persönliche Ziele, Gesamtleistung 0-200% (voll erreicht = 100%) Erreichen der Dreijahresziele im 4. Jahr, davon für 25% des Nettoauszahlungsbetrags verpflichtendes Eigeninvestment in Aktien mit 2-jähriger Sperrfrist
Altersversorgung       > Pensionierung> Versorgungsfall> Vorzeitige Beendigung  
a) leistungsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten) - Pensionsfähige Grundvergütung (= 25 % der Ziel- Gesamtdirektvergütung2 ), Dienstjahre im Vorstand Festbetrag oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags unter bestimmten Voraussetzungen -
b) beitragsorientierte Pensionszusagen (vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder) - Ziel-Gesamtdirektvergütung2 Versorgungsbeitrag   -

1 Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung/Bewertung bei der variablen Vergütung.
2 Die Ziel-Gesamtdirektvergütung setzt sich zusammen aus der Grundvergütung und der variablen Vergütung auf Basis 100% Zielerreichung/Bewertung.

Fixe Bestandteile

Grundvergütung

Die feste jährliche Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausbezahlt.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Sachbezüge und Nebenleistungen richten sich nach der Funktion und sind im Vergleich zum Markt (DAX-30-Gesellschaften) angemessen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Variable Vergütung

Die variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Organisationseinheiten sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für die Höhe ist, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden und wie die 2013 neu eingeführte Komponente "Würdigung der Gesamtleistung", mit der die Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands zum Tragen kommt, jeweils bewertet wird.

Um die Zielvorgaben festzulegen und die Zielerreichungen zu bewerten, wurden Prozesse definiert, die auch eine Einbindung des Abschlussprüfers vorsehen. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Der Aufsichtsrat wird über die Ergebnisse der Prüfung informiert.

Die Zielerreichung und die Würdigung der Gesamtleistung werden jeweils nach Ende der Betrachtungszeiträume festgelegt; während der Beurteilungszeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf des einjährigen bzw. des dreijährigen Betrachtungszeitraums. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung des Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, 50% bzw. 25% der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren.

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

Für die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden zum einen Jahresziele festgelegt, die hinsichtlich ihrer Bemessungsgrundlagen auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), die Geschäftsfeldergebnisse Rück- und Erstversicherung, die Ressortergebnisse sowie auf persönliche Ziele abstellen. Zum anderen beurteilt der Aufsichtsrat für Geschäftsjahre ab 2013 die Gesamtleistung - insbesondere die in den Zielen nicht berücksichtigte Leistung - des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Für die Jahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 30% -60%    
Konzernziel   Abgeleitet aus Kennzahlen der externen Rechnungslegung sowie weiteren wichtigen Bestands- und Erfolgsgrößen Risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC)
Geschäftsfeldziele      
- Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
- Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
Individueller Erfolgsbeitrag 20%-50%    
Ressortziele   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall und Munich Health - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
Persönliche Ziele   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Preis- und Zyklusmanagement - Kundenmanagement
Würdigung der Gesamtleistung 20% Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands, die im Rahmen der Ziele nicht berücksichtigt wurde oder auf unterjährigen Entwicklungen beruht Beurteilung durch Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 AktG und DCGK

1 Gewichtung der Ziele erfolgt Individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 50% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

Für die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health sowie auf persönliche Ziele abstellen. Zusätzlich sehen seit 2013 aufgelegte Mehrjahres-Performance-Pläne eine Beurteilung der Gesamtleistung des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat vor. So kann auf vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des dreijährigen Beurteilungszeitraums reagiert und auch die in Zielvereinbarungen nicht erfasste Leistung entsprechend berücksichtigt werden. Für die Mehrjahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performance

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Zielkategorie Anteil1 Bemessungsgrundlage Parameter
Kollektiver Erfolgsbeitrag 20%-60%    
Geschäftsfeldziele (3-Jahres-Durchschnitt)      
- Rückversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgrößen für - Rückversicherung Schaden/Unfall - Rückversicherung Leben Komponenten der Economic Earnings: - Wertbeitrag - Neugeschäftswert - Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts
- Erstversicherung   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Economic Earnings
- Munich Health   Wertorientierte, ökonomische Steuerungsgröße Komponente der Economic Earnings: - Wertbeitrag
Individueller Erfolgsbeitrag 20%-60%    
Persönliche Ziele (3-Jahres-Zeitraum)   Persönliche Ziele je Vorstandsmitglied Besondere Schwerpunkte, zum Beispiel - Personalentwicklung, hier auch Diversity - nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Aufgaben
Würdigung der Gesamtleistung 20% Leistung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands, die im Rahmen der Ziele nicht berücksichtigt wurde oder auf unterjährigen Entwicklungen beruht Beurteilung durch Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von § 87 AktG und DCGK

1 Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt mit der Maßgabe, dass 25% des Nettoauszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden müssen.

Volle und anteilige Auslobung der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance

Grundlage für die volle und zeitanteilige Auslobung der variablen Vergütung ist das erste Jahr. Es werden nur die "berechtigten" Monate in diesem Jahr berücksichtigt (pro rata temporis). Bei Übertritt in den Ruhestand, eintretender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Tod oder vorzeitigem Ausscheiden aus der Gesellschaft aus sonstigen Gründen finden die Regelungen für volle und anteilige Auslobung Anwendung.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen, die während der Berichtsperiode noch in Kraft waren

Langfristiger Incentive-Plan

Diese Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zielte auf die nachhaltige Steigerung des Aktienkurses ab. Der langfristige Incentive-Plan wurde ab 1999 jährlich neu aufgelegt, für die Mitglieder des Vorstands letztmalig im Jahr 2009. Die Berechtigten erhielten eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten. Diese konnten nur ausgeübt werden, wenn eine zweijährige Sperrfrist eingehalten wurde, die Münchener-Rück-Aktie seit Planbeginn um mindestens 20% gestiegen war und die Entwicklung des EURO STOXX 50-Index wenigstens zweimal über einen Zeitraum von drei Monaten während der Planlaufzeit geschlagen wurde.

Ausübung und Erlös hingen von der Aktienkursentwicklung und der Erfüllung der Ausübungsbedingungen ab. Die Höhe des Ertrags aus den Wertsteigerungsrechten war begrenzt. Die Vorstandsmitglieder konnten aus den Plänen, die 1999 und 2003 bis 2009 aufgelegt wurden, Wertsteigerungsrechte ausüben. Zum 31. Dezember 2013 existierten keine weiteren ausübbaren Wertsteigerungsrechte.

Gewichtung der Vergütungsbestandteile

Bei Bewertung der Ziele und der Gesamtleistung mit 100% (Jahres-Performance und Mehrjahres-Performance) stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an der Gesamtvergütung 2013 wie folgt dar: Grundvergütung etwa 30%, variable Vergütung rund 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehrjahres-Performance. Jahres- und Mehrjahresziele, Würdigung der Gesamtleistung und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung der Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt.

Insgesamt hat das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder den für 2013 geltenden Empfehlungen des DCGK entsprochen. Es wird insbesondere auch der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (Versicherungs-Vergütungsverordnung - VersVergV) vom 6. Oktober 2010 gerecht.

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Gesamtbewertung) der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei der Münchener Rück AG gilt. Der Aufsichtsrat berücksichtigt hierbei das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung und legt für die Gegenüberstellung fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld erhoben. Neue Vorstandsmitglieder werden in der Regel so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Sonstiges

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die von der Gesellschaft ausdrücklich als persönlich anerkannt werden.

Die Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten dürfen. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung ist auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abzustellen.

Bei einem "Change of Control" sahen lediglich die Bedingungen des langfristigen Incentive-Plans besondere Ausübungsmöglichkeiten vor.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags, dessen Höhe sich nach ihrer Grundvergütung und ihren Dienstjahren im Vorstand richtete. Der Versorgungsgrad begann bei 30% und konnte maximal 60% der jährlichen Grundvergütung erreichen.

Mit Beginn des Jahres 2009 wurde die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Wesentliches Ziel dieser Umstellung war, alle versorgungsspezifischen Risiken möglichst komplett aus der Bilanz der Gesellschaft auszulagern. Diese sehr weitgehende Risikoauslagerung wurde dadurch erreicht, dass Anwartschaftszuwächse ausschließlich durch die Einzahlung von Beiträgen in eine Rückdeckungsversicherung finanziert werden. Die Leistungen aus der Altersversorgung sind insoweit nicht mehr von der Gesellschaft zu tragen, sondern ergeben sich aus der Rückdeckungsversicherung. Das Langlebigkeitsrisiko, die biometrischen Risiken vorzeitiger Versorgungsfälle wie Invalidität und Tod des aktiven Vorstandsmitglieds sowie das Kapitalmarktrisiko wurden damit auf den Rückdeckungsversicherer und das einzelne Vorstandsmitglied übertragen.

Seit 2009 erhalten somit erstmals bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags des Vorstandsmitglieds für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der sich an der Ziel-Gesamtdirektvergütung orientiert. Der Versorgungsbeitrag wird an den Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die garantierte Verzinsung des Rückdeckungsversicherers beträgt 2,25% (für ab 2012 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder 1,75%). Die Versicherungsleistung, die aus den Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer resultiert, sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Leistung zu. Für ab 1. Januar 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder ist ein einheitlicher Versorgungsbeitragssatz in Höhe von 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt.

Vorstandsmitglieder, die zum Ende des Jahres 2008 das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Seit 1. Januar 2009 erhalten diese Vorstandsmitglieder für die künftigen Dienstjahre eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente), die sich grundsätzlich am beitragsorientierten System für erstmals ab 2009 bestellte Vorstandsmitglieder orientiert. Da die Umstellung des Versorgungssystems im Rahmen laufender Vorstandsverträge erfolgte, wurden die Versorgungsbeiträge so berechnet, dass die Summe aus Besitzstands-, Versorgungskassen- und Zuwachsrente bei realistischer Einschätzung die erwartete Rente im Alter 60 nach vorheriger Pensionsregelung ergibt.

Vorstandsmitglieder, die zum Umstellungszeitpunkt das 55. Lebensjahr bereits vollendet hatten, wurden nicht auf das beitragsorientierte System umgestellt und erhalten weiterhin eine leistungsorientierte Pensionszusage nach dem vorherigen System.

Bei der Festsetzung der leistungsorientierten Pensionszusage wird auf die "pensionsfähige Grundvergütung" abgestellt, die 25% der Ziel-Gesamtdirektvergütung entspricht. Bei beitragsorientierten Leistungszusagen wird der Beitragssatz auf der Grundlage der Ziel-Gesamtdirektvergütung festgelegt. Für die Versorgungszusagen aus leistungs- und beitragsorientierter Altersversorgung bestimmt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - und berücksichtigt den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 erstmals bestellt wird, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie Verrentung oder Auszahlung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System.

Bei leistungsorientierten Zusagen: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung.

Ruhegeld aufgrund Arbeitsunfähigkeit

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit einvernehmlich aufgehoben, von der Gesellschaft gekündigt oder infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage bis 2008 sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

Höhe der Leistung:

Für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.

Für übergeleitete Vorstandsmitglieder: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird. Die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Arbeitsunfähigkeit oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG):

Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat.

Höhe der Leistung:

Bei beitragsorientierten Zusagen für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder: Verrentung des Deckungskapitals, das sich aus der Rückdeckungsversicherung ergibt, oder Auszahlung des Deckungskapitals als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.

Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5a BetrAVG). Diese Anwartschaft wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Verbesserte unverfallbare Anwartschaft:

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft wird gewährt, wenn der Anstellungsvertrag aufgrund Nichtverlängerung (durch die Gesellschaft) endet und weder grobe Pflichtverletzung noch eine Eigenkündigung vorliegen. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass das Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und der Beginn der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Die verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht nicht für Vorstandsmitglieder, die seit 2009 erstmals bestellt werden. Bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern gilt die verbesserte unverfallbare Anwartschaft nur für den Teil der Altersversorgung, der sich aus der leistungsorientierten Pensionszusage ergibt.

Höhe der Leistung:

Im Anschluss an das Ausscheiden für sechs Monate bisherige monatliche Grundvergütung (nur für Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden).

Für den Anteil aus der leistungsorientierten Zusage: Pensionszusage zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um je 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 60. Lebensjahres gekürzt wird.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Die Hinterbliebenen eines Vorstandsmitglieds, das während der aktiven Dienstzeit oder nach der Pensionierung verstorben ist, erhalten anschließend diese Leistungen:

Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners in Höhe von 60% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds. Ist die Ehefrau/der Ehemann oder die eingetragene Lebenspartnerin/der eingetragene Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als das Vorstandsmitglied, so wird die Hinterbliebenenversorgung aus der Besitzstandsrente für jedes Jahr des Altersunterschieds um 2% gekürzt, jedoch höchstens um 50%.

Waisenrente in Höhe von 20% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds pro Waise.

Verdoppelung der Waisenrente, wenn keine Witwen-/Witwerrente oder Rente der eingetragenen Lebenspartnerin/des eingetragenen Lebenspartners zu bezahlen ist.

Die Hinterbliebenenleistungen dürfen zusammen das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen. Gegebenenfalls werden die Waisenrenten anteilig gekürzt.

Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Witwe/den Witwer oder die eingetragene Lebenspartnerin/den eingetragenen Lebenspartner, wenn die Ehe/eingetragene Lebenspartnerschaft erst zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, zu dem das Vorstandsmitglied bereits Ruhegeld bezog, und für Waisen, wenn sie erst nach diesem Zeitpunkt geboren wurden. Der Anspruch für Waisen entfällt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres (20. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Für Waisen, die in Schul- oder Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst sind oder bei denen eine körperliche oder geistige Behinderung vorliegt, verlängert sich der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (27. Lebensjahres für Waisen von übergeleiteten Vorstandsmitgliedern). Die Hinterbliebenenversorgung aus der beitragsorientierten Zusage entfällt, wenn dem Vorstandsmitglied die Rente daraus in Form eines Einmalbetrags ausbezahlt wurde. Die Hinterbliebenenversorgung entfällt für die Hinterbliebenen mit deren Tod.

Anpassung Altersversorgung

Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für vor 2009 bestellte Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene werden überprüft, wenn die Tarifgehälter der Versicherungswirtschaft nach dem Durchschnitt der Endgehälter aller Tarifklassen seit der letzten Festsetzung um mehr als 12% gestiegen sind oder wenn seit der letzten Festsetzung drei Jahre vergangen sind. Dabei ist eine Anpassung mindestens in Höhe der Steigerung der Lebenshaltungskosten nach dem Verbraucherpreisindex vorzusehen. Diese Regelung gilt auch für Vorstandsmitglieder, die in der Zeit von 1. Januar 2009 bis 31. März 2012 erstmals bestellt wurden und die erstmalig vor dem 1. Januar 1999 eine Pensionszusage von der Gesellschaft erhalten haben. Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für ab 2009 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder, die vor dem 1. Januar 1999 keine Pensionszusage von der Gesellschaft erhielten, und für ab 1. April 2012 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder werden ab Bezug des Ruhegelds oder der Hinterbliebenenversorgung gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG um jährlich 1 % angepasst. Unverfallbare Anwartschaften werden nicht angepasst.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010). Demnach wird die Vergütung für die Jahres-Performance 2013 mit den dafür gebildeten Rückstellungen ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2010-2012 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2013, einzubeziehen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 24,7 (13,3) Millionen €. Sie erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr gerundet um 11,5 Millionen C. Ausschlaggebend für den Anstieg der Gesamtbezüge ist insbesondere, dass gemäß DRS 17 seit 2009 erstmals wieder Bezüge für die Mehrjahreskomponente ausgewiesen werden, die sich auf 12,8 Millionen C belaufen. Die Grundvergütung und die Sachbezüge/Nebenleistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Millionen C, während sich die Auszahlung für die Jahres-Performance voraussichtlich um 1,6 Millionen C reduziert, da die Gesamtzielerreichung nach aktueller Schätzung niedriger ausfällt als im Vorjahr.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

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Name Geschäftsjahr Grundvergütung
Sachbezüge/ Nebenleistungen
Jahres- Performance1
Mehrjahres- Performance2
Gesamt
Nikolaus von Bomhard 2013 1.200.000 30.992 1.038.240 2.158.156 4.427.388
  2012 1.200.000 32.376 1.160.670 - 2.393.046
Ludger Arnoldussen 2013 570.000 46.856 505.333 1.313.935 2.436.124
  2012 570.000 47.975 706.440 - 1.324.415
Thomas Blunck 2013 570.000 37.862 413.763 1.296.981 2.318.606
  2012 570.000 33.340 642.281 - 1.245.621
Georg Daschner 2013 585.000 32.692 485.871 1.443.050 2.546.613
  2012 585.000 35.806 684.623 - 1.305.429
Torsten Jeworrek 2013 855.000 34.418 690.070 1.898.750 3.478.238
  2012 855.000 35.860 945.417 - 1.836.277
Peter Röder 2013 570.000 37.459 467.528 1.230.880 2.305.867
  2012 570.000 34.829 749.419 - 1.354.248
Jörg Schneider3 2013 855.000 177.690 719.397 1.567.020 3.319.107
  2012 855.000 35.394 778.680 - 1.669.074
Wolfgang Strassl3 2013 570.000 125.134 324.826 796.838 1.816.798
  2012 570.000 32.990 345.081 - 948.071
Joachim Wenning 2013 570.000 33.695 416.619 1.063.300 2.083.614
  2012 540.000 34.921 613.339 - 1.188.260
Gesamt 2013 6.345.000 556.798 5.061.647 12.768.910 24.732.355
  2012 6.315.000 323.491 6.625.950 - 13.264.441

Der 2013 erfasste Gesamtaufwand (Rückstellungszuführung/-auflösung aufgrund der Wertentwicklung der Wertsteigerungsrechte aus den Plänen 2006-2009) für die langfristigen Incentive-Pläne betrug für: von Bomhard 818.075 €, Arnoldussen 308.570 €, Blunck 356.314 €, Daschner 538.881 €, Jeworrek 653.965 €, Röder 361.585 €, Schneider 949.572 €, Strassl 356.314 €, Wenning 114.771 €.

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2013 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen.Für die Jahres-Performance 2012 wurden insgesamt 169.276 € weniger ausbezahlt als im Geschäftsjahr 2012 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard 42.000 €, Arnoldussen -21.347 €, Blunck -69.227 €, Daschner -54.669 €, Jeworrek -43.093 €, Röder -47.182 €, Schneider 23.940 €, Strassl -9.337 €, Wenning 9.639 €. Danach ergeben sich folgende tatsächliche Bonuszahlungen für 2012: von Bomhard 1.150.800 €, Arnoldussen 598.500 €, Blunck 550.620 €, Daschner 581.490 €, Jeworrek 807.975 €, Röder 554.610 €, Schneider 813.960 €, Strassl 331.170 €, Wenning 525.420 €.Die für die Jahres-Performance 2013 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2013 und dem entsprechenden Mehr-/Minderaufwand für 2012.
2 Die 2013 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2010-2012.
3 Sachbezüge/Nebenleistungen 2013 einschließlich Jubiläumszahlung.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100% gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

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Name Zusage für Jahres- Performance1 ,3
Mehrjahres- Performance2 ,3
Summe Zusagen
Nikolaus von Bomhard 2013 2014 861.000 2.009.000 2.870.000
  2012 2013 840.000 1.960.000 2.800.000
Ludger Arnoldussen 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Thomas Blunck 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Georg Daschner 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 409.500 955.500 1.365.000
Torsten Jeworrek 2013 2014 609.000 1.421.000 2.030.000
  2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
Peter Röder 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Jörg Schneider 2013 2014 609.000 1.421.000 2.030.000
  2012 2013 598.500 1.396.500 1.995.000
Wolfgang Strassl 2013 2014 - - -
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Joachim Wenning 2013 2014 420.000 980.000 1.400.000
  2012 2013 399.000 931.000 1.330.000
Gesamt 2013 2014 4.179.000 9.751.000 13.930.000
  2012 2013 4.441.500 10.363.500 14.805.000

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2013 vor.
2 Die für 2013 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Performance ist zahlbar 2016, die für 2014 zugesagte Vergütung 2017.
3 Die Angaben zu den Bemessungsgrundlagen und Parametern für die Zusagen für 2013 gelten auch für die Zusagen für 2014.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 0,5 (11,0) Millionen €, wovon -2,1 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 2,6 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems sind die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

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  Leistungsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Pensionszusage1 €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen2
Nikolaus von Bomhard3 ,10 2013 407.100 7.604.278 -557.994
  2012 407.100 8.054.910 2.618.407
Ludger Arnoldussen4 ,10 2013 157.500 1.231.628 -145.016
  2012 157.500 1.211.429 496.209
Thomas Blunck5 ,10 2013 120.000 1.089.650 -136.849
  2012 120.000 1.179.386 515.384
Georg Daschner6 2013 234.000 5.165.315 -150.978
  2012 224.250 5.372.309 1.095.380
Torsten Jeworrek7 ,10 2013 171.000 2.264.265 -237.044
  2012 171.000 2.471.632 974.520
Peter Röder7 ,10 2013 90.000 1.256.639 -102.557
  2012 90.000 1.344.385 518.698
Jörg Schneider7 ,10 2013 275.000 4.384.644 -363.605
  2012 275.000 4.691.530 1.671.684
Wolfgang Strassl8 2013 120.000 2.701.373 -350.964
  2012 120.000 2.445.012 769.359
Joachim Wenning9 ,10 2013 - - -69.429
  2012 - - 23.990
Gesamt 2013 1.574.600 25.697.792 -2.114.436
  2012 1.564.850 26.770.593 8.683.631

Pensionsanwartschaften

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Beitragsorientierte Pensionszusagen
Name Geschäftsjahr Versorgungsbeitragssatz der Ziel-Gesamtdirektvergütung
%
Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres
Personalaufwand Rückstellungen
Nikolaus von Bomhard3 ,10 2013 17,00 131.714 2.881.362 512.609
  2012 17,00 104.839 2.186.772 502.317
Ludger Arnoldussen4 ,10 2013 14,75 57.111 1.102.478 196.705
  2012 14,75 45.339 840.803 205.684
Thomas Blunck5 ,10 2013 16,25 67.373 1.189.573 211.469
  2012 16,25 53.774 914.033 221.568
Georg Daschner6 2013 - - - -
  2012 - - - -
Torsten Jeworrek7 ,10 2013 19,50 111.923 2.144.637 394.691
  2012 19,50 88.696 1.629.943 405.365
Peter Röder7 ,10 2013 20,25 73.236 1.501.324 277.432
  2012 20,25 57.526 1.131.822 261.705
Jörg Schneider7 ,10 2013 16,50 93.303 1.936.126 340.547
  2012 16,50 74.453 1.474.799 66.429
Wolfgang Strassl8 2013 21,00 77.258 1.719.251 305.298
  2012 21,00 61.489 1.282.754 295.596
Joachim Wenning9 ,10 2013 25,50 76.807 1.157.919 368.518
  2012 25,50 58.957 854.219 302.278
Gesamt 2013   688.725 13.632.670 2.607.269
  2012   545.073 10.315.145 2.260.942

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008, bei Daschner leistungsorientierter Pensionszusage zum 31.12. des Berichtsjahres.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 7.3.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 8.3.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
6 Keine Umstellung auf beitragsorientiertes System, da zum Umstellungszeitpunkt bereits das 55. Lebensjahr vollendet war. Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
8 Ist zum 31.12.2013 infolge regulärer Beendigung seiner Tätigkeit aus dem Unternehmen ausgeschieden und hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld in Höhe von 175.560 € p.a.
9 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit bis 2.1.2015 Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, bei vorzeitiger Beendigung ab 3.1.2015 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
10 Hat bei Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.

Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten

Die leitenden Angestellten der Münchener Rück AG erhalten als fixe Bestandteile eine feste jährliche Grundvergütung, die als monatliches Gehalt ausbezahlt wird, sowie marktübliche Sachbezüge und Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagen und betriebliche Altersversorgung). Die variablen Bestandteile setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Komponenten Leistungsvariable und Company-Result-Bonus sowie der längerfristigen aktienkursbasierten Komponente Mid-Term Incentive Plan.

Für die Leistungsvariable bilden quantitative und qualitative Zielvorgaben die Basis. Bei den quantitativen Zielen kommen Größen aus der operativen Planung zum Einsatz, für den qualitativen Anteil werden persönliche Ziele vereinbart.

Beim Company-Result-Bonus handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Für den Company-Result-Bonus wird der RoRaC als Bezugsgröße verwendet. Die Vorgaben entsprechen dem Konzernziel bei der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Hier wird je nach Zielerreichung des RoRaC eine Gesamtsumme ermittelt, die als Bonus an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden kann. Mit steigender Managementebene nimmt der Anteil des Company-Result-Bonus zu. Seine Funktionsweise stellt sicher, dass der Konzernerfolg systematisch in die Vergütung der Mitarbeiter einfließt und die Bonussumme in einem angemessenen Verhältnis zum Erfolg des Gesamtunternehmens steht.

Der Mid-Term Incentive Plan mit einer Laufzeit von drei Jahren legt die gleichen Zielvorgaben zugrunde wie der Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder der Münchener Rück AG. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Total Shareholder Return berücksichtigt. Neben den leitenden Angestellten in München nehmen auch ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation der Münchener Rück AG am Mid-Term Incentive Plan teil.

Die einzelnen variablen Komponenten werden in unterschiedlicher Gewichtung auf allen Managementebenen gewährt. Ausgehend von der Gesamtvergütung (Fixum und alle variablen Vergütungsbestandteile) beträgt der Anteil aller variablen Vergütungsbestandteile für die erste Führungsebene unter dem Vorstand mehr als 50%; dieser Anteil nimmt auf den folgenden Managementebenen sukzessive ab und beträgt für die unterste Managementebene ca. ein Drittel. Die kurz- und langfristigen Komponenten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand beträgt der Anteil des Mid-Term Incentive Plans als längerfristiger Vergütungsbestandteil ca. 25% der Gesamtvergütung. Dies entspricht mehr als 50% der variablen Vergütung insgesamt, sodass ein nachhaltiges Anreizsystem sichergestellt ist. Auf variable Vergütungsbestandteile besteht keine Garantie.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die seit dem Geschäftsjahr 2009 geltende Regelung sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied jährlich eine feste Vergütungskomponente von 50.000 € vor; hinzu kommen eine variable ergebnisabhängige und eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütungskomponente. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält jeweils das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütungen.

Die variablen ergebnisabhängigen Vergütungen berechnen sich nach dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen, das wir im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ausweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält 4.000 € für jeden vollen Euro, um welchen das Ergebnis pro Aktie den Betrag von 12 € übersteigt, höchstens jedoch 40.000 €. Bei einem Ergebnis pro Aktie von 18,50 € wird für das Geschäftsjahr 2013 eine variable erfolgsabhängige Vergütung von 24.000 € ausbezahlt. Die erfolgsorientierte Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung wurde in Übereinstimmung mit dem DCGK eingeführt. Sie beträgt 10.000 € und wird gezahlt, wenn das Ergebnis pro Aktie des Vergütungsjahres das Ergebnis pro Aktie des dem Vergütungsjahr vorgehenden dritten Geschäftsjahres um mindestens 30% übertrifft. Für das Vergütungsjahr 2013 fällt diese langfristige Vergütungskomponente an.

Mitglieder von Ausschüssen erhalten für ihre Tätigkeit einen Zuschlag von 50% der Festvergütung, Vorsitzende eines Ausschusses erhalten 100% der Festvergütung. Auf diese Weise wird dem erheblichen Arbeitsaufwand Rechnung getragen.

Die jährliche Gesamtvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied ist auf das Dreifache der festen Vergütung begrenzt. Dies stellt sicher, dass die Gesamtvergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder der Höhe nach angemessen ist, auch für den Fall, dass weitere Ausschüsse gebildet werden.

Die von der Hauptversammlung 2013 beschlossene Umstellung der Vergütung des Aufsichtsrats auf eine reine Festvergütung gilt erstmals für die für das Geschäftsjahr 2014 zu zahlende Vergütung.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1

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      Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung  
Name Geschäftsjahr Jährlich
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Jährlich
Gesamt
Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender bis 31.12.2012) Ehrenvorsitzender 2013 - - - - -
  2012 125.000,00 139.000,00 50.000,00 25.000,00 339.000,00
Bernd Pischetsrieder Vorsitzender (ab 1.1.2013) 2013 125.000,00 149.000,00 60.000,00 25.000,00 359.000,00
  2012 50.000,00 52.000,00 20.000,00 10.000,00 132.000,00
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2013 75.000,00 25.000,00 36.000,00 15.000,00 151.000,00
  2012 75.000,00 25.000,00 30.000,00 15.000,00 145.000,00
Ann-Kristin Achleitner (ab 3.1.2013) 2013 49.726,03 - 23.868,50 9.945,21 83.539,74
  2012 - - - - -
Herbert Bach 2013 50.000,00 50.000,00 24.000,00 10.000,00 134.000,00
  2012 50.000,00 50.000,00 20.000,00 10.000,00 130.000,00
Dina Bösch 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Annika Falkengren 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Frank Fassin 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Benita Ferrero-Waldner 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Christian Fuhrmann 2013 50.000,00 43.000,00 24.000,00 10.000,00 127.000,00
  2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
Peter Gruss 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Henning Kagermann 2013 50.000,00 99.000,00 1.000,003 0,003 150.000,003
  2012 50.000,00 64.000,00 20.000,00 10.000,00 144.000,00
Peter Löscher 2013 50.000,00 6.000,00 24.000,00 10.000,00 90.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Wolfgang Mayrhuber 2013 50.000,00 50.000,00 24.000,00 10.000,00 134.000,00
  2012 50.000,00 25.000,00 20.000,00 10.000,00 105.000,00
Silvia Müller 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Marco Nörenberg 2013 50.000,00 41.000,00 24.000,00 10.000,00 125.000,00
  2012 50.000,00 35.000,00 20.000,00 10.000,00 115.000,00
Reinhard Pasch 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Anton van Rossum 2013 50.000,00 43.000,00 24.000,00 10.000,00 127.000,00
  2012 50.000,00 37.000,00 20.000,00 10.000,00 117.000,00
Andrés Ruiz Feger 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Richard Sommer 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Ron Sommer 2013 50.000,00 - 24.000,00 10.000,00 84.000,00
  2012 50.000,00 - 20.000,00 10.000,00 80.000,00
Gesamt 2013 1.099.726,03 506.000,00 504.868,50 209.945,21 2.320.539,74
  2012 1.100.000,00 464.000,00 440.000,00 220.000,00 2.224.000,00

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gem. § 15 Abs. 6 der Satzung (Fassung 09/2013).
2 Bei Mitgliedern des Prüfungsausschusses und/oder Nominierungsausschusses jeweils einschließlich Sitzungsgeld gem. § 15 Abs. 4 der Satzung (Fassung 09/2013).
3 Nach Kappung gem. § 15 Abs. 5 der Satzung (Fassung 09/2013).

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1

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    Feste Vergütung Erfolgsorientierte Vergütung  
Name Geschäftsjahr Jährlich2
Für Ausschusstätigkeiten2
Jährlich
Gesamt
Hans Peter Claußen stellvertr. Vorsitzender 2013 24.895,00 - 0 24.895,00
  2012 38.499,88 2.231,24 0 40.731,12
Frank Fassin 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Silvia Müller 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Marco Nörenberg 2013 27.000,00 6.750,00 0 33.750,00
  2012 27.000,00 6.750,00 0 33.750,00
Richard Sommer 2013 27.000,00 - 0 27.000,00
  2012 27.000,00 - 0 27.000,00
Gesamt 2013 132.895,00 6.750,00 0 139.645,00
  2012 146.499,88 8.981,24 0 155.481,12

1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften.
2 Jeweils einschließlich Sitzungsgeld, soweit dies gemäß den entsprechenden Satzungsbedingungen für die Teilnahme an Sitzungen vorgesehen ist.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2013 wuchs die Weltwirtschaft wie schon im Vorjahr nur moderat. Die Volkswirtschaften der USA, Japans und Großbritanniens expandierten. Dagegen ging die Wirtschaftsleistung der Eurozone im Jahresdurchschnitt zurück: Die Rezession endete zwar bereits im zweiten Quartal, aber vor dem Hintergrund der weiterhin schwelenden Staatsschulden- und Bankenkrise verlief die Erholung nur schwach. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht. In den großen Schwellenländern war das Wirtschaftswachstum zwar gedämpft, die Zuwachsraten der asiatischen Schwellenländer waren jedoch im globalen Vergleich weiterhin hoch.

Kapitalmärkte

Die Geldpolitik war in den wichtigsten Volkswirtschaften nach wie vor stark expansiv ausgerichtet. So senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahresverlauf zweimal den Leitzins. Jedoch stellte die US-Zentralbank im ersten Halbjahr in Aussicht, im Fall einer weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung bereits 2013 mit dem allmählichen Ausstieg aus den Anleihekäufen zu beginnen ("Tapering"). Im Dezember kündigte sie dann schließlich an, ihre monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Die Langfristzinsen in den USA und in Deutschland stiegen im Jahresverlauf. Am Jahresende standen die Renditen für Anleihen der USA und Deutschlands mit zehn Jahren Restlaufzeit bei 3,0% bzw. 1,9%, im Vergleich zu 1,8% bzw. 1,3% Ende 2012. Der Zinsanstieg wirkte sich negativ auf den Marktwert festverzinslicher Anleihen aus. Historisch betrachtet blieb das Zinsumfeld weiterhin niedrig und stellte die Versicherer vor erhebliche Herausforderungen. Die laufenden Zinserträge gingen erneut zurück, weil Neuanlagen in festverzinsliche Wertpapiere mit guter Bonität selbst nach dem Anstieg der Marktzinsen eine deutlich niedrigere Verzinsung ausweisen als der Durchschnitt der auslaufenden oder verkauften Wertpapiere. Belastet waren vor allem Lebensversicherer, die Zinsgarantien bedienen müssen.

Der Euro-Kurs stieg um 4% von 1,32 US$ zu Jahresbeginn auf 1,37 US$ zum Jahresende. Der Euro gewann deutlich an Wert gegenüber dem japanischen Yen (26%) und dem kanadischen Dollar (12%) und leicht gegenüber dem Pfund Sterling (2%). Da wir einen großen Teil unseres Geschäfts außerhalb des Euroraums zeichnen, verzerrt die Aufwertung des Euro die ausgewiesene Entwicklung der Beitragseinnahmen nach unten. Auch der Wert der Kapitalanlagen wird dadurch entsprechend beeinflusst.

Versicherungswirtschaft

Zwar dämpfte die schwache Konjunktur in der Eurozone die Nachfrage nach Versicherung und damit auch das Geschäftspotenzial für Rückversicherung. Jedoch stützte die erneut sehr dynamisch ansteigende Nachfrage nach Versicherungsschutz in vielen Schwellenländern die Prämienentwicklung. Positiv wirkten sich auch Preisanstiege auf dem US-Markt aus, dem mit Abstand größten Schaden/Unfall-Versicherungsmarkt der Welt. Weltweit war die Entwicklung der Raten uneinheitlich: Vor allem in der Industrieversicherung gingen die Preise in vielen Regionen zurück.

Nach vorläufigen Schätzungen stiegen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2013 spürbar an. In der Schaden- und Unfallversicherung legten sie wie in den Vorjahren zu. Nach einer Stagnation im Vorjahr stiegen nun auch die Beiträge in der Lebensversicherung.

Das ausgewiesene Eigenkapital der meisten Rückversicherer ging 2013 zunächst hauptsächlich wegen des Zinsanstiegs leicht zurück, weil nach gültiger Rechnungslegung festverzinsliche Kapitalanlagen niedriger bewertet wurden. Im Laufe des Jahres verbesserte sich dann die Kapitalausstattung unter anderem dank der guten Ergebnisse. Das Kapazitätsangebot im Naturkatastrophengeschäft erhöhte sich sowohl durch etablierte als auch durch neue Marktteilnehmer, was zu einem Rückgang der Raten führte. Während das Preisniveau für Rückversicherung bei den Erneuerungen im Januar und April 2013 noch stabil geblieben war, ging es bei den Erneuerungen zum 1. Juli leicht zurück. Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2014 setzte sich dieser allgemeine Trend fort. Vor allem in Regionen und Sparten mit erhöhter Schadenfrequenz kam es aber auch vereinzelt zu Preiserhöhungen.

Überblick und wichtige Kennzahlen

Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt von einem insgesamt sehr guten Geschäftsverlauf, dies unter anderem vor dem Hintergrund einer Großschadenbelastung, welche unter unseren Erwartungen blieb. Zudem trug die selektive Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Zeichnungsjahre, die wir im Zuge der Überprüfung unserer sehr soliden Reservierungssituation vornehmen konnten, positiv zum versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen bei.

Im Geschäftsjahr 2013 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 24,6 (25,5) Milliarden €; dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,8 (+9,6)%. Die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen beeinflusste unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 1,2 Milliarden € negativ. Währungsbereinigt wäre das Beitragsvolumen im Geschäftsjahr um 0,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Etwa 20,4 (21,4) Milliarden € oder 83 (84)% der Beiträge wurden in Fremdwährung gezeichnet, und zwar 32 (31)% in kanadischen Dollar, 20 (18)% in US-Dollar und 9 (11)% in Pfund Sterling. 17 (16)% unseres Umsatzes generierten wir in Euro. Auf Ausländische Kunden entfielen unverändert im Vergleich zum Vorjahr 94% des Umsatzes.

Wir verzeichneten im Berichtsjahr Beitragsrückgänge in der Lebens- sowie in der Krankenrückversicherung. In der Lebensrückversicherung verringerten sich die Bruttobeiträge um 5,0% auf 8,7 (9,2) Milliarden €, in der Krankenrückversicherung verbuchten wir Beiträge in Höhe von 4,0 (4,2) Milliarden €; das entspricht einem Rückgang von 5,5%. Ausschlaggebend für den Rückgang waren vor allem Wechselkurseffekte aufgrund des erstarkten Euro. Währungsbereinigt wäre das Beitragsvolumen im Geschäftsjahr in der Lebensversicherung um 0,7% gestiegen und in der Krankenversicherung auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr geblieben. Positiv auf die Umsatzentwicklung über die vergangenen Jahre wirkte sich eine Reihe großvolumiger Verträge aus, bei denen Rückversicherung primär als Kapitalersatz fungiert. Auch 2013 konnten wir eine Reihe solcher Verträge abschließen oder erneuern. Naturgemäß kann die Umsatzentwicklung in diesem Teilbereich unseres Geschäfts aber volatil sein. Zusätzlich verzeichneten wir auch eine leicht positive Entwicklung in unserem Kerngeschäft, nämlich der gezielten Übernahme von versicherungstechnischen Risiken.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2013 einen Rückgang der Beitragseinnahmen um 2,3% auf 11,9 (12,1) Milliarden €. Ein wesentlicher Grund waren auch hier Wechselkurseffekte aufgrund des erstarkten Euro. Obwohl die Verhandlungen zur Erneuerung der Rückversicherungsverträge in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld stattfanden, blieb Munich Re bei ihrer klaren, auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und übernahm Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen. In den meisten Branchen und Regionen stand weiter ausreichend Kapazität zur Verfügung. Im Bereich der nicht proportionalen Naturkatastrophendeckungen erlebten wir eine zunehmende Angebotskapazität von etablierten Wettbewerbern und neu in den Markt eintretenden Kapitalgebern. Insbesondere Pensionsfonds hielten Rückversicherung für eine attraktive Anlagealternative, um Risiken zu diversifizieren und Renditeanforderungen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund ist es als positiv zu bewerten, dass das Preisniveau für Rückversicherungsschutz in unserem Portfolio insgesamt stabil blieb. Ratenanstiege waren lediglich in schadenbelasteten Segmenten zu erzielen. Dies war besonders deutlich in der Transportversicherung aufgrund des Hurrikans Sandy und des Schiffsunglücks der "Costa Concordia". Während die Raten in der Kreditversicherung unter Druck gerieten, blieben die Preise in den meisten anderen Märkten tendenziell stabil.

Beim versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen erzielten wir im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis von 1,1 Milliarden €, im Vorjahr wurde ein Gewinn von 656 Millionen € ausgewiesen. Dieses erfreuliche Ergebnis ist im Wesentlichen dem unter unseren Erwartungen gebliebenen Großschadenverlauf und dem im Übrigen guten Geschäftsverlauf zu verdanken.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden nach Retrozession und vor Steuern lag mit 1,4 (1,3) Milliarden € in etwa auf dem gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen betrug 609 (845) Millionen €. Das entspricht 4,0 (5,3) Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge. Die größten Schäden verursachten 2013 das Hochwasser in Mitteleuropa im Frühsommer (166 Millionen €) sowie starke Regenfälle und Hagelstürme in Deutschland im Juni und Juli (101 Millionen €). Außerdem belasteten uns die Hurrikane Manuel und Ingrid, die Mitte September auf das mexikanische Festland trafen (144 Millionen €). In Europa sorgten im vierten Quartal die Stürme Christian und Xaver für Belastungen größeren Ausmaßes (118 Millionen €). Weitere gravierende Schäden verursachten heftige Regenfälle in Argentinien Anfang April, die Überschwemmungen und einen Brand in einer Ölraffinerie zur Folge hatten (64 Millionen €), sowie Taifun Haiyan auf den Philippinen im November (64 Millionen €). Ferner führten massive Regenfälle im Monat Juli zu Überschwemmungen in der kanadischen Provinz Alberta (50 Millionen €).

Die von Menschen verursachten Großschäden lagen mit 823 (484) Millionen € auf höherem Niveau als im Vorjahr und machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 5,4 (3,0) Prozentpunkte aus. Schäden größeren Ausmaßes entstanden unter anderem durch die Evakuierung und den Produktionsausfall in einer Kupfermiene im US-Bundesstaat Utah, nachdem diese von einem Erdrutsch erfasst wurde (88 Millionen €), sowie durch das Feuer in einem chinesischen Werk eines koreanischen Chipherstellers (86 Millionen €). Weitere Ereignisse waren schwere Beschädigungen eines Wasserkraftwerks in Russland (75 Millionen €) und der Absturz eines Satelliten (41 Millionen €).

Die Schaden-Kosten-Quote (oder Combined Ratio), die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 94,3 (97,3)%. Ohne Belastungen aus Naturkatastrophen beläuft sie sich auf 90,3 (92,0)%. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Belastung aus Naturkatastrophen lag die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung unter dem Vorjahresniveau.

Die folgende Tabelle zeigt unsere Großschadenbelastung in den vergangenen fünf Jahren mit ihrem Anteil an Naturkatastrophenschäden:

Großschäden über 10 Millionen € (netto)

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Mio. € 2013 2012 20111 2010 2009
Großschäden gesamt 1.432 1.329 4.665 2.097 1.038
Davon Naturkatastrophen 609 845 4.197 1.510 171

1 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 211 Millionen €.

Trotz der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro- und Schuldenkrise beruhigten sich die Kapitalmärkte im Verlauf des Jahres 2013, blieben aber von anhaltender Nervosität gekennzeichnet. Die Risikoaufschläge für die festverzinslichen Wertpapiere sanken, aber auch die Volatilität an den Aktienmärkten ging gegenüber dem Vorjahr zurück. Der EURO STOXX 50 legte im Berichtszeitraum etwa um 14% zu, der DAX 30 sogar um 29%. Besonders die Zinsen auf deutsche und US-Staatsanleihen sowie Pfandbriefe sanken weiter und fielen auf ein historisch niedriges Niveau; auch bei den Unternehmensanleihen verzeichneten wir geringere Zinsen, zudem einen Rückgang der Risikoaufschläge.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen liegt vor diesem Hintergrund mit 2.938 (3.315) Millionen € unter Vorjahresniveau. Nach den handelsrechtlichen Vorschriften wurden 491 (525) Millionen € des Kapitalanlageergebnisses in der versicherungstechnischen Rechnung als technischer Zinsertrag erfasst. Die Rendite der Kapitalanlagen inklusive Depotforderungen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten belief sich im Geschäftsjahr auf 4,0% (4,5)%.

Ergebnis der Münchener Rück AG

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Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
Versicherungstechnisches Ergebnis -82 84 -48 104 1.225
Ergebnis aus Kapitalanlagen ohne technischen Zins 2.447 2.790 2.072 2.539 2.450
Sonstiges Ergebnis -124 169 -319 -451 -297
Steuern -595 -653 -654 -832 -920
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.646 2.390 1.051 1.360 2.458
Bilanzgewinn 1.300 1.255 1.119 1.178 1.291

Im Geschäftsjahr 2013 weisen wir einen Jahresüberschuss von 1.646 Millionen € aus. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 0,3 Millionen € und der Einstellung von 346 Millionen € in die Gewinnrücklagen beträgt der Bilanzgewinn 1.300 Millionen €. Wir beabsichtigen für das Geschäftsjahr 2013, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 7,25 € je gewinnberechtigter Aktie auszuschütten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im November 2013 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis zum 6. März 2014 weitere 2,8 Millionen Aktien im Wert von 434 Millionen € zurückgekauft.

Versicherungszweige

In der Lebensrückversicherung sank das Bruttobeitragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Entwicklung der Währungskurse aufgrund des erstarkten Euro bedingt. Positive Auswirkungen auf die Beitragsentwicklung haben über die vergangenen Jahre eine Reihe großvolumiger Verträge, bei denen Rückversicherung primär als Kapitalersatz fungiert. Als kapitalstarker Partner bieten wir maßgeschneiderte Lösungen an, durch die wir die Kapitalstruktur unserer Kunden und deren Solvenz verbessern. Auch 2013 konnten wir wiederum eine Reihe solcher Verträge abschließen oder erneuern. Naturgemäß kann die Beitragsentwicklung in diesem Teilbereich unseres Geschäfts aber volatil sein. Zusätzlich verzeichneten wir auch eine leicht positive Entwicklung in unserem Kerngeschäft, nämlich der gezielten Übernahme von versicherungstechnischen Risiken. Auf der anderen Seite belastete in vielen entwickelten Regionen die schwache Konjunktur die Geschäftsentwicklung unserer Kunden und reduzierte damit das Geschäftspotenzial für die Rückversicherung.

Wir erzielten im Lebensrückversicherungsgeschäft ein gutes Ergebnis, welches leicht unter dem des Vorjahres lag. Der Ergebnisrückgang resultiert im Wesentlichen aus Belastungen aus dem australischen Invaliditätsgeschäft. Im Übrigen verlief das Geschäft 2013 aber erneut erfreulich.

In der Krankenversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen Beitragsrückgang, der ausschließlich aus der Entwicklung der Währungskurse aufgrund des erstarkten Euro resultiert.

Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert.

Auch im Schaden- und Unfall-Versicherungsgeschäft reduzierten sich die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Geschäftsfeld wirkte sich ebenfalls die Wertentwicklung des Euro stark negativ auf die Beitragseinnahmen aus. Währungsbereinigt wären die Umsätze leicht gestiegen.

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen fiel auch aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Großschadenbelastungen sowie Reserveauflösungen im Berichtszeitraum deutlich positiv aus.

In der Unfallversicherung blieb das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau.

Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen fiel etwas geringer als im Vorjahr aus, dennoch erzielten wir auch im Geschäftsjahr wieder einen erfreulichen Gewinn.

In der Haftpflichtversicherung konnten wir im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen stabil halten.

Das negative versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen im Vorjahr konnte im Berichtsjahr etwas reduziert werden. Dies liegt im Wesentlichen an der Auflösung von Schadenrückstellungen, die wir im Berichtsjahr im Zuge der aktuariellen Überprüfung vornahmen.

In der Kraftfahrtversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen leichten Beitragsanstieg, der vor allem auf den Abschluss neuer großvolumiger Verträge im Motorgeschäft in China zurückzuführen ist.

Der versicherungstechnische Verlust vor Schwankungsrückstellungen aus dem Vorjahr konnte im Berichtsjahr merklich reduziert werden. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere Schadenreserveauflösungen für frühere Zeichnungsjahre, die wir in dieser Branche vornahmen.

In der Transportversicherung war eine leichte Beitragsreduzierung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung der Währungskurse.

Das positive Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen aus dem Vorjahr konnte leicht verbessert werden. Begünstigt wurde diese Entwicklung insbesondere durch Schadenreserveauflösungen.

Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, sind im Geschäftsjahr gesunken. Neben der Entwicklung der Währungskurse wegen des erstarkten Euro waren Beitragseinbußen aufgrund des konsequenten Zyklusmanagements zu verzeichnen.

Das Ergebnis in der Luftfahrtversicherung verringerte sich deutlich gegenüber dem vergangenen Jahr. Wesentlich für diese Entwicklung war unsere selektive Zeichnungspolitik und eine höhere Großschadenbelastung.

In der Feuerversicherung konnten wir das hohe Beitragsniveau des Vorjahres fast wieder erreichen. Der Rückgang ist im Wesentlichen der Entwicklung der Währungskurse aufgrund des erstarkten Euro geschuldet.

Wir realisierten im Berichtsjahr erneut einen erfreulichen Gewinn vor Schwankungsrückstellungen. Begünstigt wurde dieses Ergebnis durch die weiterhin geringe Großschadenbelastung. Zudem konnten wir im Berichtsjahr im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation Rückstellungen auflösen.

In den technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) war das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Nachdem im Vorjahr das Ergebnis negativ ausfiel, konnte im Berichtsjahr ein erfreulicher Gewinn erzielt werden. Vor allem eine geringe Großschadenbelastung sowie die Auflösung von Rückstellungen, die in dieser Branche vorgenommen werden konnten, trugen zu diesem positiven Ergebnis bei.

Unter "Sonstige" subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung:

Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene Gebäudeversicherung; außerdem fallen hierunter die Kredit- und die Vertrauensschadenversicherung.

Vor allem durch den weiteren Geschäftszuwachs in der Agroversicherung stiegen im Berichtsjahr erneut die Prämieneinnahmen. Es konnte insbesondere weiteres US-Neugeschäft akquiriert werden.

Beim zusammengefassten versicherungstechnischen Ergebnis der Sparte Sonstige Versicherungen verbuchten wir im Geschäftsjahr einen geringen Verlust. Das negative Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr, das durch eine überdurchschnittliche Schadenbelastung in der Agroversicherung geprägt war, stark reduziert werden.

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  Bruttobeiträge Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä.
Mio. € 2013 2012 2013 2012
Leben 8.711 9.168 212 228
Kranken 4.001 4.234 23 37
Unfall 228 210 67 86
Haftpflicht 1.658 1.648 -517 -608
Kraftfahrt 2.332 2.224 -117 -397
Transport 501 572 132 87
Luftfahrt 411 536 124 302
Feuer 3.718 4.057 1.020 1.109
Technik 819 921 164 -56
Sonstige 2.195 1.971 -25 -132
Zusammen (ohne Leben) 15.863 16.373 871 428
Gesamt 24.574 25.541 1.083 656

Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen können das versicherungstechnische Ergebnis erheblich beeinflussen; ihre Berechnung und ihr Ansatz sind weitgehend gesetzlich geregelt.

Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet und dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden. Die Anpassung errechnet sich anhand des Unterschieds der tatsächlichen zur mittleren Schadenquote und wird pro Versicherungszweig ermittelt. Die Höhe der Schwankungsrückstellung wird durch den Sollbetrag begrenzt.

Versicherungszweige, die trotz homogenen Versicherungsbestands hohe Schwankungen im Schadenverlauf der aktuellen Rechnungsperiode aufweisen, erreichen durch die erfolgsabhängigen Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine Stabilisierung ihrer Ergebnisse. Die finanziellen Auswirkungen von zufallsbedingt auftretenden Unter- und Überschäden in den verschiedenen Geschäftsjahren werden damit auf Basis einer statistischen Vergangenheitsbetrachtung nivelliert. Unter der Position ähnliche Rückstellungen werden Großrisikenrückstellungen zusammengefasst, die für den versicherungstechnischen Ausnahmefall gebildet werden, dass sich kein versicherungstechnisches Kollektiv finden lässt, das groß und homogen genug ist, um das Risiko innerhalb eines bestimmbaren Betrachtungszeitraums auszugleichen. Die Beiträge zu einer Großrisikenrückstellung haben den Charakter von Vorleistungen auf den Schadenfall und sind so lange in eine Rückstellung einzustellen, bis der nach versicherungsmathematischen Modellen bestimmte Höchstbetrag eines möglichen Totalschadens bzw. die maximale Haftung erreicht ist. Großrisiken sind nur versicherbar, wenn ein Risikoausgleich in der Zeit in der Weise geschaffen wird, dass über mehrere Geschäftsjahre Rückstellungen gebildet werden können. Eine Großrisikorückstellung dient daher nicht dem Ausgleich von Jahresschwankungen, sondern von sehr seltenen Einzelereignissen mit außergewöhnlichem Schadenpotenzial. Unter dieser Position werden die Rückstellungen für Großrisiken in Form der Rückstellungen für Atomanlagenrisiken, Pharma-Produkthaftpflichtrisiken und Terrorrisiken zusammengefasst.

Die Bilanzposition Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013 um 1.165 (572) Millionen € auf 8.147 (6.982) Millionen €. Durch positive Ergebnisse konnten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in der Sparte Feuer 1.157 (1.226) Millionen €, darüber hinaus in Kraftfahrt 168 (-126) Millionen €, in Unfall 134 (-84) Millionen € und in Technik 39 (-64) Millionen €.

Dagegen wurde aufgrund von reduzierten Prämieneinnahmen und der damit verbundenen Verringerung der maximal möglichen Höchstbeträge die Schwankungsrückstellung in der Sparte Luftfahrt um 170 (-91) Millionen € und in der Sparte Transport um 57 (-41) Millionen reduziert. Eine über der mittleren Schadenquote liegenden Schadenquote in der Sparte Haftpflicht führte zu einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 72 (171) Millionen €. Außerdem wurden in der Sparte Kredit 37 (-36) Millionen € und in den sonstigen Sparten 17 (395) Millionen € infolge einer negativen Ergebnisentwicklung aus der Schwankungsrückstellung entnommen. Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind in den Sparten Kraftfahrt, Luftfahrt und Transport zu 100 Prozent und in den Sparten Feuer, Kredit und Unfall zu mehr als 50 Prozent erreicht.

Im Geschäftsjahr 2013 verstärkten wir noch die Rückstellung für Terrorrisiken um 16 (18) Millionen €, die Rückstellung für Atomanlagenrisiken um 4 (3) Millionen € und die Rückstellung für Pharma-Produkthaftpflichtrisiken um 1 (-3) Million €.

Kapitalanlagen

Anlagegrundsätze

Unserer Anlagestrategie legen wir aufsichtsrechtliche Vorschriften zugrunde, um möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung zu gewährleisten. Darüber hinaus beachten wir alle weiteren gesetzlichen Anforderungen. Wir investieren nur in Vermögenswerte, von denen wir eine angemessene Rendite erwarten, wobei unser Anlagemanagement neben der strengen Beachtung der Risikotragfähigkeit der Münchener Rück AG auch das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt. Währungsrisiken begrenzen wir, indem wir die erwarteten Verpflichtungen grundsätzlich mit Kapitalanlagen in den entsprechenden Währungen abdecken. Außerdem achten wir bei unseren festverzinslichen Wertpapieren darauf, die Laufzeiten an der Fälligkeitenstruktur der Verbindlichkeiten auszurichten. Wie wir die Risiken aus Kapitalanlagen steuern, beschreiben wir ausführlich im Risikobericht.

Liquidität

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf.

Kapitalanlagen nach Anlagearten

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Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.075 1.019 998 1.018 900
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 33.481 33.656 32.208 27.840 27.014
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 153 170 177 1.556 1.799
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 6.209 5.596 5.796 6.434 5.002
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 17.883 21.392 19.770 20.540 20.927
Andere Kapitalanlagen 1.823 864 838 1.200 717
Gesamt 60.624 62.697 59.787 58.588 56.359

Entwicklung und Struktur der Kapitalanlagen

Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG (ohne Depotforderungen) sank im Geschäftsjahr 2013 um 3,3% auf 60.624 Millionen €. Im Folgenden wird auf die wesentlichen Veränderungen eingegangen.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken

Bei unseren Immobilienanlagen zielen wir darauf ab, aus laufenden Erträgen und Wertzuwächsen eine angemessene Rendite zu erwirtschaften. Dabei überprüfen wir bestehende Objekte und Fonds laufend auf ihre langfristige Ertragsstärke und ihre Standort- und Objektrisiken. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in unserem Immobilienbestand.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Beteiligungsbuchwerte haben sich in Summe um 175 Millionen € verringert. Dabei wurden die Buchwerte von Beteiligungsgesellschaften, die Halter von Spezialfonds sind, im Berichtsjahr insgesamt um 794 Millionen € reduziert. Darin enthalten sind im Wesentlichen Kapitalerhöhungen und -entnahmen von saldiert -905 Millionen €, wiederangelegte Jahresüberschüsse aus 2013 von 495 Millionen € sowie Währungsverluste von 279 Millionen €. Bei der Munich American Holding Corporation erfolgte eine Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert in Höhe von 484 Millionen €. Zudem wurden im Geschäftsjahr Kapitalerhöhungen bei Tochterunternehmen durchgeführt. Dies betrifft insbesondere die Munich Holdings of Australasia mit 274 Millionen €.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Buchwerte liegen bei 153 Millionen € und sind damit nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere

Die Zunahme von 613 Millionen € betrifft unseren direkt und indirekt über Investmentfonds gehaltenen Aktienbestand. In unserem Portfolio halten wir größtenteils Aktien europäischer Unternehmen.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere verzeichnen mit 17.883 Millionen € im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 3.509 Millionen € und haben einen Anteil von 29,5% an den Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen).

Von den Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind 76% Staatsanleihen oder Instrumente mit Haftung öffentlicher Institutionen; 40% davon entfallen auf Eurostaaten. Von Portugal und Griechenland halten wir keine Staatsanleihen mehr im Portfolio. Der Bestand an irischen, italienischen und spanischen Staatsanleihen liegt bei 3%.

Darüber hinaus sind etwa 13% unserer Inhaberpapiere erstklassig besicherte Wertpapiere und Forderungen; dabei handelt es sich im Wesentlichen um deutsche und europäische Pfandbriefe.

Zum Stichtag machten Unternehmensanleihen 6% unserer Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere aus.

Um uns gegen die Risiken einer künftigen Inflation und den Zinsanstieg, der damit typischerweise verbunden ist, zu schützen, halten wir rund 11% Anleihen, deren Verzinsung und Rückzahlungsbeträge an die Inflationsrate gekoppelt sind (inflationsgeschützte Anleihen).

Unser Zinsträgerportfolio zeichnet sich durch eine sehr gute Ratingstruktur aus. Am 31. Dezember 2013 hatten 98% unserer festverzinslichen Wertpapiere ein Investmentgrade-Rating, rund 92% waren mit "A" oder besser eingestuft.

Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

Die Depotforderungen weisen zum 31. Dezember 2013 einen Stand von 10,9 Milliarden € aus.

Bewertungsreserven

Infolge von § 54 RechVersV sind für die ausgewiesenen Kapitalanlagen die Bewertungsreserven anzugeben. Unsere außerbilanziellen Bewertungsreserven, also der Unterschied zwischen Buch- und Zeitwerten, sanken im Geschäftsjahr um 9,2%, das sind 1,1 Milliarden €. Eine detaillierte Aufgliederung der Reserven findet sich im Anhang.

Bewertungsreserven

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Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Grundvermögen 1.742 1.586 1.525 1.338 1.344
Dividendenwerte 7.858 8.112 8.745 6.849 4.920
Festverzinsliche Wertpapiere1 813 1.769 1.618 1.053 918
Gesamt 10.413 11.467 11.888 9.240 7.182

1 Neben den zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen werden auch die zum Nennwert bilanzierten Kapitalanlagen berücksichtigt.

Die Verminderung der Bewertungsreserven bei den Dividendenwerten ist im Wesentlichen auf Beteiligungsgesellschaften, die Halter von Spezialfonds sind, zurückzuführen. Bei den festverzinslichen Wertpapieren resultiert der Rückgang der Bewertungsreserven hauptsächlich aus einem gestiegenen Zinsniveau bei kanadischen und deutschen Staatsanleihen.

Ergebnis

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen verringerte sich auf 2.938 (3.315) Millionen € aufgrund von Verschlechterungen in allen Teilbereichen.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

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Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
Laufende Erträge 3.445 3.276 3.083 2.655 2.480
Zu-/Abschreibungen -487 -261 -280 189 3
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 360 541 239 661 1.005
Sonstige Erträge/Aufwendungen -380 -241 -480 -438 -384
Gesamt 2.938 3.315 2.562 3.067 3.104

Nach Anlagearten setzt sich das Kapitalanlageergebnis der vergangenen fünf Geschäftsjahre wie folgt zusammen:

Kapitalanlageergebnis nach Anlagearten

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Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009
Grundvermögen 85 84 84 120 -3
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1.736 1.031 1.391 1.425 718
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6 8 28 48 69
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 584 461 80 142 900
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 504 1.048 1.078 1.019 1.132
Andere Kapitalanlagen 23 683 -99 313 288
Gesamt 2.938 3.315 2.562 3.067 3.104

Finanzlage

Analyse der Kapitalstruktur

Die Kapitalanlagen auf der Aktivseite der Bilanz bedecken in erster Linie versicherungstechnische Rückstellungen (67,7% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (14,8% der Bilanzsumme) sowie die nachrangigen Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (5,4% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.023 Millionen € verringert. Detailliert analysiert wird die Fremdkapitalstruktur im Abschnitt "Strategisches Fremdkapital".

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2013 um 187 Millionen € gestiegen.

Eigenkapital

Im Berichtsjahr erhöhte sich unser Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 1,7% auf 11.238 Millionen €. Vom Bilanzgewinn des Vorjahres wurden 1.255 Millionen € als Dividende an unsere Anteilseigner ausgeschüttet.

Dieser Ausschüttung steht der im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete Jahresüberschuss von 1.646 Millionen € entgegen. Von diesem wurden 346 Millionen € vom Vorstand in die Gewinnrücklagen eingestellt, um das Eigenkapital zu stärken. Die verbleibenden 1.300 Millionen € stehen für die Dividendenzahlung zur Verfügung.

Eigenkapital

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Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital 11.238 11.051 9.855 10.265 10.760

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzierungsmittel und sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist.

Strategisches Fremdkapital

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Mio. € 31.12.2013
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £ 360
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €1 1.349
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen € 1.000
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen € 900
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £ 541
Gesamt 4.150

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

Die Nachranganleihe mit einem Volumen von anfänglich 1,5 Milliarden €, welche die Münchener Rück AG im Juni 2007 emittierte, hat eine unbegrenzte Laufzeit; wir können sie allerdings nach Ablauf von zehn Jahren erstmals ordentlich kündigen. Die 2003, 2011 sowie 2012 herausgegebenen Nachranganleihen der Münchener Rück AG sind befristet. Die im Jahr 2003 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 300 Millionen £ läuft bis 2028 und kann am 21. Juni 2018 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2011 herausgegebene Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1 Milliarde € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden.

Am 25. April 2013 haben wir unsere Nachranganleihe 2003/2023 mit einem noch ausstehenden Nominalvolumen von rund 1 Milliarde € gekündigt und am 21. Juni 2013 vollständig getilgt.

Mit diesen nachrangigen Anleihen stärkt die Münchener Rück AG ihre Kapitalausstattung. Teile davon erkennt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Eigenmittel an.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt wird, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar, das Pfund Sterling und der kanadische Dollar die wichtigsten Währungen.

Verfügungsbeschränkungen

Da wir ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sind, unterliegen einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 4,5 (5,9) Milliarden €.

Asset-Liability-Management

Die Struktur der versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten bildet die Grundlage unserer Kapitalanlagestrategie. Im Mittelpunkt steht das Asset-Liability-Management (ALM): Mit ihm streben wir an, dass volkswirtschaftliche Faktoren den Wert unserer Kapitalanlagen ähnlich beeinflussen wie den Wert der versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dies stabilisiert unsere Position gegen Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstrukturen, aber auch Inflationssensitivitäten auf die Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren.

Abweichungen gegenüber der Struktur unserer Verbindlichkeiten gehen wir in diesem Ansatz bewusst und unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und erzielbaren Risikoprämien ein. Sie haben das Ziel, Erträge zu erwirtschaften, die über der erwarteten Verzinsung der Mittel zur Bedeckung der Verbindlichkeiten liegen. Eingegangene Risiken aus der Kapitalanlage messen wir daher nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu Wertänderungen bei den Verpflichtungen. In Bezug auf die Währungspositionierung wirken sich durch diesen Ansatz Wechselkursschwankungen gleichermaßen auf Vermögenswerte wie Verbindlichkeiten aus. Verluste aus der Währungsumrechnung von Kapitalanlagen werden durch Gewinne aus der Umrechnung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten ökonomisch weitgehend ausgeglichen. Dieser Zusammenhang wird nach den aus ökonomischer Sicht unvollkommenen Regeln der Rechnungslegung nicht immer adäquat abgebildet. In einem beschränkten Ausmaß richten wir unser Kapitalanlageportfolio auch so aus, dass es bei steigenden Inflationsraten an Wert gewinnt. Hierbei investieren wir in inflationssensitive Anlageklassen wie Inflationsanleihen und -swaps sowie Sachwerte.

Wir setzen auch derivative Finanzinstrumente ein, um das ökonomische ALM so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten. Diese Anlageprodukte verwenden wir, um uns gegen Schwankungen an den Zins-, Aktien- und Währungsmärkten abzusichern.

Kapitalmanagement

Mit unserem aktiven Kapitalmanagement stellen wir sicher, dass die Kapitalausstattung der Münchener Rück AG stets angemessen ist. So müssen die vorhandenen Eigenmittel den Kapitalbedarf decken, den wir anhand unseres internen Risikomodells sowie der Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen bestimmen. Unsere Finanzkraft soll dabei profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns aber ebenso, dass das ökonomische Eigenkapital unserer Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigt. Eine derart definierte bedarfs- und risikogerechte Kapitalisierung trägt entscheidend dazu bei, unsere Disziplin in allen Geschäftsprozessen zu gewährleisten.

Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären vorrangig über attraktive Dividenden zurück, sofern die Höhe der Gewinnrücklagen der Münchener Rück AG das zulässt und dies unsere strategische Flexibilität sowie Kapitalstärke insgesamt nicht beeinträchtigt. Zudem halten wir Aktienrückkäufe neben Dividendenzahlungen auch weiterhin für ein wichtiges Instrument eines aktiven Kapitalmanagements. Im November 2013 haben wir ein Rückkaufprogramm von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2014 angekündigt. Bis zum 6. März 2014 haben wir Aktien im Wert von 734 Millionen € zurückgekauft. Einschließlich Dividenden und der von 2006 bis 2013 getätigten Aktienrückkäufe gaben wir seit 2006 über 14,7 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück.

Zum 21. Juni 2013 kündigten wir unsere Nachranganleihe 2003/2023 zum ersten ordentlichen Kündigungstermin und zahlten nach vorangegangenen Teilrückkäufen den noch ausstehenden Nennwert von rund 1 Milliarde € zurück.

Im Geschäftsjahr 2013 erzielten wir einen Bilanzgewinn von 1.300 Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen die Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 3.812 Millionen €. Das Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 7.703 Millionen € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis dieser nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2013, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 7,25 € je Aktie bzw. insgesamt 1.300 Millionen € ausschütten.

Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2013 in insgesamt 179.341.212 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Die Aktien sind - mit Ausnahme von 1.919.312 eigenen Aktien, die sich zum 31. Dezember 2013 im Bestand von Munich Re befanden (§ 71b AktG) - voll stimm- und gewinnberechtigt. Jede stimmberechtigte Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf deren Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte sehr effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt.

Es bestehen vertragliche Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands über zwei- oder vierjährige Veräußerungssperren zu Aktien der Gesellschaft, die diese im Rahmen aktienbasierter Vergütungsprogramme erwerben müssen. Einzelheiten dazu ergeben sich aus dem Vergütungsbericht.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Warren E. Buffett und Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns zuletzt mit Stand 12. Oktober 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen gemäß § 21 WpHG angezeigt, die 10% an den Stimmrechten der Münchener Rück AG überschreiten:

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

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% Direkte Beteiligung Indirekte Beteiligung
Warren E. Buffett, USA 0,053 10,191
Berkshire Hathaway Inc., Omaha, USA   10,191
OBH LLC, Omaha, USA   10,191
National Indemnity Company, Omaha, USA 10,191  

Warren E. Buffett und die genannten Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe haben uns mit Schreiben vom 15. Oktober 2010 ferner mitgeteilt, dass die Investition der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele dient.

Berkshire Hathaway Inc. weist in einer Veröffentlichung vom März 2014 seine Beteiligung an der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2013 mit rund 20 Millionen Aktien aus, was einem rechnerischen Stimmrechtsanteil von 11,2% entspricht. Weitere Veränderungen sind uns nicht mitgeteilt worden oder sonst zur Kenntnis gelangt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung §§ 13 und 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen, und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Derzeit sind acht Mitglieder des Vorstands bestellt. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie - falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 4 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschuss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 2, 179 bis 181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor.

Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 19. April 2016 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Eigene Aktien bis maximal 5% des Grundkapitals können dabei auch durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien mit Beschluss vom 7. November 2013 Gebrauch gemacht. Bis zum 31. Dezember 2013 wurden rund 1,9 Millionen Aktien zu einem Kaufpreis von 300 Millionen € erworben.

Die Hauptversammlung hat am 28. April 2010 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2015 einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Nennbetrag von bis zu 3 Milliarden € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen können Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 117 Millionen € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewährt werde. Zur Absicherung besteht in § 4 Abs. 3 der Satzung ein bedingtes Kapital von 117 Millionen € (Bedingtes Kapital 2010).

Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats befugt, das Grundkapital bis zum 24. April 2018 um bis zu 280 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2013) zu erhöhen. Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen.

Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 19. April 2016 um insgesamt bis zu 10 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen (Genehmigtes Kapital 2011) zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen, um die neuen Aktien an die Mitarbeiter der Münchener Rück AG und deren verbundener Unternehmen auszugeben.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Auch der langfristige Incentive-Plan der Münchener Rück AG sieht im Fall eines Kontrollwechsels besondere Ausübungsmöglichkeiten vor. Er betrifft Vorstandsmitglieder sowie das obere Management einschließlich der wichtigsten Führungskräfte der Außenorganisation und ist im Vergütungsbericht näher erläutert.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Solvabilität

Solvabilität ist die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen, die in den Verträgen eingegangen wurden, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Um die Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des Jahresabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Um die berücksichtigungsfähigen Eigenmittel zu bestimmen, wird das Eigenkapital angepasst; insbesondere wird es um Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten erhöht sowie um die immateriellen Vermögensgegenstände und um Beteiligungen an Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen verringert. Die Eigenmittelausstattung der Münchener Rück AG entspricht auch weiterhin einem Mehrfachen der gesetzlichen Mindestanforderung.

Analyse des Zahlungsmittelflusses

Der Zahlungsmittelfluss der Münchener Rück AG ist stark vom operativen Geschäft geprägt. Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig.

Der Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit war insgesamt weiterhin positiv. Das im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Prämienvolumen wurde durch die stärkere Abnahme von (groß)schadenbedingten Auszahlungen überkompensiert werden. In einem unverändert anhaltenden Niedrigzinsumfeld konnten in Summe stabile laufende Erträge aus Kapitalanlagen erzielt werden. Der Saldo der aus Geschäftsbeziehungen mit Zedenten resultierenden Depot- und Abrechnungsforderungen sowie korrespondierenden Verbindlichkeiten entwickelte sich erneut rückläufig.

Aus der Bestandsverringerung an festverzinslichen Wertpapieren resultierende Einzahlungen prägten wesentlich den Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit. Sie überstiegen dabei deutlich die Auszahlungen für Bestandserhöhungen, vor allem bei Investmentanteilen und anderen Kapitalanlagen.

Der im November 2013 begonnene Aktienrückkauf 2013/2014, die Dividendenzahlung der Münchener Rück AG für das vorangegangene Geschäftsjahr sowie die Rückführung eines Teils der langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten führten zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit.

Insgesamt sank im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 36 Millionen € auf 386 Millionen €.

Interessensgruppen

Für die Münchener Rück AG ist der Austausch mit Kunden, Maklern, Anteilseignern, Investoren, Mitarbeitern und der Gesellschaft, in der wir als Unternehmen agieren, eine wichtige Voraussetzung, um neue Herausforderungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und passende Lösungen zu entwickeln.

Kunden und Kundenbeziehungen

Die Münchener Rück AG arbeitet weltweit mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen.

Wir verkaufen ein unsichtbares, manchmal schwer verständliches Produkt. Deshalb müssen wir nahe am Kunden sein, seinen Bedarf verstehen und ihn umfassend beraten. Vor allem der enge Austausch und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Vertriebspartnern stehen im Vordergrund mit dem Ziel, ihnen optimale Lösungen zu bieten. Wir wollen ihnen ein kompetenter, verlässlicher und transparenter Partner sein, dem sie vertrauen können.

Als Rückversicherer setzen wir unser umfassendes Risikowissen ein, um für unsere Kunden individuelle Lösungen bei vielschichtigen Fragestellungen zu entwickeln und Mehrwert zu schaffen. Wir kennen die Bedürfnisse unserer Zedenten, entwickeln mit ihnen innovative Risikotransferlösungen und wollen den Ausbau der Risikokompetenz durch strategische Kooperationen weiter vorantreiben. Daher bieten wir in der Gruppe unseren Zedenten die gesamte Bandbreite versicherungstechnischer Produkte an. Darüber hinaus können Kunden auf eine breite Auswahl an Services zurückgreifen: Unser Serviceangebot umfasst neben unserer eigenen Kundenplattform (connect) und speziellen Produktpublikationen unter anderem Instrumente zur Verbesserung der Geschäftsabläufe, individuelle Beratungsangebote und Kundenseminare zu vielen Aspekten der Versicherungstechnik.

Wir arbeiten mit unseren Kunden direkt oder über von den Kunden mandatierte Rückversicherungsmakler, je nach Wunsch des Kunden. Wir unterhalten mit allen relevanten Rückversicherungsmaklern Beziehungen auf lokaler operativer und auf strategischer Ebene und entwickeln diese gezielt, um sie den sich verändernden Gegebenheiten anzupassen. Wir sehen Makler als kompetente Vertreter der Kunden und wichtige Knowhow-Partner für die Entwicklung neuer, kundenorientierter Lösungen.

Spezialisierte Kundenmanager kümmern sich darum, die Bedürfnisse der Kunden möglichst genau zu erfassen und passgenaue Lösungen und Unterstützung anzubieten. Dafür legen wir unser gesamtes Wissen und unsere Innovationskraft in die Waagschale und scheuen auch nicht vor ungewöhnlichen Wegen zurück - getreu unserem Anspruch NOT IF, BUT HOW. Beispielsweise nehmen wir immer wieder eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Deckungskonzepten ein, etwa bei der Vorbereitung europäischer Zedenten auf die Einführung von Solvency II. Auch bieten wir unseren Kunden Beratungs- und Serviceleistungen rund um das Thema "Risiko" an. Wir erschließen neue Kundengruppen über unser Leistungsfeld Risk Solutions und offerieren spezielle Lösungen für Großkunden und Industrieunternehmen. Über eigene Zeichnungsagenturen (sogenannte MGAs) generieren wir Geschäft vor allem in Nordamerika, aber auch in der Region Asien-Pazifik. Darüber hinaus zählen Public Private Partnerships und Versicherungspools zu unserer Zielgruppe. Mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in aller Welt finden unsere Kunden uns dort, wo sie uns brauchen.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind für unseren Erfolg entscheidend. Mit ihrem Fachwissen, ihrem Engagement und kontinuierlicher Innovationsbereitschaft bringen sie unser Geschäft voran. Dafür schaffen wir Rahmenbedingungen, die ihre persönliche Weiterentwicklung und Leistungsfähigkeit in allen Bereichen fördern. Hohe Expertise und breite Erfahrung im Unternehmen zu entwickeln und zu binden ist somit eines der wichtigsten Ziele.

Aus diesem Grund wurde die im Vorjahr etablierte einheitliche Nachfolgeplanung für das Topmanagement ausgeweitet. Dabei rückt das Talent Management für die obersten Führungspositionen im Sinne einer gezielten Entwicklung auf definierte Zielpositionen stärker in den Vordergrund. Die resultierende Transparenz verbessert dabei auch die Basis für geschäftsfeldübergreifende Besetzungen.

Die Rotationen von Mitarbeitern und Führungskräften innerhalb des Unternehmens unterstützen den Erfahrungsaufbau und Wissenstransfer. Im Berichtsjahr wurden Wechsel in andere Bereiche und Geschäftsfelder sowie ins Ausland im Rahmen des Prozesses zur Leistungsbeurteilung und Mitarbeiterentwicklung gezielt initiiert. Je nach Geschäftsbedarf erfolgen die Wechsel auf Basis flexibler Modelle - im gegenseitigen Austausch, längerfristig und auch projektbezogen. Auf diese Weise werden neben dem fachlichen Wissen auch die interkulturellen Kompetenzen ausgebaut.

Die Positionierung der Münchener Rück AG als Wissensführer wird durch die systematische Entwicklung von herausragenden Spezialisten in geschäftsrelevanten Wissensgebieten gefördert. Die bereits existierende Fachkarriere wurde durch die Schaffung eines leitenden Fachexperten zu einem durchgängigen Entwicklungsweg ergänzt. Somit wird eine Parallelität zur Führungskarriere bis auf Ebene des Senior Managements hergestellt. Potenzialkandidaten für diese exponierten Fachfunktionen werden durch Entwicklungsprogramme vorbereitet. Für leitende Fachexperten wird seit diesem Jahr ein Qualifizierungsprogramm mit individuellen Maßnahmen zur Weiterentwicklung angeboten.

Ein langfristig wichtiger Aspekt für Mitarbeiter und Unternehmen ist der Erhalt der Gesundheit. In allen Bereichen des Unternehmens gehören Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit zum etablierten Angebot für die Mitarbeiter. So können sich die Mitarbeiter seit April in beruflichen und persönlichen Krisensituationen von externen Spezialisten anonym beraten lassen. Dieses "Employee Assistance Programm" geht über die etablierten internen Möglichkeiten zur adäquaten Unterstützung hinaus.

Die Berücksichtigung von beruflichen und privaten Bedürfnissen spielt auch in anderen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Wie diese sich in verschiedenen Lebensphasen verändern können und wie darauf reagiert werden kann, ist ein Schwerpunkt im Diversity Management.

Ein weiterer Schwerpunkt mit direktem Bezug zur Entwicklung des Geschäfts ist Internationalität. In diesem Zusammenhang wurde die Anzahl der Entsendungen, Jobrotationen und internationalen Projektbesetzungen 2013 weiter gesteigert. Ein anderer, direkt messbarer Erfolg des Diversity Managements ist die seit drei Jahren kontinuierlich steigende Quote von Frauen in Führungspositionen. Dies verdeutlicht sich auch daran, dass 2013 41,9% aller neuen Führungskräfte in der Münchener Rück München Frauen waren.

Bei der Münchener Rück AG waren zum 31.12.2013 4.050 Mitarbeiter beschäftigt.

Anteilseigner

Unser Aktienregister verzeichnete zum Ende des Jahres rund 155.000 Aktionäre. Der weitaus größte Teil der Aktien lag bei institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen oder Investmentgesellschaften; rund 12% hielten private Investoren. Der Anteil der ausländischen Investoren lag mit rund 74% zum Jahresende auf dem Niveau des Vorjahres. Zu unseren Anteilseignern gehören auch nachhaltig orientierte Investoren, mit denen wir im regen Dialog stehen.

Größter Anteilseigner war zum Jahresende weiterhin Warren E. Buffett, der über mehrere Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe Berkshire Hathaway Inc., OBH Inc., National Indemnity Co. rund 11,2 % an der Münchener Rück AG hält. Der Vermögensverwalter BlackRock belegt mit rund 6,2% Rang 2 unter unseren größten Anteilseignern. Die Volksrepublik China, vertreten durch die People's Bank of China/SAFE, China, liegt mit rund 3% auf dem dritten Rang.

Unsere auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensstrategie begleiten wir durch eine kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Wesentliche Aufgabe von Investor & Rating Agency Relations bei der Münchener Rück AG ist die Pflege bestehender Aktionärskontakte und die Gewinnung neuer Anleger. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die Meinungen und Präferenzen unserer Investoren im internen Entscheidungsprozess angemessen berücksichtigt werden. Wir nutzen vor allem Roadshows und Investorenkonferenzen, um den Dialog mit institutionellen Investoren aufzunehmen und zu vertiefen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Finanzplätzen in Europa und Nordamerika; verstärkt widmen wir uns inzwischen auch den aufstrebenden Finanzzentren Asiens und Arabiens. Die Investor-Relations-Aktivitäten ergänzen wir regelmäßig um Sonderveranstaltungen. Des Weiteren bieten wir regelmäßig einen einschlägig geprägten Austausch für Investoren an, die ihre Anlagestrategie gezielt an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten.

Unsere Investor-Relations-Arbeit erfährt nach wie vor positive Resonanz: In mehreren branchenübergreifenden Analysen zur Qualität des Investorendialogs nehmen wir 2013 erneut führende Positionen ein; vor allem Konsistenz und Transparenz unserer Berichterstattung werden von unseren Gesprächspartnern geschätzt. Sämtliche Präsentationen, die wir in Analysten- und Investorengesprächen, auf Konferenzen und Roadshows vorstellen, veröffentlichen wir zeitgleich im Internet und versenden diese auf Wunsch an interessierte Aktionäre. Viele dieser Veranstaltungen übertragen wir live über Webstreaming. Anfragen, die uns über die telefonische Aktionärshotline oder per E-Mail erreichen, beantwortet unser Team umgehend. Die Serviceseiten unseres Aktionärsportals im Internet bieten unseren im Aktienregister eingetragenen Aktionären zudem viele weitere Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten.

Rund 4.500 Aktionäre und Aktionärsvertreter nahmen an der 126. ordentlichen Hauptversammlung am 25. April 2013 teil. 34% des stimmberechtigten Grundkapitals beteiligten sich an den Abstimmungen. Die Beschlussvorschläge wurden jeweils mit klarer Mehrheit angenommen. Mit Online-Teilnahme an der Hauptversammlung und (elektronischer) Briefwahl bot die Münchener Rück AG ihren Aktionären erneut alle Möglichkeiten, ihre Stimme zu den Tagesordnungspunkten abzugeben.

Umwelt und Gesellschaft

Die Themen Umwelt und gesellschaftliches Engagement sind neben den Aktivitäten von Corporate Responsibility im Kerngeschäft wesentliche Aktionsfelder unserer Corporate-Responsibility-Strategie. Dabei sind diesbezügliche Maßnahmen der Münchener Rück AG Teil der Gruppenstrategie.

Umwelt

Auch 2013 haben wir intensiv daran gearbeitet, dass unser gruppenweites Umweltmanagement-System konsequent umgesetzt wird und unser Ziel, 75% aller Mitarbeiter von Munich Re (Gruppe) einzubinden, erreicht wird. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Qualität der Datenerfassung sich stetig verbessert. 17 der erfassten Standorte sind nach dem internationalen Standard ISO 14001 zertifiziert. Um den Ausstoß von Kohlendioxid-Emissionen zu verringern, haben wir uns zudem gruppenweite Ziele gesetzt - so werden diese Emissionen von 2009 bis 2015 um 10% reduziert und der gesamte Konzern wird bis zum Jahr 2015 klimaneutral gestellt. Der größte Anteil der Kohlendioxid-Emissionen resultiert aus unserem Energieverbrauch und unseren Geschäftsreisen.

Verteilung CO2-Emissionen am Beispiel Munich Re München 2013

Daher fokussieren wir Reduktionsmaßnahmen auf diese beiden Bereiche. So investieren wir in energieeffizientere Technologien und vermeiden Reisen durch die Nutzung digitaler Kommunikation.

Die unvermeidbaren Kohlendioxid-Emissionen neutralisieren wir über Zertifikate. Die Auswahl dieser erfolgt nach bestmöglichem Standard und positivem sozialem Einfluss durch ausgewählte Projekte. Unsere bisherigen Erfolge auf dem Weg zur konzernweiten "Klimaneutralität" 2015:

seit 2009 ist der Standort München klimaneutral;

seit 2012 die gesamte Rückversicherung.

2014 werden wir unsere Umweltziele weiter konsequent umsetzen, indem wir die einzelnen Standorte beraten und mit ihnen eng kooperieren.

Gesellschaft

Auch mit unserem bürgerschaftlichen Engagement bringen wir uns überall dort ein, wo wir geschäftlich tätig sind.

Um einen sinnvollen Rahmen für unser internationales gesellschaftliches Engagement zu schaffen, haben wir ein gruppenweites Corporate-Citizenship-Konzept mit konkret definierten Förderinhalten erstellt. Hier setzen wir klare Schwerpunkte auf die geschäftsnahen Themen Umwelt, Naturkatastrophenprävention, demografischen Wandel und Gesundheit sowie auf die Förderung von Wissenschaft und Bildung und kultureller Vorhaben an unseren Unternehmensstandorten. Jüngstes Beispiel dafür ist ein neues Kooperationsprojekt mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, bei dem die Verantwortlichen beider Häuser inhaltlich zusammenarbeiten und gemeinsam verschiedene Ausstellungs-, Lehr-, Publikations- und Veranstaltungsformate entwickeln, die auch im Rahmen von Mitarbeiter- und Kundenveranstaltungen genutzt werden.

Im Themenbereich Umwelt setzen wir uns im Rahmen der von Water Benefit Partners (WBP) und der Schweizer Agentur für internationale Zusammenarbeit (DEZA) ins Leben gerufenen Private Public Partnership (PPP) gemeinsam mit 14 weiteren Partnern dafür ein, einen innovativen Finanzierungsmechanismus - den sogenannten Water Benefit Standard - für Wasserprojekte in Regionen mit großer Wasserknappheit zu entwickeln.

Unsere Mitarbeiter engagieren sich weltweit in vielfältiger Weise gemeinnützig. Am Standort München und in den internationalen Einheiten der Rückversicherungsgruppe fördern wir zahlreiche ihrer Initiativen im Rahmen der Dr. Hans-Jürgen Schinzler-Stiftung. 2013 haben unsere Mitarbeiter mehr als 2.000 Stunden an freiwilligem Engagement geleistet. Die Münchener Rück Stiftung ergänzt mit ihren verschiedenen Projekten unseren konzernweiten Corporate-Citizenship-Ansatz. Ihr Stiftungskapital beläuft sich auf insgesamt 47 Millionen €. Die daraus generierten Stiftungsmittel werden neben verschiedenen Projekten am Unternehmensstandort unter anderem für langfristige Aktivitäten im Mikroversicherungsbereich, bei der Naturkatastrophenprävention, für innovative Formen der Wassergewinnung sowie für Jugend- und Bildungsprojekte verwendet. So veranstaltet die Münchener Rück Stiftung die weltweit größte Internationale Mikroversicherungskonferenz und vergibt zusammen mit den Vereinten Nationen den RISK Award. Dieser hochdotierte Preis fördert wegweisende Projekte der Katastrophenvorsorge.

Ausführliche Informationen über die konzernweiten Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility sowie unser Verständnis von unternehmerischer Verantwortung legt unser Corporate-Responsibility-Portal dar. Die dort detailliert aufgelisteten Kennzahlen und die Beschreibung der ergriffenen Maßnahmen zeigen unsere Leistungen und erläutern, wie wir diese Verantwortung in unserem Geschäft täglich leben.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Münchener Rück AG hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch abgegeben.

Arbeitsweise des Vorstands

Allgemeine Ausführungen zu den Aufgaben des Vorstands finden sich im Corporate Governance Bericht. Die Arbeit des Vorstands, vor allem die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen werden durch eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung geregelt. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorgeschrieben ist. Das sind vor allem Angelegenheiten, in denen die Zustimmung des Aufsichtsrats einzuholen ist, die der Hauptversammlung vorzulegen sind, die grundlegende Leitungsaufgaben darstellen oder die eine außergewöhnlich große Bedeutung haben einschließlich wichtiger Personalangelegenheiten der ersten Führungsebene.

Vorstandssitzungen finden nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Monat statt. Die Vorstandsmitglieder arbeiten zum Wohl des Unternehmens vertrauensvoll zusammen und streben einstimmige Entscheidungen an.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vorstands-Ausschüsse

Der Vorstand hat je einen Ausschuss für Konzernangelegenheiten und für Angelegenheiten aus dem Geschäftsfeld Rückversicherung, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern.

Konzernausschuss (KA)

Dem Konzernausschuss gehören der Vorsitzende des Vorstands sowie mindestens ein weiteres Mitglied des Vorstands an; dies sind Nikolaus von Bomhard und Jörg Schneider. Weiteres Mitglied war im Berichtszeitraum der bisherige Chief Risk Officer der Münchener Rück AG, Joachim Oechslin. Der Vorsitzende des Vorstands führt auch im Ausschuss den Vorsitz. Der Konzernausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Ressorts seiner stimmberechtigten Mitglieder, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidungen vor, die diesem vorbehalten sind.

Rückversicherungsausschuss (RVA)

Dem Rückversicherungsausschuss gehören die Mitglieder des Vorstands an, die nicht im Konzernausschuss sitzen. Das waren im Berichtszeitraum Torsten Jeworrek, Ludger Arnoldussen, Thomas Blunck, Georg Daschner, Peter Röder, Wolfgang Strassl und Joachim Wenning. Weiteres Mitglied ist der Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung, Hermann Pohlchristoph. Der Vorsitzende des Ausschusses wird vom Aufsichtsrat bestimmt; hierbei handelt es sich um Torsten Jeworrek. Der Rückversicherungsausschuss entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten des Geschäftsfelds Rückversicherung, soweit nicht zwingend der Gesamtvorstand zuständig ist.

Sitzungen von KA und RVA finden nach Bedarf statt, in der Regel in zweiwöchigem Turnus. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder des Vorstands. Näheres regelt die jeweilige vom Gesamtvorstand beschlossene Geschäftsordnung.

Untergremien von KA und RVA

Sowohl der Konzern- als auch der Rückversicherungsausschuss haben Unterausschüsse gebildet. Diesen Gremien gehören auch sonstige Führungskräfte der Münchener Rück AG und des Konzerns an. Hierbei handelt es sich um das Group Investment Committee (KA), das Group Risk Committee (KA), den Strategieausschuss (KA) und um das Global Underwriting and Risk Committee (RVA). In diesen Gremien sind nur die Mitglieder des Vorstands stimmberechtigt. Die Arbeitsweise dieser Gremien wird weitgehend in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Das Group Investment Committee ist für alle wesentlichen Themen, welche die Kapitalanlagen des Konzerns betreffen, zuständig. Sowohl das Group Risk Committee als auch das Global Underwriting and Risk Committee befassen sich - in unterschiedlichem Rahmen - mit Risikofragen. Näheres dazu können Sie dem Risikobericht.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung sowie alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Bestimmte Arten von Geschäften (zum Beispiel Investitionen und Desinvestitionen von erheblichem Umfang sowie einzelne Kapitalmaßnahmen, etwa gemäß § 4 der Satzung) darf der Vorstand grundsätzlich nur vornehmen, wenn der Aufsichtsrat zustimmt. Des Weiteren berichtet der Vorstand dem Prüfungsausschuss über spezielle Themen im Rahmen von dessen Zuständigkeit.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Allgemeine Ausführungen zur Zuständigkeit des Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance Bericht.

§ 12 und § 13 der Satzung enthalten Bestimmungen zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und (weitere) Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind. Daneben beschloss er eine eigene Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert worden sind und entweder zehn Mitglieder, darunter der Vorsitzende, oder 15 Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies bestimmt, können Sitzungen des Aufsichtsrats ganz oder teilweise auch unter Nutzung von Mitteln der Telekommunikation durchgeführt werden.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist befugt, aufgrund vorheriger Beschlüsse Erklärungen für den Aufsichtsrat abzugeben.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG hat fünf Ausschüsse gebildet: den Ständigen Ausschuss, den Personalausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss. Das Aufsichtsratsplenum wird vom jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse unterrichtet. Die Ausschüsse treffen ihre Entscheidung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Im Ständigen Ausschuss, im Personalausschuss und im Prüfungsausschuss gibt bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden des Ausschusses den Ausschlag.

Die wesentlichen Zuständigkeiten der Ausschüsse sind:

Ständiger Ausschuss

Der Ständige Ausschuss bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, soweit dafür kein anderer Ausschuss zuständig ist. Er entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die der Aufsichtsrat genehmigen muss, soweit hierfür nicht das Aufsichtsratsplenum oder ein anderer Ausschuss zuständig ist. Er nimmt Satzungsänderungen vor, die nur die Fassung betreffen, und entscheidet darüber, ob und wann Gäste zu Aufsichtsratssitzungen hinzugezogen werden. Darüber hinaus bereitet er die jährliche Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und die Berichterstattung des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht über die Corporate Governance des Unternehmens vor. Er überprüft jährlich die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum gegebenenfalls Vorschläge. Des Weiteren muss er bestimmte Kreditgeschäfte der Gesellschaft, insbesondere mit Prokuristen und Aufsichtsratsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften, außerdem sonstige Verträge der Gesellschaft mit Mitgliedern des Aufsichtsrats genehmigen. Mitglieder des Ständigen Ausschusses im Geschäftsjahr 2013 waren Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen, Henning Kagermann und Wolfgang Mayrhuber.

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor und sorgt zusammen mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Er bereitet ebenfalls die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Ferner vertritt der Personalausschuss die Gesellschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und ist für die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig, soweit sie nicht dem Aufsichtsratsplenum zugewiesen sind. Er muss Kreditgeschäfte zwischen der Gesellschaft und Vorstandsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen genehmigen, desgleichen wesentliche Geschäfte zwischen der Gesellschaft oder der mit ihr verbundenen Unternehmen und Mitgliedern des Vorstands sowie diesen nahestehenden Personen und Gesellschaften. Er entscheidet auch über Nebentätigkeiten und Mandate der Vorstände bei anderen Gesellschaften. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 waren Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender), Herbert Bach und Wolfgang Mayrhuber.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor; er prüft die Finanzberichterstattung, erörtert die Quartalsberichte und nimmt die Prüfungsberichte sowie andere Berichte und Erklärungen des Abschlussprüfers entgegen. Der Ausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems, die Wirksamkeit des Compliance-Systems sowie des Systems der Internen Revision der Gesellschaft. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidung über die Bestellung des Abschlussprüfers vor und kontrolliert dessen Unabhängigkeit und Qualität. Er beauftragt den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss, legt Prüfungsschwerpunkte fest und vereinbart die Vergütung; dasselbe gilt für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts. Zudem bereitet der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die jährliche Erörterung der Risikostrategie vor dem Aufsichtsrat vor und diskutiert mit dem Vorstand unterjährige Änderungen der Risikostrategie sowie Abweichungen. Der Prüfungsausschuss lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den Group Chief Compliance Officer, den Leiter der Internen Revision, den Chief Risk Officer und durch den Justitiar unterrichten. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 waren Henning Kagermann (Vorsitzender), Christian Fuhrmann, Marco Nörenberg, Bernd Pischetsrieder und Anton van Rossum.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung. Als Grundlage hat er einen Kriterienkatalog erarbeitet und beschlossen. Seine Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 waren Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender), Henning Kagermann und Peter Löscher.

Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum Personalvorschläge, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommt, um Vorstandsmitglieder zu bestellen oder abzuberufen. Seine Zuständigkeit ist auch unter der Mitbestimmungsvereinbarung unverändert und nunmehr in Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegt. Die Mitglieder im Geschäftsjahr 2013 waren Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender), Herbert Bach, Hans Peter Claußen und Henning Kagermann.

Nähere Ausführungen zur Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung auf.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz vom November 2013

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 (bekannt gemacht am 10. Juni 2013) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2012 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 (bekannt gemacht am 15. Juni 2012) entsprochen.

Weitere Praktiken der Unternehmensführung

Munich Re Verhaltenskodex

Zusätzlich haben wir uns auf einen eigenen Verhaltenskodex mit hohen ethischen und rechtlichen Anforderungen verpflichtet, den Sie wie die Entsprechenserklärung auf unserer Internetseite finden.

Darin präzisieren wir unsere Vorstellungen von integrem, das heißt rechtlich korrektem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten im Unternehmen. Der Verhaltenskodex enthält verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter, einschließlich der Geschäftsleitungsorgane von Munich Re.

Als zusätzlicher Ansprechpartner steht den Mitarbeitern ein externer und unabhängiger Ombudsmann zur Verfügung. Er berichtet dem Fraud Prevention Committee, das aus dem Fraud Prevention Officer und dem Group Chief Compliance Officer besteht, über gemeldete Verdachtsfälle und unterstützt damit das Anti-Fraud-Management von Munich Re. Darüber hinaus können Mitarbeiter und externe Personen über ein Compliance-Whistleblowing-Portal strafbare Handlungen wie Korruption und Bestechung, Wirtschaftskriminalität, reputationsschädigendes Verhalten und Verstöße gegen Kartellrecht, Insiderrecht und Datenschutz anonym melden.

Global Compact

Um ihr Werteverständnis und damit auch ihre Unternehmensverantwortung nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, ist Munich Re 2007 dem "Global Compact" der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipien dieser Erklärung sind für uns Maßstab unseres Handelns in allen Geschäftsbereichen und bilden damit den grundlegenden Rahmen für unsere Corporate Responsibility. Der jährliche Fortschrittsbericht zum UN Global Compact ist in das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite integriert. Seit 2013 sind die zehn Prinzipien des UN Global Compact auch im Annex des Munich Re Verhaltenskodex aufgeführt.

Principles for Responsible Investment

Munich Re gehörte 2006 als erstes deutsches Unternehmen zu den Unterzeichnern der UN Principles for Responsible Investment (PRI). Die PRI sind über das Corporate-Responsibility-Portal auf unserer Internetseite verlinkt. Dort berichten wir ebenfalls, wie wir diese Grundsätze für nachhaltiges Investment umsetzen.

Risikobericht

Risk Governance und Risikomanagement-System

Rückversicherungsrisiken gezielt zu übernehmen steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells. Sowohl die internen Revisionsabteilungen als auch der Abschlussprüfer bei den Jahresabschlussprüfungen kontrollieren als unabhängige Instanzen regelmäßig die Gesetzeskonformität unseres Risikofrüherkennungssystems. In Verbindung mit unserem internen Risikomanagement sind wir daher in der Lage, Risikosituationen angemessen zu beurteilen; das zunehmend komplexe und dynamische Umfeld setzt dem jedoch natürliche Grenzen. Der Risikobericht ist in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 20 aufgebaut.

Risikomanagement-Organisation, Rollen und Verantwortlichkeiten

Auftrag und Ziel

Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Neben der Funktion, die Finanzstärke zu erhalten, um die Ansprüche unserer Kunden zu sichern und für unsere Aktionäre nachhaltig Wert zu schaffen, ist es ebenfalls Aufgabe des Risikomanagements, die Reputation von Munich Re zu schützen. Dies erreichen wir durch ein weltweites, alle Bereiche umfassendes Risikomanagement. Die Münchener Rück AG ist dabei ein Bestandteil im Risikomanagement des Rückversicherungssegments.

Organisatorischer Aufbau

Um ein effizientes Risikomanagement zu gewährleisten, hat Munich Re besondere Risikomanagement-Funktionen und -Gremien eingerichtet. Die Funktion Integrated Risk Management (IRM) verantwortet das gruppenweite Risikomanagement und baut dabei auf dezentralen Strukturen der Gruppe auf. IRM steht der Chief Risk Officer (CRO) vor, in einzelnen Gesellschaften leistet dies jeweils ein dezentraler CRO. Unterstützt werden sie von interdisziplinären Teams hoch qualifizierter Mitarbeiter. Dank umfassender Dokumentationen, Richtlinien und Anweisungen sind die Mitarbeiter der Risikomanagement-Organisation sowie der gesamten Gruppe über unsere Risikostrategie sowie ihre Aufbau- und Ablauforganisation informiert. Dies ist die Grundlage einer aktiven Steuerung der eingegangenen Risiken.

Risk Governance

Die Risk Governance von Munich Re fördert Entwicklung und Erhalt einer wirksamen Risiko- und Kontrollkultur, die alle materiellen Risikokategorien umfasst. Folgende Gremien unterstützen sie:

Zu den wichtigsten Aufgaben des Konzernausschusses des Vorstands gehören die Wahrung und die Fortentwicklung des Risikomanagements und der Risk Governance auf Konzernebene. Vierteljährlich tagt er zusammen mit dem CRO und weiteren fachkundigen Mitgliedern der Geschäftsfelder als Group Risk Committee und behandelt in dieser Formation grundlegende Risikothemen der gesamten Gruppe. Ebenfalls vierteljährlich tagt der Konzernausschuss zusammen mit dem CRO und den Investmentverantwortlichen der Geschäftsfelder als Group Investment Committee, das zentrale Steuerungsgremium für wesentliche konzernübergreifende Themen, welche die Kapitalanlagen einschließlich spezifischer Kapitalanlagerisiken der Gruppe betreffen.

Daneben gibt es das Group Compliance Committee (GCC). Das GCC ist ein Fachgremium, das sich mit Compliance-Risiken sowie mit Reputationsfragen und -risiken auf Gruppenebene befasst, um auf eine gruppeneinheitliche Behandlung dieser Risiken hinzuwirken. Im Gegensatz zum Group Corporate Responsibility Committee (GCRC), das sich abstrakt mit dem Erfassen sensibler Themen und der Positionierung von Munich Re dazu beschäftigt, konzentriert sich das GCC auf konkrete Reputationsrisiken, die aus einzelnen oder mehreren Sachverhalten resultieren oder Gegenstand von Anfragen aus den Geschäftseinheiten sind.

Der Vergütungsausschuss (nach der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich, VersVergV) hat die Aufgabe, das System zur Vergütung der Mitarbeiter auszugestalten, zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei stehen die Risiken aus den variablen Anreizelementen im Mittelpunkt.

Für die Rückversicherung wurde als spezielles Risikogremium das Global Underwriting and Risk Committee (GURC) gebildet, das mit Mitgliedern des Rückversicherungsausschusses des Vorstands besetzt ist.

Festlegung der Risikostrategie

Die Übernahme von Risiken ist ein wesentlicher Teil unserer Geschäftsstrategie. Die Risikostrategie legt fest, in welchem Ausmaß wir Risiken für unsere Kunden und Aktionäre eingehen. Ihre Entwicklung ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsstrategie eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet, regelmäßig mit dem Aufsichtsrat erörtert und hat folgende Ziele:

Die Risikostrategie wird bestimmt durch definierte Toleranzen für eine Reihe von Risikokriterien. Diese Toleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn innerhalb bestimmter Volatilitätsgrenzen und sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe.

Gesamtportfolio-Kriterien: Sie beziehen sich auf das gesamte Portfolio von Munich Re und zielen darauf ab, unsere Kapitalstärke sicherzustellen und die Wahrscheinlichkeit eines ökonomischen Jahresverlusts zu begrenzen. Hier ist besonders das Kriterium Economic Earnings at Risk (EEaR) zu nennen. Mit diesem Kriterium richten wir das Risikoprofil der Gruppe so aus, dass bei Verwerfungen des Geschäftsverlaufs, wie sie statistisch etwa alle zehn Jahre vorkommen, die Risikotragfähigkeit eine definierte Schwelle nicht unterschreitet. Die Economic Earnings at Risk zum 31. Dezember 2013 betragen 4,3 Milliarden €.

Ergänzende Kriterien: Sie begrenzen die Schäden aufgrund einzelner Risikoarten und Kumule, zum Beispiel für Naturgefahren, Terrorismus- oder Pandemierisiken, aber auch für Markt- und Kreditrisiken, welche die Überlebensfähigkeit von Munich Re gefährden könnten, falls sie eintreten.

Weitere Kriterien: Sie haben das Ziel, die Reputation von Munich Re zu bewahren und damit künftiges Geschäftspotenzial zu schützen. Sie umfassen die Limitierung von Einzelrisiken, die nicht die Existenz des Unternehmens gefährden, aber das Vertrauen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern in das Unternehmen nachhaltig beschädigen könnten, falls sie eintreten.

Die jeweils gewählte Risikotoleranz sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschäftschancen und eingegangenen Risiken. Unsere Vorgaben der Risikostrategie bewährten sich in der Finanzkrise und der Staatsschuldenkrise. Mit unserem Geschäftsmodell aus der Kombination von Erst- und Rückversicherung unter einem Dach sind wir stets in der Lage, auch in besonders schwierigen Märkten unseren Kunden ein starker Partner und eine stabile Investition für unsere Aktionäre zu sein. Mit unserem breit diversifizierten Portfolio der Kapitalanlagen sind wir gut gewappnet für alle realistisch vorstellbaren und damit auch für extreme Marktszenarien.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Der vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem ist nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen zu verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte in Einklang gebracht werden. Gegebenenfalls werden Risiken durch Rückversicherung, Derivate oder sonstige Formen der Risikoentlastung abgegeben oder gesichert.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Messung, Analyse und Bewertung von Risiken und daraus abgeleitet die Risikoberichterstattung, -limitierung (Beschränkung auf ein gewolltes Maß) und -überwachung. Dabei haben wir alle wesentlichen Risiken im Blick.

Die Risikoidentifikation erfolgt über geeignete Systeme und Kennzahlen (quantitativer Teil) sowie über verschiedene Risikoerhebungen, die ergänzt werden durch Expertenmeinungen und die Einschätzung ausgewählter und besonders erfahrener Führungskräfte (qualitativer Teil). Mithilfe unseres Ad-hoc-Meldeprozesses können unsere Mitarbeiter Risiken jederzeit bei unserem zentralen Risikomanagement (IRM) anzeigen.

Die Instrumente der Risikomessung, die auf das jeweilige Segment zugeschnitten sind, werden ständig weiterentwickelt. So können auch die Risiken der Münchener Rück AG als Bestandteil des Rückversicherungssegments angemessen beurteilt werden. Unser primäres Risikomaß fußt auf ökonomischen Grundsätzen.

Regelmäßig vergleichen wir unsere Risikomodellergebnisse mit den entsprechenden Ergebnissen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und gewerblichen Modellierungsagenturen. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise auf Gruppen-, Segment- und Unternehmensebene oder auch nach Risikoart. Regelmäßig führen wir Benchmarkings unserer Risikomodellergebnisse durch und nehmen an Branchenumfragen teil, um unsere Instrumente zu prüfen und zu verfeinern.

Unsere Finanzstärke ist ein wichtiges Kriterium unseres Geschäftserfolgs. Bei Bewertungen unserer Finanzstärke durch für uns wesentliche Ratingagenturen streben wir bis auf Weiteres eine Einstufung in der jeweils zweithöchsten Ratingkategorie an. Die Erfüllung dieses Ziels ist eine Nebenbedingung unserer Unternehmenssteuerung und wird in regelmäßigen Abständen überwacht. Wir gehen derzeit davon aus, dass unsere Finanzstärke, unsere gute Wettbewerbsposition und unser hoch entwickeltes Risikomanagement auch zukünftig durch entsprechend hohe Ratings Anerkennung finden werden.

Unser internes Risikomodell vergleichen wir mit der Standardformel von Solvency II und nehmen an den sogenannten quantitativen Auswirkungsstudien (Quantitative Impact Studies) sowie an Stresstests (zum Beispiel European Insurance Stress Test) teil.

Risikoanalyse und -bewertung werden auf oberster Ebene in IRM in Form einer konsolidierten Gruppensicht unter Berücksichtigung von Beschränkungen der Kapitalfungibilität vorgenommen. Sie beruhen auf den Analysen, welche die Risikomanagement-Einheiten der Rückversicherung, von Munich Health und des Assetmanagements erstellen. Daneben ist IRM verantwortlich, die Analysen vorgelagerter Instanzen zu plausibilisieren und zu validieren. Zu diesem Zweck arbeitet IRM eng mit zahlreichen Bereichen und Experten zusammen. So erhalten wir eine quantitative und qualitative Bewertung, die mögliche Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigt.

Die Risikolimitierung ergibt sich aus der Risikostrategie. Ausgehend von den definierten Risikotoleranzen werden Limite, Regeln und - sofern notwendig - risikoverringernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Identifiziert ein Geschäftsbereich ein attraktives Geschäft, das seine Risikovorgaben überschreiten würde, analysieren die zuständigen Risikomanagement-Abteilungen und IRM die möglichen Auswirkungen auf das Gruppenportfolio und die Risikotoleranz der Gesamtgruppe. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse und der Ertragserwartungen aus dem Geschäft entwickeln wir ein Konzept, mit dem wir das Risiko gegebenenfalls in unsere Bücher nehmen können.

Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt, etwa von der MEAG für die Kapitalanlagen und dann zentral zusammengeführt. Risiken, die sich nicht in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral.

Das Risikomanagement-System ist Prüfungsgegenstand der Internen Revision. Entsprechend dem Prüfungsplan der Internen Revision werden jährlich verschiedene Teilfunktionen geprüft.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser internes Risikokontrollsystem (IKS) ist ein über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes, gruppenweit einheitliches System zum Management von operationellen Risiken. Es adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften.

Die Risiko- und Kontrollbeurteilungen werden von den Führungskräften, Experten und Mitarbeitern der Fachbereiche mindestens einmal jährlich vorgenommen.

Das IKS liefert auf Prozessebene für jedes Geschäftsfeld von Munich Re eine Risikolandkarte, das heißt, es verknüpft systematisch die wesentlichen Risiken und Kontrollen in den Prozessen. Diese Transparenz über unsere Risikosituation ermöglicht uns, auf Schwachstellen oder veränderte interne und externe Anforderungen gezielt zu reagieren. So können wir operationelle Risiken frühzeitig erkennen, Kontrolldefizite umgehend zuordnen und wirksam gegensteuern.

Im Hinblick auf Kontrollen, die auf Unternehmensebene durchgeführt werden, orientiert sich das IKS an COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einem in der Finanzwirtschaft anerkannten Standard für unternehmensinterne Kontrollen. Für Kontrollen auf IT-Ebene wird das maßgebende Framework COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein international anerkanntes Framework zur IT-Governance.

Unser IKS hat ein hohes Niveau erreicht, kann aber, trotz sorgfältiger Ausgestaltung und Anwendung, nur eine hinreichende, jedoch keine vollständige Sicherheit in Bezug auf die Abdeckung aller operationellen Risiken gewährleisten. Mit den eingerichteten Kontrollen, gruppenweit abgestimmten Prozessen und unterstützenden IT-Lösungen können Fehler oder einzelne Betrugsfälle nicht vollständig vermieden werden. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir mit unseren Kontroll- und Dokumentationsaktivitäten größtmögliches Vertrauen bei unseren Interessensgruppen erzielen.

Wesentliche Voraussetzung für die Verlässlichkeit des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Einzelunternehmen ist die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess. Der korrekte Ausweis und die zweckgerechte Bewertung sämtlicher Positionen des Abschlusses sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben in Anhang und Lagebericht sind zu gewährleisten.

Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen sorgfältig bestimmte Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen mit einem adäquaten Aufwand-Nutzen-Verhältnis sicherzustellen. Diese Grenzen werden anhand der Kriterien Größe, Risikoerfahrung und Compliance ermittelt. Alle Risiken, die aus Sicht der Münchener Rück AG für die Finanzbuchhaltung wichtig sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das IKS aufgenommen. Die IKS-Risikolandkarte wird einmal jährlich von den Risikoträgern auf Aktualität geprüft und angepasst.

Wesentliches Merkmal des Rechnungslegungsprozesses ist die fristgerechte Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen in der Berichterstattung von Munich Re (Gruppe). Munich Re gibt durch ein Bilanzierungshandbuch und regelmäßige Informationen über Änderungsanforderungen konzernweit einheitliche Regeln für Ansatz, Bewertung und Ausweis sämtlicher Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der weiteren Bestandteile des Abschlusses vor. Änderungen unterliegen einem zwingenden Prozess in Bezug auf zeitliche Regelungen, Verantwortlichkeiten und Informationswege.

Der Prozess der Abschlusserstellung unter Fast-Close-Bedingungen basiert auf einer zentralen Systemlösung. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den einbezogenen Zweigniederlassungen unter Verwendung eines global einheitlichen Hauptbuchs mit harmonisierten Stammdaten, einheitlichen Prozessen und Buchungsregeln sowie standardisierten Schnittstellen zum versicherungstechnischen und zum Kapitalanlagennebenbuch. Die Zugriffsregelungen in den Rechnungslegungssystemen sind mithilfe von Berechtigungskonzepten klar geregelt.

Unsere operationellen Hauptrisiken werden auf mehreren Ebenen kontrolliert. Überwiegend sehen wir inhaltliche und automatisierte, systemtechnische Überprüfungen unserer definierten Prozesse vor.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats lässt sich regelmäßig über die Wirkungsweise des IKS und Veränderungen der Risikolandkarte im Vergleich zum Vorjahr berichten. Dabei werden, mithilfe der Berichte unseres Abschlussprüfers und der Konzernrevision, die angewandten Kontrollmaßnahmen erläutert und dargelegt, ob alle für notwendig gehaltenen Kontrollen korrekt durchgeführt wurden. Hierzu werden risikoorientierte Prüfungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vorgenommen und die Ergebnisse in internen Prüfungsberichten zusammengefasst.

Risikoberichterstattung

Die interne Risikoberichterstattung informiert den Vorstand regelmäßig über die Risikolage, und zwar in Bezug auf die einzelnen Risikokategorien (fortlaufend) und die Lage der gesamten Gruppe (vierteljährlich).

So ist über Frühwarnmechanismen sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und die BaFin erhalten den vierteljährlichen internen Risikobericht.

Ziel unserer externen Risikoberichterstattung ist es, Kunden und Aktionären einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Münchener Rück AG zu verschaffen. Hierzu gehören die Informationen über unsere Risikomanagement-Methoden und -Prozesse, die Risk Governance und die einzelnen Risiken, denen die Münchener Rück AG ausgesetzt ist.

Wesentliche Risiken

Allgemein definieren wir Risiko als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als "wesentlich" bezeichnen wir Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Münchener Rück AG auswirken können. Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche übertragen.

Wesentliche Risiken entstehen aus folgenden Risikokategorien:

Versicherungstechnisches Risiko: Schaden- und Unfallversicherung

Die Risikokategorie Schaden- und Unfallversicherung umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können.

Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet.

Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sind.

Beitragsrisiko

In erster Linie ist das operative Management dafür verantwortlich, das Beitragsrisiko zu kontrollieren. Die operativen Führungskräfte gestalten interne Prozesse so, wie es die Qualitätssicherung gebietet. Dabei berücksichtigen sie einerseits die spezifischen Exponierungen ihres Geschäfts, andererseits das Wissen und die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter.

Für besonders kritische Sachverhalte werden die Zeichnungsvollmachten der operativen Einheiten durch gruppenweite verbindliche Vorgaben oder durch begrenzte Budgets eingeschränkt.

Wegen der Vielfalt und starken Verzweigung des Geschäfts von Munich Re kann es kein Regelwerk geben, das für Akzeptentscheidungen relevante Risiken vollständig abdeckt. Deshalb ist das Knowhow unserer operativen Underwriter von hoher Bedeutung. Dem tragen wir Rechnung, indem wir Fortbildungsmaßnahmen organisieren, IT-Systeme für Risikoeinschätzung und Tarifierung bereitstellen, Informationspapiere und Underwriting-Empfehlungen intern veröffentlichen sowie Arbeitsgruppen einsetzen, die Underwriting-Wissen erarbeiten und vermitteln.

Reserverisiko

Die Schätzung der Rückstellungen ist mit Unsicherheiten behaftet, denn die Regulierung von Schäden, die vor dem Bilanzstichtag eingetreten sind, hängt von künftigen Ereignissen und Entwicklungen ab. Nicht vorhersehbare Schadentrends, die sich ergeben aufgrund von Gerichtsentscheidungen, veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, Unterschieden in der Schadenregulierungspraxis, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie infolge von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, beispielsweise der Inflation, können sich erheblich auf das Abwicklungsergebnis auswirken.

Wir bestimmen die Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten nach den Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis auf der Grundlage fundierter Annahmen, Methoden und Bewertungen. Diese Annahmen werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Über gruppenweit geltende Reservierungsregelungen werden die weitgehende Zuverlässigkeit und Beständigkeit dieses Vorgehens sichergestellt. Zusätzlich führen wir gruppenweit interne Prüfungen durch, ob diese Regelungen eingehalten werden und die Rückstellungen angemessen sind.

Wir sind davon überzeugt, dass die von uns gestellten Reserven ordentlichen aktuariellen Grundsätzen entsprechen und ausreichend sind für alle unbezahlten Schäden sowie aktuariellen Verpflichtungen, welche die Münchener Rück AG auf Basis ihrer Vertragskonditionen und -vereinbarungen zu leisten hat.

Der Abwicklungsgewinn netto (ohne Leben) unter Berücksichtigung von Nachverrechnungsbeiträgen beträgt im Berichtsjahr 306 Millionen €, nachdem wir im Vorjahr einen Abwicklungsverlust von 336 Millionen € erzielten. Die meisten Branchen verzeichneten im Berichtsjahr eine vergleichsweise geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte. Davon ausgenommen waren einzelne Haftpflichtgroßschäden sowie der Latenzschadenkomplex Asbest, für die eine Stärkung der Reserven vorgenommen wurde. Wesentliche Abwicklungsgewinne ergaben sich im Geschäftsjahr in den Sparten Feuer, Kraftfahrt-, Technische und Krankenversicherung.

Bei der Betrachtung des Prämien-Leistungs-Risikos in der Schaden-/Unfall-Rückversicherung spielt neben anderen Kennzahlen die Schaden-Kosten-Quote eine wichtige Rolle.

Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen 10 Jahre

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% 2013 2012 20113 2010 2009 2008
Mit Naturkatastrophen 94,3 97,3 112,1 101,4 98,2 102,4
Ohne Naturkatastrophen 90,3 92,0 84,2 89,8 96,8 97,1
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% 20072 2006 20051 2004
Mit Naturkatastrophen 95,9 97,9 117,0 96,4
Ohne Naturkatastrophen 91,5 96,6 97,5 91,2

1 Davon Effekt aus der Übernahme diskontierter Schadenrückstellungen von Munich Re America: 8,7%.
2 2007 angepasst infolge der Anhebung der Großschadengrenze.
3 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.

Versicherungstechnisches Risiko: Lebens- und Krankenversicherung

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders das biometrische und das Stornorisiko von Bedeutung. Wir unterscheiden hier zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken.

Zufällige jährliche Schwankungen der Versicherungsleistungen oder des Stornoverhaltens können kurzfristig den Wert des Portfolios senken. Dies gilt vor allem für höhere Aufwendungen durch einmalige außergewöhnliche Ereignisse, zum Beispiel Pandemien.

Änderungen der Biometrie und des Stornoverhaltens der Kunden sind langfristig auf den Wert des Portfolios einwirkende Risiken, die Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen erforderlich machen. In der Krankenversicherung sind naturgemäß die Morbiditätsrisiken, in der Lebensversicherung vor allem die Sterblichkeits-, Langlebigkeits- und Invaliditätsrisiken von Bedeutung. Bei den kurzfristig einwirkenden Pandemie- und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeitsszenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt.

Die Erläuterungen zu den Zeichnungsrichtlinien und -limiten der Schaden- und Unfallversicherung gelten auch für die Lebens- und Krankenrückversicherung.

Marktrisiko

Wir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der risikolosen Zinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen berücksichtigt, zum Beispiel auf Staatsanleihen oder Kreditausfall-Swaps (CDS: Credit Default Swaps). Darüber hinaus zählen wir das Risiko, dass sich Inflationsraten verändern, ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch unsere versicherungstechnischen Verpflichtungen.

Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements. Mit Stresstests sowie Sensitivitäts- und Durationsanalysen simulieren wir gezielt Marktschwankungen und entwickeln Strategien, um bei Bedarf eingreifen zu können. Diese Steuerung findet nicht zuletzt durch den Einsatz von Derivaten wie Aktienfutures, Optionen und Zinsswaps statt, die insbesondere bei einer Absicherung von Exposures zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus dienen derivative Finanzinstrumente in Einzelfällen dazu, in der Versicherungstechnik übernommene Risiken abzusichern. Als Instrument für den Risikotransfer gewinnen die Verbriefung von Versicherungsrisiken und ihre Platzierung auf dem Kapitalmarkt als Ergänzung zur traditionellen Rückversicherung zunehmend an Bedeutung. Hierbei wird das versicherungstechnische Risiko im Rahmen eines Retrozessionsvertrags (Swap-Vertrag) an eine Zweckgesellschaft weitergegeben (Versicherungsderivate I). Die Zweckgesellschaft deckt eventuelle Verbindlichkeiten aus dem Vertrag durch Ausgabe von Versicherungsrisikoanleihen (Cat-Bonds). Ferner hat die Münchener Rück AG ihrerseits Cat-Bonds im Bestand. Diese enthalten wiederum eine bilanziell gesondert abzubildende derivative Komponente (Versicherungsderivate II). Die Optionen und Total Return Swaps auf Katastrophen- bzw. Rückversicherungsrisiken (Versicherungsderivate III, IV und Wetterderivate) dienen ebenfalls dem Risikotransfer. Weitere Angaben zu Buch- und Zeitwerten der Derivate finden sich im Anhang.

Bei den Derivaten handelt es sich - mit Ausnahme der Bund- und Zins-Futures - um außerbörslich gehandelte Finanzgeschäfte (OTC-Produkte).

Unsere Kapitalanlagen müssen gruppenweiten Mindeststandards genügen. Diese Anforderungen haben wir in unseren General Investment Guidelines (GIG) festgelegt. Darüber hinaus sind die risikorelevanten Restriktionen für die Kapitalanlagen zu berücksichtigen, die sich aus der Risikostrategie ergeben.

Die Sensitivitätsanalysen für Marktpreisrisiken, die im Folgenden aufgeführt werden, dienen dazu, potenzielle Wertveränderungen im Kapitalanlagebestand mit hypothetischen Marktszenarien zu schätzen. Basis der Betrachtung ist der Kapitalanlagebestand ohne Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, Holding- und Servicegesellschaften der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2013. Bei einer Aktienkursveränderung von ±10 bzw. ±20%, die in diesen Szenarien unterstellt wird, einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um ±100 bzw. ±200 Basispunkte (BP) und einer Veränderung der Wechselkurse um 10% würden sich die Marktwerte der Kapitalanlagen folgendermaßen ändern:

Marktpreisrisiko Aktien

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Aktienkursveränderung Marktwertveränderung aktienkurssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 20% 1,876 Mrd. €
Anstieg um 10% 0,926 Mrd. €
Rückgang um 10% -0,926 Mrd. €
Rückgang um 20% -1,851 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2013 8,016 Mrd. €

Marktpreisrisiko Zinsen

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Zinsveränderung Marktwertveränderung zinssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 200 BP -2,556 Mrd. €
Anstieg um 100 BP -1,373 Mrd. €
Rückgang um 100 BP 1,562 Mrd. €
Rückgang um 200 BP 3,312 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2013 33,210 Mrd. €

Marktpreisrisiko Wechselkurse

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Wechselkursveränderung Marktwertveränderung währungssensitiver Kapitalanlagen
Anstieg um 10% 2,427 Mrd. €
Rückgang um 10% -2,427 Mrd. €
Marktwerte zum 31.12.2013 26,137 Mrd. €

Risiken aus unserem Beteiligungsbesitz steuern wir durch die enge Einbindung der Gesellschaften in den konzernweiten Planungs- und Controlling-Prozess.

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für die Münchener Rück AG entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert, zum Beispiel eines Emittenten von Wertpapieren oder eines anderen Schuldners mit Verpflichtungen gegenüber unserer Gruppe.

Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir das Kreditrisiko auch aktiv durch die Zeichnung von Rückversicherungsgeschäft ein. Beispiele hierfür sind die Kredit- oder Finanzrückversicherung.

Unser internes Risikomodell bildet zahlreiche Faktoren ab, die das Risiko ökonomischer Verluste aus unseren Kreditexponierungen analysieren. Dabei werden Bonitätsrisiken aus dem Versicherungsgeschäft und den Kapitalanlagen berücksichtigt. Auf der Versicherungsseite modellieren wir vor allem die Risiken aus der Warenkredit-, Kautionsrückversicherung sowie aus der Rückversicherung von politischen Risiko-Deckungen. Auch Bonitätsrisiken, die mit unseren Forderungen gegen Versicherungsunternehmen, zum Beispiel aus Retrozessionen, zusammenhängen, tragen wir unter Beachtung vorhandener Besicherungen Rechnung. Bonitätsrisiken im Anlageportfolio messen wir auf der Grundlage eines Credit-Value-at-Risk-Ansatzes (CVaR). Seine wichtigsten Parameter sind das Anlagevolumen, die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Ratingklassen, Zinskurven sowie die Wiedereinbringungsraten bei insolventen Schuldnern. Die korrelierten Übergänge zwischen den Ratingklassen sowie die Ausfälle einzelner Emittenten werten wir mit Simulationstechniken aus. Die Neubewertung unserer Kapitalanlagen unter diesen Szenarien führt zu einer künftigen Gewinn- und Verlustverteilung. So ermitteln wir den adäquaten Kapitalbedarf für das Bonitätsrisiko und steuern unser Portfolio im Hinblick auf erwartete und unerwartete Schäden.

Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem: Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Anlagen in Asset Backed Securities (ABS) werden ebenfalls getrennt vom Kontrahentenlimitsystem über Volumenlimite gesteuert. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei OTC-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko.

Über ein Financial Sektor Limit wird auf Gruppenebene das Zinsträger- und CDS-Exposure gegenüber Emittenten aus dem Finanzsektor zusätzlich limitiert.

Zur Steuerung von Kreditrisiken setzen wir auch Kreditderivate, insbesondere CDS, ein. Um neben dem Kreditrisiko von Staatsanleihen weitere Länderrisiken zu berücksichtigen, erstellt unsere Beratungseinheit für strategische und ökonomische Themen, Group Development, zusätzlich zum reinen Ausfallrating ein spezielles Länderscoring. Dieses bildet die wesentlichen politischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Risiken in einem Land ab und erlaubt uns, Länderrisiken - die für einzelne Geschäftsfelder von unterschiedlicher Bedeutung sind - zusätzlich umfassend einzuschätzen. Im Bereich Retrozessionen steuern wir das Ausfallrisiko mithilfe des Retro Security Committee. Dessen Experten überprüfen unabhängig und anhand verschiedener Kriterien (zum Beispiel Mindestratings, Marktdaten oder Eigenkapitalanforderungen) die Qualität unserer wesentlichen Retrozessionäre und Rückversicherungskontrahenten. Sie vergeben auf der Grundlage einer vom Risikomanagement vorgegebenen Zeichnungsrichtlinie angemessene Limite für die Kontrahenten.

In Rückdeckung gegebene Schadenrückstellungen und Deckungsrückstellungen

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% 31.12.2013 Vorjahr
AAA 0,4 0,3
AA 62,5 69,9
A 26,9 22,6
BBB und geringer 4,5 0,4
kein Rating verfügbar 5,7 6,8

Zum 31. Dezember 2013 waren unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Geschäft folgenden Ratingklassen zugeordnet:

Rating der Abrechnungsforderungen

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Mio. € 31.12.2013
AAA 0,1
AA 15,4
A 12,8
ohne externes Rating 80,3

Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 2,4 Milliarden € waren am Bilanzstichtag 34,0 Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle für die vergangenen drei Jahre zusammen belaufen sich auf 3,9 Millionen €.

Operationelles Risiko

Munich Re versteht unter dem operationeilen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern.

Zur Quantifizierung operationeller Risiken verwenden wir Szenarioanalysen. Diese werden jährlich mit erfahrenen Mitarbeitern in allen Geschäftsfeldern und relevanten Gesellschaften im Rahmen von Workshops erstellt bzw. aktualisiert. Die Ergebnisse fließen in die Modellierung des ökonomischen Risikokapitals für operationelle Risiken ein. Zur Validierung dieser Ergebnisse werden verschiedene Instrumente, beispielsweise Ergebnisse des IKS (Internes Kontrollsystem) oder interne und externe Schadendaten, herangezogen.

Das Management von operationellen Risiken findet hauptsächlich mithilfe des IKS statt.

Außerdem definiert unser Security & Continuity Risk Management (SCRM) Framework Rahmenvorgaben für ein gruppenweit einheitliches Vorgehen insbesondere bei der Erkennung, Bewertung und Steuerung von Sicherheitsrisiken für Menschen, Informationen und Sachwerte. Unser Ziel ist, den Schutz unserer Beschäftigten, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sowie den störungsfreien Betrieb unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko steuern wir über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht.

Das Liquiditätsrisiko-Management berücksichtigt unter anderem

bekannte und erwartete Auszahlungsverpflichtungen durch eine regelmäßige, detaillierte Liquiditätsplanung auf Ebene der Einzelunternehmen und ein zentrales Cashflow-Reporting;

kurzfristige Nachschussverpflichtungen und Besicherungspflichten aus Derivatepositionen;

unerwartet hohe Belastungen, etwa infolge von Kumulschäden, die weit über das normale Maß der Schadenerwartung hinausgehen.

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln im Konzern optimieren wir ferner mithilfe interner Finanzierungen. Durch strenge Verfügbarkeitsanforderungen, die auch die aufsichtsrechtlichen Regelungen berücksichtigen, stellen wir sicher, dass jede Einheit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Strategisches Risiko

Munich Re definiert strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale von Munich Re und ihrer Geschäftsfelder. Sie bergen die Gefahr, dass der Unternehmenswert nachhaltig und deutlich abnimmt.

Diesem Risiko begegnen wir, indem wir wesentliche strategische Themen und Entscheidungen im Strategieausschuss diskutieren und ihre Implementierung regelmäßig nachhalten. Dem Strategieausschuss gehören die Mitglieder des Konzernausschusses sowie die Chief Executive Officers (CEOs) der Geschäftsfelder und der Leiter der Einheit Group Development an. IRM ist zusätzlich in die operative Geschäftsplanung ebenso wie in die Prozesse bei Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen eingebunden.

Reputationsrisiko

Wir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten) verschlechtert.

Die Maßnahmen zur Überwachung und Eindämmung des Reputationsrisikos reichen von der allgemeinen Erfassung der Risiken im Rahmen des IKS über die Einrichtung eines Hinweisgebersystems bis hin zu unserem Ad-hoc-Meldeprozess. Die Beurteilung konkreter Einzelfälle, die Reputationsfragen aufwerfen können, wird in den Geschäftsfeldern entweder in einem Reputational Risk Committee (RRC) oder im Rahmen eines vergleichbaren Prozesses vorgenommen, in dem die Konsultation von Experten durch eine koordinierende Stelle sichergestellt ist. Bei allen Fragen zur Einschätzung von Reputationsrisiken ist im Zweifelsfall der Compliance Officer der jeweiligen Einheit ein Ansprechpartner. Im Group Compliance Committee (GCC) werden Reputationsrisiken zusätzlich auf Gruppenebene betrachtet, um eine gruppeneinheitliche Analyse und Behandlung sicherzustellen. Ferner werden sensible Themen, die auch in Reputationsrisiken münden können, in unserem Group Corporate Responsibility Committee (GCRC) geschäftsübergreifend behandelt.

Übersicht Risikolage

Im Risikomanagement schätzen wir unsere Risikolage anhand qualitativer und quantitativer Faktoren ein. Die Risikolage von Munich Re war während des gesamten Berichtszeitraums tragfähig und kontrolliert. Unsere gut eingeführten modernen Risikomanagement-Prozesse, verbunden mit unserer soliden Kapitalausstattung, haben die Leistungs- und Überlebensfähigkeit des Unternehmens im Sinne unserer Kunden und Aktionäre jederzeit gewährleistet. Neben den versicherungstechnischen und Kapitalmarktrisiken, die zu unserem Geschäftsmodell gehören, gibt es eine Vielzahl von weiteren Risiken, denen Munich Re - wie andere Unternehmen auch - unweigerlich ausgesetzt ist. Ihr Auftreten ist zufällig und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen sind zumeist schlecht einzuschätzen. Wir beobachten daher unsere Umwelt und unser Unternehmen sehr genau, um auch diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Schadenabwehr treffen zu können.

Internes Risikomodell

Um die Gesamtrisikosituation quantitativ zu beurteilen, nutzen wir unser internes Risikomodell, dem ein Bottom-up-Ansatz zugrunde liegt. Der gruppenweite Risikokapitalbedarf wird auf Geschäftsjahresbasis ermittelt. Das Risikokapital, das für diesen Zeitraum vorgehalten wird, leitet sich aus unserer Risikotoleranz ab. Allen Risiken, die über diesen einjährigen Zeithorizont hinausgehen, wird mit Kosten für das Vorhalten von Risikokapital während der weiteren Abwicklung Rechnung getragen. Bei der Berechnung orientieren wir uns am sogenannten Kapitalkostenansatz. Bei der Risikokapitalbestimmung untersuchen wir die Risikosegmente Versicherung, Markt, Kredit sowie berücksichtigen auch operationelle Risiken. Die Versicherungsrisiken unterteilen wir in Schaden/Unfall- sowie Lebens- und Krankenrisiken. Diese Risikoarten sind in weitere Unterkategorien gegliedert. Im Rückversicherungssegment Schaden/Unfall zum Beispiel unterscheiden wir nach Schäden aus Naturgefahren, anderen Kumulschäden (etwa Terrorismus oder Haftpflichtkumule), Großschäden und Basisschäden. Diese Risiken werden zunächst separat modelliert. Um das Gesamtrisiko zu evaluieren, verwenden wir anschließend statistische Aggregationsmethoden, die auch Risiken aufgrund von "Tail-Abhängigkeiten" berücksichtigen (das heißt, dass Extremereignisse gleichzeitig unterschiedliche Sparten, Orte und Risikoarten betreffen).

Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen

Die Münchener Rück AG erfüllt die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsbestimmungen, die eine festgelegte Mindestausstattung an Eigenmitteln fordern und durch spezifische Ratings der führenden Ratingagenturen ergänzt werden. Weitere Informationen dazu enthält der Abschnitt Finanzlage.

Ausgewählte Risikokomplexe

Übergreifende Kumulrisiken

Auswirkungen der Staatsschuldenkrise

Als Rückversicherer verwalten wir neben unserem eigenen Vermögen vor allem Vermögen unserer Kunden. Dies gilt insbesondere für die Personenerstversicherung. Bei der Kapitalanlage müssen wir neben den klassischen Marktrisiken auch das Risiko von Bonitätsverschlechterungen und Ausfällen von Schuldnern eingehen. Offensichtlich ist das bei Unternehmensanleihen. Doch auch bisher als weitgehend sicher wahrgenommene Anlageformen haben in der jüngeren Vergangenheit Risiken offenbart, beispielsweise die Beteiligung privater Gläubiger im Falle griechischer Staatsanleihen oder die Beteiligung von Spareinlagen an den Kosten der Bankenrettung in Zypern.

Munich Re ist stark im Euroraum investiert. Dabei legen wir Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen als Gegenposition zu unseren Euro-Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Vor allem in der Lebens- und Krankenerstversicherung nutzen wir Staatsanleihen zur währungs- und laufzeitkongruenten Anlage entsprechend unseren versicherungstechnischen Verbindlichkeiten.

Die Staatsschuldenkrise in der Eurozone hat sich im Jahr 2013 leicht entspannt. Gleichwohl besteht nach wie vor eine Vielzahl politischer und ökonomischer Unsicherheiten. Die Renditeaufschläge von Staatsanleihen der Peripherieländer gegenüber deutschen Bundesanleihen haben sich weiter reduziert, und die Eurozone als Ganzes konnte die Rezession überwinden. Dennoch ist die fundamentale Situation der Staatsfinanzen in vielen Ländern weiterhin kritisch. Die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung und eine Ausdehnung der Sparmaßnahmen trotz schwachen Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit stellen insbesondere die nationalen politischen Mandatsträger vor große Herausforderungen. In den USA resultiert derzeit das Hauptausfallrisiko aus der Polarisierung der politischen Lager, insbesondere durch die Notwendigkeit der immer wiederkehrenden Anhebung der Staatsschuldenobergrenze. Dennoch sehen wir das Ausfallrisiko der USA weiterhin als niedrig an, weil den Parteien die zu erwartenden schwerwiegenden Folgewirkungen auch für das Weltfinanzsystem bewusst sind und jüngst die Kompromissbereitschaft in Fragen der Haushaltspolitik wieder spürbar zugenommen hat.

Trotz des Zinsanstiegs im Jahr 2013 befinden sich die Anleiherenditen von Ländern, deren Ausfallrisiko als gering betrachtet wird, weiter auf relativ niedrigen Niveaus. Das Niedrigzinsumfeld stellt vor allem Lebensversicherungsgesellschaften im Euroraum vor große Herausforderungen. Zudem besteht das Risiko, dass hoch verschuldete Staaten ihre Probleme auf Kosten von Sparern lösen. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten unserer Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten an den Bewertungsstichtagen. Diesen Risiken wirken wir mittels verschiedener Risiko -management-Maßnahmen entgegen.

Bei der Überwachung der Länderrisiken verlassen wir uns nicht nur auf die gängigen Ratings, sondern analysieren eigenständig die politische, wirtschaftliche und fiskalische Situation in den wichtigsten für die Kapitalanlage in Betracht kommenden Staaten. Zudem werten unsere Experten die Informationen aus, die sich aus den Börsenkursbewegungen der von den Staaten emittierten Anleihen oder Derivaten ableiten lassen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, über die das Group Investment Committee entscheidet. Diese Limite sind konzernweit bei der Vermögensanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch den Konzernausschuss.

Auf der Grundlage von definierten Stress-Szenarien bezüglich der weiteren Entwicklungen in der Euro-Staatsschuldenkrise prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen, die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte.

Pandemie

Ein weiteres Beispiel für übergreifende Kumule ist der Fall einer schweren Pandemie, bei dessen Eintreten Munich Re (wie andere Unternehmen der Versicherungswirtschaft) Risiken aus deutlich erhöhter Sterblichkeit und Morbidität sowie Verwerfungen auf den Kapitalmärkten ausgesetzt wäre. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend analysieren (Szenarioanalyse) und geeignete Limite definieren.

Klimawandel

Der Klimawandel ist langfristig eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft.

In unserem Corporate Climate Centre entwickeln wir hierzu einen ganzheitlichen strategischen Ansatz und analysieren und bewerten dieses Risiko. Die Ergebnisse stehen allen Geschäftsbereichen von Munich Re zur Verfügung.

Wir können die bekannten Risiken unseres Bestands auf der Basis des aktuellen Stands der Klimaforschung angemessen beurteilen. Allerdings sind die wissenschaftlichen Forschungsgebiete zu Klimawandelfragen vielschichtig, und das politisch-regulatorische Umfeld entwickelt sich dynamisch. Deshalb sind wir zur Vorsicht gezwungen, wenn wir neue oder sich ändernde Risiken abstecken und bewerten. Dafür verwenden wir einen fachübergreifenden Ansatz, der - je nach Risikosituation - das notwendige Wissen und die Erfahrung unserer Naturwissenschaftler, Underwriting-Experten, Juristen, Ökonomen und Aktuare nutzt und bündelt. Erforderliche Anpassungen in der Risikobewertung aufgrund neuer Ergebnisse in der Klimaforschung oder tatsächlicher Schadenentwicklungen können wir wegen der meist einjährigen Vertragslaufzeit bei unseren Naturgefahrendeckungen zeitnah umsetzen.

Neue und komplexe Risiken

Unsere Risikofrüherkennung erfasst unter anderem Emerging Risks, also Risiken, die entstehen, weil sich rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische Rahmenbedingungen ändern oder neu ergeben, sodass sie noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Bei diesen Risiken ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit naturgemäß sehr hoch.

Trends und schwache Signale erkennen wir auf vielfältige Weise, zum Beispiel mithilfe einer systematischen Trendforschung, unseres Wissensmanagements oder regelmäßiger strukturierter Diskussionen im "Emerging Risks Think Tank" und der weltweiten "Emerging Risk Community", einer Gruppe von Experten, die Emerging Risks auf mögliche Auswirkungen auf Munich Re untersucht. Dabei geht es auch um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Risiken sowie um weitergehende Folgen, die - auch indirekt - mit den Emerging Risks verbunden sind. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen das interne Frühwarnsystem, beispielsweise die Emerging-Risk-Initiative des CRO Forums.

Da die globalen Abhängigkeiten zunehmen und sich technologische Innovationen rasch verbreiten, treten vermehrt Ereignisse auf, die das klassische Risikomanagement über Szenarien an seine Grenze bringen. Sowohl das Auftreten eines Ereignisses als auch die möglichen Folgewirkungen sind zunehmend schwer vorhersehbar. Beispiele aus der Vergangenheit sind das Erdbeben in Japan und die Überschwemmung in Thailand aus dem Jahr 2011. Beide Naturkatastrophen wirkten sich nicht nur verheerend auf Bevölkerung, Infrastruktur und Wirtschaft in den betroffenen Regionen aus, sondern betrafen auch die weltweiten Lieferketten. Die Naturkatastrophe führte damit mittelbar zu Betriebsunterbrechungen im verarbeitenden Gewerbe in weit entfernten Ländern. Derartige Ereignisketten werden in der Zukunft wichtiger werden. Mithilfe eines systembasierten Ansatzes analysieren wir daher auch Abhängigkeiten in vielschichtigen Risiken. Munich Re hat hierfür den Complex Accumulation Risk Explorer (CARE) entwickelt. Mit dieser Methode können Risiken und deren Wechselwirkung transparent gemacht und zumindest ansatzweise quantifiziert werden. Mit CARE können wir die Identifikation und Strukturierung komplexer Kumulrisiken in unserem eigenen Risikomanagement verbessern und unsere Kunden unterstützen. Damit kommen wir auch der steigenden Nachfrage nach der Rückversicherung derartiger Risiken entgegen.

Rechtliche, aufsichtsrechtliche, bilanzielle und steuerrechtliche Risiken

Rechtsrisiken

Die Münchener Rück Sucursal España y Portugal hat im Dezember 2009 gegen einen Bußgeldbescheid der spanischen Kartellbehörde CNC in Höhe von 15,9 Millionen € wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Absprachen Rechtsmittel eingelegt, dem das Gericht inzwischen stattgegeben hat. Die CNC hat hiergegen wiederum fristgerecht Rechtsmittel eingelegt. Die EU-Kommission ist dem Verfahren mittlerweile als "amicus curiae" beigetreten.

Nach dem Scheitern des bundesstaatlichen Gesetzgebungsverfahrens zum Fairness in Asbestos Injury Resolution Act im Februar 2006 wurden in mehreren US-Bundesstaaten Gesetzesinitiativen (Tort Reform) verabschiedet, die sich aus unserer Sicht positiv auf die Regulierung von Asbestschäden auswirken können. Aufgrund von Enthüllungen über häufig fragwürdige Asbesterkrankungsdiagnosen und den daraus folgenden Klagen befassen sich einige Untersuchungsausschüsse mit der Aufklärung der Umstände. Ähnlich fragwürdige Praktiken wurden bei Silikose-Klagen aufgedeckt. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass man in der US-Rechtspraxis missbräuchlichen Haftpflichtklagen zunehmend entschlossen entgegentritt. Ob und inwieweit dies die Schadenentwicklungen in der Versicherungswirtschaft künftig vorteilhaft beeinflusst, lässt sich derzeit nicht sagen, zumal die Klägeranwaltschaft große Anstrengungen unternimmt, die Initiativen der Tort Reform zurückzudrängen. Zurzeit belasten uns noch immer teilweise hohe Nachmeldungen für Schäden aus Asbesterkrankungen und ähnlichen Haftungskomplexen. Wir können zwar beobachten, dass die Anzahl der Asbestklagen insgesamt rückläufig ist, die Anzahl schwerer Mesothelioma- und anderer Krebsfälle blieb in den vergangenen Jahren jedoch relativ konstant.

Ehemalige Minderheitsaktionäre der ERGO Versicherungsgruppe AG versuchen, in einem Spruchverfahren eine Nachbesserung ihrer Barabfindung zu erreichen. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 237.000 Stück) und das obere Ende der Bandbreite, innerhalb derer man den Unternehmenswert der ERGO Versicherungsgruppe AG zum Bewertungsstichtag festsetzen kann.

Drei unserer Aktionäre leiteten nach der Hauptversammlung 2012 jeweils Anfechtungs- und Auskunftsverfahren gegen die Münchener Rück AG ein. Beide Klagen wurden im Dezember 2012 abgewiesen. Bei der Auskunftsklage sind keine Rechtsmittel zugelassen, gegen die Abweisung der Anfechtungsklage wurde Berufung eingelegt. Wir gehen davon aus, dass das Rechtsmittel erfolglos bleibt. Auch gegen Beschlüsse der Hauptversammlung 2013 wurden Anfechtungsklagen eingereicht, die ebenfalls im Dezember 2013 abgewiesen wurden. Berufung ist möglich.

Zwischen einigen ehemaligen Versicherungsvermittlern und der ERGO Lebensversicherung AG bestehen Rechtsstreitigkeiten, die mittlerweile zum großen Teil abgeschlossen sind. Im Zusammenhang mit weitreichenden Forderungen der ehemaligen Vermittler kam es seit Mai 2011 in den Medien zu schweren Vorwürfen, bei denen auch über Fehlverhalten bei Incentive-Reisen sowie über Fehler beim Vertrieb von Versicherungsprodukten durch ERGO berichtet wurde. Dazu gab es umfangreiche Prüfungen der Konzernrevision und der Revision von ERGO. ERGO hat eine Korrektur von Fehlern in die Wege geleitet und für etwaige Verpflichtungen Rückstellungen gebildet. Gegen ERGO und Munich Re wurden zudem aufgrund des gesamten Vorgangs zusätzliche Schadenersatzansprüche angekündigt. Finanzielle Belastungen und Reputationsschäden für Unternehmen der Gruppe im Zusammenhang mit den Vorwürfen sind auch künftig nicht auszuschließen.

Bilanzielle Risiken

Unter bilanziellem Risiko verstehen wir insbesondere das Risiko einer negativen Beeinflussung unseres Jahresergebnisses infolge von unvorhergesehenen Wertberichtigungen der bilanziellen Aktiva bzw. Erhöhung der Passiva. Bilanzielle Risiken ergeben sich vor allem aus Veränderungen von Kapitalmarktparametern sowie unvorhergesehenem Anpassungsbedarf bei den Annahmen der versicherungstechnischen Verpflichtungen, die zu Nachreservierungen führen können.

Steuerrisiken

Als Reaktion auf die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise ist europaweit eine Tendenz zur Erhöhung der Unternehmensteuerbelastung erkennbar. In Deutschland werden vor allem die Einführung einer Finanztransaktionsteuer und die Einschränkung der Besteuerungsprivilegien von Investmentfonds diskutiert. Nach der bereits erfolgten Abschaffung der Steuerfreiheit der Streubesitzdividenden ist eine zukünftige Besteuerung der Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen im Streubesitz nicht unwahrscheinlich. Welche dieser Konzepte tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Jährliche steuerliche Mehrbelastungen im unteren dreistelligen Millionenbereich sind nicht ausgeschlossen.

Regulatorische Entwicklungen

Nach jahrelangen Beratungen haben Europäischer Rat, Europäisches Parlament und EU-Kommission entschieden, dass Solvency II ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden sein wird. Die Umsetzung der Solvency-II-Richtlinie durch die Mitgliedstaaten soll spätestens bis zum 31. März 2015 erfolgen. Eine Genehmigung unseres internen Modells sollten wir somit ab April 2015 beantragen können. Für die Übergangsphase bis zum Start von Solvency II hat EIOPA für Solvency-II-Anforderungen sogenannte Preparatory Guidelines herausgegeben.

Die Beratungen über die Vorschläge der EU-Kommission zur Neufassung der Richtlinie über Versicherungsvermittlung (IMD2), Revision der Finanzmarktrichtlinie (MiFID2) und Verordnung zu Basisinformationsblättern für Anlageprodukte (PRIPs-Verordnung) im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat dauern an. Kontroverse Positionen bestehen insbesondere zur Frage der Vergütungstransparenz und zu Provisionsverboten. Hier versuchen vor allem die skandinavischen Länder, die Niederlande und Großbritannien, ihre Regulierungen EU-weit zu etablieren. Die Bundesregierung spricht sich demgegenüber bisher für eine Minimalharmonisierung aus, die Raum für nationale Vertriebsstrukturen lässt.

Auf globaler Ebene gehen die Arbeiten an zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen für systemrelevante Finanzunternehmen (Sifi) weiter. Dabei zielt systemische Relevanz nicht auf die grundsätzliche Bedeutung einer Branche für die Volkswirtschaft ab, sondern auf die Auswirkungen, welche die Insolvenz eines einzelnen Unternehmens für die globalen Finanzmärkte und die Realwirtschaft haben kann. Die Versicherungswirtschaft ist der Auffassung, dass vom Kerngeschäft eines Erst- oder Rückversicherers keine systemische Gefahr ausgeht. Vielmehr haben die Versicherer während der Finanzkrise zu mehr Stabilität beigetragen. Gleichwohl hat das Financial Stability Board (FSB) eine Liste mit neun global tätigen Erstversicherungsunternehmen veröffentlicht, die es als systemrelevant einstuft - sogenannte G-SIIs (Globally Systemically Important Insurers). Die Entscheidung über eine mögliche Systemrelevanz von Rückversicherern wurde um ein Jahr verschoben und wird im Juli 2014 erwartet. Möglicherweise schließt sich an die globale Diskussion eine nationale an. Darüber hinaus könnten bestimmte Rechtsfolgen mittelbar auch auf nicht systemrelevante Unternehmen anzuwenden sein. So ist zum Beispiel davon auszugehen, dass bestimmte Teile eines Sanierungs- und Abwicklungsplans letztlich von allen größeren Versicherungsunternehmen vorzuhalten sein werden. Unter Aufsichtsexperten und von vielen Aufsichtsbehörden werden derartige Pläne schon heute als Teil eines guten Risikomanagements angesehen.

Nachdem der G-20-Gipfel in Pittsburgh im Jahr 2009 beschlossen hatte, den außerbörslichen (over the counter, OTC) Derivatehandel transparenter und sicherer zu gestalten, trat im August 2012 die Verordnung Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (European Market Infrastructure Regulation, EMIR) in Kraft. Darin wird eine Clearingpflicht eingeführt, das heißt, standardisierte OTC-Derivate müssen über zentrale Gegenparteien (sogenannte CCPs) abgewickelt werden. Für nicht clearingfähige OTC-Derivate gelten bilaterale Risikominderungstechniken, etwa die Pflicht zum Austausch von Sicherheiten oder zur täglichen Bewertung ausstehender Kontrakte. Des Weiteren sieht die Verordnung vor, dass Derivatekontrakte an Transaktionsregister zu melden sind. Diese Pflichten werden durch diverse Detailregelungen, sogenannte Technische Standards, konkretisiert, die teilweise erst noch erstellt werden müssen.

Sonstige Rechtsentwicklungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vorgelegt, ob die Ausschlussfrist des sogenannten Policenmodells (§ 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F.) mit den europäischen Richtlinien zur Lebensversicherung in Einklang steht. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hatte der EuGH entschieden, dass die Regelung gegen das europäische Recht verstößt. Zu den Auswirkungen auf die betroffenen Verträge hat das Gericht keine Aussagen gemacht. Hierüber muss nun der BGH entscheiden. Von der Entscheidung betroffen sind Lebensversicherungen, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 1. Januar 2008 abgeschlossen wurden und bei denen nicht ordnungsgemäß über das Widerspruchsrecht belehrt wurde bzw. bei denen nicht alle Vertragsinformationen bei Vertragsschluss ausgehändigt wurden. Auf andere Sparten als die Lebensversicherung kann die Entscheidung nicht übertragen werden.

Die anhaltenden Diskussionen zum deutschen Gesundheitssystem könnten zu weiteren Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen führen. Hier ist insbesondere die sogenannte Bürgerversicherung zu nennen. Würden alle Personen in die Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen, würde die Bürgerversicherung zumindest das Neugeschäft der privaten Krankenversicherer in der Vollversicherung beenden. Wir beobachten dieses Risiko schon seit vielen Jahren. Für die gesetzliche Pflegeversicherung gibt es mit der "Pflegebürgerversicherung" analoge Vorschläge.

Zusammenfassung

Die Leitungsgremien von Munich Re haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2013 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für beherrschbar und kontrolliert.

Chancenbericht

Das von Munich Re (Gruppe) verfolgte Geschäftsmodell kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Wir sind vom Zukunftspotenzial der traditionellen Rückversicherung überzeugt. Mit den aus dem Rückversicherungssegment betriebenen Erstversicherungsaktivitäten sowie unserem Engagement bei ERGO und Munich Health haben wir uns zusätzlich profitable Wachstumschancen erschlossen. Wir übernehmen Risiken aus den verschiedensten Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens und bieten finanziellen Schutz und Risikomanagement. Im Kapitel Ausblick geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter realistischen Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame, globale Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können jedoch niemals ganz ausgeschlossen werden. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein ausgefeiltes Risikomanagement etabliert, das im Risikobericht ausführlich beschrieben wird. Gleichzeitig sind wir auch gut gerüstet, um unvorhergesehene Chancen zum Nutzen unseres Unternehmens ergreifen zu können.

So eröffnen sich uns offenkundig erweiterte Geschäftsmöglichkeiten, wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen. Stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA oder schnellere Erfolge von Reformprogrammen in der Eurozone mit einer raschen Konjunkturerholung neben ungebremster Wachstumsdynamik in den Schwellenländern würden einen Nachfragesog und einen Umsatzanstieg in den meisten Versicherungssparten auslösen. Zudem könnte eine solche Entwicklung die allmähliche Normalisierung an den Anleihemärkten unterstützen und damit zu einer Fortsetzung des langsamen Renditeanstiegs US-amerikanischer und deutscher Staatsanleihen beitragen. Dies würde für unser Kapitalanlageergebnis kurzfristig Belastungen, langfristig aber Mehrerträge mit sich bringen und käme damit unserem langfristigen Versicherungsgeschäft zugute.

Weitere Trends und Umwälzungen, die den Versicherungsbedarf der Kunden oder das Angebot prägen, sind der technische Fortschritt, der demografische Wandel sowie Veränderungen des rechtlichen Umfelds wie insbesondere regulatorische Eingriffe. Munich Re könnte daran in all ihren Geschäftsfeldern auf der Basis ihrer guten Kapitalausstattung sowie ihrer hohen Fachkompetenz partizipieren. Dies kommt auch unseren Kunden zugute, die von einer schnellen Anpassung von Produktlösungen an die Gegebenheiten neu entstehender oder sich verändernder Märkte profitieren.

Regeln im Versicherungsaufsichtsrecht und für die Rechnungslegung, die wirtschaftliche Verhältnisse richtig abbilden und international harmonisiert sind, nutzen Kunden und Anbietern.

Für die Münchener Rück AG gibt es dadurch trotz der Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld viele Chancen zur Weiterentwicklung. Beispielsweise benötigen Erstversicherer aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen zunehmend Lösungen zur Verstetigung ihrer Vermögens- und Ertragslage sowie zu einer nachhaltigen Optimierung ihrer Kapitalausstattung. Munich Re kann ihnen als langfristiger strategischer Partner mit einer starken Kapitalbasis und einem ganzheitlichen Angebot von der übergreifenden Beratung bis zum kompletten Spektrum an Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen einen signifikanten Mehrwert bieten.

Einen großen Einfluss auf unser Geschäft haben auch die Trends bei der Entwicklung von schweren Naturkatastrophen. Wir gehen langfristig von einer durch den Klimawandel beeinflussten Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen und der Schäden daraus aus, wobei sich regional und je nach Gefährdungsart unterschiedliche Entwicklungen ergeben. Wo nötig passen wir unsere Risikomodelle und unser Risikomanagement entsprechend an. Zudem nehmen wir signifikante Investitionen in unser Tool zur Einschätzung der Schadenexponierung (Exposure Roadmap) zur besseren Risikobeurteilung vor. Durch Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergeben sich erhebliche Geschäftschancen für Munich Re, da der Einsatz neuer Technologien etwa im Bereich der erneuerbaren Energien durch neuartige Risikotransferlösungen erleichtert wird.

Unabhängig davon ergeben sich langfristig Chancen zur Geschäftsausweitung im Kerngeschäft der Rückversicherung, da die Sachwerte in vielen naturgefahrenexponierten Regionen stark steigen und somit der Bedarf an Versicherung voraussichtlich mindestens so stark wächst wie die Angebotskapazität von traditionellen Rückversicherern und Kapitalmarktinstrumenten. Munich Re ist hier durch ihre Kompetenz in der Analyse von Großschadenereignissen und die auf dieser Basis möglichen Produktlösungen für unsere Kunden hervorragend positioniert.

Erfolgreiche Neuentwicklungen zur Versicherung bisher nicht versicherter wirtschaftlicher Risiken sind eine weitere Möglichkeit für zusätzliches profitables Geschäft. Wir arbeiten permanent gemeinsam mit unseren Kunden daran, die Grenzen der Versicherbarkeit zu erweitern (zum Beispiel die Versicherbarkeit von Betriebsausfallrisiken ohne vorhergehenden physischen Schaden oder von Cyberrisiken).

Die rapide Entwicklung der Schwellenländer bietet ebenfalls Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung unseres Geschäftsportfolios. Um unsere Kunden weltweit umfassend zu unterstützen, ist Munich Re in vielen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas bereits als einer der führenden Rückversicherer aktiv.

Zudem gibt es Chancen in attraktiven Nischen. So wächst zum Beispiel die Ernteausfallversicherung auf Basis von Public Private Partnerships stark, weil die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und die Auswirkungen des Klimawandels den Bedarf der Landwirte nach einer Absicherung ihrer finanziellen Risiken erhöhen. Hier hat Munich Re als Marktführer Kompetenzen aufgebaut und gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden und den Erstversicherern nachhaltige Versicherungskonzepte etabliert. Attraktive Nischen erschließt Munich Re auch im Industrieversicherungsgeschäft, auf Feldern, bei denen wir unser Knowhow aus dem Rückversicherungsgeschäft nutzen können, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Energieerzeugung und anspruchsvollen technischen Großprojekten.

In der Lebensversicherung ergeben sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Herausforderungen und Chancen aus dem Altersvorsorgebedarf einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung bei gleichzeitig volatilen, von nachhaltigen Niedrigzinsen geprägten Kapitalmärkten. Als Rückversicherer ist Munich Re über ein spezifisches Angebot an Absicherungslösungen für Kapitalanlagen ("Asset Protection") ein kompetenter Partner für Lebenserstversicherungsunternehmen. Wachstumspotenziale sehen wir auch bei der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken; bei ihrer Nutzung gehen wir wegen der Schwierigkeiten robuster Trendeinschätzungen indes bewusst nur sehr behutsam und selektiv vor. Wir haben zudem ERGO bei der Strukturierung der 2013 im Markt eingeführten neuen Produktfamilie mit den Produkten ERGO Rente Garantie und ERGO Rente Chance eng begleitet.

Ausblick

Die kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung.

Bereits im Abschnitt "Wichtige Instrumente der Unternehmenssteuerung" haben wir darauf verwiesen, dass für unsere Unternehmenssteuerung die Gruppensicht, in der die Münchener Rück AG ein bedeutender Bestandteil ist, maßgeblich ist. Aufgrund der gesellschaftsübergreifenden Steuerung unserer Geschäftsfelder ist es schwierig, die Münchener Rück AG aus diesem Gesamtkontext zu extrahieren. Im Folgenden werden daher durchgängig die Einschätzungen des Konzerns und der Rückversicherungsgruppe beschrieben. Falls nicht explizit von der Münchener Rück AG gesprochen wird, ist daher der Konzern oder die Rückversicherungsgruppe gemeint.

Vergleich des Ausblicks für 2013 mit dem erreichten Ergebnis

Munich Re (Gruppe)

Vergleich Zielgrößen Munich Re (Gruppe) 2013 mit erreichtem Ergebnis

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    Ziel 2013 Ergebnis 2013
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 50-52 51,1
Konzernergebnis Mrd. € annähernd 3 3,3
Kapitalanlagerendite % rund 3,3 3,5
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15 12,2

Die Bruttobeiträge lagen mit 51,1 Milliarden € in der Mitte des Zielkorridors 2013 von 50 bis 52 Milliarden €.

Das Konzernergebnisziel von annähernd 3 Milliarden € wurde mit mehr als 3,3 Milliarden € klar übertroffen. Ursächlich hierfür waren eine unter unserer Erwartung liegende Großschadenbelastung in der Schaden- und Unfallrückversicherung und die Auflösung von Schadenrückstellungen aus früheren Anfalljahren. Darüber hinaus verzeichneten wir 2013 eine sehr niedrige Steuerbelastung, eine Folge vor allem einer Neuberechnung von Steuern für Vorjahre und der Nutzung von Verlustvorträgen. Währungseffekte wirkten sich 2013 insgesamt negativ aus.

Das Ziel einer Rendite von 15% auf unser risikoadjustiertes Eigenkapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg ist im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld schwer zu erreichen. Mit dem für 2013 erzielten RoRaC von 12,2% sind wir sehr zufrieden; das Gleiche gilt für die Verzinsung auf das gesamte IFRS-Kapital (Return on Equity, ROE) von 12,5%.

Ausblick 2014

In der Europäischen Union steht die staatliche Aufsicht über Erst- und Rückversicherer aufgrund des Regelwerks von Solvency II vor tief greifenden Veränderungen. Nach langjährigen Verhandlungen haben sich die an der EU-Gesetzgebung beteiligten Institutionen (Parlament, Kommission und Rat) auf Standards geeinigt, die zum 1. Januar 2016 in Kraft treten sollen und schon im Vorfeld die Aufsichtspraxis prägen werden. Nahezu zeitlich parallel werden die EU-Richtlinie "Omnibus II", die delegierten Rechtsakte, die technischen Durchführungsstandards und die Umsetzung in die jeweiligen nationalen Rechtsordnungen zu verabschieden sein. Die neuen Aufsichtsregeln werden die Versicherungsunternehmen vor erhöhte Kapital-, Risikomanagement- und Berichtsanforderungen stellen. Für 2014 und 2015 hat die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA eine vorstrukturierte "Preparation Phase" eingeführt, in der bei den nationalen Aufsichtsbehörden eine vorgezogene Berichterstattung für ausgewählte Sachverhalte angefordert wird. Ziel ist es, die Vorbereitungen bei Versicherern und Behörden zu forcieren und die Schlüsselelemente des neuen Aufsichtsregimes innerhalb Europas konsistent zu gestalten: Dazu zählen die Governance-Regeln, die Anforderungen an eine unternehmenseigene Risiko- und Solvenzbeurteilung (Forward looking assessment of own risks, FLAOR) sowie die Voraussetzungen für die Verwendung von internen Modellen. Auch die Details ausgewählter quantitativer Angaben, wie zur ökonomischen Bilanz und zu den Eigenmitteln, wurden definiert.

Für die Rechnungslegung, insbesondere für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten, sind mittelfristig umfassende Änderungen absehbar, die sich erheblich auf die Erst- und Rückversicherungsmärkte auswirken werden. Für die künftige Bilanzierung von Versicherungsverträgen hat das International Accounting Standards Board (IASB) im Juni 2013 seine überarbeiteten Vorschläge veröffentlicht, die erstmals eine international einheitliche Abbildung derartiger Verträge im Abschluss gewährleisten sollen. Für die neuen Regelungen zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 soll der endgültige Standard im ersten Halbjahr 2014 veröffentlicht werden.

Obwohl die Anforderungen der neuen Regelwerke Solvency II sowie IFRS 4 und IFRS 9 noch nicht im Detail feststehen und erst in den Folgejahren verpflichtend werden, müssen alle betroffenen Versicherungsunternehmen große Anstrengungen zu deren Erfüllung entfalten und beginnen, sich an deren Auswirkungen auszurichten. Wegen dieser tief greifenden Veränderungen der Rahmenbedingungen rechnen wir schon vor den offiziellen Einführungsterminen mit einem erheblichen Einfluss auf die Produktlandschaft und Marktverhältnisse der Versicherungswirtschaft.

Zielgrößen Munich Re (Gruppe)

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    Ziel 2014
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € rund 50
Konzernergebnis Mrd. € 3
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % rund 94
Kapitalanlagerendite % rund 3,3
Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) % 15

Grenzen der Prognostizierbarkeit von Ergebnissen

Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Auch die ausgeprägte Volatilität der Kapitalmärkte und Währungskurse sowie die Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung erschweren eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben: Insbesondere würde auf der Basis unserer Positionierung zu Jahresbeginn ein maßvoll steigendes Zinsniveau zunächst zu tendenziell etwas höheren, ein sinkendes Zinsniveau zu niedrigeren Ergebnissen führen als in diesem Ausblick prognostiziert. Auch Marktwertveränderungen sowie Abgangsgewinne oder -verluste aus Derivaten, die wir als Sicherungsinstrument sowie zur Feinsteuerung der Kapitalanlagen einsetzen, könnten erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Währungskursbewegungen beeinflussen unsere Umsätze und Ergebnisse in unterschiedliche Richtungen, abhängig davon, welche Fremdwährungen von den jeweiligen Schwankungen betroffen sind. Die Ausschläge können bei stark schwankenden Wechselkursen beträchtlich sein, obwohl wir ökonomisch relativ zum Volumen unseres Geschäfts und unserer Kapitalanlagen nur in überschaubarem Maß offene Währungspositionen halten.

Rückversicherung

Die Rückversicherung ist und bleibt ein attraktives Geschäftsfeld, das uns vielfältige Ertragsmöglichkeiten eröffnet. Obwohl die Versicherungsdichte in den westlichen Industrieländern und in den seit Jahrzehnten weit entwickelten Staaten Asiens bereits hoch ist, ergibt sich selbst in diesen Märkten zusätzlicher Absicherungsbedarf, weil beispielsweise die Gefährdung infolge wetterbedingter Naturgefahren mit der Klimaveränderung wächst. In den sich wirtschaftlich rasant entwickelnden Regionen besteht unverändert eine erhebliche Nachfrage nach Versicherungsschutz für die großen Zentren hochwertiger industrieller Fertigungskapazitäten und für den wachsenden privaten Wohlstand der Bevölkerung. Schon deshalb trifft die stetig zunehmende Angebotskapazität der Erst- und Rückversicherungswirtschaft in vielen Sparten auf ein in weiten Teilen unerschöpftes Geschäftspotenzial.

Munich Re bietet ihren Zedenten spezialisierte Beratung und umfassende Lösungsansätze, auch für Aufgaben wie Bilanzsteuerung, Risikomodellierung oder Asset-Liability-Management. Rückversicherung schützt Erstversicherer flexibel und effizient vor Großschaden- und Kumulbelastungen und stärkt deren Kapitalbasis. Zusätzlich entwickeln wir innovative Deckungskonzepte, die über das Angebot der traditionellen Rückversicherung und verstärkt auch über die herkömmlichen Grenzen der Versicherbarkeit hinausreichen. Ebenso begleiten wir unsere Kunden bei der oft aufwendigen Anpassung an aufsichtsrechtliche Anforderungen, die in vielen Ländern in den kommenden Jahren spürbar verändert werden.

In der Lebensrückversicherung sehen wir deshalb weiter gute Entwicklungschancen. Impulse werden vor allem vom dynamischen Wachstum der Lebensversicherungsmärkte in Asien sowie von den fortschreitenden Privatisierungstendenzen bei der Alters-, Pflege- und Berufsunfähigkeitsvorsorge ausgehen. Dabei gestalten wir unsere Produkte so, dass sie den Kundenbedarf bei Wahrung unserer Risikostrategie bestmöglich decken.

Eine steigende Nachfrage erwarten wir beim Management von Kapitalanlagerisiken in Lebensversicherungsportfolios. Gerade in der Lebensrückversicherung werden zudem Lösungen, die auf die Kapital- oder Bilanzoptimierung abstellen, weiterhin gefragt sein. Trotz eines prinzipiell intakten Wachstumstrends sind unter dem Einfluss einer schwachen Konjunktur und als Ausdruck einer durch die Finanzkrise reduzierten Vorsorgebereitschaft kurzfristig stagnierende Erstversicherungsvolumina in vielen für unser Geschäft wichtigen Regionen zu verzeichnen, was auch die Dynamik der Nachfrage nach Rückversicherung dämpft.

Für 2014 rechnen wir in der Lebensrückversicherung mit gebuchten Bruttobeiträgen in der Größenordnung von rund 10,5 Milliarden € und einem versicherungstechnischen Ergebnis von über 400 Millionen €. Dies unterstellt, dass sich aus den oben genannten Faktoren eine stabile Nachfrage nach Rückversicherung ergibt.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung, die erfahrungsgemäß Preiszyklen und zufallsbedingten Schwankungen bei der Höhe von Großschäden ausgesetzt ist, bleibt Munich Re bei ihrer klaren, auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und übernimmt Risiken nur zu angemessenen Preisen und Bedingungen. Wir verzeichnen derzeit eine Zunahme der Wettbewerbsintensität. Infolge ihrer guten Kapitalausstattung gaben Erstversicherer weniger Risiken in Rückversicherung. Zugleich konnten Rückversicherer ausreichend Kapazität zur Verfügung stellen, da sich auch ihre Kapitalausstattung im Jahr 2013 dank guter Ergebnisse weiter verbesserte. Es gab also einen Überhang auf der Angebotsseite. Auf der Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten investieren schließlich institutionelle Anleger, wie Pensionsfonds, verstärkt in Verbriefungen von Versicherungsrisiken (Insurance Linked Securities). Dieses Kapital geht vor allem in das nicht proportionale Katastrophengeschäft, wie etwa Deckungen für Schäden aus Hurrikanen in den USA, während sich bisher auf dieses Segment fokussierte Rückversicherer um eine Diversifikation in andere Segmente bemühen. Die Preise für Rückversicherungsschutz im nicht proportionalen Katastrophengeschäft gerieten bei den Erneuerungsrunden 2013 entsprechend unter Druck. Das Portfolio von Munich Re ist davon nicht so stark betroffen, weil das proportionale Vertragsgeschäft mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln am Beitragsvolumen der traditionellen Sachversicherung deutlich überwiegt. Zumindest temporär hat jedoch der Wettbewerb in allen Sparten zugenommen, wobei ein schwaches Wachstum in vielen traditionell hoch versicherten Märkten durch steigende Nachfrage aus den Wachstumsregionen nicht ausgeglichen wird.

Als gut diversifizierter Rückversicherer mit umfassendem Knowhow sind wir, anders als die meisten Anbieter, in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Hierzu zählen auch Mehrjahresverträge, manchmal mit Deckungen über mehrere Sparten und Regionen, retroaktive Rückversicherungslösungen, Transaktionen zur Kapitalentlastung, umfassende Beratung zum Kapitalmanagement und das Versichern komplexer Haftpflicht-, Kredit- und großer Industrierisiken. Zudem können wir auf der Basis unserer technischen Kompetenz und unseres Risikowissens rasch wachsende Industrien begleiten und mit bedarfsgerecht gestalteten Deckungen die Grenzen der Versicherbarkeit mit Augenmaß ausdehnen.

Bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2014 konnten wir uns deshalb in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld gut behaupten. Im Januar standen Verträge mit 8,7 Milliarden € Prämie zur Erneuerung an, also etwas mehr als die Hälfte unseres im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall erfassten Vertragsgeschäfts. Unser Prämienvolumen stieg um 235 Millionen € oder 2,7%. Dieses Plus ist vor allem individuellen, maßgeschneiderten Risikotransferlösungen für Bestandskunden in Asien und Australien zu verdanken. Geschäft, das unseren Profitabilitätsvorstellungen nicht entsprach, haben wir nicht erneuert.

Insgesamt sind die Preise in unserem Portfolio um ungefähr 1,5% gesunken, vor allem im Naturkatastrophengeschäft, in Nordamerika stärker als in Europa. Das Preisniveau in der Haftpflicht- sowie in der Kredit- und Kautionsversicherung war alles in allem leicht rückläufig. In der Transport- und Luftfahrtversicherung sanken die Preise stärker als im Durchschnitt der Sparten. Dass für Munich Re die Preiseinbußen im Marktvergleich relativ gering ausfielen, unterstreicht die konsequent auf Profitabilität ausgerichtete Zeichnungspolitik.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2014 (vor allem Japan) sowie zum 1. Juli 2014 (Teile des US-Markts, Australiens und Lateinamerikas) wird ein Geschäftsvolumen von rund 3,2 Milliarden € aus dem Rückversicherungs-Vertragsgeschäft neu verhandelt.

Beide Runden werden stärker durch das Naturkatastrophengeschäft geprägt als die Januar-Erneuerung. Munich Re erwartet, dass das Umfeld wettbewerbsintensiv bleibt, sollten größere Schadenereignisse ausbleiben.

Für 2014 erwarten wir in der Schaden- und Unfallrückversicherung gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von rund 17,5 Milliarden € und damit etwas über dem Vorjahresniveau. Wir streben weiterhin eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% der verdienten Nettobeiträge an; das entspräche der Quote von 2013, wenn 2013 nicht zufallsbedingt weniger Großschäden als erwartet angefallen wären. Auch für 2014 bringt der in einzelnen Jahren schwankende Großschadenanfall Unwägbarkeiten mit sich; wir gehen bei unseren Schätzungen von Großschäden im Umfang von rund 2 Milliarden € aus, das entspricht 12% der verdienten Nettobeiträge.

Die gesamte Rückversicherung dürfte 2014 Bruttobeiträge von rund 28 Milliarden € erwirtschaften und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen, wobei Wechselkurseffekte erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben können. Das Konzernergebnis in der Rückversicherung sollte 2014 zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden € liegen. Der Mittelwert dieses Ergebniskorridors liegt damit rund 0,4 Milliarden € unterhalb des auch steuerlich bedingt besonders guten Ergebnisses aus 2013.

Kapitalanlagen

Im aktuellen Umfeld ausgeprägter politischer Unsicherheit und sich daraus immer wieder ergebender Kursschwankungen am Kapitalmarkt setzen wir weiterhin auf ein breit diversifiziertes Kapitalanlageportfolio. Die größten Risiken sehen wir im laufenden Jahr im Kontext der weiteren Entwicklung der Staatsschulden- und Bankenkrise. Das absehbar weiterhin niedrige Zinsumfeld wird die gesamte Versicherungsbranche sowie andere große Kapitalanleger stark belasten.

Dank unserer stark diversifizierten Anlagen sind wir für unterschiedliche Kapitalmarktszenarien gut gerüstet. In jedem Szenario sind zwar Verluste bei einzelnen Anlageklassen zu erwarten. Durch die Diversifizierung unseres Portfolios gehen wir aber davon aus, dass diese Verluste durch Wertsteigerungen bei anderen Anlageklassen aufgefangen werden. Diese ausgewogene Kapitalanlagestrategie hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Für 2014 planen wir, den Bestand an Staatsanleihen einzelner Industrieländer weiter zu reduzieren und den Bestand an Unternehmensanleihen sowie Anleihen aus Schwellenländern moderat auszubauen.

Die Duration des Kapitalanlageportfolios ist eine wichtige Stellschraube in unserem Asset-Liability-Management. Wir wählen die Duration der Kapitalanlagen dabei nah zur Duration unserer Verbindlichkeiten. Dadurch reagieren beide Seiten der uns wichtigen ökonomischen, risikobasierten Bilanz ähnlich stark auf Zinsänderungen, während sich in der IFRS-Konzernbilanz durchaus erhebliche Ausschläge ergeben können. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Duration im Rückversicherungssegment leicht reduziert. Im Grundsatz wollen wir 2014 die Duration konstant halten. In der Lebenserstversicherung wollen wir die durchschnittliche Anlagedauer im neuen Geschäftsjahr leicht verlängern. Neben der Duration berücksichtigen wir bei der Entwicklung unserer Kapitalanlagestrategie die Währungen und Inflationssensitivität unserer Verbindlichkeiten. Für 2014 planen wir, den Bestand an inflationsindexierten Anleihen leicht abzubauen. Im Jahresverlauf werden wir die Feinsteuerung unserer Anlagen von unseren jeweils aktuellen Markteinschätzungen abhängig machen, dabei aber an unserer grundsätzlichen Ausrichtung an der Struktur der Verpflichtungen unbedingt festhalten.

Im Jahr 2013 erhöhten wir unsere Investitionen und Investitionszusagen für Eigenkapitalanlagen in Infrastruktur sowie erneuerbare Energien und neue Technologien (RENT) auf etwa 1,5 Milliarden €. Dieses Engagement wollen wir 2014 weiter ausbauen, sofern wir verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden und eine angemessene Rendite erzielen können. Wir setzen dabei weiterhin stark auf eine regionale und segmentspezifische Diversifikation dieser Investitionen. Dadurch streuen wir die technischen und politischen Risiken und damit die wesentlichen Risikotreiber dieses Portfolios. Einen zusätzlichen Schwerpunkt wollen wir 2014 auf Anleihen und Darlehen für Infrastrukturprojekte setzen. Unseren Immobilienbestand planen wir, abhängig von der Marktentwicklung, in den kommenden Jahren leicht zu erhöhen.

Für 2014 gehen wir von einem gleichbleibend niedrigen Zinsniveau und somit etwas geringeren laufenden Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen aus. Auch unsere mit 4,5% relativ geringe Aktienquote wollen wir nicht wesentlich erhöhen, sodass die Abschreibungsrisiken gering bleiben, ebenso wie die Chancen auf Veräußerungsgewinne. Die laufenden Erträge aus unseren Kapitalanlagen sollten bei etwa 3,2% liegen; das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus dem Abgang von Kapitalanlagen, der Zu- und Abschreibungen sowie der sonstigen Erträge und Aufwendungen gehen wir von einem Kapitalanlageergebnis aus, das mit knapp 7,5 Milliarden € nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte und einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3,3% entspräche; das wäre ein Rückgang von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Munich Re (Gruppe) und Münchener Rück AG

Für 2014 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge von rund 50 Milliarden €, das ist rund 1 Milliarde € weniger als 2013, vor allem eine Folge absehbarer negativer Währungskurseffekte und des Verkaufs der WHG.

An unserem langfristigen Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg halten wir fest. Es ist jedoch angesichts der gegenwärtig sehr niedrigen Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen nur schwer zu erreichen.

Für die ökonomische Wertschaffung erwarten wir, gemessen auf Basis der Economic Earnings, ein erfreuliches, wenn auch gegenüber 2013 rückläufiges Ergebnis, das sich für die Gruppe und die Geschäftsfelder auf der Höhe der erwarteten IFRS-Ergebnisse bewegen sollte. Diese Prognose basiert auf der Annahme unveränderter Kapitalmärkte und Modellierungs-Parameter sowie eines normalen Großschadenaufkommens; bereinigt um Sondereinflüsse im abgelaufenen Jahr bewegen sich die Economic Earnings damit auf dem Niveau von 2013.

Für das Jahr 2014 rechnen wir bei durchschnittlichem Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis für Munich Re, das auf der Höhe des Vorjahres, also bei 3,7 Milliarden €, liegt.

Wir streben für 2014 ein Konzernergebnis in Höhe von 3 Milliarden € an, etwa 0,3 Milliarden € unterhalb des besonders guten Ergebnisses aus 2013. Diese Prognose versteht sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte. Dabei rechnen wir mit einer gegenüber dem Vorjahr wieder normalisierten Steuerquote von 20 bis 25 %.

Die Münchener Rück AG sollte 2014 Bruttobeiträge von rund 25 Milliarden € erwirtschaften - bei der Annahme konstanter Wechselkurse. In der Versicherungstechnik gehen wir aufgrund der soliden Qualität unseres Geschäfts davon aus, dass wir in Analogie zu den Konzernzielen für die Münchener Rück AG eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% unserer verdienten Nettobeiträge erreichen können. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nicht möglich. Ausgehend vom vergangenen Geschäftsjahr rechnen wir für das Jahr 2014 - bei einem ähnlich günstigen Schadenverlauf - mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Wegen der derzeitigen Lage auf den Kapitalmärkten dürfte die Kapitalanlagerendite der Münchener Rück AG das Niveau des Berichtsjahres geringfügig unterschreiten. Insgesamt gehen wir daher nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2014 ein gutes HGB-Ergebnis erreichen werden.

Im Zeitraum von Mitte November 2013 bis Ende Februar 2014 haben wir Aktien im Wert von rund 700 Millionen € zurückgekauft; weitere 300 Millionen € sollen bis zur Hauptversammlung am 30. April 2014 folgen. Mit dem Einzug dieser Aktien geben wir nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. Trotz des Rückkaufs ermöglicht es uns unsere gute Kapitalausstattung auch weiterhin, eine attraktive Dividende zu zahlen und gezielt Chancen für profitables Wachstum zu nutzen. Seit November 2006 hat Munich Re Aktienrückkäufe im Volumen von 6,7 Milliarden € getätigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 25 Cent auf 7,25 € je Aktie steigen.

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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  Anhang
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Vorjahr
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A. Immaterielle Vermögensgegenstände (1)     24.113 20.260
B. Kapitalanlagen (2, 3)        
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken     1.075.011   1.019.151
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   33.237.532     33.398.046
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   128.413     144.698
3. Beteiligungen   243.562     258.268
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   24.567     25.197
      33.634.074   33.826.209
III. Sonstige Kapitalanlagen          
1. Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere   6.209.264     5.595.952
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere   17.883.310     21.391.717
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen   1.026     1.416
4. Sonstige Ausleihungen   54     61
5. Einlagen bei Kreditinstituten   693.715     543.403
6. Andere Kapitalanlagen   1.127.495     319.137
      25.914.864   27.851.686
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft     10.910.148   12.920.752
        71.534.097 75.617.798
C. Forderungen          
I. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft     2.397.429   2.694.641
davon Forderungen an          
- verbundenen Unternehmen: 329.065 (378.129) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 48.140 (71.469) T€          
II. Sonstige Forderungen     1.222.340   1.015.405
davon Forderungen an          
- verbundenen Unternehmen: 98.779 (134.638) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 56 (1.688) T€          
        3.619.769 3.710.046
D. Sonstige Vermögensgegenstände          
I. Sachanlagen und Vorräte     30.228   30.149
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand     385.825   421.688
        416.053 451.837
E. Rechnungsabgrenzungsposten          
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten     342.017   421.805
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (4)   34.264   40.536
        376.281 462.341
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (5)     192.904 246.859
Summe der Aktiva (12)     76.163.217 80.509.141

Passiva

         
  Anhang
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Vorjahr
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A. Eigenkapital (6)        
I. Ausgegebenes Kapital          
1. Gezeichnetes Kapital   587.725     587.725
2. davon ab: Rechnerischer Wert eigener Anteile   -6.251     -2.335
      581.474   585.390
II. Kapitalrücklage     6.844.639   6.836.403
III. Gewinnrücklagen     2.511.865   2.373.602
IV. Bilanzgewinn     1.300.224   1.255.388
        11.238.202 11.050.783
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (7)     4.150.492 5.173.283
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (8)        
I. Beitragsüberträge          
1. Bruttobetrag   3.377.181     3.767.715
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   326.352     358.484
      3.050.829   3.409.231
II. Deckungsrückstellung          
1. Bruttobetrag   9.522.639     10.655.398
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   951.328     1.052.818
      8.571.311   9.602.580
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle          
1. Bruttobetrag   33.306.240     34.765.193
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   1.866.592     2.414.060
      31.439.648   32.351.133
IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung          
1. Bruttobetrag   4.110     5.803
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   -     -
      4.110   5.803
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen     8.147.014   6.981.992
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen          
1. Bruttobetrag   316.035     340.153
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft   3.759     9.274
      319.794   330.879
        51.532.706 52.681.618
D. Andere Rückstellungen (9)        
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     16.396   13.042
II. Steuerrückstellungen     2.123.638   2.667.957
III. Sonstige Rückstellungen     689.611   667.395
        2.829.645 3.348.394
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft       1.608.291 2.120.189
F. Andere Verbindlichkeiten          
I. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft     4.226.157   4.857.994
davon Verbindlichkeiten gegenüber          
- verbundenen Unternehmen: 1.466.022 (1.126.563) T€          
- Beteiligungsunternehmen: 11.817 (24.016) T€          
II. Sonstige Verbindlichkeiten (10)   487.167   1.040.045
davon Verbindlichkeiten gegenüber          
- verbundenen Unternehmen: 395.299 (873.606) T€          
davon aus Steuern: 67.754 (52.733) T€          
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.050 (811) T€          
        4.713.324 5.898.039
G. Rechnungsabgrenzungsposten (11)     90.557 236.835
Summe der Passiva (12)     76.163.217 80.509.141

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

Posten

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  Anhang
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Vorjahr
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I. Versicherungstechnische Rechnung          
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung          
a) Gebuchte Bruttobeiträge   24.574.156     25.540.658
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge   -1.735.610     -1.920.881
      22.838.546   23.619.777
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge   180.751     328.065
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen   13.722     50.511
      194.473   378.576
        23.033.019 23.998.353
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung (14)     440.696 476.267
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung       6.846 17.202
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung          
a) Zahlungen für Versicherungsfälle          
aa) Bruttobetrag   -16.776.890     -19.894.609
ab) Anteil der Rückversicherer   1.222.108     1.464.137
      -15.554.782   -18.430.472
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle          
ba) Bruttobetrag   -99.651     1.455.330
bb) Anteil der Rückversicherer   -359.043     -417.177
      -458.694   1.038.153
        -16.013.476 -17.392.319
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen          
a) Nettodeckungsrückstellung     -35.301   -231.375
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen     146   -226
        -35.155 -231.601
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung       -5.548 -7.206
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (15, 19, 20, 23)        
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb     -6.612.008   -6.543.947
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft     285.864   357.298
        -6.326.144 -6.186.649
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung       -16.959 -17.637
9. Zwischensumme       1.083.279 656.410
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen (13)     -1.165.022 -572.341
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (13)     -81.743 84.069

Posten

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  Anhang
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Vorjahr
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II. Nichtversicherungstechnische Rechnung            
1. Erträge aus Kapitalanlagen (16)          
a) Erträge aus Beteiligungen            
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.334.871 (1.314.405) T€     1.353.761     1.335.099
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen davon aus verbundenen Unternehmen: 990.433 (641.487) T€            
ba) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   129.713       124.975
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen   1.960.881       1.815.683
      2.090.594     1.940.658
c) Erträge aus Zuschreibungen     552.781     75.452
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen     1.126.283     1.496.648
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen     40.467     49.996
        5.163.886   4.897.853
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen (15, 17, 19, 20, 23)          
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen     -345.026     -289.509
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen     -1.039.560     -336.354
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen     -766.012     -955.704
d) Aufwendungen aus Verlustübernahmen     -75.358     -1.135
        -2.225.956   -1.582.702
        2.937.930   3.315.151
3. Technischer Zinsertrag       -491.281   -525.502
          2.446.649 2.789.649
4. Sonstige Erträge (21, 22)       468.161 1.232.556
5. Sonstige Aufwendungen (21, 23)       -591.769 -1.063.262
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit         2.241.298 3.043.012
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag       -592.855   -647.417
8. Sonstige Steuern       -2.779   -5.792
          -595.634 -653.209
9. Jahresüberschuss         1.645.664 2.389.803
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr         296 8.654
11. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen         -345.736 -1.143.069
12. Ertrag aus offener Absetzung des rechnerischen Wertes eigener Anteile         6.251 2.335
13. Aufwand aus Wegfall der offenen Absetzung des rechnerischen Wertes eigener Anteile         -2.335 -
14. Einstellung in Rücklage wegen eigener Anteile         -6.251 -2.335
15. Auflösung der Rücklage wegen eigener Anteile         2.335 -
16. Erlös aus Verkauf eigener Anteile         96.844 92.857
17. Einstellung in Kapitalrücklage aus Verkauf eigener Anteile         -8.236 -4.366
18. Einstellung in Gewinnrücklage aus Verkauf eigener Anteile         -88.608 -88.491
19. Auflösung Gewinnrücklage wegen Erwerb eigener Anteile         299.997 177.099
20. Aufwand aus Erwerb eigener Anteile         -299.997 -177.099
21. Bilanzgewinn         1.300.224 1.255.388

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Bilanzierung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) unter Beachtung konservativer Bewertungsgrundsätze erstellt.

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Kapitalanlagen

Wir bewerten den Grundbesitz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten; erforderliche Abschreibungen auf einen auf Dauer niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Hypothekendarlehen und andere Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen, festverzinsliche und nicht-festverzinsliche Wertpapiere sowie andere Kapitalanlagen bewerten wir zu den Anschaffungskosten oder wir legen ihnen den niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag zugrunde. Wertpapiere, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, wurden zwar nach § 341b HGB klassifiziert, aber trotz des Wahlrechts gemäß dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Für unsere gesamten Kapitalanlagen haben wir die niedrigeren Wertansätze aus den Vorjahren dann beibehalten, wenn es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Sofern zum Bilanzstichtag der Verkehrswert über den letztjährigen Wertansätzen lag, haben wir Zuschreibungen bis zu den Anschaffungskosten beziehungsweise den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Forderungen

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung genommenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen weisen wir mit dem Nennwert aus, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Vorräte haben wir mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu den Anschaffungskosten unter Abzug der zulässigen Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir über eine Laufzeit von fünf Jahren ab.

Steuerabgrenzung

Für temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen ermittelt. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB haben wir nicht ausgeübt. Es erfolgt somit kein Ansatz der sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung. Bei der Berechnung werden rechtskreisübergreifend temporäre Differenzen über alle Staaten, in denen steuerliche Betriebstätten bestehen, addiert.

Für die Gesellschaft wesentlich sind die in Deutschland bestehenden temporären Differenzen. In Deutschland übersteigen die abzugsfähigen die zu versteuernden temporären Differenzen um 6.183 Millionen €. Die abzugsfähigen temporären Differenzen ergeben sich vor allem aus gebuchten Wertminderungen in den Kapitalanlagen, welche aufgrund der strengeren Bestimmungen in der Steuerbilanz nicht ansatzfähig waren, sowie aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die in der Steuerbilanz tendenziell niedriger bewertet werden als in der Handelsbilanz. Daneben bestanden noch abzugsfähige temporäre Differenzen aus immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der umfassenderen Aktivierung von selbst erstellten EDV-Programmen in der Steuerbilanz sowie aus sonstigen in der Handelsbilanz angesetzten, steuerlich aber nicht oder nicht in gleicher Höhe anerkannten Rückstellungen. Die bestehenden zu versteuernden temporären Differenzen sind im deutschen Steuerrechtskreis von untergeordneter Bedeutung.

Der für den deutschen Steuerrechtskreis anzuwendende latente Steuersatz beträgt gerundet 33,0%. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8% und der Gewerbesteuer von 17,2% zusammen. Der anzuwendende Steuersatz in der kanadischen Betriebstätte beträgt 26,6%, in unserer Betriebstätte in Großbritannien 21,0% und in der italienischen Betriebstätte 34,3%.

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft hat insgesamt steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 591 Millionen €. Die Verlustvorträge betreffen ausschließlich ausländische Betriebstätten. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 167 Millionen € werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht sein.

Aufgrund des geänderten Ausweises im Konzernabschluss der Münchener Rück AG werden Zinsen auf Ertragsteuerzahlungen nach § 233a AO im Geschäftsjahr erstmals in der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen (Ausweis im Vorjahr: Sonstige Aufwendungen).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wird unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind", mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte den Betrag der Verpflichtung, so ist der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert zu aktivieren.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die versicherungstechnischen Rückstellungen bilden wir nach handelsrechtlichen Erfordernissen. In allen Fällen haben wir dabei berücksichtigt, dass die dauernde Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sichergestellt ist.

Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese haben wir nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelt - teilweise anhand der Angaben unserer Zedenten, teilweise nach Pauschalsätzen. Soweit sich die Beitragsüberträge nach Pauschalsätzen bemessen, entsprechen diese langjährigen Erfahrungen und dem neuesten Kenntnisstand. Von der berechneten Beitragsübertragskomponente werden Kosten für Rückversicherungsprovisionen mit einem Anteil von 92,5% in Abzug gebracht.

Die Deckungsrückstellung setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Für eingetretene, aber noch nicht bzw. nicht ausreichend gemeldete Schäden bilden wir angemessene Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Methoden.

In die Berechnung gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung, Storno sowie Kosten ein. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen werden dann angepasst, wenn die ursprünglichen Sicherheitsmargen als nicht mehr ausreichend anzusehen sind.

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Diese werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gebildet, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlungen noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellungen betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die individuell bestimmte Rückstellungen gebildet werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, die noch nicht bekannt sind (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar grundsätzlich bekannt sind, aber deren Ausmaß sich später als umfangreicher darstellt, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwände für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Parameter) berücksichtigt und geeignete versicherungsmathematische Methoden angewendet. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden nicht abgezinst, sondern mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Der Posten "Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen" enthält, soweit dies handelsrechtlich vorgeschrieben ist, die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre und die Rückstellungen für Großrisiken.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen solche für Gewinnanteile.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen, die auf das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft entfallen, kalkulieren wir so, wie dies vertraglich vereinbart ist.

Andere Rückstellungen

Aufgrund der unter gewissen Voraussetzungen vorgeschriebenen Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (siehe "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") ist - sofern diese Voraussetzungen vorliegen - eine Pensionsrückstellung nur noch in der Höhe auszuweisen, in welcher der Verpflichtungsbetrag die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände übersteigt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Aufgrund von Untersuchungen im Rentnerbestand wurden die Sterblichkeiten in den derzeit verwendeten Richttafeln Heubeck 2005 G modifiziert. Die Berechnung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgte anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode).

Für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen und der Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Jubiläumszahlungen verwenden wir einen Abzinsungssatz von 4,89%. Für die zukünftige Entwicklung bestehender Anwartschaften wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 3,50% angenommen. Für die zukünftige Entwicklung laufender Renten wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 2,00% angenommen.

Die übrigen Rückstellungen bilden wir in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Ihrer Laufzeit entsprechend verwenden wir zur Abzinsung die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten, die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen wir mit ihrem Erfüllungsbetrag an.

Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten für Währungsrisiken

Grundsätzlich erfassen wir alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung und stellen diese umgerechnet zum aktuell gültigen Tageskurs in Euro dar. Die fortgeführten Fremdwährungswerte in der Bilanz werden mit dem Stichtagskurs zum Jahresende neu bewertet.

Pro Währung werden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie kongruent bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva und primär Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Die Umrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, werden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen werden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und ebenfalls grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergeben sich nachhaltige Überdeckungen ausschließlich beim Kanadischen Dollar.

Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Durchbuchungsmethode angewendet.

Nicht nachhaltige Überdeckungen sowie (nachhaltige und nicht nachhaltige) Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheiten pro Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden deshalb im Einklang mit § 256a HGB bewertet. Gleiches gilt für Rückstellungen, deren Restlaufzeit für die Nichtbeachtung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips jedoch unerheblich ist.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar (1 € entspricht dem jeweiligen Wert):

Währungsumrechnung

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  31.12.2013 Vorjahr
Australischer Dollar 1,54020 1,26990
Japanischer Yen 144,8300 113,9960
Kanadischer Dollar 1,46405 1,31270
Pfund Sterling 0,83200 0,81110
Taiwan Dollar 41,0677 38,2850
US-Dollar 1,37795 1,31840
Yuan Renminbi 8,34200 8,21405

Bewertungseinheiten

Neben den oben dargestellten Bewertungseinheiten für Währungsrisiken haben wir für die durch einen Zins-Swap gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Nachranganleihe aus dem Jahr 2007 ebenfalls das Wahlrecht nach § 254 HGB ausgeübt, die ökonomische Sicherungsbeziehung durch Bildung einer Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen. Der wirksame Teil der gebildeten Bewertungseinheit wird nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Wie im Risikobericht des Lageberichts dargestellt, werden darüber hinaus im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche weitere Risiken durch ökonomische Sicherungsbeziehungen abgesichert. Diese werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

1, 2 Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagen

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  Bilanzwerte 31.12.2012
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Währungseffekte
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Zugänge
T€
Abgänge
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Zuschreibungen
T€
Abschreibungen
T€
(1) Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 20.260 0 18.174 -8 36 -14.349
(2) Kapitalanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.019.151 - 75.019 -966 6.367 -24.560
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.398.046 -308.046 2.845.665 -3.061.102 527.525 -164.556
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 144.698 -1.461 324.911 -338.644 - -1.091
Beteiligungen 258.268 -1.661 11.269 -25.330 1.016 -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.197 -630 - - - -
  33.826.209 -311.798 3.181.845 -3.425.076 528.541 -165.647
Sonstige Kapitalanlagen            
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 5.595.952 -82.066 5.383.639 -4.187.437 21.061 -521.885
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.391.717 -1.139.090 10.870.589 -12.981.332 1.842 -260.416
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1.416 - - -390 - -
Sonstige Ausleihungen 61 -2 - -5 - -
Einlagen bei Kreditinstituten 543.403 -63.575 213.887 - - -
Andere Kapitalanlagen 319.137 - 7.708.572 -6.791.027 - -109.187
  27.851.686 -1.284.733 24.176.687 -23.960.191 22.903 -891.488
Kapitalanlagen (2) gesamt 62.697.046 -1.596.531 27.433.551 -27.386.233 557.811 -1.081.695
Insgesamt (1) + (2) 62.717.306 -1.596.531 27.451.725 -27.386.241 557.847 -1.096.044
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  Bilanzwerte 31.12.2013
T€
(1) Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.113
(2) Kapitalanlagen  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.075.011
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen  
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.237.532
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 128.413
Beteiligungen 243.562
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24.567
  33.634.074
Sonstige Kapitalanlagen  
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 6.209.264
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 17.883.310
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1.026
Sonstige Ausleihungen 54
Einlagen bei Kreditinstituten 693.715
Andere Kapitalanlagen 1.127.495
  25.914.864
Kapitalanlagen (2) gesamt 60.623.949
Insgesamt (1) + (2) 60.648.062

Der Anlagespiegel wird zu Stichtagskursen vom 31. Dezember 2013 dargestellt.

Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vor allem um entgeltlich erworbene Versicherungsbestände und Software.

Der Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke und Bauten beträgt 235 Millionen €.

Von unseren Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) im Bilanzwert von insgesamt 60.624 Millionen € sind 4.496 Millionen € bei Zedenten oder ausländischen Regierungen hinterlegt oder der Verwaltung durch Treuhänder unterstellt, die wir ernannt haben.

Die anderen Kapitalanlagen enthalten seit dem Geschäftsjahr 2013 auch einen Bestand an physischem Gold von 290 Millionen €.

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Derivate Bilanzposition Buchwert
T€
Zeitwert
T€
Nominalvolumen
T€
Zinsrisiken        
Zins-Swaps Sonstige Rückstellungen -4.455 10.970 1.408.492
Zins-Swap (Nachranganleihe) Sonstige Rückstellungen - 184.276 1.349.050
Inflation-Swaps Sonstige Rückstellungen -186.706 -185.584 4.450.929
Zins-Futures - - 68 149.023
Bund-Futures Sonstige Rückstellungen -17.856 5.783 4.409.038
Währungsrisiken        
Devisenoptionen Long Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 152 152 49.710
Devisenoptionen Short Sonstige Verbindlichkeiten -225 -627 15.200
  Sonstige Rückstellungen -402    
Devisentermingeschäfte Sonstige Rückstellungen -124.838 -15.812 14.436.825
Devisentermingeschäfte (Absicherung CAD) Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere - 5.029 1.294.696
Sonstige Geschäfte        
Versicherungsderivate I (Swaps) Sonstige Rückstellungen -5.797 -5.797 439.058
Versicherungsderivate II (Cat Bonds) Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 463 955 84.295
Versicherungsderivate III (Optionen Short) Sonstige Verbindlichkeiten -487 -111 8.700
Versicherungsderivate IV (Total Return Swaps Insurance Linked) Sonstige Rückstellungen -16 801 175.885
Wetterderivate I Sonstige Verbindlichkeiten -509 -344 5.310
(Wetteroptionen Short) Sonstige Rückstellungen -1    
Wetterderivate II (Total Return Swaps Wetter) Sonstige Rückstellungen -100 -100 3.000
Single Credit Default Swaps Sonstige Rückstellungen -751 -381 197.646
  Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 890    
  Rechnungsabgrenzungsposten passiv -1.792    
Commodity Swaps Sonstige Rückstellungen -3.263 818 1.116.578

Derivative Finanzinstrumente (Derivate) sind vertragliche Vereinbarungen, die sich auf bestimmte originäre Finanzinstrumente (Basiswert bzw. Underlying) beziehen.

Derivate bewerten wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Upfront-Zahlungen werden aktiviert und über die Laufzeit amortisiert.

Die Buchwerte der Versicherungsderivate (Swap-Verträge, Optionen sowie in Cat Bonds eingebettete Derivate) leiten sich von den Marktwerten der entsprechenden Basiswerte ab.

Ein Zins-Swap (Nominalvolumen: 1.349 Millionen €) zur Absicherung der Nachranganleihe aus dem Jahr 2007 gegen Zinsänderungsrisiken wurde aufgrund der Einbeziehung in eine bilanzielle Bewertungseinheit nach § 254 HGB und Anwendung der Einfrierungsmethode nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Marktwertänderung des Zins-Swaps wird bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Bewertungseinheit berücksichtigt. Der positive Marktwert des Zins-Swaps beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 184 Millionen €. Um die beizulegenden Zeitwerte der nicht börsengehandelten Derivate zu ermitteln, werden anerkannte Bewertungsmethoden verwendet. Einzelheiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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Derivate Preismethode Parameter Preismodell
Zinsrisiken      
Zins-Swaps Theoretischer Kurs Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Inflation-Swaps Theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap-Sätze Swap-Kurve Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Zins- und Bund-Futures Notierter Kurs    
Währungsrisiken      
Devisenoptionen Theoretischer Kurs At-The-Money Volatilität Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Garman-Kohlhagen (europ.)
Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Devisenkassakurse Geldmarkt-Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Sonstige Geschäfte      
Versicherungsderivate Theoretischer Kurs Marktwerte der Cat-Bonds Zinsstrukturkurve Barwert-Methode
Credit Default Swaps Theoretischer Kurs Credit Spreads Recovery Rates Zinsstrukturkurve Barwert-Methode ISDA CDS Standard Model
Commodity Swaps Theoretischer Kurs Notierung Underlying Index Indexverhältnisberechnung
Wetterderivate Theoretischer Kurs Ereignisschätzungen Historische Daten Monte Carlo

Der Zeitwert der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) beträgt 71.037 Millionen €. Der Bilanzwert liegt bei 60.624 Millionen €. Hieraus ergeben sich für das Geschäftsjahr 2013 Bewertungsreserven von 10.413 Millionen €.

Die Bewertungsreserven enthalten stille Lasten aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 31 Millionen €. Diese entfallen zum Großteil auf eine Anlage im Bau, bei der nach aktuellem Bewertungsgutachten davon auszugehen ist, dass die stille Last keine nachhaltige Wertminderung darstellt.

Die Bewertungsreserven enthalten ferner stille Lasten aus Beteiligungen in Höhe von 6 Millionen €. Davon entfallen 4 Millionen € auf eine Beteiligungsgesellschaft, deren Zeitwert durch nicht nachhaltige Wechselkursschwankungen beeinflusst ist. Aus diesem Grund wurde von einer Abschreibung abgesehen. Weitere 2 Millionen € entfallen auf eine Beteiligung, die trotz höherer Bewertung durch ein Gutachten einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Vorsichtsgründen nur mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2012 angesetzt wurde.

Außerdem sind in den Bewertungsreserven stille Lasten von 2 Millionen € für Ausleihungen enthalten. Wegen einer nur vorübergehenden Wertminderung wurden keine Abschreibungen vorgenommen, da die Buchwerte den Rückzahlungsbeträgen der Ausleihungen entsprechen.

Zeitwerte des Grundvermögens ermitteln wir einmal im Jahr und geben in der Regel Ertragswerte an; bei Neubauten berücksichtigen wir den Anschaffungswert am Bilanzstichtag. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Aktien, Investmentanteilen und anderen nichtfestverzinslichen Wertpapieren verwenden wir die Börsenkurse am Bilanzstichtag, sofern Börsennotierungen vorhanden sind. Liegen keine Kurse vor, berechnen wir Ertragswerte oder verwenden Net-Asset-Values. Bei nichtbörsennotierten Neuerwerbungen setzen wir den Anschaffungskurs an.

Den Zeitwert börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere ermitteln wir anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag. Bei nichtbörsennotierten festverzinslichen Wertpapieren bestimmen wir die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip auf Basis von Zinsstrukturkurven.

Zeitwerte und Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

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Mio. € Bilanzwerte 31.12.2013 Zeitwerte 31.12.2013 Bewertungsreserven 31.12.2013
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.075 2.817 1.742
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.237 40.029 6.792
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 128 131 3
Beteiligungen 244 511 267
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25 35 10
  33.634 40.706 7.072
Sonstige Kapitalanlagen      
Aktien, Investmentanteile und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 6.209 7.001 792
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 17.883 18.682 799
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 1 1 0
Einlagen bei Kreditinstituten 694 694 0
Andere Kapitalanlagen 1.128 1.136 8
  25.915 27.514 1.599
Kapitalanlagen gesamt 60.624 71.037 10.413

Die Gesellschaft hält am 31. Dezember 2013 bei mehreren inländischen und ausländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10%.

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Mio. € Marktwert Buchwert Differenz Im Geschäftsjahr erhaltene Ausschüttung
Aktienfonds 4.908 4.821 87 738
Rentenfonds 775 562 213 28
Gesamt 5.683 5.383 300 766

3 Angaben zum Anteilsbesitz

4 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten schließt einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB von 12 Millionen € für Verbindlichkeiten ein.

5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Einem Erfüllungsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtungen von insgesamt 825 Millionen € steht ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 1.000 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergibt sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 191 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 16 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen 899 Millionen €. Die Aufwendungen dieser Vermögensgegenstände sowie der Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen und vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen betragen im Geschäftsjahr 54 Millionen € beziehungsweise 55 Millionen €.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus der Pensionsverpflichtung und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen

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T€ 2013
Aufwand aus der Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen 36.392
Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Altersversorgungsverpflichtungen 18.234
Aufwand aus mit Altersversorgungsverpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenständen 53.676
Nettoaufwand aus Altersversorgungsverpflichtungen 108.302
Aufwand aus der Abzinsung von Altersteilzeitverpflichtungen 2.126
Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Altersteilzeitverpflichtungen 151
Ertrag aus mit Altersteilzeit zu verrechnenden Vermögensgegenständen 15
Nettoaufwand aus Altersteilzeitverpflichtungen 2.262

Die Nachschussverpflichtung aus der CTA-Vereinbarung hat sich infolge des Rückgangs des IAS-Rechnungszinses verringert. Die dafür gebildeten Aufwandsrückstellungen wurden noch vor Einführung des BilMoG gebildet und werden gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB insoweit weitergeführt. Es handelt sich dabei um eine Nachschussverpflichtung aus der Treuhand-Vereinbarung zur Ausfinanzierung der Pensionszusagen auf der Basis der DBO nach IAS 19.

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

6 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2013 in insgesamt 179.341.212 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals:

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Mio. € 31.12.2013
Genehmigtes Kapital 2011 (bis zum 19. April 2016) 10
Genehmigtes Kapital 2013 (bis zum 24. April 2018) 280
Gesamt 290

Zusammensetzung des bedingten Kapitals:

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Mio. € 31.12.2013
Bedingtes Kapital 2010 (bis zum 27. April 2015) 117
Gesamt 117

Vom gezeichneten Kapital wird in Höhe von 6 Millionen € der rechnerische Wert der am 31. Dezember 2013 im Bestand befindlichen eigenen Anteile offen abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert hinausgehende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile von 294 Millionen € wird von den Gewinnrücklagen abgezogen.

Aus dem Jahresüberschuss 2013 wurden durch den Vorstand 346 Millionen € in die Gewinnrücklagen eingestellt. In den Gewinnrücklagen ist eine Rücklage wegen eigener Anteile in Höhe von 6 Millionen € enthalten. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,3 Millionen €. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert und der Rücklage für eigene Anteile unterliegen 107 Millionen € einer Ausschüttungssperre.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2010 war die Münchener Rück AG bis zum 27. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Die Hauptversammlung am 20. April 2011 hat diesen Beschluss erneuert und damit den Vorstand ermächtigt, bis zum 19. April 2016 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben.

Am 31. Dezember 2013 waren 1.919.312 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von rund 6,3 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,1 %.

Am 7. November 2013 hat der Vorstand der Münchener Rück AG ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen und damit von der am 20. April 2011 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung Gebrauch gemacht. Vom 14. November 2013 bis zum 31. Dezember 2013 wurden 1.905.838 Aktien über die Börse zu einem Durchschnittskurs von 157,41 € erworben.

Die Münchener Rück AG hat im Geschäftsjahr 2013 den kompletten Jahresanfangsbestand in Höhe von 712.000 Münchener-Rück-Aktien, die zur Absicherung der Wertsteigerungsrechte, welche seit 1999 an Vorstand und oberes Management der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ausgegeben worden waren - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen dieser Verpflichtungen - zu einem Durchschnittskurs von 136,02 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 96,8 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet. Der dabei entstandene Veräußerungsgewinn von 8 Millionen € wurde gemäß § 272 Abs. 1b HGB in die Kapitalrücklage der Münchener Rück AG eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2013 haben die Gesellschaften der ERGO Versicherungsgruppe für zukünftige Verpflichtungen aus den langfristigen Incentive-Plänen, die seit 2002 aufgelegt wurden, ebenfalls - im Rahmen des Abbaus von Absicherungen dieser Verpflichtungen - 16.415 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 133,35 € erworben und insgesamt 38.250 Aktien zu je 142,64 € veräußert. Der Veräußerungserlös von 5,5 Millionen € wurde zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet. Zum 31. Dezember 2013 werden keine Münchener-Rück-Aktien mehr für diese Incentive-Pläne gehalten.

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH hat im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Absicherungen von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan 66.633 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 151,36 € verkauft. Aus dem Verkauf wurde ein Veräußerungserlös von 10,1 Millionen € erzielt, der zur Stärkung der liquiden Mittel verwendet wurde. Zusammen mit den Münchener-Rück-Aktien, die in den Vorjahren zur Absicherung ausgegebener Wertsteigerungsrechte erworben worden waren und im Bestand verblieben sind, ergibt sich bei MEAG zum 31. Dezember 2013 ein Gesamtbestand von 13.474 Aktien.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 301.688.353,67 €.

Der Gesellschaft liegen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen nach § 21 WpHG vor (Stand 31. Dezember 2013):

Warren E. Buffett, USA, hat uns im Oktober 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 10% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und am 12. Oktober 2010 10,244% (19.306.100 Stimmrechte) betrug. Davon sind Herrn Warren E. Buffett 10,191 % (19.206.100 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte werden über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Berkshire Hathaway Inc., OBH LLC und National Indemnity Company. Hinsichtlich der mit dem Erwerb der Stimmrechte verfolgten Ziele und der Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel haben uns Warren E. Buffett und die vorgenannten Gesellschaften am 15. Oktober 2010 nach § 27a Abs. 1 WpHG jeweils Folgendes mitgeteilt: Die Investition dient der Erzielung von Handelsgewinnen und nicht der Umsetzung strategischer Ziele. Es ist beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte zu erlangen. Es wird keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganen unserer Gesellschaft angestrebt. Es wird keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur unserer Gesellschaft, insbesondere nicht im Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung, oder der Dividendenpolitik angestrebt. Die zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte an unserer Gesellschaft verwendeten Mittel sind Eigenmittel. Berkshire Hathaway Inc. hat am 1. März 2014 in ihrem jährlichen "Letter to Shareholders" an unserem Unternehmen per 31.12.2013 einen Stand von 20.060.390 Aktien veröffentlicht, dies entspricht 11,2% von unserem Grundkapital.

Die BlackRock Inc., New York, USA, hat uns im Mai 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 6. Mai 2010 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 6,15% (11.592.279 Stimmrechte) betrug. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Folgende Unternehmen der BlackRock-Gruppe haben uns in diesem Zusammenhang mitgeteilt, dass sie am 6. Mai 2010 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten haben:

BlackRock International Holdings Inc. (4,10%),

BR Jersey International Holdings L.P. (4,10%) und

BlackRock Advisors Holdings Inc. (4,10%).

Ergänzend wurde uns im Oktober 2012 mitgeteilt, dass die Schwelle von 3% der Stimmrechte am 25. Juli 2011 ebenfalls überschritten wurde von

BlackRock Group Limited (3,02%).

Ebenfalls wurde uns im Oktober 2012 ergänzend mitgeteilt, dass die Schwelle von 5% der Stimmrechte am 20. April 2011 ebenfalls überschritten wurde von

BlackRock Financial Management, Inc. (5,29%) und

BlackRock Holdco 2, Inc. (5,29%).

Diese Stimmrechte sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die People's Bank of China/SAFE, Beijing, China, hat uns im September 2011 namens und mit Vollmacht der Volksrepublik China gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Volksrepublik China am 5. August 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 3,04% (5.450.911 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 3,04% (5.450.911 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, die über die von ihr kontrollierte People's Bank of China/State Administration of Foreign Exchange (SAFE) gehalten werden, deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft 3% oder mehr beträgt.

7 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die im Jahr 2003 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 300 Millionen £ hat eine Laufzeit bis 2028 und kann am 21. Juni 2018 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2011 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.000 Millionen € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Jahr 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden.

Die im Juni 2007 im Volumen von 1.500 Millionen € emittierte Nachranganleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit und kann erstmals nach Ablauf von frühestens 10 Jahren im Jahr 2017 gekündigt werden. Das Zinsänderungsrisiko haben wir über den Nominalbetrag der Anleihe durch einen Zins-Swap abgesichert und vollziehen diese Sicherungsbeziehung bilanziell durch Bildung einer Bewertungseinheit nach.

Am 25. April 2013 haben wir unsere Nachranganleihe 2003/2023 mit einem noch ausstehenden Nominalvolumen von knapp 1.000 Millionen € gekündigt und am 21. Juni 2013 vollständig getilgt.

Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 4.150 Millionen € beträgt mehr als fünf Jahre.

Nachrangige Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2013
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £, bis 2018 7,625% p.a., anschließend variabel 360
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €1 , bis 2017 5,767% p.a., anschließend variabel 1.349
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00% p.a., anschließend variabel 1.000
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25% p.a., anschließend variabel 900
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625% p.a., anschließend variabel 541
Gesamt 4.150

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

Die Nachranganleihen der Münchener Rück AG erhielten von den führenden Ratingagenturen folgende Noten:

Rating

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    A.M. Best Fitch Moody's S&P
Anleihen Kennnummer        
Nachranganleihe 2003/2028, 300 Millionen £, bis 2018 7,625% p.a., anschließend variabel WKN: 843449 ISIN: XS0167260529 Reuters: DE016726052= Bloomberg: MUNRE a+ A A2 (hyb) A
Nachranganleihe 2007/unbegrenzte Laufzeit, 1.349 Millionen €1 , bis 2017 5,767% p.a., anschließend variabel WKN: A0N4EX ISIN: XS0304987042 Reuters: DE030498704= Bloomberg: MUNRE a+ A A3 (hyb) A
Nachranganleihe 2011/2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00% p.a., anschließend variabel WKN: A1KQYJ ISIN: XS0608392550 Reuters: DE060839255= Bloomberg: MUNRE a+ A - A
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25% p.a., anschließend variabel WKN: A1ML16 ISIN: XS0764278528 Reuters: DE076427852= Bloomberg: MUNRE a+ A - A
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625% p.a., anschließend variabel WKN: A1ML15 ISIN: XS0764278288 Reuters: DE076427828= Bloomberg: MUNRE a+ A - A

1 Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen € (davon ausstehend 1.349 Millionen €).

8 Versicherungstechnische Rückstellungen nach Versicherungszweigen

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Mio. € Beitragsüberträge Deckungsrückstellung Schadenrückstellung Schwankungsrückstellungen u.Ä. Übrige Rückstellung Gesamt
Leben 373 8.571 1.169 12 352 10.477
Kranken 183 - 231 5 8 427
Unfall 16 - 2.355 508 -4 2.875
Haftpflicht 226 - 11.952 617 1 12.796
Kraftfahrt 749 - 5.742 884 -115 7.260
Transport 98 - 789 293 20 1.200
Luftfahrt 155 - 912 883 5 1.955
Feuer 523 - 4.786 3.328 25 8.662
Technik 505 - 2.114 245 10 2.874
Sonstige 223 - 1.390 1.372 22 3.007
Zusammen (ohne Leben) 2.678 - 30.271 8.135 -28 41.056
Gesamt 3.051 8.571 31.440 8.147 324 51.533
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Mio. € Reservesatz in % der Nettobeiträge
Leben 138
Kranken 11
Unfall 1.434
Haftpflicht 795
Kraftfahrt 314
Transport 241
Luftfahrt 507
Feuer 254
Technik 382
Sonstige 156
Zusammen (ohne Leben) 273
Gesamt 228

Die dargestellten Schadenrückstellungen sind sowohl von Zahlungen beeinflusst, die im Berichtsjahr geleistet wurden, als auch von Aufwendungen zur Erhöhung bzw. Erträgen aus der Verringerung der Rückstellung.

Die Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr abzüglich der im selben Jahr bereits geleisteten Zahlungen erhöhen die Rückstellungen. Die Rückstellungen für die Vorjahre reduzieren sich um die Zahlungen, die im Berichtsjahr für diese Jahre geleistet wurden. Da es sich bei den Rückstellungen um Werte handelt, die aufgrund bestmöglicher Schätzungen - auf der Grundlage der Schadeninformationen und -erfahrungen der Vergangenheit sowie Einschätzungen der zukünftigen Schadenentwicklung - bestimmt werden, ist es unvermeidbar, dass sich auch die Schätzung regelmäßig ändert, wenn das Wissen über die Schadenfälle im laufenden Berichtsjahr zunimmt.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

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T€ 31.12.2013 31.12.2012
Schwankungsrückstellung 7.703.243 6.559.147
Rückstellung für Großrisiken 443.771 422.845
Davon:    
Für Atomanlagenrisiken 84.736 81.040
Für Pharma-Produkthaftpflichtrisiken 81.331 80.393
Für Terrorrisiken 277.704 261.412
Gesamt 8.147.014 6.981.992

9 Andere Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2013 ergibt sich für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen eine Rückstellung vor Saldierung von 825 Millionen €. Dem steht vor Saldierung ein Vermögen von 1.000 Millionen € entgegen. Zum 31. Dezember 2012 ergab sich für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 247 Millionen €, der sich bis zum 31. Dezember 2013 auf 191 Millionen € verringerte. Des Weiteren ergab sich zum 31. Dezember 2012 eine Pensionsrückstellung von 13 Millionen €, die sich bis zum 31. Dezember 2013 auf 16 Millionen € erhöhte.

Bei den Altersteilzeitverpflichtungen steht einem Erfüllungsbetrag von 53 Millionen € ein zu verrechnendes Vermögen von 27 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergibt sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 2 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 29 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen 27 Millionen €.

Fast alle Mitarbeiter haben für sich und ihre Hinterbliebenen Versorgungszusagen erhalten, die von der Gesellschaft selbst, von der Münchener Rück Versorgungskasse und dem Allianz Pensions Management e.V. zu erfüllen sind.

Für am Bilanzstichtag noch nicht fällige Personalaufwendungen wurden Rückstellungen von 278 Millionen € gebildet.

Aus Derivaten ergeben sich Drohverlustrückstellungen von 345 Millionen €.

10 Sonstige Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der grundpfandrechtlich gesicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf 0,5 Millionen €. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

11 Rechnungsabgrenzungsposten

In der Rechnungsabgrenzung ist ein Ausgleichsposten für unrealisierte Währungskursgewinne in Höhe von 71 Millionen € enthalten. Dieser wird planmäßig bis 2014 aufgelöst.

12 Bewertungseinheiten

Folgende ökonomische Sicherungsbeziehungen werden bilanziell durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen:

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Art der Bewertungseinheiten Grundgeschäfte Arten und Volumina Absicherungsgeschäfte Arten und Volumina Art der Risiken Höhe der abgesicherten Risiken
Portfolio-Hedges Fremdwährungspassiva Fremdwährungsaktiva Währungskursrisiken Währungsergebnis aus den abgesicherten Fremdwährungspassiva Ausweis effektiver Wertänderung von Grundgeschäften und Absicherungsgeschäften in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund Anwendung Durchbuchungsmethode bei gebildeten Bewertungseinheiten
  Zum Bilanzstichtag sind folgende - hinsichtlich der Volumina größte - Bewertungseinheiten gebildet worden: - US-Dollar: 19.927 Mio. (14.461 Mio. €) - Pfund Sterling: 4.860 Mio. (5.842 Mio. €) - Australischer Dollar: 3.942 Mio. (2.559 Mio. €) - Kanadischer Dollar: 4.840 Mio. (3.306 Mio. €) - VR-China Renminbiyuan: 12.787 Mio. (1.533 Mio. €) - Israelischer Neuer Schekel: 3.223 Mio. (674 Mio. €) - Japanischer Yen: 88.668 Mio. (613 Mio. €) - Neuseeland Dollar: 1.030 Mio. (615 Mio. €) - Norwegische Krone: 3.187 Mio. (381 Mio. €)      
Portfolio-Hedge Variabler Bestand Wertpapiere (Kanadische Dollar) im Depot MXA016F100 Buchwert (Basis für Absicherung) per 31.12.2013: 1.873 Millionen CAD (1.279 Millionen €) Absicherung erfolgt mittels Devisentermingeschäften (Verkauf CAD gegen Kauf EUR) Absicherung immer jährlich mit regelmäßigen Anpassungen an veränderten Buchwert im Depot Offene Devisentermingeschäfte per 31.12.2013: Verkauf 1.896 Millionen CAD gegen Kauf 1.288 Millionen € Währungskursrisiko Währungsergebnis aus dem abgesicherten Wertpapierdepot MXA016F100 Ausweis effektiver Wertänderung von Grundgeschäften und Absicherungsgeschäften in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund Anwendung Durchbuchungsmethode bei gebildeter Bewertungseinheit
Mikro-Hedge Nachranganleihe XS0304987042 2007/ unbegrenzte Laufzeit; Nominalvolumen/Buchwert 1.349 Millionen € bis 2017 5,767% p. a. Zins-Swap; Nominalvolumen 1.349 Mio. € Marktwert 31.12.2013: 184 Millionen € Receive Fix 5,767% p. a., Pay EURIBOR 3 Months+ Spread 101,35 BP Zinsänderungsrisiko Nennwertbilanzierung aufgrund Anwendung Einfrierungsmethode; Eigenemission bei MR AG; daher keine Bewertung des Zinsrisikos und keine unterlassene Zu- oder Abschreibung wegen Bildung bilanzieller Bewertungseinheit
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→ Angaben zur Effektivität    
Grund Umfang Zeitraum Methode zur Messung der Effektivität
Währungsidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen nach Fristigkeit Passiva Critical term match-Methode, prospektiv
Basiswertidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Beginn am 1.10.2011 Critical term match-Methode, prospektiv
Währungsidentität Volumen der Absicherung wird regelmäßig an Depotbestand angepasst Effektivität 99,96% Ineffektivität resultiert aus Bestandsänderungen im Depot und geringem Zeitverzug bis zur Anpassung des Hedgevolumens in den Devisentermingeschäften Laufzeit unbegrenzt Dollar Offset-Methode, retrospektiv
Basiswertidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Laufzeit bis Juni 2017 Critical term match-Methode, prospektiv
Währungsidentität identische Parameter Effektivität 99,78%   Dollar Offset-Methode, retrospektiv

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

13 Ergebnis der Rückversicherung nach Versicherungszweigen

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  Bruttobeiträge Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u. Ä. Veränderung der Schwankungsrückstellung u. Ä.
Mio. € 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Leben 8.711 9.168 212 228 -1 -1
Kranken 4.001 4.234 23 37 - -
Unfall 228 210 67 86 -134 84
Haftpflicht 1.658 1.648 -517 -608 69 172
Kraftfahrt 2.332 2.224 -117 -397 -168 126
Transport 501 572 132 87 57 -40
Luftfahrt 411 536 124 302 170 -90
Feuer 3.718 4.057 1.020 1.109 -1.171 -1.243
Technik 819 921 164 -56 -38 64
Sonstige 2.195 1.971 -25 -132 51 356
Zusammen (ohne Leben) 15.863 16.373 871 428 -1.164 -571
Gesamt 24.574 25.541 1.083 656 -1.165 -572
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  Schaden-Kosten-Quote
in %
Mio. € 2013 2012
Leben - -
Kranken 99,4 99,1
Unfall 67,4 32,3
Haftpflicht 131,4 138,1
Kraftfahrt 105,3 116,0
Transport 74,1 84,6
Luftfahrt 70,9 44,1
Feuer 70,8 70,2
Technik 79,5 106,1
Sonstige 208,1 106,8
Zusammen (ohne Leben) 94,3 97,3
Gesamt - -

14 Technischer Zinsertrag

Den technischen Zinsertrag haben wir gemäß § 38 RechVersV berechnet und - wie dort vorgeschrieben - von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung übertragen.

15 Personalaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen beziehen folgende Personalaufwendungen mit ein:

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T€ 2013 Vorjahr
Löhne und Gehälter 462.187 495.613
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 71.500 67.412
Aufwendungen für Altersversorgung 15.263 71.240
Gesamt 548.950 634.265

16 Erträge aus Kapitalanlagen

Die Zuschreibungen resultieren aus der Wertaufholung aufgrund nicht mehr gebotener Abschreibungen.

17 Aufwendungen für Kapitalanlagen

Von den Abschreibungen entfielen 782 Millionen € auf außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB.

Wegen der negativen Entwicklung des Goldpreises im Geschäftsjahr 2013 mussten wir auf unseren Goldbestand mit ursprünglichen Anschaffungskosten von rund 400 Millionen € einen Betrag von 108 Millionen € abschreiben.

18 Steuerliche Bilanzierungseinflüsse

Steuerliche Bilanzierungseinflüsse bestehen nicht.

19 Langfristiger Incentive-Plan

Die Münchener Rück AG legte von 1999 bis 2010 jährlich langfristige Incentive-Pläne mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren auf. Von 1999 bis 2009 setzte sich der Teilnehmerkreis aus den Mitgliedern des Vorstands, dem oberen Management in München sowie den wichtigsten Führungskräften der Auslandsorganisation zusammen. 2010 wurde dieser aktienkursbasierte Vergütungsplan nur noch für Mitglieder des oberen Managements in München sowie ausgewählte Führungskräfte der Auslandsorganisation aufgelegt.

Im Rahmen eines langfristigen Incentive-Plans erhielten die Teilnehmer eine bestimmte Anzahl von Wertsteigerungsrechten (Stock Appreciation Rights).

Der maßgebliche Basiskurs der Wertsteigerungsrechte ermittelte sich aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Münchener-Rück-Aktie aus dem Frankfurter Xetra-Handel der letzten drei Monate vor dem jeweiligen Planbeginn.

Der aus den Wertsteigerungsrechten resultierende Personalaufwand oder Ertrag wird auf der Grundlage der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Optionsrechte berechnet. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem inneren Wert (Differenz zwischen Aktien- und Basiskurs der Wertsteigerungsrechte) zusätzlich die Möglichkeit des Wertzuwachses bis zum Zeitpunkt des Verfalls der Rechte und wird unter Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen anhand anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Zu jedem Bilanzstichtag wird der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte berechnet und zurückgestellt; dieser Betrag wird in voller Höhe erfasst. Im Berichtsjahr ergab sich ein Rückstellungsbedarf von 10,9 Millionen €. Der erfolgswirksam ausgewiesene Personalaufwand oder Ertrag entspricht - unter Berücksichtigung gegebenenfalls ausgeübter Rechte - der Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr. Dadurch ergab sich 2013 ein Aufwand von 18,6 Millionen €. Der gewichtete Durchschnittskurs der 2013 ausgeübten Wertsteigerungsrechte betrug 139,72 € für das Planjahr 2006, 161,00 € für das Planjahr 2007, 147,84 € für das Planjahr 2008, 145,44 € für das Planjahr 2009 und 144,67 € für das Planjahr 2010. Der innere Wert der ausübbaren Wertsteigerungsrechte belief sich zum Bilanzstichtag auf 11,0 Millionen €.

Langfristige Incentive-Pläne 2006-2010 der Münchener Rück AG

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    Incentive-Plan 2006 Incentive-Plan 2007 Incentive-Plan 2008 Incentive-Plan 2009 Incentive-Plan 2010
Planbeginn Planende   1.7.2006 30.6.2013 1.7.2007 30.6.2014 1.7.2008 30.6.2015 1.7.2009 30.6.2016 1.7.2010 30.6.2017
Basiskurs 108,87 134,07 121,84 97,57 109,11
Innerer Wert 2013 für ein Recht 48,03 22,83 35,06 59,33 47,79
Beizulegender Zeitwert 2013 für ein Recht - 22,83 35,06 59,33 47,79
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2006   442.590 - - - -
Zugang   6.123 341.737 - - -
Ausgeübt   - - - - -
Verfallen   8.514 503 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2007   440.199 341.234 - - -
Zugang   - 4.013 444.104 - -
Ausgeübt   - - - - -
Verfallen   5.388 5.848 3.063 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2008   434.811 339.399 441.041 - -
Zugang   - - 463 459.271 -
Ausgeübt   - - - - -
Verfallen   2.904 2.804 4.194 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2009   431.907 336.595 437.310 459.271 -
Zugang   - - - - 675.029
Ausgeübt   - - - - -
Verfallen   1.653 1.379 1.462 1.287 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010   430.254 335.216 435.848 457.984 675.029
Zugang   - - - - 6.546
Ausgeübt   - - - - -
Verfallen   4.631 5.333 7.623 7.338 16.266
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011   425.623 329.883 428.225 450.646 665.309
Ausgeübt   403.618 - - 320.709 365.529
Verfallen   - 783 1.422 1.253 3.655
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012   22.005 329.100 426.803 128.684 296.125
Ausgeübt   22.005 269.776 385.298 90.862 168.961
Verfallen   - 7.842 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2013   - 51.482 41.505 37.822 127.164
Ausübbar am Jahresende   - 51.482 41.505 37.822 127.164

Jedes Wertsteigerungsrecht befugt den Inhaber, die Differenz zwischen dem Kurs der Münchener-Rück-Aktie zum Zeitpunkt seiner Ausübung und dem Basiskurs in bar zu beziehen. Die Wertsteigerungsrechte können erst nach einer zweijährigen Sperrfrist und dann nur bei einem Kursanstieg um mindestens 20% gegenüber dem Basiskurs ausgeübt werden. Zusätzlich muss die Münchener-Rück-Aktie zweimal den EURO STOXX 50-Index am Ende eines Zeitraums von drei Monaten während der Planlaufzeit übertreffen. Der Bruttobetrag, der aus der Ausübung der Wertsteigerungsrechte erzielt werden kann, ist begrenzt auf eine Steigerung um maximal 150% des Basiskurses.

Die am letzten Börsentag der Planlaufzeit nicht ausgeübten Rechte werden für den Planteilnehmer ausgeübt, soweit die Ausübungsvoraussetzungen vorliegen. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, verfallen die Wertsteigerungsrechte. Sofern ein anderes Unternehmen die Kontrolle über die Münchener Rück AG erlangt oder sich der Aktionärskreis der Gesellschaft aufgrund einer Verschmelzung oder eines vergleichbaren Umwandlungsvorgangs bzw. Zusammenschlusses wesentlich verändert (Change in Control), können alle Planteilnehmer ihre Wertsteigerungsrechte innerhalb von 60 Tagen nach dessen Wirksamkeit ausüben, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Ausübungsvoraussetzungen noch nicht vorliegen.

20 Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich sind das obere Management in München sowie 2009 einmalig auch die Mitglieder des Vorstands. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt.

Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet.

Die aktienkursbasierte Größe TSR stellt die gesamte Rendite der Aktie dar und umfasst die Aktienkursentwicklung plus die reinvestierten Dividenden über einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Der TSR-Anfangswert und der TSR-Endwert werden aus dem Durchschnitt der letzten 60 Kalendertage vor Planbeginn bzw. vor Planende ermittelt.

Bei Planbeginn erfolgte die Zuteilung der PSU-Rechte auf der Grundlage des festgelegten Zusagebetrags bei 100% Zielerreichung und des TSR-Anfangswerts. Für den TSR ist der Total-Return-Index der Xetra-Notierung der Münchener-Rück-Aktie mit Startdatum 22. Januar 1996 maßgeblich. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer auf 150% des Zusagebetrags begrenzt, für das obere Management auf 300%.

Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert.

Mid-Term Incentive Pläne 2010-2013 der Münchener Rück AG

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    Incentive-Plan 2010 Incentive-Plan 2011 Incentive-Plan 2012 Incentive-Plan 2013
Planbeginn Planende   1.1.2010 31.12.2012 1.1.2011 31.12.2013 1.1.2012 31.12.2014 1.1.2013 31.12.2015
Beizulegender Zeitwert 2013 für ein Recht - 320,22 323,87 326,72
Zahl der Rechte am 1. Januar 2010   38.284 - - -
Zugang   - - - -
Verfallen   - - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2010   38.284 - - -
Zahl der Rechte am 1. Januar 2011   38.284 63.769 - -
Zugang   - - - -
Verfallen   843 - - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2011   37.441 63.769 - -
Zahl der Rechte am 1. Januar 2012   37.441 63.769 78.568 -
Zugang   - 185 - -
Verfallen   184 424 - -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2012   37.257 63.530 78.568 -
Zahl der Rechte am 1. Januar 2013   37.257 63.530 78.568 -
Zugang   - 761 977 51.168
Ausgeübt   37.257 - - -
Verfallen   - 2.147 2.891 -
Zahl der Rechte am 31. Dezember 2013   - 62.144 76.654 51.168

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aufwand in Höhe von 37,2 Millionen € aus den Mid-Term Incentive Plänen erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 73,5 Millionen €.

21 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung wurden unter den sonstigen Erträgen 161 Millionen € und unter den sonstigen Aufwendungen 208 Millionen € erfasst.

22 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen

In den sonstigen Erträgen sind 116 Millionen € aus der Abzinsung von Rückstellungen erfasst.

23 Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 24,7 Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,3 Millionen €; nicht darin enthalten sind 0,1 Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 5,7 Millionen €.

Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen von 0 €. Zum 31. Dezember 2013 betrugen die verbleibenden Pensionsrückstellungen und die Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) 0 €. Der Wert der Verpflichtung beträgt 93,2 Millionen €.

Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht.

Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite.

Alle weiteren Angaben zu Organbezügen und zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Vergütungsbericht. Informationen zu Aktiengeschäften und -besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Corporate Governance Bericht.

24 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender des Vorstands) (Vorsitzender des Konzernausschusses)

Group Development

Group Investments

Group Communications

Group Compliance

Group Audit

Health (seit 1.10.2013; bis 31.12.2013

zusammen mit Dr. Strassl)

Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen

Germany, Asia Pacific and Africa Services

Dr. rer. pol. Thomas Blunck

Special and Financial Risks

Reinsurance Investments

Central Procurement

Georg Daschner

Europe and Latin America

Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek (Vorsitzender des Rückversicherungsausschusses)

Reinsurance Development

Corporate Underwriting

Corporate Claims (seit 1.1.2014)

Accounting, Controlling and Central

Reserving for Reinsurance

Information Technology

Global Business Architecture

Geo Risks Research/

Corporate Climate Centre

Dr. rer. pol. Peter Röder

Global Clients and North America

Dr. jur. Jörg Schneider (Chief Financial Officer)

Group Reporting

Group Controlling

Corporate Finance M&A

Integrated Risk Management

Group Legal

Group Taxation

Investor and Rating Agency Relations

Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (bis 31.12.2013) (Arbeitsdirektor) (bis 30.9.2013)

Health (ab 1.10.2013 zusammen mit

Dr. von Bomhard)

Human Resources (bis 30.9.2013)

Dr. oec. publ. Joachim Wenning (Arbeitsdirektor) (seit 1.10.2013)

Life

Human Resources (seit 1.10.2013)

Aufsichtsrat

Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Ehrenvorsitzender)

Mitglied von 2.1.2004 bis 31.12.2012

Vorsitzender von 26.5.2004 bis 31.12.2012

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender)

Mitglied seit 17.4.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der

Volkswagen AG

Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der D.A.S. Deutscher Automobil

Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG

Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied seit 3.1.2013

Wissenschaftliche Direktorin des Center

for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS)

an der Technischen Universität München

Herbert Bach

Mitglied seit 9.12.1994,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Mitarbeiter der Münchener Rück AG

Dina Bösch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands

Annika Falkengren

Mitglied seit 20.4.2011

President und Chief Executive Officer der

Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ)

Frank Fassin

Mitglied seit 22.4.2009

Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen

der ver.di Nordrhein-Westfalen

Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner

Mitglied seit 12.2.2010

Aufsichtsrätin und Präsidentin der

Stiftung EU-LAC

Christian Fuhrmann

Mitglied seit 22.4.2009

Geschäftsbereichsleiter der

Münchener Rück AG

Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident der Max-Planck-Gesellschaft

zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann

Mitglied seit 22.7.1999,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Präsident der acatech - Deutsche

Akademie der Technikwissenschaften

Peter Löscher

Mitglied seit 22.4.2009

Präsident des Stiftungsrats der Siemens

Stiftung und ehemaliger Vorstandsvorsitzender

der Siemens AG

Wolfgang Mayrhuber

Mitglied seit 13.12.2002,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Deutschen Lufthansa AG

Silvia Müller

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiterin der ERGO Versicherungsgruppe AG

Marco Nörenberg

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Reinhard Pasch

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der ERGO Versicherungsgruppe AG

Anton van Rossum

Mitglied seit 22.4.2009

Ehemaliger Chief Executive Officer und

ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats

von Fortis

Andrés Ruiz Feger

Mitglied seit 22.4.2009

Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en

España

Richard Sommer

Mitglied seit 22.4.2009

Gewerkschaftssekretär und ehemaliger

Leiter der Bundesfachgruppe Versicherungen

der ver.di

Dr. phil. Ron Sommer

Mitglied seit 5.11.1998,

letzte Wiederwahl 22.4.2009

Vorsitzender des Aufsichtsrats der

MTS OJSC, Russland

Besetzung der Ausschüsse

Ständiger Ausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Wolfgang Mayrhuber

Personalausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Wolfgang Mayrhuber

Prüfungsausschuss

Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann (Vorsitzender) Christian Fuhrmann Marco Nörenberg Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Anton van Rossum

Nominierungsausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Peter Löscher

Vermittlungsausschuss

Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) Herbert Bach Hans Peter Claußen Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann

Von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltene Mandate

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Vorstand1 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. jur. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender) COMMERZBANK AG ERGO Versicherungsgruppe AG2 (Vorsitz) Munich Health Holding AG2 (Vorsitz) -
Dr. rer. pol. Ludger Arnoldussen - -
Dr. rer. pol. Thomas Blunck - Global Aerospace Underwriting Managers Ltd. (GAUM), Großbritannien (Vorsitz) New Reinsurance Company Ltd., Schweiz2 (Vorsitz)
Georg Daschner - -
Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek - -
Dr. rer. pol. Peter Röder EXTREMUS Versicherungs-AG Munich Re America Corp., USA2 (Vorsitz) Munich Reinsurance America, Inc., USA2 (Vorsitz)
Dr. jur. Jörg Schneider MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH2 (Vorsitz) -
Dr. oec. publ. Wolfgang Strassl (bis 31.12.2013) - Apollo Munich Health Insurance Company Ltd., Indien
Dr. oec. publ. Joachim Wenning - -

1 Stand: 31.12.2013.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

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Aufsichtsrat1 Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen Gesellschaften Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Ing. E. h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder (Vorsitzender) - Tetra-Laval International S.A. Group, Schweiz
Hans Peter Claußen (Stellvertretender Vorsitzender) D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz- Versicherungs-AG2 -
Prof. Dr. oec. Dr. jur. Ann-Kristin Achleitner METRO AG Linde AG GDF SUEZ S.A., Frankreich
Herbert Bach - -
Dina Bösch - -
Annika Falkengren Volkswagen AG Securitas AB (publ), Schweden
Frank Fassin ERGO Versicherungsgruppe AG2 Provinzial NordWest Holding AG -
Dr. jur. Benita Ferrero-Waldner - Gamesa Corporación Tecnológica S.A., Spanien (bis Februar 2013) Alpine Bau Holding GmbH, Österreich (bis April 2013)
Christian Fuhrmann - Munich Re Holding Company (UK) Ltd., Großbritannien2
Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss Siemens AG Actelion Ltd., Schweiz
Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Bayerische Motoren-Werke AG Deutsche Bank AG Deutsche Post AG Franz Haniel & Cie. GmbH Nokia Corporation, Finnland Wipro Ltd., Indien
Peter Löscher Deutsche Bank AG TBG Ltd. (Thyssen-Bornemisza Group), Malta
Wolfgang Mayrhuber Bayerische Motoren-Werke AG Infineon Technologies AG (Vorsitz) Deutsche Lufthansa AG (Vorsitz) Lufthansa-Technik AG (bis Juni 2013) AUA Austrian Airlines, Österreich (bis Juni 2013) Österreichische Luftverkehrsholding GmbH, Österreich (bis Juni 2013) Heico Corporation, USA UBS AG, Schweiz (bis Mai 2013)
Silvia Müller ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Marco Nörenberg ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Reinhard Pasch - -
Anton van Rossum - Credit Suisse Groupe AG, Schweiz Royal Vopak NV, Niederlande (Vorsitz) Solvay S.A., Belgien
Andrés Ruiz Feger - -
Richard Sommer ERGO Versicherungsgruppe AG2 -
Dr. phil. Ron Sommer - Sistema Shyam Teleservices Ltd., Indien Tata Consultancy Services Ltd., Indien

1 Stand: 31.12.2013.
2 Konzernmandat im Sinne des § 18 AktG.

25 Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir in München und bei unseren ausländischen Stützpunkten durchschnittlich 4.070 Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 3.720 Mitarbeiter im Inland und 350 Mitarbeiter im Ausland.

26 Abschlussprüferhonorare

Informationen zu den Abschlussprüferhonoraren finden Sie im Konzernbericht von Munich Re.

27 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Münchener Rück AG hat für gewisse Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsbeziehungen der Munich American Reassurance Company (MARC Life) eine Ausfallhaftung übernommen.

Die Münchener Rück AG verpflichtet sich gegenüber einer ausländischen Tochtergesellschaft, bei deren Ausfall Zahlungen im Rahmen bestimmter Versicherungsverträge zu erfüllen.

Für drei ausländische Tochterunternehmen haben wir die Haftung für Büromieten in Höhe eines Gesamtbetrags von umgerechnet rund 6 Millionen € p.a. übernommen.

In Einzelfällen haben wir beim Verkauf und Kauf von Investments befristete Garantieversprechen abgegeben, welche die Richtigkeit einzelner kaufvertraglich zugesicherter Eigenschaften betreffen. Zum Teil enthalten diese Garantien zusätzlich eine Pflicht zum Nachteilsausgleich.

Die Münchener Rück AG garantiert für ein Tochterunternehmen die Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen aus dem Verkauf von Aktien und Anteilen und für ein anderes Tochterunternehmen eine Bürgschaft in Höhe von 10 Millionen € für finanzielle Verpflichtungen.

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft sowie der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft haben wir uns verpflichtet, wenn eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, im Rahmen unserer Quote dessen Leistungsverpflichtungen zu übernehmen.

Im Falle einer Rückforderung öffentlicher Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 0,5 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG die ausreichende Kapitalausstattung eines Tochterunternehmens; zur Sicherung eines Rückerstattungsanspruchs in Höhe von rund 5 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG für ein Tochterunternehmen die Erfüllung der Zahlung.

Für eventuelle unternehmensvertragliche Verpflichtungen eines Tochterunternehmens zum Verlustausgleich bei anderen Konzerngesellschaften hat die Münchener Rück AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 400 Millionen € je Anspruch übernommen.

Zusätzlich ist die Münchener Rück AG eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einer Beteiligung von umgerechnet rund 24 Millionen € eingegangen.

Bei den genannten Sachverhalten ist nicht mit einem erhöhten Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen.

Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 523 Millionen € (davon 454 Millionen € gegenüber verbundenen Unternehmen). Sie ergeben sich insbesondere aus Einzahlungsverpflichtungen in mehrere Investmentfonds, abgeschlossenen Geschäftsbesorgungs- und Leasingverträgen sowie begonnenen Investitionsvorhaben.

28 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rück AG haben im November 2013 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben; sie ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich.

29 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn, über den die Hauptversammlung verfügen kann, beträgt 1.300.223.787,00 €. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 7,25 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013 gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen, soweit sie 20% und mehr am Kapital ausmachen, sowie um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB, soweit sie 5% der Stimmrechte überschreiten.

Die Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen nach nationalen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, überwiegend denen zum 31. Dezember 2012, entnommen. Sollten diese nicht verfügbar sein, wurden HB II-Werte verwendet.

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Firma und Sitz %-Anteil am Kapital Eigenkapital
in T€
Jahresergebnis
in T€
Verbundene Unternehmen      
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000 39.245 2.393
80e LIMITED, Bristol5 100,0000 1 0
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas, S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000 15.861 -5.404
AGC Gerechtsdeurwaarders & Incasso B.V., Stadskanaal 100,0000 - -
aktiva Vermittlung von Versicherungen und Finanz-Dienstleistungen GmbH, Köln 100,0000 3.491 325
Aleama 150015 S.L., Madrid 100,0000 -144 -21
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000 94.992 906
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 118.502 17.979
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 115.899 8.166
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 221.433 14.263
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000 1.578 144
American Modern Insurance Company of Florida, Inc., Jacksonville, Florida 100,0000 6.448 343
American Modern Insurance Group, Inc., Amelia, Ohio 100,0000 122.357 37.882
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000 2.533 -67
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 30.929 3.723
American Modern Surplus Lines Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 21.180 836
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 27.814 1.735
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000 47.704 2.716
Amicus Legal Ltd., Bristol 100,0000 4.489 2.464
Amicus Ltd., Bristol5 100,0000 1 0
Arridabra 130013 S.L., Madrid 100,0000 -145 -22
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000 1 -38
ArztPartner almeda AG, München 100,0000 1.245 9
Associated Asset Management Corporation B.V., 's-Hertogenbosch 51,0000 340 -283
avanturo GmbH, Düsseldorf 100,0000 10.224 611
B&C International Insurance, Hamilton, Bermuda 100,0000 1.878 -54
B&D Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000 953 -191
B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000 99 -33
Badozoc 1001 S.L., Madrid 100,0000 -85 1
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000 1 -
Bagmoor Wind Limited, Bristol 100,0000 1 -
Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000 642 466
Baqueda 7007 S.L., Madrid 100,0000 -146 -22
Beaufort Dedicated No. 1 Ltd, London 100,0000 6.492 106
Beaufort Dedicated No. 2 Ltd, London 100,0000 20.613 -1.507
Beaufort Dedicated No. 3 Ltd, London 100,0000 700 0
Beaufort Dedicated No. 4 Ltd, London 100,0000 68 0
Beaufort Dedicated No. 5 Ltd, London 100,0000 2.162 1.733
Beaufort Dedicated No. 6 Ltd, London 100,0000 -90 0
Beaufort Underwriting Agency Limited, London 100,0000 14.700 2.153
Beaufort Underwriting Services Limited, London 100,0000 1 0
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 1.906 -10
Bell & Clements (London) Ltd, London 100,0000 766 120
Bell & Clements (USA) Inc, Reston, Virginia 100,0000 54 0
Bell & Clements Inc, Reston, Virginia 100,0000 429 -98
Bell & Clements Ltd, London 100,0000 3.050 273
BioEnergie Verwaltungs-GmbH, Elsterwerda 100,0000 20 -3
Blitz 01-807 GmbH, München5 100,0000 25 0
Bobasbe 6006 S.L., Madrid 100,0000 -158 -23
Bos Incasso B.V., Groningen 89,7640 13.389 -8
Botedazo 8008 S.L., Madrid 100,0000 -149 -22
Callopio 5005 S.L., Madrid 100,0000 -151 -22
Camcichu 9009 S.L., Madrid 100,0000 -146 -22
CAPITAL PLAZA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 100,0000 16.285 3.163
CAPITAL PLAZA Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000 32 0
Caracuel Solar Catorce S.L., Madrid 100,0000 -152 -19
Caracuel Solar Cinco S.L., Madrid 100,0000 -157 -12
Caracuel Solar Cuatro S.L., Madrid 100,0000 -141 -11
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Madrid 100,0000 -129 -11
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Madrid 100,0000 -145 -21
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Madrid 100,0000 -148 -12
Caracuel Solar Diez S.L., Madrid 100,0000 -138 -12
Caracuel Solar Doce S.L., Madrid 100,0000 -142 -13
Caracuel Solar Dos S.L., Madrid 100,0000 -131 -9
Caracuel Solar Nueve S.L., Madrid 100,0000 -141 -11
Caracuel Solar Ocho S.L., Madrid 100,0000 -139 -12
Caracuel Solar Once S.L., Madrid 100,0000 -138 -12
Caracuel Solar Quince S.L., Madrid 100,0000 -140 -12
Caracuel Solar Seis S.L., Madrid 100,0000 -152 -13
Caracuel Solar Siete S.L., Madrid 100,0000 -149 -13
Caracuel Solar Trece S.L., Madrid 100,0000 -144 -18
Caracuel Solar Tres S.L., Madrid 100,0000 -146 -13
Caracuel Solar Uno S.L., Madrid 100,0000 -108 -37
CarePlus Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH, Köln 100,0000 37 77
Ciborum GmbH, München5 100,0000 25 0
CJSIC "European Travel Insurance", Moskau 100,0000 3.637 -622
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000 135 -20
Compagnie Européenne d'Assurances, Nanterre 100,0000 3.859 -313
Compania Europea de Seguros S.A., Madrid 99,9985 10.111 1.627
Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan5 100,0000 0 0
Corion Pty Limited, Sydney 100,0000 2.011 205
Cotatrillo 100010 S.L., Madrid 100,0000 -148 -21
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros - Internacional, S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000 3.573 68
D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, München1 ,3 100,0000 254.509 0
D.A.S. HELLAS Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Athen 99,9983 2.796 192
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000 3.746 330
D.A.S. Luxemburg Allgemeine Rechtsschutz-Versicherung S.A., Strassen 99,9500 3.354 296
D.A.S. Oigusabikulude Kindlustuse AS, Tallinn 100,0000 2.424 -260
D.A.S. pojišt'ovna právní ochrany, a.s., Prag 100,0000 6.667 928
D.A.S. Prawo i Finanse Sp. z o.o., Warschau 100,0000 19 -
D.A.S. Rechtsschutz Aktiengesellschaft, Wien 99,9800 59.747 3.010
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 99,9900 16.654 1.966
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 99,9524 2.949 73
D.A.S. Tomasz Niedzinski Kancelaria Prawna Spolka komandytowa, Warschau 95,0000 25 -
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha 100,0000 14.251 3.544
DAS Assistance Limited, Bristol 100,0000 1.222 1.105
DAS Consultancy & Detachering Rotterdam B.V., Rotterdam 85,0200 -1.504 -1.002
DAS Financial Services B.V., Amsterdam 51,0000 -77 -95
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000 186.649 23.057
DAS Incasso Arnhem B.V., Arnheim 100,0000 -635 -518
DAS Incasso Eindhoven B.V., 's-Hertogenbosch 80,0000 -1.799 -175
DAS Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 80,0000 2.418 -910
DAS Law Limited, Bristol5 100,0000 1 0
DAS Law Solicitors Limited, Bristol 100,0000 -435 304
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000 5.664 1.693
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000 71.103 790
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000 54.726 2.572
DAS Legal Protection Insurance Company Ltd., Toronto 100,0000 4.432 -3.262
DAS Legal Protection Ireland Limited, Dublin5 100,0000 1 0
DAS Legal Protection Limited, Christchurch, Neuseeland5 100,0000 0 0
DAS Legal Protection Limited, Vancouver5 100,0000 1 0
DAS Legal Protection Pty. Ltd., Sydney5 100,0000 1 0
DAS LEGAL SERVICES LIMITED, Bristol 100,0000 -105 -125
DAS Lex Assistance, S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000 56 -56
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000 111.958 22.008
DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Luzern 100,0000 13.141 1.031
DAS Services Limited, Bristol 100,0000 -3.930 1.145
DAS Support B.V., Amsterdam 100,0000 -1.696 -1.438
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000 38.618 680
De Wit Vissers Incasso Holding B.V., Breda 95,0000 -387 -116
Diana Vermögensverwaltungs AG, München5 100,0000 68 0
DKV - Beta Vermögensverwaltungs GmbH, Köln5 100,0000 25 0
DKV BELGIUM S.A., Brüssel 100,0000 146.641 19.702
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln1 ,3 100,0000 504.917 0
DKV Gesundheits Service GmbH, Köln 100,0000 63 0
DKV Immobilienverwaltungs GmbH, Köln5 100,0000 25 0
DKV Luxembourg S.A., Luxemburg 75,0000 16.927 913
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000 5.433 55
DKV Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100,0000 1.204 -5
DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa 100,0000 124.589 24.245
DKV Servicios, S.A., Saragossa 100,0000 1.042 153
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000 -1.323 -52
DRA Debt Recovery Agency B.V., 's-Gravenhage 100,0000 3.288 1.015
Economic Data Research B.V., Leidschendam 100,0000 -1.604 -82
Economic Data Resources B.V., Leidschendam 100,0000 933 402
EDR Acquisition B.V., Amsterdam 100,0000 4.067 555
EDR Credit Services B.V., 's-Gravenhage 100,0000 1.731 961
EIG, Co., Wilmington, Delaware 100,0000 107.503 12.261
ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000 27 0
ERGO Asia Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000 457 0
ERGO ASIGURARI DE VIATA SA, Bukarest 100,0000 5.200 -809
ERGO Assicurazioni S.p.A., Mailand 100,0000 52.384 -1.177
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000 423.579 -4.561
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf1 100,0000 50 0
ERGO DIREKT Krankenversicherung AG, Fürth1 100,0000 79.849 0
ERGO DIREKT Lebensversicherung AG, Fürth1 100,0000 94.137 0
ERGO Direkt Lebensversicherung AG, Schwechat 100,0000 6.569 19
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth1 100,0000 50.381 0
ERGO Életbiztosító Zrt., Budapest 100,0000 3.834 -123
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 875 -1
ERGO Emeklilik ve Hayat A.S., Istanbul 100,0000 8.367 -7.926
ERGO Funds AS, Tallinn 100,0000 5.068 187
ERGO General Insurance Company S.A., Athen 99,9999 66.568 10.263
ERGO Generales Seguros y Reaseguros, S.A., Madrid 100,0000 21.328 4.599
ERGO GmbH, Herisau 100,0000 5.587 467
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000 334 308
ERGO Grubu Holding A.Ş., Istanbul 100,0000 379.499 523
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 100,0000 226.271 8.316
ERGO Immobilien-GmbH 14. Victoria & Co. KG, Kreien2 100,0000 97.975 2.240
ERGO Immobilien-GmbH 15. Victoria & Co. KG, Kreien5 100,0000 0 0
ERGO Immobilien-GmbH 4. DKV & Co. KG, Kreien 100,0000 -1 -1
ERGO Immobilien-GmbH 5. Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien2 100,0000 164.602 -19.612
ERGO Immobilien-GmbH 7. Hamburg-Mannheimer & Co. KG, Kreien5 100,0000 0 0
ERGO Immobilien-Verwaltungs-GmbH, Kreien 100,0000 40 15
ERGO Insurance N.V., Brüssel 99,9999 60.645 -32.746
ERGO Insurance SE, Tallinn 100,0000 48.413 4.453
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 ,3 100,0000 1.752.660 0
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf1 100,0000 25 0
ERGO Invest SIA, Riga 100,0000 5.555 252
ERGO Italia Business Solutions S.c.r.l., Mailand 100,0000 15.725 0
ERGO Italia Direct Network s.r.l., Mailand 100,0000 5.299 3.399
ERGO Italia S.p.A., Mailand 100,0000 403.763 99.042
ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000 27 1
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg1 ,3 100,0000 630.423 0
ERGO Life Insurance Company S.A., Thessaloniki 100,0000 4.299 -5.215
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000 25.898 2.895
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf1 100,0000 288.335 0
ERGO osiguranje d.d., Zagreb 100,0000 3.721 -130
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000 3.435 56
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf3 100,0000 4.458 24
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100,0000 54.299 1.550
ERGO Poist'ovna, a.s., Bratislava 100,0000 7.784 -1.831
ERGO pojišt'ovna, a.s., Prag 100,0000 14.209 1.464
ERGO PORTFÖY YÖNETIMI A.S., Istanbul 100,0000 792 230
ERGO Previdenza S.p.A., Mailand 100,0000 418.491 58.412
ERGO Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 -1 -1
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 98.675 6.486
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000 27 2
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 124.062 6.106
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 69.231 5.630
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf5 100,0000 0 0
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 26 -8
ERGO PRO S.r.l., Verona 100,0000 -32 -42
ERGO Pro Sp. z o.o., Warschau 100,0000 1.126 10
ERGO Pro, spol. & r.o., Prag 100,0000 738 93
ERGO RUSS Versicherung AG, St. Petersburg 100,0000 23.716 413
ERGO Shisn, Moskau 100,0000 10.971 867
ERGO SIGORTA A.S., Istanbul 100,0000 67.505 -31.086
ERGO Specialty GmbH, Hamburg 100,0000 36 -16
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 ,3 100,0000 634.434 0
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 93,4536 52.463 -2.164
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000 571 210
ERGO Versicherungsgruppe AG, Düsseldorf1 100,0000 2.246.421 322.459
ERGO Vida Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima, Saragossa 100,0000 36.812 2.541
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 24 -1
ERGO Zivljenjska zavarovalnica d.d., Ljubljana 100,0000 3.984 -1.412
ERGO Zivotno osiguranje d.d., Zagreb 100,0000 4.507 -198
ERGO Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 99,9999 33 0
ERIN Sigorta Aracilik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul 99,9950 1.097 -215
ERV (China) Travel Service and Consulting Ltd., Beijing 100,0000 993 844
ERV (India) Travel Service and Consulting Private Limited, Mumbai 99,9999 29 -41
ERV Försäkringsaktiebolag (publ), Stockholm 100,0000 1.519 -927
ERV pojišt'ovna, a.s., Prag 90,0000 8.373 1.296
ERV Seyahat Sigorta Aracilik Hizmetleri ve Danismanlik Ltd.Sti., Istanbul 99,0000 106 64
Etics, s.r.o., Prag 100,0000 66 1
Etoblete 160016 S.L., Madrid 100,0000 -148 -21
EUREKA GmbH, Düsseldorf 99,9999 69 -4
Euro Alarm Assistance Prague, s.r.o., Prag 100,0000 683 311
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000 362 -19
Euro-Center (Thailand) Co. Ltd., Bangkok 100,0000 665 74
Euro-Center Cape Town (Pty.) Ltd., Kapstadt 100,0000 66 -28
Euro-Center China (HK) Co., Ltd., Beijing 100,0000 227 1
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000 387 372
Euro-Center Holding SE, Prag 83,3330 4.988 -502
Euro-Center Ltda., São Paulo 100,0000 -53 -132
Euro-Center North Asia Consulting Services (Beijing) Co., Ltd., Beijing 100,0000 161 22
Euro-Center USA, Inc., New York City, New York 100,0000 683 233
Euro-Center Yerel Yardim, Istanbul 100,0000 375 -77
Euro-Center, S.A. (Spain), Palma de Mallorca 100,0000 288 -206
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000 35.143 3.491
Europäische (UK) Ltd., London5 100,0000 1 0
EUROPÄISCHE Reiseversicherung Aktiengesellschaft, München1 ,3 100,0000 62.806 0
European Assistance Holding GmbH, München 100,0000 19 -1
Evaluación Médica TUW, S.L., Barcelona 100,0000 1.044 -475
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000 1.320 686
EVV Logistik Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 14 -2
Exolvo GmbH, Hamburg 100,0000 41 12
FAIRANCE GmbH, Düsseldorf1 100,0000 63.880 0
First Legal Protection Limited, Bristol5 100,0000 79 0
First Marine Financial Services, Amelia, Ohio5 100,0000 0 0
First Marine Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 5.519 151
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000 3.703 577
Forst Ebnath AG, Ebnath 96,7315 9.622 639
FOTOUNO S.r.l., Turin 100,0000 82.291 4.562
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Turin 100,0000 43.056 2.012
Gamaponti 140014 S.L., Madrid 100,0000 -148 -22
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,7826 -229 -243
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000 202 177
GEMEDA Gesellschaft für medizinische Datenerfassung und Auswertung sowie Serviceleistungen für freie Berufe mbH, Köln 100,0000 207 0
Geschlossene Aktiengesellschaft Europäische Reiseversicherung, Kiew 99,9999 958 80
Global Standards, LLC, Dover, Delaware 100,0000 56.262 9.654
Globality S.A., Luxemburg 100,0000 17.196 -3.023
goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000 310 952
goMedus Gesellschaft für Qualität in der Medizin mbH, Köln 100,0000 95 -5
goMedus GmbH & Co. KG, Köln 100,0000 1.656 -3.260
GRANCAN Sun-Line S.L., Madrid 100,0000 -24.295 -3.513
Great Lakes Re Management Company (Belgium) S.A., Brüssel5 100,0000 0 0
Great Lakes Reinsurance (UK) Plc., London 100,0000 460.296 35.296
Group Risk Services Limited, London 100,0000 2.998 -4.988
Groves, John & Westrup Limited, London 100,0000 22 0
Guanzu 2002 S.L., Madrid 100,0000 -138 -21
Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg5 100,0000 31 0
Hamburg-Mannheimer ForsikringService A/S, Kopenhagen 100,0000 92 0
Hamburg-Mannheimer Pensionskasse AG, Hamburg 100,0000 34.175 1.400
Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz Schaden-Service GmbH, Hamburg 100,0000 33 -3
Hands On Arnhem B.V., Arnheim 100,0000 - -
Hartford Steam Boiler (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 100,0000 451 -31
Hartford Steam Boiler (Singapore) PTE Ltd, Singapur 100,0000 170 -71
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda, Bogotá 100,0000 462 40
Hartford Steam Boiler International India Pvt. Ltd., Kolkata 100,0000 116 -15
Hartford Steam Boiler International-GmbH, Rheine 100,0000 422 -2.170
Hestia Advanced Risk Solutions Sp. z o.o., Sopot 100,0000 90 -16
Hestia Loss Control Sp. z o.o., Sopot 100,0000 54 -40
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000 62 -5.390
Horbach GmbH Versicherungsvermittlung und Finanzdienstleistungen, Düsseldorf 70,1000 106 41
HSB Associates, Inc., New York, New York 100,0000 803 1
HSB Brasil Servicos de Engenharia e Inspecao, Ltda., São Paulo 100,0000 173 36
HSB Engineering Finance Corporation, Dover, Delaware 100,0000 -12.606 -1
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000 127.173 13.540
HSB Engineering Insurance Services Limited, London 100,0000 9.042 473
HSB Group, Inc., Dover, Delaware 100,0000 491.380 95.625
HSB Inspection Quality Limited, Chelmsford 100,0000 72 6
HSB Japan KK, Minato-KU, Tokio 100,0000 1.456 152
HSB Professional Loss Control, Inc., Lenoir City, Tennessee 100,0000 769 -388
HSB Solomon Associates Canada Ltd., Saint John, Province of New Brunswick 100,0000 2.403 249
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000 9.515 2.297
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 36.019 -123
HSB Technical Consulting & Service (Shanghai) Company, Ltd, Shanghai 100,0000 1.801 1.199
HSB Ventures, Inc., Dover, Delaware5 100,0000 0 0
Humanity B.V., 's-Gravenhage 100,0000 -487 -406
IDEENKAPITAL Anlagebetreuungs GmbH, Düsseldorf1 100,0000 37 0
Ideenkapital Client Service GmbH, Düsseldorf1 100,0000 26 0
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 39 1
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000 451 -173
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 21 -541
Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 38 2
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000 2.345 1.682
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000 377 27
Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 391 291
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477 46.984 -323
IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 40 6
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 46 5
IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 20 5
Ideenkapital Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000 33 -1
IK Einkauf Objekt Eins GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 8.370 429
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000 12 0
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 31 4
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387 9.190 374
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 34 3
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 57 1
IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000 838 1
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000 36 4
IK Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH, Düsseldorf 100,0000 19 -3
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 28 2
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 -13.739 -2.996
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 -16.192 -2.211
IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 34 1
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 28 -12
IK US Portfolio Invest DREI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 39 2
IK US Portfolio Invest Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 37 2
IK US Portfolio Invest ZWEI Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 35 2
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5708 12.294 330
InterAssistance GmbH, München1 ,3 100,0000 5.484 0
InterAssistance Gesellschaft für Dienstleistungen mit beschränkter Haftung, München 100,0000 27 0
IRIS Capital Fund II German Investors GmbH & Co. KG, Düsseldorf 85,7143 28.673 -12
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf1 ,3 100,0000 23.643 0
Janus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München5 100,0000 34 0
Joint Stock Insurance Company ERGO, Minsk 92,3114 1.543 81
Jordan Health Cost Management Services W.L.L., Amman 100,0000 1.512 77
Jupiter Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 150 1
Juventus Vermögensverwaltungs AG, Hamburg5 100,0000 52 0
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000 35 2
K & P Objekt München Hufelandstraße GmbH, Düsseldorf 100,0000 36 2
K & P Pflegezentrum IMMAC Uelzen Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445 1.152 173
KA Köln Assekuranz.Agentur GmbH, Köln 100,0000 -719 -945
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000 4.911 0
Koole & Sennef Gerechtsdeurwaarders kantoor B.V., s-Gravenhage 100,0000 - -
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Fürth 100,0000 276 36
Kuik & Partners Credit Management BVBA, Brüssel 98,9000 -16.330 8.943
Kuik & Partners Gerechtsdeurwaarders & Incassobureau B.V., Eindhoven 100,0000 316 782
Landelijke Associatie van Gerechtsdeurwaarders B.V., Groningen 89,7640 29.979 5.707
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 288 10
LAVG Associatie van Gerechtsdeurwaarders Zuid Holding B.V., Breda 80,0000 10.792 1.605
LAVG Zuid B.V., Breda 100,0000 9 2
LawAssist Limited, Bristol5 100,0000 1 0
Legal Net GmbH, München 100,0000 225 200
LEGIAL AG, München 100,0000 6.423 1.368
LifePlans Inc., Waltham, Massachusetts 100,0000 14.374 1.034
LifePlans LTC Services, Inc., Toronto, Ontario 100,0000 206 40
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100,0000 0 -1
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.146 479
m:editerran POWER FRANCE GmbH, Nürnberg 100,0000 4.284 -41
m:editerran POWER GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 11.895 -14
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 7.584 211
MAGAZ FOTOVOLTAICA, S.L.U., Alcobendas 100,0000 10.582 -3.375
MAM Munich Asset Management GmbH, München5 100,0000 24 -1
Marbury Agency, Inc., Amelia, Ohio5 100,0000 0 0
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000 12.810 5.740
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000 16.003 -48
MAYFAIR Financing GmbH, München 100,0000 530 0
MAYFAIR Holding GmbH, Düsseldorf 100,0000 32 1
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000 186.441 100
MEAG Hong Kong Limited, Hongkong 100,0000 4.980 280
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000 616 -284
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000 143.808 67.362
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München1 100,0000 19.665 0
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 10.307 2.738
MEAG Real Estate Erste Beteiligungsgesellschaft, München 100,0000 33 0
MEAG US Real Estate Management Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 3.257 308
Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000 29 1
Mediastream Dritte Film GmbH, Grünwald 100,0000 33 14
Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000 29 -4
Mediastream Vierte Medien GmbH, Grünwald 100,0000 35 2
Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000 7 -48
MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100,0000 1.307 2
MedNet Europa GmbH, München 100,0000 18 0
MedNet Greece S.A., Athen 78,1419 1.163 139
MedNet Gulf E.C., Manama 100,0000 -1.562 0
MedNet Holding GmbH, München 100,0000 18.820 -1.255
MedNet International Ltd., Nicosia 100,0000 5.353 -89
MedNet International Offshore SAL, Beirut5 99,6700 0 0
MedNet Saudi Arabia LLC, Riad 100,0000 720 259
MedNet UAE FZ L.L.C., Dubai 100,0000 1.780 383
MedWell Gesundheits-AG, Köln 100,0000 418 -16
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf1 100,0000 5.347 0
MESA ASISTENCIA, S.A., Madrid 99,9000 65 -142
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd.,Ta' Xbiex 99,9999 625.287 1.085
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 99,9999 624.096 768
miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000 -275 -101
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000 212 112
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000 340 100
miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000 -260 -58
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000 -125 -20
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000 248 66
miCura Pflegedienste München / Dachau GmbH, Dachau 51,0000 114 69
miCura Pflegedienste München GmbH, München 100,0000 -223 -11
miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000 9 95
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000 298 138
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000 165 38
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000 76.516 30.860
Midwest Enterprises, Inc., Miami, Florida 100,0000 -3.486 -1.227
MR Beteiligungen 1. GmbH, München1 ,3 100,0000 242.330 0
MR Beteiligungen 14. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 15. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 16. GmbH, München1 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald2 100,0000 63.409 2.438
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000 27 1
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000 52.971 -830
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 843.599 106.107
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 573.372 12.064
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000 715 53
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 5.398.089 182.658
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 1.436.701 56.533
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald2 100,0000 5.112.782 366.478
MR ERGO Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000 57 -8
MR Infrastructure Investment GmbH, Grünwald 100,0000 170.924 -198
MR Parkview Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 1 0
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000 1 -
MR RENT-Investment GmbH, München1 100,0000 682.424 0
MR RENT-Management GmbH, München 100,0000 43 9
MR Solar Beneixama GmbH, Nürnberg 100,0000 46 -1
MR Solar GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 44.347 443
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA SRL, Bozen 100,0000 12.728 725
MSP Underwriting Ltd., London 100,0000 21.250 0
MTU Moje Towarzystwo Ubezpieczeniowe S.A., Sopot 100,0000 45.103 8.408
Münchener Consultora Internacional S.R.L., Santiago de Chile 100,0000 756 69
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S. R. L., Buenos Aires 100,0000 37 36
Münchener de Colombia S.A. Corredores de Reaseguros i.L., Santa Fe de Bogota D.C. 100,0000 1.334 -281
Münchener de Mexico S. A., Mexico 100,0000 1.512 8
Münchener de Venezuela C.A. Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000 1 1
Münchener Ecoconsult GmbH i.L., München5 100,0000 60 0
Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München5 100,0000 53 0
Münchener Vermögensverwaltung GmbH, München5 100,0000 27 0
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 7.769.600 448.718
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 16.661 467
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 614.963 16.615
Munich Atlanta Financial Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000 14.794 1.107
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000 1 0
Munich Columbia Square Corp., Wilmington, Delaware 100,0000 22 2
Munich Health Alpha GmbH, München3 100,0000 129.231 0
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000 29.934 7.752
Munich Health Holding AG, München1 ,3 100,0000 660.808 0
Munich Health North America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 166.036 378
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 236.481 32.767
Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd., Sydney 100,0000 1.002.406 -104.039
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 -849 1.786
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000 1.757 1.192
Munich Mauritius Reinsurance Co. Ltd., Port Louis 100,0000 37.523 3.294
Munich Re America Brokers, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 2.045 4
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 2.827.198 243.388
Munich Re America Management Ltd., London 100,0000 3.848 1.283
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 9.840 205
Munich Re Automation Solutions GmbH, München 100,0000 31 15
Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 -96 12
Munich Re Automation Solutions KK, Tokio 100,0000 -28 26
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000 10.913 2.665
Munich Re Automation Solutions Pty Limited, Sydney 100,0000 -27 22
Munich Re Capital Limited, London 100,0000 -19.945 25.939
Munich Re Capital Markets GmbH, München 100,0000 1.300 198
Munich Re Capital Markets New York, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 8.560 256
Munich Re do Brasil Resseguradora S.A., São Paulo 100,0000 63.468 6.333
Munich Re Holding Company (UK) Ltd., London 100,0000 43.587 23.893
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000 677 211
Munich Re Japan Services K. K., Tokio 100,0000 1.607 30
Munich Re Life and Health (UK) Plc. i.L., London5 100,0000 60 0
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 99,9999 914.638 175.702
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 99,9999 1.112.285 195.331
Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 0 0
Munich Re Trading LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 0 0
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000 27.196 -6.229
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Limited, Dubai 100,0000 1.514 50
Munich Re Underwriting Limited, London 100,0000 1.441 376
Munich Re Weather & Commodity Risk Advisors LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 0 0
Munich Re Weather & Commodity Risk Holding, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 0 0
Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 3.507.912 294.212
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000 194.281 32.491
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000 428.236 -40.821
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 209.972 25.154
Munich-American Global Services (Munich) GmbH i.L., München 100,0000 816 404
Munich-American Risk Partners GmbH, München 100,0000 59 2
Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 4 0
MunichFinancialGroup AG Holding, München 100,0000 52 0
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000 645 608
MunichFinancialServices AG Holding, München5 100,0000 53 0
Munichre General Services Limited i.L., London 100,0000 1 0
Munichre New Zealand Service Ltd., Auckland 100,0000 745.520 24.202
Munichre Service Limited, Hongkong 100,0000 55 37
N.M.U. (Holdings) Limited, Leeds 100,0000 186 0
Naretoblera 170017 S.L., Madrid 100,0000 -144 -21
Neckermann Versicherung AG, Nürnberg 100,0000 25.134 4.164
Nerruze 120012 S.L., Madrid 100,0000 -145 -22
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000 636.306 51.176
Nightingale Legal Services Ltd., Bristol 100,0000 -207 -74
NMU Group Limited, London 100,0000 2.466 0
Northern Marine Underwriters Limited, Leeds 100,0000 178 0
One State Street Intermediaries, Inc., Hartford, Connecticut 100,0000 0 0
Orrazipo 110011 S.L., Madrid 100,0000 -148 -22
P.A.N. GmbH & Co. KG, Grünwald2 99,0000 322.401 29.275
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 99,0000 54 1
PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000 32 -1
Princeton Eagle Holding (Bermuda) Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000 1.049 -66
Princeton Eagle Insurance Company Limited, Hamilton, Bermuda 100,0000 501 -52
Princeton Eagle West (Holding) Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 971 0
Princeton Eagle West Insurance Company Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 218 -97
ProContact Sp. z o.o., Danzig 100,0000 1.090 463
PRORENDITA DREI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 39 3
PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 36 0
PRORENDITA Fünf Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 36 1
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 30 -5
PRORENDITA ZWEI Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 40 4
Proserpina Vermögensverwaltungsges. mbH, München 100,0000 96.285 1.060
ProVictor Immobilien GmbH, Düsseldorf4 50,0000 1.250 -22
ProVictor Property Fund IV Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor Property Fund V Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor Property Fund VI Management, Inc., Atlanta, Georgia5 51,0000 0 0
ProVictor US Corporation, Atlanta, Georgia5 100,0000 1 1
Queensley Holdings Limited, Singapur7 100,0000 351 -161
Reaseguradora de las Americas S. A., La Habana5 100,0000 637 0
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000 1.126 -110
Roanoke Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 11.326 463
Roanoke Insurance Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 9.521 209
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000 1.955 1.049
Roanoke Trade Insurance Inc., Schaumburg, Illinois5 100,0000 1 0
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Straßburg 100,0000 69 135
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer1 100,0000 3.788 0
Schrömbgens & Stephan GmbH, Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000 387 192
Scout Moor Group Limited, Manchester 100,0000 48.788 -
Scout Moor Holdings (No. 1) Limited, Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Wind Farm (No. 2) Limited, Manchester 100,0000 1 -
Scout Moor Wind Farm Limited, Manchester 100,0000 1.683 -
Seldac 1. Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 22 -3
Seminaris Hotel- und Kongreßstätten-Betriebsgesellschaft mbH, Lüneburg 100,0000 2.625 468
Sensus Group B.V., Stadskanaal 100,0000 3.924 521
Silvanus Vermögensverwaltungsges. mbH, München1 100,0000 159.612 0
Solarfonds Garmisch-Partenkirchen 2011 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 1.428 35
Solomon Associates Limited, London 100,0000 788 66
Sopocki Instytut Ubezpieczeń S.A., Sopot 100,0000 1.719 137
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp. z o.o., Sopot 100,0000 22 -1
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 257.609 43.153
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 54.574 8.936
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000 173 11
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000 198 29
SunEnergy & Partners S.r.l., Brindisi 100,0000 27.546 1.025
Sydney Euro-Center Pty. Ltd., Sydney 100,0000 180 6
Synkronos Italia SRL, Mailand 60,1000 1.573 104
TAS Assekuranz Service GmbH, Frankfurt/Main 100,0000 38 2
TAS Touristik Assekuranz Service International GmbH, Frankfurt/Main1 100,0000 34 0
TAS Touristik Assekuranzmakler und Service GmbH, Frankfurt/Main1 100,0000 256 0
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000 96.360 8.030
TGR Biztosítás Többesügynöki Zrt., Budapest 100,0000 45 -133
The Atlas Insurance Agency, Inc., Amelia, Ohio 100,0000 447 -12
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 56.385 11.792
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000 50.168 11.562
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 618.053 88.865
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000 48.531 30.795
The Polytechnic Club, Inc., Hartford, Connecticut5 100,0000 0 0
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000 43.847 7.167
Three Lions Underwriting Ltd., London 100,0000 1.038 -16
Tillobesta 180018 S.L., Madrid 100,0000 -144 -22
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000 1 -
Titus AG, Düsseldorf 100,0000 79 -5
Trusted Documents GmbH, Nürnberg 100,0000 131 -52
UK Wind Holdings Ltd, London 100,0000 1 -
Union Beteiligungsholding GmbH, Wien 100,0000 245 13
Unión Médica la Fuencisla, S.A., Compañía de Seguros, Saragossa 100,0000 5.787 495
US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 1
Van Arkel Gerechtsdeurwaarders B.V., Leiden 79,0000 9.782 -197
VB VICTORIA Zastupanje u Osiguranju d.o.o., Zagreb 74,9000 13 2
Venus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 49.914 49.370
Verwaltungsgesellschaft "PORT VICTORIA" GmbH, Düsseldorf 100,0000 134 2
VFG Vorsorge-Finanzierungsconsulting GmbH, Wien 100,0000 633 -74
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 18.022 4.442
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000 8.809 -16
VICTORIA Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 970 845
VICTORIA Immobilien Management GmbH, München 100,0000 676 35
VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000 179 -49
Victoria Investment Properties Two L.P., Atlanta, Georgia 100,0000 520 289
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000 149 3.123
VICTORIA Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 ,3 100,0000 550.923 0
VICTORIA US Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0000 18 -1
Victoria US Holdings, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 5.153 -550
VICTORIA US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.092 1.996
VICTORIA US Property Zwei GmbH, Düsseldorf 100,0000 147 7.586
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 187.858 1.708
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 60.499 2.594
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 50 26
Victoria VIP II, Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 9 0
VICTORIA-VOLKSBANKEN Biztosító Zrt., Budapest 100,0000 2.442 -386
Viwis GmbH, München1 100,0000 2.013 0
Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf1 ,3 100,0000 27.746 0
Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A., Munsbach 100,0000 18.265 2.243
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 157 -241
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000 414 225
VV-Consulting Többesügynöki Kft., Budapest 100,0000 47 -9
Watkins Syndicate Hong Kong Limited, Hongkong 67,0000 123 0
Watkins Syndicate Labuan Limited (WSLAB), Labuan 100,0000 123 0
Watkins Syndicate Middle East Limited, Dubai 100,0000 522 58
Watkins Syndicate Singapore Pte. Limited, Singapur 100,0000 178 0
welivit GmbH, Nürnberg 100,0000 2.401 -1.446
welivit New Energy GmbH, Fürth 100,0000 194 -178
welivit Solar España GmbH, Nürnberg 100,0000 33 -3
Welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000 303 -92
welivit Solarfonds GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 35.164 44
welivit Solarfonds S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 22.187 -311
WFB Stockholm Management AB, Stockholm7 50,0000 52.408 -375
Wind Farms Götaland Svealand AB, Hässleholm 100,0000 38.719 292
Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen5 83,3300 0 0
Windpark MR-B GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000 18.611 -390
Windpark MR-D GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000 17.108 -272
Windpark MR-N gmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000 4.284 -160
Windpark MR-S GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000 7.030 -261
Windpark MR-T GmbH & Co. KG, Bremen2 100,0000 3.703 61
Windpark Osterhausen-Mittelhausen Infrastruktur GbR, Bremen 60,0000 - -
Windsor Health Plan of Georgia, Inc., i.L., Atlanta, Georgia 100,0000 2.249 -1
Windsor Health Plan of Louisiana, Inc., i.L., Lafayette, Louisiana 100,0000 2.900 -5
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,0000 -725 -164
Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg1 100,0000 102 0
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Fürth 75,1243 1.782 -3.719
Zacobu 110011 S.L., Madrid 100,0000 -214 -5
Zacuba 6006 S.L., Madrid 100,0000 -239 -30
Zacubacon 150015 S.L., Madrid 100,0000 -219 -10
Zafacesbe 120012 S.L., Madrid 100,0000 -213 -9
Zapacubi 8008 S.L., Madrid 100,0000 -238 -31
Zarzucolumbu 100010 S.L., Madrid 100,0000 -213 -8
Zetaza 4004 S.L., Madrid 100,0000 -130 -2
Zicobucar 140014 S.L., Madrid 100,0000 -215 -9
Zucaelo 130013 S.L., Madrid 100,0000 -210 -5
Zucampobi 3003 S.L., Madrid 100,0000 -232 -26
Zucarrobiso 2002 S.L., Madrid 100,0000 -228 -26
Zucobaco 7007 S.L., Madrid 100,0000 -233 -25
Zulazor 3003 S.L., Madrid 100,0000 -122 -2
Zumbicobi 5005 S.L., Madrid 100,0000 -237 -30
Zumcasba 1001 S.L., Madrid 100,0000 -139 -13
Zuncabu 4004 S.L., Madrid 100,0000 -234 -29
Zuncolubo 9009 S.L., Madrid 100,0000 -238 -28
Assoziierte Unternehmen      
"PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Hamburg 31,9660 10.217 806
"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Hamburg 25,8178 -4.696 -1.092
"REISEGARANT" Gesellschaft für die Vermittlung von Insolvenzversicherungen mbH, Hamburg 24,0000 218 79
13th & F associates Limited Partnership, Washington D.C.9 80,0000 115.454 12.793
Agricultural Management Services S.r.l., Verona 33,3333 143 11
Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad 25,5800 63.668 655
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600 1.147 154
Avantha ERGO Life Insurance Company, Mumbai 26,0000 14.061 -
BF.direkt AG, Stuttgart 27,2000 619 235
BHS tabletop AG, Selb 28,9134 33.167 1.768
Bloemers Beheer B.V., Rotterdam 23,1824 39.627 -105
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000 3.060 334
Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027 57.870 8.202
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920 21.832 11.812
DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi8 20,0000 208.106 31.369
EGM Wind SAS, Paris 40,0000 101.596 -
ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan 50,0000 71.925 -
Europai Utazasi Biztosito Rt., Budapest 26,0000 6.644 1.755
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100 13.828 3.303
Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 39,3354 2.419 0
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000 5.719 1.837
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 40,0000 27.959 6.243
Global Insurance Company, Ho-Chi-Minh-Stadt 35,0000 24.799 1.234
Grundeigentümer - Interessengemeinschaft City Nord GmbH, Hamburg 20,0000 48 -20
Hannover Finanz-Umwelt Beteiligungsgesellschaft mbH, Hillerse 20,0000 -1.073 965
Hartford Research, LLC, Lewes, Delaware5 41,7500 0 0
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 26,0000 62.354 -5.098
HighTech Beteiligungen GmbH und Co. KG, Düsseldorf 23,1000 3.132 184
IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000 -32 -72
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 36,6889 -1.238 -5.507
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH, Düsseldorf 50,0000 1.057 225
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000 441 115
Marchwood Power Limited, Marchwood 50,0000 85.036 -
MAYFAIR Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 71,4285 17.396 15.284
MCAF Management GmbH, Düsseldorf 50,0000 36 1
MCAF Verwaltungs-GmbH & Co.KG, Düsseldorf 50,0000 -2.472 -3.030
MEAG Pacific Star Holdings Ltd., Hongkong 50,0000 12.640 -93
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg 35,0042 196.469 1.868
MEGA 4 GbR, Berlin 34,2569 78.456 -1.945
MSMR Parkview LLC, Dover, Delaware 38,4600 28.218 -221
POOL Sp. z o.o., Warschau5 33,7500 1 0
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH, Frankfurt a.M.5 33,3333 - 0
RM 2264 Vermögensverwaltungs GmbH, München5 25,0000 20 -1
RP Vilbeler Fondsgesellschaft mbH, Frankfurt a.M.5 40,0000 831 -1.958
Rumba GmbH & Co. KG, München 25,0000 31 -43
Rural Affinity Insurance Agency Pty Limited, Sydney 50,0000 461 334
Sana Kliniken AG, München 21,7025 356.895 19.307
Saudi National Insurance Company B.S.C.(c), Manama 22,5000 48.253 4.476
SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 44,7969 157.397 5.735
Secundi CVBA, Brüssel 33,0000 9.995 -1
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000 22.402 4.456
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000 53 27
TERTIANUM Besitzgesellschaft Berlin Passauer Strasse 5-7 mbH, München 25,0000 24.103 -129
TERTIANUM Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 und Sigismundstrasse 5-9 mbH, München 25,0000 30.922 834
TERTIANUM Besitzgesellschaft München Jahnstrasse 45 mbH, München 33,3333 41.979 1.758
TERTIANUM Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH, München 33,3333 77 -56
TERTIANUM Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz 25,0000 262 4
Trend Capital GmbH & Co. Solarfonds 2 KG, Mainz 34,4234 -181 -111
Triple IP B.V., Amsterdam 50,0000 -748 0
T-Solar Global Operating Assets S.L.U., Madrid 37,0000 255.172 4.442
U.S. Property Fund IV GmbH & Co. KG, München 21,7286 129.564 -1.721
U.S. Property Management III L.P., Atlanta, Georgia 20,0000 593 3.972
US PROPERTIES VA GmbH & Co. KG, Düsseldorf 46,0939 22.700 1.573
Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Hamburg 50,0000 41 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT KELANG" mbH, Hamburg 50,0000 40 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" GmbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT MAUBERT" mbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT MELBOURNE" mbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT MENIER" mbH, Hamburg 50,0000 39 5
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOODY" mbH, Hamburg 50,0000 38 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT MORESBY" mbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT NELSON" mbH, Hamburg 50,0000 39 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" GmbH, Hamburg 50,0000 38 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT SAID" GmbH, Hamburg 50,0000 38 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT STANLEY" GmbH, Hamburg 50,0000 38 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Hamburg 50,0000 38 4
Verwaltungsgesellschaft "PORT UNION" mbH, Hamburg 50,0000 38 4
VICTORIA-VOLKSBANKEN Pensionskassen Aktiengesellschaft, Wien 47,5028 16.095 807
VICTORIA-VOLKSBANKEN Vorsorgekasse AG, Wien 50,0000 5.041 758
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 43,7516 472.968 -
VisEq GmbH, Grünwald 34,0000 388 -157
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319 3.432 306
VV Immobilien GmbH & Co. GB KG, Düsseldorf 40,9241 623 9
VV Immobilien GmbH & Co. United States KG, München 28,9514 21.683 4.625
VV Immobilien GmbH & Co. US City KG, München 23,0999 82.999 -1.247
VV Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Zentraleuropa KG, München 20,4082 359 -378
VV Immobilien Verwaltungs GmbH, München 30,0000 373 112
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000 1.295 -10
WISMA ATRIA Holding GmbH & Co. Singapur KG, Düsseldorf 65,0000 43.450 42.376
WISMA ATRIA Holding GmbH, Düsseldorf 50,0000 33 1
Sonstige Beteiligungen ab 20%      
Capital Dynamics Champion Ventures VI, L.P., Woodside, California 27,3400 73.254 6.150
FIA Timber Partners II L.P., Wilmington, Delaware 39,0800 82.501 -1.085
Hines Pan-European Core Fund FCP-FIS, Luxemburg 20,7500 222.841 274
HRJ Capital Global Buy-Out III (U.S.), L.P., Woodside, California 44,8788 85.560 15.467
ORM Timber Fund III (Foreign) LLC, Wilmington, Delaware 39,1000 1.083 -81
RMS Forest Growth International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands 43,4700 25.042 -
Sonstige Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimmrechte      
Admiral Group plc, Cardiff 10,1033 260.697 287.491
Best Doctors, Health Resources and Technology, Inc., Boston, Massachusetts 5,6100 24.124 -490
Credit Guarantee Insurance Corporation, Johannesburg 7,1037 44.429 17.146
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 16,0000 67.240 2.200
Jordan Insurance Co. p.l.c., Amman 10,0000 48.253 5.046
New National Assurance Company Ltd., Durban, South Africa 16,0000 11.484 465
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 10,7597 90.372 4.800
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah 15,0000 68.902 -8.817
Suramericana S.A., Medellin 18,8669 796.966 105.880
Swaziland Royal Insurance Corporation, Mbabane 16,0000 34.705 12.044
Wataniya Cooperative Insurance Company, Jeddah 10,0000 16.137 -169

1 Bei diesem Unternehmen bestehen Ergebnisabführungsverträge.
2 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2013 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
3 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2013 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
4 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
5 Kein aktiver Geschäftsbetrieb.
6 Derzeit nicht belegt.
7 Beherrschung aufgrund des Vorliegens einer Zweckgesellschaft gemäß SIC 12, an der Munich Re die wesentlichen Chancen und Risiken behält.
8 Kein Abschluss veröffentlicht.
9 Maßgeblicher Einfluss aufgrund abweichenden Stimmrechtsanteils.

 

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 10. März 2014.

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 12. März 2014

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Frank Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer

Roland Hansen, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

 

München, den 19. März 2014

von Bomhard

Arnoldussen

Blunck

Daschner

Jeworrek

Röder

Schneider

Wenning

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2013 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Vorstand hat seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt. Er bezog uns in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ein. In den Sitzungen diskutierten wir ausführlich zusammen mit dem Vorstand die uns vorgetragenen Informationen. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von verantwortungsvollem und zielgerichtetem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re.

Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah über wichtige Ereignisse im Konzern, beispielsweise den Wechsel des Chief Risk Officer, den Verkauf der Windsor Health Group (WHG) und den Erwerb von RenRe Energy Advisors Ltd. (REAL) sowie das geplante Aktienrückkaufprogramm. Vor den Sitzungen fanden jeweils separate Gespräche der Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer mit dem Vorstandsvorsitzenden statt, in denen strategische Fragen und andere grundsätzliche Themen im Mittelpunkt standen.

Zwischen den Sitzungen führte ich regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Nikolaus von Bomhard. Dabei erörterten wir unter anderem Fragen der strategischen Entwicklung und des Risikomanagements sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses stand Professor Dr. Henning Kagermann auch außerhalb der Sitzungen in regem Kontakt mit dem für die konzernweite Rechnungslegung zuständigen Vorstandsmitglied Dr. Jörg Schneider.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Im Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. An einer nahmen routinemäßig zwei Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Gäste teil. In fünf Sitzungen erörterten wir den Geschäftsverlauf von Munich Re (Gruppe) sowie aktuelle Themen. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die Situation der Kapitalanlagen der Gesellschaft, dabei wurden die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte sowie deren Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens eingehend thematisiert. Ebenso hielt er uns über die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen auf dem Laufenden, insbesondere zur Frage einer etwaigen Systemrelevanz von Versicherern und der Einführung des europäischen Aufsichtssystems Solvency II. Mit den strategischen Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern setzten wir uns intensiv auseinander. In diesem Zusammenhang hinterfragten wir immer wieder auch kritisch die Entwicklungen in den Geschäftsfeldern Lebenserstversicherung und Munich Health. Darüber hinaus beschäftigten wir uns 2013 schwerpunktmäßig mit folgenden Themen in den einzelnen Sitzungen:

Am 11. März standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 und die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2013 auf der Agenda. Hierüber hatten wir in unserem Bericht für das Geschäftsjahr 2012 ausführlich berichtet. Ferner ließen wir uns zum Umgang mit den Anforderungen der Compliance und zum Anti-Fraud-Management einen Überblick geben. Wir berieten und entschieden über die Verlängerung von Vorstandsbestellungen sowie über die Bestellung eines neuen Arbeitsdirektors und über entsprechende Anpassungen der Geschäftsverteilung für den Vorstand. Darüber hinaus legten wir die persönlichen Ziele für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für 2013 fest. Schließlich bestellten wir den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 und für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2013.

Am 24. April befasste sich der Aufsichtsrat ausschließlich mit Vorstandsangelegenheiten, konkret mit der Bewertung der Jahres-Performance 2012 und der Mehrjahres-Performance 2010 bis 2012 der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Am 25. April, unmittelbar vor der Hauptversammlung, brachte uns der Vorstand auf den aktuellen Stand des Geschäftsverlaufs im Jahr 2013.

Am 17. Juli ließ sich der Aufsichtsrat die Core Principles - also die Eckpfeiler der Strategie - von Munich Re (Gruppe) darlegen. Wir behandelten Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern und nahmen die Ausführungen zum Vergütungsbericht 2012 gemäß den Vorgaben der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) entgegen.

Am 17. Oktober passten wir wegen geplanter Änderungen bei den Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder die Geschäftsverteilung für den Vorstand zum 1. Januar 2014 und zum 1. Januar 2015 an. Ferner legten wir die Vergleichsgruppen für die vertikale Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung fest. Die jährliche Effizienzprüfung stand ebenso auf der Agenda wie die Beschlussfassung über die Entsprechenserklärung. Des Weiteren diskutierten wir das Kapitalanlagemanagement von Munich Re mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der MEAG. Zudem berichtete uns der President of Speciality Markets US über neue Entwicklungen im Rückversicherungsmarkt. Über die vom Prüfungsausschuss initiierte Ausschreibung der Abschlussprüfung ließen wir uns umfassend vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses berichten und berieten eingehend über Vor- und Nachteile eines Wechsels des Abschlussprüfers. Den Beschluss zur erneuten Beauftragung der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft als Abschlussprüfer für 2014 fassten wir dann schriftlich im November.

Am 11. Dezember stellte uns der Vorstandsvorsitzende der ERGO mit "Weitergehen - Meine ERGO 2018" die Strategie der ERGO für die nächsten fünf Jahre vor. Ferner verschaffte sich der Aufsichtsrat einen Überblick zur Entwicklung, Nachfolgeplanung und Besetzung im Bereich der Führungskräfte. Nach eingehender Beratung legten wir die Vorstandsvergütung ab 1. Januar 2014 sowie die Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung 2014 (finanzielle Ziele der Jahres- und Mehrjahres-Performance) fest. Mit dem jährlichen Bericht zur Risikolage und Risikotragfähigkeit des Unternehmens setzten wir uns ebenso intensiv auseinander wie mit der Risikostrategie des Konzerns. Im Rahmen seines Berichts über die Konzernplanung 2014 bis 2016 erläuterte uns der Vorstand auch Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von der Planung für das Berichtsjahr.

Arbeit der Ausschüsse

Es sind fünf Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet, die sich vorbereitend mit den im Aufsichtsratsplenum anstehenden Themen und Beschlüssen befassen. Über die Arbeit der Ausschüsse berichteten deren Vorsitzende dem Plenum ausführlich in jeder Aufsichtsratssitzung.

Der Personalausschuss kam zu sechs Sitzungen zusammen. Er bereitete im Wesentlichen die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor. Darüber hinaus beschloss er eine Vorstandsvertragsverlängerung und befasste sich mit den Gehaltsnebenleistungen für Vorstandsmitglieder. Ferner passte der Ausschuss die Rahmenregelung für die Pensionszusage durch Gehaltsverzicht an neue gesetzliche Altersgrenzen an. Er prüfte Veränderungen bei Aufsichtsrats- oder Beiratsmandaten sowie vergleichbaren Aufgaben von Vorstandsmitgliedern und verlängerte die Vereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied über die unentgeltliche Wahrnehmung von Mandaten und Repräsentationsaufgaben. Außerdem setzte er sich eingehend mit der Nachfolgeplanung für Vorstandsmitglieder auseinander.

Der Ständige Ausschuss befasste sich in seinen vier Sitzungen neben der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen mit Themen der Corporate Governance. Er verständigte sich für das Berichtsjahr auf eine formlose Überprüfung der Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und stellte gleichzeitig fest, dass die 2012 vorgeschlagenen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung umgesetzt wurden. Regelmäßig ließ sich der Ausschuss über Veränderungen in der Aktionärsstruktur informieren und nahm den jährlichen Bericht über die Aufwendungen für Spenden und Sponsoring entgegen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum neunmal. Am Anfang des Jahres unterzog er sich mithilfe eines umfassenden Fragebogens einer Selbstevaluierung seiner Tätigkeit. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012. Des Weiteren befasste er sich eingehend mit den Quartalsfinanzberichten 2013 und erörterte mit dem Abschlussprüfer den Halbjahresfinanzbericht 2013.

Eine weitere wichtige Aufgabe nahm der Ausschuss mit der stetigen Überwachung der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft wahr. Dazu ließ er sich vom Chief Risk Officer - neben den vierteljährlichen schriftlichen Berichten - mehrfach ausführlich mündlich informieren. Weiterhin standen Fragen zum internen Kontrollsystem und die Risikostrategie zur Diskussion. Darüber hinaus verschaffte sich der Prüfungsausschuss einen Überblick über die IT-Sicherheit und das Security & Continuity Management. Der Leiter Group Audit setzte die Ausschussmitglieder über das Ergebnis seiner Prüfungen 2012 und die Prüfungsplanung 2013 umfassend ins Bild. Über den jährlichen Bericht des Group Chief Compliance Officers hinaus beschäftigte sich der Ausschuss regelmäßig mit Themen der Compliance und Corporate Governance. Der Ausschuss ließ sich über einzelne, ihm vorgetragene Compliance-Fälle regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen oder beauftragte selbst Prüfungen. Die Prüfungsausschussmitglieder nutzten ferner die Gelegenheit, sich in Abwesenheit des Vorstands sowohl unter sich als auch mit dem Leiter Group Audit, dem Group Chief Compliance Officer, dem Chief Risk Officer und den Abschlussprüfern zu beraten. Den im Berichtsjahr erfolgten personellen Leitungswechsel bei drei der internen Kontrollfunktionen verfolgte der Ausschuss sehr genau. Der neue Leiter Group Audit stand dem Ausschuss bereits Rede und Antwort.

Der Prüfungsausschuss überprüfte und überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. In diesem Zusammenhang ließ er sich vom Abschlussprüfer über Prüfungsleistungen und prüfungsfremde Tätigkeiten berichten. Weiterhin bereitete er für das Aufsichtsratsplenum die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 vor und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest. Nach Beschluss des Plenums erteilte der Vorsitzende des Ausschusses der KPMG den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2013 und beauftragte sie mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2013. Gleichzeitig führte der Prüfungsausschuss nach intensiver Vorbereitung eine Ausschreibung für die Abschlussprüfung 2014 durch, deren Ergebnis dem Plenum zur Beschlussfassung vorgetragen wurde.

Der Nominierungsausschuss bereitete die zur Hauptversammlung 2014 anstehende Wahl der Anteilseignervertreter vor. In drei Sitzungen beriet er über die Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie über geeignete Kandidaten zur Neuwahl in den Aufsichtsrat. Bei den Nominierungsvorschlägen für das Plenum berücksichtigte der Ausschuss den im Berichtsjahr angepassten Kriterienkatalog und die vom Aufsichtsrat beschlossenen Ziele zur Zusammensetzung des Gremiums.

Der Vermittlungsausschuss gemäß Ziffer 7.5 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat achtet auf eine gute Unternehmensführung. So gaben wir zusammen mit dem Vorstand im November 2013 die jährlich erforderliche Erklärung gemäß § 161 AktG ab. Wir haben erneut allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprochen und beabsichtigen, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Wir bestätigten die 2012 abgegebene Einschätzung, dass alle 20 Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig und frei von relevanten Interessenkonflikten zu betrachten sind.

Munich Re bot auch 2013 allen Mitgliedern des Aufsichtsrats eine interne Informationsveranstaltung an. Fast alle nutzten die Gelegenheit, ihr Verständnis für die Kernelemente der finanziellen Steuerung und Planung von Munich Re zu vertiefen.

Veränderungen im Vorstand

Zum Ende des Berichtsjahres schied Dr. Wolfgang Strassl aus dem Vorstand der Gesellschaft aus, dem er seit 2005 angehörte. Wir danken Dr. Strassl für sein langjähriges Engagement, mit dem er die Entwicklung von Munich Re über viele Jahre mitgestaltet hat. Dr. Joachim Wenning wurde an seiner Stelle mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 zum Arbeitsdirektor ernannt.

Jahres- und Konzernabschluss 2013

Die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Münchener Rück AG zum 31. Dezember 2013 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Danach gingen die entsprechenden Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns umgehend den Aufsichtsratsmitgliedern zu. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 3. Februar 2014 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2013. Am 18. März 2014 bereitete er den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Der Prüfungsausschussvorsitzende unterrichtete das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der Beratungen in der Bilanzsitzung.

Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse und Lageberichte der Münchener Rück AG und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Auf Basis dieser Prüfung und nach Anhörung des Abschlussprüfers stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und hatte keine Einwendungen zu erheben. Am 19. März 2014 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer Arbeit zu einem wiederum erfreulichen Geschäftsergebnis von Munich Re beigetragen.

 

München, den 19. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorsitzender