![]() Telefónica Deutschland Holding AGMünchenKonzernzwischenbericht zum 30. Juni 2017 (Q1-Q2)DIGITALES LEBEN GESTALTENKonzernzwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2017Die nachfolgenden Zahlenangaben wurden nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen
gerundet. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls in
der Tabelle dargestellten Summen führen. Highlights 1. Halbjahr 2017Per Ende Juni 2017 verfügte Telefónica Deutschland über 49,9 Mio. Kundenanschlüsse,
ein Anstieg um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Grund hierfür ist insbesondere die Zunahme
der Mobilfunkanschlüsse (+4,1 % auf 45,2 Mio.) aufgrund des soliden operativen Momentums
und des Beitrags des Partnergeschäfts. Neben den gewohnten Kundenkennzahlen hat Telefónica
Deutschland im ersten Quartal 2017 eine zusätzliche Kundenanschlusszählung eingeführt,
die auf bestehenden Marktstandards zur Berechnung von inaktiven Anschlüssen basiert.
Auf dieser Grundlage lag die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse der Telefónica Deutschland
bei 48,4 Mio. per Ende Juni 2017. Die für den Zeitraum Januar bis Juli erzielten Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen (MSR) gingen im Jahresvergleich auf berichteter Basis um 3,1 % zurück. Bereinigt um regulatorische Effekte aus der Absenkung der Terminierungsentgelte und der europäischen Roaming-Verordnung in Höhe von insgesamt 70 Mio. EUR ging der MSR im ersten Halbjahr lediglich um 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Damit setzte sich die sequentielle Verbesserung der MSR-Entwicklung weiter fort. Telefónica Deutschland sieht sich weiterhin Umsatzeffekten aus der Retail-zu-Wholesale-Verschiebung sowie Effekten aus der Entwicklung der Kundenbasis in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld gegenüber. Diese überwiegen derzeit die Vorteile aus der erfolgreichen Vermarktung von O2 Free an neue und bestehende Kunden. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) und vor Sondereffekten1 , bereinigt2 stieg im Halbjahr 2017 um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr, wobei zusätzliche Synergien aus Integrationsaktivitäten mit ca. 75 Mio. EUR zu den Einsparungen beitrugen. Der Investitionsaufwand stieg im ersten Halbjahr 2017 um 1,1 % gegenüber dem gleichen
Vorjahreszeitraum. Telefónica Deutschland investiert in erster Linie in die Netzkonsolidierung
sowie in den weiteren LTE-Ausbau. Umsatz Mobilfunkdienstleistungen (MSR)(in Millionen EUR) -3,1 % / -0,5 % (ohne Regulierungseffekte) ![]() OIBDA/OIBDA-Marge (vor Sondereffekten1 , bereinigt2 )(in Millionen EUR) +3,6 % ![]() Mobilfunkanschlüsse (Postpaid/Prepaid)(in Tausend) +4,1 % ![]() 1
Sondereffekte beinhalten zum 30. Juni 2017 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
30 Mio. EUR und akquisitionsbezogene Beraterkosten in Höhe von 2 Mio. EUR. Zum 30.
Juni 2016 enthielten die Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 37
Mio. EUR sowie den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur
von Mobilfunksendemasten an Telxius in Höhe von 352 Mio. EUR. Finanzdaten im Überblickscroll
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Sondereffekte beinhalten zum 30. Juni 2017 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
30 Mio. EUR und akquisitionsbezogene Beraterkosten in Höhe von 2 Mio. EUR. Zum 30.
Juni 2016 enthielten die Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 37
Mio. EUR sowie den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur
von Mobilfunksendemasten an Telxius in Höhe von 352 Mio. EUR. Konzernzwischenlagebericht, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017Grundlagen des KonzernsGeschäftstätigkeitDie Telefónica Deutschland Group ist einer der führenden integrierten Netzbetreiber
in Deutschland./Wir bedienen erfolgreich sämtliche Marktsegmente mit einer fokussierten
Mehrmarkenstrategie./Die Telefónica Deutschland Group bietet ein hochmodernes Mobilfunknetz,
insbesondere in Ballungszentren./Daten sind der Dreh- und Angelpunkt unseres Unternehmens./Wir
sind führend im mobilen Privatkunden- und Wholesale-Markt in Deutschland./ Mit Telefónica
NEXT treiben wir Innovationen in den Bereichen Intelligente Datenanalyse (ADA) und
Internet of Things (IoT) voran. Mit über 49 Mio. Kundenanschlüssen zum 30. Juni 2017 ist die Telefónica Deutschland
Group einer der drei führenden integrierten Netzbetreiber in Deutschland. Mit insgesamt
mehr als 45 Mio. Mobilfunkanschlüssen zum 30. Juni 2017 sind wir führend auf dem deutschen
Mobiltelekommunikationsmarkt. Wir gehören zur Telefónica, S.A. Group, einem der größten
Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unsere Marken decken sämtliche Marktsegmente und Kundenbedürfnisse abG 01 - Unsere Marken![]() Unser Marketing- und Vertriebsansatz folgt einer konsequenten und fokussierten Mehrmarkenstrategie. So können wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen das gesamte Spektrum unterschiedlicher Kundenbedürfnisse vollständig adressieren. Mit unserer Premiummarke O2 bieten wir Privat- und Geschäftskunden eine große Bandbreite an hochwertigen Mobilfunk und Festnetzprodukten. Internationale Großkonzerne werden von unserer Marke Telefónica abgedeckt. Mit unseren Zweit- und Partnermarken sowie über unsere Wholesale-Kanäle erreichen wir weitere große Kundenkreise, die wir nicht mit unserer Marke O2 ansprechen. Zu unseren Zweitmarken zählen Blau, AY YILDIZ und Ortel Mobile. Zudem bieten wir durch gemeinschaftliche Tätigkeiten und strategische Partnerschaften weitere Mobilfunkmarken an. Hierzu zählen beispielsweise TCHIBO mobil und ALDI TALK in Kooperation mit MEDIONmobile. Unser Mehrmarkenansatz gibt uns die Möglichkeit, das komplette Kundenspektrum mit einem maßgeschneiderten Produktangebot, Vertrieb und Marketing anzusprechen und so unseren potenziellen Umsatz zu erhöhen. Mobilfunkdienstleistungen sind unser HauptumsatzträgerG 02 - Umsatzstruktur 1. HJ 2017![]() Als Marktführer für Mobilfunkdienste in Deutschland betreiben wir ein hochmodernes Netzwerk. Wir bieten insbesondere in Ballungszentren ein qualitativ hochwertiges Netzerlebnis. Unsere Kunden profitieren von der kombinierten Stärke der Netze von O2 und E-Plus und können mobile Datenanwendungen noch besser nutzen. Die kombinierte UMTSNetzinfrastruktur erreicht rund 90 % der deutschen Bevölkerung. Um das Netzerlebnis über die Nutzung mobiler Daten per UMTS hinaus zu verbessern,
hat die Telefónica Deutschland Group ferner den Ausbau ihres LTE-Netzwerks weiter
konsequent fortgesetzt. Per Ende Juni 2017 erreichte das Unternehmen eine landesweite
LTE-Abdeckung von über 80 %. Im ersten Halbjahr 2017 bildeten die Mobilfunkdienste
mit 2.610 Mio. EUR den wichtigsten Ertragsstrom für die Telefónica Deutschland Group
(73,7 % des Gesamtvolumens). G 03 - Netzabdeckung% Bevölkerungsabdeckung außerhalb von Gebäuden ![]() Festnetzgeschäft: Umfassende Dienstleistungsangebote auf Grundlage einer zukunftssicheren InfrastrukturErgänzend zu unseren Mobilfunkdiensten bieten wir landesweit Festnetzdienste an. Dieses
Angebot basiert auf unserer strategischen Partnerschaft mit der Telekom Deutschland
GmbH in Bonn. Sie gewährt uns langfristigen Zugang zu zukunftssicherer Festnetzinfrastruktur
der nächsten Generation und stellt derzeit insgesamt 28 Mio. Haushalten in Deutschland
einen Hochgeschwindigkeits-VDSL-Internetzugang bereit. Ferner profitiert die Telefónica Deutschland Group von sämtlichen künftigen Verbesserungen
der Deutschen Telekom im Festnetzbereich wie beispielsweise einer Zunahme der VDSL-Abdeckung
und höheren Geschwindigkeiten durch neue Technologien wie Vectoring. Mit diesen Pluspunkten befindet sich die Telefónica Deutschland Group in einer ausgezeichneten
Ausgangslage, um sowohl Privat- als auch Geschäftskunden umfassende Dienstleistungen
anbieten zu können. Hardwaregeschäft: Hochmoderne Produkte, Dienstleistungen und FinanzierungsangeboteUnabhängig von Mobilfunkverträgen vertreiben wir eine große Vielfalt an Mobiltelefonen und sonstigen Endgeräten an unsere Kunden. Das beste Beispiel hierfür ist unser erfolgreiches Modell O2 My Handy. Hier kann der Kunde wählen, ob er den Gesamtpreis vorab bezahlt oder eine Anzahlung leistet und den restlichen Kaufpreis in zwölf oder 24 Monatsraten begleicht. Für den Kunden bedeutet dieser Ansatz Preistransparenz, was die Kosten des Mobiltelefons sowie die des Mobilfunkvertrags anbelangt. Unsere Kunden können aus einer großen Vielfalt an Mobiltelefonen, einschließlich der neuesten Premiumgeräte, wählen, attraktive Zahlungsbedingungen nutzen und ihr Gerät außerhalb der 24-monatigen Laufzeit eines Mobilfunkvertrags austauschen. Unsere wichtigsten Lieferanten für Mobiltelefone sind die Hersteller Samsung, Apple, HTC, Sony und Huawei, wobei wir uns insbesondere auf den Verkauf von LTE-fähigen Smartphones konzentrieren. Infolgedessen wächst die Zahl der Kunden mit LTE-fähigen Geräten und LTE-Tarifen um 5 Prozentpunkte gegenüber dem 31. Dezember 2016 auf rund 33 %1 unseres Kundestamms. Die wachsende Nachfrage von Kunden unserer Zweitmarken nach mehr mobilen Datendiensten decken wir über ein breites Spektrum erschwinglicher Smartphones ab. Um unsere Angebote rund um Smartphones für unsere Kunden noch attraktiver zu gestalten,
bieten wir zusätzliche Dienste und Produkte an. Dazu zählen Versicherungsleistungen
für Smartphones, Virenschutz oder hochmoderne Zusatzgeräte. Weitere positive Beispiele
sind die Vermarktung von Virtual-Reality-Brillen (Samsung Gear VR) und Smartwatches.
Teilweise wurden bereits eSIM-fähige Smartwatches (z. B. Samsung Galaxy Gear S2) vermarktet.
Der eSIM-Standard wurde vom GSMA (Global System for Mobile Communications Association)
in Zusammenarbeit mit der Telefónica, S.A. Group und anderen Telekommunikationsunternehmen
entwickelt. Er ermöglicht sowohl kleinere Gerätegrößen als auch einen niedrigeren
Energieverbrauch. Darüber hinaus bietet der eSIM-Standard den Kunden mehr Flexibilität
und schafft die Voraussetzungen für die künftige Entwicklung des Geschäfts mit dem
Internet der Dinge (IoT). Unsere MarktbereicheWir stärken die Position unserer Premiummarke O2 im Markt. Hier wollen wir weiter
hochwertige Kunden im Privat- und Geschäftskundenbereich gewinnen. Darüber hinaus
ist die Telefónica Deutschland Group der führende Wholesale-Anbieter in Deutschland.
Wir bieten unseren Wholesale-Partnern Zugang zu unserer Infrastruktur und unseren
Dienstleistungen. 1
Basierend auf Mobilfunkanschlüssen exklusive M2M-Anschlüsse. Wir setzen auf sich ergänzende Vertriebskanäle, um die verschiedenen Kundenbedürfnisse
bestmöglich bedienen zu können. Zu unserer Vertriebslandschaft gehören sowohl direkte
Vertriebskanäle, sowie eigene Läden, ein landesweites Netzwerk unabhängig betriebener
Franchise- und Premium-Partner-Shops, Online- und Telesales, als auch indirekte Vertriebskanäle,
wie Partnerschaften und Kooperationen mit Einzelhändlern über physische oder Online-Kanäle. Privatkunden: Wertorientierte Steuerung und Marktführerschaft erhaltenDie Marke O2 ist nach der Anzahl der Anschlüsse Marktführer im Postpaid-Bereich für Privatkunden in Deutschland. Als Vorreiter auf dem deutschen Markt liegt unser strategischer Fokus auf dem Verkauf von datenzentrierten Mobilfunkverträgen an Smartphone-Nutzer, wie etwa unserem Angebot O2 Free und dem im Mai eingeführten Aktionsangebot O2 Free 15 zum 15. Jahrestag des Bestehens der Marke O2 (>Ziele und Strategien). Durch die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste generieren Kunden zusammen mit einer steigenden Nutzung von LTE-fähigen Geräten höhere Umsatzerlöse, im Vergleich zu Nutzern ohne Smartphone. Wir beobachten zudem auch im Prepaid-Bereich ein steigendes Interesse an Smartphones und der Nutzung mobiler Daten. Wir bieten im Prepaid-Bereich spezielle Tarife für Smartphone-Nutzer an. Zudem ergänzen wir unser Angebotsportfolio um innovative Dienstleistungen, wie etwa das Angebot von O2 Banking, die App O2 TV & Video und unsere Partnerschaft mit Sky, die Kunden von O2 seit Anfang 2017 einen erschwinglichen Zugang zu exklusiven Sportereignissen, Filmen und Serien bietet (>ZIELE UND STRATEGIEN). Geschäftskunden: Fokussierung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU)Wir bedienen KMU sowie Small Office/Home Office (SoHo) über unsere Premiummarke O2
beispielsweise mit innovativen Produkten wie O2
Free Business oder O2
Unite. Das Angebot O2
Unite bietet unseren Kunden eine Möglichkeit der Kostenreduzierung durch die Zusammenlegung
von SMS, Minuten und Datenvolumina für alle Mitarbeiter des Unternehmens sowie deren
flexible Verwaltung. Den Marktanteil von Telefónica Deutschland bei Geschäftskunden wollen wir weiter steigern.
Dies soll sich durch die richtige Auswahl von Produkten und Dienstleistungen sowie
durch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Netzqualität erfolgen. Nachdem wir
die Migration von Geschäftskunden von E-Plus zu O2
abgeschlossen haben, liegt unser Fokus jetzt auf Wachstum, insbesondere bei KMU-Kunden. Managed Connectivity ist als Bestandteil des IoT ein äußerst dynamischer Markt, in dem jährlich zweistellige Wachstumsraten des Kundenstamms zu erwarten sind2 . Die Telefónica Deutschland Group baut ihren Kundenstamm durch wichtige Neukunden im Jahr 2017 weiter mit Erfolg aus. Ein Neuzugang ist beispielsweise der Kunde PAKETIN GmbH, der einen M2M-fähigen Service für die sichere Paketzustellung sowie Abholung von zu Hause anbietet, auch wenn der Nutzer nicht im Haus ist. Ferner vertreiben wir unsere preisgekrönte Plattform Smart M2M zur Vereinfachung des Managements von IoT-Geräten. Wholesale-Partner: Festigung der MarktführerschaftIm Rahmen des Wholesale-Geschäfts bieten wir Mobilfunkdienste für Kunden wie MEDIONmobile
(ALDI TALK), United Internet (1&1), mobilcom/debitel, WhatsApp und Kabelanbieter an.
Darüber hinaus haben wir uns im Rahmen der Fusion verpflichtet, 20 % unserer mobilen
Netzwerkkapazität über Mobile Bitstream Access (MBA) an die MS Mobile Service GmbH
(Drillisch) zu veräußern. Drillisch verfügt ferner über eine Option für den Erwerb
von bis zu 10 % zusätzlicher Netzwerkkapazität. Im Festnetzgeschäft bieten wir unseren bestehenden Wholesale-Partnern eine Reihe von
Dienstleistungen für den entbündelten Zugang zu Teilnehmeranschlussleitungen (Unbundled
Local Loop, ULL) an, einschließlich Festnetztelefonie und Hochgeschwindigkeitsinternet.
Im Rahmen des Übergangs auf die nächste Generation des Festnetzes der Telekom Deutschland
GmbH werden wir dieses Modell jedoch bis 2019 schrittweise auslaufen lassen. 2
Machina Research IoT Forecast Mai 2016. In diesem Zusammenhang bieten wir Mehrwertdienste wie Abrechnungsdienstleistungen
oder die Verwaltung von Telefonnummern und ein Netzprotokoll zum Aufbau einer Kommunikationsverbindung
(z. B. Internet-Telefonie), sogenannte SIP-Konten. Dieses umfassende Portfolio ermöglicht
es unseren Wholesale-Partnern, ihre Endkunden unabhängig zu bedienen, und gibt uns
gleichzeitig die Chance, den Umfang und den Einsatz unserer Skaleneffekte zu erhöhen. G 04 - Unsere Kundenbereiche![]() Telefónica NEXT: Internet der Dinge (IoT) und Intelligente Datenanalyse (ADA)2016 haben wir die Telefónica Germany Next GmbH gegründet (> ZIELE UND STRATEGIEN),
um die Innovation bei der Nutzung von Datenanalysen und im Bereich IoT voranzutreiben.
Das Unternehmen vereint die Stärken der Telefónica Deutschland Group, mit der Agilität
eines Start-up-Unternehmens. Mit der Übernahme des Berliner Start-ups Minodes im Mai 2017 stärkt Telefónica NEXT
seine Kompetenzen im Bereich intelligente Datenanalysen für den stationären Handel. Die Kernkompetenz von Minodes ist die Analyse anonymisierter Kundenströme in einem
Laden. Damit erhalten die Einzelhändler des stationären Handels Zugang zu entsprechenden
Analyse- und Marketingmöglichkeiten wie OnlineHändler. So können sie ihre Angebote
besser an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen und für ein besseres Einkaufserlebnis
sorgen. Die Anwendungen werden in die Datenanonymisierungsstruktur der Telefónica
Deutschland integriert. Darüber hinaus ist Telefónica NEXT eine Partnerschaft mit Synergic Partners S.L. eingegangen,
eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Telefónica, S.A., die auf Beratung für
Big-Data-Strategien spezialisiert ist. Dank dieser Zusammenarbeit baut Telefónica
NEXT seine Dienstleistungen im Bereich der Intelligente Datenanalyse (ADA) umfassend
aus. Ziele und StrategienUnsere Vision ist es, das führende digitale "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen
in Deutschland zu werden./ Wir verlagern den Fokus immer stärker von der Integration
zur Transformation./Wir streben nach dem besten Kundenerlebnis mit innovativen Angeboten./Wir
behalten unser Momentum im Markt bei und setzen auf erfolgreiche Datenmonetarisierung
und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis./Wir führen die Optimierung unserer
Netze mit dem weiteren Ausbau von LTE fort./Innovation, Digitalisierung und Kosteneffizienz
sind die wichtigsten Treiber, um diese Ziele zu erreichen. Von der Integration zur Transformation: Unser Weg zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunter-nehmen in DeutschlandWir haben im ersten Halbjahr 2017 konsequent die Vision verfolgt, bis 2020 das führende
digitale "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden: Ein Telekommunikationsunternehmen,
das nicht nur Konnektivität bereitstellt, sondern eine zentrale Rolle im digitalen
Leben seiner Kunden spielt. Das Erreichen wichtiger Meilensteine im Rahmen der Integration
im Jahr 2016 hat es uns ermöglicht, den Fokus immer stärker auf diese grundlegende
Transformation zu verlagern. Meilensteine im Rahmen der Integration2016 haben wir erfolgreich Integrationsinitiativen abgeschlossen, darunter der Abschluss
der Kundenmigration, die Optimierung unseres Markenportfolios, die Vereinfachung unseres
IT-Betriebsmodells oder die Schaffung einer gemeinsamen Struktur im Bereich Customer
Service & Sales. Unser Kernprojekt im Jahr 2017, die Netzkonsolidierung, macht gute
Fortschritte. Wir haben in der ersten Jahreshälfte in mehreren Gebieten in Süddeutschland
die Konsolidierung bereits abgeschlossen und treiben unsere Integrationsbemühungen
kontinuierlich voran, wobei wir einen anhaltenden Qualitätsgewinn anstreben. Darüber
hinaus sind wir weiterhin damit beschäftigt, noch nicht abgeschlossene Integrations-Workstreams
fertigzustellen, wie zum Beispiel die noch nicht vorgenommenen Personalrestrukturierungen
und Optimierungen unserer Shops/Büroflächen. Die Arbeiten verlaufen hier nach Plan. Unsere Unternehmensstrategie basierte bislang auf drei Säulen: Wir erhalten das Momentum
aufrecht, integrieren schnell und transformieren das Unternehmen. Dank der schnellen
Umsetzung der Integration und des bereits erfolgten Abschlusses wichtiger Integrationsprojekte
können wir uns nun primär auf zwei Säulen konzentrieren. Unser Fokus hat sich darauf
verlagert, unser Momentum weiter zu halten und die digitale Transformation des Unternehmens
voranzutreiben (M+T). Für die Umsetzung dieser Strategie sind sechs Dimensionen maßgeblich:
Werte und Kundenerlebnis, integrierte Angebote und herausragende Konnektivität bilden
die Grundsteine der Säule "Momentum". End-to-End-Digitalisierung (E2E), Intelligente
Datenanalyse (ADA) und Innovation sowie Kapitalverteilung und Vereinfachung sind die
Schlüsselfaktoren für die "Transformation". Das Geschäftsmodell des führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmens
basiert auf der Bereitstellung von Datenkonnektivität sowie auf dem Vorhaben der Auswertung
der Nutzungsprofile dieser Datendienste. Mit den Kenntnissen daraus können wir auf
die Bedürfnisse unserer Kunden mit attraktiven Produkten und Diensten in Echtzeit
eingehen. Durch diese Transformation werden wir unser Momentum in einem herausfordernden
und wettbewerbsintensiven Markt aufrechterhalten. G 05 - Momentum und Transformation![]() Wir erhalten das Momentum aufrecht ...Werte und KundenerlebnisWir streben nach dem besten Kundenerlebnis, indem wir die traditionelle Mobilfunkbranche ständig herausfordern. Dies spiegelt sich in innovativen Angeboten wie unserem neuen Premiumangebot O2 Free, in unseren neuen Prepaid- und DSL-Portfolios, unserem Engagement gegenüber unseren Kunden mit der Kampagne "Mehr O2 " und unserem Grundsatz der Kundennähe über ein herausragendes stationäres Vertriebsnetz und die immer wichtiger werdenden Online-Kanäle wider. O2 FreeDie Einführung von O2 Free stellte wegen seines revolutionären Marktkonzepts einen wesentlichen Meilenstein dar. O2 Free bietet Kunden unbegrenzte Datenkonnektivität bei einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses Angebot steht sowohl Privat- als auch Geschäftskunden zur Verfügung und hebt die Telefónica Deutschland Group erkennbar von den Wettbewerbern ab. Es trägt auch dazu bei, unsere starke Netzinfrastruktur zu monetarisieren. Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Angebots O2 Free. Das beste Beispiel hierfür ist unser Angebot zum 15. Geburtstag der Marke O2 . Mit O2 Free 15 profitieren unsere Kunden von 15 GB pro Monat mit unserer maximalen LTE-Geschwindigkeit für monatlich 29,99 EUR, bevor die unbegrenzte 3G-Datenverfügbarkeit bei einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Mbit/s genutzt werden kann, um mit ausreichender Geschwindigkeit Musik oder Videos in Standardqualität zu streamen, Nachrichten zu versenden oder im Internet zu surfen. O2 PrepaidSeit März 2017 profitieren unsere Prepaid-Kunden von dem neuen O2 Prepaid-Smart-Portfolio, das mehr Datenvolumen und EU-Roaming und je nach ausgewähltem Tarif sogar Sprach- und SMS-Flatrates beinhaltet. Darüber hinaus profitieren unsere Prepaid-Kunden mit O2 Prepaid All-in auch von den Aktionsangeboten zum 15. Geburtstag der Marke von O2 . DatenmonetarisierungDie Nachfrage unserer Kunden nach Daten steigt stetig an. Mit unseren einzigartigen
Angeboten bedienen wir dieses Kundenbedürfnis und monetarisieren die steigende Datennutzung.
Zudem stellen wir mehr Kunden bessere Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung. Der Umsatz aus Datenverkehr ist einer der wesentlichen Bestandteile der Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen. Unsere erfolgreiche Strategie der Datenmonetarisierung
wird durch das dynamische Wachstum der Datennutzung bestätigt. Innerhalb der Umsatzerlöse
aus Datenverkehr haben wir erfolgreich den Rückgang der Umsätze aus Kurzmitteilungsdiensten
(SMS) durch andere mobile Datendienste kompensiert. Der Anteil der Umsatzerlöse aus
Datenverkehr ohne SMS ist innerhalb des Bereichs gegenüber dem ersten Halbjahr 2016
um 4,5 Prozentpunkte gestiegen. G 06 - Datenverkehr/LTE-NutzerDatenverkehr (TB/Quartal) ![]() LTE-Kunden (in Millionen) ![]() O2 DSLWir haben im April 2017 zudem unser neues DSL-Portfolio eingeführt, das unseren Kunden z. B. hinsichtlich der Hardware-Auswahl schnellere und flexiblere Dienstleistungen bietet. Wir haben unsere Einstiegstarife mit einer deutlichen Erhöhung der angebotenen Bandbreite aufgewertet, so bietet die Option O2 DSL S nun eine Downloadgeschwindigkeit von 25 Mbit/s und nicht mehr 16 Mbit/s wie bei der entsprechenden früheren Option O2 All-in S. Mit der Option O2 DSL L profitiert der Kunde dank VDSL von einer Downloadgeschwindigkeit von 100 Mbit/s für nur 24,99 EUR pro Monat im ersten Jahr. KundentreueVor dem Hintergrund unserer Fokussierung auf den bestehenden Kundenstamm belohnen wir unsere Kunden auch weiterhin für ihre Treue mit Maßnahmen aus unserem Mitte 2016 eingeführten Programm "Mehr O2 ". Dazu zählen einmalige Preisauslosungen (u. a. hochmoderne Gadgets, wie das iRobot Roomba oder Wellness-Wochenenden) oder je nach Kundenstatus (Bronze, Silber oder Gold) ein besonderer Service, wie eine Premium-Hotline oder kostenloser SIM-Kartenersatz. Diese weitere Verbesserung des Kundenerlebnisses spiegelt sich in einer niedrigeren
Kundenabwanderungsrate (Churn für Postpaid- und Prepaid-Anschlüsse) von durchschnittlich
1,9 % im Jahr 2017 (1. HJ 2016: durchschnittlich 2,3 %) wider, nach Abschluss eines
gewaltigen Kundenmigrationsprozesses. KundennäheDarüber hinaus haben wir das Kundenerlebnis durch Serviceerweiterungen in unserem
landesweiten Shopnetz verbessert. Im ersten Halbjahr 2017 haben wir die Anzahl unserer
Concept Stores weiter erhöht. Unsere O2
Gurus vermitteln Kunden nützliches Wissen und halten Workshops zum digitalen Lebensstil
ab. Im Zuge dieser Aktivitäten haben wir von der etablierten Stiftung Warentest 2016
den ersten Platz in der Kategorie "Beratung im Shop" erhalten. Darüber hinaus erweitern
wir das Erlebnis im Shop, indem wir den digitalen Support für unsere Kunden ausbauen
und verbessern. So bieten wir beispielsweise einen Online-Zugang zu O2
Gurus mittels Video-Chat oder Webinare zu Schwerpunktthemen. Integrierte AngeboteWir gehen über die Bereitstellung von Mobilfunk- und Festnetzkonnektivität hinaus, indem wir entsprechende digitale Dienste zur Verfügung stellen, die auf die realen Bedürfnisse und Präferenzen unserer Kunden eingehen, wie etwa die digitalen Angebote für unsere digitalen Geschäftsbereiche Mobile Video und Mobile Banking, welche ebenfalls unter der O2 Marke vermarktet werden und unser Festnetz- und Mobilfunkangebot ergänzen. O2
TV & Video bietet unseren Kunden Zugang zu Live-TV-Inhalten von mehr als 70 Kanälen
und zu Catch-up-TV-Diensten der öffentlichen Rundfunkanstalten. Darüber hinaus umfasst
der Dienst HD-Kanäle sowie die Empfehlungen und den TV-Programmführer von TV Spielfilm,
der führenden elektronischen Programmzeitschrift in Deutschland. Mit diesem innovativen
Angebot gehen wir auf den Wunsch unserer Kunden ein, auf TV-Inhalte jederzeit und
an jedem Ort unabhängig von ihrem Gerät (Smartphone, Tablet oder TV) zugreifen zu
können. Wir haben diesen Service um einen hochmodernen Empfehlungsdienst erweitert
und werden weiterhin an der Entwicklung zusätzlicher Funktionen arbeiten. O2 Banking hat seit der Einführung mehrere Auszeichnungen erhalten. So wurde O2 Banking von bankingcheck.de als "Bestes Mobile Banking 2017" ausgezeichnet. Hervorragende KonnektivitätUnser Netz ist der wichtigste Baustein, wenn es um das bestmögliche Kundenerlebnis
geht. Die Telefónica Deutschland Group nutzt ein starkes Netz, welches wir beständig
ausbauen. Im Mittelpunkt unserer Netzstrategie steht die Bereitstellung einer verlässlichen,
qualitativ hochwertigen Netzkonnektivität, um unsere Kunden in ihrem digitalen Alltag
zu unterstützen. Wir verfolgen daher mit Nachdruck die Konsolidierung unserer Netze
- mit dem Ziel, die Konsolidierung bis spätestens Ende 2018 abzuschließen. Mit der Fortsetzung der Konsolidierung unserer Netze, eines der größten Projekte dieser
Art in Europa, bauen wir auch unser 4G-Netz weiter aus. Ende Juni 2017 erreichte es
eine Abdeckung von über 80 % der deutschen Bevölkerung. Unsere Strategie besteht darin,
uns parallel auf Netzkonsolidierung und weiteren LTE-Ausbau zu konzentrieren. Wir
streben an, ein effizientes Netz zu betreiben, das den Ansprüchen unserer Kunden gerecht
wird und unsere Kundenangebote unterstützt. Das heißt, dass wir 2017 und 2018 mit
dem Ausbau unseres 800-MHz-LTE-Netzes fortfahren und den Ausbau des 1.800-MHz-LTE-Netzes
noch schneller umsetzen werden. Kunden werden also von einer noch besseren Abdeckung
und höheren Übertragungsgeschwindigkeiten profitieren. Auch was unser Spektrumsportfolio betrifft, sind wir hervorragend aufgestellt. Die
Telefónica Deutschland Group hat Zugang zu einem Spektrum von insgesamt 357,5 MHz
und verfügt über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frequenzen, die Abdeckung (niedrige
Frequenzen) einerseits und Kapazität (hohe Frequenzen) andererseits bieten. Verglichen
mit unseren Mitbewerbern befinden wir uns in einer idealen Position, um zukünftige
Netzentwicklungen voranzutreiben. G 07 - Frequenzbänder für Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland![]() 2017 haben wir die neue Software SON - als Synonym für selbst organisiertes Netzwerk
- eingeführt, die eine flexible Steuerung der Netzkapazitäten mit einem Fokus auf
Echtzeit-Kapazitäten ermöglicht. Mithilfe unseres Service Operations Centre, das wir
gemeinsam mit Huawei errichtet haben, können wir darüber hinaus schneller und effektiver
auf Schwankungen der Kundennachfrage reagieren. Der Grundsatz für unseren Netzentwicklungsplan
sind in erster Linie die Anforderungen unserer Kunden. Für unsere Kunden erweitern wir auch kontinuierlich unsere Produktpalette, z. B. haben
wir die Anzahl der Geräte erhöht, die ein natives Voice-over-WLAN unterstützen. Kunden
können nun das WLAN-Netz, mit dem sie verbunden sind, automatisch für aus- und eingehende
Anrufe nutzen. Das Produkt bietet außerdem einen nahtlosen Wechsel vom WLAN in das
Mobilfunknetz ohne Unterbrechung des Anrufs. Dies versetzt uns in die Lage, das Kundenerlebnis
erheblich zu verbessern, da sich die Abdeckung in Innenräumen nahtlos und auf einfache
Weise verbessert. Wir kooperieren darüber hinaus mit Huawei, um Kommunikationsnetze
für die Zukunft aufzubauen. Im April 2017 erzielten wir bei Testläufen, die wir in
unserer Testumgebung "TechCity" in München durchführten, Übertragungsgeschwindigkeiten
von 1,65 Gbit/s. Des Weiteren arbeitet die Telefónica, S.A. Group bei der Definition des zukünftigen
5G-Technologiestandards durch ihre Beteiligung an internationalen Initiativen wie
NGMN (Next Generation Mobile Network), METIS2020 (ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm
der Europäischen Union) und der 5GPPP-Initiative mit. Dies ermöglicht es uns, eine
Vorreiterrolle für technologische Innovation einzunehmen. ... und gleichzeitig transformieren wir das UnternehmenE2E-DigitalisierungDigitalisierung ist ein wichtiger Hebel zur Steigerung der Kundentreue und -zufriedenheit bei gleichzeitigem Augenmerk auf Kostenführerschaft. Die Digitalisierung setzt gleich zu Beginn der Kundenerfahrung an, indem sie es Kunden ermöglicht, ihre Services über digitale Kanäle zu verwalten (z. B. Online-Portal oder Anwendung), und setzt sich bis zum Backoffice fort, wo alle Prozesse digitalisiert sein müssen, um höchste Flexibilität und Effizienz zu gewährleisten. Ein Beispiel hierfür ist die anhaltende Weiterentwicklung der Anwendung "Mein O2 ". Seit April 2017 können unsere neuen DSL-Kunden im Selfcare-Bereich bereits direkt nach Vertragsabschluss beispielsweise den Bestell- und den Hardwareversandstatus in allen Kanälen einsehen. Alles in allem stellt die Digitalisierung für unsere Transformation ein zentrales
Element dar. Sie hat Auswirkungen auf sämtliche interne Prozesse und Kapazitäten wie
auch auf die Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden interagieren und unsere Angebote
beim Kunden platzieren. Telefónica, S.A. stellte auf dem Mobile World Congress 2017 die 4. Plattform vor,
welche auf einer kognitiven Intelligenz beruht. Hierbei werden Daten aus den Netzwerken
des Unternehmens (1. Plattform) und den vereinheitlichten IT-Systemen (2. Plattform)
sowie aus den angebotenen Produkten und Dienstleistungen (3. Plattform) generiert.
Diese intelligenten Plattformen werden einen erheblichen Qualitätsschub für die Kundenerfahrungen
sowie eine höhere Effizienz mit sich bringen. Dies hat Auswirkungen auf die Art und
Weise, wie der Kunde mit dem Unternehmen interagiert. Aura ist das Kernstück der 4.
Plattform, und ein digitales Gehirn, das auch als Grundlage für die Kundeninteraktion
dient. Mit Aura können die Nutzer ihre digitalen Erfahrungen mit dem Unternehmen steuern
und die durch die Nutzung der Telefónica-Produkte generierten Daten auf transparente
und sichere Weise kontrollieren. Aura ermöglicht es den Kunden zudem, über sprachbasierte
Kundenschnittstellen mit Telefónica zu interagieren. Telefónica Deutschland Group arbeitet eng mit Telefónica, S.A. zusammen, um die Vorteile
von Aura für die Interaktion mit unseren Kunden zu nutzen und unsere Kapazitäten auszubauen. Intelligente Datenanalyse und InnovationEine wichtige Voraussetzung für unsere Transformation zum führenden digitalen "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen
ist die Art, wie wir die wachsenden Datenmengen unserer Kunden verarbeiten, schützen
und verwalten. Dabei geht es nicht nur um unseren Anspruch, für jedes Mitglied der
Gesellschaft Wert zu generieren, sondern auch darum, neue Geschäftsmöglichkeiten zu
schaffen. Telefónica NEXT stellt Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verwertbare Verbraucherdaten
zur Verfügung, die ihnen helfen, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. Im Bereich
Transport Analytics nutzen wir anonymisierte Daten des größten Mobilkundenstamms in
Deutschland, um unsere Partner bei ihren Geschäftsanforderungen zu unterstützen. Wir
haben Projekte zur Verkehrsplanung in Stuttgart und Hamburg sowie zur Messung von
Luftverschmutzung in Nürnberg abgeschlossen. 2017 erhielt unser Pilotprojekt für die
Stadt Nürnberg die Auszeichnung "German Award for Excellence" in der Kategorie "Sustainability
Innovation". Das Fraunhofer-Institut IAO hat in einer Studie den Nutzen unserer Daten
zur Verkehrsplanung bestätigt. Darüber hinaus helfen wir unseren Partnern, ihre Kunden gezielter anzusprechen, und stellen entsprechende Angebote jederzeit und am jeweils benötigten Ort zur Verfügung. In unserem Bereich Smart Media bei Telefónica NEXT kombinieren wir standortbezogenes mobiles Messaging mit mobilen Display-Werbelösungen, einschließlich O2 GET, das kürzlich in Kooperation mit people.io eingeführt wurde. Nutzer können für sich selbst entscheiden, welche persönlichen Informationen sie in ihr Konto bei O2 GET eingeben wollen und mit welchen Unternehmen und Marken sie in der Anwendung interagieren möchten. Sie können transparent nachverfolgen, wie diese Daten verwendet werden, und werden für die Weitergabe von Daten in der Anwendung belohnt. Die Partnermarken profitieren von der Fähigkeit, klar definierte Gruppen mit passenden Angeboten anzusprechen, wobei der Nutzer jederzeit die Kontrolle über seine Daten hat. Unser O2 GET-Angebot ist auf die Werte der 4. Plattform in Bezug auf Dateneigentum und Transparenz ausgerichtet. Wir gestalten Verbraucherprodukte intelligenter und beseitigen zu diesem Zweck Barrieren,
die etwa in Form von Komplexität und fehlender Interoperabilität im aktuellen IoT-Umfeld
bestehen. In unserem Bereich Consumer IoT haben wir die Cloud-Plattform Geeny eingerichtet.
In Verbindung mit einem vertrauenswürdigen Partnernetzwerk bietet Geeny Unterstützung
bei allen Komponenten, die für die Entwicklung innovativer IoT-Lösungen von der Idee
und Konzeptionierung bis zur Entwicklung, zum Markttest und zur Markteinführung benötigt
werden. Mit Retail Solutions bündeln wir die Leistungspotenziale von ADA und IoT, um umfassende
Lösungen für den Einzelhandel zur Verfügung zu stellen. Einzelhändler erhalten von
uns tiefe Einblicke in das Kundenverhalten innerhalb und außerhalb des Geschäfts und
damit die Möglichkeit gezielter Kommunikation und Interaktion mit dem Kunden während
der gesamten Customer Journey. Das kürzlich erworbene Start-up Minodes (>Geschäftstätigkeit)
stärkt dieses kanalübergreifende Konzept. Die Ermittlung und der Vergleich der besten
Einzelhandelsstandorte für bestimmte Zielgruppen auf der Basis von Daten ist ebenfalls
Teil des Angebots. Eine Voraussetzung für die Nutzung unserer Kundendaten ist die Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Wir gewährleisten den Schutz und die Sicherheit von Daten auf verschiedene Weise, etwa durch unsere selbst entwickelte Anonymisierungsplattform. Unsere Vision besteht darüber hinaus darin, dem Kunden die Hoheit über seine Daten zurückzugeben. Wir möchten unsere Kunden entscheiden lassen, welche Daten sie weitergeben möchten, und stellen größtmögliche Transparenz im Zusammenhang mit der Nutzung der Kundendaten sicher. Unsere Kunden können beispielsweise entscheiden, ob sie Dienste wie O2 More Local (Teil von Smart Media) buchen möchten, durch die sie spezielle Angebote abhängig vom konkreten Standort erhalten. Als Teil der Telefónica, S.A. Group steht Innovation im Mittelpunkt unserer Grundwerte. Beide Unternehmen, die 2014 in der neuen Telefónica Deutschland zusammengeführt wurden, waren dafür bekannt, den Markt fortlaufend mit Innovationen und neuen Trends zu bereichern. Hierzu gehörte die Erarbeitung von Mehrmarkenstrategien und neuen Tarifmodellen, aber auch die Einführung von Marken für Partner aus anderen Branchen des Alltagslebens. Wir streben an, die Bedeutung von Innovationen in unserem Unternehmen weiter zu erhöhen. Die besten Beispiele hierfür sind die Einführung von O2 Free und O2 Banking sowie unsere Kooperation mit Huawei, unsere Rolle bei der Definition des eSIM-Standards oder die Geeny-IoT-Plattform für Konsumenten von Telefónica NEXT. Außerdem nutzen wir "Open Innovation"-Ansätze, um Innovationen voranzutreiben, unter
anderem die Förderung von Start-ups und Investitionen in Wachstumsunternehmen. Diese
Aktivitäten erfolgen im Rahmen von Telefónica Open Future, einer globalen Initiative
der Telefónica, S.A. Group. Sie fördert technologische Talente und Unternehmertum
und hilft, aus innovativen Ideen erfolgreiche Unternehmen zu machen und so den Zugang
zu neuen Geschäftsmodellen zu sichern. Seit 2012 fördert Wayra Deutschland mit Sitz in München Start-ups, indem sie neue
Geschäftsmodelle entwickeln und sie dann bis zur Markteinführung begleiten. Dies erfolgt
unter anderem im Rahmen von Kooperationen und Pilotprojekten mit der Telefoónica Deutschland.
Zu den Start-ups, die von Wayra gefördert wurden, gehört beispielsweise 5Analytics,
das künstliche Intelligenz zur Automatisierung von Geschäftsprozessen einsetzt. 2017
erfolgte die Übernahme von Neokami durch den globalen Enterprise-IoT-Plattform-Anbieter
Relayr. Neokami ist ein auf Datensicherheit für künstliche Intelligenz spezialisiertes
Start-up, das von Wayra unterstützt wird. Darüber hinaus haben NFWare und Walletsaver,
zwei Start-ups, die von Wayra Deutschland gefördert werden, von externen Investoren
zusätzliche Finanzmittel erhalten. G 08-Telefónica NEXT: Datenbasierte WachstumsfelderTelefónica Germany Next GmbH ![]() Zusätzlich zu Wayra nutzen wir das Wagniskapitalunternehmen Shortcut Ventures, das
bereits etablierten Wachstumsunternehmen Unterstützung bietet. Shortcut Ventures investiert
in junge Unternehmer mit neuen Ideen und Visionen für die Märkte von morgen. Sie erhalten
Risikokapital und direkten persönlichen Zugang zu relevantem kaufmännischem Fachwissen
sowie zur Erfahrung eines Expertenteams. Die Unternehmensbeteiligungen der Shortcut
Ventures an diesen Unternehmen betragen bis zu 29 %. Beispiele für Unternehmen, in
die Shortcut Ventures investiert hat, sind die So1 GmbH, Berlin, und SumUp Payments
Limited, Berlin. Die So1 GmbH ist das erste Unternehmen, mit dem Marken Preispromotions
im So1-Retailer-Netzwerk anbieten können. SumUp ist das führende mobile Point-of-Sale-System
(mPOS) in Europa und Brasilien, mit dem Unternehmen über Mobilgeräte Kredit- und EC-Kartenzahlungen
annehmen können. Kapitalverteilung und VereinfachungWir können das beste Kunden- und Netzerlebnis nur erzielen, wenn wir effizient arbeiten.
Das bedeutet, dass wir eine schlanke Organisation benötigen, die so beweglich ist,
dass wir schnell auf Veränderungen bei der Kundennachfrage und bei Technologien reagieren
können. Digitalisierung ist ein wichtiger Hebel, um dieses Ziel zu erreichen. Vorab
müssen wir jedoch sicherstellen, dass unsere Prozesse optimal gestaltet sind. Wir
haben daher neben der Digitalisierung unser Augenmerk auch auf Maßnahmen zur Vereinfachung
gerichtet. Hierzu gehören die meisten unserer Integrationsmaßnahmen, aber auch unser
Fokus auf die Standardisierung von CRM- und HR-Systemen. Beispielsweise haben wir
unsere Systeme optimiert, sodass unsere neuen DSL-Kunden mit demselben IT-System verwaltet
werden wie die Mobilfunkkunden. Dies wird für Effizienzgewinne und ein besseres Kundenerlebnis
sorgen, da der Kunde in unserem Portal und in der Anwendung über dasselbe Konto auf
Mobil- und DSL-Produkte zugreifen kann und für beide Dienstleistungen nur eine Rechnung
erhält. Wir haben ein Transformationsprogramm entwickelt, das Digitalisierung, Vereinfachung
und Kundenorientierung vereint. Dies wird zur Verwirklichung unserer Vision beitragen,
ein "Onlife"-Telekommunikationsunternehmen zu werden und unseren Investoren dabei
gleichzeitig eine attraktive Kapitalrendite zu bieten und das Momentum in einem attraktiven
Markt voranzutreiben. Struktur der Telefónica Deutschland GroupDie Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch Telefónica Deutschland oder
Gesellschaft) ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts mit Sitz in München,
Deutschland. Die Telefónica Deutschland Holding AG ist die Obergesellschaft der Telefónica Deutschland
Group. Diese wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft,
der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.; deren Konzern: Telefónica,
S.A. Group), einbezogen. Die direkte Muttergesellschaft der Telefónica Deutschland
Group ist die Telefónica Germany Holdings Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft
der O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (O2 (Europe) Limited), und
eine mittelbare Tochtergesellschaft der Telefónica, S.A. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31.
Dezember). Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG beträgt unverändert 2.974.554.993
EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Namensaktien mit
einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR (Aktien). In der Hauptversammlung
gewährt grundsätzlich jede Stückaktie eine Stimme. Die Telefónica Deutschland Holding AG verfügt zum 30. Juni 2017 über ein Genehmigtes
Kapital 2016/I in Höhe von 1.487.277.496 EUR. Das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG ist um bis zu 558.472.700 EUR
durch Ausgabe von bis zu 558.472.700 auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht
(Bedingtes Kapital 2014/I). OrganeDie Gesellschaft hat folgende Organe: G 09 - Organe der Gesellschaft![]() Die Befugnisse dieser Organe werden durch das deutsche Aktiengesetz (AktG), die Satzung
der Gesellschaft und die Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats festgelegt. VorstandDie Mitglieder des Vorstands können vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens
fünf Jahren bestellt und für jeweils höchstens fünf Jahre unbegrenzt wiederbestellt
werden. Der Vorstand der Gesellschaft bestand zum 30. Juni 2017 aus zwei Mitgliedern:
AufsichtsratGemäß § 11 Abs. 1 Satzung der Gesellschaft, §§ 95, 96 des deutschen Aktiengesetzes
(AktG) und § 7 des deutschen Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) besteht der Aufsichtsrat
aus 16 Mitgliedern, von denen jeweils acht Mitglieder Anteilseignervertreter bzw.
Arbeitnehmervertreter sind. Geschäftsentwicklung des KonzernsGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft wächst weiterhin solide./Wachstumschancen ergeben sich aus
der steigenden Nachfrage nach Bandbreite./Der deutsche Mobil funkmarkt ist gemessen
an Kunden der größte der EU./Unsere Märkte sind weiterhin von einem intensiven Wettbewerb
geprägt./Die Telefónica Deutschland Group ist zahlreichen regulatorischen Einflüssen
ausgesetzt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist solideDie deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
ist laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2017 - bereinigt
- um 0,6 % höher als im vierten Quartal 2016. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich
sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die deutschen Verbraucher waren in
den ersten Monaten 2017 in Hochstimmung, trotz weltwirtschaftlicher Krisen. Der Indikator
der Konjunkturerwartung hatte im Mai 2017 zum dritten Mal in Folge zugelegt. Dies
ist der höchste Stand seit zwei Jahren. Auch die Einkommenserwartung konnte weiter
zulegen, bestärkt durch eine sehr gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Im ersten
Quartal 2017 hatten nach dem Bericht des Statistischen Bundesamtes 43,7 Mio. Erwerbstätige
ihren Arbeitsort in Deutschland. Trends auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt bringen Wachstumspotenzial mit sichDie Telekommunikationsindustrie ist ein wesentlicher Wegbereiter der Digitalisierung,
die weiter voranschreitet und die Welt nachhaltig verändert. Im Telekommunikationsmarkt
zeichnen sich aufgrund dessen verschiedene Trends ab: Die Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablet Computern und Wearables hat
eine hohe Bedeutung. Das Smartphone hat sich vom reinen Kommunikationsendgerät hin
zum universellen mobilen Begleiter entwickelt. 61 % können sich ein Leben ohne Smartphone
nicht mehr vorstellen; in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren sind es sogar 70 %.
Zahlreiche Dienste und Apps wie Messaging oder Internetsurfen sind inzwischen für
einen Großteil der Deutschen unverzichtbar. Auf der einen Seite substituiert das Smartphone
Produkte wie digitale Kompaktkameras, mobile Navigationsgeräte und MP3-Player, auf
der anderen Seite treibt es den Markt an, da durch die Vernetzung zu anderen Geräten
neue Wachstumsfelder entstehen. Das Smartphone wird die Steuerungszentrale für weitere
vernetzbare Geräte, die Anwendungsmöglichkeiten werden dabei von Jahr zu Jahr vielfältiger.
So lässt sich beispielsweise Musik vom Smartphone kabellos auf Multiroom-Systeme übertragen,
und das Smart-TV kann per App bedient werden. Auch Haushaltsgeräte lassen sich aus
der Ferne mit dem Smartphone aktivieren und steuern. Wearables ergänzen das Smartphone
durch ihre zusätzlichen Funktionen und intelligenten Sensoren. Die Nachfrage nach mobilen Datendiensten und der intensive Wettbewerb treiben die MarktentwicklungMit 117,5 Mio. Kunden (SIM-Karten) Ende März 2017 ist der deutsche Mobilfunkmarkt
der größte innerhalb der EU. Die rechnerische Mobilfunkpenetration betrug 143 %, d.
h., jeder Bundesbürger hat durchschnittlich 1,4 Mobilfunkkarten. Das Kundenwachstum
im Zeitraum von Januar bis März 2017 war weiterhin vor allem auf den werthaltigeren
Postpaid-Sektor zurückzuführen. Ende März 2017 machten die Postpaid-Kunden 53,4 %
der gesamten Anschlüsse aus. Ende März 2016 lag der Anteil noch bei 52,5 %. Der Mobilfunkmarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2017 weiterhin dynamisch, vor
allem getrieben durch die starke Nachfrage nach attraktiven Smartphone (Tarif-)Angeboten.
Laut einer Untersuchung des Branchenverbands Bitkom nutzten Anfang 2017 78 % aller
Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone. Allerdings ist eine Abschwächung des Wachstums
des Smartphone-Endgeräte-Marktes zu beobachten, getrieben durch eine zunehmende Sättigung
desselben, zudem werden Smartphones länger genutzt. Laut der Gesellschaft für Unterhaltungs-
und Kommunikationselektronik (gfu) wurden von Januar bis März 2017 rund 6,85 Mio.
Smartphones verkauft, das entspricht einem Minus von über 2 % gegenüber dem gleichen
Quartal im Vorjahr. Die mobile Mediennutzung sorgte für ein weiteres Ansteigen der mobilen Datennutzung.
2016 wurden laut Bundesnetzagentur 918 Mio. GB an Daten über die Mobilfunknetze übertragen.
Das sind 60% mehr als 2015 (575 Mio. GB). Quelle: Unternehmensdaten, Analysys Mason, Bundesbank, Bitkom, BMWI, Statistisches
Bundesamt Der deutsche Mobilfunkmarkt ist ein etablierter MarktNach dem Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Group mit der E-Plus Gruppe besteht
der deutsche Mobilfunkmarkt aus drei Netzbetreibern und mehreren ServiceProvidern
bzw. Virtuellen Mobilfunknetzbetreibern (MVNO). Ende März 2017 hielt die Telefónica
Deutschland Group mit 44,7 Mio. Mobilfunkkunden einen Marktanteil von 38,0 %. Damit
ist sie Stand März der größte deutsche Mobilfunknetzbetreiber gemessen an der Zahl
der Kundenanschlüsse. G 10 - Marktanteile im Mobilfunkmarktbezogen auf Kunden (in %) Ende März2017 ![]() Quelle: Unternehmensdaten/Quartalsberichte Deutscher Festnetzmarkt von starkem Wettbewerb geprägtAuch auf dem deutschen Markt für Festnetz-Breitbanddienste herrscht weiterhin ein
intensiver Wettbewerb. Die Anzahl der Anschlüsse legte gegenüber dem Vorjahr um 3,1
% zu, die Kundenbasis wuchs somit bis Ende Dezember 2016 auf 31,5 Mio. an. Das Wachstum
ist vor allem getrieben durch Kabel und VDSL-Anschlüsse. Der Anteil von Kabelanschlüssen
beträgt hier inzwischen über 23 %. Auch VDSL hat ein starkes Wachstum aufzuweisen.
Laut Angaben der Bundesnetzagentur nutzten Ende 2016 rund 7,2 Mio. Kunden VDSL, das
sind 50 % mehr als noch Ende 2015. Die gestiegene Kundennachfrage nach mehr Bandbreite
spiegelt sich auch in dem pro Breitbandanschluss und Monat erzeugten Datenvolumen
wider. Dieses stieg laut der BNetzA im Vergleich zu 2015 um 28% auf 60 GB pro Anschluss. Quelle: Analysys Mason, Bundesnetzagentur Regulatorische Einflüsse auf die Telefónica Deutschland GroupIm Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entscheidungen zu der im
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 im Abschnitt "Regulatorische
Einflüsse auf die Telefónica Deutschland Group" dargestellten Situation ausgeführt. FrequenzenBNetzA setzt Verfahren zur Bereitstellung neuer Frequenzen zum weiteren Ausbau digitaler Infrastrukturen fortDie Telefónica Deutschland Group und weitere interessierte Parteien haben im März
2017 fristgerecht Stellungnahmen zu den von der BNetzA zur Kommentierung gestellten
Orientierungspunkten zur Bereitstellung von Frequenzen für den Ausbau der digitalen
Funkinfrastrukturen abgegeben. In Fortentwicklung der Orientierungspunkte hat die
Bundesnetzagentur am 27. Juni 2017 ein Eckpunktepapier veröffentlicht und gleichzeitig
ein Verfahren zur Ermittlung des Frequenzbedarfs für bundesweite Zuteilungen im Bereich
2 GHz und 3,6 GHz eingeleitet. Unter anderen halten die Eckpunkte bei 2 GHz an der
gemeinsamen Vergabe der Ende 2020 und Ende 2025 auslaufenden Frequenzen fest; bei
3,6 GHz sind einerseits für einen Teil der Frequenzen regionale Zuteilungen vorgesehen
sowie andererseits wechselseitige Mitnutzungsrechte zwischen bundesweiten und regionalen
Zuteilungen als auch eine nachfragegerechte Versorgung mit 5G geplant. Die Inhaber
bundesweiter Zuteilungen sollen verpflichtet sein, die Mitnutzung von Kapazitäten
und Diensten zur Bereitstellung möglichst vielfältiger Geschäftsmodelle diskriminierungsfrei
zu ermöglichen. Bei den Frequenzen oberhalb 24 GHz beabsichtigt die BNetzA, zunächst
im Frequenzbereich 26 GHz ein Antragsverfahren zu entwickeln. Die Telefonica Deutschland
Group und weitere interessierte Parteien haben bis zum 30. September 2017 Gelegenheit,
ihre Frequenzbedarfe anzumelden und die Eckpunkte zu kommentieren. Hieran wird sich
die Telefónica Deutschland Group fristgerecht beteiligen. TelekommunikationsmarktBNetzA konsultiert Konkretisierungen zu Transparenzvorgaben im Rahmen der Telecom-Single-Market-Verordnung (TSM-VO)Seit dem 30. April 2016 sind Regelungen aus der TSM-VO unter anderem zur Transparenz
bei Endkundenverträgen zu berücksichtigen. Das BEREC, ein Gremium europäischer Regulierungsbehörden,
hat am 30. August 2016 Leitlinien für die Umsetzung der Vorgaben veröffentlicht. Die
BNetzA hat in diesem Zusammenhang am 12. April 2017 eine Anhörung veröffentlicht,
um unbestimmte Rechtsbegriffe aus der TSM-VO für stationäre Breitbandanschlüsse im
Download zu konkretisieren und handhabbar zu machen. Im Mai 2017 haben mehrere Verbände
eine gemeinsame Stellungnahme fristgerecht eingereicht, an der sich auch die Telefónica
Deutschland Group beteiligt hat. Die von der BNetzA erlassene Transparenz-Verordnung tritt in KraftDie von der BNetzA zur Stärkung der Verbraucher erlassene Rechtsverordnung mit Maßnahmen
zur Steigerung der Transparenz bei Telefon- und Internetdienstleistungen im Mobilfunk-
und Festnetzbereich ist in weiten Teilen am 1. Juni 2017 in Kraft getreten; die restlichen
Teile folgen am 1. Dezember 2017. Die Verordnung sieht unter anderem Regelungen vor
zur Kostenkontrolle, zur Überprüfung und Dokumentation der vertraglich vereinbarten
Datenübertragungsrate und zur Information von Kunden über Vertragsinhalte vor Vertragsabschluss.
Die neuen Regelungen werden von der Telefónica Deutschland Group berücksichtigt. Änderungen bei § 111 Telekommunikationsgesetz (TKG) im Rahmen des Gesetzes zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus sind ab 1. Juli 2017 gültig§ 111 TKG regelt, welche Kundendaten vor Freischaltung des Anschlusses zu erheben
und zu speichern sind. Seit 1. Juli 2017 sieht diese Norm vor, dass vor der Aktivierung
von Prepaid-SIM-Karten die Richtigkeit der erhobenen Kundendaten anhand bestimmter
Ausweisdokumente oder entsprechender anderer, von der BNetzA zwischenzeitlich festgelegter
Verfahren überprüft werden muss. Die Telefónica Deutschland Group berücksichtigt diese
Änderungen in ihren Geschäftsprozessen. EntgelteRoaming-Aufschläge sind seit 15. Juni 2017 grundsätzlich abgeschafftDie im November 2015 in Kraft getretene TSM-VO regelt Änderungen der bestehenden Roaming-Verordnung.
Am 1. Februar 2017 haben sich in diesem Zusammenhang die EU-Gremien auf die Regulierung
der Großkunden-Maximalentgelte geeinigt. Damit sind seit 15. Juni 2017 Roaming-Aufschläge
bei Endkunden auf ihren jeweiligen Inlandstarif grundsätzlich abgeschafft ("Roam-like-at-home");
Aufschläge in Höhe der ebenfalls seit 15. Juni 2017 wirksamen Großkunden-Maximalentgelte
dürfen nur noch ab Erreichen einer Fair-use-Grenze erhoben werden. Einzelheiten dieser
Fair-use-Grenze hatte die EU-Kommission im Dezember 2016 final verabschiedet. Das
BEREC, ein Gremium europäischer Regulierungsbehörden, hat am 27. März 2017 Leitlinien
für die Umsetzung der seit 15. Juni 2017 gültigen Roaming-Vorgaben veröffentlicht. BNetzA erteilt finale Genehmigung der MTR und vorläufige Genehmigung der FTRMit Beschluss vom 6. März 2017 erteilte die BNetzA die finale Genehmigung der am 30.
November 2016 zunächst vorläufig genehmigten Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR).
Seit dem 1. Dezember 2016 sind Entgelte in Höhe von 1,1 EUR-Cent pro Minute gültig,
die ab dem 1. Dezember 2017 auf 1,07 EUR-Cent pro Minute und ab dem 1. Dezember 2018
auf 0,95 EUR-Cent pro Minute weiter abgesenkt werden. Diese Entgelte wurden für alle
Mobilfunknetzbetreiber symmetrisch genehmigt. Sie sind bis zum 30. November 2019 wirksam.
Die Entgelte wurden auf Basis des neuen Kostenmaßstabs pureLRIC genehmigt. Die Absenkungen
sind insgesamt weniger stark ausgefallen, als es zunächst erwartet worden war. Die Festnetzterminierungsentgelte (FTR) in Höhe von 0,24 EUR-Cent pro Minute sind
Ende Dezember 2016 ausgelaufen. Für die Folgezeit genehmigte die BNetzA mit Beschluss
vom 25. Januar 2017 die Entgelte vorläufig in Höhe von 0,1 EUR-Cent pro Minute. Diese
Entgelte wurden symmetrisch für alle regulierten Festnetzbetreiber genehmigt. Sie
sind seit 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2018 vorläufig wirksam. Hinsichtlich
der im Dezember 2016 vorläufig genehmigten Entgelte der Telekom Deutschland hat die
EU-Kommission im Februar 2017 Zweifel an der Vereinbarkeit mit dem EU-Recht geäußert
und ist deswegen in ein vertieftes Verfahren eingestiegen, in dem die Entgelte und
die Kostenberechnungsmethode näher überprüft werden. Die vorläufigen Entgelte der
übrigen Festnetzbetreiber, einschließlich der Telefónica Deutschland Group, wurden
auf Basis eines Vergleichs mit den vorläufig genehmigten Entgelten der Telekom festgesetzt. BNetzA leitet Konsultation und Marktuntersuchung zu Glasfaserinfrastrukturen einDie BNetzA hat am 14. März 2017 unter dem Titel "Fragen der Entgeltregulierung bei
FttH/B-basierten Vorleistungsprodukten mit Blick auf den Ausbau hochleistungsfähiger
Glasfaserinfrastrukturen" ein Konsultationsverfahren eingeleitet. Damit wird untersucht,
wie ein beschleunigter Ausbau von Glasfasernetzen regulatorisch unterstützt werden
kann. Die Konsultation befasst sich mit den entgeltbezogenen Aspekten der Regulierung.
In der Zukunft könnte eine Abkehr von der heutigen kostenbasierten Regulierung die
Folge sein. Etwaige Änderungen am Regulierungsmaßstab werden frühestens Ende des Jahres
2018 erwartet. Parallel hat die BNetzA im Mai 2017 eine Marktuntersuchung zur Regulierungsbedürftigkeit
und dem Vorliegen beträchtlicher Marktmacht begonnen, die sich auch auf die Märkte
3a (= Markt für den auf der Vorleistungsebene an festen Standorten lokal bereitgestellten
Zugang) und 3b (= Markt für Massenmarktprodukte auf der Vorleistungsebene an festen
Standorten zentral bereitgestellter Zugang) bezieht. Kernpunkt dieser Untersuchung
wird die Frage sein, ob FttH/B-basierte Vorleistungsprodukte weiterhin dem bundesweiten
Anschlussmarkt zugeordnet werden, in dem sich auch kupferbasierte Anschlüsse und Kabelanschlüsse
befinden. Diese Untersuchung ist Voraussetzung für eine etwaige Entgeltregulierung.
Erste Entscheidungsentwürfe hierzu werden frühestens im 4. Quartal 2017 erwartet,
erste Entscheidungen frühestens im 2. Quartal 2018. Überblick über das erste Halbjahr 2017Im ersten Halbjahr 2017 konnten wir unser solides operatives Momentum in einem dynamischen
Wettbewerbsumfeld aufrechterhalten./Die Integration wird planmäßig umgesetzt./Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen, OIBDA vor Sondereffekten, bereinigt und CapEx entsprechen
unseren Erwartungen./Wir konnten die Profitabilität erneut steigern. In den ersten sechs Monaten 2017 hielt die Telefónica Deutschland Group ihr solides operatives Momentum in einem wettbewerbsintensiven deutschen Mobilfunkmarkt aufrecht. Zahlreiche Promotionen in allen Marktsegmenten zielten in erster Linie darauf ab, Datenwachstum zu stimulieren. Wir nutzten dabei die Investitionen in die Marke O2 und damit in das Premiumsegment. Gleichzeitig behielten wir den klaren Fokus auf Kundenbindung und die Entwicklung des Kundenstamms bei. Mit dem Launch des neuen O2 Free 15 Portfolios Ende Mai feierten wir den 15. Geburtstag der Marke O2 und stärkten so unsere Marktpositionierung weiter. Gleichzeitig setzen wir planmäßig die Integration von E-Plus um und realisierten die
erwarteten Synergien mit OIBDA-relevanten Einsparungen von ca. 75 Mio. EUR sowie zusätzlichen
Capex-Synergien in Höhe von ca. 20 Mio. EUR. Wir kommen mit der Integration der beiden
Netzwerke gut voran - mit dem Ziel, die Konsolidierung bis spätestens Ende 2018 abzuschließen.
Während wir sehr gute Fortschritte bei der Integration verzeichneten, haben wir unseren
Fokus zunehmend auf die digitale Transformation ausgerichtet - sowohl organisch als
auch anorganisch, etwa mit dem Erwerb von Minodes durch Telefonica NEXT. Per Ende Juni 2017 belief sich die Zahl der Kundenanschlüsse der Telefónica Deutschland
Group auf 49,9 Mio., ein Anstieg um 2,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursächlich
hierfür war der starke Anstieg der Mobilfunkanschlüsse auf 45,2 Mio., +4,1 % gegenüber
dem Vorjahr. Im ersten Quartal haben wir eine alternative Form der Kundenanschlusszählung
eingeführt, die auf der marktüblichen Berechnung für Inaktivität basiert. Nach dieser
neuen Zählweise verfügten wir per Ende Juni 2017 über 48,4 Mio. Mobilfunkkunden. Das mobile Postpaid-Geschäft bewies weiterhin gutes Momentum mit 368 Tsd. Nettoneuanschlüssen im ersten Halbjahr 2017. Der Beitrag des Partnergeschäfts betrug 55 % an den Brutto-Kundenzuwächsen; dies reflektiert die deutlichen Verbesserungen des Preisumfelds im Discount-Umfeld. Gleichzeitig hat Telefónica Deutschland am strategischen Fokus auf die Entwicklung der eigenen Kundenbasis und der Kundenbindung festgehalten und dabei die positive Kundenreaktion auf O2 Free Portfolio genutzt. Die Postpaid-Kundenbasis nahm gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 1,8 % auf 20,9 Mio. Anschlüsse zum 30. Juni 2017 zu. Der Kundenstamm im Prepaid-Geschäft legte im ersten Halbjahr um 505 Tsd. Anschlüsse
zu, wobei das Partnergeschäft eine starke Performance zeigte. Insgesamt betrug die
Prepaid-Kundenbasis per Ende Juni 24,3 Mio. Anschlüsse, ein Plus von 2,1 % gegenüber
dem 31. Dezember 2016. Die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen lagen bei 2.610 Mio. EUR, ein Minus von 3,1 % auf berichteter Basis. Bereinigt um die regulatorischen Effekte aus der Absenkung der Terminierungsentgelte und der europäischen Roaming-Verordnung in Höhe von insgesamt 70 Mio. EUR ging der MSR im ersten Halbjahr 2017 lediglich um 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Damit setzte sich die sequentielle Verbesserung der MSR-Entwicklung weiter fort. Wir sehen weiterhin Umsatzeffekte aus der Retail-zu-Wholesale-Verschiebung sowie Effekte aus der Entwicklung der Kundenbasis in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld, welche die Vorteile aus der erfolgreichen Vermarktung von O2 Free an neue und bestehende Kunden überkompensieren. Diese Entwicklung entspricht unseren Erwartungen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf 841 Mio. EUR im Vergleich zu 1.170 Mio. EUR im Vorjahr, welches den Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur von Mobilfunksendemasten an Telxius beinhaltete. Vor Sonder-effekten3 belief sich das OIBDA im ersten Halbjahr 2017 auf 873 Mio. EUR, im Vergleich zum OIBDA vor Sondereffekten, bereinigt4 im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 842 Mio. EUR ergibt sich ein Plus von 3,6 %. Auf dieser Basis stieg die OIBDA-Marge im Jahresvergleich um 1,8 Prozentpunkte auf 24,6 %. T 01 - Überblick erstes Halbjahr 2017scroll
1
Die Auswirkungen der regulatorischen Veränderungen in Form der Terminierungsentgelteffekte
und des Gleitpfads der europäischen Roaming-Verordnung sind in der Prognose der Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen nicht enthalten. Insgesamt wird sich dieser Effekt in
2017 im Jahresvergleich mit ca. 3-4 % negativ auf die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
auswirken. Dieses Ergebnis liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Das OIBDA profitierte dabei von zusätzlichen Einsparungen aus Integrationsaktivitäten in Höhe von ca. 75 Mio. EUR, in erster Linie getragen von der Netzwerkintegration und dem Personalrestrukturierungsprogramm. Gleichzeitig investierten wir weiterhin in die Marke O2 und unsere Marktpositionierung. Erwartungsgemäß stieg der Investitionsaufwand (CapEx)5
im ersten Halbjahr um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr auf 434 Mio. EUR, wobei zusätzliche
Synergien in Höhe von ca. 20 Mio. EUR realisiert wurden. Die Telefónica Deutschland
Group führte die Investitionen planmäßig durch und fokussiert sich dabei auf die Netzwerkkonsolidierung
und den LTE-Ausbau. Wie erwartet, liegt der Schwerpunkt der Investitionen im zweiten
Halbjahr 2017. 3
Sondereffekte beinhalten zum 30. Juni 2017 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
30 Mio. EUR und 2 Mio. EUR akquisitionsbezogene Beraterkosten. Zum 30. Juni 2016 enthielten
die Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 37 Mio. EUR sowie den
Nettoveräußerungsgewinn aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur von Mobilfunksendemasten
an Telxius in Höhe von 352 Mio. EUR. Wesentliche EreignisseAktionärsstrukturUnsere mittelbare Hauptaktionärin, die Telefónica, S.A., hat am 13. März 2017 bekannt
gegeben, dass sie mit der Koninklijke KPN N.V. ("KPN") eine Vereinbarung über einen
Aktientausch geschlossen hat, wonach die KPN Anteile an der Telefónica, S.A. gegen
6 % der von KPN bis dahin gehaltenen Anteile an der Telefónica Deutschland tauscht.
Nach Umsetzung der Vereinbarung und Stand der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen stellt
sich die Aktionärsstruktur der Telefonica zum 30. Juni 2017 wie folgt dar: G 11 - Aktionärsstruktur![]() Hauptversammlung und DividendeAm 9. Mai 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2016 statt.
Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland sowie
der Wiederwahl aller zu Beginn der Hauptversammlung amtierenden Mitglieder der Anteilseignerseite
im Aufsichtsrat wurde unter anderem eine Dividende von 0,25 EUR je dividendenberechtigter
Stückaktie, insgesamt 743.638.748,25 EUR, beschlossen. Die Dividende für das Geschäftsjahr
2016 wurde am 12. Mai 2017 an die Aktionäre gezahlt. ErtragslageUmsatzerlöse auf 3.542 Mio. EUR zurückgegangen./ Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
wie erwartet leicht rückläufig/Aufwendungen durch Realisierung von Synergien reduziert./OIBDA
vor Sondereffekten steigt auf 873 Mio. EUR. Umsatzerlöse verringertIm ersten Halbjahr 2017 haben sich unsere Umsatzerlöse um 150 Mio. EUR bzw. 4,1 %
auf 3.542 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. Dies ist begründet
in einem Rückgang der Umsatzerlöse aus Mobilfunk, insbesondere aus Mobilfunkdienstleistungen,
die durch regulatorische Effekte aus der Kürzung der Terminierungsentgelte und der
europäischen Roaming-Verordnung beeinflusst wurden (>Regulatorische EINFLÜSSE). Zum
anderen ist der Rückgang der Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen ein Beleg
für die zunehmende Wettbewerbsdynamik mit der damit verbundenen Stärke des Partnergeschäfts,
die zu einem höheren Anteil der Umsatzerlöse aus dem Wholesale-Geschäft führte. Darüber
hinaus sind auch die Umsatzerlöse aus MobilfunkHardware aufgrund der allgemeinen Marktsättigung
von Endgeräten leicht zurückgegangen. Aufgrund einer gesunkenen DSL-Kundenbasis und
dem Rückgang des Wholesale-Geschäfts im Zusammenhang mit der geplanten Stilllegung
der ULL-Infrastruktur wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringere Umsätze
aus Festnetz/DSL realisiert. G 12 - Umsatzerlöse (in % und Mrd. EUR)![]() Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen leicht rückläufigUnsere Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen beliefen sich im ersten Halbjahr
2017 auf 2.610 Mio. EUR und entwickelten sich mit einem Rückgang von 84 Mio. EUR bzw.
3,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ohne die regulatorischen Effekte hätte der
Rückgang hingegen im Rahmen unserer Erwartungen nur bei 0,5 % gelegen. Der Rückgang ist eine Folge des weiterhin anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven deutschen Marktes, wobei sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Stimulierung der Datennutzung verschiebt. Telefonica Deutschland sieht sich weiterhin Umsatzeffekten aus der Retail-zu-Wholesale-Verschiebung sowie Effekten aus der Entwicklung der Kundenbasis in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld gegenüber, welche die Vorteile aus der erfolgreichen Vermarktung von O2 Free Portfolio an neue und bestehende Kunden überkompensieren. Wir konnten ein stetiges Kundenwachstum insbesondere bei unseren Partnermarken verzeichnen. Demzufolge vergrößerte sich unsere Postpaid-Mobilfunkkundenbasis im ersten Halbjahr 2017 um 368 Tsd. Nettoneukunden auf 20,9 Mio. EUR (Anstieg im ersten Halbjahr 2016: 520 Tsd.), was in einem Anstieg des Anteils unserer Postpaid-Kunden an unserer Mobilfunkkundenbasis um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 46,3 % resultierte. Bedingt durch ein niedriges Preisniveau im Partnergeschäft und die regulatorischen Effekte verringerte sich entsprechend der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) auf 9,6 EUR gegenüber dem Vorjahresniveau (2016: 10,3 EUR). Weiterhin schreitet die Erhöhung der LTE-Netzabdeckung kontinuierlich voran. Die Nachfrage nach Datendiensten (z. B. mobiles Internet, Dienstleistungsanwendungen und andere Dateninhalte) nimmt weiter zu, getrieben durch die zunehmende Anzahl LTE-fähiger Mobilfunkgeräte in Verbindung mit einer steigenden Nutzung mobiler Audio- und Video-Applikationen. Über unsere O2 Blue All-in und O2 Free Portfolios sowie die Inanspruchnahme der Datenautomatik und des Daten-Upselling durch unsere Kunden (>Ziele und Strategien) konnten wir eine erhöhte Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts realisieren. Die Umsatzerlöse im mobilen Datengeschäft beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 1.488 Mio. EUR und erhöhten sich im Jahresvergleich leicht um 0,7%. Der Anteil der Nicht-SMS Datenumsätze an den gesamten Datenumsätzen stieg im Jahresvergleich um 4,5 Prozentpunkte auf 80,6 %. Diese beliefen sich auf 1.199 Mio. EUR; ein Anstieg um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr. Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware leicht rückläufigDie Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware unterliegen Schwankungen, insbesondere aufgrund
der Abhängigkeit vom Verkaufsstart neuer Endgeräte. Im ersten Halbjahr 2017 lagen
die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware bei 482 Mio. EUR und damit 11 Mio. EUR bzw.
2,2 % unter dem Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen von Endgeräten - auch an Mobilfunkpartner
- gingen zurück, insbesondere aufgrund von längeren Austauschzyklen sowie der Sättigung
des deutschen Marktes für Mobilfunk-Hardware, was im Einklang mit der allgemeinen
Entwicklung der europäischen Märkte steht (>GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE
RAHMENBEDINGUNGEN). Die Umsatzerlöse aus Mobilfunk, bestehend aus Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen
und MobilfunkHardware, beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 3.092 Mio. EUR. Dies
entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 95 Mio. EUR bzw. 3,0
%. Rückgang der Umsatzerlöse aus Festnetz/DSLDie Umsatzerlöse aus dem Festnetzgeschäft gingen im Halbjahresverlauf 2017 zurück
und verringerten sich um 11,6 % auf 440 Mio. EUR. Die sukzessive Stilllegung der veralteten
Infrastruktur im Wholesale-DSL-Bereich trug erwartungsgemäß zu einem Gesamtrückgang
der Kundenbasis und entsprechend der Festnetzumsätze bei. Im Vergleich zum Vorjahr
profitierten die Festnetzumsätze erneut von der anhaltend guten Entwicklung von VDSL
trotz eines leichten Rückgangs der Nettoneukunden im DSL-Privatkundengeschäft. T 02-Aufgliederung Umsatzerlösescroll
Sonstige Umsatzerlöse leicht erhöhtIm ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich die sonstigen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 3 Mio. EUR auf 9 Mio. EUR. Entwicklung der sonstigen Erträge beeinflusst durch Sondereffekte im VorjahrIm ersten Halbjahr 2017 verringerten sich die sonstigen Erträge um 376 Mio. EUR bzw.
86,4 % auf 59 Mio. EUR. Grund hierfür war ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf
der passiven Infrastruktur der Sendemasten an Telxius S.A. in Höhe von 352 Mio. EUR
im ersten Halbjahr 2016 (>KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016, WESENTLICHE
EREIGNISSE). Rückgang der betrieblichen AufwendungenDie betrieblichen Aufwendungen gingen im ersten Halbjahr 2017 im Jahresvergleich um
6,7 % auf 2.760 Mio. EUR zurück, was in erster Linie durch Einsparungen aus Integrationsprojekten
bedingt war. Die Restrukturierungskosten in Höhe von 30 Mio. EUR bezogen sich auf
das Abfindungsprogramm, die Netzkonsolidierung sowie die Optimierung der Präsenz unserer
Retail Shops. G 13 - Betriebliche Aufwendungen (in % und Mrd. EUR)![]() Rückläufiger Materialaufwand und bezogene Leistungen infolge geringerer UmsätzeIm ersten Halbjahr 2017 verringerten sich die Kosten für Materialaufwand und bezogene
Leistungen im Jahresvergleich um 6,2 % auf 1.132 Mio. EUR. Der Wareneinsatz fiel insbesondere
aufgrund der gesunkenen Mobilfunkterminierungsentgelte geringer aus, wohingegen die
Aufwendungen für verkaufte Endgeräte leicht gestiegen sind. Personalaufwand im Jahresvergleich leicht gesunkenDie Personalaufwendungen sind im ersten Halbjahr 2017 um 21 Mio. EUR oder 6,3 % auf
313 Mio. EUR gesunken. Bereinigt um die Restrukturierungsaufwendungen (1. Halbjahr
2017: 13 Mio. EUR; 1. Halbjahr 2016: 28 Mio. EUR) beträgt der Rückgang 5 Mio. EUR
und reflektiert trotz steigender Mitarbeiterzahlen die erfolgreiche Umsetzung des
Personalrestrukturierungsprogramms. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist sowohl auf
die Internalisierung von bisher externen Mitarbeitern insbesondere im Bereich Customer
Service als auch auf die geänderte Konzernstruktur zurückzuführen. Sonstige Aufwendungen verringertIm ersten Halbjahr 2017 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 1.315 Mio. EUR, (einschließlich Restrukturierungskosten in Höhe von 17 Mio. EUR; 1. Halbjahr 2016: 8 Mio. EUR), ein Minus von 7,2 % im Jahresvergleich. Die Einsparungen aus der Integration der E-Plus Gruppe wurden teilweise durch höhere kommerzielle Kosten zur Positionierung von O2 im Premiumsegment, in einem kompetitiven Marktumfeld sowie durch Promotions anlässlich des Markengeburtstags von O2 (>ZIELE UND Strategien) kompensiert. Fortschritte in der Integration der E-Plus Gruppe spiegeln sich in positiver OIBDA-Entwicklung auf bereinigter Basis widerIm ersten Halbjahr 2017 haben wir ein OIBDA vor Sondereffekten6
in Höhe von 873 Mio. EUR erzielt und somit einen Zuwachs von 19 Mio. EUR bzw. 2,2
% erreicht. Hierin spiegelt sich ein verringertes Kostenniveau infolge der Realisierung
von Synergien, beispielsweise durch die fortlaufende Netzintegration und aus dem Personalrestrukturierungsprogramm,
wider. Teilweise wurde dies durch die kommerziellen Kosten bei der Markenpositionierung
der Premiummarke O2
kompensiert. Die resultierende OIBDA-Marge vor Sondereffekten lag mit 24,6 % um 1,5
%-Punkte über dem Vorjahresniveau. Das OIBDA lag mit 841 Mio. EUR im Berichtszeitraum um 328 Mio. EUR bzw. 28,1 % unter
dem Wert der Vergleichsperiode. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem im
Vorjahr enthaltenen Sondereffekt aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten.
Die entsprechende OIBDA-Marge liegt mit 23,8 % unter dem Niveau der Vergleichsperiode. G 14-OIBDA (in Mrd. EUR)![]() Abschreibungen gesunkenMit 964 Mio. EUR sind die Abschreibungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr
(erstes Halbjahr 2016: 1.069 Mio. EUR) um 105 Mio. EUR bzw. 9,8 % gesunken. Der Rückgang
ist das Ergebnis der beschleunigten Abschreibungen von Softwareanlagen im Zusammenhang
mit der IT-Integration sowie des Ablaufs verschiedener Frequenzlizenzen im Jahr 2016. Betriebsergebnis rückläufigGegenüber dem Vorjahr ist das Betriebsergebnis um 223 auf -123 Mio. EUR (erstes Halbjahr
2016: 100 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Entwicklung resultiert insbesondere aus dem
Sondereffekt durch den im ersten Halbjahr 2016 realisierten Nettoveräußerungsgewinn
in Höhe von 352 Mio. EUR aus dem Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten
an die Telxius S.A. Gegenläufig wirken sich die gegenüber dem Vorjahr um 105 Mio.
EUR gesunkenen Abschreibungen aus. Finanzergebnis leicht verbessert aufgrund niedrigerer ZinsenDas Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum -16 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2016:
-18 Mio. EUR) und verbesserte sich im Wesentlichen durch eine Refinanzierung zu niedrigeren
Zinssätzen. Aus den oben genannten Effekten ergibt sich für den Sechsmonatszeitraum 2017 ein Periodenergebnis
in Höhe von -139 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 83 Mio. EUR. T 03 - Konzerngewinn- und Verlustrechnungscroll
FinanzlageDer Nettoverschuldungsgrad soll mittelfristig unter oder maximal bei 1,0 x gehalten
werden. / Die Nettofinanzschulden beliefen sich auf 1.575 Mio. EUR. / Der Nettoverschuldungsgrad
betrug 0,9x. / Free Cashflow von 68 Mio. EUR lag unter dem Vorjahresniveau aufgrund
von Sondereffekten im ersten Halbjahr 2016. FinanzierungsanalyseNettofinanzschulden unter anderem bedingt durch Dividendenzahlung erhöhtDie Tabelle 5 zeigt die Zusammensetzung der Nettofinanzschulden - d. h. den Saldo
aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der zinstragenden
finanziellen Vermögenswerte und Forderungen. Die Nettofinanzschulden zum 30. Juni 2017 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 777 Mio. EUR auf 1.575 Mio. EUR, woraus ein Nettoverschuldungsgrad7 in Höhe von 0,9x resultiert. Der Anstieg der Nettofinanzschulden im ersten Halbjahr 2017 wurde maßgeblich durch
die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2016 (744 Mio. EUR) sowie den Free
Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen in Höhe von 68 Mio. EUR beeinflusst. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Nettofinanzschulden im
ersten Halbjahr 2017. G 15 - Entwicklung der Nettofinanzschulden (in Mio. EUR)![]() 1
Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen. T 04-Entwicklung der konsolidierten Nettofinanzschuldenscroll
1
Kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten noch nicht fällige
Handset-Forderungen, die positive Wertentwicklung der Fair Value Hedges für festverzinsliche
Finanzschulden sowie ausgegebene Darlehen an Dritte. Anmerkungen:Die Handset-Forderungen sind in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ausgewiesen. Die noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion in Höhe
von 111 Mio. EUR sind in der Bilanz in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
enthalten und daher nicht in der Nettofinanzschuldenberechnung berücksichtigt. LiquiditätsanalyseT 05 - Konzernkapitalflussrechnungscroll
KonzernkapitalflussrechnungNachfolgend wird die Entwicklung der Zahlungsflüsse der Telefonica Deutschland Group
in den ersten sechs Monaten der Geschäftsjahre 2017 und 2016 analysiert. Veränderung des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit über dem VorjahresniveauDer Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf
718 Mio. EUR und lag um 113 Mio. EUR bzw. 18,7 % über dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr
2016: 605 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch die Veränderung
des Working Capital, welche im Berichtszeitraum bei -107 Mio. EUR lag und sich im
ersten Halbjahr 2016 auf -193 Mio. EUR belief. Veränderung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit getrieben durch gesunkene MittelzuflüsseDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf
-650 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2016: -8 Mio. EUR). Die Mittelabflüsse lagen mit 664 Mio. EUR um 64 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Ursächlich
hierfür waren im Wesentlichen die mit 652 Mio. EUR um 55 Mio. EUR gestiegenen Auszahlungen
für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Veränderung des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit insbesondere durch geringere Darlehensrückzahlungen beeinflusstDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2017 auf -8 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2016: -854 Mio. EUR). Die Mittelabflüsse reduzierten sich um 596 Mio. EUR auf 858 Mio. EUR und beinhalten
die Rückzahlungen der Konsortialkreditlinie in Höhe von 100 Mio. EUR, Zahlungen für
Finanzierungsleasing-Vereinbarungen von 15 Mio. EUR sowie die Zahlung der Dividende
in Höhe von 744 Mio. EUR. Im Vergleich wurden im ersten Halbjahr 2016 500 Mio. EUR
des Darlehens mit der Telfisa Global B.V. zurückgezahlt sowie eine Zahlung der Dividende
in Höhe von 714 Mio. EUR geleistet. Weiterhin wurden im ersten Halbjahr 2016 119 Mio.
EUR Verbindlichkeiten mit im Jahr 2015 verlängerten Zahlungsfristen zurückgezahlt. Der Mittelzufluss aus der Aufnahme von verzinslichen Schulden erhöhte sich gegenüber
dem Vorjahr um 250 Mio. EUR auf 850 Mio. EUR und ist auf die Inanspruchnahme der Konsortialkreditlinie
in Höhe von 650 Mio. EUR und des Finanzierungsvertrags mit der EIB in Höhe von 200
Mio. EUR zurückzuführen. Im Vergleich wurden im ersten Halbjahr 2016 600 Mio. EUR
der Konsortialkreditlinie in Anspruch genommen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gestiegenAufgrund der oben beschriebenen Mittelzuflüsse/(-abflüsse) nahmen die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um 60 Mio. EUR
zu und beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 673 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 613 Mio.
EUR). Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen unter dem VorjahresniveauDer Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen nahm um 530 Mio. EUR ab und
lag zum 30. Juni 2017 bei 68 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2016: 599 Mio. EUR). Diese Entwicklung ergab sich im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang der Kaufpreisforderung
aus der Veräußerung der passiven Infrastruktur der Sendemasten an die Telxius S.A.
im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 587 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capital verbesserte sich auf -326 Mio. EUR im ersten Halbjahr
2017 gegenüber -360 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016.
Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg von Factoring-Transaktionen,
der teilweise durch den Bestandsaufbau der Vorräte kompensiert wurde. T 06 - Herleitung des Cashflow und OIBDA minus CapExscroll
1
Exklusive der Zugänge aus aktivierten Finanzierungsleasingverhältnissen und exklusive
der aktivierten Fremdkapitalkosten für Investitionen in Spektrum. VermögenslageBei der folgenden Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur werden die zum 30. Juni
2017 bestehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Werten zum 31. Dezember
2016 verglichen. Zum 30. Juni 2017 weist die Gruppe eine Bilanzsumme in Höhe von 14.756 Mio. EUR (31.
Dezember 2016: 15.301 Mio. EUR) aus. Dies entspricht einer Veränderung von -3,6 %. Immaterielle Vermögenswerte vor allem durch Abschreibungen gesunkenDie immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte beliefen
sich zum 30. Juni 2017 auf 7.800 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 8.146 Mio. EUR). Der
Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 347 Mio. EUR bzw. 4,3 % und resultierte aus
planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer
in Höhe von 501 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017. Gegenläufig
wirkten sich die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 155 Mio.
EUR aus. Diese betrafen im Wesentlichen Investitionen in Software. Aufgrund der aktiven Nutzung wurden im Berichtszeitraum 858 Mio. EUR, der in 2015
erworbenen Mobilfunkfrequenzen, von Anlagen in Bau/Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
in Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen und Lizenzen umgegliedert. Sachanlagen vor allem durch Abschreibungen gesunkenDie Sachanlagen beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 4.042 Mio. EUR (31. Dezember 2016:
4.217 Mio. EUR). Damit wurde gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 174 Mio. EUR bzw.
4,1 % ausgewiesen, welcher auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 463 Mio. EUR
zurückzuführen ist. Dem gegenüber stehen Zugänge in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017
in Höhe von 291 Mio. EUR, die im Wesentlichen Investitionen in einen beschleunigten
Netzausbau, unter anderem den weiteren verstärkten LTE-Ausbau, den Ausbau der IP-Technologien
sowie den Ausbau der mobilen Datendienste mit noch schnelleren Downloadzeiten, betreffen. Investitionen (CapEx8 ) unverändertDie Investitionen (CapEx) beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 434 Mio. EUR im
Vergleich zu 430 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2016. Im Wesentlichen investierte
die T 07 - Konzernbilanzscroll
Telefonica Deutschland Group weiterhin in die Integration des Netzwerks sowie in den
Ausbau des LTE-Netzes. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gesunkenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen beliefen sich
zum 30. Juni 2017 auf 1.199 Mio. EUR und liegen damit unter dem Vorjahreswert (31.
Dezember 2016: 1.537 Mio. EUR). Der Rückgang um 338 Mio. EUR bzw. 22,0 % ist im Wesentlichen
auf die getätigten Factoring-Transaktionen zurückzuführen. Sonstige finanzielle Vermögenswerte gesunkenDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 73 Mio. EUR lagen zum 30. Juni
2017 um 12 Mio. EUR bzw. 14,5 % unter dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2016: 85 Mio.
EUR) und reflektierten im Wesentlichen die reduzierte Sicherheitsleistung für Silent
Factoring. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte durch geleistete Vorauszahlungen gestiegenDie sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf
412 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 191 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 221 Mio. EUR
bzw. 115,7 % resultierte hauptsächlich aus geleisteten Vorauszahlungen für Mieten
von Antennenstandorten und Leitungen. Vorräte von mobilen Endgeräten gestiegenDie Vorräte betrugen zum 30. Juni 2017 131 Mio. EUR und stiegen damit um 46 Mio. EUR
bzw. 53,9 % an (31. Dezember 2016: 85 Mio. EUR). Grund hierfür war der Bestandsaufbau
für Vertriebsaktivitäten von neu auf dem Markt erschienenen Endgeräten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gestiegenDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2017 insgesamt
673 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 613 Mio. EUR). Der Anstieg um 60 Mio. EUR bzw. 9,8
% ist auf mehrere Effekte zurückzuführen (>Finanzlage). Verzinsliche Schulden gegenüber Vorjahr gestiegenIm Vergleich zum 31. Dezember 2016 sind die verzinslichen Schulden von 1.758 Mio.
EUR um 734 Mio. EUR bzw. 41,8 % auf 2.492 Mio. EUR zum 30. Juni 2017 gestiegen. Dieser
Anstieg resultierte insbesondere aus der zusätzlichen Inanspruchnahme der Konsortialkreditlinie
in Höhe von 550 Mio. EUR und dem Finanzierungsvertrag mit der EIB in Höhe von 200
Mio. EUR. Gegenläufig wirkten sich die gesunkenen Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing
aus. Rückstellungen im Vorjahresvergleich gesunkenDie Rückstellungen sind gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 66 Mio. EUR bzw. 8,8 %
auf 684 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der
Restrukturierungsverpflichtungen um 50 Mio. EUR durch Verbrauch zurückzuführen. Darüber
hinaus haben sich die Pensionsrückstellungen um 10 Mio. EUR aufgrund der Anpassung
des zugrunde gelegten Rechnungszinses für die Abzinsung der Verpflichtung verringert.
Ferner verringerten sich die Rückbau- bzw. Stilllegungsverpflichtungen um 8 Mio. EUR,
im Wesentlichen durch Verbrauch. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gesunkenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 2.127 Mio. EUR. Gegenüber dem 31. Dezember 2016
(2.303 Mio. EUR) ergab sich ein Rückgang von 176 Mio. EUR oder 7,7 %, was insbesondere
auf geringere Verbindlichkeiten für getätigte Investitionen (-219 Mio. EUR) zurückzuführen
ist. Teilweise wurde dies durch einen Anstieg bei den abzugrenzenden Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Rechnungsabgrenzungsposten gesunkenDer Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 150 Mio.
EUR oder 15,0 % gesunken und belief sich zum 30. Juni 2017 auf 852 Mio. EUR. Der Rückgang
resultierte im Wesentlichen aus dem Verbrauch der zum Jahresende getätigten Voucherverkäufe.
Ebenso wirkten sich erbrachte Leistungen im Rahmen des Mobile Bitstream Access Mobile
Virtual Network Operator (MBA MVNO) Vertrags aus. Eigenkapital unter dem VorjahresniveauDas Eigenkapital ist im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 866 Mio. EUR bzw. 9,2 %
auf 8.542 Mio. EUR gesunken. Die Eigenkapitalveränderung ist hauptsächlich auf die
am 12. Mai 2017 vollzogene Dividendenzahlung in Höhe von 744 Mio. EUR sowie auf das
Periodenergebnis in Höhe von -139 Mio. EUR und auf die im Eigenkapital erfassten Effekte
im Zusammenhang mit der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
in Höhe von -15 Mio. EUR zurückzuführen. Risiko- und ChancenmanagementIm zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 haben wir bestimmte Risiken
dargestellt, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie Reputation haben könnten. Ferner beschreiben wir dort
unsere wesentlichsten Chancen sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems. Im Berichtszeitraum haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert,
die über die im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 dargestellten
hinausgehen. Bei folgenden Risiken haben sich jedoch Änderungen hinsichtlich der Bewertung bzw.
der Eintrittswahrscheinlichkeit gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 ergeben. Terminierungsentgelte Mobilfunk und FestnetzDie Terminierungsentgelte im Mobilfunk und Festnetz sind in den vergangenen Jahren
stark gesunken. Im Vergleich zu den Vorjahren werden die kommenden Absenkungen geringer
ausfallen, sodass dies nun zu einem geringeren Rückgang der Umsatzerlöse als bisher
führt. Somit sehen wir insgesamt ein niedrigeres potenzielles Schadenvolumen und stufen
das Risiko nicht mehr als moderat, sondern als gering ein. Geänderte regulatorische Anforderungen zur Erhebung und Validierung von KundendatenBisher hatte der Gesetzentwurf des § 111 TKG noch einen Interpretationsspielraum gelassen,
der sich nun konkretisiert. Die dadurch verursachte Änderung unserer Geschäftsprozesse
und deren Akzeptanz durch unsere Kunden könnte Auswirkungen auf das Prepaid-Neukundengeschäft
haben. Deshalb gehen wir bei gleichbleibend niedriger potenzieller Schadenshöhe von
einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit aus und stufen das Risiko nicht mehr als
moderat, sondern als bedeutend ein. Regulatorische Vorgaben im Zusammenhang mit dem Erwerb der E-Plus GruppeMit der Laufzeit des Projekts zur Erfüllung der Auflagen und zur Sicherstellung der
strikten Einhaltung der geschlossenen Verträge und damit zur Vermeidung erheblicher
möglicher Strafzahlungen haben wir jetzt festgestellt, dass wir alle für uns möglichen
Maßnahmen ergreifen, um etwaige Strafzahlungen gering zu halten. Somit sehen wir ein
geringeres potenzielles Schadenvolumen und stufen das Risiko jetzt nicht mehr als
bedeutend, sondern als moderat ein. SteuernAufgrund durchgeführter Steuerprüfungen und der Erfahrung aus der Mitwirkung in Arbeitskreisen
und Expertenrunden können wir von einer niedrigeren Eintrittswahrscheinlichkeit für
dieses Risiko ausgehen. Das Risiko wird von uns daher nicht mehr als bedeutend, sondern
als moderat eingestuft. Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig
als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen.
Wir erwarten keinen Eintritt von Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit
anderen Risiken den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. PrognoseberichtFortsetzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland erwartet./Die Telekommunikationsbranche
als Wegbereiter des digitalen Wandels./Bestätigung des Finanzausblicks für 2017. Wirtschaftlicher AusblickFür das Jahr 2017 prognostizieren die Wirtschaftsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten
ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 % (kalenderbereinigt 1,8 %).
Laut Angaben der Wirtschaftsinstitute wird der private und öffentliche Konsum auch
2017 die wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur sein. Grundlage hierfür sind
vor allem die steigende Kaufkraft der Haushalte und eine weiterhin positive Entwicklung
am Arbeitsmarkt. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Erwerbstätigen von 43,5 Mio.
Ende 2016 auf 44,1 Mio. Ende 2017 steigen wird. Ein Risiko für die Konsumkonjunktur und damit auch für die gesamte wirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland bleibt nach wie vor eine etwaige Eskalation in den internationalen
Krisenherden. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich der geplante Austritt des Vereinigten
Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) auf die europäische und vor allem
die deutsche Wirtschaft auswirken wird. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,8 % im Jahr 2017 vorausgesagt. Quelle: Gfk Konsumklima, Focus Economics, Bundesbank, BMWI T 08 - BIP-Wachstum 2015 -2017Deutschland und Euroraum (kalenderbereinigt) scroll
MarkterwartungenEin wesentlicher Trend, der die zukünftige Gesellschaft und Wirtschaft prägt, ist
die zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehende Vernetzung von Menschen
und Maschinen./Digitale Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Intelligente
Datenanalyse (ADA) oder Cloud Computing durchdringen zunehmend alle Bereiche von Gesellschaft
und Wirtschaft./Dieser digitale Transformationsprozess verändert alle Bereiche des
Lebens grundlegend und wird dies auch in Zukunft tun./Getrieben wird dieser Trend
durch die stetig zunehmende Verbreitung des mobilen Internets und einer "Always-on"
Mentalität. Neben der Vernetzung von Menschen bietet die intelligente Vernetzung von Dingen über
das Internet (IoT) zahlreiche Anwendungs- und Wachstumsmöglichkeiten wie Industrie
4.0, Connected Car, Smart Health, Smart Energy und Smart Cities. Ein weiterer Trend
ist die Datenanalyse, die neben neuen Erkenntnissen auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Smartphones und Tablets werden zum Wegbereiter des digitalen Wandels hin zu einem
umfassenden "Digital Lifestyle" in Deutschland. Gleichzeitig erhöht die steigende
Verbreitung von datenbasierten Kommunikationsdiensten, den sogenannten Over-the-top-Anwendungen
(OTT) wie z. B. WhatsApp, Skype, Facebook, Apple Facetime oder auch Musik- und Videostreaming-Anbieter,
die Datennutzung. Dies führt alles zu einem weiteren Anstieg des übertragenen Datenvolumens. Somit wird
für Mobilfunkanbieter die Monetarisierung des mobilen Datengeschäfts weiterhin stark
im Fokus stehen. Analysten erwarten, dass sowohl 2017 als auch 2018 der Umsatz mit
Daten um jeweils 13 % steigen wird. Gleichzeitig wird sich durch weiteren Preisdruck sowie ein geändertes Kundenverhalten
der Negativtrend im "klassischen Telekommunikationsgeschäft" bei mobiler Sprache und
SMS fortsetzen. Quelle: Ovum, Analysys Mason, Bitkom, BMWI Ausblick 2017Zum heutigen Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich die im Konzernlagebericht
2016 (Geschäftsbericht 2016, Prognosebericht) veröffentlichten Prognosen wesentlich
verändert haben. Der Finanzausblick für das Jahr 2017 wird bestätigt, einschließlich
der Opex- und Umsatzsynergien von ca. 160 Mio. EUR sowie weiteren rund 80 Mio. EUR
an Capex-Synergien. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung des Finanzausblicks für 2017: T 09-Zusammenfassung des Finanzausblicks für 2017scroll
1
Die Auswirkungen der regulatorischen Veränderungen in Form der Terminierungsentgelteffekte
und des Gleitpfads der europäischen Roaming-Verordnung sind in der Prognose der Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen nicht enthalten. Insgesamt wird sich dieser Effekt in
2017 im Jahresvergleich mit ca. 3 - 4 % negativ auf die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen
auswirken. München, 11. August 2017 Telefónica Deutschland Holding AG scroll
Verkürzter Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017KonzernbilanzAktiva(In Millionen EUR) scroll
Passiva(In Millionen EUR) scroll
Konzerngewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungscroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Verkürzter Konzernanhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 20171. Berichtendes UnternehmenDer verkürzte Konzernzwischenabschluss (nachfolgend "Konzernzwischenabschluss") der
Telefonica Deutschland Holding AG wurde für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2017 aufgestellt und umfasst die Telefonica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch
"Telefonica Deutschland") und ihre Tochtergesellschaften sowie gemeinschaftliche Tätigkeiten
(gemeinsam die "Telefonica Deutschland Group" oder "Gruppe"). Die Telefonica Deutschland Holding AG ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts. Die Gesellschaft ist am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification
Number) DE000A1J5RX9. Zum 30. Juni 2017 befinden sich 21,3 % der Aktien im Freefloat. 69,2 % werden von
der Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (Telefonica
Germany Holdings Limited), gehalten, einer indirekten 100-prozentigen Tochtergesellschaft
der Telefonica, S.A., Madrid, Spanien (Telefonica, S.A.). Die restlichen 9,5 % werden
von der Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande (KPN), gehalten. Zum 30. Juni 2017 waren die im Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland
Group enthaltenen Gesellschaften entsprechend dem nachfolgenden Organigramm organisiert: Sofern nicht anders vermerkt, betragen die Beteiligungsquoten 100 %. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017 übernahm die Telefónica Germany Next GmbH
die Minodes GmbH. 2. Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle des BerichtszeitraumsAktionärsstrukturUnsere mittelbare Hauptaktionärin, die Telefónica, S.A., hat am 13. März 2017 bekannt
gegeben, dass sie mit der Koninklijke KPN N.V. ("KPN") eine Vereinbarung über einen
Aktientausch geschlossen hat, wonach die KPN Anteile an der Telefonica, S.A. gegen
6 % der von KPN bis dahin gehaltenen Anteile an der Telefonica Deutschland tauscht.
Nach Umsetzung der Vereinbarung und Stand der erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen stellt
sich die Aktionärsstruktur der Telefonica zum 30. Juni 2017 wie folgt dar: Hauptversammlung und DividendeAm 9. Mai 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2016 statt.
Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefonica Deutschland sowie
der Wiederwahl aller zu Beginn der Hauptversammlung amtierenden Mitglieder der Anteilseignerseite
im Aufsichtsrat wurde unter anderem eine Dividende von 0,25 EUR je dividendenberechtigter
Stückaktie, insgesamt 743.638.748,25 EUR, beschlossen. Die Dividende für das Geschäftsjahr
2016 wurde am 12. Mai 2017 an die Aktionäre gezahlt. 3. Grundlage der ErstellungDer Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG wurde in Übereinstimmung
mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht
wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Dementsprechend enthält der Konzernzwischenabschluss
nicht sämtliche Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Konzernabschluss
erforderlich sind, und sollte deshalb in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 (siehe Anhang Nr. 3 Grundlage der Erstellung)
gelesen werden. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 ist ungeprüft. Funktionale Währung und BerichtswährungDer vorliegende Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der
Telefonica Deutschland Group und ihrer Tochtergesellschaften, aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden die Zahlen in diesem Konzernzwischenabschluss
in Millionen Euro (Mio. EUR) und nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen gerundet
dargestellt. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls
in den Tabellen dargestellten Summen führen. SonstigesDie Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand, Beurteilungen
und Schätzungen abzugeben sowie Annahmen zu treffen, die sowohl die Anwendung der
Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze betreffen als auch die Höhe der berichteten
Beträge der Vermögenswerte und Schulden bzw. Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Eine wesentliche Änderung der Sachverhalte und Umstände, auf denen diese Beurteilungen,
Schätzungen sowie Annahmen und die damit verbundenen Ermessensentscheidungen basieren,
könnte wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Telefonica
Deutschland Group haben. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2016 (siehe Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) verwiesen. VergleichsinformationenDie im vorliegenden Konzernzwischenabschluss dargestellte Konzernbilanz bezieht sich
auf Informationen zum 30. Juni 2017, die mit Informationen zum 31. Dezember 2016 verglichen
werden. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzerngesamtergebnisrechnung beziehen
sich auf die am 30. Juni 2017 bzw. 30. Juni 2016 abgeschlossenen Sechs- und Dreimonatszeiträume.
Die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung vergleichen
die abgeschlossenen Sechsmonatszeiträume 2017 und 2016. Saisonale GeschäftstätigkeitDie bisherige Ergebnisentwicklung zeigt keinerlei Indikationen, dass die Geschäftstätigkeit
aufgrund saisonaler Einflüsse wesentlichen Schwankungen unterliegt. 4. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie bei der Erstellung des Zwischenabschlusses der Telefonica Deutschland Group durch
das Management vorgenommenen wesentlichen Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
unterscheiden sich hinsichtlich potenzieller Schätzunsicherheiten im Grundsatz nicht
von den Annahmen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 (siehe
Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze). Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses bekannt gemachte,
jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden
nachfolgend dargestellt: scroll
1
Beschlussfassung durch EU noch ausstehend, Angabe zur verpflichtenden Anwendung gemäß
IASB. Wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 (siehe Anhang
Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) bereits ausgeführt hat die Einführung
des IFRS 15 eine signifikante Relevanz für die Gruppe. Entgegen dem ursprünglichen
Plan hat sich die Gruppe im Laufe des Projekts aufgrund der Komplexität gegen die
Anwendung der vollständig retrospektiven Methode entschieden. Infolgedessen wird zum
1. Januar 2018 eine kumulative Anpassung der IFRS 15 Effekte im Eigenkapital vorgenommen. Die darüber hinaus im Geschäftsjahr 2017 veröffentlichten Standards bzw. Änderungen
an Standards, welche allesamt noch nicht durch die EU freigegeben wurden, sind für
die Gruppe nicht relevant oder werden derzeit noch analysiert. Es handelt sich hierbei
um IFRS 17 - Versicherungsverträge sowie IFRIC 23 - Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen
Behandlung. 5. Ausgewählte Erläuterungen zur KonzernbilanzZur Erläuterung der Veränderung nachfolgender Positionen wird auf die Vermögenslage
im Lagebericht verwiesen. a) Sonstige immaterielle VermögenswerteDie sonstigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
scroll
b) SachanlagevermögenDie Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
c) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige ForderungenDieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt: scroll
d) Sonstige nicht finanzielle VermögenswerteDieser Posten der Konzernbilanz setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für
Mieten von Antennenstandorten. e) Verzinsliche SchuldenDieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt: scroll
DarlehensverbindlichkeitenAm 22. März 2016 wurde eine revolvierende Konsortialkreditlinie (RCF) in Höhe von
750 Mio. EUR unterschrieben. Die Laufzeit dieser Konsortialkreditlinie wurde erstmalig
im Februar 2017 um ein Jahr bis März 2022 verlängert. Somit kann die Konsortialkreditlinie
maximal noch um ein weiteres Jahr verlängert werden. Zum 30. Juni 2017 beträgt die
Höhe der Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditfazilität 600 Mio. EUR. Die Verzinsung
des RCF erfolgt variabel zu Euribor-Geldmarktkonditionen zuzüglich einer vereinbarten
Marge. Am 13. Juni 2016 wurde ein Finanzierungsvertrag mit der Europäischen Investitionsbank
(EIB) in Höhe von 450 Mio. EUR unterschrieben. Zum 30. Juni 2017 war dieser in Höhe
von 450 Mio. EUR mit fixer Verzinsung in Form von zwei Tranchen in Anspruch genommen.
Die durch die EIB bereitgestellten Finanzierungsmittel haben eine Laufzeit bis Dezember
2024 bzw. Mai 2025 und werden ab Dezember 2019 bzw. Mai 2020 in gleich hohen Raten
zurückgezahlt. Der Referenzzinssatz der fixen Tranchen bestimmt sich nach den Grundsätzen,
die jeweils durch die Organe der EIB für gleichartige Darlehen festgelegt werden. f) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie RechnungsabgrenzungspostenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
sowie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten
umfassen unter anderem die noch offenen Zahlungsverpflichtungen aus der Mobilfunk-Frequenzauktion
in Höhe von 111 Mio. EUR. Die abzugrenzenden Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen
für Waren und Dienstleistungen sowie für das Anlagevermögen. Die sonstigen, nicht handelsbezogenen Verbindlichkeiten umfassen hauptsächlich Verbindlichkeiten
gegenüber Personal. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf
Prepaid-Guthaben sowie sonstige erhaltene Anzahlungen für künftigen Leistungsbezug.
Darüber hinaus ist die im Zuge des Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network
Operator (MBA MVNO) Vertrags erhaltene Zahlung von Drillisch enthalten. Die sonstigen erhaltenen Anzahlungen für künftigen Leistungsbezug sowie die erhaltene
Zahlung von Drillisch werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme in die jeweilige
Fristigkeit aufgeteilt. Erhaltene Anzahlungen auf Prepaid-Guthaben sind ausschließlich
als kurzfristig eingestuft. g) RückstellungenDie Rückstellungen werden mit folgenden Beträgen angesetzt: scroll
6. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzerngewinn- und VerlustrechnungZur Erläuterung der Veränderung nachfolgender Positionen wird auf die Ertragslage
im Lagebericht verwiesen. a) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen beinhalten Umsatzerlöse aus
Mobilfunkdienstleistungen sowie Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL. Die übrigen Umsatzerlöse
beinhalten Erlöse aus dem Verkauf von Mobilfunk-Hardware sowie sonstige Umsatzerlöse. Auf keinen Kunden der Telefonica Deutschland Group entfallen mehr als 10 % der gesamten
Umsatzerlöse. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Mobilfunk und Festnetz/DSL ist in der folgenden
Tabelle dargestellt: scroll
b) Sonstige ErträgeFür die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres der Telefonica Deutschland
Group betragen die sonstigen Erträge 59 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2016: 436 Mio. EUR). c) AbschreibungenDie Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
7. Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen VerbindlichkeitenIn den nachstehenden Tabellen sind die beizulegenden Zeitwerte aller finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten der Telefonica Deutschland Group
gemäß den Bewertungskategorien aus IAS 39 unter Beachtung der Anforderungen des IFRS
13 angegeben. Zum 30. Juni 2017 stellt der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen
Verbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert
dar (mit Ausnahme des nicht gesicherten Teils der Anleihen -siehe unten). Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2016 (siehe Anhang Nr. 10 Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte
und finanziellen Verbindlichkeiten) verwiesen. Zudem wird in den Tabellen die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte und
finanziellen Verbindlichkeiten gemäß der Bedeutung der Input-Parameter angegeben,
die für ihre jeweilige Bewertung verwendet wurden. Zu diesem Zweck werden drei Stufen
bzw. Bewertungshierarchien festgelegt:
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Zum 30. Juni 2017 werden 10 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
sowie 2 Mio. EUR der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte klassifiziert. Hierbei handelt
es sich um die Swapgeschäfte, die vor dem Hintergrund der Anleihenemission abgeschlossen
wurden. Außerdem werden 23 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Hierbei handelt
es sich um Beteiligungen in Start-up-Unternehmen. Diese Vermögenswerte wurden nach
Stufe 3 bewertet, da eine zuverlässige Bewertung anhand eines Marktpreises nicht möglich
ist. Diese Unternehmen erzielen einen Start-up-Verlust und die vorliegenden Businesspläne
enthalten zahlreiche unvorhersehbare Prämissen. Aus diesem Grund erfolgte die Bewertung
zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46c. Alle weiteren finanziellen Vermögenswerte werden zum 30. Juni 2017 als Kredite und
Forderungen kategorisiert. scroll
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Zum 30. Juni 2017 werden 358 Mio. EUR der langfristigen verzinslichen Schulden als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten klassifiziert.
Hierbei handelt es sich um den Teil der Anleihen, der mit je einem Zinsswap als Fair
Value Hedge bilanziert wird. Für den beizulegenden Zeitwert der Anleihen (langfristig verzinsliche Schulden) wird
der originäre Marktwert (nicht modifizierter Preis des aktiven Marktes) als Bewertungsmaßstab
herangezogen. Neben den Anleihen enthalten die lang- und kurzfristigen verzinslichen Schulden zum
30. Juni 2017 Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Nominalwert
in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. EUR und die Inanspruchnahme von zwei Kreditlinien
in Höhe von insgesamt 1.050 Mio. EUR. Diese Schulden sind als finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten werden als finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
klassifiziert. 8. Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeitenDie Telefonica Deutschland Group ist im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs an verschiedenen
gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren beteiligt. Zum 30. Juni 2017 bestehen
die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 aufgeführten Sachverhalte (siehe Anhang
Nr. 18 Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten) bis auf die nachfolgende Veränderung
unverändert. Im Rahmen der umsatzsteuerlichen Behandlung von Roaming-Umsätzen im Drittland war
ein Verfahren vor dem Finanzgericht anhängig. Inhaltlich ging es um die Beurteilung,
ob Telekommunikationsleistungen an Privatkunden der deutschen Umsatzsteuer unterliegen,
auch wenn diese Leistungen separat für Telefonate im Drittlandsgebiet vereinbart und
abgerechnet werden. Das Finanzgerichtsverfahren wurde im 2. Quartal 2017 im Sinne
der Telefonica Deutschland Group entschieden. Insofern ergaben sich für die Telefonica
Deutschland Group aus dem Verfahren keine umsatzsteuerlichen Konsequenzen. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 (siehe
Anhang Nr. 18 Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten) verwiesen. 9. UnternehmenszusammenschlüsseIm Berichtszeitraum wurde von der Telefonica Deutschland Group eine Transaktion durchgeführt,
die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatte. Die Veränderung im Konsolidierungskreis
hatte keine wesentliche Bedeutung für den Konzernzwischenabschluss der Telefónica
Deutschland Group. 10. VeräußerungsgruppenVeräußerungsgruppe in 2016:Verkauf der passiven Infrastruktur der Sendemasten an TelxiusDie Telxius Telecom S.A., ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Telefonica, S.A.,
übernahm aufgrund eines Anteilskauf- und Übertragungsvertrags vom 21. April 2016 sämtliche
Anteile an der Telxius Towers Germany GmbH (vormals Telefonica Germany Vermögensverwaltungsgesellschaft
mbH), einem vormals 100-prozentigen Tochterunternehmen der E-Plus Mobilfunk GmbH. Die Telxius Towers Germany GmbH wurde im Rahmen einer Ausgliederung und Abspaltung
von Funktürmen und hiermit in Zusammenhang stehenden Vermögenswerten und Schulden
sowie Mietverträgen gegründet. Der Zweck der Gesellschaft umfasste die Vermietung
der passiven Infrastruktur der Sendemasten für den Betrieb von Mobilfunknetzen. Der Verkauf der Telxius Towers Germany GmbH hatte im Geschäftsjahr 2016 folgende Auswirkungen
auf die Vermögens- und Finanzlage der Gruppe: scroll
Im Anschluss an die Abspaltung und Ausgliederung mietete die Telefónica Deutschland
Group von der Telxius Towers Germany GmbH im Rahmen eines Mietleasingvertrags die
Infrastruktur zurück. Weiterhin wurden für eine Übergangsphase die Weiterbelastungen
von Serviceleistungen an die Telxius Towers Germany GmbH vereinbart. Im Zusammenhang mit diesem Verkauf wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Nettoveräußerungsgewinn
in Höhe von 352 Mio. EUR in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dem Ertrag
aus der Veräußerung der Beteiligung, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst
wurde, standen Beraterkosten gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erfasst wurden. 11. Ereignisse nach der BerichtsperiodeDer Aufsichtsrat der Telefonica Deutschland hat in der Sitzung vom 20. Juli 2017 mit
Wirkung zum 1. August 2017 die Berufung von Markus Rolle als Chief Financial Officer
(CFO) beschlossen. Der Aufsichtsrat hat mit Markus Rolle eine Vertragslaufzeit von
drei Jahren bis zum 31. Juli 2020 vereinbart. Markus Rolle übernimmt die Nachfolge von Rachel Empey, die das Unternehmen auf eigenen
Wunsch und im gegenseitigen Einverständnis mit dem Aufsichtsrat zum 31. Juli 2017
verlassen hat. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung vom 20. Juli 2017 ebenfalls beschlossen, das interne
Corporate Board abzuschaffen und den Vorstand der Telefonica Deutschland per 1. August
2017 wie folgt zu erweitern: Wolfgang Metze wurde zum Chief Consumer Officer berufen und verantwortet das Privatkundengeschäft.
Alfons Lösing wurde zum Chief Partner und Business Officer berufen, verantwortlich
für das Geschäft mit Partnern und Geschäftskunden sowie die Aktivitäten der Telefónica
NEXT. Darüber hinaus berief der Aufsichtsrat Cayetano Carbajo Martín als Chief Technology
Officer, Guido Eidmann als Chief Information Officer, Valentina Daiber als Chief Officer
Legal und Corporate Affairs und Nicole Gerhardt als Chief Human Resources Officer. Die Telefonica Deutschland Group hat am 31. Juli 2017 eine bilaterale revolvierende
Kreditlinie mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR abgeschlossen. Die
Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken und hat eine Laufzeit von einem
Jahr. Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschluss des Berichtszeitraums haben
sich nicht ergeben. München, 11. August 2017 Der Vorstand scroll
Telefónica Deutschland Holding AG Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im verkürzten
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind. München, 11. August 2017 Telefonica Deutschland Holding AG scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Telefonica Deutschland Holding AG, MünchenWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn-
und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzernkapitalflussrechnung sowie verkürztem Konzernanhang - und den Konzernzwischenlagebericht
der Telefonica Deutschland Holding AG, München, für den Zeitraum vom 1. Januar 2017
bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Wir erteilen diese Bescheinigung auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen
Auftrags, dem, auch mit Wirkung gegenüber Dritten, die beiliegenden Allgemeinen Auftragsbedingungen
für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 zugrunde
liegen. München, 11. August 2016 PricewaterhouseCoopers GmbH scroll
GlossarDas Glossar umfasst auch die im Konzernlagebericht verwendeten Abkürzungen. scroll
#DigitalesLebenGestaltenTelefonica Deutschland Holding AG |
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