![]() Telefónica Deutschland Holding AGMünchenKonzernzwischenbericht zum 30. Juni 2016 (Q1-Q2)Konzernzwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2016SHAPING THE LEADING DIGITAL TELCOTelefónica Deutschland im PorträtTelefónica Deutschland ist auf dem Weg, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen
in Deutschland zu werden. Als künftige Onlife Telco ist es der Anspruch des Unternehmens,
dass die Kunden die Errungenschaften der Digitalisierung künftig so nutzen können,
wie es zu ihren Wünschen, Vorlieben und Gewohnheiten passt. Gleichzeitig sollen die
Menschen die Hoheit über ihre Daten behalten und ihr digitales Leben souverän gestalten
können. Premiummarke des Unternehmens ist O2
. Im Rahmen seiner Mehrmarkenstrategie erreicht Telefónica Deutschland zudem über
zahlreiche Zweit- und Partnermarken, darunter Blau, BASE, AY YILDIZ und Ortel Mobile
sowie Aldi Talk und TCHIBO mobil zusätzliche Kundengruppen. Durch seine erfolgreiche
Mehrmarkenstrategie ist das Unternehmen ein führender Anbieter von Smartphone-Tarifen
und -Produkten. Dabei setzt Telefónica Deutschland durch innovative und kundenfreundliche
Lösungen Maßstäbe im deutschen Telekommunikationsmarkt. Darüber hinaus ist Telefónica
Deutschland der führende Anbieter von Wholesale-Diensten. Für große, multinationale
Geschäftskunden gibt es zudem das konzernübergreifende Angebot von Telefónica. Die nachfolgenden Zahlenangaben wurden nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen
gerundet. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls in
der Tabelle dargestellten Summen führen. Highlights 1. Halbjahr 2016Per Ende Juni 2016 verfügte Telefónica Deutschland über 48,6 Millionen Kundenanschlüsse,
ein Plus von 1,2% gegenüber dem Vorjahr. Grund hierfür ist der Anstieg der Mobilfunkanschlüsse
um 1,9% gegenüber dem Vorjahr auf 43,4 Millionen. Der mobile Postpaid-Bereich zeigte
weiterhin gutes Momentum und verzeichnete 520 Tausend Neuanschlüsse in den ersten
sechs Monaten und der Kundenstamm stieg im Jahresvergleich um 2,5% auf 19,6 Millionen
Anschlüsse per Ende Juni. Der Kundenstamm im mobilen Prepaid-Bereich belief sich per
Ende Juni auf 23,8 Millionen Anschlüsse (+1,3% gegenüber dem Vorjahr). Mobilfunkanschlüsse
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| Referenzwert für 2015 (in Millionen EUR) |
Ursprünglicher Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr in Prozent) |
Aktualisierter Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr in Prozent) |
|
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) | 5.532 | Leicht negativ bis weitgehend stabil | Leicht negativ |
| OIBDA (vor Sonder- und Spezialeffekten) | 1.760 | Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum | Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum |
| CapEx | 1.032 | Wachstum im niedrigen Zehnprozentbereich | Mittleres bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum |
| 1. Januar bis 30. Juni | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | % Veränd. |
| Umsatzerlöse | 3.691 | 3.849 | (4,1) |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen | 2.694 | 2.735 | (1,5) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) und Sonder- und Spezialeffekten1 | 860 | 831 | 3,5 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) | 1.170 | 845 | 38,3 |
| OIBDA-Marge | 31,7% | 22,0% | 9,7%-p. |
| Betriebsergebnis | 100 | (188) | >(100) |
| Periodenergebnis | 83 | (213) | >(100) |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)2 | 0,03 | (0,07) | >(100) |
| CapEx3 | (430) | (463) | (7,1) |
| Operating Cashflow (OIBDA-CapEx) | 740 | 383 | 93,3 |
| Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen4 und vor Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel | 599 | 102 | >(100) |
| Anschlüsse gesamt zum 30. Juni (in Tausend) | 48.605 | 48.041 | 1,2 |
| Mobilfunkanschlüsse (in Tausend) | 43.417 | 42.617 | 1,9 |
| Postpaid-Anteil (%) | 45,2% | 44,9% | 0,3%-p. |
| Gesamt-ARPU (in EUR) | 10,3 | 10,7 | (3,5) |
| Postpaid churn excl. M2M (%) | 1,7% | 1,7% | (0,0%-p.) |
| Anteil Datenumsatz ohne SMS am gesamten Datenumsatz (%) | 76,1% | 71,0% | 5,1%-p. |
| Anzahl Mitarbeiter zum 30. Juni | 9.085 | 10.447 | (13,0) |
| Zum 30. Juni 2016 |
Zum 31. Dezember 2015 |
% Veränd. | |
| Nettofinanzschulden5 | 1.356 | 1.225 | 10,8 |
| Verschuldungsgrad6 | 0,8x | 0,7x | 9,3 |
1
Sondereffekte umfassen per 30. Juni 2016 Restrukturierungskosten in Höhe von 37 Mio.
EUR und den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur von
Mobilfunkmasten an Telxius S.A. in Höhe von 352 Mio. EUR, während im gleichen Zeitraum
2015 ein einmaliger Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der yourfone GmbH erfasst wurde.
Spezialeffekte entsprechen zum 30. Juni 2016 den Auswirkungen, den der Telxius Deal
auf das OIBDA hatte (-6 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten von 2016), die in erster
Linie auf höhere Operating-Lease-Aufwendungen ab Mai 2016 zurückzuführen sind.
2
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde berechnet als Ergebnis nach Steuern dividiert
durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Höhe
von 2.975 Mio. innerhalb der Berichtsperioden 2016 und 2015.
3
Exklusive der Investitionen in Spektrum im Juni 2015 in Höhe von 1.198 Mio. EUR sowie
exklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten.
4
Der Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen ist definiert als die Summe
des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflow aus der Investitionstätigkeit
und wurde exklusive der geleisteten Zahlungen für die Investitionen in Spektrum im
Juni 2015 in Höhe von 978 Mio. EUR sowie exklusive der damit verbundenen geleisteten
Zinszahlungen berechnet.
5
Nettofinanzschulden beinhalten kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte
und zinstragende Finanzverbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten Handset-Forderungen
(kurzfristig: 327 Mio. EUR in 2016 und 321 Mio. EUR in 2015; langfristig: 132 Mio.
EUR in 2016 und 157 Mio. EUR in 2015), die positive Wertentwicklung des Fair Value
Hedge für festverzinsliche Finanzschulden (kurzfristig: 2 Mio. EUR in 2016 und 2 Mio.
EUR in 2015; langfristig: 15 Mio. EUR in 2016 und 12 Mio. EUR in 2015) sowie ausgegebene
Darlehen an Dritte (kurzfristig: 1 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015; langfristig:
0 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015)Kurzfristige und langfristige Finanzschulden
beinhalten ausgegebene Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen
(1.421 Mio. EUR in 2016 und 1.420 Mio. EUR in 2015), sonstige Darlehen (598 Mio. EUR
in 2016 und 501 Mio. EUR in 2015), Leasingschulden (kurzfristig: 73 Mio. EUR in 2016
und 180 Mio. EUR in 2015; langfristig: 17 Mio. EUR in 2016 und 32 Mio. EUR in 2015)
sowie kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig:
0 EUR in 2016 und 119 Mio. EUR in 2015).
Anmerkungen: Die Handset-Forderungen sind in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen ausgewiesen.
Die noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe
von 221 Mio. EUR (nach Aktivierung von Fremdkapitalkosten) sind in der Bilanz in den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten und daher nicht in der
Nettofinanzschuldenberechnung berücksichtigt.
6
Verschuldungsgrad ist definiert als Nettofinanzschulden geteilt durch das OIBDA für
die letzten zwölf Monate vor Sondereffekten.

Geopolitische Ereignisse wie die Ukraine-Krise und die Umwälzungen im Nahen Osten
bestimmten das internationale Börsengeschehen im ersten Halbjahr 2016. Für Kursrückgänge
sorgten dabei vor allem die konjunkturelle Schwäche in Asien und die Krise an den
internationalen Rohstoffmärkten mit einem Tief beim Ölpreis. Hinzu kamen terroristische
Angriffe in Paris, Brüssel und Istanbul. Zur Belebung der Konjunktur sowie zur Begegnung
der niedrigen Inflation im Euroraum, senkte die EZB den Leitzins im März erstmals
auf null Prozentpunkte und weitete das Anleihekaufprogramm aus. Zu den stärksten Verwerfungen
an den internationalen Kapitalmärkten kam es jedoch nach Volksentscheid des Vereinigten
Königsreichs zum sogenannten "Brexit".
Die deutsche Konjunktur zeigte ungeachtet dieser Ereignisse in den ersten sechs Monaten
2016 ein moderat stabiles Wachstum. Nach einem Tiefstand Anfang Februar erholte sich
der DAX wieder, brach jedoch nach dem Brexit-Votum erneut ein und beendete das erste
Halbjahr mit einem Rückgang von 9,9% auf 9.680 Punkten. Der Stoxx 600 schloss das
Halbjahr mit einem Minus von 9,8% ab. Der europäische Telekommunikationssektor verzeichnete
einen Rückgang von 12,7% und war damit leicht schwächer als der Gesamtmarkt.
Die Aktie von Telefónica Deutschland entwickelte sich in den ersten vier Monaten des
Jahres weitgehend im Einklang mit dem Sektor und den Märkten. Mit der Veröffentlichung
der vorläufigen Ergebnisse zum 1. Quartal 2016, die im Rahmen der Erwartungen lagen,
verzeichnete die Kursentwicklung dennoch getrieben durch kurzfristig orientiere Investoren
einen deutlich Rückgang. Dies ist insbesondere auf wachsende Unsicherheiten bezüglich
des aktuell dynamischen Marktumfelds zurückzuführen. Die Aktie beendete das erste
Halbjahr 2016 mit EUR 3,693; einem Minus von 24,5%.
| Aktientyp | Nennwertlose Namensaktie |
| Nominalwert je Aktie | 1,00 EUR |
| Deutsche Wertpapierkennnummer (WKN) | A1J5RX |
| Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) | DE000A1J5RX9 |
| Börsenkürzel | O2D |
| Segment | Prime Standard |
| Index | TecDAX |
| Sektor | Telekommunikation |


1
Gemäß Aktienregister vom 30. Juni 2016
2
Telefónica Germany Holdings Limited ist eine indirekte hundertprozentige Tochtergesellschaft
von Telefónica, S.A.
3
Gemäß Aktionärserhebung Mai 2016
Wir bestätigen unsere allgemeine Dividendenpolitik, die eine hohe Auszahlungsquote
im Verhältnis zum Free Cashflow beinhaltet. Gleichzeitig legen wir weiterhin großen
Wert auf finanzielle Flexibilität und eine konservative Finanzierungspolitik. Unser
mittelfristiger Zielverschuldungsgrad bleibt unverändert bei oder unter 1,0x Nettoschulden/OIBDA
und wird fortlaufend überprüft.
Am 27. Juli 2016 kündigte das Management Board der Telefónica Deutschland die Absicht
an, in den kommenden 3 Jahren die Dividende jährlich anzuheben, beginnend mit einem
Dividendenvorschlag von 0,25 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 in der nächsten
ordentlichen Hauptversammlung.
| Emmissions- datum |
Währung | Volumen | Laufzeit | Kupon | Anleihe Rating | Listing |
| 22. November 2013 | EUR | 600.000.000 | 5 Jahre | 1,875 % | BBB, stabiler Ausblick | Regulierter Markt der Luxemburger Börse |
| 10. Februar 2014 | EUR | 500.000.000 | 7 Jahre | 2,375 % | BBB, stabiler Ausblick | Regulierter Markt der Luxemburger Börse |
Telefónica Deutschland besitzt ein langfristiges Emittentenrating der Ratingagentur
Fitch, das regelmäßig überprüft wird. Am 26. Januar 2016 bestätigte die Agentur das
Rating BBB mit stabilem Ausblick.
Telefónica in Deutschland gestaltet seine O2 Shops komplett neu. Im Mittelpunkt des neuen Konzepts stehen der Kunde und die Digitalisierung. Umgeben vom neuen Shop-Design werden Besucher nicht nur durch spezielle Themeninseln von neuen Produkten und Services inspiriert, sondern erleben auch die Möglichkeiten der digitalen Welt. Neben Workshops erhalten die Kunden bei Fragen durch speziell ausgebildete O2 Gurus Hilfestellung und Unterstützung. Der auf drei Jahre angesetzte Rollout des neuen Shop-Konzepts ist in Städten wie Berlin, Frankfurt, München und Köln Anfang des Jahres gestartet.
Einfache, transparente und individuell abgestimmte Bündelangebote aus Mobilfunk und DSL - diesen Kundenwunsch erfüllt seit dem 1. Februar die neue Produktkategorie O2 Blue One. Unter dem Motto "Alleine gut, zusammen besser" bekommen Kunden mit O2 Blue One genau das kombinierte Angebot aus Mobilfunk und DSL, das sie benötigen - und sparen dabei bares Geld. Egal ob Einsteiger oder Vielnutzer, bei O2 Blue One ist für jeden Kunden die passende Kombination zu einem Top-Preis-Leistungs-Verhältnis dabei. Dabei profitieren Kunden bereits in den kleinen und mittleren Tarifen von bis zu 5 Euro monatlicher Ersparnis, in den höherwertigen Tarifen sparen sie sogar bis zu 10 Euro monatlich.
Telefónica Deutschland vereinheitlicht im Zuge der Integration von E-Plus seine Marken- und Tarifwelt und konzentriert sich im Premiumsegment künftig auf die Marke O2 . Die Kunden von BASE und E-Plus wurden daher beginnend im Februar in den folgenden Monaten schrittweise in O2 überführt. Tarifkonditionen und Vertragslaufzeiten bleiben dabei unverändert. Alle Kunden beider Marken erhalten nach der Umstellung auf O2 gleiche Leistungen zum gleichen Preis wie in ihrem bisherigen BASE- oder E-Plus-Tarif. Telefónica Deutschland vereinfacht damit sein Angebot im Premiumsegment und bietet seinen Kunden unter einer Marke einheitlich hochwertige Produkte und Services.
Telefónica Deutschland bringt die erste Smartwatch mit eSIM auf den Markt: Die Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G wird auf dem Mobile World Congress vorgestellt und ist ab April in ausgewählten O2 Shops erhältlich. Sie hat eine eigene Mobilfunkeinheit und einen eingebauten Chip, eine sogenannte embedded SIM, auf dem das SIM-Profil des Kunden elektronisch installiert wird. Eine physische SIM-Karte ist somit nicht mehr erforderlich.
Im Zuge der Digitalisierung hat der Hamburger Kaffeeröster Tchibo die gemeinsame Prepaid-Marke
TCHIBO mobil umfassend in Angebot und Auftritt weiterentwickelt. Denn mobile Kommunikation
soll das Leben nicht bestimmen, sondern vereinfachen und bereichern - für jeden so,
wie er es braucht. Passend dazu bietet Tchibo ab dem 9. Mai neue Smartphone-Tarife
an. Neben einem veränderten Markenauftritt, mit neuem Verpackungsdesign und Schärfung
der Markenpositionierung, bilden die von Experten vorausgewählten flexiblen Smartphone-Tarife
(Smart S, Smart M und Smart L) an, die Telefonie und Surfen je nach Kundenbedürfnissen
und Lebenssituation praktisch bündeln.
Marken und Partner in den Netzen von Telefónica Deutschland liegen bei der Kundenorientierung vorne. ALDI TALK wie auch die Telefónica Marken O2 , BASE und Blau überzeugen ihre Kunden mit fairen Preisen, kompetentem Service sowie guter Tarifgestaltung. Das belegen die Auszeichnungen des Deutschen Instituts für Service-Qualität, der connect sowie FOCUS-MONEY aus dem Frühjahr dieses Jahres.
Das Samsung Galaxy S7 und das Samsung Galaxy S7 edge sorgten im März bereits in den Morgenstunden für lange Warteschlangen vor den O2 Shops. Doch das Beste war: Nur bei O2 gab es die neuen Super-Smartphones mit doppeltem Speicher. Am 31. März war dann das iPhone SE, das leistungsstärkste Telefon mit einem Vier-Zoll-Display, bei O2 erhältlich. Rund drei Wochen später folgte das neue Smartphone P9 von Huawei. Das Gerät punktet mit einer außergewöhnlichen Dual-Kamera für gestochen scharfe Fotos. Ende Mai kam das Sony Xperia X in die Regale - und mit ihm die Smartphone-Kamera mit Blick in die Zukunft.
Wer vom Warten am Bankschalter und umständlichem Online-Banking genug hat, bekommt mit O2 Banking eine hochmoderne digitale Alternative. Nach der Ankündigung im zweiten Quartal startet Telefónica Deutschland im Sommer das erste komplett mobile Bankkonto mit zahlreichen Vorteilen für O2 Kunden. O2 Banking bietet Überweisungen per Mobilfunknummer, kleinere Sofortkredite, umfangreiche Sicherheitsfeatures und vieles mehr. O2 Kunden erhalten je nach Nutzung von O2 Banking ein monatliches Extra-Datenvolumen von bis zu 500 Megabyte (MB) - vorübergehend sogar von bis zu 1 Gigabyte (GB).
M2M-Anwendungen dringen in immer mehr Bereiche vor. Sie bilden die Basis der Industrie
4.0, bei der sich vernetzte Maschinen selbst konfigurieren und optimieren und Bauteile
für ihre Produktionsabläufe automatisch über das Internet der Dinge nachbestellen.
Doch starre Standardtarife würden die automatische Kommunikation von Maschine zu Maschine
(M2M) nur einschränken. Unternehmen benötigen flexible Angebote, welche die Einzigartigkeit
ihrer Lösungen maßgeschneidert unterstützen. Genau das bietet ihnen das neue M2M-Tarifportfolio
von Telefónica: loT Connect.
Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft bringt O2 in Kooperation mit TV Spielfilm ein neues Entertainment-Angebot auf den Markt. Mit der O2 TV & Video App haben O2 Kunden kostenlosen Zugriff auf über 50 TV-Sender. Mit dem Premium-Paket für monatlich 9,99 Euro kann das Programm sogar auf über 70 Sender, davon 30 in HD-Qualität, erweitert werden. O2 bringt dabei das Fernsehen nicht nur aufs Smartphone oder Tablet: Via Google Chromecast und AirPlay lässt sich das Programm auch kinderleicht auf den Fernseher zu Hause übertragen. Ein Kabel- oder Satellitenanschluss kann dadurch ersetzt werden. Besonders praktisch: Die Experten von TV Spielfilm geben redaktionelle Empfehlungen und erleichtern mit der intuitiven Programmübersicht die Suche nach der richtigen Sendung.
Der zum zweiten Mal veröffentlichte "Netzwetter"-Bericht der Zeitschrift connect zeigt auf monatlicher Basis, wie sich die Mobilfunknetze in Deutschland entwickeln. Das "Netzwetter" basiert auf individuellen Kundenmessungen und lässt damit Rückschlüsse auf das tatsächliche Netzerlebnis im Alltag zu. Dabei überzeugen die Leistungswerte für das O2 und E-Plus-Netz von Telefónica im Vergleich mit dem Wettbewerb. Vor allem der kontinuierliche LTE-Netzausbau trage bei Telefónica Deutschland inzwischen Früchte, so das Urteil der connect-Redaktion. Zudem überzeugten die Netze bei den diesjährigen FLOQ Awards. Wie bereits 2014 bescheinigt der über die FLOQ App durchgeführte nutzerbasierte Netztest den zusammenwachsenden Telefónica Netzen eine hohe Qualität.
Telefónica Deutschland setzt jetzt bei der Netzplanung auf innovative Datenanalyseverfahren.
Das Unternehmen hat einen Algorithmus entwickelt, der speziell den Ausbau des LTE-Netzes
auf die tatsächlichen Kundenbedürfnisse ausrichtet. Dieser neue Algorithmus für das
beste Netzerlebnis sorgt für eine optimale Steuerung von Investitionen und die gezielte
Verbesserung der Kundenerfahrung. Die Netzplanung ist einer der ersten Bereiche, in
denen Telefónica die Analyse großer Datenmengen in neue Lösungen übersetzt. Mit dem
neuen Algorithmus können die Datenspezialisten von Telefónica Deutschland die Nutzung
mobiler Sprach- und Datendienste auch für kleinste regionale Bereiche vorhersagen.
Neben der klassischen Erweiterung in der Fläche lässt sich der Netzausbau dank des
neuen Verfahrens so planen, dass zusätzliche Kapazitäten dort entstehen, wo der Bedarf
der Kunden am größten ist.
Telefonieren, SMS und MMS verschicken ist für Kunden aller Telefónica Eigen- und vieler Partnermarken ab dem 14. März zu On-Net-Konditionen möglich. Das bedeutet: Bei der Abrechnung von Telefonie und Messaging wird nicht länger zwischen dem E-Plus und O2 Netz unterschieden, mögliche zusätzliche Kosten ins jeweils andere Netz entfallen für die Kunden. Mit diesem Schritt setzt Telefónica Deutschland seinen Integrationsprozess konsequent weiter fort und wächst als Unternehmen mehr und mehr zum Vorteil seiner Kunden zusammen. Der On-Net-Startschuss betrifft neben ausgewählten Tarifen der Marke O2 auch solche weiterer Marken wie AY YILDIZ und Ortel Mobile.
Telefónica führt sukzessive neue digitale Technologien ein, die Prozesse nach innen
und nach außen vereinfachen und schneller zu besseren Resultaten führen. Den Mitarbeitern
bei Telefónica Deutschland erleichtert das neue interne Know-how-Tool DigitalBrain
im Mitarbeiterportal das tägliche Arbeiten. Dieses intelligente Netzwerk lässt Mitarbeiter
Fragen stellen, findet die passenden Experten im Unternehmen und stellt die Antworten
allen Kollegen zur Verfügung. Um zudem in Echtzeit auf Veränderungen im Markt zu reagieren,
gibt es das Digital Command Center. Als eines der ersten Telekommunikationsunternehmen
weltweit kann Telefónica Deutschland mit dieser digitalen Schaltzentrale alle wesentlichen
Unternehmens- und Marktdaten in Echtzeit analysieren. Welche Produkte werden in welchen
Regionen gerade besonders nachgefragt? Zu welchen Tarifen gibt es die meisten Rückfragen?
Was schreiben die Nutzer in den sozialen Medien? Die meisten Daten sind maximal 20
Sekunden alt, wenn sie auf den Bildschirmen erscheinen. Mitarbeiter können auf dieser
Basis künftig sofort auf Entwicklungen reagieren.
Telefónica Deutschland nutzte die attraktiven Marktbewertungen für Netzinfrastruktur,
um fast alle seine Mobilfunkmasten im April 2016 zu verkaufen. Die Erlöse erhöhen
die finanzielle Flexibilität für Investitionen in die Netzqualität und neue Wachstumsfelder.
Für den Verkauf von etwa 2.350 Stahl- und Betonmasten an die auf Telekommunikationsinfrastruktur
spezialisierte Telefónica, S.A.-Tochter Telxius erhielt Telefónica Deutschland 587
Millionen Euro in bar. Die auf den Masten montierte Sende- und Empfangsausrüstung
ist nicht betroffen.
Zu Telefónica Deutschlands Ziel, die Leading Digital Onlife Telco zu werden, gehört
laut Chief Operating Officer Markus Haas ein neues, schlankes und datengetriebenes
Geschäftsmodell. Zwei wesentliche Rohstoffe bilden die Basis dieser Vision: Konnektivität
und Daten. Damit erschließt Telefónica Deutschland neue Geschäftsfelder und vereint
dafür die Mentalität von Start-ups mit der Erfahrung der Konzernwelt. Die Geschäftsfelder
der Zukunft, Advanced Data Analytics und Internet of Things, werden laut Haas bewusst
abseits des Kerngeschäfts in kleinen agilen Teams angesiedelt, damit sie sich frei
entwickeln und wachsen können. Die Teams sollen großen Gestaltungsfreiraum und gleichzeitig
die volle Unterstützung des Vorstands bekommen. Die Kollegen sollen Ideen ausprobieren
dürfen, auch wenn vielleicht nicht jede davon funktionieren wird.
Telefónica Deutschland berichtete auf der Hauptversammlung am 19. Mai ausführlich
über die Erfolge im ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Zusammenschluss mit E-Plus.
Dabei ging der Vorstand sowohl auf die operative Entwicklung als auch die Fortschritte
bei Integration und digitaler Transformation des Unternehmens ein. Die in der Kongresshalle
auf der Münchener Theresienhöhe anwesenden Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit
den Vorschlägen der Verwaltung zu. Für das Geschäftsjahr 2015 erhalten die Anteilseigner
wie bereits im Vorjahr eine Dividende von 0,24 Euro je Aktie.
Telefónica Deutschland unterzeichnet über sein Tochterunternehmen Telefónica Germany
GmbH & Co. OHG am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag mit der Europäische
Investitionsbank (EIB) in Höhe von 450 Millionen Euro unterzeichnet. Die Mittel dienen
der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung und Erweiterung des Mobilfunknetzes
von Telefónica Deutschland nach der Akquisition der E-Plus Gruppe. Die durch die EIB
bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine Laufzeit von bis zu acht Jahren. Nach
dem Abschluss einer syndizierten Kreditlinie über 750 Millionen Euro im März 2016
und der Rückzahlung der verbleibenden Intercompany-Kredite an Telefónica S.A. im April
2016 erreicht Telefónica, Deutschland mit der Finanzierung durch die EIB einen weiteren
wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer diversifizierten, unabhängigen und kosteneffizienten
Finanzierungsstruktur.
Die Telefónica Deutschland Group ist einer der führenden integrierten Netzwerkbetreiber
in Deutschland./Wir bedienen erfolgreich sämtliche Marktbereiche mit einer Mehrmarkenstrategie./Telefónica
Deutschland bietet ein hochmodernes Mobilfunknetzwerk, insbesondere in Ballungszentren./Daten
sind der Dreh- und Angelpunkt unseres Unternehmens./Wir sind führend im mobilen Privatkunden-
und Wholesale-Markt in Deutschland.
Mit nahezu 49 Millionen Kundenanschlüssen zum 30. Juni 2016 ist Telefónica Deutschland
einer der drei führenden Betreiber integrierter Netzwerke in Deutschland. Mit insgesamt
mehr als 43 Millionen Mobilfunkanschlüssen zum 30. Juni 2016 sind wir führend auf
dem deutschen Mobiltelekommunikationsmarkt. Wir sind Teil der Telefónica, S.A. Group,
einem der größten Telekommunikationsunternehmen weltweit.

Unser Marketing- und Vertriebsansatz folgt einer konsequenten und fokussierten Mehrmarkenstrategie.
So können wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen ein breites Spektrum unterschiedlicher
Kundenbedürfnisse adressieren. Mit unserer Premiummarke O2
bieten wir Privat- und Geschäftskunden eine große Bandbreite an hochwertigen Mobilfunk
und Festnetzprodukten. Internationale Großkonzerne werden von unserer Marke Telefónica
abgedeckt.
Mit unseren Zweit- und Partnermarken sowie durch unsere Wholesale-Kanäle erreichen
wir weitere Kundenkreise, die wir nicht mit unserer Marke O2
adressieren. Zu unseren Zweitmarken zählen Blau, BASE, Fonic, netzclub, AY YILDIZ
und Ortel Mobile. Zudem bieten wir durch gemeinschaftliche Tätigkeiten und strategische
Partnerschaften weitere Mobilfunkmarken an, wie beispielsweise TCHIBO mobil. Unser
Mehrmarkenansatz ermöglicht es uns, ein breiteres Kundenspektrum mit einem maßgeschneiderten
Produktangebot, Vertrieb und Marketing anzusprechen, und erhöht damit unser Umsatzpotenzial.

Als Marktführer für Mobilfunkdienste in Deutschland betreiben wir ein hochmodernes
Netzwerk. Wir bieten besonders in Ballungszentren ein qualitativ hochwertiges Netzwerkerlebnis.
Wir verbessern uns in ländlichen Gebieten rasch, insbesondere durch den Ausbau unseres
LTE-Netzwerks. Im ersten Halbjahr 2016 bildeten die Mobilfunkdienste mit 2.694 Mio.
EUR den wichtigsten Ertragsstrom für die Telefónica Deutschland Group (73,0 % der
gesamten Erträge).

Die kombinierte UMTS-Netzwerkinfrastruktur erreicht jetzt rund 90 % der deutschen
Bevölkerung. Unsere Kunden profitieren von der kombinierten Stärke des Netzwerks von
O2
und E-Plus und können dadurch mobile Datenanwendungen noch besser nutzen.
Um das Netzwerkerlebnis über die Nutzung mobiler Daten über UMTS hinaus zu verbessern,
treibt die Telefónica Deutschland Group ferner den Ausbau ihres LTE-Netzwerks weiter
voran. Per Ende Juni 2016 erreichte das Unternehmen eine landesweite LTE-Abdeckung
von ca. 77 %.
Ergänzend zu unseren Mobilfunkdiensten bieten wir landesweit Festnetzdienste an. Dieses
Angebot basiert auf unserer strategischen Partnerschaft mit der Telekom Deutschland
GmbH in Bonn. Sie gewährt uns langfristigen Zugang zu zukunftssicherer Festnetzinfrastruktur
der nächsten Generation und ermöglicht derzeit mehr als 22 Millionen Haushalten einen
Hochgeschwindigkeits-VDSL-Internetzugang.
Ferner profitiert die Telefónica Deutschland Group von sämtlichen künftigen Netzwerksverbesserungen,
wie einer Zunahme der VDSL-Abdeckung und höheren Geschwindigkeiten basierend auf Vectoring.
Mit diesen Pluspunkten befindet sich die Telefónica Deutschland Group in einer ausgezeichneten
Ausgangslage, um sowohl Privat- als auch Geschäftskunden umfassende Dienstleistungen
anbieten zu können.
Unabhängig von Mobilfunkverträgen vertreiben wir eine große Vielfalt an Mobiltelefonen
und sonstiger Hardware an unsere Kunden. Das beste Beispiel hierfür ist unser erfolgreiches
Modell "O2
My Handy". Hier kann der Kunde wählen, ob er den Gesamtpreis vorab bezahlt oder eine
Anzahlung leistet und den restlichen Kaufpreis in 12 oder 24 Monatsraten begleicht.
Für den Kunden bedeutet dieser Ansatz Preistransparenz, sowohl was die Kosten des
Mobiltelefons als auch die des Mobilfunkvertrags anbelangt. Unsere Kunden können aus
einer großen Vielfalt an Mobiltelefonen, einschließlich der neuesten Premiumgeräte,
wählen, attraktive Zahlungsbedingungen nutzen und ihr Gerät außerhalb der 24-monati-gen
Laufzeit eines Mobilfunkvertrags austauschen.
Unsere wichtigsten Lieferanten für Mobiltelefone sind die Hersteller Samsung, Apple,
Microsoft, HTC, Sony und Huawei. Wir konzentrieren uns auf den Verkauf von LTE-fähigen
Smartphones. Infolgedessen wächst unsere Smartphone-Penetration weiterhin und erreicht
mehr als 56 % unseres Kundenstamms. Wir decken die wachsende Nachfrage von Kunden
unserer Zweitmarken nach mobilen Datendiensten über ein breites Spektrum erschwinglicher
Smartphones für Einsteiger ab. Im ersten Halbjahr 2016, verringerten sich die Smartphone-
und Tabletumsätze im Vergleich zu einer starken Vorjahresperiode.
Um unsere Angebote rund um Smartphones noch attraktiver zu gestalten, haben wir unser
Portfolio um zusätzliche Dienste und Produkte, wie Versicherungsleistungen für Smartphones,
Virenschutz oder hochmoderne Zusatzgeräte, wie die neuesten Geräte für einen digitalen
Lebensstil, Smartwatches oder TV-Extender sowie Schutzhüllen oder Selfie-Sticks, erweitert.
Weitere positive Beispiele sind die Markteinführung von Virtual-Reality-Glasses (Samsung
Gear VR) und des ersten Geräts, das den neuen eSIM-Standard unterstützt (Smartwatch
Samsung Galaxy Gear 2 Classic 3G), zu Beginn des Jahres 2016. Dieser Standard wurde
vom GSMA (Global System for Mobile Communications Association) in Zusammenarbeit mit
Telefónica S.A. Group und anderen Telekommunikationsunternehmen entwickelt und ermöglicht
sowohl kleinere Geräte als auch einen niedrigeren Energieverbrauch. Darüber hinaus
bietet der eSIM-Standard den Kunden mehr Flexibilität und schafft die Voraussetzungen
für die künftige Entwicklung des Geschäfts im Rahmen des Internets der Dinge (IoT).
Wir streben stets danach, die Marktposition unserer Premiummarke O2 zu verbessern,
insbesondere um hochwertige Kunden im Privat- und Geschäftskundenbereich zu gewinnen.
Darüber hinaus ist die Telefónica Deutschland Group der führende Wholesale-Anbieter
in Deutschland. Wir bieten unseren Wholesale-Partnern Zugang zu unserer Infrastruktur
und unseren Dienstleistungen.
Um den Skaleneffekt zu maximieren, vermarkten wir unsere Produkte mittels eines diversifizierten
Vertriebsansatzes. Hierzu gehören direkte Vertriebskanäle, wie eigene Läden, ein landesweites
Netzwerk unabhängig betriebener Franchise- und Premium-Partner-Shops, Online- und
Telesales sowie indirekte Vertriebskanäle, wie Partnerschaften und Kooperationen mit
Einzelhändlern über physische oder Online-Kanäle.
Die O2
Marke ist nach der Anzahl der Anschlüsse Marktführer im Postpaid-Bereich für Privatkunden
in Deutschland. Als Wegbereiter auf dem deutschen Markt liegt unser strategischer
Fokus auf dem Verkauf von datenorientierten Mobilfunkverträgen an Smartphone-Nutzer.
Durch ihre Nutzung mobiler Datendienste zusammen mit einer Zunahme an LTE-fähigen
Endgeräten generieren diese Kunden höhere Umsatzerlöse als Nutzer ohne Smartphone.
Wir beobachten ferner ein steigendes Interesse an Smartphones und der Nutzung mobiler
Daten im Prepaid-Segment, in dem wir auch spezielle Prepaid-Tarife für Smartphone-Nutzer
anbieten.
Ein maßgeblicher Markttrend ist das Aufkommen von digitalen Anwendungen, die das Leben
unserer Kunden in vielen Bereichen einfacher und sicherer machen. Wir ermöglichen
es unseren Kunden, wichtige Aspekte ihres täglichen Lebens mittels ihrer Mobiltelefone
zu erledigen, wie beispielsweise Zahlungen per Mobiltelefon, Musik- und Video-Streaming,
Spiele, Überwachung des Zustands und des Standorts ihrer Fahrzeuge oder Kontrolle
ihres häuslichen Stromverbrauchs. Neuzugänge in unserem Produktportfolio sind die
kürzlich eingeführte O2
TV & Video App, das neue O2
Banking-Angebot sowie eine Partnerschaft mit Sky, die O2 Kunden ab Januar 2017 einen
erschwinglichen Zugang zu exklusiven Sportevents, Filmen und Serien bietet (> ZIELE
UND STRATEGIEN, S. 20).
Wir bedienen KMU sowie Small Offices/Home Offices (SoHo) durch unsere Premiummarke
O2
beispielsweise mit unserem innovativen Produkt "O2
Unite". "O2
Unite" bietet unseren Kunden eine drastische Kostenreduzierung durch ein Zusammenlegen
von SMS, Minuten und Daten für alle Mitarbeiter eines Unternehmens.
Ein weiteres Beispiel, das den Bedürfnissen unserer Geschäftskunden entgegenkommt,
ist das "Digital Phone". Hierbei handelt es sich um ein Cloud-basiertes Telefoniesystem,
das dem Kunden eine flexible Nutzung ermöglicht (z. B. eine einzige Telefonnummer
unabhängig vom Standort und der Hardware des Mitarbeiters), qualitativ hochwertige
Dienste (z. B. sichere Kommunikationen über deutsche Rechenzentren) und Einsparungen
(z. B. niedrige Anforderungen an die Infrastruktur, Flatrates und flexible Anpassung
der benötigten Lizenznummern) bietet.
Unser Ziel der Erhöhung unseres Marktanteils bei Geschäftskunden stützt sich auf die
richtigen Produkte und Dienstleistungen sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer
Netzqualität. Nach der Optimierung unseres Produktportfolios und unserer Organisation
im Jahr 2015 haben wir im ersten Halbjahr 2016 die Vorbereitungen für die Migration
von Geschäftskunden von BASE zu O2, die im zweiten Halbjahr 2016 stattfinden wird,
abgeschlossen. Dies ermöglicht es uns, die Fokussierung auf das Wachstum, besonders
bei KMU-Kunden, beizubehalten.
Im Rahmen des Wholesale-Geschäfts bieten wir Mobilfunkdienste für Kunden wie MEDIONmobile
(ALDI TALK), United Internet (1&1), mobilcom/debitel, WhatsApp und Kabelanbieter an.
Darüber hinaus haben wir uns verpflichtet, im Rahmen der Fusionsauflagen 20 % unserer
mobilen Netzwerkkapazität über Mobile Bitstream Access (MBA) an die MS Mobile Service
GmbH (Drillisch) zu veräußern. Drillisch verfügt ferner über eine Option für den Erwerb
von bis zu 10 % zusätzlicher Netzwerkkapazität.
Im Festnetzgeschäft offerieren wir unseren bestehenden Wholesale-Partnern eine Reihe
von Dienstleistungen für den entbündelten Zugang zu Teilnehmeranschlussleitungen (Unbundled
Local Loop - ULL), einschließlich Festnetztelefonie und Hochgeschwindigkeitsinternet.
Darüber hinaus bieten wir Mehrwertdienste, wie Abrechnungsdienstleistungen oder die
Verwaltung von Telefonnummern und SIP-Konten. Dieses umfassende Portfolio ermöglicht
es unseren Wholesale-Partnern, ihre Endkunden unabhängig zu bedienen, und gibt uns
gleichzeitig die Chance, den Umfang und den Einsatz unserer Skaleneffekte zu erhöhen.
Im Rahmen des Übergangs auf die nächste Generation des Festnetzes der Telekom Deutschland
GmbH werden wir dieses Modell jedoch bis 2019 schrittweise auslaufen lassen.

Wir wollen unsere führende Position auf dem deutschen Mobilfunkmarkt weiter ausbauen./Wir
streben nach dem besten Kunden- und Netzwerkerlebnis sowie dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis./Wir
fokussieren uns auf Datenmonetarisierung und Kostenführerschaft./ Unsere Vision ist
es, das führende digitale Onlife Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden./
Um dies zu erreichen, haben wir drei wichtige strategische Prioritäten: das Momentum
beibehalten, rasche Integration und effektive Transformation des Unternehmens.
Im ersten Halbjahr 2016 haben wir weitere Fortschritte bei der Errichtung eines soliden
Fundaments für unseren Wandel zum führenden digitalen Telekommunikationsunternehmen
Deutschlands erzielt. Wir haben dies durch unsere vielfältigen und ehrgeizigen Maßnahmen
rund um unsere strategischen Prioritäten erreicht: Momentum, Integration und Transformation
(MIT). Als führendes digitales Telekommunikationsunternehmen streben wir nach dem
bestmöglichen Netzerlebnis, dem bestmöglichen Kundenerlebnis und den attraktivsten
Angeboten dank unseres Fokus auf Kostenführerschaft (effiziente Prozesse und Organisationsstruktur,
Nutzung von Skaleneffekten).
Die Telefónica Deutschland Group treibt den deutschen Mobilmarkt durch herausragendes
Kundenerlebnis, erstklassige Konnektivität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
voran. Dank unseres Fokus auf Kundenbindung statt auf Neukundengewinnung im Privatkundenbereich
konnte die Telefónica Deutschland Group ihre Marktführerschaft gemessen am Kundenstamm
erhalten, während unser Anteil an den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen
weitgehend stabil blieb. Im Marktsegment Geschäftskunden sind wir an den Markt mit
innovativen Produkten herangetreten und haben unseren Fokus auf KMU und SoHos erhöht.
Die Datenmonetarisierung steht im Mittelpunkt unserer strategischen Prioritäten. Dank
der Datennutzung als Produktdifferenzierungsmerkmal vor dem Hintergrund einer wachsenden
Datennachfrage konnten wir die negative Auswirkung der aggressiven Preisgestaltung
von Nicht-Premium-Anbietern und widrige Einflüsse infolge von Preisanpassungen, regulatorischen
Effekten und des Rückgangs der Umsatzerlöse aus dem SMS-Geschäft, das durch OTT-Dienste
ersetzt wurde, teilweise eindämmen. Beispiele für Datenmonetarisierungsmaßnahmen,
die wir 2015 erfolgreich umgesetzt haben, sind unsere Mechanismen für Datenautomatik
und Daten-Upselling. Im ersten Halbjahr 2016 erlebten wir ferner einen Anstieg der
Umsatzerlöse sowohl aus der Datenautomatik als auch aus dem Daten-Upselling. Der Mechanismus
der Datenautomatik bietet unseren Kunden eine automatische Erweiterung ihres monatlichen
Datenvolumens ("Daten-Snack"), wenn dieses aufgebraucht ist, ohne dass es zu einer
Drosselung kommt. Mechanismen für Daten-Upselling geben den Kunden die Möglichkeit,
ihr regelmäßiges monatliches Datenvolumen auf Anfrage zu erweitern.

Das Ergebnis dieser innovativen Kundenangebote ist ein kontinuierlicher und erheblicher
Anstieg der Datennutzung und die Verbesserung unserer Fähigkeit diese zu monetarisieren.
Darüber hinaus nahm die Anzahl der Kunden, die LTE nutzen, gegenüber dem Vorjahr um
54 % zu (> GRAFIK 06: KUNDENBASIS LTE NUTZER). Alles in allem ein eindeutiger Beweis
dafür, dass die Telefónica Deutschland Group den digitalen Lifestyle ihrer Kunden
unterstützt.

Darüber hinaus hat sich im ersten Halbjahr 2016 die Anzahl der Privatkunden, die O2
als erste Wahl betrachten, erhöht. Dies ist das Ergebnis einer erfolgreichen Imagekampagne,
die unsere erheblichen Netzwerkverbesserungen und unsere herausragenden Dienstleistungen
im Retail-Bereich flankiert hat. Unsere Berater und Läden erhielten von der Verbraucherorganisation
Stiftung Warentest im Rahmen ihrer Tests im Mai 2016 die höchste Bewertung.
Unsere Führungsposition auf dem Wholesale-Markt vervollständigt unsere Aktivitäten.
Die meisten maßgeblichen MVNO-Akteure (Mobile Virtual Network Operator) betrachten
uns als ihren bevorzugten Partner. Mit der Abdeckung der drei Segmente Privatkunden,
Geschäftskunden und Partner tritt die Telefónica Deutschland Group auf dem Markt mit
einem wettbewerbsfähigen und integrierten Portfolio auf. Unser konvergentes Mobil-/Festnetzangebot,
das ab dem 1. Februar 2016 unter dem Markennamen O2
Blue One wieder eingeführt wurde, bietet den Kunden die Option, Mobil- und Festnetzdienste
von einem einzigen Anbieter zu einem Aktionspreis zu kombinieren. Dies trug neben
dem klaren Fokus auf Kundenbindung und Entwicklung der Bestandskundenbasis zur Reduzierung
der Abwanderungsrate von Postpaid-Privatkunden im ersten Halbjahr 2016 bei.
All dies stützt sich auf unsere Mehrmarkenstrategie, die wir weiter optimieren. Dadurch
sind wir in der Lage, sämtliche Marktsegmente abzudecken und auf die unterschiedlichen
Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen. Innerhalb unseres Portfolios fungiert O2
als Flaggschiffmarke der Telefónica Deutschland Group (> GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, S. 16).
Unsere Strategie besteht in einer raschen Integration. Wir erzielen planmäßig weitere
Fortschritte und verlagern den Fokus nun von der Integration auf die Transformation.
In der ersten Jahreshälfte 2016 wurden zusätzliche Synergien in Höhe von ca. 95 Mio.
EUR generiert, wobei wir weiterhin hauptsächlich von den erfolgreichen Integrationsinitiativen
aus dem Jahr 2015 profitieren. Zudem treiben wir weiter unsere Vorhaben zur Personalrestrukturierung,
der Kundenmigration und der Netzwerkintegration im Jahr 2016 voran. Dadurch erwarten
wir weiterhin schrittweise jährliche Opex- und umsatzbezogene Einsparungen aus Synergien,
die sich ab der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen, und ein kumuliertes Einsparungsniveau
in Höhe von ca. 430 Mio. EUR bis zum Jahresende 2016 (> 50 % des gesamten operating-Cashflow-Ziels
in Höhe von 800 Mio. EUR jährlich).
Wir haben wichtige Meilensteine erreicht, um dies zu ermöglichen. Zunächst begannen
wir 2015 mit der Netzwerkoptimierung. Die Telefónica Deutschland Group wählt die besten
Standorte aus den beiden Netzwerken aus, sodass das gemeinsame Netzwerk nach Abschluss
der Integration ca. 25.000 Standorte umfasst. Dies wird eine verbesserte Abdeckung,
Servicequalität und operative Effizienz sicherstellen. Ein Teil des Standortabbaus
wurde mittels einer Vereinbarung mit der Deutschen Telekom über die Weitergabe von
rund 7.700 Standorten erzielt, die im Oktober 2015 in Kraft trat (> ÜBERBLICK ÜBER
DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32).
Die Telefónica Deutschland Group hat Zugang zu einem Spektrum von 357,5 MHz einschließlich
60-MHz-Frequenzen (2 x10 MHz in den Bereichen 700 MHz, 900 MHz und 1800 MHz als gepaartes
Spektrum), die anlässlich der im Juni 2015 abgeschlossenen letzten Frequenzauktion
erworben wurden.
Unter den erworbenen Frequenzen wird das Spektrum in den Bereichen 700 MHz und 1,8
GHz zu einem umfangreicheren und dichteren LTE-Netzwerk sowohl in Großstädten als
auch in ländlichen Regionen führen und uns in die Lage versetzen, unseren Kunden in
ganz Deutschland eine herausragende Konnektivität zur Nutzung mobiler Datendienste
anzubieten. Das Spektrum im Bereich 700 MHz wird die bereits 2010 erworbenen Frequenzen
im Bereich 800 MHz ergänzen und damit den Ausbau der LTE-Abdeckung in städtischen
Randbezirken und in ländlichen Regionen begünstigen.
Die ersteigerten Blöcke im 1,8-GHz-Bereich ermöglichen uns ferner ein noch stärkeres
Hochleistungsnetzwerk mit höherer Kapazität in den Städten. Unsere Kunden werden damit
in erheblichem Maße von höheren LTE-Geschwindigkeiten profitieren. Die Blöcke im 900-MHz-Spektrum
werden darüber hinaus künftig die hohe Qualität des landesweiten GSM-Netzwerks für
Sprache, SMS und Schmalband-Internetverbindungen sicherstellen.

1
FDD = Frequency Division Duplex
2
TDD = Time Division Duplex
3
UMTS-Kernband auch "2-GHz-Band" von der BNetzA genannt
Mit ihren bestehenden und neu erworbenen Frequenzen verfügt die Telefónica Deutschland
Group über einen ausgewogenen Anteil an den Frequenzen unter 1 GHz (Flächenabdeckung)
und eine starke Position bei den Frequenzen über 1 GHz (Kapazitätsabdeckung). Die
Investition in Höhe von 1,2 Mrd. EUR (23,5 % der gesamten Auktionskosten im Jahr 2015)
in dieses wertvolle Frequenzpaket ist daher ein wichtiger Baustein für den künftigen
Netzwerkausbau und ein fokussiertes Datengeschäft. Wir möchten auf unsere effiziente
Kapitalzuteilung hinweisen, die unsere Führungsposition im Hochfrequenzspektrum sichert,
obwohl wir bei der Auktion den geringsten Betrag aller deutschen Netzwerkbetreiber
investiert haben.
Zweitens haben wir 2015 National Roaming zwischen den UMTS-Netzwerken der ehemaligen
Telefónica Deutschland Group (O2
) und der E-Plus Gruppe (E-Plus) aktiviert und erstmalig die Stärken unserer beiden
Netzwerke kombiniert. Dieser Meilenstein unterstützt ein positives Netzwerkerlebnis
für unsere Kunden. Infolgedessen bieten wir den Kunden aller unserer Marken sowie
der Partnermarken die dichteste UMTS-Netzwerk-Infrastruktur in Ballungszentren und
haben unsere Abdeckung in ländlichen Regionen erheblich ausgeweitet. Dieser Schritt
verbessert das Nutzererlebnis für mobile Datendienste sogar in Gegenden, in denen
unsere Kunden noch über kein LTE verfügen, und steigert damit nachweislich die Kundenerfahrung
und -zufriedenheit, wie der connect-"Netzwetter"-Test vom Februar 2016 auf der Grundlage
unmittelbarer Kundenerlebnisse zeigt. Im ersten Halbjahr 2016 haben wir National Roaming
auch auf unsere 2G-Netzwerke ausgeweitet. Dies verbessert die Abdeckung insbesondere
für Anrufe und M2M-Geräte.
Drittens haben wir die Optimierung unseres Retail-Vertriebsnetzes, eine der wichtigsten
Stärken der Telefónica Deutschland Group, vorangetrieben, um die Dynamik aufrechtzuerhalten
und unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir haben die Markenkennzeichnung in
unseren Läden vereinheitlicht. Seit Ende 2015 werden nahezu alle Läden unter der Marke
O2
betrieben. Wichtige Meilensteine im Rahmen des Integrationsprozesses im ersten Halbjahr
2016 waren einerseits die erfolgreiche Durchführung der Kundenmigrationspläne von
BASE zu unserer Premiummarke O2
, die im Hinblick auf unsere Jahresziele nach Plan verläuft und im dritten Quartal
2016 abgeschossen werden soll. Andererseits hat die Telefónica Deutschland Group bei
der Integration und Transformation signifikante Fortschritte gemacht, indem durch
die Umsetzung der zweiten Welle des Leaver Programm weiteren 500 Mitarbeitern Klarheit
über ihre Beschäftigungssituation gegeben wurde. Damit sind bereits mehr als 80 %
des Gesamtprogramms (1.600 FTE bis 2018) umgesetzt (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR
2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32). Infolgedessen erhalten wir unseren Fokus auf
Kostenführerschaft sowie auf die Transformation des Unternehmens aufrecht.

Die dritte strategische Priorität ist eine effektive Transformation des gesamten Unternehmens
mit dem Ziel, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu
werden.
Um dies zu erreichen, haben wir uns auf Maßnahmen zur Vereinfachung, Digitalisierung
und Anpassung der Geschäftsmodelle und der täglichen Geschäftsaktivitäten konzentriert.
Vereinfachung und Digitalisierung sind wichtige Hebel zur Steigerung der Kundentreue
und -zufriedenheit bei gleichzeitigem Fokus auf Kostenführerschaft.
Eine wichtige Voraussetzung für unsere Transformation vor dem Hintergrund der Digitalisierung
ist die Anwendung fortgeschrittener Datenanalyse auf unsere Kundendaten, um die Effizienz
unserer internen Prozesse zu steigern. Eine Vorbedingung für die Nutzung unserer Kundendaten
ist die Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit, beides eine grundlegende
Überzeugung unseres Unternehmens. Wir gewährleisten den Schutz und die Sicherheit
von Daten auf unterschiedliche Weise, wie zum Beispiel durch unsere neu entwickelte
Datenanonymisierungsplattform. Zudem lassen wir unsere Kunden entscheiden, welche
Daten sie weitergeben möchten, und stellen größtmögliche Transparenz im Zusammenhang
mit der Nutzung der Kundendaten sicher. Kunden können sich beispielsweise entscheiden,
ob sie an dem Dienst O2 More Local teilnehmen möchten, durch den sie spezielle Angebote
basierend auf ihrem Standort erhalten.
Fortschrittliche Datenanalyse (Advanced Data Analytics) führt zu besseren geschäftlichen
Entscheidungen, optimierter Kapitalverteilung und höheren Umsatzerlösen aufgrund fundierter
Angebote und höherer Effizienz von Upselling-Kampagnen sowie einer geringeren Abwanderung
infolge der frühzeitigen Erkennung einer potenziellen Kündigung. Darüber hinaus steigern
wir die Rendite unserer Netzwerkinvestitionen durch eine optimierte Auswahl von Standorten
und Ausbauregionen mittels Analyse der Nachfrage und anhand mehrerer Informationsquellen
innerhalb unseres Data Warehouse.
Die Gewährleistung einer nahtlosen digitalen Erfahrung für unsere Kunden ist ebenfalls
Teil des Transformationsprozesses. Wir steigern proaktiv den Anteil der digitalen
Kundenkontakte durch Verbesserung unserer digitalen Kanäle. Infolgedessen planen wir
eine erhebliche Reduzierung unserer Aufwendungen für Kundenservice während der nächsten
Jahre. Im ersten Halbjahr 2016 erlebten wir einen erheblichen Anstieg des Anteils
der über digitale Kanäle akquirierten Postpaid-Privatkunden.
Die digitalen Kanäle werden durch eine große Vielfalt alternativer Kontaktmöglichkeiten
ergänzt, und wir beabsichtigen eine enge Verflechtung sämtlicher Kanäle. Dadurch kann
darüber hinaus sichergestellt werden, dass Kunden beispielsweise ein Smartphone oder
ein Tablet online auswählen, in einem Laden einrichten lassen und anschließend dort
abholen können. Neue Arten von Concept Stores werden die Kundentreue zur Marke O2
steigern. Wir erhöhen die Anzahl unserer Concept Stores weiter inklusive der Eröffnung
des O2
Live Stores in Frankfurt im Juni 2016.
Eine wichtige Errungenschaft bei der Steuerung von Advanced Data Analytics in Verbindung
mit digitalen und Offline-Kanälen ist die Entwicklung und der Aufbau unseres Digital
Collaboration Centers (DCC). Es liefert Echtzeitinformationen, die schnellere Entscheidungen
und ein Antizipieren der Bedürfnisse unserer Kunden ermöglichen. Infolgedessen werden
wir unser Kundenerlebnis konsequent weiter verbessern. Das System wird sämtliche Aspekte
unserer Interaktion mit dem Kunden abdecken, vom ersten Kontakt bis zu Kundenbetreuung
und Kundenbindung. Zudem wird es, wenn es fertiggestellt ist, die Art und Weise verändern
wie wir zusammenarbeiten in dem es die gesamte Digitalisierung der Organisation ermöglicht.
Dies wird uns bei der stetigen Verbesserung unserer Angebote und der Art und Weise,
in der wir mit unseren Kunden kommunizieren, unterstützen.
Als Teil der Telefónica, S.A. Group, die bei F&E-Investitionen unter den europäischen
Kommunikationsanbietern führend ist, steht Innovation im Mittelpunkt unserer Grundwerte.
Die beiden ehemaligen Unternehmen, die in der neuen Telefónica Deutschland Group zusammengeführt
wurden, waren dafür bekannt, den Markt mit Innovationen und neuen Trends zu bereichern.
Hierzu gehörte die Erarbeitung von Mehrmarkenstrategien und neuen Arten von Tarifmodellen
zusätzlich zur Einführung und zum Betrieb von Marken für Partner aus anderen Branchen.
Wir beabsichtigen, den Stellenwert von Innovationen in unserer Organisation zu stärken,
wie wir dies bereits mit der Einführung von Voice over LTE (VoLTE) im Jahr 2015 als
erster Betreiber in Deutschland unter Beweis gestellt haben. Die neue Technik verbessert
die Qualität von Sprachdiensten durch die Reduzierung der Dauer des Verbindungsaufbaus,
bessere Sprachqualität und längere Akkulaufzeit der Hardware erheblich.
Wir haben ferner Erfolge bei der Entwicklung eines Produktportfolios für einen digitaleren
Lifestyle erzielt. Im ersten Halbjahr 2016 haben wir unsere neue Anwendung O2
TV & Video auf den Markt gebracht. Sie bietet unseren Kunden einen Live-Zugang zu
TV-Inhalten von mehr als 70 Kanälen und Video-on-Demand-Dienste öffentlicher Rundfunkanstalten.
Darüber hinaus umfasst der Dienst HD-Kanäle sowie die Empfehlungen und einen TV-Programmführer
von TV Spielfilm, der führenden elektronischen Programmzeitschrift in Deutschland.
Auf diese Weise decken wir die Bedürfnisse unserer Kunden nach Zugang zu TV-Inhalten
unabhängig von ihrem Aufenthaltsort innerhalb des Landes ab.
Darüber hinaus haben wir an einem Kooperationsabkommens mit Sky gearbeitet. Durch
diese Zusammenarbeit werden wir das Sky-Ticketangebot für O2
Kunden ab Januar 2017 unter Top-Konditionen anbieten. O2
Kunden erhalten Zugang zu live Sportevents wie Fußball, Formel 1 und Tennis (mit dem
Supersport Tages-, Wochen- oder Monatsticket), exklusiven Serien (mit dem Entertainment
Monatsticket) und den neuesten Filmen (mit dem Cinema Monatsticket). Alles in allem
wird die Kooperation mit Sky eine hervorragende Ergänzung zu unseren mobilen Angeboten
werden.
Ein weiterer Höhepunkt war die Einführung von O2
Banking im Juli 2016 nach dem Abschluss der in der ersten Jahreshälfte 2016 begonnenen
Testphase. O2
Banking im Juli 2016 mobile Bankkonto in Deutschland und stellt eine herausragende
Erfahrung im digitalen Bankwesen dar. O2
Banking ermöglicht die vollständige Nutzung des Smartphones als Bankkonto beispielsweise
durch die Freigabe von Zahlungsanweisungen ausschließlich anhand der Handynummer des
Empfängers statt der IBAN. Weitere Vorteile sind der rasche und sichere Anmeldevorgang,
eine kontaktlose MasterCard für Abhebungen am Geldautomaten und Zahlungen in Läden
oder online, Sicherheitsmerkmale (z. B. Deaktivierung der MasterCard mittels App)
oder ein Finanzplaner. Darüber hinaus erhalten O2 Kunden, die O2 Banking als Gehaltskonto
oder für regelmäßige Zahlungen mit der verknüpften MasterCard nutzen, als Belohnung
zusätzliches Datenvolumen. Dieses Bankenprodukt wurde gemeinsam mit der Fidor Bank
AG eingeführt, einer in Deutschland lizensierten Direktbank, die sich auf ein Finanzdienstleistungsangebot
für "Millennials" spezialisiert hat und vom Weltwirtschaftsform als "Global Growth
Company" ausgezeichnet wurde.
Zur Unterstützung unserer Transformationspläne haben wir unserer passive Funkmasteninfrastruktur
an Telxius S.A., das Infrastrukturunternehmen der Telefónica, S.A. Group verkauft.
Der Erlös aus dem Verkauf wird einen Beitrag zu unseren Plänen für den Netzwerkausbau
und die Entwicklung neuer Geschäftsaktivitäten leisten (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE
HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32).
Die Telefónica Deutschland Group wird den deutschen Markt aktiv gestalten, die Integration
zügig vorantreiben und in diesem Zusammenhang wesentliche Projekte abschließen. Zudem
konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf die digitale Transformation und verfolgt
sein Ziel, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu formen
und bis 2020 zur Onlife Telko zu werden. Darunter verstehen wir ein digitales Telekommunikationsunternehmen,
dessen Aufgabe über die Bereitstellung von Konnektivität hinausgeht und das stattdessen
eine zentrale Rolle im digitalen Leben seiner Kunden spielt.
Wir haben im ersten Halbjahr 2016 in dieser Richtung weitere Fortschritte erzielt,
wie unsere oben erwähnten Erfolge zeigen, und werden uns auch im restlichen Jahr 2016
weiter auf unsere Zielsetzungen konzentrieren.
Um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen, werden wir unser Netzwerk weiter hin zu
hervorragender Konnektivität entwickeln. Dies stellen u.a. die wichtigsten Erfolge,
wie die Einführung des 2G National Roaming, einem wichtigen Schritt vor der Einführung
des 4G National Roaming, unter Beweis. Gleichzeitig arbeiten wir weiter an der vollständigen
Integration der Netzwerke, wozu die Optimierung der Standortanzahl im Jahr 2016 gehört.
Die kontinuierliche Verbesserung unseres Netzwerks ist eine maßgebliche Stärke unseres
Unternehmens und unserer Leistungsversprechen an die Kunden.
Die innovative Nutzung fortschrittlicher Datenanalysen wird sich dank des intensivierten
Einsatzes und Nutzung unseres DCC 2016 erheblich verbessern. Bis jetzt haben wir das
DCC in unserem Onlinegeschäft erfolgreich eingesetzt und dadurch die Dauer unserer
Entscheidungsprozesse erheblich verkürzt. Darüber hinaus entwickeln wir die Fähigkeiten
des DCC und seines Anwendungsbereichs weiter. 2016 werden wir unsere Angebote für
digitalen Lifestyle für unsere Kunden weiter ausbauen, wie beispielsweise O2
TV & Video, O2
Banking, intelligente Dienstleistungen für Privathaushalte oder die WLAN-Telefonie
im Rahmen unserer integrierten Angebote.
Zusätzlich zu einer hochmodernen Telekommunikationsinfrastruktur und Angeboten für
einen digitalen Lebensstil umfassen unsere ehrgeizigen Pläne auch die Einrichtung
neuer Concept Stores im Jahr 2016. Zusammen mit Verbesserungen der Online-Kanäle wird
dies eine Verbesserung des Erlebnisses und des digitalen Lifestyles unserer Kunden
sicherstellen.
2016 verstärken wir deutlich unseren Fokus auf das Internet der Dinge (Internet of
Things, IoT), die Entwicklung unseres M2M-Geschäfts. Dieser Markt wird bis 2024 voraussichtlich
zweistellige Zuwachsraten erzielen und von ca. 6 Milliarden Anschlüssen weltweit auf
27 Milliarden1
zunehmen. Die Telefónica, S.A. Group zählt zu den weltweit führenden Unternehmen bei
der Erbringung von M2M-Dienstleistungen, einem Kernelement des IoT-Ökosystems. Diese
werden als Grundlage für die Entwicklung von End-to-End-Lösungen für ausgewählte Anwendungsfälle,
wie z. B. das Flottenmanagement, dienen. Wir haben für intelligente Mobilitätsdienste
bereits erfolgreich Know-how aufgebaut und Großkunden, wie Sixt Leasing, gewonnen.
Die Telefónica Deutschland Group profitiert vom globalen Know how der Telefónica,
S.A. Group, wie der globalen SIM-IoT-Plattform. Diese Plattform bietet dank der Größe
der Telefónica, S.A. Group und ihres ausgedehnten Netzes von Rechenzentren und Roaming-Partnern
weltweit eine sichere Netzabdeckung sämtlicher IoT-Mobilgeräte.
Im Hinblick auf die Monetarisierung fortschrittlicher Datenanalysen haben wir mit
der Markteinführung von Mobility Insights begonnen. Dieses Produkt bietet dank der
Datenanonymisierungsplattform der Telefónica Deutschland Group eine anonymisierte
und ganzheitliche Analyse des Mobilitätsverhaltens von Personen unter Einhaltung des
Datenschutzes. Zudem sind wir auch an einem Pilotprojekt in Nürnberg beteiligt, welches
durch die Anwendung von Advanced Data Analytics auf mobile Daten die Messung der Luftverschmutzung
verbessert.
1
Quelle: Ranken, Margaret (Machina Research). M2M Global Forecast & Analysis 2014-2024.
Juni 2015.
| Hervorragende Konnektivität | Advanced Data Analytics & Innovation |
Integrierte Angebote |
| Hochwertige Netztwerkverbindung mit verbesserter Abdeckung und Kapazität |
Verstärkter Einsatz und Nutzung des Digital Collaboration Centre |
Erweiterung unseres Portfolios mit Angeboten des digitalen Lifestyles |
| Werte & Kundenerlebnis | End-to-End-Digitalisierung | Kapitalverteilung & Vereinfachung |
| Anstieg der Concept Stores bis Jahresende |
Zweistelliger Zuwachs der Neukunden bei den Online-Kanälen |
Integration von Netzwerken & Vertriebskanälen Zweite Welle des Leaver Programme |
Die zentrale Rolle des IoT und der fortschrittlichen Datenanalysen in unserer Strategie
spiegelt sich in unserem Plan wider, spezielle Markteinheiten zu schaffen, die diesen
Aktivitäten gewidmet sind und von einer Zentraleinheit, der Factory, unterstützt werden,
die für die technischen Entwicklungen verantwortlich ist. Wir haben mittlerweile die
Definition unserer Strategie im Zusammenhang mit IoT abgeschlossen und mit deren Umsetzung
in der ersten Jahreshälfte begonnen.
Wir werden damit unsere Transformation hin zur Onlife Telko durch höhere Effizienz
aufgrund von Digitalisierungsbestrebungen fortsetzen, die zu vereinfachten Strukturen,
einer besseren Kapitalzuteilung und neuen Ertragsströmen in sämtlichen Marktsegmenten
führen werden.
Die Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch Telefónica Deutschland oder
Gesellschaft) ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts.
Die Firma lautet "Telefónica Deutschland Holding AG". Sitz der Gesellschaft ist München,
Deutschland. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts
München unter HRB 201055 eingetragen. Die Geschäftsanschrift ist Georg-Brauchle-Ring
23 -25, 80992 München, Deutschland (Telefonnummer: +49 (0)89 2442-0; WWW.TELEFONICA.DE).
Die Telefónica Deutschland Holding AG wurde auf unbestimmte Zeit errichtet.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31.
Dezember).
Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification
Number) DE000A1J5RX9.
Das Grundkapital beträgt 2.974.554.993 EUR, eingeteilt in ebenso viele nennwertlose
Namensaktien.
In der Hauptversammlung gewährt jede Stückaktie grundsätzlich eine Stimme.
Die Telefónica Deutschland Holding AG verfügte - nach der entsprechenden Beschlussfassung
der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 - zum 30. Juni 2016 über ein Genehmigtes
Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR.
Das Bedingte Kapital 2014/I der Telefónica Deutschland Holding AG belief sich zum
30. Juni 2016 auf 558.472.700 EUR.
Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland
Group. Diese wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft,
der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.; deren Konzern: Telefónica,
S.A. Group) einbezogen. Die direkte Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland
Group ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft
der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (O2 (Europe) Limited) und
eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A.
Zum 30. Juni 2016 sind die im Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland
Group enthaltenen Gesellschaften entsprechend dem nachfolgenden Organigramm organisiert.
Im ersten Quartal wurde die Fonic GmbH mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen.
Die Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.
Die Befugnisse dieser Organe werden durch das deutsche Aktiengesetz (AktG), die Satzung
der Gesellschaft und die Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats festgelegt.
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens
fünf Jahren bestellt und können für jeweils höchstens fünf Jahre unbegrenzt wiederbestellt
werden. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtszeit abberufen,
falls ein wichtiger Grund wie grobe Pflichtverletzung vorliegt oder bei einem Vertrauensentzug
durch die Hauptversammlung. Daneben kommen weitere Beendigungsmöglichkeiten wie beispielsweise
eine einvernehmliche Aufhebung in Betracht. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied
zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein anderes Mitglied zum stellvertretenden
Vorsitzenden oder Sprecher ernennen. Der Vorstand der Gesellschaft bestand zum 30.
Juni 2016 aus drei Mitgliedern:
| ― |
Thorsten Dirks, CEO (Chief Executive Officer)/ Vorstandsvorsitzender |
| ― |
Rachel Empey, CFO (Chief Financial and Strategy Officer) |
| ― |
Markus Haas, COO (Chief Operating Officer) |
Gemäß § 11 Abs. 1 Satzung der Gesellschaft, §§ 95, 96 des deutschen Aktiengesetzes
(AktG) und § 7 des deutschen Mitbestimmungsgesetzes (MitbesG) besteht der Aufsichtsrat
aus 16 Mitgliedern, von denen jeweils acht Mitglieder Anteilseignervertreter bzw.
Arbeitnehmervertreter sind.
Alle derzeitigen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wurden für die Zeit bis zur
Beendigung der Hauptversammlung 2017 gewählt.

Sofern nicht anders vermerkt betragen die Beteiligungsquoten 100 %.
Die deutsche Wirtschaft wächst solide./Wachstumschancen ergeben sich aus der steigenden
Nachfrage nach Bandbreite./Der deutsche Mobilfunkmarkt ist gemessen an Kunden der
größte der EU./Unsere Märkte sind weiterhin von einem intensiven Wettbewerb geprägt./Die
Telefónica Deutschland Group ist zahlreichen regulatorischen Einflüssen ausgesetzt.
Die deutsche Wirtschaft konnte sich im ersten Halbjahr 2016 in einem schwierigen weltwirtschaftlichen
Umfeld gut behaupten und hat sich weiterhin positiv entwickelt. Die stärksten Impulse
gingen dabei vor allem von den binnenwirtschaftlichen Kräften aus. An erster Stelle
steht hier der private Konsum, der vor allem durch die positive Entwicklung der Beschäftigung
beflügelt wurde. Und die Zahl der Erwerbstätigen steigt nach wie vor. Nach Angaben
der Bundesagentur für Arbeit erreichte sie im April mit 43,4 Millionen den höchsten
Stand seit der Wiedervereinigung. Die Konsumenten sind in Bezug auf ihre Einkommensentwicklung
sehr optimistisch. Die gute Beschäftigungssituation sorgt dafür, dass die tariflichen
Einkommen in vielen Branchen stark steigen. Da die Inflationsrate zudem bei nahe 0
% liegt, bedeuten nominale Einkommenszuwächse eine nahezu gleich starke Steigerung
der Kaufkraft.
Im deutschen Telekommunikationssektor sind neben einer anhaltenden Kundennachfrage
nach mehr Bandbreite verschiedene weitere Trends zu beobachten.
Die starke Nachfrage nach der mobilen Datennutzung und die steigende Smartphone- und
Tablet-Penetration eröffnen den Mobilfunknetzbetreibern weitere Wachstumschancen.
Dieser Trend wird auch in Zukunft anhalten. Smartphones und Tablets sind Wegbereiter
des digitalen Wandels in Deutschland. Gleichzeitig wird für Mobilfunkanbieter die
Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts weiter stark im Fokus stehen.
Die voranschreitende Digitalisierung verändert die Welt nachhaltig. Die Telekommunikationsindustrie
ist ein wesentlicher Wegbereiter der Digitalisierung. Neben der Vernetzung von Menschen
bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs-
und Wachstumsmöglichkeiten. Ein weiterer Trend ist die Datenanalyse, die neben neuer
Erkenntnisse auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
Mit 114 Mio. Kunden (SIM-Karten) Ende März 2016 ist der deutsche Mobilfunkmarkt der
größte innerhalb der EU. Die rechnerische Mobilfunk-Penetration betrug 142 %, d. h.
jeder Bundesbürger hat durchschnittlich 1,4 Mobilfunkkarten. Das Kundenwachstum im
Zeitraum von Januar bis März 2016 war weiterhin vor allem auf den werthaltigeren Postpaid-Sektor
zurückzuführen. Ende März 2016 machten die Postpaid-Kunden 52,5 % der gesamten Anschlüsse
aus. Ende Dezember 2015 lag der Anteil noch bei 52,1 %.
Der Mobilfunkmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 weiterhin dynamisch und
war über alle Bereiche hinweg von einem zunehmend intensiven Wettbewerb geprägt, vor
allem getrieben durch die starke Nachfrage nach attraktiven Smartphone (Tarif)-Angeboten.
Laut einer Untersuchung des Branchenverbands Bitkom nutzen aktuell 76 % aller Bundesbürger
ab 14 Jahren ein Smartphone. Vor zwei Jahren waren es noch 55 %. Allerdings ist eine
Abschwächung des Wachstums des Smartphone-Endgeräte-Marktes zu beobachten, getrieben
durch eine zunehmende Sättigung desselben, zudem werden Smartphones länger genutzt.
Laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) wurden
im ersten Quartal 2016 rund 5,4 Millionen Smartphones verkauft, das entspricht einem
Minus von rund 11 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die mobile Mediennutzung sorgte für ein weiteres Ansteigen der mobilen Datennutzung.
2015 wurden laut Dialog Consult 510 Mio. GB an Daten über die Mobilfunknetze übertragen.
Das sind 29 % mehr als 2014 (395 Mio. GB).
Die zunehmende Verbreitung von mobilen internetfähigen Endgeräten wie Smartphones
oder Tablets sowie die zunehmende Nutzung von mobilen Datendiensten schlagen sich
auch im starken Wachstum der Umsatzerlöse aus mobilen Daten auf dem deutschen Markt
nieder: 2015 sind laut Schätzungen von Analysys Mason die mobilen Datenumsätze gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um über 14 % gestiegen. Die Umsätze aus mobiler Telefonie und
SMS dagegen entwickelten sich rückläufig, getrieben durch Preisverfall, Regulierungseffekte
sowie ein verändertes Kundenverhalten.

Quelle: Unternehmensdaten, Analysys Mason, Gfk Konsumklima, DIW, Bitkom
Nach dem Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Group mit der E-Plus Gruppe besteht
der deutsche Mobilfunkmarkt aus drei Netzbetreibern und mehreren Service-Providern
bzw. MVNO. Ende März 2016 hielt die Telefónica Deutschland Group mit mehr als 43 Mio.
Anschlüssen einen Marktanteil von 37,7 %. Damit ist sie der größte deutsche Mobilfunknetzbetreiber
gemessen an der Zahl der Kundenanschlüsse.
Auch auf dem deutschen Markt für Festnetz-Breitbanddienste herrscht weiterhin ein
intensiver Wettbewerb. Die Anzahl der Anschlüsse legte gegenüber dem Vorjahr um rund
5 % zu, die Kundenbasis wuchs somit bis Ende Dezember 2015 auf etwa 30,8 Mio. an.
Der Anteil von DSL-Anschlüssen beträgt hier knapp 80 %. VDSL hat weiter an Bedeutung
gewonnen. Laut Angaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) nutzten Ende 2015 rund 20 %
der DSL-Kunden die VDSL-Technologie. Die gestiegene Kundennachfrage nach mehr Bandbreite
spiegelt sich auch in dem pro Breitbandanschluss und Monat erzeugten Datenvolumen
wider. Dieses stieg laut Dialog Consult im Vergleich zu 2014 um fast 20 % auf 31,8
GB pro Anschluss.
Quelle: Analysys Mason, Dialog Consult/VATM-Analysen und -Prognosen, Bundesnetzagentur
Größter DSL-Anbieter in Deutschland ist die Deutsche Telekom AG, Bonn. Die Telefónica
Deutschland Group und andere bedeutende Akteure auf dem Breitbandinternet-Markt mieten
die entbündelten Teilnehmeranschlüsse (Unbundled Local Loop, ULL) von der Deutschen
Telekom AG.
Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entscheidungen zu der im
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 im Abschnitt "Regulatorische
Einflüsse auf die Telefónica Deutschland Group" dargestellten Situation ausgeführt.
Die aktuellen Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) in Höhe von 1,66 EUR-Cent pro Minute
sind bis Ende November 2016 befristet. Für die neue Entgeltgenehmigungsrunde hat die
BNetzA einen Entwurf für eine neue Regulierungsverfügung zur Marktdefinition und -analyse
bezüglich des Marktes für Anrufzustellung in einzelnen Mobilfunknetzen national konsultiert
und der EU Kommission Anfang Juli 2016 notifiziert. Der Entwurf sieht mit pureLRIC
(LRIC = Long Run Incremental Costs) einen neuen Kostenmaßstab zur Berechnung der MTR
vor. Die Telefónica Deutschland Group hat sich an dem Konsultationsverfahren beteiligt.
Den Entscheidungsentwurf hat die BNetzA bei der EU Kommission notifiziert. Diese hat
nach einem Prüfverfahren Bedenken geäußert und ein Phase 2 Verfahren eingeleitet.
Kurz bevor sich eine entsprechende Arbeitsgruppe des Gremiums Europäischer Regulierungsstellen
für elektronische Kommunikation (BEREC) zu dem Entscheidungsverfahren äußern konnte,
hat die BNetzA die Notifizierung zurückgenommen und am 17. Juni 2016 einen überarbeiteten
Entscheidungsentwurf vorgelegt, der parallel auch national nochmals bis 15. Juli 2016
konsultiert wurde. Am 19. Juli 2016 hat die EU Kommission ihre Entscheidung veröffentlicht,
kein erneutes Phase 2 Verfahren aufgrund ernsthafter Bedenken gegenüber dem überarbeiteten
Entwurf der BNetzA einzuleiten. Eine finale Entscheidung der BNetzA ist im August
2016 zu erwarten.
Die BNetzA wird zur Stärkung der Verbraucher eine Rechtsverordnung erlassen, die Maßnahmen
zur Steigerung der Transparenz bei Telefon- und Internetdienstleistungen im Mobilfunk-
und Festnetzbereich vorsieht. Nach weiterer Diskussion sieht der aktuelle Entwurf
der Verordnung unter anderem Regelungen zur Kostenkontrolle, zur Überprüfung und Dokumentation
der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate und zur Information von Kunden
über Vertragsinhalte vor Vertragsabschluss vor. Das Bundeskabinett hat am 15. Juni
2016 die Transparenzverordnung der BNetzA beschlossen. In der Folge wird sich nun
der Deutsche Bundestag mit der Transparenzverordnung befassen. Mit dem Inkrafttreten
der Verordnung wird im dritten Quartal 2016 gerechnet. Aufgrund von in der Verordnung
vorgesehenen Umsetzungsfristen werden Teile der Verordnung dann jedoch erst in der
ersten Jahreshälfte 2017 in Kraft treten, in manchen Punkten sogar erst in der zweiten
Jahreshälfte 2017.
Am 29. November 2015 ist nach Veröffentlichung im Amtsblatt der EU Kommission eine
Verordnung in Kraft getreten, die ein Ende von Roaming-Aufschlägen bei Endkunden ab
dem 15. Juni 2017 und eine europaweit harmonisierte Regulierung der Netzneutralität
vorsieht.
Bezüglich der interpretationsfähigen Vorgaben der Verordnung gab es Diskussionen zwischen
der BNetzA und der Telefónica Deutschland Group. Um diese Diskussionen beizulegen,
hat sich die Telefónica Deutschland Group freiwillig bereit erklärt die eigenen Tarife
anzupassen.
Die EU Kommission hat im November 2015 eine Überprüfung des Großkunden-Roamingmarktes
eingeleitet, um abzuschätzen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Abschaffung
der Endkunden-Roamingaufschläge bis zum 15. Juni 2017 zu ermöglichen. Die Kommission
hat dazu im Juni 2016 einen Bericht und einen Gesetzgebungsvorschlag vorgelegt, der
aktuell konsultiert wird.
Die TSM-VO, welche Regelungen zur Netzneutralität enthält, ist am 30. November 2015
in Kraft getreten; die hier enthaltenen Vorgaben zur Transparenz sind seit dem 30.
Juni 2016 zu berücksichtigen. Bislang sind jedoch noch keine Festlegungen getroffen,
wie die Regelungen der Verordnung im Einzelnen umzusetzen sind. Das BEREC hat am 6.
Juni 2016 den Entwurf von Leitlinien zur Konsultation gestellt, zu dem bis zum 18.
Juli 2016 Stellung genommen werden konnte. Die finalen Leitlinien werden voraussichtlich
Ende August 2016 veröffentlicht.
Am 24. Juni 2016 hat der Bundestag das Gesetz zum besseren Informationsaustausch bei
der Bekämpfung des internationalen Terrorismus beschlossen. Darin wird auch § 111
TKG (Telekommunikationsgesetz) geändert, der regelt, welche Kundendaten vor Schaltung
des Anschlusses zu erheben sind. Diese Norm sieht künftig vor, dass vor der Aktivierung
von Prepaid-SIM-Karten die Identität des Kunden anhand bestimmter Ausweisdokumente
oder entsprechender anderer, von der BNetzA noch festzulegender Verfahren überprüft
werden muss. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Regelungen für die Branche erheblichen
Aufwand bei der Datenerhebung sowie Einschränkungen bei Vertriebsmöglichkeiten mit
sich bringen kann. Der Umfang ist jedoch erst absehbar, wenn die Vorgaben der BNetzA
bekannt sind.
Im ersten Halbjahr 2016 konnten wir unser operatives Momentum in einem zunehmend wettbewerbsintensiven
Umfeld aufrechterhalten./Die Integration wird planmäßig umgesetzt/Bestätigung des
Gesamtjahresausblicks für die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen mit Konkretisierung
innerhalb der erwarteten Spanne auf "leicht negativ" gegenüber dem Vorjahr./Bestätigung
des Gesamtjahresausblicks 2016 für das OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten./Aktualisierung
des Gesamtjahresausblicks für CapEx auf ein "mittleres bis hohes einstelliges prozentuales
Wachstum".
Im ersten Halbjahr 2016 hielt die Telefónica Deutschland Group ihr operatives Momentum
in einem zunehmend wettbewerbsintensiven deutschen Mobilfunkmarkt aufrecht und nutzte
dabei die Investitionen in die Marke O2
im Premiumsegment, während der klare Fokus auf Kundenbindung und die Entwicklung des
Kundenstamms beibehalten wurde.
Gleichzeitig erzielten wir planmäßig weitere Fortschritte bei der Integration von
E-Plus und verlagern den Fokus nun von der Integration auf die Transformation. Zu
den wichtigsten im Jahr 2016 erreichten Meilensteinen zählen die zweite Welle des
Abfindungsprogramms, Entscheidungen bezüglich des künftigen Mehrmarkenportfolios sowie
gute Fortschritte bei der Integration der Netzinfrastruktur und bei der Migration
der Postpaid-Kundenbasis von BASE und E-Plus auf O2
.
Per Ende Juni 2016 belief sich die Zahl der Kundenanschlüsse der Telefónica Deutschland
Group auf 48,6 Mio., ein Anstieg um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür
war ein starker Anstieg der Mobilfunkanschlüsse um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr auf
43,4 Mio. Das mobile Postpaid-Segment bewies weiterhin gutes Momentum mit 520 Tsd.
Neuanschlüssen in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zu 342 Tsd. im gleichen
Zeitraum des Vorjahres. Die Postpaid-Kundenbasis nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,6
% auf 19,6 Mio. Anschlüsse zum 30. Juni 2016 zu, wobei das Partnergeschäft eine zunehmend
starke Performance zeigte. Der Kundenstamm im Prepaid-Segment stieg um 1,3 % auf 23,8
Mio. Anschlüsse.
Erwartungsgemäß sanken die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen im 1. Halbjahr
2016 um 1,5 % auf 2.694 Mio. EUR, ein Beleg für die zunehmende Wettbewerbsdynamik
und die damit verbundene Stärke des Partnergeschäfts, die zu einem höheren Anteil
der Umsatzerlöse aus dem Wholesale-Geschäft führte. Darüber hinaus wurde weiterhin
ein klarer Fokus auf die Entwicklung des Kundenstamms gelegt, während das Unternehmen
Gegenwind aus regulatorischen Effekten registrierte. Die Telefónica Deutschland Group
bestätigt ihren Gesamtjahresausblick für Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen,
konkretisiert diesen jedoch innerhalb der Spanne "leicht negativ bis weitgehend stabil
gegenüber dem Vorjahr" auf "leicht negativ". Ursächlich hierfür sind in erster Linie
vorgenannten Effekte.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) im ersten Halbjahr 2016 (1.170 Mio.
EUR) profitierte im zweiten Quartal 2016 von einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe
von 352 Mio. EUR aus dem Verkauf der passiven Funkmasteninfrastruktur des Unternehmens
an Telxius S.A., das Infrastrukturunternehmen der Telefónica, S.A. (> ÜBERBLICK ÜBER
DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32). Im OIBDA zeigten sich weiterhin
die Rollover-Effekte der im Vorjahr realisierten Synergieprojekte sowie transformationsbedingte
Aufwendungen.
Erwartungsgemäß stieg das OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten im ersten Halbjahr
2016 um 3,5 % im Jahresvergleich auf 860 Mio. EUR an. Synergien aus Integrationsaktivitäten
(OPEX und Umsatzerlöse) trugen während des Jahres mit ca. 95 Mio. EUR zu den Einsparungen
bei. Die OIBDA-Marge stieg im Jahresvergleich um 1,7 Prozentpunkte auf 23,3 %. Damit
bestätigt die Telefónica Deutschland Group ihren Gesamtjahresausblick 2016 bezüglich
des OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten.
| Referenzwert für 2015 (in Millionen EUR) |
Ursprünglicher Ausblick 2016 (Entwicklung gegenüber dem Vorjahr in Prozent) | Erstes Halbjahr 2016 (Entwicklung gegenüber dem Vorjahr in Prozent) | Bewertung erstes Halbjahr 2016 |
|
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) | 5.532 | Leicht negativ bis weitgehend stabil | -1,5 % | Erwartungsgemäß |
| OIBDA (vor Sonder- und Spezialeffekten) | 1.760 | Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum | + 3,5 % | Erwartungsgemäß |
| CapEx | 1.032 | Wachstum im niedrigen Zehnprozentbereich | -7,1 % | Erwartungsgemäß |
Erwartungsgemäß lag der Investitionsaufwand (CapEx) im 1. Halbjahr 2016 bei 430 Mio.
EUR und damit um 7,1 % unter dem Vorjahreswert. Die Telefónica Deutschland Group führt
die Investitionen planmäßig durch, wobei der Hauptteil auf die zweite Jahreshälfte
entfällt. Wir aktualisieren unseren Gesamtjahresausblick auf ein "mittleres bis hohes
einstelliges prozentuales Wachstum". Dies ist in erster Linie das Ergebnis effizienterer
Investitionen sowie Phasing-Themen im Zusammenhang mit dem Netzwerkausbau.
Der Geschäftsverlauf wird in den folgenden Kapiteln näher erläutert.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 22. März 2016 eine Konsortialkreditlinie in
Höhe von 750 Mio. EUR abgeschlossen, von der im Berichtszeitraum 600 Mio. EUR in Anspruch
genommen wurden. Diese dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit
von fünf Jahren. Die Kreditlaufzeit kann bis maximal März 2023 verlängert werden.
Nach der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und dem damit verbundenen Abbau
von rund 800 Vollzeitstellen (FTE) in 2015 wurde gemäß Vereinbarung mit dem Betriebsrat
für 500 weitere FTE bis Mitte 2016 Klarheit über ihre Beschäftigungssituation geschaffen.
Ziel des Unternehmens bleibt weiterhin der Abbau von insgesamt rund 1.600 FTE bis
2018.
Am 19. Mai 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015
statt. Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland
sowie der Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds wurde unter anderem eine Dividende
von 0,24 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 713.893.198,32 EUR, beschlossen.
Die Dividende wurde am 20. Mai 2016 an die Aktionäre gezahlt.
Ferner hat die Hauptversammlung unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals
2012/I ein neues Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR beschlossen
sowie unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom
5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt
10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist
- des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.
Antonio Manuel Ledesma Santiago schied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung
am 19. Mai 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.
Als sein Nachfolger wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 Peter Erskine gewählt.
Seine Amtszeit begann mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 und endet
mit Ablauf der Hauptversammlung 2017.
Zudem schied die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Imke Blumenthal zum 30.
Juni 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus (> NACHTRAGSBERICHT,
S. 44).
Basierend auf einer Entscheidung der Organe der Telefónica Deutschland im April 2016
verkaufte die Telefónica Deutschland Group am 21. April 2016 die passive Infrastruktur
der Sendemasten an Telxius Telecom S.A. (Telxius S.A.), dem Infrastrukturunternehmen
der Telefónica, S.A., mit einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR.
Der Erlös aus der Transaktion verbessert die finanzielle Flexibilität des Unternehmens
und wird in das Unternehmen reinvestiert, unter anderem in den weiteren Netzausbau
und den Aufbau neuer Wachstumsfelder.
Seit dem Verkauf kann die Telefónica Deutschland Group die Masten per Mietvertrag
weiterhin uneingeschränkt nutzen. Auf die geplanten Synergien aus dem Zusammenschluss
mit E-Plus hat die Transaktion keine Auswirkung.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag
mit der EIB in Höhe von 450 Mio. EUR unterzeichnet. Die Linie wurde im Berichtszeitraum
noch nicht in Anspruch genommen und dient der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung
und Erweiterung des Mobilfunknetzes der Telefónica Deutschland Group nach der Akquisition
der E-Plus Gruppe. Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine
Laufzeit von bis zu acht Jahren.
Umsatzerlöse auf 3,7 Mrd. EUR zurückgegangen./Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
wie erwartet leicht rückläufig/Aufwendungen durch Realisierung von Synergien reduziert./OIBDA
vor Sonder- und Spezialeffekten steigt auf 860 Mio. EUR.
Im ersten Halbjahr 2016 haben sich unsere Umsatzerlöse um 158 Mio. EUR bzw. 4,1 %
auf 3.691 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. Dies ist begründet
in einem Rückgang der Umsatzerlöse aus Mobilfunk, insbesondere aus Mobilfunk-Hardware
aufgrund allgemeiner Marktsättigung und längerer Zeiträume bei der Neuanschaffung
von Endgeräten. Aber auch die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen sind leicht
zurückgegangen. Dies ist ein Beleg für die zunehmende Wettbewerbsdynamik und die damit
verbundene Stärke des Partnergeschäfts, die zu einem höheren Anteil der Umsatzerlöse
aus dem Wholesale-Geschäft führte. Aufgrund einer gesunkenen DSL-Kundenbasis und der
zeitlichen Verschiebung von Promotionen wurden geringere Umsätze aus Festnetz/DSL
realisiert. Der positive Einfluss aus der höheren Nachfrage nach mobilen Daten setzte
sich weiter fort und damit verbuchte das mobile Datengeschäft (ohne SMS) weiterhin
gute Zuwächse.


Unsere Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen beliefen sich im ersten Halbjahr
2016 auf 2.694 Mio. EUR und waren mit einem Rückgang von 41 Mio. EUR bzw. 1,5 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprechend unserer Erwartungen leicht rückläufig.
Wir haben uns in einem zunehmend anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven deutschen
Markt durch die Fokussierung auf Kundenbindungsmaßnahmen bei unseren Eigenmarken sowie
das starke Kundenwachstum insbesondere bei unseren Partnermarken gut behauptet. Demzufolge
vergrößerte sich unsere Postpaid-Mobilfunkkundenbasis im ersten Halbjahr 2016 um 520
Tsd. Nettoneukunden auf 19,6 Mio. (Anstieg im ersten Halbjahr 2015: 342 Tsd.), was
in einem Anstieg des Anteils unserer Postpaid-Kunden an unserer Mobilfunkkundenbasis
um 0,3 %-Punkte auf 45,2 % resultierte. Bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau
im Partnergeschäft verringerte sich entsprechend der durchschnittliche Kundenumsatz
(ARPU) auf 10,3 EUR gegenüber dem Vorjahresniveau (erstes Halbjahr 2015: 10,7 EUR).
Die Erweiterungen unseres Netzwerks in Verbindung mit der Nutzung beider Mobilfunknetze
von O2
und E-Plus durch das National Roaming seit 2015 führt auch im ersten Halbjahr 2016
zu einer verbesserten Kundenerfahrung. Weiterhin schreitet die Erhöhung der LTE-Netzabdeckung
kontinuierlich voran. Die Nachfrage nach Datendiensten (z. B. mobiles Internet, Dienstleistungsanwendungen
und andere Dateninhalte) nimmt weiter zu, getrieben durch die zunehmende Anzahl LTE-fähiger
Mobilfunkgeräte in Verbindung mit einer steigenden Nutzung mobiler Audio- und Video-Applikationen.
Über unsere "O2
Blue All-in"-Portfolios sowie die Inanspruchnahme der Datenautomatik und des Daten-Upselling
durch unsere Kunden (> ZIELE UND STRATEGIEN, S. 20) konnten wir eine erhöhte Monetarisierung
des mobilen Datengeschäfts realisieren.
Die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware unterliegen Schwankungen, insbesondere aufgrund
der Abhängigkeit vom Verkaufsstart neuer Endgeräte. Im ersten Halbjahr 2016 lagen
die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware bei 493 Mio. EUR und damit um 93 Mio. EUR
bzw. 15,9 % unter dem Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen von Endgeräten - auch an
Mobilfunkpartner - gingen zurück, insbesondere aufgrund von längeren Austauschzyklen
sowie der Sättigung des deutschen Marktes für Mobilfunk-Hardware, was im Einklang
mit der allgemeinen Entwicklung der europäischen Märkte steht (> GESAMTWIRTSCHAFTLICHE
UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN, S. 28).
Die Umsatzerlöse aus Mobilfunk, bestehend aus Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen
und Mobilfunk-Hardware, beliefen sich im ersten Halbjahr 2016 auf 3.187 Mio. EUR.
Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 134 Mio. EUR bzw.
4,0 %.
Im ersten Halbjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse im Festnetz- und DSL-Geschäft bei 498
Mio. EUR, was einem Rückgang von 24 Mio. EUR bzw. 4,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
entspricht, wobei VDSL im Retail-Geschäft weiter an Zugkraft gewonnen hat. So konnte
in beiden Quartalen des ersten Halbjahres 2016 im Retail-DSL Geschäft ein Zuwachs
der Nettoneukunden erzielt werden (erstes Halbjahr 2016: 6 Tsd.). Wir profitierten
weiter von Termingeschäften bei Carrier Voice, wohingegen der Wholesale-DSL-Bereich
erwartungsgemäß zurückging. Die Umsatzerlöse aus dem Retail-DSL-Geschäft waren ebenfalls
rückläufig, ursächlich hierfür waren die im Jahresvergleich um 0,5 % gesunkene Kundenbasis
infolge der sukzessiven Stilllegung unserer Infrastruktur für den entbündelten Zugang
zu Teilnehmeranschlussleitungen (Unbundled Local Loop - ULL) sowie eine geringere
Anzahl von Festnetzanschlüssen und die zeitlichen Verschiebung von Promotionen.
Im ersten Halbjahr 2016 hielten sich die sonstigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum
mit einer leichten Verringerung um 5,5 % auf 6 Mio. EUR weitgehend stabil.
Im ersten Halbjahr 2016 erhöhten sich die sonstigen Erträge um 353 Mio. EUR bzw. 427,4
% auf 436 Mio. EUR. Sowohl in 2016 als auch in 2015 waren Sondereffekte enthalten.
Diese umfassen im ersten Halbjahr 2016 einen einmaligen Veräußerungsgewinn aus dem
Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. (> ÜBERBLICK ÜBER
DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32). Im ersten Halbjahr 2015
war ein einmaliger Nettogewinn (vor Kaufpreisanpassung) in Höhe von 17 Mio. EUR aus
der Veräußerung der yourfone GmbH enthalten.
| 1. Januar bis 30. Juni | ||||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung | % Veränderung |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk | 3.187 | 3.321 | (134) | (4,0) |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen | 2.694 | 2.735 | (41) | (1,5) |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware | 493 | 586 | (93) | (15,9) |
| Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL | 498 | 521 | (24) | (4,5) |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6 | 7 | (0) | (5,5) |
| Umsatzerlöse | 3.691 | 3.849 | (158) | (4,1) |
Im ersten Halbjahr 2016 verringerten sich die betrieblichen Aufwendungen, bestehend
aus Materialaufwand, bezogenen Leistungen, Personalaufwand sowie sonstigen Aufwendungen,
um 129 Mio. EUR bzw. 4,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2.958 Mio. EUR. Die
Abnahme der betrieblichen Aufwendungen ist vorrangig bedingt durch die zügige Realisierung
der integrationsbezogenen Synergien infolge des Zusammenschlusses mit der E-Plus Gruppe
zum 1. Oktober 2014. Die Aufwendungen für Restrukturierung im Rahmen der Integration
in Höhe von 37 Mio. EUR sind sowohl im Personalaufwand als auch in den sonstigen Aufwendungen
erfasst.


Im ersten Halbjahr 2016 beliefen sich der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen
auf 1.206 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 99 Mio. EUR bzw. 7,6 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum insbesondere durch geringere Aufwendungen für verkaufte Endgeräte
infolge rückläufiger Hardware-Verkäufe sowie verringerter Dienstleistungsumsätze.
Der Personalaufwand verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 um 11 Mio. EUR bzw. 3,2
% auf 333 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung des personalbezogenen Restrukturierungsaufwands
(erstes Halbjahr 2015: 0 Mio. EUR; erstes Halbjahr 2016: 28 Mio. EUR) läge der Personalaufwand
sogar um 11,7 % unter dem Vorjahresniveau. Dies ist vor allem durch die verringerte
Anzahl an Vollzeitstellen bedingt.
Im ersten Halbjahr 2016 betrugen die sonstigen Aufwendungen 1.418 Mio. EUR, was einem
Rückgang um 19 Mio. EUR bzw. 1,3 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 entspricht.
Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands (erstes Halbjahr 2015: 4 Mio.
EUR; erstes Halbjahr 2016: 8 Mio. EUR) hätte der Rückgang 1,9 % betragen. Einsparungen
ergaben sich aus den Synergie-Initiativen im Jahr 2015, wurden jedoch teilweise aufgewogen
von kommerziellen Kosten und anderen Investitionen im Zusammenhang mit der Kundenmigration
im ersten Halbjahr 2016.
Wir haben im ersten Halbjahr 2016 ein um Sonder- und Spezialeffekte bereinigtes OIBDA
in Höhe von 860 Mio. EUR erzielt und somit für das erste Halbjahr 2016 einen Zuwachs
von 29 Mio. EUR bzw. 3,5 % erreicht. Hierin spiegelt sich ein verringertes Kostenniveau
infolge der Realisierung von Synergien aus der Integration wider. Die resultierende
OIBDA-Marge vor Sonder- und Spezialeffekten lag mit 23,3 % um 1,7 %-Punkten über dem
Vorjahresniveau.
Sondereffekte umfassen im ersten Halbjahr 2016 Restrukturierungsaufwand in Höhe von
37 Mio. EUR und den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an Telxius S.A. in Höhe von 352 Mio. EUR, während im gleichen Zeitraum
2015 ein einmaliger Nettogewinn (vor Kaufpreisanpassung) aus dem Verkauf der yourfone
GmbH in Höhe von 17 Mio. EUR erfasst wurde.
Die Spezialeffekte entsprechen im ersten Halbjahr 2016 den Auswirkungen, den die Telxius
Transaktion auf das OIBDA hatte, die in erster Linie auf höhere Operating-Lease-Aufwendungen
(6 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2016) zurückzuführen sind.
Das OIBDA stieg im ersten Halbjahr 2016 um 324 Mio. EUR bzw. 38,3 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum auf 1.170 Mio. EUR. Dies ist insbesondere durch den einmaligen Nettoveräußerungsgewinn
in Höhe von 352 Mio. EUR aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten
an Telxius S.A. bedingt (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE,
S. 32). Die resultierende OIBDA-Marge liegt mit 31,7 % deutlich über dem Vorjahresniveau
(erstes Halbjahr 2015: 22,0 %).

Mit 1.069 Mio. EUR sind die Abschreibungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr
(erstes Halbjahr 2015: 1.033 Mio. EUR) um 36 Mio. EUR beziehungsweise 3,5 % gestiegen
(> VERMÖGENSLAGE, S. 40). Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus erhöhten Investitionen
in Software sowie in Netzwerk-Equipment im Zusammenhang mit dem beschleunigten Netzausbau.
Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Betriebsergebnis um 288 Mio. EUR bzw. 153,5
% auf 100 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2015: -188 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert
insbesondere aus dem realisierten Gewinn aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A. mit einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von
352 Mio. EUR (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S.
32).
Das Finanzergebnis zum 30. Juni 2016 beträgt -18 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2015: -25
Mio. EUR) und hat sich - bei vergleichbarer Verschuldung des Unternehmens - im Wesentlichen
aufgrund niedrigerer Zinsen aus der Verpflichtung für Finanzierungsleasing sowie aus
niedrigeren Zinsen aufgrund der vollständigen Tilgung des Darlehens gegenüber der
Telfisa Global B.V. in 2016 verbessert. Im Finanzergebnis sind hautpsächlich Zinsen
für die im November 2013 und Februar 2014 emittierten Anleihen und Zinsen aus der
am 13. März 2015 abgeschlossenen Erstplatzierung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen
enthalten. Zudem sind im Finanzergebnis Zinsen aus der Verpflichtung für Finanzierungsleasing
sowie Zinsen für die im März 2016 abgeschlossene revolvierende Kreditfazilität enthalten.
Aus den oben genannten Effekten ergibt sich für den Sechsmonatszeitraum 2016 ein Periodenergebnis
in Höhe von 83 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von -213 Mio. EUR.
| 1. Januar bis 30. Juni | ||||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 20151 | Veränderung | % Veränderung |
| Umsatzerlöse | 3.691 | 3.849 | (158) | (4,1) |
| Sonstige Erträge | 436 | 83 | 353 | >100 |
| Betriebliche Aufwendungen | (2.958) | (3.087) | 129 | (4,2) |
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | (1.206) | (1.306) | 99 | (7,6) |
| Personalaufwand | (333) | (345) | 11 | (3,2) |
| Sonstige Aufwendungen | (1.418) | (1.436) | 19 | (1,3) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) | 1.170 | 845 | 324 | 38,3 |
| OIBDA-Marge | 31,7 % | 22,0 % | 9,7 %-p. | |
| Abschreibungen | (1.069) | (1.033) | (36) | 3,5 |
| Betriebsergebnis | 100 | (188) | 288 | >(100) |
| Finanzergebnis | (18) | (25) | 8 | (30,5) |
| Ergebnis vor Steuern | 83 | (213) | 296 | >(100) |
| Ertragsteuern | 0 | 0 | (0) | (80,8) |
| Periodenergebnis | 83 | (213) | 296 | >(100) |
Der Nettoverschuldungsgrad soll mittelfristig unter oder maximal bei 1,0x gehalten
werden./Die Nettofinanzschulden beliefen sich auf 1.356 Mio. EUR./Nettoverschuldungsgrad
von 0.8x./Der Free Cashflow ist bedingt durch die Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A. auf 599 Mio. EUR angestiegen.
Die Tabelle 4 zeigt die Zusammensetzung der Nettofinanzschulden - d. h. den Saldo
aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der zinstragenden
finanziellen Vermögenswerte und Forderungen.
Die Nettofinanzschulden stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 132 Mio. EUR
auf 1.356 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 an, woraus ein Nettoverschuldungsgrad2
in Höhe von 0,8x resultiert.
Der Anstieg der Nettofinanzschulden im Halbjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf
die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 714 Mio. EUR zurückzuführen.
Gegenläufig hat sich der Zahlungseingang der Kaufpreisforderung aus der Veräußerung
der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 587 Mio.
EUR ausgewirkt (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE,
S. 32).
Die Grafik 17 auf Seite 39 veranschaulicht die Entwicklung der Nettofinanzschulden
während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016.
Nachfolgend wird die Entwicklung der Zahlungsflüsse der Telefónica Deutschland Group
in den ersten sechs Monaten der Geschäftsjahre 2016 und 2015 analysiert.
| Zum 30. Juni | Zum 31. Dezember | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung | % Veränderung |
| A Liquidität | 276 | 533 | (257) | (48,2) |
| B Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 330 | 324 | 7 | 2,1 |
| C Kurzfristige Finanzschulden | 87 | 564 | (478) | (84,6) |
| D=C - A - B Kurzfristige Nettofinanzschulden | (520) | (292) | (227) | 77,9 |
| E Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 147 | 169 | (22) | (13,2) |
| F Langfristige Finanzschulden | 2.023 | 1.686 | 337 | 20,0 |
| G=F - E Langfristige Nettofinanzschulden | 1.876 | 1.517 | 359 | 23,7 |
| H = D+G Nettofinanzschulden1 | 1.356 | 1.225 | 132 | 10,8 |

1
Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen und vor Erwerb von E-Plus abzgl.
übernommener Zahlungsmittel.
2
Exklusive der Investitionen in Spektrum im Juni 2015 in Höhe von 1.198 Mio. EUR (inklusiv
aktivierter Fremdkapitalzinsen).
Veränderung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit leicht unter dem Vorjahresniveau
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2016 auf 605 Mio. EUR und lag damit 36 Mio. EUR bzw. 5,6 % leicht
unter dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2015: 641 Mio. EUR).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2016 auf -8 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2015: -1.492 Mio. EUR).
Damit ergaben sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 neben im Vergleich
zum Vorjahr gestiegenen Mittelzuflüssen in Höhe von 508 Mio. EUR, rückläufige Mittelabflüsse
in Höhe von 976 Mio. EUR.
In erster Linie ist der Rückgang der Mittelabflüsse den im Vorjahr einmalig vorgenommenen
Investitionen in Frequenznutzungsrechte in Höhe von 976 Mio. EUR (erstes Halbjahr
2016: 2 Mio. EUR) geschuldet. Zudem wurde der Rückgang des Cashflow aus der Investitionstätigkeit
durch den Zahlungseingang der Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der passiven
Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 587 Mio. EUR beeinflusst
(> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32).
Rückläufig entwickelten sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte3
, die sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf insgesamt 599
Mio. EUR beliefen und hauptsächlich den Erwerb von Software sowie Netzwerk-Equipment
im Zusammenhang mit dem beschleunigten Netzausbau betreffen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2016 auf -854 Mio. EUR. Der Mittelabfluss erhöhte sich gegenüber
dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2015: -637 Mio. EUR) um 217 Mio. EUR.
Dieser Effekt wurde im Wesentlichen durch die Rückzahlung des verbleibenden Darlehens
mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR beeinflusst. Gegenläufig wirkte
sich der im Vergeich zum Vorjahr um 300 Mio. EUR höhere Mittelzufluss aus der Aufnahme
von verzinslichen Schulden aus. Hierfür wurde der im März 2016 abgeschlossene Konsortialkreditrahmenvertrag
im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 600 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Aufgrund der oben beschriebenen Mittelzuflüsse/(-abflüsse) nahmen die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Stichtag des 31. Dezember 2015 um 257
Mio. EUR ab. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30.
Juni 2016 auf 276 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 533 Mio. EUR).
Der Free Cashflow4
vor Dividenden- und Spektrumszahlungen und vor Erwerb von E-Plus nahm um 496 Mio.
EUR zu und lag im Sechsmonatszeitraum zum 30. Juni 2016 bei 599 Mio. EUR (erstes Halbjahr
2015: 102 Mio. EUR).
Diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A., welche sich infolge des erfassten Nettoveräußerungsgewinns
in Höhe von 352 Mio. EUR in einem Anstieg des Operating Cashflow um 357 Mio. EUR (erstes
Halbjahr 2016: 740 Mio. EUR; erstes Halbjahr 2015: 383 Mio. EUR) widerspiegelt. Der
Zahlungseingang aus der Kaufpreisforderung für die genannte Veräußerung an die Telxius
S.A. beträgt 587 Mio. EUR (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE
EREIGNISSE, S. 32).
Der Rückgang der Veränderung des Working Capital im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2016 um 55 Mio. EUR ist hauptsächlich auf die Bezahlung des kurzfristigen Anteils
der Verbindlichkeit aus der Verpflichtungsübernahme von im Rahmen der Netzintegration
an die Deutsche Telekom weitergegebenen Mobilfunkstandorte in Höhe von 100 Mio. EUR
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich Bewegungen anderer Working-Capital-Linien
aus.
Bei der folgenden Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur in Tabelle 7, Seite 42
werden die zum 30. Juni 2016 bestehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit
den Werten zum 31. Dezember 2015 verglichen.
Zum 30. Juni 2016 weist die Gruppe eine Bilanzsumme in Höhe von 15.712 Mio. EUR auf
(31. Dezember 2015: 16.654 Mio. EUR). Dies entspricht einem Rückgang von 5,7 %.
Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte beliefen
sich zum 30. Juni 2016 auf 8.546 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 9.014 Mio. EUR). Der
Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 468 Mio. EUR bzw. 5,2 % und resultierte aus
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer
in Höhe von 602 Mio. EUR im Sechsmonatszeitraum zum 30. Juni 2016 (erstes Halbjahr
2015: 575 Mio. EUR) sowie aus dem Rückgang des Geschäfts- oder Firmenwerts durch die
Veräußerung der Telxius Towers Germany GmbH (vormals Telefónica Germany Vermögensverwaltungsgesellschaft
mbH) an die Telxius S.A. (> ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE,
S. 32). Gegenläufig wirkten sich die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten
in Höhe von 158 Mio. EUR aus. Diese betrafen im Wesentlichen Investitionen in Software.
| 1. Januar bis 30. Juni | ||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 533 | 1.702 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 605 | 641 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (8) | (1.492) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (854) | (637) |
| Nettozunahme/(-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (257) | (1.488) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 276 | 214 |
Die Sachanlagen beliefen sich zum 30. Juni 2016 auf 4.193 Mio. EUR (31. Dezember 2015:
4.507 Mio. EUR). Damit wurde gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 314 Mio. EUR bzw.
7,0 % ausgewiesen. Dieser resultierte mit 277 Mio. EUR insbesondere aus der Veräußerung
der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. (> ÜBERBLICK ÜBER DAS
ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32).
Die Zugänge zu den Sachanlagen betrugen im Berichtszeitraum 275 Mio. EUR (erstes Halbjahr
2015: 337 Mio. EUR) und betrafen hauptsächlich Investitionen in Netzwerk-Equipment
im Zusammenhang mit dem beschleunigten Netzausbau unter anderem durch den weiteren
Ausbau des LTE-Netzes, der Erweiterung der Funktionsfähigkeit der UMTS-Technologie,
dem Ausbau der IP-Technologien sowie der verbesserten Abdeckung der mobilen Datendienste
mit noch schnelleren Download-Zeiten.
Zudem erfolgte in den Sachanlagen ein Zugang in den Vermögenswerten im Zusammenhang
mit Außerbetriebnahme, Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtungen in Höhe von 160 Mio.
EUR, was im Wesentlichen auf die sich auf Basis neuer Erkenntnisse ergebenden höheren
Kosteneinschätzungen sowie auf die Zinsentwicklung zurückzuführen ist.
Dem Effekt aus den Zugängen standen Abschreibungen in Höhe von 467 Mio. EUR (erstes
Halbjahr 2015: 512 Mio. EUR) gegenüber.
| 1. Januar bis 30. Juni | ||||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung | % Veränderung |
| OIBDA | 1.170 | 845 | 324 | 38,3 |
| - CapEx1 | (430) | (463) | 33 | (7,1) |
| = Operating Cashflow (OpCF) | 740 | 383 | 357 | 93.3 |
| + Silent Factoring2 | 194 | 367 | (172) | (47,1) |
| +/- Sonstige Änderungen des Working Capital | (554) | (672) | 118 | (17,5) |
| Veränderung des Working Capital | (360) | (306) | (55) | 17.9 |
| +/- (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten | (353) | (17) | (335) | >100 |
| +/- Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmen | - | 61 | (61) | (100,0) |
| +/- Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen und andere Effekte | 591 | - | 591 | - |
| + Nettozinszahlung | (19) | (18) | (1) | 5.9 |
| + Ein-/Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | (1) | (0) | (0) | >100 |
| = Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen3 und vor Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel | 599 | 102 | 496 | >100 |
| + Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel | - | 22 | (22) | (100,0) |
| = Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen3 | 599 | 125 | 474 | >100 |
| - Zahlungen für Spektrum | (2) | (976) | 974 | (99,8) |
| - Dividendenzahlungen4 | (714) | (714) | 0 | (0.0) |
| = Free Cashflow nach Dividenden- und Spektrumszahlungen | (117) | (1.565) | 1.448 | (92,5) |
1
Exklusive der Investitionen in Spektrum im Juni 2015 in Höhe von 1.198 Mio. EUR sowie
exklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten.
2
Voller Effekt (kumuliert) durch Silent Factoring in Höhe von 194 Mio. EUR in der Berichtsperiode
2016 und 367 Mio. EUR in der Berichtsperiode 2015 (Transaktionen fanden im März und
Juni 2016 sowie im Januar, März und Juni 2015 statt).
3
Der Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen ist definiert als die Summe
des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflow aus der Investitionstätigkeit
und wurde exklusive der geleisteten Zahlungen für die Investitionen in Spektrum im
Juni 2015 sowie exklusive der damit verbundenen geleisteten Zinszahlungen berechnet.
4
Dividendenzahlung in Höhe von 714 Mio. EUR im Mai 2016. Dividendenzahlung in Höhe
von 714 Mio. EUR im Mai 2015.
Die Investitionen (CapEx) beliefen sich im ersten Halbjahr 2016 auf 430 Mio. EUR im
Vergleich zu 463 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2015. Der Hauptteil der Investitionen
in 2016 entfällt aufgrund der Intensivierung der Netzwerkintegration erwartungsgemäß
auf die zweite Jahreshälfte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen beliefen sich
zum 30. Juni 2016 auf 1.725 Mio. EUR und liegen damit leicht über dem Vorjahreswert
(31. Dezember 2015: 1.677 Mio. EUR). Die Veränderung um 48 Mio. EUR bzw. 2,9 % sind
im Wesentlichen stichtagsbedingt.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 77 Mio. EUR sind zum 30. Juni
2016 mit 3 Mio. EUR bzw. 4,7 % gegenüber dem Vorjahreswert (31. Dezember 2015: 73
Mio. EUR) leicht gestiegen und umfassten im Wesentlichen den positiven Fair Value
aus zwei Zinsswaps, Beteiligungen an Start-up-Unternehmen, eine Einlage für Silent
Factoring sowie Erstattungsansprüche aus Versicherungsverträgen.
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. Juni 2016 auf
314 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 221 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 93 Mio. EUR
bzw. 41,9 % resultierte hauptsächlich aus geleisteten Vorauszahlungen für Mieten von
Antennenstandorten und Leitungen.
Die Vorräte lagen zum 30. Juni 2016 bei 76 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 123 Mio. EUR).
Ursächlich für den Rückgang in Höhe von 47 Mio. EUR bzw. 38,5 % war im Wesentlichen
der Abbau von Beständen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2016 insgesamt
276 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 533 Mio. EUR). Dieser Rückgang um 257 Mio. EUR bzw.
48,2 % ist auf mehrere Effekte zurückzuführen (> LIQUIDITÄTSANALYSE, S. 38).
| Zum 30. Juni | Zum 31. Dezember | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung | % Veränderung |
| Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8.546 | 9.014 | (468) | (5,2) |
| Sachanlagen | 4.193 | 4.507 | (314) | (7,0) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.725 | 1.677 | 48 | 2,9 |
| Latente Steueransprüche | 505 | 505 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 77 | 73 | 3 | 4,7 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 314 | 221 | 93 | 41,9 |
| Vorräte | 76 | 123 | (47) | (38,5) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 276 | 533 | (257) | (48,2) |
| Summe Vermögenswerte = Summe Eigen- und Fremdkapital | 15.712 | 16.654 | (942) | (5,7) |
| Verzinsliche Schulden | 2.113 | 2.254 | (141) | (6,2) |
| Rückstellungen | 796 | 712 | 85 | 11,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.202 | 2.425 | (223) | (9,2) |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 96 | 48 | 49 | >100 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 871 | 895 | (24) | (2,7) |
| Eigenkapital | 9.633 | 10.321 | (688) | (6,7) |
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 sind die verzinslichen Schulden von 2.254 Mio.
EUR um 141 Mio. EUR bzw. 6,2 % auf 2.113 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 gesunken. Dieser
Rückgang resultiert insbesondere aus der vollständigen Tilgung des verbleibenden Darlehens
mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR, der Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten
in Höhe von 119 Mio. EUR, für welche im vergangenen Geschäftsjahr Vereinbarungen zur
Verlängerung der Zahlungsziele getroffen wurden, sowie aus um 121 Mio. EUR gesunkenen
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing.
Gegenläufig wirkte sich der zum 22. März 2016 unterschriebene Konsortialkreditrahmen
in Höhe von 750 Mio. EUR, der zum 30. Juni 2016 in Höhe von 600 Mio. EUR in Anspruch
genommen wurde, aus.
Die Rückstellungen sind gegenüber dem 31. Dezember 2015 (712 Mio. EUR) um 85 Mio.
EUR oder 11,9 % auf 796 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg betraf im Wesentlichen
die Veränderung der langfristigen Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtungen mit ingesamt
76 Mio EUR. Diese Veränderung beinhaltet neben sich auf Basis neuer Erkenntnisse ergebenden
höheren Kosteneinschätzungen sowie auf die Zinsentwicklung erfolgten Zuführung in
Höhe von 160 Mio. EUR einen im Zusammenhang mit der Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 83 Mio. EUR stehenden Abgang (> ÜBERBLICK
ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 2.202 Mio. EUR. Gegenüber dem 31. Dezember 2015
(2.425 Mio. EUR) entspricht dies einem Rückgang von 223 Mio. EUR oder 9,2 %. Der Rückgang
lässt sich insbesondere auf die Bezahlung des kurzfristigen Anteils der Verbindlichkeit
aus der Verpflichtungsübernahme von im Rahmen der Netzintegration an die Deutsche
Telekom weitergegebenen Mobilfunkstandorte in Höhe von 100 Mio. EUR zurückführen.
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten liegen zum 30. Juni 2016 bei 96
Mio. EUR (31. Dezember 2015: 48 Mio. EUR ). Diese beinhalten insbesondere Umsatzsteuerverbindlichkeiten
sowie Lohnsteuer und Sozialversicherung.
Der Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 24 Mio. EUR
oder 2,7 % gesunken und beläuft sich zum 30. Juni 2016 auf 871 Mio. EUR. Der Rückgang
resultierte insbesondere aus dem Rückgang der erhaltenenen Anzahlungen für Prepaid-Guthaben
um 16 Mio. EUR. Ferner wirkten sich erbrachte Leistungen im Rahmen des MBA MVNO Vertrags
aus sowie erhaltene Leistungen, welche durch vergangene Anzahlungen gedeckt waren.
Das Eigenkapital ist zum 30. Juni 2016 um 688 Mio. EUR bzw. 6,7 % auf 9.633 Mio. EUR
gesunken. Die Eigenkapitalveränderung ist hauptsächlich auf die am 12. Mai 2016 vollzogene
Dividendenzahlung in Höhe von 714 Mio. EUR sowie auf die Neubewertung von leistungsorientierten
Pensionsplänen in Höhe von 59 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich das
positive Periodenergebnis in Höhe von 83 Mio. EUR aus.
Christoph Braun ist als Nachfolger von Imke Blumenthal (> ÜBERBLICK über DAS ERSTE
HALBJAHR 2016 - WESENTLICHE EREIGNISSE, S. 32) mit Wirkung seit dem 1. Juli 2016 Mitglied
des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland. In der Sitzung vom 18. Juli 2016 wurde
Christoph Braun als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.
Der Vorstand der Telefónica Deutschland hat am 26. Juli 2016 beschlossen, dass beabsichtigt
ist, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung eine Bardividende in Höhe von 0,25
EUR pro Aktie vorzuschlagen.
Anderweitige berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschluss des Berichtszeitraums
haben sich nicht ergeben.
Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 haben wir bestimmte Risiken
dargestellt, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie Reputation haben könnten. Ferner beschreiben wir dort
unsere wesentlichsten Chancen sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems.
Im Berichtszeitraum haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert,
die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im zusammengefassten Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt sind. Weitere Risiken und Chancen, die uns
derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen,
könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen. Wir erwarten keinen Eintritt
von Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand
unseres Unternehmens gefährden könnten.
Fortsetzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland erwartet./Der Markt für Mobilfunkdienstleistungen
wird voraussichtlich weitgehend stabil bleiben./Die Prognose für die Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen wird bestätigt und von "leicht negativ bis weitgehend
stabil" auf "leicht negativ" im Jahresvergleich konkretisiert./Die Prognose zum OIBDA
vor Sondereffekten und vor Spezialeffekten wird bestätigt./Die CapEx-Prognose wird
angepasst von "Wachstum im niedrigen Zehnprozentbereich" auf ein im Jahresvergleich
"mittleres bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum" im Jahr 2016.
Für 2016 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute eine Fortsetzung des
Wirtschaftswachstums in Deutschland. Sie rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts
von 1,6 %. Der private Konsum wird auch 2016 die wesentliche Stütze der deutschen
Konjunktur sein. Laut Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) werden die
Konsumausgaben im Jahr 2016 um 2 % steigen. Gleichzeitig verschaffen die günstigen
Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die weiterhin positiven Einkommenserwartungen
den privaten Haushalten deutlichen Spielraum für Anschaffungen, während der Anreiz
zum Sparen wegen des Niedrigzinsumfelds gering bleibt.
Ein Risiko für die Konsumkonjunktur und damit auch für die gesamte wirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland bleibt nach wie vor eine etwaige Eskalation auf den internationalen
Krisenherden. Es bleibt auch abzuwarten, wie sich der geplante Austritt des Vereinten
Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) auf die europäische und vor allem
die deutsche Wirtschaft auswirken wird.
Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 % im Jahr vorausgesagt.
Quelle: Gfk Konsumklima, Focus Economics, Bundesbank
| In % | 2014 | 2015 | 2016 |
| Deutschland | 1,5 | 1,7 | 1,6 |
| Euroraum | 0,8 | 1,5 | 1,5 |
Die Marktentwicklung in Deutschland, einem der größten Telekommunikationsmärkte in
Europa, wird weiterhin von einer steigenden Kundennachfrage im Mobilfunk und Festnetz
nach Breitband- und Datendiensten getrieben. Die steigende Nutzung von Smartphones
und Tablets sowie eine steigende Nachfrage nach LTE treiben das Wachstum bei den mobilen
Datendiensten. Smartphones und Tablets werden zum Wegbereiter des digitalen Wandels
hin zu einem umfassenden "Digital Lifestyle" in Deutschland. Gleichzeitig erhöht die
steigende Verbreitung von datenbasierten Kommunikationsdiensten, den sogenannten Over-The-Top-Anwendungen
(OTT), wie z. B. WhatsApp, Skype, Facebook oder Apple Facetime, die Datennutzung.
Somit wird für Mobilfunkanbieter die Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts weiterhin
stark im Fokus stehen.
Gleichzeitig wird sich durch weiteren Preisdruck sowie geändertes Kundenverhalten
der Negativtrend bei mobiler Sprache und SMS fortsetzen. Analysten erwarten, dass
der Umsatz im Markt für Mobilfunkdienstleistungen in Deutschland bis 2016 mehr oder
weniger stabil bleiben wird.
Die voranschreitende Digitalisierung verändert die Welt nachhaltig. Die Telekommunikationsindustrie
ist hier ein wesentlicher Wegbereiter der Digitalisierung. Neben der Vernetzung von
Menschen bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche
Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten. Ein weiterer Trend ist die Datenanalyse, die
neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
Quelle: Analysys Mason, Bitkom
Wir bestätigen unseren Gesamtjahresausblick für Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
(MSR), konkretisieren jedoch innerhalb der Spanne von "leicht negativ bis weitgehend
stabil" gegenüber dem Vorjahr auf "leicht negativ" im Jahresvergleich. Grund hierfür
ist die zunehmende Wettbewerbsdynamik, insbesondere im Nicht-Premium-Marktsegment.
Erwartungsgemäß erhalten wir weiterhin MSR-Gegenwind aus der Zusammensetzung des Bestandkundenstamms
sowie aus regulatorischen Effekten. Im Gegensatz dazu steigt die Datennutzung sowie
unser LTE-Kundenstamm stetig weiter an, und wir gehen weiter davon aus, dass dieses
Datenwachstum in der Zukunft zu einer Trendwende bei der Entwicklung unserer MSR führen
wird.
Gleichzeitig bestätigen wir unseren OIBDA-Ausblick für ein prozentuales Wachstum des
OIBDA (vor Sonder- und Spezialeffekten5
) im "niedrigen bis mittleren einstelligen" Bereich gegenüber dem Vorjahr. Die Konkretisierung
des MSR-Ausblicks hat keinen Einfluss auf unseren OIBDA-Ausblick, da wir weiterhin
von den Rollover-Effekten der erfolgreichen Integrationsmaßnahmen im Jahr 2015 profitieren
und unsere Projekte in den Bereichen Personalrestrukturierung, Kundenmigration und
Netzwerkintegration 2016 fortsetzen. Wir erwarten weiterhin für 2016 zusätzliche Opex-
und umsatzbezogene Synergieeffekte in Höhe von ca. 150 Mio. EUR und damit kumulierte
Einsparungen in Höhe von ca. 430 Mio. EUR bis Ende 2016 (> 50 % der erwarteten gesamten
betrieblichen Cashflow-Synergien in Höhe von 800 Mio. EUR).
Ferner passen wir unseren Capex-Ausblick (ohne Investitionen für Mobilfunklizenzen)
für 2016 von einem Anstieg um einen "niedrigen Zehnprozentwert" auf ein "mittleres
bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum" im Vergleich zum Vorjahr an. Dies ist
in erster Linie das Ergebnis effizienterer Investitionen sowie Phasing-Themen im Zusammenhang
mit der Netzwerkintegration.
Wir bestätigen unsere allgemeine Dividendenpolitik. Wir betrachten uns als Dividendenzahler
und beabsichtigen, eine hohe Auszahlungsquote im Verhältnis zum Free Cashflow beizubehalten.
Konkret beabsichtigen wir in den kommenden drei Jahren eine jährliche Anhebung unserer
Dividende, beginnend mit einem Dividendenvorschlag von 0,25 EUR je Aktie für 2016.
Das Unternehmensziel eines "mittelfristigen Verschuldungsgrads6
bei oder unter 1,0x Nettoschulden/ OIBDA" bleibt unverändert und wird fortlaufend
überprüft.
| Referenzwert für 2015 (in Millionen EUR) |
Ursprünglicher Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr in Prozent) |
Aktualisierter Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr in Prozent) |
|
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) | 5.532 | Leicht negativ bis weitgehend stabil |
Leicht negativ |
| OIBDA (vor Sonder- und Spezialeffekten) | 1.760 | Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum | Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum |
| CapEx | 1.032 | Wachstum im niedrigen Zehnprozentbereich | Mittleres bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum |
Für Informationen zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen
wird auf den Abschnitt "Nahestehende Unternehmen und Personen" im verkürzten Konzernanhang
zum 30. Juni 2016 verwiesen.
München, 11. August 2016
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Thorsten Dirks | Rachel Empey | Markus Haas |
| (In Millionen EUR) | Anhang | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | |
| A) | Langfristige Vermögenswerte | 13.567 | 14.406 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | [6a] | 1.932 | 1.955 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | [6b] | 6.614 | 7.059 | |
| Sachanlagen | [6c] | 4.193 | 4.507 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | [6d] | 132 | 157 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 63 | 63 | ||
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | [6e] | 127 | 160 | |
| Latente Steueransprüche | 505 | 505 | ||
| B) | Kurzfristige Vermögenswerte | 2.145 | 2.248 | |
| Vorräte | 76 | 123 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | [6d] | 1.593 | 1.520 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13 | 10 | ||
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | [6e] | 187 | 61 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 276 | 533 | ||
| Bilanzsumme (A+B) | 15.712 | 16.654 | ||
| (In Millionen EUR) | Anhang | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | |
| A) | Eigenkapital | 9.633 | 10.321 | |
| Gezeichnetes Kapital | 2.975 | 2.975 | ||
| Kapitalrücklagen | 4.800 | 4.800 | ||
| Gewinnrücklagen | 1.859 | 2.546 | ||
| Gesamtes den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzuordnendes Eigenkapital | 9.633 | 10.321 | ||
| B) | Langfristige Schulden | 3.212 | 2.779 | |
| Verzinsliche Schulden | [6f] | 2.023 | 1.686 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | [6g] | 153 | 154 | |
| Rückstellungen | [6h] | 641 | 516 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 396 | 424 | ||
| C) | Kurzfristige Schulden | 2.867 | 3.554 | |
| Verzinsliche Schulden | [6f] | 90 | 568 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | [6g] | 2.050 | 2.272 | |
| Rückstellungen | [6h] | 156 | 196 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 96 | 48 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 475 | 471 | ||
| Bilanzsumme (A+B+C) | 15.712 | 16.654 | ||
| 1. April bis 30. Juni | 1. Januar bis 30. Juni | ||||
| (In Millionen EUR) | Anhang | 2016 | 20151 | 2016 | 20151 |
| Umsatzerlöse | [7a] | 1.834 | 1.949 | 3.691 | 3.849 |
| Sonstige Erträge | [7b] | 405 | 36 | 436 | 83 |
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | (578) | (646) | (1.206) | (1.306) | |
| Personalaufwand | (160) | (166) | (333) | (345) | |
| Sonstige Aufwendungen | (710) | (723) | (1.418) | (1.436) | |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) | 791 | 450 | 1.170 | 845 | |
| Abschreibungen | (529) | (505) | (1.069) | (1.033) | |
| Betriebsergebnis | 262 | (54) | 100 | (188) | |
| Finanzerträge | 2 | 3 | 4 | 5 | |
| Währungsgewinne | (0) | (0) | 0 | 1 | |
| Finanzaufwendungen | (11) | (16) | (21) | (30) | |
| Währungsverluste | 0 | 0 | (0) | (3) | |
| Finanzergebnis | [7c] | (9) | (14) | (18) | (25) |
| Ergebnis vor Steuern | 252 | (68) | 83 | (213) | |
| Ertragsteuern | (0) | 0 | 0 | 0 | |
| Periodenergebnis | 252 | (68) | 83 | (213) | |
| Den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Periodenergebnis | 252 | (68) | 83 | (213) | |
| Periodenergebnis | 252 | (68) | 83 | (213) | |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,08 | (0,02) | 0,03 | (0,07) | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,08 | (0,02) | 0,03 | (0,07) | |
| 1. April bis 30. Juni | 1. Januar bis 30. Juni | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 20151 | 2016 | 20151 |
| Periodenergebnis | 252 | (68) | 83 | (213) |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Posten, die nicht in den Gewinn/(Verlust) umgegliedert werden | (24) | 48 | (59) | 11 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | (24) | 48 | (59) | 11 |
| Sonstiges Ergebnis | (24) | 48 | (59) | 11 |
| Gesamtergebnis | 229 | (20) | 24 | (202) |
| Den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis | 229 | (20) | 24 | (202) |
| Gesamtergebnis | 229 | (20) | 24 | (202) |
| (In Millionen EUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
Gesamtes den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzuordnendes Eigenkapital |
Eigenkapital |
| Stand 1. Januar 20151 | 2.975 | 4.800 | 3.637 | 11.412 | 11.412 |
| Periodenergebnis1 | - | - | (213) | (213) | (213) |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 11 | 11 | 11 |
| Gesamtergebnis1 | - | - | (202) | (202) | (202) |
| Dividende | - | - | (714) | (714) | (714) |
| Sonstige Veränderungen | - | - | (0) | (0) | (0) |
| Stand 30. Juni 20151 | 2.975 | 4.800 | 2.721 | 10.496 | 10.496 |
| Stand 1. Januar 2016 | 2.975 | 4.800 | 2.546 | 10.321 | 10.321 |
| Periodenergebnis | - | - | 83 | 83 | 83 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | (59) | (59) | (59) |
| Gesamtergebnis | - | - | 24 | 24 | 24 |
| Dividende | - | - | (714) | (714) | (714) |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 2 | 2 | 2 |
| Stand 30. Juni 2016 | 2.975 | 4.800 | 1.859 | 9.633 | 9.633 |
| 1. Januar bis 30. Juni | ||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 20151 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | ||
| Periodenergebnis | 83 | (213) |
| Überleitung vom Periodenergebnis | ||
| Finanzergebnis | 18 | 25 |
| Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten | (353) | (17) |
| Ertragsteuern | (0) | (0) |
| Abschreibungen | 1.069 | 1.033 |
| Veränderung des Working Capital und Sonstige | ||
| Sonstige kurzfristige und langfristige Vermögenswerte | (105) | (116) |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | (42) | (134) |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | (46) | 81 |
| Sonstige | ||
| Gezahlte Steuern | - | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 6 | 8 |
| Gezahlte Zinsen | (25) | (27) |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 605 | 641 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 591 | - |
| Auszahlungen für Investitionen im Rahmen von Mobilfunk-Frequenzauktionen2 | (2) | (976) |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | (597) | (599) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Unternehmen3 | - | 61 |
| Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel | - | 22 |
| Ein-/Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | (1) | (0) |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (8) | (1.492) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Kosten der Kapitalerhöhungen | - | (6) |
| Einzahlungen aus der Aufnahme für verzinsliche Schulden | 600 | 300 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Schulden | (740) | (217) |
| Dividendenzahlungen | (714) | (714) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (854) | (637) |
| Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (257) | (1.488) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 533 | 1.702 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 276 | 214 |
1
In dem vorliegenden Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurden die Vorjahreswerte
zum 30. Juni 2015 gem. IFRS 3 retrospektiv angepasst. Für detaillierte Informationen
hinsichtlich der Veränderung der veröffentlichten Werte wird auf den Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2015 (siehe Anhang Nr. 7 Unternehmenszusammenschlüsse) verwiesen.
2
Der Gesamtbetrag der zum 30. Juni 2016 gezahlten Zinsen beträgt 27 Mio. EUR und wird
in der Konzernkapitalflussrechnung in der Position Gezahlte Zinsen 25 Mio. EUR sowie
in der Position Auszahlungen für Investitionen im Rahmen von Mobilfunk-Frequenzauktionen
2 Mio. EUR ausgewiesen.
3
Zum 31. Dezember 2014 waren in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögensgegenständen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 16 Mio. EUR enthalten, die
im Zuge der Transaktion in 2015 übertragen wurden. Daher betrug der Nettozahlungsmittelzufluss
45 Mio. EUR.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss (nachfolgend "Konzernzwischenabschluss") der
Telefónica Deutschland Holding AG wurde für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2016 aufgestellt und umfasst die Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch
"Telefónica Deutschland") und ihre Tochtergesellschaften sowie gemeinschaftliche Tätigkeiten
(gemeinsam die "Telefónica Deutschland Group" oder "Gruppe").
Die Telefónica Deutschland Holding AG ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts.
Die Firma lautet "Telefónica Deutschland Holding AG". Sitz der Gesellschaft ist München,
Deutschland. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts
München unter HRB 201055 eingetragen. Die Gesellschaft hat die Geschäftsanschrift
Georg-Brauchle-Ring 23-25, 80992 München, Deutschland (Telefonnummer: +49 (0)89 2442-0;
WWW.Telefónica.DE). Die Telefónica Deutschland Holding AG wurde auf unbestimmte Zeit
errichtet.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31.
Dezember).
Die Gesellschaft ist am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification
Number) DE000A1J5RX9.
Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG zum 30. Juni 2016 beträgt 2.974.554.993
EUR und ist eingeteilt in 2.974.554.993 nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen
Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR. In der Hauptversammlung gewährt jede
Stückaktie grundsätzlich eine Stimme.
Zum 30. Juni 2016 befinden sich 21,32 % der Aktien im Freefloat. 63,22 % werden von
der Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (Telefónica
Germany Holdings Limited), gehalten, einer indirekten 100-prozentigen Tochtergesellschaft
der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.). Die restlichen 15,46 % werden
von der Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande (KPN), gehalten.
Zum 30. Juni 2016 verfügte die Telefónica Deutschland Holding AG über Genehmigtes
Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR.
Telefónica Deutschland Holding AG verfügte zum 30. Juni 2016 über ein Bedingtes Kapital
2014/I in Höhe von 558.472.700 EUR.
Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group. Diese wird in den Konzernabschluss (Telefónica, S.A. Group) der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Telefónica, S.A., einbezogen. Die Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland Holding AG ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (O2 (Europe) Limited), und eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A.
Die Telefónica Deutschland Group, zu der seit dem 1. Oktober 2014 auch die E-Plus
Mobilfunk GmbH, Düsseldorf (E-Plus), mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften
(E-Plus Gruppe) gehört, ist seit dem Erwerb der E-Plus einer der drei führenden integrierten
Netzbetreiber in Deutschland. Die Telefónica Deutschland Group bietet Privat- und
Geschäftskunden Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste im Mobilfunk- und Festnetz an.
Darüber hinaus zählt die Telefónica Deutschland Group zu den führenden Wholesale-Anbietern
in Deutschland. Den Wholesale-Partnern wird Zugang zu der eigenen Infrastruktur und
zu den eigenen Dienstleistungen angeboten. Die Telefónica Deutschland Group ist Teil
der Telefónica, S.A. Group, eines der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt.
Zum 30. Juni 2016 waren die im Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland
Group enthaltenen Gesellschaften entsprechend dem nachfolgenden Organigramm organisiert:

Sofern nicht anders vermerkt betragen die Beteiligungsquoten 100 %.
Im ersten Quartal wurde die Fonic GmbH mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 22. März 2016 eine Konsortialkreditlinie in
Höhe von 750 Mio. EUR abgeschlossen, von der im Berichtszeitraum 600 Mio. EUR in Anspruch
genommen wurden. Diese dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit
von fünf Jahren. Die Kreditlaufzeit kann bis maximal März 2023 verlängert werden.
Nach der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und dem damit verbundenen Abbau
von rund 800 Vollzeitstellen (FTE) in 2015 wurde gemäß Vereinbarung mit dem Betriebsrat
für 500 weitere FTE bis Mitte 2016 Klarheit über ihre Beschäftigungssituation geschaffen.
Ziel des Unternehmens bleibt weiterhin der Abbau von insgesamt rund 1.600 FTE bis
2018.
Am 19. Mai 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015
statt. Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland
sowie der Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds wurde unter anderem eine Dividende
von 0,24 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 713.893.198,32 EUR, beschlossen.
Die Dividende wurde am 20. Mai 2016 an die Aktionäre gezahlt.
Ferner hat die Hauptversammlung unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals
2012/I ein neues Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR beschlossen
sowie unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom
5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt
10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist
- des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.
Antonio Manuel Ledesma Santiago schied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung
am 19. Mai 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.
Als sein Nachfolger wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 Peter Erskine gewählt.
Seine Amtszeit begann mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 und endet
mit Ablauf der Hauptversammlung 2017.
Zudem schied die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Imke Blumenthal zum 30.
Juni 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus (weitere Informationen
siehe Anhang Nr. 12 Ereignisse nach der Berichtsperiode).
Basierend auf einer Entscheidung der Organe der Telefónica Deutschland im April 2016
verkaufte die Telefónica Deutschland Group am 21. April 2016 die passive Infrastruktur
der Sendemasten an Telxius Telecom S.A. (Telxius S.A.), dem Infrastrukturunternehmen
der Telefónica, S.A., mit einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR.
Der Erlös aus der Transaktion verbessert die finanzielle Flexibilität des Unternehmens
und wird in das Unternehmen reinvestiert, unter anderem in den weiteren Netzausbau
und den Aufbau neuer Wachstumsfelder.
Seit dem Verkauf kann die Telefónica Deutschland Group die Masten per Mietvertrag
weiterhin uneingeschränkt nutzen.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag
mit der EIB in Höhe von 450 Mio. EUR unterzeichnet. Die Linie wurde im Berichtszeitraum
noch nicht in Anspruch genommen und dient der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung
und Erweiterung des Mobilfunknetzes der Telefónica Deutschland Group nach der Akquisition
der E-Plus Gruppe. Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine
Laufzeit von bis zu acht Jahren.
Der Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG wurde in Übereinstimmung
mit dem International Accounting Standard (IAS) 34 - Zwischenberichterstattung aufgestellt.
Dementsprechend enthält der Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen
und Angaben, die in einem vollständigen Konzernabschluss erforderlich sind, und sollte
deshalb in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember
2015 (siehe Anhang Nr. 3 Grundlage der Erstellung) gelesen werden.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ist ungeprüft.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der
Telefónica Deutschland Group und ihrer Tochtergesellschaften, aufgestellt.
Sofern nichts anderes angegeben ist, werden die Zahlen in diesem Konzernzwischenabschluss
in Millionen Euro (Mio. EUR) und nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen gerundet
dargestellt. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls
in den Tabellen dargestellten Summen führen.
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand, Beurteilungen
und Schätzungen abzugeben sowie Annahmen zu treffen, die sowohl die Anwendung der
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze betreffen als auch die Höhe der berichteten
Beträge der Vermögenswerte und Schulden bzw. Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Eine wesentliche Änderung der Sachverhalte und Umstände, auf denen diese Beurteilungen,
Schätzungen sowie Annahmen und die damit verbundenen Ermessensentscheidungen basieren,
könnten wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Telefónica
Deutschland Group haben.
Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Telefónica Deutschland Group
entsprachen die seitens des Managements getroffenen wesentlichen Ermessensausübungen
bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Hauptursachen
für Schätzunsicherheiten denen des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31.
Dezember 2015. Zusätzlich wurden die unter Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
dargestellten Änderungen beachtet, die jedoch keine wesentliche Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2015 (siehe Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) verwiesen.
Die im vorliegenden Konzernzwischenabschluss dargestellte Konzernbilanz bezieht sich
auf Informationen zum 30. Juni 2016, die mit Informationen zum 31. Dezember 2015 verglichen
werden.
Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzerngesamtergebnisrechnung beziehen sich auf die am 30. Juni 2016 bzw. 30. Juni 2015 abgeschlossenen Sechs- und Dreimonatszeiträume. Die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung vergleichen die abgeschlossenen Sechsmonatszeiträume 2016 und 20151.
Die bisherige Ergebnisentwicklung zeigt keinerlei Indikationen, dass die Geschäftstätigkeit
aufgrund saisonaler Einflüsse wesentlichen Schwankungen unterliegt.
Die bei der Erstellung des Zwischenabschlusses der Telefónica Deutschland Group durch
das Management vorgenommenen wesentlichen Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
unterscheiden sich hinsichtlich potenzieller Schätzunsicherheiten im Grundsatz nicht
von den Annahmen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 (siehe
Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze). Ausgenommen davon hat die Gesellschaft
die Rückstellung für den Rückbau des Netzwerks auf Basis neuer Erkenntnisse im Hinblick
auf die Kosteneinschätzung angepasst. Die Anpassung der Rückstellung führt damit einhergehend
zu einer entsprechenden Anpassung der dazugehörigen Vermögenswerte.
Beginnend zum 1. Januar 2016 wendet die Telefónica Deutschland Group die Änderungen
an IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung zu zulässigen Abschreibungsmethoden (EU-Verordnung
vom 2. Dezember 2015), die Änderungen an IFRS 11 - Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen
Tätigkeiten (EU-Verordnung vom 24. November 2015), die Änderungen an IAS 27 - Einzelabschlüsse
(Equity-Methode) gemäß EU-Verordnung vom 18. Dezember 2015 sowie die jährlichen Verbesserungen
zu den IFRSs 2012 - 2014 (EU-Verordnung vom 15. Dezember 2015) und die Änderungen
an IAS 1 - Angabeninitiative (EU-Verordnung vom 18. Dezember 2015) an.
Mit den jeweiligen Verordnungen hat die Europäische Union die Änderungen zur verpflichtenden
Anwendung für Geschäftsjahre beginnend am bzw. nach dem 1. Januar 2016 freigegeben.
Die vorzeitige Anwendung wurde zugelassen. Das IASB sieht ebenfalls eine Anwendung
für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2016 vor.
Diese Änderungen an den Standards haben keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses bekannt gemachte,
jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden
nachfolgend dargestellt:
| Standards und Änderungen | Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend am oder nach |
|
| Änderungen an IFRS 10, 12 und IAS 28 | Anwendung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung | 1. Januar 20161 |
| Änderungen an IAS 12 | Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste | 1. Januar 20171 |
| Änderungen an IAS 7 | Angabeninitiative | 1. Januar 20171 |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | 1. Januar 20181 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Januar 20181 |
| Änderungen an IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung | 1. Januar 20181 |
| IFRS 16 | Leasing | 1. Januar 20191 |
| Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 | Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen | 2 |
1
Beschlussfassung durch EU noch ausstehend, Angabe zur verpflichtenden Anwendung gemäß
IASB.
2
Gemäß IASB-Beschluss vom 17. Dezember 2015 Erstanwendung auf unbestimmte Zeit verschoben.
Zur ausführlichen Beschreibung der für die Gruppe relevanten neuen Standards, Änderungen
an Standards sowie Interpretationen wird ebenfalls auf die Ausführungen im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 (siehe Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze) verwiesen. Dort wird zudem eine Einschätzung hinsichtlich der
erwarteten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vorgenommen,
welche für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 weiterhin ihre Gültigkeit
behält.
Ergänzend hierzu hat das IASB am 29. Januar 2016 Änderungen an IAS 7 - Angabeninitiative
veröffentlicht. Im Rahmen dieser Änderungen soll der Abschlussadressat bessere Informationen
über die Unternehmensverschuldung erhalten.
Ferner hat das IASB am 12. April 2016 Änderungen an IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
veröffentlicht. Die hier aufgenommenen Klarstellungen beschäftigen sich im Wesentlichen
mit der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, der Abgrenzung zwischen Prinzipal
vs. Agent sowie der Bilanzierung von Lizenzen. Darüber hinaus wird eine zusätzliche
Hilfestellung im Rahmen der Übergangsregelungen von modifizierten sowie abgeschlossenen
Verträgen gegeben. Die Änderungen sind mit Anwendung des IFRS 15 umzusetzen. Die Übernahme
durch die EU steht derzeit noch aus.
Am 20. Juni 2016 veröffentlichte das IAS Änderungen an IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütung.
Diese Änderungen beinhalten diverse Klarstellungen wie unter anderem zur Bewertung
anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich, die Ausübungsbedingungen
und Nicht-Ausübungsbedingungen enthalten. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer
Übernahme in EU-Recht - erstmalig verpflichtend in Berichtsperioden beginnend am oder
ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Die vorzeitige Anwendung wurde zugelassen.
Zum 30. Juni 2016 haben sich die Art und Höhe der Transaktionen der Telefónica Deutschland
Group mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Vergleich zum 31. Dezember 2015
bis auf den folgenden Sachverhalt nicht wesentlich verändert.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die Telefónica Germany GmbH & Co. KG einen Leasingvertrag
über die Nutzung der passiven Infrastruktur der Sendemasten mit der Telxius Towers
Germany GmbH, einer direkten Tochtergesellschaft der Telxius Telecom S.A. (diese ist
wiederum ein indirektes hundertprozentiges Tochterunternehmen der Telefónica S.A.),
abgeschlossen, die mit Kaufvertrag vom 21. April 2016 an Telxius Telecom S.A. veräußert
worden ist. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 und zwei aufeinanderfolgende
Verlängerungsoptionen um jeweils fünf Jahre. Im Rahmen dieses Vertrags wurden monatliche
Mietverpflichtungen in Höhe von 3 Mio. EUR vereinbart.
Die sonstigen Erträge beinhalten Gewinne aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A. Weitere Informationen unter Anhang Nr. 11 Veräußerungsgruppen.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2015 (Anhang Nr. 14 Nahestehende Unternehmen und Personen) verwiesen.
Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. Juni 2016 beträgt 1.932 Mio.
EUR (31. Dezember 2015: 1.955 Mio. EUR). Der Rückgang um 23 Mio. EUR resultiert aus
der Veräußerung der Telxius Towers Germany GmbH an die Telxius S.A. Weitere Informationen
unter Anhang Nr. 11 Veräußerungsgruppen.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Dienstleistungs- konzessions- vereinbarungen und Lizenzen |
Kunden- stämme |
Software | Markennamen | Sonstige | Anlagen im Bau/Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte |
| Buchwerte | ||||||
| Zum 31. Dezember 2015 | 2.676 | 2.541 | 538 | 81 | 22 | 1.201 |
| Zum 30. Juni 2016 | 2.455 | 2.377 | 493 | 71 | 21 | 1.197 |
| (In Millionen EUR) | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
| Buchwerte | |
| Zum 31. Dezember 2015 | 7.059 |
| Zum 30. Juni 2016 | 6.614 |
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 6.614
Mio. EUR (31. Dezember 2015: 7.059 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahresende
2015 beträgt 445 Mio. EUR beziehungsweise 6,3 % und ist hauptsächlich auf Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer zurückzuführen. Die
Höhe dieser Abschreibungen beträgt 602 Mio. EUR (30. Juni 2015: 575 Mio. EUR). Demgegenüber
stehen Zugänge in Höhe von 158 Mio. EUR (30. Juni 2015: 1.321 Mio. EUR).
Im Berichtszeitraum wurden aufgrund der aktiven Nutzung 10 Mio. EUR, der in 2015 erworbenen
Mobilfunkfrequenzen, von Anlagen in Bau/Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
auf Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen und Lizenzen umgegliedert.
Im Berichtszeitraum wurden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungskosten der
in 2015 erworbenen Mobilfunkfrequenzen in Höhe von 2,9 Mio. EUR aktiviert.
Die Telefónica Deutschland Group legte der Aktivierung einen Fremdkapitalkostensatz
von durchschnittlich 1,3 % zugrunde.
Die Sachanlagen setzen sich zum 30. Juni 2016 wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Grundstücke und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäftsausstattung, Werkzeuge und Sonstiges |
Anlagen im Bau |
Sachanlagen |
| Buchwerte | |||||
| Zum 31. Dezember 2015 | 212 | 4.144 | 84 | 68 | 4.507 |
| Zum 30. Juni 2016 | 186 | 3.852 | 82 | 73 | 4.193 |
Die Sachanlagen belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 4.193 Mio. EUR (31. Dezember 2015:
4.507 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahresende 2015 beträgt 314 Mio.
EUR beziehungsweise 7,0 % und ist hauptsächlich auf die Veräußerung der passiven Infrastruktur
der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 277 Mio. EUR zurückzuführen. Weitere
Informationen unter Anhang Nr. 11 Veräußerungsgruppen. Darüber hinaus ist der Rückgang
auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 467 Mio. EUR zurückzuführen. Demgegenüber
stehen Zugänge in Höhe von 275 Mio. EUR. Zudem erfolgte in den Sachanlagen ein Zugang
in den Vermögenswerten im Zusammenhang mit Außerbetriebnahme, Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtugen
in Höhe von 160 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die sich auf Basis neuer Erkenntnisse
ergebenden höheren Kosteneinschätzungen sowie auf die Zinsentwicklung zurückzuführen
ist.
Dieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt:
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | ||
| Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 141 | 1.705 | 169 | 1.648 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen | - | 40 | - | 37 |
| Sonstige Forderungen | - | 33 | - | 29 |
| Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen | (9) | (185) | (13) | (194) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 132 | 1.593 | 157 | 1.520 |
Dieser Posten der Konzernbilanz setzt sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | ||
| Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | |
| Vorauszahlungen | 127 | 183 | 160 | 46 |
| Vorauszahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 3 | - | 0 |
| Sonstige Steuerforderungen für indirekte Steuern | - | 1 | - | 15 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 127 | 187 | 160 | 61 |
Die nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für
Mieten von Antennenstandorten.
Dieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt:
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | ||
| Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | |
| Anleihen | 1.109 | 11 | 1.105 | 12 |
| Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen | 299 | 1 | 299 | 4 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 598 | 1 | 250 | 251 |
| Finanzierungsleasing | 17 | 73 | 32 | 180 |
| Einlage- und Abfindungsverpflichtungen | - | 3 | - | 3 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | - | - | - | 119 |
| Verzinsliche Schulden | 2.023 | 90 | 1.686 | 568 |
Die verzinslichen Schulden enthalten zwei Anleihen, die die Telefónica Deutschland
Group im November 2013, mit einem ursprünglichen Nominalbetrag von 600 Mio. EUR, und
im Februar 2014, mit einem ursprünglichen Nominalbetrag von 500 Mio. EUR, emittiert
hat.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. März 2015 eine Erstplatzierung von Schuldscheindarlehen
und Namensschuldverschreibungen abgeschlossen. Der Buchwert der beiden Schuldtitel
beträgt zum 30. Juni 2016 301 Mio. EUR.
Zum 31. Dezember 2015 war in den Darlehensverbindlichkeiten ein Darlehen in Höhe von
500 Mio. EUR enthalten, welches die Telefónica Deutschland Group im September 2012
mit einem ursprünglichen Gesamtvolumen in Höhe von 1.250 Mio. EUR bei der Telfisa
Global B.V. aufgenommen hat. Zum 30. Juni 2016 ist dieses Darlehen vollständig zurückgezahlt.
Am 22. März 2016 wurde ein revolvierender Konsortialkredit in Höhe von 750 Mio. EUR
unterschrieben. Zum 30. Juni 2016 war diese revolvierende Kreditfazilität (RCF-Kreditlinie)
in Höhe von 600 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit
bis März 2021 und kann um maximal zwei Jahre verlängert werden. Die Verzinsung erfolgt
variabel zu Euribor-Geldmarktkonditionen zuzüglich einer vereinbarten Marge.
Diese Position enthält Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungsleasing in Höhe von
91 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 212 Mio. EUR).
Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen resultieren hauptsächlich
aus Vereinbarungen für Mobilfunkgeräte sowie für Netzwerkelemente, die im Rahmen von
Sale- und Leaseback-Transaktionen geschlossen und gemäß ihrer Ausgestaltung jeweils
als Finanzierungsleasing eingestuft werden.
Außerdem sind in den verzinslichen Schulden Einlage- und Abfindungsverpflichtungen
im Zusammenhang mit Start-up-Unternehmen enthalten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | ||
| Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 110 | 568 | 109 | 573 |
| Abzugrenzende Verbindlichkeiten | 18 | 1.002 | 19 | 1.105 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen | - | 289 | - | 298 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127 | 1.859 | 128 | 1.975 |
| Sonstige, nicht handelsbezogene Verbindlichkeiten | 2 | 60 | 2 | 69 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen | - | 53 | - | 53 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23 | 78 | 23 | 175 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25 | 191 | 25 | 296 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 153 | 2.050 | 154 | 2.272 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten umfassen unter
anderem die noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion
(langfristiger Anteil: 110 Mio. EUR; kurzfristiger Anteil: 111 Mio. EUR).
Die abzugrenzenden Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen
für Waren und Dienstleistungen sowie für das Anlagevermögen.
Die sonstigen, nicht handelsbezogenen Verbindlichkeiten umfassen hauptsächlich Verbindlichkeiten
gegenüber Personal.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben kreditorischen Debitoren insbesondere
den langfristigen Anteil der Verbindlichkeiten aus der Verpflichtungsübernahme von
im Rahmen der Netzintegration an die Deutsche Telekom weitergegebenen Mobilfunkstandorten
in Höhe von 23 Mio. EUR. Der zum 31. Dezember 2015 enthaltene kurzfristige Anteil
in Höhe von 100 Mio. EUR wurde im ersten Quartal des Jahres 2016 bereits bezahlt.
Die Rückstellungen werden mit folgenden Beträgen angesetzt:
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2016 | Zum 31. Dezember 2015 | ||
| Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | |
| Pensionsverpflichtungen | 129 | - | 76 | - |
| Restrukturierung | 50 | 130 | 52 | 169 |
| Rückbau | 449 | 22 | 372 | 22 |
| Sonstige Rückstellungen | 13 | 4 | 16 | 5 |
| Rückstellungen | 641 | 156 | 516 | 196 |
Die Rückstellungen der Telefónica Deutschland Group haben sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2015 insbesondere im Bereich der Verpflichtungen für Rückbau und Pensionen
verändert.
Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen beinhaltet die geschätzten Kosten für
Rückbau und Entfernung von Vermögenswerten (z. B. Mobilfunkmasten und andere Sachanlagen).
Die Veränderung dieser Rückstellung um insgesamt 76 Mio EUR ist vor allem auf die
sich auf Basis neuer Erkenntnisse ergebenden höheren Kosteneinschätzung sowie auf
die Zinsentwicklung in Höhe von 160 Mio. EUR und gegenläufig auf den im Zusammenhang
mit der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A.
in 2016 stehenden Abgang in Höhe von 83 Mio. EUR zurückzuführen (weitere Informationen
siehe Anhang Nr. 11 Veräußerungsgruppen).
Die Veränderung der Pensionsverpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus der Neubewertung
mit einem aktuellen Zinssatz von 1,37 % (31. Dezember 2015: 2,46 %).
Weitere Veränderungen der Rückstellungen betreffen den Rückgang der Restrukturierungsverpflichtung
im Wesentlichen aufgrund erfolgter Inanspruchnahme.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2015 (siehe Anhang Nr. 5.12 Rückstellungen) verwiesen.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. April bis 30. Juni | 1. Januar bis 30. Juni | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Erbringung von Dienstleistungen | 1.603 | 1.642 | 3.192 | 3.257 |
| Übrige Umsatzerlöse | 231 | 307 | 499 | 593 |
| Umsatzerlöse | 1.834 | 1.949 | 3.691 | 3.849 |
Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen beinhalten Umsatzerlöse aus
Mobilfunkdienstleistungen sowie Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL. Die übrigen Umsatzerlöse
beinhalten Erlöse aus dem Verkauf von Mobilfunk-Hardware sowie sonstige Umsatzerlöse.
Auf keinen Kunden der Telefónica Deutschland Group entfallen mehr als 10 % der gesamten
Umsatzerlöse. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Mobilfunk und Festnetz/DSL ist
in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 1. April bis 30. Juni | 1. Januar bis 30. Juni | |||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk | 1.584 | 1.685 | 3.187 | 3.321 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen | 1.358 | 1.382 | 2.694 | 2.735 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware | 226 | 303 | 493 | 586 |
| Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL | 245 | 260 | 498 | 521 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5 | 3 | 6 | 7 |
| Umsatzerlöse | 1.834 | 1.949 | 3.691 | 3.849 |
Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres der Telefónica Deutschland
Group betragen die sonstigen Erträge 436 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2015: 83 Mio. EUR).
Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Abgangsgewinn des Verkaufs der passiven
Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. Weitere Informationen unter Anhang
Nr. 11 Veräußerungsgruppen.
Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres der Telefónica Deutschland
Group beträgt das Finanzergebnis -18 Mio. EUR (30. Juni 2015: -25 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. Juni | ||
| (In Millionen EUR) | 2016 | 20151 |
| Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten | 4 | 5 |
| Zinsaufwendungen aus finanziellen Schulden | (20) | (29) |
| Aufzinsung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten | (1) | (1) |
| Sonstige Währungsumrechnungsgewinne/(-verluste) | (0) | (1) |
| Finanzergebnis | (18) | (25) |
Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen im Zusammenhang mit "O2 My Handy"-Forderungen und aus Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen.
Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Schulden bestehen im Wesentlichen aus den Zinsen
für das bei der Telfisa Global B.V. im September 2012 aufgenommene Darlehen, aus der
Verzinsung der zum 22. März 2016 unterschriebenen revolvierenden Kreditfazilität,
für die im November 2013 und Februar 2014 emittierten Anleihen sowie für die im März
2015 ausgegebenen Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen. Ferner sind
Zinsen aus der Verpflichtung von Finanzierungsleasing enthalten.
In den nachstehenden Tabellen sind die beizulegenden Zeitwerte aller finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten der Telefónica Deutschland Group
gemäß den Bewertungskategorien aus IAS 39 unter Beachtung der Anforderungen des IFRS
13 angegeben.
Zum 30. Juni 2016 stellt der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen
Verbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert
dar (mit Ausnahme des nicht gesicherten Teils der Anleihen - siehe unten).
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2015 (siehe Anhang Nr. 10 Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte
und finanziellen Verbindlichkeiten) verwiesen.
Zudem wird in den Tabellen die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte und
finanziellen Verbindlichkeiten gemäß der Bedeutung der Input-Parameter angegeben,
die für ihre jeweilige Bewertung verwendet wurden. Zu diesem Zweck werden drei Stufen
bzw. Bewertungshierarchien festgelegt:
| ― |
Stufe 1: Originärer Marktwert: nicht modifizierte Preise auf aktiven Märkten für vergleichbare Vermögenswerte und Schulden; |
| ― |
Stufe 2: Signifikante sonstige beobachtbare Input-Parameter: unmittelbar oder mittelbar beobachtbare Parameter, die jedoch bestimmten Einschränkungen unterliegen; |
| ― |
Stufe 3: Signifikante nicht beobachtbare Input-Parameter: sämtliche nicht allgemein beobachtbare Parameter, die als Ausgangsbasis auch Daten des Unternehmens beinhalten können, die jedoch auf deren Marktfähigkeit untersucht werden müssen. |
| Zum 30. Juni 2016 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Erfolgs- wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögens- werte |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens- werte |
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz investitionen |
Kredite und Forderungen |
Stufe 1 (originärer Marktwert) |
Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input- Parameter) |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
- |
- |
132 | - |
- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | 15 | 21 | - |
18 | - |
15 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
- |
- |
1.592 | - |
- |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | 2 | - |
- |
11 | - |
2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anhang Nr. 5.8) |
- |
- |
- |
276 | - |
- |
| Gesamt | 17 | 21 | - | 2.029 | - | 17 |
| Zum 30. Juni 2016 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Bewertungshierarchie |
||||
| (In Millionen EUR) | Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input-Parameter) |
Summe Buchwert |
Summe beizulegender Zeitwert |
Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
132 | 132 | - |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) |
21 | 53 | 53 | 10 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
1.592 | 1.592 | 1 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) |
- |
13 | 13 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anhang Nr. 5.8) |
- |
276 | 276 | - |
| Gesamt | 21 | 2.067 | 2.067 | 11 |
| Zum 31. Dezember 2015 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Erfolgs- wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögens- werte |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens- werte |
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz- investitionen |
Kredite und Forderungen |
Stufe 1 (originärer Marktwert) |
Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input- Parameter) |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
- |
- |
157 | - |
- |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | 12 | 18 | - |
23 | - |
12 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
- |
- |
1.519 | - |
- |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | 2 | - |
- |
8 | - |
2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anhang Nr. 5.8) | - |
- |
- |
533 | - |
- |
| Gesamt | 14 | 18 | - | 2.240 | - | 14 |
| Zum 31. Dezember 2015 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Bewertungshierarchie | ||||
| (In Millionen EUR) | Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input-Parameter) |
Summe Buchwert |
Summe beizulegender Zeitwert |
Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 (zum beizulegenden Zeitwert) |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
157 | 157 | - |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | 18 | 53 | 53 | 9 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5.4) | - |
1.519 | 1.519 | 1 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (Anhang Nr. 5.5) | - |
10 | 10 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anhang Nr. 5.8) | - |
533 | 533 | - |
| Gesamt | 18 | 2.272 | 2.272 | 11 |
Zum 30. Juni 2016 werden 15 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
sowie 2 Mio. EUR der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte klassifiziert. Hierbei handelt
es sich um die Swapgeschäfte, die vor dem Hintergund der Anleihenemission abgeschlossen
wurden.
Außerdem werden 21 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Hierbei handelt
es sich um Beteiligungen in Start-up-Unternehmen. Diese Vermögenswerte wurden nach
Stufe 3 bewertet, da eine zuverlässige Bewertung anhand eines Marktpreises nicht möglich
ist. Diese Unternehmen erzielen einen Start-up-Verlust, und die vorliegenden Businesspläne
enthalten zahlreiche unvorhersehbare Prämissen. Aus diesem Grund erfolgte die Bewertung
zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46c.
Alle weiteren finanziellen Vermögenswerte zum 30. Juni 2016 wurden als Kredite und
Forderungen kategorisiert.
Für weitere Informationen wird auf die jeweiligen Anhangangaben verwiesen.
| Zum 30. Juni 2016 | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Erfolgs- wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlich- keiten |
Finanzielle Verbindlich- keiten zu fortgeführten Anschaf- fungskosten |
Finanzie- rungsleasing |
Stufe 1 (originärer Marktwert) |
Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input- Parameter) |
Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input- Parameter) |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 363 | 1.643 | 17 | - | 363 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) |
- |
150 | - |
- |
- |
- |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | - | 17 | 73 | - | - | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) |
- |
1.989 | - |
- |
- |
- |
| Gesamt | 363 | 3.799 | 91 | - | 363 | - |
| Zum 30. Juni 2016 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| (In Millionen EUR) | Summe Buchwert |
Summe beizulegender Zeitwert |
Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 2.023 | 2.085 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) | 150 | 150 | 2 |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 90 | 90 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) | 1.989 | 1.989 | 60 |
| Gesamt | 4.253 | 4.315 | 62 |
| Zum 31. Dezember 2015 | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Erfolgs- wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlich- keiten |
Finanzielle Verbindlich- keiten zu fortgeführten Anschaf- fungskosten |
Finanzie- rungsleasing |
Stufe 1 (originärer Marktwert) |
Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input- Parameter) |
Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input Parameter) |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 360 | 1.294 | 32 | - | 360 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) |
- |
151 | - |
- |
- |
- |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | - | 388 | 180 | - | - | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) |
- |
2.203 | - |
- |
- |
- |
| Gesamt | 360 | 4.036 | 212 | - | 360 | - |
| Zum 31. Dezember 2015 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| (In Millionen EUR) | Summe Buchwert |
Summe beizulegender Zeitwert |
Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 (zum beizulegenden Zeitwert) |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 1.686 | 1.733 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) | 151 | 151 | 2 |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5.10) | 568 | 568 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5.11) | 2.203 | 2.203 | 69 |
| Gesamt | 4.608 | 4.655 | 71 |
Zum 30. Juni 2016 werden 363 Mio. EUR der langfristigen verzinslichen Schulden als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten klassifiziert.
Hierbei handelt es sich um den Teil der Anleihen, der mit je einem Zinsswap als Fair
Value Hedge bilanziert wird.
Für den beizulegenden Zeitwert der Anleihen (langfristig verzinsliche Schulden) wird
der originäre Marktwert (nicht modifizierter Preis des aktiven Marktes) als Bewertungsmaßstab
herangezogen.
Neben den Anleihen enthalten die lang- und kurzfristigen verzinslichen Schulden zum
30. Juni 2016 Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Nominalwert
in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. EUR und die Inanspruchnahme einer Kreditlinie
in Höhe von 600 Mio. EUR. Diese Schulden sind als finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten werden als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
klassifiziert.
Für weitere Informationen wird auf die jeweiligen Anhangsangaben verwiesen.
Die Telefónica Deutschland Group ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen
Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Aufgrund des regionalen Tätigkeitsschwerpunkts der
Telefónica Deutschland Group ist diese jedoch z. B. von Fremdwährungsrisiken nicht
wesentlich betroffen. Die Telefónica Deutschland Group ist dem Ausfallrisiko aus dem
operativen Geschäft (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie aus Forderungen
gegenüber der Telefónica, S. A. Group ausgesetzt.
Zudem bestehen für die Telefónica Deutschland Group auch Liquiditätsrisiken, die mit
ihren Ausfallrisiken und Marktrisiken oder einer Schwächung ihres operativen Geschäfts
oder Störungen des Finanzmarkts zusammenhängen.
Wenn die finanziellen Risiken eintreten, könnten sie sich nachteilig auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage und die Cashflows der Telefónica Deutschland Group auswirken.
Die Telefónica Deutschland Group hat Richtlinien für Risikomanagementverfahren und
für den Einsatz von Finanzinstrumenten festgelegt, einschließlich einer klaren Aufgabentrennung
in Bezug auf Finanztätigkeiten, Abrechnung, Rechnungslegung und zugehöriges Controlling.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Management der Risiken aus
der Handels- und allgemeinen Unternehmensfinanzierung eingesetzt. Die Telefónica Deutschland
Group hat Richtlinien festgelegt, die sich aus bewährten Standards für die Risikobewertung
und die Überwachung im Hinblick auf den Einsatz von Finanzderivaten ableiten.
Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass ein Unternehmen seinen finanziellen
Verpflichtungen nicht nachkommen kann, die entweder in bar oder mit anderen finanziellen
Vermögenswerten abgewickelt werden. Die Telefónica Deutschland Group stellt zur Steuerung
des Liquiditätsrisikos sicher, dass sie jederzeit über eine ausreichende Liquidität
verfügt, um ihre Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen, sowohl unter normalen
als auch unter belastenden Umständen. Die Telefónica Deutschland Group arbeitet bei
ihrem Liquiditätsmanagement eng mit der Telefónica, S. A. Group zusammen und hat im
Einklang mit der Konzernpolitik Cash-Pooling- und Einlagenvereinbarungen mit der Telfisa
Global B. V., Niederlande, abgeschlossen. Sie hinterlegt einen Großteil ihrer Barüberschüsse
bei diesen Instituten. Das Liquiditätsrisiko wird durch die mit dem operativen Geschäft
der Telefónica Deutschland Group generierten Mittelzuflüsse, die Möglichkeit des Factorings
von Forderungen und durch die Aufrechterhaltung von (derzeit ungenutzten) Kreditfazilitäten
verringert.
Zum 30. Juni 2016 bestehen für die Telefónica Deutschland Group nicht in Anspruch
genommene kurz- und langfristige Kreditlinien über insgesamt 1.375 Mio. EUR, zum 31.
Dezember 2015 betrugen diese 750 Mio. EUR.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2015 (Anhang Nr. 18 Finanzinstrumente und Risikomanagement) verwiesen.
Die Telefónica Deutschland Group ist als einer der führenden Netzbetreiber in Deutschland
dem Risiko der Geltendmachung von Patentverletzungen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang
könnten Patentrechtsinhaber Ansprüche auf Lizenzzahlungen und/oder auf Untersagung
der Nutzung bestimmter patentverletzender Techniken geltend machen. Dem stehen risikomindernd
Freistellungs- und Ersatzansprüche der Telefónica Deutschland Group gegen ihre betreffenden
Lieferanten gegenüber. Gegenwärtig kommen potenziell auf Grundlage der vorläufigen/gerichtlich
festgesetzten Streitwerte in den Gerichtsverfahren nebst Ersatzansprüchen für Verfahrenskosten
auch Lizenzansprüche von Patentrechtsinhabern in Betracht, die sich in etwa mit den
potenziell risikomindernden Freistellungs- und Ersatzansprüchen aufwiegen. Die Höhe
der Verfahrenskosten und Lizenzansprüche wird auf einen niedrigen Millionenbetrag
geschätzt.
Des Weiteren ist die Telefónica Deutschland Group im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs
an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren beteiligt. Mögliche
Auswirkungen sind von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 (siehe
Anhang Nr. 19 Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten) verwiesen.
Die Telxius Telecom S.A., ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Telefónica,
S.A., übernimmt aufgrund eines Anteilskauf- und Übertragungsvertrags vom 21. April
2016 sämtliche Anteile an der Telxius Towers Germany GmbH, einem vormals hundertprozentigen
Tochterunternehmen der E-Plus Mobilfunk GmbH.
Die Telxius Towers Germany GmbH wurde im Rahmen einer Ausgliederung und Abspaltung
von Funktürmen und hiermit in Zusammenhang stehenden Vermögenswerten und Schulden
sowie Mietverträgen gegründet. Der Zweck der Gesellschaft umfasst die Vermietung der
passiven Infrastruktur der Sendemasten für den Betrieb von Mobilfunknetzen.
Der Verkauf der Telxius Towers Germany GmbH hat im Berichtszeitraum folgende Auswirkungen
auf die Vermögens- und Finanzlage der Gruppe:
| (In Millionen EUR) | Zum 21. April 2016 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (23) |
| Sachanlagen | (277) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (0) |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | (4) |
| Rückstellungen | 83 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 0 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 8 |
| Nettobetrag aus Vermögenswerten und Schulden | (214) |
| Forderungen aus Serviceleistungen ggü. Telxius | 1 |
| Verbindlichkeiten ggü. Telxius | (17) |
| Effekt Vermögenslage ohne Zahlungsmittel | (231) |
| In Zahlungsmitteln erhaltenes Entgelt | 587 |
| Veräußerter Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (0) |
| Netto-Zufluss an Zahlungsmitteln | 587 |
Im Anschluss an die Abspaltung und Ausgliederung mietet die Telefónica Germany Group
von der Telxius Towers Germany GmbH im Rahmen eines Mietleasingvertrags die Infrastruktur
zurück. Weiterhin wurden für eine Übergangsphase die Weiterbelastungen von Serviceleistungen
an die Telxius Towers Germany GmbH vereinbart.
Im Zusammenhang mit diesem Verkauf wird ein Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352
Mio. EUR in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dem Ertrag aus der Veräußerung
der Beteiligung, der in den sonstigen Erträgen erfasst wird, stehen Beraterkosten
gegenüber, die in den sonstigen Aufwendungen erfasst werden.
Christoph Braun ist als Nachfolger von Imke Blumenthal (weitere Informationen siehe
Anhang Nr. 2 Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle des Berichtszeitraums) mit
Wirkung seit dem 1. Juli 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland.
In der Sitzung vom 18. Juli 2016 wurde Christoph Braun als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
gewählt.
Der Vorstand der Telefónica Deutschland hat am 26. Juli 2016 beschlossen, dass beabsichtigt
ist, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung eine Bardividende in Höhe von 0,25
EUR pro Aktie vorzuschlagen.
Anderweitige berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschluss des Berichtszeitraums
haben sich nicht ergeben.
München, 11. August 2016
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Thorsten Dirks | Rachel Empey | Markus Haas |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im verkürzten
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind.
München, 11. August 2016
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Thorsten Dirks | Rachel Empey | Markus Haas |
An die Telefónica Deutschland Holding AG, München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn-
und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzernkapitalflussrechnung sowie dem verkürzten Konzernanhang - und den Konzernzwischenlagebericht
der Telefónica Deutschland Holding AG, München, für den Zeitraum vom 1. Januar 2016
bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
München, 11. August 2016
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dahmen | Vogel |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
Das Glossar umfasst auch die im Konzernlagebericht verwendeten Abkürzungen.
| Advanced Data Analytics (ADA) |
Fortschrittliche Datenanalyse zur Optimierung des Tagesgeschäfts sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen |
| ARPU | Average Revenue per User (durchschnittlicher Umsatz pro Kunde) |
| BEREC | Body of European Regulators for Electronic Communication - Gremiums Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation |
| BIP | Bruttoinlandsprodukt |
| Bitkom | Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., Berlin |
| BNetzA | Bundesnetzagentur |
| Bps | Basispunkte |
| Breitband | Bezieht sich auf Telekommunikation, in dem ein breites Band von Frequenzen zur Informationsübertragung zur Verfügung steht |
| Brexit | British Exit - Austritt des Vereinten Königreiches aus der Europäischen Union |
| CapEx | Capital Expenditure: Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Investitionen in Lizenzen für Mobilfunkfrequenzen |
| Carrier | Von der BNetzA autorisierter Telekommunikations-Netzbetreiber |
| CF | Cashflow |
| Cloud-Dienste | Beziehen sich auf eine dynamische Infrastruktur, Software- und Plattformdienste, welche online zur Verfügung stehen |
| Datenupselling | Angebot von zusätzlichen Datenvolumen an Kunden |
| DSL | Digital Subscriber Line: Technologie, mit der Daten in der Teilnehmeranschlussleitung an die Endverbraucher übertragen werden |
| EU | Europäische Union |
| Euribor | Euro Interbank Offered Rate |
| ExComm | Executive Committee |
| FCF | Free Cashflow |
| FTR | Fixed network Termination Rates (Festnetz-Terminierungsentgelte) |
| GfK | Gesellschaft für Konsumforschung |
| GSM | Global System for Mobile Communications (der globale Standard für die digitale Mobilkommunikation) |
| GSMA | Global System for Mobile Communications Association |
| GWh | Gigawattstunden |
| HGB | Handelsgesetzbuch |
| HJ | Halbjahr |
| IFRS | International Financial Reporting Standards |
| IoT | Internet of Things (Internet der Dinge) |
| ISIN | International Securities Identification Number (Internationale Wertpapierkennnummer) |
| IT | Informationstechnologie |
| Joint Venture | Gründung einer neuen Firma durch zwei oder mehr Unternehmen zu Kooperationszwecken |
| KMU | Kleine und mittlere Unternehmen |
| KPN | Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande |
| Leaver Programm | Abfindungsprogramm zum geplanten Stellenabbau im Rahmen der Integration von E-Plus |
| LTE | Long Term Evolution: Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS/HSPA |
| M2M | Machine-to-Machine-Kommunikation: Automatischer Informationsaustausch zwischen Geräten |
| MBA | Mobile Bitstream Access |
| Mehrmarkenstrategie | Ermöglicht Telefónica Deutschland, Kunden in allen Segmenten durch verschiedene Eigen- und Partnermarken passgenaue Angebote anzubieten |
| MTR | Mobile termination rates (Mobilfunk-Terminierungsentgelte) |
| MVNO | Mobile Virtual Network Operator: Virtueller Netzbetreiber |
| Net Adds | Pro Betrachtungszeitraum neu gewonnene Kunden nach Abzug der Kundenabgänge |
| O2 (Europe) Limited | O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich |
| O2 My Handy | Bezahlmodell für Handys und andere Geräte mit monatlicher Ratenzahlung |
| OIBDA | Operating Income before Depreciation and Amortization (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) |
| Opex | Operating expenses (Betriebskosten) |
| OTT | Over The Top |
| OTT services | Over-the-top-Anwendungen (Whats app, Facebook etc) |
| PIP | Performance and Investment Plan |
| Prepaid/Postpaid | Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen wird bei Prepaid-Verträgen das Guthaben im Voraus erworben ohne vertragliche Verpflichtungen, die sich aus einer festen Laufzeit ergeben würden |
| Retail | Verkauf von Produkten und Services an den Endverbraucher; im Gegensatz zu resale oder wholesale business: Verkauf an Drittparteien und Wiederverkäufer |
| Roaming | Der Gebrauch eines Geräts oder einer Kundenidentität in einem fremden oder anderem als dem Heimnetzwerk |
| PureLRIC | Pure long run incremental costs - Kostenmaßstab zur Regulierung der Terminierungsentgelte |
| SIM | Subscriber Identity Module: Eine Chipkarte, welche in das Mobiltelefon eingelegt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient |
| SIP | Session Initiation Protocol: Ein Internet Engineering Task Force (IETF)-Standard-Protokoll zur Einführung einer interaktiven Benutzersitzung, welches Multimedia-Komponenten wie Video, Telefonie, Chat, Gaming oder Virtual Reality miteinbezieht |
| Smartphone | Kabelloses Telefon, welches als Mobiltelefon benutzt werden kann und gleichzeitig die Funktionen eines Webbrowsers und E-Mail-Lesegeräts erfüllt |
| SME | Small- and Medium-sized Enterprises (kleine und mittlere Unternehmen) |
| SMS | Short Message Service |
| SoHos | Small offices/Home offices (Kleinunternehmen) |
| Tablet | Kabelloser, tragbarer Personal Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm |
| Telefónica Deutschland | Telefónica Deutschland Holding AG, München |
| Telefónica, S.A. | Telefónica, S.A., Madrid, Spanien |
| Telefónica Deutschland Group | Die in den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland einbezogenen Unternehmen |
| Telxius S.A. | Telxius Telecom S.A., das Infrastrukturunternehmen der Telefónica S.A. |
| TKG | Telekommunikationsgesetz |
| TSM-VO | Telecom single market Verordnung |
| ULL | Unbundled Local Loop: Überbrückt die Distanz zwischen Lokalaustausch und der Endstelle in den Örtlichkeiten des Kunden. Es ist auch unter dem Namen "last mile" bekannt |
| UMTS | Universal Mobile Telecommunications Service: Internationaler, mobiler Kommunikationsstandard der dritten Generation, welcher mobiles Multimedia und Telematik-Services unter dem Frequenzspektrum von 2GHz vereint |
| VDSL | Very High Data Rate Digital Subscriber Line (siehe auch DSL) |
| VoLTE | Voice over LTE |
| WLAN | Wireless Local Area Network = drahtloses lokales Netzwerk |
| Wholesale | Der Verkauf von Services an dritte Parteien, die diese an ihre eigenen Endkunden entweder direkt oder nach weiterer Bearbeitung verkaufen |
Telefónica Deutschland Holding AG
Georg-Brauchle-Ring 23-25
80992 München
Tel. +49 89 2442 0
www.telefonica.de