Telefónica Deutschland Holding AG

München

Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht zum 31.12.2016 der Telefònica Deutschland Holding AG

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Jahresabschluss 2016

Telefonica Deutschland

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

Bilanz

Aktiva (in EUR)

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Zum 31. Dezember
2016 2015
A) Anlagevermögen    
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.757.394.316,99 11.437.394.316,99
  10.757.394.316,99 11.437.394.316,99
B) Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.749.400,66 140.744.038,55
2. Sonstige Vermögensgegenstände 206.873,95 14.832.108,81
  120.956.274,61 155.576.147,36
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 38.765,83 38.915,83
  120.995.040,44 155.615.063,19
C) Rechnungsabgrenzungsposten 191.061,37 64.497,05
Summe der Aktiva 10.878.580.418,80 11.593.073.877,23

Passiva (in EUR)

   
  Zum 31. Dezember
  2016 2015
A) Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.974.554.993,00 2.974.554.993,00
II. Kapitalrücklagen 4.832.539.244,82 4.832.539.244,82
III. Gewinnrücklagen 14.083,91 14.083,91
Gesetzliche Rücklage 14.083,91 14.083,91
IV. Bilanzgewinn 3.063.121.751,43 3.778.773.351,98
  10.870.230.073,16 11.585.881.673,71
B) Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 1.711.974,00 1.898.446,00
2. sonstige Rückstellungen 5.519.231,39 4.781.661,32
  7.231.205,39 6.680.107,32
C) Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 643.113,79 5.774,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.243,07 20.787,65
3. sonstige Verbindlichkeiten 474.783,39 485.533,97
- davon aus Steuern EUR 433.567,06 (i.Vj. EUR 414.958,09) -    
  1.119.140,25 512.096,20
Summe der Passiva 10.878.580.418,80 11.593.073.877,23

Gewinn- und Verlustrechnung

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1. Januar bis 31. Dezember
(In EUR) 2016 2015
1. Umsatzerlöse 11.728.092,22 10.282.308,01
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.153,52 134.200.946,28
3. Personalaufwand (3.936.563,60) (5.022.925,13)
a) Löhne und Gehälter (3.856.639,76) (4.937.833,68)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (79.923,84) (85.091,45)
- davon für Altersversorgung EUR 72.006,00 (i.Vj EUR 80.00,00) -    
4. Sonstige Aufwendungen (9.552.025,20) (10.139.174,23)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.856,00 366.178,62
- davon aus Verbundenen Unterhemen EUR 0,00 (i.Vj EUR 421,42) -    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (22.480,00) (25.328,05)
  (20.624,00) 340.850,57
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 13.564,83 0,00
8. Ergebnis nach Steuern (1.758.402,23) 129.662.005,50
9. Sonstige Steuern 0,00 0,00
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss (1.758.402,23) 129.662.005,50
Bilanzgewinn des Vorjahrs 3.778.773.351,98 4.363.004.544,80
Dividendenausschüttung an die Aktionäre (713.893.198,32) (713.893.198,32)
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.064.880.153,66 3.649.111.346,48
12. Bilanzgewinn 3.063.121.751,43 3.778.773.351,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Allgemeine Informationen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG, München (nachfolgend auch Telefónica Deutschland), für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes (AktG) und des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Die Gesellschaft ist mit HRB 201055 beim Amtsgericht München eingetragen und ist am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification Number) DE000A1J5RX9. Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG zum 31. Dezember 2016 beträgt unverändert 2.974.554.993 EUR. Es ist eingeteilt in 2.974.554.993 nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR. In der Hauptversammlung gewährt jede Stückaktie grundsätzlich eine Stimme.

Zum 31. Dezember 2016 befanden sich 21,32 % der Aktien im Freefloat. 63,22 % wurden von der Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (Telefónica Germany Holdings Limited), gehalten, einer indirekten 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.). Die restlichen 15,46 % wurden von der Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande (KPN), gehalten.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group. Die Telefónica Deutschland Group umfasst die Telefónica Deutschland und ihre Tochtergesellschaften sowie gemeinschaftliche Tätigkeiten (gemeinsam nachfolgend auch Telefónica Deutschland Group). Diese wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (nachfolgend auch Telefónica, S.A.), zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Die Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland Group ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (nachfolgend auch O2 (Europe) Limited), und eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A. Die Telefónica Deutschland Group, zu der seit dem 1. Oktober 2014 auch die E-Plus Mobilfunk GmbH, Düsseldorf (E-Plus), mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften (E-Plus Gruppe) gehört, ist seit dem Erwerb der E-Plus einer der drei führenden integrierten Netzbetreiber in Deutschland.

Zum 31. Dezember 2016 sind die folgenden im Konzernverbund der Telefónica Deutschland enthaltenen Gesellschaften entsprechend dem nachfolgenden Organigramm organisiert:

Sofern nichts anderes vermerkt betragen die Beteiligungsquoten 100 %.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs wurde die Fonic GmbH mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs wurde die WiMee-Plus GmbH sowie die WiMee-Connect GmbH mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Gettings GmbH mit der E-Plus Mobilfunk GmbH verschmolzen sowie die Telefónica Germany Next GmbH neu gegründet. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs wurde die E-Plus 2. Beteiligungsgesellschaft mbH mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen. Mit Eintragung in das Handelsregister vom 8. Dezember 2016 erfolgte die Umfirmierung der E-Plus Retail GmbH in die Telefónica Germany Retail GmbH.

Die Telefónica Deutschland gilt zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gliederung ist entsprechend den BilRUG Vorschriften angepasst. Es ergaben sich keine inhaltlichen Umgliederungen zwischen den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die nachfolgenden Zahlenangaben wurden nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen gerundet. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls in der Tabelle dargestellten Werten führen.

Ordentliche Hauptversammlung und Dividendenausschüttung

Am 19. Mai 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015 statt. Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland sowie der Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds wurde unter anderem eine Dividende von 0,24 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 713.893.198 EUR, beschlossen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 wurde am 20. Mai 2016 an die Aktionäre gezahlt.

Ferner hat die Hauptversammlung unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals 2012/I ein neues Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR beschlossen sowie unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom 5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016

Der Vorstand der Telefónica Deutschland hat am 26. Juli 2016 beschlossen, dass beabsichtigt ist, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die für den 9. Mai 2017 geplant ist, eine Bardividende in Höhe von 0,25 EUR pro Aktie vorzuschlagen.

Vereinbarung zur Vergütung von Managementleistungen

Die Telefónica Deutschland Holding AG hat Vereinbarungen mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München, (nachfolgend auch OHG) und der Telefónica Germany Management GmbH, München, abgeschlossen. Die Vereinbarungen beinhalten die Verpflichtung für die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und für die Telefónica Germany Management GmbH Managementleistungen zu erbringen. Die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH werden der Telefónica Deutschland Holding AG einen Pauschalbetrag in Höhe von 30 Tsd. EUR pro Quartal erstatten. Darüber hinaus werden die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH die Kosten der Vergütung der Mitglieder des Vorstands sowie weitere Verwaltungskosten erstatten. Der Gesamtbetrag der Erstattungen ist in den Umsatzerlösen des Unternehmens enthalten.

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahrs

Veränderungen im Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland

Antonio Manuel Ledesma Santiago schied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.

Als sein Nachfolger wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 Peter Erskine gewählt. Seine Amtszeit begann mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 und endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017.

Zudem schied die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Imke Blumenthal zum 30. Juni 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.

Christoph Braun ist als Nachfolger von Imke Blumenthal mit Wirkung seit dem 1. Juli 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland. In der Sitzung vom 18. Juli 2016 wurde Christoph Braun als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Veränderungen im Vorstand der Telefónica Deutschland

Thorsten Dirks schied wie einvernehmlich vereinbart zum Ablauf des 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand und als Vorstandsvorsitzender aus.

Der Aufsichtsrat hatte am 21. November 2016 auf Wunsch von Thorsten Dirks einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrags zugestimmt und dies entsprechend bekannt gegeben.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 11. Dezember 2016 Markus Haas mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Telefónica Deutschland Holding AG bestimmt.

Rachel Empey, bisher zuständig für die Bereiche Finanzen und Strategie, verantwortet ab dem 1. Januar 2017 zusätzlich die Bereiche Transformation & Integration, Business Intelligence, Innovation und die Telefónica NEXT.

Darlehensgewährung an die Telefónica Germany Gmbh & Co. OHG

Die Telefónica Deutschland Holding AG hat am 25. Januar 2016 einen Darlehensrahmenvertrag abgeschlossen mit einem Verfügungsrahmen in Höhe von bis zu 110.000 Tsd. EUR. Der Darlehensrahmenvertrag endet am 24. Januar 2017, sofern keine Kündigung erfolgt, und verlängert sich dann automatisch um ein Jahr. Vom Darlehensrahmen wurden am 1. Februar 2016 110.000 Tsd. EUR abgerufen.

Patronatserklärung

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Telefónica Deutschland Holding AG der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und der Telefónica Germany Management GmbH jeweils eine Patronatserklärung erteilt. Die Patronatserklärungen können unter Wahrung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ablauf eines Geschäftsjahrs der Gesellschaften gekündigt werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und 264 bis 288 des HGB sowie den einschlägigen Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Im Geschäftsjahr 2016 wurden erstmalig die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angewandt.

Die Finanzanlagen werden zu den historischen Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet, um diese zum Bilanzstichtag mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Bestehen die Gründe für die durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr, werden entsprechende Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Für alle Risikopositionen wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 4,00 % (2015: 3,89 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % (2015: 2,00 %) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 20,00 % (2015: 20,00 %) unterstellt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, werden die Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB fortgeführt (§ 255 Abs. 4 Satz 3 HGB). Die fortgeführten Anschaffungskosten aus Rückdeckungsversicherungsansprüchen und damit der beizulegende Zeitwert i.S.d. § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB entsprechen dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung).

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Zur Erfüllung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen werden Mittel in der Unterstützungskasse, ProFund Unabhängige Gruppen-Unterstützungskasse e.V. angelegt und verwaltet. Die Bewertung dieses Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Telefónica Deutschland Holding AG macht von dem in Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, die mittelbaren Pensionsverpflichtungen nicht zu bilanzieren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB ist nicht erforderlich.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Schuldposten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion lauten, werden mit dem jeweils niedrigeren Kurs des Entstehungstags oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 10.746.964 Tsd. EUR (2015: 11.426.964 Tsd. EUR) die Anteile an der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München, deren persönlich haftender Gesellschafter die Gesellschaft ist. Der Rückgang des Beteiligungsbuchwerts an der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG resultiert aus der, auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 2. Mai 2016 gemäß § 4 Abs. 3 des Gesellschaftervertrags erfolgten Entnahme der Telefónica Deutschland von insgesamt 680.000 Tsd. EUR.

Unverändert zur Vorperiode entfällt ein Buchwert von 10.430 Tsd. EUR auf die Anteile an der Telefónica Germany Management GmbH, München.

Bezüglich weiterer Informationen verweisen wir auf die beigefügte Darstellung zur Entwicklung des Anlagevermögens.

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Anschaffungskosten
(In Tausend EUR) 1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.437.394 0,00 680.000 10.757.394
  11.437.394 0,00 680.000 10.757.394
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kumulierte Abschreibungen
(In Tausend EUR) 1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
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Buchwerte
(In Tausend EUR) 1.1.2016 31.12.2016
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.437.394 10.757.394
  11.437.394 10.757.394

Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 bzw. Nr. 11a HGB

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Name, Rechtsform Sitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2015 EUR Tsd. Ergebnis des Geschäftsjahrs 2015 EUR Tsd.
AY YILDIZ Communications GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 25 0*
Cash & Phone GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 25 0*
E-Plus Customer Operations GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 1.100 0*
E-Plus Customer Support GmbH, Potsdam3 Deutschland 100 3.025 0*
E-Plus Financial Services GmbH, Potsdam3 Deutschland 100 25 0*
E-Plus Mobilfunk GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 1.944 0*
E-Plus Service GmbH & Co. KG, Potsdam2,5 Deutschland 100 50 0*
E-Plus Services Treuhand GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 25 0*
Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 283.670 0*
Go Clever GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 2.499 296
MNP GbR, Köln Deutschland 50 136 27
O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH, München Deutschland 100 25 0*
Ortel Mobile GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 5.050 0
Shortcut I GmbH & Co. KG, Hamburg Deutschland 90 16.104 (4.979)
TCHIBO Mobilfunk Beteiligungs GmbH, Hamburg Deutschland 50 39 1
TCHIBO Mobilfunk GmbH & Co. KG, Hamburg Deutschland 50 7.904 971
Telefónica Germany 1. Beteiligungsgesellschaft mbH, München3 Deutschland 100 885.779 0*
Telefónica Germany Customer Services GmbH, München3 Deutschland 100 15.342 0*
TGCS Bremen Contact Center GmbH, München3 Deutschland 100 25 0*
TGCS Hamburg Contact Center GmbH, München3 Deutschland 100 25 0*
TGCS Nürnberg Contact Center GmbH, München3 Deutschland 100 25 0*
Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München1, 2 Deutschland 100 8.407.048 (877.387)
Telefónica Germany Management GmbH, München3 Deutschland 100 10.661 72
Telefónica Germany Next GmbH, Berlin3, 4 Deutschland 100 0 0**
Telefónica Germany Retail GmbH, Düsseldorf3 Deutschland 100 78.202 0*
Wayra Deutschland GmbH, München3 Deutschland 100 2.393 0*
Mediakraft Networks GmbH, München7 Deutschland 29 (1.666) (9.737)

1 99,99 % Telefónica Deutschland Holding AG, als persönlich haftender Gesellschafter; 0,01 % Telefónica Germany Management GmbH.
2 Inanspruchnahme Befreiung nach § 264 b HGB.
3 Inanspruchnahme Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB.
4 Gründung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016.
5 99,996 % E-Plus Mobilfunk GmbH, als persönlich haftender Gesellschafter; 0,004 % E-Plus Services Treuhand GmbH.
6 Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahrs, für das ein Jahresabschluss vorliegt.
7 Eigenkapital und Ergebnis des Geschäftsjahrs 2014, indirekt gehalten über Shortcut I GmbH & Co. KG, Hamburg.
* Nach Ergebnisabführung.
** Ergebnisabführungsvertrag ab 2016.

Für weitere Informationen zur Art der Beteiligungsverhältnisse siehe Organigramm im Abschnitt "Allgemeine Informationen zum Jahresabschluss".

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 110.000 Tsd. EUR (2015: 0 Tsd. EUR) ein Darlehen an die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Ferner sind Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die Telfisa Global B.V., Amsterdam, Niederlande, in Höhe von 7.408 Tsd. EUR (2015: 137.393 Tsd. EUR) sowie Forderungen aus Managementleistungen gegen die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG in Höhe von 3.270 Tsd. EUR (2015: 2.144 Tsd. EUR) enthalten. Die restlichen Forderungen betreffen Forderungen gegen Unternehmen der Telefónica, S.A. Gruppe.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 207 Tsd. EUR (2015: 14.832 Tsd. EUR) betreffen unverändert im Wesentlichen Steuerforderungen. In der Vorperiode bestand eine wesentliche Steuerforderungen aus anrechenbaren Kapitalertragsteuervorauszahlungen infolge einer Verschmelzung mit 14.671 Tsd. EUR.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuern

In Ausübung des Ansatzwahlrechts unterbleibt zum 31. Dezember 2016 der Ansatz aktiver latenter Steuern. Sachverhalte, die zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, sowie aus temporären Differenzen auf Ebene der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Anteilseigner der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG Steuersubjekt für Zwecke der Körperschaftsteuer. Der Steuersatz für die aktiven latenten Steuern für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beträgt 15,825 %, bei der Gewerbesteuer 17,15 %.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG beträgt 2.974.555 Tsd. EUR (2015: 2.974.555 Tsd. EUR). Das Grundkapital ist eingeteilt in nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR (Aktien). Das Grundkapital ist voll einbezahlt.

Zum 31. Dezember 2016 hält die Telefónica Deutschland Holding AG keine eigenen Aktien.

Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung sind Ansprüche der Aktionäre auf Verbriefung von Anteilen ausgeschlossen. In der Hauptversammlung gewährt grundsätzlich jede Stückaktie eine Stimme. Die Aktien sind frei übertragbar.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 wurde das bisherige Genehmigte Kapital 2012/I aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital 2016/I geschaffen. Die Telefónica Deutschland Holding AG verfügt damit zum 31. Dezember 2016 über ein Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR.

Bedingtes Kapital

Das Bedingte Kapital 2014/I der Telefónica Deutschland Holding AG belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 558.473 Tsd. EUR.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert 4.832.539 Tsd. EUR.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage enthält eine gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG) in Höhe von 14 Tsd. EUR (2015: 14 Tsd. EUR).

Gewinnverteilung

Am 19. Mai 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung der Telefónica Deutschland Holding AG statt, in der beschlossen wurde, aus dem Bilanzgewinn 2015 eine Dividende von 0,24 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 713.893 Tsd. EUR, auszuschütten. Die Dividende wurde am 20. Mai 2016 ausgeschüttet.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung des zum Bilanzstichtag amtierenden Vorstands in Höhe von 1.712 Tsd. EUR (2015: 1.898 Tsd. EUR).

Hierbei ergibt sich aus dem Erwerb von E-Plus und der damit verbundenen Übernahme der erworbenen Pensionsverpflichtungen zu Anschaffungskosten eine Überdeckung im Vergleich zu einer Bewertung auf Grundlage gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2 HGB (siehe hierzu Abschnitt "I Allgemeine Informationen zum Jahresabschluss" - "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"). Der Übernahmewert wird bis zu einer Entsprechung gemäß einer Bewertung nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2 HGB beibehalten. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 393 Tsd. EUR (2015: 615 Tsd. EUR); der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 396 Tsd. EUR und ist ausschüttungsgesperrt.

Auf Grundlage einer Bewertung zum 31. Dezember 2016 gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2 HGB und nach Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von 913 Tsd. EUR (2015: 726 Tsd. EUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich ein Barwert für verrechnete Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.318 Tsd. EUR.

Das Deckungsvermögen besteht aus zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer:

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Zum 31. Dezember
(In Tausend EUR) 2016 2015
Anschaffungskosten der erworbenen Pensionsverpflichtungen 2.625 2.625
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden nach Handelsrecht 2.232 2.010
Überdeckung der Anschaffungskosten über den Erfüllungsbetrag 393 615
Beizulegender Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens 913 726
Fortgeführte Anschaffungskosten des Deckungsvermögens gemäß § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB 913 726

Die Telefónica Deutschland Holding AG macht von dem in Art. 28 Abs. 1 und 2 EGHGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, die mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von 280 Tsd. EUR (2015: 261 Tsd. EUR), die durch die Unterstützungskasse, ProFund Unabhängige Gruppen- und Unterstützungskasse e.V. gesichert sind, nicht zu bilanzieren. Zur Deckung dieser Verpflichtung werden zum 31. Dezember 2016 333 Tsd. EUR (2015: 269 Tsd. EUR) treuhänderisch für die Telefónica Deutschland Holding AG gehalten.

Mangels Zinsaufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung der Pensionsrückstellung fand keine Verrechnung mit Zinserträgen aus Deckungsvermögen statt.

Im Geschäftsjahr haben Wertminderungen beim Deckungsvermögen zu einem Zinsaufwand in Höhe von 22 Tsd. EUR geführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5.519 Tsd. EUR (2015: 4.782 Tsd. EUR) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Vergütung des Vorstands (2016: 2.610 Tsd. EUR; 2015: 2.773 Tsd. EUR). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen für Beratungsleistungen in Höhe von 2.905 Tsd. EUR (2015: 2.009 Tsd. EUR) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 643 Tsd. EUR (2015: 6 Tsd. EUR) und betreffen vorwiegend Verbindlichkeiten aus Beratungsleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 1 Tsd. EUR (2015: 21 Tsd. EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 475 Tsd. EUR (2015: 486 Tsd. EUR) resultieren im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind unbesichert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 11.728 Tsd. EUR (2015: 10.282 Tsd. EUR) und umfassen im Wesentlichen die Weiterbelastung der Kosten für die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie weiterer Verwaltungskosten (2016: 11.488 Tsd. EUR; 2015: 10.042 Tsd. EUR), welche gemäß der Vereinbarungen zur Erstattung für Managementleistungen (wie unter "I. Allgemeine Informationen zum Jahresabschluss - Vereinbarung zur Vergütung von Managementleistungen" ausgeführt) von der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG übernommen werden.

Darüber hinaus sind abgerechnete Managementleistungen in Höhe von 240 Tsd. EUR (2015: 240 Tsd. EUR) enthalten, die die Telefónica Deutschland Holding AG für die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH erbringt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 9 Tsd. EUR (2015: 134.201 Tsd. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr waren hier Erträge aus der im Jahr 2015 erzielten finalen Einigung mit KPN über die Barkomponente des Kaufpreises für den Erwerb der E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG (134.200 Tsd. EUR) enthalten.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen in Höhe von 3.937 Tsd. EUR (2015: 5.023 Tsd. EUR) beinhalten den Aufwand aus der Vergütung des Vorstands inklusive der sozialen Abgaben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahrs in Höhe von 9.552 Tsd. EUR (2015: 10.139 Tsd. EUR) beinhalten im Wesentlichen Kosten für Rechts- und Beratungskosten von externen Dienstleistern.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen 2 Tsd. EUR (2015: 366 Tsd. EUR). Im Vorjahr betraf der wesentliche Teil der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge mit 365 Tsd. EUR die Verzinsung eines Teils einer nachträglichen Kaufpreisanpassung.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 22 Tsd. EUR (2015: 25 Tsd. EUR) beinhalteten die Aufwendungen aus dem Wertverlust des Deckungsvermögens.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2016 periodenfremde Erträge in Höhe von 9 Tsd. EUR aus der Auflösung von Rückstellungen und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 518 Tsd. EUR aus Beratungsleistungen für das Vorjahr enthalten.

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016 zur Ausschüttung im Jahr 2017

Der Vorstand der Telefónica Deutschland hat am 26. Juli 2016 beschlossen, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die für den 9. Mai 2017 geplant ist, eine Bardividende in Höhe von insgesamt 743.639 Tsd. EUR bzw. 0,25 EUR pro Aktie vorzuschlagen.

5. Ergänzende Angaben zum Anhang

Zusätzliche Informationen hinsichtlich Aufsichtsrat und Vorstand

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr belaufen sich auf 4.105 Tsd. EUR (2015: 5.225 Tsd. EUR).

Derzeit hat die Telefónica Deutschland Group ihren Mitgliedern des Vorstands keine Sicherheiten oder Darlehen gewährt und keine Garantien für sie übernommen.

In der Gesamtvergütung sind aktienbasierte Vergütungen mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung in Höhe von 0 Tsd. EUR (2015: 571 Tsd. EUR) für 0 (2015: 88.375) Anwartschaften auf unentgeltliche Übereignung von Aktien enthalten.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 ist die Telefónica Deutschland Holding AG von den zusätzlichen Angaben für börsennotierte Aktiengesellschaften gemäß § 286 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB befreit.

Für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 22 Tsd. EUR (2015: 27 Tsd. EUR) für Ausgleichsansprüche nach dem Ausscheiden erfasst.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für Ihre Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von 372 Tsd. EUR im Jahr 2016 und 342 Tsd. EUR im Jahr 2015.

Derzeit hat die Telefónica Deutschland Group ihren Aufsichtsratsmitgliedern keine Sicherheiten oder Darlehen gewährt und keine Garantien für sie übernommen.

Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands der Telefónica Deutschland Holding AG zum 31. Dezember 2016 sind nachfolgend aufgeführt:

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Name Funktion
Thorsten Dirks1 (bis 31. Dezember 2016) Chief Executive Officer (CEO) Vorstandsvorsitzender
Rachel Empey1 Chief Financial and Strategy Officer (CFO) Vorstandsmitglied
Markus Haas1 Chief Operating Officer (COO) Vorstandsmitglied (ab 1. Januar 2017 CEO/Vorstandsvorsitzender)

1 Siehe wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahrs.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland Holding AG zum 31. Dezember 2016 sind nachfolgend aufgeführt:

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Name Funktion
Eva Castillo Sanz Vorsitzende des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Telefónica, S.A., Mitglied des Verwaltungsrats
  Bankia S.A., Mitglied des Verwaltungsrats
  Telefónica Foundation, Mitglied des Verwaltungsrats
  Visa Europe, Mitglied des Verwaltungsrats
  Comillas -ICAI Foundation, Mitglied des Verwaltungsrats
  Entreculturas Foundation, Mitglied des Verwaltungsrats
Imke Blumenthal (bis 30. Juni 2016) Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Manager Labour Relations Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Christoph Braun1 (ab 1. Juli 2016)2 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Freigestellter Betriebsrat der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats der Telefónica Europe
  Vorsitzender Gesamtbetriebsrat der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  Vorsitzender Betriebsrat Nordost der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Telefónica Deutschland Holding AG
Laura Abasolo García de Baquedano Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Managing Director Planning, Accounting, Control and Tax, Telefónica, S.A.
  Telefónica Chile S.A., Mitglied des Verwaltungsrats
  Acerinox, S.A., Mitglied des Verwaltungsrat und Vorsitzende des Prüfungsausschusses
Sally Anne Ashford Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf:
  HR Director Parcels und Group Reward & Recognition Director bei Royal Mail Group Ltd.
Angel Vilá Boix Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Mitglied des Verwaltungsrats (Trustee), Telefónica Foundation
  Telefónica, S.A., Chief Strategy and Finance Officer (CSFO)
  Telefónica Brazil, Mitglied des Verwaltungsrats
Patricia Cobián González Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Telefónica UK Ltd., Chief Financial Officer
  Telefónica Europe, plc, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  Lumia Capital, Advisory Board Member
Peter Erskine (ab 19. Mai 2016)3 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Non-Executive Director Telefónica, S.A.
  Vorsitzender der Innovations- und Strategie-Kommission der Telefónica, S.A.
Antonio Manuel Ledesma Santiago (bis 19. Mai 2016) Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Telxius Telecom, S.A., Chief Financial Officer
Christoph Heil1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Referent Capgemini GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats
Michael Hoffmann Mitglied des Aufsichtsrats;
  Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Telefónica Deutschland Holding AG
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Diplom-Kaufmann, Selbständig
Enrique Medina Malo Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Chief Policy Officer Telefónica, S.A.
  Telefónica Europe, plc, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  mmO2 plc, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  O2 Holding Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  O2 (Europe) Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  O2 Cedar Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  O2 Networks Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  O2 International Holdings Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
  Telefónica Germany Holdings Limited, Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors)
Thomas Pfeil1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf:
  Freigestellter Betriebsrat der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Joachim Rieger1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Freigestellter Betriebsrat der E-Plus Customer Support GmbH
  Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der E-Plus Customer Support GmbH
  Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der E-Plus Customer Support GmbH
Jürgen Thierfelder1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelle Mandate:
  Freigestellter Betriebsrat der Telefónica Germany Retail GmbH (vormals E-Plus Retail GmbH)
  Aufsichtsratsmitglied der Telefónica Retail GmbH (vormals E-Plus Retail GmbH)
  Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Telefónica Retail GmbH (vormals E-Plus Retail GmbH)
Marcus Thurand1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Director Network Operations der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Dr. Jan-ErikWalter1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Freigestellter Betriebsrat der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender München der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Telefónica Deutschland Holding AG
Claudia Weber1 Mitglied des Aufsichtsrats;
  Beruf/Aktuelles Mandat:
  Stellvertretende Geschäftsführerin, ver.di Bezirk München

1 Arbeitnehmervertreter.
2 Neues Mitglied nach Niederlegung Imke Blumenthal, gewähltes Ersatzmitglied.
3 Neues Mitglied des Aufsichtsrats gemäß Beschlussfassung vom 19. Mai 2016.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe bezüglich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers der Telefónica Deutschland Holding AG wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterlassen, da die Gesellschaft den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG ("Telefónica Deutschland Group") aufstellt und die entsprechende Information in diesem Konzernabschluss enthalten ist.

Anzahl Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 hatte die Gesellschaft - ebenso wie in 2015 - keine Mitarbeiter.

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Die Telefónica Deutschland Holding AG übernimmt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen der Telefónica Deutschland Group Gewährleistungsverpflichtungen für ihre Tochterunternehmen. Im Rahmen der Begebung der beiden Anleihen der O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH, München, hat die Telefónica Deutschland im Februar 2014 bzw. im November 2013 gegenüber jedem Inhaber eines Betrags der beiden begebenen Schuldverschreibungen in Höhe von 500 Mio. EUR bzw. 600 Mio. EUR die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsgemäße und pünktliche Zahlung aller nach Maßgabe der Anleihenbedingungen von der Emittentin auf die Schuldverschreibung zu zahlenden Beträge, gegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als äußerst gering erachtet. Diese Einschätzung beruht auf der Tatsache, dass die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH eine mittelbare Tochter der Telefónica Deutschland Holding AG ist und über die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG voll beherrscht wird. Die Bonität der O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH wird somit durch den operativen Geschäftsbetrieb der Telefónica Deutschland Group selbst bestimmt.

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Telefónica Deutschland Holding AG der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und der Telefónica Germany Management GmbH jeweils eine Patronatserklärung erteilt. Die Patronatserklärungen können unter Wahrung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ablauf eines Geschäftsjahrs der Gesellschaften gekündigt werden.

Durch die Patronatserklärungen verändert sich die wirtschaftliche Substanz der Chancen und Risiken nicht wesentlich. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt.

Muttergesellschaft/Konzernabschluss

Die Telefónica Deutschland Holding AG, München, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG ist in den Konzernabschluss der spanischen Muttergesellschaft Telefónica, S.A. (Madrid, Spanien), einbezogen. Letztere ist die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien, einbezogen und wird im Internet unter WWW.TELEFONICA.COM veröffentlicht.

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG:

Die T. Rowe Price Group, Inc., Baltimore, Maryland, Vereinigte Staaten von Amerika, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Oktober 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 13. Oktober 2016 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02 % betragen hat.

Die Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 12. November 2015 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 15,46 % (das entspricht 459.783.774 Stimmrechten) betragen hat.

Die Telefónica, S.A., Madrid, Spanien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 7. Oktober 2014 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 62,10 % (das entspricht 1.847.271.219 Stimmrechten) betragen hat. 57,70 % der Stimmrechte (das entspricht 1.716.390.800 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: O2 (Europe) Limited, Telefónica Germany Holdings Limited. 4,40 % der Stimmrechte (das entspricht 130.880.419 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: KPN Mobile Germany GmbH & Co. KG.

Die Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 7. Oktober 2014 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 62,10 % (das entspricht 1.847.271.219 Stimmrechten) betragen hat. 4,40 % der Stimmrechte (das entspricht 130.880.419 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: KPN Mobile Germany GmbH & Co. KG.

Die O2 (Europe) Limited, Slough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 7. Oktober 2014 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 62,10 % (das entspricht 1.847.271.219 Stimmrechten) betragen hat. 57,70 % der Stimmrechte (das entspricht 1.716.390.800 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Telefónica Germany Holdings Limited. 4,40 % der Stimmrechte (das entspricht 130.880.419 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: KPN Mobile Germany GmbH & Co. KG.

Die E-Plus Mobilfunk Geschäftsführungs GmbH (zukünftig E-PCPM Geschäftsführungs GmbH), Düsseldorf, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 7. Oktober 2014 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 24,90 % (das entspricht 740.664.193 Stimmrechten) betragen hat. 24,90 % der Stimmrechte (das entspricht 740.664.193 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: KPN Mobile Germany GmbH & Co. KG.

Die Merrill Lynch UK Holdings, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 18. September 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,59 % (das entspricht 102.642.689 Stimmrechten) betragen hat. 4,59 % der Stimmrechte (das entspricht 102.642.689 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Merrill Lynch International, ML UK Capital Holdings, MLEIH Funding und Merrill Lynch Europe Limited.

Die BlackRock, Inc., New York, NY, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 15. Januar 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,89 % (das entspricht 32.330.698 Stimmrechten) betragen hat. 2,89 % der Stimmrechte (das entspricht 32.330.698 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 14. Januar 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98 % (das entspricht 33.232.797 Stimmrechten) betragen hat. 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 33.232.797 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Telefónica Deutschland Holding AG, München, Deutschland, am 14. Januar 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98 % (das entspricht 33.232.797 Stimmrechten) betragen hat. 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 33.232.797 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben zuletzt am 13./14. und 17. Oktober 2016 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie die Angaben nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG abgegeben. Diese wurde am 11./12. Dezember 2016 aktualisiert. Den vollständigen Wortlaut der Entsprechenserklärung und der Aktualisierung können Sie auch auf der Internetseite der Telefónica Deutschland unter WWW.TELEFONICA.DE/ENTSPRECHENSERKLAERUNG einsehen.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahrs zum 31. Dezember 2016 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

Zusammengefasster Lagebericht

Der Lagebericht der Telefónica Deutschland Holding AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Telefónica Deutschland Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht.

Der Jahresabschluss sowie der Geschäftsbericht einschließlich des zusammengefassten Lageberichts der Telefónica Deutschland werden im elektronischen Bundesanzeiger und auf der Homepage im Internet zur Verfügung gestellt.

 

München, 2. Februar 2017

Telefónica Deutschland Holding AG

Der Vorstand

Markus Haas

Rachel Empey

Telefónica Deutschland Holding AG

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Telefónica Deutschland Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, 2. Februar 2017

Telefónica Deutschland Holding AG

Der Vorstand

Markus Haas

Rachel Empey

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Telefónica Deutschland Holding AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. lm Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 15. Februar 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dahmen, Wirtschaftsprüfer

Vogel, Wirtschaftsprüferin

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Die Telefónica Deutschland Group auf einen Blick

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle des Berichtszeitraums

Hauptversammlung und Dividende

Am 19. Mai 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015 statt. Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland sowie der Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds wurde unter anderem eine Dividende von 0,24 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt 713.893.198,32 EUR, beschlossen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 wurde am 20. Mai 2016 an die Aktionäre gezahlt.

Ferner hat die Hauptversammlung unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals 2012/I ein neues Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR beschlossen sowie unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom 5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.

Der Vorstand der Telefónica Deutschland hat am 26. Juli 2016 beschlossen, dass beabsichtigt ist, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung eine Bardividende in Höhe von 0,25 EUR pro Aktie vorzuschlagen.

Veränderungen im Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland

Antonio Manuel Ledesma Santiago schied zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.

Als sein Nachfolger wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 Peter Erskine gewählt. Seine Amtszeit begann mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 und endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017.

Zudem schied die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Imke Blumenthal zum 30. Juni 2016 aus dem Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland aus.

Christoph Braun ist als Nachfolger von Imke Blumenthal mit Wirkung seit dem 1. Juli 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland. In der Sitzung vom 18. Juli 2016 wurde Christoph Braun als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Veränderungen im Vorstand der Telefónica Deutschland

Thorsten Dirks schied wie einvernehmlich vereinbart zum Ablauf des 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand und als Vorstandsvorsitzender aus.

Der Aufsichtsrat hatte am 21. November 2016 auf Wunsch von Thorsten Dirks einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrags zugestimmt und dies entsprechend bekannt gegeben.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 11. Dezember 2016 Markus Haas mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Telefónica Deutschland Holding AG bestimmt.

Rachel Empey, bisher zuständig für die Bereiche Finanzen und Strategie, verantwortet seit dem 1. Januar 2017 zusätzlich die Bereiche Transformation & Integration, Business Intelligence, Innovation und die Telefónica Germany Next GmbH (Telefónica NEXT).

Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A.

Basierend auf einer Entscheidung der Organe der Telefónica Deutschland im April 2016 verkaufte die Telefónica Deutschland Group am 21. April 2016 die passive Infrastruktur der Sendemasten an Telxius Telecom, S.A. (Telxius S.A.), das Infrastrukturunternehmen der Telefónica, S.A., mit einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR.

Der Erlös aus der Transaktion verbessert die finanzielle Flexibilität des Unternehmens und wird in das Unternehmen reinvestiert, unter anderem in den weiteren Netzausbau und den Aufbau neuer Wachstumsfelder.

Seit dem Verkauf kann die Telefónica Deutschland Group die Masten per Mietvertrag weiterhin uneingeschränkt nutzen.

Rahmensozialplan

Nach der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und dem damit verbundenen Abbau von rund 800 Vollzeitstellen (FTE) in 2015 wurde gemäß Vereinbarung mit dem Betriebsrat für 500 weitere FTE bis Mitte 2016 Klarheit über ihre Beschäftigungssituation geschaffen. Ziel des Unternehmens bleibt weiterhin der Abbau von insgesamt rund 1.600 FTE bis 2018.

Platzierung eines Konsortialkredits

Die Telefónica Deutschland Group hat am 22. März 2016 eine Konsortialkreditlinie in Höhe von 750 Mio. EUR abgeschlossen, von der zum 31. Dezember 2016 50 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden. Diese dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Kreditlaufzeit kann bis maximal März 2023 verlängert werden.

Unterzeichnung Finanzierungsvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB)

Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag mit der EIB in Höhe von 450 Mio. EUR unterzeichnet, von dem zum 31. Dezember 2016 250 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden. Die Linie dient der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung und Erweiterung des Mobilfunknetzes der Telefónica Deutschland Group nach der Akquisition der E-Plus Gruppe. Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine Laufzeit von bis zu acht Jahren.

Finanzkennzahlen

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 % Veränderung
Umsatzerlöse 7.503 7.888 (4,9)
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen 5.437 5.532 (1,7)
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) vor Sonder- und Spezialeffekten1 1.828 1.760 3,8
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) 2.069 1.804 14,7
OIBDA-Marge 21,6 % 22,9 % 4,1 %-p.
Betriebsergebnis (50) (263) (81,1)
Periodenergebnis (176) (383) (54,0)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)2 (0,06) (0,13) (54,0)
CapEx3 (1.102) (1.032) 6,7
Operating Cashflow (OlBDA-CapEx)4 967 670 44,4
Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen5 und vor Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel 1.408 700 101,2
Free Cashflow vor Dividendenzahlungen- und Spektrumszahlungen5 1.408 832 69,2
Anschlüsse gesamt zum 31. Dezember (in Tausend) 49.346 48.363 2,0
Mobilfunkanschlüsse (in Tausend) 44.321 43.063 2,9
Postpaid Anteil (in %) 46,3 % 44,3 % 2,0 %-p.
Gesamt-ARPU (in EUR) 10,3 10,7 (3,7)
Postpaid churn exkl. M2M (in %) 1,6 % 1,9 % (0,3 %-p.)
Anteil Datenumsatz ohne SMS am gesamten Datenumsatz (in %) 76,9 % 71,6 % 5,3 %-p.
Anzahl Mitarbeiter zum 31. Dezember 9.476 9.464 0,1
Nettofinanzschulden zum 31. Dezember6 798 1.225 (34,8)
Verschuldungsgrad zum 31. Dezember7 0,4x 0,7x (36,4)

1 Sondereffekte umfassen per 31. Dezember 2016 Restrukturierungskosten in Höhe von 89 Mio. EUR und den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur von Mobilfunkmasten an Telxius S.A. in Höhe von 352 Mio. EUR, während im gleichen Zeitraum 2015 ein einmaliger Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der yourfone GmbH in Höhe von 15 Mio. EUR erfasst wurde. Spezialeffekte entsprechen zum 31. Dezember 2016 den Auswirkungen, die der Telxius-Deal auf das OIBDA hatte (-23 Mio. EUR), die in erster Linie auf höhere Operatingleasingaufwendungen ab Mai 2016 zurückzuführen sind.
2 Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde berechnet als Ergebnis nach Steuern dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Höhe von 2.975 Mio. innerhalb der Berichtsperioden 2016 und 2015.
3 Exklusive der Investitionen in Spektrum (inklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten).
4 Exklusive der Investitionen in Spektrum (inklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten) und bereinigt um die Nettoerträge aus der finalen Kaufpreisanpassung.
5 Der Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen ist definiert als die Summe des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflow aus der Investitionstätigkeit und wurde exklusive der geleisteten Zahlungen für die Investitionen in Spektrum sowie exklusive der damit verbundenen geleisteten Zinszahlungen berechnet.
6 Nettofinanzschulden beinhalten kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte und zinstragende Finanzverbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten Handset-Forderungen (kurzfristig: 245 Mio. EUR in 2016 und 321 Mio. EUR in 2015; langfristig: 77 Mio. EUR in 2016 und 157 Mio. EUR in 2015), die positive Wertentwicklung des Fair Value Hedge für festverzinsliche Finanzschulden (kurzfristig: 2 Mio. EUR in 2016 und 2 Mio. EUR in 2015; langfristig: 12 Mio. EUR in 2016 und 12 Mio. EUR in 2015) sowie ausgegebene Darlehen an Dritte (kurzfristig: 4 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015; langfristig: 0 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015).
Kurzfristige und langfristige Finanzschulden beinhalten ausgegebene Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen (1.422 Mio. EUR in 2016 und 1.420 Mio. EUR in 2015), sonstige Darlehen (298 Mio. EUR in 2016 und 501 Mio. EUR in 2015), Leasingschulden (kurzfristig: 15 Mio. EUR in 2016 und 180 Mio. EUR in 2015; langfristig: 17 Mio. EUR in 2016 und 32 Mio. EUR in 2015) sowie kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig: 0 Mio. EUR in 2016 und 119 Mio. EUR in 2015).
Anmerkungen
Die Handset-Forderungen sind in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Barwert der noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe von 110 Mio. EUR (nach Aktivierung von Fremdkapitalkosten) sind in der Bilanz in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten und daher nicht in der Nettofinanzschuldenberechnung berücksichtigt.
7 Verschuldungsgrad ist definiert als Nettofinanzschulden geteilt durch das OIBDA für die letzten zwölf Monate vor Sonder- und Spezialeffekten.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Die Telefónica Deutschland Group ist einer der führenden integrierten Netzbetreiber in Deutschland./Wir bedienen erfolgreich sämtliche Marktsegmente mit einer fokussierten Mehrmarkenstrategie./Die Telefónica Deutschland Group bietet ein hochmodernes Mobilfunknetz, insbesondere in Ballungszentren./Daten sind der Dreh- und Angelpunkt unseres Unternehmens./Wir sind führend im mobilen Privatkunden- und Wholesale-Markt in Deutschland./Wir haben Telefónica NEXT gegründet, um Innovationen in den Bereichen Intelligente Datenanalyse (ADA) und Internet of Things (IoT) voranzutreiben.

Mit über 49 Mio. Kundenanschlüssen zum 31. Dezember 2016 ist die Telefónica Deutschland Group einer von drei Netzbetreibern in Deutschland. Mit insgesamt mehr als 44 Mio. Mobilfunkanschlüssen zum 31. Dezember 2016 sind wir führend auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Wir gehören zur Telefónica, S.A. Group, einem der größten Telekommunikationsunternehmen weltweit.

Unsere Marken decken sämtliche Marktsegmente und Kundenbedürfnisse ab

G 01 - Unsere Marken

Unser Marketing- und Vertriebsansatz folgt einer konsequenten und fokussierten Mehrmarkenstrategie. So können wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen das gesamte Spektrum unterschiedlicher Kundenbedürfnisse vollständig adressieren. Mit unserer Premium-Marke O2 bieten wir eine breite Palette an hochwertigen Produkten für Privat- als auch für Geschäftskunden in der Mobil- und Festnetzkommunikation. Internationale Großkonzerne werden von unserer Marke Telefónica abgedeckt.

Mit unseren Zweit- und Partnermarken sowie über unsere Wholesale-Kanäle erreichen wir weitere große Kundenkreise, die wir nicht mit unserer Marke O2 ansprechen. Zu unseren Zweitmarken zählen Blau, AY YILDIZ und Ortel Mobile. Zudem bieten wir durch gemeinschaftliche Tätigkeiten und strategische Partnerschaften weitere Mobilfunkmarken an. Hierzu zählen beispielsweise TCHIBO mobil und ALDI TALK in Kooperation mit MEDIONmobile. Unser Mehrmarkenansatz gibt uns die Möglichkeit, das komplette Kundenspektrum mit einem maßgeschneiderten Produktangebot, Vertrieb und Marketing anzusprechen und so unseren potenziellen Umsatz zu erhöhen.

G 02 - Umsatzaufteilung GJ 2016

Mobilfunkdienstleistungen sind unser Hauptumsatzträger

Als Marktführer bei Mobilfunkdienstleistungen in Deutschland betreiben wir ein hochmodernes Netz. Wir bieten insbesondere in Ballungszentren ein qualitativ hochwertiges Netzerlebnis. Die kombinierte UMTS-Netzinfrastruktur erreicht jetzt rund 90 % der deutschen Bevölkerung. Unsere Kunden profitieren von der kombinierten Stärke der Netze von O2 und E-Plus und können mobile Datenanwendungen noch besser nutzen.

Um das Netzerlebnis über die Nutzung mobiler Daten per UMTS hinaus zu verbessern, hat die Telefónica Deutschland Group ferner den Ausbau ihres LTE-Netzwerks weiter konsequent fortgesetzt. Ende 2016 erreichte das Unternehmen eine landesweite LTE-Abdeckung von rund 80 %.

Im Jahr 2016 waren Mobilfunkdienstleistungen mit 5.437 Mio. EUR (72,5 % des Gesamtvolumens) der Hauptumsatzträger der Telefónica Deutschland Group.

G 03 - Netzabdeckung

% Bevölkerungsabdeckung außerhalb von Gebäuden

Festnetzgeschäft: Umfassende Dienstleistungsangebote auf Grundlage einer zukunftssicheren Infrastruktur

Ergänzend zu unseren Mobilfunkdiensten bieten wir landesweit Festnetzdienste an. Dieses Angebot basiert auf unserer strategischen Partnerschaft mit der Telekom Deutschland GmbH in Bonn. Sie gewährt uns langfristigen Zugang zu zukunftssicherer Festnetzinfrastruktur der nächsten Generation und stellt derzeit insgesamt mehr als 25 Mio. Haushalten in Deutschland einen Hochgeschwindigkeits-VDSL-Internetzugang bereit.

Ferner profitiert die Telefónica Deutschland Group von sämtlichen künftigen Verbesserungen der Deutschen Telekom im Festnetzbereich wie beispielsweise einer Zunahme der VDSL-Abdeckung und höheren Geschwindigkeiten durch neue Technologien wie Vectoring.

Mit diesen Pluspunkten befindet sich die Telefónica Deutschland Group in einer ausgezeichneten Ausgangslage, um sowohl Privat- als auch Geschäftskunden umfassende Dienstleistungen anbieten zu können.

Hardwaregeschäft: Hochmoderne Produkte, Dienstleistungen und Finanzierungsangebote

Unabhängig von Mobilfunkverträgen vertreiben wir eine große Vielfalt an Mobiltelefonen und sonstigen Endgeräten an unsere Kunden. Das beste Beispiel hierfür ist unser erfolgreiches Modell "O2 My Handy". Hier kann der Kunde wählen, ob er den Gesamtpreis vorab bezahlt oder eine Anzahlung leistet und den restlichen Kaufpreis in zwölf oder 24 Monatsraten begleicht. Für den Kunden bedeutet dieser Ansatz Preistransparenz, was die Kosten des Mobiltelefons sowie die des Mobilfunkvertrags anbelangt. Unsere Kunden können aus einer großen Vielfalt an Mobiltelefonen wählen. Dies umfasst unter anderem die neuesten Premium-Geräte, attraktive Zahlungsbedingungen sowie den Austausch von Geräten außerhalb der 24-monatigen Laufzeit eines Mobilfunkvertrags.

Unsere wichtigsten Lieferanten für Mobiltelefone sind die Hersteller Samsung, Apple, Microsoft, HTC, Sony und Huawei. Wir konzentrieren uns auf den Verkauf von LTE-fähigen Smartphones. Infolgedessen wächst unser Smartphone-Anteil weiter und erreicht mittlerweile rund 60 % unseres Kundenstamms. Wir decken die wachsende Nachfrage von Kunden unserer Zweitmarken nach mobilen Datendiensten über ein breites Spektrum erschwinglicher Smartphones für Einsteiger ab.

Um unsere Angebote rund um Smartphones noch attraktiver zu gestalten, haben wir unser Portfolio um zusätzliche Dienste und Produkte erweitert, darunter Versicherungsleistungen für Smartphones, Virenschutz oder hochmoderne Zusatzgeräte. Dies umfasst beispielsweise die neuesten Geräte für einen digitalen Lebensstil, Smartwatches, TV-Extender, Schutzhüllen, Selfie-Sticks oder auch digitale Zusatzgeräte für Sportaktivitäten im Freien. Weitere positive Beispiele sind die Vermarktung von Virtual-Reality-Brillen (Samsung Gear VR), des ersten Geräts, das den neuen eSIM-Standard unterstützt (Smartwatch Samsung Galaxy Gear 2 Classic 3G) oder der Adidas MiCoach Smart Ball. Der eSIM-Standard wurde vom GSMA (Global System for Mobile Communications Association) in Zusammenarbeit mit der Telefónica, S.A. Group und anderen Telekommunikationsunternehmen entwickelt. Er ermöglicht sowohl kleinere Geräte als auch einen niedrigeren Energieverbrauch. Darüber hinaus bietet der eSIM-Standard den Kunden mehr Flexibilität und schafft die Voraussetzungen für die künftige Entwicklung des Geschäfts mit dem Internet der Dinge (IoT).

2016 ging der Verkauf von Smartphones und Tablets zurück und die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht dem allgemeinen Markttrend hin zu längeren Lebenszyklen und der Verwendung preisgünstiger Mobilfunkgeräte durch Neukunden. Das Geschäft mit Mobilfunk-Hardware trug 1.061 Mio. EUR und damit 14,1 % zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Jahr 2016 bei.

Unsere Marktbereiche

Wir verbessern die Position unserer Premium-Marke O2 im Markt. Hier wollen wir weiter hochwertige Kunden im Privat- und Geschäftskundenbereich gewinnen. Darüber hinaus ist die Telefónica Deutschland Group der führende Wholesale-Anbieter in Deutschland. Wir bieten unseren Wholesale-Partnern Zugang zu unserer Infrastruktur und unseren Dienstleistungen.

Um den Skaleneffekt zu maximieren, vermarkten wir unsere Produkte mittels eines diversifizierten Vertriebsansatzes. Hierzu gehören direkte Vertriebskanäle wie eigene Läden, ein landesweites Netz unabhängig betriebener Franchise- und Premium-Partner-Shops, Online- und Telesales. Hinzu kommen indirekte Vertriebskanäle wie Partnerschaften und Kooperationen mit Einzelhändlern über physische Kanäle oder das Internet.

Privatkunden: Wertorientierte Steuerung und Marktführerschaft erhalten

Die Marke O2 ist nach der Anzahl der Anschlüsse Marktführer im Postpaid-Bereich für Privatkunden in Deutschland. Als Vorreiter auf dem deutschen Markt liegt unser strategischer Fokus auf dem Verkauf von datenzentrierten Mobilfunkverträgen an Smartphone-Nutzer, wie etwa unser im Oktober eingeführtes Angebot O2 Free (> ZIELE UND STRATEGIEN). Durch die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste generieren Kunden zusammen mit einer steigenden Nutzung von LTE-fähigen Geräten höhere Umsatzerlöse, im Vergleich zu Nutzern ohne Smartphone. Wir beobachten zudem auch im Prepaid-Bereich ein steigendes Interesse an Smartphones und der Nutzung mobiler Daten. Wir bieten im Prepaid-Bereich spezielle Tarife für Smartphone-Nutzer an.

Ein maßgeblicher Markttrend ist das Aufkommen digitaler Anwendungen, die das Leben unserer Kunden in vielen Bereichen einfacher und sicherer machen. Wir ermöglichen es unseren Kunden, wichtige Aspekte des täglichen Lebens auf ihrem Smartphone zu erledigen - beispielsweise Messaging, Musikstreaming oder Spiele. Innovative bzw. disruptive Neuzugänge zu unserem Produktportfolio sind das Angebot von O2 Banking, die App O2 TV & Video und unsere Partnerschaft mit Sky, die Kunden von O2 ab Januar 2017 einen erschwinglichen Zugang zu exklusiven Sportereignissen, Filmen und Serien bietet (> ZIELE UND STRATEGIEN).

Geschäftskunden: Fokussierung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Wir bedienen KMU sowie Small Office/Home Office (SoHo) über unsere Premium-Marke O2 beispielsweise mit innovativen Produkten wie "O2 Free Business" oder "O2 Unite". "O2 Unite" bietet unseren Kunden eine drastische Kostenreduzierung durch die Zusammenlegung von SMS, Minuten und Datenvolumina für alle Mitarbeiter des Unternehmens.

Ein weiteres Beispiel für Produkte, die den Bedürfnissen unserer Geschäftskunden entgegenkommen, ist das "Digital Phone". Hierbei handelt es sich um ein cloudbasiertes Telefoniesystem, das dem Kunden eine flexible Nutzung ermöglicht (z.B. eine einzige Telefonnummer unabhängig vom Standort und der Hardware des Mitarbeiters), qualitativ hochwertige Dienste (z.B. sichere Kommunikationen über deutsche Rechenzentren) und Einsparungen (z.B. niedrige Anforderungen an die Infrastruktur, Flatrates und flexible Anpassung der benötigten Lizenzen).

Unser Ziel, den Marktanteil von Telefónica Deutschland bei Geschäftskunden weiter zu steigern, stützt sich auf die richtigen Produkte und Dienstleistungen sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer Netzqualität. 2016 haben wir die Migration von Geschäftskunden von BASE zu O2 abgeschlossen. Dies ermöglicht uns eine Fortsetzung unseres Wachstumskurses insbesondere bei KMU-Kunden.

Ein wichtiges Mittel zur Erhöhung unseres Marktanteils unter KMU-Kunden bei Festnetzprodukten ist unser All-IP-Angebot. Es handelt sich um ein skalierbares und flexibles Angebot für Unternehmen mit firmeneigenen Telefonanlagen, die vom Auslaufen der ISDN-Infrastrukturplattform der Deutschen Telekom im Jahr 2018 betroffen sind. O2 vertreibt ein flexibles und für den Kunden kostengünstiges Produktportfolio, da der Kunde seine zentrale Anlage behalten kann und zugleich qualitativ hochwertige Dienste erhält.

Im Geschäftskundenbereich bieten wir unsere Dienstleistungen im Bereich Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) Managed Connectivity an. Dieser Geschäftsbereich trägt noch geringfügig zu den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen bei, aber wir erwarten in der Zukunft ein erhebliches Wachstum. Managed Connectivity ist als Bestandteil des IoT ein äußerst dynamischer Markt, in dem jährlich zweistellige Wachstumsraten des Kundenstamms zu erwarten sind1. Die Telefónica Deutschland Group baut ihren Kundenstamm durch wichtige Neukunden im Jahr 2016 weiter mit Erfolg aus. Ein Neuzugang ist beispielsweise der Kunde Next Kraftwerke GmbH, dessen Geschäftsmodell sich auf eine virtuelle Plattform für Energieerzeugung und -verbrauchsoptimierung fokussiert. Ferner vertreiben wir unsere preisgekrönte Plattform Smart M2M zur Vereinfachung des Managements von IoT-Geräten.

1 Machina Research IoT Forecast Mai 2016

Wholesale-Partner: Festigung der Marktführerschaft

Im Rahmen des Wholesale-Geschäfts bieten wir Mobilfunkdienste für Kunden wie MEDIONmobile (ALDI TALK), United Internet (1&1), mobilcom/debitel, WhatsApp und Kabelanbieter an. Darüber hinaus haben wir uns im Rahmen der Fusion verpflichtet, 20 % unserer mobilen Netzwerkkapazität über Mobile Bitstream Access (MBA) an die MS Mobile Service GmbH (Drillisch) zu veräußern. Drillisch verfügt ferner über eine Option für den Erwerb von bis zu 10 % zusätzlicher Netzwerkkapazität.

Im Festnetzgeschäft bieten wir unseren bestehenden Wholesale-Partnern eine Reihe von Dienstleistungen für den entbündelten Zugang zu Teilnehmeranschlussleitungen (Unbundled Local Loop, ULL) an, einschließlich Festnetztelefonie und Hochgeschwindigkeitsinternet. Im Rahmen des Übergangs auf die nächste Generation des Festnetzes der Telekom Deutschland GmbH werden wir dieses Modell jedoch bis 2019 schrittweise auslaufen lassen.

In diesem Zusammenhang bieten wir Mehrwertdienste wie Abrechnungsdienstleistungen oder die Verwaltung von Telefonnummern und ein Netzprotokoll zum Aufbau einer Kommunikationsverbindung (z.B. Internet-Telefonie), sogenannte SIP-Konten. Dieses umfassende Portfolio ermöglicht es unseren Wholesale-Partnern, ihre Endkunden unabhängig zu bedienen, und gibt uns gleichzeitig die Chance, den Umfang und den Einsatz unserer Skaleneffekte zu erhöhen.

G 04 - Wesentliche Kundenbereiche

Neue Wachstumsbereiche: Internet der Dinge (IoT) und Intelligente Datenanalyse (ADA)

2016 haben wir die Telefónica Germany Next GmbH gegründet (> ZIELE UND STRATEGIEN). Es handelt sich dabei um ein Tochterunternehmen der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, um die Innovation bei der Nutzung von Datenanalysen und im Bereich IoT voranzutreiben. Das Unternehmen vereint die Stärken der Telefónica Deutschland Group, dem größten Netzbetreiber in Deutschland, mit der Agilität eines Start-up-Unternehmens.

Mit Telefónica NEXT wenden wir uns dem großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenzial des IoT (mit einem Fokus auf B2B2C-Lösungen) sowie der Nutzung von ADA zu. Wir entwickeln Lösungen, die zur digitalen Transformation unserer Wirtschaft beitragen, indem wir unseren Partnern helfen, ihre Produkte intelligenter zu machen, ihre Kunden besser zu verstehen und anzusprechen und ihre internen Prozesse zu optimieren.

Ziele und Strategien

Unsere Vision ist es, das führende digitale "Onlife"-Tele-kommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden./ Wir verlagern den Fokus immer stärker von der Integration zur Transformation./Wir streben nach dem besten Kundenerlebnis mit innovativen Angeboten, die auf Echtzeit-Einblicken in das Kundenverhalten beruhen./Wir behalten unser Momentum im Markt bei und setzen auf erfolgreiche Datenmonetarisierung und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis./Wir führen die Optimierung unserer Netze mit dem weiteren Ausbau von LTE fort./Innovation, Digitalisierung und Kosteneffizienz sind die wichtigsten Treiber, um diese Ziele zu erreichen.

Von der Integration zur Transformation: Unser Weg zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikations-unternehmen in Deutschland

Wir haben auf die bedeutenden Fortschritte in unserem ersten Jahr als fusioniertes Unternehmen aufgebaut und unsere Strategie in 2016 weiterentwickelt. Wir verfolgen konsequent die Vision, bis 2020 das führende digitale "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden: Ein Telekommunikationsunternehmen, das nicht nur Konnektivität bereitstellt, sondern eine zentrale Rolle im digitalen Leben seiner Kunden spielt. Das Erreichen wichtiger Meilensteine im Rahmen der Integration hat es uns ermöglicht, den Fokus im Jahresverlauf 2016 immer stärker auf diese grundlegende Transformation zu verlagern. Das Geschäftsmodell des führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmens basiert auf der Bereitstellung von Datenkonnektivität sowie auf dem Vorhaben der Auswertung der Nutzungsprofile dieser Datendienste. Mit den Kenntnissen daraus können wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden mit attraktiven Produkten und Diensten in Echtzeit eingehen. Durch diese Transformation werden wir unser Momentum in einem herausfordernden und wettbewerbsintensiven Markt aufrechterhalten.

Die wichtigsten Meilensteine im Rahmen der Integration 2016

Unsere Unternehmensstrategie basierte bislang auf drei Säulen: Wir erhalten das Momentum aufrecht, integrieren schnell und transformieren das Unternehmen. Dank der schnellen Umsetzung der Integration und des bereits erfolgten Abschlusses wichtiger Integrationsprojekte können wir uns nun primär auf zwei Säulen konzentrieren. Unser Fokus hat sich darauf verlagert, unser Momentum weiter zu halten und die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben (M+T). Für die Umsetzung dieser Strategie sind sechs Dimensionen maßgeblich: Werte und Kundenerlebnis, integrierte Angebote und herausragende Konnektivität bilden die Grundsteine der Säule "Momentum". End-to-End-Digitalisierung (E2E), Intelligente Datenanalyse (ADA) und Innovation sowie Kapitalverteilung und Vereinfachung sind die Schlüsselfaktoren für die "Transformation".

G 05 - Hauptmeilenstein

Wir gestalten unsere Transformation zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen. Unsere Zielorganisation basiert auf einem Netz und einer IT-Fabrik, die Konnektivität und Datenanalytik bereitstellen. Hinzu kommen Markteinheiten, die aus diesen Rohmaterialien attraktive Dienste und Produkte für unsere Kunden entwickeln und vermarkten. Zusätzlich zu unseren bereits bestehenden Markteinheiten B2C, B2B und B2P verstärken wir unsere Aktivitäten in den neuen Wachstumsbereichen ADA und IoT. Diese wurden in unser Tochterunternehmen Telefónica Deutschland Next GmbH integriert. Wir treiben auch die E2E-Digitalisierung in sämtlichen Unternehmensbereichen und -prozessen voran, um unseren Kunden auf effizientestem Weg die besten Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Wir erhalten das Momentum aufrecht ...

Werte und Kundenerlebnis

Wir streben nach dem besten Kundenerlebnis, indem wir die traditionelle Mobilfunkbranche ständig herausfordern. Dies spiegelt sich in innovativen Angeboten wie unserem neuen Premiumangebot O2 Free, in unserem Engagement gegenüber unseren Kunden mit der Kampagne "Mehr O2 " und unserem Grundsatz der Kundennähe über ein herausragendes stationäres Vertriebsnetz und die immer wichtiger werdenden Online-Kanäle wider.

Die Einführung von O2 Free stellte wegen seines revolutionären Marktkonzepts 2016 einen wesentlichen Meilenstein dar. O2 Free bietet Kunden unbegrenzte Datenkonnektivität auf Basis eines "Mehr für mehr"-Ansatzes bei einem unverändert ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses Angebot steht sowohl Privat- als auch Geschäftskunden zur Verfügung und hebt die Telefónica Deutschland Group erkennbar von den Wettbewerbern ab. Es trägt auch dazu bei, unsere starke Netzinfrastruktur zu monetarisieren. Das Angebot besteht aus 4G-Paketen mit unserer maximalen LTE-Geschwindigkeit, die mit unbegrenzter 3G-Datenverfügbarkeit bei einer Geschwindigkeit von 1 Mbit/s kombiniert werden. Kunden können Letztere auch nach dem Verbrauch des Highspeed-Volumens nutzen, um mit ausreichender Geschwindigkeit Musik oder Videos in Standardqualität zu streamen, Nachrichten zu versenden oder im Internet zu surfen. Zudem bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, ihre aktuellen "O2 Blue All-in"-Tarife für nur 5 EUR zusätzlich im Monat auf O2 Free umzustellen.

G 06 - Momentum + Transformation

Mit diesem einzigartigen Angebot unterstreichen wir unsere Fokussierung auf die Steigerung der Nachfrage unserer Kunden nach Daten und die damit einhergehende Monetarisierung der Datennutzung. Zudem stellen wir mehr Kunden bessere Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung.

Der Umsatz aus Datenverkehr ist einer der wesentlichen Bestandteile der Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen. Unsere erfolgreiche Strategie der Datenmonetarisierung wird durch das dynamische Wachstum der Datennutzung bestätigt. Innerhalb der Umsatzerlöse aus Datenverkehr haben wir erfolgreich den Rückgang der Umsätze aus Kurzmitteilungsdiensten (SMS) durch andere mobile Datendienste kompensiert. Der Anteil der Umsatzerlöse aus Datenverkehr ohne SMS ist innerhalb des Bereichs gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozentpunkte gestiegen.

Gleichzeitig haben wir unseren LTE-Kundenstamm ausgebaut (+53 % gegenüber 2015) auf fast 12,1 Mio. zum 31. Dezember 2016.

Vor dem Hintergrund unserer Fokussierung auf den bestehenden Kundenstamm haben wir Mitte 2016 "Mehr O2 " eingeführt. Mit dieser Initiative sollen unsere Bestandskunden, als Belohnung für ihre Treue, Zugang zu besonderen Angeboten und Dienstleistungen erhalten. Je nach Status des Kunden beinhaltet dies attraktive Leistungen, die bei Tickets für einen Kinobesuch anfangen und bis zu einer Premium-Kundenservice-Hotline oder kostenlosem SIM-Kartenersatz reichen. Diese weitere Verbesserung des Kundenerlebnisses spiegelt sich in einer Verbesserung unserer Kundenabwanderungsrate (Churn für Postpaid- und Prepaid-Anschlüsse) auf durchschnittlich 2,3 % im Jahr 2016 (2015: durchschnittlich 2,4 %) wider.

Darüber hinaus haben wir das Kundenerlebnis durch Serviceerweiterungen in unserem landesweiten Shopnetz verbessert. 2016 haben wir die Anzahl unserer Concept Stores erhöht. Unsere2 Gurus vermitteln Kunden nützliches Wissen und halten Workshops zum digitalen Lebensstil ab. Im Zuge dieser Aktivitäten haben wir von der etablierten Stiftung Warentest 2016 den ersten Platz in der Kategorie "Beratung im Shop" erhalten. Darüber hinaus erweitern wir das Erlebnis im Shop, indem wir den digitalen Support für unsere Kunden ausbauen und verbessern. So bieten wir beispielsweise einen Online-Zugang zu unseren O2 Gurus mittels Video-Chat oder Webinare zu Schwerpunktthemen.

Wir stellen außerdem fest, dass immer mehr Kunden digitale Interaktion und Selbstversorgungsfunktionen bevorzugen. Daher ist die Sicherstellung einer nahtlosen digitalen Kundenerfahrung zwischen den einzelnen Vertriebs- und Servicekanälen ebenfalls Teil des Transformationsprozesses. Wir steigern proaktiv den Anteil der digitalen Kundenkontakte durch die Verbesserung unserer digitalen Kanäle. Wir gehen davon aus, dass dies zu einer erheblichen Reduzierung unserer Aufwendungen für Kundenservice in den nächsten Jahren führen wird. Im Verlauf des Jahres 2016 haben wir einen erheblichen Anstieg des Anteils der über digitale Kanäle akquirierten Neukunden festgestellt.

Ein zentrales Element unserer Strategie ist die weitere Einführung unseres kanalübergreifenden Vertriebskonzepts. Wir beabsichtigen eine enge Verflechtung sämtlicher Kanäle. So wird sichergestellt, dass Kunden beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet online auswählen, in einem Laden einrichten lassen und anschließend dort abholen können.

Die Telefónica Deutschland Group strebt digitale Inklusion an. Dies bedeutet: Alle Kunden sollen Zugang zu digitalen Diensten erhalten, sodass jeder von den Vorteilen der Digitalisierung profitiert. Smartphone-Kurse für Anfänger, die von unseren O2 Gurus abgehalten werden, sind hierfür ein Beispiel. Des Weiteren nehmen wir eine aktive Rolle in der öffentlichen Debatte über die Zukunft der digitalen Welt und die sozialen und ethischen Aspekte der Digitalisierung ein. Das vor wenigen Jahren eröffnete Telefónica BASECAMP hat sich unbestritten als digitaler Hotspot und als Diskussionszentrum im Herzen Berlins etabliert. In Veranstaltungsreihen wie Digital Masterminds, future.work oder dem UdL Digital Talk werden Trends, Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung mit Multiplikatoren, Unternehmern, Verbrauchern, Politikern und Wissenschaftlern erörtert.

G 07 - Datenverkehr/LTE-Kundenstamm

Integrierte Angebote

Wir gehen über die Bereitstellung von Mobilfunk- und Festnetzkonnektivität hinaus, indem wir entsprechende digitale Dienste zur Verfügung stellen, die auf die realen Bedürfnisse und Präferenzen unserer Kunden eingehen. Im Jahr 2016 starteten wir erste Angebote für unsere neuen digitalen Geschäftsbereiche Mobile Video und Mobile Banking. Ebenso wurde unser Komplettangebot für Festnetz und Mobilfunk unter der Marke O2 Blue One neu aufgelegt.

O2 TV & Video bietet unseren Kunden Live-Zugang zu TV-Inhalten von mehr als 70 Kanälen und zu Video-on-Demand-Diensten der öffentlichen Rundfunkanstalten. Darüber hinaus umfasst der Dienst HD-Kanäle sowie die Empfehlungen und den TV-Programmführer von TV Spielfilm, der führenden elektronischen Programmzeitschrift in Deutschland. Mit diesem innovativen Angebot gehen wir auf den Wunsch unserer Kunden ein, auf TV-Inhalte jederzeit und an jedem Ort unabhängig von ihrem Gerät (Smartphone oder Tablet) zugreifen zu können. Wir arbeiten daran, diesen Dienst in naher Zukunft weiterzuentwickeln, z.B. mit einem hochmodernen Empfehlungsdienst.

Wir werden unser Angebot an attraktiven Inhalten weiter ausbauen und zu diesem Zweck unsere 2016 eingegangene Kooperation mit Sky Deutschland erweitern. O2 Kunden erhalten für die flexiblen Sky-Ticket-Angebote Sonderkonditionen. Mit dem Tages-, Wochen- oder Monatsticket für Sky Supersport besteht Zugang zu Bundesliga, UEFA Champions League und Europa League sowie Formel 1, Handball, Golf und anderen exklusiven live übertragenen Sportveranstaltungen. Mit dem Monatsticket für Sky Entertainment oder Cinema können die Kunden einen Monat lang zu jeder Tageszeit exklusive Serien, Spielfilme und Unterhaltungssendungen ansehen. Die Kooperation verstärkt unser kundenorientiertes Angebot mit einem auf dem deutschen Markt einzigartigen Angebot.

Ein weiterer Meilenstein war 2016 die Einführung von O2 Banking, dem ersten ausschließlich mobilen Bankkonto eines Telekommunikationsunternehmens in Deutschland. O2 Banking bietet eine herausragende digitale Erfahrung, indem es die vollwertige Nutzung des Smartphones als Bankkonto ermöglicht. Dies umfasst beispielsweise Überweisungen anhand der Handynummer des Empfängers anstelle der IBAN. Weitere Vorteile sind der rasche und sichere Anmeldevorgang, eine kontaktlose Mastercard für Abhebungen am Geldautomaten und Zahlungen in Läden oder online, erweiterte Sicherheitsmerkmale und ein Finanzplaner. Ein intelligentes und innovatives Merkmal von O2 Banking ist das zusätzliche Datenvolumen für Kunden, die das mobile Bankkonto als Gehaltskonto nutzen oder regelmäßig mit der damit verbundenen Mastercard bezahlen. O2 Banking wurde gemeinsam mit der Fidor Bank AG eingeführt, einer in Deutschland lizenzierten Direktbank, die sich auf Finanzdienstleistungsangebote für "Millennials" spezialisiert hat und zur BPCE Group gehört. O2 Banking ist eine der am häufigsten heruntergeladenen Direktbank-Apps im deutschen Android-Appstore. Sie hat 2016 mehrere Auszeichnungen für Innovationskraft und Kundenorientierung erhalten, wie beispielsweise den Innovationspreis 2016 von bankenversicherungen.de und Frankfurt Euro Finance, den vom Handelsblatt und von Euroforum verliehenen Diamond Star im Bereich Digital Retail Banking sowie den Banking IT-Innovation Award 2016 des von der Universität St. Gallen und der Universität Leipzig gegründeten Kompetenzzentrums "Sourcing in der Finanzindustrie".

G 08 - Frequenzbänder für Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland

1 FDD = Frequenzduplexbetrieb
2 TDD = Zeitduplexbetrieb
3 UMTS-Kernband auch als „2-GHz-Band“ von der BnetzA bezeichnet.

Hervorragende Konnektivität

Unser Netz ist der wichtigste Baustein, wenn es um das bestmögliche Kundenerlebnis geht. Die Telefónica Deutschland Group nutzt ein starkes Netz, welches wir beständig ausbauen. Im Mittelpunkt unserer Netzstrategie steht die Bereitstellung einer verlässlichen, qualitativ hochwertigen Netzkonnektivität, um unsere Kunden in ihrem digitalen Alltag zu unterstützen. Wir verfolgen daher mit Nachdruck die Konsolidierung unserer 4G-Netze, die bis spätestens Ende 2018 abgeschlossen sein soll.

Als konsequente Folge dieser Strategie hat unser Netz in nutzerseitigen Netzwerktests mehrfach positive Bewertungen erhalten. Nach den Ergebnissen des Connect-"Netz-wetter"-Tests von November 2016, auf Grundlage der per App gemeldeten unmittelbaren Nutzererfahrungen, bietet Telefónica Deutschland Group die beste kombinierte 4G/ 3G-Abdeckung und kann im Bereich 4G unter den deutschen Mobilfunkbetreibern die stärksten Verbesserungen vorweisen.

Was die Abdeckung betrifft, bieten wir den Kunden aller unserer Marken und Partnermarken dem Connect-"Netz-wetter"-Test zufolge die beste UMTS-Netzinfrastruktur. Dies hat das Nutzererlebnis für mobile Datendienste selbst in Gebieten verbessert, in denen unsere Kunden noch nicht über LTE verfügen. In der Folge erhöhten sich auch nachweislich die Kundenerfahrung und -zufriedenheit.

Mit der Fortsetzung der Konsolidierung unserer Netze, eines der größten Projekte dieser Art in Europa, bauen wir auch unser 4G-Netz weiter aus. Ende 2016 erreichte es eine Abdeckung von rund 80 % der deutschen Bevölkerung. Unsere Strategie besteht darin, uns parallel auf Netzkonsolidierung und weiteren LTE-Ausbau zu konzentrieren. Wir streben an, ein effizientes Netz zu betreiben, das den Ansprüchen unserer Kunden gerecht wird und unsere Kundenangebote unterstützt. Das heißt, dass wir 2017 mit der Einführung unseres 800-MHz-LTE-Netzes fortfahren und die Einführung des 1.800-MHz-LTE-Netzes im Vergleich zum Jahr 2015 noch schneller umsetzen werden. Kunden werden also von einer noch besseren Abdeckung und höheren Übertragungsgeschwindigkeiten profitieren.

Auch was unser Spektrumsportfolio betrifft, sind wir hervorragend aufgestellt. Die Telefónica Deutschland Group hat Zugang zu einem Spektrum von insgesamt 357,5 MHz und verfügt über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frequenzen, die Abdeckung (niedrige Frequenzen) einerseits und Kapazität (hohe Frequenzen) andererseits bieten. Verglichen mit unseren Mitbewerbern befinden wir uns in einer ausgezeichneten Position, um zukünftige Netzentwicklungen voranzutreiben.

2016 sind wir mit Blick auf unsere Produktpalette mit einer nativen Version unserer Anwendung für Voice-over-WLAN an den Start gegangen. Kunden können nun das WLAN-Netz, mit dem sie verbunden sind, automatisch für aus- und eingehende Anrufe nutzen. Das Produkt bietet außerdem einen nahtlosen Wechsel vom WLAN in das Mobilfunknetz ohne Unterbrechung des Anrufs. Dies versetzt uns in die Lage, das Kundenerlebnis erheblich zu verbessern, da sich die Abdeckung in Innenräumen nahtlos und auf einfache Weise verbessert.

Ferner sind wir Kooperationen mit branchenführenden Unternehmen eingegangen, um Kommunikationsnetze für die Zukunft aufzubauen. Ein herausragendes Beispiel ist unsere Kooperation mit Huawei, in deren Rahmen wir unter Laborbedingungen bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von 1,2 GBit/s und 400 MBit/s im Versuchsgebiet für "4.5G" in München erzielt haben. Wir arbeiten mit Huawei kontinuierlich an einer weiteren Verbesserung dieser Ergebnisse.

Des Weiteren arbeitet die Telefónica, S.A. Group bei der Definition des zukünftigen 5G-Technologiestandards durch ihre Beteiligung an internationalen Initiativen wie NGMN (Next Generation Mobile Network), METIS2020 (ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Europäischen Union) und der 5GPPP-Initiative mit.

... und gleichzeitig transformieren wir das Unternehmen

E2E-Digitalisierung

Digitalisierung ist ein wichtiger Hebel zur Steigerung der Kundentreue und -zufriedenheit bei gleichzeitigem Augenmerk auf Kostenführerschaft. Die Digitalisierung setzt gleich zu Beginn der Kundenerfahrung an, indem sie es Kunden ermöglicht, ihre Services über digitale Kanäle zu verwalten (z.B. Online-Portal oder Anwendung), und setzt sich bis zu unserem Backoffice fort, wo alle Prozesse digitalisiert sein müssen, um höchste Flexibilität und Effizienz zu gewährleisten.

Nach dem Relaunch unseres Portals und der Anwendung im Jahr 2016 werden wir unsere Kapazitäten in Online-Kanälen weiter ausbauen. Wir haben dabei zwei wichtige zusätzliche Treiber für die Transformation unseres Unternehmens entwickelt, die auf Datenanalyse basieren, um bessere und schnellere Entscheidungen zu ermöglichen: das Digital Collaboration Centre (DCC) und das Analytical Insights Centre (AIC).

Das DCC ist ein umfassendes, auf künstlicher Intelligenz basierendes System, das uns die Optimierung sowohl unseres Geschäfts als auch unserer Beziehung zum Kunden ermöglicht. 2016 haben wir das DCC für unser eigenes Online-Geschäft eingeführt. Dies trug dazu bei, dass wir unsere Angebote besser nach Marke und geografischem Gebiet optimieren, unsere Antizipierungsmöglichkeiten mittels intelligenter Selbstdiagnose und Frühwarnungssystemen verbessern konnten. So wird es möglich, den Markt in Echtzeit zu verfolgen und den verschiedenen Entscheidungsträgern Empfehlungen zu geben. Wir arbeiten weiter an der Einführung dieses Systems auch in anderen Bereichen abseits des Online-Geschäfts.

Mit der Einführung des AIC erhalten alle bei der Telefónica Deutschland Group beschäftigten Arbeitnehmer viel umfassendere und strukturiertere Einblicke in das Unternehmen, um auf dieser Basis ihre Tätigkeiten auszuüben. Das AIC ist ein zentrales Portal, das als Informationszentrale fungiert. Sein Inhalt reicht vom internen periodischen Bericht bis hin zur Echtzeitinformation. Das AIC ist ein ausgezeichnetes Instrument, um die "Demokratisierung von Daten" zu ermöglichen und damit die Basis für eine erfolgreiche und informationsgestützte Arbeit unserer Belegschaft zu schaffen. Das AIC versetzt unsere Arbeitnehmer in die Lage, in kürzerer Zeit fundierte Entscheidungen zu treffen, die Prozesse zu beschleunigen und so im gesamten Unternehmen schneller Ergebnisse zu erzielen.

Datenanalyse führt zu besseren geschäftlichen Entscheidungen, optimierter Kapitalverteilung und höheren Umsatzerlösen aufgrund fundierterer Angebote und höherer Effizienz von Upselling-Kampagnen sowie einer geringeren Abwanderung infolge der frühzeitigen Erkennung einer potenziellen Kündigung. Darüber hinaus steigern wir die Rendite unserer Netzinvestitionen durch eine optimierte Auswahl von Standorten und Ausbauregionen mittels der Analyse der Nachfrage vor Ort sowie diverser Informationsquellen innerhalb unseres Data Warehouse.

Intelligente Datenanalyse und Innovation

Eine wichtige Voraussetzung für unsere Transformation zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen ist die Art, wie wir die wachsenden Datenmengen unserer Kunden verarbeiten, schützen und verwalten. Dabei geht es nicht nur um unseren Anspruch, für jedes Mitglied der Gesellschaft Wert zu generieren, sondern auch darum, neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen.

Unser Fokus auf Daten spiegelt sich in der Gründung von Telefónica NEXT wider. Dies ist die wichtigste Maßnahme, um das Ertragspotenzial in den Bereichen ADA und loT für Business-to-Business-to-Consumer-Lösungen (B2B2C) zu nutzen.

Telefónica NEXT stellt Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verwertbare Verbraucherdaten zur Verfügung, die ihnen helfen, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen und interne Prozesse effizienter zu gestalten. Im Bereich Smart Moves (vormals Mobility Insights) nutzen wir anonymisierte Daten des größten Mobilkundenstamms in Deutschland, um unsere Partner bei ihren wirtschaftlichen Fragestellungen zu unterstützen. So beteiligen wir uns etwa an Projekten zur Verbesserung der Verkehrsplanung in Stuttgart und Hamburg sowie zur Vermeidung von Luftverschmutzung in Nürnberg.

Darüber hinaus helfen wir unseren Partnern, ihre Kunden gezielter anzusprechen, und stellen entsprechende Angebote jederzeit und am jeweils benötigten Ort zur Verfügung. In unserem Bereich Smart Media (vormals Media Services) kombinieren wir standortbezogenes mobiles Messaging mit mobilen Display-Werbelösungen.

Wir gestalten Verbraucherprodukte intelligenter und beseitigen zu diesem Zweck Barrieren, die etwa in Form von Komplexität und fehlender Interoperabilität im aktuellen loT-Umfeld bestehen. In unserem Bereich Smart Sensors haben wir die Cloud-Plattform Geeny eingerichtet. In Verbindung mit einem vertrauenswürdigen Partnernetzwerk bietet Geeny Unterstützung bei allen Komponenten, die für die Entwicklung innovativer loT-Lösungen von der Idee und Konzeptionierung bis zur Entwicklung, zum Markttest und zur Markteinführung benötigt werden. 2016 haben wir als ersten Beleg für die durchgängige Funktion der Plattform ein Suchsystem ("Tracker") für Hunde entwickelt. Das Produkt liefert unter anderem Informationen über die Aktivität eines Hundes oder den Ort, an dem er sich aktuell befindet. Der Tracker stellt somit einen deutlich über reine Konnektivität hinausgehenden und aus Sicht der Kunden wertvollen Service dar. Damit dient er bildlich gesprochen als Schaufenster, das Neukunden für die Plattform gewinnen soll.

Mit Smart Retail bündeln wir die Leistungspotenziale von ADA und loT, um umfassende Lösungen für den Einzelhandel zur Verfügung zu stellen. Einzelhändler erhalten von uns tiefe Einblicke in das Kundenverhalten innerhalb und außerhalb des Geschäfts und damit die Möglichkeit gezielter Kommunikation und Interaktion mit dem Kunden während der gesamten Customer Journey.

Eine Voraussetzung für die Nutzung unserer Kundendaten ist die Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Wir gewährleisten den Schutz und die Sicherheit von Daten auf verschiedene Weise, etwa durch unsere selbst entwickelte Anonymisierungsplattform. Unsere Vision besteht darüber hinaus darin, den Kunden die Hoheit über seine Daten zurückzugeben. Wir möchten unsere Kunden entscheiden lassen, welche Daten sie weitergeben möchten, und stellen größtmögliche Transparenz im Zusammenhang mit der Nutzung der Kundendaten sicher. Aktuell können Kunden beispielsweise entscheiden, ob sie an dem neuen Dienst O2 More Local (Teil von Smart Media) teilnehmen möchten, durch den sie spezielle Angebote abhängig vom konkreten Standort erhalten.

G 09 -Telefónica NEXT: Datenbasierte Wachstumsfelder

Telefónica Germany Next GmbH

Als Teil der Telefónica, S.A. Group steht Innovation im Mittelpunkt unserer Grundwerte. Beide Unternehmen, die in der neuen Telefónica Deutschland zusammengeführt wurden, waren dafür bekannt, den Markt fortlaufend mit Innovationen und neuen Trends zu bereichern. Hierzu gehörte die Erarbeitung von Mehrmarkenstrategien und neuen Tarifmodellen, aber auch die Einführung von Marken für Partner aus anderen Branchen des Alltagslebens. Wir streben an, die Bedeutung von Innovationen in unserem Unternehmen weiter zu erhöhen. Die besten Beispiele hierfür sind die Einführung von O2 Free und O2 Banking sowie unsere Kooperation mit Huawei, unsere Rolle bei der Definition des eSIM-Standards oder die Plattform Geeny von Telefónica NEXT.

Außerdem nutzen wir "Open Innovation"-Ansätze, um Innovationen voranzutreiben, unter anderem die Förderung von Start-ups und Investitionen in Wachstumsunternehmen. Diese Aktivitäten erfolgen im Rahmen von Telefónica Open Future, einer globalen Initiative der Telefónica, S.A. Group. Sie fördert technologische Talente und Unternehmertum und hilft, aus innovativen Ideen erfolgreiche Unternehmen zu machen und so den Zugang zu neuen Geschäftsmodellen zu sichern.

Seit 2012 betreiben wir die Wayra Academy in München, die Start-ups dadurch fördert, dass sie die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle ermöglicht und sie zur Marktreife führt. Dies erfolgt unter anderem im Rahmen von Kooperationen und Pilotprojekten mit der Telefónica Deutschland Group.

Zu den Unternehmen, die von Wayra gefördert wurden, gehören beispielsweise 5Analytics, das künstliche Intelligenz zur Automatisierung von Geschäftsprozessen einsetzt. Ein weiteres Beispiel ist People.io, das Nutzern die Möglichkeit gibt, ihre Daten zu lizenzieren und dafür Prämien zu erhalten. Mehrere Start-ups, die aus der Münchner Akademie hervorgegangen sind, erhielten 2016 Finanzierungen von externen Investoren. Darunter befinden sich beispielsweise NFWare, Zyncd und Net-beast.

Zusätzlich zu Wayra nutzen wir das Wagniskapitalunternehmen Shortcut Ventures, das reiferen Wachstumsunternehmen Unterstützung bietet. Shortcut Ventures investiert in junge Unternehmer mit neuen Ideen und Visionen für die Märkte von morgen. Sie erhalten Risikokapital und direkten persönlichen Zugang zu relevantem kaufmännischem Fachwissen sowie zur Erfahrung eines Expertenteams. Die Unternehmensbeteiligungen der Shortcut Ventures an diesen Unternehmen betragen bis zu 29 %. Beispiele für Unternehmen, in die Shortcut Ventures investiert hat, sind die So1 GmbH, Berlin, und SumUp Payments Limited, Berlin. Die So1 GmbH ist das erste Unternehmen, mit dem Marken Preispromotions im So1-Retailer-Netzwerk anbieten können. SumUp ist das führende mobile Point-of-Sale-System (mPOS) in Europa und Brasilien, mit dem Unternehmen über Mobilgeräte Kredit- und EC-Kartenzahlungen annehmen können.

Kapitalverteilung und Vereinfachung

Wir können das beste Kunden- und Netzerlebnis nur erzielen, wenn wir effizient arbeiten. Das bedeutet, dass wir eine schlanke Organisation benötigen, die so beweglich ist, dass wir schnell auf Veränderungen bei der Kundennachfrage und bei Technologien reagieren können. Digitalisierung ist ein wichtiger Hebel, um dieses Ziel zu erreichen. Vorab müssen wir jedoch sicherstellen, dass unsere Prozesse optimal gestaltet sind.

Wir haben daher unser Augenmerk auch auf Maßnahmen zur Vereinfachung gerichtet. Hierzu gehören die meisten unserer Integrationsmaßnahmen, aber auch unser Fokus auf die Standardisierung von CRM- und HR-Systemen.

Zudem haben wir 2016 unsere Transformationspläne mit dem Verkauf unserer passiven Masten-Infrastruktur an Telxius, das Unternehmen für Infrastrukturmanagement der Telefónica, S.A., unterstützt. Mit dieser Transaktion im Wert von 587 Mio. EUR wurden finanzielle Mittel erwirtschaftet, mit denen wir unter anderem unser Geschäft weiterentwickeln und unsere Investitionsmöglichkeiten ausbauen können.

Hierdurch und in Kombination mit unseren Digitalisierungsmaßnahmen wird es uns gelingen, die Transformation unseres Unternehmens zu vollziehen, unseren Investoren gleichzeitig eine attraktive Kapitalrendite zu bieten und das Momentum in einem attraktiven Markt voranzutreiben.

Struktur der Telefónica Deutschland Group

Dieser Bericht umfasst den Konzernlagebericht der Telefónica Deutschland Group, bestehend aus der Telefónica Deutschland Holding AG und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, sowie den Lagebericht der Telefónica Deutschland Holding AG.

Die Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch Telefónica Deutschland oder Gesellschaft) ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts mit Sitz in München, Deutschland.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group. Diese wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.; deren Konzern: Telefónica, S.A. Group), einbezogen. Die direkte Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland Group ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (O2 (Europe) Limited), und eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Die Gesellschaft ist am Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification Number) DE000A1J5RX9.

Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG beträgt unverändert 2.974.554.993 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR (Aktien). In der Hauptversammlung gewährt grundsätzlich jede Stückaktie eine Stimme.

Die Telefónica Deutschland Holding AG verfügt zum 31. Dezember 2016 über ein Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR.

Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG ist um bis zu 558.472.700 EUR durch Ausgabe von bis zu 558.472.700 auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I).

Organe

Die Gesellschaft hat folgende Organe:

G 10 - Organe der Gesellschaft

Die Befugnisse dieser Organe werden durch das deutsche Aktiengesetz (AktG), die Satzung der Gesellschaft und die Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats festgelegt.

Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands können vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt und für jeweils höchstens fünf Jahre unbegrenzt wiederbestellt werden. Der Vorstand der Gesellschaft bestand zum 31. Dezember 2016 aus drei Mitgliedern:

Thorsten Dirks, CEO (Chief Executive Officer)/ Vorstandsvorsitzender (bis zum 31. Dezember 2016)

Rachel Empey, CFO (Chief Financial Officer)

Markus Haas, COO (Chief Operating Officer).

Seit dem 1. Januar 2017 besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern (Markus Haas als Vorstandsvorsitzender sowie Rachel Empey; > ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG).

Aufsichtsrat

Gemäß § 11 Abs. 1 Satzung der Gesellschaft, §§ 95, 96 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) und § 7 des deutschen Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) besteht der Aufsichtsrat aus 16 Mitgliedern, von denen jeweils acht Mitglieder Anteilseignervertreter bzw. Arbeitnehmervertreter sind.

Alle derzeitigen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wurden für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung 2017 gewählt.

Steuerungssystem

Die Telefónica Deutschland Group wird über finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert./Die Unternehmensstrategie und wichtige Investitionsentscheidungen werden auf dieser Basis festgelegt./Der Unternehmenswert soll im Interesse unserer Aktionäre gesteigert werden.

Die Telefónica Deutschland Group wird von den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführung auf Ebene der Telefónica Germany Management GmbH zentral gesteuert.

Die Förderung unternehmerischen Handelns gehört zu den wichtigsten Grundsätzen des Unternehmens. Deshalb haben wir eine klare Ergebnisverantwortung in den einzelnen Geschäftsbereichen verankert.

Wir streben an, den Unternehmenswert im Sinne unserer Aktionäre zu erhöhen. Darüber hinaus sind wir fest davon überzeugt, dass die Zufriedenheit unserer Kunden und Mitarbeiter maßgeblich zu dieser Wertsteigerung beiträgt.

Die Geschäftsführung der Telefónica Deutschland Group hat für die Steuerung der Gruppe ein umfassendes internes Managementsystem eingeführt, das in erster Linie folgende Bestandteile umfasst:

Prozess zur strategischen Zielsetzung

Integriertes Budgetierungs- und Planungssystem

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Monatliche Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat

Kontinuierliches Chancen- und Risikomanagement

Führung durch zielgerichtete Vereinbarungen auf allen Ebenen des Unternehmens.

Strategische Zielsetzungen werden jährlich überprüft und neu festgelegt

Im Rahmen eines jährlich stattfindenden Planungsprozesses wird die Unternehmensstrategie vom Vorstand der Telefónica Deutschland überprüft. Dabei werden langfristige Strategieziele für die Positionierung des Unternehmens auf dem deutschen Markt sowie ein Businessplan für zumeist drei Jahre ausgearbeitet. Entscheidungen basieren auf aktuellen Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Marktprognosen, die mit der Unternehmensvision und den langfristigen Strategiezielen abgeglichen werden.

Mit diesem systematischen Ansatz werden Chancen und Wachstumsmöglichkeiten ermittelt sowie Investitionsentscheidungen getroffen.

Die Unternehmensstrategie sowie die ermittelten Chancen und Wachstumspotenziale des Unternehmens werden in konkrete Strategien für die jeweiligen Organisationseinheiten übersetzt. Für die praktische Umsetzung der Strategien auf Ebene der Organisationseinheiten werden jeweils relevante Chancen priorisiert. Zudem werden konkrete finanzielle Zielvorgaben in Form von Leistungsindikatoren (KPI) definiert. Diese messen die strategische Umsetzung sowie die wichtigsten Maßnahmen, die für die Realisierung dieser Ziele notwendig sind. Auf Grundlage der vereinbarten Mehrjahresziele erfolgt dann die detaillierte Budgetplanung für das nächste Geschäftsjahr. Gleichzeitig werden die kurzfristigen Prioritäten festgelegt.

Steuerungssystem umfasst finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen

Zur Steuerung unserer strategischen und operativen Ziele haben wir Leistungskennzahlen aufgestellt. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind Bestandteil des Managementsystems der Telefónica Deutschland Group und spiegeln die Interessen unserer unterschiedlichen Stakeholder wider.

Folgende finanzbezogene Steuerungsgrößen haben für die wertorientierte Steuerung und Beurteilung in unserem Unternehmen eine besondere Bedeutung:

G 11 - Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen

Die Entwicklung der Umsatzerlöse für Mobilfunkdienstleistungen ist ein Schlüsselindikator für den Erfolg unseres Unternehmens. Die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen beruhen größtenteils auf den Grundgebühren und den erhobenen Gebühren für Sprach-, Kurzmitteilungs- und mobile Datendienste sowie auf den Umsätzen aus Dienstleistungsverträgen. In den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen sind neben den Roaming-Umsätzen auch die Zugangs- und Zusammenschaltungsentgelte (interconnection fees) enthalten, die von anderen Anbietern für Anrufe und Kurzmitteilungen bezahlt und über unser Netz zugestellt werden. Zentrale Umsatztreiber für eine nachhaltige Entwicklung sind das mobile Datengeschäft und die Monetarisierung der Datennutzung.

Operatives Ergebnis vor Sonder- und Spezialeffekten

Anhand des OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten, dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie vor Sonder- und Spezialeffekten, messen wir die Ertragskraft unseres operativen Geschäfts. Das OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten als wesentliche Steuerungsgröße ermöglicht den Vergleich der operativen Leistung, die in den einzelnen Berichtsperioden und Unternehmen erzielt wurde. Die Verwendung des OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten als Basisgröße ist von Vorteil, da diese Größe bereinigt ist um potenzielle Differenzen, die durch Schwankungen bei den Steuerpositionen (z.B. bei Änderung der effektiven Steuersätze oder der latenten Steuern und deren Auswirkung auf einzelne Perioden oder Unternehmen), Abschreibungen und andere Positionen (z.B. Restrukturierungsaufwendungen) verursacht werden können. Daher wird das OIBDA häufig als Leistungskennzahl herangezogen, um die Geschäftstätigkeit von Telekommunikationsunternehmen zu vergleichen. Sonder- und Spezialeffekte resultieren aus einer geänderten Zusammensetzung des Konzerns bzw. der Integration der E-Plus Gruppe. Sondereffekte wirken sich unmittelbar auf die Ertragslage aus (z.B. der Veräußerungsgewinn aus Unternehmenstransaktionen oder Restrukturierungsaufwendungen). Diese Sondereffekte resultieren teilweise auch aus Transaktionen der Vorperiode. Als Spezialeffekte werden Auswirkungen auf die Ertragslage bereinigt, die sich unmittelbar aus der Transaktion für das Jahr der Transaktion ergeben (z.B. höhere Operatingleasingaufwendungen aufgrund einer Unternehmenstransaktion). Hierdurch wird eine bessere Vergleichbarkeit der Perioden erreicht. Da andere Unternehmen möglicherweise eine andere Berechnungsgrundlage für das OIBDA verwenden, kann unsere Darstellung eventuell nicht mit anderen Unternehmen vergleichbar sein.

Investitionstätigkeit

Die Investitionsausgaben, CapEx, setzen sich aus Zugängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten zusammen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen dienen hauptsächlich dem Ausbau der Abdeckung und Kapazität unseres Netzwerks (insbesondere für LTE und UMTS) sowie der Produktentwicklung. Der CapEx enthält keine Investitionen in Lizenzen für Mobilfunkfrequenzen. Er dient im Wesentlichen der Sicherung unserer zukünftigen Geschäftstätigkeit.

Neben unseren bedeutsamen finanziellen internen Steuerungskennzahlen, wie Umsatzerlöse für Mobilfunkdienstleistungen, OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten und CapEx, werden weitere finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen beobachtet.

Free Cashflow

Die interne Steuerungsgröße Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen und vor Erwerb von E-Plus ist definiert als die Summe des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investitionstätigkeit. Implizit gibt der Free Cashflow auch Auskunft über die Veränderung des Working Capital. Working Capital Management trägt somit essenziell zur Steuerung des Free Cashflow in der jeweiligen Berichtsperiode bei.

Die Kennzahl Free Cashflow beschreibt die Finanzmittelveränderung aus betrieblich veranlassten Mittelzuflüssen und -abflüssen sowie allen investiven Ein- und Auszahlungen, die zur organischen Erhaltung oder Erweiterung des Unternehmens getätigt wurden. Der Wert gibt Aufschluss über die Veränderung der verfügbaren finanziellen Mittel des Unternehmens, die es uns beispielsweise ermöglichen, Wachstumsinvestitionen zu tätigen bzw. Dividendenzahlungen vorzunehmen oder Finanzverbindlichkeiten zu bedienen.

Nettoverschuldungsgrad

Der Nettoverschuldungsgrad wird definiert als der Quotient der Nettofinanzschulden und des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen (OIBDA) vor Sonder- und Spezialeffekten für die letzten zwölf Monate. Die Nettofinanzschulden umfassen kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte und zinstragende Finanzverbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Nettoverschuldungsgrad setzt die Höhe der Nettofinanzschulden in Beziehung zu einer operativen Erfolgskennziffer (OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten) und stellt dem Management Informationen darüber zur Verfügung, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, Schulden zu reduzieren. Wir überwachen aktiv die Kapitalstruktur mit der Zielsetzung, den Nettoverschuldungsgrad mittelfristig unter oder maximal bei 1,0x zu halten (Zielniveau).

Im Rahmen ihrer Dividendenpolitik hat die Telefónica Deutschland außerdem beschlossen, auf die Auszahlung von Dividenden durch Ausschüttung von Kapital oder Kapitalrücklagen in bar oder den Rückkauf von Aktien zu verzichten, wenn der Nettoverschuldungsgrad den Zielwert für die Fremdverschuldung von 1,0x wesentlich und stetig überschreitet.

Mobilfunk Nettoneukunden (Net Adds)

Als Nettoneukunden werden die pro Betrachtungszeitraum neu gewonnenen Kunden nach Abzug der Kundenabgänge bezeichnet. Eine kontinuierlich positive Anzahl von Nettoneukunden führt zu einem Wachstum der Kundenanschlüsse. Dabei unterscheiden wir zwischen Vertragskunden (Postpaid) und nicht vertraglich gebundenen Kunden (Prepaid). Die Anzahl der Nettoneukunden wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Durch eine hohe Attraktivität des Produktportfolios können z.B. mehr Neukunden gewonnen werden, eine hohe Kundenzufriedenheit bei Bestandskunden wiederum führt zu einer niedrigen Kündigungsrate. Ziel dieser Leistungskennzahl ist es unter anderem, die Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmaßnahmen beurteilen zu können.

Kundenzufriedenheit

Die Kundenzufriedenheit zählt zu den wichtigsten Prioritäten unseres Unternehmens. Daher streben wir kontinuierlich eine bessere Positionierung unserer Marken an, um somit Privat-, Partner- und Geschäftskunden für unsere Produkte zu gewinnen. Es ist unser Anspruch, mit den beliebtesten Marken die zufriedensten Kunden auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt zu betreuen. Das bedeutet, dass wir jederzeit bestrebt sind, kundenorientierte Angebote zu erstellen und an allen Kundenschnittstellen einen herausragenden Service zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass hohe Kundenzufriedenheitswerte die Kündigungsrate reduzieren und die Empfehlungsrate steigern.

Mitarbeiterzufriedenheit

Unsere Mitarbeiter sind entscheidend für unseren Erfolg, und nur mit dem Engagement unserer Mitarbeiter wird es uns gelingen, das führende digitale "Onlife"-Telekommunikations-unternehmen in Deutschland zu werden. Unsere Mitarbeiter haben unser Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Deshalb prüfen wir regelmäßig durch interne Umfragen die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und nutzen ihr Feedback, um unser Unternehmen weiter zu verbessern.

Budgetierungs- und Planungssystem legt konkrete Zielvorgaben fest

Das integrierte Planungssystem basiert auf strategischen und operativen Zielen. Der Vorstand der Telefónica Deutschland legt im Hinblick auf die bedeutsamsten Leistungsindikatoren (> STEUERUNGSSYSTEM) interne Zielvorgaben für die Gruppe fest. Zur Festlegung eines Dreijahresplans werden die voraussichtliche Marktentwicklung sowie die internen Erwartungen hinsichtlich der Fortschritte in den Bereichen Wachstum und Effizienzevolution einmal im Jahr diskutiert. Das erste Planjahr wird dabei auf monatlicher Basis abgebildet, um eine detaillierte Budgetaufstellung zu etablieren. Aus Kontrollgründen wird das Budget zweimal im Jahr aktualisiert. Neben den bereits erzielten Ergebnissen, die im Rahmen der monatlichen Berichterstattung analysiert werden, werden auch die aktuelle Marktentwicklung sowie ergänzende Chancen oder Risiken, die zum jeweiligen Zeitpunkt bekannt sind, in den Aktualisierungen berücksichtigt. Diese Prognose wird dann verwendet, um operative Verbesserungen einzuführen oder um neue Chancen wahrzunehmen, die sich der Gruppe bieten.

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wächst solide./Wachstumschancen ergeben sich aus der steigenden Nachfrage nach Bandbreite./Der deutsche Mobilfunkmarkt ist gemessen an Kunden der größte der EU./Unsere Märkte sind weiterhin von einem intensiven Wettbewerb geprägt./Die Telefónica Deutschland Group ist zahlreichen regulatorischen Einflüssen ausgesetzt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist solide

Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2016 in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld gut behaupten und hat sich weiterhin positiv entwickelt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,8 % gewachsen. Die stärksten Impulse gingen dabei vor allem von den binnenwirtschaftlichen Kräften aus. Positive Einkommens- und Arbeitsmarktperspektiven, niedrige Energiepreise sowie die Rentenanpassung verliehen dem Konsum kräftigen Auftrieb. Im Jahresdurchschnitt 2016 wurde die Wirtschaftsleistung in Deutschland von knapp 43,5 Mio. Erwerbstätigen erbracht. Das ist der höchste Stand seit 1991.

Trends auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt bringen Wachstumspotenzial mit sich

Die Telekommunikationsindustrie ist ein wesentlicher Wegbereiter der Digitalisierung, die weiter voranschreitet und die Welt nachhaltig verändert. Im Telekommunikationsmarkt zeichnen sich aufgrund dessen verschiedene Trends ab:

Die Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablet-Computern und Wearables hat eine hohe Bedeutung. Das Smartphone hat sich vom reinen Kommunikationsendgerät hin zum universellen mobilen Begleiter entwickelt. 61 % können sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen; in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren sind es sogar 70 %. Zahlreiche Dienste und Apps wie Messaging oder Internetsurfen sind inzwischen für einen Großteil der Deutschen unverzichtbar. Auf der einen Seite substituiert das Smartphone Produkte wie digitale Kompaktkameras, mobile Navigationsgeräte und MP3-Player, auf der anderen Seite treibt es den Markt an, da durch die Vernetzung zu anderen Geräten neue Wachstumsfelder entstehen. Das Smartphone wird die Steuerungszentrale für weitere vernetzbare Geräte, die Anwendungsmöglichkeiten werden dabei von Jahr zu Jahr vielfältiger. So lässt sich beispielsweise Musik vom Smartphone kabellos auf Multiroom-Systeme übertragen, und das Smart-TV kann per App bedient werden. Auch Haushaltsgeräte lassen sich aus der Ferne mit dem Smartphone aktivieren und steuern. Wearables ergänzen das Smartphone durch ihre zusätzlichen Funktionen und intelligenten Sensoren. 2016 werden mehr als 2,9 Mio. verkaufte Smartwatches und Fitness-Tracker in Deutschland erwartet.

Neben der Vernetzung von Menschen bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten wie Industrie 4.0, Connected Car, Smart Health, Smart Energy und Smart Cities. Ein weiterer Trend ist die Datenanalyse, die neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Die Nachfrage nach mobilen Datendiensten und der intensive Wettbewerb treiben die Marktentwicklung

Mit 116 Mio. Kunden (SIM-Karten) Ende September 2016 ist der deutsche Mobilfunkmarkt der größte innerhalb der EU. Die rechnerische Mobilfunkpenetration betrug 141 %, d.h., jeder Bundesbürger hat durchschnittlich 1,4 Mobilfunkkarten. Das Kundenwachstum im Zeitraum von Januar bis September 2016 war weiterhin vor allem auf den werthaltigeren Postpaid-Sektor zurückzuführen. Ende September 2016 machten die Postpaid-Kunden 53,0 % der gesamten Anschlüsse aus. Ende Dezember 2015 lag der Anteil noch bei 52,1 %.

Der Mobilfunkmarkt entwickelte sich im Jahr 2016 weiterhin dynamisch, vor allem getrieben durch die starke Nachfrage nach attraktiven Smartphone-(Tarif-)Angeboten. Laut einer Untersuchung des Branchenverbands Bitkom nutzen aktuell 76 % aller Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone. Vor einem Jahr waren es noch 65 %. Allerdings ist eine Abschwächung des Wachstums des Smartphone-Endgeräte-Markts zu beobachten, getrieben durch eine zunehmende Sättigung desselben, zudem werden Smartphones länger genutzt. Laut der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) wurden von Januar bis September 2016 rund 16,6 Mio. Smartphones verkauft, das entspricht einem Minus von rund 4 % gegenüber dem Vorjahr.

Die mobile Mediennutzung sorgte für ein weiteres Ansteigen der mobilen Datennutzung. 2016 wurden laut Dialog Consult 774 Mio. GB an Daten über die Mobilfunknetze übertragen. Das sind 31 % mehr als 2015 (591 Mio. GB).

Die zunehmende Verbreitung von mobilen internetfähigen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets sowie die zunehmende Nutzung von mobilen Datendiensten schlagen sich auch im starken Wachstum der Umsatzerlöse aus mobilen Daten auf dem deutschen Markt nieder: 2016 sind laut Schätzungen von Analysys Mason die mobilen Datenumsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 7 % gestiegen. Die Umsätze aus mobiler Telefonie und SMS dagegen entwickelten sich rückläufig, getrieben durch Preisverfall, Regulierungseffekte sowie ein verändertes Kundenverhalten (> ÜBERBLICK ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2016).

Quelle: Unternehmensdaten, Analysys Mason, Bundesbank, Bitkom, BMWi, Statistisches Bundesamt

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist ein etablierter Markt

Nach dem Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Group mit der E-Plus Gruppe besteht der deutsche Mobilfunkmarkt aus drei Netzbetreibern und mehreren Service-Providern bzw. Virtuellen Mobilfunknetzbetreibern (MVNO). Ende September 2016 hielt die Telefónica Deutschland Group mit mehr als 44 Mio. Mobilfunkkunden einen Marktanteil von 38,0 %. Damit ist sie der größte deutsche Mobilfunknetzbetreiber gemessen an der Zahl der Kundenanschlüsse.

G 12 - Marktanteile im Mobilfunkmarkt bezogen auf Kunden (in %) Ende September 2016

Quelle: Unternehmensdaten/Quartalsberichte.

Deutscher Festnetzmarkt von starkem Wettbewerb geprägt

Auch auf dem deutschen Markt für Festnetz-Breitbanddienste herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb. Die Anzahl der Anschlüsse legte gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % zu, die Kundenbasis wuchs somit bis Ende Juni 2016 auf 31,7 Mio. an. Das Wachstum ist vor allem getrieben durch Kabel- und VDSL-Anschlüsse. Der Anteil von Kabelanschlüssen beträgt hier inzwischen über 22 %. Auch VDSL hat ein starkes Wachstum aufzuweisen. Laut Schätzungen der Marktforscher Analysys Mason nutzen Ende 2016 rund 7,7 Mio. Kunden VDSL, das sind 53 % mehr als noch Ende 2015. Die gestiegene Kundennachfrage nach mehr Bandbreite spiegelt sich auch in dem pro Breitbandanschluss und Monat erzeugten Datenvolumen wider. Dieses stieg laut Dialog Consult im Vergleich zu 2015 um 17 % auf 37,2 GB pro Anschluss.

Quelle: Analysys Mason, Dialog Consult/VATM-Analysen und -Prognosen, Bundesnetzagentur.

Regulatorische Einflüsse auf die Telefónica Deutschland Group

Als Anbieter von Telekommunikationsdiensten und als Betreiber von Telekommunikationsnetzen hat die Telefónica Deutschland Group besondere regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Sie unterliegt insoweit der Aufsicht der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Im Folgenden werden die wesentlichen regulatorischen Ereignisse des Geschäftsjahres aufgezeigt, die die Telefónica Deutschland Group betreffen:

Frequenzen

BNetzA untersucht die Frequenzverteilung im 2-GHz-Band

Im Nachgang zu ihrer Entscheidung vom 4. Juli 2014 zu den frequenzregulatorischen Aspekten des Zusammenschlusses von Telefónica und E-Plus untersucht die BNetzA die Frequenzverteilung im 2-GHz-Band und hörte Anfang des Jahres 2016 zunächst die Mobilfunknetzbetreiber zur fusionsbedingten Frequenzverteilung an. Danach erweiterte die BNetzA die Anhörung am 7. März 2016 auf die interessierten Kreise, wovon auch die Telefónica Deutschland Group bis zum 15. April 2016 erneut Gebrauch machte. Ergebnis der Untersuchung könnte eine Umverteilung im 2-GHz-Band sein, wofür die Telefónica Deutschland Group jedoch keinen Anlass sieht. Mit einem Ende des Verfahrens wird frühestens zum Ende des Jahres 2017 gerechnet.

BNetzA startet die nächsten Schritte beim weiteren Ausbau digitaler Infrastrukturen

Am 15. Juli 2016 hat die BNetzA einen "Frequenz-Kompass" mit den nächsten frequenzregulatorischen Schritten zur bedarfsgerechten Bereitstellung neuer Frequenzen für den weiteren Ausbau digitaler Infrastrukturen veröffentlicht. Neben der vorstehend erwähnten Frequenzverteilungsuntersuchung werden als weitere Handlungsfelder die rechtzeitige Bereitstellung der Ende 2020 auslaufenden 2-GHz-Frequenzzuteilungen (sogenannte UMTS-Frequenzen) und weiterer Frequenzen (unter anderem 3,5 GHz) sowie die Behandlung von Diensteanbietern, MVNO und Neueinsteigern umfasst. Die Telefónica Deutschland Group und weitere interessierte Parteien haben hierzu fristgerecht Stellungnahmen abgegeben. Die BNetzA hat aus dem "Frequenz-Kompass" Orientierungspunkte zur Bereitstellung von Frequenzen für den Ausbau der digitalen Funkinfrastrukturen entwickelt und diese im Dezember 2016 bis zum 1. März 2017 zur Kommentierung gestellt, woran sich die Telefónica Deutschland Group beteiligen wird.

Telekommunikationsmarkt

EU überarbeitet Rechtsrahmen für Telekommunikation (TK-Review)

Am 14. September 2016 hat die EU-Kommission Vorschläge für einen EU-Kodex für elektronische Kommunikation vorgelegt, der eine grundlegende Überarbeitung der Regeln für die Kommunikationswirtschaft vorsieht. Kernpunkte sind die Ergänzung der Regulierungsziele um die "Förderung hochleistungsfähiger Kommunikationsnetze" sowie Überlegungen zur Regulierung von OTT-Diensten. Darüber hinaus umfasst der Vorschlag unter anderem Regelungen zur Frequenznutzung, Zugangsregulierung sowie zum künftigen institutionellen Rahmen. Der Vorschlag enthält richtige Weichenstellungen, birgt jedoch auch Unklarheiten, sodass eine abschließende Bewertung der Chancen und Risiken noch nicht möglich ist. Der Vorschlag wird 2017 Gegenstand des EU-Gesetzgebungsverfahrens sein. Die finalen EU-Regelungen werden nicht vor 2018 erwartet und müssen anschließend noch in nationales Recht umgesetzt werden.

Die EU erlässt neue Zahlungsdiensterichtlinie 2

Die EU hat die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie 2 erlassen. Sie löst die Zahlungsdiensterichtlinie 1 ab und ist bis zum 13. Januar 2018 in nationales Recht umzusetzen. Für die Telefónica Deutschland Group sind insbesondere die Überarbeitungen zur Abrechnung von digitalen Gütern Dritter über die Telefonrechnung bedeutsam. Die bisherige Ausnahme dieser Abrechnung von der Zahlungsdiensteaufsicht soll zukünftig nur noch für Beträge bis 50 EUR pro Transaktion und maximal 300 EUR pro Monat gelten, solange keine Zahlungsdienstelizenz vorhanden ist. Darüber hinaus sieht das Gesetz Berichtspflichten gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vor. Die Änderungen können zu Anpassungen und Einschränkungen bei der Abrechnung solcher Dienste und zu Kosten bei der Implementierung führen.

Neue Vorgaben zur Netzneutralität und Transparenz im Rahmen der Telecom-Single-Market-Verordnung (TSM-VO)

Die im November 2015 in Kraft getretene TSM-VO enthält Vorgaben zur Netzneutralität und Transparenz, die seit dem 30. April 2016 zu berücksichtigen sind. Das BEREC, ein Gremium europäischer Regulierungsbehörden, hat am 30. August 2016 Leitlinien für die Umsetzung der Vorgaben veröffentlicht. Diese legen die Vorgaben restriktiv aus, was unter anderem die Vorschriften zur Angabe von Bandbreiten betrifft und Umsatzrisiken birgt. Es bleibt abzuwarten, wie die BNetzA diese Leitlinien in der Regulierungspraxis anwendet.

BNetzA wird Transparenz-Verordnung erlassen

Die BNetzA wird zur Stärkung der Verbraucher eine Rechtsverordnung erlassen, die Maßnahmen zur Steigerung der Transparenz bei Telefon- und Internetdienstleistungen im Mobilfunk- und Festnetzbereich vorsieht. Der Verordnungsentwurf sieht unter anderem Regelungen vor zur Kostenkontrolle, zur Überprüfung und Dokumentation der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate und zur Information von Kunden über Vertragsinhalte vor Vertragsabschluss. Die Verkündung der Verordnung erfolgte im Dezember 2016. Die Regelungen treten am 1. Juni 2017, in Teilen erst am 1. Dezember 2017 in Kraft.

§ 111 Telekommunikationsgesetz (TKG) wird im Rahmen des Gesetzes zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus abgeändert

Ende Juli 2016 trat das Gesetz zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus in Kraft. Darin wird auch § 111 TKG geändert, der regelt, welche Kundendaten vor Freischaltung des Anschlusses zu erheben und zu speichern sind. Diese Norm sieht ab 1. Juli 2017 vor, dass vor der Aktivierung von Prepaid-SIM-Karten die Richtigkeit der erhobenen Kundendaten anhand bestimmter Ausweisdokumente oder entsprechender anderer, von der BNetzA im Dezember 2016 festgelegter Verfahren überprüft werden muss. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Regelungen für die Branche erheblichen Aufwand bei der Datenerhebung sowie Einschränkungen bei Vertriebsmöglichkeiten mit sich bringen können.

Entgelte

Telefónica Deutschland Group passt Roaming-Tarife an

Die im November 2015 in Kraft getretene TSM-VO regelt Änderungen der bestehenden Roaming-Verordnung. Danach ist zum einen die Abschaffung von Roaming-Aufschlägen bei Endkunden auf ihren jeweiligen Inlandstarif ("Roam-like-at-home") in zwei Phasen vorgesehen: Seit 30. April 2016 soll für das EU-Roaming grundsätzlich der Inlandstarif zuzüglich Aufschläge in Höhe der heute gültigen Großkunden-Maximalentgelte gelten. Bezüglich der interpretationsfähigen Vorgaben der Verordnung gab es Diskussionen zwischen der BNetzA und der Telefónica Deutschland Group. Um diese Diskussionen beizulegen, hat sich die Telefónica Deutschland Group freiwillig bereit erklärt, die eigenen Tarife anzupassen. Ab 15. Juni 2017 gilt dann, sofern der Markt für Großkunden-Roaming neu reguliert wird, grundsätzlich der Inlandstarif, und Aufschläge in Höhe der dann geltenden Großkunden-Maximalentgelte dürfen nur noch ab Erreichen einer noch festzulegenden Fair-use-Grenze erhoben werden. Hierzu hat die EU-Kommission einen Vorschlag veröffentlicht, der im Dezember 2016 final verabschiedet wurde. Zudem soll der Markt für Großkunden-Roaming neu reguliert werden. Dazu hat die EU-Kommission im November 2015 eine Überprüfung des Großkunden-Roaming-Markts eingeleitet, um abzuschätzen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Abschaffung der Endkunden-Roaming-Aufschläge ab dem 15. Juni 2017 zu ermöglichen. Die Kommission hat dazu im Juni 2016 einen Bericht und einen Gesetzgebungsvorschlag vorgelegt, der nachfolgend mehrfach geändert worden ist. Nachdem verschiedene Vorschläge für Wholesale-Maximalentgelte konsultiert worden sind, hat man auf EU-Ebene am 1. Februar 2017 eine Einigung erzielt, die offiziell nun noch von den EU-Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament gebilligt werden muss.

BNetzA bereitet Entscheidung zu den MTR und FTR vor

Die Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) in Höhe von 1,66 EUR-Cent pro Minute sind Ende November 2016 ausgelaufen. Die am 30. August 2016 für die neuen Entgelte erlassene Regulierungsverfügung der BNetzA sieht mit Pure LRIC (LRIC = Long Run Incremental Costs) einen neuen Kostenmaßstab zur Berechnung der MTR mit in der Folge deutlichem Absenkungspotenzial vor. Die Telefónica Deutschland Group hat rein vorsorglich Klage gegen die Verfügung erhoben. Auf den Entgeltantrag der Telefónica Deutschland Group vom 21. September 2016 hat die BNetzA am 30. November 2016 in einer vorläufigen Entscheidung neue Entgelte festgelegt: Ab 1. Dezember 2016 werden die Entgelte auf 1,1 EUR-Cent pro Minute gesenkt, ab dem 1. Dezember 2017 auf 1,07 EUR-Cent pro Minute und ab dem 1. Dezember 2018 auf 0,95 EUR-Cent pro Minute. Bevor die BNetzA eine endgültige Entscheidung trifft, werden die Entgelte national konsultiert und anschließend bei der EU-Kommission notifiziert.

Die aktuellen Festnetzterminierungsentgelte (FTR) in Höhe von 0,24 EUR-Cent pro Minute sind bis Ende Dezember 2016 befristet. Für die neuen Entgelte hat die BNetzA Entwürfe einer Regulierungsverfügung für die Deutsche Telekom wie auch für die alternativen Teilnehmernetzbetreiber national konsultiert und bei der EU-Kommission notifiziert. Die Entwürfe sehen ebenfalls Pure LRIC als neuen Kostenmaßstab vor, was zu deutlichen Absenkungen führen kann. Die Anträge für die Genehmigung der FTR ab dem 1. Januar 2017 wurden von der Telekom im September und von den alternativen Teilnehmernetzbetreibern - einschließlich der Telefónica Deutschland Group - Ende Oktober 2016 gestellt. Die vorläufige Genehmigung der Entgelte der Telekom Deutschland erfolgte im Dezember 2016 mit deutlichen Preisabschlägen, und die vorläufigen Genehmigungen für die alternativen Teilnehmernetzbetreiber werden bis spätestens Mitte Februar 2017 erwartet, wobei diese zum 1. Januar 2017 zurückwirken werden.

BNetzA trifft finale Entscheidung für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bei Vectoring im Nahbereich

Die BNetzA hat das Verfahren für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bei Vectoring im Nahbereich in Abstimmung mit der EU-Kommission abgeschlossen und am 1. September 2016 die finale Entscheidung dazu getroffen. Diese erhöht die Ausbreitung von Vectoring im Netz der Telekom Deutschland deutlich, wovon die Telefónica Deutschland Group bei der Umstellung von der eigenen TAL-Plattform auf zukunftsfähige Bitstreamanschlüsse profitieren wird.

Überblick über das Geschäftsjahr 2016

In 2016 konnten wir unser operatives Momentum in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld aufrechterhalten./Die Integration wird planmäßig umgesetzt./ Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen, OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten und CapEx entsprechen unseren Erwartungen./Wir konnten die Profitabilität erneut steigern.

In 2016 hielt die Telefónica Deutschland Group ihr operatives Momentum in einem zunehmend wettbewerbsintensiven deutschen Mobilfunkmarkt insbesondere im Non-Premium-Segment aufrecht. Wir nutzten dabei die Investitionen in die Marke O2 und damit in das Premiumsegment und behielten den klaren Fokus auf Kundenbindung und die Entwicklung des Kundenstamms bei. Der Launch des neuen O2 Free Portfolios zu Beginn des vierten Quartals stärkte unsere Marktpositionierung weiter.

Gleichzeitig setzen wir planmäßig die Integration von E-Plus um und realisierten die erwarteten Synergien. Zu den wichtigsten in 2016 erreichten Meilensteinen zählen die zweite Welle des Abfindungsprogramms, Entscheidungen zum künftigen Mehrmarkenportfolio sowie gute Fortschritte bei der Integration der Netzinfrastruktur und der Abschluss der Kundenmigration der BASE und E-Plus Kundenbasis auf die Marke O2. Während wir sehr gute Fortschritte bei der Integration verzeichneten, haben wir unseren Fokus zunehmend auf die digitale Transformation ausgerichtet: Vereinfachung und Automatisierung unserer Prozesse, Digitalisierung sowie die neuen Geschäftsfelder loT und ADA.

Per Ende Dezember 2016 belief sich die Zahl der Kundenanschlüsse der Telefónica Deutschland Group auf 49,3 Mio., ein Anstieg um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür war der starke Anstieg der Mobilfunkanschlüsse um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 44,3 Mio. Das mobile Postpaid-Segment bewies weiterhin gutes Momentum mit knapp 1,3 Mio. Neuanschlüssen2 in 2016 im Vergleich zu 0,7 Mio.3 im Vorjahr. Die Postpaid-Kundenbasis nahm gegenüber dem Vorjahr um 7,6 % auf 20,5 Mio. Anschlüsse zum 31. Dezember 2016 zu, wobei das Partnergeschäft eine zunehmend starke Performance zeigte. Der Kundenstamm im Prepaid-Segment blieb mit 23,8 Mio. Anschlüssen weitgehend stabil gegenüber dem Vorjahr (-0,8 %).

Erwartungsgemäß sanken die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen in 2016 um 1,7 % auf 5.437 Mio. EUR, ein Beleg für die zunehmende Wettbewerbsdynamik und die damit verbundene Stärke des Partnergeschäfts, die zu einem höheren Anteil der Umsatzerlöse aus dem Wholesale-Geschäft führte. Darüber hinaus legten wir weiterhin einen klareren Fokus auf die Entwicklung des Kundenstamms und registrierten Gegenwind aus regulatorischen Effekten und zwar in Form der Absenkung der Roaming-Aufschläge innerhalb Europas sowie der Mobilfunkterminierungsentgelte in Deutschland.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) in 2016 (2.069 Mio. EUR) profitierte im zweiten Quartal 2016 von einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR aus dem Verkauf der passiven Funkmasteninfrastruktur des Unternehmens an Telxius S.A., das Infrastrukturunternehmen der Telefónica, S.A. (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Im OIBDA zeigten sich weiterhin die Realisierung von Synergien, sowohl aus Rollover-Effekten der im Vorjahr durchgeführten Maßnahmen als auch aus in 2016 realisierten Projekten, sowie transformationsbedingte Aufwendungen, schwerpunktmäßig im ersten Halbjahr.

Erwartungsgemäß stieg das OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten in 2016 um 3,8 % im Jahresvergleich auf 1.828 Mio. EUR an; Synergien aus Integrationsaktivitäten (OPEX und Umsatzerlöse) trugen mit ca. 150 Mio. EUR zu den Einsparungen bei. Die OIBDA-Marge stieg im Jahresvergleich um 2,0 Prozentpunkte auf 24,4 %.

Erwartungsgemäß stieg der Investitionsaufwand (CapEx) in 2016 um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.102 Mio. EUR. Die Telefónica Deutschland Group führte die Investitionen planmäßig durch, wobei der Schwerpunkt im zweiten Halbjahr lag.

Der Geschäftsverlauf wird in den folgenden Kapiteln näher erläutert.

2 Nicht enthalten: 172 Tausend Kunden, die aufgrund der Migration des Kundenstamms von Prepaid zu Postpaid umgegliedert wurden.
3 Ohne Berücksichtigung der Auswirkung aus der Harmonisierung des Geschäftskundenstamms der E-Plus Gruppe im vierten Quartal 2015.

Ertragslage

Umsatzerlöse auf 7,5 Mrd. EUR zurückgegangen./Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen wie erwartet leicht rückläufig/Aufwendungen durch Realisierung von Synergien reduziert./OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten steigt auf 1,8 Mrd. EUR.

Umsatzerlöse verringert

Im Geschäftsjahr 2016 haben sich unsere Umsatzerlöse um 385 Mio. EUR bzw. 4,9 % auf 7.503 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. Dies ist begründet in einem Rückgang der Umsatzerlöse aus Mobilfunk, insbesondere aus Mobilfunk-Hardware. Hierfür sind eine allgemeine Marktsättigung und längere Zeiträume bei der Neuanschaffung von Endgeräten durch unsere Endkunden ausschlaggebend. Darüber hinaus sind auch die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen leicht zurückgegangen. Dies ist zum einen beeinflusst durch regulatorische Effekte aus der Kürzung der Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) und der Roaming-Gebühren (> REGULATORISCHE EINFLÜSSE AUF DIE TELEFÓNICA DEUTSCHLAND GROUP). Zum anderen ist der Rückgang der Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen ein Beleg für die zunehmende Wettbewerbsdynamik mit der damit verbundenen Stärke des Partnergeschäfts, die zu einem höheren Anteil der Umsatzerlöse aus dem Wholesale-Geschäft führte. Der positive Einfluss aus der höheren Nachfrage nach mobilen Daten setzte sich weiter fort und damit verbuchte das mobile Datengeschäft (ohne SMS) weiterhin Zuwächse, welche den Rückgang des SMS-Umsatzes aufwogen. Aufgrund einer gesunkenen DSL-Kundenbasis und der zeitlichen Verschiebung von Promotionen wurden geringere Umsätze aus Festnetz/DSL realisiert.

T 01 - Überblick 2016

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Referenzwert 2015
(in Mio. EUR)
Ursprünglicher Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr
in %)
Aktualisierter Ausblick 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr
in %)
Geschäftsjahr 2016 (Entwicklung ggü. Vorjahr
in %)
Bewertung
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) 5.532 Leicht negativ bis weitgehend stabil Leicht negativ (1,7 %) Wie erwartet
OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten 1.760 Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum Niedriges bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum + 3,8 % Wie erwartet
Investitionsaufwendungen (CapEx) 1.032 Wachstum im niedrigen Zehnprozentbereich Mittleres bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum + 6,7 % Wie erwartet

G 13 - Umsatzerlöse (in % und Mrd. EUR)

Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen leicht rückläufig

Unsere Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 5.437 Mio. EUR und waren mit einem Rückgang von 95 Mio. EUR bzw. 1,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprechend unseren Erwartungen leicht rückläufig. Ohne die regulatorischen Effekte hätte der Rückgang hingegen bei nur 1,1 % gelegen.

Der Rückgang ist teilweise eine Folge des zunehmend anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven deutschen Markts. Ein erheblicher Anteil des Rückgangs ist jedoch zurückzuführen auf die unternehmerische Veränderung vom Retail- zum Partnergeschäft, was zu höheren Umsatzerlösen im Wholesale-Bereich führt. Wir behielten dabei unseren Fokus auf Kundenbindungsmaßnahmen und Upsell-Maßnahmen bei unseren Eigenmarken und konnten zudem ein starkes Kundenwachstum insbesondere bei unseren Partnermarken verzeichnen. Demzufolge vergrößerte sich unsere Postpaid-Mobilfunkkundenbasis im Geschäftsjahr 2016 um 1,3 Mio. Nettoneukunden4 auf 20,5 Mio. (Anstieg im Geschäftsjahr 2015: 0,7 Mio.)5 , was in einem Anstieg des Anteils unserer Postpaid-Kunden an unserer Mobilfunk-kundenbasis um 2,0 Prozentpunkte auf 46,3 % resultierte. Bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau im Partnergeschäft verringerte sich entsprechend der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) auf 10,3 EUR gegenüber dem Vorjahresniveau (2015: 10,7 EUR). Weiterhin schreitet die Erhöhung der LTE-Netzabdeckung kontinuierlich voran. Die Nachfrage nach Datendiensten (z.B. mobilem Internet, Dienstleistungsanwendungen und anderen Dateninhalten) nimmt weiter zu, getrieben durch die zunehmende Anzahl LTE-fähiger Mobilfunkgeräte in Verbindung mit einer steigenden Nutzung mobiler Audio- und Video-Applikationen. Über unsere "O2 Blue All-in"-Portfolios und die Einführung des neuen O2 Free-Portfolios sowie die Inanspruchnahme der Datenautomatik und des Daten-Upselling durch unsere Kunden (> ZIELE UND STRATEGIEN) konnten wir eine erhöhte Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts realisieren. Die Umsatzerlöse im mobilen Datengeschäft beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 2.992 Mio. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 152 Mio. EUR bzw. 5,3 % im Jahresvergleich. Der Anteil der Umsatzerlöse im mobilen Datengeschäft an den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozentpunkte auf 55,0 %. Treiber dieses Anstiegs sind dabei die Datenumsätze ohne SMS, welche im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozentpunkte auf einen Anteil von 76,9 % an den Umsatzerlösen des gesamten Datengeschäfts anwuchsen.

4 Nicht enthalten: 172 Tsd. Kunden, die aufgrund der Migration des Kundenstamms von Prepaid zu Postpaid umgegliedert wurden.
5 Ohne der Berücksichtigung von Effekten aus der Harmonisierung der Kundenbasis der E-Plus Gruppe.

Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware rückläufig

Die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware unterliegen Schwankungen, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit vom Verkaufsstart neuer Endgeräte. Im Geschäftsjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware bei 1.061 Mio. EUR und damit um 239 Mio. EUR bzw. 18,4 % unter dem Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen von Endgeräten -auch an Mobilfunkpartner - gingen zurück, insbesondere aufgrund von längeren Austauschzyklen sowie der Sättigung des deutschen Markts für Mobilfunk-Hardware, was im Einklang mit der allgemeinen Entwicklung der europäischen Märkte steht (> GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN).

Die Umsatzerlöse aus Mobilfunk, bestehend aus Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen und Mobilfunk-Hardware, beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 6.498 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 334 Mio. EUR bzw. 4,9 %.

Rückgang der Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL verlangsamt

Im Geschäftsjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse im Festnetz- und DSL-Geschäft bei 981 Mio. EUR, was einem Rückgang von 62 Mio. EUR bzw. 5,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wobei VDSL im Retail-Geschäft weiter an Zugkraft gewonnen hat. So konnte allgemein im Retail- DSL-Geschäft ein leichter Zuwachs der Nettoneukunden erzielt werden. Wir profitierten weiter von Termingeschäften bei Carrier Voice, wohingegen der Wholesale-DSL-Bereich erwartungsgemäß zurückging. Aufgrund eines gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabilen Kundenstamms und dem Phasing von Promotionen, trugen die Umsatzerlöse aus dem DSL-Retail-Geschäft zum Gesamtrückgang des Festnetzgeschäfts bei.

Sonstige Umsatzerlöse leicht erhöht

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich die sonstigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Mio. EUR auf 23 Mio. EUR.

Sonstige Erträge durch Sondereffekte erhöht

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich die sonstigen Erträge um 237 Mio. EUR bzw. 89,3 % auf 502 Mio. EUR. Sowohl in 2016 als auch in 2015 waren Sondereffekte enthalten. Diese umfassen im Geschäftsjahr 2016 einen einmaligen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Im Geschäftsjahr 2015 waren ein einmaliger Nettogewinn in Höhe von 15 Mio. EUR aus der Veräußerung der yourfone GmbH sowie ein Ertrag aus der Einigung über den finalen Kaufpreis für den Erwerb der E-Plus Gruppe in Höhe von 104 Mio. EUR enthalten.

Entwicklung der betrieblichen Aufwendungen spiegelt Einsparungen durch Synergien nach Zusammenschluss wider

Im Geschäftsjahr 2016 verringerten sich die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Materialaufwand, bezogenen Leistungen, Personalaufwand sowie sonstigen Aufwendungen, um 413 Mio. EUR bzw. 6,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5.936 Mio. EUR. Die Abnahme der betrieblichen Aufwendungen ist vorrangig bedingt durch die zügige Realisierung der integrationsbezogenen Synergien infolge des Zusammenschlusses mit der E-Plus Gruppe zum 1. Oktober 2014. Die Aufwendungen für Restrukturierung im Rahmen der Integration in Höhe von 89 Mio. EUR verteilen sich auf den Personalaufwand und die sonstigen Aufwendungen.

G 14 - Betriebliche Aufwendungen (in % und Mrd. EUR)

T 02 - Aufgliederung Umsatzerlöse

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
Umsatzerlöse aus Mobilfunk 6.498 6.832 (334) (4,9)
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen 5.437 5.532 (95) (1,7)
Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware 1.061 1.300 (239) (18,4)
Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL 981 1.043 (62) (5,9)
Sonstige Umsatzerlöse 23 12 11 92,4
Umsatzerlöse 7.503 7.888 (385) (4,9)

Rückläufiger Materialaufwand und bezogene Leistungen infolge geringerer Umsätze

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen auf 2.452 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 260 Mio. EUR bzw. 9,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere durch geringere Aufwendungen für verkaufte Endgeräte infolge rückläufiger Hardware-Verkäufe. Zudem ist der Rückgang bedingt durch niedrigere Zusammenschaltungskosten aufgrund der geringeren Nutzung von Sprachdiensten sowie durch regulatorische Effekte aus der Kürzung der Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) und der Roamin-Gebühren, korrespondierend zu den verringerten Dienstleistungsumsätzen.

Personalaufwand im Jahresvergleich leicht gesunken

Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um 9 Mio. EUR bzw. 1,4 % auf 646 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung des personalbezogenen Restrukturierungsaufwands (2016: 46 Mio. EUR; 2015: 4 Mio. EUR) läge der Personalaufwand um 7,9 % unter dem Vorjahresniveau, als Folge der verringerten Anzahl an Vollzeitstellen infolge des Personalrestrukturierungsprogramms aus dem Jahr 2015.

Sonstige Aufwendungen verringert

Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die sonstigen Aufwendungen 2.838 Mio. EUR, was einem Rückgang um 144 Mio. EUR bzw. 4,8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 entspricht. Die sonstigen Aufwendungen enthalten rund 23 Mio. EUR höhere Operatingleasingaufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. sowie ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 43 Mio. EUR (2015: 69 Mio. EUR), der im Wesenltichen auf die Netzwerk- und IT-Konsolidierung zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands hätte der Rückgang 4,0 % betragen. Einsparungen ergaben sich aus den Synergie-Initiativen des Jahres 2015, wurden jedoch teilweise aufgewogen von kommerziellen Kosten und anderen Investitionen vor allem im Zusammenhang mit der Kundenmigration im Geschäftsjahr 2016.

Fortschritte in der Integration spiegeln sich in positiver OIBDA-Entwicklung wider

Wir haben im Geschäftsjahr 2016 ein um Sonder- und Spezialeffekte bereinigtes OIBDA in Höhe von 1.828 Mio. EUR erzielt und somit einen Zuwachs von 68 Mio. EUR bzw. 3,8 % erreicht. Hierin spiegelt sich ein verringertes Kostenniveau infolge der Realisierung von Synergien, beispielsweise der Stilllegung von Mobilfunkstationen im Zuge der Netzintegration, wider. Die resultierende OIBDA-Marge vor Sonder- und Spezialeffekten lag mit 24,4 % um 2,0 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.

Sondereffekte umfassen im Geschäftsjahr 2016 Restrukturierungsaufwand in Höhe von 89 Mio. EUR und den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. in Höhe von 352 Mio. EUR. Im gleichen Zeitraum 2015 wurde ein einmaliger Nettogewinn aus dem Verkauf der yourfone GmbH in Höhe von 15 Mio. EUR, ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 73 Mio. EUR sowie ein Nettoertrag in Höhe von 102 Mio. EUR aus der Einigung über den finalen Kaufpreis für den Erwerb der E-Plus Gruppe unter Berücksichtigung darauf entfallender Beraterkosten erfasst.

Die Spezialeffekte entsprechen im Geschäftsjahr 2016 den Auswirkungen der Telxius Transaktion auf das OIBDA, welche in erster Linie auf höhere Operatingleasingaufwendungen (23 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016) zurückzuführen sind.

Das OIBDA stieg im Geschäftsjahr 2016 um 265 Mio. EUR bzw. 14,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2.069 Mio. EUR. Dies ist insbesondere durch den einmaligen Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. bedingt (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Die resultierende OIBDA-Marge liegt mit 27,6 % deutlich über dem Vorjahresniveau.

G 15 - OIBDA (in Mrd. EUR)

Abschreibungen nur geringfügig verändert

Mit 2.118 Mio. EUR sind die Abschreibungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr (2015: 2.067 Mio. EUR) um 52 Mio. EUR bzw. 2,5 % leicht gestiegen. Ursächlich für den Anstieg waren die Investitionen in Software. Gegenläufig wirkten die rückläufigen Abschreibungen der Sachanlagen bedingt durch die Veräußerung der passiven Infrastruktur (> WESENTLICHE EREIGNISSE).

Betriebsergebnis durch Sondereffekte verbessert

Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Betriebsergebnis um 213 Mio. EUR auf -50 Mio. EUR (2015: -263 Mio. EUR). Die positive Entwicklung resultiert insbesondere aus dem realisierten Gewinn aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. mit einem Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 352 Mio. EUR (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Gegenläufig wirkten der im Vorjahr enthaltene Nettoertrag in Höhe von 102 Mio. EUR aus der Einigung über den finalen Kaufpreis für den Erwerb der E-Plus Gruppe unter Berücksichtigung darauf entfallender Beraterkosten sowie der Nettoverkaufserlös der yourfone GmbH in Höhe von 15 Mio. EUR.

Finanzergebnis verbessert aufgrund niedrigerer Zinsen

Das Finanzergebnis 2016 betrug -36 Mio. EUR (2015: -48 Mio. EUR) und verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Zinsen, überwiegend bedingt durch die vollständige Tilgung des Darlehens gegenüber der Telfisa Global B.V. in 2016. Dieser Effekt wird teilweise kompensiert durch den Zinsaufwand für die im März 2016 abgeschlossene revolvierende Kreditfazilität.

Die Telefónica Deutschland Group verzeichnete im Jahr 2016 kein positives zu versteuerndes Einkommen und wird folglich erneut keine laufenden Ertragsteuern zahlen. Der im Geschäftsjahr enthaltene Steueraufwand in Höhe von 90 Mio. EUR bezieht sich daher im Wesentlichen auf Veränderungen der latenten Steuern. In der Vorperiode resultierte ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 72 Mio. EUR.

Aus den oben genannten Effekten ergibt sich für das aktuelle Geschäftsjahr ein Ergebnis in Höhe von -176 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von -383 Mio. EUR.

Finanzlage

Der Nettoverschuldungsgrad soll mittelfristig unter oder maximal bei 1,0x gehalten werden./Die Nettofinanzschulden beliefen sich auf 798 Mio. EUR./Der Nettoverschuldungsgrad betrug 0,4x./Anstieg des Free Cashflow durch die Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. auf 1.408 Mio. EUR.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Risikokontrolle und eine zentrale Steuerung bilden die Grundprinzipien des Finanzmanagements der Telefónica Deutschland Group. Ziel des Finanzmanagements ist es, dauerhaft ausreichend finanzielle Liquidität und Stabilität sicherzustellen. Risikokontrollen werden eingesetzt, um potenzielle Risiken zu antizipieren und mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzusteuern. Es sind derzeit keine Sachverhalte bekannt, dass Telefónica Deutschland Group ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.

Eine wichtige Steuerungskennzahl ist dabei der Nettoverschuldungsgrad. Die Telefónica Deutschland Group beabsichtigt, den Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens mittelfristig auf unter oder bei maximal 1,0x zu halten (Zielverschuldungsgrad). Die Telefónica Deutschland Group hat daher beschlossen, auf die Auszahlung von Dividenden durch Ausschüttung von Kapital oder Kapitalrücklagen in bar oder den Rückkauf von Aktien zu verzichten, wenn der Nettoverschuldungsgrad den Zielwert für die Fremdverschuldung von 1,0x wesentlich und stetig überschreitet.

T 03 - Konzerngewinn und -verlustrechnung

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
Umsatzerlöse 7.503 7.888 (385) (4,9)
Sonstige Erträge 502 265 237 89,3
Betriebliche Aufwendungen (5.936) (6.349) 413 (6,5)
Materialaufwand und bezogene Leistungen (2.452) (2.712) 260 (9,6)
Personalaufwand (646) (655) 9 (1,4)
Sonstige Aufwendungen (2.838) (2.982) 144 (4,8)
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) 2.069 1.804 265 14,7
OIBDA-Marge 27,6 % 22,9 %   4,7 %-p.
Abschreibungen (2.118) (2.067) (52) 2,5
Betriebsergebnis (50) (263) 213 (81,1)
Finanzergebnis (36) (48) 11 (23,9)
Ergebnis vor Steuern (86) (311) 225 (72,3)
Ertragsteuern (90) (72) (18) 24,8
Periodenergebnis (176) (383) 207 (54,0)

Finanzierung

Zur Fremdkapitalbeschaffung werden sowohl Kreditlinien als auch Kapitalmarktinstrumente genutzt.

Platzierung eines Konsortialkredits

Die Telefónica Deutschland Group hat am 22. März 2016 eine Konsortialkreditlinie in Höhe von 750 Mio. EUR abgeschlossen, von der zum 31. Dezember 2016 50 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Kreditlaufzeit kann bis maximal März 2023 verlängert werden.

Unterzeichnung Finanzierungsvertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB)

Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. Juni 2016 ihren ersten Finanzierungsvertrag mit der EIB in Höhe von 450 Mio. EUR unterzeichnet. Die Linie wurde im Berichtszeitraum in Höhe von 250 Mio. EUR in Anspruch genommen und dient der Finanzierung der Konsolidierung, Modernisierung und Erweiterung des Mobilfunknetzes der Telefónica Deutschland Group nach der Akquisition der E-Plus Gruppe. Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine Laufzeit von bis zu acht Jahren.

Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen

Die Telefónica Deutschland Group hat am 13. März 2015 eine Erstplatzierung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis 2032 und einer Gesamtsumme von 300 Mio. EUR abgeschlossen.

Verbindlichkeiten aus Anleihen

Im November 2013 hat die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH eine Anleihe mit einem Nominalbetrag von 600 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren und im Februar 2014 eine weitere Anleihe mit einem Nominalbetrag von 500 Mio. EUR und einer Laufzeit von sieben Jahren platziert. Die Emittentin hat den Nettoemissionserlös aus der Anleihe ihrer Gesellschafterin, der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, im Rahmen eines Darlehens zur Verfügung gestellt. Beide Anleihen werden von der Telefónica Deutschland Holding AG garantiert. Die Einzelheiten stellen sich wie folgt dar:

T 04 - Betrag nominal

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(In Millionen EUR) Laufzeit von bis Kupon p.a.
600 22.11.2013 22.11.2018 1,875 %
500 10.02.2014 10.02.2021 2,375 %

Konzerndarlehen vollständig zurückgezahlt

Die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG hat in 2012 mit der Finanzierungsgesellschaft der Telefónica, S.A. Group, der Telfisa Global B.V., als Kreditgeber eine Darlehensvereinbarung in Höhe von initial 1,25 Mrd. EUR mit jährlichen Rückzahlungen in Höhe von jeweils 20 % des Nominalbetrages getroffen. Zum 21. April 2016 wurde die Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 500 Mio. EUR vorzeitig vollständig zurückgezahlt.

Finanzielle Flexibilität durch ungenutzte Kreditfazilitäten

Die finanzielle Flexibilität des Konzerns ist durch die Verfügbarkeit ungenutzter Kreditlinien in Höhe von insgesamt 1.675 Mio. EUR weiterhin sichergestellt. Es handelt sich dabei um bilaterale revolvierende Kreditfaziliäten bei verschiedenen Banken in Höhe von 710 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, die nicht in Anspruch genommene Konsortialkreditlinie in Höhe von 700 Mio. EUR, 65 Mio. EUR zur Verfügung stehende kurzfristige Überziehungslinien der Telfisa Global B.V. sowie den nicht beanspruchten Teil des Finanzierungsvertrags der EIB in Höhe von 200 Mio. EUR.

Telefónica Deutschland Group profitiert weiterhin von der Teilnahme am Cash-Pooling der Telefónica, S.A. Group

Die Telefónica Deutschland Group wird sich auch in Zukunft am Liquiditätsmanagement-System der Telefónica, S.A. Group beteiligen. Hierzu wurden mit Telfisa Global B.V. Vereinbarungen über Einlagen und das Liquiditätsmanagement getroffen. Die liquiden Mittel der gesamten Telefónica, S.A. Group werden anhand dieser Vereinbarungen zentralisiert. Auf diese Weise wird von den Skalenvorteilen der gesamten Telefónica, S.A. Group profitiert. Im Rahmen des Cash-Pooling stehen dem Konzern bis zu einem Höchstbetrag von 65 Mio. EUR kurzfristige Überziehungslinien zur Verfügung. Die Telefónica, S.A. hat sich für die Verpflichtungen der Telfisa Global B.V. aus den Cash-Pooling-Vereinbarungen verbürgt.

Silent Factoring stärkt unser Working Capital

Es wurden mit unterschiedlichen Kreditinstituten Factoring-Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen abgeschlossen, um damit das Working Capital zu stärken. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Wesentlichen Factoring-Transaktionen über Ratenforderungen mit einem Nettozufluss an Liquidität von insgesamt 424 Mio. EUR abgeschlossen. Übertragene Forderungen wurden ausgebucht. Weitere Informationen zum Silent Factoring können dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 entnommen werden (> ANHANG NR. 5.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN).

Finanzierungsleasing für an Endkunden vermietete Mobilfunkgeräte

Die Telefónica Deutschland Group vermietet Mobilfunkgeräte im Rahmen eines Mietvertrages an ihre Endkunden. Mit dem Ziel eines ausgeglichenen Zahlungsflusses wurden in der Vergangenheit die mit diesem Geschäftsmodell im Zusammenhang stehenden Endgeräte im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Vereinbarung angemietet. Da die Mietverhältnisse jeweils als Finanzierungsleasing einzustufen sind, werden gegenüber der Leasinggesellschaft Verbindlichkeiten sowie gegenüber dem Kunden Forderungen ausgewiesen. Die Verträge verfügen im Wesentlichen über gleiche Laufzeiten sowie Zahlungsmodalitäten. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 wurden keine neuen refinanzierenden Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen abgeschlossen. Das bestandene Mietverhältnis mit der Leaseinggesellschaft ist zum 31. Dezember 2016 ausgelaufen. Weitere Informationen können dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 entnommen werden (> ANHANG NR. 5.10 VERZINSLICHE SCHULDEN).

Finanzielle Effizienz und Zahlungsmittelflexibilität durch Zahlungszielverlängerung gesteigert

Um die finanzielle Effizienz und die Flexibilität der liquiden Mittel zu verbessern, hat die Telefónica Deutschland Group mit bestimmten kommerziellen Lieferanten, Vereinbarungen über die Verlängerung der Zahlungsfristen in 2015 und 2016 geschlossen. Soweit diese über das branchenübliche Zahlungsziel hinausgehen, wurden für diese Verlängerungen Zinszahlungen ausdrücklich vereinbart. Für die von der über die branchentypisch verlängerten Zahlungsziele betroffenen Rechnungen führte dies in 2015 zu einer Veränderung des Charakters und dementsprechend zu einem Ausweis unter den Finanzverbindlichkeiten. Die für den Zahlungsaufschub vereinbarten Zinsen werden im Finanzierungsaufwand ausgewiesen. Soweit die branchentypischen Zahlungsziele nicht überschritten werden, werden die Lieferverbindlichkeiten unverändert als solche ausgewiesen.

Finanzierungsanalyse

Nettofinanzschulden verringerten sich trotz Dividendenzahlung unter anderem bedingt durch die Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A.

Die Tabelle 5 zeigt die Zusammensetzung der Nettofinanz-schulden - d.h. den Saldo aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der zinstragenden finanziellen Vermögenswerte und Forderungen.

Die Nettofinanzschulden zum 31. Dezember 2016 sanken im Vergleich zum Vorjahr um 426 Mio. EUR auf 798 Mio. EUR, woraus ein Nettoverschuldungsgrad6 in Höhe von 0,4x resultiert.

Der Rückgang der Nettofinanzschulden im Geschäftsjahr 2016 wurde maßgeblich durch den Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen in Höhe von 1.408 Mio. EUR beeinflusst. Gegenläufig wirkte insbesondere die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2015 (714 Mio. EUR), der Rückgang der Handset-Forderungen (156 Mio. EUR) sowie die Zahlung der in 2016 fälligen Verpflichtung aus der Mobilfunkfrequenzauktion (111 Mio. EUR)7.

Die > GRAFIK 16, ENTWICKLUNG DER NETTOFINANZSCHULDEN veranschaulicht die Entwicklung der Nettofinanzschulden im Geschäftsjahr 2016.

6 Verschuldungsgrad ist definiert als Nettofinanzschulden geteilt durch LTM (Last Twelve Months) OIBDA vor Sonder- und Spezialeffekten (31. Dezember 2016: 1.828 Mio. EUR; 31. Dezember 2015: 1.760 Mio. EUR).
7 Exklusive Fremdkapitalkosten.

Außerbilanzielle Verpflichtungen

In der Tabelle 6 werden unsere im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen vertraglichen Schuldverhältnisse per 31. Dezember 2016 dargestellt. Die Informationen in dieser Tabelle beruhen auf den Einschätzungen der Unternehmensleitung bezüglich der vertraglichen Fälligkeiten unserer Verpflichtungen. Diese können sich erheblich von deren tatsächlichen Fälligkeiten unterscheiden. Die Verpflichtungen aus Operatingleasingverhältnissen erhöhten sich um 299 Mio. EUR auf 2.793 Mio. EUR, insbesondere aufgrund erhöhter zukünftiger Mietverpflichtungen für Antennenstandorte. Die Abnahme- und sonstigen vertraglichen Verpflichtungen verminderten sich um 661 Mio. EUR auf 1.868 Mio. EUR, insbesondere aufgrund geringer Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen für Hardware.

Liquiditätsanalyse

Konzernkapitalflussrechnung

Nachfolgend wird die Entwicklung der Zahlungsflüsse der Telefónica Deutschland Group in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 analysiert.

Veränderung des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit über dem Vorjahresniveau

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1.859 Mio. EUR und lag mit 21 Mio. EUR bzw. 1 % leicht über dem Vorjahreswert (2015: 1.838 Mio. EUR).

G 16 - Entwicklung der Nettofinanzschulden (in Mio. EUR)

1 Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen.
2 Exklusive der Investitionen in Spektrum (inklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten).
3 Inklusive Fremdkapitalkosten.

T 05 - Entwicklung der konsolidierten Nettofinanzschulden

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Zum 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
A Liquidität 613 533 80 15,0
B Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 251 324 (73) (22,5)
C Kurzfristige Finanzschulden 31 564 (534) (94,6)
D=C - A - B Kurzfristige Nettofinanzschulden (833) (292) (541) > 100,0
E Langfristige finanzielle Vermögenswerte 89 169 (80) (47,2)
F Langfristige Finanzschulden 1.721 1.686 35 2,1
G=F - E Langfristige Nettofinanzschulden 1.631 1.517 115 7,6
H = D+G Nettofinanzschulden1 798 1.225 (426) (34,8)

1 Nettofinanzschulden beinhalten kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte und zinstragende Finanzverbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
B + E Kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten Handset-Forderungen (kurzfristig: 245 Mio. EUR in 2016 und 321 Mio. EUR in 2015; langfristig: 77 Mio. EUR in 2016 und 157 Mio. EUR in 2015), die positive Wertentwicklung des Fair Value Hedge für festverzinsliche Finanzschulden (kurzfristig: 2 Mio. EUR in 2016 und 2 Mio. EUR in 2015; langfristig: 12 Mio. EUR in 2016 und 12 Mio. EUR in 2015) sowie ausgegebene Darlehen an Dritte (kurzfristig: 4 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015; langfristig: 0 Mio. EUR in 2016 und 1 Mio. EUR in 2015).
C + F Kurzfristige und langfristige Finanzschulden beinhalten ausgegebene Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen (1.422 Mio. EUR in 2016 und 1.420 Mio. EUR in 2015), sonstige Darlehen (298 Mio. EUR in 2016 und 501 Mio. EUR in 2015), Leasingschulden (kurzfristig: 15 Mio. EUR in 2016 und 180 Mio. EUR in 2015; langfristig: 17 Mio. EUR in 2016 und 32 Mio. EUR in 2015) sowie kurzfristige zinstragende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig: 0 Mio. EUR in 2016 und 119 Mio. EUR in 2015).

Anmerkungen

Die Handset-Forderungen sind in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe von 110 Mio. EUR (nach Aktivierung von Fremdkapitalkosten) sind in der Bilanz in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten und daher nicht in der Nettofinanzschuldenberechnung berücksichtigt.

T 06 - Operatingleasingverhältnisse, Abnahme- und sonstige vertragliche Verpflichtungen

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Fälligkeit nach Periode
(In Millionen EUR) Unter einem Jahr 1 -5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Verpflichtungen aus Operatingleasingverhältnissen 535 1.265 992 2.793
Abnahme- und sonstige vertragliche Verpflichtungen 1.129 47 692 1.868
Summe 1.664 1.312 1.684 4.661

Veränderung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit positiv getrieben durch gesunkene Investitionen in Frequenznutzungsrechte

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf -455 Mio. EUR (2015: -1.984 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich gestiegene Mittelzuflüsse in Höhe von 504 Mio. EUR sowie rückläufige Mittelabflüsse in Höhe von 1.024 Mio. EUR.

Die erhöhten Mittelzuflüsse des Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden durch den Zahlungseingang der Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 587 Mio. EUR beeinflusst (> WESENTLICHE EREIGNISSE). In erster Linie ist der Rückgang der Mittelabflüsse den im Vorjahr einmalig vorgenommenen Investitionen in Frequenznutzungsrechte in Höhe von 978 Mio. EUR (2016: 4 Mio. EUR) geschuldet. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr geblieben.

Veränderung des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit insbesondere durch Darlehensrückzahlung beeinflusst

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf -1.323 Mio. EUR (2015: -1.023 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus der Aufnahme von verzinslichen Schulden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 500 Mio. EUR.

Diesem standen um 801 Mio. EUR erhöhte Mittelabflüsse gegenüber.

Der Anstieg der Mittelzuflüsse ist auf die Inanspruchnahme der durch EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel in Höhe von 250 Mio. EUR zurückzuführen. Weiterhin wurde der im März 2016 abgeschlossene Konsortialkreditrahmenvertrag im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 600 Mio. EUR in Anspruch genommen und zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 550 Mio. EUR zurückbezahlt. Der erhöhte Mittelabfluss wurde durch die Rückzahlung des verbleibenden Darlehens mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR beeinflusst. Weiterhin fand im Geschäftsjahr 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 111 Mio. EUR zur Begleichung der nächsten Rate für in 2015 vorgenommene Investition in Frequenznutzungsrechte statt. Im Gegensatz zu der Erstzahlung weisen die Folgeraten einen Finanzierungscharakter auf und sind demzufolge der Finanzierungstätigkeit zugeordnet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechend höher

Aufgrund der oben beschriebenen Mittelzuflüsse/(-abflüsse) nahmen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um 80 Mio. EUR zu und beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 613 Mio. EUR (2015: 533 Mio. EUR).

T 07 - Konzernkapitalflussrechnung

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums 533 1.702
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 1.859 1.838
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (455) (1.984)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (1.323) (1.023)
Nettozunahme/(-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 80 (1.169)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums 613 533

G 17 - Entwicklung des Casflow (in Mio. EUR)

T 08 - Herleitung des Cashflow und OIBDA minus CapEx

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
OIBDA 2.069 1.804 265 14,7
- Nettoerträge aus finaler Kaufpreisanpassung1 - (102) 102 (100,0)
- CapEx2 (1.102) (1.032) (70) 6,7
= Operating Cashflow (OpCF) 967 670 297 44,4
+/- Silent Factoring3 424 544 (120) (22,1)
+/- Sonstige Änderungen des Working Capital (187) (515) 328 (63,7)
Veränderung des Working Capital 237 29 208 > 100,0
+/- (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Unternehmen (352) (15) (337) > 100,0
+/- Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmen - 57 (57) (100,0)
+/- Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen und andere Effekte 591 1 590 > 100,0
+ Nettozinszahlung (23) (33) 10 (31,1)
+/- Ein-/Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte (13) (10) (3) 29,7
= Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen4 und vor Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel 1.408 700 708 > 100,0
+ Erwerb von E-Plus abzgl. übernommener Zahlungsmittel1 - 132 (132) (100,0)
= Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen4 1.408 832 576 69,2
- Zahlungen für Spektrum (115) (978) 863 (88,2)
- Dividendenzahlungen5 (714) (714) (0) 0,0
= Free Cashflow nach Dividenden- und Spektrumszahlungen 578 (860) 1.439 > (100)

1 Im vierten Quartal 2015 wurde mit KPN eine Einigung über den finalen Kaufpreises erzielt. Der ursprünglich bestimmte Kaufpreis hat sich insgesamt nunmehr um 134 Mio. EUR reduziert. Die Abweichung zwischen dem ursprünglich eingeschätzten und dem finalen Kaufpreis wurde in Höhe von 30 Mio. EUR erfolgsneutral innerhalb des Zwölfmonatszeitraums erfasst. 104 Mio. EUR abzüglich 3 Mio. EUR Aufwendungen (wovon 2 Mio. EUR bezahlt sind), die im Rahmen des Einigungsverfahrens entstanden sind, wurden nach Ablauf des Zwölfmonatszeitraums im Dezember 2015 erfolgswirksam erfasst.
2 Exklusive der Investitionen in Spektrum (inklusive der aktivierten Fremdkapitalkosten).
3 Voller Effekt (kumuliert) durch Silent Factoring in Höhe von 424 Mio. EUR in der Berichtsperiode 2016 und 544 Mio. EUR in der Berichtsperiode 2015 (Transaktionen fanden im März, Juni, September und Dezember 2016 sowie im Januar, März, Juni, Oktober und Dezember 2015 statt).
4 Der Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen ist definiert als die Summe des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflow aus der Investitionstätigkeit und wurde exklusive der geleisteten Zahlungen für die Investitionen in Spektrum sowie exklusive der damit verbundenen geleisteten Zinszahlungen berechnet.
5 Dividendenzahlungen in Höhe von 714 Mio. EUR im Mai 2016 und in Höhe von 714 Mio. EUR im Mai 2015.

Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen und vor Erwerb von E-Plus deutlich verbessert durch die Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A.

Der Free Cashflow (> STEUERUNGSSYSTEM) vor Dividenden- und Spektrumszahlungen und vor Erwerb von E-Plus nahm um 708 Mio. EUR zu und lag zum 31. Dezember 2016 bei 1.408 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2015: 700 Mio. EUR).

Diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A., welche sich infolge des erfassten Nettoveräußerungsgewinns in Höhe von 352 Mio. EUR in einem Anstieg des Operating Cashflow um 297 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2016: 967 Mio. EUR; Geschäftsjahr 2015: 670 Mio. EUR) widerspiegelt. Der Zahlungseingang aus der Kaufpreisforderung für die genannte Veräußerung an die Telxius S.A. beträgt 587 Mio. EUR (> WESENTLICHE EREIGNISSE).

Der Rückgang des Working Capital gegenüber dem Vorjahr fiel mit 237 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 höher aus als mit 29 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den höheren Rückgang der Restrukturierungsrückstellung im Geschäftsjahr 2015 als im Berichtsjahr zurückzuführen. Weiterhin sind die Verbindlichkeiten für getätigte Investitionen zum 31. Dezember 2015 um 55 Mio. EUR gesunken, während diese zum 31. Dezember 2016 um 72 Mio. EUR gestiegen sind.

Vermögenslage

Bei der folgenden Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur werden die zum 31. Dezember 2016 bestehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Werten zum 31. Dezember 2015 verglichen.

Zum 31. Dezember 2016 weist die Gruppe eine Bilanzsumme in Höhe von 15.301 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 16.654 Mio. EUR) aus. Dies entspricht einem Rückgang von 8,1 %.

Immaterielle Vermögenswerte vor allem durch Abschreibungen gesunken

Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 8.146 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 9.014 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 868 Mio. EUR bzw. 9,6 % und resultierte aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer in Höhe von 1.210 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 (2015: 1.090 Mio. EUR) sowie aus dem Rückgang des Geschäfts- oder Firmenwerts Firmenwerts in Höhe von 23 Mio. EUR durch die Veräußerung der Telxius Towers Germany GmbH (vormals Telefónica Germany Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH) an die Telxius S.A. (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Gegenläufig wirkten sich die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 366 Mio. EUR aus. Diese betrafen im Wesentlichen Investitionen in Software.

Sachanlagen durch Verkauf passiver Infrastruktur an die Telxius S.A. gesunken

Die Sachanlagen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 4.217 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 4.507 Mio. EUR). Damit wurde gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 291 Mio. EUR bzw. 6,4 % ausgewiesen. Dieser resultierte mit 277 Mio. EUR insbesondere aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Darüber hinaus ist der Rückgang auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 908 Mio. EUR zurückzuführen.

Demgegenüber stehen Zugänge in 2016 in Höhe von 742 Mio. EUR (2015: 739 Mio. EUR), die im Wesentlichen Investitionen in einen beschleunigten Netzausbau, unter anderem den weiteren verstärkten LTE-Ausbau, den Ausbau der IP-Technologien sowie den Ausbau der mobilen Datendienste mit noch schnelleren Downloadzeiten, betreffen.

Zudem erfolgte in den Sachanlagen ein Zugang in den Vermögenswerten im Zusammenhang mit Außerbetriebnahme, Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtungen in Höhe von 158 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf die sich auf Basis neuer Erkenntnisse ergebenden höheren Kosteneinschätzungen sowie auf die Zinsentwicklung zurückzuführen ist.

T 09 - Konzernbilanz

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(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung Zum 31. Dezember % Veränderung
Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.146 9.014 (868) (9,6)
Sachanlagen 4.217 4.507 (291) (6,4)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.537 1.677 (140) (8,3)
Latente Steueransprüche 427 505 (79) (15,6)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 85 73 12 16,7
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 191 221 (30) (13,8)
Vorräte 85 123 (38) (30,7)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 613 533 80 15,0
Summe Vermögenswerte = Summe Eigen- und Fremdkapital 15.301 16.654 (1.353) (8,1)
Verzinsliche Schulden 1.758 2.254 (496) (22,0)
Rückstellungen 750 712 39 5,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.303 2.425 (122) (5,0)
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 79 48 32 66,7
Rechnungsabgrenzungsposten 1.002 895 107 12,0
Eigenkapital 9.408 10.321 (912) (8,8)

Investitionen (CapEx8) erhöht

Die Investitionen (CapEx) beliefen sich in 2016 auf 1.102 Mio. EUR im Vergleich zu 1.032 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2015. Telefónica Deutschland Group investierte weiterhin im Wesentlichen in die Integration des Netzwerks sowie Ausbau des LTE-Netzes. Der höhere CapEx ist überwiegend auf die Investitionen in die Systemerweiterung für die Migration von E-Plus Kunden im Geschäftsjahr 2016 zurückzuführen.

8 Ohne Investitionen in Nutzungsrechte für Mobilfunkfrequenzen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen zum Vorjahr gesunken

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.537 Mio. EUR und liegen damit unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2015: 1.677 Mio. EUR). Die Veränderung um -140 Mio. EUR bzw. -8,3 % resultiert im Wesentlichen aus einem Umsatzrückgang der Mobilfunk-Hardware und gestiegenem Factoringvolumen.

Latente Steueransprüche gesunken

Die latenten Steueransprüche in Höhe von 427 Mio. EUR sind im Vergleich zum Vorjahr (31. Dezember 2015: 505 Mio. EUR) um 15,6 % gesunken.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte über dem Vorjahresniveau

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 85 Mio. EUR lagen zum 31. Dezember 2016 mit 12 Mio. EUR bzw. 16,7 % über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2015: 73 Mio. EUR) und reflektierten im Wesentlichen die erhöhte Sicherheitsleistung für Silent Factoring.

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte leicht rückläufig

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 191 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 221 Mio. EUR) und beinhalten insbesondere geleistete Vorauszahlungen für Mieten von Antennenstandorten und Leitungen.

Vorräte von mobilen Endgeräten gesunken

Die Vorräte lagen zum 31. Dezember 2016 bei 85 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 123 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang in Höhe von 38 Mio. EUR bzw. 30,7 % war im Wesentlichen der Abbau von Beständen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöht

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2016 insgesamt 613 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 533 Mio. EUR). Der Anstieg um 80 Mio. EUR bzw. 15,0 % ist auf mehrere Effekte zurückzuführen (> FINANZLAGE).

Verzinsliche Schulden gegenüber Vorjahr gesunken

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 sind die verzinslichen Schulden von 2.254 Mio. EUR um 496 Mio. EUR bzw. 22,0 % auf 1.758 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 gesunken. Dieser Rückgang resultierte insbesondere aus der vollständigen Tilgung des verbleibenden Darlehens mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR, aus der Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von 119 Mio. EUR, für welche im vergangenen Geschäftsjahr Vereinbarungen zur Verlängerung der Zahlungsziele und deren Verzinslichkeit getroffen wurden, sowie aus um 180 Mio. EUR gesunkenen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing.

Gegenläufig wirkte sich der zum 22. März 2016 unterschriebene Konsortialkreditrahmen in Höhe von 750 Mio. EUR aus, der zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 48 Mio. EUR in den verzinslichen Schulden enthalten ist, aus. Der Finanzierungsvertrag mit der EIB vom 13. Juni 2016 wurde zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 250 Mio. EUR beansprucht.

Rückstellungen im Vorjahresvergleich gestiegen

Die Rückstellungen sind gegenüber dem 31. Dezember 2015 (712 Mio. EUR) um 39 Mio. EUR oder 5,4 % auf 750 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg betraf im Wesentlichen die Veränderung der langfristigen Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtungen mit insgesamt 63 Mio. EUR. Diese Veränderung implizierte neben einer auf Basis neuer Erkenntnisse ergebenden höheren Kosteneinschätzungen sowie der Zinsentwicklung erfolgten Zuführung in Höhe von 158 Mio. EUR einen im Zusammenhang mit der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A. in Höhe von 83 Mio. EUR stehenden Abgang (> WESENTLICHE EREIGNISSE). Des Weiteren schlug sich die Berücksichtigung von Betriebsprüfungsrisiken im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Behandlung von Prepaid-Verträgen im Anstieg der Rückstellungen nieder. Dagegen verzeichnete die Entwicklung der Restrukturierungsverpflichtungen einen Rückgang von 73 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch den planmäßigen Verbrauch.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gesunken

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 2.303 Mio. EUR. Gegenüber dem 31. Dezember 2015 (2.425 Mio. EUR) ergab sich ein Rückgang von 122 Mio. EUR oder 5,0 %, der sich insbesondere aus der Bezahlung des kurzfristigen Anteils der Verbindlichkeit aus der Verpflichtungsübernahme von im Rahmen der Netzintegration an die Deutsche Telekom weitergegebenen Mobilfunkstandorte in Höhe von 100 Mio. EUR ergibt, welche im ersten Quartal des Jahres 2016 bezahlt wurde. Darüber hinaus wurde der kurzfristige Anteil der offenen Zahlungsverpflichtung aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe von 111 Mio. EUR9 beglichen. Gegenläufig wirkte die gegenüber dem Vorjahr um 72 Mio. EUR erhöhten Verbindlichkeiten für getätigte Investitionen.

9 Exklusive Fremdkapitalkosten.

Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten über dem Vorjahresniveau

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten liegen zum 31. Dezember 2016 bei 79 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 48 Mio. EUR). Diese beinhalten insbesondere Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Rechnungsabgrenzungsposten gestiegen

Der Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 107 Mio. EUR oder 12,0 % gestiegen und belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.002 Mio. EUR. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den gestiegenen Voucherverkäufen zum Jahresende. Gegenläufig wirkten die erbrachten Leistungen im Rahmen des Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network Operator (MBA MVNO) Vertrages.

Eigenkapital unter dem Vorjahresniveau

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2016 um 912 Mio. EUR bzw. 8,8 % auf 9.408 Mio. EUR gesunken. Die Eigenkapitalveränderung ist hauptsächlich auf die am 12. Mai 2016 vollzogene Dividendenzahlung in Höhe von 714 Mio. EUR sowie auf das Periodenergebnis in Höhe von -176 Mio. EUR und auf die im Eigenkapital erfassten Effekte im Zusammenhang mit der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von -25 Mio. EUR zurückzuführen.

Mitarbeiter

Wir möchten weiterhin einer der besten Arbeitgeber in Deutschland sein: einerseits, um unsere Mitarbeiter zu motivieren, bei uns zu bleiben und mit uns zu wachsen, und andererseits, um auf einem zunehmend umkämpften Arbeitsmarkt Spitzentalente zu gewinnen. Die Anzahl der Mitarbeiter der Telefónica Deutschland Group (9.476) ist vergleichbar zum Vorjahr.

Unsere Mitarbeiter sind mit den Herausforderungen der sich schnell entwickelnden Telekommunikationsbranche konfrontiert, die von ihnen verlangt, sich ständig neue Kompetenzen und einschlägige Qualifikationen für das digitale Zeitalter anzueignen. Wir unterstützen die berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter durch ein breites Angebot an Weiterbildungsprogrammen und Lernangeboten, z.B. im Bereich Digital- und Führungskompetenzen. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, in ihre berufliche Entwicklung zu investieren, und geben ihnen die zeitlichen Möglichkeiten, die sie für den erfolgreichen Abschluss der Höherqualifikation benötigen. Wir fördern Arbeitsbedingungen, die unseren Mitarbeitern eine positive Work-Life-Balance ermöglichen, mit Maßnahmen wie flexibler Arbeitszeit und der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten.

Führungsstruktur der Telefónica Deutschland Group

Der Vorstand führt die Geschäfte des Unternehmens und berichtet dabei an den Aufsichtsrat.

Im Geschäftsjahr 2016 setzt sich die oberste Management-Ebene der Telefónica Deutschland Group - das Corporate Board - aus dem Vorstand sowie den Mitgliedern des Executive Committee zusammen.

Das Corporate Board hat eine langfristige Perspektive und beschäftigt sich mit der strategischen Ausrichtung, neuen Geschäftsideen und der ganzheitlichen Planung für das gesamte Unternehmen.

Es trifft sich einmal im Monat am Standort München bzw. Düsseldorf.

Die zweite Management Ebene - das Senior Leadership Team - setzt die strategischen Entscheidungen des Corporate Board um.

Die Kernaufgaben sind dabei die Zielerreichung sowie alle operativen Themen und Entscheidungen für den zuständigen Geschäftsbereich.

Zum 31. Dezember 2016 bestand die oberste Management-Ebene der Telefónica Deutschland Group aus insgesamt 14 Mitgliedern.

Das Senior Leadership Team umfasste 50 Mitglieder.

Hauptprioritäten im Personalmanagement

Geschäftstransformation

Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Reihe von Initiativen umgesetzt, um die Integration und Transformation der Telefónica Deutschland Group zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen weiter voranzutreiben. Zu diesen Initiativen gehören Maßnahmen zur Neuausrichtung unserer Ressourcen und unseres Kerngeschäfts an der Unternehmensstrategie.

Kultureller Wandel

Unsere Initiativen für kulturellen Wandel inspirieren unsere Mitarbeiter, Prozesse, Produkte und Denkweisen in Frage zu stellen, um jeweils die Erwartungen unserer Kunden bestmöglich zu adressieren. Wir geben unseren Mitarbeitern den notwenigen Freiraum, Entscheidungen zu treffen, und motivieren sie, aktiv auf unsere Kunden zuzugehen. Dieser kulturelle Rahmen bildet letztendlich auch das Fundament für unsere Innovationen.

Mitarbeiterversprechen

Unser Mitarbeiterversprechen, unsere Mitarbeiter für ihre Leistungen zu belohnen, geht über den rein materiellen Aspekt hinaus. Zusätzlich zu Gehalt und Nebenleistungen bieten wir eine ausgezeichnete Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten. Dadurch sind wir in der Lage, die Bindung unserer Mitarbeiter an das Unternehmen zu fördern und die begabtesten Mitarbeiter anzuwerben. Wir nehmen an relevanten Jobmessen und Veranstaltungen in Deutschland teil, wo wir uns als attraktiver Arbeitgeber präsentieren.

Operational Excellence

Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere HR-Dienstleistungen und HR-Prozesse fortlaufend durch standardisierte Methoden zu optimieren, sodass wir auf die effizienteste Art und Weise die bestmögliche Qualität erzielen. Die systematische Entwicklung unseres Betriebsmodells umfasst die Einführung eines einheitlichen HR-Managementsystems innerhalb der gesamten Gruppe.

Künftig wird die Integration weitere Vereinheitlichungen und Standardisierungen von HR-Richtlinien und -Prozessen in sämtlichen Konzernunternehmen umfassen. Um unsere weltweiten HR-Prozesse einheitlich und praktikabel festzulegen, haben wir beschlossen, ein integriertes und innovatives HR-System einzuführen. Unsere HR-IT-Systeme sind dazu bestimmt, unseren Mitarbeitern das Leben zu erleichtern und im Laufe eines normalen Arbeitstags Zeit zu sparen.

Zur Harmonisierung unserer Payroll-Prozesse und zur Effizienzsteigerung in diesem Bereich haben wir die Gehaltsabrechnung der E-Plus Mobilfunk GmbH an den langjährigen Partner der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, die fidelis HR GmbH, ausgelagert.

Personalstand

2016 beschäftigte die Telefónica Deutschland Group 9.272 Mitarbeiter (2015: 10.080 Beschäftigte) basierend auf einer durchschnittlichen Berechnung des Personalstands jeweils zum Ende der Quartale in 2016 bzw. 2015.

Bei der Stichtagsbetrachtung zum Jahresende 2016 waren 9.476 Mitarbeiter (2015: 9.464 Mitarbeiter) in unserem Unternehmen beschäftigt. Die Fluktuationsrate betrug 17,9 % (2015: 21,8 %). Die Fluktuation ist im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die weitere Umsetzung des Restrukturierungsplans begründet. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen die Internalisierung von externen Mitarbeitern insbesondere im Bereich Customer Services aus.

Das Unternehmen verfügt über eine relativ junge Belegschaft. Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter betrug 2016 ca. 39,5 Jahre (2015: 39,5 Jahre). Insgesamt 1.882 Beschäftigte, d.h. rund 20 % der Belegschaft, arbeiteten 2016 in Teilzeit (2015: 1.912 Beschäftigte, 20 %). Diese Zahlen basieren jeweils auf einer Stichtagsbetrachtung der Jahre 2016 und 2015.

Diversity Management wird bei der Telefónica Deutschland Group gelebt

In Übereinstimmung mit unseren Unternehmensgrundsätzen haben wir uns ausdrücklich zur Diversität und Chancengleichheit in unserem Unternehmen verpflichtet. Durch die Ernennung eines Beauftragten für Diversität im Jahr 2010 haben wir diese Verpflichtung fest in unserer Organisationsstruktur verankert. Durch die Unterzeichnung des Memorandums für Frauen in Führung (MFF) im Jahr 2011 haben wir uns verpflichtet, Frauen in Führungspositionen ausdrücklich zu unterstützen.

Unsere Belegschaft bestand 2016 zu 40,8 % aus Frauen (2015: 39,9 %). Im Geschäftsjahr 2016 gehörten dem mit der Unternehmensführung betrauten Senior Management neun Frauen in Führungspositionen (2015: zehn) an, was einem Anteil von 15,0 % entsprach (2015: 15,2 %). Diese Zahlen basieren jeweils auf einer Stichtagbetrachtung der Jahre 2016 und 2015. Im Women-on-Board Index 100 II 2016 erreichten wir den ersten Platz unter 100 notierten deutschen Unternehmen.

Ende 2016 waren Arbeitskräfte mit 74 unterschiedlichen Nationalitäten bei der Telefónica Deutschland Group beschäftigt (2015: 73). Menschen mit Behinderung sind in unserem Unternehmen willkommen. Da wir die Verpflichtung zur Inklusion sehr ernst nehmen, haben wir ein barrierefreies Karriereportal eröffnet, das Ende 2012 online ging. Auf diese Weise ermöglichen wir qualifizierten Bewerbern im Rahmen unseres "Employer Branding" direkten Zugriff auf unsere Stellenangebote. Darüber hinaus arbeiten wir seit 2009 mit der Stiftung Pfennigparade zusammen und geben Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive. Ende 2016 waren 276 Mitarbeiter mit Behinderung in unserem Unternehmen beschäftigt (2015: 269).

Wir messen regelmäßig die Mitarbeiterzufriedenheit. Einmal im Jahr führen wir eine Mitarbeiterumfrage durch, um das Engagement der Mitarbeiter und das allgemeine Betriebsklima zu messen. Aufgrund der fortlaufenden Integration bitten wir ausgewählte Mitarbeiter, uns zusätzliches Feedback in vierteljährlichen "Pulsmessungen" zu geben. Hier steht der Fortschritt der Transformation im Mittelpunkt. Wir nutzen beide Umfragen als wichtigen Indikator für die Unternehmensführung und -gestaltung. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter mit einer breiten Palette von Programmen, die einen Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben ermöglichen, einschließlich des Zeitraums vor und während der Elternzeit und der anschließenden Rückkehr in das Berufsleben. Darüber hinaus bieten wir eine umfassende Palette von Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit externen Partnern. Dadurch unterstützen wir unsere Mitarbeiter bei der Suche nach der richtigen Kinderbetreuung oder nach Betreuungsmöglichkeiten für Familienangehörige, Nachhilfeunterricht oder Haushaltshilfen.

Durch alle diese Initiativen wollen wir die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter erhöhen und sie noch stärker an das Unternehmen binden.

Attraktivität des Arbeitgebers

Unsere Attraktivität als Arbeitgeber am Markt spiegelt sich in den externen Bewerberzahlen wider. Wir konnten im vergangenen Jahr 1.657 externe Einstellungen vornehmen.

Schulungen und Weiterbildung sind wichtige Ziele

Eines unserer wichtigsten Ziele im Jahr 2016 war die Weiterentwicklung der Fähigkeiten unserer Mitarbeiter. 2016 investierte die Telefónica Deutschland Group insgesamt 7 Mio. EUR in Schulungen und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter (2015: 6 Mio. EUR). Dies stellt eine Zunahme der Ausgaben in diesem Bereich um rund 17 % gegenüber dem Vorjahr dar (2015: 46 %), auch infolge eines höheren Anteils von Online-Schulungen und Webinaren. 2016 nahmen insgesamt 7.177 Mitarbeiter an einem unserer Weiterbildungskurse teil (2015: 8.800 Mitarbeiter). Die Anzahl der in Anspruch genommenen Schulungsstunden belief sich im Berichtsjahr auf 69.348 Stunden (2015: 186.500).

Das Schulungssystem der Telefónica Deutschland Group wurde dezentralisiert, um eine effizientere interne Schulungsorganisation zu erreichen. Jeder Geschäftsbereich hat einen Schulungskoordinator ernannt. Die Dezentralisierung bringt uns einen großen Vorteil: Ein zielgerichtetes und effizienteres Schulungsangebot, da die Geschäftsbereiche den Zielgruppen näherstehen und deren Bedürfnisse wesentlich besser verstehen.

Von dieser Dezentralisierung ausgenommen sind Schulungen zu den Themen Führung, Wandel und Kultur, für die weiterhin die Personalabteilung zuständig ist. Ferner werden sämtliche Schulungen zu den Themen Compliance, Datenschutz, Betriebssicherheit und Sicherheitsrichtlinien im Zusammenhang mit dem Austausch von Informationen von der Rechtsabteilung organisiert.

An der Universitas in Barcelona finden seit 2008 Führungskräftetrainings zu den Themen Unternehmensstrategie und -kultur, Führung sowie zur persönlichen Entwicklung statt.

Die Zielsetzung ist es, Verständnis für die globale Strategie und das Telefónica-Umfeld zu schaffen, individuelle Leadership Skills zu trainieren und länderübergreifendes Netzwerken zu fördern.

Darüber hinaus wurden mit großem Erfolg Inhalte der Telefónica Universitas im Rahmen eines "Universitas on the Road Programm" nach Deutschland geholt. Ziel dessen war es, Führungskräfte in Zeiten der Transformation dabei zu unterstützen, ihre Teams zu motivieren, eine Vision zu vermitteln und gemeinsam die Transformation zu gestalten.

Insgesamt nahmen in 2016 über 200 Führungskräfte von Telefónica Deutschland an den Programmen der Universitas teil und absolvierten insgesamt 6.844 Stunden in 2016.

Ausbildung und duales Studium mit vertiefter Praxis sichern Arbeitskräfte der Zukunft

Durch die Ausbildung junger Talente sichern wir unsere Zukunft und werden gleichzeitig unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht. Im Geschäftsjahr 2016 bereiteten wir 83 (2015: 120) junge Menschen (Auszubildende und duale Studenten) auf ihre berufliche Zukunft in unserem Unternehmen vor. 69 (2015: 55) junge Menschen schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab und 53 (2015: 44) von ihnen konnten wir eine Übernahme nach der Ausbildung anbieten. Das entspricht einer Übernahmequote von 77 %.

Den Studienanfängern bieten wir die Möglichkeit, ihr Studium durch fundierte praktische Erfahrungen in verschiedenen Fachbereichen unseres Unternehmens zu ergänzen. Unsere dualen Studenten absolvieren den theoretischen Teil ihres Studiums an verschiedenen Hochschulen in Stuttgart, München, Nürnberg, Mettmann und Hamburg. Zu den Studienfächern gehören Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik und Informationstechnologie, Informatik, Wirtschaftsinformatik und internationales Management. 2016 haben 35 (2015: 51) Studentinnen und Studenten diese Möglichkeit genutzt.

Onlife Graduates: Das Absolventenprogramm von Telefónica

Mit unserem Absolventenprogramm Onlife Graduates haben wir ein innovatives und attraktives Konzept zur Gewinnung von hochqualifizierten Absolventen entwickelt und im November 2016 ausgerollt. Es bietet 13 Hochschulabsolventen die Möglichkeit, sowohl Erfahrungen in der Unternehmenswelt von Telefónica als auch im Start-up-Umfeld zu sammeln. Die Onlife Graduates sind während des 18-monatigen Programms festen Fachbereichen zugeordnet und übernehmen dort auf Einstiegspositionen sofort operative Verantwortung. Parallel dazu entwickeln die Berufsstarter mit unserer Unterstützung eine eigene Geschäftsidee, die sie binnen eines Jahres zur Marktreife entwickeln. Das Programm verfolgt das Ziel, Talente zu gewinnen und zu entwickeln, die uns dabei helfen, unsere Transformation zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Darüber hinaus positionieren wir uns durch dieses einmalige Angebot als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt.

Corporate Responsibility

CR-Maßnahmen orientieren sich an der gesamten Wertschöpfungskette. /Als fairer Partner unserer Kunden und Stakeholder wollen wir Standards setzen./Alle Menschen sollen die Chancen der digitalen Welt nutzen können./ Unsere Produkte und Services nutzen das Potenzial der Digitalisierung für mehr Lebensqualität./Wir schützen das Klima, indem wir Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit konsequent verringern.

Corporate Responsibility gehört seit Langem zu den Leitprinzipien unseres Unternehmens. Mit der neuen Position als größter Mobilfunkanbieter in Deutschland steigen nicht nur die Erwartungen unserer Stakeholder, sondern auch unsere eigenen Ansprüche an verantwortungsbewusstes Handeln. Digitale Technologien sind für uns ein entscheidender Schrittmacher einer nachhaltigen Entwicklung, denn mit ihnen lassen sich Antworten auf die großen Zukunftsfragen entwickeln. Die Telefónica Deutschland Group will die wesentlichen Rohstoffe der Digitalisierung - Konnektivität und Daten - verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft nutzen. Dazu gehört, bei allen Geschäftstätigkeiten die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt im Blick zu behalten. Die damit verbundenen Ziele und Maßnahmen stellt das Unternehmen jährlich in einem eigenen CR-Report transparent dar. Dabei berücksichtigen wir etablierte Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung, wie die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Dies ermöglicht uns nicht nur die Teilnahme an wichtigen Nachhaltigkeitsratings und -rankings. Es zeigt auch, dass wir CR-Themen effizient managen, um Kosten und Risiken zu reduzieren, den Marktwert zu steigern und die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen.

Corporate Responsibility-Strategie zielgerichtet und effizient umsetzen

Die Telefónica Deutschland Group hat 2015 in einem mehrstufigen Prozess eine ganzheitliche Strategie entwickelt, die Corporate Responsibility auf allen Unternehmensebenen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette verankert. Ein Hauptergebnis war die Festlegung von drei CR-Schwerpunktfeldern mit direktem Bezug zu den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit: "Verantwortlich wirtschaften", "Leben in der digitalen Welt stärken" und "Umwelt und Klima schützen". Diese haben wir mit den für das Unternehmen relevanten CR-Themen im Rahmen einer Materialitätsanalyse zu einer Themenmatrix verdichtet, in die sowohl die Perspektiven des Managements als auch die der Stakeholder einbezogen wurden.

Der Dialog mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Shareholdern und Nichtregierungsorganisationen liefert uns wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer CR-Strategie. Die Telefónica Deutschland Group will ein fairer Partner für alle Anspruchsgruppen sein, denn nur gemeinsam mit ihnen lässt sich die digitale Welt nachhaltig gestalten.

Die Abteilung Corporate Responsibility hat die Aufgabe, die CR-Strategie in Einklang mit der Unternehmensstrategie sowie der globalen CR-Strategie der Telefónica, S.A. Group zu entwickeln und umzusetzen. Unter der Verantwortung des Director Corporate Affairs, der direkt an den CEO berichtet, steuert sie bereichsübergreifend alle CR-Aktivitäten, überprüft die Zielerreichung und initiiert neue Projekte. Dafür steht die CR-Abteilung in engem Austausch mit den Fachbereichen, insbesondere über das bereichsübergreifende CR-Komitee. Die CR-Ziele werden von der Geschäftsleitung und vom Vorstand geprüft und freigegeben.

Der nächste Schritt: Unser Responsible Business Plan

2016 haben wir unser CR-Engagement noch enger mit dem Kerngeschäft der Telefónica Deutschland Group verzahnt. Der Responsible Business Plan ist die konsequente Weiterentwicklung der CR-Strategie. Auf Basis einer Gap-Analyse und interner Workshops mit unseren Fachabteilungen wurden übergreifende Ziele bis zum Jahr 2020 formuliert. Sie sind unseren drei Schwerpunktfeldern zugeordnet und wurden entlang der Themenmatrix formuliert. Wir betten sie in hochrangige Ambitionen ein, die uns als wichtige Meilensteine auf unserem Weg dienen.

Um die Ziele zu erreichen, haben CR-Abteilung und die Fachabteilungen gemeinsam Commitments und aussagekräftige Leistungsindikatoren (KPI) erarbeitet. Wie die Maßnahmen zu den verschiedenen CR-Themen umgesetzt werden, stellt das Unternehmen ausführlich im CR-Report 2016 sowie komprimiert in den folgenden Abschnitten vor.

G 18 - Telefónica's Responsible Business Plan 2020

Unsere Zukunft. Unser Anspruch.

Verantwortlich wirtschaften

Für den Erfolg in der digitalen Welt und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen baut die Telefónica Deutschland Group auf eine faire Partnerschaft mit den Stakeholdern.

Integriertes Compliance-System stärkt Risikoprävention

Vertrauenswürdigkeit zu bewahren und zu vertiefen ist Grundlage unserer Geschäftstätigkeit. Klares Ziel der Telefónica Deutschland Group ist es, im Hinblick auf alle Gesetze, internationale Standards und interne Richtlinien stets regelkonform zu handeln. Die UN-Menschenrechtscharta und die ILO-Kernarbeitsnormen sind fester Bestandteil unserer Geschäftsgrundsätze. Die Einhaltung der Vorgaben steuern wir über ein integriertes Compliance-System. Das integre und verantwortungsbewusste Handeln unserer Mitarbeiter ist der Grundstein für die Reputation unseres Unternehmens. Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm stellen wir sicher, dass unsere Beschäftigten die Bestimmungen für ein korrektes Verhalten kennen.

Faire Partnerschaft für Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Die Telefónica Deutschland Group verpflichtet sich zu einem nachhaltigen Beschaffungs- und Lieferantenmanagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Basis für unser Handeln ist die faire und langfristig orientierte Partnerschaft mit unseren Lieferanten. Neben den Geschäftsgrundsätzen nutzen wir unsere eigene Supply Chain Sustainability Policy sowie ein webbasiertes Tool in unserem Lieferantenmanagementsystem für die Bewertung der Lieferanten, welches auch CR-Kriterien berücksichtigt. Im Rahmen eines Compliance Risk Assessments überprüfen wir derzeit alle bestehenden Richtlinien und Prozesse. Aus den Ergebnissen werden wir gemeinsam mit Telefónica Global Services (TGS) Maßnahmen zur weiteren Risikominderung ableiten.

T 10 - Lieferkette

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Einheit 2015 2016
Einkaufsvolumen in Mio. EUR 5.208 4.631
davon: Volumen bei Lieferanten mit Sitz in Deutschland in Mio. EUR 3.855 3.235
Lieferanten Anzahl 761 778
davon: Lieferanten mit Sitz in Deutschland Anzahl 611 625
Anteil inländischer Lieferanten % 80 80
Anteil am Volumen an inländische Lieferanten % 74 70
Anzahl von Lieferantenbewertungen Anzahl 41 43

Optimales Umfeld für zufriedene Mitarbeiter

Die Telefónica Deutschland Group ist ein attraktiver und fortschrittlicher Arbeitgeber. Besonders wichtig sind uns ein fairer Umgang mit unseren Mitarbeitern und ihre hohe Zufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld (> MITARBEITER). Ziel ist es, optimale Arbeitsbedingungen mit exzellenten Karrierechancen, Angeboten zur Aus- und Weiterbildung und einem leistungsstarken Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter zu schaffen. Bei der Besetzung neuer Stellen achten wir auf Vielfalt und Chancengleichheit. Zugleich fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Regelungen sowie Angebote zur Kinderbetreuung.

Mehrwert für unsere Kunden schaffen

Die Zufriedenheit und das Vertrauen der Kunden stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Die Telefónica Deutschland Group will ihnen das beste Erlebnis bei Produkten und Services sowie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. So stößt das Unternehmen mit dem neuen Tarifportfolio O2 Free in eine neue Dimension vor. Von nun an können sich Menschen jederzeit komfortabel in der digitalen Welt bewegen, ohne Sorge um den Datenverbrauch zu haben. Zu diesem Tarif und allen anderen Angeboten stehen wir mit unseren Kunden im Dialog. Neben den etablierten Formaten wie Social-Media-Kanälen, dem O2 Kundenforum oder den O2 Shops haben wir 2016 erstmals einen O2 Kundentag in München durchgeführt.

Leben in der digitalen Welt stärken

Alle Menschen sollen die Chancen der digitalen Welt nutzen können. Dafür wollen wir ihnen den Zugang ermöglichen, ihre Begeisterung wecken und ihre Kompetenzen stärken.

Mehr Lebensqualität durch innovative Lösungen

Wir investieren in das Internet der Dinge und in Intelligente Datenanalyse, die große Zukunftspotenziale für den Einzelnen und die Gesellschaft in sich tragen. Datenschutz und Datensicherheit sind dabei elementarer Kern unseres Handelns. Bei der Auswertung von Informationen für statistische Analysen, die nach strengen Richtlinien erfolgt, verwenden wir ausschließlich Daten, die anonymisiert und aggregiert sind.

Die Telefónica Deutschland Group hat mit Smart Meter Connect als einer der ersten Anbieter eine dezidierte Kommunikationslösung zur Digitalisierung der Energiewende entwickelt. Mit einer Kombination aus Mobilfunk und BreitbandPowerline können Verbrauchsdaten in Echtzeit, automatisch, sicher und schnell an Energieversorger und Nutzer übermittelt werden. Zudem erforschen wir aktuell in mehreren deutschen Städten das Potenzial intelligenter Datenanalysen, mit denen die Kommunen Infrastrukturmaßnahmen besser planen, die Emissionen genauer messen und den öffentlichen Nahverkehr insgesamt attraktiver gestalten können.

10 Netz der Telefónica Deutschland Group vor Erwerb der E-Plus Gruppe.
11 Netz der E-Plus Gruppe vor Erwerb durch Telefónica Deutschland Group.

Digitale Inklusion fördert Chancengleichheit

Die Telefónica Deutschland Group setzt sich dafür ein, alle Menschen an den Vorteilen der Digitalisierung teilhaben zu lassen und ihnen Inspiration und Hilfestellung zu geben. Die O2 Gurus erleichtern insbesondere Senioren, Familien, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung die Nutzung digitaler Angebote. Sie helfen Kunden online, telefonisch und in vielen O2 Shops. In kostenlosen Workshops geben die ausgebildeten Experten auch Nichtkunden Tipps für den richtigen Umgang mit digitalen Technologien. Mit unserem Handyguide für Kinder und Eltern sowie Förderprojekten wie "Medien in der Schule" unterstreichen wir unser Engagement für Jugendschutz und Medienkompetenz.

Bereits seit 2010 engagieren sich die Telefónica Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit O2 für die Entwicklung digitaler Kompetenzen von Jugendlichen. Das Programm "Think Big" hat bisher rund 93.000 Jugendliche dabei unterstützt, ihre eigenen gemeinnützigen Ideen in der digitalen Welt umzusetzen.

Der Telefónica Deutschland Group ist es zudem ein großes Anliegen, älteren Menschen den Zugang zu digitalen und mobilen Medien zu erleichtern. Rund 4.600 Personen hat unser Projekt "Tablet PCs für Senioren" erreicht, seit wir es 2012 mit der Stiftung Digitale Chancen in Senioreneinrichtungen gestartet haben. Dort können Bewohner die Geräte und den Netzzugang acht Wochen kostenlos nutzen.

Die Telefónica Deutschland Group stärkt Inklusion auch über die Mitarbeit in der "Wir zusammen"-Initiative der deutschen Wirtschaft. In diesem Rahmen hat das Unternehmen Flüchtlingsunterkünfte mit WLAN ausgestattet und über "Think Big" vielfältige Projekte zur Integration angestoßen.

T 11 - Spenden an gemeinnützige Projekte und Teilnehmer in Programmen zur digitalen Integration

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Einheit 2015 2016
Spenden an gemeinnützige Projekte in EUR 172.112 198.265
Teilnehmer an "Think Big" (Jugendliche) Anzahl 19.518 17.930
Teilnehmer an "Tablet PCs für Senioren" Anzahl 1.400 979

Hoheit über persönliche Daten bleibt bei Kunden

Uns ist es wichtig, dass die Menschen die Hoheit über ihre Daten behalten und ihr digitales Leben selbst gestalten können. Deshalb schützt die Telefónica Deutschland Group die Daten der Kunden in allen Produkten und Prozessen. In seiner Datenschutzrichtlinie hat das Unternehmen strenge Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten festgelegt. Unsere Mitarbeiter verpflichten wir auf das Daten- und Fernmeldegeheimnis und schulen sie regelmäßig zu diesem Thema.

Unseren Kunden bieten wir auf unseren Websites und Portalen maximale Transparenz zur Verwendung ihrer persönlichen Informationen. Zudem hat die Telefónica Deutschland Group über eine Plattform ein eigenes Verfahren zur Datenanonymisierung (DAP) etabliert.

Umwelt und Klima schützen

Es ist unser Ziel, die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu verringern. Unsere größten Handlungspotenziale sehen wir im Klimaschutz, in der Energieeffizienz und der Ressourcenschonung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bereits seit 2004 sind alle wesentlichen Bürostandorte nach ISO 14001 und 9001 zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2016 konnte unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001 für alle unsere Bürostandorte, Shops und Netzwerkstandorte zertifiziert werden.

Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutlich senken

Bereits seit 2015 verfolgt die Telefónica Deutschland Group für das zusammengeführte Unternehmen eine Strategie für Klimaschutz und Energieeffizienz. Bis 2020 wollen wir unsere direkten und indirekten CO2 -Emissionen gegenüber 2015 um 11 % reduzieren. Wir kaufen Waren und Dienstleistungen verantwortungsbewusst ein und geben grüner Energie den Vorrang. Schon heute stammen 74 % unseres Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen. Den Energieverbrauch pro Datenvolumen wollen wir bis 2020 um 40 % gegenüber 2015 reduzieren. Im Basisjahr 2015 verzeichneten wir einen Energieverbrauch pro Datenvolumen in Höhe von 0,4 1 GWh/PB. Darüber hinaus verpflichtet sich die Telefónica Deutschland Group, bis 2020 jedes Jahr 100 % der Energie, die das Unternehmen selbst beschafft und kontrolliert, aus Grünstrom - ohne den Zukauf von Kompensationszertifikaten - einzukaufen.

Wir nutzen konsequent unsere Potenziale zur Energieeinsparung, insbesondere über unsere effiziente Netzwerktechnik. Mithilfe moderner Netzwerkausstattung, verbesserter Software, effizienter Gleichrichter, optimierter Klimaanlagen und Freikühlsysteme bauen wir das Engagement weiter aus. Im Bereich Mobilität verringern wir unsere CO2 -Emissionen durch die Reduzierung von Geschäftsreisen, da wir wo möglich digitale Tools wie Videokonferenzen zur Kommunikation nutzen. Ebenso streben wir eine Reduzierung der durchschnittlichen Flottenemissionen unseres Fuhrparks an.

Mit unseren Green Services können auch unsere Kunden energieeffizienter und klimafreundlicher handeln. Dazu zählen etwa intelligente Stromzähler (Smart-Meter) oder der Eco-Index, der Kunden hilft, die Umweltauswirkungen von Handys besser einzuschätzen.

Recycling verbessert Ressourcenschutz

Die Telefónica Deutschland Group achtet auf einen schonenden Einsatz von Ressourcen und will sich auf diesem Gebiet kontinuierlich verbessern. Gegenwärtig liegt unser Schwerpunkt auf der verantwortungsvollen Entsorgung von Hardware. Unser Handyrecycling-Programm bezieht dabei die Verbraucher in den Umweltschutz mit ein. Im Jahr 2016 gelang es uns, über das Programm 62.361 Althandys (36 % mehr als im Vorjahr) einzusammeln. Davon gingen 51.145 Althandys ins Recycling (Schmelze) und 11.216 in die Wiedervermarktung. Für die Wiederverwertung sind zusätzlich 55.703 gebrauchte Endgeräte außerhalb des Handyrecyclingprogramms bei uns eingegangen. Die Anzahl der insgesamt eingesammelten Geräte liegt damit bei 118.064 Althandys.

Die fachgerechte Entsorgung erfolgt über die gemeinnützige AfB GmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderung). Ein Teil der Erlöse für die eingegangenen Handys erhält der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) zur Renaturierung der Unteren Havel. Künftig wollen wir bis zum Jahr 2020 jeweils jährlich eine weitere wirkungsvolle Maßnahme zum Schutz von Ressourcen umsetzen.

T 12 - Energie12

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Einheit 2015 2016
Energieverbrauch gesamt GWh 859 843
Stromverbrauch gesamt GWh 817 803
davon Netzwerk und Rechenzentren GWh 776 775
davon Büros, Shops, Call-Center GWh 41 28
Kraftstoffverbrauch gesamt13 GWh 42 40
Energie aus erneuerbaren Energiequellen GWh 602 591
Anteil des Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energien % 74 74
Energieintensität14 GWh/PB 0,41 0,30

12 Der Stromverbrauch ergibt sich aus der Anzahl der Standorte für Mobilfunk und Festnetz multipliziert mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch je Standort. Dieser wurde auf Basis von historischen Verbrauchsdaten ermittelt.
13 Der Kraftstoffverbrauch (in Form von Diesel, Erdgas und Fernwärme) umfasst lediglich die per Direktvertrag zwischen Versorger und Telefónica versorgten Einheiten (72 % der Datenzentren und Verwaltungsgebäude, 4 % der Call-Center und 13 % der Shops [bezogen auf die Fläche in Quadratmetern]) in Abgrenzung zu jenen Einheiten, bei denen die Versorgung über den Vermieter der Einheit verwaltet wird.
14 Die Energieintensität ergibt sich aus dem Energieverbrauch gesamt geteilt mit dem Datenvolumen in Petabyte.

T 13 - GHG-Emissionen

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Einheit15 2015 2016
CO2-Emissionen gesamt (Scope 1, 2 und 3)16 tCO2eq 479.196 443.272
direkte Emissionen (Scope 1) mit Kältemittel-Emissionen tCO2eq 9.541 7.549
indirekte Emissionen (Scope 2) tCO2eq 464.313 430.740
weitere indirekte Emissionen (Scope 3)17 tCO2eq 5.342 4.983

15 CO22eq = CO2, CH4 & N2O.
16 Die Berechnung der CO2-Emissionen (inklusiv Scope 1 und Scope 2 in der nachfolgenden Darstellung) erfolgt nach ISO 14.064, Greenhouse Gas Protocol & ITU-T L.1420. Für die Umrechnung des Stromverbrauchs in CO2-Emissionen wird ein einheitlich deutschlandweiter Umrechnungsfaktor zugrunde gelegt unabhängig davon, dass ein Anteil von 74 % (im Vorjahr 74 %) aus regenerativen Energiequellen bezogen wurde. Dieser beträgt 535 g CO2 pro kWh in 2016. In Vorjahren wurde der Strom-Umrechnungsfaktor der International Energy Agency (IEA) verwendet (475,41 g CO2 pro kWh), seit 2016 wird rückwirkend auf die Faktoren des Umweltbundesamts (569 g CO2 pro kWh in 2015) zurückgegriffen, um Aktualität und Regionalität zu verbessern. Grundsätzliche Veränderungen von Trends ergeben sich jedoch nicht.
17 Andere indirekte Emissionen (Scope 3) durch Geschäftsreisen.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2016 nicht eingetreten.

Risiko- und Chancenmanagement

Risiken und Chancen werden kontinuierlich beobachtet und frühzeitig identifiziert./Das Risikomanagement ist in alle Entscheidungsprozesse eingebunden./Risiken werden in einer 5x5-Matrix klassifiziert und entsprechend eng überprüft./Chancenmanagement ist wesentlicher Bestandteil des gesamten Prozesses der Strategieplanung./Wir wollen Chancen gezielt nutzen./Der Fortbestand des Unternehmens ist nicht gefährdet.

Die Telefónica Deutschland Group antizipiert neue Geschäftsmöglichkeiten, um den Unternehmenswert langfristig zu steigern und das Umsatzwachstum fortzusetzen. Um diese Chancen zu nutzen und die Effizienz zu steigern, muss das Unternehmen jedoch auch gewisse Risiken eingehen. Unser Risikomanagement ist darauf ausgelegt, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Allgemeine Finanzmarktrisiken

Die Telefónica Deutschland Group ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Finanzmarktrisiken ausgesetzt.

Wenn diese finanziellen Risiken eintreten, könnten sie sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Telefónica Deutschland Group auswirken. Die Telefónica Deutschland Group hat Richtlinien für Risikomanagementverfahren und für den Einsatz von Finanzinstrumenten festgelegt, einschließlich einer klaren Aufgabentrennung in Bezug auf Finanztätigkeiten, Abrechnung, Rechnungslegung und zugehöriges Controlling. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Management von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Die Telefónica Deutschland Group hat Richtlinien festgelegt, die sich aus bewährten Standards für die Risikobewertung und die Überwachung im Hinblick auf den Einsatz von Finanzderivaten ableiten.

Marktrisiko

Das Marktrisiko besteht in dem Risiko, dass Änderungen von Marktpreisen wie etwa Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sich auf den Wert von Finanzinstrumenten oder auf die Erträge der Telefónica Deutschland Group auswirken.

Währungsrisiko

Die zugrunde liegende Währung für die Finanzberichte der Telefónica Deutschland Group ist der Euro. Sämtliche Abschlüsse der Tochtergesellschaften der Telefónica Deutschland Group werden ebenfalls in Euro aufgestellt, daher unterliegt die Telefónica Deutschland Group keinem Translationsrisiko. Das Transaktionsrisiko, das sich aus den Geschäftsbeziehungen der Telefónica Deutschland Group mit ihren Lieferanten oder Geschäftspartnern in Ländern mit einer anderen Landeswährung als dem Euro ergibt, ist aufgrund des regionalen Tätigkeitsschwerpunkts nicht wesentlich. Da sich die Telefónica Deutschland Group ausschließlich durch selbst generierte Zahlungsmittel in Euro sowie in Euro denominiertes Eigen- und Fremdkapital finanziert, ergibt sich hieraus ebenfalls kein Wechselkursrisiko.

Für wesentliche identifizierte Währungsrisiken werden mit dem Telefónica, S.A. Group Treasury Derivate abgeschlossen.

Zinsrisiko

Als Zinsrisiko wird das Risiko betrachtet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko, indem er ein ausgeglichenes Portfolio von fest und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten anstrebt. Zur Erreichung dieser Zielsetzung werden ggf. Zinsswaps eingesetzt.

Bei der Telefónica Deutschland Group ergeben sich Zinsrisiken hauptsächlich durch variabel verzinste Darlehensverträge als Kreditnehmer und Zinsswaps sowie aus den variabel verzinsten Cash-Pooling-Konten bei der Telfisa Global B.V. Zur Reduzierung bestehender Zinsrisiken wurden im November 2013 und im Februar 2014 im Zusammenhang mit der Emission von Anleihen jeweils Zinsswaps auf einen Teilbetrag der Anleihenominalbeträge abgeschlossen. Auf der Grundlage dieser Zinsswap-Kontrakte zahlt die Telefónica Deutschland Group einen variablen Zinssatz auf einen Nominalbetrag und erhält im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Diese Zinsswaps gleichen in Höhe ihrer Nominalbeträge die Auswirkungen künftiger Marktzinsänderungen auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus den Anleiheemissionen aus (Fair Value Hedge). Die Sicherungsbeziehungen werden gemäß Hedge Accounting nach IAS 39 bilanziert. Zu Beginn der Sicherungsbeziehungen wurden sowohl die Beziehung zwischen dem jeweiligen Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel und Strategie der Absicherung dokumentiert. Es erfolgten eine konkrete Zuordnung vom Absicherungsinstrument zu der entsprechenden Verbindlichkeit und eine Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung. Die bestehende Sicherungsbeziehung wird fortlaufend auf Effektivität hin überwacht.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko finanzieller Verluste aus der Unfähigkeit des Vertragspartners, Schulden vertragsgemäß zu tilgen oder zu bedienen. Das maximale Ausfallrisiko der Telefónica Deutschland Group entspricht zunächst dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte (ohne Berücksichtigung etwaiger Garantien oder Sicherheiten).

Die Telefónica Deutschland Group erachtet die Steuerung des kommerziellen Ausfallrisikos als entscheidend, um ihre Ziele für ein nachhaltiges Wachstum des Geschäfts und der Kundenbasis im Einklang mit ihren Risikomanagementrichtlinien zu erreichen. Für das Management und die Überwachung von Ausfallrisiken wurden geeignete Prozesse festgelegt, welche die laufende Überwachung von angenommenen Risiken und der Ausfallhöhe beinhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Kunden, die erhebliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland Group haben können. Für diese Kunden werden abhängig vom Geschäftsbereich und von der Art der Geschäftsbeziehung entsprechende Kreditmanagementinstrumente wie eine Kreditversicherung oder Sicherheiten für die Begrenzung des Ausfallrisikos eingesetzt. Zur Kontrolle des Ausfallrisikos führt die Telefónica Deutschland Group regelmäßig eine Analyse der Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch und bucht Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen mit Ausfallrisiko.

Die Telefónica Deutschland Group hat bezüglich ihrer Barüberschüsse im Einklang mit der Konzernpolitik der Telefónica Cash-Pooling- und Einlagenvereinbarungen mit der Telfisa Global B.V., einer Konzerngesellschaft der Telefónica, S.A. Group, abgeschlossen und hinterlegt dort ihre Barüberschüsse. Die Telefónica, S.A. ist von internationalen Ratingagenturen mit einem Investment Grade Rating eingestuft.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass die Telefónica Deutschland Group ihren finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Zur Sicherstellung der Liquidität werden auf Basis einer detaillierten Finanzplanung die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und zentral gesteuert. Die Telefónica Deutschland Group schließt im Rahmen ihres Liquiditätsmanagement entsprechend der Konzernpolitik der Telefónica, S.A. Group Cash-Pooling- und Einlagenvereinbarungen mit der Telfisa Global B.V., Niederlande, ab. Neben der operativen Liquidität werden die sich an den Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten fortlaufend geprüft, um die finanzielle Flexibilität der Telefónica Deutschland Group sicherzustellen.

Kapitalmanagement

Die Telefónica Deutschland Group ist bestrebt, die Nachhaltigkeit ihres Geschäfts zu gewährleisten und ihren Unternehmenswert zu maximieren, indem sie ihre Kapitalkosten, die Eigenkapitalquote und das OIBDA laufend überwacht.

Risikomanagement und Risikoberichterstattung

Grundprinzipien des Risikomanagements

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir mit verschiedenen geschäftlichen, operationellen, finanziellen und sonstigen (globalen) Risiken konfrontiert. Wir erbringen unsere Dienstleistungen auf Basis der von uns getroffenen organisatorischen, strategischen und finanziellen Entscheidungen und Vorkehrungen.

Jede Geschäftstätigkeit birgt Risiken, die den Prozess der Zielfestlegung und der Zielerfüllung beeinträchtigen können. Diese Risiken entstehen aus der Ungewissheit zukünftiger Ereignisse - häufig aufgrund unzureichender Informationen - und haben zur Folge, dass Zielvorgaben verfehlt werden können. Werden Risiken nicht erkannt und behandelt, können sie die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gefährden. Um angemessen auf diese Tatsache zu reagieren, hat die Unternehmensführung einen Risikomanagementprozess eingeführt. Dieser soll die frühzeitige und vollständige Transparenz hinsichtlich neuer Risiken oder Veränderungen an bestehenden Risiken gewährleisten.

Das Risikomanagement ist ein fester Bestandteil der Entscheidungsprozesse der Telefónica Deutschland Group. Das Verfahren stellt sicher, dass Risikobewertungen in die Entscheidungsfindung einfließen und frühzeitig Maßnahmen zur Minderung und Bewältigung von Risiken ergriffen werden. Die Grundlage hierfür ist die Bewertung, Kommunikation und Handhabung von Risiken durch alle Manager des Unternehmens. Ein unterer Grenzwert für die Erfassung von Risiken ist grundsätzlich nicht festgelegt. Die Abteilung Risikomanagement stellt das Risikoregister des Unternehmens bereit, das auch die Tochtergesellschaften abdeckt. Im Rahmen der Erstellung des Risikoregisters wird gewährleistet, dass gleichartige oder kumulativ wirkende Risiken zusammengefasst und damit einer ganzheitlichen Betrachtung zugeführt werden. Zudem wird dieser sogenannte Bottom-up-Ansatz, d.h. die Identifizierung von Risiken durch die operativen Einheiten, durch einen Top-down-Ansatz ergänzt, um eine unternehmensübergreifende Perspektive auf Risiken sicherzustellen. Zweck des Top-down-Ansatzes ist es, Risiken, die ausschließlich auf höchster Managementebene oder unter Zugrundelegung einer gruppenweiten Betrachtung identifiziert werden können, einer Diskussion mit den operativ verantwortlichen Einheiten zuzuführen. Damit sollen eine vollständige Qualifizierung sowie eine ganzheitliche Steuerung ermöglicht und die Relevanz für zukünftige Berichterstattungen evaluiert werden. Dabei steht das Risikomanagement kontinuierlich mit sämtlichen Unternehmensbereichen und unseren Risikokoordinatoren in Kontakt, um Risiken sowie deren Management und Entwicklung fortlaufend zu verfolgen und zu beurteilen. Verantwortliche Mitarbeiter werden individuell geschult, um einen einheitlichen, strukturierten Prozess der Risikoerfassung und -bewertung sicherzustellen. Darüber hinaus stehen allen Mitarbeitern Grundlagenschulungen zur Verfügung, um diese allgemein für das Management von Risiken zu sensibilisieren.

Risiken werden mit Blick auf ihre Auswirkungen auf unsere Geschäftsziele bewertet, sowohl aus betrieblicher als auch aus finanzieller Sicht. Das Risikoregister beruht auf einer Datenbank, die sämtliche identifizierten Risiken, ihren aktuellen Status, bereits getroffene Maßnahmen und festgelegte Aktionspläne beinhaltet.

In einem formellen, vorausschauenden Verfahren wird dem Vorstand regelmäßig über das Risikoregister der Telefónica Deutschland Group Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) wird regelmäßig über Risiken und deren Entwicklung informiert.

Chancen werden nicht im Risikomanagementsystem erfasst.

Risikobewertung

Im folgenden Abschnitt werden die Risiken dargestellt, die unsere Finanzlage, unsere Wettbewerbsfähigkeit oder unsere Fähigkeit zur Umsetzung der Zielvorgaben erheblich beeinträchtigen könnten. Die Darstellung folgt dem Nettoprinzip, d.h., die Darstellung und Beurteilung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung erfolgter Risikobegrenzungsmaßnahmen.

Für die Ermittlung der im Folgenden dargestellten Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Geschäftsentwicklung verwenden wir als Ausgangspunkt eine 5x5-Matrix, innerhalb derer das potenzielle Schadenvolumen sowie die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit in jeweils fünf Kategorien eingeteilt werden:

G 19 - Risikoprofil

Aus der Kombination des potenziellen Schadenvolumens und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit werden die einzelnen Risikopunkte in drei Kategorien eingeteilt (bedeutende, moderate und geringe Risiken). Als bedeutend für das Unternehmen werden alle Risiken mit einem sehr hohen potenziellen Schadenvolumen angesehen, wobei die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit unberücksichtigt bleibt. Mit steigender Eintrittswahrscheinlichkeit fallen auch Risikopunkte mit hohem oder mittlerem potenziellen Schadenvolumen in diese Kategorie. Risiken mit einem sehr geringen potenziellen Schadensvolumen werden grundsätzlich als geringe Risiken angesehen, wobei die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit unberücksichtigt bleibt.

Als gering eingestufte Risiken werden nicht an den Vorstand berichtet und sind daher in der Risikoauflistung des folgenden Kapitels nicht enthalten. Solche Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfasst, dokumentiert und durch die relevanten Führungsebenen verwaltet.

Für den internen Gebrauch und das Reporting innerhalb des Konzerns werden Risiken in Geschäftsrisiken, operationelle Risiken, finanzielle Risiken und sonstige (globale) Risiken unterteilt; diese Einteilung wird auch diesem Kapitel des Berichts zugrunde gelegt. Die wichtigsten Risikofelder werden in den jeweiligen Kategorien genannt.

Darüber hinaus kann unser Unternehmen durch andere oder zusätzliche Risiken beeinflusst werden, die uns gegenwärtig nicht bewusst sind oder die wir nach derzeitigem Kenntnisstand nicht als wesentlich erachten. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich derzeit als geringer eingeschätzte Risiken innerhalb des Prognosezeitraums in einer Weise verändern, dass sie eine potenziell höhere Auswirkung haben können als derzeit als bedeutender eingeschätzte Risiken.

Risiken

Geschäftsrisiken

Wettbewerbsintensive Märkte und wechselnde Kundenanforderungen

Wir sind auf Märkten tätig, die sich durch ein hohes Maß an Wettbewerb und kontinuierliche technologische Entwicklungen auszeichnen. Unser Unternehmen steht in einem zunehmenden Wettbewerb mit alternativen Telekommunikationsanbietern - darunter Kabelbetreiber, MVNO und Unternehmen für Unterhaltungselektronik - und konkurriert darüber hinaus mit alternativen Telekommunikationsdienstleistungen wie OTT (Over-the-top). Darin liegt ein bedeutendes Risiko für die Erreichung unserer Wachstumsziele und der geplanten Umsatzerlöse. Um uns gegenüber diesen Unternehmen und Entwicklungen zu behaupten, müssen wir auch in Zukunft unsere Dienstleistungen und Produkte erfolgreich vermarkten und zur Verfügung stellen. Dazu beobachten wir die Geschäftsaktivitäten unserer Mitbewerber, technologische Änderungen, neue Kundenbedürfnisse sowie die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen systematisch und antizipieren diese.

Regulatorisches Umfeld

Wir sind in einem stark regulierten Marktumfeld aktiv. Entscheidungen der Regulierungsbehörden können Dienstleistungen, Produkte und Preise direkt und bedeutend beeinflussen.

Lizenzen und Frequenzen

Unsere Lizenzen und die uns gewährten Frequenznutzungsrechte sind befristet und von einer vorhergehenden Zuteilung abhängig. Daraus ergibt sich grundsätzlich ein bedeutendes Risiko für den Betrieb und Ausbau des Netzes. Wenn wir die für unser Geschäft notwendigen Lizenzen und Frequenznutzungsrechte nicht verlängern oder neu einholen können oder wenn sich die finanziellen Bedingungen für die Nutzung dieser Lizenzen und Rechte erheblich ändern, entstehen höhere Investitionskosten als geplant. Eine ebenso hierdurch mögliche Verzögerung im Netzausbau könnte sich auch negativ auf die erwarteten Umsatzerlöse auswirken.

Die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG hat im Jahr 2015 erfolgreich an der von der BNetzA durchgeführten Frequenzauktion teilgenommen und sich damit die für ihr Geschäft notwendigen neuen Frequenzen bis Ende des Jahres 2033 gesichert. Zusätzlich haben wir die Erlaubnis erhalten, die Frequenzen der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und der E-Plus Mobilfunk GmbH sowie die Frequenzen ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft, der Ersten MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungs GmbH, gegenseitig zu nutzen, und verfügen nunmehr kurz- und mittelfristig über eine ausreichende Ausstattung an Frequenzen, um die angebotenen Dienstleistungen und die gesetzten strategischen Ziele erreichen zu können. Für die derzeitige Untersuchung einer Frequenzumverteilung im 2-GHz-Band durch die BNetzA sehen wir keinen Anlass. Das Risiko einer mangelnden Frequenzausstattung besteht daher aktuell nur auf langfristige Sicht.

Im Zusammenhang mit der deutlichen Reduzierung der Risikolage in Bezug auf die Frequenzausstattung ist jedoch zu ergänzen, dass nach unserem Kenntnisstand die Firmen Airdata AG, Stuttgart, und Liquid Broadband AG, Frankfurt am Main, Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Präsidentenkammer der BNetzA, mit der die Versteigerungsbedingungen festgelegt wurden, eingelegt haben. Im Falle einer positiven Bescheidung könnte dies dazu führen, dass die Frequenzauktion unter geänderten Bedingungen wiederholt werden müsste. Dies würde dazu führen, dass die oben genannten Risiken wiederaufleben könnten.

Daneben besteht das moderate Risiko einer Beeinträchtigung für die Leistungsfähigkeit und den Ausbau unseres Mobilfunknetzes im Falle einer Änderung der Vorgaben bezüglich der maximal zulässigen Sendeleistung aufgrund von Neuregelungen bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit von Sendeanlagen (EMVU).

Terminierungsentgelte Mobilfunk und Festnetz

Die Terminierungsentgelte im Mobilfunk und Festnetz sind in Europa in den letzten Jahren gesunken und auch in Deutschland gab es beträchtliche Kürzungen in den vergangenen Jahren. Verschiedene Prüfungen dieser Entgelte und Gerichtsverfahren über regulatorische Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Mobilfunk- und Festnetzterminierungsentgelte weiter zu senken und hat für die Berechnung dieser Entgelte durch die jeweilige nationale Regulierungsbehörde mit Pure LRIC (LRIC = Long Run Incremental Costs) eine neue Methode empfohlen. Es besteht bei der weiteren Umsetzung dieser Berechnungsmethode durch die BNetzA das moderate Risiko weiterer Absenkungen der Terminierungsentgelte und damit eines Rückgangs der Umsatzerlöse aus diesem Bereich.

Sonstige regulatorische Einflüsse auf Entgelte

Preisregulierte Dienste umfassen auch das internationale Roaming von Sprach-, SMS- und Datendiensten.

Die EU-Kommission hat mit der im November 2015 in Kraft getretenen Telecom-Single-Market-Verordnung (TSM-VO) eine schrittweise Abschaffung der Roaming-Aufschläge bei Endkunden auf ihren jeweiligen Inlandstarif ("Roam-like-at-home") bis zum 15. Juni 2017 beschlossen (> REGULATORISCHE EINFLÜSSE AUF DIE TELEFÓNICA DEUTSCHLAND GROUP).

Dennoch könnten die Regulierungsbehörden darüber hinaus jederzeit zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Roaming-Tarife und Festnetz- oder Mobilfunkterminierungsentgelte weiter zu kürzen. Ebenso könnten sie uns dazu verpflichten, Dritten zu reduzierten Preisen Zugang zu unseren Netzen zu gewähren. Es besteht somit das moderate Risiko, dass sich weitere Kürzungen dieser Tarife und Entgelte nachteilig auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage auswirken.

Um diesen regulatorischen Risiken entgegenzuwirken, pflegt die Telefónica Deutschland Group einen engen Austausch zu den Entscheidungsträgern auf nationaler und internationaler Ebene. So können wir unsere Interessen und Standpunkte rechtzeitig in die Entscheidungsprozesse einbringen. Zudem prüfen und nutzen wir Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Entscheidungen der Regulierungsbehörden, um für uns positive Veränderungen aktiv herbeizuführen.

Geänderte regulatorische Anforderungen zur Erhebung und Validierung von Kundendaten

Durch eine Änderung des § 111 TKG werden sich ab Mitte 2017 die Anforderungen an die Erhebung und Validierung von Kundendaten, insbesondere für Prepaid-Verträge erhöhen. Somit besteht für die Branche das Risiko, dass etablierte Vertriebswege nicht mehr oder nicht mit der gleichen Effizienz genutzt werden und dass dadurch zusätzliche Kosten bei der Akquisition von Neukunden entstehen könnten. Auch wenn der Umfang erst absehbar ist, wenn die Vorgaben der BNetzA bekannt sind, erachten wir das Risiko nunmehr als moderat.

Regulatorische Vorgaben im Zusammenhang mit dem Erwerb der E-Plus Gruppe

In der von der EU-Kommission erfolgten Freigabe des Erwerbs der E-Plus Gruppe wurde die Telefónica Deutschland Group auch zur Erfüllung verschiedener Auflagen verpflichtet. Dies betrifft unter anderem die Verpflichtung, einem potenziellen neuen Mobilfunknetzbetreiber Frequenzen, Infrastruktur und Netzkapazitäten entgeltlich zur Verfügung zu stellen. Bei der Frequenzauktion im Jahr 2015 ist kein Neueinsteiger aufgetreten und auch sonst wurde diese Auflage bislang nicht abgerufen. Zur Erfüllung einer weiteren Auflage haben wir mit der Drillisch Group umfangreiche Vereinbarungen zur Abgabe von Netzkapazitäten und Serviceleistungen getroffen. Zur Sicherstellung der strikten Einhaltung der geschlossenen Verträge und damit zur Vermeidung erheblicher möglicher Strafzahlungen wurde ein umfangreiches Projekt aufgesetzt. Trotz dieser Maßnahmen ist das Risiko nunmehr als bedeutend bewertet.

Versicherungen

Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit begegnet die Telefónica Deutschland Group einigen Risiken durch den Abschluss von Versicherungen. Insbesondere Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb der technischen Infrastruktur sowie mit möglichen Verstößen gegen Urheber- oder Patentrecht werden dadurch signifikant, grundsätzlich auf den gewählten Selbstbehalt, reduziert.

Trotz eines vorhandenen Risikomanagementprozesses besteht das moderate Risiko, dass unvorhergesehene Ereignisse Vermögensschäden nach sich ziehen, wenn sich unsere Rückstellungen oder unser Versicherungsschutz als unzureichend herausstellen sollten. Im Rahmen des Managements unserer Versicherungsabdeckung findet eine regelmäßige Überprüfung statt, um eine bestmögliche Abdeckung aller denkbaren Risiken zu erreichen.

Operationelle Risiken

Servicequalität

Der Erfolg unserer Geschäftstätigkeit hängt von unserer Fähigkeit ab, neue Kunden zu gewinnen und Bestandskunden zu halten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist es, die technischen Anforderungen und die Kundenwünsche zu antizipieren und diese rechtzeitig umzusetzen. Fehlinterpretationen oder falsche Entscheidungen bergen das bedeutende Risiko, dass die Akzeptanz unserer Produkte durch den Kunden negativ beeinflusst wird, und könnten dazu führen, dass wir unsere Wachstums- und Ertragsziele nicht erreichen. Wir begegnen diesem Risiko einerseits durch die intensive Beobachtung und Auswertung der Kundenzufriedenheit, aber auch durch ein umfassendes Monitoring unserer Netzwerkelemente.

Es besteht das bedeutende Risiko, dass anhaltende oder wiederholte Störungen oder Schäden in unseren Mobilfunkoder Festnetzen sowie in unseren technischen Anlagen die Kundenzufriedenheit negativ beeinflussen und Kundenverlust oder Umsatzeinbußen zur Folge haben könnten. Zusätzlich besteht das Risiko, dass trotz bestehender Versicherungen kostspielige Reparaturen zur Wiederherstellung des Betriebs erforderlich werden.

Lieferantenausfälle

Als Mobilfunk- und Festnetzbetreiber sowie Anbieter von Telekommunikationsdiensten und -produkten sind wir - wie andere Unternehmen aus der Branche auch - von wenigen Hauptlieferanten abhängig, was ein nunmehr als moderat bewertetes Risiko beinhaltet. Diese stellen wichtige Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung, die hauptsächlich die IT- und Netzinfrastruktur betreffen. Wenn diese Lieferanten ihre Produkte und Dienstleistungen nicht termingerecht zur Verfügung stellen, könnte dies den Betrieb und Ausbau des Netzes gefährden, was sich wiederum nachteilig auf unser Unternehmen und die Ertragslage auswirken könnte. Das Gleiche gilt, wenn Anbieter, an die wir aus Effizienzgründen Projekte vergeben, die Dienstleistungen nicht in der geforderten Frist oder Qualität erbringen. Im Rahmen unseres Lieferantenmanagements bewerten wir fortlaufend Risiken sowie die Qualität der bereitgestellten Dienstleistungen, um Schwachstellen frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken zu können.

Abhängigkeit von Leistungen des Hauptaktionärs Telefónica und von KPN

Die Telefónica Deutschland Group bezieht auch nach der eigenen Börsennotierung und dem Zusammenschluss mit der E-Plus Gruppe in erheblichem Ausmaß Dienstleistungen und Vorleistungen von der Telefónica, S.A. Group. Insbesondere im Bereich des Finanzmanagements sowie bezüglich IT-Dienstleistungen besteht eine Reihe von Verträgen. Auch die Nutzung der Premium-Marke O2 in Deutschland ist Gegenstand einer Lizenzvereinbarung mit der O2 Worldwide Ltd., einem Tochterunternehmen der Telefónica, S.A. Mit KPN besteht eine langfristige Vereinbarung über die Nutzung der Marke BASE in Deutschland. Es besteht das Risiko, dass die bisher durch die Telefónica, S.A. Group erbrachten Vorleistungen nicht weiter erbracht und am Markt nicht oder nicht zu gleich günstigen Konditionen bezogen werden könnten. Aufgrund der erheblichen Bedeutung der Markenrechte für die Geschäftstätigkeit erachten wir das Risiko als bedeutend, auch wenn keine Indizien für eine zukünftige Unterbrechung der Dienstleistungsbeziehungen vorliegen. Gerade der Verlust einer Marke könnte sich auf Kundenwachstum und damit Umsatzerlöse auswirken.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Telefónica Deutschland Group zur Einhaltung einer Vielzahl von Gesetzen verpflichtet. Ein Verstoß gegen Rechtsvorschriften beinhaltet per se ein Risiko für die Geschäftstätigkeit, den Geschäftserfolg sowie die Reputation des Unternehmens. Insbesondere im Bereich Wettbewerbsrecht sowie Daten- und Kundenschutz unterliegen der Telekommunikationsmarkt sowie die agierenden Unternehmen einer speziellen Beobachtung durch nationale und europäische Behörden, Organisationen und Verbände. In der jüngeren Vergangenheit gab es wiederholt Untersuchungen und Verfahren gegen Unternehmen auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt.

Im Zuge unserer Geschäftstätigkeit sammeln und verarbeiten wir Kundendaten und andere personenbezogene Daten. Missbrauch oder Verlust dieser Daten könnten einen Verstoß gegen geltende Gesetze und Bestimmungen darstellen und Bußgelder, Reputationsverluste sowie die Abwanderung von Kunden und damit einhergehend Umsatzverlust zur Folge haben. Zusätzlich könnten wir mit Klagen konfrontiert werden, die sich auf die Verletzung der geistigen Eigentumsrechte Dritter beziehen. Gleichermaßen sind wir möglicherweise nicht in der Lage, unsere eigenen Eigentumsrechte angemessen zu schützen.

Aus den Verträgen mit Vertriebspartnern, Lieferanten und Kunden können sich Vertragsstrafen oder Forderungen ergeben, sollten wir unseren vertraglichen oder gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen oder z.B. vereinbarte Abnahmemengen nicht erfüllen.

Zur Vermeidung von rechtlichen Risiken, insbesondere aus dem Wettbewerbs- und Datenschutzrecht, hat die Telefónica Deutschland Group ein Compliance Management System etabliert. Bestandteile dieses Managementsystems sind die geltenden Geschäftsgrundsätze, eine Reihe von Richtlinien sowie die fortlaufende Schulung von Mitarbeitern bezüglich der wesentlichen Rechtsvorschriften und Vorgaben. In Ergänzung dazu sind rechtliche Risiken, soweit zulässig, durch Versicherungen abgedeckt, insbesondere die Verletzung von geistigem Eigentum und Markenrechten. Zudem unterhält die Telefónica Deutschland Group eine interne Compliance- und eine Rechtsabteilung sowie ständigen Kontakt zu externen Rechtsanwaltskanzleien, Behörden, Vereinen und Verbänden. Aufgrund der Vielzahl der rechtlichen Verpflichtungen, komplexer Verträge sowie widerstreitender Interessen insbesondere mit Verbraucherschutzorganisationen besteht jedoch ein moderates Risiko, dass unser Geschäftsergebnis oder unsere Reputation negativ beeinträchtigt werden könnten.

Im Juni 2015 haben die Airdata AG, Stuttgart, sowie die 1&1 Telecom GmbH, Montabaur, beim Gericht der Europäischen Union Klagen gegen die Freigabeentscheidung der EU-Kommission vom 2. Juli 2014 zum Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Holding AG mit E-Plus eingereicht. Die Klagen zielen jeweils auf eine vollständige Aufhebung der Freigabeentscheidung ab. In ihren Stellungnahmen vom 9. Oktober 2015 verteidigt die EU-Kommission ihre Freigabeentscheidung und hat die vollumfängliche Abweisung der Klagen beantragt. Die Telefónica Deutschland Group wurde auf ihren Antrag hin am 16. Dezember 2015 zu beiden Verfahren als Streithelfer zugelassen. Sie hat von ihrem Recht auf Stellungnahme Gebrauch gemacht und die EU-Kommission in ihrer Verteidigung auf vollumfängliche Abweisung der Klagen unterstützt. Die Klagen haben keinen unmittelbaren Einfluss auf den Zusammenschluss oder auf das operative Geschäft. Insbesondere entfalten die Klagen keine aufschiebende oder auflösende Wirkung im Hinblick auf die Freigabeentscheidung. Auch eine mögliche spätere gerichtliche Entscheidung würde keine unmittelbare Wirkung auf den Zusammenschluss entfalten. Selbst im theoretischen Fall der Aufhebung der Freigabeentscheidung durch das Gericht würde der Zusammenschluss erneut von der Europäischen Kommission geprüft werden. Das mit diesen Klagen theoretisch verbundene Risiko wäre aufgrund der potenziellen finanziellen Auswirkungen auf die Gruppe insgesamt jedoch als bedeutend einzustufen.

Finanzielle Risiken

Steuern

Wie jedes Unternehmen sind wir regelmäßig Gegenstand von Steuerprüfungen. Solche beinhalten per se das Risiko, dass Steuernachzahlungen für vorherige Besteuerungszeiträume festgesetzt werden könnten, falls die Steuerbehörden eine abweichende Meinung zu den unserer Steuererklärung zugrunde liegenden Auslegungen und Zahlen vertreten. Weiterhin könnten Veränderungen im Steuerrecht oder bei der Auslegung des Steuerrechts durch Gerichte oder Steuerbehörden negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Finanz- und Ertragslage haben. Aufgrund der potenziellen finanziellen Auswirkung einer abweichenden Interpretation liegt darin insgesamt ein bedeutendes Risiko.

Sonstige (globale) Risiken

Zum Ende des Geschäftsjahres liegen keine wesentlichen sonstigen (globalen) Risiken vor.

Chancenmanagement

Die konsequente Nutzung unternehmerischer Chancen zur künftigen Steigerung von Umsatz und OIBDA sowie ihre frühzeitige und kontinuierliche Identifizierung, Analyse und Steuerung sind wesentliche Aufgaben des Managements der Telefónica Deutschland Group.

Die im Rahmen des strategischen Zielsetzungsprozesses ermittelten Chancen und Wachstumspotenziale werden im Rahmen eines jährlichen Planungsprozesses in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Geschäftsbereichen priorisiert. Daraus werden in der Folge die entsprechenden strategischen Ziele abgeleitet. Zur Messung der strategischen Umsetzung werden konkrete finanzielle Ziele in Form finanzieller Leistungsindikatoren (KPI) auf der Ebene der Geschäftsbereiche festgelegt.

Chancenmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Prozesses zur Bestimmung der strategischen Ziele. Es erfolgt sowohl im Rahmen der Budgeterstellung für die kommenden zwölf Monate als auch im Rahmen der langfristigen Planung.

Chancen werden weder im Risikoregister erfasst noch quantifiziert.

Chancen

Hohe Penetration von O2 Free

Im Oktober 2016 haben wir unser neues Kundenangebot O2 Free eingeführt. Diese Angebot verfolgt einen "Mehr für mehr"-Ansatz (> ZIELE UND STRATEGIEN). Das bedeutet mehrere und bessere Dienstleistungen für den Kunden im Gegenzug für einen höheren Preis. Sollte die Kundenpenetration unsere Erwartungen übertreffen, könnten unsere Umsatzerlöse und das operative Ergebnis unsere aktuellen Prognosen übertreffen.

Größere Nachfrage nach mobilen Daten und LTE

Die Entwicklung des deutschen Telekommunikationsmarkts wird auch künftig vom mobilen Datengeschäft und der wachsenden Nutzung mobiler Datengeräte wie Smartphones und Tablets getrieben. Im Allgemeinen ist ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage nach mobilen Daten über verschiedene Effekte denkbar. Erstens wird die Datennachfrage 2017 durch den weiteren Ausbau des LTE-Netzes und den steigenden Anteil von LTE-Geräten und -Tarifen verstärkt. Die höheren Übertragungsraten von LTE im Vergleich zu UMTS motivieren Kunden dazu, zunehmend datenintensive Dienste wie Musik- und Videostreaming auf mobilen Geräten zu nutzen. Infolgedessen haben LTE-Kunden einen höheren Datenverbrauch als UMTS-Kunden. Das bedeutet, dass LTE-Kunden Tarife mit größerem Datenvolumen benötigen, was sich wiederum positiv auf die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen auswirkt. Zweitens kann die Nachfrage auch von potenziellen neuen Diensten, zusätzlichen mit dem Internet verbundenen Geräten oder wachsender Popularität bestehender datenintensiver Dienste positiv beeinflusst werden.

Sollten sich einzelne Merkmale des deutschen Telekommunikationsmarkts wie beispielsweise Smartphone-Penetration, Nachfrage nach LTE oder durchschnittlicher monatlicher Datenverbrauch pro Kunde positiver als in unserem Ausblick prognostiziert auswirken, dann würden unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis unseren derzeitigen Ausblick übertreffen.

Ausbau unseres LTE-Netzes

In 2017 werden wir den Ausbau unseres LTE-Netzes weiter vorantreiben (> ZIELE UND STRATEGIEN). Die Qualität des Netzes wird von der Einführung des 1.800-MHz-LTE-Bands in Städten beeinflusst, wodurch sich die Gesamtkapazität erhöht. Sollte der Ausbau unseres LTE-Netzes aufgrund positiverer allgemeiner Bedingungen schneller erfolgen oder sollten unsere Kunden auf die bessere Qualität des LTE-Netzes positiver reagieren als in unserem Ausblick dargestellt, könnte unser Anteil am mobilen Datengeschäft stärker wachsen als vorhergesagt. Demzufolge könnten unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis unsere derzeitige Prognose übertreffen.

Kooperation mit der Telekom Deutschland GmbH im Festnetz

Die höhere Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeits-VDSL-Verbindungen aufgrund einer schneller als geplant verlaufenden Einführung durch die Telekom Deutschland GmbH oder technische Fortschritte, welche die maximale Übertragungsrate dieses Produkts auf über 100 Mbit/s erhöhen, könnten zu einer stärker als erwarteten Nachfrage nach unseren VDSL-Produkten auf Basis der Kooperation im Festnetz führen. Dies würde sich positiv auf unsere Umsatzerlöse und unser OIBDA auswirken und wir könnten demzufolge unsere Prognose übertreffen.

Digitale Innovation

Um unsere Position auf dem deutschen Markt für mobile Telekommunikationsdienstleistungen vollständig auszunutzen und zusätzliche Wachstumschancen zu monetarisieren, haben wir innovative digitale Produkte und Mehrwertdienstleistungen in verschiedenen Bereichen wie Kommunikationsdienstleistungen oder Finanzdienstleistungen eingeführt. Auch ist die Einführung weiterer Projekte geplant, z.B. im Zusammenhang mit unserer neuen Einheit Telefónica NEXT. Insbesondere im Hinblick auf das loT gehen einige Analysten davon aus, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren mit jährlichen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich zunehmen wird.

Sollte sich die Nachfrage nach unseren digitalen Produkten und Dienstleistungen besser entwickeln als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse und unser Betriebsergebnis auswirken und wir könnten unsere Prognose damit übertreffen.

Digitalisierung der Dienstleistungsprozesse

In vielen Branchen einschließlich der Telekommunikation ist ein Trend zur "Selbstversorgung" zu beobachten. Prozesse, die früher von Servicepersonal durchgeführt wurden, werden nun zunehmend von den Kunden selbst online oder mittels Smartphone-Apps ausgeführt. Die Kunden übernehmen eine aktivere Rolle und profitieren von einem unmittelbaren visuellen Feedback. Darüber hinaus stehen Lösungen zur "Selbstversorgung" jederzeit rund um die Uhr zur Verfügung und eventuelle Warteschleifen können vermieden werden. Daher tritt das Smartphone zunehmend in den Mittelpunkt des täglichen digitalen Lebens.

Wenn dieser Trend stärker als erwartet anhält, könnte dies zu höherer Kundenzufriedenheit und Kosteneinsparungen beim Kundendienst führen und damit unser OIBDA erhöhen.

Zugehörigkeit zur Telefónica, S.A. Group

Als Teil eines der größten Telekommunikationskonzerne der Welt profitiert die Telefónica Deutschland Group von Skaleneffekten in den Bereichen Beschaffung, Kooperationen und Entwicklung digitaler Produkte. Sollten sich diese Skaleneffekte besser als erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse und unsere Ertragslage auswirken und wir könnten unsere Prognose übertreffen.

Chancen für höhere Synergien

Wie oben erläutert werden infolge des Erwerbs von E-Plus erhebliche Synergien erwartet. Sollten sich die Skaleneffekte stärker als angenommen auswirken (z.B. in Form günstig verlaufender Verhandlungen mit Lieferanten oder Vermietern), würde sich dies positiv auf die prognostizierten Kostensynergien auswirken. Höhere Synergien im Hinblick auf Umsatzerlöse könnten generiert werden, wenn beispielsweise der Markterfolg von Drillisch die Erwartungen übertrifft.

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Nach unserer Wertung resultieren die größten potenziellen Auswirkungen aus dem intensiven Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt, dem regulatorischen Umfeld sowie aus der Notwendigkeit, einen qualitativ hochwertigen Service sicherzustellen. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wurden keine neuen berichtenswerten Risiken identifiziert.

Risiken bezüglich der Integration der E-Plus Gruppe in die Telefónica Deutschland Group sind im Laufe des Jahres in den Hintergrund getreten. Das Risiko reduzierter Rentabilität oder nicht erreichter Synergien aus Unternehmenszusammenschlüssen, -übernahmen und -verkäufen wird nunmehr als gering eingeschätzt. Auch in Verstößen gegen das Kartellrecht wird aufgrund ergriffener Maßnahmen nun ein geringes Risiko gesehen. Auf die Darstellung der unseres Erachtens nach geringen Risiken haben wir, wie eingangs erläutert, verzichtet.

Insgesamt werden durch uns keine Risiken identifiziert, die einzeln oder kumulativ mit anderen Risiken geeignet wären, den Fortbestand unseres Unternehmens zu gefährden. Daher hat sich nach unserer Einschätzung die Lage der für die Telefónica Deutschland Group erheblichen Risiken und Chancen bis auf die oben genannten Sachverhalte im Vergleich zum Vorjahr nicht signifikant verändert.

Wir sind davon überzeugt, dass wir bei Fortführung des bisherigen Risikomanagementansatzes auch für das kommende Geschäftsjahr in der Lage sein werden, relevante Risiken frühzeitig identifizieren und geeignete Maßnahmen, um ihnen entgegenzuwirken, einleiten zu können.

Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die sich dem Unternehmen bietenden Chancen zu verfolgen. Angesichts unserer technologisch hochwertigen Produktangebote, unserer Stellung im Markt, unserer digitalen Innovationskraft, der Zugehörigkeit zu einem der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt, unserer engagierten Mitarbeiter sowie unserer strukturierten Prozesse zur Risikofrüherkennung und Identifikation von Chancen sind wir zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken und Chancen ergeben, im Jahr 2017 erfolgreich begegnen zu können.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS) der Telefónica Deutschland Group erfüllt Anforderungen des deutschen AktG und HGB sowie Vorschriften des amerikanischen Sarbanes-Oxley-Act.

Die folgenden Ausführungen beinhalten Informationen gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB.

Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen.

Das im Abschnitt > RISIKO-UND CHANCENMANAGEMENT beschriebene Risikomanagement beinhaltet auch eine rechnungslegungsbezogene Sichtweise, deren Ziel die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung ist. Das von uns eingeführte IKS erfüllt neben den gesetzlichen Anforderungen z.B. des deutschen Aktiengesetzes und des HGB auch die Vorschriften des amerikanischen Sarbanes-Oxley-Act (SOX). Die Verpflichtung zur Erfüllung der vorgenannten SOX-Anforderungen durch die Telefónica Deutschland Group ergibt sich aus der Registrierung ihres Mehrheitsaktionärs, der Telefónica, S.A., bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). Weiterhin erfüllt das IKS der Telefónica Deutschland Group das globale IKS-Control-Setup der Telefónica, S.A. Die notwendigen Ergänzungen des IKS der E-Plus Gruppe, die seit dem 1. Oktober 2014 zur Telefónica Deutschland Group gehört, wurden im Geschäftsjahr 2015 umgesetzt.

Die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Telefónica Deutschland und erfolgt unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen.

Den konzeptionellen Rahmen für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden im Wesentlichen die konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien sowie der Kontenplan. Diese müssen beide von allen Gesellschaften der Telefónica Deutschland Group konsistent angewendet werden. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und Auswirkungen auf die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses analysiert. Die sich daraus ergebenden Änderungen werden durch die Abteilung Accounting Policies & External Reporting der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG in unseren Bilanzierungsrichtlinien und dem Kontenplan berücksichtigt.

Die Datengrundlage für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die von der Telefónica Deutschland, ihren Tochtergesellschaften und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Ventures) berichteten Abschlussinformationen, die wiederum auf den in den Gesellschaften erfassten Buchungen basieren. Die Rechnungslegung der einzelnen Gesellschaften erfolgt entweder durch den Bereich Finance & Accounting der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG oder in enger Abstimmung mit diesem. Bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, z.B. zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Konzernabschluss in unserem Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Konzernabschlusses durchzuführenden Schritte werden auf allen Ebenen manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen.

In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung überprüft und regelmäßig geschult. Die Abschlussinformationen müssen auf jeder Ebene bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Kritische Aufgabenfelder im Rechnungslegungsprozess sind zum Zwecke einer wirksamen Funktionentrennung entsprechend aufgeteilt und es gilt grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von einzelnen Konzerngesellschaften berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. In den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen werden insbesondere die IT-Sicherheit, das Veränderungsmanagement und die operativen IT-Vorgänge kontrolliert. Zugriffsberechtigungen beispielsweise sind definiert und etabliert, um zu gewährleisten, dass rechnungslegungsbezogene Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind.

Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird jährlich durch den Vorstand der Telefónica Deutschland beurteilt. Dazu prüft unsere interne Revision kontinuierlich die Einhaltung der Richtlinien, die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit unseres IKS sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems und berichtet darüber dem Vorstand der Telefónica Deutschland.

Durch den Prüfungsausschuss ist der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland gemäß § 171 Abs. 1 AktG i. V. m. § 107 Abs. 3 AktG in das IKS eingebunden. Diesem obliegt die Überwachung insbesondere des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des IKS, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Weiterhin sichtet der Prüfungsausschuss die Unterlagen zum Einzel- und Konzernabschluss der Telefónica Deutschland und erörtert die Abschlüsse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer.

Im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes bildet sich der Abschlussprüfer ein Urteil über die Wirksamkeit der für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS und berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der Abschlussbesprechung.

Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Bei Bedarf, beispielsweise zum Zweck des handelsrechtlichen Jahresabschlusses oder für steuerliche Zwecke, wird auf Kontenebene auf die jeweiligen Vorschriften übergeleitet. Damit stellen korrekt ermittelte IFRS-Abschlussinformationen auch für den Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG eine wichtige Grundlage dar. Für die Telefónica Deutschland Holding AG und andere nach HGB bilanzierende Konzerngesellschaften ergänzt ein HGB-Kontenplan den oben genannten konzeptionellen Rahmen.

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Obergesellschaft der Telefónica Deutschland Group in das oben dargestellte konzernweite rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Die oben gemachten Angaben gelten grundsätzlich auch für den 0HGB-Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG und der anderen nach HGB bilanzierenden Konzerngesellschaften.

Prognosebericht

Fortsetzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland erwartet./Die Telekommunikationsbranche als Wegbereiter des digitalen Wandels./Bereinigte Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen werden sich voraussichtlich leicht negativ bis unverändert entwickeln./Anhebung der operativen Cashflow-Synergien auf ca. 900 Mio. EUR in 2019./ OIBDA vor Sondereffekten gegenüber dem Vorjahr unverändert bis Anstieg um einen mittleren einstelligen Prozentsatz./Capex Erwartungen von rund 1 Mrd. EUR in 2017.

Wirtschaftlicher Ausblick

Für 2017 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Sie rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %. Laut Angaben der Wirtschaftsinstitute wird der private und öffentliche Konsum auch 2017 die wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur sein. Die günstigen Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt, die weiterhin positiven Einkommenserwartungen sowie das Niedrigzinsumfeld bieten den privaten Haushalten wie auch in 2016 einen deutlichen Anreiz für Anschaffungen. Von öffentlicher Seite sind das insbesondere die zusätzlichen Ausgaben für die Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen.

Ein Risiko für die Konsumkonjunktur und damit auch für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bleibt nach wie vor eine etwaige Eskalation auf den internationalen Krisenherden. Es bleibt abzuwarten, wie sich der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) sowie der Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl auf die europäische und vor allem die deutsche Wirtschaft auswirken wird.

Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,4 % im Jahr 2017 vorausgesagt.

Quelle: GfK Konsumklima, Focus Economics, Bundesbank, Institut für Wirtschaft Köln.

T 14 - BIP-Wachstum 2015 - 2017

Deutschland und Euroraum

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In % 2015 2016 2017
Deutschland 1,7 1,8 1,4
Euroraum 1,5 1,6 1,4

Markterwartungen

Ein wesentlicher Trend, der die zukünftige Gesellschaft und Wirtschaft prägt, ist die zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehende Vernetzung von Menschen und Maschinen./Digitale Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Intelligente Datenanalyse (ADA) oder Cloud Computing durchdringen zunehmend alle Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft./Dieser digitale Transformationsprozess verändert alle Bereiche des Lebens grundlegend und wird dies auch in Zukunft tun./Getrieben wird dieser Trend durch die stetig zunehmende Verbreitung des mobilen Internets und einer "Always-on" Mentalität.

Neben der Vernetzung von Menschen bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten wie Industrie 4.0, Connected Car, Smart Health, Smart Energy und Smart Cities. Ein weiterer Trend ist die Datenanalyse, die neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Smartphones und Tablets werden zum Wegbereiter des digitalen Wandels hin zu einem umfassenden "Digital Lifestyle" in Deutschland. Gleichzeitig erhöht die steigende Verbreitung von datenbasierten Kommunikationsdiensten, den sogenannten Over-the-top-Anwendungen (OTT) wie z.B. WhatsApp, Skype, Facebook oder Apple Facetime oder auch Videostreaming-Anbieter, die Datennutzung.

Dies führt alles zu einem weiteren Anstieg des übertragenen Datenvolumens. Somit wird für Mobilfunkanbieter die Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts weiterhin stark im Fokus stehen.

Gleichzeitig wird sich durch weiteren Preisdruck sowie ein geändertes Kundenverhalten der Negativtrend im klassischen Telekommunikationsgeschäft bei mobiler Sprache und SMS fortsetzen. Analysten erwarten, dass der Umsatz im Markt für Mobilfunkdienstleistungen in Deutschland bis 2017 mehr oder weniger stabil bleiben wird.

Quelle: Analysys Mason, Bitkom, BMWi.

Ausblick 2017

Telefónica Deutschland ist 2016 operativ und wirtschaftlich deutlich vorangekommen und wird auf diesen Erfolgen weiter aufbauen. Für das kommende Jahr sehen wir sowohl Chancen für unser Geschäft als auch externe Risikofaktoren. 2016 lag im deutschen Mobilfunkmarkt ein deutlicher Schwerpunkt auf Kundenstammentwicklung und Datenmonetarisierung im Premiumsegment. Zum ersten Mal seit vielen Jahren wurden Preise erhöht. Im Oktober 2016 führten wir erfolgreich unser neues Premiumportfolio O2 Free ein, das mit seinem Konzept des "Mehr für Mehr" und dem unlimitierten Zugang zur mobilen Datennutzung bei den Kunden gut ankommt. Wir erwarten, 2017 die operative Dynamik mit O2 Free weiter voranzutreiben, indem wir das neue Portfolio an Neukunden verkaufen und es gleichzeitig zur Entwicklung des bestehenden Kundenstamms nutzen. Das neue Angebot wird auch dazu beitragen, verbleibenden Gegenwinden aus der Zusammensetzung des historischen Kundenstamms sowie OTT-Effekten entgegenzuwirken.

Das Non-Premium-Segment blieb im Vergleich dynamisch, jedoch wurden im vierten Quartal 2016 erste Anzeichen eines nachlassenden Wettbewerbsdrucks sichtbar. Wir bleiben in Bezug auf diese Entwicklung und ihre Bedeutung für die Positionierung unserer eigenen Marken vorsichtig optimistisch. Dennoch gehen wir davon aus, dass das Partnergeschäft im Non-Premium-Segment weiterhin stark bleiben und damit zu einer Verlagerung von Retail- zu Wholesale-Geschäft führen wird, die bereits 2016 die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen belastete. Der Preiswettbewerb unter den Anbietern im Non-Premium-Postpaid-Segment führt darüber hinaus auch zu einer Migration von Prepaid zu Postpaid. Darüber hinaus könnte eine neue gesetzliche Regelung, die beim Erwerb von Prepaid-Produkten die Identifizierung des Kunden vorschreibt, den Prepaid-Markt ab Juli 2017 zusätzlich belasten.

Die stärksten Auswirkungen auf die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen werden 2017 jedoch regulatorische Faktoren haben. Die BNetzA senkte die Mobilfunkterminierungsentgelte per 1. Dezember 2016 von 1,66 auf 1,1 EUR-Cent, und im Rahmen der europäischen Roaming-Verordnung fällt der Gleitpfad der Roaming-Aufschläge im Juli 2017 auf null. Die Roaming-Verordnung gilt für alle europäischen Mobilfunkbetreiber. Die Umsatzerlöse aus Roaming unterliegen aufgrund des Reiseverhaltens der Kunden starken saisonalen Schwankungen und entfallen vermehrt auf die zweite Jahreshälfte. Insgesamt wird sich die Senkung der Terminierungsentgelte und der Roaming-Gebühren in 2017 im Jahresvergleich mit ca. 3-4 % negativ auf die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen auswirken. Ohne Berücksichtigung dieser regulatorischen Effekte gehen wir davon aus, dass sich die bereinigten Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen 2017 im Jahresvergleich leicht negativ bis unverändert entwickeln werden. Unsere Annahmen für 2017 beruhen auf einer weiterhin rationalen Marktstruktur und einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld. Wie auch 2016 wird sich die fortschreitende Stilllegung der Breitbandinfrastruktur für den entbündelten Zugang zu Teilnehmeranschlussleitungen (Unbundled Local Loop - ULL) weiter negativ auf die Einnahmen aus dem Festnetzgeschäft auswirken.

Wir aktualisieren ebenfalls unser Gesamt-Synergieziel von ca. 800 Mio. EUR auf ca. 900 Mio. EUR an operativen Cashflow-Synergien (Opex-Capex) in 2019. Grund für diese Aktualisierung sind die höhere Transparenz und die Realisierung weiterer Synergiepotenziale, die sich während des Integrationsprozesses ergeben haben. Hierzu gehören beispielsweise weitere Opex-Einsparungen aus dem FTE-Restrukturierungsprogramm und der Netzwerkintegration sowie Infrastrukturoptimierungen und Rationalisierungsinitiativen. Die Capex-Synergien stammen aus dem Ausbau des LTE-Netzes, da nach dem Zusammenschluss mit E-Plus nur noch ein Netz ausgebaut werden muss. Wir rechnen damit, 2017 kumulierte Einsparungen in Höhe von ca. 670 Mio. EUR bzw. 75 % unseres neuen Gesamtziels zu erzielen. Dabei erwarten wir im Jahresverlauf zusätzliche Opex-Einsparungen und Umsatzsynergien in Höhe von weiteren 160 Mio. EUR. Einsparungen werden sich 2017 im Wesentlichen aus der Netzkonsolidierung und den Auswirkungen des laufenden FTE-Restrukturierungsprogramms ergeben. Darüber hinaus erwarten wir, weitere 80 Mio. EUR an Capex-Synergien zu realisieren.

In der Folge führt dies im Jahresvergleich zu einer OIBDA Entwicklung (nach Gruppengebühren, vor Sondereffekten18 ) von unverändert bis Anstieg im mittleren einstelligen prozentualen Bereich, der hauptsächlich auf Synergien zurückzuführen ist. Hierin sind die erwarteten Auswirkungen der europäischen Roaming-Verordnung und der Absenkung der Terminierungesentgelte enthalten. Diese belasten das OIBDA im Jahresvergleich mit ca. 4-5 %. Unsere Schätzung der regulatorischen Auswirkungen setzt einen vernünftigen Umgang unserer Kunden mit der neuen europäischen Roaming-Regelung voraus. Wir werden weiterhin sinnvoll in unsere Marktpositionierung investieren, und unsere Schätzung der laufenden kommerziellen Kosten für 2017 beruht ebenfalls auf der Annahme einer weiterhin rationalen Marktstruktur. Mobilfunkgeräte werden hinsichtlich der Margenentwicklung als weitgehend neutral eingestuft.

18 Sondereffekte wie Restrukturierungskosten sind in unserer OIBDA-Prognose für 2017 nicht enthalten. Wir haben einen Vergleichswert für das Jahr 2016 berechnet, der die Operatingleasingeffekte aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten von Telefónica Deutschland im April 2016 so berücksichtigt, als sei dieser am 1. Januar 2016 erfolgt.

In Bezug auf die Capex-Entwicklung konzentriert sich Telefónica Deutschland 2017 auf die Netzkonsolidierung und die Einführung von LTE, was voraussichtlich zu Investitionsausgaben von rund 1 Mrd. EUR führen wird.

Das Unternehmensziel eines mittelfristigen Verschuldungsgrads19 bei oder unter 1,0x Nettoschulden/OIBDA bleibt unverändert und wird im Rahmen der Steuerung der Cashflows aus der Integration kontinuierlich überprüft. Gleichwohl sind wir von unserer Fähigkeit, Free Cashflow zu realisieren überzeugt, was uns in unserem Dividendenausblick bestärkt. Wir betrachten uns weiterhin als ein Unternehmen, das Dividenden ausschüttet, und setzen auf eine hohe Auszahlungsquote im Verhältnis zum Free Cashflow. Wir bestätigen unseren Dividendenausblick mit einem Vorschlag von 0,25 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 und einem beabsichtigten Dividendenwachstum über drei Jahre (2016-2018). Bei Dividendenvorschlägen werden wir erwartete zukünftige Synergiepotenziale berücksichtigen.

In den ersten beiden Jahren des Integrationsprozesses baute die Unternehmensstrategie von Telefónica Deutschland auf dem "MIT"-Konzept auf: Momentum, Integration und Transformation. Da der Großteil der Integrationsmeilensteine mit Erfolg abgeschlossen wurde, verlagert sich unser Fokus nun von der Integration zur Transformation. Der Schwerpunktbereich unserer Unternehmensstrategie reduziert sich daher auf "M+T": Momentum und Transformation. Das Marktmomentum zu halten wird für Telefónica Deutschland auf operativer Ebene oberste Priorität bleiben. Des Weiteren wird unsere langfristige strategische Transformation auf den Leitprinzipien Digitalisierung, Simplifizierung und Automatisierung beruhen. Wir sind gleichzeitig Begünstigte und Motor der Digitalisierung. Im Zuge des Integrationsprozesses hatten wir Gelegenheit, bestehende Mechanismen zu überdenken und im Zuge dessen zur Simplifizierung und Automatisierung überzugehen. Wir werden weiterhin in die Transformation unseres Unternehmens zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen investieren. Die operative Effizienz, die sich daraus ergibt, wird in den kommenden Jahren unsere Profitabilität und Free Cashflow steigern.

19 Der Verschuldungsgrad wird als Nettofinanzschulden dividiert durch das OIBDA der letzten zwölf Monate vor Sondereffekten definiert.

T 15- Finanzausblick 2017

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(In Millionen EUR) Referenzwert 2016 Ausblick 2017 (Entwicklung ggü. Vorjahr)
Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) bereinigt20 5.437 Leicht negativ bis unverändert im Jahresvergleich
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) vor Sondereffekten21 1.793 Unverändert bis mittleres einstelliges prozentuales Wachstum im Jahresvergleich
CapEx 1.102 ca. 1 Mrd. EUR
Dividende22 0,25 EUR je Aktie Jährliche Anhebung der Dividende über drei Jahre

20 Die Auswirkungen der regulatorischen Veränderungen in Form der Terminierungsentgelteffekte und des Gleitpfads der europäischen Roaming-Verordnung sind in der Prognose der Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen nicht enthalten.
21 Für 2016: Sondereffekte umfassen Restrukturierungskosten sowie den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Funkmasten von Telefónica Deutschland im April 2016. Die OIBDA-Auswirkungen sind in erster Linie auf höhere Operatingleasingaufwendungen zwischen Mai und Dezember 2016 zurückzuführen und wurden für 2016 als Spezialeffekte behandelt.
Für 2017: Sondereffekte wie Restrukturierungskosten sind in unserer OIBDA-Prognose für 2017 nicht enthalten. Wir haben auf unbereinigter Basis einen Vergleichswert für das Jahr 2016 berechnet, der die Operatingleasingeffekte aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten von Telefónica Deutschland im April 2016 berücksichtigt, als sei dieser am 1. Januar 2016 erfolgt.
22 Für 2016: Vorschlag an die ordentliche Jahreshauptversammlung 2017.

Sonstige Angaben

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Telefónica Deutschland Holding AG war im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 im Sinne von § 312 AktG eine unmittelbar abhängige Gesellschaft von Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich. Darüber hinaus war die Telefónica Deutschland Holding AG im Sinne von § 312 AktG eine mittelbar abhängige Gesellschaft von O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, und von Telefónica, S.A., Madrid, Spanien. Es besteht weder ein Beherrschungsvertrag noch ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Telefónica Deutschland Group und den vorgenannten Gesellschaften.

Daher hat der Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Grundzüge des Vergütungssystems

Vergütung von Vorstandsmitgliedern

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 gemäß § 314 Abs. 3 Satz 1 und § 286 Abs. 5 HGB veröffentlicht die Telefónica Deutschland Holding AG nicht die zusätzlichen Angaben für börsennotierte Aktiengesellschaften nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB und § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB. In diesem Abschnitt werden die Grundzüge des Systems für die Vergütung des Vorstands mit der vorgenannten Einschränkung dargestellt.

Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB belief sich die dem Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG (einschließlich eines ehemaligen Vorstandsmitglieds) gewährte Gesamtvergütung für das am 31. Dezember 2016 abgelaufene Geschäftsjahr auf 4.105 Tsd. EUR (davon entfielen 22 Tsd. EUR auf die Erstattung von Steuerberatungskosten für ein ehemaliges Vorstandsmitglied).

Die im Geschäftsjahr 2016 geltenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder der Telefónica Deutschland Holding AG wurden am 2. Juli 2014 geschlossen und traten am 1. Oktober 2014 in Kraft. Der Anstellungsvertrag eines der Vorstandsmitglieder wurde durch Änderungsvereinbarung vom 22. Januar 2015 geändert. Mit den Vorstandsmitgliedern Markus Haas und Rachel Empey wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2017 neue Anstellungsverträge bis zum Ablauf des 31. Dezember 2018 (Rachel Empey) bzw. 31. Dezember 2019 (Markus Haas) abgeschlossen. Das Vorstandsmitglied Thorsten Dirks hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 sein Amt als Vorstandsvorsitzender und -mitglied niedergelegt. Er scheidet einvernehmlich mit Ablauf des 31. März 2017 aus dem Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat hat am 11. Dezember 2016 mit Wirkung zum 1. Januar 2017 Markus Haas zum Vorstandsvorsitzenden der Telefónica Deutschland Holding AG ernannt.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder (einschließlich eines ehemaligen Vorstandsmitglieds) besteht aus dem Festgehalt, einer variablen Barvergütung und langfristigen Vergütungskomponenten, Firmenwagen, Lebens-, D&O- und Unfallversicherungen, Altersversorgung, Reisekostenpauschalen, Mietzulagen, dem Ersatz von Kosten der britischen Sozialversicherung, Umzugskostenerstattung, Erstattung von Maklergebühren, Heimflügen, Arbeitgeberaufwendungen, Steuerausgleich, Kosten der Steuerberatung, Gremienentschädigung und dem Ausgleich von Wechselkursverlusten sowie von abweichenden Lebenshaltungskosten. Nicht alle Vorstandsmitglieder erhalten all diese Leistungen. Für weitere Informationen wird auf den Anhang zum Konzernabschluss vom 31. Dezember 2016 verwiesen (> ANHANG NR. 14 TRANSAKTIONEN MIT VORSTAND UND AUFSICHTSRAT).

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst einen fixen und einen variablen Bestandteil.

Der fixe Bestandteil besteht aus dem jährlichen Festgehalt, das in zwölf gleichen Monatsbeträgen ausgezahlt wird, und aus den oben genannten Leistungen. Die Vorstandsmitglieder erhalten entweder einen Zuschuss zu einer privaten Altersvorsorge in Höhe von 20 % des jährlichen Festgehalts oder eine Versorgungszusage.

Der variable Anteil der Vergütung besteht aus vier variablen leistungsbezogenen Vergütungskomponenten:

1) Der erste variable Anteil der Vergütung ist ein jährlicher Cash-Bonus (Bonus I). Der Bonus I wird nach der Formel Zielbonus mal Geschäftsperformance mal individuelle Leistung errechnet. Der Zielbonus wird als Prozentsatz des jeweiligen jährlichen Festgehalts festgelegt.

Für die Geschäftsperformance sind zwei Komponenten maßgeblich, die sich am Erfolg der Telefónica Deutschland Holding AG (Telefónica Deutschland-Komponente) zu 70 % und der Telefónica, S.A. (Telefónica, S.A.-Komponente) zu 30 % orientieren.

Die Parameter für die Bemessung der Telefónica Deutschland-Komponente und deren Gewichtung werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Wenn weniger als 50 % des jeweiligen Zielwerts erreicht werden, beträgt der Wert für den Faktor Geschäftsperformance 0 % (Knock-out). Im Fall der Zielerreichung beträgt der Faktor 100 %. Wenn das Leistungsziel überschritten wird, gibt es eine Obergrenze von 125 %. Zwischenwerte der Zielerreichung werden nicht linear interpoliert, sondern nach einer vom Aufsichtsrat festgelegten Auszahlungskurve ermittelt. Die Telefónica, S.A.-Komponente wird vom Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Ermessensleitend ist dabei die Unternehmensperformance der Telefónica, S.A. im betreffenden Jahr.

Um die individuelle Leistung (Individual Performance) der einzelnen Vorstandsmitglieder zu bestimmen, werden jährlich zu Jahresbeginn vom Aufsichtsrat persönliche Zielvorgaben festgelegt. Zu Beginn des darauffolgenden Jahres wird die Zielerreichung überprüft und der Aufsichtsrat stuft jedes Vorstandsmitglied in eine von fünf Performerklassen ein. Diesen sind jeweils Bandbreiten der Zielerreichungsprozente zugeordnet und der Aufsichtsrat ordnet jedem Vorstandsmitglied einen bestimmten Prozentwert zu. Die Knockout-Schwelle liegt bei 30 %. Die Individual Performance ist bei 150 % gekappt.

2) Der zweite variable Vergütungsbestandteil ist die Beteiligung am Performance and Investment Plan (PIP).

Der erste Plan ("Performance and Investment Plan 2011") wurde in 2011 von der Hauptversammlung der Telefónica, S.A. angenommen. Mitglieder des Vorstands der Telefónica Deutschland Holding AG nehmen seit 2011 an dem PIP teil. Am 30. Mai 2014 nahm die Hauptversammlung der Telefónica, S.A. den nachfolgenden Plan an ("Performance and Investment Plan 2014"). Von dem "Performance and Investment Plan 2014" gibt es zwei Fassungen, nämlich die Fassung für Mitglieder des ExComm der Telefónica, S.A. (anwendbar auf ein Mitglied des Vorstands) und die Fassung für den oberen Führungsbereich (anwendbar auf ein Mitglied des Vorstands); beide Fassungen unterscheiden sich darin, dass Mitglieder des ExComm der Telefónica, S.A. - wie unten näher dargestellt - eine Zuteilung von 125 % der ausgelobten Performance-Aktien erhalten können. Sofern nicht abweichend angegeben, bezieht sich die folgende Darstellung auf den "Performance and Investment Plan 2011" und beide Fassungen des "Performance and Investment Plan 2014".

Nach dem PIP wird den Mitgliedern des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine bestimmte Anzahl von Performance-Aktien als Prämie (Award) zugeteilt. Die Anzahl der Performance-Aktien wird berechnet, indem ein Betrag, der einem bestimmten Anteil des festen Jahresgehalts des jeweiligen Vorstandsmitglieds entspricht, durch den durchschnittlichen Börsenpreis der Telefónica, S.A.-Aktie geteilt wird (Core Award). Nach drei Jahren geben die Performance-Aktien ein Recht zum (kostenlosen) Erwerb der entsprechenden Anzahl von Aktien der Telefónica, S.A. Voraussetzungen sind, dass die betreffende Person bei Ablauf des Zeitraums noch bei einem Unternehmen der Telefónica, S.A. Group beschäftigt ist und die Wertentwicklung der Aktie von Telefónica, S.A. über den "Erdienungszeitraum" mitsamt den zugehörigen Dividendenausschüttungen (Total Shareholder Return Telefónica, S.A.) in dem Zeitraum mindestens dem Median des Total Shareholder Return (Aktienrendite) eines Referenzindexes von weltweiten Telekommunikationsunternehmen entspricht. 30 % der ausgelobten Performance-Aktien werden erdient, wenn der Total Shareholder Return Telefónica, S.A. dem Median dieser Unternehmen entspricht. Die Zahl der erdienten Aktien erhöht sich auf 100 %, wenn der Total Shareholder Return Telefónica, S.A. im oberen Quartil des Referenzindexes liegt. Wenn der Total Shareholder Return Telefónica, S.A. zwischen dem oberen Quartil und dem Median liegt, wird die Anzahl der zugeteilten Aktien auf einer linear anteilsmäßigen Basis berechnet. Liegt der Total Shareholder Return Telefónica, S.A. unter dem Median des Referenzindexes, verfallen die Anwartschaften. Mitglieder des ExComm der Telefónica, S.A. erhalten auf Grundlage des "Performance and Investment Plan 2014" eine Zuteilung von 125 %, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica, S.A. mindestens den Total Shareholder Return Telefónica, S.A. des oberen Dezils der Vergleichsgruppe erreicht.

Alternativ zum Core Award sieht der PIP einen Enhanced Award vor, bei dem die Anzahl der PerformanceAktien gegenüber dem Core Award um 25 % erhöht ist. Bedingung für die Erreichung des Enhanced Award ist, dass ein Vorstandsmitglied eine bestimmte Zahl von Aktien der Telefónica, S.A. (derzeit 25 % des Core Award) auf eigene Kosten erwirbt. Sind die Voraussetzungen des Enhanced Award erfüllt, wird die Anzahl der tatsächlich zuzuteilenden Aktien auf Grundlage des Enhanced Award und nicht des Core Award berechnet.

Für das Geschäftsjahr 2016 hat das Executive Committee der Telefónica, S.A. entschieden, den PIP-Teilnehmern keine Aktien zuzuteilen; damit erhalten die Mitglieder des Vorstands der Telefónica Deutschland Holding AG für das Geschäftsjahr 2016 keine Vergütung aus dem PIP. Für weitere Informationen wird auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 verwiesen (> ANHANG NR. 15 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGEN).

3) Der dritte variable Vergütungsanteil ist ein aufgeschobener Bonus (Bonus II). Um eine übermäßige Anreizwirkung durch den PIP und damit zu starke Anreize für die Verfolgung von Konzernzielen zu vermeiden, gibt es den Bonus II. Dabei wird den Vorstandsmitgliedern ein Betrag in Höhe eines Anteils des jährlich ausgezahlten Bonus I als Prämie in Aussicht gestellt. Das Vorstandsmitglied hat nach einer Frist von drei Jahren Anrecht auf diesen Betrag in voller Höhe, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG im oberen Quartil des Total Shareholder Returns einer Referenzgruppe aus den DAX-30-Gesellschaften liegt. Es hat Anrecht auf 50 % des Bonus II, wenn der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG dem Median der Referenzgruppe entspricht. Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG zwischen dem oberen Quartil und dem Median, wird der Bonus II linear-proportional berechnet. Liegt der Total Shareholder Return der Telefónica Deutschland Holding AG unterhalb des Medians, besteht kein Anspruch auf Zahlungen.

Für den im Geschäftsjahr 2016 begonnenen Zyklus des Bonus II hat der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Berichtslegung noch nicht über die Höhe des Ausgangswerts entschieden.

4) Der vierte variable Vergütungsbestandteil umfasst eine beschränkte Aktienzusage, den sogenannten Restricted Share Plan, an dem ein Mitglied des Vorstands teilnimmt. Der Restricted Share Plan ist ein langfristiger Vergütungsplan der Telefónica, S.A. Group, um Toptalente und Mitarbeiter mit Schlüsselqualifikationen zu gewinnen und zu halten.

Der Aufsichtsrat hat die Höhe der beschränkten Aktienzusage auf ein festes Jahresgehalt des Planbegünstigten festgelegt.

Die Zuteilung der Aktien erfolgt in drei gleich großen Tranchen während eines Zeitraums von drei Jahren, vorausgesetzt, dass der Planbegünstigte an dem jeweils maßgeblichen Zuteilungstermin (ggf. einer jeden Tranche) in einem Anstellungsverhältnis mit der Telefónica Deutschland Holding AG steht. Eine Auskehrung von Aktien erfolgte im Oktober 2015 und im Februar 2016.

Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine fixe Vergütung in Höhe von 20.000 EUR jährlich, die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 80.000 EUR und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende 40.000 EUR. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält zusätzlich 50.000 EUR, sofern nicht der Aufsichtsratsvorsitzende oder sein Stellvertreter in diesem Ausschuss den Vorsitz hat. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Amt im Aufsichtsrat oder das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden oder Vorsitzenden eines Ausschusses nur über einen bestimmten Teil des Geschäftsjahres innehaben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Neben der Vergütung erstattet das Unternehmen den Aufsichtsratsmitgliedern die Auslagen, die in der Erfüllung ihrer Pflichten als Aufsichtsratsmitglieder anfallen, sowie eine etwaige Mehrwertsteuer auf ihre Vergütung und ihre Auslagen.

Vier Mitglieder des Aufsichtsrats, die gleichsam eine Executive-Funktion in einer der Gesellschaften der Telefónica, S.A. Group wahrnehmen, verzichten auf ihre Vergütung bis zu einem Betrag von 2.000 EUR im Jahr.

Außerhalb der genannten Tätigkeiten des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wurden keine Dienstleistungen, insbesondere für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, erbracht.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 (> ANHANG NR. 14 TRANSAKTIONEN MIT VORSTAND UND AUFSICHTSRAT).

Angaben nach § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG beträgt unverändert 2.974.554.993 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.974.554.993 nennwertlose Namensaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR (Aktien). Das Grundkapital ist voll einbezahlt. Zum 31. Dezember 2016 und bei Aufstellung dieses Lageberichts hielt die Telefónica Deutschland Holding AG keine eigenen Aktien. Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung sind Ansprüche der Aktionäre auf Verbriefung von Anteilen ausgeschlossen. In der Hauptversammlung gewährt grundsätzlich jede Stückaktie eine Stimme. Die Aktien sind grundsätzlich frei übertragbar.

Stimmrechtsbeschränkung und Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien

Es bestehen keine grundsätzlichen Stimmrechtsbeschränkungen. Uns sind keine vertraglichen Vereinbarungen mit der Telefónica Deutschland Holding AG oder andere Vereinbarungen über die Beschränkung von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien bekannt. Neben den gesetzlichen Insider-Bestimmungen sowie dem Handelsverbot nach der Marktmissbrauchsverordnung informiert die Gesellschaft über sogenannte "Silent Periods" von jeweils 30 Tagen vor Veröffentlichung der Finanzzahlen mit der damit verbundenen Empfehlungen, in diesem Zeitraum keinen Handel zu betreiben. Es bestehen im Übrigen keine internen Governance-Vorschriften, die Beschränkungen für den Kauf und Verkauf von Aktien durch Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter vorsehen.

Beteiligung am Aktienkapital im Umfang von mehr als 10 % der Stimmrechte

Die Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, hält zum 31. Dezember 2015 ca. 63,22 % der Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG und ebensoviele Stimmrechte. Über Telefónica Germany Holdings Limited halten sowohl O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich, als auch Telefónica, S.A., Madrid, Spanien, mittelbar ca. 63,22 % der Aktien an der Telefónica Deutschland Holding AG. KPN hält zum 31. Dezember 2016 ca. 15,46 % der Aktien und Stimmrechte an Telefónica Deutschland. Darüber hinaus wurden wir nicht von Beteiligungen am Aktienkapital der Telefónica Deutschland Holding AG im Umfang von über 10 % der Stimmrechte in Kenntnis gesetzt und uns sind solche auch nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, insbesondere keine Aktien mit Rechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Stimmrechtskontrolle, wenn Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind

Ebenso wie alle anderen Aktionäre üben Mitarbeiter, die Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG halten, ihre Kontrollrechte im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung unmittelbar aus.

Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Im Einklang mit § 7 der Satzung und § 84 AktG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands und ist für ihre Bestellung und Abberufung sowie für die Ernennung des Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer, CEO) verantwortlich. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden.

Zum 31. Dezember 2016 setzte sich der Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG aus drei Mitgliedern zusammen. Seit 1. Januar 2017 besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern (> ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG).

Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Die Bestellung kann erneuert und die Amtszeiten können verlängert werden, sofern eine Amtszeit den Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreitet. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied abberufen, falls ein wichtiger Grund wie grobe Verletzung von Treuepflichten vorliegt oder falls die Hauptversammlung dem betreffenden Vorstandsmitglied durch Beschluss das Vertrauen entzieht. Weitere Beendigungsmöglichkeiten - wie einvernehmliche Aufhebung - bleiben unberührt.

Die Telefónica Deutschland Holding AG unterliegt den Bestimmungen des deutschen Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG).

Gemäß § 31 MitbestG ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder notwendig. Wird diese Mehrheit bei der ersten Abstimmung des Aufsichtsrats nicht erreicht, kann die Bestellung oder Abberufung auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses, der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bilden ist, in einem weiteren Wahlgang mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder erfolgen. Wird die vorgeschriebene Mehrheit auch dabei nicht erreicht, muss eine dritte Abstimmung stattfinden, die erneut eine einfache Mehrheit erfordert; bei dieser Abstimmung hat der bzw. die Aufsichtsratsvorsitzende jedoch zwei Stimmen.

Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat zudem in dringenden Fällen das Amtsgericht München gemäß § 85 Abs. 1 AktG das Mitglied auf Antrag eines Beteiligten zu bestellen.

Satzungsänderungen

Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung der Telefónica Deutschland Holding AG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 27 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Beschlüsse der Hauptversammlung der Telefónica Deutschland über Satzungsänderungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Falls das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit der Stimmen oder des Kapitals vorsieht, so ist diese Mehrheit anzuwenden. Im Zusammenhang mit Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, ist der Aufsichtsrat jedoch gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 17 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme dieser Änderungen berechtigt.

Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Die Befugnisse des Vorstands sind in §§ 76 ff. AktG in Verbindung mit §§ 8 ff. der Satzung geregelt. Insbesondere hat der Vorstand die Gesellschaft zu leiten und sie gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ist in § 4 der Satzung i.V.m. den gesetzlichen Bestimmungen geregelt. Zum 31. Dezember 2016 bestanden folgende Ermächtigungen des Vorstands zur Ausgabe von Aktien:

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2016 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 18. Mai 2021 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.487.277.496 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.487.277.496 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Die Ermächtigung sieht vor, dass das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise ausgeschlossen werden kann (§ 4 Abs. 3 der Satzung). Die Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 hatte dies unter Aufhebung des bisherigen Genehmigten Kapitals 2012/I entsprechend beschlossen.

Bedingtes Kapital

Zum Zweck der Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien an Inhaber oder Gläubiger von Schuldverschreibungen wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 558.472.700 EUR durch Ausgabe von 558.472.700 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/l).

Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf von Aktien

Die Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien werden in § 57 Abs. 1 Satz 2 und §§ 71 ff. AktG geregelt.

Die Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 hat unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom 5. Oktober 2012 eine neue Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschlossen.

Kontrollwechsel/Entschädigungsvereinbarungen

Wesentliche Vereinbarungen der Telefónica Deutschland Holding AG, die eine Kontrollwechselklausel enthalten, beziehen sich auf die Finanzierung.

Im Falle eines Kontrollwechsels wird bei den Kapitalmarktverbindlichkeiten das Rating der Telefónica Deutschland oder der langfristigen, ausstehenden Verbindlichkeiten der Telefónica Deutschland Group überprüft. Für den Fall, dass es zu einer in den Verträgen definierten Absenkung des Ratings kommt, räumen die Verträge der O2 Telefónica Deutschland Finanzierung GmbH als Emittentin die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung der Finanzierung zu einem Rückzahlungsbetrag von 101 % des Nennbetrags plus aufgelaufener Zinsen ein. Andernfalls wird die Verzinsung bis zum Laufzeitende um 1,25 % p.a. erhöht.

Zu einem geringen Teil räumen weitere Verträge den Vertragspartnern im Fall eines Kontrollwechsels entsprechend der üblichen Praxis ein Kündigungsrecht ein, was die Pflicht zur Erfüllung ausstehender Verpflichtungen zur Folge hat.

Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder mit der Telefónica Deutschland Holding AG räumen das Recht ein, diese Verträge im Falle eines Übernahmeangebots durch einen Dritten mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen; diese Kündigung muss jedoch binnen sechs Monaten nach einem Kontrollwechsel erfolgen. In diesem Fall hat das betreffende Vorstandsmitglied Anspruch auf eine einmalige Entschädigung in Höhe eines festen Jahresgehalts zuzüglich des zuletzt bezogenen Jahresbonus. Dabei darf die Entschädigung jedoch nicht über der Vergütung liegen, die bis zum Ende des Vertrags zu zahlen wäre.

Geschäftsentwicklung der Telefónica Deutschland Holding AG

Die Telefónica Deutschland Holding AG erbringt Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaften./Diese umfassen insbesondere Managementleistungen des Vorstands./ Umsatzerlöse um 14 % über Vorjahresniveau./Der Jahresfehlbetrag beträgt 2 Mio. EUR.

Der Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Die Telefónica Deutschland agiert als Holdinggesellschaft und ist als Dienstleister für das Management und die strategische Ausrichtung der Telefónica Deutschland Group und ihrer operativen Geschäftstätigkeit verantwortlich. Dadurch entsprechen ihre Chancen und Risiken, die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und der Ausblick für das kommende Geschäftsjahr denen der Telefónica Deutschland Group. Zum 31. Dezember 2016 hat die Telefónica Deutschland keine Mitarbeiter.

Ertragslage

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Dienstleister und Holdinggesellschaft für das Management der Telefónica Deutschland Group und ihrer operativen Geschäftstätigkeit verantwortlich. Die Telefónica Deutschland generiert ihre Umsatzerlöse durch die Vergütung von Dienstleistungen, die sie für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Dazu zählen Managementleistungen, die der Vorstand in den Bereichen Unternehmensstrategie und -kommunikation, Controlling, Neugeschäft und Innovationen für die Telefónica Deutschland Group erbringt.

Aus der Weiterbelastung dieser Managementkosten resultierten im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 12 Mio. EUR. Dies entspricht nahezu der Erwartung der Gesellschaft aus dem Vorjahr für die Umsatzentwicklung.

Trotz verminderter Personalaufwendungen und geringerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr entstand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 2 Mio. EUR. Das Jahresergebnis lag damit deutlich unter dem Jahresüberschuss von 130 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser war wesentlich durch positive Sondereffekte in Höhe von 134 Mio. EUR innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2015 geprägt. Das im Vorjahr prognostizierte nahezu ausgeglichene Ergebnis wurde annähernd erreicht.

Umsatzerlöse leicht über Vorjahr

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 12 Mio. EUR (2015: 10 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse umfassten im Wesentlichen die Weiterbelastung der Kosten für die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie weiterer Verwaltungskosten, die gemäß den Vereinbarungen zur Erstattung für Managementleistungen von der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG übernommen werden. Darüber hinaus sind abgerechnete Managementleistungen in Höhe von 240 Tsd. EUR enthalten, die die Telefónica Deutschland Holding AG für die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH erbringt.

Sonstige betriebliche Erträge deutlich geringer als im Vorjahr

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 134 Mio. EUR auf 0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016. Das Vorjahr beinhaltete im Wesentlichen Erträge aus der finalen Einigung mit KPN über die Barwertkomponente des Kaufpreises für den Erwerb der E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG in Höhe von 134 Mio. EUR.

Personalaufwand unter Vorjahresniveau

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf 4 Mio. EUR (2015: 5 Mio. EUR) und liegt somit um 22 % unter dem Vorjahresniveau. Er enthielt die Vergütungen des Vorstands inklusive der sozialen Abgaben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen auf Vorjahresniveau

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 10 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten von externen Dienstleistern.

T 16 - Gewinn- und Verlustrechnung

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1. Januar bis 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
Umsatzerlöse 12 10 1 14
Sonstige betriebliche Erträge 0 134 (134) (100)
Betriebliche Aufwendungen (13) (15) 2 (11)
Personalaufwand (4) (5) 1 (22)
Sonstige Aufwendungen (10) (10) 1 -
Betriebsergebnis (2) 129 (131) > (100)
Finanzergebnis 0 0 0 -
Ergebnis vor Steuern (2) 130 (131) > (100)
Ertragsteuern 0 - 0 -
Jahresfehlbetrag/-überschuss (2) 130 (131) > (100)

Jahresfehlbetrag nach Wegfall positiver Einmaleffekte im Vorjahr

In 2016 erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2 Mio. EUR gegenüber 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 130 Mio. EUR. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2015 war im Wesentlichen von positiven Einmaleffekten geprägt.

Finanz- und Vermögenslage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Telefónica Deutschland Holding AG ist als Dienstleister für das Management der Telefónica Deutschland Group und ihrer operativen Geschäftstätigkeit verantwortlich. Sie finanziert sich im Wesentlichen durch Eigenkapital und erwirtschaftet einen operativen Cashflow aus der Weiterbelastung dieser Management-Dienstleistungen an die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG und die Telefónica Germany Management GmbH. Des Weiteren ist die Telefónica Deutschland Holding AG in das konzernweite Finanzmanagement der Telefónica Deutschland Group integriert und ist dadurch jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Insoweit gelten die weiteren Ausführungen aus dem Abschnitt Finanzlage des Konzerns.

Darlehen an Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Telefónica Deutschland Holding AG der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG zur Finanzierung der allgemeinen Geschäftstätigkeit ein Darlehen in Höhe von 110 Mio. EUR gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2017 und ist mit einer Option zur Prolongation ausgestattet.

Anleihe zur Unternehmensfinanzierung

Im November 2013 bzw. im Februar 2014 hat die O2 Telefónica Deutschland Finanzierungs GmbH zwei Anleihen herausgegeben mit einem Nominalwert von 600 Mio. EUR sowie 500 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf bzw. sieben Jahren.

Die Anleihen wurden der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG im Rahmen eines Darlehens zur Verfügung gestellt als allgemeine Unternehmensfinanzierung.

Die Telefónica Deutschland Holding AG garantiert im Rahmen des konzernweiten Finanzmanagements der Telefónica Deutschland Group die pünktliche Zahlung von Zinsen, Kapital sowie etwaigen zusätzlichen Beträgen, die unter der Anleihe zu zahlen sind.

Investitionsvorhaben

Nach dem Erwerb von E-Plus liegt das Augenmerk auf dem erfolgreichen Management der Gruppe und der Erschließung von Synergieeffekten. Weitere umfangreiche Investitionen auf Ebene der Telefónica Deutschland Holding AG sind derzeit nicht geplant.

Finanzanlagevermögen auf Vorjahresniveau

Das Finanzanlagevermögen umfasste in Höhe von 10.747 Mio. EUR (2015: 11.427 Mio. EUR) die Anteile an der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München. Im Geschäftsjahr erfolgte auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 2. Mai 2016 eine Entnahme der Telefónica Deutschland von insgesamt 680 Mio. EUR, gemäß § 4 Abs. 3 des Gesellschaftervertrags, dies führte zu einem entsprechenden Rückgang des Beteiligungsbuchwerts.

Unverändert zur Vorperiode betrug der Buchwert der Anteile an der Telefónica Germany Management GmbH, München, 10 Mio. EUR.

Gesunkene Cash-Pool-Forderungen führen zu einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierte hauptsächlich aus gesunkenen Cash-Pool-Forderungen gegenüber der Telfisa Global B.V., Amsterdam. Diese sind von 137 Mio. EUR in 2015 auf 7 Mio. EUR in 2016 gesunken. Gegenläufig hat sich in 2016 die Gewährung eines Darlehens in Höhe von 110 Mio. EUR an Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München, ausgewirkt.

Sonstige Vermögensgegenstände gegenüber 2015 gesunken

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 0 Mio. EUR (2015: 15 Mio. EUR) gesunken. In der Vorperiode bestand eine wesentliche Steuerforderung aus anrechenbaren Kapitalertragsteuervorauszahlungen infolge einer Verschmelzung in Höhe von 15 Mio. EUR, welche in 2016 beglichen wurde.

Rückstellungen auf Vorjahrjahresniveau

Die Rückstellung für Pensionen ist im Wesentlichen unverändert.

Der leichte Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen von 5 Mio. EUR in 2015 auf 6 Mio. EUR zum Ende der Berichtsperiode resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen für Beratungsleistungen.

Verbindlichkeiten auf Vorjahrjahresniveau

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit 1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Rückgang des Eigenkapitals

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2016 um 716 Mio. EUR bzw. 6,0 % auf 10.870 Mio. EUR gesunken (2015: 11.586 Mio. EUR). Die Eigenkapitalveränderungen ergaben sich hauptsächlich aus der am 20. Mai 2016 erfolgten Dividendenzahlung in Höhe von 714 Mio. EUR sowie aus dem Periodenergebnis in Höhe von -2 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 hatte die Telefónica Deutschland Holding AG, ebenso wie im Jahr 2015, keine Mitarbeiter.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2016 nicht eingetreten.

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der Telefónica Deutschland unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die der Telefónica Deutschland Group. An den Risiken seiner Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die Telefónica Deutschland grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Für weitere Informationen >RISIKO- UND CHANGENMANAGEMENT.

Die Telefónica Deutschland als Mutterunternehmen der Telefónica Deutschland Group ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Für weitere Informationen >RISIKOMANAGEMENT UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG.

T 17 - Bilanz

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Zum 31. Dezember
(In Millionen EUR) 2016 2015 Veränderung % Veränderung
Anlagevermögen        
Anteile verbundene Unternehmen 10.757 11.437 (680) (6)
Umlaufvermögen        
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 121 141 (20) (14)
Sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva 0 15 (15) (98)
Summe Vermögenswerte 10.879 11.593 (714) (6)
Eigenkapital 10.870 11.586 (716) (6)
Rückstellungen 7 7 1 8
Verbindlichkeiten 1 1 0 0
Summe Eigen- und Fremdkapital 10.879 11.593 (714) (6)

Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die Telefónica Deutschland erfolgt in > INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS.

Ausblick 2017

Die Telefónica Deutschland Holding AG fungiert als Management- und Holdinggesellschaft. Die dauerhafte zukünftige Geschäftsentwicklung hängt somit entscheidend von der Entwicklung der operativen Gesellschaften der Telefónica Deutschland Group, insbesondere der Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, ab. Zu der Wirtschafts- und Marktentwicklung sowie der erwarteten Entwicklung wichtiger Kennzahlen auf Ebene der Telefónica Deutschland Group verweisen wir auf den > PROGNOSEBERICHT.

Angesichts der bestehenden Verträge im Zusammenhang mit der Vergütung von Managementleistungen erwarten wir, dass die Umsatzerlöse der Telefónica Deutschland AG im nächsten Geschäftsjahr leicht reduziert auf einem ähnlichen Niveau liegen wie im Geschäftsjahr 2016. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die Telefónica Deutschland ein Ergebnis in ähnlicher Höhe wie 2016.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das Unternehmen hat diese Erklärung, die auch die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie die Angaben nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG beinhaltet, auf seiner Website (WWW.TELEFONICA.DE/ERKLAERUNG-ZUR-UNTERNEHMENSFUEHRUNG) und im Abschnitt > CORPORATE GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DES JAHRESBERICHTS veröffentlicht. Diese Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315 Abs. 5 HGB i. V. m. § 289 a HGB ist Teil dieses zusammengefassten Lageberichts.

 

München, 2. Februar 2017

Telefónica Deutschland Holding AG

Der Vorstand

Markus Haas

Rachel Empey

Glossar

Das Glossar umfasst auch die im Konzernlagebericht verwendeten Abkürzungen.

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ADA Advanced Data Analytics (Intelligente Datenanalysen)
AktG Aktiengesetz
ARPU Average Revenue per User (durchschnittlicher Umsatz pro Kunde)
BEREC Body of European Regulators for Electronic Communication - Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation
BIP Bruttoinlandsprodukt
Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., Berlin
BNetzA Bundesnetzagentur
Bps Basispunkte
Breitband Bezieht sich auf Telekommunikation, bei der ein breites Band von Frequenzen zur Informationsübertragung zur Verfügung steht
Brexit British Exit - Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union
CapEx Capital Expenditure: Zugänge Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Investitionen in Lizenzen für Mobilfunkfrequenzen
Carrier Von der BNetzA autorisierter Telekommunikations-Netzbetreiber
CF Cashflow
Cloud-Dienste Beziehen sich auf eine dynamische Infrastruktur, Software- und Plattformdienste, welche online zur Verfügung stehen
CO2 Kohlenstoffdioxid
Datenupselling Angebot von zusätzlichen Datenvolumen an Kunden
DSL Digital Subscriber Line: Technologie, mit der Daten in der Teilnehmeranschlussleitung an die Endverbraucher übertragen werden
EU Europäische Union
Euribor Euro Interbank Offered Rate
ExComm Executive Committee
FCF Free Cashflow
FTR Fixed network Termination Rates (Festnetz-Terminierungsentgelte)
GfK Gesellschaft für Konsumforschung
GHG Greenhouse Gas (Treibhausgas)
GSM Global System for Mobile Communications (der globale Standard für die digitale Mobilkommunikation)
GSMA Global System for Mobile Communications Association
GWh Gigawattstunden
HGB Handelsgesetzbuch
IFRS International Financial Reporting Standards
IoT Internet of Things (Internet der Dinge)
ISIN International Securities Identification Number (Internationale Wertpapierkennnummer)
IT Informationstechnologie
Joint Venture Gründung einer neuen Firma durch zwei oder mehr Unternehmen zu Kooperationszwecken
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
KPN Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande
Leaver Programm Abfindungsprogramm zum geplanten Stellenabbau im Rahmen der Integration von E-Plus
LTE Long Term Evolution: Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS/HSPA
M2M Machine-to-Machine-Kommunikation: Automatischer Informationsaustausch zwischen Geräten
MBA Mobile Bitstream Access
Mehrmarkenstrategie Ermöglicht Telefónica Deutschland, Kunden in allen Segmenten durch verschiedene Eigen- und Partnermarken passgenaue Angebote anzubieten
MTR Mobile termination rates (Mobilfunk-Terminierungsentgelte)
MVNO Mobile Virtual Network Operator: Virtueller Netzbetreiber
Net Adds Pro Betrachtungszeitraum neu gewonnene Kunden nach Abzug der Kundenabgänge
O2 (Europe) Limited O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich
O2 Free Mit dem Datentarif O2 Free sind unsere Kunden auch nach dem Verbrauch ihres Highspeed-Datenvolumens mit bis zu 1 Mbit/s online
O2 My Handy Bezahlmodell für Handys und andere Geräte mit monatlicher Ratenzahlung
OIBDA Operating Income before Depreciation and Amortization (Betriebsergebnis vor Abschreibungen)
Opex Operating expenses (Betriebskosten)
OTT Over-the-top
OTT services Over-the-top-Anwendungen (WhatsApp, Facebook etc)
PIP Performance and Investment Plan
Prepaid/Postpaid Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen wird bei Prepaid-Verträgen das Guthaben im Voraus erworben ohne vertragliche Verpflichtungen, die sich aus einer festen Laufzeit ergeben würden
Pure LRIC Pure Long Run Incremental Costs - Kostenmaßstab zur Regulierung der Terminierungsentgelte
Retail Verkauf von Produkten und Services an den Endverbraucher; im Gegensatz zu resale oder wholesale business: Verkauf an Drittparteien und Wiederverkäufer
Roaming Der Gebrauch eines Geräts oder einer Kundenidentität in einem fremden oder anderen als dem Heimnetzwerk
SIM Subscriber Identity Module: Eine Chipkarte, welche in das Mobiltelefon eingelegt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient
SIP Session Initiation Protocol: Ein IETF-Standardprotokoll (IETF: Internet Engineering Task Force) zur Einführung einer interaktiven Benutzersitzung, welches Multimedia-Komponenten wie Video, Telefonie, Chat, Gaming oder Virtual Reality miteinbezieht
Smartphone Kabelloses Telefon, welches als Mobiltelefon benutzt werden kann und gleichzeitig die Funktionen eines Webbrowsers und E-Mail-Lesegeräts erfüllt
SME Small- and Medium-sized Enterprises (kleine und mittlere Unternehmen)
SMS Short Message Service
SoHos Small offices/Home offices (Kleinunternehmen)
Tablet Kabelloser, tragbarer Personal-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm
Telefónica Deutschland Telefónica Deutschland Holding AG, München
Telefónica, S.A. Telefónica, S.A., Madrid, Spanien
Telefónica Deutschland Group Die in den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland einbezogenen Unternehmen.
Telefónica NEXT Telefónica Germany Next GmbH, München
Telxius S.A. Telxius Telecom, S.A., das Infrastrukturunternehmen der Telefónica S.A.
TKG Telekommunikationsgesetz
TSM-VO Telecom-Single-Market-Verordnung
ULL Unbundled Local Loop: Überbrückt die Distanz zwischen Lokalaustausch und der Endstelle in den Örtlichkeiten des Kunden. Es ist auch unter dem Namen "last mile" bekannt
UMTS Universal Mobile Telecommunications Service: Internationaler, mobiler Kommunikationsstandard der dritten Generation, welcher mobiles Multimedia und Telematik-Services unter dem Frequenzspektrum von 2 GHz vereint
VDSL Very High Data Rate Digital Subscriber Line (siehe auch DSL)
VoLTE Voice over LTE
Wholesale Der Verkauf von Services an dritte Parteien, die diese an ihre eigenen Endkunden entweder direkt oder nach weiterer Bearbeitung verkaufen
WLAN Wireless Local Area Network = drahtloses lokales Netzwerk

Impressum

Herausgeber

Telefónica Deutschland Holding AG

Georg-Brauchle-Ring 23-25

80992 München

Tel.: +49 89 2442 0

www.telefonica.de

Investor Relations

Telefónica Deutschland Holding AG

Investor Relations

Georg-Brauchle-Ring 23-25

80992 München

Tel.: +49 89 2442 1010

E-Mail Privatinvestoren: shareholder-deutschland@telefonica.com

E-Mail Institutionelle Investoren: ir-deutschland@telefonica.com

www.telefonica.de/ir

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor.

Die deutsche Ausgabe ist im Zweifel verbindlich.

Der Geschäftsbericht ist online verfügbar unter

www.telefonica.de/geschaeftsbericht2016

Konzept und Design

Telefónica Deutschland Unternehmenskommunikation, München

Strichpunkt, Stuttgart/Berlin

Diese Veröffentlichung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika dar. Wertpapiere dürfen bei fehlender Registrierung nach dem US Securities Act von 1933 in geänderter Fassung oder fehlender Ausnahmen nach dem Gesetz nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika angeboten oder verkauft werden. Der Emittent hat weder Wertpapiere nach dem US Securities Act von 1933 in geänderter Fassung registriert, noch beabsichtigt er eine solche Registrierung oder das Angebot von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen sind nicht zur Verteilung oder Weitergabe in die bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien, Südafrika oder Japan bestimmt.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

1. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Nach § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird bzw. welchen Empfehlungen nicht gefolgt wurde oder wird und die Gründe hierfür. Die Erklärung soll auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich sein.

Vorstand und Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG ("Gesellschaft") haben am 13./14. und 17. Oktober 2016 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abgegeben. Die vorliegende Entsprechenserklärung bezieht sich auf den "Deutschen Corporate Governance Kodex" ("DCGK") in der Fassung vom 5. Mai 2015, bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015.

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft erklären gemäß § 161 Abs. 1 AktG, dass die Gesellschaft mit folgenden Ausnahmen den Empfehlungen des DCGK seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird:

1. Bei der Festsetzung der Gesamtvergütung soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer. 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Von dieser Empfehlung ist der Aufsichtsrat in Bezug auf die im Juli 2014 unterzeichneten und im Oktober 2014 nach Vollzug des Erwerbs von E-Plus in Kraft getretenen Vorstandsverträge abgewichen. Da die Gesellschaft vor dem Vollzug des Erwerbs von E-Plus keine ausreichenden Informationen in Bezug auf die Vergütungsstruktur bei E-Plus hatte, konnte das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der relevanten Belegschaft nicht bestimmt werden, da hierfür auch Informationen über die Vergütungsstruktur bei E-Plus erforderlich gewesen wären.

2. Von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4 DCGK, wonach bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen werden soll, wurde und wird abgewichen. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Vergütung des Vorstands gleichwohl auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Die Vergütung besteht aus festen sowie kurz- und langfristigen variablen Komponenten. Die für die Festlegung der variablen Vergütung maßgeblichen Parameter sind insgesamt auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und so strukturiert, dass sie in ihrer Gesamtheit keine Anreize für dem Gesellschaftsinteresse zuwiderlaufende Geschäftsführungsmaßnahmen setzen können.

3. In Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 7 empfiehlt der DCGK, dass die variablen Vergütungsteile auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein sollen. Von dieser Empfehlung wurde und wird teilweise abgewichen. Für die Höhe des Jahresbonus sind zu einem Teil auch Kennzahlen der Telefónica S.A. (gemessen im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern) maßgeblich. Des Weiteren ist ein Teil der langfristigen Vergütungskomponente vom Total Shareholder Return der Aktie der Telefónica S.A. abhängig. Zudem erhält ein Mitglied des Vorstands eine Aktienzusage nach einem Restricted Share Plan, welcher ebenfalls Aktien der Telefónica S.A. umfasst. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass hierdurch keine Fehlanreize geschaffen werden.

4. Der DCGK empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Von dieser Empfehlung wurde und wird teilweise abgewichen, da weder für das Aktienoptionsprogramm noch für den so genannten Deferred Bonus betragsmäßige Höchstgrenzen festgelegt sind. Hierdurch soll dem Aufsichtsrat der erforderliche Spielraum gewährt werden, um jederzeit die Ausgewogenheit zwischen kurzfristigen und langfristigen variablen Vergütungskomponenten sicherstellen zu können. Aus zwei Vorstandsanstellungsverträgen lässt sich zudem der exakte Betrag der Pensionsaufwendungen der Gesellschaft nicht entnehmen. Die Gesellschaft hat die insoweit zu Grunde liegenden Pensionszusagen von der jeweiligen vorherigen Anstellungsgesellschaft des Vorstandsmitglieds übernommen und führt diese fort.

5. Von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 8 DCGK, wonach eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder Vergleichsparameter ausgeschlossen sein soll, wurde und wird abgewichen. Die Vertragsgestaltung lässt teilweise eine nachträgliche Änderung der Kriterien der variablen Vergütung zu. Dies ist aus Sicht des Aufsichtsrats und des Vorstands erforderlich, da sich die Gesellschaft in einem extrem volatilen und innovativen Marktumfeld bewegt und eine Änderung der Unternehmensstrategie im Interesse der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft auch innerhalb eines Bemessungszeitraums für die variablen Vergütungsbestandteile möglich sein muss. Derartige im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft erforderliche Änderungen der Unternehmenspolitik sollen nicht durch monetäre Interessen der Mitglieder des Vorstands behindert oder verzögert werden. Daher ist insbesondere der Aufsichtsrat der Ansicht, dass Flexibilität in Bezug auf die Erfolgsziele und Vergleichsparameter erforderlich ist.

6. Der DCGK empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 3, dass der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen soll. Von dieser Empfehlung wird abgewichen. Für zwei Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bestehen beitragsorientierte Zusagen, die nicht auf ein bestimmtes Versorgungsniveau zielen, oder es werden festgelegte Beträge zum selbständigen Aufbau einer Altersversorgung gezahlt. Der Aufsichtsrat stellt mit der insoweit gewählten Form der Versorgungszusagen nicht auf ein angestrebtes Versorgungsniveau ab. Für ein weiteres Vorstandsmitglied wurde eine Pensionszusage von der vorherigen Anstellungsgesellschaft des Vorstandsmitglieds übernommen, sodass der Aufsichtsrat das angestrebte Versorgungsniveau nicht neu festgelegt hat.

7. Der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 2 DCGK, wonach der Vergütungsbericht auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten soll, wurde und wird nur eingeschränkt entsprochen. Ferner wird der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Satz 5 und 6 DCGK betreffend die Darstellung der Vorstandsvergütung, insbesondere gemäß der Mustertabelle, nicht entsprochen. Die Hauptversammlung vom 5. Oktober 2012 hat gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder für die Dauer von fünf Jahren unterbleibt. Solange ein solcher sogenannter "Opt-Out" Beschluss der Hauptversammlung vorliegt, ist die in 4.2.5 Satz 5 und 6 DCGK empfohlene Darstellung nicht vorgesehen. Ferner werden im Vergütungsbericht die von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen nur insoweit offen gelegt, als sie allen Vorstandsmitgliedern gewährt werden. Soweit Nebenleistungen nur gegenüber einzelnen Vorstandsmitgliedern erbracht werden, werden sie nicht aufgeführt. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die mit der Offenlegung dieser Individualleistungen verbundene Individualisierung dem Beschluss der Hauptversammlung widersprechen und im Übrigen einen zu starken Eingriff in die Privatsphäre der betroffenen Vorstandsmitglieder darstellen würde.

8. Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele unter Berücksichtigung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat benennen. Der Aufsichtsrat hat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen, ohne allerdings ein konkretes Ziel bezüglich einer festen Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder zu benennen. Aus Sicht der Gesellschaft ist für Aufsichtsratsmitglieder eine feste Altersgrenze nicht sachgerecht, da die Fähigkeit, den Vorstand zu überwachen und zu kontrollieren, nicht zwingend durch das Erreichen eines bestimmten Alters eingeschränkt wird. Vielmehr kann es im Unternehmensinteresse ggfs. erforderlich werden, Personen fortgeschrittenen Alters mit großem Erfahrungsschatz auch über das Erreichen einer bestimmten Altersgrenze hinaus zu bestellen. Der Aufsichtsrat hat außerdem keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat benannt. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass es dem Unternehmensinteresse mehr dient, die Möglichkeit zu haben, auf langjährige Expertise einzelner Mitglieder im Aufsichtsrat bauen zu können.

9. Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 DCGK, wonach u.a. der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen bei der Vergütung besonders berücksichtigt werden sollen, erhält nur der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine zusätzliche Vergütung. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass dies der gegenwärtigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats angemessen Rechnung trägt.

Es gab eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung am 11./12. Dezember 2016:

Vorstand und Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG ("Gesellschaft") haben zuletzt am 13./14. und 17. Oktober 2016 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abgegeben. Aufgrund Berücksichtigung der Empfehlung in Ziffer 4.2.2. Abs. 2 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") im Rahmen der neuen Vorstandsverträge wird in Ziffer 1 der Entsprechenserklärung ein neuer Satz am Ende eingefügt.

Der Wortlaut von Ziffer 1 der Entsprechenserklärung wird aktualisiert wie folgt:

1. Bei der Festsetzung der Gesamtvergütung soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer. 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Von dieser Empfehlung ist der Aufsichtsrat in Bezug auf die im Juli 2014 unterzeichneten und im Oktober 2014 nach Vollzug des Erwerbs von E-Plus in Kraft getretenen Vorstandsverträge abgewichen. Da die Gesellschaft vor dem Vollzug des Erwerbs von E-Plus keine ausreichenden Informationen in Bezug auf die Vergütungsstruktur bei E-Plus hatte, konnte das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der relevanten Belegschaft nicht bestimmt werden, da hierfür auch Informationen über die Vergütungsstruktur bei E-Plus erforderlich gewesen wären. Für die zum 1. Januar 2017 in Kraft tretenden neuen Vorstandsverträge wird der obengenannten Empfehlung des DCGK dagegen gefolgt.

Im Übrigen bleibt die Entsprechenserklärung vom 13./ 14. und 17. Oktober 2016 unverändert.

Diese Entsprechenserklärung, ihre Aktualisierung sowie die vorherigen Entsprechenserklärungen stehen auf der Internetseite der Gesellschaft unter WWW.TELEFONICA.DE/ENTSPRECHENSERKAERUNG zur Verfügung.

2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Telefónica Deutschland Holding AG und ihre Verwaltungsorgane sind einer effizienten, nachhaltigen und transparenten Unternehmensführung sowie Werten verpflichtet, die die Grundlage einheitlicher Geschäftsgrundsätze bilden, wie sie in dem Leitfaden "Unsere Geschäftsgrundsätze" dargelegt sind. Dieser Verhaltenskodex enthält verschiedene Grundsätze und Richtlinien, die sich sowohl an das Management als auch an die Mitarbeiter im Rahmen ihrer täglichen Arbeit richten. Die Geschäftsgrundsätze enthalten wertvolle Hilfestellungen insbesondere in Situationen, in denen rechtliche und/oder ethische Interessenkonflikte auftreten, um integer und professionell zu handeln und Entscheidungen treffen zu können. Dies betrifft nicht nur die Gestaltung und Umsetzung von Arbeitsprozessen, sondern auch die Art und Weise, wie das Unternehmen mit seinen Kunden, seinen Aktionären, seinen Mitarbeitern, Lieferanten und anderen Stakeholdern umgeht.

Die Geschäftsgrundsätze des Unternehmens stehen auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.TELEFONICA.DE/GESCHAEFTSGRUNDSÄTZE zur Verfügung.

Die Einhaltung der Geschäftsgrundsätze ist von herausragender Bedeutung, da die Reputation des Unternehmens durch die Handlungen und Entscheidungen seiner Verwaltungsorgane und Mitarbeiter aufgebaut und beeinflusst wird. Daher wird diese Einhaltung in enger Zusammenarbeit zwischen dem Compliance-Team, der Personalverwaltung, der Innenrevision sowie den Bereichen "Fraud" und Recht überwacht.

Das Compliance-Programm des Unternehmens umfasst die Hauptbereiche Korruptionsbekämpfung mit klaren Richtlinien und Verfahren und externem Whistleblower-System (WWW.TELEFONICA.DE/OMBUDSMANN), Wettbewerbsrecht und ethisch angemessenes Verhalten. Der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens gewährleistet die Einhaltung des Datenschutzrechts, das für die Gesellschaft von höchster Bedeutung ist. Die Funktionen Compliance, Datenschutz, Informationssicherheit und Innenrevision sind ebenso wie die Rechtsabteilung Teile des Geschäftsbereichs General Counsel Office, welches direkt dem Vorstand unterstellt ist.

Weitere Einzelheiten zur Compliance-Organisation des Unternehmens werden im Corporate Governance Bericht erläutert, der Teil des Geschäftsberichts ist und finden sich auch auf der Internetseite des Unternehmens unter

WWW.TELEFONICA.DE/CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

3. Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und den Ausschüssen des Aufsichtsrats

Der Vorstand der Telefónica Deutschland Holding AG bestand während des Geschäftsjahrs 2016 aus drei Mitgliedern (Thorsten Dirks, Rachel Empey und Markus Haas).

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Vorstand eine Gender Diversity Quote von mindestens 20% festgelegt. Diese Quote gilt seitdem und wird übererfüllt:

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2016 zu einem Drittel aus weiblichen Mitgliedern. Seit 1 Januar 2017 liegt die Quote bei 50 % (ein Mitglied des zweiköpfigen Vorstands ist weiblich).

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Die Arbeit des Vorstands wird insbesondere durch die mit Zustimmung des Aufsichtsrats erlassene Geschäftsordnung des Vorstands und die Satzung der Gesellschaft geregelt. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sich hierzu regelmäßig mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung.

Jedes Vorstandsmitglied hat den ihm nach der Geschäftsverteilung zugewiesenen Geschäftsbereich zu leiten, unbeschadet der gemeinsamen Verantwortung der Vorstandsmitglieder für die Leitung des gesamten Unternehmens. In allen Angelegenheiten von grundlegender oder wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen und/oder seine verbundenen Gesellschaften, insbesondere Angelegenheiten im Hinblick auf die Organisation, Unternehmenspolitik, Investitions- und Finanzplanung sowie betreffend Investitionen, die das vom Aufsichtsrat verabschiedete Jahresbudget wesentlich überschreiten, muss der gesamte Vorstand entscheiden. Ferner kann jedes Vorstandsmitglied dem Gesamtvorstand Angelegenheiten zur Entscheidung vorlegen. Geschäfte und Maßnahmen von besonderer Bedeutung bedürfen zudem der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Sitzungen des Vorstands werden regelmäßig abgehalten, grundsätzlich einmal pro Woche. Sitzungen können auch per Telefon oder Videokonferenz abgehalten werden. Beschlüsse des Vorstands können auch außerhalb von Sitzungen, insbesondere schriftlich, per Fax oder E-Mail, gefasst werden.

Der Vorstand hat entsprechend § 76 Abs. 4 AktG für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Die bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Mindest-Gender Diversity Quote beträgt 16 %.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat des Unternehmens regelmäßig über den Geschäftsgang, unter anderem indem er dem Aufsichtsrat monatlich schriftliche Berichte vorlegt, die relevante Leistungsindikatoren für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens enthalten. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über Vorgänge zu berichten, die für die Rentabilität oder Liquidität des Unternehmens von erheblicher Bedeutung sein können. Schließlich hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über wichtige Ereignisse oder Angelegenheiten im Sinne von § 90 Abs. 1 Satz 3 AktG zu berichten. Diesen Maßgaben kommt der Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben nach.

Der Aufsichtsrat des Unternehmens besteht aus 16 Mitgliedern, von denen acht Anteilseigner und acht Arbeitnehmervertreter sind. Antonio Manuel Ledesma Santiago verließ den Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung vom 19. Mai 2016. Peter Erskine wurde am selben Tag von der Hauptversammlung als sein Nachfolger gewählt.

Außerdem verließ die stellvertretende Vorsitzende Imke Blumenthal den Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG mit Wirkung zum 30. Juni 2016. Christoph Braun ist als Nachfolger von Imke Blumenthal mit Wirkung seit dem 1. Juli Mitglied des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland Holding AG. In der Sitzung vom 18. Juli 2016 wurde Christoph Braun als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Die gegenwärtigen Mitglieder des Aufsichtsrats sind: die Vorsitzende Eva Castillo Sanz, der stellvertretende Vorsitzende Christoph Braun, sowie die Aufsichtsratsmitglieder Angel Vilá Boix, Laura Abasolo García de Baquedano, Peter Erskine, Patricia Cobián González, Michael Hoffmann, Sally Anne Ashford, Enrique Medina Malo, Marcus Thurand, Dr. Jan-Erik Walter, Joachim Rieger, Jürgen Thierfelder, Thomas Pfeil, Christoph Heil, und Claudia Weber.

Der Aufsichtsrat bestand bis zum 30. Juni 2016 mit sechs weiblichen und zehn männlichen Mitgliedern zu 37,5 % aus weiblichen und zu 62,5% aus männlichen Mitgliedern. Seit dem 1. Juli 2016 setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf weiblichen und elf männlichen Mitgliedern zusammen (d.h. 31,25% weibliche und 68,75 % männliche Mitglieder). Er erfüllt damit weiterhin die vom Aufsichtsrat auch für sich festgelegte Vorgabe des § 96 Abs. 2 AktG (30 % Mindest-Gender Diversity Quote).

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens laufend. Er wird in alle außerhalb des üblichen Geschäftsgangs liegenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsrat ist für die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands zuständig und setzt die Vergütung des Vorstands fest. Die Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Tätigkeiten im Aufsichtsrat und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Die Grundsätze der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Zusammenarbeit mit dem Vorstand sind maßgeblich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sowie der Satzung der Gesellschaft geregelt.

Der Aufsichtsrat hält mindestens zwei Sitzungen im Kalenderhalbjahr ab. Sitzungen des Aufsichtsrats können auch per Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden. Beschlüsse des Aufsichtsrats können auch außerhalb von Sitzungen gefasst werden, insbesondere schriftlich, per Fax oder E-Mail.

Der Aufsichtsrat überprüft die Effizienz seiner Tätigkeit mindestens einmal jährlich.

Zusammensetzung und Arbeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Um dem Aufsichtsrat eine optimale Erfüllung seiner Aufgaben zu ermöglichen, sieht die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats die Einrichtung von drei festen Ausschüssen vor. Der Aufsichtsrat kann weitere Ausschüsse einsetzen. Dem Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Der Prüfungsausschuss (Audit Commitee) bereitet unter anderem die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Billigung der Jahresabschlüsse vor, erörtert die Quartals- und Halbjahresberichte mit dem Vorstand, überwacht die Rechnungslegungsprozesse, die internen Kontrollsysteme (einschließlich Compliance, Risikomanagement und interner Revisionssysteme) und die Abschlussprüfung. Ferner ist er für die Koordination mit dem Abschlussprüfer zuständig. Aktuell setzt sich der Prüfungsausschuss aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

Michael Hoffmann (Vorsitzender)

Laura Abasolo García de Baquedano

Thomas Pfeil und

Christoph Heil.

Der Nominierungsausschuss (Nomination Committee) schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor. Patricia Cobián González wurde zur Vorsitzenden des Nominierungsausschusses gewählt. Die weiteren Mitglieder sind Eva Castillo Sanz und Enrique Medina Malo.

Dem Vermittlungsausschuss (Mediation Committee) mit den Aufgaben nach § 31 Mitbestimmungsgesetz gehören folgende Mitglieder an:

Eva Castillo Sanz (Vorsitzende)

Christoph Braun (seit 1. Juli 2016)

Angel Vilá Boix und

Marcus Thurand.

Imke Blumenthal gehörte dem Vermittlungsausschuss bis 30. Juni 2016 an.

Seit dem 7. März 2016 besteht ein Vorstandsvergütungsausschuss (Remuneration Comittee). Seine Mitglieder sind:

Sally Ashford (Vorsitzende)

Eva Castillo Sanz

Claudia Weber

Dr. Jan-Erik Walter.

Weitere Einzelheiten zur Zusammensetzung und zur Arbeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats finden sich im Bericht des Aufsichtsrats.

30. Januar 2017

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr im Sinne einer guten Corporate Governance bei allen maßgeblichen Belangen vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammengearbeitet, ihn beraten und seine Kontrollfunktion ausgeübt. Der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung sowie den Geschäftsordnungen obliegenden Aufgaben stets verantwortungsbewusst wahrgenommen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat bestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 aus 16 Mitgliedern und zwar aus den Anteilseignervertretern Eva Castillo Sanz (Aufsichtsratsvorsitzende), Angel Vilá Boix, Laura Abasolo García de Baquedano, Patricia Cobián González, Sally Anne Ashford, Antonio Manuel Ledesma Santiago, Michael Hoffmann und Enrique Medina Malo sowie den Arbeitnehmervertretern Imke Blumenthal (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende), Marcus Thurand, Thomas Pfeil, Dr. Jan-Erik Walter, Joachim Rieger, Jürgen Thierfelder, Christoph Heil sowie Claudia Weber.

Mit Wirkung zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 legte Antonio Manuel Ledesma Santiago sein Amt als Aufsichtsratsmitglied nieder. Auf Vorschlag des Nominierungskomitees wählte die ordentliche Hauptversammlung Peter Erskine zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats für die Anteilseignerseite. Seine Amtszeit begann mit Ablauf der Hauptversammlung vom 19. Mai 2016.

Mit Wirkung zum 30. Juni 2016 schied Imke Blumenthal aus dem Aufsichtsrat aus. Christoph Braun rückte automatisch mit Wirkung zum 1 Juli 2016 als Aufsichtsratsmitglied nach.

In der Aufsichtsratssitzung vom 18. Juli 2016 wurde Christoph Braun vom Gesamtaufsichtsrat als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt.

Im Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG nimmt Michael Hoffmann die Funktion als unabhängiger Finanzexperte im Sinne von Ziffer 5.3.2. des Deutschen Corporate Governance Kodex wahr und verfügt über den nach § 100 Abs. 5 AktG geforderten Sachverstand.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2016 aus drei Mitgliedern: neben Thorsten Dirks als Vorstandsvorsitzendem/ CEO verantwortete Markus Haas als Chief Operating Officer (COO) das operative Geschäft der gesamten Telefónica Deutschland Group und Rachel Empey als CFO Finanzen und Unternehmensstrategie. Markus Haas übte ferner die Funktion des Arbeitsdirektors aus.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 21. November 2016 hat der Aufsichtsrat auf Wunsch von Thorsten Dirks einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrags zugestimmt. Wie einvernehmlich vereinbart schied Thorsten Dirks zum Ablauf des 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand und als Vorstandsvorsitzender aus.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 11. Dezember 2016 Markus Haas mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Telefónica Deutschland Holding AG bestimmt.

Rachel Empey, bisher zuständig für die Bereiche Finanzen und Strategie, verantwortet ab dem 1. Januar 2017 zusätzlich die Bereiche Transformation & Integration, Business Intelligence, Innovation und die Telefónica NEXT.

Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand erstattet dem Aufsichtsrat monatlich schriftlich Bericht, der insbesondere relevante Finanzkennzahlen ("KPI") enthält.

Die Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand stehen auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats in ständigem Kontakt. Hierbei erörtern sie insbesondere den gegenwärtigen Stand und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sowie den Fortschritt laufender wichtiger Projekte, im Berichtszeitraum u.a. ganz maßgeblich Transformations- und Integrationsmaßnahmen sowie digitale Entwicklung hin zur Onlife Telco. Die Aufsichtsratsvorsitzende informiert die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats über dabei erörterte wichtige Themen.

Im Berichtszeitraum band der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah bei allen wesentlichen Maßnahmen ein, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften. Hierfür legte er dem Aufsichtsrat Berichte und Unterlagen vor und lieferte bei Bedarf zusätzliche Informationen. Der Aufsichtsrat konnte erforderlichenfalls auch auf die Expertise externer Berater zurückgreifen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In 2016 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt, und zwar am 19. Februar (Bilanzsitzung über das Geschäftsjahr 2015), am 7. April, am 18. Juli und am 20. Oktober 2016. An diesen Terminen fanden jeweils auch Sitzungen des Prüfungsausschusses statt. Daneben gab es fünf außerordentliche (teilweise telefonische, Video, teilweise Präsenz-) Sitzungen des Aufsichtsrats und weitere Beschlussfassungen des Aufsichtsrats außerhalb von Sitzungen.

In 2017 gab es bislang eine Aufsichtsratssitzung: am 16. Februar 2017 (Bilanzsitzung betreffend das Geschäftsjahr 2016).

Wesentliche vom Aufsichtsrat behandelte Themen

Die erste ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 fand am 19. Februar 2016 statt und war zugleich die Bilanzsitzung für das Geschäftsjahr 2015. Neben den damit einhergehenden Themen wie der Billigung der Jahresabschlüsse (Konzern und AG) und des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2015 sowie der weiteren Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat unter anderem nach § 90 AktG wurden insbesondere die finale Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 verabschiedet, Corporate Governance Themen und vorbereitende Maßnahmen für den letztlich im April durchgeführten Verkauf von passiver Infrastruktur und Mobilfunkmasten an Telxius Telecom, S.A. (Telxius S.A.) behandelt.

In der ordentlichen Sitzung vom 7. April 2016 standen neben den Finanzzahlen und dem Ausblick, operative Themen, die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung sowie der Wechsel des Abschlussprüfers für das Wirtschaftsjahr 2017 auf der Tagesordnung. Ferner stimmte der Aufsichtsrat dem Verkauf von passiver Infrastruktur und Mobilfunkmasten an Telxius S.A. zu.

Die ordentliche Sitzung vom 18. Juli 2016 hatte u.a. die Halbjahresfinanzzahlen, die Wahl von Christoph Braun zum neuen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Corporate Culture, Advanced Data Analytics und Internet of Things, Compliance sowie die Effizienz des Aufsichtsrats zum Gegenstand.

In der ordentlichen Sitzung vom 20. Oktober 2016 wurden u.a. Finanzthemen (insbesondere die Q 3 Ergebnisse und der Businessplan), die Ergebnisse der Effizienzumfrage des Aufsichtsrats und das Thema Diversität behandelt. Ferner wurde beschlossen, dass die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2016 am 9. Mai 2017 stattfinden soll.

In außerordentlichen (teilweise telefonischen, teilweise Video- oder Präsenz-) Sitzungen verabschiedete der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum insbesondere das Budget für das Geschäftsjahr 2017 und behandelte Vorstandsthemen (insbesondere am 21. November 2016 das vorzeitige Ausscheiden von Thorsten Dirks sowie am 11. Dezember 2016 die Bestellung von Markus Haas zum neuen Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Januar 2017).

In jeder ordentlichen Sitzung erfolgte eine Auseinandersetzung mit der Finanzsituation des Unternehmens einschließlich der jeweilig anstehenden Finanzberichte, dem Budget, der Businessplanung, operativen Themen einschließlich Synergieberichten sowie Marktpositionierung.

Der Aufsichtsrat hat ferner im Juni 2016 einen Strategieworkshop zusammen mit dem Vorstand abgehalten.

Alle Aufsichtsratsmitglieder, die das gesamte Geschäftsjahr 2016 im Amt waren, haben an mehr als der Hälfte der Sitzungen im Berichtszeitraum teilgenommen.

Neben den Sitzungen fasste der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse, insbesondere per E-Mail. So wurden auf diesem Beschlussweg beispielsweise unter anderem die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im Oktober 2016 -nach entsprechender Vorbehandlung in einer Präsenzsitzung - verabschiedet.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat - wie auch in der Geschäftsordnung bestimmt - einen Nominierungsausschuss (Nomination Committee), einen Vermittlungsausschuss (Mediation Committee) und einen Prüfungsausschuss (Audit Committee). Seit 7. März 2016 gibt es ferner einen Vorstandsvergütungsausschuss (Remuneration Committee).

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) ist insbesondere für die Beratung und Beschlussfassung in Rechnungslegungsangelegenheiten zuständig. Er behandelt Themen rund um die Rechnungslegung, interne Kontrollsysteme sowie Revision, Risikomanagement, Compliance sowie die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Ferner prüft er die erforderliche Unabhängigkeit des externen Abschlussprüfers und ist für die Abstimmung mit dem externen Abschlussprüfer zuständig.

Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern:

Michael Hoffmann (Vorsitzender)

Laura Abasolo García de Baquedano

Thomas Pfeil und

Christoph Heil.

Im Jahr 2016 trat der Prüfungsausschuss sieben Mal zusammen. Hierbei wurden neben den regelmäßigen Themen wie Finanzergebnisse, Revision, Risikomanagement und Compliance insbesondere der Wechsel des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 behandelt.

Dem Vermittlungsausschuss (Mediation Committee) mit den Aufgaben nach § 31 MitbestG gehören folgende Mitglieder an:

Eva Castillo Sanz (Vorsitzende)

Christoph Braun (ab 1. Juli 2016; zuvor Imke Blumenthal bis 30. Juni 2016)

Angel Vilá Boix und

Marcus Thurand.

Der Vorstandsvergütungsausschuss wurde durch E-Mail-Beschluss des Aufsichtsrats vom 4./7. März 2016 durch den Gesamtaufsichtsrat gegründet. Der Vorstandsvergütungsausschuss ist mit der Vorbereitung von Themen und Details, welche die Vorstandsvergütung betreffen, betraut und unterstützt durch seine Vorarbeit maßgeblich den Gesamtaufsichtsrat bei seiner Entscheidungsfindung.

Dem Vorstandvergütungsausschuss gehören folgende Mitglieder an:

Sally Anne Ashford (Vorsitzende)

Eva Castillo Sanz

Dr. Jan-Erik Walter und

Claudia Weber.

Ferner gibt es einen Nominierungsausschuss (Nomination Committee). Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Patricia Cobián González ist die Vorsitzende des Nominierungsaus-schusses. Eva Castillo Sanz und Enrique Medina Malo sind die weiteren Mitglieder.

Der Nominierungsausschuss hat den Wahlvorschlag an die ordentliche Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 vorbereitet, gemäß dem Peter Erskine als Nachfolger für Antonio Manuel Ledesma Santiago gewählt wurde.

Corporate Governance

Eine gute Corporate Governance ist ein Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens und daher im Interesse der Aktionärinnen und Aktionäre. Weitere Einzelheiten zur Corporate Governance der Telefónica Deutschland Holding AG sind in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß 315 Abs. 5 i. V. m. 289a HGB im Geschäftsbericht sowie auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.TELEFONICA.DE/ERKLAERUNG-ZUR-UNTERNEHMENSFUEHRUNG und im Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht sowie auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.TELEFONICA.DE/CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT zu finden.

Am 13./ 14. und 17. Oktober 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verabschiedet und am 11./12. Dezember 2016 aktualisiert. Die Entsprechenserklärung sowie ihre Aktualisierung wurden entsprechend veröffentlicht. Sie können diese auch im Geschäftsbericht bzw. auf der Internetseite des Unternehmens unter WWW.TELEFONICA.DE/ENTSPRECHENSERKLAERUNG sehen. Auf dieser Webseite finden sich auch die vorherigen Fassungen der Entsprechenserklärung.

Sechs der 16 Aufsichtsratsmitglieder haben Funktionen in Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen beim Mehrheitsaktionär oder mit ihm verbundenen Unternehmen. Sowohl die Aufsichtsratsmitglieder als auch die Vorstandsmitglieder teilen dem Aufsichtsrat potenzielle Interessenkonflikte unverzüglich mit.

Im Berichtszeitraum sind keine Interessenkonflikte im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgetreten.

Der Aufsichtsrat erfüllt die Gender Diversity Quote von mindestens 30 % (zum Beginn des Geschäftsjahres 2016: 37,5 %; nach Ausscheiden von Imke Blumenthal zum 30. Juni 2016: 31,25% weibliche Mitglieder).

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2016 zu einem Drittel aus weiblichen Mitgliedern. Seit 1 Januar 2017 liegt die Quote bei 50 % (ein Mitglied des zweiköpfigen Vorstands ist weiblich), sodass die festgesetzte Mindest-Gender Diversity Quote von 20% für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft weiterhin übererfüllt wird.

Prüfung des Jahresabschlusses 2016

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Geschäftsstelle München, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Telefónica Deutschland Holding AG und den Konzern zum 31. Dezember 2016 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Telefónica Deutschland Holding AG und den Konzern wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie für den Konzernabschluss durchgeführt.

Die Jahresabschlussunterlagen für die AG und den Konzern sowie der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vom 16. Februar 2017 vorgelegt. Der Prüfungsausschuss und der Gesamtaufsichtsrat haben die Berichte sorgfältig geprüft und am 16. Februar 2017 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat die Feststellungen des Abschlussprüfers in den Prüfberichten zur Kenntnis genommen, diesen zugestimmt und keine Einwände erhoben.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 16. Februar 2017 den Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie den zusammengenfassten Lagebericht gebilligt; der Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG ist damit festgestellt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Abschlussprüfer hat auch den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Diesen Bericht hat der Abschlussprüfer mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der vom Vorstand erstellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Abhängigkeitsbericht sowie der Prüfbericht zum Abhängigkeitsbericht wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Nach Prüfung des Abhängigkeitsberichts sowie des zugehörigen Prüfberichts nach § 314 AktG erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Abhängigkeitsbericht und gegen die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und stimmt den Feststellungen des Abschlussprüfers zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Thorsten Dirks für die hervorragende und kollegiale Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat dankt ferner Markus Haas und Rachel Empey sowie den Mitarbeitern der Telefónica Deutschland Group für ihr Engagement und ihre ausgezeichnete Arbeit im vergangenen Jahr. Mit ihrem Einsatz, der im Berichtsjahr nicht zuletzt durch die Integration und Transformation geprägt war, tragen sie zum Erfolg des Unternehmens maßgeblich bei.

 

München, 16. Februar 2017

Im Namen des Aufsichtsrats

Eva Castillo Sanz, Aufsichtsratsvorsitzende der Telefónica Deutschland Holding AG

Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex legt Standards für die Überwachung und Leitung von Unternehmen fest. Im Folgenden informieren der Vorstand und der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance. Dieser Corporate Governance Bericht wird auch zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 i.V.m. 289a HGB auf unserer Internetseite veröffentlicht WWW.TELEFONICA.DE/CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Entsprechenserklärung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG fühlen sich den Grundsätzen einer transparenten Corporate Governance verpflichtet und beschäftigen sich regelmäßig mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben zuletzt am 13./14./17. Oktober 2016 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese wurde durch Beschluss vom 11./12. Dezember 2016 aktualisiert. Den vollständigen Wortlaut der Entsprechenserklärung und der Aktualisierung können Sie auch auf der Internetseite der Telefónica Deutschland unter www.telefonica.de/entsprechenserklaerung einsehen.

Die Organe des Unternehmens

Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Telefónica Deutschland Holding AG drei Organe: die Hauptversammlung, den Aufsichtsrat und den Vorstand. Deren Aufgaben und Befugnisse werden im Wesentlichen durch das deutsche Aktiengesetz, die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen des Vorstands und des Aufsichtsrats geregelt.

A-Organe der Gesellschaft

Das deutsche Aktiengesetz schreibt eine strikte personelle Trennung zwischen Leitungs- und Überwachungsorganen vor.

Der Vorstand ist das Leitungsorgan. Er führt das Unternehmen in eigener Verantwortung und im Interesse des Unternehmens mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Alle Maßnahmen und Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, werden in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ausgeführt.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen, insbesondere zur Planung, Geschäftsentwicklung, Strategie, Risikolage, zum Risikomanagement und zur Compliance. Des Weiteren informiert der Vorstand den Aufsichtsrat, wenn im Geschäftsverlauf Abweichungen von aufgestellten Plänen oder Zielen auftreten und was die Gründe hierfür sind.

Einzelheiten zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 i.V.m. 289a HGB im Geschäftsberichts und auf der Internetseite von Telefónica Deutschland unter WWW.TELEFONICA.DE/ERKLAERUNG-ZUR-UNTERNEHMENSFUEHRUNG zu finden.

Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benannt (Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex), die die unternehmensspezifische Situation, den Aktionärskreis, die internationale Tätigkeit des Unternehmens sowie die Tatsache berücksichtigen, dass die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz von den Arbeitnehmern gewählt sind. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat die folgenden Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt:

Dem Aufsichtsrat gehört mindestens ein unabhängiges Mitglied im Sinne Ziffer 5.3.2 und 5.4.2 Satz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex an; ihm sollen keine Personen angehören, die eine Funktion wahrnehmen (z.B. bei einem wichtigen Wettbewerber), die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.

Mindestens 30% der Aufsichtsratsmitglieder sollen Frauen, mindestens 30% Männer sein.

Mindestens ein Drittel der von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder soll über internationale Berufserfahrung und Englischkenntnisse verfügen sowie ein Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge besitzen ("Internationalität").

Der Aufsichtsrat sieht diese konkreten Ziele derzeitig als erfüllt an.

Der Aufsichtsrat hat davon abgesehen, ein Ziel für eine Altersgrenze oder eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer festzulegen und in der Entsprechenserklärung auf diese Abweichung hingewiesen.

Beziehung zu den Aktionären und Hauptversammlung

Die Aktionäre werden grundsätzlich viermal im Jahr über die Finanz- und Ertragslage sowie die Geschäftsentwicklung informiert. Weitere Informationen, insbesondere den Finanzkalender, stellt das Unternehmen auf seiner Internetseite zur Verfügung (www.telefonica.de/ir). Darüber hinaus finden Konferenzen, Road Shows und Treffen mit Analysten statt.

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte gemäß Gesetz und der Satzung der Gesellschaft vor und während der Hauptversammlung wahr, insbesondere durch Ausübung ihrer Stimmrechte (u.a. zur Gewinnverwendung, Entlastung sowie Wahl des Abschlussprüfers).

Risikomanagement

Für Vorstand und Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG sind Internal Control und Risikomanagement fundamental für die Governance. Die RisikomanagementAbteilung berichtet regelmäßig an den Vorstand und an den Prüfungsausschuss über aktuelle Risiken, Aktionspläne und Entwicklungen. Unser Risikomanagementprozess durch konstante Abstimmung mit den relevanten Stakholdern darauf ausgelegt, zeitnah Unternehmensrisiken zu identifizieren, zu evaluieren und diesen entgegen zu wirken. Das Risikomanagementsystem wird von den Wirtschaftsprüfern geprüft und laufend optimiert.

Weitere Details finden Sie in dem Abschnitt "Risiko- und Chancenmanagement".

Compliance

Telefónica Deutschland Group hat sich verpflichtet, alle für ihre Geschäftstätigkeit geltenden Gesetze, Richtlinien, Verfahren, Regeln und Verordnungen einzuhalten. Das Unternehmen hat eine Compliance Abteilung, welche mit der Implementierung und der Optimierung der Compliance-Organisation im gesamten Unternehmen sowie der Koordinierung der Compliance-Aktivitäten betraut ist. Sie berät ferner die Mitarbeiter bei ihren Fragen. Dabei wird ein präventiver Ansatz verfolgt, bei dem die Mitarbeiter sensibilisiert und aufgeklärt werden, um potenzielle Regelverstöße bereits im Vorfeld auszuschließen.

Das Compliance-Programm legt seinen Schwerpunkt auf Verhalten, das den lauteren Wettbewerb schützt, Korruption und Interessenkonflikte vermeidet und ethisch angemessen ist. Diese Themen sind Gegenstand verpflichtender OnlineTrainings, ebenso wie die Bereiche Datenschutz, Anti-Diskriminierung und Informationssicherheit. Jeder Mitarbeiter muss abhängig von seinem Verantwortungsbereich in regelmäßigen Abständen bestimmte vorgeschriebene Schulungen absolvieren. Zu den wichtigsten Compliance-Themen wurden klare Richtlinien und Vorgaben etabliert.

Das bestehende Compliance Management System wird kontinuierlich weiterentwickelt, um es an die sich ändernden rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der Geschäftstätigkeit anzupassen. Dem Vorstand und Aufsichtsrat (insbesondere dem Prüfungsausschuss, welcher für die Prüfung der Internen Kontrollsysteme und Compliance zuständig ist) wird über die Compliance-Aktivitäten regelmäßig Bericht erstattet.

In diesem Gesamtzusammenhang verfügt das Unternehmen auch über eine Kapitalmarkrechtsabteilung im Bereich General Counsel, welche die Compliance mit Insiderregeln sicherstellt (einschließlich Schulungen und die Führung von Insider-Listen, in denen alle Personen verzeichnet sind, die bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben).

Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat setzen sich regelmäßig mit dem Thema Compliance auseinander.

Transparenz und Kommunikation

Auf der Internetseite von Telefónica Deutschland können sich die Aktionäre über das Unternehmen informieren. So werden beispielsweise Pressemitteilungen, Corporate News und Ad-hoc-Mitteilungen sowie die Satzung der Gesellschaft auf der Internetseite veröffentlicht.

Relevanter Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien an der Telefónica Deutschland Holding AG. Kein Mitglied hält Aktienoptionen an der Telefónica Deutschland Holding AG.

Zum 31. Dezember 2016 hielt der Vorstand circa 0,0015 % der Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG. Diese Anteile wurden an der Börse erworben. Sie sind - soweit einschlägig - unter Eigengeschäften (vormals Directors' Dealings) aufgeführt.

Zum 31. Dezember 2016 hielt der Aufsichtsrat circa 0,0019 % der Aktien der Telefónica Deutschland Holding AG. Diese Anteile wurden an der Börse erworben und sind - soweit einschlägig - unter Eigengeschäften (vormals Directors' Dealings) aufgeführt.

Eigengeschäfte (vormals Directors' Dealings)

Nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (früher § 15a WpHG (Wertpapierhandelsgesetz)) müssen Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen Eigengeschäfte mit Anteilen oder Schuldentitel der Telefónica Deutschland oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten anzeigen wenn der Wert dieser Geschäfte den Betrag von 5.000 EUR in einem Kalenderjahr erreicht.

Entsprechende Mitteilungen können Sie der Internetseite von Telefónica Deutschland unter: WWW.TELEFONICA.DE/INVESTOR-RELATIONS/CORPORATE-GOVERNANCE/EIGENGESCHAEFTE-VON-FUEHRUNGSPERSONEN.HTML entnehmen.

Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart, Geschäftsstelle München, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellt.

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Telefónica Deutschland Holding AG

Georg-Brauchle-Ring 23-25

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Tel. +49 89 2442 0

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Gewinnverwendungsvorschlag

Der im festgestellten Jahresabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 3.063.121.751,43 EUR wird wie folgt verwandt:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 EUR je dividendenberechtigter Aktie

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insgesamt 743.638.748,25 EUR
Gewinnvortrag 2.319.483.003,18 EUR