![]() Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in MünchenMünchenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016GruppeMunich Re ist einer der weltweit führenden Risikoträger und kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Group AG (ERGO) engagiert sich in fast allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet. Das Geschäftsfeld Munich Health wurde zum 1. Februar 2017 aufgelöst. Aktuelle Informationen über Munich Re finden Sie unter www.munichre.com. Verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln für das Unternehmen wie für die Gesellschaft ist ein zentraler Leitgedanke von Munich Re. Unsere gruppenweite Corporate-Responsibility-Strategie haben wir weiterentwickelt und am Shared-Value-Ansatz ausgerichtet. Das heißt, dass wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt miteinander verbinden, um den wesentlichen globalen Herausforderungen zu begegnen. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen, den Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle gesellschaftlichen Gruppen weltweit zu verbessern und das Risikobewusstsein im Unternehmen, bei unseren Mitarbeitern, Kunden, Aktionären sowie der Gesellschaft zu stärken. Wir verfügen über die entsprechenden Fähigkeiten, Ressourcen und Risikoexpertise, um neue Lösungsansätze zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit anerkannten Partnern generieren wir Mehrwert durch unsere Geschäftslösungen und Initiativen. Unsere freiwilligen Selbstverpflichtungen wie die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen, die Principles for Responsible Investment und die Principles for Sustainable Insurance bilden dabei die Basis für unser verantwortliches Handeln. Umwelt-, Sozial- sowie Governance-Aspekte berücksichtigen wir proaktiv in unserem Versicherungsgeschäft sowie im Kapitalanlagemanagement. Wir haben ein gruppenweit gültiges Umweltmanagementsystem aufgebaut und arbeiten seit 2015 CO2 -neutral. Mit unserem gesellschaftlichen Engagement nehmen wir unsere Rolle als "Good Corporate Citizen" wahr und setzen dabei auf Projekte mit Nähe zu unserem Kerngeschäft. Alle Informationen zu unseren Aktivitäten finden Sie auf dem Corporate-Responsibility-Portal unter www.munichre.com/cr-de. Talentierte und leistungsstarke Mitarbeiter begreifen wir als Schlüsselfaktor für langfristige Erfolge von Munich Re. Unsere international und auf Vielfalt ausgerichtete Personalarbeit legt dabei großen Wert auf eine Unternehmens- und Führungskultur, die bei unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern Leistungsbereitschaft und Innovationskraft fördert. Weitere Informationen finden Sie unter www.munichre.com/mitarbeiter. In unserer Gruppe beschäftigten wir zum 31. Dezember 2016 weltweit 43.428 (43.554) Mitarbeiter. 27,9% (27,6%) davon waren in der Rückversicherung, 66,2% (66,6%) Mitarbeiter bei ERGO und 5,9% (5,7%) bei Munich Health beschäftigt. Struktur der GruppeDie Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Versicherungszweigen tätig. Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt. Sie sind bei ihrem Marktauftritt durch den Zusatz Risk Solutions gekennzeichnet. Bei ERGO bündeln wir alle Erstversicherungsaktivitäten von Munich Re. Etwa 74 (73) % der gebuchten Bruttobeiträge erwirtschaftet ERGO in Deutschland, 26 (27) % stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittelund osteuropäischen Geschäft. Auch auf asiatischen Märkten wie Indien, China, Vietnam, Singapur und Thailand engagiert sie sich. Ab 1. Februar 2017 wurde zusätzlich die Verantwortung für das Krankenerstversicherungsgeschäft von Munich Health auf ERGO International übertragen. Segmentierung![]() Die Münchener Rück AG und die ERGO Group AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt. Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Group AG und ihren Töchtern. RückversicherungDie Rückversicherung betreibt Lebens- sowie Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft. Ferner erfassen wir hier unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, ebenso wie Zeichnungsagenturen (Managing General Agencies, MGA). In der Rückversicherung arbeiten wir mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen. Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit Erstversicherern, über Makler und zunehmend im Rahmen exklusiver, strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns auch an Versicherungspools, Public Private Partnerships sowie an Geschäft in spezialisierten Nischensegmenten auch als Erstversicherer. Unseren Kunden im Industrie- und Großprojektgeschäft bieten wir mit unserem Leistungsfeld Risk Solutions ein breites Spektrum an Spezialprodukten, maßgeschneiderten Versicherungslösungen und Services an. Diese Aktivitäten werden aus der Rückversicherung heraus gesteuert. Unsere Kunden erhalten damit direkten Zugang zu Expertise, Innovationskraft und Kapazität eines weltweit führenden Risikoträgers. Aufgrund unseres Knowhow im Kapitalmanagement sind wir ein gesuchter Ansprechpartner für Angebote, die auf die Anforderungen an Bilanz-, Solvenz- und Ratingkapital sowie auf die Risikomodelle unserer Kunden abgestimmt sind. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in der Rückversicherung LebenDas weltweite Geschäft in der Lebensrückversicherung wird im Ressort Life gezeichnet. Es ist unterteilt in drei geografische Regionen und einen weiteren Geschäftsbereich, der die internationalen Aktivitäten im Bereich Risiko- und Kapitalmanagement verantwortet. Den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden die traditionellen Rückversicherungslösungen, die sich auf den Transfer des Sterblichkeitsrisikos konzentrieren. Darüber hinaus sind wir im Markt für sogenannte Living-Benefits-Produkte aktiv. Dies sind Versicherungsprodukte wie Berufsunfähigkeit, Pflegefall, Eintritt von schweren Krankheiten ("Critical Illness"), die eine zunehmende Nachfrage verzeichnen. Ferner bieten wir Kapazität für Langlebigkeitsrisiken an. Dabei konzentrieren wir uns bis dato auf Großbritannien. Wir bieten unseren Kunden neben der Übernahme versicherungstechnischer Risiken ein breites Serviceangebot, das von der medizinischen Expertise bis zu automatisierten Abläufen in der Risikoprüfung reicht. Darüber hinaus erweitern wir ständig unsere maßgeschneiderten strukturierten Konzepte, mit denen unsere Kunden ihre Kapitalausstattung, ihre Liquidität oder andere bedeutende Performanceindikatoren optimieren können. Auch für Kapitalmarktrisiken, die in Sparprodukten häufig enthalten sind, steigt der Rückversicherungsbedarf. Wir beraten unsere Kunden umfassend in der Produktgestaltung und bieten Absicherung für die eingebetteten kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien. Unsere eigene Exponierung sichern wir wiederum am Kapitalmarkt ab. Um die Nähe zu unseren Kunden zu gewährleisten, sind wir in vielen Märkten mit lokalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen vertreten. Den größten Anteil unseres Geschäfts zeichnen wir durch unsere Niederlassung in Kanada sowie unsere Tochtergesellschaft in den USA. Die europäischen Märkte bedienen wir aus unseren Standorten in Deutschland, England, Spanien und Italien. Gleichzeitig haben wir eine starke lokale Präsenz in Australien und Südafrika sowie in allen wichtigen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas. Die zentrale Steuerung des Asiengeschäfts durch eine eigene Niederlassung in Singapur unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Region für die Lebensrückversicherung. Ab dem 1. Februar 2017 wurden die rückversicherungsbezogenen Geschäftseinheiten von Munich Health mit dem Ressort Life verschmolzen. Die Ressorts in der Rückversicherung Schaden/UnfallDas Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen, zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten und zu Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt und ist zuständig für unsere Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich in dieser Region. Hinzu kommt das weltweite Geschäft in Spezialsparten wie der Arbeiterunfallversicherung. Die drei großen, in den USA ansässigen Tochtergesellschaften sind Munich Reinsurance America Inc. (Munich Re, US), The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB) und American Modern Insurance Group Inc. (American Modern). Munich Re, US zeichnet Schaden/Unfall-Rückversicherungsgeschäft sowie Nischen-Erstversicherungsgeschäft. Ergänzt wird das Rückversicherungsportfolio des Ressorts durch die Erstversicherer HSB und American Modern, die auf US-Erstversicherungsprodukte spezialisiert sind, bei denen das Verstehen der Exponierung und die Nähe zum Kunden von hoher Bedeutung sind. Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa (ausgenommen Deutschland) sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig. Niederlassungen zum Beispiel in London, Madrid, Paris und Mailand und unser brasilianisches Tochterunternehmen Munich Re do Brazil Resseguradora S.A. sichern uns die Marktnähe und die regionale Kompetenz. Das Ressort Germany, Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Deutschland sowie in Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und der pazifischen Inselwelt. In Australien und Neuseeland stellt unsere Tochtergesellschaft Munich Holdings of Australasia Pty. Ltd. in der Schaden- und Unfallrückversicherung die Nähe zu den Kunden in der Region sicher. Alle wesentlichen asiatischen Märkte werden durch unsere Niederlassungen in Hongkong, Mumbai (seit Februar 2017), Peking, Singapur, Seoul und weiteren Repräsentanzen bedient. Auf dem afrikanischen Markt sind wir mit unserem Tochterunternehmen Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. mit Hauptsitz in Johannesburg und weiteren Repräsentanzen vertreten. Mit den Niederlassungen in Asien stellen wir unsere Wettbewerbsposition auf diesen wichtigen Wachstumsmärkten durch Engagement und Präsenz vor Ort sicher. Das Ressort Special and Financial Risks (SFR) betreut die Sparten Kredit, Transport, Luft- und Raumfahrt sowie die Agro-, Unternehmer- und weitere ausgewählte Sonderrisiken. Auch der Geschäftsbereich Corporate Insurance Partner, der sich den Industriekunden widmet und einen Teil von Risk Solutions darstellt, gehört zu diesem Ressort. Im Laufe des Jahres 2015 haben wir die Risk Trading Unit, die alternative Kapitalmarktlösungen anbietet sowie die Retrozession (unsere eigene Rückversicherung) verantwortet, mit weiteren Produktexperten zu einem neuen Geschäftsbereich Capital Partners zusammengeführt. Damit bieten wir auch strukturierte prospektive und retrospektive Rückversicherungslösungen an und können unsere Kunden bei komplexen Fragestellungen mit allen Instrumenten aus einer Hand umfassend bedienen. Im Frühjahr 2016 gründete SFR mit Digital Partners einen neuen Geschäftsbereich. Digital Partners entwickelt gemeinsam mit Start-ups Online-Versicherungsgeschäft auf Basis einer rein digitalen Technologieplattform. Eine wichtige Komponente der Risk-Solution-Strategie von Munich Re ist die dem Ressort zugeordnete Great Lakes Insurance SE mit Hauptsitz in München (Ende Dezember 2016 Sitzverlagerung; vorher London) und einer großen Niederlassung in London. Sie soll Geschäftspotenzial im rückversicherungsnahen Nischen-Erstversicherungsgeschäft heben. Die Rückversicherung im Überblick1Ausgewählte Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen außerhalb Deutschlandsscroll
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Sie im Konzernanhang. ERGODer zweite Pfeiler von Munich Re ist das Erstversicherungsgeschäft. Die ERGO Versicherungsgruppe hat 2016 eine neue Unternehmensstruktur erhalten. Unter dem Dach der neu firmierten ERGO Group AG agieren drei separate Einheiten, in denen wir jeweils deutsches, internationales sowie Direkt- und Digitalgeschäft bündeln. Zusätzlich zur bestehenden ERGO International AG wurden 2016 zwei neue Holding-Gesellschaften gegründet: Die ERGO Deutschland AG bündelt das traditionelle Deutschlandgeschäft. Die ERGO Digital Ventures AG als dritte Säule ist für alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe einschließlich der ERGO Direkt Versicherungen zuständig. Bei ERGO Digital Ventures wird ab 2017 wegen der wachsenden Bedeutung automobiler Finanzdienstleistungen der neue Geschäftsbereich "ERGO Mobility Solutions" verantwortet. Über ERGO bieten wir Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an: der Lebensversicherung, der deutschen Krankenversicherung, nahezu sämtlichen Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung, der Reiseversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung decken wir den Bedarf von Privat- und Firmenkunden. ERGO betreut über 35 Millionen überwiegend private Kunden in mehr als 30 Ländern, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegt. Aktuelle Informationen zu ERGO finden Sie auch unter www.ergo-group.com. In Deutschland zählt der Erstversicherer mit der ERGO Lebensversicherung und der ERGO Versicherung zu den großen Anbietern in der Lebens- und Sachversicherung. Rechtsschutz wird unter der Marke D.A.S. ebenfalls von der ERGO Versicherung vertrieben. Die VORSORGE Lebensversicherung als Spezialist für fondsgebundene Versicherungen unterstützt die Neuausrichtung von Vorsorgeprodukten im Niedrigzinsumfeld. Die DKV Deutsche Krankenversicherung ist ein führender Anbieter und Spezialist im Gesundheitsmarkt und spricht mit ihrem breiten Angebot von Zusatzversicherungen privat wie gesetzlich Versicherte an. Die ERV ist der Spezialist in der Reiseversicherung und über Deutschland hinaus auch international ein etablierter und führender Anbieter. Eine eigene Vertriebsgesellschaft, die ERGO Beratung und Vertrieb AG, bündelt die verschiedenen Vertriebswege - von Ausschließlichkeitsvermittlern über Makler bis hin zu Banken und anderen Kooperationspartnern. Die ERGO Direkt Versicherungen bringen die Expertise für den digitalen Vertrieb ein, der im gesamten Markt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das breite Portfolio über alle Sparten und die Vielfalt der Vertriebswege, die mit einem individuellen Beratungsansatz gekoppelt sind, ermöglichen eine attraktive Rundum-Abdeckung für alle Kundengruppen. In Europa und Asien ist ERGO mit Lebens- und Sachversicherern unter der Marke ERGO und Rechtsschutzversicherern unter der Marke D.A.S. vertreten. In Europa sind vor allem die ERGO Gesellschaften in Österreich, Polen, dem Baltikum und Griechenland in ihren Märkten stark präsent. In Griechenland stieg ERGO 2016 nach dem Zukauf eines Versicherers zum Marktführer auf. Auch die D.A.S. zählt als erfahrener Spezialist im Rechtsschutz in ihren Märkten jeweils zu den führenden Anbietern. In der Industrieversicherung betreut die ERGO Versicherung mit ihrem Geschäftsfeld ERGO Industrial Firmenkunden in Niederlassungen in Österreich, den Niederlanden, Großbritannien, der Schweiz und seit 2016 auch in Frankreich. In Asien nimmt ERGO über Joint Ventures in Indien und China sowie Übernahmen und Beteiligungen in weiteren Ländern an der dynamischen Entwicklung der Wachstumsregion teil. In Indien konnten wir unseren Anteil am Sachversicherer HDFC ERGO im Jahr 2016 auf 48,7% aufstocken. Die Gesellschaft stärkte im selben Jahr durch die Übernahme eines weiteren Sachversicherers ihre Präsenz am Markt. In der indischen Lebensversicherung sind wir Joint-Venture-Partner von Avantha ERGO. In China erschließt ERGO China Life als Joint Venture mit dem staatlichen Finanzinvestors SSAIH das Potenzial der großen Provinz Shandong. Mit dem Erwerb von Anteilen an der thailändischen Thaisri Insurance trat ERGO 2016 in einen weiteren asiatischen Markt ein. In Vietnam ist der Erstversicherer an dem Sachversicherer GIC beteiligt. Das von Munich Health verantwortete Erstversicherungs-Gesundheitsgeschäft wurde ab dem 1. Februar 2017 auf ERGO International übertragen. ERGO im Überblick1scroll
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Sie im Konzernanhang auf. Munich HealthSeit 2008 bündelte Munich Re das Gesundheitsgeschäft in einem eigenen Geschäftsfeld Munich Health. Ein breites Spektrum von Dienstleistern und Risikoträgern in der Erst- wie in der Rückversicherung betreute seitdem weltweit - mit Ausnahme Deutschlands - die Kunden sowohl im Service- wie auch im Versicherungsbereich. Ungeachtet beachtlicher Einzelerfolge haben sich die ursprünglich gesetzten Wachstums- und Ertragsziele des Geschäftsfelds insgesamt nicht realisiert. Daher haben wir uns entschlossen, das Geschäftsfeld zum 1. Februar 2017 aufzulösen. Die rückversicherungsbezogenen Geschäftseinheiten von Munich Health wurden mit dem Ressort Life verschmolzen, das Erstversicherungs-Gesundheitsgeschäft wird ERGO International übertragen. Die Umorganisation wird auch Kostensynergien freisetzen. Im Geschäftsjahr 2016 hat Munich Health in der Region Asien Pazifik an einem weiteren Geschäftsaufbau durch serviceorientierte Rückversicherungslösungen mit Schweramerika wurde die Geschäftsführung sowie maßgebliche operationelle Funktionen der Rückversicherungsaktivitäten nach Minnesota verlegt, um für die zukünftige Geschäftsentwicklung noch näher an Kunden und Vertriebspartnern zu sein. Im Nahen und Mittleren Osten gelang es, das Rückversicherungsgeschäft weiter auszubauen. In den Regionen Europa und Lateinamerika wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die organisatorischen Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum durch kapitalentlastende Rückversicherungslösungen geschaffen. Innerhalb der Erstversicherung haben wir mit der Aufstockung unserer Beteiligung an Apollo Munich Health Insurance in Indien um 23,3% auf 48,7% unsere Möglichkeit zur Partizipation am weiterhin dynamischen Wachstum gestärkt. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bestätigte DKV Seguros in Spanien seine führende Marktposition. DKV Belgien blieb als Anbieter kapitalgedeckter Krankenversicherungen von den Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds nicht verschont, entwickelt ihr Angebot jedoch stetig zugunsten zinsunabhängiger Produkte weiter. Munich Health im Überblick1Ausgewählte Gesellschaften, die Munich Health vollständig zugeordnet werdenApollo Munich Health Insurance Company Ltd., Hyderabad Daman - National Health Insurance Company, Abu Dhabi Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha, Qatar DKV Belgium S.A., Brussels DKV Seguros y Reaseguros, Sociedad Anónima Española, Saragossa Globality S.A., Luxembourg Marina Salud S.A., Alicante Munich Re Stop Loss, Inc., Wilmington, Delaware Storebrand Helse ASA, Lysaker Ausgewählte Gesellschaften, die Geschäfte in mehreren Segmenten betreiben und Munich Health anteilig zugeordnet werdenGreat Lakes Insurance SE, Munich Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Munich Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex Munich Reinsurance America, Inc., Wilmington, Delaware
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Sie im Konzernanhang. VergütungsberichtVergütungssystem für den VorstandDas Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich stark an langfristigen Zielen und schafft einen ausgeprägten Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Es entspricht
Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie je ein Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer angehören, bereitet die Beschlussvorschläge für das Aufsichtsratsplenum vor. Struktur und Systematik der Vorstandsvergütungscroll
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Die Anteile ergeben sich bei 100% Zielerreichung/Bewertung
bei der variablen Vergütung. Fixe BestandteileDie fixen Vergütungsbestandteile setzen sich aus der Grundvergütung sowie den Sachbezügen und Nebenleistungen zusammen. GrundvergütungDie Grundvergütung ist eine feste, auf das Geschäftsjahr bezogene Barvergütung und wird als monatliches Gehalt ausbezahlt. Sachbezüge/NebenleistungenSachbezüge und Nebenleistungen umfassen insbesondere Dienstwagen, Versicherungsbeiträge sowie Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und werden regelmäßig mit der Marktpraxis verglichen. Die damit verbundenen geldwerten Vorteile werden individuell pro Vorstandsmitglied versteuert, die anfallende Lohnsteuer trägt die Gesellschaft. Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet. Variable VergütungDie variable Vergütungskomponente stellt auf den geschäftlichen Gesamterfolg des Konzerns, den Erfolg definierter Geschäftsbereiche sowie auf die persönliche Leistung der einzelnen Mitglieder des Vorstands ab. Ausschlaggebend für die Höhe ist, inwieweit die jeweils jährlich neu festgelegten Ziele für den Jahres- und Mehrjahreszeitraum erreicht werden und wie die Komponente "Würdigung der Gesamtleistung" jeweils zum Tragen kommt. Um die Zielvorgaben festzulegen und die jeweilige Zielerreichung zu bewerten, wurden Prozesse etabliert, die auch eine Einbindung des Abschlussprüfers vorsehen. Dabei wird untersucht, wie bewertbar die vorgesehenen finanziellen Ziele sind und ob deren Erreichung in Übereinstimmung mit den von der Gesellschaft erstellten Leitlinien festgelegt wurde. Der Aufsichtsrat wird über die Ergebnisse informiert. Die Zielerreichung und die Würdigung der Gesamtleistung werden jeweils nach Ende des einjährigen und des dreijährigen Betrachtungszeitraums festgelegt; während dieser Zeiträume findet keine Adjustierung der Ziele statt. Der Korridor für die Zielerreichung der einzelnen Ziele sowie für die Jahres- und Mehrjahres-Performance insgesamt liegt bei 0% bis 200%. Auszahlungen erfolgen jeweils nach Ablauf der Betrachtungszeiträume. Zur Unterstützung einer nachhaltigen Ausrichtung ihres Handelns werden die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, einen festen Teil der ausbezahlten variablen Vergütung in Aktien der Münchener Rück AG zu investieren. Jahres- und Mehrjahresziele, Würdigung der Gesamtleistung und Aktieninvestment bilden zusammen ein ausgewogenes und ökonomisches, das heißt stark risikobasiert ausgerichtetes Anreizsystem. Des Weiteren wird großer Wert darauf gelegt, dass die Zielsetzung für die Vorstandsmitglieder nicht zu einer Fehlsteuerung führt. Es werden keine garantierten variablen Vergütungsbestandteile gewährt. Variable Vergütung basierend auf der Jahres-PerformanceFür die an der Jahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden zum einen Jahresziele festgelegt, die hinsichtlich ihrer Bemessungsgrundlagen auf das Konzernergebnis von Munich Re (Gruppe), die Geschäftsfeldergebnisse Rückversicherung und ERGO, die Ressortergebnisse sowie auf die persönliche Leistung abstellen. Zum anderen beurteilt der Aufsichtsrat die Gesamtleistung - insbesondere auch die in den Zielen nicht berücksichtigte Leistung - des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Für die Jahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 30% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung. Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum jeweils im Jahr nach Ablauf des einjährigen Beurteilungszeitraums. 50% des Nettoauszahlungsbetrags müssen in Aktien der Gesellschaft mit vierjähriger Veräußerungssperre investiert werden. Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Jahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden: Variable Vergütung basierend auf der Jahres-Performancescroll
Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-PerformanceFür die an der Mehrjahres-Performance ausgerichtete variable Vergütung werden jährlich Dreijahresziele festgelegt, die auf das finanzielle Ergebnis der Geschäftsfelder Rückversicherung, ERGO und Munich Health sowie auf die persönliche Leistung abstellen. Zusätzlich ist eine Beurteilung der Gesamtleistung des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat vorgesehen. So kann auf vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des dreijährigen Beurteilungszeitraums reagiert und auch die in Zielvereinbarungen nicht erfasste Leistung entsprechend berücksichtigt werden. Für die Mehrjahres-Performance stehen bei einer Bewertung von insgesamt 100% (= voll erfüllt) 70% des Gesamtzielbetrags der variablen Vergütung zur Verfügung. Die Auszahlung der variablen Vergütung für die Mehrjahres-Performance erfolgt nach Bewertung und Beschluss durch das Aufsichtsratsplenum im Jahr nach Ablauf des dreijährigen Beurteilungszeitraums. 25% des Nettoauszahlungsbetrags müssen in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Veräußerungssperre investiert werden. Einzelheiten zu den Bemessungsgrundlagen für die Mehrjahres-Performance können der folgenden Tabelle entnommen werden: Variable Vergütung basierend auf der Mehrjahres-Performancescroll
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Gewichtung der Ziele erfolgt individuell entsprechend
der Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder. Gewichtung der VergütungsbestandteileBei Bewertung der Ziele und der Gesamtleistung mit 100% stellen sich die Anteile der einzelnen Komponenten an den Gesamtbezügen wie folgt dar: Grundvergütung 30%, variable Vergütung 70%, davon 30% basierend auf der Jahres-Performance und 70% basierend auf der Mehr-jahres-Performance. Fortzahlung der Bezüge bei ArbeitsunfähigkeitBei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente. SonstigesAktienoptionsprogrammeFür den Vorstand existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme. MandatsvergütungenVergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen oder werden bei der Verdienstabrechnung abgezogen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die vom Aufsichtsrat ausdrücklich als "persönlich" eingestuft werden. Abfindungs-Cap und Change of Control Die vor dem 1. Januar 2017 bestellten Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Die Berechnung der Zahlung erfolgt auf Basis der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Vorstandsmitglieder, die ab 1. Januar 2017 erstmals bestellt werden, haben im Falle der vorzeitigen Beendigung ihres Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund durch die Gesellschaft einen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Dieser beläuft sich auf die Höhe von zwei Jahresvergütungen, er ist jedoch in jedem Fall auf die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags beschränkt. Für die Berechnung der Jahresvergütung sind die jährliche Grundvergütung und die tatsächlich ausgezahlte variable Vergütung des letzten vollen abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Beendigung des Anstellungsvertrags maßgebend; Sachbezüge, sonstige Nebenleistungen und Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung bleiben dabei unberücksichtigt. Bezüge, die das Vorstandsmitglied während der Kündigungsfrist nach Beendigung seiner Bestellung erhält, werden auf die Abfindung angerechnet. Ein Anspruch auf Abfindungszahlungen besteht nicht im Falle einer außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund. AltersversorgungDie Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags. Seit 2009 erhalten neue Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der einheitlich 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Gesamtbewertung) beträgt. Dieser Versorgungsbeitrag wird an einen Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die aus den Beitragszahlungen resultierende Versicherungsleistung sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Pensionsleistung zu. Die vor 2009 bestellten Vorstandsmitglieder wurden in das neue System übergeleitet. Sie behielten die zum Überleitungszeitpunkt am 31. Dezember 2008 bestehende Anwartschaft aus der bisherigen leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Für die Dienstjahre ab 1. Januar 2009 erhalten sie eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente). Für die Versorgungszusagen aus leistungs- und beitragsorientierter Altersversorgung bestimmt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - und berücksichtigt den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Darüber hinaus gehören die Mitglieder des Vorstands der Münchener Rück Versorgungskasse an, die beitragsorientierte Pensionszusagen für sie bereitstellt. Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden, erhalten für die ersten sechs Monate nach Pensionierung oder Ausscheiden ihre bisherige monatliche Grundvergütung, sofern ein Anspruch auf Altersruhegeld, Ruhegeld aufgrund Invalidität, vorgezogenes gekürztes Ruhegeld oder verbesserte unverfallbare Anwartschaft besteht. AltersruhegeldEin Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 65. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres, spätestens jedoch am Ende des Kalenderjahres, in dem es das 67. Lebensjahr vollendet, aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Leistung:
Ruhegeld aufgrund InvaliditätInvalidität liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls außerstande ist oder bereits sechs Monate ununterbrochen außerstande gewesen ist, seinen Beruf auszuüben. Der Anspruch auf Ruhegeld aufgrund Invalidität entsteht frühestens mit Ablauf einer Entgelt- bzw. Entgeltfortzahlungspflicht, nachdem der Vertrag einvernehmlich aufgehoben, infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet oder wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit von der Gesellschaft gekündigt wurde. Leistung:
Vorgezogenes gekürztes RuhegeldEin vor dem 1. Januar 2017 bestelltes Vorstandsmitglied hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war. Leistung:
Ab dem 1. Januar 2017 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder haben keinen Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld. Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Invaliditäts- und HinterbliebenenversorgungLeistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Invalidität oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt. Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG):Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Jahre bestanden hat. Leistung:
HinterbliebenenversorgungBei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 erstmals bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/ Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Hinterbliebene Ehe- und eingetragene Lebenspartner erhalten im Regelfall 60%, Halbwaisen 20% und Vollwaisen 40% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds als Rente, wobei die Gesamtsumme das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen darf. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld. Gesamtbezüge des VorstandsDie Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Gesellschaft sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei der Münchener Rück AG gilt. Der Aufsichtsrat berücksichtigt hierbei das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung und legt für die Gegenüberstellung fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft (Tarifmitarbeiter, außertarifliche Mitarbeiter) abzugrenzen sind. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld (DAX-30-Gesellschaften) erhoben. Neue Vorstandsmitglieder werden so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht. Der Ausweis der Vorstandsvergütung erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: auf Basis des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010) sowie des DCGK. Dadurch kommt es bei einzelnen Vergütungsbestandteilen und den Gesamtbezügen zu Abweichungen. Vorstandsvergütung nach DRS 17Nach DRS 17 wird die Vergütung für die Jahres-Performance 2016 mit den dafür gebildeten Rückstellungen unter Berücksichtigung des Mehr-/Minderaufwands für das Vorjahr ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2013-2015 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2016, einzubeziehen. Höhe der fixen und variablen VergütungDie Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)scroll
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Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss
des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance
2016 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt
auf Basis von Schätzungen, d.h. den entsprechend gebildeten Rückstellungen
und dem Mehr-/Minderaufwand für 2015. Für die Jahres-Performance 2015
wurden insgesamt 192.471 € weniger ausbezahlt als im Geschäftsjahr
2015 zurückgestellt. Der Mehr-/Minderaufwand betrug für: von Bomhard
-17.564 €, Albo -22.420 €, Arnoldussen -70.014 €, Blunck -54.474 €,
Höpke 22.182 €, Jeworrek -23.021 €, Rieß -17.214 €, Röder -37.674
€, Schneider -14.860 €, Wenning 42.588 €. Danach ergeben sich folgende
tatsächliche Bonuszahlungen für 2015: von Bomhard 972.930 €, Albo
412.913 €, Arnoldussen 411.600 €, Blunck 403.200 €, Höpke 283.238
€, Jeworrek 694.260 €, Rieß 159.274 €, Röder 483.000 €, Schneider
675.990 €, Wenning 546.000 €. Die für die Jahres-Performance 2015
ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung
für 2015 und dem entsprechenden Mehr-/Minderaufwand für 2014. Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen: Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100% gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200% scroll
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Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss
des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für 2016 vor. Der Ausweis
der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen,
d. h. den entsprechend gebildeten Rückstellungen und dem Mehr-/Minderaufwand
für 2015. PensionsanwartschaftenUm die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 6,5 (6,1) Millionen €, wovon 1,5 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und 5,0 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems liegen die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen: Pensionsanwartschaftenscroll
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Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern
festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008. Vorstandsvergütung nach DCGKNach den Vorgaben des DCGK zeigen die nachfolgenden Tabellen die jedem einzelnen Vorstandsmitglied für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen sowie die für das Berichtsjahr zugeflossene Vergütung. Grundvergütung, Sachbezüge/Nebenleistungen und Versorgungsaufwand (Summe aus Personalaufwand für leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionszusagen) stimmen mit den Angaben nach DRS 17 überein. Abweichungen ergeben sich zum Teil bei der variablen Vergütung für die Jahres- und Mehrjahres-Performance. Nachfolgend die Tabellen für Zufluss und Zuwendung gemäß DCGK: Gewährte Zuwendungen gem. DCGKscroll
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Die Vergütung umfasst auch die Bezügebestandteile
und Versorgungsleistungen, die Markus Rieß für seine Tätigkeit bei
der ERGO Group AG erhielt. Zufluss gem. DCGKscroll
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Im Geschäftsbericht 2015 wurden die Auszahlungsbeträge
für Jahres-Performance 2015 und Mehrjahres-Performance 2013-2015 auf
Basis der Rückstellungen ausgewiesen, da noch kein Beschluss des Aufsichtsrats
über die tatsächlichen Bonusbeträge vorlag. Im Geschäftsbericht 2016
werden für 2015 die vom Aufsichtsrat beschlossenen tatsächlichen Auszahlungsbeträge
ausgewiesen. Gesamtbezüge des AufsichtsratsDie seit dem Geschäftsjahr 2014 geltende Regelung sieht eine reine Festvergütung vor. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jährliche Vergütung von jeweils 90.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von 180.000 €, sein erster Stellvertreter eine jährliche Vergütung von 135.000 €. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten jeweils zusätzlich 45.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses jeweils zusätzlich 27.000 € und die Mitglieder des Ständigen Ausschusses jeweils zusätzlich 13.500 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten jeweils das Zweifache der genannten Beträge. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss und im Vermittlungsausschuss wird keine zusätzliche Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse - mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses - erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jeden Sitzungstag einmalig ein Sitzungsgeld von 1.000 €. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 15 der Satzung1scroll
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Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gem. § 15 Abs.
6 der Satzung. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen der Münchener Rück AG gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen1scroll
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Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den entsprechenden
Satzungsbestimmungen der jeweiligen Konzerngesellschaften. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Wachstumstempo der Weltwirtschaft verlangsamte sich 2016. Belastend wirkten eine schwächere wirtschaftliche Dynamik in den USA und Rezessionen in Brasilien und Russland. Chinas Wachstumsrate ging ein weiteres Jahr in Folge zurück. Die konjunkturelle Dynamik in der Eurozone blieb insgesamt solide. Deutschlands Wachstum lag etwas über dem Durchschnitt der Eurozone. KapitalmärkteDie Europäische Zentralbank (EZB) intensivierte im Jahresverlauf 2016 ihre expansive Geldpolitik. Sie senkte den Einlagensatz, vergrößerte das Spektrum ihrer Anleihekäufe und erhöhte das monatliche Kaufvolumen von 60 Milliarden € auf 80 Milliarden €. Zudem kündigte die EZB an, mindestens bis Dezember 2017 Anleihen zu kaufen, wenn auch in reduziertem Umfang. Im Gegensatz dazu hat die amerikanische Zentralbank Fed ihren Zinsanhebungszyklus mit einer Zinserhöhung im Dezember 2016 fortgesetzt. Zinsen 10-jährige Staatsanleihenscroll
Das globale Niedrigzinsumfeld stellte die Versicherer bei der Kapitalanlage weiterhin vor große Herausforderungen. Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen Deutschlands und der USA fielen bereits zu Beginn des Jahres und erreichten im Juli mit -0,19% bzw. 1,36% historische Tiefstände. Gründe dafür waren unter anderem ein schwaches globales Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation, eine lockere Geldpolitik, die Unsicherheit nach dem Brexit-Votum und eine Flucht in sichere Anlagen. Erst in den letzten Monaten des Jahres stiegen die Renditen wieder stärker an. Dies lag vor allem an höheren Inflationserwartungen, der Erwartung steigender Leitzinsen in den USA und Portfolio-Umschichtungen nach der Wahl des neuen US-Präsidenten. Aktienmärktescroll
Die Aktienmärkte waren innerhalb des Jahres erhöhten Schwankungen ausgesetzt, unter anderem wegen Sorgen um Chinas Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn und aufgrund der Unsicherheit nach dem Brexit-Votum. Aufs ganze Jahr betrachtet entwickelten sie sich aber positiv. Der DJ EuroStoxx 50 legte im Berichtszeitraum rund 1 % zu, der DAX 30 kletterte um ungefähr 7% und der Dow-Jones-Index stieg um rund 13%. Im Jahresverlauf gab der Euro-Wechselkurs gegenüber den meisten großen Währungen etwas nach und stieg nur gegenüber dem Pfund Sterling deutlich. Im Jahresdurchschnitt war der Wert des Euro 2016 im Vergleich zum Vorjahr gegenüber dem US-Dollar ungefähr gleich hoch, gegenüber dem kanadischen Dollar etwas höher (3%) und gegenüber dem Pfund Sterling deutlich höher (13%). Weitere Informationen zu den Wechselkursen finden Sie im Konzernanhang. VersicherungswirtschaftIn der Erstversicherungssparte Schaden/Unfall wuchsen die globalen Beitragseinnahmen 2016 nach vorläufigen Schätzungen inflationsbereinigt solide. Während die meisten großen Märkte in Nordamerika und Europa robust zulegten, stagnierte das Wachstum in Japan und Australien. Das Prämienvolumen in China und Indien wuchs weiterhin dynamisch, während es in Brasilien stark schrumpfte. Die globalen Beitragseinnahmen der Lebenserstversicherung erzielten 2016 nach vorläufigen Schätzungen inflationsbereinigt nur mäßiges Wachstum. Getragen wurde die Entwicklung einerseits von hohen Wachstumsraten in China, Indien und Brasilien, andererseits vom stabilen Wachstum in den USA, Kanada und Frankreich. In anderen großen entwickelten Märkten, zum Beispiel Italien, Japan und Korea, schrumpften die Beitragseinnahmen dagegen spürbar. Nach vorläufigen Schätzungen stagnierten die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2016. Bremsend wirkte die Entwicklung in der Lebensversicherung, geprägt durch einen starken Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft. Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung und in der Krankenversicherung wuchsen dagegen robust. Bei den Erneuerungen in der Schaden- und Unfallrückversicherung im Jahresverlauf 2016 setzte sich der Ratenrückgang fort, wenn auch mit geringerem Tempo als noch im Vorjahr. Unterstützend wirkte eine leichte Zunahme der Nachfrage nach Rückversicherung. Auch der Zufluss von alternativem Kapital war nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, trug allerdings weiterhin zu einer mehr als ausreichenden Kapazität auf dem Rückversicherungsmarkt bei. Auch aufgrund der anhaltend robusten Eigenkapitalbasis der Rückversicherungsunternehmen blieb das Marktumfeld insgesamt schwierig. Bei den Erneuerungen zum 1. Januar 2017 gaben die Preise im Durchschnitt nur noch leicht nach. Wichtige SteuerungsinstrumenteUnternehmensführung - unser Denken und Handeln ist wertorientiertZiel unseres unternehmerischen Denkens und Handelns ist es, Risiken in allen Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und an den Risiken gemessen nachhaltig Wert für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Anwendung wert- und risikoorientierter Steuerungssysteme. Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement ist unsere ökonomische Kapitalausstattung, die wir im Einklang mit dem ab 2016 in Kraft getretenen Aufsichtsregime Solvency II ermitteln. Daneben beachten wir eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen. Dazu gehören Regelungen nationaler Rechnungslegungsvorschriften, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen. Folgende Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:
Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte abzuwägen: Einerseits sollten die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit einfach und gut verständlich sein. Andererseits sollten die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abgebildet werden, um das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten. Die Steuerungsinstrumente in der GruppeDie zwei bedeutendsten Steuerungsinstrumente auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) und die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC). Economic EarningsAusgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung innerhalb eines festgelegten Zeitraums (Periode), die wir anhand des zentralen Steuerungsinstruments Economic Earnings ermitteln. Diese entsprechen der Veränderung der anrechnungsfähigen Eigenmittel nach Solvency II, angepasst um Bestandteile, die keine ökonomische Wertschaffung der Periode darstellen, wie beispielsweise Kapitalmaßnahmen und Veränderung regulatorisch motivierter Beschränkungen. ![]() Die Economic Earnings umfassen insbesondere den Ergebnisbeitrag aus unserem Neugeschäft sowie die Wertänderungen des Bestandsgeschäfts gegenüber der Vorjahresbewertung. Weiterhin einbezogen wird die Entwicklung der anrechnungsfähigen Eigenmittel aufgrund der Wirkung veränderter Kapitalmarktparameter auf der Aktiv- und Passivseite der Solvency-II-Bilanz. Im Rahmen des gruppeneinheitlichen Steuerungsmodells der Economic Earnings verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende wert- und risikokapitalbasierte Steuerungsansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen: Dies sind der Wertbeitrag für die Schaden- und Unfallrückversicherung und für Munich Health sowie die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit (Asset-Liability-Management). Im Bereich der Lebensrückversicherung kommen der Neugeschäftswert und die Veränderung des Bestandsgeschäfts zur Anwendung, die auf der Solvency-II-Bilanz basieren. Für ERGO wird das Steuerungsinstrument Economic Earnings direkt verwendet, da hierfür keine geschäftsfeldindividuellen Anpassungen notwendig sind. Die Konzernsteuerung ist so ausgerichtet, dass wir in der Lage sind, die Wertschaffung zu maximieren und dabei auch Nebenbedingungen zu beachten. Return on Risk adjusted Capital (RoRaC)![]() Auch in der risikoadjustierten Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) drückt sich unser wertorientiertes Handeln aus. Mit der Einführung von Solvency II zum 1. Januar 2016 und den damit zusammenhängenden Änderungen haben wir die Berechnung auf die unter Solvency II verwendeten Kenngrößen angepasst. Der RoRaC ist eine Mischung aus Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Er setzt die am Kapitalmarkt gängige Erfolgsgröße IFRS-Konzernergebnis, die wir um die risikofreie Verzinsung nach Steuern der zusätzlich vorhandenen ökonomischen Eigenmittel bereinigen, in Relation zur erforderlichen Kapitalanforderung. Die Kapitalanforderung entspricht dem 1,75-Fachen der Solvabilitätskapitalanforderung gemäß Solvency II, die wir auf Basis unseres internen, zertifizierten Risikomodells ermitteln. Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuern (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die - bei gegebener Risikotoleranz - auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Bei Letzterem handelt es sich um die zusätzlich vorhandenen ökonomischen Eigenmittel. Diese entsprechen dem Überschuss der anrechnungsfähigen Eigenmittel abzüglich der nachrangigen Verbindlichkeiten über die 1,75-fache Solvabilitätskapitalanforderung. Ergibt sich eine Unterdeckung, wird diese nicht berücksichtigt. Weitere SteuerungsinstrumenteIFRS-KonzernergebnisDas IFRS-Konzernergebnis ist ein Erfolgsmaß, das sich aus unserer externen Rechnungslegung ergibt. Es dient Investoren, Analysten und der Öffentlichkeit als wichtiges Kriterium zur Bewertung des Unternehmenserfolgs. Durch den Rückgriff auf eine einheitliche Datenbasis ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis den Vergleich mit den Wettbewerbern am Kapitalmarkt und stellt somit ein Steuerungsinstrument auf Grundlage unserer Finanzberichterstattung dar. Schaden-Kosten-QuoteDie Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung sowie das internationale Krankenversicherungsgeschäft ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein.2 Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen. Die Schaden-Kosten-Quote ist isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei unterschiedliche Berechnungsmethoden und verschieden zusammengesetzte Portfolios die Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.
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Für die Berechnung des RoRaC setzen wir die
Kapitalgrößen zu Beginn des Betrachtungszeitraums an. GeschäftsverlaufGesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der GruppeMit dem Konzerngewinn des Berichtsjahres von 2,6 Milliarden € erreichten wir das im März ausgegebene Ziel, einen Gewinn von 2,3 bis 2,8 Milliarden € zu erwirtschaften. Die Schaden- und Unfallrückversicherung lieferte mit 2,0 (2,9) Milliarden € einen erfreulichen Ergebnisbeitrag, wobei die Großschäden im Berichtsjahr - wie auch in den Vorjahren - unter unseren Erwartungen lagen. Der Gewinn in der Lebensrückversicherung von 459 (345) Millionen € war insbesondere durch positive Reservierungseffekte vor allem in den USA beeinflusst. Wie im Rahmen des im Juni 2016 vorgestellten Strategieprogramms erwartet, verzeichnete das Geschäftsfeld ERGO einen leichten Verlust. Er betrug -40 (-227) Millionen €. Munich Health steuerte - zum letzten Mal vor Aufteilung zum 1. Februar 2017 - ein erfreuliches Ergebnis von 137 (88) Millionen € bei. Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der KapitalanlagenWichtige Kennzahlenscroll
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Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes
Krankenversicherungsgeschäft. Mehr als die Hälfte unserer gebuchten Bruttobeiträge erwirtschafteten wir in den Rückversicherungssegmenten. Das Beitragsvolumen von Munich Re reduzierte sich im Berichtsjahr aufgrund von negativen Währungseffekten, Anteilsreduktionen bei großvolumigen Verträgen und durch den Verkauf von ERGO Italia. Konzernumsatz![]() Es fielen weniger Großschäden an als erwartet, aber deutlich mehr als im Vorjahr. Das spiegelt sich auch in der Schaden-Kosten-Quote der Schaden- und Unfallrückversicherung wider. Der RoRaC für das Gesamtjahr 2016 lag unter unserem Ziel von 15%. Im gegenwärtigen Umfeld sehr niedriger Zinsen ist dieser Zielwert, den wir uns erstmals 2006 bei einem deutlich höheren Marktzinsniveau vorgenommen hatten, nur schwer erreichbar. Unser weiteres Ergebnisziel für das Jahr 2016, einen Jahresüberschuss von 2,3 bis 2,8 Milliarden € zu realisieren, wurde mit 2,6 Milliarden € erreicht. Die Economic Earnings lassen sich durch Faktoren aus dem Neu- und Bestandsgeschäft, die der Versicherungstechnik zuzuordnen sind, sowie durch Einflüsse geänderter Kapitalmarktparameter erklären. Hinsichtlich der Kapitalmarktparameter profitierten wir insbesondere von positiven Effekten aus Fremdwährungen, reduzierten Risikozuschlägen auf festverzinsliche Wertpapiere und gestiegenen Aktienkursen. Gegenläufig wirkte insbesondere bei ERGO das weiterhin niedrige Zinsniveau. Die operative Wertschaffung war bei ERGO durch negative außerordentliche Effekte im Zusammenhang mit dem Strategieprogramm belastet, fiel für die Gruppe im Übrigen aber erfreulich aus. Die Neubewertung von Bilanzpositionen in Fremdwährung zu Stichtagskursen führte zu einem positiven Währungsergebnis, das mit 485 (-213) Millionen € im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen wird. Hierbei profitierten wir vor allem von der Abwertung des Pfund Sterling infolge des Brexit im zweiten Quartal. Im Geschäftsjahr 2016 lag das Konzernergebnis mit 2,6 (3,1) Milliarden € unter dem Niveau des Vorjahres. Das geringere versicherungstechnische Ergebnis und die Kosten für das ERGO Strategieprogramm konnten durch ein erfreuliches Kapitalanlage- und Währungsergebnis nur teilweise ausgeglichen werden. Im Berichtsjahr weisen wir eine Steuerquote von 22,7 (13,2)% aus. Sie liegt damit in der für unsere Gruppe zu erwartenden Bandbreite von 20 bis 25%. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erläutern wir im Konzernanhang. Kapitalanlagen nach Anlageartenscroll
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Enthalten sind die bilanzierten und die nicht
bilanzierten unrealisierten Gewinne/Verluste. Unser Bestand an Kapitalanlagen zu Bilanzwerten hat sich vor allem aufgrund sinkender Zinsen und der Währungsentwicklung erhöht; er wird weiterhin maßgeblich bestimmt von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen. Die festverzinslichen sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbar, erhöhten sich durch Zugänge, sinkende Zinsen und die Währungsentwicklung. Die Depotforderungen reduzierten sich aufgrund von Vertragsbeendigungen im Lebensrückversicherungsgeschäft. Das gesunkene Zinsniveau ist ausschlaggebend für die gestiegenen unrealisierten Gewinne/Verluste bei den festverzinslichen sonstigen Wertpapieren, jederzeit veräußerbar. Zinsträgerportfolio nach ökonomischen Kategorien1Gesamt: 207 (203) Mrd. €![]()
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Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche
Wertpapiere und Darlehen einschließlich Einlagen und Guthaben bei
Kreditinstituten zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig
mit IFRS-Zahlen vergleichbar. Im Berichtszeitraum haben wir unsere Investitionen in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen erhöht und im Gegenzug unsere Investitionen in Pfandbriefe, Bankanleihen und Zahlungsmittel verringert. Gut die Hälfte unseres Zinsträgerportfolios ist in Staatsanleihen angelegt. Der weitaus überwiegende Teil stammt nach wie vor aus Ländern, die als besonders sicher eingeschätzt werden. Unser Bestand an Staatsanleihen aus Deutschland und den USA zu Marktwerten beläuft sich auf 29,6 (29,0) Milliarden € und 19,9 (20,0) Milliarden €, das sind 14,3% und 9,6% bezogen auf das Zinsträgerportfolio. Staatsanleihen der Länder Italien und Spanien sind mit 3,5 (3,2) Milliarden € und 3,4 (3,7) Milliarden € enthalten; das sind jeweils rund 1,7% unseres Zinsträgerbestands. Papiere der Länder Griechenland, Zypern und Ukraine halten wir nicht im Bestand. Bei der Neuanlage haben wir im Berichtsjahr vor allem in supranationale, belgische, französische und kanadische Staatsanleihen investiert. Vermindert haben wir im Berichtsjahr vor allem Papiere deutscher, britischer, US-amerikanischer sowie portugiesischer Emittenten. Das weiterhin rückläufige Zinsniveau führte zu höheren Marktwerten unseres Staatsanleihenportfolios, insbesondere bei den deutschen Papieren. Der Kauf von Staatsanleihen aus Schwellenländern gehört zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Deren Anteil beläuft sich auf 8,1 % bezogen auf das Staatsanleihenportfolio. Der Schwerpunkt unseres Engagements in Pfandbriefen liegt mit rund 35% weiterhin bei deutschen Papieren. Frankreich und das Vereinigte Königreich sind in unserem Bestand mit Anteilen von 20% und 9% enthalten. Die regionale Gewichtung der Unternehmensanleihen liegt mit 39% auf Titeln aus den USA sowie mit 33% auf Titeln aus der Eurozone. Mit Derivaten erhöhen wir unsere Kreditexponierung um einen weiteren Prozentpunkt. Das Portfolio aus Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen zeichnet sich durch eine gute Ratingstruktur aus. Etwa 85% der Papiere waren zum 31. Dezember 2016 in Ratingklassen von AAA bis A eingestuft. Unser Engagement in Bankanleihen ist limitiert und wurde im Laufe des Jahres weiter reduziert. Der Anteil an unserem gesamten Zinsträgerportfolio liegt zum Stichtag bei 3%. In diesem Bestand sind Papiere aus südeuropäischen Staaten mit 1 % enthalten. Das Gros der Bankanleihen bilden die sogenannten Senior Bonds mit 82%, also Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen haben einen Anteil von 18%. Der Bestand an Kreditstrukturen zu Marktwerten stieg leicht durch Käufe auf 4,8 (4,7) Milliarden €. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities, ABS, und Mortgage-Backed Securities, MBS), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen, Konsumentenkrediten oder Studentendarlehen. Rund 58% unserer Kreditstrukturen weisen ein Rating von AAA auf. Unser Aktienportfolio vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen zu Marktwerten hat sich im Laufe des Jahres durch Käufe sowie die positive Entwicklung an den Aktienmärkten erhöht. Die Aktienquote betrug 6,1 (5,2) %. Die Aktienquote inklusive Derivaten macht 5,0 (4,8)% aus. Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab. Dazu halten wir Inflationsanleihen von 9,9 (8,9) Milliarden € (Marktwerte) und Inflationsswaps von 0,2 (3,8) Milliarden € (Exposures). Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und neue Technologien. Darüber hinaus geht mit unserem Engagement in Sachwerten ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher. Ergebnis aus Kapitalanlagen1scroll
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Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten
finden Sie im Konzernanhang. Aufgrund der weiterhin niedrigen Wiederanlagerendite waren die laufenden Erträge gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Auch positive Effekte aus Wechselkursentwicklungen konnten die geringeren Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren nicht kompensieren. Die Wiederanlagerendite betrug 1,8 (1,8)%. Wegen des niedrigen Zinsniveaus im Berichtsjahr lag die Verzinsung von Neuinvestitionen weiterhin deutlich unter der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Kapitalanlagen. Auch rückläufige Depotzinserträge bedingt durch Vertragsbeendigungen in der Lebensrückversicherung trugen zum Rückgang der laufenden Erträge bei. Bei den Zu-/Abschreibungen auf nicht-derivative Kapitalanlagen verzeichneten wir per saldo geringere Abschreibungen, vor allem auf unseren Aktienbestand. Im Berichtsjahr verbuchten wir bei nicht-derivativen Kapitalanlagen per saldo geringere Abgangsgewinne. Der Rückgang betrifft insbesondere unser Aktienportfolio sowie den Wegfall eines positiven Sondereffekts aus dem nahezu vollständigen Erwerb der 13th & F Associates Limited Partnership Columbia Square (13th & F) im Vorjahr. Beim Derivateergebnis verzeichneten wir geringere Verluste aus Zu-/Abschreibungen und Abgängen als im Vorjahr. Die Verbesserung resultiert vor allem aus Zinsderivaten (insbesondere aus dem Zinsabsicherungsprogramm von ERGO) sowie aus Rohstoffderivaten. Höhere Verluste als im Vorjahr verzeichneten wir bei Aktienderivaten. Die Gesamtrendite unseres Aktienportfolios inklusive der Aktienderivate belief sich auf 2,6 (5,2)%. Ergebnis aus Aktien und Aktienderivaten1scroll
Rückversicherung LebenWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzDen überwiegenden Teil unseres Geschäfts generieren wir in Fremdwährungen, insbesondere 33 % in kanadischen Dollar und 27% in US-Dollar. Entsprechend beeinflussen Wechselkursschwankungen die Umsatzentwicklung wesentlich. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen lediglich um 2,6 % gesunken, weil ein Großvertrag ab 2016 mit nur reduziertem Volumen erneuert worden ist. Die anhaltende Niedrigzinsphase und die schwache Konjunktur in vielen für uns wichtigen Märkten belasteten die Geschäftsentwicklung unserer Kunden und dämpften damit auch die Nachfrage nach Rückversicherung. Zudem verzeichneten wir in einigen Märkten eine weitere Zunahme des Wettbewerbs. In Asien und auch den USA entwickelte sich unser Neugeschäft wiederum positiv. Einige große neue Verträge, insbesondere in Kanada und Australien, werden erst 2017 in vollem Umfang umsatzwirksam werden. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert und damit auch unsere Erwartung übertroffen. Die Schadenentwicklung war beeinträchtigt durch hohe Aufwendungen für einzelne Todesfälle mit hohen Versicherungssummen, lag jedoch im Rahmen der normalen Volatilität. Darüber hinaus hatten einige Einmal- und Reservierungseffekte einen insgesamt positiven Einfluss auf das Ergebnis. Geografisch sind insbesondere Nordamerika und die europäischen Märkte für das erfreuliche Ergebnis verantwortlich. Auch Asien lieferte wiederum einen soliden Beitrag zum Gesamtergebnis. Das Geschäft in den USA und Australien entwickelte sich weitgehend im Rahmen unserer Erwartung. Das Kapitalanlageergebnis liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Depotzinserträge aufgrund von Vertragsbeendigungen sowie ein geringeres Veräußerungsergebnis aus Aktien zurückzuführen. Unsere Kernmärkte im EinzelnenGemessen am Umsatz zeichnen wir über die Hälfte (ca. 55%) unseres weltweiten Lebensrückversicherungsgeschäfts in Nordamerika, wobei Kanada (ca. 30%) weiterhin vor den USA (ca. 25%) rangiert. Etwa ein Fünftel des Umsatzes kommt aus Europa, darunter Großbritannien mit ca. 10% und Deutschland mit ca. 5%. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien (ca. 10%) und Australien/Neuseeland (ca. 5%). Auch in Afrika und Lateinamerika sind wir gut positioniert, aufgrund der geringen Größe der Märkte ist deren Anteil an unserem globalen Geschäft allerdings gering (zusammen ca. 5%). In Kanada verbuchte unsere Niederlassung Munich Re, Toronto (Life), im Rückversicherungssegment Leben Beitragseinnahmen von 3,0 (3,7) Milliarden €. Der Rückgang ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass ein Großvertrag ab 2016 nur mit reduziertem Volumen erneuert wurde. Zudem wird eine neu abgeschlossene Transaktion erst 2017 in vollem Ausmaß umsatzrelevant werden. Die Einheit behauptete ihre führende Marktposition und erzielte zum wiederholten Male ein sehr erfreuliches versicherungstechnisches Ergebnis, noch über dem Niveau des Vorjahres. Sie trägt damit überproportional zum Gesamtergebnis bei. In den USA stiegen die Bruttobeiträge unserer Tochtergesellschaft Munich American Reassurance Company auf 2,6 (2,5) Milliarden €. Damit zählen wir weiterhin zu den führenden Rückversicherern auf dem weltgrößten Markt. Das versicherungstechnische Ergebnis zeigte sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, insbesondere bedingt durch einige in der Summe positive Reservierungseffekte. Die Schadenbelastung lag im Rahmen einer normalen Zufallsschwankung etwas über unserer Erwartung. Dazu trugen insbesondere Aufwendungen für einige hohe Todesfallschäden bei. Mit der Entwicklung des Neugeschäfts sind wir sowohl in Bezug auf Volumen als auch Profitabilität sehr zufrieden. Der Umsatz in Europa sank auf 1,9 (2,1) Milliarden €, wovon 1,3 (1,2) Milliarden € von unserer Niederlassung in Großbritannien stammten. Weitere 382 (344) Millionen € kamen aus Deutschland. Das Wachstum in Großbritannien resultiert weitgehend aus Langlebigkeitsgeschäft. Das versicherungstechnische Ergebnis lag erfreulich deutlich über dem Vorjahresniveau. Dies resultiert aus einigen Sondereffekten, wie etwa dem Ausscheiden der ERGO Previdenza aus dem Konsolidierungskreis. Das mit dem ehemaligen Tochterunternehmen gezeichnete Rückversicherungsgeschäft wird ab dem dritten Quartal 2016 im Ergebnis des Segments Rückversicherung Leben gezeigt. In Asien stiegen unsere Beitragseinnahmen auf 1.008 (910) Millionen €. Das Neugeschäft entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Mit unserer breiten Aufstellung ist es uns möglich, durch kunden- und marktspezifische Lösungen von dem Wachstumspotenzial in der Region zu profitieren. Das versicherungstechnische Ergebnis lag im Rahmen unserer Erwartung, jedoch etwas unter dem Rekordniveau des Vorjahres. Bei unserer Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd., über die wir unser Lebensrückversicherungsgeschäft in Australien und Neuseeland zeichnen, erhöhten sich die Prämieneinnahmen auf 729 (658) Millionen €. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr verzeichneten wir 2016 einen Fehlbetrag, der im Wesentlichen auf die sinkenden Zinsen und eine zufallsbedingt höhere Schadenbelastung zurückzuführen ist. Die Sanierung des Invaliditätsgeschäfts, das zwischen 2011 und 2014 zu Belastungen geführt hatte, ist weitgehend abgeschlossen. Ein großvolumiger Vertrag, der im dritten Quartal neu geschlossen worden ist, wird erst 2017 voll umsatz- und ergebniswirksam werden. Auf dem afrikanischen Kontinent gingen die Beiträge unserer südafrikanischen Tochtergesellschaft Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. auf 167 (187) Millionen € zurück, was ausschließlich der Wechselkursentwicklung geschuldet ist. Das versicherungstechnische Ergebnis war negativ, nachdem bei einem Vertrag die versicherungstechnischen Rückstellungen angepasst werden mussten. Rückversicherung Schaden/UnfallWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzUnsere Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallrückversicherung stiegen leicht um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Hierbei beeinflussten Wechselkurse die Umsatzentwicklung negativ. Wir zeichnen unser Portfolio zu 11 % in Euro sowie zu 89% in Fremdwährung, davon entfallen 51 Prozentpunkte auf Geschäftsaktivitäten in US-Dollar und 13 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,0% gestiegen. Der Anstieg unseres Beitragsvolumens ist im Wesentlichen auf die selektive Zeichnung von attraktivem Neugeschäft, beispielsweise in Form von strukturierten auf den individuellen Kundenbedarf ausgerichteten Großverträgen, zurückzuführen. Diese Geschäftschancen boten sich weltweit und spartenübergreifend, vor allem in der Haftpflicht- und in der Sachversicherung. Außerdem konnten wir mit bedeutenden Geschäftspartnern organisches Wachstum erzielen. Dieser Erfolg bei der Geschäftsgenerierung basiert auf unseren langfristig bestehenden Kundenbeziehungen und unserem umfassenden, von Kunden geschätzten Knowhow. In Übereinstimmung mit unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik reduzierten wir unser Portfolio in Bereichen, in denen keine risikoadäquaten Preise und Bedingungen mehr zu erreichen waren. Dies betraf vor allem das Transportversicherungsgeschäft, das in ausgewählten Segmenten dem Preisdruck derzeit in besonderem Maße ausgesetzt ist, sowie die direkte Industrieversicherung, die sich ebenfalls mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert sieht. Unser Spezialerstversicherer American Modern Insurance Group Inc. (American Modern) hat entschieden, ein Produkt, das bisher über den Bankenvertrieb angeboten wurde, nicht weiter zu vertreiben. Die Erneuerungsrunden 2016 fanden in einem gegenüber dem Vorjahr wenig veränderten Marktumfeld statt. Rückversicherungskapazität stand in allen Sparten ausreichend zur Verfügung. Dadurch blieben die Preise weiterhin unter Druck, allerdings weniger ausgeprägt als in den Vorjahren. Leichte Stabilisierungstendenzen zeigten sich auch bei den Vertragsbedingungen und bei der Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. ErgebnisDas Konzernergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung verminderte sich gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis, das sich aus versicherungstechnischem und Kapitalanlageergebnis zusammensetzt, fiel ebenso. Bei einer gegenüber dem Vorjahr höheren Belastung aus Großschäden verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis im Vergleich zu dem besonders gut verlaufenden Vorjahr. Die übliche Überprüfung der Rückstellungen ergab, dass wir - bereinigt um Anpassungen bei den Provisionen - für das Gesamtjahr die Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren um rund 900 Millionen € reduzieren konnten; dies entspricht etwa 5,5 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung betraf beinahe alle Sparten unseres Portfolios. Das Sicherheitsniveau der Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag mit -1.542 (-1.046) Millionen € nach Retrozession und vor Steuern zwar über dem Vorjahreswert, blieb aber erneut unterhalb unserer Erwartung. Abwicklungsgewinne fielen höher aus als Nachreservierungen für Großschäden aus vergangenen Jahren. Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen stieg 2016 wieder an und betrug -929 (-149) Millionen €. Das entspricht 5,5 (0,9)% der verdienten Nettoprämie und liegt unter dem zu erwartenden Niveau. Starke Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta im Mai waren mit -404 Millionen € das mit Abstand größte Schadenereignis des Jahres. Ein Erdbeben in Neuseeland verursachte im November Schäden im Umfang von etwa -251 Millionen €. Matthew, der erste atlantische Wirbelsturm mit der höchsten Kategorie 5 seit fast zehn Jahren, betraf uns mit -232 Millionen €. Eine Serie von Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu im April belastete das Ergebnis mit -78 Millionen €. Weitere Schäden größeren Ausmaßes resultierten aus den schweren Überschwemmungen in Louisiana im August (-62 Millionen €). Die von Menschen verursachten Großschäden lagen mit -613 (-897) Millionen € unter dem Vorjahreswert und etwas unter unseren Erwartungen. Sie machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 3,6 (5,3) % aus. Die Entwicklung war geprägt von einer Vielzahl von Einzelereignissen, darunter Feuer-, Explosions-, Transport- und Haftpflichtschäden. Der Rückgang beim Kapitalanlageergebnis ist vor allem auf das geringere Veräußerungsergebnis aus Aktien zurückzuführen. Zusätzlich realisierten wir im Vorjahr einen positiven Sondereffekt aus dem nahezu vollständigen Erwerb der 13th & F Associates Limited Partnership Columbia Square, Washington D.C. (13th & F). Unsere Kernmärkte im Einzelnen und ausgewählte SpezialspartenGemessen am Umsatz zeichnen wir ca. 40% unseres weltweiten Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäfts inklusive Risk Solutions in Nordamerika (inklusive Kanada). Etwa 35% des Umsatzes kommen aus Europa, davon ist mehr als die Hälfte aus Großbritannien. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien (ca. 10%), Australien/Neuseeland (ca. 5%) und Lateinamerika (ca. 5%). Auf dem US-Markt konnten wir in der Haftpflichtversicherung zusätzliches profitables Geschäft zeichnen. Der Preisdruck in der Rückversicherung bei Naturgefahrendeckungen hielt weiter an. Das Prämienaufkommen von The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB) stieg auf 993 (968) Millionen €. Hier bauen wir unser Produktspektrum bei Internet of Things (IoT)-Versicherungslösungen aus - auch indem wir unser Knowhow über Zukäufe erweitern. Bei American Modern verzeichneten wir einen Umsatzrückgang auf 1.215 (1.279) Millionen €. Hier haben wir uns zu Jahresbeginn entschieden, ein über den Bankenvertrieb angebotenes Produkt nicht weiter zu vertreiben. Darüber hinaus steuert Munich Reinsurance America Inc. ein Prämienvolumen von 2.410 (2.463) Millionen € bei. In Kanada sind wir im Non-Life-Bereich mit der Munich Reinsurance Company of Canada und der Temple Insurance Company vertreten. Das Prämienvolumen war mit 311 (330) Millionen € rückläufig, da ein Großvertrag eines Kunden erwartungsgemäß nicht weiter gezeichnet wurde. Das Geschäft in Europa ist über das Sachversicherungsgeschäft hinaus stark geprägt durch das Kraftfahrtversicherungsgeschäft in Großbritannien. Wir konnten unser Beitragsvolumen in Großbritannien bei 3.266 (3.263) Millionen € stabil halten. Unter Berücksichtigung unveränderter Wechselkurse wäre das Beitragsvolumen allerdings gewachsen. Dieser Anstieg beruht vor allem auf dem Ausbau unserer Erstversicherungsaktivitäten sowie auf Ratenverbesserungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft. Unser Schweizer Tochterunternehmen New Reinsurance Company Ltd. (NewRe) konnte im Geschäftsjahr 2016 sein Geschäftsvolumen im Schaden- und Unfallbereich um 32,7% auf 733 (552) Millionen € steigern. Hier konnten wir unser Prämienvolumen aus strukturierten, maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen ausbauen. Das klassische Rückversicherungsgeschäft blieb weitgehend stabil. In Deutschland haben wir 2016 im Sinne einer konsequent zyklus- und ergebnisorientierten Portfoliosteuerung unser Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr auf 566 (669) Millionen € reduziert. Der Abbau bezog sich in erster Linie auf defizitäres proportionales Feuergeschäft. In Australien und Neuseeland konnten wir in einem schwierigen Marktumfeld unsere starke Marktposition bei noch auskömmlichen Margen behaupten und unser Beitragsvolumen mit 935 (942) Millionen € weitgehend stabil halten. Nach wie vor stellen wir eine hohe Kapazität für die Deckung von Naturgefahren bereit, insbesondere für Sturm und Erdbeben. In Japan konnten die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Sie belaufen sich auf 292 (271) Millionen €. In China partizipieren wir weiterhin am Wachstum der Originalmärkte und konnten zudem unsere Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung weiter ausbauen. Insgesamt erhöhten sich unsere Beiträge auf 1.190 (1.171) Millionen €. Trotz weitreichender Änderungen in den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und eines hochgradig kompetitiven Marktumfelds sehen wir in China weiterhin mittelfristig ein hohes Wachstumspotenzial für unser Unternehmen. In Indien konnten wir unsere Beitragseinnahmen 2016 steigern. Zudem haben wir in diesem Jahr eine lokale Niederlassung gegründet und die entsprechende Lizenz als lokaler Rückversicherer von der indischen Aufsicht erhalten. Damit sind wir gut aufgestellt, um an den erwarteten Wachstumspotenzialen in Indien künftig erfolgreich zu partizipieren. In der Karibik und in Lateinamerika stellten wir weiterhin eine hohe Kapazität für die Deckung von Naturgefahren bereit, insbesondere für Sturm und Erdbeben. Unsere starke Marktposition konnten wir bei noch auskömmlichen Margen weiterhin verteidigen. Das Beitragsvolumen konnten wir sogar auf 770 (663) Millionen € steigern. Auch in den Spezialbranchen ist das Marktumfeld durch hohe Wettbewerbsintensität geprägt. In der Agroversicherung blieben die Prämieneinnahmen mit 989 (992) Millionen € trotz rückläufiger Rohstoffpreise aufgrund des Ausbaus des Geschäftsbereichs in Asien und Norwegen weitgehend stabil. Die Transportversicherung inklusive Munich Re Syndicate ist in ausgewählten Segmenten dem Preisdruck im besonderen Maße ausgesetzt, sodass wir Geschäft aufgaben. Deswegen sanken die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 27,6% auf 553 (764) Millionen €. In der Kredit- und Kautionsrückversicherung blieben die Beiträge mit 529 (530) Millionen € auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ratendruck im klassischen Kreditgeschäft konnte durch profitables Neugeschäft in Spezial- und Nischensegmenten ausgeglichen werden. In der direkten Industrieversicherung, die wir über unser Leistungsfeld Corporate Insurance Partner betreiben, reagierten wir auf das schwierige aktuelle Marktumfeld mit einer bewussten Reduzierung des Portfolios und dem Ausbau innovativer Produkte. Die Prämieneinnahmen sanken auf 529 (633) Millionen €. Die Luft- und Raumfahrtversicherung verzeichnete leicht rückläufige Beitragseinnahmen in Höhe von 459 (483) Millionen €. Die Einheit Capital Partners bietet unseren Kunden ein breites Spektrum an strukturierten individuellen Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen an. Zusätzlich nutzen wir die Leistungen dieser Einheit für eigene Zwecke, um auf Basis unserer Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen. Im Jahr 2016 wurde eine Kundentransaktion in Höhe von 200 Millionen US$ strukturiert. Ferner hat Capital Partners eine Katastrophenanleihebond-Transaktion von 190 Millionen US$ (Queenstreet XII ReE DAC) und eine Sidecar-Transaktion von 360 Millionen US$ (Eden Re II Ltd., Series 2016) für eigene Zwecke am Kapitalmarkt platziert. ERGODie ERGO Group AG (ERGO) gab am 1. Juni 2016 ihr Strategieprogramm bekannt. Mit dem Strategieprogramm stärkt ERGO ihre Rolle als einer der international bedeutenden Erstversicherer und treibt die digitale Transformation des Geschäfts voran. ERGO investiert dafür bis 2020 einen Betrag von 1 Milliarde € netto, das heißt nach Steuern und Versicherungsnehmerbeteiligung. Die Mittel fließen zu einem großen Teil in die Modernisierung der Informationstechnologie der Gruppe. Für Kunden, die sich zwischen Online- und Offline-Welt bewegen, wird ERGO passende Angebote entwickeln: online, intuitiv, mit schneller und effizienter Verwaltung, kurzen Antwortzeiten, die mit persönlicher Beratung online oder vor Ort vervollständigt werden. Für reine Online-Kunden startet ERGO 2017 darüber hinaus einen digitalen Versicherer als eigenständiges Unternehmen unter der Marke nexible. Mit der Zusammenlegung von Vertriebsorganisationen und den Einsparungen in der Verwaltung plant ERGO die Kostenbasis bis 2020 um ca. 540 Millionen € brutto (netto etwa 280 Millionen €) zu senken. Damit verbunden ist der Abbau von rund 1.800 Arbeitsplätzen in Deutschland - der Großteil davon im Vertrieb. Spätestens ab 2021 erwartet ERGO Jahresüberschüsse in Höhe von 600 Millionen € jährlich als nachhaltigen Beitrag zum Jahresergebnis von Munich Re. Ab 2019 will ERGO stärker als der Markt wachsen. Nach intensiven Verhandlungen hatten sich der ERGO-Vor-stand und die Mitbestimmungsgremien Anfang August 2016 auf einen Interessenausgleich für den Vertrieb geeinigt. Ab 1. Januar 2017 hat ERGO die neue Vertriebsstruktur etabliert. Damit werden bislang separat geführte Vertriebseinheiten zu einer Ausschließlichkeitsorganisation zusammengelegt und einige dezentrale Standorte aufgegeben. ERGO Leben/Gesundheit DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzDie gesamten Beitragseinnahmen und gebuchten Bruttobeiträge gingen vor allem wegen geringerer laufender Beiträge und niedrigeren Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung zurück. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland lag über dem Vorjahreswert. Vor allem stieg auch das Kapitalanlageergebnis. Hierfür waren Gewinne aus unseren Zinsabsicherungsgeschäften sowie ein höheres Abgangsergebnis insbesondere bei Zinsträgern zur Finanzierung der Zinszusatzreserve maßgeblich. Insgesamt führte dies zu einem höheren operativen Ergebnis. Das Konzernergebnis verbesserte sich trotz der Aufwendungen für Restrukturierungen vor allem durch den Wegfall der Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert, die im Vorjahr angefallen waren. Umsätze und Ergebnisse nach GeschäftsbereichIm Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland berichten wir über die Geschäftsbereiche Leben Deutschland, Gesundheit Deutschland sowie Direkt Deutschland. Leben DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
er Beitragsrückgang resultierte insbesondere aus geringeren Einmalbeiträgen. Daneben lagen die Beitragsüberträge aus 2015 unter dem Vorjahresniveau. Bei der starken Verminderung der laufenden Beiträge war vor allem der anhaltende Bestandsabbau für den Rückgang ursächlich, den das Neugeschäft nicht kompensieren konnte. Insgesamt verzeichneten wir beim Neuzugang im Jahr 2016 einen Rückgang von 5,8%, gemessen in der unter Investoren gebräuchlichen Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE). Dies ist im Wesentlichen auf geringere Einmalbeiträge zurückzuführen. Im laufenden Beitrag konnte der Neuzugang gesteigert werden. Der Anstieg resultiert wesentlich aus dem erfolgreichen Verkauf der zu Jahresbeginn eingeführten selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Neugeschäft Leben Deutschlandscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem
laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg unter anderem aufgrund einer Methodenverfeinerung gegenüber dem Vorjahr an. Das Kapitalanlageergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 3.064 (2.377) Millionen €. Zur deutlichen Verbesserung trugen Gewinne aus unseren Zinsabsicherungsgeschäften sowie ein höheres Abgangsergebnis bei. Diese Entwicklung war mitentscheidend für den Anstieg beim operativen Ergebnis. Gesundheit DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
In diesem Geschäftsbereich entfallen bezogen auf den Umsatz ca. 91 % auf die Krankenversicherung und ca. 9% auf die Reiseversicherung. Die Beiträge in der Ergänzungsversicherung gingen im Vorjahresvergleich zurück (-4,1 %). Dies ist weitgehend auf den Wegfall eines Großvertrags zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt wären die Beiträge in der Ergänzungsversicherung um 1,1 % gestiegen. Die Ergänzungsversicherung nach Art der Schadenversicherung entwickelte sich bereinigt um diesen Effekt deutlich positiv (+17,2%). In der Krankheitskostenvollversicherung lagen die Beiträge auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+0,5%). Der Rückgang beim versicherungstechnischen Ergebnis ist unter anderem auf einen geringeren technischen Zinsertrag zurückzuführen. Das Kapitalanlageergebnis war mit 1.230 (1.320) Millionen € rückläufig. Hier machten sich unter anderem Rückgänge im Derivateergebnis aus Aktienabsicherungen und geringere laufende Erträge negativ bemerkbar. Das operative Ergebnis wurde durch die Versicherungsnehmerbeteiligung an nicht operativen Sonderbelastungen positiv beeinflusst. Direkt DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
Das Direktlebensversicherungsgeschäft macht bezogen auf den Umsatz des Geschäftsbereichs ca. 44% aus. Auf das Direktkrankenversicherungsgeschäft entfallen ca. 42% und auf das Direktschaden- und Unfallversicherungsgeschäft ca. 14%. Der Beitragsrückgang ist vor allem auf rückläufige laufende Beiträge bei den Kapitalprodukten der Lebensversicherung sowie die Einstellung der Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag zurückzuführen. Darüber hinaus basierte der Rückgang auch auf dem Wegfall eines Großvertrags in der Sachversicherung. Das Wachstum in der Krankenversicherung konnte dies teilweise ausgleichen. Gemessen am Jahresbeitragsäquivalent lag der Neuzugang im Lebensversicherungsgeschäft um 2,9% unter dem Vorjahreswert. Die Schaden-Kosten-Quote im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft lag mit 86,7 (87,8)% unter dem Vorjahreswert und damit weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Neugeschäft Direkt Leben Deutschlandscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem
laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. Das versicherungstechnische Ergebnis lag 2016 über dem Vorjahresniveau. Beim Kapitalanlageergebnis verzeichneten wir mit 120 (143) Millionen € einen Rückgang. Hier machten sich unter anderem geringere laufende Erträge negativ bemerkbar. In Summe führte dies zu einem leichten Anstieg beim operativen Ergebnis. ERGO Schaden/Unfall DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzDie Kraftfahrt- und Unfallversicherung sind unsere größten Versicherungszweige. Darauf entfallen ca. 21 % bzw. 20% bezogen auf den Umsatz des Segments. Die Beitragseinnahmen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr positiv. In der Haftpflichtversicherung (+1,7%), der Kraftfahrtversicherung (+1,3%) sowie der Rechtsschutzversicherung (+1,5%) konnten wir das Beitragsaufkommen steigern. In den Sparten Feuer/sonstige Sachversicherung (-3,1 %) und Unfallversicherung (-2,5%) sanken die Beiträge im Vergleich zum Vorjahr. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland stieg, im Wesentlichen bedingt durch eine geringere Belastung aus Großschäden. Das Kapitalanlageergebnis sank gegenüber dem Vorjahr deutlich. Hier machte sich vor allem das geringere Abgangsergebnis aus Aktien bemerkbar. Das rückläufige Kapitalanlageergebnis und die Restrukturierungsaufwendungen waren ausschlaggebend für das negative Konzernergebnis. Die Schaden-Kosten-Quote lag 2016 um 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Die Schäden aus Naturkatastrophen und die von Menschen verursachten Großschäden lagen unter dem Vorjahresniveau. Die Kostenquote stieg, was unter anderem aus den zusätzlichen Investitionen im Rahmen der Umsetzung des Strategieprogramms resultierte. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von insgesamt -1.955 (-1.981) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von -1.108 (-1.015) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 3.158 (3.059) Millionen € gegenüber. ERGO InternationalWichtige Kennzahlenscroll
Ende Mai 2016 haben wir uns erstmals auf dem thailändischen Versicherungsmarkt engagiert und 40% der Anteile an der Thaisri Insurance erworben. Thailands Versicherungsmarkt erwartet im Bereich Schaden/Unfallversicherung bis 2020 ein jährliches Prämienwachstum von 7% und ist mit einer Netto-Schaden-Kosten-Quote von knapp über 90% profitabel. Die Thaisri Insurance fokussiert sich vor allem auf Kraftfahrt- und Sachversicherungen. Am 3. Juni 2016 haben wir unser Engagement in Indien ausgebaut und unseren Anteil an der HDFC ERGO auf 48,7% erhöht. HDFC ERGO ihrerseits hat 100% der L&T General Insurance Company Ltd. (LTGI) erworben. Damit erhält HDFC ERGO Zugang zu weiteren Verkaufskanälen und wird zur Nummer drei unter den privaten Versicherungsunternehmen auf dem indischen Sachversicherungsmarkt. Am 1. August haben wir die Übernahme der griechischen Gesellschaft AGROTIKI Insurance S.A. (ATE Insurance) erfolgreich abgeschlossen. Durch diese Transaktion erweitern wir unsere Präsenz in Griechenland und werden zum größten Schaden-/Unfallversicherer auf dem Markt. Wir sind überzeugt, dass der griechische Versicherungsmarkt ein großes Potenzial bietet, auch wenn die wirtschaftliche Situation des Landes herausfordernd bleibt. Mitte Dezember 2016 hat unser Lebensversicherer in Belgien Pläne angekündigt, sein Neugeschäft einzustellen. Infolge der schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten ist die Ertragskraft in der belgischen Lebensversicherung in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Zudem ist ERGO einer der kleineren Marktteilnehmer in Belgien. Zukünftig möchte sich das Unternehmen auf den Service für die Bestandskunden konzentrieren und will dies durch schlankere Prozesse effizienter gestalten. Zu den möglichen Folgen gehören die Abwicklung der Vertriebsorganisation in Belgien und Luxemburg sowie ein Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen. UmsatzBezogen auf den Umsatz des Segments entfallen auf die Lebensversicherung ca. 38% und auf die Schaden- und Unfallversicherung ca. 62%. Unsere größten Märkte sind Polen mit ca. 29% des Beitragsvolumens, Österreich mit ca. 17% und Belgien mit ca. 15%. Insgesamt waren die gesamten und gebuchten Bruttobeitragseinnahmen rückläufig. Der Rückgang resultierte aus geringeren Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung. Bereinigt um Währungskurseffekte wären die gebuchten Bruttobeiträge im Segment ERGO International im Vergleich zum Vorjahr um 4,2% zurückgegangen. Die größten negativen Währungskurseffekte verzeichneten wir in Polen, in der Türkei und in Großbritannien. In der internationalen Lebensversicherung verzeichneten wir mit 1.530 (1.991) Millionen € gesamte Beitragseinnahmen unter dem Vorjahresniveau. Der deutliche Rückgang ist insbesondere auf die Entwicklung in Polen und Belgien zurückzuführen. Zu dem Rückgang trug auch die Entkonsolidierung unserer italienischen Gesellschaft zum 30. Juni 2016 bei. Das internationale Lebensneugeschäft lag gemessen am Jahresbeitragsäquivalent unter dem Vorjahr. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft erwirtschafteten wir Beitragseinnahmen von 2.502 (2.392) Millionen € (+4,6%). Das Beitragsplus resultierte vor allem aus der Entwicklung in Polen und im Baltikum. Auch der im dritten Quartal 2016 neu in den Konsolidierungskreis aufgenommene griechische Versicherer ATE Insurance trug mit gebuchten Bruttobeiträgen von 46 Millionen € zum Anstieg bei. Neugeschäft Leben Internationalscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem
laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO International ging zurück. Die negative Entwicklung wurde maßgeblich durch das Lebensversicherungsgeschäft beeinflusst. Der Rückgang resultierte aus den Ergebnissen in Italien, Belgien und Österreich und lässt sich auch auf die Überprüfung der versicherungstechnischen Annahmen in Belgien und Österreich zurückführen; dabei waren die Zahlen den durch die niedrigeren Zinsen gedämpften Aussichten auf künftige Überschüsse anzupassen. Im Schaden- und Unfallgeschäft konnten wir das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Das Kapitalanlageergebnis lag deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist vor allem auf ein höheres Abgangsergebnis aus Zinsträgern zurückzuführen. Insgesamt führte dies zu einem Anstieg beim operativen Ergebnis und beim Konzernergebnis. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft ging die Schaden-Kosten-Quote gegenüber dem Vorjahr zurück, sie verbesserte sich vor allem in der Türkei, in Großbritannien und Polen. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von zusammen -1.282 (-1.373) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von -866 (-828) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 2.169 (2.103) Millionen € gegenüber. Munich HealthWichtige Kennzahlenscroll
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Ohne nach Art der Lebensversicherung betriebenes
Krankenversicherungsgeschäft. UmsatzIn der Rückversicherung führten negative Wechselkurseffekte bei kanadischem Dollar und US-Dollar sowie eine Anteilsreduktion bei einem Großvertrag in Nordamerika zu einem Rückgang der Bruttobeiträge um 16,1 % auf 3,6 (4,3) Milliarden €. In der Erstversicherung ergab sich ein leichtes Plus von 5,0% auf 1,4 (1,3) Milliarden €. Beitragszuwächse erzielten insbesondere unsere Gesellschaften in Belgien und Spanien. Bei unveränderten Wechselkursen wären die Bruttobeiträge von Munich Health im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4% gesunken. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis lag trotz des gesunkenen technischen Zinses deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Ergebnisverbesserung in der Rückversicherung ist darauf zurückzuführen, dass sich die hohen Vorjahresverluste in den USA aufgrund der eingeleiteten Gegenmaßnahmen nicht wiederholten; zudem konnten bedingt durch bessere Geschäftsverläufe in anderen Regionen Reserven für Vorjahre aufgelöst werden. Auch in der Erstversicherung konnte das Ergebnis gesteigert werden, hier insbesondere bei DKV Belgien und bei DKV Seguros. Das Kapitalanlageergebnis blieb auf Vorjahresniveau. Die Schaden-Kosten-Quote von Munich Health, die sich nur auf das kurzfristige Krankenversicherungsgeschäft und nicht auf das nach Art der Lebensversicherung betriebene Geschäft bezieht, sank. In der Rückversicherung betrug die Schaden-Kosten-Quote 99,5 (101,1)%, in der Erstversicherung 94,2 (93,2) %. Das nach Art der Lebensversicherung betriebene Geschäft machte im Berichtsjahr 10,5 (9,0)% der gebuchten Bruttobeiträge aus. FinanzlageAnalyse der KapitalstrukturUnser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt die Struktur unserer Bilanz: Da wir unsere Gruppe konsequent auf Wertschöpfung im Kerngeschäft ausgerichtet haben, dienen die Kapitalanlagen der Bedeckung versicherungstechnischer Rückstellungen (74% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (12% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (2% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus. Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
Neben dem Konzernergebnis waren für die Erhöhung des Eigenkapitals ein Anstieg der Rücklage aus der Währungsumrechnung und ein gestiegener positiver Saldo aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten verantwortlich. Dieser resultierte im Wesentlichen aus unseren festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie "jederzeit veräußerbar". Eigenkapitalmindernd wirkten vor allem die Dividendenausschüttung sowie das Aktienrückkaufprogramm. Strategisches FremdkapitalAls strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur transparent zu machen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad, der im Wettbewerbervergleich erfreulich niedrig ist: Er definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital und strategischem Fremdkapital. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Rückstellungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen. Verschuldungsgradscroll
Nach den aufsichtsrechtlichen Regeln von Solvency II sind nachrangige Verbindlichkeiten als Eigenmittel anerkannt, sofern diese zur Verlustdeckung unter der Annahme der Unternehmensfortführung ständig zur Verfügung stehen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten von Munich Re belaufen sich auf 4.218 Millionen €. Davon erfüllen 4.172 Millionen € die Anforderungen gemäß Solvency II zur Absorptionsfähigkeit von Verlusten und sind deshalb als Eigenmittel anerkannt. Wird dies bei der Berechnung des strategischen Fremdkapitals berücksichtigt, reduziert es sich auf 429 Millionen € und es ergibt sich lediglich ein Verschuldungsgrad von 1,3%. Versicherungstechnische RückstellungenVon den versicherungstechnischen Rückstellungen sind der Rückversicherung etwa 32% zuzuordnen. Der Anteil der Erstversicherung beträgt rund 66%; auf Munich Health entfallen etwa 2%. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt vor allem für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar, das britische Pfund Sterling und der kanadische Dollar die wichtigsten Valuten. VerfügungsbeschränkungenDa wir ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sind, unterliegen einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 9,7 (9,1) Milliarden €. Zudem sind wir Eventualverbindlichkeiten eingegangen, die im Konzernanhang erläutert werden. KapitalausstattungMit unserem aktiven Kapitalmanagement streben wir an, dass die Kapitalausstattung von Munich Re allen maßgeblichen Anforderungen entspricht. Neben dem Kapitalbedarf gemäß unserem internen Risikomodell müssen weitergehende Anforderungen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und der für uns maßgeblichen Versicherungsmärkte erfüllt werden. Ein wesentliches Maß der Kapitalstärke des Unternehmens ist die Solvency-II-Bedeckungsquote, die wir im Risikobericht erläutern. Unsere Finanzkraft soll profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns ebenso, dass die Eigenmittel der Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigen. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären über attraktive Dividenden und Aktienrückkäufe zurück. Kapitalrückgaben sind insoweit Grenzen gesetzt, als die Regelungen des deutschen Handelsrechts (HGB) die Muttergesellschaft Münchener Rück AG zu einer über den wirtschaftlichen Bedarf hinausgehenden Dotierung der Schwankungsrückstellung in der lokalen Rechnungslegung zwingen. Dies schmälert die Gewinnrücklagen und beschränkt die Ausschüttungsmöglichkeiten. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Schwankungsrückstellung der Münchener Rück AG 10,1 Milliarden €. Ergänzende Informationen hierzu finden Sie unter Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis des HGB). Zwischen 2006 und 2016 gaben wir insgesamt 22,0 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück. Im März 2016 kündigten wir ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2017 an. Im Berichtsjahr kauften wir insgesamt eigene Aktien im Wert von 969 Millionen € zurück. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB sowie § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der Münchener Rück AG in Höhe von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2016 in insgesamt 161.053.897 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenDie börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands über zwei- oder vierjährige Veräußerungssperren zu Aktien der Gesellschaft, die diese im Rahmen aktienbasierter Vergütungsprogramme erwerben müssen. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Ausgenommen davon sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetz ausgeschlossen. Ist ein Aktionär im eigenen Namen für Aktien, die einem anderen gehören, verzeichnet, bestehen gemäß § 3 Abs. 5 der Satzung aus der Eintragung keine Stimmrechte, soweit sie zu diesem Zeitpunkt die Grenze von 2% des satzungsmäßigen Grundkapitals überschreiten. Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreitenDirekte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Münchener Rück AG, die zum 31. Dezember 2016 10% der Stimmrechte überschritten, sind der Münchener Rück AG nicht bekannt oder gemeldet worden. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenDie Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungDer rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung §§ 13 und 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 24, 47 und 303 VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Derzeit umfasst der Vorstand zehn Mitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie -falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 3 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschuss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden. Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 2, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor. Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-) Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu: - Die Hauptversammlung hat am 27. April 2016 die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 26. April 2021 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Eigene Aktien bis maximal 5% des Grundkapitals können dabei auch durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand hat von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien mit Beschluss vom 16. März 2016 Gebrauch gemacht. Bis zum 31. Dezember 2016 wurden rund 4,2 Millionen Aktien zu einem Kaufpreis von rund 667 Millionen € erworben.
Die vollständige Fassung der genannten Ermächtigungen finden Sie in den Tagesordnungen der genannten Hauptversammlungen unter www.munichre.com/hv/archiv. Die Satzung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft finden Sie unter www.munichre.com/satzung. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Gebräuchlich sind sie auch in Joint-Venture- oder Kooperationsverträgen zwischen verschiedenen Anteilseignern eines gemeinsamen Beteiligungsunternehmens. Auch der langfristige Incentive-Plan der Münchener Rück AG sieht im Fall eines Kontrollwechsels besondere Ausübungsmöglichkeiten vor. Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern. Analyse der Konzern-KapitalflussrechnungDer Zahlungsmittelfluss von Munich Re ist stark geprägt von unserem Geschäft als Erst- und Rückversicherer: Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Währungskurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird das Konzernergebnis in Höhe von 2.581 Millionen € auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übergeleitet. Das Konzernergebnis wird unter anderem um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen von 2.783 Millionen € korrigiert. Der - zur Bereinigung des Konzerngewinns vom Mittelfluss abzuziehende - positive Saldo aus den Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf jederzeit veräußerbarer Wertpapiere. Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmten den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Sie überstiegen die Einzahlungen aus dem Verkauf oder der Endfälligkeit von Kapitalanlagen um 1.200 Millionen €. Im Geschäftsjahr 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH 100% der stimmberechtigten Anteile an der Solarparkgesellschaft Lynt Farm Solar Ltd. und an der Windparkgesellschaft Wind Farms Västra. Des Weiteren erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften ERGO Austria International AG und ERGO Versicherung AG 100% der stimmberechtigten Anteile an der ERGO ASIGURARI. Außerdem erwarben wir über ERGO International AG 100% der stimmberechtigten Anteile an der ATE Insurance. Munich Re erwarb über ihre Tochtergesellschaft Munich American Holding Corporation 100% der stimmberechtigten Anteile der Zweckgesellschaft Financial Reassurance Company 2010 Ltd., die in Munich Re Life Insurance Company of Vermont umfirmiert wurde. Über die Tochtergesellschaft HSB Group erwarben wir 100% der stimmberechtigten Anteile der Meshify Inc. Die Kaufpreise verrechneten wir in der Kapitalflussrechnung mit dem Zahlungsmittelbestand der erworbenen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2016 veräußerte Munich Re unter anderem ERGO Italia über die ERGO International AG. Die Verkaufspreise verrechneten wir mit dem Zahlungsmittelbestand der veräußerten Gesellschaften. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2016 und dem Aktienrückkaufprogramm. Insgesamt sank im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 683 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 3.353 Millionen €. Es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 10 (23) Millionen €. RisikoberichtRisk Governance und Risikomanagement-System Risikomanagement-OrganisationOrganisatorischer AufbauMunich Re hat ein Governance-System etabliert, das in Übereinstimmung mit den Solvency-II-Anforderungen ist. Wesentliche Bestandteile sind die Risikomanagement-, die Compliance-, die Audit- und die Versicherungsmathematische Funktion. Das Risikomanagement auf Gruppenebene wird im Bereich Integrated Risk Management (IRM) wahrgenommen und steht unter der Leitung des Chief Risk Officer (Group-CRO). Neben den Gruppenfunktionen gibt es weitere Risikomanagement-Einheiten in den Geschäftsfeldern, die jeweils von einem CRO geleitet werden. Risk GovernanceDurch eine klare Zuordnung von Rollen und Verantwortlichkeiten für alle wesentlichen Risiken stellt unsere Risk Governance eine angemessene Risiko- und Kontrollkultur sicher. Verschiedene Gremien auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene unterstützen die Risk Governance. Bei wesentlichen Entscheidungen des Vorstands ist eine Stellungnahme durch die Risikomanagementfunktion erforderlich. Festlegung der RisikostrategieDie Risikostrategie leitet sich aus der Geschäftsstrategie ab und legt fest, wo, wie und in welchem Ausmaß wir Risiken eingehen. Die Fortentwicklung der Risikostrategie ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsplanung eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet und als wesentlicher Bestandteil des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) regelmäßig mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert. Wir bestimmen unsere Risikostrategie, indem wir für folgende Risikokriterien Toleranzwerte definieren:
Die Risikotoleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn. Die Toleranzwerte sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe. Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-KreislaufDer vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem wird nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte abgewogen und im Rahmen des Möglichen in Einklang gebracht werden. Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Analyse und Bewertung aller wesentlichen Risiken. Daraus leiten sich die Berichterstattung, die Limitierung und die Überwachung der Risiken ab. Die Risikoidentifikation erfolgt über geeignete Prozesse und Kennzahlen, die ergänzt werden durch Expertenmeinungen bzw. die Einschätzung ausgewählter und besonders erfahrener Führungskräfte. Unsere Risikofrüherkennung erfasst auch Emerging Risks, also Risiken, die entstehen, weil sich rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische Rahmenbedingungen ändern oder neu ergeben, sodass sie noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Bei diesen Risiken ist die Unsicherheit in Bezug auf Schadenausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit hoch. Risikoanalyse und -bewertung werden auf oberster Ebene von IRM auf Basis der konsolidierten Gruppensicht vorgenommen. Dadurch wird sichergestellt, dass eine quantitative und qualitative Bewertung aller Risiken auf konsolidierter Gruppenebene erfolgt und die möglichen Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigt werden. Die interne Risikoberichterstattung informiert den Vorstand regelmäßig über die Risikolage in Bezug auf die einzelnen Risikokategorien und die Lage der gesamten Gruppe. So ist sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Unsere externe Risikoberichterstattung soll Kunden, Aktionären und den Aufsichtsbehörden einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gruppe verschaffen. Die konkrete Risikolimitierung leiten wir aus der Risikostrategie ab. Ausgehend von den definierten Risikotoleranzen werden Limite, Regeln und - sofern notwendig - risikoverringernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt. Risiken, die sich nicht unmittelbar in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral. Das Risikomanagement-System ist Prüfungsgegenstand von Group Audit. Entsprechend dem Prüfungsplan werden jährlich verschiedene Teilfunktionen geprüft. Kontroll- und ÜberwachungssystemeUnser Internes Kontrollsystem (IKS) ist ein über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes System zum Management von operationellen Risiken. Es adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften. Das IKS liefert auf Prozessebene für jedes Geschäftsfeld eine Risikolandkarte; das heißt, es verknüpft systematisch jeden Prozessschritt mit wesentlichen Risiken und deren Kontrollen. Diese Transparenz über unsere Risikosituation ermöglicht uns ein gezieltes Reagieren auf Schwachstellen. So können wir operationelle Risiken frühzeitig erkennen, Kontrolldefizite umgehend zuordnen und wirksam gegensteuern. Im Hinblick auf Kontrollen, die auf Unternehmensebene durchgeführt werden, orientiert sich das IKS an COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission), einem in der Finanzwirtschaft anerkannten Standard für unternehmensinterne Kontrollen. Für Kontrollen auf IT-Ebene wird das maßgebende Framework COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein international anerkanntes Rahmenwerk zur IT-Governance. Wesentliche Voraussetzung für die Verlässlichkeit des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Einzelunternehmen ist die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess. Der korrekte Ausweis und die zweckgerechte Bewertung sämtlicher Positionen des Abschlusses sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben in Anhang und Lagebericht sind zu gewährleisten. Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen sorgfältig bestimmte Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen mit einem adäquaten Aufwand-Nutzen-Verhältnis sicherzustellen. Diese Grenzen werden anhand der Kriterien Größe, Risikoerfahrung und Einhaltung von Rechtsvorschriften und maßgeblichen internen Regelungen ermittelt. Risiken, die aus Gruppensicht für die Finanzberichterstattung wesentlich sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das IKS aufgenommen. Die IKS-Risikolandkarte wird einmal jährlich von den Risikoträgern auf Aktualität geprüft und angepasst. Munich Re gibt durch ein Bilanzierungshandbuch und regelmäßige Informationen über Änderungsanforderungen konzernweit einheitliche Regeln vor. Sie gelten für Ansatz, Bewertung und Ausweis sämtlicher Positionen von Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der weiteren Bestandteile des Abschlusses. Der Rechnungslegungsprozess ist in hohem Maße von IT-Systemen abhängig. Diese unterliegen laufenden Kontrollen. Deren Ziel ist es, vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen und die Effektivität und Stabilität der Informations- und Kommunikationsprozesse zu gewährleisten. Die Konzernabschlusserstellung beruht auf einer zentralen IT-Lösung, die auf konzernweit weitgehend einheitlichen Hauptbüchern aufsetzt. Sie fußt auf harmonisierten Stammdaten, einheitlichen Prozessen und Buchungsregeln sowie einer standardisierten Schnittstelle für die Datenlieferung an den Konzern oder Teilkonzern. Berechtigungskonzepte regeln den Zugriff auf die Rechnungslegungssysteme. Die Ordnungsmäßigkeit der Datenbewirtschaftung in den Rechnungslegungssystemen wird regelmäßig durch Group Audit geprüft. Wesentliche RisikenAllgemein definieren wir Risiko als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Munich Re auswirken können, bezeichnen wir als "wesentlich". Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Wir unterscheiden dabei zwischen in unserem internen Modell abgebildeten Risiken und weiteren Risiken. Im internen Modell abgebildete RisikenSolvenzkapitalanforderung - internes ModellWir verfügen über ein vollständiges internes Modell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können. Wir berechnen damit die unter Solvency II geforderte Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR). Die Solvenzkapitalanforderung gibt den Betrag an anrechnungsfähigen Eigenmitteln an, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Dabei entspricht dem SCR der Value-at-Risk der ökonomischen Gewinn- und Verlustverteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Sicherheitsniveau von 99,5%. Diese Größe gibt somit den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen statistisch in höchstens einem von 200 Jahren überschritten wird. Unser internes Modell fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/ Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Bei der Kalibrierung dieser Verteilungen verwenden wir im Wesentlichen historische Daten, teilweise ergänzt um Expertenschätzungen. Um unserem Zeithorizont von einem Jahr zu entsprechen und um eine stabile und angemessene Einschätzung unserer Risikoparameter zu erreichen, bilden unsere historischen Daten einen langen Zeitraum ab. Ebenfalls berücksichtigen wir Diversifikationseffekte, die durch unsere breite Aufstellung über die verschiedenen Risikokategorien (Versicherungstechnik, Markt, Kredit und operationelle Risiken) und durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei würdigen wir auch Abhängigkeiten zwischen den Risiken, die im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit zu höheren Kapitalanforderungen führen können. Abschließend bestimmen wir den Effekt der Verlustausgleichsfähigkeit latenter Steuern. In der Rückversicherung und bei ERGO wird jede Risikokategorie ausgewiesen. Im Geschäftsfeld Munich Health werden die Risikokategorien Leben/Gesundheit sowie operationelle Risiken gezeigt, nicht jedoch das Markt- und Kreditrisiko. Diese Risiken weisen wir entsprechend unserer internen Risikosteuerung in der Rückversicherung aus. Die Tabelle zeigt die Solvenzkapitalanforderung von Munich Re und ihrer Risikokategorien zum 31. Dezember 2016. Solvenzkapitalanforderung (SCR)scroll
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Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Solvenzkapitalanforderung um 1.781 Millionen €. Diese Erhöhung resultiert wesentlich aus den Entwicklungen an den Kapitalmärkten, insbesondere den weiter gefallenen Zinsen und der Abwertung des Euro gegenüber allen maßgeblichen Währungen. Zum Anstieg trugen auch Modellaktualisierungen bei, vor allem die verbesserte Abbildung negativer Zinsen. Der Diversifikationseffekt zwischen den Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/Gesundheit, Markt, Kredit und operationelle Risiken ist um 724 Millionen € gestiegen und beträgt 36%. Die Solvenzkapitalanforderung, die unter "Sonstige" ausgewiesen wird, steigt aufgrund einer geänderten Zuordnung, da die Solvenzkapitalanforderung für Beteiligungen in dieser Kategorie ohne Diversifikation und nicht mehr im Marktrisiko ausgewiesen werden muss. Weitere Erläuterungen zu den Veränderungen in den übrigen Risikokategorien finden sich in den nachfolgenden Abschnitten. Versicherungstechnisches Risiko Schaden/UnfallDie Risikokategorie Schaden/Unfall umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Ergänzende risikorelevante Informationen zur Schaden- und Unfallversicherung finden Sie auch im Konzernanhang. Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sind. Bei der Bewertung der Schadenrückstellungen folgen wir einem vorsichtigen Reservierungsansatz und schätzen Unsicherheiten konservativ ein. Wir vergleichen zudem jedes Quartal die gemeldeten Schäden mit unserer Schadenerwartung, um ein dauerhaft hohes Reservierungsniveau sicherzustellen. Wir unterscheiden zwischen Schäden, deren Aufwand in einem Geschäftsfeld 10 Millionen € übersteigt, den Großschäden, den Kumulschäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen, und allen anderen Schäden, den Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir explizite analytische Methoden (im Geschäftsfeld Rückversicherung) und simulationsbasierte Ansätze (im Geschäftsfeld ERGO), die jeweils auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Der Kalibrierung dieses Ansatzes liegen unsere eigenen historischen Schaden- und Schadenabwicklungsdaten zugrunde. Die Ermittlung von Reserve- und Beitragsrisiko findet auf geeigneten homogenen Segmenten unseres Schaden/Unfall-Portfolios statt. Zur Aggregation des Risikos auf Gesamtportfolio-Ebene verwenden wir Korrelationen, in deren Schätzung eigene historische Schadenerfahrung einfließt. Wir begrenzen unsere Risikoexponierung, indem wir beispielsweise Naturkatastrophenrisiken, aber auch mögliche von Menschen verursachte Schäden limitieren und budgetieren. Dafür entwickeln unsere Experten Szenarien für mögliche Naturereignisse, die naturwissenschaftliche Faktoren, Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Schadenhöhe berücksichtigen. Ausgehend von diesen Modellen werden die Auswirkungen verschiedener Ereignisse auf unser Portfolio ermittelt und in Form eines stochastischen Modells mathematisch erfasst. Diese Modelle dienen als Grundlage der SCR-Berechnung. Im Rahmen der Modell-Validierung untersuchen wir regelmäßig die Sensitivität der Ergebnisse des Risikomodells für Groß- und Kumulschäden, insbesondere mit Bezug auf Änderungen von Wiederkehrperioden und Schadensummen von Ereignissen sowie einer Veränderung der gezeichneten Geschäftsvolumina. Eine weitere wichtige Maßnahme zur Steuerung versicherungstechnischer Risiken besteht darin, einen Teil unseres Risikos über Rückversicherung oder Retrozession an andere Risikoträger abzugeben. Für die meisten unserer Unternehmen besteht gruppeninterner und/oder externer Rückversicherungs- und Retrozessionsschutz. Neben der traditionellen Retrozession nutzen wir den alternativen Risikotransfer insbesondere für Naturkatastrophenrisiken. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Zweckgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert. Solvenzkapitalanforderung (SCR) Schaden/Unfallscroll
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Solvenzkapitalanforderung Schaden/UnfallDie Solvenzkapitalanforderung für Schaden/Unfall ist um 423 Millionen € gestiegen. Dies ist in erster Linie bei den Groß- und Kumulschäden auf die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen, was zu einem Anstieg der Exponierungen und damit des Risikos in Euro bei einigen großen Naturgefahrenszenarien führt. Auch bei den Basisschäden zeigt sich dieser Effekt. Die Kumulrisiko-Szenarien werden in unserem internen Modell als unabhängige Ereignisse betrachtet. Die Grafiken zeigen, wie wir unsere Exponierung gegenüber den Spitzenszenarien bei einer Wiederkehrperiode von 200 Jahren einschätzen: Atlantic Hurricane aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt![]() Erdbeben Los Angeles aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt![]() Sturm Europa aggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre) Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt![]() Versicherungstechnisches Risiko Leben/GesundheitUnter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders die biometrischen Risiken und Risiken aus Kundenverhalten (zum Beispiel Storno, Kapitalwahlrecht) von Bedeutung. Wir unterscheiden dabei zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken. Als kurzfristig wirksame Entwicklungen modellieren wir - neben dem einfachen Zufallsrisiko höherer Schadenbelastungen im Einzeljahr - vor allem über den aktuariellen Schätzungen liegende Schadenerfahrung, die sich durch seltene, aber kostenintensive Ereignisse wie Pandemien ergeben können. Weitere relevante Informationen zu den Risiken der Lebens- und Krankenversicherung finden Sie auch im Konzernanhang. Speziell die Produkte der Lebensversicherung und ein Großteil unseres Krankenerstversicherungsgeschäfts zeichnen sich durch Langfristigkeit und einen über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis aus. Langfristig wirksame gegenläufige Entwicklungen von Risikotreibern können den Wert des versicherten Portfolios senken (Trendrisiken). Die Risikotreiber Sterblichkeit und Invalidisierung werden durch das Geschäftsfeld Rückversicherung und hier vor allem durch die Exponierungen in Nordamerika dominiert. Das biometrische Risiko Langlebigkeit findet sich hingegen hauptsächlich in den in Deutschland vertriebenen Produkten von ERGO, hier gemeinsam mit typischen Risiken aus Kundenverhalten wie zum Beispiel Storno. In geringerem Maß treten Morbiditätsrisiken in der Krankenversicherung und Risiken im Zusammenhang mit der Erhöhung von Behandlungskosten in den Geschäftsfeldern ERGO und Munich Health auf. Die Risikomodellierung unterlegt die einzelnen Annahmeänderungen mit Wahrscheinlichkeiten und erzeugt somit eine vollständige Gewinn- und Verlustverteilung. Diese Wahrscheinlichkeiten kalibrieren wir insbesondere anhand von historischen Daten, die wir aus den zugrunde liegenden Portfolios gewinnen. Zusätzlich ziehen wir für die Modellierung des Sterblichkeitstrendsrisikos auch allgemeine Sterblichkeitsraten der Bevölkerung heran. Um das vielfältige Geschäft angemessen parametrisieren zu können, werden in der Modellierung Portfolios mit einer homogenen Risikostruktur zusammengefasst. Anschließend werden die einzelnen Gewinn- und Verlustverteilungen unter Berücksichtigung der Abhängigkeitsstruktur zu einer Gesamtverteilung aggregiert. Unser größtes kurzfristiges Kumulrisiko in der Risikokategorie Leben/Gesundheit ist der Fall einer schweren Pandemie, bei dessen Eintreten Munich Re (wie andere Unternehmen der Versicherungswirtschaft) Risiken aus deutlich erhöhter Sterblichkeit und Morbidität sowie vermutlich Verwerfungen auf den Kapitalmärkten ausgesetzt wäre. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend analysieren (Szenarioanalyse) und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung definieren, das heißt, zum Beispiel Limite festlegen. In der Rückversicherung steuern wir durch eine risikoadäquate Zeichnungspolitik die Übernahme biometrischer Risiken. Die Übernahme von Zins- und sonstigen Marktrisiken wird häufig durch eine Deponierung der Rückstellungen beim Zedenten mit garantierter Verzinsung des Depots ausgeschlossen. Darüber hinaus werden diese Risiken in Einzelfällen durch geeignete Kapitalmarktinstrumente abgesichert. In der Erstversicherung sorgt die Produktgestaltung für eine substanzielle Risikominderung. Bei adversen Entwicklungen tragen Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die erfolgsabhängig gebildet und aufgelöst werden müssen, erheblich zum Risikoausgleich bei. In der Krankenerstversicherung besteht zusätzlich bei den meisten langfristigen Verträgen die Möglichkeit bzw. die Verpflichtung, die Beiträge anzupassen. In der Praxis werden jedoch die Grenzen der Belastbarkeit der Versicherungsnehmer zu beachten sein. Bei den eher kurzfristig auf das Portfolio einwirkenden Pandemie- und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeitsszenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt. Die Sensitivität des internen Modells gegenüber den Eingabeparametern untersuchen wir regelmäßig. Neben dem Zins betrifft dies die biometrischen Risikotreiber. Solvenzkapitalanforderung Leben/Gesundheit Die Solvenzkapitalanforderung für Leben/Gesundheit erhöhte sich um 454 Millionen € gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines Volumenanstiegs in der Rückversicherung sowie Entwicklungen an den Kapitalmärkten, insbesondere der Aufwertung von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro. Im Geschäftsfeld ERGO kompensieren sich verschiedene Effekte: Fallende Euro-Zinsen wirken hier erhöhend auf die Solvenzkapitalanforderung, während insbesondere die Umsetzung der neuen ERGO-Strategie diese reduzieren. MarktrisikoWir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienpreisrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der Basiszinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen berücksichtigt, zum Beispiel auf Euro-Staatsanleihen unterschiedlicher Emittenten oder auf Unternehmensanleihen. Darüber hinaus zählen wir das Risiko, dass sich Infiationsraten verändern, ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch unsere versicherungstechnischen Verpflichtungen. Dies ist vor allem in der Lebenserstversicherung der Fall. Aufgrund der teilweise langfristigen Zinsgarantien und der vielfältigen Optionen der Versicherten in der traditionellen Lebensversicherung kann der Wert der Verpflichtungen mitunter stark von den Kapitalmarktgegebenheiten abhängen. Die Modellierung von Marktrisiken erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation möglicher künftiger Marktszenarien. Dabei bewerten wir unsere Aktiva und Passiva für jedes simulierte Marktszenario neu. Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements. Diese Steuerung findet unter anderem durch den Einsatz von Derivaten wie Aktienfutures, Optionen und Zinsswaps statt, die in der Regel zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Ergänzende Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten finden Sie im Konzernanhang. Solvenzkapitalanforderung (SCR) Marktscroll
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Solvenzkapitalanforderung MarktAktienrisikoUnsere im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Aktienpositionierung nach der Berücksichtigung von Derivaten schlägt sich in einem Anstieg der Solvenzkapitalanforderung nieder. ZinsrisikoDer Rückgang des allgemeinen bzw. des spezifischen Zinsrisikos im Geschäftsfeld Rückversicherung resultiert aus der verringerten Zinssensitivität der Eigenmittel aufgrund einer verbesserten Laufzeitkongruenz zwischen Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten bzw. einem moderaten Abbau unseres Kreditrisikoengagements. Im Geschäftsfeld ERGO erhöhte sich das Zinsrisiko deutlich. Ein Großteil dieses Anstiegs ist auf das weiter gesunkene Zinsniveau in der Eurozone zurückzuführen. Darüber hinaus trägt die verbesserte Berücksichtigung negativer Zinsszenarien im internen Modell zum Anstieg des Zinsrisikos bei. Im Geschäftsfeld Rückversicherung beträgt der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2016 76,9 (76,9) Milliarden €. Gemessen in Einheiten der modifizierten Duration beträgt die Zinssensitivität dieser Kapitalanlagen 5,9 (5,4), während die modifizierte Duration der Passivseite 4,6 (4,8) ausmacht. Die Veränderung der frei verfügbaren Eigenmittel bei einem Zinsrückgang um einen Basispunkt beträgt ca. 2,6 (-2,9) Millionen €. Dies bedeutet, dass die Zinssensitivität der Verbindlichkeiten weitestgehend durch die Kapitalanlagen abgesichert wird. Der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen beträgt im Geschäftsfeld ERGO zum 31. Dezember 2016 130,1 (130,5) Milliarden €. Die zinssensitiven Kapitalanlagen weisen eine modifizierte Duration von 9,3 (8,4) und die Verpflichtungen von 10,6 (9,1) auf. Dies führt zu einer Exponierung gegenüber fallenden Zinsen, die weitestgehend aus den langfristigen Optionen und Garantien des Lebensversicherungsgeschäfts stammt. Die Veränderung der frei verfügbaren Eigenmittel bei einem Rückgang des Zinsniveaus um einen Basispunkt beträgt ca. -22,2 (-15,4) Millionen €. ImmobilienrisikoInfolge einer verbesserten Diversifikation des Immobilienportfolios sinkt das Immobilienrisiko leicht. WährungsrisikoDer Anstieg des Währungsrisikos resultiert aus einer mäßigen Erhöhung der bestehenden Fremdwährungsexponierung, die durch die Abwertung des Euro verstärkt wurde. KreditrisikoWir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert. Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir Kreditrisiko auch aktiv durch die Zeichnung von Kredit- oder Finanzrückversicherung sowie im entsprechenden Erstversicherungsgeschäft ein. Kreditrisiken ermittelt Munich Re mit einem Portfoliomodell, das über einen längeren Zeitraum (mindestens einen vollen Kreditzyklus) kalibriert wird, und das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Das Kreditrisiko aus Kapitalanlagen (inklusive Depotforderungen, Staatsanleihen und Credit Default Swaps - CDS) und den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird dabei auf Basis einzelner Schuldner berechnet. Für die zugehörigen Migrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir historische Kapitalmarktdaten. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Schuldnern werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Zugehörigkeit zu Branchen und Ländern abgeleitet. Den Branchen- und Länderkorrelationen liegen die Abhängigkeiten der jeweilig zugehörigen Aktienindizes zugrunde. Die Kalibrierung des Kreditrisikos aus Forderungen erfolgt auf Basis unserer unternehmenseigenen historischen Schadenerfahrung. Im Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft berücksichtigen wir darüber hinaus den Anteil der risikoreduzierenden Wirkung am Kreditrisiko, der durch die Versicherungsnehmerbeteiligung an den Überschüssen entsteht. Weiterhin kapitalisieren wir auch Kreditrisiken für sehr gut geratete Staatsanleihen. Die Ratings der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen finden Sie im Konzernanhang. Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem. Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei OTC-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko. Über ein Finanzsektorlimit wird auf Gruppenebene das Zinsträger- und CDS-Exposure gegenüber Emittenten aus dem Finanzsektor limitiert. Zur Überwachung der Länderrisiken greifen wir neben den gängigen Ratings, auf eigene Analysen der politischen, wirtschaftlichen und fiskalischen Situation in den wichtigsten Staaten zurück, die für Emissionen in Betracht kommen. Unsere Experten werten die Informationen aus, die sich aus Börsenkursbewegungen der von Staaten emittierten Anleihen oder Derivaten ableiten lassen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen durch das Group Investment Committee verabschiedet, welche konzernweit bei der Vermögensanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend sind. Auf Grundlage definierter Stress-Szenarien prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen, die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte. Das Ausfallrisiko im Bereich Retrozessionen und externer Rückversicherung steuern wir mithilfe von Limiten, die das Retro Security Committee festlegt. Zum 31. Dezember 2016 sind unsere in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen gegenüber Rückversicherern folgenden Ratingklassen zugeordnet: In Rückdeckung gegebene versicherungstechnische Rückstellungen nach Ratingscroll
Zu unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft finden Sie weitere Angaben im Konzernanhang. SolvenzkapitalanforderungKredit Im Vergleich zum Vorjahr sinkt das Kreditrisiko um 127 Millionen €. Dieser Rückgang ist auf Umschichtungen im Kapitalanlageportfolio im Geschäftsfeld Rückversicherung zurückzuführen. Hier wurde die Exponierung gegenüber Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer, Bankanleihen sowie der derivative Bestand an Unternehmensanleihen (Credit Default Swaps-Exposure) reduziert und im Gegenzug die Exponierung gegenüber langfristigen US-amerikanischen Staatsanleihen aufgebaut. Operationelles RisikoWir verstehen unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern. Um der zunehmenden Verbreitung von Informationstechnologie in Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung zu tragen, untersuchen wir verstärkt Cyberrisiken. Wir beobachten die Entwicklungen intensiv und erarbeiten daraus mithilfe von Szenarien Ansätze für das Risikomanagement, aber ebenso für die Entwicklung von neuen Geschäftsmöglichkeiten. Zur Quantifizierung der operationellen Risiken verwenden wir Szenarioanalysen. Diese werden jährlich mit erfahrenen Mitarbeitern der Geschäftsfelder und der relevanten Gesellschaften erstellt bzw. aktualisiert. Die Ergebnisse fließen in die Modellierung der Solvenzkapitalanforderung für operationelle Risiken ein. Zur Validierung dieser Ergebnisse werden verschiedene Instrumente herangezogen, beispielsweise Ergebnisse des IKS oder interne und externe Schadendaten. Das Management der operationellen Risiken erfolgt über unser IKS, ergänzt durch Ergebnisse, die aus Szenarioanalysen gewonnen werden. Darüber hinaus regeln Rahmenvorgaben ein gruppenweit einheitliches Vorgehen, insbesondere bei der Erkennung, Bewertung und Steuerung von Sicherheitsrisiken für Menschen, Informationen und Sachwerten. Zur Behebung erkannter Schwächen oder Fehler werden angemessene Maßnahmen bis hin zu größeren Projekten umgesetzt. Bezüglich des internen Modells wird die Sensitivität gegen die wichtigsten Input-Parameter regelmäßig geprüft. Solvenzkapitalanforderung operationelles RisikoDie Erhöhung der Solvenzkapitalanforderung für das operationelle Risiko zum 31. Dezember 2016 um 352 Millionen € ist auf die aktualisierte Einschätzung einiger Szenarien, überwiegend im Bereich der Cyberrisiken, zurückzuführen. Weitere RisikokategorienDas Reputationsrisiko, das strategische Risiko und das Liquiditätsrisiko werden mithilfe geeigneter qualitativer Verfahren identifiziert, analysiert und im Rahmen des Möglichen bewertet und gesteuert. ReputationsrisikoWir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit, zum Beispiel bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten, verschlechtert. Die Beurteilung konkreter Reputationsfragen bei einzelnen Geschäftsvorfällen wird in den Geschäftsfeldern durch Reputational Risk Committees vorgenommen. Das Group Compliance Committee befasst sich mit Compliance-Risiken sowie Reputationsfragen und -risiken, um sicherzustellen, dass auf Gruppenebene eine einheitliche Behandlung dieser Risiken erfolgt. Darüber hinaus laufen die Überwachung und Begrenzung von Reputationsrisiken im Rahmen der operationellen Risiken als Bestandteil unseres IKS ab. Auch unser Compliance-Hinweisgeberportal trägt zu einer Reduzierung dieser Risiken bei. Strategisches RisikoWir definieren strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Das strategische Risiko steuern wir, indem wir für wesentliche strategische Themen Risikoanalysen vornehmen und die Implementierung für notwendig erachtete Maßnahmen regelmäßig nachhalten. Bei der operativen Geschäftsplanung und den Prozessen bei Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen wirkt der Chief Risk Officer mit. LiquiditätsrisikoZiel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln im Konzern optimieren wir ferner mithilfe interner Finanzierungen. Durch strenge Verfügbarkeitsanforderungen, die insbesondere auch die aufsichtsrechtlichen Regelungen berücksichtigen, stellen wir sicher, dass jede Einheit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Steuerung des Liquiditätsrisiko erfolgt über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht. Darüber hinaus haben wir quantitative Risikokriterien eingeführt, mit denen unter anderem sichergestellt wird, dass Munich Re auch im Falle eines Verlustes in Höhe der Solvenzkapitalanforderung ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft bzw. dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft finden Sie im Konzernanhang. Bedeckungsquote nach Solvency IIDie Solvency-II-Bedeckungsquote ergibt sich als Quotient der anrechnungsfähigen Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung: Solvency-II-Bedeckungsquotescroll
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Die in den anrechnungsfähigen Eigenmitteln
enthaltenen Kapitalmaßnahmen belaufen sich im Berichtsjahr auf -2,3
Milliarden € und betreffen im Wesentlichen die Dividendenausschüttung
und Aktienrückkäufe. Mithilfe der Solvenzbilanz nach Solvency II wird der Überschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten der Gruppe ermittelt, wobei Aktiva und Passiva im Wesentlichen zu Marktwerten bewertet werden. Dieser Überschuss ist das Kernelement der anrechnungsfähigen Eigenmittel. Weitere Bestandteile sind vor allem anrechenbare nachrangige Verbindlichkeiten, die hinzuzurechnen sind, sowie zum Stichtag angekündigte und noch nicht durchgeführte Aktienrückkaufe, die abgezogen werden. Eigenmittelbestandteile, die zu Einschränkungen bei der Anrechnenbarkeit führen, wie Überschussfonds oder Minderheitenanteile am Eigenkapital, werden ebenfalls abgezogen. Noch enthalten ist die für das Geschäftsjahr 2016 geplante Dividende. Sonstige RisikenGlobale oder regionale Wirtschafts- und FinanzmarktentwicklungenMunich Re ist stark im Euroraum investiert. Dabei legen wir Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen als Gegenposition zu unseren versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Euro. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt jedoch weiterhin vor allem Lebensversicherungsgesellschaften im Euroraum vor große Herausforderungen. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten von Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten. Diesen Risiken wirken wir mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen entgegen. Durch die Entwicklungen in den Einzelstaaten existieren weiterhin erhebliche politische Risiken in der Eurozone. Als Reaktion auf den angekündigten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs hat das britische Pfund sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem US-Dollar deutlich abgewertet. Die Unsicherheit über die Brexit-Verhandlungen könnte weitere negative Folgen (weitere Pfund-Abwertung, Rezession im Vereinigten Königreich, Verschlechterung der Leistungsbilanz von EU-Ländern) nach sich ziehen. Neben den politischen Unwägbarkeiten in Europa und den aktuellen Entwicklungen in den USA sowie der Situation in den Schwellenländern sorgen internationale Krisen wie die Situation im Nahen und Mittleren Osten oder in der Ukraine zusätzlich für erhöhte Unsicherheiten. Potenzielle Auswirkungen aus Entwicklungen dieser Art auf unserer Risikoprofil analysieren wir fortlaufend. Europaweit ist eine Tendenz zur Erhöhung der Unternehmenssteuerbelastung durch höhere Steuersätze und eine Ausweitung der Bemessungsgrundlage erkennbar. Auch die Einführung der Finanztransaktionssteuer in Europa ist weiterhin in Diskussion. Zusätzlich steigen die Verpflichtungen der Unternehmen, Transparenz hinsichtlich ihrer weltweiten Steuerbelastung und ihrer Steueraktivitäten zu schaffen. Dadurch ausgelöst kann es weltweit zu Anpassungsmaßnahmen seitens der lokalen Gesetzgeber verbunden mit Mehrbelastungen für global operierende Unternehmen kommen. Für Munich Re sind steuerliche Mehrbelastungen aus diesen diskutierten Vorhaben nicht ausgeschlossen. Regulatorische RisikenSeit Jahren ist eine zunehmende Dynamik und Komplexität in der Regulierung zu beobachten, die eine gesteigerte Aufmerksamkeit verlangt und zunehmend und dauerhaft Ressourcen bei Munich Re bindet. Die ökonomische und die regulatorische Perspektive stimmen an vielen Stellen nicht überein. Dadurch können unterschiedliche Steuerungsimpulse gesetzt werden, die zu widersprüchlichen Signalen in der Unternehmenssteuerung führen könnten. KlimawandelDer Klimawandel ist langfristig eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft. In unserem Corporate Climate Centre analysieren und bewerten wir dieses Risiko mit einem ganzheitlichen strategischen Ansatz. RechtsrisikenGesellschaften von Munich Re (Gruppe) sind im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und aufsichtsrechtliche Verfahren sowie in Schiedsverfahren in verschiedenen Ländern involviert. Der Ausgang der schwebenden oder drohenden Verfahren ist nicht bestimmbar oder vorhersagbar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass keines dieser Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Munich Re hat, da kein Risiko einen niedrigen dreistelligen Millionen Euro Betrag übersteigt. ZusammenfassungUnsere Leitungsgremien haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2016 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für tragfähig und kontrolliert. ChancenberichtDurch unsere starke Kundenorientierung, unsere globalen Risikomanagementkompetenzen und unser Branchenwissen sind wir gut aufgestellt, um von sich kontinuierlich wandelnden Märkten und verändertem Kundenverhalten, gerade im Zeitalter der Digitalisierung, zu profitieren und weiterhin gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Die nachfolgend erläuterten Chancen beziehen sich grundsätzlich gleichermaßen auf alle Geschäftsbereiche, sofern nicht anderslautend beschrieben. Wirtschaftliche RahmenbedingungenFür Munich Re eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten, wenn sich zentrale volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen. So würde sich ein stärkeres Wirtschaftswachstum in den USA oder Deutschland und eine raschere Konjunkturerholung in der Eurozone oder in großen Schwellenländern positiv auf die Nachfrage nach Versicherungsschutz auswirken und in den meisten Sparten höhere Prämienvolumina nach sich ziehen. Zudem könnte eine solche Entwicklung ebenso wie eine weniger expansive Geldpolitik zu einer Normalisierung an den Anleihemärkten und damit zu einem allmählichen Renditeanstieg führen. Dies würde unser Kapitalanlageergebnis zwar kurzfristig belasten, langfristig unserem Versicherungsgeschäft jedoch zugutekommen und Mehrerträge mit sich bringen. Allerdings eröffnen sich auch durch das aktuelle Niedrigzinsumfeld und die daraus resultierende Belastung für unsere Zedenten neue Geschäftsmöglichkeiten für unsere Rückversicherungstätigkeiten. Darüber hinaus ergeben sich in unserem Erst- und Rückversicherungsgeschäft langfristig Chancen zur Geschäftsausweitung. Der Bedarf an Versicherungsdeckung wächst durch eine zunehmende Wertakkumulation, das erhöhte Sicherheitsbedürfnis und den damit steigenden Versicherungsbedarf einer weltweit wachsenden Mittelschicht. Auch zunehmend komplexere Industrierisiken und Nachholpotenziale bei der Versicherung von Naturgefahren bieten Wachstumschancen. Wir sind durch unsere Kompetenz in der Entwicklung von Produktlösungen und in der Risikoanalyse und -prävention für unsere Kunden gut positioniert. Innovation und DigitalisierungDie sich durch die Digitalisierung in einem immer stärkeren Maße wandelnden Märkte und ein sich veränderndes Kundenverhalten erfordern Flexibilität auf der Deckungs- und Lösungsseite. Den dafür notwendigen Wandel im Hinblick auf neue innovative Produkte und Services, aber auch Prozesse unterstützen wir unter anderem mit unseren Kooperationen mit jungen und kreativen Start-ups. Wir sind in wichtigen Zentren der Start-up-Szene, zum Beispiel dem Silicon Valley, London, Peking, Berlin und Tel Aviv, mit eigenen Experten präsent. Als Partner verschiedener Acceleratoren in London und Berlin, wie "Axel Springer Plug and Play" und "startupbootcamp", tauschen wir uns aktiv mit zahlreichen "InsurTechs" und Forschungseinrichtungen aus. Daraus entstehen viele Kooperations- und Geschäftsideen, mit deren Hilfe wir unser Geschäftsmodell über die Versicherungswertschöpfungskette hinaus erweitern und uns die Wachstumspotenziale der digitalen Welt erschließen können. Als einer der global führenden Rückversicherer stehen wir unseren Kunden in der Gestaltung des digitalen Wandels als Partner zur Seite. So bieten wir beispielsweise verschiedene Produkte an, die ein automatisiertes Underwriting und Ausstellen der Policen ermöglichen. Gerade kleinere und mittelständische Versicherer schätzen die Möglichkeit, den Abschluss von Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen über unsere White-Label-Lösung in ihr eigenes Angebot zu integrieren. Mit umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren haben wir eine moderne Dateninfrastruktur und fortschrittliche Auswertungsmöglichkeiten geschaffen, die es uns ermöglichen, Big-Data-Analysen im Rahmen datenschutzrechtlicher Möglichkeiten noch systematischer für unser eigenes Geschäft zu nutzen, aber auch unseren Kunden zugänglich zu machen. Wir greifen auf verschiedenste Daten weltweit zu und kombinieren diese mit unseren Risikomanagementkompetenzen und unserem Branchenwissen. Die Erfahrung unserer US-Tochter The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB) in der Sensortechnologie nutzen wir, um innovative Internet-of-Things-Versicherungslösungen mit unseren Industriekunden zu entwickeln. Mit unserer neu etablierten Einheit "Digital Partners" entwickeln wir mit Start-ups und digitalen Unternehmen innovative Lösungen. Unsere globale Aufstellung sowie die Fähigkeit, einsatztaugliche IT-Werkzeuge zu schaffen und für fast jeden Bedarf als Risikoträger agieren zu können, heben uns von den meisten Wettbewerbern in diesem dynamisch wachsenden Markt ab. Beim Kauf von Versicherungen nutzen unsere Endkunden zunehmend klassische und digitale Kanäle parallel. Die Ansprüche unserer Kunden an Kontaktangebote, an nahtlose Übergänge zwischen Kanälen und das schnelle Erledigen von Anliegen steigen. Wir wollen die daraus resultierenden Chancen weiterhin schnell und konsequent nutzen. Daher verstärken wir die Integration der verschiedenen Produkte und Vertriebskanäle und bauen den Direktvertrieb in allen Sparten der Erstversicherung aus. Wir vertrauen auf bestehende Kompetenzen, zum Beispiel bei ERGO Direkt, und nutzen den gruppeninternen Wissensaustausch. Wir gehen in neuer Form auf unsere Kunden zu, beispielsweise mit unserem voll digitalen Versicherer nexible, der ab 2017 onlineaffine Kunden adressiert. Wir streben mittelfristig eine möglichst hohe Dunkelverarbeitungsquote und Automatisierung über alle Bearbeitungsprozesse hinweg sowie eine Verbesserung von Prozessqualität, -effizienz und -sicherheit über die gesamte Wertschöpfungskette mit neuen digitalen Kundenschnittstellen an. Unser Bestreben ist es, die sich kontinuierlich weiterentwickelnden digitalen Möglichkeiten für eine erweiterte Versicherbarkeit von Gesundheitsrisiken zu nutzen. Digitalisierung sowie Datenanalyse und -management spielen eine wichtige Rolle, um unsere Servicekonzepte in der Rückversicherung weiterzuentwickeln und unser Geschäft auszubauen. So stellen wir unseren Zedenten für die Analyse von Gesundheitsrisiken moderne Lösungen und Werkzeuge zur standardisierten medizinischen Risikobewertung zur Verfügung. In der Erstversicherung wollen wir neue Geschäftspotenziale durch innovative, stärker individualisierte Produkte erschließen. Zum Beispiel bieten sogenannte Wearables Chancen, mehr über unsere Kunden und ihre Gewohnheiten zu erfahren. Damit streben wir sowohl eine bessere Kundenbindung als auch ein umfangreicheres Serviceangebot durch digitale Lösungen an. Im Bereich der Prävention von chronischen Erkrankungen oder bei Patienten mit bestimmten Risikofaktoren können neue Produkte im Bereich digitaler Monitoring-Technik helfen, laufende Behandlungen optimal auf den einzelnen Patienten abzustimmen und akute Verschlechterungen des Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen. In Entwicklungs- und Schwellenländern lassen sich mithilfe von mobilen Anwendungen auf Smartphones Lücken in der Infrastruktur der Gesundheitsversorgung schließen. Dadurch können der Zugang zu und die Bezahlung von medizinischen Leistungen ermöglicht werden - oftmals ein wichtiger erster Schritt zum Aufbau einer medizinischen Grundversorgung. Insgesamt erwarten wir, dass sich Kundenbedürfnisse und Erwartungen grundlegend verschieben werden - weg von der reinen Kostenübernahme im Krankheitsfall hin zu Gesundheitserhaltung und Prävention. Gesellschaftliche und ökonomische TrendsWachstum der SchwellenländerDie positive wirtschaftliche Dynamik und die geringe Versicherungsdurchdringung in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bieten Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung unseres Geschäftsportfolios. In Wachstumsmärkten wie Lateinamerika, Mittlerer Osten und insbesondere Asien sind wir als einer der führenden Rückversicherer aktiv und beteiligen uns zunehmend auch an Erstversicherungsaktivitäten. So haben wir zum Beispiel in Indien unsere Präsenz und Geschäftstätigkeit in der Rückversicherung am Standort Mumbai verstärkt. Darüber hinaus versprechen Nischen- und Spezialversicherer aus unserem Leistungsbereich "Risk Solutions" wie HSB, Corporate Insurance Partner, Munich Re Syndicate oder American Modern Insurance Group Inc. (American Modern) dank internationaler Innovationsnetzwerke und umfassender Expertise bei der Produktentwicklung auch über das Geschäftsfeld Rückversicherung hinaus ein erhebliches, nachhaltiges Wachstumspotenzial. Die Aktivitäten unseres Erstversicherers ERGO werden sich weiterhin auf Wachstumsmärkte fokussieren. Dabei wird auch der Eintritt in neue Märkte als zusätzliche Wachstumsquelle geprüft. Alternde BevölkerungIn der Lebensversicherung ergeben sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld aus dem Altersvorsorgebedarf einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft Herausforderungen und Chancen in der Erst- und Rückversicherung. Als Erstversicherer adressieren wir den steigenden Bedarf an Vorsorgeprodukten, insbesondere vor dem Hintergrund volatiler und von dauerhaft niedrigen Zinsen geprägter Kapitalmärkte. Als Rückversicherer sind wir über ein spezifisches Angebot an Absicherungslösungen für Kapitalanlagen ("Asset Protection") ein kompetenter Partner für Lebenserstversicherer und entwickeln in Zusammenarbeit mit der MEAG erfolgreich integrierte Rückversicherungs- und Finanzlösungen für Lebensversicherungsunternehmen. Wachstumspotenziale sehen wir auch bei der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken. Bei ihrer Nutzung gehen wir wegen der Schwierigkeiten robuster Trendeinschätzungen indes bewusst nur sehr behutsam und selektiv vor. Steigende Lebenserwartungen, verbunden mit einer wachsenden Bevölkerung, dem medizinischen Fortschritt und der sich weiter steigernden Bedeutung von Prävention und sogenannter Disease-Management-Programme, geben uns als globalem Krankenerst- und -rückversicherer sowie Servicedienstleister vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse zu bedienen und unser Geschäft auszubauen. Klimawandel und NaturkatastrophenWir gehen davon aus, dass der Klimawandel langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen führt, wobei Wetterextreme wie Hochwasser oder saisonale Wasserknappheit unterschiedliche regionale Auswirkungen haben. Unsere Kompetenzen im Risikomanagement und unsere hochentwickelten Risikomodelle ermöglichen uns, diese Risiken besser einzuschätzen und neue Lösungen für unsere Erst- und Rückversicherungskunden zu entwickeln. Beispielsweise wächst der Bedarf an Ernteausfallversicherung auf Basis von Public Private Partnerships stark, weil neben der Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung auch der Klimawandel den Bedarf der Landwirte nach einer Absicherung ihrer finanziellen Risiken erhöht. Regulatorisches UmfeldZunehmende regulatorische Anforderungen stellen viele Versicherer vor die erhebliche Herausforderung, Kapitalentlastung und -optimierung nachhaltig zu steuern und sich bestmöglich zu diversifizieren. Dank unserer starken Kapitalbasis, Innovationskraft und fundierten Expertise können wir unseren Rückversicherungskunden als langfristiger strategischer Partner ein differenziertes Angebot von umfassender Beratung bis zu maßgeschneiderten Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen bieten. Im Bereich der Lebens- und Krankenerstversicherung spielen Veränderungen im rechtlichen Umfeld ebenfalls eine bedeutende Rolle. Regulatorische Eingriffe können zu weiteren Chancen für unseren Gesundheitsversicherer DKV führen, beispielsweise im weiteren Ausbau der starken Position in der Ergänzungsversicherung im Bereich der Pflege- und Krankenversicherungen. Erweiterung der Grenzen der VersicherbarkeitWir arbeiten gemeinsam mit unseren Kunden permanent daran, in vielerlei Weise die Grenzen der Versicherbarkeit auszudehnen. Unsere Experten beschäftigen sich zum Beispiel seit vielen Jahren mit Cyber-Risiken und der Erweiterung der Deckungsmöglichkeiten. Neben Datenverlust und -missbrauch, direkten Sachschäden und Betriebsunterbrechung bieten wir inzwischen auch entsprechende Deckungslösungen für Produkthaftpflichtrisiken und Reputationsschäden durch schadhafte Produktsoftware an. Eine weitere Evolutionsstufe sind die Deckungen für Verletzungen von gewerblichen und industriellen Schutzrechten sowie von Betriebsgeheimnissen. Hinzu kommen Versicherungen für andere sensible Informationen durch Softwarefehlfunktionen oder Cyberattacken sowie Deckungen für epidemische Risiken für den privaten und öffentlich-rechtlichen Sektor. Ein weiteres Beispiel einer Produktinnovation ist die durch unser Tochterunternehmen HSB entwickelte neuartige Produktlinie "Erneuerbare Energie Versicherung". Die Deckung schützt Entwickler, Betreiber und Investoren von Projekten in den Energie-Bereichen Wind, Solartechnik, Photovoltaik, Bio-Kraftstoffe und Bio-Masse sowie Wasserkraft und Geothermie-Systeme. Im Bereich Naturgefahren und Klimawandel sind wir ein gesuchter Partner, um neue Lösungen für eine höhere Resilienz von Kommunen, Staaten und ganzen Regionen zu entwickeln. Beispiele hierfür sind unsere Entwicklungsarbeit und Beteiligungen an staatlichen Poollösungen für Flut- bzw. Terrorrisiken im Vereinigten Königreich, für Dürrerisiken in Ostafrika oder als Partner der Weltbank im pazifischen Raum im Rahmen des globalen "Desaster Risk Financing and Insurance Program". AusblickDie kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung. Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist einerseits wegen der offenkundigen Schwankungen beim Anfall von Großschäden nicht möglich; andererseits erschweren die ausgeprägte Volatilität von Kapitalmärkten und Währungskursen sowie die Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben. Vergleich des Ausblicks für 2016 mit dem erreichten ErgebnisMunich Re (Gruppe)Vergleich Ausblick Munich Re (Gruppe) 2016 mit erreichtem Ergebnisscroll
Die Bruttobeiträge lagen mit 48,9 Milliarden € trotz Anteilsreduktionen bei großvolumigen Verträgen, dem Verkauf von ERGO Italia und negativen Währungseffekten am oberen Ende unseres Zielkorridors. Zu Jahresbeginn hatten wir für das Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis von 2,3 bis 2,8 Milliarden € in Aussicht gestellt. Die Aufwendungen für die Umsetzung des ERGO Strategieprogramms und Belastungen aus den volatilen Kapitalmärkten im ersten Quartal machten zunächst eine Reduzierung des Ergebnisziels auf 2,3 Milliarden € nötig. Gute Resultate in den folgenden beiden Quartalen ließen uns das prognostizierte Konzernergebnis wieder auf "deutlich über 2,3 Milliarden €" anheben. Dieses haben wir mit 2,6 Milliarden € trotz hoher Belastungen aus Großschäden im vierten Quartal erreicht und lagen damit wieder innerhalb der ursprünglich anvisierten Ergebnisspanne. Das Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte ist angesichts der weiterhin sehr niedrigen Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen nur schwer zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2016 erzielten wir einen RoRaC von 10,9%; die Verzinsung auf das gesamte IFRS-Kapital (Return on Equity, ROE) betrug 8,1 %. Das Kapitalanlageergebnis der Gruppe (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) blieb nahezu konstant bei 7,6 Milliarden €. Die laufenden Kapitalerträge sanken nicht zuletzt aufgrund des Zinsabriebs. Veräußerungsgewinne bei Staatsanleihen, Pfandbriefen und Aktien konnten Verluste aus Absicherungsderivaten und Abschreibungen deutlich überkompensieren. Das Kapitalanlageergebnis entspricht insgesamt einer - angesichts des Kapitalmarktumfelds eher hohen - Rendite von 3,2%, bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Damit lagen wir über der ursprünglich erwarteten Kapitalanlagerendite von "rund 3%". Die Economic Earnings betrugen 2,3 Milliarden €. Unser ursprüngliches Ziel, ein Ergebnis in Höhe von 2,3 bis 2,8 Milliarden € zu erwirtschaften, haben wir noch erreicht. RückversicherungDas Geschäftsfeld Rückversicherung lag im Geschäftsjahr 2016 bei den gebuchten Bruttobeiträgen mit 27,8 Milliarden € am oberen Ende des Zielkorridors von 26 bis 28 Milliarden €. Die Lebensrückversicherung lag mit gebuchten Bruttobeiträgen in Höhe von 10,0 Milliarden € trotz Anteilsreduktionen bei großvolumigen Verträgen sowie negativer Währungseffekte ebenfalls am oberen Ende der erwarteten Spanne von 9 bis 10 Milliarden €. In der Schaden- und Unfallversicherung rechneten wir mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 17 und 18 Milliarden €, dies haben wir mit 17,8 Milliarden € trotz negativer Währungseffekte erreicht.
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Ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug. Das versicherungstechnische Ergebnis in der Lebensrückversicherung lag mit 487 Millionen € deutlich über den angestrebten rund 400 Millionen €. Positive Reservierungseffekte vor allem in den USA begünstigten das sehr erfreuliche Ergebnis. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung war mit 95,7% deutlich besser als die ursprünglich angestrebte Quote von rund 98%. Nachdem sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahres weniger Großschäden ereigneten als erwartet, reduzierten wir unsere Prognose für die Schaden-Kosten-Quote auf 95%. Dass wir die angepasste Quote nun leicht verfehlt haben, lag hauptsächlich an der über unseren Erwartungen liegenden Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen im vierten Quartal. Entlastend wirkte die Auflösung von Rückstellungen für Basisschäden vergangener Jahre. Für das Geschäftsjahr konnten wir Schadenrückstellungen in Höhe von rund 1,1 Milliarden € auflösen. Das Konzernergebnis 2016 in der Rückversicherung übertraf mit 2,5 Milliarden € unsere ursprüngliche Erwartung eines Ergebnisses zwischen 1,9 und 2,4 Milliarden €. ERGODie gesamten Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld ERGO betrugen 17,2 Milliarden € und lagen damit im unteren Bereich unseres Zielkorridors für 2016 von 17 und 18 Milliarden €, die gebuchten Bruttobeiträge hingegen lagen mit 16,0 Milliarden € am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 15,5 und 16 Milliarden €. In ERGO Leben/Gesundheit Deutschland betrugen die gesamten Beitragseinnahmen 10,0 Milliarden €, unser Ausblick hatte bei "etwas über 10 Milliarden €" nur unwesentlich höher gelegen. Die gebuchten Bruttobeiträge summierten sich auf 9,2 Milliarden € und lagen in der angestrebten Spanne von 9 bis 9,5 Milliarden €. Für den Geschäftsbereich Leben Deutschland erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2016 Gesamtbeiträge in einer Spanne von 3,5 bis 4 Milliarden €, mit 3,7 Milliarden € haben wir dies erreicht. Im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland strebten wir eine leichte Steigerung der Bruttobeiträge auf 5 bis 5,5 Milliarden € an, mit 5,2 Milliarden € erreichten wir den angestrebten Zielkorridor. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland strebten wir für das Geschäftsjahr 2016 gebuchte Bruttobeiträge von etwas über 3 Milliarden € an. Mit 3,2 Milliarden € haben wir dieses Ziel übertroffen. Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung Deutschland erwarteten wir zu Jahresbeginn, einen normalen Großschadenverlauf vorausgesetzt, bei rund 95%. Aufgrund der im Rahmen des ERGO Strategieprogramms anfallenden Investitionen erhöhten wir die erwartete Schaden-Kosten-Quote für das Geschäftsjahr 2016 auf 98%. Mit einer Quote von 97,0% lagen wir nun deutlich unter der angepassten Erwartung. In ERGO International betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 3,7 Milliarden €, zu Jahresbeginn hatten wir zwischen 3 und 3,5 Milliarden € erwartet. Die gesamten Beitragseinnahmen erwarteten wir für das Geschäftsjahr zwischen 3,5 und 4 Milliarden €, mit 4,0 Milliarden € lagen sie am oberen Ende unseres Zielkorridors. Die Schaden-Kosten-Quote entsprach mit 99,0% unserer ursprünglichen Erwartung. Zu Jahresbeginn hatten wir für das Geschäftsfeld ERGO ein Ergebnis von 250 bis 350 Millionen € angestrebt. Mit einem Konzernergebnis von -40 Millionen € hat ERGO unsere ursprüngliche Erwartung deutlich verfehlt. Bereits im ersten Quartal hatten wir für die Umsetzung des ERGO Strategieprogramms mit Belastungen gerechnet, die es unwahrscheinlich erscheinen ließen, dass ERGO 2016 einen Gewinn ausweisen wird. Munich HealthDie gebuchten Bruttobeiträge lagen mit 5,0 Milliarden € im Rahmen unserer Erwartung von knapp 5 Milliarden €. Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 98,5% leicht unter unserem Ziel von rund 99%. Das Konzernergebnis von Munich Health betrug 137 Millionen €. Damit haben wir unser ursprüngliches Ziel, einen Gewinn in einer Spanne von 50 bis 100 Millionen € auszuweisen, deutlich übertroffen. Ausblick 2017Zum 1. Februar 2017 wurde das Geschäftsfeld Munich Health in die Geschäftsfelder Rückversicherung und ERGO integriert. Die rückversicherungsbezogenen Geschäftseinheiten von Munich Health wurden mit der Lebensrückversicherung verschmolzen, das Erstversicherungs-Gesundheitsgeschäft wird ERGO International übertragen. Im Zuge dieser Umorganisation wurde das Segment Rückversicherung Leben umbenannt in Rückversicherung Leben/Gesundheit. Die nachfolgenden Prognosen für das Jahr 2017 berücksichtigen die geänderte Gruppenaufstellung. Bei einem Vergleich des Ausblicks 2017 mit den Werten des Geschäftsjahres 2016 wurden die Werte von 2016 entsprechend der neuen Segmentierung aggregiert. Ausblick Munich Re (Gruppe)scroll
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Einschließlich des Ergebnisses aus Rückversicherungsverträgen,
das aufgrund von nicht ausreichendem Risikotransfer im nicht versicherungstechnischen
Ergebnis ausgewiesen wird. RückversicherungDie gesamte Rückversicherung dürfte 2017 Bruttobeiträge in einer Spanne von 31 bis 33 Milliarden € erwirtschaften und damit unter dem Vorjahresniveau liegen, wobei Wechselkurseffekte erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben können. Das Konzernergebnis der Rückversicherung sollte 2017 zwischen 1,8 und 2,2 Milliarden € liegen. Das Ergebnis bewegt sich damit bis zu 0,7 Milliarden € unter dem Resultat aus 2016, was auf eine im weiteren Jahresverlauf normale Großschadenbelastung, den Rückgang der Preise in der Schaden- und Unfallrückversicherung und den Druck auf unsere Kapitalanlageerträge bei anhaltend niedrigen Marktzinsen zurückzuführen wäre. Zusätzlich konnten wir 2016 von positiven Währungseffekten profitieren, die in unserer Prognose für das Jahr 2017 nicht enthalten sind. Für 2017 rechnen wir in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 13 und 14 Milliarden €. Das versicherungstechnische Ergebnis sowie das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen ohne ausreichenden Risikotransfer sollte bei mindestens 450 Millionen € liegen und damit unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen ohne ausreichenden Risikotransfer wird im sonstigen operativen Ergebnis ausgewiesen und ist damit Bestandteil des nicht versicherungstechnischen Ergebnisses. Für 2017 rechnen wir in der Schaden- und Unfallrückversicherung mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 17,5 und 18,5 Milliarden €; das wären Beiträge in etwa auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des niedrigen Großschadenaufwands in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 erwarten wir eine Schaden-Kosten-Quote von rund 97% der verdienten Nettobeiträge. Dabei gehen wir von Rückstellungsauflösungen für Schäden aus früheren Jahren im Umfang von rund 6 Prozentpunkten aus. Der Anstieg der Schaden-Kosten-Quote von mehr als einem Prozentpunkt zu der 2016 erzielten Quote ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass 2016 zufallsbedingt weniger Großschäden als prognostiziert eingetreten waren. Für 2017 rechneten wir vor Jahresbeginn mit Großschäden im Umfang von rund 2 Milliarden €; das entspricht 12% der verdienten Nettobeiträge. Noch immer beobachten wir zudem einen leichten Druck auf die Preise, wenn auch mit abnehmender Tendenz: Die Erneuerungsverhandlungen zum 1. Januar 2017 waren erneut geprägt von einem Überangebot an Rückversicherungskapazität und einer guten Kapitalisierung der meisten Marktteilnehmer. Im Januar standen Verträge mit knapp 9 Milliarden € Prämie zur Erneuerung an, also rund die Hälfte unseres im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall erfassten Geschäfts. Das Prämienvolumen des erneuerten Geschäfts sank um 5% auf 8,5 Milliarden €. Hierbei konnten wir preis- und zyklusmanagementbedingte Geschäftsrückgänge durch die Zeichnung von attraktivem Neugeschäft, darunter auch wieder für einzelne Erstversicherer maßgeschneiderte Lösungen, teilweise ausgleichen. Per saldo mussten wir für das gesamte erneuerte Portfolio ein um 0,5% leicht gesunkenes Preisniveau hinnehmen. Preisrückgänge waren weltweit vor allem im Naturkatastrophengeschäft zu verzeichnen, dabei jedoch in Nordamerika mit abnehmender Dynamik, sowie im Transportgeschäft und in der Luftfahrtversicherung. Dagegen blieb das Preisniveau in der Haftpflichtversicherung stabil, während es in der Kredit- und Kautionsversicherung ebenfalls leicht zurück ging. Dass für Munich Re die Preiseinbußen vergleichsweise moderat ausfielen, unterstreicht die Bedeutung einer konsequent auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik und belegt, dass einzelne Kunden zunehmend Wert auf beständige Rückversicherungsbeziehungen legen. Der umfassende Service und die Finanzstärke von Munich Re werden höher geschätzt als ein noch niedrigerer Preis. In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2017 (vor allem Japan) sowie zum 1. Juli 2017 (Teile der Portfolios in den USA, Australien und Lateinamerika) wird ein Geschäftsvolumen von rund 4 Milliarden € Prämien aus dem Rückversicherungsvertragsgeschäft neu verhandelt. Munich Re geht davon aus, dass sich das Marktumfeld bei diesen Erneuerungsrunden nicht wesentlich verändert, vorausgesetzt, es treten keine außerordentlichen Schadenereignisse oder sonstigen erheblichen Marktverwerfungen ein. ERGODie gesamten Beitragseinnahmen in unserem Geschäftsfeld ERGO dürften 2017 zwischen 18 und 19 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge zwischen 17 und 17,5 Milliarden € und damit jeweils auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Geschäftsfeld ERGO erwarten wir für 2017 ein Konzernergebnis in der Spanne von 150 bis 200 Millionen € und damit deutlich über dem Ergebnis von 2016, das vor allem durch Aufwendungen für das Strategieprogramm geprägt wurde. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland dürften unsere gesamten Beitragseinnahmen bei etwas unter 10 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge bei rund 9 Milliarden €. Im Geschäftsbereich Leben Deutschland bleibt das wirtschaftliche Marktumfeld weiterhin angespannt. Wir rechnen 2017 mit einem Rückgang der Einmalbeiträge und einem Rückgang beim Neugeschäft gegen laufenden Beitrag. Wir erwarten für den Geschäftsbereich Leben Deutschland auch aufgrund des schrumpfenden Bestands insgesamt rückläufige Gesamtbeiträge für das Geschäftsjahr 2017 von rund 3,5 Milliarden € und gebuchte Bruttobeiträge in einer Spanne von 2,5 bis 3 Milliarden €. Für den Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland gehen wir davon aus, dass die gebuchten Bruttobeiträge mit 5 bis 5,5 Milliarden € auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Mit neuen Produkten in der Pflege- und Ergänzungsversicherung, aber auch mit Verbesserungen in der Vollversicherung wollen wir unsere Beitragsziele erreichen. Im Geschäftsbereich Direkt Deutschland sollten die gebuchten Bruttobeiträge 2017 auf dem Niveau des Vorjahres bei rund 1 Milliarde € liegen. Rückgänge im Lebensversicherungs- und Schaden- und Unfallgeschäft dürften voraussichtlich im kommenden Jahr weitgehend durch Wachstum in der Krankenversicherung kompensiert werden können. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland dürften die gebuchten Bruttobeiträge etwas über 3 Milliarden € liegen. Das durch ein starkes Wettbewerbsumfeld geprägte Privatkundengeschäft wollen wir weiter ausbauen, gleiches gilt für unsere Marktstellung in den gewerblichen und industriellen Versicherungssparten. Die Schaden-Kosten-Quote in der Kompositversicherung Deutschland sollte bei einer normalen Großschadenlast bei rund 99% liegen. In unserem Segment International wollen wir 2017 gebuchte Bruttobeiträge von etwas unter 5 Milliarden € erreichen und ein gesamtes Beitragsvolumen von rund 5,5 Milliarden €, mit Unwägbarkeiten hinsichtlich der Nachfrage nach Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung. Im Gesundheitsgeschäft gehen wir von leicht steigenden Beiträgen aus. Im Schaden- und Unfallgeschäft dürften wir Beitragseinnahmen etwa auf dem Niveau des Vorjahrs erzielen. Bei einer normalen Großschadenlast streben wir eine Schaden-Kosten-Quote von rund 98% an. Munich Re (Gruppe)Für 2017 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge zwischen 48 und 50 Milliarden €. Der Mittelwert liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Langfristig wollen wir mit innovativem Geschäft ertragreich wachsen. An unserem Ziel einer Rendite von 15% auf unser Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus der Versicherungs- und Zinsmärkte hinweg halten wir fest. Im gegenwärtigen Umfeld niedriger Zinsen auf risikoarme Kapitalanlagen ist dieses Ziel jedoch nur schwer zu erreichen. Wir erwarten für 2017 Economic Earnings in der Größenordnung der IFRS-Ergebnisprognose. Unsere Erwartung basiert auf der Annahme stabiler Kapitalmärkte und unveränderter Modellierungs-Parameter sowie eines im weiteren Jahresverlauf normalen Großschadenaufkommens. Während die Economic Earnings im Jahr 2016 vor allem durch Auswirkungen im Zusammenhang mit dem ERGO Strategieprogramm gedämpft wurden, erwarten wir daraus 2017 geringere Belastungen. Für das Jahr 2017 rechnen wir bei von nun an erwartungsgemäßem Großschadenverlauf mit einem Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses von Munich Re auf 2,6 bis 2,8 Milliarden €. Für unsere Kapitalanlagen gehen wir auch für 2017 von einem niedrigen Zinsniveau und somit infolge der Wiederanlage geringeren laufenden Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen aus. Wie im Vorjahr wollen wir auch im Jahr 2017 unsere breit diversifizierten Investitionen und Investitionszusagen in Infrastruktur sowie unseren Immobilienbestand schrittweise erhöhen. Unsere mit 6,1 % moderate Aktienquote wollen wir nur wenig verändern, um die Abschreibungsrisiken weiterhin zu begrenzen. Die laufenden Erträge aus unseren Kapitalanlagen sollten bei 2,7% liegen; das wären mindestens 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Insgesamt gehen wir von einem Kapitalanlageergebnis aus, das unter dem Vorjahresniveau bei gut 7 Milliarden € liegen dürfte und einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3% entspräche. Der Konzerngewinn dürfte hinter dem guten Ergebnis aus 2016 zurückbleiben, weil der Rückgang in der Rückversicherung größer ist als der Anstieg in der Erstversicherung. Hinzu kommt eine generell außerordentlich hohe Unsicherheit - politisch und makroökonomisch - auf allen für uns relevanten Märkten. Dennoch streben wir für 2017 ein Konzernergebnis von 2,0 bis 2,4 Milliarden € an. Die Steuerquote dürfte in einer für unsere Gruppe generell zu erwartenden Spanne von 20 bis 25% liegen, und damit der Steuerquote für das Jahr 2016 entsprechen. Die Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs, der Veränderung von Schadenrückstellungen und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanten Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, besonderer Restrukturierungsaufwendungen und anderer außergewöhnlicher Effekte. Von Juni 2016 bis Ende Februar 2017 haben wir Aktien im Wert von 898 Millionen € zurückgekauft; weitere 102 Millionen € sollen bis zur Hauptversammlung im April 2017 für Rückkäufe aufgewendet werden. Mit dem Einzug dieser Aktien geben wir nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. Trotz der Rückkäufe ermöglicht es uns unsere gute Kapitalausstattung auch weiterhin, eine attraktive Dividende zu zahlen und gezielt Chancen für profitables Wachstum zu nutzen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 35 Cent auf 8,60 € je Aktie steigen. Dies entspricht einer gesamten Ausschüttung von 1,3 Milliarden €. Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB)Auch für das Berichtsjahr 2016 hat Munich Re von dem Wahlrecht zur zusammengefassten Lageberichterstattung gemäß § 315 Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Ergänzend zur Berichterstattung über Munich Re (Gruppe) erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Münchener Rück AG. Der Jahresabschluss der Münchener Rück AG wird nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt demgegenüber den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus ergeben sich verschiedene Abweichungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Kapitalanlagen, Finanzinstrumente, einzelne versicherungstechnische Aktiva und Passiva sowie latente Steuern. ^ Rahmenbedingungen und wesentliche EinflussfaktorenDie gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Münchener Rück AG stimmen im Wesentlichen mit denen des Konzerns überein. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2016 der Münchener Rück AG war geprägt von einem insgesamt guten Geschäftsverlauf. Die Großschadenbelastung fiel höher aus als im Vorjahr, lag aber erneut unter unseren Erwartungen. Zudem trug die Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Anfalljahre, die wir im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation vornehmen konnten, positiv zum versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung bei. In den vergangenen Geschäftsjahren entwickelte sich die Zusammensetzung des handelsrechtlichen Ergebnisses der Münchener Rück AG wie folgt: Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Münchener Rück AGscroll
Versicherungstechnisches ErgebnisIm Geschäftsjahr 2016 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 23.527 (24.234) Millionen €; der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,9% resultiert vor allem aus der Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen. In der Lebensrückversicherung erwirtschafteten wir 2016 ein niedrigeres Bruttobeitragsvolumen als im Vorjahr: Die Bruttobeiträge sanken leicht um 1,1% auf 7.930 (8.021) Millionen €. In der Krankenrückversicherung verbuchten wir Beiträge von 2.939 (3.567) Millionen €; dies entspricht einem Rückgang um 17,6%. Einen großen Anteil am Umsatzrückgang hatte erneut die Anteilsreduktion eines besonders großvolumigen Vertrags im Jahr 2016. Weiterhin ausschlaggebend für die Reduzierungen waren negative Wechselkurseffekte. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen in der Lebensrückversicherung um 2,1 % gestiegen und in der Krankenrückversicherung um 14,4% gesunken. In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2016 einen marginalen Anstieg der Beitragseinnahmen um 0,1 % auf 12.659 (12.646) Millionen €. Negative Währungseffekte wurden im Wesentlichen durch die selektive Zeichnung von attraktivem Neugeschäft, beispielsweise in Form von strukturierten auf den individuellen Kundenbedarf ausgerichteten Großverträgen, kompensiert. Außerdem konnten wir mit bedeutenden Geschäftspartnern organisches Wachstum erzielen. Dieser Erfolg bei der Geschäftsgenerierung basiert auf unseren langfristig bestehenden Kundenbeziehungen und unserem umfassenden, von Kunden geschätzten Knowhow. In Übereinstimmung mit unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik reduzierten wir unser Portfolio in Bereichen, in denen keine risikoadäquaten Preise und Bedingungen mehr zu erreichen waren. Bei unveränderten Wechselkursen hätte sich das Beitragsvolumen um 2,8% erhöht. Nach wie vor fanden die Verhandlungen zur Erneuerung der Rückversicherungsverträge in einem gegenüber dem Vorjahr wenig veränderten Marktumfeld statt und waren weiterhin geprägt von einem Überangebot an Rückversicherungskapazität und einer guten Kapitalisierung der meisten Marktteilnehmer. Dadurch blieben die Preise weiterhin unter Druck, allerdings weniger ausgeprägt als in den Vorjahren. Stabilisierungstendenzen zeigten sich auch bei den Vertragsbedingungen und bei der Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Beim versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung erzielten wir im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis von 596 Millionen €, im Vorjahr hatten wir einen Gewinn von 1.194 Millionen € ausgewiesen. Dieser Ergebnisrückgang resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Großschadenbelastung. Außerdem ergab sich aus der turnusmäßigen Überprüfung der Rückstellungen für das Gesamtjahr eine Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren, die allerdings geringer ausfiel als im Vorjahr. Über die Jahre betrachtet blieb das Sicherheitsniveau der Rückstellungen unverändert hoch, da Munich Re bei der Bestimmung der Schadenrückstellungen und deren Adjustierung an ihrer sorgfältigen Handhabung festhielt. Die Gesamtbelastung durch Großschäden nach Retrozession und vor Steuern lag mit -1.249 (-903) Millionen € zwar über dem Niveau des Vorjahres, aber weiterhin unterhalb unserer Erwartungen. Wie das Vorjahr war 2016 geprägt von einer Vielzahl von Großschäden, wobei auch hier Einzelereignisse mit außergewöhnlichem Umfang ausblieben. Die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen fiel mit -702 (-93) Millionen € wesentlich höher aus als im Vorjahr und machte bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 5,0 (0,6) Prozentpunkte aus. Die von Menschen verursachten Großschäden betrugen -496 (-771) Millionen € in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Das entspricht 3,6 (5,4) Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge. Die Schaden-Kosten-Quote (ohne Leben), die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 96,9 (91,2)%. Die Entwicklung ist wesentlich bedingt durch die oben genannten Effekte. Entwicklung der VersicherungszweigeLebenscroll
In der Lebensversicherung beeinflussen großvolumige Verträge in besonderem Maße die Umsatzentwicklung unseres Geschäfts. Einer dieser Verträge wurde im vergangenen Jahr nur mit einem reduzierten Volumen erneuert. Negative Währungseffekte haben diese Entwicklung verstärkt. Die anhaltende Niedrigzinsphase und die schwache Konjunktur in vielen für uns wichtigen Märkten belasteten die Geschäftsentwicklung unserer Kunden und dämpften damit auch die Nachfrage nach Rückversicherung. In Europa, Asien und den USA entwickelte sich unser Neugeschäft dagegen erneut sehr positiv. Einige große neue Verträge werden erst 2017 vollumfänglich umsatzwirksam. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert und damit auch unsere Erwartung übertroffen. Die Schadenentwicklung war trotz hoher Aufwendungen für einzelne Todesfälle zu Jahresbeginn zufriedenstellend. Darüber hinaus hatten einige Einmal- und Reservierungseffekte einen insgesamt positiven Einfluss auf das Ergebnis. Geografisch sind insbesondere Kanada und die europäischen Märkte für das erfreuliche Ergebnis verantwortlich. Auch Asien lieferte wiederum einen soliden Beitrag zum Gesamtergebnis. Das Geschäft in den USA und Australien entwickelte sich weitgehend im Rahmen unserer Erwartung. Krankenscroll
In der Krankenversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr eine deutliche Beitragsreduzierung. Die Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch einen Großvertrag, der 2016 nur mit reduziertem Volumen erneuert worden ist, sowie durch negative Wechselkurseffekte. Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Unfallscroll
In der Unfallversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr leicht gestiegen. Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich aufgrund einer geringeren Schadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Haftpflichtscroll
In der Haftpflichtversicherung sind im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen leicht gesunken. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verschlechterte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer erhöhten Schadenquote. Kraftfahrtscroll
In der Kraftfahrtversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen leichten Beitragsrückgang, der auf negative Währungseffekte zurückzuführen ist. Nachdem im Vorjahr ein Gewinn erzielt werden konnte, fiel das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung im Berichtsjahr leicht negativ aus. Das ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Reserveauflösung für Schäden früherer Anfalljahre zurückzuführen. Transportscroll
In der Transportversicherung ist das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In verschiedenen Bereichen konnten keine risikoadäquaten Preise mehr erzielt werden, sodass Geschäft reduziert wurde. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich stark verschlechtert. Nachdem im Vorjahr noch ein positives Ergebnis erzielt werden konnte, war das versicherungstechnische Ergebnis im Berichtsjahr negativ. Dies liegt vor allem an einer höheren Großschadenbelastung sowie an reduzierten Auflösungen von Schadenrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr. Luftfahrtscroll
Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, entwickelten sich im Geschäftsjahr in etwa auf konstantem Niveau. Das Ergebnis in der Luftfahrtversicherung erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr. Wesentlich für diese Entwicklung war eine geringere Großschadenbelastung. Feuerscroll
Die leichte Reduzierung der Beitragseinnahmen in der Feuerversicherung ist im Wesentlichen negativen Währungseffekten geschuldet. Wir erzielten im Berichtsjahr einen erfreulichen Gewinn vor Schwankungsrückstellung, der jedoch im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken ist. Vor allem eine erheblich gestiegene Großschadenbelastung sowie reduzierte Auflösungen von Schadenreserven haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Technikscroll
In den Technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) ist das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich vor allem aufgrund niedrigerer Auflösungen von Schadenreserven im Vergleich zum Vorjahr verringert. Sonstige Zweigescroll
Unter "Sonstige" subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung: Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene Gebäudeversicherung; außerdem fallen hierunter die Kredit- und die Vertrauensschadenversicherung. Die Beitragseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr stark. Im Wesentlichen ist dies auf zusätzliches Geschäft in Großbritannien zurückzuführen. Beim zusammengefassten versicherungstechnischen Ergebnis der Sonstigen Versicherungen verbuchten wir im Geschäftsjahr einen leichten Verlust, nachdem 2015 noch ein Gewinn angefallen war. Das Ergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch höhere Provisionen verringert. Nichtversicherungstechnisches ErgebnisDie Renditen für Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland und der USA erreichten im Laufe des Jahres 2016 historische Tiefstände und stiegen erst in den letzten Monaten des vergangenen Jahres wieder stärker an. Während die Europäische Zentralbank ihre expansive Geldpolitik intensivierte, erhöhte die amerikanische Zentralbank Federal Reserve ihren Leitzins. Die Aktienmärkte waren innerhalb des abgelaufenen Jahres erhöhten Schwankungen ausgesetzt, entwickelten sich auf das Gesamtjahr 2016 betrachtet jedoch positiv. Der EURO STOXX 50 legte im Berichtszeitraum rund 1 % zu, der DAX 30 kletterte um etwa 7% und der Dow-Jones-Index stieg um rund 13%. Im Jahresverlauf gab der Euro-Kurs gegenüber den meisten großen Währungen etwas nach und stieg nur gegenüber dem Pfund Sterling deutlich. Die Rendite der Kapitalanlagen inklusive Depotforderungen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 5,0 (3,1)%. Ergebnis aus Kapitalanlagenscroll
Die deutliche Verbesserung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen resultiert vor allem aus einem positiven Saldo von Zu- und Abschreibungen sowie aus der Veräußerung einer Finanzanlage an ein Tochterunternehmen der Münchener Rück AG zur Optimierung der Gruppenstruktur von Munich Re unter Berücksichtigung steuerlicher und handelsrechtlicher Rahmenbedingungen. JahresüberschussDer Jahresüberschuss in Höhe von 3.411 (2.578) Millionen € liegt 833 Millionen € über dem Vorjahr, was vor allem auf eine verminderte Dotierung der Schwankungsrückstellung und das gestiegene nichtversicherungstechnische Ergebnis zurückzuführen ist. Neben dem Kapitalanlageergebnis verbesserte sich das sonstige Ergebnis insbesondere durch positive Währungseinflüsse sowie Erträge aus einer veränderten Durchschnittsbildung bei der Berechnung von Altersversorgungsverpflichtungen infolge einer Gesetzesänderung. Das zu versteuernde Einkommen der Münchener Rück AG ist im Berichtsjahr 2016 verglichen mit dem Vorjahr positiv und unterliegt der Mindestbesteuerung. Dies führte zu einem Steueraufwand im laufenden Jahr. Zusätzlich erhöhte die Neubewertung der Rückstellungen für Steuerrisiken die Steuerbelastung. FinanzlageBilanzstruktur der Münchener Rück AGscroll
Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen nach deutscher HGB-Rechnungslegung ermittelten Bilanzgewinn von 1.754 (1.376) Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 4.574 (3.460) Millionen €, wovon 407 (142) Millionen € einer Ausschüttungssperre unterliegen. Als ausschüttungsfähige Mittel ergeben sich somit 4.167 (3.318) Millionen €. Das nach HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung von 10.126 (9.764) Millionen € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis unserer nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2016 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine gegenüber dem Vorjahr um 0,35 € erhöhte Dividende in Höhe von 8,60 € je Aktie bzw. insgesamt 1.338 Millionen € ausschütten. Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG ohne Depotforderungen stieg im Geschäftsjahr 2016 um 1.625 Millionen € auf 67.073 (65.448) Millionen €. Die Anlagen in Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere erhöhten sich durch Investitionen vor allem in europäische, kanadische und US-amerikanische Anleihen um 2.367 Millionen €. Bei den Neuanlagen handelte es sich im Wesentlichen um Pfandbriefe und Staatsanleihen. Am 31. Dezember 2016 hatten 96% unserer festverzinslichen Wertpapiere ein Investment-Grade-Rating, 89% waren mit "A" oder besser eingestuft. Eigenkapital1scroll
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Angaben zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG finden
Sie im Geschäftsbericht 2016 der Münchener Rück AG. Dividenden und Aktienrückkäufe der Münchener Rück AG sind nach deutschem Handels- und Gesellschaftsrecht nur aus Gewinnen und Gewinnrücklagen zu finanzieren. Neben den aktuell im laufenden Jahr anfallenden Aufwendungen und Erträgen spielen für die Höhe der Gewinne die Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine wesentliche Rolle. Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet. Sie dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf über mehrere Jahre. Ihr Ansatz und ihre Bewertung sind weitgehend gesetzlich geregelt. Wenn in einem Geschäftsjahr die Schadenquoten in einzelnen Sparten deutlich über dem langjährigen, für die meisten Sparten 15-jährigen Durchschnitt liegen, wird die Schwankungsrückstellung reduziert und somit der überdurchschnittliche Schadenaufwand weitgehend ausgeglichen. Nach heutigen Berechnungen ist zu erwarten, dass im Jahr 2017 voraussichtlich mit einer größeren Auflösung zu rechnen ist, da ab diesem Zeitpunkt das sehr schlecht verlaufene Schadenjahr 2001, unter anderem mit dem World-Trade-Center-Schaden, nicht mehr bei der Durchschnittsbildung zu berücksichtigen ist. Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden. Der Bilanzposten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 391 Millionen € auf 10.645 (10.254) Millionen €. Aus den positiven Ergebnissen konnten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in den Versicherungszweigen Sonstige Versicherungszweige 259 (94) Millionen € und Haftpflicht 209 (348) Millionen €, darüber hinaus in Unfall 82 (37) und Kraftfahrt 66 (-82) Millionen €. Dagegen wurde aufgrund von gesunkenen Höchstbeträgen oder einem schlechten Geschäftsverlauf die Schwankungsrückstellung in einigen Versicherungszweigen reduziert: in Feuer um -116 (210) Millionen €, in Kredit um -48 (-81) Millionen €, in Luftfahrt um -37 (105) Millionen €, in Transport um -35 (-37) Millionen € und in Technik um -18 (53) Millionen €. Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind in den Versicherungszweigen Haftpflicht, Kraftfahrt, Luftfahrt, Transport und Unfall zu 100% und in den Versicherungszweigen Feuer, Kredit und Technik zu mehr als 50% erreicht. LiquiditätDie jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf. Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und § 315 Abs. 5 HGB für das Geschäftsjahr 2016Die Münchener Rück AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und die Erklärung zur Unternehmensführung für den Konzern gemäß § 315 Abs. 5 HGB abgegeben. Die Erklärungen sind zusammengefasst und unter www.munichre.com/ca-de öffentlich zugänglich gemacht. Weitere ErläuterungenRisiken und ChancenDie Geschäftsentwicklung der Münchener Rück AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die Geschäftsentwicklung des im Konzernabschluss dargestellten Geschäftsfelds Rückversicherung. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Münchener Rück AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Münchener Rück AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Gruppe eingebunden. Nähere Informationen finden Sie im Risikobericht und im Chancenbericht. Vergütungsbericht der Münchener Rück AGDie Grundsätze zur Struktur und Ausgestaltung des Vergütungssystems der Münchener Rück AG entsprechen denen der Gruppe. Sonstige AngabenBei der Münchener Rück AG waren zum 31. Dezember 2016 4.143 Mitarbeiter beschäftigt. Die Münchener Rück AG unterhält Zweigniederlassungen in Australien, China, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Singapur, Spanien und Südkorea. Die Tochtergesellschaft Great Lakes Reinsurance (UK) SE, London, firmiert im Vorgriff auf die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit zum 1. Januar 2017 seit 30. Dezember 2016 unter Great Lakes Insurance SE, München. AusblickDie Prognosen der Münchener Rück AG über die zukünftige Geschäftsentwicklung unterliegen im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die im Konzernabschluss dargestellten Segmente Rückversicherung Leben/ Gesundheit und Rückversicherung Schaden/Unfall. Vor diesem Hintergrund sollte die Münchener Rück AG 2017 Bruttobeiträge von rund 24 Milliarden € erwirtschaften - bei der Annahme konstanter Wechselkurse. Die Schaden-Kosten-Quote erwarten wir mit rund 97% der verdienten Nettobeiträge. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nur bedingt möglich. Ausgehend vom vergangenen Geschäftsjahr rechnen wir 2017 - bei einem durchschnittlichen Schadenverlauf - mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen, das leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegt. Zudem dürfte sich die Kapitalanlagerendite der Münchener Rück AG wegen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds weiter rückläufig entwickeln. Insgesamt gehen wir nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2017 erneut ein gutes HGB-Ergebnis erreichen werden, das jedoch unter dem Niveau des Berichtsjahres bleiben dürfte. Konzernbilanz zum 31. Dezember 20161Aktiva scroll
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Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8, siehe
Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und
weitere Anpassungen". Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 20161Postenscroll
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Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2016scroll
Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2016scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016scroll
KonzernanhangAnwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards erstellt. Beachtet wurden die nach den Artikeln 2, 3 und 6 der genannten Verordnung übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards sowie die in § 315a Abs. 1 HGB bezeichneten Regelungen des Handelsgesetzbuchs. Die versicherungstechnischen Posten werden im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 4, Versicherungsverträge, auf der Grundlage der US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben im November 2016 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet unter www.munichre.com/ca-de dauerhaft zugänglich gemacht. Bilanzierung und BewertungAusübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und BewertungZur Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessen auszuüben sowie Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen. Diese wirken sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualverbindlichkeiten aus. Gerade in der Erst- und Rückversicherung ist für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen der Einsatz von Schätzverfahren von erheblicher Bedeutung, zumal die Bewertung stets auf Modellen beruht und die Entwicklung der künftigen Zahlungsströme von Versicherungsverträgen nicht ex ante abschließend vorhersehbar ist. Jedoch spielen Ermessensentscheidungen und Schätzwerte auch bei weiteren Positionen sowie bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises eine erhebliche Rolle. Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Grundlage für die Wertermittlung sind die besten Erkenntnisse des Managements zu den jeweiligen Sachverhalten zum Abschlussstichtag. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Positionen, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind. Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den folgenden Positionen von Bedeutung und werden in den Erläuterungen dieser Positionen näher beschrieben:
Berichtswährung und VorzeichenlogikBerichtswährung ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Daher können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Aufwendungen und Auszahlungen werden mit negativen Vorzeichen, Erträge und Einzahlungen werden ohne Vorzeichen dargestellt. VorjahreszahlenÄnderungen gemäß den Vorschriften des IAS 8 machten es erforderlich, die Konzernbilanzen der Geschäftsjahre 2014 und 2015 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die entsprechenden Posten der Erläuterungen des Geschäftsjahres 2015 im Konzernanhang rückwirkend anzupassen; siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Die übrigen Vorjahreswerte wurden auf derselben Grundlage ermittelt wie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere AnpassungenDie Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt dem Prinzip der Stetigkeit. Im Geschäftsjahr 2016 waren folgende geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden, die Übernahme in das europäische Recht ist bei allen Änderungen bereits erfolgt:
Alle diese Änderungen sind für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden nunmehr saldiert ausgewiesen, sofern sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen. Die Saldierung wird dabei insoweit vorgenommen, als für die zugrunde liegenden Steuerforderungen und -verbindlichkeiten eine Aufrechnung grundsätzlich möglich ist. Die Ertrags- und Schuldenkonsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten wurde entsprechend angepasst. Dabei handelt es sich um eine Änderung der Rechnungslegungsmethode gemäß IAS 8.14. Weiterhin werden Teile der Kapitalerträge, die das Segment mit anderen Segmenten hatte und die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wurden, bei der Berechnung des technischen Zinsertrags im Segment ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland nicht mehr berücksichtigt. Die betroffenen Positionen wurden im zweiten Quartal analog zu IAS 8.41 rückwirkend korrigiert. Die Anpassungen wirken sich folgendermaßen auf die Konzernbilanzen der Geschäftsjahre 2014 und 2015 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2015 aus: Konzernbilanzscroll
Konzernbilanzscroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von StandardsMunich Re beabsichtigt, sofern nicht anders angegeben, alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden. Die jeweiligen Zeitpunkte für die verpflichtende Erstanwendung sind bei den im Folgenden aufgeführten neuen Standards angegeben. Mit IFRS 9 (07/2014), Finanzinstrumente, werden die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten abgelöst. Danach richtet sich die Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte künftig nach den vertraglichen Zahlungsströmen und dem Geschäftsmodell, in dem der Vermögenswert gehalten wird. Dementsprechend erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen. Für finanzielle Verbindlichkeiten ändern sich die Bewertungsvorschriften nicht, mit der Ausnahme, dass bei einer freiwilligen Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Option) Wertänderungen aufgrund der Änderung der Bonität des Unternehmens künftig erfolgsneutral zu erfassen sind. Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Verluste" (Expected Loss Model) vor, bei dem - anders als im bisherigen "Modell der eingetretenen Verluste" (Incurred Loss Model) des IAS 39 - erwartete Verluste bereits vor deren Eintritt antizipiert und bilanziell als Aufwand berücksichtigt werden müssen. Dabei gibt es nur noch ein Modell für die Erfassung von Wertminderungen, das einheitlich für alle finanziellen Vermögenswerte, die unter die Impairmentvorschriften des IFRS 9 fallen, anzuwenden ist. Das bilanzielle Hedge Accounting nach IFRS 9 ist stärker am Risikomanagement eines Unternehmens ausgerichtet als die bisherigen Regelungen des IAS 39. Einher gehen die Vorschriften des IFRS 9 mit umfangreichen zusätzlichen Angabepflichten im Anhang, die in IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, übernommen wurden. Die Regelungen sind grundsätzlich verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aufgrund der großen Bedeutung dieses Standards für Munich Re haben wir ein Projekt aufgesetzt, in dem die Regelungen im Detail analysiert und die erforderlichen Implementierungsschritte vorangetrieben werden. Erwartungsgemäß wird der IFRS, der die Bilanzierung und Bewertung von Versicherungsverträgen neu regeln wird (IFRS 17, Versicherungsverträge), im ersten Halbjahr 2017 verabschiedet werden, wobei die verpflichtende Erstanwendung der neuen Regelungen ab 2021 sein wird. Aufgrund des engen Zusammenhangs der versicherungstechnischen Verpflichtungen und der Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen ist eine abgestimmte Bewertung dieser Positionen im Abschluss von essenzieller Bedeutung, um rein bilanzielle Verwerfungen zu vermeiden. Daher drängte die Versicherungswirtschaft auf eine Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts des IFRS 9 für diese Branche in Abstimmung mit dem Zeitplan für den neuen Versicherungsstandard. Der IASB hat dieses Anliegen aufgenommen und im September 2016 einen entsprechenden Änderungsstandard zu IFRS 4, Versicherungsverträge, veröffentlicht. Dieser gibt einem definierten Kreis von Versicherungsunternehmen unter anderem die Möglichkeit, die Erstanwendung von IFRS 9 auf 2021 zu verschieben. In dem Übergangszeitraum müssen dann zusätzliche Angaben zu Kapitalanlagen veröffentlicht werden, um eine gewisse Vergleichbarkeit mit Unternehmen, die den IFRS 9 bereits anwenden, zu ermöglichen. Munich Re plant derzeit, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. IFRS 15 (05/2014), Erlöse aus Verträgen mit Kunden, regelt den Zeitpunkt und die Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse eines Unternehmens. Da die Vereinnahmung von Erlösen aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten nicht unter den neuen Standard fällt, ist er für die Bilanzierung unseres Kerngeschäfts von untergeordneter Bedeutung, sodass keine wesentlichen Auswirkungen durch die Implementierung zu erwarten sind. Der IASB hat im April 2016 Änderungen zu IFRS 15, Klarstellung von IFRS 15, veröffentlicht. Auch diese Klarstellungen haben für Munich Re keine besondere Relevanz. Die Regelungen des IFRS 15 sind insgesamt verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Im Januar 2016 hat der IASB den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 (01/2016), Leasingverhältnisse, veröffentlicht. Gemäß den neuen Regelungen muss ein Leasingnehmer künftig die meisten Leasingvereinbarungen in seiner Bilanz ausweisen. Dementsprechend hat der Leasingnehmer einen Vermögenswert aus einem Nutzungsrecht zu aktivieren sowie eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing entfällt. Dagegen bleibt die Bilanzierung beim Leasinggeber gegenüber den derzeitigen Regelungen weitgehend unverändert. Wir erwarten durch die Neuregelung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Munich Re. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRS 9 und IFRS 15 wurden im November bzw. September 2016 in das europäische Recht übernommen, für IFRS 16 steht diese Übernahme noch aus. Zusätzlich hat der IASB Änderungen an folgenden Standards veröffentlicht, die noch nicht in das europäische Recht übernommen wurden.
Die Änderungen sind 2017 bzw. 2018 verpflichtend anzuwenden, jedoch für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung. KonsolidierungKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss beziehen wir die Münchener Rück AG und alle Unternehmen ein, die von der Münchener Rück AG direkt oder indirekt beherrscht werden (Tochterunternehmen). Bei der großen Mehrzahl der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen hält die Münchener Rück AG direkt oder indirekt alle bzw. die eindeutige Mehrheit der Stimmrechte. Eine kleine Anzahl von Unternehmen beziehen wir aufgrund der Berücksichtigung vertraglicher Rechte, die zu Bestimmungsmacht über die relevanten Geschäftsaktivitäten führen, in unseren Konsolidierungskreis ein. Bei der Beurteilung der Einbeziehungspflicht von Anteilen an Investmentfonds berücksichtigen wir insbesondere den Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagers, Abberufungsrechte bzw. die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds. Dabei liegt teilweise eine Beherrschung vor, obwohl die Anteilsquote geringer als 50% ist. Bei der Beurteilung von strukturierten Unternehmen konzentrieren wir unsere Analyse auf die Entscheidungen, die in der jeweiligen Einheit noch zu treffen sind, und auf die Agentenverhältnisse zwischen den Beteiligten. Bei den strukturierten Unternehmen, die wir zur Emission von Katastrophenanleihen gründen, betrachten wir vor allem unser Verhältnis zum Treuhänder und unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme auf dessen Entscheidungen. In der Regel beherrschen wir das strukturierte Unternehmen auch dann nicht, wenn wir selbst Anleihen halten. Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 gemäß § 313 Abs. 2 HGB. Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe dargestellt: Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschungscroll
Übernommenes Nettovermögenscroll
Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschungscroll
Abgehendes Nettovermögenscroll
Erläuterungen zu den Abgängen aus dem Verlust der Beherrschung finden Sie unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (16) Zur Veräußerung bestimmte und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Unternehmenszusammenschlüsse des GeschäftsjahresAm 1. Januar 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Solarparkgesellschaft Lynt Farm Solar Ltd., London, Großbritannien von Solarpark Lynt GmbH, Gräfelfing, Deutschland mit einer installierten Leistung von 26,9 Megawatt Peak. Am 12. Januar 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Windparkgesellschaft Eolus Vindpark Tio AB, Hässleholm, Schweden von Eolus Vindpark Nio AB, Hässleholm, Schweden. Eolus Vindpark Tio AB wurde direkt nach dem Erwerb in Wind Farms Västra Götaland AB umbenannt und hält Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 12 Megawatt. Diese Unternehmenserwerbe sind Teil unserer Investitionsstrategie für Infrastruktur (inklusive erneuerbarer Energien und neuer Technologien). Am 19. Juli 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften ERGO Austria International AG, Wien, Österreich und ERGO Versicherung AG, Wien, Österreich 100% der stimmberechtigten Anteile an der ERGO ASIGURARI S.A., Bukarest, Rumänien in bar. Die ERGO ASIGURARI bietet ein weites Spektrum an Schaden- und Unfallversicherungsprodukten mit Fokus auf den Sparten Kraftfahrtkasko, Unfall, Haftpflicht sowie Feuer. Mit dem Erwerb der ERGO ASIGURARI S.A. führt ERGO die internationale Wachstumsstrategie konsequent fort, erschließt neue Vertriebskanäle und tritt in den durch attraktive Wachstumsmöglichkeiten gekennzeichneten rumänischen Schaden-/Unfall-Versicherungsmarkt ein. Am 1. August 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft ERGO International AG, Düsseldorf, 100% der stimmberechtigten Anteile an der AGROTIKI Insurance S.A. (ATE Insurance), Athen, Griechenland für derzeit geschätzte 83 Millionen € in bar. Die Verhandlungen mit dem Verkäufer über den endgültigen Kaufpreis auf Basis der Vertragsbedingungen waren zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen. Der Schwerpunkt der ATE Insurance liegt in der Schaden- und Unfallversicherung, vor allem in den Sparten Kraftfahrt- und Feuerversicherung. Zugleich bietet ATE Insurance Lebensversicherungsprodukte auf dem griechischen Versicherungsmarkt an. Über den Erwerb der ATE Insurance baut ERGO ihr Engagement in Griechenland erheblich aus und wird zum größten Schaden-/Unfallversicherer in Griechenland. Die erstmalige Bilanzierung der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ist noch nicht abgeschlossen und erfolgt daher auf vorläufiger Basis. Es können sich unter anderem noch Änderungen am Ansatz und der Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen ergeben. Daher ist eine abschließende Aussage über einen sich unter Umständen ergebenden Unterschiedsbetrag derzeit nicht möglich. Für den Zeitraum vom 1. August bis zum Bilanzstichtag sind Erträge und Aufwendungen der ATE Insurance in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Gebuchte Bruttobeiträge sind mit 46,3 Millionen € erfasst. Der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis war von untergeordneter Bedeutung. Wäre der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2016 erfolgt, hätte ATE Insurance mit gebuchten Bruttobeiträgen von 117,7 Millionen € zu den Konzernerlösen und mit einem Ergebnis von 52,2 Millionen € zum Konzernergebnis beigetragen. Am 23. September 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA 100% der stimmberechtigten Anteile der Zweckgesellschaft Financial Reassurance Company 2010 Ltd., Burlington, Vermont, USA von Citigroup Insurance Holding Corporation, Duluth, Georgia, USA für insgesamt 445,6 Millionen CAD$ (302,5 Millionen €) in bar. Die Gesellschaft wurde in Munich Re Life Insurance Company of Vermont (Munich Re, Vermont) umfirmiert. Der Geschäfts- oder Firmenwert von 1,6 Millionen € entsteht als Differenz zwischen der zum Erwerbszeitpunkt erfolgten modellbasierten Neubewertung des Eigenkapitalanteils zum beizulegenden Zeitwert und dem tatsächlich bezahlten Marktpreis und wurde vollständig abgeschrieben. Der Geschäftszweck von Munich Re, Vermont ist die Rückversicherung eines kanadischen Versicherungsbestands, bestehend aus Risikolebensversicherungsverträgen in Abwicklung. Der Bestand ist mit einem Anleihebestand gemäß den Anforderungen der kanadischen Regulierungsbehörden besichert. Die Transaktion stärkt unser globales Lebensrückversicherungsgeschäft. Die für den Zeitraum vom 23. September bis zum Bilanzstichtag in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Erträge und Aufwendungen von Munich Re, Vermont sind von untergeordneter Bedeutung. Wäre der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2016 erfolgt, hätte Munich Re, Vermont mit gebuchten Bruttobeiträgen von 92,0 Millionen € zu den Konzernerlösen und mit einem Ergebnis von 14,9 Millionen € zum Konzernergebnis beigetragen. Am 4. Oktober 2016 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft HSB Group, Inc., Dover, Delaware, USA 100% der stimmberechtigten Anteile an der Meshify, Inc., Houston, USA. Meshify Inc. ist ein Start-up-Unternehmen mit einer Technologie, die getrennte Geräte durch das Internet of Things (IoT) verbindet. Der Erwerb fördert die IoT-Strategie der HSB. Die HSB IoT-Strategie unterstützt Versicherer und andere Unternehmen durch die Erbringung von Dienstleistungen und Technologien (IoT-Anwendun-gen) bei ihrer Geschäftstätigkeit, um den Betrieb zu verbessern und Verluste zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Die beizulegenden IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaften zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar: Beizulegende IFRS-Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunktscroll
1
Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der
Transaktion erworbenen Forderungen entspricht weitgehend dem Buchwert.
Zum Erwerbszeitpunkt werden keine wesentlichen Forderungsausfälle
erwartet. Assoziierte Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenUnternehmen und Spezialfonds gelten als assoziierte Unternehmen, wenn wir deren Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen können. Hiervon gehen wir regelmäßig aus, wenn wir Stimmrechte oder vergleichbare Rechte von 20% bis 50% halten, es sei denn, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens bzw. Spezialfonds ist weitestgehend vorbestimmt. Unternehmen und Spezialfonds gelten als Gemeinschaftsunternehmen, wenn wir deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaflichen Führung berechtigten Parteien bestimmen können und wir lediglich Rechte an deren Nettovermögen besitzen. Gemeinschaftliche TätigkeitEine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmt werden können und diese Parteien, aufgrund der Rechtsform der gemeinschaftlichen Tätigkeit, vertraglicher Regelungen oder sonstiger Umstände, anstelle von Rechten am Nettovermögen Rechte an den Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für die Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit haben. Unseren Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von gemeinschaftlichen Tätigkeiten, an welchen wir gemeinschaftliche Führung haben, bilanzieren wir gemäß den jeweils einschlägigen IFRS. Strukturierte UnternehmenStrukturierte Unternehmen sind Einheiten, die derart ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich Stimmrechte nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Geschäftsaktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Munich Re hält Anteile an konsolidierten und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen gliedert Munich Re in Abhängigkeit von der Art des strukturierten Unternehmens in Investmentfonds und Verbriefungsgesellschaften. InvestmentfondsZu unterscheiden sind Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage von Munich Re erfolgen, und Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage für Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen getätigt werden. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können. Einige der Investmentfonds werden von der MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH verwaltet, andere von konzernfremden Fondsmanagern. Zudem weisen wir unter den Investmentfonds alle Anlagen in Infrastruktur (inklusive erneuerbarer Energien und neuer Technologien), Forst sowie in Private Equity und sonstige Kapitalanlagen aus. VerbriefungsgesellschaftenMunich Re investiert in forderungsbesicherte Wertpapiere, die von Verbriefungsgesellschaften begeben werden, die Munich Re nicht selbst gegründet hat. Zudem nutzt Munich Re Verbriefungsgesellschaften zur Emission von Katastrophenanleihen und investiert in Katastrophenanleihen Dritter. Die Verbriefungsgesellschaften finanzieren sich durch Ausgabe der Wertpapiere. Zum Schutz des eigenen Portfolios nutzt Munich Re neben der traditionellen Retrozession den alternativen Risikotransfer. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Verbriefungsgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert. Darüber hinaus tritt Munich Re als Investor auf dem Gebiet von Katastrophenrisiken auf. Munich Re investiert unter anderem in verschiedene Wertpapiere, deren Rückzahlung und Verzinsung in der Regel an das Eintreten von Naturkatastrophen gekoppelt ist. Die Wertpapiere werden von Verbriefungsgesellschaften emittiert, die Munich Re grundsätzlich nicht selbst gründet. Größe der strukturierten UnternehmenFür Investmentfonds einschließlich der Anlagen in Infrastruktur (inklusive erneuerbarer Energien und neuer Technologien), Forst und Private Equity und sonstige Kapitalanlagen sowie Investmentfonds für die fondsgebundene Lebensversicherung gibt der Bilanzwert Auskunft über die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei forderungsbesicherten Wertpapieren und der Verbriefung von Versicherungsrisiken wird das Emissionsvolumen (Nennwert) als Indikator für die Bewertung der Größe der strukturierten Unternehmen herangezogen. Die ausgewiesene Größe bezieht sich sowohl auf das Emissionsvolumen der von Munich Re selbst aufgelegten Verbriefungsgesellschaften als auch auf das Emissionsvolumen derjenigen Verbriefungsgesellschaften, in die Munich Re investiert ist. Maximales VerlustrisikoDas maximale Verlustrisiko entspricht, mit Ausnahme der Investmentfonds für die Kapitalanlage aus fondsgebundenen Lebensversicherungen, dem ausgewiesenen Bilanzwert der jeweiligen Positionen der Aktivseite bzw. null für die Positionen der Passivseite. Somit besteht für die Positionen der Aktivseite in der Regel kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert der Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen und dem maximalen Verlustrisiko. Grundsätzlich entspricht das maximale Verlustrisiko bei Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung ebenfalls dem Bilanzwert der Anteile. Die Kapitalanlage erfolgt jedoch auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers. ^ Verwaltetes FondsvermögenDie MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH verwaltet auch Investmentfonds für Privatkunden und institutionelle Anleger, für die sie Verwaltungsvergütungen erhält. Die Verwaltungsvergütungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Provisionserträge). Das maximale Verlustrisiko stellt den Verlust der zukünftigen Verwaltungsvergütungen dar. Für die Fondsverwaltung wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 34 (33) Millionen € erzielt. Die Höhe des verwalteten Fondsvermögens gibt Auskunft über die Größe der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2016 umfasste das verwaltete Fondsvermögen 3.836 (3.507) Millionen €. Zum Teil ist Munich Re auch selbst mit einem geringen Anteil in diese Fonds investiert. Förderung nicht konsolidierter strukturierter UnternehmenMunich Re erbringt Strukturierungs- und Beratungsleistungen für Kunden im Rahmen der Gründung und Strukturierung von Verbriefungsgesellschaften. Munich Re hält zum 31. Dezember 2016 keine Anteile an diesen strukturierten Unternehmen. Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmenscroll
Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmenscroll
Aktivseite A Immaterielle VermögenswerteGeschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden planmäßig mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir zusätzlich außerplanmäßige Prüfungen durch. Zur Werthaltigkeitsprüfung sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf ergibt sich aus dem Vergleich des Buchwerts (inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren erzielbarem Betrag. Der erzielbare Betrag ist das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Sofern der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert, wird eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfasst. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrags sind zahlreiche Annahmen erforderlich, die zu signifikanten Wertunterschieden führen können. Die wesentlichen Annahmen werden unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (1) Geschäfts- oder Firmenwert erläutert. Für Änderungen der wesentlichen Annahmen, die wir für realistisch halten, werden im Rahmen der Werthaltigkeitstests Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Falls hierbei der erzielbare Betrag unter den Buchwert fällt, berichten wir im oben genannten Abschnitt darüber. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend erworbene Versicherungsbestände, selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen. Die erworbenen Versicherungsbestände setzen wir bei Erwerb mit dem Bestandsbarwert (PVFP - Present Value of Future Profits) an. Dieser bestimmt sich als der Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt entsprechend der Realisierung der Überschüsse aus den Versicherungsbeständen, die der PVFP-Berechnung zugrunde liegen. Die erworbenen Versicherungsbestände werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Die Abschreibungen weisen wir unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb aus. Selbst geschaffene und sonstige Software sowie erworbene Vertriebsnetze, Kundenstämme und Markennamen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Selbst geschaffene und sonstige Software wird linear mit 20% bis 33% über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, im Ausnahmefall mit mindestens 10% über einen Zeitraum bis zu zehn Jahren, planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und planmäßigen Abschreibungssätze der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenstämme betragen grundsätzlich 2 bis 17 Jahre bzw. 6% bis 50%, die der Markennamen 1 bis 30 Jahre bzw. 3% bis 100%; die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die Aufwendungen für Kapitalanlagen, auf die Leistungen an Kunden und auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verteilt. Wenn keine Zuordnung auf die Funktionsbereiche möglich ist, werden sie im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen. Sofern erforderlich, werden die Bestände außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. B KapitalanlagenGrundstücke und Bauten in den Kapitalanlagen betreffen fremdgenutzte Objekte. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Unterhaltskosten erfassen wir als Aufwand. Bauliche Maßnahmen werden grundsätzlich ab 5% der bisherigen historischen Gebäude-anschaffungs-/-herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen überwiegend zwischen 40 und 55 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir regelmäßig mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts weisen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus. Für den Konzernabschluss wesentliche Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode, das heißt mit unserem Anteil an deren Eigenkapital, wobei unser Anteil am Jahresergebnis im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten ist. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmens entnommen. Bei Abschlüssen bedeutender assoziierter bzw. Gemeinschaftsunternehmen werden angemessene Anpassungen an unsere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen und außerordentliche Sachverhalte phasengleich berücksichtigt. Darlehen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Abschreibungen nehmen wir vor, wenn mit der Rückzahlung eines Darlehens nicht mehr zu rechnen ist. Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen werden, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern und der Beträge, die bei Lebens- und Krankenversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Handelsbestände umfassen insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen. Bei den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, handelt es sich um strukturierte Wertpapiere. Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Wir bilanzieren sie mit dem Nominalbetrag. Die sonstigen Kapitalanlagen beinhalten insbesondere Einlagen bei Kreditinstituten, Anlagen in erneuerbare Energien sowie physisches Gold und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet: Für Einlagen bei Kreditinstituten gilt die Effektivzinsmethode; Anlagen in erneuerbare Energien werden linear mit mindestens 4%, mehrheitlich jedoch mit 5%, über eine Nutzungsdauer von 20 bis 25 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung folgen bei Bedarf außerplanmäßige Ab- oder Zuschreibungen. Ist der erzielbare Betrag des physischen Golds geringer als der Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Analog schreiben wir erfolgswirksam maximal bis zu den Anschaffungskosten zu. Pensionsgeschäfte und WertpapierleiheIm Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer gegen Zahlung eines Betrags Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr ist in Höhe des gezahlten Betrags eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den sonstigen Kapitalanlagen, Einlagen bei Kreditinstituten, auszuweisen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen. Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Bilanz aus, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben. Von uns entliehene Wertpapiere zeigen wir folglich nicht in der Bilanz. Gebühren aus der Wertpapierleihe werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst. Ansatz von FinanzinstrumentenWir erfassen finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag. Ermittlung der beizulegenden ZeitwerteIFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Alle Kapitalanlagen und übrigen Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche Kapitalanlagen und übrige Positionen, deren beizulegender Zeitwert lediglich im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu, die drei Level für die Bewertung vorsieht. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Sofern Marktpreise vorliegen, stellen diese einen objektiven Maßstab für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert dar. Wenn die Bewertung auf Basis von Modellen erfolgt, besteht ein gewisser Spielraum bei der Anwendung solcher Verfahren. Dabei ist die Ermessensentscheidung von Munich Re umso größer, je mehr Parameter verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen. Erläuterungen zu den Bewertungsmodellen sowie zu den Bewertungsprozessen finden Sie unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Über einen internen Prozess stellen wir sicher, dass die Bewertungsbasis zu jedem Stichtag zu einer korrekten Zuordnung zu den Bewertungsleveln des IFRS 13 führt. Bei Level 1 handelt es sich um unbereinigte notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Wenn ein notierter Preis auf einem aktiven Markt verfügbar ist, ist dieser stets zu berücksichtigen. Wir haben dieser Hierarchiestufe überwiegend Aktien, Aktienfonds sowie börsengehandelte Derivate und börsengehandelte Nachranganleihen zugeordnet. Bei den Kapitalanlagen, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Sofern das Instrument eine festgelegte Vertragslaufzeit besitzt, müssen die für die Bewertung verwendeten Parameter über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Außerdem ordnen wir diesem Level solche Kapitalanlagen zu, für die Preise von Preisanbietern zur Verfügung gestellt werden, aber nicht nachweisbar ist, dass diese auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Im Wesentlichen haben wir dieser Hierarchiestufe Inhaberschuldverschreibungen und Rentenfonds, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere, nicht börsengehandelte Derivate sowie physisches Gas zugeordnet. Bei Kapitalanlagen, die Level 3 zugeordnet werden, verwenden wir Bewertungsmethoden, die auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basieren. Dies ist nur zulässig, sofern keine beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Einflussgrößen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten verfügbaren Informationen, einschließlich unternehmensinterner Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um Grundstücke und Gebäude sowie Immobilienfonds und Fonds, die vorrangig in Instrumente investieren, die theoretisch bewertet werden, um Investitionen in Private Equity, um bestimmte Kreditstrukturen und um Anteile an verbundenen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Auch die Versicherungsderivate ordnen wir Level 3 zu. Für Darlehen sowie Bankverbindlichkeiten und passivische Anleihen, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, entscheiden wir im Einzelfall, welchem Level der Bewertungshierarchie die vorliegenden Zeitwerte entsprechen. Veränderungen einzelner Parameter können aufgrund ihrer Hebelwirkung den ausgewiesenen Zeitwert der nach Level 3 bewerteten Instrumente erheblich beeinflussen. Wenn wir im Einzelfall derartige Anpassungen bei der Bewertung vornehmen, erläutern wir die daraus resultierenden Auswirkungen. Nettoergebnis aus KapitalanlagenDas Nettoergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode. Das heißt, eventuell vorhandene Auf- oder Abgelder werden den Anschaffungskosten bis zur Fälligkeit ergebniswirksam ab- oder zugeschrieben. Wertminderungen (Impairment)Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten und Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Da für die Erfassung von Wertminderungen sowohl dem Grunde nach als auch der Höhe nach Ermessensentscheidungen zu treffen sind, haben wir hierzu einen Prozess etabliert, der gewährleistet, dass zu jedem Stichtag alle Kapitalanlagen, bei denen eine Wertminderung vorliegen könnte, identifiziert und einem Impairmenttest unterzogen werden. Auf Basis dieser Testergebnisse wird zunächst eine Vorschlagsliste von Kapitalanlagen, für die eine Wertminderung zu erfassen ist, erstellt, die dann einer nochmaligen Verifizierung unter Einbeziehung des Managements unterzogen wird. IAS 39.59 enthält eine Liste mit Hinweisen auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen werden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gehen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert im Betrachtungszeitpunkt mindestens 20% oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen liegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen werden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen. Wir ermitteln die Anschaffungskosten auf Basis der durchschnittlichen Gesellschaftseinstandskurse. Die Abschreibung erfolgt bei Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag und wird erfolgswirksam erfasst. C Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugKapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen bilanzieren wir zum Marktwert. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug berücksichtigt. Ihnen stehen Veränderungen der entsprechenden versicherungstechnischen Rückstellungen (siehe Passivseite - D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)) in gleicher Höhe gegenüber, die in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen werden. Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden nicht für das Asset-Liability-Management eingesetzt. Dazu gehören Versicherungsderivate, Derivate zur Absicherung von Variable Annuities, Wetter- und Rohstoffderivate sowie physisches Gas. Versicherungsderivate umfassen die in Variable Annuities eingebetteten Derivate, die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen und aus Verbriefungen von Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken, individuell ausgestaltete Derivate auf Versicherungsrisiken sowie die derivativen Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Zu den Versicherungsderivaten gehören auch die in derivativer Form abgeschlossenen Retrozessionen, die der Absicherung übernommener Versicherungsrisiken dienen. Unter Versicherungsrisiken verstehen wir solche Risiken, die in modifizierter Form auch durch einen Versicherungsvertrag im Sinne des IFRS 4 übernommen werden können. Die sonstigen Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei wir Wertveränderungen erfolgswirksam erfassen. Bei physischem Gas ist der beizulegende Zeitwert um die geschätzten Verkaufskosten zu reduzieren. Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugDas Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDie Anteile unserer Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ermitteln wir gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den jeweiligen versicherungstechnischen Rückstellungen; siehe Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Bonitätsrisiken werden berücksichtigt. E ForderungenWir setzen die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Die Werthaltigkeitsprüfung unserer Forderungen erfolgt in einem zweistufigen Prozess zunächst auf Ebene einzelner Posten und zusätzlich auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Entfallen die Gründe für die Abschreibung, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor. Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern und gegebenenfalls Zinsen auf Steuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. F Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandDie Zahlungsmittelbestände weisen wir mit ihrem Nennwert aus. G Aktivierte AbschlusskostenIn den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die unmittelbar bei Abschluss oder Verlängerung von Versicherungsverträgen anfallen. In Übereinstimmung mit IFRS 4 wenden wir für die aktivierten Abschlusskosten des Lebenserstversicherungsgeschäfts kein Shadow Accounting an. In der Lebensversicherung sowie der langfristigen Krankenerstversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Bei der Bestimmung des Abschreibungsbetrags berücksichtigen wir eine rechnungsmäßige Verzinsung sowie eine Bestandsveränderung durch den Abgang von Verträgen. In der Schaden- und Unfallversicherung, der kurzfristigen Krankenerstversicherung sowie der Krankenrückversicherung schreiben wir die aktivierten Abschlusskosten linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren ab. H Aktive SteuerabgrenzungAktive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden erfasst, soweit aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung eine Verwertung mit ausreichender Sicherheit zu erwarten ist. Dabei wird ein in der Regel fünfjähriger Prognosezeitraum betrachtet. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Änderungen des Steuersatzes und der Steuergesetze, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, beachten wir. I Übrige AktivaÜbrige Aktiva bilanzieren wir grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen erfolgen überwiegend linear, wobei die zugrunde gelegten Nutzungsdauern bis zu 55 Jahren betragen. Sofern erforderlich, werden die eigengenutzten Grundstücke und Bauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Abschreibungen sowie die Zuschreibungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt. J Zur Veräußerung bestimmte VermögenswerteBei den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Die Position kann einzelne Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten enthalten, inklusive der mit diesen direkt in Zusammenhang stehenden Verbindlichkeiten. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte bilanzieren wir mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Sie werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert, es ändert sich lediglich der Ausweis. PassivseiteA EigenkapitalDer Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Das Ausgegebene Kapital beinhaltet das Gezeichnete Kapital abzüglich des rechnerischen Werts der eigenen Aktien, welche die Münchener Rück AG zum Bilanzstichtag im Bestand hat. Die Kapitalrücklage enthält Gewinne aus der Veräußerung eigener Aktien durch die Münchener Rück AG. Als Gewinnrücklagen weisen wir die Gewinne aus, die Konzernunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zu Munich Re erzielt und nicht ausgeschüttet haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst. Die Gewinnrücklagen enthalten außerdem Effekte aus Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen. Die eigenen Aktien, die Tochterunternehmen von Munich Re zum Bilanzstichtag im Bestand haben, werden direkt von den Gewinnrücklagen abgesetzt. In den übrigen Rücklagen berücksichtigen wir vor allem unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von jederzeit veräußerbaren sonstigen Wertpapieren zu beizulegenden Zeitwerten, aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die wir nicht nach der Equity-Methode bewerten. Weiterhin werden hier die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen ausgewiesen, ebenso das Bewertungsergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). B Nachrangige VerbindlichkeitenNachrangige Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die im Liquidations- oder Insolvenzfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden dürfen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, das heißt vor Abzug des Anteils, der auf unsere Rückversicherer entfällt; siehe Aktivseite - D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Abschlusskosten aus Versicherungsverträgen aktivieren wir und verteilen sie über die Laufzeit der Verträge; siehe Aktivseite - G Aktivierte Abschlusskosten. Grundlage für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen sind die Standards FAS 60 (Lebenserstversicherung ohne erfolgsabhängige Überschussbeteiligung, Krankenerstversicherung sowie der überwiegende Teil der Rückversicherungsverträge), FAS 97 (Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Lebensrückversicherung für übernommene Verträge nach FAS 97) und FAS 120 (Lebenserstversicherung mit erfolgsabhängiger Überschussbeteiligung) der US GAAP. Kreditversicherungen werden nach den Vorschriften des IFRS 4 bilanziert. Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Beiträge werden in der Erstversicherung für jeden Versicherungsvertrag taggenau abgegrenzt; in der Rückversicherung verwenden wir zum Teil Pauschalsätze, soweit die Daten nicht vorliegen, die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlich sind. Die Bildung von Beitragsüberträgen ist auf kurzfristiges Versicherungsgeschäft beschränkt. Dies betrifft die Schadenversicherung sowie Teile der Unfall- und Krankenversicherung. Bei langfristigem Geschäft wird eine Deckungsrückstellung gebildet. Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. Dies betrifft die Lebensversicherung sowie Teile der Kranken- und der Unfallversicherung, soweit das Geschäft nach Art des Lebensversicherungsgeschäfts betrieben wird. Bewertet wird in der Regel nach der prospektiven Methode, indem die Differenz der Barwerte der zukünftigen Leistungen und der zukünftigen Beiträge gebildet wird. In die Berechnung gehen biometrische Rechnungsgrundlagen ein, insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität, sowie Annahmen zur Kapitalanlageverzinsung, zum Storno und zu Kosten. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen adäquate Sicherheitsmargen, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigen. In der Rückversicherung erfolgt die Bewertung teilweise individuell für jedes Einzelrisiko und teilweise kollektiv für rückgedeckte Bestände. Dafür werden biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, die auf Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen basieren. Sie werden für den jeweiligen rückversicherten Bestand an die beobachteten Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines Versicherungsfalls angepasst. Zinssätze werden so gewählt, dass sie die bestmögliche Schätzung der erwarteten Kapitalerträge widerspiegeln, abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Für den Großteil des Bestands werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und über die Laufzeit nicht verändert. In der Erstversicherung wird in der Regel jedes Risiko individuell bewertet. In der deutschen Lebenserstversicherung werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet. Im übrigen Erstversicherungsgeschäft kommen hauptsächlich die Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen zum Einsatz. Diskontiert wird in der Lebenserstversicherung mit einem Rechnungszins, der durch den jeweiligen aufsichtsrechtlichen Höchstrechnungszins begrenzt ist. In der Krankenerstversicherung werden Zinssätze so gewählt, dass sie der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Kapitalerträge abzüglich eines Sicherheitsabschlags entsprechen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Bilanzstichtag gebildet für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellung betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die wir individuell bestimmte Rückstellungen bilden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, deren Eintritt noch nicht bekannt ist. Zudem werden Rückstellungen gebildet für bereits bekannte Versicherungsfälle, deren Ausmaß aber später umfangreicher ist, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwendungen für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren) berücksichtigt. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden überwiegend nicht abgezinst; Ausnahmen hiervon gelten bei einigen Rückstellungen für Berufsunfähigkeitsrenten, Renten in der Arbeiterunfallversicherung und in anderen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung. Munich Re verwendet bei der Bestimmung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle eine Reihe aktuarieller Projektionsmethoden. Sofern Bandbreiten existieren, wird innerhalb dieser ein realistischer Schätzwert für den Endschaden festgelegt. Bei der Anwendung der statistischen Verfahren betrachten wir Großschäden gesondert. Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten überwiegend die Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Erstversicherung und die Rückstellung für Gewinnanteile in der Rückversicherung. Erstere wird in der Lebens- und Krankenerstversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht unwiderruflich den einzelnen Verträgen zugeordnet sind. Diese Rückstellungen werden nach nationalen Vorschriften ausschließlich für das deutsche Erstversicherungsgeschäft gebildet; dabei verwenden wir in der Regel einen retrospektiven Ansatz auf der Grundlage aufsichtsrechtlicher oder einzelvertraglicher Regelungen. Daneben werden Rückstellungen gebildet für latente Beitragsrückerstattung für die auf Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und lokaler Rechnungslegung. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Quoten zur Überschussbeteiligung zugrunde gelegt. Für unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Kapitalanlagen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind), bilden wir die resultierende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral; ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam. AngemessenheitstestAlle versicherungstechnischen Rückstellungen werden in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 (Liability Adequacy Test) regelmäßig überprüft. Wenn aktuelle Erfahrungen zeigen, dass die auf der Grundlage der ursprünglichen Annahmen gebildeten Rückstellungen abzüglich der aktivierten Abschlusskosten und der Barwert der zugehörigen Beiträge nicht ausreichen, um die erwarteten zukünftigen Leistungen zu decken, passen wir die betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgswirksam an und weisen dies in den Erläuterungen zur Konzernbilanz als außerplanmäßige Veränderungen aus; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte, Aktiva (13) Aktivierte Abschlusskosten und Passiva (21) Deckungsrückstellung. Die Angemessenheit der Beitragsüberträge sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überprüfen wir in Bezug auf den aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrag, die Angemessenheit der Deckungsrückstellung prüfen wir auf der Basis aktueller realistischer Schätzungen der Rechnungsgrundlagen, des anteiligen Ergebnisses aus Kapitalanlagen sowie (für überschussbeteiligte Verträge) der künftigen Überschussbeteiligung. D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)Dieser Posten umfasst die Deckungsrückstellung zu Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung). Der Wert der Deckungsrückstellung entspricht im Wesentlichen dem Marktwert der jeweiligen Kapitalanlagen, die unter Aktivseite - C Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug - Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen ausgewiesen werden. Die Veränderungen dieser Rückstellung werden vollständig im versicherungstechnischen Ergebnis berücksichtigt. Soweit sie auf unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Marktwertveränderungen der zugehörigen Kapitalanlagen beruhen, stehen diesen gegenläufige Veränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug gegenüber. E Andere RückstellungenDer Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die Beiträge, die das Unternehmen zur Finanzierung zu zahlen hat, sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual Trust Agreements in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), so sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch unter den sonstigen Forderungen auszuweisen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern es wird auch ihre zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung werden entsprechend den Gegebenheiten in den einzelnen Ländern festgelegt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Anleihen von Emittenten bester Bonität gelten (zum Beispiel Industrie- oder Staatsanleihen). Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs. Sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst. F VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten umfassen Anleihen, Depotverbindlichkeiten, laufende Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten bilanzieren wir grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Details zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt. Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern und Steuerzinsen der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Steuerverbindlichkeiten für tatsächliche Steuern werden ohne Abzinsung entsprechend den voraussichtlichen Steuernachzahlungen für das Geschäftsjahr und für Vorjahre angesetzt. G Passive SteuerabgrenzungPassive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen); siehe Aktivseite - H Aktive Steuerabgrenzung. H Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswertenln dieser Position sind Verbindlichkeiten ausgewiesen, die zusammen mit Veräußerungsgruppen übertragen werden sollen; siehe Aktivseite - J Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. WährungsumrechnungDie Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€). Die Nettovermögenswerte ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, Ergebnisse mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfasst. Dagegen werden Umrechnungsdifferenzen in den Einzelabschlüssen unserer Tochterunternehmen überwiegend erfolgswirksam erfasst und im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen lauten: Umrechnungskursescroll
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SegmentberichterstattungBasierend auf der internen Steuerung von Munich Re haben wir sechs berichtspflichtige Segmente identifiziert:
Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet. Die IFRS-Ergebnisbeiträge sind Grundlage der Planung und Strategie aller Segmente. Daher ist das IFRS-Segmentergebnis die einheitliche Bemessungsgrundlage für die interne Steuerung. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Darlehen werden unkonsolidiert in der Position Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis der jeweiligen Segmente ausgewiesen. Ansonsten erfolgt der Ausweis nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle und Beteiligungsverhältnisse. Segmentaktiva1scroll
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Segmentpassiva1scroll
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Segment-Gewinn- und Verlustrechnung1scroll
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Sonstige Segmentangabenscroll
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Erläuterungen zur Ermittlung der Schaden-Kosten-Quote1scroll
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Erläuterungen zur Schaden-Kosten-Quote finden
Sie im Lagebericht unter Wichtige Steuerungsinstrumente. Langfristige Vermögenswerte nach Ländern1scroll
Investitionen in langfristige Vermögenswerte pro Segment1scroll
Gebuchte Bruttobeiträge1scroll
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Die Zuordnung der Beiträge erfolgt in der
Regel nach dem Ort des versicherten Risikos. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva1 Geschäfts- oder FirmenwertEntwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertsscroll
Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden EinheitenFür die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien der Unternehmenszusammenschlüsse Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit bzw. die Gruppe von Einheiten, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rückversicherung sind den Ressorts oder Gruppen von Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung dem Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie den legalen Einheiten. Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheitenscroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Reinsurance America Inc. wurde einer Gruppe von Ressorts (zahlungsmittelgenerierender Einheiten) zugeordnet ("Segment Rückversicherung Schaden/Unfall"). Der ausgewiesene Buchwert beinhaltet darüber hinaus weitere Geschäfts- oder Firmenwerte, deren Werthaltigkeitsprüfung auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Ebene der Ressorts oder Gruppen von Ressorts innerhalb des Segments erfolgt. Diese weiteren Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Basis der gleichen wesentlichen Annahmen auf ihre Werthaltigkeit überprüft wie der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Munich Reinsurance America Inc. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Anteilen an der ERGO Group war den Segmenten des Geschäftsfelds ERGO zugeordnet. Die den Segmenten ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland und ERGO International zugeordneten Anteile wurden in Vorjahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die den diversen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden, sind einzeln und in Summe nicht signifikant im Vergleich zum gesamten Geschäfts- oder Firmenwert. Als signifikant betrachten wir Beträge, die 10% oder mehr des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen. Wesentliche Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags im Rahmen der WerthaltigkeitsprüfungenDie Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein wesentlicher Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet wurde, basieren auf den folgenden Annahmen: scroll
Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf der Grundlage von ausschüttungsfähigen Planergebnissen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben. Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen zur Entwicklung der Beitragseinnahmen und der Schaden-Kosten-Quoten resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die wesentlichen Annahmen zur Entwicklung des Aktienmarkts und des Zinsniveaus werden auf der Grundlage des gegenwärtigen Marktumfelds festgelegt. Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Planergebnis auf Basis eines angepassten letzten Planjahres und unter Berücksichtigung von aus makroökonomischen Prognosen abgeleiteten Wachstumsraten und Kapitalanlagerenditen. Als Diskontsätze wurden mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensätze verwendet. Die Berechnungen erfolgten nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In der Tabelle wird für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Diskontsatz vor Steuern angegeben. Es wurden Sensitivitätsanalysen für die Diskontsätze, die Wachstumsraten und die ausschüttungsfähigen Planergebnisse durchgeführt. Dabei wurde kein Wertminderungsbedarf identifiziert. 2 Sonstige immaterielle VermögenswerteEntwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswertescroll
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Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 127 (156) Millionen €. 3 Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenEntwicklung der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstückenscroll
Der beizulegende Zeitwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt zum Bilanzstichtag 6.857 (6.590) Millionen €. Bewertungen führen für den von der Gruppe verwalteten Bestand grundsätzlich konzerninterne Gutachter und für den von Dritten verwalteten Bestand externe Gutachter durch. Die Grundstücke und Bauten sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der Nachhaltigkeit von Einnahme- und Ausgabeströmen unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Objektart und objektindividuellem Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 1,75% bis 4,25%, für Bürogebäude von 3% bis 6,5% sowie für Einzelhandel von 3% bis 6,75% verwendet. Für den Grundbesitz bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 853 (730) Millionen €. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 46 (33) Millionen €. 4 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von KapitalanlagenAlle Kapitalanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche Kapitalanlagen, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Leveln der Bewertungshierarchie finden Sie unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung unserer Kapitalanlagen zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor. Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Modelle, anhand derer die beizulegenden Zeitwerte unserer Bestände ermittelt werden, sofern keine Marktpreise verfügbar sind: Bewertungsmethoden für Finanzinstrumentescroll
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Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) werden Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Für die derivativen Bestandteile aus Katastrophenbonds basiert deren Bewertung auf den durch Broker zugelieferten Werten für die zugehörigen Anleihen, weshalb eine Quantifizierung der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter nicht möglich ist. Falls für individuell ausgestaltete Versicherungsderivate keine beobachtbaren Eingabeparameter zur Verfügung stehen, werden die Bewertungen mittels Barwertmethode anhand aktueller Zinsstrukturkurven und historischer Ereignisdaten vorgenommen. Aufgrund des geringen Volumens sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen unwesentlich. Die für die Bewertung von Variable Annuities zu berücksichtigenden Parameter werden entweder direkt aus Marktdaten abgeleitet, insbesondere Volatilitäten, Zinsstrukturkurven und Devisenkassakursen, oder sie werden von aktuariellen Daten abgeleitet, insbesondere biometrischen Raten und Stornoraten. Die verwendeten Stornoraten werden in Abhängigkeit vom spezifischen Versicherungsprodukt und von den aktuellen Kapitalmärkten dynamisch modelliert und liegen zwischen 0,5% und 50%. Ein Anstieg oder Rückgang der Stornoraten von 10% würde zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Portfolios von -/+1 % führen. Die Annahmen zur Sterblichkeit basieren auf den veröffentlichten Sterbetafeln, die im Hinblick auf die Zielmärkte und die Erwartungen der Aktuare angepasst werden. Der Einfluss dieser sowie weiterer nicht beobachtbarer Annahmen ist nicht materiell. Die Abhängigkeit zwischen unterschiedlichen Kapitalmarktparametern wird durch entsprechende Korrelationsmatrizen dargestellt. Wir ordnen diese Produkte Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Bei den übrigen Kapitalanlagen mit Zuordnung auf Level 3 handelt es sich überwiegend um externe Fondsanteile (insbesondere Private Equity, Immobilien sowie Fonds, die in diverse Vermögenswerte investieren, die theoretisch bewertet werden) sowie relativ illiquide Kreditstrukturen (insbesondere Commercial Mortgage-Backed Securities sowie Collateralized Loan Obligations). Für Erstere gibt es keine regelmäßige Kursversorgung, sondern es werden von den jeweiligen Assetmanagern die Net Asset Values (NAVs) zugeliefert. Für Letztere existieren ebenfalls keine ausreichend guten Kursquellen bei Marktdaten-Providern; wir greifen bei der Bewertung daher auf Broker-Bewertungen zurück. Bei diesen Kapitalanlagen findet somit durch uns keine eigene Bewertung anhand nicht beobachtbarer Parameter statt. Wir führen eine regelmäßige Plausibilisierung der zugelieferten Bewertungen anhand vergleichbarer Kapitalanlagen durch. Zum 31. Dezember 2016 werden rund 12 (10)% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zugeordnet, 84 (85)% Level 2 und 4 (4)% Level 3, wie in nachfolgender Tabelle dargestellt. Von den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen liegen lediglich für zwei Gesellschaften notierte Marktpreise vor. Diese belaufen sich auf 110 (81) Millionen € und sind dem Level 1 der Bewertungshierarchie zuzuordnen. Im Geschäftsjahr haben wir die Zuordnung zu den Bewertungsleveln grundsätzlich beibehalten. Für die Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen, die unter den Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug ausgewiesen werden, erfolgt im Geschäftsjahr erstmals eine deutlich granularere Zuordnung der unterschiedlichen Anlagearten auf die Bewertungslevel. Dadurch ergeben sich erhebliche Verschiebungen bei der Zuordnung auf die einzelnen Bewertungslevel. Bei den weiteren betragsmäßig geringeren Übertragungen, die Level 3 der Bewertungshierarchie betreffen, handelt es sich um Anpassungen an unsere Konzernvorgaben. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die Kapitalanlagen, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der übernächsten Tabelle zu entnehmen. Zuordnung der Kapitalanlagen (inklusive der Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) zu einem Level der Bewertungshierarchiescroll
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Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Kapitalanlagenscroll
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5 Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDie Zuschreibungen auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 39 (7) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall 37 (6) Millionen € und ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland 2 (1) Millionen €. Die Abschreibungen auf diese Unternehmen betrugen -14 (-22) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall -14 (-11) Millionen €, ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 0 (-1) Millionen € und ERGO International 0 (-10) Millionen €. Weitere Angaben zu verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind dargestellt unter Sonstige Angaben (47) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen, (48) Maßgebliche Beschränkungen sowie in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 gemäß § 313 Abs. 2 HGB. Aggregierte Finanzinformationen über Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen scroll
6 DarlehenZusammensetzung der Darlehenscroll
Bei den übrigen Darlehen handelt es sich überwiegend um Pfandbriefe und Staatsanleihen. Der beizulegende Zeitwert der Darlehen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter; siehe hierzu Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Er beträgt zum Stichtag 67.282 (66.126) Millionen €. Rating der übrigen Darlehen auf der Basis der Bilanzwertescroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den Hypothekendarlehen sowie den Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine besteht praktisch kein Kreditrisiko. 7 Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbarBei über 40% der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften handelt es sich um Pfandbriefe sowie Emissionen von Förderbanken und vergleichbaren Instituten. Der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Emissionen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, wobei jedes Einzelrisiko weniger als 1 % ausmacht, Anleihen von Banken sowie von Landesbanken und Asset-Backed Securities/ Mortgage-Backed Securities. Der weitgehende Anteil an Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities wird in die Ratingkategorie A oder besser eingestuft. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 8.661 (8.115) Millionen €. 1.715 (1.710) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere sind an Dritte verliehen. Diese Papiere werden nicht ausgebucht, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin bei Munich Re bleiben. Von den unrealisierten Gewinnen und Verlusten von 11.573 (10.332) Millionen € sind 4.309 (4.040) Millionen € - nach Abzug der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, latenter Steuern, von nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital und der Konsolidierungs- und Währungseffekte - im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) enthalten. Zusammensetzung der sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbarscroll
Erlöse aus Veräußerungen im Geschäftsjahrscroll
Realisierte Gewinne und Verlustescroll
Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwertescroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. 8 Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet und Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugDie als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere umfassen Handelsbestände von 2.270 (2.193) Millionen € und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, von 402 (357) Millionen €. Die Handelsbestände enthalten festverzinsliche Wertpapiere von 18 (30) Millionen €, nicht festverzinsliche Wertpapiere von 68 (56) Millionen € sowie Derivate von 2.184 (2.107) Millionen €. Von den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, entfallen 179 (165) Millionen € auf festverzinsliche Wertpapiere und 223 (193) Millionen € auf nicht festverzinsliche Wertpapiere. 10 Millionen € der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind innerhalb eines Jahres fällig. Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwertescroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Die Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug beinhalten Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen von 8.428 (8.229) Millionen € und Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug von 1.130 (934) Millionen €. Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Dies geschieht innerhalb der einzelnen Konzernunternehmen im Rahmen der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zusätzlicher innerbetrieblicher Richtlinien. Ein Ausfallrisiko ist bei börsengehandelten Produkten aufgrund des täglichen Einschussverfahrens praktisch nicht gegeben. Die außerbörslich abgeschlossenen Over-the-Counter-Derivate enthalten hingegen ein theoretisches Risiko in Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Daher wählt Munich Re für diese Geschäfte nur solche Kontrahenten aus, die eine hohe Bonität aufweisen, und tauscht täglich Sicherheiten auf Basis der aktuellen Marktwerte aus. Munich Re hält zum 31. Dezember 2016 für Derivate Sicherheiten in Form von Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherheiten beträgt 785 (1.100) Millionen €. Die erhaltenen Sicherheiten unterliegen einem Vollrechtsübertrag, werden aber nicht weiterverkauft oder verpfändet. Ausweis der Derivate nach Bilanzpostenscroll
Obwohl Munich Re Derivate grundsätzlich dazu einsetzt, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, erfüllt nur ein Anteil von 59 (130) Millionen € die Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung. IAS 39 unterscheidet zwischen der Absicherung beizulegender Zeitwerte (Fair-Value-Hedge) und der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge). Fair-Value-HedgeBei der Absicherung beizulegender Zeitwerte wird die Änderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments zusammen mit der Änderung des Zeitwerts des abgesicherten Instruments erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich unter dem Posten Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Im Fall der gesicherten Nachranganleihe der Münchener Rück AG erfolgt der Ausweis im Finanzierungsergebnis. Bei Munich Re werden Sicherungsbeziehungen in Form einer Absicherung beizulegender Zeitwerte eingesetzt, um gezielt und effizient Risiken aus Zins- und sonstigen Marktpreisänderungen zu mindern. Für die Absicherungen werden im Wesentlichen Swaps und Forwards verwendet. Der beizulegende Zeitwert der hierfür eingesetzten Derivate beträgt zum Stichtag 31 (94) Millionen €. Im Geschäftsjahr erfassten wir Wertänderungen für die Sicherungsinstrumente von -63 Millionen € sowie für die zugehörigen Grundgeschäfte von 66 Millionen € erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Cashflow HedgeDie Absicherung von Zahlungsströmen spielt bei Schwankungen eine Rolle, die beispielsweise durch variable Zinszahlungen verursacht werden. Bei Munich Re werden mit Cashflow Hedges überwiegend Zinsrisiken abgesichert. Hierfür setzen wir hauptsächlich Zinsswaps ein. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments verbuchen wir zu diesem Zweck erfolgsneutral im Eigenkapital. Erst mit dem tatsächlichen Kapitalab- oder -zufluss, den der abgesicherte Sachverhalt verursacht, wird die so gebildete Eigenkapitalposition erfolgswirksam aufgelöst. Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen. Zum Stichtag ergibt sich eine Eigenkapitalposition aus der Absicherung von Zahlungsströmen von -8 (-1) Millionen €. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die in diese Kategorie fallen, beläuft sich zum Stichtag auf 28 (36) Millionen €. Restlaufzeit und Höhe der am Bilanzstichtag abgesicherten Zahlungsströmescroll
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9 DepotforderungenDie Depotforderungen dienen unmittelbar als Sicherheit für die von den Zedenten in Rückdeckung übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen und können von diesen nicht unabhängig verwertet werden. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Höhe und Veränderungen der Depotforderungen leiten sich aus dem Wert der Veränderungen der zugehörigen versicherungstechnischen Rückstellungen für das in Rückdeckung genommene Versicherungsgeschäft ab. Insofern haben Depotforderungen keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. 10 Sonstige KapitalanlagenDie sonstigen Kapitalanlagen enthalten Einlagen bei Kreditinstituten von 2.925 (3.775) Millionen €, Anlagen in erneuerbare Energien von 482 (496) Millionen € sowie physisches Gold von 361 (324) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 117 (202) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus. Von den Einlagen bei Kreditinstituten sind 2.922 (3.747) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Bei diesen Einlagen entspricht der beizulegende Zeitwert deshalb weitgehend den Buchwerten. Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 14 (15) Millionen €. Entwicklung der Anlagen in erneuerbare Energienscroll
Für Anlagen in erneuerbare Energien bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 206 (235) Millionen €. 11 Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenAnteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungenscroll
Details zu den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind dargestellt unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (20) Beitragsüberträge, (21) Deckungsrückstellung, (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, (23) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen sowie im Risikobericht unter Kreditrisiken. 12 Sonstige ForderungenZusammensetzung der sonstigen Forderungenscroll
Von den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 485 (477) Millionen € auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern. In den übrigen Forderungen enthalten sind Forderungen von 1.968 (587) Millionen €, die aus Verträgen ohne signifikanten Risikotransfer resultieren. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 4. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der übrigen Forderungen bestehen in Höhe von 54 (52) Millionen €. Die übrigen Forderungen enthalten Barsicherheiten in Höhe von 534 (390) Millionen €, die überwiegend für Derivategeschäfte gestellt werden. Da der weitaus größte Teil der sonstigen Forderungen mit 11.636 (10.677) Millionen € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweist, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte dieser Forderungen weitgehend den Buchwerten. Zum 31. Dezember 2016 verteilten sich unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft in Anlehnung an die Ratingkategorien von Standard & Poor's folgendermaßen: Rating der Abrechnungsforderungenscroll
Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 346 (298) Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle der vergangenen drei Jahre belaufen sich auf 261 (225) Millionen €. 13 Aktivierte AbschlusskostenAktivierte Abschlusskostenscroll
Entwicklung der aktivierten Abschlusskosten (brutto)scroll
In den planmäßigen Veränderungen ist neben Abschreibungen auch eine planmäßige Verzinsung enthalten. Unter die außerplanmäßigen Veränderungen fallen Zu- und Abschreibungen aufgrund von Änderungen der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, die eine Anpassung der Bewertung erforderlich machen. Im Segment ERGO International erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der Annahmen über das zukünftige Storno, Kosten und das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Diese Anpassungen führten insgesamt zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten. 14 SteuerabgrenzungDie in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzpositionen: Auf temporäre Differenzen von 52 (54) Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, sogenannte Outside Basis Differences, wurden keine latenten Steuern gebildet. Steuerabgrenzungscroll
Nachfolgend sind die vorhandenen Verlustvorträge und Steuergutschriften aufgegliedert: Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriftenscroll
15 Übrige AktivaDie übrigen Aktiva enthalten vor allem Sachanlagen, davon 2.374 (2.402) Millionen € eigengenutzte Grundstücke und Bauten sowie 272 (289) Millionen € Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auf vorausgezahlte Versicherungsleistungen entfallen 339 (384) Millionen €, auf Derivate 68 (141) Millionen €, auf Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 177 (169) Millionen € sowie auf Rückforderungen gegenüber Versicherungsnehmern 0 (42) Millionen €. Entwicklung der Sachanlagenscroll
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Der beizulegende Zeitwert der Grundstücke und Bauten beläuft sich auf 2.912 (2.924) Millionen €. Dieser ist Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Die Methodik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ist unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (3) Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beschrieben. Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betragen 8 (25) Millionen € für Grundbesitz und 25 (24) Millionen € für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz machen 3 (3) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 15 (12) Millionen € aus. 16 Zur Veräußerung bestimmte und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenIm November 2015 hatte sich die ERGO International AG, Düsseldorf, mit dem Private-Equity-Investor Cinven über den Verkauf ihres italienischen Tochterunternehmens ERGO Italia geeinigt. Die Transaktion wurde Ende Juni 2016 abgeschlossen und ERGO Italia mit ihren Tochterunternehmen entkonsolidiert. Der Abgang belastete unser Konzernergebnis im Geschäftsjahr mit rund 9 Millionen €. Zum 31. Dezember 2015 hatten wir für den erwarteten Verlust bereits eine Rückstellung in Höhe von 82 Millionen € gebildet. Im Geschäftsjahr haben wir mehrere fremdgenutzte Immobilien des Segments ERGO Leben/Gesundheit Deutschland als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert. Die Buchwerte beliefen sich auf insgesamt 108 Millionen €. Die Veräußerungen waren zum Bilanzstichtag abgeschlossen. Die Abgangsergebnisse waren jeweils positiv und durch die Beteiligung der Versicherungsnehmer am Abgangserfolg für unser Nettoergebnis nicht wesentlich. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva17 EigenkapitalDas Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2016 in insgesamt 161.053.897 volleingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt: Entwicklung der Aktien im Umlaufscroll
Am 31. Dezember 2016 waren 4.151.604 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 15,2 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von rund 2,6%. Munich Re kaufte im Geschäftsjahr 5.880.769 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 15. April 2016 beendete Aktienrückkaufprogramm 2015/2016 und das am 16. März 2016 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2016/2017, das den Erwerb von Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2017 vorsieht. Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 666.624.932,72 €. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden 1.329 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 8,25 € je gewinnberechtigter Aktie. Zusammensetzung des genehmigten Kapitalsscroll
Zusammensetzung des bedingten Kapitalsscroll
Eigenkapitalzusammensetzungscroll
Die übrigen Rücklagen enthalten 2.195 (1.848) Millionen € aus der Währungsumrechnung und -8 (-1) Millionen € aufgrund des Bewertungsergebnisses aus Cashflow Hedges. Außerdem sind in den übrigen Rücklagen unrealisierte Gewinne und Verluste enthalten, die sich wie folgt auf die verschiedenen Posten verteilen: Unrealisierte Gewinne und Verlustescroll
Steuereffekte, die in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sindscroll
Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern in Höhe von 57 (467) Millionen € beinhalten laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne und Verluste in den Kapitalanlagen in Höhe von 34 (11) Millionen € und in Höhe von 23 (456) Millionen € latente Steuern. Im Wesentlichen handelt es sich bei den nicht beherrschenden Anteilen um Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital einzelner Gesellschaften der Erstversicherungsgruppe. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds und Personengesellschaften weisen wir unter den sonstigen Verbindlichkeiten aus. Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine wesentlichen Änderungen der Beteiligungsquote an konsolidierten Tochterunternehmen. Angaben zum Kapitalmanagement finden Sie im Lagebericht unter Finanzlage - Kapitalausstattung. 18 Bewertungshierarchie VerbindlichkeitenAlle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche finanziellen Verbindlichkeiten, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Wir überprüfen zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung dieser Verbindlichkeiten zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor. Für die zur Bewertung von Derivaten verwendeten Bewertungsmodelle verweisen wir auf die Tabelle und Ausführungen unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Die Bewertung der Nachranganleihen, für die keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt anhand von Barwertverfahren unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Für die Bewertung der von uns begebenen Anleihe verwenden wir die von Preisprovidern zur Verfügung gestellten Marktwerte der korrespondierenden Aktiva. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unserer Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt anhand der Barwertmethode, teilweise ausschließlich unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter, teilweise auch unter Berücksichtigung nicht beobachtbarer Parameter. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie: Zuordnung der Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchiescroll
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Wir bewerten derzeit nur Derivate mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert. Von diesen ordnen wir die Versicherungsderivate Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die sonstigen Verbindlichkeiten, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Verbindlichkeitenscroll
19 Nachrangige VerbindlichkeitenBis zum Zeitpunkt der frühesten Kündigungsmöglichkeiten erfolgen bei den Anleihen der Münchener Rück AG Liquiditätsabflüsse in Höhe der jeweiligen Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr betrugen diese -263 Millionen €. Danach sind die Liquiditätsabflüsse variabel und hängen vom jeweiligen Zinsniveau ab. Für die Namensschuldverschreibungen der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft sowie für die Anleihe der HSB Group ist der Mittelabfluss variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Zinsniveau. Der beizulegende Zeitwert der Nachranganleihe der Münchener Rück AG vom Juni 2007 wird in Bezug auf den risikolosen Zins über einen Zinsswap abgesichert. Die abgesicherten Wertveränderungen der nachrangigen Anleihe sowie des Zinsswaps werden jeweils erfolgswirksam im Finanzierungsergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 4.725 (4.921) Millionen €. Für die Anleihen der Münchener Rück AG liegen als beizulegende Zeitwerte die Börsenwerte vor. Für die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten ziehen wir Barwertverfahren unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter heran, um die beizulegenden Zeitwerte zu ermitteln. Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeitenscroll
1
Die ERGO International AG hält Anleihen mit
einem Nominalwert von 3 Millionen € im Bestand; das ausstehende Volumen
ist entsprechend reduziert. 20 BeitragsüberträgeBeitragsüberträgescroll
Entwicklung der Beitragsüberträge (brutto)scroll
21 DeckungsrückstellungDeckungsrückstellungscroll
Deckungsrückstellung nach Art des Versicherungsschutzes (brutto)scroll
Die Deckungsrückstellung in der Lebensrückversicherung bezieht sich zum größten Teil auf Verträge mit dominierendem Todesfall- oder Invaliditätsrisiko. In der Rückversicherung haben Rentenversicherungen ein deutlich geringeres Gewicht als in der Erstversicherung. Um die Deckungsrückstellung im Bestandsgeschäft zu bewerten, werden im Wesentlichen die gleichen Rechnungsgrundlagen verwendet wie im Vorjahr. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der Annahmen über das zukünftige Storno, die zukünftigen Verwaltungskosten sowie das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Die Deckungsrückstellung erhöht sich aufgrund dieser Anpassungen. Weitere Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken finden Sie im Risikobericht unter Wesentliche Risiken. Entwicklung der Deckungsrückstellung (brutto)scroll
Die unter Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges ausgewiesene Veränderung betrifft mit 462 (367) Millionen € Sparbeiträge für Kapitalisierungsprodukte und mit -2.434 (-1.255) Millionen € Portfolioein- und -austritte. In den planmäßigen Veränderungen der Deckungsrückstellung sind die aus der prospektiven Kalkulation resultierenden Veränderungen aufgrund von Beitragszahlungen, Leistungsfällen und der Abwicklung der Diskontierung im Geschäftsjahr enthalten. 22 Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleRückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
Art der Rückstellung (brutto)scroll
Die Rentendeckungsrückstellung bezieht sich auf regelmäßige Zahlungen für Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsfälle und wickelt sich für gewöhnlich langfristig ab. Ein Großteil dieser Rückstellung wird in den Segmenten Rückversicherung Leben und Erstversicherung Leben für zukünftige Rentenzahlungen gebildet, ein kleiner Teil bezieht sich auf Rentenzahlungen für Unfall-, Haftpflicht- und Arbeiterunfallversicherung. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind aktuariell angemessen gewählt. Rentendeckungsrückstellungen werden als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungen berechnet. Die verwendeten Diskontzinsen werden unter Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (38) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (39) Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft dargestellt. Die Einzelschadenrückstellung ist der Betrag, der erwartungsgemäß benötigt wird, um die Schäden zu regulieren, die am Bilanzstichtag bekannt sind und bereits gemeldet wurden. Der größte Teil dieser Rückstellung wird zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellung für Spätschäden wird mithilfe aktuarieller Methoden auf der Basis historischer Schadenentwicklungsdaten und unter Berücksichtigung absehbarer zukünftiger Trends berechnet. Im Segment Rückversicherung Leben wurden im Geschäftsjahr die Annahmen für die Bewertung angepasst. Diese Anpassungen führten zu einer Verringerung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Erwartete Auszahlungen aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (nur Schaden/Unfall)scroll
Die Ermittlung der erwarteten Auszahlungstermine aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle kann mit beträchtlicher Unsicherheit verbunden sein. Entwicklung der Schadenrückstellung für Schaden/Unfall1scroll
Die dargestellten Schadenaufwendungen für das Geschäftsjahr umfassen sowohl die für das Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen als auch Aufwendungen zur Bildung der Rückstellung für die Schadenfälle des Geschäftsjahres. Die Rückstellungen für Schäden aus Vorjahren werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Exposure- und Schadeninformationen sowie der Schadenerfahrungen der Vergangenheit als bestmögliche Schätzungen aktualisiert. Die zugehörige Veränderung gegenüber dem Vorjahresstand zeigen wir unter Schadenaufwendungen für Vorjahre. Die meisten Branchen verzeichneten im Geschäftsjahr eine vergleichsweise geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte. Nettoabwicklungsergebnis Schaden/UnfallDie Werte in den folgenden Abwicklungsdreiecken beziehen sich auf mehr als 99% des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts unseres Konzerns. Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)scroll
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Schadenrückstellungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)scroll
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Endschadenstand für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)scroll
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Der Endschaden eines Anfalljahres enthält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, sowie die zu diesem Zeitpunkt verbleibende Schadenrückstellung. Bei vollständiger Kenntnis aller bis zum Bilanzstichtag verursachten Schäden würde der Endschadenstand für jedes Anfalljahr unverändert bleiben. In der Praxis ist der auf Schätzung beruhende Endschadenstand jedoch Schwankungen ausgesetzt, die den wachsenden Kenntnisstand über die Schadenfälle reflektieren. Änderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere Zugänge, oder die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente können den Endschadenstand ebenfalls beeinflussen. Die Abwicklungsdreiecke beruhen auf währungsbereinigten Größen. Hierfür wurden alle Werte auf Basis der Endjahreskurse von der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung (Euro) umgerechnet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Währungsumrechnung nicht zu Abwicklungseffekten führt. 23 Übrige versicherungstechnische RückstellungenZusammensetzung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungenscroll
Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften entfallen 84 (81) Millionen € auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wird ausschließlich in der Lebens- und Krankenversicherung gebildet. Der Anteil der Rückversicherer an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beträgt -1 (1) Million €, davon entfällt 1 (1) Million € auf die in Rückdeckung gegebene Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften. Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriftenscroll
Entwicklung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattungscroll
Die Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen reflektiert den auf die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entfallenden Anteil an der im vergangenen Jahr eingetretenen Veränderung der Marktwerte. Um den auf die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entfallenden Anteil der Bewertungsdifferenzen zu bestimmen, werden Quoten zwischen 50% und 92,5% nach Steuern verwendet. 24 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)Entwicklung der Rückstellung (brutto)scroll
Diese Rückstellungen werden retrospektiv bewertet. Die Entnahme für versicherungstechnische Risiken aus den Beiträgen und der Deckungsrückstellung erfolgt auf der Grundlage vorsichtiger Annahmen in Bezug auf die erwartete Sterblichkeit und Invalidisierung. Dabei verwenden wir analog zur Deckungsrückstellung für die nicht fondsgebundene Lebensversicherung Rechnungsgrundlagen auf der Basis bester Schätzwerte mit angemessenen Sicherheitszuschlägen. Die Rückstellungen werden unmittelbar bedeckt durch die Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen. Geringe Differenzbeträge zu diesen Kapitalanlagen ergeben sich aus passivierten, noch nicht verdienten Beitragsanteilen in den Rückstellungen. 25 Andere RückstellungenZusammensetzung der anderen Rückstellungenscroll
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Dabei werden regionale Besonderheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung. Die Pensionsverpflichtungen umfassen Zusagen sowohl an aktive oder mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedene Anwärter als auch laufende Rentenleistungen. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden sowohl intern über Pensionsrückstellungen als auch extern finanziert. Die externe Finanzierung erfolgt über Fonds oder Rückdeckungsversicherungen. Einige Pläne, die durch die Zahlung von Versicherungsbeiträgen finanziert werden, wurden bisher in Übereinstimmung mit IAS 19 als beitragsorientierte Pläne behandelt. Aufgrund der Niedrigzinsphase verbleibt jedoch beim Unternehmen eine Verpflichtung, sodass diese Pläne künftig als leistungsorientierte Pläne bilanziert werden. Die Veränderungen werden bei der Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung, der Entwicklung des Planvermögens und der Entwicklung der Rückstellung als übrige Veränderungen gezeigt. Für beitragsorientierte Pensionszusagen beträgt der Aufwand im Geschäftsjahr -67 (-74) Millionen €, für Beiträge an staatliche Pläne -111 (-111) Millionen €. Auf die Pensionszusagen der Münchener Rück AG entfallen 1.550 (1.408) Millionen € des Barwerts der erdien-ten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.718 (1.441) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die bis 31. Dezember 2007 erteilten Leistungszusagen werden über einen Fonds finanziert. Für Neueintritte ab 1. Januar 2008 erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Sowohl der Fonds als auch die Rückdeckungsversicherungen wurden in ein Contractual Trust Agreement (CTA-Modell) eingebracht. Auf die Pensionszusagen der ERGO Group entfallen 2.967 (2.547) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 420 (290) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die Zusagen sind gewöhnlich über Pensionsrückstellungen finanziert. Für Neueintritte erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über konzerneigene Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung. Auf die Pensionszusagen von Munich Reinsurance America Inc. entfallen 771 (733) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 530 (488) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für Ruhegelder für die Mitarbeiter und deren Hinterbliebene. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel am ruhegeldfähigen Gehalt und an der Dienstzeit. Der Plan ist über einen Fonds und über Pensionsrückstellungen finanziert. Er wurde für Eintritte ab dem 1. Januar 2006 geschlossen. Für die verbliebenen Begünstigten wurde der Plan dann zum 31. Dezember 2011 ebenfalls geschlossen. Für alle Begünstigten erfolgt die Versorgung ab dem 1. Januar 2012 über einen beitragsorientierten Plan. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung im Alter. Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagenscroll
Der Barwert der erdienten Ansprüche aus Leistungen für medizinische Versorgung beträgt zum Bilanzstichtag 310 (274) Millionen €. Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen verteilt sich wie folgt: Aufteilung des Barwertsscroll
Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist es erforderlich, Annahmen über zukünftige Entwicklungen zu treffen. Die Konzernunternehmen legen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde: Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Wir verwenden allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen, die in der Regel auf unternehmensspezifische Verhältnisse angepasst werden. Im Mittel hat eine 65jährige Planteilnehmerin eine weitere Lebenserwartung von 24,3 Jahren, ein 65-jähriger Planteilnehmer von 24,1 Jahren. Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungenscroll
Das Planvermögen enthält wie im Vorjahr keine eigenen Aktien. Für das Geschäftsjahr 2017 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 103 (89) Millionen € erwartet. Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern. Aus der Begrenzung eines Vermögenswerts, der aus überdotierten leistungsorientierten Plänen resultiert, ergab sich ein Effekt von 9 (0) Millionen €. Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagenscroll
Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten leistungsorientierten Pensionszusagen und als Vorsorge für künftige Mittelabflüsse. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern erfolgt die Bereitstellung von Planvermögen auf freiwilliger Basis. Das Verhältnis von beizulegendem Zeitwert des Planvermögens zum Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird als Finanzierungsgrad bezeichnet. Übersteigt der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen den jeweiligen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, stellt dies eine Unterdeckung dar, die dann über Pensionsrückstellungen finanziert wird. Übersteigt der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen, entsteht ein Vermögenswert aus der leistungsorientierten Pensionszusage. Da diese Betrachtung für jeden Plan einzeln durchgeführt wird, kann in Summe sowohl eine Pensionsrückstellung als auch ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Pensionszusagen entstehen. Aufgrund von Marktschwankungen kann es im Zeitablauf zu Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens kommen. Durch Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Rechnungszins) oder durch Abweichungen des tatsächlichen Risikoverlaufs vom angenommenen Risikoverlauf kann es zu Veränderungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen kommen. Beide Faktoren können damit zu Schwankungen des Finanzierungsgrads führen. Um diese Schwankungen möglichst zu vermeiden, wird bei der Wahl der Kapitalanlage darauf geachtet, dass sich bei der Veränderung bestimmter Einflussfaktoren die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens mit den Schwankungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen so weit wie möglich ausgleichen (Asset-Liability-Matching). Entwicklung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwandsscroll
Die Aufwendungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Leistungen an Kunden ausgewiesen. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 400 (tatsächliche Verluste -28) Millionen €, die tatsächlichen Erträge aus Erstattungsansprüchen 15 (tatsächliche Verluste -13) Millionen €. Vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungenscroll
Die gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen beträgt 21 (20) Jahre. Ein Anstieg oder Rückgang folgender wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen beeinflusst den Barwert der erdienten Pensionsansprüche: Sensitivitätsanalysescroll
Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen separat aufzuzeigen. Übrige Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen das Projekt "Kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition" mit 69 (106) Millionen € sowie den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen mit 214 (253) Millionen € der ERGO Group. Zusätzlich weist ERGO im Geschäftsjahr erstmals weitere Restrukturierungsrückstellungen für das "ERGO Strategieprogramm" mit 391 Millionen € sowie für die geplante Einstellung des Neugeschäfts und Abwicklung der Vertriebsorganisation in Belgien in Höhe von 136 Millionen € aus. Die Rückstellung für die mehrjährige variable Vergütung setzt sich aus Komponenten für die Mehrjahres-Performance sowie die mittel- und langfristigen Incentive-Pläne zusammen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte. Die Rückstellungen für Restrukturierung, Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen, die Mehrjahres-Performance und mittel- sowie langfristige Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind. 26 AnleihenZusammensetzung der Anleihenscroll
Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. Diese betrugen im Geschäftsjahr -25 Millionen US$. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag 410 (402) Millionen €. 27 DepotverbindlichkeitenDie Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. 28 Sonstige VerbindlichkeitenZusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, die aus angesammelten Überschussanteilen, Beitragsdepots und Verträgen der Erstversicherer ohne signifikanten Risikotransfer resultieren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 127 Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen der Investitionsstrategie für Infrastruktur (inklusive erneuerbarer Energien und neuer Technologien) erworben hat. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten von 1.439 (394) Millionen €, die sich aus Verträgen der Rückversicherer ohne signifikanten Risikotransfer ergeben, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von 872 (1.085) Millionen € und negative Zeitwerte von Versicherungsderivaten sowie von Absicherungsderivaten von Variable Annuities von insgesamt 939 (733) Millionen €. In den übrigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 24 (22) Millionen € und Zins- und Mietverbindlichkeiten von 175 (183) Millionen € enthalten. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die vertraglichen Fälligkeiten unserer sonstigen Verbindlichkeiten. Da Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft untrennbar mit dem zugrunde liegenden Versicherungsgeschäft verbunden sind, analysieren wir das daraus resultierende Liquiditätsrisiko gemeinsam mit den korrespondierenden Versicherungsverträgen. Dies gilt derzeit auch für die im Variable-Annuity-Geschäft enthaltenen Derivate; siehe Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (38) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Die hier aufgeführten Derivate sind mit ihren Marktwerten berücksichtigt. Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten auf der Basis von Bilanzwerten (ohne Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne Verbindlichkeiten aus derivativen Bestandteilen von Variable Annuities)scroll
Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrifft unverzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen Bilanzwerte und undiskontierte Zahlungsströme identisch sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 47 (51) Millionen €, von denen aus Derivaten 391 (401) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Gegebenenfalls bestehende Abweichungen bei den Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr zu den undiskontierten Zahlungsströmen sind für die Darstellung der Bedeutung der finanziellen Verbindlichkeiten für unsere Finanzlage und unseren Unternehmenserfolg unwesentlich. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung29 BeiträgeBeiträgescroll
Die gesamten Bruttobeiträge enthalten neben den gebuchten Bruttobeiträgen insbesondere auch Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten. Beiträge aus dem langfristigen Versicherungsgeschäft, insbesondere in der Lebenserstversicherung, werden bei Fälligkeit in voller Höhe als verdiente Beiträge berücksichtigt und als Ertrag erfasst. Aus dem fondsgebundenen Geschäft sind unter den gebuchten Bruttobeiträgen nur die Risiko- und Kostenbeiträge erfasst. Von den gebuchten Beiträgen aus dem kurzfristigen Versicherungsgeschäft werden anteilig Beitragsüberträge abgegrenzt; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (20) Beitragsüberträge. Die Beitragsüberträge werden entsprechend der Risikoentlastung über die Dauer der Verträge aufgelöst. 30 Technischer ZinsertragDer technische Zinsertrag entspricht dem Betrag, den wir im Versicherungsgeschäft aus der überwiegend risikolosen Anlage der Kapitalanlagen erwirtschaften, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen bedecken. Zudem werden die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert. Zu quantitativen Angaben zum technischen Zins verweisen wir auf die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung. Je nach Art des betriebenen Versicherungsgeschäfts und der damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist der technische Zinsertrag bezogen auf die Bedeckung der versicherungstechnischen Rückstellungen segmentspezifisch unterschiedlich zu interpretieren: Im Segment Rückversicherung Leben entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen. Für deponierte Rückstellungen entspricht der technische Zinsertrag dem vertraglich vereinbarten Zins. Im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall tragen wir der Tatsache Rechnung, dass in früheren Jahren gebildete Rückstellungen durch Kapitalanlagen mit höheren Zinsen bedeckt werden, als es dem heutigen Marktzinsniveau entspricht. Daher entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung unserer diskontierten versicherungstechnischen Rückstellungen zum jeweils historischen Zins, unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit und Währung. Der Differenzbetrag zwischen diskontierten und bilanziellen Rückstellungen wird kurzfristig verzinst. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland setzt sich der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften zusammen aus den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung, der Garantieverzinsung und der anhand der nicht technischen Ergebnisquellen ermittelten Überschussbeteiligung. Für Krankenerstversicherungsgesellschaften entspricht der technische Zinsertrag für Erstversicherungsgeschäft der Zinszuführung zur Alterungsrückstellung (Rechnungszins) sowie der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Diese beruht auf der Zinszuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, dem den Rechnungszins überschreitenden Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den sonstigen nicht versicherungstechnischen Ergebnisbestandteilen. Im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland wird der technische Zinsertrag analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Im Segment ERGO International entspricht der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften der risikolosen Verzinsung der Deckungsrückstellung mit dem jeweils länderspezifischen Zins, den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung und der Überschussbeteiligung, soweit entsprechende Vertragsmodelle vorliegen. Der technische Zinsertrag für Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften wird analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Im Segment Munich Health beruht der technische Zinsertrag für Erstversicherungsgeschäft auf der Verzinsung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen risikolosen Zinssatz und, soweit vorhanden, auf der Zinszuführung zur Deckungsrückstellung. Bei langfristigen Rückversicherungsverträgen entspricht die Verzinsung den vertraglich vereinbarten Zinszuführungen. Bei kurzfristigem Rückversicherungsgeschäft wird der technische Zinsertrag anhand der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen Zinssatz berechnet. 31 Leistungen an KundenLeistungen an Kundenscroll
Die Veränderung der Deckungsrückstellung (netto) enthält 178 (233) Millionen € unrealisierte Gewinne/Verluste aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Leistungen an Kunden schließen Aufwendungen für die Überschussbeteiligung an Versicherungsnehmer ein. Davon entfallen -985 (-903) Millionen € auf die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, -208 (-75) Millionen € auf die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sowie -166 (-87) Millionen € auf die Direktgutschrift. Das sonstige versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich in der Lebenserstversicherung überwiegend aus der Verzinsung des Ansammlungsguthabens von Versicherungsnehmern. Aufwendungen für eine Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung werden nicht unter den Leistungen an Kunden ausgewiesen, sondern unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. 32 Aufwendungen für den VersicherungsbetriebAufwendungen für den Versicherungsbetriebscroll
33 Ergebnis aus KapitalanlagenErgebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten (vor Umgliederung technischer Zins)scroll
Das Ergebnis aus Grundstücken und Bauten enthält Mieterträge von 405 (393) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Grundstücken und Bauten von -69 (-65) Millionen € enthalten. Aus Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von 2.063 (2.098) Millionen € erzielt. Laufende Erträge entstanden aus sonstigen Wertpapieren, die jederzeit veräußerbar sind, in Höhe von 3.755 (4.145) Millionen € und aus Derivaten in Höhe von 114 (137) Millionen €. Zinsaufwendungen aus nicht-derivativen Kapitalanlagen entstanden in Höhe von -12 (-13) Millionen €, Verwaltungsaufwendungen in Höhe von -375 (-361) Millionen € und sonstige Aufwendungen in Höhe von -86 (-81) Millionen €. Abschreibungen auf nicht-derivative Kapitalanlagenscroll
34 Ergebnis aus Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugErgebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezugscroll
35 Sonstiges operatives ErgebnisSonstiges operatives Ergebnisscroll
Die sonstigen operativen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 527 (533) Millionen €, Zinsen und ähnliche Erträge von 70 (103) Millionen €, Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen von 57 (123) Millionen € sowie Erträge aus eigengenutzten Grundstücken und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 48 (47) Millionen €. Die sonstigen operativen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen von -431 (-414) Millionen € im Wesentlichen Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen von -92 (-99) Millionen €, sonstige Abschreibungen von -57 (-61) Millionen € sowie sonstige Steuern von -107 (-107) Millionen €. Zudem sind Aufwendungen für eigengenutzte Grundstücke und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von -24 (-14) Millionen € enthalten. Im sonstigen operativen Ergebnis ist auch das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen ohne ausreichenden Risikotransfer von 43 (62) Millionen € enthalten. Davon entfallen 41 (71) Millionen € auf das Segment Rückversicherung Leben. 36 Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und FinanzierungsergebnisSonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnisscroll
Das sonstige nicht operative Ergebnis steht nicht in Zusammenhang mit dem Abschluss, der Verwaltung oder der Regulierung von Versicherungsverträgen oder der Verwaltung von Kapitalanlagen. Es enthält im Wesentlichen das Fremdwährungsergebnis von 485 (-213) Millionen €, das sonstige nicht versicherungstechnische Ergebnis von -245 (-225) Millionen €, Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von -96 (-79) Millionen € sowie Restrukturierungsaufwendungen von -583 (-18) Millionen €. Im Finanzierungsergebnis fassen wir sämtliche Zinserträge, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen zusammen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital in Verbindung stehen. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalien, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen. Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumentenscroll
37 ErtragsteuernIn dieser Position werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag und Steuerzinsen) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein. Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilenscroll
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490%. Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertragscroll
Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 22,7%, im Vorjahr von 13,2%. Erläuterungen zu Risiken aus VersicherungsverträgenMunich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist: Im Anhang ist gemäß IFRS 4 über Risiken aus Versicherungsverträgen und nach IFRS 7 über Risiken aus Finanzinstrumenten zu berichten. Weitere Angaben über Risiken sind im Lagebericht auf Basis von § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB sowie über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 20 zur Lageberichterstattung erforderlich. Da die Berichterstattung über Risiken nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re betrifft, stehen Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht innerhalb des Lageberichts als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen sowie in den jeweiligen Erläuterungen zu versicherungstechnischen Rückstellungen und Finanzinstrumenten im Anhang. Soweit erforderlich, verweisen wir im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Positionen auf die korrespondierenden Ausführungen. Die Angaben im Risikobericht erstrecken sich weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital. Zudem enthält der Bericht Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen. Die gemäß den Vorgaben des IFRS 4 erforderliche quantitative Angabe der Auswirkungen bei Änderung von Annahmen bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und im Marktumfeld wird durch Angabe des ökonomischen Risikokapitals ebenfalls im Risikobericht abgedeckt. Im Anhang beschreiben wir detailliert die Unsicherheiten bei der Bewertung von Versicherungsverträgen. Für Risiken aus Finanzinstrumenten enthalten die Erläuterungen im Anhang darüber hinaus entsprechend den Vorschriften des IFRS 7 Angaben zu den Restlaufzeiten und zum Rating. 38 Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und KrankenversicherungsgeschäftWesentliche Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft umfassen versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken. Diese Risiken stellen wir ausführlich im Risikobericht dar. Versicherungstechnisches RisikoBei den versicherungstechnischen Risiken sind insbesondere das biometrische Risiko und das Stornorisiko von Bedeutung. Biometrische Risiken betreffen vor allem Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität sowie Langlebigkeit. Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch länderspezifische Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt. Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko auch aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen. Dem Stornorisiko in der Erstversicherung wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen. MarktrisikoBezogen auf unsere versicherungstechnischen Rückstellungen sind wir insbesondere dem Zinsrisiko ausgesetzt. Zu unterscheiden sind Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie von Teilen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Entsprechend den bilanziellen Bewertungsvorschriften wird der Diskontzins zu Vertragsbeginn fixiert und in der Regel im Vertragsverlauf nicht mehr angepasst. Insofern hängt die bilanzielle Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen zunächst nicht unmittelbar von der Höhe der Marktzinsen ab. Ökonomisch resultiert jedoch prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. In der Rückversicherung verwenden wir für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle folgende Zinssätze: Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Rückversicherung (brutto)scroll
Bedecken Depotforderungen die Rückstellungen, ist die Verzinsung unmittelbar durch einen Zufluss von Kapitalerträgen sichergestellt, den die Zedenten in der Regel garantieren. Folglich besteht für die Rückstellungen, für die von den Zedenten mindestens der Diskontzinssatz garantiert wird, kein Zinsrisiko. Für die gesamten Depotforderungen geben die Zedenten wie im Vorjahr eine Zinsgarantie. In der Lebenserstversicherung wird in der Regel über die gesamte Laufzeit eine implizite oder explizite Zinsgarantie auf der Basis eines zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fixierten Zinssatzes gewährt. Der zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendete Diskontzins ist für den überwiegenden Teil der Verträge in unseren Beständen identisch mit diesem Zinssatz. Aus dem Kapitalanlageergebnis ist - eventuell unter Einbeziehung des versicherungstechnischen Ergebnisses - eine entsprechende Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen langfristig zu erwirtschaften. In der langfristigen Krankenerstversicherung wird ebenfalls ein kalkulatorischer Diskontzins verwendet, um die Deckungsrückstellung zu bestimmen. Dieser kann aber grundsätzlich bei einer Beitragsanpassung verändert werden. Für das kurzfristige Geschäft besteht kein unmittelbares Zinsrisiko. In der Erstversicherung stellen sich die für den Bestand relevanten Diskontzinsen für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wie folgt dar: Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Erstversicherung (brutto)scroll
In der deutschen Krankenerstversicherung werden darüber hinaus für die Beitragszuschlagsrückstellung und für die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter, die beide Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind und insgesamt 4.981 (4.882) Millionen € betragen, kalkulatorische Diskontzinsen zwischen 1,5% und 3,5% verwendet. Diese Zinssätze können bei einer Beitragsanpassung geändert werden. Weitere Marktrisiken sind insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen, beim Kapitalwahlrecht der aufgeschobenen Rentenversicherung und bei derivativen Bestandteilen von Variable Annuities von Bedeutung. Für die fondsgebundenen Lebensversicherungsverträge in unseren Beständen werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen. Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird. In einigen Erst- und Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt vom zugrunde liegenden Vertrag bewertet und deren Wertveränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist aktienkurs-, wechselkurs- und zinssensitiv. Die Sensitivitäten werden jedoch nahezu vollständig kompensiert, weil diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen. LiquiditätsrisikoFür Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Für unser größtenteils langfristiges Geschäft analysieren wir daher den zukünftig erwarteten Saldo aus Zahlungszuflüssen durch Beitragszahlungen und aus Zahlungsabflüssen durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen und Kosten. Am Bilanzstichtag ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten zukünftig erwarteten versicherungstechnischen Zahlungssalden (einschließlich der von Variable Annuities) nach Laufzeitbändern. Da nur versicherungstechnische Zahlungsströme betrachtet werden, gehen Rückflüsse, die aus Kapitalerträgen und frei werdenden Kapitalanlagen resultieren, nicht in die Quantifizierungen ein. Erwarteter zukünftiger versicherungstechnischer Zahlungsstrom (brutto)1scroll
Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können. 39 Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und UnfallversicherungsgeschäftFür Versicherungsverträge aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ist insbesondere das Schätzrisiko in Bezug auf die Höhe des erwarteten Schadenbedarfs für zukünftige Schäden aus laufenden Versicherungsverträgen (Beitragsrisiko) sowie für bereits eingetretene Versicherungsfälle (Reserverisiko) von Bedeutung. Für Teile des Bestands besteht ein Zinsrisiko. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen. BeitragsrisikoJe nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Beitragsrisiken ausgesetzt. Aus den in der folgenden Tabelle dargestellten Schaden- und Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die historischen Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen. Die Volatilitäten sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch des Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen. Beiträge sowie Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigenscroll
Bei der Preiskalkulation zu übernehmender Risiken besteht in den Versicherungszweigen Unfall, Feuer und Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und der Erstversicherung eine hohe Sensitivität bei den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. In der folgenden Tabelle sind daher die Schaden-Kosten-Quoten aus der Rückversicherung Schaden/Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Schäden aus Naturkatastrophen dargestellt. Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung der vergangenen 10 Jahre1scroll
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1
2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung
auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen
für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit
mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt. Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 10 Millionen € verstehen, haben für die Schwankungsanfälligkeit des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts im Rückversicherungsbereich Relevanz. Die unten aufgeführte Analyse zeigt, dass die Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Jahre in dieser Schadenkategorie überwiegend auf die jeweilige Intensität der Naturkatastrophenbelastung zurückzuführen ist. Die sonstigen Kumulrisiken weisen einen deutlich weniger volatilen Verlauf auf. Großschäden in der Rückversicherung nach einzelnen Kalenderjahren (netto)scroll
Weitere Angaben zu Risiken aus Groß- und Kumulschäden finden Sie in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie im Risikobericht. ReserverisikoBei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle besteht die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung. Eine besondere Sensitivität bezüglich des Reserverisikos besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können. Vor allem bei Asbesthaftungen decken wir Schäden, die zum Teil vor mehreren Jahrzehnten gezeichnet worden waren und mit einer zeitlichen Verzögerung von 30 bis 50 Jahren auftreten. Demzufolge haben wir auch Rückstellungen gebildet für Schadenbelastungen aus längst gekündigten Haftpflichtpolicen, die vor dem Hintergrund der damaligen rechtlichen Rahmenbedingungen einen entsprechenden Versicherungsschutz boten. Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschädenscroll
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Die Vorjahreszahlen wurden um die Wechselkurseinflüsse
angepasst. Die Entwicklung unserer Schadenrückstellungen sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt. Zinsrisiken Ökonomisch resultiert ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Bilanziell betrifft das Zinsrisiko nur die Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen, die diskontiert werden und für die nicht von den Zedenten mindestens in gleicher Höhe ein garantierter Zufluss von Kapitalerträgen aus Depotforderungen sichergestellt ist. Für diese Diskontierung verwenden wir die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Zinssätze. Diskontierte versicherungstechnische Rückstellungen nach Zinssätzen (brutto)scroll
Der überwiegende Teil der diskontierten Rückstellungen in der Rückversicherung wird für das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft gebildet. Die Diskontzinssätze für dieses Geschäft sind aufsichtsrechtlich reguliert und werden pro Anfalljahr prospektiv festgelegt. Die Diskontierung der Rückstellungen in der Erstversicherung ist ebenfalls überwiegend aufsichtsrechtlich geregelt. LiquiditätsrisikoFür Munich Re könnten sich Liquiditätsrisiken ergeben, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den zurückliegenden Kalenderjahren in der Versicherungstechnik durchweg eine positive Liquiditätssituation vorlag. Daneben stehen uns zur Erfüllung unserer Liquiditätsverpflichtungen auch umfangreiche, ausreichend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung. Versicherungstechnische Zahlungsflüsse der einzelnen Kalenderjahre (brutto)scroll
Sonstige Angaben40 MutterunternehmenOberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, Königinstraße 107, 80802 München. Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 42039, Registergericht: Amtsgericht München). Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns. 41 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAngaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht sowie unter (44) Vergütungsbericht. Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung hat die Münchener Rück AG ein Contractual Trust Agreement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet. Die Münchener Rück Versorgungskasse gilt als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (25) Andere Rückstellungen. Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (17) Eigenkapital. 42 PersonalaufwendungenDie Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen: Zusammensetzung der Personalaufwendungenscroll
43 Mid-Term Incentive PlanDie Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert. Im Geschäftsjahr wurde ein Aufwand in Höhe von -4,0 (-22,0) Millionen € aus dem Mid-Term Incentive Plan erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 35,3 (49,2) Millionen €. Mid-Term Incentive Pläne 2013-2016 von Munich Rescroll
44 VergütungsberichtDie Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG beliefen sich auf 23,1 (23,4) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,6 (2,6) Millionen €; nicht darin enthalten sind 0,2 (0,2) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen, sodass sich insgesamt 2,8 (2,8) Millionen € ergaben. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 7,4 (8,6) Millionen €. Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden keine Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer des Konzerns erhielten Aufsichtsräte Vergütungen in Höhe von 1,3 (1,3) Millionen €. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt. Alle weiteren Angaben zu Organbezügen und zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht. Informationen zu Aktiengeschäften und -besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Corporate Governance Bericht. 45 MitarbeiterzahlZum Jahresende waren in Deutschland 21.077 (21.812) und im Ausland 22.351 (21.742) Mitarbeiter beschäftigt. Zusammensetzung der Mitarbeiterzahlscroll
46 AbschlussprüferhonorareFür Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, und deren verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst: Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorarescroll
Der für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortliche Wirtschaftsprüfer i. S. v. § 24a Abs. 2 Berufssatzung WP/vBP ist Herr Dr. Frank Ellenbürger. Er war erstmals Auftragsverantwortlicher für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013. 47 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle VerpflichtungenMunich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Dabei betragen die Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien insgesamt 2 (1) Million € sowie aus Rechtsstreitigkeiten 31 (42) Millionen €. Weitere sonstige Eventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 28 (12) Millionen €. Ferner besteht eine Eventualverbindlichkeit, die aus unseren Anteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen resultiert, in Höhe von 20 (20) Millionen Pfund Sterling. Es handelt sich um eine Zahlungsverpflichtung im Fall der Überschuldung eines assoziierten Unternehmens. Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind bei Eventualverbindlichkeiten erforderlich, sofern die voraussichtliche Belastung nicht eindeutig ermittelbar ist. Dies ist beispielsweise bei Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten der Fall. Die Bewertung erfolgt durch die Experten der betroffenen Einheiten analog zu den Bewertungsvorgaben für Andere Rückstellungen auf Basis der bestmöglichen Schätzung. Eventualverbindlichkeiten werden angegeben, sofern die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses von den Experten als nicht unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Gesellschaften von ERGO haben für ausschließlich in ihrem Auftrag tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme durch den Kunden. Für den Fall einer Inanspruchnahme besteht grundsätzlich eine Regressmöglichkeit bei dem Vermittler bzw. über dessen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerpositionen ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Aus einer abweichenden Auffassung können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben der laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 149 (146) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG. Mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut. Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 380 (348) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 1.265 (1.439) Millionen €, wovon 79 (98) Millionen € aus unseren Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen von 1.029 (580) Millionen € gegeben. Die genannten Beträge sind jeweils nicht abgezinste Nennwerte. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 7 (7) Millionen €. Darüber hinaus hat Munich Re keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen. 48 Maßgebliche BeschränkungenRegulatorische, gesetzliche oder vertragliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seinen Möglichkeiten einschränken, Zugang zu Vermögenswerten der Gruppe zu erlangen oder diese zu verwerten und Verbindlichkeiten der Gruppe zu begleichen. Die Buchwerte verfügungsbeschränkter Vermögenswerte im Konzern sind unter den jeweiligen Positionen in den Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva aufgeführt. Die Beschränkungen resultieren überwiegend aus vertraglichen Vereinbarungen. Unter anderem handelt es sich um verpfändete Wertpapierdepots zur Besicherung unserer Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie um die Besicherung von Derivategeschäften mit Wertpapieren oder von Bankverbindlichkeiten mit nicht finanziellen Vermögenswerten. Einzelne nationale Vorschriften erfordern eine gesonderte Verwaltung von Vermögenswerten, die zur Deckung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft vorzuhalten sind. Grundsätzlich gelten für den Zugang zu diesen Vermögenswerten und deren Verwertung besondere aufsichtsrechtliche Regelungen. Zudem unterliegen wir aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die Dividendenzahlungen oder andere Kapitalausschüttungen oder Darlehen sowie Vorauszahlungen innerhalb des Konzerns einschränken können. Unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company weist zum 31. Dezember 2016 in seinem Abschluss, der nach lokalen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (Statutory Accounting Principles) erstellt wurde, negative Gewinnrücklagen aus. Aus diesem Grund kann die Gesellschaft zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren. Unsere in Griechenland ansässigen Gesellschaften unterliegen den im Jahr 2015 eingeführten nationalen Kapitalverkehrskontrollen und müssen für zu transferierendes Vermögen die damit verbundenen Genehmigungsverfahren durchlaufen. 49 LeasingMunich Re als LeasingnehmerDie Operating-Leasingverhältnisse betreffen insbesondere Büro- und Geschäftsräume des Konzerns, IT-Ausstattung sowie Grundstücke. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Im Berichtszeitraum wurden -104 (-108) Millionen € Mindestleasingzahlungen sowie -10 (-9) Millionen € bedingte Leasingzahlungen als Aufwand erfasst. Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissenscroll
Munich Re als LeasinggeberOperating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Grundstücke und Bauten. Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissenscroll
Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen, die in folgender Tabelle dargestellt sind: Fälligkeitenscroll
50 Ereignisse nach dem BilanzstichtagAus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2016 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2017 weitere 1,3 Millionen Aktien im Wert von 231 Millionen € zurückgekauft. Zum 1. Januar 2017 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Windparkgesellschaft Eolus Vindpark Tolv AB, Hässleholm, Schweden von Eolus Vindpark Elva AB, Hässleholm, Schweden. Eolus Vindpark Tolv AB wurde direkt nach dem Erwerb in Wind Farm Iglasjön AB umbenannt und hält Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 26,4 Megawatt. Der Unternehmenserwerb ist Teil unserer Investitionsstrategie für Infrastruktur (inklusive erneuerbarer Energien und neuer Technologien). 51 Ergebnis je AktieVerwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden. Ergebnis je Aktiescroll
Die rückwirkende Anpassung der Vorjahreswerte, siehe Bilanzierung und Bewertung - Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen, führte zu keiner Veränderung des Ergebnisses je Aktie im Vorjahr. Die Anzahl der ausstehenden Aktien verringerte sich im Lauf des Geschäftsjahres 2016 im Wesentlichen aufgrund des Aktienrückkaufprogramms um 5.880.298 (5.732.416) Aktien. 52 GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn 2016 der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 1.753.507.758,53 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 8,60 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 gemäß § 313 Abs. 2 HGBBei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen des Konsolidierungskreises sowie an Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB. scroll
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Derzeit nicht belegt. Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2017.
Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Konzern-Eigenkapitalentwicklung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 7. März 2017 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Lippl, Wirtschaftsprüferin Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Münchener Rück AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
München, den 14. März 2017 von Bomhard Albo Arnoldussen Blunck Höpke Jeworrek Rieß Röder Schneider Wenning Zusammengefasster LageberichtDer Lagebericht der Münchener Rück AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Konzerngeschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr 2016 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016Postenscroll
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AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenGrundlagen der BilanzierungDer Jahresabschluss und die Abschnitte des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts, die sich auf die Münchener Rück AG beziehen, wurden nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) unter Beachtung konservativer Bewertungsgrundsätze erstellt. Immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. KapitalanlagenWir bewerten den Grundbesitz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten; erforderliche Abschreibungen auf einen auf Dauer niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Hypothekendarlehen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie andere Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie andere Kapitalanlagen bewerten wir zu den Anschaffungskosten oder wir legen ihnen den niedrigeren Börsenoder Marktwert am Bilanzstichtag zugrunde. Wertpapiere, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, wurden zwar nach § 341b HGB klassifiziert, aber trotz des Wahlrechts gemäß dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für unsere gesamten Kapitalanlagen haben wir die niedrigeren Wertansätze aus den Vorjahren dann beibehalten, wenn es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Sofern zum Bilanzstichtag der Verkehrswert über den letztjährigen Wertansätzen lag, haben wir Zuschreibungen bis zu den Anschaffungskosten beziehungsweise den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. ForderungenDie Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen weisen wir mit dem Nennwert aus, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen. Sonstige VermögensgegenständeVorräte haben wir mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu Anschaffungskosten unter Abzug von zulässigen Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir über eine Laufzeit von fünf Jahren linear ab. SteuerabgrenzungFür die Berechnung der latenten Steuern wird über die Steuerrechtskreise hinweg eine Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen und Verlustvorträge vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB haben wir nicht ausgeübt. Ein über den Saldierungsbetrag hinausgehender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. Für das Unternehmen wesentlich sind die in Deutschland bestehenden temporären Differenzen. In Deutschland übersteigen die abzugsfähigen die zu versteuernden temporären Differenzen um 6.988 Millionen €. Die abzugsfähigen temporären Differenzen ergeben sich vor allem aus gebuchten Wertminderungen in den Kapitalanlagen, welche aufgrund der strengeren Bestimmungen in der Steuerbilanz nicht ansatzfähig waren, sowie aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die in der Steuerbilanz tendenziell niedriger bewertet werden als in der Handelsbilanz. Daneben bestanden noch abzugsfähige temporäre Differenzen aus immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der umfassenderen Aktivierung von selbst erstellten EDV-Programmen in der Steuerbilanz. Die bestehenden zu versteuernden temporären Differenzen sind im deutschen Steuerrechtskreis dagegen von untergeordneter Bedeutung. Der für den deutschen Steuerrechtskreis anzuwendende latente Steuersatz beträgt gerundet 33,0%. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8% und der Gewerbesteuer von 17,2% zusammen. Der anzuwendende Steuersatz in der kanadischen Betriebsstätte beträgt 26,6%, in unserer Betriebsstätte in Großbritannien 19,0%, in der australischen Betriebsstätte 30,0% und in der italienischen Betriebsstätte 30,8%. Die Münchener Rück AG hat insgesamt steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.464 Millionen €, welche in Höhe von 3.007 Millionen € auf den deutschen Steuerrechtskreis entfallen. Die restlichen Verlustvorträge sind in den ausländischen Betriebsstätten entstanden. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.180 Millionen € werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht sein. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDie Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wird unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind", mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte den Betrag der Verpflichtung, so ist der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert zu aktivieren. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen bilden wir nach handelsrechtlichen Erfordernissen. In allen Fällen haben wir dabei berücksichtigt, dass die dauernde Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sichergestellt ist. Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese ermitteln wir nach handelsrechtlichen Grundsätzen - teilweise anhand der Angaben unserer Zedenten, teilweise nach Pauschalsätzen. Soweit sich die Beitragsüberträge nach Pauschalsätzen bemessen, entsprechen diese langjährigen Erfahrungen und dem neuesten Kenntnisstand. Von der berechneten Beitragsübertragskomponente werden Kosten für Rückversicherungsprovisionen mit einem Anteil von 92,5% in Abzug gebracht. Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. In die Berechnung gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung, Storno sowie Kosten ein. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen werden dann angepasst, wenn die ursprünglichen Sicherheitsmargen als nicht mehr ausreichend anzusehen sind. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Diese werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gebildet, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlungen noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellungen betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die individuell bestimmte Rückstellungen gebildet werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, die noch nicht bekannt sind (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar grundsätzlich bekannt sind, aber deren Ausmaß sich später als umfangreicher darstellt, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwände für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Parameter) berücksichtigt und geeignete versicherungsmathematische Methoden angewendet. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden nicht abgezinst, sondern mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der Posten "Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen" enthält, soweit dies handelsrechtlich vorgeschrieben ist, die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre und die Rückstellungen für Großrisiken. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen solche für Gewinnanteile sowie für drohende Verluste. Rückstellungen für drohende Verluste werden dann gebildet, wenn in einem Versicherungsbestand die künftigen Beiträge und das anteilige Ergebnis aus Kapitalanlagen voraussichtlich nicht ausreichen, die zu erwartenden Schäden und Kosten zu decken. Im Geschäftsjahr 2016 wurde in den Versicherungszweigen Kranken, Haftpflicht, Kraftfahrt, Transport, Luftfahrt, Technik sowie in den Sonstigen Versicherungen eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen, die auf das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft entfallen, kalkulieren wir so, wie dies vertraglich vereinbart ist. Andere RückstellungenAufgrund der unter gewissen Voraussetzungen vorgeschriebenen Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (siehe "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") ist - sofern diese Voraussetzungen vorliegen - eine Pensionsrückstellung nur noch in der Höhe auszuweisen, in welcher der Verpflichtungsbetrag die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände übersteigt. Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen einen Abzinsungssatz, der gemäß der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 nunmehr auf einer Durchschnittsbildung über zehn Jahre beruht. Vor diesem Hintergrund und nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie unter Nutzung des Wahlrechts von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, bei dem eine Duration von 15 Jahren unterstellt wird, wurde zum 31. Dezember 2016 ein Rechnungszins in Höhe von 4,01 % angewandt. Zum gleichen Stichtag wurden die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und für Jubiläumszahlungen hingegen mit einem Abzinsungssatz von 3,23% berechnet, der sich bei einer Durchschnittsbildung über sieben Jahre ergibt. Für die zukünftige Entwicklung bestehender Anwartschaften wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 3,50% angenommen. Zudem werden für die zukünftige Entwicklung laufender Renten Erhöhungen zwischen 1,00% und 2,00% angenommen. Aufgrund von Untersuchungen im Rentnerbestand wurden die Sterblichkeiten in den derzeit verwendeten Richttafeln Heubeck 2005 G modifiziert. Die Berechnung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgte anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Die übrigen Rückstellungen bilden wir in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Ihrer Laufzeit entsprechend verwenden wir zur Abzinsung die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Durchschnittsbildung über 7 Jahre. VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeiten, die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen wir mit ihrem Erfüllungsbetrag an. Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten für WährungsrisikenGrundsätzlich erfassen wir alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung und stellen diese umgerechnet zum aktuell gültigen Tageskurs in Euro dar. Die fortgeführten Fremdwährungswerte in der Bilanz werden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum Jahresende neu bewertet. Pro Währung werden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie kongruent bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva, Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Die Umrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, werden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen werden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und ebenfalls grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergaben sich nachhaltige Überdeckungen ausschließlich beim Kanadischen Dollar. Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten haben wir die Durchbuchungsmethode angewendet. Nicht nachhaltige Überdeckungen sowie (nachhaltige und nicht nachhaltige) Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheiten pro Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden deshalb im Einklang mit § 256a HGB bewertet. Gleiches gilt für Rückstellungen, deren Restlaufzeit für die Nichtbeachtung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips jedoch unerheblich ist. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige BewertungseinheitenNeben den oben dargestellten Bewertungseinheiten für Währungsrisiken haben wir für die durch einen Zins-Swap gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Nachranganleihe aus 2007 ebenfalls das Wahlrecht nach § 254 HGB ausgeübt, die ökonomische Sicherungsbeziehung durch Bildung einer Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen. Der wirksame Teil der gebildeten Bewertungseinheit wird nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Wie im Risikobericht des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts dargestellt, werden darüber hinaus im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche weitere Risiken durch ökonomische Sicherungsbeziehungen abgesichert. Diese werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva1, 2 Immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagenscroll
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Der Anlagespiegel wird zu Stichtagskursen vom 31. Dezember 2016 dargestellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vor allem um entgeltlich erworbene Versicherungsbestände und Software. Der Buchwert der eigengenutzten Grundstücke und Bauten betrug 263 Millionen €. Von unseren Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) mit einem Buchwert von insgesamt 67.073 Millionen € waren 2.573 Millionen € bei Zedenten oder ausländischen Regierungen hinterlegt oder der Verwaltung durch Treuhänder unterstellt, die wir ernannt haben. Im Berichtsjahr wurde von der Münchener Rück AG Kapital in Höhe von insgesamt rund 3 Milliarden € aus inländischen Tochterunternehmen entnommen, die überwiegend festverzinsliche Wertpapiere halten. Die Transaktionen dienten zur Sicherstellung der Liquidität sowie zur Optimierung der Gruppenstruktur von Munich Re. Die anderen Kapitalanlagen enthielten einen Bestand an physischem Gold von 361 Millionen €. scroll
Derivative Finanzinstrumente (Derivate) sind vertragliche Vereinbarungen, die sich auf einen bestimmten Basiswert beziehen. Derivate bewerten wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Upfront-Zahlungen werden aktiviert und über die Laufzeit amortisiert. Die Buchwerte der Versicherungsderivate (Swap-Verträge, Optionen sowie in Cat Bonds eingebettete Derivate) leiten sich von den Marktwerten der entsprechenden Basiswerte ab. Ein Zins-Swap (Nominalvolumen: 1.349 Millionen €) zur Absicherung der Nachranganleihe aus 2007 gegen Zinsänderungsrisiken wurde aufgrund der Einbeziehung in eine bilanzielle Bewertungseinheit nach § 254 HGB und Anwendung der Einfrierungsmethode nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Marktwertänderung des Zins-Swaps wurde bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Bewertungseinheit berücksichtigt. Der Zeitwert des Zins-Swaps belief sich zum Bilanzstichtag auf 31 Millionen €. Um die beizulegenden Zeitwerte der nicht börsengehandelten Derivate zu ermitteln, wurden anerkannte Bewertungsmethoden verwendet. Einzelheiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. scroll
Der Zeitwert der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) betrug 77.407 Millionen €. Der Buchwert lag bei 67.073 Millionen €. Hieraus ergeben sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 Bewertungsreserven von 10.334 Millionen €. Die Bewertungsreserven enthalten stille Lasten aus Grundstücken und Bauten, Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen von insgesamt unter 1 Million €. Aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde von einer Abschreibung abgesehen. Die Bewertungsreserven enthalten ferner nicht bonitätsinduzierte stille Lasten aus sonstigen Ausleihungen in Höhe von 10 Millionen €. Aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde ebenfalls von einer Abschreibung abgesehen. Zeitwerte des Grundvermögens ermitteln wir einmal im Jahr und geben in der Regel Ertragswerte an; bei Neubauten berücksichtigen wir den Anschaffungswert am Bilanzstichtag. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verwenden wir die Börsenkurse am Bilanzstichtag, sofern Börsennotierungen vorhanden sind. Liegen keine Kurse vor, berechnen wir Ertragswerte oder verwenden Net-Asset-Values. Bei nicht börsennotierten Neuerwerbungen setzen wir den Anschaffungskurs an. Den Zeitwert börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere ermitteln wir anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag. Bei nicht börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren bestimmen wir die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip auf Basis von Zinsstrukturkurven. Bewertungsreserven der Kapitalanlagenscroll
Die Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2016 bei mehreren inländischen und ausländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10%, wobei der Schwerpunkt auf Aktienfonds lag. Angaben gemäß §285 Nr. 26 HGBscroll
3 Angaben zum Anteilsbesitz4 RechnungsabgrenzungspostenDer Posten schließt einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB von 8 Millionen € für Verbindlichkeiten ein. 5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungEinem Erfüllungsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtungen von insgesamt 1.009 Millionen € stand ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 1.510 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 530 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 29 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen knapp 1.220 Millionen €. Die Erträge dieser Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 178 Millionen €. Der Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen und vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen betrug 17 Millionen €. Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus der Pensionsverpflichtung und dem zu verrechnenden Deckungsvermögenscroll
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva6 EigenkapitalDas Grundkapital von 587.725.396,48 € gliederte sich zum 31. Dezember 2016 in insgesamt 161.053.897 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Zusammensetzung des genehmigten Kapitals: scroll
Zusammensetzung des bedingten Kapitals: scroll
Vom gezeichneten Kapital wurde in Höhe von 15 Millionen € der rechnerische Wert der am 31. Dezember 2016 im Bestand befindlichen eigenen Anteile offen abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert hinausgehende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile von 652 Millionen € wurde von den Gewinnrücklagen abgezogen. Aus dem Jahresüberschuss 2016 wurden durch den Vorstand 1.706 Millionen € in die Gewinnrücklagen eingestellt. In den Gewinnrücklagen war eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von 15 Millionen € enthalten. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres enthielt einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 48 Millionen €. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (291 Millionen €), dem Unterschiedsbetrag aus der veränderten Durchschnittsbildung bei der Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen in Folge der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 (101 Millionen €) sowie der genannten Rücklage für eigene Anteile unterliegen insgesamt 407 Millionen € einer Ausschüttungssperre. Am 31. Dezember 2016 waren 4.151.604 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von rund 15 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entsprach einem Anteil am Grundkapital von 2,6%. Die Münchener Rück AG kaufte im Berichtsjahr 5.880.769 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 15. April 2016 beendete Aktienrückkaufprogramm 2015/2016 und das am 16. März 2016 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2016/2017, das den Erwerb von Aktien bis zu 1.000 Millionen € bis zur Hauptversammlung 2017 vorsieht. Der Vorstand der Münchener Rück AG hat dabei von der am 27. April 2016 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung Gebrauch gemacht. Vom 9. Juni 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurden 4.151.404 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 160,57 € im Rahmen dieses neuen Programms erworben. Im Rahmen des Rückkaufprogramms 2015/2016 wurden vom 1. Juni 2015 bis zum 15. April 2016 5.790.064 Aktien der Münchener Rück AG über die Börse erworben. Davon wurden 1.729.365 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 174,95 € im Kalenderjahr 2016 erworben. Alle eigenen Aktien aus diesem Rückkaufprogramm wurden am 27. April 2016 im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals durch Anpassung des rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien eingezogen. Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH hat im Geschäftsjahr 2016 im Rahmen der Absicherung von Verpflichtungen aus dem langfristigen Incentive-Plan 471 Münchener Rück-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 185,42 € verkauft. Aus dem Verkauf wurde ein Veräußerungserlös von 0,1 Millionen € erzielt. Zusammen mit den Münchener Rück-Aktien, die in den Vorjahren zur Absicherung ausgegebener Wertsteigerungsrechte erworben worden waren und im Bestand verblieben sind, ergibt sich bei der MEAG zum 31. Dezember 2016 ein Gesamtbestand von 200 Aktien. Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 666.624.932,72 €. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden im Berichtsjahr 1.329 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 8,25 € je gewinnberechtigte Aktie. Der Gesellschaft liegen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen nach § 21 WpHG vor (Stand 31. Dezember 2016): Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt, Deutschland, teilte uns im Juli 2016 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27. Juli 2016, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft unterschritten und zu diesem Tag 2,98% betragen hatte (dies entspricht 4.792.020 Stimmrechten). BlackRock Inc., Wilmington, DE, USA, informierte uns im Januar 2017 mit einer freiwilligen Konzernmitteilung nach §§ 21, 24 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28. Dezember 2016 6,52% betragen hatte (dies entspricht 10.500.551 Stimmrechten). Diese Aktien wurden der BlackRock Inc. nach § 22 WpHG zugerechnet. Keines ihrer Tochterunternehmen hielt gemäß der Information der BlackRock Inc. unmittelbar 3% oder mehr der Stimmrechte an unserer Gesellschaft. 7 Nachrangige VerbindlichkeitenDie 2003 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 300 Millionen £ hat eine Laufzeit bis 2028 und kann am 21. Juni 2018 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die 2011 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.000 Millionen € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die im Juni 2007 im Volumen von 1.500 Millionen € emittierte Nachranganleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit und kann erstmals nach Ablauf von frühestens 10 Jahren 2017 gekündigt werden. Das Zinsänderungsrisiko haben wir über den Nominalbetrag der Anleihe durch einen Zins-Swap abgesichert und vollziehen diese Sicherungsbeziehung bilanziell durch Bildung einer Bewertungseinheit nach. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 4.128 Millionen € beträgt mehr als fünf Jahre. Nachrangige Verbindlichkeitenscroll
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Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen
€ (davon ausstehend 1.349 Millionen €). Die Nachranganleihen der Münchener Rück AG erhielten von den führenden Ratingagenturen folgende Noten: Anleihenratingsscroll
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Mit dem Nennwert von ursprünglich 1.500 Millionen
€ (davon ausstehend 1.349 Millionen €). 8 Versicherungstechnische Rückstellungen nach Versicherungszweigenscroll
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Die dargestellten Schadenrückstellungen mit Stichtag 31. Dezember 2016 als wesentlicher Bestandteil der versicherungstechnischen Rückstellungen sind sowohl von Zahlungen beeinflusst, die im Berichtsjahr geleistet wurden, als auch von Aufwendungen zur Erhöhung bzw. Erträgen aus der Verringerung der Rückstellung. Die Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr abzüglich der im selben Jahr bereits geleisteten Zahlungen erhöhten die Rückstellungen. Die Rückstellungen für die Vorjahre reduzierten sich um die Zahlungen, die im Berichtsjahr für diese Jahre geleistet wurden. Da es sich bei den Rückstellungen um Werte handelt, die aufgrund bestmöglicher Schätzungen - auf der Grundlage der Schadeninformationen und -erfahrungen der Vergangenheit sowie Einschätzungen der zukünftigen Schadenentwicklung - bestimmt werden, ist es unvermeidbar, dass sich auch die Schätzung regelmäßig ändert, wenn das Wissen über die Schadenfälle im laufenden Berichtsjahr zunimmt. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen entwickelte sich wie folgt: scroll
Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 99 Millionen €. 9 Andere RückstellungenZum 31. Dezember 2016 betrug die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor Saldierung 1.009 Millionen €. Dem stand ebenfalls vor Saldierung ein Vermögen von 1.510 Millionen € entgegen. Des Weiteren ergab sich zum 31. Dezember 2016 nach Saldierung eine Pensionsrückstellung von 29 Millionen €. Zum 31. Dezember 2016 resultiert daraus für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 530 Millionen €. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen stand einem Erfüllungsbetrag von 56 Millionen € ein zu verrechnendes Vermögen von 27 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 4 Millionen € als auch eine Rückstellung in Höhe von 33 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen 27 Millionen €. Fast alle Mitarbeiter haben für sich und ihre Hinterbliebenen Versorgungszusagen erhalten, die von der Gesellschaft selbst, von der Münchener Rück Versorgungskasse und dem Allianz Pensions Management e.V. zu erfüllen sind. Für am Bilanzstichtag noch nicht fällige Personalaufwendungen wurden Rückstellungen von 256 Millionen € gebildet. Aus Derivaten ergaben sich Drohverlustrückstellungen von 170 Millionen €. 10 Sonstige VerbindlichkeitenDer Gesamtbetrag der grundpfandrechtlich gesicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf unter 1 Million €. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 11 BewertungseinheitenFolgende ökonomische Sicherungsbeziehungen wurden bilanziell durch Bildung von Bewertungseinheiten zum 31. Dezember 2016 nachvollzogen: scroll
→ Angaben zur Effektivitätscroll
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung12 Ergebnis der Rückversicherung nach Versicherungszweigenscroll
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13 Technischer ZinsertragDen technischen Zinsertrag haben wir gemäß § 38 Rech-VersV berechnet und - wie dort vorgeschrieben - von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung übertragen. 14 PersonalaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen bezogen folgende Personalaufwendungen mit ein: scroll
15 Erträge aus KapitalanlagenDie Zuschreibungen resultierten aus der Wertaufholung aufgrund nicht mehr gebotener Abschreibungen. 16 Aufwendungen für KapitalanlagenVon den Abschreibungen entfielen -177 Millionen € auf außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB. 17 Steuerliche BilanzierungseinflüsseSteuerliche Bilanzierungseinflüsse bestanden nicht. 18 Mid-Term Incentive PlanDie Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert. Mid-Term Incentive Pläne 2013-2016 der Münchener Rück AGscroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Aufwand in Höhe von -6 Millionen € aus den Mid- Term Incentive Plänen erfasst. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Rückstellung 33 Millionen €. 19 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungAus der Währungsumrechnung wurden unter den sonstigen Erträgen 668 Millionen € und unter den sonstigen Aufwendungen -439 Millionen € erfasst. 20 Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von RückstellungenIn den sonstigen Erträgen sind 12 Millionen € aus der Abzinsung der Steuerreserve erfasst. 21 VergütungsberichtDie Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 22,1 Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen 2,6 Millionen €; nicht darin enthalten sind 0,2 Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen, sodass sich insgesamt 2,8 Millionen € ergaben. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 7,4 Millionen €. Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder entstanden keine Personalaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Nach Abzug der hierfür separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Der Wert der Verpflichtung beträgt 124,3 Millionen €. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. 22 Organe der GesellschaftVorstandDr. jur. Nikolaus von Bomhard (bis 26.4.2017) Vorsitzender des Vorstands Vorsitzender des KonzernausschussesGroup Development1 Group Investments Group Communications Group Compliance Group Audit Group Human Resources Dr. oec. publ. Joachim Wenning Arbeitsdirektor (bis 26.4.2017)Life (bis 31.1.2017) Human Resources (bis 26.4.2017) Ab 27.4.2017 Vorsitzender des Vorstands Vorsitzender des Konzernausschusses Group Development1 Group Investments Group Communications Group Compliance Group Audit Group Human Resources Giuseppina AlboEurope and Latin America Dr. rer. pol. Ludger ArnoldussenGermany, Asia Pacific and Africa Central Procurement Services Dr. rer. pol. Thomas BlunckLife and Health (seit 1.2.2017) Capital Partners Digital Partners Special and Financial Risks (bis 31.1.2017) Reinsurance Investments Dr. jur. Doris Höpke Arbeitsdirektorin (ab 27.4.2017)Health (bis 31.1.2017) Special and Financial Risks (seit 1.2.2017) Human Resources (ab 27.4.2017) Dr. rer. nat. Torsten Jeworrek Vorsitzender des RückversicherungsausschussesReinsurance Development Corporate Underwriting Claims Accounting, Controlling and Central Reserving for Reinsurance Information Technology Geo Risks Research/Corporate Climate Centre
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Einschließlich der Verantwortung für ESG-Themen
(Environmental, Social & Governance). Dr. rer. pol. Markus RießPrimary Insurance/ERGO Third Party Asset Management Dr. rer. pol. Peter RöderGlobal Clients and North America Dr. jur. Jörg Schneider Chief Financial OfficerFinancial and Regulatory Reporting Group Controlling Corporate Finance M&A Integrated Risk Management Group Legal Group Taxation Investor and Rating Agency Relations AufsichtsratDr. jur. Hans-Jürgen Schinzler EhrenvorsitzenderEhemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder VorsitzenderMitglied seit 17.4.2002, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG Marco Nörenberg Stellvertretender VorsitzenderMitglied seit 22.4.2009, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Mitarbeiter der ERGO Group AG Prof. Dr. oec. Dr. iur. Ann-Kristin AchleitnerMitglied seit 3.1.2013, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Wissenschaftliche Co-Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München Clement B. BoothMitglied seit 27.4.2016 Mitglied des Board of Directors der Hyperion Insurance Group, Vereinigtes Königreich Frank FassinMitglied seit 22.4.2009, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen der ver.di Nordrhein-Westfalen Dr. jur. Benita Ferrero-WaldnerMitglied seit 12.2.2010, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Präsidentin der Euroamerica Foundation, Spanien Partnerin der Anwaltskanzlei Cremades & Calvo Sotelo, Spanien Christian FuhrmannMitglied seit 22.4.2009, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Geschäftsbereichsleiter der Münchener Rück AG Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Ursula GatherMitglied seit 30.4.2014 Rektorin Technische Universität Dortmund Prof. Dr. rer. nat. Peter GrussMitglied seit 22.4.2009, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Präsident und CEO der OIST Graduate University, Japan Gerd HäuslerMitglied seit 30.4.2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats der BayernLB Dr. iur. Anne HorstmannMitglied seit 30.4.2014 Mitarbeiterin der ERGO Group AG Ina HosenfelderMitglied seit 30.4.2014 Mitarbeiterin der ERGO Group AG Stellvertretende Gewerkschaftsratsvorsitzende der NAG Renata Jungo BrünggerMitglied seit 3.1.2017 Mitglied des Vorstands der Daimler AG Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning KagermannMitglied seit 22.7.1999, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Präsident der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften Wolfgang MayrhuberMitglied von 13.12.2002 bis 31.12.2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG Beate MenschMitglied seit 30.4.2014 Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen Ulrich PlottkeMitglied seit 30.4.2014 Mitarbeiter der ERGO Group AG Anton van RossumMitglied von 22.4.2009 bis 27.4.2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats Royal Vopak NV, Niederlande Andrés Ruiz FegerMitglied seit 22.4.2009, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en España, Spanien Gabriele Sinz-ToporzysekMitglied seit 30.4.2014 Mitarbeiterin der ERGO Beratung und Vertrieb AG Dr. phil. Ron SommerMitglied seit 5.11.1998, letzte Wiederwahl 30.4.2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats der MTS OJSC, Russland Angelika WirtzMitglied seit 30.4.2014 Mitarbeiterin der Münchener Rück AG Besetzung der AusschüsseStändiger AusschussDr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Vorsitzender Gerd Häusler (seit 1.1.2017) Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Wolfgang Mayrhuber (bis 31.12.2016) Marco Nörenberg Andrés Ruiz Feger PersonalausschussDr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Vorsitzender Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann (seit 1.1.2017) Wolfgang Mayrhuber (bis 31.12.2016) Angelika Wirtz PrüfungsausschussProf. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Vorsitzender Prof. Dr. oec. Dr. iur. Ann-Kristin Achleitner (seit 27.4.2016) Christian Fuhrmann Dr. iur. Anne Horstmann Dr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Anton van Rossum (bis 27.4.2016) NominierungsausschussDr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Vorsitzender Prof. Dr. oec. Dr. iur. Ann-Kristin Achleitner Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann VermittlungsausschussDr. Ing. E.h. Dipl. Ing. Bernd Pischetsrieder Vorsitzender Prof. Dr. rer. nat. Dr. Ing. E.h. Henning Kagermann Marco Nörenberg Angelika Wirtz Von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gehaltene Mandatescroll
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Stand: 31.12.2016 scroll
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Stand: 31.12.2016. 23 MitarbeiterzahlIm Geschäftsjahr 2016 haben wir in München und bei unseren ausländischen Stützpunkten durchschnittlich 4.127 Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 3.755 Mitarbeiter im Inland und 372 Mitarbeiter im Ausland. 24 AbschlussprüferhonorareInformationen zu den Abschlussprüferhonoraren finden Sie im Konzerngeschäftsbericht 2016 von Munich Re. 25 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Münchener Rück AG hat für gewisse Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsbeziehungen der Munich American Reassurance Company (MARC Life) eine Ausfallhaftung übernommen. Die Münchener Rück AG verpflichtet sich gegenüber zwei ausländischen Tochtergesellschaften, bei deren Ausfall, Zahlungen im Rahmen bestimmter Versicherungsverträge zu erfüllen. Für drei ausländische Tochterunternehmen und eine Niederlassung haben wir die Haftung für Büromieten in Höhe eines Gesamtbetrags von umgerechnet knapp 7 Millionen € p.a. übernommen. In Einzelfällen haben wir beim Verkauf von Investments befristete Garantieversprechen abgegeben, welche die Richtigkeit einzelner kaufvertraglich zugesicherter Eigenschaften betreffen. Zum Teil enthalten diese Garantien zusätzlich eine Pflicht zum Nachteilsausgleich. Die Münchener Rück AG garantiert für ein Tochterunternehmen die Erfüllung aller finanziellen Verpflichtungen aus dem Verkauf von Aktien und Anteilen und für ein anderes Tochterunternehmen eine Bürgschaft in Höhe von 10 Millionen € für finanzielle Verpflichtungen. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft sowie der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft haben wir uns verpflichtet, wenn eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, im Rahmen unserer Quote dessen Leistungsverpflichtungen zu übernehmen. Im Falle einer Rückforderung öffentlicher Fördermittel in Höhe von insgesamt weit unter 1 Million € garantiert die Münchener Rück AG die ausreichende Kapitalausstattung eines Tochterunternehmens; zur Sicherung eines Rückerstattungsanspruchs in Höhe von etwas über 11 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG für andere Tochterunternehmen die Erfüllung der Zahlung. Für eventuelle unternehmensvertragliche Verpflichtungen eines Tochterunternehmens zum Verlustausgleich bei anderen Konzerngesellschaften hat die Münchener Rück AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 400 Millionen € je Anspruch übernommen. Zusätzlich ist die Münchener Rück AG eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einer Beteiligung von umgerechnet knapp 24 Millionen € eingegangen. Bei den genannten Sachverhalten ist nicht mit einem erhöhten Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf 755 Millionen € (davon 578 Millionen € gegenüber verbundenen Unternehmen). Sie ergeben sich insbesondere aus Einzahlungsverpflichtungen in mehrere Investmentfonds, abgeschlossenen Geschäftsbesorgungs- und Leasingverträgen, Kreditzusagen sowie begonnenen Investitionsvorhaben. 26 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München haben im November 2016 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und über das Internet unter www.munichre.com/cg-de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 27 Ereignisse nach dem BilanzstichtagAus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2016 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2017 weitere 1,3 Millionen Aktien im Wert von 231 Millionen € zurückgekauft. 28 GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn, über den die Hauptversammlung verfügen kann, beträgt 1.753.507.758,53 €. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 8,60 € auf jede dividendenberechtigte Aktie und zur Einstellung von 368.444.244,33 € in andere Gewinnrücklagen zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 gemäß § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGBBei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB. Die Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften, überwiegend denen zum 31. Dezember 2015, entnommen. Sollten diese nicht verfügbar sein, wurden die für Konsolidierungszwecke erstellten IFRS-Werte (HB II) verwendet. scroll
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Bei diesem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2017.
Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 7. März 2017 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Lippl, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
München, den 14. März 2017 von Bomhard Albo Arnoldussen Blunck Höpke Jeworrek Rieß Röder Schneider Wenning Sehr geehrte Damen und Herren,der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2016 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse nahmen an mehr als der Hälfte der jeweiligen Sitzungen teil. Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren zu keinem Zeitpunkt erforderlich. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und VorstandDer Vorstand bezog uns in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ein. In den Sitzungen diskutierten wir ausführlich zusammen mit dem Vorstand die uns vorgetragenen Informationen. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re. Der Vorstand hat seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt. Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah über wichtige Ereignisse im Konzern, beispielsweise zu ERGO über deren Strategieprogramm und veränderte Struktur. Zur Vorbereitung der Sitzungen fanden regelmäßig separate Gespräche der Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer mit dem Vorstandsvorsitzenden statt. Zwischen den Sitzungen führte ich regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Nikolaus von Bomhard. Dabei erörterten wir unter anderem Fragen der strategischen Entwicklung und des Risikomanagements sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses stand Herr Henning Kagermann auch außerhalb der Sitzungen in regem Kontakt mit dem für die konzernweite Rechnungslegung zuständigen Vorstandsmitglied Jörg Schneider. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumIm Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Regelmäßig und eingehend erörterten wir mit dem Vorstand den Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen. Hierbei gingen wir intensiv auf strategische Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die Kapitalanlagen des Unternehmens, dabei wurden die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte sowie deren Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens eingehend thematisiert. Ebenso hielt er uns regelmäßig über die Ziele und Umsetzung des ERGO Strategieprogramms auf dem Laufenden. Wir nutzten ferner die Gelegenheit, uns über Vorstandsangelegenheiten auch in Abwesenheit des Vorstands zu beraten. Darüber hinaus befassten wir uns 2016 in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit folgenden Themen: Am 15. März standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 sowie der zusammengefasste Lagebericht und die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2016 auf der Agenda. Ferner berieten und entschieden wir über die Verlängerung zweier Vorstandsbestellungen, den Wechsel im Vorsitz des Vorstands und legten die persönlichen Ziele für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für 2016 fest. Zudem ließen wir uns über das gruppenweite Compliance-Management-System berichten. Am 26. April befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten, konkret mit der Bewertung der Jahres-Performance 2015 und der Mehrjahres-Performance 2013 bis 2015 der einzelnen Vorstandsmitglieder. Am 27. April, unmittelbar vor der Hauptversammlung, brachte uns der Vorstand auf den aktuellen Stand des Geschäftsverlaufs im Jahr 2016. Ferner nutzten wir die Sitzung für letzte Vorbereitungen der bevorstehenden Hauptversammlung. Am 12. Juli wurde uns über die Ertragslage der Rückversicherungsgruppe in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld berichtet. Ferner setzten wir uns mit den neu gefassten Regelungen für das sogenannte Marktmissbrauchsregime auseinander und verabschiedeten eine Richtlinie zum Umgang mit möglichen Insiderinformationen aus dem Zuständigkeitsbereich des Aufsichtsrats. Außerdem nahmen wir den Vergütungsbericht 2015 gemäß den Vorgaben der Versicherungs-Vergütungsverordnung entgegen. Am 18. Oktober standen Corporate-Governance-Themen auf der Tagesordnung: die Ergebnisse der diesjährigen Effizienzprüfung, die Verabschiedung von Änderungen der Geschäftsordnung des Prüfungsausschusses zur Umsetzung der Anforderungen des Abschlussprüfungsreformgesetzes sowie die Beschlussfassung über die jährliche Entsprechenserklärung. Ferner wurde die Verlängerung einer Vorstandsbestellung beschlossen. Der Vorstand berichtete zudem über die Geschäftsentwicklung bei Munich Health. Am 6. Dezember legten wir nach eingehender Beratung die Vorstandsvergütung ab 2017 fest. Außerdem beschlossen wir Änderungen des Vorstandsvertrags und der Richtlinie zu Gehaltsnebenleistungen. Im Rahmen des jährlichen Berichts zur Risikolage durch den Group Chief Risk Officer erörterten wir die Risikostrategie des Konzerns. Der Vorstand berichtete über die Konzernplanung 2017 bis 2019. In diesem Zusammenhang verabschiedeten wir Änderungen der Geschäftsordnung und Geschäftsverteilung für den Vorstand. Außerdem stellte uns der Vorstand den Konzernpersonalbericht 2015/2016 vor und berichtete über Schwerpunkte der Personalarbeit und Personalplanung im Konzern. Darüber hinaus informierte er uns über das Kapitalanlagemanagement bei Munich Re. Arbeit der AusschüsseEs sind fünf Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet, denen zum einen bestimmte Angelegenheiten zur Beschlussfassung übertragen sind und die sich zum anderen vorbereitend mit den im Aufsichtsratsplenum anstehenden Themen und Beschlüssen befassen. Über die Arbeit der Ausschüsse berichteten deren Vorsitzende dem Plenum ausführlich in jeder Aufsichtsratssitzung. Einzelheiten zu den Aufgaben der Ausschüsse des Aufsichtsrats finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung unter www.munichre.com/cg-de. Die Mitglieder des Aufsichtrats und die Besetzung der Ausschüsse finden Sie unter www.munichre.com/Aufsichtsrat. Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum fünfmal. Er bereitete im Wesentlichen die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor. Darüber hinaus befasste er sich mit Aufsichtsrats-, Beirats- und vergleichbaren Mandaten der Vorstandsmitglieder sowie mit der konzernweiten Nachfolgeplanung, vor allem soweit sie Vorstandsfunktionen betrifft. Der Ständige Ausschuss befasste sich in seinen vier Sitzungen, neben der Vorbereitung der jeweiligen Aufsichtsratssitzungen, mit Themen der Corporate Governance. Er führte auch für dieses Berichtsjahr eine Überprüfung der Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit durch und stellte fest, dass die Berichterstattung durch den Vorstand sowie die Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt effizient und angemessen sind. Regelmäßiger Berichtspunkt seitens des Vorstandsvorsitzenden waren Veränderungen in der Aktionärsstruktur sowie der Stand der Aktienrückkaufprogramme. Der Ausschuss nahm ferner den jährlichen Bericht über die Aufwendungen für Spenden und Sponsoring entgegen. Der Prüfungsausschuss kam zu sechs Sitzungen zusammen. An zwei Sitzungen nahm auch der Abschlussprüfer teil. Der Prüfungsausschuss erörterte in diesen Sitzungen eingehend den Jahresabschluss der Münchener Rück AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015. Des Weiteren befasste sich der Ausschuss eingehend mit den Quartalsmitteilungen 2016 und setzte sich zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich mit dem Halbjahresfinanzbericht 2016 auseinander. Er ließ sich regelmäßig über den aktuellen Stand des Umsetzungsprojekts Solvency II informieren und erörterte in diesen Sitzungen sowohl die erstmalige als auch die Quartalsberichterstattung an die Aufsicht. Eine weitere wichtige Aufgabe nahm der Ausschuss mit der stetigen Überwachung der Risikolage und des Risikomanagements des Unternehmens und der Erörterung der Risikostrategie wahr: Hierfür ließ er sich vom Group Chief Risk Officer - zusätzlich zu dessen vierteljährlichen schriftlichen Berichten - mehrmals ausführlich mündlich informieren und vom Leiter der versicherungsmathematischen Funktion berichten. Regelmäßig wurden das interne Kontrollsystem und Themen der Compliance erörtert. Der Leiter Group Audit setzte die Ausschussmitglieder über das Ergebnis der Prüfungen 2015 und die Prüfungsplanung 2016 umfassend ins Bild. Darüber hinaus ließ sich der Ausschuss über einzelne ihm vorgetragene Compliance-Fälle und Audit-Prüfungen regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nutzten ferner die Gelegenheit, sich in Abwesenheit des Vorstands sowohl untereinander als auch zusammen mit dem Leiter Group Audit, dem Group Chief Compliance Officer, dem Group Chief Risk Officer und dem Abschlussprüfer zu beraten. Der Prüfungsausschuss überprüfte und überwachte zudem die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Er verabschiedete eine Leitlinie zur Vergabe von Dienstleistungsaufträgen an den Abschlussprüfer und führte die nach dieser Richtlinie erforderlichen Genehmigungsverfahren durch. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über die neu hinzugekommenen Tätigkeiten des Abschlussprüfers außerhalb der Abschlussprüfung sowie über die Auslastung der gesetzlichen Obergrenze zur Vergabe solcher Aufträge berichten. Nach Beschluss des Plenums erteilte der Vorsitzende des Ausschusses der KPMG den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2016 und beauftragte sie auch mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2016. Der Nominierungsausschuss kam zu drei Sitzungen zusammen. Er beriet über geeignete Kandidaten zur Neuwahl in den Aufsichtsrat. Bei den Nominierungsvorschlägen berücksichtigte der Ausschuss die vom Aufsichtsrat beschlossenen Ziele zur Zusammensetzung des Gremiums und den Kriterienkatalog, den er im Berichtsjahr aktualisierte. Der Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDer Aufsichtsrat achtet auf eine gute Unternehmensführung. So gaben wir zusammen mit dem Vorstand im November 2016 die jährlich erforderliche Erklärung gemäß § 161 AktG ab. Das Unternehmen hat erneut allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprochen und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Wir bestätigten die Einschätzung, dass alle 20 Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig und frei von relevanten Interessenkonfiikten zu betrachten sind. Einzelheiten hierzu sind im Corporate Governance Bericht aufgeführt. Munich Re bot den Mitgliedern des Aufsichtsrats 2016 eine interne Informationsveranstaltung an. Fast alle nutzten die Gelegenheit, sich über Ziele und Aufgaben der Einheiten Capital Partners und Digital Partners zu informieren. Veränderungen im VorstandNachdem Herr von Bomhard den Wunsch geäußert hatte, mit der Hauptversammlung 2017 in den Ruhestand zu treten, befassten sich der Personalausschuss und das Plenum des Aufsichtsrats intensiv mit der Frage seiner Nachfolge. Nach eingehender Diskussion der denkbaren Alternativen bestellte der Aufsichtsrat am 15. März 2016 Herrn Joachim Wenning mit Wirkung zum 27. April 2017 zum Nachfolger von Herrn von Bomhard an der Spitze von Munich Re. Herr Wenning ist seit Anfang 2009 im Vorstand für das weltweite Lebensrückversicherungsgeschäft verantwortlich; seit 1. Oktober 2013 trägt er zusätzlich die Verantwortung für Human Resources und ist seitdem auch Arbeitsdirektor. Ab 27. April 2017 wird Herr Wenning, zusätzlich zu seiner Aufgabe als Vorstandsvorsitzender, auch die Verantwortung für die bislang an Herrn von Bomhard berichtenden Einheiten übernehmen. Wir sind überzeugt, dass der Vorstand unter der Führung von Herrn Wenning den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen des Geschäfts bestens gewachsen ist. Veränderungen im AufsichtsratHerr Clement B. Booth wurde mit Wirkung ab Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 als Nachfolger von Herrn Anton van Rossum in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Ann-Kristin Achleitner wurde als Nachfolgerin von Herrn van Rossum mit Wirkung ab Ablauf der Hauptversammlung 2016 in den Prüfungsausschuss gewählt. Herr Wolfgang Mayrhuber hat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2016 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Frau Renata Jungo Brüngger wurde durch Beschluss des Amtsgerichts München vom 3. Januar 2017 in den Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung 2017 vorschlagen, Frau Jungo Brüngger für die Dauer der restlichen Amtsperiode von Herrn Mayrhuber in den Aufsichtsrat zu wählen. Am 1. Februar 2016 verstarb Herr Dieter Spethmann. Er gehörte dem Aufsichtsrat von Munich Re von 1976 bis 1998 an, in den Jahren von 1978 bis 1996 als dessen Vorsitzender. Er hat in hohem Maße dazu beigetragen, dass Munich Re sich zu einem diversifizierten Finanzdienstleistungsunternehmen entwickelt hat. Wir haben ihm viel zu verdanken und trauern um eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Weitere Informationen zur Corporate Governance im Allgemeinen entnehmen Sie bitte dem gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat. Jahres- und Konzernabschluss 2016 sowie Berichterstattung nach Solvency IIDie KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Münchener Rück AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2016 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Danach gingen die entsprechenden Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns umgehend den Aufsichtsratsmitgliedern zu. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 6. Februar 2017 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2016. Am 13. März 2017 bereitete er den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss vorab den Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Der Prüfungsausschussvorsitzende unterrichtete das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der Beratungen in der Bilanzsitzung. Weiterhin befasste sich der Prüfungsausschuss in seiner März-Sitzung mit den vorläufigen Eckdaten der Berichterstattung nach Solvency II, insbesondere mit der Solvency-II-Ratio, und berichtete hierüber im Plenum. Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse der Münchener Rück AG und des Konzerns und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Auf Basis dieser Prüfung und nach Anhörung des Abschlussprüfers stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und erhob keine Einwendungen. Am 14. März 2017 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem wiederum erfreulichen Geschäftsergebnis von Munich Re beigetragen.
München, den 14. März 2017 Für den Aufsichtsrat Bernd Pischetsrieder, Vorsitzender Deutscher Corporate Governance KodexEntsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 AktiengesetzDie Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2015 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 (bekannt gemacht am 12. Juni 2015) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.
München, im November 2016
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