![]() Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in MünchenMünchenKonzern- und Jahresabschluss 31.12.2018GruppeMunich Re ist einer der weltweit führenden Risikoträger und kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Group AG (ERGO) engagiert sich in fast allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet. Aktuelle Informationen über Munich Re finden Sie unter www.munichre.com. Verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln für das Unternehmen wie für die Gesellschaft ist ein zentraler Leitgedanke von Munich Re. Unsere gruppenweite Corporate-Responsibility-Strategie haben wir deshalb am Shared-Value-Ansatz ausgerichtet. Das heißt, dass wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt miteinander verbinden, um den wesentlichen globalen Herausforderungen zu begegnen. Wir konzentrieren uns beispielsweise darauf, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen sowie das allgemeine Risikobewusstsein zu stärken. Dazu initiieren wir vielfältige Präventions- und Anpassungsmaßnahmen, um Menschen zu schützen bzw. Risikozonen und -regionen resilienter zu machen. Wir verfügen über die entsprechende Expertise und ein weit gefächertes internationales Netzwerk anerkannter Partner, um ganzheitliche und verstärkt digitale Lösungsansätze zur Absicherung vielfältiger, sich ständig verändernder Risiken zu entwickeln. Unsere freiwilligen Selbstverpflichtungen wie die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC), die Principles for Responsible Investment (PRI) und die Principles for Sustainable Insurance (PSI) bilden dabei die Basis für unser verantwortliches Handeln. Sogenannte ESG-Aspekte (ökologische, soziale und governancebezogene Kriterien) berücksichtigen wir proaktiv in unserem Versicherungsgeschäft sowie im Kapitalanlagemanagement. Wir haben ein gruppenweit gültiges Umweltmanagementsystem etabliert und arbeiten seit 2015 CO2-neutral. Mit unserem gesellschaftlichen Engagement nehmen wir unsere Rolle als verantwortungsvolles Unternehmen wahr und fokussieren dabei auf Projekte und Kooperationen mit Nähe zu unserem Kerngeschäft. Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten finden Sie auf unserem Corporate-Responsibility-Portal unter www.munichre.com/cr-de. Talentierte und leistungsstarke Mitarbeiter begreifen wir als Schlüsselfaktor für langfristige Erfolge von Munich Re. Unsere international und auf Vielfalt ausgerichtete Personalarbeit legt dabei großen Wert auf eine Unternehmens- und Führungskultur, die bei unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern Leistungsbereitschaft und Innovationskraft fördert. Weitere Informationen finden Sie unter www.munichre.com/mitarbeiter. Am 31. Dezember 2018 waren weltweit 41.410 (42.410) Mitarbeiter bei Munich Re beschäftigt. Davon waren 29,8% (28,6%) in der Rückversicherung und 70,2% (71,4%) der Mitarbeiter bei ERGO beschäftigt. Auf Grundlage der europäischen Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie hat das Handelsrecht (HGB) Anforderungen zur Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen kodifiziert. Die für Munich Re und die Münchener Rück AG identifizierten berichtspflichtigen Aspekte im Sinne der gesetzlichen Anforderungen sind:
Unter dem Sachverhalt Corporate Responsibility in der Versicherung und in den Kapitalanlagen werden Angaben zu den gesetzlich definierten Aspekten Umwelt, Sozialbelange und Menschenrechte aufgegriffen. Den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht gemäß § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB finden Sie im Internet unter www.munichre.com/znfb bei unseren Informationen zur Corporate Governance. Segmentierung![]() Struktur der GruppeDie Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Versicherungszweigen tätig Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt. Sie sind bei ihrem Marktauftritt durch den Zusatz Risk Solutions gekennzeichnet. Bei ERGO bündeln wir alle Erstversicherungsaktivitäten von Munich Re. Etwa 68% der gebuchten Bruttobeiträge erwirtschaftet ERGO in Deutschland, 32% stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittel- und osteuropäischen Geschäft. Auch auf asiatischen Märkten wie Indien, China, Singapur und Thailand engagiert sie sich. Die Münchener Rück AG und die ERGO Group AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt. Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Group AG und ihren Töchtern. RückversicherungDie Rückversicherung betreibt Lebens-, Gesundheits- sowie Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft. Ferner erfassen wir hier unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, ebenso wie Zeichnungsagenturen (Managing General Agencies, MGA). In der Rückversicherung arbeiten wir mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen. Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit Erstversicherern, über Makler und im Rahmen strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns ebenso an Versicherungspools, Public Private Partnerships sowie an Geschäft in spezialisierten Nischensegmenten auch als Erstversicherer. Mit unserem Leistungsfeld Risk Solutions bieten wir unseren Kunden ein breites Spektrum an Spezialprodukten, maßgeschneiderten Versicherungslösungen und Services. Diese Aktivitäten werden aus der Rückversicherung heraus gesteuert. Unsere Kunden erhalten damit direkten Zugang zu Expertise, Innovationskraft und Kapazität eines weltweit führenden Risikoträgers. Aufgrund unseres Knowhows im Kapitalmanagement sind wir ein gesuchter Ansprechpartner für Angebote, die auf die Anforderungen an Bilanz-, Solvenz- und Ratingkapital sowie auf die Risikomodelle unserer Kunden abgestimmt sind. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in der Rückversicherung Leben/GesundheitDas weltweite Geschäft in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung wird im Ressort Life and Health gezeichnet. Es ist unterteilt in drei geografische Regionen und einen weiteren Geschäftsbereich, der spezialisierte Lösungen für Kapitalmarktrisiken entwickelt. Den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden die traditionellen Rückversicherungslösungen, die sich auf den Transfer des Sterblichkeitsrisikos konzentrieren. Darüber hinaus sind wir im Markt für sogenannte Living-Benefits-Produkte aktiv. Dies sind Versicherungsprodukte wie Berufsunfähigkeit, Pflegefall, Eintritt von schweren Krankheiten ("Critical Illness"), die eine zunehmende Nachfrage verzeichnen. Ferner bieten wir Kapazität für Langlebigkeitsrisiken an. Dabei konzentrieren wir uns bis dato auf das Vereinigte Königreich, beobachten aber intensiv auch andere Märkte. Neben der Übernahme versicherungstechnischer Risiken unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung neuer Lebensversicherungsprodukte. Zusätzlich bieten wir ihnen ein breites, zunehmend auch digitalisiertes Serviceangebot, das von der medizinischen Expertise bis zu automatisierten Lösungen in der Risiko- und Leistungsprüfung reicht. Darüber hinaus erweitern wir ständig unsere maßgeschneiderten strukturierten Konzepte, mit denen unsere Kunden ihre Kapitalausstattung, ihre Liquidität oder bedeutende Performanceindikatoren optimieren können. Auch für Kapitalmarktrisiken, die in Sparprodukten häufig enthalten sind, steigt der Rückversicherungsbedarf. Wir beraten unsere Kunden umfassend in der Produktgestaltung und bieten Absicherung für die eingebetteten kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien. Unsere eigene Exponierung sichern wir wiederum am Kapitalmarkt ab. Um die Nähe zu unseren Kunden zu gewährleisten, sind wir in vielen Märkten mit lokalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen vertreten. Den größten Anteil unseres Geschäfts zeichnen wir durch unsere Niederlassung in Kanada sowie unsere Tochtergesellschaft in den USA. In Europa haben wir Standorte in Deutschland, England, Spanien und Italien. Gleichzeitig haben wir eine starke lokale Präsenz in Australien und Südafrika sowie in allen wichtigen Wachstumsmärkten Lateinamerikas und Asiens, seit 2017 auch mit einer Zweigniederlassung in Indien. Die zentrale Steuerung des Asiengeschäfts durch eine eigene Niederlassung in Singapur unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Region für die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung. Die Ressorts in der Rückversicherung Schaden/UnfallDas Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen, zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten und zu Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt und ist zuständig für unsere Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich in dieser Region. Hinzu kommt das weltweite Geschäft in Spezialsparten wie Transport, Luft- und Raumfahrt sowie die Zuständigkeit für Agrarrisiken. Die drei großen, in den USA ansässigen Tochtergesellschaften sind Munich Reinsurance America Inc. (Munich Re, US), The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB) und American Modern Insurance Group Inc. (American Modern). Munich Re, US zeichnet Schaden/ Unfall-Rückversicherungsgeschäft sowie Nischen-Erstversicherungsgeschäft. Die Erstversicherer HSB und American Modern sind auf Produkte spezialisiert, bei denen die Nähe zum Kunden und wie in der Rückversicherung das Risikoverständnis von hoher Bedeutung sind. Das Risk Solutions Segment im Ressort wird darüber hinaus vom Geschäftsbereich Corporate Insurance Partner, der sich den Industriekunden widmet, und Munich Re Specialty Group bedient, einem führenden Anbieter von Transportversicherung sowie Versicherungslösungen für die Energieindustrie. Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig. Geschäftseinheiten zum Beispiel in London, Madrid, Paris und Mailand sichern uns die Marktnähe und regionale Kompetenz. In den südamerikanischen Märkten stellen wir die Kundennähe unter anderem durch unser brasilianisches Tochterunternehmen Munich Re do Brasil Resseguradora S.A. und unsere Repräsentanz in Bogota sicher. Zudem umfasst das Ressort den Geschäftsbereich Financial Risks. Great Lakes Insurance SE mit Hauptsitz in München und einer großen Niederlassung in London ist ebenfalls dem Ressort zugeordnet; über diese Einheiten bündeln wir zukünftig einen signifikanten Teil unserer gruppenweiten Geschäftsaktivitäten im Vereinigten Königreich. Wir haben uns in Abstimmung mit den jeweiligen Aufsichtsbehörden auf die unterschiedlichen Szenarien und Konsequenzen eines Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union vorbereitet und können unseren Geschäftsbetrieb in jedem dieser Fälle fortführen. Hierfür notwendige Vorbereitungsarbeiten und Maßnahmen sind entsprechend eingeleitet worden. Das Ressort Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und der pazifischen Inselwelt. Niederlassungen in Mumbai, Peking, Seoul, Singapur, Sydney und Tokio ermöglichen es, die Geschäftsopportunitäten des stark wachsenden asiatisch-pazifischen Versicherungsmarkts ausschöpfen zu können. Auf dem afrikanischen Markt sind wir mit unserem Tochterunternehmen Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. mit Hauptsitz in Johannesburg vertreten. Mit diesen Niederlassungen und weiteren Repräsentanzen sichern wir unsere Wettbewerbsposition auf diesen wichtigen Wachstumsmärkten. Das Ressort Special and Financial Risks (SFR) wurde zum 1. August 2018 aufgelöst. Global agierende SFR-Einheiten wurden dem Ressort Global Clients and North America zugeordnet, Einheiten mit Geschäftsschwerpunkt in Europa gingen zum Ressort Europe and Latin America. Gleichzeitig wurde die Zuständigkeit für das Rückversicherungsgeschäft in Deutschland vom Ressort Germany, Asia, Pacific, Africa in das Ressort Europe and Latin America verlagert, da hier ein gemeinsames regulatorisches Umfeld und ähnliche Geschäftsmodelle bestehen. Die Neuordnung der Ressorts folgte dem Ziel, geschäftliche Synergien bestmöglich zu nutzen und im Übrigen Strukturen und Prozesse zu verschlanken. Die Geschäftsmodelle aller betroffenen Einheiten blieben unverändert. ERGODer zweite Pfeiler von Munich Re ist das Erstversicherungsgeschäft. Unter dem Dach der ERGO Group AG agieren mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG und ERGO Digital Ventures AG drei separate Einheiten, in denen wir jeweils deutsches, internationales sowie Direkt- und Digitalgeschäft bündeln. Die ERGO Deutschland AG bündelt das traditionelle Deutschlandgeschäft. Die ERGO International AG steuert das internationale Geschäft innerhalb der Gruppe. Die ERGO Digital Ventures AG als dritte Säule ist für alle Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe zuständig. Seit Jahresanfang 2019 ist zudem eine neue IT-Gesellschaft zur strategischen Steuerung der weltweiten IT-Aktivitäten aktiv - und zwar auf einer Ebene mit ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures. Die neue Gesellschaft firmiert unter dem Namen ERGO Technology & Services Management AG. Über ERGO bieten wir Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an: der Lebensversicherung, der Krankenversicherung, nahezu sämtlichen Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung, der Reiseversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung decken wir den Bedarf von Privat- und Firmenkunden. ERGO betreut über 35 Millionen überwiegend private Kunden in mehr als 30 Ländern, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegt. Aktuelle Informationen zu ERGO finden Sie auch unter www.ergo-group.com. In Deutschland zählt der Erstversicherer mit der ERGO Versicherung AG zu den großen Anbietern in der Sach- sowie Rechtsschutzversicherung. Die ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG treibt als Spezialist für kapitalmarktorientierte Versicherungen die Neuausrichtung von Vorsorgeprodukten und Biometrieprodukten voran. Die Gesellschaften ERGO Lebensversicherung AG und Victoria Lebensversicherung AG konzentrieren sich auf die Abwicklung unseres Bestands an klassischen Lebensversicherungen. Die DKV Deutsche Krankenversicherung AG ist ein führender Anbieter und Spezialist im Gesundheitsmarkt und spricht mit ihrem breiten Angebot von Zusatzversicherungen privat wie gesetzlich Versicherte an. Die ERV ist der Spezialist in der Reiseversicherung und über Deutschland hinaus auch international führend. Die Vertriebsgesellschaft ERGO Beratung und Vertrieb AG vereint in Deutschland die ERGO Ausschließlichkeitsorganisation (Agenturvertrieb) und die ERGO Pro (Strukturvertrieb) unter einem Dach. Während beim Agenturvertrieb die Rundum-Beratung sowie die Bindung der Bestandskunden und der Ausbau von Neukunden im Mittelpunkt stehen, setzt die ERGO Pro auf die Gewinnung neuer Geschäftspartnerinnen und -partner sowie Kunden. Beide Vertriebe haben sich im Jahr 2018 erfolgreich weiterentwickelt -insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung. Im Fokus des Vertriebs steht der Kunde von heute, dem über alle Online- und Offline-Kanäle dasselbe Angebot zur Verfügung steht. Darüber hinaus sorgt ein standardisierter Beratungsansatz für eine durchgängig hohe Qualität der Beratung und Betreuung. Unter Führung der ERGO Digital Ventures AG verantworten die ERGO Direkt Versicherungen das Direktgeschäft und bringen als Online-Kompetenzzentrum die Expertise für den digitalen Vertrieb ein, der im gesamten Markt immer mehr an Bedeutung gewinnt. In Europa und Asien ist ERGO mit Lebens- und Sachversicherern sowie Spezialversicherern für Reiseversicherung und Rechtsschutz vertreten. ERGO richtet sich konsequent an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden aus. Sie wollen online und offline exzellent bedient werden, unabhängig vom Vertriebskanal und der Produktkategorie - und sie wollen die Sicherheit einer starken Marke. ERGO positioniert sich deshalb künftig als Marke, die die meisten Versicherungsprodukte über alle Kanäle aus einer Hand anbietet. Konkret heißt das: ERGO Direkt und auch die Europäische Reiseversicherung (ERV) werden künftig unter der Marke ERGO ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben. In Europa sind die ERGO Gesellschaften vor allem in Polen, Belgien, Spanien, Österreich, dem Baltikum und Griechenland in ihren Märkten stark präsent. In Griechenland ist ERGO Marktführer in der Schaden-/Unfallversicherung. Auch unsere Rechtsschutzversicherer zählen als erfahrene Spezialisten in ihren Märkten jeweils zu den führenden Anbietern. In Asien ist ERGO über Joint Ventures in den stark wachsenden Märkten Indien und China sowie in weiteren Ländern vertreten. In Indien entwickelt sich HDFC ERGO weiterhin sehr erfreulich. In China erschließt ERGO China Life als Joint Venture mit dem staatlichen Finanzinvestor SSAIH das Potenzial der großen Provinzen Shandong und Jiangsu. Auch in Thailand entwickelt sich unsere Beteiligung positiv. Unsere Marken![]() Die Übersicht ist exemplarisch und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die genauen Beteiligungsverhältnisse entnehmen Sie bitte der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Geschäftsfeld ERGO ist der Markenauftritt zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Im Laufe des Jahres 2019 wird ERGO die Marken ERGO Direkt, ERGO Vorsorge und ERV in den Markenauftritt von ERGO überführen. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht beschreibt die Struktur und Systematik der Vergütung für den Vorstand und den Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr und enthält detaillierte Informationen zur individuellen Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Jahr 2018Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig. Der seit 1. Januar 2018 neu eingerichtete Vergütungsausschuss bereitete im Berichtsjahr die Beschlussvorschläge zu Vergütungsangelegenheiten für das Aufsichtsratsplenum vor. Dem Vergütungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie jeweils ein Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer an. Es ist vorgesehen, nach der Aufsichtsratswahl 2019 den Ausschuss so zu besetzen, dass beide Anteilseignervertreter dem Aufsichtsrat der Gesellschaft nicht länger als zehn Jahre angehören. Damit kommen wir einer zentralen Anforderung unserer Aktionäre nach. Infolge der Einrichtung des Vergütungsausschusses wurde die Zuständigkeit für alle Vergütungsangelegenheiten der Vorstandsmitglieder vom Personalausschuss auf den Vergütungsausschuss übertragen. Die übrigen Aufgaben des Personalausschusses, wie die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, der Abschluss von Verträgen sowie die Beurteilung der Leistung des Vorstands bleiben hiervon unberührt. Das 2018 neu eingeführte Vergütungssystem für den Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 25. April 2018 zur Abstimmung gestellt und mehrheitlich bewilligt. Es entspricht den relevanten gesellschafts- und aufsichtsrechtlichen Vorgaben einschließlich des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Vergütung besteht aus fixen (erfolgsunabhängigen) und variablen (erfolgsabhängigen) Bestandteilen sowie einer betrieblichen Altersversorgung. Details zeigt die folgende Tabelle: Struktur und Systematik der Vorstandsvergütungscroll
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Die Anteile ergeben sich bei 100% Bewertung bei der variablen Vergütung. Grundvergütung und variable Vergütung mit einem Anteil von je 50% ergeben eine ausgewogene Zusammensetzung der Gesamtvergütung, wie sie von den Solvency-II-Vorschriften gefordert wird. Hiernach sollen feste und variable Vergütungsbestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, sodass der feste Anteil einen ausreichend hohen Anteil an der Gesamtvergütung ausmacht und es dem Unternehmen ermöglicht wird, eine völlig flexible Bonuspolitik anzuwenden, einschließlich der Möglichkeit, überhaupt keine variable Vergütung zu zahlen. Vorstandsmitglieder sollen keinen Anreiz haben, zugunsten höherer Bonuszahlungen zu hohe Risiken einzugehen. Fixe VergütungDie fixe Vergütung besteht aus der Grundvergütung sowie Sachbezügen und Nebenleistungen, unter anderem Dienstwagen und Versicherungen. Die Gesellschaft trägt die Lohnsteuer für die geldwerten Vorteile auf Sachbezüge und Nebenleistungen. Variable VergütungBemessungsgrundlagen und Verknüpfung mit der UnternehmensstrategieDie variable Vergütung besteht aus einer einjährigen und einer mehrjährigen Komponente, die beide zukunftsbezogen sind. Für das im Jahresbonus verwendete IFRS-Konzernergebnis werden der genaue Zielwert sowie die jeweiligen Werte für 0% und 200% Zielerreichung (lineare Skalierung) extern kommuniziert. Eine nachträgliche Adjustierung des Zielwerts ist ausgeschlossen. Nach Ablauf des Beurteilungszeitraums werden das erreichte IFRS-Konzernergebnis und die entsprechende Zielerreichung ebenfalls veröffentlicht. Für den im Mehrjahresbonus verwendeten Total Shareholder Return (TSR) der Münchener-Rück-Aktie, der relativ im Vergleich zur Peer Group gemessen wird, stehen die konkreten Werte für die Bemessung der Zielerreichung erst am Ende der Planlaufzeit fest. Für den 0%-Wert der linearen Skalierung wird der niedrigste, für den 200%-Wert der höchste TSR-Wert im Peer-Group-Vergleich herangezogen. Nach Bemessung der Zielerreichung wird auch diese zusammen mit den Vergleichswerten der Peer Group veröffentlicht. Damit besteht für die finanziellen Ziele eine umfängliche Transparenz. Die Verwendung jeweils nur einer finanziellen Kennzahl im Jahres- und im Mehrjahresbonus unterstützt die Verständlichkeit der variablen Vergütung. Mit dem IFRS-Konzernergebnis und dem TSR der Münchener-Rück-Aktie im Vergleich zur Peer Group werden zwei ambitionierte und anspruchsvolle Kennzahlen verwendet, welche die langfristige Unternehmensstrategie fördern. Beide Kennzahlen sind vom Vorstand beeinflussbar. Die Geschäftsstrategie von Munich Re ist auf profitables Wachstum und eine erfolgreiche Positionierung im Wettbewerb ausgerichtet. Das IFRS-Konzernergebnis als etabliertes Ergebnisaggregat und relevante Zielgröße für den Kapitalmarkt trägt im Rahmen der einjährigen variablen Vergütungskomponente einer hohen und stabilen Ergebniskraft Rechnung. Der Zielwert für das IFRS-Konzernergebnis basiert auf der jährlichen Planung, in der sich wiederum die Geschäftsstrategie von Munich Re niederschlägt. Auf Basis ihrer langfristigen strategischen Ausrichtung und der ökonomischen Steuerung des Konzerns ist Munich Re überzeugt, nachhaltig Wert für ihre Aktionäre in Form des TSR zu schaffen. Der TSR berücksichtigt neben der Kursentwicklung auch die Dividendenzahlungen. Die Steigerung des TSR im Vergleich zur Peer Group stellt als mehrjährige Komponente den größten Teil der variablen Vergütung für den Vorstand dar. Aus Sicht der Gesellschaft ist der relative TSR gut dazu geeignet, die Interessen der Aktionäre und der Vorstandsmitglieder in Einklang zu bringen. Da die TSR-Entwicklung über mehrere Jahre gemessen wird, bildet nicht nur die absolute, sondern ebenso die relative Entwicklung die nachhaltige und langfristige Performance von Munich Re ab. Denn eine im Vergleich zur Peer Group überdurchschnittliche TSR-Entwicklung ist auf lange Sicht nicht vorstellbar, ohne zugleich gute Geschäftsergebnisse zu erzielen und damit auch für die Aktionäre Wert zu schaffen. Die Leistung der Peer Group zu übertreffen, kann selbst in einem schwachen Marktumfeld noch im Aktionärsinteresse liegen. Nach Vorliegen der Zielerreichung hat der Aufsichtsrat sowohl beim Jahres- als auch beim Mehrjahresbonus die Möglichkeit, im Rahmen der Würdigung der Gesamtleistung die Managementleistung der einzelnen Vorstandsmitglieder und des Kollektivorgans sowie Lage, Erfolg und Zukunftsaussichten des Unternehmens zu berücksichtigen. Dies erfolgt durch einen Zu- oder Abschlag von bis zu 20 Prozentpunkten auf die jeweilige Zielerreichung. Bei der Würdigung der Gesamtleistung sind insbesondere finanzielle und nichtfinanzielle Kriterien für die Leistung des Einzelnen sowie die Leistung des betreffenden Geschäftsbereichs/Ressorts und des Geschäftsfelds heranzuziehen. Es können auch Aspekte berücksichtigt werden, die auf Zeiträume zurückgehen, welche vor dem jeweiligen Beurteilungszeitraum liegen. Der Aufsichtsrat hat hierfür einen Kriterienkatalog mit folgenden beispielhaften Bonus-/ Malus-Aspekten festgelegt: Jahres- und Mehrjahresbonus: Bewertungskriterien für die Würdigung der Gesamtleistung1scroll
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Darüber hinaus können weitere wesentliche Aspekte berücksichtigt werden. Ob Zu- oder Abschläge vorgenommen wurden und wofür und in welcher Höhe sie erfolgten, wird jeweils transparent gemacht. Im Rahmen der Würdigung der Gesamtleistung können auch Faktoren berücksichtigt werden, welche die Geschäftsentwicklung beeinflussen, aber nicht durch die verwendeten Kennzahlen IFRS-Konzernergebnis und TSR abgebildet werden. Daher bedarf es im Interesse eines einfachen und transparenten Vergütungssystems keiner weiteren finanziellen Bemessungsgrundlagen. Zielwerte/Zielerreichung JahresbonusZiel des Jahresbonus ist die Erreichung eines hohen IFRS-Konzernergebnisses. Die gewählten Zielwerte stellen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik und des harten Wettbewerbs auf den Rückversicherungsmärkten herausfordernde Ziele für die Mitglieder des Vorstands dar. Zielwerte 2018Für das Jahr 2018 wurde ein Zielwert von 2.300 Millionen € und im Hinblick auf den Zielkorridor von 0-200% folgende lineare Skalierung festgelegt: 1.600 Millionen € = 0% Zielerreichung 2.300 Millionen € = 100% Zielerreichung 3.000 Millionen € = 200% Zielerreichung Zielerreichung 2018Über die Zielerreichung 2018 auf Basis des IFRS-Konzernergebnisses unter Berücksichtigung eventueller Zu-/ Abschläge im Rahmen der Würdigung der Gesamtleistung entscheidet der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2019. Da der Redaktionsschluss für den Geschäftsbericht vor der Aufsichtsratssitzung lag, konnten diese Informationen im Rahmen des Vergütungsberichts noch nicht dargestellt werden. Sie werden jedoch am 20. März 2019 unter www.munichre.com/vorstand/verguetung zur Verfügung gestellt. Zielwerte 2019Für das Jahr 2019 wurde ein Zielwert von 2.500 Millionen € und im Hinblick auf den Zielkorridor von 0-200% folgende lineare Skalierung festgelegt: 1.800 Millionen € = 0% Zielerreichung 2.500 Millionen € = 100% Zielerreichung 3.200 Millionen € = 200% Zielerreichung Zielwerte/Zielerreichung MehrjahresbonusZiel des Mehrjahresbonus ist eine nachhaltige Entwicklung der Performance der Münchener-Rück-Aktie, gemessen am TSR, im Vergleich zur Peer Group. Die Gesellschaften für die Peer Group wurden anhand grundsätzlich vergleichbarer Geschäftstätigkeit und Größe ausgewählt. Maßgeblich ist zudem, dass sie börsennotiert sind und ähnlichen Rechnungslegungsstandards wie Munich Re unterliegen, weshalb nur europäische Erst- und Rückversicherungsgesellschaften berücksichtigt werden. Zur Peer Group gehören Allianz, AXA, Generali, Hannover Rück, SCOR, Swiss Re und Zurich Insurance Group. Dieselbe Peer Group wird auch im Rahmen der Analystenkonferenz herangezogen. Der Mehrjahresbonus läuft insgesamt über fünf Kalenderjahre. Im ersten Kalenderjahr werden die TSR-Anfangswerte, am Ende der Laufzeit die Endwerte ermittelt und zur Bestimmung der Zielerreichung verglichen. Die Berechnungen erfolgen auf Basis von Stichtagswerten. Für die Zielbewertung hat der Aufsichtsrat einen Zielkorridor von 0-200% mit folgender linearen Skalierung festgelegt: Niedrigster TSR-Wert im Peer Group-Vergleich = 0% Zielerreichung Höchster TSR-Wert im Peer Group-Vergleich = 200% Zielerreichung Da die konkreten Werte für die Bemessung der Zielerreichung erst am Ende der Planlaufzeit feststehen, werden sie zusammen mit der Zielbewertung veröffentlicht. Aufschub und ZurückbehaltungDer flexible und aufgeschobene Mehrjahresbonus trägt mit seiner Laufzeit der Art und dem Zeithorizont der Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft Rechnung. Der TSR im Mehrjahresbonus bildet eine nachhaltige und langfristige Wertentwicklung der Münchener-Rück-Aktie umfassend ab, sodass ein weiterer mehrjähriger Zurückbehaltungszeitraum, der wiederum auf die Aktienkursentwicklung abstellt, weder sinnvoll noch erforderlich ist. Auch für den Jahresbonus bringt ein solcher Zurückbehaltungszeitraum keinen signifikanten Mehrwert, da der Jahresbonus lediglich einen Anteil von 15% an der Gesamtvergütung ausmacht. Begrenzung der variablen Vergütung (Malus) und Rückforderungsmöglichkeit (Clawback)Da der Aufsichtsrat sowohl beim Jahres- als auch beim Mehrjahresbonus auf die Zielerreichung einen Zu- oder Abschlag von bis zu 20 Prozentpunkten vornehmen kann, um die individuelle und kollektive Leistung der Vorstandsmitglieder zu würdigen, hat er die Möglichkeit, im Fall von negativen Erfolgsbeiträgen die variable Vergütung zu kürzen. Für ab 1. Januar 2017 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder ist zudem im Anstellungsvertrag vorgesehen, dass bei Kündigung durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund oder bei Niederlegung des Vorstandsmandats durch das Vorstandsmitglied ohne wichtigen Grund alle noch nicht ausbezahlten variablen Vergütungsbestandteile verfallen. Darüber hinaus wird der Gesellschaft in sämtlichen Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder das Recht eingeräumt, etwaige Anordnungen der Aufsichtsbehörde zur Beschränkung, Streichung oder Nicht-Auszahlung der variablen Vergütung im Verhältnis zum Vorstandsmitglied umzusetzen. Vertragliche Regelungen zur Rückforderung bereits ausbezahlter variabler Vergütungsbestandteile (Clawback) setzen eine schwerwiegende Pflichtverletzung voraus. Alle Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder enthalten eine Klausel, der zufolge das Vorstandsmitglied insbesondere gemäß § 93 Aktiengesetz verpflichtet ist, der Gesellschaft den Schaden zu ersetzen, der dieser durch eine Verletzung seiner Pflichten entsteht. Die vertragliche Schadenersatzklausel sichert die Gesellschaft ab; sie ist dazu geeignet, im Falle einer schwerwiegenden Pflichtverletzung das Vermögen der Gesellschaft zu schützen. Einer zusätzlichen Klausel zur Rückforderung bereits ausbezahlter Boni bedarf es aus Sicht der Gesellschaft daher nicht. Höchstgrenzen der VergütungEine Höchstgrenze für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder ergibt sich aus dem jeweils festgelegten Zielkorridor von 0-200%. Eine etwaige höhere Zielerreichung wird bei 200% gekappt; in diesem Fall kann folglich auch kein Zuschlag durch die Würdigung der Gesamtleistung mehr erfolgen. Wie vom DCGK gefordert, weist die Vergütung außerdem insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Bestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf. Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands (Share Ownership)Das aktuelle Vergütungssystem sieht kein verpflichtendes Investment der Vorstandsmitglieder in Aktien der Gesellschaft vor. Der im Mehrjahresbonus verwendete TSR bildet die Entwicklung der Münchener-Rück-Aktie bereits ab, sodass der Einklang mit den Aktionärsinteressen sichergestellt ist. Aus Sicht der Gesellschaft sprechen die ständig steigenden insiderrechtlichen Vorschriften für Aktienkäufe/-verkäufe und die zunehmenden Ermittlungen -auch im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsbestandteilen -mehr und mehr gegen eine Vergütung in Form von verpflichtendem Aktienerwerb. Die daraus drohenden Reputationsschäden für die Unternehmen sind enorm (auch wenn Verfahren wieder eingestellt werden) und wirken sich auch für die Aktionäre negativ aus. Die im Jahr 2018 amtierenden Vorstandsmitglieder halten überwiegend eine hohe Anzahl von Aktien der Gesellschaft. Sie müssen zudem einen Teil der Bonuszahlungen aus den Mehrjahres-Performance-Plänen (2016-2018 bzw. 2017-2019) bis 2020 weiter in Aktien der Gesellschaft investieren. Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstandsscroll
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Letzter Börsenhandelstag des Jahres 2018. SonstigesFortzahlung der Bezüge bei ArbeitsunfähigkeitBei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente. Keine garantierte variable Vergütung (Sign-on-Boni/ Recruitment-Boni)Die Gesellschaft gewährt den Vorstandsmitgliedern grundsätzlich keine garantierte variable Vergütung. Nur wenn ein neues Vorstandsmitglied einen Bonus des Vorarbeitgebers verliert, werden in Ausnahmefällen und gegen entsprechenden Nachweis Sign-on- bzw. Recruitment-Boni bezahlt. Der Ausgleich verlorener variabler Vergütungsbestandteile des Vorarbeitgebers erfolgt in mehreren Teilzahlungen und ist an Auszahlungsvoraussetzungen geknüpft. Abfindungs-Cap und Change of ControlDie vor dem 1. Januar 2017 bestellten Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten, wenn diese kürzer ist. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Die Berechnung der Zahlung erfolgt auf Basis der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr. Vorstandsmitglieder, die seit 1. Januar 2017 erstmals bestellt werden, haben im Falle der vorzeitigen Beendigung ihres Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund durch die Gesellschaft einen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Dieser beläuft sich auf die Höhe von zwei Jahresvergütungen, er ist jedoch in jedem Fall auf die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags beschränkt, wenn diese kürzer ist. Für die Berechnung der Jahresvergütung sind die jährliche Grundvergütung und die tatsächlich ausgezahlte variable Vergütung des letzten vollen abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Beendigung des Anstellungsvertrags maßgebend; Sachbezüge, sonstige Nebenleistungen und Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung bleiben dabei unberücksichtigt. Bezüge, die das Vorstandsmitglied während der Kündigungsfrist nach Beendigung seiner Bestellung erhält, werden auf die Abfindung angerechnet. Ein Anspruch auf Abfindungszahlungen besteht nicht im Falle einer außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund. Generell stellt die Gesellschaft bei Abfindungszahlungen sicher, dass diese der während des gesamten Tätigkeitszeitraums erbrachten Leistung entsprechen. AktienoptionsprogrammeFür den Vorstand existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme. MandatsvergütungenVergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die vom Aufsichtsrat ausdrücklich als "persönlich" eingestuft werden. Externe BeraterMunich Re nimmt für die Konzeption und Umsetzung von Vorstandsvergütungssystemen keine Unterstützung externer Berater in Anspruch. AltersversorgungDie Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags. Seit 2009 erhalten neue Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der einheitlich 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Gesamtbewertung) beträgt. Die Höhe des Versorgungsbeitrags wird unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds (unter anderem DAX-30-Gesellschaften) sowie der Versorgungsbeiträge für die Mitarbeitergruppen unterhalb des Vorstands festgelegt. Dieser Versorgungsbeitrag wird an einen Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die aus den Beitragszahlungen resultierende Versicherungsleistung sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Pensionsleistung zu. Die vor 2009 bestellten Vorstandsmitglieder wurden in das neue System übergeleitet. Sie behielten die zum Überleitungszeitpunkt bestehende Anwartschaft aus der leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Für die Dienstjahre ab 1. Januar 2009 erhalten sie eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente). Für die Versorgungszusagen aus leistungs- und beitragsorientierter Altersversorgung bestimmt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau -auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - und berücksichtigt den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Darüber hinaus gehören die Mitglieder des Vorstands der Münchener Rück Versorgungskasse an, die beitragsorientierte Pensionszusagen für sie bereitstellt. Leistungen für den Fall der Beendigung der TätigkeitVorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden, erhalten für die ersten sechs Monate nach Pensionierung oder Ausscheiden Ruhegeld in Höhe ihrer bisherigen monatlichen Grundvergütung, sofern ein Anspruch auf Altersruhegeld, Ruhegeld aufgrund Invalidität oder vorgezogenes gekürztes Ruhegeld besteht. AltersruhegeldEin Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Alle Vorstandsmitglieder müssen spätestens am Ende des Kalenderjahres, in dem sie das 67. Lebensjahr vollenden, aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Leistung:
Ruhegeld aufgrund InvaliditätInvalidität liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls außerstande ist oder bereits sechs Monate ununterbrochen außerstande gewesen ist, seinen Beruf auszuüben. Der Anspruch auf Ruhegeld aufgrund Invalidität entsteht frühestens mit Ablauf einer Entgeltpflicht bzw. Entgeltfortzahlungspflicht, nachdem der Vertrag einvernehmlich aufgehoben, infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet oder wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit von der Gesellschaft gekündigt wurde. Leistung:
Vorgezogenes gekürztes RuhegeldEin vor dem 1. Januar 2017 bestelltes Vorstandsmitglied hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war. Leistung:
Ab dem 1. Januar 2017 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder haben keinen Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld. Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Invaliditäts- und HinterbliebenenversorgungLeistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Invalidität oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt. Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG):Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens drei Jahre (bisher fünf Jahre) bestanden hat. Leistung:
HinterbliebenenversorgungBei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten weiterhin die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 und bis 2018 erstmals bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern, die bis 2018 erstmals bestellt wurden, für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Hinterbliebene Ehe- und eingetragene Lebenspartner erhalten im Regelfall 60%, Halbwaisen 20% und Vollwaisen 40% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds als Rente, wobei die Gesamtsumme das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen darf. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld. Gesamtbezüge des VorstandsVergütungshöheDas Aufsichtsratsplenum setzt auf Vorschlag des Vergütungsausschusses die Ziel-Gesamtdirektvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, der Leistung des gesamten Vorstands sowie der Lage, des Erfolgs und der Zukunftsaussichten der Gesellschaft fest. Er achtet dabei auf die Üblichkeit der Vergütung und die Angemessenheit gegenüber den Gesellschaften des Vergleichsumfelds (unter anderem DAX 30). Die Ziel-Gesamtdirektvergütung des Vorstandsvorsitzenden orientiert sich am Median der entsprechenden Vergütungen der Vorstandsvorsitzenden der DAX-30-Gesellschaften. Daneben berücksichtigt der Aufsichtsrat -auch in der zeitlichen Entwicklung -das Verhältnis der Vergütung des Vorstands zur Vergütung des oberen Führungskreises und der übrigen Belegschaft. Vergütungsrelationen (Pay Ratios)Im Berichtsjahr betrug die Relation der Ziel-Gesamtdirektvergütung des Vorstandsvorsitzenden zur Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Mitarbeiter der Gesellschaft (ohne Vorstand) 38. Die Relation der Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Vorstandsmitglieder zur Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Mitarbeiter (ohne Vorstand) lag bei 24. Ausweis der VorstandsvergütungDer Ausweis der Vorstandsvergütung erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: auf Basis des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010) sowie des DCGK. Dadurch kommt es bei einzelnen Vergütungsbestandteilen und den Gesamtbezügen zu Abweichungen. Vorstandsvergütung nach DRS 17Nach DRS 17 wird die Vergütung für den Jahresbonus 2018 mit den dafür gebildeten Rückstellungen unter Berücksichtigung des Mehr-/Minderaufwands für das Vorjahr ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2015-2017 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2018, einzubeziehen. Höhe der fixen und variablen VergütungDie Gesamtbezüge des 2018 amtierenden Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 20,5 (15,4) Millionen €. Sie erhöhten sich somit gegenüber den Vorjahresbezügen um rund 5,1 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür ist im Wesentlichen eine Verschiebung durch das 2018 neu eingeführte Vergütungssystem. Die vorgenommene Erhöhung des fixen Anteils zeigt sich bereits 2018, wohingegen die wertgleiche Reduzierung des variablen Anteils erst vollständig sichtbar wird, wenn der ab 2018 gewährte Mehrjahresbonus erstmals zur Auszahlung kommt. Die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)scroll
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Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge
für den Jahresbonus 2018 vor. Der Ausweis des Jahresbonus erfolgt auf Basis von Schätzungen,
d. h. den entsprechend gebildeten Rückstellungen und dem Mehr-/Minderaufwand für die
Jahres-Performance 2017. Die für die Jahres-Performance 2017 ausgewiesenen Beträge
setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2017 und dem entsprechenden
Mehr-/Minderaufwand für 2016. Die tatsächlichen Bonuszahlungen für 2017 können den
Vergütungstabellen "Zufluss gem. DCGK" auf entnommen werden. Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen: Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100% gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%scroll
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Die für 2018 zugesagte Vergütung für den Jahresbonus ist zahlbar 2019, die für 2019
zugesagte Vergütung 2020. PensionsanwartschaftenUm die Pensionsanwartschaften für im Jahr 2018 amtierende Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 5,7 (5,2) Millionen €, wovon 0,8 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und ca. 4,9 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems liegen die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen: Pensionsanwartschaftenscroll
Pensionsanwartschaftenscroll
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Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher
Besitzstandsrente zum 31.12.2008. Vorstandsvergütung nach DCGKNach den Vorgaben des DCGK zeigen die nachfolgenden Tabellen die jedem einzelnen Vorstandsmitglied für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen sowie die für das Berichtsjahr zugeflossene Vergütung. Grundvergütung, Sachbezüge/Nebenleistungen und Versorgungsaufwand (Summe aus Personalaufwand für leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionszusagen) stimmen mit den Angaben nach DRS 17 überein Abweichungen ergeben sich zum Teil bei den ein- und mehrjährigen variablen Vergütungskomponenten. Nachfolgend die Tabellen für Zuwendung und Zufluss gemäß DCGK: Gewährte Zuwendungen gem. DCGKscroll
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Die bis 2017 jährlich gewährte Mehrjahres-Performance-Komponente stellt auf den Geschäftsfelderfolg
und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder ab, wofür Dreijahresziele vereinbart
wurden. Zudem beurteilt der Aufsichtsrat die Gesamtleistung des Vorstandsgremiums
und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht
beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt
im 4. Jahr, wobei 25% des Netto-Auszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit
zweijähriger Sperrfrist zu investieren sind. Zufluss gem. DCGKscroll
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Im Geschäftsbericht 2017 wurden die Auszahlungsbeträge für Jahres-Performance 2017
und Mehrjahres-Performance 2015-2017 auf Basis der Rückstellungen ausgewiesen, da
noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die tatsächlichen Bonusbeträge vorlag.
Im Geschäftsbericht 2018 werden für 2017 die vom Aufsichtsrat beschlossenen tatsächlichen
Auszahlungsbeträge ausgewiesen. Gesamtbezüge des AufsichtsratsVergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2018Im Berichtsjahr erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jährliche Festvergütung von jeweils 90.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt eine jährliche Vergütung von 180.000 €, sein erster Stellvertreter eine jährliche Vergütung von 135.000 €. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten jeweils zusätzlich 45.000 €, die Mitglieder des Ständigen Ausschusses jeweils zusätzlich 13.500 € und die Mitglieder des Personalausschusses jeweils zusätzlich 27.000 €. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde ein Vergütungsausschuss eingerichtet. Die Mitglieder des Vergütungsausschusses, die nicht dem Personalausschuss angehören, erhielten jeweils zusätzlich 27.000 €. Für Mitglieder des Aufsichtsrats, die dem Personalausschuss und dem Vergütungsausschuss angehören, ist die Mitgliedschaft im Vergütungsausschuss bereits durch die Vergütung ihrer Tätigkeit im Personalausschuss abgegolten. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten jeweils das Zweifache der genannten Beträge. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss und im Vermittlungsausschuss wird keine zusätzliche Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse -mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses -erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jeden Sitzungstag einmalig ein Sitzungsgeld von 1.000 €. Die jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2019 von 90.000 € auf 100.000 € angehoben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält künftig eine jährliche Vergütung von 220.000 €, sein erster Stellvertreter von 150.000 €. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten für ihre Ausschusstätigkeit jeweils zusätzlich 55.000 €, die Mitglieder des Ständigen Ausschusses jeweils zusätzlich 15.000 €. Die Mitglieder des Personalausschusses und des Vergütungsausschusses erhalten jeweils zusätzlich 30.000 €; für Mitglieder des Aufsichtsrats, die beiden Ausschüssen angehören, ist die Mitgliedschaft im Vergütungsausschuss bereits durch die Vergütung ihrer Mitgliedschaft im Personalausschuss abgegolten. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten jeweils unverändert das Zweifache der genannten Beträge. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss und im Vermittlungsausschuss wird unverändert keine Vergütung gezahlt. Die Höhe des Sitzungsgeldes, das für einen Sitzungstag nur einmalig gezahlt wird, beträgt weiterhin 1.000 € pro Sitzung. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sieht unverändert weder variable Vergütungskomponenten noch Pensionsregelungen vor. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder1scroll
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Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den jeweiligen Satzungsbestimmungen. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft wuchs 2018 insgesamt weiterhin über ihrem langjährigen Durchschnitt, aber die großen Volkswirtschaften entwickelten sich unterschiedlich. Während die konjunkturelle Dynamik in den USA anstieg, schwächte sie sich in der Eurozone und in Japan ab. Die Wachstumsraten in China und Indien waren hoch, dagegen blieb das Wachstum in Brasilien und Russland gering. Die Inflationsraten in den entwickelten Volkswirtschaften waren im Jahresdurchschnitt leicht höher als im Vorjahr, blieben aber insgesamt auf einem moderaten Niveau. KapitalmärkteDie US-Notenbank setzte 2018 ihre monetäre Straffung mit vier Zinsanhebungen fort. Ende Dezember lag der Zielkorridor des US-Leitzinses bei 2,25-2,5%. Zudem wurden auslaufende von der Fed zuvor gekaufte Anleihen nicht mehr vollständig reinvestiert. Dagegen blieb die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin expansiv ausgerichtet. Die EZB ließ ihren Leitzins bei 0%. Allerdings senkte sie im Laufe des Jahres in zwei Schritten das monatliche Volumen ihrer Anleihekäufe und stellte im Dezember die Nettoankäufe ein. Die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Anleihekaufprogramms erworbenen Wertpapiere werden jedoch noch für längere Zeit bei Fälligkeit wieder angelegt werden. Getrieben von starkem Wirtschaftswachstum, höherer Inflation und geldpolitischer Straffung stiegen die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen der USA im Laufe des Jahres auf über 3,2% an. Allerdings sanken die Renditen gegen Ende des Jahres aufgrund zunehmender Risikoaversion auf den globalen Kapitalmärkten wieder. In Europa stellte das Niedrigzinsumfeld die Kapitalanleger weiterhin vor große Herausforderungen: Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen Deutschlands stiegen zwar im Februar auf über 0,7% an, fielen aber im weiteren Verlauf des Jahres immer wieder auf ein sehr niedriges Niveau zurück. Ein Grund für die verstärkte Nachfrage nach als sicher wahrgenommenen deutschen Staatsanleihen waren Sorgen über den finanzpolitischen Kurs der neuen italienischen Regierung. Die Renditedifferenz zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen weitete sich deutlich aus. Weitere Ursachen für Renditerückgänge deutscher Staatsanleihen waren Brexit-Unsicherheiten, die Zuspitzung des Handelskrieges zwischen den USA und ihren Handelspartnern (vor allem China) und die Finanzkrise in der Türkei. Zinsen 10-jährige Staatsanleihenscroll
Diese Ereignisse und Entwicklungen führten auch an den internationalen Aktienmärkten immer wieder zu Turbulenzen. Bereits im Februar, als die Anleiherenditen in den USA deutlich anstiegen, kam es global zu Kurseinbrüchen. Nach Erholungsphasen im zweiten und dritten Quartal stieg die Volatilität im vierten Quartal angesichts von Rezessionsängsten und blieb bis zum Jahresende hoch. Wichtige Aktienindizes wie der US-amerikanische Dow-Jones-Index und der DJ EuroStoxx 50 schlossen das Jahr mit starken Verlusten ab. Aktienmärktescroll
2018 schwankte der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar: So stieg der Euro-Wechselkurs zu Beginn des Jahres auf 1,25 US-Dollar, sank später aber deutlich und erreichte im November ein Tief von 1,12 US-Dollar. Ende Dezember lag der Euro-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar rund 5% niedriger als zum Jahresende 2017, gegenüber kanadischem Dollar und Pfund Sterling jedoch rund 4% bzw. 1% höher. Im Jahresdurchschnitt war der Wert des Euro 2018 im Vergleich zum Vorjahr gegenüber dem US-Dollar fast 5% höher, gegenüber dem kanadischen Dollar mehr als 4% höher und gegenüber dem Pfund Sterling rund 1% höher. Weitere Informationen zu den Wechselkursen finden Sie im Konzernanhang. VersicherungswirtschaftNach vorläufigen Schätzungen stiegen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2018 deutlich an. Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung und in der Krankenversicherung wuchsen solide wie im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Auch in der Lebensversicherung stiegen die Beiträge 2018 nach mehreren rückläufigen Jahren wieder an. Sehr solides Wachstum in vielen wichtigen Erstversicherungsmärkten stützte die Beitragsentwicklung in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Insbesondere Nordamerika, Westeuropa und China trugen zu deutlich höheren globalen Erstversicherungsprämien bei. Bei den Erneuerungsrunden der Schaden- und Unfallrückversicherungsverträge im Januar, April und Juli 2018 stiegen die Preise in den von Naturkatastrophen betroffenen Märkten. Ansonsten blieben die Preise stabil, bei nach wie vor hoher Kapazität im Markt. Entsprechend fanden die Erneuerungen zum 1. Januar 2019 in weiterhin wettbewerbsintensiven Märkten statt. Die Preise änderten sich im Durchschnitt kaum. Wichtige SteuerungsinstrumenteUnternehmensführung -unser Denken und Handeln ist wertorientiertZiel unseres unternehmerischen Denkens und Handelns ist es, Risiken in allen Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und an den Risiken gemessen nachhaltig Wert für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Anwendung wert- und risikoorientierter Steuerungssysteme. Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement ist unsere ökonomische Kapitalausstattung, die wir im Einklang mit dem Aufsichtsregime Solvency II ermitteln. Daneben beachten wir eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen. Dazu gehören Regelungen nationaler Rechnungslegungsvorschriften, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen. Folgende Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:
Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte abzuwägen: Einerseits sollten die oft komplexen ökonomischen Realitäten so gut wie möglich abgebildet werden, um das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten, andererseits sollten die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit einfach und gut verständlich sein. Die Steuerungsinstrumente in der GruppeWichtige Steuerungsinstrumente auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie das IFRS-Konzernergebnis. Economic EarningsAusgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung innerhalb eines festgelegten Zeitraums (Periode), die wir anhand des zentralen Steuerungsinstruments Economic Earnings ermitteln. Diese entsprechen der Veränderung der anrechnungsfähigen Eigenmittel nach Solvency II, angepasst um Bestandteile, die keine ökonomische Wertschaffung der Periode darstellen, wie beispielsweise Kapitalmaßnahmen und Veränderung regulatorisch motivierter Beschränkungen. ![]() Die Economic Earnings umfassen insbesondere den Ergebnisbeitrag aus unserem Neugeschäft sowie die Wertänderungen des Bestandsgeschäfts gegenüber der Vorjahresbewertung. Weiterhin einbezogen wird die Entwicklung der anrechnungsfähigen Eigenmittel aufgrund der Wirkung veränderter Kapitalmarktparameter auf der Aktiv- und Passivseite der Solvabilitätsübersicht. Im Rahmen des gruppeneinheitlichen Steuerungsmodells der Economic Earnings verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende wert- und risikokapitalbasierte Steuerungsansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen: Dies sind das Adjusted Result mit einem Mindestverzinsungsanspruch auf das Risikokapital für die Schaden- und Unfallrückversicherung sowie die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit (Asset-Liability-Management). Im Bereich der Rückversicherung Leben und Gesundheit kommen der Neugeschäftswert und die Veränderung des Bestandsgeschäfts zur Anwendung, die auf der Solvabilitätsübersicht basieren. Für ERGO wird das Steuerungsinstrument Economic Earnings direkt verwendet. Die Konzernsteuerung ist so ausgerichtet, dass wir in der Lage sind, die Wertschaffung zu maximieren und dabei auch Nebenbedingungen zu beachten. IFRS-KonzernergebnisDas IFRS-Konzernergebnis ist ein Erfolgsmaß, das sich aus unserer externen Rechnungslegung ergibt. Es dient Investoren, Analysten und der Öffentlichkeit als wichtiges, branchenübergreifendes Kriterium zur Bewertung des Unternehmenserfolgs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch den Rückgriff auf eine einheitliche Datenbasis ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis den Vergleich mit den Wettbewerbern am Kapitalmarkt und stellt somit ein Steuerungsinstrument auf Grundlage unserer Finanzberichterstattung dar. Weitere ErfolgsgrößenSchaden-Kosten-QuoteDie Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen. Die Leistungen an Kunden schließen neben den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellungen einen Großteil der sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen ein.2Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen im Wesentlichen die Kosten, die beim Abschluss neuer Versicherungsverträge und für die laufende Verwaltung von Verträgen anfallen. Die Schaden-Kosten-Quote ist isoliert betrachtet für uns keine hinreichend aussagefähige Zielgröße. Sie ist bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei unterschiedliche Berechnungsmethoden und verschieden zusammengesetzte Portfolios die Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten. Return on Risk adjusted Capital (RoRaC)Auch in der risikoadjustierten Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) drückt sich unser wertorientiertes Handeln aus. Der RoRaC ist eine Mischung aus Rechnungslegungsgrößen und ökonomischen Kennzahlen. Er setzt die am Kapitalmarkt gängige Erfolgsgröße IFRS-Konzernergebnis, die wir um die risikofreie Verzinsung nach Steuern der zusätzlich vorhandenen ökonomischen Eigenmittel bereinigen, in Relation zur erforderlichen Kapitalanforderung. Der Zähler der Formel besteht aus dem veröffentlichten IFRS-Konzernergebnis, nach Abzug von risikofreien Zinsen nach Steuern (Zinssatz x [1 - Steuersatz]), die -bei gegebener Risikotoleranz -auf Kapital generiert werden, das nicht unter Risiko steht. Bei Letzterem handelt es sich um die zusätzlich vorhandenen ökonomischen Eigenmittel. Diese entsprechen dem Überschuss der anrechnungsfähigen Eigenmittel abzüglich der nachrangigen Verbindlichkeiten über die 1,75-fache Solvenzkapitalanforderung. Ergibt sich eine Unterdeckung, wird diese nicht berücksichtigt. ![]()
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Für die Berechnung des RoRaC setzen wir die Kapitalgrößen zu Beginn des Betrachtungszeitraums
an. GeschäftsverlaufGesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der GruppeUnser Ergebnisziel für das Berichtsjahr, einen Gewinn von 2,1 bis 2,5 Milliarden € zu erwirtschaften, haben wir mit 2.275 Millionen € erreicht, trotz volatiler Kapitalmärkte und hoher Naturkatastrophenschäden insbesondere in Q4. Das Ergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung stieg auf 1.135 (-476) Millionen €, die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 99,4 (114,1) % der verdienten Nettobeiträge. Das Vorjahr war durch die außerordentlich hohen Sachschäden aus den Wirbelstürmen Harvey, Irma und Maria belastet. Die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung trug zum Konzernergebnis 729 (596) Millionen € bei. Das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive des Ergebnisses aus dem Teil des Geschäfts, der wegen nicht signifikantem Risikotransfer außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses ausgewiesen wird, lag bei 584 (428) Millionen € und damit deutlich über unserer Zielmarke von mindestens 475 Millionen €. Das sehr gute Ergebnis wird unter anderem gestützt durch eine günstige Schadenentwicklung in den USA. Das Geschäftsfeld ERGO verzeichnete einen Überschuss von 412 (273) Millionen €. Damit hat ERGO die ursprüngliche Zielspanne von 250-300 Millionen € übertroffen. Neben einer sehr guten operativen Performance, insbesondere im Segment ERGO International, trugen auch mehrere sich teilweise kompensierende Einmaleffekte zum guten Jahresergebnis bei. Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der KapitalanlagenWichtige Kennzahlenscroll
Die gebuchten Bruttobeiträge von Munich Re lagen mit 49.064 (49.115) Millionen € auf Vorjahresniveau, wobei ein Beitragsrückgang im Segment Rückversicherung Leben/ Gesundheit -bedingt durch Ablauf bzw. Restrukturierung von großvolumigen Verträgen zur Kapitalentlastung -durch teilweise kräftiges Wachstum in der Rückversicherung Schaden/Unfall weitgehend kompensiert wurde. Konzernumsatz![]() Der RoRaC für das Gesamtjahr erhöhte sich auf 9,1 % (1,5%). Die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) lag bei 8,4 (1,3)%. Die Economic Earnings erklären sich durch Faktoren aus dem Neu- und Bestandsgeschäft, die der Versicherungstechnik zuzuordnen sind, sowie durch Einflüsse von Kapitalmarktparametern. Die operative Wertschaffung war in der Rückversicherung und ERGO positiv. Hingegen belasteten kapitalmarktbedingte Varianzen aufgrund der Ausweitung der Risikozuschläge auf festverzinsliche Wertpapiere sowie gefallene Aktienkurse sowohl die Rückversicherung als auch ERGO; positive Effekte insbesondere aus aktualisierten Immobilienbewertungen in der Rückversicherung wirkten diesen entgegen. Unser Kapitalanlageergebnis (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) sank insbesondere aufgrund geringerer Veräußerungsgewinne auf 6.526 (7.611) Millionen €. Das Währungsergebnis lag bei -39 (-294) Millionen €; im Vorjahr wirkte vor allem die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar belastend. Wir weisen eine Steuerquote von 20,2 (-315,0)% aus. Im Vorjahr war die Steuerquote durch einen positiven Einmaleffekt aus der US-Steuerreform beeinflusst. In Q2 kauften wir unsere Nachranganleihe 2003/2028 mit einem Nominalbetrag von 300 Millionen Pfund Sterling zurück. Ferner gaben wir im November eine Nachranganleihe mit einem Volumen von 1,25 Milliarden € aus. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 26. Mai 2049 und wird bis zum ersten Kündigungstermin am 26. Mai 2029 mit 3,25%, danach variabel verzinst. Die Anleihe erfüllt die Kriterien für eine Anerkennung als regulatorisches Tier 2 Kapital unter Solvency II und auch den derzeitigen Anforderungen für eine maximale Anrechnung als Ratingkapital. Vor dem Hintergrund der Rückzahlungsmöglichkeiten unserer ausstehenden Nachranganleihen in den Jahren 2021 und 2022 ermöglicht uns die Emission eine Optimierung unserer Kapitalstruktur. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erläutern wir im Konzernanhang. Kapitalanlagen nach Anlageartenscroll
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Enthalten sind die bilanzierten und die nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne/Verluste. Unser Bestand an Kapitalanlagen zu Marktwerten ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Wertmindernde Wirkungen waren steigende Risikoaufschläge auf unsere festverzinslichen Wertpapiere, die Reduzierung unseres Aktienbestands durch Verkäufe und eine negative Marktentwicklung. Dies wurde ausgeglichen durch die Währungsentwicklung, den Anstieg der Marktwerte von Immobilien aufgrund von aktualisierten Zeitwertannahmen und höheren Depotforderungen. Das höhere Niveau der Risikoaufschläge und die Realisierung von Bewertungsreserven waren ausschlaggebend für die gesunkenen unrealisierten Gewinne/Verluste bei den Darlehen und festverzinslichen sonstigen Wertpapieren, jederzeit veräußerbar. Die Bewertungsreserven auf Aktien sanken vor allem aufgrund der negativen Marktentwicklung. Zinsträgerportfolio nach ökonomischen Kategorien1![]()
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Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen einschließlich
Einlagen und Guthaben bei Kreditinstituten zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht
vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar. Im Berichtszeitraum erhöhten wir unsere Investitionen in Unternehmensanleihen. Im Gegenzug verringerten wir unsere Investitionen in Staatsanleihen und Bankanleihen. Gut die Hälfte unseres Zinsträgerportfolios war zum Stichtag in Staatsanleihen angelegt. Der weitaus überwiegende Teil stammt nach wie vor aus Ländern, die als besonders sicher eingeschätzt werden. Unser Bestand an Staatsanleihen aus Deutschland und den USA zu Marktwerten belief sich auf 13,4 (13,8)% und 8,3 (8,7)% bezogen auf das Zinsträgerportfolio. Staatsanleihen aus Italien und Spanien waren mit jeweils rund 1,1 (1,6)% und 2,0 (2,3)% unseres Zinsträgerbestands enthalten. Bei der Neuanlage investierten wir im Berichtsjahr vor allem in australische Staatsanleihen. Vermindert hatten wir im Berichtsjahr insbesondere Papiere US-amerikanischer, deutscher, italienischer und spanischer Emittenten. Der Kauf von Staatsanleihen aus Schwellenländern gehört zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Deren Anteil belief sich auf 9,6% bezogen auf das Staatsanleihenportfolio; der Anteil von Staatsanleihen Argentiniens und der Türkei lag insgesamt bei 0,3%. Der Schwerpunkt unseres Engagements in Pfandbriefen lag mit rund 38% weiterhin bei deutschen Papieren. Frankreich und das Vereinigte Königreich waren in unserem Bestand mit Anteilen von 20% und 8% enthalten. Die regionale Gewichtung der Unternehmensanleihen lag mit 33% auf Titeln aus den USA sowie mit 39% auf Titeln aus der Eurozone. Das Portfolio aus Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen zeichnete sich durch eine gute Ratingstruktur aus. Etwa 84% der Papiere waren zum 31. Dezember 2018 in Ratingklassen von AAA bis A eingestuft. Unser Engagement in Bankanleihen ist limitiert und wurde im Laufe des Jahres weiter reduziert. Der Anteil an unserem gesamten Zinsträgerportfolio lag zum Stichtag bei 2%. In diesem Bestand waren Papiere aus südeuropäischen Staaten mit 3% enthalten. Das Gros der Bankanleihen bildeten die sogenannten Senior Bonds mit 80%, also Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen hatten einen Anteil von 20%. Der Bestand an Kreditstrukturen zu Marktwerten stieg leicht durch Käufe an. Der Anteil betrug zum Stichtag 2% des gesamten Zinsträgerportfolios. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities, ABS, und Mortgage-Backed Securities, MBS), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen, Konsumentenkrediten oder Studentendarlehen. Rund 56% unserer Kreditstrukturen wiesen ein Rating von AAA auf. Unser Aktienportfolio sank aufgrund von Verkäufen und der Marktentwicklung. Wir reagierten auf die deutlich angestiegenen Volatilität in Q4 mit Bestandsreduzierungen und erhöhten zusätzlich unsere zur Absicherung eingesetzten Derivate. Unsere Aktienquote vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen zu Marktwerten betrug zum Jahresende 6,2 (7,3)%. Die Aktienquote inklusive Derivaten machte 5,2 (6,7)% aus. Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab. Dazu hielten wir Inflationsanleihen im Marktwert von 7,6 (8,5) Milliarden €. Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und neue Technologien. Darüber hinaus geht mit unserem Engagement in Sachwerten ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher. Ergebnis aus Kapitalanlagenscroll
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Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten finden Sie im Konzernanhang. Die laufenden Erträge fielen gegenüber dem Vorjahr etwas höher aus, was vor allem auf höhere Miet- und Depotzinserträge zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Wiederanlagerendite im Geschäftsjahr stieg auf 2,2 (1,9)%. Wegen des niedrigen Zinsniveaus im Berichtsjahr lag die Verzinsung von Neuinvestitionen weiterhin unter der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Kapitalanlagen. Bei den Zu-/Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen verzeichneten wir per saldo höhere Abschreibungen als im Vorjahr, vor allem auf unsere Aktienbestände, die von den starken Kursrückgängen insbesondere in Q4 betroffen waren. Die Abgangsgewinne (netto) fielen im Vergleich zum Vorjahr geringer aus und resultieren vor allem aus unserem Portfolio der festverzinslichen Wertpapiere. Dies lässt sich durch den deutlichen Rückgang im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland begründen, in dem im Vorjahr höhere Veräußerungserlöse zur Finanzierung der Zinszusatzreserve erforderlich waren. Im Derivateergebnis verzeichneten wir aus Zu-/Abschreibungen und Abgängen einen Nettogewinn. Dies war vor allem bedingt durch Gewinne aus Aktienderivaten, welche die Verluste aus Zins-, Rohstoff- und Kreditderivaten ausgleichen konnten. Ergebnis aus Aktien und Aktienderivaten1scroll
Die Rendite aus Aktien litt deutlich unter der Marktentwicklung im Geschäftsjahr. Die Gesamtrendite des Aktienportfolios inklusive der Aktienderivate verringerte sich auf -4,2 (8,0)%. Rückversicherung Leben/GesundheitWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzDen überwiegenden Teil unseres Geschäfts generieren wir in Fremdwährungen mit ca. 85%. Deshalb wird die Umsatzentwicklung wesentlich von schwankenden Wechselkursen beeinflusst. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen um 18,0% gesunken. Unabhängig von Wechselkurseffekten beruht der Rückgang maßgeblich auf der planmäßigen Beendigung beziehungsweise der Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge. Bereinigt um diese beiden Verträge konnten wir unseren Umsatz steigern. Dies reflektiert unter anderem die anhaltend hohe Nachfrage nach finanziell motivierter Rückversicherung. Geografisch verteilt sich das Wachstum über Europa, Asien und die USA. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis liegt mit 503 (376) Millionen € deutlich über dem Niveau des Vorjahres und übertrifft damit auch unsere Erwartung für dieses Jahr. Dies ist vor allem auf einen insgesamt günstigen Schadenverlauf zurückzuführen. Hierbei ist besonders das Todesfallgeschäft in den USA hervorzuheben. Dagegen lag die Schadenbelastung in Kanada etwas über unserer Erwartung. Hier kann von zufallsbedingten Schwankungen ausgegangen werden. Auch im australischen Invaliditätsgeschäft verzeichneten wir wie im Vorjahr ein erhöhtes Schadenaufkommen. Dem haben wir in der Reservierung Rechnung getragen und unsere Schadenreserven in dem Bereich verstärkt. Des Weiteren erwarten wir negative Auswirkungen auf unser australisches Geschäft aus einer aktuell geplanten Gesetzesänderung. Um den absehbaren Auswirkungen bereits jetzt Rechnung zu tragen, haben wir Teile unserer aktivierten Abschlusskosten abgeschrieben. Beide Sachverhalte wurden durch in der Summe positive Reservierungseffekte in anderen Teilen des Portfolios weitgehend ausgeglichen. Dazu zählten insbesondere Reservefreisetzungen im Bereich der Gesundheitsrückversicherung. Darüber hinaus hatte auch die Neugeschäftsentwicklung einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Geschäftsbezogene Einmaleffekte hielten sich die Waage. Diese beinhalteten einen Abwicklungsgewinn aus der Ablösung einer Vertragsbeziehung in Europa sowie eine Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses aus dem Verkauf des Gruppenlebensversicherers Ellipse im Vereinigten Königreich. Inklusive der nichttechnischen Bestandteile wirkt dieser Verkauf allerdings insgesamt positiv auf das Konzernergebnis. Das Ergebnis aus dem Teil des Geschäfts, der wegen nicht signifikanten Risikotransfers außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses ausgewiesen wird, entwickelt sich weiterhin sehr zufriedenstellend. Es liegt bei 81 (51) Millionen € und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Kapitalanlageergebnis liegt um 123 Millionen € über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist hauptsächlich auf ein höheres Veräußerungsergebnis aus festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen sowie auf einen positiven Sondereffekt aus dem Verkauf von Ellipse im vierten Quartal. Unsere Kernmärkte im EinzelnenGemessen am Umsatz zeichnen wir ca. 40% unseres weltweiten Rückversicherungsgeschäfts in Nordamerika, wobei die USA mit ca. 25% vor Kanada mit ca. 15% rangieren. Rund 25% des Umsatzes kommen aus Europa, darunter das Vereinigte Königreich mit ca. 10% und Deutschland mit ca. 5%. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien mit ca. 25% und Australien/Neuseeland mit ca. 10%. Dabei beinhaltet Asien unsere Aktivitäten in der MENA-Region. Auch in Afrika und Lateinamerika sind wir gut positioniert, aufgrund der geringen Größe der Märkte ist deren Anteil an unserem globalen Geschäft allerdings mit zusammen weniger als 5% überschaubar. Der Umsatz in Europa erhöhte sich auf 2,7 (2,3) Milliarden €, wovon 1,2 (1,2) Milliarden € aus dem Vereinigten Königreich stammten. Weitere 676 (381) Millionen € kamen aus Deutschland. Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich erneut sehr zufriedenstellend. Positiv wirkt insbesondere ein Abwicklungsgewinn aus der Ablösung einer Vertragsbeziehung. Hingegen wurde das versicherungstechnische Ergebnis in vergleichbarer Höhe durch den Verkauf des Gruppenlebensversicherers Ellipse im Vereinigten Königreich belastet. Insgesamt wirkt der Verkauf aber positiv auf das Konzernergebnis. In den USA blieben die Bruttobeiträge weitgehend konstant bei 2,8 (2,8) Milliarden €, trotz des negativen Einflusses durch die Entwicklung der Wechselkurse. Damit zählen wir weiterhin zu den wichtigsten Rückversicherern auf dem weltgrößten Rückversicherungsmarkt. Das versicherungstechnische Ergebnis lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres und auch erfreulich über unserer Erwartung. Ausschlaggebend dafür sind ein insgesamt günstiger Schadenverlauf, insbesondere im Todesfallgeschäft, sowie positive Reservierungseffekte aus dem in Abwicklung befindlichen Gesundheitsgeschäft. Mit der Entwicklung des Neugeschäfts sind wir sowohl in Bezug auf Volumen als auch Profitabilität wiederum sehr zufrieden. In Asien stiegen unsere Beitragseinnahmen auf 2,6 (2,1) Milliarden €. Dies beinhaltet auch das in der MENA-Region gezeichnete Geschäft. Das Neugeschäft entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Mit unserer breiten Aufstellung profitieren wir vom Wachstumspotenzial in der Region. Das versicherungstechnische Ergebnis lag auf gutem Niveau und im Rahmen unserer Erwartung. In Kanada verbuchten wir einen deutlichen Rückgang der Beitragseinnahmen auf 1,5 (5,1) Milliarden €. Dies ist getrieben durch die planmäßige Beendigung beziehungsweise Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge. Im traditionellen Geschäft behaupteten wir unsere führende Marktposition. Das versicherungstechnische Ergebnis lag etwas niedriger als erwartet, trägt aber erneut überproportional zum Gesamtergebnis bei. Der Umsatz aus unserer Geschäftstätigkeit in Australien und Neuseeland blieb weitgehend konstant bei 827 (850) Millionen €. Wir verfolgen im australischen Markt eine sehr restriktive Zeichnungspolitik, da große Teile des Invaliditätsgeschäfts nach wie vor nicht unseren Profitabilitätsansprüchen genügen. Unser Hauptaugenmerk gilt der Rehabilitation des bestehenden Portfolios. Die Schadenbelastung in diesem Bereich lag über unserer Erwartung, als Konsequenz haben wir unsere Schadenrückstellungen angepasst. Zudem haben wir aufgrund der erwarteten Auswirkung einer aktuell geplanten Gesetzesänderung einen Teil unserer aktivierten Abschlusskosten abgeschrieben. In der Summe führte dies im versicherungstechnischen Ergebnis zu einem Fehlbetrag. Rückversicherung Schaden/UnfallWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzUnsere Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallrückversicherung stiegen um 14,5% gegenüber dem Vorjahr. Hierbei beeinflussten Wechselkurse die Umsatzentwicklung negativ. Wir zeichnen unser Portfolio zu 11 % in Euro sowie zu 89% in Fremdwährung, davon entfallen 52 Prozentpunkte auf Geschäftsaktivitäten in US-Dollar und 13 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19,0% gestiegen. Das deutliche Wachstum des Beitragsvolumens resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg. Wesentliche Treiber sind der Ausbau und das Neugeschäft mit ausgewählten Kunden in Nordamerika, eine neue großvolumige Rückversicherungsquote in Australien und selektives Wachstum in Indien und China. Das Wachstum geht schwerpunktmäßig auf die Sparten Kraftfahrt, Feuer, Haftpflicht und Transport zurück. Bei den Erneuerungsrunden der Rückversicherungsverträge im Jahr 2018 stiegen die Preise in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen. In den übrigen Märkten und Sparten entwickelten sich die Preise stabil bzw. leicht positiv. Trotz der hohen Verluste aus Naturkatastrophen im Vorjahr war bei den Erneuerungen 2018 das Angebot an Rückversicherungskapazität weiterhin hoch. Nachdem im Vorjahr noch Preisrückgänge zu verzeichnen waren, belief sich der Preisanstieg für die Erneuerungen 2018 auf rund 0,8%. Zusätzlich wird die Profitabilität unseres Geschäfts durch das im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Zinsniveau gestärkt. Generell halten wir an unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik fest. ErgebnisDas Konzernergebnis und das operative Ergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr. Bei einer gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Belastung aus Großschäden erhöhte sich das versicherungstechnische Ergebnis im Vergleich zu dem von hohen Hurrikanschäden belasteten Vorjahr. Die übliche Überprüfung der Rückstellungen ergab, dass wir -bereinigt um Anpassungen bei den Provisionen -für das Gesamtjahr die Rückstellungen für Basisschäden aus früheren Jahren um rund 860 Millionen € reduzieren konnten; dies entspricht etwa 4,6 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung betraf beinahe alle Sparten unseres Portfolios. Das Sicherheitsniveau der Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Gesamtbelastung durch Großschäden von je über 10 Millionen € betrug 2018 -2.152 (-4.314) Millionen € nach Retrozession und vor Steuern. Dieser Betrag, in dem Gewinne und Verluste aus der Abwicklung für Großschäden aus vergangenen Jahren enthalten sind, entspricht einem Anteil von 11,6% der verdienten Nettoprämie. Diese Belastung liegt deutlich unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres und leicht unter unserer Großschadenerwartung von 12% der verdienten Nettobeiträge. Die Großschäden aus Naturkatastrophen für das Gesamtjahr 2018 summierten sich auf -1.256 (-3.678) Millionen €. Dies entspricht 6,7 (22,0) % der verdienten Nettoprämie. Die größten Schadenereignisse des Jahres waren die Hurrikane Florence und Michael in den USA, für die wir in Summe mit einer Belastung von rund -560 Millionen € rechnen, und die Taifune Jebi und Trami in Japan mit erwarteten Schäden von rund -540 Millionen €. Hinzu kommen zwei große Waldbrände in Kalifornien im November 2018 mit einer Belastung von rund -430 Millionen €. Die von Menschen verursachten Großschäden beliefen sich auf -896 (-636) Millionen € und liegen über dem Vorjahreswert. Sie machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 4,8 (3,8)% aus. Zufallsbedingt lag die Anzahl an Schäden, die oberhalb unserer Großschadenschwelle liegen, oberhalb der Vorjahre. Der größte Einzelschaden resultiert aus einem Bauschaden an einem Wasserkraftwerk in Kolumbien. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich aufgrund der niedrigeren Großschadenbelastung 2018 deutlich auf 99,4% (114,1 %). Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von insgesamt -12.132 (-13.474) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von -6.372 (-5.600) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 18.618 (16.723) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis verminderte sich um 340 Millionen € gegenüber dem Vorjahresniveau. Der Rückgang beim Kapitalanlageergebnis ist vor allem auf höhere Aktienabschreibungen aufgrund der fallenden Aktienmärkte zurückzuführen. Unsere Kernmärkte im Einzelnen und ausgewählte SpezialspartenGemessen am Umsatz zeichnen wir ca. 45% unseres weltweiten Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäfts, inklusive Risk Solutions, in Nordamerika (inklusive Kanada). Etwa 35% des Umsatzes kommen aus Europa, davon mehr als die Hälfte aus dem Vereinigten Königreich. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien mit ca. 10%, Australien/Neuseeland mit ca. 5% und Lateinamerika mit ca. 5%. Auf dem US-Markt konnten wir auch im vergangenen Jahr in der Rückversicherung bei ausgewählten Kunden wachsen und zusätzlich profitables Neugeschäft zeichnen. Munich Reinsurance America Inc. hat das Prämienvolumen von 4.348 (3.409) Millionen € daher wie im Vorjahr gesteigert. Die Preise in der Rückversicherung konnten aufgrund der Schadenereignisse im Vorjahr verbessert werden. Auch in diesem Jahr haben Hurrikane das Ergebnis belastet (Florence und Michael). Zusätzlich haben weitere Naturereignisse wie die Waldbrände in Kalifornien, lokale Hagelereignisse und Tornados das Ergebnis belastet. Das Prämienaufkommen der Hartford Steam Boiler Group (HSB Group) belief sich auf 950 (968) Millionen €. Hier bauen wir unser Produktspektrum unter anderem bei Internet of Things (loT)-Versicherungslösungen aus. Mit dem Erwerb von Relayr haben wir unser loT-Knowhow deutlich verstärkt. Bei American Modern belief sich der Umsatz auf 1.032 (1.131) Millionen €. In Kanada sind wir im Non-Life-Bereich mit der Munich Reinsurance Company of Canada und der Temple Insurance Company vertreten. Das Prämienvolumen von 313 (284) Millionen € entwickelte sich aufgrund des Ausbaus von attraktivem Geschäft erfreulich positiv. Das Geschäft in Europa ist über das Sachversicherungsgeschäft hinaus stark geprägt durch das Kraftfahrtversicherungsgeschäft im Vereinigten Königreich. Wir konnten dort unser Beitragsvolumen auf 3.588 (3.210) Millionen € steigern. Dieser Anstieg beruht vor allem auf dem Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit strategischen Kunden. In Kontinentaleuropa konnte das Beitragsvolumen trotz eines schwierigen Marktumfelds moderat gesteigert werden. Einbußen aus unserer konsequenten zyklus- und ergebnisorientierten Portfoliosteuerung in der traditionellen Rückversicherung konnten durch einen gezielten Ausbau, wie zum Beispiel in Frankreich, und durch alternative Kapitallösungen überkompensiert werden. Das Geschäftsvolumen im Schaden/Unfall-Bereich in unserem Schweizer Tochterunternehmen New Reinsurance Company Ltd. (New Re) steigt im Geschäftsjahr 2018 um 6% auf 608 Millionen €. In Deutschland konnten wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds die Beitragseinnahmen 2018 mit 612 (646) Millionen € weitgehend stabil halten. In Australien und Neuseeland konnten wir durch eine umfangreiche proportionale Rückversicherungslösung für mehrere Jahre mit einem großen Kunden unser Rückversicherungsgeschäft deutlich ausbauen auf 1.210 (698) Millionen €. In Japan sind die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Sie belaufen sich auf 336 (281) Millionen €. In China konnten wir durch organisches Wachstum und selektiven Geschäftsausbau das Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr kräftig auf 822 (615) Millionen € ausbauen. In Indien bauten wir unser Geschäft auch 2018 weiter aus und steigerten die Beitragseinnahmen auf 206 (120) Millionen €. Mit unserer lokalen Niederlassung sind wir gut aufgestellt, um auch künftig an den erwarteten Wachstumspotenzialen erfolgreich zu partizipieren. In der Karibik, Zentral- und Südamerika stellten wir weiterhin eine hohe Kapazität für die Deckung von Naturgefahren bereit, insbesondere für Sturm und Erdbeben. Unsere starke Marktposition konnten wir verteidigen und das Beitragsvolumen von 1.052 (1.050) Millionen € stabil halten. Dabei führten die letztjährigen Sturmereignisse zu Preiserhöhungen und somit zu verbesserten Margen. In der Agroversicherung sanken unsere Prämieneinnahmen um 42% auf 440 (756) Millionen €, da das Geschäft mit einem großen Kunden nicht erneuert wurde. Aufgrund eines günstigeren Schadenverlaufs verbessert sich die Schaden-Kosten-Quote gegenüber dem Vorjahr. Ein positives Marktumfeld in der Transportversicherung unterstützt ein um rund 15% wachsendes Prämienvolumen auf insgesamt 884 (766) Millionen €. Zusätzlich wird eine Verbesserung der Schaden-Kosten-Quote erreicht. In der Kredit- und Kautionsrückversicherung stiegen die Beiträge mit 657 (634) Millionen € gegenüber dem Vorjahr leicht an. Der Ratendruck im klassischen Kreditgeschäft konnte durch profitables Neugeschäft in Spezial- und Nischensegmenten ausgeglichen werden. Das positive Marktumfeld in der direkten Industrieversicherung, die wir über unsere Einheit Corporate Insurance Partner betreiben, führt zu steigenden Beitragseinnahmen auf 554 (431) Millionen €. Gleichzeitig belastet ein hohes Großschadenaufkommen das Ergebnis. Die Beitragseinnahmen in der Luft- und Raumfahrtversicherung blieben weitgehend konstant bei 504 (502) Millionen €. Die Einheit Capital Partners bietet unseren Kunden ein breites Spektrum an strukturierten individuellen Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen an. Darüber hinaus nutzen wir die Leistungen dieser Einheit für eigene Zwecke, um auf Basis unserer Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen. Im Berichtsjahr wurden Kundentransaktionen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar strukturiert. Zusätzlich hat Capital Partners eine Sidecar-Transaktion von 300 Millionen US-Dollar (Eden Re II Ltd., Series 2018-1) für eigene Zwecke am Kapitalmarkt platziert. ERGO Leben/Gesundheit DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzBezogen auf den Umsatz des Segments entfallen auf den Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland ca. 55%, auf den Geschäftsbereich Leben Deutschland ca. 34% und auf den Geschäftsbereich Direkt Deutschland ca. 11 %. Im Geschäftsjahr 2018 erhöhten sich im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland die gesamten Beitragseinnahmen und die gebuchten Bruttobeiträge. Zum Wachstum haben die Geschäftsbereiche Gesundheit Deutschland und Direkt Deutschland beigetragen. Im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland resultierte dieses insbesondere aus der Reiseversicherung und im Geschäftsbereich Direkt Deutschland vor allem aus der Zahnzusatzversicherung. In Leben Deutschland lagen wir bei den gesamten Beitragseinnahmen und gebuchten Bruttobeiträgen erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland lag deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte unter anderem aus dem Geschäftsbereich Leben Deutschland aufgrund eines Einmaleffekts aus veränderten Annahmen zur Gewinnverwendung. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Kapitalanlageergebnis, maßgeblich bedingt durch ein niedrigeres Abgangsergebnis. Positiv wirkte sich ein einmaliger Ergebniseffekt, der sich aus einer steuerlichen Bewertungsänderung von Namensschuldverschreibungen ergab, aus. Insgesamt stiegen sowohl das operative Ergebnis als auch das Konzernergebnis deutlich an. Umsätze und Ergebnisse nach GeschäftsbereichIm weiteren Verlauf berichten wir im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland detaillierter über die Geschäftsbereiche Leben Deutschland, Gesundheit Deutschland sowie Direkt Deutschland. Leben DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
Für den Rückgang der Gesamtbeiträge und gebuchten Bruttobeiträge waren insbesondere niedrigere Einmalbeiträge ausschlaggebend. Zudem konnte das Neugeschäft in Leben den durch den geplanten Bestandsabbau bedingten Rückgang der laufenden Beiträge im klassischen Geschäft nicht kompensieren. Der Neuzugang lag gemessen in der unter Investoren gebräuchlicheren Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE: laufende Beiträge plus ein Zehntel der Einmalbeiträge) um 4,3% unter dem des Vorjahres. Neugeschäft Leben Deutschlandscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. Der deutliche Anstieg beim versicherungstechnischen Ergebnis basierte in erheblichem Maße auf einem Einmaleffekt aus veränderten Annahmen zur Gewinnverwendung. Das Kapitalanlageergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 2.172 (2.699) Millionen €; den Rückgang hat vor allem ein niedrigeres Abgangsergebnis verursacht. Zur Finanzierung der -nur in den HGB-Einzelabschlüssen aufzubauenden - Zinszusatzreserve (ZZR) haben wir gegenüber 2017 weniger Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen realisiert. Ausschlaggebend hierfür war die Entlastung bei der Zuführung zur ZZR infolge der geänderten Berechnungsvorgaben (Korridormethode). In Summe konnte ein deutlicher Anstieg beim operativen Ergebnis verzeichnet werden. Gesundheit DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
Die gebuchten Bruttobeiträge im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland lagen im Geschäftsjahr 2018 über dem Vorjahreswert. In der Ergänzungsversicherung wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge im Vergleich zum Vorjahr um 2,3%, während wir in der Krankheitskostenvollversicherung mit -0,4% nahezu das Vorjahresniveau erreichten. Das Wachstum in der Ergänzungsversicherung ist unter anderem auf einen Bestandsanstieg im Geschäft nach Art der Schadenversicherung um 12,5% zurückzuführen. Ursächlich für die Entwicklung in der Vollversicherung war unter anderem eine rückläufige Bestandsentwicklung. In der Reiseversicherung verzeichneten wir einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge in Höhe von 24,8% auf 579 (464) Millionen €. Dieser Anstieg wurde neben organischem Wachstum unter anderem auch durch die Integration der Auslandsgesellschaft Globality S.A. -vormals internationales Gesundheitsgeschäft -in Q1 2018 beeinflusst. Der Anstieg beim versicherungstechnischen Ergebnis ist unter anderem auf geringere Leistungen sowie höhere Beitragseinnahmen zurückzuführen. Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich mit 1.236 (1.384) Millionen € rückläufig. Hier machten sich vor allem ein niedrigeres Abgangsergebnis und höhere Abschreibungen negativ bemerkbar. Insgesamt verblieb ein operatives Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau. Direkt DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
Die gesamten Beitragseinnahmen und gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Vorjahresvergleich; ursächlich hierfür war insbesondere das Wachstum in der Krankenversicherung in Höhe von 8,9%, vor allem bei der Zahnzusatzversicherung. Auch im Schaden- und Unfallgeschäft erzielten wir um 7,5% höhere gebuchte Bruttobeiträge. Die Gesamtbeiträge und gebuchten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft fielen erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr um -4,9% bzw. -3,9% niedriger aus. Der Rückgang beruhte insbesondere auf gesunkenen laufenden Beiträgen in der Kapitallebensversicherung. Dagegen verzeichneten wir im Neuzugang im Lebensversicherungsgeschäft gemessen am Jahresbeitragsäquivalent ein leichtes Wachstum von 2,1 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Schaden-Kosten-Quote im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft lag 2018 mit 84,9 (82,0)% um 2,9 Prozentpunkte über dem Vorjahr, damit aber weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Neugeschäft Direkt Leben Deutschlandscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich im Vorjahresvergleich leicht. Beim Kapitalanlageergebnis verzeichneten wir mit 94 (114) Millionen € einen Rückgang, der insbesondere auf ein rückläufiges Abgangsergebnis zurückzuführen war. In Summe führte dies zu einem nahezu stabilen operativen Ergebnis. ERGO Schaden/Unfall DeutschlandWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzBezogen auf den Umsatz des Segments sind die Kraftfahrt- sowie Feuer- und Sachversicherung unsere größten Versicherungszweige; darauf entfallen ca. 20% bzw. 19% der gebuchten Bruttobeiträge. Die gebuchten Bruttobeiträge legten im Vergleich zum Vorjahr erfreulich zu. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere das Wachstum in den sonstigen Versicherungssparten um 10,0%, hier unter anderem in der Transportversicherung, bedingt durch die positive Entwicklung im Assekuradeur-Geschäft, und den technischen Versicherungen aufgrund einer gestiegenen Neugeschäftsentwicklung. In der Feuer- und Sachversicherung konnten wir die gebuchten Bruttobeiträge im Wesentlichen durch Zuwächse in der Geschäftsgebäudeversicherung und durch eine positive Bestandsentwicklung in der Wohngebäudeversicherung um 7,4% steigern. In der Kraftfahrtversicherung sowie in der Unfallversicherung vereinnahmten wir mit -0,7% bzw. -1,9% dagegen leicht geringere Beiträge als 2017. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland lag über dem Vorjahresniveau. Insgesamt war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen unauffällig. Darüber hinaus verzeichneten wir in unserem Kerngeschäft einen niedrigen Schadenverlauf. Zu Beginn des Berichtsjahres 2018 hatten die Schäden aus Naturkatastrophen, insbesondere aus dem Unwetter Friederike, noch über den Erwartungen gelegen. Die Schaden-Kosten-Quote lag 2018 um 1,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Während die Schadenquote -vor allem durch die Steigerung des Abwicklungsergebnisses -sich deutlich verbesserte, blieb die Kostenquote in etwa auf dem Vorjahresniveau. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von insgesamt -2.033 (-2.053) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von -1.087 (-1.072) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 3.252 (3.204) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis ging gegenüber 2017 zurück; hier machten sich vor allem ein geringeres Abgangsergebnis aus Aktien und Zinsträgern sowie ein Rückgang der laufenden Erträge negativ bemerkbar. Das rückläufige Kapitalanlageergebnis war ausschlaggebend für das gesunkene Segmentergebnis. ERGO InternationalWichtige Kennzahlenscroll
UmsatzBezogen auf den Umsatz des Segments entfallen auf die Schaden- und Unfallversicherung ca. 53%, auf Gesundheit ca. 26% und auf die Lebensversicherung ca. 21 %. Unsere größten Märkte sind Polen mit ca. 28% des Beitragsvolumens, Belgien mit ca. 19% und Spanien mit ca. 15%. Trotz Straffung des internationalen Portfolios verzeichneten wir bei den gesamten Beitragseinnahmen und gebuchten Bruttobeiträgen ein Beitragsvolumen nahezu auf dem Vorjahresniveau. Wachstum erzielten wir dabei im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft. Bereinigt um negative Währungskurseffekte wären die gebuchten Bruttobeiträge im Segment ERGO International im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% gestiegen. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft erwirtschafteten wir um 2,0% gestiegene gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 2.840 (2.783) Millionen €. Insbesondere in unserem größten Markt Polen konnten wir mit 11,0% deutliches Wachstum verzeichnen. Auch im Baltikum und in Österreich steigerten wir das Beitragsaufkommen. Im internationalen Gesundheitsgeschäft verringerten sich die gebuchten Bruttobeiträge unter anderem infolge der Umhängung der Globality S.A. um -2,2% auf 1.374 (1.405) Millionen €; in unseren beiden großen Märkten Spanien und Belgien konnten wir das Beitragsaufkommen hingegen steigern. Im Lebensversicherungsgeschäft verzeichneten wir mit 843 (855) Millionen € gebuchte Bruttobeiträge um -1,4% unter dem Vorjahresniveau. Dies ist unter anderem auf die Entwicklung in Belgien zurückzuführen, wo wir das Neugeschäft bereits zur Jahresmitte 2017 bewusst eingestellt haben. Die gesamten Beitragseinnahmen in der internationalen Lebensversicherung gingen um 3,5% auf 1.123 (1.164) Millionen € zurück. Neugeschäft Leben Internationalscroll
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Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge. ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO International verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr. Gründe für die positive Entwicklung waren unter anderem Stückzahlwachstum im polnischen Kraftfahrtgeschäft, positive Effekte resultierend aus im Jahr 2017 erfolgten Tarifanpassungen in diesem Geschäftsfeld sowie ein höheres versicherungstechnisches Ergebnis im belgischen Lebensversicherungsgeschäft aufgrund des Wegfalls von negativen Einmaleffekten. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft ging die Schaden-Kosten-Quote gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte zurück. Sie verbesserte sich vor allem in Polen mit -2,3 Prozentpunkten -aufgrund von Tarifanpassungen - sowie im internationalen Rechtsschutzgeschäft in Großbritannien mit -3,3 Prozentpunkten. Auch im internationalen Gesundheitsgeschäft verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote um -2,9 Prozentpunkte. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von zusammen -2.047 (-2.060) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von -1.068 (-1.022) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 3.292 (3.236) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis war gegenüber dem Vorjahr rückläufig, was vor allem auf ein niedrigeres Abgangsergebnis -unter anderem bedingt durch Verluste aus Beteiligungsabgängen -zurückzuführen war. Das gestiegene versicherungstechnische Ergebnis trug insbesondere zur Verbesserung des Konzernergebnisses bei. FinanzlageAnalyse der KapitalstrukturUnser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt die Struktur unserer Bilanz: Da wir unsere Gruppe konsequent auf Wertschöpfung im Kerngeschäft ausgerichtet haben, dienen die Kapitalanlagen der Bedeckung versicherungstechnischer Rückstellungen (79% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (10% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (1 % der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus. Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
Das Konzerneigenkapital liegt unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Dies ist insbesondere auf die Dividendenausschüttung, das Aktienrückkaufprogramm und die reduzierten Bewertungsreserven der festverzinslichen Wertpapiere aufgrund gestiegener Risikoaufschläge zurückzuführen. Das Konzernergebnis und die höhere Rücklage aus der Währungsumrechnung konnten den Rückgang teilweise kompensieren. Strategisches FremdkapitalAls strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur transparent zu machen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad. Er definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital und strategischem Fremdkapital. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Rückstellungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen. Verschuldungsgradscroll
Nach den aufsichtsrechtlichen Regeln von Solvency II sind nachrangige Verbindlichkeiten als Eigenmittel anerkannt, sofern diese zur Verlustdeckung unter der Annahme der Unternehmensfortführung ständig zur Verfügung stehen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten von Munich Re belaufen sich auf 3.689 Millionen €. Davon wurden zum Stichtag 3.643 Millionen € als anrechnungsfähige Eigenmittel gemäß Solvency II berücksichtigt. Aufgrund dessen reduziert sich das strategische Fremdkapital auf 372 Millionen € und es ergibt sich lediglich ein Verschuldungsgrad von 1,2%. Versicherungstechnische RückstellungenVon den versicherungstechnischen Rückstellungen sind der Rückversicherung etwa 35% zuzuordnen und der Erstversicherung rund 65%. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt in besonderem Maße für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar, das Pfund Sterling, der kanadische Dollar und der australische Dollar die wichtigsten Valuten. VerfügungsbeschränkungenWir sind ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sodass einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen unterliegen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 9,2 (8,8) Milliarden €. Zudem sind wir Eventualverbindlichkeiten eingegangen, die im Konzernanhang erläutert werden. KapitalausstattungMit unserem aktiven Kapitalmanagement streben wir an, dass die Kapitalausstattung von Munich Re allen maßgeblichen Anforderungen entspricht. Neben dem Kapitalbedarf gemäß unserem internen Risikomodell müssen weitergehende Anforderungen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und der für uns maßgeblichen Versicherungsmärkte erfüllt werden. Ein wesentliches Maß der Kapitalstärke des Unternehmens ist die Solvency-II-Bedeckungsquote, die wir im Risikobericht erläutern. Unsere Finanzkraft soll profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns ebenso, dass die Eigenmittel der Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigen. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück. Kapitalrückgaben sind insoweit Grenzen gesetzt, als die Regelungen des deutschen Handelsrechts (HGB) die Muttergesellschaft Münchener Rück AG zu einer über den wirtschaftlichen Bedarf hinausgehenden Dotierung der Schwankungsrückstellung in der lokalen Rechnungslegung zwingen. Dies schmälert die Gewinnrücklagen und beschränkt die Ausschüttungsmöglichkeiten, stabilisiert aber in Jahren mit hohem Schadenaufwand die Ergebnisse. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Schwankungsrückstellung der Münchener Rück AG 8,5 Milliarden €. Zwischen 2006 und 2018 gaben wir insgesamt 26,6 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück. Im März 2018 hat der Vorstand ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf den Weg gebracht. Bis zur Hauptversammlung am 30. April 2019 sollen Aktien bis zu einem Kaufpreis von maximal 1 Milliarde € zurückgekauft werden. Im Berichtsjahr kauften wir insgesamt eigene Aktien im Wert von 1.013 Millionen € zurück. Angaben nach § 315a Abs. 1 HGB sowie § 289a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht des VorstandsZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der Münchener Rück AG in Höhe von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2018 in insgesamt 149.538.477 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenDie börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands über zwei- oder vierjährige Veräußerungssperren zu Aktien der Gesellschaft, die diese im Rahmen aktienbasierter Vergütungsprogramme aus dem vor 2018 gültigen Vergütungssystem erwerben müssen. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Ausgenommen davon sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetz ausgeschlossen. Ist ein Aktionär im eigenen Namen für Aktien, die einem anderen gehören, verzeichnet, bestehen gemäß § 3 Abs. 5 der Satzung aus der Eintragung keine Stimmrechte, soweit sie zu diesem Zeitpunkt die Grenze von 2% des satzungsmäßigen Grundkapitals überschreiten. Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreitenDirekte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Münchener Rück AG, die zum 31. Dezember 2018 10% der Stimmrechte überschritten, sind der Münchener Rück AG nicht bekannt oder gemeldet worden. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenDie Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungDer rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung, §§ 13 Abs. 3, 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 24, 47, 303 VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Derzeit umfasst der Vorstand neun Mitglieder (bis zum 17.03.2019 acht Mitglieder). Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie -falls ein wichtiger Grund vorliegt -jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags üblicherweise zwischen drei und maximal fünf Jahren. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 3 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschuss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden. Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 3, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor. Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:
Die vollständige Fassung der genannten Ermächtigungen und der Erklärung des Vorstands finden Sie in den Tagesordnungen der genannten Hauptversammlungen unter www.munichre.com/hv/archiv. Die Satzung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft finden Sie unter www.munichre.com/satzung. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenAufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Gebräuchlich sind sie auch in Joint-Venture- oder Kooperationsverträgen zwischen verschiedenen Anteilseignern eines gemeinsamen Beteiligungsunternehmens. Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sindEntschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern. Analyse der Konzern-KapitalflussrechnungDer Zahlungsmittelfluss von Munich Re ist stark geprägt von unserem Geschäft als Erst- und Rückversicherer: Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Währungskurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird das Konzernergebnis in Höhe von 2.275 Millionen € auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übergeleitet. Das Konzernergebnis wird unter anderem um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen von 4.449 Millionen € korrigiert. Der -zur Bereinigung des Konzerngewinns vom Mittelfluss abzuziehende -positive Saldo aus den Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf jederzeit veräußerbarer Wertpapiere. Die Veränderung aus dem Erwerb sowie dem Verkauf von Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen von 485 Millionen € und die gegenläufige Veränderung aus der Übernahme der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen von -889 Millionen € bestimmen den Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2018, dem Aktienrückkaufprogramm und der Begebung der neuen Nachranganleihe. Insgesamt stieg im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 1.565 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 5.150 Millionen €. Es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 12 (45) Millionen €. RisikoberichtRisk Governance und Risikomanagement-SystemRisikomanagement-OrganisationOrganisatorischer AufbauMunich Re hat ein Governance-System etabliert, das mit den Solvency-II-Anforderungen übereinstimmt. Wesentliche Bestandteile sind darin die Risikomanagement-, die Compliance-, die Audit- und die Versicherungsmathematische Funktion. Das Risikomanagement auf Gruppenebene wird im Bereich Integrated Risk Management (IRM) wahrgenommen und steht unter der Leitung des Chief Risk Officer (Group-CRO). Neben den Gruppenfunktionen gibt es weitere Risikomanagement-Einheiten in den Geschäftsfeldern, die jeweils von einem CRO geleitet werden. Risk GovernanceDurch eine klare Zuordnung von Rollen und Verantwortlichkeiten für alle wesentlichen Risiken stellt unsere Risk Governance eine angemessene Risiko- und Kontrollkultur sicher. Verschiedene Gremien auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene unterstützen die Risk Governance. Bei wesentlichen Entscheidungen des Vorstands ist eine Stellungnahme durch die Risikomanagementfunktion erforderlich. Festlegung der RisikostrategieDie Risikostrategie steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie von Munich Re und legt fest, wo, wie und in welchem Ausmaß wir Risiken eingehen. Die Fortentwicklung der Risikostrategie ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsplanung eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet und als wesentlicher Bestandteil des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) regelmäßig mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert. Die Risikostrategie wird bestimmt, indem wir für vorgegebene Risikokriterien Toleranzwerte festlegen, die sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn orientieren und eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe darstellen. Umsetzung der Strategie und Risikomanagement KreislaufDer vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem wird nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte abgewogen und im Rahmen des Möglichen in Einklang gebracht werden. Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Analyse und Bewertung aller wesentlichen Risiken. Daraus leiten sich die Berichterstattung, die Limitierung und die Überwachung der Risiken ab. Die Identifikation von Risiken erfolgt über geeignete Prozesse und Kennzahlen, die durch Expertenmeinungen ergänzt werden. Die Risikofrüherkennung erfasst auch Emerging Risks. Das sind nach unserer Definition potenzielle Trends oder plötzlich eintretende Ereignisse, die sich durch ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, auf die zu erwartende Schadenhöhe und ihre möglichen Auswirkungen auf Munich Re auszeichnen. Im Rahmen der Risikoanalyse findet eine quantitative und qualitative Bewertung aller Risiken auf konsolidierter Gruppenebene statt, um mögliche Wechselwirkungen der Risiken über alle Geschäftsfelder zu berücksichtigen. Die interne Risikoberichterstattung informiert den Vorstand regelmäßig detailliert über die Risiken in den einzelnen Risikokategorien und die Lage der gesamten Gruppe. So ist sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Die externe Risikoberichterstattung soll unseren Kunden, Aktionären und den Aufsichtsbehörden einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gruppe verschaffen. Konkrete Risikolimitierungen leiten wir aus der Risikostrategie ab. Dabei werden ausgehend von den definierten Risikotoleranzen Limite, Regeln und -sofern notwendig -risikomindernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Kapazitätsengpässe aufmerksam macht. Die quantitative Risikoüberwachung wird kennzahlenbasiert sowohl zentral als auch an dezentralen Stellen durchgeführt. Risiken, die sich nicht unmittelbar in Zahlen ausdrücken lassen, überwachen wir nach ihrer Wesentlichkeit und Zuordnung dezentral oder zentral. Das Risikomanagement-System wird von Group Audit, Wirtschaftsprüfern und der BaFin regelmäßig geprüft. Wesentliche RisikenWir definieren Risiko als eine mögliche künftige Entwicklung oder ein Ereignis, das zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann. Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Munich Re auswirken können, bezeichnen wir als "wesentlich". Diese Definition haben wir -unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit -in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Wir unterscheiden dabei zwischen Risiken, die in unserem internen Modell abgebildet sind, und weiteren Risiken. Im internen Modell abgebildete RisikenSolvenzkapitalanforderung -internes ModellMunich Re verfügt über ein vollständiges internes Modell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können. Wir berechnen damit die unter Solvency II geforderte Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR). Die Solvenzkapitalanforderung gibt den Betrag an anrechnungsfähigen Eigenmitteln an, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Dabei entspricht dem SCR der Value-at-Risk der ökonomischen Gewinn- und Verlustverteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Konfidenzniveau von 99,5%. Diese Größe gibt somit den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5% innerhalb eines Jahres überschritten wird. Unser internes Modell fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Bei der Kalibrierung dieser Verteilungen verwenden wir im Wesentlichen historische Daten, teilweise ergänzt um Expertenschätzungen. Um dem Zeithorizont von einem Jahr zu entsprechen und um eine stabile und angemessene Einschätzung unserer Risikoparameter zu erreichen, bilden unsere historischen Daten einen langen Zeitraum ab. Weiterhin berücksichtigen wir Diversifikationseffekte, die durch unsere breite Aufstellung über verschiedene Risikokategorien und durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei würdigen wir auch Abhängigkeiten zwischen den Risiken, die im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit zu höheren Kapitalanforderungen führen können. Abschließend bestimmen wir den Effekt der Verlustausgleichsfähigkeit latenter Steuern. Die Tabelle zeigt die Solvenzkapitalanforderung von Munich Re und ihrer Risikokategorien zum 31. Dezember 2018. Solvenzkapitalanforderung (SCR)scroll
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Im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres steigt das SCR auf Gruppenebene leicht von 14,4 Milliarden € auf 14,7 Milliarden € an. Die Haupttreiber sind dabei gestiegene Exponierungen in risikokapitalintensiven Bereichen der Rückversicherungssegmente Schaden/ Unfall und Leben/Gesundheit. Der Diversifikationseffekt zwischen allen Kategorien beträgt nunmehr knapp 37%. Weitere Erläuterungen zu den Veränderungen in den verschiedenen Risikokategorien finden sich in den nachfolgenden Abschnitten. Versicherungstechnisches Risiko Schaden/UnfallDie Risikokategorie Schaden/Unfall umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Ergänzende risikorelevante Informationen zur Schaden- und Unfallversicherung finden Sie auch im Konzernanhang. Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sind. Bei der Bewertung der Schadenrückstellungen folgen wir einem vorsichtigen Reservierungsansatz und schätzen Unsicherheiten konservativ ein. Wir vergleichen zudem jedes Quartal die gemeldeten Schäden mit unserer Schadenerwartung, um ein dauerhaft hohes Reservierungsniveau sicherzustellen. Wir unterscheiden zwischen Großschäden, deren Aufwand in einem Geschäftsfeld 10 Millionen € übersteigt, den Kumulschäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen, und allen anderen Schäden, den sogenannten Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir aktuarielle Methoden, die jeweils auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Der Kalibrierung dieses Ansatzes liegen unsere eigenen historischen Schaden- und Schadenabwicklungsdaten zugrunde. Die Ermittlung von Reserve- und Beitragsrisiko findet auf geeigneten homogenen Segmenten unseres Schaden/Unfall-Portfolios statt. Zur Aggregation des Risikos auf Gesamtportfolio-Ebene verwenden wir Korrelationen, in deren Schätzung eigene historische Schadenerfahrung einfließt. Wir begrenzen unsere Risikoexponierung, indem wir beispielsweise Naturkatastrophenrisiken, aber auch mögliche von Menschen verursachte Schäden limitieren und budgetieren. Dafür entwickeln unsere Experten Szenarien für mögliche Naturereignisse, die naturwissenschaftliche Faktoren, Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Schadenhöhe berücksichtigen. Ausgehend von diesen Modellen werden die Auswirkungen verschiedener Ereignisse auf unser Portfolio ermittelt und in Form eines stochastischen Modells mathematisch erfasst. Eine weitere Maßnahme zur Steuerung versicherungstechnischer Risiken besteht darin, einen Teil unseres Risikos gezielt über Rückversicherung oder Retrozession an andere Risikoträger abzugeben. Für die meisten unserer Unternehmen besteht gruppeninterner und/oder externer Rückversicherungs- und Retrozessionsschutz. Neben der traditionellen Retrozession nutzen wir den alternativen Risikotransfer insbesondere für Naturkatastrophenrisiken. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Zweckgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert. Solvenzkapitalanforderung (SCR) Schaden/Unfallscroll
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Solvenzkapitalanforderung Schaden/UnfallDie Erhöhung des Kapitalbedarfs im Rückversicherungssegment von 21 % ist vornehmlich eine Folge des starken Wachstums naturgefahrenexponierten Geschäfts im Laufe des Jahres 2018. Daneben ist eine wesentliche Methodenaktualisierung im Basisschadenmodell als Treiber der SCR-Erhöhung hervorzuheben. Die Kumulrisiko-Szenarien werden in unserem internen Modell als unabhängige Ereignisse betrachtet. Die größten Naturgefahrenexponierungen bestehen für Munich Re in den Szenarien "Atlantik Hurrikan" und "Erdbeben Nordamerika". Die Exponierung aus Cyberrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, liegt jedoch noch deutlich unterhalb der aus Naturkatastrophen. Die Grafiken zeigen, wie wir unsere Exponierung gegenüber den Spitzenszenarien bei einer Wiederkehrperiode von 200 Jahren für das kommende Jahr einschätzen: Atlantik Hurrikanaggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre)Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt![]() Erdbeben Nordamerikaaggregierter VaR (Wiederkehrperiode 200 Jahre)Mrd. € (vor Steuern), Selbstbehalt![]() Versicherungstechnisches Risiko Leben/GesundheitUnter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders die biometrischen Risiken und Risiken aus Kundenverhalten (wie etwa Storno oder Kapitalwahlrecht) von Bedeutung. Wir unterscheiden dabei zwischen kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken. Als kurzfristig wirksame Entwicklungen modellieren wir -neben dem einfachen Zufallsrisiko höherer Schadenbelastungen im Einzeljahr -vor allem seltene, aber kostenintensive Ereignisse wie Pandemien. Weitere relevante Informationen zu den Risiken der Lebens- und Gesundheitsversicherung finden Sie auch im Konzernanhang. Speziell die Produkte der Lebensversicherung und ein Großteil unseres Gesundheitserstversicherungsgeschäfts zeichnen sich durch Langfristigkeit und einen über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis aus. Langfristig wirksame negative Entwicklungen von Risikotreibern können den Wert des versicherten Portfolios nachhaltig senken (Trendrisiken). Die Risikotreiber Sterblichkeit und Invalidität werden durch das Geschäftsfeld Rückversicherung und hier vor allem durch die Exponierungen in Nordamerika und Asien dominiert. Der Risikotreiber Langlebigkeit findet sich in den in Deutschland vertriebenen Produkten von ERGO, hier zusammen mit typischen Risiken aus Kundenverhalten wie zum Beispiel Storno. Vor allem im Vereinigten Königreich zeichnen wir im Geschäftsfeld Rückversicherung jedoch auch Geschäft, das gegenüber dem Risikotreiber Langlebigkeit exponiert ist. Von geringerem Ausmaß sind Risiken im Zusammenhang mit der Erhöhung von Behandlungskosten, die insbesondere im Geschäftsfeld ERGO auftreten. Die Risikomodellierung unterlegt die möglichen Annahmeänderungen mit Wahrscheinlichkeiten und erzeugt somit eine vollständige Gewinn- und Verlustverteilung. Diese Wahrscheinlichkeiten kalibrieren wir insbesondere anhand von historischen Daten, die wir aus unseren zugrunde liegenden Portfolios gewinnen. Zusätzlich ziehen wir für die Modellierung des Sterblichkeitstrendrisikos auch allgemeine Sterblichkeitsraten der Bevölkerung heran. Um das vielfältige Geschäft angemessen parametrisieren zu können, werden in der Modellierung Portfolios mit einer homogenen Risikostruktur zusammengefasst. Anschließend werden die einzelnen Gewinn- und Verlustverteilungen unter Berücksichtigung der Abhängigkeitsstruktur zu einer Gesamtverteilung aggregiert. Unser größtes kurzfristiges Kumulrisiko in der Risikokategorie Leben/Gesundheit ist das Eintreten einer schweren Pandemie. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend mittels Szenarioanalysen untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung bestimmen. In der Rückversicherung steuern wir die Übernahme biometrischer Risiken durch eine risikoadäquate Zeichnungspolitik. Die Übernahme von Zins- und sonstigen Marktrisiken wird häufig durch eine Deponierung der Rückstellungen beim Zedenten mit garantierter Verzinsung des Depots ausgeschlossen. Darüber hinaus werden diese Risiken in Einzelfällen durch geeignete Kapitalmarktinstrumente abgesichert. In der Erstversicherung sorgt die Produktgestaltung für eine substanzielle Risikominderung. Bei adversen Entwicklungen tragen Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die erfolgsabhängig gebildet und aufgelöst werden, erheblich zum Risikoausgleich bei. In der Gesundheitserstversicherung besteht zusätzlich bei den meisten langfristigen Verträgen die Möglichkeit bzw. die Verpflichtung zur Beitragsanpassung. In der Praxis sind allerdings die Grenzen der Belastbarkeit der Versicherungsnehmer zu beachten. Bei den eher kurzfristig auf das Portfolio einwirkenden Pandemie- und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeitsszenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt. Die Sensitivität des internen Modells gegenüber den Eingabeparametern untersuchen wir regelmäßig. Neben dem Zins betrifft dies auch die biometrischen Risikotreiber. Solvenzkapitalanforderung Leben/GesundheitIm Geschäftsfeld Rückversicherung wird der Anstieg der Solvenzkapitalanforderung vor allem durch Neugeschäft begründet. Im Geschäftsfeld ERGO führen die gesunkenen Euro-Zinsen sowie eine Methodenanpassung in der Gesundheitserstversicherung zu einem Anstieg der Solvenzkapitalanforderung. MarktrisikoWir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen auf den Kapitalmärkten auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienpreisrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der Basiszinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen darstellt, zum Beispiel auf Euro-Staatsanleihen unterschiedlicher Emittenten oder auf Unternehmensanleihen. Darüber hinaus zählen wir das Risiko sich verändernder Inflationsraten ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch die versicherungstechnischen Verpflichtungen. Dies ist vor allem in der Lebenserstversicherung der Fall. Aufgrund der teilweise langfristigen Zinsgarantien und der vielfältigen Optionen der Versicherten in der traditionellen Lebensversicherung kann der Wert der Verpflichtungen mitunter stark von den Kapitalmarktgegebenheiten abhängen. Die Modellierung von Marktrisiken erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation möglicher künftiger Marktszenarien. Dabei bewerten wir unsere Aktiva und Passiva für jedes simulierte Marktszenario neu und erhalten damit die Wahrscheinlichkeitsverteilung für Änderungen der Basiseigenmittel. Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements. Diese Steuerung findet unter anderem durch den Einsatz von Derivaten wie Aktienfutures, Optionen und Zinsswaps statt, die in der Regel zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Die Wirkung von Optionen wird bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung berücksichtigt. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten finden Sie im Konzernanhang. Solvenzkapitalanforderung (SCR) Marktscroll
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Solvenzkapitalanforderung MarktAktienrisikoDie im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Aktienexponierung (nach Berücksichtigung von Derivaten) schlägt sich in einem Rückgang der Solvenzkapitalanforderung nieder. ZinsrisikoDer Rückgang des allgemeinen Zinsrisikos im Geschäftsfeld Rückversicherung resultiert maßgeblich aus einer Reduktion von lang laufenden Verbindlichkeiten. Im Geschäftsfeld ERGO ist das spezifische Zinsrisiko deutlich gesunken. Ein Großteil dieses Rückgangs ist auf eine verbesserte Abbildung dieser Risiken in den Lebens- und Gesundheitseinheiten zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Rückversicherung beträgt der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2018 67,8 (66,6) Milliarden €. Gemessen in Einheiten der modifizierten Duration beträgt die Zinssensitivität dieser Kapitalanlagen 5,0 (5,8), während die modifizierte Duration der Verpflichtungen15,8 (5,8) ausmacht. Die Veränderung der verfügbaren Eigenmittel bei einem Zinsrückgang um einen Basispunkt beträgt ca. 4,0 (7,5) Millionen €. Der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen beträgt im Geschäftsfeld ERGO zum 31. Dezember 2018 127,8 (130,6) Milliarden €. Die zinssensitiven Kapitalanlagen weisen eine modifizierte Duration von 8,8 (8,8) und die Verpflichtungen von 9,2 (9,5) auf. Die Veränderung der verfügbaren Eigenmittel bei einem Rückgang des Zinsniveaus um einen Basispunkt beträgt ca. -7,6 (-9,8) Millionen €. Dies führt zu einer Exponierung gegenüber fallenden Zinsen, die weitgehend aus den langfristigen Optionen und Garantien des Lebensversicherungsgeschäfts stammt. ImmobilienrisikoInfolge von Marktwertsteigerungen unseres Immobilienportfolios steigt das Immobilienrisiko deutlich an. WährungsrisikoDas Währungsrisiko geht primär aufgrund einer reduzierten US-Dollar-Positionierung zurück. KreditrisikoWir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert. Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir Kreditrisiken auch aktiv durch die Zeichnung von Kredit- oder Finanzrückversicherung sowie im entsprechenden Erstversicherungsgeschäft ein. Kreditrisiken ermittelt Munich Re mit einem Portfoliomodell, das über einen längeren Zeitraum (mindestens einen vollen Kreditzyklus) kalibriert wird und das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Das Kreditrisiko aus Kapitalanlagen (inklusive Depotforderungen, Staatsanleihen und Credit Default Swaps) und zedierten Reserven wird dabei auf Basis einzelner Schuldner berechnet. Für die zugehörigen Migrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir historische Kapitalmarktdaten. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Schuldnern werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Zugehörigkeit zu Branchen und Ländern abgeleitet. Den Branchen- und Länderkorrelationen liegen dabei die Abhängigkeiten der jeweilig zugehörigen Aktienindizes zugrunde. Die Ableitung des Kreditrisikos aus sonstigen Forderungen erfolgt auf Basis unternehmenseigener Expertenschätzungen. Im Lebens- und Gesundheitserstversicherungsgeschäft berücksichtigen wir darüber hinaus den Anteil der risikoreduzierenden Wirkung am Kreditrisiko, der durch die Versicherungsnehmerbeteiligung an den Überschüssen entsteht. Weiterhin kapitalisieren wir auch Kreditrisiken für sehr gut geratete Staatsanleihen. Die Ratings der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen finden Sie im Konzernanhang. Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem. Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei Over The Counter (OTC)-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko. Über ein Finanzsektorlimit wird auf Gruppenebene das Zinsträger- und Credit Default Swap (CDS)-Exposure gegenüber Emittenten aus dem Finanzsektor limitiert. Zur Überwachung der Länderrisiken greifen wir neben den gängigen Ratings auf eigene Analysen der politischen, wirtschaftlichen und fiskalischen Situation in den wichtigsten Staaten zurück, die für Emissionen in Betracht kommen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen verabschiedet. Diese sind konzernweit bei der Kapitalanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend. Mithilfe definierter Stress-Szenarien prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen, die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte. Das Ausfallrisiko im Bereich Retrozessionen und externer Rückversicherung steuern wir mithilfe von Limiten, die das Retro Security Committee festlegt. Zum 31. Dezember sind unsere in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen gegenüber Rückversicherern folgenden Ratingklassen zugeordnet: In Rückdeckung gegebene versicherungstechnische Rückstellungen nach Ratingscroll
Zu unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft finden Sie weitere Angaben im Konzernanhang. Solvenzkapitalanforderung KreditDer Rückgang der Solvenzkapitalanforderung resultiert hauptsächlich aus den Entwicklungen an den Kapitalmärkten, insbesondere den gestiegenen US-Dollar-Zinsen und einem Rückgang der historischen Ratingmigrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten, die der Kalibrierung der Modelle zugrunde liegen. Operationelles RisikoWir verstehen unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern. Das Management der operationellen Risiken erfolgt über unser Internes Kontrollsystem (IKS). Es adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften. Zur Behebung erkannter Schwächen oder Fehler werden angemessene Maßnahmen bis hin zu größeren Projekten umgesetzt. Die Identifikation der aus Gruppensicht wesentlichen Risiken ist Bestandteil unseres IKS und diese Risiken werden regelmäßig von den Risikoträgern und Prozessverantwortlichen geprüft. Darüber hinaus wird Konzeption und Einhaltung des IKS regelmäßig durch Group Audit geprüft. Ein wichtiger Bestandteil des IKS ist die Sicherstellung der Verlässlichkeit des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Einzelunternehmen sowie die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess. In der Gruppe ist ein Bilanzierungshandbuch und ein regelmäßiges Informationssystem für Änderungen konzernweit einheitlicher Regeln etabliert. Für die Finanzbuchhaltung und -berichterstattung bestehen Wesentlichkeitsgrenzen, um die Angemessenheit der internen Kontrollen mit einem adäquaten Aufwand-Nutzen-Verhältnis sicherzustellen. Die aus Gruppensicht für die Finanzberichterstattung wesentlichen Risiken sind Bestandteil unseres IKS und werden regelmäßig von den Risikoträgern geprüft. Zur Quantifizierung der operationellen Risiken verwenden wir Szenarioanalysen. Die Ergebnisse fließen in die Modellierung der Solvenzkapitalanforderung für operationelle Risiken ein. Zur Validierung dieser Ergebnisse werden verschiedene Instrumente herangezogen, beispielsweise Ergebnisse des IKS oder interne und externe Schadendaten. Bezüglich des internen Modells wird die Sensitivität gegen die wichtigsten Input-Parameter regelmäßig geprüft. Dies betrifft insbesondere die Abhängigkeit des Ergebnisses von Frequenz und Schadenhöhe sowie die Parametrisierung der Korrelationen zwischen einzelnen Szenarien. Die Analysen zeigen im Berichtsjahr keine Auffälligkeiten. Solvenzkapitalanforderung operationelles RisikoDie Reduktion der SCR-Anforderung ist einerseits auf die detailliertere Einschätzung einiger Szenarien seitens ERGO zurückzuführen, andererseits wirken risikomindernde Maßnahmen bezüglich Cyberrisiken. Weitere RisikokategorienMithilfe geeigneter Verfahren identifizieren und analysieren wir speziell das Reputationsrisiko, das strategische Risiko, das Liquiditätsrisiko und das Sicherheitsrisiko. Auch diese Risiken werden in unserem Risikomanagementprozess bewertet und gesteuert. ReputationsrisikoWir definieren Reputationsrisiko als ein Risiko, das sich aus einer möglichen Beeinträchtigung des Ansehens von Munich Re als Folge einer negativen öffentlichen Wahrnehmung, einer Verschlechterung des Unternehmensratings oder des Unternehmenswerts etc. ergibt. Die Beurteilung von Ereignissen in Bezug auf Reputationsrisiken wird in den Geschäftsfeldern durch sogenannte Reputational Risk Committees vorgenommen. Sofern ein Reputationsrisiko potenziell Auswirkungen auf Munich Re hat, werden weitere Zentralbereiche in die Beurteilung einbezogen. Strategisches RisikoWir definieren strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Das strategische Risiko steuern wir, indem wir für wesentliche strategische Themen Risikoanalysen vornehmen und regelmäßig die Implementierung für notwendig erachteter Maßnahmen nachhalten. Bei der operativen Geschäftsplanung und den Prozessen bei materiellen Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen wirkt der Chief Risk Officer mit. LiquiditätsrisikoZiel des Managements von Liquiditätsrisiken ist sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Dafür wird die Liquiditätsposition auf Ebene der Einheiten laufend anhand von strengen Verfügbarkeitsanforderungen überwacht. Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung wird regelmäßig an den Vorstand berichtet. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht. Mithilfe quantitativer Risikokriterien stellen wir sicher, dass Munich Re auch unter adversen Szenarien ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Die Liquiditätsposition wird dafür sowohl in versicherungstechnischen Katastrophenszenarien als auch in negativen Kapitalmarktsituationen beurteilt. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken aus dem Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft bzw. dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft finden Sie im Konzernanhang. SicherheitsrisikoWir definieren Sicherheitsrisiken als Risiken, die sich aus der Bedrohung der Sicherheit unserer Mitarbeiter, Daten, Informationen und Sachwerte ergeben. Um der zunehmenden Bedeutung von Informationstechnologie für die Kernprozesse von Munich Re und dem dynamischen Wachstum der Cyberkriminalität Rechnung zu tragen, untersuchen wir hier insbesondere verstärkt Cyberrisiken. Zur Steuerung und Koordination der Maßnahmen zum Management von Sicherheitsrisiken wurden in den Geschäftsfeldern Security Risk Committees eingerichtet. Die Security Risk Committees setzen sich aus Verantwortlichen der operativen Bereiche (zum Beispiel IT-Sicherheit), den Kontrollfunktionen (zum Beispiel Informationssicherheitsbeauftragter, Datenschutz) und Vertretern der Geschäfts- und Zentralbereiche zusammen. Zur weiteren Verbesserung der Cybersicherheit arbeiten wir in Geschäftsfeld übergreifenden Initiativen zusammen. Bedeckungsquote nach Solvency IIDie Solvency-II-Bedeckungsquote ergibt sich als Quotient der anrechnungsfähigen Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung: Solvency-II-Bedeckungsquote1scroll
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Anrechenbare Eigenmittel ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen
Rückstellungen; mit Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen
Rückstellungen betragen die Eigenmittel 43,2 (42,6) Milliarden €; SII-Bedeckungsquote:
295 (297)%. In den anrechnungsfähigen Eigenmitteln zum Bilanzstichtag wurden die vom Vorstand beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 1,3 Milliarden € sowie die noch nicht getätigten Erwerbe aus dem Aktienrückkaufprogramm 2018/2019 in Höhe von 303 Millionen € als Abzugsposten berücksichtigt. Um die Auswirkungen möglicher weiterer Kapitalmaßnahmen auf die Solvency-II-Bedeckungsquote für den Bilanzleser transparent darzustellen, wird ferner ein mögliches Aktienrückkaufprogramm 2019/2020 in Höhe von 1 Milliarde € entsprechend berücksichtigt. Für dieses lag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses kein Gremien-Beschluss bzw. keine Genehmigung vor. Sonstige RisikenWirtschafts- und Finanzmarktentwicklungen und regulatorische RisikenMunich Re ist stark im Euroraum investiert. Dabei legen wir Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen als Gegenposition zu unseren versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Euro. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt jedoch weiterhin vor allem Lebensversicherungsgesellschaften im Euroraum vor große Herausforderungen. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten führen zu hohen Volatilitäten in der Bilanz. Diesen Risiken wirken wir mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen entgegen. Politische Risiken in der Eurozone existieren weiterhin aufgrund kritischer Auseinandersetzungen im Spannungsfeld nationaler Interessen der Einzelstaaten. In Italien sind mit dem Regierungswechsel 2018 die Refinanzierungskosten gestiegen, doch scheint die italienische Regierung einzulenken. Die Reduktion des geldpolitischen Stimulus durch die Europäische Zentralbank könnte zur Steigerung der Refinanzierungskosten für einige Staaten führen. Die Austrittsverhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sind fortgeschritten, jedoch kann ein Ausgang ohne ein geordnetes Ergebnis mit entsprechenden Folgewirkungen für einzelne EU-Länder weiterhin noch nicht ausgeschlossen werden. Verschiedene Erst- und Rückversicherungseinheiten von Munich Re betreiben dort Geschäft. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wird dieses Geschäft verändern. Wir haben ein gruppenweites Projekt aufgesetzt, um unsere lokale Organisation an die direkten Auswirkungen des Brexits anzupassen. Diese Vorbereitungen ermöglichen Munich Re, unabhängig vom Ausgang der Brexit-Verhandlungen weiterhin Geschäft in UK zu zeichnen. Daneben können sich indirekte Auswirkungen auf unser Geschäft ergeben, zum Beispiel aufgrund einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung, fallender Wechselkurse oder einer steigenden Inflation. Auch aufgrund möglicher gegenläufiger Effekte ist gegenwärtig allerdings nicht absehbar, was dies konkret für Munich Re bedeuten würde. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Brexit-Szenarien erwarten wir nach derzeitigem Stand insgesamt keine signifikanten negativen direkten oder indirekten Auswirkungen des Brexits auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Munich Re. In Deutschland lassen sich politische Eingriffe mit Konsequenzen für die private Krankenversicherung nicht ausschließen, insbesondere wenn Parteien, die eine sogenannte Bürgerversicherung propagieren, eine künftige Bundesregierung programmatisch prägen sollten. Konkrete Implikationen lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht ableiten. Eine weitere Eskalation des Handelskrieges, politische Unwägbarkeiten in Europa, politische und wirtschaftliche Herausforderungen in den Schwellenländern, insbesondere in der Türkei und Argentinien, ein Aufflammen der Differenzen zwischen den USA und Nordkorea sowie eine Eskalation im Mittleren Osten, vor allem mit dem Iran, oder eine verstärkte Konfrontation des Westens mit Russland könnten die Unsicherheit deutlich erhöhen und merkliche Folgen für die Region sowie die globalen Kapitalmärkte haben. Potenzielle Auswirkungen aus Entwicklungen dieser Art auf unser Risikoprofil analysieren wir fortlaufend. Global tätige Unternehmen wie Munich Re sehen sich national wie international verstärktem fiskalischem Druck sowie einer erhöhten Prüfungsintensität ausgesetzt. Dieser Trend wird sich angesichts der Fokussierung der Politik auf die angemessene Besteuerung international tätiger Unternehmen voraussichtlich noch weiter verstärken. KlimawandelDer Klimawandel ist langfristig eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft. Wir gehen davon aus, dass der Klimawandel langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Extremereignissen führt. Unsere langjährig aufgebauten Kompetenzen im Risikomanagement und unsere hochentwickelten Risikomodelle ermöglichen uns, geänderte Naturgefahrenrisiken professionell einzuschätzen und adäquat in der Solvenzkapitalanforderung und im Preis für Absicherungsprodukte zu berücksichtigen. RechtsrisikenGesellschaften von Munich Re sind im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und aufsichtsrechtliche Verfahren sowie in Schiedsverfahren in verschiedenen Ländern involviert. Der Ausgang der schwebenden oder drohenden Verfahren ist nicht bestimmbar oder vorhersagbar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass keines dieser Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Munich Re hat. Bei dem bisher branchenweit diskutierten Thema der Unabhängigkeit des mathematischen Treuhänders in der privaten Krankenversicherung hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil von Dezember 2018 die bisherige Branchenpraxis bestätigt. ZusammenfassungUnsere Leitungsgremien haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2018 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für tragfähig und kontrolliert. ChancenberichtDurch unsere starke Kundenorientierung, unsere globalen Risikomanagementkompetenzen und unser Branchenwissen sind wir gut aufgestellt, um von sich kontinuierlich wandelnden Märkten und verändertem Kundenverhalten zu profitieren und mit maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Die nachfolgend erläuterten Potenziale für Munich Re beziehen sich grundsätzlich gleichermaßen auf alle Geschäftsbereiche, sofern nicht anderslautend beschrieben. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDas aktuell noch solide Wirtschaftswachstum vieler Wirtschaftsregionen weltweit sollte sich positiv auf die Nachfrage nach Versicherungsschutz auswirken und in den meisten Sparten höhere Prämienvolumina nach sich ziehen. Die Erneuerungen des Berichtsjahres in der Rückversicherung haben zu einer graduellen Verbesserung der Raten geführt. Zudem könnte eine weniger expansive Geldpolitik zu einer Normalisierung an den Anleihemärkten führen. Dies würde zwar Kurseinbußen nach sich ziehen, langfristig unserem Versicherungsgeschäft jedoch zugutekommen und Mehrerträge mit sich bringen. Allerdings eröffnen sich auch durch das noch immer vorherrschende Niedrigzinsumfeld und die daraus resultierende Belastung für unsere Zedenten vielfältige Geschäftsmöglichkeiten für unsere Rückversicherungstätigkeiten, gleichwohl es aktuell auch für unsere Kapitalanlage Herausforderungen erzeugt. Die möglichen Folgen einer zunehmend globalisierungskritischen Politik beobachten wir sorgfältig. Auf mögliche Folgen eines Brexits haben wir uns operativ vorbereitet, um Risiken zu minimieren. Innovation und DigitalisierungDurch die Digitalisierung wandeln sich die Märkte in einem immer stärkeren Maße, und ein sich veränderndes Kundenverhalten erfordert Flexibilität auf der Deckungs- und Lösungsseite. Den dafür notwendigen Wandel im Hinblick auf innovative Produkte und Services, aber auch interne Prozesse unterstützt Munich Re sowohl durch umfangreiche Investitionen in unsere digitale Infrastruktur und Fähigkeiten als auch durch Kooperationen mit strategischen Partnern, unter anderem Start-ups. Durch die Präsenz in wichtigen Zentren der Start-up-Szene, die Zusammenarbeit mit Acceleratoren sowie die Aktivitäten unserer neuen Einheiten "Digital Partners" und "Digital Ventures" entstehen zahlreiche Kooperations- und Geschäftsideen, mit deren Hilfe Munich Re ihr Geschäftsmodell über die Versicherungswertschöpfungskette hinaus erweitern und die Wachstumspotenziale der digitalen Welt erschließen kann. Über die gesamte Wertschöpfungskette und alle Geschäftseinheiten streben wir einen möglichst hohen Automatisierungsgrad an, um sowohl die Bedürfnisse von unseren Kunden und uns nach Qualität, Geschwindigkeit und Sicherheit zu befriedigen als auch die Effizienz zu erhöhen. Umfassende Investitionen in Daten, Infrastruktur und Mitarbeiter ermöglichen uns, Big-Data-Analysen noch systematischer für das eigene Geschäft zu nutzen und unseren Kunden zugänglich zu machen. Mit Blick auf sich wandelnde, zunehmend hybride Kundenbedürfnisse treiben wir die Integration verschiedener Produkte und Vertriebskanäle sowie den Ausbau des Direktvertriebs in allen Sparten der Erstversicherung aktiv voran. Neben den Investitionen in Angebote für hybride Kunden von ERGO kann als ein vielversprechendes Beispiel hierfür nexible, der reine Digitalversicherer von ERGO, genannt werden, der nach einem erfolgreichen Start in Deutschland nun auch selektiv in andere Länder expandiert und perspektivisch sein Produktangebot weiter ausbauen möchte. Neben dem eigenen Aufbau digitaler Kompetenzen steht auch der Zukauf erfolgversprechender Technologieunternehmen im Fokus unserer Aktivitäten, mit denen wir weiteres Wachstum generieren möchten. So haben wir beispielsweise über unsere amerikanische Tochter Hartford Steam Boiler das schnell wachsende Internet of Things (IoT)-Technologieunternehmen Relayr vollständig übernommen. Neben Kooperationen mit Bosch und KUKA im IoT-Feld ist dies ein wichtiger Schritt, um neue Geschäftsmodelle zu forcieren und den Wandel der fertigenden Industrie mitzugestalten. Gesellschaftliche und ökonomische TrendsDie grundsätzlich positive wirtschaftliche Dynamik und die geringe Versicherungsdurchdringung in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bieten Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung des Geschäftsportfolios, die wir aktiv zur gezielten Expansion nutzen. Die alternde Bevölkerung wird in der Lebens- und Gesundheitsversicherung zu steigendem Bedarf an Vorsorgeprodukten führen; hierbei spielt die MEAG mit ihrer Kompetenz in der Vermögensanlage neben den Erst- und Rückversicherungsunternehmen unserer Gruppe eine bedeutende Rolle; als Rückversicherer stehen wir auch für Lebensversicherungsunternehmen, die nicht zu unserer Gruppe gehören, mit integrierten Rückversicherungs- und Finanzlösungen zum Wohl der Kunden bereit. Klimawandel und NaturkatastrophenWir gehen davon aus, dass der Klimawandel langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen führt; das wachsende Schadenpotenzial erhöht den Bedarf nach Erst- und Rückversicherungsprodukten. Unsere Kompetenzen im Umgang mit Naturgefahrenrisiken ermöglichen uns, wettbewerbsgerechte Preise für die traditionellen Absicherungsprodukte zu kalkulieren sowie neue Lösungen für unsere Erst- und Rückversicherungskunden zu entwickeln. Erweiterung der Grenzen der VersicherbarkeitWir arbeiten mit unseren Kunden daran, in vielerlei Weise die Grenzen der Versicherbarkeit auszudehnen, und beschäftigen uns unter anderem mit Cyberrisiken und der Erweiterung der Deckungsmöglichkeiten. So bieten wir unseren Kunden inzwischen diverse Deckungskonzepte für Risiken und Schäden durch schadhafte Produktsoftware oder Cyberattacken an. Zusätzlich erweitern wir unser Angebot an integrierten Services im Bereich Cyber, um den Kunden vor, während und nach einem möglichen Schadenfall optimal zu unterstützen. Daneben entwickeln wir für unsere Kunden ein breites Spektrum an Versicherungsdeckungen für Risiken, von denen viele in einer veränderten Welt ein wesentlich bedeutenderes Gewicht als die traditionell von der Versicherungswirtschaft abgedeckten Gefahren haben, zum Beispiel alternative Energien, Pandemie-, Agro- oder Unternehmerrisiken in ihren vielfältigen Ausprägungen. AusblickDie kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung. Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist einerseits wegen der offenkundigen Schwankungen beim Anfall von Großschäden nicht möglich; andererseits erschweren die ausgeprägte Volatilität von Kapitalmärkten und Währungskursen sowie die Eigenheiten der IFRS-Rechnungslegung eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis -trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen -erhebliche Ausschläge ergeben. Vergleich des Ausblicks für 2018 mit dem erreichten ErgebnisMunich Re (Gruppe)Vergleich Ausblick Munich Re (Gruppe) 2018 mit erreichtem Ergebnisscroll
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Einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer. Zu Beginn des Jahres prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2018 Bruttobeiträge in einer Größenordnung von 46 bis 49 Milliarden €. Aufgrund der positiven Beitragsentwicklung im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall konkretisierten wir diese Zielmarke im dritten Quartal auf 48 bis 49 Milliarden €. Trotz negativer Währungseffekte übertrafen wir mit 49,1 Milliarden € die angehobene Spanne und lagen damit auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2018 hatten wir zu Jahresbeginn ein Konzernergebnis von 2,1 bis 2,5 Milliarden € in Aussicht gestellt. Mit 2,3 Milliarden € lagen wir trotz volatiler Kapitalmärkte und hoher Naturkatastrophenschäden im vierten Quartal genau in der von uns erwarteten Ergebnisspanne. Die Verzinsung auf das Eigenkapital (Return on Equity, ROE) betrug 8,4%. Das Kapitalanlageergebnis der Gruppe (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) lag mit 6,5 Milliarden € insbesondere aufgrund geringerer Veräußerungsgewinne deutlich unter unserer Erwartung von gut 7 Milliarden €. Im Vorjahr hatten wir vor allem im Segment ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland höhere Veräußerungserlöse zur Finanzierung der Zinszusatzreserve erzielt. Bei den Zu-/ Abschreibungen auf nicht-derivative Kapitalanlagen verzeichneten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr per Saldo höhere Abschreibungen als im Vergleichszeitraum. Dies betraf aufgrund der Kursrückgänge auf den Aktienmärkten vorwiegend unseren Aktienbestand. Dem gegenüber standen höhere laufende Erträge, vor allem aufgrund höherer Miet- und Depotzinserträge, sowie ein positives Derivateergebnis. Das Kapitalanlageergebnis entspricht insgesamt einer Rendite von 2,8%; damit lagen wir leicht unter dem ursprünglich erwarteten Ziel einer Kapitalanlagerendite von rund 3%. Für das Geschäftsjahr 2018 haben wir einen Zielkorridor der Economic Earnings von "leicht über 2,1 bis 2,5 Milliarden €" genannt. Mit Economic Earnings in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden € haben wir dieses Ziel unterschritten. Während der Ergebnisbeitrag aus der operativen Geschäftstätigkeit insgesamt der Erwartung entsprach, belasteten negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten die Bewertung der Vermögenswerte und Verpflichtungen. Jedoch wurden Effekte aus der Ausweitung der Risikozuschläge auf festverzinsliche Wertpapiere sowie gefallene Aktienkurse für die Gruppe weitgehend durch gegenläufige positive Entwicklungen insbesondere aus der aktualisierten Immobilienbewertung kompensiert. RückversicherungFür das Geschäftsfeld Rückversicherung hatten wir zu Beginn des Geschäftsjahres gebuchte Bruttobeiträge in einer Größenordnung von 29 bis 31 Milliarden € in Aussicht gestellt und mit 31,3 Milliarden € übertroffen. In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung rechneten wir für 2018 mit einem deutlichen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge auf eine Spanne zwischen 9,5 und 10,5 Milliarden €, vor allem bedingt durch die Beendigung großvolumiger Verträge und negative Wechselkurseffekte. Mit 10,8 Milliarden € Beitragsvolumen wirkte sich der Rückgang nicht ganz so stark aus wie zu Jahresbeginn erwartet. In der Schaden- und Unfallrückversicherung rechneten wir mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 19,5 und 20,5 Milliarden €; mit 20,4 Milliarden € lagen wir im Wesentlichen durch den Abschluss von neuen großvolumigen Verträgen im oberen Bereich der Spanne. Zu Jahresbeginn prognostizierten wir in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung ein versicherungstechnisches Ergebnis einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer von mindestens 475 Millionen €; unter anderem durch eine günstige Schadenentwicklung in den USA konnten wir dieses Ziel mit 584 Millionen € deutlich übertreffen. Die zu Beginn des Geschäftsjahres angestrebte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung lag bei 99% der verdienten Nettobeiträge. Aufgrund der geringen Belastung aus Großschäden im ersten Quartal reduzierten wir unsere Erwartung für das gesamte Jahr auf eine Quote von 97%. Die außerordentlich hohe Belastung durch Großschäden aus Naturkatastrophen im vierten Quartal führte dazu, dass wir dieses Ziel mit einer Schaden-Kosten-Quote von 99,4% um 2,4 Prozentpunkte verfehlt haben. Das Konzernergebnis 2018 in der Rückversicherung lag mit 1,9 Milliarden € innerhalb unserer ursprünglichen Erwartung eines Ergebnisses zwischen 1,8 und 2,2 Milliarden €. ERGOFür das Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland hatten wir gesamte Beitragseinnahmen von 9,5 bis 10 Milliarden € prognostiziert und lagen mit 10,0 Milliarden € am oberen Ende der erwarteten Spanne. Die gebuchten Bruttobeiträge lagen mit 9,3 Milliarden € innerhalb der in Aussicht gestellten Bandbreite von 9 bis 9,5 Milliarden €. Für den Geschäftsbereich Leben Deutschland gingen wir zu Jahresbeginn von rückläufigen Gesamtbeiträgen von 3 bis 3,5 Milliarden € aus. Trotz des schrumpfenden Bestands haben wir mit 3,4 Milliarden € annähernd das Vorjahresniveau von 3,5 Milliarden € erreicht. Die Bruttobeiträge im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland lagen mit 5,4 Milliarden € im oberen Bereich des Zielkorridors von 5 bis 5,5 Milliarden €. Im Geschäftsbereich Direkt Deutschland erwarteten wir zu Beginn des Geschäftsjahres mit 1 bis 1,2 Milliarden € leicht steigende Bruttobeiträge; dies haben wir mit 1,1 Milliarden € erreicht. Die Bruttobeiträge im Segment Schaden/Unfall Deutschland lagen mit 3,4 Milliarden € in unserer ursprünglichen Zielspanne von 3 bis 3,5 Milliarden €. Die Schaden-Kosten-Quote erwarteten wir zu Jahresbeginn, einen normalen Großschadenverlauf vorausgesetzt, bei rund 96%. Obwohl die Schäden aus Naturkatastrophen im ersten Quartal insbesondere aus dem Unwetter Friederike noch über den Erwartungen gelegen hatten, konnte aufgrund geringer Schäden aus Naturkatastrophen im zweiten und dritten Quartal eine Quote von genau 96,0% erreicht werden. In ERGO International konnten wir die gebuchten Bruttobeiträge trotz negativer Währungseffekte von 5,0 Milliarden € auf 5,1 Milliarden € leicht steigern und übertrafen unsere Prognose zu Jahresbeginn von 4,5 bis 5 Milliarden €. Die gesamten Beitragseinnahmen erwarteten wir in Höhe von 5 bis 5,5 Milliarden €, mit 5,3 Milliarden € lagen sie im mittleren Bereich dieser Bandbreite. Zu Jahresbeginn strebten wir bei normaler Großschadenlast eine Schaden-Kosten-Quote für das Segment ERGO Schaden/ Unfall International von rund 97% an. Aufgrund der guten Entwicklung in den ersten sechs Monaten konnten wir unseren Prognosewert im zweiten Quartal auf 96% reduzieren. Da sich insbesondere die positive Entwicklung in Polen auch im dritten und vierten Quartal fortsetzte, lag die Schaden-Kosten-Quote am Jahresende mit 94,6% deutlich unter der Erwartung. Zu Jahresbeginn hatten wir für das Geschäftsfeld ERGO ein Ergebnis von 250 bis 300 Millionen € in Aussicht gestellt. Aufgrund des guten Ergebnisses in den ersten neun Monaten erhöhten wir unsere Prognose im dritten Quartal auf einen Jahresgewinn von über 350 Millionen €. Mit einem sehr erfreulichen Konzernergebnis von 412 Millionen € hat ERGO sogar die erhöhte Prognose deutlich übertroffen. Neben einer sehr guten operativen Performance, insbesondere im Segment ERGO International, trugen auch mehrere sich teilweise kompensierende Einmaleffekte zum guten Jahresergebnis bei. Ausblick 2019Ausblick Munich Re (Gruppe)scroll
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Einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer. RückversicherungDie gesamte Rückversicherung dürfte 2019 Bruttobeiträge von rund 31 Milliarden € erwirtschaften und liegt damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Wechselkurseffekte können einen erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben. Das Konzernergebnis der Rückversicherung sollte rund 2,1 Milliarden € betragen und damit über dem Niveau von 2018 liegen. In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung erwarten wir gebuchte Bruttobeiträge von rund 10 Milliarden €, rund 0,8 Milliarden € weniger als im Vorjahr. Das versicherungstechnische Ergebnis sowie das Ergebnis aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer sollte bei rund 500 Millionen € liegen. Das Ergebnis aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer wird im sonstigen operativen Ergebnis ausgewiesen und ist damit Bestandteil des nicht versicherungstechnischen Ergebnisses. In der Schaden- und Unfallrückversicherung rechnen wir für 2019 mit gebuchten Bruttobeiträgen von rund 21 Milliarden € und damit rund 0,6 Milliarden € mehr als im Vorjahr. Wir erwarten eine Schaden-Kosten-Quote von rund 98% der verdienten Nettobeiträge. Die Großschadenerwartung liegt wie im Vorjahr bei 12% der verdienten Nettobeiträge, was einem Wert von rund 2,3 Milliarden € entspricht. Die Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar 2019 erfolgte in weiterhin wettbewerbsintensiven Märkten. Die von Rückversicherern und Kapitalmarktteilnehmern angebotenen Kapazitäten in der Erneuerung waren weiterhin hoch. Für das Portfolio von Munich Re blieb das Preisniveau insgesamt stabil (+0,0%). Durch den Zinsanstieg, insbesondere im US-Dollar-Raum, hat sich die ökonomische Profitabilität trotz ausbleibender Preissteigerungen verbessert. Zum 1. Januar 2019 stand rund die Hälfte des Nicht-Leben-Rückversicherungsgeschäfts zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von 9,4 Milliarden €. Das gezeichnete Prämienvolumen stieg um 6% auf rund 10,0 Milliarden €. Dank unserer guten Kundenbeziehungen und unseres gefragten Knowhows konnten wir in allen Regionen und Sparten attraktive Geschäftsmöglichkeiten realisieren. Diese boten sich sowohl im Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch im Neugeschäft. In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2019 (vor allem Japan) sowie zum 1. Juli 2019 (Teile der Portfolios in den USA, Australien und Lateinamerika) wird ein Prämienvolumen aus dem Rückversicherungsvertragsgeschäft von rund 5 Milliarden € neu verhandelt. Munich Re erwartet, dass sich das Marktumfeld in der Erneuerungsrunde im April verbessert, da dann Verträge aus Regionen mit hoher Schadenerfahrung im Jahr 2018, etwa Japan, neu verhandelt werden. ERGODie gesamten Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld ERGO dürften 2019 in etwa auf dem Vorjahresniveau bei rund 18,5 Milliarden € liegen, die gebuchten Bruttobeiträge bei rund 17,5 Milliarden €. Für das Geschäftsfeld ERGO gehen wir für 2019 von einem Konzernergebnis von rund 400 Millionen € aus und damit nur knapp unter dem Niveau des sehr guten Geschäftsjahres 2018. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland erwarten wir gebuchte Bruttobeiträge von rund 9 Milliarden € und Gesamtbeiträge von rund 10 Milliarden €. Für den Geschäftsbereich Leben Deutschland gehen wir von einem rückläufigen Bestand aus, die Geschäftsbereiche Gesundheit Deutschland und Direkt Deutschland sollten dagegen jeweils leicht zulegen. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland wollen wir gebuchte Bruttobeiträge von rund 3,5 Milliarden € erzielen. Die Schaden-Kosten-Quote sollte bei einer normalen Großschadenlast rund 93% betragen. In unserem Segment ERGO International rechnen wir mit gebuchten Bruttobeiträgen von rund 5 Milliarden € und mit einem gesamten Beitragsvolumen von etwas mehr als 5 Milliarden €. Unwägbarkeiten sind hinsichtlich der Nachfrage nach Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung vorhanden. Im Gesundheitsgeschäft erwarten wir ein höheres Beitragsvolumen als im Vorjahr, und in der Schaden- und Unfallversicherung gehen wir von leicht rückläufigen Beiträgen aus. Bei einer normalen Großschadenlast soll die Schaden-Kosten-Quote bei rund 95% liegen. Munich Re (Gruppe)Für 2019 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge auf Vorjahresniveau von rund 49 Milliarden €. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir Economic Earnings von mehr als 2,5 Milliarden €. Ursächlich für diesen gegenüber der IFRS-Ergebnisprognose höheren Zielwert ist vor allem das Neugeschäft im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit. Entsprechende Ergebnisbeiträge materialisieren sich in der ökonomischen Metrik vollständig im Zeichnungsjahr und damit früher als in IFRS. Der Prognose liegt die Annahme stabiler Kapitalmärkte, eines normalen Großschadenaufkommens und unveränderter Modellierungs-Parameter zugrunde. Abweichungen von diesen Annahmen können sich anders auf die Economic Earnings auswirken als in der IFRS-Rechnungslegung. Wie im Vorjahr sollen auch 2019 unsere breit diversifizierten Investitionen und Investitionszusagen im Bereich Alternative Investments schrittweise erhöht werden. Die laufenden Erträge aus unseren Kapitalanlagen erwarten wir in etwa auf Vorjahresniveau bei rund 2,8%. Insgesamt gehen wir von einem Kapitalanlageergebnis aus, das wie 2018 bei rund 6,5 Milliarden € liegen dürfte und einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3% entspräche. Das Ziel für unser Konzernergebnis liegt bei rund 2,5 Milliarden €, das sind 0,2 Milliarden € mehr als im Vorjahr. Die Steuerquote dürfte bei rund 25% liegen. Die Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs, der Veränderung von Schadenrückstellungen und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer außergewöhnlicher Effekte. Von Juni 2018 bis Ende Februar 2019 haben wir Aktien im Wert von 834 Millionen € zurückgekauft; weitere 166 Millionen € sollen bis zur Hauptversammlung im April 2019 für Rückkäufe verwendet werden. Mit dem Einzug dieser Aktien geben wir nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. Trotz der Rückkäufe ermöglicht es uns unsere gute Kapitalausstattung auch weiterhin, eine attraktive Dividende zu zahlen und gezielt Chancen für profitables Wachstum zu nutzen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 65 Cent auf 9,25 € pro Aktie steigen. Dies entspricht einer gesamten Ausschüttung von 1,3 Milliarden €. Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB)Auch für das Berichtsjahr 2018 hat Munich Re von dem Wahlrecht zur zusammengefassten Lageberichterstattung gemäß § 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Ergänzend zur Berichterstattung über Munich Re (Gruppe) erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Münchener Rück AG. Der Jahresabschluss der Münchener Rück AG wird nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt demgegenüber den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus ergeben sich verschiedene Abweichungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Kapitalanlagen, Finanzinstrumente, einzelne versicherungstechnische Aktiva und Passiva sowie latente Steuern. -> Rahmenbedingungen und wesentliche EinflussfaktorenDie gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Münchener Rück AG stimmen im Wesentlichen mit denen des Konzerns überein. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2018 der Münchener Rück AG war geprägt von einem insgesamt erfreulichen operativen Geschäftsverlauf. Die Großschadenbelastung fiel wesentlich niedriger aus als im Vorjahr, das durch außerordentlich hohe Sachschäden aus den Wirbelstürmen Harvey, Irma und Maria belastet war, und lag insgesamt unter unseren Erwartungen. Auch trug die Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Anfalljahre, die wir im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation vornehmen konnten, positiv zum versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung bei. Das handelsrechtliche Ergebnis der Münchener Rück AG entwickelte sich wie folgt: Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnungder Münchener Rück AGscroll
Versicherungstechnisches ErgebnisIm Geschäftsjahr 2018 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 20.503 (22.612) Millionen €. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 9,3% resultiert vor allem aus der planmäßigen Beendigung bzw. der Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge in der Lebens- und Krankenrückversicherung. Außerdem trug die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen zum Rückgang der Beiträge bei. In der Lebens- und Krankenrückversicherung erwirtschafteten wir 2018 ein wesentlich niedrigeres Bruttobeitragsvolumen als im Vorjahr: Die Bruttobeiträge sanken stark um 35,0% auf 7.014 (10.798) Millionen €. Den größten Anteil am Umsatzrückgang hatten die planmäßige Beendigung bzw. die Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen in der Lebens- und Krankenrückversicherung um 33,3% gesunken. In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2018 einen Zuwachs der Beitragseinnahmen um 14,2% auf 13.489 (11.813) Millionen €. Das deutliche Wachstum resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg. Wesentlicher Treiber ist eine neue großvolumige Rückversicherungsquote in Australien. Das Wachstum geht schwerpunktmäßig auf die Sparten Kraftfahrt, Feuer und Haftpflicht zurück. Gegenläufig wirken negative Währungseffekte, bei unveränderten Wechselkursen hätte sich das Beitragsvolumen um 18,8% erhöht. Auch nach der hohen Schadenbelastung aus Naturkatastrophen im Vorjahr war das Angebot an Rückversicherungskapital weiterhin groß. Trotzdem zeigte sich in den Erneuerungen des Jahres 2018 mit einem Anstieg um 0,8% eine leicht positive Preisentwicklung, nachdem im Vorjahr noch Preisrückgänge zu verzeichnen waren. Insbesondere die von Naturkatastrophen betroffenen Regionen trugen zu diesem Anstieg bei. Andere Regionen und Sparten entwickelten sich weitgehend stabil bzw. leicht positiv. Zusätzlich wurde unsere Profitabilität durch das im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Zinsniveau gestärkt. Neue attraktive Versicherungsquoten trugen maßgeblich dazu bei, dass wir in einzelnen Märkten unser Geschäft selektiv ausbauen konnten. Generell halten wir an unserer profitabiliätsorientierten Zeichnungspolitik fest. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2018 1.031 Millionen €. Im Vorjahr hatten wir einen Verlust von -1.990 Millionen € ausgewiesen. Diese Ergebnisverbesserung resultiert vor allem aus einer wesentlich geringeren Großschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr. Zusätzlich ergab sich aus der turnusmäßigen Überprüfung der Rückstellungen für das Gesamtjahr eine Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren, die höher ausfiel als im Vorjahr. Über die Jahre betrachtet blieb das Sicherheitsniveau der Rückstellungen unverändert hoch. Die Gesamtbelastung durch Großschäden nach Retrozession und vor Steuern lag mit -1.316 (-3.428) Millionen € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres sowie unter unserer Großschadenerwartung. Auch im Jahr 2018 ereigneten sich eine Vielzahl von Großschäden, wobei das mit Abstand größte Schadenereignis des Jahres der Taifun Jebi war, der im September in Japan schwere Verwüstungen anrichtete. Trotzdem fiel die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen mit -599 (-2.862) Millionen € wesentlich geringer aus als im Vorjahr, das durch außerordentlich hohe Sachschäden aus den Wirbelstürmen Harvey, Irma und Maria belastet war. Bezogen auf die verdienten Nettobeiträge machten sie 4,7 (20,8) Prozentpunkte der Schadenquote aus. Die von Menschen verursachten Großschäden betrugen -686 (-554) Millionen € in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Das entspricht 5,4 (4,0) Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge. Die Schaden-Kosten-Quote, die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 95,3 (113,7)%, wesentlich bedingt durch die genannten Effekte. Entwicklung der VersicherungszweigeLebenscroll
In der Lebensrückversicherung beruht der Rückgang der Beitragseinnahmen maßgeblich auf der planmäßigen Beendigung bzw. der Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Vorjahresergebnis war unter anderem durch wesentliche Reservestärkungen in Israel belastet. Positiv wirkte sich darüber hinaus die Restrukturierung der Retrozessionsprogramme 2018 mit US-Tochtergesellschaften aus. Dagegen lag die Schadenbelastung im Vereinigten Königreich und auch Kanada etwas über unseren Erwartungen. Krankenscroll
In der Krankenrückversicherung beruht der Rückgang der Beitragseinnahmen ebenfalls maßgeblich auf der planmäßigen Beendigung bzw. der Umstellung zweier großvolumiger strukturierter Rückversicherungsverträge. Das Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer niedrigeren Schadenquote leicht verbessert. Unfallscroll
In der Unfallrückversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr leicht gestiegen. Das Ergebnis vor Schwan kungsrückstellung ist aufgrund einer geringeren Schadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Haftpflichtscroll
In der Haftpflichtrückversicherung sind im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen im Wesentlichen aufgrund von Neugeschäft gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verbesserte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer stark reduzierten Großschadenbelastung. Zudem konnten im Vergleich zum Vorjahr mehr Reserven für Schäden früherer Anfalljahre aufgelöst werden. Kraftfahrtscroll
In der Kraftfahrtrückversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen starken Beitragszuwachs. Wesentliche Treiber waren eine neue großvolumige Rückversicherungsquote in Australien sowie der Geschäftsausbau in diversen weiteren Märkten. Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr. Das ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Reserveauflösung für Schäden früherer Anfalljahre zurückzuführen. Transportscroll
In der Transportrückversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr leicht gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich aufgrund einer niedrigeren Großschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Luftfahrtscroll
Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtrückversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, sind im Geschäftsjahr gesunken, da bislang von der Münchener Rück AG gezeichnetes Geschäft von einer Tochtergesellschaft übernommen wurde. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich aufgrund einer höheren Schadenbelastung gegenüber dem Vorjahr. Feuerscroll
Die Erhöhung der Beitragseinnahmen in der Feuerrückversicherung ist im Wesentlichen dem Neugeschäft in diversen Märkten geschuldet. Nachdem im Vorjahr ein Verlust hingenommen werden musste, fiel das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung im Berichtsjahr positiv aus. Das ist vor allem auf eine stark reduzierte Großschadenbelastung zurückzuführen. Technikscroll
In den Technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) ist das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Nachdem im Vorjahr noch ein Verlust zu verzeichnen war, fällt das versicherungstechnische Ergebnis positiv aus. Dies beruht einerseits auf einer gesunkenen Großschadenbelastung, andererseits konnten im Vergleich zum Vorjahr mehr Reserven für Schäden früherer Anfalljahre aufgelöst werden. Sonstige Zweigescroll
Unter "Sonstige" subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung: Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene Gebäudeversicherung; außerdem fallen hierunter die Kredit- und die Vertrauensschadenversicherung. Die Beitragseinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Das zusammengefasste versicherungstechnische Ergebnis der Sonstigen Versicherungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund einer niedrigeren Schaden- und Großschadenbelastung stark verbessert. Nicht versicherungstechnisches ErgebnisIn Europa stellte das Niedrigzinsumfeld die Kapitalanleger weiterhin vor große Herausforderungen: Auch wenn die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen Deutschlands im Januar 2018 auf über 0,7% gestiegen sind, fielen sie im weiteren Jahresverlauf wieder zurück. Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen der USA stiegen getrieben von starkem Wirtschaftswachstum, höherer Inflation und geldpolitischer Straffung im Laufe des Jahres auf über 3,2% an. Allerdings sank das Renditenivau gegen Ende des Jahres aufgrund zunehmender Risikoaversion auf den globalen Kapitalmärkten wieder. Auf den internationalen Aktienmärkten kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr immer wieder zu Turbulenzen; so im Februar 2018, in dem es global Kurseinbrüche zu verzeichnen gab. Nach Erholungsphasen im zweiten und dritten Quartal stieg die Volatilität auf den Aktienmärkten im vierten Quartal und blieb bis zum Jahresende hoch. Insgesamt schlossen der US-amerikanische Dow-Jones-Index und der Euro Stoxx 50 das Jahr mit starken Verlusten ab. Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar schwankte im Lauf des Jahres 2018. Er stieg zu Beginn des Jahres an, sank später aber deutlich und erreichte im November 2018 ein Tief. Ende Dezember lag der Euro-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar rund 5% niedriger als zum Jahresende 2017, gegenüber dem kanadischen Dollar und dem Pfund Sterling jedoch höher (rund 4 bzw. 1 %). Insgesamt belief sich die Rendite der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten inklusive Depotforderungen im Geschäftsjahr 2018 auf 3,3 (3,9) %. Ergebnis aus Kapitalanlagenscroll
Im Geschäftsjahr 2018 verringerte sich das Kapitalanlageergebnis der Münchener Rück AG um 593 Millionen €, was vor allem auf einen ausschüttungsbedingten Rückgang der laufenden Erträge zurückzuführen ist. Der Saldo aus Zu- und Abschreibungen war aufgrund gegenläufiger Effekte erneut nahezu ausgeglichen. Die deutliche Verbesserung beim Gewinn aus dem Abgang von Kapitalanlagen konnte den Rückgang der laufenden Erträge nicht vollständig kompensieren. Der Abgangsgewinn resultiert im Wesentlichen aus einer Einlage von Immobilienvermögen in verbundene Unternehmen der Münchener Rück AG unter Berücksichtigung organisatorischer, steuerlicher und handelsrechtlicher Rahmenbedingungen. JahresüberschussDie Münchener Rück AG erzielte einen Jahresüberschuss von 2.160 (2.199) Millionen €. Zu den Ergebnistreibern zählten ein solides, aber durch zum Teil deutliche Zuführungen zur Schwankungsrückstellung geprägtes versicherungstechnisches Ergebnis, ein verbessertes Währungsergebnis und eine geringere Steuerbelastung. Die Minderung des Steueraufwands im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Rückgang des zu versteuernden Einkommens im deutschen Stammhaus sowie die Senkung der Steuerbelastung für Vorjahre zurückzuführen. FinanzlageBilanzstruktur der Münchener Rück AGscroll
Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen nach deutscher HGB-Rechnungslegung ermittelten Bilanzgewinn von 1.383 (1.333) Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 4.283 (4.422) Millionen €, wovon 465 (376) Millionen € einer Ausschüttungssperre unterliegen. Als ausschüttungsfähige Mittel ergeben sich somit 3.818 (4.046) Millionen €. Das nach HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 8.479 (7.724) Millionen € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis unserer nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2018 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende in Höhe von 9,25 € je Aktie bzw. insgesamt 1.334 Millionen € ausschütten. Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG (ohne Depotforderungen) erhöhte sich geringfügig auf 64.296 (64.010) Millionen €. Unsere festverzinslichen Wertpapiere hatten am 31. Dezember 2018 zu 95% ein Investment-Grade-Rating, davon waren 88% mit "A" oder besser eingestuft. Eigenkapital1scroll
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Angaben zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG finden Sie im Geschäftsbericht 2018 der Münchener
Rück AG. Dividenden und Aktienrückkäufe der Münchener Rück AG sind nach deutschem Handels- und Gesellschaftsrecht nur aus Gewinnen und Gewinnrücklagen zu finanzieren. Neben den aktuell im laufenden Jahr anfallenden Aufwendungen und Erträgen spielen für die Höhe der Gewinne die Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine wesentliche Rolle. Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet. Sie dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf über mehrere Jahre. Ihr Ansatz und ihre Bewertung sind weitgehend gesetzlich geregelt. Wenn in einem Geschäftsjahr die Schadenquoten in einzelnen Sparten deutlich über dem langjährigen, für die meisten Sparten 15-jährigen Durchschnitt liegen, wird die Schwankungsrückstellung reduziert und somit der überdurchschnittliche Schadenaufwand weitgehend ausgeglichen. Nach heutigen Berechnungen ist zu erwarten, dass sich bei normalem Schadenaufwand im Geschäftsjahr 2019 die ergebnisbelastende Zuführung zur Schwankungsrückstellung verringern wird. Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden. Der Bilanzposten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 um 780 Millionen € auf 9.043 (8.263) Millionen €. Aufgrund der positiven Ergebnisse mussten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in den Versicherungszweigen Haftpflicht 190 (-258) Millionen €, in Feuer 152 (-1.419) Millionen € und in Kraftfahrt 150 (77) Millionen €; darüber hinaus in den Sonstigen Versicherungszweigen 103 (72) Millionen €, in Unfall 82 (166) Millionen €, in Kredit 81 (-100) Millionen € und in Technik 37 (-127) Millionen €. Dagegen wurde aufgrund des gesunkenen Höchstbetrags die Schwankungsrückstellung in Transport um -41 (-92) Millionen € reduziert. In Luftfahrt wird aktuell keine Schwankungsrückstellung gestellt, da die Grundvoraussetzungen für die Bildung dieser Rückstellung in diesem Versicherungszweig nicht erfüllt sind. Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind in den Versicherungszweigen Haftpflicht, Transport und Unfall zu 100% und in den Versicherungszweigen Feuer, Kraftfahrt und Kredit zu mehr als 50% erreicht. LiquiditätDie jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB für das Geschäftsjahr 2018Die Münchener Rück AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB abgegeben. Die Erklärungen sind zusammengefasst und unter www.munichre.com/cg-de öffentlich zugänglich gemacht. Weitere ErläuterungenRisiken und ChancenDie Geschäftsentwicklung der Münchener Rück AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die Geschäftsentwicklung des im Konzernabschluss dargestellten Geschäftsfelds Rückversicherung. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Münchener Rück AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Münchener Rück AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Gruppe eingebunden. Nähere Informationen finden Sie im Risikobericht und im Chancenbericht. Vergütungsbericht der Münchener Rück AGDie Grundsätze zur Struktur und Ausgestaltung des Vergütungssystems der Münchener Rück AG entsprechen denen der Gruppe. Sonstige AngabenBei der Münchener Rück AG waren zum 31. Dezember 2018 4.043 Mitarbeiter beschäftigt. Die Münchener Rück AG unterhält Zweigniederlassungen in Australien, China, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Singapur, Spanien und Südkorea. AusblickDie Prognosen der Münchener Rück AG über die zukünftige Geschäftsentwicklung unterliegen im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die im Konzernabschluss dargestellten Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit und Rückversicherung Schaden/Unfall. Vor diesem Hintergrund sollte die Münchener Rück AG im Geschäftsjahr 2019 Bruttobeiträge von etwa 21 Milliarden € erwirtschaften - bei der Annahme konstanter Wechselkurse. Die Schaden-Kosten-Quote erwarten wir mit rund 98% der verdienten Nettobeiträge. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nur bedingt möglich. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir bei einem durchschnittlichen Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung, das sich in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres bewegen dürfte. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen der Münchener Rück AG dürfte sich im Geschäftsjahr 2019 rückläufig entwickeln. Der prognostizierte Anstieg der laufenden Erträge, insbesondere aus verbunden Unternehmen, sollte die Effekte des Jahres 2018 im Abgangsergebnis nicht vollständig kompensieren. Insgesamt gehen wir nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2019 ein auskömmliches HGB-Ergebnis erreichen werden, das jedoch unter dem Niveau des Berichtsjahres bleiben dürfte. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018Postenscroll
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Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2018scroll
Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2018scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018scroll
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Wesentlicher Bestandteil des Zahlungsmittelbestands sind die Guthaben bei Kreditinstituten. KonzernanhangAnwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die versicherungstechnischen Posten werden im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 4, Versicherungsverträge, auf der Grundlage der US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben im November 2018 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet unter www.munichre.com/cg-de dauerhaft zugänglich gemacht. Bilanzierung und BewertungAusübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und BewertungZur Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessen auszuüben sowie Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen. Diese wirken sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualverbindlichkeiten aus. Gerade in der Erst- und Rückversicherung ist für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen der Einsatz von Schätzverfahren von erheblicher Bedeutung, zumal die Bewertung stets auf Modellen beruht und die Entwicklung der künftigen Zahlungsströme von Versicherungsverträgen nicht ex ante abschließend vorhersehbar ist. Jedoch spielen Ermessensentscheidungen und Schätzwerte auch bei weiteren Posten sowie bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises eine erhebliche Rolle. Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Grundlage für die Wertermittlung sind die besten Erkenntnisse des Managements zu den jeweiligen Sachverhalten zum Abschlussstichtag. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Posten, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind. Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den folgenden Posten von Bedeutung und werden in den Erläuterungen dieser Posten näher beschrieben:
Berichtswährung und VorzeichenlogikBerichtswährung ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Daher können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Aufwendungen und Auszahlungen werden mit negativen Vorzeichen, Erträge und Einzahlungen werden ohne Vorzeichen dargestellt. VorjahreszahlenDie Segmentbilanz des Geschäftsjahres 2017 wurde im Konzernanhang rückwirkend angepasst; siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Die übrigen Vorjahreswerte wurden auf derselben Grundlage ermittelt wie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere AnpassungenDie Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt dem Prinzip der Stetigkeit. Im Geschäftsjahr 2018 waren folgende geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden, die Übernahme in das europäische Recht ist bei diesen Änderungen erfolgt:
Zusätzlich hat der IASB im März 2018 eine aktualisierte Fassung des Rahmenkonzepts für die Finanzberichterstattung (2018) veröffentlicht. Dieses ist kein IFRS und unterliegt dementsprechend auch nicht dem europäischen Übernahmeprozess. Das Rahmenkonzept enthält allgemeine Grundsätze der Finanzberichterstattung und ist immer dann anzuwenden, wenn es keine spezielle Regelung zu einem Sachverhalt in einem Standard gibt. Die Regelungen haben keinen konkreten Erstanwendungszeitpunkt, der IASB selbst berücksichtigt diese seit deren Veröffentlichung. Die Änderungen sind mit Ausnahme der Änderung von IFRS 4, die im Folgenden dargestellt werden, für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung. Aufgrund des engen Zusammenhangs der versicherungstechnischen Verpflichtungen und der Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen ist eine abgestimmte Bewertung dieser Posten im Abschluss von essenzieller Bedeutung, um rein bilanzielle Verwerfungen zu vermeiden. Daher hat der IASB im September 2016 einen entsprechenden Änderungsstandard zu IFRS 4, Versicherungsverträge, veröffentlicht. Dieser gibt unter anderem die Möglichkeit, die Erstanwendung von IFRS 9 auf 2021 zu verschieben. Dafür war es erforderlich, auf Basis des Abschlusses zum 31. Dezember 2015 nachzuweisen, dass die überwiegende Aktivität auf Ebene der Gruppe das Versicherungsgeschäft ist. Versicherungsgeschäft gilt zumindest dann als "vorherrschend", wenn zum Beurteilungszeitpunkt mehr als 90% der Gesamtverbindlichkeiten mit dem Versicherungsgeschäft verbunden waren. Dazu zählen neben solchen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 4 auch zum Zeitwert angesetzte Verpflichtungen aus Investmentverträgen und andere Verbindlichkeiten, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren. Bei Munich Re machte am 31. Dezember 2015 der Anteil der mit dem Versicherungsgeschäft verbundenen Verbindlichkeiten an den Gesamtverbindlichkeiten rund 96,5% aus. Zwischenzeitlich hat keine Änderung der Geschäftstätigkeit stattgefunden, die eine neue Beurteilung erforderlich machen würde. Die Bewertung unserer Kapitalanlagen nach IFRS 9 richtet sich unter anderem nach ihren vertraglichen Zahlungsströmen. Stellen diese ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dar, erfolgt die Bewertung in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Insbesondere bei Aktien und Derivaten sowie komplex strukturierten Produkten trifft dies nicht zu. Diese werden erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten bewertet. Damit unterscheidet sich die Bewertung unserer Kapitalanlagen unter IFRS 9 von der derzeitigen. Ziel der folgenden Tabelle ist es daher, eine Vergleichbarkeit im Hinblick auf die Bewertung unserer Kapitalanlagen herzustellen mit Unternehmen, die den IFRS 9 bereits anwenden. Angaben zum beizulegenden Zeitwertscroll
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Ohne Kapitalanlagen, die unter IFRS 9 erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden,
unabhängig davon, ob sie die Zahlungsstrombedingung erfüllen. Die folgende Tabelle ermöglicht eine Einschätzung der Bonität unserer Kapitalanlagen, deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen und dementsprechend nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn wir den IFRS 9 anwenden. Angegeben sind die Buchwerte dieser Kapitalanlagen nach IAS 39. Rating der Kapitalanlagen, die die Zahlungsstrombedingung erfüllenscroll
Der Anteil der Kapitalanlagen, die kein niedriges Kreditrisiko aufweisen, also ein Rating von BB oder niedriger haben, und die nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ist aus Gruppensicht unwesentlich. Die Kapitalanlagen der Tochtergesellschaften, die nach lokalen Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden müssen, sind aus Gruppensicht unwesentlich. Die Anzahl und Größe der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode im konsolidierten Abschluss von Munich Re einbezogen werden und aufgrund lokaler Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden müssen, sind von untergeordneter Bedeutung. Daher wurde bei diesen Gesellschaften auf eine Umbewertung sowie die Angabe weiterer Informationen verzichtet. Im zweiten Quartal wurden in der Segmentbilanz die Vorjahreswerte der immateriellen Vermögenswerte in den Segmenten Rückversicherung Schaden/Unfall und Rückversicherung Leben/Gesundheit um 235 Millionen € korrigiert. Hierbei handelt es sich um einen erworbenen Versicherungsbestand, welcher konzernintern im Jahr 2016 an eine im Segment Rückversicherung Schaden/ Unfall ausgewiesene Gesellschaft übertragen wurde. Da die Managementverantwortung für das betroffene Geschäft beim Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit lag und weiterhin liegt, wird der Versicherungsbestand nunmehr in diesem Segment ausgewiesen und die Vorjahreszahlen werden entsprechend angepasst. Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von StandardsMunich Re beabsichtigt, sofern nicht anders angegeben, alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden. Die jeweiligen Zeitpunkte für die verpflichtende Erstanwendung sind bei den im Folgenden aufgeführten neuen Standards angegeben. Mit IFRS 9 (07/2014), Finanzinstrumente, werden die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten abgelöst. Danach richtet sich die Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte künftig nach den vertraglichen Zahlungsströmen und dem Geschäftsmodell, dem der Vermögenswert zugeordnet wird. Dementsprechend erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen. Für finanzielle Verbindlichkeiten ändern sich die Bewertungsvorschriften nicht, mit der Ausnahme, dass bei einer freiwilligen Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Option) Wertänderungen aufgrund der Änderung der Bonität des Unternehmens künftig erfolgsneutral zu erfassen sind. Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Verluste" (Expected Loss Model) vor, bei dem -anders als im bisherigen "Modell der eingetretenen Verluste" (Incurred Loss Model) des IAS 39 -erwartete Verluste bereits vor deren Eintritt antizipiert und bilanziell als Aufwand berücksichtigt werden müssen. Dabei gibt es nur noch ein Modell für die Erfassung von Wertminderungen, das einheitlich für alle finanziellen Vermögenswerte, die unter die Impairmentvorschriften des IFRS 9 fallen, anzuwenden ist. Das bilanzielle Hedge Accounting nach IFRS 9 ist stärker am Risikomanagement eines Unternehmens ausgerichtet als die bisherigen Regelungen des IAS 39. Einher gehen die Vorschriften des IFRS 9 mit umfangreichen zusätzlichen Angabepflichten im Anhang, die in IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, übernommen wurden. Die Regelungen sind grundsätzlich verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Zu der von uns in Anspruch genommenen Option zur Verschiebung der erstmaligen Anwendung dieser neuen Regelungen siehe unter Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen. Aufgrund der großen Bedeutung dieses Standards für Munich Re setzten wir bereits kurz nach Veröffentlichung des IFRS 9 ein konzernweites Projekt auf, in dem die Regelungen im Detail analysiert wurden und aktuell die erforderlichen Implementierungsschritte vorangetrieben werden. Im Oktober 2017 hat der IASB eine Änderung zu IFRS 9 (rev. 10/2017), Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung, veröffentlicht. Über diese Änderung erfolgt eine Klarstellung, wie bestimmte Finanzinstrumente mit Vorfälligkeitsregelungen nach IFRS 9 zu klassifizieren und damit zu bewerten sind. Diese Änderung ist grundsätzlich ab 2019 anzuwenden und wird von Munich Re im Rahmen des Gesamtprojekts zu IFRS 9 berücksichtigt. Mit IFRS 16 (01/2016), Leasingverhältnisse, werden insbesondere die Bilanzierungsvorschriften für den Leasingnehmer neu geregelt. IFRS 16 führt ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Gemäß dem neuen Standard hat der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht sowie eine Verpflichtung aus dem Leasingverhältnis zu erfassen. Die Bilanzierungsvorschriften für den Leasinggeber bleiben weitestgehend unverändert. Munich Re wird den Standard ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung zum 1. Januar 2019 anwenden. Künftig werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Operating-Leasingverhältnissen für Grundstücke, Büroräume sowie Fuhrpark bilanziell erfasst. Die bisherigen Leasingaufwendungen werden durch einen Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Bislang erfassen wir die Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen linear über die Leasinglaufzeit. Durch die Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert werden auch künftig Aufwendungen aus Leasingzahlungen linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Bestimmung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten sind Annahmen und Schätzungen erforderlich. Dies gilt insbesondere bei der Ermittlung des Zinssatzes, Bestimmung der Vertragslaufzeiten sowie für die Beurteilung von Kündigungs-/Verlängerungsoptionen. Beim Übergang auf IFRS 16 werden wir die modifiziert retrospektive Methode anwenden. Vergleichsinformationen für das Jahr vor der erstmaligen Anwendung werden nicht rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2019 werden die Nutzungsrechte zum Betrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um etwaige vorausbezahlte bzw. aufgelaufene Leasingaufwendungen, bewertet. Daneben werden wir von der Ausnahmeregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2018 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen für unkündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) 438 (409) Millionen €, siehe Erläuterungen unter Sonstige Angaben - (50) Leasing. Wir erwarten durch die Neuregelungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Munich Re. Mit IFRS 17 (05/2017), Versicherungsverträge, hat der IASB erstmals einen Standard veröffentlicht, der den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Versicherungsverträgen vollumfänglich regelt; zusätzlich werden umfangreiche neue Angaben im Anhang gefordert. Dieser neue Standard wird IFRS 4, Versicherungsverträge, ersetzen. IFRS 17 ist anzuwenden für alle Erstversicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Die Bewertungsvorschriften basieren grundsätzlich auf einem sogenannten Bausteinansatz, der sich aus einem Erfüllungswert (abgezinsten erwarteten künftigen Zahlungsströmen sowie einer expliziten Risikomarge) und einer vertraglichen Servicemarge zusammensetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist insbesondere für kurzlaufende Verträge ein vereinfachter Bewertungsansatz zulässig. Für bestimmte Erstversicherungsverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung sowie für die passive Rückversicherung ist das generelle Bewertungsmodell in jeweils angepasster Form anzuwenden, um den Besonderheiten dieses Geschäfts Rechnung zu tragen. Die Bewertung erfolgt nicht auf Ebene des einzelnen Vertrags, sondern auf Basis von Portfolios, die weiter in vorgegebene Gruppen zu untergliedern sind. Dabei sind weitgehend alle Zahlungsströme zu berücksichtigen, die aus dem Abschluss von Versicherungsverträgen resultieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bestimmte Posten, die derzeit in unserem Abschluss gesondert ausgewiesen werden, künftig entfallen werden. Neu ist auch die klar vorgegebene Unterscheidung in der Gewinn- und Verlustrechnung zwischen dem in IFRS 17 genau definierten versicherungstechnischen Ergebnis, das sich aus dem versicherungstechnischen Umsatz und den versicherungstechnischen Aufwendungen zusammensetzt, und den versicherungstechnischen Finanzerträgen bzw. -aufwendungen. Der versicherungstechnische Umsatz ist so definiert, dass eine Vergleichbarkeit mit der Umsatzgröße anderer Branchen erreicht werden soll und insbesondere keine Sparbeiträge als Ergebnisbestandteil ausgewiesen werden dürfen. Gleichzeitig erfordert diese neue Definition ein grundlegendes Umdenken gegenüber unserer heute ausgewiesenen Umsatzgröße, welche die gesamten Beiträge umfasst. Für die Erfassung von Wertänderungen aufgrund von Änderungen finanzieller Parameter enthält IFRS 17 ein Wahlrecht, diese entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Dieses Wahlrecht kann auf Ebene einzelner Portfolios ausgeübt werden. Die neuen Vorschriften erfordern die Angabe detaillierter Überleitungsrechnungen für Veränderungen der einzelnen Bewertungsbausteine, da unter IFRS 17 die Bewertung des Versicherungsgeschäfts auf Modellen basiert, in die auch nicht beobachtbare Parameter eingehen. Die Angaben zu Risiken aus Versicherungsverträgen bleiben weitgehend unverändert. IFRS 17 wird die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und die damit verbundenen Prozesse grundlegend verändern. Da die erforderlichen Anpassungen sehr aufwendig sein werden, hatten wir frühzeitig mit deren detaillierter Analyse begonnen. Bereits kurz nach Veröffentlichung der neuen Vorschriften haben wir ein Implementierungsprojekt aufgesetzt, in welches von Beginn an alle wichtigen Bereiche unserer Rück- und Erstversicherungsgruppe involviert wurden. Dadurch stellen wir frühzeitig sicher, dass alle Besonderheiten der einzelnen Versicherungssparten berücksichtigt werden. IFRS 17 ist erstmalig verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Aufgrund der Komplexität der Regelungen und des hohen Aufwands, der erforderlich ist, um diese zu implementieren, wird derzeit diskutiert, ob dieser Zeitpunkt verschoben werden soll. Der IASB hat dazu im November 2018 vorläufig entschieden, die verpflichtende Erstanwendung dieses Standards um ein Jahr auf den 1. Januar 2022 zu verschieben. Gleichzeitig würde dann auch die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 für diejenigen Versicherungsunternehmen, die diesen Standard noch nicht anwenden, um ein weiteres Jahr auf 2022 verschoben. Zusätzlich werden bereits erste Änderungen an IFRS 17 diskutiert. Der für diese Entscheidungen erforderliche Änderungsstandard steht jedoch noch aus. Dieser wird voraussichtlich Ende des zweiten Halbjahres 2019 veröffentlicht. IFRS 9 und IFRS 16 wurden im November 2016 bzw. im Oktober 2017 in das europäische Recht übernommen, für IFRS 17 steht diese Übernahme noch aus. Zusätzlich hat der IASB Änderungen an folgenden Standards veröffentlicht, die mit Ausnahme der Änderung des IAS 28 sowie der IFRIC Interpretation 23 noch nicht in das europäische Recht übernommen wurden.
Die Änderungen sind 2019 bzw. 2020 verpflichtend anzuwenden, jedoch für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung. KonsolidierungKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss beziehen wir die Münchener Rück AG und alle Unternehmen ein, die von der Münchener Rück AG direkt oder indirekt beherrscht werden (Tochterunternehmen). Bei der großen Mehrzahl der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen hält die Münchener Rück AG direkt oder indirekt alle bzw. die eindeutige Mehrheit der Stimmrechte. Eine kleine Anzahl von Unternehmen beziehen wir aufgrund der Berücksichtigung vertraglicher Rechte, die zu Bestimmungsmacht über die relevanten Geschäftsaktivitäten führen, in unseren Konsolidierungskreis ein. Bei der Beurteilung der Einbeziehungspflicht von Anteilen an Investmentfonds berücksichtigen wir insbesondere den Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagers, Abberufungsrechte bzw. die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds. Dabei liegt teilweise eine Beherrschung vor, obwohl die Anteilsquote geringer als 50% ist. Bei der Beurteilung von strukturierten Unternehmen konzentrieren wir unsere Analyse auf die Entscheidungen, die in der jeweiligen Einheit noch zu treffen sind, und auf die Agentenverhältnisse zwischen den Beteiligten. Bei den strukturierten Unternehmen, die wir zur Emission von Katastrophenanleihen gründen, betrachten wir vor allem unser Verhältnis zum Treuhänder und unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme auf dessen Entscheidungen. In der Regel beherrschen wir das strukturierte Unternehmen auch dann nicht, wenn wir selbst Anleihen halten. Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 gemäß § 313 Abs. 2 HGB. Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe dargestellt: Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschungscroll
Übernommenes Nettovermögenscroll
Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschungscroll
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Unternehmenszusammenschlüsse des GeschäftsjahresAm 11. Juli 2018 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft ERGO Group AG, Düsseldorf, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Atena Uslugi Informatyczne i Finansowe S.A. (Atena), Sopot, Polen. Atena bietet innovative Softwareprodukte speziell für den Versicherungssektor an und ist ein führendes IT-Dienstleistungsunternehmen im polnischen Markt. Atena ist für die Mitarbeit in gruppenweiten IT-Projekten vorgesehen. Am 30. August 2018 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Windparkgesellschaft Eolus Vindpark Sex AB, Hässleholm, Schweden, von Eolus Vindpark Fem AB, Hässleholm, Schweden. Eolus Vindpark Sex AB wurde direkt nach der Transaktion in Wind Farm Jenasen AB umbenannt. Diese betreibt einen fertiggestellten und an das Stromnetz angeschlossenen Windpark mit einer installierten Leistung von 79 Megawatt. Der Kaufpreis für die Windparkgesellschaft betrug 106,3 Millionen € und wurde aus liquiden Mitteln bezahlt. Wind Farm Jenasen hat in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 31. Dezember 2018 mit Umsatzerlösen in Höhe von 4,6 Millionen € und einem Nettogewinn in Höhe von 1,3 Millionen € zum Konzernergebnis beigetragen. Da der Windpark erst kurz vor dem Unternehmenszusammenschluss fertiggestellt wurde, ist keine Angabe zu den Erlösen sowie zum Ergebnisbeitrag, falls der Unternehmenszusammenschluss am 1. Januar 2018 erfolgt wäre, möglich. Der Unternehmenserwerb ist Teil unserer Investitionsstrategie in Infrastruktur. Am 25. Oktober 2018 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft HSB Group Inc., Wilmington, Delaware, USA, zusätzliche 83,7% stimmberechtigte Anteile an der Relayr Inc., Wilmington, Delaware, USA (Relayr). Hierdurch erhöhte Munich Re ihre Anteile auf insgesamt 100% und erlangte so die Beherrschung über Relayr und deren Tochterunternehmen, an denen diese wiederum 100% hält: Relayr GmbH, Pullach i. Isartal, Deutschland Relayr Ltd. , Watford, Großbritannien Proximetry LLC, Delaware, USA Proximetry Poland Sp. z.o.o., Katowice, Polen Neokami Inc., Delaware, USA Neokami GmbH, München, Deutschland Der Kaufpreis betrug 241,4 Millionen € und wurde aus liquiden Mitteln beglichen. Relayr ist eine Internet-of-Things-(IoT-)Gesellschaft. Sie bietet gewerblichen und industriellen Kunden aus verschiedenen Branchen IoT-Lösungen, die Soft- und Hardware sowie professionelle Services beinhalten. Durch die Investition stärkt Munich Re ihre Aktivitäten im Bereich IoT, mit denen die Gruppe im Jahr 2014 begonnen hat. Diese Aktivitäten beinhalten die Entwicklung eigener Lösungen, den Erwerb von IoT-Technologieanbietern sowie Partnerschaften mit führenden IoT-Akteuren. Der beizulegende Zeitwert des von Munich Re gehaltenen Eigenkapitalanteils an Relayr unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt betrug 46,8 Millionen €. Aus der Neubewertung dieses Anteils wurde ein Gewinn von 25,9 Millionen € in den Erträgen aus Kapitalanlagen erfasst. Aus der Transaktion resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 220,2 Millionen €. Dieser basiert im Wesentlichen auf speziellem Fachwissen der Mitarbeiter von Relayr sowie auf erwarteten Synergien mit anderen IoT-Produktangeboten der Gruppe. Im Rahmen des Erwerbs wurden Vereinbarungen über Vergütungen abgeschlossen. Diese betreffen zukünftige Leistungen an bisherige Anteilseigner, die nach dem Erwerb weiterhin bei Relayr angestellt sind. Die Vergütungsverpflichtungen werden als sonstige Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Relayr hat in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 31. Dezember 2018 mit Umsatzerlösen in Höhe von 0,5 Millionen € und einem Nettoverlust in Höhe von 4,0 Millionen € zum Konzernergebnis beigetragen. Wäre der Erwerb bereits am 1. Januar 2018 erfolgt, hätte Relayr mit Umsatzerlösen von 2,2 Millionen € und mit einem negativen Ergebnis von 21,7 Millionen € zum Konzernergebnis beigetragen. Am 12. Dezember 2018 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften FS San Augustine LLC, Wilmington, Delaware, USA, und FS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware, USA, 91.000 Hektar Forstflächen in Texas und Louisiana von einem institutionellen Investor und schloss einen Bewirtschaftungsvertrag mit einer Timberland Management Organisation (TIMO) ab. Die Wälder werden von dieser TIMO professionell und nachhaltig bewirtschaftet, um durch Holzschlag und planmäßige Aufforstung langfristige Zahlungszuflüsse für Munich Re zu sichern. Der vorläufige Kaufpreis der Forstflächen beträgt insgesamt 389,1 Millionen €, davon 197,4 Millionen € für FS San Augustine LLC und 191,7 Millionen € für FS Louisiana II LLC. Dieser wurde aus liquiden Mitteln beglichen. Umsatzerlöse sowie der Beitrag zum Konzernergebnis waren für den Zeitraum vom 12. Dezember 2018 bis zum Bilanzstichtag von untergeordneter Bedeutung. Wäre der Erwerb bereits am 1. Januar 2018 erfolgt, hätte Munich Re für die Bewirtschaftung der Forstflächen Umsatzerlöse von 15 Millionen € sowie einen Beitrag zum Ergebnis von 8 Millionen € erzielt. Am 27. Dezember 2018 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften Ergo Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Ergo Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf, und Ergo Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Solarparkgesellschaft FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L., Barcelona, Spanien. Der vorläufige Kaufpreis betrug 128,0 Millionen € und wurde aus liquiden Mitteln beglichen. Davon steht noch eine Zahlung von 2,5 Millionen € aus, die bei Inbetriebnahme des Solarparks geleistet wird. Aus den Vertragsverhandlungen resultierte ein negativer Unterschiedsbetrag von 3,3 Millionen €, welcher ertragswirksam im Konzernergebnis erfasst wurde. Für den Zeitraum vom 27. Dezember 2018 bis zum Bilanzstichtag wurden keine Umsatzerlöse und kein Beitrag zum Konzernergebnis erfasst. Da der Solarpark erst 2019 in Betrieb genommen werden wird, ist eine Angabe zu Umsatzerlösen sowie zum Konzernergebnis, falls der Unternehmenszusammenschluss am 1. Januar 2018 erfolgt wäre, nicht möglich. Die Gesamtleistung des fertiggestellten Solarparks wird rund 175 Megawatt Peak betragen. Der Unternehmenserwerb ist Teil unserer Investitionsstrategie in Infrastruktur. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt sind aus obiger Tabelle ersichtlich. Beim Erwerb der Forstflächen über FS San Augustine LLC und FS Louisiana II LLC sowie beim Erwerb von FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L. handelt es sich um vorläufige beizulegende Zeitwerte. Beizulegende Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunktscroll
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Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Transaktion erworbenen Forderungen entspricht
weitgehend dem Buchwert. Zum Erwerbszeitpunkt werden keine wesentlichen Forderungsausfälle
erwartet. Assoziierte Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenUnternehmen und Spezialfonds gelten als assoziierte Unternehmen, wenn wir deren Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen können. Hiervon gehen wir regelmäßig aus, wenn wir Stimmrechte oder vergleichbare Rechte von 20% bis 50% halten, es sei denn, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens bzw. Spezialfonds ist weitestgehend vorbestimmt. Unternehmen und Spezialfonds gelten als Gemeinschaftsunternehmen, wenn wir deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmen können und wir lediglich Rechte an deren Nettovermögen besitzen. Gemeinschaftliche TätigkeitEine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmt werden können und diese Parteien, aufgrund der Rechtsform der gemeinschaftlichen Tätigkeit, vertraglicher Regelungen oder sonstiger Umstände, anstelle von Rechten am Nettovermögen Rechte an den Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für die Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit haben. Unseren Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von gemeinschaftlichen Tätigkeiten, an welchen wir gemeinschaftliche Führung haben, bilanzieren wir gemäß den jeweils einschlägigen IFRS. Strukturierte UnternehmenStrukturierte Unternehmen sind Einheiten, die derart ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich Stimmrechte nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Geschäftsaktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Munich Re hält Anteile an konsolidierten und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen gliedert Munich Re in Abhängigkeit von der Art des strukturierten Unternehmens in Investmentfonds und Verbriefungsgesellschaften. Investmentfonds Zu unterscheiden sind Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage von Munich Re erfolgen, und Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage für Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen getätigt werden. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können. Einige der Investmentfonds werden von der MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH verwaltet, andere von konzernfremden Fondsmanagern. Zudem weisen wir unter den Investmentfonds alle Anlagen in Infrastruktur, Forst sowie in Private Equity und sonstige Kapitalanlagen aus. Verbriefungsgesellschaften Munich Re investiert in forderungsbesicherte Wertpapiere, die von Verbriefungsgesellschaften begeben werden, die Munich Re nicht selbst gegründet hat. Zudem nutzt Munich Re Verbriefungsgesellschaften zur Emission von Katastrophenanleihen und investiert in Katastrophenanleihen Dritter. Die Verbriefungsgesellschaften finanzieren sich durch Ausgabe der Wertpapiere. Zum Schutz des eigenen Portfolios nutzt Munich Re neben der traditionellen Retrozession den alternativen Risikotransfer. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Verbriefungsgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert. Darüber hinaus tritt Munich Re als Investor auf dem Gebiet von Katastrophenrisiken auf. Munich Re investiert unter anderem in verschiedene Wertpapiere, deren Rückzahlung und Verzinsung in der Regel an das Eintreten von Naturkatastrophen gekoppelt ist. Die Wertpapiere werden von Verbriefungsgesellschaften emittiert, die Munich Re grundsätzlich nicht selbst gründet. Größe der strukturierten Unternehmen Für Investmentfonds einschließlich der Anlagen in Infrastruktur, Forst und Private Equity und sonstige Kapitalanlagen sowie Investmentfonds für die fondsgebundene Lebensversicherung gibt der Bilanzwert Auskunft über die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei forderungsbesicherten Wertpapieren und der Verbriefung von Versicherungsrisiken wird das Emissionsvolumen (Nennwert) als Indikator für die Bewertung der Größe der strukturierten Unternehmen herangezogen. Die ausgewiesene Größe bezieht sich sowohl auf das Emissionsvolumen der von Munich Re selbst aufgelegten Verbriefungsgesellschaften als auch auf das Emissionsvolumen derjenigen Verbriefungsgesellschaften, in die Munich Re investiert ist. Maximales Verlustrisiko Das maximale Verlustrisiko entspricht, mit Ausnahme der Investmentfonds für die Kapitalanlage aus fondsgebundenen Lebensversicherungen, dem ausgewiesenen Bilanzwert der jeweiligen Posten der Aktivseite bzw. null für die Posten der Passivseite. Somit besteht für die Posten der Aktivseite in der Regel kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert der Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen und dem maximalen Verlustrisiko. Grundsätzlich entspricht das maximale Verlustrisiko bei Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung ebenfalls dem Bilanzwert der Anteile. Die Kapitalanlage erfolgt jedoch auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers. Verwaltetes Fondsvermögen Die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH verwaltet auch Investmentfonds für Privatkunden und institutionelle Anleger, für die sie Verwaltungsvergütungen erhält. Die Verwaltungsvergütungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das maximale Verlustrisiko stellt den Verlust der zukünftigen Verwaltungsvergütungen dar. Für die Fondsverwaltung wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 42 (41) Millionen € erzielt. Die Höhe des verwalteten Fondsvermögens gibt Auskunft über die Größe der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2018 umfasste das verwaltete Fondsvermögen 3.815 (4.239) Millionen €. Zum Teil ist Munich Re auch selbst mit einem geringen Anteil in diese Fonds investiert. Förderung nicht konsolidierter strukturierter Unternehmen Munich Re erbringt Strukturierungs- und Beratungsleistungen für Kunden im Rahmen der Gründung und Strukturierung von Verbriefungsgesellschaften. Munich Re hält zum 31. Dezember 2018 keine Anteile an diesen strukturierten Unternehmen. Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmenscroll
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Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmenscroll
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Aktivseite A Immaterielle VermögenswerteGeschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden planmäßig mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir zusätzlich außerplanmäßige Prüfungen durch. Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien der Unternehmenszusammenschlüsse Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit, welcher ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rückversicherung sind den Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung dem Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie den legalen Einheiten. Als signifikant betrachten wir Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend erworbene Versicherungsbestände und Softwarebestände. Die erworbenen Versicherungsbestände setzen wir bei Erwerb mit dem Bestandsbarwert (PVFP - Present Value of Future Profits) an. Dieser bestimmt sich als der Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt entsprechend der Realisierung der Überschüsse aus den Versicherungsbeständen, die der PVFP-Berechnung zugrunde liegen. Die erworbenen Versicherungsbestände werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Die Abschreibungen weisen wir unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb aus. Softwarebestände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf das Ergebnis aus Kapitalanlagen, auf die Leistungen an Kunden und auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verteilt. Wenn keine Zuordnung auf die Funktionsbereiche möglich ist, werden sie im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen. Sofern erforderlich, werden die Bestände außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. B KapitalanlagenGrundstücke und Bauten in den Kapitalanlagen betreffen fremdgenutzte Objekte. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Unterhaltskosten erfassen wir als Aufwand. Bauliche Maßnahmen werden grundsätzlich ab 5% der bisherigen historischen Gebäudeanschaffungs-/herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen überwiegend zwischen 40 und 57 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir regelmäßig mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts weisen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus. Für den Konzernabschluss wesentliche Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode, das heißt mit unserem Anteil an deren Eigenkapital. Dabei ist unser Anteil am Jahresergebnis im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmens entnommen. Bei Abschlüssen bedeutender assoziierter bzw. Gemeinschaftsunternehmen werden angemessene Anpassungen an unsere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen und außerordentliche Sachverhalte phasengleich berücksichtigt. Darlehen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Abschreibungen nehmen wir vor, wenn mit der Rückzahlung eines Darlehens nicht mehr zu rechnen ist. Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen werden, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern und der Beträge, die bei Lebens- und Krankenversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Handelsbestände umfassen insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen. Bei den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, handelt es sich um strukturierte Wertpapiere sowie um Papiere, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, um Bilanzierungsinkongruenzen zu vermeiden. Zudem erfolgt die Steuerung eines Portfolios von Darlehen auf Basis des Fair Values des Gesamtportfolios, weshalb dieses ebenfalls als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert wurde. Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Wir bilanzieren sie mit dem Nominalbetrag. Die sonstigen Kapitalanlagen beinhalten Einlagen bei Kreditinstituten, Anlagen in erneuerbare Energien, physisches Gold sowie Investitionen in Forst (Forstinvestments). Mit Ausnahme der Forstinvestments werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für Einlagen bei Kreditinstituten wenden wir die Effektivzinsmethode an. Anlagen in erneuerbare Energien werden linear über eine Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren, mehrheitlich jedoch über 20 Jahre, planmäßig abgeschrieben. Der jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung folgen bei Bedarf außerplanmäßige Ab- oder Zuschreibungen. Ist der erzielbare Betrag des physischen Golds geringer als der Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Analog schreiben wir erfolgswirksam maximal bis zu den Anschaffungskosten zu. Die Forstinvestments fallen in die Kategorie der biologischen Vermögenswerte und beinhalten stehendes Holz. Sie werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Pensionsgeschäfte und WertpapierleiheIm Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer gegen Zahlung eines Betrags Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr ist in Höhe des gezahlten Betrags eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den sonstigen Kapitalanlagen, Einlagen bei Kreditinstituten, auszuweisen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen. Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Bilanz aus, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben. Von uns entliehene Wertpapiere zeigen wir folglich nicht in der Bilanz. Gebühren aus der Wertpapierleihe werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst. Ansatz von FinanzinstrumentenWir erfassen finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag. Ermittlung der beizulegenden ZeitwerteIFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Alle Kapitalanlagen und übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche Kapitalanlagen und übrige Posten, deren beizulegender Zeitwert lediglich im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu, die drei Level für die Bewertung vorsieht. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Sofern Marktpreise vorliegen, stellen diese einen objektiven Maßstab für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert dar. Wenn die Bewertung auf Basis von Modellen erfolgt, besteht ein gewisser Spielraum bei der Anwendung solcher Verfahren. Dabei ist die Ermessensentscheidung von Munich Re umso größer, je mehr Parameter verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen. Erläuterungen zu den Bewertungsmodellen sowie zu den Bewertungsprozessen finden Sie unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten. Über einen internen Prozess stellen wir sicher, dass die Bewertungsbasis zu jedem Stichtag zu einer korrekten Zuordnung zu den Bewertungsleveln des IFRS 13 führt. Bei Level 1 handelt es sich um unbereinigte notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Wenn ein notierter Preis auf einem aktiven Markt verfügbar ist, ist dieser stets zu berücksichtigen. Wir haben dieser Hierarchiestufe überwiegend Aktien, Aktienfonds sowie börsengehandelte Derivate und börsengehandelte nachrangige Verbindlichkeiten zugeordnet. Bei den Vermögenswerten, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Sofern das Instrument eine festgelegte Vertragslaufzeit besitzt, müssen die für die Bewertung verwendeten Parameter über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Außerdem ordnen wir diesem Level solche Vermögenswerte zu, für die Preise von Preisanbietern zur Verfügung gestellt werden, aber nicht nachweisbar ist, dass diese auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Im Wesentlichen haben wir dieser Hierarchiestufe Inhaberschuldverschreibungen und Rentenfonds, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere, nicht börsengehandelte Derivate sowie physisches Gas zugeordnet. Bei Vermögenswerten, die Level 3 zugeordnet werden, verwenden wir Bewertungsmethoden, die auch auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basieren. Dies ist nur zulässig, sofern keine beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Einflussgrößen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten verfügbaren Informationen, einschließlich unternehmensinterner Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um Grundstücke und Gebäude sowie Immobilienfonds und Fonds, die vorrangig in Instrumente investieren, die theoretisch bewertet werden, um Investitionen in Infrastruktur und in Private Equity, um bestimmte Kreditstrukturen und um Anteile an verbundenen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Auch die Versicherungsderivate ordnen wir Level 3 zu. Für Darlehen sowie Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanztransaktionen und passivische Anleihen, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, entscheiden wir im Einzelfall, welchem Level der Bewertungshierarchie die vorliegenden Zeitwerte entsprechen. Veränderungen einzelner Parameter können aufgrund ihrer Hebelwirkung den ausgewiesenen Zeitwert der nach Level 3 bewerteten Instrumente erheblich beeinflussen. Wenn wir im Einzelfall derartige Anpassungen bei der Bewertung vornehmen, erläutern wir die daraus resultierenden Auswirkungen. Nettoergebnis aus KapitalanlagenDas Nettoergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode. Das heißt, eventuell vorhandene Agien oder Disagien werden ergebniswirksam über die Laufzeit verteilt. Wertminderungen (Impairment)Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten und Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Da für die Erfassung von Wertminderungen sowohl dem Grunde nach als auch der Höhe nach Ermessensentscheidungen zu treffen sind, haben wir hierzu einen Prozess etabliert, der gewährleistet, dass zu jedem Stichtag alle Kapitalanlagen, bei denen eine Wertminderung vorliegen könnte, identifiziert und einem Impairmenttest unterzogen werden. Auf Basis dieser Testergebnisse wird zunächst eine Vorschlagsliste von Kapitalanlagen, für die eine Wertminderung zu erfassen ist, erstellt, die dann einer nochmaligen Verifizierung unter Einbeziehung des Managements unterzogen wird. IAS 39.59 enthält eine Liste mit Hinweisen auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen werden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gehen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert im Betrachtungszeitpunkt mindestens 20% oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen liegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen werden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen. Wir ermitteln die Anschaffungskosten auf Basis der durchschnittlichen Gesellschaftseinstandskurse. Die Abschreibung erfolgt bei Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag und wird erfolgswirksam erfasst. C Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugKapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen bilanzieren wir zum Marktwert. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug berücksichtigt. Ihnen stehen Veränderungen der entsprechenden versicherungstechnischen Rückstellungen (siehe Passivseite - D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)) in gleicher Höhe gegenüber, die in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen werden. Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden nicht für das Asset-Liability-Management eingesetzt. Dazu gehören Versicherungsderivate, Derivate zur Absicherung von Variable Annuities, Wetter- und Rohstoffderivate sowie physisches Gas. Versicherungsderivate umfassen die in Variable Annuities eingebetteten Derivate, die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen und aus Verbriefungen von Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken, individuell ausgestaltete Derivate auf Versicherungsrisiken sowie die derivativen Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Zu den Versicherungsderivaten gehören auch die in derivativer Form abgeschlossenen Retrozessionen, die der Absicherung übernommener Versicherungsrisiken dienen. Unter Versicherungsrisiken verstehen wir solche Risiken, die in modifizierter Form auch durch einen Versicherungsvertrag im Sinne des IFRS 4 übernommen werden können. Die sonstigen Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei wir Wertveränderungen erfolgswirksam erfassen. Bei physischem Gas ist der beizulegende Zeitwert um die geschätzten Verkaufskosten zu reduzieren. Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugDas Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug entspricht in seiner Zusammensetzung dem Nettoergebnis aus Kapitalanlagen. D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDie Anteile unserer Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ermitteln wir gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den jeweiligen versicherungstechnischen Rückstellungen; siehe Passivseite -C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Bonitätsrisiken werden berücksichtigt. E ForderungenWir setzen die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Die Werthaltigkeitsprüfung unserer Forderungen erfolgt in einem zweistufigen Prozess zunächst auf Ebene einzelner Posten und zusätzlich auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Entfallen die Gründe für die Abschreibung, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor. Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. F Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandDie Zahlungsmittelbestände weisen wir mit ihrem Nennwert aus. G Aktivierte AbschlusskostenIn den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die unmittelbar bei Abschluss oder Verlängerung von Versicherungsverträgen anfallen. In Übereinstimmung mit IFRS 4 wenden wir für die aktivierten Abschlusskosten des Lebenserstversicherungsgeschäfts kein Shadow Accounting an. In der Lebensversicherung sowie der langfristigen Krankenerstversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Bei der Bestimmung des Abschreibungsbetrags berücksichtigen wir eine rechnungsmäßige Verzinsung sowie eine Bestandsveränderung durch den Abgang von Verträgen. In der Schaden- und Unfallversicherung, der kurzfristigen Krankenerstversicherung sowie der Krankenrückversicherung schreiben wir die aktivierten Abschlusskosten linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren ab. H Aktive SteuerabgrenzungAktive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden erfasst, soweit aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung eine Verwertung mit ausreichender Sicherheit zu erwarten ist. Dabei wird ein in der Regel fünfjähriger Prognosezeitraum betrachtet. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Änderungen des Steuersatzes und der Steuergesetze, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, beachten wir. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen, sofern sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen. Die Saldierung wird dabei insoweit vorgenommen, als für die zugrunde liegenden Steuerforderungen und -verbindlichkeiten eine Aufrechnung grundsätzlich möglich ist. I Übrige AktivaÜbrige Aktiva bilanzieren wir grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen erfolgen überwiegend linear, wobei die zugrunde gelegte Nutzungsdauer im Durchschnitt 55 Jahre beträgt. Sofern erforderlich, werden die eigengenutzten Grundstücke und Bauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Abschreibungen und Zuschreibungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt. J Zur Veräußerung bestimmte VermögenswerteBei den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Der Posten kann einzelne Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten enthalten. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte bilanzieren wir mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Sie werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert, es ändert sich lediglich der Ausweis. PassivseiteA EigenkapitalDer Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen weisen wir die Gewinne aus, die Konzernunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zu Munich Re erzielt und nicht ausgeschüttet haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst. Die Gewinnrücklagen enthalten außerdem Effekte aus Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungszusagen. Eigene Aktien werden vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung dieser Aktien erfolgt erfolgsneutral innerhalb der Eigenkapitalposten. In den übrigen Rücklagen berücksichtigen wir vor allem unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von jederzeit veräußerbaren sonstigen Wertpapieren zu beizulegenden Zeitwerten, aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die wir nicht nach der Equity-Methode bewerten. Weiterhin werden hier die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter und Gemeinschaftsunternehmen und die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen ausgewiesen, ebenso das Bewertungsergebnis aus der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). B Nachrangige VerbindlichkeitenNachrangige Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die im Liquidations- oder Insolvenzfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden dürfen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, das heißt vor Abzug des Anteils, der auf unsere Rückversicherer entfällt; siehe Aktivseite - D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Abschlusskosten aus Versicherungsverträgen aktivieren wir und verteilen sie über die Laufzeit der Verträge; siehe Aktivseite - G Aktivierte Abschlusskosten. Grundlage für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen sind die Standards FAS 60 (Lebenserstversicherung ohne erfolgsabhängige Überschussbeteiligung, Krankenerstversicherung sowie der überwiegende Teil der Rückversicherungsverträge), FAS 97 (Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Lebensrückversicherung für übernommene Verträge nach FAS 97) und FAS 120 (Lebenserstversicherung mit erfolgsabhängiger Überschussbeteiligung) der US GAAP. Kreditversicherungen werden nach den Vorschriften des IFRS 4 bilanziert. Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Beiträge werden in der Erstversicherung für jeden Versicherungsvertrag taggenau abgegrenzt; in der Rückversicherung verwenden wir zum Teil Pauschalsätze, soweit die Daten nicht vorliegen, die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlich sind. Die Bildung von Beitragsüberträgen ist auf kurzfristiges Versicherungsgeschäft beschränkt. Dies betrifft die Schadenversicherung sowie Teile der Unfall- und Krankenversicherung. Bei langfristigem Geschäft wird eine Deckungsrückstellung gebildet. Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. Dies betrifft die Lebensversicherung sowie Teile der Kranken- und der Unfallversicherung, soweit das Geschäft nach Art des Lebensversicherungsgeschäfts betrieben wird. Bewertet wird in der Regel nach der prospektiven Methode, indem die Differenz der Barwerte der zukünftigen Leistungen und der zukünftigen Beiträge gebildet wird. In die Berechnung gehen biometrische Rechnungsgrundlagen ein, insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidisierung und Morbidität, sowie Annahmen zur Kapitalanlageverzinsung, zum Storno und zu Kosten. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen adäquate Sicherheitsmargen, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigen. In der Rückversicherung erfolgt die Bewertung teilweise individuell für jedes Einzelrisiko und teilweise kollektiv für rückgedeckte Bestände. Dafür werden biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, die auf Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen basieren. Sie werden für den jeweiligen rückversicherten Bestand an die beobachteten Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt eines Versicherungsfalls angepasst. Zinssätze werden so gewählt, dass sie die bestmögliche Schätzung der erwarteten Kapitalerträge widerspiegeln, abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Für den Großteil des Bestands werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und über die Laufzeit nicht verändert. In der Erstversicherung wird in der Regel jedes Risiko individuell bewertet. In der deutschen Lebenserstversicherung werden biometrische Rechnungsgrundlagen auf der Basis der Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. verwendet. Im übrigen Erstversicherungsgeschäft kommen hauptsächlich die Tafeln der nationalen Aktuarvereinigungen zum Einsatz. Diskontiert wird in der Lebenserstversicherung mit einem Rechnungszins, der durch den jeweiligen aufsichtsrechtlichen Höchstrechnungszins begrenzt ist. In der Krankenerstversicherung werden Zinssätze so gewählt, dass sie der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Kapitalerträge abzüglich eines Sicherheitsabschlags entsprechen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Bilanzstichtag gebildet für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellung betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die wir individuell bestimmte Rückstellungen bilden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, deren Eintritt noch nicht bekannt ist. Zudem werden Rückstellungen gebildet für bereits bekannte Versicherungsfälle, deren Ausmaß aber später umfangreicher ist, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwendungen für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren) berücksichtigt. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden überwiegend nicht abgezinst; Ausnahmen hiervon gelten bei einigen Rückstellungen für Berufsunfähigkeitsrenten, Renten in der Arbeiterunfallversicherung und in anderen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung. Munich Re verwendet bei der Bestimmung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle eine Reihe aktuarieller Projektionsmethoden. Sofern Bandbreiten existieren, wird innerhalb dieser ein realistischer Schätzwert für den Endschaden festgelegt. Bei der Anwendung der statistischen Verfahren betrachten wir Großschäden gesondert. Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten überwiegend die Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Erstversicherung und die Rückstellung für Gewinnanteile in der Rückversicherung. Erstere wird in der Lebens- und Krankenerstversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht unwiderruflich den einzelnen Verträgen zugeordnet sind. Diese Rückstellungen werden nach nationalen Vorschriften ausschließlich für das deutsche Erstversicherungsgeschäft gebildet; dabei verwenden wir in der Regel einen retrospektiven Ansatz auf der Grundlage aufsichtsrechtlicher oder einzelvertraglicher Regelungen. Daneben werden Rückstellungen gebildet für latente Beitragsrückerstattung für die auf Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und lokaler Rechnungslegung. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Quoten zur Überschussbeteiligung zugrunde gelegt. Für unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Kapitalanlagen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind), bilden wir die resultierende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral; ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam. AngemessenheitstestAlle versicherungstechnischen Rückstellungen werden in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 (Liability Adequacy Test) regelmäßig überprüft. Wenn aktuelle Erfahrungen zeigen, dass die auf der Grundlage der ursprünglichen Annahmen gebildeten Rückstellungen abzüglich der aktivierten Abschlusskosten und der Barwert der zugehörigen Beiträge nicht ausreichen, um die erwarteten zukünftigen Leistungen zu decken, passen wir die betroffenen versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgswirksam an und weisen dies in den Erläuterungen zur Konzernbilanz als außerplanmäßige Veränderungen aus; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte, Aktiva (13) Aktivierte Abschlusskosten und Passiva (21) Deckungsrückstellung. Die Angemessenheit der Beitragsüberträge sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überprüfen wir in Bezug auf den aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrag, die Angemessenheit der Deckungsrückstellung prüfen wir auf der Basis aktueller realistischer Schätzungen der Rechnungsgrundlagen, des anteiligen Ergebnisses aus Kapitalanlagen sowie (für überschussbeteiligte Verträge) der künftigen Überschussbeteiligung. D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)Dieser Posten umfasst die Deckungsrückstellung zu Lebenserstversicherungen, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (fondsgebundene Lebensversicherung). Der Wert der Deckungsrückstellung entspricht im Wesentlichen dem Marktwert der jeweiligen Kapitalanlagen, die unter Aktivseite - C Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug - Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen ausgewiesen werden. Die Veränderungen dieser Rückstellung werden vollständig im versicherungstechnischen Ergebnis berücksichtigt. Soweit sie auf unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Marktwertveränderungen der zugehörigen Kapitalanlagen beruhen, stehen diesen gegenläufige Veränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug gegenüber. E Andere RückstellungenDer Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die Beiträge, die das Unternehmen zur Finanzierung zu zahlen hat, sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual Trust Agreements in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), so sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch unter den sonstigen Forderungen auszuweisen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern es wird auch ihre zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung werden entsprechend den Gegebenheiten in den einzelnen Ländern festgelegt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Anleihen von Emittenten bester Bonität gelten (zum Beispiel Industrie- oder Staatsanleihen). Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs. Sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst. F VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten umfassen Anleihen, Depotverbindlichkeiten, laufende Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten bilanzieren wir grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Details zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt. Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. G Passive SteuerabgrenzungPassive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen); siehe Aktivseite -H Aktive Steuerabgrenzung. H Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten VermögenswertenIn diesem Posten sind Verbindlichkeiten ausgewiesen, die zusammen mit Veräußerungsgruppen übertragen werden sollen; siehe Aktivseite - J Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. WährungsumrechnungDie Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€). Unsere Tochterunternehmen erfassen Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung in deren jeweiliger Landeswährung überwiegend erfolgswirksam. Diese Differenzen werden im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen. Die so umgerechneten Nettovermögenswerte ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir sodann mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, Ergebnisse mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfasst. Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen lauten: Umrechnungskursescroll
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SegmentberichterstattungDie Basis für die Segmentierung unserer Geschäftstätigkeit bildet entsprechend dem "Management-Approach" die interne Steuerung von Munich Re. Wir haben fünf berichtspflichtige Segmente identifiziert:
Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet. Die IFRS-Ergebnisbeiträge sind Grundlage der Planung und Strategie aller Segmente. Daher ist das IFRS-Segmentergebnis die einheitliche Bemessungsgrundlage für die interne Steuerung. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Darlehen werden unkonsolidiert im Posten Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnis der jeweiligen Segmente ausgewiesen. Ansonsten erfolgt der Ausweis nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle und Beteiligungsverhältnisse. Segmentaktivascroll
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Segmentpassivascroll
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Segment-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Sonstige Segmentangabenscroll
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Erläuterungen zur Ermittlung der Schaden-Kosten-Quote1scroll
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Erläuterungen zur Schaden-Kosten-Quote finden Sie im Lagebericht unter Wichtige Steuerungsinstrumente. Langfristige Vermögenswerte nach Ländern1scroll
Investitionen in langfristige Vermögenswerte pro Segment1scroll
Gebuchte Bruttobeiträge1scroll
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Die Zuordnung der Beiträge erfolgt in der Regel nach dem Ort des versicherten Risikos. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva1 Geschäfts- oder FirmenwertEntwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertsscroll
Im Zuge der Neuordnung der Ressorts werden der Rückversicherung zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte nunmehr einheitlich auf Ebene der einzelnen Ressorts überwacht. Dadurch ergaben sich keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein signifikanter Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet wurde, basieren auf den folgenden Annahmen: scroll
Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf der Grundlage von ausschüttungsfähigen Planergebnissen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben. Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen zur Entwicklung der Beitragseinnahmen und der Schaden-Kosten-Quoten resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die wesentlichen Annahmen zur Entwicklung des Aktienmarkts und des Zinsniveaus werden auf der Grundlage des gegenwärtigen Marktumfelds festgelegt. Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Planergebnis auf Basis eines angepassten letzten Planjahres und unter Berücksichtigung von aus makroökonomischen Prognosen abgeleiteten Wachstumsraten und Kapitalanlagerenditen. Als Diskontsätze wurden mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensätze verwendet. Die Berechnungen erfolgten nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In der Tabelle wird für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Diskontsatz vor Steuern angegeben. Es wurden Sensitivitätsanalysen für die Diskontsätze, die Wachstumsraten und die ausschüttungsfähigen Planergebnisse durchgeführt. Dabei wurde kein Wertminderungsbedarf identifiziert. 2 Sonstige immaterielle VermögenswerteEntwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswertescroll
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Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit auf immaterielle Vermögenswerte bestehen in Höhe von 110 (115) Millionen €. 3 Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenEntwicklung der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstückenscroll
Der beizulegende Zeitwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt zum Bilanzstichtag 10.620 (7.865) Millionen €. Bewertungen führen für den von der Gruppe verwalteten Bestand grundsätzlich konzerninterne Gutachter und für den von Dritten verwalteten Bestand externe Gutachter durch. Die Grundstücke und Bauten sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der Nachhaltigkeit von Einnahme- und Ausgabeströmen unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Objektart und objektindividuellem Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 0,7% bis 3,9% und für Büro- und Geschäftsgebäude von 0,9% bis 5,5% verwendet. In den Zugängen sind insbesondere ein Büro- und Geschäftshaus in Washington D.C. sowie eine Gewerbeimmobilie in München enthalten. Die Zuschreibungen sind vor allem auf den Anstieg der Marktwerte von Immobilien aufgrund von aktualisierten Zeitwertannahmen zurückzuführen. Diese entfallen hauptsächlich auf die Segmente Rückversicherung Schaden/ Unfall mit 67 Millionen € sowie auf ERGO Leben/Gesundheit Deutschland mit 80 Millionen €. In den Umgliederungen weisen wir vor allem die Grundstücke und Bauten aus, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, sowie Umgliederungen von eigen- zu fremdgenutzten Grundstücken und Bauten. Für den Grundbesitz bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 1.000 (916) Millionen €. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 78 (239) Millionen €. 4 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von VermögenswertenAlle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche Vermögenswerte, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Leveln der Bewertungshierarchie finden Sie unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung unserer Vermögenswerte zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor. Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Modelle, anhand derer die beizulegenden Zeitwerte unserer Bestände ermittelt werden, sofern keine Marktpreise verfügbar sind: Bewertungsmethoden für Vermögenswertescroll
Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) werden Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Für die derivativen Bestandteile aus Katastrophenbonds basiert deren Bewertung auf den durch Broker zugelieferten Werten für die zugehörigen Anleihen, weshalb eine Quantifizierung der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter nicht möglich ist. Falls für individuell ausgestaltete Versicherungsderivate keine beobachtbaren Eingabeparameter zur Verfügung stehen, werden die Bewertungen mittels Barwertmethode anhand aktueller Zinsstrukturkurven und historischer Ereignisdaten vorgenommen. Aufgrund des geringen Volumens sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen unwesentlich. Die für die Bewertung von Variable Annuities zu berücksichtigenden Parameter werden entweder direkt aus Marktdaten abgeleitet, insbesondere Volatilitäten, Zinsstrukturkurven und Devisenkassakursen, oder sie werden von aktuariellen Daten abgeleitet, insbesondere biometrischen Raten und Stornoraten. Die verwendeten Stornoraten werden in Abhängigkeit vom spezifischen Versicherungsprodukt und von den aktuellen Kapitalmärkten dynamisch modelliert und liegen zwischen 0,5% und 50%. Verglichen mit den für die Ermittlung der Zeitwerte relevanten Marktrisikoparametern wären die Auswirkungen eines Anstiegs oder Rückgangs der Stornoraten auf den Zeitwert immateriell. Die Annahmen zur Sterblichkeit basieren auf den veröffentlichten Sterbetafeln, die im Hinblick auf die Zielmärkte und die Erwartungen der Aktuare angepasst werden. Der Einfluss dieser sowie weiterer nicht beobachtbarer Annahmen ist nicht materiell. Die Abhängigkeit zwischen unterschiedlichen Kapitalmarktparametern wird durch entsprechende Korrelationsmatrizen dargestellt. Wir ordnen diese Produkte Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Bei den übrigen Kapitalanlagen mit Zuordnung auf Level 3 handelt es sich überwiegend um externe Fondsanteile (insbesondere Private Equity, Immobilien sowie Fonds, die in diverse Vermögenswerte investieren, die theoretisch bewertet werden) sowie relativ illiquide Kreditstrukturen (insbesondere Commercial Mortgage-Backed Securities sowie Collateralized Loan Obligations). Für Erstere gibt es keine regelmäßige Kursversorgung, sondern es werden von den jeweiligen Assetmanagern die Net Asset Values (NAVs) zugeliefert. Für Letztere existieren ebenfalls keine ausreichend guten Kursquellen bei Marktdaten-Providern; wir greifen bei der Bewertung daher auf Broker-Bewertungen zurück. Bei diesen Kapitalanlagen findet somit durch uns keine eigene Bewertung anhand nicht beobachtbarer Parameter statt. Wir führen eine regelmäßige Plausibilisierung der zugelieferten Bewertungen anhand vergleichbarer Kapitalanlagen durch. Zum 31. Dezember 2018 werden rund 11 (13)% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zugeordnet, 85 (83)% Level 2 und 5 (4)% Level 3, wie in nachfolgender Tabelle dargestellt. Von den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen liegt lediglich für eine Gesellschaft ein notierter Marktpreis vor. Dieser beläuft sich auf 96 (104) Millionen € und ist dem Level 1 der Bewertungshierarchie zuzuordnen. Im Geschäftsjahr haben wir die Zuordnung zu den Bewertungsleveln grundsätzlich beibehalten. Bei den betragsmäßig geringeren Übertragungen, die Level 3 der Bewertungshierarchie betreffen, handelt es sich um Anpassungen an unsere Konzernvorgaben. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die Kapitalanlagen, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der übernächsten Tabelle zu entnehmen. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne oder Verluste zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen bzw. im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug, die im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste zeigen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2018 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen, weisen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2018 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen, aus. Zuordnung der Kapitalanlagen (inklusive der Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) zu einem Level der Bewertungshierarchiescroll
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Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Kapitalanlagenscroll
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5 Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDie Zuschreibungen auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 36 (15) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall 35 (14) Millionen €, ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 0 (1) Millionen € und ERGO International 1 (0) Million €. Die Abschreibungen auf diese Unternehmen betrugen -62 (-11) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall -62 (0) Millionen € und ERGO International 0 (-11) Millionen €. Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von -1 (-3) Million € bilanziell nicht erfasst. Insgesamt betragen die bilanziell nicht erfassten Verluste -4 (-3) Millionen €. Weitere Angaben zu verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind dargestellt unter Sonstige Angaben (48) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen, (49) Maßgebliche Beschränkungen sowie in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 gemäß § 313 Abs. 2 HGB. Aggregierte Finanzinformationen über Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmenscroll
6 DarlehenZusammensetzung der Darlehenscroll
Rating der übrigen Darlehen auf der Basis fortgeführter Anschaffungskostenscroll
Bei den übrigen Darlehen handelt es sich überwiegend um Pfandbriefe und Staatsanleihen. Der beizulegende Zeitwert der Darlehen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter; siehe hierzu (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Kapitalanlagen. Er beträgt zum Stichtag 64.298 (65.490) Millionen €. Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den Hypothekendarlehen sowie den Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine besteht praktisch kein Kreditrisiko. 7 Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbarBei rund 40% der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften handelt es sich um Pfandbriefe sowie Emissionen von staatsgarantierten Banken. Der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Emissionen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, wobei jedes Einzelrisiko weniger als 1 % ausmacht, Anleihen von Banken sowie von Landesbanken und Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities. Der weitgehende Anteil an Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities wird in die Ratingkategorie A oder besser eingestuft. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 8.015 (7.677) Millionen €. 1.910 (0) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere sind an Dritte verliehen. Verliehene Papiere werden nicht ausgebucht, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin bei Munich Re bleiben. Von den unrealisierten Gewinnen und Verlusten von 6.771 (10.883) Millionen € sind 2.565 (4.672) Millionen € -nach Abzug der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, latenter Steuern, von nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital und der Konsolidierungs- und Währungseffekte -im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) enthalten. Erlöse aus Veräußerungen im Geschäftsjahrscroll
Realisierte Gewinne und Verlustescroll
Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwertescroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Zusammensetzung der sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbarscroll
8 Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet und Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugDie als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere umfassen Handelsbestände von 2.206 (1.623) Millionen € sowie Wertpapiere und Darlehen, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, von 410 (357) Millionen €. Die Handelsbestände enthalten festverzinsliche Wertpapiere von 15 (18) Millionen €, nicht festverzinsliche Wertpapiere von 113 (67) Millionen € sowie Derivate von 2.078 (1.538) Millionen €. Von den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, entfallen 217 (146) Millionen € auf festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen sowie 193 (211) Millionen € auf nicht festverzinsliche Wertpapiere. 2 (15) Millionen € der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Instrumente sind innerhalb eines Jahres fällig. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen für Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, in Höhe von 30 (36) Millionen €. Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwertescroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Die Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug beinhalten Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen von 7.533 (8.772) Millionen € und Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug von 891 (891) Millionen €. Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Dies geschieht innerhalb der einzelnen Konzernunternehmen im Rahmen der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zusätzlicher innerbetrieblicher Richtlinien. Ein Ausfallrisiko ist bei börsengehandelten Produkten aufgrund des täglichen Einschussverfahrens praktisch nicht gegeben. Die außerbörslich abgeschlossenen Over-the-Counter-Derivate enthalten hingegen ein theoretisches Risiko in Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Daher wählt Munich Re für diese Geschäfte nur solche Kontrahenten, die eine hohe Bonität aufweisen, und tauscht täglich Sicherheiten auf Basis der aktuellen Marktwerte aus. Munich Re hält zum 31. Dezember 2018 für Derivate Sicherheiten in Form von Barsicherheiten sowie Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt 29 (26) Millionen €, die Barsicherheiten belaufen sich auf rund 530 (383) Millionen €. Die erhaltenen Sicherheiten unterliegen einem Vollrechtsübertrag, werden aber nicht weiterverkauft oder verpfändet. Ausweis der Derivate nach Bilanzpostenscroll
Obwohl Munich Re Derivate grundsätzlich dazu einsetzt, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, erfüllt nur ein Anteil von 18 (21) Millionen € die Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung. IAS 39 unterscheidet zwischen der Absicherung beizulegender Zeitwerte (Fair-Value-Hedge) und der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge). Fair-Value-Hedge Bei der Absicherung beizulegender Zeitwerte wird die Änderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments zusammen mit der Änderung des Zeitwerts des abgesicherten Instruments erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich unter dem Posten Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Bei Munich Re werden Sicherungsbeziehungen in Form einer Absicherung beizulegender Zeitwerte eingesetzt, um gezielt und effizient Risiken aus Zins- und sonstigen Marktpreisänderungen zu mindern. Für die Absicherungen werden im Wesentlichen Swaps und Forwards verwendet. Zum Jahresende bestanden keine Fair-Value-Hedges. Cashflow Hedge Die Absicherung von Zahlungsströmen spielt bei Schwankungen eine Rolle, die beispielsweise durch variable Zinszahlungen verursacht werden. Bei Munich Re werden mit Cashflow Hedges überwiegend Zinsrisiken abgesichert. Hierfür setzen wir hauptsächlich Zinsswaps ein. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments erfassen wir zu diesem Zweck erfolgsneutral im Eigenkapital. Erst mit dem tatsächlichen Kapitalab- oder -zufluss, den der abgesicherte Sachverhalt verursacht, wird die so gebildete Eigenkapitalposition erfolgswirksam aufgelöst. Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen. Zum Stichtag ergibt sich eine Eigenkapitalposition aus der Absicherung von Zahlungsströmen von 16 (7) Millionen €. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die in diese Kategorie fallen, beläuft sich zum Stichtag auf 18 (21) Millionen €. Restlaufzeit und Höhe der am Bilanzstichtag abgesicherten Zahlungsströmescroll
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9 DepotforderungenDie Depotforderungen dienen unmittelbar als Sicherheit für die von den Zedenten in Rückdeckung übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen und können von diesen nicht unabhängig verwertet werden. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Höhe und Veränderungen der Depotforderungen leiten sich aus dem Wert der Veränderungen der zugehörigen versicherungstechnischen Rückstellungen für das in Rückdeckung genommene Versicherungsgeschäft ab. Insofern haben Depotforderungen keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. 10 Sonstige KapitalanlagenDie sonstigen Kapitalanlagen enthalten Einlagen bei Kreditinstituten von 3.219 (3.138) Millionen €, Anlagen in erneuerbare Energien von 662 (468) Millionen €, physisches Gold von 372 (357) Millionen € sowie Forstinvestments von 265 (46) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 130 (134) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus. Von den Einlagen bei Kreditinstituten sind 3.216 (3.122) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Bei diesen Einlagen entspricht der beizulegende Zeitwert deshalb weitgehend den Buchwerten. Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 13 (12) Millionen €. Entwicklung der Anlagen in erneuerbare Energienscroll
Für Anlagen in erneuerbare Energien bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 173 (182) Millionen €. 11 Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenAnteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungenscroll
Details zu den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind dargestellt unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (20) Beitragsüberträge, (21) Deckungsrückstellung, (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, (23) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen sowie im Risikobericht unter Kreditrisiken. 12 Sonstige ForderungenZusammensetzung der sonstigen Forderungenscroll
Von den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 747 (653) Millionen € auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern. In den übrigen Forderungen enthalten sind Forderungen von 5.297 (2.306) Millionen €, die aus Verträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer resultieren. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 4. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der übrigen Forderungen bestehen in Höhe von 73 (62) Millionen €. Die übrigen Forderungen enthalten Barsicherheiten in Höhe von 656 (356) Millionen €, die überwiegend für Derivategeschäfte gestellt werden. Da der größte Teil der sonstigen Forderungen mit 11.878 (10.497) Millionen € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweist, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte dieser Forderungen weitgehend den Buchwerten. Zum 31. Dezember 2018 verteilten sich unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft in Anlehnung an die Ratingkategorien von Standard & Poor's folgendermaßen: Rating der Abrechnungsforderungenscroll
Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 371 (379) Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle der vergangenen drei Jahre belaufen sich auf 864 (282) Millionen €. 13 Aktivierte AbschlusskostenAktivierte Abschlusskostenscroll
Entwicklung der aktivierten Abschlusskosten (brutto)scroll
In den planmäßigen Veränderungen ist neben Abschreibungen auch eine planmäßige Verzinsung enthalten. Unter die außerplanmäßigen Veränderungen fallen Zu- und Abschreibungen aufgrund von Änderungen der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, die eine Anpassung der Bewertung erforderlich machen. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der Annahmen über das zukünftige Storno, Kosten und das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Diese Anpassungen führten insgesamt zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten. Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die aktivierten Abschlusskosten der Veräußerungsgruppe in Höhe von -85 (-4) Millionen € aus. 14 SteuerabgrenzungDie in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzposten: Steuerabgrenzungscroll
Auf temporäre Differenzen von 57 (52) Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, sogenannte Outside Basis Differences, wurden keine latenten Steuern gebildet. Weiterhin wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 196 (246) Millionen € gebildet. Nachfolgend sind die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften aufgegliedert: Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriftenscroll
15 Übrige AktivaDie übrigen Aktiva enthalten vor allem Sachanlagen, davon 2.178 (2.280) Millionen € eigengenutzte Grundstücke und Bauten sowie 219 (241) Millionen € Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auf vorausgezahlte Versicherungsleistungen entfallen 303 (333) Millionen €, auf Derivate 20 (27) Millionen € sowie auf Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 177 (170) Millionen €. Entwicklung der Sachanlagenscroll
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Der beizulegende Zeitwert der Grundstücke und Bauten beläuft sich auf 3.222 (2.936) Millionen €. Dieser ist Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite -B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Die Methodik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ist unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (3) Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beschrieben. Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betragen 5 (4) Millionen € für Grundbesitz und 14 (22) Millionen € für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz machen 10 (3) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 6 (12) Millionen € aus. 16 Zur Veräußerung bestimmte VermögenswerteDie ERGO Lebensversicherung AG hat sich im vierten Quartal 2018 mit der SIGNA Real Estate Gruppe über den Verkauf der als Kapitalanlage genutzten Gänsemarkt-Passage in Hamburg geeinigt. Zum Bilanzstichtag weisen wir die Immobilie als zur Veräußerung bestimmt aus. Der Abgang ist für das zweite Quartal 2019 geplant. Zum 31. Dezember 2018 haben wir darüber hinaus vier von der VICTORIA Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf, sowie ein weiteres Objekt, das von mehreren Versicherungsunternehmen von ERGO gehalten wird, als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert. Alle diese Immobilien waren zuvor als Kapitalanlagen im Bestand der jeweiligen Gesellschaft. Im Rahmen der Einstufung einer dieser Immobilien als zur Veräußerung gehalten nahmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung von 2 Millionen € vor. Damit nahmen wir eine außerplanmäßige Abschreibung aus den Vorjahren zurück. Zum Bilanzierungsstichtag sind neun überwiegend in Osteuropa tätige Versicherungsgesellschaften bzw. Niederlassungen von ERGO als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert worden. Im Rahmen dieser Klassifizierung waren keine Bewertungsanpassungen erforderlich. Die Verkäufe werden für 2019 erwartet und unterstützen unsere strategische Ausrichtung. Weiterhin weisen wir zum 31. Dezember 2018 die MSP Underwriting Ltd., London, einschließlich deren Beaufort-Tochtergesellschaften als Veräußerungsgruppe aus. Die Klassifizierung ist im dritten Quartal 2018 erfolgt. Der Verkauf wurde Ende Februar 2019 vollzogen. Die übrigen Rücklagen des Konzerneigenkapitals enthalten aus Veräußerungsgruppen 7 Millionen €, die überwiegend auf unrealisierte Gewinne aus festverzinslichen Wertpapieren entfallen, und 44 Millionen €, die unrealisierte Verluste aus der Währungsrücklage betreffen. Veräußert und entkonsolidiert wurden im vierten Quartal 2018 die Veräußerungsgruppen ERGO Russia Life, Moskau, und die niederländischen Gesellschaften Van Arkel Gerechtsdeurwaarders B.V., Leiden, Landelijke Associatie Van Gerechtsdeurwaarders B.V., Groningen, und Bos Incasso B.V., Groningen. Die Zuordnung der zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte auf die Segmente ist in unserer Segmentberichterstattung dargestellt. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns wurden weiterhin vollständig eliminiert. In der nachfolgenden Tabelle sind die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus der Veräußerungsgruppe und den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten dargestellt: Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögensgegenstände oder Veräußerungsgruppenscroll
Von den in der Tabelle ausgewiesenen Sonstigen Wertpapieren, jederzeit veräußerbar, sind 70 (52) Millionen € dem Level 1, 129 (23) Millionen € dem Level 2 und 89 (0) Millionen dem Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva17 EigenkapitalDas Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2018 in insgesamt 149.538.477 volleingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt: Entwicklung der Aktien im Umlaufscroll
Am 31. Dezember 2018 waren 3.741.099 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 14,7 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von rund 2,5%. Munich Re kaufte im Geschäftsjahr 5.462.053 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 6. April 2018 beendete Aktienrückkaufprogramm 2017/2018 und das am 15. März 2018 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2018/2019, das den Erwerb von Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2019 vorsieht. Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 696.764.312,27 €. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden 1.286 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 8,60 € je gewinnberechtigter Aktie. Zusammensetzung des genehmigten Kapitalsscroll
Zusammensetzung des bedingten Kapitalsscroll
Steuereffekte, die in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sindscroll
Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern in Höhe von 405 (121) Millionen € beinhalten latente Steuern in Höhe von 368 (120) Millionen € und laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne und Verluste in den Kapitalanlagen in Höhe von 37 (1) Millionen €. Angaben zum Kapitalmanagement finden Sie im Lagebericht unter Finanzlage - Kapitalausstattung. 18 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von VerbindlichkeitenAlle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche finanziellen Verbindlichkeiten, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Wir überprüfen zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung dieser Verbindlichkeiten zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor. Für die zur Bewertung von Derivaten verwendeten Bewertungsmodelle verweisen wir auf die Tabelle und Ausführungen unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten. Die Bewertung der Nachranganleihen, für die keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt anhand von Barwertverfahren unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Für die Bewertung der von uns begebenen Anleihe verwenden wir die von Preisprovidern zur Verfügung gestellten Marktwerte der korrespondierenden Aktiva. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unserer Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt anhand der Barwertmethode, teilweise ausschließlich unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter, teilweise auch unter Berücksichtigung nicht beobachtbarer Parameter. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie: Zuordnung der Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchiescroll
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Wir bewerten derzeit nur Derivate mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert. Von diesen ordnen wir die Versicherungsderivate Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für diese Versicherungsderivate ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Verbindlichkeitenscroll
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne oder Verluste zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug, die im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste zeigen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2018 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen, weisen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2018 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen aus. 19 Nachrangige VerbindlichkeitenBis zum Zeitpunkt der frühesten Kündigungsmöglichkeiten erfolgen bei den Anleihen der Münchener Rück AG Liquiditätsabflüsse in Höhe der jeweiligen Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr betrugen diese -176 (-254) Millionen €. Danach sind die Liquiditätsabflüsse variabel und hängen vom jeweiligen Zinsniveau ab. Für die Namensschuldverschreibungen der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft sowie für die Anleihe der HSB Group ist der Mittelabfluss variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Zinsniveau. Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 4.059 (3.309) Millionen €. Für die Anleihen der Münchener Rück AG liegen als beizulegende Zeitwerte die Börsenwerte vor. Für die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten ziehen wir Barwertverfahren unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter heran, um die beizulegenden Zeitwerte zu ermitteln. Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeitenscroll
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Im 2. Quartal 2018 hat die Emittentin die gesamte Anleihe getilgt. 20 BeitragsüberträgeBeitragsüberträgescroll
Entwicklung der Beitragsüberträge (brutto)scroll
Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die Beitragsüberträge der Veräußerungsgruppe in Höhe von -124 (-16) Millionen € aus. 21 DeckungsrückstellungDeckungsrückstellungscroll
Deckungsrückstellung nach Art des Versicherungsschutzes (brutto)scroll
Die Deckungsrückstellung in der Lebensrückversicherung bezieht sich zum größten Teil auf Verträge mit dominierendem Todesfall- oder Invaliditätsrisiko. In der Rückversicherung haben Rentenversicherungen ein deutlich geringeres Gewicht als in der Erstversicherung. Um die Deckungsrückstellung im Bestandsgeschäft zu bewerten, werden im Wesentlichen die gleichen Rechnungsgrundlagen verwendet wie im Vorjahr. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der Annahmen über das zukünftige Storno, Kosten und das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Die Deckungsrückstellung vermindert sich aufgrund dieser Anpassungen. Weitere Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken finden Sie im Risikobericht unter Wesentliche Risiken. Entwicklung der Deckungsrückstellung (brutto)scroll
Die unter Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges ausgewiesene Veränderung betrifft mit 360 (321) Millionen € Sparbeiträge für Kapitalisierungsprodukte und mit 548 (707) Millionen € Umgliederungen aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Weiterhin ist hier die Deckungsrückstellung der Veräußerungsgruppe in Höhe von -130 (-8) Millionen € enthalten. In den planmäßigen Veränderungen der Deckungsrückstellung sind die aus der prospektiven Kalkulation resultierenden Veränderungen aufgrund von Beitragszahlungen, Leistungsfällen und der Abwicklung der Diskontierung im Geschäftsjahr enthalten. 22 Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleRückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
Art der Rückstellung (brutto)scroll
Die Rentendeckungsrückstellung bezieht sich auf regelmäßige Zahlungen für Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsfälle und wickelt sich für gewöhnlich langfristig ab. Ein Großteil dieser Rückstellung wird in den Segmenten Rückversicherung Leben/Gesundheit und ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland für zukünftige Rentenzahlungen gebildet, ein kleiner Teil bezieht sich auf Rentenzahlungen für Unfall-, Haftpflicht- und Arbeiterunfallversicherung. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind aktuariell angemessen gewählt. Rentendeckungsrückstellungen werden als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungen berechnet. Die verwendeten Diskontzinsen werden unter Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (39) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (40) Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft dargestellt. Die Einzelschadenrückstellung ist der Betrag, der erwartungsgemäß benötigt wird, um die Schäden zu regulieren, die am Bilanzstichtag bekannt sind und bereits gemeldet wurden. Der größte Teil dieser Rückstellung wird zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellung für Spätschäden wird mithilfe aktuarieller Methoden auf der Basis historischer Schadenentwicklungsdaten und unter Berücksichtigung absehbarer zukünftiger Trends berechnet. Erwartete Auszahlungen aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (nur Schaden/Unfall)scroll
Die Ermittlung der erwarteten Auszahlungstermine aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle kann mit beträchtlicher Unsicherheit verbunden sein. Entwicklung der Schadenrückstellung für Schaden/Unfall1scroll
Die dargestellten Schadenaufwendungen für das Geschäftsjahr umfassen sowohl die für das Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen als auch Aufwendungen zur Bildung der Rückstellung für die Schadenfälle des Geschäftsjahres. Die Rückstellungen für Schäden aus Vorjahren werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Exposure- und Schadeninformationen sowie der Schadenerfahrungen der Vergangenheit als bestmögliche Schätzungen aktualisiert. Die zugehörige Veränderung gegenüber dem Vorjahresstand zeigen wir unter Schadenaufwendungen für Vorjahre. Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/ Sonstiges weisen wir die Schadenrückstellung (brutto) der Veräußerungsgruppe in Höhe von -301 (-30) Millionen € aus. Die meisten Branchen verzeichneten im Geschäftsjahr eine relativ geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte. Nettoabwicklungsergebnis Schaden/Unfall Die Werte in den folgenden Abwicklungsdreiecken beziehen sich auf mehr als 99% des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts unseres Konzerns. Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)scroll
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Schadenrückstellungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)scroll
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Endschadenstand für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)scroll
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Der Endschaden eines Anfalljahres enthält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, sowie die zu diesem Zeitpunkt verbleibende Schadenrückstellung. Bei vollständiger Kenntnis aller bis zum Bilanzstichtag verursachten Schäden würde der Endschadenstand für jedes Anfalljahr unverändert bleiben. In der Praxis ist der auf Schätzung beruhende Endschadenstand jedoch Schwankungen ausgesetzt, die den wachsenden Kenntnisstand über die Schadenfälle reflektieren. Änderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere Zugänge, oder die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente können den Endschadenstand ebenfalls beeinflussen. Die Abwicklungsdreiecke beruhen auf währungsbereinigten Größen. Hierfür wurden alle Werte auf Basis der Endjahreskurse von der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung (Euro) umgerechnet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Währungsumrechnung nicht zu Abwicklungseffekten führt. 23 Übrige versicherungstechnische RückstellungenZusammensetzung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungenscroll
Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften entfallen 78 (77) Millionen € auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wird ausschließlich in der Lebens- und Krankenversicherung gebildet. Der Anteil der Rückversicherer an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beträgt 46 (125) Millionen €, davon entfallen 3 (0) Millionen € auf die in Rückdeckung gegebene Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften. Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriftenscroll
Entwicklung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattungscroll
Die Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen reflektiert den auf die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entfallenden Anteil an der im vergangenen Jahr eingetretenen Veränderung der Marktwerte. Um den auf die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entfallenden Anteil der Bewertungsdifferenzen zu bestimmen, werden Quoten zwischen 50% und 92,5% nach Steuern verwendet. 24 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)Entwicklung der Rückstellung (brutto)scroll
Diese Rückstellungen werden retrospektiv bewertet. Die Entnahme für versicherungstechnische Risiken aus den Beiträgen und der Deckungsrückstellung erfolgt auf der Grundlage vorsichtiger Annahmen in Bezug auf die erwartete Sterblichkeit und Invalidisierung. Dabei verwenden wir analog zur Deckungsrückstellung für die nicht fondsgebundene Lebensversicherung Rechnungsgrundlagen auf der Basis bester Schätzwerte mit angemessenen Sicherheitszuschlägen. Die Rückstellungen werden unmittelbar bedeckt durch die Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen. Geringe Differenzbeträge zu diesen Kapitalanlagen ergeben sich aus passivierten, noch nicht verdienten Beitragsanteilen in den Rückstellungen. Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die Rückstellung der Veräußerungsgruppe in Höhe von -165 (0) Millionen € aus. 25 Andere RückstellungenZusammensetzung der anderen Rückstellungenscroll
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Dabei werden regionale Besonderheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung. Die Pensionsverpflichtungen umfassen Zusagen sowohl an aktive oder mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedene Anwärter als auch laufende Rentenleistungen. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden sowohl intern über Pensionsrückstellungen als auch extern finanziert. Die externe Finanzierung erfolgt über Fonds oder Rückdeckungsversicherungen. Für beitragsorientierte Pensionszusagen beträgt der Aufwand im Geschäftsjahr -64 (-66) Millionen €, für Beiträge an staatliche Pläne -109 (-113) Millionen €. Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen beträgt 5.921 (5.924) Millionen €, das zu saldierende Planvermögen beträgt 3.301 (3.253) Millionen €. Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen folgende wesentliche Pläne: Auf die Pensionszusagen der Münchener Rück AG entfallen 1.521 (1.490) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.710 (1.619) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die bis 31. Dezember 2007 erteilten Leistungszusagen werden über einen Fonds finanziert. Für Neueintritte ab 1. Januar 2008 erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Sowohl der Fonds als auch die Rückdeckungsversicherungen wurden in ein Contractual Trust Agreement (CTA-Modell) eingebracht. Auf die Pensionszusagen der ERGO Group entfallen 3.018 (2.960) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 423 (422) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die Zusagen sind gewöhnlich über Pensionsrückstellungen finanziert. Für Neueintritte erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über konzerneigene Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung. Auf die Pensionszusagen von Munich Reinsurance America Inc. entfallen 661 (694) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 484 (501) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für Ruhegelder für die Mitarbeiter und deren Hinterbliebene. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel am ruhegeldfähigen Gehalt und an der Dienstzeit. Der Plan ist über einen Fonds und über Pensionsrückstellungen finanziert. Er wurde für Eintritte ab dem 1. Januar 2006 geschlossen. Für die verbliebenen Begünstigten wurde der Plan dann zum 31. Dezember 2011 ebenfalls geschlossen. Für alle Begünstigten erfolgt die Versorgung ab dem 1. Januar 2012 über einen beitragsorientierten Plan. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung im Alter. Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagenscroll
Der Barwert der erdienten Ansprüche aus Leistungen für medizinische Versorgung beträgt zum Bilanzstichtag 274 (281) Millionen €. Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen verteilt sich wie folgt: Aufteilung des Barwertsscroll
Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist es erforderlich, Annahmen über zukünftige Entwicklungen zu treffen. Die Konzernunternehmen legen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde: Versicherungsmathematische Annahmenscroll
Wir verwenden allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen, die in der Regel auf unternehmensspezifische Verhältnisse angepasst werden. Im Mittel hat eine 65-jährige Planteilnehmerin eine weitere Lebenserwartung von 24,6 Jahren, ein 65-jähriger Planteilnehmer von 24,4 Jahren. Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungenscroll
Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungenscroll
Das Planvermögen enthält wie im Vorjahr keine eigenen Aktien. Für das Geschäftsjahr 2019 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 84 (81) Millionen € erwartet. Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern. Aus der Begrenzung eines Vermögenswerts, der aus überdotierten leistungsorientierten Plänen resultiert, ergab sich ein Effekt von 12 (13) Millionen €. Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagenscroll
Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten leistungsorientierten Pensionszusagen und als Vorsorge für künftige Mittelabflüsse. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern erfolgt die Bereitstellung von Planvermögen auf freiwilliger Basis. Das Verhältnis von beizulegendem Zeitwert des Planvermögens zum Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird als Finanzierungsgrad bezeichnet. Übersteigt der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen den jeweiligen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, stellt dies eine Unterdeckung dar, die dann über Pensionsrückstellungen finanziert wird. Übersteigt der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen, entsteht ein Vermögenswert aus der leistungsorientierten Pensionszusage. Da diese Betrachtung für jeden Plan einzeln durchgeführt wird, kann in Summe sowohl eine Pensionsrückstellung als auch ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Pensionszusagen entstehen. Marktschwankungen können im Zeitablauf Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens bewirken. Durch Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Rechnungszins) oder durch Abweichungen des tatsächlichen Risikoverlaufs vom angenommenen Risikoverlauf kann sich der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen ändern. Beide Faktoren können damit zu Schwankungen des Finanzierungsgrads führen. Um diese Schwankungen möglichst zu vermeiden, wird bei der Wahl der Kapitalanlage darauf geachtet, dass sich bei der Veränderung bestimmter Einflussfaktoren die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens mit den Schwankungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen so weit wie möglich ausgleichen (Asset-Liability-Matching). Entwicklung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagenscroll
Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwandsscroll
Die Aufwendungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Leistungen an Kunden ausgewiesen. Die tatsächlichen Verluste aus dem Planvermögen betragen 27 (tatsächliche Verluste 1) Millionen €, die tatsächlichen Erträge aus Erstattungsansprüchen 0 (1) Millionen €. Vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungenscroll
Die gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen beträgt 20 (20) Jahre. Ein Anstieg oder Rückgang folgender wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen beeinflusst den Barwert der erdienten Pensionsansprüche: Sensitivitätsanalysescroll
Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen separat aufzuzeigen. Übrige RückstellungenÜbrige Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen das "ERGO Strategieprogramm" mit 295 (333) Millionen € sowie den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen der ERGO Group mit 132 (170) Millionen €. Zusätzlich weist ERGO weitere Restrukturierungsrückstellungen für das Projekt "Kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition" mit 16 (39) Millionen € sowie für die Einstellung des Neugeschäfts und Abwicklung der Vertriebsorganisation in Belgien in Höhe von 7 (30) Millionen € aus. Die Rückstellung für die mehrjährige variable Vergütung setzt sich aus Komponenten für die Mehrjahres-Performance sowie die mittelfristigen Incentive-Pläne zusammen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte. Die Rückstellungen für Restrukturierung, Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen, die Mehrjahres-Performance und mittelfristige Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind. 26 AnleihenZusammensetzung der Anleihenscroll
Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. Diese betrugen im Geschäftsjahr -25 (-25) Millionen US$. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag 354 (354) Millionen €. 27 DepotverbindlichkeitenDie Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. 28 Sonstige VerbindlichkeitenZusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, die aus angesammelten Überschussanteilen, Beitragsdepots und Verträgen der Erstversicherer mit nicht signifikantem Risikotransfer resultieren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 93 (110) Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen der Investitionsstrategie für Infrastruktur erworben hat. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten von 3.989 (1.622) Millionen €, die sich aus Verträgen der Rückversicherer mit nicht signifikantem Risikotransfer ergeben, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von 631 (665) Millionen € und negative Zeitwerte von Versicherungsderivaten sowie von Absicherungsderivaten von Variable Annuities von insgesamt 948 (719) Millionen €. In den übrigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 21 (25) Millionen € und Zins- und Mietverbindlichkeiten von 148 (131) Millionen € enthalten. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die vertraglichen Fälligkeiten unserer sonstigen Verbindlichkeiten. Da Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft untrennbar mit dem zugrunde liegenden Versicherungsgeschäft verbunden sind, sind diese hier nicht berücksichtigt. Dies gilt derzeit auch für die im Variable-Annuity-Geschäft enthaltenen Derivate; siehe Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (39) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Die hier aufgeführten Derivate sind mit ihren Marktwerten berücksichtigt. Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten auf der Basis von Bilanzwertenscroll
Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrifft unverzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen Bilanzwerte und undiskontierte Zahlungsströme identisch sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 334 (59) Millionen €, von denen aus Derivaten 920 (674) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Gegebenenfalls bestehende Abweichungen bei den Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr zu den undiskontierten Zahlungsströmen sind für die Darstellung der Bedeutung der finanziellen Verbindlichkeiten für unsere Finanzlage und unseren Unternehmenserfolg unwesentlich. 29 Verbindlichkeiten aus FinanzierungstätigkeitIn der Tabelle sind die zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit vom Jahresbeginn bis zum Bilanzstichtag dargestellt. Die zahlungswirksamen Veränderungen sind Bestandteil der Konzern-Kapitalflussrechnung in der Position III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit. Entwicklung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeitscroll
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In den langfristigen Finanzschulden sind nachrangige Verbindlichkeiten und Anleihen enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung30 BeiträgeBeiträgescroll
Die gesamten Bruttobeiträge enthalten neben den gebuchten Bruttobeiträgen insbesondere auch Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten. Beiträge aus dem langfristigen Versicherungsgeschäft, insbesondere in der Lebenserstversicherung, werden bei Fälligkeit in voller Höhe als verdiente Beiträge berücksichtigt und als Ertrag erfasst. Aus dem fondsgebundenen Geschäft sind unter den gebuchten Bruttobeiträgen nur die Risiko- und Kostenbeiträge erfasst. Von den gebuchten Beiträgen aus dem kurzfristigen Versicherungsgeschäft werden anteilig Beitragsüberträge abgegrenzt; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz -Passiva (20) Beitragsüberträge. Die Beitragsüberträge werden entsprechend der Risikoentlastung über die Dauer der Verträge aufgelöst. 31 Technischer ZinsertragDer technische Zinsertrag entspricht dem Betrag, den wir im Versicherungsgeschäft aus der überwiegend risikolosen Anlage der Kapitalanlagen erwirtschaften, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen bedecken. Zudem werden die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert. Zu quantitativen Angaben zum technischen Zins verweisen wir auf die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung. Je nach Art des betriebenen Versicherungsgeschäfts und der damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist der technische Zinsertrag bezogen auf die Bedeckung der versicherungstechnischen Rückstellungen segmentspezifisch unterschiedlich zu interpretieren: Im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit entspricht der technische Zinsertrag im Lebensrückversicherungsgeschäft der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen. Für deponierte Rückstellungen stimmt der technische Zinsertrag mit dem vertraglich vereinbarten Zins überein. Im Krankenrückversicherungsgeschäft entspricht die Verzinsung bei langfristigen Rückversicherungsverträgen den vertraglich vereinbarten Zinszuführungen. Bei kurzfristigem Rückversicherungsgeschäft wird der technische Zinsertrag anhand der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen Zinssatz berechnet. Im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall tragen wir der Tatsache Rechnung, dass in früheren Jahren gebildete Rückstellungen durch Kapitalanlagen mit höheren Zinsen bedeckt werden, als es dem heutigen Marktzinsniveau entspricht. Daher entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung unserer diskontierten versicherungstechnischen Rückstellungen zum jeweils historischen Zins, unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit und Währung. Der Differenzbetrag zwischen diskontierten und bilanziellen Rückstellungen wird kurzfristig verzinst. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland setzt sich der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften zusammen aus den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung, der Garantieverzinsung und der anhand der nicht technischen Ergebnisquellen ermittelten Überschussbeteiligung. Für Krankenerstversicherungsgesellschaften entspricht der technische Zinsertrag der Zinszuführung zur Alterungsrückstellung (Rechnungszins) sowie der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Diese beruht auf der Zinszuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, dem den Rechnungszins überschreitenden Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den sonstigen nicht versicherungstechnischen Ergebnisbestandteilen. Im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland wird der technische Zinsertrag analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Im Segment ERGO International entspricht der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften der risikolosen Verzinsung der Deckungsrückstellung mit dem jeweils länderspezifischen Zins, den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung und der Überschussbeteiligung, soweit entsprechende Vertragsmodelle vorliegen. Der technische Zinsertrag für Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften wird analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Der technische Zinsertrag für Krankenerstversicherungsgeschäft beruht auf der Verzinsung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen risikolosen Zinssatz und, soweit vorhanden, auf der Zinszuführung zur Deckungsrückstellung. 32 Leistungen an KundenLeistungen an Kundenscroll
Die Veränderung der Deckungsrückstellung (netto) enthält -733 (414) Millionen € unrealisierte Gewinne/ Verluste aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Leistungen an Kunden schließen Aufwendungen für die Überschussbeteiligung an Versicherungsnehmer ein. Davon entfallen -1.194 (-1.009) Millionen € auf die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, 111 (-319) Millionen € auf die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sowie -47 (-107) Millionen € auf die Direktgutschrift. Das sonstige versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich in der Lebenserstversicherung überwiegend aus der Verzinsung des Ansammlungsguthabens von Versicherungsnehmern. Aufwendungen für eine Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung werden nicht unter den Leistungen an Kunden ausgewiesen, sondern unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. 33 Aufwendungen für den VersicherungsbetriebAufwendungen für den Versicherungsbetriebscroll
34 Ergebnis aus KapitalanlagenErgebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten (vor Umgliederung technischer Zins)scroll
Das Ergebnis aus Grundstücken und Bauten enthält Mieterträge von 489 (427) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Grundstücken und Bauten von -92 (-79) Millionen € enthalten. Aus Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von 1.889 (1.929) Millionen € erzielt. Laufende Erträge entstanden aus sonstigen Wertpapieren, die jederzeit veräußerbar sind, in Höhe von 3.506 (3.547) Millionen € und aus Derivaten in Höhe von 151 (112) Millionen €. Zinsaufwendungen aus nichtderivativen Kapitalanlagen entstanden in Höhe von -8 (-12) Millionen €, Verwaltungsaufwendungen in Höhe von -392 (-380) Millionen € und sonstige Aufwendungen in Höhe von -126 (-96) Millionen €. Abschreibungen auf nicht-derivative Kapitalanlagenscroll
35 Ergebnis aus Kapitalanlagen mit VersicherungsbezugErgebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezugscroll
36 Sonstiges operatives ErgebnisSonstiges operatives Ergebnisscroll
Die sonstigen operativen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 473 (497) Millionen €, Zinserträge von 30 (39) Millionen €, Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen von 88 (95) Millionen € sowie Erträge aus eigengenutzten Grundstücken und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 79 (30) Millionen €. Die sonstigen operativen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen von -439 (-399) Millionen € im Wesentlichen Zinsaufwendungen von -87 (-102) Millionen €, sonstige Abschreibungen von -78 (-29) Millionen € sowie sonstige Steuern von -119 (-127) Millionen €. Zudem sind Aufwendungen für eigengenutzte Grundstücke und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von -16 (-13) Millionen € enthalten. Im sonstigen operativen Ergebnis ist auch das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer von 80 (55) Millionen € enthalten. Davon entfallen 81 (51) Millionen € auf das Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit. 37 Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und FinanzierungsergebnisSonstiges nicht operatives Ergebnis, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Finanzierungsergebnisscroll
Das sonstige nicht operative Ergebnis steht nicht in Zusammenhang mit dem Abschluss, der Verwaltung oder der Regulierung von Versicherungsverträgen oder der Verwaltung von Kapitalanlagen. Es enthält im Wesentlichen das Fremdwährungsergebnis von -39 (-294) Millionen €, das sonstige nicht versicherungstechnische Ergebnis von -507 (-497) Millionen €, Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von -49 (-68) Millionen € sowie Restrukturierungsaufwendungen von -90 (-76) Millionen €. Im Finanzierungsergebnis fassen wir sämtliche Zinserträge, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen zusammen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital in Verbindung stehen. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalien, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen. Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumentenscroll
38 ErtragsteuernIn diesem Posten werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein. Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilenscroll
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490%. Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertragscroll
Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 20,2%, im Vorjahr eine Steuerentlastung von -315,0%. Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und FinanzinstrumentenMunich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist: Im Anhang ist gemäß IFRS 4 über Risiken aus Versicherungsverträgen und nach IFRS 7 über Risiken aus Finanzinstrumenten zu berichten. Weitere Angaben über Risiken sind im Lagebericht auf Basis von § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB sowie über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 20 zur Lageberichterstattung erforderlich. Da die Berichterstattung über Risiken nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re betrifft, stehen Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht innerhalb des Lageberichts als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen sowie in den jeweiligen Erläuterungen zu versicherungstechnischen Rückstellungen und Finanzinstrumenten im Anhang. Soweit erforderlich, verweisen wir im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Posten auf die korrespondierenden Ausführungen. Die Angaben im Risikobericht erstrecken sich weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital. Zudem enthält der Bericht Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen. Die gemäß den Vorgaben des IFRS 4 erforderliche quantitative Angabe der Auswirkungen bei Änderung von Annahmen bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und im Marktumfeld wird durch Angabe des ökonomischen Risikokapitals ebenfalls im Risikobericht abgedeckt. Im Anhang beschreiben wir detailliert die Unsicherheiten bei der Bewertung von Versicherungsverträgen. Für Risiken aus Finanzinstrumenten enthalten die Erläuterungen im Anhang darüber hinaus entsprechend den Vorschriften des IFRS 7 Angaben zu den Restlaufzeiten und zum Rating. 39 Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und KrankenversicherungsgeschäftWesentliche Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft umfassen versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken. Diese Risiken stellen wir ausführlich im Risikobericht dar. Versicherungstechnisches Risiko Bei den versicherungstechnischen Risiken sind insbesondere das biometrische Risiko und das Stornorisiko von Bedeutung. Biometrische Risiken betreffen vor allem Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität sowie Langlebigkeit. Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch länderspezifische Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt. Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko auch aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen. Dem Stornorisiko in der Erstversicherung wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen. Marktrisiko Bezogen auf unsere versicherungstechnischen Rückstellungen sind wir insbesondere dem Zinsrisiko ausgesetzt. Zu unterscheiden sind Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie von Teilen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Entsprechend den bilanziellen Bewertungsvorschriften wird der Diskontzins zu Vertragsbeginn fixiert und in der Regel im Vertragsverlauf nicht mehr angepasst. Insofern hängt die bilanzielle Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen zunächst nicht unmittelbar von der Höhe der Marktzinsen ab. Ökonomisch resultiert jedoch prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. In der Rückversicherung verwenden wir für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle folgende Zinssätze: Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Rückversicherung (brutto)scroll
Bedecken Depotforderungen die Rückstellungen, ist die Verzinsung unmittelbar durch einen Zufluss von Kapitalerträgen sichergestellt, den die Zedenten in der Regel garantieren. Folglich besteht für die Rückstellungen, für die von den Zedenten mindestens der Diskontzinssatz garantiert wird, kein Zinsrisiko. In der Lebenserstversicherung wird in der Regel über die gesamte Laufzeit eine implizite oder explizite Zinsgarantie auf der Basis eines zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fixierten Zinssatzes gewährt, was die Versicherung einem Zinsgarantierisiko aussetzt. Der zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendete Diskontzins ist für den überwiegenden Teil der Verträge in unseren Beständen identisch mit dem garantierten Zinssatz. Aus dem Kapitalanlageergebnis ist -eventuell unter Einbeziehung des versicherungstechnischen Ergebnisses -eine entsprechende Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen langfristig zu erwirtschaften. Da die Kapitalanlagen in der Regel eine kürzere Laufzeit als die Verpflichtungen haben, besteht ein Wiederanlagerisiko. Bezüglich der in Zukunft eingehenden Prämien besteht ein Risiko in der Neuanlage. Diesen Risiken begegnen wir mit unserem Asset Liability Management. In der langfristigen Krankenerstversicherung wird ebenfalls ein kalkulatorischer Diskontzins verwendet, um die Deckungsrückstellung zu bestimmen. Dieser kann aber grundsätzlich bei einer Beitragsanpassung verändert werden. Für das kurzfristige Geschäft besteht kein unmittelbares Zinsrisiko. In der Erstversicherung stellen sich die für den Bestand relevanten Diskontzinsen für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wie folgt dar: Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Erstversicherung (brutto)scroll
In der deutschen Krankenerstversicherung werden darüber hinaus für die Beitragszuschlagsrückstellung und für die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter, die beide Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind und insgesamt 5.255 (5.148) Millionen € betragen, kalkulatorische Diskontzinsen zwischen 1,5% und 3,5% verwendet. Diese Zinssätze können bei einer Beitragsanpassung geändert werden. Weitere Marktrisiken sind insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen, beim Kapitalwahlrecht der aufgeschobenen Rentenversicherung und bei derivativen Bestandteilen von Variable Annuities von Bedeutung. Für die fondsgebundenen Lebensversicherungsverträge in unseren Beständen werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen. Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird. In einigen Erst- und Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt vom zugrunde liegenden Vertrag bewertet und deren Wertveränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist sensitiv bezüglich Aktienkursen, Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Sensitivitäten werden jedoch nahezu vollständig kompensiert, weil diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen. Liquiditätsrisiko Für Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Für unser größtenteils langfristiges Geschäft analysieren wir daher den zukünftig erwarteten Saldo aus Zahlungszuflüssen durch Beitragszahlungen und aus Zahlungsabflüssen durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen und Kosten. Am Bilanzstichtag ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten zukünftig erwarteten versicherungstechnischen Zahlungssalden (einschließlich der von Variable Annuities) nach Laufzeitbändern. Da nur versicherungstechnische Zahlungsströme betrachtet werden, gehen Rückflüsse, die aus Kapitalerträgen und frei werdenden Kapitalanlagen resultieren, nicht in die Quantifizierungen ein. Erwarteter zukünftiger versicherungstechnischer Zahlungsstrom (brutto)1scroll
Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können. 40 Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und UnfallversicherungsgeschäftFür Versicherungsverträge aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ist insbesondere das Schätzrisiko in Bezug auf die Höhe des erwarteten Schadenbedarfs für zukünftige Schäden aus laufenden Versicherungsverträgen (Beitragsrisiko) sowie für bereits eingetretene Versicherungsfälle (Reserverisiko) von Bedeutung. Für Teile des Bestands besteht ein Zinsrisiko. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen. Beitragsrisiko Je nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Beitragsrisiken ausgesetzt. Aus den in der folgenden Tabelle dargestellten Schaden- und Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die historischen Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen. Die Volatilitäten sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch des Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen. Beiträge sowie Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigenscroll
Bei der Preiskalkulation zu übernehmender Risiken besteht in den Versicherungszweigen Unfall, Feuer und Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und der Erstversicherung eine hohe Sensitivität bei den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. In der folgenden Tabelle sind daher die Schaden-Kosten-Quoten aus der Rückversicherung Schaden/Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Schäden aus Naturkatastrophen dargestellt. Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung der vergangenen 10 Jahre1scroll
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2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte
umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit
mit den Jahren 2010 und früher ist dadurch eingeschränkt. Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 10 Millionen € verstehen, haben für die Schwankungsanfälligkeit des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts im Rückversicherungsbereich Relevanz. Die unten aufgeführte Analyse zeigt, dass die Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Jahre in dieser Schadenkategorie überwiegend auf die jeweilige Intensität der Naturkatastrophenbelastung zurückzuführen ist. Die sonstigen Kumulrisiken weisen einen deutlich weniger volatilen Verlauf auf. Großschäden in der Rückversicherung nach einzelnen Kalenderjahren (netto)scroll
Weitere Angaben zu Risiken aus Groß- und Kumulschäden finden Sie in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie im Risikobericht. Reserverisiko Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle besteht die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung. Eine besondere Sensitivität bezüglich des Reserverisikos besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können. Vor allem bei Asbesthaftungen decken wir Schäden, die zum Teil vor mehreren Jahrzehnten gezeichnet worden waren und mit einer zeitlichen Verzögerung von 30 bis 50 Jahren auftreten. Demzufolge haben wir auch Rückstellungen gebildet für Schadenbelastungen aus längst gekündigten Haftpflichtpolicen, die vor dem Hintergrund der damaligen rechtlichen Rahmenbedingungen einen entsprechenden Versicherungsschutz boten. Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschädenscroll
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Die Vorjahreszahlen wurden um die Wechselkurseinflüsse angepasst. Die Entwicklung unserer Schadenrückstellungen sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt. Zinsrisiken Ökonomisch resultiert ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Bilanziell betrifft das Zinsrisiko nur die Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen, die diskontiert werden und für die nicht von den Zedenten mindestens in gleicher Höhe ein garantierter Zufluss von Kapitalerträgen aus Depotforderungen sichergestellt ist. Für diese Diskontierung verwenden wir die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Zinssätze. Diskontierte versicherungstechnische Rückstellungen nach Zinssätzen (brutto)scroll
Der überwiegende Teil der diskontierten Rückstellungen in der Rückversicherung wird für das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft gebildet. Die Diskontzinssätze für dieses Geschäft sind aufsichtsrechtlich reguliert und werden pro Anfalljahr prospektiv festgelegt. Die Diskontierung der Rückstellungen in der Erstversicherung ist ebenfalls überwiegend aufsichtsrechtlich geregelt. Liquiditätsrisiko Für Munich Re könnten sich Liquiditätsrisiken ergeben, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den zurückliegenden Kalenderjahren in der Versicherungstechnik durchweg eine positive Liquiditätssituation vorlag. Daneben stehen uns zur Erfüllung unserer Liquiditätsverpflichtungen auch umfangreiche, ausreichend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung. Versicherungstechnische Zahlungsflüsse der einzelnen Kalenderjahre (brutto)scroll
Sonstige Angaben41 MutterunternehmenOberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, Königinstraße 107, 80802 München. Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 42039, Registergericht: Amtsgericht München). Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns. 42 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAngaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht sowie unter (45) Vergütungsbericht. Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung hat die Münchener Rück AG ein Contractual Trust Agreement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet. Die Münchener Rück Versorgungskasse gilt als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (25) Andere Rückstellungen. Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (17) Eigenkapital. 43 PersonalaufwendungenDie Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen: Zusammensetzung der Personalaufwendungenscroll
44 Mid-Term Incentive PlanDie Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert. Im Geschäftsjahr wurde ein Aufwand in Höhe von -23 (Ertrag von 0,2) Millionen € aus dem Mid-Term Incentive Plan erfasst. Die Rückstellung beträgt zum Stichtag 42 (25) Millionen €. Mid-Term Incentive Pläne 2015-2018 von Munich Rescroll
45 VergütungsberichtDie Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG beliefen sich auf 20,5 (19,8) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen insgesamt 2,8 (2,8) Millionen €; darin enthalten sind 0,2 (0,2) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 10,9 (8,6) Millionen €. Hierin enthalten ist eine Entschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot eines früheren Mitglieds des Vorstands von 2,3 Millionen €. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben keine weiteren personalaufwandswirksamen Pensionsansprüche erworben. Nach Abzug der für die bestehenden Pensionsverpflichtungen separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag residual keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer des Konzerns erhielten Aufsichtsräte Vergütungen in Höhe von 1,3 (1,3) Millionen €. Die Organmitglieder halten Versicherungsverträge mit Gesellschaften von Munich Re sowie MEAG-Fondsanteile in geringer Höhe. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt. Alle weiteren Angaben zu Organbezügen und zur Struktur des Vergütungssystems des Vorstands finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht. Informationen zu Aktiengeschäften und -besitz von Organmitgliedern finden Sie im Corporate Governance Bericht. 46 MitarbeiterzahlZum Jahresende waren in Deutschland 19.191 (19.960) und im Ausland 22.219 (22.450) Mitarbeiter beschäftigt. Zusammensetzung der Mitarbeiterzahlscroll
47 AbschlussprüferhonorareFür Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, und deren verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst: Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorarescroll
Von den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen entfallen -9.459 (-8.957) Tausend € auf die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München. Alle anderen Leistungen wurden zum überwiegenden Teil von deren verbundenen Unternehmen erbracht. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezieht sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Münchener Rück AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen unserer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen (insbesondere die Prüfung der Solvenzübersicht). Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen und projektbegleitende IT-Prüfungen sowie eine vertraglich vorgesehene Prüfung zur Wirksamkeit von Kontrollen einer Servicegesellschaft. Andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungsleistungen sowie freiwillige Prüfungsleistungen und gesetzlich verpflichtete Bestätigungsleistungen zur Einreichung bei Behörden. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen qualitätssichernde Unterstützungsleistungen sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit bilanziellen Fragestellungen, der Einführung regulatorischer Vorgaben oder der Einführung neuer Bilanzierungsstandards, jeweils basierend auf von uns vorgelegten Lösungen und Konzepten. Zudem wurde durch den Abschlussprüfer administrative Unterstützung erbracht. 48 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle VerpflichtungenMunich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Zum Bilanzstichtag bestehen in nur unwesentlichem Umfang Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien. Die Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten betragen 31 (31) Millionen €. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung gegenüber einer nicht-konsolidierten Tochtergesellschaft in Höhe von 3 (0) Millionen €. Weitere sonstige Eventualverbindlichkeiten betragen 28 (8) Millionen €. Ferner besteht eine Eventualverbindlichkeit, die aus unseren Anteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen resultiert, in Höhe von 26 (20) Millionen Pfund Sterling. Es handelt sich um eine Zahlungsverpflichtung im Fall der Überschuldung eines assoziierten Unternehmens. Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind bei Eventualverbindlichkeiten erforderlich, sofern die voraussichtliche Belastung nicht eindeutig ermittelbar ist. Dies ist beispielsweise bei Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten der Fall. Die Bewertung erfolgt durch die Experten der betroffenen Einheiten analog zu den Bewertungsvorgaben für Andere Rückstellungen auf Basis der bestmöglichen Schätzung. Eventualverbindlichkeiten werden angegeben, sofern die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses von den Experten als nicht unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Gesellschaften von ERGO haben für ausschließlich in ihrem Auftrag tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme durch den Kunden. Für den Fall einer Inanspruchnahme besteht grundsätzlich eine Regressmöglichkeit bei dem Vermittler bzw. über dessen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerposten ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Daraus können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben. Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben der laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 166 (161) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG. Mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut. Munich Re ist Mitglied in der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) und der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft. Eine Inanspruchnahme entsprechend unserer Beteiligungsquote könnte daraus resultieren, wenn ein anderes Mitglied dieser Pools ausfallen würde. Wir schätzen das Risiko einer derartigen Inanspruchnahme jedoch als unwahrscheinlich ein. Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 701 (395) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 2.629 (1.821) Millionen €, wovon 13 (74) Millionen € aus unseren Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen von 1.753 (1.093) Millionen € gegeben. Die genannten Beträge sind jeweils nicht abgezinste Nennwerte. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 15 (7) Millionen €. Darüber hinaus hat Munich Re keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen. 49 Maßgebliche BeschränkungenRegulatorische, gesetzliche oder vertragliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seinen Möglichkeiten einschränken, Zugang zu Vermögenswerten der Gruppe zu erlangen oder diese zu verwerten und Verbindlichkeiten der Gruppe zu begleichen. Die Buchwerte verfügungsbeschränkter Vermögenswerte im Konzern sind unter den jeweiligen Posten in den Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva aufgeführt. Die Beschränkungen resultieren überwiegend aus vertraglichen Vereinbarungen. Unter anderem handelt es sich um verpfändete Wertpapierdepots zur Besicherung unserer Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie um die Besicherung von Derivategeschäften mit Wertpapieren und Barsicherheiten oder von Bankverbindlichkeiten mit nicht finanziellen Vermögenswerten. Einzelne nationale Vorschriften erfordern eine gesonderte Verwaltung von Vermögenswerten, die zur Deckung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft vorzuhalten sind. Grundsätzlich gelten für den Zugang zu diesen Vermögenswerten und deren Verwertung besondere aufsichtsrechtliche Regelungen. Zudem unterliegen wir aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die Dividendenzahlungen oder andere Kapitalausschüttungen oder Darlehen sowie Vorauszahlungen innerhalb des Konzerns einschränken können. Unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company weist zum 31. Dezember 2018 in seinem Abschluss, der nach lokalen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (Statutory Accounting Principles) erstellt wurde, negative Gewinnrücklagen aus. Aus diesem Grund kann die Gesellschaft zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren. Unsere in Griechenland ansässigen Gesellschaften unterliegen den im Jahr 2015 eingeführten und 2018 gelockerten nationalen Kapitalverkehrskontrollen und müssen für zu transferierendes Vermögen die damit verbundenen Genehmigungsverfahren durchlaufen. 50 LeasingMunich Re als Leasingnehmer Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen insbesondere Büro- und Geschäftsräume des Konzerns, IT-Ausstattung sowie Grundstücke. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Beschränkungen hinsichtlich der Vereinbarung von Untermietverhältnissen. Im Berichtszeitraum wurden -97 (-91) Millionen € Mindestleasingzahlungen sowie -6 (-10) Millionen € bedingte Leasingzahlungen als Aufwand erfasst. Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissenscroll
Munich Re als Leasinggeber Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Grundstücke und Bauten. Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissenscroll
Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen, die in folgender Tabelle dargestellt sind: Fälligkeitenscroll
51 Ereignisse nach dem BilanzstichtagAus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2018 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2019 weitere 0,7 Millionen Aktien im Wert von 138 Millionen € zurückgekauft. 52 Ergebnis je AktieVerwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden. Ergebnis je Aktiescroll
Die rückwirkende Anpassung der Vorjahreswerte, siehe Bilanzierung und Bewertung - Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen, führte zu keiner Veränderung des Ergebnisses je Aktie im Vorjahr. Die Anzahl der ausstehenden Aktien verringerte sich im Lauf des Geschäftsjahres 2018 im Wesentlichen aufgrund des Aktienrückkaufprogramms um 5.462.053 (5.642.862) Aktien. 53 GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn 2018 der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 1.383.230.912,25 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 9,25 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 gemäß § 313 Abs. 2 HGBBei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen des Konsolidierungskreises gem. § 315a HGB und an Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB. scroll
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Derzeit nicht belegt.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2019. Der Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, MünchenVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Munich Re" oder der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Munich Re für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-GeschäftZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Risikoangaben sind im Konzernanhang und im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt zum Bilanzstichtag EUR 46.919 Mio im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall und EUR 4.670 Mio im deutschen Erstversicherungsgeschäft Schaden/Unfall. Im Segment ERGO International entfällt von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von EUR 2.848 Mio ein wesentlicher Teil auf den Bereich Schaden/Unfall. Großschäden aus Naturkatastrophen haben den Konzern im Geschäftsjahr mit EUR 1.256 Mio belastet. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird auf Basis eines Erwartungswerts bilanziert, der auf Grundlage von aktuariellen Verfahren und statistischen Methoden ermittelt wird. Hierbei fließen Annahmen über Prämien, Endschadenquoten, Abwicklungszeiträume, -faktoren und -geschwindigkeit ein, die auf Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Das Management bestimmt auf Grundlage der Ergebnisse der versicherungsmathematischen Verfahren und weiterer Informationen in Bezug auf die mit den Berechnungen verbundenen Unsicherheiten final die Höhe der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Großschäden werden bei der Bewertung der Rückstellung gesondert betrachtet. Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere in Bezug auf den Eintritt sowie Höhe und Geschwindigkeit der Abwicklung von Großschäden, die langfristige Schadenentwicklung, vor allem in den Haftpflichtsparten und in Bezug auf die Schätzung von speziellen Schadenszenarien, wie Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden. Insbesondere bei Großschäden, wie beispielsweise Hurrikan-Ereignissen, kann es längere Zeit dauern, bis sämtliche Schadenmeldungen der Zedenten eingegangen sind. Soweit noch keine ausreichenden Schadenmeldungen vorliegen, werden die Rückstellungen für diese Großschäden anhand von internen Analysen zum Marktschaden und der eigenen Betroffenheit auf Basis der gegebenen Deckungen geschätzt. Im Anhang sind umfangreiche Angaben zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erforderlich. Diese umfassen insbesondere die Abwicklungsdreiecke. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungAls Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Schadenaktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-Geschäft ist sachgerecht und die verwendeten Bewertungsannahmen, einschließlich derjenigen zu Großschäden, sind angemessen abgeleitet worden. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht. Bewertung der Deckungsrückstellung, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie der aktivierten Abschlusskosten im Bereich Leben und KrankenHinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Risikoangaben sind im Konzernanhang und im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken umfassen im Wesentlichen die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit beträgt die Deckungsrückstellung ohne Einbezug der fondsgebundenen Lebensversicherung EUR 88.950 Mio und im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit EUR 12.107 Mio. Im Segment ERGO International entfällt der überwiegende Teil der Deckungsrückstellung in Höhe von EUR 9.641 Mio auf den Bereich Leben und Kranken. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit beträgt EUR 9.034 Mio und im Segment ERGO Leben/ Gesundheit EUR 2.886 Mio. Die aktivierten Abschlusskosten belaufen sich im Konzern auf EUR 9.212 Mio (netto), wovon der wesentliche Teil auf den Bereich Leben und Kranken entfällt. Die Bewertung der Deckungsrückstellung ist notwendigerweise von einer Vielzahl von Annahmen abhängig. Diese betreffen insbesondere Diskontierungsfaktoren, Sterblichkeit und Invaliditätsannahmen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Stornowahrscheinlichkeiten. Gemäß den geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und nur bei einer deutlichen Verschlechterung angepasst. Da die Annahmen überwiegend nicht am Markt beobachtbar sind, ist die Festlegung bzw. Anpassung dieser Annahmen mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird in der Lebens- und Krankenrückversicherung im Wesentlichen auf Basis der Aufgaben der Zedenten bilanziert. In der Erstversicherung wird die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Wesentlichen nach der erwarteten Inanspruchnahme ermittelt. Die aktivierten Abschlusskosten werden über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Je nach Vertragsart erfolgt dies proportional zu den Beitragseinahmen oder proportional zu den erwarteten Bruttomargen. Durch einen jährlichen Angemessenheitstest wird auf Ebene von einheitlich verwalteten Beständen überprüft, ob die Deckungsrückstellung auskömmlich bzw. die aktivierten Abschlusskosten werthaltig sind. Der Test beruht auf den erwarteten zukünftigen Bruttomargen, berechnet nach aktuellen realistischen Rechnungsgrundlagen und ist demnach von den gleichen Annahmen wie die Deckungsrückstellung abhängig. Für den Fall, dass im Rahmen des Werthaltigkeitstests ein Defizit festgestellt wird, sind zunächst die Abschlusskosten abzuschreiben. Besteht darüber hinaus ein Defizit, ist die Deckungsrückstellung entsprechend zu erhöhen. Im Zusammenhang mit den versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken sind Anhangangaben, insbesondere Angaben zu Schätzunsicherheiten und Sensitivitäten, zu berücksichtigen. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungAls Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der o.g. Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken Aktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Bewertung der Deckungsrückstellung, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und Kranken sowie der aktivierten Abschlusskosten im Bereich Leben und Kranken ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen sind angemessen abgeleitet worden. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht. Bewertung der KapitalanlagenHinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Risikoangaben zum Markt- und Kreditrisiko sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDer Buchwert des gesamten Kapitalanlagenbestands beträgt EUR 216.852 Mio, der Zeitwert EUR 231.876 Mio. Die Bewertung von Kapitalanlagen, deren Zeitwerte anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden müssen, ist mit Unsicherheit behaftet. Die Bewertung anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von am Markt beobachtbaren Parametern betrifft insbesondere nicht börsengehandelte Wertpapiere, Infrastrukturdarlehen, sonstige Darlehen sowie Derivate. Der Ermessenspielraum ist umso größer, je mehr Inputfaktoren verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen. Diese Ermessensentscheidungen sind insbesondere bei der Bewertung von Grundstücken und Gebäuden, Immobilienfonds, Private Equity Fonds und Anteilen an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen erforderlich. Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen, die anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden, werden im Rahmen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 den Bewertungskategorien Level 2 und Level 3 zugeordnet. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Kapitalanlagen sind umfangreiche Anhangangaben zu Bewertungsmethoden und Ermessensspielräumen erforderlich. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungUnsere Prüfung der Kapitalanlagen umfasst im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:
Unsere SchlussfolgerungenDie verwendeten Methoden zur Ermittlung der Zeitwerte für die Kapitalanlagen sind sachgerecht. Die Bewertungsannahmen sind angemessen. Die bilanzielle Folgebewertung und Ermittlung der Ergebniseffekte sind angemessen. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. August 2018 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 25 Jahren als Abschlussprüfer der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Frank Ellenbürger.
München, den 8. März 2019 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Voß, Wirtschaftsprüferin Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Münchener Rück AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
München, den 19. März 2019 Wenning Blunck Gartside Höpke Jeworrek Jurecka Pohlchristoph Rieß Röder Zusammengefasster LageberichtDer Lagebericht der Münchener Rück AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Konzerngeschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr 2018 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zusammengefasster nichtfinanzieller BerichtDie Münchener Rück AG setzt für das Geschäftsjahr 2018 die Anforderungen der europäischen Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie gemäß § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB über einen gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht um und veröffentlicht diesen separat, neben dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Münchener Rück AG, auf der Internetseite von Munich Re unter der Rubrik Corporate Governance www.munichre.com/cg-de. Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018Postenscroll
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AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenGrundlagen der BilanzierungDer Jahresabschluss und die Abschnitte des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts, die sich auf die Münchener Rück AG beziehen, wurden nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) unter Beachtung konservativer Bewertungsgrundsätze erstellt. Immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der zulässigen planmäßigen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. KapitalanlagenWir bewerten den bebauten Grundbesitz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der zulässigen linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. Unbebaute Grundstücke werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert und unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Im Falle von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen (Teilwertabschreibungen) auf den beizulegende Wert eines Grundstücks vor. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten; erforderliche Abschreibungen auf einen auf Dauer niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Namensschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie andere Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie andere Kapitalanlagen bewerten wir zu den Anschaffungskosten oder wir legen ihnen den niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag zugrunde. Wertpapiere, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, wurden zwar nach § 341b HGB klassifiziert, aber trotz des Wahlrechts gemäß dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für unsere gesamten Kapitalanlagen haben wir die niedrigeren Wertansätze aus den Vorjahren dann beibehalten, wenn es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Sofern zum Bilanzstichtag der Verkehrswert nachhaltig über den letztjährigen Wertansätzen lag, haben wir Zuschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen, wobei die Anschaffungskosten beziehungsweise die fortgeführten Anschaffungskosten die Wertobergrenze bilden. ForderungenDie Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen weisen wir mit dem Nennwert aus, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen. Sonstige VermögensgegenständeVorräte haben wir mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu Anschaffungskosten unter Abzug von zulässigen Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir über eine Laufzeit von fünf Jahren linear ab. SteuerabgrenzungFür die Berechnung der latenten Steuern wird über die Steuerrechtskreise hinweg eine Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen und Verlustvorträge vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB haben wir nicht ausgeübt. Ein über den Saldierungsbetrag hinausgehender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. Für das Unternehmen wesentlich sind die in Deutschland bestehenden temporären Differenzen. In Deutschland übersteigen die abzugsfähigen die zu versteuernden temporären Differenzen um 8.181 Millionen €. Die abzugsfähigen temporären Differenzen ergeben sich vor allem aus gebuchten Wertminderungen in den Kapitalanlagen, welche aufgrund der strengeren Bestimmungen in der Steuerbilanz nicht ansatzfähig waren, sowie aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die in der Steuerbilanz tendenziell niedriger bewertet werden als in der Handelsbilanz. Daneben bestehen noch abzugsfähige temporäre Differenzen aus immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der umfassenderen Aktivierung von selbst erstellten EDV-Programmen in der Steuerbilanz. Die bestehenden zu versteuernden temporären Differenzen sind im deutschen Steuerrechtskreis dagegen von untergeordneter Bedeutung. Der für den deutschen Steuerrechtskreis anzuwendende latente Steuersatz beträgt gerundet 33,0%. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8% und der Gewerbesteuer von 17,2% zusammen. Der anzuwendende Steuersatz in der kanadischen Betriebsstätte beträgt 26,5%, in unserer Betriebsstätte im Vereinigten Königreich 19,0%, in der australischen Betriebsstätte 30,0% und in der italienischen Betriebsstätte 30,8%. Die Münchener Rück AG hat insgesamt steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.394 Millionen €, welche in Höhe von 1.381 Millionen € auf den deutschen Steuerrechtskreis entfallen. Die restlichen Verlustvorträge sind in den ausländischen Betriebsstätten entstanden. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.492 Millionen € werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht sein. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDie Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wird unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind", mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte den Betrag der Verpflichtung, so ist der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert zu aktivieren. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen bilden wir nach handelsrechtlichen Erfordernissen. In allen Fällen haben wir dabei berücksichtigt, dass die dauernde Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sichergestellt ist. Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese ermitteln wir nach handelsrechtlichen Grundsätzen -teilweise anhand der Angaben unserer Zedenten, teilweise nach Pauschalsätzen. Soweit sich die Beitragsüberträge nach Pauschalsätzen bemessen, entsprechen diese langjährigen Erfahrungen und dem neuesten Kenntnisstand. Von der berechneten Beitragsübertragskomponente werden Kosten für Rückversicherungsprovisionen mit einem Anteil von 92,5% in Abzug gebracht. Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. In die Berechnung gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung, Storno sowie Kosten ein. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen werden dann angepasst, wenn die ursprünglichen Sicherheitsmargen als nicht mehr ausreichend anzusehen sind. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Diese werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gebildet, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlungen noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellungen betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die individuell bestimmte Rückstellungen gebildet werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, die noch nicht bekannt sind (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar grundsätzlich bekannt sind, aber deren Ausmaß sich später als umfangreicher darstellt, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwände für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Parameter) berücksichtigt und geeignete versicherungsmathematische Methoden angewendet. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden nicht abgezinst, sondern mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der Posten "Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen" enthält, soweit dies handelsrechtlich vorgeschrieben und zulässig ist, die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre und die Rückstellungen für Großrisiken. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen solche für Gewinnanteile sowie für drohende Verluste. Rückstellungen für drohende Verluste werden dann gebildet, wenn in einem Versicherungsbestand die künftigen Beiträge und das anteilige Ergebnis aus Kapitalanlagen voraussichtlich nicht ausreichen, die zu erwartenden Schäden und Kosten zu decken. Im Geschäftsjahr 2018 wurde in dem Versicherungszweig Kraftfahrt eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen, die auf das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft entfallen, kalkulieren wir so, wie dies vertraglich vereinbart ist. Andere RückstellungenAufgrund der unter gewissen Voraussetzungen vorgeschriebenen Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (siehe "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") ist -sofern diese Voraussetzungen vorliegen -eine Pensionsrückstellung nur noch in der Höhe auszuweisen, in welcher der Verpflichtungsbetrag die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände übersteigt. Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen einen Abzinsungssatz, der gemäß der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 nunmehr auf einer Durchschnittsbildung über zehn Jahre beruht. Vor diesem Hintergrund und nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie unter Nutzung des Wahlrechts von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, bei dem eine Duration von 15 Jahren unterstellt wird, wurde zum 31. Dezember 2018 ein Rechnungszins in Höhe von 3,21% angewandt. Zum gleichen Stichtag wurden die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und für Jubiläumszahlungen hingegen mit einem Abzinsungssatz von 2,32% berechnet, der sich bei einer Durchschnittsbildung über sieben Jahre ergibt. Für die zukünftige Entwicklung bestehender Anwartschaften wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 3,00% angenommen. Zudem werden für die zukünftige Entwicklung laufender Renten Erhöhungen zwischen 1,00% und 2,00% angenommen. Aufgrund von Untersuchungen im Rentnerbestand wurden die Sterblichkeiten in den verwendeten Richttafeln Heubeck 2005 G modifiziert. Die Berechnung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgte anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Die übrigen Rückstellungen bilden wir in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Ihrer Laufzeit entsprechend verwenden wir zur Abzinsung die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Durchschnittsbildung über sieben Jahre. VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeiten, die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen wir mit ihrem Erfüllungsbetrag an. Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten für WährungsrisikenGrundsätzlich erfassen wir alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung und stellen diese umgerechnet zum aktuell gültigen Tageskurs in Euro dar. Die fortgeführten Fremdwährungswerte in der Bilanz werden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum Jahresende neu bewertet. Pro Währung werden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie kongruent bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva, Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Die Umrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, werden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen werden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und ebenfalls grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergaben sich nachhaltige Überdeckungen ausschließlich beim kanadischen Dollar. Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten haben wir die Durchbuchungsmethode angewendet. Nicht nachhaltige Überdeckungen sowie (nachhaltige und nicht nachhaltige) Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheiten pro Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden deshalb im Einklang mit § 256a HGB bewertet. Gleiches gilt für Rückstellungen, deren Restlaufzeit für die Nichtbeachtung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips jedoch unerheblich ist. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige BewertungseinheitenNeben den oben dargestellten Bewertungseinheiten für Währungsrisiken haben wir für zwei eingehende Rückversicherungsverträge und zwei gegenläufige Retrozessionsverträge zu einem Nominalvolumen von umgerechnet 184 Millionen € ebenfalls das Wahlrecht nach § 254 HGB ausgeübt, die ökonomische Sicherungsbeziehung durch Bildung zweier Bewertungseinheiten bilanziell nachzuvollziehen. Wie im Risikobericht des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts dargestellt, werden darüber hinaus im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche weitere Risiken durch ökonomische Sicherungsbeziehungen abgesichert. Diese werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen. Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva1, 2 Immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagenscroll
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Der Anlagespiegel wird zu Stichtagskursen vom 31. Dezember 2018 dargestellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vor allem um entgeltlich erworbene Versicherungsbestände und Software. Die entgeltlich erworbenen Lebensrückversicherungsbestände wurden im Berichtsjahr mit 19 Millionen € planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert der eigengenutzten Grundstücke und Bauten betrug 203 Millionen €. Von unseren Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) mit einem Buchwert von insgesamt 64.296 Millionen € waren 2.579 Millionen € bei Zedenten oder ausländischen Regierungen hinterlegt oder der Verwaltung durch Treuhänder unterstellt, die wir ernannt haben. Die anderen Kapitalanlagen umfassten vor allem liquide Mittel und enthielten einen Bestand an physischem Gold von 372 Millionen €. scroll
Derivative Finanzinstrumente (Derivate) sind vertragliche Vereinbarungen, die sich auf einen bestimmten Basiswert beziehen. Derivate bewerten wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Upfront-Zahlungen werden aktiviert und über die Laufzeit amortisiert. Die Buchwerte der Versicherungsderivate (Swap-Verträge, Optionen sowie in Cat Bonds eingebettete Derivate) leiten sich von den Marktwerten der entsprechenden Basiswerte ab. Um die beizulegenden Zeitwerte von nicht börsengehandelten Derivaten zu ermitteln, wurden anerkannte Bewertungsmethoden verwendet. Einzelheiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. scroll
Der Zeitwert der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) betrug 76.515 Millionen €. Der Buchwert lag bei 64.296 Millionen €. Hieraus ergeben sich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 Bewertungsreserven von 12.220 Millionen €. Die Bewertungsreserven enthalten stille Lasten aus Grundstücken und Bauten von 4 Millionen €. Aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde von einer Abschreibung abgesehen. Die Bewertungsreserven enthalten zudem nicht bonitätsinduzierte stille Lasten aus sonstigen Ausleihungen von 4 Millionen €. Aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde ebenfalls von einer Abschreibung abgesehen. Die Bewertungsreserven enthalten ferner stille Lasten in Höhe von 20 Millionen € aus anderen Kapitalanlagen, welche durch die Bildung zweier Bewertungseinheiten neutralisiert werden. Zeitwerte des bebauten Grundvermögens ermitteln wir einmal im Jahr und geben in der Regel Ertragswerte an. Unbebaute Grundstücke bewerten wir unter Zugrundelegung des aktuellen Bodenrichtwerts. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verwenden wir die Börsenkurse am Bilanzstichtag, sofern Börsennotierungen vorhanden sind. Liegen keine Kurse vor, berechnen wir Ertragswerte oder verwenden Net-Asset-Values. Den Zeitwert börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere ermitteln wir anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag. Bei nicht börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren bestimmen wir die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip auf Basis von Zinsstrukturkurven. Bewertungsreserven der Kapitalanlagenscroll
Die Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2018 bei mehreren inländischen und ausländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10%, wobei der Schwerpunkt auf Aktienfonds lag. Angaben gemäß §285 Nr. 26 HGBscroll
3 Angaben zum Anteilsbesitz4 RechnungsabgrenzungspostenDer Posten schließt einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB von 18 Millionen € für Verbindlichkeiten ein. 5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungEinem Erfüllungsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtungen von insgesamt 1.204 Millionen € stand ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 1.599 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 450 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 55 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen knapp 1.301 Millionen €. Der Ertrag dieser Vermögensgegenstände betrug im Geschäftsjahr 60 Millionen €. Der Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen und vergleichbar langfristig fälliger Verpflichtungen betrug insgesamt 130 Millionen €. Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus der Pensionsverpflichtung und dem zu verrechnenden Deckungsvermögenscroll
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva6 EigenkapitalDas Grundkapital von 587.725.396,48 € gliederte sich zum 31. Dezember 2018 in insgesamt 149.538.477 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Zusammensetzung des genehmigten Kapitals: scroll
Zusammensetzung des bedingten Kapitals: scroll
Vom gezeichneten Kapital wurde in Höhe von 15 Millionen € der rechnerische Wert der am 31. Dezember 2018 im Bestand befindlichen eigenen Anteile offen abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert hinausgehende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile von 682 Millionen € wurde von den Gewinnrücklagen abgezogen. Aus dem Jahresüberschuss 2018 wurden durch den Vorstand 824 Millionen € in die Gewinnrücklagen eingestellt. In den Gewinnrücklagen war eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von 15 Millionen € enthalten. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres enthielt einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 47 Millionen €. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (297 Millionen €), dem Unterschiedsbetrag aus der veränderten Durchschnittsbildung bei der Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen in Folge der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 (153 Millionen €) sowie der genannten Rücklage für eigene Anteile unterliegen insgesamt 465 Millionen € einer Ausschüttungssperre. Am 31. Dezember 2018 waren 3.741.099 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von rund 15 Millionen € im Bestand der Münchener Rück AG. Das entsprach einem Anteil am derzeitigen Grundkapital von 2,5%. Die Münchener Rück AG kaufte im Berichtsjahr 5.462.053 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 6. April 2018 beendete Aktienrückkaufprogramm 2017/2018 und das am 15. März 2018 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2018/2019, das den Erwerb von Aktien bis zu 1.000 Millionen € bis zur Hauptversammlung 2019 vorsieht. Der Vorstand der Münchener Rück AG hat dabei von der am 25. April 2018 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung Gebrauch gemacht. Vom 8. Juni 2018 bis zum 31. Dezember 2018 wurden 3.741.099 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 186,25 € im Rahmen dieses neuen Programms erworben. Im Rahmen des Rückkaufprogramms 2017/2018 wurden vom 1. Juni 2017 bis zum 6. April 2018 5.489.431 Aktien der Münchener Rück AG über die Börse erworben. Davon wurden 1.720.954 Aktien (1,1 % des damaligen Grundkapitals) zu einem Durchschnittskurs von 183,88 € im Kalenderjahr 2018 erworben. Alle eigenen Aktien aus diesem Rückkaufprogramm wurden am 25. April 2018 im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals durch Anpassung des rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien eingezogen. Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 696.764.312,27 €. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden im Berichtsjahr 1.286 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 8,60 € je gewinnberechtigte Aktie. Der Gesellschaft liegen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen nach § 33 WpHG vor (Stand 31. Dezember 2018): BlackRock Inc., Wilmington, DE, USA, informierte uns am 5. November 2018 mit einer freiwilligen Konzernmitteilung nach §§ 33, 34, 37 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 15. August 2018 7,17% betragen hatte (dies entspricht 10.716.085 Stimmrechten). Diese Aktien wurden der BlackRock Inc. nach § 34 WpHG zugerechnet. Keine ihrer Tochtergesellschaften hielt gemäß der Information der BlackRock Inc. unmittelbar 3% oder mehr der Stimmrechte an unserer Gesellschaft. 7 Nachrangige VerbindlichkeitenAm 7. Mai 2018 haben wir unsere Nachranganleihe 2003/2028 mit einem ausstehenden Nominalvolumen von 300 Millionen £ gekündigt und am 21. Juni 2018 vollständig getilgt. Die 2011 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.000 Millionen € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden. Wir platzierten am 15. November 2018 bei einem Übernahmekonsortium mit Erfüllungstag am 22. November 2018 eine Nachranganleihe in Höhe von 1.250 Millionen €. Diese hat eine Laufzeit bis 2049 und kann am 26. Mai 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. Nachrangige Verbindlichkeitenscroll
Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 3.651 Millionen € beträgt mehr als fünf Jahre. Die Nachranganleihen der Münchener Rück AG erhielten von den führenden Ratingagenturen folgende Noten: Anleihenratingsscroll
8 Versicherungstechnische Rückstellungen nach Versicherungszweigenscroll
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Die dargestellten Schadenrückstellungen mit Stichtag 31. Dezember 2018 als wesentlicher Bestandteil der versicherungstechnischen Rückstellungen sind sowohl von Zahlungen beeinflusst, die im Berichtsjahr geleistet wurden, als auch von Aufwendungen zur Erhöhung bzw. Erträgen aus der Verringerung der Rückstellungen. Die Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr abzüglich der im selben Jahr bereits geleisteten Zahlungen erhöhten die Rückstellungen. Die Rückstellungen für die Vorjahre reduzierten sich um die Zahlungen, die im Berichtsjahr für diese Jahre geleistet wurden. Rückstellungen werden auf Basis der Schadeninformationen und -erfahrungen der Vergangenheit sowie Einschätzungen der zukünftigen Schadenentwicklung bestimmt. Insofern sind die Rückstellungswerte bestmögliche Schätzungen. Damit geht jedoch einher, dass sich die Schätzungen ändern, wenn das Wissen über die Schadenfälle im laufenden Berichtsjahr zunimmt. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 35 Millionen €. 9 Andere RückstellungenZum 31. Dezember 2018 betrug die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor Saldierung 1.204 Millionen €. Dem stand ebenfalls vor Saldierung ein Vermögen von 1.599 Millionen € entgegen. Nach Saldierung ergab sich zum 31. Dezember 2018 für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 450 Millionen € und eine residuale Pensionsrückstellung von 55 Millionen €. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen stand einem Erfüllungsbetrag von 79 Millionen € ein zu verrechnendes Vermögen von 29 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich sowohl eine Rückstellung in Höhe von 51 Millionen € als auch ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 2 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen 30 Millionen €. Fast alle Mitarbeiter haben für sich und ihre Hinterbliebenen Versorgungszusagen erhalten, die von der Gesellschaft selbst, von der Münchener Rück Versorgungskasse und dem Allianz Pensions Management e.V. zu erfüllen sind. Für weitere am Bilanzstichtag noch nicht fällige Personalaufwendungen wurden Rückstellungen von 330 Millionen € gebildet. Aus Derivaten ergaben sich Drohverlustrückstellungen von 183 Millionen €. 10 Sonstige VerbindlichkeitenDer Gesamtbetrag der grundpfandrechtlich gesicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf unter 1 Million €. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 11 BewertungseinheitenFolgende ökonomische Sicherungsbeziehungen wurden bilanziell durch Bildung von Bewertungseinheiten zum 31. Dezember 2018 nachvollzogen: scroll
Angaben zur Effektivitätscroll
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung12 Ergebnis der Rückversicherung nach Versicherungszweigenscroll
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13 Technischer ZinsertragDen technischen Zinsertrag haben wir gemäß § 38 Rech-VersV berechnet und von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung übertragen. 14 PersonalaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen bezogen folgende Personalaufwendungen mit ein: scroll
15 Erträge aus KapitalanlagenDie Zuschreibungen resultierten aus der Wertaufholung aufgrund von nicht mehr gebotenen außerplanmäßigen Abschreibungen. 16 Aufwendungen für KapitalanlagenVon den Abschreibungen entfielen -711 Millionen € auf außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. 17 Steuerliche BilanzierungseinflüsseSteuerliche Bilanzierungseinflüsse bestehen nicht. 18 Mid-Term Incentive PlanDie Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt und der maximale Auszahlungsbetrag somit auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert. Mid-Term Incentive Pläne 2015-2018 der Münchener Rück AGscroll
Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Aufwand in Höhe von -21 Million € aus den Mid-Term Incentive Plänen erfasst. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Rückstellung 36 Millionen €. 19 Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungAus der Währungsumrechnung wurden unter den sonstigen Erträgen 203 Millionen € und unter den sonstigen Aufwendungen -524 Millionen € erfasst. 20 Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von RückstellungenIn den sonstigen Aufwendungen sind -8 Millionen € aus der Auflösung der Abzinsung der Steuerreserve erfasst. 21 VergütungsberichtDie Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 18,2 Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen insgesamt 2,8 Millionen €; darin enthalten sind 0,2 Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 10,9 Millionen €. Hierin enthalten ist eine Entschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot eines früheren Mitglieds des Vorstands von 2,3 Millionen €. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben keine weiteren personalaufwandswirksamen Pensionsansprüche erworben. Nach Abzug der für die bestehenden Pensionsverpflichtungen separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag residual keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Der Wert der Verpflichtung beträgt 152,8 Millionen €. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. 22 Organe der GesellschaftZuständigkeiten und Mandate der Vorstandsmitgliederscroll
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Stand: 31.12.2018; dargestellt sind Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
bei inländischen Gesellschaften und Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen
Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen. Aufsichtsrat und von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltene Mandatescroll
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Stand: 31.12.2018. 23 MitarbeiterzahlIm Geschäftsjahr 2018 haben wir in München und bei unseren ausländischen Stützpunkten durchschnittlich 4.086 Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 3.633 Mitarbeiter im Inland und 454 Mitarbeiter im Ausland. 24 AbschlussprüferhonorareDas Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Münchener Rück AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen unserer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen (insbesondere die Prüfung der Solvenzübersicht). Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen und projektbegleitende IT-Prüfungen sowie eine vertraglich vorgesehene Prüfung zur Wirksamkeit von Kontrollen einer Servicegesellschaft. Andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungsleistungen sowie freiwillige Prüfungsleistungen, insbesondere Prüfungen von Compliance Management Systemen nach IDW PS 980, und gesetzlich verpflichtete Bestätigungsleistungen zur Einreichung bei Behörden. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen qualitätssichernde Unterstützungsleistungen sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit bilanziellen Fragestellungen, der Einführung regulatorischer Vorgaben oder der Einführung neuer Bilanzierungsstandards jeweils basierend auf von uns vorgelegten Lösungen und Konzepten. Zudem wurden durch den Abschlussprüfer administrative Unterstützung sowie im kleinen Umfang DatenverwahrungsDienstleistungen erbracht. Weitere Informationen zu den Abschlussprüferhonoraren finden Sie im Konzerngeschäftsbericht 2018 von Munich Re. 25 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Münchener Rück AG hat für gewisse Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsbeziehungen der Munich American Reassurance Company (MARC Life) eine Ausfallhaftung übernommen. Die Münchener Rück AG verpflichtet sich gegenüber zwei ausländischen Tochtergesellschaften, bei deren Ausfall Zahlungen im Rahmen bestimmter Versicherungsverträge zu erfüllen. Für drei ausländische Tochterunternehmen und eine Niederlassung haben wir die Haftung für Büromieten in Höhe eines Gesamtbetrags von umgerechnet knapp 6 Millionen € p.a. übernommen. Beim Kauf und beim Verkauf von Investments haben wir ein befristetes Garantieversprechen abgegeben, welches die Richtigkeit einzelner kaufvertraglich zugesicherter Eigenschaften betrifft. Zum Teil enthält diese Garantie zusätzlich eine Pflicht zum Nachteilsausgleich. Die Münchener Rück AG stellt für drei Tochterunternehmen Bürgschaften in Höhe von umgerechnet rund 33 Millionen € für finanzielle Verpflichtungen. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft sowie der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft haben wir uns verpflichtet, wenn eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, im Rahmen unserer Quote dessen Leistungsverpflichtungen zu übernehmen. Im Falle einer Rückforderung öffentlicher Fördermittel in Höhe von insgesamt weit unter 1 Million € garantiert die Münchener Rück AG die ausreichende Kapitalausstattung eines Tochterunternehmens; zur Sicherung eines Rückerstattungsanspruchs in Höhe von etwas über 11 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG für andere Tochterunternehmen die Erfüllung der Zahlung. Für eventuelle unternehmensvertragliche Verpflichtungen eines Tochterunternehmens zum Verlustausgleich bei anderen Konzerngesellschaften hat die Münchener Rück AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung aus drei Verträgen übernommen (maximal 300 Millionen € je Anspruch im ersten und jeweils maximal 100 Millionen € je Anspruch im zweiten und im dritten Vertrag). Zusätzlich ist die Münchener Rück AG eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einer Beteiligung von umgerechnet rund 29 Millionen € eingegangen. Bei den genannten Sachverhalten ist nicht mit einem erhöhten Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf 1.449 Millionen € (davon 1.174 Millionen € gegenüber verbundenen Unternehmen). Sie ergeben sich insbesondere aus Einzahlungsverpflichtungen in mehrere Investmentfonds und Tochtergesellschaften, abgeschlossenen Geschäftsbesorgungs- und Leasingverträgen, Kreditzusagen sowie begonnenen Investitionsvorhaben. 26 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München haben im November 2018 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und über das Internet unter www.munichre.com/ cg-de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 27 Ereignisse nach dem BilanzstichtagAus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2018 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2019 weitere 0,7 Millionen Aktien im Wert von 138 Millionen € zurückgekauft. 28 Gewinnverwendungsvorschlag Der Bilanzgewinn, über den die Hauptversammlung verfügen kann, beträgt 1.383.230.912,25 €. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 9,25 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 gemäß § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGBBei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB. Die Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften, überwiegend denen zum 31. Dezember 2017, entnommen. Sollten diese nicht verfügbar sein, wurden die für Konsolidierungszwecke erstellten IFRS-Werte (HB II) verwendet. scroll
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Bei diesem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2019. Der Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, MünchenVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München (im Folgenden auch Münchener Rück AG) -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/ Unfall-GeschäftZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden/Unfall beträgt zum Bilanzstichtag EUR 34.934 Millionen, wovon EUR 12.969 Millionen auf die Sparte Haftpflicht entfallen. Großschäden aus Naturkatastrophen haben das Geschäftsjahr mit EUR 1.316 Millionen belastet. Die Ermittlung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich aus den Angaben der Vorversicherer und aus der Anwendung von versicherungsmathematischen Verfahren nach statistischen Methoden, die eine ausreichend lange Datenhistorie und Stabilität der beobachteten Daten erfordern. Hierbei fließen Annahmen über Prämien, Endschadenquoten, Abwicklungszeiträume, -faktoren und -geschwindigkeit ein, die auf Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der versicherungsmathematischen Verfahren und weiterer Informationen in Bezug auf die mit den Berechnungen verbundenen Unsicherheiten bestimmt das Management final die Höhe der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Die handelsrechtliche Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu bewerten. Großschäden werden bei der Bewertung der Rückstellung gesondert betrachtet. Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere in Bezug auf den Eintritt sowie die Höhe und Geschwindigkeit der Abwicklung von Großschäden, die langfristige Schadenentwicklung, vor allem in den Haftpflichtsparten, und in Bezug auf die Schätzung von speziellen Schadenszenarien, wie Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden. Insbesondere bei Großschäden kann es längere Zeit dauern, bis sämtliche Schadenmeldungen der Zedenten eingegangen sind. Soweit noch keine ausreichenden Schadenmeldungen vorliegen, werden die Rückstellungen für diese Großschäden anhand von internen Analysen zum Marktschaden und der eigenen Betroffenheit auf Basis der gegebenen Deckungen geschätzt. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungAls Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Schadenaktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/ Unfall-Geschäft ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen (einschließlich derjenigen zu den Großschäden) sind angemessen abgeleitet worden. Bewertung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und KrankenHinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken umfassen im Wesentlichen die Deckungsrückstellungen mit EUR 9.333 Millionen und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit EUR 1.873 Millionen. Die Bewertung der Deckungsrückstellung basiert auf dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip und leitet sich vom Barwert der zukünftigen Leistungen abzüglich der zukünftigen Beiträge ab. Die Wahl der verwendeten Rechnungsgrundlagen erfolgt gemäß handelsrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Münchener Rück AG übernimmt die Werte aus den Abrechnungen der Zedenten oder führt eine eigene Bewertung durch, sofern ausreichend Daten vorliegen. In Fällen, in denen die Münchener Rück AG zu der Einschätzung gelangt, dass die aufgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen nach HGB nicht ausreichend vorsichtig bemessen sind, erfolgen Nachreservierungen auf Basis eigener Annahmen. Unsicherheiten bestehen im Wesentlichen bei der Schätzung der Bewertungsparameter, insbesondere in Bezug auf die als realistisch anzusehenden biometrischen Rechnungsgrundlagen wie Wahrscheinlichkeiten für Sterblichkeit, Sterblichkeitstrend oder Invalidität sowie sozioökonomischen Faktoren wie angenommene Verhaltensweisen der Versicherungsnehmer, z. B. Storno. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird in der Lebensrückversicherung im Wesentlichen auf Basis der Aufgaben der Zedenten bilanziert. Bei ausreichender Datenlage oder fehlenden Zedentenmeldungen werden eigene Bewertungen durchgeführt. Im Krankengeschäft wird die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle selbst auf Basis von Schadenerfahrung und Expertenschätzung gerechnet. Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere im Krankengeschäft in Bezug auf Anzahl und Höhe der eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten Schadenfälle. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungAls Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der oben genannten Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken Aktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDas Vorgehen zur Bewertung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und Kranken ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen sind angemessen abgeleitet worden. Bewertung der Anteile an verbundenen UnternehmenHinsichtlich der Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag betragen EUR 32.703 Millionen und stellen einen bedeutsamen Teil der Kapitalanlagen dar. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser beizulegende Wert wird grundsätzlich auf Basis von Ertragswert- oder Discounted Cashflow Verfahren bestimmt. Liegt der beizulegende Wert nachhaltig über dem Wertansatz des Vorjahres, so ist eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten vorzunehmen. Bei der Bewertung sind eine Reihe ermessensbehafteter Parameter festzulegen. Wesentliche Einflussfaktoren für die Bewertung sind die Bestimmung der Cashflow-Projektionen, Diskontierungssätze sowie Wachstumsraten. Dabei ist sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die nachhaltige Kapitalanlagenrendite zu bestimmen. Die Festlegung des Diskontierungssatzes erfordert insbesondere Ermessen bei der Bestimmung des Risikoaufschlags und des Beta-Faktors, gleiches gilt für die Wachstumsrate. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungAls Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen Bewertungsspezialisten eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. Die bilanzielle Folgebewertung und Ermittlung der Ergebniseffekte sind angemessen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. August 2018 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 25 Jahren als Abschlussprüfer der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Frank Ellenbürger.
München, den 8. März 2019 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Voß, Wirtschaftsprüferin Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
München, den 19. März 2019 Wenning Blunck Gartside Höpke Jeworrek Jurecka Pohlchristoph Rieß Röder Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2018 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse nahmen an mehr als der Hälfte der jeweiligen Sitzungen teil. Die durchschnittliche Teilnahmequote sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats lag im Berichtszeitraum bei 98%. Einzelheiten zur individualisierten Offenlegung der Sitzungsteilnahme finden Sie unter www.munichre.com/Aufsichtsrat. Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren zu keinem Zeitpunkt erforderlich. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und VorstandDer Vorstand bezog uns in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ein. In den Sitzungen diskutierten wir ausführlich alle Berichte des Vorstands. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re. Der Vorstand hat seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt. Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah über wichtige Ereignisse im Konzern, wie den Verlauf der Erneuerung der Schaden-/Unfall-Rückversicherungsverträge sowie den Erwerb des auf dem Gebiet des industriellen Internet der Dinge (loT) tätigen Technologieunternehmens Relayr durch das US-amerikanische Tochterunternehmen Hartford Steam Boiler. Zur Vorbereitung der Sitzungen fanden regelmäßig separate Gespräche der Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer mit dem Vorstandsvorsitzenden statt. Zwischen den Sitzungen führte ich regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Wenning. Dabei erörterten wir unter anderem Fragen der strategischen Ausrichtung und des Risikomanagements sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses stand Henning Kagermann auch außerhalb der Sitzungen in regem Kontakt mit dem für die konzernweite Rechnungslegung zuständigen Vorstandsmitglied Jörg Schneider. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumIm Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Regelmäßig und eingehend erörterten wir mit dem Vorstand den Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen. Hierbei gingen wir intensiv auf strategische Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die Kapitalanlagen des Unternehmens; dabei wurden die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte sowie deren Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens eingehend thematisiert. Wir haben den Vorstand außerdem in für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens wichtigen Belangen, wie der Digitalisierungs- und Wachstumsstrategie, der Kapitalanlagestrategie und dem Transformationsprogramm, beraten. Ferner haben wir Vorstandsangelegenheiten auch in Abwesenheit des gesamten Vorstands erörtert. Darüber hinaus befassten wir uns 2018 in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit folgenden Themen: Am 14. März standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017, der zusammengefasste Lagebericht und der gesonderte nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht sowie die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2018 auf der Agenda. Ferner berieten und entschieden wir über die Verlängerung einer Vorstandsbestellung und legten die Details der Bewertungsmethodik für die Bemessungsgrundlage der mehrjährigen variablen Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstands fest. Zudem ließen wir uns über die weitere Entwicklung bei ERGO sowie über das gruppenweite Compliance-Management-System berichten. An dieser Sitzung nahmen routinemäßig Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Gäste teil. Am 24. April befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten, konkret mit der Bewertung der Jahres-Performance 2017 und der Mehrjahres-Performance 2015 bis 2017 der einzelnen Vorstandsmitglieder. Außerdem setzten wir uns mit einer Selbsteinschätzung der Mitglieder des Aufsichtsrats hinsichtlich ihrer Kenntnisse in Themenfeldern, die für die Beratung und Überwachung von Munich Re wichtig sind, auseinander. Das Gesamtkompetenzniveau hat sich im Vergleich zum Vorjahr -ausgehend von einem bereits guten Niveau -weiter verbessert. Demgemäß verfügt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Besonderheiten über eine angemessene Vielfalt an Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungen, um Munich Re professionell zu beraten und zu überwachen. Am 25. April, unmittelbar vor der Hauptversammlung, brachte uns der Vorstand auf den aktuellen Stand des Geschäftsverlaufs im Jahr 2018. Ferner nutzten wir die Sitzung für letzte Vorbereitungen der bevorstehenden Hauptversammlung. Am 17. Juli entschieden wir über die Vorstandsbestellung von Christoph Jurecka zum 1. Januar 2019 als Nachfolger von Jörg Schneider, der zum 31. Dezember 2018 in den Ruhestand trat, sowie über Änderungen der Geschäftsverteilung für den Vorstand. Zudem beschlossen wir, den gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht für das Geschäftsjahr 2018 freiwillig extern inhaltlich prüfen zu lassen. Uns wurde über aktuelle und strategische Themen sowie über die von Munich Re ergriffenen Maßnahmen zum Schutz gegen Cyberrisiken berichtet. Ferner informierte uns der Vorstand über das Kapitalanlagemanagement bei Munich Re und die geplante Etablierung eines Chief Investment Officers. Am 18. Oktober standen Corporate-Governance-Themen auf der Tagesordnung: die Beschlussfassungen über die Änderung der Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss und über die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie das Ergebnis der diesjährigen Effizienzprüfung. Weitere Themen waren die Vorlage des gruppenweiten Vergütungsberichts 2017 gemäß Solvency II und Versicherungs-Vergütungsverordnung sowie die Aktualisierung der Munich Re - Group Compensation Policy gemäß Solvency II. Der Vorstand informierte uns ferner über die IoT-Geschäftsstrategie von Munich Re. Am 13. Dezember beschlossen wir die Vorstandsbestellung von Nicholas Gartside sowie die entsprechende Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand. Wir legten nach eingehender Beratung zudem die Höhe der Vorstandsvergütung ab 2019 sowie die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung 2019 fest. Das zum 1. Januar 2018 neu eingeführte Vergütungssystem, welches von der Hauptversammlung am 25. April 2018 gebilligt wurde, wurde hierdurch nicht verändert. Außerdem beschlossen wir Änderungen der Richtlinie zu Gehaltsnebenleistungen und erörterten im Rahmen des jährlichen Berichts zur Risikolage durch den Group Chief Risk Officer die Risikostrategie des Konzerns. Der Vorstand berichtete zudem über die Konzernplanung 2019 bis 2021. Außerdem stellte uns der Vorstand den Konzernpersonalbericht 2017/2018 vor und berichtete über Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern. Ferner informierte er uns über die Wachstumsstrategie in der Rückversicherung insgesamt sowie über das Rückversicherungswachstum im Geschäftsbereich "Asia Pacific and Africa". Außerdem wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. In Vorbereitung auf die geplante Emission einer Nachranganleihe wurde der Abschlussprüfer für die prüferische Durchsicht des Quartalsfinanzberichts für das dritte Quartal 2018 bestellt. Außerdem wurde vor dem Hintergrund der gesetzlich erforderlichen Abschlussprüferrotation auf Empfehlung des Prüfungsausschusses entschieden, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), München, als (Konzern-) Abschlussprüfer ab dem Geschäftsjahr 2020 auszuwählen. Arbeit der AusschüsseEs sind sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet, denen zum einen bestimmte Angelegenheiten zur Beschlussfassung übertragen sind und die sich zum anderen vorbereitend mit den im Aufsichtsratsplenum anstehenden Themen und Beschlüssen befassen. Über die Arbeit der Ausschüsse erstatteten deren Vorsitzende dem Plenum in jeder Aufsichtsratssitzung ausführlich Bericht. Einzelheiten zu den Aufgaben der Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Zusammensetzung finden Sie unter www.munichre.com/Aufsichtsrat. Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum siebenmal. Er bereitete im Wesentlichen die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, sofern sie nicht in die Zuständigkeit des zum 1. Januar 2018 eingerichteten Vergütungsausschusses fielen. Zunächst trafen Personal- und Vergütungsausschuss gemeinsam eine Regelung zur Zusammenarbeit der beiden Ausschüsse bei der Bewertung der variablen Vergütungskomponenten der Vorstandsmitglieder. Einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit des Personalausschusses stellte die Prüfung der fachlichen Eignung und der Zuverlässigkeit im Rahmen von zwei Neubestellungen von Vorstandsmitgliedern und der Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds dar. Darüber hinaus genehmigte der Personalausschuss die Übernahme von Aufsichtsrats-, Beirats- und vergleichbaren Mandaten durch Vorstandsmitglieder. Er befasste sich zudem mit der konzernweiten Nachfolgeplanung, vor allem soweit sie Vorstandsfunktionen betrifft. Der Vergütungsausschuss kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er bereitete insbesondere die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, soweit diese die Vergütungshöhe, die Festlegung der Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung und deren Bewertung sowie vergütungsrelevante Bestandteile der Vorstandsverträge betrafen. Darüber hinaus befasste er sich mit den Gehaltsnebenleistungen der Vorstandsmitglieder, die im Geschäftsbericht 2017 ausgewiesen waren. Der Ständige Ausschuss befasste sich in seinen fünf Sitzungen neben der Vorbereitung der jeweiligen Aufsichtsratssitzungen insbesondere mit Themen der Corporate Governance. Er führte für dieses Berichtsjahr eine Überprüfung der Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mittels Befragung der Mitglieder des Aufsichtsrats anhand eines umfangreichen Fragebogens durch. Nach Auswertung der Umfrage erörterte er das Ergebnis und verständigte sich auf wenige Optimierungsmaßnahmen, die der Aufsichtsratsvorsitzende dem Plenum vortrug. Der Ständige Ausschuss stellte fest, dass die Berichterstattung durch den Vorstand sowie die Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt effizient und angemessen sind. Regelmäßiger Berichtspunkt seitens des Vorstandsvorsitzenden waren Veränderungen in der Aktionärsstruktur sowie der Stand der Aktienrückkaufprogramme. Der Ständige Ausschuss setzte sich zudem in mehreren Sitzungen intensiv mit dem für das Geschäftsjahr 2017 erstmals zu erstellenden gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht auseinander. Auf Grundlage eines entsprechenden Beschlusses des Aufsichtsratsplenums hat der Ständige Ausschuss EY mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Berichts für das Geschäftsjahr 2018 beauftragt. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum neunmal. Außerdem fasste er einen Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren. An fünf Sitzungen nahm auch der Abschlussprüfer teil. Der Prüfungsausschuss erörterte in seinen Sitzungen eingehend den Jahresabschluss der Münchener Rück AG und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017. Des Weiteren befasste sich der Ausschuss eingehend mit der Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2018 und setzte sich zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich mit dem Halbjahresfinanzbericht 2018 sowie dem Quartalsfinanzbericht für das dritte Quartal 2018 auseinander. Er ließ sich regelmäßig über die wesentlichen ökonomischen Kennzahlen gemäß Solvency II informieren und erörterte in diesen Sitzungen die Quartalsberichterstattung an die Aufsicht. Eine weitere wichtige Aufgabe nahm der Ausschuss mit der stetigen Überwachung der Risikolage und des Risikomanagements des Unternehmens und der Erörterung der Risikostrategie wahr: Hierfür ließ er sich vom Group Chief Risk Officer -zusätzlich zu dessen vierteljährlichen schriftlichen Berichten -mehrmals ausführlich mündlich informieren. Darüber hinaus setze sich der Prüfungsausschuss mit den von Munich Re getroffenen Maßnahmen zum Schutz vor Cyberattacken auseinander. Auch der Inhaber der versicherungsmathematischen Funktion erläuterte in zwei Sitzungen den Bericht der versicherungsmathematischen Funktion von Munich Re (Gruppe). Regelmäßig wurden das interne Kontrollsystem und Themen der Compliance erörtert. Der Group Chief Auditor setzte die Ausschussmitglieder über das Ergebnis der Prüfungen 2017 und die Prüfungsplanung 2018 umfassend ins Bild. Darüber hinaus ließ sich der Ausschuss über einzelne, ihm vorgetragene Compliance-Fälle und Audit-Prüfungen regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nutzten ferner die Gelegenheit, sich in Abwesenheit des Vorstands regelmäßig sowohl untereinander als auch zusammen mit dem Group Chief Auditor, dem Group Chief Compliance Officer, dem Group Chief Risk Officer und dem Abschlussprüfer zu beraten. Zusätzlich fand bei Bedarf auch außerhalb der Sitzungen ein Austausch zwischen dem Prüfungsausschuss und dem Abschlussprüfer zu ausgewählten Themen statt. Der Prüfungsausschuss überprüfte und überwachte zudem intensiv die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Er ließ sich regelmäßig über die neu hinzugekommenen Tätigkeiten des Abschlussprüfers außerhalb der Abschlussprüfung sowie über die Auslastung der gesetzlichen Obergrenze zur Vergabe solcher Aufträge berichten. Weiterhin wurden dem Prüfungsausschuss die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) für das Geschäftsjahr 2018 vom Abschlussprüfer vorgestellt und erläutert. Darüber hinaus bereitete der Ausschuss für das Aufsichtsratsplenum die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 vor und legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest. Nach Beschluss des Plenums erteilte der Vorsitzende des Ausschusses der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (KPMG), München, den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2018 und beauftragte sie auch mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2018 und des Quartalsfinanzberichts für das dritte Quartal 2018. Gleichzeitig führte der Prüfungsausschuss nach intensiver Vorbereitung eine Ausschreibung des Abschlussprüfungsmandats ab dem Geschäftsjahr 2020 durch. Nach sorgfältiger Prüfung der Bewerber hat der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine begründete Empfehlung für zwei Vorschläge mit einer Präferenz für EY vorgelegt. Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum sechsmal. Er befasste sich intensiv mit der langfristigen Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats. In Vorbereitung auf die in der Hauptversammlung am 30. April 2019 anstehende Wahl von zehn Vertretern der Anteilseigner erstellte der Nominierungsausschuss Anforderungsprofile und beriet über die Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie über geeignete neue Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat. Außerdem befasste er sich mit der Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Bei der Suche und Evaluierung von Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigte der Ausschuss unter anderem die vom Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des Gremiums beschlossenen Ziele und den Kriterienkatalog. Der Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2018 nicht einberufen werden. Nachfolgeplanung des AufsichtsratsIn meiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich ab 2018 im Rahmen des Investorendialogs Gespräche mit Investoren und Stimmrechtsberatern geführt. Gegenstand der Gespräche war die auf der Hauptversammlung 2019 anstehende Wahl der Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat. Mit den Gesprächspartnern wurden insbesondere Fragen der Unabhängigkeit sowie der zeitlichen Verfügbarkeit der Kandidatinnen und Kandidaten diskutiert. Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die auf der nächsten Hauptversammlung als Vertreter der Anteilseigner zur Wahl stehen, haben gegenüber dem Gesamtaufsichtsrat bestätigt, dass sie den erforderlichen Zeitaufwand für die Aufsichtsratstätigkeit bei Munich Re und -sofern relevant -für Ausschusstätigkeiten aufbringen können. Von den erstmals zur Wahl stehenden Kandidaten verfügt Karl-Heinz Streibich über eine sehr hohe IT- und Digitalisierungsexpertise, Nikolaus von Bomhard zeichnet sich insbesondere durch seine umfassende Branchenexpertise und eine tiefe Kenntnis von Munich Re (Gruppe) aus. Der Aufsichtsratsvorsitz stellt eine Schlüsselposition dar und muss deshalb mit einer Person besetzt werden, die über besondere Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt. Der enge Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden und die Überwachung und Beratung der Geschäftsleitung erfordern ein tiefes Verständnis des Kerngeschäfts sowie ein sehr hohes Maß an Führungsqualitäten. Ich bin in voller Übereinstimmung mit dem Nominierungsausschuss und dem Aufsichtsrat der Überzeugung, dass Nikolaus von Bomhard aufgrund seiner exzellenten Expertise, die alle Teile der Wertschöpfungskette des komplexen Geschäftsmodells aus Rück- und Erstversicherung abdeckt, seiner allseits anerkannten und hochgeschätzten integren Persönlichkeit und seiner langjährigen Erfahrung als Vorstandsvorsitzender von Munich Re die Anforderungen an diese Position am besten erfüllt. Er wird seine Rolle, insbesondere auch in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden, im Sinne guter Corporate Governance wahrnehmen. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDer Aufsichtsrat achtet auf eine gute Unternehmensführung. So gaben wir zusammen mit dem Vorstand im November 2018 die jährlich erforderliche Erklärung gemäß § 161 AktG ab. Das Unternehmen hat allen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen. Wir bestätigten unsere Einschätzung, dass alle 20 Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig und frei von relevanten Interessenkonflikten zu betrachten sind. Einzelheiten hierzu sind im Corporate Governance Bericht aufgeführt. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Rechtmäßigkeit der Wahl von Ina Hosenfelder in den Aufsichtsrat wurde am 17. Juli 2018 eine Abstimmung über ihre Teilnahme an der Sitzung durchgeführt. Aufgrund ihrer unmittelbaren Betroffenheit nahm Frau Hosenfelder an dieser Abstimmung nicht teil. Munich Re bot den Mitgliedern des Aufsichtsrats 2018 zur gezielten Weiterbildung erneut eine interne Informationsveranstaltung an. Nahezu alle nutzten die Gelegenheit, sich zu ausgewählten Sachverhalten aus den Themenbereichen Rückversicherung und Risikomanagement zu informieren. Veränderungen im VorstandVorstandsmitglied Jörg Schneider ist mit Ablauf des 31. Dezember 2018 in den Ruhestand getreten. Zu dessen Nachfolger wurde zum 1. Januar 2019 Christoph Jurecka berufen, der die Verantwortung für die Zentralbereiche "Financial and Regulatory Reporting", "Group Controlling", "Integrated Risk Management", "Group Taxation" und "Investor and Rating Agency Relations" übernahm. Der Aufsichtsrat bestellte am 13. Dezember 2018 Nicholas Gartside zum Mitglied des Vorstands. Er wird ab 18. März 2019 als Chief Investment Officer das gesamte Asset-Management von Munich Re (Gruppe) verantworten. Veränderungen im AufsichtsratRon Sommer hat mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Kurt Bock wurde durch die Hauptversammlung am 25. April 2018 für die Dauer der restlichen Amtsperiode in den Aufsichtsrat gewählt. Ehemalige AufsichtsratsmitgliederAm 9. März 2018 verstarb Dr. Wolfgang Roller. Er gehörte dem Aufsichtsrat von Munich Re als dessen stellvertretender Vorsitzender von 1994 bis 1999 an. Wir haben ihm viel zu verdanken und trauern um eine herausragende Persönlichkeit. Wolfgang Mayrhuber verstarb am 1. Dezember 2018. Er gehörte dem Aufsichtsrat von 2002 bis 2016, zuletzt auch als Mitglied des Personalausschusses und des Ständigen Ausschusses, an. Für seine offene und konstruktive Zusammenarbeit bleiben wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir trauern um einen von uns sehr geschätzten Menschen und eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Jahres- und Konzernabschluss 2018, Berichterstattung nach Solvency II und nichtfinanzielle InformationenDer Abschlussprüfer, die KPMG, hat den Jahresabschluss der Münchener Rück AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2018 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der für die Durchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Frank Ellenbürger. Er war erstmals Auftragsverantwortlicher für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013. Die oben genannten Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns gingen umgehend den Aufsichtsratsmitgliedern zu. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 5. Februar 2019 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2018. Am 18. März 2019 bereitete er den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss vorab den Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Der Prüfungsausschuss hat sich insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Der Prüfungsausschussvorsitzende unterrichtete das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der Beratungen in der Bilanzsitzung. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss in seiner März-Sitzung mit den vorläufigen Eckdaten der Berichterstattung nach Solvency II, insbesondere mit der Solvency-II-Bedeckungsquote, und berichtete hierüber im Plenum. Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse der Münchener Rück AG und des Konzerns und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters - Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. Auf Basis dieser umfassenden Prüfung stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und erhob keine Einwendungen. Am 19. März 2019 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Ständige Ausschuss befasste sich am 13. Dezember 2018 und am 19. März 2019 mit dem gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht für das Geschäftsjahr 2018. Das Aufsichtsratsplenum prüfte den (Konzern-)Bericht ebenfalls am 19. März 2019 unter Berücksichtigung der Prüfungsergebnisse des externen Prüfers und nahm ihn zustimmend zur Kenntnis. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem erfolgreichen Geschäftsergebnis von Munich Re beigetragen.
München, den 19. März 2019 Für den Aufsichtsrat Bernd Pischetsrieder, Vorsitzender Deutscher Corporate Governance KodexEntsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz"Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2017 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht am 24. April 2017) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen."
München, im November 2018
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